[{"ID": 1, "Datum": "31.10.1925, Samstag", "Haupttext": "Artikel \"De Brucknerbeweging\" in De Hofstad (Den Haag).", "Letzte Änderung": "04.08.2026 23:03"}, {"ID": 100000000, "Datum": "Allgemeine Anmerkungen vorweg", "Haupttext": "Wie und wo finde ich was?\nAbkürzungen\r\nSiehe den Schlagworteintrag \"Abkürzungen\": https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13836/\nAlltagsleben\nhttps://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13848/\nAufführungen\nSind immer unter dem Datum beim betreffenden Datensatz vermerkt. Eine Zusammenstellung und Übersicht über die Aufführungen Brucknerscher Werke bis 1896 (A. Chronologisch sortiert, B. nach WAB-Nummern sortiert) finden sie hier.\nAufführungen außerhalb Österreichs und Deuschlands,\r\nchronologisch sortiert von 1864 bis 2020 (Stand November 2021), finden Sie hier.\nBerufliches\nhttps://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13849/\nBriefe | Visitenkarten\nhttps://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13850/\nBruckner-Feste / Bruckner-Tage etc.\nsiehe https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13867/\r\nWeitere Funde sind mit dem Suchbegriff \"Bruckner-Feier*\" möglich.\nChorwerke wie Motetten sind meist am besten mit dem Titel (z. B. Du bist wie eine Blume, Locus iste, Virga Jesse, Helgoland) aufzufinden, mit der WAB-Nummer nur bei selten genannten Werken.\r\nDie einzelnen WAB-Nummern können Sie unter der Kategorie \"Bruckner Werke\" für weitere Informationen aufsuchen. Dort sind alle Erwähnungen eines Werkes verlinkt zu finden. Weiterführende Informationen werden in Zukunft noch ergänzt werden.\nHinweise zu den Stichwörtern\nConsortium, Ehrendoktorat, Ehrenmitglied, Eisenbahn, Finanzielles, Gebetsaufzeichnungen, Harmonium, Hommage-Kompositionen, Improvisationen, Klavier/Flügel, Kopisten und Krankengeschichte sind in der Kategorie \"Schlagwort\" zu finden.\nMessen\r\nDie Messen finden Sie am besten mit den Begriffen Windhaager Messe, b-Moll-Messe, d-Moll-Messe, e-Moll-Messe und f-Moll-Messe.\r\nEine Suche mit den WAB-Nummern oder mit Suchbegriffen wie Messe in d-Moll etc. führt jedenfalls zu keinem oder höchst unvollständigen Ergebnis.\r\nDie einzelnen WAB-Nummern können Sie unter der Kategorie \"Bruckner Werke\" für weitere Informationen aufsuchen. Dort sind alle Erwähnungen eines Werkes verlinkt zu finden. Weiterführende Informationen werden in Zukunft noch ergänzt werden.\nHinweise zu den Stichwörtern\nOpernplänen, Orgel/Orgelproblemen, Pension/Verwicherungen, Photographien und Prüfingen sind in der Kategorie \"Schlagwort\" zu finden.\r\nHinweise zu Personen sind in der Kategorie Personen und Institutionen zu finden.\r\nHinweise zu Orten sind in der Kategorie Orte zu finden.\nPsalmen\r\nSie sind erfasst als 150. Psalm, 146. Psalm usw.\r\nDie einzelnen WAB-Nummern können Sie unter der Kategorie \"Bruckner Werke\" für weitere Informationen aufsuchen. Dort sind alle Erwähnungen eines Werkes verlinkt zu finden. Weiterführende Informationen werden in Zukunft noch ergänzt werden.\nHinweise zum Stichwort Religiöses/Religion sind in der Kategorie \"Schlagwort\" zu finden.\nSchüler\r\nUnter dem Schlagworteintrag \"Schüler\" (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13835/) finden Sie weiterführende Links zu den Schulkameraden Bruckners, den Schülern, Schülerinnen und Sonntagsschülerinnen Bruckners in St. Florian, Linz und Wien (privat, Konservatorium und St. Anna) und zu den Universitätshörern.\nSchüler an St. Anna\r\nsiehe https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/archiv/event/detail/919200114/\nSchulkameraden\r\nsiehe https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/archiv/event/detail/919030822/\nSignaturen\r\nSiehe den Schlagworteintrag \"Signaturen\" https://www.bruckner-online.at/ABCD-119090714\nStreichquintett\r\nSie finden es am besten mit dem Suchbegriff Quintett. Hier kann es (selten) auch zu falsch positiven Resultaten kommen (z. B. bei Klavierquintetten anderer Komponisten). Sämtliche Erwähnungen des Quintetts sind zusammengeführt in der Kategorie \"Bruckners Werke\" unter https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/archiv/wab/detail/108/.\nHinweise zum Stichwort Studiengang sind in der Kategorie \"Schlagwort\" zu finden.\nSymphonien\r\nDie Symphonien finden Sie am besten mit dem Suchbegriff 1. Symphonie bis 9. Symphonie, d-Moll-Symphonie oder Nullte und f-Moll-Symphonie.\r\nEine Suche mit den WAB-Nummern oder den Begriffen Sinfonie oder Erste Symphonie o. ä. führt zu keinem oder höchst unvollständigen Ergebnis.\r\nDie einzelnen WAB-Nummern können Sie unter der Kategorie \"Bruckner Werke\" für weitere Informationen aufsuchen. Dort sind alle Erwähnungen eines Werkes verlinkt zu finden. Weiterführende Informationen werden in Zukunft noch ergänzt werden.\nHinweise zum Stichwort Testament sind in der Kategorie \"Schlagwort\" zu finden.\nVisitenkarten und undatierte Telegramme\r\nSiehe dazu den Eintrag \"Visitenkarten\" https://www.bruckner-online.at/ABCD-122071909\nVolksschüler\nhttps://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/archiv/event/detail/922151211/\nKleinere, selten genannte Kompositionen können auch mit der WAB-Nummer gesucht werden.\nHinweise zu den Werken sind in der Kategorie Bruckner Werke zu finden.\nHinweise zum Stichwort Wohnungen sind in der Kategorie \"Schlagwort\" zu finden.\nZeitschriften\nBruckner-Blätter und \nZeitschrift für katholische Kirchenmusik siehe Eintrag https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13839/\nZeitungen\r\nAllgemeine Hinweise zu Zeitungen siehe im Eintrag https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13840/\nHinweise zum Stichwort Zeugnis sind in der Kategorie \"Schlagwort\" zu finden.", "Letzte Änderung": "04.11.2025 12:58"}, {"ID": 101120221, "Datum": "Albumblätter", "Haupttext": "Albumblätter\n[Ende Dezember 1874 (?)]\r\nUnterschrift \"Ant. Bruckner\" auf einem gefalteten Doppelblatt \"Glückwunsch Zum Neuen Jahre\", das u.a. auch die Unterschriften von J. Hellmesberger, Heinrich Proch, Rudolf Bibl, Johann Faistenberger, Ferdinand Weidinger, J. N. Zoczek und Josef Hamberger trägt (Thomas Kotte Autographen, Katalog 12, S. 6, Nr. 25, Oktober 2003, Preis 2400.- Euro, unverändert in Katalog 17, September 2005, Nr. 106, 2400 €).", "Letzte Änderung": "25.01.2024 20:08"}, {"ID": 101121220, "Datum": "Alltagsleben | Alltag", "Haupttext": "Alltagsleben\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Alltagsleben https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13848/", "Letzte Änderung": "09.01.2025 09:52"}, {"ID": 102051821, "Datum": "Beruf | Berufliches", "Haupttext": "Beruf | Berufliches\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Beruf | Berufliches https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13849/", "Letzte Änderung": "09.01.2025 09:54"}, {"ID": 102180905, "Datum": "Briefe | Visitkarten | Visitenkarten", "Haupttext": "Briefe | Visitkarten | Visitenkarten\nSiehe hierzu die Schlagworteinträge Briefe | Visitenkarten (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13850/) und Visitenkarten (https://www.bruckner-online.at/ABCD-122071909).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 09:59"}, {"ID": 103151419, "Datum": "Consortium", "Haupttext": "Consortium\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Consortium (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13851/).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 10:02"}, {"ID": 105081706, "Datum": "Ehrenmitglied | Ehrenmitgliedschaft", "Haupttext": "Ehrenmitglied | Ehrenmitgliedschaft\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Ehrenmitglied | Ehrenmitgliedschaft (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13853/).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 10:08"}, {"ID": 105081805, "Datum": "Ehrendoktor | Ehrendoktorat", "Haupttext": "Ehrendoktor | Ehrendoktorat\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Ehrendoktor | Ehrendoktorat (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13852/).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 10:05"}, {"ID": 105091905, "Datum": "Eisenbahn", "Haupttext": "Eisenbahn\nSiehe dazu auch den Schlagwort-Eintrag \"Eisenbahn\"\nNotizen Bruckners:\r\n\"6.45 Expr. [/] 7.45 [/] Nachm. 3.10 M 7.30 Ab\" (*).\r\n\"9 Uhr 26 Min Klostern. [/] 8 [Uhr] 25.?\" (**).\r\n[Abfahrtszeit?] 10-27 [10.27] (***).\r\n\"[Zugtermine?] 5-44 | 6-43 | 7-16 | 8-40 | 10 [40 oder 0 Min.?] (°).\r\n\"9 Uhr Abends Personenzug\" (°°).\r\n[Vermutlich Züge für die Aufführung am 21.3.1886] \"Post 9 Abends | Linz 3.24 [/] Cour. 9.50 | [Linz] 1.26.\" (°°°).\r\n[ca. 22.5.1885? Falls eine Hausnummer \"32-54\" unglaubwürdig ist und nur die \"3\" zur nebenstehenden Adresse Burggasse gehört:] \"2-54\" (#).\r\n\"nach dem 5.3.1886\". - \"8.48 M.\" [oder Uhrzeit in Bayreuther Kirche?] (##).\r\n\"[fremde Hand:] Nach Wien [Bruckner:] 5 44 [/] 7.16 [/] 8.40 [/] 10 - [/]11.15\" und [Spalte daneben] Haltstelle [/] 6.43 [/] 7.14 [/] 7.49 [/] 8.48 [/] 9 46\" (###).\r\n[Gestrichen: \"Enns\"] \"Morgens [/] Wien 7.45 [/] Enns: 11.22.\" (a). -\r\n\"Bahnhof [/] 7.19. 7.51. [/] 8.7. 8.58. [/] 9.11.\" (b).\nDetails zum Franz-Josephs-Bahnhof bei 1040a/650.\r\nDie Bahnstrecke St. Valentin - Steyr wurde 15.8.1868 eröffnet (1075/137, 911/154)Abbildung des ersten Fahrplans (mit Anschlüssen nach Wien und Linz) bei 1075/136.", "Letzte Änderung": "09.01.2025 11:36"}, {"ID": 106091401, "Datum": "Finanzielles | Finanzen | Geld", "Haupttext": "Finanzielles | Finanzen | Geld\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Finanzielles (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13854/).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 10:14"}, {"ID": 107050205, "Datum": "Gebetsaufzeichnungen | Gebete", "Haupttext": "Gebetsaufzeichnungen | Gebete\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Gebetsaufzeichnungen (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13855).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 10:16"}, {"ID": 108011813, "Datum": "Harmonium", "Haupttext": "Harmonium\nSiehe hierzu den Schlagworteintrag Harmonium (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13856/).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 10:19"}, {"ID": 108151313, "Datum": "Hommage-Kompositionen", "Haupttext": "Hommage-Kompositionen\nSiehe dazu den Schlagwort-Eintrag https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13844/.", "Letzte Änderung": "09.01.2025 09:44"}, {"ID": 109131618, "Datum": "Improvisationen", "Haupttext": "Improvisationen\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Improvisationen (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13857/).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 10:21"}, {"ID": 111120122, "Datum": "Klavier", "Haupttext": "Siehe den Stichwort-Eintrag \"Klavier | Flügel\".", "Letzte Änderung": "09.01.2025 10:18"}, {"ID": 111151609, "Datum": "Kopisten", "Haupttext": "Kopisten\nSiehe hierzu den Personeneintrag Kopisten (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/archiv/person/detail/61876/).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 10:28"}, {"ID": 111180114, "Datum": "Krankengeschichte | Gesundheit", "Haupttext": "Krankengeschichte | Gesundheit\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Krankengeschichte (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13846/)", "Letzte Änderung": "09.01.2025 11:03"}, {"ID": 116081520, "Datum": "Photographien | Fotografien", "Haupttext": "Siehe den Stichwort-Eintrag \"Photographien\".", "Letzte Änderung": "09.01.2025 09:30"}, {"ID": 117051722, "Datum": "Querverweise", "Haupttext": "Querverweise zu Personen, Orten und Schlagwörtern\nPersonenhinweise:\r\nNur einmal oder sehr selten erwähnte Personen sind nur im Haupttext auffindbar.\r\nPersonen, zu denen spezielle Informationen vorliegen oder die mehrfach erwähnt werden, haben einen eigenen Eintrag im Personenregister (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/archiv/person/).\r\nIn vielen Fällen finden sich ortsspezifische Personenhinweise, die auch selten erwähnte Personen umfassen, bei den einzelnen Orten.\nOrtshinweise:\r\nNur einmal oder sehr selten erwähnte Orte sind nur im Haupttext auffindbar.\r\nOrte, zu denen spezielle Informationen vorliegen oder die mehrfach erwähnt werden, haben einen eigenen Eintrag im Ortsregister (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/archiv/place/).\r\nFür einige Städte wie Linz und Wien liegen für einzelne Institute (z. B. Bischöfliches Ordinariat, Obersthofmeisteramt, Hofmusikkapelle etc.) eigene Erwähnungsnachweise vor.\nSchlagworthinweise:\r\nSind im Schlagwortregister (https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/) auffindbar.", "Letzte Änderung": "09.01.2025 14:20"}, {"ID": 119030821, "Datum": "Schüler", "Haupttext": "Schüler Bruckners\nSiehe hierzu den Stichwort-Eintrag \"Schüler\".", "Letzte Änderung": "09.01.2025 09:34"}, {"ID": 119090714, "Datum": "Signaturen", "Haupttext": "Signaturen\nSignaturen in Wiener, Linzer und anderen Zeitungen und weitere Kürzel\nAnmerkung: Abkürzungen in ganz entlegenen Quellen (z.B. unwichtige lokale Medien u. ä.) wurden nicht immer mit aufgenommen.\r\nIn einigen Fällen wurde auch Signaturen von Kopisten erfasst.\r\nSignaturen, die wahrscheinlich auf den Abkürzungen von Vorname und Nachname beruhen, sind auch unter umgekehrter Buchstabenreihung erfasst, um eine Zuordnung nach den mutmaßlichen Nachnamen zu ermöglichen.\r\nAngegeben ist meist die Ersterwähnung in der ABCD. Quellenangabe entweder ABCD oder im Feld Literatur.\r\nIn den Fällen, in denen in der Literatur die Namen in eckigen Klammern vervollständigt wurden (z. B. \"E[duard] S[chelle]\"), kann die Originalversion des Drucks (mit oder ohne Punkt?) nicht exakt rekonstruiert werden. Dem Studium der Originale zufolge (z. B. sofern bei ANNO oder in der ABIL-Dokumentation möglich) wurde in der Regel ein Punkt nach den Initialen gesetzt (der hier ergänzt wurde, z. B. zu \"E. S.\").\nEinige Autoren geben zwar die Entschlüsselung der Abkürzungen bekannt, nicht immer aber zugleich den Beleg dafür.\nBei identischen Kürzeln ist nicht immer geklärt, ob auch eine Personenidentität vorliegt.\nUlrich Hermanns verfügt über eine Datenbank mit den Kürzeln von Kritikern und Autoren. Diese sind, soweit in der ABCD bereits erfasst, in der folgenden Liste eingearbeitet. Jene Personen, die bisher in der ABCD nicht in Erscheinung getreten sind [ABCD deest, Stand 17.1.2022] (z. B. Theaterkritiker), sind am Ende der Auflistung angefügt (mit den Kürzeln, so weit bekannt). \"ABCD adest?\" bezeichnet Fälle, in denen die Personenidentität nicht gesichert ist. Biographische Angaben finden sich im Bereich \"Anmerkung\".\nSystematisch nach der ABCD erfasst bis 31.12.1896 (13.1.2022).\n\r\nA (Caecilia 1.4.1886, 1.4.1887) Amsterdam?\r\na (oder \"u\"?) (Deutsches Volksblatt 15.4.1894) Wien\r\nA. (Christliche Kunstblätter 1.2.1865) ABCD\r\nA. (Die Lyra 15.4.1887) Wien\r\nA. (Linzer Volksblatt 14.11.1888) Linz\r\nA. (Vaterland 13.12.1893, Graf Huyn) Wien\r\na. (Vaterland 29.1.1893) Wien\r\n-a- (Salzburger Zeitung 12.9.1870)\r\n-a- (Wiener Montags-Journal 11.7.1892, 16.1.1893) Wien\r\nA. (Salzburger Wacht 22.12.1924)\r\nA. B. (Musikalisches Wochenblatt 28,1,1886) Dresden\r\nA. B (Pester Lloyd 22.5.1892, 19.12.1895, 13.10.1896 Beer?) Wien/Budapest?\nAbel-Friedländer Hedwig: H. Abel (Montags-Revue 1895) (a) Wien\r\nA. Bl. (Arthur Blaß) siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\n[A., C.] = C. A. (Carl Almeroth, Alpen-Bote 30.8.1885) Steyr\r\nA. D. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 26.3.1886) Graz\r\nA. D. (Musikalisches Wochenblatt 20.4.1886) Graz\r\nAdler Felix (F. A., Bohemia 1906-1927, Nachfolger von Richard Batka)[siehe Anmerkung] (d) Prag\r\nAdler Guido [?]: G. Ar. (Neue Freie Presse 12.7.1892) Wien\r\nAdler M.: M. A-r. (Morgenpost 17.12.1877), Mor. A-r. (Morgenpost 7.2.1880) Wien\r\nA D-r (Lyra 1.1.1885) Wien\r\n-ä- siehe Gräflinger Linz\r\n[A-e., J. G.] = J. G. A-e. siehe Anderle\r\nAbel-Friedländer Hedwig: H. Abel (Montags-Revue 1895) (a) Wien\r\n[A., C.] = C. A. (Carl Almeroth, Alpen-Bote 30.8.1885) Steyr\r\nA. D. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 26.3.1886) Graz\r\nA. D. (Musikalisches Wochenblatt 20.4.1886) Graz\r\nAdler Felix (F. A., Bohemia 1906-1927, Nachfolger von Richard Batka)[siehe Anmerkung] (d) Prag\r\nAdler Guido [?]: G. Ar. (Neue Freie Presse 12.7.1892) Wien\r\nAdler M.: M. A-r. (Morgenpost 17.12.1877), Mor. A-r. (Morgenpost 7.2.1880) Wien\r\nA D-r (Lyra 1.1.1885) Wien\r\n-ä- siehe Gräflinger Linz\r\n[A-e., J. G.] = J. G. A-e. siehe Anderle\r\nA E (Anton Edt, Linzer Volksblatt 23.9.1875) Linz\r\nA. E. (Alexander Eisenmann, siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nA. E. (Alfred Einstein)\r\nAe. P. siehe Posch Linz\r\n[A., F.] = F. A. (Felix Adler, Bohemia 1906-1927, Nachfolger von Richard Batka) (d) Prag\r\n[A., G.] = G. A. (Linzer Zeitung 24.10.1875) Linz/St. Florian?\r\nah.  (Österreichische Volkszeitung 29.3.1872) ABCD Wien\r\nA. H. = (Albert von Hermann, Wiener Allgemeine Zeitung 7.5.1882) Wien\r\nA. H. (Artur Ludwig Holde) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\nA. H. (Alfred Holzbock) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\n[A., H.] = H. A. (Neue Musikzeitung, nach 9.3.1895)\r\n[A., H.] = H. A. (Montagsrevue 9.11.1896)\r\nahm. (Morgen-Post 1876 (a), Wiener Sonntags-Post 11.1.1885) Wien\r\nA. Hn. (Adolf Heilborn) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\nai.  (Linzer Volksblatt und Katholische Blätter 29.9.1869 bzw. 2.10.1869) ABCD Linz\r\n[A., J.] = J. A. (Neue Zeitschrift für Musik 7.6.1893) Düsseldorf\r\nA. K. (Albert Kauders, Neues Wiener Journal 5.11.1894) Wien\r\na. k. Albert Kauders (Neues Wiener Journal 9.11.1896) Wien\r\nA. K. (The Manchester Guardian 10.5.1909) London\r\nA. Ky. (Anton Krtsmáry, Wiener Allgemeine Zeitung (um 1905), Neue Musikalische Presse (um 1896)) (d) Wien\r\nA. L. (Kastners Wiener Musiklaische Zeitung 8.1.1886) Wien\r\nAladin (Pseudonym von Ludwig Basch) (i)\r\nA. L-ch (Albert Leitich). Siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\n-ald (Friedrich Waldeck, Grazer Tagblatt 22.4.1911) Graz\r\nA. L. G. (Linzer Volksblatt 8.8.1886, Kunst) Linz\r\nalb. k. (Albert Kauders, Neues Wiener Journal 8.4.1894) Wien\r\nAlmeroth Carl (C. A., Alpen-Bote 30.8.1885) Steyr\r\nalpha  (Pseudonym von Albert Gustav Roncourt, Neuigkeitsweltblatt 6.3.1889, 21.12.1890, 1.4.1894) (f) Wien\r\nAltmann Wilhelm (W. A.) [siehe Anmerkung] Berlin\r\nAltwirth Theodor (Elimar Linzer Montagspost 23.7.1894) (215a/187) Linz\r\n[A., L. v. d.] (Deutsches Volksblatt 18.12.1896) Graz\r\nA. M.  (Montagsrevue 25.11.1872) ABCD Wien\r\nA. M. (undatiert, \"Der Bruckner-Bund wächst\" (1212c/200)\r\nA. M.-G. (Adam Müller-Guttenbrunn) siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nA. M. St.  (s. Storch) Linz\r\nAnderle Johann Gabriel: J. G. A-e. (Die Furche 1946) (215a/174 und /201)\r\nAndreevsky Alexander von (A. v. A.) siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nAndro, L.: Pseudonym von Therese Rie\r\nAntropp Theodor: Th. A. (Ostdeutsche Rundschau 1894) (215a/174 und /225) Wien\r\n[A., P.] = P. A. (Leipziger Zeitung 7.6.1893) Leipzig\r\nA. P. (Ostdeutsche Rundschau 16.11.1893) Wien\r\nA. P. (13.11.1913, Düsseldorfer Tageblatt) Düsseldorf\r\na. p. (Alfred Pellegrini) [siehe Anmerkung] (f) Dresden\r\nA. Pgr. (s. Prgr.) (vermutlich August Püringer, Ostdeutsche Rundschau 24.7.1894/16.7.1894) (f) Wien\r\nA. Prgr. (vermutlich August Püringer, Ostdeutsche Rundschau 7.11.1894) (f) Wien\r\na.r. siehe Rosenzweig [ABCD deest, siehe Anmerkung] Wien\r\nAr. (Salzburger Chronik 30.10.1896) Ried\r\nA. R. (Steyrer Zeitung 1.9.1887, 8.9.1889) Steyr\r\nA. R. siehe Riegl Linz\r\n[Ar., G.] (Neue Freie Presse 12.7.1892) [Guido Adler?] Wien\r\nA-r., M. siehe Adler M.\r\nA. R. Sch. (Neuigkeitsweltblatt 25.4.1895, Brünn) Wien? Brünn?\r\nArth. N-r. (Neisser Arthur). Siehe auch unten \"Biographisches \" (j)\r\nA. S. (Das Vaterland, 31.1.1897) Wien\r\nA. Š., aš (Antonín Šilhan) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\na. st. (Bohemia, zu 11.10.1936) Prag\r\n[A. Th.] = Th. A. siehe Antropp Wien\r\nAustriacus (Vaterland 7.10.1891) Wien\r\nA. v. A. (Alexander von Andreevsky) (i)\r\nA. v. H. (Albert v. Hermann, Musikalische Rundschau 1.9.1894)\r\nA. v. W. (Alexander von Weilen) (i)\r\nA. W. siehe Arnold Walter 1931/32 Berlin\r\n[A., W.] = W. A. (National-Zeitung 2.11.1906) Berlin\r\nA. W-r. 1853 (Deutsches Volksblatt 22.2.1895, 17.7.1895) Wien\r\nayr  (Stuttgarter Zeitung 1990) (215a/9) Stuttgart\r\nA. Z. (Ostdeutsche Rundschau 18.10.1894) Wien\nβ (Linzer Tagespost 18.3.1892, 30.4.1892) Linz\r\n♭ (musikalisches Vorzeichen) Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten 14.3.1885\r\nb. [= Dr. Beck?] (Morgenpost 19.12.1870) Wien\r\nb. (Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten 2.4.1885, [14.3.1885 Ostini??]) München\r\n-b-  (Linzer Abendbote 14.5.1861) ABCD Linz\r\nB. (Norbert Beck?):(Konstitutionelle Vorstadt-Zeitung 1876, 1878, 21.2.1881) (a) Wien\r\nB. (Wiener Blätter für Katholische Kirchenmusik 10.8.1880, Josef Böhm (Hg.)?) Wien\r\nB. (Burgstaller? Linzer Volksblatt 17.9.1885) Linz\r\nB. (Musikalisches Wochenblatt 19.11.1885, 7.1.1886, 10.5.1888, 24.11.1892) Frankfurt\r\nB. (Montags-Revue aus Böhmen 19.4.1886) Prag\r\nB. (Balduin Bricht). Siehe unten \"Biographisches\"\r\nB. (Extrapost= Wiener Montags-Journal 9.11.1896) Wien\r\nB. (Oscar Bie) (d)\r\nb. (Julius Bauer) (i)\r\nB. siehe Dr. B.\r\n[B., A.] = A. B. (Musikalisches Wochenblatt 28,1,1886) Dresden\r\n[B., A.] (Pester Lloyd 22.5.1892, 13.10.1896 Beer?) Wien/Budapest?\r\nBach David Josef (D. B.) [ABCD deest, siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nBahr Hermann (H. B.). Siehe unten \"Biographisches\"\r\nBahr Otto (O. B., Linzer Volksblatt 26.10.1906, 25.10.1917 u.a.) Linz\r\nBartoš Josef Dr. J. B. [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\nBasch Ludwig (Lazar) (Budapest 12.12.1851 - Wien 25.10.1946), -sch., l. b. (Illustriertes Wiener Extrablatt 189 , war bei diesem Blatt von 1881 bis 1925) (d) (i) Wien\r\nBatka Richard (R. B. / r. b.) [siehe Anmerkung] (d) Wien/Prag\r\nBauer Julius (vermutlich) (Preßburger Zeitung 3.12.1885, 28.11.1893) Preßburg/Bratislava. Siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nBaum Oskar: O. B. (Prager Presse, Die Weltbühne etc. (h)\r\nBauer Julius (vermutlich) (Preßburger Zeitung 3.12.1885, 28.11.1893) Preßburg/Bratislava\r\nBaumfeld Moriz bmfld (Extrapost 11.2.1895), M. Bfd., siehe unten \"Biographisches\" (i) Wien\r\nBause Victor (?) (Ostdeutsche Rundschau 20.3.1894) Wien\r\nBayer Franz: F. B. (Steyrer Alpenbote 30.8.1894 (215a/189) Steyr\r\nb. b. siehe Bernhard Buchbinder Wien\r\nB. B-t. siehe Balduin Bricht Wien\r\n[B., C.] = C. B. (Deutsche Zeitung 4.2.1880) Wien\r\n[B., C.] = C. B. (Karl Brecka?, Reichspost 19.1.1913) Wien\r\n[B., Dr.] = Dr. B. (Beck? Bricht? Konstitutionelle Vorstadtzeitung 13.4.1886) Wien\r\n[B., Dr.] (Prager Tagblatt 20.4.1886) Prag\r\n[B., Dr.] = Dr. B. (Deutsches Blatt Brünn 11.6.1892) Salzburg?/Brünn\r\n[B., Dr. v.] (Prager Tagblatt 11.12.1896) Prag\r\n[B., Dr.] = Dr. B. (Anhalter Anzeiger 1936) (215a/186)\r\n[B., Dr.] = Dr. B. (Neue Warte am Inn 1946) (215a/186)\r\nB. E. (Innsbrucker Nachrichten 5.11.1924) (ABCD) Innsbruck\r\n[B., E.] = E. B. (Guide musical 21.1.1894, 9.12.1894) Wien/Berlin/Paris?\r\n[B., E.] = E. B. (The Manchester Guardian 22.4.1929) Manchester, London?\r\nDr. Beck: b. (Morgenpost 19.12.1870) ABCD Wien\r\nBeck Norbert (?): B. (Konstitutionelle Vorstadt-Zeitung 1876, 1878) (a) Wien\r\nBeer (A. B. (?), Pester Lloyd 13.10.1896)\r\nBekker Paul: \"P. B.\" [siehe Anmerkung] (d) Deutschland\r\nBératon Ferry (F. B-n., Wiener Salonblatt 18.10.1896), f.b. (i) Wien\r\nBerggruen Oskar [??]: Bn. (Morgen-Post 1882) (a), (Morgen-Post 12.4.1886) (800/..), O.\r\nBerghaim Gaigg von, siehe Gaigg\r\nbgh. [vielleicht = Berghaim?] (Wiener Neueste Nachrichten, 25.1.1897) Wien\r\nBienenfeld, Elsa (?): E. B. (Wiener Journal 3.2.1926) Wien\r\nBn. (Morgenpost 25.6.1885), Bggn. (Wiener Allgemeine Zeitung 30.1.1889) Wien\r\n[B., F.] = F. B. (nach dem 6.1.1894, Berlin) München? Berlin\r\n[B., F.] = F. B. siehe Bayer\r\n[B., F. C.] = F. C. B. (Evening Star, Baltimore, 28.11.1911) Baltimore\r\n[B., G.] = G. B. (vermutlich G. A. Bloch, Petersburgskaja Zizn 12.11.1892) Petersburg\r\n[B., G.] = G. B. (Neue Musik-Zeitung nach dem 11.10.1896)\r\nBggn. (Berggruen, Wiener Allgemeine Zeitung 30.1.1889) Wien\r\nbi. (Julius Bistron) [siehe Anmerkung]\r\nBie Oscar (B., Bie.) (d) [siehe Anmerkung] Berlin\r\nBistron Julius: -ron., ron, bi., Jron, J. B. (vermutlich J. B.: Neues Wiener Journal 14.10.1924 etc.) [siehe Anmerkung] Wien\r\n[B., J.] = J. B. (vermutlich Julius Bauer, Preßburger Zeitung 3.12.1885, 28.11.1893) Preßburg/Bratislava\r\n[B., J.] = J. B. (vermutlich Johann Burgstaller, Linzer Volksblatt 14.9.1887) Linz\r\n[B., J.] = J. B. (NMZ 29.5.1902) Bremen\r\n[B., K.] = K. B. (Das Landstraßer Bezirksmuseum [Linz?] 1974) (215a/201)\r\n[B., L.] (Nationalzeitung 2.6.1891, 18.10.1893) Berlin\r\nBlaß Arthur (Blass): (A. Bl.). siehe unten Biographisches\r\nBloch Grigori Anatoljewitsch (vermutlich G. B., Petersburgskaja Zizn 12.11.1892) Petersburg\r\nBlondel: Deutsches Montagsblatt 1890 (a) Wien\r\nbmfld siehe Baumfeld\r\n[b., m. j.] (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 28.2.1881)\r\nBn. siehe Berggruen Wien\r\n[Bn., O.] = O. Bn. (Oskar Berggruen, Morgenpost 25.6.1885) Wien\r\nBoller Victor (?) (Österreichische Musik- und Theaterzeitung 15.12.1895) Wien\r\nB. P. (Linzer Montagspost 28.10.1895) Linz\r\nB-r. (Lyra 1.4.1896) Wien\r\n[B., R.] = R. B. (Neue Zeitschrift für Musik 10.1.1873) Wien\r\n[B., R.] = R. B. (The Manchester Guardian 5.10.1925) Manchester\r\nBrant (Sebastian Brant der Jüngere, Pseudonym von Julius Bauer) (i)\r\n[Br., Dr.] = Dr. Br. (Morgenpost 28.10.1873) Wien\r\nBrecka Karl [Carl?] evtl. C. B. (Reichspost, vgl. Linzer Volksblatt 23.8.1912 S. 3) Wien\r\nBricht Balduin: B. B-t. (Österreichische Volkszeitung 1892), B-t. 26.2.1889), -t. (?) 12.11.1896, B. (a), (i) siehe unten \"Biographisches\" Wien\r\nBrociner Marco (m. b.) siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nBrust Fritz (Fr. Br., Schweizerische Musikzeitung 1935) (d)\r\nB-t. (vermutlich Bricht, Konstitutionelle Vorstadtzeitung 26.2.1889) Wien\r\nbt-  (Neues Volksblatt 1996 [Linz?]) (215a/12 Linz\r\nBuchbinder Bernhard (b. b.), Pseudonym Gustav Klinger. Siehe unten \"Biographisches\" (i) Wien\r\nBurgstaller [?] (B., Linzer Volksblatt 17.9.1885, J. B. 14.9.1887) Linz\r\nBußler Ludwig (L. B., Nationalzeitung 2.6.1891, 18.10.1893). Siehe auch unten \"Biographisches\" Berlin (j)\r\nB. V. (Illustrierte Zeitung 24.10.1886)\r\n[B., V.] (Ostdeutsche Rundschau 20.3.1894) [vielleicht Victor Bause?] Wien\r\n[B., V.] (Österreichische Musik- und Theaterzeitung 15.12.1895) [Victor Boller?] Wien\r\n[B, V.] = V. B (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 15.3.1896) Wien/Oedenburg\r\nB. V. (vermutlich Bernhard Vogel, Illustrierte Zeitung, Leipzig 24.10.1896) Leipzig \nC. (Salzbuger Chronik 16.7.1891) Graz\r\nC. (Linzer Montagspost 31.12.1894) Linz\r\nC. A. (Carl Almeroth, Alpen-Bote 30.8.1885) Steyr\r\nC. B. (Deutsche Zeitung 4.2.1880) Wien\r\nC. B. (Reichspost 19.1.1913, Karl Brecka?) Wien\r\nC. H. (Camillo Horn. Ostdeutsche Rundschau 18.1.1891, Deutsches Volksblatt 19.12.1892) [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nC. H. (Leipziger Tageblatt 14.11.1910)\r\nC. H. siehe Corrodi Hans: C. H. (Stadt Karlsruhe 1962)\r\nch graphisches Zeichen (griechischer Buchstabe oder \"ch\" in Frakturschrift?) (Vaterland 26.10.1887) Wien\r\n-ch. (Grazer Morgenpost 27.3.1889) Graz\r\n-ch-. (Ostdeutsche Rundschau 2.1.1894, 29.3.1896, 25.4.1900) Wien\r\n-ch. (Carl. L. Heidenreich) [ABCD deest, siehe Anmerkung] (f) Wien\r\nChiavacci Vincenz (V. Ch.), siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nChrist Victor (Musiker, kein Journalist!) 10.3.1890 Wien\r\nChristiani P. (Berliner Börsen-Zeitung) (i) Berlin\r\n[Ch., V.] = V. Ch. siehe Christ Wien\r\n[C., J.] = J. C. (vermutlich Josef Czerny, Deutsches Volksblatt 31.7.1890) Wien\r\nC. J. F. (Reichspost 25.3.1896) Wien\r\nC. K. (Volksblatt 9.11.1873, 19.12.1873) Wien\r\nck (Münchner Signale für die musikalische Welt nach 10.3.1885)\r\nC. L. G. (The Guardian 8.7.1891, 30.12.1896, 1.2.1899) London\r\n[C., M.] = M. C. (The Brooklyn Daily Eagle 20.4.1931) New York\r\nC. M. v. S. (Carl Maria von Savenau, Grazer Tagespost 13.3.1886) Graz\r\n[C., N.] = N. C. (The Manchester Guardian 6.11.1929) Liverpool oder Manchester\r\nCorrodi Hans: C. H. (Stadt Karlsruhe 1962)\r\nC p [vermutlich Cornelius Preiß] Linzer Volksblatt 16.5.1931 Linz\r\nC. R. (Neue Zeitschrift für Musik 13.8.1886) [Carl Riedel?]\r\nC. S. siehe Carl Schön\r\nC. Sch.  (Lyra 1.3.1903) Wien\r\nC. T. (Prager Tagblatt 17.1.1888) Prag\r\n[C., T.] = T. C.\r\nCurtius (Linzer Volksblatt 22.2.1885) Linz\r\nC. W.  (Brünner Tagesbote, ab 26.7.1884, 27.3.1896, Tagesbote aus Mähren und Schlesien 14.4.1888, 28.10.1896) Brünn\r\n[C., W.] = W. C. (Los Angeles Evening Post-Record 14.1.1927) Los Angeles\r\ncz. (Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten 9.4.1886) München\r\nCzerny Josef (J. C. Deutsches Volksblatt 31.7.1890) [siehe auch Stolzing] (d) Wien\nD...... siehe \"Mayfeld\" Linz\r\n— d Mayfeld? nicht gesichert! (Linzer Tagespost 23.3.1866) Linz\r\nD. (St. Pöltner Bote 8.5.1862) St. Pölten\r\nD. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 1.1.1891)\r\nD. (Allgemeine Kunst-Chronik 15.5.1891) Wien\r\nD. (Grazer Tagespost 2.3.1891) Graz\r\nD. (Musikalisches Wochenblatt 24.1.1889, 5./12./19.3.1891, 25.5.1893) München\r\nD. (Ernst Decsey) [siehe Anmerkung]\r\nD. (Heinrich Damisch) [siehe Anmerkung]\r\nD. (The Manchester Guardian 2.8.1927) Manchester/Frankfurt?\r\nd. (Deutsches Volksblatt 7.4.1893, Kunst) Wien\r\n– d – (- d -) (Musikalisches Wochenblatt 11.6.1196) Stuttgart\r\n[D., A.] (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 26.3.1886, Musikalisches Wochenblatt 20.4.1886) Graz\r\nDamisch Heinrich \"D.\", \"H. D.\" [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nDavid Jakob Julius (auch J. J. David) \"-v-\". Siehe unten \"Biographisches\" (i).\r\nD. B. (David Josef Bach) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Wien\r\n-dd (Neue Preußische Zeitung 2.2.1887) Berlin\r\nd. d. (Neue Freie Presse 27.2.1887) Wien\r\n[D., E.] = E. D. (Neues Wiener Tagblatt 1936) (215a/187) Wien\r\nDecsey Ernst (D., E. D., e. d.) [siehe Anmerkung]\r\nde Joux [Pseudonym oder wahrer Name?] (Wiener Salonblatt 24.11.1889) Wien\r\n-der-  (Wiener Salonblatt 8.9.1872) ABCD Wien\r\nDeutlich: Jeremias Deutlich (Pseudonym von Max Kalbeck)\r\nde V. (Wiener Montags-Journal 10.11.1890) Wien\r\n[D., F.] = F. D. (Volkblatt, Linz, 1974) (215a/42) Linz\r\n[D., F.] = F. D. [vermutlich Frederick Donaghey, 2.3.1918] (Chicago Tribune 6.1.1917) Chicago\r\nD. F. T. siehe Tovey Edinburgh\r\nDick. (Grazer Tagblatt 18.10.1896) Graz\r\nDietz Max: vermutlich m. d. (Allgemeine Kunst-Chronik) Wien\r\nD. K. [oder O. K.?] (Neues Wiener Journal 13.4.1930) \r\ndkl.  (Völkischer Beobachter 29.5.1936) (215a/186)\r\n[D., M.] = m. d. [: Max Dietz] (Allgemeine Kunst-Chronik 1.1.1892) Wien\r\n[D., M.] = m. d. (Extrapost = Wiener Montags-Journal, 20.6.1892) Wien\r\n[D., M.] = M. D. (Neue Zeitschrift für Musik 28.6.1893) Leipzig\r\nDoenges Willy: W. Dgs., nach 1923 ys (Dresdner Journal)\r\nDoppler Hans: HaDo (Tagespost Linz 1936) (215a/197) Linz\r\nD. R. (Linzer Tagespost 1.2.1885, Leserbrief) Linz\r\nD. R. [\"Die Redaktion\"?] (Linzer Volksblatt 4.9.1894, Fußnote) Linz\r\nD-r. (Deutsche Zeitung 6.3.1891) Wien?/Prag\r\n-d-r. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 1.1.1892, 20.6.1892, 15.3.1893) Wien\r\n[D-r, A] = A D-r (Lyra 1.1.1885) Wien\r\nDr. A. N. (Neisser Arthur). Siehe auch unten \"Biographisches \" (j)\r\nDr. B. (Beck? Bricht? Konstitutionelle Vorstadtzeitung 13.4.1886) Wien\r\nDr. B (Prager Tagblatt 20.4.1886) Prag\r\nDr. B.  (Anhalter Anzeiger 1936) (215a/186)\r\nDr. B. (Deutsches Blatt Brünn 11.6.1892) Salzburg?/Brünn\r\nDr. B.  (Neue Warte am Inn 1946) (215a/186)\r\nDr. Br. (Morgenpost 28.10.1873) Wien\r\nDr. E.  (Der Mittag, Düsseldorf 1936) (215a/186)\r\nDr. E. M. siehe Marckhgott\r\nDr. E. U. (Dr. Erich Urban) Berlin\r\nDr. F. siehe Funk\r\nDr. G. (Dr. O. Grosse? Grazer Morgenpost 4.2.1891, Lyra 1.4.1891) Graz\r\nDr. H. (Wiener Allgemeine Zeitung 15.12.1885 und früher) Hermann? Hirschfeld? Wien\r\nDr. H.  (Neues Wiener Journal 11.10.1936) Wien\r\nDr. H. A. F.  (Die Furche 1946) (215a/186)\r\nDr. H. F. (Deutsches Blatt Brünn 29.2.1896) Brünn\r\nDr. H. F. (Brünner Tagesbote 27.11.1906) Brünn\r\ndr. h. p. siehe Paumgartner Wien\r\nDr. I. F. [Dr.I.F.] Oberösterreichisches Tagblatt (1982, 1985) (215a/36f) Linz\r\nDr. J. B. Dr. Josef Bartos [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\nDr. J. K. (Brünner Sonntagszeitung 18.10.1896, 27.12.1896) Brünn\r\nDr. K.  (Reichspost 18.1.1918) Wien\r\nDr. K. G.  (Linzer Tagespost 25.6.1923) Linz\r\nDr. L siehe Laurencin Wien\r\nDr. L. N. (Steyr? 15.5.1932) Steyr\r\nDr. L. W.  (Arbeiterzeitung 1969) (215a/186)\r\nDr. M. (Linzer Tagblatt 30.4.1922) Linz\r\nDr. N. (Lyra 1.11.1892) Wien\r\nDr. O. G. (Dr. O. Grosse? Grazer Morgenpost) Graz\r\nDr P. (Caecilia 15.7.1888) Niederlande\r\nDr. R. H. vermutlich Robert Hirschfeld (Allgemeine Kunst-Chronik 9.1.1886) Wien\r\nDr. R. W. (Der Bund, 8.12.1928, 15.11.1929) Bern (k)\r\nDr. S. (Heidelberger Zeitung 14.12.1893, 13.1.1914) Heidelberg\r\nDr.-t-k  (Wiener Zeitung 1951) (215a/186) Wien\r\nDr. W.  (Sächsische Volkszeitung 1936) (215a/186)\r\nDr. v. B. (Prager Tagblatt 11.12.1896) Prag\r\nDr. -zl. (Linzer Tagespost 27.10.1886, 11.12.1888, 20.4.1889, 12.12.1894) vermutlich Dr. Emil Kränzl Linz\r\n-dt. (Wiener Montags-Journal = Extrapost 3.4.1893, Kunst) Wien\r\n[D., v.] = v. D. (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 4.2.1888) Wien\r\nD-zl. vermutlich Dr. Kränzl (Linzer Tagespost 11.11.1896) Linz\n???.: E. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 1890) (a) Wien\r\nE. (Deutsche Kunst und Musik-Zeitung 20.11.1892, 1.1.1894) Wien\r\ne. siehe Endler\r\n-e- (Neue Zeitschrift für Musik 24.4.1885, 20.2.1889) München\r\n-e- (Internationale Musik-Zeitung 1.4.1893) Wien\r\n=e= (Der Rheinpfälzer, 12.1.1914) Landau\r\n-e.  (Kleine Volkszeitung 1943) (215a/187)\r\nE. siehe Dr. E.\r\nE. (Linzer Tagespost 24.4.1881) Linz\r\nE. (Salzburger Volksblatt 7.4.1891) Salzburg\r\nE.  (Tagespost Linz 1932) (215a/187) Linz\r\n[E., A.] = A E (Anton Edt, Linzer Volksblatt 23.9.1875) Linz\r\nE. A. S. (The Brookyln Times/Times Union 26.3.1926 New York\r\n[E., B.] = B. E. (Innsbrucker Nachrichten 5.11.1924) (ABCD) Innsbruck\r\nE. B. (Guide musical 21.1.1894, 9,12,1894) Wien/Berlin/Paris?\r\nE. B. (Elsa Bienenfeld? Wiener Journal 3.2.1926) Wien\r\nE. B. (The Manchester Guardian 22.4.1929) Manchester, London?\r\nE. D. / e. d.  (Ernst Decsey, Neues Wiener Tagblatt 1936) (215a/187) [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nEd. M. (Eduard Moucka, Musiker-Courier 8.3.1880)\r\nEdt Anton [Edtl?] (A R, Linzer Volksblatt 23.9.1875) Linz\r\nEd. H. siehe Hanslick Wien\r\nEd. K. siehe Kulke (nicht Kremser!) Wien\r\n[E., Dr.] = Dr. E. (Der Mittag, Düsseldorf 1936) (215a/186)\r\nE.F. (Deutsche Allgemeine Zeitung 12.10.1924) Berlin\r\n[E., G.] = G. E. (Gustav Engel, Vossische Zeitung 1.2.1887, 12.3.1895) Berlin\r\nEgo. (Wiener Sonn- und Montags-Zeitung 15.4.1889) Wien\r\nE. G. O. (Reichspost 13.3.1906, Musikreferent) Wien\r\nE. H. (Der Bund 14.12.1922) Bern\r\n[E., H.] = H. E. (Hamburger Anzeiger 1936) (215a/197) Hamburg\r\nEhlers Paul (P. E., Müchner Neueste Nachrichten etc.) München\r\nEhrlich H. (H. E., Berliner Tageblatt 13.3.1885) Berlin\r\nE. I. (Edgar Istel) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\n-ei- (August Schreiber) (i)\r\nEinstein Alfred ( A. E.) [siehe Anmerkung] (d) Berlin\r\nEisenmann Alexander (A. E.). Siehe unten \"Biographisches\". Stuttgart\r\nE. J. (Pfarrer in Ungarn, Fliegende Blätter für katholische Kirchenmusik 15.3.1892)\r\nE. K. (Neue Musik-Zeitung nach dem 11.10.1896)\r\nek. (Vorwärts Berliner Volksblatt 8.4.1917) Berlin\r\nE. K. (Österreichische Volkszeitung 5.5.1924) Wien?\r\nE. K. (Edmund Kühn) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\n[E., L.] (Tribüne 23.2.1881)\r\nElgreb (Pseudonym von Ottokar Tann-Bergler (i)\r\nElimar siehe Altwirth Linz\r\ne. m. siehe Mandyczewsky (Programmheft 15.12.1907)\r\ne.m.  (Programmheft 19.12.1916) Wien\r\nE. M. (Leipziger Zeitung 14.11.1910) Leipzig\r\nE. M. = Edward Moore (Chicago Tribune 29.11.1924) Chicago\r\nE. M. siehe Dr. E. M.\r\nE. N. (The Guardian 22.9.1905) Manchester, London?\r\nE. N. (Edwin Neruda) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\nE. N. (Ernst Neufeldt) [siehe Anmerkung] Dresden/Breslau\r\nE. N. / e. n. siehe Neill\r\nEndler Franz: r. (215a/120), f.e. (215a/42), e. (215a/40)\r\nEngel Gustav (G. E., Vossische Zeitung 1.2.1887, 12.3.1895) Berlin, Siehe auch unten \"Biographisches\" (j)\r\n[Ent-., Fritz] = Fritz Ent-. (Reichspost 20.1.1906, Kirchenmusik) Wien\r\nEnzlberger Johann N. (J. N. E., Linzer Volksblatt 15.12.1891) Linz\r\n-eo- siehe Heinrich Leoster\r\nE. P. (Linzer Tagespost 14.3.1894) Linz\r\nE. P. (Dresdner Nachrichten 26.11.1912) Dresden\r\nE. R. (Ernst Rychnovsky) [ABCD deest, siehe Anmerkung] (d) Prag\r\ner.  (Die Presse, 1977) (215a/40) Wien\r\nErtel Dr. Paul (Deutsche Musiker-Zeitung) (i) Berlin\r\nE. S. siehe Schelle Wien\r\nE. S. (\"in Dr.\" = Ernst Schuch??, Leseranfrage, Musikalisches Wochenblatt 26.6.1884)\r\nE. S. (Salzburger Volksblatt 21.12.1896) Salzburg\r\nE. S. (Eugen Schmitz, Dresdner Nachrichten 8.11.1925) Dresden\r\nE. S. = Eduard August Scharrer (Münchner Neueste Nachrichten etc.) München\r\nE. S. = Ed. Sachs (The Manchester Guardian 7.6.1928, 29.5.1929) Manchester oder Heidelberg?\r\nE. S.  (Frankfurter Allgemeine Zeitung 1974) (215a/40 und /188)\r\nE. Sche.  (Mühlviertler Bote 11.7.1964) (215a/188)\r\n[E., S. J.] = S. J. E. (Algemeen Handelsblad 25.5.1893) Amsterdam/Düsseldorf?\r\ne. sp.  (Morgenpost 19.6.1872) (ABCD) Wien\r\nE. U. (Neue Zeitschrift für Musik 12.6.1889) Wiesbaden\r\nE. U. (Dr. Erich Urban) Berlin\r\nE. v. H. (Emil von Hartmann, Deutsche Kunst- und Musikzeitung 1.1.1885)\r\nE. v. H. (Deutsche Zeitung 29.9.1893) Wien\r\nE. W. (Egon Wellesz, Der Neue Tag 27.4.1919) Wien\r\nE. X. H. (Grazer Volksblatt 9.8.1891) Graz\r\n-ey- (Moriz Scheyer) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Wien\nF.  (Linzer Zeitung 14.6.1865, Franz Gamon?) ABCD Linz\r\nF. (= Franz Gamon) (Linzer Zeitung 20.12.1864) ABCD Linz\r\nF. (= Wilhelm Frey) Wiener Salonblatt 26.2.1876) Wien\r\nF. (Linzer Volksblatt 7.8.1888) Linz\r\n-f. (Ostdeutsche Rundschau 19.3.1893) Wien\r\nF. (Musikalisches Wochenblatt 8./29.6.1893) München/Leipzig?\r\nF. (Musikalisches Wochenblatt 30.4.1896, 29.10.1896, Leipziger Korrespondent)\r\nF. (Erich Freund) [ABCD deest, siehe Anmerkung] (f) Breslau\r\nF. siehe Dr. F. (Funk)\r\nF. A. (Felix Adler, Bohemia 1906-1927, Nachfolger von Richard Batka) (d) Prag\r\nFazl siehe Zamazal Linz\r\nF. B. siehe Bayer\r\nF. B. (nach dem 6.1.1894, Berlin) München? Berlin\r\nf. b. (Ferry Bératon), Die vornehme Welt und Wiener Zeitung (i) Wien\r\nF. B-n. (Ferry Bératon, Wiener Salonblatt 18.10.1896) Wien\r\nF. C. B. (Evening Star, Baltimore, 28.11.1911) Baltimore\r\n[F., C. J.] (Reichspost 25.3.1896) Wien\r\nF. D.  (Volksblatt, Linz, 1974) (215a/42) Linz\r\nF. D. [vermutlich Frederick Donaghey, 2.3.1918] (Chicago Tribune 6.1.1917) Chicago\r\n[F., Dr.] = Dr. F. siehe Funk\r\n[F., E.] = E.F. (Deutsche Allgemeine Zeitung 12.10.1924) Berlin\r\nff. siehe Paumgartner Wien\r\n-ff. (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 12.4.1884, 1./9.5.1885, Otto von Kapff?) Wien\r\n–ff.– siehe Naaff (Deutsches Volksblatt 7.8.1896) Wien\r\n=ff=  (Linzer Volksblatt 13.10.1931) (215a/189)\r\nF. F. W. = Fritz Frid. Windisch (Freiheit, z.B. 29.5.1920 und zuvor, 20.10.1921) Berlin\r\nF. G. siehe Gehring Wien\r\nF. G. (Neue Zeitschrift für Musik 20.8.1886) Dresden\r\nF. G.  (Linzer Zeitung 25.2.1902) (215a/189) Linz\r\nF. G. siehe Ferdinand Groß (i)\r\nF. H. (Linzer Volksblatt 10.6.1873, Leserbrief pro Habert) Linz\r\n[F., H.] (Neue Zeitschrift für Musik 18.6.1886) (Sondershausen)\r\n[F., H.] = H. F. (Evening Star, Washington, 9.10.1929) Washington\r\n[F., H. Dr.] = Dr. H. F. (Deutsches Blatt Brünn 29.2.1896, Brünner Tagesbote 27.11.1906) Brünn\r\n[F., H.] = Dr. H. A. F. (Die Furche 1946) (215a/186)\r\n[F., I.] = Dr. I. F. [Dr.I.F.] Oberösterreichisches Tagblatt (1982, 1985) (215a/36f) Linz\r\nFiege Dr. Rud. (R. F., Norddeutsche Allgemeine Zeitung) (i)\r\nF. I. R. (Haagsche Courant 10.2.1885) Den Haag\r\nFischer Josef Ludwig (Münchner Korrespondent der Dresdner Neuesten Nachrichten 1920er Jahre, J. L. F.) [ABCD adest? siehe Anmerkung] (f) Dresden/München\r\n[F., J.] = J. F. (Josef Foerster? Prager Tagblatt 16.2.1891) Prag\r\nF. K. (Salzburger Volksblatt  4.9.1923) Salzburg\r\n[F., K.] = K. F. (Vorwärts 13.10.1924) Berlin\r\nFlbg. (\"Lyra\" 15.12.1896) Wien\r\nFlorestan siehe Woerz Wien\r\nF. M. = Moißl\r\nF--M [F-M] (Neue Musikzeitung, Stuttgart)\r\nF. M. M. (Innsbrucker Nachrichten 22.10.1896) Innsbruck/Wien\r\nF. N. (Grazer Vorstadt-Zeitung 7.11.1875) Graz St. Florian?\r\nFoerster Josef (?) (J. F., Prager Tagblatt 16.2.1891) Prag\r\nFormann Wilhelm: W. F. [?] (29.12.1973)\r\nF. P. (Salzburger Volksblatt 14.6.1892) Salzburg\r\nF. P. (Ferdinand Pujman) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\nFr. (Neue Zeitschrift für Musik 4.3.1881) Wien\r\nFr. siehe Wilhelm Frey Wien\r\nF. R. (Welser Anzeiger 8.11.1890) Linz/Wels\r\nF. R. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 1.7.1895) (Stuttgart)\r\nF. R.  (Oberösterreichische Nachrichten 21.2.1961) (215a/189) Linz\r\n[F., R.] = R. F. (Rudolf Fiege)\r\nFr. Br. (Fritz Brust, Schweizerische Musikzeitung 1935) (d)\r\nFrank Rudolf: Rf. (Presseorgan in Berlin?) Meiningen\r\nFrey Wilhelm: Fr. (Neues Wiener Tagblatt 1876, Wiener Salonblatt 1876), F. (Wiener Salonblatt 26.2.1876), W. Fr. (Neues Wiener Tagblatt 1882) (a) Wien\r\nFreyr (Pseudonym oder wahrer Name? Ostdeutsche Rundschau 31.1.1892, 27.3.1892) Wien\r\nFritz Ent-. (Reichspost 20.1.1906, Kirchenmusik) Wien\r\n[Fr., W.] = W. Fr. siehe Frey Wilhelm Wien\r\nf. s. (Felix Salten, siehe unten \"Biographisches\") (i)\r\nF. Sch-r. (Ferdinand Scherber) [siehe Anmerkung] Wien\r\nF. Sch. (Vorwärts 16.11.1929) Berlin\r\nFunk: Dr. F. (Duisburg 1936) (215a/191)\r\nF. v. W. (Felix Freiherr von Wartenegg, Neue Zeitschrift für Musik 23.3.1892) Wien\r\nF. W. (Felix Freiherr von Wartenegg, Neue Zeitschrift für Musik 3./10.9.1890, 18.2.1891, 15.4.1891) Wien\r\nF. W. (Internationale Musik- und Instrumenten-Zeitung 1.11.1893) Wien\r\n[F., W.] = W. F. (Linzer Volksblatt 1973) (215a/228) Linz\r\n[F., W.] = W. F. (Niederösterreichisches Volksblatt 1973) (215a/228)\r\n[F., W.] = W. F. (Volksblatt 20.6.1974, evtl. Wilhelm Formann?) (215a/228)\r\nFZ siehe Zamazal Linz\nγ  [gamma, evtl. Gamon?] (Österreichisches Bürgerblatt 30.3.1857) ABCD\r\ng. (vermutlich Göllerich, Deutsches Volksblatt 16.2.1889) Wien\r\nG. (vermutlich Göllerich, Deutsches Volksblatt 23.7.1889) Wien\r\n-g- (Salzburger Zeitung 7.12.1869) Salzburg\r\nG. (Neue Zeitschrift für Musik 21.3.1873)\r\nG. (Neuigkeits-Weltblatt 5.10.1892) Wien\r\ng. (Julius C. Lusztig) (d) Berlin\r\ng. (Gehrmann) (siehe unten die biographische Anmerkung)\r\ng. (Ferdinand Groß) (i)\r\nG. A. (Linzer Zeitung 24.10.1875) Linz/St. Florian?\r\nGaigg von Bergheim Friedrich: G. v. B. (Reichspost (September 1894 bis 1918), auch Neuigkeits-Weltblatt 4.9.1894) (d) Wien\r\n[G., A. L.] (Linzer Volksblatt 8.8.1886, Kunst) Linz\r\nGamon Franz: F. (Linzer Zeitung 20.12.1864) ABCD. - evtl. auch \"gamma\"? Linz\r\nG. Ar. (Neue Freie Presse 12.7.1892) [Guido Adler?] Wien\r\nGawan (Salzburger Volksblatt 1.4.1886) Salzburg\r\nGayrsperg Franz Xaver Kilian von (X. v. G.-g.) [siehe unten Anmerkung \"Biographisches\"] (f) Wien\r\nG. B. (vermutlich G. A. Bloch, Petersburgskaja Zizn 12.11.1892) Petersburg\r\nG. B. (Neue Musik-Zeitung nach dem 11.10.1896)\r\n[G., C. L.] = C. L. G. (The Guardian 8.7.1891, 1.2.1899) London\r\n[G., Dr.] = Dr. G. (Dr. O. Grosse? Grazer Morgenpost 4.2.1891) Graz\r\n[G., Dr. O.] = Dr. O. G. (Dr. O. Grosse? Grazer Morgenpost 3.3.1891) Graz\r\n[??? Eintrag fehlt?] Berlin\r\nG. E. (Gustav Engel? Vossische Zeitung 1.2.1887, 12.3.1895) Berlin\r\nGehring Franz: F. G. (Deutsche Zeitung 1873, 1876) (a) Wien\r\nGehrmann: g. (siehe unten die biographische Anmerkung)\r\nGerstenkorn Franz (Neue Zeitschrift für Musik 25.5.1887) Prag\r\n[G., F.] = F. G. siehe Gehring Wien\r\n[G., F.] = F. G. (Neue Zeitschrift für Musik 20.8.1886) Dresden\r\n[G., F.] = F. G. (Linzer Zeitung 25.2.1902) (215a/189) Linz\r\n[g-f., m.] [auch als \"m. g-l.\" oder \"m. g-t\" zu lesen?] (Extrapost (Wiener Montags-Journal) 15.1.1894, 26.3.1894) Wien\r\n[G–g., X. v.] (Gayrsperg, Neuigkeits-Weltblatt 24.10.1896, Kunst) Wien\r\n[G., H.] = H. G. (Österreichische Volkszeitung 3.5.1924) Wien?\r\n[G., J.] = J. G. (Gutachten zu Jorden Habert im Auftrag Deublers, 17.6.1890, keine Zeitung!)\r\n[G., J. P.] = J. P. G. (Johann Peter Gotthardt, Wiener Almanach 1896) Wien\r\nG. K. (Gustav Kühle, Deutsche Kunst- und Musikzeitung 21.1.1886, 11.7.1887, Österreichische Musik- und Theaterzeitung August 1892)\r\n[G., K.] = Dr. K. G. (Linzer Tagespost 25.6.1923) Linz\r\n[G., K.] = K. G. siehe Grunsky\r\n[G. L.] = L. G. (Morgenpost 7.11.1873) Wien\r\n[g-l., m.] (Extrapost (Wiener Montags-Journal) 15.1.1894) Wien\r\nGöllerich August (g. Deutsches Volksblatt 16.2.1889, G. 23.7.1889) Wien\r\nGör-  (Die Presse 1994) (215a/49) Wien\r\nGo. P. V. (Gisela Paszthory-Voigt? Deutsches Volksblatt 20.7.1892) Wien\r\nGotthardt Johann Peter (J. P. G. Wiener Almanach 1896) Wien\r\n[G., P.] = P. G. (Frohsinn-Nachrichten [Linz] 1930) (215a/215) Linz\r\nGr. (Extrapost (Wiener Montags-Journal) 3.9.1894) Wien\r\ng-r. siehe Ferdinand Groß (i)\r\ngr-, Gr-  (Oberösterreichische Nachrichten 1986 bzw. 1977) (215a/49f) Linz\r\nGräflinger Franz: -ä- (Linzer Tagespost) (e), Auch: Linzer Zeitung, Die Musik, Musikalische Rundschau etc. (d)  Linz\r\nGraf Max (m. g.) [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nGroß Ferdinand (\"g.\", \"g-r.\", \"F. G.\", Pseudonym: Piccolo), Siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nGrosse Dr. (?) (Dr. G., Grazer Morgenpost 4.2.1891, Dr. O. G. 3.3.1891, Lyra 1.4.1891) Graz\r\nGrunsky Karl: K. G. (1921-1938) (215a/195f und /201)\r\nG. S. siehe Schönaich Wien\r\nG. Sch.  (Oberösterreichische Nachrichten 9.7.1949) (215a/191) Linz\r\nG. T. (Gerhard Tischer) [siehe Anmerkung]\r\nG. v. B siehe Gaigg von Bergheim Wien\nh. siehe Hahn (Wiener Zeitung 17.12.1877) Wien\r\nh. (Vaterland 5.4.1870, Leserbrief-Signatur)\r\nh. Montags-Revue aus Böhmen 11.5.1885 Prag\r\nh. (Ernst Kurth, Der Bund) Bern (k)\r\n-h. (Neues Fremdenblatt 11.11.1873)\r\nh-  (Neues Fremdenblatt 17.2.1871) (ABCD) Wien\r\nh-- (Blätter für Musik, Theater und Kunst 7.4.1871)\r\n-h- (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 27.11.1881)\r\nh-  (Illustrierte Zeitschrift für Musik und Unterhaltung 1937) (215a/197)\r\nH. (Wiener Salonblatt 25.3.1882) Wien\r\nH. (Heuberger,  Allgemeine Zeitung München 20.12.1892) Wien/München\r\nH. (vermutlich Camillo Horn (d), Deutsches Volksblatt 4.1.1895, 30.3.1895, 20.6.1895, 4.4.1896, 27.8.1896, 28.2.1899, 11.3.1906) [siehe Anmerkung] Wien\r\nH. A. (Neue Musikzeitung, nach 9.3.1895)\r\nH. A. (Montagsrevue 9.11.1896)\r\n[H., A.] = A. H. (Albert von Hermann, Wiener Allgemeine Zeitung 7.5.1882) Wien\r\nHabert J. E.: J. E. H. (ZS f. Kath. Kirchenmusik)\r\nHaDo siehe Doppler Linz\r\nH. A. F. siehe Dr. H. A. F.\r\nHagen siehe Vancsa (Ostdeutsche Rundschau 18.12.1894, 13.11.1895, 3.12.1895, 30.10.1896) Wien\r\nHahn Ludwig Benedikt: h. (Wiener Abendpost 17.12.1877, 1878, Presse 13.2.1883) (a) Wien\r\nHanslick Eduard: Ed. H. (Neue Freie Presse 11.1.1870) (a), ABCD Wien\r\nHarden Maximilian (M. H., Theaterkritiker \"Die Zukunft\") (i) Berlin\r\nHartmann Emil Ritter von: E. Ritter v. Hartmann (Neue Wiener Musik-Zeitung 1890), E. v. H. (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 1.1.1885) (a) Wien\r\nH. A. S. = Harold A. Strickland (The Brooklyn Times 5.2.1926) New York\r\n[H., C.] = C. H. (vielleicht Camillo Horn? Ostdeutsche Rundschau 18.1.1891, Deutsches Volksblatt 19.12.1892) Wien\r\n[H., C.] = C. H. (Leipziger Tageblatt 14.11.1910)\r\nH. D. (Heinrich Damisch) [siehe Anmerkung]\r\n[H., Dr.] (Wiener Allgemeine Zeitung 15.12.1885 und früher) Hermann? Hirschfeld? Wien\r\n[H., Dr.] = Dr. H. (Neues Wiener Journal 11.10.1936) Wien\r\nHdrch. (Carl L. Heidenreich) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Wien\r\nH-e. (Sonn- und Feiertagskurier 11.1.1885, 23.1.1888) Wien\r\nH. E. (H. Ehrlich, Berliner Tageblatt 13.3.1885) Berlin\r\n[H., E.] = E. H. (Der Bund 14.12.1922) Bern\r\nH. E.  (Hamburger Anzeiger 1936) (215a/197)\r\n[H., Ed.] = Ed. H. siehe Hanslick Wien\r\nHeinz (Oberdonau-Zeitung 4.6.1943)\r\nH. E. K. siehe Krehbiel\r\nHeld Ludwig (l. h.). Siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nHelm Theodor: Dr. Theodor Helm (Wiener Salonblatt 1882), Theodor Helm (Deutsche Zeitung 1890), h-m. (Deutsche Zeitung 1892), Th. Helm (Österreichische Musik- und Theaterzeitung 1895), x + y (Wiener Signale 15.1.1886), hm [siehe Anmerkung] (a) Wien\r\nHermann Albert: -n. (Das Vaterland 22.11.1888, 17.8.1890), A. H. (Wiener Allgemeine Zeitung 7.5.1882), A. v. H. (Musikalische Rundschau 1.9.1894), auch Neue Freie Presse (1892-1895) und Neue Musikalische Presse (1895) [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nHeuberger Richard: R. H. (Wiener Tagblatt 1890), R. Hr. (Wiener Tagblatt 1.12.1890, 1895), H. (?) (Allgemeine Zeitung München 20.12.1892), R. Hr. [siehe Anmerkung] (a) Wien\r\nHennig Franz von (Vossische Zeitung) Berlin (i)\r\n[H., E. v.] = E. v. H. (Emil von Hartmann, Deutsche Kunst- und Musikzeitung 1.1.1885)\r\n[H., E. v.] = E. v. H. (Deutsche Zeitung 29.9.1893) Wien\r\nHevesi Ludwig (\"L. H-i.\", Pseudonym: Onkel Tom.) Pester Lloyd 14.2.1886, 25.9.1895). Siehe unten \"Biographisches\" (i)  Wien/Budapest\r\n[H., E. X.] = E. X. H. (Grazer Volksblatt 9.8.1891) Graz\r\n[H., F.] = F. H. (Linzer Volksblatt 10.6.1873, Leserbrief pro Habert) Linz\r\nH. F. (Neue Zeitschrift für Musik 18.6.1886) (Sondershausen\r\nH. F. (Evening Star, Washington, 9.10.1929) Washington\r\nH. F., Dr. = Dr. H. F. (Brünner Tagesbote 27.11.1906) Brünn\r\nHg. (Vaterland 11.11.1894) Wien\r\nhg. (Vaterland 21.4.1895, Brünn) Wien? Brünn?\r\nH-g. (Freie Stimmen 24.6.1891, Alpen-Bote 5.7.1891) Klagenfurt?Steyr\r\nH. G. (Österreichische Volkszeitung 3.5.1924) Wien?\r\nH. H. siehe Holle\r\n[H-i., L.] = L. H-i. (Ludwig Hevesi, Pester Lloyd 14.2.1886), 25.9.1895 Wien/Budapest\r\nHirschfeld Robert: r. h. (Die Presse 1892, 27.9.1890) (a), (215a/218), Dr. R. H. (vermutlich) (Allgemeine Kunst-Chronik 9.1.1886) Wien\r\n[H., J.] = J. H. (kein Journalist, arbeitete als Kopist für Göllerich), z.B. 1265a/424f (8. Symphonie)\r\n[H., J.] = J. H. (The Musical Courier, New York 1988) (215a/201)\r\n[H., L.] = L. H. (Südsteirische Post 10.10.1891) Marburg\r\nh.l., H.L., hl. siehe Heinrich Leoster\r\nH. M. (Hans Merian? Leipziger Volkszeitung 13.10.1896) Leipzig\r\nH. M. = Heinrich Maurer (Vorwärts 14.10.1924, 11.5.1925) Berlin\r\nh-m. / hm siehe Helm Wien\r\n[H., M.] = M. H. (Maximilian Harden)\r\n[H., M. M.] = M. M. H. (Buffalo Morning Express 24.4.1917) Buffalo\r\nH. N. (Heinrich Neumann) [siehe Anmerkung] Berlin\r\nH. N. (Berliner Publikation?) Berlin?\r\nHoffmann Rudolph Stephan (R. S. Hoffmann, R. St. Hoffmann) [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nHolle Hugo: H. H. (Gregorianische Rundschau 1906) (215a/197 und 200)\r\n[v. H., O.] = O. v. H. ([weiblich] Neuigkeits-Weltblatt 6.4.1904) Wien?\r\nHolzer Rudolf (vielleicht R. H., Tagespost Linz 1941) (215a/218) Pressechef SalzburgerFestspiele) (d) Linz\r\nHorn Camillo (?) (C. H. Ostdeutsche Rundschau 18.1.1891, Deutsches Volksblatt 19.12.1892), auch H. [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nHoyer Fritz (Staatsbürger-Zeitung) (Berlin) (i)\r\ndr. h. p. siehe Paumgartner Wien\r\nH. P. (Hans Paumgartner, Wiener Zeitung 10.3.1885) Wien\r\nH. P. siehe Puchstein Wien\r\nH. P. (Dresdner Journal 19.12.1895) Dresden\r\n[h., r.] = r. h. siehe Hirschfeld Wien\r\n[h., r.] = r. h. (Wiener Allgemeine Zeitung 23.9.1888) Wien\r\n[H., R.] = R. H. siehe Heuberger Wien\r\n[H., R.] = R. H. (Tagespost Linz 1941) (215a/218) Linz\r\n[Hr., R.] = R. H. siehe Heuberger Wien\r\nhs. (Neue Zeitschrift für Musik 29.1.1896) Frankfurt\r\nH. S. (Apeldoornsche Courant 5.11.1892) Niederlande\r\nH. S. (Salzburger Chronik 24.12.1896) Salzburg\r\nH.-S.  (Tagespost Linz 1936) (215a/197) Linz\r\nH. S.  (Musica 1936) (215a/197)\r\nH. S. [Hans Schneider?] (Montags-Revue aus Böhmen 13.6.1892) Prag\r\nh.s. (Hugo Schlemüller) [siehe Anmerkung]\r\nH. Sch. [Hans Schneider?] (Montags-Revue aus Böhmen 30.7.1888) Prag\r\nH. Sch. siehe Schenker Wien\r\nH. Schl. (Hugo Schlemüller) [siehe Anmerkung]\r\nH. St.  (Wiener Mittag 1942) (215a/197) Wien\r\nH-th. (Ostdeutsche Rundschau 18.11.1893) Wien? Stockerau\r\nH. T. P. (Boston Evening Transcript, erwähnt am 14.1.1913) Boston\r\nHuneker James (J. H., The Musical Courier, 14.4.1888) (bei 215a/201 1988) New York\r\n[H., V.] = V. H. (Granatapfel 1946) (215a/227)\r\n[H., A. v.] = A. v. H. (Albert v. Hermann, Musikalische Rundschau 1.9.1894)\r\nh. w. (Wiener Sonn- und Montagszeitung 17.12.1888) siehe Woerz Hans Wien\r\nH. W. siehe Woerz Hans Wien\r\nH. W. siehe Wagner Hedda Linz\r\nH. W. (Österreichische Illustrierte Zeitung 27.4.1924)\r\nH. W.  (Linzer Tagblatt 1935) (215a/197) Linz\nI. siehe Ilg (Die Presse 1.4.1893 (auch 20.2.1892, 7.4.1892, 13.4.1892, 16.3.1893), Kunst) Wien\r\nI. F. siehe Dr. I. F. Linz\r\nIlg (Die Presse 1.4.1893 (auch 20.2.1892, 7.4.1892, 13.4.1892, 16.3.1893), Kunst) Wien\r\n-ing-. (Ostdeutsche Rundschau , 28.5.1893, 4.6.1893, Kunst) Wien\r\ningo (Grazer Tagblatt 6.10.1891) Graz\r\ni. r. (Grazer Volksblatt 1.4.1886) Graz\r\ni. v.  (Bayerische Ostmark 1937) (215a/200)\r\nI. W.  (Österreichische Volksstimme 1946) (215a/200)\nJ. A. (Neue Zeitschrift für Musik 7.6.1893) Düsseldorf\r\nJanus (Grazer Zeitung 16.11.1872, Wiener Musikbrief)\r\nJ. B. (Preßburger Zeitung 3.12.1885, 28.11.1893 vermutlich Julius Bauer) Preßburg/Bratislava\r\nJ. B. (vermutlich Johann Burgstaller, Linzer Volksblatt 14.9.1887) Linz\r\nJ. B. / j. b. (Julius Bauer( (i)\r\nJ. B. (NMZ 29.5.1902) Bremen\r\nJ. B. = vermutlich Julius Bistron (Neues Wiener Journal 14.10.1924 etc.) Wien\r\nJ. C. (vermutlich Josef Czerny, Deutsches Volksblatt 31.7.1890, Ostdeutsche Rundschau 1.2.1891) Wien\r\n[J., E.] = E. J. (Pfarrer in Ungarn, Fliegende Blätter für katholische Kirchenmusik 15.3.1892)\r\nJ. E. H. (Habert, ZS f. Kath. Kirchenmusik)\r\nJeniček Rudolf \"U.\" [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\nJeremias Deutlich (Pseudonym von Max Kalbeck)\r\nJ. F. (Josef Foerster? Prager Tagblatt 16.2.1891) Prag\r\nJ. G. (Gutachten zu Jorden Habert im Auftrag Deublers, 17.6.1890, keine Zeitung!)\r\nJ. G. A-e. siehe Anderle\r\nJ. H.  (kein Journalist, arbeitete als Kopist für Göllerich), z.B. 1265a/424f (8. Symphonie)\r\nJ. H.  (James Huneker, The Musical Courier, 14.4.1888) (bei 215a/201 1988) New York\r\nJ. H. T. (Cincinnati Enquirer 18.12.1915) Cincinnati\r\nJirák Karl Boleslav K. B. J. [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\nJ. J. (Niederösterreichische Schul-Zeitung 15.4.1891)\r\nJ. K. siehe Korngold Julius\r\nJ. L.  (Karlsruher Wochenschau 1929) (215a/201) Karlsruhe\r\nJ. L. F. (Josef Ludwig Fischer) [ABCD adest? siehe Anmerkung] Dresden/München\r\n[J., M.] = M. J. (Österreichische Musik- und Theaterzeitung nach 19.12.1894) Wien\r\n[J., M.] = M. J. (The Sun, New York 17.9.1911 (Musik und Theater)) New York/München?\r\nJ. MacB. (Washington Post 3.1.1915) Washington?\r\nJ. N. E. (Johann N. Enzlberger, Linzer Volksblatt 15.12.1891) Linz\r\nJ. N. K. (Joh. Nep. Kerschagl? Österreichische Schulzeitung 28.10.1896)\r\n[Joux, de] = de Joux [Pseudonym oder wahrer Name?] (Wiener Salonblatt 24.11.1889) Wien\r\nJ. P. Josef Pembaur (Innsbrucker Nachrichten 21.4.1896) Innsbruck\r\nJ. P. G. (Johann Peter Gotthardt, Wiener Almanach 1896) Wien\r\nJron (Julius Bistron) [siehe Anmerkung]\r\nJ. S. (Josef Scheu, Arbeiter-Zeitung 6.2.1895) Wien\r\n???: j. s. (Österreichische Musiker-Zeitung 1877) (a) Wien\r\nJ. Sch. (Deutsches Volksblatt 30.3.1893, Kunst) Wien\r\nJ. Sch-r. (Linzer Tagespost 14.4.1886) München\r\nJ. S. T. (vielleicht Josef Stolzing?) (Deutsches Volksblatt 9.6.1894) Dresden\r\nJ. St. [ziemlich sicher Josef Stolzing] (Ostdeutsche Rundschau 19.6.1892, 18.12.1892, Deutsches Volksblatt) (d) Wien\r\nJ. St. Julius Stern (i) Wien\r\nj. st. Julius Stern (i) Wien\r\nJ. Stg. (Julian Sternberg, Neue Freie Presse) [ABCD deest, siehe Anmerkung] (f) Wien\r\nJ. St.-g.  [= St-g.?] (Wiener Allgemeine Zeitung 1900) (215a/201) Wien\r\nJ. St.-g.  [= St-g.?] (Deutsches Volksblatt) (d) Wien\r\nJ. Str. (Tagesbote aus Mähren und Schlesien 21.11.1896)\r\nJ. T. (Österreichische Musik- und Theaterzeitung, s. 11.11.1892, nach 13.11.1892) [= Julius Twardowsky?]\r\nJ. U. siehe Unfried Linz\r\nJulius Müller (Pseudonym von Ottokar Tann-Bergler (i)\r\nJunius novus (Pseudonym von Friedrich Uhl) (i)\r\nJunius redivivus (Pseudonym von Friedrich Uhl) (i)\nϰ [Kappa] Theodor Kroyer (Allgemeinde Zeitung 9.5.1903) München\r\nk. siehe Köchel\r\nk. (Ewald Cwienk) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\n-k. (Linzer Zeitung 11.3.1884) Linz\r\nK. siehe Dr. K. Wien\r\nK. (Linzer Tagespost 2.6.1865) ABCD Linz\r\nK. (Musiker-Courier 20.6.1881)\r\nK. (Linzer Zeitung 6.10.1885, 11.12.1885, 14.4.1886, 21.4.1888, 22.4.1891, 30.4.1892) Linz\r\nK.  (Linzer Zeitung 3.8.1889)  siehe Kerbler Linz\r\nK. (Deutsches Volksblatt 21.5.1889, vermutlich Emil Kränzl) Linz\r\nK. (Algemeen Handelsblad 18.12.1892) Amsterdam\r\nK. (Neues Wiener Journal 23.1.1894, Kunst) Wien\r\nK. (Linzer Volksblatt, Linzer Tagespost 9.5.1894 (Dombau), 19.3.1895 (Frohsinn)) Linz\r\nK. (Kralik, Das Vaterland 5.4.1896) Wien\r\nk. a./K. A. siehe Kauders Wien\r\n[K., A.] = A. K. (The Manchester Guardian 10.5.1909) London\r\n[k., alb.] = alb. k. (Albert Kauders, Neues Wiener Journal 8.4.1894) Wien\r\nKalbeck Max: Max Kalbeck (Wiener Allgemeine Zeitung 1882) (Die Presse 1890), M. K. Wiener Montagsrevue 21.11.1892) [siehe Anmerkung] (a) Wien\r\nK. Anders (Albert Kauders)[siehe unten Anmerkung \"Biographisches\"]\r\nKapff, Otto von: -ff. [?], O. v. K. (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 9.5.1885 bzw. 15.1.1894) Wien\r\nKarpath Ludwig (L. K., -rp-) [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nKauders Albert: k. a. (Wiener Allgemeine Zeitung 1892), alb. k. (Neues Wiener Journal 8.4.1894), a. k. (Neues Wiener Journal 9.11.1896) Pseudonym K. Anders [siehe unten Anmerkung \"Biographisches\"] (a), (i) Wien\r\nK. B.  (Das Landstraßer Bezirksmuseum [Linz?] 1974) (215a/201)\r\nK. B. J. (Karl Boleslav Jirák) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\n[K. C.] = C. K. (Volksblatt 19.12.1873) Wien\r\n[K., D.] = D. K. [oder O. K.?] (Neues Wiener Journal 13.4.1930) \r\n[K., Dr.] = Dr. K. (Reichspost 18.1.1918) Wien\r\n[K., E.] = E. K. (Neue Musik-Zeitung nach dem 11.10.1896)\r\n[K., E.] = ek. (Vorwärts Berliner Volksblatt 8.4.1917) Berlin\r\n[K., E.] = E. K. (Österreichische Volkszeitung 5.5.1924) Wien?\r\n[K., Ed.] = Ed. K. siehe Kulke und Kremser Wien\r\nKER. (Haagsche Courant 24.12.1892, 20.1.1894) Den Haag\r\nKerbler V.: V. K....r. (Linzer Zeitung 23.2.1890), K. (Linzer Zeitung 3.8.1889 etc.) Linz\r\nKerschagl Joh. Nep. (?) (J. N. K., Österreichische Schulzeitung 28.10.1896)\r\n[K., F.] = F. K. (Salzburger Volksblatt  4.9.1923) Salzburg\r\nK. F. (Vorwärts 13.10.1924) Berlin\r\nK. G. siehe Dr. K. G. Linz\r\nK. G. siehe Grunsky\r\n[K. , G.] siehe Gustav Kühle Wien\r\n[Kg., W.] = W. Kg. siehe König Linz\r\nK. H. R./KHR (Karl Heinz Ruppel) [siehe Anmerkung]\r\n[K., J., Dr.] (Brünner Sonntagszeitung 18.10.1896, 27.12.1896) Brünn\r\n[K, J. N.] = J. N. K. (Joh. Nep. Kerschagl? Österreichische Schulzeitung 28.10.1896)\r\nKl. (Linzer Volksblatt 31.10.1877) Linz\r\nKlatte Wilhelm (W. K., Berliner Lokal-Anzeiger) (i)\r\nKleefeld Wilhelm \"W. Kl.\" [siehe Anmerkung] (d) Deutschland\r\nKlinger Gustav (siehe Bernhard Buchbinder) (i)\r\n[K., M.] = M. K. (Max Kalbeck, Wiener Montagsrevue 21.11.1892) Wien\r\n[K., M. v.] = M. v. K. (Grazer Tagespost 11.7.1893) Graz/Wien?\r\nKn. (Edund Kühn) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\n[K., O.] = O. K. [oder D. K.?] (Neues Wiener Journal 13.4.1930) \r\nKöchel Ludwig von: k. (Monatsschrift für Theater und Musik 1856)\r\nKönig Walter: W. Kg. (Frohsinn-Nachrichten [Linz] 1928-1937) (215a/204 und /228) Linz\r\nKönigstein (k. st., Illustriertes Wiener Extrablatt 25.2.1876) Wien\r\nKoller Wilhelm: K. W. (Brucknerfest Linz 1952) (215a/202 und /204)\r\nKorngold Julius: J. K. (Neue Freie Presse 9.11.1906)\r\n[K., O. v.] = O. v. K. (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 28.12.1885)\r\nK. P. (Vorwärts 12.8.1928, vermutlich ein Lokalreporter) Berlin oder identisch mit:\r\nK. P. (Klaus Pringsheim, Vorwärts 22.3.1929) Berlin\r\nK. Pi. siehe Pilz\r\nKr. (Innsbrucker Nachrichten 2.12.1890) Innsbruck\r\nK. R.  (Harmonia sacra Februar 1891) (215a/202)\r\n[K., R.] (Vaterland 3.6.1896, 3.11.1896) Wien\r\n[K., R.] = R. K. (Ostpreußische Zeitung 19.5.1909) Königsberg?\r\nKr. (Heinrich von Kralik (i)\r\nKränzl Emil Dr: 1. vermutlich Dr. -zl. (Linzer Tagespost 27.10.1886, 11.12.1888, 20.4.1889) und 2. vermutlich K. (Deutsches Volksblatt 21.5.1889) Linz\r\nKralik (K., Das Vaterland 5.4.1896) Wien\r\nKralik Heinrich (Kr.) (Nachfolger Kalbecks beim Neuen Wiener Tagblatt bis 1938 (i)\r\nKrebs Dr. Carl (Der Tag) Berlin (i)\r\nKrehbiel H. E.: H. E. K. (New York Tribune 26.4.1903, 16.5.1904) New York\r\n[Kremser, Eduard: Ed. K. (a), Irrtum bei Göllerich/Auer. Recte Eduard Kulke)\r\nKroyer Theodor (ϰ [Kappa], Allgemeinde Zeitung 9.5.1903) München\r\nKrtsmáry Anton (A. Ky., Wiener Allgemeine Zeitung (um 1905), Neue Musikalische Presse (um 1896)) (d) Wien\r\nK. S. (vermutlich Karl Söhle, Der Kunstwart Anfang Oktober 1894)\r\nK. Sch. (Linzer Tagespost 10.1.1870) Linz\r\nk. sch. (Karl Schönewolf, Dresdner Neueste Nachrichten 8.11.1925) Dresden\r\nk. st. (Königstein, Illustriertes Wiener Extrablatt 25.2.1876) Wien\r\n-kt-  (Lidová obroda 4.9.1949)\r\nK. T. (Österreichische Musik- und Theaterzeitung 1.4.1889) Wien\r\n[K., T.] (Ostdeutsche Rundschau 1.4.1896) Wien\r\n[k., u.] = u. k. (Volksblatt [= Neues Volksblatt?] 1977/78)\r\nKühle Gustav: G. K. (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 21.1.1886, 11.7.1887, Österreichische Musik- und Theaterzeitung 1.4.1889, August 1892, nach dem 29.3.1894)\r\nKulke Eduard: Ed. K. (Vaterland 1870), ABCD Wien\r\nKurth Ernst: h. (Der Bund) Bern (k)\r\nK. V. (Salzburger Chronik 20.7.1875) Salzburg\r\n[K., V.] = V. K.....r. siehe Kerbler Linz\r\nK. W.  (Musica Divina 1921) (215a/202)\r\nK. W. siehe Koller\r\n[K., W.] = W. K. (Wilhelm Klatte)\r\nK. W. T. (Deutsche Zeitung 19.1.1888) Prag\r\n[Ky., A.] = A. Ky. (Anton Krtsmáry, Wiener Allgemeine Zeitung (um 1905), Neue Musikalische Presse (um 1896)) (d) Wien\nL. (Neue Zeitschrift für Musik 9.10.1868=11.12.1868)\r\n-l. (Loidol? Linzer Zeitung 27.8.1884) Linz\r\n-l (Die Presse 26.2.1889) Wien\r\n-l. (Westungarischer Genzbote 29.4.1890) Preßburg/Bratislava\r\n-l- (Linzer Volksblatt 6.9.1892) Linz/St. Florian\r\n–l– (NMZ 13.2.1902, Breslau)\r\nl., L. siehe Heinrich Leoster\r\nDr. L siehe Laurencin Wien\r\n[L., A.] = A. L. (Kastners Wiener Musiklaische Zeitung 8.1.1886) Wien\r\nL. Andro: Pseudonym von Therese Rie\r\nLanzelot: Pseudonym von Felix Salten (i)\r\nLaurencin Ferdinand von: (?) Dr. L. (Blätter für Musik, Theater und Kunst 3.4.1872, 14.4.1872, Neue Zeitschrift für Musik 29.5.1885) Wien\r\nL. B. (Ludwig Bußler, Nationalzeitung 2.6.1891, 18.10.1893). Siehe auch unten \"Biographisches\" Berlin (j)\r\nl. b. (siehe Ludwig Basch)\r\nL. Bd. (Lothar Band) [ABCD deest]\r\n[L. Dr.] = Dr. L siehe Laurencin Wien\r\nL. E. (Tribüne 23.2.1881)\r\nL-e. (Münchner Post 16.10.1896, s. 24.12.1896) München\r\nLeitich Albert. A. L-ch . Siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nLeoster Heinrich (eigentlich Pollack). (\"h. l.\", \"H. L.\", \"l.\", \"L.\", \"-eo-\", \"hl.\"). Siehe unten Biographisches (i).\r\nLessmann Otto (Allgemeiner Musik-Zeitung) Berlin (i)\r\nLewinsky Josef (J. L., Berliner Morgenpost) Berlin (i)\r\nLg. (Julius C. Lusztig) (d) Berlin\r\nL. G. (Morgenpost 7.11.1873) Wien\r\nL. G. S. (The Cincinnati Enquirer 3.1.1914) Cincinnati\r\nL. H. (Südsteirische Post 10.10.1891) Marburg\r\n-lh- (Antonín Šilhan) [ABCD deest, siehe Anmerkung \"Biographisches\"] Prag\r\nl.. h. (Ludwig Held) siehe unten \"Biographishes\" (i)\r\nL. H-i. (Ludwig Hevesi, Pester Lloyd 14.2.1886, 25.9.1895) Wien/Budapest\r\n[L., J.] = J. L. (Karlsruher Wochenschau 1929) (215a/201)\r\n[L., J.] = J. L. (Josef Lewinsky, Berliner Morgenpost) Berlin (i)\r\nL. K. (Ludwig Karpath) [siehe Anmerkung]\r\nll-  (Tagblatt [Linz?] 1935) (215a/205) Linz\r\nll-  (Neue Musikalische Presse 1898) (215a/205) Linz\r\nL. Lr. (Wiener Salonblatt 27.2.1881) Wien\r\n[L., M.] = M. L. (Österreichische Musik- und Theaterzeitung nach 21.12.1890) Wien\r\n[L., M.] = M. L. (Berliner Festwochen 15.9.1987) Berlin?\r\nL. N. = Dr. L. N. (Steyr? 15.5.1932) Steyr\r\n[L., O.] = O. L. (Dresdner Nachrichten 8.6.1886) Sondershausen oder Dresden\r\nLoewengard Max (Kritiker für Auswärtige Zeitungen) Berlin (i)\r\nLoidol -l. (Loidol? Linzer Zeitung 27.8.1884) Linz\r\n[L. Oscar] (Neue Zeitschrift für Musik 15.1.1882) Karlsruhe\r\n[Lr., L.] (Wiener Salonblatt 27.2.1881) Wien\r\nL. S. (Leopold Schmidt) [siehe Anmerkung] (d) Berlin\r\n[L., S.] = S. L. (The Manchester Guardian 11.1.1907) Manchester\r\nL. Sp. (Ludwig Speidel, Fremdenblatt 7.3.1889) Wien\r\nLusztig Julius C. (Lußtig) \"g.\", \"Lg.\" [siehe Anmerkung] (d) Berlin\r\nL. v. d. A. (Deutsches Volksblatt 18.12.1896) Graz\r\nL. W. siehe Dr. L. W.\nµ Allgemeine Zeitung (München) 12.3.1885\r\n-m  (Neue Freie Presse 6.4.1871, 29.3.1872) ABCD Wien\r\nm. (Zeitschrift für die musikalische Welt = Lyra, 20.3.1882) Wien\r\n-m- (Leipziger Tageblatt 14.10.1896) Leipzig\r\nm. oder M. (Vorwärts, Berliner Volksblatt 22.5.1910, 7.3.1911, 2.11.1912) Berlin/München?\r\nM. (Linzer Tagespost 4.5.1887) Linz\r\nM. (Münchner Neueste Nachrichten 7.12.1888 und 10.12.1896) München\r\nM. (vermutlich Max Morold, Ostdeutsche Rundschau 22.1.1893) Wien\r\nM (Prager Tagblatt nach 12.10.1896) Prag\r\nM.  (Heidelberger Anzeiger 1936) (215a/208) Heidelberg\r\nM.  (Wiener Mittag 1942) (215a/208) Wien\r\n[M., A.] = A. M. (undatiert, \"Der Bruckner-Bund wächst\" (1212c/200)\r\n[M., A.] = A. M. (Montagsrevue 25.11.1872) ABCD Wien\r\n[MacB., J.] = J. MacB. (Washington Post 3.1.1915) Washington?\r\nMandyczewski Eusebius: e. m. (Programmheft 15.12.1907)\r\nM. A-r. siehe Adler M. Wien\r\nMarckhgott Eberhard: Dr. E. M. (Enns 1972) (215a/186 und /208)\r\nMarsch Peter (P. M., Hamburger Nachrichten 16.4.1892) Hamburg\r\nMarschalk Max \"M. M.\" [siehe Anmerkung] (d) Berlin\r\nMauke Wilhelm \"W. M.\" (= W. M. im \"Vorwärts\"?) [siehe Anmerkung] (f)\r\nMaurer Heinrich: H. M. (Vorwärts 1924, 1925) Berlin\r\nMayfeld Moritz von: D...... (Linzer Abendpost 20.12.1864) (c) Linz\r\nm. b. ( siehe Brociner)\r\nM. Bfd. (siehe Baumfeld)\r\nM. C. (The Brooklyn Daily Eagle 20.4.1931) New York\r\nm. d. (Extrapost = Wiener Montags-Journal, 20.6.1892) Wien\r\nm. d. (Allgemeine Kunst-Chronik 1.1.1892) Wien\r\nM. D. (Neue Zeitschrift für Musik 28.6.1893) Leipzig\r\n[M., Dr.] = Dr. M. (Linzer Tagblatt 30.4.1922) Linz\r\n[m., e.] = e. m. (Programmheft 15.12.1907 und 19.12.1916) Wien\r\n[M., E.] = Dr. E. M. siehe Marckhgott\r\n[M., E.] = E. M. (Leipziger Zeitung 14.11.1910) Leipzig\r\n[M., Ed.] = Ed. M. (vermutlich Eduard Moucka, Musiker-Courier 8.3.1880)\r\nM. Ed. (Musikalisches Wochenblatt 17.12.1891) Leipzig?\r\nMenzel Adolf (–z–, -z- Meininger Tageblatt 1913) Meiningen\r\nMerian Hans (H. M. Leipziger Volkszeitung 13.10.1896?) Leipzig\r\n[M., F. M.] (Innsbrucker Nachrichten 22.10.1896) Innsbruck/Wien\r\nm g. (Max Graf) [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nm=g. (Adam Müller-Guttenbrunn) siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nM.-G. (Adam Müller-Guttenbrunn) siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nm. g-f. oder m g-f. [auch als \"m. g-l.\" oder \"m. g-t\" zu lesen?] (Extrapost (Wiener Montags-Journal) 15.1.1894, 26.3.1894) [vermutlich Max Graf] Wien\r\nM. H. (Maximilian Harden) (i) Berlin\r\n[M., H.] = H. M. [Heinrich Maurer] (Vorwärts 14.10.1924) Berlin\r\nM. J. (Österreichische Musik- und Theaterzeitung nach 19.12.1894) Wien\r\nM. J. (The Sun, New York 17.9.1911 (Musik und Theater)) New York/München?\r\nm. j. b. (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 28.2.1881, 24.3.1881)\r\nM. K. (Max Kalbeck, Wiener Montagsrevue 21.11.1892) Wien\r\n-ml- (Preßburger Zeitung 28.4.1890) Preßburg/Bratislava\r\nM. L. (Österreichische Musik- und Theaterzeitung nach 21.12.1890) Wien\r\nM. L. (Berliner Festwochen 15.9.1987) Berlin?\r\nM. M. H. (Buffalo Morning Express 24.4.1917) Buffalo\r\nMor. A-r. (s. Moritz Adler, Morgenpost 7.2.1880) Wien\r\nM. M. (Max Marschalk) (d) Berlin\r\nM. M...r. (Neues Wiener Tagblatt 24.1.1925) Wien\r\n[M., O.] = O. M. (Heidelberger Tageblatt 13.1.1914) Heidelberg\r\nM. O. (Mirko Očadlík) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\nMoißl Franz: F. M. (Musica Divina Juli 1924)\r\nMoore Edward = E. M. (Chicago Tribune 29.11.1924) Chicago\r\nMorold Max (vermutlich, M., Ostdeutsche Rundschau 22.1.1893) Wien\r\nMoucka Eduard: Ed. Moucka (Zeitschrift für die musikalische Welt 1882) (a) Wien\r\nM. P.  (Musikalische Rundschau 10.3.1890)\r\n[M., P.] = P. M. (Dr. Peter Marsch, Hamburger Nachrichten 16.4.1892) Hamburg\r\n[M., P.] = P. M. (Die ganze Woche 1989) (215a/113)\r\nM-r. (Leipziger Zeitung 23.10.1896) Leipzig\r\n[M...r, M.] = M. M...r. (Neues Wiener Tagblatt 24.1.1925) Wien\r\nM. S. (Maximilian Schwarz, Linzer Volksblatt 18.4.1886) Linz\r\nM. S. siehe Springer Wien\r\nm.s. (Pester Lloyd 5.4.1887) Budapest\r\nM. Sch. (Kopist \"Lehrerstand\" ca. 1847, Beethoven-Sonate [s. nach 11.10.1896]) St. Florian?\r\n[M., S. I.] = S. I. M. (Haagsche Courant 10.2.1885) den Haag\r\nMüller (Julius Müller,Pseudonym von Ottokar Tann-Bergler (i)\r\nMüller-Guttenbrunn Adam (eigentlich Adam Müller) (\"m=g.\",  \"A. M.-G.\", \"M.-G.\", Pseudonyme: Franz Josef Gerhold, Ignotus, Michel Vetter, Figaro.). Siehe unten \"Biographisches\" (i).\r\n[M., W.] = W. M. (Vorwärts Berliner Volksblatt 9.11.1912) Berlin\r\nM. v. K. (Grazer Tagespost 11.7.1893) Graz/Wien?\r\n[my] = µ Allgemeine Zeitung (München) 12.3.1885\r\nMz. (Montags-Zeitung 4.5.1896, Literatur) Wien?\nN. (Dr. Nacke, Schulinspektor, Linzer Tagespost 19.1.1871)\r\nN. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 10.12.1890) Wien\r\nN. [evtl. Naaff?] (Die Lyra 1.8.1892) Wien\r\nN. (Deutsches Volksblatt 24.6.1892, 7.7.1892) Wien\r\nN. (Südsteirische Post 22.2.1896) Ljubljana/Laibach\r\nn. (Heinrich Wallmann??) Salzburger Volksblatt 20.6.1872 Wien/Salzburg\r\n-n. = Albert Hermann (Das Vaterland 22.11.1888, 17.8.1890) Wien\r\n-n. (Vossische Zeitung 1.6.1891, 8.1.1894) Berlin\r\n-n. (Nürnberger Stadtzeitung 31.3.1891, 30.10.1891) Nürnberg\r\n-n. (Neue Freie Presse 13.5.1892) Wien\r\n-n-. (Neue Freie Presse 1.4.1892, 25.3.1893, Kunst) Wien\r\n-n.- (Musikalisches Wochenblatt 3.12.1896) Frankfurt\r\n???: n.  (Tages-Presse 1876) (a) Wien\r\nNaaff Anton August: -ff.- (Deutsches Volksblatt 7.8.1896), N. (Lyra 1.8.1892) Wien\r\nN. C. (The Manchester Guardian 6.11.1929) Liverpool oder Manchester\r\nnd.  (Die Presse 1977) (215a/106) Wien\r\n[N., Dr.] = Dr. N. (Lyra 1.11.1892) Wien\r\n[N., E.] = E. N. (The Guardian 22.9.1905) Manchester, London?\r\n[N., E.] = E. N. / e. n. siehe Neill\r\nNeill Edward: E. N. (Italien 1958 - 1969) (215a/189 und /212f)\r\nNeisser Arthur (\"Arth. N-r.\" und \"Dr. A. N.\"). Siehe auch unten \"Biographisches \" (j)\r\nNeufeldt Ernst \"E. N.\" [siehe ANmerkung] (d) Deutschland\r\nNeumann Heinrich (H. N.) [ABCD deest? siehe Anmerkung] Berlin\r\n[N., F.] = F. N. (Grazer Vorstadt-Zeitung 7.11.1875) Graz St. Florian?\r\nNh. (? Rh.?) (Lyra 1.10.1894) Troppau\r\n[N., H.] = H. N. (Berliner Publikation?) Berlin?\r\n[N., L.] = Dr. L. N. (Steyr? 15.5.1932) Steyr\r\n-nn. (Neue Preußische Zeitung 28.1.1887, 28.5.1891) Berlin\r\nNo.  (Salzkammergut-Zeitung 1971) (215a/212)\r\nN-y. (Kyffhäuser 10.11.1889)\nω  (omega-ähnlich) (Linzer Abendbote 7.12.1864) ABCD Linz\r\n-o. (Gemeindezeitung, Wiener Tagespost 18.8.1890) Wien\r\n-o. (Das Vaterland 26.6.1892) Wien\r\n-o- (Das Vaterland 27.3.1890) Wien\r\nO. (Deutsches Blatt 22.4.1893) Brünn\r\nO. A. Sch. (Otto Albert Schneider) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Berlin\r\nO. B. (Oskar Baum, Prager Presse, Die Weltbühne etc.) (h)\r\nO. Bn. (Oskar Berggruen, Morgenpost 25.6.1885) Wien\r\nOčadlík Mirko M. O. [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\n[O., E. G.] = E. G. O. (Reichspost 13.3.1906, Musikreferent) Wien\r\n-ok (Neue Preußische Zeitung 2.6.1891, 17.10.1893, 9.1.1894) Berlin\r\nO. K. [oder D. K.?] (Neues Wiener Journal 13.4.1930) \r\nO. L. (Dresdner Nachrichten 8.6.1886) Sondershausen oder Dresden\r\nO. M. (Heidelberger Tageblatt 13.1.1914) Heidelberg\r\nOnkel Tom (Pseudonym von Ludwig Hevesi) (i)\r\no-o (Blätter für Theater, Musik und Kuinst 31.10.1873)\r\n[O., R.] = R. O. (Lyra 1.11.1887) Wien\r\nO. R.  (Reichspost 1936) (215a/214) Wien\r\nO. S. (Otto Schmid) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\nos.  (Linzer Volksblatt 1993) (215a/111) Linz\r\nOscar L. (Neue Zeitschrift für Musik 15.1.1882) Karlsruhe\r\nOstini [?] (b., Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten 14.3.1885) München\r\no. t.-b. (Ottokar Tann-Bergler) (i)\r\nO. T.-B. (Ottokar Tann-Bergler) (i)\r\no. tb. (Ottokar Tann-Bergler) (i)\r\notb (Ottokar Tann-Bergler) (i)\r\nO. v. H. ([weiblich] Neuigkeits-Weltblatt 6.4.1904) Wien?\r\nO. v. K. (Otto von Kapff) (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 28.12.1885, 15.1.1894)\r\nO v. P. (= Oscar von Pander) (Münchner Neueste Nachrichten 2.4.1932) München\nπ (pi)  (Linzer Zeitung 17.3.1858) ABCD Linz\r\nπ (pi) (Kastners Wiener Musikalische Zeitung 24.1.1886) Wien\r\np. (Fremdenblatt 7.7.1876) Wien\r\np. (Vaterland 18.3.1882) Wien\r\np. (Paumgartner, Wiener Abendpost 11.7.1892, 26.11.1894) Wien\r\nP. (Linzer Volksblatt 31.10.1877) Linz\r\nP. = [ Dr. P.] (Caecilia 15.7.1888) Niederlande\r\nP. ([vermutlich nicht Porges] Neue Zeitschrift für Musik 14.6.1893) München\r\nP. (Neue Musik-Zeitung, vermutlich Januar 1896) Dresden\r\nP. (Hans Poppe, Dresdner Journal 1896) (h) [vielleicht identisch mit dem Vorigen?]\r\nP. (Linzer Tagespost 28.3.1896, 18.11.1896) Linz\r\nP. (Brüxer Zeitung 3.9.1924) Brüx (Nordböhmen)\r\np. (Pilz Hans H., Linzer Tagblatt 21.2.1959)\r\nP. A. (Leipziger Zeitung 7.6.1893) Leipzig\r\n[P., A.] = A. P. (Ostdeutsche Rundschau 16.11.1893) Wien\r\n[P., A.] = A. P. (13.11.1913, Düsseldorfer Tageblatt) Düsseldorf\r\nOscar von Pander „O v. P.„ (Münchner Neueste Nachrichten 2.4.1932) München\r\nP. A. S. (The Observer 26.11.1922) London\r\nPaszthory-Voigt Gisela (?) (Go. P. V., Deutsches Volksblatt 20.7.1892) Wien\r\nPaumgartner Hans (Wiener Abendpost 1895), H. P. (Wiener Zeitung 10.3.1885), p. (Wiener Abendpost 26.11.1894) (a), (e) Wien\r\nP. B. (Paul Bekker, Frankfurter Zeitung 14.1.1914) [siehe Anmerkung] Berlin/Frankfurt\r\n[P., B.] (Linzer Montagspost 28.10.1895) Linz\r\n[P., E.] = E. P. (Linzer Tagespost 14.3.1894) Linz\r\n[P., E.] = E. P. (Dresdner Nachrichten 26.11.1912) Dresden\r\nP. E. (Paul Ehlers) München\r\nPellegrini Alfred \"a. p.\" [siehe Anmerkung] (f) Dresden\r\nPembaur Josef: J. P. (Innsbrucker Nachrichten 21.4.1896) Innsbruck\r\nPerger Richard von: R. v. P. (Musikalische Rundschau 1890) (a) Wien\r\n[P., F.] = F. P. (Salzburger Volksblatt 14.6.1892) Salzburg\r\nP. G.  (Frohsinn-Nachrichten [Linz] 1930) (215a/215) Linz\r\n[Pgr., A.] = A. Pgr. [s. Prgr.] (vermutlich August Püringer, Ostdeutsche Rundschau 24.7.1894/16.7.1894) (f) Wien\r\n[p., h. oder p., dr. h.] siehe Paumgartner Wien\r\n[P., H.] = H. P. siehe Puchstein Wien\r\n[P., H.] (Dresdner Journal 19.12.1895) Dresden\r\n[P., H. T.] = H. T. P. (Boston Evening Transcript, erwähnt am 14.1.1913) Boston\r\nPiccolo siehe Ferdinand Groß (i)\r\n[Pi., K.] = K. Pi. siehe Pilz\r\nPilgrim Harry von (Reichs-Anzeiger) Berlin (i)\r\nPilz Hans H.: p. (Linzer Tagblatt 21.2.1959)\r\nPilz Karl: K. Pi. (Der Sänger 1971) (215a/201 und /217)\r\nPisk, Dr. Paul A. Pisk = pp.? (Arbeiterzeitung 25.9.1924) [siehe Anmerkung] Wien\r\nPizzicato  (Sonn- und Montagszeitung 16.2.1903) Wien\r\n[P., J.] Josef Pembaur (Innsbrucker Nachrichten 21.4.1896) Innsbruck\r\n[P., K.] = K. P. (Vorwärts 12.8.1928, vermutlich ein Lokalreporter) Berlin\r\nP. M. (Dr. Peter Marsch, Hamburger Nachrichten 16.4.1892) Hamburg\r\nP. M.  (Die ganze Woche 1989) (215a/113)\r\n[P., M.] = M. P. (Musikalische Rundschau 10.3.1890)\r\nPoppe Hans: P. (Dresdner Journal 1896) (h)\r\nPosch, Aemilian: Ae. P. (Linzer Tagespost 12.12.1906) Linz\r\n-pp- (Wiener Allgemeine Zeitung 14.10.1896) Wien\r\npp. = Dr. Paul A. Pisk? (Arbeiterzeitung 25.9.1924) Wien\r\nP. R. (The Boston Globe 23.2.1929) Boston\r\n[P., R.] = R. v. P. siehe Perger Wien\r\n[P., R.] (Neue Zeitschrift für Musik 3.7.1885) Karlsruhe?\r\n[p., r.] (Wiener Presse 29.3.1886) Wien\r\nPreiß Cornelius [vermutlich]: C p (Linzer Volksblatt 16.5.1931) Linz\r\n[Prgr., A.] (Ostdeutsche Rundschau 7.11.1894) Wien\r\nPringsheim Klaus: K. P. (Vorwärts 22.3.1929) Berlin\r\nProchaska Victor (V. P., Grazer Morgenpost 12.2.1895) Graz\r\nP. S.  (Wien aktuell 1974) (215a/113 und /215) Wien\r\nP. St. (Paul Stefan) (siehe Anmerkung] (d)\r\nP. Stf. (Die Stunde 1936) (215a/215) = Paul Stefan [siehe die Anmerkung] (d)\r\nPuchstein Hans: H. P. (Deutsches Volksblatt 1890) (a) Wien\r\nPüringer August (vermutlich: A. Pgr., A. Prgr.) [siehe Anmerkung] (d) Wien/Berlin\r\nPujman Ferdinand F. P.  [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\n[P., V.] = V. P. (Victor Prochaska, Grazer Morgenpost 12.2.1895) Graz\r\np. v. s. (Paul von Schönthan) siehe unten \"Biographisches\" (i) Wien\r\n[P., W.] = W. P. (Kleine Volks-Zeitung 1944) (215a/228)\r\n[P., W. v.] = W. v. P. (Ostdeutsche Rundschau 16.6.1894) Wien\n-ρ- [kleines \"rho\"] (Münchner Neueste Nachrichten 30.5.1893) München\r\nr. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 20.1.1891) Linz\r\nr. (Linzer Volksblatt 29.10.1895) Linz\r\n-r. (Das Vaterland 24.5.1889) Wien\r\n-r- (Ostdeutsche Rundschau 15.4.1894) Wien\r\n–r. (Freie Stimmen 20.12.1924) Klagenfurt\r\nr. (r.-)  (Neue Freie Presse 1936) (215a/217) Wien\r\nr. siehe Endler\r\nr. (Deutsches Blatt Brünn 9.3.1895, 23.12.1896) Brünn\r\nR. (Salzburger Volksblatt 14.9.1871) Salzburg\r\nR. (Konstitutionelle Vorstadtzeitung 10.1.1885) Wien\r\nR. (vermutlich Linzer Zeitung? 5.10.1885) Linz\r\nR. (Musikalisches Wochenblatt 3.12.1891) Nürnberg\r\nR. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 20.12.1891 und 1.7.1895) Wien\r\nR. (Neue Freie Presse 8.12.1895, 31.3.1896, 6.12.1896) Wien\r\nR. (Tagespost, Linz 1900) (215a/217) Linz\r\n[R., A.] = A. R. siehe Riegl Linz\r\n[R., A.] (Steyrer Zeitung 1.9.1887, 8.9.1889) Steyr\r\nRaro. (Wiener Sonntags-Post 13.4.1884, Neue Musikalische Presse 6.1.1895) Wien\r\nR. B. (Neue Zeitschrift für Musik 10.1.1873) Wien\r\nR. B. / r. b. (Richard Batka) [siehe Anmerkung] Wien/Prag\r\nR. B. (The Manchester Guardian 5.10.1925) Manchester\r\nrb.-  (Wiener Zeitung 1936) (215a/218), Ferdinand Wilhelm Scherber, auch rb. und -rb- [siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nRbt. (Wiener Montags-Journal = Extrapost 25.2.1889) Wien\r\nRbt. (Musikalische Rundschau 1.1.1891) Wien\r\nRbt. (Richard Robert, Wiener Sonn- und Montags-Zeitung, um 1905-1913) (d) Wien\r\n[R., C.] = C. R. (Neue Zeitschrift für Musik 13.8.1886) [Carl Riedel?]\r\n[R., D.] = D. R. (Linzer Tagespost 1.2.1885, Leserbrief) Linz\r\n[R., D.] = D. R. [\"Die Redaktion\"?]  (Linzer Volksblatt 4.9.1894, Fußnote) Linz\r\nR. F. (Rudolf Fiege) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\n[R., F.] = F. R. (Welser Anzeiger 8.11.1890) Linz/Wels\r\n[R., F. I.] = F. I. R. (Haagsche Courant 10.2.1885) Den Haag\r\nRehmann Theodor Bernhard: Th. B. R. (Gregoriusblatt 1937) (215a/218 und /225)\r\nReTa siehe Tauber\r\nRf. (Rudolf Frank, Meiningen?)\r\nR. F. (Rudolf Fiege) [ABCD deest, siehe Anmerkung]\r\n[R., F.] = F. R. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 1.7.1895) (Stuttgart)\r\n[R., F.] = F. R. (Oberösterreichische Nachrichten 21.2.1961) (215a/189) Linz\r\nRh. (? Nh.?) (Lyra 1.10.1894) Troppau\r\nr. h. siehe Hirschfeld Wien\r\nr. h. (Wiener Allgemeine Zeitung 23.9.1888) Wien\r\nR. H. siehe Heuberger Wien\r\nR. H.  (Tagespost Linz 1941) (215a/218), vielleicht Rudolf Holzer? (d) Linz\r\nR. Hr. siehe Heuberger Wien\r\nR. H-r siehe Heuberger Wien\r\nR-i. (Echo 1936) (215a/218\r\nRi- (Joseph Rinaldini) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Wien\r\n[r., i.] (Grazer Volksblatt 1.4.1886) Graz\r\nRie Therese: Pseudonym L. Andro\r\n[Riedel Carl [?] C. R. (Neue Zeitschrift für Musik 13.8.1886)\r\nRiegl Anton: A. R. (Linzer Volksblatt) (e) Linz\r\nR. K. (Vaterland 3.6.1896, 3.11.1896) Wien\r\n[R., K.] = K. R. (Harmonia sacra Februar 1891) (215a/202)\r\nR. K. (Ostpreußische Zeitung 19.5.1909) Königsberg?\r\nR. O. (Lyra 1.11.1887) Wien\r\n[R., O.] = O. R. (Reichspost 1936) (215a/214) Wien\r\nRobert Richard (Rbt., Wiener Sonn- und Montags-Zeitung, um 1905-1913) (d) Wien\r\nron, -ron. (Julius Bistron) [siehe Anmerkung]\r\nRoncourt Albert Gustav \"alpha\" (Neuigkeitsweltblatt 6.3.1889, 21.12.1890, 1.4.1894) [siehe Anmerkung \"Biographisches\"] (f) Wien\r\nRosenzweig Alfred (Mathis-Rosenzweig) a.r. [ABCD deest, siehe Anmerkung] Wien\r\nR. S. Hoffmann (Rudolf Stephan Hoffmann) [siehe Anmerkung]\r\nR. St. Hoffmann (Rudolf Stephan Hoffmann) [siehe Anmerkung]\r\nR. P. (Neue Zeitschrift für Musik 3.7.1885) Karlsruhe?\r\n[R., P.] = P. R. (The Boston Globe 23.2.1929) Boston\r\nr. p. (Wiener Presse 29.3.1886) Wien\r\n-rp- (Ludwig Karpath) [siehe Anmerkung]\r\nr. r. (Westdeutsche Zeitung 3.9.1949)\r\nR- Sch. (Zeit 22.12.1894)\r\nR T  [vermutlich kein Journalist!] 12.7.1898 (Wn Mus.Hs.6065, Skizze zur 8. Symphonie)\r\n-rt. siehe Tauber\r\n[R. Th. B.] = Th. B. R. siehe Rehmann\r\nRuppel Karl Heinz \"K. H. R.\" / \"KHR\" [siehe Anmerkung] (d) Deutschland\r\nR. v. P. siehe Perger Wien\r\nR. W.  (Münchner Neueste Nachrichten 1933) (215a/218)\r\nrw/rw./RW siehe Wallaschek\r\nR. Wr. = Richard Wintzer\r\n[R., W. v.] = W. v. R. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 20.2.1891) Graz\r\nRychnovsky Ernst E. R. [ABCD deest, siehe Anmerkung] (d) Prag\nS. (Josef Seiberl?) (Linzer Volksblatt 13.9.1869) Linz\r\nS. (Schucht, Neue Zeitschrift für Musik 9.1.1885)\r\nS. (Dezember 1905 (1212c/426))\r\ns. (Kleine Presse, Frankfurt, 14.1.1914) Frankfurt\r\ns.  (\"Die Presse\" 1998) (215a/125) [= sin. = Sinkovicz?] Wien\r\n-s. (Kyffhäuser 1.4.1892) Wien\r\nS. (Lyra 1.1.1892, 15.11.1894 (Carl Schön?)) Wien\r\nS. (vermutlich Josef Scheu, Arbeiter-Zeitung 2.6.1895) Wien\r\nS. (Deutsches Volksblatt 17.5.1896) Wien\r\nS. - [S.-] Montagsrevue aus Böhmen 14.12.1896, \"S.\" 21.7.1884\r\n Prag\r\nS. (Jung-Österreich 1936/37) (215a/220)\r\nß (Linzer Tagespost 18.3.1892 ) Linz\r\n[S., A.] = A. S. (Das Vaterland, 31.1.1897) Wien\r\nSachs Ed.: E. S. (The Manchester Guardian 7.6.1928, 29.5.1929) Manchester oder Heidelberg? (ein Ed. Sachs (Mannheim) schrieb 1904/05 für \"Die Musik\")\r\nSalten Felix (f. s. / x-n. / -x.- / x. n.). Siehe unten \"Biographisches) (i)\r\nSavenau Carl Maria von (C. M. v. S., Grazer Tagespost 13.3.1886) Graz\r\n[S., C.] = Carl Schön (Lyra 1.1.1892)\r\n-sch.  (Illustriertes Wiener Extrablatt 1892) siehe Basch (a) Wien\r\nsch. (Ferdinand Scherber) [siehe Anmerkung] Wien\r\nSch-a = Victor Schembera (Neues Wiener Tagblatt 24.7.1882) Wien\r\n[Sch., A. R.] (Neuigkeitsweltblatt 25.4.1895, Brünn) Wien? Brünn?\nScharrer Eduard August: E. S., Münchner Neueste Nachrichten etc.) München\r\n[Sch., C.] = C. Sch. (Lyra 1.3.1903) Wien\r\n[Sche., E.] = E. Sche. (Mühlviertler Bote 11.7.1964) (215a/188)\r\nSchelle Eduard: E. S. (Die Presse, 17.11.1872), E. Schelle (Presse 9.11.1872) (a), ABCD Wien\r\nSchembera Victor: Sch-a (Neues Wiener Tagblatt 24.7.1882) Wien\r\nSchenker Heinrich: H. Sch. (Die Zeit 1895, 18.1.1896) (a) Wien\r\nScherber Ferdinand Wilhelm (rb.- Wiener Zeitung 1936) (215a/218), auch -rb., rb., -rb-, F. Sch-r., sch. [siehe die Annmerkung] (d) Wien\r\nScheu Josef  (J. S., Arbeiter-Zeitung 6.2.1895, S., Arbeiter-Zeitung 2.6.1895, 19.1.1896) Wien\r\n[Sch., F.] = F. Sch. (Vorwärts 16.11.1929) Berlin\r\n[Sch., G.] = G. Sch. (Oberösterreichische Nachrichten 9.7.1949) (215a/191) Linz\r\n[Sch., H.] = H. Sch. [Hans Schneider?] (Montags-Revue aus Böhmen 30.7.1888) Prag\r\n[Sch., H.] = H. Sch. siehe Schenker Wien\r\n[Sch., J.] (Deutsches Volksblatt 30.3.1893, Kunst) Wien\r\n[Sch., K.] = K. Sch. (Linzer Tagespost 10.1.1870) Linz\r\nSchleemüller Hugo [siehe Anmerkung] (d) Deutschland\r\nSchliepe Ernst Heinrich [siehe Anmerkung] (d) Berlin\r\n[Sch., M.] = M. Sch. (Kopist \"Lehrerstand\" ca. 1847, Beethoven-Sonate [s. nach 11.10.1896]) St. Florian?\r\nSchmidt Leopold: L. S. [siehe Anmerkung] (d) Berlin\r\nSchmitz Eugen (E. S., Dresdner Nachrichten 8.11.1925) Dresden\r\nSchneider Hans: [vermutlich] H. S., H. Sch. (vgl. 13.6.1892)\r\nSchön Carl: C. S. (Lyra 1.1.1892)\r\nSchoenaich Gustav: G. S. (Wiener Tagblatt 1892, 4.9.1894), G. S. (Neue musikalische Presse 1895) [siehe unten \"Biographisches\"]  (a), (i) Wien\r\nSchönewolf Karl (k. sch., Dresdner Neueste Nachrichten 8.11.1925) [siehe Anmerkung] (f) Dresden\r\nSchönthan Paul von (p. v. s.). Siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nSch-r (August Schreiber) (i)\r\nSchreiber August (-ei- / Sch-r) (i)\r\n[Sch-r., J.] (Linzer Tagespost 14.4.1886) München\r\n[ Sch., R-] = R- Sch. (Zeit 22.12.1894)\r\nSchucht:  S. (Neue Zeitschrift für Musik 9.1.1885)\r\nSchünemann Georg (\"Schünemann\") [siehe Anmerkung] (d) Berlin\r\nSchwarz Maximiliam: M. S. (Linzer Volksblatt 18./20.4.1886) Linz\r\nSchwer Hans Arnold (H. A. Schwer) (i)\r\n[S., C. M. v.] = C. M. v. S. (Carl Maria von Savenau, Grazer Tagespost 13.3.1886) Graz\r\nsdl./-sdl- (Grazer Volksblatt 18.11.1888, 29.3.1889, 11.4.1894) vermutlich: Carl Seydler, Graz\r\n[S., Dr.] = Dr. S. (Heidelberger Zeitung 14.12.1893, 13.1.1914) Heidelberg\r\n[S., E.] = E. S. siehe Schelle Wien\r\n[S., E.] = E. S. (\"in Dr.\" = Ernst Schuch??, Leseranfrage, Musikalisches Wochenblatt 26.6.1884)\r\n[S., E.] = E. S. (Salzburger Volksblatt 21.12.1896) Salzburg\r\n[S., E.] = E. S. (The Manchester Guardian 7.6.1928) Manchester oder Heidelberg?\r\n[S., E.] = E. S. (Frankfurter Allgemeine Zeitung 1974) (215a/40 und /188)\r\n[S., E. A.] = E. A. S. (The Brookyln Times/Times Union 26.3.1926 New York\r\nSebastian Brant der Jüngere, Pseudonym von Julius Bauer (i)\r\nSeiberl Josef (?) S. (Linzer Volksblatt 13.9.1869) Linz\r\n-ser. (oder -zer.?) Pester Lloyd 19.4.1894) Budapest\r\nSeydler Carl L.: -sdl- (Grazer Volksblatt)\r\n[S., G.] = G. S. siehe Schönaich Wien\r\n[S., H.] = H. S. (Apeldoornsche Courant 5.11.1892) Niederlande\r\n[S., H.] = H. S. (Salzburger Chronik 24.12.1896) Salzburg\r\n[S., H.] [Hans Schneider?] (Montags-Revue aus Böhmen 13.6.1892) Prag\r\n[S., H.] = H. S. (Musica 1936) (215a/197)\r\n[S., H.] = H.-S. (Tagespost Linz 1936) (215a/197) Linz\r\n[S., H. A.] = H. A. S.= Harold A. Strickland (The Brooklyn Times 5.2.1926) New York\r\nŠilhan Antonín A. Š., aš, -lh- ( [ABCD deest, siehe Anmerkung] Prag\r\nS. I. M. (Haagsche Courant 10.2.1885) den Haag\r\nsin. siehe Sinkovicz Wien\r\nSinkovicz Wilhelm: sin. [evtl. auch s.?] (Die Presse [1986 - 1999]) (215a/125) Wien\r\n[S., J.] = J. S. (Josef Scheu, Arbeiter-Zeitung 6.2.1895) Wien\r\nS. J. E. (Algemeen Handelsblad 25.5.1893) Amsterdam/Düsseldorf?\r\n[S., K.] = K. S. (vermutlich Karl Söhle, Der Kunstwart Anfang Oktober 1894)\r\nSk.  (Salzburger Nachrichten 1974) (215a/125 und /220)\r\nS. L. (The Manchester Guardian 11.1.1907) Manchester\r\n[S., L. G.] = L. G. S. (The Cincinnati Enquirer 3.1.1914) Cincinnati\r\n[S., M.] = M. S. siehe Springer Wien und Schwarz Linz\r\n[S., M.] = M. S. (Schwarz) Linzer Volksblatt 20.6.1886 Linz\r\n[s., m.] = m.s. (Pester Lloyd 5.4.1887) Budapest\r\nSöhle Karl (vermutlich) (K. S., Der Kunstwart Anfang Oktober 1894)\r\nsp. siehe Speidel Wien\r\n[S., P.] = P. S. (Wien aktuell 1974) (215a/113 und /215) Wien\r\n[S., P. A.] = P. A. S. (The Observer 26.11.1922) London\r\n[sp., e.] = e. sp. (Morgenpost 19.6.1872) (ABCD) Wien\r\nSpeidel Ludwig: sp. (Fremdenblatt 17.5.1865, 11.11.1873 u.a.), L. Sp. (Fremdenblatt 7.3.1889) ABCD, siehe unten \"Biographisches\"  Wien\r\nSpringer Max: M. S. (Reichspost 1924, Klosterneuburg 1932) (215a/208 und /223) Wien\r\nSpurius (Allgemeine Kunst-Chronik 15.4.1893, Kunst) Wien\r\n-s-r. (Musikalisches Wochenblatt 11.3.1886) Hamburg\r\nst. (Deutsche Zeitung 8.7.1876) Wien\r\nSt. (Ostdeutsche Rundschau 19.6.1892) Wien\r\nSt. (Linzer Volksblatt 22.4.1892) St. Florian (nicht Wohnsitz!)\r\nSt. (Linzer Volksblatt 31.8.1893) St. Florian\r\nSt. Julius Stern (i) Wien\r\nst. Julius Stern (i) Wien\r\n[st., a.] = a. st. (Bohemia, zu 11.10.1936) Prag\r\nStaberl jun. (Friedrich Uhl) (i)\r\n[St., A. M.] = A. M. St. (s. Storch) Linz\r\nStempel [Pseudonym oder wahrer Name?] Grazer Tagblatt 17.2.1895) Graz\r\nStefan Paul (P. Stf., Stf., P. St.) (Die Stunde 1936) (215a/215) [siehe die Anmerkung] (d) Wien\r\nStern Julius ( * / *** / J. St. / j. st. / St. / st.). Siehe unten \"Biographisches\" (i).\r\nSternberg Julian, (st-g., J. Stg., Neue Freie Presse) [ABCD deest, siehe die Anmerkung] \r\nStf. (Paul Stefan) (siehe Anmerkung] (d)\r\n[Stf., P.] = P. Stf.  (Die Stunde 1936) (215a/215) = Paul Stefan [siehe die Anmerkung] (d)\r\nst-g. (Julian Sternberg, Neue Freie Presse) [ABCD deest, siehe Anmerkung] (d) Wien\r\nSt-g.  [= J. St.-g.?] (Wiener Allgemeine Zeitung 1900) (215a/220) Wien\r\nSt-g.  [= J. St.-g.?] (Josef Stolzing, Deutsches Volksblatt) (d) Wien\r\n[St., H.] = H. St. (Wiener Mittag 1942) (215a/197) Wien\r\n[S.T., J.] = J. S. T. (vielleicht Josef Stolzing?) (Deutsches Volksblatt 9.6.1894) Dresden\r\nStolzing Josef (J. St. [ziemlich sicher] (Ostdeutsche Rundschau 19.6.1892, 18.12.1892) [siehe die Anmerkung] Wien\r\nStorch Anton M.: A. M. St. (Linzer Zeitung 8.5.1860) ABCD Linz\r\nStrickland Harold A.: H. A. S., Brooklyn, New York\r\n[S., v.] v. S. (\"Der Musikant Gottes. Erste Aufführung im Volkstheater\" (1212c/201)) Wien?\r\nS. V. (Mississippi-Blätter 5.10.1924) St. Louis\r\nSw-., SW–. (Linzer Montagspost 21.1.1895) Linz\r\nsz./SZ. (Vorwärts, 11.11.1898, 18.1.1899) Berlin\nT. (Fremdenblatt 9.10.1893) Wien\r\nt. (Reichspost 12.4.1894) Wien\r\nt. (Innsbrucker Nachrichten 29.4.1896) Innsbruck\r\n-t. (Extrapost 13.1.1896 [Wiener Montags-Journal]) Wien\r\n-t. (Münchner Neueste Nachrichten 2.11.1896) München/Wien\r\nT. (Gerhard Tischer) [siehe Anmerkung]\r\nTann-Bergler Ottokar (o. t.-b. / O. T.-B. / o. tn. / otb). Siehe unten \"Biographische\" (i)\r\nTauber Reinhold: ReTa, -rt. (215a/120 und /218)\r\nTaubert Ernst Eduard (E. E. T., Die Post) Berlin (i)\r\nTaubmann Otto (\"Taubmann\") [siehe Anmerkung] (d) Berlin\r\n[T., C.] = C. T. (Prager Tagblatt 17.1.1888) Prag\r\nT. C.  (Die Presse 30.6.1957)\r\n-ten.  (Deutsche Zeitung, Leipzig 1936) (215a/225)\r\nTENOR (Oakland Tribune 1.8.1896) Oakland\r\n-th. (Wiener Salonblatt 26.1.1896) Wien\r\nTh. A. siehe Antropp Wien\r\nTh. B. R. siehe Rehmann\r\nThienemann Alfred [ABCD deest] (d) Berlin\r\nTischer Gerhard [siehe Anmerkung] (d) Deutschland\r\n[T., J.] = J. T. (Österreichische Musik- und Theaterzeitung, s. 11.1..1892) [= Julius Twardowsky?]\r\n[T., J. H.] = J. H. T. (Cincinnati Enquirer 18.12.1915) Cincinnati\r\nT. K. (Ostdeutsche Rundschau 1.4.1896) Wien\r\n[T., K.] (Österreichische Musik- und Theaterzeitung 1.4.1889) Wien\r\n[T. K. W.] = K. W. T. (Deutsche Zeitung 19.1.1888) Prag\r\nTom (Onkel Tom: Pseudonym von Ludwig Hevesi) (i)\r\nTovey Donald Francis: D. F. T. (Dirigent, Programmheft-Autor) Edinburgh\r\n[T., R.] = R T [vermutlich kein Journalist!] 12.7.1898 (Wn Mus.Hs.6065, Skizze zur 8. Symphonie)\r\n-tr- (Ostdeutsche Rundschau 10.6.1896)\r\nTwardowsky Julius (?) (J. T., Österreichische Musik- und Theaterzeitung, s. 11.1.1892, nach 13.11.1892, Januar 1893)\nU (Rudolf Jeniček) [siehe Anmerkung] Prag\r\n[U., E.] = E. U. (Neue Zeitschrift für Musik 12.6.1889) Wiesbaden\r\nUhl Friedrich (Pseudonyme: Junius novus (um 1865). Junius redivivus, Staberl jun. (Wiener Zeitung, ab 1900))\r\n[U., J.] = J. U. siehe Unfried Linz\r\nu. k.  (Volksblatt [= Neues Volksblatt?] 1977/78)\r\nUnfried Johannes: J. U. (Linzer Volksblatt 1946) (1256b/337, 215a/201) [siehe die Anmerkung] Linz\r\nUrban Erich: E. U., Dr. E. U. [siehe Anmerkung] (d) Berlin\nV. (Wiener Sonn- und Montagszeitung 22.12.1890) Wien\r\nV. (Österreichische Volkszeitung 12.3.1891) Wien\r\nV. (Steyrer Zeitung 6.4.1893) Steyr\r\n-v- (Dresdner Journal 10.2.1894) Dresden\r\n-v- siehe Jakob Julius David (i)\r\nVancsa Max: Hagen (Ostdeutsche Rundschau 13.11.1895, 3.12.1895) (b) Wien\r\nV. B. (Ostdeutsche Rundschau 20.3.1894) [vielleicht Victor Bause?] Wien\r\nV. B. (Österreichische Musik- und Theaterzeitung 15.12.1895) [Victor Boller?] Wien\r\nV. B (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 15.3.1896) Wien/Oedenburg\r\n[V., B.] = B. V. (Illustrierte Zeitung 24.10.1886)\r\n[V., B.] = B. V. (vermutlich Bernhard Vogel, Illustrierte Zeitung, Leipzig 24.10.1896) Leipzig \r\n[V. B.] könnte auch Victor Bruckmüller bedeuten (Österreichische Musik- und Theaterzeitung 11 (März 1894), S. 5\r\nV. Ch. siehe Christ Wien\r\nV. Ch. siehe Chiavacci\r\nv. D. (Deutsche Kunst- und Musikzeitung 4.2.1888) Wien\r\n[V. de] = de V. (Wiener Montags-Journal 10.11.1890) Wien\r\nV. H.  (Granatapfel 1946) (215a/227)\r\n[v., i.] = i. v. (Bayerische Ostmark 1937) (215a/200)\r\nV. K.....r. siehe Kerbler Linz\r\n[V., K.] = K. V. (Salzburger Chronik 20.7.1875) Salzburg\r\nVogel Bernhard (vermutlich) (B. V., Illustrierte Zeitung, Leipzig 24.10.1896) Leipzig \r\nV. P. (Victor Prochaska, Grazer Morgenpost 12.2.1895) Graz\r\nv. S. (\"Der Musikant Gottes. Erste Aufführung im Volkstheater\" (1212c/201)) Wien?\r\n[V., S.] = S. V. (Mississippi-Blätter 5.10.1924) St. Louis\r\nV. Z. (Victor Zuckerkandl) [ABCD deest, siehe Anmerkung] (d) Berlin\n-w. (Deutsches Tageblatt 2.2.1887) Berlin\r\n- W. - (Berliner Musikzeitung 28.10.1868, Wiener Korrespondent)\r\nW. (Alexander von Weilen) (i)\r\nW. (Vorwärts 16.4.1929) Berlin\r\nW. siehe Dr. W.\r\nW. A. (Wilhelm Altmann, National-Zeitung 2.11.1906) Berlin\r\nWagner Hedda: H. W. (Tagespost Linz 1943) (215a/197 und /229) Linz\r\nWaldeck Friedrich: -ald (Grazer Tagblatt 22.4.1911) Graz\r\nWallaschek Richard: rw, rw. (Die Zeit 10.11.1906, ab 1896) [siehe Anmerkung] d) Wien\r\nWallmann Heinrich: n. (??) (Salzburger Volksblatt 20.6.1872)\r\nWalter Arnold: A. W. (Vorwärts 23.1.1932 und früher) [siehe Anmerkung] Berlin\r\nWartenegg Felix von (F. W., Neue Zeitschrift für Musik 3./10.9.1890, 18.2.1891, 15.4.1891, F. v. W. 23.3.1892) Wien\r\nW. C. (Los Angeles Evening Post-Record 14.1.1927) Los Angeles\r\n[W., C.] = C. W. (Brünn, ab 1884]\r\nWd  (Deutsche Tages-Post 24.9.1996)\r\nW. Dgs. siehe Doenges\r\n[W., Dr.] = Dr. W. (Sächsische Volkszeitung 1936) (215a/186)\r\nWeilen Alexander von (W. / A. v. W.). Siehe unten \"Biographisches\" (i)\r\nWellesz Egon (E. W., Der Neue Tag 27.4.191 (f) Wien\r\nWengraf Edmund ( e. w. / E. W. ). Siehe unten \"Biographische\" (i)\r\nW. F.  (Linzer Volksblatt 1973) (215a/228) Linz\r\nW. F.  (Volksblatt 20.6.1974, evtl. Wilhelm Formann?) (215a/228)\r\n[W., F.] = F. W. (Felix Freiherr von Wartenegg, Neue Zeitschrift für Musik 3./10.9.1890, 18.2.1891) Wien\r\n[W., F.] = F. W. (Internationale Musik- und Instrumenten-Zeitung 1.11.1893) Wien\r\nW. F.  (Niederösterreichisches Volksblatt 1973) (215a/228)\r\nW. Fr. siehe Frey Wilhelm Wien\r\nWgr.  (Ostdeutsche Rundschau 1902, 7.2.1903 und 1906) (215a/228) Wien\r\n[W., H.] = H. W. siehe Wagner Hedda Linz\r\n[w., h.] = H. W. (Hans Woerz)\r\n[W., H.] = H. W. (Österreichische Illustrierte Zeitung 27.4.1924)\r\n[W., H.] = H. W. (Linzer Tagblatt 1935) (215a/197) Linz\r\n[W., H.] = I. W. (Österreichische Volksstimme 1946) (215a/200)\r\nWindisch Fritz Frid.: F. F. W.  (Freiheit, z.B. 29.5.1920 und zuvor, 20.10.1921) Berlin\nWintzer Richard (R. Wr.)\r\nW. K. (Wilhelm Klatte) Berlin (i)\r\n[W., K.] = K. W. (Musica Divina 1921) (215a/202)\r\n[W., K.] = K. W. siehe Koller\r\nW. Kg. siehe König Linz\r\nW. K. G. (Bruckner-Blätter 3-4(1936)13 (Bruckner-Fest Leipzig)\r\nW. Kl. (Wilhelm Kleefeld) [siehe Anmerkung] Frankfurt/Berlin\r\n[W., L.] = L. W. siehe Dr. L. W.\r\n[W., L.] = Dr. L. W. (Arbeiterzeitung 1969) (215a/186)\r\nW. M. (vermutlich Wilhelm Mauke, Vorwärts Berliner Volksblatt 9.11.1912) Berlin\r\nW-n. (Morgenpost 12.5.1879) Wien\r\nWoerz Hans: H. W., h. w. (Wiener Sonn- und Montags-Zeitung - 21.2.1893), Florestan (Pseudonym, Wiener Sonn- und Montags-Zeitung 1876, 1882) [siehe Anmerkung] (a) (d) Wien\r\nWotan (Ostdeutsche Rundschau 22.6.1890) Wien\r\nW. P.  (Kleine Volks-Zeitung 1944) (215a/228)\r\nWr.  (Leipziger Neueste Nachrichten 1936) (215a/228) Leipzig\r\n[W., R.] = R. W. (Münchner Neueste Nachrichten 1933) (215a/218) München\r\n[W., R.] = Dr. R. W. (Der Bund, 8.12.1928, 15.11.1929) Bern (k)\r\n[W-r., A.] = A. W-r. 1853 (Deutsches Volksblatt 22.2.1895, 17.7.1895) Wien\nWürz Richard. 1907-1945 Münchner Neueste Nachrichten, Beitrag in Neue Musik-Zeitung (1921)\r\nW. v. P. (Ostdeutsche Rundschau 16.6.1894) Wien\r\nW. v. R. (Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 20.2.1891) Graz\n–x– (Linzer Tagespost 27/28.3.1866) Linz\r\nx. (Linzer Tagespost 22.5.1892) Linz\r\nx. (Musiker-Courier 27.3.1881 \"X.\", 3.5.1880)\r\nx. (Fremdenblatt 25.11.1888) Wien\r\nX querliegend (Musikalisches Wochenblatt 28.7.1887) London\r\nX. (Montagsrevue 24.4.1893, 5.2.1894) Wien\r\nX-. (Wien-Korr. der Salzburger Zeitung [Wallmann?] 24.3.1874, siehe 23.3.1874) Wien\r\n-x.- (Felix Salten) (siehe unten \"Biographisches\") (i)\r\nx-n. (Felix Salten) (siehe unten \"Biographisches\") (i)\r\nx. n (Felix Salten) (siehe unten \"Biographisches\") (i)\r\nX. v. G–g. (Gayrsperg, Neuigkeits-Weltblatt 24.10.1896, Kunst) [siehe unten Anmerkung \"Biographisches\"] (f) Wien\r\nX. Y. (Deutsche Zeitung 25.4.1892) Wien\r\nx + y (Theodor Helm, Wiener Signale 15.1.1886) Wien\ny. (Vaterland 25.10.1885) Graz?\r\n-yer. (Moriz Scheyer) [ABCD deest, siehe Anmerkung] Wien\r\nys (Willy Doenges, Dresdner Journal)\nz.- (......z.-) Neue Zeitschrift für Musik 10.9.1875 Wien\r\n-z. (Montags-Zeitung 22.5.1893 Kunst, 30.3.1896) Wien\r\n-z.- (Wiener Tagblatt 8.7.1892) Wien\r\n[Z., A.] = A. Z. (Ostdeutsche Rundschau 18.10.1894) Wien\r\nZamazal Franz: Fazl, F Z. (FZ) (215a/42) Linz\r\nZenger Max: §** [die Sterne übereinander gestellt], Allgemeine Zeitung München (z.B. 23.12.1895)\r\n-zer. (oder -ser.?) Pester Lloyd 19.4.1894) Budapest\r\n[Z., F.] = FZ siehe Zamazal Linz\r\nZ....k.  (Monatsschrift für Theater und Musik, nach dem 12.7.1858\r\n[-zl., Dr.] (Linzer Tagespost 27.10.1886) vermutlich Dr. Emil Kränzl Linz\r\n[Z., S.] = sz./SZ. (Vorwärts, 11.11.1898, 18.1.1899) Berlin\n√ (ähnlich dem math. Wurzelzeichen) (Linzer Zeitung 19.9.1867) ABCD Linz\r\n√ (ähnlich dem math. Wurzelzeichen) (Landauer Anzeiger, 12.1.1914)\r\n#  Zellner's Blätter für Theater, Kunst und bildende Kunst, 12.2.1867)\r\n§** [die Sterne übereinander gestellt] (Max Zenger) Allgemeine Zeitung München) 17.12.1890\r\n+ Münchener Fremdenblatt, 12.12.1890\r\n♭ (musikalisches Vorzeichen) Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten 14.3.1885\r\nΔ (Symbol gleichseitiges Dreieck oder Delta) (Linzer Tagespost 11.3.1885) Linz\r\n* (Die Presse 3.8.1890) Wien/Ischl\r\n* Julius Stern (i) Wien\r\n*** (Die Presse 8.4.1887) Wien\r\n*** Julius Stern (i) Wien\r\nTierkreiszeichen (?) (Linzer Zeitung 14.8.1887) Linz/St. Florian?\r\ngraphisches Zeichen (griechischer Buchstabe oder \"ch\" in Frakturschrift?) (Vaterland 26.10.1887) Wien\n \nKritiker, die in der ABCD bisher (Stand 16.1.2022) noch nicht registriert sind (und möglicherweise gar keinen Bezug zur Bruckner-Rezeption haben):\nDavid Josef Bach \"D. B.\" (d) Wien\r\nLothar Band. \"L. Bd.\" (d) Berlin\r\nEwald Cwienk \"k.\" (d)\r\nRudolf Fiege \" R. F.\" (d) Berlin\r\nErich Freund \"F.\", E. Freund\" (d) Deutschland\r\nCarl L. Heidenreich \"Hdrch.\", \"-ch.\" (f) Wien\r\nAdolf Heilborn \"A. Hn.\" (d) Berlin\r\nArtur Ludwig Holde \"A. H.\" (d) Deutschland\r\nAlfred Holzbock \"A. H.\" (d) Berlin\r\nEdgar Istel \"E. I.\" (d) Wien\r\nEdmund Kühn \"E. K.\", \"kn.\" (d) Berlin\r\nWilhelm Mauke\"W. M.\" [ABCD evtl. adest? (d) Deutschland\r\nEdwin Neruda\"E. N.\" (d) Berlin\r\nHeinrich Neumann \"H. N.\"] (d) Berlin\r\nDr. Joseph Rinaldini \"Ri-\" (d) Wien.\r\nDr. Ernst Rychnovsky \"E. R.\" (d) Prag\r\nEduard August Scharrer (E. S.) (g)\r\nMoriz Scheyer \"-ey-\", \"-yer-\" (d) Wien\r\nOtto Schmid \"O. S.\"(d) Deutschland\r\nOtto Albert Schneider \"O. A. Sch.\" (d) Berlin\r\nJulian Sternberg \"st-g. / J. Stg.\" (f) Wien\r\nAlfred Thienemann (d) Berlin\r\nRichard Wintzer (g)\r\nVictor Zuckerkandl \"V. Z.\" (d) Berlin", "Letzte Änderung": "15.08.2026 01:30"}, {"ID": 122071909, "Datum": "Visitenkarten | Telegramme (undatiert)", "Haupttext": "Visitenkarten (und ein Telegramm)\nAbbildung einer Visitenkarte (mit Ehrendoktorat, ÖNB Mus.Hs.41910/2) bei 1291/241\n(*) Recto:\r\n\"Anton Bruckner | k. k. Hoforganist | Lector an der k. k. Universität | Professor am Conservatorium\"\r\nVerso: \"Gnädige Gönnerin | Muß leider sehr danken, da ich in der Hofkapelle bis gegen 5 Uhr Dienst zu machen habe. Handkuß!\" [o. O. und o. D.] (*).\n(**) Visitenkarte [mit Ehrendoktor-Titel, also nach 1891, vielleicht zum 4.9.1894?]\r\n\"... dankt PTH. Professor für Ihre herzliche Theilname. ABr.\" (**).\n(***) Visitenkarte\r\n\"Bitte meinen Wohlthäter tausendmal um Verzeihung! Hr. Löwe hat mirs erzält, daß ich das Wort 'Betrüger' gebraucht hätte. Gewiß nicht dem gewöhnlichen Sinne. Mit Kuß\" (***).\n(°) Visitenkarte\r\n\"Handkuß! [gedruckt: Anton Bruckner etc.] verzichtet auf die Tantiemen\" (°).\n(°°) Visitenkarte (ohne Dr.-Titel, mit Ordenstitel) mit Zusatz\r\n\"wünscht alles Glück\"\r\n[Martin Einfalt?] vermutlich im Besitz des ABIL (°°).\n(°°°) Visitenkarte mit handschriftlicher Adresse\r\n\"I., Heßgasse 7\" beim ABIL (?)  (°°°).\n(#) Telegramm Bruckners an Aichinger in Steyr mit Namenstagsgratulation (27.12.), vermutlich 1887 - 1889, im Steyrer Stadtpfarrhof (#).\n(##) Visitenkarte\r\n\"Dr. Anton Bruckner\" (mit Briefumschlag) mit handschriftlichem Zusatz \"empfiehlt H Prof. Hynais auf das wärmste. Br.\" (##).\n(###) Visitenkarte \"Ritter des Frz. Josef Orden\":\r\n[Rückseite] \"Hochwolgeborner Herr Hofkapellmeister! Bin so eben angekom[m]en [mit anderer Tinte nachträglich knapp eingefügt (vorher Altes radiert?): u werde morgen] 3/4 9 Uhr meinem Dienste nachkom[m]en. Tiefsten Respekt! ABrmp. [Vorderseite:] Wünschen hochselber heute {Samstag} das {Segenlied} von mir, dann bitte ich um Befehl.\" (###).\n(a) Visitenkarte (\"Anton Bruckner / k. k. Hoforganist / Lector an der k. k. Universität / Professor am Conservatorium\"):\r\n\"Gnädige Gönnerin! Muß leider sehr danken, da ich in der Hofkapelle bis gegen 5 Uhr Dienst zu machen habe. Handkuß!\" (a).\n(b) Visitenkarte (7,6 x 5 cm) (gedruckt: \"Anton Bruckner, k. k. Hoforganist, Lector an der k. k. Universität, Professor am Conservatorium, Ritter des Frz.Josef Orden\") mit 5 Zeilen auf der Rückseite:\r\n\"Liebster Freund! Allerherzlichstes Beileid Ihnen u. bitte auch Ihrem PT H(och)l(öbl.) Papa! Bin ganz Weg!!! A. Bruckner\" (b).\n(c) Visitenkarte (2 S. 16°):\r\ndankt \"innigst für Ihre Theilnahme und für die Mittheilungen, die mir wohl nicht die höchste Freude erblicken lassen von Seite des Publicums u. der Kritik! Mit Respekt Dr. A. Bruckner\" [nach 7.11.1891] (c).\n(d) Visitenkarte:\r\n[recto gedruckt:] \"Anton Bruckner | k. k. Hoforganist | Lector an der k. k. Universität | Professor am Conservatorium | Ritter des Frz. Josef Orden\" [handschriftlich] dankt Sr Hochwolgeboren\r\n[verso, handschriftlich:] H Doctor auf das herzlichste! ABrmp.\" (d).\n(e) Visitenkarte:\r\nOb Schalk die Partitur des Adagios der 5. Symphonie habe? [zwischen 1887 und 1891?].\n(f) Visitenkarte:\r\n(noch ohne Ordens-Titel), vermutlich an Hellmesberger gerichtet: Bittet für Samstag und Sonntag um Urlaub (vor dem 10.7.1886).\n(g) Visitenkarte ohne Eintragungen, noch ohne Angabe des Franz Joseph-Ordens.\n(h) 2 Visitenkarten (\"Anton Bruckner ...\" und \"Dr. Anton Bruckner\") aus dem Besitz von Ernst Kurth, gerahmt, 85x55 mm.\n(i) 2 Visitenkarten aus der Sammlung Anton Dermota: 1) \"Dr. Anton Bruckner | [handschriftlich:] pf.\" [pour féliciter].   2) \"Prof. Anton Bruckner | Ehren Doctor der Philosophie | der k.k. Universität in Wien | Ritter des Franz Josef-Ordens | k.k. Hoforganist.\"\nLiteratur\n(*) https://www.kotte-autographs.com/de/autograph/bruckner-anton/#72802\r\n(**) 832/555(1961/62, Schätzpreis DM 120.-)\r\n(***) in Auktion Zisska &amp; Kistner, München 22.-24.4.2002, Nr. 50\r\n(°) in Auktion Zisska &amp; Kistner, München 22.-24.4.2002, Nr. 5\r\n(°°) Abbildung auf Einladung zur Ausstellungseröffnung \"25 Jahre ABIL\" 16.9.2003, Ausstellungsbroschüre S. 1, Nr. 3).\r\n(°°°) \"25 Jahre ABIL\" 16.9.2003, Ausstellungsbroschüre S. 4, Nr. 2\r\n(#) 1075/381\r\n(##) Musikantiquariat Dr. B. A. Kohl, Stuttgart, Katalog 7 (April 2005), Nr. 287 [dort irrtümlich datiert \"ca. 1885?\"], 3500.- €; auch 2008 noch angeboten).\r\n(###) ÖNB-H 126/58-\r\n(a) 881/683(März 2006)332 mit Faksimile, Schätzpreis 600.- €, erzielt 1050.- €\r\n(b) Liste 89 Antiquariat Ingo Nebehay, Wien, 16.2.1988, öS 9500.-, [evtl. an den Empfänger des Schreibens vom 27.12.1890?] (ABIL-Dokumentation)\r\n(c) 882/175(1972)10, für 880.- DM angeboten\r\n(d) 800/.. nach dem Faksimile des Originals\r\n(e) Text bei 881/711(2023)274\r\n(f) Text bei 881/711(2023)274\r\n(g) 881/711(2023)274\r\n(h) https://www.yumpu.com/de/document/read/4349457/inventar-nachlass-ernst-kurth-institut-fur-musikwissenschaft-, S. 192\r\n(i) 881/714 (28.4.2026) S. 286. Nr. 523 (Schätzpreis 600.- €)\nFaksimile\n(*) https://www.kotte-autographs.com/de/autograph/bruckner-anton/#72802\r\n(d) beim Verfasser\r\n \nArchiv\n(*) Angeboten vom Antiquariat Kotte (2021: \"verkauft\")\r\n(d) Universitätsbibliothek Gießen, Autographensammlung Gustav Bock, Hs NF 167-21 (vgl. 15.5.1919\r\n(h) Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern, Nachlass Ernst Kurth, Mappe ζ7 bzw. 8", "Letzte Änderung": "26.04.2026 10:37"}, {"ID": 123010713, "Datum": "Wagner-Verein | Wagnerverein", "Haupttext": "Wagner-Verein | Wagnerverein\nSiehe den EIntrag https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/archiv/person/detail/62194/", "Letzte Änderung": "09.01.2025 09:41"}, {"ID": 123150814, "Datum": "Wohnungen", "Haupttext": "Wohnungen\nSiehe hierzu den Schlagwort-Eintrag Wohnungen https://abcd.acdh-dev.oeaw.ac.at/vocabs/skosconcept/detail/13847/.", "Letzte Änderung": "09.01.2025 09:50"}, {"ID": 174210000, "Datum": "Bruckners Vorfahren", "Haupttext": "Jörg Prukner (ca. 1400 - nach 1449).\n \nN.N. an der Prugk (ca. 1445 - ?).\n \nStephan an der Prugk (ca. 1490 - ?).\n \nMartin Pruggner an der Prugg (ca. 1530 - ?).\n \nMichael Pruckhner an der Pruckhen (ca. 1575 - ?).\n \nGeorg Pruckhner (get. 7.2.1608 Sindelburg - ca. 1684) in Pyhra.\n \nMartin Pruckner (12.8.1656 - 7.5.1737) in Pyhra. Heiratete am 19.11.1684 Magdalena Feigl (gestorben 1701). Sie hatten mindestens neun Kinder. Seit 27.2.1702 in zweiter Ehe mit Magdalene Haimberger verheiratet. Acht weitere Kinder sind nachweisbar.\n \nJoseph Bruckner sen. (1715 - 30.3.1775).\n \nJoseph Bruckner jun. (1749 - 1831)\n \nAnton Bruckner sen. (1791 - 1837)\n \nWeitere Angaben zur Familie Bruckner (Joseph Bruckner, Theresia Bruckner, geb. Helm, Stephan Bruckner, Anna Maria Bruckner, Franziska Bruckner, Maria Anna Bruckner, Matthias Bruckner, Familie Hueber, Familie Weiß in Hörsching) sind in dieser Datenbank zu finden in der Kategorie \"Personen\" mit den Suchbegriffen\r\nBruckner\r\nAnna Maria Bruckner\r\nIgnaz Bruckner ..\r\nMaria Anna Bruckner\r\nTheresia Helm | Theresia Bruckner\r\nRosalia Hueber | Rosalia Bruckner\r\nJosefa Bruckner | Josefa Wagenbrenner\nFamilie Hueber\r\nJohanna Nepomuka Hueber | Johanna Hueber ---\r\nJohann Nepomuk Hueber\r\nLaura Hueber\r\nWeiß | Weiss\r\nJohann Baptist Weiß", "Letzte Änderung": "15.05.2024 21:52"}, {"ID": 174911235, "Datum": "23.11.1749, Sonntag", "Haupttext": "Geburt von Joseph Bruckner, dem Großvater Anton Bruckners, in Oed.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 176212145, "Datum": "14.12.1762, Dienstag", "Haupttext": "Messerzeichenbrief für Ferdinand Matthias Helm (Urgroßvater mütterlicherseits)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 177600000, "Datum": "1776", "Haupttext": "Der Großvater Joseph Bruckner tritt in der Schulchronik von Ansfelden als Lehrer auf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 177706045, "Datum": "4.6.1777, Mittwoch", "Haupttext": "Lehrbefähigungs-Bestätigung für Joseph Bruckner in Ansfelden:\n     »Von der Kaiserl. Königl. in Teutschen Schulsachen allergnädigst aufgestellten Commission in Oesterreich ob der Enns wegen: dem Joseph Bruckner hiemit anzufügen. [/] Demnach derselbe in der über den bey der k. k. Normal-Schule allhier geschöpften Unterricht mit ihme vorgenohmenen Prüfung allerdings tüchtig befunden worden ist, das Buchstaben kennen, Buchstabieren, Lesen, Schreiben, Rechnen, und die Religion in soweit es einem weltlichen Lehrer zusteht, nach der in denen kais. königl. Erblanden vorgeschriebenen Lehr-Amt in einer Trivial-Schul zu lehren. [/] Als wird ihme, Joseph Bruckner, hiemit die Befugnis ertheilet, und zugleich anbefohlen, vorerzehlte Gegenstände von nun an in der Trivial-Schule zu Ansfelden nach Vorschrift der allgemeinen Schul-Ordnung zu lehren, und in Ausübung zu bringen. [/] K. K. Teutsche Schulen Commission [/] Linz den 4. Juni 1777. Balthasr v. Mor ...« (unleserlich).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 14:32"}, {"ID": 177708045, "Datum": "4.8.1777, Montag", "Haupttext": "Der Ansfeldener Schulmeister Joseph Bruckner heiratet Franziska Kletzer, die Tochter seines verstorbenen Vorgängers [siehe die Anmerkung].\nTrauzeugen waren Andreas Krug, St. Florian, und Georg Zehetner; der Pfarrer war Franz X. Hirschalmer (1713-1783, in Ansfelden 1770-1783).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 14:34"}, {"ID": 177806135, "Datum": "13.6.1778, Samstag", "Haupttext": "Zettel mit Familiennotizen von Rosalia Mayrhofer: Vater Gotthard Heinrich Mayrhofer im Alter von 68 Jahren gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 179106115, "Datum": "11.6.1791, Samstag", "Haupttext": "Anton Bruckner (sen.) in Ansfelden geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 179611045, "Datum": "4.11.1796, Freitag", "Haupttext": "Zettel mit Familiennotizen von Rosalia Mayrhofer: Mutter Theresia gestorben, 65 Jahre.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 180104065, "Datum": "6.4.1801, Montag (Ostermontag)", "Haupttext": "Theresia Helm, später Anton Bruckners Mutter, in Neuzeug geboren.", "Letzte Änderung": "30.08.2025 18:50"}, {"ID": 180800005, "Datum": "1808", "Haupttext": "Dienstbeginn von Anton Bruckner sen. als Schulgehilfe seines Vaters Joseph Bruckner in Ansfelden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 180802155, "Datum": "15.2.1808, Montag", "Haupttext": "Brief von Joseph Bruckner an das Dekanat.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 180802185, "Datum": "18.2.1808, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Joseph Bruckner an das Dekanat wegen eines Schulgehilfen.\r\nEr besorge nicht allein den Unterricht, habe einen Gehilfen. Gründe: Altersbeschwerden, schädliche Gesundheit und \"kurzes Gesicht\". Den Gehilfen unterhalte er auf eigene Kosten, kontrolliere ihn, helfe selbst beim Unterricht mit.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:18"}, {"ID": 180803015, "Datum": "1.3.1808, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben des Dekanatsadministrators Josef Zitterl (Ebelsberg) an das Bischöfliche Konsistorium. Schickt die Äußerung über den Schulmeister in Ansfelden und Kronstorf ab [vermutlich gemeint: Joseph Bruckner am 18.2.1808, Peter Lehofer am 26.2.1808].", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:18"}, {"ID": 180803095, "Datum": "9.3.1808, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Konsistoriums an den Dekanatsadministrator in Ebelsberg (Josef Zitterl).\r\n     Nimmt [das Schreiben vom 1.3.1808 mit den Äußerungen über den Schulmeister in Ansfelden und Kronstorf ab (vermutlich gemeint: Joseph Bruckner am 18.2.1808, Peter Lehofer am 26.2.1808)] zur Kenntnis.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:19"}, {"ID": 181004225, "Datum": "22.4.1810, Sonntag (Ostersonntag)", "Haupttext": "\"Fassionstabelle\" über die wirtschaftliche Situation der Schule und Lehrer in Ansfelden, erstellt von Pfarrer Ignaz Ebmer und Schullehrer Joseph Bruckner.", "Letzte Änderung": "13.02.2023 16:59"}, {"ID": 181104265, "Datum": "26.4.1811, Freitag", "Haupttext": "Zettel mit Familiennotizen von Rosalia Mayrhofer: Schwester Annamaria Helm gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 181113005, "Datum": "nach 1811", "Haupttext": "Rosalia Mayrhofer (Tante von Bruckners Mutter) berichtet über die Vorfahren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 181404195, "Datum": "19.4.1814, Dienstag", "Haupttext": "Anstellungsdekret für den Schulgehilfen Anton Bruckner (sen.):\r\n     »An den Anton Bruckner, Schulgehilfen zu Ansfelden. [/] Auf das von dessen Vater, Herrn Joseph Bruckner, Schullehrer zu Ansfelden gemachte Ansuchen; nach beigebrachten empfehlenden Zeugnissen, und den bei den bisherigen Schuluntersuchungen bewiesenen Kenntnissen und entsprechender Verwendung wird derselbe bei der Trivialschule zu Ansfelden im T.[raun] V.[iertel], wo er in Hinsicht auf das 65jährige gebrechliche Alter des Schullehrers um so unentbehrlicher ist, als Schulgehilfe für beide Klassen hiemit ämtlich angestellet. Man versieht sich zu demselben, daß er, wie bisher, fortfahren werde, seiner wichtigen Berufspflicht mit Fleiße obzuliegen, und durch eine gute Aufführung so wie durch willigen Gehorsam gegen seine Vorgesetzten sich der Zufriedenheit derselben stäts würdig zu machen. [/] Dek. Enns i. T.-V., 19ten April 1814. [/] Gürtler, Dech. u. Dr. S. A.«.", "Letzte Änderung": "17.01.2024 07:33"}, {"ID": 181411115, "Datum": "11.11.1814, Freitag", "Haupttext": "Zettel mit Familiennotizen von Rosalia Mayrhofer: Bruder Gotthard Mayrhofer gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 181602105, "Datum": "10.2.1816, Samstag", "Haupttext": "Erklärung der Geschwister Josepha Weiß, geb. Bruckner, Anton Bruckner sen. und Anna Maria Bruckner in Erbschaftsangelegenheiten der 1809 verstorbenen Mutter (Ehefrau von Joseph Bruckner).\r\n[Text in der Kopie unvollständig und schwer lesbar:]\r\n\"[...] in Folge deßen das säm[m]tliche Vermögen ihren Vater [?] und respective Wittwer, Joseph Bruckner, zur beliebigen Benützung in Handen bleiben solle, auch vollkom[m]en zufrieden und einverstanden sind, und daher selbe auch auf[?], die dermalige Herauszahlung ihrer ausfallenden, in der Hälfte des Gesam[m]t-Vermögens bestehenden mit[?]vorliegend Erbschaft hiermit ausdrücklich so lang Verzicht leisten, als unser Vater Joseph Bruckner an Leben sich befinden wird. | Ansfelden am 10 Hornung [1]816, | Josepha Weißin | gebohrne Brucknerin, [die folgende Unterschrift ausgeschnitten]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182000005, "Datum": "1820", "Haupttext": "Anton Bruckner sen. zahlt in den neugegründeten (*) Pensionsfond ein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182004095, "Datum": "9.4.1820, Weißer Sonntag", "Haupttext": "Zettel mit Familiennotizen von Rosalia Mayrhofer: Schwester Elisabeth gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182207065, "Datum": "6.7.1822, Samstag", "Haupttext": "Zeugnis der Dekanatsschulaufsicht Enns für Anton Bruckner sen. »... vorzüglichen pädagogischen Kenntnissen ... in jeder Hinsicht empfehlungswürdig ...«. Mit Unterschrift von Georg Gürtler.", "Letzte Änderung": "04.11.2025 12:28"}, {"ID": 182207255, "Datum": "25.7.1822, Donnerstag", "Haupttext": "Gesuch Joseph Bruckners an Propst Michael Ziegler um Dienstenthebung:\r\n\"Euer Hochwürden und Gnaden!\r\nDer Unterzeichnete findet sich wegen köperlichen Gebrechen veranlaßt, den hiesigen Schul= und Mesnersdienst zu Gunsten seines Sohnes Anton Bruckner, Schulgehülfen alhier abzutretten, aus folgenden Ursachen.\n1. Hat derselbe schon das 72[hoch:]zigste Lebensjahr zurückgelegt, und ist daher nicht mehr im Stande bey der Schule wesentliche Dienste zu leisten.\n2. Ist er öfters kränklich, und somit Warte und Pflege nöthig, die ihm seine Tochter Anna Maria, die ganz taub ist, nicht leisten kann.\n3. Besitzt sein Sohn die erforderlichen Eigenschaften eines Schulmanns, ist 32 Jahre alt, hat durch 14 Jahre alhier als Gehülfe gedienet, und kann ihm, wenn er sich verehelichet, die nöthige Wartung und Pflege beanspruchen.\n4. Besteht die Erträgniß des hiesigen Schuldienstes nach anschlüßiger Fassion aus 200 f in W:W: und 85 f in C: M:. Er spricht von diesen Einkünften, sein gegenwärtiges Schlafzim[m]er zur Wohnung, und die unentgeldliche Kost, Wartung und Pflege an; und wenn sich beide wegen der Kost nicht vertragen konnten, so hätte ihm sein Sohn, oder dessen Nachfolger den dritten Theil von Korn und Habersam[m]lung zu überlassen, und ihm jährlich 40 f in C:M: in viertljährigen Raten zu bezahlen.\r\nAuf diese Weise würden dem antrettenden Schulmanne 200 f in W:W: und 12 Metzen Korn, und 12 Metzen Haber als Kongrua verbleiben.\n5. Verbindet sich der Gefertigte von den Mesnersdiensten dasjenige zu verrichten, was er im Stande ist.\n6. Würde durch diese Dienstes Veränderung das gewiß bedauerungswürdige Schicksal seiner Tochter AnnaMaria dadurch erleichtert, da sie doch bey meinem Sohn ihr Unterkom[m]en leichter finden wird. | Er bittet daher unterthänigset diese Dienstesabtrettung zu genehmigen, und diesen Dienst unter obigen Bedingnißen seinem Sohn Hochgnädig zu verleihen, damit dem Gefertigten, welcher schon durch 46 Jahre den hiesigen Dienst begleitet, in seinem gegenwärtigen Greisen alter die Beruhigung zu theil werde, seinen Sohn versorgt, und in Ansehung seiner eigenen Personn das Nöthige vorgekehrt zu wissen.\r\nAnsfelden am 25[hoch:]tn July [1]822.\r\nJoseph Brucknermp\r\nSchullehrer\" (*).\n\r\nEinkommensnachweis und Auflistung der Naturalien, auf die der Schullehrer Anspruch hatte:\r\n   »Ausweis [/] Über die Einkünfte des Schullehrers und Meßners zu Ansfelden, und über dasjenige, was sich der abtretende Schullehrer hievon noch vorbehält, und dem antretenden als Konkurs verbleibt. [3 Spalten:] Benennung der Einkünfte - Betrag in Geld C.M. fl. - W.W. fl. [/] An Schulgeld --- 200 [W.W.] [/] 18 Metzen Korn und 18 Metzen Hafer 45 [C.M.] --- [/] An Stohlgebühren und von der Kirche zusammen in CM 40 [C.M.] --- [/] Summa fl 85 200 [/] Hievon spricht der Abtretende an den 3ten Teil der Korn- u. Hafersammlung 15 [C.M.] --- [/] Im Gelde 40 [C.M.] --- [/] Zusammen 55 --- [/] Verbleiben dem Antretenden als Kongrua 30 [C.M.] 200 [W.W.] [/] oder 12 Metzen Korn und 12 Metzen Hafer und 200 Gulden in W.W.\r\nAnsfelden am 25. Juli 1822\r\nJoseph Bruckner, Schullehrer«.\r\n   Die folgende Liste der Naturalien umfaßt 147 Einträge (**).\nGesuch von Anton Bruckner sen. um die Anstellung als Schullehrer und Mesner:\r\n\"Euer Hochwürden und Gnaden!\r\nDer gehorsamst Unterzeichnete bittet am gnädige Verleihung des nach Beylage A von seinem Vater ihm zu Gunsten abgetrettenen Schul= und Meßnerdienstes in Ansfelden. Er stützt diese seine unterthänige Bitte auf folgende Beweggründe:\r\n1[hoch:]tens Hat er nach dem Zeugniße B. dem für Candidaten zum Lehramte vorgeschriebenen Curse beygewohnt und sich der vorschriftmäßigen Prüfung unterzogen. Er arbeitete auch an seiner Ausbildung, daß er von seinem Hochwürdigen Herrn Schulenoberaufseher die Adjustierung seines Zeugnißes für einen Lehrer erhielt.\r\n2[hoch:]tens Diente er durch volle 14 Jahre daselbst als Gehülfe, und erwarb sich nach den Zeugnißen C. und D. die volle Zufriedenheit seines Hochwürdigen Herrn Districkts=Schulenaufsehers, seines Hochwürdigen Herrn Pfarrers und der Gemeinde.\r\n3[hoch:]tens Besitzt er auch nach dem Zeugniße D, die für dieses Localie erforderlichen Kenntnisse zur Versehung des Chordienstes.\r\n4[hoch:]tens Müßte es ihm sehr schwer fallen, wenn er seine künftige Versorgung in seinem zwey und dreyßigsten Jahre noch in anderen Orten suchen müßte; indem er in der Hoffnung diesen Dienst zu erhalten, sich um irgend einen andern nie [?]  bemühet, und deßwegen seine besten Jahre hier zugebracht hat,\r\n5[hoch:]tens Würde die Schwester des Unterzeichneten Anna Maria Bruckner, welche ganz taub, und wegen diesem Zustand so zu sagen nicht ganz weltläufig ist, ein sehr hartes Schicksal treffen, wenn einem fremden dieser Dienst verliehen würde, weil diesen gar nichts verbündet, derselben den Unterstand zu gestatten.\r\n6[hoch:]tens Verspricht der Unterzeichnete sich dieser Gnade durch Diensteifer, und genauer Erfüllung seiner Dienstespflichten, wie auch durch ein untadelhaftes Betragen würdig zu machen.\r\nAnsfelden am 25[hoch:]ten des Julius [1]822.\r\nAnton Brucknermp.\r\nSchulgehülf.\" (***).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:11"}, {"ID": 182208015, "Datum": "1.8.1822, Donnerstag", "Haupttext": "Präsentationsvermerk zum Gesuch Joseph Bruckners [vom 25.7.1822] auf der rechten Blatthälfte von fol 2 verso des Antrags vom 25.7.1822:\r\n\"pr. 1. Augst 1822.\nHochwürdiger\r\nWohlgeborner, Hochzuverehrender, Hochgelehrter Herr Herr des regulirten Chorherrn Stiftes St. Florian würdigster Probst, Sr. k. k. Majestät Rath, Erb und Hofkaplan, Ritter des Leopold Ordens, Direktor am k. k. Gymnasio zu Linz, Verordneter der oberosterreichischen Stände, gnädiger Herr etc. etc:\r\nJoseph Bruckner, Schullehrer zu Ansfelden zeiget an\r\ndaß er seinen Schul und Meßnerdienst zu Gunsten seines Sohnes Anton Bruckner abtretten wolle, und bittet um hochgnädige Genehminung\" (*).\nPräsentationsvermerk zum Gesuch Anton Bruckners sen. [vom 25.7.1822] auf der rechten Blatthälfte von fol 2 verso des Antrags vom 25.7.1822:\r\n\"pr. 1. Aug 1822.\nHochwürdiger\r\nWohlgeborner, Hochzuverehrender, Hochgelehrter Herr Herr des regulirten Chorherrn Stiftes St. Florian, würdigster Probst, Sr. k. k. Majestät Rath, Erb= und Hofkaplan, Ritter des Leopold=Ordens, Direktor, am k. k. Gymnasio zu Linz, Verordneter der oberösterreichischen Stände, gnädiger Herr etc. etc:\r\nAnton Bruckner, Schulgehülf in Ansfelden\r\nbittet\r\num hochgnädige Verleihung des Schul= und Meßnerdienstes in Ansfelden.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182208235, "Datum": "23.8.1822, Freitag", "Haupttext": "Propst Michael Ziegler [nicht: Michael Arneth] genehmigt die Gesuche von Joseph Bruckner und Anton Bruckner sen. vom 25.7.1822 und erwähnt im Bescheid auch die Taubheit von Anna Maria Bruckner.\r\nSchreiben an die Schul-Distriktsaufsicht des Dekanates Enns.\r\nSchreiben auf der linken Blatthälfte des Präsentationsvermerkes vom 1.8.1822 (zu Joseph Bruckner):\r\n\"Nach Berücksichtigung aller Umstände, und ins besondere des hoh[en] Alters u der körperlich[en] Gebrechlichkeit des Bittstellers wird diese seine freywillige, zu Gunsten seines Sohnes Anton Bruckner gemachte Abtrettung des Schul u Meßnerdienstes in dem vorgeschlagenen Amt von Seiten dieses Patrons genehmiget, dessem [sic] Sohn der Dienst verliehen, und das Ganze unter einem der hochw: DekanatsSchulaufsicht Enns zur weiteren Veranlassung überreicht.\r\nIm übrigen wird dem Bittsteller über seine langen, mit allem Fleiße, Treue, Beharlichkeit u Geschicklichkeit geleisteten Dienste so wie auch über sein ausgezeichnet gutes moral[i]sches Betragen alles Lob u die vollkom[m]ste Zufriedenheit dieses Patrons hiermit bezeuget.\r\nSt. Florian Stift Patron am 23. Augst 1822.\r\n[zittrige Altersunterschrift:]\r\nMichaelmp Prälat\r\nzu St. Florian\" (*).\nSchreiben auf der linken Blatthälfte des Präsentationsvermerkes vom 1.8.1822 (zu Anton Bruckner sen.):\r\n\"Da der Vater des Bittst. Josef Bruckner nach seinem einger. Gesuche v 25/ v. l d[?] zu Gunsten des Bittstell. den Schul und Meßnerdienst gegen ihn[?] abgetretten hat,: dß ihm noch [nach?] das 3tel 3 Korn u Haber Sam[m]lung, sowie auch an den Meßnersgebühren  40 f. CM nebst dessen bisherigen Schlafzim[m]er zur Wohnung verbleiben, und auch auf dessen taube Tochter u Beziehungsweise Schwester Rüksicht genom[m]en werde, die allerh. Gesetze auch eine solche Abtrettung erlauben; so nim[m]t dieser[?] Patron ebenfalls keinen Anstand seine Einwilligung hiezu zu geben, und gegen [???]heime, genau zu erfüllende Bedüngniße, dem Bittst. Anton Bruckner diesen erledigten Schul u Meßnerdienst gegen dem zu verleihen, daß derselbe ferner wie bisher fortfahre, durch ein lobenswerthes moralisches Betragen, dann fortschreittendem Eifer u Geschicklichkeit im Lehrfache, sich die Zufriedenheit aller seiner Vorgesetzten zu erwerben und zu erhalten. Innsbesondere hat er auch die seinem alen Vater schuldige Achtung u Folgsamkeit nie ausser Augen zu lassen, und demselben alle Liebe und Treue zu bezeugen.\r\nSchließlich wird demselben aufgetragen, dem hochwürdig[en] Dekanate Enns die hier anlieg. Vorstellung – welcher das Gesuch des Bittstell[lers] sam[m]t allen Beylag[en] angeschlossen ist – zu überreich[en], u Hochdessen weitere Befehle zu erwarten.\r\nStFlorian Stift Patron am 23 Augst 1822.\r\n[zittrige Altersunterschrift:]\r\nMichaelmp Prälat\r\nzu St. Florian.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182209155, "Datum": "15.9.1822, Sonntag", "Haupttext": "Schreiben von Anton Bruckner sen. an das Bischöfliche Konsistorium. Anstellungsgesuch zum Schul- und Meßnerdienst in Ansfelden.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:21"}, {"ID": 182209215, "Datum": "21.9.1822, Samstag", "Haupttext": "Joseph Bruckner tritt zugunsten seines Sohnes Anton Bruckner sen. als Schulmeister von Ansfelden zurück (*).\nSchreiben von Dechant Georg Gürtler (Distriktsschulaufsicht in Enns) an das Bischöfliche Konsistorium:\r\nAnbei das Gesuch von Anton Bruckner sen. um Anstellung und Ausfertigung des Anstellungsdekrets auf den Schul- und Mesnerdienst. Beilagen A1 (Bewilligung, den Schuldienst abzutreten), A2 (die Präsentation von Anton Bruckner an den Schulpatron, B, C und D (Geschicklichkeit, bisherige fleißige Verwendung, gute Aufführung, Zeugnis vorhanden, als Lehrer in Vorschlag zu bringen). (**).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:12"}, {"ID": 182306205, "Datum": "20.6.1823, Freitag", "Haupttext": "Anton Bruckner sen. richtet einen Heiratsantrag an Julie Hartung.", "Letzte Änderung": "11.01.2026 14:49"}, {"ID": 182309215, "Datum": "Herbst 1823", "Haupttext": "Dienstantritt von Anton Bruckner sen. an der Schule in Ansfelden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182309305, "Datum": "30.9.1823, Dienstag", "Haupttext": "Theresia Helm und Anton Bruckner (sen.) heiraten. \nBrautführer ist Johann Plaß (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182310185, "Datum": "18.10.1823, Samstag", "Haupttext": "Anton Bruckner sen. und Theresia Helm unterzeichnen den Heiratsvertrag in Wolfern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182310205, "Datum": "20.10.1823, Montag", "Haupttext": "Der Heiratsvertrag zwischen Theresia Helm und Anton Bruckner sen. wird vom Vormundschaftlichen Gericht Gschwendt unterfertigt und bestätigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182312075, "Datum": "7.12.1823, Sonntag", "Haupttext": "Visitationsbericht des Bischofs Sigismund Hohenwarth an Sr. Majestät den Kaiser: »... Der Schullehrer in Ansfelden Anton Bruckner ist gescheit und leistet viel in seiner Schule.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182400005, "Datum": "1824", "Haupttext": "Anton Bruckner senior und Leopold von Zenetti treten als Mitglieder der Linzer Gesellschaft der Musikfreunde bei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182409045, "Datum": "4.9.1824, Samstag", "Haupttext": "Joseph Anton Bruckner in Ansfelden Nr. 29 um 4 1/4 Uhr geboren, um 5 Uhr abends von Karl Guttenthaller getauft. Patin ist Rosalia Mayrhofer, eine Großtante.\nDer Eintrag in der Taufmatrikel lautet:\r\n»7ber. 4ten 4 1/4 Uhr früh geboren getauft 5 Uhr Abends. [/] Karl Guttenthaller Coop. [/] Joseph Anton [/] Anton, Schullehrer, ehl. Sohn des Joseph Bruckner, gewes. Schullehrers alhier, und der Franziska dess.[en] Ehegattinn, geborn. Kletzerinn [/] Theresia, ehl. Tochter des Ferdinand Helm, gewes. Amtsverwalter in Neuzeug Pf. Sierning, und der A. Maria dess.[en] Ehegattinn geb Mayrhofer. [/] Rosalia Mayrhofer [/] Wirthschafterinn im Pfarrhofe zu Wolfern.« (*).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 21:26"}, {"ID": 182409185, "Datum": "18.9.1824, Samstag", "Haupttext": "Anton Bruckner sen. zahlt 3 fl Pensionsbeitrag.", "Letzte Änderung": "08.05.2025 10:30"}, {"ID": 182503085, "Datum": "8.3.1825, Dienstag", "Haupttext": "Anton Bruckner sen. zahlt 3 fl Pensionsbeitrag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182503315, "Datum": "31.3.1825, Gründonnerstag", "Haupttext": "Ein Bruder Anton Bruckners stirbt am Tage seiner Geburt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182603255, "Datum": "25.3.1826, Karsamstag", "Haupttext": "Ein zweiter Bruder stirbt am Tag seiner Geburt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182803225, "Datum": "22.3.1828, Samstag", "Haupttext": "Theresia Bruckner um 11 Uhr nachts geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182803235, "Datum": "23.3.1828, Sonntag", "Haupttext": "Theresia Bruckner um 4 Uhr nachmittags getauft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182812315, "Datum": "ca. 1828/1829", "Haupttext": "Kindheitserlebnisse; schwere Erkrankung; Kontakte mit Pfarrer Joseph Grabmer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182902175, "Datum": "17.2.1829, Dienstag", "Haupttext": "Rosalia Bruckner um 9 Uhr geboren und um 8 Uhr abends getauft. Die Hebamme ist (wie schon bei den früheren Geburten) Magdalena Lehner, die Taufe nimmt Cooperator Martin Feischl vor. Patin ist Rosalia Mayrhofer.", "Letzte Änderung": "11.01.2026 15:17"}, {"ID": 182905055, "Datum": "5.5.1829, Dienstag", "Haupttext": "Theresia Bruckner stirbt im Alter von 14 Monaten an Keuchhusten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 182909175, "Datum": "17.9.1829, Donnerstag", "Haupttext": "Tod des 78jährigen Ansfeldener Pfarrers Josef Grabmer.\nNach dem Empfang der Sterbesakramente Mitte September soll er den kleinen Anton Bruckner an sein Bett gerufen und ihm den Segen gespendet haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183001015, "Datum": "1830 - 1832", "Haupttext": "Schulerlebnisse in Ansfelden: unter anderem mit einem Vetter des Vaters, Franz Zachhuber, mit den Chirurgensöhnen Baumgartner, bei der Tante (Rosalia Mayrhofer) in Wolfern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183003135, "Datum": "13.3.1830, Samstag", "Haupttext": "Josepha Bruckner spätabends geboren und am Abend des Folgetags getauft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183009215, "Datum": "Herbst 1830", "Haupttext": "Schuleintritt Anton Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183104215, "Datum": "21.4.1831, Donnerstag", "Haupttext": "Joseph Bruckner im Alter von 81 Jahren gestorben.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 07:04"}, {"ID": 183106175, "Datum": "17.6.1831, Freitag", "Haupttext": "Alois Bruckner um 6 1/2 Uhr früh geboren, um 6 Uhr abends getauft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183106225, "Datum": "22.6.1831, Mittwoch", "Haupttext": "\"Bekenntnis\" (in Erbschaftsangelegenheiten nach dem Tod von Joseph Bruckner), unterzeichnet unter anderem auch von Anna Maria Bruckner.\r\n [Text in der Kopie unvollständig und schwer lesbar:]\r\n\"[...] Anordnung von seinen Erb[en] als richtig anerkannt wird, obw[ol?] er selbe nicht vor Zeugen, sondern nur in Gegenwart seiner Kinder gemacht hat.\r\nAnsfelden am 22 Juny [1]831.\r\nJoseph Weiß [??] [Schul??]\r\nzu Hörsching, [unlesbares Wort] Kinder.\r\nAnton Brucknermp\r\nSchullehrer in Ansfelden\r\nAnna Maria Brucknerinmp\r\nSchullehrerstochter in Ansf.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183106275, "Datum": "27.6.1831, Montag", "Haupttext": "Alois Bruckner »an Fraisen« gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183207285, "Datum": "28.7.1832, Samstag", "Haupttext": "Ferdinand Bruckner um 6 1/2 Uhr früh geboren und um 6 Uhr abends getauft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183211145, "Datum": "14.11.1832, Mittwoch", "Haupttext": "(Nicht 14.9.1832) Ferdinand Bruckner an Keuchhusten gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183211245, "Datum": "24.11.1832, Samstag", "Haupttext": "Anton Bruckner sen. hinterlegt Stiftungskapital für eine jährliche Messe zum Andenken an Joseph Bruckner, (*) seine verstorbenen Eltern und Geschwister bei der Pfarrkirche Ansfelden.", "Letzte Änderung": "07.02.2023 08:29"}, {"ID": 183212295, "Datum": "29.12.1832, Samstag", "Haupttext": "\"Abhandlung\" (in Erbschaftsangelegenheiten nach dem Tod von Joseph Bruckner), unterzeichnet unter anderem auch von Anna Maria Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183300005, "Datum": "1833", "Haupttext": "Die Einkünfte von Anton Bruckner sen. sind in einer \"Schulfasson\" erfasst.\r\nSchulgeld ca. 199 fl., Kirchendienst 31 fl., Mesnerdienst ca. 51 fl. und einige Naturalien.", "Letzte Änderung": "01.05.2024 08:58"}, {"ID": 183306015, "Datum": "1.6.1833, Samstag", "Haupttext": "[1.6. oder 7.6.1833?]\nFirmung durch Bischof Gregorius Ziegler in Linz. Pate ist Johann Baptist Weiß.\nDer (teilweise vorgedruckte) Eintrag im Firmzettel lautet:\r\n     »Gefirmt vom HH. Bischofe zu Linz, Gregorius Thomas, ward Anton Bruckner den 1ten Juny 1833.\r\nals Pathen standen bey: Joh. B. Weißmp« (*).", "Letzte Änderung": "31.03.2025 21:46"}, {"ID": 183307285, "Datum": "28.7.1833, Sonntag", "Haupttext": "Ignaz Bruckner geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183401015, "Datum": "ca. ab 1834", "Haupttext": "Orgelspiel während des Gottesdienstes.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183405015, "Datum": "1.5.1834, Donnerstag", "Haupttext": "Stiftsbrief über eine Meßstiftung des Anton Bruckner sen. für seine verstorbenen Eltern und Geschwister in der Pfarrkirche Ansfelden. In Folge der am 24.11.1832 protokollierten Erklärung soll jedes Jahr am 22. April für Joseph und Franziska Bruckner und deren Kinder und Freunde eine heilige Messe gelesen werden. Das Stiftungskapital stammt aus der Einlösung eines am 1.4.1827 für Georg Dibold in Niederzirking (Pfarre Ried, Herrschaft Rorbach) ausgestellten Schuldscheins. Unterschriften von Propst Michael Arneth, Stiftsdechant Franz Vorauer [siehe die Anmerkung] und Vogteibeamtem Anton Schlerger.\r\nBestätigungsvermerke am 6.9.1834 und 30.11.1834.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 10:02"}, {"ID": 183409065, "Datum": "6.9.1834, Samstag", "Haupttext": "Bestätigungsvermerk des bischöflichen Consistoriums in Linz auf dem Stiftungsbrief vom 1.5.1834. Unterschriften von Domdechant Andreas Reichenberger und Domkapitular J. G. Wessicken.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 23:32"}, {"ID": 183410035, "Datum": "3.10.1834, Freitag", "Haupttext": "Theresia Bruckner geboren; getauft um 1/2 4 Uhr nachmittags. Patin ist Maria Lehnerin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183410135, "Datum": "13.10.1834, Montag", "Haupttext": "Theresia Bruckner »an Aphteln« gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183411305, "Datum": "30.11.1834, Sonntag", "Haupttext": "Bestätigungsvermerk der obderennsischen Regierung in Linz auf dem Stiftungsbrief vom 1.5.1834. Unterschriften von Jaden [?] und Enterl [?].", "Letzte Änderung": "07.02.2023 08:31"}, {"ID": 183500005, "Datum": "1835", "Haupttext": "Namenszug auf einem »Rechnen-Buche« mit charakteristischem Manu-propria-Zeichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183501015, "Datum": "ca. ab 1835", "Haupttext": "Bruckner hilft dem Vater im Schul- und Mesnerdienst.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183503215, "Datum": "Frühjahr 1835", "Haupttext": "Bruckner nach Hörsching zu Johann Baptist Weiß. Er lernt dort Werke von Joseph Haydn, Michael Haydn [vermutlich dessen »Toccaten und Versetten« (*)], Mozart, Hüttenbrenner, Händel, J. S. Bach und Albrechtsberger kennen. Weiß schenkt Bruckner den Erstdruck von Haydns f-moll-Variationen.", "Letzte Änderung": "09.11.2024 16:40"}, {"ID": 183504015, "Datum": "1835 (in Hörsching)", "Haupttext": "Aus der Hörschinger Zeit hat sich eine \"Deutsche Sprachlehre\" erhalten, vermutlich 1822 in Wien gedruckt.\r\nTitelblatt, S. 1 und 2 und der letzte Bogen (S. 161 - 170) fehlen.\r\nBruckner hat das Vorsatzblatt beschriftet: \"Anton Bruckner | in Hörsching | 1835. | Deutsche | Sprachlehle\" und einige Eintragungen (nur Striche oder Kreuze) vorgenommen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183507145, "Datum": "14.7.1835, Dienstag", "Haupttext": "Skizze eines »Domine, ad adjuvandum me festina« [WAB 136], vermutlich von J. B. Weiß, auf der ersten Seite rechts oben bezeichnet »Am 14. July 835 in Ansfelden«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183510045, "Datum": "4.10.1835, Erntedanksonntag", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts Fugenmesse KV 427 in Hörsching [siehe die Anmerkung]. Bruckner mußte die Altstimme (aus dem Klavierauszug?) herausschreiben.", "Letzte Änderung": "13.04.2025 08:22"}, {"ID": 183601175, "Datum": "17.1.1836, Sonntag", "Haupttext": "Datierung eines Graduale »Ecce Sacerdos« von J. B. Weiß. Die Handschrift fand sich in Bruckners Nachlaß.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183602165, "Datum": "nach dem 16.2.1836 (Fastenzeit)", "Haupttext": "Bruckner spielt in Hörsching ein Fastenlied an der Orgel, wird von Weiß mit einem Groschen belohnt.\r\n(*) Die Orgel soll 1807 von Nikolaus Rummel d. J. (1745 - 1839) gebaut worden sein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183606005, "Datum": "Juni 1836", "Haupttext": "Datierung auf einem \"Tantum ergo\" in A-Dur von Johann Baptist Weiß.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183606045, "Datum": "4.6.1836, Samstag", "Haupttext": "Zeugnis von Anton Bruckner sen. für Peter Englahner, Schüler in Ansfelden.", "Letzte Änderung": "25.02.2023 17:07"}, {"ID": 183606275, "Datum": "27.6.1836, Montag", "Haupttext": "Maria Anna Bruckner um 8 Uhr abends geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183606285, "Datum": "28.6.1836, Dienstag", "Haupttext": "Maria Anna Bruckner vormittags getauft. Patin ist Maria Lehner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183609233, "Datum": "vor dem Herbst 1836", "Haupttext": "Komposition [??] des Präludiums WAB 127 und der 4 Präludien WAB 128 in Hörsching (*).\r\nKomposition [?] des »Pange lingua« [WAB 31] (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 23:11"}, {"ID": 183609236, "Datum": "Herbst 1836", "Haupttext": "Von Hörsching nach Ansfelden zurück. Bruckners Vater ist schwer erkrankt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183701014, "Datum": "ca. 1837", "Haupttext": "Violinunterricht bei dem Schulgehilfen Franz Perfahl in Ansfelden (noch vor dem Tod des Vaters).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183701065, "Datum": "6.1.1837, Freitag", "Haupttext": "Empfangsbestätigung Anton Bruckners sen. über 12 fl 50 kr für das Begräbnis Michael Wimspergers in Ansfelden.", "Letzte Änderung": "12.05.2025 10:45"}, {"ID": 183702055, "Datum": "5. und 7.2.1837 (?), Sonntag und Dienstag", "Haupttext": "Datierungen in einem Schulaufsatzheft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183705055, "Datum": "5.5.1837, Freitag", "Haupttext": "Der Schuldistrikts-Aufseher des Dekanates Enns, Johann Paul Vorbuchner, bestellt Joseph Peither aus Pucking als Aushilfe für Anton Bruckner sen.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:12"}, {"ID": 183705095, "Datum": "9.5.1837, Dienstag.", "Haupttext": "Zu Franz Perfahl (Schulgehilfe seit 1835) tritt noch Joseph Peither als zweiter Schulgehilfe.", "Letzte Änderung": "27.11.2024 22:21"}, {"ID": 183706075, "Datum": "7.6.1837, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckners Vater in Ansfelden an »Lungensucht und Auszehrung« (#) gestorben. Bruckners Mutter geht mit einem Empfehlungsbrief des Pfarrers Joseph Seebacher [?? (##)] noch am gleichen Tag zu Prälat Michael Arneth nach St. Florian (*).\nBrief Joseph Seebachers an das Stift St. Florian: \r\nMeldet den Tod des Lehrers Anton Bruckner sen.\r\n   »[...] heute um 3/4 3 Uhr früh der hiesige Schullehrer Anton Bruckner nach Empfang der heiligen Sakramente verstorben [...] Ich empfehle die Witwe mit ihren fünf unversorgten Kindern der hohen Gnade.« (**).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 11:48"}, {"ID": 183706076, "Datum": "nach dem 7.6.1837", "Haupttext": "Bruckner übernimmt, wie schon während der Krankheit des Vaters, Schul- und Kirchendienste. Darüber berichtete später sein damaliger Schüler Franz Hueber (*). Den Hauptteil der Arbeit haben vermutlich die Schulgehilfen Peither und Perfahl zu tragen (**).\nNach dem Tod des Vaters kommt in seiner Funktion als Schätzungsmann Franz Sailer in Kontakt mit der Familie Bruckner (***).", "Letzte Änderung": "27.11.2024 22:22"}, {"ID": 183706095, "Datum": "9.6.1837, Freitag", "Haupttext": "Nach einem späteren Bericht Ignaz Bruckners wurde der Vater »am Fasttag« (= Freitag?) beerdigt (*).\r\nDie Grabinschrift lautet:\r\n\"Herr | Anton Bruckner | Schullehrer. | gestorben den 7. Juni 1837. | im 46. Lebensjahre. | R. I. P.\". Unterhalb eine Grabinschrift für Eva Maria Pürstinger, gestorben am 22.9.1850 (*a).\nBrief der Schulendistriktsaufsicht des Dekanates Enns (J. P. Vorbuchner) an das Bischöfliche Konsistorium in Linz. Über den Tod von Anton Bruckner sen. und die Schulgehilfen Joseph Peither und Perfahl (**).", "Letzte Änderung": "27.11.2024 22:23"}, {"ID": 183706096, "Datum": "nach dem 9.6.1837", "Haupttext": "Bruckners Mutter ist kurze Zeit Wirtschafterin im Pfarrhof in Wolfern. Anton ist bei ihr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183706165, "Datum": "16.6.1837, Freitag", "Haupttext": "Brief Joseph Seebachers an Probst Michael Arneth:\r\n    Gestern seien in Ebelsberg Lösungen für den Ansfeldener Schuldienst besprochen worden, darunter der Vorschlag, die Witwe [Theresia Bruckner] solle den nachfolgenden Lehrer heiraten [also den Schulgehilfen Joseph Peithner [Peither] (*)]. Seiner Meinung nach sollten die Ansfeldener [u.a. Johann Plaß (*)] die Witwe auf andere Weise unterstützen.", "Letzte Änderung": "08.05.2025 10:13"}, {"ID": 183706175, "Datum": "17.6.1837, Samstag", "Haupttext": "Brief Joseph Seebachers an Probst Michael Arneth, durch Joseph Peither überbracht:\r\n    Die erwähnten Ansfeldener Bauern [u.a. Johann Plaß (*)] wollen morgen nach dem Hochamt den Prälaten besuchen und ihre Vorschläge vorbringen. Er meine, sie wollten sich vor der Auszahlung einer Witwenrente drücken. Die Witwe habe sich bisher noch nicht an ihn gewandt (**).", "Letzte Änderung": "08.05.2025 10:18"}, {"ID": 183707014, "Datum": "Anfang Juli 1837", "Haupttext": "Der neue Schullehrer Joseph Hametner (°) bezieht die alte Brucknersche Wohnung.\r\nAnton verbringt die nächste Zeit bei Johann Baptist Weiß.\r\nDie Mutter zieht mit den anderen Kindern und der blinden Schwägerin (Anna Maria Bruckner (*)) nach Ebelsberg Nr. 70 (**) um. Etwa Ende Juli kommt Anton für acht Tage zu ihr.", "Letzte Änderung": "17.10.2024 14:43"}, {"ID": 183707035, "Datum": "3.7.1837, Montag", "Haupttext": "Schreiben der Distriktsschulenaufsicht Niederneukirchen an das Bischöfliche Konsistorium in Linz.\r\nMutmaßlicher Inhalt: Zum Tod von Anton Bruckner sen.]", "Letzte Änderung": "27.08.2024 11:59"}, {"ID": 183707075, "Datum": "7.7.1837, Freitag", "Haupttext": "In der »Sperr-Relation« wird erwähnt, daß Theresia Bruckner möglicherweise schwanger ist:\r\n   »Hinterlassene Kinder\r\nDie Wittwe gibt auch die Möglichkeit zu, daß sie von ihrem sel. Gatten schwanger seyn dürfte.« (*).\nVerlassenschaftsabhandlung, aufgenommen vom Stiftsgericht St. Florian. Anwesend: Franz Seiler, Franz Spalt, Johann Plaß, Michael Lehner und Theresia Bruckner:\r\n»Inventarium\r\n   über die Verlassenschaft des am 7. Juni 1837 gestorbenen Anton Bruckner gewesenen Schullehrers in Ansfelden.\r\n   Aufgenommen vom Stiftsgerichte St. Florian als Verwaltung des Gotteshauses Ansfelden am 7ten Juli 1837.\r\n   Gegenwärtige: [/] Franz Sailer, Gerichts-Aktuar als Inventur-Kommissär, [/] Franz Spalt, beeideter Amt- und Schätzmann, [/] Johann Plaß am Mayrgut in der Thann, Schätzmann, [/] Michael Lehner am Wilhalmgute zu Krawinkl, Schätzmann, [/] Theresia Bruckner, geborene Helm, Witwe.\r\n   Der Verstorbene und dessen Gattin haben nach Heiratsvertrag dto. 18. Oktober 1823 § 2 in allgemeiner Gütergemeinschaft gelebt, daher erhoben wurde folgendes\r\n   gemeinschaftliches Vermögen [/] Barschaft Gulden Kreuzer [/] Am Sterbtage waren in Handen der Witwe 10 [fl] 4 [kr] [/] welche zur Berichtigung der Begräbnißauslagen verwendet wurden. [/] Seit dem Tode hat die Witwe an Schulgeld und Stollgebühren beiläufig 8 bis 10 Gulden eingenommen, hiemit aber eine Forderung des Fleischhackers per 6 Gulden 24 Kreuzer bezahlt, und die übrigen Hausbedürfnisse bestritten.\r\n   Schulden herein: Diese bestehen in dem wenigen ausständigen Schulgeld, in der Salär aus dem Kirchenvermögen, und in der Pfarrsammlung. Die einzelnen Beträge aber sind noch unbekannt. [/] Fahrnisschätzung [/] [es folgt eine Inventur des Besitzes, aufgeteilt auf 13 Räumlichkeiten mit 114 Posten]\r\n   Gesamtwert des Inventars 176 [fl] 53 [kr] [/] Dazu die Barschaft von 10 [fl] 4 [kr]\r\n   In die Verlassenschaftsabhandlung selber wurden dann noch einbezogen: [/] Schulgeld 1 [fl] [/] Aus dem Kirchenvermögen für Kirchen- und Mesnerdienst 18 [fl] 29 [kr] [/] Der Aktivstand betrug damit 206 [fl] 26 [kr]\r\n   Diesem Aktivstand standen aber die folgenden Schulden gegenüber: [/] dem Johann Plaß, am Mayrgut i. d. Th. 60 [fl] [/] für die Totenzehrung 18 [fl] 46 [kr] [/] dem Franz Zachhuber in Linz 30 [fl] [/] dem Georg Sallmann, am Birsergut 2 [fl] 36 [kr] [/] dem Fuchshuber zu Rappeswinkel 6 [fl] [/] dem Sporrer zu Moos für Scheiter 11 [fl] [/] der Fleischhackerein Göldl 3 [fl] 4 [kr] [/] Gesamtschulden 181 [fl] 26 [kr]« (**).\nAls Bestandteile des Inventars werden u. a. ein 1 Forte piano im Wert von 10 fl. in der Kleinen Stube und ein 1 Klavier im Wert von 2 fl. in der Stube angeführt (ein eiserner Ofen war mit 10 fl und ein blauer Rock mit 8 fl. angesetzt worden) (***).", "Letzte Änderung": "15.12.2024 17:38"}, {"ID": 183707155, "Datum": "15.7.1837, Samstag", "Haupttext": "Schreiben von Propst Michael Arneth an die fünf Bewerber um die Nachfolge von Anton Bruckner sen. als Schullehrer (gewählt wurde Josef Hametner) und Schreiben an die Schul-Distriktsaufsicht des Dekanates Enns in Niederneukirchen.", "Letzte Änderung": "17.10.2024 14:44"}, {"ID": 183707316, "Datum": "Ende Juli 1837", "Haupttext": "Bruckner wird Sängerknabe in St. Florian; er wohnt beim Schulleiter Michael Bogner. Die anderen Sängerknaben sind Karl Seiberl (Sopran) [ab 1839 (*a)] und Franz Haus [nicht: Anton Haus] (Alt) (*).\n[in der Zeit als Sängerknabe:] Auf Anraten von \"Muckerl\" (Franz Haus?) setzt er eine Baßstimme fehlerhaft aus (mit parallel verschobenen Dreiklängen) und wird vom Lehrer \"fest gebeutelt\" (**).\nNach dem 18.9.1837 (Tod des Larsberger Lehrers Joseph Mayr) nimmt Propst Michael Arneth zwei seiner Söhne (Ludwig [s. \"1840\"] und Josef Mayr) als Sängerknaben auf (***).", "Letzte Änderung": "15.05.2025 15:00"}, {"ID": 183708014, "Datum": "ca. ab August 1837", "Haupttext": "Gesangsübungen bei Herrn Raab, Violinunterricht bei Franz Gruber, Chorgesang unter Regens chori Eduard Kurz, der jeden Montag Michael Bogner die Gesangspartien zum Einstudieren brachte (*); Orgelunterricht bei Anton Kattinger (**).\r\nVerwendet wird anfangs die von Nikolaus Rummel d. Ä. aus Linz (um 1708 - 1794) erbaute kleine Orgel in der Marienkapelle (I/6). Bruckner spielt auch die 1691 von Ferdinand Josef Römer aus Wien (um 1657 - 1723) errichteten und zwischen 1796 und 1811 von Daniel List (um 1747 - 1811), teils auch von Johann Georg Fischer (1769 - 1850) überarbeiteten Chororgeln (Evangelienseite II/22, Epistelseite II/20) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183708275, "Datum": "27.8.1837, Sonntag", "Haupttext": "Eintritt in die 3. Volksschulklasse. Eintragung im Klassenbuch [nachträglich? siehe die Anmerkung] (*).\r\n   »[Nahmen.] Anton Bruckner [Alter.] 4. 7ber / 824 [Stand der Aeltern.] Schullehrer Ansfelden [... nicht ausgefüllte Spalten »Ortschaft«, »Eintritt in die 1te Classe« und »Eintritt in die 2te Classe«...] [Eintritt in die 3te Classe.] 27 August [1]837. « [... nicht ausgefüllte Spalten \"Austritt\". \"Sitten, Fleiß u. Verwendung.\"] (**).\nAufführung von Joseph Haydns Theresien-Messe in St. Florian (***).\n(Ende Juli, Sommer/Herbst:) Aufnahme als Sängerknabe in St. Florian (°).", "Letzte Änderung": "08.05.2025 12:06"}, {"ID": 183709165, "Datum": "16.9.1837, Samstag", "Haupttext": "Beim St. Florianer Stiftsgericht wird der Heiratsvertrag zwischen Anton Bruckner sen. und Theresia Helm vom 18.10.1823 publiziert; er dient als Grundlage bei der Erbteilung. Unterschriften von Joseph Weiß (Vormund) und Theresia Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712015, "Datum": "1.12.1837, Freitag", "Haupttext": "Modellbrief an die Mutter in einem Schulheft.\r\n\"Liebe Mutter! | Durch Ihre Güte erhielt ich schon gestern die Leinwand, um welche ich Sie in meinem letzten Briefe gebethen habe. Wie undankbar wäre ich, wen[n] ich Ihnen nicht so gleich in[n]igst dafür danken würde. Ich weiß, wie schwer es Ihnen fällt, mich im[m]er mit allem Nöthigen zu versorgen; allein ich verspreche Ihnen, mit den neuen Hemden recht schonend umzugehen, um Ihnen nicht wieder mit ähnlichen Auslagen beschwerlich zu fallen. Indem ich Ihnen nochmahl dafür danke, bin ich | Ihr | dankbarer Sohn | Anton Bruckner. | St. Florian am 1. Dezember 837.\"", "Letzte Änderung": "03.12.2025 15:50"}, {"ID": 183712055, "Datum": "5.12.1837, Dienstag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712065, "Datum": "6.12.1837, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung im Schulaufsatzheft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712075, "Datum": "7.12.1837, Donnerstag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712105, "Datum": "10.12.1837, Sonntag", "Haupttext": "Modellbrief im Schulaufsatzheft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712135, "Datum": "13.12.1837, Mittwoch", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712155, "Datum": "15.12.1837, Freitag", "Haupttext": "Modellbrief im Schulaufsatzheft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712175, "Datum": "17.12.1837, Sonntag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712185, "Datum": "18.12.1837, Montag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712195, "Datum": "19.12.1837, Dienstag", "Haupttext": "Zwei schriftliche Aufsätze in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712225, "Datum": "22.12.1837, Freitag", "Haupttext": "Drei schriftliche Aufsätze in Briefform. - Daneben ist notiert: »H Haaß« [Joseph Haas], »H Regenschori« [E. Kurz] und »H Ritter«.", "Letzte Änderung": "21.03.2023 08:16"}, {"ID": 183712295, "Datum": "29.12.1837, Freitag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183712305, "Datum": "30.12.1837, Samstag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183720125, "Datum": "20.12.1837, Mittwoch", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801014, "Datum": "1838", "Haupttext": "Rechnen-Aufgabenheft mit einem Briefentwurf \"Theure Mutter\" (*).\nFriedrich Mayer notiert im Stiftungsbuch 107 fl 38 xr als Ausgabe für die Sängerknaben Anton Bruckner und Franz Haus (für die Sängerknabenuniformen) (**).\nMichael Arneth lässt an Emilie und Maria Barara Jeronek für die Mitwirkung beim Diskant- und Chorgesang jeweils 10 Gulden ausbezahlen (***).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 16:08"}, {"ID": 183801025, "Datum": "2.1.1838, Dienstag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "08.05.2025 12:35"}, {"ID": 183801045, "Datum": "4.1.1838, Donnerstag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801085, "Datum": "8.1.1838, Montag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801105, "Datum": "10.1.1838, Mittwoch", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801125, "Datum": "12.1.1838, Freitag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801155, "Datum": "15.1.1838, Montag", "Haupttext": "Modellbrief im Schulaufsatzheft, an die »Ältern«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801175, "Datum": "17.1.1838, Mittwoch", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801195, "Datum": "19.1.1838. Freitag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801225, "Datum": "22.1.1838, Montag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801245, "Datum": "24.1.1838, Mittwoch", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801265, "Datum": "26.1.1838, Freitag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183801295, "Datum": "29.1.1838, Montag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183802055, "Datum": "5.2.1838, Montag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183802075, "Datum": "7.2.1838, Mittwoch", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183802095, "Datum": "9.2.1838, Freitag", "Haupttext": "Schriftlicher Aufsatz in Briefform.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183804245, "Datum": "24.4.1838, Dienstag", "Haupttext": "Bei der Aufführung der »Kantate zu Ehren von Josef Spendou« von Franz Schubert [D 472] in St. Florian wirkt Bruckner als Sänger mit.\nEr übernimmt die 3. Kinderstimme (Waise) (*). Weitere Mitwirkende: die Sängerknaben \"Mukerl\" [Johann Nepomuk Ebner] und \"Schander\" [Franz Haus?] und zwei Sängerinnen Friderike und Luise, vermutlich auch Michael Bogner und Franz Raab und als Pianist Anton Kattinger (**).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 16:09"}, {"ID": 183804305, "Datum": "30.4.1838, Montag", "Haupttext": "Michael Bogner notiert Bruckner nach Georg Linninger als besonders fleißigen Schüler.\r\nDer Eintrag lautet:\r\n   »1838. In diesem Schuljahre haben sich durch Fleiß und Sittlichkeit folgende Schüler besonders ausgezeichnet, und verdienen daher öffentlich gelobt zu werden: Knaben [/] Obere Abtheilung [/] 1. Linninger Georg [/] 2. Bruckner Anton [bei »Mädchen« ist eine Emilie Jeronek erwähnt, Beziehung zu Friederike J.?] [/] 30.4.1838 Michael Bogner« (*).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 11:14"}, {"ID": 183805014, "Datum": "Mai bis Ende Juni 1838", "Haupttext": "Schulheft mit »Ausarbeitungen von nakten [nacten?] Sätzen«.", "Letzte Änderung": "08.05.2025 12:43"}, {"ID": 183810115, "Datum": "11.10.1838, Donnerstag", "Haupttext": "»Ouverture aus der Oper Tancred vom Joachim Rossini für das Piano Forte. Anton Bruckner m.pria.« Datierung am Schluß: »St:Florian den 11. Oktober [1]838« [WAB 325]. Titelblatt und 11 1/2 Seiten (3-14) im Hochformat.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183811155, "Datum": "15.11.1838 (bis 27.9.1840), Donnerstag", "Haupttext": "Erste Datierung in einem »Verzeichniß der Musikstücke für alle Sonn- und Festtage des ganzen Jahres« (in St. Florian).", "Letzte Änderung": "07.08.2025 11:19"}, {"ID": 183812235, "Datum": "23.12.1838, Sonntag (4. Advent)", "Haupttext": "In St. Florian werden zum Rorate eine Diabelli-Messe in C und Einlagen von Michael Haydn aufgeführt und beim Hochamt eine Messe in F mit Einlagen von Antonio Caldara.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 10:33"}, {"ID": 183812245, "Datum": "24.12.1838, Montag", "Haupttext": "In St. Florian werden eine Messe in F von Mozart (KV 192), ein Graduale in Es von Franz Gleißner und ein Offertorium in d von Joseph Preindl aufgeführt.\r\nBei der Mette erklingen eine Missa solemnis in C von Ignaz Ritter von Seyfried, ein Graduale in C und ein Offertorium in G von Michael Haydn.\r\nZuvor, bei der Vigil, werden Responsorien von Aumann und ein Te deum in C von Michael Haydn aufgeführt.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 10:43"}, {"ID": 183812255, "Datum": "25.12.1838, Dienstag", "Haupttext": "Kirchenmusik in St. Florian: Joseph Haydn (Missa cellensis) und Michael Haydn (Graduale in F, Offertorium in B), nachmittags Laurenz Grasl (Magnificat in C) und Michael Haydn (Te deum).", "Letzte Änderung": "15.05.2025 10:50"}, {"ID": 183812265, "Datum": "26.12.1838, Mittwoch", "Haupttext": "Kirchenmusik in St. Florian: eine Messe in G von Carl Ludwig Drobisch und von Michael Haydn ein Graduale in d und ein Offertorium in F.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 10:54"}, {"ID": 183900005, "Datum": "1839", "Haupttext": "Friedrich Mayer notiert im Stiftungsbuch 159 fl 40 xr als Ausgabe für die Sängerknaben Anton Bruckner, Franz Haus und (statt Johann Nepomuk Ebner) Karl Seiberl (für die Sängerknabenuniformen) (*).\nIm Kirchenjahr 1838/39 werden in St. Florian 94 Messen mit festlicher Musik gestaltet. Dazu kommen zahlreiche weltliche Konzerte (**).\nMichael Arneth lässt an Emilie und Maria Barara Jeronek für die Mitwirkung beim Diskant- und Chorgesang jeweils 10 Gulden ausbezahlen (***).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 14:07"}, {"ID": 183901015, "Datum": "1.1.1839, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der C-Dur-Messe (D 452) und des C-Dur-Offertoriums (D 136) von Franz Schubert in St. Florian.", "Letzte Änderung": "13.04.2026 20:39"}, {"ID": 183902105, "Datum": "(10.2.1839, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung einer Arie von Paisiello, umgearbeitet in das Offertorium \"Gaudens gaudebo in Domino\", in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183903295, "Datum": "29.3.1839, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Aufführung von Joseph Haydns \"Sieben letzten Worten unseres Erlösers am Kreuze\" in St. Florian.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 11:00"}, {"ID": 183903315, "Datum": "31.3.1839, Sonntag (Ostersonntag)", "Haupttext": "Aufführung eines \"Te deum\" von Franz Joseph Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 11:21"}, {"ID": 183904215, "Datum": "21.4.1839, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der »Messe in F« von Simon Sechter in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183904245, "Datum": "24.4.1839, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner ist der Primus der letzten Volksschulklasse (recte: Primus der Knaben).\nDer Eintrag lautet ähnlich dem vom 30.4.1838: »...Knaben [/] 1. Bruckner Anton ... [/] 24.April 1839.« (*).\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "12.05.2025 11:16"}, {"ID": 183905045, "Datum": "4.5.1839, Samstag", "Haupttext": "Karl Seiberl wird Sängerknabe in St. Florian.\r\n(Bruckner soll in dieser Zeit schon im Stimmbruch gewesen sein).", "Letzte Änderung": "15.05.2025 14:50"}, {"ID": 183905195, "Datum": "19.5.1839, Sonntag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Aufführung eines \"Magnificat\" in C von Franz Joseph Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 12:38"}, {"ID": 183906085, "Datum": "8.6.1839, Samstag", "Haupttext": "Karl Seiberl ist in den Schülerlisten als Sängerknabe in St. Florian genannt.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 14:51"}, {"ID": 183907014, "Datum": "Sommer 1839 bis Herbst 1840", "Haupttext": "Kontakte mit Karl Seiberl, der als Sängerknabe auch bei Bogners wohnt. 1839 waren beide in St. Marienkirchen, wo Vinzenz Seiberl eine Messe von Joseph Preindl leitete und Bruckner Orgel spielte und improvisierte.\r\nDie dortige Orgel (I/13) war 1820 von Christian Wilhelm (um 1777/78 - 1857) aus Linz gebaut worden (*).", "Letzte Änderung": "01.09.2024 08:41"}, {"ID": 183908045, "Datum": "4.8.1839, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Primiz von Aloysius Mayr in St. Florian erklingen Werke von Aumann, Mozart (Messe in C) und Michael Haydn (Graduale und Offertorium).", "Letzte Änderung": "15.05.2025 11:05"}, {"ID": 183909236, "Datum": "Herbst 1839 bis 1840", "Haupttext": "Unterricht zur Präparandie-Vorbereitung durch den St. Florianer Schulgehilfen Steinmayr [auch Steinmeyer].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183911025, "Datum": "2.11.1839, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Requiems von Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183912005, "Datum": "Dezember 1839", "Haupttext": "Datierung und Unterschrift Bruckners auf einem Heftumschlag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 183912245, "Datum": "24.12.1839, Dienstag", "Haupttext": "In St. Florian werden die Responsoria pro Vigilia Navitatis von Franz Joseph Aumann aufgeführt.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 11:15"}, {"ID": 184000005, "Datum": "1840", "Haupttext": "Friedrich Mayer nennt im Stiftungsbuch bei den Sängerknaben statt des [am 19.5.1840] verstorbenen Franz Haus Ludwig Mayr [seit Ende 1837 im Stift? Vgl. \"Ende Juli 1837\"] (*).\r\nBruckner wird noch als Sängerknabe erwähnt (*a).\nMichael Arneth lässt an Emilie und Maria Barara Jeronek für die Mitwirkung beim Diskant- und Chorgesang jeweils 25 Gulden [1838 und 1839 10 Gulden] ausbezahlen (**).", "Letzte Änderung": "15.05.2025 14:58"}, {"ID": 184002245, "Datum": "24.2.1840, Montag", "Haupttext": "Das Amtsblatt der Linzer Zeitung veröffentlicht eine mit 20.2.1840 datierte Kundmachung der Linzer Normal-Hauptschule: Am 4.3.1840 Prüfung der Jünglinge, die keine öffentliche Schule besucht haben. Anmeldung am 3.3.1840. »Kundmachung: Am 4. März, Vormittags um 9 Uhr, wird an der k.k. Normal-Hauptschule zu Linz die Prüfung mit denjenigen Jünglingen vorgenommen werden, welche die öffentlichen Schulen nicht besucht haben. Diese Jünglinge haben demnach am 3. März bei der k.k. Normal-Hauptschul-Direction sich zu melden, auf einen halben Bogen ihren Tauf- und Familien-Namen, den Geburtsort, das Alter, den Stand der Aeltern, ihre Wohnung, den Namen und Stand ihres Lehrers, die Classe, woraus sie geprüft zu werden verlangen, schriftlich anzuzeigen, und insbesondere durch ein Zeugniß sich auszuweisen, von wem sie den Religions-Unterricht erhalten haben. [/] Linz, am 20. Februar 1840«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184003045, "Datum": "4.3.1840, Aschermittwoch", "Haupttext": "Prüfung an der Linzer Normal-Hauptschule für die Schüler, die keine öffentliche Schule besucht haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184004115, "Datum": "(11.4.1840, Samstag)", "Haupttext": "Linzer Premiere von Bellinis »Norma« unter Karl Zappes Leitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184006075, "Datum": "7.6.1840, Sonntag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Aufführung eines \"Magnificat\" in C von Franz Joseph Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 12:42"}, {"ID": 184008155, "Datum": "15.8.1840, Samstag", "Haupttext": "Primiz von Ignaz Traumihler in St. Florian mit Musik von Diabelli und Michael Haydn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184010025, "Datum": "(2.10.1840, Freitag)", "Haupttext": "Erstaufführung von Beethovens »Fidelio« unter Karl Zappe in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184010095, "Datum": "9.10.1840, Freitag", "Haupttext": "Kundmachung der Normalschul-Direktion (datiert 5.10.1840) im Amtsblatt der Linzer Zeitung Nr. 81, S. 536 (*) über die Aufnahmebedingungen zum Präparandiekurs. Anmeldung am 15.10.1840, Kursbeginn am 20.10.1840.\r\n»Kundmachung.\r\n   Den 20. October nimmt an der k. k. Normal-Hauptschule zu Linz der Lehrcurs für Privat-Informatoren und weltliche Lehramts-Candidaten seinen Anfang. Zu diesem pädagogischen Curse werden 1) alle Studierenden aus den höheren Classen eingeladen, welche als Privat= oder Stundenlehrer in den deutschen Lehr=Gegenständen Unterricht ertheilen wollen, weil zufolge der pol. Schul=Verfassung § 127 nur derjenige in Privathäusern Unterricht ertheilen darf, der sich mit einem Zeugnisse ausweisen kann, an einer Normal=Hauptschule den pädagogischen Curs zurückgelegt zu haben. 2) Haben bei diesem Curse diejenigen Jünglinge zu erscheinen, welche zu Lehramts=Candidaten für Trivial= und Hauptschulen gebildet zu werden wünschen. Um hierbei der allerhöchsten Vorschrift genau zu entsprechen, wird alles dasjenige, was die hohe Landesstelle mittelst Decretes vom 7. Mai 1832, Z. 11648, und das bischöfliche Consistorium mit Decret vom 11. Mai, und dann nachträglich vom 14. Juni dess. Jahres, Z. 145, in Sch. S. eröffnet haben, in Erinnerung gebracht, als: a) Man wird mit den angehenden Schulpräparanden der allerhöchsten Entschließung zufolge eine strenge Prüfung vornehmen, um unter ihnen eine genaue Auswahl treffen zu können. b) Keinem wird zu diesem Curse der Zutritt gestattet werden, der nicht ein empfehlendes Sitten=Zeugnis wird beigebracht haben. c) Jeder, der zu diesem Curse zugelassen werden will, muß das 16. Jahr seines Lebens zurückgelegt haben, worüber er den Taufschein beizubringen hat. d) Es wird gefordert, daß jeder Schulpräparand die für die drei ersten Classen der deutschen Hauptschulen vorgeschriebenen Lehr=Gegenstände mit vorzüglichem Fleiße und gutem Fortgange erlernt hat, worüber das vorschriftsmäßige Zeugniß beigebracht, oder die Prüfung nachgetragen werden muß. e) Jeder Schulcandidat soll im Orgelspiele so viel Geschicklichkeit besitzen, daß er im Stande ist, wenigstens die gewöhnlichen Kirchenlieder fehlerfrei zu spielen, worüber er vor seinem Eintritte in den Lehrcurs eine Probe ablegen muß f) Endlich ist mit hoher Regierungs=Intimation vom 22. März 1833, Z. 7483, und vermittelst bischöflicher Currende vom 5. April des genannten Jahres, die allerhöchste Entschließung eröffnet worden, daß sich die Schulcandidaten zur Aufnahme in den Präparandencurs nebst dem Sitten=Zeugnisse auch über ihre Beschäftigung seit dem Austritte aus der Schule auszuweisen haben. Alle angehenden Schulcandidaten haben sich daher am 15. d. M. auf dem Directoratszimmer der k. k. Normal-Hauptschule in Linz einzufinden, die durch die angeführten Verordnungen vorgeschriebenen Belege und Zeugnisse beizubringen, und sich da gehörig vormerken zu lassen.\r\nVon der Direction der k. k. Normal-Hauptschule.\r\nLinz, den 5. October 1840.«", "Letzte Änderung": "27.04.2025 08:52"}, {"ID": 184010105, "Datum": "10.10.1840, Samstag", "Haupttext": "Taufschein vom Ansfeldener Pfarrer Joseph Seebacher ausgestellt. Im Text werden die Patin Rosalia Mayrhofer und der seinerzeitige Geistliche, Karl Guttenthaller (*) erwähnt:\r\n»Taufschein \r\nDaß Anton, des Herrn Anton Bruckner, Schullehrers allhier, und der Theresia, dessenn Ehegattinn, geborne Helm, ehelicher Sohn, den vierten September Ein Tausend acht Hundert zwanzig vier /:1824:/ geboren, und in Gegenwart der Pathinn Jungfer Rosalia Mayrhofer, Wirthschafterin im Pfarrhofe zu Wolfern, von dem Hochwürdigen Herrn Joseph Gutenthaller, regul. Chorherren zu St. Florian, und damahligen Cooperator nach christkatholischem Gebrauche getauft worden sey, wird von Endesgefertigten [!] aus dem Taufbuche der hiesigem [!] Pfarr [»Pfare«?] hiemit bestätiget.\r\nAnsfelden am 10. October 1840. [bis hierher Hand eines Schreibers] \r\nJoseph Seebachermp \r\nR. Chorherr, w. [»u.«?] K. R. Pfarrer« (**).", "Letzte Änderung": "31.03.2025 21:47"}, {"ID": 184010155, "Datum": "15.10.1840, Donnerstag", "Haupttext": "[20.10.1840?] Beginn der zehnmonatigen Ausbildung zum Schulgehilfen an der Präparandie der k.k. Normalhauptschule (Hofgasse Nr.23 (83/21) (*), damalige Bezeichnung »Schloßberggasse Nr.82« (264/204)).\r\nAufnahmeprüfung unter Johann Pauspertl von Drachenthal. Bruckner wohnt in der Pfarrgasse 11 (*) bei Adolf Hofmann (65/57). Damals lautete die Anschrift »Obere Pfarrgasse Nr.197« (264/204).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 16:11"}, {"ID": 184010156, "Datum": "ab 15.10.1840", "Haupttext": "Bruckner wird in den musikalischen Fächern von Johann August Dürrnberger unterrichtet.\r\n   Seine übrigen Lehrer sind (*): Michael Riedl (Religion), Peter Westermayr (stellvertr. Katechet), Johann Reingruber [siehe die Anmerkung], Josef Nicolini (Mathematik), Johann Kilian (Schreib- und Turnlehrer), Georg Pammer, Johann Mayr, die Lehrgehilfen Aloys Obermayr, Karl Schimon, Candidus Pany, der Zeichenlehrer Martin Merkh [siehe die Anmerkung] und die Gehilfen Ignaz Kindinger [siehe die Anmerkung] und Joseph Czech.\r\nPauspertl unterrichtet »Allgemeine Methodik« (**).", "Letzte Änderung": "09.12.2024 21:46"}, {"ID": 184010157, "Datum": "1840 oder später", "Haupttext": "Lateinisch geschriebene Unterschrift auf dem Vorsatzblatt der 1840 in Wien erschienenen \"Naturlehre für die Jugend. Zur Beförderung des Beobachtungs- und Forschungsgeistes in den Geschäften des bürgerlichen Lebens\". Auf den Blättern Notizen Bruckners.\n \n(*) [ohne Datum] Es haben sich auch einige Seiten aus einem nicht näher bezeichneten Physikbuch erhalten.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:22"}, {"ID": 184010158, "Datum": "Schuljahr 1840/41", "Haupttext": "Bruckner wird in Dürrnbergers Klassenkatalog (*) als Nr. 32 geführt.\r\nWöchentlich waren ungefähr 25 Unterrichtsstunden zu absolvieren (*a).\r\n   Dürrnbergers Lehrbuch (**) mit Bruckners Eintragungen (***) hat sich erhalten, desgleichen die »Instruction für Schulgehülfen« (°).\r\n   An den Sonntagen hatten die Präparanden in der Minoritenkirche [zur Orgel siehe die Anmerkung] zu singen. Dürrnberger studierte vor allem Werke von Michael Haydn, Joseph Haydn und Mozart ein (°°).\nBruckner schreibt Michael Haydns Deutsche Messe »Hier liegt vor Deiner Majestät« für Johann Ditlbacher, einen Schulkollegen, ab [WAB 269] (°°°).\nBruckners Klassenkameraden sind u.a. Ferd. Bonn, Carl Denner, Anton Duscher, Carl Erhard, [#a] Mathias Fettinger, Wenzel Fürst, Georg Gastinger, Georg Hakl [Georg Hackl (#)], Joseph Kerschbaum, Johann Mauritz, Jakob Müller, Johann Neißl, Leopold Panholzer, Anton Planinger, Johann Reinzl, Franz Sandberger, Franz Schmalzer, Mathias Schweiger, Heinrich Seiberl, Carl Volk und Peter Weymayr (#1). Außerdem Johann Attwenger, Josef Seiberl (#2), Franz Kirchberger  [sicher erst in späteren Jahren] und Franz Markut (#3) und [erst ab 1842] Adolf Festl (#4).\r\n[Detaillierte Namensliste siehe unten \"Anmerkung\"]\nBruckner spielt Orgel im Gottesdienst und bei Konzerten (##); er fertigt sich eine Abschrift der »Kunst der Fuge« an (###) und besucht mit Karl Seiberl die von Karl Zappe veranstalteten Konzerte (a). Dabei lernt er unter anderem Webers Freischütz- und Euryanthe-Ouvertüre und Beethovens 4. Sinfonie kennen (b).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 11:50"}, {"ID": 184012245, "Datum": "24.12.1840, Donnerstag", "Haupttext": "In St. Florian werden die Responsoria pro Vigilia Navitatis von Franz Joseph Aumann aufgeführt.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 11:18"}, {"ID": 184106185, "Datum": "(18.6.1841, Freitag)", "Haupttext": "Die Linzer Ignatiuskirche wird von Rom als Domkirche bestätigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184107005, "Datum": "Juli 1841", "Haupttext": "Öffentliche Prüfungen in den musikalischen Fächern.\nBruckner notiert in Dürrnbergers Lehrbuch [WAB 257] auf S. 17 bei \"§. 23.\" [Tonartenbestimmung] \"Bey der Haupt-Musikprüfung [1]8.41.\" (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184107215, "Datum": "(21.7.1841, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief Pfarrer Schwinghaimbs an den St. Florianer Prälaten [Michael Arneth]:\r\n   Bei dem Brand diese Nacht in Windhaag habe das alte Schulhaus »überlebt«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184107304, "Datum": "vor 30.7.1841", "Haupttext": "»Classifications-Abschluß [/] über den Fortgang der Hörer [/] der [/] Harmonie- und Generalbaßlehre [/] an der k.k. Normal-Hauptschule in Linz [/] im Schuljahre [/] 1841.«\r\n[in der 2. Zeile (Spaltenüberschriften in Kursivschrift):]\r\n»Nahmen. Bruckner Anton.\nClassification im theoretischen Theile. sg. [/] s.g. \nim practischen Theile. g. [/] g. \nim Choral-Gesange. sg. [/] s.g. \nVerwendung. sehr fleißig.\nAnmerkung. sg.«\r\nGeschrieben von Johann August Dürrnberger.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 11:18"}, {"ID": 184107305, "Datum": "30.7.1841, Freitag", "Haupttext": "Zeugnis über die öffentliche Prüfung in den musikalischen Fächern unterzeichnet von Joh. Pauspertl von Drachenthal, Johann August Dürrnberger und (*) J. G. Wessicken.\r\n   »Vorzeiger dessen, Herr Anton Bruckner aus Ansfelden in Österreich ob der Enns gebürtig, hat an der kaiserl. königl. Normal-Hauptschule zu Linz im Schuljahre 1841 den Vorlesungen über die Harmonie- und Generalbaß-Lehre und über das Orgelspiel sehr fleißig beygewohnet und bey der öffentlichen Prüfung folgenden Fortgang bewiesen:\r\nIn dem theoretischen Theile ... sehr gut.\r\nIn dem praktischen Theile ... gut.\r\nIn den Hauptregeln des Choralgesanges ... sehr gut.\r\nIm Orgelspiele ... gut.\r\nSein Betragen war den Schulgesetzen vollkommen gemäß.\r\nLinz den 30ten July 1841.\r\nJ. G. Wessicken Can.\r\nDiözesan-Schulen-Oberaufseher.\r\nPauspertl v. Drachenthal\r\nDirector.\r\nProf. J. Aug. Dürrnberger.\r\nLehrer der Harmonie und Generalbaß-Lehre« (**)\nBruckner notiert auf dem hinteren Vorsatzblatt von Dürrnbergers Lehrbuch [WAB 257] (= fol. 67): \"Hauptprüfung den 30. July a + b + m[it] Anwendung Fünfklänge + c\" (***).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 14:29"}, {"ID": 184108014, "Datum": "August 1841", "Haupttext": "Prüfungen in den anderen Disziplinen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184108165, "Datum": "16.8.1841, Montag", "Haupttext": "Zeugnis über die Abschlußprüfung des Präparandiekurses, unterzeichnet von Joh. Pauspertl von Drachenthal und [vermutlich] J. G. Wessicken. [Vordruck; Handschriftliches ist durch Kursivschrift gekennzeichnet]\r\n   »Vorzeiger dessen, Bruckner Anton, von Ansfelden im Traun=Kreise gebürtig, ---- \r\nhat im Jahre 1841 an der k. k. Normal=Hauptschule in Linz durch zehn [Vorgedrucktes »sechs« durchgestrichen] Monathe dem Unterrichte für Trivial=Schul=Candidaten sehr fleißig beygewohnet, in den Sitten sich sehr gut verhalten, und bey der Prüfung bewiesen, daß er erlernet hat: \r\nDie Grundsätze der Unterweisung ... gut\r\n  - Religionslehre ... sehr gut\r\n  - deutsche Current=Schrift ... gut [für sechs Zeilen das »gut« nur einmal mittig geschrieben und durch eine Schweifklammer für alle 6 Zeilen geltend] \r\n  - lateinische Schrift ... gut\r\n  - Kanzelley-Schrift ... gut\r\n  - Rechtschreibung ... gut\r\n  Den Vortrag ... gut \r\n  Die deutsche Sprachlehre ... gut\r\n  - Rechenkunst ... sehr gut\r\n  - Schreibart ... [Schweifklammer:] sehr gut \r\n  - Geographie ... gut\r\nDas Verfahren \r\n  bey dem Buchstabenkennen ... sehr gut\r\n  -- Buchstabiren ... [Schweifklammer:] sehr gut\r\n  -- Lesen ... gut\r\n  -- Schönschreiben ... [Schweifklammer:] gut\r\n  -- Rechtschreiben ... sehr gut\r\n  -- Dictando=Schreiben ... [Schweifklammer:] sehr gut\r\n  bey der deutschen Sprachlehre ... gut\r\n  -- Rechenkunst ... [Schweifklammer:] gut\r\n  -- Geographie ... [Schweifklammer:] gut\r\n  -- Naturlehre ... [kein Eintrag],\r\n  -- Schreibart ... gut\r\n  bey dem Vortrage in der Religion ... sehr gut\r\nDerselbe hat mit Rücksicht auf die beygeschriebenen Anmerkungen kann man denselben als einen guten Fortgang gemacht und kann als Gehülfe an Trivial=Schulen denen, die seiner nöthig haben verwendet werden. empfehlen. \r\nLinz, den 16. des Augustes 1841.\r\nJ. G. Wessicken  [kleiner Textverlust durch Papierschaden] D. Sch. O. [Aufseher? Buchstabenverlust]\nJoh. Pauspertl v. Drachenthal mpia Director.« (*).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 14:38"}, {"ID": 184108185, "Datum": "18.8.1841, Mittwoch", "Haupttext": "Präparandie-Unterricht beendet (*).\nAnmeldung beim Pensionsinstitut für Schullehrers-Witwen und -Waisen. Aufnahmebestätigung unterschrieben von J. G. Wessicken (#) und Josef Kerschbaum (**):\r\n   »Certificat.\r\nVon Seite der Vorstehung des Pensions-Institutes für Schullehrers-Witwen und Waisen in der Linzer-äDiöcese wird hiermit bezeuget, daß Herr Anton Bruckner, Lehrgehülfe, am unten gesetzten Tage sich als Mitglied dieses Institutes erkläret, seine erste Einlage mit - fl. 30 kr. entrichtet hat und mithin auch als Mitglied aufgenommen und dem Institute einverleibt wurde.\r\nLinz, den 18 des Augustes 1841\r\nJ. G. Wessickenmpria Can\r\nProtector und Instituts-Director.\r\nJosef Kerschbaum mp. Musterlehrer, Rechnungsführer und Cassier.« (***).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 23:36"}, {"ID": 184108265, "Datum": "26.8.1841, Donnerstag", "Haupttext": "Zeugnis: Kurs für Trivialschulen, unterzeichnet von J. Pauspertl v. Drachenthal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184109295, "Datum": "29.9.1841, Mittwoch", "Haupttext": "Im Rechnungsbuch des Stifts St. Florian wird Bruckner als Notenschreiber und Schulgehilfe geführt.\r\nMöglicherweise ist er nicht erst am 3.10.1841 in Windhaag eingetroffen.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 15:52"}, {"ID": 184110014, "Datum": "vor Oktober 1841", "Haupttext": "Bruckner erhält von Dürrnberger Marpurgs Lehrbuch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184110035, "Datum": "3.10.1841, Sonntag", "Haupttext": "Dienstantritt in Windhaag (*).\r\nDie Schule (**) war Haus Nr. 7, Bruckners »Wohnung« (***) die Nr. 24.\nSein Vorgesetzter ist Franz Fuchs, der ihm 12 Gulden jährliches Gehalt zahlt. Bruckner hat neben Schul- und Kirchendienst noch Feldarbeit zu leisten.\n \nDas Bild \"Schwarze Madonna\" (Ikone, sogen. \"Brünner Madonna\"), das über Bruckners Bett hing, gelangte später über den Steyrer Bezirksarzt Dr. Ulrich Furrer in den Besitz von August Göllerich (°).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:13"}, {"ID": 184111155, "Datum": "15.11.1841, Montag", "Haupttext": "Abschlußbericht Pauspertl von Drachenthals an das Bischöfliche Konsistorium in Linz über das Schuljahr 1840/41 (15.10.1840 - 18.8.1841), die Lehrer (lobende Erwähnung Dürrnbergers), die Absolventen und den Prüfungsverlauf. Von 37 Kandidaten unterzogen sich 22 der Prüfung; 16 Prüflinge haben bestanden (2 für Hauptschulen, 14 für Trivialschulen).\r\n(Von den Lehrern werden Michael Riedl, Joseph Nicolini, Johann Kilian und Johann Dürrnberger erwähnt (*)).\nPräsentationsvermerk \"24. November 1841.\" (**).", "Letzte Änderung": "27.04.2025 18:40"}, {"ID": 184112316, "Datum": "1841/42", "Haupttext": "Bruckner studiert in Windhaag die »Kunst der Fuge«, Präludien und Fugen von Albrechtsberger und Marpurgs »Handbuch beim Generalbaß und der Komposition« (*).\nEr schreibt ein 218[220?]-seitiges Manuskript »Allgemeine Methodik [/] Vorgetragen vom Hochw. H. Joh. Pauspertl v. Drachenthal, Direcktor an der k. k. Normal-Hauptschule in Linz im Schuljahre 1840/41.« (**), höchstwahrscheinlich als Hilfe für Franz Sücka (**a).\r\nAuf den letzten Seiten verweist er auf entsprechende Seiten aus Johann Baptist Hirschers \"Katechetik\", deren 4. Auflage (1840) ihm vorgelegen haben muss (**b).\nSein Exemplar des Generalbaß-Lehrbuches von D.G. Türk trägt den Namenseintrag eines Windhaager Lehrers (?) (***).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 08:26"}, {"ID": 184112318, "Datum": "ca. 1842", "Haupttext": "Persönliche und musikalische Kontakte mit Johann Sückas Familie (*).\r\nBruckner unterrichtet die Kinder Maria, Rosalia und Franz. Mit Joseph Jobst, den Sückas und dem Arzt Bezei [siehe die Anmerkung], mit Anton Preinfalk aus Leopoldschlag und Krackowizer spielt er Tanzmusik (**).\nJoseph Jobst schrieb später (1872) die Landler ins Reine, die er mit Bruckner, Sücka, Toni und Johann Maurer gespielt hatte (***).\nAus Bruckners Besitz stammen möglicherweise fünf zweistimmige Landler, die sich in zwei Hinterglasbildern (vielleicht aus Bruckners Stube) befanden (°).\nIn Windhaag tritt erstmals ein »Kopfleiden« (Migräne?) auf (°°).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 16:15"}, {"ID": 184201014, "Datum": "um 1842", "Haupttext": "Entstehung der Windhaager Messe in C-Dur [WAB 25], Anna Jobst zugeeignet [siehe die Anmerkung] (*).\nIm Gottesdienst Orgelspiel und Kennenlernen der (dürftigen) Werke von Hacker, Bühler, Drobisch und Robert Führer [zur Orgel siehe die Anmerkung] (**). Weitere Kompositionsversuche (verschollen) (***).\nBruckner wird in der Beichtliste 1842 (°) und [spätestens 31.1.1843] in einer Notiz des Pfarrers Schwinghaimb erwähnt, in der dieser seinen Nachfolger vor dem früheren Schulgehilfen Wenzel Lausecker warnt (°°).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 10:06"}, {"ID": 184206165, "Datum": "16.6.1842, Donnerstag", "Haupttext": "Inspektion der Windhaager Schule durch Dechant Josef Leuthäuser. Beurteilung von Bruckner und Fuchs [durch die vorgesetzte Behörde?]. Für Fuchs insgesamt mittlere Beurteilung (Fleiß etc. recht gut), für Bruckner »sehr groß«, »sehr gut« und »recht gut« (*).", "Letzte Änderung": "13.11.2024 07:54"}, {"ID": 184207085, "Datum": "(8.7.1842, Freitag)", "Haupttext": "Sonnenfinsternis zwischen 5 Uhr 38 Min. und 7 Uhr 42 Min.; dazu gibt es eine Schilderung durch Adalbert Stifter.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184210105, "Datum": "(10.10.1842, Montag)", "Haupttext": "Linzer Erstaufführung von Lortzings »Zar und Zimmermann«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184210195, "Datum": "19.10.1842, Mittwoch", "Haupttext": "Glocken- und Turmkreuzweihe der Windhaager Kirche.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 16:22"}, {"ID": 184211185, "Datum": "(18.11.1842, Freitag)", "Haupttext": "Premiere von Webers »Oberon« unter Karl Zappe in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184212314, "Datum": "1842 (gegen Ende des Jahres?)", "Haupttext": "[?] Besuch des St. Florianer Prälaten Michael Arneth in Windhaag. Pfarrer Schwinghaimb und Lehrer Franz Fuchs beklagen sich über Bruckners Verhalten. Wegen Bruckners »Ungehorsam« beschwert sich Fuchs später nochmals, so daß Bruckner nach St. Florian zu Arneth zitiert wird. Als Ergebnis dieses Gesprächs erreicht Arneth die Versetzung Bruckners von Windhaag nach Kronstorf.", "Letzte Änderung": "02.09.2025 07:41"}, {"ID": 184300005, "Datum": "1843", "Haupttext": "Im »Verzeichnis des Personalstandes der deutschen Schulen in der Diözese Linz 1843« ist auf S. 23 notiert: »Gehilfe in Windhaag [/] geb. 1824 in Ansfelden, Trkr. [Traunkreis] [/] Geh. Zgß. 1841 [Lehrgehilfenzeugnis]« (*).\nEvtl. sind \"Nachspiel\" (WAB 126) und \"Andante\" (WAB 130) schon 1842/43 während der ersten Chorregentenzeit von Ignaz Traumihler entstanden. Bruckner hat für das \"Nachspiel\" die Exposition einer Fuge von Gottlieb Muffat als Modell benutzt und sich für das \"Andante\" an einem Improvisationsleitfaden von Joseph Drechsler von 1834 orientiert (**).", "Letzte Änderung": "24.06.2025 21:51"}, {"ID": 184300006, "Datum": "1843 bis 1847", "Haupttext": "Josef Seiberl ist Schulgehilfe in Hörsching. In dieser Zeit besuchte Bruckner öfters seinen Vetter Johann Weiß.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184301055, "Datum": "5.1.1843, Donnerstag", "Haupttext": "Erstes Datum in einem Heft »Schriftliche Aufsätze«.\r\nEs ist der 2. Musterbrief; Bruckner hielt die Nummerierung aber nur bis zur Nr. 6 durch.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:23"}, {"ID": 184301195, "Datum": "19.1.1843, Donnerstag", "Haupttext": "Dienst in Windhaag beendet. Bruckner erhält wohlwollende Zeugnisse von Franz Fuchs (*) und Pfarrer Franz von Schwinghaimb (**):\r\n(*) »Zeugniß.\r\n   Unterzeichneter ertheilet hiemit dem Herrn Anton Bruckner das Zeugniß, daß selber durch 1 Jahr und 4 Monathe in hiesiger Trivialschule als Lehrgehülfe gedienet, und sich während dieser Zeit durch sein sittliches Betragen, und durch unermüdeten Fleiß und Geschicklichkeit im Lehrfache sich stets ausgezeichnet habe. Uiberdieß hat er den mit dem Lehrfache verbundenen Meßnerdienst mit vieler Genauigkeit verrichtet, daß ich ihn mit Recht besonders als einen Gehülfen empfehlen kann.\r\nWindhaag den 19te Jänner 1843.\r\nFranz Fuchsmp\r\nSchullehrer.« (*).\n(**) »Zeugniß.\r\nDem Anton Prucker, Lehrgehülfen an der Trivial-Schule zu Windhaag im Dekanate Freystadt vom 3ten Oktober 1841 bis zum 19ten Jänner 1843 wird hiemit auf sein Ansuchen bey Gelegenheit seiner Versetzung in die Gegend des Stiftes St. Florian das wohlverdiente Zeugniß ertheilet, daß derselbe durch seinen Fleiß im Lehrfache, seine achtungsvolle Unterwürfigkeit gegen seine Seelsorger u Katecheten, durch gute Behandlung der Schuljugend, auferbauliches Betragen bey den Verrichtungen der Meßnerdienste, so wie überhaupt durch sein wohlgesittetes Betragen die volle Zufriedenheit des Unterzeichneten sich erworben habe, auch hat sich derselbe mit Vergnügen überzeugt, daß Anton Pruckner auch seine freyen Stunden mit allen Fleiße dazu verwendet habe, um sich in der Kirchenmusik immer mehr zu vervollkommnen, und auch andere Kenntnisse besonders in der für den Text der Kirchenmusik nicht überflüssigen lateinischen Sprache zu erwerben.\r\n   Derselbe wird daher seinen künftigen Vorgesetzten hiemit bestens empfohlen.\r\nPfarr Windhaag am 19ten Jänner 1843.\r\nFranz von Schwinghaimbmp\r\nGstl. R. u. Pfarrer.\nDieses Zeugniß wird auch dem vollen Inhalte nach hiermit bestättiget vom Dekanate und v. d. Schulen-Districts-Aufsicht zu Freystadt am 20. Jänner 1843.\r\nJos. Leuthäuser mp\r\nw. K. - R [Konsistorial-Rat?], Dech u Sch.D.A. [Schuldistricts-Aufseher]« (**).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 12:12"}, {"ID": 184301205, "Datum": "20.1.1843, Freitag", "Haupttext": "Bestätigung des gestrigen Zeugnisses durch den Kirchenrat in Freystadt, Josef Leuthäuser: »Dieses Zeugnis wird auch dem vollen Inhalte nach hiermit bestättiget vom Dekanate und von der Schulen-Districts-Aufsicht zu Freystadt am 20. Jänner 1843. [/] Jos. Leuthäuser mp [/] Kirchenrath, Dechant und Schuldistricts-Aufseher.", "Letzte Änderung": "13.11.2024 07:55"}, {"ID": 184301235, "Datum": "23.1.1843, Montag", "Haupttext": "Anstellungsdekret für den Schulgehilfendienst in Kronstorf, unterzeichnet vom Dechant und Schul-Distrikts-Aufseher Johann Paul Vorbuchner, Pfarrer zu Niederneukirchen. Bruckners Vorgänger war Jakob Schopper (*).\r\nDer Text des Dekrets lautet:\r\n   »Anstellungsdekret.\r\nVon gefertigter Dekanatsschulenaufsicht wird bei dem Umstande, daß der Herr Schullehrer Franz Seraph Lehofer seit mehreren Jahren mit Brustleiden zu kämpfen [hat], und daher seine sonst so eifrig vollzogenen Pflichten in der Schule nicht mehr nach Wunsch und Kräften zu erfüllen im Stande ist, nach dem Uibertritte des vorigen aushelfenden Lehrgehülfen Jakob Schopper in die erste Klasse der Stadtschule Enns nun an dessen Stelle der von Ansfelden ao [= anno] 824 gebürtige, und zu Linz in einem zehnmonatlichen Proporandenlehrkurse [sic] 841 mit guten und sehr guten Noten geprüfte Schullehrerssohn Anton Bruckner, und nun vom Octob. 841 bis 19ten Jäner 843 bei der Pfarrschule Windhaag im Dekanate Freystadt als Gehülfe angestellt gewesen vom heutigen Tage an bei der Pfarrschule Kronstorf als Schulgehülfe angestellt.\r\n   Man versieht sich zu dem Neuangestellten, daß er durch fortgesetzten Fleiß im praktischen Lehramte sowohl, als auch in seinen Mussestunden durch Fort- und Ausbildung der pädagogischen Kenntnisse die Anforderungen und Hoffnungen rechtfertige, welche die gefertigte Stelle sowohl als auch alle seine Gönner auf ihn billig setzen, und er daher auf eine sonst kluge Art die Kinder behandle, die Schuldisciplin mitbefördere, auch im Musikchor- und Meßneraushülfdienste mit bescheidnem Eifer sich benehme, so wie überhaupt durch ein wohlanständiges und strenggesittetes Betragen das Vertrauen der Gemeinde und die Zufriedenheit seiner geistl- u - weltlichen Vorgesetzte[n] zu erringen stets sich angelegen seyn lasse.\r\n   Dekanat und Schulendistriktsaufsicht Enns zu Niederneukirchen den 23ten Jäner 1843. \r\nJoh. Paul VorbuchnerCRG, Dechant und Sch. Distr. Aufs.\r\nlandesf[ürstlicher] Pf[arrer] zu Niederneukirchen.« [vgl. 17.12.1843]", "Letzte Änderung": "12.12.2024 20:20"}, {"ID": 184302011, "Datum": "ca. ab Februar 1843 bis 1845", "Haupttext": "Bruckner wohnt wie sein Vorgesetzter, Franz Seraph Lehofer, im alten Schulhaus (*). Er fühlt sich im Kreise dieser Familie sehr wohl (**).\r\n   Von seinen Schülern (z.B. Franz Huber und Barbara Bürstinger [siehe die Anmerkung]) liegen einige Erinnerungsberichte vor (***).\r\nEinmal besuchte ihn auch Karl Seiberl in Kronstorf (°).", "Letzte Änderung": "07.09.2025 05:27"}, {"ID": 184302012, "Datum": "Kronstorfer Zeit (ab Februar 1843)", "Haupttext": "Bruckner lernt den musikliebenden Großbauern Michael Födermayr kennen, der ihm ein Spinett leiht (*).\nDie Gründung eines Männerquartetts geht auf Kontakte mit Hans Schläger in St. Florian zurück (**).\nEmpfehlungsschreiben an den Steyrer Pfarrer Joseph Plersch [siehe die Anmerkung]: Bruckner darf in Steyr Orgel spielen (°); er wird dort mit Karoline Eberstaller aus dem Schubert-Kreis bekannt (°°) und freundet sich mit dem Lehrer Georg Pointner (°°°) und Friedrich Schiffner (#) an.\nBei Leopold von Zenetti in Enns vertieft Bruckner dreimal wöchentlich seine musikalische Ausbildung. Hauptwerke sind Bach-Choräle, das »Wohltemperierte Klavier« und D. G. Türks Lehrbücher über das Generalbaßspiel und über die Pflichten eines Organisten. Aus dieser Zeit stammt auch die Niederschrift [Bruckners? siehe die Anmerkung] der \"Kurzen Generalbaßregeln\" [WAB 258] (##).\nBruckner soll durch Zenetti auch folgende Werke kennengelernt haben: \"Anfangsgründe des Generalbasses\" von J. B. Wanhal, Wien 1817 (###), \"Generalbass oder Pathietur\" [recte \"Generalbass oder Partitur\"?] von Fr. May (Abschrift 1819) (a), \"Vorbereitung für Klavierschüler zum Generalbass\" von Johann Keinerstorfer (b), \"Anleitung zur richtigen Begleitung der vorgeschriebenen Kirchengesänge wie auch zum Generalbass\" von Ambros Rieder (Abschrift 1830) (c), \"Partitur-Fundament\" von Michael Haydn (Salzburg 1833) und \"Praktische Generalbass-Schule\" op. 49 von Simon Sechter (Wien 1830) (d).\r\n[Siehe auch die Anmerkung]\nAus Zenettis Nachlaß haben sich u.a. Abschriften von Mozarts Messe in F-Dur, KV 192, von Haydns Nelson-Messe, von Gradualien Michael Haydns, von Beethovens Messe in C-Dur und von 6 Tantum ergo Robert Führers erhalten (e).\r\nZenetti besaß über 30 Kompositionen von Joseph Haydn (e1).\nDie Kronstorfer Orgel dieser Zeit war von Johann Jakob Haas aus Mondsee 1772 für die Treintenkapelle in Steyr erbaut und 1785 nach Kronstorf übertragen worden. 1843 wurden Reparaturen unternommen. 1879 wurde das Instrument durch einen Neubau Matthäus Maurachers (II/11) ersetzt. In Enns stand eine von Franz Xaver Chrismann um 1779/80 erbaute Orgel (II/16), die 1881 von Matthäus Mauracher umgebaut wurde (nun mit 23 Registern). Ebenfalls von Chrismann (1777 - 1779) stammte die Orgel in Steyr (II/26) (f).\nMöglicherweise entsteht auch ein \"Exaudi\" in G-Dur [WAB 330] (Eigenkomposition oder Abschrift eines Werkes von Aumann?) (g).\nVermutlich war Bruckner auch bei den Aufführungen der Kirchenmusikwerke von Franz Gleißner (Messe in G-Dur, A-KRO 44) und Joseph Preindl (Ad te Domine levavi A-KRO 72) beteiligt, was deren überlieferte Aufführungsdaten nahelegen (h).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 07:57"}, {"ID": 184302014, "Datum": "um 1843 (ab Februar 1843)", "Haupttext": "In Kronstorf entstehen die Werke »Libera me« (I) [WAB 21] (*), »Tantum ergo« [WAB 32] (für St. Florian) (**), »Asperges me« [WAB 4] (°), »Messe ohne Gloria und Credo« [WAB 146] (°°), »Litanei« [WAB 132] und »Salve Maria« [WAB 134] (#).\r\n   »Litanei« und »Salve Maria« gelten als verschollen.", "Letzte Änderung": "17.10.2024 22:19"}, {"ID": 184302016, "Datum": "1843  (ab Februar 1843)", "Haupttext": "Komposition des Männerchores »An dem Feste« (Text vom Kronstorfer Pfarrer Alois Knauer, gewidmet dem Ennser Pfarrer Ritter v. Peßler) [WAB 59] (*) und seiner Umtextierung »Freudig laßt das Lied erschallen« (»Festlied«, Text von Ludwig Kraus) [WAB 59, früher WAB 67].\r\nBruckner beschriftete das Blatt folgendermaßen:\r\n   »Tafellied zum Geburtsfest des [/] Hochw. Herrn Dechants, u. Stadtpfs. zu Enns, [/] Joseph Ritter v. Peßler, am 19. Septb. 1843« (links) und »Text von Alois Knauer, Pfr. zu Kronstorf [/] Melodie v. Anton Bruckner, Lehrer zu Kronstorf.« (rechts) (*).\r\nDie Stimmen tragen den Titel\r\n   »Männer-Chor [/] für [/] 2 Tenöre und [/] 2 Bäße [/] von Sr. H. Pfarrer Alois Knauer [/] das Gedicht, gewidmet auf das feyer-[/]liche Geburtsfest des Hochw. H. Dechants [/] in Enns. [/] Anton Brucknermp, Unterlehrer in [/] Kronstorf 1845.« (**).", "Letzte Änderung": "07.02.2023 08:27"}, {"ID": 184302235, "Datum": "23.2.1843, Donnerstag", "Haupttext": "Später eingefügte Datierung \"den 23. Feb. 843\" in Bruckners eigenhändiger Niederschrift von Diktataufgaben und Musterbriefen auf S. 17.\n\"Liebe Schwester! [...]\" - \"Liebste Mutter!\" - \"Liebe Freundinn!\"", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:23"}, {"ID": 184304135, "Datum": "13.4.1843, Gründonnerstag", "Haupttext": "[Fraglich! recte 1845/46?]\nMögliches Aufführungsdatum der »Messe ohne Gloria« [WAB 146], falls sie schon 1843 entstanden ist (*).\nWeitere Anlässe können die Adventszeit (1843) und die Fastenzeit (1844) gewesen sein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184304175, "Datum": "(17.4.1843, Ostermontag)", "Haupttext": "Konzert in Enns mit Werken von Weber, Mayseder, Beethoven, Meyerbeer und Lortzing.", "Letzte Änderung": "04.04.2025 14:01"}, {"ID": 184304235, "Datum": "(23.4.1843, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung einer Arie von Paisiello, umgearbeitet in das Offertorium \"Gaudens gaudebo in Domino\", in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184305125, "Datum": "(12.5.1843, Freitag)", "Haupttext": "50jähriges Priesterjubiläum von Bischof Ziegler.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184306045, "Datum": "4.6.1843, Sonntag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Firmung von Ignaz Bruckner. Franz Sailer ist Firmpate.", "Letzte Änderung": "12.06.2025 19:51"}, {"ID": 184306055, "Datum": "5.6.1843, Pfingstmontag", "Haupttext": "Aufführung eines Offertoriums in B-Dur von Joseph Preindl in der Kronstorfer Kirche.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184307125, "Datum": "12.7.1843, Mittwoch", "Haupttext": "Schreibübung von [Bruckners Kronstorfer Schüler] Leopold Gamper [siehe die Anmerkung].\n\"Sehr groß ist der Nutzen, den uns die Pflanzen und Bäume verschaffen [...] Schule Kronstorf den 12. July 1843 / Leopold Gamper\"\nLiegt dem Heft \"Schriftliche Aufsätze\" bei.\n(*) Eine weitere undatierte Beilage betrifft fünf Marienlieder.", "Letzte Änderung": "05.04.2025 12:06"}, {"ID": 184308315, "Datum": "(31.8.1843, Donnerstag)", "Haupttext": "Konzert in Enns mit Werken von Mozart, Reissiger und Weber.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184309195, "Datum": "19.9.1843, Dienstag", "Haupttext": "»An dem Feste« [WAB 59] zum Geburtstag des Dechanten und Stadtpfarrers in Enns, Josef Ritter von Peßler, aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184311145, "Datum": "(14.11.1843, Dienstag)", "Haupttext": "Linzer Erstaufführung von Lortzings »Wildschütz«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184311265, "Datum": "26.11.1843, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung einer Messe in G-Dur von Franz Gleissner in Kronstorf.", "Letzte Änderung": "13.10.2024 20:16"}, {"ID": 184312175, "Datum": "17.12.1843, Sonntag", "Haupttext": "Sichtvermerk (gez. v. Dornfeld) des Steyrer Traunkreis-Amtes auf dem Anstellungsdekret für Kronstorf vom 23.1.1843: »Vidi [/] k. k. Traunkreis-Amt. [/] Steyr, den 17. Dezember 1843. [/] v. Dornfeld.«", "Letzte Änderung": "24.09.2024 21:56"}, {"ID": 184400005, "Datum": "1844", "Haupttext": "Komposition der Choralmesse für den Gründonnerstag [= Christus factus est (I)] [WAB 9], in der Bruckner (»comp. 844. [/] Anton Brucknermp [/] Unterlehrer in Windhag.«) auf das Sanctus der »Messe ohne Gloria und Credo« [WAB 146] zurückgreift [(?) siehe die Anmerkung] (*).", "Letzte Änderung": "04.04.2025 14:05"}, {"ID": 184403006, "Datum": "ca. März 1844", "Haupttext": "[nicht gesichert! siehe die Anmerkung]\nZur ersten Probe der »Choralmesse für den Gründonnerstag« {WAB 9] erscheint überhaupt kein Sänger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184403255, "Datum": "25.3.1844, Montag", "Haupttext": "Aufführung eines Offertoriums in B-Dur von Joseph Preindl in der Kronstorfer Kirche.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184404045, "Datum": "4.4.1844, Gründonnerstag", "Haupttext": "Mutmaßlicher Uraufführungstermin der »Choralmesse« (= Christus factus est) [WAB 9] in Kronstorf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184408155, "Datum": "15.8.1844, Donnerstag (Mariae Himmelfahrt)", "Haupttext": "Aufführung eines Offertoriums in B-Dur von Joseph Preindl in der Kronstorfer Kirche.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184409004, "Datum": "vor September 1844", "Haupttext": "Vermutlich erste Kontakte mit Friedrich Schiffner und Mathias Leutgäb in Enns.", "Letzte Änderung": "09.12.2024 14:08"}, {"ID": 184412317, "Datum": "1844/45", "Haupttext": "Komposition des »Tantum ergo« A-Dur [WAB 43] und (im selben Manuskript) des Chorals »Dir, Herr, Dir will ich mich ergeben« [WAB 12]. [zur Datierung siehe die Anmerkung].\r\n \nSpätere Korrekturen und Anmerkungen im Autograph von der Hand Joseph Anton Pfeiffers aus Seitenstetten.", "Letzte Änderung": "09.11.2024 16:41"}, {"ID": 184500004, "Datum": "1845 in Kronstorf", "Haupttext": "Komposition der zwei »Asperges me« (für die Fastensonntage) [WAB 3] (*), der verschollenen Ergänzungen zur Choralmesse [WAB 9] (Kyrie und Gloria [WAB 227]) (**), des Requiems [WAB 133] (falsche Zuschreibung, verschollen) [siehe die Anmerkung] (°) und (ca. Mai/Juni) von »Vergißmeinnicht« [WAB 93] (°°), die 2. Fassung für den Kronstorfer Pfarrer Alois Knauer, die 3. Fassung für den St. Florianer Chorherrn und Kanzleidirektor Friedrich Mayr. Außerdem Skizzen zu Kyrie und Gloria der b-moll-Messe [WAB 29] (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184501014, "Datum": "Anfang 1845", "Haupttext": "Karl Seiberl besucht Bruckner, der über das »Kaiser-Lied« improvisiert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184502096, "Datum": "9.2. - 2.3.1845, Fastensonntage", "Haupttext": "Mögliche Aufführungsdaten des ersten der zwei »Asperges me« [WAB 3].", "Letzte Änderung": "12.04.2025 22:10"}, {"ID": 184503005, "Datum": "März 1845", "Haupttext": "Requiem für 4-stimmigen Männerchor und Orgel [WAB 133? oder eine Komposition von Weiß?] in Kirchberg bei Eferding anläßlich des Todes von Johann Nepomuk Deschl aufgeführt. Bruckner spielt den Orgelpart (*).\nBruckners Autorschaft ist stark anzuzweifeln. Eher wäre an Johann Baptist Weiß zu denken (*a).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 09:53"}, {"ID": 184503095, "Datum": "9.3.1845, Passionssonntag", "Haupttext": "Mögliches Aufführungsdatum des zweiten der »Asperges me« [WAB 3].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184504185, "Datum": "18.4.1845, Freitag", "Haupttext": "Kundmachung des Bischöflichen Konsistoriums in Linz (als »Currende«): Termin der »Lehrer-Konkursprüfung« am 27. und 28.5.1845. Die Schuldistrikts-Aufsicht solle die Dokumente der fraglichen Kandidaten bis spätestens 23.5.1845 nach Linz einsenden. Unterschrift des Kanzlers J. Aigner.\r\n[Bruckners Bestätigung siehe 7.5.1845]", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:13"}, {"ID": 184505056, "Datum": "5. bis 9.5.1845, Montag bis Freitag", "Haupttext": "In diesem Zeitraum befand sich die Currende vom 18.4.1845 im Dekanat Enns im Rundlauf, wurde also auch Bruckner bekannt gegeben – am 7.5.1845:\r\n\"Kronstorf den 7. May 845. | Fr. Ser. Lehofer | Schullehr.| Anton Brucknermp. | Gehülf.\"", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:42"}, {"ID": 184505125, "Datum": "12.5.1845, Pfingstmontag", "Haupttext": "Zeugnis des Kronstorfer Lehrers Franz Seraph Lehofer. Als Vertreter der Gemeinde unterschreiben die Richter Michael Rosentritt, Mathias Mühlberghuber und Johann Georg Mayerjörg, ferner der provisorische Ortsschulaufseher Johann Georg Latschgner und [noch nicht vom Gesetz vorgeschrieben] das Distriktskommissariat St. Florian (*a) [Ruckensteiner].\r\nDiese Bescheinigung wurde gebraucht für die Anmeldung zur »Lehrer-Konkursprüfung« [bis spätestens 23.5.1845] (*b).\nDer Text lautet:\r\n»Zeugniß \r\n   Daß Herr Anton Bruckner, Schulgehülfe an der Pfarrschule zu Kronstorf seit der Zeit seiner Anstellung, d. i. v. 23. Jänner 1843 bis gegenwärtig, stets durch unermüdeten Fleiß im Unterrichte, durch liebevolle Behandlung der Kinder, durch Geschicklichkeit und Eifer in der Kirchenmusik und durch einen sehr ehrbaren und musterhaften Lebenswandel sich auszeichnete, wird hiermit bezeuget.\r\nKronstorf, den 12. May 1845.\r\nFranz Seraph Lehofer\r\nSchullehrer.\r\nJohann Georg Latschgner,\r\npro[vi]so[rischer] Ortsschulaufseher\r\nMichael Rosentritt Richter.\r\nMathias Mühlberghuber Richter.\r\nJoh. Georg Mayerjörg Richter\r\n[links unten:] Wird auch von Seite dieses DCates [Districtscommissariates] als vollkommen wahr bestättigt.\r\nDCaat [Districtscommissariat] StFlorian, am 12.t May 1845.\r\nRuckensteiner DCoar. [DistrictsCommissar]\" (*). -\r\n \n\"Lehrgehülfen-Zeugnis\" des Kronstorfer Pfarrers Alois Knauer (\"behufs der Lehrerprüfung\"), mit gleichem Datum von J. P. Vorbuchner, Schuldistriktsaufseher in Niederneukirchen, bestätigt. Der Text lautet:\r\n\"Lehrgehulfen-Zeugniß.\r\nDem Anton Bruckner, kath[olischer] Rlg [Religion], 20 J alt, einem von Ansfelden im Tr Kr [Traunkreis] gebürtigen Schullehrers-Sohn, wird auf sein Ansuchen behufs der Lehrerprüfung das Zeugniß ertheilet, daß er als Lehrgehülfe durch circa 2 1/4 Jahre dem Elementarunterrichte der hiesigen Trivial-Wochen- und Sonntagsschule für die Person des kränklichten Hr. Schullehrers vorstand, und sich in dieser Eigenschaft durch seinen Eifer, geschickte Methode und zweckmäßige Behandlung der Schüler die bey Gelegenheit der guten Prüfungsresultate stets geäußerte Zufriedenheit einer hochwuerdigen Schulendistrictsaufsicht und somit auch die des Gezeichneten vollends erwarb; so wie auch, daß er als Cantor durch viele Kenntniße und großen Eifer in der Kirchenmusik, im Meßnerdienst, durch die pünktlichsten Leistungen, und in jeder dieser Beziehungen durch ein christlich sittliches Betragen, verbunden mit einem stets willigen Benehmen gegen den Gefertigten, sich die gleiche volle Zufriedenheit desselben zu seiner allseitigen besten Empfehlung erworben habe.\r\nPfarrexpositursamt Kronstorf,\r\nden 12. May 845.\r\nAlois Knauer\r\nPfarrer\r\nWird von der hochw. Schulendistriktsaufsicht Enns zu Niederneukirchen vollkommen bestättigt den 12. May 1845. J. P. Vorbuchner Dechant\" (**).", "Letzte Änderung": "04.04.2025 14:11"}, {"ID": 184505235, "Datum": "23.5.1845, Freitag", "Haupttext": "Stichtag für die Einsendung der zur Lehrer-Prüfung erforderlichen Dokumente (Vorprüfungs-Elaborat, Taufschein [10.10.1840], Präparanden-Zeugnis [16.8.1841], Musik-Zeugnis [30.7.1841], Zeugnisse des Pfarrers, des Schulmeisters und der Gemeinde [12.5.1845]).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184505276, "Datum": "27. und 28.5.1845, Dienstag und Mittwoch", "Haupttext": "Lehrer-Prüfung beim bischöflichen Konsistorium in Linz.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 15:58"}, {"ID": 184505295, "Datum": "29.5.1845, Donnerstag", "Haupttext": "Nach Linz zur Prüfung in den musikalischen Fächern durch Dürrnberger: Fuge über ein Thema von Joseph Preindl, Orgelimprovisation über das Kopfthema des Graduales »Tres sunt, qui testimonium dant« von Michael Haydn (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184505317, "Datum": "Mai/Juni 1845", "Haupttext": "Vermutlich: Komposition von »Vergißmeinnicht« [WAB 93], 1. Fassung noch vor dem 29. Mai (Bruckner unterschreibt das Titelblatt als »Cand.«), die 2. Fassung vor dem 21.6.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184506215, "Datum": "21.6.1845, Samstag", "Haupttext": "Widmungs- und mögliches Aufführungsdatum der 2. Fassung von »Vergißmeinnicht« [WAB 93]: Namenstag des Kronstorfer Pfarrers Alois Knauer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184506245, "Datum": "24.6.1845, Dienstag", "Haupttext": "Zeugnis über die am 29.5.1845 abgelegte Prüfung in den musikalischen Fächern, unterschrieben von Dr. Franz Rieder, F. Schierfenecker und Johann August Dürrnberger. Der Text lautet:\n\r\n»Zahl 92\r\nZeugniß.\r\nVorzeiger dieses Herr Anton Bruckner aus Ansfelden in Oesterreich ob der Enns gebürtig, hat sich an der kaiserl. königl. Normal-Hauptschule zu Linz im allgemeinen Musikfache und insbesondere in der Harmonie- und Generalbaß-Lehre einer ordentlichen Prüfung unterzogen, und bey derselben am 29. May 1845\r\nin der allgemeinen Musik-Theorie die erste Classe mit Vorzug\r\nin der Harmonik und im practischen Orgelspiele die erste Klasse mit Vorzug\r\nerhalten; und zugleich auch in der Vocal- und Instrumental-Musik, namentlich im Choral- und Figural-Gesange sehr empfehlenswerthe Kenntnisse und Fertigkeit bewiesen.\r\nZu Urkund dessen gegenwärtiges Zeugniß mit folgenden Unterschriften und dem gewöhnlichen Schul-Siegel bekräftigt wurde.\r\nLinz, den 24ten Juni 1845.\r\nDr. Franz Rieder, mp.,\r\nDiöces.-Schulen-Oberaufseher.\r\nF. Schierfenecker, mp.,\r\nDirector.\r\nProfessor J. Aug. Dürrnberger, mp.,\r\nHarmonie- und Generalbaß-Lehre.«", "Letzte Änderung": "09.12.2024 13:24"}, {"ID": 184506307, "Datum": "ca. Ende Juni 1845", "Haupttext": "Umarbeitung von »Vergißmeinnicht« [WAB 93] zur 3. Fassung, die dem St. Florianer Prälaten Friedrich Mayr gewidmet ist. Das Titelblatt und der Gedichttext wurden von einem Kalligraphen geschrieben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184507145, "Datum": "14.7.1845, Montag", "Haupttext": "Bruckner betreffende Datierung »erhielt die Adjustirung des [Präparandie]Zeugnißes ...« in einer Auflistung von Lehrgehilfen mit den zugehörigen Noten.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 19:32"}, {"ID": 184508195, "Datum": "19.8.1845, Dienstag", "Haupttext": "Nachbemerkung von Dr. Franz Rieder (Linz) auf dem Präparandie-Zeugnis vom 16.8.1841:\n\n   »Kann als Lehrer in Vorschlag gebracht werden.\n\nLinz, den 19 August 1845.\n\nDr. Franz Rieder, Schulenoberaufseher.«. \n\n[Dieser sogenannte »Adjustierungsvermerk« machte die Ausstellung eines separaten Zeugnisses überflüssig (*)].\nRechts unten notierte Bruckner später den Buchstaben \"D\" anlässlich der Bewerbung um die Linzer Organistenstelle am 18.12.1855 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184509234, "Datum": "vor dem 23.9.1845", "Haupttext": "Komposition des in Kronstorf für St. Florian geschriebenen »Tantum ergo« [WAB 32] - nach den meisten Abschriften zu schließen wohl aber schon 1843 (siehe dort).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184509235, "Datum": "23.9.1845, Dienstag", "Haupttext": "Zeugnis des Kronstorfer Lehrers Franz Seraph Lehofer. Der Text lautet:\n\r\n»Zeugniß.\r\nDaß Herr Anton Bruckner v. 23. Jänner 1843 bis 23. September 1845 an der Trivialschule zu Kronstorf als Lehrgehülfe gedient und während dieser Zeit durch unermüdeten Fleiß und Geschicklichkeit im Unterrichte, durch liebvolle Behandlung der Kinder, durch Eifer und Geschicklichkeit in der Kirchenmusik, durch genaue Besorgung des Meßnerdienstes außer den Schulstunden, und insbesonders durch einen sehr ehrbaren und untadelhaften Lebenswandel sich meine volle Zufriedenheit erwarb, wird hiemit bezeuget.\r\nKronstorf Schule, den 23. September 1845.\r\nFranz Seraph Lehofermp,\r\nSchullehrer.«", "Letzte Änderung": "04.04.2025 14:14"}, {"ID": 184509255, "Datum": "25.9.1845, Donnerstag", "Haupttext": "Zeugnis des Kronstorfer Pfarrers Alois Knauer: \n\r\n\"Lehrergehuelfen Zeugniß.\r\n     Dem Hrn. Lehrgehülfen Anton Bruckner, gebürtig von Ansfelden im Tr Kr [Traun-Kreis], 21 Jahre alt, wird bey seinem Übertritte als Lehrgehülfe zur Schule in St. Florian pfarrämtlich bestättiget:\r\n     Derselbe hat sich die circa 2 3/4 Jahre seines Hierseyns als einen sehr eifrigen, methodisch gebildeten Lehrer des Unterrichtes in voller Vertretung des Hrn. Schullehrers in der Wochen u. Sonntag-Schule, gewissenhafter Mitbeförderer der Zucht und religiösen Sittlichkeit der Jugend, so wie als sehr kenntnißreichen thätigen Leiter der Kirchenmusick und als erbaulichen genauen Verrichter der Meßnerdienste, in seinem Wandel aber durchaus als religiös moralischen Christen und namentlich im Verhältniße gegen den Gefertigten als Katecheten und Seelsorger mit ergebener Aufrichtigkeit bewiesen.\r\n     Er hat sich auch bey den jedesmaligen Schulprüfungen von Seite einer P. T. Hochwuerdigen Schulendistricts-Aufsicht den Ausdruck der Zufriedenheit erworben, und der Gefertigte, der ihn ungerne entläßt, machet sich ein wahres Vergnügen daraus, ihm dieß ehrenvolle Zeugniß zu seiner allseitigen und besten Empfehlung ertheilen zu können.\r\nPfarramt Kronstorf den 25 Septbr 1845.\r\nAlois Knauer,\r\nPfarrer. u. Katechet.\" (*).\nAnstellungsdekret für St. Florian, unterzeichnet von J.P. Vorbuchner, Niederneukirchen, (Schuldistriktsaufseher von Enns):\r\n»Anstellungsdekret.\r\n   Dem von der Pfarrschule Kronstorf zu der Pfarr- u - Marktschule S. Florian, beide im Dekanatsbezirke Enns gelegene Trivialschulen berufenen Lehramtsgehülfen Herrn Anton Bruckner wird hiemit von gefertigter Schulendistriktsaufsicht die Uibersiedelung und Anstellung als Iter sistemisirter Schulgehülfe bei der Pfarrschule St. Florian für das zweite grosse Lehrzimmer mit dem Auftrage ertheilt, daß er seinem bisher in Kronstorf an [den] Tag gelegten Fleiße, Ordnungsliebe, und Geschicklichkeit im Lehrfache und gute Kinderbehandlung nicht nur entsprechen, sondern auch noch mehr erhöhen, und mit dem bisher bewiesenen guten Lebenswandel verbinden, und hiedurch sich der ferneren Liebe und Hochachtung würdig zu erhalten beflissen seyn wolle.\r\nDekanat u - Schulendistriktsaufsicht Enns zu Niederneukirchen\r\nam 25. Septemb. 845.\r\nJ. P. VorbuchnerCRG,\r\nDechant, Sh.Distr.Aufs.\r\nu. l f [landesfürstlicher] Pfrr zu Niederneukirchen.\"\r\n[späterer Zusatz:] \"vDornfeld     Gesehen.\r\nK. K. Tr. Kreisamt\r\nSteyr am 2. Jänner 1846.\r\n[links unten:] An Hrn Anton Bruckner\r\nSchulgehülfe zu Kronstorf\" (**).\nAuf S. 4 eine Notiz \"A\" (als Beilage für ein Gesuch, aber nicht für den 18.12.1855 (***).", "Letzte Änderung": "07.08.2025 10:00"}, {"ID": 184509257, "Datum": "ab Ende September 1845", "Haupttext": "Der Schulgehilfe Bruckner, Nachfolger Hans Schlägers, wohnt bei der Lehrersfamilie Bogner (*) und erhält 36 Gulden Jahreslohn (**).\r\nEr ist bis 1849 supplierender [?(°)] Stiftsorganist (***).", "Letzte Änderung": "08.05.2025 22:10"}, {"ID": 184510015, "Datum": "1845/1846, St. Florian", "Haupttext": "Folgende Werke entstehen:\nDer Männerchor »Das Lied vom deutschen Vaterland« [WAB 78], [späterer Text der 2. bis 4. Strophe von F.X.Müller 1921 (*a)], Hans Schläger gewidmet (*); die Liedentwürfe »Mild wie Bäche« (Text von Marinelli?) [WAB 138] (**) und »Duetto« [WAB 137] (***), beide Prälat Michael Arneth zugedacht.\nZweifelhafte [?? siehe Anmerkung!] Kompositionen sind das »Herz-Jesu-Lied« [WAB 144], Text von Marinelli (?) (°)\nund [nicht vor 1856! siehe die Anmerkung] »O du liebes Jesukind« [WAB 145] (°°) für das Fest der Unschuldigen Kinder (28.12.) (°°°).", "Letzte Änderung": "01.12.2024 09:29"}, {"ID": 184510025, "Datum": "ab Herbst 1845, St. Florian", "Haupttext": "In St. Florian [einige Abschriften vermutlich auch früher] studiert Bruckner u.a. Werke von:\nAlbrechtsberger (a),\r\nAumann [vgl. 8.12.1846 und Weihnachtsfeste 1845 - 1849] [WAB 282], vier Responsorien [WAB 287, WAB 288, WAB 289, WAB 290] (b), (das »Ave Maria« vermutlich in der Kronstorfer Zeit entstanden (b1),\r\nBach (Fugen aus dem 1. Teil des Wohltemperierten Klaviers von Johann Sebastian Bach, BWV 865 [WAB 293], BWV 866 [WAB 294] und BWV 869 [WAB 295], ziemlich sicher nicht von Bruckner selbst abgeschrieben) (b2),\r\nCaldara (Graduale »Ostende nobis« [WAB 279] und Offertorium »In te Domine speravi« [WAB 285] zum 1. und 4. Advent 1845-1849), Fuge aus dem Graduale Benedictus es Deus [WAB 283] und Fuge aus dem Offertorium Ave Maria [WAB 284] (c),\r\nCurassier (Klavierstück »Trompetten-Marsch«) [WAB 327] (c1),\r\nEybler (Gloria-Fugen) [zu WAB 254] aus dem Gloria der Missa Sancti Mauritii [WAB 297] und der Missa Sancti Michaelis [WAB 298], Abschrift aus dem Gloria der Missa Sancti Wolfgangi [WAB 299], aus dem Offertorium Terra tremuit et quievit [WAB 286] (d),\r\nFrescobaldi,\r\nJosef Haydn (»Gloria«-Amen aus der Messe in G-Dur Hob. XXII/6 (St. Nikolaus) [WAB 301], vgl. 26.12.1845) (e)\r\nund Michael Haydn [vgl. 31.12.1845 »Te deum«, 11.4.1846 »Cäcilienmesse«, 1.11.1845-49 »Timete Dominum« und 2.11.1846 »Requiem«] [zu WAB 254] (f) und Deutsche Messe in B-Dur »Hier liegt vor deiner Majestät« [WAB 269] [siehe die Anmerkung] (f1),\r\nMarpurg (dessen Lehrbuch »Die Abhandlung von der Fuge«) [WAB 251 und WAB 255] (g),\r\ndarunter Notenbeispiele von Johann Christoph Pepusch, Johann Gottlieb Graun, Johann Joachim Quantz, Frescobaldi, Fux, Mattheson, Boivin und Hurlebusch (g1),\r\nMendelssohn (»Paulus«, vgl. 22.12.1847) [WAB 314] (h),\r\nMozart (Fuge KV 426, Fuge »In te domine« aus KV 141 [WAB 291] [vgl. 25.12.1845], Offertorium »Tremendum« [vgl. 29.7.1848], Fugen aus der Messe in D-Dur KV 194 [WAB 322] [vgl. 19.4.1846], Kanon aus dem Kyrie der Missa brevis in C-Dur KV 258 [WAB 308], Fugeneinsatz aus der Fantasie in f-Moll KV 608 [WAB 273]) (i)\r\nund [in der Florianer Zeit?] Abschrift eines fälschlich Mozart zugeschriebenen Requiems (KV Anh. 237) (i1),\r\nJoseph Anton Pfeiffer (Fuge in C-Dur, WAB 302) (i2),\r\nPreindl (nicht identifiziert) (j) und Preindl »Melodien von allen deutschen Kirchenliedern« [WAB 275] (j1),\r\nReissiger (Abschrift fremder Hand (laut Max Auer Johann Baptist Weiß) von Reissigers Fuge in Es aus der H-Dur-Messe [WAB 303] (j2),\r\nGeorg Reutter (Graduale »Deus Salvator Noster«, vgl. 26.10.1845) [WAB 278] (k),\r\nSpieß, Umlauff (Orgelstimme und Schlußchor-Fuge des Offertoriums »Jubilate Deo« [WAB 271], vgl. 22.11.1845 und 22.11.1847) (l) und\r\nZaininger (Fuge »Veni Sancti«) [WAB 320] (m).\nErhalten sind außerdem Abschriften von Cherubini (Orgelstimme des Offertoriums »Ecce panis angelorum« [WAB 280], aufgeführt am 22.6.1848, 19.6.1851 und 10.6.1852 (Fronleichnam, Fest Corpus Christi) und am 2.7.1854 und, eventuell erst 1886, »Agnus dei« aus einer Messe in C-Dur [WAB 326]) (n),\r\nBerardi (o),\r\nKirnberger (Zirkel-Canon) aus Marpurgs \"Abhandlung von der Fuge\" [WAB 251 und WAB 255] (p),\r\nPohl [zu WAB 254] (q),\r\nVanhal (Themenfragmente eines »Viderunt«) [recte: Michael Haydn WAB 316?] (r), Klaviersonate in Es-Dur, op. 32/2 [WAB 277] (r1), viertaktiges Fugenthema [WAB 312] (r2),\r\nNefischer (Offertorium »Protege Domine«, vgl. 31.12.1845) (s), - von Nefischer kam in diesen Jahren auch ein Requiem in Es zur Aufführung (s1) -,\r\nBeethoven (Fuge »Preiset ihn, Ihr Engelschöre« aus »Christus am Ölberg« ohne Aufführungsnachweis, Messe in C-dur, vgl. 29.7.1848) (t),\r\nKattinger (u),\r\nAiblinger (Fuge »Cum sanctis« aus dem Requiem, nach dem 28.8.1846) (v),\r\nHändel (»Hallelujah«-Fuge aus »Messias«, vgl. 11.4.1846) (w),\r\nKeinersdorfer (»Osterresponsorien«, vgl. 11.4.1846) (x) und\r\nunbekannten Autoren [zu WAB 254, zu WAB 327] (y), z.B. eine Klaviersonate (y1), einen »Canon auf einen gegebenen Choral« (y2), die Violinstimmen eines »Ave Maria« von Konstanze Geiger [= später Ruttenstein?] [WAB 324] (y3), ein »Alleluja ins Choral« und eine Klavier-Fuge in a-Moll [in WAB 327] (y4) und eine Orgel-Fantasie in As-Dur [in WAB 327] (y5).\n[wann?] Studienblatt mit Notizen zu Frescobaldi, Mattheson, Hurlebusch, Froberger [siehe die Anmerkung], Spiehs, zu Kirchentonarten (z1).\n[wann?] \"Canon auf einen gegebenen Choral gesetzt\" \"Par Ant. Reicha Paris 1824\" [WAB 313] (z2).\n[wann?] Skizze zu einem 4-stimmigen Chor \"stehts dann still in seinem Lauf, ziehts unser lieber Herrgott auf\" [WAB 237] recto und zu einer \"Fuga in G-Moll\" [WAB 245] verso (z3).\n[wann?] Abschrift eines \"Ave Maria\" von Sechter [recte Becker? Valentin Eduard Becker?] durch Bruckner [nicht gesichert] [WAB 307] (z4).\n[wann?] Abschrift [vermutlich nicht Bruckners Notenschrift] eines Variationenwerkes in E-Dur op. 45 von Joseph Mayseder [WAB 306] (z5).\n[wann?] Abschrift des Wanderlieds op. 14 von Heinrich Proch [ziemlich sicher der Notentext nicht von Bruckner] [WAB 276] (z6).\n[ohne Beteiligung Bruckners? wann?] \"Lamentationes Jeremiae\" (lat. Text mit deutscher Übersetzung) (z7).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 10:55"}, {"ID": 184510185, "Datum": "(18.10.1845, Samstag)", "Haupttext": "Anton Ehrenecker tritt seinen Dienst als Schulgehilfe in St. Florian an.", "Letzte Änderung": "09.05.2025 10:53"}, {"ID": 184510265, "Datum": "(26.10.1845, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Deus salvator noster« von Reutter in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184510315, "Datum": "31.10.1845, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird im St. Florianer Rentamts-Hauptbuch erstmals als Lohnempfänger erwähnt. Er erhält für die Zeit vom 25.9.1845 bis 31.10.1845 3 Gulden und 36 Kreuzer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184511015, "Datum": "(1.11.1845, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Timete Dominum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184511225, "Datum": "22.11.1845, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Jubilate Deo« von Umlauff in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184511305, "Datum": "30.11.1845, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Ostende nobis« und des Offertoriums »In te domine speravi« von Caldara in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184512215, "Datum": "21.12.1845, Sonntag (4. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Benedictus es deus« und des Offertoriums »Ave Maria« von Caldara in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184512255, "Datum": "(25.12.1845, Donnerstag)", "Haupttext": "[Vermutlich] Aufführung von Aumanns Responsorien »ad nativitatem« (zum Weihnachtsfest) in St. Florian (*).\r\nSicher dokumentiert ist die Aufführung des »Te deum« KV 141 von Mozart (**).", "Letzte Änderung": "27.03.2025 17:25"}, {"ID": 184512265, "Datum": "(26.12.1845, Freitag)", "Haupttext": "Aufführung von Joseph Haydns Messe in G-Dur (H. XXII/6, Nikolai-Messe) in St. Florian.", "Letzte Änderung": "27.03.2025 17:41"}, {"ID": 184512315, "Datum": "31.12.1845, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung einer Missa Solemnis in C-Dur von Albrechtsberger (*), eines Offertoriums »Protege domine« von Nefischer (**) und eines »Te deum« von Michael Haydn (***) in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184512317, "Datum": "1845/46", "Haupttext": "Skizze zu einer »Missa ex Gmoll pro Quadragesima« [WAB 140] (*).\nMöglicherweise Kontakte mit Alois Stelzhammer, der Bruckner in dieser Zeit das Kompositionslehrbuch Hch. Chr. Kochs geschenkt haben kann (**).", "Letzte Änderung": "02.09.2025 11:17"}, {"ID": 184601011, "Datum": "ca. ab 1846", "Haupttext": "Bruckner eignet sich [wohl erst 1849-51 (#)] Physik- und bei dem Novizen Josef Rom [erst ca. 1855 (#)] Latein-Kenntnisse an. Orgel studiert er beim Stiftsorganisten Kattinger.\r\n   Er gibt auch selbst Privatunterricht, z.B. bei den Grafen in Tillysburg (*) [= Graf O'Hegerty (**)].\n[zwischen 1846 und 1855]\r\nFür Emma O'Hegerty schreibt er kleine irische Lieder [WAB 229] als Geburtstagsgeschenke, die die Empfängerin vor ihrem Tod vernichtet haben soll (***).\nVon 1845 bis 1850 erhielt Bruckner öfters Besuch von Karl Seiberl aus Linz (°).", "Letzte Änderung": "03.09.2024 19:34"}, {"ID": 184601012, "Datum": "ca. 1846 ?", "Haupttext": "Zu Beginn seiner Florianer Jahre besucht Bruckner den Organisten Trambauer {recte Traunbauer] im Stift Admont, wo er auf der Krismann-Orgel spielt.\r\nDie 1781/82 erbaute Orgel (III/42) war 1815 von Peter Hötzel repariert worden, 1856 wurde sie von Ludwig Mooser aus Salzburg (1807 - 1881) \"gründlich renoviert, 1865 wurde sie beim Brand zerstört (*).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 16:49"}, {"ID": 184601013, "Datum": "1846", "Haupttext": "Es entstehen u.a. die Skizze zu einer Es-Dur-Messe [WAB 139] (*), die dem Regenschori (= Eduard Kurz) gewidmeten (*a) 4 Tantum ergo in B, As, Es und C für Chor und Orgel [WAB 41] (**), [? siehe Anmerkung] das Ignaz Traumihler gewidmete Vorspiel für Orgel [WAB 130] (***), möglicherweise auch das Nachspiel [WAB 126] (°) und das der Gattin des St. Florianer Bürgermeisters Schlager zum Namenstag gewidmete »Ständchen« [WAB 84] (°°) nach demselben Text wie 1845 WAB 137.\nBruckner trägt sich (als Lehrer in St. Florian) im »Buch der Ehre und des Fleißes« ein [20.8.1846)] (°°°).\nIm \"Verzeichnis des Personalstandes der deutschen Schulen in der Diöcese Linz\" (Linz 1846) ist Bruckner verzeichnet:\r\n\"[... Michael Bogner, geb. 1802 ...]\r\nGhlf. 1. Hr. Ant. Bruckner, geb. 1824 zu Ansfelden im Trkr., Geh. Zgß. von Linz 1841, adjst. in Linz 1843, ang. Mitgl. d. Pens. Inst.\r\n[2. Anton Ehrenecker, geb. 1826 ...]\" (##).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184601025, "Datum": "2.1.1846, Freitag", "Haupttext": "Sichtvermerk »v. Dornfeld« (Steyr) auf dem Anstellungsdekret vom 25.9.1845.", "Letzte Änderung": "24.09.2024 21:58"}, {"ID": 184602014, "Datum": "Februar 1846", "Haupttext": "Komposition des 5-stimmigen Tantum ergo in D-Dur [WAB 42] \n\n»Tantum ergo\n\nin D\n\nfür 2 Sopran\n\nAlt\n\nTenor\n\nBaß\n\nu. Orgelbegleitung.\n\nAnton Brucknermp.\n\nFebr. 846.« (Titelseite) (*). Auf dem gleichen Autograph (auf fol 2r) befinden sich 15 Takte Kontrapunktaufzeichnungen und 8 Takte eines Klavierstückes in C-Dur (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184603265, "Datum": "(26.3.1846, Donnerstag)", "Haupttext": "Die Direktion der Normal-Hauptschule beantragt beim Bischöflichen Konsistorium die Goldene Zivil-Verdienstmedaille für Joh. Aug. Dürrnberger, dessen Verdienste ausführlich gewürdigt werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184604115, "Datum": "(11.4.1846, Karsamstag)", "Haupttext": "Aufführung der C-Dur-Messe (Cäcilienmesse) von Michael Haydn in St. Florian (*). Aufführung des »Hallelujah« aus Händels »Messias« in St. Florian (**), vermutlich auch der Osterresponsorien »Gloria Patri« von Keinersdorfer (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184604135, "Datum": "(13.4.1846, Ostermontag)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian [?] (*).\r\nAufführung einer Messe in G-Dur von Eibler [recte: Eybler] in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184604195, "Datum": "(19.4.1846, Weißer Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung der Messe in D-Dur KV 194 von Mozart in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184605025, "Datum": "2.5.1846, Samstag", "Haupttext": "Aufführung eines Requiems in F von Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184606025, "Datum": "(2.6.1846, Dienstag [?])", "Haupttext": "[recte 1.6.1846, Pfingstmontag?] Aufführung der D-Dur-Messe (St. Wolfgang) von Eibler [Eybler] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184606095, "Datum": "9.6.1846, Dienstag", "Haupttext": "Fertigstellung des im Februar 1846 begonnenen Tantum ergo in D-Dur [WAB 42].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184606285, "Datum": "28.6.1846, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Propitius esto« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184607295, "Datum": "(29.7.1846, Mittwoch)", "Haupttext": "Aufführung von Joseph Haydns Messe in G-Dur (H. XXII/6, Nikolai-Messe) in St. Florian [anläßlich des Namensfestes des Prälaten?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184608115, "Datum": "(11.8.1846, Dienstag)", "Haupttext": "Aufführung der »Responsoria ad resurrectionem« [WAB 315] von Keinersdorfer in St. Florian.", "Letzte Änderung": "14.04.2023 08:13"}, {"ID": 184608205, "Datum": "20.8.1846, Donnerstag", "Haupttext": "Im 2. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 1. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1846.\n[mittig:] 1. Abtheilung\n[linke Spalte:]\nKnaben | 1. Kattinger Friedrich | 2. Spalt Franz | 3. Breslmayr Franz | 4. Holzner Leopold | 5. Schachermayr Karl | 6. Ruckensteiner Karl | 7. Guger Leopold | 8. Zaiser Karl | 9. Unger Sebastian.\n[rechte Spalte:]\nMädchen | 1. Mayr Elisabeth | 2. Stummer Josefa | 3. Mauhart Magdalena | 4. Schilhuber Anna | 5. Hobecker Anna | 6. Traunfellner Theres | 7. Schedlberger Maria | 8. Leeb Theres. | 9. Hofler Elisabeth | 10. Eckl Magdalena | 11. Lettmayr Anna.\n[darunter, mittig:]\n2. Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Fürhapper Franz | 2. Heibl Franz | 3. Jägerbaur Georg | 4. Krennmayr Kamillo | 5. Rupprecht Michael | 6. Stummer Franz | 7. Schäfler Franz | 8. Ruckensteiner Georg | 9. Aichinger Georg | 10. Liedlbaur Johann | 11. Schneidergruber Johann | 12. Neustifter Franz | 13. Loidl Anton | 14. Arzt Leopold. | 15. Födermayr Franz | 16. Hirtmayr Sebastian | 17. Födermayr Johann.\n[rechte Spalte:]\n1. Mayrin Katharina | 2. Vogl Josefa | 3. Heibl Maria | 4. Hamberger Anna | 5. Bogner Amalia | 6. Schachermayr Theres | 7. Holzner Klara | 8. Lichtenberger Barbara | 9. Radinger Aloisia | 10. Jägerbaur AMaria [Anna Maria?] | 11. Parzer Katharina | 12. Pickl AMaria [Anna Maria?] | 13. Fallnicht Elisabeth | 14. Bernauer Anna | 15. Mauhart Anna | 16. Kirchmayr Maria.\n[rechts unten:]\nAm 20. August. | ABrucknermp\"", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:57"}, {"ID": 184608286, "Datum": "nach dem 28.8.1846", "Haupttext": "[nicht \"nach dem 28.5.1846\" – siehe die Anmerkung] \r\nAufführung eines Requiems von Aiblinger in St. Florian.", "Letzte Änderung": "10.09.2025 06:35"}, {"ID": 184611015, "Datum": "(1.11.1846, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Timete Dominum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184611025, "Datum": "(2.11.1846, Montag)", "Haupttext": "Aufführung des Requiems in c-Moll von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184611295, "Datum": "29.11.1846, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Ostende nobis« und des Offertoriums »In te domine speravi« von Caldara in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184612085, "Datum": "8.12.1846, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung eines »Ave Maria« in D-Dur von Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184612205, "Datum": "20.12.1846, Sonntag (4. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Benedictus es deus« und des Offertoriums »Ave Maria« von Caldara in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184612255, "Datum": "(25.12.1846, Freitag)", "Haupttext": "[Vermutlich] Aufführung von Aumanns Responsorien »ad nativitatem« (zum Weihnachtsfest) in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184612315, "Datum": "(31.12.1846, Donnerstag) [?]", "Haupttext": "Aufführung der Missa Solemnis in C-Dur von Albrechtsberger in St. Florian (*).\nSchreiben von Johann Paul Vorbuchner mit einer empfehlenden Beurteilung des Lehrers Michael Bogner (**).", "Letzte Änderung": "29.06.2025 08:41"}, {"ID": 184700005, "Datum": "1847", "Haupttext": "Bruckner trägt sich (als Lehrer in St. Florian) im »Buch der Ehre und des Fleißes« ein [2.9.1847] .", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184701011, "Datum": "ca. 1847", "Haupttext": "Bruckner als 1. Bassist findet sich mit Ehrenecker, Franz Schäfler und seinem späteren Schwager Johann Nepomuk Hueber zu einem Männerquartett zusammen (*).\nKomposition der kleinen fünfsätzigen Kantate »Der Lehrerstand« für vierstimmigen Männerchor [WAB 77], Michael Bogner gewidmet. Der Text stammt vielleicht von Ernst Marinelli (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184701155, "Datum": "15.1.1847, Freitag", "Haupttext": "»den 15. Jänner 847.« Komposition von Vorspiel und Fuge in c-moll für Orgel [WAB 131].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184701255, "Datum": "25.1.1847, Montag", "Haupttext": "Bruckners Patentante Rosalia Mayrhofer 76-jährig gestorben. \n\nTheresia Bruckner notierte: \n     »1847 den 25ten Jen[n]er ist meine Jungfer Mahm [Muhm?] Rosallia Meyrhoffer um 7 Uhr Abens Sellich im Herrn Entschlaffend Ihrres Alters 76 Jahr Gott gebe Ihr die Ewige Ruh« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184701316, "Datum": "(Ende) Januar 1847", "Haupttext": "Komposition der zwei Aequale für 3 Posaunen [WAB 114 und 149] (*), möglicherweise zum Gedenken an die am 25.1.1847 verstorbene Tante Rosalia Mayrhofer (**).\r\nVermutlich Uraufführung am 28.1.1847 in Sierning (***).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:13"}, {"ID": 184702155, "Datum": "(15.2.1847, Montag (Rosenmontag)", "Haupttext": "Faschingsmusik im Stift St. Florian mit Werken von Rossini (\"Semiramis\"-Ouvertüre), Boieldieu (Duett aus \"Johann von Paris\"), Auber (Fischer-Chor aus \"Die Stumme von Portici\"), Weigl (Terzett aus der \"Schweizerfamilie\"), A. Stadler (Jagdruf) und Joseph Haydn (Duett und Chor aus den \"Jahreszeiten\").", "Letzte Änderung": "22.12.2024 12:53"}, {"ID": 184703216, "Datum": "21.-23.3.1847, Sonntag bis Dienstag", "Haupttext": "Datierung einer Palmsonntagsmesse von J. B. Weiß, die sich in Bruckners Nachlaß fand.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184704045, "Datum": "(4.4.1847, Ostersonntag)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Deus salvator noster« von Reutter in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184704195, "Datum": "(19.4.1847, Montag)", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Te deum« KV 141 in St. Florian anlässlich des Geburtsfestes des Kaisers [Ferdinand I.].", "Letzte Änderung": "27.03.2025 17:39"}, {"ID": 184705165, "Datum": "(16.5.1847, Sonntag?)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184706015, "Datum": "1.6.1847, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung eines Requiems in F von Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "07.08.2025 12:39"}, {"ID": 184706035, "Datum": "(3.6.1847, Donnerstag (Fronleichnam))", "Haupttext": "Aufführung der Messe in D-Dur KV 194 von Mozart in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184706205, "Datum": "20.6.1847, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Propitius esto« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184707295, "Datum": "(29.7.1847, Donnerstag) [?]", "Haupttext": "Aufführung von Joseph Haydns Messe in G-Dur (H. XXII/6, Nikolai-Messe) in St. Florian [anläßlich des Namensfestes des Prälaten?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184707305, "Datum": "(30.7.1847, Freitag)", "Haupttext": "Aufführung der Missa Solemnis in C-Dur von Albrechtsberger in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184709025, "Datum": "2.9.1847, Donnerstag", "Haupttext": "Im 3. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 2. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"Im Jahre 1847.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Heibl Josef | 2. Hirtmayr Florian | 3. Dirndorfer Leopold | 4. Grestenberger Josef\n[rechte Spalte:]\n1. Fimberger Barbara | 2. Eckl Anna | 3. Falthausl Theres | 4. Kienast Juliana | 5. Mayr Theres | 6. Brunbaur Anna | 7. Huber AMaria | 8. Radlgruber Maria | 9. Staudinger Barbara\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Kattinger Friedrich | 2. Spalt Franz | 3. Holzner Leopold | 4. Breslmayer Franz | 5. Ruckensteiner Karl | 6. Zeiser Karl | 7. Schachermayr Karl\n[rechte Spalte:]\n1. Mayr Elisabeth | 2. Stummer Josefa | 3. Mauhart Magdal: | 4. Hofler Elisabeth | 5. Schilhuber Anna | 6. Leeb Theres | 7. Edelmayr Magdal. | 8. Hobecker Anna | 9. Lettmayr Anna\n[unten:] Am 2. September  Anton Brucknermp. L.\"", "Letzte Änderung": "12.05.2025 14:51"}, {"ID": 184709125, "Datum": "(12.9.1847, Sonntag?)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian (*).\r\n[nicht 5.9.1847] Aufführung einer Messe in G-Dur von Eibler [recte: Eybler?] in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "10.09.2025 06:38"}, {"ID": 184709215, "Datum": "21.9.1847, Dienstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 82 meldet auf S. 2, dass \"Franz Sailer, Beamter, von St. Florian\" im Wiener Gasthaus Matschakerhof in der Seilergasse Quartier genommen hat (*).\r\nWahrscheinlich gilt Sailers Besuch dem Klavierbauer Bösendorfer, den ihm Stefan Just empfohlen haben dürfte. Auch Ignaz Bruckner berichtete später (vgl. 11.6.1910), dass Sailer den Flügel in Wien [und nicht auf der zur selben Zeit stattfindenden Gewerbeausstellung in Linz] erworben hat (**).\r\nAm 24.9.1847 meldet das Fremdenblatt Nr. 85 auf S. 3, dass \"Herr Sailer, Beamter, nach Linz\" abgereist ist (***).", "Letzte Änderung": "13.06.2025 06:58"}, {"ID": 184709285, "Datum": "(28.9.1847, Dienstag)", "Haupttext": "Erstaufführung der Palestrina-Messe »Aeterna Christi munera« in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184711015, "Datum": "(1.11.1847, Montag)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Timete Dominum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184711195, "Datum": "19.11.1847, Freitag", "Haupttext": "Datierung eines Schulaufsatzes in Form eines Briefes an die \"Ältern\" von Anna Bruckner [Maria Anna Bruckner].", "Letzte Änderung": "12.05.2025 20:01"}, {"ID": 184711225, "Datum": "22.11.1847, Montag", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Jubilate Deo« von Umlauff in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184711285, "Datum": "28.11.1847, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Ostende nobis« und des Offertoriums »In te domine speravi« von Caldara in St. Florian (*) und der Messe in F \"Missa Aeterna Christi munera\" von Palestrina (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184712195, "Datum": "19.12.1847, Sonntag (4. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Benedictus es deus« und des Offertoriums »Ave Maria« von Caldara in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184712225, "Datum": "22.12.1847, Mittwoch", "Haupttext": "»Paulus« von Mendelssohn in Linz durch den Musikverein erstaufgeführt (*). \nOb Bruckner das Konzert besucht hat, wird von einigen in Frage gestellt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184712255, "Datum": "(25.12.1847, Samstag)", "Haupttext": "[oder in der Christmette 24.12.1847?] \r\nAufführung von Joseph Haydns Messe in G-Dur (H. XXII/6, Nikolai-Messe) in St. Florian (*).\r\n   [Vermutlich auch] Aufführung von Aumanns Responsorien »ad nativitatem« (zum Weihnachtsfest) in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "27.03.2025 17:46"}, {"ID": 184712316, "Datum": "1847/48", "Haupttext": "Bruckner hat häufige Kontakte mit Franz Sailer (Firmpate Ignaz Bruckners), der ihm seinen neuen Bösendorferflügel zur Verfügung stellt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184800005, "Datum": "1848", "Haupttext": "Komposition des Männerquartetts »Sternschnuppen« [WAB 85], gewidmet Bruckners eigenem Ensemble (Ehrenecker, Schäfler und Hueber). Der Text stammt von Ernst Marinelli.\n»In jener letzten der Nächte« [WAB 17] siehe 20.4.1848 (*).\nIn einem Verzeichnis Franz Schäflers sind die Musikstücke aufgelistet, die in diesem Jahr in St. Florian während der Gottesdienste gespielt wurden (**).\nIm Jahre 1848 dient Bruckner auch einige Zeit als Nationalgardist [siehe die Anmerkung] (***).\r\nIn der »Wahl-Liste der Chargen« ist er als 4. Korporal vorgesehen; außerdem sind darin noch Schlager, [Anton oder Ludwig?] Ehrenecker, Bogner und Kattinger verzeichnet (°).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 14:12"}, {"ID": 184801155, "Datum": "15.1.1848, Samstag", "Haupttext": "Zweite Aufführung des »Paulus« von Mendelssohn in Linz. Ob Bruckner das Konzert besucht hat, ist nicht nachgewiesen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184802075, "Datum": "7.2.1848, Montag", "Haupttext": "Franz Sailer verfasst sein Testament.\r\nSeine drei Brüder und seine zwei Halbgeschwister [Fink] sind Universalerben.\r\nLegate gehen an die drei Kinder des verstorbenen Onkels Franz Leutgöb (Maria Josefa 3000 fl bzw. jeweils 400 fl für Alois und Antonia), jeweils 40 fl an die 13 Firmlinge [darunter auch Ignaz Bruckner], 400 fl an Franz Spalt und der Bösendorfer-Flügel an Anton Bruckner (\"mein forte piano dem Schulgehilfen Pruckner.\")", "Letzte Änderung": "07.09.2025 05:33"}, {"ID": 184803025, "Datum": "2.3.1848, Donnerstag", "Haupttext": "Zeugnis des Stiftsorganisten Kattinger. Daraufhin soll [Fehlinterpretation Göllerichs] Bruckner von Prälat Arneth zum provisorischen Stiftsorganisten ernannt worden sein. Sein zusätzliches Gehalt betrug 44 Gulden (mit den 36 Gulden Lehrergehalt betrag das Gesamtgehalt also 80 Gulden) (*). Das Organistengehalt betrug seit 1688 unverändert 80 Gulden (**).\nDer Zeugnistext lautet:\r\n»Zeugniß.\r\n   Zur beliebigen Gebrauchnahme bezeuge ich dem Herrn Anton Bruckner, derzeit Lehrgehülfen an der hiesigen Pfarrschule dann Gesangslehrer der Stiftssängerknaben, gewissenhaft und zu folge meiner Sachkenntniß, daß Herr Anton Bruckner nicht nur allein mit dem Spiele bezifferten Basses vollkommen vertraut, und hierwegen den Forderungen jeder Generalbaßlehre, mit welchen er sich durch fleißiges Studium theoretisch und pracktisch durchgebildet hat, entspricht, sondern er auch im Präludiren, Ausführung kontrapunktischer Sätze, immerhin Jeden, und besonders den Sachkenner zu befriedigen im Stande ist, daher er an Orten, wo man das Bestreben hat, durch gute Kirchenmusik überhaupt, Gott den Herrn zu verherrlichen, und die Gemeinde zur Andacht zu wecken, und sie in selber zu erhalten, als Organist unbedenklich bestens empfohlen werden kann.\r\n   Herr Bruckner wird übrigens, Dasjenige, was in diesem Zeugnisse von mir bezeugt wird, dadurch erproben, wenn er Gelegenheit findet, sich auf einem angemessenen Orgelwerke vor Kennern zu produciren, kurz sich einer Probe zu unterziehen, die er in keinem Falle zu scheuen braucht, und hierbey gewiß mein Zeugniß rechtfertigen wird.\r\n   St. Florian 2ten März 1848.\r\n   Kattinger mp, Stiftsorganist.« (***).\nAuf S. 4 eine Notiz Bruckners \"G.\" (das Zeugnis lag der Bewerbung als Linzer Domorganist am 18.12.1855 bei) (°).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 10:21"}, {"ID": 184803205, "Datum": "20.3.1848, Montag", "Haupttext": "Tod des Ansfeldener Pfarrers Joseph Seebacher. Da der Trauergottesdienst im Aufführungsverzeichnis des St. Florianer Regens chori erwähnt ist, kann man als sicher annehmen, daß Bruckner daran teilgenommen hat.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184803214, "Datum": "ca. Frühling 1848", "Haupttext": "Orgel-Wettspiel in St. Florian mit Bruckner, Kattinger und Joseph (?) [recte (?): Anton] Weiß (*a) aus Wilhering, tatsächlich aber wohl Johann Baptist Weiß aus Hörsching (*b). Karl Seiberl berichtet über Bruckners damalige Art der Improvisation (*).  \nJosef Seiberl als Ohrenzeuge berichtete, daß über ein Thema Kattingers improvisiert wurde und daß den meisten Zuhörern Weiß am besten gefiel (**)\n[siehe die Anmerkung]\n[Fehlinterpretation Göllerichs (und Kellners):]\r\nBruckner lehnt die vom Gymnasium in Kremsmünster angebotene Klavierlehrerstelle ab (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184804026, "Datum": "nach dem 2.4.1848", "Haupttext": "Aufführung eines Requiems von Aiblinger in St. Florian.", "Letzte Änderung": "10.09.2025 06:43"}, {"ID": 184804205, "Datum": "20.4.1848, Gründonnerstag", "Haupttext": "[Fraglich!]\r\nVermutlich Uraufführung des Chorals »In jener letzten der Nächte« [WAB 17] (*)\n[zum Text siehe die Anmerkung]\nAuf dem gleichen Autograph-Bogen (Skizze in d-moll, Reinschrift mit anderer Melodie in f-moll) war auch das »Duetto« [WAB 84] 1845 skizziert (**).", "Letzte Änderung": "17.05.2025 08:55"}, {"ID": 184804225, "Datum": "(22.4.1848, Karsamstag)", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Te deum« KV 141 in St. Florian (*).\r\nAufführung des »Hallelujah«-Chores aus Händels »Messias« in St. Florian (**).\r\nAufführung der C-Dur-Messe (Cäcilienmesse) von Michael Haydn in St. Florian (***), vermutlich auch der Osterresponsorien »Gloria Patri« von Keinersdorfer (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184804255, "Datum": "(25. oder 26.4.1848, Osterdienstag/Mittwoch??", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184805055, "Datum": "(5.5.1848, Freitag)", "Haupttext": "Datierung in einer \"Wintermesse\" von Robert Führer in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184806225, "Datum": "22.6.1848, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Ecce Panis Angelorum« von Cherubini in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184807015, "Datum": "1.7.1848, Samstag", "Haupttext": "Zeugnis des Seitenstettener Stiftsorganisten Joseph Pfeiffer über Bruckners Befähigung als Organist und Komponist:\r\n»Zeugniß.\r\nVorzeiger dieses, Herr Anton Bruckner, ein ächtes musikalisches Genie, welches auszubilden er auch unabläßig strebt, hat mich durch seine bereits erworbenen Kenntnisse im theoretisch=praktischen Orgelspiele dergestalt eingenommen, daß ich vollkommen überzeugt zu seyn wähne, dieser junge Mann dürfte bey seinem rastlosen Eifer und gehöriger Ausdauer es nach wenigen Jahren in dieser Kunst zu noch größerer Vollkommenheit, vielleicht auch bis zu einem Grade von Virtuosität bringen! Seine bisherigen, von mir eingesehenen schriftlichen Versuche und Leistungen in der Composition, vorzüglich aber seine erprobte, fantasiereiche und mechanische Fertigkeit im Orgelspiele selbst, verdienen schon jetzt die vollste Anerkennung. Aus dieser Ursache gereicht mir es auch zum Vergnügen, diesem hoffnungsvollen jungen Manne, auf sein Ansuchen, gegenwärtiges Zeugniß auszustellen, und ihn allenthalben beßtens zu empfehlen.\r\nSeitenstetten am 1. July 1848.\r\nL. S. Joseph Pfeiffer mp.\r\nStiftsorganist u. Tonsetzer.« (*).\r\nAuf S. 2 eine Notiz Bruckners \"E.\" - das Zeugnis diente als Anlage E zu Bruckners Bewebung als Domorganist in Linz (*a).\nBei diesem Besuch in Seitenstetten hatte Bruckner u.a. auch das Autograph des »Tantum ergo« in A [WAB 43] und von »Dir, Herr« [WAB 12] dabei (**), möglicherweise auch schon Teile des Requiems (***).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 22:02"}, {"ID": 184807095, "Datum": "9.7.1848, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Propitius esto« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184807295, "Datum": "(29.7.1848, Samstag?)", "Haupttext": "Aufführung der Messe in C-Dur von Beethoven (*) und des Offertoriums »Tremendum ac vivicum sacramentum« von Mozart (**) in St. Florian (anläßlich des Namensfestes des Prälaten).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184808085, "Datum": "8.8.1848, Dienstag", "Haupttext": "Im 2. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 1. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1848.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[linke Spalte:]\nKnaben | Eigl Karl | Breslmayr Karl | Seiwald Josef | Lettmayr Engelbert | Fordermayr Math. | Feldner Franz | Heibl Georg | Plaß Josef\n[rechte Spalte:]\nMädchen | Spalt Anna | Aigner Anna | Pühringer Katharina | Brunner Anna | Kimmerstorfer Anna | Steininger Anna\n[darunter, mittig:\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\nBogner Karl | Brunner Franz | Rammerstorfer Michl | Winkler Michael | Leitner Ferdinand | Fallnicht Florian | Huber Johann\n[rechte Spalte:]\nRuckensteiner Marie | Heibl Elisabeth | Staffelleitner Mar. [Maria?] | Stummer Katharina | Derndl Maria | Froschauer Katharina | Bruckmayr Theres | Lehner Maria | Pickl Theres.\n[rechts unten:]\nAm 8. August. | ABrucknermp\"", "Letzte Änderung": "17.12.2024 23:00"}, {"ID": 184808155, "Datum": "(15.8.1848, Dienstag?)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184809155, "Datum": "15.9.1848, Freitag", "Haupttext": "Franz Sailer gestorben. Bruckner erbt seinen Bösendorfer-Flügel (*).\nÜber seinen Übe-Eifer berichtete später der ehemalige Sängerknabe Johann Salzbauer (**).\n \n[undatiert, aber vermutlich nach dem Tod Sailers]\r\nBruckner schreibt einen vierzeiligen Stammbuchvers für die Nichte von Franz Sailer (***).\n \nMit Friedrich Mayers Tätigkeit in Wösendorf in der Wachau (1848 -1854) könnte der Eintritt dreier neuer Sängerknaben zusammenhängen: Johann Salzbauer (* 1834 Wösendorf), Franz Koller (* 1836 Trandorf/NÖ, Mutter aus Wösendorf) und Josef Lengsteiner (aus Wösendorf) (°).", "Letzte Änderung": "12.06.2025 21:08"}, {"ID": 184809185, "Datum": "18.9.1848, Montag", "Haupttext": "\"Sperrs-Relation\" nach dem Tod Franz Sailers. Bekanntgabe des Inhalts des Testaments.\r\nDie acht Erben und Legataren (Sailer, Leutgöb, Franz Spalt) erheben keine Einwendungen und unterzeichnen, an vorletzter Stelle auch Bruckner.\r\nDer Bösendorfer-Flügel fehlt in der Auflistung, möglicherweise war er schon vorher an Bruckner gelangt. Über den von Bruckner gewählten Aufstellungsort in St. Florian ist nichts bekannt (*)", "Letzte Änderung": "13.06.2025 07:09"}, {"ID": 184809305, "Datum": "30.9.1848, Samstag", "Haupttext": "Georg Ruckensteiner bestellt den Gerichtsadjunkten Karl Eigl zum Verlassenschaftskurator in der Nachlasssache Franz Sailer. Entsprechender Vermerk im Protokoll vom 18.9.1848.", "Letzte Änderung": "12.06.2025 17:43"}, {"ID": 184810075, "Datum": "(7.10.1848, Samstag)", "Haupttext": "Premiere von Verdis »Ernani« unter Karl Zappe in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184811015, "Datum": "1.11.1848, Mittwoch, Allerheiligen", "Haupttext": "Bruckner notiert sich ein (Orgel-Improvisations-?)Thema in c-moll und auf demselben Blatt 6 weitere Themen (diese ohne Datierung) (*).\r\nDie Datierung »Am [/] Allerh. [/] fest [/] [1]848.« steht neben einem Notenzitat »Timete dominum« von Michael Haydn; darüber sind [am selben Tag oder früher?] Themen von Mozart, Beethoven, Keinersdorfer, Preindl und nochmals Michael Haydn notiert (*a).\nInsgesamt befinden sich Abschriften aus folgenden Werken auf den zwei Bögen: Fuge aus dem Agnus Dei der Missa in C pro coronatione Francisci II. von Albrechtsberger [WAB 300], Offertorium Protege Domine plebem tuam von Nefischer [WAB 305], Kyrie der Missa in D von Albrechtsberger [WAB 311], Fuge aus dem Te Deum von Michael Haydn [WAB 292], Fuge aus dem Gloria der Missa Sancti Georgii von Eybler [WAB 296],  Fuge aus dem Schlusschor Preiset ihn, Ihr Engelschöre aus dem Oratorium Christus am Ölberge op. 85 von Beethoven [WAB 310], zweistimmige Themenskizze einer Basso-continuo-Stimme [WAB 327], ein eintaktiges Motiv von Kattinger [WAB 318], ein zweistimmiger, viertaktiger Themenentwurf von Bruckner [WAB 245], nicht identifizierte Themenskizzen [WAB 327], Agnus Dei aus dem Requiem von Aiblinger [WAB 281],  Halleluja aus dem Oratorium Messiah von Händel [WAB 304], Missa Sancti Ruperti von Michael Haydn [WAB 270], Responsoria ad Resurexionem Domini nostri Jesu Christi von Kainersdorfer [WAB 315], eintaktige Motivskizze von Preindl [WAB 319], Messe in C-Dur op. 86 von Beethoven [WAB 274], Offertorium Tremendum ac vivicum sacramentum von Mozart [WAB 317], Missa pro defuncto Archiepiscopo Sigismundo von Michael Haydn [WAB 272], Offertorium Timete Dominum von Michael Haydn [WAB 309] (*b).\r\nDer Fugen-Beginn aus dem Gloria der Missa Sancti Ruperti von Michael Haydn [WAB 270] ist auch auf einem anderen Blatt zu finden (*c).\nWährend des Gottesdienstes wurden laut Traumihlers [? (°)] Liste Werke von Aumann, Zaininger und Michael Haydn gespielt (**).\nAm gleichen Tag beschäftigt sich Bruckner auch mit kontrapunktischen Studien zu Mendelssohns »Paulus« (***).\r\nEinen dreifachen Kontrapunkt auf diesem Blatt hat Bruckner später in der b-moll-Messe wiederverwendet (°).", "Letzte Änderung": "17.02.2023 09:30"}, {"ID": 184811025, "Datum": "(2.11.1848, Donnerstag)", "Haupttext": "Aufführung des Requiems in c-Moll von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184811225, "Datum": "(22.11.1848, Mittwoch)", "Haupttext": "Aufführung der Messe Nr. 4 in C-Dur (St. Mauritius) von Eibler [recte: Eybler] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184812035, "Datum": "3.12.1848, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Ostende nobis« und des Offertoriums »In te domine speravi« von Caldara in St. Florian (*) und der Messe in F \"Missa Aeterna Christi munera\" von Palestrina (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184812235, "Datum": "(23.12.1848, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung eines »Ave Maria« in D-Dur von Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184812245, "Datum": "24.12.1848, Sonntag (4. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Benedictus es deus« und des Offertoriums »Ave Maria« von Caldara in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184812255, "Datum": "(25.12.1848, Montag?)", "Haupttext": "[?] Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian (*).\r\n[nicht gesichert] Aufführung von Joseph Haydns Messe in G-Dur (H. XXII/6, Nikolai-Messe) in St. Florian (**).\r\n[besser gesichert?] Aufführung einer Messe in G-Dur von Eibler [recte: Eybler?] in St. Florian (***).\r\n[Vermutlich auch] Aufführung von Aumanns Responsorien »ad nativitatem« (zum Weihnachtsfest) in St. Florian (°).", "Letzte Änderung": "27.03.2025 17:49"}, {"ID": 184812316, "Datum": "Ende 1848?", "Haupttext": "Kattinger verläßt St. Florian (?). Bruckner (seit 1845) als supplierender, erst Ende 1849 (*) als provisorischer Stiftsorganist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184812317, "Datum": "1848/49?", "Haupttext": "Die Entstehung des »Tantum ergo« in A [WAB 43] wurde in diesen \nZeitraum datiert (*).\nLaut \nRevisionsbericht (**) ist die Datierung 1844/45 \nwahrscheinlicher.\nAuch die Korrekturen Pfeiffers sprechen für eine \nEntstehung vor dem 1.7.1848 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184900005, "Datum": "1849", "Haupttext": "[vermutlich Sommer 1849]\nBruckner trägt sich (als Lehrer in St. Florian) im \"Buch der Ehre und des Fleißes\" ein.\nIm 3. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) listet er die Schüler und Schülerinnen der 2. Klasse auf, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1849.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Fürhapper Franz. | 2. Schneidergruber Johann. | 3. Liedlbauer Johann. | 4. Eismayr Karl. | 5. Födermayr Johann. | 6. Ruprecht Michael. | 7. Schäfler Franz. | 8. Ruckensteiner Georg. | 9. Födermayr Franz. | 10. Schneidergruber Franz.\n[rechte Spalte:]\n1. Heibl Maria | 2. Fallnicht Elisabeth. | 3. Mayr Katharina. | 4. Lichtenberger Barb. | 5. Radinger Aloysia. | 6. Hamberger Anna. | 7. Bogner Amalia. | 8. Bernauer Anna. | 9. Offenauer AMar. | 10. Schachermayr Ther.\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Eigl Karl. | 2. Breslmayr Karl. | 3. Seiwald Josef. | 4. Eberl Georg. | 5. Lettmayr Engelbert. | 6. Vordermayr Mathäus. | 7. Plaß Josef. | 8. Heibl Georg. | 9. Knaller Michael. | 10. Eckl Leopold.\n[rechte Spalte:]\n1. Spalt Anna. | 2. Haas Aloysia. | 3. Aigner Anna. | 4. Pühringer Kath: | 5. Kimmerstorfer Anna. | 6. Hamberger Anna.\n[unten:]\nBrucknermp. L.\"", "Letzte Änderung": "15.12.2024 17:47"}, {"ID": 184902025, "Datum": "(2.2.1849, Freitag)", "Haupttext": "Aufführung eines »Ave Maria« in D-Dur von Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184902045, "Datum": "(4.2.1849, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Deus salvator noster« von Reutter in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184902075, "Datum": "7.2.1849, Mittwoch", "Haupttext": "In dem von Ruckensteiner unterzeichneten »Standes-Ausweis« der Nationalgarden in St. Florian werden neben Bruckner auch Bogner, Ehrenecker, Gilhofer, Gitlberger, Kattinger u.a. erwähnt.", "Letzte Änderung": "12.06.2025 22:06"}, {"ID": 184903035, "Datum": "3.3.1849, Samstag", "Haupttext": "Der Verlassenschaftskurator Karl Eigl legt seinen Endbericht zum Nachlass von Franz Sailer vor.\r\nDarin ist die Auszahlung von 40 fl an den einstigen Firmling Ignaz Bruckner erwähnt und \"e) für H. Anton Bruckner das Fortepiano\".", "Letzte Änderung": "12.06.2025 22:24"}, {"ID": 184903055, "Datum": "5.3.1849, Montag", "Haupttext": "Franz Spalt und Georg Bauernschmid schätzen das Inventar der Wohnung Franz Sailers. Der Gesamtwert beziffert sich auf ca. 1002 Gulden, wovon 400 Gulden auf den Bösendorfer-Flügel entfallen.\r\nDie Richtigkeit des festgestellten Gesamtvermögens (26579 Gulden) wird von allen Beteiligten, darunter auch Bruckner, durch Unterschrift bestätigt, desgleichen die Endabrechnung. An letzter Stelle der Liste der \"Interessenten\" steht \"7. Herr Anton Pruckner, Schulgehilfe in St. Florian.\".\r\nIm Protokoll zur Verlassenschaftsabhandlung werden die auf die einzelnen Erben und Legat-Empfänger fallenden Anteile benannt.\r\nSpalt und Bruckner bestätigen den Erhalt ihrer Legate: \"Herr Frz Spalt und Herr Anton Pruckner bestätigen zugleich, daß ihnen u. zwar ersterem [...] und letzterem das Fortepiano des Herrn Sailer ausgefolgt worden seyen.\"\r\nAndreas Moherndl, ein Cousin des Verstorbenen, ist als Kurator für die minderjährige Antonia Leutgöb (* 1829), eine Cousine, beteiligt.\r\nIm Protokoll sind die wesentlichen Punkte des (nicht erhalten gebliebenen) Testaments festgehalten. Es wird von den Beteiligten unterzeichnet.\r\n\" Nach Vorlesung als richtig befunden, und durch die Unterschriften der Interessenten bestätiget. | Reymund Sailer | Georg Arnoldnermpia. | Gottfried Finkmp | Marie Leutgöbmp | Franz Spaltmp | Zur Beglaubigung. | Ruckensteinermp | Michael Gitlbergermp | Akt. [linke Spalte:] And. Moherndl | Curator | Anton Brucknermp.\"", "Letzte Änderung": "12.06.2025 22:24"}, {"ID": 184903115, "Datum": "11.3.1849, 3. Fastensonntag", "Haupttext": "Vollendung des Requiems [WAB 39] »den 11. März 849, als am Sonntage in der Fasten« (*) in der unvollständigen Urschrift (Partiturskizze), dem verstorbenen Franz Sailer gewidmet.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:45"}, {"ID": 184903145, "Datum": "14.3.1849, Mittwoch", "Haupttext": "Vollendung des zweiten, verbesserten Requiem-Manuskripts. Dieses wurde später Franz Bayer in Steyr geschenkt. - Datierung am Ende »14.3.49« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184903155, "Datum": "(15.3.1849, Donnerstag)", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Te deum« KV 141 in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184904185, "Datum": "18.4.1849, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung eines Requiems in F von Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184905045, "Datum": "(4.5.1849, Freitag", "Haupttext": "[Vermutlich anläßlich des Namensfestes des Hl. Florian] Aufführung der D-Dur-Messe (St. Wolfgang) von Eibler [Eybler] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184906245, "Datum": "(24.6.1849, Sonntag)", "Haupttext": "[»1849, 4. Pent.«] Aufführung eines Offertoriums »Propitius esto« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184907215, "Datum": "(21.7.1849, Samstag)", "Haupttext": "Ernst Marinelli wird in St. Florian zum Priester geweiht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184907325, "Datum": "(Juli/August 1849)", "Haupttext": "Abschriften zweier Requiems in Es-Dur (Juli 1849) und f-Moll (August 1849) von Johann Baptist Schiedermayr in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184908015, "Datum": "(1.8.1849, Mittwoch)", "Haupttext": "Aufführung der Missa Solemnis in C-Dur von Albrechtsberger in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184908095, "Datum": "(9.8.1849, Donnerstag)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184908155, "Datum": "(15.8.1849, Mittwoch)", "Haupttext": "Aufführung einer Messe in C von Michael Haydn, eines \"Ave Regina\" in E von Joseph Ignaz Schnabel als Graduale und eines Offertoriums in A von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184909155, "Datum": "15.9.1849, Samstag", "Haupttext": "[Fraglich! Möglicherweise erst am 11.3.1852! (*)]\nUraufführung des Requiems [WAB 39] in St. Florian zum 1. Todestag Franz Sailers.", "Letzte Änderung": "13.06.2025 07:17"}, {"ID": 184910125, "Datum": "12.10.1849, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird Privatlehrer der Sängerknaben in St. Florian. Er erhält dafür zusätzlich 36 Gulden [jährlich] und Verpflegung im Stift (*).", "Letzte Änderung": "07.08.2025 09:56"}, {"ID": 184910295, "Datum": "29.10.1849, Montag", "Haupttext": "Prälat Michael Arneth ordnet an, daß die vom Stift (vor allem wegen der Kirchenmusik) bezahlten zwei Schulgehilfen [weiterhin] im Schulhaus wohnen, die Sängerknaben aber (wie bis 1824) im Stift. Der erste Schulgehilfe beziehe vom Stift (freiwillig wegen der Kirchenmusik) 32 fl, der zweite 28 fl. Gehalt. Künftig werde es keinen Natural-Bezug mehr geben, sondern Geld (insgesamt für jeden Schulgehilfen 100 fl. jährlich. Das Heizmaterial für die Gehilfenzimmer werde von 2 auf 3 Klafter Holz aufgestockt. Bedingung: \"die vollkommene Mitwirkung bei der Kirchen und Hausmusik\" wie bisher.", "Letzte Änderung": "21.05.2025 07:47"}, {"ID": 184911015, "Datum": "1.11.1849, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner übernimmt für 3 fl monatlich den Privatunterricht der Sängerknaben \"in den Gegenständen der dritten Normalklasse\" (*).\r\nMichael Arneth hatte verfügt, dass die Sängerknaben wieder vom Stift betreut werden, jeoch wie bisher in der Marktschule (Michael Bogner) von einem Privatlehrer eine Stunde täglich unterrichtet werden. \"Gegenwärtig ist Hr. Schulgehülfe Bruckner dieser Lehrer; und zwar vom Eingang November 1849 an.\" (*a).\n \nAufführung des Offertoriums »Timete Dominum« von Michael Haydn in St. Florian. (**).", "Letzte Änderung": "09.05.2025 10:51"}, {"ID": 184911115, "Datum": "11.11.1849, Sonntag", "Haupttext": "", "Letzte Änderung": "30.04.2024 22:02"}, {"ID": 184912025, "Datum": "2.12.1849, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Ostende nobis« und des Offertoriums »In te domine speravi« von Caldara in St. Florian.", "Letzte Änderung": "30.04.2024 22:03"}, {"ID": 184912105, "Datum": "10.12.1849, Montag", "Haupttext": "Bruckner mit einem Begleiter nach Kremsmünster. Nach der Vesper Improvisation auf der Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184912115, "Datum": "11.12.1849, Dienstag, Todestag Tassilos II.", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] in Kremsmünster unter dem Regens chori P. Maximilian Kerschbaum (*). Der damalige Abt war Thomas Mitterndorfer [siehe die Anmerkung] (**).\r\nP. Beda Piringer [?] vermerkt das Ereignis in seinem Tagebuch:\r\n    \"Es wurde ein Requiem von einem Schulgehilfen zu St. Florian, Bruckner, aufgeführt. Es fiel sehr gut aus. Der 25jährige junge Mann ist Virtuos auf der Orgel [siehe dazu die Anmerkung]. Nach der Vesper produzierte er sich. Er und sein Begleiter waren zur Tafel geladen.\" (***).\r\nBruckner trifft mit Johann Pauspertl von Drachenthal zusammen (°).", "Letzte Änderung": "20.08.2025 06:52"}, {"ID": 184912125, "Datum": "12.12.1849, Mittwoch", "Haupttext": "Anweisung von Propst Michael Arneth an das Rentamt des Stiftes St. Florian:\n     Die Sängerknaben erhalten täglich eine Stunde Privatunterricht. Der Privatlehrer erhalte dafür 3 fl monatlich. \"Gegenwärtig ist Hr. Schulgehülfe Bruckner dieser Lehrer; und zwar vom Eingang November 1849 an.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184912235, "Datum": "23.12.1849, Sonntag (4. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des Graduale »Benedictus es deus« und des Offertoriums »Ave Maria« von Caldara in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184912245, "Datum": "24.12.1849, Montag", "Haupttext": "Kattingers Frau Maria, geb. Schäfler, gestorben (*). \n\nKattinger verzieht in der Folgezeit nach Kremsmünster. Bruckner hatte vermutlich bis dahin Unterricht bei ihm (**).\n\n\n[siehe auch die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184912255, "Datum": "(25.12.1849, Dienstag)", "Haupttext": "Aufführung von Joseph Haydns Messe in G-Dur (H. XXII/6, Nikolai-Messe) in St. Florian (*).\r\nAufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian (**) und der »Responsorien de Nativitate« von Aumann (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184912315, "Datum": "31.12.1849, Montag", "Haupttext": "Aufführung eines \"Tantum ergo von Bruckner ex B\" in St. Florian (vermutlich nicht WAB 41/1, sondern wegen des festlichen Anlasses WAB 44).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 184912317, "Datum": "ca. 1849/50", "Haupttext": "Bruckner bereitet sich bei den Stiftsgeistlichen Paulitsch und Aigner auf Naturlehre und andere »Realschul-Gegenstände« vor und nimmt Lateinunterricht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185000002, "Datum": "1850 - 1855?", "Haupttext": "Notiz zu einem Concertino für Violine und Orchester in h-Moll, vermutlich komponiert von Carl Georg Lickl:\n\"1850-55? | Bruckner hat vermutlich dieses Konzert für Frz. Gruber geschrieben u. zw. erst nur für Sologeige und Streichquintett. Vielleicht hat der zufällig anwesende C. George Holz- und Blechbläser hinzugefügt. | Merkwürdig ist das an die 5. Sympf. [Beethovens oder Bruckners 5. Symphonie gemeint?] erinnernde Thema auf Seite 9 der Orig.Part. Seite 19 versucht er mehr polyphone Gestaltung. | Trittinger. | In welcher Zeit lebte C. George?\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185000005, "Datum": "1850", "Haupttext": "Bruckner trägt sich (als Lehrer in St. Florian) im »Buch der Ehre und des Fleißes« ein [12.6.1850] (*).\nDer Lehrer-Schematismus (\"Personal-Stand der deutschen Volks-Schulen in der Diöcese Linz.\" (**)) verzeichnet unter Nr. 8 für St. Florian nach Michael Bogner auch die zwei Gehilfen:\r\n\"Ghlf. 1. Hr. Ant. Bruckner, geb. 1824 zu Ansfelden im Trkr. Geh. Zgß. von Linz 1841, adjst. in Linz 1843, ang. Mitgl. d. Pens. Inst.\r\n[Ghlf.] 2. Hr. Ant. Ehrenecker, geb. 1826 zu Kirchberg im Hsrckkr., Lehr. Zgß. für Hptsch. von Linz 1843, ang. Mitgl. d. Pens. Inst.\" (***).\nEine Partiturabschrift des \"Requiems\" (WAB 39) in Kremsmünster ist am Ende vom Kopisten mit \"M. Sch. [1]850.\" datiert (°).\r\nDer Kopist \"F. K.\" schreibt die Stimmen (°a).\nFür die Jahre um 1850 ist Anton Radinger [recte Reidinger? siehe 1\"6.10.1896\"] als Sängerknabe überliefert (°°).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:45"}, {"ID": 185001011, "Datum": "um 1850", "Haupttext": "Für Aloisia Bogner, die Tochter des St. Florianer Schullehrers Michael Bogner, komponiert Bruckner einen »Steiermärker« [WAB 122] (*) und eine »Lancier-Quadrille« über Themen von Lortzing (#) und Donizetti (##) [WAB 120] (**) für Klavier.\n[? Nicht vor 1852? Erst 1868?] Komposition des Sängerspruches »Des Höchsten Preis« (WAB 95/2) für die Liedertafel Sierning (***).\n[vermutlich 1850/51, undatiert] Für ”Louise Bogner” schreibt Bruckner auch ein achtseitiges Heft \"Lieder für eine Singstim[m]e mit Clavier=Begleitung für Fräulein Luise Bogner\" (mit dem Volkslied \"Ännchen von Tharau\" [WAB 263], einer Eigenkomposition \"Der Mond-Abend\" nach einem Text von Kumpf [WAB 200], einem Lied aus dem ”Zauberschleier” [WAB 264] [siehe die Anmerkung] und einem Walzer \"Juheisa juhei\" von Franz Abt [WAB 321]) (°).", "Letzte Änderung": "29.06.2025 14:54"}, {"ID": 185001165, "Datum": "16.1.1850, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung eines Requiems in F von Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185002015, "Datum": "1.2.1850, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird in der Nachfolge Kattingers provisorischer Stiftsorganist zu einem Jahresgehalt von 80 fl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185002175, "Datum": "17.2.1850, Sonntag Quadragesima", "Haupttext": "Aufführung der Messe in F \"Missa Aeterna Christi munera\" von Palestrina in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185002185, "Datum": "(18.2.1850, Montag)", "Haupttext": "Franz Seraph von Schwinghaimb in St. Florian gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185002285, "Datum": "28.2.1850, Donnerstag", "Haupttext": "Anweisung von Propst Michael Arneth an das Stifts-Rentamt:\r\n     Er habe Bruckner nach dem Weggang Kattingers zum provisorischen Stiftsorganisten bestimmt. Sein Gehalt (80 Gulden) werde rückwirkend ab dem 1.2.1850 in vierteljährlichen Raten gezahlt.", "Letzte Änderung": "12.01.2026 17:21"}, {"ID": 185005105, "Datum": "10.5.1850, Freitag", "Haupttext": "Bruckner nimmt mit sehr gutem Erfolg an der Externistenprüfung an der Unterrealschule in Linz, 1. Jahrgang (1. Semester) (*) (als externer Privatschüler) teil. Das Zeugnis ist unterzeichnet von Franz Rieder, F. Schierfenecker und G. Schauer. -\r\nDer Text lautet:\r\n»Zeugniß.\r\nBruckner Anton aus Ansfelden in Oberösterreich gebürtig, Schüler der ersten Classe der Unter-Realschule zu Linz, hat im ersten Curse des Schuljahres 1850 bei der am 10. May vorgenommenen Prüfung beigewohnt [sic! Vordruck, nicht gestrichen] folgende Fortgangsnoten erhalten:\r\nGegenstand. [...] Verwendung. [...] Fortgang.\r\nReligionslehre ... sehr gut ... sehr gut \r\nDeutsche Sprache ... sehr gut ... sehr gut\r\n[... (weitere) Sprache: kein Eintrag] \r\nGeographie und Geschichte ... sehr gut ... sehr gut \r\nMathematik und Geometrie ... sehr gut ... sehr gut \r\n[Angewandte Arithmetik: kein Eintrag] \r\nNaturgeschichte ... sehr gut ... sehr gut \r\nNaturlehre ... sehr gut ... sehr gut \r\n[Technologie: kein Eintrag]\r\n[Zeichnen: kein Eintrag] \r\nSchönschreiben ... sehr gut ... sehr gut \r\nVon der k. k. Normal-Hauptschule zu Linz den 10. May 1850. \r\nDr. Franz Rieder \r\nDomscholaster \r\nF. Schierfeneder \r\nDirector \r\nG. Schauer mpia, Katechet«.\n\r\nAuf S. 2 eine Notiz Bruckners \"H.\" - das Zeugnis diente als Anlage zu Bruckners Bewerbung als Linzer Domorganist am 18.12.1855 (*a).", "Letzte Änderung": "09.12.2024 13:24"}, {"ID": 185006125, "Datum": "12.6.1850, Mittwoch", "Haupttext": "Im 2. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 1. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1850.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[linke Spalte:]\nKnaben | 1. Fimberger Georg | 2. Schilhuber Josef | 3. Eisinger Johann | 4. Steininger Georg | 5. Egger Anton | 6. Schöneigner Josef\n[rechte Spalte:]\nMädchen | 1. Hoiselstorfer Maria | 2. Fimberger Anna | 3. Pfistermühler Kath. | 4. Bräuer Juliana | 5. Dirnberger Kath. | 6. Moser Anna | 7. Baumgartshuber Ther. | 8. Heibl Maria | 9. Harrach Anna. | 10. Fimberger Theres.\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Fimberger Franz | 2. Froschauer Johann | 3. Heibl Leopold | 4. Poschmayr Johann | 5. Bauchinger Karl | 6. Schmöl Michael | 7. Mayrhofer Mathias | 8. Fürhapper Leopold.\n[rechte Spalte:]\n1. Bogner Judith | 2. Mayr Maria | 3. Zeininger Maria | 4. Staudinger Anna | 5. Radner Josefa | 6. Fallnicht Maria | 7. Bräuer Theres | 8. Haghofer Theres | 9. Pils Anna | 10. Poitner Barbara | 11. Brunbaur Maria | 12. Huber Anna. [unten:] Am 12. Juni. | A Brucknermp.\"", "Letzte Änderung": "09.12.2024 14:46"}, {"ID": 185007105, "Datum": "10.7.1850, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckners Firmpate Johann Baptist Weiß begeht Selbstmord.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 07:07"}, {"ID": 185007265, "Datum": "26.7.1850, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Distrikts-Schulaufsicht Wels an das Bischöfliche Konsistorium Linz, mit Erläuterungen zu Weiß' Selbstmord.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 12:57"}, {"ID": 185008065, "Datum": "(6.8.1850, Dienstag) [?]", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Te deum« KV 141 in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185009145, "Datum": "14.9.1850, Samstag", "Haupttext": "Prüfung an der Unterrealschule über den 2. Kurs der 1. Klasse [1. Jahrgang, 2. Semester (*)]. Der Text des am selben Tag ausgestellten Zeugnisses lautet:\n\r\n»Zeugniß.\r\nBruckner Anton aus Ansfelden in Oberösterreich gebürtig, Privat Schüler der ersten Classe der Unter-Realschule zu Linz, hat im zweiten Curse des Schuljahres 1850 bey der am 14. September vorgenommenen Prüfung folgende Fortgangsnoten erhalten:\r\nGegenstand. [...] Verwendung. [...] Fortgang.\r\nReligionslehre ... sehr gut ... sehr gut\r\nDeutsche Sprache ... sehr gut ... sehr gut\r\n[... (weitere) Sprache: kein Eintrag]\r\nGeographie und Geschichte ... sehr gut ... sehr gut\r\nMathematik und Geometrie ... sehr gut ... sehr gut\r\n[Angewandte Arithmetik etc.: kein Eintrag]\r\nNaturgeschichte ... sehr gut ... sehr gut\r\nNaturlehre ... sehr gut ... sehr gut\r\n[Technologie: kein Eintrag, Zeichnen: kein Eintrag]\r\nSchönschreiben [kein Eintrag]\r\nVon der k. k. Normal-Hauptschule zu Linz den 14. September 1850.\r\nJ. Strigl, Can.\r\nprov. Sch. O. A.\r\nF. Schierfenecker\r\nDirector\r\nJoseph Angermayr mpia\r\nKatechet.« (**).\n\r\nAuf S. 2 eine Notiz Bruckners \"K.\" - das Zeugnis diente als Anlage K (nicht J) zur Bewerbung als Linzer Domorganist am 18.12.1855 (***).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:40"}, {"ID": 185012175, "Datum": "(17.12.1850, Dienstag)", "Haupttext": "Schreiben der obderennsischen Statthalterei an den Linzer Bischof Gregor Thomas Ziegler: \n   Joh. Aug. Dürrnberger hat das goldene Verdienstkreuz verliehen bekommen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185100005, "Datum": "1851", "Haupttext": "Es entstehen die Kantate »Entsagen« [WAB 14] nach einem Text von Oskar von Redwitz, Michael Arneth zum Namensfest gewidmet (*)\r\nund das Aloisia Bogner zum Namenstag [21.6.1851] gewidmete »Frühlingslied« [WAB 68] nach einem Text von Heinrich Heine (**).\nFür Männerchor entstehen 2 Sängersprüche [WAB 83], auf Bitten Joseph Seiberls (***) der Liedertafel Eferding für das Passauer Sängerfest gewidmet (°),\r\n»Das edle Herz« [WAB 65] nach einem Text von Marinelli, dem Stiftsgeistlichen Paulitzsch zum Namensfest gewidmet (°°)\r\nund »Die Geburt« [WAB 69], Josef Seiberl zum Namensfest am 19.3.1852 gewidmet (°°°).\r\nAuf die Arbeitspartitur von \"Das edle Herz\" folgt ein Liedentwuf in F-Dur \"Kindliche Lieb\" [WAB 233] (°°a).\n(Laut Bestätigung vom 19.12.1855) definitive Anstellung (?) als erster Stiftsorganist. 80 Gulden Jahresgehalt (+ 36 fl als Lehrer) (#) und 36 fl für den Privatunterricht bei den Sängerknaben (##).\nBruckner arbeitet in diesem Jahr auch aushilfsweise in der Bezirksgerichtskanzlei (###).\nBruckner trifft in St. Florian mit Aßmayr zusammen (a).\nBruckner trägt sich (als Lehrer in St. Florian) im »Buch der Ehre und des Fleißes« ein. [vermutlich Sommer 1851]\r\nIm 3. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 2. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\r\n\"1851.\r\n[mittig:]\nObere Abtheilung\r\n[linke Spalte:]\r\n1. Bogner Karl | 2. Brunner Franz | 3. Bernauer Johann | 4. Hammerschmid Mathias\r\n[rechte Spalte:]\r\n1. Stummer Katharina | 2. Zehetner AMar. | 3. Heibl Elisabeth | 4. Staffelleitner Mar. | 5. Hinterleitner Rosal. | 6. Kastenlehner Theres | 7. Wimmer Klara | 8. Derndl Maria | 9. Schilhuber Theres.\r\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\r\n[linke Spalte:]\r\n1. Fimberger Georg | 2. Schilhuber Josef | 3. Wurzinger Ignaz | 4. Steininger Georg | 5. Egger Anton\r\n[rechte Spalte:]\r\n1. Bräuer Juliana | 2. Heibl Maria | 3. Hoiselstorfer Mar. | 4. Harrach Anna | 5. Moser Anna | 6. Dirnberger Kath. | 7. Baumgarthuber Ther. [recte Baumgartshuber?]\r\n[unten:]\r\nABrucknermp. Unterlehrer.\" (b).\n(Aufführung der Missa Solemnis in C-Dur von Albrechtsberger in St. Florian (c)).", "Letzte Änderung": "29.01.2025 12:00"}, {"ID": 185102255, "Datum": "(25.2.1851, Dienstag)", "Haupttext": "Kattinger heiratet in zweiter Ehe in Kremsmünster Catharina Racher, die Tochter eines Kupferschmiedes.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 17:49"}, {"ID": 185104115, "Datum": "11.4.1851, Freitag", "Haupttext": "Prüfung über den 1. Kurs der 2. Klasse an der Unterrealschule in Linz. Das Zeugnis [vom 25.4.1851] ist unterzeichnet von Schierfeneder, J. Strigl und G. Schauer.", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:42"}, {"ID": 185104255, "Datum": "25.4.1851, Freitag", "Haupttext": "Zeugnis über die Prüfung vom 11.4.1851 für die 2. Klasse (1. Halbjahr) der Unterrealschule, unterzeichnet von F. Schierfenecker, Jos. Strigl und G. Schauer.\n»Zeugniss.\r\n   Bruckner Anton von Ansfelden in Österreich ob der Enns hat am 11. April 1851 sich der Prüfung über die Gegenstände der 2. Classe der Unter-Realschule 1. Curs unterzogen und dabei folgende Fortgangsnoten erhalten:\r\nReligionslehre ... sehr gut.\r\nDeutsche Sprache ... sehr gut.\r\nGeographie und Geschichte ... sehr gut.\r\nAngewandte Arithmetik ... sehr gut.\r\nNaturgeschichte ... sehr gut.\r\nNaturlehre ... sehr gut.\r\nTechnologie ... sehr gut:\r\nSchönschreiben ... sehr gut.\r\nVon der k. k. Normal-Hauptschule Linz den 25. April 1851.\r\nJos. Strigl [/] Sch. O. A.\r\nF. Schierfenecker [/] Director\r\nG. Schauer mpia. [/] Katech.«\nAuf S. 2 eine Notiz Bruckners, zuerst \"E\", dann ersetzt durch \"J\" (nicht \"K\") - das Zeugnis diente am 18.12.1855 als Anlage \"J\" zur Bewerbung als Linzer Domorganist (*).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:43"}, {"ID": 185106025, "Datum": "(2.6.1851, Montag)", "Haupttext": "Datierung in einer von Josef Heybal verfertigten Abschrift einer Messe in C von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "30.01.2024 08:03"}, {"ID": 185106195, "Datum": "19.6.1851, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Ecce Panis Angelorum« von Cherubini in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185106215, "Datum": "21.6.1851, Samstag", "Haupttext": "Namenstag von Aloisia Bogner und daher Widmungsdatum des »Frühlingsliedes« [WAB 68].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185106305, "Datum": "30.6.1851, Montag", "Haupttext": "50. Geburtstag von Charles O’Hegerty und möglicherweise der Widmungsanlaß des Chores ”Des Dankes Wort sei mir vergönnt”.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185107065, "Datum": "6.7.1851, Sonntag", "Haupttext": "[Vermutlich] Aufführung der Sängersprüche (WAB 83) durch die Eferdinger Liedertafel [durch Vermittlung von Josef Seiberl (I)] beim Passauer Sängerfest (5. - 7.7.1851).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:27"}, {"ID": 185107135, "Datum": "(13.7.1851, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185107285, "Datum": "(28.7.1851, Montag)", "Haupttext": "Sonnenfinsternis. Dieses Ereignis war als partielle Finsternis auch in Österreich zu beobachten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185108035, "Datum": "(3.8.1851, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung von Joseph Haydns Messe in G-Dur (H. XXII/6, Nikolai-Messe) in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185108085, "Datum": "8.8.1851, Freitag", "Haupttext": "Eintrag im Gästebuch des Wiener Männergesangvereins »Anton Bruckner, Organist in St. Florian«.", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:28"}, {"ID": 185109065, "Datum": "6.9.1851, Samstag", "Haupttext": "Sittenzeugnis [besser wohl \"Dienstzeugnis\" (*a)], unterzeichnet von Pfarrer J. Stülz:\n\n\"Sittenzeugniß.\nHerr Anton Bruckner hat seit dem Jahre 1845 bei der hiesigen Pfarrschule gewirkt und sich wärend dieser Zeit nicht bloß durch Eifer in seinem Berufe, durch freundliche und wolwollende Behandlung der Schulkinder ausgezeichnet, sondern auch durch sein emsiges Streben nach weiterer Ausbildung im Schulfache und in der Musik und durch einen streng sittlichen, völlig tadelfreien Wandel sich die allgemeine Zufriedenheit seiner Vorgesetzten, wie die Achtung und Liebe aller Pfarrgenossen erworben, was demselben mit gutem Gewissen der strengsten Wahrheit gemäß bezeugt werden muß.\nPfarramt St. Florian d. 6t Sptber 1851.\nJ Stülz mp.\nPfarrer\" (*).\n\nEbenfalls auf S. 1 die Bestätigung vom 16.9.1851. \nAuf S. 4 zwei Notizen Bruckners: links oben \"C.\" und rechts unten \"T.\" - vermutlich Anlagebuchstaben für eine Bewerbung, jedoch nicht die vom 18.12.1855 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185109135, "Datum": "13.9.1851, Samstag", "Haupttext": "Michael Arneth bestätigt, daß Bruckner als Stiftsorganist die bisher genossenen Bezüge erhalten wird: »Dem Herrn Anton Bruckner, Stiftsorganisten zu St. Florian, wird hiermit die Versicherung ertheilt, daß derselbe, solange er diesen Dienst ordentlich und zur Zufriedenheit versieht, die bisher genossenen Bezüge für diesen Dienst erhalten werde. [/] St. Florian, den 13t September 1851. [/] Michaelmp [/] Propst zu St. Florian.«\nAuf S. 4 ist ein Anlagebuchstabe \"B\" notiert - evtl. war das Zeugnis ursprünglich als Anlage zur Bewerbung als Linzer Domorganist am 18.12.1855 gedacht. Als Bestätigung der Tätigkeit als Stiftsorganist diente letztendlich Traumihlers Zeugnis vom 19.12.1855, das ebenfalls den Anlagebuchstaben \"B\" trägt (*).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 22:07"}, {"ID": 185109165, "Datum": "16.9.1851, Dienstag", "Haupttext": "Bestätigung des Zeugnisses vom 6.9.1851 durch J.P. Vorbuchner, Dekanat und Schulendistrikts-Aufsicht Enns in Niederneukirchen:\r\n»Dieses lobende Zeugniß wird auch dem vollen Inhalte nach zu gleich bestätiget. Von Dekanate und Schulendistriktsaufsicht Enns zu Niederneukirchen am 16ten Septmb 1851.\r\nJ. P. Vorbuchner mp\r\nl. f. Pfarr Dechant u Sch. D. Aufs.«.", "Letzte Änderung": "27.08.2024 11:57"}, {"ID": 185109295, "Datum": "29.9.1851, Montag", "Haupttext": "Namenstag von Michael Arneth. Widmungs- und mögliches Aufführungsdatum der Kantate »Entsagen« [WAB 14].", "Letzte Änderung": "29.03.2023 07:18"}, {"ID": 185110045, "Datum": "4.10.1851, Samstag", "Haupttext": "Aufführung eines Tantum ergo in B (vermutlich WAB 44) und  - wie am 31.12.1849 - eines Te deum in B-Dur von Aumann in St. Florian anlässlich des Namensfestes des Kaisers.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185110165, "Datum": "16.10.1851, Donnerstag", "Haupttext": "Prüfung über das 2. Semester des 2. Jahrganges an der Unterrealschule.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185110305, "Datum": "30.10.1851, Donnerstag", "Haupttext": "Zeugnis über den 2. Kurs der 2. Klasse an der Unterrealschule in Linz, unterzeichnet von Direktor Joseph Zampieri [Vorname bei 871/I,312 genannt] und Lehrer G. Stockhammer und G. Schauer.\r\n»Zeugniß. \r\nBruckner Anton [Eintrag /aus Ansfelden« fehlt?] gebürtig, Privat Schüler der zweiten Classe der unvollständigen Unter-Realschule zu Linz hat im zweiten Curse des Schuljahres 1850/1 bey vorgenommener Prüfung folgende Fortgangsnoten erhalten: \r\nReligionslehre ... sehr gut \r\nDeutsche Sprache ... sehr gut \r\nSchriftliche Aufsätze ... gut \r\nGeographie und Geschichte ... sehr gut \r\n[»Mathematik und Geometrie« gestrichen]\r\nAngewandte Arithmetik etc. ... sehr gut \r\n[»Naturgeschichte« gestrichen] \r\nNaturlehre ... sehr gut \r\nTechnologie ... gut \r\n[»Zeichnen« gestrichen] \r\nSchönschreiben ... sehr gut \r\nVon der k. k. Unter-Realschule \r\nLinz den 30. October 1851. \r\nG. Stockhammer \r\nLehrer der k. k. vollständ. Unter-Realschul. \r\nDor JZampieri.ia \r\nprov. Director u. Lehrer an der k: k: Unter-realschule.\r\nG. Schauer[mp]ia \r\nKatechet.«\n\r\nAuf S. 2 eine Notiz Bruckners, zuerst \"D\", dann ersetzt durch \"L\" - das Zeugnis diente am 18.12.1855 als Anlage L zur Bewerbung als Linzer Domorganist (*).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 11:48"}, {"ID": 185110315, "Datum": "(31.10.1851, Freitag?)", "Haupttext": "Premiere von Verdis »Nabucco« unter Karl Zappe in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185111305, "Datum": "30.11.1851, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Aufführung der Messe in F \"Missa Aeterna Christi munera\" von Palestrina in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185200005, "Datum": "1852", "Haupttext": "Komposition zweier Ignaz Traumihler gewidmeter Orgelstücke, Vorspiel [WAB 130] und Nachspiel [WAB 126] [??] (*),\nder zwei Totenlieder (Chor a capella) für Josef Seiberl in St. Marienkirchen [WAB 47/48] (**),\ndes 22. Psalms [WAB 34] [6.12.1852?] (***)\nund des 114. Psalms [WAB 36], der Ignaz Aßmayr gewidmet ist (°) und in St. Florian in einer Probe aufgeführt wird.\nZur Kantate »Heil, Vater, Dir« [WAB 61] siehe 27.9.1852.\nBruckner trägt sich (als Lehrer in St. Florian) im »Buch der Ehre und des Fleißes« ein [7.9.1952] (°°).\n[Wann? siehe die Anmerkung]\r\nEin Musikalien-Katalog in St. Florian listet diese zwei Psalm-Vertonungen auf:\r\n\"                                            E. Psalmen.\r\n[... Joseph Schnabel, Fr. Lachner, Abbé Max. Stadler, Ignaz Franz von Mosel ...]\nPsalm 22. für 4 Singstim[m]en u. Klavier von Ant. Bruckner.\nPsalm 114. für Sopr., 2 Alti, Tenor e Basso u. Trombone Alto, Tenore e Basso v. Ant. Bruckner.\r\n[... Hymne (Mozart), Lauda Sion (Mendelssohn) ...].\" (°°°).\n\"Bruckners Schwester [Rosalia Bruckner oder Maria Anna Bruckner?] lernte im Stift kochen und nahm dann eine Stelle als Köchin beim Steuereinnehmer an. Dieser hatte eine reizende Tochter, Antonie, in welche sich Bruckner verliebte. Das Mädchen wollte aber kein ernstes Verhältnis anfangen. In die Zeit dieser Herzenstrauer – 1852 – fällt die Komposition des 114. Psalmes [...]\" (#).", "Letzte Änderung": "01.09.2024 08:40"}, {"ID": 185201014, "Datum": "Anfang 1852", "Haupttext": "Bruckner reist nach Wien, um Ignaz Aßmayr die Partitur des Requiems [WAB 39] vorzulegen. Er war ihm schon zuvor in St. Florian vorgestellt worden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185201065, "Datum": "6.1.1852, Dienstag", "Haupttext": "Letzte Eintragung des Regenschori F.X. Schäfler im St. Florianer Aufführungsverzeichnis.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185202085, "Datum": "(8.2.1852, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung eines »Ave Maria« in D-Dur von Aumann in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185203115, "Datum": "11.3.1852, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckners Requiem [WAB 39] wird bei der Beerdigung Schäflers aufgeführt.", "Letzte Änderung": "12.01.2026 16:16"}, {"ID": 185203195, "Datum": "19.3.1852, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Seiberl in St. Marienkirchen:\r\n    Erwähnt den Chor »Die Geburt« [WAB 69], Anton Ehreneckers Nachfolger Karl Ebmer [Ebner], Schäflers Tod, Aufführung des Requiem [WAB 39], Melancholie.", "Letzte Änderung": "01.09.2024 08:40"}, {"ID": 185203196, "Datum": "März 1852", "Haupttext": "Die Uraufführung des Chores »Die Geburt« [WAB 69] findet noch in diesem Monat statt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185203285, "Datum": "28.3.1852, Sonntag", "Haupttext": "»Bischöflicher Consistorial-Auftrag« zur Prüfungsbewilligung vom 12.6.1852.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185204035, "Datum": "3.4.1852, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Konsistorium:\r\n   Beantragt, die Prüfung für die Lehrbefähigung an Hauptschulen ablegen zu können.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 19:36"}, {"ID": 185204065, "Datum": "6.4.1852, Kardienstag", "Haupttext": "Brief des Bischöflichen Konsistoriums an Bruckner:\r\n   Dem Gesuch [vom 3.4.1852] fehle als Beilage das Präparandiezeugnis, zudem müsse es über die »Schuldistriktsaufsicht Enns« in Niederneukirchen eingereicht werden.\r\nUnterzeichnet von Rieder und Strigl.\r\nAktenvermerk 2/7 852.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 19:41"}, {"ID": 185205064, "Datum": "vor dem 6.5.1852", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an die Schuldistrikts-Aufsicht Enns in Niederneukirchen.", "Letzte Änderung": "27.08.2024 11:56"}, {"ID": 185205065, "Datum": "6.5.1852, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Schuldistrikts-Aufsicht Enns in Niederneukirchen (J. P. Vorbuchner) an das bischöfliche Konsistorium in Linz:\r\n     Leitet Bruckners Gesuch weiter, bestätigt das Zeugnis von Jodok Stülz [6.9.1851]. Im Begleitschreiben anerkennende Worte über Bruckner: »lobenswerther Unterlehrer ... sehr geschicktes, eifriges und besonders wohlgesittetes junges Lehrindividuum«.\nPräsentationsvermerk \"Praes. 8. Mai 1852.\"", "Letzte Änderung": "28.04.2025 19:49"}, {"ID": 185205135, "Datum": "13.5.1852, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben des bischöflichen Konsistoriums an die Landesschulbehörde:\r\n   Unterstützt Bruckners Gesuch und verweist dabei auf die vorzüglichen Zeugnisse und das vorteilhafte Schreiben vom 6.5.1852.\r\nUnterzeichnet von Rieder und Strigl.\r\nAktenvermerk \"2/7 852\".", "Letzte Änderung": "28.04.2025 19:53"}, {"ID": 185205195, "Datum": "19.5.1852, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben der Landesschulbehörde an das bischöfliche Konsistorium:\r\n   Die Genehmigung zur »Erlangung des Zeugnisses der Befähigung zum Lehramte an Hauptschulen« wird erteilt.\r\nUnterzeichnet von Kreil [?].\r\nAktenvermerke \"Praes. 23. Mai 852.\" und \"2/7  852.\"", "Letzte Änderung": "28.04.2025 19:59"}, {"ID": 185205235, "Datum": "23.5.1852, Sonntag", "Haupttext": "Schreiben des bischöflichen Konsistoriums an die Schuldistrikts-Aufsicht Enns in Niederneukirchen (Konzept): Die beantragte Prüfung werde bewilligt, Bruckner sei vom festgesetzten Prüfungstermin (22. und 23.6.1852) zu verständigen. Unterzeichnet von Rieder und Vogl.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 20:18"}, {"ID": 185205245, "Datum": "24.5.1852, Montag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Konsistoriums an die Direktion der Normalhauptschule in Linz (Konzept):\r\n     Laut den Erlassen vom 19./23.5.1852 werde die von Bruckner beantragte Hauptschullehrer-Prüfung bewilligt. Man  möge die geeignetsten Termine bekannt geben. Unterzeichnet von Vogl.", "Letzte Änderung": "11.10.2025 08:05"}, {"ID": 185205305, "Datum": "30.5.1852, Sonntag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Erster Eintrag Traumihlers in das St. Florianer Aufführungsverzeichnis (*).\n\n\nAm 28.5.1852 die erste Eintragung in Traumihlers \"Journal für die laufenden Ausgaben bei dem Musikchore der Collegiatkirche zu St. Florian von 28. Mai 1852 - [55/56]\".\nFür den 31.5.1852 ist notiert \"Pfingstfest 3 Musiker 9 fl\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185206065, "Datum": "6.6.1852, Sonntag", "Haupttext": "Sängerfahrt der Liedertafel »Frohsinn« nach St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185206105, "Datum": "10.6.1852, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Ecce Panis Angelorum« von Cherubini in St. Florian (*).\n\n\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"10. Juni  4 Musiker, worunter ein Tenorist u. ein Bassist   10 fl\" (**).\nAm 25.9.1854 eine weitere Notiz:\n\"25 September     für das Uebernachten von 6 Musiker am h. Frohnleichnamsfeste a. 1852 /: nachträglich vom Leithner-Gastwirth die Rechnung erhalten:/     1 [fl] 46 [kr] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185206125, "Datum": "12.6.1852, Samstag", "Haupttext": "Die Schuldistrikts-Aufsicht Enns in Niederneukirchen teilt Bruckner die Zulassung zu einer privaten Hauptlehrerprüfung und die Prüfungstermine  (22. und 23.6.1852) mit. Der Text lautet:\n\r\n\"102 u. Sch. S.\r\nAn Herrn Anton Bruckner Unterlehrer / zu Florian\r\nVermöge StatthaltereiErlaß v. 19/23 May Z 1206 wurde / Ihnen gestattet die angesuchte Privatprüfung am 22t u: / 23t Juni d. J. an der Linzer Normalhauptschule abzulegen. Die Beilagen folgen zurück - [am linken Rand notiert \"8 St:\"]\r\nIm bischöfl. Consistorialauftrage v. 28 My durch die / Distr.-Schul-Aufsicht vom 12t Juni 852.\r\nVorbuchner, Dechant\"", "Letzte Änderung": "27.08.2024 11:55"}, {"ID": 185206175, "Datum": "17.6.1852, Donnerstag.", "Haupttext": "Kattinger in Kremsmünster gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185206229, "Datum": "22. und 23.6.1852, Dienstag und Mittwoch", "Haupttext": "Termin der privaten Hauptlehrerprüfung in Linz (*).\r\nAus unbekannten Gründen legte Bruckner diese Prüfung jedoch nicht ab (**).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 10:57"}, {"ID": 185207095, "Datum": "um den 9.7.1852, Freitag", "Haupttext": "[vermutlich]\nBruckner erhält \"für das Wismairische requiem pro a. 1852 als Organist\" ein Honorar von 1 fl 20 xr und zusätzlich für die Vertretung des Regenschori \"in selber Zeit\" 2 fl 55xr [siehe Anmerkung], das ihm von Traumihler vermutlich am Jahresende 1853 ausgezahlt wird.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 13:32"}, {"ID": 185207305, "Datum": "30.7.1852, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Aßmayr in Wien:\r\n   Namenstagsgratulation; erwähnt einen früheren Brief und ein Treffen 1851; Widmung des 114. Psalms; Melancholie; Probe-Aufführung des Psalms in St. Florian.", "Letzte Änderung": "25.11.2024 08:48"}, {"ID": 185208155, "Datum": "15.8.1852, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner widmet das im Laufe des Augusts entstandene »Magnificat« [WAB 24] dem St. Florianer Regens chori Ignaz Traumihler (*).\nTraumihler feierte am 15. August den Jahrestag seiner Primiz (Priesterweihe am 15.8.1840) (*a).\nAufführung des »Magnificat« in St. Florian (**).\r\nNotiz im Aufführungsverzeichnis: \"Dominica XI post Pentecosten et Festo simul Assumpt. B. V. M. | Messe: von Preindl ex D | Grad. von M. Haydn ex A /:dibitus mihi:/ | Offert. von Schnabel ex E /:Ave Regina:/ | Magnificat: von Bruckner ex B.\" (***).\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"15. August   3 Musiker, 2 Bläser u einen Tenoristen 2 fl\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185208185, "Datum": "18.8.1852, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"18. August   1. Trompeter zum Geburtsfest S. Maj. des Kaisers  2 fl \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185208287, "Datum": "28./29.8.1852, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"28. u. 29. August   Zum Augustinifest u. 2 Primitzen 4 Musiker, einen Tenoristen u 3 Bläser 13 [fl]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185209075, "Datum": "7.9.1852, Dienstag", "Haupttext": "Im 2. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 1. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1852.\n[mittig:]\nOber Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1 Kronberger Julian | 2 Pallenstorfer Anton | 3 Niedermair Josef | 4 Fritschner Franz | 5 Weidinger Johann | 6 Schmidbaur Johann\n[rechte Spalte:]\n1 Pammer Anna | 2 Reißer Karolina | 3 Ganglbaur Theres | 4 Traunfellner Barb. | 5 Hirscher Elisabeth | 6 Brunner Rosina | 7 Baumgartshuber Mar. | 8 Mathe Klara\n[darunter, mittig:]\nUnter Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1 Althuber Franz | 2 Leipl Ignaz | 3 Pallenstorfer August | 4 Huber Josef | 5 Dirnberger Leopold | 6 Hummer Leopold | 7 Holzner Georg | 8 Leibetseder Josef | 9 Krill Sebastian | 10 Neumüller Leopold | [nachträglicher Bleistifteintrag von anderer Hand:] 11 Buchsbaum Johann.\n[rechte Spalte:]\n1 Marböck Marie | 2 Staudinger Theres | 3 Fuchs Anna | 4 Bräuer Barbara | 5 Huber Klara | 6 Stummer Maria.\n[unten:]\nden 7. September  ABrucknermp.\"", "Letzte Änderung": "17.12.2024 23:02"}, {"ID": 185209125, "Datum": "(12.9.1852, Sonntag) [?]", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Te deum« KV 141 in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185209275, "Datum": "27.9.1852, Montag", "Haupttext": "Vollendung der Kantate »Heil, Vater, Dir« [WAB 61] für gemischten Chor und Blechbläser, nach einem Text von Marinelli, gewidmet Michael Arneth zum Namensfest.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:46"}, {"ID": 185209295, "Datum": "29.9.1852, Mittwoch", "Haupttext": "Uraufführung der Kantate »Heil, Vater, Dir« [WAB 61] zu Michael Arneths Namenstag (*), in Anwesenheit des Finanzministers Andreas Freiherr von Baumgartner (**).\nDatierung auf dem Titelblatt des bei Johann Huemers Witwe in Linz gedruckten Kantatentextbuches, das den Textdichter Marinelli und den Organisten Bruckner als Komponisten erwähnt: \"[...] Hochachtungsvoll geweiht vom Chorherrn Marinelli, und in Musik gesetzt von A. Bruckner, Organisten.\" (***).\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\r\n\"Am 29. Sept.    8 Musiker zum Namensfest des hochwürdigst. Hr Prälaten   21 [fl] | do   Fuhrlohn für 2 Musiker    2 [fl] | do    Bothenlohn für das Abholen der Clarinetten    30 [kr] \" (°).\n[tatsächlich 24.9.1852 oder recte 29.9.1852?]\r\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis mehrere Seiten danach:\r\n\"Nachträgliche Auslagen zum Jahre 1852\n24. Sept.     5. Sängerknaben a 1 fl. zum Namensfest des Hr. Prälaten     5 [fl]\r\n[...]\n29. Sept.     Schlafgeld f die Musiker     2 [fl] 20 [kr] \" (°°).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 17:43"}, {"ID": 185209305, "Datum": "um den 30.9.1852, Donnerstag", "Haupttext": "[vorerst hypothetisch] \n\nBruckner wirkt beim Requiem in memoriam Leopold Zehetner (Propst in St. Florian 1612 - 1646, gestorben am 30.9.1646) mit und erhält dafür ein Honorar von 50 xr [Kreuzern], das ihm von Traumihler [vermutlich] zum Jahresende 1853 ausgezahlt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185210015, "Datum": "1.10.1852, Freitag", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Zeitung, S. 940, über die vorgestrige Namenstagsfeier für Michael Arneth in Anwesenheit des Ministers v. Baumgartner. Bruckners Orgelspiel wird - ohne Nennung seines Namens - erwähnt (*).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:07"}, {"ID": 185210045, "Datum": "4.10.1852, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"Am 4. do [October] Zum Namensfest des Kaisers 1. Musiker     2 [fl]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185210175, "Datum": "17.10.1852, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"Am 17. Oct.     2 Musiker I Tenor u 1. Trompeter    4 [fl]\" [vermutlich zum Kirchweihfest].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185211015, "Datum": "1.11.1852, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"Am 1. Nov.     2 Musiker /: Trompeter :/ 4 [fl] \" [zum Fest Allerheiligen].\n\n\nAuf der übernächsten Seite eine zweite Notiz \"1853. | Vom 1. November. | [...] 1. Novemb. Allerheiligenfest 2 Trompet.     4 [fl] \" zu Beginn des Rechnungsjahres 1853 [das vermutlich wie das Militärjahr am 1. November des Vorjahres begann (vgl. dazu 31.1.1854)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185211155, "Datum": "15.11.1852, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Am 15. Nov.     1 Trompet. u 1. Tenorist     4 [fl] \" [zum Leopoldsfest].\n\n\nAuf der nächsten Seite eine zweite Notiz \"1853. | Vom 1. November. | [...] 15. Novemb. Leopoldifest 1 Tromp. u. 1. Tenoristen     4 [fl] \" zu Beginn des Rechnungsjahres 1853 [das vermutlich wie das Militärjahr am 1. November des Vorjahres begann (vgl. dazu 31.1.1854)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185211225, "Datum": "22.11.1852, Montag", "Haupttext": "Punschfeier anläßlich des Cäcilientages. Bruckner verliert beim Nachhausegehen den Schlüssel zur Stiftsorgel (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"22. Nov.     Dem Calcanten als Rem. u Cäciliageld f den Calc.    30 [kr] \".\r\nAuf der nächsten Seite eine zweite Notiz \"1853. | Vom 1. November. | [...] 22. Nov.   Caeciliageld f. d. Calcanten    30 [kr]\" zu Beginn des Rechnungsjahres 1853 [das vermutlich wie das Militärjahr am 1. November des Vorjahres begann (vgl. dazu 31.1.1854)].  (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 13:45"}, {"ID": 185211285, "Datum": "(28.11.1852, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung der Missa Solemnis in C-Dur von Albrechtsberger in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185211295, "Datum": "29.11.1852, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Aufführung der Messe in F \"Missa Aeterna Christi munera\" von Palestrina in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185212065, "Datum": "ca. 6.12.1852, Samstag (?)", "Haupttext": "Aufführung des 22. Psalms bei der Namensfeier von Pfarrer Jodok Stülz in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185212195, "Datum": "19.12.1852, Sonntag", "Haupttext": "Franz Joseph Rudigier wird Bischof von Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185212215, "Datum": "21.12.1852, Dienstag", "Haupttext": "Orgelkollaudierung in der Linzer Stadtpfarrkirche. [Möglicherweise ist Bruckner anwesend - zumindest hat er von diesem Ereignis Genaueres erfahren: Später (vielleicht erst um den 25.12.1855) wird er die Kompetenz der Kollaudierungskommission anzweifeln und als bloße Organistenprobe bezeichnen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185212255, "Datum": "25.12.1852, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des »Magnificat« in St. Florian (*).\r\nSie ist in Traumihlers Aufführungsverzeichnis dokumentiert (*a).\nAufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian (**).\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"25 u 26. Dec.     3 Musiker zum h. Weihnachtsfest 1 Tenor, u 2 Bläser     12 [fl] \" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185300005, "Datum": "1853", "Haupttext": "Bruckner trägt sich (als Lehrer in St. Florian) im »Buch der Ehre und des Fleißes« ein [12.5.1853] (*). Der Schulinspektor (bis 1853 Johann Paul Vorbuchner) bewertet (wie in allen Berufsjahren in St. Florian) Bruckners Qualifikation nach »Fleiß, Geschicklichkeit, Moralität und Behandlungsweise der Kinder« mit »sehr gut« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185301015, "Datum": "1.1.1853, Samstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"1. Jänner     1 Tenoristen u. 1. Trompeter     4 [fl] \".\n\n\nMehrere Seiten später eine weitere Notiz: \"Nachträgliche Auslagen zum Jahre 1852 [...] 1. Jänner [1853 gemeint] 1 Tromp. u 1 Tenoristen     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185301065, "Datum": "6.1.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"6. Jänner     1 Tenoristen u. 1. Trompeter     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185301175, "Datum": "(17.1.1853, Montag)", "Haupttext": "Brief von Ludwig Paupié an den »Frohsinn«.", "Letzte Änderung": "14.05.2024 17:35"}, {"ID": 185301205, "Datum": "20.1.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des »Tantum ergo in D« [WAB 42] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185302085, "Datum": "8.2.1853, Dienstag (Faschingsdienstag)", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis: \"8. Feb.     Tenorist f. die 3 Faschintage     5 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185302275, "Datum": "27.2.1853, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"27. Februar     1 Trompeter zum Dankamt für die Errettung Sr Majestät des Kaisers     2 [fl] \" [Attentat am 18.2.1853].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185303125, "Datum": "(12.3.1853, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung der Dritten Messe op. 111 von Johann Nepomuk Hummel im Linzer Dom. Vermerk in der Stimme des 1. Horns: \"Zur Feyer der Wiedergenesung S. A. Majestät Franz Josef 1te Kaiser von Österreich etz. etz.\" und \"Linz den 12ten März 1853 in der Domkirche. Schimatschek.\" Notiz in einer handschriftlichen Stimme der 1. Violine \"Linz, den 12/3 853 in Linz zur Feier wegen der Genesung Sr. Majestät aufgeführt\" und in einer handschriftlichen Violoncellostimme \"Linz am 12ten März Dankamt Seiner Majestät Kaiser Franz Josephs der 1te\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185303155, "Datum": "(15.3.1853, Dienstag)", "Haupttext": "Vermerk \"Copirt in Linz den 15ten März 1853. F. Schimatschek\" in der Abschrift der Ersten Festmesse von Robert Führer in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185303195, "Datum": "19.3.1853, Samstag", "Haupttext": "Marie und Josef Marböck spielen für Josef Marböck (senior) zum Namenstag das erste der drei vierhändigen Stücke [WAB 124] (*). \nDie Mutter Marie Marböck (senior) macht eine entsprechende Eintragung auf dem Umschlag der Noten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185303285, "Datum": "28.3.1853, Montag (Ostermontag)", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"28. März     Zum h. Osterfest 2 Bläser     8 [fl]\n 28. März     für das Abschreiben einer Messe von Führer aus C.   1 [fl] 50 [kr] \"\n[Schimatschek, vgl. 15.3.1853].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185304075, "Datum": "7.4.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des »Tantum ergo in D« [WAB 42] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185305047, "Datum": "4./5.5.1853, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichni\n\"Am 4. u 5. Mai     Zum Fest des h. Florian u. der Himmelfahrt des Herrn 2 Bläser     6 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185305065, "Datum": "6.5.1853, Freitag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"6. Mai     Ein messingenes Band zum Spieltische der großen Orgel     20 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185305115, "Datum": "11.5.1853, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"11. Mai     Draht für die Orgel     20 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185305125, "Datum": "12.5.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Im 3. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 2. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1853.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1 Heibl Leopold | 2 Fimberger Franz | 3 Teutschmann Josef | 4 Mairhofer Mathias | 5 Fürhapper Leopold\n[rechte Spalte:]\n1 Bogner Judith | 2 Bräuer Theres | 3 Brunbaur Maria | 4 Huber Anna | 5 Ackerl Elisabeth | 6 Staudinger Anna | 7 Mauhart Maria | 8 Fallnicht Maria | 9 Zeininger Maria\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1 Kronberger Julian | 2 Pallestorfer Anton | 3 Fritschner Franz | 4Schmidbaur Johann | 5 Weidinger Franz\n[rechte Spalte:]\n1 Traunfellner Barbara | 2 Reisser Karolina | 3 Pammer Anna | 4 Ganglbaur Theres | 5 Hirscher Elisabeth | 6 Mathe Klara | 7 Brunner Rosina | 8 Pfisterer Katharina | 9 Baumgartshuber Maria\n[unten:] St. Florian den 12. Mai     ABrucknermp.\"", "Letzte Änderung": "04.12.2024 22:19"}, {"ID": 185305155, "Datum": "15.5.1853, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Aufführung des »Magnificat« in St. Florian (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15 u 16. Mai     Zum Pfingsfest 2 Bläser /Für eine Fuhr /: Lucis :/     2 [fl]\n  =     de Von Hr. Prälaten dafür erhalten     1 [fl] 20 [kr] \" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185305165, "Datum": "(16.5.1853, Pfingstmontag)", "Haupttext": "Aufführung von Joseph Haydns Messe in G-Dur (H. XXII/6, Nikolai-Messe) in St. Florian.\n[Traumihlers Ausgabenverzeichnis siehe 15.5.1853.]", "Letzte Änderung": "25.09.2024 06:54"}, {"ID": 185305265, "Datum": "26.5.1853, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"26. Mai     Zum Feste SS Corp. Christi 3 Bläser     10 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185307095, "Datum": "um den 9.7.1853, Samstag", "Haupttext": "[vermutlich]\nBruckner erhält \"für das Wismairische requiem [...] pro a. 1853\" ein Honorar von 1 fl 20 xr, das ihm von Traumihler vermutlich am Jahresende 1853 ausgezahlt wird.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 13:38"}, {"ID": 185307105, "Datum": "10.7.1853, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Liedertafel »Frohsinn« unternimmt eine Sängerfahrt nach St. Florian. Bruckner spielt dabei Orgel (*).\r\n   »[... Zuerst frühmorgendliche Wanderung nach Kleinmünchen ...] Daselbst wurden einige Chöre gesungen, und nach kurzer Rast der Weg nach St. Florian angetreten; dort, von der großen Hitze ermattet, angelangt, zerstreuten sich die Sänger, bis sie um 12 Uhr ein heiteres Mahl im Saale des Gastwirthes zum \"Sperl\" wieder versammelte; in den Pausen wechselten heitere Chöre mit fröhlichen Trinksprüchen, wobei in freundlicher Erinnerung besonders des herrlichen Sängerfestes in Passau gedacht wurde.\r\n   Um 4 Uhr Nachmittags wurden auf dem Chore der Stiftskirche \"das Bettagslied\" von Abt und \"das Kirchlein\" von Becker gesungen, wornach [sic] die Sänger im Schiff der Kirche die herrlichen Töne der prachtvollen Orgel unter des dortigen Organisten, Herrn Bruckner's, meisterhafter Behandlung bewunderten.\r\n   Dann versammelten sich, einer freundlichen Einladung der hochwürdigen Chorherren folgend, die Liedertafler auf einem grünen, schattigen Platze des großen Klosterhofes und sangen verschiedene Chöre, bis um 7 Uhr Abends ein herannahendes Gewitter an den Aufbruch mahnte, und die Sänger den Rückweg antraten.« (**).\r\n   Es wurden außerdem Chöre von Abt, Veit, Otto, Santner, Zöllner, Weber und Kreutzer gesungen (***).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:45"}, {"ID": 185307135, "Datum": "13.7.1853, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 167 berichtet auf S. 672 von der Sängerfahrt des »Frohsinn« am 10.7.1853: »* Ueber die von der hiesigen Liedertafel am verflossenen Sonntag unternommene Sängerfahrt nach St. Florian erhalten wir folgende nähere Mittheilung: [... zuvor sechsmal wegen schlechten Wetters verschoben ... frühmorgendliche Wanderung nach Kleinmünchen ...] Daselbst wurden ein Paar Chöre gesungen, und nach kurzer Rast der Weg nach St. Florian angetreten; dort, von der großen Hitze ermattet, angelangt, zerstreuten sich die Sänger, bis sie um 12 Uhr ein heiteres Mahl im Saale des Gastwirthes zum »Sperl« wieder versammelte; in den Pausen wechselten heitere Chöre mit fröhlichen Trinksprüchen, wobei in freundlicher Erinnerung besonders des herrlichen Sängerfestes in Passau gedacht wurde. Um 4 Uhr Nachmittags wurden auf dem Chore der Stiftskirche »das Bettagslied« von Abt, und »das Kirchlein« von Becker, gesungen, wornach [sic] die Sänger im Schiff der Kirche die herrlichen Töne der prachtvollen Orgel unter des dortigen Organisten, Hrn. Bruckner's, meisterhafter Behandlung bewunderten. Dann versammelten sich, einer freundlichen Einladung der hochw. Chorherren folgend, die Liedertafler auf einem grünen, schattigen Platze des großen Klosterhofes, und sangen verschiedene Chöre, bis um 7 Uhr Abends ein herannahendes Gewitter an den Aufbruch mahnte, und die Sänger den Rückweg antraten. Die sowohl beim Mittagsmahle, als im Klosterhofe vorgetragenen Chöre waren«Morgenlied,« Wanderlied,« »Fahnenlied,« »Waldlied,« »Ständchen,« sämmtlich aus dem »Sängertage« von Abt, »der Käfer und die Blume« von Veit, »Fahneneid« von Otto, »Aus der Tiefe« und »Walzer« von Santner, »Zechers Wunsch« und »Die deutschen Bundesstaaten« von Zöllner, »Schwertlied« und »Das treue Herz« von Weber, »Auf den Bergen« von Abt, und »Schäfer's Sonntagslied« von Kreuzer.«", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:46"}, {"ID": 185307145, "Datum": "14.7.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Das Österreichische Bürgerblatt für Verstand, Herz und gute Laune Nr. 111 berichtet auf S. 444 vom Ausflug der Liedertafel \"Frohsinn\" nach St. Florian und von Bruckners Orgelspiel. Um 4 Uhr wurden in der Stiftskirche zwei Lieder gesungen,\"worauf der dortige Organist Herr Bruckner die herrlichen Töne der großen Orgel erschallen ließ. [...].\" (keine Signatur; verantwortlicher Redakteur: F. Eurich).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185307165, "Datum": "16.7.1853, Samstag", "Haupttext": "Das Amtsblatt Nr. 170 zur Linzer Zeitung Nr. 57 berichtet vom Concurs [um eine Kanzleistelle] »Innenminist. Z. 4893/ML, v. 12. d.M., Linz, 13. Juli 1853«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185307195, "Datum": "19.7.1853, Dienstag", "Haupttext": "Ausschreibung einer Kanzleistelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185307205, "Datum": "20.7.1853, Mittwoch", "Haupttext": "Zeugnis des k.k. Bezirksgerichtes St. Florian über Bruckners seit 1851 geleisteten Kanzleidienst, unterzeichnet von Bezirksrichter Joh. Mauser:\r\n\"Dem Herrn Anton Bruckner Schullehrer in Florian wird über dessen Ansuchen bestättiget, daß er seit dem Jahr 1851 öfters aushilfsweise in der Bezirkgerichts Kanzley zu Florian gearbeitet, und durch seinen besonderen Fleiß und Geschicklichkeit sich den Kanzleydienst der Art eigen gemacht, daß er in dieser Beziehung als sehr verwendbar bestens empfohlen werden kann.\r\nk k Bezirksgericht Florian 20. July 1853.\r\nJoh. Mauser [Mosbier?]\r\nBez Richter\" (*).\r\nAnlagebuchstabe \"G.\" auf S. 4 (*a).\n\r\nÄrztliches Zeugnis Dr. Kronbergers:\r\n\"Zeugniß / Daß Herr Anton Bruckner, derzeit Unterlehrer bei der Schule St. Florian u prov: Organist bey dem löbl: Stifte, sich einer vollkommen[en] Gesundheit erfreue, welche eine lange Lebensdauer erwarten läßt, bestättiget auf Ansuchen Gefertigter.\r\nSt. Florian 20. Juli 853.\r\nDr. Kronberger, mp.\" Anlagebuchstabe \"C\" auf S. 4 (**).", "Letzte Änderung": "09.11.2024 14:26"}, {"ID": 185307255, "Datum": "25.7.1853, Montag", "Haupttext": "Bruckner bewirbt sich um die am 19.7.1853 ausgeschriebene Kanzleistelle, fügt seinem Gesuch verschiedene Zeugnisse bei (u.a. vom einjährigen Präparandenkurs, von der Unterrealschule und die Zeugnisse vom 20.7.1853). Präsentationsvermerk 2.8.1853, Erledigungsvermerke 13.5.1854 und 9.10.1854 auf S. 4.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185307305, "Datum": "(30.7.1853, Samstag)", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"30. Juli     ½ Bund E Saiten     1 [fl] 36 [kr]\n  do do    dem Calcanten für das Hinein- u Zurücktragen des Violons     40 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185308025, "Datum": "2.8.1853, Dienstag", "Haupttext": "Präsentationsvermerk \"präs. 2. August 1853\" auf Bruckners Bewerbung vom 25.7.1853.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185308045, "Datum": "4.8.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des »Tantum ergo in D« [WAB 42] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185308155, "Datum": "15.8.1853, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. August     Zum Feste Mariae Himmelfahrt 3 Musiker, 1 Trompeter u. 2 Oboisten     6 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185308185, "Datum": "18.8.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"18. August     Geburtsfest des Kaisers 1. Trompeter    2 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185308245, "Datum": "24.8.1853, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\" 24. August     1 Schraufen für die Paucken 12 [kr]\n|  do     5 Schlüssel zum Gruftengang für das Musikperso 1 [fl] 40 [kr]\n   do    für die Orgel eine Spange  8 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185308285, "Datum": "28.8.1853, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"28. August     5 Musiker    10 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185309205, "Datum": "20.9.1853, Dienstag", "Haupttext": "(Datum des Poststempels) Brief des Linzer Appellationsrates von Schaarschmidt (aus Dresden) an Bruckner:\r\n     Über das Studium der Werke Mendelssohns und J. S. Bachs, über Bruckners weiteren Lebensweg.", "Letzte Änderung": "12.01.2026 17:50"}, {"ID": 185309225, "Datum": "22.9.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"22. Sept.     Ein Stück Alaunleder 10 Loth hart gezogenen Draht u. 16 Loth Leim für die Reparatur der Sonntagorgel 1 [fl] 19 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185309295, "Datum": "29.9.1853, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"29. Sept.     Zum Namensfeste des Hr. Prälaten (13 Musiker)  3 fl.     39 [fl] Dem Fischer für die Musikgütung \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185310045, "Datum": "4.10.1853, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\" 4. October     Zum Namensfest Sr Majestät des Kaisers 1 Trompeter 2 [fl]\n   do do      8 Blättchen für die Clarinetten a 4x CM.     32 [kr] \" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185310155, "Datum": "15.10.1853, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wird vom k. k. Bezirksgericht St. Florian zum Kurator seiner Schwester \"Anna Maria Bruckner, Schullehrerstochter\" bestellt.\r\n   \"Dieses k. k. Bezirks-Gericht hat befunden, sie als Curator der Anna Maria Bruckner Schullehrerstochter von Ansfelden aufzustellen. In dieser Eigenschaft liegt Ihnen ob, Ihre genannte Curandien [recte zu lesen \"Curandine\"?] vor und außer Gericht zu vertreten, das Vermögen getrau und emsig zu verwalten, am Schlusse jeden Jahres die Vormundschaftsrechnung einzubringen, oder wenn der Fall der Rechnungslegung nicht eintreten wird, wenigstens die Pupillar-Tabelle nach dem beiliegenden Formulare jährlich zu überreichen,und überhaupt in allen nach Vorschrift der Gesetze zu benehmen. / Zur Angelobung dieser obliegenden Pflichten haben Sie am 22. Okt. d. J., 8 Uhr Vormittags vor diesem k. k. Bezirksgerichte zu erscheinen. / Vom k.k. Bezirks-Gerichte Florian / am 15. Oktober 1853\".\r\n   Ergänzender Vermerk vom 22.10.1853: \"Hr: Anton Bruckner hat heute das Handgelübde geleistet. / Florian 22/10 853 / Reisser / Act\".\r\n   Auf S. 2 \"St. Florian Vormundschaftssache Anna Maria Bruckner\"", "Letzte Änderung": "04.12.2024 22:20"}, {"ID": 185310165, "Datum": "16.10.1853, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"16. October     Zum Kirchweihfest 1 Tromp. u. 1 Tenoristen     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185310225, "Datum": "22.10.1853, Samstag", "Haupttext": "Bruckner gelobt vor dem Bezirksgericht St. Florian, seinen Verpflichtungen als Curator seiner Schwester Anna Maria Bruckner nachzukommen. Ergänzender Vermerk auf dem Schreiben vom 15.10.1853: \"Hr: Anton Bruckner hat heute das Handgelübde geleistet. / Florian 22/10 853 / Reisser / Act\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185310255, "Datum": "25.10.1853, Dienstag", "Haupttext": "Für Ignaz Bruckner wird ein Sparbuch angelegt, über dessen Vermögensstand Anton Bruckner am 6.3.1854 vor dem Bezirksgericht St. Florian Rechenschaft ablegt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185311015, "Datum": "1.11.1853, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der Missa Solemnis in C-Dur von Albrechtsberger in St. Florian (*).\n\n\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1. Nov.     Zum Fest Om. Sanctorum 1 Trompeter u 1 Tenoristen     4 [fl] \".\nAuf der übernächsten Seite eine weitere Notiz:\n\"Cum Deo | annus 1854.\n\n[...]\n1. Nov.     Ad festum oo. Sanct. 1 Tenoristen u 1 Tromp.    4 [fl] \" [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185311155, "Datum": "15.11.1853, Dienstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. Nov.     Zum Feste des h. Leopold 1 Tromp. u. 1. Tenoristen     4 [fl] \".\nAuf der übernächsten Seite eine weitere Notiz:\n\"Cum Deo | annus 1854.\n[...]\n15. Nov.     Ad festum S. Leop. 1 Ten. u. 1 Tromp.    4 [fl] \"\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185311225, "Datum": "22.11.1853, Dienstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Cäciliageld f. den Calcanten     30 [kr] \".\n\n\nAuf der nächsten Seite eine weitere Notiz:\n\"Cum Deo | annus 1854.\n[...]\n22. Nov.     Cäciliageld f. den Calcanten     30 [kr] \".\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185312075, "Datum": "um den 7.12.1853, Mittwoch", "Haupttext": "[vermutlich] \n\nBruckner erhält \"für das Zeitlmairische Requiem\" ein Honorar von 1 fl 40 xr, das ihm vermutlich zum Jahresende 1853 ausbezahlt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185312135, "Datum": "13.12.1853, Dienstag", "Haupttext": "Bei der Namenstagsfeier von Jodok Stülz in St. Florian spielt Franz Gruber eine selbstkomponierte Polonaise für Violine.", "Letzte Änderung": "15.05.2025 12:56"}, {"ID": 185312185, "Datum": "18.12.1853, Sonntag (4. Advent)", "Haupttext": "Aufführung der Messe in F \"Missa Aeterna Christi munera\" von Palestrina in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185312257, "Datum": "25./26.12.1853. Sonntag/Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"23. [recte 25.?] u. 26. Dec.     Einen Gast Hr. Weinwurm frei gehalten     58 [kr]\n  25. u. 26 Dec.     Einen Trompeter     4 [fl] \".\n[oder recte \"98 kr\" (siehe den unteren Eintrag!)]\n\n[siehe die Anmerkung]\n\n\nAuf der nächsten Seite eine weitere Notiz:\n\"25 u. 26. Dec.     Zum h. Weihnachtsfest 1 Tromp. u. Hr. Weinwurm    4 [fl] 98 [kr] \"\n[recte \"4 fl 58 kr\"? siehe den oberen Eintrag].\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185312325, "Datum": "vermutlich Jahresende 1853", "Haupttext": "Ignaz Traumihler erstellt eine Liste über Honorarzahlungen an Bruckner in den Jahren 1852 und 1853 in einer Gesamthöhe von 20 fl. 21 xr.\nSie betrifft Bruckners Mitwirkung\nbei den Samstagslitaneien 1852 und 1853 [siehe Anmerkung 1],\nden \"Litaneien zu St. Johann\" 1852 und 1853 [siehe Anmerkung 2],\nbeim Wismairschen Requiem 1852 als Organist und 1853 als Regenschori [vermutlich 9.7.1852 und 9.7.1853, siehe Anmerkung 3],\nbei einem Hochzeits- und einem Traueramt,\nbeim Zehetner-Requiem 1852 [vermutlich 30.9.1852, siehe Anmerkung 4] und\nbeim Zeitlmairschen Requiem [Anmerkung 5].\n \nBruckner hat den Empfang quittiert.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 13:45"}, {"ID": 185400005, "Datum": "1854", "Haupttext": "Komposition der Quadrille A-Dur für Klavier vierhändig [WAB 121], dem Florianer Stiftsrichter Georg Ruckensteiner gewidmet (*), und der Kantate »Laßt Jubeltöne laut erklingen« [WAB 76] für Männerchor und Blechbläser (**).\nBruckner trägt sich (als Lehrer in St. Florian) im »Buch der Ehre und des Fleißes« ein - siehe 13.7.1854 (***).\nSeine Leistung als Lehrer wird in den Inspektions-Tabellen (ohne Namensnennung) 1854 für die 2. Klasse gewürdigt: »Besuch gut, Religion sehr gut, ebenso sind die Fortschritte in den übrigen Gegenständen mit sehr gut zu bezeichnen. Schriften gut.« (°). Der Schulinspektor (ab 1853 Anton Landgraf) bewertet (wie in allen Berufsjahren in St. Florian) Bruckners Qualifikation nach »Fleiß, Geschicklichkeit, Moralität und Behandlungsweise der Kinder« mit »sehr gut« (°°).\nDer tragische Tod des Cousins Franz Zachhuber (1819 - 1854) geht Bruckner sehr nahe (°°°).\n\r\n[1854 oder 1855?] Eduard August Molnar erhält als Sängerknabe in St. Florian von Bruckner Orgelunterricht (#).", "Letzte Änderung": "10.05.2025 11:58"}, {"ID": 185401014, "Datum": "um 1854 (?)", "Haupttext": "Datierung (von fremder Hand) auf einer Photographie von Josef Löwy, Wien. Auf der Rückseite Notizen der späteren Besitzerin Amalie Löwe.", "Letzte Änderung": "18.05.2025 15:33"}, {"ID": 185401015, "Datum": "1.1.1854, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1. Jänner     Zum Neujahrsfest 1 Ten. u 1 Tromp.     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185401065, "Datum": "6.1.1854, Freitag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"6. do [= Jänner]     Ad fest. Epiph. 1 Ten. u. 1 Tromp.    4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185401195, "Datum": "19.1.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des »Tantum ergo in D« [WAB 42] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185401315, "Datum": "31.1.1854, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner bestätigt als Lehrgehilfe, vom Stifts-Rentamt St. Florian als Besoldung neun Gulden für das erste Quartal des Militärjahres (November 1853 bis Januar 1854) erhalten zu haben (*).\n\n\nAls provisorischer Stiftsorganist quittiert er den Empfang von 20 Gulden (**).\n\n\nEine dritte Quittung betrifft neun Gulden für den Privatunterricht der Sängerknaben (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185402095, "Datum": "9.2.(1854?), Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des ersten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185402185, "Datum": "18.2.1854, Samstag", "Haupttext": "[1854?] Aufführung des vierten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"18. Februar     Zum Dankamt für die Rettung des Kaisers 1 Trompeter [keine Zahlangabe, in anderen Fällen 2 fl.]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185402235, "Datum": "23.2.(1854?), Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des dritten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185402267, "Datum": "26./28.2.1854, Sonntag/Dienstag (Faschingsdienstag)", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"26 u 28. Feb.     Einen Tenoristen für die Faschingtage    5 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403025, "Datum": "2.3.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des dritten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403065, "Datum": "6.3.1854, Montag", "Haupttext": "Protokoll des Bezirksgerichts St. Florian: Legung der Vormundschaftsrechnung über das Vermögen seines Mündels Ignaz Bruckner betreffend. \n\n\"Protocoll: / acto 6. März 1854 / mit Herrn Anton Bruckner / Lehrer zu Florian / Die Legung der Vormundschaftsrechnung über das Vermögen seines Mündels Ignaz Bruckner pro 1853 und den Erlag eines Sparkassebüchels pr 48 f 30 x Cm für letzteren betreffend.\" \n\nBescheid des Bezirksgerichts am 15.3.1854, Zustellungsvermerk 17.3.1854.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403155, "Datum": "15.3.1854, Mittwoch", "Haupttext": "Bescheid des Bezirksgerichts St. Florian: \n\nLaut Protokoll vom 6.3.1854 mit Anton Bruckner betrage der Vermögensstand seines Mündels Ignaz Bruckner für 1853 48 f 30 xr. Das Sparbuch vom 25.10.1853 sei in der Depositenkasse zu hinterlegen und für Ignaz Bruckner zu verbuchen. Anton Bruckner sei zu verständigen - Unterzeichnet \"Sommer\" (?)\n\nZustellungsvermerk am 17.3.1854.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403165, "Datum": "16.3.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des vierten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403175, "Datum": "17.3.1854, Freitag", "Haupttext": "Vermerk \"Zugestellt am 17. März 854\" auf dem Bescheid des Bezirksgerichts St. Florian vom 15.3.1854.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403185, "Datum": "(18.3.1854, Montag)", "Haupttext": "Bericht des Linzer Vizebürgermeisters Jungwirth an den Statthalter [Eduard Freiherr von Bach] über die Maßnahmen, die für den 21. und 22.4.1854 geplant sind (erwähnt u.a. den Empfang am Donauufer, die Festvorstellung im Theater, den Fackelzug und die Serenade der Liedertafel [Frohsinn] am 21.4.1854 und für den Folgetag die Verabschiedung und die Begleitung des Schiffes bis zur Landesgrenze [Grein].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403195, "Datum": "19.3.1854, Sonntag", "Haupttext": "Marie und Josef Marböck spielen das zweite der drei vierhändigen Klavierstücke [WAB 124] zum Namenstag des Vaters (*).\r\nFrau Marböck vermerkt dies auf dem Notenumschlag (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403245, "Datum": "24.3.1854, Freitag", "Haupttext": "Prälat Michael Arneth gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185403247, "Datum": "zwischen 24.3. und 28.3.1854", "Haupttext": "Komposition des »Libera« in f-moll [WAB 22] (*) und des Chores »Vor Arneths Grab« [WAB 53] nach einem Text von Ernst Marinelli (**).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:04"}, {"ID": 185403285, "Datum": "28.3.1854, Dienstag", "Haupttext": "Bei den Trauerfeierlichkeiten für Arneth, die von Bischof Rudigier gehalten werden (a), werden das Libera [WAB 22] (*), »Vor Arneths Grab« [WAB 53] (**) und Mozarts Requiem (***) aufgeführt. Dirigent ist vermutlich Traumihler (°).\nAn der Feier nehmen auch die Pröbste von Wilhering, Schlägl und Kremsmünster teil und der Statthalter, der Bezirkshauptmann, die Patronatspfarrer und weitere Würdenträger (°°). »Der Celebrant nimmt ad faldistorium das Pluviale; wenn der Chor das Libera vollendet hat, stimmt er Kyrie eleison an« (°°°).\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\r\n\"Die Auslagen bei der Leichenfeier des hochwürdigsten H. Prälaten Michael II. betrugen 62 fl. 12 xr, bei den Exsequien 22 fl CM., welcher Betrag aber sogleich d. H. Stiftsdechant erledigt wurde u. daher nicht weiter berechnet werden darf. – \" (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185404045, "Datum": "4.4.1854, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] bei den Exequien von Prälat Michael Arneth (*).\nDatierung Schimatscheks in der von Anonymus 159 geschriebenen Altposaunenstimme (**).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:05"}, {"ID": 185404165, "Datum": "16.4.1854, Sonntag (Ostersonntag)", "Haupttext": "Aufführung des ersten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15 u 16 April [recte 16 u 17?]     Osterfest 2 Trompeter     8 [fl]\n  do do      für die Charwoche einen Trompeter     7 [fl]\n  do do      für das Putzen der neuen Waldhörner     1 [fl] \" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185404205, "Datum": "20. oder 24.4.1854, Donnerstag oder Montag", "Haupttext": "Aufführung des vierten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185404215, "Datum": "21.4.1854, Freitag", "Haupttext": "Im Laufe des Nachmittags trifft Kaiser Franz Joseph in Linz ein, um seine Braut Elisabeth zu begrüßen, die gegen 6 Uhr ankommt (*).\n\r\nFestaufführung im Theater. Laut Plakat werden gespielt: \"[...] Die Rosen der Elisabeth [...] von Fr. de Paula Höller. - Musik von Rafael. [...] Hierauf: Grosse Fest- und Jubel-Ouverture, vom Kapellmeister Herrn Franz Rafael. Diesem folgt der 1. Act der Oper: Wilhelm Tell. (Von Rossini.) [...] Zum Beschluß der erste Act der Oper: Norma. (Von Bellini.) [...] Anfang: 7 Uhr - Ende: 9 Uhr.\" (**).\n\r\nDer \"Frohsinn\", der schon bei der Ankunft einen Festchor gesungen hatte, wirkt bei der abendlichen Serenade mit und singt drei Chöre: \"Dreifaches Glück\" (nach der Melodie der bayerischen Volkshymne, Text von Josef Hermann Hillischer), \"Sängerhuldigung\" von Dr. Abendroth und \"Rose von Baierland\" von A. M. Storch (***).\n\r\nDas Österreichische Bürger-Blatt Nr. 64 hatte auf S. 4 den Text des Gedichts von Hillischer abgedruckt, welches nach der Melodie der bayrischen Volkshymne vom Frohsinn gesungen wird (°).\n\r\nUrsprünglich war vorgesehen, Bruckners Festkantate \"Laßt Jubeltöne laut erklingen\" [WAB 76] zu bringen (°°), was sich möglicherweise wegen der Ausführungs- und Besetzungsschwierigkeiten als undurchführbar erwiesen haben könnte (°°°).\r\nEin Dokument im Frohsinn-Archiv teilt dazu mit: \"wurde beim bedachten Anlaß, Ankunft der Kaiserbraut in Linz am 22. April 1854 [sic!] nicht [durchgestrichen: gesungen] aufgeführt, dagegen wurde das Gedicht von Hillischer in der Weise der bayrischen Volkshymne zum Vortrag gebracht.\" (#).", "Letzte Änderung": "04.10.2024 11:12"}, {"ID": 185404225, "Datum": "22.4.1854, Samstag nach Ostern", "Haupttext": "Kaiser Franz Joseph reist bereits um halb 5 Uhr Richtung Wien ab; Elisabeth folgt gegen 8 Uhr (*).\r\nZum Abschied ertönt nochmals die Volkshymne (die um eine neue, fünfte \"Elisabeth\"-Strophe erweitert worden war) und eine Gesang der Liedertafel \"Frohsinn\". Der \"Frohsinn\"begleitet auf einem Begleitschiff Elisabeth noch bis zur Landesgrenze bei Grein (**).\n\r\nDas Österreichische Bürgerblatt bringt ab heute noch fünf weitere Berichte (***).\n\r\nZur geplanten Aufführung von Bruckners Kantate \"Laßt Jubeltöne laut erklingen\" [WAB 76] siehe 21.4.1854.", "Letzte Änderung": "04.10.2024 11:13"}, {"ID": 185404245, "Datum": "24.4.1854, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"24. April     Zur Vermählungsfeier S. MAj. des K. 1 Tromp. u. 1 Tenorist     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185404305, "Datum": "30.4.1854, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner bestätigt als Lehrgehilfe, vom Stifts-Rentamt St. Florian als Besoldung neun Gulden für das zweite Quartal des Militärjahres (Februar bis April 1854) erhalten zu haben (*).\n\n\nAls provisorischer Stiftsorganist quittiert er den Empfang von 20 Gulden (**).\n\n\nEine dritte Quittung betrifft neun Gulden für den Privatunterricht der Sängerknaben (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185404307, "Datum": "April/Mai 1854", "Haupttext": "Arbeit an der b-moll-Messe [WAB 29].", "Letzte Änderung": "30.01.2024 08:04"}, {"ID": 185405005, "Datum": "Mai 1854", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Im Mai     ½ Eimer Märzenbier H. Weinwurm in Linz mit Genehmigung des H. Dechant zum Present gemacht     2 [fl] 12 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185405045, "Datum": "4.5.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"4. Mai     Zum Florianifest 6 Musiker, 2 Trompeter, 2 Fagottisten, 1 Oboisten u 1 Tenoristen     12 [fl]\n  4. Mai     Nöthiges zu den Futeralien der 2 Waldhörner     39 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185405135, "Datum": "13.5.1854, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des c-Moll-Requiems von Drobisch in St. Florian. In Traumihlers Aufführungsverzeichnis werden ausnahmsweise die Mitwirkenden genannt: Bogner, Gruber, Bruckner und die Sängerknaben [Karl?] Bogner und Egger (*).\n\r\nVermerk \"Hat unter Abstehung von der Kompetenz sämmtliche Beilagen zurückerhalten. Linz den 13 Mai 1854.\" auf Bruckners Bewerbung vom 25.7.1853 (**).", "Letzte Änderung": "28.09.2024 22:33"}, {"ID": 185405245, "Datum": "24.5.1854, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"24. Mai     Posaunbläser für die Musik bei dem Bittgange in Enns     58 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185405255, "Datum": "25.5.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"25. Mai     Zur Himmelfahrt des Herrn 2 Trompeter, 1 Tenor u 1. Baß     8 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185406015, "Datum": "1.6.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des ersten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185406055, "Datum": "5.6.1854, Montag (Pfingstmontag)", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"5. Juni     4 Musiker zum hohen Pfingstfest     12 [fl]\n  5. Juni     Eine Messe von Führer aus B abschreiben lassen     2 [fl] 30 [kr]\n  5. Juni     Dem Georg Grestenberger, als er in die Fremde reiste, für seine Dienste auf dem Musikchore 5 [fl] \".\nAuf der nächsten Seite eine weitere Notiz:\n\"In den Pfingstfeiertagen für H. Weinwurm gezahlt bei Adonn [?]    30 [kr] \"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185406105, "Datum": "10.6.1854, Samstag", "Haupttext": "Zeugnis für Ignaz Bruckner, der vom 1.9.1851 bis 10.6.1854 seine Lehrzeit als Gärtner am Stiftshofgarten St. Florian abgeleistet hat und bestens empfohlen werden kann. \n\n     Unterzeichnet von Joh. Müller (Stiftshofgärtner), Jad. Oberlebart [oder \"Jod.\" = Jodok?] (Gartenmeister) und als Zeugen von Jakob Ominger (Obergärtner bei Graf O'Hegerty).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185406155, "Datum": "15.6.1854, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. Juni     Zum h. Frohnleichnamsfest 3 Trompeter u. 2 Sänger     16 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185406195, "Datum": "19.6.1854, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"19. Juni     Zur Leichenfeier des Hochw. H. Kreiner [Joh. Ev. Greiner] 1 Posaunisten u. 1 Bassisten     4 [fl] 30 [kr]\n 19. Juni     1 Altisten     10 [kr] \".", "Letzte Änderung": "14.10.2024 13:07"}, {"ID": 185407025, "Datum": "2.7.1854, Sonntag (4. Sonntag nach Pfingsten)", "Haupttext": "Aufführung des Offertoriums »Ecce Panis Angelorum« von Cherubini in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185407135, "Datum": "13.7.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner trägt die Auszeichnungen der Schüler der Marktschule in St. Florian in das \"Buch der Ehre und des Fleißes\" ein. Wegen des Ausscheidens von Josef Gilhofer (am 1.5.1854, Dienstantritt 21.5.1854) musste Bruckner auch die Eintragungen für die zweite Klasse übernehmen (*).\n \n(**) Im 3. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 2. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1854.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Marböck Josef | 2. Reisser Franz | 3. Löscher Karl | 4. Mair Michael | 5. Staudinger Mathias | 6. Lichtenberger Franz\n[rechte Spalte:]\n1. Zaiser Juliana | 2. Haghofer Barbara | 3. Eckl Maria | 4. Tauber Maria | 5. Schmöll Elisabeth | 6. Matheweber Anna | 7. Baumgartshuber Barbara | 8. Eisinger Theres.\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Schmidbaur Franz | 2. Heißl Martin | 3. Huber Leopold | 4. Bogner Franz | 5. Pallestorfer Josef | 6. Reisser Moritz | 7. Teutschmann Franz | 8. Bauer Josef | 9. Nußbaumer Franz | 10. Czerwenka Johann | 11. Kirchmair Johann | 12. Huber Josef\n[rechte Spalte:]\n1. Kronberger Theres | 2. Leipl Barbara | 3. Huber Anna | 4. Huber Theres | 5. Holzner Maria | 6. Derfler Aloisia | 7. Bramesberger Anna | 8. Osterberger Maria | 9. Dindinger Katharina | 10. Mairhofer Barbara | 11. Forster Theres | 12. Leidlmair Anna.\n[unten:]\nDen 13. Juli  ABrucknermp.\"\n \nIm 2. Band des Ehrenbuches trägt er die Schüler und Schülerinnen der 1. Klasse ein:\n\"1854.\n[mittig:]\nObere Abtheilung\n[nur eine Spalte, keine Einträge für Knaben:]\n1. Traunfellner Barbara | 2. Reisser Karolina | 3. Ganglbaur Theres | 4. Pammer Anna | 5. Pfisterer Katharina | 6. Hirscher Elisabeth | 7. Mathe Klara | 8. Baumgartshuber Maria.\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Althuber Franz | 2. Huber Josef | 3. Pallestorfer August | 4. Leipl Ignaz | 5. Dirnberger Leopold | 6. Hummer Leopold.\n[rechte Spalte:]\n1. Marböck Marie | 2. Bräuer Barbara | 3. Staudinger Theres | 4. Michlmair Barbara | 5. Fuchs Rosina | 6. Schilhuber Katharina.\n[unten:]\nSt. Florian den 13. Juli  ABrucknermp.\" (**).", "Letzte Änderung": "06.06.2025 06:51"}, {"ID": 185407205, "Datum": "(20./21./24.7.1854, Donnerstag bis Montag)", "Haupttext": "Datierungen in einer von Josef Heybal geschriebenen Messe in G-Dur von Robert Führer.", "Letzte Änderung": "30.01.2024 08:05"}, {"ID": 185407315, "Datum": "31.7.1854, Montag", "Haupttext": "Bruckner bestätigt [diesmal fehlt der Zusatz \"Lehrgehilfe], vom Stifts-Rentamt St. Florian als Besoldung neun Gulden für das dritte Quartal des Militärjahres (Mai bis Juli 1854) erhalten zu haben (*).\n \nAls provisorischer Stiftsorganist quittiert er den Empfang von 20 Gulden (**).\n \nEine dritte Quittung betrifft neun Gulden für den Privatunterricht der Sängerknaben (***).", "Letzte Änderung": "06.10.2025 09:58"}, {"ID": 185408015, "Datum": "1.8.1854, Dienstag", "Haupttext": "[Fehlmeldung!]\nUraufführung [??] des Ignaz Traumihler gewidmeten »Magnificat« [WAB 24] (*) und möglicherweise auch des »Tantum Ergo« in B-Dur [WAB 44] (**). \nDas Sopransolo im Magnificat singt vermutlich Friederike Jeronek (***).", "Letzte Änderung": "25.10.2024 10:08"}, {"ID": 185408065, "Datum": "6.8.1854, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"6. August     Zur Primizfeier der Hochw. HH. Zauner u. Streicher 5 Musiker 4 Bläser u. einen Baßsänger     15 [fl] \".", "Letzte Änderung": "21.12.2024 14:53"}, {"ID": 185408085, "Datum": "8.8.1854, Dienstag", "Haupttext": "Beendigung der b-moll-Messe [WAB 29] um 12 Uhr Nachts.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:47"}, {"ID": 185408155, "Datum": "15.8.1854, Dienstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. August     Zu Mariae-Himmelfahrt 2 Trompeter     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185408185, "Datum": "(18.8.1854, Freitag)", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Te deum« KV 141 in St. Florian [vermutlich anläßlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph?] (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"18. August     Zum Geburtsfest des Kaisers 1 Trompeter     2 [fl] \" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185408285, "Datum": "28.8.1854, Montag", "Haupttext": "[vermutlich am 28.8.1854]\nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis\n\"26 [sic] August     5 Musiker     10 [fl] 7 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185408317, "Datum": "24.8.-4.9.1854", "Haupttext": "Der Linzer Kopist Franz Schimatschek schreibt die Stimmen der b-Moll-Messe. Datierungen finden sich in einigen Stimmen, und zwar am 24. und 25.8. und vom 1. bis zum 4.9.1854.", "Letzte Änderung": "29.01.2025 12:03"}, {"ID": 185409115, "Datum": "11.9.1854, Montag", "Haupttext": "Rechnung von Franz Schimatschek für Kopistentätigkeit.\nFür 27 Stimmen der b-Moll-Messe 8 fl 18xr, für ein Graduale von Umlauf 20 xr und für ein Offertorium von Eybler 33 xr.\nVermerk Bruckners \"gezahlt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185409135, "Datum": "13.9.1854, Mittwoch", "Haupttext": "Friedrich Mayr wird als Nachfolger Arneths zum Prälaten gewählt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185409145, "Datum": "14.9.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Uraufführung der b-moll-Messe bei der Inthronisation (Infulierung) von Prälat Friedrich Mayr (*).\n    Das Pontifikalamt wird von Bischof Rudigier unter Assistenz der Äbte von Kremsmünster und Wilhering zelebriert (**). Bruckner fühlt sich wegen der Benachteiligung an der Festtafel gekränkt, da er sich des Wertes des Messe bewußt ist. Er entschädigt sich mit einem privaten mehrgängigen Menü (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185409215, "Datum": "21.9.(1854), Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung eines der 4 »Tantum ergo« [WAB 41] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185409235, "Datum": "23.9.1854, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Bewerbungsgesuch (vom 25.7.1853) konnte von der \"Organisirungs Landes Kommission\" nicht berücksichtigt werden. Nachschrift vom 9.10.1854 auf dem Schreiben vom 25.7.1853.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185409285, "Datum": "28.9.(1854?), Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des ersten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185410045, "Datum": "4.10.1854, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung eines der 4 Tantum ergo [WAB 41] [des vierten?] in St. Florian (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"4 October     Eine Fuhr für H. Wein     2 [fl] 12 [kr]\n 4 October     Eine Fuhr f H. Weinwurm bei Gelegenheit des Namensfestes des Kaisers u. Geburtsfestes des hochwürdigsten H. Prälaten 5 [fl] \" (**).\nAuf der nächsten Seite eine weitere Notiz:\n\"4. October     für 2 Trompeter u. 2 Oboisten zum Namensfest des Kaisers u. zum h. Geistamt     9 [fl]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185410055, "Datum": "5.10.1854, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"5. October     Abschreiben der Messe von Bruckner ex B     9 [fl] 11 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185410095, "Datum": "9.10.1854, Montag", "Haupttext": "Zeugnis Ignaz Aßmayrs über eine Orgelprüfung in Wien, bei der Bruckner am Schluß eine Doppelfuge zu improvisieren hatte [zur Orgel siehe die Anmerkung]:\r\n»Zeugniß.\r\n   Gefertigter bezeuget hiemit, daß Herr Anton Bruckner Organist im Stifte St. Florian, bey vorgenohmener Prüfung desselben sich als ein gewandter u. gründlicher Organist erwiesen habe.\r\n   J. Ign. Aßmayrmp\r\n   k. k. Hofkapellmeister \r\n   Wien am 9t Okt. 1854.« (*). \r\nAuf S. 4 eine Notiz \"D.\" (= Anlagebuchstaben) (*a).\nBruckners Gesuch um eine Kanzleistelle vom 25.7.1853 wird vom Bezirksgericht (gez. Wilhelm Schiedermayr (#)) abgewiesen.\r\nVermerk auf S. 4 der Bewerbung Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 08:44"}, {"ID": 185410155, "Datum": "15.10.1854, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. October     Zum h. Kirchweihfest 2 Bläser u. 1 Tenoristen     6 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185410315, "Datum": "31.10.1854, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner bestätigt als Unterlehrer [am 30.4.1854 noch als Lehrgehilfe], vom Stifts-Rentamt St. Florian als Besoldung neun Gulden für das letzte Quartal des Militärjahres (August bis Oktober 1854) erhalten zu haben (*).\n\n\nAls provisorischer Stiftsorganist quittiert er den Empfang von 20 Gulden (**).\n\n\nEine dritte Quittung betrifft neun Gulden für den Privatunterricht der Sängerknaben (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185411017, "Datum": "1./2.11.1854, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1 zu 2. Nov.     Zum Feste Allerheilg u. Allerseelen 2 Trompeter u. 1 Tenoristen     10 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185411075, "Datum": "(ca. 7.11.1854)", "Haupttext": "Falls das Ereignis vom 7.8.1855 auf Bruckner zurückzuführen ist: mögliche Kontakte mit Karoline Barghesi.", "Letzte Änderung": "18.05.2025 09:03"}, {"ID": 185411105, "Datum": "10.11.1854, Freitag", "Haupttext": "Bruckner meldet sich bei der Direktion der Normal-Hauptschule in Linz zur Privatprüfung »für höhere Lehrer« an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185411155, "Datum": "15.11.1854, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. Nov.     2 Bläser /: Leopoldifest :/ 4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185412015, "Datum": "1.12.1854, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Direktion der Normal-Hauptschule an Bruckner:\r\nBewilligung zur Ablegung einer privaten Prüfung für Lehrer an Hauptschulen. Termin 25.1.1855 8 Uhr in Linz (*).\r\n\"An Herrn Anton Bruckner, Lehrgehilfen in St. Florian / Auf Ihre Eingabe vom 10. Nov. d. J. wird Ihnen bedeutet, daß Sie am 25. Jänner des k. J. sich zur Privatprüfung für Lehrer an Hauptschulen und zwar um 8 Uhr Morgens bei der gefertigten Direction einzufinden haben. / Direction der k. k. Normal-Hauptschule / Linz am 1.Dezember 854. / M. Lucht Director.\" (**).", "Letzte Änderung": "17.02.2024 08:50"}, {"ID": 185412085, "Datum": "8.12.1854, Freitag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"8. Dec.     Zum Feste Immac. Concept. B. V. M. 1 Trompeter     2 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185412215, "Datum": "(21.12.1854, Donnerstag)", "Haupttext": "Religionszeugnis von Pfarrer Thomas Herz für Rosalia Bruckner in Ebelsberg (*).\nEhe-Consens der Gemeindevorstehung Vöcklabruck (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185412255, "Datum": "25.12.1854, Montag", "Haupttext": "Aufführung des Magnificat in St. Florian. Das Sopran-Solo wird vermutlich von Friederike Jeronek gesungen (*).\nAufführung eines »Te deum« von Michael Haydn in St. Florian (**).\n \nTraumihlers Ausgaben-Verzeichnis siehe 26.12.1854.", "Letzte Änderung": "25.10.2024 10:08"}, {"ID": 185412265, "Datum": "26.12.1854, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung von Joseph Haydns Messe in G-Dur (H. XXII/6, Nikolai-Messe) in St. Florian (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"25 u. 26 December     Zum h. Weihnachtsfest 2 Bläser      8 [fl]\n Fuhr für H. Weinwurm     5 [fl] 30 [kr] \" (**).", "Letzte Änderung": "27.03.2025 17:50"}, {"ID": 185412295, "Datum": "(29.12.1854, Freitag)", "Haupttext": "None", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185412317, "Datum": "1854 oder 1855", "Haupttext": "[oder vor dem 31.12.1849?] Entstehung des »Tantum ergo« in B-Dur [WAB 44].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185500005, "Datum": "1855", "Haupttext": "Es entstehen die Kantate »Auf, Brüder, auf!« [WAB 60], nach einem Text von Marinelli, dem Prälaten Friedrich Mayr zum Namenstag gewidmet (*) und der Männerchor »Des Dankes Wort sei mir vergönnt« [WAB 62] nach einem Text von Marinelli, dem Grafen Karl O'Hegerty gewidmet (**).\n[Gegen Ende der Florianer Zeit] Lateinstudien bei dem Novizen Josef Rom [siehe die Anmerkung] (***).\nBruckner trägt sich (als Lehrer in St. Florian) im »Buch der Ehre und des Fleißes« ein [11.6.1855] (°).\nDer Schulinspektor (ab 1854 Anton Landgraf) bewertet (wie in allen Berufsjahren in St. Florian) Bruckners Qualifikation nach »Fleiß, Geschicklichkeit, Moralität und Behandlungsweise der Kinder« mit »sehr gut« (°°). In den Inspektions-Tabellen wird die ganze Schule global beurteilt: »Schulbesuch fleißig und die Fortschritte von Schule in allen Klassen so auch in der Wiederholungs-Schule sehr befriedigend.« (°°°).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 02:45"}, {"ID": 185501015, "Datum": "1.1.1855, Montag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1. Jänner     Zum Neujahrsfest 1 Tromp.     2 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185501065, "Datum": "6.1.1855, Samstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"6. Jänner     2 Trompeter     4 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185501145, "Datum": "(14.1.1855, Sonntag)", "Haupttext": "Verkündschein des Ebelsberger Pfarrers Thomas Herz: Gegen die Eheschließung von Rosalia Bruckner mit Johann Nepomuk Hueber sei kein Hindernis entdeckt worden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185501165, "Datum": "16.1.1855, Dienstag", "Haupttext": "Rosalia Bruckner heiratet in Vöcklabruck Johann Nepomuk Hueber. (Ob Bruckner dabei Orgel gespielt hat, kann nur vermutet werden. [Zur Orgel siehe die Anmerkung])", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185501259, "Datum": "25. und 26.1.1855, Donnerstag und Freitag", "Haupttext": "Prüfung an der Normal-Hauptschule in Linz zur Erlangung der Qualifikation als Lehrer für Hauptschulen.", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:11"}, {"ID": 185501285, "Datum": "28.1.1855, Sonntag", "Haupttext": "Zeugnis über die Prüfung vom 25. und 26.1.1855, unterzeichnet von J. Vogl, Georg Schauer und Math. Lucht:\n»Herr Anton Bruckner, Unterlehrer in St. Florian, aus Ansfelden in Oberösterreich gebürtig, hat am 25 und 26. Jänner 1855 an der k. k. Normal-Hauptschule in Linz sich der Prüfung zur Erlangung der Qualification für Hauptschulen unterzogen, und dabei folgende Noten erhalten:\r\n[Fachgebiet] ... Lehrgegenstände. ... Lehrverfahren.\nReligionslehre ... sehr gut ... sehr gut \nErziehungs- und Unterrichtslehre ... sehr gut ... [kein Eintrag]\nLesen ... sehr gut ... sehr gut \nSchönschreiben ... sehr gut ... sehr gut \nDeutsche Sprachlehre ... sehr gut ... sehr gut \nDeutsche Rechtschreiblehre ... sehr gut ... sehr gut \nSchriftliche Aufsätze ... sehr gut ... sehr gut \nRichtige Aussprache ... sehr gut ... [kein Eintrag] \nRechnen ... sehr gut ... sehr gut \nGeographie ... sehr gut ... Gut \nLandwirthschaftslehre ... sehr gut ... [kein Eintrag]\r\nMit Rücksicht auf die beigeschriebenen Noten hat derselbe einen sehr guten Fortgang gemacht, und kann als Lehrer an Hauptschulen besonders empfohlen werden.\r\nLinz den 28. Jänner 1855.\r\nJ. Voglmp, Diöc. Sch. D. [B.?] A.\r\nMath. Luchtmp, Director.\r\nGeorg Schauermpia, Katechet.«.\nAuf S. 4 eine Notiz \"M.\" (= Anlagebuchstabe) (*).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:12"}, {"ID": 185501315, "Datum": "31.1.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner bestätigt [es fehlt der Zusatz Lehrgehilfe oder Unterlehrer], vom Stifts-Rentamt St. Florian als Besoldung neun Gulden für das erste Quartal des Militärjahres (November 1854 bis Januar 1855) erhalten zu haben (*).\n\n\nAls provisorischer Stiftsorganist quittiert er den Empfang von 20 Gulden (**).\n\n\nEine dritte Quittung betrifft neun Gulden für den Privatunterricht der Sängerknaben (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185502025, "Datum": "2.2.1855, Freitag, Mariä Lichtmeß", "Haupttext": "Aufführung des vierten der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"2. Februar     Zum Schluße des Jubiläums 1 Trompetisten     2 [fl] \" (**).\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185503005, "Datum": "März 1855", "Haupttext": "Karl Seiberl kommt als Rechtspraktikant an das Bezirksamt St. Florian, dessen Vorstand der Sohn Schiedermayrs war. Bruckner bedauert Seiberl gegenüber, nicht auch Jurist geworden zu sein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185503286, "Datum": "28.-30.3.1855, Mittwoch bis Freitag", "Haupttext": "Robert Führer komponiert während seines Aufenthalts in St. Florian eine großbesetzte Messe in C-Dur (erste Aufführung am 19.7.1864) (*).\n\n\"Komponirt zu St. Florian St. Florian in Oberösterreich am 28, 29 &amp; 30 März 1855, und dem Musik-Chor des Hochwürd: Chorherrnstiftes daselbst ehrfurchtsvoll dargebracht vom Verfasser\". Datierungen des Kopisten Franz Schimatschek am 6.4.1855, 7.4.1855 und 8.4.1855 (**), in der Hornstimme auch 9.4.1855 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185504054, "Datum": "April 1855", "Haupttext": "Erste Aufführung eines »Pange lingua« von T. Bai, das Bruckner kannte (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"7. April Honorar für 2 Miserere u. ein Pange lingua von Bai präsentirt u. für 4 Singstimmen gesetzt d. H. Rob. Führer     5 [fl] \" (**).", "Letzte Änderung": "29.10.2024 19:43"}, {"ID": 185504087, "Datum": "8./9.4.1855, Sonntag/Montag (Ostern)", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"9. April     für das Abschreiben einer Messe von Führer     [kein Betrag angegeben]\n 9. April     für 2 Bläser in den Osterfeiertagen     9 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185504275, "Datum": "27.4.1855, Freitag", "Haupttext": "Zeugnis Robert Führers über Bruckners musikalische Befähigung. In St. Florian ausgestellt:\r\n»Zeugniß.\r\nGemäß dessen der Endesgefertigte mit gewissenhafter Wahrheit bestättiget: daß Herr Anton Bruckner, d. Z. Hilfslehrer und Organist an der Chorherrenstiftskirche zu St. Florian in Oberösterreich, eine gründliche und umfassende Kenntniß in der Harmonie und im Kontrapunkte besitze und mit vollem Rechte zu den talentreichsten, fleißigsten und geübtesten Orgelspielern unserer Zeit gezählt zu werden verdiene. Nicht minder schätzbar, als sein eminentes Talent, ist auch die Ausdauer und rastlose Thätigkeit, womit er sich den Studien der höheren und wissenschaftlichen Tonkunst widmet, wovon bereits mehrere Kompositions=Versuche das rühmlichste Zeugniß liefern. Uiberhaupt ist Herr A. Bruckner unbestritten eine sehr beachtenswerthe Persönlichkeit in der Reihe kräftig anstrebender Künstler und dem Unterzeichneten gewährt es ein besonderes Vergnügen, dieses wohlverdiente Zeugniß aussprechen und mit eigenhändiger Schrift darlegen zu dürfen.\r\nSt. Florian, am 27ten April 1855.\r\nRobert Führermp,\r\nKompositeur.«.", "Letzte Änderung": "10.05.2025 07:18"}, {"ID": 185504305, "Datum": "30.4.1855, Montag", "Haupttext": "Pupillar-Tabelle für Ignaz Bruckner. Bezirksgericht St. Florian.\n\"[...] Familien- und Vorname des Pflegebefohlenen. / Ignaz Bruckner Schullehrerssohn von Ansfelden [...] Name, Charakter und Wohnort des Vormundes oder Curators. / Herr Anton Bruckner Lehrer zu Florian / Summarische Angabe des Vermögens. / National-Anleihen-Obligation ed 31.8.1854 / No 34903 a 5% pr ... 50 fl / samt Koupons vom 1 July 1855 bis 1 Jänner 1871 und Talon. / K. K. Bezirksgericht Florian am 30t Apill 855 [...] Am letzten Oktober jeden Jahres ist Rechnung zu legen. [...] [Unterschrift:] Schiedermayr.\" (*).\n \nBruckner bestätigt [es fehlt der Zusatz Lehrgehilfe oder Unterlehrer], vom Stifts-Rentamt St. Florian als Besoldung neun Gulden für das zweite Quartal des Militärjahres (Februar bis April 1855) erhalten zu haben (**).\n \nAls provisorischer Stiftsorganist quittiert er den Empfang von 20 Gulden (***).\n \nEine dritte Quittung betrifft neun Gulden für den Privatunterricht der Sängerknaben (°).", "Letzte Änderung": "10.01.2025 12:59"}, {"ID": 185505015, "Datum": "1.5.1855, Dienstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"1. Mai     Zum Feste der Immaculata Concept. B. V. M. 1 Bläser     2 [fl] \".\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185505045, "Datum": "4.5.1855, Freitag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"4. Mai     Zum Feste des h. Florian 2 Bläser     4 [fl]\n 4. Mai     Für das Abschreiben einer Messe von Führer ex C     3 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185505065, "Datum": "6.5.1855, Sonntag", "Haupttext": "Traumihler notiert die Musikstücke (Mozart, Eybler und Führer), die während des Gottesdienstes gespielt wurden, den der Bischof von Linz hielt (*).\r\n[Vermutlich zu diesem Fest gehörend:]\r\n\"Während der Procession zum h. Missio[ns]kreutze wurde vom Clerus u. den Chorsängern der Hymnus: Vexilla Regis prodeunt\" choraliter gesu während der adoration des geweiht[en] Missionskreutzes ein Lied zum h. Kreutze gesungen. – Laus Deo et Beatissimae sine labe originali conceptae Dei Genitrici   M A R I A E. – Amen. –\" (*a).\r\nZum Aufführungskalender siehe auch die Anmerkung.\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"6. Mai     Zum Schluße der h. Mission 1 Trompeter     2 [fl] 30 [kr] \".", "Letzte Änderung": "12.05.2025 18:36"}, {"ID": 185505085, "Datum": "(8.5.1855, Dienstag)", "Haupttext": "Bischof Rudigier beschließt den Neubau des Linzer Domes.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185505125, "Datum": "12.5.1855, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wirkt bei der Aufführung eines Requiems von Paitinger anlässlich des Wiesmayrischen Requiems in St. Florian mit. Weitere Mitwirkende: Gruber, Bogner, Schlagintweit, Heybal, Müller, Egger und Längsteiner.", "Letzte Änderung": "29.06.2025 15:28"}, {"ID": 185505175, "Datum": "17.5.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"17. Mai     Zum Fest Christi Himmelfahrt 2 Trompeter     4 [fl] \n\n  do   do     Zehrung der Posaunbläser u. der Sängerknaben in Enns     1 [fl] 35 [kr] \".\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185505255, "Datum": "25.5.1855, Freitag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"25. Mai     Zum Dankfest nach Vollendung der Exercitien 1 Tromp.     2 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185505275, "Datum": "27.5.1855, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Aufführung des Magnificat in St. Florian. Das Sopransolo wird wieder vermutlich von Friederike Jeronek gesungen.", "Letzte Änderung": "25.10.2024 10:09"}, {"ID": 185506075, "Datum": "7.6.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"7. Juni     Zum Fest des h. Frohnleichnam 3 Bläser     10 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185506095, "Datum": "9.6.1855, Samstag.", "Haupttext": "Bruckners Nichte Johanna Hueber in Vöcklabruck geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185506115, "Datum": "11.6.1855, Montag", "Haupttext": "Im 3. Band des Ehrenbuches (Ehrn-Buch, Buch der Ehre und des Fleißes) trägt Bruckner die Schüler und Schülerinnen der 2. Klasse ein, \"welche sich durch Fleiß, Fortgang und sittlich-gutes Betragen alljährlich ausgezeichnet haben\":\n\"1855.\n[mittig:]\nObere Abtheilung.\n[linke Spalte:]\n1. Huber Josef | 2. Leipl Ignaz | 3. Pallestorfer August | 4. Dirnberger Leopold | 5. Holzner Georg | 6. Hummer Leopold\n[rechte Spalte:]\n1. Marböck Marie | 2. Bräuer Barbara | 3. Schilhuber Katharina | 4. Staudinger Theres | 5. Huber Klara | 6. Fuchs Rosina | 7. Stummer Maria | 8. Zaiser Josefa\n[darunter, mittig:]\nUntere Abtheilung\n[linke Spalte:]\n1. Marböck Josef | 2. Löscher Karl | 3. Brunbaur Johann | 4. Staudinger Mathias | 5. Mair Michael | 6. Plöckinger Ferdinand.\n[rechte Spalte:]\n1. Zaiser Juliana | 2. Eckl Maria | 3. Schmöll Elisabeth | 4. Baumgartshuber Barbara | 5. Eisinger Theres | 6. Matheweber Anna.\n[unten:]\nDen 11. Juni.     ABrucknermp.\"", "Letzte Änderung": "17.12.2024 23:02"}, {"ID": 185506245, "Datum": "24.6.1855, Sonntag", "Haupttext": "[vermutlich] \n\nBruckner wirkt bei den \"Litaneien zu St. Johann\" mit und erhält dafür ein Honorar von 39 xr, das ihm von Traumihler am 31.12.1855 ausgezahlt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185506255, "Datum": "(25.6.1855, Montag)", "Haupttext": "Beginn einer bis zum 25.9.1855 andauernden Cholera-Epidemie in Oberösterreich.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185507005, "Datum": "Juli 1855", "Haupttext": "Bruckner nach Wien, zeigt Sechter die b-Moll-Messe und wird von ihm als Schüler angenommen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185507015, "Datum": "1.7.1855, Sonntag", "Haupttext": "Vollendung der Kantate »Auf, Brüder, auf!« [WAB 60].", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:47"}, {"ID": 185507095, "Datum": "um den 9.7.1855, Montag", "Haupttext": "[vermutlich]\nBruckner erhält \"für das Wismayrische Requiem\" ein Honorar von 1 fl 20 xr, das ihm von Traumihler am 31.12.1855 ausgezahlt wird.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 13:41"}, {"ID": 185507135, "Datum": "13.7.1855, Freitag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"13. Juli     Dem Calcanten für das Hinein u Heraustragen des Violons     50 [kr] \".\n[Möglicherweise in Zusammenhang mit den Proben für den 17.7.1855?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185507165, "Datum": "16.7.1855, Montag", "Haupttext": "Datierung Schimatscheks in einigen von ihm geschriebenen Stimmen zur Kantate »Auf, Brüder, auf!« [WAB 60].", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:48"}, {"ID": 185507175, "Datum": "17.7.1855, Dienstag", "Haupttext": "Uraufführung der Kantate »Auf, Brüder, auf!« [WAB 60] zum Namensfest des Prälaten Friedrich Mayer in St. Florian (*). [siehe die Anmerkung]\nDatierung Bruckners [recte: von fremder Hand] auf dem Schutzumschlag der Partitur (*a).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"17. u. 18. Juli     12 Musiker a 4 fl.     48 [fl]\n  do   do     Abschreiben einer Ouverture u. Cantate     6 [fl] 36 [kr]\n 17. u. 18. Juli     Für einen Trompeter /: Reig :/ [?]     3 [fl]\n  do   do     für einen Posaunist /: Turnermeister :/     3 [fl]\n                für 2 Violinen von der Frau Schäfler     24 [fl] \" (**).\n \nAuf der nächsten Seite eine weitere Notiz:\n\"[1. August]     H. Weinwurm für eine Fuhr bei Gelegenheit des Namensfestes des Hoch. H. Prälaten     5 [fl] \" (***).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:30"}, {"ID": 185507218, "Datum": "Sommer 1855", "Haupttext": "Bruckner bewirbt sich um den Domorganistenposten von Olmütz. Später berichtete er von der heftigen Reaktion Friedrich Mayrs auf dieses Vorhaben.", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:10"}, {"ID": 185507285, "Datum": "28.7.1855, Samstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"28. Juli     Zum Dankamt der theol. Studien 1 Bassisten /: Arnleithner :/ [?]     1 [fl] 30 [kr] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185507315, "Datum": "31.7.1855, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner bestätigt [es fehlt der Zusatz Lehrgehilfe oder Unterlehrer], vom Stifts-Rentamt St. Florian als Besoldung neun Gulden für das dritte Quartal des Militärjahres (Mai bis Juli 1855) erhalten zu haben (*).\n\n\nAls provisorischer Stiftsorganist quittiert er den Empfang von 20 Gulden (**).\n\n\nEine dritte Quittung betrifft neun Gulden für den Privatunterricht der Sängerknaben (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185508055, "Datum": "5.8.1855, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"5. August     Zur Primiz des H. Dörr 2 Trompeter a 2 u 1 fl.     3 [fl]\n 5. August     Zur obigen Primiz einen Tenoristen     2 [fl] \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185508075, "Datum": "7.8.1855, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung in der Wiener Pfarrei Maria Treu: Geburt von Bertha Barghesi; Mutter Karoline Barghesi; Vater Josef Schiedermayr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185508085, "Datum": "8.8.1855, Mittwoch.", "Haupttext": "Bruckners blinde Tante Anna Maria Bruckner siebzigjährig gestorben, (*) vermutlich an den Folgen der Cholera.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185508155, "Datum": "15.8.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"15. August     2 Bläser zum Hochamt u. Magnificat     5 [fl] \". [WAB 24?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185508285, "Datum": "28.8.1855, Dienstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Zum Augustinifest 6 Bläser     12 fl \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185509014, "Datum": "Schuljahr 1855/56", "Haupttext": "Bruckner erstellt ein Verzeichnis »Catalog | von den Mädchen der | Sonntagsschule | zu St. Florian anno 1855/56 | ABrucknermp.«.\nAnmerkung: Im aufgeschlagenen Heft enthalten die linken Seiten (recto) die persönlichen Angaben, die rechten Seiten (verso) Striche zur Dokumentierung der Anwesenheit und vereinzelt Anmerkungen zu einzelnen Schülerinnen.\n[Titelblatt, fol. 1r]\n\"Catalog | von den Mädchen der | Sonntagsschule | zu St. Florian anno 1855/56 | ABrucknermp.\n[fol. 1v]\nLauf No. | Namen der Schüler | Aufnahme | Beschäftigung | Ortschaft | Hausname\n1   | Aigner Anna | [1]853 | in Dienst | Gemering | Zehntner\r\n2   | Aichinger [Anna] | \" [= [1]853] | \" [= in Dienst] | Daunleiten | Mauhart\n3   | Berger Maria | \" [= [1]853] | zu Hause | Ölkam | Maurerhausl\r\n4   | Breinesberger A[n]na | [1]852 | \" [= zu Hause] | Rorbach | Deiml\n5   | Edlmair Anna | [1]853 | \" [= zu Hause] | Daunleit. | Arbeiter\n6   | Huber Maria | \" [= [1]853] | in Dienst | UWeidlh. | Tischler im Graben\n7   | Lehner Anna | \" [ = [1]853] | zu Hause | Florian | Lehnerer\n9   | Mathe Anna | \" [= [1]853] | zu Hause |Ölkam | Satlauer\n10 | Maurer Klara | \" [= [1]853] | im Dienste |Tödling | Baller\n11 | Kerschbaum Mar. | \" [= [1]853] | \" [= im Dienste] |Fraunleit. | Gruber z. Grub\n12 | Pühringer Kath. | \" [= [1]853] | zu Hause |OWeidlh. | Huber\n13 | Plaß Anna | \" [= [1]853] | \" [= zu Hause] | Fernbach | Banglmair\n14 | Mauhart \" [Anna] | \" [= [1]853] | in Dienst | Weiling | Guster\r\n15 | Porstmair Elisab. | \" [= [1]853] | \" [= in Dienst] |Bruck | Gruber\n16 | Ruprecht Emilie | \" [= [1]853] | \" [= zu Hause] |Florian | Ruprecht\n17 | Riener Theres | \" [= [1]853] | \" [= zu Hause] |\" [= Florian] | Seiler\n[fol. 2r] [oben kürzer als fol 1, so dass die Spaltenbeschriftung von fol 6r sichtbar bleibt]\nNB. Der Strich bedeutet das Hiersein.\nApril   Mai     Juni    |    Juli   |  August September Oktober Nov Dez. Jänner Febr. März\n22.29. 13.20. 3.10.17.24 1.8.15. 12.19.26 [usw. Sonntage (nicht alle!) angegeben]\n[in Zeile 1 (Aigner) am 12.8.1855 und 19.8.1856 \"kr\", in Zeile 4 (Breinesberger) Vermerk bei Februar 1856 \"ausgetrt\", in Zeile 16 (Ruprecht) bei Mai 1855 \"Asten\". Ansonsten deuten senkrechte Striche die Anwesenheit der Schülerin an].\n \n[fol. 2v] [oben kürzer als fol 1, so dass die Spaltenbeschriftung von fol 1v sichtbar bleibt]\n[Lauf No. | Namen der Schüler | Aufnahme | Beschäftigung | Ortschaft | Hausname]\n18 | Staudinger Elisab. | [1]853 | in Dienst | Fraunleit. | Reisl\n19 | \" [= Staudinger] Theres | \" [= 1853] | Ziehkind | Florian | Mahlerhaus\n20 | Schilhuber \" [= Theres] | \" [= 1853] | zu Hause | Fraunleit. | Ebmer\n21 | Wim[m]er Katharina | \" [= 1853] | in Dienst | Daunleit. | Feßl\n22 | Haas Aloisia | \" [= 1853] | z. Hause | Florian | Schlagerhaus\n23 | Archauer Anna | [1]854 | \" [= zu Hause] | \" [= Florian] |Schusterbaur\n24 | Buchner \" [= Anna] | \" [= 1854] | in Dienst | Samesleit. | Som[m]erauer\n25 | Bruckermair Ther. | \" [= 1854] | Ziehkind | Fraunleit. |Heibl\n26 | Ehrenhauser Mar. | \" [= 1854] | zu Hause | Rorbach | Ehrnhauser\n27 | Eckmair AMar. | \" [= 1854] | \" [= zu Hause] | Florian | Brungräber\n28 | Flachhuber Maria | \" [= 1854] | in Dienst | Daunleit. | In[n]ermair\n29 | Froschauer Kath. | \" [= 1854] | zu Hause | Schittraich. | Kaltenberg\n30 | Hinterleitner Rosal. | \" [= 1854] | Ziehkind | Florian | Bauchinger\n31 | Kimmerstorfer Mar. | \" [= 1854] | in Dienst | Weiling | Tischler\n32 | Karlin AMar. | \" [= 1854] | zu Hause | Flor. | Bruderhaus\n33 | Lin[n]inger Juliana | \" [= 1854] | \" [= zu Hause] |\" [= Flor.] | Lin[n]inger\n34 | Neumüller An[n]a | \" [= 1854] | in Dienst | OWeidlh. | Spanlschuster\n[fol. 3r]\nEnthält neben den Anwesenheitsstrichen Vermerke:\nin Zeile 27 (Eckmair) ca. bei Juli 1855 \"ausgewandert\", in Zeile 32 (Karlin) bei Oktober 1855 \"in Enns\", in Zeile 33 (Linninger) ca. Juni 1855 \"ausgewandert\".\n \n[fol. 3v] [oben kürzer als fol 1, so dass die Spaltenbeschriftung von fol 1v sichtbar bleibt]\n[Lauf No. | Namen der Schüler | Aufnahme | Beschäftigung | Ortschaft | Hausname]\n35 | Pfistermüller Kath. | [1]854 | Dienst | Florian | Pointner\n36 | Stum[m]er Kathar. | \" [= 1854] | zu Hause | Florian | Hr. Stum[m]er\n37 | Wim[m]er Klara | \" [= 1854] | \" [= zu Hause] | \" [= Florian] | Zeilinger\n38 | Neuhofer Maria | \" [= 1854] | in Dienst | Bruck b Hausl. | Ofner\n39 | Schwarzwim[m]er Ther. | \" [= 1854] | \" [= in Dienst] | Weidlh. | Wecker\n40 | Kastenlehner Ther | \" [= 1854] | zu Hause | Florian | Schuster Linzergasse\n41 | Obermair Maria | \" [= 1854] | in Dienst | Fernbach | Mair\n42 | Wimmer Anna | \" [= 1854] | \" [= in Dienst] | Gemering | Pichlbaur\n43 | Ortner Anna | [1]852 | Ziehkind | Weidlh. | Schneidersim[m]erl\n44 | Felbermair Mar. | [1]854 | zu Hause | Tyllisburg | Windberger\n45 | Hager Katharina | Jän[n]er [1]856 | in Dienst | Tödling | Paul\n46 | Aurin Barbara | \" [= Jan. 1856] | \" [= in Dienst] | Fernbach | Mair\n47 | Baumgartshuber Ther | \" [= Jan. 1856] | zu Hause | Fraunleit. | Rabl\n48 | Bräuer Juliana | \" [= Jan. 1856] | \" [= zu Hause] | \" [= Fraunleit.] | Spat\n49 | Brandstetter Gertr[aud] | \" [= Jan. 1856] | \" [= zu Hause] | Daunleiten | Brandstetter\n50 | Dirnberger Kath. | \" [= Jan. 1856] | \" [= zu Hause] | Florian | Satler\n51 | Ecklbäurin Ther | \" [= Jan. 1856] | \" [= zu Hause] | Bruck b. Tödl. | Hadlauer\n[fol. 4r]\nEnthält neben den Anwesenheitsstrichen einen Vermerk:\nZeile 49 (Brandstetter) ca. November 1855 \"nach Unterösterr. ausgewandert\"\nIn den drei anderen Zeilen mit durchgestrichenen Namen sind keine Anwesenheitsstriche zu sehen.\n \n[fol. 4v] [oben kürzer als fol 1, so dass die Spaltenbeschriftung von fol 1v sichtbar bleibt]\n[Lauf No. | Namen der Schüler | Aufnahme | Beschäftigung | Ortschaft | Hausname]\n52 | Fimberger AMar | [1]855 | zu Hause | UWeidlh | Kornfeil\n53 | \" [= Fimberger] Theres | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | Tödling | Mair\n54 | Gmeiner Maria | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | Fraunleit. | Mair zu Zallach\n55 | Hoiselstorfer \" [= Maria] | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | \" [= Fraunleit.] | Rablhäusl\n56 | Huber Kathar. | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | Enzing | Mairjörg\n57 | \" [= Huber] Theres | \" [= 1855] | Asten | [deest] | [deest]\n58 | Heibl Maria | \" [= 1855] | zu Hause | Hohenbrun[n] | Forster in Holz\n59 | Knaller Anna | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | Fernbach | Lehner\n60 | Matheweber Amalia | \" [= 1855] | in Dienst | Rorbach | Forster\n61 | Plank Rosina | \" [= 1855] | zu Hause | Daunleit. | Schneider\n62 | Schobermair Barb | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | Florian | Markmühle\n63 | Seiwald Barb. | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | \" [= Florian] | Pointner\n64 | Traunfellner  \" [= Barb.] | \" [= 1855] | in Dienst | Tyllisburg | Mair zu Au\n65 | Zehntner Ther. | \" [= 1855] | zu Hause | Daunleit. | Austermair\n66 | Hofmair Ther | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | OWeidlh. | OberHofmair\n67 | Maurer Rosina | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | Hohenbrun[n] | Hanfstube\n[fol. 5r]\nEnthält neben den Anwesenheitsstrichen zwei Vermerke:\nZeile 63 (Seiwald) ca. Juli 1855 \"Asten\" und Zeile 67 (Maurer) ca. Januar 1856 \"ist St. Marien|ki[?] gekommen\"\n \n[fol. 5v] [oben kürzer als fol 1, so dass die Spaltenbeschriftung von fol 1v sichtbar bleibt]\n[Lauf No. | Namen der Schüler | Aufnahme | Beschäftigung | Ortschaft | Hausname]\n68 | Zaiser Theres | [1]855 | zu Hause | UWeidlh | Binder\n69 | Laimer \" [= Theres] | \" [= 1855] | in Dienst | Mickstett | ob. Mühlberg\n70 | Bruckermair Anna | \" [= 1855] | \" [= in Dienst] | Rorbach | Baurnbinder\n71 | Eichinger Josefa | \" [= 1855] | zu Hause | UWeidlh | Gröbererh.\n72 | Leitner Magd. | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | OWeidlh | Holzbaur\n73 | Neustifter Theres | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | Mickstett | ob Mühlberger\n74 | Obermair Klara | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | Hohenbrun[n] | Hanfstube\n75 | Haghofer Theres | \" [= 1855] | \" [= zu Hause] | Weiling | Schuster\n76 | Schirl Theres | \" [= 1855] | Ziehkind | Rorbach | Mair zu Winkl\n77 | Lacher Klara | \" [= 1855] | in Dienst | Fraunleit. | Loibl\n78 | Pickl Katharina [darüber: \"gilt\"] | \" [= 1855] | zu Hause | Fernbach | Arbeithuber\n79 | \" [= Pickl] Theres | \" [= 1855] | in Dienst | Weiling | Tischler in der Wiese\n80 | Richter Juliana | im 2. Jahr v. Maria Laah [1]855 | in Dienst | Ölkam | Einwagn\n81 | Porstmair Elisabeth | [1]853 | zu Hause | Fernbach | Dansch\n82 | Hamberger Anna | den 24. Juni [1]855 v. Kleinmünchen | in Dienst | Florian | Lin[n]inger\n83 | Derndl Maria | v Asten | \" [= in Dienst] | Kogl | Derflbaur\n84 | Plohberger \" [= Maria] | do [= v. Asten] 855, August | \" [= in Dienst] | Tödling | Heißl\n85 | [andere Schrift, nachträglich?] Knabl Elis. | 6 April | zu Hause | Florian | [deest]\n[fol. 6r]\nEnthält neben den Anwesenheitsstrichen drei Vermerke:\nZeile 71 (Eichinger) ca. Januar 1856 \"ist nach Ansfelden gekom[m]en\", Zeile 78 (Pickl) \"Asten\" [nur Nov/Dez.1855 gültig?] und Zeile 81 (Porstmair) ca. September 1855 \"Niederneukirchen\".\n \n[fol. 6v] liegt nicht in der Kopie vor (ist vermutlich unbeschrieben geblieben).", "Letzte Änderung": "07.09.2025 05:38"}, {"ID": 185509016, "Datum": "1.- 6.9.1855, Samstag bis Donnerstag", "Haupttext": "Bischof Franz Joseph Rudigier besucht das Stift St. Florian.\nAm 2.9.1855 dürfte er höchstwahrscheinlich Bruckners Orgelspiel erlebt haben (*).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:13"}, {"ID": 185509125, "Datum": "12.9.1855, Mittwoch (Mariae Namen) oder 16.9.1855, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des dritten der drei kleinen Vortragsstücke für Klavier vierhändig [WAB 124] durch die Kinder Marie und Josef Marböck. Frau Marböck vermerkt dies auf dem Einband.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185509235, "Datum": "23.9.1855, Sonntag", "Haupttext": "Beim Begräbnis von Wilhelm Schiedermayr in St. Florian wird der Chor »Vor Arneths Grab« aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185510045, "Datum": "4.10.1855, Donnerstag ", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Zum Namensfest des Kaisers u. Geburtsfest Seiner Gnaden [Friedrich Theophil Mayer] am 4. October 1 Trompeter     2 fl. \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185510205, "Datum": "20.10.1855, Samstag", "Haupttext": "Verzeichnis der Florianer Chormitglieder, in dem neben Bruckner auch sein späterer Nachfolger als Organist, Josef Seiberl, aufgeführt ist.(*).\nAufführung einer Litanei in St. Florian mit Bruckner und Schlagintweit unter den Mitwirkenden (**).", "Letzte Änderung": "29.06.2025 15:25"}, {"ID": 185510215, "Datum": "21.10.1855, Sonntag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Zum h. Kirchweihfest 1 Trompeter     2 f \".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185510295, "Datum": "29.10.1855, Montag", "Haupttext": "Bruckner schenkt das Kompositionslehrbuch Hch. Chr. Kochs, das er früher von Alois Stelzhammer bekommen hatte, an Josef Seiberl weiter (*).\n[Wann genau?] Vermutlich wurde Seiberl von Bruckner neben Orgelspiel auch in Musiktheorie unterrichtet. Seine satztechnischen Übungen (34 Blätter) können aber auch auf den Unterricht bei Dürrnberger oder Josef Pfeifer (vgl. 1.10.1858) zurückgehen - sie tragen keinerlei Datierungen und Hinweise auf die Lehrer (**).\n \nMöglicherweise entstand während des Unterrichts Seiberls bei Bruckner auch das sog. \"Präludienbuch\", das 1947 von Louis Dité veröffentlicht wurde [WAB 334]. Bruckner ist jedenfalls nicht der Schreiber, vielleicht aber Seiberl. Von Bruckner könnte der Vermerk \"1877 20/5\" stammen. Von der Hand des Notentext-Schreibers stammen auch die Autographen von Nachspiel und Andante d-Moll für Orgel (WAB 126 und WAB 130).\r\nDité hat folgende Nummern Bruckner zugeschrieben: 33 - 35 (fol. 12r), 60 (fol. 21v), 63 (fol. 22r), 76 (fol. 27v), 79 (fol. 28v), 89 und 90 (fol. 30r und v), 95 (fol. 32v und 33r). 110 (fol. 37r), 116 (fol. 38v und 39r), 124, 125 und 127 (fol. 42v, 132 und 133 (fol. 44r), 141 (47r).145 (fol. 48r), 156 (fol. 52v) und 156 (fol. 53r) (***).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 06:06"}, {"ID": 185510315, "Datum": "31.10.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner bestätigt [es fehlt der Zusatz Lehrgehilfe oder Unterlehrer], vom Stifts-Rentamt St. Florian als Besoldung neun Gulden für das letzte Quartal des Militärjahres (August bis Oktober 1855) erhalten zu haben (*).\n\n\nAls provisorischer Stiftsorganist quittiert er den Empfang von 20 Gulden (**).\n\n\nEine dritte Quittung betrifft neun Gulden für den Privatunterricht der Sängerknaben (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511015, "Datum": "1.11.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Cum Deo | annus 1856\n\nZum Feste Allerheiligen 1 Trompeter     2 fl.\nZu Allerheiligen einen Sopranisten     40 xr \".\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511095, "Datum": "9.11.1855, Freitag", "Haupttext": "Wenzel Pranghofer, Linzer Dom- und Stadtpfarrorganist, gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511096, "Datum": "nach 9.11.1855", "Haupttext": "Zenetti empfiehlt Bruckner, sich um die Linzer Domorganistenstelle zu bewerben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511105, "Datum": "10.11.1855, Samstag", "Haupttext": "Schreiben Johann Baptist Schiedermayrs an die weltliche Vogtei der Stadtpfarrkirche:\n     Bittet, nach dem Tod Wenzel Pranghofers für die Stellenbewerber Lanz und Hain eine Prüfung festzusetzen, und schlägt für die Kommission Arminger, Dürrnberger und Paupie vor. Er favorisiert Lanz. »... ausgesuchten Komission sachkundiger Männer, wozu ich die Herren Chorvicar Arminger, den Herrn Vizebuchhalter Dürrnberger u den Lehrer in Wels Popier vorschlage«. [über Lanz:] »... durchgebildeten Musiker, ... der auch in dem Chorale u Harmonielehre bewandert ist.«", "Letzte Änderung": "11.10.2025 08:08"}, {"ID": 185511115, "Datum": "11.11.1855, Sonntag", "Haupttext": "Briefentwürfe Josef Dierzer von Traunthals an Georg Arminger, Johann Nepomuk Dürrnberger, Anton M. Storch und Vinzenz Fink:\r\n    Über die nach dem Tod Pranghofers notwendige provisorische Besetzung der Organistenstelle werde am Dienstag [13.11.1855] entschieden. Bittet um Anwesenheit bei der Prüfung in der Stadtpfarrkirche. Unterschrift Dierzers (*a).\nBriefentwurf an Johann Baptist Schiedermayr:\r\n    Bezugnehmend auf das Schreiben vom 10.11.1855 erinnere er an die am 13.11.1855 stattfindende Prüfung, zu der er auch Arminger, Dürrnberger, Fink und Storch, nicht aber Paupie (der selbst zu den Bewerbern zähle) geladen habe. Unterschriften von Weichhart und Dierzer (*b).\nBriefentwurf an Karl Zappe, Engelbert Lanz und Raimund Hain:\r\n    Hinweis auf die Prüfung am 13.11.1855, zu der Zappe als Sachverständiger, Lanz und Hain als Kompetenten geladen werden. Unterschriften: Weichhardt und Dierzer (*c).\nSchreiben der Gemeindevorstehung an Johann Baptist Schiedermayr (Reinschrift von (*b)) (*d).\nBrief Dierzer von Traunthals an Dürrnberger: \r\n     Prüfung für die Pranghofer-Nachfolger (bisher zwei Bewerber) am 13.11.1855 in der Stadtpfarrkirche:\r\n»G.-V. Linz Nr. 8044.\r\nSe. Wohlgeb. Herrn Joh. Nep. Dürrnberger, ständischer Vicebuchhalter,\r\nHier.\r\nHerr Wenzel Pranghofer, Dom- und Stadtpfarr-Organist, ist am 9. d. M. mit Tod abgegangen, und es ist die prov. Besetzung dieses Postens dringend nothwendig. Da sich um denselben bereits zwei Competenten gemeldet haben, so wurde bestimmt, diese beyden Competenten einer kleinen Prüfung auf der Orgel im Beiseyn sachverständiger Männer zu unterziehen. Ich erlaube mir demnach Euer Wohlgeboren zu dieser Prüfung, welche am 13. d. M. nachmittags 2 1/2 Uhr auf der hiesigen Stadtpfarrorgel stattfinden wird, mit dem Ersuchen ergebenst einzuladen, hiebei gefälligst zu intervenieren und sonach zu beurteilen, welchem der Competenten bei Besetzung des Provisoriums der Vorzug zu geben wäre.\r\nLinz 11. November 1855.\r\nDer k. k. Rath und provis. Gemeinde-Vorstand\r\nDierzer von Traunthal.« (*e).\nTodesanzeige Wenzel Pranghofers in der Linzer Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 16:27"}, {"ID": 185511125, "Datum": "12.11.1855, Montag", "Haupttext": "Der gestern geladenen Kommission wird noch Zappe beigezogen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511135, "Datum": "13.11.1855, Dienstag", "Haupttext": "Auf Anraten des Linzer Orgelstimmers Alfred Just Stefan Just fährt Bruckner kurzentschlossen nach Linz, zuerst zu Dürrnberger, dann zum Probespiel in der Stadtpfarrkirche um 1/2 3 Uhr (°).\r\n   Der Prüfungskommission gehören außerdem Schiedermayr, Arminger, Fink, A. M. Storch und Zappe an. Mitbewerber sind Engelbert Lanz und Hain (*).\r\n   Ursprünglich wollte auch Robert Führer dabeisein, der sich über eine »arrogante« Äußerung Bruckners (daß er »all die armen Schlucker zu Schanden spielen werde«) sehr ärgerte (**).\r\n   Bruckner improvisiert über ein Thema Dürrnbergers.", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:14"}, {"ID": 185511136, "Datum": "13.(oder 14.?)11.1855, Dienstag", "Haupttext": "Die Prüfungskommission in Gegenwart des Bischofs Rudigier entscheidet sich für Bruckner statt für Lanz. Dürrnbergers und Armingers Äußerungen hierzu sind überliefert (*), ebenso die Reaktion von Bruckners altem »Vorgesetzten«, Friedrich Mayr (**).\r\nArminger hatte für Lanz, Schiedermayr für Hain votiert (°).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 16:29"}, {"ID": 185511137, "Datum": "nach dem 13.11.1855.", "Haupttext": "Die Kirchenvogteien melden allen vorgesetzten und nachgeordneten Behörden die provisorische Anstellung Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511145, "Datum": "14.11.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Die »Linzer Zeitung« Nr. 271, S. 1127\r\n   (»Wie uns mitgetheilt wird, ist die Domorganistenstelle in Linz gestern dem Herrn Bruckner aus St. Florian provisorisch verliehen worden.«) (*a)\r\nund der Linzer Abendbote Nr. 115, S. 1 (*b) melden, daß die Organistenstelle provisorisch an Bruckner verliehen wurde.\nDer Text des Linzer Abendboten lautet:\r\n   »- Das Provisorium der Organistenstelle an der hiesigen Domkirche wurde Herrn Brukner, Organist in St. Florian verliehen. - Während die übrigen Candidaten gestern geprüft wurden, stand Herr Brukner, ein junger talentirter Mann, ganz unbeachtet unter den Zuhörern und wurde von einem der Herren Prüfungskommissäre zur Competenz ermuntert, worauf er allsogleich hervortrat, und nach der neuen Berliot-Manier [sic] zu präludiren anfing. - Sein Spiel hat derart reussirt, daß ihm nach Verlauf einer Stunde die Stelle einstimmig zuerkannt wurde.« (*b).\nAnweisung der Geistlichen und Weltlichen Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche (Konzept):\r\n   Infolge der Prüfung am 13.11.1855 solle Bruckner das Dekret ausgefertigt werden. Die Statthalterei, das Bischöfliche Konsistorium und die Kirchenvermögensverwaltung seien zu verständigen und die Ausschreibung für die definitive Besetzung sei dreimal im Amtsblatt der Linzer Zeitung zu veröffentlichen (**a).\nBericht der Geistlichen und Weltlichen Vogtei an die Statthalterei (Konzept und Reinschrift): Aufgrund der Prüfung sei Bruckner als Organist provisorisch angestellt worden. Ihm stünden somit die bisher an Pranghofer gezahlten Bezüge zu (128 fl für den Dienst an der Stadtpfarrkirche und für den Dienst an der Domkirche 20 fl aus dem Kirchenvermögen und 300 fl aus dem Religionsfond). Unterschriften von Dierzer, Schiedermayr und Guggeneder (**b).\nEntwurf für die Kundmachung in der Linzer Zeitung (24.11.1855, 28.11.1855, 1.12.1855):\r\n   Bewerber für die Organistenstelle, deren Besoldung 448 fl zuzüglich 67,57 fl Stiftungsgebühren betrage, mögen ihre Gesuche bis Ende Dezember bei der Gemeindevorstehung einreichen. Unterschriften Dierzers, Schiedermayrs und Guggeneders (**c).\nDekret der Geistlichen und Weltlichen Vogtei an die Kirchenvermögensverwaltung (Konzept):\r\n   Nach Eintreffen des Bescheides der Statthalterei sei das bisher an Pranghofer gezahlte Gehalt an Bruckner zu zahlen. Unterschriften von Dierzer und Schiedermayr (**d).\nSchreiben der Geistlichen und Weltlichen Vogtei an Karl Zappe (Konzept):\r\n   Nach Pranghofers Tod dürfe der Kirchendienst nicht unterbrochen werden. Bis zu definitiven Besetzung versehe Bruckner provisorisch den Organistendienst. Unterschriften von Dierzer, Schiedermayr und Guggeneder, Aktenvermerk (»exp. 20/11«) von Weichhart (**e).\nSchreiben der Geistlichen und Weltlichen Vogtei an das Bischöfliche Konsistorium (Konzept und Reinschrift):\r\n   Man habe Bruckner provisorisch angestellt und die Ausschreibung für die definitive Besetzung veranlaßt. Unterschriften von Dierzer, Schiedermayr und Guggeneder:\r\n»Die Gemeinde-Vorstehung der Landeshauptstadt Linz.\n   An das Hochwürdige bischöfliche Consistorium. Hier.\n   Note!\r\n   Durch das am 9ten d. M. erfolgte Ableben des Herrn Wenzl Pranghofer, gewesenen Dom und Stadtpfarr-Organisten, ist dieser Posten in Erledigung gekommen.\r\n   Da der dießfällige Kirchendienst nicht unterbrochen werden darf, so haben wir die provisorische Besetzung dieses Postens durch den gegenwärtigen Schulgehilfen in St. Florian, Anton Bruckner, wo er zugleich als Organist angestellt, und in diesem Fache wirklich ausgezeichnet ist, veranlaßt. \r\n   Da die Concursausschreibung für diesen Dienstesposten nach dem hohen Hofkanzlei Dekrete vom 17: Dezember 1840 Z 35138 der gefertigten Vogtei zusteht, so wurde dieselbe behufs der definitiven Besetzung unter Einem verfügt. Wir geben uns demnach die Ehre, Ein hochwürdiges bischöfliches Consistorium einstweilen hievon in Kenntniß zu setzen. \r\n   Geistliche und weltliche Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche Linz\r\nam 14. November 1855\r\nDr. Joh. B. Schiedermayr,\r\nDomscholaster.\nDierzer v. Traunthal \r\nFranz Gugeneder \r\ngeistl Vogtei C[ommiss]aer.« (**f).\nErnennungsdekret der Geistlichen und Weltlichen Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche für Bruckner als provisorischen Organisten (Konzept und Reinschrift):\r\n»Die Gemeinde-Vorstehung der Landeshauptstadt Linz.\r\n   No 8164. \r\n[die Adresse am Unterrand der Seite] An\r\nHerrn Anton Bruckner Schulgehilfen\r\nin\nS. Florian\r\n[Brieftext im oberen Bereich der Seite:]\r\n   Wir haben uns veranlaßt gefunden, Ihnen die Organistenstelle an der hiesigen Dom- und Stadtpfarrkirche, welche durch das Ableben des Herrn Wenzl Pranghofer in Erledigung gekommen ist, bis zur definitiven Besetzung dieses Postens provisorisch zu verleihen.\r\n   Sie haben demnach diesen Posten allsogleich anzutreten, denselben bei den öffentlichen Gottesdiensten jederzeit mit Anstand und zur Erbauung des Volkes zu versehen, in der Dienstesverrichtung sich keine Saumsal zu Schulden kommen zu lassen, mit dem Herrn Kapellmeister und den übrigen Musikpersonale ein gutes Einverständniß zu pflegen, und der guten Meinung, die man von Ihnen hat, auf diese Art bestens zu entsprechen.\r\n   Wegen Anweisung der dießfälligen Bezüge wird sich unter Einem an die hochlöbliche k. k. Statthalterei verwendet und Sie werden hievon nachträglich verständiget werden.\r\n   Wegen Angelobung, daß Sie den mit diesem Posten verbundenen Verpflichtungen nachkommen werden, haben Sie sich längstens binnen 8 Tagen bei der hiesigen Gemeinde Vorstehung als weltlichen Vogtei gehörig zu melden.\r\n   Geistliche und weltliche Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche Linz am 14. Novbr 1855. \r\nDr. Joh. B. Schiedermayr, Domscholaster.\r\nDierzer v. Traunthal.\r\nFranz Gugeneder, geistl. Vogtei Co[miss]är der Domkirche.« (***).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:16"}, {"ID": 185511155, "Datum": "15.11.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht der »Linzer Zeitung« Nr. 272, S. 1131, über die »Concurs-Prüfung« vom 13.11.1855:\n»                       Kronlands=Neuigkeiten.\n     * Die am 13. d. M. abgehaltene Concurs-Prüfung zur provisorischen Besetzung der Dom-Organistenstelle in Linz war von besonderem Interesse. Die Prüfungskommission bestand aus den Herren: Domscholaster Dr. Schiedermayer, Chorvikar Arminger, Gemeindevorstands-Stellvertreter Vincenz Fink, Professor Dürrnberger und Kapellmeister M. A. Storch. Bei dieser Prüfung hatte sich überdieß noch eine ansehnliche Zahl von Kunstkennern und Kunstfreunden versammelt. Den Kandidaten ward die Aufgabe gestellt, ein Thema - gegeben und unmittelbar vor der Ausführung niedergeschrieben von Professor Dürrnberger - nach streng contrapunktischen Grundsätzen in einer vollständigen Fuge durchzuführen. Diese Aufgabe wurde von den Prüfungs-Candidaten größtentheils mit vieler Geschicklichkeit, insbesondere aber vom Herrn Anton Bruckner aus St. Florian - nach dem einstimmigen Ausspruche der Prüfungskommission und der Kunstkenner - ausgezeichnet gelöst, in Folge dessen demselben, wie gestern gemeldet wurde, auch die Dom-Organistenstelle in Linz provisorisch verliehen wurde.« (*).\n \nNotiz in Traumihlers Ausgabenverzeichnis:\n\"Zum Fest des h. Leopold 1 Trompeter     30 x \"\n[üblich waren bei ähnlichen Gelegenheiten 2 fl] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511165, "Datum": "16.11.1855, Freitag", "Haupttext": "Bericht über die Concurs-Prüfung vom 13.11.1855 im Österreichischen Bürgerblatt Nr. 222 auf S. 888 (= S. 4). Erwähnt werden Schiedermayr, Arminger, Vinzenz Fink, Dürrnberger und Kapellmeister Storch. \n\n\"[...] Die schwierigste Aufgabe, nämlich ein Thema [...] nach den strengen contrapunktischen Grundsätzen in einer vollständigen Fuge durchzuführen, wurde von den Kandidaten großentheils mit sehr verdienter Würdigung und mit allem Beifalle, insbesondere aber von Herrn Anton Bruckner in Florian mit einer Vollendung und Auszeichnung gelöst, die nicht Eine Stimme der ganzen Versammlung für ihn einen Augenblick in Zweifel lassen konnte.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511195, "Datum": "19.11.1855, Montag", "Haupttext": "Brief von Patrick O'Hegerty an seine Großmutter (wahrscheinlich: Caroline Therese Martine Lebreton de Chapelle (*)):\r\n     Nachträgliche Gratulation zum Namenstag. Der Prälat [Stülz oder (*) Friedrich Mayer] sei in Wien, und Bruckner, ihr ehemaliger Lehrer, sei Domorganist in Linz geworden.", "Letzte Änderung": "06.06.2025 06:53"}, {"ID": 185511205, "Datum": "20.11.1855, Dienstag", "Haupttext": "Aktenvermerk »exp. 20/11 Weichhart« auf dem Schreiben der Vogtei an Karl Zappe vom 14.11.1855", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:37"}, {"ID": 185511215, "Datum": "21.11.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Aktenvermerk »Praes. 21. Novb. 855« auf dem Schreiben der Vogtei an das Bischöfliche Konsistorium vom 14.11.1855 (*). Poststempel »Linz 21. Nov.« und »St. Florian 21/11« auf dem Schreiben vom 14.11.1855 [Dekret der Vogtei, demzufolge Bruckner sich spätestens nach 8 Tagen wegen der Angelobung hätte melden sollen] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511235, "Datum": "23.11.1855, Freitag", "Haupttext": "Aktenvermerk der Statthalterei auf dem Schreiben der Vogtei vom 14.11.1855 (Unterschrift von Eduard von Bach): Wird an die Staatsbuchhaltung weitergeleitet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511245, "Datum": "24.11.1855, Samstag", "Haupttext": "Die Kundmachung vom 14.11.1855 zur Stellenausschreibung mit Angaben zu Besoldung und Bewerbungsbedingungen, unterzeichnet von Dierzer, wird erstmals in der Linzer Zeitung, Amtsblatt Nr.95 veröffentlicht: »Kundmachung. (1) [/] Durch das erfolgte Ableben des Herrn Wenzl Pranghofer ist der Dienstesposten des Organisten an der hiesigen Dom- und Stadtpfarrkirche in Erledigung gekommen, mit welcher eine aus den beiden besagten Kirchen zu beziehende Besoldung zusammen mit 448 fl. CM. nebst dem Bezuge der Stiftungsgebühren im derzeitigen Betrage pr. 67 fl. 57 kr. 1 pf. zusammen pr. 515 fl. 57 kr. 1 pf. verbunden ist. Bewerber um diesen Dienstesposten haben ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche, in welchen sie sich über ihr Alter, moralisches Betragen, bisherige Dienstleistung und Verwendung, sowie über ihre Kenntnisse im Orgelspiele und Choralgesange genügend auszuweisen haben, bis Ende Dezember h. J. bei der hiesigen Gemeinde-Vorstehung als weltlichen Vogtei zu überreichen. [/] Geistliche und weltliche Vogtei der Dom und Stadtpfarrkirche. [/] Linz am 14. November 1855. [/] Dierzer v. Traunthal. [/] (796)«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511265, "Datum": "26.11.1855, Montag", "Haupttext": "Diensteid Bruckners als provisorischer Dom- und Stadtpfarrorganist. (*) Mitunterzeichnet haben Joseph Storch, Franz Gugeneder und Vinzenz Fink.\r\nAuf seine unvorteilhafte Kleidung bei dieser Zeremonie kommen die Briefe vom 17. und 18.12.1855 noch zu sprechen.\nDer Text des Dokuments lautet:\r\n»Angelobung.\r\nSie haben anzugeloben, daß Sie als provisorisch angestellter Dom- und Stadtpfarrkirchen-Organist bey den öffentlichen Gottesdiensten diese Stelle jederzeit mit Anstand und zur Erbauung des Volkes versehen, in dieser Dienstesverrichtung sich keinen Saumsal zu Schulden kom[m]en lassen, mit dem jeweiligen Kapellmeister ein gutes Einverständniß pflegen, und der guten Meinung, die Ihnen vorausgegangen ist, auf diese Art bestens zu entsprechen, beflissen seyn wollen und werden.\r\n   Linz den 26. November 1855.\r\nAnton Bruckner mp.\r\n   Geschehen bey der Gemeinde-Vorstehung Linz am 26ten November 1855.\r\nfür den P: T: Hochw: Herrn\r\nDomscholast: und Stdtpfrr Administr:\r\nJ. Storch Senior\r\nFranz Gugeneder\r\ngeistl. Vogtei Co[mission]är [/] der Domkirche\nVinzenz Fink\r\nGem. Vorst Stellvertr\r\n   pr: 26. Novbr 855\r\n8371«", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:39"}, {"ID": 185511275, "Datum": "27.11.1855, Dienstag.", "Haupttext": "Aktenvermerk auf dem gestrigen Dokument: \n»Gegenwärtige Angelobung ist bey dem dießfälligen Acte zu hinterlegen. \nLinz am 27. Novbr. 1855\nexped Dierzer\nWeichardt«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185511285, "Datum": "28.11.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Die Kundmachung vom 14.11.1855 wird in der Linzer Zeitung, Amtsblatt Nr.96, zum 2. Mal veröffentlicht. Als Unterzeichnete sind neben Dierzer noch Schiedermayr und Gugeneder aufgeführt (*). Aktenvermerk »p. [praesentiert] 28/11 855 G I« auf dem Bericht der Vogtei an die Statthalterei vom 14.11.1855 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512015, "Datum": "1.12.1855, Samstag", "Haupttext": "Die Kundmachung vom 14.11.1855 wird in der Linzer Zeitung, Amtsblatt Nr.97, zum 3. Mal veröffentlicht (in gleicher Form wie am 28.11.1855).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512065, "Datum": "6.12.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Fertigstellung der Kantate »Sankt Jodok sproß aus edlem Stamme« [WAB 15], dem Florianer Pfarrer Jodok Stülz zum Namenstag gewidmet.\n»Festgesang [/] für 4 Singstim[m]en [/] u. Piano Begleitung. [/] zur hohen Namensfeier [/] Sr. Hochw. H. Stiftsdechant [/] u. Pfarrer Jodok Stülz. [/] Brucknermp. [/] 6. Dez. 855.« (*).", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:48"}, {"ID": 185512085, "Datum": "8.12.1855, Samstag", "Haupttext": "Bruckner spielt erstmals im Linzer Dom beim Hochamt [zur Orgel siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "13.05.2025 19:52"}, {"ID": 185512095, "Datum": "9.12.1855, Sonntag", "Haupttext": "Äußerung der Staatsbuchhaltung auf den Antrag der Vogtei an die Statthalterei vom 14.11.1855: Die Zahlungen für den Organistendienst seien anteilig bis zum 9.11.1855 an die Verlassenschaftsmasse des Wenzel Pranghofer und ab dem 10.11.1855 an Bruckner zu leisten. Unterschriften von Ziegler, Petermandl und [?] Wakonig.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512105, "Datum": "(10.12.1855, Montag)", "Haupttext": "J. B. Schiedermayr hält sich bei einer Inventur (wegen Wilhelm Schiedermayr?) in St. Florian auf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512115, "Datum": "(11.12.1855, Dienstag)", "Haupttext": "J. B. Schiedermayr reist nach Wien zum Justizminister wegen Joseph Schiedermayr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512135, "Datum": "13.12.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Namenstag von Jodok Stülz. Möglicherweise (oder am 12.12.1855) Aufführung des »Festgesangs« (*).\nAktenvermerk »p [praesentiert] 13. Dezb. 855« auf der Stellungnahme der Staatsbuchhaltung vom 9.12.1855 (**).\nAktenvermerk »eingelaufen am 13 Dez.« auf dem ursprünglich mit 9.12.1855 datierten Schreiben der Statthalterei an die Vogtei vom 14.12.1855 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512145, "Datum": "14.12.1855, Freitag", "Haupttext": "Die k.k. Statthalterei bestätigt die Ernennung Bruckners zum provisorischen Dom- und Stadtpfarrorganisten:\r\n   Erlaß an die Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche (Konzept und Reinschrift):\r\n   Die Bestätigung der am 14.11.1855 erfolgten provisorischen Anstellung Bruckners bewirke kein Recht auf die definitive Verleihung des Organistenpostens. Die Landeshauptkasse werde wegen des Gehaltes (jährlich 300 fl, anteilig bis 9.11.1855 an die Pranghofersche Verlassenschaft) verständigt und die Vogtei zur Zahlung der Besoldung (jährlich 128 fl, anteilig ab 10.11.1855 an Bruckner) ermächtigt [im Konzept mit Textlücken, die in der Reinschrift aus dem Schreiben der Staatsbuchhaltung vom 9.12.1855 ergänzt wurden] Unterschrift von Eduard von Bach (in der Reinschrift) (*a).\r\n   Erlaß an die Landeshauptkasse in Linz [mit denselben zu ergänzenden Lücken]; unleserliche Unterschriften (*b).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:17"}, {"ID": 185512155, "Datum": "15.12.1855, Samstag", "Haupttext": "Zeugnis des Florianer Pfarrers Jodok Stülz:\n\r\n»Zeugniß.\r\nDem Herrn Anton Bruckner, seit 1845 Lehrergehilfe an der hiesigen Pfarrschule wird hiemit der strengsten Wahrheit gemäß das Zeugniß ertheilt, daß er wärend der Zeit seines Wirkens in der hies. Pfarre durch einen musterhaft sittlichen Wandel, durch strenge Erfüllung seiner kirchlich-religiösen Obliegenheiten, durch seinen Fleiß in der Schule, durch wahrhaft christliche Liebe zu den ihm anvertrauten Kindern, durch seltenen Eifer nicht nur in der Wiederholung des katechetischen Unterrichtes den Kleinen die Wahrheiten des ewigen Heiles einzuprägen, sondern auch sie zur Übung derselben zu ermuntern u. anzuleiten u. ihnen seine Liebe zu Gott, zur Frömmigkeit u. zur Religion einzuflößen; endlich durch nie ermüdenden Eifer sich in der Fächern seines Berufes immer mehr auszubilden - sich die Zufriedenheit u. die Achtung seiner Vorgesetzten u. die Liebe der Kinder u. der Pfarrgemeinde in seltenem Maße erworben habe, welche sich in dem allgemeinen und aufrichtigen Bedauern über sein Abscheiden von der bisherigen Wirksamkeit auf das unzweideutigste kund gegeben hat.\r\nSt. Florian, 15 December, 1855.\r\nJodok Stülz, Pfarrvicar.« [nachträgliche Bestätigung am 16.12.1855].\n\r\nAuf S. 4 eine Notiz \"A\", diese durchgestrichen und korrigiert zu \"E\" [= Anlagebuchstaben] (*).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:15"}, {"ID": 185512165, "Datum": "16.12.1855, Sonntag", "Haupttext": "Das gestrige Zeugnis wird durch die Schul-Bezirks-Aufsicht Enns bestätigt (unterschrieben von Anton Landgraf):\r\n   »Obiges Zeugniß bestätiget die Schulen-Bez-Aufsicht Enns am 16. Dezember 1855.\r\nAnton Landgraf, Dechant u. Sch. B. Aufseher.« (*).\nBrief Führers aus Schwanenstadt an Traumihler:\r\n    Hat von Orgelbauer Just erfahren, daß Traumihler bei der Besetzung des Postens in Linz auch an Führer gedacht habe, schildert Bruckners Benehmen beim Probespiel am 13.11.1855, berichtet von Bruckners öfters Führer gegenüber geäußerter Unzufriedenheit mit der Stellung in St. Florian; bewirbt sich als Stiftsorganist (**).", "Letzte Änderung": "10.05.2025 07:21"}, {"ID": 185512175, "Datum": "17.12.1855, Montag", "Haupttext": "Brief Georg Ruckensteiners (*) an Bruckner:\r\n     Er drängt ihn zur Bewerbung um die definitive Besetzung der Linzer Organistenstelle, empfiehlt ihm, sich besser zu kleiden, und rät zu Vorstellungsbesuchen beim Bürgermeister [Dierzer von Traunthal] und bei Schiedermayr (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:19"}, {"ID": 185512185, "Datum": "18.12.1855, Dienstag", "Haupttext": "Der Linzer Kirchenverwalter Joseph Weichhart (Josef Weichhardt) rät Bruckner brieflich, sein Gesuch einzureichen, sich besser zu kleiden und Stadtpfarrer [Matthias Kirchsteiger], Bürgermeister [Dierzer von Traunthal (nicht Fink)] und Landesgerichtsrat Ruckensteiner seine Aufwartung zu machen (*).\nBruckner hatte vor Erhalt des Briefes (°) das Gesuch um die Verleihung der Organistenstelle verfaßt (Schreiben an die Gemeindevorstehung:\r\n   »Wohllöbliche Gemeinde-Vorstehung der k. k. Provinzial-Hauptstadt Linz! [/] Anton Bruckner prov. Organist an der Dom- und Stadtpfarrkirche in Linz bittet um gnädige Verleihung dieses Dienstespostens bei dessen definitiven [sic] Besetzung. [...]«\r\nmit 13 Beilagen, siehe Anmerkung) (**), nachdem ihm auch Prälat Mayr zugeredet und versprochen hatte, den Florianer Organistenposten zwei Jahre frei zu halten und eine freie Wohnung im Linzer Florianerhaus zu gewähren (***).\nAktenvermerk »zur Kanzlei gelangt am 18./12.« auf dem Schreiben der Statthalterei an die Vogtei vom 14.12.1855 (°°).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:22"}, {"ID": 185512195, "Datum": "19.12.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Zeugnis Traumihlers über Bruckners Organistentätigkeit (bis 1850 supplierender, ab dem letzten Jahr wirklicher Organist), seine musikalische Begabung und seine religiöse und sittliche Einstellung. Sichtvermerk Friedrich Mayrs:\r\n»Zeugniß.\r\n   Daß Herr Anton Bruckner vom Jahre 1845 - 1850 supplirender und vom letzten bis gegen Ende des laufenden Jahres wirklicher Organist an der hiesigen Stiftskirche, alle Obliegenheiten seines Amtes jederzeit pünktlich, eifrig und zur größten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten erfüllt habe. Auch hat er sich innerhalb der genannten Zeit durch seinen ihn besonders auszeichnenden Fleiß bei seiner natürlichen Begabung bereits so ausgebreitete Kenntniße im Generalbaße und Contrapunkte erworben, daß er als Organist für jede Kathedralkirche nur auf das Vortheilhafteste empfohlen werden kann, wozu ihn überdieß sein religiöses Gemüth und sein kirchlicher Sinn ganz vorzüglich geeignet macht. Diesem wird noch hinzugefügt, daß er in der Begleitung des gregorianischen Choralgesanges hier bereits so viele Uebung hatte, dß er auf diesem Gebiete der religiösen Musik keineswegs mehr als ein Neuling angesehen werden darf.\r\nSt. Florian am 19. December 1855.\r\nIgnaz Traumihler,\r\nChorregent.\r\nVidi: Friedrich, Propst.« (*).\r\n[Demnach müßte Bruckner 1854 zum definitiven Stiftsorganisten ernannt worden sein!]\n\r\nAuf S. 2 eine Notiz \"B\" (= Anlagebuchstabe) (*a).\nBruckner sendet sein gestern formuliertes Gesuch mit Taufschein und allen Zeugnissen (Traumihler, Stülz, Dürrnberger, Aßmayr, Pfeiffer, Führer, Kattinger, Lehrerprüfungen) nach Linz (**).\nAktenvermerk »Vidit am 19 Xbr C/226 [...] Bach« [Eduard von Bach] auf dem Schreiben der Statthalterei an die Vogtei vom 14.12.1855 (***).\nEingangspoststempel »St. Florian 19/12« auf Weichharts Brief vom 18.12.1855 (°).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 20:13"}, {"ID": 185512205, "Datum": "20.12.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckners Gesuch vom 18.12.1855 wird als eingelangt protokolliert: »pr: 20. Dezb 1855 [/] 9069« (*).\n(Schreiben der Gemeindevorstehung an das Stadtpfarramt: \r\n   Orgelbauer Ludwig Moser dringe auf Erstattung seiner Mehrauslagen. Vielleicht sei es der Kirche möglich, den Betrag in mehreren Raten zu zahlen. Unterschrift von Dierzer von Traumthal (**)).", "Letzte Änderung": "05.02.2023 23:49"}, {"ID": 185512215, "Datum": "21.12.1855, Freitag", "Haupttext": "Aktenvermerk »zk [zurück] 21./12.« auf dem Schreiben der Statthalterei an die Vogtei vom 14.12.1855.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512225, "Datum": "22.12.1855, Samstag", "Haupttext": "Bruckner bezieht letztmalig sein Gehalt als Schulgehilfe, Privatlehrer und Organist (*).\n \nQuittung über 6 fl für die Besoldung als Lehrgehilfe [am 31.10.1854 hatte er sich als Unterlehrer bezeichnet] in den Monaten November und Dezember 1855 (*a).\n \nQuittung über 6 fl für die Besoldung als Privatlehrer der Sängerknaben in den Monaten November und Dezember 1855 (*b).\n \nQuittung über 13 fl 20 kr für die Besoldung als provisorischer Stiftsorganist in den Monaten November und Dezember 1855. Bruckner unterschreibt die dritte Gehaltsquittung als provisorischer Organist (*c).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:03"}, {"ID": 185512234, "Datum": "vor dem 23.12.1855", "Haupttext": "Bruckner verabschiedet sich von seinen Schülern in St. Florian. Es sind Abschiedsbriefe, Stammbuchverse u.ä. und Erinnerungen seiner Schülerinnen Anna Aigner und Maria Bergmann überliefert.\r\nSein Nachfolger als Lehrer [1. Schulgehilfe] wird Anton Schlagintweit (*), als Organist der junge Josef Seiberl, ein Vetter von Karl Seiberl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512235, "Datum": "23.12.1855, Sonntag", "Haupttext": "Übersiedlung nach Linz (*).\r\nBruckner findet in den ersten [davorliegenden?] Wochen (°) zeitweilig im Florianerhaus, Landstraße 22, Unterkunft (**).\n\r\n(Konzert des Linzer Musikvereins im Redoutensaal um 7 Uhr mit Werken von Beethoven (Streichquartett A-Dur [op. 18], gespielt von den Herren Pringle, Rekirsch, Storch und Eichheim), Servais, Kücken (zwei Duette und ein Terzett, gesungen von Frl. Ubrich [war angekündigt, es sang aber E. Lanz] und Frl. Th. Köser und den Herren F. Hoffelner und E. Lanz), Joseph Haydn (Variationensatz aus dem Kaiserquartett) und Donizetti (Sextett aus Lucia di Lammermoor). Auf dem Programm außerdem zwei Lieder von G. Preyer und Stighelli und eine von Frl. Bertha Brüning vorgetragene Deklamation (***)).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:35"}, {"ID": 185512245, "Datum": "24.12.1855, Montag", "Haupttext": "Bruckner bezieht seine Dienstwohnung im 2. Stock des »Meßnerhäusels« am Pfarrplatz (*) [?]; mit dem Orgelspiel bei der Christmette im Alten Dom beginnt sein Organistendienst (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512255, "Datum": "25.12.1855, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner beantragt, verschiedene Schäden an der Orgel der Stadtpfarrkirche zu beheben [siehe dazu die Anmerkung] (*).\nAktenvermerk »geschrieben Hölzl 25/12« auf dem Schreiben der Statthalterei an die Vogtei vom 14.12.1855 (**).", "Letzte Änderung": "18.05.2025 09:12"}, {"ID": 185512265, "Datum": "26.12.1855, Mittwoch", "Haupttext": "Aktenvermerk »bestellt 26/12« auf dem Schreiben der Statthalterei an die Vogtei vom 14.12.1855.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512275, "Datum": "27.12.1855, Donnerstag", "Haupttext": "Aktenvermerk »zur Registratur gelangt am 27/12« auf dem Schreiben der Statthalterei an die Vogtei vom 14.12.1855.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185512295, "Datum": "29.12.1855, Samstag", "Haupttext": "Die Vogtei der Stadtpfarrkirche Linz schickt an die Kirchenvermögensverwaltung den Statthaltereierlaß vom 14.12.1855 bezüglich Zahlung der Gelder an die Pranghofersche Verlassenschaft und anteilig ab 10.11.1855 an den provisorischen Organisten Anton Bruckner (jährlich für den Dienst an der Domkirche 300 fl. aus dem Religionsfond, 20 fl aus dem Vermögen der Domkirche, für den Dienst an der Stadtpfarrkirche 128 fl).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:17"}, {"ID": 185512315, "Datum": "31.12.1855, Montag", "Haupttext": "Ignaz Traumihler erstellt eine Liste über Honorarzahlungen an Bruckner \"pro a. 1855\" in einer Gesamthöhe von 6 fl. 14 xr. Sie betrifft Bruckners Mitwirkung bei den \"3 figurirten Samstagslitaneien\", beim \"Wismayrischen Requiem\" [siehe 9.7.1855] und bei den \"Litaneien zu St. Johann\" [24.6.1855?].\nBruckner hat den Empfang quittiert.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 13:41"}, {"ID": 185512317, "Datum": "bis Jahresende 1855", "Haupttext": "Außer Bruckner haben sich noch Georg Müller, Ludwig Paupié und Raimund Hain als Bewerber für die Organistenstelle gemeldet.", "Letzte Änderung": "13.11.2024 07:42"}, {"ID": 185600005, "Datum": "1856", "Haupttext": "Bruckners Wohnung befindet sich im 2. Stock des »Meßnerhäusl« am Pfarrplatz Nr. 162 (*). Unter ihm wohnen der Regens chori Karl Zappe und der Domsänger Lambl. Bruckners erster Klavierschüler ist Emil Fink, der Sohn des Bürgermeisters Vinzenz Fink (**).\nBruckner ist in den Rechnungsbüchern der Domkirche Linz namentlich erwähnt (***).\r\nIn den »Domkirchenrechnungen 1850 - 1860« ist für 1856 auf S. 32 mit der Nr. 123 als Sonderausgabe für den Organisten Anton Bruckner eine »Krankheits-Aushülfe« verzeichnet (°).\r\nEine ansonsten unbekannt gebliebene Erkrankung Bruckners ist auch im \"Hauptbuch der Linzerhaus-Rechnung im Militärjahre 1856\" auf S. 3 (November 1855 bis Oktober 1856) festgehalten:\r\n\"Nebstbei erhielten [...] und durch 5 Wochen eine Krankenwärterin des prov. Domorganisten u. früher. Schulgehilfen u. Organisten in St. Florian, Hr. Bruckner, im Hause volle Verköstigung. [...]\" [ab dem 25.4.1856 war Bruckner definitiver Organist] (°a).\nEntstehungszeit [?] des Klavierstückes in Es-Dur [WAB 119] (°°).\nAufführung des Tantum ergo in D [WAB 42] in St. Florian (°°°).\nKomposition des Klavierliedes ”Amaranths Waldeslieder” [WAB 58] für Singstimme und Klavier nach einem Text von Oskar von Redwitz, für die Kammermusikabende des Prälaten Friedrich Mayr, dem es auch (vermutlich als Abschiedsgeschenk) gewidmet ist (#).\r\n[Siehe die Anmerkung (#a)]\nBruckner tritt zu Beginn des Jahres in die Liedertafel »Frohsinn« als 2. Tenor ein, freundet sich dort mit Adalbert Markus an (##).\n(Ignaz Traumihler verfasst eine \"Anleitung zum Choralgesange nach den besten Autoren zusammengetragen\" mit einem Überblick über die geschichtliche Entwicklung und die musikalische Ausgestaltung (###).\n[1856 oder später, nicht 1845/46]\r\nEntstehung des Lieder »O du liebes Jesukind« [WAB 145] (a) für das Fest der Unschuldigen Kinder (28.12.) (a1).\r\nSollte Bruckner von Wilhelm Pailler (Stiftsgeistlicher und Lieder-Sammler, seit 1858 in St. Florian) auf den Text aufmerksam gemacht worden sein, wäre das Entstehungsdatum nach 1858 anzusetzen. Ab 1859 hätte er auch auf das Augsburger Gesangbuch \"Laudate\" zurückgreifen können (a2).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 09:45"}, {"ID": 185600006, "Datum": "ab 1856", "Haupttext": "Bruckner lernt Latein bei den Gymnasiasten Friedrich Thaner und Josef Aigner und studiert bei einem Geistlichen Psychologie (*).\nEr selber erteilt Klavierunterricht bei den Familien Reininger, Titze, Hirnschall [siehe die Anmerkung], Hofmann, Marie Ruckensteiner und (***) Familie Zaininger. Kontakte mit Bildhauer Rink [recte Rint] (**).\nOrgelschüler Ferdinand Edelhart, für den Bruckner ein Segenlied [WAB 267] harmonisiert, hilft bei Kirchendiensten aus (°).\nDetails aus dem Alltag (Wirtshäuser, Kleidung, Reinlichkeit etc.) werden von Joh. Kapermüller [siehe die Anmerkung], Frau Reininger, Emilie Hinghofer und Frau Hofmann berichtet (°°).\n[zwischen 1856 und 1868]\r\nBruckner soll des öfteren zu Familie Eidenberger nach Lustenau gefahren sein, wo er \"stets mit der guten Suppe versorgt\" wurde, die er so schätzte. Bei Frau Eidenberger soll er sich mit einem Ring revanchiert haben, in den die Widmung \"Der Perle von Lustenau\" eingraviert war (°°°).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 09:50"}, {"ID": 185601015, "Datum": "1.1.1856, Dienstag", "Haupttext": "Joseph Seiberl tritt als Stiftsorganist in St. Florian die Nachfolge Bruckners an.", "Letzte Änderung": "09.12.2024 14:27"}, {"ID": 185601025, "Datum": "2.1.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben der Stadtpfarre Linz (Johann Baptist Schiedrmayr) an die weltliche Vogtei (Josef Dierzer von Traunthal) wegen der Orgel der Stadtpfarrkirche (Konzept und Reinschrift): Nimmt Bezug auf das Schreiben vom 20.12.1855. Trotz noch nicht behobener Mängel, die auch von Bruckners beigefügtem Gutachten [25.12.1855] bestätigt würden, dringe Orgelbauer Moser auf Erstattung seiner Mehrkosten. Abgesehen davon könne auch die Kirche diesen Betrag nicht aufbringen. »... nun ist dem Gefertigten gleich anfangs gesagt worden, daß das Werk durchaus nicht vollendet u. vollständig sey, sondern daß noch mehrere Register mangeln, welche zwar freylich nicht präliminiert, aber bey der nunmehrigen Einrichtung der Orgel nothwendig wurden, wofür aber der Orgelbauer kein Recht auf Vergütung hat da dieselben, in dem acordirten Plane nicht enthalten, ohne der förmlichen Zustimmung der Vogtey beabsichtigt wurden.«", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:42"}, {"ID": 185601035, "Datum": "[ca.] 3.1.1856, Donnerstag", "Haupttext": "[vor dem 5.1.1856] Brief Hofstedters an Ludwig Mooser, seinen Kompagnon:\r\n   Am Samstag [29.12.1855] habe er Linz verlassen und sei am Sonntag [30.12.1855] in Kremsmünster eingetroffen. Der neue Organist sei ihnen nicht wohlgesonnen, sei viel mit Just zusammen. Die [erst 1852 erbaute] Orgel der Stadtpfarrkirche sei vollkommen verwahrlost:\r\n   »[...] gegenwertig der neue Organist scheint nicht unser Freund zu seyn und ist mehr dem Just geneigt denn man sieht sie nur überall beysammen nähmlich Brugner [...] Die Stadtpfar Orgel in Linz traf ich nicht im besten Zustand das ganze Werk war ganz unrichtig geschrauft [...] das Pfeifenwerk voll Staub und Mist ...« (*).\r\nNeben der Briefmarke der Poststempel »Salzburg 5. Jan.« (*a).\nAktenvermerk »pr. 3. Jaener 1856« auf dem Schreiben Schiedermayrs vom 2.1.1856 (**).", "Letzte Änderung": "25.10.2024 14:23"}, {"ID": 185601115, "Datum": "11.1.1856, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Geistlichen und Weltlichen Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche (im Briefkopf der Reinschrift »Die Gemeinde-Vorstehung der Landeshauptstadt Linz«) (gez. Dierzer von Traunthal) an das bischöfliche Konsistorium: Nimmt Bezug auf die Schreiben vom 14.11.1855 (provisorische Anstellung Bruckners) und 14.12.1855 (Bestätigung der Statthalterei).\r\nDen Termin für den Konkurs zur definitiven Besetzung habe man Ende Dezember 1855 festgesetzt. Daraufhin hätten Georg Müller, Ludwig Paupie, Anton Bruckner und Raimund Hain Gesuche eingereicht. Man schlage Bruckner als den »tauglichsten, geschicktesten und würdigsten« Bewerber für die Domorganistenstelle vor:\r\n»... 1. weil er sich schon bey der, wegen Besetzung des Provisoriums abgehaltenen, musikalischen Probe als den geschicktesten Bewerber erprobte, und ihn sohin provisorisch anstellte, in der sicheren Hoffnung, daß ihm dieser Dienstesposten auch definitiv werde verliehen werden, indem gewöhnlich das Provisorium in das Definitivum übergeht.\r\n2.) hat Anton Bruckner das in ihn gesetzte Vertrauen während der Zeit seiner gegenwärtigen Dienstleistung im vollen Maße gerechtfertigt, und es läßt sich bey seinem Kunstsinn und seiner besonderen Vorliebe für die Musick und insbesondere für die Kirchenmusick mit vollem Rechte erwarten, daß er dieses Vertrauen auch in Zukunft rechtfertigen werde.\r\n3.) Ist derselbe in einem so ansehnlichen Kloster gebildet worden, wo er mehr, als jeder andere der Kompetenten Gelegenheit hatte, sich in dem, besonders für eine Kathedrale so nothwendigen Choral-Gesange hinlänglich auszubilden.\r\n4) hat derselbe, um ganz seinem musikalischen Berufe zu folgen, seine Stellung als Organist und Schulgehülfe in St. Florian aufgegeben, und würde sonach, wenn ihm ein anderer der Kompetenten vorgezogen würde, dadurch, daß er dem ehrenvollen Rufe folgte, brodlos dastehen, was um so unbilliger wäre, nachdem jeder der Mitkompetenten eine Anstellung, od. doch einen Erwerb hat, bey denen sie ihr Fortkom[m]en finden«.\r\nZudem habe Bruckner seinen alten Posten zugunsten der Linzer Anstellung aufgegeben, um seine Mutter besser unterstützen zu können [diese Anmerkung nur in der Reinschrift]. Diesen Vorschlag (Bruckner zu bevorzugen) möge man an die Statthalterei weiterleiten.", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:17"}, {"ID": 185601145, "Datum": "14.1.1856, Montag", "Haupttext": "Schreiben der Gemeinde-Vorstehung (Unterschrift: Dierzer von Traunthal) an die Geistliche Vogtei der Stadtpfarrkirche [Schiedermayr]: Teilt bezugnehmend auf das Schreiben vom 2.1.1856 mit, daß er dessen Inhalt [u.a.: Bruckners Gutachten vom 25.12.1855] dem Orgelbauer Ludwig Moser mitgeteilt und ihn zur Vornahme der Reparatur aufgefordert habe.", "Letzte Änderung": "05.02.2023 23:52"}, {"ID": 185601185, "Datum": "18.1.1856, Freitag", "Haupttext": "Schreiben von Joh. Bap. Schiedermayr an die Weltliche Vogtei: Am 14.1.1856 habe er die Gesuche und die Note ans Bischöfliche Konsistorium [11.1.1856] erhalten. Diesem Vorschlag verweigere er seine Unterschrift, da Formfehlern vorlägen; das alleinige Besetzungsrecht hätten Konsistorium und Statthalterei. Er halte eine Tabelle aller Competenten für erforderlich und schlage eine weitere Prüfung vor, bei der auch Georg Müller und Ludwig Paupie (oder alle vier Bewerber) zu erscheinen hätten:\r\n»... 1. Ist die Vogtey, sowohl die geistliche als weltliche in Sachen, die die Kirche betreffen, dem Bischöflichen Consistorium nicht coordinirt, sondern subordinirt; es können daher von der Kirchenvogtey, gleichviel ob geistlich, oder weltlich keine Noten in solchen Angelegenheiten an das Bischöfl Consistorium gerichtet werden.\r\nEs hat diesen Uebelstand der gefertigte schon mehrmals beachtet, und nur mit Widerstreben solche Noten unterfertigt; größtentheils auch darum es gethan, um die Verhandlungen nicht weiter aufzuhalten. In Zukunft aber kann der Gefertigte vor seiner geistlichen Behörde durch einen solchen Formfehler keine Blößen geben.\r\n2. Kann die Vogtey nur einen Vorschlag machen und muß sich darum auch jedes weiteren Ansuchens um Bestättigung dieses Vorschlages enthalten, da ja das bischöfl Consistorium im Einvernehmen mit der k: k: Statthalterey nicht das bloße Bestättigungs-Recht eines von der Vogtey gemachten Vorschlages, sondern das definitive Besetzungsrecht selbst hat.\r\nEs ist somit auch die Stylisirung der Note unrichtig, wenn das Bischöfl Consistorium bloß um eine Berücksichtigung des Vorgeschlagenen, u weiters um eine Bevorwortung bey der k: k: Statthalterey ersucht wird, indem, wie oben bemerkt wurde, dasselbe ein förmliches Besetzungsrecht mit der k: k: Statthalterey cumulativ ausübt. \r\n3. Geziemt es sich, daß bey einem Vorschlage eine Competenten-Tabelle angeschlossen werde, welche eine Uebersicht der Verhältnisse und Vorzüge der einzelnen Competenten darbiethet.\r\n4. Halte ich es für eine Sache der Gerechtigkeit, daß auch den beyden andren, bey der Prüfung über die Besorgung des Provisoriums nicht erschienenen Bittstellern Gelegenheit gegeben werde, ihre praktische Geschicklichkeit, worauf den[n] doch das Meiste ankom[m]t zu zeigen; zumahl als dieses, wie mir schien, auch im Sinne einer weltlichen Vogtey damahls gelegen war, zur definitiven Besetzung eine nochmahlige Prüfung zu bestim[m]en, bey welcher entweder alle 4 Competenten oder nur Georg Müller u Ludwig Poupie [recte »Paupie] zu erscheinen hätten ...«.\r\nSchlägt den 25.1.1856 als Prüfungstermin vor. Wünscht für die Zukunft eine bessere Absprache zwischen den Vogteien.", "Letzte Änderung": "11.10.2025 08:08"}, {"ID": 185601215, "Datum": "21.1.1856, Montag", "Haupttext": "Einladung der Gemeinde-Vorstehung zum Konkurrenzspiel am 25.1., unterzeichnet von Dierzer von Traunthal:\r\n   »An Herrn Anton Bruckner,\r\nprov. Dom- und Stadtpfarr-Organist\r\nhier.\r\nDie Gemeindevorstehung der Landeshauptstadt Linz.\r\nNr. 454.\r\n   Wegen definitiver Besetzung der hies. Stadtpfarr- und Organistenstelle wird den 25. d. M. um 2 Uhr nachmittag in der hiesigen Domkirche mit den sämtlichen diesfälligen Kompetenten eine Prüfung abgehalten werden, wozu Sie hiemit als Mitkompetent zu erscheinen eingeladen werden.\r\nLinz, den 21. Jänner 1856\r\nDie k. k. Rath- u. prov. Gemeinde-Vorstehung.\r\nDierzer von Traunthal.« (*).\nSchreiben der Gemeindevorstehung an die Geistliche Vogtei [Schiedermayr]:\r\n   Einladung zur Prüfung am 25.1.1856, zu der sich Georg Müller, Paupie, Bruckner und Raimund Hain gemeldet haben (**).\nEinladung der Gemeinde-Vorstehung an Johann August Dürrnberger:\r\n    »Die Gemeindevorstehung | der | Landeshauptstadt Linz.\r\nNr°. 454.\r\n    Wegen definitiver Besetzung der hies. Dom und Stadtpfarr-Organistenstelle wird den 26.[recte 25.?] d. M. um 2 Uhr Nachmittags in der hiesigen Domkirche mit den sämmtlichen dießfälligen Kompetenten eine Prüfung abgehalten, wozu Sie hiemit zu erscheinen ergebenst eingeladen werden.\r\n                   Linz, den 21. Jänner 1856.\r\n         der kk. Rath u. prov. Gemeinde-Vorstand\r\n                                             Dierzer von Traunthal.\r\nAn | Herrn Johann Dürnberger\r\nständ. Vize-Buchhalter.\r\n                         hier.« (***).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 16:35"}, {"ID": 185601235, "Datum": "23.1.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner erhält die Einladung vom 21.1.1856 (*). Aktenvermerk »Praes. 23. Jäner 856. [/] Z. 18« auf dem Schreiben an die Geistliche Vogtei vom 21.1.1856 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185601245, "Datum": "24.1.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Geistlichen Vogtei [Schiedermayr] an die Weltliche Vogtei der Stadtpfarrkirche:\n   Nimmt die Zustimmung vom 21.1.1856 zur von ihm vorgeschlagenen Prüfung zur Kenntnis. Er habe auch Bischof Rudigier informiert. Wegen der Doppelfunktion des Organisten glaube er, daß auch die geistliche Vogtei der Domkirche in der Prüfungskommission vertreten sein solle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185601255, "Datum": "25.1.1856, Freitag", "Haupttext": "Konkurrenzspiel zur definitiven Besetzung der Domorganistenstelle um 14 Uhr im alten Dom. Bruckners Konkurrenten sind Ludwig Paupie aus Wels und aus Linz Georg Müller und Raimund Hain. Über den Prüfungsverlauf berichtet das Protokoll vom gleichen Tag, das von den Kommissionsmitgliedern unterzeichnet wurde - J. Storch, Vinzenz Fink, Franz Gugeneder, J.A. Dürrnberger, Georg Arminger und A.M. Storch:\n»Protokoll\r\nAufgenommen in der Dom-Sakristey Linz den 25 Jänner 1856\r\nin Gegenwart der unterzeichneten Commissions Mitglieder.\r\nGegenstand:\r\nDie angeordnete Concurs-Prüfung zur definitiven Verleihung der erledigten Dom- und Stadtpfarr-Organistenstelle zu Linz.\r\nAngemeldete Concurrenten: \r\n1. Georg Müller Privat-Musiklehrer in Linz,\r\n2. Ludwig Paupie Organist an der Stadtpfarrkirche zu Wels,\r\n3. Raimund Hain Unterlehrer an der St: Mathias Pfarrschule zu Linz und Organist daselbst, \r\n4. Anton Bruckner gewesener Stiftsorganist in St: Florian und gegenwärtig provisorischer Dom- und Stadtpfarr-Organist zu Linz.\r\n   Die Concurs-Prüfung wurde auf der hiesigen Orgel in vorstehender Ordnung, und über die von dem mitgefertigten K: K: öffentlichen ordentl. Professor der Generalbasslehre und des Choralgesanges aufgegebenen Themate mit folgenden individuellen Ergebnissen vorgenommen:\r\n1. Georg Müller [...] hat sich bald darauf unbemerkt freiwillig entfernt, und der weiteren Prüfung über Choral-Begleitung gar nicht unterzogen.\r\n2. Ludwig Paupie [...] wornach auch sein Versuch unbefriedigend ausfiel.\r\n3. Raimund Hain [...] vollendeter Meisterschaft eben so sichtlich zu vermießen [recte »vermissen«] ist.\r\n4. Anton Bruckner wurde aufgefordert, ob er das von Paupie als zu schwer zurückgelegte Thema in C. min. übernehmen wolle? Wozu er sich auch sogleich bereit erklärte und sowohl dasselbe in einer strengen, kunstgerechten vollständigen Fuge, als auch die ihm auferlegte schwierigere Choralbegleitung mit so hervorragender Gewandtheit und Vollendung zum herrlichsten Genuße verarbeitet und ausgeführt hat, daß dessen ohnedieß in der praktischen Behandlung der Orgel, wie nicht minder in seinen bekannten sehr gediegenen Kirchenmusik-Compositionen bewährte Meisterschaft sich neuerlich mit aller Auszeichnung fest erprobte.\r\n   Die Resultate dieser individuellen Leistungen haben sonach von selbst zu dem allseitig gleichen Erkenntnisse und zu dem ganz einhelligen Urtheile geführt, daß unter allen vorstehenden Concurrenten dem Anton Bruckner in vollster Gerechtigkeit entschieden nicht nur weitaus der Vorzug gebührt, sondern daß: in Erwägung der wichtigen und einflußreichen Stellung eines Domorganisten überhaupt zur Ehre der ersten und obersten Kirche in der ganzen Diöcese, in Erwägung seines nächsten Berufes als Vorbild und Muster wahrer, erhabener kirchlicher Kunstübung für alle Organisten der Diöcese, und, in Erwägung der daraus von selbst hervorgehenden Nothwendigkeit grundhältiger allgemeiner Anerkennung und Achtung der Autorität seiner Person im ganzen wissenschaftlichen und technischen Bereiche dieses Faches, insbesondere in Fällen verlangter Belehrung, Unterweisung oder klarer Lichtung vorkommender Zweifel für jeden wahrhaft Fach befließenen, auch einzig nur Anton Bruckner auf Grund seiner langjährigen sehr verdienstlichen, ebenso eifrigen Studien, als unermüdeten technischen Ausbildung, als für diesen Beruf durchwegs vollkommen gewachsen und würdig erkannt werden kann.\r\n   Womit das gegenwärtige Protokoll geschlossen und mit der Fertigung der sämmtlichen Commißions-Mitglieder unter vorstehendem Datum bekräftiget wurde.\r\nFür den P. T. hochw. Herrn Domscholast und [/] Stadtpfarr Administrator [/] J. Storch mp Senior\r\nVinzenz Fink mp [/] Gem. Vorst. Stellv.\r\nFranz Gugeneder mp [/] Dom Sakristei Director u. Ordinariats Co[ommiss]aer.\r\nJ. Aug. Dürrnberger mp [/] k. k. öffentl. ordentl. Professor der Generalbasslehre und des Choralgesanges.\nGeorg Arminger [/] Dom- u. Chorvikar.\nA. M. Storch mp [/] Kapellm.«.", "Letzte Änderung": "16.10.2024 16:36"}, {"ID": 185601275, "Datum": "27.1.1856, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der Liedertafel »Frohsinn« zu Mozarts 100. Geburtstag im Linzer Theater. Das Programmbuch hierzu befand sich in Bruckners Nachlaß.\n     Programm: Prolog von M. Dürrnberger, gesprochen von August Wolff, Ouvertüre zu »Don Giovanni«, Motette für Soli, Chor und Orchester »O fürchterlich tobend sich Stürme erheben«, zwei Lieder (»Das Veilchen« und »An Chloe«), gesungen von Frl. Köfer, Chor »O Isis und Osiris«, 1. Satz der g-Moll-Sinfonie, Chor »Erden wanken, Welten beben« [»Dies irae, dies illa«?] aus dem »Requiem«, Melodram von Rechnungsrat M. Dürrnberger »A. Mozart's kurzgefaßte Biografie« mit Musikarrangements und einer Introduktion »Des Liedes Sendung« von Storch und dem Finale des 1. Aktes von »Don Giovanni« (*).\nBruckner wirkt bei der Nr. 3 des Storchschen Melodrams an der Physharmonika mit. Als Mitwirkende sind Storch (musikalische Leitung), Regisseur Wolff (Sprecher des Prologs), Frau Klein-Eder und Frl. Köfer (Sopran), Frl. Schmatz (Alt), Herr Carlschulz (Bass), Herr Zappe (Orchester-Dirktion) und Herr Kraus (Klavier) überliefert. Anschließend fand ein Ball in den Redoutensälen statt (**).", "Letzte Änderung": "14.02.2023 10:11"}, {"ID": 185601315, "Datum": "31.1.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Quittung der Geistlichen und Weltlichen Vogtei der Domkirche: Bestätigt, von der Landeshauptkasse aus dem Religionsfond 75 fl (als verfallene Vierteljahresrate von Pranghofers Besoldung) für die Monate November 1855 bis Januar 1856 erhalten zu haben (*).\n\n\nDas Österreichische Bürgerblatt für Verstand, Herz und gute Laune Nr. 27 bringt auf S. 107f den Schluss der dreiteiligen Besprechung der Mozartfeier vom 27.1.1856 (ohne Signatur, Redakteur ist Friedrich Eurich): \n\n     \"[...] Nr. 3 nach den Worten: | \"Erhebend zu begleiten mit der Orgel Klang\" | bringt die Harmonie einen sehr weihevollen Chorgesang, Adagio religioso, vier Viertel=Takt in Es dur, abwechselnd mit den herrlichsten Accorden der durch Herrn Bruckner, hiesigen Dom=Organisten, in sehr verdienstvoller Weise auf der Physharmonika gespielten Orgel. | Sowohl Nr. 2 als 3 sind ebenfalls Originale von Herrn Kapellmeister Storch. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185602115, "Datum": "11.2.1856 (?), Montag", "Haupttext": "Marie Madeleine Dürrnberger, die Nichte Joh. Aug. Dürrnbergers, berichtet ihrem Bruder Dr. Adolf Dürrnberger, daß sich bei einem Faschingsball Bruckner als »ziemlich guter Tänzer« erwiesen habe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185602145, "Datum": "14.2.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Weltlichen Vogtei (Dierzer von Traunthal) an die Geistliche Vogtei der Dom- und Stadtpfarrkirche [Konzept und Reinschrift]:\r\n   Schickt die Kompetententabelle für das Konkurrenzspiel vom 25.1.1856 zusammen mit den Gesuchen samt den Beilagen. Auf Grund des beiliegenden Prüfungsprotokolls habe er in der Tabelle einen Vorschlag gemacht [Bruckner zu wählen], zu dem die geistliche Vogtei ihr Einverständnis erklären möge. Unterschriften von Dierzer und [nur im Konzept] Weichhart (*).\nKompetententabelle: Tabelle über Person und Kenntnisse der Bewerber um die Organistenstelle an der Dom- und Stadtpfarrkirche Linz (Georg Müller, Ludwig Paupie, Raimund Hain, Anton Bruckner). Anton Bruckner wird als Dom- und Stadtpfarrorganist vorgeschlagen. Unterschrift von Dierzer von Traunthal (**).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:18"}, {"ID": 185602155, "Datum": "15.2.1856, Freitag", "Haupttext": "Schreiben des Orgelbauers Ludwig Mooser (Salzburg) an die Linzer Gemeindevorstehung: Bruckner habe anmaßend und böswillig Moosers Arbeit abgeurteilt.\n»Löbliche Gemeinde-Vorstehung der Landes-Hauptstadt Linz [...] Daß ich nicht schneller dem Auftrage nachgekommen bin, bey der Orgel in der Stadtpfarrkirche die nöthigen Nachhülfen zu veranlassen ist allein nur die Ursache, daß ich durch fragliche Erledigung der Art überrascht und verletzt war, daß es mir unmöglich war, allsogleich einen Entschluß treffen zu können; denn nicht nur daß die mir mitgetheilte Äusserung einer Hochwürdigen geistlichen Vogtey von Unrichtigkeiten und pickirten Ausfällen gegen meine Kunstfertigkeit und Rechtlichkeit voll - wofür freylich gegenwärtige Hochwürdige Vogtey nicht verantwortlich seyn kann, nachdem diese von dem eigentlichen Sachverhalte nicht unterrichtet seyn kann, sondern nur die anmassende Erklärung des gegenwärtigen Organisten, welcher sich nicht entblödet, mir vis a vis im Prinzip der Orgelbaukunst über mein Werk böswillig abzuurtheilen, Ursache ist; - sondern eine Löbliche Gemeindevorstehung fand es nicht einmal nothwendig das in aller Welt übliche Decorum zu beobachten [...] trotzdem, daß der neue Herr Organist sich beikommen ließ, eine Löbl. Gemeinde-Vorstehung selbst zu verunglimpfen, dadurch, daß er die unter 21. Dezember [1]852 stattgehabte Collaudirungs Kommission eine blosse Organisten-Probe nennt, und nicht bedenkt, daß eben diese Collaudirung ein ämtlicher - nicht umzustossender - Akt [...] veranlasst war u. abgehalten wurde mit Zuziehung von Sachverständigen, welche sich sicherlich von besagten Organisten nicht Rathes erholen, u. nöthigen Falls ihr gegebenes Parere zu vertheidigen wissen würden.\r\n   2. Kann es wohl möglich seyn, daß im Laufe von 3 Jahren an so einem komplizirten Werke Mängel eingetreten sind; aber keinesfalls aus der Ursache einer fehlerhaften Konstruktion oder insoliden Bauausführung, sondern sehr wahrscheinlich aus fahrläßiger Behandlung oder aus Unkenntniß dieses Werkes von Seite des gegenwärtigen Organisten ...«", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:45"}, {"ID": 185602195, "Datum": "19.2.1856, Dienstag", "Haupttext": "Die Akten langen in der geistlichen Vogtei ein (*). \nVermerk »exp. 19/2« auf dem Schreiben vom 14.2.1856 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185602205, "Datum": "20.2.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben der Geistlichen Vogtei ( Schiedermayr) an die Weltliche Vogtei: Weist die Akten zurück; er begründet sein Vorgehen analog seinem Schreiben vom 18.1.1856:\r\n»Z 41.\r\nff.\r\nNote\r\nAn die Löbliche weltliche Vogtey der Stadtpfarrkirche! \r\n   Auf schätzbare Einladung vom 14./19. Februar erkläre ich mich mit dem wohlbegründeten Vorschlage vollkom[m]en einverstanden; muß aber unter Berufung auf das, was ich in meiner Note vom 18. Jäner Z. 9 Punkt 1 u 3 gesagt habe, bedauern, der abermahls vorgelegten Einbegleitungs-Note das Expediatur nicht geben zu können.\r\n./. die Acten werden beygeschlossen. \r\nGeistliche Vogtey der Stadtpfarrkirche \r\nLinz den 20. Februar 1856.\r\nDr. Joh. B. Schiedermayr \r\n   pr 23 Febr 1856\r\n1472«.", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:45"}, {"ID": 185602225, "Datum": "(22.2.1856, Freitag)", "Haupttext": "Neuwahlen beim »Frohsinn«. Als Vorstandsmitglieder werden gewählt: Anton Kraus und Karl Jeglinger (Vorstände), J. Hafferl und Ferdinand Weizhofer (Sekretäre), Franz Reininger (Kassier) und Friedrich Keil und Chabert (Archivare) (*).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 06:06"}, {"ID": 185602235, "Datum": "23.2.1856, Samstag", "Haupttext": "Aktenvermerk »pr. 23 Febr. 1856« auf dem Schreiben vom 20.2.1856.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185602245, "Datum": "24.2.1856, Sonntag", "Haupttext": "Note/Bericht der Weltlichen Vogtei der Stadtpfarrkirche bzw. des Gemeindevorstands an die Statthalterei (Konzept bzw. Reinschrift): Er habe die Stellungnahme der geistlichen Vogtei bezüglich der definitiven Besetzung der Organistenstelle samt allen Akten an das Bischöfliche Konsistorium weitergeleitet. Da die geistliche Vogtei, obwohl mit dem Vorschlag [Bruckner zu wählen] einverstanden, das »Expediatur« verweigert habe, lege er die Akten direkt der k.k. Statthalterei vor:\r\n»Um dennoch [Reinschrift: »demnach«] wiederholten Collisionen, wie sie bisher bereits statt gefunden haben, zum voraus zu begegnen, erlaube ich mir, diesen Gegenstand zur weiteren, gefälligen Verfügung ergebenst vorzulegen.\r\nLinz am 24. Februar 1856.\nexped. Dierzer\r\n[nur im Konzept] Weichhart«.", "Letzte Änderung": "07.03.2023 12:02"}, {"ID": 185602246, "Datum": "nach dem 24.2.1856", "Haupttext": "Die Statthalterei schließt sich zunächst den Argumenten der geistlichen Vogtei an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185602255, "Datum": "25.2.1856, Montag", "Haupttext": "Aktenvermerk \n»[...] einstweilen ad acta. [/] exped. Dierzer [/] Weichhart« \nauf Ludwig Mosers Brief vom 15.2.1856.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185602295, "Datum": "29.2.1856, Freitag", "Haupttext": "Aktenvermerk »exp. 29/2« auf dem Konzept des Schreibens vom 24.2.1856 (*). \nAktenvermerk »Pr. 29. Feb. [1]856« auf der Reinschrift des Schreibens vom 29.2.1856 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185603015, "Datum": "1.3.1856, Samstag", "Haupttext": "Schreiben der Statthalterei an den provisorischen Gemeindevorstand (Dierzer von Traunthal):\r\n   Über die Besoldung des Organisten (300 + 128 + 20 fl). Bezugnehmend auf die Schreiben vom 24.2.1856, 20.2.1856 und 11.1.1856 wird der übliche Ablauf des Besetzungsverfahrens dargestellt. Die weltliche Vogtei solle den Vorschlag mit den zugehörigen Akten der Statthalterei vorlegen. Unterschriften von Fink [?] (Konzept) bzw. Eduard von Bach (Reinschrift).", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:47"}, {"ID": 185603045, "Datum": "4.3.1856, Dienstag", "Haupttext": "Kostenvoranschlag des Riemermeisters Joseph Walter, die Reparatur des Blasebalgs der Orgel in der Stadtpfarrkirche betreffend.", "Letzte Änderung": "02.07.2024 21:05"}, {"ID": 185603055, "Datum": "5.3.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben Dierzer von Traunthals an die k.k. Statthalterei (Konzept und Reinschrift), in dem er Bruckner als den »geschicktesten Bewerber« empfiehlt. Er erwähnt dabei auch die in St. Florian erfahrene Schulung und die Tatsache, daß Bruckners Mutter der Unterstützung bedürfe:\n»Hochlöbliche k. k. Statthalterei! \r\n    Anton Bruckner, gewesener Schullehrer in S. Florian, wo er zugleich die Stelle eines Organisten begleitete, wurde für die hiesige Dom- und Stadtpfarrkirche als provisorischer Organist angestellt, welches Provisorium von dieser hohen k. k. Statthalterei laut des Erlasses vom 14. Dezember v. J. Z. 20717 bestättiget, und die Besoldungsbezüge angewiesen wurden.\r\n   Inzwischen wurde der Konkurs wegen definitiver Besetzung des besagten Postens ausgeschrieben und der Concurstermin bis Ende Dezember festgesetzt. In Folge dessen haben die nachbenannten 4 Kompetenten ihre Gesuche um diesen Dienstesposten hierorts überreicht und zwar: \r\na) Georg Müller, Musiklehrer in Linz\r\nb) Ludwig Paupie, Stadtpfarr-Organist in Wels\r\nc) Anton Bruckner, derzeit prov. Organist an der Dom und Stadtpfarrkirche in Linz und \r\nd) Raimund Hain, Lehrer an der S. Mathiaspfarrschule in Linz.\r\n   Unter diesen 4 Kompetenten, deren belegte Gesuche samt der Competenten Tabelle in ./. angeschlossen werden glaube ich den Anton Bruckner als den tauglichsten und würdigsten aus nach folgenden Gründen vorschlagen zu müssen, und zwar:\r\n1. weil er sich schon bei der wegen Besetzung des Provisoriums abgehaltenen musikalischen Probe als den geschicktesten Bewerber erprobte und sohin provisorisch angestellt wurde, in der sicheren Hoffnung, daß ihm dieser Dienstesposten auch definitiv werde verliehen werden, indem gewöhnlich das Provisorium in das Definitivum übergeht;\r\n2. hat Anton Bruckner das in ihn gesetzte Vertrauen [...]«\r\nUnterschriften von Dierzer und (nur im Konzept) Weichhart (*).\nSchreiben der Geistlichen Vogtei (Schiedermayr) an die weltliche Vogtei (Konzept und Reinschrift):\r\n   Das Gutachten vom 2.1.1856 ergänzend berichtet er von der Dringlichkeit der Blasebalgreparatur. Kostenvoranschlag [vom 4.3.1856] liegt bei. Die Kosten sollten Ludwig Moser berechnet werden. Mit der Reparatur sei bereits begonnen worden (**).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 16:38"}, {"ID": 185603075, "Datum": "7.3.1856, Freitag", "Haupttext": "Antwort der Weltlichen Vogtei (Dierzer von Traunthal) auf das Schreiben Schiedermayrs vom 5.3.1856: Man werde der Kirchenvermögensverwaltung die Blasebalgreparatur melden. Die Kosten sollten Ludwig Moser in Rechnung gestellt werden.", "Letzte Änderung": "07.03.2023 12:07"}, {"ID": 185603115, "Datum": "11.3.1856, Dienstag", "Haupttext": "Aktenvermerk »exp. 11/3« auf dem Schreiben an die Statthalterei vom 5.3.1856 (*), Aktenvermerk »p. 11. Merz 845« auf der entsprechenden Reinschrift (**).", "Letzte Änderung": "25.02.2023 16:50"}, {"ID": 185603205, "Datum": "20.3.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Statthalterei an das bischöfliche Konsistorium: \n   Bittet um Mitteilung, ob das Konsistorium mit dem Vorschlag zur Besetzung der Organistenstelle einverstanden ist, den die Gemeindevorstehung vorgelegt und die geistliche Vogtei gutgeheißen habe. Unterschrift von Eduard von Bach.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185603265, "Datum": "26.3.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Aktenvermerk »Praes. 26. März 856« auf dem Schreiben vom 20.3.1856.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185603303, "Datum": "spätestens (Ende) März 1856", "Haupttext": "Beginn der Mitgliedschaft beim »Frohsinn« (als 2. Tenor).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185603305, "Datum": "30.3.1856, Weißer Sonntag", "Haupttext": "Gründungsfeier des »Frohsinn«.\r\n   Bruckner wirkt als Organist beim Hochamt um 10 Uhr mit. Schiedermayer ist der Zelebrant (°). A. M. Storch dirigiert die Vokalmesse in C-Dur von Tobias Haslinger und eigene Werke (Graduale und Offertorium). Solisten sind Hoffelner, Waitzhofer, Lanz und Aichberger (*).\r\n    Abends findet »in den ständischen Redouten-Lokalitäten« noch ein Konzert statt (**), bei dem nach einer Ansprache Zehdens Werke von Beethoven (Egmont-Ouvertüre) und Weber (Euryanthe-Ouvertüre) (Klavier: Herr Kraus, Klementine Krum und Karoline Meisinger), Vieuxtemps (»Phantasie-Caprice«, Violine: Herr Pringle), A. M. Storch (die Chöre »Leben und Lied«, »Orientalisches Gebet« und »Johannisfeier«), Mendelssohn (Chor »Thüringer Volkslied« und vier Duette, gesungen von Wilhelmine Meisinger und Rosa Schmatz), Bellini (Sopranarie aus »Die Vestalin«, gesungen von Marie von Paumgarten) und Majoki (»Tirolese«) aufgeführt werden (**a). U.a. tritt auch Engelbert Lanz als Baritonsolist auf (***).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 06:01"}, {"ID": 185603306, "Datum": "nach dem 30.3.1856", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 30.3.1856 in der Linzer Zeitung Nr. 78 mit Hinweisen zu Programm und Solisten [Bruckner nicht erwähnt].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185603315, "Datum": "31.3.1856, Montag", "Haupttext": "Bericht im Linzer Abendboten Nr.74, S. 1, über das gestrige Hochamt; er enthält die erste lobende Kritik über Bruckners Orgelspiel: \n\n»Linz. Die Feier des eilfjährigen Bestandes der hiesigen Liedertafel „Frohsinn” wurde gestern auf eine eben so erhebende und erbauliche, als höchst sinnige Weise begangen. [...] Hr. Pruckner, der neu angestellte Organist bewährte sich als ein, mit dem Instrumente vollkommen vertrauter Künstler, sowol im strengen als freien Spiele. Im Präludio vor dem Agnus Dei, bei welchem sich Hr. Pruckner der Copplung sehr wirksamer Register bediente, erreichte die Bewunderung über sein Spiel den höchsten Grad. Die Wirkung, welche Gesang und Spiel auf Herz und Gemüth der Andächtigen hervorbrachte, läßt sich nicht beschreiben! Gott, der in mein Inneres sah, weiß, was ich gefühlt und empfunden! - ».", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185604025, "Datum": "2.4.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Das Österreichische Bürgerblatt Nr. 78 berichtet auf S. 312 vom Hochamt am 30.3.1856, das Domscholaster Schiedermayer zelebriert hat. \n\n     »Sonntag den 30. v. M. beging die Liedertafel [...] Hochamt, wobei unter Leitung des Chormeisters Storch von der Liedertafel die Haslinger'sche Vokalmesse nebst Einlagen (Graduale und Offertorium von Storch) ausgezeichnet executiert wurde. Von ergreifender Wirkung war das meisterhafte Orgelspiel des Herrn Pruckner. - [im Bericht über die abendliche Unterhaltung ist Bruckner nicht erwähnt] ... Freitag wird die Liedertafel das neue Vereins=Locale im Nordico zum ersten Mal in Besitz nehmen und die Vorbereitungen für die Sommersaison beginnen. Glück auf!«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185604035, "Datum": "3.4.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel im Österreichischen Bürgerblatt Nr. 79 auf S. 316: \n\n»Musikalisches. [/] Ueber die Ausführung der Vokal-Messe von Seite der Linzer Liedertafel zur eilfjährigen Gründungsfeier geht uns nachträglich von competenter Seite folgender Bericht zu: [...] Großes Lob gebührt dem Herrn Dom=Organisten Pruckner, welcher besonders im Präludio vor dem Agnus Dei meisterhaft die Orgel spielte und eine mächtige Wirkung damit hervorrief. [...] Einigkeit macht stark - vereinten Kräften gelingt Großes - Muth und Ausdauer führt zum Ziele!«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185604115, "Datum": "11.4.1856, Freitag", "Haupttext": "Das bischöfliche Konsistorium verleiht Bruckner definitiv die Dom- und Stadtpfarrorganistenstelle. Auf die Ernennung beziehen sich die zustimmenden Noten des bischöflichen Konsistoriums an die Statthalterei (Konzept und Reinschrift, Bezug nehmend auf die Schreiben vom 20.3.1856/26.3.1856, die Reinschrift unterzeichnet von Joseph Schropp und Joseph Illich):\r\n   »... sein Einverständniß mit dem vom Gemeinde-Vorstande im Einvernehmen mit der Hochwürdigen Stadtpfarr Administration gemachten Vorschlage für die Dom u. Stadtpfarr-Organisten Stelle auszusprechen u. diese Stelle seinerseits dem Anton Bruckner provisorischen Dom u. Stadtpfarrorganisten definitiv zu verleihen.« (*)\r\nund an die geistliche Vogtei (Konzept, unterzeichnet von Rieder) (**)\r\nund die Note der Statthalterei an die weltliche Vogtei (über die Besoldung, Konzept, unterzeichnet von [?] Hauer, Reinschrift am 18.4.1856) (***).", "Letzte Änderung": "07.03.2023 12:05"}, {"ID": 185604185, "Datum": "18.4.1856, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Statthalterei an den Gemeinde-Vorstand, Dierzer von Traunthal (Reinschrift): Die Organistenstelle, die mit einem Gehalt von insgesamt 448 fl verbunden sei, werde im Einverständnis mit dem bischhöflichen Konsistorium definitiv auf Bruckner übertragen. Unterschrift von Kreil [?].", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:18"}, {"ID": 185604235, "Datum": "23.4.1856, Mittwoch", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185604255, "Datum": "25.4.1856, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der geistlichen und weltlichen Vogtei (laut Unterschrift, im Briefkopf »Statthalterei«) an Bruckner (Konzept und Reinschrift):\r\n   Er sei infolge des Erlasses vom 18.4. als Organist definitiv angestellt. Sein Gehalt betrage 448 Gulden. Außerdem beziehe er über Zappe die Stollgebühren und dürfe die Wohnung im Stadtpfarrhaus unentgeltlich nutzen. Unterschriften Dierzer von Traunthals und Joh. Schiedermayers:\n»Die Gemeinde-Vorstehung der Landes-[/]hauptstadt Linz. [diese Zeile nur in der Reinschrift]\r\n   An H. Anton Bruckner, \r\nprovis. Organisten der Dom- u. Stadtpfarrkirche hier.\r\n   In Folge hohen Statthalterey-Erlasses vom 18ten d. M. Z. 6923 wird Ihnen hiemit bekannt gegeben, daß die hohe kk. Statthalterey den Antrag ihrer definitiven Anstellung als Organist der hiesigen Dom- und Stadtpfarrkirche im Einverständnisse mit dem hochw. bischöfl. Konsistorium unter den nachfolgenden Bestim[m]ungen bestätigt habe u. zwar:\r\n1) daß mit dieser Stelle ein definitiver Jahresgehalt\r\naus der Stadtpfarrkirche von ... 128 f - \r\naus der Domkirche von ... 20 [f -] \r\naus dem kk. Religionsfonde pr ... 300 [f -]\r\nzusam[m]en pr 448 fl \r\nverbunden sey.\r\n2) daß Ihnen der Bezug der bey der Stadtpfarrkirche vorkom[m]enden u. von dem Regens Chori H. Karl Zappe zu erfolgenden Stollgebühren, so wie der Genuß der für den Organisten der Dom- und Stadtpfarrkirche zugewiesenen Stiftungsgebühren in dem jeweiligen Betrage gebühren.\r\n3) daß Ihnen der Genuß der Naturalwohnung im Stadtpfarrmeßnerhause unentgeldlich in dem bisher seinen Vorgängern eingeräumten Umfange, jedoch nur in solange, als die jeweilige Widmung dieses Hauses solches gestattet, und ohne Anspruch auf ein Aequivalent wegen zeitlicher oder beständiger Entziehung derselben zugestanden werde.\r\n4) daß Ihnen für den Fall, als eine nicht gestiftete Vermehrung Ihrer bisherigen Dienstleistungen von den vorgesetzten Behörden verfügt werden sollte, kein Anspruch auf eine separate Belohnung zustehen soll;\r\n5) daß Ihnen u. Ihren Angehörigen für den Fall der Dienstuntauglichkeit kein Anspruch auf Pensionirung oder sonstige Unterstützung zustehe, und endlich\r\n6) daß Sie sich die genaue Erfüllung Ihrer Berufspflichten und die gehörige Besorgung der Ihnen anvertrauten Inventarialstücke angelegen seyn lassen in welcher Beziehung Sie unter der Ueberwachung der Vereinigten Vogtey stehen.\r\n7) Ihre Gehaltsbezüge u. die Stiftungsgebühren haben Sie, wie bisher gegen gehörige Quittungen in Quartals-Raten zu erheben.\r\n   Unter diesen Bestimmungen wird zur Ablegung Ihres Diensteides Ihnen Tag und Stunde nachträglich bekannt gegeben werden. \r\n   Die Ges. Beyl. folgen zurück.\r\nGeistl. u. weltl. Vogtey der Dom- u. [/] Stadtpfarrkirche\r\nLinz am 25ten April 1856.\nexped. Dierzer [/] Vertatur.\n\r\n[nächste Seite] Videat ante exped. die Hochw. geistl. u. weltl. Vogtey der Dom- und Stadtpfarrkirche.«\r\nUnterschriften in der Reinschrift von Schiedermayr und Dierzer von Traunthal (*).\nSchreiben der Vogtei (Dierzer) an die Kirchenvermögensverwaltung:\r\n   Über das Gehalt Bruckners (Konzept) (**).\nSchreiben der Statthalterei, unterzeichnet von Dierzer, an die übrigen Bewerber (Georg Müller, Ludwig Paupie und Raimund Hain) (Konzept):\r\n   Da die Organistenstelle anderweitig besetzt wurde, werden die Anträge samt Beilagen zurückgesandt (***).\nSchreiben der Statthalterei (unterzeichnet von Dierzer und Weichhart) an Karl Zappe (Konzept):\r\n   Wird über Bruckners definitive Anstellung informiert (°).\nEntwurf des Amtseides, unterzeichnet von Dierzer (°°).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 20:20"}, {"ID": 185604265, "Datum": "26.4.1856, Samstag", "Haupttext": "Abendunterhaltung des »Frohsinn« im Volksgarten-Salon, u.a. mit einem Quodlibet »Am Wachfeuer« von J. Otto (*).\r\nAls Baß-Solisten wirken die Theatermitglieder Binder und Hurst mit (**).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 13:15"}, {"ID": 185605145, "Datum": "14.5.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner legt vor Dierzer von Traunthal und Joh. Schiedermayr den Diensteid als definitiver Dom- und Stadtpfarrorganist ab:\n»Eidesvorhalt.\r\n   Sie werden schwören, daß Sie als angestellter Organist der hiesigen Dom und Stadtpfarrkirche den in Ihrem Anstellungs Dekrete angedeuteten Bestim[m]ungen und Berufspflichten gehörig nachkom[m]en, bey den öffentlichen Gottesdiensten Ihre Stelle jederzeit mit Anstand und zur Erbauung des Volckes versehen, den vorgesetzten Behörden den schuldigen Gehoram und die gehörige Ehrerbiethung erweisen, und der guten Meinung, die man von Ihnen hat, bestens zu entsprechen, beflißen sein werden. Sie werden auch schwören, daß Sie in keiner geheimen Gesellschaft verflochten sind, und wenn es der Fall wäre, sich unverzüglich von derselben lossagen und künftig einer solchen nicht mehr beitretten werden. \nEidesablegung.\r\n   Was mir gegenwärtig vorgehalten worden, und ich in Allem wohl verstanden habe, dem will ich so getreu und fleißig nachkom[m]en. So wahr mir Gott helfe.\r\n   Geschehen bey der Gemeinde Vorstehung.\nLinz am 14 Mai 1856.\r\n[eigenhändig:] Anton Brucknermp\r\nZur Beglaubigung \r\n[eigenhändig:] Dr. Joh b Schiedermayr [eigenhändig:] Dierzer v. Traunthal\n[nächste Seite:] Gegenwärtige Eidesablegung ist bey den betreffenden Verhandlungsacten aufzubewahren. \r\nLinz am 15ten May 1856.\r\nexped Dierzer\r\npr 15 May 856\r\nWeichhart \r\n3760« (*).\nVermerk auf dem Anstellungsdekret vom 25.4.1856:\r\n\"Herr Anton Bruckner hat uns heute den vorgeschriebenen Dienst-Eid geleistet\r\nLinz am 14 Mai 1856. / Dr Joh. b. Schiedermayr | Dierzer v. Traunthal\" (**).", "Letzte Änderung": "12.05.2025 20:24"}, {"ID": 185605155, "Datum": "15.5.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Aktenvermerk Dierzers und Weichharts auf dem gestrigen Dokument: »Gegenwärtige Eidesablegung ist bey den betreffenden Verhandlungsacten aufzubewahren. [/] Linz am 15ten May 1856. [/] exped Dierzer [/] pr 15 May 856 [/] Weichhart [/] 3760«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185605205, "Datum": "20.5.1856, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben der Statthalterei an das bischöfliche Konsistorium:\nErbittet Mitteilung, ob es mit der definitiven Besetzung der Organistenstelle einverstanden ist: [Datum richtig?] \n   »In Gemäßheit des mit dem Regierungsdekrete vom 31.12.1840 Z. 38938 bekanntgegebenen Hofkanzleidekret vom 17.12.1840 gibt die k. k. Statthalterei sich die Ehre, in der Anlage den von der Gemeinde-Vorstehung der Landeshauptstadt Linz vorgelegten Vorschlag zur definitiven Besetzung der Dom- und Stadtpfarr-Organistenstelle, womit die geistliche Vogtei der Stadtpfarrkirche Linz einverstanden ist, zur gefälligen Einsicht und Mitteilung zu übersenden, ob das hochwürdige bischöfliche Konsistorium mit diesem Vorschlage einverstanden ist.\nLinz, 20. Mai 1856.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185605245, "Datum": "24.5.1856, Samstag", "Haupttext": "Abendunterhaltung des »Frohsinn« im Volksgarten (*), zugleich Abschiedsfest für den Vorstand A. Kraus. Rudolf Stöger trägt ein von Herrn Wakerlig verfaßtes Gedicht vor, und die Liedertafel singt einen von Franz Zöhrer getexteten und von A. M. Storch komponierten Abschiedgruß (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185606065, "Datum": "(6.6.1856, Freitag)", "Haupttext": "Zum neuen Vorstand der Liedertafel »Frohsinn« wird Josef Hafferl gewählt. Erster Sekretär wird C. Reißer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185606295, "Datum": "29.6.1856, Sonntag", "Haupttext": "Sängerfahrt des »Frohsinn« nach Traun (*) »um 4 Uhr nachmittag«.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 06:07"}, {"ID": 185607075, "Datum": "7.7.1856, Montag", "Haupttext": "Zweite Aufführung des »Libera« [WAB 22] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185607085, "Datum": "(8.7.1856, Dienstag)", "Haupttext": "Schreiben der Statthalterei an das Bischöfliche Ordinariat, unterzeichnet von Eduard von Bach:\n   Über den geplanten Umbau der Domkirche und die Hebung des Musikchors.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185607245, "Datum": "24.7.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Vollendung des »Ave Maria« (I) [WAB 5] für gemischten Chor, Orgel und Violoncello. Es ist Ignaz Traumihler zum Namensfest [31.7.1856] gewidmet: [Titel:] »Ave Maria [/] für 4 Singstimmen mit Orgel- und Cello-Begleitung. [/] Sr. Hochwürden [/] dem wolgebornen hochverehrten Herrn Herrn [/] Ig. Traumihler, [/] Musik-Director [/] zum hohen Namensfeste [/] Ehrfurchtsvoll gewidmet [/] von [/] Anton Bruckner.« [Datierung auf A 8:] »24.7.856.« (*).", "Letzte Änderung": "11.05.2025 08:55"}, {"ID": 185607305, "Datum": "30.7.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Abendunterhaltung des »Frohsinn«.\r\nEs erklingen Werke von Beethoven (»Die Ehre Gottes«), A. M. Storch (»Jubel-Chor«, »Fromme Bitte«, »Marsch« und Quartett »Waldeslied«) und Zelter (»Solo-Quartett«) (*).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 21:12"}, {"ID": 185608005, "Datum": "August 1856", "Haupttext": "[?] Aufführung des \"Tantum ergo in D\" [WAB 42] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.03.2025 17:33"}, {"ID": 185608165, "Datum": "16.8.1856, Samstag", "Haupttext": "Schreiben von Ferdinand Scheck an das Bischöfliche Ordinariat: Über die Hebung des Musikchores in der Domkirche. Orgelsachkundige [auch Bruckner?] bezweifelten, daß dies ohne Beschädigung der alten Orgel möglich sei. Bittet um Stellungnahme einer Sachverständigenkommission. - (Auf demselben Dokument die Antwort vom 9.9.1856).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185608205, "Datum": "(20.8.1856, Mittwoch)", "Haupttext": "Heimatschein für Josef Schiedermayr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185608255, "Datum": "(25.8.1856, Montag)", "Haupttext": "Schreiben der Geistlichen Vogtei an die Weltliche Vogtei der Stadtpfarrkirche:\r\n   Laut Kostenvoranschlag des Riemermeisters Joseph Walter sollten bei der Orgel der Stadtpfarrkirche die von Ludwig Moser angebrachten Gurten der Blasbälge baldmöglichst durch lederne Riemen ersetzt werden. Häufige Reparaturen seien erforderlich, zudem sei der Kalkant gefährdet. Unterschrift Schiedermayrs.", "Letzte Änderung": "02.07.2024 21:06"}, {"ID": 185608265, "Datum": "(26.8.1856, Dienstag)", "Haupttext": "Die Blätter für Musik, Theater und Kunst II, Nr. 69 bringen auf S. 275 einen Bericht über das kommende Mozart-Fest in Salzburg. Bruckner ist nicht als Teilnehmer erwähnt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609005, "Datum": "September 1856", "Haupttext": "Bruckner nimmt an einer von Ferdinand Scheck einberufenen Versammlung von Sachverständigen teil, die beurteilen sollen, ob bei einer Hebung des Musikchores der Linzer Domkirche die Orgel Schaden leiden würde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609015, "Datum": "1.9.1856, Montag", "Haupttext": "Abendfest des »Frohsinn« im Volksgarten; »Generalprobe« für das Mozart-Fest in Salzburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609035, "Datum": "3.9.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Der »Frohsinn« mit seinem Vorstand Hafferl bewirtet die Mitglieder des soeben eingetroffenen Wiener Männergesangvereins im Gasthof »Krebs«. Anschließend Weiterfahrt nach Lambach (*).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:29"}, {"ID": 185609055, "Datum": "(5.9.1856, Freitag)", "Haupttext": "Schreiben der Weltlichen Vogtei der Stadtpfarrkirche an die Geistliche Vogtei:\r\n   Nimmt Bezug auf das Schreiben vom 25.8.1856. Mit dem Beschaffen der ledernen Riemen solle man warten, da Ludwig Moser, von Gran nach Salzburg über Linz kommend, erklärt habe, in zwei bis drei Wochen zur Orgelreparatur nach Linz zu kommen. Zudem halte er Gurte für besser als Lederriemen.\r\n   Unterschrift von Mathias Trowofsky.", "Letzte Änderung": "05.02.2023 23:54"}, {"ID": 185609064, "Datum": "6.-9.9.1856, Samstag bis Dienstag", "Haupttext": "Bruckner mit dem »Frohsinn« beim Mozart-Fest in Salzburg.\r\n   Robert Führer kritisiert Bruckners Spiel an der Domorgel [zur Orgel siehe die Anmerkung]. Bruckner beruft sich auf Engelbert Lanz; schließlich kommt es zu einem Wettspiel mit Führer [am 9.9.1856 (#)].\r\n   Darüber berichteten später Adalbert Markus und Aemilian Posch.\r\n»Bruckner berührte uns wie ein Gigant. Die unerhörteste Phantasie brauste uns entgegen (*).\nVermutlich gehörte Bruckner zu den 1300 Personen, die P. Peter Singer und sein ”Pansymphonikon” besuchten (**).\nObwohl Bruckner in der offiziellen Teilnehmerliste nicht aufgeführt wird (***), ist seine Teilnahme als \"Frohsinn\"-Mitglied durch seine Unterschrift im \"Mozart Secular-Fest-Album 1856\" erwiesen (°).\nBruckner hat laut Teilnehmerverzeichnis u. a. folgende Festteilnehmer kennen lernen können: aus München Karl Baron Perfall und Max Zenger, aus Wien G. Gunz, Franz Mair, Carl Olschbaur, Gustav Lewy, Franz Bobies, Herbeck, H. Schläger, Carl Debrois van Bruyck und Rudolf Weinwurm (°°),\r\nals weitere Festbesucher auch Hanslick, Alois Taux, Otto Bach, Benedikt Randhartinger und den Hornisten Franz Strauss (°°°).\nIm Orchester spielten auch Linzer mit: Vinzenz Fink (Kontrabass) und die Herren Pringle und Zappe (Violine) (##).\nTaux hatte den Festspruch zur Mozart-Feier komponiert (###).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:31"}, {"ID": 185609065, "Datum": "6.9.1856, Samstag", "Haupttext": "Nachmittags Festzug der Gesangvereine zum Rathaus. Franz Stelzhammer schließt sich der Gruppe von Wiener Männergesangverein und »Frohsinn« an. Man begrüßt den 70-jährigen Sohn Mozarts (Carl). Nach der Chorprobe Fackelzug zum Residenzplatz, dort Aufführung der Festkantate von Franz Lachner unter dessen Leitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609075, "Datum": "7.9.1856, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung einer Mozart-Messe in C-Dur im Dom, tagsüber Proben, abends Festkonzert mit Werken Mozarts unter Lachners Leitung. Im Orchester wirkt J. Hellmesberger mit (*). \nDirigent der Kirchenmusik ist Alois Taux, der auch den Festspruch komponiert hatte (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609085, "Datum": "8.9.1856, Montag", "Haupttext": "Gesangsfest (wegen schlechter Witterung in der Aula statt am Mönchsberg). Um 4 Uhr Konzert im Collegienhaus unter A. M. Storchs Leitung mit Werken von Storch, Mendelssohn, Esser, Schubert und Kalliwoda. Anwesend sind u.a. die Chormeister Perfall, Schläger und Herbeck. Der »Frohsinn« ist mit zwei Solovorträgen (Lachners »Liebe« und Storchs »Abschied«) vertreten (*).\n\"[...] Der Festzug der Sänger ging ungeachtet des feinen Regens dennoch vor sich. Um 2 Uhr begaben sich sämmtliche Liedertafeln auf das Rathhaus, von da ihre Fahnen, Banner, Trinkpokale und den sonstigen Sängerschmuck mitnehmend. \r\n   Anwesend waren die Liedertafeln von Berchtesgaden, Hallein, Innsbruck, Landshut, Linz, München, Passau, Wien und einzelne Mitglieder anderer Gesangvereine aus nah und fern [...]. Der Konzertsaal war gedrängt voll. Gleich nach dem Erscheinen Ihrer Majestäten, der Kaiserin Mutter, des Königs und der Königin von Baiern und des Königs von Griechenland begann die Produktion der vereinten Liedertafeln. [... Mozarts \"Bundeslied\", Lachners \"Kriegers Gebet\", Mendelssohns \"Festgesang an die Künstler\" ...] Hierauf folgten die Einzeln=Vorträge der Innsbrucker und der Linzer Liedertafel. Erstere sang „Lied der Mignon” von Nagiller und „Wanderlied” von Schulz mit besonderer Präzision; letztere „Liebe” von Lachner und „Abschied” von Storch. Eine größere Anzahl erster Tenore würde den Erfolg der beiden Chöre noch mehr erhöht haben. [... über die anderen Programmnummern, den Wiener Männergesangverein unter Herbeck ...] Die dritte Abtheilung der gemeinsam vorgetragenen Chöre bestand in Mozart's Priesterchor aus der Zauberflöte „O Isis und Osiris”, Schumanns herrlichem Chor aus „der Rose Pilgerfahrt”, der wegen Mangel an genügenden Proben nicht gehörig zum Verständniß des Publikums gebracht werden konnte, und in dem Chore Nr. 3 aus „Oedipus in Kolonos” von Mendelssohn. Statt des altdeutschen Heldenliedes „Prinz Eugen” wurde als Schlußnummer das deutsche Lied gesungen.       (Schluß folgt.)\" (**).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:32"}, {"ID": 185609086, "Datum": "8. oder 9.9.1856, Montag oder Dienstag", "Haupttext": "Bruckner lernt Alois Weinwurm kennen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609095, "Datum": "9.9.1856, Dienstag", "Haupttext": "Ausflug der meisten Sänger nach Hallein. Abends in Salzburg wieder Festkonzert (*).\n\r\nDie Neue Salzburger Zeitung Nr. 206 berichtet auf S. 2 des Abendblattes vom Mozart-Fest. Es seien fast doppelt so viele Teilnehmer wie angekündigt erschienen [was auch auf Bruckner zutrifft] (**).\nSchreiben des Bischöflichen Ordinariats an Ferdinand Scheck (Konzept auf dem Schreiben Schecks vom 16.8.1856):\r\n   Er solle Sachverständige berufen und von deren Urteil, ob die Orgel der Domkirche bei der Hebung des Musikchores beschädigt werden könne, baldmöglichst berichten. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (***).\nOrgel-Wettspiel mit Robert Führer (°).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:15"}, {"ID": 185609096, "Datum": "nach dem 9.9.1856", "Haupttext": "Bericht über den Salzburger Orgelwettstreit zwischen Bruckner und Führer in der von Josef Klemm herausgegebenen »Monatschrift für Theater und Musik« 2. Jg. (1856) auf S. 544, vermutlich von Ritter von Köchel:\r\n»[...] Aus Händel's \"Messias\" wurde zum Schluß das bekannte Halleluja mit Kraft, Weihe und Würde ausgeführt. Soweit die Concerte. [/] In der Kirche haben wir während der Mozartfesttage einen interessanten Wettstreit im Orgelspiel gehört, an dem sich Hr. Führer, der berüchtigte Capellmeister und Componist, und Hr. Brucker, Organist aus Linz (ehemals St. Florian), betheiligten, wobei wir für unseren Theil letzterem den Vorzug wenigstens im Technischen einräumen würden. Auch der bekannten C-Messe von Mozart, die am 7. September aufgeführt wurde, geben wir vor jener den Vorzug, die, wirklich nicht ganz unverdienter Weise, so unbekannt blieb, aus dem Jahre 1776 herrührt, und des andern Tages auch mit etwas schwächeren Kräften zur Aufführung kam. Die Einlagen: Pignus futurae gloriae, Misericordias, dann Ave verum und Alma Dei hätten kaum besser gewählt werden können. [...] Bei der Liedertafelproduction dirigirte der in Wien hinreichend bekannte Chormeister Hr. Storch und füllte seinen Platz ebenfalls mit Ehren aus. Neben den Münchnern, Innsbruckern und Linzern wurden als Sieger die Wiener bezeichnet. Der unter Leitung ihres jungen und talentirten Chormeisters Hrn. Herbeck gesungene Schubert'sche Chor \"Nachtgesang im Walde\" so wie der in Mendelssohns \"Liebe und Wein\" excellirende Bassist Hr. Pantzer mochten zunächst zu dem brillanten Eindrucke beigetragen haben. Und nun will ich noch . . . doch wo versteigt sich da Ihr Salzburger Mozartfest=Referent? Und doch wollte er - der Redselige! - vom Anfange her - schweigen? [Signatur zu Beginn des Artikels:] k.« (*).\r\nAuch die vorhergehenden Seiten 542 und 543 sind dem Mozart-Fest gewidmet (*a).\n\r\nBericht über das Salzburger Mozart-Fest im Frankfurter Konversationsblatt 1856 Nr. 221 auf S. 883 (**).\r\nDie nächste Ausgabe Nr. 222 bringt auf S. 887 einen weiteren Bericht, u. a. über den 10.9.1856 und die abreisenden Liedertafeln (***).", "Letzte Änderung": "31.10.2024 17:21"}, {"ID": 185609105, "Datum": "10.9.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Die Liedertafel »Frohsinn« verläßt um 8 Uhr Salzburg und fährt per Schiff an Laufen und Tittmaning nach Burghausen. Nachmittags Weiterfahrt nach Braunau, wo sich abends im Saal der Brauerei Meindl auch die Passauer und die Burghausener Liedertafel einfinden (*).\r\nIn Burghausen spielt Bruckner auf der Orgel der Jakobskirche (**).\r\nDie Orgel war 1854 von Joseph Philipp Frosch (um 1810 - 1869) aus München errichtet worden (**a).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 12:13"}, {"ID": 185609115, "Datum": "11.9.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Um 9 Uhr Abfahrt von Braunau mit Ignaz Mayers Dampfschiff »Inn« nach Passau. Nach dreistündigem Aufenthalt Weiterreise nach Linz, wo der »Frohsinn« um halb acht Uhr abends eintrifft (*).\r\nDie Liedertafel »Frohsinn« wird bei ihrer Ankunft in Linz vom bereits aus Ischl eingetroffenen Wiener Männergesangverein begrüßt. Am nächsten Tag fahren die Wiener mit dem Dampfschiff weiter.\r\n\"In Linz kam bald nach dem Wiener Vereine die Linzer Liedertafel von Passau an, so daß die Mitglieder des erstern, die große  Dienstfertigkeit der Linzer Freunde mit einem herzlichen Willkommen anzuerkennen vermochten. –\" (**).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:35"}, {"ID": 185609125, "Datum": "12.9.1856, Freitag", "Haupttext": "Bericht über das Salzburger Mozart-Fest in den Blättern für Musik, Theater und Kunst II Nr. 74 auf S. 295 (ohne Erwähnung Bruckners) (*).\n\nIn der \"Presse\" Nr. 211 erscheint auf S. 4 ein Artikel Hanslicks über das Fest (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609135, "Datum": "13.9.1856, Samstag", "Haupttext": "Durch Alois Weinwurms Vermittlung freundet sich Bruckner mit Rudolf Weinwurm an (*). Lobende Äußerung in der »Linzer Zeitung« über die in letzter Zeit bessere Programmgestaltung des »Frohsinn« (**).\nIn seinem Bericht vom Salzburger Mozart-Fest in der \"Presse\" Nr. 212 auf S. 4 kritisiert Hanslick die im d-Moll-Klavierkonzert gespielten Kadenzen als \"unschön und stylwidrig\" [die im 1. Satz stammte von Beethoven] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609136, "Datum": "zwischen 13. und 20.9.1856", "Haupttext": "Alois und Rudolf Weinwurm und Dr. Navratil unternehmen mit Bruckner Ausflüge nach St. Florian und Steyregg. Bruckner improvisiert auf der großen Orgel.", "Letzte Änderung": "21.11.2024 21:24"}, {"ID": 185609145, "Datum": "14.9.1856, Sonntag", "Haupttext": "Bericht des Österreichischen Bürgerblatts, S. 864 (°), über Bruckners Orgelspiel in Burghausen (*) und (am 9.9.1856) in Salzburg (**).\r\n»Local-Bericht. [/] * Wie wir nachträglich erfahren, erregte der ausgezeichnete Linzer=Domorganist Hr. Bruckner in Salzburg bei der Dienstag, den 9 September, in der dortigen Domkirche stattgehabten Orgelprobe durch sein kunstgerechtes Spiel, großes Aufsehen. In der Rückfahrt von Salzburg versuchte Herr Bruckner auch in Burghausen die vom Münchner=Orgelbauer Herrn Frosch in der dortigen Stadtpfarrkirche neu aufgestellte Orgel von 20 Registern, und erntete durch seine große Fertigkeit im fugirten Spiele die Bewunderung der anwesenden Fachmänner und Musik=Kunstfreunde. Das gediegene Werk bildet eine Zierde der Kirche und gereicht in Bezug auf Schönheit und Kraft des Tones dem Meister zur Ehre.«", "Letzte Änderung": "19.09.2024 12:14"}, {"ID": 185609165, "Datum": "16.9.1856, Dienstag", "Haupttext": "Bericht über das Salzburger Mozart-Fest in den Blättern für Musik, Theater und Kunst II Nr. 75 auf S. 298f (ohne Erwähnung Bruckners)  (*).\n\n Die Neue Münchener Zeitung Nr. 222 berichtet im Abendblatt auf S. 885f über die Proben und das Festkonzert am 7.9.1856 und über das Konzert vom 8.9.1856 (mit Erwähnung des \"Frohsinn\") (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609195, "Datum": "19.9.1856, Freitag", "Haupttext": "Bericht über das Salzburger Mozart-Fest in den Blättern für Musik, Theater und Kunst II Nr. 76 auf S. 302f (ohne Erwähnung Bruckners).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609206, "Datum": "20. oder 21.9.1856, Samstag oder Sonntag", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm reist nach Wien zurück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609207, "Datum": "nach dem 20.9.1856", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm schreibt einen Artikel über Bruckners Orgelspiel in der von Scheele herausgegebenen musikalischen Monatsschrift.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 19:03"}, {"ID": 185609235, "Datum": "23.9.1856, Dienstag", "Haupttext": "Die Blätter für Musik, Theater und Kunst II, Nr. 77, berichten auf S. 306f vom Salzburger Mozart-Fest, u. a. über den Verlauf des 8.9.1856 (*) \n\nund auf S. 112 über das \"überflüssige\" Kammerkonzert am 10.9.1856 (**).\n\n\n(Brief von Ludwig Rotter an Ignaz Traumihler:\n     Über die dem St. Florianer Prälaten Friedrich Mayer gewidmete Messe, die er übersendet habe (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185609264, "Datum": "vor dem 26.9.1856", "Haupttext": "Schreiben von Ferdinand Scheck an das Bischöfliche Ordinariat:\r\n   Wegen der Hebung des Musikchores und der Orgel in der Domkirche habe er sich mit Orgelbauer Breinbauer, Zimmermeister Klambauer, dem Domorganisten [Bruckner] und Canonikus Strigl besprochen. Die Hebung sei technisch möglich, und die Akustik werde sich nur unbedeutend verschlechtern. Die Orgel müsse aber dringend gereinigt werden. Ob nach dem beiliegenden Brief des Orgelbauers Hofstätter von Kremsmünster nochmals eine Kommission zusammentreten solle?\r\n   Aktenvermerk »Praes. 26. Septbr 856«.", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:44"}, {"ID": 185609265, "Datum": "(26.9.1856, Freitag)", "Haupttext": "Schreiben von Johann Reisinger an das Bischöfliche Ordinariat:\r\n   Bischof Rudigier habe ihn mit der Bauüberwachung an der Domkirche beauftragt. Er schlage vor, wegen der besseren Raumwirkung und ähnlicher Ausführung in St. Florian und Gartsen statt der geplanten gemauerten Pfeiler die bestehenden Marmorsäulen als Chorträger weiterzuverwenden (*).\n\r\nDie Blätter für Musik, Theater und Kunst II, Nr. 78, berichten auf S. 312 vom Mozart-Fest in Salzburg, u. a. auch über das Festkonzert am 7.9.1856 und über die Anwesenheit Carl Mozarts (**).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 16:35"}, {"ID": 185610015, "Datum": "1.10.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Bescheid des Bischöflichen Ordinariates (Konzept):\r\n   Den fachmännischen Urteilen zufolge sei die Hebung des Musikchores in der Domkirche gefahrlos möglich und in Angriff zu nehmen. Wegen der Kosten sei mit der Statthalterei zu verhandeln (*).\nNote des Bischöflichen Ordinariates (Konzept):\r\n   Maler Scheck sei mit der Hebung des Musikchores beauftragt worden. Er solle noch zu den sich dabei ergebenden Reparaturen der Orgel den Rat einiger Orgelbauer einholen. Man billige den beiliegenden Kostenvoranschlag Breinbauers. Die Kosten seien aus dem Religionsfond oder aus dem Nachlaß von Bischof Ziegler zu bestreiten. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (**).\nNote des Bischöflichen Ordinariates an die Statthalterei:\r\n   Bittet um Würdigung des Schreibens Reisingers [vom 26.9.1856], dessen Vorstellungen man unterstütze. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (***).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 16:36"}, {"ID": 185610025, "Datum": "2.10.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Ordinariat: \n\nGibt nach mündlicher Aufforderung durch Bischof Rudigier eine Erklärung über den Zustand der Domorgel ab: \n\n   »Hochwürdigstes bischöfl. Ordinariat!\n\n   Da der gehorsamst Unterfertigte von Seiner bischöfl. Gnaden mündlich aufgefordert wurde, einige Erklärungen über den Zustand der Domorgel zum Behufe einer etwaigen (nothwendigen) Reparatur abzugeben, so glaubt er vor der Hand, sich dahin aussprechen zu müssen:\n\n   1. daß es vor Allem nothwendig sei, das ganze Orgelwerk vom Staube reinigen zu lassen.\n\n   2. daß die bestehenden Regiester, von welchen viele theils verstimmt, theils ganz unbrauchbar sind, wieder in guten Gang gebracht werden.\n\n   3. daß der Mechanismus bei der Kopplung entweder ganz umgeändert oder auf eine solche Art verbessert werde, daß man ohne Störung sich dieses Regiesterzuges bedienen kann, was der Orgel eigentlich erst volle Kraft verleiht.\n\nLinz den 2. Oktober 1856\n\nAnton Bruckner\n\nDomorganist« (*).\n\nDie Neue Wiener Musik-Zeitung V Nr. 43 berichtet auf S. 172f vom Konzert am 8.9.1856 und die verbesserungswürdige Leistung des \"Frohsinn\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185610045, "Datum": "4.10.1856, Samstag", "Haupttext": "Abendunterhaltung des »Frohsinn« im Volksgarten-Salon.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185610075, "Datum": "7.10.1856, Dienstag", "Haupttext": "[oder recte 5.10.1856? siehe die Anmerkung]\nUraufführung des »Ave Maria« [WAB 5] am Rosenkranzfest in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185610145, "Datum": "14.10.1856, Dienstag", "Haupttext": "Bischof Rudigier bewilligt 60 fl »Krankenkosten-Beitrag« für Bruckner.\r\nSchreiben des bischöflichen Ordinariats an die Statthalterei (Konzept):\r\n     Das bischöfliche Ordinariat befürworte beiliegendes Gesuch Bruckners (mit vier Beilagen) und empfehle 50 bis 60 fl zu bewilligen. Man sei »mit den Leistungen des Domorganisten Anton Bruckner und seiner Conduite recht zufrieden« (*).\nSchreiben des Bischöflichen Ordinariates Linz an die Statthalterei Konzept):\r\n     Begleitschreiben zu Bruckners Bericht [2.10.1856] über einige Gebrechen der Domorgel, um deren Reparatur das bischöfl. Ordinariat bei der Gesamtrestauration der Domkirche bittet. Am geeignetsten sei der Ottensheimer Orgelbauer [Breinbauer]. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185610205, "Datum": "20.10.1856, Montag", "Haupttext": "Brief von Hans Schläger an den Frohsinn: \n    »Euer Wohlgeboren! So oft ich mich der angenehmen Stunden erinnere, die ich in Gesellschaft mehrerer Mitglieder Ihrer Liedertafel theils in Linz theils in Salzburg zubrachte, oder Ihrer freundlichen Begleitung in meine Heimat, und Ihrer Aufopferung, die Sie dem gesam[m]ten Vereine bewiesen, gedenke; durchglüht mich nebst besonderer Verehrung noch innigstes Dankgefühl, welches abzustatten ich mir hiemit erlaube. Ihre ausgezeichnete Leistung bei den Vorträgen der Liedertafeln in Salzburg und Ihre anmutigen heiteren Gesänge im Casino daselbst erregten in mir den Wunsch, ein bescheidenes Blümchen in den Kranz Ihrer Lieder einflechten zu dürfen. Sollten Sie mir dieß gütigst gestatten, so erlaube ich mir Ihrer Liedertafel den Chor mit Soloquartett „Herab von den Bergen” zu widmen, und Sie höflichst zu ersuchen, demselben einige Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen. Ihr hochverehrter Chormeister, Herr Storch, ließ sich denselben auf die Empfehlung mehrerer Mitglieder des Wiener Männer-Gesangvereines, in dessen Repertoir er sich befindet, und bei verschiedenen Gelegenheiten mit Beifall vorgetragen wurde, zusenden; er kam somit in eine tüchtige, kunstgewandte Hand, der man mit Beruhigung und froher Hoffnung die Kinder der Muse anvertraut. - Sollten Sie so gütig sein, die Dedication anzunehmen, so werde ich in Kürze Ihnen das Titelblatt zusenden; für mich eine Ehre, der stets mit Freude gedenken wird Euer Wohlgeboren ergebenster H. Schläger Chormeister. Stadt, Steyrerhof No. 727, 3. Stk. Wien am 20/10 856.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185610315, "Datum": "31.10.1856, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird auf der Generalversammlung (*) des »Frohsinn« zum 2. Archivar gewählt. In die Vereinsleitung werden außerdem Hafferl, Jeglinger, Reißer, Zehden, Reininger und Keil berufen (**).", "Letzte Änderung": "29.10.2024 19:46"}, {"ID": 185611025, "Datum": "2.11.1856, Sonntag", "Haupttext": "Datierung in einem handgeschriebenen Orgelbuch Johann Evangelist Bruckners (1813-1886) aus Berg (in der Pfarrei Ansfelden), das sich in Anton Bruckners Besitz befand.", "Letzte Änderung": "10.07.2024 15:27"}, {"ID": 185611105, "Datum": "(10.11.1856, Montag)", "Haupttext": "Note der Statthalterei an das Bischöfliche Ordinariat: Man habe die Landesbaukommission angewiesen, bei der Hebung des Musikchores der Domkirche die alten Marmorsäulen weiterzuverwenden. Ferdinand Scheck werde die Baumaßnahmen leiten. Unterschrift von Eduard von Bach. (Weiterer Aktenvermerk »Praes. 17. Novbr 856«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185611185, "Datum": "18.11.1856, Dienstag", "Haupttext": "Artikel der »Linzer Zeitung« über den »Frohsinn«; Anerkennung und Lob für die gesteigerte künstlerische Qualität (*). \r\nBericht in der Linzer Zeitung über die Vorstandswahl beim »Frohsinn«:\r\n     »Bei der letzten Wahl des Ausschusses der Liedertafel: \"Frohsinn\" wurde Hr. Hafferl zum 1. Vorstande, Hr. Jeglinger zum 2. Vorstande, Hr. Reininger zum Cassier und Hr. Reisser zum 1. Sekretär wiedergewählt. Zum 2. Sekretär wurde Hr. Zehden, zum 1. Archivar Hr. Chabert und zum 2. Archivar Hr. Bruckner gewählt.« (**).\nStatthalterei-Erlaß: Die [am 14.10.1856 beantragte] Krankheitsaushilfe für Bruckner werde bewilligt (***).\n\r\nDer Linzer Abendbote Nr. 266 schreibt auf S. 1:\r\n     \" - Der bisherige Vorstand der hiesigen Liedertafel \"Frohsinn\" Herr Hafferl, so wie die Ausschußmitglieder, die Herren Reininger, Jeglinger, Reisser traf in der letzten Versammlung die Wiederwahl. Neu gewählt wurden die HH Zehden, Chabert und Brukner. Für den 22. d. M. ist die Abhaltrung eines \"Damenabendes\" in den neu decorirten Redoutensälen bestimmt, und ist im Arrangement eine sehr zweckmäßige Neuerung vorgenommen worden.\" (°).", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:39"}, {"ID": 185611186, "Datum": "nach dem 18.11.1856", "Haupttext": "Bruckner quittiert den Empfang eines Krankheitskostenzuschusses von 16 fl 40 kr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185611195, "Datum": "(19.11.1856, Mittwoch)", "Haupttext": "Note des Bischöflichen Ordinariates an die Statthalterei (Konzept): Über die Gestaltung der Stützsäulen bei der Hebung des Musikchores der Domkirche. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185611225, "Datum": "22.11.1856, Samstag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Abend-Unterhaltung des »Frohsinn« im Redoutensaal.\r\n   Man bringt Werke von Spohr (isländische Lieder, Violinsolo Herr Pringle), Stunz, Kücken (»Wachet auf«), Hans Schläger (»Herab von den Bergen«), J. Benoni u.a. zu Gehör (*).\r\n   Als Zitherspieler wirken Bermanschläger und Dr. Lutterotti mit, als Pianistin Frl. Justian (**).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 23:59"}, {"ID": 185611245, "Datum": "24.11.1856, Montag", "Haupttext": "Die Neue Salzburger Zeitung (Abendblatt) Nr. 269 meldet auf S. 2:\n\"Linz. Bei der letzten Wahl des Ausschusses der Liedertafel: \"Frohsinn\" wurde Hr. Hafferl zum 1. Vorstande, Hr. Jeglinger zum 2. Vorstande, Hr. Reininger zum Kassier, und Herr Reisser zum 1. Sekretär wiedergewählt. Zum 2. Sekretär wurde Hr. Zehden, zum 1. Archivar Hr. Chabert, und zum 2. Archivar Hr. Bruckner gewählt.\"", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:39"}, {"ID": 185611255, "Datum": "(25.11.1856, Dienstag)", "Haupttext": "Note der Statthalterei an das Bischöfliche Konsistorium (Reinschrift): Genehmigt die Umbaukosten an der Domorgel im Rahmen der Hebung des Musikchores, die von Breinbauer mit 165 fl veranschlagt worden seien. Unterschrift von Eduard von Bach. (Weiterer Aktenvermerk »Praes. 6. Dezbr 856«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185611275, "Datum": "(27.11.1856, Donnerstag)", "Haupttext": "Note der Statthalterei an das Bischöfliche Konsistorium (Reinschrift): Übersendet eine Stellungnahme der Landesbaukommission zur am 19.11.1856 beantragten Änderung bei der Hebung des Musikchores der Domkirche. Unterschrift von Eduard von Bach. (Weiterer Aktenvermerk »Praes. 2. Dezbr 856.«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185611303, "Datum": "»lange« vor dem 30.11.1856", "Haupttext": "Bruckner erhält einen Brief von Rudolf Weinwurm. Vermutlich berichtet dieser von dem Artikel über Bruckners Orgelspiel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185611304, "Datum": "vor dem 30.11.1856", "Haupttext": "Bruckner richtet von Rudolf Weinwurm Grüße an Maria Gitlberger in Steyregg aus.", "Letzte Änderung": "13.10.2024 16:46"}, {"ID": 185611305, "Datum": "30.11.1856, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Er bedankt sich für einen Brief und den Bericht über Bruckners Orgelspiel, richtet Grüße von Maria Gitlberger in Steyregg und von Alois Weinwurm aus (*).\nBruckner bei Karl Zappe zum Bratwürstelessen (**).", "Letzte Änderung": "13.10.2024 16:46"}, {"ID": 185612065, "Datum": "(6.12.1856, Samstag)", "Haupttext": "Note des Bischöflichen Konsistoriums an die Statthalterei: Erklärt sich mit der am 27.11.1856 mitgeteilten Erklärung zum Umbau des Musikchores der Domkirche einverstanden. Unterschrift von Franz Josepf Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185612145, "Datum": "14.12.1856, Sonntag (3. Advent)", "Haupttext": "J. Breinbauer reicht einen Kostenvoranschlag für eine Änderung der Orgel des Alten Domes ein. Dazu wird [in diesem Dokument oder später?] ein Gutachten von Bruckner [siehe 14.1.1857] und Arminger [siehe 4.3.1857] angefordert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185612175, "Datum": "(17.12.1856, Mittwoch)", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Konsistoriums an die Geistliche Vogtei der Domkirche: \n   Am 25.11.1856 habe die Statthalterei die Reparatur der Domorgel bei der Hebung des Musikchores genehmigt. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185612255, "Datum": "25.12.1856, Donnerstag", "Haupttext": "Beim Hochamt in der Domkirche, das vom Bischof [Rudigier] zelebriert wird, wird eine Messe in C von Diabelli aufgeführt. \n\nMitwirkende sind Frl. Lay (Sopran), Herr Weinwurm (Tenor) [Alois Weinwurm], Herr Lanz [Engelbert Lanz] und Domkapellmeister Zappe [Karl Zappe]. \n\nAm Schluss spielt Bruckner eine Fuge über das Weihnachtslied, in die er einen Choral einfügt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185612305, "Datum": "30.12.1856, Dienstag", "Haupttext": "Das Österreichische Bürgerblatt Nr. 302 berichtet auf S. 1207 (= S. 3) von der am Weihnachtsfeiertag gebotenen Kirchenmusik. \n\nAls Mitwirkende werden erwähnt Frl. Lay, Weinwurm, Lanz und Zappe.\n \"[...] Am Schluße der kirchlichen Feier excellirte Hr. Domorganist Bruckner in einer über das Weihnachtslied von ihm selbst ausgearbeiteten, sehr großartigen und prachtvollen Fuge, als ebenso tüchtiger Compositeur wie als Künstler auf seinem Instrumente. Von besonders mächtiger Wirkung und zur begeisterten Andacht erhebend war der sehr sinnig und wiederholt eingelenkte, wahrhaft schöne Choral.\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185612315, "Datum": "31.12.1856, Mittwoch", "Haupttext": "Silvesterabend des »Frohsinn«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185612316, "Datum": "nach dem 31.12.1856", "Haupttext": "Die Rechnungsbücher der Domkirche weisen auch die Ausgaben für den Domorganisten aus: aus Stiftungsgebühren 8 fl jährlich, aus der Mascherschen Stiftung (jährlich 50 fl) pro Quartal 12,30 fl, als Besoldung (jährlich 20 fl) pro Quartal 5 fl [in einem anderen Rechnungsbuch »40 fl« und vierteljährlich 10 fl] und als weitere Besoldung (jährlich 300 fl) pro Quartal 75 fl, monatlich 25 fl (im November 1855 nur 17.30 fl) und für »Extraordinarien« 16.40 fl für »Krankheits-Aushülfe« laut Erlass Z. 10402 vom 18.11.1856.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185612318, "Datum": "1856 oder 1857", "Haupttext": "Bruckner lernt den Lehramtskandidaten Karl Waldeck kennen, der sein Orgelschüler wird und für ihn einige Organistendienste übernimmt (*). In den Folgejahren wird Waldeck auch Zeuge einiger (letztendlich erfolgloser) »Flirts« Bruckners (z.B. Fahrt über Wilhering, Ottensheim und Walding nach N.; Episode vom Linzer Volksfest etc.) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185700005, "Datum": "1857", "Haupttext": "Bruckner wird als Berater in einen Sonderausschuß für Musik anläßlich einer geplanten Linzer Fahrt der Passauer Liedertafel aufgenommen (*).\nEntstehung des Chores »Das edle Herz« (WAB 66), der 2. Vertonung eines Textes von Ernst Marinelli [siehe Dezember 1857] (**).\nJakob Stolz aus Graz beendet seine Studien bei Simon Sechter, bei denen er auch Bruckner kennenlernte, mit dem eine lange Freundschaft verbinden sollte (***).", "Letzte Änderung": "03.11.2024 10:02"}, {"ID": 185701045, "Datum": "4.1.1857, Sonntag", "Haupttext": "Damenabend des »Frohsinn« im Redoutensaal (*) mit Werken von Kücken (»Wachet auf«), Meyerbeer (Chor aus »Robert der Teufel«), Fischer (»Meeresstille«), Weber und Bellini (Arien aus »Freischütz« bzw. »Puritaner«, Sopran: Frau von Paumgarten), Storch (»Unsere Berge«, Solo: E. Lanz), Veit (»Käfer und Blume«), Esser (»Frösche und Unken«), Witt (»Liebchen wach' auf«) u.a.; Herr Dworzak spielt das Klavierstück »La Source« von Blumenthal, Stelzhammer trägt frei Gedichte vor (*).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:46"}, {"ID": 185701065, "Datum": "6.1.1857, Dienstag", "Haupttext": "Artikel der »Linzer Zeitung« über die zunehmende Qualität der Konzerte des »Frohsinn«.", "Letzte Änderung": "25.10.2024 14:24"}, {"ID": 185701145, "Datum": "14.1.1857, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Ordinariat:\r\n   Über die Mängel der Domorgel und die erwünschte Restaurierung durch den Orgelbauer Breinbauer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185701215, "Datum": "21.1.1857, Mittwoch", "Haupttext": "Aktenvermerk »Praes: 21. Jä[n]ner [1]857. [/] 343.« auf Bruckners Schreiben vom 14.1.1857 (*).\n\n\nDie Statuten des Linzer Diözesan-Kunstvereins erhalten die \"allerhöchste\" Genehmigung [vgl. 19.3.1859] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185701225, "Datum": "22.1.1857, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariats an Arminger (Konzept): Erhält die Weisung, sich zu beiliegender Bitte Bruckners wegen Reparatur der Domorgel [14.1.1857] zu äußern. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185702025, "Datum": "2.2.1857, Montag", "Haupttext": "Ball des »Frohsinn« im Nordico. Storch hatte eigens eine »Juxpolka« für Männerchor, Flöte, Streichquartett und Kinderorchester komponiert (*).\r\nDr. Lutterotti, Hubl, Gratzer, Forner, Scholz und Baumgartner führen einen »Chinesentanz« auf (**).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 09:32"}, {"ID": 185702105, "Datum": "10.2.1857, Dienstag", "Haupttext": "Brief Marie Madeleine Dürrnbergers an ihren Bruder Dr. Adolf Dürrnberger: \r\nBruckner sei ein »ziemlich guter Tänzer«.\r\n     »[...] Schon glaubte ich, während einer Quadrille sitzenbleiben zu müssen, doch ein guter Genius erbarmte sich meiner, sandte mir Bruckner, den Du wohl kennen wirst, und ich ward erlöst; überhaupt hat er sehr viel mit mir getanzt und ist ein ziemlich guter Tänzer.«", "Letzte Änderung": "26.01.2024 16:23"}, {"ID": 185702125, "Datum": "12.2.1857, Donnerstag", "Haupttext": "Abendunterhaltung des »Frohsinn« im Nordico.\r\nDworzak, Storch und Lorenz spielen ein Trio von Reißiger, E. Lanz trägt Lieder vor und Hoffelner, Schopper, Bermanschläger und Weilnböck bringen Vokalquartette (*).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 20:20"}, {"ID": 185703045, "Datum": "4.3.1857, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Georg Armingers an das Bischöfliche Konsistorium: Äußert sich auf die Weisung vom 22.1.1857 und unterstützt Bruckners Vorschläge [vom 14.1.1857] zum Orgelumbau in vollem Umfang und »von ganzem Herzen«: »Hochwürdigstes Bischöfl. Consistorium!\n   Der gehorsamst Unterzeichnete erlaubt sich zu Folge der ihm unterm 22. Jänner 1857 Z. 343 zugekommenen Weisung, in Betreff einer vom Domorganisten Bruckner gestellten hier zurückfolgenden Bitte wegen Reparatur der Domorgel sich zu äußern, Folgendes anzuführen.\n   1. Daß die Orgel in der Domkirche einer durchgängigen Stimmung aller Regiester bedürfe, wird jeder, der mit einem musikalischen Gehöre begabt die einzelnen Töne der verschiedenen Pfeifen vernimmt, als notwendig erachten. Manche, mitunter gerade die schönsten Regiesterstimmen sprechen fast gar nicht mehr an, so daß die Pfeifen ganz umsonst im Orgelkasten stehen, oder es spricht ein und der andere Ton an, der nächste wieder nicht; wieder andere sind falsch intonirt, so daß ein so bedeutendes Werk, zum Theile von einem der berühmtesten Orgelbauer verfertigt, wenigstens der Hälfte nach unbrauchbar dasteht. Dieß darf aber auch nicht wundern, wenn in Erwägung gezogen wird, daß seit 20 u. mehr Jahren keine bedeutendere Reparatur oder Nachhilfe mehr geleistet wurde und die Orgel besonders in der letzten Zeit der Restauration der Kirche der Feuchtigkeit u. Nässe, dem Staube, der Zugluft u. anderen ihr feindseligen Elementen mehr als gewöhnlich ausgesetzt war.\n   2. Eben so notwendig erscheint eine Revision des Mechanismus wenigstens in so weit, daß dem so widerlichen Fortklingen u. Brummen der Töne, wie es sich so häufig ergibt, ein Ende gemacht werde, was entweder durch geeignete Sperrventile oder durch sichere Befreiung der steckenden Manual- oder Pedal-Tasten aus ihrer Klemme bewerkstelliget wird. Was endlich \n   3. die vom Organisten Bruckner beantragte Vergrößerung der Orgel durch 2 oder 3 neue Regiester von 8 u. 16 Fuß zum Behufe der Choralbegleitung anbelangt, so erscheint auch dieses gerechtfertigt, wenn man bedenkt, daß bei der Domorgel den Mixturen oder scharfen schreienden Stimmen zu viel Rechnung getragen, an soliden, vollen u. breiten Stimmen aber, wie sie die Begleitung des Chorals oder eines Kirchenliedes erfordert, Mangel ist. Die Orgel soll nehmlich nicht bloß beim Beginne und Schlusse des Gottesdienstes feierlich erklingen, sondern sie soll auch vornehmlich dem Gesange zum Anhaltspunkt dienen u. seine feste Haltung, seine melodische Durchführung, seinen ruhigen Fortschrit sichern, ihm Fülle u. Ebenmässigkeit geben, welcher Zweck aber bisher aus Mangel an breiten, vollen Stimmen nicht erreicht wurde. Denn bei der Begleitung des Choralgesanges greift die Orgel nicht durch, wie sich jeder der im Chore singt überzeugen kann u. man hört nur die Baßtöne, die übrige Harmonisirung entweder höchst unvollständig oder gar nicht - was gewiß, wenn schon einmahl die Orgel beim Choralgesange angewendet wird - ein großer Uibelstand ist. Auch mag der Mangel an solchen Stimmen - freilich nebst andern - Ursache sein, daß die gewöhnlichen Kirchenlieder bei der Feier der hl. Messe vom Volke sehr schlecht gesungen werden u. ein ungewöhnlich starkes Detoniren oder Sinken in den begonnenen Tonverhältnissen eintrit. Auch dürfte die Beifügung von 2 oder 3 acht und sechzehnfüßigen Regiestern der Orgel wenn sie in pleno gespielt wird, noch mehr Gravität und Würde verleihen. \n   Der Gehorsamst Gefertigte wünscht von ganzem Herzen, daß die besagte Reparatur der Domorgel veranlaßt u. rechtschaffenen, aber auch kundigen Händen anvertraut werden möge, damit sie in würdiger Behandlung wie überhaupt die kirchliche Musik 'zu jenen durch den Text ausgesprochenen Gesinnungen und Gefühlen vorbereite u. das Gemüth in diejenige Stimmung versetze, die es vorzüglich zu einen fruchtbaren Boden für die Religionslehren macht, u. daß sie es darin unterhalte.' Aug. Confess. Lib X. c. 33. \nLinz am 4. März 1857\nGeorg Arminger \nDom- u. Chorvikar, Lehrer des Choralgesanges \nim bischöfl. Knabenseminar«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185703075, "Datum": "7.3.1857, Samstag", "Haupttext": "Aktenvermerk »Praes. 7. März 857« auf dem Schreiben Armingers vom 4.3.1857", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185703225, "Datum": "22.3.1857, Sonntag", "Haupttext": "Gründungsfest des »Frohsinn«: \nvormittags Hochamt im Alten Dom (Männerchor-Messe »Hier liegt vor deiner Majestät« von D. Rinck (*)), \nabends Konzert im Redoutensaal (Werke von Spohr u.a. (*)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185703235, "Datum": "23.3.1857, Montag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Konsistoriums an die Geistliche Vogtei der Domkirche: \n   Der Ottensheimer Orgelbauer [Breinbauer] solle zu den von Bruckner [am 14.1.1857] und Arminger [am 4.3.1857] beantragten Reparaturen einen Kostenvoranschlag erstellen. Dieser solle mit den erwähnten beiliegenden Gesuchen dem Konsistorium wieder vorgelegt werden. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185703255, "Datum": "25.3.1857, Mittwoch", "Haupttext": "Lobender Artikel der »Linzer Zeitung« Nr. 69 (*) über das Konzert des »Frohsinn« am 22.3.1857: \n   »[...] Die raschen Fortschritte der Liedertafel unter der umsichtigen und thätigen Leitung des Chormeisters A. M. Storch, machen jedes Concert derselben zu einem wahren Kunstgenuß. Die kunstbeseelte Sängerschaar hat sich die Pflege des classischen Gesanges zur Hauptaufgabe gestellt und verfolgt ihr Ziel mit anerkennungswürdigem Eifer. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185703295, "Datum": "29.3.1857, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von ”Lied aus Amaranth” [»Amaranths Waldeslieder« oder »Entsagen«?] und Schuberts ”Die junge Nonne” in St. Florian. »Anwesend waren als Gäste: Herr Chorvikar Arminger, H. Lanz und Bruckner«. Es erklingen außerdem Werke von Beethoven, Beriot und Mendelssohn (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185703305, "Datum": "30.3.1857, Montag", "Haupttext": "Das Österreichische Bürgerblatt Nr. 13 berichtet auf S. 205f (= S. 13) über die Gründungsfeier der Liedertafel »Frohsinn«: \n     \n»Liedertafel \"Frohsinn.\" [/] Gründungsfest. [/] [signiert griechisches gamma] Sonntag, den 22. d. M. beging die Liedertafel \"Frohsinn\" ein schönes Fest [...] Zum schönen Gelingen des Ganzen trugen auch die vom Domorganisten und Mitgliede der Liedertafel Herrn Pruckner sehr anerkennenswerth gespielten Präludien wesentlich bei. Der Abend vereinigte die Sänger und unterstützenden Mitglieder des Liedertafel in sehr großer Anzahl in den bereits erwähnten Redouten=Lokalitäten. [... Bruckner weiter nicht erwähnt] ... ein recht hübscher und trefflich studirter Canon, welcher ebenfalls sehr freundliche Aufnahme gefunden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185704075, "Datum": "(7.4.1857, Kardienstag)", "Haupttext": "Aufführung des \"Stabat Mater\" [von Pergolesi in einer Instrumentalfassung mit großem Orchester und Chören] von Alexis Lwoff durch den Linzer Musikverein.", "Letzte Änderung": "28.11.2024 22:21"}, {"ID": 185704145, "Datum": "(14.4.1857, Dienstag)", "Haupttext": "Brief Breinbauers an das Bischöfliche Ordinariat:\r\n  Wegen des geplanten Orgelumbaus.\r\n   (Aktenvermerk »Praes. 15. Apr. 857.« auf S. 4)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185704205, "Datum": "20.4.1857, Montag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariats an die Vogtei der Domkirche (Franz Gugeneder) in Linz (Konzept, auf dem Schreiben Breinbauers vom 14.4.1857): Bruckner und Arminger sollen als Gutachter über die Vorschläge des Orgelbauers Joseph Breinbauer herangezogen werden. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185704235, "Datum": "23.4.1857, Donnerstag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185705165, "Datum": "16.5.1857, Samstag", "Haupttext": "Aufführung eines der 4 »Tantum ergo« [WAB 41] in St. Florian (*).\nHäusliche Unterhaltung des »Frohsinn« in der Urfahrer Bierhalle (**) mit Werken von K. Kreutzer (»Waffentanz« und »Die Kapelle«), Kücken (»Der Jäger«), Santner (»Sängermarsch«), C. Lachner (»Matrosenlied«, Tenorsolo: Franz Hoffelner), Abt (»Schlosserlied«), Tomasowitz (»Gute Nacht«, »Ich grüße Dich«), Mendelssohn (»Ich wollt meine Liebe ergösse sich«, Soli: Baumgartner und E. Lanz) und Kipper [siehe die Anmerkung] (»Der Hayfisch«, Solo: Herr Lanz, Piano: Bruckner). Weitere Solisten: Baumgartner (Tenor), Lan (Baß), Storch, Hoffellner, Hametner, Bermannschläger und Weilnböck (***).", "Letzte Änderung": "30.10.2024 12:22"}, {"ID": 185705225, "Datum": "22.5.1857, Freitag", "Haupttext": "Datierung in einem nicht von Bruckner geschriebenen Heft mit Darlegungen zur Religion.\nDie auf S. 22 erwähnte \"Fortsetzung im Hefte 2\" fand sic h nicht in Bruckners Nachlass.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:24"}, {"ID": 185705255, "Datum": "25.5.1857, Montag", "Haupttext": "Das Österreichische Bürgerblatt Nr. 21 berichtet auf S. 333 (= S. 13) über den Damenabend am 16.5.1857: \n\n     »Liedertafel: »Frohsinn.« [/] (Damen=Abend.) [/] [signiert »gamma« (Franz Gamon?)] Am 16. d. M. gab die Liedertafel: »Frohsinn« und zwar diesmal versuchsweise in der Bierhalle ... eine Abendunterhaltung [...] Den Schluß des Programms bildete eine tragi=komische Scene von Kipper: Der Hayfisch, in welcher besonders Hr. Lanz excellirte und auch Herr Pruckner rücksichtlich der äußerst präcisen und trefflich markirten, sehr obligaten Pianoforte=Begleitung ehrenvolle Anerkennung verdient. [...] Das Publikum ... verließ an diesem Abende ganz besonders befriedigt das Productions=Locale.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185706025, "Datum": "2.6.1857, Dienstag", "Haupttext": "Kostenvoranschlag Josef Breinbauers zum Umbau der Linzer Domorgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185706045, "Datum": "4.6.1857, Donnerstag", "Haupttext": "Wohltätigkeitskonzert des »Frohsinn« in der Urfahrer Bierhalle (*) mit Werken von Mendelssohn (Duett »Der Tag des Herrn«, Soli: E. Lanz und Weilmböck), Czerny (Klavierstücke) u.a. (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185706135, "Datum": "13.6.1857, Samstag", "Haupttext": "(Nicht 13.5.1857)\nBruckners Neffe Anton Hueber in Vöcklabruck geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185706205, "Datum": "20.6.1857, Samstag", "Haupttext": "Schreiben der Geistlichen Vogtei der Domkirche (Franz Gugeneder) an das Bischöfliche Konsistorium: Dem Auftrag vom 23.3.1857 folgend habe man von Breinbauer einen Kostenvoranschlag [2.6.1857] für die von Arminger und Bruckner beantragten Reparaturen an der Domorgel angefordert, um dessen Genehmigung gebeten werde, da die Kosten aus dem Nachlaß von Bischof Ziegler gedeckt werden könnten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185706295, "Datum": "29.6.1857, Montag", "Haupttext": "Sängerfahrt des »Frohsinn« nach Lambach und Fischlham.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185707035, "Datum": "3.7.1857, Freitag", "Haupttext": "Brief von Marinelli an Traumihler:\r\n     Über die Schwierigkeit, einer vorhandenen Komposition [\"Heil, Vater! Dir zum hohen Feste\" (WAB 61a)] einen neuen Text zu unterlegen [\"Auf Brüder! auf zur frohen Feier\" (WAB 61b)]. Übersendet den neuen Text.\nIn der Folgezeit komponierte Bruckner das erste Männerquartett teilweise neu.", "Letzte Änderung": "10.05.2025 21:54"}, {"ID": 185707045, "Datum": "(4.7.1857, Samstag)", "Haupttext": "Brief des Bischöflichen Konsistoriums Linz an Joh. Aug. Dürrnberger:\n     Der Musikunterricht für die Schulpräparanden solle künftig in der Normalhauptschule abgehalten werden. Die Proben für Schul- und Kirchenfeste können aber weiterhin \"in dem Oratorio der hiesigen Exminoritenkirche\" stattfinden.\n     Unterschriften von Josef Schropp und Joseph Vogl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185707105, "Datum": "10.7.1857, Freitag", "Haupttext": "Datierung in der Schimatschek-Kopie der 1. Hornstimme von »Auf, Brüder, auf ...« [WAB 61].", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:49"}, {"ID": 185707145, "Datum": "14.7.1857, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariats an die Statthalterei (Konzept): Überreicht das Gutachten Armingers [4.3.1857] und Bruckners [14.1.1857] über die Orgelreparatur und bittet, die Kosten aus dem Religionsfond zu decken. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185707175, "Datum": "17.7.1857, Freitag", "Haupttext": "Uraufführung der Kantate »Auf, Brüder, auf zur frohen Feier« (2. Textfassung von WAB 61) nach einem Text von Marinelli für das Namensfest von Prälat Friedrich Mayr in St. Florian, »Abends 9 Uhr im Garten des Hochw. Herrn Prälaten.« (*).\n[Anlässlich dieser Aufführung?]\nIn den Stimmen finden sich einige Namenseintragungen.\nIm Sopran: Marie Hörleder, Ida Hörleder, Pichler, Friedl, Leitner, Obermayr.\nIm Alt: Mayrhofer, Mittermayr, Anna Amer, Degener [?], Kammerer, Widemann.\nIm Tenor: H. Silber, H. Ploberger, H. Rogl, H. Hayb. jun. [Haybäck?], H. Gilbert, H. Silber (Kleriker), H. Löscher.\nIm Bass: H. Hermann, Fr. Othmar, \"die beiden H. Lehrer\", H. Bernauer, H. Neumann, Hr. Clemens. Fr. Ehrenbert, H. Kotzmann, H. Oberlehrer Haybäck (**).\n \n[Vermutlich bei diesem Anlass]\r\nAufführung eines Flügelhornsolos aus Verdis \"Nabucco\" (***).", "Letzte Änderung": "10.05.2025 22:00"}, {"ID": 185707185, "Datum": "18.7.1857, Samstag", "Haupttext": "Gartenunterhaltung des »Frohsinn« im Hirschwirts-Garten. Franz Hoffelner, A. Lanz, Bermanschläger und Weilnböck singen das »Ständchen« von Abt; Baumgartner, Schopper, Bermanschläger und Aichberger »Liebchens Augen« von Müller (*).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 20:21"}, {"ID": 185708025, "Datum": "2.8.1857, Sonntag", "Haupttext": "Sängerfahrt des »Frohsinn« nach Zizlau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185709014, "Datum": "vor dem 1.9.1857", "Haupttext": "Bruckner erhält einen Brief Sechters.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185709015, "Datum": "1.9.1857, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Er sendet Geld für Herrn »Doctor«, berichtet vom Besuch Hans Schlägers, richtet Grüße von Alois Weinwurm und dessen Bruder aus, der vor 2 Tagen nach Gmunden abgereist ist, gratuliert Rudolf [wozu?] und bittet um Besorgung von Sechters Schriften und Aufgaben. Erwähnt einen Brief Sechters.", "Letzte Änderung": "12.06.2025 06:52"}, {"ID": 185709285, "Datum": "(28.9.1857, Montag)", "Haupttext": "Gründung des Linzer Männergesangvereins »Sängerbund«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185710105, "Datum": "10.10.1857, Samstag", "Haupttext": "Bruckner begleitet Mendelssohn-Lieder bei einem Männerabend des »Frohsinn« im Nordico (*).\r\n   Die Solisten beim »Herbstlied« [Mendelssohns!] sind Hoffelner und Hametner.\r\n   Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Schnyder von Wartensee (»Das deutsche Lied«), Götze (»Die Treue«, Solist Bermannschläger), Kücken (»Rund ist alles auf der Welt« und »Der Heiratsantrag«), Storch (»Wann, wie, wo?«, gesungen von Baumgartner), Liszt (»Polka«) und Czerny (2. Kapellmeister am Linzer Theater), Mozart (aus der »Zauberflöte«, Baß-Solo: Weilnböck), Schubert (»Nachtgesang im Walde«), Abt (»Ständchen«, Solisten: Hoffelner, Hametner, Bermannschläger, Weilnböck) und Müller (»Das verhexte Dierndl«, gesungen von Baumgartner) (**).", "Letzte Änderung": "17.10.2024 14:46"}, {"ID": 185710135, "Datum": "13.10.1857, Dienstag", "Haupttext": "Artikel der »Linzer Zeitung« Nr. 234, S. 990, über den Abend vom 10.10.1857: »Samstag den 10. d. M. gab die Liedertafel »Frohsinn« nach längerer Unterbrechung eine Männer=Abendunterhaltung im Vereinslokale (Nordiko), die in jeder Beziehung glänzend ausfiel. [...] Nr. 3 das liebliche Duett 'Herbstlied' von Mendelssohn mit vortrefflicher Pianoforte=Begleitung durch Herrn Prukner, hätte bei noch feinerer Nüancürung mehr angesprochen als es der Fall war. Uebrigens wurde den beiden Sängern Herrn Hoffelner und Hametner freundlicher Beifall gezollt. [...] Neben dem geistigen Genusse gedenken wir verdientermaßen auch des leiblichen Genusses von Speisen und Getränken, welche der Gastwirth Hrn. Pirngruber in vorzüglicher Qualität lieferte.«", "Letzte Änderung": "17.10.2024 14:46"}, {"ID": 185710195, "Datum": "19.10.1857, Montag", "Haupttext": "Das Österreichische Bürgerblatt Nr. 42 berichtet auf S. 668f (= S. 13) über das »Frohsinn«-Konzert vom 10.10.1857:\r\n      »\"Liedertafel: Frohsinn.\"\r\n   Die alljährlich aus gegründeter Ursache üblichen, mehrwöchentlichen Ferien der Liedertafel sind vorüber; [...] Weiters haben wir noch der Solo=Piecen Nr. 3 \"Herbstlied,\" Duett für zwei Tenore mit Pianoforte=Begleitung, vorgetragen von den Herren Hoffellner, Hametner und Pruckner, ... zu erwähnen, welche sämmtlichen Vorträge sich einer recht freundlichen Aufnahme zu erfreuen hatten. [...] [dürfte] für diesen Winter ein großartiger, glänzender Ball, in Aussicht stehen.«", "Letzte Änderung": "17.10.2024 14:47"}, {"ID": 185710315, "Datum": "31.10.1857, Samstag", "Haupttext": "Häusliche Unterhaltung des »Frohsinn« (*) mit Schwerpunkt »Mozart« (**), dessen g-Moll-Sinfonie aufgeführt wird (Konzertmeister: Preis und Pringle); C. Weilnböck singt zum Abschluß die Arie »O Isis und Osiris«.\r\n   Es erklingen außerdem ungarische Melodien »An die Heimat« (vorgetragen von Herrn Schnürer und Baron Plappart), Silchers Volkslied »Treue Liebe«, A. M. Storchs Tenorlied »Das Bäumchen« (Solo: Hoffelner), ein Chor aus Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt«, »Spielmann's Lied« von Schläger (Solo: Engelbert Lanz), das Vokalsextett »Gretelein« von Kücken (Soli: Hoffelner, Friedrich Keil, E. Lanz, A. Lanz, Bermannschläger und Weilnböck) und Storchs Sängermarsch »Vorwärts in die Schenke«.\r\n   Th. Zehden hält eine Ansprache zu Mozarts Namenstag (»Wolfgang«) (**).", "Letzte Änderung": "30.11.2024 12:42"}, {"ID": 185711075, "Datum": "7.11.1857, Samstag", "Haupttext": "[0der 6.11.1857?] Mit den Neuwahlen beim »Frohsinn« ist Bruckners Tätigkeit als 2. Archivar beendet. Gewählt werden: Josef Hafferl und A. Steller (Vorstände), Franz Reininger (Kassier), Reißer und Zehden (Sekretäre) und als Archivare Chabert und Markus (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185711145, "Datum": "14.11.1857, Samstag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper in D-Dur von Ferdinand Kirms im Linzer Dom. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 1857 in der Domkirche Linz zum 1ten mal aufgeführt\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185711155, "Datum": "(15.11.1857, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung von \"Columbus\" [s. Anm.] von Berlioz durch den Linzer Musikverein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185711225, "Datum": "22.11.1857, Sonntag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Beim Hochamt zur Cäcilienfeier im Linzer Dom dirigiert Zappe Werke von Mozart (Messe in C), Hummel (Offertorium »Sancta Cäcila« in F) und Labler (Graduale »Respice in servos tuos, Domine« mit obligatem Cello). Am Schluß spielt Bruckner eine Fuge über das »Dona nobis«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185711245, "Datum": "24.11.1857, Dienstag", "Haupttext": "Bericht in der »Linzer Zeitung«, S. 1137, über Bruckners Mitwirkung beim vorgestrigen Hochamt: \n»Linz, 24. November. [/] Wie alljährlich wurde auch heuer am verflossenen Sonntage das Fest der heiligen Cäcilia im Dome zu Linz durch ein solennes Pontificalamt gefeiert, bei welchem, unter der Direction des Herrn Domkapellmeisters Zappe, Mozarts C. Messe in gediegener Weise ausgeführt wurde. Die in dieser Messe vorkommenden Sopran=Soli, sowie das herrliche \"Sancta Cäcilia\", Offertorium in F von Hummel, sang Frau Biegl mit Weihe. In eben so trefflicher Weise war die Tenor=Solopartie im \"Graduale\" mit obligatem Cello von Labler (\"Respice in servos tuos, Domine\") durch Herrn Biegl besetzt. Am Schluße der kirchlichen Feier führte Herr Domorganist Prukner eine große Orgel=Fuge über das \"Dona nobis\" mit vollendeter Meisterschaft durch.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185711295, "Datum": "29.11.1857, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Abendunterhaltung des »Frohsinn« im Redoutensaal (*) mit Werken von Fischer (»Meeresstille«), Paupié (»Kriegerchor«), Storch (»Die letzte Treue«, Baritonsolo Engelbert Lanz) u.a. (#).\nTraditionelles Bratwürstelessen bei Karl Zappe (**).", "Letzte Änderung": "14.05.2024 17:39"}, {"ID": 185711305, "Datum": "30.11.1857, Montag", "Haupttext": "Das Oesterreichische Bürger-Blatt Nr. 48 schreibt auf S. 767 (= S. 15): \n\n     \" * Am 22. d. M. als dem Feste der heiligen Cäcilia wurde während des feierlichen Hochamtes in der hiesigen Domkirche, unter der Leitung des verdienstvollen Domkapellmeisters Hrn. Karl Zappe die C. Messe von W. A. Mozart mit allem Fleiße ausgeführt. Da Sopran=Solo im Agnus Dei, so wie das Offertorium \"Sancta Cäcilia\" von Hummel sang Fr. Biegl, und das Tenor=Solo im Graduale mit obligater Cello=Begleitung von Labler, Hr. Biegl mit Andacht erweckendem Ausdrucke. Am Schluße der Messe führte Herr Domorganist Brukner eine großartige Orgel=Fuge mit gewohnter Meisterschaft aus. Eine so ausgezeichnete Kirchenmusik trägt wesentlich bei[,] den Geist auf den Schwingen der Harmonie zu Gott empor zu heben und das Gemüth zur reinsten Andacht zu stimmen.\" [keine Signatur]. \n\nAnschließend Ankündigung eines Konzerts von Engelbert Lanz und Karl Zappe mit Mendelssohns \"Lobgesang\"-Symphonie und schlechte Besprechung des Musikvereinskonzert vom 22.11.1857.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185712013, "Datum": "Dezember 1857", "Haupttext": "Vollendung des Chores »Das edle Herz« [WAB 66] (2. Vertonung des Textes von Ernst Marinelli).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185712155, "Datum": "15.12.1857, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Breinbauer: \r\nIm Auftrag von Herrn Gugeneder teile er mit, daß der Bischof [Rudigier] wünsche, daß mit der Reparatur der Domorgel begonnen werde:\r\n   »Geehrter Herr Breinbauer!\r\n   Der Hochwürdigste Herr Bischof trug mir neulich aus freien Stücken, d. i. ohne mein Ansuchen, auf, bekannt zu geben, daß es Sein Wille ist, die Reparatur der Domorgel ununterbrochen zu beginnen.\r\n   Ich sagte dies dem Hochw. Herrn Gugeneder der mich beauftragte, dieß Ihnen zu schreiben.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185712255, "Datum": "25.12.1857, Freitag", "Haupttext": "Bruckner beschließt das Hochamt im Linzer Dom mit einer Orgel-Fantasie. Zuvor hatte Zappe Werke von Diabelli aufgeführt (Pastoralmesse in C, Offertorium und »Et incarnatus est«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185712295, "Datum": "29.12.1857, Dienstag", "Haupttext": "Notiz der »Linzer Zeitung«, S. 1261, über Bruckners Orgelspiel beim Hochamt am Weihnachtstag:\r\n»Linz, 29. December. [...] * Bei dem feierlichen Hochamte am heil. Weihnachtsfesttage wurde in der hiesigen Domkirche die große Pastoralmesse in C von Diabelli executirt. Die in derselben enthaltenen Sopran=Soli, so wie das schöne Solo im Offertorium sang Frl. Mollnar, das Violin-Solo im \"Et incarnatus est\" spielte der tüchtige Domkapellmeister Herr Karl Zappe selbst. Am Schlusse der kirchlichen Feier spielte Herr Domorganist Pruckner eine herrliche, von ihm für dieses Kirchenfest componirte Orgel=Fantasie.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185712315, "Datum": "31.12.1857, Donnerstag", "Haupttext": "Silvesterabend des »Frohsinn« im Nordico.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185801011, "Datum": "spätestens 1858", "Haupttext": "Komposition des 146. Psalms [WAB 37], vermutlich noch vor der Studienzeit bei Sechter.", "Letzte Änderung": "06.02.2025 12:32"}, {"ID": 185801055, "Datum": "(5.1.1858, Dienstag)", "Haupttext": "Rechnung des Kopisten Alois Stuppöck (Asten) für das Stift St. Florian. Bezahlvermerk Traumihlers vom selben Tag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185801285, "Datum": "28.1.1858, Donnerstag", "Haupttext": "Damenabend des Linzer Sängerbundes im Redoutensaal mit Werken von Santner, Marschner, Abt, Storch und Kipper. Mitwirkende: Frl. Kainersdorfer, Frl. Woborzill, Bruckner, Zappe und Carl Hilarius Proschko.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185801315, "Datum": "31.1.1858, Sonntag", "Haupttext": "Maskenball des »Frohsinn« im Redoutensaal. Josef Hafferl spricht einen von Hermann Hillisch verfaßten Prolog; jede Dame erhält ein Exemplar von A. M. Storchs »Juxpolka« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185803015, "Datum": "(1.3.1858, Montag)", "Haupttext": "Erste Aufführung von Schumanns Oratorium »Das Paradies und die Peri« in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185803145, "Datum": "14.3.1858, Sonntag", "Haupttext": "Gründungsfest des »Frohsinn«.\r\n   Vormittags Hochamt im Alten Dom (Männerchor-Messe in Es-Dur von Tobias Haslinger, Offertorium von Storch (*)),\r\n   abends Festkonzert im Redoutensaal mit Werken von Möhring (»Waldeslieder«, Baritonsolo: E. Lanz), Beethoven (Violinsonate a-Moll, gespielt von Pringle und Frl. Ladinovicz, die zudem Klavierstücke von Thalberg und Schulhof vorträgt), Kücken und Storch (»Gute Nacht, fahr' wohl« bzw. »s' Ringerl«, gesungen von Frl. Kainerstorfer), und Schubert (»Gruppe aus dem Tartarus«, gesungen von C. Weilnböck) (*).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 07:52"}, {"ID": 185803155, "Datum": "(15.3.1858, Montag)", "Haupttext": "In Österreich ist eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185803175, "Datum": "17.3.1858, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht der »Linzer Zeitung« Nr. 61 über Bruckners Orgelspiel am 14.3.1858:\n»Gründungsfest der Liedertafel »Frohsinn«. [/] [Signatur: griechischer Buchstabe »pi.«] A. 14. März feierte die Liedertafel \"Frohsinn\" das Fest ihres dreizehnjährigen Bestandes, und zwar Vormittags durch Ausführung einer Vocalmesse während des Hochamtes in der Domkirche, und Abends in den ständischen Redouten-Localitäten durch eine glänzende Concert-Soirée. Während des Gottesdienstes wurde Haslingers Vokalmesse in Es zum ersten Male von der hiesigen Liedertafel erhebend und andachterweckend durchgeführt. Dieses kirchliche Tonwerk hat große Schönheiten aufzuweisen, namentlich im Credo. Zum Offertorium wurde das schöne Solo-Quartett »Ave regina« von Storch eingelegt. Noch müssen wir besonders des ausgezeichneten Orgelspieles in den Präludien und am Schlusse des Gottesdienstes durch Herrn Domorganisten Bruckner erwähnen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185803226, "Datum": "(22. und 23.3.1858, Montag und Dienstag)", "Haupttext": "Liszt dirigiert in Wien seine Graner Festmesse (*) im großen Redoutensaal (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185803255, "Datum": "25.3.1858, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung von Mendelssohns »Athalia« in einem Konzert des »Frohsinn« im Linzer Redoutensaal. Das Altsolo singt Clotilde Kainerstorfer, Bruckner übernimmt am Klavier den Harfenpart. Weitere Mitwirkende: Woborzill, Kobelbauer, Lutterotti (Gesang), Zehden (Deklamation), Engelbert Lanz (Dirigent), Karl Zappe (Orchesterdirektor), Pringle und Storch (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185803256, "Datum": "nach dem 25.3.1858", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung, S. 289, über die Aufführung von Mendelssohns »Athalia« mit Angabe der Ausführenden: »Linz im März. [/] ** Am 25. d. M., Abends 7 Uhr, versammelte sich im großen ständischen Redouten=Saale ein gewählter Kreis von Zuhörern [...] Soli ... Frl. Woborzill, ... Frl. Kobelbauer, ... Frl. Kaindlstorfer ... Frl. Mathilde von Lutterotti ... [/] Die Harfe wurde zwar auf einem vortrefflichen Flügel *) [Fußnote: *) Derselbe war aus der Niederlage des Herrn Eder, ist ein elegant ausgestattes vorzügliches Instrument und verkäuflich.] durch die kunstgeübte Hand des Herrn Bruckner in einer Weise ersetzt, welche in Bezug auf Ausführung nichts zu wünschen übrig ließ; doch dürfte die Wirkung, in Rücksicht auf den Charakter des Instruments, auf der Harfe selbst immer noch eine mächtigere sein. [/] ... [als Mitwirkende weiter erwähnt: Zehden, Engelbert Lanz] ... Alles Lob gebührt dem braven Orchester, für die besondere Präcision und Sicherheit, womit sämmtliche Nummern durchgeführt wurden. An der Spitze desselben stand Herr Orchesterdirector, Carl Zappe, der sich, so wie die Herren Pringle, Storch etc.in Anbetracht des edlen Zweckes, bereitwilligst an dem Concerte betheiligte.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185804045, "Datum": "4.4.1858, Ostersonntag", "Haupttext": "Im Hochamt wird unter Zappes Leitung (*) Haydns Nelson-Messe und (**) als Offertoriums-Einlage eine Arie von Schiedermayr aufgeführt; die Sopran-Solistin ist Frl. Mollnar. Bruckner improvisiert auf der Orgel über das Hauptthema des Osterliedes.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185804065, "Datum": "6.4.1858, Osterdienstag", "Haupttext": "Bericht des Linzer »Abendboten« Nr. 77, S. 1, über das von Rudigier zelebrierte Hochamt und Bruckners Orgelspiel am Ostersonntag: \n»- Am Ostersonntage celebrirte der hochwürdigste Herr Bischof Franz Josef Rudigier unter zahlreicher Assistenz in der hiesigen Domkirche das Hochamt. Die mächtig ergreifenden Töne der Orgel und die prachtvolle Nelson=Messe von Josef Haydn haben das Gemüth des andächtigen Beters emporgehoben, und er hat die Stimme des frommen Geistes, die aus diesen Tönen dringt, gewiß in sein Herz aufgenommen. [...] Solche Ausführungen können aber auch unter Leitung des Domkapellmeisters Herrn Zappe ihre fromme Wirkung nicht verfehlen, und der Domorganist Herr Brukner erhebt durch sein seelenvolles Spiel das Herz zur wahren brünstigen Andacht.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185804075, "Datum": "7.4.1858, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht in der »Linzer Zeitung« Nr. 78, S. 327 (°), über Bruckners Orgelspiel am Ostersonntag:\r\n   »Während des feierlichen Pontifical=Amtes am Ostersonntage wurde in der hiesigen Domkirche Josef Haydn's große Messe in D (Nelsons=Messe) in einer dieser herrlichen Composition würdigen Weise ausgeführt. Fräulein Mollnar sang das große Sopran=Solo im Kyrie, dann eine eingelegte Arie von Schiedermayer in F zum Offertorium in weihevoller Weise. Auch der Domorganist Herr Bruckner bewährte am Schlusse der kirchlichen Feier seine Meisterschaft im hohen Grade. Die theils freie, theils contrapunktische Durchführung des Hauptthema's im Osterliede, verbunden mit einem herrlichen Choral, der mit einer freien Phantasie endete, war wahrhaft erhebend. Es dürften vielleicht nur wenige Kathedral=Kirchen solche Organisten aufzuweisen haben, wie Herr Bruckner einer ist.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185804235, "Datum": "23.4.1858, Freitag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185805015, "Datum": "1.5.1858, Samstag", "Haupttext": "Unterhaltung des »Frohsinn« in der Urfahrer Bierhalle. \nVon Franz Schubert werden aufgeführt: »Nachtgesang im Walde« und (gesungen von Weilnböck) »Wanderer« (*). \nAußerdem erklingen u.a. der Chor »Auf den Bergen« von Storch und das Vokalquartett »Papa und Mama« von Kuntze (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185805155, "Datum": "15.5.(?)1858, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des 3. der 4 »Tantum ergo« [WAB 41] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185806015, "Datum": "1.6.1858, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung eines Requiems von Moritz Brosig in der Linzer Stadtpfarrkirche. \nEintrag in einer Violinstimme \"Den 1ten Juni 1858 in der Stadtpfarre\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185806165, "Datum": "16.6.1858, Mittwoch", "Haupttext": "Konzert des »Frohsinn« im Volksgarten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185806237, "Datum": "Sommer 1858", "Haupttext": "Bruckner studiert einen ganzen Monat in Wien bei Sechter; er wohnt in der Inneren Stadt.\r\n     Rudolf Weinwurm macht ihn mit Liedern Robert Schumanns bekannt und widmet ihm ein Orgelpräludium (*) (op. 5 in F-Dur).\nEin Studienheft zu Harmonielehre und einfachem Kontrapunkt von 128 Blättern Umfang »Ausarbeitungen über den höheren Theil der Harmonielehre bis anno 1858; dann über den einfachen Contrapunct v. 859« [siehe auch »24.12.1858«] ist erhalten geblieben (WAB 246) (**).\nZu den Studienheften und einzelnen Studienblättern [WAB 249, WAB 253] siehe die Anmerkung zum 3.7.1858.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185806245, "Datum": "(24.6.1858)", "Haupttext": "None", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185806295, "Datum": "29.6.1858, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des 1. der 4 »Tantum ergo« [WAB 41] in St. Florian (*).\nBeim Hochamt im Linzer Dom werden unter Zappes Leitung eine Messe von Seegner (Soli: Woborzill, Baumgartner und Weilnböck) und ein Offertorium von Diabelli (Solo: Frl. Kainerstorfer) aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "06.07.2024 09:18"}, {"ID": 185806305, "Datum": "30.6.1858, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel in der Linzer Zeitung, S. 609, über das Hochamt am 29.6.1858: \n»Kronlands=Neuigkeiten. [/] * Am Festtage Peter und Paul wurde in der hiesigen Domkirche während des feierlichen Hochamtes, unter Leitung des Herrn Domkapellmeisters Carl Zappe, Seegner's (Pius) Messe Nr. 1 ausgeführt. Die Soli der Messe wurden von Fräulein Woborzill und den Herren Baumgartner und Weilnböck, das Offertorium (von Diabelli) von Frl. Kainerstorfer gesungen.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185807035, "Datum": "3.7.1858, Samstag", "Haupttext": "Datierung in Bruckners Studienheft [WAB 249] \"3. Juli. [8]58. Consevatorium [sic]\".\n[Vom 1.-24.7.1858 fanden die öffentlichen Jahresprüfungen am Wiener Konservatorium statt (*)].", "Letzte Änderung": "12.06.2025 07:34"}, {"ID": 185807075, "Datum": "7.7.1858, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol 42r:\n\"(: 7. Juli [1]858.      Prüfung über Harmonisirung\"", "Letzte Änderung": "12.06.2025 07:55"}, {"ID": 185807105, "Datum": "10.7.1858, Samstag", "Haupttext": "Zeugnis Sechters über die Generalbaß-Studien: \n\n»Zeugniß.\ndaß Herr Anton Bruckner, Dom- und Stadtorganist in Linz mein Werk über die richtige Folge der Grundharmonien oder vom Fundamentalbaß gründlich studirt hat, und zugleich alles dasjenige, was im Wiener Conservatorium der Musik von diesem Gegenstande in den ersten zwei Jahren gelehrt wird, sich vollständig zu eigen gemacht hat, davon habe ich mich sowohl durch mündliche als schriftliche Prüfung überzeugt, und kann ihn daher nach meinem Gewissen als einen tüchtigen Lehrer in diesem Fache empfehlen.\nWien den 10ten Juli 1858.\nSimon Sechter mp.\nkaiserl. königl. erster Hoforganist und Professor\nder Harmonielehre am Conservatorium der Musik in Wien.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185807125, "Datum": "12.7.1858, Montag", "Haupttext": "Orgelprüfung in der Piaristenkirche [zur Orgel siehe die Anmerkung]; Zuhörer (*) sind u.a. Speidel, Rudolf Weinwurm und der Organist der Kirche [Stoiber?].\r\nZeugnis Sechters über Bruckners Befähigung zum Organisten:\r\n   »Zeugniß\r\n   daß Herr Anton Bruckner als Organist nebst einer glücklichen Naturanlage, fleißigem Studium, viel Praktik und dadurch erworbene Gewandtheit im Präludiren und im Durchführen eines Thema[s] zeigt, und folglich unter die vorzüglichsten Organisten gezählt werden kann, bezeuget der Unterzeichnete mit seiner Handschrift und Siegel.\r\nWien den 12. Juli 1858.\r\nSimon Sechter, mpria\r\nk: k: erster Hoforganist\r\nund Professor am Conservatorium der Musik.«", "Letzte Änderung": "31.03.2025 21:21"}, {"ID": 185807126, "Datum": "nach dem 12.7.1858", "Haupttext": "Monatsschrift für Theater und Musik, Jg. 4, S. 447: Bericht über Bruckner in dem Aufsatz »Die Gründung einer Orgelschule in Wien«, in dem die Orgelprüfung in der Piaristenkirche und der Wettstreit mit Führer in Salzburg 6.-9.9.1856 erwähnt werden: \n»Die Gründung einer Orgelschule in Wien. [/] [Signatur:] Z....k. Schon oftmals wurde in verschiedenen Berichten des traurigen Zustandes, in welchem das Orgelwesen und das Orgelspiel in der Residenz sich befindet, Erwähnung gethan. [...] Nehmen wir nun den traurigen Zustand des Orgelwesens in der Residenz und schließen wir von diesem auf jenen im Lande, so dürfte sich ein sehr ungünstiges Resultat ebenfalls herausstellen. Eine rühmliche Ausnahme bildet Hr. Bruckner, Domorganist zu Linz, den wir in jüngster Zeit in der Josefstädter Kirche das prächtige Orgelwerk spielen hörten. Unsere Erwartungen wurden zu unserer großen Freude durch die Leistungen dieses Mannes bedeutend übertroffen. Bruckner, unbedingt einer der hoffnungsvollsten Schüler unseres Sechter, zeigte sich seines gediegenen Meisters im höchsten Grade würdig. Nicht unerwähnt darf bleiben, daß Hr. Bruckner bei Gelegenheit des Mozartfestes im Orgelspielwettstreite dem Hrn. Robert Führer, dem bekannten und beliebten Kirchencomponisten, sich als ebenbürtiger Gegner zeigte« [... über das (besser geförderte) Orgelspiel in Böhmen, die minimale Ausbildung an St. Anna, über Selmar Bagges Initiative an seiner Musikschule ...].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185807245, "Datum": "24.7.1858, Samstag", "Haupttext": "Lobender Artikel Ludwig Speidels in der Wiener Zeitung, Abendblatt, Nr. 167 (*), S. 1ff, auf S. 2 (= S. 884) über Bruckners Orgelspiel am 12.7.; er stellt eine Beeinflussung durch Mendelssohn fest:\r\n»Feuilleton.\r\nMusikalisches.\r\n(Sommer-Liedertafel. - Anton Bruckner. - Wenzel Tomaschek noch einmal.)\n   L. Sp. In den Garten-Lokalitäten beim Sperl hat der Wiener Männer-Gesangverein jüngst eine Fest-Liedertafel abgehalten. [... ausführlich über zwei neue Vokalquartette ...] Das erste Quartett wurde gut gesungen und von den Umstehenden mit Beifall aufgenommen; das andere ist durch mangelhafte Ausführung zum größten Theil in's Gras gefallen.\r\n   In dieser Zeit musikalischer Trockniß wird man es begreiflich finden, wenn man zuweilen künstlerische Privatgenüsse aufsucht, die man dann, falls sie von einiger Bedeutung, nicht ungerne dürfte öffentlich besprochen sehen. So ward uns jüngst ein ungewöhnlicher Genuß, als wir den Dom-Organisten von Linz, Herrn Anton Bruckner, der sich zum Zwecke seiner Ausbildung einige Zeit in Wien aufgehalten, in der Josephstädter Piaristenkirche Orgel spielen hörten. Herr Bruckner besitzt über einen vollständig absolvirten Lehrkurs in der Harmonielehre, sowie über seine Fertigkeit und Kunst im Präludiren die glänzendsten Zeugnisse von Seite des Professors Sechter. Als er sich aber an das schöne Werk in der Piaristenkirche setzte und zu phantasiren begann, da merkten wir sogleich, daß er seine theoretische Schule weitaus überflügelt habe. Er schlug ein Thema an und führte es nicht ohne respektabeln Aufwand an Phantasie und musikalischem Können nach allen Seiten durch; wie im freien, so zeigte er seine Tüchtigkeit auch im strengen Satz. Bei seiner großen Fertigkeit, seinem begeisterten Streben und bei dem so fühlbaren Mangel an gediegenen Orgelspielern dürfte ihm eine schöne Zukunft nicht fehlen. Daß ein jung und frei aufstrebendes Talent wie Herr Bruckner durchaus die Spuren der Mendelsohn'schen [sic] Richtung an sich trägt, wird ihm schwerlich zum Vorwurf gereichen. Ist doch Mendelssohn der Orgel als ein Befreier erschienen, der sie vom Joch der Pedanterie erlöste und sie wieder menschlich fühlen lehrte.\r\n[... über Tomaschek ...]«.", "Letzte Änderung": "14.01.2026 07:57"}, {"ID": 185807255, "Datum": "25.7.1858, Sonntag", "Haupttext": "Sängerfahrt des »Frohsinn« nach Aschach. Es kommt zu einem Treffen mit dem Eferdinger Gesangverein (*).", "Letzte Änderung": "10.07.2024 08:25"}, {"ID": 185807275, "Datum": "27.7.1858, Dienstag", "Haupttext": "Die »Linzer Zeitung« Nr.169 (S. 699 (°)) (*) und der »Linzer Abendbote« (**) Nr. 169, S. 1f (°°), übernehmen nahezu identisch Speidels Artikel vom 24.7.1858 über Bruckners Orgelprüfung:\r\n»Einem Artikel der »Wiener Zeitung« entnehmen wir folgende Stelle über unseren Dom=Organisten, Herrn Bruckner: In dieser Zeit musikalischer Trockniß wird man es begreiflich finden, wenn man zuweilen tonkünstlerische Privatgenüsse aufsucht, die man dann, falls sie von einiger Bedeutung, nicht ungerne dürfte öffentlich besprochen sehen. Jüngst ward uns ein ungewöhnlicher Genuß, als wir den Dom=Organisten von Linz, Herrn Anton Bruckner, der sich zum Zweck seiner Ausbildung einige Zeit in Wien aufgehalten, in der Josefstädter Piaristenkirche Orgel spielen hörten. Herr Bruckner besitzt über einen vollständig absolvirten Lehrkurs in der Harmonielehre, sowie über seine Fertigkeit und Kunst im Präludiren die glänzendsten Zeugnisse von Seite des Professors Sechter. Als er sich aber an das schöne Werk in der Piaristenkirche setzte und frei zu phantasiren begann, da merkten wir sogleich, daß er seine theoretische Schule practisch weitaus überflügelt habe. Er schlug ein Thema an und führte es nicht ohne respectablen [bei (**): respectabeln] Aufwand an Phantasie und musikalischem Können nach allen Seiten durch; wie im freien, so zeigte er seine Tüchtigkeit auch im strengen Satz. Bei seiner großen Fertigkeit, seinem begeisterten Streben und bei dem so fühlbaren Mangel an gediegenen Orgelspielern dürfte ihm eine schöne Zukunft nicht fehlen. Daß ein jung und frei aufstrebendes Talent wie Herr Bruckner durchaus die Spuren der Mendelsohn'schen [sic!] Richtung an sich trägt, wird ihm schwerlich zum Vorwurf gereichen. Ist doch Mendelsohn der Orgel als ein Befreier erschienen, der sie vom Joch der Pedanterie erlöste, und sie wieder menschlich empfinden lehrte.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185808015, "Datum": "1.8.1858, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n   Richtet Grüße von Alois Weinwurm und dem jüngeren Bruder aus, erwähnt Speidels Artikel vom 24.7. und den Redakteur des Linzer Abendboten, Herrn Höller.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185808165, "Datum": "16.8.1858, Sonntag", "Haupttext": "Beim Hochamt im Linzer Dom werden u.a. eine Messe von Diabelli und ein Graduale von Scraup mit (Orgelbegleitung) aufgeführt.", "Letzte Änderung": "15.12.2024 09:12"}, {"ID": 185808175, "Datum": "17.8.1858, Montag", "Haupttext": "[undatierter] Artikel in der Linzer Zeitung, S. 778: »Kronlands=Neuigkeiten. [/] * Sonntag, den 16. d., wurde in der hiesigen Domkirche, wie alljährlich, das Patrociniumsfest durch ein feierliches Pontificalamt begangen, wobei Diabelli's schöne Festmesse und zum Graduale das herrliche Scraup'sche Ave Maria mit obligater Orgelbegleitung, dann ein Offertorium mit voller Instrumentalbegleitung in weihevoller Weise ausgeführt wurden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185808265, "Datum": "26.8.1858, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner: \n\n    Er ist beunruhigt über Bruckners Schweigen; ob er krank sei? Auch Rudolf Weinwurm habe sich nicht blicken lassen. Die versprochenen Kontrapunkt-Studien lägen bereit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809025, "Datum": "2.9.1858, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den »Frohsinn«: \n   Er tritt wegen zunehmender Heiserkeit und Hustenreizes als ausübendes Mitglied zurück, bleibt aber unterstützendes Mitglied.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809125, "Datum": "12.9.1858, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung einer Litanei in Es-Dur von Simon Sechter in der Linzer Stadtpfarrkirche. Eintragung in der Violinstimme »Den 12ten Sept: 1858 in der Stadtpfarr Kirche Linz zum 1ten=mal aufgeführt« möglicherweise von der Hand Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809145, "Datum": "14.9.1858, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Ordinariat: \n   Über die Belastung durch die beiden Organistendienste, über die Notwendigkeit, Aushilfen (z.B. Herrn Nigrin) zu beschäftigen; er schlägt vor, für die Domorganistenstelle ein eigenes Gehalt vorzusehen. Er setzt sich außerdem für eine bessere Pflege des Kirchengesanges ein (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809165, "Datum": "16.9.1858, Donnerstag", "Haupttext": "Eingangsvermerk [des bischöflichen Ordinariats] auf dem Schreiben vom 14.9.1858: »Praes: 16. Septbr. 858 [/] 4900.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809225, "Datum": "22.9.1858, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Sechter: \n   Schickt ein »Paquet mit der Litanei« [vgl. 12.9.1858], die »Beifall gefunden hat«; hat Sechters Kontrapunktbeispiele von Rudolf Weinwurm bisher nicht erhalten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809235, "Datum": "(23.9.1858, Donnerstag)", "Haupttext": "Die Statuten des von Rudolf Weinwurm geleiteten »Akademischen Gesangvereins der Wiener Universität« werden genehmigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809237, "Datum": "Herbst 1858", "Haupttext": "Bruckner lernt durch Vermittlung Karl Zappes den späteren Theaterkapellmeister Otto Kitzler kennen, der als Cellist bei Kirchenaufführungen mitwirkte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809265, "Datum": "26.9.1858, Sonntag", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner: \n   Hat Brief vom 22.9. und die Litanei [vgl. 12.9.1858] erhalten; Grüße an Zappe; Rudolf Weinwurm hat die Kontrapunktbeispiele schon vor langem abgeholt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185809285, "Datum": "28.9.1858, Dienstag", "Haupttext": "Konzert des »Frohsinn« in der Urfahrer Bierhalle. Es erklingen u.a. Chöre von Schubert (»Gondelfahrer«) und Mendelssohn (»Es ist bestimmt in Gottes Rath«) (*).", "Letzte Änderung": "04.02.2023 16:17"}, {"ID": 185810125, "Datum": "12.10.1858, Dienstag", "Haupttext": "Mitwirkung des »Frohsinn« bei einem Konzert von A. M. Storch in der Urfahrer Bierhalle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185810165, "Datum": "(16.10.1858, Samstag)", "Haupttext": "Vorstandswahl bei der Generalversammlung des »Frohsinn«. Gewählt werden Hafferl und Zehden (Vorstände), Ehrentletzberger und Dr. Stifler (Sekretäre), Chabert und Markus (Archivare) und Reininger (Kassier).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185810245, "Datum": "24.10.1858, Sonntag", "Haupttext": "Von Ernst Haslinger veranstaltetes Konzert in Linz mit Werken von Beethoven (3 Sätze aus dem Septett: E. Haslinger und Frl. Hawranek), Mendelssohn (Capriccio: Frl. Bantallari [Bancallari?] und Hr. Dworczak), Storch (Lied »Du mit den schwarzen Augen«: Frl. Lutterotti, Frau Blelziezky [Bielziczky?]) und Verdi (aus »La Traviata«: Haslinger, Hawranek). Frl. Maier trägt ein Gedicht von Proschko vor. Engelbert Lanz singt, von Bruckner begleitet, ein Lied von Schubert und Schläger.", "Letzte Änderung": "20.11.2024 09:25"}, {"ID": 185810246, "Datum": "nach dem 24.10.1858", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung, S. 1023, über das Konzert vom 24.10.1858, mit Angaben zu Programm und Mitwirkenden. »Concert. [/] # Herr Ernst Haslinger veranstaltete Sonntag, den 24. d. M., Abends um 5 Uhr, im ständischen Redouten=Saale ein Concert zum Besten des hiesigen St. Vinzentius=Vereines [...] Hierauf sang Herr Engelbert Lanz mit glänzender Entfaltung seiner herrlichen Stimm=Mittel zwei Lieder: »Die Ungeduld« von Schubert und »Spielmannslied« von Schläger. Letzteres sprach uns besonders an. [...] Mit verdienter Anerkennung müssen wir der Clavierbegleitung gedenken, welche bei dem Liedervortrage des Herrn Lanz Herr Domorganist Bruckner, und bei jenem von Fräul. v. Lutterotti deren Gesangslehrerin Frau Bielziczky leisteten. [...] Das Ergebniß, womit sich der Dank der Armen vereinigt, ist für den Herrn Concertgeber der schönste Lohn seiner Bemühungen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185810275, "Datum": "27.10.1858, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckners Antrag vom 14.9.1858 wird vom bischöflichen Ordinariat (gez. Rieder) als verfrüht vorläufig abgewiesen: »Diese vorstehende Bitte ist verfrüht; kann aber nach Uibertragung der St. Josephspfarre in die Domkirche wieder vorgetragen werde. [/] Vom bischöfl. Ordinariate. [/] Linz den 27. Oktober 1858. [/] Exp. Rieder. [/] Mdt.«\r\n[Die Verlegung des Pfarrsitzes fand erst am 1.1.1908 statt, in die Kirche zur Heiligen Familie (*)].", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:16"}, {"ID": 185810305, "Datum": "30.10.1858, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Er gratuliert zum Chormeister des Wiener Akademischen Gesangvereins, richtet Grüße von Alois Weinwurm aus; Dr. Weismann wird Vorstand des Linzer Sängerbundes werden. Komposition eines Liedes.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185811275, "Datum": "27.11.1858, Samstag", "Haupttext": "Konzert des »Frohsinn« im Redoutensaal. (*) Aufgeführt werden Werke von Pacher (»Papagena-Caprice«, Klavier: Frl. Jenny), Santner (Lied »Der Harfner«, gesungen von Weilnböck), Grell (Tenor-Duett »Lorbeer und Rose«, gesungen von Hoffelner und Dworzak), Möhring (Vokalquartett »In die Ferne«, gesungen von Frl. Schimatschek, Frl. Ritter, Hametner und Weilnböck), Storch (Jagdchor), Schumann (Terzett aus »Der Rose Pilgerfahrt«, gesungen von Frl. Schimatschek, Wilhelmine und Hermine Ritter) und Vogl (Männerchor »Sophien-Walzer«) (*).", "Letzte Änderung": "07.10.2025 18:40"}, {"ID": 185811285, "Datum": "28.11.1858, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwürstelessen bei Karl Zappe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185812175, "Datum": "17.12.1858, Freitag", "Haupttext": "Aufführung eines Requiems in c-Moll von Wenzel Johannes Tomaschek [im Alten Dom] in Linz anläßlich der Begräbnisfeierlichkeiten von Domherr Strigl.\r\nVermerke \"Linz den 17ten December 858 Domherr Strigl (Woborzil)\" in der Stimme der 1. Trompete, \"Linz am 17/12 für Domherrn Strigl.\" in der Stimme der 1. Posaune [Schimatschek?] und \"17. Dezember 1858 für Domherrn Strigl aufgeführt Karl Remak [?]\" in der Paukenstimme.", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:45"}, {"ID": 185812245, "Datum": "24.12.1858, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Linz den 24. Dezember [1]858. | h. Abend 6 Uhr.« im Sechter-Studienheft »Ausarbeitungen über den höheren Theil der Harmonielehre bis anno 1858; dann über den einfachen Contrapunct v. 859.« (WAB 246) auf fol. 66v.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185812305, "Datum": "30.12.1858, Donnerstag", "Haupttext": "Abendunterhaltung des »Frohsinn« im Kasino. Auf dem Programm stehen u.a. Klaviervorträge des Pianisten A. Jaell und ein vom früheren »Frohsinn«-Mitglied Terksa gesungenes Lied (*).", "Letzte Änderung": "21.07.2025 16:33"}, {"ID": 185900004, "Datum": "vor 1859", "Haupttext": "Bruckner hält sich in Kirchdorf im Gasthof von Johann Nepomuk Redtenbacher (1802 bis Mai 1859) auf und wird von diesem beim Spielen mit dessen Tochter Anna Redtenbacher \"ertappt\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185900005, "Datum": "1859", "Haupttext": "[recte 1869! siehe 28.3.1869 und \"Sommer 1869\"!] In diesem Jahr hören Lieutenant von Himmel und Graf Huyn eine Orgelimprovisation Bruckners im Alten Dom (*).\nHarmonielehre-Übungen für den Unterricht bei Sechter (**).\n[Siehe dazu auch die Anmerkung!]\r\nStudien im einfachen Kontrapunkt: »Ausarbeitungen über den höheren Theil der Harmonielehre bis anno 1858; dann über den einfachen Contrapunct v. 859« [WAB 246] (***).\r\nIn diesem Studienheft befinden sich auch Abschriften zweier Choräle aus der Matthäus-Passion J. S. Bachs (\"Herzliebster Jesu was hast du verbrochen\" und \"Erkenne mich, mein Hüter\" mit teilweiser Zufügung der Fundamentalbass-Noten (***a).\nStudienbuch »Doppelter Contrapunkt« (WAB 247) (°).\n[vermutlich 1859] Aufführung von Joh. Ev. Haberts Augustini-Messe im Linzer Dom unter Zappes Leitung (ohne Probe, mit \"Schmiß\" im \"Crucifixus\") (°°).\n\"Kammer-Konzert-Cyklus des Kapellmeisters Storch 1859\" - Programmzettel mit dieser Beschriftung durch August Göllerich, als Mitwirkende sind angegeben Pringle, Storch, Hoschna und Kitzler (°°°).", "Letzte Änderung": "14.05.2025 22:46"}, {"ID": 185901035, "Datum": "3.1.1859, Montag", "Haupttext": "Brief von Bruckner und Engelbert Lanz an die k.k. Statthalterei: \n   Bitten um Bewilligung zur Errichtung einer Gesangs-Akademie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185901055, "Datum": "(5.1.1859, Mittwoch)", "Haupttext": "Die Witwe Johann Baptist Schiedermayrs in Linz gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185901215, "Datum": "21.1.1859, Freitag", "Haupttext": "Schreiben des bischöflichen Konsistoriums an die k.k. Statthalterei:\n   Wegen Bruckners und Engelbert Lanz' Gesuch vom 3.1.1859.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185902035, "Datum": "3.2.1859, Donnerstag", "Haupttext": "Trauergottesdienst für Domkapitular Strigl in der Linzer Minoritenkirche. Anwesend sind u.a. Franz Joseph Rudigier, und Schiedermayr. Aufgeführt wird ein Requiem in d-Moll von Gänsbacher unter Joh. Aug. Dürrnberger; außerdem sind Karl Zappe, Bruckner und Engelbert Lanz beteiligt.", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:46"}, {"ID": 185902045, "Datum": "4.2.1859, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 109:\r\n»Kronlandsnachrichten. [/] * Am 3. Februar d. J. wurde über Anregung des Schullehrer=Seminars in der hiesigen Minorittenkirche ein Trauergottesdienst für den verewigten Herrn Domkapitular Josef Strigl in Gegenwart des hochwürdigsten Herrn Bischofes und unter Theilnahme des Katholiken=Vereines vom hochw. Herrn Domscholastikus Dr. Schiedermayr abgehalten. Bei diesem Anlasse wurde das ergreifende Requiem in D-Moll von Gaensbacher durch die Lehramts=Candidaten unter der ausgezeichneten Leitung des - um die Hebung der Kirchen=Musik hochverdienten Herrn Professors Joh. Aug. Dürrnberger, dann unter freundlicher Mitwirkung des Herrn Domkapellmeisters Zappe, des Herrn Domorganisten Bruckner und des Herrn Lehrers Lanz, so wie anderer bewährter Kunstkräfte in erhebender Weise zur Aufführung gebracht, wobei neuerdings die schmerzliche Erinnerung an den zu früh dahin geschiedenen geistlichen Würdenträger wach gerufen wurde, der sich durch die Gründung des - nachhin zum Universalerben eingesetzten Schullehrer=Seminars ein unvergängliches Denkmal gesetzt hat.«", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:47"}, {"ID": 185902135, "Datum": "13.2.1859, Sonntag", "Haupttext": "Eintragungen im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 86r (Bruckners Seitenzählung:\"1.\"):\n\"13. Febr [1]859.        Einfacher strenger Contrapunct.\nZweistim[m]ig      Consonanzen 1, 3, r 5, 6, 8, 10.\"\nDie fünf Akkoladen sind zu Beginn bezeichnet:\n\"1. Gattung Note gegen Note.\"\n\"2. Gattung 2 Noten gegen eine\"\n\"oder:\" [im 3/4-Takt]\n\"3. Gattung 4 Noten gegen eine.\"\n\"4. Gattung Bindungen\" [synkopisierte Gegenstimme] (*).\n \nBall des »Frohsinn« in den Redoutensälen (**).", "Letzte Änderung": "20.11.2024 09:27"}, {"ID": 185902175, "Datum": "17.2.1859, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Bruckner und Engelbert Lanz an die k.k. Statthalterei: \n   Sie treten von ihrem Ansuchen vom 3.1.1859 zur Errichtung einer Gesangs-Akademie zurück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185902265, "Datum": "26.2.1859, Samstag", "Haupttext": "Schreiben der k.k. Statthalterei an das bischöfliche Konsistorium, bezugnehmend auf den Brief vom 21.1.1859: \n   Engelbert Lanz und Anton Bruckner haben ihr Gesuch zurückgenommen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185903075, "Datum": "7.3.1859, Montag", "Haupttext": "Schreiben des bischöflichen Konsistoriums (unterzeichnet von Franz Joseph Rudigier und Joseph Vogl) an die k.k. Statthalterei:\r\n   Bezieht sich auf die Schreiben vom 26.2.1859 und 5.3.1859; nimmt zur Kenntnis, daß Bruckner und Engelbert Lanz von ihrem Gesuch zurückgetreten sind. (Vermutlich für das Schreiben vom 26.2.1859 geltender) Aktenvermerk »Praes. 5. Maerz 1859 [/] N 181 Sch. [/] Zur Kenntniß und ad acta.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185903165, "Datum": "(16.3.1859, Mittwoch)", "Haupttext": "Erstes öffentliches Konzert des von Rudolf Weinwurm geleiteten »Akademischen Gesangvereins« [in Wien].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185903255, "Datum": "25.3.1859, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist in einem von Engelbert Lanz geleiteten Concert spirituel mit. Aufgeführt werden Werke von Haydn (Chor aus den »Jahreszeiten«, Danklied an Gott), Mozart (»Recordare«, »Confutatis« und »Lacrimosa« aus dem Requiem) und Mendelssohn (Chöre und Rezitative aus »Christus« und »Lauda Sion«). Gesangssolisten sind Frl. Woborczil, Frl. Kainersdorfer und die Herren Hoffelner und Weilnböck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185903275, "Datum": "27.3.1859, Sonntag", "Haupttext": "Gründungskonzert des »Frohsinn« in den Redoutensälen. Aufgeführt werden u.a. ein Quodlibet »Soldatenleben« von Storch und Kückens »Wachet auf!« in Anwesenheit von Erzherzog Heinrich (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185903295, "Datum": "29.3.1859, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 285 über das Concert spirituel vom 25.3.1859: \n»Am 25. März d. J. fand im Saale der Normalhauptschule zum Besten des Schullehrer=Witwen= und Waisen=Pensions=Institutes in Linz von hiesigen Musikfreunden unter der Leitung des Herrn Lehrers Engelbert Lanz ein Concert spirituel Statt. [...] Das richtige und kräftige Eintreten des Chores in die Solostimmen, begleitet auf dem Fortepiano durch den rühmlich bekannten Organisten Herrn Bruckner, machte einen so günstigen Eindruck auf die Zuhörer, daß der Beifall ein allgemeiner und einstimmiger war. [...] welchen herzlichen Dank die Vorstehung desselben auch hiemit ihm [Lanz] und allen Mitwirkenden und Theilnehmern öffentlich auszudrücken sich beeilt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185904035, "Datum": "(3.4.1859, Sonntag)", "Haupttext": "In Wien Konzert Herbecks mit Werken von Eccard, Schütz, Bach, Beethoven, Mendelssohn, Schubert, Schumann u.a., das Bruckner, da es in die Fastenzeit fiel, besucht haben könnte, falls er wegen Sechter in Wien war.", "Letzte Änderung": "13.12.2024 09:12"}, {"ID": 185904175, "Datum": "(17.4.1859, Palmsonntag)", "Haupttext": "Aufführung von Mendelssohns Oratorium \"Die erste Walpurgisnacht\" durch den Linzer Musikverein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185904205, "Datum": "(20.4.1859, Karmittwoch)", "Haupttext": "Aufführung des \"Stabat Mater\" [von Pergolesi in einer Instrumentalfassung mit großem Orchester und Chören] von Alexis Lwoff durch den Linzer Musikverein.", "Letzte Änderung": "28.11.2024 22:25"}, {"ID": 185904215, "Datum": "21.4.1859, Donnerstag (Gründonnerstag)", "Haupttext": "Aufführung von Palestrinas »Missa Papae Marcelli« unter Zappes Leitung im Alten Dom in Linz. Solisten: Frl. Woborzill, Frl. Kainerstorfer und die Herren Herb, Weinwurm, Lanz und Weilnböck. Bruckner wirkt als Organist mit.", "Letzte Änderung": "13.04.2026 20:40"}, {"ID": 185904235, "Datum": "23.4.1859, Samstag (Karsamstag)", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185904245, "Datum": "24.4.1859, Ostersonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt beim Hochamt mit. \nText der Zeitungsnotiz vom 13.5.1859: \n»Sowohl bei dieser kirchlichen Feier [21.4.1859], als auch am heiligen Ostertage fand auch Herr Domorganist Bruckner hinlänglich Gelegenheit in den großartigsten Fugen und herrlichsten Präludien seine wahrhaft glänzenden Fortschritte in Sechter's tieferem kontrapunktischem Studium zu bethätigen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185904295, "Datum": "(29.4.1859, Freitag)", "Haupttext": "Artikel »Die berühmte Messe \"Papae Marcelli\"« (1. Teil) in der Linzer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185905015, "Datum": "(1.5.1859, Sonntag)", "Haupttext": "Artikel »Die berühmte Messe \"Papae Marcelli\"« (2. Teil) in der Linzer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185905045, "Datum": "4.5.1859, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragungen im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 99v (Bruckners Seitenzählung: \"28.\"):\n\"4. Mai 1859.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185905055, "Datum": "(5.5.1859, Donnerstag)", "Haupttext": "Artikel »Die berühmte Messe \"Papae Marcelli\"« (3. Teil) in der Linzer Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185905115, "Datum": "(11.5.1859, Mittwoch)", "Haupttext": "Wahl von Jodok Stülz zum neuen Probst in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185905135, "Datum": "13.5.1859, Freitag", "Haupttext": "Artikel »Die berühmte Messe \"Papae Marcelli\"« (4. Teil) in der Linzer Zeitung auf S. 455:\n»Musikalisches.\nDie berühmte Messe \n\"Papae Marcelli.\"\n(Fortsetzung und Schluß.) \n   [...] so mußten alle wahren Verehrer kirchlicher Tonkunst, die für den heiligen Gründonnerstag ausnahmsweise getroffene Wahl ... als ein besonderes musikalisches Ereigniß mit großem Interesse begrüßen. [...] auf Wunsch und Anregung des hochwürdigsten Herrn Bischofes zum ersten Male am genannten Festtage in Linz gesungen. [...] [Mitwirkende: Zappe, Woborzill, Kainersdorfer, die Herren Herb, Weinwurm, Lanz und Weilnböck [...] Sowohl bei dieser kirchlichen Feier, als auch am heiligen Ostertage fand auch Herr Domorganist Bruckner hinlänglich Gelegenheit in den großartigsten Fugen und herrlichsten Präludien seine wahrhaft glänzenden Fortschritte in Sechter's tieferem kontrapunktischem Studium zu bethätigen.\n   Wir schließen mit dem innigen Wunsche, daß eine so überaus preiswürdige kirchliche Tonschöpfung, wie die besprochene Messe, fortwährend als eine der erhabensten Compositionen im Gesangs=Repertoire des hiesigen Domchores erhalten bleiben möge.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185905305, "Datum": "30.5.1859, Montag", "Haupttext": "Bruckner sucht um das Heimatrecht in Linz an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185906015, "Datum": "1.6.1859, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner wird in den Gemeindeverband Linz aufgenommen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185906035, "Datum": "3.6.1859, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Sechter: \n   Ob er in den Sommerferien Unterricht haben könne.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185906045, "Datum": "4.6.1859, Samstag", "Haupttext": "Konzert des »Frohsinn« im städtischen Märzenkeller für den Fond des oberösterreichischen Freikorps. Es erklingen u.a. der Chor »Was ist des Deutschen Vaterland«, die Kaiserhymne, Storchs Kriegslied »Und brauset der Sturmwind des Krieges heran« nach einem Text von Arndt und das Volkslied »Prinz Eugenius« (*).", "Letzte Änderung": "22.02.2024 10:42"}, {"ID": 185906055, "Datum": "5.6.1859, Sonntag", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner: \n   Hat Brief vom 3.6.1859 mit Anfrage wegen Unterricht in den Sommerferien erhalten, weiß noch nicht, ob Rudolf Weinwurm die Kontrapunktbeispiele an Bruckner weitergegeben hat, war krank, ist jetzt wieder gesund.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185906065, "Datum": "6.6.1859, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \nEr werde am 30.6.1859 abends mit dem Schiff in Nußdorf eintreffen und bis 13. oder 14.8.1859 in Wien bleiben; Weinwurm möge ihm eine günstige Wohnung, möglichst nahe bei Sechter, besorgen; Grüße von Alois Weinwurm. Erinnerung an den letzten Abschied bei der Abfahrt des Schiffes.\n[Text der ersten Seite:] \n»Lieber Freund!\n   Jetzt bin ich schon wieder da Hörst Du - denn ich brauche Dich Der Kerl kom[m]t gewiß, wenn er mich braucht, wirst Du sagen. Ich [nachträglich eingefügt:] hab über Dich  u auch von Dir viel Schönes u Rühmliches gelesen und gehört, und freute mich im[m]er in[n]ig. Du bist ohnehin schon verständigt, dß ich Ende d. M. u zwar am 30. Juni also Abends mit dem Dampfschiffe in Nußdorf eintreffen (werde,) und bis Mitte August bleiben werde.\n  Da Du nun schon einmal die Quartiermacherstelle in meiner Angelegenheit übernom[m]en hast,« [Ende der ersten Seite].\n[Text der letzten Seite:] »Sei sehr gebethen, und schreibe mir dann recht bald die Adresse in mein Quartier. Ich freue mich schon sehr, wieder zu Dir zu kom[m]en, da ich hier keinen solchen Freund besitze. Ich hab erst bei meiner Abfahrt im Dampfschiffe gesehen, wie sehr ich dich liebe. Alois war etwas krank, ist aber wieder genesen u grüßt Dich. Schreib mir recht bald. Sei gebeten.\nDein \nFreund \nAnton Brucknermp \n[links unten:] Linz den 6. \nJuni 1859.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185906195, "Datum": "19.6.1859, Sonntag", "Haupttext": "Unter Zappes Leitung erklingen bei der Messe im Linzer Dom Werke von Michael Haydn (Graduale), Mozart (Offertorium) und - als Uraufführung - eine Messe von M. Kirchberger. Bruckner improvisiert unter anderem über das Thema der »Et vitam«-Fuge.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185906205, "Datum": "20.6.1859, Montag", "Haupttext": "Bericht des Linzer »Abendboten« Nr. 139 auf S. 1 über die Aufführung der Kirchberger-Messe und Bruckners Orgelspiel: \n»- Gestern Vormittags 10 Uhr wurde in der hies. Domkirche während des Hochamtes eine neue Messe in D-dur, componirt von Herrn Mathias Kirchberger, Casse=Controlor der hiesigen Leihanstalt, ausgeführt, und ist dieselbe in contrapunktlicher Beziehung ein recht gelungenes Tonwerk zu nennen. [...] Das Orchester, unter der Leitung des rühmlichst bekannten Domkapellmeisters Herrn Zappe, und der virtuöse Domorganist Herr Brukner haben sich um die Aufführung dieses Tonwerkes neuerdings hohe Verdienste erworben.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185906265, "Datum": "26.6.1859, Sonntag", "Haupttext": "Artikel der Linzer Zeitung auf S. 587f: \n»Kirchenmusik.\n   Am 19. Juni hörten wir in der hiesigen Domkirche eine neue Messe von Hrn. Mathias Kirchberger, Controlor an der hiesigen Sparkasse. [...] Schließlich müssen wir dem Regens=Chori Herr Zappe für das herrliche Graduale und Offertorium von Michael Haydn und Mozart, welche vom Quartett con sordini vortrefflich begleitet wurden, so wie dem Domorganisten Herrn Bruckner für seine genialen Präludien, namentlich vor dem Sanctus, wo er die Gelegenheit benützte, das Thema der eben verklungenen Fuge (et vitam) aufzufangen und mit der ihm eigenen Gewandtheit nachklingen zu lassen, unsern Dank aussprechen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185906275, "Datum": "27.6.1859, Montag", "Haupttext": "Ausstellungsdatum von Bruckners Heimatschein, der vom prov. Gemeinde-Vorstand Vinzenz Fink und vom Gemeinderat A. Scherrer unterzeichnet ist. Als Wohnhaus ist die Nr. 162 angegeben. Der Schein enthält auch die Personenbeschreibung Bruckners:\r\n»Kronland: Oberösterreich. [/] Kreis: Linz. [/] Bezirk: Stadt Linz. [/] Heimath-Schein. [/] No. 8935. [/] Von der Gemeinde-Vorstehung der Landes-Hauptstadt Linz [/] als politischer Behörde für das Stadtgebiet Linz [/] wird hiemit bestätiget, daß [/] [nun 5 Zeilen handschriftlich:] Herr Anton Bruckner [/] Dom und Stadtpfarr Organist, [/] zu Ansfelden im Jahre 1824 geboren, [/] katholischer Religion, ledigen Standes [/] im Hause No 162 konskribirt [/] in den Gemeinde-Verband der Stadt Linz gehöre, und hier das Heimath-Recht besitze. [/] Persons-Beschreibung. [/] [die individuellen Angaben handschriftlich:] Statur mittl groß | Nase regulär [/] Gesicht oval | Mund geformt [/] Haare lichtbraun | Besondere Kennzeichen keine [/] Augen grau [/] Spricht deutsch [/] Eigenhändige Unterschrift Anton Brucknermp [/] Dieser Schein ist vier Jahre giltig. [/] Linz am 27 Juny 1859. [/] Der prov. Gemeinde-Vorstand. [/] Vinzenz Fink [/] A Scherrer [/] Gemeinderath. [/] Belehrung. Die Verfälschung oder der Mißbrauch dieser Urkunde wird nach dem bestehenden Strafgesetze behandelt.«", "Letzte Änderung": "09.12.2024 11:43"}, {"ID": 185906305, "Datum": "30.6.1859, Donnerstag", "Haupttext": "Ankunft in Wien-Nußdorf mit dem Dampfschiff. In den nächsten Wochen studiert Bruckner bei Sechter in Wien. Nach Rudolf Weinwurms Bericht (*) vermied Bruckner in dieser Zeit jede Ablenkung, besuchte z.B. nie die Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185907195, "Datum": "19.7.1859, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"19. Juli [1]859.\" zu Beginn eines 24seitigen Konvolutes mit kontrapunktischen Übungen (dem am 23.8.1859 begonnenen Sechter-Studienheft WAB 247 nachgebunden) auf fol. 181r.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185907245, "Datum": "24.7.1859, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 78v:\n\"24. Juli | [1]859.\"\nund weiter unten:\n\"24. Juli | Im Hotel Kren[n]\"\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185907285, "Datum": "28.7.1859, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 79v:\n\"[rechts neben der zweiten Akkolade:]\nVon hier *\n[neben der 5. Akkolade:]\n* bis daher\nDon[n]erstag den 28 J[uli]\n[1]859.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185907295, "Datum": "29.7.1859, Freitag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 79v, links neben der sechsten Akkolade:\n\"Auf den 29.\"\n[am Ende der 5. Akkolade der Eintrag vom 28.7.1859] (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 190v:\n\"29. Juli [1]859.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185907305, "Datum": "30.7.1859, Samstag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 79r:\n\"[...] Alles hat H Professor durchgesehn. [...] den 30. Juli | [1]859. Abends. | (wo ich es nicht begriff, dß die Sept frei eintritt) | (d h. ohne Darstellung.)\".\nIn der rechten oberen Ecke \"zu Hause in Wien.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185908015, "Datum": "1.8.1859, Montag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 81r:\n\"1 Aug. [1]859. Wien\"\nEintragung auf fol. 81v:\n\"Am 1 August [1]859 in Wien für den 2. Aug.\" (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 192v:\n\"1. August 1859.\" und rechts unten \"War ohne Fehler.\" (**)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185908025, "Datum": "2.8.1859, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 104r:\n\"2. Aug. [1]859. für 3. d.      Einfacher Contrapunct  (. gegen [überschrieben \"im\"?] den strengen alten Styl. zuweilen kleine Ausnamen.)\" (*).\n[weitere Datierungen auf dieser Seite: 3.8.1859 und 4. 8. 1859]\n \nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 185r:\nlinks oben \"2. August [1]859.\"\nund am Ende der ersten Akkolade\n\"Frage (übel?) Antw. d. H. Profess. Bach u Händel haben es so. (obwohl nicht ganz gut)\" (**).", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:03"}, {"ID": 185908037, "Datum": "3./4.8.1859, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 104r, im Anschluß an eine durchgestrichene Notiz oberhalb der dritten Akkolade:\n\"NB Hier dauert einige Male die Harmonie vom schlechten Tacttheil auf dem nächsten guten fort. 3. u 4. Aug | (?) gut.\" (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 185v:\nlinks unten \"3 Aug.\" und rechts unten \"Schluß folgt.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185908075, "Datum": "7.8.1859, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 106v nach der zweiten Akkolade:\n\"7. Aug. [1]859.\"\nund nach der vierten Akkolade:\n\"7. Aug. [1]859. | bei H. Professor.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185908095, "Datum": "9.8.1859, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 107v:\n\"Wien 9. Aug. [1]859\" (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 188v:\n\"9. Augu[st] [1]859. Wien\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185908105, "Datum": "10.8.1859, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 183r:\nam Ende der 2. Akkolade \"Zum Anfang bis hieher.\"\nund am Beginn der 3. Akkolade \"10. August\".\n\n\nEintrag auf fol. 183v:\n\"10. Aug. [1]859 (H. Prof.) Beim Bestim[m]en der Fund. auch auf die gute Melodie der Begleitungsstim[m]e sehen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185908115, "Datum": "11.8.1859, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol.116r links oben:\n\"Wien, 11. Aug. [1]859.\" (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 184v: \"Wien. 11. August [1]859. | 12. Aug.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185908125, "Datum": "12.8.1859, Freitag", "Haupttext": "Zeugnis Sechters über die Prüfung im einfachen Kontrapunkt und im strengen musikalischen Kirchensatz:\r\n»Zeugniß\r\ndaß Herr Anton Bruckner, Dom- und Stadtpfarr-Organist in Linz, bei mir die Prüfung im einfachen Contrapunct in allen Gattungen und im Harmonisiren gegebener Melodien, endlich im strengen musikalischen Kirchensatze sehr ehrenvoll bestanden, und daher als einsichtsvoller und redlicher Fortpflanzer dieser Kenntniße bestens empfohlen werden kann, bezeuge ich der Wahrheit gemäß durch meine eigenhändige Schrift und Siegel.\r\nWien den 12ten August 1859.\r\nSimon Sechter mpria.\r\nk. k. erster Hoforganist\r\nund Professor der Harmonie am hiesigen\r\nConservatorium der Musik.« (*).\nDatierung am Ende eines 24seitigen Konvolutes mit kontrapunktischen Übungen (dem am 23.8.1859 begonnenen Heft nachgebunden) (**).\nEintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol.116r:\r\n\"12. Aug. auf den 13. Aug [1]859.\" (***).\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 184v: \"Wien. 11. August [1]859. | 12. Aug.\" (°).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:56"}, {"ID": 185908135, "Datum": "13.8.1859, Samstag", "Haupttext": "Letzte Datierung in den 24 Seiten des Studienbuchs, die dem zweiten Studienbuch nachgebunden sind [WAB 247, vgl. 19.7.1859] (*).\n \nEintragung im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 117v:\r\n\"Auf den 13. August [1]859. in Wien. Schluß.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185908137, "Datum": "13. oder 14.8.1859, Samstag oder Sonntag", "Haupttext": "Bruckner reist nach Linz zurück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185908147, "Datum": "14. bis 15.8.1859, Sonntag bis Montag", "Haupttext": "Der Wiener Männergesangverein besucht den »Frohsinn« in Linz.\r\nGemeinsames Konzert am Abend des 14.8.1859, u.a. mit Storchs Chor »Grün«, gesungen vom »Frohsinn«, dem Chor »Mainacht« (gesungen vom WMGV) und Solovorträgen der Wiener Tenöre Olschbauer und Braun.\nAm 15.8. Sängerfahrt nach Kiernberg mit Ansprachen von Herbeck, Zehden und Olschbauer. Über den Hirschenstadl und Wilhering zurück nach Linz (*).\nFür diesen Anlass hatte A. M. Storch einen Festspruch (nach Worten von Friedr. Fladt) komponiert (**).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:36"}, {"ID": 185908235, "Datum": "23.8.1859, Dienstag", "Haupttext": "Sechter datiert den Beginn des neuen Studienbuches für 1859/60 (doppelter Kontrapunkt in der Oktav) (WAB 247) auf fol 1r: \"23. Aug. [1]859. angefangen.\" (*).\nEintragung Bruckners oberhalb des Notentextes:\n\"Für [1]860.    Doppelter Contrapunct in der Oktav.      No. 1.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185910185, "Datum": "18.10.1859, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Pianist bei einem von Alois Weinwurm geleiteten Konzert im Volksgarten-Salon mit. Es erklingen Chöre von Mendelssohn, Kücken, Santner, Schläger (»Nachtgesang«), Ellmenreich (»Die Crinoline«), ein Duett »Kommen und Gehen« von Saphir und von Frl. Woborzill und Hr. Stiefler vorgetragene Lieder.", "Letzte Änderung": "13.10.2024 21:13"}, {"ID": 185910186, "Datum": "nach 18.10.1859", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 977 über das Konzert vom 18.10.1859: »Am 18. d. versamelte sich im hiesigen Volksgarten=Salon eine gewählte und zahlreiche Gesellschaft zu einer Abendunterhaltung, welche sehr animirt war. [...] Die Clavier=Begleitung zu den Liedern und einigen Chören leistete aus Gefälligkeit Hr. Bruckner mit bekannter Meisterschaft.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185910304, "Datum": "vermutlich vor dem 30.10.1859", "Haupttext": "Brief Bruckners an Sechter mit Fragen zur Harmonielehre.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185911015, "Datum": "1.11.1859, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 21r:\n\"Für [1]860.     Schluß v. doppelten Contrap. der Tredez.     No 6. | (1. November [1]859.)\"\nIn der fünften Akkolade Beginn eines neuen Kapitels:\n\"       Doppelter Contrapunct der Quatuordec.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185911035, "Datum": "3.11.1859, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner: \n   War seit 30.10. bettlägerig, konnte Bruckners Brief nicht sofort beantworten, bespricht Harmonielehre-Probleme.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185911087, "Datum": "8. und 9.11.1859, Dienstag und Mittwoch", "Haupttext": "Feier zum 100. Geburtstag Friedrich Schillers.\r\n   Am Dienstag Festkonzert des »Frohsinn« im Redoutensaal, am Mittwoch Festzug und Festkonzert in der Reitschule (*).\r\n   Der »Frohsinn« bringt am 8.11.1859 einen Festprolog von J. M. Dürrnberger (»Gruß an Marbach's Wiege«, gesprochen von Frau Anna Lehmann), einen Männerchor mit Soloquartett (»An die Freude«) von Storch, zwei Schubertlieder (»Des Mädchens Klage« und »Die Sehnsucht«, gesungen von Frl. Kainerstorfer), zwei Gedichte Schillers, gesprochen von Theatermitglied Herrn Lehmann, und A. Rombergs »Lied von der Glocke« mit den Mitwirkenden Karolina Meisinger (Sopran), Frl. Kainerstorfer und Wilhelmine Meisinger (Alt), Hoffelner und Hametner (Tenor) und Bermannschläger und Weilnböck (Bass) unter Storchs Leitung (*a).\r\n   [Am 9.11.1859 zweite Schillerfeier mit Volksfestcharakter] Der Linzer »Sängerbund« [zusammen mit »Frohsinn«?] singt einen Chor von Mayfeld (»Introduktions-Chor«, nach einem Text Goethes) und das »Lied an die Freude« von Storch (**).\r\n   Realschuldirektor J. Streinz hält die Festrede, und Schulrath Stifter bringt ein Hoch auf den Kaiser aus. Außerdem Aufführung von Bernhard Rombergs [rechte: Andreas Romberg] Kantate »Lied von der Glocke« (**a).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 12:02"}, {"ID": 185911145, "Datum": "14.11.1859, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 28v im Kapitel \"Vereinigung der doppelten Contrapuncte: Octav u Dec.\": \"14. Nov. [1]859. | Abends ½ Uhr\" (*).\n\n\n\nAufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 859\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185911155, "Datum": "(15.11.1859, Dienstag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins [Programm nicht überliefert].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185911275, "Datum": "27.11.1859, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwürstelessen bei Karl Zappe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912125, "Datum": "12.12.1859, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. fol. 50 v:\n\"Sext u Octav      Seite 100. Den 12. Dezember 4 Uhr Morgen [1]859.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912135, "Datum": "(13.12.1859, Dienstag", "Haupttext": "Bruckners Schwester Josefa Wagenbrenner wird von ihrem ersten Kind (Elisabeth, gestorben 9.1.1860) entbunden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912185, "Datum": "18.12.1859, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 56v im Kapitel \"Duodez u Non\" [nicht vollständig lesbar]:\n\"18. Dezembe[r] | ½ 11 Uhr Nac[ht] | [1]859.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912195, "Datum": "19.12.1859, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 57r im Kapitel \"Tredez u Non\":\n\"19. Dezember 1/4 [eingefügt: \"über\"] 4 Uhr Morgens.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912225, "Datum": "(22.12.1859, Donnerstag)", "Haupttext": "Aufführung von Haydns \"Vier Jahreszeiten\" beim Linzer Musikverein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912245, "Datum": "24.12.1859, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Sext u. Non\" auf fol. 62r: \"In h. Nacht u. 25. Dez. 5 Uhr Morgens.\" (*).\n\n\n\nAufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 24ten Dez. 859\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912285, "Datum": "28.12.1859, Mittwoch", "Haupttext": "Herrenabend des »Frohsinn« im Urfahrer Gasthof Volkenstein. Es erklingen Chöre von Schubert, Schumann und Otto; außerdem wirken die Herren Zehden, Hubl und Fischer bei humoristischen Einlagen mit (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 185912318, "Datum": "1859/60", "Haupttext": "Der Lehramtskandidat Kajetan Schmidinger begleitet mit Kollegen Bruckner nach St. Florian, spielt auf der Orgel eine Fuge von Führer, ist sehr beeindruckt von Bruckners Orgelspiel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186000011, "Datum": "1860", "Haupttext": "[?] Komposition der Frl. Alexandrine Soika gewidmeten »Erinnerung« [WAB 117] (*). Aus diesem Jahr hat sich ein Brieftaschen-Kalender mit Bruckners Eintragungen von Privatstunden erhalten (**).\nUm das Jahr 1860 ist vermutlich auch die 3. Textfassung von WAB 61, die Kantate »Heil dir zum schönen Erstlingsfeste«, entstanden (***).\nUndatierter Kalendereintrag [Ende 1860? Wohl die Sechter-Studien betreffend]: Notenbeispiel mit Zusatz »Durchg[ang]« und »Oct[av]klang« (°).\n[Anfang der 1860er Jahre]\r\nJosef Kaumberger lernt in Linz Bruckner kennen und pflegt mit ihm bis zum Umzug nach Wien \"in Gesellschaft unserer Musikfreunde recht lebhaften Verkehr bis noch in der 70er Jahre, wo dann Ihr Herr Bruder nach Wien zog. [...] Wie oft erinnere ich mich an die schönen Abende, wo wir mit ihm in Linz Gasthaus \"Zur Traube\" beisamen saßen und seinen Vorträgen über Musik lauschten.\" (°°).", "Letzte Änderung": "06.02.2025 10:43"}, {"ID": 186000012, "Datum": "ca. 1860", "Haupttext": "Von den Studien bei Sechter zeugen einzelne Blätter mit Übungen zu Harmonielehre [WAB 249] (*), »Vorbereitung der 6/4 Accorde.« (*a) und Kontrapunkt (**), größtenteils mit Bruckners Anmerkungen, wie sie sich auch in seinem Exemplar von Sechters Lehrbuch [WAB 256] finden (°); auch Handschriften Sechters mit Bruckners Anmerkungen (°°) und Studienbeispiele zum Lehrbuch von Ad. Bernh. Marx (°°°) sind überliefert.\nUm 1860 liefert Josef Breinbauer eine Orgel mit 7 Registern für den Alten Dom in Linz (vermutlich als Interims-Instrument) (#).", "Letzte Änderung": "12.06.2025 08:20"}, {"ID": 186001025, "Datum": "2.1.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I« [Klavierstunde in der Spalte] »H.«[Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001035, "Datum": "3.1.1860, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 68v [nicht vollständig lesbar]:\n\"136 Seit[en] | 3. Jän[n]er [1]8[60] | 3 ¾ Uhr: Morgens\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001055, "Datum": "5.1.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »II« [Doppelklavierstunde in der Spalte] »H.«[Hofmann]. »W. 1.« [Wald erste Klavierstunde].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001065, "Datum": "6.1.1860, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Quint u Undez\" auf fol. 71v:\n\"( 6. Jän[n]er [1]860 4 Uhr Morgens)\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001075, "Datum": "7.1.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I« [Klavierstunde in der Spalte] »H.«[Hofmann] (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Tredez u Duodez\" auf fol. 73r:\n\"7. Jän[n]er [1]860. 1/4 über 3 Uhr Morgens.\".\nDatierung auch auf fol. 73r:\n\"7. Jän[n]er 8 Uhr Abends [1]860.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001085, "Datum": "8.1.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Quatuordez u. Duodez\" auf fol. 74r:\n\"8. Jän[n]er 3 Uhr Morgens\"\nund auf fol. 75r:\n\"8. Jän[n]er 7 Uhr Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001095, "Datum": "9.1.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I« [Klavierstunde in der Spalte] »H.«[Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001105, "Datum": "10.1.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »den 10. 1. St[und]e Rosenauer« und »2.« [Stunde für Wald].", "Letzte Änderung": "06.12.2024 08:55"}, {"ID": 186001115, "Datum": "11.1.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Sext u Duodez\" auf fol. 77r:\n\"¾ auf 3 Uhr Morgens den 11. Jän[n]er.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001125, "Datum": "12.1.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »I« [Klavierstunde, in der Spalte] »H.«[Hofmann]. [Am rechten Rand, in der Spalte] »W.« [Wald]: »3. [Stunde] zahlen obwohl abwes[end]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001135, "Datum": "13.1.1860, Freitag", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner: \n   Hat Kontrapunktübungen durchgesehen, wundert sich über seinen Fleiß; Bruckner solle sich mehr schonen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001137, "Datum": "zwischen 13.1 und 23.2.1860", "Haupttext": "Bruckner schreibt zwei Briefe an Sechter, die nicht beantwortet werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001145, "Datum": "14.1.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I« [Klavierstunde in der Spalte] »H.«[Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001175, "Datum": "17(?).1.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »4.« [Klavierstunde in der Spalte] »W.«[Wald].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001195, "Datum": "19.1.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I« [Klavierstunde in der Spalte] »W.«[Wald].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001225, "Datum": "22.1.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Octav Dez Duodez\" auf fol. 87v:\n\"22. Jäner 3 Uhr Morgens\" (*).\n \n(Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von Josef Haydn, Mendelssohn, Schumann und Fr. Curschmann (**)).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 08:01"}, {"ID": 186001245, "Datum": "24.1.1860, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Octav, Undez, Tredez\" auf fol. 92r:\n\"24. Jän[n]er 3. Uhr Morgens.\" (*).\n\n\n\n[24. oder 25.1.1860]\nKalendernotiz Bruckners: »I« [Klavierstunde in der Spalte] »W.«[Wald] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001275, "Datum": "27.1.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I« [Klavierstunde in der Spalte] »W.«[Wald].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001285, "Datum": "28.1.1860, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Octav, Dez, Tredez\" auf fol. 98r:\n\"¼ über  3 Uhr Morgens den 28. Jän[n]er\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001295, "Datum": "29.1.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Dez, Duodez, Quatuordez\" auf fol. 99v:\n\"3 Uhr Morgens den 29. Jän[ner] [1]860.\"\nund auf fol. 101r:\n\"[1]860. 29. Jän[n]er.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186001315, "Datum": "31.1.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I« [Klavierstunde in der Spalte] »W.«[Wald] (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Octav Duodez Quatuordez\" auf fol. 102v [wegen knapper Buchbindung nicht vollständig lesbar]:\n\"31. Jän[n]er 4 Uhr Mor[gens] ge[??]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002005, "Datum": "Februar 1860", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »10 fl W« [Wald?] »11 Stunden Hoffmann« [folgen Honorarberechnungen] und »4 Stunde[n] gut«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002015, "Datum": "1.2.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Non, Duodez, Quatuordez\" auf fol. 105r:\n\"860. 1. Februar.\"\n\n\nund auf fol. 107r: \"1. Febr. 8 Uhr Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002025, "Datum": "2.2.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 107r:\n\"2. Febr. 4 Uhr Morgens.\"\n\n\nund auf fol. 107v im neuen Kapitel \"Doppelter Contrapunct in der melodischen Gegenbewegung\": \"2. Febr. 7 U[hr] Morgen[s]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002075, "Datum": "7.2.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen (vermutlich Termin einer Klavierstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002095, "Datum": "9.2.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen (vermutlich Termin einer Klavierstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002105, "Datum": "10.2.1860, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 115v:\n\"10. Febr ¾ auf 4 Uhr Morge[ns]\" (*).\n \nBreinbauer stellt das mittlere Manualwerk der Linzer Domorgel fertig:\n»[...] Auf diese Zuschrift [Bruckners Brief vom 15.12.1857] welche ich in Handen habe, liß ich mir die Arbeit noch mehr angelegen sein, und liferte bis 10. Feb. 1860 das mittlere Manualwerk, am 13. Feb. 1860 überreichte ich ein Gesuch mit Rechnung um Zahlungsanweisung pr 1050 fl, nach villen, ja sehr villen Betreibungen erst erfolgte die Anweisung am 30. Juni 1862 [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002125, "Datum": "12.2.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 117v:\n\"12. Febr. 2 Uhr Morgens\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002135, "Datum": "13.2.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 119r:\n\"13. Febr. 3 Uhr Morgens.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002145, "Datum": "14.2.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen (vermutlich Termin einer Klavierstunde) (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 119v: \"14. Febr zwischen 3 u 4 Uhr Morgens.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002155, "Datum": "15.2.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 121r:\n\"[1]860. 15. Febr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002165, "Datum": "16.2.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen (vermutlich Termin einer Klavierstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002215, "Datum": "21.2.1860, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n     Wollte am 22.2. in Wien sein; Sechter sei wohl krank, nach dem letzten Brief vom 13.1. habe er zwei Briefe Bruckners nicht beantwortet; Weinwurm möge nach ihm sehen. Richtet Grüße von Alois Weinwurm aus: \n     »Liebster Freund Weinwurm!\n     Mit vollster Zuversicht hoffte ich, Dich 22. Febr. in Wien zu sehen; allein H Professor Sechter muß krank sein, weil er mir auf zwei Briefe nicht antwortet. Sein letzter Brief an mich ist vom 13. Jän[n]er d. J., wo er noch ganz gesund war, u mir die Resultate über meine Arbeiten schrieb. Sei aufs dringendste gebeten, theurer Freund! u gehe hin; er wohnt auf der Mariahilfer=Hauptstraße No. 13 im 2. Stock, gehe sogleich hin, ich bitte Dich vom Herzen, u erkundige Dich um sein Befinden, u wen[n] es möglich ist, (*) [Seitenende] so bewirke mir die Erlaubniß, daß ich kommen darf; augenblicklich würde ich in Wien sein [...]« (**).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 126r: \"21 Febr\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002225, "Datum": "22.2.1860,Mittwoch (Aschermittwoch)", "Haupttext": "Ursprünglich geplante Ankunft in Wien (*).\n\n\nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 127r:\n\"22. Febr 3 Uhr Morgens.\"\nund auf fol. 129r: \"22. Febr. [1]860.\" (**).\n\n\n (In Linz Aufführung der Teile Herbst und Winter aus Haydns \"Vier Jahreszeiten\" beim Linzer Musikverein. Es ist das letzte von A. M. Storch dirigierte Musikvereinskonzert (er kündigte am 1.6.1860) (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002245, "Datum": "24.2.1860, Freitag", "Haupttext": "Eintrag Bruckners in dem am 23.8.1859 begonnenen Heft »Doppelter Contrapunkt in der Oktav« (WAB 247): [links oben:] »Für [1]860.« [am Unterrand:] H Professor 24. Febr: Dort wo zuerst 2 Viertl dan[n] eine halbe Note in der 2 Hälfte des Tactes ist, u keine Bindung folgt möglichst Durchgänge machen, oder auch 2 Viertl aus der halben Note. Manchmal kanns nicht anders sein.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002247, "Datum": "(Ende) Februar bis April 1860", "Haupttext": "Bruckner in Wien bei Sechter; er wohnt Mariahilfer Straße, Hotel »Kreuz«.\n[\"Goldenes Kreuz\", Josef Krenn, Mariahilfer Hauptstraße 41 (vgl.Eintragung vom 24.7.1859)] (*).\n \nEintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Sext u Non\" auf fol. 63r:\n\"Händl | Bach. [1]860 Wien\" (**).", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:12"}, {"ID": 186002255, "Datum": "25.2.1860, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 130v:\n\"Wien. 25. Febr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002265, "Datum": "(26.2.1860, Sonntag)", "Haupttext": "In Wien Konzert Herbecks mit Werken von Liszt und Mozart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002275, "Datum": "27.2.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) im Kapitel \"Quart u Duodez\" auf fol. 78r:\n\"Wien 27. Febr [1]860 ) Wegen der Fundschritte äußerte H Professor: selbst in Cdur läßt sich Vieles ausgleichen. z B. unter Ein Fund. mehrere Gänge.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002285, "Datum": "28.2.1860, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 132v:\n\"28. Febr H Prof. ausgebessert\"\nund auf fol. 133r:\n\"28. Febr. Wien.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186002295, "Datum": "29.2.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 132v:\n\"29. Febr [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003005, "Datum": "März 1860", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: Berechnungen, Schreibübungen und Notiz »Federn, Kerzen, Zündhölzch[en]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003015, "Datum": "1.3.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 134v:\n\"1. März Wien [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003025, "Datum": "2.3.1860, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 135r\n\"2. März neue Wohnung\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003045, "Datum": "(4.3.1860, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert des Wiener Singvereins [unter Herbeck] mit Werken von Mendelssohn, Schumann und Beethoven (*).\nKonzert des Linzer Musikvereins mit Werken von L. Weiß, Schubert, Emil Mayer, Mendelssohn, C. Santner und F. Hiller (**).", "Letzte Änderung": "20.11.2024 09:51"}, {"ID": 186003055, "Datum": "5.3.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 137r:\n\"Wien 5. März [1]860.\".\nAuf derselben Seite mehrere Fragen Bruckners und Notizen zu Sechters Meinung, darunter \"Ja | H Prof. 5. März.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003065, "Datum": "6.3.1860, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 9r:\n\"6. März | H Prof. | Streichoktaven u Streichquinten { kan[n] man oft nicht im Contrap ausweichen.\"\nEintragung auf fol. 20v:\n\"Darf es angehen? als durchgehend? | Nicht so gut: weil die Quarten frei eintreten. | aber ist durchg.\n[mit anderer Tinte, also vermutlich später hinzugesetzt:]\n\"ja | 6. März.\"\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003075, "Datum": "7.3.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 138r:\n\"H. Professor sagte in Bezug chromat. Sätze: Alles läßt sich nicht so ganz richtig nach Fund. ausgleichen ) 7. März.\"\nund auf fol. 138v vor einer Akkolade:\n\"H. Professor selbst  am 7. März.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003085, "Datum": "8.3.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 141r (\"Verzierungen im doppelten Contrapuncte der Octav.\"):\n\"Wien 8. März [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003095, "Datum": "9.3.1860, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 141v (\"Dreifacher Contrapunct\"):\n\"9. März. [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003105, "Datum": "10.3.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners (auf der Seite »April 1860«): »10 März« und [daneben, dazugehörend?] »4 Butte[r]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003115, "Datum": "11.3.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 145r (\"Dreifacher Contrapunct der Octav\"):\n\"11. März [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003125, "Datum": "12.3.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 146v:\n\"12. März 1/4 11 Uhr Mittags.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003135, "Datum": "13.3.1860, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 147r:\n\"Wien. 13. März 3 – 4 Uhr Morgens. [1]860.\"\nAuf fol. 148v eine undatierte Notiz \"H. Prof. facit: Ich bin zufrieden.\"\nAuf fol. 149r eine weitere Datierung: \"Wien 13. März [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003145, "Datum": "14.3.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 150v:\n\"¾ 8 [Uhr] Abend[s] 300 Seiten (Linz anno [1]859 von 23 Aug.) bis 14. März [1]860 Wien.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003185, "Datum": "(18.3.1860, Sonntag)", "Haupttext": "In Wien Philharmonisches Konzert unter Eckert mit Händels »Israel in Ägypten«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003195, "Datum": "19.3.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 157r (\"Vierfacher Contrapunct der Octav\"):\n\"19. März [1]860.\"\nund auf fol. 157v: \"(19. März ½ 9 Uhr Abends.) (bitter)\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003205, "Datum": "20.3.1860, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 158r (\" 4 facher Contrap. der Octav\"):\n\"20. März [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003225, "Datum": "22.3.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 161r (\" Vierfacher Contrapunct der Octav in der melod. Gegenbew.\"):\n\"22. März [1]860. Wien.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003245, "Datum": "24.3.1860, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 128v:\n\"Wien [1]860. 24. März H. Prof. ausgebessert\",\nauf fol. 164v (4facher Contrap. der Octav\"):\n\"Wien. 24. März [1]860.\"\nund auf fol. 165r (\"Dreifacher Contrapunct der Octav u Dez vereinigt\"): \"Wien 24. März [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003255, "Datum": "(25.3.1860, Sonntag)", "Haupttext": "In Wien Konzert Herbecks mit Werken von Spohr, Liszt, Schubert und Beethoven. Solist: Hans von Bülow.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003275, "Datum": "27.3.1860, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 167r (\"3fach. Contrap. Octav u  Dez\"):\n\"27. März [1]860 4 Uhr Morgens\"\nund auf fol. 167v (\"3 facher Contrap. der Duodez.\"):\n\"27. März [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003285, "Datum": "28.3.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 168v (\"3 facher Contrap. der Duodez.\"):\n\"28. März. (war ganz recht)\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003305, "Datum": "30.3.1860, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 173r (\"3 facher Contrapunct der Duodez u Octav\"):\n\"Wien 30. März [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186003315, "Datum": "31.3.1860, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 175r (\"Dreifacher Contrapunct der Tredez\"):\n\"Wien 31. März [1]860.\"\nund auf fol. 176r (\"Dreifacher Contrap. in der Quatuordez\"):\n\"31. März Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004005, "Datum": "April 1860", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: Honorar- und Haushaltsberechnungen, »Butte[r]«, »10 März«, [Stunden] »wären 12 [...] aber [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004015, "Datum": "1.4.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 176r (\"Dreifacher Contrap. in der Quatuordez\"):\n\"1. April [1]860 5 Uhr Morgens.\",\nauf fol. 176v:\n\"1. April [1]860 Wien.\" und \"1. April 7 Uhr Morgens.\",\nauf fol. 177r:\n\"1. April 1860 Wien.\"\nund auf fol. 178r: \"[1]860 Wien 1. April 12 Uhr Nachts.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004025, "Datum": "2.4.1860, Montag", "Haupttext": "Schlußdatierung Bruckners in dem am 23.8.1859 begonnenen Sechter-Studienheft (WAB 247) auf fol. 178v,\nbei der zweiten Akkolade \"2. April 1 Uhr Morgens.\",\nneben der letzten, sechsten Akkolade \"Wien den 2. April 1860 2 Uhr Morgens | 356 Seiten.\"\nund am Unterrand \"O. A. M. D. G.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004035, "Datum": "3.4.1860, Dienstag, in Wien", "Haupttext": "Zeugnis Sechters über die Prüfung im doppelten, dreifachen und vierfachen Kontrapunkt:  »Zeugniß.\nDaß Herr Anton Bruckner Dom- und Stadtpfarr-Organist in Linz bei mir die Prüfung über den doppelten, drei- und vierfachen Contrapunct sowohl mündlich als schriftlich und zwar allseitig zu meiner vollsten Zufriedenheit abgelegt hat, und ich ihn daher als einen Meister in diesem Fache anerkenne, so daß jederman [sic] vollkom[m]enes Vertrauen zu ihm haben kann, welches Zeugniß ich ihm daher mit wahrem Vergnügen ertheile.\nWien den 3ten April 1860.\nSimon Sechtermp \nk: k: erster Hoforganist \nund Professor der \nHarmonie und des \nContrapunctes.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004065, "Datum": "6.4.1860, Karfreitag, Linz", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n   Alois Weinwurm läßt grüßen; Bruckner schickt 5 Gulden; Bemerkungen über ein Lotterielos; richtet Grüße an Freunde und an Frl. Pepi aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004125, "Datum": "12.4.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung eines Konzerts unter A. M. Storch mit Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt« [15.4.1860] im Linzer Abendboten.", "Letzte Änderung": "15.12.2024 12:57"}, {"ID": 186004145, "Datum": "14.4.1860, Samstag", "Haupttext": "Zweite Ankündigung des Konzerts unter A. M. Storch mit Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt« [15.4.1860] im Linzer Abendboten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004155, "Datum": "15.4.1860, Weißer Sonntag", "Haupttext": "Linzer Erstaufführung von Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt« durch den »Frohsinn«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004165, "Datum": "16.4.1860, Montag", "Haupttext": "Erste Datierung »Für: 1861. |16. April [1]860« in Bruckners letztem Sechter-Studienheft (WAB 248) (*).\nA. M. Storch legt die Leitung des »Frohsinn« nieder (der zweite Chormeister Matthäus Kirchberger ist bereits schwer erkrankt) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004195, "Datum": "19.4.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik über das Konzert vom 15.4.1860 in der Linzer Zeitung Nr. 91 (*) und im Linzer Abendboten Nr. 91 (**).\nKalendernotizen Bruckners: Datum angestrichen, rechts daneben »Wald. 19. W[ald] 1mal.« (***).\nTextauszüge zu (*):\r\n»Concert.\r\n   Den 15. April fand das längst erwartete Concert des Herrn Kapellmeisters A. Storch Statt, bei welcher Gelegenheit Robert Schumann's: \"Der Rose Pilgerfahrt\" zur Aufführung gelangte. [...] Die Damen; zwei Frl. Meisinger, Frl. Kainerstorfer, zwei Frl. Ritter und Frl. Schimatschek; sowie die Herren Sonnleithner und Weilnböck ernteten gelegentlich wiederholten Beifall. [...] Ebenso tapfer hielten sich die Streich=Instrumente unter der gewiegten Führung des Hrn. Zappe.«\nTextauszüge zu (**):\r\n»Als eines der interessantesten Concerte dieser Saison möchten wir das vom Herrn Kapellmeister A. M. Storch am 15. d. M. im Redoutensaale veranstaltete bezeichnen, welches vor einem kleinen aber sehr gewählten Auditorium die vollste Anerkennung gefunden hat. [...] Die Aufführung geschah mit lobenswerthem Fleiße, und es excellirten hierbei die Damen Meisinger, Kainerstorfer und Schimatschek, so wie die Herren Sonnleithner und Weilnböck.«", "Letzte Änderung": "15.12.2024 12:58"}, {"ID": 186004225, "Datum": "(22.4.1860, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von L. Weiß, Josef Haydn, E. Mayer, H. Cramer, Abt, Mendelssohn und Schubert.", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:30"}, {"ID": 186004235, "Datum": "23.4.1860, Montag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004245, "Datum": "24.4.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: Datum angestrichen, rechts daneben »24. April - Steininger (2) (weg.)«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004265, "Datum": "26.4.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: Datum angestrichen (vermutlich Termin einer Klavierstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186004305, "Datum": "30.4.1860, Montag", "Haupttext": "Datierung »30. April [1]860. Für [1]861.« auf Doppelbogen No. 2 des Studienheftes 1860/61 (WAB 248), enthaltend »Canons in der Gegenbewegung« und »Canons in der Vergrößerung« (*).\n\n\nDatierung \"30. April\" auf der letzten Seite des 1. Doppelbogens (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005035, "Datum": "(3.5.1860, Donnerstag)", "Haupttext": "In der »Linzer Zeitung« erscheint A. M. Storchs Analyse von Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt« (1. Teil 3., 4. und 8.5., 2. Teil 17., 23. und 26.5.). Artikel vom 3.5.1860:\n»Musikalisches.    Der Rose Pilgerfahrt. *) [Fußnote: *) Obwohl dieses Tonwerk in diesen Blättern bereits besprochen wurde [19.4.1860], lassen wir hier - bei dem Interesse, welches die Aufführung desselben in allen musikalischen Kreisen hervorgerufen hat - noch eine weitere, ausführliche Würdigung folgen. [/] D. R.]\n   I.\n   Kapellmeister A. Storch veranstaltete am 15. April im ständischen Redoutensaale ein Concert, in welchem er eine lyrische Dichtung von Moritz Horn, in Musik gesetzt von Rob. Schumann zu Gehör bringen ließ. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005045, "Datum": "4.5.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum doppelt angestrichen (vermutlich Klavier-Doppelstunde) (*). In der »Linzer Zeitung« Fortsetzung von A. M. Storchs Analyse von Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt«: \n»Musikalisches.\nDer Rose Pilgerfahrt.\nI.\n(Fortsetzung.) [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005075, "Datum": "7.5.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum doppelt angestrichen (vermutlich Klavier-Doppelstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005085, "Datum": "8.5.1860, Dienstag", "Haupttext": "Datierung „Für [1]861. (8. Mai [1]860.)\" auf Doppelbogen No. 3 (\"Canons in der Vergrößerung\") im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (*). In der »Linzer Zeitung« Fortsetzung von A. M. Storchs Analyse von Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt«: \n\n   »Der Rose Pilgerfahrt.\n\nI.\n\n(Fortsetzung und Schluß.)« Am Ende signiert »A. M. St.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005115, "Datum": "11.5.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum doppelt angestrichen (vermutlich Klavier-Doppelstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005145, "Datum": "14.5.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum doppelt angestrichen (vermutlich Klavier-Doppelstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005175, "Datum": "17.5.1860, Donnerstag", "Haupttext": "In der »Linzer Zeitung« Fortsetzung von A. M. Storchs Analyse von Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt«:\n»Musikalisches.\n   Der Rose Pilgerfahrt.\n   II. \n   Die zweite Abtheilung des Werkes, welcher schon die Dichtung weit manigfachere, belebtere, frischere Elemente zuführt, ist natürlich noch weit reicher in musikalischer Beziehung. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005185, "Datum": "18.5.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum doppelt angestrichen (vermutlich Klavier-Doppelstunde) (*). Datierung „Für [1]861. 18. Mai [1]860\" auf Doppelbogen No. 4 (\"Canons der Vergrößerung in der Gegenbewegung\") im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005195, "Datum": "9.5.1860, Mittwoch", "Haupttext": "[nicht 19.5.1860!]\r\nBruckners Nichte Monika Hueber in Vöcklabruck geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005215, "Datum": "21.5.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum doppelt angestrichen (vermutlich Klavier-Doppelstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005235, "Datum": "23.5.1860, Mittwoch", "Haupttext": "In der »Linzer Zeitung« Fortsetzung von A. M. Storchs Analyse von Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt«: \n»Musikalisches.\n   Der Rose Pilgerfahrt. \n   II.\n   (Fortsetzung.) [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005255, "Datum": "25.5.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum doppelt angestrichen (vermutlich Klavier-Doppelstunde).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005265, "Datum": "26.5.1860, Samstag", "Haupttext": "Letzter Teil von Storchs Schumann-Analyse in der »Linzer Zeitung« (*) mit den spöttischen Bemerkungen über Theoretiker und Kontrapunktiker, die Bruckner, von Alois Weinwurm aufmerksam gemacht, auf sich bezog (**).\n\n»Musikalisches.\n\n   Der Rose Pilgerfahrt. \n\n   II.\n\n   (Schluß.) [...] Wer [wie Schumann] so viel Gemüthstiefe mit so scharf durchdringendem Geiste in Conception und Einkleidung des gegebenen poetischen Stoffes paart, der darf wohl eine hervorragende Erscheinung, ein glänzender Stern am musikalischen Himmel heißen.\n\n   Schumann war nie eine jener traurigen Gestalten (Componisten) wie sie selbst jetzt noch in unserer Zeit mit gesenktem Haupte herumschleichen und glauben - wenn sie die Sache nur recht von der formellen Seite treffen, wenn sie nur den Contrapunkt in trostloser Abstraktion recht tüchtig handhaben und in scholastischer Dürre herumwühlen - sie haben der Kunst Genüge gethan. - Da irren sie aber gewaltig. - Der Weltmensch von Jetzt sitzt ihnen immer im Nacken; er begleitet sie zum Piano, wo ihre Gedanken Keime fassen, zum Papier, wo sie verarbeitet werden, ja selbst im Traume läßt er ihnen keine Ruhe, und aus diesem Zwiespalte geht ein Werk hervor, dem Janus nicht unähnlich, vorn das Gesicht von heute - und rückwärts den hinsterbenden Greis. - Wenn es doch unser besserer Nachwuchs über sich vermöchte, nicht immer an der Scholle kleben zu bleiben, sondern mit ruhigem Blicke sich auf die Zeithöhe zu schwingen - wie es Schumann gethan - es stünde anders um uns. - [/] Linz im Mai 1860. A. M. St.« (*). Datierung „Für [1]61. 26. Mai [1]860.« auf Doppelbogen No. 5 (»Dreistim[m]ige Canons«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005275, "Datum": "27.5.1860, Sonntag (Pfingstsonntag)", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 2. Seite des 5. Doppelbogens:\n\"27. Mai 1860. h. Pfingstson[n]tag.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005295, "Datum": "29.5.1860, Dienstag", "Haupttext": "Keine Klavierstunden bei Familie Wald.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186005315, "Datum": "31.5.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"31. Mai.\" und Vermerk \"½ 6 Uhr Abends vor Mai Andacht.« in Bruckners Studienheft »1860/61« (WAB 248) auf der letzten Seite des 5. Doppelbogens.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006005, "Datum": "Juni 1860", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Nach Pfingsten bei Wald keine Dienstagstunden« [nur 29.5.1860 oder auch folgende Dienstag gemeint?] und »Fink für Samstag Billet« [durchgestrichen, zum Zeichen der Erledigung?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006015, "Datum": "1.6.1860, Freitag", "Haupttext": "Datierung „Für [1]861. 1. Juni [1]860« auf Doppelbogen »No. 6« (»Canons in der Gegenbewegung«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006075, "Datum": "7.6.1860, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Erhielt heute von Alois Weinwurm Rudolfs Portrait, das schon Dr. Gunz angekündigt habe; freut sich auf Rudolfs Kommen; werde sich Ende Juni materiell erholt haben; auf Storchs bissige Bemerkungen über Kontrapunktiker in seiner Schumann-Analyse [26.5.1860] habe im Linzer Abendboten Santner aus Steyer-Garsten reagiert.", "Letzte Änderung": "30.08.2025 02:53"}, {"ID": 186006105, "Datum": "10.6.1860, Sonntag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 10. Juni [1]860.« auf Doppelbogen »No. 7« (»Rückgängige Canons«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006135, "Datum": "13.6.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 13. Juni [1]860« auf Doppelbogen »No. 8« (»Canons mit Choral«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006145, "Datum": "14.6.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, am linken Rand »Hoff« [Hofmann], am rechten Rand »Wald.« (*).\nHonorarberechnung »14. [korrigiert in »15.«] Juni 2 fl 10 kr 1fl - kr« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006175, "Datum": "(17.6.1860, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von Josef Haydn, Abt, Mendelssohn und L. Weiß.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006185, "Datum": "18.6.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, am rechten Rand »d[ett]o« [gemeint: Wald]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006215, "Datum": "21.6.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 21. Juni [1]860« auf Doppelbogen »No. 9« (\"Canons mit Choral\") im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006225, "Datum": "22.6.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, am linken Rand »Hof.« [Hofmann] (*).\nHonorarberechnung »22. [Juni] 2 fl 10 kr 1 fl - kr« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186006295, "Datum": "29.6.1860, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 29. Juni [1]860« auf Doppelbogen »No. 10« (»Unendliche Canons in der Vergrößerung u. Verkleinerung«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007005, "Datum": "Juli 1860", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: Honorarberechnungen, am unteren Rand: »(5. März 862. Aschermittwoch)« und »13. Febr. Aschermittwoch 861«.", "Letzte Änderung": "06.02.2025 10:44"}, {"ID": 186007015, "Datum": "1.7.1860, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 6. Seite des 10. Doppelbogens:\n\"1. Juli [1]860. 8 Uhr Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007025, "Datum": "2.7.1860, Montag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 2. Juli [1]860« auf Doppelbogen »No. 11« (»Vierstim[m]ige Canons 4facher Contrapunct der Octav«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (*).\n\n\n\nDatierung \"2. Juli\" auf der 7. Seite des 10. Doppelbogens (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007045, "Datum": "4.7.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 4. Juli [1]860« auf Doppelbogen »No. 12« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007055, "Datum": "5.7.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]860. 5. Juli [1]860« auf Doppelbogen »No. 13« (auf S. 2: »Canons per tonos«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007065, "Datum": "6.7.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Hoff« [Klavierstunde Hofmann] und Honorarberechnung »6. Juli 2 fl 10 kr 1 fl 60 kr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007085, "Datum": "8.7.1860, Sonntag", "Haupttext": "Notiz Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248): ”100 Seiten 8. Juli [1]860.”", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007095, "Datum": "9.7.1860, Montag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 9. Juli [1]860« auf Doppelbogen »No. 14« (»Canon, Nachahmung Dominant Tonica«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007115, "Datum": "11.7.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 11. Juli [1]860« auf Bogen »No. 15« (»Canons der Vergrößerung (mehrfach)«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007135, "Datum": "13.7.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Hof« [Klavierstunde Hofmann] und Honorarberechnung »13. [Juli] 2 fl 10 kr 1 fl - kr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007145, "Datum": "14.7.1860, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 6. Seite des 15. Doppelbogens, am Ende eines vierstimmigen \"Canon in mehrfacher Vergrößerung\":\n\"14. Juli Abends 8 Uhr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007155, "Datum": "(15.7.1860, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von Josef Haydn, Abt, Praetorius, Santner, Julius Maier, H. Cramer, Mendelssohn, Schumann und Fr. Curschmann.", "Letzte Änderung": "20.11.2024 09:29"}, {"ID": 186007165, "Datum": "16.7.1860, Montag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 16. Juli [1]860« auf Doppelbogen »No. 16« (»Canons per tonos«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007185, "Datum": "18.7.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Klavierbegleiter in einem Konzert des Männergesangvereins »Sängerbund« mit, in dem u. a. Herr Eglauer den »Wanderer« von Schubert singt und Alois Weinwurm, von Bruckner begleitet, den »Erlkönig«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007186, "Datum": "nach dem 18.7.1860", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 685 über das »Sängerbund«-Konzert vom 18.7.1860: »Concert. [/] Das Concert des Männergesang=Vereines »Sängerbund« am 18. Juli Abends versammelte im Volksgarten eine zahlreiche sehr gewählte Gesellschaft und fiel in jeder Beziehung glänzend aus. [...] und »Der Erlkönig«, den der Chormeister des Sängerbundes Hr. A. Weinwurm so ausgezeichnet vortrug, daß unter stürmischen [sic] Applaus eine Wiederholung erfolgen mußte. Zu Letzterem leistete Herr Bruckner mit bekannter Meisterschaft die Pianoforte=Begleitung. [...] Bei solcher Einigkeit und Willenskraft läßt sich dem »Sängerbund« das günstigste Prognostikon stellen und werden seine Leistungen bei dem gebildeten Publikum stets die wärmste Anerkennung finden. - ».", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007195, "Datum": "19.7.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 19. Juli [1]860« auf Doppelbogen »No. 17« (»Fortsetzung von den Canons mit Choral«) im Studienheft 1860/61 WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007205, "Datum": "20.7.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Hm« [Klavierstunde Hofmann] und Honorarberechnung »20. [Juli] 2 fl 10 kr 1 fl - kr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007225, "Datum": "22.7.1860, Sonntag", "Haupttext": "Sängerfahrt des »Frohsinn« nach Schwanenstadt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007237, "Datum": "Sommer 1860", "Haupttext": "Bruckner geht diesmal nicht zu Sechter nach Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007245, "Datum": "24.7.1860, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »Für 1861. 24. Juli [1]860« auf Doppelbogen »No. 18« (»Fortsetzung der Canons mit Choral«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007275, "Datum": "27.7.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »H.« [Klavierstunde Hofmann] und Honorarberechnung »27. [Juli] 2 fl 10 kr 2 fl 30 kr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007285, "Datum": "28.7.1860, Samstag", "Haupttext": "Datierung »Für 1861. 28. Juli [1]860« auf Doppelbogen »No. 19« (»Fortsetzung der Canons mit Choral«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007305, "Datum": "30.7.1860, Montag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 30ten Juli 860\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186007315, "Datum": "31.7.1860, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 31. Juli [1]860« auf Doppelbogen »No. 20« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008005, "Datum": "August 1860", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: Berechnungen, neben dem Betrag von 10 fl 50 kr »Mutter«, »Sorgen für Secund Accord im Canon« [betrifft Aufgabe für Sechter?] und »Kann [Kaan] d. 22.[August?] 8 [fl] 25. [August?] 6 [fl]«.", "Letzte Änderung": "25.10.2024 22:28"}, {"ID": 186008035, "Datum": "3.8.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »H.« [Klavierstunde Hofmann] und [Honorarberechnung] »3. Aug. 2 fl 10 kr 1 fl 28 kr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008055, "Datum": "5.8.1860, Sonntag", "Haupttext": "Am Gründungsfest der Liedertafel in Wels nehmen der »Frohsinn« und der »Sängerbund« teil (*).\r\n   Unter Storchs Leitung erklingen »Wachet auf« von Kücken und »Maiennacht« von Abt (*a). Der Frohsinn beschließt [sofort oder später?], Nagillers Chor »Mignon« [von Bruckner] neu einstudieren zu lassen [25.10.1860] (**).\nDatierung »Für [1]861. 5. August [1]860« auf Doppelbogen »No. 21« (\"Canons mit Choral in den Mittelstim[m]en.\" im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (***).", "Letzte Änderung": "05.09.2024 16:47"}, {"ID": 186008095, "Datum": "(9.8.1860, Donnerstag)", "Haupttext": "Franz Fuchs in Windhaag gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008105, "Datum": "10.8.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »H« [Klavierstunde Hofmann] und [Honorarberechnung] »Aug. 10.  2 fl 10 kr Fuhr [Fuhrmannslohn?] 1 fl«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008115, "Datum": "11.8.1860, Samstag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 185 kündigt auf S. 1 das Konzert vom 18.8.1860 an:\r\n   »Unsere gefeierte Landsmännin Frau von Marra=Vollmer wird am Tage des Geburtsfestes Allerhöchst Sr. Majestät des Kaisers im ständ. Redoutensaale ein Concert veranstalten, dessen halber Reinertrag dem hiesigen Taubstummen=Institut gewidmet wird. Wie wir ferner vernehmen wird die hiesige Liedertafel „Frohsinn” dabei aus Gefälligkeit mitwirken und Herr Dom=Organist Pruckner das Accompagnement freundlichst übernehmen.« (*).\n(Bei der Feier anläßlich der Eröffnung der Elisabeth-Bahn im Redoutensaal trägt der »Frohsinn« mehrere Chöre vor (**)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:30"}, {"ID": 186008145, "Datum": "14.8.1860, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 14. Aug. [1]860.« auf Bogen »No. 22« (»Canons mit Choral in den Mittelstim[m]en.« etc.) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008165, "Datum": "16.8.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Abschiedskonzert des »Frohsinn« für den scheidenden Chormeister A. M. Storch im Märzenkeller. Sein Nachfolger wird der bisherige 2. Chormeister Kirchberger (*). \nAuch der Linzer »Sängerbund« und das »Kränzchen« unter Jakoby wirken mit (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008175, "Datum": "17.8.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »H.« [Klavierstunde Hofmann] und [Honorarberechnung] »17. [Aug] 2 fl 10 kr  1 fl 50 kr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008185, "Datum": "18.8.1860, Samstag", "Haupttext": "Bruckner begleitet den »Frohsinn« bei einem Wohltätigkeitskonzert, das Frau von Marra-Vollmer zum Geburtstag von Kaiser Franz Joseph in den Redoutensälen in Linz veranstaltet (*). \n   »Der Besuch der gefeierten Sängerin Frau Maria Vollmer veranlaßte Storch bei dem von ihr im Redoutensaale am 18. August abgehaltenen Konzerte nochmals den Taktstab der Liedertafel zu ergreifen und die Chöre „Liedesfreiheit” von Marschner, „Widerspruch” von Schubert und „Waldeinsamkeit” zu dirigiren.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008235, "Datum": "23.8.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm kommt (aus München) nach Linz zu Besuch, bleibt bis zum 10.9.1860 (*). Datierung »Für 1861. 23. August [1]860« auf Doppelbogen »No. 23« (\"Gesellschafts-Canons\") im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008245, "Datum": "24.8.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: [Honorarberechnung] »24 Aug. Fk [Fink?]  2 fl 10 kr 1 fl 50 kr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008305, "Datum": "30.8.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 30. August [1]860« auf Doppelbogen »No. 24« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186008318, "Datum": "August/September 1860", "Haupttext": "In der Zeit von Rudolf Weinwurms Besuch in Linz arbeitete Bruckner, so Weinwurms späterer Bericht, am 146. Psalm [WAB 37].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186009005, "Datum": "September 1860", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: Honorarberechnungen, bei der Addition »(1 mal Zahlung ausständ[ig] Fink)«, unten »Praeludium«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186009015, "Datum": "1.9.1860, Samstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 1. Sept. [1]860.« auf Bogen »No. 25« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186009025, "Datum": "2.9.1860, Sonntag", "Haupttext": "Notiz Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 8. Seite des 25. Doppelbogens: »Fine | 200 Seiten | 2. September [1]860 | Schutzengelson[n]tag ½ 1 Uhr | Mittags.« (*). \n\nNotiz »Für [1]861. 2. September [1]860  |  Anfang der Fuge.« auf Doppelbogen »No. 26« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186009075, "Datum": "7.9.1860, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 7. Sept. [1]860« auf Doppelbogen »No. 27« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186009105, "Datum": "10.9.1860, Montag", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm reist von Linz ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186009145, "Datum": "14.9.1860, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 14. Septemb. [1]860.« auf Doppelbogen »No. 28« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186009225, "Datum": "22.9.1860, Samstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 22. Sept. [1]860« auf Doppelbogen »No. 29« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010005, "Datum": "Oktober 1860", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Fink 1 Billet [nachgetragen:] ausständ[ig]«, »Reiß Herman 3 Billets«, »Sechter schreiben« [diese drei Eintragungen durchgestrichen, wohl zum Zeichen der Erledigung] und Honorarberechnungen »14 Stunde[n]« [diese ähnlichlautend auch bei November 1860].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010015, "Datum": "1.10.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 7. Seite des 29. Doppelbogens:\n\"1. Oktober. Versuch\" (*).\n\n\nDatierung \"Für [1]861. 1. Oktober [1]860.\" auf Doppelbogen \"No. 30\" in diesem Studienheft 1860/61 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010055, "Datum": "5.10.1860, Freitag", "Haupttext": "Bruckner und Kirchberger werden zu Chormeistern der Liedertafel »Frohsinn« gewählt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010065, "Datum": "6.10.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, »2 St Hof« [Klavierstunden Hofmann] (*).\nDer Linzer Abendbote Nr. 231 meldet auf S. 1, daß Bruckner zum Chormeister des »Frohsinn« (neben Kirchberger) gewählt wurde. Vorstand ist Hafferl (**).\r\n»Gestern fand bei der hiesigen Liedertafel \"Frohsinn\" die Wahl des Vorstandes, der Ausschüsse und der Chormeister statt. Zum Vorstande wurde mit Acclamation wieder Herr Hafferl und zu Chormeistern die Herren Bruckner und Kirchberger gewählt, während als Ausschüsse die nämlichen Herren, wie bisher, verblieben.«", "Letzte Änderung": "23.03.2023 14:34"}, {"ID": 186010135, "Datum": "13.10.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, »2 St H.« [Klavierstunden Hofmann] (*).\nDer Welser Anzeiger, 5. Jg., Nr. 41, meldet:\r\n»Die Liedertafel \"Frohsinn\" hat an der Stelle des nach Wien [?]gegangenen Chormeisters Storch die Herren Kirchberger und Bruckner zu Chormeistern gewählt. Ersterer hat sich als Compositeur und [?]Letzterer als Organist einen sehr vortheilhaften Ruf erworben. Beide [?]sind tüchtige musikalische Kenner, jung und strebsam, und berechtigen [zu] den schönsten Hoffnungen.« (**).\nDatierung »Für [1]861. 13. Okt. [1]860.« auf Doppelbogen »No. 31« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010155, "Datum": "15.10.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, »2 St H.« [Klavierstunden Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010185, "Datum": "(18.10.1860, Donnerstag)", "Haupttext": "Beim Vereinsfest des Linzer Diözesan-Kunstvereins (Fest des hl. Lukas)  wird beim Hochamt im Dom eine Palestrina-Messe aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010205, "Datum": "20.10.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010215, "Datum": "21.10.1860, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner dirigiert den »Frohsinn« in einem Konzert. Aufgeführt werden Harfenstücke von Parish-Alvars, Jaellfroid und der Solistin Maria Mösner (über »Robert der Teufel«), eine Sonate für Harfe und Violine (B. Pringle) von Spohr und die Chöre »Loreley«, Mendelssohns »Sommerlied« und ein Vokalquartett vom Schubert.", "Letzte Änderung": "27.11.2024 08:51"}, {"ID": 186010225, "Datum": "22.10.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010235, "Datum": "23.10.1860, Dienstag", "Haupttext": "Bericht des »Linzer Abendboten« Nr. 245 über das »Frohsinn«-Konzert vom 20.10.1860:\r\n     »Zweites Concert der Harfenvirtuosin Maria Mösner.\r\n     Zu unserer größten Freude erblickten wir am Samstage an den Straßenecken die Plakate, welche ein zweites Concert des Fräuleins Mösner ankündigten. [...] die für Linz ganz ungewöhnliche Völle des Saales. Rafft diese Stadt endlich aus ihrer musikalischen Lethargie sich auf? oder – war es nur der Sonntag? –\r\n ... [letzter Absatz:] Der mitwirkende Theil der Liedertafel gab unter Pruckners Leitung einen wirklichen Muster=Vortrag der herrlichen „Loreley”, dieser tiefen, geheimnißvollen Volksweise. Die Wiederholung wurde mit allgemeiner Freude begrüßt. Außerdem wurde noch das Mendelssohn'sche „Sommerlied” und ein Schubert'sches Vokalquartett gesungen, ersteres ein klein wenig unsicher, offenbar noch einiger Proben bedürftig, letzteres tadellos.« (*).\nDatierung »Für [1]861. 23. Oktober [1]860« auf Doppelbogen »No. 32« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).", "Letzte Änderung": "10.09.2024 06:13"}, {"ID": 186010254, "Datum": "vor dem 25.10.1860", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 1015 [nicht vor dem 22.10.1860] das Konzert vom 25.10.1860 an: »* Wie wir vernehmen, wird Fräul. Maria Mösner, deren zweites Concert [20.10.1860] - auf welches wir noch zurückkommen werden - überaus glänzend ausfiel, aus besonderer Gefälligkeit Donnerstag den 25. Oct. im letzten diesjährigen Vereins=Concerte der Liedertafel »Frohsinn« (Damenabend in den Redoutenlocalitäten) mitwirken. Fräul. Mösner wird abermals eine Sonate für Harfe und Violin im Vereine mit dem ausgezeichneten Virtuosen Herrn Pringle vortragen und überdies auch zu einem Liede das Accompagnement leisten. Somit haben wir an diesem Abende einen großen, seltenen Kunstgenuß zu gewärtigen, wobei auch die Liedertafel »Frohsinn« unter der Leitung ihrer neugewählten, tüchtigen Chormeister, der Herren Bruckner und Kirchberger ausgewählte Gesangsnummern zum Vortrage bringen wird.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010255, "Datum": "25.10.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Im Konzert des »Frohsinn« präsentieren sich die neuen Chorleiter Bruckner und Kirchberger. Weitere Mitwirkende: Frl. Maria Mösner (Harfe) und Herr Pringle (Violine). Aufgeführt wird u. a. das Lied »Mignon« von Nagiller (*a). \n   »Die letzte Thätigkeit des Vereines in diesem Jahre war ein Damen-Abend im Redoutensaale unter der Leitung des Chormeisters Kirchberger am 25. Oktober, in welchem Herr Pringle und die Harfenvirtuosin Fräulein Maria Mösmer mitwirkte.\n   Als Chöre kamen zur Aufführung: „Sturmbeschwörung” von Dürner, „Mignon” von Nagiller, „Sommerlied” von Mendelssohn, und wurden beifällig aufgenommen.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010275, "Datum": "27.10.1860", "Haupttext": "Notiz des Welser Anzeigers Nr. 43 [verspätete Ankündigung des Konzerts vom 25.10.1860]:\n   »Heute wird von der Liedertafel \"Frohsinn\" im Redoutensaale ein Concert unter Mitwirkung des Frl. Mösner gegeben. Wie verlautet, kömmt hiebei das unter dem neuen tüchtigen Chormeister Bruckner neu einstudirte Lied \"Mignon\" von Nagiller zum Vortrage, auf dessen Schönheit dem Vernehmen nach die Liedertafel erst bei dem Gründungsfeste der Welser Liedertafel aufmerksam wurde.« (*). Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010295, "Datum": "29.10.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186010315, "Datum": "31.10.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 31. Oktober [1]860.« auf Doppelbogen »No. 33« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011005, "Datum": "November 1860", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »Landa« [Name einer Linzer Familie] bei 9., 16., 19., 23., 26. und 30. November [jeweils Montage und Freitage, vermutlich Unterrichtsstunden]. Zusätzlich sind einige Namenstage unterstrichen.", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:13"}, {"ID": 186011014, "Datum": "ca. Anfang November 1860", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herrn Kaan [Kaar], der ihm Geld schuldet. Er, Bruckner, habe selber unerwartet große Auslagen (150 fl.).", "Letzte Änderung": "25.10.2024 21:46"}, {"ID": 186011015, "Datum": "1.11.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 2. Seite des 33. Doppelbogens:\n\"1. November [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011035, "Datum": "3.11.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011065, "Datum": "6.11.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011075, "Datum": "7.11.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Auf Antrag des Vorstandes Josef Hafferl wird Bruckner bei der Generalversammlung zum 1. Chormeister des »Frohsinn« gewählt (*). 2. Chormeister wird Kirchberger, Archivare sind Markus und Kerschbaum, Sekretäre Theodor Zehden und Dr. Stifler, stellvertretender Vorstand Jax.\r\n»Erster Chormeister aber wurde Herr A. Bruckner und die Liedertafel ist stolz darauf, einen solchen Mann zu ihrem Chormeister gehabt zu haben, der von einer bescheidenen unbekannten Stellung sich durch seinen eigenen Fleiß und sein Talent auf eine hervorragende Stufe in der musikalischen Welt emporschwang.« (*a).\r\nBruckners Vorgänger (Kirchberger) war tödlich erkrankt (**). Bruckners Tätigkeit wird mit jährlich 200 Gulden honoriert (***). Als Probenlokale sind das »Nordico« (°) und die »Stadt Frankfurt« (°°) überliefert.", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:13"}, {"ID": 186011076, "Datum": "nach dem 7.11.1860 (?)", "Haupttext": "Zeitungsbericht über die Generalversammlung [?] des »Frohsinn«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011085, "Datum": "8.11.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 8. Seite des 33. Doppelbogens:\n\"8. November Abends gegen 9 Uhr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011095, "Datum": "9.11.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde] (*).\nDatierung »Für [1]861. 9. November [1]860.« auf Doppelbogen »No. 34« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:14"}, {"ID": 186011115, "Datum": "11.11.1860, Sonntag", "Haupttext": "Bruckners Mutter nach zweitägigem Krankenlager in Ebelsberg Nr. 70 (heute Kremsmünsterer Straße 2 [858/105, 858/139]) gestorben.\r\nBruckner läßt von einem Linzer Photographen [Zinnogger (°) [siehe die Anmerkung]] eine Aufnahme anfertigen (*).\nEintragung im Taschenkalender »Mutter gestorben« (**).\nBrief Bruckners an Rosalia Hueber (in Ebelsberg geschrieben):\r\n   Benachrichtigt sie vom Tod der Mutter. Die Beerdigung werde am Dienstag sein (***).\nNotiz »Mutter gestorben« bei einer Fugenübung im Studienheft 1860/61 (°).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:48"}, {"ID": 186011125, "Datum": "12.11.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen, [vermutlich Klavierstunde Landa].", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:14"}, {"ID": 186011135, "Datum": "13.11.1860, Dienstag", "Haupttext": "Bruckners Mutter wird in Ebelsberg beerdigt: »Ruhestätte | der Frau | Theresia | Bruckner | Schullehrers-Wittwe | von Ansfelden. | Geboren den 7. April 1801, | gestorben nach Empfang der hl. | Sterbsacramente den 11. Novbr. 1860. | REQUIESCAT IN PACE!« (*).\nSchreiben von Pfarrer Herz [?] [Schullehrer-Pensionsinstitut?] an das Bischöfliche Konsistorium:\r\n     Über das Ableben von Theresia Bruckner. Sie habe 50 fl Pension bezogen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011155, "Datum": "(15.11.1860, Donnerstag)", "Haupttext": "Zweites Vereins-Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von Beethoven (\"Prometheus\"-Ouvertüre), Mendelssohn (Klavierquartett) und Haydn (Arie aus der \"Schöpfung\" und Es-Dur-Symphonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011165, "Datum": "16.11.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde] (*).\nSchreiben des Bischöflichen Konsistoriums an Josef Kerschbaum, den Rechnungsführer des Vereins [gemeint: Schullehrer-Pensionsinstitut?] ist:\r\n     Über das Ableben von Theresia Bruckner. Die Pensionszahlungen sind einzustellen (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:14"}, {"ID": 186011175, "Datum": "17.11.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011195, "Datum": "19.11.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde].", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:14"}, {"ID": 186011205, "Datum": "20.11.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011225, "Datum": "22.11.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011235, "Datum": "23.11.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde] (*).\nDatierung »Für [1]861. 23. November [1]860.« auf Doppelbogen »No. 35« im Studienheft 1860/61 [WAB 248] (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:15"}, {"ID": 186011245, "Datum": "24.11.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011255, "Datum": "(25.11.1860, Sonntag)", "Haupttext": "Gründungsfest des Linzer Männergesangvereins »Sängerbund«. Um 10 Uhr Messe in der Stadtpfarrkirche mit Aufführung einer Vocal-Messe von Santner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011265, "Datum": "26.11.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde].", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:15"}, {"ID": 186011275, "Datum": "27.11.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Klavierstunde, vermutlich Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011285, "Datum": "28.11.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 8. Seite des 35. Doppelbogens:\n\"28. Novem[ber] – 9 Uhr Aben[ds]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011295, "Datum": "29.11.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 29. November [1]860.« auf Doppelbogen »No. 36« (»Canons mit einer Begleitstim[m]e in der Gegenbewegung« etc.) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186011305, "Datum": "30.11.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde].", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:15"}, {"ID": 186012015, "Datum": "1.12.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012025, "Datum": "2.12.1860, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwürstelessen bei Karl Zappe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012035, "Datum": "3.12.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde].", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:16"}, {"ID": 186012045, "Datum": "4.12.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012055, "Datum": "5.12.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 5. Dezember [1]860.« auf Doppelbogen »No. 37« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012075, "Datum": "7.12.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde] (*).\n \nEintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 2. Seite des 37. Doppelbogens: \"7. Dezember 4 - 5 Uhr, Morgens\" (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:16"}, {"ID": 186012094, "Datum": "vor dem 9.12.1860", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner (vermutlich zum Tod der Mutter).\nBrief von Herrn Kaan [Kaar], der um Fristverlängerung bei einer Schuldentilgung bittet. Bruckner spricht in dieser Angelegenheit mit Kaans Gläubiger, Herrn Scharringer.", "Letzte Änderung": "25.10.2024 21:47"}, {"ID": 186012095, "Datum": "9.12.1860, Sonntag (2. Advent)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Dankt für Kondolenzschreiben; Kaan habe ihm das Geld noch nicht geschickt; Scharringer (Kaans Vermieter) sei sehr ungeduldig.", "Letzte Änderung": "25.10.2024 22:15"}, {"ID": 186012115, "Datum": "11.12.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012145, "Datum": "14.12.1860, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde].", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:16"}, {"ID": 186012155, "Datum": "15.12.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012175, "Datum": "17.12.1860, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: neben dem Datum »Landa« [vermutlich Klavierstunde] (*).\nDatierung »Für [1]861. 17. Dezember [1]860.« auf Doppelbogen »No. 38« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 18:17"}, {"ID": 186012185, "Datum": "18.12.1860, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012195, "Datum": "19.12.1860, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 6. Seite des 38. Doppelbogens:\n\"300 Seiten | 19. Dezember [1]860.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012205, "Datum": "20.12.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Beim Damenabend des »Frohsinn« im Redoutensaal dirigiert Bruckner erstmals öffentlich (*);\r\nes kommen Werke von Mendelssohn (»Wasserfahrt« und Quartett »Ruhetal«) (**), Stunz (»Heldengesang in Walhalla«), Meyerbeer (»Wallfahrt nach Ploermel«, Solo: Fr. Petermandl), Fischer (»Waldvögelein«), Esser (»Die Heimat«, Soli: Wilhelmine und Hermine Ritter), Preyer (»Die Träne«, Solo: Hr. Falkensamer), Zöllner (Müllerlieder »Wohin«) und Otto zur Aufführung.\r\n    Es wirkten unter anderem mit: Wilhelmine und Hermine Ritter und die Herren Hametner und Zehden (***).", "Letzte Änderung": "18.12.2024 00:00"}, {"ID": 186012206, "Datum": "nach dem 20.12.1860", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 294 berichtet auf S. 1216 über das Konzert vom 20.12.1860:\r\n   »Wenngleich das jüngste Concert der Liedertafel \"Frohsinn\" nicht sehr zahlreich besucht und anfänglich die Konversation so kühl wie die Temperatur der Lokalitäten war, so zählt es doch in Programm und Ausführung zu den schönsten und besten dieses Vereins. Da war zuerst der kraft= und schwungvolle \"Heldengesang in Walhalla\" von Stunz und gleich darauf eine Phantasie über Motive aus Meyerbeer's 'Wallfahrt nach Ploermel' für Piano arrangirt von Pacher und prachtvoll vorgetragen von Frau Petermandl. Die ausgezeichnete Technik, der schöne, sichere Anschlag und die virtuose Behandlung der übrigens dankbaren, weil auch dem Laien gefälligen Komposition entzückte das Auditorium, welches seinen Beifall laut und einstimmig zu erkennen gab. Noch schwelgte das Ohr in dem Genuße des Gehörten, als das liebliche \"Waldvögelein\" aus Fischer's unvergleichlich schönen Waldesliedern ertönte. Dieser Chor und Mendelssohn's \"Wasserfahrt\" waren die Glanzpunkte in den Vorträgen der Liedertafel. Ihre präcise, vortreffliche Durchführung gereicht nicht allein den Sängern, sondern auch dem wackeren Chormeister Herrn Bruckner zur Ehre. Letzterer Chor mußte unter stürmischem Applaus wiederholt werden. Zwischen diesen Chören sang das Schwesternpaar Fräulein Wilhelmine und Hermine Ritter das ansprechende Duett \"Die Heimath\" von Esser so anmuthig, zart und gefühlvoll, daß die Zuhörer durch anhaltenden Beifall den Wunsch nach einer Wiederholung ausdrückten, welchem die liebenswürdigen Sängerinnen durch den ebenso vortrefflichen Vortrag von Mendelssohn's \"Volksliede\" entsprachen. Sehr hübsch, wenn auch etwas befangen, trug Herr Falkensamer das Lied \"Die Thräne\" von Preyer vor. Noch müssen wir mit Auszeichnung des Mendelssohn'schen Quartettes \"Ruhethal\", gesungen von den Fräulein Ritter und den Herren Hametner und Zehden, dann des Chores \"Wohin?\" aus Zöllner's Müllerliedern erwähnen, welcher gleichfalls wiederholt werden mußte. Den Schluß der sehr gelungenen Produktion machte der Piraten-Chor von Otto und dann war es für diesmal \"Ade!\" -«", "Letzte Änderung": "18.12.2024 00:00"}, {"ID": 186012225, "Datum": "22.12.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann] (*). Datierung »Für [1]861. 22. Dezember [1]860.« auf Doppelbogen »No. 39« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).\n(Konzert des Linzer Musikvereins (Programm nicht überliefert) (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012245, "Datum": "24.12.1860, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 6. Seite des 39. Doppelbogens:\n\"24. Dezember [1]860. h Nacht 8 u 9 Uhr Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012275, "Datum": "27.12.1860, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 27. Dezember [1]860.« auf Doppelbogen »No. 40« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012295, "Datum": "29.12.1860, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: vor dem Datum »H« [vermutlich Klavierstunde Hofmann].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012304, "Datum": "vor dem 30.12.1860", "Haupttext": "Zwei Briefe Bruckners an Sechter, die als verschollen gelten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012305, "Datum": "30.12.1860, Sonntag", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner: \n     Er habe zwei Briefe Bruckners nicht beantwortet; Glückwünsche zum Jahreswechsel; er erwartet in der Fastenzeit Bruckner in Wien (*).\n\n\nEintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 8. Seite des 40. Doppelbogens:\n\"     320 Seiten\nEnde Dezember [1]860.\n(30. Dezember v. 2. Uhr bis 9. Uhr Abends)\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012315, "Datum": "31.12.1860, Montag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 31. Dezember [1]860.« auf Doppelbogen »No. 41«\nund Vermerk »[1]860. Fine« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186012318, "Datum": "1860/61", "Haupttext": "[??] 2. Vertonung des Marinelli-Textes »Das edle Herz« für gemischten Chor [WAB 66].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186100005, "Datum": "1861", "Haupttext": "Karl Waldeck kommt wieder nach Linz zurück (*); er empfiehlt dem Arzt Dr. Prohaska Bruckner als Klavierlehrer.\nBruckners Kontakte mit Karl Zappe, Otto Kitzler und anderen sind dokumentiert auf einem Gruppenbildnis des Photographen Franz Nunwarz [IKO 2] [siehe die Anmerkung] (**).\nVon seiner Verbindung mit Johann Herbeck (erstmals in Krems oder Nürnberg) zeugt dessen Männerchorversion des Schumann'schen »Zigeunerlebens« mit eigenhändiger Widmung Herbecks an Bruckner \"Herrn Anton Bruckner zur freundlichen Erinnerung an J. Herbeck 1861\" (***).\nEs sind auch einige Studienblätter Bruckners zur Harmonielehre im fünfstimmigen Satz überliefert, unter anderem nach Beispielen von Marpurg (°), des weiteren auch Kontrapunktstudien (°a).\nGesangvereine aus Linz [»Frohsinn«?], Wels, Steyr und Bad Hall halten in Bad Hall ein kleines Sängerfest ab (°°).\nLudmilla Gallasch (1845 - 1932), Tochter des Ebenseer Arztes Dr. Ferdinand Gallasch, besucht 1861/62 eine Nähschule in Linz, wo sie bei ihrer Schwester Marie Gütlbauer wohnt. Sie wird von ihren Mitschülerinnen als \"Frau Bruckner\" verspottet, weil Bruckner für sie entflammt war (°°°).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:07"}, {"ID": 186101015, "Datum": "1.1.1861, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 2. Seite des 41. Doppelbogens:\n\"1. Jän[n]er [1]861.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101065, "Datum": "6.1.1861, Sonntag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 6. Jän[n]er.« auf Doppelbogen »No. 42« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101105, "Datum": "10.1.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 10. Jän[n]er« auf Doppelbogen »No. 43« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101135, "Datum": "13.1.1861, Sonntag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 13. Jän[n]er. ½ 9 Uhr Abends« auf Doppelbogen »No. 44« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101145, "Datum": "14.1.1861, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 3. Seite des 44. Doppelbogens:\n\"14. Jän[n]er ½ 10 Uhr Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101165, "Datum": "16.1.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 6. Seite des 44. Doppelbogens:\n\"16. Jän[n]er 1/2 10 Uhr Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101185, "Datum": "18.1.1861, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Für [8]861. 18. Jän[n]er« auf Doppelbogen »No. 45« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101205, "Datum": "20.1.1861, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 5. Seite des 45. Doppelbogens:\n\" – 9 Uhr Abends 20. Jänner.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101215, "Datum": "21.1.1861, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 6. Seite des 45. Doppelbogens: \"21. Jän[n]er – 4-Uhr Morgens\" und auf der 8. Seite dieser Lage der Vermerk \"360. Seiten | 21. Jän[n]er 1/2 7 Uhr Abends\" (*).\nDatierung \"Für [1]861. 21. Jän[n]er\" auf Doppelbogen \"No. 46\" in diesem Studienheft 1860/61 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101235, "Datum": "23.1.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 7. Seite des 46. Doppelbogens:\n\"23. Jän[n]er nach 9 Uhr Abends.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101245, "Datum": "24.1.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Abschriften der Zeugnisse vom 10.7.1858 und 3.4.1860.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101255, "Datum": "25.1.1861, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 25. Jän[n]er« auf Doppelbogen »No. 47« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101265, "Datum": "26.1.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 2. Seite des 47. Doppelbogens:\n\"26. Jän[n]er 4 Uhr Morgens.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101285, "Datum": "28.1.1861, Montag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 28. Jän[n]er« auf Doppelbogen »No. 48« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (*).\n\nVermerk auf der 2. Seite dieser Lage: \" – 9 Uhr Abends 28. Jän[n]er.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101305, "Datum": "30.1.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n\n    Wird am 13.2.1861 für die ganze Fastenzeit nach Wien kommen, bittet um eine günstige Wohnung, nicht zu weit von Sechter entfernt; richtet Grüße von Alois Weinwurm aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186101315, "Datum": "31.1.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 7. Seite des 48. Doppelbogens:\n\"31. Jän[n]er – 9 Uhr Abends. u. 1. Febr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102015, "Datum": "1.2.1861, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 7. Seite des 48. Doppelbogens:\n\"31. Jän[n]er – 9 Uhr Abends. u. 1. Febr.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102025, "Datum": "2.2.1861, Samstag", "Haupttext": "Artikel im Linzer Abendboten über Bruckners Arbeit beim »Frohsinn« (*).\nIgnaz Dorn dirigiert in Wien eigene Werke, darunter seine Symphonie »Labyrinth-Bilder« (**).\nDatierung »Für [1[861. 2. Februar« auf Doppelbogen »No. 49« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2023 08:23"}, {"ID": 186102045, "Datum": "4.2.1861, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 6. Seite des 49. Doppelbogens: \"4. Februar Morgens\" (*).\n\n\n\nDatierung »Für [1]861. 4. Februar.« auf Doppelbogen »No. 50« (»Zweistim[m]ige Fuge«) in  diesem Studienheft 1860/61 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102075, "Datum": "7.2.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners in seinem Studienheft 1860/61 (WAB 248) auf der 8. Seite des 50. Doppelbogens: ”400 Seiten | 7. Februar Abends – 8 Uhr.”", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102085, "Datum": "8.2.1861, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. 8. Februar« auf Doppelbogen »No. 51« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102095, "Datum": "9.2.1861, Samstag", "Haupttext": "Faschingsjux des »Frohsinn« im Nordico; Bruckner ist als Napoleon III. kostümiert (*). Es erklingen Werke von Vogl, Kirchberger (war wie am 20.12.1860 erkrankt), Zöllner, Benoni (Schwank), Speidel und Kunz.", "Letzte Änderung": "10.11.2024 08:04"}, {"ID": 186102104, "Datum": "vor dem 10.2.1861", "Haupttext": "Briefe Rudolf Weinwurms an Bruckner: \n   Über Bruckners mutmaßliche Ankunft in Wien und seine Unterkunft dort; er möge Chorkompositionen Weinwurms mitbringen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102105, "Datum": "10.2.1861, Faschingssonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n   Dankt für die Briefe, bestätigt Ankunftstermin Mittwoch 12 Uhr und richtet Grüße von Alois Weinwurm aus; wird die Chöre mitbringen; klagt über die letztjährige unruhige Unterkunft, wünscht lieber Privatwohnung als Hotel; ist mit den Linzer Verhältnissen unzufrieden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102114, "Datum": "vor dem 11.2.1861", "Haupttext": "Bruckner arbeitet den Männerchor »Vor Arneths Grab« [WAB 53] um für das Begräbnis von Josefine Hafferl. Vom Text Marinellis (*) entfällt die letzte Strophe. Außerdem ist bei der Neuvertonung - »Am Grabe« [WAB 002] - keine Posaunenbegleitung vorgesehen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102115, "Datum": "11.2.1861, Rosenmontag", "Haupttext": "Besprechung des Faschingskonzertes vom 9.2.1861 im »Linzer Abendboten« Nr. 34, S. 1:\r\n»Die Liedertafel \"Frohsinn\" und der Herren-Abend am 9. Febr. 1861. \r\n   Seit Langem schon sahen wir die hiesige Liedertafel einen Standpunkt in musikalischer Beziehung einnehmen, der jeden, der es mit dem Gesange ehrlich meint, mit inniger Freude erfüllen mußte. In letzterer Zeit, wie vorzüglich der jüngst verflossene Damen-Abend zeigte, ist sie zum wahren Kunstinstitute geworden, und kann sich nunmehr mit solchen Leistungen jeder anderen Liedertafel kühn an die Seite stellen. \r\n   Die Linzer Liedertafel ist groß geworden. Wohin aber war der Frohsinn gekommen? Seine Devise war zerrissen und die Theile flatterten im Winde, wir kannten den \"Frohsinn\" beinahe nimmer.\r\n   Zu viel Studieren ohne Erholung, ewige Konzertluft, ununterbrochene Anstrengung hat seine Nerven angegriffen, er war mißmuthig geworden, wie so viele Denker und Gelehrte. \r\n   Nicht lange mehr und er wäre ernstlich erkrankt.\r\n   Da zum Glücke erkannte man seine Unpäßlichkeit, man gab ihm zur Arznei Erholung, Freude und Lust, und siehe da! mit neuen Kräften ist er erstanden, neu erstarkt mit frischem Leben in den Adern gab er am 9. Februar 1861 riesige Beweise seiner wieder erlangten Gesundheit. \r\n   So dachten wir uns stets einen wahren Sänger-Abend, Kunst und Frohsinn gleich repräsentirt; der Frohsinn in fröhlichen Chören, heiterer und geselliger Unterhaltung, in der Menge und Verschiedenheit der Maskenanzüge und anderen scherzhaften Piecen.\r\n   [...] Aber nicht bloß für den Frohsinn ward gesorgt, auch der Kunstliebhaber ging gewiß befriedigt von dannen. \r\n   Der schönste Beweis, was die Liedertafel kann, ist der, daß in Mitten der Lust, wo alle Fiber der Fröhlichkeit erregt sind, wo wir bei derlei Scherz-Abenden in gesanglicher Beziehung nur mittelmäßiges zu hören gewohnt waren, eine solche Präcision in der Aufführung herrschte, daß im vollen Taumel der Freude und Heiterkeit der unübertrefflich gesungene Chor \"Der fahrende Student\", von Speidel, Thränen der Rührung in die Augen lockte; das war die Krone der Bemühung, darauf kann die Liedertafel stolz sein.\r\n   Möge sie in ihrem Kunststreben sich eng an ihren tief und gründlich gebildeten Chormeister Herrn Brukner anschließen, in ihm erkennen wir den Mann, der sie zum Ruhme und zur Ehre führen kann. \r\n   [Textlücke?] Möge aber auch die Liedertafel einen wohlgemeinten Rath nicht verschmähen, möge sie Kunst und Geselligkeit in gleicher Weise pflegen, möge sie wohl nicht zum Unterhaltungs-Verein herabsinken, aber auch nicht der Kunst ausschließlich sich widmen, damit sie ihren eigentlichen Zweck nie aus den Augen verliere.\r\n   Das Deutschen Liedesklänge sollen nicht stets nur in ungeselligen Concerten und für diese gepfleget werden; nicht im schwarzen Frack und weißer Weste mit ängstlich bebender Brust müssen sie gesungen werden, um ihren mächtigen Eindruck auszuüben: der freien, frohen Brust müssen sie entströmen, in geselligen Kreisen müssen sie ertönen, von heiteren, lebenslustigen Sängern müssen sie gesungen werden - dann wird die Größe seiner Macht offenbar, dann wird bei seinen trüben Weisen Wehmuth die Brust des Hörers durchzucken, dann wird das Herz frischer und freier schlagen bei den frohen Klängen, dann wird das Lied den Sieg erringen, wird Sänger und Zuhörer gleich begeistern, und nur so und auf solche Weise ist der Liedertafel langes und kräftiges Bestehen möglich, nur so werden die ausübenden und unterstützenden Mitglieder mit gleicher Lust und Liebe an diesem so schönen Vereine hängen.« (*).\n[10.2.1861?] Bei der Beerdigung von Josefine Hafferl, der Mutter des »Frohsinn«-Vorstandes Josef Hafferl, wird der Chor »Am Grabe« [WAB 002] vom »Frohsinn« unter Bruckners Leitung uraufgeführt (**), und zwar in der Kirche und am Grab (***).\nEintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 3. Seite des 51. Doppelbogens:\r\n\"Den 11. Febr. [1]861.\"\r\nDatierung auch auf der 7. Seite dieser Lage am Ende des zweiten achtstimmigen Kanons: \"11. Februar 9 Uhr Abends.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102125, "Datum": "12.2.1861, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Bericht der »Linzer Zeitung« Nr. 35, S. 143, über den Männerchor »Am Grabe« [WAB 2]. Erste Zeitungsnachricht über Bruckner als Komponist: \n\n»* Bei Gelegenheit des Leichenbegängnisses der Kaufmannswitwe Frau Josefine Hafferl exekutirte die Liedertafel \"Frohsinn\" einen von ihrem Chormeister Herrn Bruckner componirten Grabgesang, der nicht verfehlte auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck auszuüben. Durch die ganze Composition weht der Hauch zarter Empfindung und frommen Gottvertrauens. Diese Intention schwebte dem Componisten vor, und er löste seine Aufgabe vortrefflich.« (*).\n\nDatierung »Für [1]861. 12. Februar.« auf Doppelbogen »No. 52« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).\nDatierung »Linz, den 12. Februar 1861 | Anton Brucknermp. | (411 Seiten.)«\nund [nachträgliche Notiz]\n»430 Seiten in 12 Tagen v. 14. bis 25. Febr. v. H Prof. corrigirt.« in diesem Studienheft 1860/61 auf der 3. Seite dieser Lage (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102135, "Datum": "13.2.1861, Aschermittwoch", "Haupttext": "Abfahrt 7 Uhr in Linz, Ankunft in Wien 12 Uhr. Letzter Studienaufenthalt bei Sechter (*). \n\nIn dieser Zeit wird Bruckner [beim \"Frohsinn\"] von Engelbert Lanz vertreten (**)\n\n\nBruckner wohnte [die ganze Zeit?] im Gasthaus Goldener Stern [siehe die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102145, "Datum": "14.2.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »Für [1]861. Wien 14. Febr.« auf Doppelbogen »No. 53« (»Vorbereitung zur Engführung«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (*). \n Sechter beginnt mit den Korrekturen der in Linz geschriebenen 52 Bogen des Studienheftes. Notiz Bruckners »430 Seiten | in 12 Tagen | v. 14. bis 25. Febr. | v. H Prof. corrigirt« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102165, "Datum": "16.2.1861, Samstag", "Haupttext": "Im Fremdenblatt Nr. 46 ist auf S. 6 zu lesen:\n     \"Angekommen in den Gasthöfen und Fremdenführer.\" [...] Gold. Stern, Stadt. [...] A. Brukner, Linz. [...]\" (*).\n \nEintragung Bruckners in einem zum dritten Sechter-Studienband (WAB 248) gehörenden Übungsblatt:\nam Oberrand \"Aus den Vorlesungen im Conservatorium: Beim Contrap. [...]\"\nund nach der vierten Akkolade \"1 mal am 16. Febr. [1]861.\"\n[korrigiert aus \"17. Febr.\", gemeint \"1. Mal\"?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102175, "Datum": "17.2.1861, Sonntag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 40 meldet auf S. 11:\n     \"Angekommene. [...] Goldener Stern, Stadt: [...] - Brukner Anton, Chormeister, v. Linz. - [...]\" (*).\n \n(3. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Joseph Haydn, Debrois de Bruyk (Requiem) und Beethoven (4. Sinfonie) (**).)", "Letzte Änderung": "22.09.2024 17:55"}, {"ID": 186102195, "Datum": "19.2.1861, Dienstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »H. Prof. den 19. Februar« bei einem Kommentar im Studienheft 1860/61 (*). \n\n\n\nDatierung »Wien, 19. Febr. [1]861.« auf Doppelbogen »No. 54« (»Verbesserungen« von Linzer Arbeiten) im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102215, "Datum": "21.2.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Kirchberger, Chormeister des »Frohsinn«, gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102245, "Datum": "24.2.1861, 2. Fastensonntag", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm dirigiert beim Konzert des Akademischen Gesangvereins im Redoutensaal unter anderem Ritornelle von Schumann. Als Solist wirkte Dr. Gunz mit. Unter den Zuhörern befindet sich Alois Weinwurm (*).\n(Bei Kirchbergers Beerdigung singt der »Frohsinn« unter Weilnböcks Leitung ein Grablied von Lindpaintner (**). Auch Mitglieder des »Sängerbunds« nehmen an der Feier teil (***)).\nAufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 24ten Febr. 1861 in der Stadtpfarrkirche Linz zum 1ten Mal aufgeführt\" (°).\nEintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 7. Seite des 53. Doppelbogens: \"24. Febr [1]861. Wien.\" (°°).", "Letzte Änderung": "13.11.2024 11:26"}, {"ID": 186102255, "Datum": "25.2.1861, Montag", "Haupttext": "Eintragungen Bruckners im dritten Sechter-Studienband 1860/61 (WAB 248):\nAuf Seite 3 des 52. Doppelbogens:  »430 Seiten | in 12 Tagen | v. 14. bis 25. Febr. | v. H Prof. corrigirt« (*).\nAuf Seite 4 desselben Doppelbogens:  »Wien 25. Febr. [1]861. vom H. Prof. zurück bekom[m]en ausgebessert« (**).\nNotiz Bruckners auf der 8. Seite des 53. Doppelbogens: \"H Prof. zufrieden | 25. Febr. [1]861.\" (***).\nNotiz \"Ausarbeitung spätnachm 25. Febr. 864.\" auf der 7. Seite des 54. Doppelbogens (°).\nNotiz auf der 8. Seite des 54. Doppelbogens (am rechten Rand wegen knapper Bindung nicht komplett lesbar): \"In Wien angekom[m]en 13. Febr. mündl d[??] Vom 14. Febr bis 25. Febr Abends [1]861 Alles ausgebessert H Prof Sechter bei 430 Seit[en]\" (°°).\n\n Datierung »Wien 25. Febr. [1]861.« auf der 1. Seite von Doppelbogen »No. 55« (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186102265, "Datum": "26.2.1861, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »26. Febr. [1]861.« auf der 5. Seite des Doppelbogen No. 52 des Studienheftes 1860/61 (WAB 248) (*).\nWeitere Datierung auf dem 55. Doppelbogen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103015, "Datum": "1.3.1861, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 2. Seite des 55. Doppelbogens:\n\"1. März [1]861. Wien. Seite 65 Marpurg  Räthsel-Canon\" [siehe die Anmerkung] (*).\n\n\n\nIn Wien Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde [unter Herbeck] mit Schuberts »Der häusliche Krieg« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103035, "Datum": "3.3.1861, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners im dritten Sechter-Studienband (WAB 248) auf der 8. Seite des 55. Doppelbogens:\n\"Schluß über Canon Wien 3. März [1]861.\" (*).\n \nDatierung »Wien 3. März [1]861« auf Doppelbogen »No. 56« (»Fugensätze in verschiedenen Tonarten«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (**).\n \n(8. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Gade, Spohr, Wagner (Faust-Ouvertüre) und Beethoven (Eroica) (***)).\n\r\n(In Linz Vereidigung von Bürgermeister Reinhold Körner. »Frohsinn«, »Kränzchen« und »Sängerbund« nehmen daran teil (°).\r\n   »Gesungen wurden folgende Chöre: »Heil dir, mein Vaterland« von Schmölzer, »Die Heimat« von Storch, »Der frohe Wandersmann« von Mendelssohn, »Des Deutschen Vaterland« von Reichardt, dirigirt von Herrn C. Weilnböck, prov. Chormeister des »Frohsinn« während der Abwesenheit des Chormeisters Bruckner in Wien; Herr Weinwurm, Chormeister des Sängerbundes; Herr Lanz, Chormeister des »Kränzchens«.« (°°).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 09:41"}, {"ID": 186103055, "Datum": "5.3.1861, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"5. März [1]861. Conservat.\" in Bruckners Übungsheft zu den Studien \nbei Sechter (zum 3. Studienband WAB 248 gehörender Einzelbogen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103065, "Datum": "6.3.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung »Wien 6. März 1861« auf Bogen »No. 57« im Studienheft 1860/61 [WAB 248].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103095, "Datum": "9.3.1861, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"Wien 9. März [1]861.\" in Bruckners Übungsheft zu den Studien bei Sechter (zum 3. Studienband WAB 248 gehörender Einzelbogen), mit Bruckners Notiz: \"H Prof. extra Wurst. geschehen ist geschehen\".", "Letzte Änderung": "01.09.2025 12:55"}, {"ID": 186103115, "Datum": "11.3.1861, Montag", "Haupttext": "Datierung »Wien 11. März [1]861« auf Doppelbogen »No. 58« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103165, "Datum": "16.3.1861, Samstag", "Haupttext": "Datierung »Wien 16. März [1]861« auf Doppelbogen »No. 59« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103175, "Datum": "(17.3.1861, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert Herbecks mit Beethovens »Missa solemnis«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103185, "Datum": "18., 19. und 21.3.1861, Montag bis Donnerstag", "Haupttext": "Erste Landtagswahlen in Oberösterreich.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103225, "Datum": "22.3.1861, Freitag", "Haupttext": "Beginn der letzten, 60. Lektion bei Sechter. Datierung »Wien den 22. März [1]861« auf Doppelbogen »No. 60« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (*).\n(Wiederholung des Konzerts vom 1.3.1861 (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103235, "Datum": "23.3.1861, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners (in Wien) an den Wiener Männergesangverein [Vorstand: Franz Schierer]:\r\n     Bittet um 15 Kompositionen aus dem Archiv, die er zu Studienzwecken abschreiben lassen wolle: Werke von A. Schäffer, Gade, Wagner (Steuermannslied aus »Holländer«), Abt, Schläger, Schumann, Franz Mair, Schubert, Kreutzer, Otto, Reißiger, Esser und Würst [siehe die Anmerkung]  und zwei Volkslieder.", "Letzte Änderung": "24.12.2024 18:01"}, {"ID": 186103245, "Datum": "(24.3.1861, Palmsonntag)", "Haupttext": "Engelbert Lanz dirigiert im Konzert des Linzer Musikvereins [unter anderem] einen Psalm von Mendelssohn. Es erklingt auch das \"Stabat Mater\" [von Pergolesi in einer Instrumentalfassung mit großem Orchester und Chören] von Alexis Lwoff.", "Letzte Änderung": "28.11.2024 22:26"}, {"ID": 186103255, "Datum": "25.3.1861, Montag", "Haupttext": "Notiz Bruckners im Sechter-Studienheft (WAB 248) nach der letzten, 60. Lektion: ”Wien | 25. März [1]861. | In der Nacht bis ¼ auf 5 Uhr | Morgens. | O. A. M. D. G. | [unten:] Schluß.”", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103256, "Datum": "nach dem 25.3.1861", "Haupttext": "Komposition einiger Fugen [für Orgel?].", "Letzte Änderung": "21.01.2025 19:39"}, {"ID": 186103265, "Datum": "26.3.1861, Dienstag in der Karwoche", "Haupttext": "Zeugnis Sechters über Bruckners Prüfung in Kanon und Fuge: \n»Zeugniß. \n   Daß Herr Anton Bruckner dieses Jahr die strenge Prüfung über den Canon und die Fuge vollkommen gut bestanden hat, und also fähig ist, dieses Studium fortzupflanzen, d. h. selbst Unterricht in diesem Fache mit wahrem Nutzen geben zu können, bezeuge ich mit Vergnügen mit meiner Handschrift und meinem Siegel.\nWien den 26ten März 1861.\nSimon Sechter\nk: k: erster Hoforganist\nund Professor der Harmonie und des Contrapunctes\nam Conservatorium des Musik.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186103315, "Datum": "(31.3.1861, Ostern.)", "Haupttext": "Otto Kitzler wird 1. Kapellmeister am landständischen Theater in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104005, "Datum": "April 1861", "Haupttext": "Der »Frohsinn« wird zum Nürnberger Sängerfest eingeladen (*).\n\n\nEintragung Bruckners im dritten \nSechter-Studienband (WAB 248) auf der 5. Seite des 49. Doppelbogens am \nEnde der letzten Akkolade: \"(Schluß (April) | [1[861\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104015, "Datum": "1.4.1861, Montag (Ostermontag)", "Haupttext": "Notiz Bruckners in seinem Studienheft 1860/61 (WAB 248): ”[links] 1. April [1]861. [rechts] Nachtrag No. 1” (*).\n\nNachträgliche Eintragung in der Seitenmitte: \"Ausgebessert v H Prof. Sechter in Linz | den 2, 3, 4. u 5. September [1]861.\"\nDatierung \"1. April [1[861\" rechts unten auf der 8. Seite des Doppelbogens \"1. Nachtrag\" in diesem Studienheft, auf dem Kopf stehend [ursprünglich wohl als Festlegung der ersten Seite dieses neuen Doppelbogens gedacht] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104055, "Datum": "5.4.1861, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 5ten April Pf\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104145, "Datum": "14.4.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"14ten April Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104195, "Datum": "19.4.1861, Freitag", "Haupttext": "Festkonzert im Theater zur Eröffnungsfeier des ersten freigewählten Landtages [Wahl am 18. - 21. März], zugunsten der Linzer Privat-Blindenanstalt (°).\r\n   Bruckner leitet den »Frohsinn«, Engelbert Lanz den Linzer Musikverein. Es erklingen u.a. Werke von Mendelssohn (»Athalia«) (*) und Wilhelm Tschirch (Hymne »Gott, Vaterland und Liebe«) (**), der Chor »Meeresstille« von Karl Ludwig Fischer (***), Beethoven (Ouvertüre zu »König Stefan«) und Mozart (Arie aus der »Zauberflöte«) (°°).\r\nDer Reinertrag betrug 223 fl. 6 kr. Oe.W. (°°°).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 18:57"}, {"ID": 186104205, "Datum": "20.4.1861, Samstag", "Haupttext": "Kritik zum gestrigen Konzert in der Linzer Zeitung Nr. 93, S. 377: »Fest=Concert [/] des Musikvereines und der Liedertafel »Frohsinn« zur Feier des versammelten oberöst. Landtages am 19. April 1861. [/] N. Der Musikverein, der sich stets eines besonderen Wohlwollens des Landes=Collegiums zu erfreuen hatte, unternahm es, der neu gewählten Landesvertretung die Früchte unermüdeten Fleißes als Opfer dazubringen. Sein alter, bewährter Freund »Frohsinn« unterstützte ihn auf das Trefflichste. [...] Jeder Verein gab das Beste, das Schönste [...], wäre auch hie und da manches zu wünschen übrig; wenn man die Umstände erwägt, Unbekanntsein mit der Bühne, Kürze der Zeit zum Studiren u. s. w. muß man gerechter Weise anerkennen, daß Vieles geleistet wurde. Der unermüdliche Fleiß sämmtlicher Ausübenden und der beiden Dirigenten Herren Bruckner und Lanz ermöglichte diese erfreulichen Resultate. Mögen die Abgeordneten einen freundlichen Eindruck mit sich nehmen und den Intentionen der Festarrangeure sich geneigt beweisen. Der Liedertafel Frohsinn bringen wir unsere Glückwünsche, da sie es verstanden, den rechten Führer zu finden. Herr Bruckner, der vollendete Techniker der Kunst, bewies sich als sehr guter Dirigent. Richtige Auffassung, feine Nuancirung, ruhige, energische Leitung sind die Cardinal-Tugenden eines Chormeisters.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104215, "Datum": "21.4.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 21ten April Pfarr\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104235, "Datum": "23.4.1861, Dienstag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104245, "Datum": "24.4.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner trifft in Salzburg ein und quartiert sich im Gasthaus \"Zu den drei Alliirten\" ein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186104255, "Datum": "25.4.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Aufruf Hafferls zur Teilnahme des »Frohsinn« und der anderen Männergesangvereine Oberösterreichs am Nürnberger Sängerfest (*).\n\n\nDie Salzburger Zeitung Nr. 95 meldet auf S. 4 im \"Fremden=Verzeichniß. | Vom 24. und 25. April 1861.\" für das Gasthaus \"Zu den drei Alliirten [...] Hr. Bruckner, Chormeister v. Linz, [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105055, "Datum": "5.5.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 5ten Mai 1861 zum 1ten Mal im Dom aufgeführt\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105065, "Datum": "6.5.1861, Montag", "Haupttext": "Vermerk (von fremder Hand) »Der Liedertafel »Frohsinn« zum 17. Gründungsfeste am 6. Mai 1861 gewidmet« auf einer Abschrift des »Ave Maria« [»WAB 6].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105095, "Datum": "9.5.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 437 die Gründungsfeier der Liedertafel »Frohsinn« am 12.5.1861 im Linzer Dom an: \n»* Die Liedertafel \"Frohsinn\" wird Sonntag, den 12. Mai um 10 Uhr in der Domkirche zur Gründungsfeier des seit 17 Jahren bestehenden Vereines, eine Vocal=Messe von Lotti zur Ausführung bringen. Das Fest selbst, worüber das Nähere in einigen Tagen bekannt gemacht werden wird, findet Donnerstag, den 16. Mai im Redoutensaale statt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105124, "Datum": "vor dem 12.5.1861", "Haupttext": "Komposition des 7-stimmigen »Ave Maria« [WAB 6] (*).\nSpäter Abschrift der Partitur und der Stimmen durch Franz Schimatschek (**), weiterer Stimmen durch »Anonymus L1« (***) und der Partitur durch »Anonymus L2« (°).", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:52"}, {"ID": 186105125, "Datum": "12.5.1861, Sonntag", "Haupttext": "Hochamt im Alten Dom anläßlich der Gründungsfeier des »Frohsinn«. Bruckner führt eine Messe von Antonio Lotti und als Offertorium-Einlage erstmals sein »Ave Maria« [WAB 6] auf (*). (Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 12ten Mai 1861 zum 1ten Mal in der Pfarrkirche Linz\" (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105145, "Datum": "14.5.1861, Dienstag", "Haupttext": "Lobende Kritik des Linzer »Abendboten« Nr. 110 (signiert »-b-« (*)) über das Gründungsfest des »Frohsinn« und Bruckner als Dirigent:\r\n   »- Am 12. Mai 1861 brachte die Liedertafel „Frohsinn” zur Feier ihres Gründungsfestes eine Vokalmesse von Lotti in der hiesigen Domkirche zur Ausführung. Vor Allem unseren wärmsten Dank der Liedertafel, daß sie einen so kostbaren Schatz alter Kirchenmusik, welche bisher nur speziellen Kennern bekannt war, seinem Dunkel entrissen und das hiesige Publikum mit einem Werke bekannt gemacht hat, über welchem Adel, Würde und Gediegenheit schwebt, und welches eine Fundgrube des Wissens im Fache der Kirchenmusik genannt werden kann. Würdig aber diesem Meisterwerke, vollkommen in jeder Beziehung, tadellos in allen Theilen war auch die Exekutirung dieser Messe. Die Markirung der eintretenden Themas, die sichere Intonation, die Farbenmischung von Piano und Forte, das Erstarken und Ersterben der Akkorde brachten eine unbeschreibliche Wirkung auf die andächtig lauschenden Zuhörer hervor. Daß ein Werk frei von allen einschmeichelnden Melodien der neuen Musik, ernst und würdig gehalten, ein durch und durch klassisches Werk derartig aufgeführt wurde, daß Kunstkenner und Laien gleich entzückt den Tönen lauschten und gleich befriedigt von dannen gingen, daß eine Wirkung erzielt wurde, wie sie in Linz mit einem derartigen kirchlichen Werke noch nie erzielt wurde, das möge die Liedertafel „Frohsinn”, das mögen die mitwirkenden Damen sich zum Ruhme anrechnen, das ist ein Glanzpunkt ihres Wirkens, dessen Schimmer so bald nicht erlöschen wird. Einem Vereine anzugehören, dessen Leistungen bereits eine derartige Kunststufe einnehmen, ist eine Ehre für jedes Mitglied, und einen solchen Verein zu dirigiren muß ein wahres Vergnügen muß der Stolz eines Chormeisters sein. Herr Bruckner als Dirigent bewies, welche Kenntnisse ihm inne wohnen, daß er es versteht, sie auch einem ganzen Vereine einzupflanzen, und daß es nur an der mangelhaften Aufführung gelegen sei, wenn ein klassisches Meisterwerk nicht zur gebührenden Geltung gebracht werden kann. Die vorgestrige Aufführung war einer der schönsten Momente seines Wirkens und mag ihm als Belohnung für so manche Mühe und Beschwerde des Einstudierens gelten. Möge nur die Liedertafel nie müde werden, sich von ihm leiten zu lassen und das Studieren nicht scheuen; daß ihr Chormeister es an Aufopferung und Lehreifer nicht fehlen lassen wird, wissen wir gewiß. Jetzt zum Schlusse noch einige Worte über das eingelegte Offertorium (Ave Maria) [WAB 6] von Hrn. Bruckner selbst. Er trat mit diesem Werke in Linz als Compositeur zum ersten Male vor das Publikum und in die Oeffentlichkeit - und errang einen vollständigen Sieg. Für die Reinheit des Satzes bürgen seine tiefen Studien, für die Gediegenheit der Komposition der Beifall der Kunstkenner und für die Schönheit des Werkes die einstimmige Anerkennung und Befriedigung der Zuhörer, sowie die Begeisterung der Ausübenden. - b - ».\n(Brief von Reinhold Körner an den »Frohsinn«:\r\n   Spendet anläßlich des Gründungsfestes 50 fl. (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105155, "Datum": "15.5.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik der »Linzer Zeitung« Nr.112, S. 454 (*)\r\nund der »Katholischen Blätter«, S. 171 (**) über das »Ave Maria« [WAB 6]. \n(*) Linzer Zeitung:\r\n»Vocal=Messe von Lotti,\r\n   ausgeführt von der Liedertafel „Frohsinn” am 12. d. M. \r\n   Ner. Die großen Schätze ächt kirchlicher Musik stammen von Palestrina ...\r\n   [...] Der Chormeister der Liedertafel „Frohsinn” Hr. Bruckner verdient die vollste Anerkennung, ein so schönes Werk gewählt zu haben, zur kirchlichen Feier des Gründungsfestes dieses Vereines. Freilich wäre ein allgemeineres Auffassen solcher im Palestrina-Style geschriebenen Werke durch öfteres Hören bedingt; der Zweck - religiöse Erbauung - dürfte selbst beim ersten Anhören erreicht sein. Mit feinem Verständnisse nuancirt, war die Durchführung eine mackellose. Besonders erhebend war das „Christe”, „Et incarnatus” und das liebliche „Benediktus”. Das Offertorium, „Ave Maria” 7stimmig componirt von Herrn Bruckner, ist ein religiös empfundenes, streng contrapunktisch durchgeführtes Werk, welches auf die Anwesenden mächtig wirkte. Prachtvoll klingt die Repetition „Jesus” im feierlichen A dur Accord. Hr. Bruckner hat hiedurch einen glänzenden Beweis seiner großen Studien (er ist Schüler des weltberühmten Prof. Sechter) und seiner besonderen Befähigung für schaffende kirchliche Kunst geliefert. Was an einer tüchtigen Leitung gelegen, wird jeder einsehen, der dem Gründungsamte der Liedertafel „Frohsinn” voriges Jahr und heuer anwohnte.« (*).\n(**) Katholische Blätter:\r\n    »Linz. Schon öfters wurde uns im Verlaufe mehrerer Jahre durch den Kunstsinn und die Thätigkeit des Herrn Domkapellmeisters C. Zappe, sowie des Herrn Hauptschullehrers und Musikvereinsdirektors E. Lanz Gelegenheit geboten, klassische Kirchenkompositionen aus den früheren Jahrhunderten zu hören, die uns immer mächtig anregten, erbauten und zur Andacht stimmten. Am verfloßenen Sonntage d. i. am 6. Sonntag nach Ostern wurde nun wieder in der Domkirche und dießmal unter der Leitung des Domorganisten und Chormeisters der Liedertafel Herrn A. Bruckner mit Beihilfe eines gewählten Sängerkreises aus der hiesigen Herren- und Damenwelt eine solche Komposition aus dem vorigen Jahrhundert nämlich eine Vokal=Messe von Lotti zur Aufführung gebracht. (Lotti ist der Stifter der sogenannten venetianischen Schule, studirte den Contrapunkt um das Jahr 1684 unter Begrenzi [sic, recte »Legrenzi«?] und starb zu Anfang des Jahres 1740 als Kapellmeister am S. Marco in Venedig.) \r\n   Es ist uns wieder ein Genuß, ja eine wahre Erbauung gewesen, diese altehrwürdigen Tonsätze - nach Form und Inhalt von der modernen Satz- und Ausdruckweise so außerordentlich abweichend zu hören. Langsames Tempo, genaue Beobachtung der Zeichen namentlich des crescendo und decrescendo, gute Aussprache, reine Intonation, - das ist es, was wir bei Aufführung dieser Lottischen Messe besonders lobend hervorheben zu müssen glauben. Zum Offertorium wurde ein von Herrn Bruckner componirtes 8stimmiges Ave Maria aufgeführt, ein kirchliches, künstlerisch vollendetes Tongebilde. - [...] Die besten Wünsche dem Fortbestehen und immer herrlicheren Gedeihen des musikalischen Wirkens auf kirchlichem Gebiete! - [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105164, "Datum": "15. oder 16.5.1861, Mittwoch oder Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 459 das Programm des Konzerts vom 16.5.1861 an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105165, "Datum": "16.5.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Gründungskonzert des »Frohsinn« im Redoutensaal. Bruckner dirigiert u.a. Werke von Mendelssohn (Quartett »Abschied vom Walde«, Soli: Wilhelmine und Hermine Ritter, Josef Hametner und Theodor Zehden) und Karl Ludwig Fischer (»Meeresstille und glückliche Fahrt«) (*) und übernimmt den Klavierpart bei einer Rossini-Phantasie (»Othello«) von Ernst (Violinsolist: Herr Pringle). Otto Kitzler begleitet Lieder von Genée (»Der Spielmann«, Solo: Weilnböck) und Schubert (»Wanderer«) und Storch (»Allein«) (Solo: Frl. Philippine von Edelsberg) (**).\r\n   Außerdem erklingen Werke von Abt (»Fahnenlied«), Kirchberger (»Die Ferne«, Solo: Hoffelner) und V. E. Becker (»Jägers Aufenthalt«) (***).\nDatierung »16. Mai [1]861« im neuen Doppelbogen »Nachtrag »No. 3« im Studienheft 1860/61 (WAB 248) (°).", "Letzte Änderung": "17.10.2024 14:50"}, {"ID": 186105175, "Datum": "17.5.1861, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 463 vom Brief des Bürgermeisters Reinhold Körner an den »Frohsinn« vom 14.5.1861. \n   »Der Herr Bürgermeister der Landeshauptstadt Linz hat ... [...] ... Diesem schmeichelhaften Schreiben lag die Summe von 50 fl. ö. W. bei.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105195, "Datum": "19.5.1861, Sonntag", "Haupttext": "Der Rezensent der »Linzer Zeitung« Nr. 116, S. 471, lobt Bruckners Leistung als Chorleiter und Klavierbegleiter am 16.5.1861: \r\n»Concert.\r\n   # Zur Feier des 17. Gründungsfestes und des Fahnendezenniums gab die Liedertafel \"Frohsinn\" am 16. Mai, Abends [Zahl in der Kopie nicht lesbar] Uhr, im großen Redoutensaal ein Concert ...\r\n    [...] Der charakteristische Chor \"Meeresstille und glückliche Fahrt\" von Fischer, erschöpfte das festgesetzte glücklich gewählte Programm des schönen in allen Theilen so gelungenen Concertes. Das einstimmige Lob, welches den Solisten und der Gesammtheit der Liedertafel gespendet wurde, gehört aber auch in gleicher Weise dem tüchtigen Chormeister Herrn Bruckner, dessen Klavierbegleitung bei der \"Othello=Fantasie\", eben so wie jene des Herrn Kapellmeisters Kitzler bei dem Liedervortrage des Fräuleins von Edelsberg anerkennend erwähnt werden muß. [...] [über die Fahnenspenderinnen 1851 in Passau] empfingen dabei den erneuten Dank für das schöne Geschenk, womit sie damals die Sangesbrüder erfreuten.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186105245, "Datum": "24.5.1861, Freitag", "Haupttext": "Datierung »24. Mai [1]861« im neuen Doppelbogen »Nachtrag No. 4« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186106045, "Datum": "4.6.1861, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »4. Juni [1]861.« im neuen Doppelbogen »Nachtrag No. 5« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186106055, "Datum": "5.6.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Gesuch des »Frohsinn« an das bischöfliche Ordinariat um Freistellung einiger Mitglieder für das Nürnberger Sängerfest.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186106115, "Datum": "11.6.1861, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »11. Juni [1]861.« im neuen Doppelbogen »Nachtrag No. 6« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186106165, "Datum": "16.6.1861, Sonntag", "Haupttext": "Nach neuerlicher Eingabe [vgl. 5.6.1861] wird Karl Weilnböck und Anton Patz [siehe die Anmerkung] der Urlaub für das Nürnberger Sängerfest gewährt. (Von den zwölf vorgesehenen Lehrern fuhren letztendlich nur fünf nach Nürnberg) (*).\nDatierung Bruckners »16. Juni [1]861.« in seinem Studienheft 1860/61 (WAB 248) auf dem neuen Doppelbogen »Nachtrag No. 7« (**).\nAufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine \"den 16tem Juni 1861 in Linz zum 1ten Mal im Dom aufgeführt\" (***).", "Letzte Änderung": "27.11.2024 11:05"}, {"ID": 186106205, "Datum": "20.6.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Feier des Linzer Sängerbundes mit Alois Weinwurm [anläßlich des Namenstages (*)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186106215, "Datum": "21.6.1861, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Dankt für Musikalien, richtet Grüße des \"Frohsinn\" an den Akademischen Gesangverein aus. Pläne für das Kremser Sängerfest; Herr Lanz kommt nicht (Mendelssohn-Chor deswegen abgesagt), Alois Weinwurm und der Linzer Sängerbund werden teilnehmen. Berichtet von der gestrigen Feier. Ein Innsbrucker soll Taux' Salzburger Stelle erhalten [siehe die Anmerkung]. Bittet um Kaans [Kaar] Adresse. Die Stimmen der Lotti-Messe sollen dem Mariahilfer Chorregenten Kroenn [Krenn] gegeben werden (*).\nBeglaubigung [einer Abschrift] des Zeugnisses vom 12.8.1859 (**).", "Letzte Änderung": "29.08.2025 04:56"}, {"ID": 186106225, "Datum": "22.6.1861, Samstag", "Haupttext": "Bruckner bewirbt sich beim Salzburger Dom-Musik-Verein um die Direktorstelle. Er verweist auf seine Befähigung als Organist und Harmonielehrer und die geplante Professorprüfung in Wien. Dirigieren habe er in Wien mit Unterstützung durch Dessoff und Herbeck studiert. Erfolge als Storchs Nachfolger beim »Frohsinn«. Wünscht Besoldung in alter Höhe (800 fl. = 200 [Chormstr.] + 500 [Org.] + 100 [Whg.]).\r\nBeilagen: (*) Taufschein, (**) Zeugnisse von St. Florian, Führer, Sechter (5 mal), (°) Sittenzeugnis.", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:49"}, {"ID": 186106235, "Datum": "23.6.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 23ten Juni Pfarr.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186106245, "Datum": "24.6.1861, Montag", "Haupttext": "Adam Kahler, Mitarbeiter des Linzer Bezirksgerichts, beglaubigt mehrere von Bruckner vorgelegte Abschriften von Dokumenten - vom 10.10.1840, 10.7.1858, 12.7.1858, 12.8.1859, 3.4.1860 und 26.3.1861.", "Letzte Änderung": "31.03.2025 21:23"}, {"ID": 186106297, "Datum": "29. und 30.6.1861, Samstag und Sonntag", "Haupttext": "Erstes deutsch-österreichisches Sängerfest in Krems. Der »Frohsinn« (mit 53 Mitgliedern vertreten) singt am 29.6. unter Bruckners Leitung Werke von Storch (»Waldeinsamkeit«) und Becker (»Jägers Aufenthalt«) (*) und (**) heimst mehr Lob ein als der Wiener Männergesangverein unter Herbeck.\r\n   Im Besitz des »Frohsinn« hat sich die Fahnenschleife des Festes erhalten (°).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:37"}, {"ID": 186106306, "Datum": "nach dem 30.6.1861", "Haupttext": "In einer Besprechung in der Deutschen Musik-Zeitung (Jg. 2, Wien 1861, S. 216) wird die Leistung des »Frohsinn« lobend gewürdigt:\r\n   Es haben »außer dem Wiener Männergesang-Verein, der als der Älteste natürlich die andern überflügelte, [...] auch die Vereine 'Frohsinn' von Linz, und die Liedertafeln von Wels und Krems allgemeinen Anklang« gefunden (*).\r\n[aus einem anderen Bericht?]\r\n   »Von den Einzeln=Vorträgen verdient die Leistung der Linzer Liedertafel „Frohsinn” mit den Chören, „Waldeinsamkeit” von A. M. Storch, und „Jäger's Aufenthalt” von Becker in erster Reihe genannt zu werden, die an Präzision und Sicherheit, vereint mit Zartheit der Nuancen nichts zu wünschen übrig ließen.« (**).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:16"}, {"ID": 186107035, "Datum": "3.7.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht über das Kremser Sängerfest in der \"Presse\" Nr. 179 auf S. 1 - 2, signiert \"Friedrich Uhl\". Neben dem Wiener Männergesangverein hätten die Liedertafeln von Linz (\"Frohsinn\"), Wels und Krems allgemeinen Anklang gefunden [Bruckner ist nicht namentlich erwähnt].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186107085, "Datum": "(8.7.1861, Montag)", "Haupttext": "Der Linzer »Sängerbund« tritt dem in Wels gegründeten Oberösterreichischen Sängerbund bei.", "Letzte Änderung": "19.08.2025 20:46"}, {"ID": 186107125, "Datum": "13.7.1861, Samstag", "Haupttext": "Der »Frohsinn« singt in der Urfahrer Bierhalle die für das Nürnberger Sängerfest bestimmten Chöre.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186107195, "Datum": "19.7.1861, Freitag", "Haupttext": "Der »Frohsinn«, begleitet von einem »Theil der übrigen Sänger des oberösterreichischen Sängerbundes« (*), fährt mit dem Schiff nach Passau.\nDer Fränkische Herold Nr. 168 informiert auf S. 3 über den Ablauf des Sängerfests am 20.7.1861 (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2025 15:51"}, {"ID": 186107205, "Datum": "20.7.1861, Samstag", "Haupttext": "Weiterfahrt mit der Bahn nach Nürnberg (*). Ankunft der Österreicher 14 Uhr (**).\r\nDer »Frohsinn« wird u.a. vom Nürnberger Bürger Rau betreut (***).\nBruckner wohnt beim Oblatenfabrikanten Robert [Franz?] Zimmermann (Vater Chirurg in Fürth), verliebt sich in dessen Schwester (°).\r\n   Linzer Teilnehmer sind u.a.: Hafferl, Dr. Stifler, Zehden, Hametner, Markus, Dr. Benoni, Dürrnberger, Fiala, Dr. Hocke, Hoffelner, Kaar, Kerschbaum, Kirchberger, Lanz, Munsch, Ortner, Reininger, Stupöck, 2x Weilnböck, Wessely und vom Sängerbund Alois Weinwurm (°°).\r\nDer »Frohsinn« versammelte sich im »Sächsischen Hof« (°°°).\nDer Fränkische Herold Nr. 169 gibt auf S. 3 das Festprogramm vom 21.7.1861 bekannt (#).", "Letzte Änderung": "03.12.2025 15:52"}, {"ID": 186107206, "Datum": "20. bis 22.7.1861, Samstag bis Montag, Nürnberger Sängerfest", "Haupttext": "Sängerfest in Nürnberg\r\nDen Linzern sind außerdem angeschlossen:\r\n   Vereine aus Braunau, Eferding (Seiberl), Grein, Kirchdorf, Lambach, Mauthausen, Perg, Sierning und Wels (Göllerich sen. und Dr. Groß). Vertreten waren auch Ried (Kränzl), Steyr (darunter Georg Pointner [*a]) und Salzburg (Krackowitzer).\r\n   Vom Wiener Männergesangverein unter Herbeck sind für Bruckner (möglicherweise) von Bedeutung: Schläger, Storch, Czerny, Frey, Koch v. Langentreu, Kremser, Silberstein, Stoiber und Zoczek. - Übrigens soll auch Nietzsche das Sängerfest besucht haben (*).\nDie Aufführungen finden in der eigens errichteten Festhalle am Maxfeld statt, deren Podium 5000 Sängern Platz bot (**). Die Besucher können an verschiedenen Ausflügen teilnehmen (***), das Germanische Nationalmuseum (°) und Sondervorstellungen des Stadttheaters (°°) besuchen und ein reiches gastronomisches Angebot geniessen (°°°).\r\n   Überliefert sind Erinnerungsberichte (#), -Gegenstände (Fahnenschleife, Sängerabzeichen, Festordnung, Festblatt) (##), Erinnerungsblätter (###) und Bruckner-Anekdoten (»Olga«) (a).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:38"}, {"ID": 186107208, "Datum": "20.7.1861, Samstagabend", "Haupttext": "Um 7 Uhr abends Fahnenzug vom Rathaus zum Festplatz am Maxfeld. Zur Aufführung gelangen unter anderem Chöre von Emmerling [siehe die Anmerkung] u.a., Arndt's Vaterlandslied (komponiert von Gustav Reichardt) und Festmärsche von F. Lux und V. Lachner.", "Letzte Änderung": "29.03.2025 19:55"}, {"ID": 186107215, "Datum": "21.7.1861, Sonntag", "Haupttext": "Vormittags Proben, nachmittags erste Haupt-Aufführung mit Werken von Otto, Methfessel, Abt, Hiller, Fr. Lachner, Weber u.a.; abends Einzelvorträge des »Frohsinn« (Kückens »Wachet auf«) (*), des Wiener Männergesangvereins unter Herbeck u.a.; Storch gratuliert zum Erfolg.\r\nDer »Frohsinn«-Vereinsvorstand Karl Jax in Linz wird durch ein Telegramm über den guten Verlauf informiert: »Wachet auf, zweimal durch Applaus unterbrochen, am Schlusse stürmisch anhaltender Beifall. Herrliches Wetter. 5500 Sänger anwesend. Deutschen Sängergruß und Handschlag« (**).\nDer Fränkische Herold Nr. 170 berichtet auf S. 1f über die geschmückten Häuser Nürnbergs, auf S. 3 vom gestrigen Empfang und gibt auf derselben einen Überblick über den Festverlauf am 22. und 23.7.1861 (***).", "Letzte Änderung": "03.12.2025 15:55"}, {"ID": 186107225, "Datum": "22.7.1861, Montag", "Haupttext": "Vormittags Probe; ab 1 Uhr mittags Festzug zur Sängerhalle; 4 Uhr zweite Haupt-Aufführung mit Werken von Becker, Grobe, V. Lachner, Kücken, Neeb, Möhring, Storch - »Ermanne dich, Deutschland!«, das Solo vorgetragen von österreichischen Vereinen (= »Frohsinn« und der Wiener Männergesangverein unter Herbeck (*)) - , Kalliwoda, Methfessel u.a..\r\n   Der »Frohsinn« wirkt auch beim Einzelvortrag des oberösterreichischen Sängerbundes, Normanns Sang« von Kücken, mit (**).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 20:48"}, {"ID": 186107235, "Datum": "23.7.1861, Dienstag", "Haupttext": "Ausflüge in die Umgebung Nürnbergs, gegen Mittag Abreise der meisten Teilnehmer; abends Aufführung mit Werken von J. Haydn, Mendelssohn u.a. (*).\r\nDer »Frohsinn« unterbricht seine Rückreise in Regensburg (**).\nDer Fränkische Herold Nr. 171 berichtet auf S. 1f nochmals vom Schmuck der Häuser während des Sängerfests (***).", "Letzte Änderung": "03.12.2025 15:56"}, {"ID": 186107236, "Datum": "nach dem 23.7.1861", "Haupttext": "Die meisten Fachzeitschriften zweifeln die musikalisch-künstlerische Bedeutung des Sängerfestes an und erwähnen die Linzer Sänger und ihren Chormeister nicht: Neue Zeitschrift für Musik, S.50: \n   »[die] musikalisch-künstlerische Bedeutung [ist] eine so untergeordnete ...«, \nNZfM S.73: \n   »... einzelne Chöre, deren musikalische Gehaltlosigkeit und nüchterne Trockenheit die öffentliche Vorführung derselben nicht in einer Marktbude, geschweige in der großen Sängerfesthalle zugelassen hätte [...] wegen des denselben untergelegten patriotischen Textes die gleiche Anerkennung mit anerkannten Perlen unseres deutschen Liederschatzes theilten [...] Daher kam es, daß sich die musikalischen Productionen beim Nürnberger Sängerfeste, wenn man sie nur erst ihres äußeren blendenden Schmuckes entledigte und von der politischen Bedeutung der den Chören untergelegten Texte abstrahirte, mit einzelnen Ausnahmen mehr oder weniger als die höhere Bänkelsängerei darstellten.«. \nRevue et Gazette musicale de Paris (10 Berichte [keine Textzitate]). \nNeue Berliner Musikzeitung, S.254: \n   »Unter den Leistungen der einzelnen Gesangvereine sind die Vorträge der Vereine aus Coburg, Dresden, Innsbruck, Würzburg und Wien auszuzeichnen. Namentlich machte der 'Wiener Männergesangverein' unter Herbecks Leitung durch den künstlerisch bedeutenden Vortrag des Waldliedes von Herbeck mit Begleitung von 4 Waldhörnern und durch Gumbert's Ständchen einen gewaltigen Eindruck. Dieser Verein errang im Wettgesang einen silbernen Pokal, die Ehrengabe der Deutschen in Bern.«. \nDeutsche Musik-Zeitung, S.238: \n   »Der Wiener-Männergesangverein hat den Preis ersungen, und zwar in Form eines silbernen Pokals. Wenn ein zweiter zu vergeben gewesen wäre, so hätte ihn Innsbruck erhalten.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186107245, "Datum": "24.7.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Besuch der Walhalla. Weiterfahrt von Regensburg über Passau nach Linz (*).\nDer Fränkische Herold Nr. 172 berichtet auf S. 1f nochmals von den geschmückten Nürnberger Häusern und auf S. 2 vom Festverlauf am 22.7.1861.\r\n\"Sängerfest. | * Nürnberg, 23. Juli. Gestern früh Sängerruf. Um 1 Uhr versammelten sich sämmtliche Sänger mit ihren Fahnen auf dem Hallplatz [... Festzug ...] Am Meisten aber während des ganzen Festes wurden die Tyroler, Oesterreicher und österreichischen Sachsen geehrt. Vor der Hauptwache vorbei sang jeder Verein der Wache ein Lebehoch und wurde von den dort versammelten Offizieren bei Vorkommen der Oesterreicher dem Kaiser ein donnerndes Vivat gebracht. [... Abschied ...] um seinen Lieben zu Hause zu verkünden von der deutschen Einigkeit und Herzlichkeit in Nürnbergs Mauern.\" (**).\r\nDie Ausgabe vom 25.7.1861 berichtet auf S. 1f von den Ereignissen am 24. Juli:\r\n\"Sängerfest. | * Nürnberg, 24. Juli. Vom Schluß des Festes sind noch besonders die Reden eines Wieners und eines Berliners, die gemeinsam die Estrade bestiegen, hervorzuheben. [,,,] Der Wiener dankte für den Empfang in Nürnberg im Namen seiner Oesterreicher, sowie aller Sangesbrüder und ließ alle vom ersten Bürger bis zum letzten Taglöhner [...] alle, alle Nürnberger hoch leben. [...] Der mit dem Preise bekränzte Wiener Verein sang zum Schluß ein \"Ständchen\" vorgetragen von dem ersten Tenor der Gesellschaft Herrn Gumbert Hofopernsänger aus Wien. Selbst nach Wiederholung desselben wollte der jubelndste Beifall nicht enden. Der Uebergabe des Ehrengeschenkes folgte ein treffliches Dankeswort des Vorstandes der so gefeierten Gesellschaft. [...] Nach und nach entleerte sich die Halle und es ging zum Abschiede.\" (***).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:01"}, {"ID": 186107285, "Datum": "28.7.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 28ten Juli Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186107296, "Datum": "nach dem 29.7.1861", "Haupttext": "Auf die Einladung des Nürnberger Sängerfestausschusses vom 29.7.1861, Sängergrüße für das Gedenkbuch zuzusenden (*), reagiert der »Frohsinn« mit einem siebenstrophigen Gedicht (**) von Julius Scheda (***).", "Letzte Änderung": "08.12.2024 23:23"}, {"ID": 186108005, "Datum": "August 1861", "Haupttext": "Komposition einer Fuge in B-Dur [für Orgel?] (*).\r\nDatierung \"August [1]861.\" auf dem auf den 7. Nachtrag folgenden Bogen \"I\" des Studienheftes 1860/61 [WAB 248] (**).", "Letzte Änderung": "21.01.2025 19:40"}, {"ID": 186108085, "Datum": "8.8.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Konzert der aus Nürnberg zurückgekehrten Sänger des »Frohsinn« in Bauernfeinds Bierhalle in Urfahr.\r\n   Unter anderem gelangen die Sängerfest-Chöre von Storch und Kücken (»Wachet auf«) zur Darbietung (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186108115, "Datum": "11.8.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 11ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186108185, "Datum": "18.8.1861, Sonntag", "Haupttext": "Sängerfahrt des »Frohsinn« nach Schwanenstadt. \n\n   Es werden Chöre von Schmölzer (»Heil dir, mein Vaterland«), Silcher (Volkslied »Untreue«), Storch (»Die Heimat«), Haydn (Kaiser-Hymne), Abt (»Auf den Bergen«) und Kücken (»Wachet auf«) gesungen (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186108315, "Datum": "31.8.1861, Samstag", "Haupttext": "Konzert des »Frohsinn« zugunsten der Abbrändler von Gramastätten im Märzenkeller zum Abschluss des ersten Festtages des Linzer Volksfestes.\nAufgeführt werden Werke von Storch (»Ermanne Dich, Deutschland«), Grell (Duett »Lorbeer und Rose«, gesungen von Hoffelner und Hammerl), Abt (»Maiennacht«, Tenorsolist Falkensamer) und das Volkslied »Prinz Eugenius« (*)\nDie Einnahmen betragen 212 fl 70 kr.; die Musikkapelle des k. k. Infanterie-Regiments \"Prinz Hohenlohe\" wirkt unentgeltlich mit. Bruckner erhält großes Lob für die Chorleitung (*a).\n \nBrief Sechters an Bruckner:\r\n   Wird nächsten Montag nach Linz kommen (**).\n \n(Eröffnung der Bahnstrecke Wels - Passau in Anwesenheit von Franz Joseph Rudigier (***)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:31"}, {"ID": 186109013, "Datum": "September 1861", "Haupttext": "Bruckner tritt »infolge zu arger Beleidigungen« aus der Liedertafel »Frohsinn« aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186109025, "Datum": "[vermutlich] 2.9.1861, Montag", "Haupttext": "Lobende Kritik der »Linzer Zeitung« Nr.198, S. 845f, über die gestrige Abendunterhaltung mit besonderer Erwähnung von Bruckners Qualitäten: \n\n   »Das Volksfest in Linz. \n\nAm 31. August 9 1/2 Uhr Früh wurde nach vorausgegangenem Gottesdienste in der St. Josefs Pfarrkirche das Volksfest in Harrachfeldern eröffnet. [...] Den Schluß des ersten Festtages bildete die Abendunterhaltung der Liedertafel »Frohsinn« im städtischen Märzenkeller [...] Gebührt der wackeren Liedertafel für diese in allen Theilen sehr gelungene Production die allgemeine Anerkennung, welche ihr auch nach jeder Piece reichlich zu Theil ward, so müssen wir dabei auch des kunstverständigen Chormeisters Herrn Bruckner gedenken, der durch seine Bemühung ein Anrecht hat, auf die Erfolge dieser Körperschaft stolz zu sein, denn der Chormeister ist ja die Seele der Sängerschaar«. [/] Der zweite Festtag, Sonntag 1. September, lockte bei der überaus günstigen Witterung Tausende von Menschen auf den Festplatz. [...] und nun begann ein wahres Volksleben, voll Lust und Freude, das bis spät in die Nacht währte.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186109026, "Datum": "2.9.1861, Montag", "Haupttext": "Sechter besucht Bruckner in Linz; Ankunft 1/2 1 Uhr mittags (*).\nNotiz Bruckners in seinem Studienheft [WAB 248]: »ausgebessert v. H. Prof. Sechter in Linz [/] den 2. 3. 4. u 5. September 861.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186109035, "Datum": "3.9.1861, Dienstag", "Haupttext": "Eintrag Bruckners in Sechters Lehrbuch [WAB 256] (2. Abteilung: Von den Gesetzen des Taktes in der Musik) auf S.41: »Sechter in Linz«.\r\n   Von diesem Zeitpunkt an finden sich nur noch unbedeutende Eintragungen, die auf ein weiteres Studium schließen lassen könnten (*).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 851 vom Aufenthalt Simon Sechters in Linz:\r\n   »Kronlandsnachrichten.\r\n   * Seit einigen Tagen weilt in Linz auf Besuch der berühmte Professor der Harmonielehre und des Kontrapunktes und k. k. erster Hoforganist Herr Simon Sechter.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186109045, "Datum": "4.9.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Die Salzburger Zeitung Nr. 202 berichtet auf S. 3 vom Linzer Volksfest und würdigt das Konzert am 1. Festtag (31.8.1861).\n     \"[... erwähnt werden die mitwirkende Musikkapelle, die Komponisten Anton Storch, Eduard Grell und Franz Abt und die Solisten Franz Hoffelner, Hammerl und Josef Falkensamer ...] Gebührt der wackeren Liedertafel für diese Produktion die allgemeine Anerkennung, so müssen wir dabei auch des kunstverständigen Chormeisters Herrn Bruckner gedenken, der durch seine Bemühungen ein Anrecht hat, auf die Erfolge dieser Körperschaft stolz zu sein, denn der Chormeister ist ja die Seele der Sängerschaar. | Der zweite Festtag [...]\"", "Letzte Änderung": "07.10.2024 16:30"}, {"ID": 186109055, "Datum": "5.9.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Sechter widmet Bruckner zum Abschluß seiner Studien eine Fuge »An Gottes Segen ist alles gelegen«: [oben:] »Herrn Anton Bruckner zum Andenken.« [unten:] »5ten September 1861. [/] Simon Sechtermp.« (*).\nBruckners erste Datierung in seinem Exemplar von Marpurgs »Die Abhandlung von der Fuge« [WAB 255] (**).\nSechters (vor?)letzter Besuchstag in Linz (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186109075, "Datum": "7.9.1861, Samstag", "Haupttext": "Wohltätigkeitsveranstaltung von »Frohsinn« und »Sängerbund« zum Beschluß des Volksfestes, wieder zugunsten der Abbrändler von Gramastetten (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186109155, "Datum": "15.9.1861, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 15ten Sept Pf\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186109194, "Datum": "vor dem 19.9.1861", "Haupttext": "Bruckner erhält mündlich die Aufforderung, in Salzburg zur Probe zu dirigieren, erfährt persönlich von Schläger, daß ihm (Schläger) die Stelle sicher sei. Bruckner verzichtete daher vorerst auf das Probedirigat, bekam aber schließlich einen dringenden Brief [aus Salzburg].", "Letzte Änderung": "05.02.2023 23:55"}, {"ID": 186109195, "Datum": "19.9.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner fährt kurzentschlossen nachts nach Salzburg (*).\nBericht der »Oberösterreichischen Zeitung« Nr. 41 über Bruckners Ausscheiden beim »Frohsinn«:\r\n   »Tagsneuigkeiten.\r\n   + Dem Vernehmen nach ist Hr. Anton Bruckner, Dom=Organist und Chormeister der Linzer Liedertafel „Frohsinn”, ein Mann von umfassenden musikalischen Kenntnissen, welcher durch seine reiche Phantasie und sein vorzügliches Spiel in der Residenzstadt Wien die Anerkennung und Bewunderung vieler Kenner erregte, und unter dessen Leitung die Liedertafel sowohl bei dem deutsch österreichischen Gesangsfeste in Krems als auch bei dem großartigen deutschen Sängerfeste in Nürnberg Triumphen entgegen geführt wurde, welche sowohl von der Kritik als auch von Autoritäten verdienter Massen anerkannt wurden, aus dem Verbande dieser musikalischen Corporation geschieden. Sein Austritt ist in Anbetracht seines kenntnißreichen und uneigennützigen Wirkens mit vollem Rechte im Interesse des Wahren und Schönen in der Kunst als ein großer Verlust zu betrachten.« (**).", "Letzte Änderung": "30.04.2024 19:30"}, {"ID": 186109207, "Datum": "20. und 21.9.1861, Freitag und Samstag", "Haupttext": "Bruckner dirigiert in Salzburg u.a. sein »Ave Maria« [WAB 6] und hat bei den Proben mit Schwierigkeiten von seiten Hillebrandts zu kämpfen. Er fährt noch Samstag nachts zurück (*).\r\n \nEr hatte im Gasthof \"Zum Gablerbräuer\" Quartier genommen, wie die Salzburger Zeitung Nr. 217 vom 21.9.1861 auf S. 4 notiert:\n\"Fremden=Verzeichniß. | Vom 21. August. [sic] | [...] Zum Gablerbräuer: [...] Herr Anton Bruckner, Domorganist von Linz. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "21.10.2024 12:31"}, {"ID": 186109235, "Datum": "23.9.1861, Montag", "Haupttext": "Die Salzburger Zeitung Nr. 218 schreibt auf S. 3: \n\n   \" - Der Dom=Organist Hr. Bruckner von Linz befindet sich auch unter den Kompetenten um die Mozarteums=Direktors=Stelle. Derselbe war in den letzten Tagen hier anwesend und dirigirte eine Orchester= und eine Gesangsprobe im Mozarteum.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186109255, "Datum": "25.9.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 221 berichtet auf S. 1 über die Aufführung des »Ave Maria« [WAB 6] unter Bruckner in Salzburg: \n»Tagsneuigkeiten. \n   [...] -* Von glaubwürdiger Seite wird uns versichert, daß die Nachricht, als befände sich unser Domorganist Hr. Bruckner unter den Competenten um die Salzburger Mozarteums-Direktorstelle, eine unrichtige sei. Wohl unternahm Hr. Bruckner vor Kurzem einen Ausflug nach Salzburg und dirigirte daselbst vor einer zahlreichen Gesellschaft seinen Chor \"Ave Maria\", worauf er sodann durch sein meisterhaftes Orgelspiel alle Anwesenden zu einem rauschenden Beifalle veranlaßte, es soll ihm aber nichts desto weniger nicht eingefallen sein, als Mitbewerber um die erwähnte Stelle aufzutreten.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186110005, "Datum": "Oktober 1861", "Haupttext": "Datierung »[1]861. Oktober« im neuen Doppelbogen »II« (»Wiederholung des einfachen strengen Contrapunktes«) im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186110035, "Datum": "3.10.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Über Schlägers Bewerbung in Salzburg, Hillebrandts Intrigantentum; nach brieflicher Aufforderung Bruckners Probedirigat unter ungünstigen Umständen, dennoch Erfolg mit dem »Ave Maria« [WAB 6]. Gehalt soll nur 600 fl. betragen. Er sei im September aus dem »Frohsinn« ausgetreten. Sechter habe ihn besucht. Will im November zu einer Prüfung nach Wien fahren, zu der er auch Randhartinger und Preyer als »Commissäre« laden möchte. Richtet Grüße von Alois Weinwurm aus.", "Letzte Änderung": "07.05.2026 19:33"}, {"ID": 186110155, "Datum": "15.10.1861, Dienstag", "Haupttext": "Datierung »15. Oktober 861.« im neuen Doppelbogen »III« im Studienheft 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186110165, "Datum": "(16.10.1861, Mittwoch)", "Haupttext": "Meldung der Linzer Zeitung auf S. 1005: \n»Donnerstag, 17. Oktober feiert, wie wir schon gemeldet haben, der Diöcesan=Kunstverein sein Jahresfest mit einem Hochamt in der Domkirche um 9 Uhr, wobei eine klassische Vocalmesse ausgeführt wird, - und mit einer Generalversammlung ...«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186110185, "Datum": "18.10.1861, Freitag", "Haupttext": "In der Versammlung des »Frohsinn« wird einstimmig beschlossen, Bruckner für seine Leistungen als Chormeister, wofür die in Krems und Nürnberg errungenen Erfolge der sprechendste Beweis seien, am 25.10.1861 Dank und Anerkennung auszusprechen.", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:14"}, {"ID": 186110205, "Datum": "20.10.1861, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Direktion des Wiener Konservatoriums: \n   Berichtet von seinen Studien und Prüfungen bei Sechter, fügt die Zeugnisse bei, wird die Prüfungsarbeiten vorlegen; bittet um Prüfung und gegebenenfalls um Verleihung eines Professorentitels. Wird am 18.11.1861 (erster Urlaubstag) bei Sechter in Wien eintreffen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186110255, "Datum": "25.10.1861, Freitag", "Haupttext": "Ehrenurkunde des »Frohsinn« für die Tätigkeit als Chorleiter und als Anerkennung der Erfolge in Krems und Nürnberg. Unterzeichnet von Hafferl und Stifler (*). Brief des »Frohsinn« an Bruckner: \nBringt, wie am 18.10.1861 beschlossen, Bruckner für seine Leistungen und Erfolge (beispielhaft in Krems und Nürnberg) Dank und Anerkennung zum Ausdruck. Unterschriften von Hafferl und Dr. Stifler: \n   »Die Liedertafel „Frohsinn” hat in ihrer Versammlung vom 18. dieses einstim[m]ig beschlossen Seiner Wohlgeboren dem Herrn Anton Bruckner, Domorganisten, Compositeur etc. für seine Mühewaltung und Leistungen als Chormeister im verflossenen Vereinsjahr, wofür die bei den Sängerfesten in Krems und Nürnberg errungenen Erfolge die sprechendsten Beweise sind, den Dank und die vollste Anerkennung auszusprechen.\nIndem wir uns beehren, dies hiemit schriftlich zu thun, empfehlen wir die Liedertafel für die Zukunft Ihrem geneigten Wohlwollen und zeichnen mit aller Hochachtung\nfür die Liedertafel „Frohsinn” \n[links:] der Vorstand [/] Josef Hafferl\n[rechts:] der Schriftführer [/] Dr. Anton Stifler\nLinz, den 25. Oktober 1861« (**).\nBrief der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner wegen der erbetenen Prüfung:\n   Nimmt Bezug auf Brief vom 20.10.1861. Prüfung ist möglich, nicht aber die Verleihung des Professorentitels (***). Unterzeichnet von \"Mabecker\" (= M. A. Becker) (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186110295, "Datum": "29.10.1861, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Direktion des Wiener Konservatoriums:\r\n   Nimmt Bezug auf den Brief vom 25.10.1861, bittet nochmals um Prüfungstermin, ist ab 18.11.1861 bei Sechter. Ein Linzer Beamter [Dürrnberger] habe vor 18 Jahren ein von Eybler, Drechsler u.a. unterzeichnetes Professorendiplom erhalten. Er, Bruckner, sei auch mit Bestätigung zufrieden, als Konservatoriumslehrkraft angestellt werden zu können.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111035, "Datum": "3.11.1861, Sonntag", "Haupttext": "Datierung Bruckners »3. November [1]861.« im Doppelbogen »V.« des Studienheftes 1860/61 (WAB 248).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111065, "Datum": "6. und 7.11.1861, Mittwoch und Donnerstag", "Haupttext": "Komposition der Fuge d-moll für Orgel [WAB 125] (*), die Ferdinand Kerschbaum gewidmet ist (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111075, "Datum": "7.11.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Komposition des »Afferentur regi« [WAB 1] für St. Florian (*).\r\nDer Entwurf enthält noch keine Posaunenstimmen (**).\r\nDas Werk wurde [später?] Johann Burgstaller gewidmet (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111085, "Datum": "8.11.1861, Freitag", "Haupttext": "Brief der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner:\r\n     Nimmt Bezug auf Brief vom 29.10.1861; die Prüfung ist für den 19.11.1861, 5 Uhr nachmittags im Musikvereinssaal, vorgesehen. Die Kommission bittet vorab um Zusendung schriftlicher Versuche im Kontrapunkt und in der freien Komposition. Im Namen der Direktion unterzeichnet von M. A. Becker:\r\n     »Die Direkzion der Gesellschaft der Musikfreunde hat über Ihre neuerliche Eingabe vom 29. Okt. l. J. keinen Anstand genommen, Ihnen behufs eines Zeugnisses über Ihre Befähigung zum Unterricht in der Harmonielehre und im Kontrapunkt eine Prüfung am Konservatorium zu bewilligen.\r\n     Als Tag der Prüfung wurde der 19. November l. J. bestimmt. Sie wird um 5 Uhr nachmittag im Musikvereinssaale vor einer von der Direkzion gewählten Kommission stattfinden.\r\n     Um diese Kommission in den Stand zu setzen, über Ihre praktischen Leistungen im Kompositionsfache [Komposizionsfache?] zu urtheilen, wollen Sie einige schriftliche Versuche im Kontrapunkte so wie in der freien Komposizion mit thunlicher Beschleunigung an die Direkzion gelangen lassen, am oben bezeichneten Tage aber in den Morgenstunden sich in der Kanzelei der Gesellschaft zu allfälliger Rücksprache einfinden.\r\nIm Namen der Direkzion\r\nWien am 8. Nov. 1861.\r\nMABecker mp« (*).\nReinschrift der Fuge d-Moll für Orgel im Sechter-Studienheft 1860/61 (WAB 248). Am Ende die Eintragung \"76. [Taktzahl] | Linz. 8. November 1861. | Anton Brucknermp\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111086, "Datum": "nach dem 8.11.1861", "Haupttext": "Abschriften der Fuge in d-Moll [WAB 125]:\r\neine durch Josef Neubauer (mit Vermerk Bruckners ”Kitzler nicht gezeigt”) (*),\r\neine in der Sammlung Franz Waldecks 1863 (**),\r\neine von Karl Waldeck [?] (***),\r\neine weitere [nicht vor 1873] von ”Anonymus 32” (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111095, "Datum": "9.11.1861", "Haupttext": "Datierung auf Übungsblättern zu Kanon und Fuge (zu WAB 248 gehörend). Notiz auf einem Bogen:\n»9. November [1]861. Am Anfange u am Ende eines Thema müssen Tonica u Dominant sich beantworten ...«.\n \nSiehe auch die Anmerkung!", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111105, "Datum": "10.11.1861, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Direktion des Wiener Konservatoriums: \n   Übersendet kontrapunktische Ausarbeitungen, den Rest wird er am 19.11.1861 überbringen. An freien Kompositionen aus der Studienzeit liegen nur Werke für den »Frohsinn«, speziell das »Ave Maria« [WAB 6] vor. Improvisieren auf der Orgel und Konzertbesuche in Wien sollten vor »Trockenheit« bewahren. Bruckner wiederholt seinen Wunsch nach einem Zeugnis als Konservatoriumslehrer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111145, "Datum": "14.11.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov 861\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111155, "Datum": "15.11.1861, Freitag 7 Uhr abends", "Haupttext": "Datierung \"Linz. 15. November 1861. – 7 Uhr Abends.\" und Vermerke \"Marpurg für Zergliederung | Seite 87.)\" und \"OAMDG.\" auf einen zum dritten Sechter-Studienband (WAB 248) gehörenden Studienblatt mit Übungen zu Kanon und Fuge (*).\n\n\nIm Vereins-Konzert des Linzer Musikvereins wird u. a. auch Mozarts Jupiter-Symphonie aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111185, "Datum": "18.11.1861, Montag", "Haupttext": "Urlaubsbeginn. Ankunft in Wien bei Sechter geplant.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186111195, "Datum": "19.11.1861, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner überbringt der Kommission die restlichen Kontrapunktstudien (*).\nSpätnachmittags »Prüfung« (gegen den Willen Sechters) vor der Kommission, der neben Sechter noch Hellmesberger, Herbeck, Dessoff und Schulrat Becker angehören. Infolge der Einsichtnahme in Bruckners Arbeiten wird auf Herbecks Vorschlag auf eine theoretische Prüfung verzichtet, die Sitzung aufgehoben und für übermorgen eine praktische Prüfung an der Orgel vorgesehen [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "14.05.2025 14:57"}, {"ID": 186111215, "Datum": "21.11.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner trifft sich mit Sechter beim Mittagessen. Dann um 1 Uhr in der Piaristenkirche Prüfung: Introduktion und Fuge über ein Thema Sechters, das von Herbeck - Dessoff weigerte sich - auf acht Takte verlängert wird. Einhelliger Jubel in der Kommission (*) - Herbeck: »Er hätte uns prüfen sollen!«. Abschließend freie Orgelimprovisation Bruckners [zur Orgel siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "21.01.2025 19:23"}, {"ID": 186111225, "Datum": "22.11.1861, Freitag", "Haupttext": "Zeugnis des Konservatoriums der Gesellschaft der Musikfreunde über Bruckners musikalische Befähigung. Höchstes Lob für die Kenntnisse in Musiktheorie und die Fertigkeit im Orgelspiel. Beste Empfehlung als Lehrer an Konservatorien und Lehrerbildungsanstalten. - Unterschriften der Kommissionsmitglieder Hellmesberger, Herbeck, Becker, Dessoff und Sechter:\r\n»Zeugnis.\r\n   Herr Anton Bruckner, Domorganist in Linz hat sich am Konservatorium einer Prüfung über seine musikalische Befähigung unterzogen, und es wird ihm von Seite der gefertigten Prüfungskommission bezeugt, daß er sowol in der Theorie der Musik als im Orgelspiel Beweise einer vorzüglichen Ausbildung abgelegt habe.\r\n   Aus den von ihm vorgelegten Arbeiten ergeben sich die umfassendsten Studien im Kontrapunkt und eine gründliche Kenntnis des strengen Stiles in seinen verschiedenen Formen. Die Leichtigkeit und Sicherheit, womit Herr Bruckner die schwierigsten Aufgaben in dieser Richtung löset, beurkunden eine gediegene Kenntnis der Musiklehre, und einen von Talent und Neigung für die Tonkunst geleiteten Eifer für seine Fortbildung.\r\n   Als Orgelspieler bewies Herr Bruckner eine sehr bedeutende Fertigkeit mit genauer Kenntnis des Instrumentes und zeigte sich gleich geübt im Vortrage fremder Kompositionen wie in der improvisierten Durchführung eigener und aufgegebener Themen.\r\n   Mit Rücksicht auf die hier angeführten Leistungen verdient Herr Anton Bruckner nicht nur als ausübender Musiker von vorzüglicher Fachkenntnis sondern insbesondere als Lehrer der Musik an Konservatorien und zur Unterweisung von Lehramtszöglingen allerorten bestens empfohlen zu werden.\r\n   Wien am 22. November 1861\r\n[rechts:] Vom Konservatorium der [/] Gesellschaft der Musikfreunde [/] Mabeckermp [/] Referent des Konservatoriums\r\n[links:] J Hellmesberger [/] Art. Director am [/] Conservatorium u kk. [/] Conzertmeister\r\n[daneben:] J Herbeck [/] art. Director [/] d. Gesells. d. M. u. [/] Chormeister [/] d. Män[n]ergesgs. u[?] S. V.\r\n[links unten:] F. Otto Dessoff [/] Capellmeister am k. k. Hofoperntheater [/] u. Professor am Conservatorium.\r\n[daneben, unter dem Siegel:] Simon Sechtermp [/] k: k: Hoforganist [/] und Professor des [/] Contrapuncts.«", "Letzte Änderung": "19.01.2026 08:59"}, {"ID": 186111226, "Datum": "nach dem 22.11.1861", "Haupttext": "Hellmesberger ist von Bruckners Leistungen so beeindruckt, daß er ihn um die Komposition eines Streichquartetts bittet.", "Letzte Änderung": "20.02.2023 11:07"}, {"ID": 186112013, "Datum": "ab Dezember 1861 (bis Juli 1863)", "Haupttext": "Unterricht in Formenlehre, Komposition und Instrumentation bei Otto Kitzler, aufbauend auf der Formenlehre Richters, Beethovens Sonaten, der Instrumentationslehre von Marx und (°) Lobes Kompositionslehrbuch.\r\n     Kitzler macht Bruckner u.a. auf Liszt, Berlioz und Cherubini (*) aufmerksam. Im Studienbuch wurden Notenbeispiele von E. F. Richter, Lobe und Marx verwendet (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:24"}, {"ID": 186112015, "Datum": "1.12.1861, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwurstessen bei Karl Zappe (*).\nBericht in der »Wiener Zeitung« Nr. 279, S. 4400 [= S. 4], über Bruckners Prüfung und Orgelspiel in der Piaristenkirche (**):\r\n»Vermischte Nachrichten.\r\n   [...] * Der Linzer Dom-Organist Anton Bruckner, welcher durch eine Reihe von Jahren den randvollen Becher Simon Sechter'scher Schulweisheit bis auf die Neige geleert, befand sich in diesen Tagen in Wien, um sich am Konservatorium musikalisch prüfen zu lassen. Das Zeugniß, von den Herren Hellmesberger, Herbeck, Bischoff [recte: Dessoff] und Sechter unterzeichnet, ist so ehrenvoll ausgefallen, daß Herr Bruckner dasselbe als einen wahren Meisterbrief betrachten kann. „Aus den vorgelegten Arbeiten – sagt das Zeugniß – ergeben sich die umfassendsten Studien im Contrapunkt und eine gründliche Kenntniß des strengen Styls in seinen verschiedenen Formen. Als Orgelspieler bewies Herr Bruckner eine sehr bedeutende Festigkeit [gemeint: Fertigkeit] mit genauer Kenntniß des Instrumentes und zeigte sich gleich geübt im Vortrage fremder Kompositionen, wie in der improvisirten Durchführung eigener und aufgegebener Themen.” – Herr Bruckner wird ferner als Lehrer der Musik an Konservatorien und zur Unterweisung von Lehrzöglingen bestens empfohlen. Möchte der ebenso tüchtige als bescheidene Tonkünstler so glücklich sein, eine seinem Talent und seinem Können angemessene Stellung in Wien zu finden.« (**).", "Letzte Änderung": "03.05.2026 02:04"}, {"ID": 186112035, "Datum": "3.12.1861, Dienstag", "Haupttext": "Nachdruck des [korrigierten] Wiener Artikels vom 1.12.1861 (°) in der »Linzer Zeitung« Nr. 279 (S. 1165 (°°)) über Bruckners Prüfung und Zeugnis (*). Zusatz: Hellmesberger habe ihn zur Komposition eines Streichquartettes [wird später Quintett] aufgefordert (**):\n»Kronlandsnachrichten\r\n   Wir lesen in der „Wien. Ztg.”: „Der Linzer Dom-Organist Anton Bruckner, welcher durch eine Reihe von Jahren den randvollen Becher Simon Sechter'scher Schulweisheit bis auf die Neige geleert, befand sich in diesen Tagen in Wien, um sich am Conservatorium musikalisch prüfen zu lassen. Das Zeugniß, von den Herren Hellmesberger, Herbeck, Dessoff und Sechter unterzeichnet, ist so ehrenvoll ausgefallen, daß Herr Bruckner dasselbe als einen wahren Meisterbrief betrachten kann.” Aus den vorgelegten Arbeiten - sagt das Zeugniß - ergeben sich die umfassendsten Studien im Contrapunkt und eine gründliche Kenntniß des strengen Styls in seinen verschiedenen Formen. Als Orgelspieler bewies Herr Bruckner eine sehr bedeutende Fertigkeit mit genauer Kenntniß des Instruments und zeigte sich gleich geübt im Vortrage fremder Compositionen, wie in der improvisirten Durchführung eigener und aufgegebener Themen.” - Herr Bruckner wird ferner als Lehrer der Musik an Conservatorien und zur Unterweisung von Lehrzöglingen bestens empfohlen. Möchte der eben so tüchtige als bescheidene Tonkünstler so glücklich sein, eine seinem Talent und seinem Können angemessene Stellung in Wien zu finden.” So die Wiener Ztg. Wir fügen hinzu, daß Herr Bruckner vom Hrn. Hofconcertmeister Hellmesberger zur Componirung eines Streichquartetts aufgefordert worden, welches Letzterer in einem Concerte zur Ausführung bringen wird.«", "Letzte Änderung": "06.02.2025 21:51"}, {"ID": 186112055, "Datum": "5.12.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Vollendung des Vokalquartetts »Du bist wie eine Blume« [WAB 64] nach einem Text von Heinrich Heine, gewidmet dem von Alois Weinwurm gegründeten »Sängerbund«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186112075, "Datum": "7.12.1861, Samstag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 282 kündigt das Gründungsfestkonzert des »Sängerbunds« am 16.12.1861 an (Aufführung von »Du bist wie eine Blume« [WAB 64]): \n   »-*Der strebsame Männer=Gesangsverein \"Sängerbund\" veranstaltet am 15. d. M. seine vierte Gründungsfeier durch Ausführung einer Vocalmesse von Carl Santner, in der Stadtpfarrkirche. Am 16. d. M. findet das Gründungsfest=Concert in den Redoutensälen statt, dessen ganzer Reinertrag dem hiesigen Handlungs=Kranken=Institute gewidmet ist. Es dürfte dieses Concert umsomehr eines der vorzüglichsten der heurigen Saison werden, da Notabilitäten der Kunst die Mitwirkung bereits zusicherten. Herr Dom=Organist Bruckner componirte für diesen Festtag ein gemischtes Quartett, und der Cello=Virtuose Herr Heinrich Röser [sic], Mitglied der k. k. Hofkapelle und Hofoper in Wien gibt seine freundliche Gesinnung für den Verein damit kund, daß er seine unentgeltliche Mitwirkung auf das bereitwilligste zusicherte.« (*). Ähnliche Ankündigung auch in der Linzer Zeitung auf S. 1185: \n   »Der hiesige strebsame Männergesangverein \"Sängerbund\" veranstaltet seine vierte Gründungsfeier am 15. d. M. durch Ausführung einer Vocalmesse von Carl Santner in der Stadtpfarrkirche. Am 16. d. M. findet das Gründungsfest=Concert in den Redoutensälen statt, dessen ganzer Reinertrag dem hiesigen Handlungs=Kranken=Institute gewidmet ist. Es dürfte dieses Concert eines der vorzüglichsten der heurigen Saison werden, um so mehr, da Notabilitäten der Kunst die Mitwirkung bereits zugesichert haben. Herr Domorganist Bruckner componirte für dieses Concert ein gemischtes Quartett, und der Cello-Virtuose Herr Heinrich Röver, Mitglied der k. k. Hofcapelle und Hofoper in Wien gibt seiner freundlichen Gesinnung für den Verein damit Ausdruck, daß er seine unentgeltliche Mitwirkung auf das Bereitwilligste zugesagt hat.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186112135, "Datum": "13.12.1861, Freitag", "Haupttext": "Uraufführung des »Afferentur regi« [WAB 1] in St. Florian (*).\nAnkündigung des Konzerts vom 16.12.1861 mit der ersten Aufführung von »Du bist wie eine Blume« [WAB 64] im Linzer Anzeiger Nr. 287 (**)", "Letzte Änderung": "31.08.2024 10:05"}, {"ID": 186112145, "Datum": "14.12.1861, Samstag", "Haupttext": "Uraufführung des 146. Psalms [WAB 37] in St. Florian [??] (*).\n(**) Inserat im Linzer Abendboten mit der Ankündigung der Gründungsfeier des »Sängerbundes« am 15.12.1861 und des Festkonzertes am 16.12.1861:\r\n   »Morgen Sonntag den 15. December 1861 [/] findet die [/] Gründungs-Feier [/] des Männergesangs-Vereines [/] \"Sängerbund\" in Linz [/] statt, und beginnt mit einem heiligen Amt um 11 Uhr in der Stadtpfarrkirche, wobei eine Vokalmesse von C. Sandtner ausgeführt wird.\r\n   Montag den 16 December 1861, Gründungsfest-Concert in den landsch. Redouten-Sälen unter gefälliger Mitwirkung der Fräuleins Hermine und Mina Ritter, des Herrn v. Mayfeld und des Cello-Virtuosen aus Wien Herrn H. Röver, Mitglied der k. k. Hofkapelle und Hofoper, dessen ganzer Reinertrag dem hiesigen Handlungs-Kranken-Institute gewidmet ist.\nPROGRAMM.\r\n\"Alte Noris\", Dichtung v. Müller v. d. Werra, componirt von Fr. Abt, Ehrenmitglied des Vereines, (der altehrwürdigen Stadt Nürnberg gewidmet.)\r\n\"Ein Abend auf den Alpen\", Idylle für Violoncello und Piano-Begleitung, componirt und vorgetragen von H. Röver.\r\n\"Du bist wie eine Blume\", Gedicht von Heine für Sopran, Alt, Tenor und Baß, componirt und dem Vereine gewidmet v. A. Bruckner.\r\n\"Schön Rohtraut\", Gedicht von E. Möricke, für Männerchor componirt von W. H. Veit.\r\n\"Ich grolle nicht\", Lied für eine Altstimme und Piano-Begleitung von R. Schumann.\r\n\"Walzer\", Gedicht v. Kopisch, für Männerchor componirt von Louis Liebe.\r\n\"Fantaisie\" für Violoncell, comp. v. Servais, vorgetragen von H. Röver, \r\n\"Heil Dir mein Vaterland,\" Gedicht von Müller von der Werra, Preis Composition v. J. E. Schmölzer, Ehrenmitglied des Vereines.\r\nCassa-Eröffnung 1/2 7 Uhr. Anfang des Concertes 1/2 8 Uhr Abends.\r\nSperrsitze à 1 fl. und Eintritts-Karten für den Saal oder Gallerie à 50 kr. sind zu haben in der Handlung des Hrn. Friedrich Kirchmayr, in den Caffée's der Herren Hartl und Traxlmeyr und Abends an der Casse.\r\n(1165 1)« (**).\n[Auch 14.12.?] Ankündigung in der Linzer Zeitung auf S. 1203:\r\n»Für das Gründungsfestconcert des »Sängerbund« am 16. d, worin aus Gefälligkeit die Frls. Ritter, Hr. v. Mayfeld und der Cellovirtuose Hr. Röver, Mitglied der k. k. Hofkapelle und Hofoper in Wien mitwirken werden, ist folgendes Programm festgesetzt: 1. \"Alte Noris\", von Abt; 2. \"Ein Abend auf den Alpen\", Idylle für Cello und Clavier von Röver; 3. \"Du bist wie eine Blume\", Quartett von Bruckner; 4. \"Schön Rohtraut\", Chor von Veit; 5. \"Ich grolle nicht!\", Lied von Schumann; 6. \"Walzer\", Männerchor von Louis Liebe; 7. \"Phantasie für Cello\", von Servais und 8. \"Heil dir mein Vaterland\", Preischor von Schmölzer.« (***).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:47"}, {"ID": 186112155, "Datum": "(15.12.1861, Sonntag)", "Haupttext": "Beim Gründungsamt des Männergesangvereins »Sängerbund« in der Stadtpfarrkirche wird eine »Vocalmesse« von Santner [Sandtner] aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186112165, "Datum": "16.12.1861, Montag", "Haupttext": "»Du bist wie eine Blume« [WAB 64] beim 4. Gründungskonzert des Linzer »Sängerbundes« uraufgeführt. Solisten sind Hermine und Wilhelmine Ritter, Heinrich Knoll [?] und Ferdinand Hummel (*).\r\nBruckner soll als Klavierbegleiter mitgewirkt haben (**). An dieser in den Redoutensälen stattfindenden Veranstaltung nehmen auch Mayfeld und der Wiener Cellist Röver teil (***). Aufgeführt werden außerdem Werke von Abt, Veit, Schumann, Louis Liebe, Servais und Schmölzer (°).\r\nBeim anschließenden Zusammensein trägt Sekretär Melichar ein Bruckner gewidmetes Sonett vor (°°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:48"}, {"ID": 186112185, "Datum": "18.12.1861, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht des Linzer Abendboten Nr. 291 (*) und der Linzer Zeitung (**) (Nr. 292? S. 1220f (***)) über das Konzert vom 16.12.1861 mit lobender Besprechung von Bruckners Vokalquartett »Du bist wie eine Blume«.\n(*) Linzer Abendbote:\r\n»Gründungs=Fest=Concert des Sängerbundes. [/] Vorgestern feierte der so strebsame und wackere Verein des Sängerbundes seinen 4jährigen Bestand durch ein Fest=Concert im Redoutensaale. [...] Eine sehr interessante Nummer des Programms war ein gemischtes Quartett von A. Pruckner, welchem H. Heine's schönes Gedicht \"Du bist wie eine Blume\" zu Grunde gelegt ist. Dieses sehr schön, und mit den lieblichen Worten entsprechender Zartheit komponirte Quartett ist überall des Erfolges sicher und ein neuer Beweis von Pruckners ungewöhnlicher musikalischer Begabung. Es wurde zum Triumpfe des Compositeurs und der Sänger und Sängerinnen (beide Fräulein Ritter, Weinwurm und Hummel) zur Wiederholung verlangt. [/] [...] Der artistische Erfolg des Concertes war also ein vollständig befriedigender. Wie war der pekuniäre? Wie es eben nur in Linz möglich ist, wo die Pflege der Musik so vernachlässigt wird wie fast in keiner zweiten deutschen Stadt. Hr. Röver darf sich übrigens nicht darüber grämen, daß sein Name keine stärkere Anziehungskraft übte. Wenn statt des seinigen der Name von Servais selbst auf dem Zettel gestanden wäre, so wäre sicher das Publikukm kein zahlreicheres gewesen. Es ist einmal hier so und läßt sich nicht ändern.« (*).\n(**) Linzer Zeitung:\r\n»Der \"Sängerbund\" in Linz. [/] Am 15. d. M. um 11 Uhr Vormittags beging der Männergesangs=Verein \"Sängerbund\" sein alljährliches Gründungsfest mit der Durchführung einer Vokalmesse von Santner ... und am 16. d. Abends 1/2 8 Uhr fand das Gründungsfest=Concert ... statt. [...] ... wäre ein größerer Besuch wünschenswerth gewesen. Ohne ungalant zu sein, wollen wir aus dem anziehenden Programm vor Allem die Glanznummern hervorheben, nämlich die ausgezeichnete Leistung des Cello=Virtuosen Herrn Röver aus Wien. [...] Außer diesem Hochgenuße war es zunächst Bruckner's prächtiges Vokalquartett \"Du bist wie eine Blume\", dem gleichfalls der Preis des Abends gebührt. So korrekt, sinnig und gemüthreich diese liebliche Komposition ist, so vortrefflich war auch der Vortrag derselben durch die Frls. Hermine und Wilhelmine Ritter und die Herren Weinwurm und Hummel, und mußte unter rauschendem Applaus wiederholt werden. Ebenso auch das schöne Lied \"Ich grolle nicht\", von Schumann, gesungen von Frl. Mina Ritter. Zu allen diesen Nummern leistete Herr v. Mayfeld mit bekannter Gediegenheit die Pianoforte=Begleitung. [...] Nach dem Concerte versammelten sich die Sangesbrüder in ihrem Vereinslokale zu einer gemüthlichen Abendunterhaltung, wobei Sekretär Melichar ein Gedicht auf den geschätzten Künstler Röver Bezug nehmend vortrug, dann ein Sonett, Hrn. Bruckner gewidmet; [...] Den Kunstfreuden können wir noch schließlich mittheilen, daß der Cello=Virtuose Herr Röver ein Wiederkommen in Aussicht stellte.« (**).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:37"}, {"ID": 186112235, "Datum": "(23.12.1861, Montag)", "Haupttext": "Aufführung von Haydns »Jahreszeiten« durch den »Frohsinn« und den Linzer Musikverein in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186112245, "Datum": "24.12.1861, Dienstag", "Haupttext": "Datierung im Kitzler-Studienbuch (zwei- und dreiteilige Liedform).\r\nEs entstehen bis zum Jahresende sechs Lieder: »O habt die Thräne gern« [a-Moll, WAB 205] (*), »Nachglück« [C-Dur, WAB 204] \"(H Nacht anno 861)\" [*a], \"Nachglück\" [F-Dur, WAB 235] (*b), »Herzlied« [\"Herzeleid\" WAB 232, nach einem Text von Friedrich Wilhelm Traugott Schöpff], »Von der schlummernden Mutter« [WAB 206], »Des Baches Frühlingsfeier« [WAB 202] und »Wie neid' ich dich, du stolzer Wald« [WAB 207].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186112265, "Datum": "26.12.1861, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 26. Dez. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186112315, "Datum": "31.12.1861, Dienstag", "Haupttext": "Profeßurkunde des 3. Ordens der Franziskaner für Ignaz Bruckner. Am 30.1.1859 habe er nach einem Probejahr die Profeß in St. Florian mit dem Namen Conrad abgelegt. Unterzeichnet von Anton Radner (Chorherr), Karl Ludwig Freiherr von Eberl (Minister) und Rud. Lichtenecker (Praeses des 3. Ordens).", "Letzte Änderung": "11.05.2025 19:17"}, {"ID": 186200005, "Datum": "1862", "Haupttext": "Komposition [? (recte: Niederschrift?)] des Apollo-Marsches für Militärmusik [WAB 115] (*).\r\nEr ist [angeblich] der Bürgerkorpskapelle in Vöcklabruck gewidmet (**).\nJosef Neuhofer, Bruder von Karl Neuhofer und später Vater von Franz Neuhofer, wird nach einem Vorspiel vor Bruckner und Johann August Dürrnberger von diesen als Organist und Musiklehrer nach Freistadt empfohlen (***).", "Letzte Änderung": "17.04.2023 17:20"}, {"ID": 186201005, "Datum": "Januar 1862", "Haupttext": "Widmung des wohl auch zu dieser Zeit entstandenen Männerquartettes »Der Abendhimmel« [WAB 55] nach einem Text von J. Chr. Zedlitz an die »Frohsinn«-Mitglieder Munsch, Dr. Stifler, Dr. Benoni und Dr. Weißmann: »Meinen lieben Freunden gewidmet, den Herren P. T. Munsch 1. Tenor, Dr. Stifler 2. Tenor, Dr. Benoni 1. Baß, Dr. Weinmann 2. Baß. Anton Bruckner. Jänner 1862.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186201015, "Datum": "1.1.1862, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung \"1 Jän[n]er 862\" auf S. 25 (*a) im Kitzler-Studienbuch (verschiedene Tanzformen: Walzer, Polka, Galopp, Mazurka und Menuett).\r\nKomposition eines Klavier-Walzers in Es-Dur [WAB 224/1] (*b).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186201025, "Datum": "2.1.1862, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung im Kitzler-Studienbuch. Komposition eines Klavier-Walzers in C-Dur [WAB 224/2] (*) und [in den nächsten Tagen, vor dem 6.1.1862] von vier Polkas in C-Dur [WAB 221], eines Galopps in C-Dur [WAB 239] einer Mazurka in a-Moll [WAB 218] und eines Menuetts in C-Dur [WAB 219] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186201055, "Datum": "5.1.1862, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"Den 5ten Jänner 1862 in der Pfarrkirche Linz zum 1ten Mal\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186201065, "Datum": "6.1.1862, Montag", "Haupttext": "Datierung Bruckners im Kitzler-Studienbuch. In den Übungen werden Tänze, erweiterte Liedformen, Etüden, Variationen und Rondo (für Klavier und Streichquartett) durchgenommen (*).\r\nEs entstehen in der folgenden Zeit (**): Menuett und Trio in G-Dur [WAB 220], Marsch in d-moll, Andante in Es-Dur, Andante in d-moll (°), Scherzo d-moll für Streichquartett, Etüde in g-moll, Chromatische Etüde in f-moll, Thema und Variationen in G-Dur (mit einer Ausnahme alles Klavierwerke).\nBruckner schreibt sich die Vokalstimmen des Kyrie von Haydns Nicolaimesse ab (#).", "Letzte Änderung": "20.01.2025 18:10"}, {"ID": 186202045, "Datum": "(4.2.1862, Dienstag)", "Haupttext": "Bruckners Schwester Josefa Wagenbrenner wird von ihrem zweiten Kind (Aloisius oder Aloisia, gestorben 8.3.1862) entbunden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186202165, "Datum": "16.2.1862, Sonntag", "Haupttext": "Faschingsfest des »Frohsinn« (*).\n \nIn Linz wird der Termin für die Grundsteinlegung des Neuen Domes bekanntgegeben [Festkantate [WAB 16] am 1.5.1862] (**).\n \n[Aufführung einer Führer-Messe? Siehe 15.2.1863]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186203165, "Datum": "16.3.1862, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 16ten März 862 Pf\" (*). In Wien dirigiert Herbeck Berlioz' \"Harold in Italien\" mit Hellmesberger als Viola-Solisten. Dazu erscheint später eine Kritik Bagges (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186203217, "Datum": "Frühjahr 1862", "Haupttext": "[zwischen 6.1.1862 und 6.6.1862]\r\nIm Rahmen der Studien bei Otto Kitzler entstehen folgende Werke:\nSechs Scherzi für Streichquartett (C-Dur, d-Moll, a-Moll, C-Dur, F-Dur, g-Moll) [WAB 209] (*),\nThema mit Variationen für Streichquartett Es-Dir [WAB 210] (**),\nZwei Andante in Es-Dur und d-Moll [WAB 211] (***),\r\ndie Chromatische Etüde in F-Dur [WAB 212] (°),\r\ndas Duo in a-Moll [WAB 213] (°°),\r\ndie Etüde für Klavier in G-Dur [WAB 214] (°°°),\r\ndrei Märsche für Klavier [WAB 217/1 C-Dur, WAB 217/2 d-Moll, WAB 217/3 F-Dur] (#),\r\nsieben Rondos für Klavier [WAB 222/1 G-Dur, WAB 222/2 c-Moll, WAB 222/3 d-Moll, WAB 222/4 F-Dur, WAB 222/5 G-Dur, WAB 222/6 e-Moll, WAB 222/7 Es-Dur (##),\r\nfünf Themen und Variationen [WAB 223/1 G-Dur, WAB 223/2 A-Dur, WAB 223/3 A-Dur, WAB 223/4 G-Dur, WAB 223/5 G-Dur) (###),\r\nder Liedentwurf \"Es regnet\" in e-Moll [WAB 231] (a),\r\nder Liedentwurf \"Last des Herzens\" (\"Ringsum des Lenzes Duft\") in As-Dur [WAB 234] (b),\r\n\"O habt die Thräne gern\" WAB 236] (c),\r\nder Liedentwurf \"Wunsch\" (\"Sie singt an jedem Morgen\") in D-Dur [WAB 238] (d).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186203255, "Datum": "(25.3.1862, Dienstag)", "Haupttext": "Im 1. Konzert des Linzer Musikvereins unter Engelbert Lanz werden Werke von Gluck, Meyerbeer, Mozart, Mendelssohn, Josef Haydn, Beethoven und Franz Schubert (»Die Allmacht«, gesungen von Karl Weilnböck) aufgeführt. Ob Bruckner das Konzert besucht hat, ist nicht überliefert (*).\n \nIn Linz werden Gründung und erstes Treffen des Veranstaltungskomitees für die Grundsteinlegung am 1.5.1862 [mit der Festkantate] [WAB 16] bekannt gegeben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186203265, "Datum": "26.3.1862, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung (Göllerichs) in Skizzen zur Dom-Festkantate [WAB 16], die auch Eintragungen Otto Kitzlers enthalten, die u.a. den Tonumfang der verwendeten Instrumente angeben (*).\n \nEine weitere, daran anschließende Skizze trägt auf fol 1r am Ende des 8. Systems den Vermerk \"26.\" [Datierung 26.3.?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186203305, "Datum": "(30.3.1862, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung der »Missa solemnis« unter Herbeck in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186204055, "Datum": "(5.4.1862, Samstag)", "Haupttext": "Rudigiers erster Spatenstich zum Neuen Dom.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186204235, "Datum": "23.4.1862, Mittwoch", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186204255, "Datum": "25.4.1862, Freitag", "Haupttext": "Fertigstellung der von Bischof Rudigier (°) in Auftrag gegebenen Dom-Festkantate [WAB 16] »Fest-Cantate [/] für Männerchor [/] mit Begleitung des Orchesters [/] bei Gelegenheit der Grundsteinlegung zum Dombau am 1. Mai 1862 [/] Anton Brucknermp [/] Linz den 25. April 1862.« (°°) nach einem Text von Dr. Pamesberger (*).\nIn der Partitur ist der Chorsatz von Franz Schimatschek geschrieben (**).\nBruckner erstellte eine separate Chorpartitur (o.D.) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186204275, "Datum": "27.4.1862, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet auf S. 393:\r\n»* Wie wir vernehmen, hat der Domorganist Herr Bruckner zur Feier der Grundsteinlegung des Mariä Empfängniß=Domes eine Cantate komponirt.« (*).\n(Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn\" im Redoutensaal mit Werken von Pauer (»Zur Nacht«), Esser (»Frühling ist ein starker Held«), Mendelssohn (»Mailied«, gesungen von Frl. Schimatschek, Frl. Kainerstorfer, Löcker und Weilnböck)), Schubert (»Nachtgesang im Walde«), Lachner (»Sturmesmythe«) und Stücken für Fisharmonika (gespielt von Anton Hafferl) von Likl (»Nocturno«) und Mendelssohn (Lied ohne Worte) (**)).\nDatierung \"27. April 1862\" von Franz Schimatschek in Stimmenabschriften der Festkantate [WAB 16] (von Schimatschek, Anonymus L1 und einem weiteren Schreiber) (***).", "Letzte Änderung": "19.06.2025 13:51"}, {"ID": 186205013, "Datum": "Mai 1862", "Haupttext": "Bruckner lädt Otto Kitzler zum Maitrunk nach St. Florian ein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186205015, "Datum": "1.5.1862, Donnerstag", "Haupttext": "Uraufführung der Dom-Festkantate [WAB 16] durch die verstärkte Liedertafel »Frohsinn« und eine Militärkapelle (13. Inf. Reg. Baron Bamberg) -\r\n»Festcantate [/] der [/] Grundsteinlegung am 1. Mai 1862. [/] In Musik gesetzt von Herrn Anton Bruckner, Domorganisten, [/] und vorgetragen von der löbl. Liedertafel in Linz, unter Mitwirkung der löbl. [/] Kapelle des k. k. Inf.=Reg. Freiherr von Bamberg Nr. 13.« - (a),\r\nunter Leitung von Engelbert Lanz anläßlich der Grundsteinlegung zum Neuen Dom durch Bischof Rudigier (*), während des 4. Programmpunktes »Hammerschläge« (#).\r\nBeim folgenden Hochamt dirigierte Karl Weilnböck (##) eine Messe von Lotti, Bruckners »Ave Maria« [WAB 6] (**) und ein Graduale \"Misit Deus misericordiam\" von Engelbert Lanz (°).\r\nAn den Feierlichkeiten sollen 15000 - 20000 Besucher teilgenommen haben.\r\nAbends im Redoutensaal [c] Aufführung von Haydns »Schöpfung« durch den Musikverein (Solisten: Weilnböck, Falkensam, Frl. Schimatschek) (###).\nBruckner erhielt für die Kantate 50 fl Honorar (»Remuneration«) [siehe 7.5.1862] (°°).\nEin [undatierter] Bericht erschien (im dritten Quartal) auch in der Theologisch-prakt. Quartalschrift, 15. Jg., auf S. 360:\r\n»Schön paßten zum Momente der Grundsteinlegung, der von Glockengeläute und Pöllerschüssen begrüßt wurde, die Worte der Festkantate 2) [Fußnote:] 2) In Musik gesetzt vom Domorganisten A. Bruckner und vorgetragen von der Liedertafel in Linz unter Mitwirkung der Kapelle des 13. Inf.=Reg. Baron Bamberg.« (b).\n[Erst nach 27.5.1862, vielleicht erst am Jahresende?] Über die Grundsteinlegung (und die Prozession am 30.4.1862) berichtete auch »Die deutsche Volksschule« unter Angabe von teilnehmenden Personen [z.B.: Josef Gruber, Franz Steininger, Johann Leitgeb, Josepha Edlbacher, Louise von Lutterotti, die Ehrendomherren J. N. Ozelsberger, Anton Landgraf und Johann Aichinger und Max Pammesberger etc. Am Ende steht »A. d. K. B.« [der Text ist nahezu identisch mit dem der Katholischen Blätter vom 3.5.1862] (c).\nBei der Feier (30.4. und 1.5.) sind u.a. anwesend:\r\ndie Äbte und Prälaten Oberösterreichs (Schlägl, Wilhering, Lambach, St. Florian, Kremsmünster und Reichersberg), die Bischöfe von St. Pölten (Ignaz Feigerle) und Augustopolis (Athanasius Eduard Zuber) [siehe die Anmerkung], der Statthalter (Eduard von Bach), der Landeshauptmann Dominik Lebschy [siehe die Anmerkung], Truppenkommandant Lausch, Johann Nep. Ozelberger, Joh. Ev. Kurany, Anton Landgraf, Johann Aichinger, Dechantsenior Bartsch, Joh. Bap. Schiedermayr, Oberlandesgerichtspräsident Dr. von Wenisch, Bgm. Reinhold Körner, Max Pammesberger, die Kreuzträger (Josef Gruber, Anton Praunauer, Josef Schieferhuber, Anton Schießer und Johann Schneider), die Fahnenträger (Franz Steininger, Johann Leitgeb, Josef Schmidtbauer, Anna Spang und Marie Pindeus), Baukondukteur Otto Schirmer [siehe die Anmerkung], Baumeister Franz Höbarth, Zinngießer Eckstein, Zimmermeister Vinzenz Grubmüller, die Trägerinnen der Marienstatue (Johanna von Anthoine, Josefa Edlbacher, Isabella Fink, Josepha Forstner, Anna Huber, Anna Janofsky, Johanna Janofsky, Karoline Kaserer, Ottilie Kneidinger, Louise von Lutterotti, Martina Praleithner und Anna von Wanivenhaus) (d).\r\nAuch Adalbert Stifter nimmt an den Feierlichkeiten teil und besucht die Aufführung der \"Schöpfung\" (in seinem Bericht wird Bruckner nicht erwähnt) (e).\nDas Komité des am 30.4.1862 in Linz gegründeten Oberösterreichischen Sängerbundes (Josef Hafferl, Alois Weinwurm und August Göllerich sen.) legt der oberösterreichischen Statthalterei die Satzung zur Genehmigung vor. Am 16.4.1862 hatte der \"Frohsinn\" diese Gründung angeregt (f).", "Letzte Änderung": "03.05.2026 02:07"}, {"ID": 186205025, "Datum": "2.5.1862, Freitag", "Haupttext": "Bericht in der »Linzer Zeitung« über die Aufführung der Festkantate [WAB 16]:\r\n»Grundsteinlegung des Mariä-Empfängniß-Domes in Linz. * Linz,\r\n   1. Mai. Am 30. April fand die Vorfeier der Grundsteinlegung zum Mariä-Empfängniß-Dome statt. [...] \r\n    ** Linz, 1. Mai. Heute um 7 Uhr Morgens gab die große Glocke der Domkirche das Zeichen des Beginnes der eigentlichen Festfeier [...] Während des Hammerschlages trug die Liedertafel „Frohsinn” unter Begleitung der Militärkapelle eine Festkantate, komponiert vom Domorganisten Bruckner vor.\r\n   Sodann erfolgte die Einsegnung der durch Fahnen und Wimpeln ausgezeigten Grundfesten des künftigen Domes. [...] Nun celebrirte der hochwürdigste Herr Bischof das solenne Hochamt, wobei die Liedertafel die Lotti'sche Vokalmesse ausführte, verlieh den Ablaß und ertheilte den Segen, womit das denkwürdige Fest am Bauplatze beendet war. [...]« (*).\nBericht im Linzer Abendboten Nr. 101 auf S. 1f:\r\n»Feier der Grundsteinlegung zum Mariä=Empfängniß=Dome.\r\n   In den nachfolgenden Zeilen übergeben wir der Geschichte der Landeshauptstadt Oberösterreichs das Bild einer Feier, ... [...] Hierauf wurde die Urkunde in die zinnerne Kapsel eingelegt, vom Hochw. Herrn Bischofe gesiegelt und in die für sie gemachte Vertiefung im Grundsteine aufbewahrt. Jetzt folgte die Weihe des Letzteren, dann dessen Einlegung in die Grube durch den Hochw. Bischof von Linz und dessen erster Hammerschlag, an den sich alle anwesenden Würdenträger mit Hammerschlägen anschlossen, während welchen Aktes die Liedertafel „Frohsinn” die vom Domorganisten Hrn. Bruckner äußerst schwungvoll und würdig componirte Festkantate unter Begleitung der Militär=Musikkapelle vortrug. Hierauf beging ... [...] Nach halb 12 Uhr begann das feierliche Hochamt, welches der Hochw. H. Bischof von Linz selbst celebrirte, [...] Während des Hochamtes führte die Liedertafel im Vereine mit der Militär=Musikkapelle Lottis große Vokalmesse auf. [...] Bezüglich der Nachfeier deuten wir auf die im heutigen Blatte besprochene Aufführung des Haydn'schen Oratoriums „Die Schöpfung” und erwähnen noch, daß mit Anbruch der Nacht zwischen 8 und 9 Uhr der Bauplatz mit bengalischem Feuer beleuchtet wurde und an der Triumphspforte das Bild des Domes in seiner einstigen Vollendung in glänzender Transparent=Beleuchtung prangte.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186205035, "Datum": "3.5.1862, Samstag", "Haupttext": "Artikel der »Linzer Zeitung« Nr. 192, S. 411f [*], über die Festkantate [WAB 16]:\r\n»Grundsteinlegung des Mariä=Empfängniß=Domes in Linz.\r\n* Linz, am 2. Mai. Wir beeilen uns, nachträglich noch einige besondere Momente bei der Feier der Grundsteinlegung hervorzuheben. [...] Nach dem Psalm Miserere wurde die von Herrn Professor Dr. Pammesberger verfaßte und vom Herrn Anton Bruckner in Musik gesetzte Festkantate von der Liedertafel \"Frohsinn\" unter Mitwirkung der Regimentskapelle schwungvoll aufgeführt und vorgetragen. Eine herrliche prachtvolle Komposition! Wie wissen nicht, welcher Theil mehr gelungen ist, der kräftige Eingangschor oder das Baßsolo in der Mitte, oder der majestätische Choral, oder der Schlußsatz. Wir wünschten sehr im Interesse der Kunst, daß diese Kantate nicht gleich anderen Gelegenheitsstücken der Vergessenheit anheimgegeben, sondern daß sie auch veröffentlicht und in weiten Kreisen bekannt gemacht würde. Auch wünschten wir, daß dieses Werk bei irgend einer Gelegenheit in einem geschlossenen Raume möchte noch einmal aufgeführt werden.\r\n   Die Vokalmesse von Lotti [...] wurde [...] unter der Leitung des Herrn Chormeisters Weilnböck ausgezeichnet vorgetragen. ... Das Graduale mit dem Alleluja (Misit Deus miserecordiam [sic!] suam) hat eigens für dieses Fest Herr Normalschullehrer und Musikvereinsdirektor Engelbert Lanz komponirt. Sehr sprach auch diese Komposition zu Herzen. Wir können sie als eine sehr gelungene bezeichnen. Das Ave Maria [WAB 6] ist abermals von Herrn Bruckner. [...] Abends strömte Alles in den Redoutensaal um die \"Schöpfung\" zu hören, welche der Musikverein zur Feier der Grundsteinlegung aufzuführen beschlossen hatte. [...] Auch der Himmel war heute makellos, da der Grundstein zum Haus der Makellosen gelegt wurde! -« (**).\nAuch die Katholischen Blätter, 14. Jg., Nr. 36, berichten auf S. 161f über die vorgestrige Feier:\r\n»Mittheilungen.\r\nLinz. Die Feier der Grundsteinlegung zum Mariä=Empfängniß=Dome in Linz ist denn mit Gottes Hilfe am 1. Mai glücklich vor sich gegangen ... [...] Nun schlug, nachdem der Psalm Miserere angestimmt worden, unser Bischof und nach ihm die andern Bischöfe und die Assistenz dreimal auf den Grundstein. Während sodann die von Hrn. Bruckner schön und lieblich komponirte Festkantate von der löbl. Linzer=Liedertafel unter der Leitung des Hrn. Lehrers Engelbert Lanz herrlich vorgetragen wurde, gaben den Hammerschlag: Se. Excellenz der Herr Statthalter ... [...] Nach Beendigung dieser erhabenen und erhebenden Anrede [Rudigiers] ward das Hochamt unter dem Baldachin gefeiert. ... Die von der löbl. Liedertafel unter Mitwirkung von vielen Fräulein Töchtern der Stadt trefflich ausgeführte Messe war von Lotti, das eingelegte jubelnde durchgreifende Graduale von Hrn. Engelbert Lanz, das würdige, fromme Offertorium \"Ave Maria\" von Hrn. Anton Bruckner. [...] Heute sei allen herzlicher Dank ausgesprochen, die geholfen, Gott und Maria werden es lohnen. / P.« [= Pammesberger] (***).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:41"}, {"ID": 186205075, "Datum": "7.5.1862, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht von Dr. Max Pammesberger in den Katholischen Blättern (14. Jahrgang), Nr. 37, S. 166f über die Veranstaltung vom 1.5.1862. Dankt den Komponisten Bruckner und Lanz und den Dirigenten Lanz und Weilnböck. \r\n   »Mittheilungen.\r\nLinz. (Zur Grundsteinlegung am 1. Mai.) So viele Leute wir bis jetzt darüber reden hörten, von allen hörten wir, daß sie Gott für diesen schönen Tag danken und hoch erfreut sind, ihn erlebt zu haben. [... über die Ereignisse des 1. Mai und den Gottesdienst am 5. Mai für die Bauleute ... Danksagungen für die an der Feier des 1. Mai Beteiligten ...] Wir fühlen uns zu hohem Danke verpflichtet [...] gegen die löbl. Linzer=Liedertafel für ihren unverdrossenen Eifer vor [sic] und herrliche Ausführung der Cantate und Messe bei der Feierlichkeit; gegen den löbl. Musikverein für die so freundliche Veranstaltung des Concertes, sowie gegen alle Herren, Frauen und Fräuleins, welche bei der h. Messe und beim Oratorium mitgewirkt haben. Wir sagen herzlichen Dank den Hrn. Bruckner und Lanz für ihre vortrefflichen Compositionen, und Hrn. Lanz und Weilnböck für die ausgezeichnete Direction der Aufführung, dem hochw. Hrn. Abt von Wilhering, der uns so viel des schönsten Fichtenreises in den Festplatz gespendet und geliefert hat [... weitere Dankadressen ...] Und alle Leser werden einstimmen, wenn wir sie auffordern, mit uns den innigsten Dank dem hochwürdigsten Bischof auszudrücken, daß er den Gedanken dieses Dombaues ausgesprochen, den Dombau eingeleitet, die Grundsteinlegung vollzogen hat. Gott segne unsern hochwürdigsten Bauherrn! Im Namen des Vorbereitungskomités. Dr. Max Pammesberger.« (*).\nEintrag im »Rechnungs-Ausweis über die im Monat Mai 1862 gemachten Ausgaben und Einnahmen für den Bau des Mariä Empfängnisdomes«, veröffentlicht im Linzer Diözesanblatt 1862, Stück XV, S. 101:\r\n»Bargeld Oe. W. Ausgabe« [/] [Position Nr.] 37 [Tag] 7. Als Remuneration für den Kompositeur der Cantate bei der Grundsteinlegung, Dom=Organisten Bruckner - 50 [fl.], » (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186205085, "Datum": "8.5.1862, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht »Linz, 6. Mai« über die Grundsteinlegung des Linzer Doms [1.5.1862, WAB 16]: »Eine herrlich componirte Festcantate begleitete den Zug [...]« (*).\n \nDer St. Pöltner Bote Nr. 19 bringt auf S. 4 einen mit 4.5.1862 datierten Bericht von der Grundsteinlegung, signiert \"D.\":\n     \"Wochen=Nachrichten. | (D. Linz 4. Mai.)   Die Feier der Grundsteinlegung hat auf eine dem großen Unternehmen würdige Weise stattgefunden. [... \"Musikkapelle des k. k. Infanterie=Regiments Freih. v. Bamberg\" ...] Während des Hammerschlages wurde eine vom hochw. Herrn Professor Dr. Pamesberger verfaßte, und von dem hiesigen Domorganisten Bruckner in Musik gesetzte Festkantate von der Liedertafel \"Frohsinn\" unter Mitwirkung der Regimentskapelle würdig und schwungvoll vorgetragen. Diese Komposition wurde von Musikkennern als eine vorzüglich gelungene betrachtet, und verdiente auch außerhalb unsern Kreisen bekannt zu werden. Hierauf bestieg der H. Herr Bischof die Kanzel [... Vokalmesse von Lotti ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "16.05.2026 10:18"}, {"ID": 186205095, "Datum": "9.5.1862, Freitag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 9ten Mai Pf. und Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186205185, "Datum": "18.5.1862, Dienstag", "Haupttext": "Artikel in der Linzer Zeitung [über die Festkantate WAB 16?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186205245, "Datum": "24.5.1862, Samstag [?]", "Haupttext": "[recte 25.5.1862?] Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"d24ten Mai 862 Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186205315, "Datum": "31.5.1862, Samstag", "Haupttext": "Aufführung eines Requiems von Moritz Brosig in der Linzer Stadtpfarrkirche.\r\nEintrag in einer Violinstimme \"den 31ten Mai 862 Pf [Pfarrkirche]\".", "Letzte Änderung": "12.11.2025 13:00"}, {"ID": 186206065, "Datum": "6.6.1862, Freitag", "Haupttext": "Datierung im Kitzler-Studienbuch. Aktuelles Thema ist die Sonatenform (*).\nIn der Folgezeit (vor dem 29.6.1862) Beschäftigung mit Durchführungs- und Reprisen-Abschnitt (**).\r\nEs entstehen Sonatenentwürfe in  f-Moll (WAB 242/1), C-Dur (WAB 242/2), C-Dur (WAB 242/3), F-Dur (WAB 242/4) und d-Moll (WAB 242/5) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186206085, "Datum": "(8./9.6.1862, Pfingstsonntag und Pfingstmontag)", "Haupttext": "Sängerfahrt des »Frohsinn« nach Neufelden, dem Geburtsort von Carl Weilnböck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186206265, "Datum": "(26.6.1862, Donnerstag)", "Haupttext": "Der »Sängerbund« gestaltet den Grabgesang für J. Jungwirth in der Stadtpfarrkirche.", "Letzte Änderung": "12.11.2025 13:02"}, {"ID": 186206295, "Datum": "29.6.1862, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner beginnt eine Sonatensatz-Studie (Klaviersonate g-moll) [WAB 243].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186207013, "Datum": "Juli 1862", "Haupttext": "Kompositionsbeginn des Streichquartetts [WAB 111] - im Kitzler-Studienbuch unmittelbar auf den Klaviersonatensatz folgend.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186207055, "Datum": "(5.7.1862, Samstag)", "Haupttext": "Konstituierung des auf Anregung von August Göllerich sen. gegründeten Oberösterreichischen Sängerbundes.", "Letzte Änderung": "19.08.2025 18:29"}, {"ID": 186207135, "Datum": "13.7.1862, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 13ten Juli 862 Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186207195, "Datum": "19.7.1862, Samstag", "Haupttext": "Gedenkfeier des »Frohsinn« zum Nürnberger Sängerfest 1861 im »Gastgarten zur Stadt Linz«, an der auch der Nürnberger Rau teilnimmt. Ansprache von Karl Jax, telegraphische Absendung eines von Julius Scheda gedichteten Grußes nach Nürnberg (*).", "Letzte Änderung": "12.11.2025 13:03"}, {"ID": 186207215, "Datum": "21.7.1862, Montag", "Haupttext": "Artikel in der »Linzer Zeitung« (*)\r\nund [wann genau?] der Welser Zeitung (**)\r\nüber die Gedenkfeier vom 19.7.1862.", "Letzte Änderung": "13.09.2025 14:10"}, {"ID": 186207285, "Datum": "28.7.1862, Montag", "Haupttext": "2. Satz des Streichquartetts [WAB 111] »Abends 9 Uhr« (*) beendet.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:13"}, {"ID": 186207305, "Datum": "30.7.1862, Mittwoch", "Haupttext": "[27.7.1862?] Ferdinand Kerschbaum feiert seine Primiz in der Linzer [nicht Steyrer] Stadtpfarrkirche. Bruckner soll bei diesem Anlaß seine Fuge in d-Moll (WAB 125) gespielt haben. Außerdem wurde eine Haydn-Messe aufgeführt (*).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:15"}, {"ID": 186208013, "Datum": "August 1862", "Haupttext": "Bruckner zahlt 330 fl. bei der Versicherungsanstalt »Anker« ein, mußte wegen Geldknappheit um Lohnvorschuß für 2 Monate bitten.", "Letzte Änderung": "09.01.2025 23:17"}, {"ID": 186208035, "Datum": "3.8.1862, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 3ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208075, "Datum": "7.8.1862, Donnerstag", "Haupttext": "Finale des Quartetts [WAB 111] beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208105, "Datum": "10.8.1862, Sonntag", "Haupttext": "Primiz von P. Georg Huemer in Kremsmünster. Möglicherweise der Anlass, für den \"Heil dir zum schönen Erstlingsfeste\" [WAB 61c], umgetextet von P. Beda Piringer, aufgeführt wurde (*).\nAufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 10. August Dom\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208155, "Datum": "15.8.1862, Freitag", "Haupttext": "Vollendung des Rondos für Streichquartett [WAB 208] um (*) 1/2 8 Uhr abends.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208157, "Datum": "15. bis 17.8.1862, Freitag bis Sonntag", "Haupttext": "Besuch der Passauer Liedertafel beim »Frohsinn«. Der »Sängerbund« nahm an diesem Fest teil (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208175, "Datum": "17.8.1862, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 17ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208225, "Datum": "22.8.1862, Freitag", "Haupttext": "Komposition des Liedes »Der Trompeter an der Katzbach« (für Baß, unvollständig (*)) nach einem Text von Julius Mosen (**) im Kirnberger Wald.", "Letzte Änderung": "05.04.2024 08:17"}, {"ID": 186208255, "Datum": "25.8.1862, Montag", "Haupttext": "[zwischen 22.8.1862 und 25.8.1862]\r\nKomposition von vier Fantasien für Klavier [WAB 215, d-Moll, c-Moll, Es-Dur, F-Dur] (*).\r\nBruckner notierte dazu, daß auch Mendelssohns \"Lieder ohne Worte\" meistens Liedform haben (*a).\r\nAnschließend beginnt Bruckner mit Instrumentationsübungen (anhand der Fantasie in F-Dur [WAB 215/4] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208265, "Datum": "26.8.1862, Dienstag", "Haupttext": "Beginn der Instrumentationsstudien bei Otto Kitzler (*), aufbauend auf dem Buch von A. B. Marx (**), um \"26. Aug 862 - 8 Uhr Abends\" (***). \nBruckner verwendet dazu das am Vortag geschriebene Klavierstück (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208285, "Datum": "28.8.1862, Donnerstag (Augustinus-Tag)", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Hochamt in St. Florian (*).\r\nRitter Joseph von Arneth, ein Bruder des Prälaten Arneth (**), ist so beeindruckt, daß er sich bei Hofrat Draexler von Carin in Wien für Bruckner verwenden will (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186208315, "Datum": "31.8.1862, Sonntag", "Haupttext": "Ignaz Aßmayr in Wien gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186209013, "Datum": "Anfang September 1862", "Haupttext": "Sechter besucht Bruckner in Linz, berichtet von Aßmayrs Tod und will sich für Bruckner wegen einer Stellung an der Hofkapelle bei Randhartinger und Draexler verwenden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186209025, "Datum": "2.9.1862, Dienstag", "Haupttext": "Instrumentations-Studien (Holzbläser etc.) (*). Nachfolgend Studien zur Blechbläserverwendung (**).\nDatierung \"2. September [1]862.\" nach dem dritten der Fünf Klavierstücke [WAB 216, d-Moll, G-Dur, B-Dur, Es-Dur, Es-Dur] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186209045, "Datum": "4.9.1862, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner:\r\n   Aßmayr wurde am 2.9.1862 beerdigt; Bruckner soll sich bei der Hofkapelle bewerben, sich um Protektion kümmern und auf Erfolge und Kompositionen hinweisen, evtl. das »Ave Maria« [WAB 6] mit Stegmaiers Einverständnis der Singakademie widmen und sich auch an Sechter wenden. Er, Weinwurm, sei »zeitweise recht lebensmüde«. Einzige Hoffnung sei die angestrebte Stellung an der Universität.", "Letzte Änderung": "16.12.2024 23:25"}, {"ID": 186209057, "Datum": "ca. 5./6.9.1862, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Bruckner ist »nicht zu Hause«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186209075, "Datum": "7.9.1862, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   War nicht zu Hause; mußte im August um Lohnvorschuß bitten. Rudolf soll sich Alois Weinwurm anvertrauen. Sechter war in Linz, berichtete von Stellenvergabe nach Aßmayrs Tod; wird sich bei Randhartinger und Drechsler [gemeint: Draexler ] für Bruckner verwenden, erwähnte neben Preyer auch Rotter. Am 28.8.1862 hörte Ehepaar Arneth [Joseph Arneth und Antonie Adamberger] in St. Florian Bruckners Orgelspiel. Arneth habe ihm dann aus Ischl geschrieben. Bei Kitzler z.Zt. Instrumentation etc. Schickt »Ave Maria« [WAB 6] für Stegmaier - vorher Bagge zeigen? Messe-Komposition? Fessl (Wilhering) [gemeint: Adolf Festl] wird Messe schicken.", "Letzte Änderung": "16.12.2024 23:27"}, {"ID": 186209105, "Datum": "10.9.1862, Mittwoch", "Haupttext": "Benedikt Randhartinger wird als Nachfolger Aßmayrs zum 1. Hofkapellmeister ernannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186209157, "Datum": "ca. Mitte September bis Anfang Oktober 1862", "Haupttext": "Bruckner instrumentiert den 1. Satz von Beethovens Klaviersonate »Pathetique« für volles Orchester [WAB 266].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186209215, "Datum": "21.9.1862, Sonntag", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm wird zum Universitäts-Gesanglehrer ernannt (*)\nSchreiben des Staatsministeriums an das Universitätskonsistorium:\r\nBezugnehmend auf das Schreiben vom 28.7.1862 wird die Bestellung Rudolf Weinwurms als Gesangslehrer genehmigt, nicht jedoch die Etablierung von Harmonie- und Kontrapunktlehre als Lehrgegenstände und ebenfalls nicht das geforderte zu hoch gegriffene Honorar von 600 fl. Sollten Teilnehmergebühren zur Honorierung nicht ausreichen, könnte eine Remuneration beantragt werden. Die Bewerbung Ed. Geiringers um die gleiche Stelle wird abgewiesen. Unterzeichnet von Anton von Schmerling [1805-1893] (*a).\nAufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 21ten Sept. Dom\" (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:15"}, {"ID": 186209235, "Datum": "23.9.1862, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Draexler habe Arneth geschrieben, Bruckner unterstützen zu wollen. Heutiger Brief Randhartingers: plant Konkurs, wird Bruckner verständigen. Graf zu Tillysburg [= O'Hegerty] will sich bei Fürst Lichtenstein einsetzen. Heute auch Brief eines Wieners: Sechter sei unwohl, und Pius Richter als Ersatzmann vorgesehen. Weinwurm möge sich bei Randhartinger und über Pius Richter erkundigen. Grüße von Alois Weinwurm.", "Letzte Änderung": "03.09.2024 19:34"}, {"ID": 186209285, "Datum": "28.9.1862, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 28ten Sept. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186210055, "Datum": "5.10.1862, Sonntag", "Haupttext": "[nach dem 29.5.1865 und vor dem 21.7.1865 nochmals geänderter] Kostenvoranschlag von Josef Breinbauer zum Umbau der Linzer Domorgel (*). Nachträglicher Randvermerk bei Prinzipal 8 Fuß: »Nach Bruckners Wunsch Cornet 4 fach« (**).\nAufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 5ten Okt. auch [zum ersten Mal] im Dom\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186210125, "Datum": "12.10.1862, Sonntag", "Haupttext": "»Marsch« für Orchester [WAB 96] vollendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186210167, "Datum": "Mitte Oktober - Anfang November 1862", "Haupttext": "Komposition des ersten der drei »Orchesterstücke« [WAB 97].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186210185, "Datum": "18.10.1862, Samstag [?]", "Haupttext": "[nicht »2.10.1862«! 19.10.1862?] Bruckner besucht ein Konzert [in Linz?]. Am 18.10.1862 veranstaltet der »Frohsinn« ein Konzert im Volksgarten (*). Aufgeführt werden u.a »Die jungen Musikanten« (Kücken), »Zechers Wunsch«, Liedvorträge von Hoffelner und Vokalquartette (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186210204, "Datum": "vor dem 20.10.1862", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner.\nBrief Arneths an Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186210205, "Datum": "20.10.1862, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Gratuliert [vgl. 21.9.1862], richtet Grüße von Alois Weinwurm aus. War gestern im Konzert. Sechter und Arneth schrieben, an der Hofmusikkapelle sei keine Expektanz vorgesehen. Arneth weiter: Draexler sei sehr freundlich, ein Expektant müsse aber in Wien wohnen; Bruckner solle mit Randhartinger und Sechter in gutem Einvernehmen bleiben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186210265, "Datum": "26.10.1862, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 248 erwähnt in einem Artikel über den »Sängerbund« auch die Widmungswerke des letzten Vereinsjahres: von Franz Abt, J. E. Schmölzer, Bruckner (»Du bist wie eine Blume«), Santner, Schnaubelt und Habarth:\r\n»                          Linz.\r\n    Der Sängerbund und sein Wirken - Karl Santner.\n    # Der hiesige Männergesangs=Verein »Sängerbund« hat soeben seinen Jahresbericht veröffentlicht, ... [...].\n     Außerdem betheiligte sich der »Sängerbund« beim großen Gesangsfeste zu Linz am 15. 16. und 17. August d. J. mit Auszeichnung.\n     [...]\n     Im verflossenen Vereinsjahre wurden ihm dedicirt: Die Chöre: [...] »Du bist wie eine Blume« Vokalquartett von Bruckner in Linz; [...] Ein Mann, der gleich Santner, den Gesang und die Musik auch nach dieser Richtung [Betreuung der Gefangenen in Garsten] hin ausbreitet, verdient gewiß den wärmsten Danke [sic!] jedes Menschenfreundes! – ».", "Letzte Änderung": "30.08.2025 02:54"}, {"ID": 186211013, "Datum": "ca. ab November 1862", "Haupttext": "Sechter kann wegen Kränklichkeit den Dienst in der Hofkapelle nicht mehr versehen. Pius Richter übernimmt die Stelle als erster Expektant.", "Letzte Änderung": "08.12.2024 23:25"}, {"ID": 186211105, "Datum": "10.11.1862, Montag", "Haupttext": "Vollendung des zweiten der drei »Orchesterstücke« [WAB 97].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211115, "Datum": "11.11.1862, Dienstag", "Haupttext": "Datierung im  Kitzler-Studienbuch bei den Particellentwürfen zu den Orchesterstücken [WAB 97] (im Anschluss an die Instrumentierung des 1. Satzes von Beethovens \"Pathetique\" [WAB 266]).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211145, "Datum": "14.11.1862, Freitag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 862\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211155, "Datum": "(15.11.1862, Samstag)", "Haupttext": "Im 2. Konzert des Linzer Musikvereins unter Engelbert Lanz im Redoutensaal werden Werke von Cherubini, Beriot, Mendelssohn, Marschner, Mozart, Franz Lachner (»Sturmes-Mythe«, gesungen vom »Frohsinn« [*]) und Franz Schubert (»Der Unglückliche«, gesungen von Frl. von Sachse) aufgeführt. Ob Bruckner das Konzert besucht hat, ist nicht überliefert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211165, "Datum": "16.11.1862, Sonntag", "Haupttext": "Vollendung des dritten der drei »Orchesterstücke« [WAB 97], »nach 6 Uhr Abends« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211166, "Datum": "nach dem 16.11.1862", "Haupttext": "Abschrift der Partituren des Marsches [WAB 96] und der drei Orchesterstücke [WAB 97] durch »Anonymus L2« (*).\n[hypothetische Datierung]\r\nBruckner schreibt die Takte 131-143 aus dem langsamen Satz von Beethovens 5. Sinfonie ab mit Bemerkungen zum Buch von A. B. Marx und zur Verwendung der Holzbläser (**).", "Letzte Änderung": "14.05.2025 08:23"}, {"ID": 186211185, "Datum": "18.11.1862, Dienstag", "Haupttext": "Themenentwürfe (in c-moll, f-moll, A-Dur und e-moll (*)) für eine Ouvertüre.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211275, "Datum": "27.11.1862, Donnerstag", "Haupttext": "Arbeit an der g-moll-Ouvertüre [WAB 98] - (*) Datierung in der Skizze »nach 9 Uhr Abends«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211295, "Datum": "(29.11.1862, Samstag)", "Haupttext": "Damenabend des »Frohsinn« in den Linzer Redoutensälen zum 60. Geburtstag Franz Stelzhamers (*).\n\n\nKonzert von Johannes Brahms mit Werken von Brahms, J. S. Bach und Robert Schumann im Saal der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186211305, "Datum": "30.11.1862, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwurstessen bei Karl Zappe (*).\nDatierung »1. Adventsonntag« in den Skizzen zur g-moll-Ouvertüre (**).\n(Gründungsamt des MGV »Sängerbund« in der Linzer Stadtpfarrkirche. Abends Gründungsfest, an dem auch der »Frohsinn« teilnimmt (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186212005, "Datum": "Dezember 1862", "Haupttext": "Studium der Tannhäuser-Partitur mit Otto Kitzler.", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:51"}, {"ID": 186212055, "Datum": "5.12.1862, Freitag", "Haupttext": "Arbeit an der Skizze zur Coda der g-Moll-Ouvertüre [WAB 98].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186212135, "Datum": "(13.12.1862, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung der Dritten Messe op. 111 von Johann Nepomuk Hummel in St. Florian. Vermerk in der Stimme des 1. Horns [Schimatschek?]: \"St. Florian den 13/12 1862. Zum Namensfeste des hw. Herrn Prälaten\" [Jodok Stülz].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186212225, "Datum": "(22.12.1862, Montag)", "Haupttext": "Aufführung des Oratoriums \"Die heilige Nacht\" von Julius Schneider durch den Linzer Musikverein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186212245, "Datum": "24.12.1862, Mittwoch", "Haupttext": "Allegroteil der g-Moll-Ouvertüre [WAB 98] beendet.\r\nVermerk auf Bogen 8 (*) bei Takt 233 (Seite 16r. (°)) »Christnacht 862« und bei Takt 239 (Seite 16v. (°)) »11 Uhr, h[eilige] Nacht«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186212265, "Datum": "26.12.1862, Freitag", "Haupttext": "Wagner-Konzert in Wien. [nicht gesichert!] Hausegger und Bruckner im Publikum (*). Neben Standthartner war auch Gustav Schönaich mit der Organisation der drei Wagner-Konzerte betraut (**).\r\n    Es stehen Ausschnitte aus »Rheingold«, der »Walküre« und den »Meistersingern« auf dem Programm; Hellmesberger fungiert als Konzertmeister (***).\n(Arndt-Feier des »Frohsinn« im Linzer Redoutensaal (°)).", "Letzte Änderung": "13.04.2026 20:41"}, {"ID": 186212317, "Datum": "1862/63", "Haupttext": "Entstehung des Klavierstückes in Es-Dur [WAB 119]. Ziemlich sicher für eine(n) Klavierschüler(in) Bruckners geschrieben (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186300005, "Datum": "1863", "Haupttext": "In diesem Jahr entstand möglicherweise die auch auf 1854 datierte Photographie Bruckners von Josef Löwy [IKO 1] (*).\nDas »Zigeuner-Waldlied« [WAB 135] ist verschollen; Teile daraus wurden im Mittelteil des »Germanenzugs« [WAB 70] weiterverwendet (**).\nBruckner kommt erstmals ins Salzkammergut (Bad Ischl, Goisern) (***).\nIn diesen Jahren war Heinrich Poschacher Klavierschüler und Franz Schober Harmonielehreschüler Bruckners (°).\nZum Freundeskreis gehört auch Dr. Ernst Ortner (°°).\nIgnaz Dorn kommt an das Linzer Theater. Er macht Bruckner mit der Musik von Berlioz, Liszt und Wagner bekannt (°°°). Bruckner erhält später von ihm die Partitur der »Faust-Symphonie«, die an Otto Kitzler weiterverliehen wird (#). [Wann genau (in den Linzer oder frühen Wiener Jahren)? Bruckner erstellt auch eine Abschrift einer Messe Dorns [WAB 323] (##).\nFr. Waldeck reiht seiner Sammlung von Orgelstücken auch Bruckners Fuge in d-Moll [WAB 125] ein (###).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:01"}, {"ID": 186301045, "Datum": "4.1.1863, Sonntag", "Haupttext": "Coda-Neufassung der g-Moll-Ouvertüre [WAB 98] beendet (*).\nAufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 4ten Jänner 863 Pf. u. Dom\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186301065, "Datum": "6.1.1863, Dienstag", "Haupttext": "Introduktion der g-Moll-Ouvertüre [WAB 98] beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186301075, "Datum": "7.1.1863, Mittwoch", "Haupttext": "Erste Skizzen zu einem Symphoniesatz [WAB 244]. Bruckner schrieb 29 Hauptthemen-Entwürfe nieder (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186301115, "Datum": "(11.1.1863, Sonntag?)", "Haupttext": "Drittes Konzert Wagners in Wien. Auf seinem Programmentwurf hierzu finden sich Eintragungen aus dem Kreise Standthartners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186301205, "Datum": "20.1.1863, Dienstag", "Haupttext": "[20.1.1863?] Kollaudierung der Orgel in Perg (*).\n \nBericht des Linzer Abendboten über die Vorbereitungen zur Aufführung des \"Tannhäuser\" [am 13.2.1863] (**).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 07:04"}, {"ID": 186301215, "Datum": "21.1.1863, Mittwoch", "Haupttext": "Umarbeitung des Schlusses der g-Moll-Ouvertüre [WAB 98]. Datierung bei Takt 271 (*) = 2. Fassung von Bogen 10, Seite 1 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186301225, "Datum": "22.1.1863, Donnerstag", "Haupttext": "g-Moll-Ouvertüre [WAB 98] beendet: »Fine. [/] Linz 22. Jän[n]er [/] 1863. ABruckner«. (*) Kitzler hat sie daraufhin begutachtet und signiert:\r\n   »Begutachtet [/] Otto Kitzler«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186301245, "Datum": "(24.1.1863, Samstag)", "Haupttext": "[oder 24.1.1865?] Datierung \"(d. 24. Jän[n]er 186[?] [/] beendet)\" am Ende der Partitur der B-Dur-Messe von Ignaz Dorn. Der Text des Titelblatts lautet: \"Messe No 2 [/] in B dur [/] componirt [/] von [/] Ignaz Dorn\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186301255, "Datum": "25.1.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"25ten Jänner Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302045, "Datum": "4.2.1863, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel über die am Freitag [6.2.1863 oder 13.2.1863 gemeint?] geplante Tannhäuser-Aufführung (\"werden Chor und Orchester ... durch hies. Dilettanten verstärkt werden.\") im Linzer Abendboten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302065, "Datum": "6.2.1863, Freitag", "Haupttext": "Die für heute geplante \"Tannhäuser\"-Premiere fällt aus.\n\"          Theater=Chronik.\r\n[...]\n      Am 6. war vorbereitet und schon an allen Ecken angekündigt: \"Der Tannhäuser,\" große Oper von R. Wagner; – aber ein eingetretenes, unvorhergesehenes tückisches Unwohl des Hr. Erl verhinderte die Vorstellung. Man gab dafür den \"Troubadour\".       Rossi.\" (*).\n \nAuf dem Theaterzettel hatte Kitzler um Verständnis für die erhöhten Preise geworben (**).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:04"}, {"ID": 186302125, "Datum": "12.2.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Otto Kitzler weist im Linzer Abendboten auf die morgige \"Tannhäuser\"-Aufführung hin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302135, "Datum": "13.2.1863, Freitag", "Haupttext": "Otto Kitzler leitet die Linzer Erstaufführung des »Tannhäuser«. Der »Frohsinn« unter Bruckners Einstudierung wirkt beim Pilgerchor mit.\r\nMitwirkende u. a.: Karoline Denemy-Ney (Venus) und Josef Erl (Tannhäuser) (*), Frl. Weber [Elisabeth?] (**).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 13:56"}, {"ID": 186302145, "Datum": "14.2.1863, Samstag", "Haupttext": "Narrenabend des »Frohsinn« (*). Brief von Otto Kitzler an den »Frohsinn«: \n»Linz, d. 14. Februar 1863. \n   Hochgeehrter Herr!\n   Die gestrige gelungene Aufführung der Oper Tannhäuser und die ebenso freundliche Aufnahme derselben von Seiten des Publikums habe ich nur dem Zusam[m]enwirken der besten musikalischen Kräfte hiesiger Stadt zu danken und muß obenan die gelungene Ausführung der Pilgerchöre stellen. Ich bin Ihnen für das freundliche und bereitwillige Opfer der Mitwirkung der geehrten Herren der Liedertafel „Frohsinn” zu großem Danke verpflichtet und ersuche Sie freundlichst allen den geehrten Herrn Sängern meinen herzlichen, innigen Dank auszudrücken, sowie die Bitte mir zu gewähren mir auch bei nächster Wiederholung des Tannhäuser mir Ihre freundliche Mitwirkung nicht zu versagen. Mit vorzüglicher Hochachtung \nIhr \nergebener \nOtto Kitzler.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302155, "Datum": "15.2.1863, Faschingssonntag", "Haupttext": "Mit der Instrumentation des 1. Satzes der f-moll-Symphonie [WAB 99] begonnen. Bruckners Vermerk auf der ersten Seite der Partitur:\r\n   »Angef[angen]: 15. Febr 863 Faschingssonntag (zur Instrumentation des 1. Satzes)« (*).\n[Datierung recte 15.2.1863 oder 16.2.1862?]\r\nAufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 16ten Feb. [1]863 Dom\" (**).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 06:59"}, {"ID": 186302165, "Datum": "(16.2.1863, Montag)", "Haupttext": "Pius Richter und Rudolf Bibl werden expectierende Hoforganisten (*). Besprechung der Linzer »Tannhäuser«-Aufführung im Linzer Abendboten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302205, "Datum": "20.2.1863, Freitag", "Haupttext": "Zweite Aufführung des »Tannhäuser«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186302285, "Datum": "28.2.1863, Samstag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der f-moll-Symphonie (bei Takt 299 (*)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303015, "Datum": "1.3.1863, Sonntag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der f-moll-Symphonie (bei Takt 286 (*)).\nAufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 1ten März 1863 Pf\" (**).\n(Konzert des Zappe-Quartetts (Zappe, Schnierer [Josef Schmierer],Gamon und Kitzler) im Sängerbund-Lokal (***)).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 08:02"}, {"ID": 186303065, "Datum": "(6.3.1863, Freitag)", "Haupttext": "Lobende Erwähnung der Linzer Tannhäuser-Erstaufführung \"verflossene Woche\" [am 13.2.1863] in den Wiener Blättern für Musik, Theater und Kunst auf S. 75.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303085, "Datum": "(8.3.1863, Sonntag)", "Haupttext": "Zweites Konzert des Zappe-Quartetts im Sängerbund-Lokal.", "Letzte Änderung": "11.12.2024 08:03"}, {"ID": 186303105, "Datum": "(10.3.1863, Dienstag", "Haupttext": "Anläßlich des 60. Geburtstages von Bürgermeister Reinhold Körner veranstalten die Linzer Gesangvereine einen Fackelzug.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303135, "Datum": "13.3.1863, Freitag", "Haupttext": "Skizzen zum Andante der f-moll-Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303145, "Datum": "14.3.1863, Samstag", "Haupttext": "Komposition des Andantes der f-moll-Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303155, "Datum": "(15.3.1863, Sonntag)", "Haupttext": "Drittes Konzert des Zappe-Quartetts im Sängerbund-Lokal.", "Letzte Änderung": "11.12.2024 08:03"}, {"ID": 186303225, "Datum": "(22.3.1863, Sonntag)", "Haupttext": "Gründungsfest des »Frohsinn« im Redoutensaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186303255, "Datum": "25.3.1863, Mittwoch", "Haupttext": "Die Versammlung der Abgeordneten der oberösterreichischen Liedertafeln im »Frohsinn«-Lokal beschließt, am 14. und 15. August 1863 ein Sängerfest [dann im Juni 1865 ausgeführt - »Germanenzug«] zu veranstalten. Ins Festkomité werden Hafferl (Linz), Santner (Steyr-Garsten),  Göllerich (sen.) (Wels), Dr. von Angermaier (Ried) und Dr. Kornelius Reischl (Grein) gewählt (*).\n[schon am 25.3.1863 oder später?] Als Gutachter für die acht Gesamtchöre werden A. M. Storch, Hans Schläger, Anton Bruckner und Karl Santner bestimmt (*a).\nDie Versammlung war am 28.2.1863 verboten, jedoch auf den Einspruch des Komités vom 9.3.1863 am 21.3.1863 gestattet worden, falls sie nur einer Besprechung und Planung des Sängerfestes, nicht aber schon der Vereinsgründung diene (*b).\n\r\nBrief von Pius Richter an Josef Proksch: \r\nGlückwünsche zum Namensfest. Über seinen Posten an der Hofmusikkapelle:\r\n   »[...] Allerdings gibt es einige Personen, die auf diesen Posten sicher gerechnet hatten u. die ich trotz all' ihrer Bemühungen aus dem Sattel gehoben habe… z.B. der hier sehr angesehene Dirigent im Conservatorium Herbeck u. ein Schüler Sechters, H. Bruckner (Organist u. Regenschori in Linz), der nach Köhlers Ansicht sehr tüchtig sein soll…« Mit Sechter, Rotter u. Hofkapellmeister Randhartinger steht Richter sehr gut »auf dem freundschaftlichsten Fuß«. Er spielt das Präludium u. Fuge von Moritz Brosig: »sehr affektvolle Stücke …Leider ist es nur zu wenig Gelegenheit, etwas Größeres zu Gehör zu bringen, den Charsamstag ausgenommen.« Der 1. Hoforganist bekommt 800 Gulden, der 2. 600 Gulden (**).\n\r\n(Vereins-Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von J. B. Schiedermayr (Ouvertüre zu \"Torquato Tasso\"), Mendelssohn (Alt-Arie aus \"Elias\"), Beethoven (2 Sätze aus dem Klavierquartett Es-Dur [op. 16]), Spohr (Baß-Arie aus dem Oratorium \"des Heilands letzte Stunden\") und Ferdinand Hiller (Hymne \"Die Nacht\") (***)).", "Letzte Änderung": "30.08.2025 02:55"}, {"ID": 186303275, "Datum": "27.3.1863, Freitag", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner: \n   Ist seit November 1862 krank; Isidor Richter [recte »Pius Richter«] ist 1. Expektant an der Hofkapelle, hat Protektion vom Obersthofmeister und Randhartinger. 2. Expektant ist Rudolf Bibl, der nicht nur Sechters, sondern auch Ludwig Rotters Tod abwarten muß. Berichtet von seinen Lebensumständen, läßt Grüße an Herrn Markus ausrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186304045, "Datum": "4.4.1863, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Neffe Theodor Hueber in Vöcklabruck geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186304105, "Datum": "10.4.1863, Freitag", "Haupttext": "2. Satz der f-moll-Symphonie beendet ( »Linz ... 10 Uhr morgens« (*)).\r\nEntwürfe zum Scherzo (**) und zum Trio (»10 - 12 Uhr Vormittags« und »4 - 5 Uhr abends«) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186304115, "Datum": "11.4.1863, Samstag", "Haupttext": "Partitur des Scherzos der f-moll-Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186304135, "Datum": "13.4.1863, Montag", "Haupttext": "Scherzo und Trio der f-moll-Symphonie beendet (»1/2 12 Uhr Mittags« (*)).\r\nSkizze zum Finale begonnen (**).\nBei der Trauung des Vereinskassiers Munsch in der Linzer Stadtpfarrkirche singt der »Frohsinn« den Chor »Die Ehre Gottes« von Beethoven (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186304195, "Datum": "19.4.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 19ten April Pf\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186304205, "Datum": "20.4.1863, Montag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 20ten April Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186304235, "Datum": "23.4.1863, Donnerstag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186304265, "Datum": "26.4.1863, Sonntag", "Haupttext": "Partitur des Finales der f-moll-Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186305015, "Datum": "1.5.1863, Freitag", "Haupttext": "Instrumentierung des Finales der f-moll-Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186305035, "Datum": "3.5.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 3ten Mai Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186305045, "Datum": "4.5.1863, Montag", "Haupttext": "Datierung im Finale der f-moll-Symphonie bei Takt 58 (Seitenthema).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186305175, "Datum": "17.5.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 17ten Mai 1863 in der Stadtpfarr= u. Domkirche Linz zum 1ten Mal\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186305215, "Datum": "21.5.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Finale der f-moll-Symphonie um »1/2 7 Uhr abends« beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186305265, "Datum": "26.5.1863, Dienstag", "Haupttext": "Vollendung der f-moll-Symphonie. »Geschlossen die Symphonie 26. Mai [1]863, Pfingstdienstag.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186305266, "Datum": "nach dem 26.5.1863", "Haupttext": "Abschrift der Partitur der f-moll-Symphonie durch den Kopisten »Anonymus L2« [Johann Pruscha [siehe die Anmerkung]]. Bruckner trägt in dieses Exemplar noch Ausführungszeichen und dynamische Bezeichnungen ein.\r\nDer Kopist könnte laut einer von Göllerich überlieferten Äußerung Otto Kitzlers ein Bratschist des Linzertheaterorchesters namens Pruscha gewesen sein (*).", "Letzte Änderung": "14.01.2026 23:12"}, {"ID": 186305315, "Datum": "(31.5.1863, Sonntag)", "Haupttext": "An der Gründungsfeier der Liedertafel in Mauthausen, bei der auch der Komponist Carl Santner anwesend ist, nehmen u.a. aus Linz auch der »Sängerbund« und der »Frohsinn« teil.", "Letzte Änderung": "31.07.2024 07:19"}, {"ID": 186306012, "Datum": "Juni 1863", "Haupttext": "112. Psalm [WAB 35] begonnen. (*) Datierung auf der 1. Partiturseite »Juni 1863«.", "Letzte Änderung": "06.02.2025 12:33"}, {"ID": 186306013, "Datum": "ab Juni 1863", "Haupttext": "Kopierung der f-moll-Symphonie, möglicherweise für das Münchener Musikfest im September.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186306015, "Datum": "1.6.1863, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Bürgermeister Karl Terpinitz:\r\n      Wegen des Termins der Orgelkollaudierung in Perg [20.6.1863].", "Letzte Änderung": "26.09.2025 12:36"}, {"ID": 186306135, "Datum": "13.6.1863, Samstag", "Haupttext": "Arbeit am 112. Psalm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186306145, "Datum": "14.6.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 14ten Juni Pf. u. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186306185, "Datum": "18.6.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung des Kompositionswettbewerbs (unterzeichnet am 15.6.1863 von Josef Hafferl, Carl Santner, Vinzenz von Angermayer, August Göllerich sen. und Cornelius Reischl (*)) für das am 14. und 15.8.1864 geplante (**) Oberösterreichische Sängerfest [\"Germanenzug\"] in der »Linzer Zeitung«.", "Letzte Änderung": "19.08.2025 18:30"}, {"ID": 186306205, "Datum": "20.6.1863, Samstag", "Haupttext": "Bruckner kollaudiert die von Franz Meindl aus Freydegg (gest. 1888) gebaute Orgel (I/14) in der Perger Pfarrkirche. Bürgermeister Terpinitz hatte ihn darum gebeten. Das Chormitglied Karl Puchberger [siehe die Anmerkung] berichtet, daß Bruckner auf der Behebung eines fehlerhaften Tons bestand.", "Letzte Änderung": "02.09.2025 12:12"}, {"ID": 186306285, "Datum": "28.6.1863, Sonntag", "Haupttext": "Die Ankündigung des Kompositionswettbewerbs (vgl. 18.6.1863) [Germanenzug] wird in der »Linzer Zeitung« wiederholt. Die oberösterreichischen Sänger werden eingeladen, am Fest teilzunehmen.", "Letzte Änderung": "19.08.2025 18:31"}, {"ID": 186307015, "Datum": "1.7.1863, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung des Kompositionswettbewerbs (unterzeichnet am 15.6.1863 von Josef Hafferl, Carl Santner, Vinzenz von Angermayer, August Göllerich sen. und Cornelius Reischl für das am 14. und 15.8.1864 geplante Oberösterreichische Sängerfest [Germanenzug] in der Monatsschrift \"Die Liedgenossen\" Nr. 7 auf S. 28. Einsendeschluss Ende November 1863.\nAuf derselben Seite informiert ein Inserat der Nürnberger Buchhandlung J. Zeiser, dass vom \"Gedenkbuch des in der Stadt Nürnberg 1861 abgehaltenen grossen deutschen Sängerfestes\" noch einige hundert Exemplare vorhanden sind.", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:46"}, {"ID": 186307055, "Datum": "5.7.1863, Sonntag", "Haupttext": "Fuge des 112. Psalms beendet. Bruckner betrachtet nun seine Studien bei Otto Kitzler als beendet: »Jetzt trat die Kompositionszeit ein« (*).\nIn der »Linzer Zeitung« wird die Aufforderung zur Teilnahme am Sängerfest (vgl. 28.6.1863) [Germanenzug] wiederholt (**).\nIn dieser Nummer 151 wird auf S. 633 gemeldet, dass Otto Kitzler ab 1.9.1863 als Kapellmeister in Temesvar engagiert ist, aber während des Urlaubs des hiesigen Theaterkapellmeisters in Linz noch die Kpm-Stelle versehen wird (***).", "Letzte Änderung": "03.09.2024 15:58"}, {"ID": 186307065, "Datum": "6.7.1863, Montag", "Haupttext": "Der Linzer »Abendbote« Nr. 151 (*) meldet, daß Bruckner, Storch und Schläger zu Begutachtern der Preiskompositionen für das oberösterreichische Sängerfest erwählt worden sind:\n»     (Tagesneuigkeiten.) [...]\n     – Dem Vernehmen nach sind die Herren Bruckner aus Linz, Storch aus Wien und Schläger aus Salzburg von dem oberösterreichischen Sängerfest=Comité zu Begutachtern der einlaufenden Preiscompositionen erwählt worden.«", "Letzte Änderung": "19.08.2025 18:31"}, {"ID": 186307075, "Datum": "(7.7.1863, Dienstag)", "Haupttext": "Der »Frohsinn« singt bei der Vermählung der Tochter von Karl Jax in der Stadtpfarrkirche einen Beethoven-Chor.", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:17"}, {"ID": 186307095, "Datum": "(9.7.1863, Donnerstag)", "Haupttext": "Gesellschafts-Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von Beethoven (\"Prometheus\"-Ouvertüre, Mendelssohn (Alt-Arie aus \"Elias\"), M. Hauptmann (Lieder), Spohr (Grande Ouvertüre), Albert Stadler (Männerchor \"Waidmanns Jagdruf\") und Mendelssohn (Schlußchor des 1. Teils von \"Paulus\").", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186307105, "Datum": "10.7.1863, Freitag", "Haupttext": "Bruckner feiert mit Otto Kitzler und (*) Karl Zappe beim Jäger am Kürnberg die Beendigung seiner Studien.\r\nEr vermerkt am Ende seines Studienheftes (**) - »Ouverture - dann Symphonie u Psalm beschlossen 10. Juli 1863« (°).\r\nKitzler stellt Bruckner ein Zeugnis über die Studien in Komposition und Instrumentation aus (***):\r\n   »Herr Anton Bruckner, Domorganist zu Linz hat unter meiner Leitung die Lehre von der musikalischen Composition und Instrumentation studiert und sich diesem Studium mit solchem Fleiße und solcher Ausdauer hingegeben, daß derselbe schon nach 19 Monaten den eigentlich zweijährigen Cursus absolvirt hatte. \r\n   Meine aufrichtigen Glückwünsche begleiten diesen talentvollen, strebsamen Künstler auf seiner weiteren musikalischen Laufbahn. \r\n[links, in drei Zeilen:] Linz, d. 10. Juli 1863.\r\n[rechts:] Otto Kitzler [/] Kapellmeister [/] am landsch. Theater« (***).\n(Aufführung der Wagner-Parodie \"Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg\" von David Kalisch in Linz (°)).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:06"}, {"ID": 186307106, "Datum": "Sommer 1863", "Haupttext": "In den Ferien besucht Bruckner Johann Attwenger in Altmünster am Traunsee und Bekannte in Bad Ischl und Goisern (*), z. B. seinen Ansfeldener Violinlehrer Franz Perfahl (**) und Schulmeister Johann Fettinger (1824 - 1887), den Organisten der evangelischen Kirche (**a).\r\nDie Orgel der katholischen Pfarrkirche (I/9) war 1839 von Simon Anton Hötzel (um 1782/83 - 1868) aus Garsten erbaut worden; die der evangelischen Kirche hatte Pfarrer Kästner aus seiner fränkischen Heimat mitgebracht und 1793 in Goisern aufstellen lassen (**b).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 11:52"}, {"ID": 186307275, "Datum": "27.7.1863, Montag", "Haupttext": "Brief Silbersteins an Bruckner:\r\n   Übersendet Text zum »Germanenzug«, hat »auf den Gang der Composition Rücksicht genommen« (*), macht Vorschläge zur Einteilung der Strophen, gibt seine Adresse an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186307295, "Datum": "29.7.1863, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Silberstein:\r\n   Dankt für das Gedicht »Germanenzug«, fragt, ob er den dreiteiligen Rhythmus des »Zigeuner-Waldliedes« [WAB 135] nicht in einen Marschrhythmus ändern solle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186307305, "Datum": "30.7.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 172 kündigt das Programm vom 1.8.1863 an: »- Zu der am Samstage, den 1. August Abends 8 Uhr, im städtischen Volksgarten stattfindenden Fest=Produktion des Männergesang=Vereines »Sängerbund« haben die Fräuleins Kainerstorfer, Woborzill und Herr Schützenberger ihre Mitwirkung gütigst zugesagt. Nachstehend theilen wir das Programm für diesen »Familien=Abend« mit: [...] 6. »Du bist wie eine Blume, Gedicht von Heine, für gemischtes Quartett componirt und dem Sängerbunde gewidmet von Anon Bruckner. 7. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186307315, "Datum": "31.7.1863, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 727 das Programm vom 1.8.1863 an: »* Nachstehend theilen wir das Programm zu der am 1. August im Volksgarten stattfindenden Fest=Production des Männergesang=Vereines »Sängerbund« mit: [...] 6. »Du bist wie eine Blume,« Gedicht von Heine, für gemischtes Quartett, componirt von Ant. Bruckner. [...] Im Falle ungünstiger Witterung verkehren von 7 1/4 Uhr Abends an Omnibusse vom Hauptplatze weg.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186308013, "Datum": "August 1863", "Haupttext": "Komposition des »Germanenzugs«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186308015, "Datum": "1.8.1863, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von »Du bist wie eine Blume« durch den Linzer Sängerbund im Volksgarten (Leitung: Alois Weinwurm). Das Altsolo singt Clotilde Kainerstorfer (*). Das Werk wird \"unter stürmischem Jubel wiederholt\" (*a).\r\n   Außerdem wirkten mit: Frl. Woborzill (Gesang) und Hr. Schützenberger (Klavier). Auf dem Programm standen auch Werke von Franz Abt (»Über die Berge«, Männerchor mit Soloquartett), Ferdinand Männerchor »Mainacht«), Friedrich Kücken (Duett »O komm zu mir«),Franz Schubert (»Der Gondelfahrer«, Männerchor mit Klavierbegleitung), Möhring (»Bitte« und »Dort ist so tiefer Schatten«), Julius Otto (Männerquartett »Ständchen«), Heinrich Fiby (»Österreich mein Vaterland«) und Johann Wenzel Kalliwoda (»Das deutsche Lied«) (**).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 13:14"}, {"ID": 186308045, "Datum": "4.8.1863, Dienstag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung Nr. 176 auf S. 737 über das Konzert vom 1.8.1863. Bruckners \"Du bist wie eine Blume\" sei \"unter stürmischem Jubel wiederholt\" worden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186308065, "Datum": "6.8.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Die Wiener Theater-Chronik Nr. 32 berichtet auf S. 126 (= S. 2) vom Konzert am 1.8.1863:\n\"Linz. (Orig. Corr) Der hiesige \"Sängerbund\" feierte am 1. d. M. einen Familienabend, der von einer ebenso zahlreichen als gewählten Gesellschaft besucht war. Zur Produktion kamen die Chöre: [... von Franz Abt, Karl Mayrberger, Franz Schubert, Heinrich Fiby ...], ferner \"Du bist wie eine Blume\" gemischtes Quartett von A. Bruckner, [... J. Otto, Fr. Kücken ...] Sämmtliche Piecen wurden mit zarter Nuancirung und Schwung vorgetragen, und sowie einerseits dieser Verein über kräftige, jugendliche Stimmen gebietet, so verdient anderseits die Tüchtigkeit ihres Chormeisters Hrn. Weinwurm öffentliche Anerkennung. [... Lob für Frl. Woborczil [Woborzil] (Sopran) und  Clotilde Kainerstorfer (Alt) ... gute Prognose für Frl. Woborczil ...] Auch zeigt [sic] ihr Vortrag von edlem Geschmack und tiefem Verständniß.\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "16.02.2023 19:47"}, {"ID": 186308085, "Datum": "8.8.1863, Samstag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 32 berichtet vom Konzert des Linzer »Sängerbundes« am 1.8.1863:\r\n      »Correspondenzen.\r\n   A. Linz, 3. August. Production des Männergesangs=Vereines »Sängerbund«. Samstag den 1. August veranstaltete der Männergesangs=Verein »Sängerbund« eine Production im städtischen Volksgarten. Die Wahl des Programms war eine sehr glückliche, die Leistung im Allgemeinen sehr anerkennenswerth, die Durchführung der Chöre eine vorzügliche. [...] Das Programm bestand aus 10 Piecen, unter welchen wir insbesondere »Der Gondelfahrer«, Männerchor mit Clavierbegleitung von Fr. Schubert, »Oesterreich, mein Vaterland,« Preischor von H. Fiby, zur Wiederholung verlangt, das gemischte Quartett »Du bist wie eine Blume«, Gedicht von Heine und componirt von dem hiesigen Domorganisten Herrn Anton Bruckner rühmend hervorheben. Herr Bruckner hat mit dieser Composition ein sehr schönes Stück Arbeit geliefert und wurde hiefür stürmisch gerufen. [/] Auch muß der freundlichen Mitwirkung der Fräuleins Kainerstorfer und Woborzill und des Herrn Schützenberger für die Clavierbegleitung beifällig erwähnt werden. [...]«.", "Letzte Änderung": "16.02.2023 19:48"}, {"ID": 186308095, "Datum": "9.8.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 9ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186308135, "Datum": "13.8.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Geburt von Otto Carl Friedrich Kitzler, dem ersten Kind von Otto Kitzler und Marie Kitzler (geb. Krejci) in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186308165, "Datum": "16.8.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 16ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186308235, "Datum": "23.8.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 23ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186308315, "Datum": "(31.8.1863, Montag)", "Haupttext": "Eintrag im Gästebuch der Familie Hager am Attersee:\r\n\"Otto Kitzler, Kapellmeister aus Linz d. 31 [?] Aug 1863. Vor seiner Abreise (leider!) nach Temesvar! Einen letzten Gruß den schönen Alpen und [?] dem Oberösterreicher!\"\r\nDarüber befindet sich ein mundartliches Gedicht von F. J. Melichar, \"Attersee 25/5 1863\",\r\nwiederum darüber ist notiert \"[?] WKienzl samt Frau v [?] Gulian am 25. März 861.\"\r\n[Bruckners Besuch ist für den 18.7.1864 dokumentiert].", "Letzte Änderung": "28.07.2026 14:24"}, {"ID": 186309015, "Datum": "1.9.1863, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Hatte erfolglos Alois Weinwurm gebeten, Rudolf nach Linz einzuladen; am 10.7.1863 Studien beendet, will im September nach München zum Musikfest. Rotter war zweimal in Linz. 112. Psalm und f-moll-Symphonie sind fertig. Soeben den »Germanenzug« komponiert (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186309045, "Datum": "4.9.1863, Freitag", "Haupttext": "Die Männergesangvereine Sängerbund, Kränzchen und Frohsinn begrüßen Kaiser Franz Joseph am Linzer Bahnhof.\r\n»Ich danke Ihnen, meine Herren, Sie haben sehr schön gesungen.« (*).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 20:51"}, {"ID": 186309155, "Datum": "15.9.1863, Dienstag", "Haupttext": "Grundsteinlegung des Allgemeinen Krankenhauses in Linz. Beim Hochamt wird als Offertoriums-Einlage das »Ave Maria« [WAB 6] (*) und eine Vokalmesse von Lotti unter Bruckners Leitung (**) gesungen, außerdem Werke von Lanz (#) und Beethoven (***).\r\n     Möglicherweise war auch der 112. Psalm für diesen Anlaß komponiert worden (°)?\r\nDer »Frohsinn« notiert in seiner Chronik:\r\n     »Die Liedertafel betheiligte sich hiebei durch Exekutirung der Vokalmesse von Lotti, eines Graduale von E. Lanz und Offertorium von Bruckner, sowie des Chores »Ehre Gottes« von Beethoven.« (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186309235, "Datum": "23.9.1863, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 38 berichtet von der Grundsteinlegung am 15.9.1863 (»Ave Maria« [WAB 6]): »[...] Am lezten Festtage [des Volksfestes] Vormittags hat zugleich eine erhebende Feier, nämlich die Grundsteinlegung für das allgemeine Krankenhaus in Linz stattgefunden. [/] Der Liedertafel »Frohsinn« gebührt die Ehre, die Idee zur Gründung eines solchen Krankenhauses in der Landeshauptstadt zuerst angeregt, und den ersten Stein zum Bau desselben gelegt zu haben. Am 15. September 1850, dem Tage der Beeidigung des Bürgermeisters Hrn. Reinhold Körner war es, daß die Liedertafel »Frohsinn« im Theater eine Festvorstellung zur Gründung des Fondes der Erbauung eines allgemeinen Krankenhauses in Linz veranstaltete. Der hiedurch erzielte Betrag ist allmählich zu einer ansehnlichen Summe angewachsen, daß mit dem Baue bereits begonnen werden kann. [/] Zur Grundsteinlegung wurde eben der 15. September als Jahrestag jener Festvorstellung gewählt. Der feierliche Act wurde vom hochw. Herrn Bischofe unter Anwohnung des Herrn Statthalters, des Herrn Landeshauptmannes, des Herrn Bürgermeisters Körner und vieler anderer geistlicher und weltlicher Würdenträger sowie einer großen Volksmenge vollzogen. Sodann celebrirte der hochw. Herr Bischof auf dem Baufelde ein Hochamt, während welchem die Liedertafel »Frohsinn« im Vereine mit einem Mädchenchore Lottis Vocalmesse, ein Graduale von Herrn Engelbert Lanz und ein Offertorium von Herrn Bruckner vortrug. [/] Am 16. September wurde von der Liedertafel [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186309266, "Datum": "26.9. bis 6.10.1863", "Haupttext": "Bruckners erster Aufenthalt in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186309277, "Datum": "27. bis 29.9.1863, Sonntag bis Dienstag", "Haupttext": "Zweites Musikfest in München. Bruckner trifft dort den Schubert-Freund Franz Lachner, dem er die f-moll-Symphonie zeigt (*).\r\n   Auch Herbeck und der Kritiker Nohl sind dabei. Als Solisten sind unter anderem zu hören: Clara Schumann, Louise Dustmann und Joseph Joachim [mit Beethoven] (**).\r\n   In den Konzerten kommen Werke von Händel [»Israel« am 27.9.], Joseph Haydn, Mozart [»Don Giovanni«am 27.9.], Beethoven [»Eroica«], Mendelssohn, Weber [und Gounod (»Margarethe«)] zur Aufführung (***).\r\n   Vermutlich trifft Bruckner auch mit Hanslick zusammen (°). Reinecke und Max Bruch sind ebenfalls anwesend (°°).\n(°°°) Details zum Programm:\r\n»Zweites Musikfest am 27. 28. und 29. September 1863 im Kgl. Odeon [/] Direktion: Franz Lachner. [///] 1. Konzert: 27. September. [/] Symphonie (eroica) .... Beethoven [/] \"Israel in Aegypten\", Oratorium Händel [/] Soli: Frau Diez, Frl. v. Edelsberg, Herren Heinrich, Kindermann und Bausewein [///] 2. Konzert: 28. September. [/] Erste Suite d moll .... Lachner [/] Motette (achtstimmig) .... Palestrina [/] Scene aus \"Tobias\" .... Haydn [/] Frl. von Edelsberg [/] Präludium und Fuge .... J. S. Bach [/] Finale aus \"Idomeneo\" (2. Akt) Mozart [/] Marsch und Chor aus \"Die Ruinen von Athen\" .... Beethoven [/] Ode auf den St. Cäcilientag ... Händel [/] Soli: Frl. Stehle [/] Herr Grill [///] 3. Konzert: 29. September. [/] Ouverture \"Sommernachtstraum\" Mendelssohn [/] Arie aus »Jessonda« .... Spohr [/] Frau Dustmann [/] Klavierkonzert .... Schumann [/] Frl. [sic!] Clara Schumann [/] Arie aus \"Figaros Hochzeit\" ... Mozart [/] Herr Kindermann [/] Violinkonzert .... Beethoven [/] Herr Joachim [/] Terzett aus »Macbeth« ... Chelard [/] Arie a. \"Orpheus u. Eurydice\" Haydn [/] Frau Diez [/] Sonate a moll .... Beethoven [/] Frau Schumann und Herr Joachim [/] Ständchen für Frauenstimmen ... Schubert [/] Chaconne für Violine .... Bach [/] Herr Joachim [/] Ouvertüre zu »Freischütz« ... Weber« (°°°). \r\n   Rheinberger wirkt beim 2. Konzert als Organist mit (#).\nWeitere Besucher des Musikfestes:\r\nBeggrow (Pianist), Boch (Musikdirektor aus Heidelberg), Brüder Engel (Oldenburg), Gouvy (Paris), J. Grimm (Münster), Verleger Schott (Mainz), Prof. Bischoff (Köln), Domkapellmeister Schletterer (Augsburg), Schläger (Salzburg), Musikdirektor Meinardus (Glogau), G. Vierling (Berlin), Musikdirektor August Walter (Basel), Vinzenz Lachner (Mannheim), Pasdeloup (Paris), Universitätsmusikdirektor Baumgartner (Zürich), UMD Herzog (Erlangen), UMD Scherzer (Tübingen), Prof. Mildner (Prag), Brüder Wenigmann (Aachen), Prof. Gervinus (Heidelberg) und Prof. Kayser (Heidelberg) (##).\r\n   In Hanslicks Bericht werden zusätzlich noch Bagge und Föckerer erwähnt (###).", "Letzte Änderung": "27.11.2024 09:18"}, {"ID": 186310013, "Datum": "(Oktober 1863?)", "Haupttext": "Zum Kompositionsbeginn der \"Nullten\" siehe 24.1.1869.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310025, "Datum": "2.10.1863, Freitag", "Haupttext": "Artikel Hanslicks in der »Presse« Nr. 270, S. 1 - 3 (Feuilleton), über das Münchner Musikfest. Auf S. 3 ist unter den Besuchern auch »Pruckner« genannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310065, "Datum": "6.10.1863, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner kehrt aus München nach Linz zurück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310084, "Datum": "vor dem 8.10.1863", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner. Bruckner zeigt ihn, wie auch andere Briefe Rudolfs, seinem Freund Schützenberger, der zur Zeit [bei Bruckner] Harmonielehre studiert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310085, "Datum": "8.10.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Seit 2 Tagen aus München zurück, Hanslick wird berichtet haben; dankt für Schreiben, hat es Schützenberger gezeigt. Hat beim Musikfest Franz Lachner die f-moll-Symphonie u.a. gezeigt, der sie 1864 aufführen will (jetzt Herbeck-Symphonie geplant). Erfuhr von Lachners und Schuberts Abweisung an der Hofkapelle. Das Lehrbuch von Marx habe Kitzler in Temesvár, er selbst besitze von Lobe die Formenlehre und Instrumentation [vgl. die Anmerkung zu \"ab Dezember 1861\"]. Plant Orgelkonzertreise. Grüße von Alois Weinwurm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310105, "Datum": "10.10.1863, Samstag", "Haupttext": "Komposition des Klavierstückes »Stille Betrachtung an einem Herbstabend« [WAB 123], das seiner Klavierschülerin Emma Thaner, später verheiratete Krenn, gewidmet ist: »Fräulein Emma Thanner gewidmet [/] von Anton Bruckner mp [/] 10.10.1863.«", "Letzte Änderung": "19.08.2025 21:01"}, {"ID": 186310127, "Datum": "(12. und 13.10.1863, Montag und Dienstag)", "Haupttext": "In Wien Exhumierung der Gebeine Schuberts und Beethovens.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310155, "Datum": "15.10.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht in der »Linzer Zeitung« Nr. 236, S. 1001 [*], über Bruckners Aufenthalt in München:\r\n   »* # Der hiesige Domorganist Herr Bruckner hat dem großen Musikfeste in München angewohnt, und, wie wir erfahren, bei dieser Gelegenheit dem General=Musikdirektor Lachner einige seiner Kompositionen zur Einsicht vorgelegt, wobei Hrn. Bruckner die Auszeichnung zu Theil wurde, von Lachner die Zusicherung zu erhalten, daß er eine oder die andere Komposition Bruckners zur Aufführung bringen werde.« [f-Moll-Symphonie]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310235, "Datum": "23.10.1863, Freitag", "Haupttext": "Brief des Linzer Musikvereins an Bruckner: \n   Er möge, da Engelbert Lanz zurückgetreten ist (*), die Leitung des 1821 gegründeten Vereins übernehmen, vor allem das nächste Vereinskonzert leiten und dabei eine seiner Kompositionen aufführen. Unterzeichnet von Josef Kerschbaum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310255, "Datum": "25.10.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 25ten Okt. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186310317, "Datum": "Oktober/November 1863", "Haupttext": "Weiterarbeit am »Germanenzug«. Partitur und Klavierauszug zu diesem Zwischenstadium sind verlorengegangen.", "Letzte Änderung": "08.12.2024 23:25"}, {"ID": 186311055, "Datum": "5.11.1863, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner kollaudiert in Linz-Urfahr die 1862 von Anton Hanel gebaute Orgel in der Wallfahrtskirche Pöstlingberg.", "Letzte Änderung": "26.03.2023 09:58"}, {"ID": 186311065, "Datum": "6.11.1863, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Linzer Musikverein: \n     Stellt Bedingungen für die erwünschte Übernahme der künstlerischen Leitung (Bestand an ausübenden Mitgliedern, Probendisziplin, Gewinnung unterstützender Mitglieder), schlägt Majestätsgesuch vor, meldet Besoldungsansprüche an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186311066, "Datum": "nach dem 6.11.1863", "Haupttext": "Bruckner wird nicht engagiert (*). \n\nNach einigen Autoren wurde daraufhin Engelbert Lanz unbesoldeter Direktor des Linzer Musikvereins (**), nach anderen Karl Weilnböck als dessen Nachfolger: \n\"Der Ausschuß hielt aber die Zeit noch nicht für gekommen, solche Reformen im Vereine vorzunehmen und beschloß, diese auf spätere Zeit zu verschieben. Dadurch zerschlugen sich die Unterhandlungen mit Herrn Bruckner. Die durch den Austritt des Herrn Lanz erledigte Stelle eines Gesangslehrers wurde dem Herrn Karl Weilnböck angetragen, der selbe auch übernahm.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186311085, "Datum": "8.11.1863, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 8ten Nov. Pf. und Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186311145, "Datum": "14.11.1863, Samstag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 863\" und Notiz von Fr. Woborzil in der Trompetenstimme \"Linz 14/11 863 Wobo e Wöss\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186311285, "Datum": "28.11.1863, Samstag", "Haupttext": "Gründungsfest-Konzert des »Sängerbundes« im Volksgarten mit Werken von R. Weinwurm (»Unser Vaterland«), Speidel (»Der fahrende Student«), Clotilde Kainersdorfer (»Frühlingsgruß«), Santner (»Das Mühlrad«), Schubert (»Ungeduld«), Genée (»Musikalische Blumensprache«), Mendelssohn (drei Volkslieder), Raphael (»Liebe«), Solle (»Wiedersehn«) [siehe die Anmerkung] und Schmölzer (»Deutscher Männersang«). Mitwirkende: Frl. Traxlmayr, Frl. Kainersdorfer und Bruckner als Klavierbegleiter.", "Letzte Änderung": "19.12.2024 16:59"}, {"ID": 186311295, "Datum": "29.11.1863, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwurstessen bei Karl Zappe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186311305, "Datum": "30.11.1863, Montag", "Haupttext": "Einreichefrist für den Kompositionswettbewerb zum Oberösterreichischen Sängerfest.\r\nBruckner mußte vom »Germanenzug« Partitur und Klavierauszug einreichen (*).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 18:32"}, {"ID": 186312005, "Datum": "Dezember 1863", "Haupttext": "Bruckner hat als Mitglied der Jury, der auch Hans Schläger, A. M. Storch und Karl Santner angehören, die für den Kompositionswettbewerb zum Oberösterreichischen Sängerfest eingereichten Chöre zu begutachten. Von 331 Chören kamen 9 in die engere Wahl.\nBruckners Urteil über die Werke von Edwin Schultz, C. Mayrberger, S.A. Zimmermann, Neeb, Faißt, Santner, Rudolf Weinwurm und Rudolf ist überliefert, das seiner Jurykollegen über den »Germanenzug« teilweise: »Nr. 164. 'Stürme des Frühlings', übertrifft wohl an musikalischem Werthe und Effekt die vorhergehenden Compositionen, die erste Modulation ist ganz hübsch, Orgelpunkt auch gut. Am besten die zweite Hälfte mit dem bewegteren Tempo, namentlich das Unisono für die Bäße. Weniger sind nach den contrapunktischen Grundsätzen die imitierten Einsätze der vier Stimmen, in der ersten Hälfte als genügend schön zu erwähnen. Gesamteffekt ganz gut. [/] Nr. 239. 'Abendruhe', eine recht liebe wirkungsvolle Composition; reizend ist das darin enthaltene Tenorsolo. [/] Nr. 213. 'Abendlied', ist wohl ohne besonderen musikalischen Werth, aber freundlich und wirkungsvoll. Satz ganz gut. [/] Nr. 301. 'Dem Ewigen', sehr kräftig hinsichtlich der Harmonie, wohl weniger Erfindung. [/] 'Die Macht des Gesanges', Letzteres vom oben Gesagtem gilt auch hier. [/] Nr. 316. 'Dem Herrn', kräftig und mit Rücksicht auf Harmonieführung zu loben. [/] Nr. 242. 'Das ganze Deutschland', ein guter, knallender, nicht schwer aufführbarer Kraftchor. [/] Nr. 286. »Germania', ist sehr hübsch lyrisch gehalten, von ausgezeichneter Wirkung ist nicht nur die Schlußperiode in Dur, sondern auch der Anfang und das Solo. [/] Nr. 326. 'Einkehr', hat manchmal schwungvoll Wirkendes; ihr Satz öfter etwas mangelhaft.«.\nUrteile über Bruckners »Germanenzug«: »Unaufführbar für Massen, nebenbei, obwohl pathetisch sein sollend, doch komisch« (Schläger), »gut gemacht, aufführbar« (Storch), »zu den Gelungensten« (Santner).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 18:32"}, {"ID": 186312225, "Datum": "22.12.1863, Dienstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 351 teilt auf S. 9 die neu in Wien eingetroffenen Fremden mit:\n     \"[...] Kaiserin Elisabeth, St. [Stadt] [...] A. Bruckner, Linz. [... insgesamt 16 Namensnennungen]\".", "Letzte Änderung": "04.10.2024 12:53"}, {"ID": 186312265, "Datum": "26.12.1863, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 26ten Dez. Pfarr\".", "Letzte Änderung": "23.02.2023 09:39"}, {"ID": 186312275, "Datum": "27.12.1863, Sonntag", "Haupttext": "In Wien Konzert Richard Wagners mit Werken von C. M. v. Weber, Wagner und Franz Liszt; Carl Tausig als Solist (*). Bruckner soll dieses Konzert besucht haben [vgl. 22.12.1863] (**).\n(Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Karl Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 27ten Dez. Dom\" (***)).", "Letzte Änderung": "23.02.2023 09:40"}, {"ID": 186312295, "Datum": "29.12.1863, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Josef Hafferl an Alois Weinwurm:\r\n   Übersendet die restlichen der 331 Chöre [darunter also der »Germanenzug«] zur Beurteilung und Berichterstattung bei der Sitzung des Sängerbundes am 3.1.1864. Beiliegend die Berichte der Herren Bruckner, Santner, Schläger und Storch. Die von Bruckner für Chor Nr. 331 nicht vorgenommene Beurteilung müsse nachgeholt werden (*).\nDie Urteile der Jury betreffen auch die Nr. 219, Bruckners »Germanenzug« -\r\nStorch: »gut gemacht aufführbar.«\r\nSantner: »Unter den 92 Partituren sind meiner Ansicht die gelungensten: No 219 Germanenzug, der 126. Psalm [...]«.\r\nSchläger: »Germanenzug. Unausführbar für Massen nebenbei obgleich pathetisch sein sollend, doch komisch.« (*a).\nBruckner beurteilt wie alle Jurymitglieder die ausgewählten Chöre von Edwin Schultz, C. Mayrberger, S. A. Zimmermann (Text von Emanuel Geibel), Neeb, Faißt, Santner, R. Weinwurm und Rudolf (\"Einkehr\") (*b) und außerdem weitere Chöre (Nr. 173, Nr. 238, Nr. 235 [Traugott Kraemer, \"Die drei Gesellen\", Text von Friedrich Rückert] und Nr. 207 [Eduard Tauwitz, \"Weltschöpfungstag\"]) (*c).\r\nZu den 13 Chören, die mindestens eine positive Jury-Stimme erhielten, gehören noch Werke von Josef Netzer (\"Germania\", Text von Karl August Mayer) und Riedel \"Wenn der Herr\") (*d).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 10:59"}, {"ID": 186400005, "Datum": "1864", "Haupttext": "In diesem Jahr hat Bruckner Kontakt mit der Familie Hager in Attersee (*) und mit Marie Gärtner (**);\r\nbei einem kurzen Besuch in Windhaag spielt er bei einer Schulmesse Orgel (***).\r\nAuch in Admont spielte er 1864 (oder vor dem Brand 1865) auf der Orgel (°).\nVon Heinrich Lossows Bild \"Der orgelspielende Knabe Mozart im Chore der Kirche zu Ybbs\" fertigt Joseph A. Bauer eine Kreidelithographie. Vermutlich noch in seiner Linzer Zeit erwirbt Bruckner dieses Bild oder erhält es zum Geschenk. Es ist in seiner Wiener Wohnung in der Heßgasse auf einer Photographie [IKO 39] zu erkennen (°°).", "Letzte Änderung": "11.05.2025 18:55"}, {"ID": 186401035, "Datum": "3.1.1864, Sonntag", "Haupttext": "Die für das oberösterreichische Sängerbundesfest ausgewählten Chöre [darunter der »Germanenzug«] werden vom Bundesarchivar Alois Weinwurm dem Vorstand (Vorsitz Josef Hafferl) vorgelegt.", "Letzte Änderung": "19.08.2025 18:33"}, {"ID": 186401105, "Datum": "10.1.1864, Sonntag", "Haupttext": "Wahl der beim Sängerbundesfest aufzuführenden Chöre (darunter der »Germanenzug«).\nEs waren 120 Kompositionen eingesendet worden, aus denen vier Vokalchöre (Edwin Schulz, Karl Mayrberger, S. A. Zimmermann, Heinrich Neeb) und vier Instrumentalchöre (J. Faist, Anton Bruckner, Karl Santner, Rudolf Weinwurm) gewählt werden. Josef Kränzl wird die Chöre verlegen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186401165, "Datum": "16.1.1864, Samstag", "Haupttext": "Artikel des Welser Anzeigers Nr. 3 über die Wahl der Sängerchöre. Bruckner als Gutachter erwähnt:\n»                    Kronlandsnachrichten.\r\nSizung der Vorstandschaft des o. ö. Sängerbundes in Linz am 10. Jänner 1864. Im Beginne der Sizung wurde von dem Herrn Vorsizenden Hafferl bekannt gegeben, [... Angermayer ausgeschieden, Kränzl, Göllerich und Santner sind von den Vereinen gewählt worden. Anwesend waren Alois Weinwurm, Jax und Lecher ...]\n     Zur bezüglichen Bewerbung waren von 100 Compositeuren 120 Chöre eingesendet worden.\n     Die artistische Basis für die Wahl bildeten die sehr umfangreichen und dankenswerthen schriftlichen Begutachtungen der Herren Storch in Wien, Bruckner in Linz, Schläger in Salzburg, so wie das Beurtheilungsoperat des Herrn Bundesvorstandes Santner und das sehr ausführliche und fleißige Referat des Herrn Bundesarchivars Weinwurm.\n     Auf Grundlage der bezüglichen Operate wurden zur Gesammt=Aufführung einstimmig gewählt:\n     Dem Herrn, Chor von Frist [recte: Faißt] in Stuttgart;\n     Stürme des Frühlings, Chor von Edwin Schultze in Berlin;\n     Abendruh, Chor von Meiberger [recte Mayrberger] in Bruck a. d. M.;\n     Germania, Chor von Rudolf Weinwurm in Wien;\n     Germanenzug, Chor von Bruckner in Linz;\n     Das ganze Deutschland, Chor von Santner in Steyr;\n     Abendlied von Zimmermaun [recte: Zimmermann] in Mannheim;\n     Die Macht des Gesanges von Neeb in Frankfurt.\n     Aus diesen acht zur Gesammtaufführung gewählten Chören werden die von den Liedertafeln zu wählenden Preisrichter die drei Preischöre bestimmen. [...].«", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:21"}, {"ID": 186401185, "Datum": "18.1.1864, Montag", "Haupttext": "Bericht im »Linzer Abendboten« Nr. 13 auf S. 2 über die für das Sängerbundesfest ausgewählten Chöre:\n»                            Tagesneuigkeiten.\n     Linz. Herr Josef Hafferl, Vorstand, und Herr Theodor Zehden, Sekretär der Liedertafel »Frohsinn«, wurden vom Männergesangvereine Ischl zu Ehrenmitgliedern ernannt.\n     – Bei der am 10. d. M. abgehaltenen Sitzung ... [gewählte Werke: Vokalchöre von Schultz, Mayberger, Zimmermann, Meeb [recte: Neeb]. Instrumental=Chöre: [... Dr. J. Faißt ...]; 2) »Germanenzug«, comp. von Anton Bruckner in Linz; 3) »Das ganze Deutschland soll es sein«, comp. von Carl Santner in Steyr=Garsten; 4) »Germania«, comp. von Rudolf Weinwurm in Wien.« (*).\n\r\n(Brief von Rudolf Weinwurm an Josef Kränzl:\r\n     Seinen Chor werde er erst instrumentieren, wenn er genauere Angaben zu den beim Sängerfest spielenden Musikern erhalte (**)).", "Letzte Änderung": "30.08.2025 02:57"}, {"ID": 186401205, "Datum": "20.1.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Die »Linzer Zeitung« berichtet auf S. 59 [°], daß der »Germanenzug« am 10.1.1864 aus 120 Einsendungen in die Gruppe der acht Preiskompositionen gewählt worden ist (*). Das Fest soll am 14.-15.8.1864 stattfinden (**).\r\n»                   Kronlandsnachrichten.\r\n    * (Oberösterreichischer Sängerbund.) Bei der am 10. d. M. abgehaltenen Sitzung wurde [...] unter den von 100 Kompositeuren eingesandten 120 Chören folgende 8 einstimmig gewählt. Vokalchöre [... von Schultz, Mayberger, Zimmermann, Neeb, Instrumentalchöre von Dr. J. Faißt]; 2. „Germanenzug”, komp. von Anton Bruckner in Linz; 3. „Das ganze Deutschland soll es sein”, komp. von Karl Santner in Steyrgarsten; 4. „Germania”, komp. von Rudolf Weinwurm in Wien.«", "Letzte Änderung": "30.08.2025 02:57"}, {"ID": 186401285, "Datum": "28.1.1864, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an J. Kränzl:\n   Wegen der Drucklegung des »Germanenzugs«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186402055, "Datum": "5.2.1864, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Kränzl:\n     Er übersendet den Klavierauszug des »Germanenzugs« (*).\n \nDie Grazer Tagespost Nr. 28 meldet auf S. 3:\n     \" ** Nach einer brieflichen Mittheilung aus Linz hat die Vorstandschaft des oberösterreichischen Sängerbundes unter den eingesandten Chören folgenden acht einstimmig die Preise zuerkannt. Vocalchöre: [... Edwin Schulz, Carl Mayrberger, S. A. Zimmermann, Heinrich Neeb ...]. - Instrumentalchöre: [... J. Faißt ...] 2. \"Germanenzug\", comp. von Anton Bruckner in Linz. [... Carl Santner, Rudolf Weinwurm ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 21:00"}, {"ID": 186402085, "Datum": "8.2.1864, Montag [?]", "Haupttext": "[recte 7.2.1864?] Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 8ten Feb. 864 Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186402115, "Datum": "(11.2.1864, Donnerstag)", "Haupttext": "Brief von A. Nowotny (Budweis) an den »Frohsinn« [ohne Bezug auf Bruckner].", "Letzte Änderung": "11.07.2024 06:03"}, {"ID": 186402215, "Datum": "21.2.1864, Sonntag", "Haupttext": "Der »Deutsche Liederkranz« (Wien), 2. Jg., Nr. 8, berichtet im 4. Blatt von der Auswahl der Chöre (darunter der »Germanenzug«) für das Sängerfest am 14./15.8.1864:\r\n    »Linz, 20. Jänner (Oberösterreichischer Sängerbund). \r\n    In der am 10. d. M. abgehaltenen Sitzung [...] folgende acht einstimmig gewählt. Vocalchöre: [...] Instrumentalchöre: [...] 2) »Germanenzug«, componirt von A. Bruckner in Linz; [...]« (*).\nAufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 21ten Feb. Pf.\" (**).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 21:00"}, {"ID": 186402254, "Datum": "vor dem 25.2.1864", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm (vier Seiten lang):\n   Vermutlich zur Instrumentation des »Germanenzugs«; bittet um Kontaktaufnahme mit Dresden und Leipzig wegen der geplanten Orgelkonzerte. Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner: \n   Hat die gleichen Fragen zur Instrumentation etc., wie er sie schon einmal gestellt hatte.\nWeinwurm hat vermutlich Bruckners Brief nie erhalten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186402255, "Datum": "25.2.1864, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Dankt für den Brief, einen ähnlichen habe er in einem wohl verloren gegangenen Schreiben bereits beantwortet - zur Instrumentierung des »Germanenzugs« etc. Alois Weinwurm drängt Rudolf, die Instrumentation an Kränzl in Ried zu senden. Bruckner bittet um Ratschläge zur Harfenbesetzung und um Kontaktaufnahme mit Dresden und Leipzig wegen der Orgelkonzerte. Bagge um Rat fragen! Bruckner erwartet Bargeld von Bösendorfer, hat Versicherungsprämie zu zahlen. Trübsinnigkeit (*).\n\r\nAnkündigung des Konzerts vom 28.2.1864 im Linzer Abendboten Nr. 45 auf S. 2. Es werden die Mitwirkenden erwähnt: Eduard Hauptmann, Frau M. Petermandl, die Fräulein Bergmann, Schimatschek und Traxlmayr, die Herren Bruckner, Dorn, Hoffelner, Graf K. Keglevich, Neubauer, Pflug, Schützenberger, Wackerlig und Weilnböck (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 23:18"}, {"ID": 186402265, "Datum": "26.2.1864, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 28.2.1864 im Linzer Abendboten Nr. 46 auf S. 4 (Inserat). Programmfolge: Mendelssohn (Melusinen-Ouvertüre), Franz Abt (Lied \"Mir träumt\"), Beethoven (Violinsonate), Schubert (\"Der Greisengesang\"), Mendelssohn (Soloquartett \"Die Waldvögelein\"), Mozart (Mittelsätze aus der g-Moll-Sinfonie, achthändig), Stelzhammer (Deklamation \"Der Held\", Heinrich Marschner (Arie aus \"Hans Heiling\") und Mendelssohn (Chor \"Der wandernde Musikant\").", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186402285, "Datum": "28.2.1864, Sonntag", "Haupttext": "Konzert des Musikvereins zu patriotischen Zwecken um 4 Uhr im Redoutensaal; Bruckner wirkt als Klavierspieler mit - mit den Herren Dorn, Graf Keglevich und Schützenberger in Adagio und Menuett aus Mozarts g-Moll-Sinfonie (*).", "Letzte Änderung": "11.02.2023 09:23"}, {"ID": 186402295, "Datum": "Februar/März 1864 (?)", "Haupttext": "[fraglich] Erscheinungszeitraum des Erstdrucks des \"Germanenzugs\" (*).\nRecte vermutlich Spätsommer 1864 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186403015, "Datum": "1.3.1864, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Über die Militärmusikbesetzung des »Germanenzugs«. Alois Weinwurm rät Rudolf zur einfachen Instrumenation. Bruckner hat wenig Lust, für die Orgelkonzerte neues Repertoire neben Bach und Mendelssohn einzustudieren, neigt eher zum Improvisieren. Rudolf soll nach Dresden und Leipzig schreiben und Geld schicken. Bruckner erwähnt seine mißmutige Stimmung, die Besetzung der Musikvereinsdirektion (zu den alten, schlechten Bedingungen) und sein Interesse an Wiener Konzerten (*).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 191 über das Konzert zum Besten des Witwen- und Waisenfonds am 28.2.1864: \r\n»Concert \r\nzum Besten des Witwen= und Waisenfondes der FML. Baron Gablenz=Stiftung zur einen Hälfte und für die im schleswig=holstein'schen Feldzuge verstümmelten österreichischen Krieger zur andern Hälfte.\r\nP. Linz, 29. Februar. Der Zweck des gestern 4 Uhr Nachmittags im Redoutensaale stattgefundenen Concertes, so wie das vielseitige, glücklich zusammengestellte Programm hätten allerdings einen noch zahlreicheren Besuch erwarten lassen, vereinigten aber doch ein ansehnliches und sehr gewähltes Auditorium.\r\n[Programm: Mendelssohns Soloquartett »die Waldvöglein« mit Schimatschek, Traxlmayr, Hoffelner und J. Neubauer, »Mir träumte« von Abt mit Frl. Bergmann, Schubert (»Greisengesang« mit Weilnböck), Marschner (aus »Hans Heiling« mit Hoffelner), Beethoven (»Frühlingssonate« mit Frau Petermandl und Hr. Pflug].\r\nFür das Adagio und Menuett aus der G-moll-Sinfonie von Mozart bürgen wohl die rühmlichst bekannten Namen der Exekutirenden, als: Herr Bruckner, Dorn, Graf Keglevich und Schützenberger.\r\n   Wir hätten insoferne eine andere Wahl gewünscht, als gerade bei diesem wundervollen Adagio der Vorzug des Streich= und Blasinstrumentes gegen das Klavier höchst fühlbar wird. Recht nett war Herrn Wakerligs Deklamation „der Held” von Stelzhammer, und der vierstimmige Chor „der wandernde Musikant” von Mendelssohn. Volle Anerkennung zollen wir Herrn Hauptmann für die Aufopferung von Zeit und Mühe, die es gekostet haben mag, ein Konzert zusammen zu bringen. [...] Zum Schluße sei noch erwähnt, daß auch aus Eders Fortepiano=Salon 2 gute Flügel unentgeltlich zur Benützung überlassen worden sind.« (**).\nDie Zeitschrift für Interessen deutscher Gesangvereine \"Die Liedgenossen\" Nr. 3 meldet auf S. 3 (= S. 11), dass für das am 14. und 15.8.1864 geplante Oberösterreichische Sängerbundesfest 8 Chöre einstimmig gewählt wurden, darunter \"2. \"Germanenzug,\" comp. von Anton Bruckner in Linz;\" (***).", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:07"}, {"ID": 186403125, "Datum": "12.3.1864, Samstag", "Haupttext": "Der Nordböhmische Gebirgsbote Nr. 11 meldet auf S. 83 (= S. 3), dass acht Chöre für das am 14./15.8.1864 geplante Sängerfest ausgewählt wurden: \n\n     \"[...] 2) \"Germanenzug\", komp. von A. Bruckner in Linz; [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186403194, "Datum": "vor dem 19.3.1864", "Haupttext": "Komposition des Männerchores (mit 2 Sopran-Soli und Klavier) »Herbstlied« [WAB 73].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186403195, "Datum": "19.3.1864, Samstag", "Haupttext": "[Nachträgliche? (**)] Datierung des Josef Hafferl zugedachten Widmungsexemplares des »Herbstliedes« (nach einem Gedicht von Fr. v. Sallet), (*) das vom Kopisten Hlawazcek geschrieben wurde.\r\n   »P. T. Seinem Gönner und Freunde dem Wohlgebornen [/] Herrn Josef Hafferl [/] achtungsvollst gewidmet [...] 19. März 1864«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186403225, "Datum": "22.3.1864, Kardienstag", "Haupttext": "Bruckner hört in Wien die Erstaufführung [*] der Johannespassion von Bach unter Herbecks Leitung.\r\nDas Programmheft mit dem kompletten Text gibt die Mitwirkenden bekannt:\n\"Große / Passions-Musik / nach / dem Evangelisten Johannes / von / Johann Sebastian Bach. / In Wien zum ersten Male / aufgeführt in dem außerordentlichen Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde am Chardienstage 1864 (Abends 7 Uhr im k. k. großen Redoutensaale) unter der Leitung des artist. Direktors und k. k. Vice=Hofkapellmeisters / Johann Herbeck, / und Mitwirkung der ausübenden Gesellschaftsmitglieder. / (Sing=Verein.) / Soli: die Damen: Frau Passy-Cornet, Professorin am Conservatorium; Fräulein Bischof, Gesellschaftsmitglied; die Herren: Walter und Mayerhofer, k. k. Hofopernsänger; Panzer, k. k. Hofkapellsänger und Hellmesberger, artistischer Director und k. k. Konzertmeister. Clavierpart: Herr Gustav Nottebohm, Gesellschaftsmitglied.\" [auf S. 2:] \"[...] Selbstverständlich liegt der heutigen Aufführung die dritte oder letzte Bearbeitung zu Grunde.\" (**).\n \nBruckner war zusammen mit Karl Waldeck im Hotel \"Kaiserin Elisabeth\" untergebracht (***).", "Letzte Änderung": "27.11.2024 08:21"}, {"ID": 186403235, "Datum": "23.3.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 83 teilt auf S. 9 die Namen der in Wien eingetroffenen Fremden mit:\n     \"[...] Kaiserin Elisabeth, St. [Stadt] [...] K. Waldeck, Linz. | A. Bruckner, Linz. [...]\".", "Letzte Änderung": "04.10.2024 11:19"}, {"ID": 186403265, "Datum": "26.3.1864, Karsamstag", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm besucht Bruckner in Linz (bleibt bis zum 7.4.1864).", "Letzte Änderung": "04.04.2023 13:36"}, {"ID": 186404005, "Datum": "April 1864", "Haupttext": "Datierung (möglicherweise von Bruckner) in einer Abschrift des Liedes ”Herbstkummer” (WAB 72).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404055, "Datum": "(5.4.1864, Dienstag)", "Haupttext": "Das Gmundner Wochenblatt Nr. 14 meldet auf S. 159:\n\"            Correspondenzen.\n\n     [...] Das große oberösterreichische Sängerfest ist auf Pfingsten kommenden Jahres vertagt worden, weil bis dorthin die großartige Volkshalle vollendet sein dürfte, welche zu dergleichen Versammlungen ganz geeignet werden wird.\"\n     Auf S. 162 Mitteilung der geschätzten Kosten: Mittelteil und östlicher Flügel 30900 fl, westlicher Flügel 6600 fl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404075, "Datum": "7.4.1864, Donnerstag", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm beendet seinen Besuch bei Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404105, "Datum": "10.4.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"10ten April 864 Pf. und Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404125, "Datum": "12.4.1864, Dienstag", "Haupttext": "»Um Mitternacht« [WAB 89] nach einem Text von Robert Prutz für Männerchor, Alt-Solo und Klavier vollendet: »Dienstag 12. April 864. componirt« [*]. Es ist dem Linzer Sängerbund gewidmet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404155, "Datum": "15.4.1864, Freitag", "Haupttext": "Bruckner versieht die von Franz Schimatschek erstellte Abschrift des Chores »Um Mitternacht« [WAB 89] mit der Widmung an den Linzer Sängerbund:\r\n»Dem [/] löblichen [/] dem Gefertigten stets so freundlich gesinnten [/] und von selbem so hoch verehrten und geliebten [/] Männergesang-Vereine [/] »Sängerbund« [/] in Linz ergebenst gewidmet [/] von [/] Anton Bruckner [/] 15. April [1]864.« (*).\r\n[Anderer Widmungstext:]\r\n»Nb. Dem löblichen, dem Unterfertigten freundlich gesinnten und daher auch selbem so theuren und achtungswerthen Männergesangs-Verein »Sängerbund« in Linz ergebenst gewidmet von Anton Bruckner« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404215, "Datum": "(21.4.1864, Donnerstag)", "Haupttext": "Brief von Rudolf Weinwurm an Josef Kränzl in Ried.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404235, "Datum": "23.4.1864, Samstag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186404245, "Datum": "24.4.1864, Sonntag [?]", "Haupttext": "[?] Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"24ten April Pf. und Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186405005, "Datum": "Mai 1864", "Haupttext": "Komposition der d-moll-Messe (vermutlich mit dem Gloria (*)) begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186405045, "Datum": "4.5.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 419, daß Bruckner seinen neuen Chor »Um Mitternacht« [WAB 89] dem Linzer »Sängerbund« gewidmet hat:\n     » * (Sängerbund.) Die Direction der Kaiserin Elisabeth=Bahn hat, wie in früheren Jahren, so auch heuer dem hiesigen Männergesangsverein »Sängerbund« zu seinen Ausflügen mit derselben den halben Fahrpreis bewilligt. Die kommenden Pfingstfeiertage [15./16.5.1864] unternimmt der Verein eine Sängerfahrt nach Sonntagberg und Waidhofen a.d. Ybs. Herr Anton Bruckner widmete dem Verein seine neueste Composition: »Um Mitternacht«, welche der Sängerbund bei seinem nächsten Conzerte zur Aufführung bringen wird.«  (*).\n \n(Konzert des Geigers Ferdinand Laub [vermutlich wie am 30.4.1864 im landschaftlichen Redoutensaal in Linz]. Betty von Mayfeld wirkt als Pianistin mit (**)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 04:04"}, {"ID": 186405055, "Datum": "(5.5.1864, Donnerstag)", "Haupttext": "Widmung einer Photographie Ferdinand Laubs an Mayfeld.", "Letzte Änderung": "12.11.2024 09:03"}, {"ID": 186405085, "Datum": "8.5.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"8ter Mai 1864 Pf.\".", "Letzte Änderung": "04.11.2025 21:18"}, {"ID": 186405095, "Datum": "9.5.1864, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Kränzl: \n   Wegen einer Korrektur in der Hornstimme der »Germanenzug«-Partitur.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186405155, "Datum": "[vermutlich] 15.-17.5.1864, Pfingstsonntag bis Dienstag", "Haupttext": "An dem Ausflug des Linzer »Sängerbundes« zum Sonntagberg und nach Waidhofen an der Ybbs [siehe die Anmerkung] nimmt Bruckner als Klavierbegleiter teil. Aufgeführt werden [am 16.5.] Chöre von Wilhelm (»Wacht am Rhein« unter Weinwurm),Veit (»Schön Rohtraut«), Huber (»Reiselust«), Schiffer (»Der Trommler«), Santner (»Aus der Tiefe«), Genée (»Die musikalische Blumensprache« und »Alte und junge Zecher«), Netzer (»Grubenfahrt«), Abt (»Der Frühling ist ein Postillion«), Otto (»Schlosserlied«), Schrötter (»Zechers Wunsch«) und - mit Bruckner am Klavier - Herbeck (»Narren-Quadrille«). Ankunft am Linzer Bahnhof am 17.5. um 1/2 5 Uhr morgens.", "Letzte Änderung": "29.03.2025 19:49"}, {"ID": 186405255, "Datum": "25.5.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 21 berichtet vom Pfingstausflug des »Sängerbundes« nach Waidhofen:\r\n    »[...] Um 4 Uhr begann die Gesangsaufführung, bis zu welcher die Sänger aus Weyer und vier aus Holnstein eintrafen [...] Zur Aufführung kamen: \r\n   Gesammt=Chor: ... [etc. ...] Auch die »Narren=Quadrille« von Herbeck mußte nochmals gesungen werden, wobei Herr Brukner aus Linz die Clavierbegleitung gütigst übernahm. \r\n   Abwechselnd schoben sich inzwischen wie schon am Vortage Quartette ein ... [als Ausführende werden erwähnt: Reisinger, List, Kudelka, Huml [recte Hummel?], Nilgus, Melichar, Glatz, Hartwagner, Ozelsberger, Junger und der Bauchredner Greiner] ... Dienstag 1/2 5 Uhr Morgens waren wir im Bahnhofe Linz wohlbehalten eingefahren ... \r\n   In achtungsvollem Sinne ein brausendes Hoch! der tüchtigen Sängerschaar, und der edlen Bewohnerschaft der deutschen Stadt Waidhofen! sowie den lieben Brüdern von Weyer und Hollnstein! \r\n   F. Derfler.«", "Letzte Änderung": "22.12.2024 05:44"}, {"ID": 186406015, "Datum": "(1.6.1864, Mittwoch)", "Haupttext": "Datierung für das Gloria der d-moll-Messe?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186406045, "Datum": "4.6.1864, Samstag", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Zeitung Nr. 126, S. 519 [*], über die Arbeit an einer Messe, die noch im Laufe des Sommers in Bad Ischl aufgeführt werden solle.\r\n     »Linz, 3. Juni. [...] * (Messe von Bruckner.) Der Domorganist Herr Anton Bruckner arbeitet mit großer Emsigkeit an der Composition einer Messe, welche noch im Laufe dieses Sommers in Ischl zur Ausführung gelangen soll.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186406055, "Datum": "(5.6.1864, Sonntag)", "Haupttext": "Der »Frohsinn« wirkt bei einer Aufführung im Linzer Dom mit (*). \n   Es erklingen Werke von Simon Sechter (Vokalmesse), Rafael (Asperges), Kothe (Graduale) und Braun (Offertorium). \n   Anschließend Ausflug nach Auhof (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186406075, "Datum": "7.6.1864, Dienstag", "Haupttext": "Das Gmunder Wochenblatt Nr. 23 schreibt auf S. 267 (= S. 3):\n     \"Wie wir vernehmen, soll in Ischl noch im Laufe dieses Sommers eine Messe, componirt vom Domorganisten in Linz, Herrn Anton Bruckner, zur Aufführung kommen.\"", "Letzte Änderung": "02.10.2025 07:20"}, {"ID": 186406115, "Datum": "(11.6.1864, Samstag)", "Haupttext": "Brief von Rudolf Weinwurm an Josef Kränzl in Ried: \n   U. a. über die Aufführungen beim Sängerfest 1865.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186406265, "Datum": "26.6.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Stadtpfarrkirche und im Dom in Linz. Vermerk in einer Violoncellostimme \"den 26. Juni 1864\", Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 26ten Juni 1864 Pf. u. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186407045, "Datum": "4.7.1864, Montag", "Haupttext": "Kyrie der d-moll-Messe beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186407175, "Datum": "(17.7.1864, Sonntag)", "Haupttext": "Sängertreffen in Vöcklabruck. U.a. nehmen der »Frohsinn«, die Liedertafel Schwanenstadt und die Salzburger Liedertafel teil (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186407185, "Datum": "18.7.1864, Montag", "Haupttext": "Bruckner trägt sich in das Gästebuch der Familie Hager (Attersee) ein: \r\n   »Anton Bruckner, Linz 18. Juli 864.« (*).\nBruckner soll insgesamt zweimal [wann genau? wohl erst nach 1875] auf der von Karl Reppe (gest. 1896) erbauten Orgel (I/11) gespielt und diese gelobt haben (**).\n[siehe auch die Anmerkungen]\n \nDie vermutlich zwischen 1857 und 1865 entstandenen Drei Stücke [WAB 225], die Anton Hager gewidmet waren (darunter ein Lied), sind verloren gegangen (***).", "Letzte Änderung": "03.09.2024 15:59"}, {"ID": 186407236, "Datum": "(Sommer 1864??)", "Haupttext": "Bruckner erstmals in Bad Kreuzen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186407245, "Datum": "24.7.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 24ten Juli 864 Pf. und Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186408065, "Datum": "6.8.1864, Samstag", "Haupttext": "Konzert des Sängerbundes im Volksgarten mit Werken von Carl Mayrberger, Carl Santner, Ferdinand Möhring, Franz Schubert, Richard Genée, Carl Keller, Heinrich Esser, Carl Pichler-Bodog und Fr. Neumann.\nMitwirkende: Frl. Woborzill und als Klavierbegleiter (*) Bruckner.\nAnwesend sind Statthalter Freiherr von Spiegelfeld, Bürgermeister Körner, Neumann und ein Nürnberger Gast.", "Letzte Änderung": "16.12.2024 00:43"}, {"ID": 186408135, "Datum": "13.8.1864, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Kränzl:\n   Wegen der Drucklegung des »Germanenzugs«. Wehrt sich gegen die Beschuldigungen, die ein Brief Kränzls an Hafferl enthielt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186408145, "Datum": "14.8.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 14ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186408147, "Datum": "(14./15.8.1864, Sonntag/Montag)", "Haupttext": "Ursprünglich vorgesehener Termin für das Oberösterreichische Sängerbundesfest [Germanenzug]\n[siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "19.08.2025 18:34"}, {"ID": 186408185, "Datum": "18.8.1864, Donnerstag", "Haupttext": "Geburtstag Kaiser Franz Josephs. Ursprünglich sollte die d-moll-Messe zu diesem Anlaß in Bad Ischl uraufgeführt werden (*).\nAufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"18ten August Pf.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186408285, "Datum": "28.8.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"den 28. August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186409005, "Datum": "September 1864", "Haupttext": "Johann de Deo Beranek bewundert bei einem Aufenthalt in Linz Bruckners Orgelspiel (*) und bezeichnet die von Zappe und Bruckner gebotene Kirchenmusik als besser als in mancher Wiener Pfarrkirche [Zeitungsartikel?] (**).", "Letzte Änderung": "29.02.2024 11:59"}, {"ID": 186409015, "Datum": "1.9.1864, Donnerstag", "Haupttext": "Credo der d-moll-Messe beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186409065, "Datum": "6.9.1864, Dienstag", "Haupttext": "Sanctus der d-moll-Messe beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186409125, "Datum": "(12.9.1864, Montag)", "Haupttext": "[recte vermutlich 22.9.1864]\nVereinigung der Liedertafeln von Oberösterreich und Salzburg zum Sängerbund für Oberösterreich und Salzburg.", "Letzte Änderung": "21.07.2025 15:36"}, {"ID": 186409185, "Datum": "18.9.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"18ten Sept. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186409225, "Datum": "22.9.1864, Donnerstag", "Haupttext": "Agnus Dei der d-moll-Messe beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186409237, "Datum": "Spätsommer/Herbst 1864", "Haupttext": "Der Erstdruck des »Germanenzugs« erscheint bei Josef Kränzl in Ried.", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:15"}, {"ID": 186409295, "Datum": "29.9.1864, Donnerstag", "Haupttext": "Benedictus als der letzte noch ausstehende Teil der d-moll-Messe in »Linz 29. September 864. 7 Uhr Abends.« (*) beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186410013, "Datum": "Oktober 1864", "Haupttext": "Bruckner und Weinwurm erhalten den Antrag, Hofmusiker Maximilians von Mexiko zu werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186410045, "Datum": "4.10.1864, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner spielt beim Hochamt in Bad Ischl in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus [*] (zum Namenstag Kaiser Franz Josephs) die Orgel [zur Orgel siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "19.11.2024 13:46"}, {"ID": 186410104, "Datum": "vor dem 10.10.1864", "Haupttext": "Zwei Briefe Sechters an Bruckner, die bislang noch unbeantwortet geblieben sind.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186410105, "Datum": "10.10.1864, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Verzögert wegen Warten auf Post aus Leipzig und Fertigstellung der d-moll-Messe, für die Dorn sehr schwärme. Aufführung am 22.11.1864 in Linz und später in Wien geplant. Berichtet vom Orgelspiel in Bad Ischl am 4.10.1864, von seiner Melancholie, von Schützenbergers Erkrankung. Grüße von Alois Weinwurm. Zwei Briefe Sechters seien noch unbeantwortet.\r\n[1. Seite:] »Lieber Freund!\r\n     Entschuldige, daß ich mit meinem Schreiben so liederlich war. Anfangs wartete ich im[m]er auf das Schreiben wegen Leipzig etc; dann erwartete ich Dich selbst im August; aber leider umsonst; dann schob ichs auf bis die Messe beendet wäre, um Dir das gleich berichten zu kön[n]en. Sie wird vielleicht zu Caecilia hier aufgeführt. Dorn bezeichnet selbe als so gelungen, dß er, wie man mir erzählt, stets schwärmt davon.\r\n   Nach der Aufführung hier werde ich selbe bringen, und sehen ob sie nicht in Wien zur Aufführung zu bringen wäre. In Ischl spielte ich den 4. Okt. beim Kaiseramt die Orgl; hatte aber [2. Seite] wenig Spielraum, u die Orgl ist leidend - Ich leide schon längere Zeit wieder an schrecklicher Melancholie. Wie gehts Dir. Sei doch nicht böse. Vor allem muß ich Dir einstweilen danken für Deine Güte gegen mich. Ich bin bedeutender Schuldner [...] Was denkst Du insgeheim? Welche Pläne schmiedest Du? Laß mich doch noch was von Dir hören. Freilich ists an mir u. längst an mir gewesen zu schreiben; aber ich glaube, wir nehmens so genau nicht; u. rechne auf völlige Verzeihung [...]« (*).\nBrief Bruckners an einen Professor:\r\n     Er habe Lausmann [siehe die Anmerkung] verständigt. Mit den anderen Herren habe er nie Kontakt. Ihm allein [als Abonnent?] sei die Musikzeitung zu teuer. Was sei mit Mexiko? Er sei nicht ganz gesund gewesen, sei immer ganz allein und wolle fleißig Partituren studieren (**).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 17:13"}, {"ID": 186410125, "Datum": "12.10.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner:\r\n   Hat von Dr. Langer (Leipzig) keine Antwort, bedauert Schützenbergers Los. Ob Sechter nichts von der geplanten Orgelklasse am Konservatorium wisse? Aufstiegschance für Bruckner! Hermann Köhler sei zum Professor berufen. Grüße an Alois Weinwurm, Otzelberger, Hartl und Maier. Hanslick habe einen Artikel über Beethovens finanzielle Lage verfaßt. Singverein plane Werke von Händel, Beethoven und Bach. Klagen über die rückständige Programmgestaltung der Philharmoniker.", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:09"}, {"ID": 186410185, "Datum": "18.10.1864, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n   Über seine Melancholie, seine schlechte finanzielle Lage (zur Zeit kaum Privatschüler). Auch er bekam einen Antrag als Hofmusiker in Mexiko; Karriere in Rußland etc. möglich? Schützenberger wurde von den Ärzten aufgegeben. Bruckner hat die Grüße an Alois Weinwurm, Hartl etc. ausgerichtet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186410215, "Datum": "21.10.1864, Freitag", "Haupttext": "Datumseintrag Schimatscheks am Ende der Stimme des 1. Horns zur d-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186410285, "Datum": "28.10.1864, Freitag", "Haupttext": "Datierung Schimatscheks in einer Violin-Stimme der d-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186410305, "Datum": "30.10.1864, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche und im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"30ten Okt. Pf. und Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186410317, "Datum": "Oktober/November 1864", "Haupttext": "Vorbereitungen zur Uraufführung der d-moll-Messe: Schimatschek schreibt das Stimmenmaterial (an dieser Arbeit ist auch »Anonymus L2« beteiligt (#)) und die Partitur-Abschrift (*); Bruckner hält Einzelproben mit Instrumentalisten und Sängern in seiner Wohnung - überliefert sind die Namen zweier Knabenalt-Sänger: Zellner und Burkhart (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 14:47"}, {"ID": 186411055, "Datum": "5.11.1864, Samstag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 254 kündigt auf S. 1 die Aufführung der d-Moll-Messe am 20.11.1864 an:\r\n   »- Wie wir hören, wird Sonntags den 20. d. M. in der Domkirche eine von dem Domorganisten Herrn Bruckner componirte neue Messe in D-dur zur Aufführung kommen.«", "Letzte Änderung": "19.06.2025 13:52"}, {"ID": 186411125, "Datum": "12.11.1864, Samstag", "Haupttext": "Datierung Schimatscheks in einer Violin-Stimme der d-moll-Messe (*). Der Welser Anzeiger Nr. 46 kündigt auf S. 2 die Aufführung der d-Moll-Messe an: \n   »Wir bemerken hier noch in musikalischer Beziehung, daß am 20. l. M. in der Domkirche eine vom Herrn Domorganisten Bruckner componirte Messe unter Mitwirkung vieler Musikfreunde zur Aufführung gelangt.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411145, "Datum": "14.11.1864, Montag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 1864\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411155, "Datum": "(15.11.1864, Dienstag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins mit Werken von Mendelssohn (\"Hebriden\"-Ouvertüre), Joseph Haydn (Baß-Arie aus der \"Schöpfung\"), Kpm. Nikolaus Müller [recte: Möller] (Genre-Stücke für Chor, Soli und Orchester) und Mozart (Es-Dur-Symphonie).\r\nMitwirkend: Weilnböck, Kpm. Möller, Leitung Eduard Hauptmann (*).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 08:07"}, {"ID": 186411165, "Datum": "16.11.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Im Linzer Abendboten Nr. 262 wird auf S. 2 das Konzert vom 24.11.1864 (Uraufführung des »Herbstliedes«) angekündigt:\r\n   »- Die Liedertafel »Frohsinn« veranstaltet am 24. November zum Beginne des neuen Vereinsjahres einen Damen=Abend in den landschaftlichen Redoutensälen, wozu das Programm aus lauter neuen Chören besteht und ein ausgezeichnetes genannt werden darf. Wir nennen vorläufig nur einige der vorzüglicheren Gesangs=Nummern: [... erwähnt werden Werke von Abt, Schubert, Schumann ...] »Herbstlied«, Sopran=Solo und Chor, dem Vorstande der Liedertafel gewidmet von A. Bruckner; Duett aus den »Hugenotten« für Sopran und Baß.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411175, "Datum": "17.11.1864, Donnerstag", "Haupttext": "In der Linzer Zeitung Nr. 263 wird auf S. 1095 [*] das Konzert vom 24.11.1864 (Uraufführung des »Herbstliedes«) angekündigt:\r\n   »* (Die Liedertafel „Frohsinn”) veranstaltet am 24. November zum Beginn des neuen Vereinsjahres einen Damenabend in den landschaftlichen Redoutensälen, wozu das Programm aus fast lauter neuen Chören besteht und ein ausgezeichnetes genannt werden darf. Wir nennen vorläufig nur einige der vorzüglichern Gesangsnummern: [... erwähnt werden Werke von Abt, Schubert, Schumann ...] „Herbstlied,” Chor und Sopran=Solo, dem Vorstande der Liedertafel gewidmet, von A. Bruckner. „Duett” für Sopran und Baß aus den Hugenotten.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411195, "Datum": "19.11.1864, Samstag", "Haupttext": "Datierung Schimatscheks in einer Baß-Stimme der d-moll-Messe (*).\n\nEin Inserat im Linzer Abendboten Nr. 265 auf S. 4 macht auf das Konzert am 24.11.1864 aufmerksam [Details werden nicht genannt] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411205, "Datum": "20.11.1864, Sonntag", "Haupttext": "Linzer Abendbote [?] (*) und Linzer Zeitung Nr. 266, S. 1107 (*a), kündigen die heutige Uraufführung der d-moll-Messe an, die im Alten Dom unter Bruckners Leitung stattfindet. Bischof Rudigier ist sehr beeindruckt (**). Moritz von Mayfeld überreicht Bruckner zur Anerkennung ein selbstverfaßtes Gedicht (»H. Anton Bruckner in freudiger Anerkennung gewidmet« [°a]) und einen von Frau Mayfeld ausgeschmückten Lorbeerkranz (°). Als Mitwirkende sind Frl. Schimatschek und Weilnböck überliefert (°°). Als Kritiker ist Franz Gamon anwesend (°°°).\nLinzer Zeitung (*a):\r\n»* (Messe.) Am 20. d. kommt um 10 Uhr Vormittags in der Domkirche eine Messe des hiesigen Domorganisten Herrn Bruckner zur Ausführung, mit welcher, wenn wir nicht irren, Herr Bruckner zum erstenmale als Componist eines größeren Werkes in die Oeffentlichkeit tritt. Die Messe bietet viel Interessantes und musikalisch Schönes.« (*a).\nAufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"20ten Nov. Pf.\" (#).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:17"}, {"ID": 186411206, "Datum": "nach dem 20.11.1864", "Haupttext": "[Vermutlich] Anfrage [Leserzuschrift?] von »Prof. L. aus W.« [Wien?] an die Christlichen Kunstblättern, einen [erwünschten, aber wohl noch ausstehenden] Bericht über die d-Moll-Messe betreffend.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411215, "Datum": "21.11.1864, Montag", "Haupttext": "Kurzer Bericht des Linzer Abendboten Nr. 266 [*] auf S. 2 über die Aufführung der d-Moll-Messe: \n\n   »- Die gestern in der Domkirche exekutirte neue Messe in D-dur von Bruckner ist nach dem Ausspruche unserer bewährtesten Kunstverständigen das Ausgezeichnetste, was seit langem in diesem Fache geleistet wurde.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411235, "Datum": "23.11.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 268 kündigt auf S. 2 das Programm des Konzerts vom 24.11.1864 an:\r\n   »- Das Programm zum ersten, morgen Abend stattfindenden Damen=Abende der Liedertafel „Frohsinn” in Linz enthält folgende Nummern: [... erwähnt werden Werke von 1. Herzog Ernst zu Sachsen-Coburg, 2. Franz Gruber, 3./4. Schubert, 5. Meyerbeer, 6. Abt, 8. Anton Wöckl [siehe die Anmerkung], 9./10. Schumann und 11. A. M. Storch ...] 7. „Herbstlied,” von Anton Bruckner.« (*).\nDer Welser Anzeiger Nr. 47 weist auf S. 2 ebenfalls auf dieses Konzert hin und bringt eine Besprechung der d-Moll-Messe [20.11.1864]:\r\n   »Correspondenzen.\n   B. Linz, 21. November. Zur Feier des Namensfestes Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth hat auf Veranlassung des Landesausschusses lezten Samstag eine Festvorstellung im hiesigen Theater statt gefunden.\r\n   Gestern Vormittags um 10 Uhr wurde während des Hochamtes in der Domkirche eine von Herrn Domorganisten Brukner componirte Messe zur Aufführung gebracht.\r\n   Die Komposition ist durchwegs edel gehalten und von echt religiöser Weihe durchdrungen, ihr Eindruck ist ein mächtiger und erhebender. Herr Brukner hat sich bereits als Organist einen rühmlichen Namen erworben, er hat bereits mit mehreren kleineren Tonstücken den Weg der Oeffentlichkeit mit Glück betreten und mit seinem jezt gehörten im großen Maßstabe angelegten Werke als Kompositeur einen vollständigen Sieg errungen.\r\n   Herr Brukner besizt in Bezug auf musikalisches Wissen die umfassendsten und gründlichsten theoretischen Kenntnisse und er versteht es wohl, dieselben zu verwerthen. Der Lorbeer, der ihm gestern während der Aufführung der Messe überreicht wurde, war ein wohlverdienter und wir gratuliren ihm aus ganzen [sic] Herzen zu einer schönen Zukunft. \r\n   Die Messe war auf das sorgfältigste einstudirt, die besten musikalischen Kräfte hatten mitgewirkt und die Aufführung war ungeachtet ihrer großen Schwierigkeiten unter der Leitung des Compositeurs eine sehr gelungene. \r\n   Nächsten Donnerstag veranstaltet die Liedertafel „Frohsinn” im Redoutensaale ein Konzert, bei welchem ein von Herrn Brukner componirter Chor zur Aufführung gelangt.«(**).", "Letzte Änderung": "12.04.2026 07:09"}, {"ID": 186411245, "Datum": "24.11.1864, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 269 kündigt auf S. 1119 [*] das Programm des Konzerts vom 24.11.1864 an:\r\n»Linz, 23. November. [...] * (Liedertafel \"Frohsinn.\") Nachstehend theilen wir das vollständige Programm des am 24. in den landschftl. Redoutensälen stattfindenden Damen=Abends der Liedertafel \"Frosinn\" [sic!] mit: ... [erwähnt werden Werke von 1. Herzog Ernst zu Sachsen-Coburg, 2. Franz Gruber, 3./4. Schubert, 5. Meyerbeer, 6. Abt, 8. A. Wöckl, 9a und b Schumann und 10. A. M. Storch ...] 7. Herbstlied, Männerchor mit 2 Solo=Frauenstimmen von Ant. Bruckner in Linz. [...] Wegen mehrseitiger Anfragen werden wir ersucht, mitzutheilen, daß wie gewöhnlich bei den sogenannten \"Damenabenden\" im Hauptsaal gespeist wird.« ( (**).\nUraufführung des Männerchores »Herbstlied« (***) beim Damenabend des »Frohsinns« im Redoutensaal unter der Leitung Karl Weinböcks (°). Die Soli singen Frl. Schimatschek und Frl. Anna Bergmann (°°).\r\n   Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Herzog Ernst zu Sachsen-Coburg (»An die deutsche Trikolore«), Franz Gruber (»Matrosenchor«), Schubert (»Nähe des Geliebten« und »Gott im Ungewitter«), Meyerbeer (Duett Marcel/Valentine aus den »Hugenotten«), Abt (»Siegesgesang der Deutschen«), Anton Wöckl (»Frühlingslied«), Schumann (»Am Bodensee« und »Jägerlied«) und A. M. Storch (Polka Ständchen) (°°°).\r\n   »[...] einen neuen sehr günstig aufgenommenen Chor Bruckner's für Männerchor mit zwei Frauenstimmen [...] War auch das Konzert minder besucht, so war die Stimmung eine desto animirtere und beinahe sämmtliche Nummern von schönem Erfolge begleitet.« (#).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:42"}, {"ID": 186411275, "Datum": "27.11.1864, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwurstessen bei Karl Zappe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186411305, "Datum": "30.11.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der d-moll-Messe in der Linzer Zeitung Nr. 274 auf S. 1141. Der Verfasser (auch der vier Fortsetzungen) war Franz Gamon (*a).\r\n»Messe in D., komponirt von Anton Bruckner,\r\n   ausgeführt am 20. November in der Domkirche zu Linz. \r\n   I.\r\n   F. Linz im November. Die Bewegung und Aufregung, welche Herrn Bruckners Erstlingswerk, die Messe in D., in der hiesigen musikalischen Welt hervorrief, rechtfertigen wohl hinlänglich, daß wir uns in eine ausführlichere Besprechung derselben einlassen, und zu diesem Zwecke etwas weiter auszuholen gezwungen sind. ... [über die Geschichte des Orgelbaus, Konzil von Trient, Palestrina]« (*).\nDer Welser Anzeiger Nr. 48 berichtet auf S. 2 von der Aufführung des »Frühlingschores« [recte: »Herbstlied« (WAB 73)] am 24.11.1864:\r\n»Correspondenzen.\r\n   Linz, 27. November. Am 24. l. M. veranstaltete die Liedertafel „Frohsinn” unter Mitwirkung eines Damenchores ihren unterstüzenden Mitgliedern im Redoutensaale ein Concert, bei welchem größtentheils neue Gesangsnummern zum Vortrage gelangten.\r\n   Die Production zeigte [sic!] eben so von sorgfältigem Studium, als von Tüchtigkeit der Gesangskräfte der Liedertafel und ihres Chormeisters Herrn Weilnbök.\r\n   Eine besondere Erwähnung verdient der Fühlingschor [sic!] von Herrn Brukner, eine dem Vereinsvorsteher Herrn Hafferl gewidmete treffliche Composition.« (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2023 20:24"}, {"ID": 186412005, "Datum": "Dezember 1864", "Haupttext": "Die »Christlichen Kunstblätter« Nr. 12 kündigen auf S. 48 an [wohl als Reaktion auf eine Leserzuschrift, Punkte so im Original], daß ein Bericht über die d-Moll-Messe erscheinen wird: »Correspondenz. [/] An Herrn Prof. L. . in W ... Einen eingehenden Bericht über Bruckners Messe werden wir seiner Zeit geben. Wir möchten zuvor nocheinmahl dieses Tonwerk uns anhören. - »", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412025, "Datum": "2.12.1864, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des »Herbstliedes« in der Linzer Zeitung Nr. 276 auf S. 1149 [*]:\r\n»Damen=Abend der Liedertafel „Frohsinn.”\r\n   F. Linz, 1. Dezember. „Damen=Abende” bieten jederzeit etwas Anziehendes. Kommt nun noch ein interessantes Programm dazu, so hätte man wohl Ursache, zu fürchten, in einen überfüllten Saal treten zu Müssen.\r\n   Dieser Sorge waren wir beim Eintritte in den Redoutensaal am 24. d. enthoben, da der Saal, zwar anständig, aber nicht übermäßig gefüllt, Jedem noch ein ruhiges Plätzchen bot. [...] Im „Herbstlied” von Anton Bruckner zeichneten sich Fräulein Schimatscheck und Fräulein Bergmann in den kleinen Solis aus. Der Chor selbst ist ganz schön und regelrecht komponirt, doch finden wir den Eintritt zweier Frauenstimmen wegen der Träumerei von dem Nachtigall=Gesange etwas zu weit hergeholt, den ganzen Text aber sehr gefährlich für eine Komposition. [...] Die Leitung des Chormeisters Herrn Weilnböck und die Clavierbegleitung des Herrn Hauptmann verdienen die vollste Anerkennung.«", "Letzte Änderung": "03.03.2024 16:58"}, {"ID": 186412045, "Datum": "4.12.1864, Sonntag (2. Advent)", "Haupttext": "1. Fortsetzung der Besprechung der d-moll-Messe vom 30.11.1864 in der Linzer Zeitung Nr. 278 auf S. 1157 – ohne Erwähnung Bruckners (*).\r\n»Messe in D., komponirt von Anton Bruckner,\r\nausgeführt am 20. November in der Domkirche zu Linz.\r\nII.\nF. Linz, 3. Dezember. So stand im 16. Jahrhundert das Gebäude der Kirchenmusik fest gegründet. [... über Chromatik, Generalbaß, Bach und Händel ...] So treten wir heran an die Meister des schönen Styls, Haydn, Mozart und Beethoven, von welchen wohl vorauszusetzen war, daß sie auch auf dem Gebiete der Kirchenmusik Geniales leisten werden.«", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:09"}, {"ID": 186412075, "Datum": "7.12.1864, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der d-moll-Messe im Linzer Abendboten Nr. 280 auf S. 2:\r\n»[Signatur: erinnert an ein griechisches Omega] Wenn eine Tondichtung, wie A. Bruckner's neue Messe in D, einen gleich mächtigen Eindruck auf Kenner und Laien ausübt, so manifestirt sie sich damit schon als das Werk eines bedeutenden, auf eigenen Füßen einherschreitenden Talents und verdient in unserer, an vorzüglichen productiven Talenten gewiß nicht reichen Zeit nicht bloß allgemeine Anerkennung, sondern auch die Aufmunterung wohlmeinender, aber unpartei'scher Stimmen der Kritik. Wir bitten, das Nachfolgende als einen kleinen Beitrag zu einer solchen zu betrachten. Auf manchen Hörer mag die Messe einen befremdenden Eindruck gemacht haben, weil der pathetisch schwungvolle Tonbau, die frische Rhythmik, das lebhafte Colorit der Instrumentation weit über die hergebrachte Form der gewöhnlichen Messen hinausgehen. Ist auch der erste Satz Kyrie (D-moll) mit seinen dissonirenden Vorhalten ernst und düster gehalten, so bringt die Triolenbewegung der Saiten-Instrumente rhythmisches Leben in die Monotonie des wohl etwas zu lang ausgesponnenen Satzes. Mit dem Gloria (D-dur) nimmt jedoch der Componist einen hohen Aufschwung, der bei der Schlußfuge des Amen den Culminationspunkt erreicht. Die complicirt formelle Struktur dieses Satzes mit seiner lebendigen Figuration der Saiteninstrumente zu den breiten Akkorden der Posaune bringen den Ausdruck des Lobgesanges zur vollsten Geltung. Nach dieser herrlichen Nummer konnte das folgende Credo weniger befriedigen. Unter Anerkennung mannigfacher Schönheiten, vermißten wir vor Allem Einheit der Form. Hier war Manches künstlich, aber nicht so künstlerisch wie in den übrigen Sätzen. Sanctus und Benedictus wirkten dagegen durch eine wohlthuende Einfachheit. Mit dem Agnus Dei schließt in weihevoller Stimmung ein Werk, das durch tiefes Studium, geistvolle Conception und gediegene Durcharbeitung hervorragend sich den besten Compositionen im Gebiete der Musica sacra anreiht. Der Ausführung, deren Hauptschwerpunkt in der Instrumentalpartie liegt, müßen verdientes Lob und Anerkennung gezollt werden. Für die Sänger waren die schwierigen Intonationen keine leichte Aufgabe, welche aber befriedigend gelöst wurde. Die Stimmen des Frl. Schimatschek und des Herrn Weilnbök klangen prächtig und mächtig in dem Raume des Domes. - Sehr erfreulich ist es, die angeregte Wiederholung des ausgezeichneten Werkes auch schon gesichert zu wissen, da die Subscription auf Sperrsitze den besten Fortgang nimmt und keinen Zweifel an dem Gelingen übrig läßt.«", "Letzte Änderung": "28.01.2026 08:56"}, {"ID": 186412085, "Datum": "8.12.1864, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 1169 [#] das Konzert vom 11.12.1864 mit Bruckners neuem Chor [»Um Mitternacht« WAB 89] an:\r\n»Linz, 7. Dezember. \r\n[...] * (Sängerbund.) Kommenden Sonntag, um 7 Uhr Abends, feiert der \"Sängerbund\" sein Gründungsfest in den Redoutensälen mit einem Konzerte, dessen Programm sehr interessant ist. In diesem befinden sich u. A.: ein neuer Chor von Bruckner, die Froschkantate, die Ballszenen von Engelsberg, dann Stücke für Violine, für Cello, für Klavier, welche von bewährten Dilettanten gespielt werden. Nach dem Konzerte findet ein \"Herrenabend\" in den Vereinslokalitäten Statt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412095, "Datum": "9.12.1864, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 18.12.1864 (Wiederholung der d-moll-Messe) im Linzer Abendboten Nr. 281 auf S. 2:\r\n   »- Eine Gesellschaft von Musikfreunden veranstaltet auf vielseitigen Wunsch Sonntag, den 18. d. M., Nachmittags um 5 Uhr im Redoutensaale ein Concert spirituel, worin unter Mitwirkung zahlreicher Künstler und Dilettanten und unter der Direktion A. Bruckner's dessen große Messe, welche jüngst bei ihrer ersten Aufführung so großes und gerechtes Aufsehen erregte, zur Wiederholung gebracht wird. Vormerkung zu Sperrsitzen à 1 fl. werden in den Buchhandlungen der Herren Fink und Danner angenommen.«", "Letzte Änderung": "22.09.2024 12:54"}, {"ID": 186412105, "Datum": "10.12.1864, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzertprogramms vom 11.12.1864 in der Linzer Zeitung Nr. 282 auf S. 1173 [#]:\r\n»Linz, 9. Dezember.\r\n[...] * (Sängerbund.) Nachstehend theilen wir das Programm zum Gründungsconcerte des \"Sängerbundes\" (am 11 d. Abends 7 Uhr,) mit: ...[1. Motto, Werke von: 2. Santner (Text von Göllerich), 3. Ernst, 4. Graben-Hoffmann, 5. J. Beschnitt, 6. J. Wurda [siehe die Anmerkung], 7. C. Hennig, 8. Charles Schubert, ... 10. S. Thalberg (Donizetti), 11. Möhring, 12. Engelsberg] 9. Um Mitternacht, Gedicht von R. Prutz, für eine Altstimme, Männer=Chor und Piano=Begleitung componirt und dem Sängerbunde gewidmet von A. Bruckner. [...]« [WAB 89]", "Letzte Änderung": "24.12.2024 17:56"}, {"ID": 186412115, "Datum": "11.12.1864, Sonntag (3. Advent)", "Haupttext": "2. Fortsetzung der Besprechung der d-moll-Messe vom 30.11. in der Linzer Zeitung Nr. 283 auf S. 1177:\r\n»Messe in D., komponirt von Anton Bruckner,\r\nausgeführt am 20. November in der Domkirche zu Linz.\r\nIII.\n   F. Linz, 10. Dezember. Namentlich ist es Mozart und eine nicht unbedeutende Zahl von Anhängern, welche der Kirchenmusik wieder einen gewaltigen Aufschwung verliehen. ... [u. a. über Beethoven, Liszt und seine Graner Messe] ... daß dieses Werk die hervorragendste Leistung der Jetztzeit auf kirchlichem Gebiete und namentlich dadurch ausgezeichnet ist, daß wir in demselben nicht mehr das Suchen nach einem neuen Ziele, das Ringen darnach, sondern das Ergreifen desselben voraus haben. Es ist eine abgeschlossene, in sich fertige Leistung.« (*).\n»Um Mitternacht« [WAB 89] beim Gründungsfest des Sängerbundes (Chormeister: Alois Weinwurm) unter Bruckners Leitung im Redoutensaal uraufgeführt. Das Alt-Solo singt Frl. v. Lutterotti (**).\r\nAußerdem werden Werke von Carl Santner (»Oberösterreich«, Männerchor mit Soloquartett, Gedicht von Göllerich), Heinrich Wilhelm Ernst (»Elegie« für Violine und Klavier), Gustav Graben-Hoffmann (»Hafis«, Lied für Alt und Klavier), Johannes Beschnitt (»Drei Blumen«, Chor mit Tenorsolo), J. Wurda (»Das erste Lied«, Sopran und Klavier), Carl Wilhelm Hennig (»Frosch-Kantate«, Männerchor mit Klavier), Charles Schubert (Nocturne für 2 Celli und Klavier), Sigismund Thalberg (aus »Lucia di Lammermor«), Ferdinand Möhring (»Noch ist die blühende, goldene Zeit«, Männerchor und Sopran), Otto Roquette und E. S. Engelsberg [= Eduard Schön] (»Ballszenen«, Chor mit Klavier) aufgeführt. Unter den Mitwirkenden sind die Damen Petermandel, Schönfeld, v. Tarnoczi und die Herren Mayfeld, Pflug, Prohaska und Schober (***).\r\nAls Kritiker ist Franz Gamon anwesend (°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 07:56"}, {"ID": 186412125, "Datum": "12.12.1864, Montag", "Haupttext": "Hinweis auf die Wiederholung der d-moll-Messe am 18.12.1864 im Linzer Abendboten Nr. 283 auf S. 2:\n\n   » + Die ersten Kräfte unserer Oper, die Damen Pappenheim und König, so wie die Herren Neudolt, Sodoma und Krolop haben mit echter Künstler=Collegialität sich bereit erklärt, bei der am 18. d. M. stattfindenden Aufführung der Bruckner'schen Messe im Chore mitzuwirken. Die Anzahl der für dieses höchst interessante Concert vorgemerkten Sperrsitze ist bereits so groß, daß die Subskription sehr bald wird abgeschlossen werden müssen, daher Diejenigen, welche noch Sperrsitze zu haben wünschen, gut thun dürften, ihre Anmeldung um keinen Tag zu verzögern.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412135, "Datum": "13.12.1864, Dienstag", "Haupttext": "Bericht im Linzer Abendboten Nr. 284 auf S. 1 über das vorgestrige Konzert des Sängerbundes und Bruckners »Um Mitternacht« [WAB 89]:\r\n      »Tagesneuigkeiten.\r\n  + Linz. Sonntag Abends gab der „Sängerbund” zur Jahres-Feier seiner Gründung ein Fest-Concert im Redoutensaale, welches von einem so außerordentlich zahlreichen Publikum besucht war, wie es noch selten bei einem Concerte hier in Linz sich einfand. Sämmtliche 12 Nummern des äußerst interessant zusammengestellten Programms fanden den lebhaftesten Beifall. An musikalischem Werthe oben an stand unseres genialen Bruckner neuer, dem „Sängerbunde” gewidmeter Chor mit Alt-Solo „Um Mitternacht”, eine herrliche, sinnige, poetische Composition, deren baldigste Wiederholung dem lebhaften Wunsche aller Musikfreunde entspräche. Die schönen Stimmen der Fräulein v. Lutterotti und Schönfeld, so wie die Virtuosität der Frau Petermandl und ihrer talentirten Schülerin, Frl. v. Tarnotzi, dann der Herren Pflug, Prohaska und Schober thaten das ihre, um die Vokal= und Instrumental=Soli zur vollen [Geltung zu] bringen. Der dirigirende Chormeister, Herr Weinwurm [wird mit] seiner Sängerschaar und dem Erfolge seiner künstlerischen [Bemühun]gen zufrieden gewesen sein.« (*).\nBruckner wird auch im Artikel des Gmundner Wochenblattes Nr. 50 auf S. 629 (= S. 5) als Mitwirkender genannt:\r\n     \" - Am 11. Dezember Abends 7 Uhr gab der Männer=Gesangverein \"Sängerbund\" in Linz in den landschaftlichen Redouten=Sälen ein \"Gründungs=Concert,\" bei welchem auch die Damen: v. Lutterotti, Petermandl, Schönfeld, v. Tarnotzi, und die Herren: Bruckner, v. Majfeld [sic! recte Mayfeld], Pflug, Prohaska und Schober mitwirkten. | Dasselbe wurde mit allgemeinem Beifall aufgenommen, und war der Besuch ein überaus zahlreicher.\" (*a).\nKurzer Bericht der Linzer Zeitung Nr. 284 über dieses Konzert:\r\n»                                 Linz, 12. Dezember.\r\n     [...]\r\n     * (Konzert und Theater.) Das gestern Abends in dem landschaftlichen Redoutensale [sic!] stattgefundene Gründungsfest=Conzert des Männergesangsvereines „Sängerbund” war von mehr als 1000 Personen besucht; der Erfolg war ein glänzender, und wurden alle einzelne [sic!] Piecen des sehr interessanten Programms mit dem lebhaftesten Beifalle aufgenommen. Wir werden über die Aufführung noch genauer berichten. - [...] Ihre kaiserliche Hoheiten der durchlauchtigste Herr Erzherzog Josef und die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Clotilde beehrten gestern und vorgestern die Theater=Vorstellungen mit Höchstihrer Gegenwart.« (**).", "Letzte Änderung": "25.10.2024 13:35"}, {"ID": 186412165, "Datum": "16.12.1864, Freitag", "Haupttext": "Artikel (vermutlich Gamons (*)) in der Linzer Zeitung Nr. 287 auf S. 1189 (1193?) [#] über »Um Mitternacht« [WAB 89]:\r\n»Gründungsfest-Konzert des \"Sängerbundes\" am 11.\r\nDezember im Redoutensaale.\n   F. Linz, 15. Dezember. Ein Konzertabend, der einer so allgemeinen Theilnahme, wie der zum Gründungsfeste des \"Sängerbundes\" veranstaltete, sich erfreut, ist ein seltener und um so erfreulicher, als er für das Streben des Vereines und die mit Recht begründeten Sympathien für denselben glänzendes Zeugniß gibt. Hierzu kommt hauptsächlich noch, daß der Verein in sich selbst wurzelt, und seinen Schwerpunkt in seine eigene Mitte verlegt hat.\r\n   Nicht nur Saal und Gallerien, sondern auch der Nebensaal war gedrängt voll, und man lauschte dem rasch und präcis sich abwickelnden Programme, welches mit vielem Geschick für ein größeres Publikum zusammengesetzt war. \r\n   Um Wiederholungen zu vermeiden, erwähnen wir gleich, daß jeder Nummer rauschender Beifall folgte, und die Mitwirkenden durch Hervorruf bestens anerkannt wurden.\r\n   Vom musikalischen Standpunkte aus heben wir hervor: Herrn Bruckner's \"Um Mitternacht\" für eine Altstimme, Männerchor und Pianobegleitung, und Möhrings \"Noch ist die blühende goldene Zeit\" für eine Sopranstimme und Männerchor. Herrn Bruckners Chor verräth zwar eine ungewöhnlich düstere Stimmung, ist aber warm und poetisch erfunden, durch den Eintritt der Altstimme im scheinbaren hellen E-Dur=Klange von schöner Wirkung und namentlich in seinem weniger effektvollen als wahrhaft reizendem Schlusse von besonderer Originalität. Möhring's Chor haben wir schon einmal besprochen. Die Soloparte wurden von Frl.von Lutteroti und Schönfeld zur vollsten Geltung gebracht. ... [erwähnt werden weiter: Graben-Hoffmann, Wurda, Thalberg, Petermandl und Tarnotzi (Klavier), Pflug (Violine), Ernst, Prohaska und Schober (Cello), Santner, Beschnitt, Hennig, Engelsberg] ..., so daß das Publikum in der animirtesten Stimmung den Saal verließ und dem Vereine sowohl wie dessen tüchtigen und umsichtigen Chormeister Herrn Weinwurm einen genußreichen Abend dankt.« (*).\nDer Linzer Abendbote Nr. 287 meldet auf S. 2, daß Erzherzog Josef und Erzherzogin Klotilde heute Bruckner zugesagt haben, das Konzert am 18.12.1864 [mit der d-Moll-Messe] besuchen wollen (**).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 07:57"}, {"ID": 186412175, "Datum": "17.12.1864, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 288 [#] kündigt die morgige Aufführung der d-moll-Messe an:\r\n   »* (Musikalisches.) Ueber vielseitigen Wunsch hiesiger Musikkenner und Freunde wird kommenden Sonntag den 18. d., Abends 5 Uhr, im großen Redoutensaal Anton Brukners Messe in D abermals unter vorzüglicher Besetzung aufgeführt werden. Zu dieser Aufführung sind bereits alle nummerirten Sitze vergriffen.« (*).\nDie Gemeindezeitung Nr. 97 berichtet auf S. 773 über das Konzert vom 11.12.1864 [»Um Mitternacht« (WAB 89)]:\r\n»... Sämtliche 12 Nummern des äußerst interessant zusammengestellten Programms fanden lebhaftesten Beifall. An musikalischem Werthe stand Bruckners neuer, dem \"Sängerbund\" gewidmeter Chor mit Alt-Solo \"Um Mitternacht\", eine herrliche, sinnige Komposition, obenan.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412185, "Datum": "18.12.1864, Sonntag (4. Advent)", "Haupttext": "Aufführung der d-moll-Messe in einem Concert spirituell im Redoutensaal. Erzherzog Josef [und Erzherzogin Klotilde] sind unter den Zuhörern (*).\r\n     Es wird wieder aus dem Stimmenmaterial Schimatscheks gespielt; der Eintrag des Trompeters Woborzil hat sich erhalten (**). Da eine Orgel fehlt, wird das Solo von Klarinetten und Fagotten übernommen (***).\r\n     Vom finanziellen Ertrag kann Bruckner die Kosten der Abschriften und der Uraufführung bestreiten (°).\r\nAnwesend sind Mayfeld (°°) und A. Weinwurm (#).", "Letzte Änderung": "31.10.2024 12:56"}, {"ID": 186412195, "Datum": "19.12.1864, Montag", "Haupttext": "Bruckner bedankt sich in einer Annonce im Linzer Abendboten Nr. 289 auf S. 3 für die Mitwirkung bei den Aufführungen der d-Moll-Messe am 20.11.1864 und 18.12.1864:\n     \"Oeffentlicher Dank. | Ich statte hiemit allen, welche bei meiner am 20. November und 18. Dezember 1864 zur Aufführung gelangten Messe mitzuwirken die besondere Gefälligkeit hatten, meinen tiefgefühlten, innigen Dank ab: | den jede größere Musik=Aufführung so bereitwilligst unterstützenden Damen; | den vorzüglichen hiesigen Opern=Kräften; | den Mitgliedern des \"Sängerbundes\"; | dem Orchester des hiesigen Theaters und namentlich Herrn Orchester=Direktor Zappe; | und vor allem der löblichen Liedertafel \"Frohsinn\", deren zahlreiche Mitwirkung sowohl im Orchester als im Chore die Aufführung meines Werkes ermöglichte. | Linz, am 19. Dezember 1864. | [links:] 1401-1   [rechts:] A. Bruckner.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412205, "Datum": "20.12.1864, Dienstag", "Haupttext": "3. Fortsetzung der Besprechung der d-moll-Messe vom 30.11.1864 in der Linzer Zeitung Nr. 290 auf S. 1207 (*); der Autor war Franz Gamon (**):\r\n»Messe in D., komponirt von Anton Bruckner,\r\nausgeführt am 20. November in der Domkirche zu Linz.\r\nIV.\n   F. Linz, 19. Dezember. Im Anschlusse an Liszt nennen wir Herrn Bruckners D-Messe als das hervorragendste Werk der jüngsten Zeit auf kirchlichem Gebiete. Herr Bruckner hat hiemit einen entscheidenden Schritt für die Zukunft gethan. Ohne sich an irgend eines der Vorbilder, deren Studium und Einfluß jedoch nicht zu verkennen ist, nachbetend anzulehnen, hat Herr Bruckner seinen eigenen Weg eingeschlagen und dabei bewiesen, daß er die Macht besäße, auf diesem Gebiete, wenn er sich demselben zuwenden wollte, Großes und Maßgebendes zu leisten. Vor allem ist es die Form, welche bei dieser Messe ins Auge fällt. Wir haben schon früher über Palestrinas Kirchenstyl und seine Schule gesprochen. Wenn nun Wagner in seinem Entwurfe zur Organisation eines deutschen Nationaltheaters für das Königreich Sachsen sagt, daß Palestrinas Werke und die seiner Schule nur für den Vortrag durch Menschenstimmen geschrieben seien, ... [...] Wenn nun, wie Wagner sagt, die Orgel (durch diese Aufnahme und Nachahmung der Instrumente) auf das Sinnreichste eine große Mannigfaltigkeit tonlichen Ausdrucks vereinigt, ihrer Natur nach aber virtuose Verzierung im Vortrage ausschließt, durch sinnlichen Reiz eine äußerlich störende Aufmerksamkeit nicht auf sich zu ziehen vermag, und deßhalb das würdigste Instrument ist, warum sollte der mannigfaltige wirkliche Ton des Instrumentes mehr sinnlichen Reiz haben, als der nachgeahmte? wozu dann die Nachahmung? Wenn es aber auch der Kirchenmusik um große Mannigfaltigkeit tonlichen Ausdrucks, der eben in den Instrumenten liegt, zu thun ist, welches Instrument bedingt denn seiner Natur nach und in seiner Stellung im Orchester virtuose Verzierung?« (*).\nMayfelds Besprechung der Messe »A. Bruckner's Concert spirituel« erscheint im Linzer Abendboten Nr. 290 auf S. 3, signiert »D......« (***):\r\n»Feuilleton.\r\nA. Bruckner's Concert spirituel.\r\n   Der einstige Biograf Bruckner's dürfte sich ungefähr so vernehmen lassen: \r\n\"Der 18. Dezember 1864 kann als der Tag bezeichnet werden, an welchem Bruckner's Gestirn zum ersten Male in vollem Glanze leuchtend am Horizonte emporstieg. An diesem Tage brachte die Intelligenz der ganzen Stadt dem gewaltigen musikalischen Feuergeiste, welcher bei ihm, wie bei Beethoven und Schubert, unter einer den oberflächlichen Beobachter wenig anziehenden Hülle sich verbarg, ihre Huldigung dar. Nun folgte (wird hoffentlich der Biograf fortfahren können) Werk auf Werk, und jedes derselben war ein Fortschritt auf der kühn betretenen Bahn.\"\r\nEs wäre ein Leichtes, hier des Langen und Breiten zu sprechen über Kirchenmusik im Allgemeinen; über die italienischen Heroen derselben, Palestrina und Pergolese; über ihren Verfall im vorigen Jahrhundert, namentlich in Italien und Frankreich; über den Wiederaufschwung in Deutschland; über Haydn und die ziemliche Weltlichkeit von dessen Messen; über Mozart und den todten Imperator Beethoven, endlich über die neu=deutsche Richtung, speziell über Franz Lißt's Graner Messe. Allein einerseits haben diese Blätter keinen Raum für die Züchtung eines endlos sich fortwindenden musikalischen Bandwurmes und andrerseits wäre es wenig anziehend, wiederkäuend aus fremden Werken zusammen zu stoppeln, was Jeder, den die Sache interessirt, dort selbst, und zwar jedenfalls mit mehr Nutzen, nachlesen kann. Besser also, sich, in medias res stürzend, mit der gegenwärtigsten Gegenwart zu beschäftigen.\r\n   Ist es erlaubt, eine Messe in dem Style zu schreiben, wie Bruckner es gethan?\r\n   Auf diese Frage lautet die Antwort: nicht nur erlaubt, sondern unerläßlich geboten, wenn überhaupt ein Werk von wirklicher Bedeutung zu Stande kommen soll.\r\n   In keinem Zweige der Musik haben so viele Flachköpfe gesündigt, als gerade im kirchlichen. Jeder Schulmeister, mit etwas Generalbaß behaftet, glaubt im musikalischen Weinberge des Herrn arbeiten zu dürfen, und wählt die Kirche, wo die an anderen Orten herrschende Gefahr eines lauten Fiasco nicht existirt, zu seinem Tummelplatze.So kommt es, daß die ohnehin schon zum Ueberdruße breit getretenen, stereotypen Geleise der Kirchenmusik täglich noch mehr ausgefahren werden. Jeder, der gar nichts Geistiges, sondern nur Wasser in seinem Kopfe hat, glaubt, dieses Wasser in die bereit stehende Form gießen zu dürfen, und meint dann, weil man eben eine gewisse Form sieht, daß auch ein ganz respektabler Inhalt anerkannt werden müsse. Er glaubt's, und die Welt, wie sie nun einmal ist, glaubt's mit ihm. Die Welt im Allgemeinen, und vor Allem die Leute vom Fach, hängen am Alten. Das Ueberlebte gilt als das Wahre; die Trivialen, Geist- und Gedankenlosen geriren sich als die Priester des Heiligthums. Mit ihnen gilt es einen Kampf Schritt um Schritt; öfters überfluthen sie wieder das ganze Terrain und Alles scheint verloren. Allein es geht dennoch, wenn auch langsam, wenn auch für nicht scharfe Augen unmerklich, vorwärts. Der Anstoß, den das einzelne Genie einmal gegeben, das Neue, was es einmal entdeckt hat, geht nie wieder ganz verloren. Dieß ist in jeder Wissenschaft und in jeder Kunst, so auch in der Musik, der Trost gegenüber den mit der Welt gleich alten Laudatores temporis acti.\r\n   Wenn der Satz richtig ist, - und er ist richtig - daß nur neue Gedanken zur Composition berechtigen, und daß das handwerksmäßige Erzeugen formgerechter Stücke gar kein Gewinn für die Kunst ist, so ist Anton Bruckner ein vollberechtigter Compositeur. In seiner Messe ist Alles, oder doch das Meiste, neu. - Die musikalische Gelehrsamkeit, von welcher er in den fugirten Sätzen und in der Führung sowohl der Instrumental- als der Vocal-Stimmen glänzendes Zeugniß gibt, ist bei ihm nicht Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck. Daß Bruckner's Messe keine ganz mackellose Composition ist, versteht sich bei einem Erstlingswerke von selbst. Allein wie viele Compositeure haben mit einem solchen Werke begonnen? ja, wie viele haben mit einem solchen geschlossen? Die ganze Messe ist in so großartigen Proportionen angelegt, die dramatischen Elemente des Textes sind in so würdiger und dabei hochwirkungsvoller Weise behandelt (man denke z. B. nur an das wahrhaft überwältigende \"resurrexit\" im Credo und an so viele andere Stellen), namentlich die Polyphonie des ganzen Werkes ist eine so außerordentlich ausgezeichnete, daß der Schöpfer desselben zu den höchsten Erwartungen für die Zukunft berechtigt. Das Staunen und die Bewunderung für Bruckner's Genie wächst, wenn man weiß, daß seine Bekanntschaft mit den Meisterwerken alter und neuer Zeit eine verhältnismäßig sehr geringe ist, und daß er demnach vorzugsweise nur aus sich selbst schöpft. Andrerseits kömmt freilich gerade dieser Umstand ihm sehr zu statten, denn er ist dadurch fast frei von willkürlichen und unwillkürlichen Reminiscenzen und geht in voller Originalität seine eigenen Wege. Wohin diese Wege ihn schließlich führen werden, ist bei seinem ungewöhnlichen Reichthum an Phantasie und bei seinem musikalisch-technischen Wissen schwer voraus zu sehen. Nur dieß Eine dürfte sicher sein, daß er schon in nächster Zukunft das Feld der Simphonie, und zwar mit größtem Erfolge, bebauen dürfte. Auf diesem Felde, und auf dem der Kammermusik, wozu ihn seine hervorragende Kunst in der polyphonen Führung der Stimmen vorzugsweise befähigt, dürften von Bruckner glänzende Bereicherungen der deutschen Musik-Literatur zu erwarten sein. Die Befürchtung Einiger, (welche die hie und da etwas versteckten Melodien in den einzelnen Sätzen der Meße beim ersten Hören nicht sogleich herauszufinden vermochten), daß Bruckner leicht auf Abwege gerathen könne, daß seine Fantasie eine allzu üppig wuchernde sei, welche den Hauptgedanken durch zu viel selbstständig wirkendes Beiwerk verdunkle, diese Befürchtung dürfte ungegründet sein. Die Zeit und die Erfahrung wird schon das Ueberschäumen seiner Fantasie verhindern und die nothwendige Klärung mit sich bringen. Wenn sich die Lianen hie und da einen Baum im Urwalde ersticken, den Urwald selbst ersticken sie doch nicht. Sie sind vielmehr eine seiner Hauptzierden.\r\n   Freuen wir uns also aus voller Seele, daß wir (um ein Göthe'sches Wort zu gebrauchen), einen \"solchen Kerl\" in unserer Mitte haben! Ebnen wir ihm nach Kräften die Wege, welche für den angehenden Kunstjünger an Glätte der Macadamisirung [siehe die Anmerkung] stets Einiges zu wünschen übrig lassen. Ein Abglanz seines Ruhmes wird dann einst auf Linz zurück strahlen.\nD......« (***).\nAuch die Linzer Zeitung Nr. 290 brachte (ebenfalls auf S. 1207) einen Bericht über das vorgestrige Konzert (°):\r\n»Linz, 19. Dezember.\r\n   [...] * (Bruckners Messe) hat bereits bei der vor Kurzem in der hiesigen Domkirche erfolgten ersten Ausführung allgemeine Sensation erregt, und die größte Bewunderung aller Kunstfreunde hervorgerufen. Es war daher sehr natürlich, daß sich der allgemeine Wunsch geltend machte, daß dieses Kunstwerk baldigst zu einer zweiten Aufführung gebracht werde, welche gestern Abends im landschaftlichen Redoutensaale erfolgte. Wir verdanken diese zweite Aufführung den freundschaftlichen Bemühungen mehrerer bewährten Kunstfreunde zunächst des Herrn k. k. Kreiskommissärs Moritz von Mayfeld, welcher in seinem edlen Streben alle Einleitungen hiezu getroffen hat. Die gestrige Aufführung wurde durch die Anwesenheit Sr. kaiserl. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Josef beehrt; ein zahlreich versammeltes sehr gewähltes Publikum lauschte in feierlicher Stille den Tönen dieses Kunstwerkes, und jeder einzelnen Abtheilung folgte die lebhafteste Anerkennung. Wir überlassen es unserm Fachreferenten, über den Werth der Komposition sich näher auszusprechen, und wollen nur noch erwähnen, daß die gestrige Aufführung durch die freundliche Mitwirkung unserer ersten Opernkräfte und vieler anderer Kunstfreunde noch eine höhere Bedeutung erhalten hat.« (°).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 18:02"}, {"ID": 186412235, "Datum": "(23.12.1864, Freitag)", "Haupttext": "Im Konzert des Linzer Musikvereins unter Eduard Hauptmann im Redoutensaal werden Werke von Josef Haydn (Symphonie in Es-Dur), Beethoven (Ouvertüre zu \"König Stefan\"), Mendelssohn (\"Das Hirtenlied\") und Franz Schubert (\"Gott im Ungewitter\", 23. Psalm und \"Litanei\") aufgeführt. Unter den Mitwirkenden sind Marie Schimatschek, Clotilde Kainerstorfer, Herr Neudolt, Karl Weilnböck und der \"Frohsinn\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412245, "Datum": "24.12.1864, Samstag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 52 berichtet auf S. 2 über die Aufführung der d-Moll-Messe am 18.12.1864:\r\n»Correspondenzen.\n   A. Linz, 22. December. (Vereinsleben. Messe von Brukner. Oper \"Faust\") [...] Herr Brukner hat über vielseitig ausgesprochenen Wunsch die von ihm componirte, vor Kurzem in der hiesigen Domkirche producirte große Messe am lezten Sonntag Abends im Redoutensaale unter Mitwirkung vieler Kunstfreunde zur Aufführung gebracht. Die ausgezeichnete Composition übte auf das sehr zahlreiche kunstsinnige Auditorium einen mächtigen Eindruck. Das Concert wurde durch die Anwesenheit Sr. k. k. Hoheit des Erzherzogs Josef beehrt.\n   Die Oper »Faust« von Gounod kam in der laufenden Woche [...]« (*).\n \nDer siebenjährige Richard Hofmann (1857 - 1926), wie seine Schwestern Pauline (1844 - 1877) und Helene (1846 - 1902) Klavierschüler Bruckners, erhält einen handgeschriebenen Band mit Erläuterungen zu Musiktheorie und Klavierunterricht \"RICHARD HOFMANN | DEN 24. DEZEMBER\" als Weihnachtsgeschenk. Der zweite Abschnitt ist von Bruckner geschrieben (**).", "Letzte Änderung": "25.10.2024 13:37"}, {"ID": 186412255, "Datum": "25.12.1864, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner ist vom Linzer Bürgermeister zum Mittagessen eingeladen. [Vordruck der Einladungskarte = hier Fettdruck] \n»Der Bürgermeister der Landeshauptstadt Linz [/] bittet Seine Wohlgeboren [/] Herrn Anton Bruckner [/] ihm die Ehre zu erweisen am 25. Dezember 1864 um [/] Ein Uhr Mittags bei ihm zu speisen. [/] /: Hôtel Krebs:/«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412265, "Datum": "26.12.1864, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Über den Erfolg der d-moll-Messe; sendet Artikel des Abendboten [Mayfeld?] und den Gamons (*) aus der Linzer Zeitung. Erzherzog Josef war im Konzert; Alois Weinwurm wird noch darüber berichten. Zur Zeit wird die Partiturreinschrift erstellt [Schimatschek], die durch Weinwurms Vermittlung Hanslick und Herbeck gezeigt werden könnte. Oder Dessoff? Oder Krenn (**)? - Will nach Wien zur 9. Sinfonie Beethovens reisen. Gratuliert zu glänzenden Erfolgen.", "Letzte Änderung": "25.10.2024 13:26"}, {"ID": 186412295, "Datum": "29.12.1864, Donnerstag", "Haupttext": "4. und letzte Fortsetzung von Gamons Besprechung der d-moll-Messe vom 30.11.1864 in der Linzer Zeitung Nr. 297, S. 1235 [*]: \n»Messe in D., komponirt von Anton Bruckner, \nausgeführt am 20. November in der Domkirche zu Linz.\nV. \n   F. Linz, 25. Dezember. Herr Bruckner hat nicht nur mit großer Meisterschaft die höchsten Aufgaben der Tonkunst gelöst, sondern auch, und zwar namentlich seine Begabung für den höheren Styl, die Symfonie bewiesen.\n   Bruckner wendet sich mit großer Vorliebe dem polyphonen Styl zu, und dies sicherlich nicht, um zünftig zu erscheinen, oder aus bloßem Gefallen an selbst auferlegten Schwierigkeiten, sondern weil der polyphone Styl nur der höchsten Ideen würdig ist.\n   Die Verwirklichung des Kunstideals gelangt am würdigsten zur Anschauung in den strengen Formen des mehrfachen Kontrapunkts, weil diese bei plastischer Anschaulichkeit, Tiefe und Kraft der Charakteristik zulassen.\n   Daß Bruckner aber nicht überall die Loslösung der einzelnen Stimmen zu ebenmäßig, schön geformten Gliedern gelang, dürfte wohl dem Erstlingswerke zuzuschreiben sein.\n   Das Kyrie in D-moll, wozu Bruckner nur Kyrie eleison, Criste eleison [sic], genommen, ist musikalisch schön angelegt, durch die Vorhalte zwar düster, wird aber durch die zweimalige Steigerung in den lebendig rythmisirten Streichinstrumenten von ergreifender Wirkung, so daß die etwas unverhältnismäßige Länge und Textauseinanderdehnung verschwindet.\n   Im Gloria ist es die Auffassung, welche überrascht. Bruckner beginnt mit der Antwort der Gemeine \"et in terra pax hominibus, bene voluntatis\" im Vokalen und gelangt mit den Worten laudamus te, benedicimus te zum Fortissimo im hellen D-dur-Dreiklange mit schöner, instrumentaler Figurirung, wodurch er einen wahrhaft majestätischen Eindruck hervorruft.\n   Auf gleicher Höhe erhält sich Bruckner im Gratias und qui tollis und steigert sich noch in der kurzen, aber vollständigen Schlußfuge, welche in jeder Beziehung tadellos, in den leichten Violinfiguren aber von besonderer musikalischer Schönheit ist.\n   Das Credo bringt uns wieder die Antwort des Volkes: \"Patrem omnipotentem ...\" in mächtigen, überzeugenden Akkorden, und steigert sich im judicare, in welchem die Streichinstrumente mit von einander verschiedenen, kühnen Figuren wunderbar wirken, zur überwältigenden Kraft.\n   Es ist dies die hervorragendste Stelle in der Messe, und scheint auch mit besonderer Vorliebe gehegt worden zu sein.\n   Von schöner, musikalischer Wirkung ist auch das et resurrexit, wofür wir jedoch eine andere Auffassung gewünscht hätten. Indem Bruckner mit den Contrabässen beginnt, und dann Instrument für Instrument eintreten läßt, braucht er 28 Takte, um endlich im Vokalen das überzeugende et resurrexit bringen zu können.\n   Wenn nun diese Auffassung, welche der neueren Richtung angehört, ihre Vertheidigung in der vielleicht zu wörtlichen Auslegung der Worte finden mag, so glauben wir doch nicht Unrecht zu thun, wenn wir sagen, daß es den Eindruck macht, als ob jemand mühsam sich erheben würde.\n   Ueberwältigender und überzeugender würde diese Stelle (Der Heiland ist erstanden) ohne diese vorbereitenden Einleitungen, welche auf einer zu naturalistischen Anschauung beruhen, sein. - \n   Das Gloria und Credo sind es, welche für Bruckners großes Talent namentlich dadurch zeugen, daß hier das Instrumentale als von der Natur des Vokalen bedingt, herauswächst. Diese zwei Sätze sind es, welche dem Besten auf dem Gebiete der Kirchenmusik sich würdig anreihen.\n   Die übrigen Sätze stehen nicht auf dieser Höhe, wenngleich auch das Benedictus in der Führung des Vokalen, und das Dona nobis pacem in der besänftigenden Klarheit von hervorragender Bedeutung sind.\n   Herr Bruckner, durch die freundliche Mitwirkung vieler Musikfreunde in den Stand gesetzt, die Messe auch würdig zur Aufführung zu bringen, erhielt noch im Dome einen Lorbeerkranz mit Atlasbändern, und einem Widmungsgedichte von wahrhaft poetischem Inhalte.\n   Die Anfangs- sowie die Schlußzeile desselben war auf je einem Bande mit goldenen Lettern gestickt zu lesen und lautete:\n   \"Von der Gottheit einstens ausgegangen,\n   Muß die Kunst zur Gottheit wieder führen.\"\n   Doch auch die weltliche Anerkennung sollte nicht ausbleiben. Durch ein von dem Kunstkenner und Kunstfreunde Hr. Kreiskommissär v. Maifeld veranstaltetes Konzert spirituel kam diese Messe am 18. Dezember 1864 auch im Redoutensaale unter der freundlichen Mitwirkung der früheren Betheiligten, sowie der hiesigen ersten Opernkräfte zur Ausführung, und trug dem Komponisten auch den Beifall eines vollen Saales ein.\n   Möge Herr Bruckner hierdurch zu fernerem Streben angeeifert werden!«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186412313, "Datum": "Ende 1864?", "Haupttext": "Bruckner tanzt im Kaffee Hartl oft mit der von ihm verehrten Rosa von Dierzer, die später den Apotheker Vielgut heiratete.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 17:35"}, {"ID": 186500005, "Datum": "um 1865 (nicht vor 1862)", "Haupttext": "Bruckner spielt auf der “reparierten Orgel” in Ansfelden [1864 Neubau Breinbauers, siehe 15.8.1864] und ist bei Sellmann (Biesergut) zu Gast. Dessen Arbeiter Franz Holzner (15-16jährig?) wird zum Blasebalgtreten aufgefordert.", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:20"}, {"ID": 186501011, "Datum": "[vor?] 1865", "Haupttext": "Bruckner empfiehlt Anton Hager als Hausmusiklehrer an Freiherrn von Handel und im Jahre 1865 als Musiklehrer bei den Jesuiten in Kalksberg [Kalksburg].", "Letzte Änderung": "17.10.2024 21:29"}, {"ID": 186501012, "Datum": "1865", "Haupttext": "In den Heften Nr. 1, S. 3 [4.1.1865] und Nr. 2, S. 6 [1.2.1865] des »Christlichen Kunstblatts« 1865 erscheint der Artikel »Einige Gedanken über Bruckners Messe« [d-Moll-Messe] (*).\nBei Eduard Pfeiffer in Linz entsteht eine Portrait-Photographie [IKO 4], von der sich Exemplare bei den Nachfahren Rosalia Huebers und Karl Zappes (vermutlich mit dessen eigenhändiger Beschriftung »Meister Antonius Bruckner«) befinden (**).\nAugust Red fertigt eine Photographie von Bruckners Schwester Maria Anna Bruckner an [Datierung unsicher] (***).\n[Vor dem 18.9.1865] Komposition des Liedes ”Im April” (nach einem Text von Geibel) für Helene Hofmann (°).\n[vermutlich Fasching 1865: Januar bis 7.3.1865]\r\nBruckner besucht eine Tanzveranstaltung des Linzer Lese- und Geselligkeitsverein, bei der er den kompletten Gounodschen Faust-Walzer mit einer Partnerin, der 17jährigen Eugenie Knörlein, tanzt [siehe die Anmerkung] (°°).\nBruckner gibt Maria Krüzner (später verheiratete Maria Planck von Planckburg) Harmonielehre-Unterricht. Die erhalten gebliebenen zwei Doppelblätter mit Übungsaufgaben enthalten Anmerkungen und Korrekturen Bruckners (°°°).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 19:39"}, {"ID": 186501013, "Datum": "Januar 1865", "Haupttext": "Notiz »Jänner« bei Themenentwurf zur Durchführung des 1. Satzes auf dem ausgeschiedenen 2. Partitur-Bogen (*), der am 10.3.1865 für eine Skizze zum Scherzo der 1. Symphonie verwendet wurde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186501015, "Datum": "1.1.1865, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner beginnt das Jahr »mit schrecklichem Kopfweh«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186501035, "Datum": "3.1.1865, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Neujahrsglückwünsche. Hatte Kopfweh. Freut sich über den Plan, die d-moll-Messe - vielleicht auch das »Ave Maria« [WAB 6]? - zur Jubelfeier der Wiener Universität aufzuführen. Wird Stimmenmaterial und, sobald fertig, Partiturabschrift zuschicken. Gründliche Proben nötig, er würde alle verfügbaren Geldmittel bereitstellen. Termin Juli? Würde mit Alois Weinwurm u.a. nach Wien fahren, evtl. er allein auch in der Fastenzeit. Berichtet von Schützenberger, vom Ertrag des Konzerts (*).\nBrief von Alois Weinwurm an Josef Kränzl:\r\n   Bestätigt die 8 Chöre für das oberösterreichische Sängerfest [u.a. also auch »Germanenzug«] empfangen zu haben: »Löbliche Musikalien Handlung Ich bestätige im Nahmen des Linzer »Saengerbundes« den Empfang der 8 Choere fürs o.ö. Saengerfest (mit je 10fachen Quartett u 1 Partitur) und schließe hier den Betrag für die Partituren mit 5 f. 40 x bei.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186501045, "Datum": "4.1.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Übersicht:\r\n1. Artikel in den »Christliche Kunstblättern« (*).\r\n2. Notiz im Linzer Abendboten (**).\n(*) Bericht in den »Christlichen Kunstblättern«, S. 3f, über Bruckners Qualitäten als Orgelspieler, Theoretiker und Schöpfer der d-moll-Messe:\r\n»Einige Gedanken über Brukner's Messe.\r\n   Sie erwarten, theuerster Freund! heute einen eingehenden Bericht über Brukners Messe. Nach unserer letzten Zusammenkunft hatte ich wohl einen Aufsatz geschrieben, aber ich ließ ihn lange Zeit auf meinem Pulte liegen, da mich die Erfahrung lehrte, daß man es manchmal in gewissen Fällen mit den Aufsätzen machen müsse, wie mit den Aepfeln! - \r\n   Nun, es hat sich wohl nicht meine Anschauung und Ueberzeugung, wohl aber mein Plan geändert und ich theile Ihnen hiemit nur einige Gedanken mit, die sich mir bei und nach Anhörung des Brukner'schen Tonwerkes aufgedrungen haben, das, wie Sie wissen hier als Kirchenmusik beim Opfer der hl. Messe und als geistliches Conzert im Redoutensaale aufgeführt wurde.\r\n   Brukner, rühmlichst bekannt als einer der besten Organisten, dessen einfachste, aus dem Stegreife gespielte Präludie nicht minder anspricht wie seine großartig ausgeführte Orgelphantasie, hat bereits durch eine Reihe von Jahren mit unermüdlichem Fleiße, mit seltener Beharrlichkeit, mit Aufwand bedeutender Geldmittel auf die Künstlerlaufbahn sich vorbereitet und er hat über den Erfolg seiner Studien in dieser Hinsicht die ehrenvollsten Zeugnisse - ich erwähne hier nur das Zeugniß des Kontrapunkt Fürsten Sechter - ein seinen Händen.\r\n   Wenn nun ein mit Musiktalent begabter Mann, der, - ein wichtiger Umstand - schon aus der Praxis heraus sich zu einer bedeutenden Höhe emporgeschwungen hatte, nun noch die angestrengtesten Studien macht, und dabei vermög seiner Stellung als Organist auch beständig in der Lage ist, seine Ideen zu verwerthen, konnten Sie da wohl, wenn er nun als Tonsetzer öffentlich auftritt, anderes als Vorzügliches von ihm erwarten? Ich wenigstens, der ich oft genug Gelegenheit hatte, in den Klängen der Orgel den Höhenmesser seines Talentes und seiner Studien zu erkennen, habe nie Anderes als Vorzügliches erwartet.\r\n   Worauf ich vor Allem Ihre Aufmerksamkeit lenken möchte und was tief in die Wagschale fällt bei Beurtheilung des Brukner'schen Tonwerkes, das ist die Intention, die Brukner hatte, und die er auch öffentlich ausspricht; daß er nämlich zum Danke gegen Gott und zu seiner Ehre in der Messe alles das niederlegen wollte, was er an Mitteln seiner erlernten Kunst besäße, und daß zuerst im Hause Gottes sein Tonwerk erschallen möge. Dieser Umstand gilt bei mir sehr viel, geehrter Freund! Und daß er gerade eine Messe hiezu wählte hat wieder seine gute Bedeutung. Denn [mehrzeiliges Zitat] „alle Kunst „geht von der Religion aus und kehrt zur Religion zurück. „Das religiöse Bedürfniß des Menschen ruft das künstlerische „Vermögen wach, damit es ihm dienstbar werde; ist aber die „Kunst zur Vollkraft gediehen, dann wendet sie freiwillig und „gleichsam dankerfüllt ihr höchstes Vermögen der Religion zu „und erachtet Aufgaben religiösen Inhaltes für ihre höchsten.\"*) [Fußnote: »*) Dr. Ambros. Kulturhistorische Bilder.«]\r\n   Doch nun zur Messe selbst.\r\n   Geniale Auffassung, Schwung der Phantasie, Gedanken-Reichthum, edle Motive, schöne Züge und großartige Partien kann nur Leidenschaft oder blindes Vorurtheil diesem Werke absprechen. Das Gemeine und Triviale, das Werkelmäßige und Abgeleierte findet darin keine Vertretung, wohl aber das Erhabene, Edle, Interessante. Bitte, Jubel und Klage, Liebe und Glaube sind darin unverkennbar ausgesprochen.\r\n   Ich will versuchen hier nur ein Paar der schönsten Partien und Züge näher zu charakterisiren, woraus Sie erkennen können, mit welchem Ernste, und mit welchem Verständnisse Brukner ans Werk ging.\r\n   Die Streichinstrumente leiten, einander imitirend, im bangen D-mol den Gesang des Kyrie,**) [Fußnote: »**) Der Text des Kyrie ist: Kyrie eleison 3mahl. Christe eleison 3mahl. Kyrie eleison 3mahl.«] ein, der von den Singstimmen erfaßt in seiner fortwährenden öfter durch helle Dreiklangfolgen unterbrochenen Steigerung den Ausdruck des Flehens um Erbarmung enthält. Die Worte Christe eleison beginnen, 2 Solostimmen, die sich vorerst in dem Rufe nach Erbarmung gleichsam unterstützen und einander ablösen bis sich die übrigen Stimmen wieder unter sie mengen und das eleison beständig wiederholen. Während dann die Singstimmen wieder unisono Kyrie eleison rufen führen die Instrumente noch den Rythmus des Christe eleison fort, bis der Ruf verhallt, um dann beim zweiten Hauptthema wieder aufs neue aufgenommen zu werden, wo er im strengen Kontrapunkt durchgeführt und endlich von den Violinen gleichsam als den Ausläufern des Gesanges unter dem Wirbel der Pauke pianissimo zu Ende geführt wird.\r\n   Das Gloria beginnt ein unisono Gesang mit den Worten Et in terra pax*) [Fußnote: »*) In den älteren Messen ist dieß durchaus beobachtet, sowie auch beim Credo der Beginn des Chores mit Patrem. Freilich soll dann der Chor in dem Choral, welcher hiefür besteht, - oder wenigstens in einem [sic!] nicht zu sehr mit dem Choral contrastirenden Weise fortfahren.«] und das ganz recht, weil der Chor sich unmittelbar anschließt an den Altargesang des Priesters, der das Gloria in excelsis Deo singt. Darum auch die jubelnde Lobpreisung im klaren D-dur erst bei den Worten Laudamus te, welches die Singstimmen, unterstützt von den Blasinstrumenten, in vollen Akorden anstimmen, während die Streichinstrumente im Canon der obersten und untersten Stimme auf und niedersteigen.\r\n   Die Worte gratias agimus tibi, Jesu Christe, suscipe deprecationem nostram, bei welchen der fungirende Priester nach Vorschrift der Liturgie das Haupt neigt oder entblößt, da ihnen eine hohe Bedeutung zukommt, sind gebührend hervorgehoben; besonders macht sich der höchste Affekt geltend im Suscipe, welches ein Bass-Solo einleitet das dann noch zwischen den sanften Klängen der Sopran- und Altstimmen scharf markirt das miserere ruft und im Quoniam wieder das ursprüngliche Thema des Gloria einleitet. Besonders hervorgehoben sind im folgenden mit Recht die Worte Jesu Christe, die zuerst mit Begleitung der Posaunen, dann von den Singstimmen allein vorgetragen und in fortwährender Steigerung wiederhohlt werden. Cum sanctu spiritu, welches gewöhnlich mit einer Fuge beginnt schließt sich noch an den vorhergehenden Satz an und erst mit Amen beginnt eine Fuge mit einem Hauptsatze und 2 Contrasubjekten in den Singstimmen, während die Streichinstrumente unter sich contrapunktiren und die Bässe wieder auf eigenen Pfaden auf- und niedersteigen. Der Orgelpunkt, - ein passend Bild der Ewigkeit - sammelt und vereinigt die unter sich verschlungenen Stimmen die dann mit erneuerter Kraft das Thema der Fuge in langen getragenen Akorden wiederholen und so das Gloria schließen. - \r\n   Zu den schönsten Einzelnpartien gehört unstreitig das Et incarnatus est. In der ganz ungewöhnlichen Tonart Fisdur, von welcher Jemand sagt, daß aus ihren Tönen der Triumph in der Schwierigkeit, das freie Athmen auf überstiegenen Hügeln, der Nachklang einer Seele die stark gerungen, aber endlich doch gesiegt hat, spricht, - beginnt das Et incarnatus est 3stimmig imitirt nach dem strengen Styl während die Begleitung der Streichinstrumente sanft auf- und niederwogt und schließt dann in Verbindung mit der vierten Stimme die sich dazu gesellt nach einigen Modulationen in C-dur bei den Worten et homo factus est - ein allerdings etwas greller Uebergang, doch ganz entsprechend, wenn man denkt, daß hier der Text das Größte, das Wunderbarste was es gibt ausspricht. Auch die Alten haben diese letzteren Worte immer besonders hervorgehoben. - Das Sanctus beginnt einfach. Die beim pleni eingetretene Bewegung steigert sich zum Ausdruck einer belebten Freudigkeit im Osanna.\r\n   Im Benedictus tritt originell ganz unerwartet der Gesang in das Vorspiel des Orchesters und wechseln dann die Stimmen ab, die Einkehr des Herrn zu besingen. Beim eintretenden Chor macht eine zweite [Korrektur in einer Fußnote im Artikel vom 1.2.1865: »zarte«] Violin=Figur gute Wirkung. - \r\n   Die in schlichten Viertelnoten absteigende Weise, unter welche sich der Ruf Agnus Dei mischt, ist ergreifend und schön. - Noch erwähne ich, daß im Dona nobis welches sich in natürlicher Verbindung an den letzten Ruf des Agnus Dei anschließt noch einmal Haupt-Motive der Messe vorüberziehen, zuerst das Et vitam aus dem Credo im veränderten Rythmus, dann Motive aus dem Kyrie, dann zuletzt unter einem Orgelpunkte und nach Eintritt der Holzharmonie das Fugenthema aus dem Gloria aber jetzt in der Vergrösserung. Die Violinen, welche die Messe begonnen führen sie dann auch sanft zu Ende. - \r\n   Aus dem wenigen, was ich hier angeführt, mögen Sie schon erkennen, Verehrtester, daß Brukner's Messe kein gewöhnliches Fabrikat ist. Doch bin ich auch nicht mit Allem und Jedem einverstanden, was in der Messe sich findet. Ich werde Ihnen ein andersmal meine Gedanken hierüber mittheilen.« (*).\n\r\n(**) Notiz im Linzer Abendboten Nr. 3, S. 1:\r\n»Tagesneuigkeiten.\r\n   [...] + Wir freuen uns, die Mittheilung bringen zu können, daß A. Bruckner die Freude erleben wird, seine „große Messe” bei einem sehr feierlichen Anlaße in Wien zur Aufführung gebracht zu hören, nämlich bei der heuer stattfindenden Feier des 500jährigen Bestandes der Wiener Universität. Ehre, dem Ehre gebührt!« (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2023 20:27"}, {"ID": 186501085, "Datum": "8.1.1865, Sonntag", "Haupttext": "Komposition des Trauungschores »O schöner Tag« [WAB 49] nach einem Text von Dr. Franz Isidor Proschko.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186501105, "Datum": "10.1.1865, Dienstag", "Haupttext": "Die Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 3 berichten auf S. 12 (= S. 4):\n     \" * Kürzlich wurde in Linz eine neue \"große Messe\" von Ant. Bruckner bei einem Concerte im ständischen Saale aufgeführt [18.12.1864]. Das neueste Werk des Compositeurs, der auch als ausgezeichneter Organist bekannt ist, fand bei der regsten Theilnahme den größten Beifall. - Wie wir vernehmen, soll die Aufführung dieses Werkes demnächst auch in Wien vorbereitet werden.\" [verantwortlicher Redakteur: L. A. Zellner].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186501215, "Datum": "21.1.1865, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Sendet Partiturabschrift und Stimmenmaterial der d-moll-Messe. Orgelsatz wurde für Klarinetten und Fagotte übertragen. Bittet, die Partitur an Hanslick etc. auszuleihen. Richtet Grüße von Alois Weinwurm, Otzelberger und Schützenberger aus. War über den Figaro [#] erstaunt. Bittet um Rücksendung der Partitur der Symphonie (*).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 13:31"}, {"ID": 186501245, "Datum": "(24.1.1865, Dienstag)", "Haupttext": "[oder eher 24.1.1863?] Datierung \"(d. 24. Jän[n]er 186[?] [/] beendet)\" am Ende der Partitur der B-Dur-Messe von Ignaz Dorn. Der Text des Titelblatts lautet: \"Messe No 2 [/] in B dur [/] componirt [/] von [/] Ignaz Dorn\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186501295, "Datum": "29.1.1865, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   War 2mal als Freier erfolglos, Geschenk (Schubert-Noten) wurde abgewiesen. Es gebe keinen Klavierauszug zur d-moll-Messe. Empfiehlt [wen?] in Hernals und Darn (*) in Wien als Begleiter. Würde 100 fl. für eine gute Aufführung opfern (mußte zwar Versicherungsprämie zahlen, hat aber viele Schüler). Sendet eigene, besser lesbare Partitur. Arbeitet gerade an einer c-moll Symphonie (**). Fühlt sich als Welt- und Menschenfeind. Grüße von Alois Weinwurm.\r\n[Am 1.2. Postscriptum.]", "Letzte Änderung": "09.01.2025 23:18"}, {"ID": 186502015, "Datum": "1.2.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Nachbemerkung zum Brief vom 29.1.1865 [vermutlich auf der ersten Seite]: Gratuliert Rudolf Weinwurm zur Leitung der Singakademie.\r\nWeitere, nicht datierte Randbemerkung auf der letzten Seite: Ob es in der Fastenzeit keine Symphoniekonzerte [in Wien] gebe (*).\nFortsetzung des Artikels vom 4.1.1865 über die d-moll-Messe in den »Christlichen Kunstblättern« S. 6f, signiert »A.« (**):\r\n»Einige Gedanken über Bruckners Messe*1) [Fußnote: »1) Im letzten Blatte soll es in der vorletzten Zeile heißen: zarte Violinfigur, statt: zweite Violinfigur.«] \r\n   II:\r\n   Im Hinblick auf die Idee und eigentliche Bestimmung des Brucknerschen Tonwerkes, das wie Sie aus meinem letzten Schreiben werden abgenommen haben, keine bloße Schablonenarbeit, sondern ein geniales Tonwerk ist, hätte ich nur 2 Wünsche gehabt, nämlich hie und da größere Beschränkung der orchestralen Ausschmückung und Vermeidung des öfteren raschen Wechsels in den Harmonien.\r\n   Ich gehöre nicht zu den Puritanern, welche um jeden Preis das Orchester aus der Kirche entfernt wissen möchten, weil sie in demselben schon überhaupt ein profanirendes Element erkennen wollen, sondern hinsehend auf das Wort des Psalmisten: laudate eum in tympano et choro in psalterio et cithara, sowie auf die gegenwärtige Praxis in der Kirche*2) [Fußnote: »2) Die Ansicht der Redaktion stimmt mit den hier ausgesprochenen Principien ganz überein.«] finde ich im Hinzutritte der Streich- und Blasinstrumente mit ihren prächtigen Klangfarben ein mächtiges Kunstmittel zur Hebung des Gesanges. Das ist aber auch ihr eigentlicher Zweck; sie müssen daher stets eine untergeordnete Stellung einnehmen, und dürfen nie zu stark sich geltend machen. Nach diesem Grundsatze schien mir in der Messe das Orchester im Verhältnisse zum Gesange hie und da zu dominirend. Manche, namentlich von den Streichinstrumenten nur mit großer Bravour auszuführende Sätze, einige längere Ritornelle drängen das Orchester in den Vordergrund und lenken die Aufmerksamkeit vorwiegend auf dieses. In ritueller Beziehung wird auch durch die den Instrumenten eingeräumte Selbstständigkeit namentlich das Benedictus das schon seiner Natur nach eine kürzere Behandlung fordert, zu sehr in die Länge gezogen.\r\n   Ich pflichte ferner auch nicht jenen bei, welche den Kanon der Kirchenmusik von Palästrina bis Mozart für unverrückbar und Alles was darüber ist, für unzulässig halten, die demnach jede größere Manigfaltigkeit in Bezug auf Harmonie und Rythmus sowie in Betreff der musikalischen Ausdrucksmittel schon unkirchlich finden. Ich glaube vielmehr, daß der Entwicklungsgang, den die Musik bereits genommen, auch für die Kirche nicht zu ignoriren sei; ja manche Momente der von genialen Künstlern der neueren Zeit begründeten Richtung eignen sich besonders vortrefflich zur Darstellung des Geheimnißvollen und bringen mehr Leben und poetische Schönheit in das Ganze. Aber Manches ist wieder nicht geeignet und Maßhalten ist im alten und neuen Style für die Kirchenmusik geboten. Namentlich regt der oftmalige rasche Wechsel in den Harmonien das Gemüth auf und erzeugt Unruhe, was dem Zwecke der zum Gottesdienste bestimmten Musik entgegen ist. Nach dieser Seite hin konnte mich in der fraglichen Messe manche Partie, namentlich die Verbindung oder Wiederholung einzelner Sätze, im Credo, das unverkennbar für die musikalische Behandlung die größte Schwierigkeit bietet, weniger befriedigen. [/] Uebrigens verweise ich Sie Verehrtester! nochmals auf das im letzten Schreiben Gesagte und füge nur zur Hintanhaltung jedes Mißverständnisses bei, daß Bruckners Messe auch in kirchlicher Beziehung mir höher gilt, als so manche Messe, die man gewöhnlich als \"klassisch\" in Beziehung auf den Kirchenstyl bis zu den Wolken erhebt, gar nicht zu reden von den vielen Machwerken, die nur darum noch ihr Dasein fristen und als kirchlich gelten, weil sie \"leicht ausführbar\" sind, bei welchen aber Schönheit und Geist Nebendinge sind, weil es ihren Urhebern an Gefühl für erstere und an Erkenntniß für letzteren gänzlich mangelte.- A.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186502055, "Datum": "5.2.1865, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Hochzeit von Karl Kerschbaum und Marie Schimatschek kommt in der Stadtpfarrkirche das Trauungslied »O schöner Tag« [WAB 49], Text von Proschko, durch den »Frohsinn« zur Uraufführung. Bruckner spielt Orgel. Der Celebrant ist Ferdinand Kerschbaum, der Bruder des Bräutigams (*). \n     »Am 8. Februar [sic] betheiligte sich die Liedertafel bei der Trauung des Vereinsmitgliedes Herrn Kerschbaum mit Fräulein Schimatschek, indem sie einen vom Herrn A. Bruckner eigens zu diesem Zwecke komponirten sehr wirkungsvollen Vermälungschor mit Orgelbegleitung aufführte.« (**). Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"5ten Feb. 865 Dom\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186502085, "Datum": "8.2.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung Nr. 31, S. 127, (datiert 6.2.1865) über die Aufführung des Trauungsliedes [WAB 49] am Sonntag:\r\n»Musikalisches.\r\n   + Linz, 6. Februar. Vergangenen Sonntag Nachmittags hatten wir Gelegenheit, eine neue Komposition Anton Bruckner's zu hören. Es feierte nämlich an diesem Tage ein Mitglied der Liedertafel „Frohsinn” in der Stadtpfarrkirche seine Vermählung. Bruckner, ein trauter Freund des Bräutigams, komponirte diesem zu Ehren ein Trauungslied für Männerchor und Orgelbegleitung, wozu ihm Dr. Isidor Proschko die Worte lieferte. Die Liedertafel trug diese Komposition bei der Vermählungsfeier vor, und der Komponist leistete dazu selbst die Orgelbegleitung.\r\n   Das Lied heißt:\r\n   O schöner Tag, o dreimal sel'ge Stunde!\r\n   Wo ich empfing, das neue Sakrament,\r\n   Wo Gottes Priester meine Hand gesegnet\r\n   Zum heil'gen Bunde, den der Tod nur trennt.\r\n   Wollt ihr sanft wie Engel wandeln\r\n   Eure Bahn durch diese Zeit,\r\n   Nehmt im Denken, nehmt im Handeln \r\n   Nur den Frieden zum Geleit.\r\n   Die erste Strofe des Liedes übertrug Bruckner dem vollen Chore, in der zweiten tritt das Soloquartett in sanften Tönen ein, worauf der Chor die erste Strofe wiederholt.\r\n   Bei Anhörung dieses Chores befestigte sich in uns auf's Neue die Ueberzeugung, daß Bruckner, der durch seine große Messe vor kurzer Zeit in Linz gerechtes Aufsehen erregte, auch nicht Eine Komposition, wie es gar so häufig namentlich bei Gelegenheitsgedichten geschieht, schablonmäßig hinschreibt. Er behandelt jeden Stoff, auch den kleinsten künstlerisch, und stellt ihn als originelle Geistesschöpfung hin.\r\n   Im angeführten Trauungsliede herrscht die tiefste, religiöse Weihe, nicht Ein Ton erinnert an etwas Weltliches; nur der kirchliche Akt, der so eben vollzogen wurde, kommt durch die Komposition zum Ausdruck. \r\n   Gewiß ist dies der allein richtige Standpunkt, von dem aus der gegebene Stoff behandelt sein muß. \r\n   Wir hörten unter den zahlreichen Zuhörern eine Stimme, welche meinte: die Komposition sei wohl recht schön, aber gar zu ernst gehalten. Wir können dieser Ansicht nicht beistimmen; sondern entgegnen, daß hier „keine Hochzeit mit Ball” sondern der rein religiöse Akt der priesterlichen Einsegnung besungen wurde. - » (*).\nBrief von Marie Kerschbaum an den »Frohsinn«:\r\n»Mitwoch den 8./2. 865.\n   Löbliche Liedertafel!\r\n   An dem glücklichsten Tag meines Lebens, am Tage meiner Vermählung war es vor allem die löbliche Liedertafel „Frohsinn”, die sowohl durch Ihren ergreifenden Trauungsgesang als auch durch Übersendung eines so schönen Hochzeitsgeschenkes einen für mich überaus ehrenvollen Antheil an meiner Vermählungsfeier nahm.\r\n   Gleichwie die Erinnerung an diesen Tag nie meinem Gedächtniße entschwinden kann, werde ich mich auch jener stets mit Dankbarkeit erinnern, die durch Ihren Antheil diesen Tag so verschönerten und es wäre mein innigster Wunsch bald Gelegenheit zu finden, diese Dankesschuld wenigstens theilweise abtragen zu können.\r\n   Kann ich daher der löblichen Liedertafel je wieder ein Mahl auch nur den kleinsten Dienst erweisen, so wird es mir eine besondere Freude sein, und Dieselbe wird niemand bereitwilliger dazu finden als\r\n   Ihre\r\n   ergebene\r\n   Marie Kerschbaum mp.« (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2023 20:29"}, {"ID": 186502265, "Datum": "26.2.1865, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"27ten Feb. 865 Dom\" [sic].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186503045, "Datum": "(4.3.1865, Samstag)", "Haupttext": "Brief Domvikar Gugeneders an das bischöfliche Ordinariat:\r\n   Über die ins Stocken geratene Reparatur der mängelbehafteten Domorgel durch Breinbauer. Unterschriften von Gugeneder, G. Arminger und Ch. Forster.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186503085, "Datum": "(8.3.1865, Mittwoch)", "Haupttext": "Schreiben des Bezirksamtes Linz an das Bischöfliche Ordinariat (Reinschrift): Wegen der hohen Kosten der Reparatur der Domkirchenorgel solle die Rechnung vor der Zahlung durch die Statthalterei von der Baubehörde revidiert und adjustiert werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186503105, "Datum": "10.3.1865, Freitag", "Haupttext": "Skizze zum Scherzo der 1. Symphonie (*).\r\nZum Scherzothema soll Bruckner bei einem Spaziergang mit Franz Schober in Wilhering angeregt worden sei, wo ein im Stiftsgarten gehaltener Affe sein Interesse fand [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 20:13"}, {"ID": 186503125, "Datum": "12.3.1865, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"12. März Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186503195, "Datum": "(19.3.1865, Sonntag)", "Haupttext": "Note des Bischöflichen Ordinariates an die Statthalterei (Konzept und Reinschrift): \n   Bittet um Genehmigung des Kostenvoranschlags zur Reparatur der Domkirchenorgel und Bewilligung der Kosten aus dem Religionsfond. Beiliegend die Stellungnahme der Vermögensverwaltung und das Gutachten des Patronatskommisars. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (Konzept). Unterschrift von J. Reitssammer und Joseph Illich (Reinschrift). [Der Aktenvermerk »p. 22.3.865« auf dem Schreiben vom 23.3.1865 könnte sich auf den Eingang der heutigen Note beziehen]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186503235, "Datum": "23.3.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Vermögensverwaltung der Domkirche Linz (?) [oder: Statthalterei? vgl. 19.3.1865] an das Bischöfliche Ordinariat (Reinschrift): \n   Zurücksendung [des Schreibens vom 19.3.1865?]. Der Anregung des Patronatskommissars folgend sollten »2 unbefangene Kunstverständige« (= Georg Arminger und Bruckner [29.5.1865]) die Dringlichkeit der Reparatur der Domorgel feststellen und dann der Patronatskommissär [3.7.1865] deren Notwendigkeit bestätigen. Weiterer Aktenvermerk »Praes 27. März 865«,", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186503255, "Datum": "(25.3.1865, Samstag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins unter Leitung Eduard Hauptmanns mit Werken von Mozert (\"Titus\"-Ouvertüre, Mendelssohn (Vokalquartett \"Der Glückliche\" und g-Moll-Streichquintett - möglicherweise der 2. Satz \"Andante scherzoso\" in g-Moll aus dem Streichquintett B-Dur op. 87), Ernst Lötz (Lied \"Die marmorblasse Maid\"), August Wieck (Klaviertrio) und Robert Schumann (Ouvertüre zu \"Julius Cäsar\").", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186503265, "Datum": "(26.3.1865, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung von Berlioz' Ouvertüre zu »King Lear« in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186504025, "Datum": "2.4.1865, Sonntag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariats an die Vermögensverwaltung der Domkirche (Konzept): Arminger und Bruckner sollten die Notwendigkeit der Reparatur der Domorgel sicherstellen und den Kostenvoranschlag [Breinbauers] revidieren [29.5.1865]. Nach Bestätigung durch den Patronatskommissar [3.7.1865] kehre der komplette Akt an das Ordinariat zurück. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (*).\n\r\nGründungsfest des \"Frohsinn\" im Redoutensaal (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186504045, "Datum": "(4.4.1865, Dienstag)", "Haupttext": "Aufführung der Oper »Der häusliche Krieg« von Franz Schubert in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186504065, "Datum": "(6.4.1865, Donnerstag)", "Haupttext": "Vereinsrechtliche Genehmigung des Sängerbundes für Oberösterreich und Salzburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186504115, "Datum": "11.4.1865, Kardienstag", "Haupttext": "Artikel [Hanslicks?] in der Neuen Freien Presse Nr. 221, Morgenblatt, S. 4, über die d-moll-Messe:\r\n»Kleine Chronik. \r\n10. April.\n   [...] Die Linzer Tagesblätter bringen wiederholt eingehende Besprechungen einer Messe von Anton Bruckner, welche dort ungewöhnliche Sensation erregt hat. Der Componist, gegenwärtig Domorganist in Linz, einer der besten Schüler des Wiener Conservatoriums und renommirter Orgelspieler, ließ diese Messe kürzlich in der Domkirche aufführen. Die (als ergreifend und originell geschilderte) Musik machte auf die Hörer einen solchen Eindruck, daß man ein eigenes \"Concert=Spirituel\" arrangirte, um darin Bruckner's Messe vollständig zu wiederholen.« [keine Signatur]. (*).\n \n\"Die Presse\" Nr. 100 gibt auf S. 11 \"Angekommene in Wien.\" bekannt:\n     \"Kaiserin Elisabeth, Stadt, Weißburggasse: [...] - A. Bruckner, Dom-Organist, v. Linz. - [... keine weiteren Gäste aus Linz ...]\" (**).\n \nDas Fremdenblatt Nr. 100 notiert auf S. 9 \"A. Bruckner, Linz.\" (**a).\n \nAufführung von J. S. Bachs Matthäus-Passion unter Johann Herbecks Leitung im 2. Gesellschaftskonzert um 7 Uhr abends im k. k. Redoutensaal, \"die erste bedeutende und wirklich großartige Aufführung in Wien\" [nach jener durch die Singakademie unter Stegmayer 1862].\nSolisten: Marie Wilt, Marianne Brandt [?] (auch angekündigt: Ritter - in den Besprechungen werden zwei Altistinnen erwähnt, Bischoff und Ritter), Dr. Gustav Gunz (als Gast aus Hannover, Tenor), Prof. Förchtgott [Förchgott?] und Dr. Panzer (Bass), Hellmesberger als Konzertmeister, Flötensolisten die Herren Doppler, Continuo-Klavier: Nottebohm, weitere Mitspieler u.a. Beck und Karlhofer (***).", "Letzte Änderung": "24.12.2024 18:07"}, {"ID": 186504145, "Datum": "14.4.1865, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Artikel im Wiener »Fremdenblatt« Nr. 103, S. 6, über die d-moll-Messe:\n»Theater und Kunst. [/] [...] Die Linzer Tagesblätter bringen wiederholt eingehende Besprechungen einer Messe von Anton Bruckner, welche dort ungewöhnliche Sensation erregt hat. Der Komponist, gegenwärtig Domorganist in Linz, der bedeutendste Schüler Sechters und renommirter Orgelspieler, ließ diese Messe in der Domkirche aufführen. Die (als ergreifend und originell geschilderte) Musik machte auf die Hörer einen solchen Eindruck, daß man ein eigenes »Konzert-Spirituel« arrangirte, um darin Bruckner's Messe vollständig zu wiederholen. Wer Gelegenheit gehabt hat, das großartige Orgelspiel Bruckner's zu bewundern, muß bedauern, daß diese bedeutende musikalische Kraft nicht in Wien einen ihr angemessenen Berufskreis findet. Unsere kirchenmusikalischen Zustände sind nicht danach angethan, daß man einen Künstler wie Bruckner bei Seite liegen lassen sollte.« (*).\n \n[an einem Karfreitag, ca. zwischen 1860 und 1868]\r\nBruckner soll sich an einem Karfreitag in der Evangelischen Kirche in Linz während des Gottesdienstes hinter einem dicken Vorhang zwischen Orgel und Turmstube versteckt haben, um unbeobachtet dem Gemeindegesang lauschen zu können. Er hatte sich von Josef Hoffmann (Organist von ca. 1860 bis 1876) erbeten, das Kirchenlied \"O Haupt voll Blut und Wunden\" hören zu können (**).\n \nBruckners Interesse am evangelischen Kirchenchoral ist auch anderweitig bezeugt. Er soll öfters nach seinem Dienst in der Stadtpfarrkirche den Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche besucht haben und zu Superintendent Josef Friedrich Koch gesagt haben: \"Sie wissen gar nicht, was Sie an Ihren Chorälen haben.\" (**a).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 11:53"}, {"ID": 186504185, "Datum": "18.4.1865, Dienstag nach Ostern", "Haupttext": "Wagner lädt (in einem Brief an Friedrich Uhl in Wien) zur Uraufführung des »Tristan« ein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186504215, "Datum": "21.4.1865, Freitag", "Haupttext": "Wagners Brief vom 18.4.1865 an Friedrich Uhl (mit der Einladung zur »Tristan«-Uraufführung) wird in der Wiener Tageszeitung »Der Botschafter« veröffentlicht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186504235, "Datum": "23.4.1865, Sonntag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg) (*).\n\n\n\n(Aufführung von Spohrs Kantate \"Des Heilands letzte Stunden\" unter Leitung von Eduard Hauptmann in einem Konzert des Linzer Musikvereins (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505075, "Datum": "(7.5.1865, Sonntag)", "Haupttext": "Brief von A. M. Storch an den »Frohsinn«:\r\n»Wien, am 7. May 865.\nLöbl. Comité\r\n   Nachdem es mir endlich erst heute gelingen kon[n]te einen Urlaub bei meinem neugebackenen Herrn Director zu erwirken, so komme ich auch erst heute zu der mir angenehmen Äußerung, daß ich Ihrem Wunsche edle Sangesbrüder mit der größten Liebe entgegen kom[m]en kann.\r\n   Bitte mir umgehend das Festprogram zu senden welches wohl dem Briefe beigeschloßen sein sollte, aber wahrscheinlich aus Versehen vergessen wurde -) damit ich von allem Vorgehen Einsicht nehmen kann.\r\n   Mit höchster Achtung und bestem Gruße Ihr ergebener\r\nAM Storch.« (*).\nBrief von August Göllerich [sen.] an den »Frohsinn«:\r\n»Lieber Freund!\r\n   Ich habe gestern Weinwurm in der Sch..... [Scharten? Schartan?] getroffen.\r\n   Da unser Sekretarius Dr. Danberger [Donberger?] in Folge vieler Patienten an unterschiedlicher Vergeßlichkeit leidet, hat er mir nicht [einst?] mitgeteilt, daß Ihr bereits so gütig waret, uns die Einladung zum Sängerbundesfeste zu schicken u. ich habe deßhalb gestern Weinwurm gebeten, dich daran zu erinnern, was wie ich sehe, ganz überflüssig gewesen ist, denn heut hat mir endlich Danberger [Donberger?] wärend [sic!] einer ärztlichen Berufspause mit grosser Seelenruhe mitgeteilt, daß das Einladungsschreiben schon seit mehreren Tagen in seiner Rocktasche ruht.\r\n   Mitwoch oder Samstag wird ein Aufsaz [sic!] im Welser-Anzeiger erscheinen, u. ich brauche nicht zu widerholen [sic!], daß ich es für meine Pflicht erachte, alles zu tun, um unser Fest zu fördern.\r\n   Wenn du mir also Mitteilungen machen willst, werde ich sie in entsprechender Form in der Voraussezung [sic!], daß Redakteur Haas mit der Aufname [sic!] einverstanden ist, benüzen [sic!].\r\n   Chronik ist gekürzt, und wird eben abgeschrieben.\r\n   Unsere Liedertafel studirt fleissig die ensemble-Chöre u. wird sich am feste fast vollzälig beteiligen.\r\n   Weinwurm sagt mir, daß das Couvert beim Festessen 1 fl 20 x kosten werde.\r\n   Ohne den Beschlüssen des geehrten Festausschusses irgend wie nahezutreten, möchte ich mir doch die Bemerkung erlauben, daß mir dieser Preis für Sänger etwas zu hoch scheint, u. daß ein billigeres Mal [sic!] eine grössere Beteiligung nach sich zöge.\r\n   Was die von mir zu haltende Festrede anbelangt, so werde ich mich auf die Begrüssung der Versam[m]lung, Bedankung für die Förderung von Seite der Repräsentanz, Hervorhebung der Eintracht zwischen Salzburger u. Oberösterreicher und Bedeutung des deutschen Liedes beschränken und mich so kurz als möglich fassen; denn lange Redereien sind nicht beliebt.\r\n   Solltet Ihr es wünschenswert finden, daß etwas besonderes hervorgehoben werde, so gebt mir freundliche Andeutung. \r\n   Mit herzlichem Grusse \r\nDein \r\nergebenster \r\nGöllerich \r\nWels den 7. Mai 1865.« (**).", "Letzte Änderung": "05.07.2024 06:54"}, {"ID": 186505105, "Datum": "(10.5.1865, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief von Rudolf Weinwurm [wohl an ein »Frohsinn«-Mitglied]: \n»Euer Wohlgeboren!\n   Empfangen Sie meinen verbindlichsten Dank für die mir am 5. Mai zugekom[m]ene Einladung zur persönlichen Theilnahme an dem Gesangsfeste des Sängerbundes v. Oberösterr. u Salzburg und mein Versprechen, dieser ehrenden Einladung - wen[n] nicht unvorhergesehene Umstände mich abhalten sollten - Folge zu leisten.\n   Die mir unter Einem übermittelte Einladung von dem Dichter meines Chores Herrn Gustav Kühne ist in meinen Händen unbestellbar, da ich mit demselben weder bekan[n]t bin noch auch weiß, wo er sich aufhält. Ich habe den Text aus einem älteren Liederbuche, welches den Beisatz anführt: aus dem Drama: „Kaiser Friedrich in Prag” v. Gustav Kühne.\n   Mit dem herzlichen Wunsche, daß die Vorbereitungen zum Sängerfeste und dieses selbst glücklich gedeihen mögen, habe ich die Ehre mich zu unterzeichnen als\n   Euer Wohlgeboren\nergebenster \nRud. Weinwurm.\n[links:] Wien 10. Mai 865.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505135, "Datum": "13.5.1865, Samstag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 19 kündigt auf S. 2 das Sängerfest vom 4. - 6.6.1865 an. Neben Bruckners »Germanenzug« sind Chöre von Schulze, Maiberger, Zimmermann, Neeb, Feist, Santner und Weinwurm geplant: »... 2. Instrumentalchöre: [/] a) Dem Herrn, von Imannuel Feist in Stuttgart; [/] b) Germanenzug, von Bruckner in Linz; ...«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505145, "Datum": "14.5.1865, Sonntag", "Haupttext": "1. Satz der 1. Symphonie beendet (*).\nAufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"14ten Mai 865 Pf.\" (**).\nDie Linzer Zeitung Nr. 111 meldet, daß Theaterdirektor Pichler-Bodog und Bruckner zu den »Tristan«-Aufführungen nach München fahren werden:\r\n   » * (Theater.) Am nächsten Montag wird in München die erste Aufführung der Oper: „Tristan und Isolde” von Richard Wagner Statt finden. Der hiesige Theater Direktor Pichler und der Kompositeur Bruckner begeben sich nach München, um dieser ersten Aufführung beizuwohnen.« (***).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 111 startet mit einem Artikel auf S. 2 über das Sängerfest im Juni 1865 eine mehrteilige Berichterstattung zu diesem Ereignis (°).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:42"}, {"ID": 186505146, "Datum": "14. oder 15.5.1865, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Bruckner fährt mit Pichler-Bodog und seinem Harmonielehre-Schüler Franz Schober (*) nach München. An der Grenze zu Bayern hat er Probleme mit den Salzburger Behörden, da er nur seinen Heimatschein als Reisedokument bei sich hat. Herbeck muß helfend eingreifen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505155, "Datum": "15.5.1865, Montag", "Haupttext": "Die Uraufführung des »Tristan« muß wegen Erkrankung von Frau Schnorr-Carolsfeld verschoben werden. Bruckner wohnt im Hotel »Vier Jahreszeiten«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505156, "Datum": "nach dem 15.5.1865", "Haupttext": "Bruckner lernt im Hotel Anton Rubinstein kennen, dem er den 1. Satz der 1. Symphonie zeigt und der ihn mit Hans v. Bülow bekannt macht. Er ist jeden Abend bei Wagner eingeladen (*).\nBruckner erkundigt sich fast täglich bei Schnorrs in der Barer Straße nach dem Befinden von Frau Schnorr-Carolsfeld (**).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 08:27"}, {"ID": 186505165, "Datum": "16.5.1865, Dienstag", "Haupttext": "Artikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" in der Linzer Tages-Post Nr. 112 auf S. 3, speziell über die Einquartierung der Gäste (*).\n\r\nAuf S. 2 ein Report über die Schwarzmarktpreise für die Uraufführung von Wagners \"Tristan und Isolde\" und die Künstlerhonorare (**).\nArtikel von Ludwig Speidel »Das Fest der Zukunftsmusiker in München.« im Fremdenblatt Nr. 134 auf S. 6:\r\n»I. \r\nMünchen, 14. Mai.\r\n[Signatur:] sp. Da bin ich endlich unter Dach und Fach! Halb Richard Wagner, halb Wien im Herzen, sitze ich am Fenster [...] [herbe Kritik an Wagners Sprachstil, leicht spöttische Inhaltsangabe von „Tristan und Isolde”; eine endgültige Beurteilung sei erst im Zusamenhang mit der Musik möglich. ...] Es hängt ein verdächtiges Wölkchen am Himmel - ich fürchte fast, es wird ein Donnerwetter absetzen.« (***).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:43"}, {"ID": 186505175, "Datum": "(17.5.1865, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief von Santner an den »Frohsinn«:\r\n»Seiner Wohlgeboren\r\nHerrn Josef Hafferl, leitendem Vorstande des Sängerbundes für Ober-Oesterreich und Salzburg\r\nzu\r\nLinz.\r\n   Auf die geehrte Einladung vom 1. d. M. zu dem am 4. 5 und 6. Juny d. J. in Linz abzuhaltenden Sängerfeste beehre ich mich zu erwiedern, daß es mir zum besonderen Vergnügen gereicht derselben nachkom[m]en zu können.\r\n   Mit vollster Hochachtung und treu deutschem Sängergruße \r\n   der \r\n   ergebenste Santner Inspektor.\r\n   Garsten am 17. May 1865.« (*).\n[recte 16.5.1865]\nArtikel von Ludwig Speidel »Das Fest der Zukunftsmusiker in München.« im Fremdenblatt Nr. 134 auf S. 6:\r\n»I. \r\nMünchen, 14. Mai.\r\n[Signatur:] sp. Da bin ich endlich unter Dach und Fach! Halb Richard Wagner, halb Wien im Herzen, sitze ich am Fenster [...] [herbe Kritik an Wagners Sprachstil, leicht spöttische Inhaltsangabe von „Tristan und Isolde”; eine endgültige Beurteilung sei erst im Zusamenhang mit der Musik möglich. ...] Es hängt ein verdächtiges Wölkchen am Himmel - ich fürchte fast, es wird ein Donnerwetter absetzen.« (**).\nArtikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" in der Linzer Tages-Post Nr. 113 auf S. 3f, speziell über den Einsatz von Militär-Sonderzügen und Details zum Festzug und zur Bewirtung (***).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:46"}, {"ID": 186505185, "Datum": "18.5.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Die zweite geplante Tristan-Aufführung fällt ebenfalls aus (*).\nBruckner erhält von Wagner eine signierte Photographie (**).\nDie Wiener »Neue Freie Presse« Nr. 257 bringt auf S. 3 eine Nachricht aus Linz über Bruckners Reise nach München:\r\n»Linz, 15. Mai. (Orig.=Corr.) (Verschiedenes.) [...] Zu den in München in dieser Woche stattfindenden drei Aufführungen von Richard Wagner's \"Tristan und Isolde\" hat sich auch der hiesige Theater=Director Herr Pichler=Bodog, sowie der Domorganist und ausgezeichnete Compositeur A. Bruckner begeben.« (***).\nArtikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" in der Linzer Tages-Post Nr. 114 auf S. 3. Die Preischorkomponisten Zimmermann und Schultz könnten nicht beim Fest erscheinen (°).", "Letzte Änderung": "01.04.2025 11:23"}, {"ID": 186505195, "Datum": "(19.5.1865, Freitag)", "Haupttext": "Artikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" in der Linzer Tages-Post Nr. 115 auf S. 3. \nBürgermeister Körner spende 100 fl. für die Einquartierung. Die Liedertafeln aus Wels und Sierning haben sich angemeldet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505205, "Datum": "20.5.1865, Samstag", "Haupttext": "Artikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" in der Linzer Tages-Post Nr. 116 auf S. 3. Carl Santner habe sein Erscheinen zugesagt. Verzeichnis von Quartiergebern (*).\n\n\nBericht über die Absage der \"Tristan\"-Uraufführung und die Stimmung der Enttäuschten in \"Recensionen und Mittheilungen über Theater und Musik\" auf S. 319 [ohne Erwähnung Bruckners] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505215, "Datum": "(21.5.1865, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"21ten Mai Dom\" (*).\n\nArtikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" in der Linzer Tages-Post Nr. 117 auf S. 3. Über neu angemeldete Vereine. Karl Meierberger [recte Carl Mayrberger] habe sein Erscheinen zugesagt. (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505225, "Datum": "22.5.1865, Montag", "Haupttext": "Der dritte geplante Tristan-Aufführungstermin (Wagners Geburtstag!) muß ebenfalls abgesagt werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505235, "Datum": "(23.5.1865, Dienstag)", "Haupttext": "Artikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" in der Linzer Tages-Post Nr. 118 auf S. 3. Über neu angemeldete Vereine, prominente Besucher, Quartiergeber.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505245, "Datum": "24.5.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 21 meldet auf S. 2, daß Bruckner am oberösterreichischen Sängerfest [4.-6.6.1865] teilnehmen wird:\r\n   »[...] Die Compositeure Storch, Sandtner, Mayerberger, Pruckner sowie Herr Dr. Hölzel aus Baiern, der bei allen Sängern im besten Andenken steht, ferners Dr. Rechbauer, Vorsteher des Männergesangsvereines Graz, werden das Fest durch ihre Gegenwart verschönern.« (*).\nZweiter Teil von Ludwig Speidels Artikel »Das Fest der Zukunftsmusiker in München« im Fremdenblatt Nr. 142 auf S. 9:\r\n   »II. \r\n   München, 21. Mai.\nsp. Lieber ein rascher Tod als diese peinliche Schwebe zwischen Leben und „Tristan”, die sich nun bald eine Woche hinzieht. [... über die Gerüchte, die die Verschiebung der Uraufführung begleiten, über Wagners Lebensstil und Wohnungsausstattung, über Frau Schnorrs Erkrankung, über die Qualitäten der Sänger und der Musiker (als Hornisten Sendelbeck und Strauß [Franz Strauss] erwähnt) ... es wäre schade, wenn die Opernaufführung nicht zustande käme ...] Er [Wagner] hat wenigstens ein Recht darauf – durchzufallen.« (**).\nArtikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" in der Linzer Tages-Post Nr. 119 auf S. 3. Über Vergünstigungen bei der Schifffahrt etc., neue Quartiergeber, darunter Wilhelm Kralik (Vater von Mathilde Kralik) (***).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:47"}, {"ID": 186505255, "Datum": "25.5.1865, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Vollendung des Trios der 1. Symphonie in München (*).\nDie Gemeinde Zeitung Nr. 21 gibt auf S. 330 den Ablauf des Sängerfestes bekannt: \"Programm für das erste oberösterreichische Sängerfest in Linz. Sonntag, den 4. Juni. [... am 4.6.1865 Empfang der Sänger, am 5.6. Vortrag der acht Preischöre, Festrede von August Göllerich und Preisverteilung, am 6.6. Bundesversammlung im »Frohsinn«-Lokal ...] Nachmittag gemeinschaftlicher Ausflug; Abends Zusammenkunft auf dem Festplatze.\" (**).\nArtikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" [Germanenzug] in der Linzer Tages-Post Nr. 120 auf S. 3. Über Neuanmeldungen, Spender und Quartiergeber (***).", "Letzte Änderung": "03.05.2026 02:11"}, {"ID": 186505275, "Datum": "27.5.1865, Samstag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 121 schreibt auf S. 1: \" - (Zum Sängerfeste.) Herr Doktor Silberstein aus Wien, Dichter des Textes zu Bruckner's \"Germanenzug\", hat sein Erscheinen beim Feste zugesagt.\" (*).\n \nArtikel \"Erstes Sängerbundes-Fest für Oberösterreich und Salzburg am 4., 5. und 6. Juni 1865 in Linz\" in der Linzer Tages-Post Nr. 121 auf S. 3. Über Neuanmeldungen, Spender und Quartiergeber (darunter Apotheker Vielguth) (**).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 17:37"}, {"ID": 186505285, "Datum": "28.5.1865, Sonntag", "Haupttext": "Bericht Speidels im Wiener »Fremdenblatt« Nr. 146 auf S. 5 (3. Teil) über die Verzögerung der Tristan-Uraufführung. Er berichtet von Bruckners Schwierigkeiten mit den Salzburger Behörden beim Grenzübertritt; Herbeck griff helfend ein. Bruckner erkundigte sich fast täglich nach dem Befinden von Frau Schnorr-Carolsfeld.\n      »Das Fest der Zukunftsmusiker in München.\n        III.\r\n            München, 25. Mai.  sp. Viele wohldenkende Männer, die sich in ihren Tristan-Hoffnungen getäuscht sahen, haben in jenem dunkelbraunen Maitranke, den man weit unter seiner Würde mit „Bock” anspricht, zeitweilig Trost und Halt gefunden. [... über die lange Wartezeit bis zur Aufführung, seinen Reisegefährten Daniel Spitzer ...] Neben dem sittigen Stilleben dieses Spatzenbändigers [= Daniel Spitzer] macht die Lage des Domorganisten Bruckner aus Linz einen nahezu tragischen Eindruck. Dieser Mann, welcher sich ebensowohl durch seine grossen Kenntnisse im einfachen und doppelten Kontrapunkte, als durch seine übertriebene Bescheidenheit auszeichnet, nebenher auch einer der bedeutendsten Organisten ist, die ich kenne - er hatte kein anderes Reisedokument als einen Heimatschein mitgenommen, auf den hin ihn die betreffende Behörde in Salzburg nicht nach Baiern hinüberlassen wollte, bis zwei Wiener, darunter unser Herbeck, für seine kriminelle und politische Unschuld Bürgschaft leisteten. Wie verwünschte er nun in München, wo er 'Tristan und Isolde' vergeblich erwartete, sein zweideutiges Salzburger Glück! Die Paßpolizei sollte ihres Amtes strenger walten, war seine Meinung, und man hätte ihn über die Grenze nicht so leichtfertig sollen herüberlassen, denn er habe einmal als sechsjähriger Knabe seiner Mutter Zucker aus dem Kasten gestohlen. In München nun ist er einer der fleißigsten Besucher des Marienbades in der Barrerstrasse, wo das Schnorr'sche Ehepaar wohnt und ein niedliches Kammermädchen den anfragenden Fremden ihre dunkel klingenden Orakel über das Befinden der Frau des Hauses ertheilt. Täglich kommt er von diesem Gange mit so kläglicher Miene zurück, daß ich einmal nicht umhin konnte, ihn den Linzer Tristan zu nennen und den Domorganisten in ihm zur christlichen Geduld anzuhalten.\r\n   Auch Richard Wagner scheint sich in München, wenigstens was seine sterbliche Hülle betrifft, nicht ganz wohl zu befinden. Der theuere Meister ist mumienhaft eingeschrumpft, und wenn er über die Straße wandelt, sieht er aus wie ein grauer Fleck in der Schöpfung. [... (Speidel) wird heute abends nach Wien abreisen ...]« (*).\n \nArtikel in der Linzer Tages-Post Nr. 122 auf S. 3f über das kommende Sängerfest: \"Herr Dr. Silberstein aus Wien, Dichter des Textes zu Bruckner's \"Germanenzug\" hat sein Erscheinen beim Feste zugesagt\". Im folgenden Text noch Beschreibung des Festzuges, Organisatorisches, Ausgabestellen für Karten (darunter Josef Kaar), Quartiergeber (darunter Dr. Franz Waldeck) (**).\n \nÄhnliche Ankündigung in der Linzer Zeitung auf S. 501 (***).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 09:34"}, {"ID": 186505286, "Datum": "Ende Mai/Anfang Juni 1865", "Haupttext": "Bruckner fährt von München nach Linz zurück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505295, "Datum": "29.5.1865, Montag", "Haupttext": "Gutachten Bruckners (von ihm nur die Unterschrift) und Georg Armingers zur baldigen Restauration der Domorgel mit Vorschlägen zur Preisreduzierung (Reinschrift): \n   »Die Gefertigten erlauben sich die Erklärung abzugeben, daß es notwendig und dringlich sei, daß die begonnene Restauration der hiesigen Domorgel ihrem Ende zugeführt werde.\n   Hinsichtlich der Preise glauben sie, bei folgenden Posten eine Herabminderung beantragen zu dürfen: [es folgen 12 Posten mit insgesamt 50 fl Einsparung] [...] \nLinz am 29. Mai 1865 \nGeorg Arminger mp \nAnton Bruckner«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186505305, "Datum": "30.5.1865, Dienstag", "Haupttext": "Im Artikel der Linzer Tages-Post Nr. 123 auf S. 3 über das kommende Sängerfest werden die 12 Einzelvorträge der Liedertafeln vorgestellt (Liedertafel Frohsinn: Nachtgesang im Walde von Schubert) und vom Stand der Privatquartiere berichtet (*).\nAuf S. 4 informiert ein Inserat über den Ablauf des Konzertes am 5.6.1865:\n     \"[...] II. Abtheilung. [... C. Mayrberger ...] 2. \"Germanenzug\", Gedicht von Dr. Aug. Silberstein, für Männerchor und Harmoniebegleitung komponirt von Anton Bruckner, Dom=Organist in Linz. [... Edwin Schultz, Carl Santner ... über die Preise und die Verkaufsstellen ...]\" (*a).\n \nEin Inserat im Linzer Abendboten Nr. 123 auf S. 4 gibt das Programm des Sängerfestes am 5.6.1865 bekannt:\n     \"[...] II. Abtheilung. [... C. Mayrberger ...] 2. Germanenzug, Gedicht von Dr. August Silberstein, für Männerchor und Harmonie=Begleitung komponirt von Anton Bruckner, Domorganist in Linz. [... Edwin Schultz, Carl Santner ... über die Preise und die Verkaufsstellen ...]\" (**).\nAuf Seite 2 werden die Namen der Preisrichter mitgeteilt (**a).\n \n\"Die Neue Zeit. Olmüzer Zeitung\" Nr. 123 berichtet auf S. 1f, den Text Speidels vom 28.5.1965 übernehmend, über Bruckners Aufenthalt in München anlässlich der \"Tristan\"-Aufführung (***).", "Letzte Änderung": "07.01.2024 01:54"}, {"ID": 186505315, "Datum": "31.5.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Ein Artikel auf S. 3 der Linzer Tages-Post Nr. 124 ruft zu reger Teilnahme am Sängerfest auf und teilt die Namen der Preisrichter mit, darunter Alois Weinwurm, A. M. Storch, Josef Kränzl, Hanns Schläger, Joh. Ch. Prix, Josef Gilhofer und Karl Seiberl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506015, "Datum": "1.6.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 125 gibt auf S. 4 in einem Inserat das Programm vom 5.6.1865 bekannt:\nPfingstmontag den 5. Juni:\nFest=Produktion\r\ndes\nSängerbundes\r\nfür\r\nOberösterreich u. Salzburg in der städt. Volkshalle.\nProgramm:\r\n[... Werke von I. Faist, H. Neeb, S. A. Zimmermann, Rudolf Weinwurm ...]\r\nII. Abtheilung.\r\n[... C. Mayrberger ...]\r\n2. „Germanenzug”, Gedicht von Dr. Aug. Silberstein, für Männerchor und Harmoniebegleitung komponirt von Anton Bruckner, Dom=Organist in Linz.\r\n[... Edwin Schultz, Karl Santner ...]\r\n   Vorbemerkte Chöre werden von sämmtlichen 600 Sängern vorgetragen. Zwischen den Gesammt=Chören finden 12 Solovorträge von Liedertafeln statt. Die Instrumental=Begleitung hat die Musikkapelle des in Enns stationirten löbl. k. k. Husarenregimentes Graf Radetzky übernommen.\r\n   [... Eintrittspreise, Beginn nach dem Festzug um 5 Uhr abends ...]\r\n   Die Eintrittskarten zu allen Festlichkeiten und die Texte zu den acht Gesammtchören und den Einzelnvorträgen sind an den Kassen in der Volkshalle zu bekommen. [...] - Der Eintritt auf den Festplatz um die Halle ist für Jedermann vollkommen frei.    (173) 2-2\" (*).\nAuf S. 3 werden die Ankunftszeiten der einzelnen Vereine in einem Verzeichnis bekannt gegeben (**).\nEine Ankündigung bringt auch die Salzburger Zeitung Nr. 125 auf S. 3: \"[...] 2. Germanenzug, componirt von Anton Bruckner, Domorganist in Linz.\" (***)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506025, "Datum": "2.6.1865, Freitag", "Haupttext": "Anzeige im Linzer Abendboten Nr. 126:\r\n»Pfingstmontag den 5. Juni.\r\nFest-Produktion [/] des [/] Sängerbundes für Oberösterreich und Salzburg [/] in der [/] städtischen Volkshalle.\nProgramm.\r\nI. Abtheilung. ... [ 1. Immanuel Faist, 2. H. Neeb, 3. S. A. Zimmermann, 4. Rudolf Weinwurm\r\nII. Abtheilung. [/] [1. C. Mayrberger] 2. Germanenzug, Gedicht von Dr. August Silberstein, für Männerchor und Harmonie=Begleitung komponirt von Anton Bruckner, Domorganist in Linz. [3. Edwin Schultz, 4. Carl Santner] \r\n   Vorbemerkte Chöre werden von sämmtlichen 600 Sängern vorgetragen. Zwischen den Gesammtchören finden 12 Solovorträge von Liedertafeln statt. Die Instrumentalbegleitung hat die Musikcapelle des in Enns stationirten löbl. Husarenregimentes Graf Radetzky übernommen. [...] Anfang der Festproduktion nach Anlangen des Festzuges in der Volkshalle um 5 Uhr Abends.\r\n   Die Eintrittskarten zu allen Festlichkeiten und die Texte zu den 8 Gesammtchören und den Einzelnvorträgen sind an den Kassen in der Vollkshalle zu bekommen. [...] Der Eintritt auf den Festplatz um die Halle ist für Jedermann frei.« (*).\n\r\nAuf S. 2 wird gemeldet, dass Carl Weilnböck für die Liedertafel Kirchdorf als Preisrichter fungieren werde (*a).\n\r\nEin Artikel in der Linzer Tages-Post Nr. 126 auf S. 1, signiert \"K.\", befasst sich mit den noch bestehenden Vorbehalten gegen Turner- und Sängerfeste (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506035, "Datum": "3.6.1865, Samstag", "Haupttext": "Nochmalige Ankündigung des »Germanenzugs« am Sängerfest im Welser Anzeiger Nr. 22 auf S. 2.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506047, "Datum": "4.-6.6.1865, Pfingstsonntag bis -dienstag", "Haupttext": "1. oberösterreichisches Sängerbundesfest in Linz, an dem der »Frohsinn«, Alois Weinwurms »Sängerbund« und 27 auswärtige Vereine (z.B. der Wiener Akademische Gesangverein unter Rudolf Weinwurm) teilnehmen.\r\n    Die Aufführungen hören u.a. auch August Silberstein (*), der Kritiker Franz Brendel [?] (**), Karl Seiberl, Santner (***)\r\nund Eduard Hanslick, der Bruckner eine Erinnerungsphotographie (»Herrn Anton Bruckner zur Erin[n]erung an die Linzer Tage im Juni 1865! EdHanslick«) überreicht (°) und ihm zuredet, nach Wien zu kommen. Bruckner spielt für ihn Orgel in St. Florian.\r\n    Weitere Teilnehmer sind Emil Kofler aus Hallein, Wakerlik (Vorstand des Linzer \"Kränzchens\") und Dr. Hölzl aus Straubing (°°).\n    Die Instrumentalbegleitung der Chöre und des Begrüßungschors am 4.6.1865 (Carl Santner nach einem Text von Alois Spängler (Steyr)) übernimmt die Radetzky-Husarenkapelle unter Leitung von Stephan Schramm (°°°).\n \nDer \"Frohsinn\" hat 51 Mitglieder (13, 13, 14 und 11), der \"Sängerbund\" 67 (14, 19, 21 und 13) (#).", "Letzte Änderung": "01.04.2025 07:05"}, {"ID": 186506055, "Datum": "5.6.1865, Pfingstmontag", "Haupttext": "Bruckner dirigiert den »Frohsinn« bei der Uraufführung des »Germanenzugs«.\r\n    Die Preisentscheidung wird nach der Größe des Applauses gefällt [??]: Rudolf Weinwurms »Germania« gewinnt den 1. Preis (100 fl.); Bruckner ist über den 2. Rang (60 fl.) verstimmt und argwöhnt, daß Alois Weinwurm seine Position in der Jury ausgenützt hat. Der 3. Preis wird dem Chor »Abendruhe« von C. Mayrberger aus Preßburg (*) zuerkannt. Die Preise überreicht Klara Pöschl, Schülerin Bruckners wie ihre Schwester Minna Pöschl (**). Bruckner konnte nur mit Mühe überredet werden, zur Preisverteilung die Estrade zu betreten (**a).\r\n   Weitere Programmpunkte sind Werke von Faist (»Dem Herrn«), Neeb (»Die Macht des Gesanges«), S. A. Zimmermann (»Abendlied«), Schultz (»Stürme des Frühlings brechet herein«) und Santner (»Das ganze Deutschland soll es sein«) (***).\r\n   Zwischen den einzelnen Preischören finden jeweils zwei Einzelvorträge statt; vor Bruckners \"Germanenzug\" die der zwei Gmundener Vereine, danach die des Steyrer \"Kränzchens\" und des Männergesangvereins Ischl (°).\r\n   Probe von 9 Uhr bis nach 12 Uhr in der Volksfesthalle, danach gemeinsames Mittagsmahl im Volksgarten, ab 3 Uhr Aufstellung zum Festzug, Ansprachen von Bürgermeister Reinhold Körner und Dr. Ignaz Harrer (Salzburger Liedertafel), Zug zur Festhalle, Festkonzert in Anwesenheit von Erzherzog Josef und seiner Frau Erzherzogin Klotilde und Baron Spiegelfeld, Festrede Göllerichs.\r\n   Das Programm der »II. Abtheilung« bringt Bruckners Werk.\r\n   »[...] 2. »Germanenzug«, Gedicht von Dr. August Silberstein für Männerchor und Harmonie=Begleitung, komponirt von Anton Bruckner, Domorganist in Linz. [...] Es erübrigt nur noch hinzuzusetzen, daß die Komponisten Herr Rudolf Weinwurm, Anton Bruckner, C. Mayrberger ihre Chöre persönlich dirigirten, während die Direktion aller übrigen Chöre Herr Bundeschormeister Sandtner übernommen hatte. [...] den zweiten Preis (60 fl.) [erhielt] Herr Anton Bruckner, Domorganist in Linz [...] diesen Kompositeuren wurden die Preise und Diplome durch weißgekleidete Mädchen überreicht. [/] Das Konzert endete um 9 Uhr. [...]« (°°).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:51"}, {"ID": 186506065, "Datum": "6.6.1865, Dienstag nach Pfingsten", "Haupttext": "[Erst am 13.6.1865?] Laut eigener Aussage fuhr Bruckner wieder nach München zurück, vermutlich wieder begleitet von Pichler-Bodog (*) und Franz Schober (**).\r\n     Bruckner scheint jedenfalls bei der abendlichen Nachfeier nicht anwesend gewesen zu sein; erwähnt werden als erschienene Komponisten Mayrberger, Santner und Storch (**a).\n(***) Meldung im Linzer Abendboten Nr. 128 auf S. 2:\r\n»Tagesneuigkeiten.\r\n[...] - (Preisgekrönte Festchöre.) Den ersten Preis (100 fl.) erhielt Rudolf Weinwurm, Chormeister des akademischen Gesangsvereines in Wien für den von ihm componirten Männerchor \"Germania\", gedichtet von Adolf Kühne; den zweiten Preis (60 fl.) Anton Bruckner, Domorganist in Linz für seinen Männerchor \"Germanenzug\", gedichtet von Dr. August Silberstein; den dritten Preis (40 fl.) C. Mayrberger, k. k. Beamter in Preßburg für seinen Männerchor \"Abendruhe\" gedichtet von Friedrich Oser.« (***).\n(°) Allgemein gehaltener Bericht über das Sängerfest, ebenfalls im Linzer Abendboten Nr. 128 (auf den letzten zwei Seiten):\r\n»                           Feuilleton.\r\n                             Sängerfest.\r\n      Die ersten beiden Tage des ersten Sängerbundfestes für Oberösterreich und Salzburg boten zwei merkwürdige Erscheinungen dar; die Gunst des Wetters, welches fortwährend die Miene eines scheinbar drohenden, aber im Grunde sehr gnädigen Gebieters annahm und die unverkennbar allgemeine Freude, mit wekcher Linz in allen Schichten seiner Bevölkerung die werthen Gäste empfing ... [erwähnt: Karl Jax, Josef Hafferl, Koffler aus Hallein, Karl Wackerlig, Dr. Hölzel aus Straubing] ... und Freude drinnen und draußen galt dem deutschen Liede, dem fruchtbaren Samen der Zukunft und seiner läuternden Gewalt.\r\n(Schluß folgt.)« (°).", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:23"}, {"ID": 186506066, "Datum": "nach dem 6.6.1865 (?)", "Haupttext": "Bruckner verbringt [wann genau?] mit Lanz drei Tage in Schloß Taxberg [recte: Dachsberg] bei Linz, wo sie u.a. Lieder aus dem Regensburger Liederkranz singen. Rückweg nach Linz über Eferding und Wilhering (*).\r\nVermutlich kam es zu Kontakten mit der Familie des 1864 verstorbenen früheren Besitzers Leopold Ichzentaller (u.a. dessen Kinder Ludwig Ichzentaller und Camillo Ichzentaller und Schwiegersohn Gustav Ritter von Riederer, der ab 1865 Besitzer des Schlosses war) (**).", "Letzte Änderung": "04.02.2023 23:56"}, {"ID": 186506075, "Datum": "7.6.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Ausführlicher Bericht in der Linzer Zeitung Nr. 129, S. 531-533, über das Sängerbundesfest.\r\n   »... Ungefähr um 1/2 4 Uhr verfügte sich der Bürgermeister der Landeshauptstadt Linz Herr Reinhold Körner mit dem Vizebürgermeister Herrn Viktor Drouot und den geladenen Festgästen, worunter sich die Kompositeure A. M. Storch, Mayrberger, Santner und Bruckner, der Dichter Dr. Silberstein, Dr. Hölzl ... befanden, vom Rathhause auf den Platz vor der Dreifaltigkeitssäule [...] Der 6. Preischor, eine Composition unseres heimischen Tondichters Herrn Anton Bruckner »Germanenzug« wurde vom Componisten selbst dirigirt, ihm folgten die Einzelchöre ... [...] Den ersten Preis mit 100 fl. erhielt Herr Rudolf Weinwurm, Chormeister des akademischen Gesangsvereines Wien, den zweiten Preis mit 60 fl. Herr Anton Bruckner, Domorganist in Linz [...] (*).\nNotiz auf S. 533:\r\n»* (Ed. Hanslick.) Der berühmte Musikkritiker und Aesthetiker Herr Ed. Hanslick befindet sich gegenwärtig in Linz und wird hier einige Tage verweilen.« (*a).\nIn derselben Nummer wird die Tristan-Uraufführung angekündigt, zu der Pichler-Bodog und Bruckner nach München reisen würden (**).\nBericht des Linzer Abendboten Nr. 129 auf S. 3 über den Festzug am 5.6.1865:\r\n»                       Feuilleton.\r\n                        Sängerfest.\r\n                        (Schluß.)\r\n    Am Pfingstmontagsmorgen, am Haupttage des Festes, hatte Linz die letzte Hand an seine Garderobe gelegt und glänzte im vollen Staate ... [erwähnt werden u.a.: Hafferl, Dr. Hocke, Göllerich, Dr. Nietsche aus Salzburg, Dr. v. Kißling, Reinhold Körner, Dr.Ignaz Harrer (Salzburg), Erzherzog Josef, Erzherzogin Clotilde, der Statthalter sammt Frau Gemahlin] ... Die preisgekrönten Compositeure R. Weinwurm in Wien, A. Bruckner in Linz und C. Mayerberger in Preßburg haben wir gestern schon erwähnt und nennen ihre Namen gerne wieder.\r\n    Während die Preisrichter, dreißig an der Zahl, ihrem ernsten Geschäfte mit gewissenhafter Sorgfalt in ihrem Conclave oblagen, verkürzte Meister Schramm mit seiner meisterlichen Husarenkapelle den Harrenden in der Halle die Zeit mit allerhand lieblichen, Herz und Füße bewegenden Weisen und lud den Verdacht auf seine Schultern, sich des Papagenokästchens bemächtiget zu haben, welches bekanntlich die Füße unwillkürlich in Bewegung setzt.\r\n    So schloß tief in der Nacht der Haupttag des schönen fröhlichen Sängerfestes in Linz.« (***).\nAbschließender Bericht über das Sängerfest in der Linzer Tages-Post Nr. 129 auf S. 3f:\r\n»                          Sängerfest.\r\n    Die Tage des Pfingstfestes und mit ihnen das lange vorher und viel besprochene Sängerfest sind vorüber. Es ist dies das erste größere derartige Fest gewesen, das in Oberösterreich gefeiert wurde, und es ist erfreulich, das vollständige Gelingen desselben fast in allen Theilen berichten zu können. [...]\r\n    Morgens neun Uhr [5.6.1865] begann die General=Probe der ausgeschriebenen Preischöre, die bis gegen zwölf Uhr andauerte.\r\n    Mittags versammelten sich Sänger und Festgäste in den Lokalitäten des städtischen Volksgartens zu einem gemeinschaftlichen fröhlichen Mahle, [...]\r\n    Den zweiten Preis von 60 fl. erhielt Anton Bruckners (Domorganisten in Linz) „Germanenzug”, Männerchor mit Harmonie=Begleitung. [...]\r\n    Mögen sich recht angenehme Erinnerungen an dieses Verbrüderungsfest knüpfen und der Geist der Harmonie und Einigkeit, der sich bei dieser Gelegenheit in so erfreulicher Weise kundgab, für alle kommenden Zeiten erhalten und kräftigen.\" [keine Signatur]« (°).\nDie Salzburger Zeitung Nr. 129 berichtet auf S. 1-3 vom ersten Tag des Sängerfestes [Bruckner wird nicht erwähnt]:\nErstes Sängerbundes=Fest für Oberösterreich\r\n                 und Salzburg zu Linz\r\n               am 4., 5. und 6. Juni 1865.\r\n                                    Linz, 4. Juni 1865.\r\n                    Erster Tag.*)\r\n[Fußnote: *) Nach Mittheilungen des Linzer Stenographen-Vereines und der Lz. Ztg.]\r\n     Bereits am frühesten Morgen begann ein geschäftiges Treiben; [... erwähnt: Karl Jax, Joseph Hafferl (Text seiner Rede), Statthalter Franz Freiherr von Spiegelfeld, Begrüßungschor von Santner nach Text von Dr. Alois Spängler ...]\r\n               (Fortsetzung folgt.)\" (°°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:25"}, {"ID": 186506085, "Datum": "8.6.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Im Bericht der Wiener »Neuen Freien Presse« Nr. 277 auf S. 4 über das Sängerfest wird auch Bruckners \"Germanenzug\" erwähnt:\n     \"[...] den zweiten Preis [erhielt] \"Germanenjux\" [sic!], Gedicht von Silberstein, Chor von Bruckner in Linz; [...] Der Erfolg der Aufführungen war ein durchgreifender, jener der Einzelvorträge bot viel Anerkennenswerthes. [...]\" (*).\nDie Linzer Zeitung Nr. 130 meldet auf S. 539:\r\n»                                  Linz, 7. Juni.\r\n    * (Bruckners Preischor.) Wie wir vernehmen, hat der hier weilende Aesthetiker Herr Eduard Hanslick sich von Herrn Bruckner die Partitur des preisgekrönten Chores \"Germanenzug\" erbeten, um dieses schöne Werk einer eingehenden Kunstkritik zu unterziehen.« (**).\nDies berichtet auch die Salzburger Zeitung Nr. 130 auf S. 3:\r\n\"     – Dem Vernehmen nach hat der in Linz weilende Aesthetiker Herr Eduard Hanslick sich von Herrn Bruckner die Partitur des preisgekrönten Chores \"Germanenzug\" erbeten, um dieses schöne Werk einer eingehenden Kunstkritik zu unterziehen.\" (**a).\nAuf Seite 1-3 der zweite Teil des Berichts vom Sängerfest [Bruckner ist nicht erwähnt]:\nErstes Sängerbundes=Fest für Oberösterreich\r\n                 und Salzburg zu Linz\r\n               am 4., 5. und 6. Juni 1865.\r\n                       Erster Tag.\r\n                       (Fortsetzung.)\r\n     Kaum waren die Beifallsstimmen verrauscht, so betrat eine neuer Redner die Bühne [... Texte der Reden von Koffler (Hallein), Karl Wackerlig (Linz) und Dr. Hölzl (Straubing), Programm der Musikkapelle des k. k. Husaren-Regimentes Graf Radetzky zu Enns ...]\r\n                  (Fortsetzung folgt.)\" (**b).\nBericht über das Sängerfest im Österreichischen Volksfreund Nr. 130 auf S. 2:\r\n»[...] den zweiten [Preis] mit 60 fl. [erhielt] Herr Anton Bruckner, Domorganist in Linz (bekannt durch seine trefflichen Leistungen im Fache der Kirchenmusik [d-Moll-Messe etc.]; von ihm wird [auch] gelegentlich der Jubelfeier der Wiener Universität eine solenne Messe zur Aufführung gelangen); [...]« (***).\nIm Bericht des Alpen-Boten Nr. 23 über das Sängerfest, der u.a. die Ankunft der Sänger schildert, ist Bruckner nicht erwähnt (°).\nVom Sängerfest berichtet auch \"Die Presse\" Nr. 156 auf S. 4:\r\n     \"[... wurde ...] mit dem zweiten Preise von 60 fl. der Linzer Dom=Organist Bruckner für seinen Männerchor \"Germanenzug\" [... ausgezeichnet ...]\". Anschließend folgt die Meldung, dass Frau Schnorr v. Carolsfeld wiederhergestellt sei und die erste \"Tristan\"-Vorstellung am 10.6.1865 erfolgen werde (°°).\nÄhnlich schreiben das Fremdenblatt Nr. 156 auf S. 5:\r\n     \"[...] Den zweiten Preis von 60 fl. erhielt Anton Bruckner's (Domorganisten in Linz) \"Germanenzug\", Männerchor mit Harmonie=Begleitung.\" (°°°)\nund die Wiener Zeitung Nr. 130 auf S. 858 (= S. 2):\r\n     \"[...] den zweiten Preis mit 60 fl. [erhielt] Herr Anton Bruckner, Domorganist in Linz, [...]\" (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506095, "Datum": "9.6.1865, Freitag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung Nr. 131 auf S. 543 über das Sängerbundesfest, signiert \"F.\":\n                      \"Zum Sängerbundes-Fest.\n                                          I.\n     F. Linz, 6. Juni. Die Tage des Sängerfestes, die der schau= und unterhaltungssüchtigen Menge, so viel boten, haben auch [... kurz zum Vorabend (4. Juni), über die 3½stündige Probe am 5.6.1865, das Hauptkonzert, beginnend mit dem Chor von Faist (mit eher störender Instrumentalbegleitung) ... ] Hier machte sich namentlich auch das Uebertönen der Blech=Instrumente in einem Maße geltend, daß die Stimmenwirkung gänzlich erdrückt wurde.\" (*).\n \nIn ihrem Bericht schreiben die Blätter für Musik, Theater und Kunst Nr. 46 auf S. 4:\n     \"[...] Den zweiten Preis von 60 fl. erhielt Anton Bruckner's (Domorganisten in Linz) \"Germanenzug\", Männerchor mit Harmoniebegleitung. [...]\"(**).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 278 berichtigt auf S. 6 den Druckfehler des Vortages:\n     \"(Berichtigung.) In dem Morgenblatte von heute soll der Titel des Gedichtes von Silberstein, dessen Composition von Bruckner bei dem oberösterreichischen Gesangsfeste einen Preis erhielt, anstatt, wie dort durch Druckfehler entstellt, richtig lauten: \"Germanenzug.\"\" (***).\n \nDie Salzburger Chronik für Stadt und Land Nr. 11 berichtet auf S. 6f vom Linzer Sängerfest (nicht ohne den hohen Bierpreis von 24 kr. für eine Maß Bier in Lambach zu beklagen) und schreibt auf S. 7:\n     \"Die Preise wurden durch die Hände der weißen Mädchen und zwar der 1. dem Rudolf Weinwurm, der 3. dem Anton Bruckner, der 3. dem Karl Mayerberger übergeben, und somit war der Haupttheil des Festes auf eine würdige Weise begangen [...]\" (°).\n \nAusführlicher Feuilleton-Artikel über den 2. Festtag am 5.6.1865 in der Salzburger Zeitung Nr. 131 auf S. 1ff:\n\"     Erstes Sängerbundes=Fest für Oberösterreich\r\n                    und Salzburg zu Linz\r\n                 am 4., 5. und 6. Juni 1865.\r\n                          (Fortsetzung.)\r\n                                               Linz, 5. Juni.\r\n                         Zweiter Tag.\r\n     Der zweite Festtag, der 5. d., war in den Vormittagsstunden der Generalprobe für die Preischöre gewidmet [... erwähnt: Josef Hafferl, Fr. Hocke, August Göllerich sen., Karl Wackerlig, Dr. v. Kißling, Dr. Hölzl, Oskar Schneider (Salzburg), Löcker (Linz), 84j. Tenor Haas (Steyr), Telegramme ...].                 \n     Ungefähr um halb 4 Uhr verfügte sich der Bürgermeister der Landeshauptstadt Linz Dr. Reinhold Körner mit dem Vizebürgermeister Hrn. Viktor Drouot und den geladenen Festgästen, worunter sich die Compositeure A. M. Storch, Mayrberger, Santner und Bruckner, der Dichter Dr. Silberstein, Dr. Hölzl, Vorstand der Liedertafel in Straubing, eine Deputation des Bürger-Corps von Wels und die Vertreter der Journalistik befanden, vom Rathause auf den Platz vor der Dreifaltigkeitssäule, wo die Turner eine Quarree formirten in dessen Mitte eine Rednerkanzel errichtet war. [...]\r\n     [... über den Festzug zur Volksfesthalle, Reden von Körner, Dr. Harrer (Salzburg), Hafferl, Beginn der Festproduktion (anwesend: Erzherzog Josef, Erzherzogin Klotilde, Statthalter [Ehepaar Spiegelfeld]) ...].\r\n                     (Schluß folgt.)\" (°°).\n\r\n(Brief von Eduard Schön (Engelsberg) an Rudolf Weinwurm:\r\n     Gratuliert zum Erfolg [am 5.6.1865] (°°°)).", "Letzte Änderung": "19.06.2025 13:53"}, {"ID": 186506105, "Datum": "10.6.1865, Samstag", "Haupttext": "Eher ungünstige Kritik über Rudolf Weinwurms »Germania« in der Linzer Zeitung Nr. 132 auf S. 547, signiert \"F.\":\n»                              Zum Sängerbundes-Fest.\n\n                                                  II.\n     F. Linz, 6. Juni. Bei dem zweiten Preischore [... Neeb ... S. A. Zimmermann ...]\n      Den Schluß der ersten Abtheilung bildete Germania, Gedicht von Gustav Kühne, componirt für Männerchor und Solo mit vollständiger Militärmusik von Rudolf Weinwurm. Der Text ist ziemlich kläglich und würde wohl selbst dem 'deutschesten Deutschen' einige Bemerkungen abzwingen [...] Der Baß-Solo-Eintritt [...] wird schon beim dritten Takte hinlänglich schmachtend und nun beginnt die sentimentale Steigerung durch den Eintritt des Tenors, dann der übrigen Stimmen des Soloquartetts im etwas bewegteren Tempo (denn Germania fängt bereits an, ungeduldig zu werden) und endlich des Chores und der nun auch begleitenden Instrumente, durch ein poco ritenuto und crescendo bis ins ff, in welchem endlich die Jungfrau Germania (bei der vierten Strophe kommt noch ein Anfangsritenuto und eine Riesenfermate dazu) unter Pauken-Wirbeln von allen Stimmen gefunden zu sein scheint. Wir führen dies an, um die Ansicht zu rechtfertigen, daß dieser Chor rein auf Effekt berechnet wurde und Hr. Weinwurm seine bessere musikalische Seite, die uns hinlänglich bekannt ist [...] dem Effekte zu lieb abgestreift hat. [...]\n     [... über die weiteren Chöre der ersten Abteilung ... Wunsch nach besserer Qualitätskontrolle durch das Festkomité schon im voraus ...].\n     Es ist dies nicht nur ein [sic] Erforderniß der öffentlichen Rücksicht gegen das Publikum, sondern auch gegen die künstlerische Weihe eines solchen Festes, welches hierdurch schwer verletzt werden kann.« (*).\n\n\nBericht über das Konzert vom 5.6.1865 in der Salzburger Zeitung Nr. 132 auf S. 1-3:\nErstes Sängerbundes=Fest für Oberösterreich\n\n                 und Salzburg zu Linz\n\n               am 4., 5. und 6. Juni 1865.\n\n                       Zweiter Tag.\n\n                       (Fortsetzung.)\n     Die Festproduktion begann mit folgender zündender Ansprache des ersten Bundesvorstandes Herrn August Göllerich: [... Text der Rede ... drei Preis-Chöre von Santner dirigiert, Einzelchöre ... Rudolf Weinwurm und Carl Mayrberger dirigierten selbst (4. und 5. Preis-Chor), Solotenor Köchl (Salzburg) ...].\n                      (Schluß folgt.)\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506115, "Datum": "11.6.1865, Sonntag", "Haupttext": "Kritik in der Linzer Zeitung Nr. 133 auf S. 551 [*] über den »Germanenzug«, signiert \"F.\":\r\n»              Zum Sängerbundes-Fest.\r\n                                  III.\n      F. [= Franz Gamon?] Linz, 6. Juni. Der Anfang der zweiten Abtheilung brachte einen Preischor [... C. Mayrberger]\n     Im gewaltigen Kontraste mit diesem Chore stand der darauffolgende Preischor: \"Germanenzug\", Gedicht von Dr. August Silberstein, komponirt für Männerchor und Harmoniebegleitung von Anton Bruckner. Wir sagten Kontrast, denn bezeichneten wir Hrn. Mayrberger als Lyriker, so ist Hr. Bruckner in diesem Chore der Epiker. Das Gedicht von Dr. August Silberstein ist schwungvoll und erhaben, erfordert aber so viel deklamatorisch=musikalischen Accent, daß wir es als nicht sehr geeignet zur musikalischen Bearbeitung, zum mindestens als eine sehr gefährliche Klippe für den Komponisten ansehen müssen. Die Komposition als solche hat Schwung und liefert einen neuen Beweis für Hrn. Bruckners große Begabung für den höheren Styl und seine mächtige und sichere Beherrschung des gesammten Darstellungs-Materials. Von großartiger, imponirender Wirkung ist der erste, sowie der Schluß-Satz, von driginaler [sic] Schönheit der Eintritt des Soloquartetts. Der Dichter, der dem Feste beiwohnte, wird wohl dem Komponisten mit seiner Auffassung hinlänglich an die Hand gegangen sein, und in so ferne können wir Nichts dagegen einwenden; daß uns aber, wenn schon dieses Gedicht in Musik gesetzt werden sollte, unter Andern der im Forte gezeichnete Schluß des ersten Satzes: \n\"Denn der Walkyren bewachend Geleit \r\nUmschwebet die Helden und singet vom Streit,\"\num das hierauf im Piano eintretende Soloquartett hervorzuheben, oder die deklamatorisch unrichtige Accentuirung des Wortes »in« bei dem Soloquartette nicht recht gefallen kann, müssen wir aussprechen. Herr Bruckner leitete persönlich die Aufführung, welcher gleichfalls stürmischer Beifall folgte.\n     [... 3. Preischor von Edwin Schultz ...]«", "Letzte Änderung": "25.02.2023 13:22"}, {"ID": 186506125, "Datum": "12.6.1865, Montag", "Haupttext": "Brief Julius Schnorr von Carolsfelds an Adolf Jensen über das Warten auf die erste Tristan-Aufführung:\r\n     »[...] Geblieben waren die ganze Zeit: Draeseke, Porges, Damrosch, Gasperini, Tausig, Pohl, Kapellmeister Taubert, Neswadba, Kalliwoda, Pruckner, Seydel etc.etc. letztere sind teilweise zum zweiten Male gekommen. [...]« (*).\nDie »Warte am Inn« Nr. 24 berichtet auf S. 205 vom Sängerfest und erwähnt auch den 2. Preis für Bruckners »Germanenzug«:\r\n     »[...] der zweite Preis mit 60 fl. fiel auf die Composition des hiesigen Domorganisten Anton Bruckner „Germanenzug” für Männerchor mit Harmoniebegleitung [...] (**).\nIm 3. Teil ihres Berichtes über das Linzer Sängerfest erwähnt die Salzburger Zeitung Nr. 133 auf S. 1 auch Bruckner:\r\n\"Erstes Sängerbundes=Fest für Oberösterreich\r\n                 und Salzburg zu Linz\r\n               am 4., 5. und 6. Juni 1865.\r\n                           (Schluß.)\r\n                       Zweiter Tag.\r\n     Der strenge Musikkritiker der Lz. Z. sagt über \"Vineta\" von Abt, vorgetragen von der Liedertafel Salzburg: [... Zitat ...]\r\n     [... über weitere Einzelchöre ...] Der 6. Preischor, eine Composition unseres heimischen Tondichters Herrn Anton Bruckner \"Germanenzug\" wurde ebenfalls vom Componisten selbst dirigirt, ihm folgten die Einzelnchöre: [...] – Fast sämmtliche Chöre, sowohl der Gesammtsänger als der einzelnen Liedertafeln, fanden von der zahlreichen und glänzenden Gesellschaft, welche die Halle füllte, die beifälligste Aufnahme, insbesonders wurden die gegenwärtigen Compositeure Rudolf Weinwurm, Mayrberger und Santner mit außerordentlichem Beifall, mit Blumen und Kränzen ausgezeichnet. In den Einzeln-Leistungen standen die Liedertafel von Salzburg der \"Frohsinn\" und der \"Sängerbund\" von Linz oben an. Am Schlusse des herrlichen Festes wurden nachstehende drei Kompositionen mit Preisen gekrönt, und zwar: Den ersten Preis mit 100 fl. erhielt Herr Rudolf  Weinwurm, Chormeister des akademischen Gesangsvereines in Wien; den zweiten Preis mit 60 fl. Herr Anton Bruckner, Domorganist in Linz, und den dritten Preis mit 40 fl. Herr C. Mayrberger aus Preßburg. [... kurz zur Bundesversammlung am 6.6.1865 ...]\" [keine Signatur] (***).\nDie Linzer Zeitung berichtet vom letzten Teil des Konzerts am 5.6.1865, signiert \"F.\":\r\n\"     F. Linz, 6. Juni. Den Schluß der Preischöre machte: [... Carl Santner ... ganz kurz zu den Einzelproduktionen ... über die Entscheidung des Preisgerichts], wornach [sic] der erste Preis mit 100 fl. und zwar mit 14 Stimmen in engerer Wahl Herrn Rudolf Weinwurm, Chormeister des akademischen Gesangsvereines in Wien für den Chor \"Germania\", der zweite Preis (60 fl.) mit 17 Stimmen Herrn Anton Bruckner, Domorganisten in Linz und der dritte Preis (40 fl.) mit 20 Stimmen Herrn Mayrberger aus Preßburg für \"Abendruhe\" zuerkannt und unter Trompeten= und Paukenklang nebst den Diplomen durch weißgekleidete Mädchen überreicht wurde.\r\n     [... über die Vorgeschichte des Wettbewerbs, drohende Interessenkonflikte, die Qualifikation der Preisrichter, Mitbestimmung des Publikums (Applausdauer mit dem Sekundenzeiger messen?) ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 23:27"}, {"ID": 186506135, "Datum": "13.6.1865, Dienstag", "Haupttext": "Bericht des Gmundner Wochenblatts Nr. 24, S. 305, über das Sängerfest vom 4.-6.6.1865 [Germanenzug]:\n     »[...] Den ersten Preis mit 100 fl. erhielt Herr Rudolph Weinwurm, Chormeister des akadem. Gesangvereines in Wien; den zweiten mit 60 fl. Herr Anton Bruckner, Dom=Organist in Linz; den dritten Preis mit 40 fl. Herr C. Mayerberger aus Preßburg.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506136, "Datum": "13. bis 20.6.1865", "Haupttext": "Bruckners dritter Aufenthalt in München. Er wird von dem Linzer Kaufmannssohn Franz Schober begleitet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506145, "Datum": "14.6.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel in der Linzer Zeitung Nr. 135, S. 559, über das Sängerbundesfest:\n   »F. [Franz Gamon?] Linz, 6. Juni. [...] der erste Preis mit 100 fl. und zwar mit 14 Stimmen in engerer Wahl, Herrn Rudolf Weinwurm, Chormeister des akademischen Gesangsvereines in Wien für den Chor „Germania”, der zweite Preis (60 fl.) mit 17 Stimmen Herrn Anton Bruckner, Domorganisten in Linz ... zuerkannt und unter Trompeten= und Paukenklang nebst den Diplomen durch weißgekleidete Mädchen überreicht wurde. [... es folgen kritische Bemerkungen über die Jury, ohne Weinwurm und Bruckner zu erwähnen ...] Können Preisrichter auch Preiswerber sein? ... Darf eine Komposition früher schon einen Preis davon getragen haben? ...« (*).\nArtikel des Welser Anzeigers Nr. 24 auf S. 2, signiert »A. Linz.«:\n   »[...] 2. Preis „Germanenzug” von Bruckner mit 60 fl.; [...]« (**).\nIm Bericht des Alpenboten Nr. 24 vom Verlauf des Sängerfestes (über die Probe und das mittägliche Treffen am 5.6.1865) ist Bruckner nicht erwähnt (***).\nStimmungsbericht in der Linzer Tages-Post Nr. 135 auf S. 2 über die Uraufführung von \"Tristan und Isolde\" [10.6.1865] (°).", "Letzte Änderung": "25.02.2023 13:23"}, {"ID": 186506155, "Datum": "15.6.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht über das Sängerfest am 4.-6.6.1865 in der Gemeindezeitung Nr. 24 auf S. 377. \n\n     »[...] Ein weißgekleidetes Mädchen trug auf einem Seidenpolster einen Taktirstab, worauf der Bundeskapellmeister Santner und die anwesenden Kompositeure der Preischöre, d.i. Rudolf Weinwurm aus Wien, welcher den ersten Preis erhielt, Mayrberger aus Preßburg und Bruckner aus Linz folgten. Drei weißgekleidete Mädchen trugen die Preisdiplome, worauf die Preisrichter folgten. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506185, "Datum": "18.6.1865, Sonntag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung Nr. 138 über das Sängerbundesfest.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506195, "Datum": "19.6.1865, Montag", "Haupttext": "Bruckner besucht, vermutlich in Begleitung Schobers und Pichler-Bodogs (*), die dritte Tristan-Aufführung unter Bülows Leitung in München. Der Theaterzettel fand sich in seinem Nachlaß (**).\nDer Antiwagnerianer Paul Heyse verläßt diese Vorstellung nach dem 2. Akt (***).\nBericht Bülows:\r\n   »Abonnementsvorstellung mit bedeutender Nichtberücksichtigung der auswärtigen Anmeldungen - übervolles Haus - enormer Beifall. Schnorrs nach jedem Akte zweimal gerufen, nach dem letzten vier Mal, weil Wagner endlich nachgeben mußte und zweimal in der Mitte des Titels seines Werkes erschien. Von Seite der Sänger (z. B. Mitterwurzer und Zottmayer) war diese Vorstellung die beste, von Seiten des Orchesters war es die zweite am Dienstag - Schnorr's blieben sich jedesmal gleich an Ausdauer in der Erhabenheit ihrer Leistungen. [...]« König Ludwig II. war abwesend; anwesend waren Ex-König Otto I. von Griechenland und Rubinstein (°).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 17:22"}, {"ID": 186506205, "Datum": "vermutlich 20.6.1865", "Haupttext": "Bruckner reist von München nach Linz zurück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506225, "Datum": "22.6.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner wird in einem Artikel im Alpenboten Nr. 25 (über das Sängerfest) auf S. 2f kurz erwähnt: »... den 2. Preis (60 fl.) [erhielt] der Chor „Germanenzug” des Herrn Anton Bruckner, Domorganist in Linz, mit 17 Stimmen ... Diesen Compositeuren wurden die Ehren=Diplome unter Trompeten= und Paukenschall von weißgekleideten Mädchen überreicht. ...« [auf S. 3] (*). \n   Auf S. 2 wird die genaue Programmfolge mitgeteilt (die Anordnung der Einzelvorträge war durch Los bestimmt worden) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506245, "Datum": "24.6.1865, Samstag", "Haupttext": "Im Welser Anzeiger Nr. 25, S. 1, wird das Preisgericht beim Sängerfest [4.-6.6.1865] kritisiert. Jedoch dürften die Gutachter der Vorauswahl auch Preiswerber sein: »Es läßt sich in der That nicht absehen, warum die Herren Storch, Sandtner, Schläger, Bruckner, die sich der Mühe unterzogen, die eingesendeten 120 Partituren einer gewissenhaften Beurtheilung und Prüfung zu unterziehen, [...] zum Danke für diese nicht geringe Mühe von der Preiswerbung hätten ausgeschlossen werden sollen, zumal die eingesendeten Chöre nicht mit dem Namen der Autoren bezeichnet waren [...] Uebrigens haben sich die Herren Sandtner und Bruckner, wie ihr schriftliches Referat nachweist, der Beurtheilung ihrer eigenen eingesendeten Chöre ganz enthalten, und [...] so konnte auch das scrupulöseste Gewissen an der Art, wie diese Wahl vorgenommen wurde, kaum etwas zu beanständen finden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506255, "Datum": "25.6.1865, Sonntag [??]", "Haupttext": "Beim Gründungsfest des Welser Männergesangvereins wird der »Germanenzug« aufgeführt (*). Bruckner dirigiert selbst den »Frohsinn« und, bei Storchs »Waldeinsamkeit«, den Sängerbund in Vertretung Alois Weinwurms (**).\r\n   »Bei dem am 25. Juni abgehaltenen Gründungsfeste des „Welser Männer=Gesangvereines” betheiligte sich die Liedertafel mit der Exekutirung des „Mutterseelen allein”, Chor von Braun, und errang sich großen Beifall. [...]« (***).\nAufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Stadtpfarrkirche und im Dom in Linz. Vermerk in einer Violoncellostimme \"den 25. Juni 1865\", Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"25ten Juni 865 Pf. u. Dom\". (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186506285, "Datum": "28.6.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben der Vermögensverwaltung der Domkirche an das Bischöfliche Ordinariat (Reinschrift): Bezugnehmend auf das Schreiben vom 2.4.1865 lege man den Akt zur Reparatur der Domorgel zusammen mit der Revision Armingers und Bruckners [29.5.1865] und dem Gutachten des Patronatskommissars [dieses datiert 3.7.1865, vermutlich erst nachträglich - vor dem 5.7.1865 - beigelegt] bei und bitte um Anweisung der Kosten aus dem Religionsfond. Unterschriften von Franz Gugeneder, Georg Arminger und Ch. Forster.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507013, "Datum": "Zweites Jahreshälfte 1865", "Haupttext": "Mutmaßliche Entstehung des Finales der 1. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507015, "Datum": "1.7.1865, Samstag", "Haupttext": "Die Zeitschrift \"Die Liedgenossen\" Nr. 7 berichtet auf S. 28 (= S. 4) vom Verlauf des Sängerfestes am 4. - 6.6.1865 [Germanenzug], darunter auch von der Preisverleihung:\n     \"Den ersten Preis mit 100 fl. erhielt Herr Rudolf Weinwurm aus Wien, den zweiten (60 fl.) Herr Ant. Bruckner, Domorganist in Linz, den dritten (40 fl.) Herr C. Mayrberger aus Preßburg. Damit war der zweite Festtag zu Ende. [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507035, "Datum": "3.7.1865, Montag", "Haupttext": "Schreiben des Patronatskommisars: Zur Reparatur der Domkirchenorgel [Schreiben vom 29.5.1865] könne er sich mangels ausreichender Kenntnisse nicht äußern. Er werde sich dem Urteil der Sachverständigen anschließen. Unterschrift von [?] Stamm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507055, "Datum": "5.7.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Aktenvermerk »Praes. 5. Juli 865« auf dem Schreiben vom 28.6.1865 (*). Schreiben des Bischöflichen Ordinariats an die Statthalterei (Konzept): \n   Überreicht bezugnehmend auf das Schreiben vom 23.3.1865 den vollständigen Akt zur Reparatur der Domkirchenorgel. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507085, "Datum": "8.7.1865, Samstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 186 gibt auf S. 5 das Programm des Konzerts vom 10.7.1865 bekannt:\n     \"[...] 5. Bruckner A. (Dom=Organist in Linz) \"Germanenzug\". Chor mit Instrumentalbegleitung. [...] Die Instrumentalbegleitung bei den Chören wird von Civilmusikern ausgeführt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507095, "Datum": "9.7.1865, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"9ten Juli 865 Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507105, "Datum": "10.7.1865, Montag", "Haupttext": "Ein Inserat im Fremdenblatt Nr. 188 auf S. 12 gibt das Programm des heutigen Konzerts bekannt: \n\n     \"[... Joseph Kumenecker ...] 5. Bruckner (Domorganist in Linz) \"Germanenzug,\" Männerchor mit Orchesterbegleitung. (Zweite Preiskomposition.) [...] Im Falle ungünstiger Witterung findet die Festliedertafel Montag den 17. Juli statt [...]\" (*). \n\n\n\nEin nahezu identisches Inserat erscheint auch im Neuen Fremdenblatt Nr. 57 auf S. 11: \n\n     \"[... Josef Kumenecker ...] 5. Bruckner (Dom=Organist in Linz) \"Germanenzug\", Männerchor mit Orchesterbegleitung. (Zweite Preis=Komposition.) [...]\" (*a).\n\n\n[Geplant, aber vermutlich wegen starken Regens auf den 15.7.1865 verschoben (siehe Anmerkung)] Aufführung des \"Germanenzugs\" durch den Männergesangverein \"Wiener Liedgenossen\" unter Joseph Kumenecker im k. k. Volksgarten in Wien. \n\nEs kommen alle Preischöre des Linzer Sängerfestes [4.-6.6.1865] zur Aufführung. Die Instrumentalbegleitung der Chöre übernehmen zivile Musiker, wogegen bei den anderen Programmnummern zwei Regiments-Musikkapellen mitwirken, König von Preußen-Husaren und Graf Jellacic. \n\nDer Ertrag des Konzerts ist für den Schubert-Denkmalfond bestimmt. (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507135, "Datum": "13.7.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 158 verzeichnet auf S. 7 in der Rubrik \"Angekommene.\":\n     \"[...] Kaiserin Elisabeth, Stadt: [...] Bruckner Anton, Dom-Organist, v. Linz. [...]\"", "Letzte Änderung": "04.10.2024 12:39"}, {"ID": 186507155, "Datum": "15.7.1865, Samstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Fremdenblatt Nr. 193 auf S. 12 weist auf das heutige Konzert hin:\n     \"[... Großherzog von Hessen und Graf Jellacic ...] 5. Bruckner (Dom=Organist in Linz) \"Germanenzug,\" Männer=Chor mit Orchester=Begleitung. (Zweite Preis=Komposition) [...]\" (*).\n \nEin ähnliches Inserat erscheint im Neuen Fremden-Blatt Nr. 62 auf S. 11:\n     \"[... Regiments-Musik König von Preussen-Husaren, Graf Jellacic ...] 5. Bruckner (Dom=Organist in Linz) \"Germanenzug\", Männerchor mit Orchesterbegleitung. (Zweite Preis=Komposition.) [...] (*a).\n \nUm halb 6 Uhr Konzertbeginn, um halb 8 Uhr Beginn der \"Gesangs-Produktion\": [vom 10.7.1865 verschobene] Aufführung des \"Germanenzugs\" durch den Männergesangverein \"Wiener Liedgenossen\" unter Josef Kumenecker im k. k. Volksgarten in Wien. Es kommen alle Preischöre des Linzer Sängerfestes [4.-6.6.1865] zur Aufführung.\nDie Instrumentalbegleitung der Chöre übernehmen zivile Musiker [laut Inserat zum 10.7.1865], wogegen bei den anderen Programmnummern zwei Regiments-Musikkapellen mitwirken, Großherzog von Hessen und Graf Jellacic (**).\nWahrscheinlich hat Bruckner an der Festliedertafel teilgenommen, denn am 13.7.1865 hatte er sich im Hotel Kaiserin Elisabeth einquartiert (***).", "Letzte Änderung": "04.10.2024 12:39"}, {"ID": 186507165, "Datum": "16.7.1865, Sonntag", "Haupttext": "Bericht vom gestrigen Konzert im Fremdenblatt Nr. 194 auf S. 4: \n\n     \"(Gartenfeste.) Das Wetter war gestern den zahlreichen Festen, welche in den Gärten in der Umgebung der Stadt veanstaltet wurden, ausnehmend günstig [... war verschoben worden ... Leitung Kumenecker, mitwirkende Kapellen Großherzog von Hessen und Graf Jelacic ... Programm: ...] 5. Bruckner (Domorganist in Linz) \"Germanenzug,\" Männerchor mit Orchesterbegleitung. (Zweite Preis=Komposition.) [...] Sämmtliche Chöre fanden großen Beifall, den meisten wohl der Chor \"Abendruhe\" [von Carl Mayrberger], der zur Wiederholung verlangt wurde. Ueberhaupt wurden sämmtliche Vorträge mit großer Präzision ausgeführt. [...]\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507205, "Datum": "(20.7.1865, Donnerstag)", "Haupttext": "Abschiedsfest des »Sängerbunds« für die Mitglieder (u.a. Alois Weinwurm), die zum Sängerbundesfest in Dresden (25./26.7.1865) reisen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507215, "Datum": "21.7.1865, Freitag", "Haupttext": "Adjustierungsvermerk\r\n»Adjustirt mit: Eintausend Siebenhundert Vierzig Acht Gulden \r\nVom techn. ökon. Dep. der kk. Statthalterei\nLinz am 21. Juli 1865 \nNenning«\r\nauf dem überarbeiteten Kostenvoranschlag Breinbauers zur Reparatur der Domkirchenorgel [vgl. 5.10.1862]. Die Anmerkung [Breinbauers?] »Die Korrekturen in den Registern auf Wunsch Bruckners« bezieht sich auf die Preisänderungen, die Arminger und Bruckner am 29.5.1865 vorgeschlagen hatten", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186507295, "Datum": "(29.7.1865, Samstag [?])", "Haupttext": "[recte 30.7.1865?] Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Minoritenkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"29ten Juli Minoritenkirche um 8 und 9 Uhr\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508015, "Datum": "1.8.1865, Dienstag", "Haupttext": "Die Zeitschrift \"Die Liedgenossen\" Nr. 8 gibt auf S. 31 (= S. 3) in Ergänzung der früheren Berichte vom Linzer Sängerfest das Programm der Festproduktion vom 5.6.1865 bekannt:\n     \"[...] II. Abtheilung. [...] 1. [sic! recte \"2.\"] \"Germanenzug\", Gedicht von Dr. August Silberstein, für Männerchor mit Harmoniebegleitung componirt von Anton Bruckner, Domorganisten in Linz. [...] Angemeldete Solo=Vorträge: [...] Liedertafel \"Frohsinn Linz: \"Nachtgesang im Walde\" von F. Schubert, Gedicht von J. G. Seidl. | Männergesang=Verein \"Sängerbund\", Linz: \"Schön Rothraut\", Gedicht von C. Mörike, componirt von W. H. Veit. [...]\".", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:49"}, {"ID": 186508025, "Datum": "(2.8.1865, Mittwoch)", "Haupttext": "Festkonzert des Wiener Akademischen Gesangvereins unter Rudolf Weinwurm zum 500jährigen Jubiläum der Universität Wien [vgl. »3.1.1865«] (*). [Dieselbe Veranstaltung?] Das von Herbeck geleitete Festkonzert des Wiener Männergesangvereins findet im Redoutensaal statt (**).\n[Am selben Tag?] Aufführung einer Festmesse [Preyers? anstelle der d-Moll-Messe Bruckners?] unter Preyers Leitung (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508045, "Datum": "4.8.1865, Freitag", "Haupttext": "Artikel Hanslicks in der »Neuen Freien Presse« Nr. 334 auf S. 2f über Gartenkonzerte, darunter das Konzert vom 15.7.1865, mit Äußerungen über Bruckners »Germanenzug«: \n »     [...] Nur einer solchen Production wollen wir ihres Programmes wegen erwähnen. Die Wiener Liedgenossen, ein von den Herren Princeps und Kumenecker eifrig geleiteter Verein, gab im Volksgarten ein Concert, worin sämmtliche beim Linzer Sängerfest preisgekrönten Männerchöre zur Aufführung kamen. [...] Die Literatur des Männergesangs dürfte wenig bleibenden Gewinn von dieser Preisvertheilung haben. Die besten mögen Weinwurm's \"Germania\" und Bruckner's \"Germanenzug\" sein. [... Bedenken gegen Weinwurms Textauffassung ...] Richtiger in der Auffassung, aber schwieriger und weniger dankbar ist Bruckner's \"Germanenzug\". Diese Composition hat Kraft und Energie und thut sich überdies durch geschickte, mitunter kühne Behandlung der Modulation hervor. Unglücklicherweise ist der Componist an ein Gedicht gerathen, das trotz seiner formellen Bezüge einen tieferen, allgemeineren Eindruck fast unmöglich macht. Der Männergesang richtet sich vorzugsweise an ein größeres Publicum, dem der nordische Götter- und Heldenmythus fremd oder doch höchst gleichgiltig ist, und das es übel vermerkt, wenn ihm in jeder Zeile eines langen Chors \"Braga\", \"Solgofnir\", \"Odin\", \"Balmung\" und \"Freya\" an den Kopf geworfen werden. Wen begeistern noch diese Dinge?\n     Wir wünschen Herrn Bruckner, den wir als sehr gründlichen Musiker und als einen der ausgezeichnetsten Orgelspieler schätzen, bald auf einem lohnenderen Felde wieder zu begegnen.\n     [...]«\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508065, "Datum": "6.8.1865, Sonntag", "Haupttext": "Gründungsfest des Männergesangvereins in Wels. Bruckner dirigiert in Vertretung Alois Weinwurms den Linzer »Sängerbund« bei Storchs »Waldeinsamkeit«. (*)\r\n     Außerdem werden der \"Germanenzug\" und Werke von Mendelssohn, C. Fischer (Johann Christian Fischer?), Edwin Schulz (\"Stürme des Frühlings brechet herein\"), Carl Santner (\"Das ganze Deutschland\"), S. A. Zimmermann, Carl Mayrberger (\"Abendruhe\"), Beethoven, Anton M. Storch, Julius Otto, Friedrich Silcher und Rudolf Weinwurm (\"Germania\") aufgeführt. Ausführende: neben den teilnehmenden Chören die Musik-Kapelle des k.k. Kurfürst Hessen-Kassel Husaren-Regiments.\r\n   »Der Bund begab sich nach Wels zum Gründungsfest des dortigen Männergesangs-Vereines, welches Fest durch zahlreiche Betheiligung, herrliches Wetter und gelungene Durchführung ausgezeichnet war. Herr Bruckner war so gütig, den abwesenden Chormeister des Bundes, Herrn Weinwurm [Alois Weinwurm war am nach dem 20.7.1865 zum Sängerbundesfest in Dresden am 25. und 26.7.1865 gefahren], zu substituiren und den Einzelnchor des Bundes »Waldeinsamkeit« zu dirigiren.« (**).\nAn dem Fest nahmen auch Vereine aus Eferding und Wolfsegg [siehe die Anmerkung] teil.\r\n     August Göllerich hielt die Ansprache, und es wurden neben den Preischören noch Werke von Mendelssohn (»Sommernachtstraum«), Beethoven (»Egmont«-Ouvertüre), Braun (»Mutterseelenallein«), Zimmermann (»Abendlied«), Otto (»Kreislauf«), Fischer (»Die Welt ist so schön«) und Silcher (»Untreue«) aufgeführt (***).\n[?] Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"6ten August Pf.\" (°).\r\nOder Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche?. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"6ten August Pf.\" (°°).", "Letzte Änderung": "28.03.2025 16:30"}, {"ID": 186508095, "Datum": "9.8.1865, Mittwoch", "Haupttext": "Vom Gründungsfest des Welser Gesangvereins am 6.8.1865 (mit Bruckners »Germanenzug«) berichten \ndie Linzer Zeitung auf S. 757 (*) \nund der Welser Anzeiger Nr. 32 auf S. 2 (**). (*) Linzer Zeitung: \n   »Correspondenzen.\n   Wels, 7. August. (Sängerfest.) [...] Die drei Linzervereine wurden Nachmittag ... am Bahnhofe empfangen [...] Auch die Herren Anton Bruckner und Karl Santner hatten sich zum frohen Feste [eingefunden?] und wurden von den Sängern auf das Herzlichste [begrüßt]. [...] Gesammtvortrag: „Germanenzug”, Gedicht von Dr. August Silberstein, komponirt von Anton Bruckner, dirigirt vom Komponisten. [...] Um 1/2 9 Uhr rüsteten sich die Sängergäste zum Aufbruche [...]«.\n(**) Welser Anzeiger: \n   »[...] Von hervorragendem Verdienste war unstreitig der hierauf folgende Einzelnvortrag des Gesangvereins Frohsinn „Mutterseelenallein” und lieferte einen neuen Beleg für die Vorzüglichkeit dieser Liedertafel. Die Schlußnummer der ersten Abtheilung bildete Bruckners Preischor „Germanenzug”, welchen gleichfalls der mit großem Beifalle begrüßte Componist selbst dirigirte. Wenn wir nicht irren, so hat dieser Chor nicht nur bei Musikern, sondern auch bei Laien ganz besonderen Beifall gefunden. [...] Nach dem sehr gelungenen und mit verdientem Beifall gelohnten Vortrage des jugendfrischen und mit bestem Erfolge rüstig vorwärtsstrebenden Sängerbundes Linz, welcher „Waldeinsamkeit” von Storch gewählt hatte, folgte der vorlezte Preischor „Germania” von Weinwurm in Wien.´\n   Wir gestehen, daß uns dieser sehr effectvolle Chor schon bei seiner ersten (?) Aufführung in Linz nicht als der allerpreiswürdigste erschien und diese Ueberzeugung soll sich, wie man hört, auch allseitig Plaz gemacht haben.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508105, "Datum": "10.8.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 182 berichtet auf S. 4 über das Gründungsfest der Welser Liedertafel am 6.8.1865:\r\n          »Korrespondenz. \n     § Wels, 8. August. Das Gründungsfest der Welser »Liedertafel« ist am 6. d. M. mit den besten Erfolgen abgehalten worden. [...]\n     Aber noch eine andere Freude war den Welsern zu Theil. Sie durften die Kompositeure Sandtner und Bruckner begrüßen, die gekommen waren, um an dem Fest theilzunehmen und die ihre beiden Chöre: »Das ganze Deutschland soll es sein« und »Germanenzug« mit jener Energie und jenem Erfolge selbst dirigirten, der bei so bewährten Meistern selbstverständlich ist. [/] Die Kapelle des hiesigen Husaren=Regimentes, welche die Instrumentalbegleitung übernommen hatte, bewährte ihren alten Ruf [...] der Linzer »Sängerbund« erfreute unter Bruckners Leitung mit der sehr gediegenen Vorführung der »Waldeinsamkeit« von Storch [...] Am Beginne des Festes hielt der zweite Vorstand der Welser Liedertafel, Bundesvorstand Göllerich eine sehr beifällig aufgenommene Ansprache. [...] Ein von Herrn Göllerich den Herren Sandtner und Bruckner ausgebrachter Toast fand jubelnde Aufnahme. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508125, "Datum": "12.8.1865, Samstag", "Haupttext": "Marsch Es-Dur [WAB 116] für Militärmusik vollendet, gewidmet der Militär-Kapelle der Jäger-Truppe in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508135, "Datum": "13.8.1865, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"13. August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508155, "Datum": "15.8.1865, Dienstag", "Haupttext": "Liszts Oratorium »Die Hl. Elisabeth« in Budapest beim 1. ungarischen Musikfest uraufgeführt.\nBruckner lernt dabei Liszt kennen. (*) Unabhängig von ihm [?] waren sieben weitere Mitglieder des »Frohsinns« schon zuvor [?] zum Sängerfest gefahren: Eduard Hauptmann, Franz Gamon, Dr. Löcz, Huber, Stupeck, Waldeck und Wimmer. Alle Linzer Reisende hatten [auch? oder nur?] der Generalprobe beigewohnt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508175, "Datum": "17.8.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 187 berichtet auf S. 1 von der Reise nach Pest, die Bruckner und sieben weitere Herren unternommen haben:\r\n»Tagesneuigkeiten. \r\n[...] - (Zu dem Musikfeste in Pest) sind als Repräsentanten des hiesigen Musikvereins und der Liedertafel \"Frohsinn\" die Herren Eduard Hauptmann, Franz Gamon, Dr. Löcz, Huber, Stupeck, Waldeck und Wimmer abgereist; sie wurden von 80 Mitgliedern der Pest=Ofner Gesangsvereine auf dem Bahnhofe brüderlich empfangen und in ihre Quartiere geleitet. Sämmtliche Herren wohnten hierauf der Generalprobe des großen Liszt'schen Oratoriums \"Die heil. Elisabeth\" bei, wurden dem Compositeur vorgestellt und können die freundliche Aufnahme, die sie bei demselben fanden, nicht genug rühmen. Unser ausgezeichneter Tondichter Herr Domorganist Bruckner hat sich, wie wir vernehmen, ebenfalls zu diesem Feste nach Pest begeben.«", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:53"}, {"ID": 186508185, "Datum": "18.8.1865, Freitag", "Haupttext": "[Vermutlich anläßlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph] Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"18ten August Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186508285, "Datum": "28.8.1865, Montag", "Haupttext": "Schreiben des Linzer Sängerbundes an Bruckner: \n   Dankt für die Unterstützung beim Welser Fest [6.8.1865].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186509035, "Datum": "3.9.1865, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"3ten Sept. Pfarr.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186509217, "Datum": "etwa ab Herbst 1865?", "Haupttext": "Bruckners Schwester Nanni [Maria Anna] versorgt seinen Haushalt in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186509285, "Datum": "28.9.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des Marsches [WAB 116].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186509295, "Datum": "29.9.1865, Freitag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 223 berichtet auf S. 2 von der Aufführung des Marsches [WAB 116] am 28.9.1865:\r\n      » + (Musikalisches.) Unter den gestern Nachmittags von der Regiments=Musik vor dem Palais des Herrn Erzherzogs produzirten Musikstücken befand sich auch ein eigens für diesen Zweck komponirter Marsch von A. Bruckner, welcher, wie Alles, was dieser begabte Compositeur schafft, durch große Originalität sich auszeichnet. Wir hoffen demselben bald wieder irgendwo zu begegnen.«", "Letzte Änderung": "19.06.2025 13:53"}, {"ID": 186510265, "Datum": "26.10.1865, Donnerstag", "Haupttext": "Linzer Erstaufführung von Wagners »Fliegendem Holländer«. (*) Die Leitung hat Josef Ruzek, die Ausstattung besorgt Gebel. Zu dieser Zeit war Carl Pichler-Bodog Theaterdirektor.", "Letzte Änderung": "10.10.2024 13:56"}, {"ID": 186510275, "Datum": "27.10.1865, Freitag", "Haupttext": "In der Generalversammlung des »Frohsinn« wird der neue Vorstand gewählt - Dr. Mathias Weismann und Dr. Ludwig Haala, Vorstände), Eduard Hauptmann (interimistischer Chormeister), Josef Löcker und Moriz Wimmer (Sekretäre), Karl Kerschbaum (Kassier) und Paul Kopfinger und Ernst Ortner (Archivare)", "Letzte Änderung": "19.06.2025 13:54"}, {"ID": 186510276, "Datum": "nach dem 27.10.1865", "Haupttext": "[2.12.1865? Siehe Brief vom 5.12.1865] Dr. Weißmann läßt die Chormeisterstelle beim »Frohsinn« für jährlich 300 fl. ausschreiben. Auch Bruckner wurde zur Bewerbung gedrängt; es siegte jedoch ein »Böhme«: Josef Ruzek (*). \nAus Protest traten daraufhin Bruckners Freunde Karl Weilnböck [siehe 17.12.1865] und Eduard Hauptmann aus der Liedertafel aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186511145, "Datum": "14.11.1865, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"den 14ten Nov. 865\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186511155, "Datum": "(15.11.1865, Dienstag)", "Haupttext": "Das sehr schlecht besuchte und schlecht vorbereitete Konzert des Linzer Musikvereins bringt u. a. Werke von Schubert (Rosamunden-Ouvertüre), Robert Schumann (Ballade Des Sängers Fluch 1852) und Haydn (Baß-Arie aus den Jahreszeiten). Mitwirkende: als Gesangssolisten die Damen König und Kainerstorfer und die Herren Hoffelner, Holzner und Weilnböck, als Pianistin Frl. Ladinser (*).\nEs wirken Mitglieder des \"Frohsinn\" bei Schumanns Ballade \"Des Sängers Fluch\" mit (*a).\n\n\nAufführung einer Messe \"des hiesigen Kapellmeisters Dorn\" [Ignaz Dorn] im Linzer Dom (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186511195, "Datum": "19.11.1865, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"19. Nov. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186511215, "Datum": "21.11.1865, Dienstag", "Haupttext": "Beim Cäcilienfest des Welser Männergesangvereins unter Chormeister Seiberl wird der »Germanenzug« aufgeführt, außerdem Werke von Lachner (»An den Sonnenschein«), Zimmermann (»Abendlied«), Mendelssohn (Duett), Engelsberg (»Romankapitel«), Beethoven (»Fidelio«-Gefangenenchor), Fr. Gruber (»Matrosenchor«), Storch (»Grün«), C. M. v. Weber (»Frühlingslied«) und Schultz (»Stürme des Frühlings brechet herein«). Als Gast aus Ried wirkt Dr. Schleifer mit dem Vortrag oberösterreichischer Gedichte mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186511225, "Datum": "(22.11.1865, Mittwoch)", "Haupttext": "Aufführung einer Messe von Cherubini (Messe à trois voix in F-Dur, sicher mit Bruckner an der Orgel (*)) im Linzer Dom.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186511255, "Datum": "25.11.1865, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 1145 vom Cäcilienfest des Welser Männergesangvereins am 21.11.1865 mit der Aufführung des »Germanenzugs«:\r\n   »Correspondenz.\r\n   W. Wels, den 22. November. (Der hiesige Männergesangsverein) beging gestern Abends in den Gasthauslokalitäten zum wilden Mann das jährliche Cäzilien=Fest. Das Programm bestand aus folgenden Nummern: ... 2. Germanenzug, Gedicht von Dr. August Silberstein, komponirt von Anton Bruckner; [...] Die Wahl der Piecen war in jeder Richtung eine gelungene, und die Sänger lösten ihre Aufgabe auf das Beste [...]« (*).\nDas Fest wird auch im Welser Anzeiger Nr. 47 auf S. 3 besprochen:\r\n   »[...] 2. „Germanenzug.” - Chor, componirt von Ant. Bruckner. [...] Sämmtliche Gesangsstücke wurden in sehr befriedigender Weise durchgeführt und lieferten für den Fleiß und die sichtlichen Fortschritte unserer Liedertafel einen neuerlichen Beweis.« (**).", "Letzte Änderung": "26.12.2025 08:23"}, {"ID": 186511265, "Datum": "26.11.1865, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 271 berichtet auf S. 6 vom Konzert in Wels am 21.11.1865:\n     \"§ Wels, 22. November. [...] Am gestrigen Abende hat der hiesige Männer=Gesangsverein seine Cäcilien=Produktion unter der lebhaftesten Theilnahme einer sehr zahlreichen und eleganten Zuhörerschaft gegeben. Das Programm enthielt folgende Nummern: [... Lachner ...]; \"Germanenzug\", von Bruckner; [... Zimmermann, Mendelssohn, Engelsberg, Beethoven, Gruber (Chormeister in Hallein), Storch (Vater), Weber, Schulze ...] Sämmtliche Nummern erfreuten sich der vollsten Anerkennung [... Beweis], daß der Welser Männer=Gesangverein mit Ausdauer und Liebe seiner schönen Aufgabe nachkommt, und unter der Leitung seines ausgezeichneten Chormeisters Seiberl auch Tüchtiges leistet. [... Dr. Schleifer aus Ried als Gast, Klage über schlechte Kirchenmusik in Wels ...]\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186512005, "Datum": "Dezember 1865", "Haupttext": "Hanslick schenkt Bruckner die Partitur der Messe op.147 von Robert Schumann, in die er eine eigenhändige Widmung einträgt: »Herrn Anton Bruckner [/] zur freundschaftlichen Erinnerung an [/] Eduard Hanslick.«", "Letzte Änderung": "17.12.2024 14:30"}, {"ID": 186512035, "Datum": "3.12.1865, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwurstessen bei Karl Zappe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186512055, "Datum": "(5.12.1865, Dienstag)", "Haupttext": "Brief von Karl Mayrberger an den »Frohsinn«:\r\n»Euer Wohlgeboren! \r\n   Vor allem den tiefgefühltesten Dank für das für mich so ehrenvolle gütige Schreiben vom 2t. dMts., welchen Dank ich auch dem Herrn Vorstande in meinem Namen auszudrücken bitte.\r\n   Ich werde nicht ermangeln, seinerzeitig das Gesuch, für welches der Einsendungstermin, ich glaube wenigstens mit 31. Dezember l. J. abläuft - zu übermitteln. Da ich jedoch die Ausschreibung nicht selbst gelesen, sondern dieselbe mir von einem Freunde bloß mitgetheilt wurde, und ich das betreffende Blatt der „neuen freien Presse” nicht mehr erlangen kann, so bitte ich Euer Wohlgeboren recht sehr mir die Ausschreibung gefälligst übersenden zu wollen natürlich auf meine Kosten.\r\n   Da ich aber schon mitten im Bitten bin so erlaube ich mir noch eine zu stellen und zwar mir gütigst die Nachricht zukom[m]en zu lassen, ob man in Linz auf Musikstunden rechnen könne, da wie Euer Wohlgeboren ohnehin wissen werden, daß der Musiker von Fach, wenn auch als besoldeter Chormeister doch immer noch nebenbei auf Stunden angewiesen ist.\r\n   In der Voraussetzung daß mir Euer Wohlgeboren ob dieser Belästigung nicht zürnen werden, zeichnet sich achtungsvollen Sängergruß beifügend\nEuer Wohlgeboren\r\nergebenster\r\nKarl Mayrberger. Preßburg am 5. Dezember 865.«\nDer Entwurf des Antwortschreibens (unleserlich unterschrieben von Jos ...? vermutlich der am 27.10.1865 gewählte Sekretär Josef Löcker) befindet sich auf demselben Dokument [nach dem 7.12.1865]:\r\n»Euer Wolgeboren!\r\n   Durch viele Geschäfte sehr in Anspruch genommen, kom[m]e ich heute erst zur Beantwortung Ihres werthen Schreibens v. 5. dMts u. bitte die Verzögerung zu entschuldigen.\r\n   Ihrem Wunsche zufolge theile ich Ihnen die [unleserlich: ...und? oder Vereins?] Kundmachung wörtlich mit.\r\n   „Bei der L. T. Frohsinn in Linz ist die Chormeisterstelle mit einem fixen Jahresgehalt von 300 f öW sogleich zu besetzen. Bewerber wollen sich unter Nachweisung ihres Alters, ihrer Stellung u Befähigung bis längstens Ende 865 an den gefertigten Vereins Vorstand wenden, welcher die näheren Auskünfte ertheilen wird [/] Dr Mathias Weismann [/] Linz No. 872. [Ende des Zitats]\r\n   Was Ihre weitere Frage bezüglich Erlangung von Musikstunden betrifft, halte ich mich verpflichtet, Euer Wolgeboren reinen Wein einzuschenken. Es wird sehr schwer halten, hier in Linz bei der großen Anzahl von Musiklehrern, wenigstens für die ersten Jahre Musikstunden zu erlangen.\r\n   Euer Wolgeboren würden gewiß wenigstens für die ersteren Jahre auf Musikstunden nicht rechnen können, da es hier in Linz bei der übergroßeren [sic] Anzahl von Musiklehrern sehr schwer ist Lektionen zu erhalten. Die bereits anwesenden Musiklehrer sind hier schon bekannt u. so hungriger Natur, daß sie einem neuen Konkurrenten stets hindernd im Wege tretten [sic], so zwar, daß Euer Wolgeboren trotz Freunden u. Gönnern kaum auf eine ergiebige Einnahme durch Lektionen  rechnen könnten [darüber die Korrektur:] erzielen würden. Auf diesem Felde ist es schwer in Linz etwas zu erreichen. Ich rathe Euer Wohlgeboren freundschaftlichst auf ein Nebeneinkommen in dieser Richtung keine Rechnung zu machen. Denn die Enttäuschung würde bitter sein. Die L. T. beabsichtigt den neuen Chormeister zu verhalten eine Gesangsschule für Männer zu eröffnen um Mitglieder heranzubilden. [im Folgenden viele Wörter kaum eindeutig zu entziffern] Die Zalung [unleserliches Wort] haben [heben?] aber u. [in?] d. J. ein billiges Honorar die Theilnehmer zu bestreiten. Doch [?] auch dieß nur ein ungewißes Feld auf Verdienst [?]. Hier sind nur die 300f Besoldung. Es komt mich schwer an, Ihnen solche Mittheilungen machen zu müssen, weil ich damit vielleicht [?] einen uns allen sehr liebgewordenen Mann abschrecke sich in Competenz zu setzen u. wir hierbei die Aussicht auf ein [sic] Chormeister verlieren, der in jeder Richtung die Eigenschaften besitzen würde unsern Verein zu heben. Doch als Mann halte ich es für meine erste Pflicht Ihnen gegenüber offen zu handeln und Licht u. Schatten genau zu sondern. Ich lege Ihnen zugleich das Program[m] unseres letzten Concertes bei. Hoffend, Ihren Wünschen bestens entgegen gekommen zu sein, bitte ich meine Offenheit richtig zu beurtheilen u. zeichne mich achtungsvollen Sängergruß u Handschlag beifügend\r\nE W \r\nergebenster \r\nJos Löcker [?]«", "Letzte Änderung": "19.06.2025 13:54"}, {"ID": 186512095, "Datum": "9.12.1865, Samstag", "Haupttext": "In einem Artikel über den Domchor und eine neue Messe von Dorn in den Christlichen Kunstblättern Nr. 12, S. 50, wird auch Bruckners d-Moll-Messe erwähnt: \n     \n»Domchor. Das Repertoire unseres Domchores ist ein den Besuchern dieses Gotteshauses sehr bekanntes, aber es ist kein unabänderliches. Vielmehr ist die Bereitwilligkeit, mit welcher neue Tonwerke zur Aufführung gebracht werden, aller Anerkennung werth. So wurde neulich eine Messe vom hiesigen Theaterkapellmeister Dorn einstudiert und producirt. Ein großes Werk, welches viel Schönes und noch mehr Künstliches in sich birgt. Ohne bedeutende Begabung in Verbindung mit fleißigem Studium kommt eine solche Tondichtung nicht zu Stande. Dorn hat sich auch R. Wagner und Liszt zu Vorbildern genommen, und man muß gestehen, daß er ihren Stil (oder Manier?) nachzuahmen versteht. In's Einzelne können wir, da wir die Partitur nicht sahen, uns nicht einlassen. Es dürften die durch Schönheit hervorragenden Partien den vergriffenen jedenfalls das Gleichgewicht halten. Das Alles sagen wir vom allgemein musikalischen Standpunkte. Dabei halten wir aber, uns speziell auf den kirchenmusikalischen Standpunkt stellend, unsere Ueberzeugung aufrecht, daß dieser jüngste Stil unter allen am wenigsten kirchlicher Stil sei und sein könne. Das ist unsere aufrichtigste und feste Ueberzeugung; und dennoch freuten wir uns über die Aufführung der Bruckner'schen und jetzt der Dorn'schen Messe. Warum? Einmal schon, weil bei solcher Gelegenheit bessere Kräfte zusammenzuwirken pflegen, dann aber hauptsächlich deßhalb, weil die genannten Tonwerke geistvoll komponirt sind und wirklich auf der Höhe der Zeit stehen. Um des Werthes willen, den sie in sich tragen, kann man die Fehler des Stiles leichter übertragen. Auf der anderen Seite ist nichts unerträglicher, als die langweilige Seichtigkeit gewisser Kompositeure, die ihr Unvermögen mit dem Anscheine von Kirchlichkeit zu bemänteln suchen, und die Schablonmäßigkeit anderer, die selbst ohne Erfindung und Originalität nur in der musikalischen Mache eine bedeutende Fertigkeit sich eigen gemacht haben.\n\n     Die zweite Produktion am Domchor, deren wir erwähnen müssen, ist die der Cherubini=Messe zum Cäciliafeste [22.11.1865]. Man hätte für diesen Tag kaum besser wählen können. Die genannte Messe nimmt eine hohe Stufe unter den musikalischen Schöpfungen ein und wird von vielen geradezu für epochemachend gehalten.\n\n     Die Aufführung war jedesmal sehr gelungen.« [keine Signatur; verantwortlicher Redakteur Dr. F. Waldeck].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186512105, "Datum": "10.12.1865, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"11ten Dez. Pf.\" [sic].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186512175, "Datum": "(17.12.1865, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert Herbecks in Wien u.a. mit einer Ouvertüre Anselm Hüttenbrenners und der Uraufführung von Franz Schuberts »Unvollendeter« (*).\nBrief von Weilnböck an den »Frohsinn«:\r\n   Erklärt seinen Austritt aus dem Verein (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 17:14"}, {"ID": 186512225, "Datum": "22.12.1865, Freitag", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins unter Leitung von Eduard Hauptmann mit Werken von Joseph Haydn (G-Dur-Symphonie), Cherubini (Ouvertüre zu \"Lodoiska\") und Händel (Arie aus \"Acis und Galathea\" und \"Alleluja\" aus dem \"Messias\").", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186512265, "Datum": "26.12.1865, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"26ten Dez. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186512305, "Datum": "30.12.1865, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"30ten Dez. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186512315, "Datum": "31.12.1865, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"31. Dez. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186600005, "Datum": "1866", "Haupttext": "Bruckner ist in den Rechnungen der Domkirche Linz namentlich erwähnt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186601005, "Datum": "Januar 1866", "Haupttext": "Bruckner läßt für 300 fl. seine Wohnung herrichten [siehe \"vor dem 13.3.1866\"]. Der Konflikt mit Alois Weinwurm wegen der Preiszuerkennung beim Sängerfest im Juni 1865 wird beigelegt, der Briefwechsel mit Rudolf Weinwurm wieder aufgenommen. Josef Ruzek wird statt Bruckner Chormeister des »Frohsinns«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186601025, "Datum": "2.1.1866, Dienstag", "Haupttext": "Kompetentenliste [und vermutlich Sitzung] des »Frohsinn« mit Kommentaren zu den 11 Bewerbern (u.a. Kitzler [hat am 25.12.1865 abgesagt], Mayrberger, Bruckner, Hauptmann und Ruzek). Der Ausschuß schlägt Ruzek als geeignete Persönlichkeit vor. Die Kompetentenliste verzeichnet »Des Competenten [/] Namen und Charakter, seinen Wohnort, die Gesuchs:Beilagen.« und enthält eine separate Spalte »Anmerkung.«\n»1. | Otto Kitzler, Theaterkapellmeister | Brünn | [Spalte ”Gesuchs:Beilagen” leer] | Derselbe ist zufolge Zuschrift vom 25. Dec. 865 von der Competenz abgestanden. [...]\r\n8. | Carl Mayrberger, Componist u. k. k. Militär:Empfangs[?]:Offizial .. | Preßburg | /:Gesuchsbeilagen keine:/ Beruft sich auf seine Compositionen und die Leistungen beim o.ö. Bundesfeste wo selber den III. Ehrenpreis erhielt. | Competent, will erst nach Verleihung der Chormeister-Stelle um Versetzung nach Linz einschreiten. Hiebei ist kaum abzusehen, wann der Verein zu seinem erwarten [sic] Chormeister kommen würde. Aus diesem trieftigen Grunde ist dieses Gesuch nicht zu befürworten.\r\n9. | Anton Bruckner Domorganist ... | Linz | Bittsteller beruft sich auf die seine dem Vereine ohnehin bekannten Kenntniße u. Fähigkeiten und legt das Anerkennungs:Diplom der L. T. Frohsinn ... [darunter, später in kleiner Schrift nachgetragen:] /: Das Gesuch zurückgegeben nachdem Bewerber nicht gewählt wurde :/ | \r\n10. | Eduard Hauptmann interimist. Chormeister der Liedertafel Frohsinn | Linz | Im Gesuche ist hingewiesen, daß die Fertigkeiten des Gesuchsstellers dem Vereine ohnehin aus seinem 2jährigen Wirken in den Linzer Vereinen bekannt sind und legt derselbe noch eine Bestättigung [sic] des Männergesangs-Vereines Gratz ... |\r\n11. Josef Ružek Theaterkapellmeister. | Linz | Zeugniß des M. G. Vereines Olmütz | Ernennungs:dekret zum Ehrenmitglied des Prorauer M. G. Vereines. Im Gesuche sind besondere Fähigkeiten für einen Liedertafel Chormeister ausgedrückt und selber auch als tüchtiger Dirigent bekannt. |\r\n[die folgende Anmerkung ist durch eine Schweifklammer als für die Bewerber 9 bis 11 gültig markiert:]\r\nDer Ausschuß schlägt, von den bekannten 3 Competenten, Herrn Josef Ružek als die geeignete Persönlichkeit für die erledigte Chormeister:Stelle vor, und empfiehlt dem Vereine die Berücksichtigung dieses Bewerbers.\r\n/: Laut Ausschuß Sitzungs-Protokoll No. 66. vom 1. Jänner 1866 :/ \r\n[unten, mittig:] Linz am 2. Jänner 1866.\r\n[unten rechts:] Josef Löcker [/] Schriftführer«", "Letzte Änderung": "19.06.2025 13:55"}, {"ID": 186601075, "Datum": "7.1.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"7. Jänner 866 Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186601235, "Datum": "23.1.1866, Dienstag", "Haupttext": "Scherzo der 1. Symphonie beendet in »Linz ... 1/2 1 Uhr Morgens« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186601275, "Datum": "27.1.1866, Samstag", "Haupttext": "Adagio der 1. Symphonie begonnen (*).\nBrief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Mußte wegen Wohnungsrestaurierung Geld beim »Anker« borgen; arbeitet noch am Adagio der 1. Symphonie, übrige Sätze fertig, neues Scherzo. Das Zerwürfnis mit Alois Weinwurm wegen einer durch Melichar weitergetragenen Äußerung sei bereinigt. Ob Herbeck Beethovens 9. Sinfonie nicht aufführe? Weilnböck und Hauptmann aus dem »Frohsinn« ausgetreten; neuer Chormeister [Ruzek]; Vorstand ist Dr. Weißmann (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2023 11:06"}, {"ID": 186602115, "Datum": "11.2.1866, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in Linz. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"12ten Feb.\" [sic].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186602145, "Datum": "(14.2.1866, Aschermittwoch)", "Haupttext": "None", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186602255, "Datum": "25.2.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"25ten Feb. Pfarr.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186602285, "Datum": "28.2.1866, Mittwoch", "Haupttext": "Linzer Erstaufführung von Wagners »Lohengrin«.", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:26"}, {"ID": 186603055, "Datum": "(5.3.1866, Montag)", "Haupttext": "Aufführung von Ignaz Dorns Volksstück \"Prinz Eugen der edle Ritter\" in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186603134, "Datum": "vor dem 13.3.1866", "Haupttext": "Rechnung von Johann Busek für Tapeziererarbeiten in Bruckners Wohnung (35 fl 60 kr.) [siehe \"Januar 1866\"].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186603135, "Datum": "13.3.1866, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Stadtpfarrer Josef Schropp an Bruckner:\r\n   Anläßlich der Wohnungsrenovierung erhalte er für die Zimmermanns- und Maurerarbeiten 55 fl. Der Rest (für kleinere Reparaturen) werde auch im Falle zinspflichtiger Wohnungen nie vom Hausherrn bezahlt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186603215, "Datum": "21.3.1866, Mittwoch", "Haupttext": "Im Gründungsfestkonzert des \"Frohsinn\" wird als Abschluss des 1. Konzertteils Wagners \"Liebesmahl der Apostel\" [unter Josef Ruzek] aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186603225, "Datum": "22.3.1866, Donnerstag", "Haupttext": "[??] Bruckner hört in Wien erstmals Beethovens 9. Sinfonie unter Herbeck (*).\n[recte 21.3.1866] Im Linzer Theater führt der »Frohsinn« unter Josef Ruzek beim Gründungskonzert Wagners »Liebesmahl der Apostel« auf; Clara Schumann wirkt im Nebenprogramm mit (**). [am 24.3.1866] Sie spielt u. a. das Moment musical D 780/1 von Franz Schubert (***).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 66 kündigt auf S. 3 das Konzert von Clara Schumann am 24.3.1866 an und gibt das Programm bekannt.\r\nAuf derselben Seite wird das voraussichtliche Personal für den Theater- und Opernbetrieb vorgestellt und das Benefizkonzert des \"Frohsinn\" zu Gunsten des Chor- und Orchesterpersonals für den 25.3.1866 angekündigt (°).\r\n[Der Spielbetrieb war vorzeitig (nach der Insolvenz von Pichler-Bodog am 10.3.1866) eingestellt worden, wodurch das Personal in finanzielle Bedrängnis geriet.]", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:53"}, {"ID": 186603235, "Datum": "23.3.1866, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 67 bringt auf S. 2 einen Hinweis zum Kartenvorverkauf des Konzerts vom 24.3.1866 mit Clara Schumann und bespricht auf S. 3 das Konzert vom 21.3.1866, signiert \"—d.\" [Mayfeld?]. Am 25.3.1866 solle es eine Wiederholung von Wagners \"Liebesmahl der Apostel\" geben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186603245, "Datum": "24.3.1866, Samstag", "Haupttext": "Konzert Clara Schumanns in Linz mit Werken von Beethoven, Schubert, Hiller, Chopin, Mendelssohn und Robert Schumann (darunter auch Lieder, gesungen von Mathilde von Lutterotti und Herrn Sodoma).\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:26"}, {"ID": 186603254, "Datum": "vor dem 25.3.1866", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner. Hanslick war in Linz und regte Bruckner an, im Herbst ein Orgelkonzert in Wien zu geben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186603255, "Datum": "25.3.1866, Palmsonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n    Dankt für Rudolfs Brief. Er sei Opfer einer Verleumdungskampagne; bittet um Aufklärung. Hatte auch deswegen Kontakt mit Alois Weinwurm. Gratulation zum Namensfest [17.4.1866]. Würde gerne seine 1. Symphonie zeigen. Hanslick habe ihm vorgeschlagen, im Herbst ein Orgelkonzert in Wien zu geben (*).\nZweite Aufführung von Wagners »Liebesmahl der Apostel« durch den »Frohsinn«, der Wagner zum Ehrenmitglied ernennt [?], bei einer Akademie im Theater (**) in einem Benefizkonzert zu Gunsten des Chor- und Orchesterpersonals (***).\nHinweis auf dieses Konzert mit Angabe des Programms in der Linzer Tages-Post Nr. 69 auf S. 3 (die Rubrik ist datiert 24.3.1866). Clara Schumann habe im Hotel \"zum rothen Krebs\" Quartier genommen (***).", "Letzte Änderung": "21.07.2025 16:17"}, {"ID": 186604014, "Datum": "etwa April 1866 (vor dem 7.5.1866)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Ignaz Dorn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604125, "Datum": "12.4.1866, Donnerstag", "Haupttext": "Adagio der 1. Symphonie beendet (1. Datierung).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604135, "Datum": "13.4.1866, Freitag", "Haupttext": "Bei einer Feier in Urfahr bringt Bruckner Toasts auf Rudolf Weinwurm aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604144, "Datum": "vor dem 14.4.1866", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604145, "Datum": "14.4.1866, Samstag", "Haupttext": "2. Datierung am Ende des Adagios der 1. Symphonie (*). Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: Gratuliert [zum Chormeister des Wiener Männergesangvereins (??)]; frühstückte heute mit Alois Weinwurm, war gestern auf einer Feier in Urfahr. Bald beginnen die Proben zur 1. Symphonie. Aufführungstermin unsicher wegen Kriegsgefahr. Rudolfs Meinung zum Orgelkonzert-Projekt? Bedankt sich für Rudolfs Brief (**).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß Bruckner eine Symphonie vollendet habe und deren Aufführung plane (***): \n»Linz, 13. April.\n   * (Musikalisches.) Der Dom-Organist Herr Anton Bruckner, dessen Messe im vorigen Jahre einen so großen und für ihn so ehrenvollen Erfolg hatte, hat soeben die Komposition einer Symfonie vollendet, welche derselbe noch im Verlaufe dieses Frühjahrs hier zur Aufführung bringen wird. Anstatt im Redoutensaale, wo bei starker Instrumentirung besonders die Blechinstrumente auf die näher Sitzenden einen das musikalische Ebenmaß störenden Eindruck machen, soll diese Symfonie in der Volksfesthalle zur Aufführung kommen. Die Klangwirkung wird dort jedenfalls eine bessere sein. Die uns gestattet gewesene Einsicht in die Partitur hat uns bereits einen Vorgeschmack von der Schönheit und Großartigkeit dieses neuesten Werkes des reichbegabten Komponisten gegeben. Die Musikfreunde haben somit einen großen Genuß und Anton Bruckner einen neuen Triumph zu erwarten.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604155, "Datum": "15.4.1866, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 86 kündigt auf S. 3 die Aufführung der 1. Symphonie für den Mai 1866 an:\r\n   »§ Im Laufe des nächstkommenden Monats Mai wird Herr Anton Bruckner, Organist am hiesigen Dome, eine von ihm komponirte Symphonie in der Volksfesthalle zur Aufführung bringen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604235, "Datum": "23.4.1866, Montag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604245, "Datum": "24.4.1866, Dienstag", "Haupttext": "Herbeck wird, obwohl er in der Rangfolge hinter Gottfried Preyer steht, Nachfolger Benedikt Randhartingers an der Wiener Hofkapelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604295, "Datum": "29.4.1866, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"28. April 1866 Pf.\" [sic].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186604305, "Datum": "30.4.1866, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck:\r\n   Gratuliert zum neuen Amt [s. 24.4.1866], sendet Partitur von Robert Schumanns »Faust« zurück. Plant Aufführung der 1. Symphonie in Linz, später in Wien. Bülow etc. sahen Einzelsätze; Rubinstein aus Petersburg und Liszt baten um Zusendung der Partitur. Bruckner erinnert Herbeck an seine Worte am 22.11.1861, bittet um zukünftige Gewogenheit und Unterstützung.", "Letzte Änderung": "22.06.2025 11:06"}, {"ID": 186605005, "Datum": "Mai 1866", "Haupttext": "Aufführung der 1. Symphonie in Linz geplant.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186605065, "Datum": "6.5.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"6ten Mai Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186605075, "Datum": "7.5.1866, Montag", "Haupttext": "Brief Ignaz Dorns an Bruckner: \n   Dankt für Schreiben, berichtet von seiner Arbeit in Brünn. Bittet, die Aufführung der 1. Symphonie auf August zu verschieben. Hat bei Otto Kitzler eine Photographie Bruckners gesehen. Grüße an Zappe und Weilnböck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186605115, "Datum": "(11.5.1866, Freitag)", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm wird Dirigent des Wiener Männergesangvereins.", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:52"}, {"ID": 186605135, "Datum": "[13.5.1866, Sonntag]", "Haupttext": "Aufführung der e-Moll-Messe von Herbeck in der Hofkapelle (*).\n\nDie Neue Freie Presse Nr. 611 meldet in der Morgenausgabe in der \"Kleinen Chronik / Wien, 12. Mai\" auf S. 5, dass in der gestrigen [d. h. 11.5.1866] Generalversammlung des Wiener Männergesangvereins Rudolf Weinwurm fast einstimmig als Nachfolger Herbecks zum Chormeister ernannt wurde. Die Leitung des Wiener Akademischen Gesangvereins könne Weinwurm bis Ende Juli fortführen (**). \nEine ähnliche Meldung (mit 114 von 127 Stimmen gewählt) bringt auch die \"Presse\" Nr. 130 auf S. 10 (= Beilage \"Local-Anzeiger\", S. 2) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186605155, "Datum": "15.5.1866, Dienstag", "Haupttext": "Datierung Schimatscheks am Ende der Stimme des 1. Horns zur 1. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186605165, "Datum": "16.5.1866, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Dürrnberger: \n     Dankt dem einstigen Lehrer für seine Mühe, gratuliert zum Namenstag, läßt Grüße an die Verwandten ausrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186605225, "Datum": "22.5.1866, Pfingstdienstag", "Haupttext": "Dr. Karl Schiedermayr wird Vormund von Bertha Barghesi.", "Letzte Änderung": "16.10.2024 08:54"}, {"ID": 186605317, "Datum": "etwa Mai/Juni 1866, Donnerstage", "Haupttext": "Jeden Donnerstag finden Proben zur 1. Symphonie statt, die schlecht besucht werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186606075, "Datum": "7.6.1866, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung der »Abendklänge« [WAB 110] für Violine [?] und Klavier, gewidmet dem k.k. Landesgerichtsadjunkten Hugo von Grienberger.\r\n   »Abendklänge [/] Sr. Wohlgeboren, dem hochver-[/]ehrten Herrn Hugo [/] v. Grienberger, kk. Landesgerichts-[/]Adjuncten in tiefer Verehrung [/] und Hochachtung gewidmet.«\r\n   [am Schluß:] »Linz 7. Juni [1]866. Anton Brucknermp.« [*].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186606084, "Datum": "vor dem 8.6.1866", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner: \n   Vermutlich über die geplante Aufführung der 1. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186606085, "Datum": "8.6.1866, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n   Dankt für brieflich erteilten Rat. Alois Weinwurm habe von einer Aufführung der 1. Symphonie zu patriotischen Zwecken abgeraten. Berichtet vom schlechten Besuch der Donnerstagsproben; Aufführung wohl erst in Herbst. Hat über Herbecks Messe gelesen. Ob Rudolf etwas von Sechter wisse? Erwähnt eine erfolglose Liebesaffaire zwischen einem Herrn Mair und einer alten Brucknerschen »Flamme«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186606245, "Datum": "24.6.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"24ten Juni Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186607005, "Datum": "Juli 1866", "Haupttext": "Bruckner leiht sich aus Kremsmünster den Klavierauszug von Mendelssohns »Elias« aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186607013, "Datum": "Juli 1866", "Haupttext": "Bruckner leiht sich aus Kremsmünster den Klavierauszug von Mendelssohns »Elias« aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186607085, "Datum": "8.7.1866, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"7ten Juli 866 Pf.\" [irrtümlich falsch datiert?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186607155, "Datum": "15.7.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"15ten Juli 1866 Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186607225, "Datum": "22.7.1866, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"21ten Juli Dom\" [sic].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186607265, "Datum": "26.7.1866, Donnerstag", "Haupttext": "Schlußdatierung Schimatscheks in der Partiturabschrift der 1. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186607317, "Datum": "Juli/August 1866", "Haupttext": "Bruckner schickt [Schimatscheks] Abschrift der 1. Symphonie an Dessoff und (*) Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186608055, "Datum": "5.8.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"5ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186608095, "Datum": "9.8.1866, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckners Neffe Gustav Hueber in Vöcklabruck geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186608165, "Datum": "16.8.1866, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josefine Lang:\r\n   Hält um ihre Hand an. Ihr Bruder habe sie sicher schon verständigt. Bruckner bittet um unmißverständliche, entschiedene Antwort.", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:18"}, {"ID": 186608166, "Datum": "nach dem 16.8.1866", "Haupttext": "Schriftliche Absage von Josefine Lang.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186608265, "Datum": "26.8.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"26ten August Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186608304, "Datum": "vor dem 30.8.1866", "Haupttext": "Bruckner lernt Herrn Tureck und Henriette Reiter kennen.\nBrief Bruckners an Gilhofer [?].\nBrief Gilhofers an Bruckner: liefert Informationen über Henriette Reiter.", "Letzte Änderung": "19.12.2024 22:38"}, {"ID": 186608305, "Datum": "30.8.1866, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Hat über Herrn Tureck aus Steyr Henriette Reiter kennengelernt, erkundigte sich bei Gilhofer (jetzt Lehrer in Garsten und Chormeister in Steyregg). Laut dessen Schreiben wohnt die Mutter in Wien. Rudolf möge sich über den Leumund und die Vermögensverhältnisse erkundigen. Ob es eine Ehekandidatin aus Salzburg gebe? Weinwurm soll für Gilhofer Noten eines vom Wiener Männergesangverein beim Dresdner Sängerfest gesungenen Volksliedes besorgen. Wie es Alois Weinwurm gehe?", "Letzte Änderung": "03.08.2025 12:45"}, {"ID": 186608317, "Datum": "Spätsommer 1866", "Haupttext": "Mit der Komposition der e-moll-Messe begonnen. Im Sommer hatte Bischof Rudigier Bruckner den Auftrag dazu erteilt (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186609024, "Datum": "vor dem 2.9.1866", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner: \n   Vermutlich über die Noten für Gilhofer und Bruckners Heiratskandidatinnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186609025, "Datum": "2.9.1866, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Gilhofer (*).\nBrief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Dankt für Antwortbrief, hat Gilhofer geschrieben, daß die in Dresden gesungenen Volkslieder bei Spina gedruckt sind. Über seine Heiratsabsichten: 3000 fl. [bei Henriette Reiter] seien zu wenig; ob Weinwurm den Namen der Salzburgerin auskundschaften könne? Wird Hellmesberger schreiben. Hat die Partitur der 1. Symphonie Dessoff zur Einsicht geschickt (**).", "Letzte Änderung": "16.12.2024 15:53"}, {"ID": 186609165, "Datum": "16.9.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"16ten Sept. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186609185, "Datum": "18.9.1866, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n   Dankt [für einen Brief?]; hat vor, Hellmesberger zu schreiben. Alois Weinwurm glücklich angekommen. Erwartet eine Photographie der Salzburgerin. Im Wiener Männergesangverein seien Intrigen zugunsten von Lorenz im Gange.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186609265, "Datum": "26.9.1866, Mittwoch", "Haupttext": "Die Katholischen Blätter melden, daß Bruckner eine Messe für den Maria-Empfängnis-Dom in Linz komponiere:\r\n»Linz, 25. September. (Zum Maria=Empfängniß=Dombau.) [... über die Baufortschritte ...] möge das Jahr 1867 [...] den heißersehnten Tag bringen, an welchem die Räume der Votivkapelle nach empfangener Weihe zum erstenmale von dem Rufe widerhallen werden: Herr, erbarme dich unser! Christe, erbarme dich unser! - Der unübertreffliche und geniale Domorganist in Linz, Herr Anton Brukner, dessen Meisterschaft sich in der Composition bereits mehrmals rühmlichst bewährt hat, wird zur gottesdienstlichen Feier dieses Tages eine eigene Messe componiren.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186609305, "Datum": "30.9.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"30ten Sept. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186610045, "Datum": "4.10.1866, Donnerstag", "Haupttext": "Hochamt im Linzer Dom [vermutlich mit Bruckners Mitwirkung] laut einer Meldung der Linzer Tages-Post vom 3.10.1866 (»§ Zur Feier des A. h. Namensfestes Sr. Majestät des Kaisers wird am 4. d. M., nämlich Donnerstag um 10 Uhr Vorm. in der Domkirche hier ein Hochamt mit Te-Deum abgehalten werden.«).", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:53"}, {"ID": 186610065, "Datum": "(6.10.1866, Samstag)", "Haupttext": "Heirat von Franz Schober.", "Letzte Änderung": "21.07.2025 16:29"}, {"ID": 186610145, "Datum": "14.10.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"14ten Okt. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186610185, "Datum": "(18.10.1866, Donnerstag)", "Haupttext": "Brief von Karl Waldeck an den »Frohsinn«: \n   Erklärt seinen Austritt aus dem Verein aus gesundheitlichen Gründen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186610205, "Datum": "20.10.1866, Samstag", "Haupttext": "Credo der e-moll-Messe beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186610285, "Datum": "28.10.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"28ten Okt. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186610305, "Datum": "30.10.1866, Dienstag", "Haupttext": "Sanctus der e-moll-Messe beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186610315, "Datum": "31.10.1866, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Sechters an Bruckner:\r\n   Dankt für Bruckners [briefliche?] Wünsche zur Genesung. Freut sich, Bruckner und seine Kompositionen in Wien zu sehen. Grüße an Herrn Markus. Gibt seine neue Adresse an.", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:16"}, {"ID": 186611013, "Datum": "ca. November 1866", "Haupttext": "Angeregt durch A.M. Storch (*), komponiert Bruckner zwei Männerchöre nach Texten von August Silberstein: »Vaterländisches Weinlied« [WAB 91] (**) und »Vaterlandslied« [WAB 92] mit Tenor- und Bariton-Solo (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186611044, "Datum": "vor dem 4.11.1866", "Haupttext": "Brief Bruckners an Sechter (mit medizinischen Ratschlägen). - Bruckner selbst ist zur Zeit an Halsweh und Grippe erkrankt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186611045, "Datum": "4.11.1866, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Gab Sechter brieflich medizinische Ratschläge, bittet Weinwurm, sich um Sechter zu kümmern. Er selbst sei auch krank, hoffe aber, zur 9. Sinfonie Beethovens nach Wien fahren zu können. Wann der Termin sei? Dankt für die von Alois Weinwurm ausgerichteten Grüße. Freut sich auf ein Wiedersehen. Sorgen wegen der Cholera-Fälle in Wien und Linz (*).\nAufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"4ten Nov. Dom\" (**).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:17"}, {"ID": 186611175, "Datum": "17.11.1866, Samstag", "Haupttext": "Benedictus der e-moll-Messe beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186611225, "Datum": "22.11.1866, Donnerstag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Skizze des Agnus der e-moll-Messe beendet (*).\nBruckner erhält ein Schreiben des Niederösterreichischen Sängerbundes, in dem er zur Komposition eines Chores eingeladen wird (**).", "Letzte Änderung": "19.06.2025 13:55"}, {"ID": 186611245, "Datum": "24.11.1866, Samstag", "Haupttext": "Laut Linzer Zeitung wurde Bruckner eingeladen, dem Niederösterreichischen Sängerbund eine Komposition einzusenden: »Linz, 23. November. [/] [...] * (Musikalisches.) Der Bundesrath des niederösterreichischen Sängerbundes hat beschlossen, jährlich ein Liederheft für Männerstimmen herauszugeben und beauftragte den Bundesmeister, ausgezeichnete Componisten dafür zu gewinnen. Gestern hat auch der hiesige Domorganist Herr Anton Bruckner die Einladung bekommen, eine Composition dem niederösterreichischen Bundesrathe zur Aufnahme in die Liedersammlung einzusenden.« [Vaterlandslied, WAB 92, Abendhimmel WAB 56]", "Letzte Änderung": "12.01.2025 19:47"}, {"ID": 186611255, "Datum": "25.11.1866, Sonntag", "Haupttext": "Vollendung der e-moll-Messe (*).\nAn diesem Wochenende [wann genau? Brief? vgl. 24.11.1866] erhält Bruckner eine Einladung des niederösterreichischen Sängerbundes [A. M. Storch], einen Männerchor zuzusenden [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "29.03.2025 20:24"}, {"ID": 186612005, "Datum": "Dezember 1866 [?]", "Haupttext": "Der »Frohsinn« überläßt Bruckner das Probenlokal im Nordico für Proben zur d-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612025, "Datum": "2.12.1866, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwurstessen bei Karl Zappe (*).\nBrief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Wie Alois Weinwurm schon gemeldet hat, wird Rudolf Karten für das Berlioz-Konzert am 16.12.1866 besorgen. Bruckner will etwas früher kommen. Möchte auch Beethovens 9. Sinfonie hören (°). Seine e-moll-Messe sei fertig, ebenso ein Männerchor [Vaterlandslied, WAB 92], um den ihn vor 8 Tagen der niederösterreichische Sängerbund gebeten habe (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612065, "Datum": "6.12.1866, Donnerstag", "Haupttext": "Zweite Vertonung des Männerchores »Abendhimmel« [WAB 56] nach einem Text von J. Chr. Zedlitz beendet; sie ist dem niederösterreichischen Sängerbund gewidmet (*).\nDer Linzer Abendbote Nr. 280 kündigt auf S. 1 das Konzert vom 8.12.1866 an:\r\n     »- Am 8. Dezember findet in den landschaftl. Redouten=Sälen das neunte Gründungs=Fest=Concert des Männergesangvereines „Sängerbund” zum Besten des zu gründenden Chormeister=Fondes unter gefälliger Mitwirkung der Fräuleins Kainersdorfer, Kurzwernhart, v. Lutterotti, Pagl, eines Damen=Chores und der Herren Hauptmann und Wieck statt. Das interessante Programm enthält folgende Nummern: [...] 5) Du bist wie eine Blume. Gedicht von Heine, für Sopran, Alt, Tenor und Baß, componirt von A. Bruckner; - [...] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612075, "Datum": "7.12.1866, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung gibt Details zum morgigen Konzert (mit »Du bist wie eine Blume«) bekannt:\r\n   »Linz, 6. December.\r\n   [...] * (Sängerbund.) Das neunte Gründungs=Fest=Concert des Männergesang=Vereines „Sängerbund” ... findet am 8. Dezember, Abends 7 Uhr, in den landschaftlichen Redouten=Sälen ... Statt. Das interessante Programm lautet: [...] 5. Du bist wie eine Blume. Gedicht von Heine, für Sopran, Alt, Tenor und Baß, componirt von A. Bruckner. [...] (*).\nAuch die Linzer Tages-Post Nr. 280 bringt auf S. 3 eine Ankündigung:\r\n   »§ Programm des Konzertes des Männergesangs=Vereines „Sängerbund” (am 8. d. M.): [...] 5) „Du bist wie eine Blume,” Gedicht von Heine, für Sopran, Alt, Tenor und Baß, komponirt von A. Bruckner. [...] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612085, "Datum": "8.12.1866, Samstag", "Haupttext": "In einem von Alois Weinwurm geleiteten Konzert des Sängerbundes (Gründungsfest in den Redoutensälen) gelangt Bruckners Quartett »Du bist wie eine Blume« zur Aufführung (*).\n     Außerdem erklingen Werke von Mendelssohn (Doppelchor aus »Oedipus auf Kolonos« und »Wasserfahrt«), A. Wieck (»Der Pirat«), August Möller (»Die guten Engel von Löwenstein«), Franz Schubert (»Widerspruch«), Alexander Dreyschock (»L'inquietude«, morceau de concert), Johann Wenzel Kalliwoda (»Der Sennin Heimweh«), Friedrich Kücken (»O komm Marie!«) und E. S. Engelsberg (»Heini von Steier«).\n     Unter den Mitwirkenden sind Frl. Lutterotti, Frl. Kainersdorfer, Frl. Kurzwernhart (Klavier), Frl. Pagl und die Herren Hauptmann und Wieck (**).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 08:12"}, {"ID": 186612105, "Datum": "10.12.1866, Montag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 8.12.1866 im Linzer Abendboten (ohne Erwähnung Bruckners).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612115, "Datum": "11.12.1866, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Storch:\r\n   Freute sich - »von aller Welt zurückgezogen und auch verlassen« - über die erwiesene Auszeichnung, hatte keine Chöre fertig und komponierte in den letzten Wochen »Abendhimmel«, »Vaterländisches Weinlied« und, dem niederösterreichischen Sängerbund gewidmet, das »Vaterlandslied« nach einem Text von Silberstein. Verzichtet auf Ehrensold, eine Aufführung wäre Lohn genug.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612125, "Datum": "12.12.1866, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post berichtet vom Konzert am 8.12.1866 mit durchaus kritischen Anmerkungen (auch zu den anderen aufgeführten Stücken):\r\n»[...] Der wunde Fleck der ganzen Produktion war das gemischte Quartett \"Du bist wie eine Blume\", dessen herrliche so zarte Komposition unseres genialen Bruckner durch den mangelhaften Vortrag der für den Concertgesang noch viel zu jungen und schwachen Sopranistin zu Grabe getragen wurde. - [...]«.", "Letzte Änderung": "18.01.2025 17:42"}, {"ID": 186612165, "Datum": "16.12.1866, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner und Alois Weinwurm hören um halb 1 Uhr im Großen Redoutensaal (*a) in Wien »Fausts Verdammnis« unter Berlioz' persönlicher Leitung (*).\nHerbeck fungierte als Hilfsdirigent, Hellmesberger spielte die Solo-Viola (*a).\nWeitere Mitwirkende sind Frl. Bettelheim, die Herren Walter, Hrabanek und Mayerhofer (*b).\nMöglicherweise besucht Bruckner bei diesem Wien-Aufenthalt Sechter (**), der ihm auch das für Arminger am 17.12.1866 komponierte Werk \"In virtute tua\" (***) mitgegeben haben könnte.\nBruckner war wieder im Hotel Kaiserin Elisabeth einquartiert (°).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 16:49"}, {"ID": 186612185, "Datum": "18.12.1866, Dienstag", "Haupttext": "\"Die Presse\" Nr. 345 listet auf S. 10f neue Hotelgäste auf:\n     \"Angekommene in Wien. | Vom 17. December. [...] Hotel Kaiserin Elisabeth. [...] Bruckner A., Domorganist, Linz.\" (*).\n \nEine ähnliche Meldung findet sich im Fremdenblatt Nr. 346 auf S. 11:\n     \"Angekommene: [...] Kaiserin Elisabeth, St. [Stadt] [...] A. Bruckner, Domorganist, Linz.\" (**)\n \nund im Neuen Fremdenblatt Nr. 346 auf S. 18:\n     \"Fremden-Liste. [...] Kaiserin Elisabeth, Stdt. [...] Bruckner, Domorganist, Linz.\" (***).\n \n[siehe Anmerkung].", "Letzte Änderung": "04.10.2024 12:40"}, {"ID": 186612245, "Datum": "24.12.1866, Montag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 294 meldet, daß Herbeck am 10.2.1867 die d-Moll-Messe, das »Ave Maria« [WAB 6] und das »Afferentur« aufführen wird: »- Bruckners Messe in D wird am 10. Februar unter der Leitung des k. k. Hofkapellmeisters Herbeck in der Hofburgkapelle in Wien, sowie dessen Graduale (Afferentur) und Offertorium (Ave Maria, 7-stimmig) zur Aufführung gelangen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612255, "Datum": "25.12.1866, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner und Alois Weinwurm erneuern bei der Bürgermeistertafel ihre Bruderschaft (*).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß Herbeck die d-Moll-Messe und das »Ave Maria« [WAB 6] aufführen wird:\r\n   »* (Domorganist Bruckner.) Wir haben schon zu wiederholten Malen Gelegenheit gehabt, das eminente Kompositionstalent des hiesigen Domorganisten Bruckner zu würdigen. Um so mehr freut es uns, zu vernehmen, daß in Kürze in der k. k. Hofburgkapelle in Wien, unter der Leitung des k. k. Hofkapellmeisters Herbeck, Bruckners Messe in D, dann ein Graduale [Afferentur] und Offertorium (Ave Maria 7stimmig) von demselben zur Aufführung kommen werden.« (**).", "Letzte Änderung": "15.01.2025 11:30"}, {"ID": 186612265, "Datum": "26.12.1866, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"26. Dez. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612305, "Datum": "30.12.1866, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"30ten Dez. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186612315, "Datum": "31.12.1866, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"31ten Dez. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186700005, "Datum": "1867", "Haupttext": "Mozarteum und Dom-Musikverein in Salzburg führen [im Jahresbericht vom 22.4.1867 (#)] Bruckner als »außerordentlichen Beitragsleister« im Jahresbericht auf (*).\nKarl Waldeck erlebt eine Orgelimprovisation Bruckners, bei der Motive aus Beethovens »Coriolan« verarbeitet werden (**).\r\nWaldeck schreibt 1867 (Oktober 1867) auch eine Orgel-Phantasie in g-Moll über ein Thema von Bruckner, noch unter dem frischen Eindruck von Bruckners Orgelspiel (**a), die Bruckner noch in der Linzer Zeit gehört haben soll (**b).\nIn Breinbauers Plan zur Restaurierung der Domorgel ist vermerkt, daß auf Bruckners Wunsch ein altes Chrismann-Register erhalten bleiben soll (***).\nBruckner ist in den Rechnungen der Domkirche Linz namentlich erwähnt (°).\n(Konzert einer Militärkapelle im Linzer Volksgarten mit Werken von Rossini, Weber, Meyerbeer u.a. (°°)).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:02"}, {"ID": 186701013, "Datum": "Januar 1867", "Haupttext": "Es wird bekanntgegeben, daß Herbeck am 10.2.1867 die d-moll-Messe in der Wiener Hofkapelle aufführen will (*). Brief Josef Breinbauers an Bischof Rudigier: \n   Über die Reparatur der Linzer Domorgel. Erwähnt Bruckners Schreiben vom 15.12.1857 (**). Aktenvermerk »Pr. 31. Jänner 867« (**a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186701115, "Datum": "11.1.1867, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des »Germanenzugs« und anderer Chöre des Sängerfestes durch Hermann Zopff in der von Franz Brendel herausgegebenen Neuen Zeitschrift für Musik 63 (1867) S. 19f (= S. 3f):\n»                      Musik für Gesangvereine.\n                             Für Männerstimmen.\n     Acht Preis-Chöre für das erste oberösterreichische Sängerfest im Verlage von Josef Kränzl in Ried (Oberösterreich).\nAnton Bruckner, \"Germanenzug\", Gedicht von Dr. A. Silberstein, für Männerchor und Harmoniebegleitung. Partitur mit untergelegtem Clavierauszuge (ohne Preisangabe).\n[... bei den anderen sieben Werken mit Preisangabe, Partitur und Stimmen ... über die unterschiedlichen Besetzungen ...]\n     Was den inneren Werth jener Werke betrifft, so erscheint uns Bruckner's »Germanenzug« am Gehaltvollsten. Stellenweise wäre breiteres Aussprechen der musikalischen Gedanken wünschenswerth gewesen, und möchten wir u. A. dem Dirigenten rathen, die beiden letzten Tacte des Stücks behufs gesättigteren Abschlusses noch einmal so langsam zu nehmen, auch will uns der, am Anfange besonders etwas bizarre Solosatz weniger munden; abgesehen hiervon ist aber das Ganze voll Charakter und Stimmung, das altgermanische Colorit erscheint vortrefflich getroffen und der von Freiheit und Heimath handelnde D dur-Satz ist durch seine glanzvolle Entfaltung von packender Wirkung. –\n     [... über die anderen Kompositionen ...]\n     Die Ausstattung sämmtlicher Stücke ist (bis auf einige Stichfehler in den Clavierauszügen) einfach, aber correct. –\n                                  Hermann Zopff.\"«", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:17"}, {"ID": 186701175, "Datum": "17.1.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck:\r\n   Dankt für die Absicht, am 10.2.1867 die d-moll-Messe aufzuführen. Sendet, auf Herbecks Anregung, das »Afferentur« und das »Ave Maria« [WAB 6]. Wird am 8. oder 9.2.1867 in Wien eintreffen. Grüße an die Familie. Die Raketen habe er noch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186701185, "Datum": "18.1.1867, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Sendet 10 fl.; bittet um Mitteilung, wann er wegen des 10.2.1867 nach Wien kommen soll. Am 25.12.1866 wurde die Bruderschaft mit Alois Weinwurm erneuert. Fragt im Auftrag des »Frohsinn« nach den Ritornellen Robert Schumanns, die unter Mitwirkung von Dr. Gunz beim Konzert des Akademischen Gesangvereins im [Wiener] Redoutensaal am 2. Fastensonntag 1861 [24.2.1861] aufgeführt worden waren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186701295, "Datum": "29.1.1867, Dienstag", "Haupttext": "Namenseintrag des Sängerknaben Martin Lojda [siehe die Anmerkung] in einer Stimme der d-moll-Messe, vermutlich anläßlich einer Probe. Ohne Datumsangabe trugen Michael Scharff [siehe die Anmerkung] und Moriz Gerhart ihre Namen in die Stimmen ein.", "Letzte Änderung": "07.12.2024 23:33"}, {"ID": 186702025, "Datum": "(2.2.1867, Samstag)", "Haupttext": "Der »Sängerbund« singt bei der Trauerfeier der Familie Mathias (Tod eines Kindes) in der Linzer Stadtpfarrkirche.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702055, "Datum": "5.2.1867, Dienstag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 29 kündigt auf S. 1 die Aufführung der d-Moll-Messe [10.2.1867] an:\r\n   » - Nächsten Sonntag wird in Wien in der k. k. Hofkapelle, die vor 3 Jahren am Cäcilientage im hiesigen Dome zum ersten Male producirte Messe des hiesigen Domorganisten Herrn Brukner, - unter Herbeks Leitung zur Aufführung gebracht.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702085, "Datum": "8.2.1867, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung der Aufführung der d-Moll-Messe [10.2.1867] in der Linzer Tages-Post Nr. 32 auf S. 3:\r\n   »§ Nächsten Sonntag wird in der kais. Hofburg=Kapelle zu Wien eine Messe des hiesigen Dom=Organisten Herrn Anton Bruckner aufgeführt werden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702087, "Datum": "8./9.2.1867, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Geplante Termine für die Reise nach Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702095, "Datum": "9.2.1867, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Aufführung der d-moll-Messe in der Neuen Freien Presse Nr. 878:\n      \"(Kirchenmusik.) In der Hofcapelle kommt am Sonntag den 10. .d. eine Messe in D, Graduale und Offertorium von Anton Bruckner, Dom=Organist in Linz, zur Aufführung.\" (*) \n\n\n\nund im Neuen Fremdenblatt Nr. 39 auf S. 4: \n\n     \" * Kirchenmusik in der k. k. Hofkapelle am Sonntag den 10. Februar: Messe in D, Graduale und Offertorium von Anton Bruckner, Domorganist in Linz.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702105, "Datum": "10.2.1867, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung in der »Presse« Nr. 40:\r\n»Local-Anzeiger.\r\n(Kirchenmusik.) In der k.k. Hofcapelle am Sonntag den 10. Februar: Messe in D, Graduale und Offertorium von Anton Bruckner, Dom-Organist in Linz.« (*).\nErste Wiener Aufführung der d-moll-Messe unter Herbeck in der Hofburgkapelle. Bruckner spielt Orgel. Außerdem erklingen das »Afferentur« [WAB 1] und das »Ave Maria« [WAB 6] (**). Als Kritiker ist Speidel anwesend (#).\r\nAnschließend findet ein Philharmonisches Konzert statt (***) mit Werken von Bargiel, Mozart (Solist: J. Epstein), Weber und Schumann. Dessoff dirigiert (°).\nBruckners St. Florianer Geigenlehrer Franz Gruber gestorben (°°).\r\n[Möglicherweise (wahrscheinlicher aber erst am 12.9.1867 bei Simon Sechters Beerdigung) hätte Bruckner bei dieser Gelegenheit mit Prof. Ottokar Lorenz zusammentreffen und den Plan, sich als Lektor an der Wiener Universität zu bewerben, besprechen können (°°°).]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702106, "Datum": "nach dem 10.2.1867", "Haupttext": "Traumihler lädt schriftlich zur Beerdigung Franz Grubers ein, an der Bruckner vermutlich teilgenommen hat.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702115, "Datum": "11.2.1867, Montag", "Haupttext": "Die d-moll-Messe und Bruckners Orgelspiel werden von Ludwig Speidel im Wiener Fremdenblatt Nr. 41 auf S. 5 besprochen:\r\n     »[...] Vor dem philharmonischen Konzerte hörten wir in der Hofkapelle eine große Messe von Anton Bruckner, dem Linzer Domorganisten. Vor Jahren hat dieser Tonkünstler bei dem Altmeister Sechter die Kompositionslehre durchgemacht, und ist aus dieser Schule, die an Strenge und Grausamkeit der Priesnitz'schen Wasserkur vergleichbar, mit glänzenden Fähigkeiten ausgestattet hervorgegangen. In Bruckner's Messe läßt sich diese Schule wohl stellenweise an der Kunst der Mache durchfühlen; was aber die Auffassung des Meßtextes betrifft, so liegt sie von Sechter's Richtung meilenweit ab. Sie ist nämlich wesentlich poetisch, und zwar zu einem großen Theile poetisch im Sinne der Zukunftsmusiker, so daß meistens eben so viel an Musik verloren geht, als an Poesie gewonnen wird. Namentlich macht sich diese poetisirende, schildernde und malende Tendenz im eigentlichen Herzen des Meßtextes, im Credo, bemerkbar; hier geht Bruckner jeder Verlockung zu poetischer Illustration in die Falle. Auf solche Weise geht der Satz der einheitlichen Stimmung verlustig, er zerbröckelt unter der Hand wie Linzer Torte. In grellen Instrumentaleffekten, in unsangbarer Behandlung der Menschenstimme, in harten harmonischen Fortschreitungen leistet Bruckner mitunter das Kühnste, obgleich ihm, was den letzten Punkt betrifft, der oberösterreichische Organist in treuherzigen Sequenzen hin und wieder in den Nacken schlägt. In anderen Sätzen, wie im Kyrie und im Agnus, bleibt er strenge bei der Stange, und aus diesen Stücken leuchtet eine unleugbare musikalische Begabung von nicht gewöhnlicher Art. Offenbar hat sich bei Bruckner in ein ursprünglich gesundes Kernholz ein fremdartiges Propfreis gesenkt, welches an seinen besten Kräften zehrt. Möge er dieses Gewächs bei der Wurzel fassen und es um seiner eigenen musikalischen Zukunft willen herzhaft herausreißen. Und nun sprechen wir schließlich einen alten Lieblingsgedanken aus, wenn wir Herrn Bruckner wünschen, es möchte ihm gelingen, sich in Wien auf die Dauer musikalisch niederzulassen. Man könnte in Wien diesen zu Linz internirten Tonkünstler, der sich einer fast sträflichen Bescheidenheit befleißigt, an zwei Handhaben fassen: an seinen großen theoretischen Kenntnissen aund an seinem wahrhaft bedeutenden Orgelspiel. Ist keine Kirche für ihn gebaut, kein Lehrstuhl für ihn vakant? Was er als Lehrer sein könnte, wissen wir freilich nicht aus eigener Anschauung; wie er aber die Orgel meistert, haben wir wiederholt erlebt. Auch gestern, am Schluß seiner Messe, setzte er sich an die Orgel und führte ein Thema frei durch. Mit welcher Kraft und Fülle das durch die Kapelle brauste! In virtuoser Behandlung des Pedals hat Herr Bruckner nicht leicht einen Nebenbuhler; er entwickelt darin eine wahre Fingerfertigkeit der Füße. Und dem entspricht seine wunderbare Gewandtheit auf dem Manual, eine Gewandtheit, für die kaum eine Schwierigkeit vorhanden ist. Es liegt zwar nicht in unserer Art, die Kirche so leicht zu Hilfe zu rufen; wenn sie aber einem Manne wie Anton Bruckner die seinen Fähigkeiten entsprechende Stelle anwiese, würde sie nur in ihrem eigenen Interesse handeln.   sp.«", "Letzte Änderung": "24.12.2024 18:08"}, {"ID": 186702125, "Datum": "12.2.1867, Dienstag", "Haupttext": "Zellner's Blätter für Theater, Musik und bildende Kunst Nr. 13 berichten auf S. 52 (= S. 4):\n     \" * (Kirchenmusik.) Vorgestern wurden sowohl in der k. k. Hofcapelle, als in der Altlerchenfelder Kirche neue Meßcompositionen zu Gehör gebracht. In der Hofcapelle debutirte der Domorganist G. [sic] Bruckner von Linz, in der andern Kirche deren Chorregent Hr. Kumenecker. Bruckner's Messe zeigt [sic] von viel Talent, aller [sic, recte aber] von eben so viel Unklarheit in der, den Kirchenstyl betreffenden Haltung. Bach, Wagner, Mozart und Mendelssohn schwirren mit ihren Reminiscenzen auffallend stark in dem Werke durcheinander. - [... über Kumeneckers Messe ...] Beide Werke (eines derselben hörten wir bei der Probe) waren sorgfältig einstudirt. [Signatur:]  # \"", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:10"}, {"ID": 186702135, "Datum": "13.2.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Nachdruck des Fremdenblatt-Artikels (über die Wiener Aufführung der d-moll-Messe) im Linzer Abendboten Nr. 36 auf S. 2: \n\n     » - Ueber Bruckners große Messe in der Hofkapelle zu Wien schreibt der Musik=Referent des Frd. Bl.: „Vor dem philharmonischen Concerte hörten wir in der Hofkapelle eine große Messe von Anton Bruckner, dem Linzer Domorganisten. Vor Jahren hat dieser Tonkünstler bei dem Altmeister Sechter die Kompositionslehre durchgemacht, und ist aus dieser Schule, die an Strenge und Grausamkeit der Prisnitz'schen Wasserkur vergleichbar, mit glänzenden Fähigkeiten ausgestattet hervorgegangen. In Bruckner's Messe läßt sich diese Schule wohl stellenweise an der Kunst der Mache durchfühlen; was aber die Auffassung des Meßtextes betrifft, so liegt sie von Sechter's Richtung meilenweit ab. Sie ist nämlich wesentlich poetisch, und zwar zu einem großen Theile poetisch im Sinne der Zukunftsmusiker, so daß meistens eben so viel Musik verloren geht als an Poesie gewonnen wird. Namentlich macht sich diese poetisirende, schildernde und malende Tendenz im eigentlichen Herzen des Meßtextes, im Credo bemerkbar; hier geht Bruckner jeder Verlockung zu poetischer Illustration in die Falle. Auf solche Weise geht der Satz der einheitlichen Stimmung verlustig, er zerbröckelt unter der Hand wie Linzer Torte. In grellen Instrumentaleffekten, in unsangbarer Behandlung der Menschenstimme, in harten harmonischen Fortschreitungen leistet Bruckner mitunter das Kühnste, obgleich ihm, was den letzten Punkt betrifft, der oberösterreichische Organist in treuherzigen Sequenzen hin und wieder in den Nacken schlägt. In anderen Sätzen, wie im Kyrie und im Agnus, bleibt er strenge bei der Stange, und aus diesen Stücken leuchtet eine unleugbare musikalische Begabung von nicht gewöhnlicher Art. Offenbar hat sich bei Bruckner in ein ursprünglich gesundes Kernholz ein fremdartiges Propfreis gesenkt, welches an seinen besten Kräften zehrt. Möge er dieses Gewächs bei der Wurzel fassen und es um seiner eigenen musikalischen Zukunft willen herzhaft herausreißen. Und nun sprechen wir schließlich einen alten Lieblingsgedanken aus, wenn wir Herrn Bruckner wünschen, es möchte ihm gelingen, sich in Wien auf die Dauer musikalisch niederzulassen. Man könnte in Wien diesen zu Linz internirten Tonkünstler, der sich einer fast sträflichen Bescheidenheit befleißigt, an zwei Handhaben fassen: an seinen großen theoretischen Kenntnissen aund an seinem wahrhaft bedeutenden Orgelspiel. Ist keine Kirche für ihn gebaut, kein Lehrstuhl für ihn vakant? Was er als Lehrer sein könnte, wissen wir freilich nicht aus eigener Anschauung; wie er aber die Orgel meistert, haben wir wiederholt erlebt. Auch gestern, am Schluß seiner Messe, setzte er sich an die Orgel und führte ein Thema frei durch. Mit welcher Kraft und Fülle das durch die Kapelle brauste! In virtuoser Behandlung des Pedals hat Herr Bruckner nicht leicht einen Nebenbuhler; er entwickelt darin eine wahre Fingerfertigkeit der Füße. Und dem entspricht seine wunderbare Gewandtheit auf dem Manual, eine Gewandtheit, für die kaum eine Schwierigkeit vorhanden ist. Es liegt zwar nicht in unserer Art, die Kirche so leicht zu Hilfe zu rufen; wenn sie aber einem Manne wie Anton Bruckner die seinen Fähigkeiten entsprechende Stelle anwiese, würde sie nur in ihrem eigenen Interesse handeln.”«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702145, "Datum": "14.2.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Auch die Linzer Zeitung bringt auf S. 161 [*] den Bericht des Fremdenblatts über die d-moll-Messe: \n   »* (Domorganist Bruckner.) Am Sonntag wurde in der Hofkapelle zu Wien eine große Messe vom hiesigen Domorganisten Bruckner aufgeführt, und wir lesen darüber im „Fremdenblatte” u. A. Folgendes: „Vor Jahren hat dieser Tonkünstler bei dem Altmeister Sechter die Kompositionslehre durchgemacht, und ist aus dieser Schule, die an Strenge und Grausamkeit der Priesnitz'schen Wasserkur vergleichbar, mit glänzenden Fähigkeiten ausgestattet hervorgegangen. In Bruckner's Messe läßt sich diese Schule wohl stellenweise an der Kunst der Mache durchfühlen; was aber die Auffassung des Meßtextes betrifft, so liegt sie von Sechter's Richtung meilenweit ab. Sie ist nämlich wesentlich poetisch, und zwar zu einem großen Theile poetisch im Sinne der Zukunftsmusiker, so daß meistens eben so viel Musik verloren geht, als an Poesie gewonnen wird. Namentlich macht sich diese poetisirende, schildernde und malende Tendenz im eigentlichen Herzen des Meßtextes, im Credo, bemerkbar; hier geht Bruckner jeder Verlockung zu poetischer Illustration in die Falle. In anderen Sätzen, wie im Kyrie und im Agnus, bleibt er strenge bei der Stange, und aus diesen Stücken leuchtet eine unleugbare musikalische Begabung von nicht gewöhnlicher Art. Offenbar hat sich bei Bruckner in ein ursprünglich gesundes Kernholz ein fremdartiges Propfreis gesenkt, welches an seinen besten Kräften zehrt. Möge er dieses Gewächs bei der Wurzel fassen und es um seiner eigenen musikalischen Zukunft willen herzhaft herausreißen. Und nun sprechen wir schließlich einen alten Lieblingsgedanken aus, wenn wir Herrn Bruckner wünschen, es möchte ihm gelingen, sich in Wien auf die Dauer musikalisch niederzulassen. Man könnte in Wien diesen Tonkünstler, der sich einer fast sträflichen Bescheidenheit befleißigt, an zwei Handhaben fassen: an seinen großen theoretischen Kenntnissen aund an seinem wahrhaft bedeutenden Orgelspiel. Ist keine Kirche für ihn gebaut, kein Lehrstuhl für ihn vakant? Was er als Lehrer sein könnte, wissen wir freilich nicht aus eigener Anschauung; wie er aber die Orgel meistert, haben wir wiederholt erlebt. Auch am 12. d. [sic!], am Schluß seiner Messe, setzte er sich an die Orgel und führte ein Thema frei durch. Mit welcher Kraft und Fülle das durch die Kapelle brauste! In virtuoser Behandlung des Pedals hat Herr Bruckner nicht leicht einen Nebenbuhler; er entwickelt darin eine wahre Fingerfertigkeit der Füße. Und dem entspricht seine wunderbare Gewandtheit auf dem Manual, eine Gewandtheit, für die kaum eine Schwierigkeit vorhanden ist.”«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702165, "Datum": "16.2.1867, Samstag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 7 berichtet auf S. 2 von der Aufführung der d-Moll-Messe [10.2.1867]:\n    »Correspondenzen.\nLinz, 14. Februar. (... - Hervorragender Landsmann. - ...) [...] Da wir gerne jede Gelegenheit ergreifen, verdienstvollen Landsleuten Worte der Anerkennung zu zollen, erwähnen wir des Umstandes, daß vergangenen Sonntag in der Hofcapelle zu Wien eine große Messe von dem hiesigen Domorganisten Herrn Bruckner, welcher sich persönlich dahin begeben hatte, zur Aufführung kam. Nach dem Ausspruche Sachverständiger fand die Composition eine sehr ehrenvolle Aufnahme und beurkundete der Componist mit diesem Werke eine musikalische Begabung von nicht gewöhnlicher Art. Ganz besonders gefiel Bruckner's meisterhaftes Orgelspiel, dessen eminente Behandlung des Pedales und seine wunderbare Gewandtheit auf dem Manuale. Wir möchten dem strebsamen tüchtigen Tonkünstler einen Wirkungskreis in Wien angewiesen sehen, wo er Gelegenheit fände, sein Talent zur Geltung zu bringen und auf künstlerischer Bahn rüstig fortzuschreiten.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186702245, "Datum": "24.2.1867, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 9. Sinfonie Beethovens in Wien (*).\r\nBruckner hatte beabsichtigt, dieses Konzert zu besuchen (**).\r\nIn diesem Philharmonischen Konzert unter Dessoff wurden außerdem Werke von Haydn und Mozart aufgeführt (***).", "Letzte Änderung": "23.09.2023 11:15"}, {"ID": 186703035, "Datum": "3.3.1867, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"4ten März 1867 Dom\" [sic].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186703045, "Datum": "4.3.1867, Montag", "Haupttext": "Die »Warte am Inn« meldet auf S. 79 die Aufführung [der d-Moll-Messe am 10.2.1867] in Wien: \n    »M Linz. [...] - Eine von dem hiesigen Domorganisten Bruckner komponirte Messe wurde unlängst in der Burgkirche zu Wien mit rühmlicher Anerkennung aufgeführt. Bruckner in Linz, Verwalter Santner in Suben (bei Schärding) und Organist Reiter in Braunau würden unter günstigeren Verhältnissen, wo ihnen Gelegenheit zum Studium und Ideenaustausche mit anerkannt berühmten Komponisten zu Theil würde, gewiß noch erhebliche Leistungen zu Stande bringen. Wir möchten wünschen, daß diesen strebsamen Tonkünstlern ein günstigerer Wirkungskreis angewiesen werden möchte.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186703175, "Datum": "17.3.1867, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"7ten März Pf.\" [sic! recte \"17ten\"?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186703255, "Datum": "(25.3.1867, Montag)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins (nachgeholtes drittes Konzert des Vorjahres), mit Beethovens Ouvertüre in C [Prometheus?], Mozarts d-Moll-Klavierkonzert (Solistin: Frau Trill), einem Gesangsstück, Kontrabaß-Variationen von Simandl, einer Klaviersonate von Karl Ewers und Beethovens Septett. \nMitwirkende: Frau Trill, Frl. Dalnoky und Herr Simandl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186704075, "Datum": "7.4.1867, Sonntag", "Haupttext": "Gründungsfest des »Frohsinn« in der Volksfesthalle. Der »Frohsinn« singt unter Ruzeks Leitung u.a. den Pilgerchor aus Wagners »Tannhäuser«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186704145, "Datum": "(14.4.1867, Palmsonntag)", "Haupttext": "Aufführung von Mendelssohns Oratorium \"Elias\" durch den Linzer Musikverein in einem außerordentlichen Konzert in der städtischen Volksfesthalle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186704175, "Datum": "17.4.1867, Karmittwoch", "Haupttext": "Artikel über den »Germanenzug« in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung 2 (Leipzig 1867), Nr. 16, S. 129:\n»                       Uebersicht neu erschienener Musikwerke.\n                                        Chor-Compositionen.\n                          b) Für Männerchor mit Begleitung.\nImmanuel Faisst. [... 2 Werke ...]  \nAnton Bruckner. Germanenzug (Gedicht von A. Silberstein), für Männerchor und Harmoniebegleitung. Preis-Chor für das erste oberösterreichische Sängerfest. Partitur (mit unterlegtem Clavierauszug) und Singstimmen. (Ried, J. Kränzl.)\n[... Weinwurm, Santner, Tschirch ...]\n     Eine Reihe von Männergesängen, [...] sämmtlich mit Blasinstrumenten-Begleitung, also auf Ausführung im Freien berechnet. Die bedeutendsten darunter sind wohl ohne Zweifel die I. Faisst'schen [...] Von den patriotischen Gesängen von Bruckner, Weinwurm und Santner, welche durch die politischen Ereignisse einigermaassen überholt scheinen, hat der erstere ein düsteres Gepräge (Tonart: D-moll), das in dem Augenblick, wo wir dies schreiben (in den Tagen der Luxemburger Frage!), uns doch wieder an mancherlei politische Fragen erinnert. Grosses musikalisches Interesse hat uns das Stück nicht gewährt. Noch weniger der Chor von Weinwurm, der strophisch behandelt ist und uns ziemlich lahm erscheint: der Componist hat den rechten Ton unserm Gefühl nach nicht zu treffen gewußt [... zu Santner: die Musik sei auf dem Niveau des Textes (Textbeispiel) ...].\n     [...] Der Patriotismus dieser Herren mag ernst und gut gemeint sein; dass aber aus diesen Gesängen kein einiges Deutschland erblühte, kann nach solchen Beispielen Niemand mehr wundern.\n     [...]«. [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "19.12.2024 18:58"}, {"ID": 186704235, "Datum": "23.4.1867, Dienstag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186705015, "Datum": "1.5.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"1ten Mai 1867 Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186705085, "Datum": "8.5.1867, Mittwoch, bis 8.8.1867", "Haupttext": "Bruckner begibt sich zur Kur nach Bad Kreuzen. Er wird vom Badearzt Dr. Max Keyhl betreut. Bischof Rudigier gibt ihm einen Priester als geistigen Beistand mit. Bruckners Nervenkrankheit äußerte sich in extremer Reizbarkeit, Geräuschüberempfindlichkeit und vor allem übersteigertem Zählzwang. Einige Beobachtungen hierzu wurden u.a. von Frau von Mayfeld und Karl Hörzenberger überliefert.", "Letzte Änderung": "06.12.2024 17:06"}, {"ID": 186705165, "Datum": "16.5.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt bei der Versicherungsgesellschaft »Anker« ein Darlehen von 250 fl. auf (*). Schreiben der Gesellschaft an Bruckner in Kreuzen:\nÜberweist den beiliegenden Betrag von 235,84 fl. und bittet um Unterzeichnung und Rücksendung der beiliegenden Quittung. Unterzeichnet von Carl Noback, der in einem Postscriptum persönliche herzliche Grüße an Bruckner richtet (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 23:19"}, {"ID": 186706195, "Datum": "19.6.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm (*):\r\n     Konnte seit der Abreise von Wien Rudolfs Wunsch nicht erfüllen, da er auf Veranlassung Dr. Födingers (*a) wegen seiner überreizten Nerven seit dem 8.5.1867 in Bad Kreuzen bei Grein ist. Darf nicht spielen, komponieren etc. Herbeck habe die Partituren [der e-moll-Messe und der 1. Symphonie (**)] ohne Kommentar zurückgesandt. Sein [Bruckners] Gesundheitszustand sei schon Ostern schlecht gewesen.\nKaiser Maximilian von Mexiko erschossen [siehe die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:21"}, {"ID": 186706215, "Datum": "21.6.1867, Freitag", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186706245, "Datum": "24.6.1867, Montag", "Haupttext": "An seine trübsinnige Stimmung an und vor dem diesjährigen Johannistag erinnert sich Bruckner in seinem Brief vom 19.6.1869 an Johann Baptist Schiedermayr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186706265, "Datum": "26.6.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 145 teilt auf S. 2 mit, welche Kurgäste sich u. a. in Bad Kreuzen aufhalten: \nFrau Akurti (Petersburg), Frau von Pichler (Fünfkirchen/Ungarn), Freifrau von Forgach aus Graz, Freiherr von Handel (Linz), Freiin von Handel (Innsbruck), Emma della Riva (Linz), Therese Noé von Nordberg (Linz), Eduard Ritter v. Kletzl (Wien), Amalia Chicmanic (Wien), Leopold Dornau (Linz) und Amalie Maltz v. Maltenau (Linz).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186706305, "Datum": "(30.6.1867, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"30ten Juni Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186707015, "Datum": "(1.7.1867, Montag)", "Haupttext": "Artikel über die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko in der Morgen-Post Nr. 177 auf S. 1f.", "Letzte Änderung": "11.01.2026 10:54"}, {"ID": 186707055, "Datum": "5.7.1867, Freitag", "Haupttext": "Brief von Alois Brutscher an Bruckner:\r\n    Wie es ihm in Kreuzen seit Brutschers Abschied ergangen sei? An Bruckners gedrückte Stimmung denke er oft. Berichtet von seiner Zukunft in Krems. Vielleicht besuche er ihn in den nächsten 14 Tagen. Grüße an den Dechanten [Schiedermayr], Dr. Keyhl und Kremshuber.\r\n(*) Die Anschrift lautet: \"Sr. Wohlgeboren | Herrn Ant. Bruckner | Bade Gast | im | Chur Orte | Kreutzen | b Grain a d/d.\"", "Letzte Änderung": "19.09.2024 09:57"}, {"ID": 186707154, "Datum": "vor dem 15.7.1867", "Haupttext": "Bruckner erleidet einen etwa zweiwöchigen Krankheitsrückfall. Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner, den dieser nicht sofort beantwortet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186707155, "Datum": "15.7.1867, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Dankt für den Brief vom 21.6.1867 und für Rudolfs wahre Freundschaft. Wie war es in Gmunden? Berichtet von seinem Krankheitsverlauf (mit Rezidiven) und den Kuranwendungen. Otzelsberger überbrachte gestern Grüße von Alois Weinwurm. Die Kur in Bad Kreuzen werde bis zum 5.8.1867 dauern. Das Schicksal Kaiser Maximilians von Mexiko beschäftige ihn sehr.", "Letzte Änderung": "26.11.2024 13:34"}, {"ID": 186707165, "Datum": "16.7.1867, Dienstag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 161 gibt auf S. 3 bekannt, welche neuen Kurgäste (Zuwachs von 70 auf 104) ab dem 1.7.1867 sich in Bad Kreuzen aufhalten. Darunter sind Josef Marschal aus Wien, Beda Piringer aus Kremsmünster, Friedrich Maltz v. Maltenau (Wien), Maria v. Czerny (Linz), Kath. von Rolf (Wien), Josef Schäfer (Linz), Frls. Elise und Emilia v. Jenny aus Schwannenstadt [sic], Betti v. Mayfeld (Linz) [sie war eine geb. Jenny!], Clemens v. Pielat (Wien), Louise v. Kletzl (Wien) und Eduard Pfeifer (Photograph aus Linz).", "Letzte Änderung": "02.09.2025 07:27"}, {"ID": 186707214, "Datum": "vor dem 21.7.1867", "Haupttext": "Brief Bruckners an Alois Weinwurm. Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner: \n   Vermutlich mit Fragen zum Kurverlauf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186707215, "Datum": "21.7.1867, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Beantwortet Rudolfs Fragen zu den Kuranwendungen in Bad Kreuzen, zum geselligen Leben und zur finanziellen Seite. Sichere Auskünfte seien von Dr. Keyhl zu bekommen. Hat auch an Alois Weinwurm geschrieben. Den Termin der Kur-Beendigung werde er noch mitteilen.", "Letzte Änderung": "03.04.2026 14:55"}, {"ID": 186708055, "Datum": "5.8.1867, Montag", "Haupttext": "Ursprünglich vorgesehener letzter Tag des Kuraufenthaltes in Bad Kreuzen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186708085, "Datum": "8.8.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Kuraufenthalt in Bad Kreuzen beendet.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:16"}, {"ID": 186708105, "Datum": "10.8.1867, Samstag", "Haupttext": "Brief von Alois Brutscher an Bruckner:\r\n   War 4 Wochen von Krems fort und erhielt Bruckners Brief erst gestern. Er hoffe, daß die Kur in Kreuzen Bruckners Gesundheit gefördert hat. Er solle nicht grübeln und trübsinnig sein. Grüße an Schiedermayr.", "Letzte Änderung": "19.09.2024 09:57"}, {"ID": 186708115, "Datum": "11.8.1867, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"11ten August 1867 Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186708155, "Datum": "15.8.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Eduard Nagel, Besitzer der Kaltwasserheilanstalt in Bad Kreuzen, bestätigt von Bruckner 225 fl. 72 kr. erhalten zu haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186708165, "Datum": "(16.8.1867, Freitag)", "Haupttext": "Die Restaurierung der Linzer Domorgel durch Breinbauer [nach etwa 10 Jahren] ist abgeschlossen.\r\nSchreiben der Vermögensverwaltung der Domkirche an das Bischöfliche Ordinariat:\r\n   Nachdem am 5.11.1866 kein Akkordprotokoll zur Reparatur zustande gekommen sei, da die Linzer Orgelbauer den Umfang nicht beurteilen konnten, habe erst am 5.2.1867 Breinbauer den Auftrag übernommen. Am 24.2.1867 habe er beantragt, eine umfangreiche Verbesserung der Blasebälge durchzuführen. Nach beiliegendem Gutachten der Sachverständigen sei die Arbeit zur Zufriedenheit ausgefallen. Bitte, die Reparaturkosten aus dem Religionsfond zu bestreiten. Unterschriften von Franz Gugeneder, Ch. Forster und Georg Arminger.\r\n   Eingangsvermerk des Ordinariats am 1.9.1867: »Pr. 1. Septbr 867«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186708195, "Datum": "(19.8.1867, Montag)", "Haupttext": "Schreiben von Dr. Schön (Engelsberg) an den »Frohsinn«: Sagt die Teilnahme an der Alpenpartie (24.-26.8.1867) zu.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186708255, "Datum": "25.8.1867, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"25ten August Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186708305, "Datum": "(30.8.1867, Freitag)", "Haupttext": "Der Vogteikommissar der Statthalterei erklärt sich mit dem Antrag der Vermögensverwaltung [vom 16.8.1867] auf Übernahme der Kosten der Orgelreparatur einverstanden. - Eingangsvermerk des Ordinariats am 1.9.1867: »Pr. 1. Septbr 867«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709013, "Datum": "(Spätsommer 1867)", "Haupttext": "Im »Frohsinn« übernimmt Wenzel Kopriva nach Josef Ruzek die Chormeisterstelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709025, "Datum": "(2.9.1867, Montag)", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariates an die Statthalterei: \n   Übermittelt den Antrag der Vermögensverwaltung der Domkirche, aus dem Religionsfond die Kosten der Orgelreparatur zu bezahlen. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709035, "Datum": "3.9.1867, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Konsistorium: \n   Bittet um Krankenkostenaushilfe, da er 225 fl. (ohne die ärztlichen Auslagen) an die Kuranstalt in Bad Kreuzen zu zahlen hatte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709045, "Datum": "4.9.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Das Gesuch wird vom Bischöflichen Ordinariat an die Statthalterei überwiesen (die am 6.10.1867 60 Gulden aus dem Religionsfonds bewilligt). Schreiben des Bischöflichen Ordinariates an die Statthalterei: Empfiehlt, Bruckners beiliegendes Gesuch um Krankheitskosten-Aushilfe zu berücksichtigen. Unterschrift von Rieder.", "Letzte Änderung": "06.06.2024 07:39"}, {"ID": 186709105, "Datum": "10.9.1867, Dienstag", "Haupttext": "Simon Sechter in Wien gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709115, "Datum": "11.9.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Vermerk von Karl Waldeck in seinen Kontrapunktstudien 1864-1868 auf S. 10 (Fuge e-Moll, 68 Takte):\n\"geschrieben den | 11. September 867. | Thema v. Bruckner\".", "Letzte Änderung": "03.05.2024 07:31"}, {"ID": 186709125, "Datum": "12.9.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Begräbnis Sechters. Wahrscheinlich nahm Bruckner an der Feier teil [siehe Anmerkung] (*).\n     \"Dem feierlichen Leichenbegängnisse im St. Stephansdome wohnten zahlreiche ehemalige Collegen, Schüler und Freunde des Verblichenen bei. Ebenso seiner Gedächtnissfeier am 16. September [...]\" (*a).\n\n [Möglicherweise trifft Bruckner bei dieser Gelegenheit mit Prof. Ottokar Lorenz zusammen und bespricht den Plan, sich als Lektor an der Wiener Universität zu bewerben (**). \n Ein weitere Gelegenheit hätte sich um den 10.2.1867 ergeben können.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709145, "Datum": "14.9.1867, Samstag", "Haupttext": "Skizze zum Kyrie der f-moll-Messe begonnen: Datierung »Kyrie 14. Sept [1]867« am Beginn der Kyrie-Skizze (*). \nNotiz »14. Sept. - 19. Okt. [1]867. Scizze.« am Ende der Kyrie-Partitur (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709195, "Datum": "19.9.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel der Linzer Zeitung auf S. 909 [*] über die Renovierung der Orgel im Alten Dom durch Josef Breinbauer, mit Erwähnung von Bruckners »Meisterhand«:\r\n»Die Linzer Dom-Orgel.\r\n   [Signatur: mathem. Wurzelzeichen?] Wie die Kirche die christliche Gemeinde versammelt, so vereinigt die Orgel ihre Stimmen in einem Gebet. [...] Dem selbst außerhalb der Gränzen Oesterreichs rühmlichst bekannten Orgelbauer Herrn Josef Breinbauer in Ottensheim war es vorbehalten, das verschollene Kunstwerk einer durchgreifenden Reparatur beziehungsweise Umgestaltung zu unterziehen, aus der es nun in neuer Herrlichkeit zur Freude aller Freunde der Kirchenmusik hervorgegangen ist.\r\n   Breinbauer hatte sich schon, wenn wir nicht irren, vor 8 Jahren an die Arbeit gemacht, die Orgel der besseren Akustik wegen, um mehrere Fuß gehoben und Ausbesserungen im Innern vorgenommen, erst während des heurigen Sommers aber die große Reparatur vollendet.\r\n   Von hervorragender Bedeutung ist das Magazinsgebläse, welches nebst drei Hauptwindladen ganz neu hergestellt wurde. \r\n   Im Oberwerk sind neu: fast sämmtliches Pfeifenwerk; \r\n   im Mittelwerk: Flöte (16 Fuß), Coppel (8 Fuß), Vox humana (8 Fuß), Echo (8 Fuß) und Octav (4 Fuß);\r\n   im Hauptwerk: Pordon (16 Fuß), Copel (8 Fuß), Salzianal (8 Fuß), sämmtlich aus Zinn.\r\n   Besonderes Lob verdient die durch gänzliche Umarbeitung des Mechanismus erzielte leichte Spielart, sowohl in den drei Manualen, als auch im Pedale, welche jetzt selbst bei Coppelung sämmtlicher 3 Manuale eine nur ganz mäßige physische Kraftanstrengung von Seite des Organisten erfordert.\r\n   Nachdem sich die aus Breinbauer's Werkstätte hervorgegangenen Orgeln besonders durch solide Arbeit und Dauerhaftigkeit auszeichnen, so kann man auch mit Sicherheit hoffen, daß sich diese beiden Eigenschaften auch an der Domorgel bewähren werden.\r\n   So hätte nun Linz wieder eine Orgel, welche in Hinsicht auf Fülle und Kraft des Tones zu den besten Werken ganz Oesterreichs zählt und unter der Meisterhand unseres Domorganisten Bruckner das Lob des Herrn verkündet.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709215, "Datum": "21.9.1867, Samstag", "Haupttext": "Vermerk von Karl Waldeck in seinen Kontrapunktstudien 1864-1868 auf S. 10 (Fuge e-Moll):\n\"den 21. Sept. 867 | vor Bruckner gespielt.\"", "Letzte Änderung": "03.05.2024 07:32"}, {"ID": 186709225, "Datum": "(22.9.1867, Sonntag)", "Haupttext": "Schreiben der Statthalterei an das Bischöfliche Ordinariat:\r\n   Die Landeshauptkasse werde den Betrag für die Restaurierung der Domorgel an die Vermögensverwaltung der Domkirche auszahlen; dieser solle sogleich an den Rechnungssteller [Breinbauer] weitergeleitet werden. Bei Mängelfreiheit werde die einbehaltene Kaution im August 1868 ausgezahlt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709255, "Datum": "25.9.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckners Gesuch vom 3.9.1867 wird weiter bearbeitet; die Statthalterei Linz gewährt eine Krankheitskosten-Aushilfe, die die Landeshauptkasse aus dem Religionsfond bestreiten wird, und teilt dies, bezugnehmend auf das Schreiben vom 4.9.1867, in einer »Note« dem Bischöflichen Ordinariat mit. Unterschrift von Schneider [?]. - Aktenvermerk »Pr. 5. Oktber 867«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186709295, "Datum": "29.9.1867, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"29ten Sept. 1867 Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710015, "Datum": "(1.10.1867, Dienstag)", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariates an die Vermögensverwaltung der Domkirche (Konzept, auf dem Schreiben vom 22.9.1867 notiert): Teilt den Inhalt dieses Schreibens mit. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710045, "Datum": "4.10.1867, Freitag", "Haupttext": "Datierung auf einer Abschrift des Liedes »Herbstkummer« [WAB 72] von Emil Posch.", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:46"}, {"ID": 186710065, "Datum": "6.10.1867, Sonntag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariates an Bruckner (Konzept, auf dem Schreiben vom 25.9.1867 notiert): Die Statthalterei habe am 25.9.1867 mitgeteilt, daß auf Bruckners Gesuch [vom 3.9.1867] (Schreiben vom 4.9.1867) eine Krankenkostenaushilfe von 60 fl bewilligt werde. Unterschrift von Franz Joseph Rudigiers (*)\r\nText der Reinschrift:\r\n\"4044 / An Herrn Domorganisten Anton Bruckner in Linz. / Die k.k. Statthalterei hat mittelst Note No 25 v. M. Z. 10539 folgendes hieher mitgetheilt: \"Die Statthalterei findet dem Domorganisten Anton Bruckner eine Krankheitsaushülfe von sechzig Gulden /:60 fl:/ zu bewilligen und die k.k. Landeshauptkasse zu ermächtigen, den Betheiligten diesen Betrag auf Rechnung des Religionsfondes zu erfolgen.\" / Was hiemit zur Wissenschaft gebracht wird. / ./. die Beilage folgt wieder zurück. / Vom bischöflichen Ordinariate / Linz den 6. Oktober 1867. / J. Reitshammer / Kanzler / [unleserlich] Secretär\" (*a).\nAufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"6ten Okt. Pf.\" (**).", "Letzte Änderung": "20.08.2025 22:21"}, {"ID": 186710115, "Datum": "11.10.1867, Freitag", "Haupttext": "Eine von Bruckner angefertigte Abschrift des Zeugnisses vom 22.11.1861 wird vom Linzer Bezirksgericht beglaubigt (*),\r\ndesgleichen die Zeugnisse vom 10.7.1858, 12.7.1858, 12.8.1859, 3.4.1860, 26.3.1861, 22.11.1861 und 10.7.1863 (**).\r\n[10.7.1858] \"Collationirt, und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einen dreissig Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**a).\r\n[12.7.1858] \"Kollationirt, und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selbem vorgewiesenen, auf einer dreissig Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**b).\r\n[12.8.1859, 3.4.1860] \"Collationirt, und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einer sechzig drei Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**c).\r\n[26.3.1861] \"Collationirt und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einen sechzig drei Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**d).\r\n[22.11.1861] \"Collationirt und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einen fünfzehn Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**e).\r\n[10.7.1863] \"Collationirt, und ist diese von der Parthei besorgte Abschrift dem von selber vorgewiesenen, auf einen fünfzig Kreutzerstempel geschriebenen Originale wörtlich gleichlautend. Kk. [...] Bezirksgericht Linz am 11. Oktober 867.\" (**f).", "Letzte Änderung": "01.05.2023 18:26"}, {"ID": 186710125, "Datum": "12.10.1867, Samstag", "Haupttext": "Eine Abschrift des Zeugnisses vom 12.8.1859 wird [vom Linzer Bezirksgericht?] beglaubigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710135, "Datum": "13.10.1867, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"13. Okt. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710145, "Datum": "14.10.1867, Montag", "Haupttext": "Gesuch Bruckners an Hohenlohe-Schillingsfürst (#) um Aufnahme in die k.k. Hofkapelle: Schilderung des Lebenslaufs; erwähnt werden Sechter, d-moll-Messe, f-moll-Messe, München, Dresden und Leipzig [Besprechung des »Germanenzug« durch Zopff am 11.1.1867], Fürst Hohenlohe und Hofrat Imhof.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 23:10"}, {"ID": 186710155, "Datum": "15.10.1867, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck:\r\n   Übersendet Bewerbung für die Hofkapelle, bittet um Fürsprache bei Fürst Hohenlohe (*).\nBrief Robert Riepls (Wilhering) an das bischöfliche Ordinariat in Linz:\r\n   Bitte um Approbation des Textes »Iam lucis orto sidere« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710195, "Datum": "19.10.1867, Samstag", "Haupttext": "Kyrie-Skizze der f-moll-Messe beendet: Datierung »19. Okt. [/] 1867.« am Ende der Skizze (*), »14. Sept. - 19. Okt. [1]867. Scizze.« am Ende der Kyrie-Partitur (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186710315, "Datum": "31.10.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung einer Kurzen Vesper (mit obligater Orgel) in D-Dur von Ferdinand Kirms [im Linzer Dom?]. Notiz [Zappes?] in der handschriftlichen Stimme der 1. Violine: \"31ten Okt. 867\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711025, "Datum": "2.11.1867, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Prof. Ottokar Lorenz, den Dekan der phil. Fakultät der Universität Wien:\r\n     Bewirbt sich als Lehrer der musikalischen Komposition, legt Zeugnisse als Befähigungsnachweis bei.\n\"    Hochgeehrter Herr Decan!\nIch erlaube mir [...]\nLinz den 2. November 1867.\n                       Anton Brucknermp\n                       Domorganist\n                       u Compositeur.\"\n[Aktenvermerk siehe 4.11.1867]", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:19"}, {"ID": 186711045, "Datum": "4.11.1867, Montag", "Haupttext": "Bruckners Universitätsgesuch wird an die Professoren Hanslick und Eitelberger [siehe die Anmerkung] zum Referat überwiesen. Unterzeichnet von Ottokar Lorenz.\r\n\"Beiliegendes Gesuch des Herrn Anton Bruckner bitte ich die verehrten Herrn Professoren Hanslick und von Eitelberger zum Referate zu übernehmen. | Ergebenst Lorenz. | Wien, den 4. November.\" (*).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:21"}, {"ID": 186711065, "Datum": "6.11.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Gloria-Skizze (»Erste Scizze«) der f-moll-Messe beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711075, "Datum": "(7.11.1867, Donnerstag)", "Haupttext": "Kaiser Franz Joseph (auf der Rückreise von Paris) wird von Linzer Prominenten und dem »Frohsinn«, der Storchs Chor »Die Heimat« vorträgt, am Bahnhof begrüßt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711085, "Datum": "(8.11.1867, Freitag)", "Haupttext": "Hohenlohe-Schillingsfürst wird definitiver Obersthofmeister.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711105, "Datum": "10.11.1867, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"10ten Nov. Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711155, "Datum": "(15.11.1867, Freitag)", "Haupttext": "Zweites Vereins-Konzert des Linzer Musikvereins u. a. mit einer Symphonie von Joseph Haydn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711165, "Datum": "16.11.1867, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Universitätsgesuch wird von Hanslick abschlägig beschieden. Man habe Juli 1862 den Antrag Rudolf Weinwurms ebenfalls abgelehnt:\r\n»Referat.\n     In einem, unmittelbar an den Herrn Dekan gerichteten Gesuche vom 2. November l. J. bittet der Domorganist Anton Bruckner in Linz um «Aufnahme als Lehrer der musikalischen Composition an der Wiener Universität.» Diesem nicht weiter ausgeführten oder genauer präzisirten Gesuche liegen Zeugnisse des verstorbenen Hoforganisten Simon Sechter u. ein Zeugniß vom Wiener Conservatorium bei, welche Bruckners Ken[n]tnisse im Fach der Harmonielehre, des Contrapunkts u. der Composition bestätigen.\n     Dem Ansuchen Bruckners, an der Wiener Universität zum Lehrer der Compositionslehre ernannt zu werden steht zunächst ein einhelliger Beschluß des philos. Professorencollegiums entgegen, welches vor Kurzem sich über ein ganz gleiches Ansuchen aus prinzipiellen Gründen abschlägig aussprach.\n     Im Juli 1862 ist nämlich der akademische Chormeister u. Gesangslehrer, Herr Weinwurm hier um die Ernen[n]ung zum Lehrer der musikal. Composition eingeschritten. Das philos. Prof. Collegium hat sich damals einhellig zu der Ansicht bekannt, daß die praktische Unterweisung im Componiren nicht füglich an die Universität sondern an eine Fachschule, an ein Conservatorium gehöre. Man müßte dann ebenso gut Lehrer des Zeichnen und Malens, des Kupferstechens u. Modellirens an der Universität anstellen. Es wurde damals hervorgehoben, daß nach der Natur des Gegenstandes u. erfahrungsgemäß der Compositionsunterricht sich nicht zu collegialer Behandlung eigne, daß er nur durch unmittelbares Zusam[m]enarbeiten des Lehrers mit dem einzlen Schüler fruchtbar werden kön[n]e u. deshalb auch Jeder der musikalischen Composition sich ernstlich Widmende seine Zuflucht stets zu einem Conservatorium oder noch besser zu dem Privatunterricht eines renom[m]irten Componisten nehme. Uiber den motivirten Antrag des philos. Dekanats hat das Staatsministerium mit Erlaß v. 21. September 1862 Z. 8028 entschieden, daß Compositionslehre u. Contrapunkt nicht als eigene Lehrgegenstände in den Lectionskatalog aufzunehmen sind, indem sie mit Erfolg nur an einer Spezialschule vorgetragen werden kön[n]en. \"Es versteht sich übrigens von selbst\" – fährt der MinisterialErlaß fort – \"daß es dem bestellten Gesangslehrer unbenom[m]en ist, dasjenige aus der Harmonie= u. Compositionslehre zu berücksichtigen, was theils zu einer gründlichen Behandlung des Gegenstands beiträgt, theils den individuellen Bedürfnissen u. besonderen Talenten der Theilnehmer am Unterricht zusagend erscheint.\"\r\n     Nachdem dies sowohl von Herrn Weinwurm nach der praktischen Seite geschieht, wie von dem a. o. Professor der Geschichte u. Aesthetik der Musik nach der theoretischen, so ist ein Bedürfniß nach einer eigenen Vertretung der Compositionslehre keineswegs vorhanden u. dürfte dieselbe auch kaum Aussicht auf einen namhaften Zuspruch von Studierenden haben.\r\n     Mit Rücksicht auf jene prinzipielle Abweisung des H. Weinwurm, der für seine Person als akademischer Gesanglehrer u. Chormeister gewiß einen näheren Anspruch gehabt hätte, als ein der Universität gänzlich fernstehender Dritter, ist die Erledigung des Bruckner'schen Gesuchs im gleichen Sinne von selbst gegeben. Die gefertigten Com[m]issionsglieder stellen demnach den Antrag: das Gesuch des H. Anton Bruckner in Linz um Ernen[n]ung zum Lehrer der musikal. Composition mit Rücksicht auf das Min.Dekret v. 21. September 1862 Z. 8028 abweislich zu bescheiden.\nWien 16. November 1867.\nDr Ed. Hanslickmp.« (*).\nDas Protokoll der Sitzung:\r\n\"[...] abgehalten am 16. November 1867 abends. Beginn der Sitzung um 6 ¼ Uhr. Unter dem Vorsitze des Decans Ottokar Lorenz. | Anwesend: Schmarda, Moth, Fenzl, von Littrow, Kner [siehe die Anmerkung], Jäger, von Miklosich, Simony [siehe die Anmerkung], Aschbach, Boller, Hoffmann, Zimmermann, Vahlen, Brühl, Stefan, Jelinek, von Lang, Suess, Sickel, Mussafia, Hanslick, Oser. | Protokollführer: Hartel. | Entschuldigt durch Krankheit: von Eitelberger, Müller, Pfeiffer. | Ausserdem unentschuldigt abwesend: Petzval, Redtenbacher, Reuss, Goldenthal. | Anton Bruckner in Linz bittet um Aufnahme als Lehrer der Compositionslehre an der Wiener Universität. | Professor Hanslick berichtet und beantragt, daß das Gesuch abweislich zu bescheiden sei. | Einstimmig angenommen. [... Unterschriften: ] Dr. Ottokar Lorenz [...] Schmarda m. p. | Hoffmann m. p.\" (**).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:37"}, {"ID": 186711205, "Datum": "20.11.1867, Mittwoch (Buß- und Bettag)", "Haupttext": "Brief von Prof. Ottokar Lorenz an Bruckner:\r\n     Teilt ihm mit, daß am 16.11.1867 sein Gesuch abschlägig beschieden worden ist. Bei Bruckners Besuch [wann? im Februar 1867? oder 12.9.1867?] habe er von der Ministerialentscheidung vom 21.9.1862, Kompositionslehre und Kontrapunkt nicht in den Lektionskatalog der Universität aufzunehmen, nichts gewußt.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:25"}, {"ID": 186711215, "Datum": "21.11.1867, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »21. Nov. [1]867« im Credo der f-moll-Messe bei der Stelle »cum gloria« in der Partitur (*) und »21. Nov.« in einer Skizze bei »vivos et mortuos« und in einer Partiturskizze bei »iudicare« (**). Bruckner spielt Waldeck Teile des Credos vor und arbeitet das »et incarnatus est« zur heute bekannten Version um (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711225, "Datum": "22.11.1867, Freitag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Datierung »Nov. / 22« im Credo der f-moll-Messe bei der Stelle »et in spiritum«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186711275, "Datum": "27.11.1867, Mittwoch", "Haupttext": "Skizze zum Credo der f-moll-Messe beendet: »Sci[t]zze 27. Nov. 867.« (*).\nBrief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Braucht seine Partitur der d-moll-Messe, da Karl Zappe am 6.1.1868 eine Aufführung plant. Weinwurm möge sie baldigst bei Graf Laurencin (°), zu dem er Bruckner begleitet hatte, abholen lassen. Grüße von Alois Weinwurm, Gratulation zu einer Auszeichnung (**).", "Letzte Änderung": "31.01.2025 08:43"}, {"ID": 186712015, "Datum": "1.12.1867, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Traditionelles Bratwurstessen bei Karl Zappe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186712025, "Datum": "2.12.1867, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Konsistorium: \n   Muß wegen seiner Nervenerkrankung auf einige Nebenverdienste verzichten und bittet daher mit Erlaubnis Bischof Rudigiers angesichts der zunehmenden Teuerung um Gehaltserhöhung. [(?) Aktenvermerk Schiedermayrs »Pr. 5. Dez. 867 4970 Schr« (*)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186712045, "Datum": "(4.12.1867, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief von Friedrich Hinghofer an den »Frohsinn«:\r\n   Übersendet eine Chorkomposition.", "Letzte Änderung": "21.10.2024 12:41"}, {"ID": 186712225, "Datum": "22.12.1867, Sonntag", "Haupttext": "Beim Konzert des Linzer Musikvereins unter Mitwirkung des »Frohsinn« dirigiert Engelbert Lanz Mendelssohns »Walpurgisnacht«  und Robert Schumanns 1. Sinfonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186712245, "Datum": "24.12.1867, Dienstag", "Haupttext": "Skizze zum Benedictus der f-moll-Messe beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186712305, "Datum": "30.12.1867, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck:\r\n   Dankt für Herbecks Wohlwollen, bittet um fernere Unterstützung. Grüße an die übrige Familie. Am 6.1.1868 wird er die d-moll-Messe zum Dank für seine Genesung aufführen. Von der f-moll-Messe sind Kyrie und Gloria skizziert, das Credo wird bald fertig werden (*).\nBrief Bruckners an Imhof:\r\n   Kündigt die Widmung der in Arbeit befindlichen f-moll-Messe an. Berichtet von der geplanten Aufführung der d-Moll-Messe (**).\nDas bischöfliche Ordinariat weist Bruckners Antrag vom 2.12.1867 um Gehaltserhöhung zurück. Nach einem Jahr werde man ein neuerliches Gesuch unterstützen. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:22"}, {"ID": 186712315, "Datum": "31.12.1867, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt als Gast an der Silvesterfeier des »Frohsinn« teil; sein Klavierspiel wird lobend erwähnt (*). \n   »Am 31. Dezember fand eine Sylvester=Feier im engeren Kreise der ausübenden Mitglieder im Gasthause „zum bayrischen Hofe” statt, wobei eine Lotterie veranstaltet und unter heiterem Gesang und Deklamationen das alte Jahr verabschiedet wurde.\n   Ungeheuren Beifall erntete der als Gast anwesende Herr A. Bruckner mit seinem meisterhaften Klavierspiele.« (*a). Datierung Franz Schimatscheks in Stimmen zur d-moll-Messe (**).\nAufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"31ten Dez. Pf.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186800005, "Datum": "1868", "Haupttext": "Komposition des Liedes »Mein Herz und deine Stimme« [WAB 79] nach einem Text von August von Platen, Pauline Hofmann (Helenes Schwester) zugeeignet (*).\nFür die Liedertafel in Sierning schreibt Bruckner das Motto »Des Höchsten Preis« [WAB 95/2] (Text von And. Mittermayr) (***).\r\nZu »Herbstkummer« (**), »Erinnerung« [WAB 117] (Alexandrine Soika gewidmet) (°) und »Asperges« siehe die Anmerkung.\n(Spätestens Sommer 1868) Entstehung und Uraufführung des Schutzengelhymnus »Iam lucis orto sidere« [WAB 18], nach einem Text von Robert Riepl, dem Wilheringer Abt Adolf Dorfer gewidmet (°°). Noch vor der Drucklegung bei »Feichtingers Erben« im selben Jahr trägt Bruckner Korrekturen in eine Abschrift Schimatscheks ein (°°°).\nIm letzten Linzer Jahr entstehen zwei Photographien, bei Carl Weidinger (IKO 5) (#) und August Red (IKO 6) (##).\nBruckners Jahresgehalt beträg 500 Gulden; für die Privatstunden erhält er 1 Gulden (###).\nBruckner ist in den Rechnungen der Domkirche Linz namentlich erwähnt (a).\nRichard Kralik berichtet aus seiner Gymnasialzeit [1862 - 1870]: \"[...] Ich hatte mich auch mit der Orgel vertraut gemacht und begleitete auf ihr die Gesänge des Gymnasiums, Sonntags sowie bei der täglichen Halbachtuhrmesse. Es war dieselbe Orgel in der Domkirche, die Anton Bruckner gewaltig zu meistern verstand. Es war eine stadtbekannte Persönlichkeit. Ich sah ihn im Sommer fast täglich in der Schwimmschule.\" (b).\n[In welchem Jahr genau?] Hans Schnögass, später Zeichenprofessor an der Linzer Gewerbeschule (gest. um 1940) lauscht als Bub \"stundenlang\" Bruckners Orgelspiel in der Kirche und wird wegen des langen Ausbleibens (\"barfuß\" unterwegs) von den Eltern gerügt (c).\n[Nicht vor Oktober 1868]\r\nNotiz Bruckners bei einem neuntaktigen Cantus-Firmus-Thema in C-Dur (c'' - g' - a'- c'' - f'' - e'' - a' - h' - c'') im Sechter-Studienheft (WAB 246) auf fol. 128r: \"CF anno 1868 am Wiener Conservatorium beim Vortrage genom[m]en.\" (d).\nBruckner stellt Otto Kitzler, der sich für eine definitive Stelle beim Brünner Musikverein bewerben will, ein Zeugnis aus, in dem Kitzlers erfolgreiche Linzer Lehrtätigkeit 1861 - 1863 bestätigt wird [siehe auch 17.11.1868]. 1888 wird nach dem Verlust dieses Zeugnisses ein wesentlich anders von Bruckner formuliertes Exemplar erstellt (e).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:28"}, {"ID": 186801045, "Datum": "4.1.1868, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der d-Moll-Messe für den 6.1.1868 im Linzer Abendboten Nr. 3 auf S. 1: \n   »- Montag den 6. d. M. wird in der Domkirche Bruckner's Messe in D-dur aufgeführt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801055, "Datum": "5.1.1868, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Aufführung der d-moll-Messe in der Linzer Zeitung auf S. 14: \n»Linz, 4. Jänner.\n   [...] * (Kirchenmusik.) Die in der Wiener Hofkapelle im Monat Februar v. J. aufgeführte Messe in D von unserem tüchtigen Domorganisten Bruckner gelangt am 6. d. M., um 10 Uhr Vormittags, in der hiesigen Domkirche zur Ausführung.« (*). Hinweis auch in der Tages-Post Nr. 4: \n   »§ Am 6. d. als am heil. Dreikönigstage um 10 Uhr Vorm. kommt in der Domkirche die von dem ausgezeichneten Domorganisten Herrn Anton Bruckner komponirte D=Messe, welche im Februar v. J. in der kais. Hofkapelle aufgeführt ward, zur Aufführung.« (**).\nAufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"5. Jänner 1868 Dom\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801065, "Datum": "6.1.1868, Montag", "Haupttext": "Aufführung der d-moll-Messe unter Bruckners Leitung im Alten Dom zu Linz.\r\n   Beteiligt sind Mitglieder einer Militärkapelle, Komzak (#), Alois Weinwurm (*), Karl Zappe als Chordirektor (**) und die Solisten Trousil, Kainerstorfer, Hoffelner und Weilnböck (***).\r\n   Es werden wieder wie am 20.11.1864 Schimatscheks Partitur und Stimmen verwendet, in denen sich der [wohl spätere] Namenseintrag des Kontrabassisten Franz Simandl erhalten hat (°).\r\n   Als Kritiker ist Mayfeld anwesend (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801074, "Datum": "vor dem 7.1.1868", "Haupttext": "Brief Rudolfs Weinwurms an Bruckner: \n   Lädt ihn vermutlich ein, eine Chorkomposition [für eine Aufführung?] zur Verfügung zu stellen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801075, "Datum": "7.1.1868, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: Über die gestrige Aufführung der d-moll-Messe; lobt Alois Weinwurms Einsatz. In der Fastenzeit sei die 1. Symphonie geplant. Credo der f-moll-Messe bald fertig, Kyrie und Gloria nur skizziert. Weinwurms Anfrage wegen einer Chorkomposition wird abschlägig beantwortet (*).\nDatierung von Mayfelds [?] Kritik über die d-moll-Messe in der Linzer Zeitung vom 8.1.1868 (**).\nBericht in den »Linzer Neuesten Nachrichten« [früher: »Abendbote«] Nr. 4 über die gestrige Aufführung (***):\r\n»Zwischenakt.\r\nLinz. Am gestrigen Dreikönigsfeste gelangte in der hiesigen Domkirche die bei den hiesigen Musikfreunden in bester Erinnerung stehende D-Messe unseres ausgezeichneten Domorganisten Bruckner in der würdigsten Weise zur Aufführung. Die vorzüglichsten Musikkräfte unserer Stadt, worunter insbesondere die Herren Zappe, Komsak, Geyer und Weinwurm wirkten im Vereine mit den bewährten Sängern der Liedertafel, dann der Damen Trousil und Kainerstorfer und den Herren Hoffelner und Weilnböck, welchen die Sologesangspartien übertragen waren, mit wahrem Wetteifer zusammen, um das edel gedachte Tonwerk seinem wahren Geiste nach zum Ausdrucke zu bringen. Die Befriedigung der Zuhörer hierüber war daher auch eine vollständige und gewiß der schönste Lohn des verdienstvollen, bereits wieder mit einer neuen Messe beschäftigten Komponisten.« (***).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 22:02"}, {"ID": 186801085, "Datum": "8.1.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel in der Linzer Zeitung Nr. 5, S. 19 [*], über die d-moll-Messe:\r\n»Kirchenmusik.\n   F. Linz, 7. Jänner. Gestern wurde in der hiesigen Domkirche A. Bruckners D-Messe unter des Componisten persönlicher Leitung zur Aufführung gebracht. Schon nach der ersten Aufführung im Jahre 1864 wurde in diesen Blättern dem Erstlingswerke dieses Componisten eine eingehende Besprechung gewidmet. Die gestrige Aufführung übertraf die erste an Präcision und Sicherheit, wodurch für die Messe ein größeres Verständniß erzielt wurde. Ist dieselbe auch als kein mustergiltiges Werk im alten Kirchenstyle hinzustellen, so ist sie doch ein bedeutungsvolles Werk auf diesem Gebiete. Wenn es Herrn Bruckner gelingt, seine Fantasie zu läutern oder vielmehr zu bändigen und in dieser Gattung Musik allzu gewaltsame Schlüsse und grelle Dissonanzen zu vermeiden, dagegen seine Themata freier und harmonischer auszuströmen, so sind wir überzeugt, daß Herr Bruckner schon im zweiten derartigen Werke die Zuhörer nicht mehr überraschen und staunen machen, sondern auch wirklich erheben und erbauen wird. Die Besetzung war eine würdige, die Solopartien waren in den Händen der Damen Trousil, Kainerstorfer und der Herren Hochfellner und Weilnböck. Möge der Componist aus seinem eigenen Innern herausschreiben, ohne Fremdartiges zu suchen und möge einem allfälligen zweiten Werke eine gleich würdige und liebevolle Besetzung und Durchführung zu Theil werden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801095, "Datum": "9.1.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Tages-Post Nr. 6 auf S. 3 über die d-moll-Messe (*):\r\n   »§ am 5. d. M. kam in der hiesigen Domkirche die hier bereits bekannte D-Messe von unserem Domorganisten Anton Bruckner nach beiläufig 3jähriger Pause wieder zur Aufführung. Ueber die äußerst wirksame und originelle Komposition wurde gelegentlich der ersten Aufführung in einem hiesigen Blatte ausführlich und in sehr anerkennender Weise berichtet. Wir haben Bruckner in diesem jedenfalls bedeutenden Werke als einen Anhänger der sogenannten Wagner'schen Richtung kennen gelernt, der mit tiefem Ernste an seine Aufgabe geht. Wenn man auch darüber streiten kann, ob sich die neue musikalische Schule mit ihrem complizirten Apparat jemals in der Kirche so einbürgern wird, wie die einfache Klassizität der älteren Meister, so hat doch Bruckner den Beweis geliefert, daß man mit der dramatischen Behandlung des kirchlichen Textes eine ungewöhnliche Wirkung erzielen kann. Die Aufführung war eine sehr präzise und schwungvolle und verdient um so größeres Lob, als dieses Tonwerk für Gesang und Orchester außerordentliche Schwierigkeiten bietet. Die Soloparthien wurden von den Fräulein Trousil und Kainerstorfer und den Herren Hoffelner und Weilnböck vortrefflich gesungen. Besondere Anerkennung verdient Frl. Trousil für das mit ihrer herrlichen glockenreinen Stimme und künstlerischem Verständnisse vorgetragene Sopran-Solo im Graduale.« (*).\nArtikel über die d-Moll-Messe in den Katholischen Blättern Nr. 4 auf S. 20f:\r\n»Feuilleton. \r\nHeiligen drei König und - Bruckner's Messe. \r\nDie heiligen drei Könige mit dem goldenen Stern sind dem katholischen Herzen gar liebe und gute Bekannte. [... es folgt eine längere Betrachtung über die Bedeutung des Epiphanie-Festes ...] Wer aber sollte nicht stille lauschend und ahnungsvoll zur Krippe hintreten, wenn, wie dies am vergangenen Heiligendreikönigs=Tage der Fall war, der heilige Text auf eine ebenso kunstreiche als würdige Weise Herz und Verstand des frommen Beters beschäftigt? [... es folgen Anmerkungen zum Kyrie der d-Moll-Mese ...] - Wir finden es darum erklärlich, wenn die Seele, gleichsam müde des lauten Klagens, zum Schluße des Kyrie in süssem Sange den Herrn verherrlicht, dessen Erbarmungen sie ewiglich lobpreisen möchte. - \r\n(Schluß folgt.)« (**).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:12"}, {"ID": 186801105, "Datum": "10.1.1868, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den »Frohsinn«: \n   Dankt für die Überlassung des Probenlokals und die Mitwirkung bei Einstudierung und Aufführung der d-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801115, "Datum": "11.1.1868, Samstag", "Haupttext": "Fortsetzung des Artikels über die d-Moll-Messe in den Katholischen Blättern Nr. 5 auf S. 28f:\r\n»Feuilleton.\r\nHeiligen drei König und - Bruckner's Messe.\r\n(Schluß.)\r\n   Niemand kann mit größerem Rechte [...] Ganz anders verhält sich die Sache bei dem Meister im Orgelspiele, bei unserm lieben Bruckner [... es folgen Anmerkungen zu Bruckner als Musiker und eine Besprechung der übrigen Sätze der Messe ...] - Wir aber sprechen hiemit dem gar lieben und bescheidenen Meister, Herrn Anton Bruckner, unsern innigsten Dank aus für so viele Freude, welche uns Heiligen drei König noch einmal so schön und feierlich gemacht hat.\r\n   Auch den lieben Mitwirkenden unsern herzlichsten Dank und unsere vollste Anerkennung dafür, daß sie mit beharrlichem Eifer und edler Begeisterung für die Kunst eine so schwungvolle und gerundete Aufführung des unstreitig sehr schwierigen Tonwerkes ermöglicht haben. -« (*).\nBrief von Wenzel Kopriva an den »Frohsinn«:\r\n»Verehrliche Liedertafel \"Frohsinn!\r\n   Im Interesse unseres Vereines lege ich mein Mandat für die Chormeisterstelle in die Hände meiner geehrten Herrn Wähler zurük und ersuche um Enthebung von diesem Ehrenamte mit dem Beifügen, daß ich fortan ab als ausübendes Mitglied dem löbl. Vereine anzugehören wünsche.\r\n   Indem ich der verehrlichen Liedertafel für das ehrende Vertrauen, deßen Sie mich durch die Wahl für jenes Amt würdigte, und jenen Herrn Mitgliedern, die mich während der kurzen Dauer meiner Funktion bereitwilligst unterstüzten [sic!], meinen innigsten Dank sage, bitte ich, die vorliegende Erklärung nicht etwa als einen unzeitigen Fühler [sic!], sondern als Kundgabe eines unwiderruflichen Entschlußes anzusehen, den mich die Überzeugung faßen ließ, es werde meinem Nachfolger besser als mir gelingen, jene Gesangsfreudigkeit unter allen Herrn Mitgliedern zu erhalten, welche für das Gedeihen des löbl. Vereines und zur Erzielung guter Erfolge unentbehrlich ist.\r\nHochachtungsvoll\r\nW. Kopriva\r\nLinz 11t. Jänner 1868« (**).\nBrief von Engelsberg (Dr. E. Schön) an den Frohsinn:\r\nDankt für eine erfolgreiche Aufführung in Passau, kann die rechtzeitige Zusendung der Partitur von »Liederspiel«, die er nach Graz geschickt habe, nicht zusichern. Das Stück sei allerdings auch ernst, ausgedehnt und schwer zu besetzen.\r\n»[...] Doch dieß ist Ihre Sache; was mich betrifft, so werde ich, wenn oben erwähnte zwei Voraussetzungen nicht entgegen stehen, Ihnen mit Vergnügen dienen. Binnen 14 Tagen dürfte [sic] die Vorfragen erledigt sein.\r\n   Allen Herren des Vereines, insbesondere den Herren im leitenden Ausschusse u. dem Hrn. Chormeister meinen herzlichsten Gruß sagend, zeichne ich in Hochachtung\r\nergebenst\nD Schön\r\n[links unten:] An die verehrliche Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz«\r\n[mit »Chormeister« hier wohl noch Wenzel Kopriva und noch nicht Bruckner gemeint] (***).", "Letzte Änderung": "15.02.2023 23:31"}, {"ID": 186801125, "Datum": "12.1.1868, Sonntag", "Haupttext": "Artikel [Mayfelds?] in der Linzer Zeitung Nr. 9, S. 35, mit »versöhnlichen« Worten zur d-moll-Messe [vgl. 8.1.1868] und Erwähnung der gerade entstehenden f-moll-Messe:\r\n»Linz, 11. Jänner.\r\n[...] * (Musikalisches.) Wir haben kürzlich in diesen Blättern die Aufführung der Messe in D des Herrn Bruckner in der hiesigen Domkirche besprochen, eines Werkes, welches für die Zukunft des tüchtigen Componisten zu den schönsten Hoffnungen berechtiget, und es freut uns, daß man sich in allen musikalischen Kreisen in sehr ehrender Weise über dieses hervorragende Werk ausspricht. Wenn wir daran einige Bemerkungen knüpften, und der Ueberzeugung Worte liehen, Herr Bruckner brauche sich in Hinkunft in der Behandlung seiner Themata nicht zu ängstlich an die ihm vorschwebenden Vorbilder zu halten, so wollten wir damit andeuten, wie hoch wir seine reiche Begabung schätzen und wie sehr wir sie zu vollkommen selbstständigem Schaffen für fähig halten. Wie wir hören, ist Herr Domorganist Bruckner bereits mit der Composition einer neuen Messe emsig beschäftigt, welche schon bis zum Credo gediehen ist und von welcher wir uns sehr viel versprechen.« (*).\nAufführung der 6. Sonntagsmesse in F-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"12ten Jänner 1868 Dom\" (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2023 11:27"}, {"ID": 186801145, "Datum": "14.1.1868, Dienstag", "Haupttext": "Bericht in der Wiener Neuen Freien Presse Nr. 1211 auf S. 6 über die Aufführung der d-moll-Messe am 6.1.1868:\r\n     »(Kirchenmusik.) Die Linzer Zeitungen rühmen außerordentlich eine Messe von Anton Bruckner, welche kürzlich unter Mitwirkung der besten musikalischen Theater= und Militärkräfte im Linzer Dome aufgeführt wurde. Bruckner ist den Wiener Musikfreunden durch seine im vorigen Jahre durch Herbeck in der Hofcapelle vorgeführte „Große Messe” vortheilhaft bekannt. Wir hoffen noch immer, daß man Schritte thun werde, um Bruckner, der für den besten Orgelspieler in Oesterreich gilt, für eine der größeren Kirchen Wiens zu gewinnen.« (*).\nNotiz im Gmundner Wochenblatt Nr. 2 auf S. 16 über die d-Moll-Messe am 6.1.1868:\r\n     »Am 6. d. M. als am Feste der Erscheinung des Herrn wurde in der Kathedrale Bruckners große D-Messe zur Aufführung gebracht, und alle Linzer Tagesblätter sprechen sich in längeren Artikeln sowohl über die Composition selbst als auch über deren präcise Aufführung sehr lobenswerth aus. Denn was vielen Componisten auf kirchlichem Gebiethe nicht oder wenig gelungen ist, nämlich die Harmonie und den Gesang dem kirchlichen Texte anzupassen, ist unserm tüchtigen Domorganisten in dieser herrlichen Messe gelungen. Was endlich die Aufführung betrifft, so stimmen Alle darin überein, daß sie jene vor 2 Jahren bei weitem übertraf. Die Sopran=Solo=Partien übernahm Fräulein Trousil vom hiesigen Theater und ärntete großen Beifall; die Alt=Solo sang Fräulein Kainerstorfer, und Tenor und Baß waren trefflich vertreten durch die Herren Hochfelner und Weilnböck, dessen letzteren Tüchtigkeit nur allzusehr am Tage liegt, als daß ich hierüber noch mehr schreiben wollte.« (**).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 22:35"}, {"ID": 186801155, "Datum": "15.1.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Bei der Generalversammlung des »Frohsinn« wird Bruckner als Nachfolger Wenzel Koprivas zum Chormeister mit 300 fl Ehrenhonorar gewählt. Richard Wagner wird [zum zweiten Mal (*)] zum Ehrenmitglied ernannt. \n   »Nachdem Herr Kopriva die Chormeisterstelle niederlegte, wurde Herr Bruckner in der General=Versammlung am 15. Jänner einstimmig zum Chormeister gewählt, Herrn Kopriva aber für seine Thätigkeit als Chormeister der Dank ausgesprochen, welcher diesem bescheidenen Manne, dem noch steten Freunde der Liedertafel, auch im vollsten Maße gebührt.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801165, "Datum": "16.1.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n   Würde nach Wien kommen, wenn die Leiche Maximilians von Mexiko »offen im Sarge« zu sehen sein wird. Weinwurm soll sich erkundigen und ihm telegraphisch Bescheid geben (*).\nDer Linzer Abendbote Nr. 12 [**a] zitiert aus der Besprechung der d-moll-Messe in der Wiener »Neuen Freien Presse« vom 14.1.1868 (**):\r\n   »- Die \"Neue Freie Presse\" vom Dienstage erwähnt der letzten, vorzüglichen Aufführung der Bruckner'schen Messe im hiesigen Dome und knüpft hieran folgende Bemerkung: \"Bruckner ist den Wiener Musikfreunden durch seine im vorigen Jahre durch Herbeck in der Hofcapelle vorgeführte \"Große Messe\" vortheilhaft bekannt. Wir hoffen noch immer, daß man Schritte thun werde, um Bruckner, der für den besten Orgelspieler in Oesterreich gilt, für eine der größeren Kirchen Wiens zu gewinnen.\" - Wir gönnen dem bescheidenen Komponisten, dessen echte Originalität in seinen Erstlingswerken zu so schönen Hoffnungen berechtigt, vom Herzen diese ehrenvolle Anerkennung der auf musikalischen [sic!] Gebiete tonangebenden Residenzstadt.« (**).\nBrief von Max Keyhl an Bruckner:\r\n   Ratschläge zu Diät und Bäderanwendung. Das Leiden von Direktor Piringer aus Kremsmünster habe sich auch gebessert. Herr von Nagl habe ihm wegen einiger Beschwerden aus Linz Vorwürfe gemacht (***).", "Letzte Änderung": "23.08.2025 22:46"}, {"ID": 186801175, "Datum": "17.1.1868, Freitag", "Haupttext": "Brief des »Frohsinn« an Bruckner:\n     Er sei am 15.1.1868 einstimmig zum Chormeister gewählt worden. Er möge sogleich die musikalische Leitung übernehmen und die nächste Produktion Anfang Februar vorbereiten. Unterschrieben von Dr. Weißmann und Jungwirth (*).\n \nDer Text [des Konzepts?] lautet [&lt; ... &gt; = vorgedruckt]:\r\n»17. Jänner 1868\nEuer Wolgeboren!\r\n     In der am 15 d. M. abgehaltenen Generalversam[m]lung der Liedertafel Frohsinn wurden Euer Wolgeboren einstim[m]ig zum Chormeister gewählt, u. wir ersuchen daher Euer Wolgeboren im Namen des Vereines sogleich die musicalische Leitung der Liedertafel zu übernehmen, u. schon in der nächsten Production, die zu Beginn des Februar stattfinden wird, dieselbe auf den Wogen des Gesanges mit der bekannten Sicherheit Ihres Taktstabes auch vor der Öffentlichkeit dahinzuführen. Mögen Sie die Einhelligkeit Ihrer Wahl als den sicheren Beweis der Sympathien des Vereines hinnehmen u. darin die Versicherung finden, daß die Verdienste, die Sie sich schon vor Jahren um den Verein erworben haben noch in der besten Erinnerung fortbestehen. Wenn Sie auch vieles zu verbessern finden werden konnen Sie sich doch der Uberzeugung hingeben, daß Sie von dem redlichsten Streben aller einzelnen Mitglieder in Ihrem Bemühen werden unterstützt werden\r\nIm Namen der Vereinsleitung\r\nDr. Mathias Weismann\r\nVorstand\r\nAJungwirth\r\ndZ. [?] Schrftfr.« (*a).\nKurze Notiz in der Wiener Gemeindezeitung Nr. 14, S. 5 [**a], über die Aufführung der d-moll-Messe [am 6.1.1868] (**):\r\n     »Eine Messe von Anton Bruckner, welche im Linzer Dome vor Kurzem unter Mitwirkung der besten musikalischen Kräfte aufgeführt wurde, wird allgemein gelobt. Bruckner ist den Wiener Musikfreunden durch seine im vorigen Jahre durch Herbeck in der Hofkapelle vorgeführte \"Große Messe\" vortheilhaft bekannt. Wir hoffen noch immer, daß man Schritte thun werde, um Bruckner, der für den besten Orgelspieler in Oesterreich gilt, für eine [sic!] größeren Kirchen Wiens zu gewinnen.« (**).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 17:35"}, {"ID": 186801185, "Datum": "18.1.1868, Samstag", "Haupttext": "Datierung »18 Jänner [1]868« im Credo der f-moll-Messe bei der Stelle »judicare« (*). Die Linzer Zeitung, S. 57 (**), \n\nder Linzer Abendbote Nr. 14 (***) \n\nund die Tagespost Nr. 14 (°) \n\nmelden, daß Bruckner wieder Chormeister des »Frohsinn« ist [Texte weiter unten].\nBeisetzung des Leichnams Maximilians von Mexiko in Wien (°°).\n(**) Linzer Zeitung: \n\n   »* (Liedertafel Frohsinn.) In Folge der Resignation des bisherigen Chormeisters der Liedertafel \"Frohsinn\" Hrn. Kopriva, hat dieselbe in der am 15. Jänner abgehaltenen General=Versammlung den hiesigen Domorganisten Hrn. Anton Bruckner zum Chormeister gewählt, welcher auch sofort die musikalische Leitung des Vereines übernehmen wird.«\n\n(***) Linzer Abendbote: \n\n   Text mit dem der Linzer Zeitung identisch.\n\n(°) Tagespost: \n\n   »17. Jänner 18868. [...] § In Folge der Resignation des bisherigen Chormeisters der Liedertafel \"Frohsinn\", Herrn Kopriva, wurde in der am 15. Jänner abgehaltenen Generalversammlung der hiesige Domorganist, Herr Anton Bruckner, zum Chormeister gewählt, welcher auch sofort die musikalische Leitung des Vereines übernehmen wird.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801195, "Datum": "19.1.1868, Sonntag", "Haupttext": "Der »Frohsinn« singt beim Begräbnis des Landes-Buchhalters Hinghofer. Dürrnberger ist unter den Anwesenden.", "Letzte Änderung": "22.10.2024 06:26"}, {"ID": 186801225, "Datum": "22.1.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Dürrnberger an den »Frohsinn«:\r\n»Hochgeehrter Freund!\r\n   Im Auftrage meiner unglücklichen Schwester, im eigenen und im Namen aller meiner übrigen Angehörigen spreche ich Dir als dem Vorstande der Liedertafel Frohsinn den innigsten, lebhaftesten Dank für den herrlichen Chor aus, den die Liedertafel beim Begräbnisse unseres unvergeßlichen Hinghofer gesungen und womit sie die ernste Feier in so würdiger Weise gehoben hat.\r\n   Ihr habt es empfunden, daß Ihr einem edlen Manne die lezte [sic!] Ehre erweiset! Ihr hättet sonst nicht so schön, so tief in's Herz dringend singen können. Tausend Dank nochmals dafür! Entrichte ihn Allen, die mitgewirkt haben. Die vielen Thränen die Ihr erwecktet, haben auch viele schwergedrückte Herzen erleichtert; dies Bewußtsein lohne Euch die edle Theilnahme!\nDein\r\naufrichtig ergebener\r\nFreund + Collega\r\nDürrnberger\r\nLinz 22/Jänner 1868«", "Letzte Änderung": "22.10.2024 06:28"}, {"ID": 186801275, "Datum": "27.1.1868, Montag", "Haupttext": "Brief von Dr. Schön (Engelsberg) an den »Frohsinn«: \n   Übersendet eine Partitur zum Kopieren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801285, "Datum": "28.1.1868, Dienstag", "Haupttext": "Brief des »Frohsinn«, vertreten durch Weißmann und Jungwirth (*), an Wagner: Berichtet von dem Erfolg des »Liebesmahles der Apostel« [21.3.1866]. Ob er die Ehrenmitgliedschaft annehme und eine Chorkomposition für eine Aufführung zur Verfügung stellen könne. Das Diplom folge später. Zur Unterstützung der Bitte liege ein Schreiben des Chormeisters [Bruckner] bei (**).\nDer Text des Entwurfs lautet:\r\n»[links:] An Wolgeboren Herrn H Richard Wagner, Compositeur per Adresse Herrn Hanns von Bülow Direktor der Königl. Musikkapelle etc\r\nin\r\nMünchen\r\n[rechte Spalte, Brieftext:] Euer Wolgeboren!\r\nHochverehrter Herr!\r\n   Der hiesige Männergesangsverein „Liedertafel Frohsinn”, welchen zu repraesentiren derzeit die ergebenst Gefertigten die Ehre haben, hat in schuldiger Anerkennung der während seines 23 jährigen Bestandes noch durch keine Produktion in so hohem Grade erzielten, wahrhaft überwältigenden Wirkung und Begeisterung, welche die auf allgemeines Verlangen wiederholte Aufführung des „Liebesmahles der Apostel” auf Sänger u. Zuhörer hervorbrachte, einstim[m]ig den Beschluß gefaßt, Euer Wolgeboren zum Ehrenmitgliede unseres Vereines zu ernennen.\r\n   Indem wir nun hievon Euer Wolgeboren mit der Bitte benachrichtigen, diesen schlichten Beweis der tiefgefühlten Verehrung u. Dankbarkeit Seitens eines strebsamen Vereins, die einzige demselben mögliche Auszeichnung nicht zu verschmähen, müssen wir zugleich um gütige Entschuldigung bitten, daß wir in Folge eines widrigen Zufalles das Diplom noch nicht beischließen können und vorläufig nur bitten können, selbes nachträglich noch gütigst annehmen und demselben dann ein bescheidenes Plätzchen unter Ihren vielen herrlicheren Lorbeeren einräumen zu wollen.\r\n   Der ausgezeichnete Erfolg der besagten Aufführung und der begeisternde Eindruck, welchen das herrliche Werk „Liebesmahl der Apostel” auf uns Alle übte, hat in uns den lebhaften Wunsch erzeugt, durch baldige Aufführung eines ähnlichen Werkes ehestthunlich wieder eine ähnliche Composition [eingefügt: »von EWolgeboren, dieses ausgezeichneten u. Epoche machenden Tonsetzers,«] zur Aufführung bringen zu können, wozu sich unser für Ende März bevorstehendes Gründungsfest besonders eignen würde.\r\n   Wir erlauben uns daher unmittelbar an EWolgeboren die kühne Bitte zu richten, uns gütigst [eingefügt: »recht bald«] ein ähnliches Werk sam[m]t den Bezugsquellen bezeichnen, oder, falls ein solches noch nicht im Verlage erschienen wäre, d. wir die Bitte wagen dürfen, uns gütigst unmittelbar zur Aufführung anvertrauen zu wollen, wobei wir noch bemerken, dß uns [eingefügt: »nebst der vorzgl. Regiments Kapelle „Kronprinz von Sachsen”«] auch ein ganz guter Damenchor zur Verfügung steht, [sieben Zeilen, bis zur Unleserlichkeit durchgestrichen] sowie, dß wir [zwei Worte durchgestrichen] gewiß Alles, was in unseren Kräften liegt, zur würdigen Aufführung mit Freude größter Freude aufbiethen u. EWolgeboren für diese besondere Güte stets dankbar sein würden.\r\n   Indem wir zur Unterstützg unserer Bitte noch ein Schreiben unseres H Chormeisters beizuschließen uns erlauben, haben wir die Ehre, mit ausgezeichneter Hochachtung u. Verehrung zu zeichnen\r\nfür die Liedertafel\r\n„Frohsinn”\r\nLinz, 28/1 868.« (**a)\r\n»Dr. Weismann, Vorstand \r\nJungwirth, Schriftführer.« (**b).\n(In einer Probe hatte Dr. Weißmann diese Idee erläutert und Bruckner gebeten, dem Brief einen Zettel beizulegen (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801295, "Datum": "29.1.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Der »Frohsinn« singt beim Begräbnis Adalbert Stifters.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186801315, "Datum": "31.1.1868, Freitag", "Haupttext": "Komposition des phrygischen »Pange lingua« [WAB 33], Bruckners »Lieblings-Tantum-ergo« (*).\nBrief Wagners an Bruckner (**):\r\n    Nimmt die Ehrenmitgliedschaft des »Frohsinn« an und schlägt den Schlußchor der »Meistersinger« vor. Verweist wegen des Klavierauszuges und der Partitur an Schott in Mainz oder Hans Richter in München (***).", "Letzte Änderung": "02.10.2023 09:25"}, {"ID": 186801316, "Datum": "nach dem 31.1.1868 (vor dem 13.9.1884)", "Haupttext": "Bruckner selbst erstellt [wenigstens] eine handschriftliche Abschrift von Wagners Brief. [Text der letzten Seite:]\r\n»Wollen Sie nun noch dem sehr geehrten Vorstand des \"Frohsinn's\" melden, daß ich mit angenehmer Genugthuung und wahrem Vergnügen die mir erwiesene Wahl zum Ehrenmitglied desselben annehme, und demnach weiteren Mittheilungen mit Freude entgegensehe.\r\n   Mit bester Erwiderung Ihrer freundlichen Gesinnungen verbleibe ich hochachtungsvoll\r\nIhr ergebener\r\nRichard Wagner.\r\n[links:] München,\r\n31. Jän[n]er 1868.\r\n[darunter:] Adresse: Sr Wohlgeboren\r\nHerrn Anton Bruckner, Chormei=\r\nster der Lieder=Tafel \"Frohsinn\"\r\nin\r\nLinz.«\r\n[links unten eine Abkürzung (Paraphe?) »fs« ??] (*).\n\r\nBruckner liest Wagners Brief \"mit ganz verklärtem Ausdruck\" seiner Klavierschülerin Alexandrine Soika vor (**).", "Letzte Änderung": "06.02.2023 15:55"}, {"ID": 186802005, "Datum": "Februar 1868", "Haupttext": "Die von Habert herausgegebene Zeitschrift für Katholische Kirchenmusik, 1. Jahrgang, Heft 2, bringt auf S. 16 einen Artikel über Simon Sechter, in dem Bruckner als besonders bekannter Schüler erwähnt wird:\r\n»                     Simon Sechter.\r\n                                 I.\n                          (Schluss.)\n     Im Jahre 1811 übernahm er den Gesang- und Klavierunterricht der Blinden im k. k. Blindeninstitute, und studirte nebenbei den doppelten Kontrapunkt.\n     [...] Seine freien Stunden widmete nun Sechter dem Unterrichte seiner eigenen Kinder und jener erwachsenen Personen, die die Harmonielehre und den Kontrapunkt nach seiner Methode studiren wollten einerseits, andererseits aber der Komposition und der Vervollkommnung und Aufzeichnung seiner Methode. Von seinen Schülern sind besonders bekannt: Thalberg, Döhler, Henzelt, Preyer, Bibl, Galli, Bruckner u. a.\n     [...].«\n \nIn der Folgezeit erschienen mehrere Artikel über Sechters Theorie und auch seine Kompositionen, deren letzter (auf S. 100 in Nr. 12 [vermutlich Dezember 1868]) die Signatur \"J. E. H.\" [Joh. Ev. Habert] trägt.", "Letzte Änderung": "02.12.2024 12:01"}, {"ID": 186802075, "Datum": "7.2.1868, Freitag", "Haupttext": "Brief des »Frohsinn« an Hans Richter: \nWagner habe für das Gründungsfest Ende März [4.4.] den Schlußchor der »Meistersinger« als passend bezeichnet und als Bezugsquellen Hans Richter und Schott genannt. Richter möge eine Abschrift der Partitur zusenden und bald Nachricht geben. Unterschrift Jungwirths. Der Text des Entwurfs lautet:\n»Euer Wolgeboren\nHochgeehrter Herr!\n   Über unsere ergebene [eingefügt: »Bitte u.«] Anfrage bei dem Hofcomponisten in München Herrn Richard Wagner uns ein Werk, welches wir bei unserem Ende März abzuhaltenden Gründungsfeste [eingefügt: »zur Aufführung bringen könnten«] hat uns dser mit freund liebenswürdigster Freundlichkeit den Schlußchor seines neuesten dramatischen Werkes „die Meistersinger” als zu dieser Gelegenheit passend genannt u. uns als Bezugsquellen Fr. Schott in Mainz u. Euer Wolgeboren bezeichnet. Da nach der Mittheilung des Herrn Richard Wagner H Fr. Schott den 3. Act dses Werkes noch gar nicht besitzt, ihn [eingefügt: »aber«] wol bald bekom[m]en wird in Stich besitzt, Euer Wolgeboren aber der sowol der Entstehungsquelle des Werkes als auch uns näher sind, u.es [eingefügt: »uns«] sehr daran gelegen ist, das Werk bald zu bekom[m]en, um noch hinreichend Zeit zu einem gründlichen Studium zu haben, so erlauben wir uns Euer Wolgeboren ergebenst zu bitten, uns eine Abschrift [eingefügt: »der Partitur«] besagten Schlußchores u. zwar angefangen von den Worten „verachtet mir die Meister nicht” mit ausgesetztem Orchester gütigst besorgen zu wollen, u. uns selbe mit Bekanntgabe der Kosten gefälligst zu übersenden, die wir umgehend berichtigen [?] werden. Auch bitten wir Er. W. uns hierüber [eingefügt: »so«] bald als möglich gefällige Nachricht geben zu wollen.\n   Indem wir der freundlichen Gewährung unserer ergebenen Bitte entgegensehen zeichnen [sic] sich im Namen der Liedertafel Frohsinn mit ausgezeichneter Hochachtung\nEr. W.\nergebenster\nAJungwirth\nSchrftfr.\n[links:] 7/2. 68«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186802095, "Datum": "9.2.1868, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet auf S. 135, daß Richard Wagner zum Ehrenmitglied der Liedertafel »Frohsinn« gewählt wurde: \n    »Linz, 8. Februar. \n    [...] * (Richard Wagner.) Die Liedertafel »Frohsinn« in Linz hat Herrn Richard Wagner zum Ehrenmitgliede ernannt und derselbe erklärt in einem an den Chormeister der hiesigen Liedertafel, Herrn Bruckner, gerichteten Briefe, daß er diese Ernennung mit »angenehmer Genugthuung und wahrem Vergnügen« annehme.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186802115, "Datum": "11.2.1868, Dienstag", "Haupttext": "Telegramm Hans Richters: \n»Liedertafel Frohsinn in Linz. binnen 8 Tagen erhalten Sie Meistersinger[.] bitte Antwort ob so lange warten können. Hans Richter.« Auf der Rückseite Konzept der Antwort: \n»Hans Richter, Theater München. Danken herzlich für Ihre Güte erwarten Sendung »Meistersinger« 3. Act mit Anfang »Verachtet mir die Meister nicht[«]. für die Liedertafel Frohsinn Dr. Weismann Vorstand.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186802135, "Datum": "13.2.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Credo der f-moll-Messe beendet »Linz den 13. Februar 1868.« (*).\nBeim Faschings-Herrenabend des »Frohsinn« im Urfahrer Gasthaus Seeg werden Werke von Brixner (»Da Kirta«, »Lieder-Quadrille«, »Tier-Quartett«), Engelsberg (»Doktor Heine oder ein Rigorosum im Sommer«, »Allerliebstes Mäuschen«), Genée (Chinesische Teekessel-Serenade«), Kopriva (Finale aus der Kriminal-Oper »Der Bluthund«) (**) und erstmals Bruckners »Vaterländisches Weinlied« [WAB 91] aufgeführt (***).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 14:11"}, {"ID": 186802155, "Datum": "15.2.1868, Samstag", "Haupttext": "Credo der f-moll-Messe »15. Febr 1868 ganz fertig. [/] Anton Brucknermp.« (*). Berichte des Linzer Abendboten Nr. 38 auf S. 3 (**) und der Linzer Zeitung Nr. 38, S. 155 (***), über das vorgestrige Konzert mit dem »Vaterländischen Weinlied« [WAB 91].\n(**) Linzer Abendbote: \n\n     »[...] Die Vorträge der Liedertafel, welche mit einem frischen Chor \"Vaterländisch Weinlied\" unseres trefflichen Bruckner begannen, zeichneten sich insbesondere durch ungemeine Präcision und außerordentlich zarte Nuancirung aus und gaben damit das schönste Zeugniß, wie erfolgreich selbst schon das bisherige kurze Wirken des neugewählten Chormeisters Bruckner war. [...]«.\n(***) Linzer Zeitung: \n     \n»Liedertafel \"Frohsinn.\"\n\n= Linz, 14. Februar. \"Ein vergnügter Abend!\" Das war das Motto des gestrigen Herrenabends der Liedertafel \"Frohsinn\" in Seeg's Restaurations=Localitäten in Urfahr; [...] Die musikalische Abtheilung brachte einen Eingangs-Chor \"vaterländisch Weinlied\" von A. Bruckner, dem nunmehrigen Chormeister der Liedertafel Frohsinn. Der Chor, der musikalisch tief empfunden und mit Meisterschaft durchgeführt ist, ging gut und wurde lebhaft applaudirt.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186802165, "Datum": "16.2.1868, Sonntag", "Haupttext": "Partitur vom Kyrie der f-moll-Messe begonnen »16. Febr [1]868.« (*).\nBericht der Linzer Tages-Post Nr. 39, S. 1, über das Konzert vom 13.2.1868 (**):\r\n»Narrenabend der Liedertafel \"Frohsinn.\"\r\n[...] Zuerst ertönte ein vaterländisches Weinlied (Worte von E. Silberstein [sic], Musik von B. Bruckner [sic]); die Liedertafler zeigten durch den fein nuancirten Vortrag des sehr schwungvoll komponirten Chors, daß sie dem Komponisten, nunmehr ihrem Chormeister, Ehre und Freude machen wollten, und der Applaus galt wohl ebenso dem Chormeister als der Liedertafel.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186802215, "Datum": "21.2.1868, Freitag", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 44 berichtet auf S. 5 vom Narrenabend des »Frohsinn« am 13.2.1868 mit der Aufführung des »Vaterländischen Weinlieds« [WAB 91]:\r\n     »Linz. Die Liedertafel \"Frohsinn\" hielt am 13. d. M. in den Saal-Lokalitäten von Seeg zu Urfahr einen Narrenabend ab. [... über die Kostümierungen ...] Zuerst ertönte ein vaterländisches Weinlied (Worte von E. [sic] Silberstein, Musik von B. [sic] Bruckner) [...]\" « (*).\nDer »Frohsinn« ernennt den ehemaligen Vorstand Josef Hafferl zum Ehrenmitglied (**).", "Letzte Änderung": "23.03.2023 14:44"}, {"ID": 186802235, "Datum": "23.2.1868, Sonntag [?]", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"24ten Feb. 1868 Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186802296, "Datum": "Februar/Anfang März 1868", "Haupttext": "Brief (?) Rudolf Weinwurms an Bruckner: \n   Lädt ihn ein, bei einem Konzert des Akademischen Gesangvereines am Gründonnerstag [9.4.1868] in Wien Orgel zu spielen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186803015, "Datum": "1.3.1868, 1. Fasten-Sonntag", "Haupttext": "Partitur des Kyrie der f-moll-Messe beendet: »1. März fertig.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186803025, "Datum": "2.3.1868, Montag", "Haupttext": "Kyrie der f-moll-Messe überprüft: »2. März coll. [/] Linz. [/] A Brucknermp« (*).\n(**) Bruckner dirigiert den »Frohsinn« bei der von Herrn Himmelbauer veranstalteten Gabelsberger-Feier im »Bayerischen Hof«, bei der u.a. Werke von Mendelssohn (»Wanderlied«) (***), Brixner (»Röslein auf der Haide« und »Lieder-Quadrille«) und mehrere Vokalquartette (°) erklingen.", "Letzte Änderung": "19.09.2024 08:00"}, {"ID": 186803035, "Datum": "3.3.1868, Dienstag", "Haupttext": "Partitur des Gloria der f-moll-Messe begonnen »Linz 3. März 1868.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186803085, "Datum": "8.3.1868, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Dankt für Einladung, bei Konzert [des Akad. Gesangvereins] mitzuwirken; bevorzugt große Orgeln mit besserem Pedal als dem der Linzer Moser-Orgeln, z.B. wie in der Wiener Hofkapelle oder der Minoritenkirche. Will lieber improvisieren als Literatur spielen. Könnte am Gründonnerstag nur mit Dispens durch Rudigier, hat Mittwoch Dienst. Seit 15.1.1868 (*) wieder Chormeister beim »Frohsinn«. Grüße von Alois Weinwurm. Schlägers Stelle in Salzburg (**) ist wieder ausgeschrieben. Wagner habe ihm einen schönen Brief geschrieben; aus München [Hans Richter] habe der ”Frohsinn” den Schlußchor der ”Meistersinger” erhalten (***).\nAufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in Linz. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"8. März\" (°).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:20"}, {"ID": 186803097, "Datum": "zwischen 9.3. und 15.3.1868", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner: \n   Vermutlich wegen des geplanten Orgelkonzerts in Wien [Bruckner hatte nähere Informationen über die Größe und Spielbarkeit speziell des Pedals erbeten]. - Bruckner fragte seine Kirchenvorgesetzten [Rudigier?] wegen der erforderlichen Dienstbefreiung und erhielt abschlägigen Bescheid.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186803145, "Datum": "14.3.1868, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 62 weist auf S. 2  auf das Konzert des »Frohsinn« am 4.4.1868 hin:\n     » § (Liedertafel »Frohsinn.«) [...] So viel wir bisher über die Concert=Nummern des heurigen Gründungsfestes, welches am 4. April 1868 in den landschaftlichen Redoutensälen stattfinden soll, vernehmen, steht außer Zweifel dasselbe werde sich wieder besonders interesant gestalten. Die Namen der Compositeure bürgen für den Gehalt der sämmtlichen Piecen und der allen Linzern genügend bekannte Chormeister Bruckner für die Gediegenheit der Aufführung. Wir hören nämlich von Compositionen Schuberts, Schumann's, Bruckner's und Richard Wagner's, von letzterem namentlich soll über Ersuchen der Liedertafel um ein für ihr Gründungsfest passendes Werk mit liebenswürdiger Bereitwilligkeit der Schlußchor seiner neuesten, noch nicht vollständig erschienenen Oper: »Der Meistersänger« zur Verfügung gestellt worden sein. [/] Sobald wir in die Lage kommen, Näheres über die bevorstehende Produktion zu erfahren, werden wir uns beeilen, den zahlreichen Freunden und Mitgliedern dieses Vereins hievon Nachricht zu geben.«", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:12"}, {"ID": 186803165, "Datum": "16.3.1868, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm: \n   Die Dienstbefreiung für den Gründonnerstag [9.4.1868] wurde nicht bewilligt. Auch wäre ein öffentliches Auftreten zur Zeit noch zu aufregend für ihn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186803185, "Datum": "(18.3.1868, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief von Josef Hafferl an den »Frohsinn«: \n»Euer Wohlgeboren\n   beehre mich hiemit zu bitten die Mitglieder des Ausschußes der Liedertafel zu der von der Feuerwehr zu Ehren meines Namenstages für Mittwoch den 18. Maerz Abends 8 Uhr im Gasthofe zur Stadt Frankfurt /1. Stock/ veranstalteten geselligen Zusammenkunft in meinem Namen einzuladen.\n   Mit Freuden einer zahlreichen Betheiligung entgegen sehend empfele [?] mich Ihnen mit aller Hochachtung\nJosef Hafferl.\nObmann der Feuerwehr.\nLinz 18. Maerz 1868.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186803195, "Datum": "19.3.1868, Donnerstag (Josephstag)", "Haupttext": "Singstimmen im Gloria der f-moll-Messe fertig. Datierung »19. März« bei T. 309 und »Singst: 19. März [/] [1]868.« am Ende des Satzes.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186803225, "Datum": "22.3.1868, Sonntag", "Haupttext": "Herbeck führt in Wien Beethovens 9. Sinfonie auf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186803295, "Datum": "29.3.1868, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Dommusikverein und Mozarteum in Salzburg:\r\n     Bewirbt sich als Domkapellmeister in der Nachfolge Hans Schlägers, bisheriges Gehalt 500 fl. als Domorganist, 300 fl. beim »Frohsinn«. Verweist auf seine Studien (Zeugnisse liegen nicht bei), Kompositionen (1. Symphonie, d-moll-Messe, f-moll-Messe, Chöre u.a.) und Dirigier-Erfahrungen (zur Zeit Einstudierung des Meistersinger-Schlußchores).", "Letzte Änderung": "21.10.2024 12:33"}, {"ID": 186803305, "Datum": "30.3.1868, Montag", "Haupttext": "Eingangsvermerk Jelineks (Salzburg) auf Bruckners gestrigem Gesuch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804035, "Datum": "3.4.1868, Freitag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Tages-Post Nr. 78 auf S. 3 über die Hauptprobe zum morgigen Konzert [mit WAB 92] (*):\r\n      »Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn\".\r\n   Wir haben neulich auf dieses interessante Fest im Allgemeinen hingewiesen und das Versprechen damit verbunden, sobald wir in die Lage kommen, etwas Näheres hierüber zu erfahren, dieses in unserem Blatte sogleich bekanntzugeben.\r\n   Heute sind wir in der angenehmen Lage dieser Verpflichtung nachzukommen, indem wir uns durch Beiwohnung einer der Hauptproben die nähere Information erholten.\r\n   Was wir in derselben von den Leistungen der Liedertafel unter ihrem ausgezeichneten Chormeister Bruckner vernahmen, wollen wir heute noch unbesprochen lassen und nur das konstatiren, daß der Verein mit wahrer Begeisterung jeden der durchwegs ausgezeichnet schönen und wirkungsvollen Chöre exekutirt, daß ein reizender Damenkreis bei den gemischten Chören die Liedertafel unterstützt, und daß wir nach dieser gehörten Probe aus voller Ueberzeugung den Mitgliedern dieses Vereines einen sehr genußreichen Abend versprechen können.\r\n   Das Programm für das Gründungsfest besteht aus folgenden Nummern:\r\n1. Entrée-Chor aus Thanhäuser von Richard Wagner, für gemischten Chor und Orchester. - Die Schönheit dieser Nummer dürfte in Linz bekannt sein, da dieselbe vor Jahren bei der Aufführung des „Thanhäusers” am hiesigen Theater sehr gefiel. [... Schubert, Kreuzer (Kreutzer), Mozart (Streichquartett mit Koschier, Geyer, Komczak jun., Selig), Zöllner ...] \r\n6. „Vaterlandslied” von Bruckner, Männerchor mit Tenor- und Bariton-Solo. Die Komposition dieses Chores ist so schön und die Effekte desselben so zündend, daß derselbe eines großen Erfolges nicht verfehlen wird. Dieser Chor gibt uns neuerdings Zeugniß von der außerordentlichen Begabung Bruckners. Die Exekutirung dieses Chors ist übrigens ungemein schwierig. [... Mendelssohn, Robert Schumann ...]\r\n9. Es bleibt uns nur noch als letzte Konzert-Nummer Rich. Wagners Bariton-Arie und Schlußchor des 3. Aktes aus der noch unaufgeführten Oper „Die Meistersinger” kurz zu besprechen. Wir hatten leider nicht die Gelegenheit, auch diesen Chor zu hören, da derselbe als Ensemble mit Orchester noch nicht aufgeführt war und können nur beifügen, daß der Chormeister Bruckner, der schon Proben mit dem Orchester geleitet hatte, denselben geradezu als ein herrliches Meisterwerk mit wahrhaft großartiger Wirkung schildert und daß diese Musik auf ihn und jeden der Exekutirenden einen tiefen erschütternden Eindruck hervorbrachte.« (*).\nProgrammankündigung im Linzer Abendboten Nr. 78 auf S. 3 (**):\r\n      »Zwischenakt.\r\nLinz. Im Nachstehenden bringen wir das Programm zu dem morgen in den Lokalitäten des landschaftlichen Redoutensaales stattfindenden 24jährigen Gründungsfeste der Liedertafel „Frohsinn.” I. Abtheilung: 1) „Einzugsmarsch” aus der Oper Tanhäuser 2. Akt von Richard Wagner. - 2) „An die Entfernte,” Männerchor von Schubert. - 3) „Männerquartett” von Kreutzer. - 4) „Müllerlied” Männerchor von Zöllner. - 5) „Streichquartett” von Mozart in Es dur Nro. 4, ausgeführt von den Herren Koschier, Gayer, Komsak jun. und Seelig. - 6) „Vaterlandslied,” Chor mit Tenor und Bariton=Solo von Anton Bruckner. - 7) „Frühlingsahnung,” gemischter Chor von Mendelssohn. - 8) „Ritonell” [sic] von Schumann. - 9) „Bariton-Solo” mit gemischtem Chor und Orchester aus der Oper: Die Meistersinger; (Schlußchor des 2. [sic] Aktes) von Richard Wagner. - II. Abtheilung: Liedertafel.« (**).\n(Brief von Engelbert Lanz an den »Frohsinn«:\r\n      »Linz den 3. April 1868\r\nEuer Wohlgeboren!\r\n   Es hat sich in der vergangenen Woche unter einigen der Herren Mitglieder der Liedertafel „Frohsinn” das Gerücht verbreitet, daß ich bei einer der Proben zur Haydn'schen Schöpfung eine für die gesanglichen Leistungen der Liedertafel Frohsinn in Linz beleidigende Äußerung gemacht hätte.\r\n   Ich erkläre dieses Gerücht als unbegründet und unwahr, und bedaure, daß sich einige der Herren Mitglieder dieses Vereins zu Handlungen verleiten ließen, die nicht gegen mich, sondern gegen den Musikverein gerichtet waren.\r\n   Was mich betrifft, so wäre ich Euer Wohlgeboren sehr zu Dank verpflichtet, wenn Sie mir diejenigen benennen könnten, welche aus eigener Wahrnehmung eine derartige Äußerung bezeugen könnten, um diese Mittheilung ersucht Sie dringend\r\nIhr\r\nergebener\r\nEngelbert Lanzmp« (***)).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 22:03"}, {"ID": 186804045, "Datum": "4.4.1868, Samstag", "Haupttext": "Artikel der Linzer Zeitung auf S. 321 mit Angaben zum Programm des Konzerts:\r\n»Linz, 3. April\r\n[...] * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Nachstehend theilen wir das Programm zu dem am 4. April d. J. stattfindenden 24jährigen Gründungsfeste der Liedertafel Frohsinn mit [...] 6. Vaterlandslied, Chor mit Tenor und Bariton=Solo von Anton Bruckner; [...]« (#).\nGründungsfestkonzert des »Frohsinn« im Redoutensaal mit Werken Schuberts (»Der Entfernten«), Kreutzer (»Morgenlied«), Zöllner (»Müllerlied«), Mozart (Streichquartett in Es-Dur, gespielt von Koschier, Geyer, Komzack, Seelig), Schumanns (»Ritornell«), Mendelssohns (»Frühlingsahnung«), Wagners (Einzugsmarsch aus 2. Akt Tannhäuser und als Uraufführung der Meistersinger-Schlußchor) und Bruckners »Vaterlandslied« [WAB 92], auf einen Text Silbersteins. Das Baritonsolo singt Herr Holzner (°).\r\n   Frl. Kainersdorfer überreicht Bruckner einen Lorbeerkranz (*). An Wagner wird ein Telegramm abgeschickt (**).\r\n   Ferdinand Krackowizer, der erstmals einer Produktion des »Frohsinn« beiwohnt, wird bei diesem Konzert als Mitglied gewonnen (***).\nBrief Bruckners an das Mozarteum in Salzburg:\r\n   Sendet d-moll-Messe; derzeit arbeite er an der f-moll-Messe (°).", "Letzte Änderung": "25.09.2025 11:58"}, {"ID": 186804046, "Datum": "nach dem 4.4.1868", "Haupttext": "Notiz Hilleprandts auf der 4. Seite des Briefes vom 29.3.1868: Bruckner hat die d-moll-Messe nach Salzburg gesendet.", "Letzte Änderung": "21.10.2024 12:33"}, {"ID": 186804065, "Datum": "6.4.1868, Montag", "Haupttext": "Kritik über das Konzert vom 4.4.1868 im Linzer Abendboten Nr. 80 auf S. 3 [*]:\r\n        »Zwischenakt.\r\n      Linz. Unsere wackere Liedertafel „Frohsinn” beging mit ihrem 24. Gründungsfeste am letzten Samstage eine Festfeier in des Wortes schönster Bedeutung. Der Redoutensaal erwies sich fast zu klein, um alle die unterstützenden Mitglieder zu fassen, welche gekommen waren, um ihre Theilnahme an diesem Vereine an den Tag zu legen, welcher eine wahre Zierde unserer Stadt genannt werden kann. Wir können wohl der Liedertafel kein besseres Lob ertheilen, als wenn wir sagen, daß sie sich beim vorgestrigen Feste unter der Leitung ihres vorzüglichen Chormeisters Bruckner geradezu verjüngt zeigte und alle Nummern des sehr interessanten Programms mit großer Präcision und einer Nüancirung exekutirte, deren Feinheit von dem tiefsten und sorgfältigsten Studium zeigte. Es war daher nur die natürliche Folge, daß sich alle Zuhörer in einer Weise befriedigt und gehoben fühlten, wie dieß bei Liedertafelkonzerten nur selten erreicht zu werden pflegt. Es war eben der Hauch klassischer Begeisterung, welcher die gesammte Produktion veredelte und durch die meisterhafte Durchführung das gleiche Gefühl bei den Zuhörern erweckte, so daß wir es mit keinem bloßen Unterhaltungsabende, sondern mit einem eigentlichen Musikfeste zu thun hatten, dessen Zustandekommen wir im Interesse einer verfeinerten, musikalischen Bildung des Publikums ganz besonders hoch anschlagen. Wir verweilten absichtlich länger bei der Schilderung des Gesammteindruckes, weil eben hierin der eigentliche Erfolg des Abends zu suchen ist und alle einzelnen Nummern hieran ihren Antheil hatten. Ganz besonderen Beifalls hatte sich der wunderliebliche Chor „Der Entfernten” von Schubert und der bekannte gemischte Chor „Frühlingsahnung” von Mendelssohn zu erfreuen, so daß selbst zur Wiederholung derselben geschritten werden mußte. Trefflich ausgeführt wurden auch die Chöre „Wohin” von Zöllner, „Vaterlandslied” von Bruckner [WAB 92] und das „Ritornelle” von Schumann. Insbesondere erzielte der Bruckner'sche Chor in seiner echt musikalischen Empfindung und schwärmerischen Anlage und Durchführung eine sehr große Wirkung, welche dem bescheidenen Komponisten die verdiente Ehre dreimaligen Hervorrufes eintrug. Eine sehr angenehme Abwechslung im Programme bildete das Mozart'sche Streichquartett in Es dur, welches von den Herren Koschier, Geier, Komzak jun. und Seelig in der bei diesen Herren aus den Quartettproduktionen bekannten vorzüglichen Weise durchgeführt und mit dem Hervorrufe derselben anerkannt wurde. Gleicher Beifall und die Ehre des Hervorrufes wurde auch der Durchführung des Männerquartettes „Morgenlied” von Kreutzer zu Theil. Die Krone von Allem bildete jedoch der Schlußchor des II. Aktes aus der Oper „Meistersinger” von Richard Wagner, dessen pompösen Chor der Ritter und Edelfrauen aus „Tannhäuser” die Einleitung des Konzertes gebildet hatte.\r\n   Wir wissen die Ehre sehr hoch zu schätzen, daß der Meistersingerchor unserer Liedertafel zur ersten Aufführung überlassen wurde, und freuen uns daher doppelt, daß dessen Wirkung durch das vereinte Streben aller Betheiligten eine wahrhaft überwältigende war, die gewissermaßen von selbst zum stürmischen Beifall und zur Wiederholung drängte. Für die Kenner Wagner'scher Musik genügt wohl die Bemerkung, daß die bekannten herrlichen Chöre in Tannhäuser und Lohengrün von dem Chore der Meistersinger an Großartigkeit entschieden noch überragt werden. Den Damen, welche bei den gemischten Chören in vorzüglicher Weise mitwirkten, sowie auch der trefflichen Instrumentalbegleitung, durch welche dieselben besonders ihre bedeutende Geltung erlangten, gebührt alles Lob für das mühevolle, hierauf verwendete Studium. Aus den Reihen der Liedertafel sind Hr. Holzner, welcher das schwierige Bariton-Solo im „Meistersinger” sehr hübsch vortrug, dann Hr. Hoffelner für die kräftige Mitwirkung im „Vaterlandslied” und die Herren Falkensam, Huber und Stuböck, welche mit Hrn. Holzner das Soloquartett bildeten, lobend hervorzuheben. Zum Schluße aber beglückwünschen wir den an diesem Abende förmlich mit Beifall überschütteten Hrn. Bruckner zu dem herrlichen Erfolge mit dem aufrichtigen, herzulichen Wunsche, daß der Liedertafel unter seiner bewährten Leitung noch recht oft die Veranstaltung so mustergiltiger Produktionen gegönnt sein möge.« [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "07.10.2024 16:34"}, {"ID": 186804075, "Datum": "7.4.1868, Kardienstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 81 schreibt auf S. 329 [Titelseite] über das Konzert vom 4.4.1868 [mit WAB 92]:\r\n»Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn.\"\r\nX Linz, 5. April. \"Welche Stunden und Seelen und Körper müßten sich an einander reihen, um Dir nur eine einzige Innenfeier zu bereiten, welche Du von der Tonkunst in einer Minute, wie von unsichtbaren Händen empfängst.\" Diese Worte Jean Pauls fielen uns wieder ins Gedächtnis, als wir am Samstag das Concert verließen, womit die Liedertafel \"Frohsinn\" ihr 24. Gründungsfest in dem großen landschaftlichen Redoutensaale beging, denn es waren wahre Kunstgenüsse, welche die Liedertafel der außerordentlich zahlreichen Gesellschaft von Damen und Herren bereitet hat. Das Programm begann und schloß mit Richard Wagner. Den Anfang bildete der Chor der Ritter und Edelfrauen aus der Oper \"Tannhäuser\" (2. Act, 4. Scene), das Ende der Schlußchor des 2. Actes [sic!] aus der Oper \"Meistersinger\". Was die letztere Composition betrifft, die erstere setzen wir als bekannt voraus, so ist sie ebenso kraft- und schwungvoll wie alle neueren Compositionen R. Wagners', imponirt aber durch ihre geniale Orchestration wie durch ihre glänzenden Effecte noch mehr, als diese, und macht in dem Zuhörer unwillkührlich die Begierde rege, das ganze Werk kennen zu lernen; denn so viel glaubt man schon aus dieser Nummer entnehmen zu dürfen, daß Wagner in seinem Streben das musikalische Drama auf die höchste Stufe künstlerischer Vollendung zu bringen, wieder einen Schritt weiter gethan haben müsse. Die Ausführung beider Chöre war eine musterhafte, und wir sind überzeugt, daß ihr selbst der Componist, wenn er anwesend gewesen wäre, dieses Zeugniß nicht versagt haben würde. Der Sänger des Baritonsolo, die frischen Stimmen eines blühenden Mädchenkranzes, ein starker kräftiger Männerchor und ein vortreffliches Orchester wetteiferten mit Erfolg in der Wiedergabe der musikalischen Composition. Das größte Verdienst möchten wir aber dem Chormeister der Liedertafel, unserem ausgezeichneten Domorganisten Herrn Bruckner, zuschreiben, dessen Mühe die äußerst gelungene Ausführung wohl vorwiegend zu danken ist. Bei diesem Concerte hörten wir auch einen neuen Chor mit Tenor- und Baritonsolo (\"Vaterlandslied\") von Herrn Bruckner, eine schöne gehaltvolle Composition, die des Beifalls der Musiker sicher sein kann, und stets auch den der Laien erhalten wird, wenn ihre schwierige Ausführung so brav gelingt wie gestern. Ebenso vorzüglich wurden die anderen Nummern des Concertes gebracht: \"Der Entfernten\" von F. Schubert, \"Frühlingsahnung\" von Mendelssohn, \"Ritornelle\" von R. Schumann, \"Morgenlied\" von Kreuzer, \"Wohin?\" von C. Zöllner und das Streichquartett in Es-dur von Mozart, die erstgenannten zwei Nummern mußten auf allgemeines Verlangen wiederholt werden. Wir zählen die gestrige Production der Liedertafel zu den besten, die wir seit ihrem Bestehen gehört haben, und finden den außerordentlichen Beifall, der den Mitwirkenden und dem Chormeister nach jeder Nummer gezollt wurde, vollkommen verdient. Wir beglückwünschen den Vorstand der Liedertafel ob eines solchen Concertes, und freuen uns, daß eine geschickte Hand so vortreffliche Gesang- und Musikkräfte zusammenzubringen verstand; wir beglückwünschen aber auch die Liedertafel ob ihres Chormeisters, dessen hervorragendes Orgelspiel= und Compositionstalent wir schon früher zu würdigen Gelegenheit hatten, und der sich, wie nicht anders zu erwarten stand, jetzt auch wohlverdienten Lorbeer als Chormeister erworben hat. Zum Schluße müssen wir noch der Mitglieder des Männerquartetts (Falkensam, Huber, Holzner, Stuppöck) und jener des Streichquartetts (Koschier, Geier, Komzack jun., Seelig), sowie der Solosänger (Falkensam, Hoffelner und Holzner) mit besonderer Anerkennung gedenken. - Der Redoutensaal war überfüllt, die Stimmung des Publikums eine enthusiastische. Dem Chormeister Bruckner wurde nach dem Concerte von dem Damenchore ein Lorbeerkranz überreicht und Richard Wagner durch ein Telegramm der Liedertafel von der außerordentlich beifälligen Aufnahme seiner Composition in Kenntniß gesetzt.« (*).\nDer »Frohsinn« singt beim Begräbnis Josef Edlbachers einen Trauerchor von Karl Sandtner (**).\nBruckner erhält eine (von August Red angefertigte) Photographie seiner Schülerin Jul. Löwenfeld [siehe die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 23:31"}, {"ID": 186804085, "Datum": "8.4.1868, Karmittwoch", "Haupttext": "Kritik über das Konzert vom 4.4.1868 [mit WAB 92] in der Linzer Tages-Post Nr. 82 auf S. 2f (*):\r\n         »Liedertafel „Frohsinn”.\r\n     Am 4. d. M. hat die Liedertafel „Frohsinn” in den landschaftl. Redouten-Lokalitäten ihr 24. Gründungsfest begangen.\r\n   Die erste Abtheilung wurde mit Richard Wagner eröffnet und geschlossen. Der „Chor der Ritter und Edelfrauen” aus der Wagner'schen Oper „Tannhäuser” wurde von dem Damen- und Herren-Chor und mit Orchester-Begleitung schwungvoll exekutirt.\r\n   Es folgte hierauf Franz Schubert's Chor: „Der Entfernten”.\r\n   Der die gewählteste Gesellschaft umfassende Saal würdigte den wahren Hochgenuß, welcher durch die vollendete Wiedergabe dieser herrlichen Komposition geboten wurde. In weihevoller Stimmung lauschte Alles der wunderbaren Einheit des Vortrages, der von dem kräftigsten Fortissimo zu einem Piano überging, in welchem die zartesten Stellen gleich einem Hauche erklangen.\r\n   Da uns der Raum mangelt, um bei den einzelnen Nummern des Programms die vortreffliche Leistung eingehend zu erörtern, müssen wir hier im Allgemeinen bemerken, daß die gesammten Aufführungen von der unendlichen Sorgfalt, mit welcher das Einstudiren vor sich gegangen war, ein glänzendes Zeugniß ablegten. Um so mehr ist das zu bewundern, als die Mitwirkenden der Mehrzahl nach Dilettanten sind. Weiß man doch, wie schwierig es den Kapellmeistern bei dem engagirten Chorpersonale einer Oper wird, mit allem Aufwande der Strenge jene Präzision zu erzielen, welche theils zum Ausdrucke der feurigen Leidenschaft, theils zur Zartheit der Pianostellen erforderlich ist.\r\n   Die Liedertafel-Produktion bewies nun einerseits die Macht des Ehrgeizes, der echten Liebe zur Kunst und der Ausdauer, welche alle Vereinsmitglieder beseelt, andererseits die Tüchtigkeit und große Sorgfalt des Chormeisters Herrn Bruckner. [...]\r\n   In der nächstfolgenden Nummer: „Vaterlandslied” (Gedicht von A. Silberstein, als Chor mit Tenor- und Bariton-Solo, in Musik gesetzt von A. Bruckner) glänzte der Chormeister als Kompositeur, dem allerdings sehr zu wünschen ist, daß er bei allen Aufführungen seiner Tonwerke über solche Kräfte wie diesmal verfügen könne, welche mit aller Liebe auf seine Intentionen eingehen, und dieselben so gelungen erfüllen. [...]\r\n   Höchst imposant ist der hier zum ersten Male öffentlich vorgetragene Schlußchor des 2. Aktes aus Richard Wagners Oper „Meistersinger”. Das Bariton-Solo wurde in Auffassung und Technik sehr verdienstlich durch Herrn Holzner reproduzirt.\r\n   Herrlich ist die Klangwirkung des gemischten Chors, der gewiß aller Orten einen ungeheuern Eindruck auf die Zuhörer machen muß, wo der Vortrag von so kräftigen Stimmen und mit so lebhafter Begeisterung erfolgt, wie wir ihn hörten. Es folgte daher auch so stürmischer Applaus, daß der Chor wiederholt wurde, so wie auch alle übrigen anerkennenswerthen Aeußerungen des Abends lebhaften Beifall gefunden haben.\r\n   Die Liedertafel fühlte sich verpflichtet, dem geistreichen Tondichter Herrn Richard Wagner, dessen Werk so glänzende Wirkung hervorgebracht hatte, auf telegrafischem Wege hievon Nachricht zu geben und herzlich zu danken.\r\n   Der Liedertafel „Frohsinn” müssen wir für die so gelungene Durchführung edes interessanten Programms aufrichtigen Dank sagen. Da der Zutritt zu dem Gründungsfeste nur den unterstützenden Mitgliedern gegönnt ist, haben wir mehrseitig den Wunsch gehört, das Konzert genau mit demselben Programme zu wiederholen und zwar gegen Feststellung einer Eintrittsgebühr, deren Ertrag theils zur Deckung der Kosten der Produktion verwendet, theils dem Fonde der Liedertafel zugeführt werden könnte, welcher viele Auslagen zu tragen hat.\r\n   Eine besondere Ovation wurde dem Herrn Bruckner dargebracht, indem er in der zweiten Abtheilung durch den Empfang eines Lorbeerkranzes überrascht wurde, welchen Frl. Kainersdorfer mit einer sinnigen Ansprache überreicht. Das schöne weiße Band, mit welchem der Kranz verziert war, trägt die Aufschrift: „Dem Chormeister und Kompositeur Herrn Anton Bruckner, gewidmet von dem Damen-Chore der Liedertafel „Frohsinn” am 4. April 1868.” Die Mitglieder des Damen-Chors und das Auditorium riefen einstimmig „Bravo”, und der gefeierte Meister konnte vor Rührung kaum sprechen.\r\n   Anerkennend müssen wir der vortrefflichen Instrumentalproduktionen gedenken, welche in der 2. Abtheilung von einer aus Mitgliedern der beiden hiesigen Regimentsmusikkapellen kombinirten Gesellschaft geboten wurden, so wie auch die heiteren Chöre, Duetten und Deklamationen allgemeinen Beifall fanden.« [keine Signatur] (*).\nBruckner hat Kirchendienst und kann deswegen nicht nach Wien fahren (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804087, "Datum": "Anfang April (?) 1868", "Haupttext": "Durch einen Mittelsmann Anfrage bei Bruckner, ob er die Nachfolge Sechters in Wien übernehmen würde. Bruckner antwortet nicht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804095, "Datum": "9.4.1868, Gründonnerstag", "Haupttext": "Ursprünglich geplanter Termin für Bruckners Mitwirkung in Weinwurms Konzert mit dem Akademischen Gesangverein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804105, "Datum": "10.4.1868, Karfreitag", "Haupttext": "Brief Hilleprandts (Präsident des Salzburger Mozarteums) an Dr. Krackowitzer in Linz:\r\n   Über Bruckners Bewerbung; die d-moll-Messe soll im Mai im Salzburger Dom aufgeführt werden (*).\nSchreiben des Dommusikvereins und Mozarteums Salzburg (Sekretär: Hilleprandt) an Bruckner:\r\n   Dankt für die Zusendung der d-Moll-Messe, die man baldmöglichst einstudieren wolle (**).", "Letzte Änderung": "21.10.2024 12:33"}, {"ID": 186804115, "Datum": "11.4.1868, Karsamstag", "Haupttext": "Kritik über das Konzert vom 4.4.1868 im Welser Anzeiger Nr. 15 auf S. 2f: \n      \n»Correspondenz.\n\n   ## Linz. (Der Musikverein und die Liedertafel \"Frohsinn\".) [...] Der Musikverein kündigte in bombastisch=pompöser Weise - auf mehr als ellengroßen Anschlagzetteln - die von circa 200 Mitwirkenden aufzuführende \"Schöpfung von Haydn\" unter Leitung des Herrn Engelbert Lanz für den 29. März und die Liedertafel \"Frohsinn\" ihr vierundzwanzigstes (?)*) [Fußnote in Kopie nicht enthalten] Gründungsfest unter Leitung ihres neuen Chormeisters Herrn Anton Bruckner in einer zwar viel bescheideneren, aber dennoch auffallenden - und für einen so renommirten Verein unnöthigen Programmsreclame für den 4. April an.\n\n   Wir haben den Generalproben und Aufführungen beider Vereine die gespannteste Aufmerksamkeit gewidmet [... es folgt eine recht schlechte Kritik zum Konzert des Musikvereins ...] Um so mehr freuen wir uns, den vortrefflichen Leistungen der Liedertafel \"Frohsinn\" bei ihrem letzten Gründungsfeste sowie der ausgezeichneten Leitung ihres Chormeisters Herrn Bruckner unsere vollste Anerkennung auszusprechen und dem einstimmigen, den Verein hochehrenden Urtheile des Publicums aus innigster Ueberzeugung beizustimmen. Das ganze Concert Programm war mit Geschmack und Kunstsinn zusammengestellt und brillant durchgeführt.\n\n   Wir haben seit Storch's Abgang die Liedertafel nicht wieder so kunstgerecht singen gehört als an diesem Abende.\n\n   Und so rufen wir denn unserem genialen Bruckner für sein reizendes Pianissimo ein herzliches \"Bravo!\" und der Liedertafel ein glückliches Gedeihen und Fortbestehen zu!! -«.\n\n\n[Replik auf diese Besprechung siehe 19.4.1868.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804125, "Datum": "um den 12.4.1868, Ostern", "Haupttext": "Herbeck fragt in Linz [?] Eduard Hauptmann, warum sich Bruckner nicht als Nachfolger Sechters bewerbe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804195, "Datum": "19.4.1868, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 91 befasst sich auf S. 2f mit der Besprechung des Welser Anzeigers vom 11.4.1868:\n        \"Die Schöpfung.\nAn den musikalischen Linzer Korrespondenten des \"Welser Anzeigers\".\n        \"Hugo, wärst Du heim geblieben!\"\n     In Nr. 15 des \"Welser Anzeiger\" vom Samstag den 11. April l. J. finden wir eine Korrespondenz aus Linz, welche die in den vergangenen Wochen abgehaltenen Konzerte des Musikvereines und der Liedertafel \"Frohsinn\" bespricht. [...] Der erste, überaus lange Theil speit Tadel über Tadel auf den Leiter des Musikvereins, Herrn Lanz, herab, der zweite, allerdings winzige Theil ist eine brillante Lobeserhebung auf das Liedertafel-Konzert. [... über einzelne Kritikpunkte und deren (Nicht)Berechtigung und schließlich den Vergleich mit Bruckners Dirigat ...] Der Herr Korrespondent ruft dem \"genialen\" Bruckner für sein reizendes pianissimo ein herzliches \"Bravo\" zu, während er zugesteht, das das piano und pianissimo in den Chören [... aus Haydns Schöpfung ...] ganz richtig nuancirt wurde. [... über die Unlogik der Gedankengänge ... über die Stärke und Besetzung des Chores am 4.4.1868 ... die Kritik sei ein gesteuerter Angriff auf Engelbert Lanz und Karl Weilnböck, die Ex-Chormeister des \"Frohsinn\" ...]\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "19.10.2025 09:08"}, {"ID": 186804215, "Datum": "21.4.1868, Dienstag", "Haupttext": "Komposition des Offertoriums »Inveni David« [WAB 19] für Männerchor und Posaunen, dem »Frohsinn« zum Gründungsfest gewidmet: »Der löblichen Liedertafel 'Frohsinn' [/] achtungsvollst gewidmet [/] zum Gründungsfeste 1868. [/] Offertorium [/] für Männerchor [/] in Begleitung von [/] 4 Trombonen. [/] Linz 21. April 1868. [/] Anton Brucknermp. [/] Chormeister.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804235, "Datum": "23.4.1868, Donnerstag", "Haupttext": "[nicht gesichert!]\nBruckner ist [wie jedes Jahr?] Gast bei Georg Ruckensteiner anlässlich des Namenstages (Hl. Georg).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804295, "Datum": "29.4.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 409 [*] die Uraufführung der 1. Symphonie an: \n»* (Musikalisches.) Nächste Woche wird Herr Bruckner im hiesigen Redoutensaale eine neue Composition, und zwar eine Symphonie zur Aufführung bringen. Es bedarf bei der bekannten Begabung und Beliebtheit des Herrn Compositeurs, welche sich erst kürzlich bei dem Festconcerte der Liedertafel »Frohsinn« so glänzend zeigte, keiner weiteren Anempfehlung, um die Musikfreunde zu dem Besuche dieser in vielfacher Beziehung interessanten Production anzuspornen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186804305, "Datum": "30.4.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 100 kündigt auf S. 3 die Aufführung der 1. Symphonie an:\n     »Nachrichten aus Linz und Oberösterreich,\n          29. April 1868.\n[...] § Im Laufe der nächsten Woche werden wir hier ein Konzert von höchstem Interesse zu hören Gelegenheit haben. Der Dom=Organist, Herr Bruckner wird nämlich ein neues, großes Werk seiner Komposition, eine Sinfonie, zur Aufführung bringen. Kunstverständige, welche Einblick in die Partitur genommen haben, versichern, daß diese Sinfonie der bekannten großen Messe Bruckners nicht nur vollkommen ebenbürtig sei, sondern dieselbe in mancher Beziehung sogar übertreffe. Es wird jedenfalls sehr interessant sein, zu beobachten, wie das große Talent unseres so unermüdeten vaterländischen Tondichters, welchem wir bisher, mit Ausnahme von einigen Liedern und Chören, nur auf dem Felde kirchlicher Musik begegnet sind, in der großartigsten Gattung weltlicher Orchestermusik, in der Sinfonie, sich darlegen wird. Das Konzert wird im Redoutensaale in den Nachmittagsstunden stattfinden. Der übrige Theil des Programms ist noch nicht definitiv festgesetzt, wird aber jedenfalls so gewählt sein, wie es die hiesigen Kunstkräfte nur immer erlauben.«", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:29"}, {"ID": 186805015, "Datum": "1.5.1868, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 1. Sonntagsmesse in Es-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"1. Mai 1868 Pf.\" (*).\n \n[wann genau?]\nIm Heft Nr. 5 der Zeitschrift für katholische Kirchenmusik [Mai 1868?] wird auf S. 37f ein Schreiben Traumihlers an den Redakteur (Joh. Ev. Habert] veröffentlicht. Bietet seine Unterstützung an und teilt das Kirchenmusikprogramm in St. Florian vom 1. Fastensonntag [1.3.1868] bis zum Karsamstag [11.4.1868] mit (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805035, "Datum": "3.5.1868, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 425 die Uraufführung der 1. Symphonie an:\r\n»Linz, 2. Mai.\r\n   [...] * (Das Concert Bruckners) findet Samstag, den 9. d. M., Nachmittags um 5 Uhr, im Redoutensaale statt. Das Orchester ist zusammengesetzt aus den Musikbanden der beiden hier garnisonirenden Regimenter, aus Mitgliedern des Theaterorchesters und mehreren Herren Dilettanten. Die Proben sind bereits in vollem Gange und der dirigirende Compositeur sprach seine volle Zufriedenheit mit den bisherigen Leistungen aus. Das vollständige Programm wird demnächst veröffentlicht werden. Vormerkungen zu Sperrsitzen à 1 fl. übernimmt die Th. Ewert'sche Buchhandlung.« (*).\nAnkündigung der Uraufführung der 1. Symphonie in der Linzer Tages-Post Nr. 103 auf S. 2:\r\n»    Nachrichten aus Linz und Oberösterreich.\r\n                              2. Mai 1868.\r\n   [...]    § Das Konzert Bruckner, dessen vollständiges Programm in den nächsten Tagen erscheinen wird, findet Samstag den 9. d. M. um 5 Uhr Nachm. statt. Vormerkungen zu Sperrsitzen à 1 fl. übernimmt schon jetzt die Th. Ewert'sche Buchhandlung.« (**).\nAufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"3ten Mai Dom\" (***).", "Letzte Änderung": "10.02.2025 13:16"}, {"ID": 186805055, "Datum": "5.5.1868, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner, mit Ferdinand Krackowizer, dessen Tante Aichberger und dessen Cousinen Johanna und Hermine Pichler auf der Terrasse des Hotels »Krebs« beim Mittagessen, wird Augenzeuge des Einsturzes des Donaubrücke.", "Letzte Änderung": "01.04.2025 20:42"}, {"ID": 186805065, "Datum": "6.5.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 435 nochmals die Uraufführung der 1. Symphonie an und gibt das Programm bekannt:\r\n»Linz, 5. Mai.\r\n   [...] * (In dem Concerte Bruckner's) wird die Liedertafel „Frohsinn” ihren Dirigenten dadurch ehren, daß sie zwei von jenen Chören, welche in ihrem letzten Concerte so außerordentlich gefallen haben, zur Wiederholung bringt. Gewiß eine allgemein willkommene Auswahl! Zwischen beiden Chören wird Frl. Katinka von Sachse, deren herrliche Stimme und schwungvoller Vortrag ihr schon längst eine hervorragende Stelle unter den hiesigen Dilettanten gesichert haben, Mendelssohn's wundervolles „Herbstlied”, und ein Lied von Brahms singen.« (*).\nAnkündigung auch in der Tages-Post:\r\n»5. Mai 1868. [...] § Das Programm des am nächsten Samstage Nachmittag um 5 Uhr im großen Redoutensaale stattfindenden Konzertes des Herrn Bruckner enthält außer der der [sic!] von ihm komponirten Symphonie noch zwei von der Liedertafel „Frohsinn” gesungene Chöre und zwei Lieder von Mendelssohn und Brahms, vorgetragen von der ausgezeichneten Gesangsdilettantin Frl. Katinka von Sachse.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805094, "Datum": "vor dem 9.5.1868", "Haupttext": "Proben zur 1. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805095, "Datum": "9.5.1868, Samstag", "Haupttext": "Uraufführung der 1. Symphonie um 5 Uhr im Redoutensaal unter Bruckners Leitung. Im Orchester wirken u.a. Franz Schober und Karl Komzak mit. Der »Frohsinn« und Katinka von Sachse (*) singen Lieder von Mendelssohn (**), Schumann, Schubert und (*) Brahms.\r\n     Im Publikum sitzen u.a. Vertreter der Aristokratie (z.B. der Erzherzog) und des Klerus (Rudigier) und (***) Alois Weinwurm; Bruckner hatte auch Anton Hager eingeladen (°). \nDas Konzert war in der Linzer Tages-Post Nr. 108 angekündigt worden (°°):\r\n      »Nachrichten aus Linz und Oberösterreich, | 8. Mai 1868. [...] § Das interessante Programm des morgen Samstag Nachmittag um 5 Uhr stattfindenden Ant. Bruckner'schen Konzertes ist, wie folgt, zusammengestellt: 1. Chor, gesungen von der Liedertafel \"Frohsinn\"; 2. a) Herbstlied von Mendelssohn, b) \"Juchhei!\" von Brahms (Lieder, gesungen von Frl. Katinka v. Sachse); 3. \"An die Entfernte\", Chor von Fr. Schubert, gesungen von der Liedertafel \"Frohsinn\"; 4. Große Simfonie in C-moll von Ant. Bruckner. Sperrsitze à 1 fl. sind in der Ewert'schen Buchhandlung und vor dem Konzerte an der Kasse zu bekommen. Eintritt in den Saal und auf die Gallerie 50 kr. Die verdiente allgemeine Beliebtheit, deren sich Herr Bruckner erfreut, und die Voraussicht eines großen musikalischen Genußes lassen wohl kaum an einem sehr zahlreichen Besuche dieses Konzertes zweifeln, welches den würdigen Abschluß der heurigen Konzert-Saison bildet.« (°°).\nIn derselben Zeitung werden auch auf S. 4 die Werke beim morgigen Hochamt angekündigt:\r\n     \"Die Liedertafel \"Frohsinn\" gibt ihren P. T. unterstützenden Mitgliedern bekannt, daß sie zur kirchlichen Feier ihres Gründungsfestes am nächsten Sonntag, den 10. d. M. um 10 Uhr Vormittags in der hiesigen Domkirche die Messe von \"Lotti\" mit Graduale und Offertorium von Bruckner zur Aufführung bringen wird. [/] Linz, am 8. Mai 1868. [/] Der leitende Ausschuß.\" (°°a).\nDer Linzer Abendbote Nr. 108 weist auf S. 4 in einer Annonce auf das morgige Gründungsfest des »Frohsinn« hin:\r\n»Die Liedertafel \"Frohsinn\" gibt ihren p. t. unterstützenden Mitgliedern bekannt, daß sie zur kirchlichen Feier ihres Gründungsfestes am nächsten Sonntag, den 10. d. M. um 10 Uhr in der hiesigen Domkirche die Messe von Lotti mit Graduale und Offertorium von Bruckner zur Aufführung bringen wird.\r\nLinz, am 8. Mai 1868.\nDer leitende Ausschuß.« (°°°).", "Letzte Änderung": "25.10.2024 13:27"}, {"ID": 186805105, "Datum": "10.5.1868, Sonntag", "Haupttext": "Beim Hochamt zum Gründungsfest des »Frohsinn« dirigiert Bruckner eine Messe von Lotti, sein »Ave Maria« [WAB 6] als Graduale und die Uraufführung des Offertoriums »Inveni David« [WAB 19] (*).\n(Aufführung der 3. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"10ten Mai Pf.\" (**)).", "Letzte Änderung": "23.02.2023 09:46"}, {"ID": 186805115, "Datum": "11.5.1868, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm (*):\r\n     Gratuliert zur »hohen Auszeichnung«, berichtet von Proben und Aufführung der 1. Symphonie. Grüße von Alois Weinwurm.\n(**) Brief des Dom-Musikvereins und Mozarteums aus Salzburg an Bruckner, bezogen auf das Gesuch vom 29.3.1868:\r\n     Mozarteums-Direktor wurde Dr. Otto Bach. Bruckner wegen Interesses am Verein und Unterstützung mit Kompositionen [d-moll-Messe] zum Ehrenmitglied ernannt. Unterschrift Franz von Hilleprandts (? (***)).\nKritik des Linzer Abendboten Nr. 109 auf S. 3 (°):\r\n»Zwischenakt.\r\nLinz. Bruckner's Concert. Wer überhaupt noch einen Zweifel gehabt hätte, ob unser vorzüglicher Domorganist Bruckner, der allgemein anerkannte Meister im Orgelspiele, auch den schwierigsten Aufgaben der musikalischen Composition gewachsen sein würde, ist gewiß durch das vorgestrige Concert desselben in jeder Beziehung eines Besseren belehrt. Herr Bruckner führte uns sein neuestes Werk, die große Symphonie in C-moll vor und gab uns dadurch Gelegenheit, seine Schöpfungskraft und echt musikalische Durchbildung auf dem reichen Felde polyphoner Musik zu beurtheilen. Wir freuen uns, vor Allem konstatiren zu können, daß Herr Bruckner, stets das Vorbild des großen Meisters Richard Wagner vor Augen, immer mehr nach freier und selbstständiger Gestaltung ringt und in dieser Symphonie bereits zu einer Klärung seiner großartigen musikalischen Gedanken gelangt ist, welche zu den schönsten Hoffnungen für die weitere Entwicklung dieses Componisten berechtigen. Denn wer die Messe und die früheren kleineren Arbeiten Bruckner's noch im Gedächtnisse behalten hat, wird wohl keinen Augenblick anstehen, in diesem seinem neuesten Werke einen wahrhaft bedeutungsvollen Fortschritt anzuerkennen, welcher mit Nothwendigkeit auch zu fernerem Vorwärtsstreben drängt. Es kann nicht unsere Aufgabe sein, in das musikalische Detail der Symphonie einzugehen, und wir beschränken uns daher, dieses Amt berufeneren Federn überlassend, lediglich darauf, den Eindruck, den das Werk auf gebildete Zuhörer überhaupt macht, in Kürze anzudeuten.\r\n   Der erste Satz führt uns eine Reihe genialer Geistesfunken vor, welche den Zuhörer zeitweise förmlich elektrisiren und für die späteren Sätze trefflich vorbereiten. Im Adagio finden wir ein wunderliebliches Thema durch eine kunstvolle Figur der Violinen durchgeführt, dessen Wirkung sich jedoch gegen Ende etwas abschwächt. Von dem darauffolgenden Scherzo werden wir durch ungemein lebendige Charakterisirung in Verbindung mit der schönsten harmonischen Durchführung der kühnen und doch wie natürlich sich ergebenden Sprünge im wahren Sinne des Wortes hingerissen und dieser ganze Satz hält uns von Anfang bis an's Ende in unveränderter Spannung. Im Finale zeigt uns endlich der Componist, wie derselbe gewaltige Tonmassen zu behandeln und deren Wirkung auf den Zuhörer zu berechnen versteht. Das ganze Werk jedoch macht den Eindruck einer echt schöpferischen Leistung und wurde demgemäß auch mit dem aufrichtigsten, lebhaftesten Beifalle sowohl nach den einzelnen Sätzen, als auch insbesondere am Schluße aufgenommen, wobei sich die Anerkennung für den Componisten zu einer wahren Ovation steigerte. Man fühlte eben allgemein das Bedürfniß, Herrn Bruckner recht deutlich zu zeigen, wie hoch man seine künstlerische Bedeutung zu schätzen wisse und wie sehr man einen Verlust desselben für das hiesige musikalische Leben der Stadt beklagen würde. Möchte es doch gelingen, die hiesige Stellung des bescheidenen Componisten so zu festigen, daß derselbe nicht weiter nöthig hätte, sich anderswo nach einer gesicherteren Existenz umzusehen. Die Aufführung der Symphonie, welche über eine Stunde in Anspruch nahm, war sowohl von Seite der Streich- als Blasinstrumente eine vorzügliche, und die zahlreichen bedeutenden Schwierigkeiten wurden in der lobenswerthesten Weise bewältigt.\r\n   Frl. v. Sachse, schon bei ihrem Erscheinen lebhaft begrüßt, brachte mit ihrer herrlichen Stimme zwei Lieder von Mendelssohn und Brahms in vortrefflicher Weise zum Vortrage und erntete hiefür den reichlichsten Beifall.\r\n   Die Liedertafel „Frohsinn” ehrte ihren Chormeister durch den Vortrag des Ritornelle's von Schumann und des Chores „An die Entfernte” von Schubert, in der bereits vom letzten Gründungsfeste bekannten vorzüglichen Weise, welcher selbstverständlich auch der Beifall nicht fehlte.\r\n   Das Concert war von einem sehr gewählten Publikum besucht und auch durch die Anwesenheit des hochwürdigsten Herrn Bischofes ausgezeichnet.\r\n   So rufen wir denn Herrn Bruckner, von dessen Compositionstalente wir auch bei der gestrigen Liedertafel=Messe wieder zwei herrliche Geistesblüthen kennen zu lernen Gelegenheit hatten, ein herzliches Glückauf mit dem aufrichtigen Wunsche zu, daß seine Symphonie auch anderwärts die gleiche glänzende Aufnahme finden möge.« [keine Signatur] (°).", "Letzte Änderung": "21.10.2024 12:34"}, {"ID": 186805125, "Datum": "12.5.1868, Dienstag", "Haupttext": "Bericht der Katholischen Blätter über die Aufführung der 1. Symphonie (#):\r\n»Feuilleton.\r\nA. Bruckner's C-moll Symphonie.\r\n   Wer auf dem Gebiete der Musik einige Vertrautheit besitzt, der kennt sie die klingenden, singenden, von Meisterhand hervorgezauberten \"Lieder ohne Worte.\" - Wie nun aus einem großartig angelegten, und nach einer einheitlichen Idee durchgeführten Liederkranze der Dichter die Krone der Kunst, das Epos geschaffen: so mochte - wir können es uns nicht anders erklären aus der reichen Fülle harmonischer Lieder, welche der begleitenden und erklärenden Worte entbehren, die Symphonie als vollendetes Ganzes sich gebildet haben. - Auf diesen, nur von den hervorragendsten Meistern im Reiche der Töne betretenen Boden hat nun auch unser Bruckner festen Schrittes seinen Fuß gesetzt, und mit lauterer Freude und edlem Stolze können wir als Oberösterreicher unserm biederen und bescheidenen Landsmanne zurufen: Der Schritt, der schwierigste Schritt ist gelungen. - Bruckner's C-moll Symphonie darf sich, - wir können für unsere Behauptungen mit Beweisen einstehen - was Originalität in der Auffindung der Motive, Reinheit des Satzes, Eleganz in der Durchführung der Gedanken, glückliche Wahl in der Anwendung der Instrumente anbelangt, ohne Scheu den größten Werken zur Seite stellen, die seit den Tagen L. van Beethovens des Menschen Herz gerührt, entzückt und begeistert haben. - Nach welchem einheitlichen Gedanken mag nun Bruckner diese schöne und große, aber schwierige Aufgabe geklöst haben? Sollte ich mich zum Dollmetsch der Töne machen, welche der C-moll Symphonie Leben und Charakter verleihen, so würde ich sagen: Bruckner tritt als ein Anhänger der Romantik mit Faust's Worten: \"Braust nicht die Welt in allen Stürmen fort?\" in den Kreis der Zuhörer; ihm ist das Leben der Güter höchstes nicht und darum nicht, weil es bei all' seinem Werthe der Leiden und Freuden mannigfaltigen Wechsel bietet. \"Des Menschen Herz ist unruhig, bis daß es Ruhe findet in Gott«: ein Wort des hochberühmten Augustin, welches Bruckner im Eingange seiner C-moll Symphonie in die Sprache herrlichen Tongemäldes übertragen hat. - In diesem hin- und herwogenden Kampfe des Elendes mit dem Glücke möge sich der sterbliche Mensch mit dem Schmerze vertraut machen, dem die Hoffnung als tröstender Engel zur Seite schreitet, damit, wenn der düstere Schmerz die gequälte Menschenbrust durchwühlt, ein Sonnenblick in ein besseres Leben die Sehnsucht, das Harren auf den Herrn, hervorrufe. (Adagio.) - Dieses Sehnen ist um so nothwendiger, je weniger das Leben wahren Trost im Leiden bieten kann. Oder können etwa all' die Freuden des Lebens Mühseligkeit und Elend erträglich machen? O wie schaal, wie nichtig und eitel ist die frohlockende Lust und das vor Uebermuth strahlende Antlitz! Ist doch des Lachenden Freude nichts anders als eine das Elend höhnende Fratze, und über des Hüpfenden Kreuz- und Quersprünge könnte vor Gram der lustigste Schalk erkranken. (Scherzo in G-moll.) - Darum Preis und Heil dem Manne, der in höheren Gütern und edleren Freuden sein Glück sich gründet und unbeirrt vorwärts dringt auf der dornenvollen Bahn des Lebens. (Finale.) - Das dürfte in Worte gekleidet beiläufig der Inhalt der Bruckner'schen C-moll Symphonie sein, deren erster und dritter Theil nach unserm Urtheile als besonders gelungen betrachtet werden können. Ausnehmend schön und charakteristisch gehalten ist der dritte Satz, das Scherzo; es ist das die beredteste Ironie in Tönen auf des Lebens Tand und Spielerei, wie wir sie noch nie deutlicher und treffender durchgeführt - zu Gehör bekommen haben. Ohne in Einzelnheiten uns verlieren zu wollen, wie dies bei einem einmaligen Anhören eines so großartigen Musikwerkes leicht denkbar ist, wollen wir noch hervorheben den brillanten Schlußsatz im ersten Theile sowie die Kraft und den besonnenen, energischen Geist, der sich im ganzen, unserer Ansicht nach vielleicht allzu weit ausgeführten Finale zur Geltung zu bringen versteht. Ueber das Adagio wollen wir weder für noch gegen unsere Stimme erheben; vielleicht haben wir bald wieder das Glück und die Freude, Bruckner's C-moll Symphonie unter seiner umsichtigen und unermüdeten Leitung hören zu können. Wahrhaftig, ein Hochgenuß war es, den Dirigenten an der Spitze eines Orchesters zu sehen, wie es besser eingeübt und mit größerem Verständnisse im Vortrage noch nie in den landschaftlichen Redoutenräumen gesehen und gehört wurde. Es schien uns oft, als wenn die ausübenden Musiker sich untereinander das Versprechen gegeben hätten, trotz aller Schwierigkeiten ihrer Aufgabe das wortgetreu wieder zu geben, was Bruckner aus seinem Leben genommen. Selbstverständlich ernteten Compositeur und Orchester reichlichen Beifall, und in den Reihen der gewählten Zuhörerschaft, welche mit gespannter Aufmerksamkeit dem herrlichen Tonwerke folgte, erblickten wir zu unserer nicht geringen Freude auch den Hochwürdigsten Bischof Franz Josef von Linz.« (#).\nBericht der Linzer Tages-Post Nr. 110 auf S. 3 über die 1. Symphonie (*):\r\n»Anton Bruckner's Konzert.\r\n   Das am 9. d. M. um 5 Uhr Nachmittags abgehaltene Konzert unseres Domorganisten und Komponisten Herrn Anton Bruckner war - des prachtvollen Tages und der für ein Konzert nicht gewöhnlichen Stunde wegen - leider schwächer besucht, als es im Interesse des Komponisten zu wünschen gewesen wäre.\r\n   Die Simfonie in C-moll, deren Ausführung um ihrer ungeheuren Schwierigkeiten willen den Mitwirkenden zur vollsten Ehre gereicht, zeugt wieder für die große Begabung Anton Bruckner's, entwickelt große, reiche Schönheiten, die jedoch durch ein zu großes Haschen nach Effekt verdeckt werden. Um die Instrumente feinsinnig zu gebrauchen, um jedes der einzelnen Tonwerkzeuge in seiner Sprache reden lassen zu können, muß und kann dem Instrumente eben nur das zugemuthet werden, was es zu leisten im Stande ist. Herr Bruckner hat wahrscheinlich selbst Klangeffekte anders gefunden, als sie ihm beim Niederschreiben in der Partitur geklungen. Dies wird sich bei der Schöpfung eines zweiten, ähnlichen Werkes klären, da Herr Bruckner aus der Aufführung dieses seines Erstlingswerkes im Simfonie-Style gewiß reichlichen Nutzen gezogen haben wird. Das Publikum nahm das Werk, namentlich das Scherzo, welches auch der hervorragendste Satz ist, mit lautem Beifalle auf. Dem zunächst steht der erste Satz, nämlich das Hauptthema desselben, welches reizend erfunden ist. Im Adagio und im letzten Satze ergreift den Zuhörer eine Unruhe, die nirgends, selbst nicht mit dem zum Schluße prächtig eintretenden C-Dur-Akorde, eine befriedigende Lösung erhält.\r\n   Herr Bruckner wurde durch großen Beifall zu neuem Schaffen aufgemuntert, in welchen Beifall wir freudigst einstimmen.\r\n   Die unter der Leitung des Herrn Chormeisters Bruckner von der Liedertafel \"Frohsinn\" mit gewohnter Präzision und Nuancirung vorgetragenen Chöre und die von Frl. v. S..... [Sachse] mit schönem Vortrag empfindungsvoll gesungenen Lieder \"Herbstlied\", von Mendelssohn, und \"Juchhei\", von Brahms, erfreuten sich gleichfalls großen Beifalls und dankender Anerkennung in Hervorrufen des geschätzten Fräuleins.« [keine Signatur] (*).\nWidmungsdatum des »Frohsinn«-Wahlspruchs »Das Frauenherz, die Mannesbrust« [WAB 95/1] (Text Karl Kerschbaum) (**).\nFalls Bruckners Angabe »neunter Tag vor Christi Himmelfahrt« (34/444) korrekt überliefert ist, fand das Treffen mit Herbeck im Hotel Krebs und die Fahrt nach St. Florian am 12.5.1868 und nicht am 24.5.1868 statt. Herbeck bot Bruckner eine Professur am Wiener Konservatorium an (***).\nLobende Kritik der »Christlichen Kunstblätter« über die Leistungen des »Frohsinn« am 9.5.1868 und 10.5.1868 (°):\r\n» - (Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn.\") Hatten wir schon beim Bruckner'schen Concert am 9. Mai d. Gelegenheit, die ganz vortrefflichen Leistungen dieses Gesangsvereines besonders in dem Schubert'schen Chore: \"An die Entfernte\" gebührend würdigen zu können, so müssen wir dem \"Frohsinn\" unsere dankbare Anerkennung und unser ungetheiltes Lob dafür aussprechen, daß er uns am 10. Mai d. zur Feier seiner Gründung eine gemischte Vokalmesse von Lotti unter der tüchtigen Leitung seines Chormeisters Herrn A. Bruckner, zur Aufführung brachte. Die zwei Einlagen: Graduale und Offertorium machen dem Chormeister des \"Frohsinn\" alle Ehre.« (°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:30"}, {"ID": 186805135, "Datum": "13.5.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht Mayfelds (datiert 10. Mai [*]) über die 1. Symphonie in der Linzer Zeitung Nr. 111, S. 459 [°]: \n»Anton Bruckners Concert am 9. d.\n   D. Linz, 10. Mai. \"Symphonie, das Drama der Instrumentalmusik!\" das Wort bedeutet sinnig genug \"Zusammenklang\"; die Griechen benannten so jeden Gesang, namentlich das Zusammensingen in Einklang und in der Octave; die Consonanzen wurden ebenfalls Symphona genannt. Wir wollen diesen Zusammenklang in einem höheren Sinne nehmen, sehen wir doch jeneWeltharmonie, die uns das echte Drama so schlagend vergegenwärtigt, hier bereits angekündigt. Ein Ringen von Instrumenten um die Führung, ein Wogen der Motive auf dem Meere der Fuge, ein Principienkampf der Consonanz und Dissonanz ... und zuletzt eine dem Chaos entsteigende Welt, Licht und Tag nach der dunklen Nacht, nach dem Triumpfgebrülle der bösen Elemente eine Verklärung des Weltgeistes, ein Berg Tabor der Menschheit!\n   So Ludwig Eckhart in seiner Vorschule der Aesthetik.\n   Herr Anton Bruckner hat mit seiner großen Symphonie in C-Moll die gewöhnliche Form derselben (wie sie Beethoven geschaffen) beibehalten. Vier Sätze reihen sich aneinander, deren Verhältniß zu einander sich nicht in Regeln fassen läßt; eine richtige Symmetrie muß dem Gefühle des Meisters anheim gestellt bleiben. Gewöhnlich gibt der erste Satz die Voraussetzung, der zweite die tragische, der dritte die komische Hälfte des Lebens, der vierte die humoristische Weltversöhnung. Ob Herr Bruckner an diese Anschauung herangetreten, wissen wir nicht; eben so wenig, ob Herr Bruckner seiner Symphonie einen lyrischen, epischen oder dramatischen Charakter verleihen wollte. Uns erschien und erscheint sie dramatisch, da wir mit dieser Symphonie einen Conflikt der Innen- und Außenwelt, ein Hoffen und Verzweifeln, Kämpfen und Leiden durchmachten. Auch die Erlösung, die Versöhnung trat mit dem im Schluße auftretenden C-dur-Accorde heran, wenn vielleicht auch nicht in dem Maße, um zu einem vollkommen beruhigenden und erhebenden Abschlusse zu gelangen. Ob Herr Bruckner von den drei formellen Gesichtspunkten: Instrumentirung, Architektur, Verknüpfung, aus, - Vollkommenes erreicht hat, darüber mag die Meinung getheilt sein; gewiß ist, daß er auch von diesen Gesichtspunkten aus Großes geschaffen, ja, daß gerade hieraus seine große und wirkliche Begabung abzuleiten ist. Ueber die hiedurch erreichten großen Schönheiten des Werkes schwebt freilich durch das Streben nach Effekt auch ein leichter Schatten; aber das hervorragende Talent Bruckners tritt uns auch hier entschieden entgegen und wir wünschen, daß er bald eine seinen Fähigkeiten und musikalischen Kenntnissen entsprechende Stellung in der Residenzstadt Wien finden möchte, um seinem schöpferischen Streben mit Muße obliegen zu können. Inzwischen möge er auf dem betretenen Pfade weiter schreiten, ihm winkt der Lohn. Von dem anwesenden gewählten Publikum wurden alle Sätze namentlich aber der dritte, der auch wirklich der gelungenste ist, und namentlich im Trio unendlich zarte Schönheiten birgt, mit sehr großem Beifalle ausgezeichnet.\n   Der hochwürdigste Herr Bischof Franz Josef Rudigier beehrte das Concert mit seiner Gegenwart.\n   Zum Schluße haben wir noch der schönen Vorträge des Fräuleins v. S. (Herbstlied von Mendelssohn und Juchhei von Brahms) sowie der Liedertafel \"Frohsinn\" zu gedenken, welche mit verdientem, großen Beifall aufgenommen wurden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805175, "Datum": "17.5.1868, Sonntag", "Haupttext": "Ausflug des »Frohsinn« (mit dem Damenchor) zum Hirschenstadl.\r\n   Bruckner dirigiert erstmals seinen Sänger-Wahlspruch »Das Frauenherz, die Mannesbrust« [WAB 95/1], außerdem u.a. Werke von Mendelssohn (»Frühlingslied«) (*), Storch (Soloquartett »Im Walde«), Zöllner (»Wohin«), Brixner (»Der Kirta«) und Herbeck (»Kärthnerlieder«) (**).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 08:01"}, {"ID": 186805185, "Datum": "18.5.1868, Montag", "Haupttext": "Artikel [?] in der Wiener Neuen Freien Presse über die 1. Symphonie. Bruckner wird darin als »bedeutendster Orgelspieler in Österreich« bezeichnet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805195, "Datum": "19.5.1868, Dienstag", "Haupttext": "[Hanslicks?] Notiz in der Neuen Freien Presse Nr. 1336 auf S. 11 (*) über die Aufführung der 1. Symphonie und die bevorstehende Berufung Bruckners an das Wiener Konservatorium (**):\r\n   »Theater= und Kunstnachrichten. [...] In Linz kam kürzlich eine neue Symphonie (C-moll) von Anton Bruckner im großen Redoutensaale zur Aufführung und fand bei dem zahlreichen, sehr gewählten Publicum wie bei der Kritik eine außerordentlich günstige Aufnahme. Der Componist, bekanntlich Dom=Organist in Linz und wol der bedeutendste Orgelspieler in Oesterreich, dirigirte selbst und wurde wiederholt gerufen. Wenn die Nachricht von Bruckner's bevorstehender Anstellung am Wiener Conservatorium sich bestätigt, können wir dieser Lehranstalt nur gratuliren.«", "Letzte Änderung": "20.10.2025 16:30"}, {"ID": 186805205, "Datum": "20.5.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Kurze Erwähnung der Aufführung der 1. Symphonie in Linz und der geplanten Anstellung in Wien in der Gemeindezeitung Nr. 119 auf S. 6:\r\n      »Musikalisches.\nIn Linz kam eine neue Symphonie (C-moll) von Anton Bruckner im großen Redoutensaale kürzlich zur Aufführung und fand bei dem zahlreichen, sehr gewählten Publikum wie bei der Kritik eine außerordentlich günstige Aufnahme. Der Componist, bekanntlich Dom-Organist in Linz und wohl der bedeutendste Orgelspieler in Oesterreich, dirigirte selbst und wurde wiederholt gerufen. Wenn die Nachricht von Bruckner's bevorstehender Anstellung am Wiener Konservatorium sich bestätigt, können wir dieser Lehranstalt nur gratuliren.«", "Letzte Änderung": "20.10.2025 16:30"}, {"ID": 186805235, "Datum": "23.5.1868, Samstag", "Haupttext": "[nicht 25.5.1868] Nachricht von den Unterhandlungen wegen Bruckners Berufung nach Wien im Linzer Abendboten Nr. 120. Die Notiz der »Neuen Freien Presse« vom 19.5.1868 wird in vollem Wortlaut zitiert:\r\n»Zwischenakt.\r\nLinz. In welcher Weise bereits die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf das Kompositionstalent unseres ausgezeichneten Domorganisten Herrn Bruckner gelenkt wird, zeigt uns eine kurze Notiz der \"Neuen Freien Presse\", welche schreibt: \"In Linz kam kürzlich eine neue Symphonie (C-moll) von Anton Bruckner im großen Redoutensaale zur Aufführung und fand bei dem zahlreichen, sehr gewählten Publikum wie bei der Kritik eine außerordentlich günstige Aufnahme. Der Componist, bekanntlich Dom-Organist in Linz und wohl der bedeutendste Orgelspieler in Oesterreich, dirigirte selbst und wurde wiederholt gerufen. Wenn die Nachricht von Bruckner's bevorstehender Anstellung am Wiener Conservatorium sich bestätigt, können wir dieser Lehranstalt nur gratuliren.\" - Wie wir erfahren, hat nämlich das Wiener Conservatorium bereits Unterhandlungen mit Herrn Bruckner eingeleitet, um ihn für die Professur des Contrapunktes an dieser Anstalt zu gewinnen, und wir können nur den Wunsch aussprechen, daß Herr Bruckner durch die ihm gemachten, äußerst ehrenvollen Anträge in eine Lage versetzt werde, welche ihm die volle Entfaltung seiner unläugbar hervorragenden musikalischen Begabung ermöglicht, wenn wir auch hiebei zugleich das tiefste Bedauern über den Verlust, welcher durch Bruckner's Abgang für das Musikleben unserer Stadt entstehen würde, nicht unterdrücken können.«", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:19"}, {"ID": 186805244, "Datum": "vor dem 24.5.1868 (?)", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner: \n   Vermutlich mit Fragen zum Zeitungsartikel vom 19.5.1868 über Bruckners bevorstehende Berufung nach Wien. Kurz nach Eintreffen dieses Briefes besucht Herbeck Bruckner und bespricht Details zu Gehalt und Arbeitsbedingungen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186805245, "Datum": "24.5.1868, Sonntag", "Haupttext": "[??] Treffen mit Herbeck im Hotel Krebs, Fahrt nach St. Florian und Besprechung der Berufung an das Wiener Konservatorium (*).\n(Aufführung der 2. Sonntagsmesse in G-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"24ten Mai 868 Pf.\" (**)).", "Letzte Änderung": "23.02.2023 09:47"}, {"ID": 186805265, "Datum": "26.5.1868, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck:\r\n     Schildert seine Überraschung und seine Unsicherheit wegen der geplanten Berufung nach Wien. Bach'sche Orgelfugen habe er früher gespielt. Eine Delegation des »Frohsinn« habe sich bei Rudigier für eine Absicherung der jetzigen Position Bruckners und eine Pension eingesetzt. Er, Bruckner, habe sich direkt an die Statthalterei gewendet (*).\n[oder 26.6.1868?] Das neue Probenlokal des »Frohsinn« ist das Gasthaus »Stadt Frankfurt« (**).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 16:28"}, {"ID": 186805275, "Datum": "27.5.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Kann Weinwurms Brief mit Fragen zu Hanslicks Artikel [vermutlich: 19.5.1868] erst jetzt beantworten. Inzwischen sei Herbeck nach Linz gekommen und habe ihm als Sechters Nachfolger am Wiener Konservatorium 600 fl. Jahresgehalt in Aussicht gestellt. In Linz bestehe kein Pensionsanspruch. Bittet Weinwurm um Rat, ob er nach Wien wechseln soll (»Frohsinn« und Klerus seien dagegen) und ob 600 fl als Lebensunterhalt genügten. Grüße von Alois Weinwurm und Ozlberger [Atzelsberger] (*).\nBrief von Josef Schropp an Bürgermeister Viktor Drouot:\r\n      Obwohl nur den Mesnern eine Naturalwohnung zustehe, seien auch den anderen Bewohnern des Mesnerhauses (Zappe, Bruckner, Therese Schimon, Fanni Lambel und Pepi Hübl) solche Wohnungen überlassen worden. Den Mietwert dieser Wohnungen könne er nicht beziffern. Zappe habe 5 Zimmer im 1. Stock, Bruckner 3 Zimmer im 2. Stock. Die beiden Witwen hätten je zwei Zimmer und die Sopranistin Hübl nur ein Zimmer (**).\r\n     Hinweis: Die Pläne zum Abbruch des Mesnerhauses wurden im Februar 1869 spruchreif. Das Linzer Volksblatt vom 8.2.1869 berichtet auf S. 2f von der Sitzung des Gemeinderats am 3.2.1869, in der auch das Schicksal der bisherigen Bewohner (zu den oben im Brief Genannten trat nun Karl Waldeck als Bruckners Nachfolger) zur Sprache kommt (**a).", "Letzte Änderung": "09.12.2024 23:34"}, {"ID": 186806013, "Datum": "ca. Juni/Juli 1868", "Haupttext": "Brief Dorns an Bruckner und nachfolgend vermutlich Brief Bruckners an Dorn (*). Graf Huyn und Dorn unterstützen Bruckners Plan, nach Wien zu gehen (**).\nHanslick sichert Bruckner bei einem Treffen im Linzer Hotel Zaininger, bei dem auch Schober anwesend ist, seine Unterstützung in Wien zu (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2023 09:35"}, {"ID": 186806015, "Datum": "1.6.1868, Montag (Pfingstmontag)", "Haupttext": "Notiz über die Aufführung der 1. Symphonie [am 9.5.1868] in der \"Caecilia\" (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) Jg. 25, Nr. 11, auf S. 111:\n\"Opvoeringen van nieuwe opera's, oratorien, enz.\n[...]  – Te Linz, eene symphonie van den domorganist Anton Bruckner. – \"", "Letzte Änderung": "22.06.2025 06:52"}, {"ID": 186806025, "Datum": "2.6.1868, Dienstag (Pfingstdienstag)", "Haupttext": "Abendunterhaltung des »Frohsinn« im Gasthof »Zum Bären« zu Ehren des in Linz weilenden Komponisten Brixner (*).\nBrief Anton Ehreneckers an Bruckner:\r\n     Freut sich über Bruckners Schreiben, von dem er Aichberger und Gilhofer berichtet habe. Über Pfingsten sei der Wiener Schubertbund in Steyr zu Besuch gewesen. Dankesgrüße an den Statthaltereirat [Mayfeld]. Grüße auch von Aichinger (**).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 08:01"}, {"ID": 186806045, "Datum": "4.6.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Mozarteum in Salzburg: \n   Dankt für die Ernennung zum Ehrenmitglied, erwähnt die zur Zeit laufenden Verhandlungen mit dem Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186806055, "Datum": "5.6.1868, Freitag", "Haupttext": "Briefentwurf Herbecks [zum Brief vom 10.6.1868]:\r\n»Sehr geehrter Herr!\r\n   Gleich nach meiner Rückkunft sprach ich in Ihrer Angelegenheit mit H. Hofr. v. Imhof und erhielt erzielte als Resultat - wie ich es Ihnen schon in Linz voraussagte - daß sich trotz den besten Absichten des H. Hofr. für Sie - in Bezug auf irgend eine Zusicherung - Versorgung im [zuvor Geschriebenes durchgestrichen, nicht mehr deutlich lesbar] möglichen Falle der Erwerbsunfähigkeit betreffend - unter den jetzigen Verhältnißen gar nichts thun lasse. Sie wissen selbst am besten wie viel mir daran gelegen war &amp; ist Sie nach Wien zu bringen und gerade deßwegen habe ich als ehrlicher [korrigiert in »ehrlich meinender«] Mann die Pflicht, Ihnen nochmals zu sagen: unter den ich kann Ihnen durchaus nicht zurathen eine ehrenvolle aber materiell im[m]erhin nicht niet u. nagelfeste Stellung anzu in Wien anzunehmen und Ihre jetzige gewiß auch ehrenvolle Stellung, die überdies materiell einträglicher ist und zudem noch [darüber eingefügt: »Existenz=«]Bürgschaft [ein Wort darüber eingefügt und wieder durchgestrichen] für einen möglichen Unglücksfall bietet, aufzugeben. X [das Folgende am rechten Rand senkrecht notiert und mit »X« markiert:] Auch hiesige Erkundigungen belehrten mich, der Fall, daß ein bei einem Domkapitel Angestellter, der [durchgestrichen: 2 Worte, unleserlich] mit Auszeichnung diente, im Falle seiner Hülflosigkeit unversorgt geblieben wäre, sei noch nie vorgekom[m]en.\r\n[Absatz, wieder im ursprünglichen Schriftbild] Sollten Sie sich dessenungeachtet aus eigenem Antrieb entschließen nach Wien unter den besprochenen Bedingungen zu kom[m]en, so bitte ich Sie dringend, bevor Sie diesen Entschluß definit unwiederruflich faßen, reiflichst zu erwägen ob Ihre eventuelle hiesige Stellung, die Sie zumeist auf den Unterricht verweist [korrigiert in: »verweisen wird«], Ihrer Neigung, Ihrer Art und Weise Begabung\r\n[Rückseite des Blattes:] die eigenen großen Kenntniße Anderen beizubringen, entspricht, ob Sie sich überhaupt auf diesem Boden, der [darüber eingefügt: », ich wiederhole es,«] hauptsächlich durch Unterrichtgeben Früchte trägt [korrigiert in: »tragen soll«] wohl fühlen werden, da Sie sich jetzt den weitaus größten Theil ihres Einkom[m]ens durch Orgelspiel und Dirigieren verschaffen.\r\n   Haben Sie das Alles gewissenhaft erwogen, steht ihr [darüber eingefügt: »Übersiedlungs«]Entschluß dann noch fest, so bitte ich Sie dann [?] niemals zu vergessen daß Sie diesen Schritt aus eigenem Entschluß [darüber eingefügt: »auf eigene Gefahr«] gethan, daß ich zwar nur mitgeholfen Ihnen die hiesige höchst auszeichnende, aber keineswegs materiell glänzende und nicht mit absoluten Sicherheiten verbundene Stellung anzu anbieten zu können, daß ich aber, käme irgend ein hinkender Bote mit getäuschten, von mir nicht genährten Erwartungen oder was Gott verhüte, ein Unglück, das Erwerbsunfähigkeit im Gefolge hätte, nach, - ich um keinen Preis eine Verantwortung oder Haftung moralischer oder materieller Natur übernehmen kann.\r\n   Ob es möglich sein würde, Ihrem gern [??] ausgesprochenen Wunsch, durch Erweiterung Ihrer projectirten Stellung den prop [?] vorgeschlagenen Gehalt von 600 fl [mit Ziffern korrigiert aus »von 600 fl Gehalt«] um etliche hundert Gulden zu erhöhen, nachzukom[m]en, kann ich jetzt nicht beantworten; ich werde diesen Punkt aber in der nächsten Directionssitzung zur Sprache bringen und Ihnen das Resultat augenblicklich dann sogleich mittheilen. * [am Unterrand mit dem Verweiszeichen nachgetragen: »* (Ein Eingreifen von Seite d. Ministeriums zu erwirken zu können halte ich für mehr als unwahrscheinlich.)«] Bis dahin überlegen Sie sich die Sache - und sollte ich Ihnen bezüglich der [durchgestrichen: »Vermehr«?] Gehaltsvermehrung [eingefügt und wieder durchgestrichen: »selbst«] Günstigeres mittheilen können - beleuchten Sie die Angelegenheit noch zehnmal von allen Seiten, dann erst antworten Sie, was ihr ruhiger [??] durchgeprüfter freier Wille ist. Sich ja nicht zu überstürzen, rathe [eingefügt: »ich«] Ihnen dringend!\nIhr Sie herzlich grüßender Es bleibt mit herzlichem Gruß Ihr wohlmeinender, aufrichtig ergebener JHerbeck.\r\n18 5/6 68.«", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:35"}, {"ID": 186806065, "Datum": "6.6.1868, Samstag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 23 meldet auf S. 3: \n»Kronlandsnachrichten.\n   ! (Anton Bruckner.) Dem Domorganisten und Chormeister der Liedertafel in Linz, Herrn Anton Bruckner wurde vom Wiener Conservatorium die Stelle als Professor des Contra=Punctes für die beiden oberen Classen angetragen, welchen Ehrenplaz Bruckner (troz seiner angenehmen Stellung in Linz) wol mit Freuden annehmen wird.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186806075, "Datum": "7.6.1868, Sonntag", "Haupttext": "Sängerfahrt des »Frohsinn« (mit Damenchor) nach Grein und Bad Kreuzen, (*) wo die Gäste von Eduard v. Nagel betreut werden und im Kursalon Werke von Mendelssohn (»Frühlingsahnung«), Schubert (»An die Entfernte«), Johann Strauß (»An der schönen blauen Donau«) und Brixner (»Der Kirta«) singen. Rückfahrt über Wallsee, Mauthausen und Steyregg, Ankunft in Linz um 1 1/2 Uhr nachts (**).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 08:01"}, {"ID": 186806095, "Datum": "9.6.1868, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 132 berichtet auf S. 3, daß Bruckner die Stelle am Wiener Konservatorium übernehmen wird:\r\n    »8. Juni 1868. [...] § Herr Anton Bruckner, Domorganist und Chormeister der Liedertafel \"Frohsinn\", erhielt vom Konservatorium der Musik in Wien den Antrag die Stelle als Professor des Generalbasses in den beiden höheren Klassen des Konservatoriums zu übernehmen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186806104, "Datum": "vermutlich vor dem 10.6.1868", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner: \n   Vermutlich mit Ratschlägen zur Bewerbung in Wien und der Anregung, Herbeck um Aufbesserung des Gehaltes und bessere Absicherung zu bitten. Bruckner wandte sich mit diesen Bitten [brieflich?] an Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186806105, "Datum": "10.6.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Herbecks an Bruckner:\r\n   Hat mit Hofrat von Imhof gesprochen - eine Absicherung für den Fall der Erwerbsunfähigkeit sei nicht möglich. Herbeck weist Bruckner darauf hin, daß die neue Stellung am Konservatorium vor allem mit Unterrichtstätigkeit verbunden, materiell nicht glänzend ausgestattet und nicht mit absoluter Sicherheit verbunden sei. Will sich um eine Anhebung des Gehaltes bemühen. Bruckner solle sich nach reiflicher Überlegung und mit freiem Willen entscheiden.", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:23"}, {"ID": 186806125, "Datum": "(12.6.1868, Freitag)", "Haupttext": "Brief von Eduard Nagel an den »Frohsinn«: \n»Euer Wohlgeboren!\n   Die schmeichelhafte Art und Weise, in welcher das verehrte Schreiben vom 10. d Mts. meiner geringen Verdienste um das Zustandekommen der letzten Sängerfahrt nach Grein und Kreuzen gedenkt, ist für mich von außerordentlich hohem Werthe, da diese Anerkennung von einem Verein ausgeht, für dessen Gedeihen ich stets die lebhaftesten Sympathien bewahrt habe. - \n   Nehmen Euer Wohlgeboren entgegen die Versicherung, daß mir das Bewußtseyn, allen Theilnehmern dieser Fahrt einen angenehmen Tag bereitet zu haben, stets die schönste Erinnerung bleiben wird, und gestatten Sie mir die Bitte, dem geehrten Vereine meinen verbindlichsten Dank mit dem Bemerken auszusprechen, daß mir hiefür keine schönere Würdigung als die ehrende Bezeichnung:\n„eines Freundes Ihres Vereines”\nzu theil werden konnte.\nMit ausgezeichneter Hochachtung\nEuer Wohlgeboren ergebenster\nEduard Nagel. Linz 12 Juny 1868.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186806175, "Datum": "17.6.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Die Wiener Neue Freie Presse Nr. 1364 meldet auf S. 10, daß die Direktion des Konservatoriums Sechters Professur für Harmonielehre auf L. A. Zellner übertragen hat:\r\n\"     Die Direction der „Gesellschaft der Musikfreunde\" hat die durch Sechter's Ableben am Conservatorium erledigte Professur für Generalbaß und Harmonielehre dem Redacteur der „Blätter für Musik\", Herrn L. A. Zellner, übertragen. Herr Zellner tritt\r\nseine Function am I. October an.\"", "Letzte Änderung": "06.02.2026 11:00"}, {"ID": 186806195, "Datum": "ca. 19.6.1868", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck - mutmaßlicher Inhalt: \n   Beklagt sein Schicksal, »überall daneben zu kommen« und vom »Vaterland verstoßen« zu werden, deutet an, »aus der Welt« gehen zu wollen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186806205, "Datum": "20.6.1868, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n     Hat auf Rudolfs Rat seine Wünsche Herbeck vorgetragen; ist verzweifelt, hält alles für verloren; hätte sofort zugreifen sollen (*).\nBrief Bruckners an Bülow:\r\n    Verweist auf die Studien bei Sechter und die Erfolge als Organist und Komponist (Messen, Symphonie); ob Anstellung in München möglich sei? Audienz durch Wagners Vermittlung? Welcher Jahresgehalt? Wann 3. Meistersinger-Aufführung? (**).\nBrief Herbecks an Bruckner:\r\n    Beruhigt ihn, Gehaltserhöhung möglich (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2025 13:03"}, {"ID": 186806215, "Datum": "21.6.1868, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung von Wagners »Meistersingern« unter Bülow in München.\r\n     Premieren[?]gäste waren u.a.: (*) Tausig, Pruckner [der Pianist Dionys Pruckner oder Anton Bruckner gemeint?], Gottwald [siehe die Anmerkung], Alexander Ritter, Kirchner, Offenbach, Pauline Viardot [siehe die Anmerkung] , Aline Hundt, Ehepaar Pohl, Schelle, Hanslick, Porges u.v.a., des weiteren (**) Dingelstedt, Esser, Dessoff, Pasdeloup, Niemann und Tichatschek [siehe die Anmerkung], außerdem (***) Eckert, Seifritz [siehe die Anmerkung], Lassen, von Loen, Dr. Werther, Wilhelm Jahn, Draeseke, Weißheimer, Schott, Cornelius, Hellmesberger, Levi, Standthartner, Wesendonks etc.\nAufführung einer Messe op. 57 von F. Neumann im Linzer Dom. Notizen im Aufführungsmaterial: \"Zum 1ten mahle aufgeführt unter persönlicher Leitung des H. Compositeurs Neumann in St. Florian den 4. Oktober 1867. Franz Schimatschek.\" und \"Den 21. Jubi 1868 in der Domkirche zu Linz unter persönlicher Direction des Componisten zum 1ten mal aufgeführt. K. Zappe\" (°).", "Letzte Änderung": "11.09.2025 16:25"}, {"ID": 186806265, "Datum": "(26.6.1868, Freitag)", "Haupttext": "Besprechung der \"Meistersinger\"-Uraufführung (3. Teil) durch Hanslick in der Neuen Freien Presse Nr. 1373 auf S. 1f.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186806285, "Datum": "28.6.1868, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Wiener Konservatorium:\r\n    Hat bereits Herbeck gebeten, für ihn zu handeln; ist mit allem einverstanden und nimmt die Stelle an; bittet um festbleibende Anstellung (*).\n2. Aufführung von Wagners »Meistersingern« in München (**),\r\ndie von Herbeck besucht wird (***).", "Letzte Änderung": "02.10.2025 20:48"}, {"ID": 186806295, "Datum": "29.6.1868, Montag", "Haupttext": "Ursprünglich geplante (3.) Aufführung der »Meistersinger« (*), die Bruckner besuchen wollte (oder auch besucht hat [?] (*a)).\n\n\nBrief Herbecks an seine Frau: Berichtet über die gestrige \"Meistersinger\"-Aufführung (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186807015, "Datum": "1.7.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Serenade zu Ehren des neuernannten oberösterreichischen Landeshauptmannes und »Frohsinn«-Mitgliedes Dr. Moritz Eigner (*).\r\nU.a. werden dabei Chöre von Fischer (»Ihr lieben Bäumchen«) und Storch (»Die Heimat«) gesungen (**).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 23:25"}, {"ID": 186807025, "Datum": "2.7.1868, Donnerstag", "Haupttext": "[Von Bruckner besuchte?] 3. Aufführung von Wagners »Meistersingern« in München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186807035, "Datum": "3.7.1868, Freitag", "Haupttext": "Bruckner [oder der Pianist Dionys Pruckner? (*)] wird in der Neuen Zeitschrift für Musik (64. Jg., Nr. 28, S. 242) unter den bei der Meistersinger-Premiere anwesenden Tonkünstlern genannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186807065, "Datum": "6.7.1868, Montag", "Haupttext": "Anstellungsdekret der Gesellschaft der Musikfreunde für Bruckner als Professor am Wiener Konservatorium für Generalbaß und Kontrapunkt (400 fl für 6 Wochenstunden) und Orgel (400 fl für 6 Wochenstunden). Unterschrift von Dr. Jos. Unger:\r\n»Wohlgeborner Herr!\r\n   Die unterfertigte Direction der Gesellschaft der Musikfreunde ernennt Sie hiermit vom 1. October 1868 an, zum Professor des Generalbaßes und Contrapunctes, sowie zum Professor der neuzuerrichtenden Orgelschule am Conservatorium der Musik in Wien mit dem Jahresgehalte für Generalbaß und Contrapunct von vierhundert Gulden und für die Orgelschule von vierhundert Gulden Österr. Währung, im Ganzen Achthundert Gulden zahlbar in zehn gleichen Monatsraten. Mit dieser Anstellung übernehmen Sie die Verpflichtung:\r\n1. Den Unterricht im Generalbaß und Contrapunct in wöchentlichen sechs Stunden, und jenen der Orgelschule ebenfalls in wöchentlichen sechs Stunden, mit Ausnahme der Ferien-Monate persönlich zu ertheilen.\r\n2. Bei der Aufnahme, den Uibungen, Prüfungen und Concerten der Schüler, bei Berathungen der Professoren, sowie in allen das Lehramt betreffenden Angelegenheiten die bestehenden oder künftig zu erlassenden Instructionen der Direction der Gesellschaft genau zu erfüllen.\r\n3. Die Ehre der Gesellschaft wie insbesondere jene des Conservatoriums zu wahren und deren Emporblühen zu unterstützen, daher sich an der Leitung oder dem Unterrichte einer dem Conservatorium ähnlichen Anstalt nicht zu betheiligen.\r\n4. Uiber Einladung der Gesellschafts-Direction bei den von dieser veranstalteten Concerten gegen Honorar mitzuwirken.\r\n   Indem zugleich festgestellt wird, daß Ihnen sowie der Direction das Recht zusteht, die Stelle der Professur ein Jahr vorher zu kündigen, spricht die Direction die Hoffnung aus, daß Ihr Eifer und künstlerisches Talent nur zum Gedeihen des Institutes wirken werde und zeichnet mit dem Ausdruck der Hochachtung.\r\nWien, den 6. Juli 1868.\r\nDie Direction der Gesellschaft der Musikfreunde des österreichischen Kaiserstaates.\r\nfür den Präses: Dr. Jos. Unger.\r\nAn Herrn Anton Bruckner, Wohlgeboren.«", "Letzte Änderung": "01.04.2025 07:18"}, {"ID": 186807145, "Datum": "14.7.1868, Dienstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 1390 schreibt auf S. 6:\r\n     »(Conservatorium.) Die Herren Zellner und Krenn und Herr Dom=Organist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Conservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.« (*).\nEine ähnliche Nachricht bringen die »Wiener Zeitung« Nr. 165 auf S. 151 (= S. 5):\r\n     »(Conservatorium.) Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Conservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.    (Oest. Corr.)« (**),\n»Die Presse« Nr. 192 auf S. 12:\r\n      »Außer Herrn Zellner sind auch die Herren Krenn und Dom=Organist Bruckner aus Linz zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Conservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.« (***),\n»Das Vaterland« Nr. 192 auf S. 2:\r\n      »sch. (Conservatorium.) Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunctes am Conservatorium ernannt worden. Weitere Ernennungen sind noch im Zuge.« (°),\ndas Fremdenblatt Nr. 192 auf S. 5:\r\n     \" - Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Kontrapunktes am Konservatorium ernannt worden.\" (°°),\ndie Morgen-Post Nr. 192 auf S. 3:\r\n\"          Theater, Kunst und Literatur.\r\n    *  Konservatorium. Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Kontrapunktes am Konservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.\" (°°°),\ndas Neue Fremdenblatt Nr. 192 auf S. 6:\r\n     \"Die Herren Zellner, Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Konservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.\" (#),\ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 192 auf S. 4:\r\n     \"Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Kontrapunktes am Konservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.\" (##)\nund \"Zwischen-Akt\" (Organ für Theater, Kunst und Musik.) Nr. 183 auf S. 3:\r\n      \" - Die Herren Zellner, Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Contrapunktes am Konservatorium ernannt worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.\" (###).", "Letzte Änderung": "12.01.2026 16:19"}, {"ID": 186807155, "Datum": "15.7.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 161 [*] meldet auf Seite 1 Bruckners Bestallung in Wien:\r\n»Linz.\r\n   - Gestern Abends 10 Uhr passirte mit dem Postzuge Se. Majestät der Kaiser auf der Reise von Ischl nach Wien den hiesigen Bahnhof.\r\n   - Der hiesige Domorganist, Herr Bruckner, ist zum Professor des Generalbasses und Kontrapunktes am Konservatorium in Wien ernannt worden.« (**).\nEine ähnliche Meldung erscheint auch in der Linzer Zeitung auf S. 661:\r\n»* (Herr Domorganist Bruckner in Linz) wurde zum Professor des Generalbasses und Contrapunctes am Conservatorium in Wien ernannt.« (***),\ndesgleichen in der Linzer Tages-Post Nr. 161 auf S. 2:\r\n»14. Juli 1868. [...] § Herr Domorganist Bruckner von Linz, ferners die Herren Zellner und Krenn von Wien sind zu Professoren des Generalbasses und Kontrapunktes am Wiener Konservatorium ernannt worden.« (°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:30"}, {"ID": 186807165, "Datum": "16.7.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt Nr. 194 meldet in seinem Morgenblatt Nr. 194 auf S. 6: \n\n»Theater, Kunst und Literatur. [...]\n\n   - Domorganist Bruckner in Linz wurde zum Professor des Generalbasses und Contrapunktes am Konservatorium zu Wien ernannt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186807185, "Datum": "18.7.1868, Samstag", "Haupttext": "Bruckner dirigiert zum letzten Mal [?(*)] den »Frohsinn« bei einem Konzert im Märzenkeller.\r\n   Es kommen u.a. der »Germanenzug« und Werke Mendelssohns (»Festgesang an die Künstler«), Herbecks (»Kärntnerische Lieder«) und Kopriva (»Zug«) (**) zur Aufführung.\r\n   Es wirken außerdem mit: Holzner (Bariton), Hoffelner (Tenor), Stadler (Feuerwerk) und die Musikkapelle des Infanterieregiments Kronprinz von Sachsen unter Komzaks Leitung.\r\n   »[...] Unter den Chören zündeten am meisten \"der Festgesang an die Künstler\" von Mendelssohn und Bruckner's \"Germanenzug\" [...]« (***).\nDer Welser Anzeiger Nr. 29 teilt auf S. 2 mit:\r\n   »! (Herr Domorganist Bruckner in Linz) wurde zum Professor des Generalbasses und Contrapunktes am Conservatorium in Wien ernannt.« (°).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 09:42"}, {"ID": 186807195, "Datum": "19.7.1868, Sonntag", "Haupttext": "[recte 14.7.1868]\nDie Morgenpost meldet:\r\n»Theater, Kunst und Literatur.\r\n   * Konservatorium. Die Herren Zellner und Krenn und Herr Domorganist Bruckner aus Linz sind zu Professoren des Generalbasses und Kontrapunktes am Konservatorium [ernannt] worden. Andere Ernennungen sind noch im Zuge.«", "Letzte Änderung": "13.01.2026 14:21"}, {"ID": 186807205, "Datum": "20.7.1868, Montag", "Haupttext": "Bericht des Linzer Abendboten Nr. 165, S. 1 [*], über das vorgestrige Konzert mit dem »Germanenzug«:\r\n   »[...] Ganz besonderes Interesse erregte außer den bekannten Kärnter Liedern von Herbeck noch der mit großer Präcision vorgetragene vom letzten Sängerfeste in bester Erinnerung stehende Preischor \"Germanenzug\" unseres Bruckner, dessen vorzügliche Aufnahme von Seite der in lautloser Stille aufhorchenden Zuhörer dem bescheidenen Komponisten eine gute Vorbedeutung für seinen neuen, ihn leider von uns entfernenden Wirkungskreis sein möge. Auch das trefflich gesungene Bariton=Solo im Chore Kopriwa's und die vorzüglichen Vorträge der Regimentskapelle erfreuten sich der beifälligsten Aufnahme, welche schließlich ebenso dem sehr gelungenen Feuerwerke zu Theil wurde.« (**).\nDie »Warte am Inn« meldet auf S. 253:\r\n»Herr Domorganist Bruckner in Linz wurde zum Professor des Generalbasses und Contrapunktes am Conservatorium in Wien ernannt.« (***).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 09:43"}, {"ID": 186807215, "Datum": "21.7.1868, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 18.7.1868 in der »Linzer Zeitung« Nr. 166 auf S. 683 [*]:\r\n    »Liedertafel \"Frohsinn.\"\r\n   = Linz, 20. Juli. Nach zweimaliger Verschiebung konnte endlich vorgestern den 18. d. die Liedertafel \"Frohsinn\" die beabsichtigte Produktion im städtischen Märzenkeller abhalten, ungeachtet wenige Stunden vorher ein ziemlich ausgiebiger Regen abermals die Ausführung zu vereiteln drohte. Obwohl der Boden noch ziemlich feucht war, so übte doch das Renommée des \"Frohsinn's\" eine solche Anziehungskraft, daß sich der große Raum mit zahlreichen Zuhörern füllte, welche der gelungenen Produktion bis nahezu Mitternacht ungeschwächte Aufmerksamkeit schenkten. Unter den Chören zündeten am meisten der \"Festgesang an die Künstler\" von Mendelssohn, und Bruckner's \"Germanenzug\"; [...] Noch müssen wir schließlich der Musikcapelle des Infanterie=Regiments Kronprinz von Sachsen ehrend gedenken, welche unter der persönlichen Leitung des Herrn Capellmeisters Komzak gewählte Musikstücke vortrug und mehrere Chöre mit großer Präcision begleitete.« (**).\nDas Gmundner Wochenblatt Nr. 29 meldet auf S. 335 (= S. 5) Bruckners Berufung ans Wiener Konservatorium:\r\n   » * Herr Domorganist Bruckner in Linz wurde zum Professor des Generalbasses und Contrapunktes am Conservatorium in Wien ernannt.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186807225, "Datum": "22.7.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht im Welser Anzeiger Nr. 30, S. 3, über das Konzert vom 18.7.1868:\r\n»Correspondenzen.\r\n   ## Linz, den 20. Juli. [...] Liedertafel „Frohsinn.” Das an zwei Abenden durch ungünstige Witterung vereitelte Concert im städtischen Märzenkeller lief endlich Samstag (den 18.) glücklich vom Stapel. Das Wetter, obwol Nachmittag [bis] 3 Uhr noch sehr bedenklich, zeigte sich am Abend außerordentlich günstig.\r\n   Das aus 9 Nummern bestehende Programm wurde vor einem sehr zahlreichen Publicum des alten Vereines würdig mit künstlerischer Nuancirung und großer Präcision durchgeführt. Die größte Auszeichnung wurde dem aus dem Oberösterreich=Salzburger=Gesangsfeste im besten Andenken stehenden Preischor „Germanenzug” von Anton Bruckner zu Theil - und schien das begeisterte Publicum dem in Kurzem von Linz scheidenden Lieblinge durch diese Ovation einen Beweis seiner Verehrung und seines Bedauerns über den Verlust einer so hervorragenden Kunstnotabilität geben zu wollen. Von den übrigen Nummern ... [...] Einige andere zartere Tonstücke gingen in dem weiten Raum und im Freien theilweise verloren. [...] Sonst war die Production im Ganzen eine sehr gelungene zu nennen. -« (*).\nDie Allgemeine Musikalische Zeitung (Leipzig), Jg.4, S.239 meldet Bruckners Berufung nach Wien:\r\n»Zu Lehrern der Theorie am Conservatorium in Wien sollen noch die Herren Krenn von dort und A. Bruckner aus Linz berufen worden sein.« (**).", "Letzte Änderung": "01.05.2023 12:06"}, {"ID": 186807235, "Datum": "23.7.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Wiener Konservatorium:\r\n   Nimmt die Stelle definitiv an.", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:34"}, {"ID": 186807245, "Datum": "24.7.1868, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Ordinariat:\r\n     Hat die Stelle am Wiener Konservatorium angenommen und bittet um Reservierung seines Domorganisten-Postens für einige Jahre (*).\nKonzert des »Frohsinn« mit dem »Sängerbund« im Hotel »Erzherzog Karl« zu Ehren von Schützenvereinen (**). Nach dem Motto »Grüß Gott« werden einige Chöre gesungen: »Das deutsche Lied«, »Der frohe Wandersmann«, »Maiennacht« und »Liebe und Wein« (***).\nSchreiben von Raimund Hain an das Bischöfliche Konsistorium (Reinschrift):\r\n     Bittet um Verleihung der provisorischen Organistenstelle. Aktenvermerk »Pr. 25. Juli 868«. Auf diesem Schreiben auch das Konzept der abschlägigen Antwort vom 29.8.1868 (°).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 16:41"}, {"ID": 186807247, "Datum": "Sommer 1868", "Haupttext": "Bruckner sucht noch einmal Bad Kreuzen zur Kur auf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186807255, "Datum": "25.7.1868, Samstag", "Haupttext": "Eröffnungsfeier des »Frohsinn« im neuen Vereinslokal im Hotel »Stadt Frankfurt«. Anwesend sind u.a. Landeshauptmann Moriz Eigner, Vorstand Dr. Weismann, Hotelbesitzer Steinböck, Maler Ferdinand Scheck und Bruckner. Unter den Mitwirkenden sind Komsak jun. (Violine), Frl. Reprzensky (Klavier), Frl. Kainerstorfer (Gesang), Dr. Krakowitzer (»Tannhäuser«-Parodie) und Herr Weichhart (Rezitation).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 23:26"}, {"ID": 186807265, "Datum": "26.7.1868, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"26ten Juli Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186807285, "Datum": "(28.7.1868, Dienstag)", "Haupttext": "Artikel der Linzer Zeitung, S. 706f, über die Eröffnungsfeier des »Frohsinn« im neuen Vereinslokal: »... Nach dieser Ansprache, welche später von einem der anwesenden Gäste mit einem Hoch auf die Liedertafel »Frohsinn«, den umsichtigen und thätigen Vereins=Vorstand Herrn Dr. Weismann und den ausgezeichneten Chormeister Herrn Bruckner erwidert worden war, trugen die Sänger heitere Chöre und ausgewählte Quartette mit bekannter Präcision vor [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186807295, "Datum": "(29.7.1868, Mittwoch)", "Haupttext": "Konzert des Linzer Musikvereins u. a. mit dem Rondo brillante für Klavier und Orchester von Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:26"}, {"ID": 186808013, "Datum": "ca. August 1868", "Haupttext": "Artikel in der Neuen Zeitschrift für Musik (Leipzig), Jg. 64, S. 362 über die neuen Wiener Konservatoriums-Lehrkräfte Zellner, Krenn und Bruckner: [Man hat] »den bisher meist durch eine einzige Persönlichkeit [...] versehenen Unterricht in der allgemeinen und speciellen Musiklehre vom kommenden Schuljahre ab drei Männern überwiesen [...] und zwar L. A. Zellner, Capellmeister Krenn und dem bisher zu Linz als Domorganist angestellt gewesenen Hrn. Bruckner. [... es folgen Bemerkungen über Zellner und Krenn ...] Bruckner hat sich hier mehrfach als kenntnißreicher und wirkungskundiger Orgelvirtupse, und ferner durch die Aufführung einer in größeren Dimensionen angelegten Festmesse auch als gewandter und begabter Componist gut beglaubigt. Ueber Bruckner's Lehrgabe schwebt gleichwol an hiesiger Stelle dasselbe Dunkel, wie über das pädagogische Können Zellner's. Hier wie dort ist Wiens Musikwelt bis jetzt nach diesem Hinblicke auf geduldiges Abwarten verwiesen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808025, "Datum": "2.8.1868, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung einer Messe (anonymer Komponist) im Linzer Dom. \nEintrag in einer Stimme der 1. Violine \"2ten August 1868 Dom.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808035, "Datum": "(3.8.1868, Montag)", "Haupttext": "Schreiben von Karl Waldeck an das Bischöfliche Ordinariat (Reinschrift): \n   Bittet um die Ernennung zum provisorischen Dom- und Stadtpfarrorganiscten in Linz. (Aktenvermerk »Pr. 22. Aug. 868«)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808055, "Datum": "5.8.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Die Allgemeine Musikalische Zeitung (Leipzig) meldet auf S. 254 Bruckners Berufung nach Wien:\n    »Das Conservatorium hat einige neue Kräfte, darunter den Orgelspieler und Componisten Bruckner aus Linz gewonnen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808065, "Datum": "6.8.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Dorns an Bruckner:\r\n   Geht auf Bruckners Reaktion [vermutlich Brief] auf Dorns ersten Brief ein - die bedeutende Stellung in Linz und die Berufung nach Wien. Spricht oft mit Kitzler und anderen Brünner Musikern über Bruckners Orgelspiel, die d-moll-Messe und die 1. Symphonie (*). Hält die »Meistersinger« für Wagners größtes Werk.", "Letzte Änderung": "11.02.2023 09:38"}, {"ID": 186808075, "Datum": "7.8.1868, Freitag", "Haupttext": "Im Konzert des »Frohsinn« im Volksgarten wird u.a. der »Germanenzug« (mit der Kapelle des Infanterieregiments Kronprinz von Sachsen unter Komzak [*]) aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808085, "Datum": "8.8.1868, Samstag", "Haupttext": "Brief Herbecks an das Obersthofmeisteramt:\r\n   Befürwortet, Bruckner die Stelle eines exspektierenden Hoforganisten an der Hofmusikkapelle zu verleihen; beruft sich auf Bruckners Virtuosität an der Orgel, seine Berufung an das Wiener Konservatorium als Nachfolger Sechters und seinen tadellosen Ruf in Linz (*).\nBenefizabend des »Frohsinn« zugunsten des Theaterorchesters (**) (oder -chores (°)).\r\n   Aufgeführt werden u.a. Chöre von Abt (»Vineta«) und Decker [recte: Becker?] (»Jägers Aufenthalt«) (°).", "Letzte Änderung": "22.09.2024 21:38"}, {"ID": 186808095, "Datum": "9.8.1868, Sonntag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Tages-Post Nr. 183 auf S. 2 über das Konzert vom 7.8.1868:\r\n   »[...] Der Verein riß das Publikum häufig zu freudiger Begeisterung hin, namentlich gefiel der von dem Chormeister Hrn. Bruckner komponirte und mit feinster Nuancirung vorgetragene Männerchor mit Orchesterbegleitung \"Germanenzug.\" Verdienten Beifall erhielt auch die Musik=Kapelle des Reg. Kronprinz v. Sachsen, welche das Konzert einleitete und die Abtheilungen ausfüllte. Herr Komzak zeigte sich, wie schon so oft, als wahrer Meister seiner Kapelle.«", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:31"}, {"ID": 186808105, "Datum": "10.8.1868, Montag", "Haupttext": "Eingangsvermerk auf dem Schreiben vom 8.8.1868", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808115, "Datum": "11.8.1868, Dienstag", "Haupttext": "Gloria der f-moll-Messe in St. Florian beendet (*). Datierung »11. Aug [1]868. [/] fertig in St. Florian. [/] Anton Brucknermp.« am Ende des Satzes (*a).\nBericht des Linzer Abendboten Nr. 184, S. 3, über die zwei Konzerte der letzten Tage (mit dem »Germanenzug« am 7.8.1868) (**):\r\n»Zwischenakt.\r\nLinz. Unsere wackere Liedertafel \"Frohsinn\" beschloß am Freitage die Damen-Abende dieses Vereinsjahres mit einer ungemein animirten Produktion im Volksgarten, welche sich auch eines sehr zahlreichen Besuches und des günstigsten Wetters zu erfreuen hatte. Alle mit großer Sorgfalt gewählten Nummern wurden mit lebhaftem Beifalle aufgenommen und es war nur zu bedauern, daß so viele musikalische Schönheiten ungeachtet der präcisen Vortragsweise in Folge der schlechten Akustik des Volksgartens verloren gingen. Außer dem bekannten Bruckner'schen \"Germanenzuge\", dessen wahrer, auch bereits von einem der gewiegtesten deutschen Musikkritiker gewürdigter Werth mit jeder neuen Aufführung mehr hervortritt, erregte insbesondere der Eirich'sche Chor \"Beim Scheiden\" ein so großes Interesse, daß es zu einer Wiederholung desselben kam. Eine heitere Tanzunterhaltung schloß das prächtige Fest, bei welchem sich auch unsere Regimentskapelle in gewohnter Weise hervorthat. - Samstag wirkte die Liedertafel durch den Vortrag der beiden Piecen \"Vineta\" von Abt und Jäger's \"Aufenthalt im Walde\" von Becker auch bei der zum Besten des hiesigen Chorpersonals veranstalteten musikalisch-deklamatorischen Akademie mit, welche leider sehr schlecht besucht war, und erzielte insbesondere mit dem letzteren Chore einen so stürmischen Beifall, daß dieser Chor vollständig wiederholt werden mußte. Zahlreiche Hervorrufe bewiesen auch dem ausgezeichneten Chormeister Bruckner, wie sehr dessen Verdienste um die exacte Vorführung der Gesangsstücke allseitig anerkannt werden, und wir können dem Vereine selbst und seiner thätigen Vorstehung zu den ausnamslos gelungenen, jüngsten Gesangsproduktionen nur vom Herzen Glück wünschen. Auch die übrigen Nummern der musikalisch-deklamatorischen Akademie erfreuten sich großen Beifalles und zahlreicher Wiederholungen, wobei insbesondere die Gesangsvorträge der Frls. Kaufmann und Schwarz, der Herren Ulbricht und Riedel, sowie die Deklamationen von Frau Bleibtreu und Herrn Peterra und endlich das Violoncellspiel des Herrn Seelig hervorgehoben werden müssen. -« (**).", "Letzte Änderung": "11.05.2025 09:03"}, {"ID": 186808135, "Datum": "13.8.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Brief des Frohsinn an Bruckner in St. Florian: Gestern sei beschlossen worden, am 17.8.1868 zusammen mit dem Sängerbund ein Wohltätigkeitskonzert zu veranstalten. Die Probe sei für morgen angesetzt. Bruckner möge sich schon vormittags beim Vorstand einfinden. Unterschrift von Weismann und (*) Josef Buresch.\n»Linz am 13. August 868\nAn\nHr Anton Brukner\nChormeister der Liedertafel Frohsinn derzeit in Florian\nGeehrter Herr Chormeister!\n   In der gestrigen Ausschußsitzung wurde über mehrseitige Anregung der Beschluß gefaßt, daß zum Besten der Bewohner von Ulrichsberg, welche vor Kurzem von einem furchtbaren Brandunglücke heimgesucht und durch dasselbe sehr hart betroffen wurden, eine musikalische Produktion gegen Entrée veranstaltet wird.\n   Dieselbe wird in Gemeinschaft mit dem Sängerbunde, welcher seine Mitwirkung hiezu bereitwilligst erklärt hat, Montags den 17. August d. J. im städt. Märzenkeller stattfinden.\n   Es werden zwar nur lauter bekannte Chöre zur Aufführung kom[m]en, jedoch ist hiezu dennoch eine gemeinschaftliche Probe mit dem Sängerbunde nothwendig, welche Freitag den 14. [oder: 15.] August d. J. unter Ihrer Dirigirung vorgenom[m]en werden soll.\n   Wir ersuchen Sie demnach [dennoch?] Herr Chormeister recht freundlich, in Rücksicht des eben geschilderten humanen Zweckes zur Verwirklichung desselben dem Vereine Ihre bewährte Leitung zuzuwenden und Morgen Freitag wenn möglich schon Vormittags bei dem gefertigten Vorstande behufs der nöthigen Rücksprache sich gefällig einfinden zu wollen.\n   In der Voraussetzung, daß Sie Hr Chormeister diesem unseren Ansuchen willfahren, werden gleichzeitig die Vereinsmitglieder zur Betheiligung an dieser Produktion resp. an der Probe eingeladen\nFür den Ausschuß\nDr Weismann m/p\nVorstand\nJBuresch\nSchriftführer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808145, "Datum": "14.8.1868, Freitag", "Haupttext": "In Linz Probe von »Frohsinn« und »Sängerbund« unter Bruckners Leitung geplant.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808165, "Datum": "16.8.1868, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer in der Linzer Stadtpfarrkirche. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"16ten August Pf.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808175, "Datum": "17.8.1868, Montag", "Haupttext": "Produktion des »Frohsinn«, vom »Sängerbund« unterstützt (*), für die Abbrändler von Ulrichsberg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808195, "Datum": "19.8.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Sanctus der f-moll-Messe begonnen. Datierung »19. Aug [/] 1868.« am Beginn des Satzes (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808225, "Datum": "22.8.1868, Samstag", "Haupttext": "Sanctus der f-moll-Messe in Linz beendet. Datierung »Linz. [/] 22. [/] Aug. [/] 1868. [/] A Brucknermp.« am Ende des Satzes (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808235, "Datum": "23.8.1868, Sonntag", "Haupttext": "Benedictus der f-moll-Messe begonnen [Ausarbeitung der Partitur; Skizze siehe 24.12.1867]. Datierung »23. Aug. [1]868.« am Beginn des Satzes (*).\n(Aufführung der Tannhäuser-Parodie von Johann Nestroy und Carl Binder im Linzer Theater (**)).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:16"}, {"ID": 186808255, "Datum": "25.8.1868, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben des bischöflichen Ordinariats an die Statthalterei in Linz, bezugnehmend auf Bruckners Brief vom 24.7.1868 (Konzept): \n   Bruckner werde die Stelle am Wiener Konservatorium annehmen und wolle sich den bisherigen Posten in Linz auf einige Jahre reservieren lassen. Das Ordinariat unterstütze diesen Wunsch »mit Rücksicht auf die ausgezeichneten Eigenschaften und Verdienste Bruckners« (eigenhändiger Zusatz Rudigiers).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808275, "Datum": "27.8.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Benedictus der f-moll-Messe in Linz beendet. Datierung »fertig 27. Aug. [1]868. Linz. [/] A Brucknermp.« am Beginn des Satzes (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808295, "Datum": "29.8.1868, Samstag", "Haupttext": "(Skizze zum) Agnus der f-moll-Messe begonnen. Datierung »29. Aug 1868.« am Beginn des Satzes (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186808305, "Datum": "30.8.1868, Sonntag", "Haupttext": "Vortrag des Obersthofmeisters Hohenlohe-Schillingsfürst an Kaiser Franz Joseph in Bad Ischl, auf Herbecks Antrag vom 8.8.1868 Bruckner als unbesoldeten Exspektanten in die Hofmusikkapelle aufzunehmen. Für Bruckner sprächen sein tadelloser Ruf, sein Ruhm als Orgelvirtuose und seine Berufung als Nachfolger Sechters an das Wiener Konservatorium. - Auf dem Konzept Sichtvermerke von Hohenlohe, Imhof und Wlassack.", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:24"}, {"ID": 186808315, "Datum": "31.8.1868, Montag", "Haupttext": "Skizze zum Agnus der f-moll-Messe in Linz beendet. Datierung »Scitze 31. Aug. 1868. Linz« am Ende des Satzes (*).\n \nDie Süddeutsche Musik-Zeitung, Verlag von B. Schott's Söhnen in Mainz, Nr. 35 bringt auf S. 137f (= S. 1f) den Schlussteil eines Biographischen Artikels über Simon Sechter. Auf S. 2 heißt es:\n     \"[...] Ein Verzeichniss seiner Schüler hat sich unter Sechter's Papieren nicht vorgefunden, es hätte nach Tausenden zählen müssen. Wohl macht der schon erwähnte handschriftliche Entwurf am Schlusse damit einen Versuch, bringt es aber kaum über die Zahl zwanzig. So seien wenigstens diese hier namhaft gemacht: Gottfried Preyer, Hof- und Domcapellmeister, die Fürsten Georg und Constantin Czartoryski, Gustav Nottebohm, Anton Bruckner, Engelbert Aigner, Carl und Franz Frisach, Baron Gudenus, Otto Bach, Th. Dirzka, Joh. Rufinatscha, Thomas Löwe, Th. Derffl, Th. Döhler, Oscar Montlong, C. F. Pohl, Frl. Rosa Kastner, v. Perisutti, Frl. Stametz-Maier, Stanzieri, Carl Filtsch, Hoven (Vesque v. Püttlingen), Selmar Bagge, Leopold und Rudolf Bibl, Julius Benoni, Stankovitz, Eugenio Galli, Henri Vieuxtemps, Ernst Pauer und Sigismund Thalberg. [... über den musikalischen Nachlass ...] Sein bedeutendstes Werk aber, \"die Grundzüge der musikalischen Composition,\" in drei Bänden bei Breitkopf und Härtel erschienen, sichert ihm für alle Zeiten einen Ehrenplatz neben den grössten Contrapunctisten\" [keine Signatur] (**).\nBeim 1. Teil des Artikels (24.8.1868) lautet eine Fußnote:\n     \"Von C F. Pohl für den Jahresbericht des \"Wiener Musik-Conservatoriums\" geschrieben und mit des Verfassers Bewilligung hier reproducirt.     (Anm. d. Red.)\" (**a).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:11"}, {"ID": 186809004, "Datum": "August/September 1868", "Haupttext": "[zu August 1868] Die von Habert herausgegebene Zeitschrift für Katholische Kirchenmusik berichtet in einem Artikel über die Gründung des Oberösterreichischen Cäcilienvereins in Heft 8/9 des 10. Jahrganges (1881), daß Bruckner sich die Stelle als Linzer Domorganist zwei Jahre vorbehalten habe und daß Traumihler nach diesem Zeitraum Habert als Nachfolger Bruckners in Linz vorgesehen habe. Er, Habert, habe für diesen Posten Seiberl empfohlen.", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:22"}, {"ID": 186809035, "Datum": "3.9.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat in der Wiener Zeitung Nr. 209 auf S. 8 informiert über das Schuljahr am Wiener Konservatorium:\n    \"Conservatorium für Musik in Wien.\n       Das Schuljahr 1868/9 beginnt am 1. Oktober. Der Unterricht erstreckt sich auf Gesang, Clavier, Orgel, Violine, Violoncell [...] und wird ertheilt von den Damen: M. Marechesi Castrone und A. Passy=Cornet, den Professoren: L. Weiß, J. Dachs, J. Epstein, W. Schenner, H. Schmidt, F. Ramesch, A. Bruckner, F. Zierer, C. Pichler, L. A. Zellner, J. Weilen, C. Durati, [... (mit den Titeln:) J. Hellmesberger, O. Deßoff, J. Lewinski ...], den Mitgliedern der k. k. Hofcapelle: C. Heißler, A. Thalmann, J. Wrany, J. Ullmann, Th. Klein, A. Wittmann, W. Kleinecke, A. Maschak, A. Slama, [...] C. Schlesinger, [...] F. Doppler und dem Capellmeister F. Krenn.\n     [... die Aufnahmeprüfungen beginnen am 28.9.1868 ...]\n          Die Direction \nder Gesellschaft der Musikfreunde.\"", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:19"}, {"ID": 186809045, "Datum": "4.9.1868, Freitag", "Haupttext": "Kaiser Franz Joseph (in Bad Ischl) genehmigt die Aufnahme Bruckners in die Hofmusikkapelle. Vermerk auf dem Vortrag vom 30.8.1868.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809047, "Datum": "4./5.9.1868", "Haupttext": "Herbeck benachrichtigt Bruckner telegraphisch von der Ernennung zum exspektierenden Hoforganisten:\r\n»Telegramm.\r\nBruckner, Domorganist, Linz.\r\nMit seiner Majestät allerhöchster Entschließung\r\nvom 4. Septb. Ihre Hoforganisten=Expectanz\r\ngenehmigt. Decret folgt, herzlich gratulirend\nHerbeck.«", "Letzte Änderung": "31.07.2026 12:16"}, {"ID": 186809065, "Datum": "6.9.1868, Sonntag", "Haupttext": "Möglicherweise Uraufführung des Schutzengelhymnus \"Iam lucis orto sidere\" (WAB 18) in Wilhering. Denkbar ist, dass Bruckner beim Pontifikalamt Orgel gespielt hat. [zur Orgel siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809085, "Datum": "8.9.1868, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramtes (signiert von Hohenlohe und Joseph von Heidt) an die Hofmusikkapelle, bezugnehmend auf den Bericht vom 8.8.1868:\n     Kaiser Franz Joseph habe Bruckners Aufnahme als Exspektant genehmigt; die Hofmusikkapelle solle das übliche Dekret ausfertigen.\n     Auf dem Konzept Sichtvermerke von Hohenlohe, Wlassack, Imhof, Böhm und Eder.", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:24"}, {"ID": 186809095, "Datum": "9.9.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Agnus und somit die ganze f-moll-Messe vollendet (*). Datierung »fertig 9. September [Linz] [/] Anton Brucknermp.« am Ende des Satzes (*a).\nBrief Herbecks an Bruckner:\r\n     Benachrichtigt ihn vom Ernennungsdekret, mit dem Bruckner laut Entschließung des Kaisers vom 4.9.1868 und des Erlasses vom 8.9.1868 als exspektierender Hoforganist in die Hofmusikkapelle aufgenommen wird (**).\nSchreiben der Statthalterei an das Bischöfliche Ordinariat in Linz (Reinschrift):\r\n     Bestätigt die Reserverierung des Organistenpostens für Bruckner [vgl. 25.8.1868]. Unterschrift von Karl Sigmund Graf zu Hohenwart-Gerlachstein [siehe die Anmerkung] (***).\nDer Linzer Abendbote Nr. 207 meldet auf S. 1 die Ernennung Bruckners zum Hoforganisten:\r\n   »- Se. Majestät der Kaiser haben den hiesigen Domorganisten Bruckner zum überzähligen Hoforganisten ernannt.«\r\nAuf derselben Seite wird das Programm für den 12.9.1868 bekanntgegeben:\r\n   »Nachstehend theilen wir das Programm des großen Konzertes mit, welches Samstag den 12. September 1868 unter Mitwirkung der Liedertafel „Frohsinn”, des Männergesangs Vereines „Sängerbund”, dann der Regiments Kapellen von Kronprinz von Sachsen und Freiherr von Wernhart am Volksfestplatze aufgeführt wird. [...] Schlußchor aus der Oper: „Die Meistersänger” von Richard Wagner. [...] „Germanenzug”, Chor mit Harmonie=Begleitung von Anton Bruckner [...].« (°).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 23:01"}, {"ID": 186809096, "Datum": "nach dem 9.9.1868", "Haupttext": "Die Neue Berliner Musikzeitung, Band 22, meldet auf S. 351, daß Bruckner in die Hofmusikkapelle aufgenommen worden ist, was »trotz der Tüchtigkeit dieses Meisters die Kunstfreunde Wiens überrascht« haben soll (*). Der Linzer Kopist »Anonymus L2« schreibt die Partitur der f-moll-Messe ab, die Bruckner mit dem 1.10.1868 datiert (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809105, "Datum": "10.9.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Vollendung der »Fantasie« [WAB 118] für Klavier, gewidmet Frl. Alexandrine Soika aus Linz: »Fräulein [/] Alexandrin Soika [/] achtungsvollst gewidmet [/] von [/] Anton Bruckner [/] Linz den 10. September [/] 1868.« (*). Die Linzer Zeitung gibt auf S. 855 das Programm für den 12.9.1868 bekannt: \n   »Linz, 9. September. [...] * (Concert.) Nachstehend theilen wir das Programm des großen Concertes mit ... [...] 2. Abtheilung: ... Germanenzug, Chor mit Harmonie=Begleitung, von Anton Bruckner; [...]« (**). \nAuch die Tagespost bringt eine Programmankündigung: \n»9. Sept. 1868. [...] § Wir theilen hier das Programm des großen Konzertes mit ... [...] \"Germanenzug\", Chor mit Harmoniebegleitung von Anton Bruckner. [...] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809115, "Datum": "11.9.1868, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 209 meldet auf S. 3, daß Bruckner zum Hoforganisten ernannt wurde:\r\n      »10. Sept. 1868. [...] § Herr Anton Bruckner, derzeit Domorganist und Chormeister der Liedertafel „Frohsinn” in Linz, welcher vor Kurzem eine Professorstelle an dem Musik=Konservatorium in Wien erhalten hat, ist von Sr. Majestät dem Kaiser zum überzähligen k. k. Hof=Organisten ernannt worden« (*).\nIn einer ähnlichen Notiz erwähnt die Linzer Zeitung Nr. 209 auf S. 859, daß die f-Moll-Messe fertiggestellt ist:\r\n      »Personalnachricht. Der hiesige Domorganist Herr Bruckner wurde zum k. k. Hoforganisten ernannt. Wir sind überzeugt, daß seine zahlreichen Freunde diese Nachricht mit aufrichtiger Freude vernehmen werden. Wir theilen denselben bei diesem Anlasse zugleich mit, daß Herr Bruckner dieser Tage mit der Composition seiner dritten Messe fertig geworden ist, und daß der Herr Hofrath und Kanzlei-Director des k. k. Obersthofmeisteramtes Ritter v. Imhof-Geißlinghof die Widmung derselben angenommen hat.« (**).\nDie Gemeindezeitung (Wien) Nr. 211 schreibt auf S. 4:\r\n     \" - (Der hiesige [sic] Domorganist Bruckner) wurde von Sr. Majestät zum überzähligen Hoforganisten ernannt.\" (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:25"}, {"ID": 186809125, "Datum": "12.9.1868, Samstag", "Haupttext": "Konzert des »Frohsinn« und des »Sängerbundes« unter Bruckners Leitung beim Linzer Volksfest, u.a. mit »Germanenzug« und Werken von Mendelssohn (»Ödipus auf Kolonos«, »Hochzeitsmarsch«) (*), Mozart (»Don Giovanni«-Ouvertüre), Richard Wagner (»Meistersinger«-Schlußchor, »Lohengrin«-Finale), Silcher (»Volkslied« [= »die Loreley«]), Meyerbeer (aus »Robert der Teufel« und »Die Afrikanerin«), Wallace (»Maritana«-Ouvertüre), Neswadba (»Lorelei«-Paraphrase) und Reichhardt (»Was ist des Deutschen Vaterland«) (**).\r\n»Leider waren die akustischen Verhältnisse sehr schlecht und litt dadurch die ganze Aufführung.« (**a).\r\nBruckners letztes Auftreten als Dirigent in seinen Linzer Jahren. Der Linzer Abendbote brachte einen Bericht über das Konzert (***).\nDer Welser Anzeiger Nr. 37, 2. Beilage, berichtet auf S. 2:\r\n   »! (Personalnachricht.) Der Linzer Domorganist Herr Bruckner wurde zum k. k. Hoforganisten ernannt. Wir sind überzeugt, daß seine zahlreichen Freunde diese Nachricht mit aufrichtiger Freude vernehmen werden. Wir theilen denselben bei diesem Anlasse zugleich mit, daß Herr Bruckner dieser Tage mit der Composition seiner dritten Messe fertig geworden ist, und daß der Herr Hofrath und Kanzleidirector des k. k. Obersthofmeisteramtes, Ritter v. Imhof=Geißlinghof, die Widmung derselben angenommen hat.« (°).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 09:44"}, {"ID": 186809145, "Datum": "14.9.1868, Montag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 211 berichtet auf S. 1 über das Konzert vom 12.9.1868 (mit dem »Germanenzug«):\r\n        »Linz.\r\n    - Volksfest in Linz. Die beiden ersten Tage des siebenten Linzer Volksfestes sind in einer Weise abgelaufen, welche wohl selbst die hochgespanntesten Erwartungen befriedigt haben dürfte. Nach der vorgestrigen offiziellen Eröffnung hatte sich bereits Nachmittags ein recht zahlreiches Publikum eingefunden, welches sich gegen Abend zu einer immer größeren Menge verdichtete, die gekommen war, um die kombinirte großartige Musik=Produktion unserer beiden vorzüglichen Regimentskapellen, sowie der beiden wackeren Gesangsvereine „Liedertafel Frohsinn” und „Sängerbund” mitanzuhören. Das Programm war mit solcher Sorgfalt zusammengestellt, daß jedem Musikfreunde schon bei Lesung desselben das Herz lachen mußte, und dessen Ausführung war auch eine so rühmenswerthe, daß man nur die Unverhältnißmäßigkeit in der Zahl der ausübenden Kräfte gegenüber den zu beherrschenden riesigen Räumlichkeiten bedauern mußte. Um so erfreulicher war es uns, daß trotz alledem der von uns bereits wiederholt gewürdigte „Germanenzug” unseres ausgezeichneten Bruckner, wieder eine so gewaltige Wirkung übte und unwillkürlich zu einer Ovation für den genialen Komponisten Anlaß gab, dessen leider so nahe bevorstehendes Scheiden in den hiesigen musikalischen Kreisen auf das Lebhafteste beklagt wird. [...]« (*).\n(Versammlung des Oberösterreichischen Sängerbundes in Linz im Probenlokal des »Sängerbundes« (**)).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 20:59"}, {"ID": 186809155, "Datum": "15.9.1868, Dienstag", "Haupttext": "Das Gmundner Wochenblatt Nr. 37 meldet auf S. 440 (= S. 6): \n\n   » * Der Domorganist in Linz, Herr Bruckner, wurde zum k. k. Hoforganisten ernannt.« (*). Aktenvermerk »Pr. 15. Septbr 868« auf dem Schreiben vom 9.9.1868 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809165, "Datum": "16.9.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Der »Frohsinn« wirkt bei einem Festkommers von Studenten Oberösterreichs und Salzburgs im Urfahrer Gasthof Volkenstein mit (*). Der »Frohsinn« beschließt, Bruckner die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen (**). \n»Ein eigenes Verhängniß schwebte über der Liedertafel - die Chormeisterfrage! Kaum war Herr Bruckner Chormeister geworden, kaum hatte er die Liedertafel in einigen Produktionen zum Ruhme derselben geleitet, traf uns abermals das Unglück, diesen Mann wieder verlieren zu müssen, da er einem höchst ehrenvollen Rufe nach Wien folgte.\n   Die Liedertafel ist ihm zu großem Danke verpflichtet; die Schattirung des Gesanges, die feine Nuancirung und deren mächtige Wirkung lernten wir erst durch ihn so recht kennen, und Präzision war es, die über allen von ihm geleiteten Produktionen schwebte. Er wurde daher auch einstimmig zum Ehrenmitgliede des Vereines erwählt, und sein Name als Chormeister wird stets ein ehrendes Angedenken für den Verein sein.« (**a).\nAus dem [1870 erstellten] »Verzeichniß der Ehren=Mitglieder der Liedertafel \"Frohsinn\".\na) Lebende: [...] Bruckner Anton, k. k. Hof=Organist und Professor am Konservatorium in Wien.« (**b).\nDer Welser Anzeiger Nr. 38 bespricht auf S. 1 (der Beilage) das Konzert vom 12.9.1868 mit dem »Germanenzug«: \n»Das Volksfest.\n(I. und II. Festtag.)\n   ## Linz. Original=Bericht. Vom herrlichsten Wetter begünstigt verstrichen die beiden ersten Volksfesttage [...] Der Nachmittag galt den geselligen Vergnügungen und Belustigungen und Abends 7 Uhr begann das große Concert der beiden Linzer Gesangsvereine \"Liedertafel Frohsinn\" und \"Sängerbund\" und der beiden hier anwesenden Regiments=Musik=Capellen. Von den Gesangs=Nummern haben [sic!] wir als ausgezeichnete Leistung das beliebte Volkslied \"die Lore=ley\" und den \"Germanenzug\" von Bruckner hervor. Am Schluße des lezteren Chores stimmten die Sänger begeistert in den allgemeinen Applaus des Publikums ein, indem sie dem scheidenden Chormeister Herrn Anton Bruckner, welcher am [sic!] diesem Abende vor seiner Abreise nach Wien zum lezten Male dirigirte, eine stürmische Ovation brachten, an welcher sich das ganze Publikum betheiligte.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809205, "Datum": "20.9.1868, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Sonntagsmesse in B-Dur von Robert Führer im Linzer Dom. Vermerk [Zappes?] in der Stimme der 1. Violine \"20 Sept. Dom\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809215, "Datum": "21. und 22.9.1868, Montag und Dienstag", "Haupttext": "Orgelimprovisationen Bruckners in Steyr, am 21.9. vormittags und am 22.9. abends in der Stadtpfarrkirche. Bruckner wurde von Engelbert Lanz begleitet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809245, "Datum": "24.9.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht im Steyrer »Alpenboten« Nr. 39, S. 3, [*a] über Bruckners Orgelimprovisation am 21. und 22.9.1868:\r\n   »(Musikalisches.) Unsere Stadt beherbergte in den ersten Tagen der laufenden Woche zwei Künstler auf dem Gebiete der Musik aus unserer Kronlandshauptstadt in ihren Mauern: Herrn Anton Bruckner und Herrn Engelbert Lanz.\r\n   Ersterer erfreute in unserer Stadtpfarrkirche mit mehreren improvisirten Orgelpiecen am Montag den 21. d. M. um 10 Uhr Vormittags ein kleines und am Dinstag den 22. um 1/2 6 Uhr Abends ein größeres jedesmal gewähltes Auditorium, welches den interessanten Vorträgen mit gespannter Aufmerksamkeit lauschte.\r\n   Herr Bruckner ist auf dem besten Wege zum Ruhme, und schon jetzt wird sein Name in weiteren musikalischen Kreisen mit hoher Achtung genannt. Für sein tiefes gründliches Wissen in allen Zweigen der Musik liefern seine trefflichen Compositionen, für seine Begabung als practischer Künstler sein eminentes Orgelspiel eine glänzende Reihe von Belegen und haben die Verdienste Bruckners auch in seiner kürzlich erfolgten Ernennung zum k. k. Hoforganisten in Wien wohlverdiente Anerkennung gefunden.\r\n   Es bedarf sonach wohl nicht erst einer Erwähnung, daß Herr Bruckner uns durch seine hierortigen Vorträge die persönliche Ueberzeugung von seiner Meisterschaft im Orgelspiele verschaffte, in welchem er neben einer vollendeten Technik ein durchgebildetes Wissen im Generalbasse und Contrapunkte bewiesen hat.\r\n   Majestätisch und erhaben wie Donnerrollen brauste die von Bruckners kunstgeübten Händen entfesselte gewaltige Fluth der Töne in pleno hin in mächtigen Accorden durch die hohen Hallen des ehrwürdigen Baues; mild und lieblich wie Nachtigallen= und Lerchen=Sang stimmte in der Gamba die Meisterhand dann in herrlich verschlungener Harmonienfolge dem Herrn des Hauses ein Loblied an.\r\n   Herr Lanz sang am Montage ein religiöses Lied von Beethoven und gab uns hiedurch Gelegenheit, seine schönen Stimmmittel und seinen tüchtig geschulten Vortrag zu bewundern.\r\n   So haben uns diese beiden Künstler in ihrer einfach bescheidenen und uneigennützigen Weise musikalische Hochgenüsse verschafft, wie sie uns in unserer an derlei Genüssen leider ziemlich armen Stadt nur selten geboten werden.\r\n   Möge Herr Bruckner, ein würdiger Schüler Altmeisters Sechter, in seiner neuen Sphäre einen erweiterten Kreis seines Wissens und Wirkens und reichen Lohn für sein selbsteigenes eben so ernstes und eifriges, als erfolgreiches Streben finden, der freundlichen Theilnahme aller die ihn kennen und insbesondere des für edlere Musik empfänglichen Theiles der Bewohner unserer Stadt darf er versichert sein.« (*).\nSchreiben des Bischöflichen Ordinariats an Bruckner (Konzept): Der Domorganistenposten in Linz werde zwei Jahre für ihn reserviert. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (**).\nBrief von Otto Kitzler an den »Frohsinn«:\r\n»Brünn, d 24. Sept. 68.\r\nLieber Freund!\r\n   Wiewohl unsere gestrige telegrafische Correspondenz unsere beiderseitigen Wünsche wiederum in Anregung jedoch leider wiederum nicht zum Abschluß brachte, so muß ich doch noch brieflich und ausführlicher Ihres letzten Briefes gedenken. Daß ich seit Ostern keine Zeile von Ihnen sah ist Thatsache; so müßten denn die 2 erwähnten Schreiben verloren gegangen sein!\r\n   Mit welchem Interesse ich Ihr jüngstes Anerbieten wiederum aufnahm können Sie aus meiner telegrafischen Korrespondenz ersehen; doch leider blieb mein Wunsch Theater u. Liedertafel vereint zu erhalten u. zu leiten unerfüllt; denn so und nicht anders glaube ich Ihr Telegramm: \"Leider schwer vereinbar\" zu verstehen. Etwas was schwer zu erreichen ist, ist jedenfalls der Unmöglichkeit näher als der Möglichkeit. Und ohne Theater-Einkom[m]en hätte ich mich aus einer sicheren in eine unsichere Existenz begeben. Meine hiesige [sic!] monatl. Einkünfte belaufen sich jetzt auf circa 130 fl. / 80 fl. Gage u. gegen 50 fl. Stundengeld / u. diese konnte ich als Familienvater doch nicht leichtsinnig verlassen u. nur eine Stellung mit 25 fl. monatl. Gehalt einnehmen. Hätte sich Beides vereinigen lassen u. warum wäre dies nicht möglich gewesen? Thomé hätte gewiß keinen schlechten Tausch gemacht u. er sowie die Liedertafel hätten mir diese Conzession machen können, so wäre ich mit Vergnügen der Ihrige gewesen. Diese dann trotzdem noch minder als hier einträgliche Stelle hätte mich nach Linz gezogen. Ich wußte mich u. meine Familie doch von Nahrungssorgen frei. Uebrigens war es im[m]er vor der Hand meine Absicht das Theater mitzuhaben. Hätte ich wieder eine gehörige Anzahl guter u. sicherer Privatstunden erhalten so hätte ich ohnehin ab Ostern das Theater wieder aufgegeben. Sie kennen also meine gewichtigen Gründe u. ebenso meine Sehnsucht nach Linz, [zweimal unterstrichen:] aber unter für mich günstigeren Bedingungen zu kom[m]en. Sie, Ihre liebe Frau von mir u. meiner Frau herzlich grüßend stets\r\nIhr aufrichtiger Freund Kitzler.« (***).\nSchreiben des Bischöflichen Ordinariates an Karl Waldeck (Konzept): Mit Wirkung vom 1.10.1868 werde er zum provisorischen Dom- und Stadtpfarrorganisten ernannt (°a).\r\nSchreiben an die Vermögensverwaltung: Information über die Ernennung Waldecks. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (°b).", "Letzte Änderung": "02.09.2024 11:56"}, {"ID": 186809255, "Datum": "25.9.1868, Freitag", "Haupttext": "Franz Behr, der Chormeister der Kremser Liedertafel, wird als Bruckners Nachfolger zum Dirigenten des »Frohsinn« gewählt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186809295, "Datum": "29.9.1868, Dienstag", "Haupttext": "Abschiedssoirée des »Frohsinn« für Bruckner im Hotel »Stadt Frankfurt«. Bruckner spielt eine freie Phantasie auf dem Klavier, Dr. Weißmann hält die Abschiedsrede, Herr Zehden trägt eine biographische Skizze vor und (*) Markus dankt den Mitgliedern des Theaterorchesters (anwesend als Streichquartett: Koschier, Geyer, Komzak und Seelig), auch für ihre frühere Bereitwilligkeit [am 9.5.1868 bei der 1. Symphonie]. Außerdem wirkt der Pianist Milde mit.\nBrief des Frohsinn an Bruckner (Konzept):\r\n   Dankt für die erfolgreiche Leitung des »Frohsinn«, gratuliert zum neuen Wirkungskreis in Wien und überreicht eine Gratifikation als Dank für die Mitwirkung bei der Trauung des Vereinsmitgliedes Greil. Unterschriften von Weismann und Jungwirth (**).\nDie Linzer Zeitung meldet auf S. 925, daß Franz Behr die Nachfolge Bruckners als Chorleiter beim »Frohsinn« antritt:\r\n»Linz, 28. September. [...] * (Liedertafel \"Frohsinn.\") Aus Anlaß der Berufung des bisherigen Chormeisters der Liedertafel »Frohsinn«, Herrn Anton Bruckner, als Professor des Contrapunktes an das Conservatorium in Wien, hat dieselbe in der am Freitag, den 25. d. M., stattgehabten Wahl Herrn Franz Behr, der bisher dem Gesangs= und Musikvereine in Krems als artistischer Leiter vorstand, und in musikalischen Kreisen insbesonders als Clavier=Compositeur bestens bekannt ist, einstimmig zum Chormeister gewählt.« (***).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 22:04"}, {"ID": 186809305, "Datum": "30.9.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 40 berichtet auf S.1 der Beilage:\r\n   »Correspondenzen. \r\n    Linz 28. September. [...] An die Stelle des mit 1. October als k. k. Hoforganist nach Wien abgehenden Herrn Bruckner hat die Liedertafel „Frohsinn” in der am 25. d. M. abgehaltenen Ausschußsizung unter sechs Competenten den dermaligen artistischen Leiter des Männergesangs= und Musikvereines in Krems, Herrn Beer [recte: Franz Behr], mit Stimmeneinhelligkeit zum Chormeister bei derselben ernannt.« (*).\n[wann genau?] Zum Ende seiner Linzer Tätigkeit als Organist im Alten Dom soll Bruckner mit Bleistift die Worte »lebe wohl« in den Spieltisch der Orgel eingeritzt haben (**).\nBruckner widmet Mayfelds seine Photographie [IKO 4] – „Linz, 30. Sept. 1868.“ (***).", "Letzte Änderung": "19.05.2025 06:41"}, {"ID": 186810013, "Datum": "ca. Oktober bis November 1868?", "Haupttext": "Kopiatur der Stimmen zur f-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186810014, "Datum": "ab Anfang Oktober 1868", "Haupttext": "Bruckners erste Wiener Wohnung ist in der Währinger Straße 41; er zahlt pro Quartal 45 [?] Gulden 50 Kreuzer an den Vermieter, Herrn Höhne. Bruckners Schwester Anna führt ihm den Haushalt (*).\nAls Seelsorger sind Pater Schneeweis und später Pater Grab [recte Graff?] überliefert (**).\nDas Jahresgehalt beträgt 800 fl (***), das Privatstundenhonorar 3 fl (#).\nGleich nach der Ankunft in Wien hatte Bruckner Herbeck besucht (°).\nAn der Universität hört Bruckner Hanslicks Vorlesung über Musikgeschichte (bis Ostern 1869) (°°).", "Letzte Änderung": "08.03.2023 23:58"}, {"ID": 186810015, "Datum": "1.10.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung Bruckners »Wien 1. Oktober 1868. [/] Anton Brucknermp.« in einer Partitur-Abschrift der f-moll-Messe, die von »Anonymus L2« erstellt wurde (*) und Hofrat Imhof gewidmet ist (*a).\nBeginn der Lehrtätigkeit am Wiener Konservatorium (**).\r\nBruckner erscheint im »Personalstand des Konservatoriums im Schuljahre 1868-69«:\r\n   »[Herr] Anton Bruckner (Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel) vom J. 1868 (1 J.).« (**a).\nZu den ersten Schülern gehören Leopold Landskron (26-jährig), Wilhelm Rauch, August Sturm (14 J.), Hugo Reinhold, Anton Huber, Wl. von Pachmann, Ed. Stransky, F. Mottl, Latzelsberger und Emil Rotter (***).\r\nIn Kontrapunkt (K) und Orgel (O) werden 1868/69 folgende Schüler unterrichtet:\r\nKarl von Bettenhausen aus Pest, (15jährig, K), Anton Huber (23 J., K), Josef Latzelsberger aus Allhartsberg in NÖ. (19 J., Orgel und Harmonielehre), Wilhelm Rauch aus Deutsch-Braussnitz in Böhmen (24 J., H und O), Hugo Reinhold (14 J., H und O), Emil Rotter aus Schönberg in Mähren (17 J., H und O), Franz Wenusch aus Stozendorf in NÖ. (16 J., H und O) [siehe die Anmerkung] (°). Der geprüfte Unterrichtsstoff 1868/69 und die Erfolge der Schüler sind im Jahresbericht festgehalten (°°).\n[ohne Datierung] Eintrag Bruckners in seinem \"0. Studienbuch\" (das offensichtlich im Unterricht verwendet wurde):\r\n\"Pachmann I [/] Stransky I [/] Wenusch I - II [/] Rotter I - II \" (°°a).\nIm Orgelunterricht verwendet Bruckner die Lehrbücher von Stick [??], Rinck und Habert, in Theorie die Bücher Sechters und Dürrnbergers (°°°).\n[ohne Datierung, nicht vor 1868]\r\nBruckner besitzt zwei, teilweise sehr unvollständige Exemplare von E. F. Richters Katechismus der Orgel (Illustrirte Katechismen Nr. 64) des Leipziger Verlegers J. J. Weber 1868, in dem die Technik des Orgelbaues beschrieben wird. Von einem Exemplar fehlen die Seiten 33 - 112; es enthält auf vier Seiten Eintragungen Bruckners; von dem anderen Exemplar haben sich nur die S. 145f und der hintere Umschlag mit dem Vorsatzpapier erhalten, auf dem sich Bruckner Notizen zur Orgelbautechnik gemacht hat (#).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 12:19"}, {"ID": 186810025, "Datum": "2.10.1868, Freitag", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Zeitung Nr. 227, S. 937 [*] über die Abschieds-Soirée vom 29.9.1868:\r\n   »* (Abschieds=Soirée des Herrn Professor Anton Bruckner.) Am 29. September veranstaltete die Liedertafel „Frohsinn” im Vereinslocale zu Ehren ihres scheidenden Chormeisters, des k. k. Hoforganisten und Professors am Wiener Conservatorium Herrn Anton Bruckner, eine ebenso herzliche, als den Scheidenden ehrende Abendunterhaltung im engeren Kreise ihrer Mitglieder und der Freunde des Gefeierten. Vom Standpunkte der Brüderlichkeit des Vereinslebens müssen wir diese in jeder Beziehung würdige und gelungene Feier ein Familienfest nennen, bei welchem sowohl der artistische als rhetorische Theil abwechselnd zur schönsten Geltung gebracht wurde. Der musikalische Theil, selbstverständlich aus gediegenen Chören und Soloquartetten bestehend, erhielt durch zwei von den Herren Koschier, Geyer, Komsak und Seelig meisterhaft durchgeführte Streichquartette, zu denen sich zwei durch Herrn Milde [siehe die Anmerkung] mit großer Virtuosität vorgetragene Clavierstücke gesellten, einen erhöhten Reiz, welchem Meister Bruckner mit bekannter Genialität durch eine freie Phantasie am Clavier die Krone aufsetzte. Der rhetorischeTheil des Festes war durch die Vereinsmitglieder Dr. Weismann, Markus und Zehden vertreten. Herr Dr. Weismann sprach über die Veranlassung der Versammlung, über den herben Verlust, den der Verein durch den Austritt des Gefeierten erleidet, indem er zugleich in sehr passender Weise hervorhob, wie sehr der Verein sich durch die Berufung seines Chormeisters zu einer so hervorragenden Stellung in der Residenz geehrt fühlt. Herr Markus sprach den obgenannten Mitgliedern des landschaftlichen Theaterorchesters für den Hochgenuß, den sie der Gesellschaft bereiteten, den innigsten Dank aus und berührte in ehrenwerther Anerkennung deren besondere Bereitwilligkeit bei einer durch Herrn Bruckner vor mehreren Monaten veranstalteten Concertproduction. Herr Zehden sprach über das Anregende der Künste und Wissenschaften und speciell der Musik, indem er in einer biografischen Skizze Bruckners die Motive berührte, welche die Aufmerksamkeit der Metropole auf diesen nur allzu bescheidenen Künstler lenkten - und dem wahren Verdienste den gebührenden Lohn und den Vorzug vor so vielen Concurrenten zu Theil werden ließen. Redner motivirte diese verdiente Auszeichnung Bruckners durch dessen 5jährige tiefe Studien in der Harmonielehre unter der Leitung des berühmten Contrapunctisten Simon Sechter, dessen ehrenvolle Stelle in Wien zu vertreten der von uns Scheidende berufen wurde. Herr Bruckner antwortete in seiner bekannten Bescheidenheit, indem er die Versicherung gab, dem Vereine auch in der Ferne mit unveränderlicher Liebe, mit Herz und Sinn für immerdar angehören zu wollen - und daß er mit Freude jede Gelegenheit benützen wird, die ihm vergönnt, einige vergnügte Stunden im Vereine verleben zu können. So verstrichen in herzlichster Weise die flüchtigen Abendstunden, die sowohl dem Gefeierten als der Versammlung noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben werden. Möge es der Liedertafel \"Frohsinn\" gelingen in ihrem neugewählten Chormeister, Herrn Franz Behr, einen entsprechenden Ersatz für den scheidenden, als Mensch und Künstler gleich beliebten Meister zu finden.«", "Letzte Änderung": "20.11.2024 22:51"}, {"ID": 186810035, "Datum": "3.10.1868, Samstag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Ordinariats Linz an die Statthalterei (Konzept):\n     Johann Bruckner [sic!] sei mit dem 30.9. als Organist ausgeschieden, Karl Waldeck sei sein Nachfolger. Unterschrift von Franz Joseph Rudigier (*).\n \nBericht des Welser Anzeigers Nr. 40 [recte 41?], S. 2, über die Abschieds-Soiree am 29.9.1868:\r\n     »Correspondenzen.\r\n   ## Linz. (Original=Bericht.) (Abschieds=Soirée des Herrn Professors Anton Bruckner.) Am 29. September veranstaltete die Liedertafel Frohsinn im Vereinslocale zu Ehren ihres scheidenden Chormeisters, des k. k. Hoforganisten und Professors am Wiener Conservatorium, Herrn Anton Bruckner, eine ebenso herzliche, als den Scheidenden ehrende Abendunterhaltung im engeren Kreise ihrer Mitglieder und der Freunde des Gefeierten.« [...] [der gesamte Text ist nahezu identisch mit dem Artikel vom 2.10.1868, von dem er nur in wenigen orthographischen Details abweicht] (**).", "Letzte Änderung": "13.01.2026 23:10"}, {"ID": 186810095, "Datum": "9.10.1868, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 42 berichtet auf S. 362 (= S. 6) von Bruckners Berufung an das Wiener Konservatorium. \n\n     \"Correspondenz. | Wien. | Das Wiener Conservatorium, seine diesjährigen Prüfungen und deren Resultate.\n\n     Die Ergebnisse der diesjährigen öffentlichen Kundgebungen des Wiener Conservatoriums können [...] erfreuend genannt werden. \n\n     [...] Wie in d. Bl. bereits notizweise mitgetheilt, hat man den bisher meist durch eine einzige Persönlichkeit - denn C. F. P. Grädener war leider blos eine sehr flüchtig vorübergezogene Durchgangspost - versehenen Unterricht in der allgemeinen und speciellen Musiklehre vom kommenden Schuljahre ab drei Männern überwiesen, und zwar L. A. Zellner, Capellmeister Krenn und dem bisher zu Linz als Domorganist angestellt gewesenen Hrn. Bruckner.\n\n     L. A. Zellner ist ein musik- und allgemeinwissenschaftlicher Allkopf. [...] Krenn ist ein Künstler und Kunstlehrer gewiegter Allbildung. Auch ist er - was in gegebenem Falle schwer in das Gewicht fällt - ein durchgeprägter Fortschrittsmann. Bruckner hat sich hier mehrfach als kenntnißreicher und wirkungskundiger Orgelvirtuose, und ferner durch die Aufführung einer in größeren Dimensionen angelegten Festmesse auch als gewandter und begabter Componist gut beglaubigt. Ueber Bruckner's Lehrgabe schwebt gleichwol an hiesiger Stelle dasselbe Dunkel, wie über das pädagogische Können Zellner's. Hier wie dort ist Wiens Musikwelt bisjetzt nach diesem Hinblicke auf geduldiges Abwarten verwiesen. [... über Dessoff, R. Fuchs ...]\" (*). \n\nDer letzte Teil dieses detaillierten mehrteiligen Berichts in der NZfM vom 11.12.1868 trägt die Signatur \"L.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186810115, "Datum": "(11.10.1868, Sonntag)", "Haupttext": "Jubiläumskonzert des Wiener Männergesangvereins mit Kompositionen Herbecks, Schuberts, Liszts und - als Dirigenten mitwirkend - Essers und Lachners. Als Solisten Marie Wilt und Gustav Walter. Prominentester Zuhörer ist Kaiser Franz Joseph.", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:55"}, {"ID": 186810125, "Datum": "(12.10.1868, Montag)", "Haupttext": "Herbeck dirigiert den Wiener Männergesangverein bei der Grundsteinlegung zum Schubert-Denkmal, bei der auch ein Schubert-Chor mit unterlegtem Text von August Silberstein gesungen wird. Dumba hält die Festrede.", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:56"}, {"ID": 186810145, "Datum": "14.10.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 283 meldet in seiner Liste der Hotelgäste auf S. 10:\n     \"Angekommene: [...] Kaiserin Elisabeth, St. [Stadt] [...] A. Bruckner, Hoforganist, Linz. [...]\"", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:20"}, {"ID": 186810175, "Datum": "17.10.1868, Samstag", "Haupttext": "Schreiben der Statthalterei an das Bischöfliche Ordinariat in Linz (Reinschrift): \n   Über die Gehaltszahlungen an Karl Waldeck. Unterschrift von Hohenwart. Danach Aktenvermerk »Bruckner Austritt. [/] Waldeck Eintritt.« (Eingangsvermerk und Schreiben des Ordinariats an die Vermögensverwaltung der Domkirche am 26.10.1868).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186810225, "Datum": "22.10.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 1489 meldet auf S. 2 der Beilage (= S. 10), daß Bruckner zum k.k. Hoforganisten ernannt worden ist:\r\n»Theater= und Kunstnachrichten.\n   [...] Der treffliche Organist Herr Anton Bruckner (gegenwärtig Professor am hiesigen Conservatorium) ist durch die Ernennung zum k. k. Hof=Organisten ausgezeichnet worden. Derselbe ist bereit, Privatunterricht im Generalbaß und der Compositions=Lehre zu ertheilen.« (*).\n \nDieselbe Meldung bringt auch die Oesterreichisch=ungarische Wehr=Zeitung \"Der Kamerad\" Nr. 21 auf S. 4:\n     \" - Der treffliche Organist Herr Anton Bruckner (gegenwärtig Professor am hiesigen Konservatorium) ist durch die Ernennung zum k. k. Hof=Organisten ausgezeichnet worden. Derselbe ist bereit, Privatunterricht im Generalbaß und der Kompositions=Lehre zu ertheilen.\" (**).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:21"}, {"ID": 186810245, "Datum": "24.10.1868, Samstag", "Haupttext": "Stefan Just erstellt eine Rechnung für eine Klavierkiste: [Vorgedrucktes durch &lt;...&gt; markiert]\r\n»Linz &lt;am&gt; 24.t Oktober &lt;18&gt;68\r\n&lt;RECHNUNG&gt;\r\n&lt;für&gt; Herrn A. Prukner k. k. Hof Organist in Wien\r\n&lt;über&gt;\r\nfür eine ganz gutte Piano Forte\r\nKüste samt Schaufen Nägl und Strick 5\r\nden Pagern fir das Einpaken bezahlt 2\r\nzusam[m]en 7.\r\nes grüßt sich vilmals dein Freund\r\nStefan Just mp« (*).\nDas Fremdenblatt Nr. 283 meldet auf S. 5 Bruckners Ernennung zum Hoforganisten:\r\n           »Theater und Kunst.\r\n[...]\r\n     - Der Organist Herr Anton Bruckner, gegenwärtig Professor am Konservatorium, ist zum Hoforganisten ernannt worden.« (**).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 09:17"}, {"ID": 186810285, "Datum": "28.10.1868, Mittwoch", "Haupttext": "In der Rubrik \"Correspondenzen\" der Neuen Berliner Musikzeitung Nr. 44 erscheint auf S. 350f (= S. 4f) ein mit \"- W. - \" signierter und mit \"Wien, den 25. October 1868.\" datierter Bericht vom Wiener Musikleben, an dessen Ende auf S. 351 es heißt:\n     \"[... über zwei Bösendorfer-Flügel als Geschenk des Kaisers an den Kaiser von Japan und an den König von Siam ...]. - Die Ernennung des Organisten und dermaligen Professors am Conservatorium Herrn Anton Bruckner zum Hoforganisten, hat trotz der Tüchtigkeit dieses Meisters die Kunstfreunde Wiens überrascht.\" (*).\n \nKarl Waldeck bittet das Bischöfliche Konsistorium, während seiner Anstellung als provisorischer Organist ihn weiterhin im Verband des Lehrstandes zu führen (**).", "Letzte Änderung": "27.03.2025 08:07"}, {"ID": 186810305, "Datum": "(30.10.1868, Freitag)", "Haupttext": "[recte 30.9.1868] Bruckner widmet Mayfeld eine Photographie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186811013, "Datum": "ca. Anfang November 1868", "Haupttext": "Wegen der Orgelkonzerte in Nancy nimmt das Konservatorium durch Professor Gehring nach der Absage Rudolf Bibls Kontakt mit Bruckner auf, der sich in dieser Angelegenheit von Hanslick beraten läßt (*) - Hanslick hatte auf der Weltausstellung in Paris 1867 die für Nancy vorgesehene Orgel als Jurymitglied begutachtet (**). Mayfeld erfährt von diesem Projekt [Brief Bruckners an Mayfeld?] und der geplanten Aufführung der f-moll-Messe (***). Brief Bruckners an Alois Weinwurm (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186811015, "Datum": "(1.11.1868, Sonntag)", "Haupttext": "Datierung zweier Wertpapiere (\"Notenrenten\") à 1000 Gulden, die Ignaz Bruckner im Oktober 1908 dem Stift St. Florian überlässt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186811055, "Datum": "5.11.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Inskription Bruckners an der Wiener Universität für die Vorlesung »Ästhetik, Geschichte der Musik« von Eduard Hanslick [siehe die Anmerkung]. Sichtvermerk von Dekan Emanuel Hoffmann auf der Nationale Bruckners (*).\r\nBestätigung des Vorlesungsbesuches in Bruckners Studienbuch (Meldungsbogen für außerordentliche Hörer) mit Eintragungen des Quästors Anton Laimegger und des Dozenten Hanslick (**).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 09:53"}, {"ID": 186811085, "Datum": "8.11.1868, Sonntag", "Haupttext": "Brief Alois Weinwurms an Bruckner:\r\n   Freut sich über Bruckners Brief, der Positives aus Wien berichtete. Bruckners Nachfolger beim »Frohsinn« [Franz Behr] werde sehr gelobt. Auch Musikverein und Sängerbund etc. seien sehr aktiv. Empfiehlt Bruckner hinsichtlich der Karriere, seine Beziehungen zu Gönnern auszunützen und das Eisen zu schmieden, solange es glüht (*).\r\nAuf Seite 4 ein Vermerk Bruckners \"Ditz Pedal-Harmonium\" (*a).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Mendelssohn, Cherubini, Berlioz und Beethoven (**)).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:21"}, {"ID": 186811145, "Datum": "14.11.1868, Samstag", "Haupttext": "Brief Mayfelds an Bruckner:\r\n   Freut sich über die günstigen Berichte [Bruckners?] aus Wien, will Näheres über das Nancy-Projekt wissen. Seine Frau komme am 20.11.1868 nach Wien und wolle am 22.11. oder 29.11. die f-moll-Messe hören. Er, Mayfeld, würde auch gerne dabeisein. Kündigt Frl. von Lucam als Theorieschülerin an [siehe die Amerkung]. Läßt Grüße an Hanslick, Laub und Körer ausrichten.", "Letzte Änderung": "12.11.2024 09:04"}, {"ID": 186811155, "Datum": "15.11.1868, Sonntag", "Haupttext": "Die \"Caecilia\" (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) Jg. 25, Nr. 22, meldet auf S. 203:\n\"De organist A. Bruckner, onderwijzer aan het conservatorium, is tot hof-organist benoemd.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186811175, "Datum": "17.11.1868, Dienstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 317 meldet auf S. 12, dass Otto Kitzler im \"Goldenen Stern\" (Stadt) Quartier genommen hat (*).\nMöglicherweise kommt es auch zu Kontakten mit Bruckner, denn Kitzler hatte sich um eine Anstellung beim Brünner Musikverein, bei der Musikschule und beim Brünner Männergesangverein beworben und hielt seine Lehrtätigkeit für Bruckner für eine besondere Empfehlung, weswegen er von Bruckner eine Bestätigung erbat und auch erhielt. Dieser Kontakt kann jedoch auch vor dem November 1868 stattgefunden haben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186811205, "Datum": "20.11.1868, Freitag", "Haupttext": "Probe der f-moll-Messe in der Hofburgkapelle (*).\n[recte 21.11.1868]\nIm Fremdenblatt wird die Aufführung der f-Moll-Messe für den 22.11.1868 angekündigt:\r\n   »- Kirchenmusik in der k. k. Hofkapelle am Sonntag den 22. d. M.: Missa in F von Anton Bruckner, Graduale (Benedicam) von Eibler, Offertorium (Ad te levavi) von Preindl.« (**).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 13:57"}, {"ID": 186811215, "Datum": "21.11.1868, Samstag", "Haupttext": "Die »Presse« Nr. 321 kündigt auf S. 13 die f-Moll-Messe für den 22.11.1868 an:\r\n     »(Kirchenmusik:) In der k.k. Hofcapelle am Sonntag, den 22. November: Missa in F von Anton Bruckner, Graduale (Benedicam) von Eybler, Offertorium (Ad te levavi) von Preindl.-« (*).\nÄhnliche Notiz auch im Neuen Fremdenblatt Nr. 321 auf S. 5:\r\n     »Kirchenmusik in der k. k. Hofkapelle am Sonntag den 22. November: Missa in F von Anton Bruckner, Graduale (Benedicam) von Eybler, Offertorium (Ad te levavi) von Preindl.« (**)\nund im Fremdenblatt Nr. 321 auf S. 5:\r\n     \" - Kirchenmusik in der k. k. Hofkapelle am Sonntag den 22. d. M.: Missa in F von Anton Bruckner, Graduale (Benedicam) von Eibler, Offertorium (Ad te levavi) von Preindl.\" (***).\n(Konzert Clara Schumanns in Wien (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186811225, "Datum": "22.11.1868, Sonntag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 1520 kündigt auf S. 10 für heute die Aufführung der f-moll-Messe an:\r\n   »Kleine Chronik.\r\nWien, 21. November. [...] (Kirchenmusik.) Morgen kommen zur Aufführung: in der Hofcapelle Missa in F, von Anton Bruckner, Graduale (Benedicam), von Eybler, Offertorium (Ad te levavi), von Preindl; [...]« (*).\nTatsächlich wurde aber stattdessen eine Messe von Gänsbacher gesungen. - Mangelnde Probenzahl und die Abwesenheit Imhofs können der Grund für die Absetzung gewesen sein. Bruckner spielte während des Hochamts erstmals die Orgel (**).\r\nEintragung in den »Austheilungen« der Hofmusikkapelle: »Statt Bruckners Messe.« (**a).\n(2. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Goldmark, Mendelssohn (Solistin: Clara Schumann) und Schubert (9. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "18.01.2025 17:43"}, {"ID": 186811235, "Datum": "23.11.1868, Montag", "Haupttext": "Der Linzer Abendbote Nr. 271 berichtet auf S. 1 über die [geplante] Aufführung der f-Moll-Messe in der Hofkapelle: \n\n» - Gestern, den 22. d., wurde in der k. k. Hofkapelle in Wien eine Missa in F unseres Bruckner aufgeführt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186811255, "Datum": "25.11.1868, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 273 meldet auf S. 2, daß die für den 22.11.1868 geplante Aufführung der f-Moll-Messe in der Hofkapelle wegen der ungewöhnlichen Schwierigkeiten verschoben wurde. Bruckner spielte erstmals die Orgel beim Hochamt:\n      »Nachrichten aus Linz und Oberösterreich, |  24. November 1868.\n[...] § Die vom \"Abendboten\" in der Nummer vom 23. d. gebrachte Nachricht, daß vorgestern, Sonntag, in der Hofkapelle in Wien Anton Bruckner's Messe aufgeführt worden sei, ist nicht richtig. Die Messe (und zwar nicht die bereits hier bekannte, sondern eine neue, dem Hofrathe v. Imhoff gewidmete) war allerdings zur Aufführung für diesen Sonntag bestimmt. Bei der am Freitag stattgehabten Probe wurde jedoch wegen der ungewöhnlichen Schwierigkeit des Werkes die Nothwendigkeit der Abhaltung von noch mehreren Proben erkannt und die Aufführung deßhalb verschoben. Bruckner spielte während des vorgestrigen Hochamtes in der Hofkapelle zum erstenmale die Orgel und erregte die lebhafte Bewunderung aller anwesenden Musiker.«", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:42"}, {"ID": 186811265, "Datum": "26.11.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Im Linzer Abendboten Nr. 274 wird auf S. 1 die Meldung über die Aufführung der f-Moll-Messe [23.11.1868] berichtigt: \r\n    » - Die »Tagespost« vom 25. d. berichtigt uns in folgender Weise:\r\n\"Die vom \"Abendboten\" in der Nummer vom 23. d. gebrachte Nachricht, daß vorgestern, Sonntag, in der Hofkapelle in Wien Anton Bruckner's Messe aufgeführt worden sei, ist nicht richtig. Die Messe (und zwar nicht die bereits hier bekannte, sondern eine neue, dem Hofrathe v. Imhoff gewidmete) war allerdings zur Aufführung für diesen Sonntag bestimmt. Bei der am Freitag stattgehabten Probe wurde jedoch wegen der ungewöhnlichen Schwierigkeit des Werkes die Nothwendigkeit der Abhaltung von noch mehreren Proben erkannt und die Aufführung deshalb verschoben. Bruckner spielte während des vorgestrigen Hochamtes in der Hofkapelle zum erstenmale die Orgel und erregte die lebhafte Bewunderung aller anwesenden Musiker.\"\r\n   Wir haben unsere Notiz, welche auch gar nicht auf die hier bekannte Messe Bruckner's Bezug hatte, sondern ausdrücklich von einer Missa in F dieses Componisten sprach, nach einer Voranzeige in der Samstagnummer des \"Fremdenblattes\" [recte: »Neues Fremdenblatt« oder »Freitagsnummer«] und einem Privatschreiben Bruckner's [an Mayfeld? vgl. »Anfang November 1868« und »14.11.1868«] gebracht, welches die Aufführung dieser Messe am 22. d. M. als ganz bestimmt ankündigte. Wir bringen daher obige Berichtigung, ohne für die Wahrheit der einen oder andern Nachricht einzustehen und gönnen der \"Tagespost\" die Freude, daß sie endlich einmal eine Gelegenheit gefunden hat, uns zu dementiren, wenn auch das Dementi der auch der \"Tagespost\" vorgelegten ursprünglichen  Quelle des \"Fremdenblattes\" näher gelegen wäre.«", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:44"}, {"ID": 186811285, "Datum": "(28.11.1868, Samstag)", "Haupttext": "Konzert von Clara Schumann und Brahms in Wien.", "Letzte Änderung": "18.01.2025 17:44"}, {"ID": 186811295, "Datum": "29.11.1868, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Geplanter Alternativ-Termin (statt 22.11.1868) für die Uraufführung der f-moll-Messe (*).\n(1. Gesellschaftskonzert unter Herbecks Leitung mit Werken von Mendelssohn, Reinecke und Schumann (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812035, "Datum": "3.12.1868, Donnerstag", "Haupttext": "»am 3. Dezember habe ich wohl gebetet« [für Rudigiers Namenstag (*)]; Bruckner traute sich nicht zu schreiben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812055, "Datum": "(5.12.1868, Samstag)", "Haupttext": "3. Konzert Clara Schumanns in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812065, "Datum": "(6.12.1868, Sonntag) (2. Advent)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Esser, Mozart, Volkmann (Cellokonzert mit David Popper) und Beethoven.", "Letzte Änderung": "10.08.2025 07:58"}, {"ID": 186812075, "Datum": "7.12.1868, Montag", "Haupttext": "Bruckner bezahlt im Beisein von Herrn Heizmann [Heitzmann] [siehe die Anmerkung] die Rechnung, die Stefan Just aus Linz am 24.10.1868 für eine Klavierkiste gestellt hatte.", "Letzte Änderung": "03.04.2026 14:57"}, {"ID": 186812084, "Datum": "vor dem 8.12.1868", "Haupttext": "Bruckners Beichtvater Pater Schneeweiß kommt zu Besuch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812085, "Datum": "8.12.1868, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Schiedermayr:\r\n   Dankt [wofür?], vermißt geistlichen Umgang. Pater Schneeweiß habe ihn besucht. Seine Kirchen seien das Bürgerversorgungshaus, St. Stephan und die Hofkapelle. Aufführung der f-moll-Messe [erst] im Januar, da noch Proben nötig seien und Imhof nicht da gewesen sei. Will Weihnachten nach Linz kommen. Freut sich auf Bischof Rudigier - hat am 3.12. gebetet, nicht geschrieben. Grüße an Schiedermayrs Schwestern (*).\nKonzert des Wiener Männergesangvereins mit Herbeck (**).", "Letzte Änderung": "27.12.2024 00:21"}, {"ID": 186812135, "Datum": "(13.12.1868, Sonntag, 3. Advent)", "Haupttext": "Herbeck dirigiert im Gesellschaftskonzert Werke von Schubert, Hornemann [siehe die Anmerkung], Schumann und Beethoven (*).\n \n11. Gründungsfest-Konzert des Linzer Sängerbundes in den landschaftlichen Redoutensälen. Mitwirkende: Eduard Hauptmann, Engelbert Lanz, Josef Seiberl, Carl Weilnböck und aus Wien L. Prihoda (Solotenor des Wiener Männergesangvereins) und Röver (Solocellist der Hofoper). Ein Männerquartett ohne Komponistenangabe könnte von Bruckner stammen [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 13:34"}, {"ID": 186812155, "Datum": "15.12.1868, Dienstag", "Haupttext": "Die \"Caecilia\" (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) Jg.25 Nr. 24 meldet auf S. 227 irrtümlich, dass am 22.11.1868 die f-Moll-Messe aufgeführt worden sei:\n\"Weenen. [...]     Op den Caecilia-dag werden door de Singacademie geestelijke liederen van Händel, Schubert en v. Beethoven, een Ave Maria van Drechsler en een Salve Regina van Henricus Contractus (bewerking van Krenn), ten gehoore gebragt. Op denzelfden dag werden door de hof-kapel eene mis van Bruckner, een Graduale van Eybler en een Offertorium van Preindl uitgevoerd.\"", "Letzte Änderung": "24.09.2024 19:14"}, {"ID": 186812175, "Datum": "(17.12.1868, Donnerstag)", "Haupttext": "In einem Konzert des Orchestervereins und des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde wird Mozarts »Thamos« aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812185, "Datum": "18.12.1868,  Freitag", "Haupttext": "Gesuch von Joseph Hellmesberger an die Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde:\r\n     Bruckner müsse seinen Orgelunterricht auf einer Orgel erteilen können. Anfragen bei Kirchengemeinden seien erfolglos gewesen, zudem seien die Kirchen nicht zu heizen. Bruckner habe eine Orgel der Firma Hesse zu leihen empfohlen, die Zellner auch besichtigt habe; wegen der Höhe bräuchte man aber einen geeigneten Raum. Hesse berechne hohe Auf- und Abbaukosten und könnte die Orgel jeder zum Weiterverkauf abziehen. Man solle bei der Orgelschule im Jakoberhof anfragen, ob das dortige Instrument gegen Entschädigung mitbenutzt werden könnte.", "Letzte Änderung": "17.08.2026 13:58"}, {"ID": 186812205, "Datum": "20.12.1868, Sonntag (4. Advent)", "Haupttext": "Erlaß des Kultusministers, Bruckner ein Stipendium zu gewähren (auf Betreiben Herbecks (*)).\n(4. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Käßmayer, Schumann, Mendelssohn, Hiller, Mozart und Beethoven (8. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812245, "Datum": "24.12.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt, Abendblatt Nr. 354, schreibt auf S. 3:\r\n     » * Der Minister für Kultus und Unterricht hat in Genehmigung der Anträge, welche wegen [sic] Verwendung des im Jahre 1868 für Künstler zur Verfügung gestandenen Betrages von 15,000 fl. von der hiezu berufenen Ministerialkommission gestellt wurden, eine Anzahl von Pensionsbeträgen in Anerkennung künstlerischer Leistungen verliehen, ferner nachbenannten Künstlern Stipendien, beziehungsweise Kunstaufträge oder Beiträge zur Ausführung von Kunstwerken zugewendet:\nI. Stipendien: 1. dem Dichter Adolph Bekk aus Niederösterreich, 2. dem Tonkünstler Anton Bruckner aus Oberösterreich, [... weitere Nennungen: Stanislaus Duniecki, Joseph Forster, Robert Fuchs, Franz Jobst, Anton Kozakiewicz, Eduard Kremser, Franz Krispin, Ludwig Lackner, Georg Mader, Ferdinand von Saar, Anton Schmidgruber, Joseph Grissemann und Anton Jedlicka].« (*).\n \nEine ähnliche Meldung bringt auch das Fremdenblatt Nr. 354 (Abendblatt) auf S. 3:\n     \" * Der Minister für Kultus und Unterricht hat in Genehmigung der Anträge, welche wegen Verwendung des im Jahre 1868 für Künstler zur Verfügung gestandenen Betrages von 15.000 fl. von der hiezu berufenen Ministerialkommission gestellt wurden, eine Anzahl von Pensionsbeträgen in Anerkennung künstlerischer Leistungen verliehen, ferner nachbenannten Künstlern Stipendien, beziehungsweise Kunstaufträge oder Beiträge zur Ausführung von Kunstwerken zugewendet:\n     I. Stipendien: 1. dem Dichter Adolf Bekk aus Niederösterreich, 2. dem Tonkünstler Anton Bruckner aus Oberösterreich, [... weitere Nennungen: Stanislaus Duniecki, Josef Forster, Robert Fuchs, Franz Jobst, Anton Kozakiewicz, Eduard Kremser, Franz Krispin, Ludwig Lackner, Georg Mader, Ferdinand v. Saar, Anton Schmidgruber, Josef Grissemann und Anton Jedlicka].\" (**).\n \nEine inhaltlich identische Meldung erscheint auch in der Wiener Zeitung Nr. 303 auf S. 1: \"[...] 2. dem Tonkünstler Anton Bruckner aus Ober=Oesterreich, 3. dem Tonkünstler Stanislaus Duniecki aus Galizien, [...]\" (***).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 1552 variiert im Abendblatt auf S. 1 in dieser Meldung die Reihenfolge der Namen:\n     \"[...] den Tonkünstlern Anton Bruckner und Robert Fuchs und dem Maler und Architekten Franz Jobst aus Oberösterreich, dem Tonkünstler Joseph Forster aus Steiermark, [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812255, "Datum": "25.12.1868, Freitag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Hochamt im Alten Dom zu Linz (*).\nDie Linzer Zeitung meldet auf S. 1237, daß der Minister für Kultus und Unterricht Bruckner ein Stipendium verliehen hat:\r\n     »Linz, 24. December.\r\n   * (Künstler=Stipendien.) Der Herr Minister für Cultus und Unterricht hat aus dem im Jahre 1868 für Künstler zur Verfügung gestandenen Betrage pr. 15.000 fl. nachbenannten oberösterreichischen Künstlern Künstler=Stipendien verliehen, und zwar dem Tonkünstler Anton Bruckner, dem Tonkünstler Robert Fuchs und dem Maler und Architecten Franz Jobst.« (**).\nEine ähnliche Meldung erscheint in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 355 auf S. 2:\r\n      »Neuigkeitsbote\r\n   Künstler=Pensionen und Stipendien. Der Minister für Kultus und Unterricht hat in Genehmigung der Anträge, welche wegen Verwendung des im Jahre 1868 für Künstler zur Verfügung gestandenen Betrages von 15,000 fl. von der hiezu berufenen Ministerialkommission gestellt wurden, eine Anzahl von Pensionsbeträgen in Anerkennung künstlerischer Leistungen verliehen, ferner nachbenannten Künstlern Stipendien, beziehungsweise Kunstaufträge oder Beiträge zur Ausführung von Kunstwerken zugewendet: I. Stipendien [...] 2. dem Tonkünstler Anton Bruckner aus Ober=Österreich [...]« (***)\nund inhaltlich identisch im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 355 auf S. 4:\r\n     \", 2. dem Tonkünstler Anton Bruckner aus Oberösterreich, [...]\" (°),\nin \"Der Kamerad. Oesterreichisch=ungarische Wehr=Zeitung\" Nr. 83 auf S. 3:\r\n     \"[...] dem Tonkünstler Anton Bruckner aus Ober-Oesterreich [...]\" (°°)\nund in der Laibacher Zeitung Nr. 297 auf S. 4:\r\n     \"[...] 2. dem Tonkünstler Anton Bruckner aus Ober-Oesterreich, [...]\" (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812285, "Datum": "28.12.1868, Montag", "Haupttext": "Bruckner wird benachrichtigt, daß der Kultusminister am 20.12.1868 ein einjähriges Künstlerstipendium (500 fl.) zur Herstellung symphonischer Werke genehmigt hat. Das Schriftstück - Aktenzahl: No 7003/ pr - ist unterzeichnet von einem Beamten namens Weber (*).\nDer Linzer Abendbote Nr. 298 meldet auf S. 1:\r\n   »- Der Herr Minister für Cultus und Unterricht hat aus dem im Jahre 1868 für Künstler zur Verfügung gestandenen Betrage pr. 15.000 fl. nachbenannten oberösterreichischen Künstlern Künstler=Stipendien verliehen, und zwar dem Tonkünstler Anton Bruckner, dem Tonkünstler Robert Fuchs und dem Maler und Architecten Franz Jobst.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812315, "Datum": "31.12.1868, Donnerstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 360 kündigt auf S. 5 die Kirchenmusik für den 1.1.1869 an: \n\n   »- In der Dominikanerkirche wird am Neujahrstage um 10 Uhr Herr Hoforganist Professor Bruckner bei der Aufführung einer Messe von Cyrill Wolf mitwirken.« (*). Eine ähnliche Meldung erscheint auch im Neuen Fremdenblatt, Morgenblatt Nr. 360 auf S. 3:\n\n   »Am Neujahrstage wird in der Dominikanerkirche um 10 Uhr eine Messe von Cyrill Wolf zur Aufführung gebracht und Herr Brukner, k. k. Hoforganist, in derselben mitwirken.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812316, "Datum": "nach dem 31.12.1868", "Haupttext": "Abrechnung der Domkirche über Bruckners Bezüge 1868. Auf Bruckner entfallen monatlich 28 fl, also bis September 252 fl, auf Waldeck 84 fl, darüberhinaus erhielt Bruckner [pro Quartal?] 13.12 [fl] [1/2?] aus einer Stiftung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812325, "Datum": "1868/69", "Haupttext": "Klassifikationen von Fugen verschiedener Schüler über ein Thema in der Klasse Dessoff am Konservatorium; auf dem ersten Blatt eine Liste der Prüflinge (*). \nDieses Thema ist im Jahresbericht abgedruckt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186812326, "Datum": "nach 1868", "Haupttext": "Neujahrsadresse des Wiener Konservatoriums mit 48 Unterschriften (darunter Bruckner).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186900005, "Datum": "1869", "Haupttext": "[?] Ablehnung der 1. Symphonie durch die Wiener Philharmoniker.", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:48"}, {"ID": 186901013, "Datum": "ca. ab 1869", "Haupttext": "Die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden am Konservatorium steigt von 12 auf 16; das Jahresgehalt (bisher 800 fl) wird um 240 fl. erhöht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186901015, "Datum": "1.1.1869, Freitag", "Haupttext": "Orgelspiel in der Dominikanerkirche. Aufgeführt wird eine Messe von Cyrill Wolf.\nDieser (1825 - 1815) war der dortige Regens chori. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Orgel war 1864-65 von Franz Ullmann (1815 - 1892) umgebaut worden (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186901115, "Datum": "11.1.1869, Montag", "Haupttext": "Schulausschußsitzung zur Bildung eines Komitees wegen des Orgelprojektes für den Musikvereinssaal der Gesellschaft der Musikfreunde. Neben Bruckner gehören dazu L. A. Zellner, Hellmesberger, Herbeck, Pius Richter, Rotter, Orgelbauer Titz, Herr Wilt, Baron Prandau. Folgende Firmen werden [am 21.1.1869] beauftragt: Ladegast, Walcker, Schulze, Ibach, Merklin-Schütze, Cavaillé-Coll und Titz-Hesse.", "Letzte Änderung": "18.12.2024 23:10"}, {"ID": 186901155, "Datum": "15.1.1869, Freitag", "Haupttext": "Notiz der Linzer Zeitung auf S. 47: »Linz, 14. Jänner. [/] [...] * (Musikalisches.) Nächsten Sonntag kömmt in der Hofcapelle in Wien die neu große Messe von Anton Bruckner zur Aufführung.« [f-Moll-Messe am 17.1.1869].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186901165, "Datum": "16.1.1869, Samstag", "Haupttext": "2. Probe der f-moll-Messe. Herbeck würde lieber die d-moll-Messe bevorzugen (*).\n»Die Presse« Nr. 16 meldet auf S. 9, daß am 17.1.1869 von Bruckner die f-Moll-Messe und von Ludwig Rotter Graduale und Offertorium aufgeführt werden:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofcapelle am Sonntag, den 17. d.: Missa in F von Anton Bruckner, Graduale (Bonepastor) und Offertorium (Christus natus) von Ludwig Rotter.\" (**).\nEine ähnliche Ankündigung erscheint auch im Fremdenblatt Nr. 16 auf S. 6:\r\n     \" - Kirchenmusik in der k. k. Hofkapelle, morgen Sonntag, den 17. Jänner: Missa in F von Anton Bruckner, Graduale (Bonepastor) und Offertorium (Christus natus) von Ludwig Rotter.\"  (***)\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 1574 auf S. 6:\r\n»(Kirchenmusik.) [...] - Am Sonntag kommen zur Aufführung: in der Hofcapelle: Eine Messe in F von Anton Bruckner, Graduale (Bone pastor) und Offertorium (Christus natus) von Ludwig Rotter; in der italienischen Nationalkirche: [...]« (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186901175, "Datum": "17.1.1869, Sonntag", "Haupttext": "Zweiter [nach 22./29.11.1868] geplanter Termin für die Uraufführung der f-moll-Messe (*). Eventuell hatte man kurzfristig auch die d-moll-Messe vorgesehen (oder: Schreibirrtum in den Repertoire-Aufzeichnungen?). Jedenfalls wurde eine Messe von Gänsbacher gesungen (**).\r\nDie ursprüngliche Eintragung in den »Austheilungen« der Hofmusikkapelle »Messe - neu - von Anton Bruckner« ist ausgestrichen und durch Gänsbachers Messe ersetzt (**a).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Haydn, Mendelssohn und Schumann (***).", "Letzte Änderung": "15.10.2025 22:49"}, {"ID": 186901185, "Datum": "18.1.1869, Montag", "Haupttext": "Datierung einer Probe der f-Moll-Messe [in der 1. Violastimme]: »3[te] Probe den 18 Jän [1]869« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186901195, "Datum": "19.1.1869, Dienstag", "Haupttext": "Die Orgelbau-Kommission, deren Bildung am 11.1.1869 beschlossen worden war, tritt erstmals zusammen. Sie besteht aus den Herren Bruckner, Hellmesberger, Herbeck, Baron Prandau, Pius Richter, [Rotter], Titz, Dr. Egger und L. A. Zellner.", "Letzte Änderung": "18.12.2024 23:11"}, {"ID": 186901215, "Datum": "21.1.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Die Orgelbau-Kommission, der auch Bruckner angehört [siehe 11. und 19.1.1869], nimmt L. A. Zellners Vorschläge an und sendet Einladungen an die Orgelbaufirmen Ladegast, Ibbach, Walker, Schulze, Merklin-Schütze, Cavaillé-Coll, Titz und Hesse.", "Letzte Änderung": "18.12.2024 23:11"}, {"ID": 186901245, "Datum": "24.1.1869, Sonntag", "Haupttext": "Datierung am Partiturbeginn [Skizze] der d-moll-Symphonie (»Nullte«), betitelt mit »Symphonie No 2 in Dmoll«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186901315, "Datum": "(31.1.1869, Sonntag)", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Sophie Menter als Solistin im Es-Dur-Konzert von Liszt. Außerdem wurden Werke von Weber, Mozart und Volkmann aufgeführt (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186902025, "Datum": "(2.2.1869, Dienstag)", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm dirigiert einen Herbeck gewidmeten Walzer von Johann Strauß beim Narrenabend des Wiener Männergesangvereins.", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:22"}, {"ID": 186902085, "Datum": "8.2.1869, Rosenmontag", "Haupttext": "Datierung und Eintrag »Scitze« am Schluß der Partitur zum 1. Satz der d-moll-Symphonie (»Nullte«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186902095, "Datum": "9.2.1869, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Bruckner ist in Klosterneuburg, vermißt [bei welcher Begebenheit?] Engelbert Lanz als Begleiter.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186902135, "Datum": "(13.2.1869, Samstag)", "Haupttext": "Stadtpfarrer Johann Schropp stellt die Bezüge zusammen, die Karl Waldeck noch für 1868 zu zahlen sind - hauptsächlich Stiftungsgebühren von der Stadtpfarrkirche (21,865 fl, geringe Posten von der Gottesackerstiftung (66,5 xr) und von der Kalvarienkirche (31 xr).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186902145, "Datum": "(14.2.1869, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Liszt (Préludes), Händel und Mendelssohn (3. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:23"}, {"ID": 186902185, "Datum": "18.2.1869, Donnerstag", "Haupttext": "[recte 18.12.1868]\nGesuch von Joseph Hellmesberger an die Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde:\r\n     Bruckner müsse seinen Orgelunterricht auf einer Orgel erteilen können. Anfragen bei Kirchengemeinden seien erfolglos gewesen, zudem seien die Kirchen nicht zu heizen. Bruckner habe eine Orgel der Firma Hesse zu leihen empfohlen, die Zellner auch besichtigt habe; wegen der Höhe bräuchte man aber einen geeigneten Raum. Hesse berechne hohe Auf- und Abbaukosten und könnte die Orgel jeder zum Weiterverkauf abziehen. Man solle bei der Orgelschule im Jakoberhof anfragen, ob das dortige Instrument gegen Entschädigung mitbenutzt werden könnte.", "Letzte Änderung": "17.08.2026 14:00"}, {"ID": 186902205, "Datum": "(20.2.1869, Samstag)", "Haupttext": "Konzert von Brahms und Stockhausen in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186902215, "Datum": "(21.2.1869, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Rufinatscha, Bach, Schumann und Mendelssohn (Reformationssymphonie).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:12"}, {"ID": 186902254, "Datum": "vor dem 25.2.1869", "Haupttext": "Brief Waldecks an Bruckner:\n[vermutlich wegen der Reservierung der Linzer Organistenstelle]. Brief Bruckners an Waldeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186902255, "Datum": "25.2.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Waldeck: \n   Die Zuvorkommenheit, die Herbeck von ihm fordere, erwarte er, Bruckner, auch von Waldeck. Schon im ersten Brief sei er deswegen verletzt und unvorsichtig grob gewesen. Die Briefe solle Waldeck niemandem zu lesen geben. Dankt für das Geld [Honorar für Organistendienste in Linz], bittet um Rudigiers Adresse, dem er schreiben müsse. Ostern [28.3.1869] komme er nach Linz. Wie es dem lieben Engelbert Lanz gehe, den er am Faschingsdienstag [9.2.1869] gerne in Klosterneuburg gehabt hätte. In der Kirche Am Hof (Ludwig Rotter) sei eine Organistenstelle mit täglichen Diensten zu haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186902285, "Datum": "(28.2.1869, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert des Akademischen Gesangvereins, bei dem auch Brahms als Dirigent mitwirkte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903015, "Datum": "1.3.1869, Montag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 48 meldet auf S. 2:\n     \"  § Unser Landsmann Herr Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Wiener Konservatorium, wird sich in Folge erhaltener Einladung nach Nancy begeben, um bei dem großen, daselbst statthabenden Orgelkonzerte, zu welchem alle Organisten von ganz Europa geladen sind, um den Preis zu konkuriren. Herr Bruckner hat zu diesem Zwecke vom k. k. Obersthofmeisteramte bereits Urlaub erhalten, und wir freuen uns der Gelegenheit, welche sich ihm nun bietet, sein meisterhaftes Orgelspiel auch in der Ferne zur Geltung bringen zu können.\"", "Letzte Änderung": "06.09.2025 05:02"}, {"ID": 186903025, "Datum": "2.3.1869, Dienstag", "Haupttext": "Die Zeitschrift »Der Wanderer« Nr. 61 meldet:\r\n   »- Hr. Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Wiener Konservatorium, wird sich in Folge erhaltener Einladung nach Nancy begeben, um bei dem großen, daselbst statthabenden Orgelkonzerte um den Preis zu konkurriren.« (*).\n(Konzert von Brahms und Stockhausen in Wien (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903035, "Datum": "3.3.1869, Mittwoch", "Haupttext": "»Die Presse« Nr. 62 berichtet auf S. 14 über die geplante Reise Bruckners zum Orgelwettbewerb in Nancy: \n    » - Herr Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Wiener Conservatorium, wird sich in Folge erhaltener Einladung nach Nancy begeben, um bei dem großen, daselbst statthabenden Orgel-Concerte, zu welchem alle Organisten von ganz Europa geladen sind, um den Preis zu concurriren. Herr Bruckner hat zu diesem Zwecke vom k. k. Obersthofmeisteramte bereits Urlaub erhalten.« (*). Dieselbe Information erscheint auch im Österreichischen Volksfreund Nr. 50 auf S. 3: \n    »Herr Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Wiener Conservatorium, wird sich infolge erhaltener Einladung nach Nancy begeben, um bei dem großen daselbst statthabenden Orgelconcerte, zu welchem alle Organisten von ganz Europa geladen sind, um den Preis zu concurrieren (**).\nDie Oesterreichisch=ungarische Wehr=Zeitung \"Der Kamerad\" Nr. 62 schreibt auf S. 4:\n\n     \" - Herr Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Wiener Konservatorium, wird sich in Folge erhaltener Einladung nach Nancy begeben, um bei dem großen, daselbst statthabenden Orgelkonzerte, zu welchem alle Organisten von ganz Europa geladen sind, um den Preis zu konkurirren. Herr Bruckner hat zu diesem Zwecke vom k. k. Obersthofmeisteramte bereits Urlaub erhalten, und wir freuen uns der Gelegenheit, welche sich ihm nun bietet, sein meisterhaftes Orgelspiel auch in der Ferne zur Geltung bringen zu können.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903055, "Datum": "(5.3.1869, Freitag)", "Haupttext": "Konzert von Johannes Brahms in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903075, "Datum": "(7.3.1869, Sonntag)", "Haupttext": "4. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Rubinstein, Beethoven und Hiller.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903085, "Datum": "8.3.1869, Montag", "Haupttext": "Bruckner wird Mitglied des Wiener Akademischen Gesangvereins.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:28"}, {"ID": 186903095, "Datum": "9.3.1869, Dienstag", "Haupttext": "Brief des Wiener Glasmalers Geyling an Pfarrer Trouillet in Nancy:\r\n   Hat sich mit dem Organisten [Bibl oder Bruckner?] in Verbindung gesetzt. »[...] J'avisé Monsieur l'organiste de vos ordres [...]«.", "Letzte Änderung": "19.12.2024 17:32"}, {"ID": 186903114, "Datum": "vor dem 11.3.1869", "Haupttext": "Brief Waldecks an Bruckner. Besuch Hafferls in Wien [vielleicht wegen einer möglichen Rückkehr Bruckners nach Linz?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903115, "Datum": "11.3.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Waldeck:\r\n   Hat seinen Brief erhalten. Hafferl sei hier gewesen. Gedanken an eine Rückkehr habe er nicht, und obwohl er das Recht auf Reservierung des Postens habe, werde er sich schon wegen der Wiener Presse nicht [um die Linzer Organistenstelle] bewerben, es sei denn, es wäre [für Waldeck] von Vorteil. Grüße an Schiedermayr. Waldeck solle wegen der Petition Hafferl und den Bürgermeister [Drouot] fragen, die auch er; Bruckner, sprechen werde, wenn er (ab 24.3.1869 mittags) in Linz sein werde.", "Letzte Änderung": "25.09.2024 07:09"}, {"ID": 186903145, "Datum": "(14.3.1869, Sonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Wagner (Faust-Ouvertüre), Bach (BWV 1043, Doppelkonzert mit Joseph Hellmesberger und Jakob Moritz Grün), Berlioz (Harald), Gluck und Beethoven (6. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "10.08.2025 08:03"}, {"ID": 186903155, "Datum": "15.3.1869, Montag", "Haupttext": "Die Evangelische Kirche Augsburger Konfession (Dorotheergasse) lehnt das Gesuch der Gesellschaft der Musikfreunde ab, die dortige Orgel für den Konservatoriums-Unterricht zu verwenden, schlägt die Orgel der Gumppendorferkirche stattdessen vor (*).\r\n[in der Folgezeit:] \"Schließlich wurde aber durch den Organisten Theodor Dirczka (1837 - 1882) dem Ansuchen entsprochen oder zumindest Bruckner das Spiel auf der Orgel der Kirche in der Dorotheergasse ermöglicht (**).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:02"}, {"ID": 186903156, "Datum": "Mitte März 1869", "Haupttext": "Die meisten der für den Orgelbau im Wiener Musikverein angefragten Orgelbaufirmen (Ladegast, Ibach, Walker, Schulze, Merklin und Schütze, Cavaillé=Coll, Titz, Hesse) reichen ihre Entwürfe ein.\nMerklin/Schütze reagieren nicht, Cavaillé-Coll verlangt schon anlässlich des Entwurfs die Zusicherung eines Honorars von 100.000 Francs, Titz bewirbt sich wegen Überlastung nicht.", "Letzte Änderung": "18.12.2024 23:13"}, {"ID": 186903185, "Datum": "18.3.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung einer Skizze für ein später nicht verwendetes Trio in A-Dur zur d-moll-Symphonie (»Nullte«). - Dieser Bogen wurde als Umschlagbogen zum 1. Satz weiterverwendet (*).\n(Die Orgel von St. Epvre in Nancy erklingt erstmals (**)).", "Letzte Änderung": "09.02.2025 23:01"}, {"ID": 186903195, "Datum": "(19.3.1869, Freitag)", "Haupttext": "Bruckners Schwester Josefa Wagenbrenner wird von ihrem dritten Kind (Josepha Aloisia, gestorben 30.9.1869) entbunden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903235, "Datum": "(23.3.1869, Kardienstag)", "Haupttext": "Aufführung der Bach'schen Johannespassion unter Herbeck in einem außerordentlichen Gesellschaftskonzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903245, "Datum": "24.3.1869, Mittwoch", "Haupttext": "[Geplant:] Bruckner trifft um halb zwei Uhr in Linz ein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903273, "Datum": "bis Ostern 1869", "Haupttext": "Bruckner hatte ab Oktober 1868 [vgl. 5.11.1868] Hanslicks Vorlesungen an der Universität über Musikgeschichte gehört.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186903285, "Datum": "28.3.1869, Ostersonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Hochamt in Linz (*)\n[siehe auch die Anmerkung]\nIn diesen Tagen hat er Kontakte mit Schiedermayr (**).\nMöglicherweise hat Bruckner zu dieser Zeit auch Mayfeld den 2. Satz der d-moll-Symphonie (»Nullte«) vorgespielt (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904015, "Datum": "(1.4.1869, Donnerstag", "Haupttext": "In Wien »Historisches Konzert« von L. A. Zellner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904045, "Datum": "4.4.1869, Weißer Sonntag", "Haupttext": "Herbeck dirigiert in Anwesenheit Liszts dessen »Legende von der Hl. Elisabeth«. (Dr. Standthartner im Publikum, mißt nach der Aufführung Herbecks Puls!)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904095, "Datum": "(9.4.1869, Freitag)", "Haupttext": "Konzert von Epstein, Brahms u.a. in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904115, "Datum": "11.4.1869, Sonntag", "Haupttext": "Wiederholung der Liszt'schen »Legende von der Hl. Elisabeth« unter Johann Herbeck. In diesem Zeitraum trifft Bruckner auch mit Liszt zusammen (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904135, "Datum": "(13.4.1869, Dienstag)", "Haupttext": "Im Zöglingskonzert des Wiener Konservatoriums spielt Wladimir von Pachmann Liszts Es-Dur-Konzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904154, "Datum": "vor dem 15.4.1869", "Haupttext": "Bruckner bei Herbeck, um einen Wunsch von Dr. Prohaska zu erledigen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904155, "Datum": "15.4.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Dr. Prohaska, Concipient bei Dr. v. Kißling in Linz:\r\n   Entschuldigt sich für ein Versehen; das gewünschte Opus sei bei Gotthardt zu beziehen. In einer zweiten Angelegenheit habe ihm Herbeck gesagt, daß das Gewünschte von Lehmann nicht zu haben sei. Liszt sei sehr lieb, habe interessante Bemerkungen über Bruckners Talent gemacht. Geht bald nach Frankreich. Grüße an Alois Weinwurm (*).\nBrief Bruckners an das Konservatorium:\r\n   Bittet um Urlaub für das am 27.4. beginnende Orgelfest in Nancy (**).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 16:24"}, {"ID": 186904185, "Datum": "18.4.1869, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung des Orgelfestes in Nancy\r\nin der »Revue et Gazette musicale« 16 (*), S. 135,\r\nund in »Le menestrel« 37, S.158 (**).\n(*) *** Le grand Orgue couronné à l'exposition universelle de 1867 vient d'être installé dans la nouvelle et magnifique église de Saint-Epvre, à Nancy, qui s'achève, grâce au zèle et au dévouement de son curé, M. l'abbé Trouillet. L'inauguration solennelle, qui est fixée aux 28 et 29 avril, sera une véritable fête musicale. Des organistes célèbres de la France, de la Belgique et de l'Allemagne ont promis leur concours pour faire apprécier ce bel instrument qui a été jugé si favorablement et a valu les plus brillantes distinctions à la Société anonyme des grandes orgues, ètablissement Merklin-Schütze.« (*).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 17:33"}, {"ID": 186904225, "Datum": "22.4.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Die »Espérance« weist auf die Orgel-Veranstaltungen Ende April in Nancy hin (*).\n(Konzert in Wien, in dem Brahms u.a. ein Stück von Robert Schumann spielt (**)).", "Letzte Änderung": "06.09.2025 05:07"}, {"ID": 186904234, "Datum": "vor dem 23.4.1869", "Haupttext": "Bruckner, Huber, Hellmesberger und Zellner bei Klavierhändler Bernhard Kohn wegen der Orgelmiete für das Konservatorium (es handelte sich um ein Pedalharmonium).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:21"}, {"ID": 186904235, "Datum": "23.4.1869, Freitag", "Haupttext": "Brief der Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner: \n   Das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde bewilligt einen Urlaub vom 24.4.1869 bis 3.5.1869 für die Konzerte in Nancy. Als Ersatz für eine Orgel werde ein Pedalharmonium für den Konservatoriumsunterricht angemietet. Unterzeichnet von L. A. Zellner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904245, "Datum": "24.4.1869, Samstag", "Haupttext": "Abreise nach Nancy, wo sich Bruckner zu Pfarrer Trouillet führen läßt (*).\nArtikel über die kommenden Orgelveranstaltungen in Nancy in »L'Univers« (ohne Erwähnung Bruckners) (**),\r\n[auch am 24.4.1869?] »Gazette de France« (ohne Erwähnung Bruckners) (***)\r\nund »L'Impartial de l'Est« (°).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 17:34"}, {"ID": 186904255, "Datum": "25.4.1869, Sonntag", "Haupttext": "Vorankündigung der Orgelkonzerte in Nancy in »La France musicale« 33, S. 131 (*):\r\n   »- Le grand Orgue qui a été couronné à l'exposition de 1867 vient d'être installé dans la nouvelle et magnifique église de Saint-Epvre, à Nancy, qui s'achève, grâce au zèle et au dévoûment de son curé, M. l'abbé Trouillet. L'inauguration solennelle, qui a fixée au 28 et 29 avril sera une véritable fête musicale. Des organistes célèbres de la France, de la Belgique et de l'Allemagne ont promis leurs concours pour faire apprécier ce bel instrument, qui a été jugé si favorablement et qui a valu les plus hautes distinctions à ses auteurs, la Société anonyme des grandes Orgues, établissement Mercklin-Schütze.« (*).\nGeplanter Termin für Aufführung der f-moll-Messe (**)?", "Letzte Änderung": "19.12.2024 17:35"}, {"ID": 186904265, "Datum": "26.4.1869, Montag", "Haupttext": "Notiz in der »Espérance« (Nancy): Herr Reinburg von der Firma Cavaillé-Coll werde die in St. Epvre konzertierenden Organisten auch mit der Orgel der Kathedrale bekannt machen.\nDiese Orgel (IV/63) war 1861 von Cavaillé-Coll restauriert worden (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904275, "Datum": "27.4.1869, Dienstag", "Haupttext": "Um 14 Uhr Einweihung und Kollaudierung der von der Firma Merklin-Schütze gebauten Orgel (III/45) von St. Epvre in Nancy.\nBruckner ist unter den Unterzeichnern des Kollaudierungsprotokolls (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186904285, "Datum": "28.4.1869, Mittwoch", "Haupttext": "In der »Espérance« Bericht über die gestrige Orgeleinweihung und Ankündigung des heutigen und morgigen Konzerts (*).\r\nEin fast identischer Bericht erscheint im »Impartial de l'Est«. Bruckner wird zum ersten Mal in der französischen Presse erwähnt (*a).\nErstes Orgelkonzert in Nancy. Bruckner spielt Bachs Präludium und Fuge cis-moll aus dem Wohltemperierten Klavier [BWV 849] und eine eigene Improvisation (**).\r\nAußerdem kommen noch die Organisten Oberhoffer (Luxemburg), Rigaux (Nancy) [siehe die Anmerkung], Renaud de Vilbac (Paris), Stern (Straßburg) und Girod (Namur) [siehe die Anmerkung] zu Gehör (***).\nDas eher unverbindlich formulierte Gutachten der gestrigen Orgel-Jury trägt auch Bruckners Unterschrift (°). [Wann genau?] Ein weiteres, etwas detaillierteres Gutachten führt neben denselben Jurymitgliedern noch weitere Personen an (°°).", "Letzte Änderung": "14.08.2025 10:33"}, {"ID": 186904295, "Datum": "29.4.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Zweites Orgelkonzert in Nancy, 2 Uhr nachmittags. Mitwirkende Organisten: Jessel (Lunéville) [siehe die Anmerkung] mit Bachs e-moll-Fuge, Abbé Wagner, Stern, Hess (Nancy), Bruckner (Improvisation über die Kaiser-Hymne), Ply (Soissons) [siehe die Anmerkung], Duval (Reims), Caspar (Lunéville), Renaud de Vilbac und Marteaux (Pont-à-Mousson). Außerdem wurden Werke von Niedermeyer [siehe die Anmerkung], Stradella, Hellé [siehe die Anmerkung] und Händel gesungen (*).\r\nBruckner erntet reiche Anerkennung (**).\nDas »Journal de la Meurthe et des Vosges« bringt die Notiz vom 26.4. mit Verspätung und erwähnt die Orgelabnahme vom 27.4. (***).", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:13"}, {"ID": 186904305, "Datum": "30.4.1869, Freitag (Nancy)", "Haupttext": "Bericht der »Espérance« über die Orgeleinweihung und, allgemein gehalten, über die Orgelkonzerte in Nancy (*).\nBrief Bruckners an Herbeck:\r\n   Über seine Erfolge, besonders im gestrigen Konzert. Vilbac, Freund von Thomas, sei der bedeutendste Konkurrent gewesen. Man habe ihn, Bruckner, nach Paris eingeladen. Herbeck möge beim Konservatorium den Urlaub (bis Montag) um drei Tage verlängern lassen (**).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:14"}, {"ID": 186905015, "Datum": "1.5.1869, Samstag", "Haupttext": "Bericht im »Journal de la Meurthe et des Vosges« über die Konzerte vom 28.4.1869 und 29.4.1869, mit lobender Erwähnung von Bruckners Orgelspiel und Improvisationstalent (*).\nAuf Einladung der Firma Merklin-Schütze fährt Bruckner von Nancy nach Paris (**).\r\nEr wohnt im »Hotel Diesbach ou Les Polonais« (***).", "Letzte Änderung": "16.03.2024 23:28"}, {"ID": 186905025, "Datum": "2.5.1869, Sonntag", "Haupttext": "Artikel in der »Espérance« über Bruckners Orgelimprovisationen in Nancy (*).\nAnkündigung des morgigen Orgelspiels bei der Firma Merklin-Schütze (Paris)\r\nin der »Revue et gazette musicale« Nr. 18 (**)\r\nund in »Le menestrel« (***), S. 176 (°).\nDie »Revue« (**) schreibt:\r\n»CONCERTS ET AUDITIONS MUSICALES ANNONCÉS.\r\n   3 mai, à 4 heures, 49, boulevard Montparnasse.- Séance donnée par M. Bruckner, professeur au Conservatoire de Vienne et organiste de S. M. l'empereur d'Autriche, sur les orgues de la Société anonyme Merklin-Schütze.« (**).\nDas Schreiben der Orgeljury vom 28.4.1869 wird in der »Semaine religieuse« veröffentlicht (°°).", "Letzte Änderung": "16.03.2024 23:28"}, {"ID": 186905035, "Datum": "3.5.1869, Montag", "Haupttext": "Ursprünglich geplantes Urlaubsende (*).\n(**) Bruckner spielt in Paris bei der Firma Merklin-Schütze um 4 Uhr (°) vor geladenen Gästen, darunter Saint-Saens (°°) und der Organist Hocmelle [siehe die Anmerkung (#). Bruckner improvisiert u.a. über ein Thema aus der 1. Symphonie.", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:02"}, {"ID": 186905044, "Datum": "zwischen 3.5. und 7.5.1869", "Haupttext": "Bruckner spielt, instruiert vermutlich von Neuberger u.a. (#), auf der Cavaillé-Coll-Orgel in Notre Dame (*) u.a. eine Improvisation über ein Thema Chauvets; anwesend sind Thomas, Auber, Gounod, Franck, Saint-Saens, Sergent (°) u.a.\nIn diesen Tagen besucht Bruckner auch Auber, Gounod und Cavaillé-Coll (**). \nSpäter berichteten Saint-Saens und Franck dem Bruckner-Schüler Emil Lamberg von ihrer Begeisterung über Bruckners Orgelspiel (***).\nBruckner spielte auch in St. Sulpice (1861, V/99) und Sainte Trinité (1868, III/46) (°°).\nDie Orgel in Notre Dame (V/86) war 1868 fertiggestellt worden (°°°).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 13:11"}, {"ID": 186905075, "Datum": "7.5.1869, Freitag", "Haupttext": "Bruckner spielt [zum zweitenmal?] in Notre Dame.", "Letzte Änderung": "14.12.2024 13:12"}, {"ID": 186905095, "Datum": "9.5.1869, Sonntag", "Haupttext": "Über Bruckners Orgelspiel in Nancy und am 3.5.1869 in Paris erscheinen Berichte in der »Revue et gazette musicale« Nr. 19, S. 157 (*), und in »Le Menestrel«, S. 183 (**).\nRevue et gazette musicale (*):\r\n   »Ainsi que nous avions raison de le faire pressentir, dans l'un de nos précédents numéros, l'inauguration du grand orgue des établissements Mercklin-Schütze, couronné à l'Exposition Universelle et installé dans la nouvelle et magnifique église de Saint-Epvre, à Nancy, a été, les 27, 28 et 29 avril dernier, une véritable solennité artistique. La commission d'expertise, présidée par le chanoine Devroye, de Liége, après avoir soumis au plus minutieux examen cet instrument de 32 pieds et 44 jeux, unissant aux mérites de l'ancienne construction tous les progrès réalisés depuis vingt ans, a conclu à sa réseption avec des éloges, sans aucune réserve, pour sa facture, qui se distingue autant par la solidité et la précision du mécanisme que par la distinction de la sonorité. Il a été joué par MM. Renaud de Vilbac, organiste de Saint-Eugène, de Paris; Stern, organiste du Temple-Neuf, de Strasbourg; Jessel et Caspar, de Lunéville; Henri Hess, de Nancy; Ply, de Soissons; Ernest Duval, de Reims; Marteaux, de Pont-à-Mousson; Oberhoffer, de Luxembourg; etc. Leurs improvisations ont fait amplement valoir les précieuses ressources de ce monument de l'art de la facture. De beaux morceaux de chant fort bien interprétés sous la direction hors linge de M. Hellé, maître de chapelle de Daint-Epvre, variaient la composition sévère de ces séances dans lesquelles, de l'avis unanime, a particulièrement brillé entre tous, sous le rapport technique, M. Brückner, organiste de la cour d'Autriche et professeur au Conservatoire de Vienne. - L'éminent artiste n'a pas voulu quitter la France sans visiter Paris, et il nous a été donné de l'entendre, lundi dernier, à l'établissement Mercklin-Schütze, boulevard Montparnasse. Il a fait preuve, dans plusieurs morceaux de styles différents, de la science la plus approfondie, unie à beaucoup de goût et à une grande vigueur d'exécution. M. Hocmelle, organiste du Sénat et de Saint-Philippe, qui donnait cette séance, s'est attaché de son côté aux jeux de solo, dont il tire, on le sait, un parti remarquable.« (*).\n(**) Le Menestrel:\r\n   »La ville de Nancy se souviendra longtemps de deux séances artistiques qu[e] M. l'abbé Trouillet a fait donner dans la nef de la magnifique église de Saint-Epvre par les artistes distingués convoqués pour la réception et l'inauguration du grand orgue. Facteurs, experts et artistes, disons-le vite, ont droit aux plus sincères félicitations. La commission l'expertise, présidée par M. le chanoine Devroie de Liège, et composée des sommités artistiques de la France et de l'étranger, après avoir soumis l'orgue au plus minutieux examen, a conclu à sa réception avec des éloges, sans aucune réservé, accordés à la facture, qui se distingue, autant par la solitité et la précision du mécanisme que par la sonorité et la parfaite harmonie des jeux [...]« (**).\nJoseph Merklin schenkt Bruckner eine Photographie mit eigenhändiger Widmung (***).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:15"}, {"ID": 186905096, "Datum": "nach dem 9.5.1869 (?)", "Haupttext": "Über Bruckners Erfolge in Nancy und Paris berichten auch die »Signale für die musikalische Welt 27 (1869), S. 651 (siehe 24.6.1869)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186905155, "Datum": "15.5.1869, Samstag", "Haupttext": "Die »Revue de la musique sacrée« berichtet (nicht ohne Fehler) von den Konzerten in Nancy Ende April.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186905165, "Datum": "16.5.1869, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Artikel in »La France musicale« (S. 156) über Bruckners Orgelspiel in Paris am 3.5.1869.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186905185, "Datum": "18.5.1869, Pfingstdienstag", "Haupttext": "Bruckner unterbricht die Rückreise von Paris in Nancy und trifft dort mit dem Organisten Rigaux zusammen (*).\nNach dem Bericht Göllerichs, der ihn beim Orgelspiel beobachtete, trifft er abends in Wels ein, wo er die Nacht über bleibt (**). Im Kirchenkonzert singt Frl. Sporn [siehe die Anmerkung], deren Cousine Karoline Rabl Bruckner dabei kennenlernt (***).\r\nDie Orgel unbekannter Herkunft war 1838 von Georg Heining umgebaut worden (°).\nGöllerich senior hatte [wann genau? vgl. 20.5.] beantragt, Bruckner zum Ehrenmitglied des Welser Männergesangvereins (Chormeister: Karl Seiberl) zu ernennen (°°).\nDie Wiener Orgelbau-Kommission, der formal auch Bruckner angehört [siehe 11. und 19.1.1869], entscheidet sich für die Firma Ladegast [im Artikel vom 21.3.1873 datiert 1.5.1869] (°°°).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 14:58"}, {"ID": 186905195, "Datum": "19.5.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner hält in Wels zeitlich früh um die Hand Karoline Rabls an (*).\nDie Linzer Zeitung [siehe 20.5.1869] (**) und die Linzer Tages-Post Nr. 112 (***) melden, daß Bruckner vom »Orgelwettkampfe in Nancy« zurückgekehrt sei und heute Linz mit dem Frühzug passiert habe.\nLinzer Tages-Post S. 3 (***):\r\n     » § Herr Anton Bruckner, Professor am Wiener=Konservatorium der Musik, ist heute Morgens auf der Rückreise nach Wien hier durchpassirt. Er hat nicht nur zu Nancy den ersten Preis errungen, sondern auch in Paris glänzende Triumphe seiner Orgelspielkunst gefeiert und Pariser Blätter erklären, daß man jetzt erst wisse, welches Meisterwerk die Orgel der Notre=Dame=Kirche sei. Wir hoffen bald Ausführlicheres melden zu können.« (***).\nBericht im Linzer Volksblatt Nr. 112 auf S. 3 über Bruckners Erfolg in Nancy (#):\r\n»                Aus Oberösterreich.\r\n               Linz, 19. Mai.\r\n[...]\r\n     – Heute mit dem Frühzuge ist Herr Anton Bruckner, unser ehemaliger allverehrter Domorganist, auf der [kursiv = größere Schrift:] Retourreise von dem großen Orgelkonzerte zu Nancy in Linz durchgereist. Bei selbem Konzerte hat er alle anderen Konzertanten weitaus übertroffen, wurde mit stürmischen, nicht endenwollendem Beifall überhäuft, mußte auf allgemeines Verlangen nach Paris mitreisen, um dort gleichfalls sich auf der Orgel öffentlich zu produziren, wo er mit demselben Erfolge ausgezeichnet wurde.« (#).", "Letzte Änderung": "06.09.2025 05:09"}, {"ID": 186905204, "Datum": "vor dem 20.5.1869", "Haupttext": "Brief Waldecks an Bruckner: \n   Über Probleme bei der geplanten Aufführung der e-moll-Messe [Besetzung, Räumlichkeiten?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186905205, "Datum": "20.5.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Die Welser Liedertafel ernennt auf Antrag von August Göllerich sen. Bruckner zum Ehrenmitglied (*).\nBrief Bruckners an Schiedermayr:\r\n     Über die Erfolge in Nancy. Zeitungslob in Nancy, Lyon und Paris. Konzerte in Paris bei Merklin und in Notre Dame (Improvisationsthema [von Chauvet]). Der Erfolg habe seine Gesundheit geschwächt. Grüße von Pater Schneeweiß und Nanni. Dank für die Hilfe an Ostern. Waldeck schrieb wegen e-moll-Messe. »Frohsinn« und Musikverein sollen gut proben. Aufführung im Freien? (**).\nNotiz der Linzer Zeitung Nr. 113, S. 479, datiert 19.5.1869, über Bruckners gestrige Rückkehr aus Nancy:\r\n      »Linz, 19. Mai.\r\n   [...] * (Professor Bruckner.) Heute ist Herr Anton Bruckner von dem Orgelwettkampfe in Nancy zurückgekehrt und hat mit dem Frühzuge Linz passirt. Wie wir vernehmen hat der ausgezeichnete Künstler den ersten Preis davon getragen und in der Notre=Dame=Kirche zu Paris durch die großartige Behandlung der Orgel die staunende Bewunderung der Fachkenner hervorgerufen.« (***).\nÜber Bruckners Erfolge in Frankreich berichtet auch das Wiener Fremdenblatt  Nr. 138 auf S. 2 des Abendblattes:\r\n     \" * Herr Anton Bruckner, Professor am Wiener Konservatorium der Musik, hat nicht nur zu Nancy bei dem Orgelkonzert den ersten Preis errungen, sondern auch in Paris Triumphe seiner Orgelspielkunst gefeiert.\" [keine Signatur] (°).\nDie »Espérance« druckt einen Artikel der »Reforme musicale« ab, der das Konzert vom 7.5.1869 schildert (erwähnt werden Cavaillé-Coll, Chauvet, Sergent, Notre Dame, St. Sulpice, Trinité) [in deutscher Übersetzung]:\r\n»Am Freitag, dem 7. Mai war Anton Bruckner, Hoforganist und Professor für Kontrapunkt am Wiener Konservatorium, in Paris. Er wollte dort die Orgeln kennenlernen, die das angesehene Haus Cavaillé-Coll in Notre-Dame und St. Sulpice erstellte. Wir haben Anton Bruckner in Notre Dame gehört, nachdem die Angestellten der Firma Cavaillé-Coll und zwei Pariser Organisten, Chauvet und Sergent, die Register und Spielhilfen erläutert hatten. Er konnte sich über die reichen Möglichkeiten informieren, die dieses Instrument für den Künstler bereithält. Wir haben in Bruckner einen dieser geistvollen Musiker kennengelernt, wie sie für Deutschland so typisch sind. Er ist in allen Künsten des Kontrapunkts und den kompliziertesten Modulationen mit der Ungezwungenheit des wahren Meisters, bei dem man die spielerische Beherrschung seines Instruments voraussetzen kann, zu Hause. A. Chauvet, der Organist der Trinité, hat ihm das Thema zu einer Fuge in d-Moll vorgelegt, und sogleich wurde daraus eine meisterliche Komposition wie aus einem Stück mit Einleitung, Thema, Gegenthema und Finale. Einfach brillant, gekonnt, voll innerer Glut und prachtvoll durchgeführt! Die Orgel von Notre-Dame schwang in ihrer ganzen Klangfülle mit und schien der hohen Begabung des Organisten die feierliche Weihe zu geben. A. Bruckner ist drei Tage länger in Paris geblieben, um noch einmal nach Notre-Dame zurückzukehren und auch auf der Orgel der Trinité zu spielen. Er ist begeistert von den Instrumenten das Hauses Cavaillé-Coll.« (°°).\nÜber Bruckners Erfolg in Nancy schreibt auch »Der Wanderer« Nr. 138:\r\n   »- Hr. Anton Bruckner, Professor am Wiener Konservatorium der Musik, ist von seiner Kunstreise wieder zurückgekehrt. Er hat nicht nur zu Nancy den ersten Preis errungen, sondern auch in Paris glänzende Triumfe seiner Orgelspielkunst gefeiert und Pariser Blätter erklären, daß man jetzt erst wisse, welches Meisterwerk die Orgel der Notre=Dame=Kirche sei.« (°°°).", "Letzte Änderung": "27.12.2024 00:25"}, {"ID": 186905215, "Datum": "21.5.1869, Freitag", "Haupttext": "Notiz der Neuen Zeitschrift für Musik auf S. 179: »*-* In Nancy wurde Ende vor. M. eine neue 44stimmige Orgel von Merklin und Schütze eingeweiht. Unter den zahlreich anwesenden Organisten trug Hoforganist Brückner aus Wien den Sieg davon. -«", "Letzte Änderung": "13.03.2023 20:32"}, {"ID": 186905225, "Datum": "22.5.1869, Samstag", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 116 bringt auf S. 6 einen kurzen Bericht über Bruckners Erfolge in Nancy und Paris: \n\n     »Professor Anton Brukner vom Wiener Konservatorium der Musik hat nicht nur zu Nancy bei dem Orgelkonzert den ersten Preis errungen, sondern auch in Paris Triumphe seiner Orgelspielkunst gefeiert.« (*), desgleichen der Welser Anzeiger Nr. 21 auf S. 2: \n\n   »! (Professor Bruckner.) Am 19. d. ist Herr Anton Bruckner von dem Orgelwettkampfe in Nancy zurückgekehrt und hat mit dem Frühzuge Linz passirt. Wie wir vernehmen hat der ausgezeichnete Künstler den ersten Preis davon getragen und in der Notre=Dame=Kirche zu Paris durch die großartige Behandlung der Orgel die staunende Bewunderung der Fachkenner hervorgerufen.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186905235, "Datum": "23.5.1869, Sonntag", "Haupttext": "Brief des Männergesangvereins Wels an Bruckner: \n\n     Am 20.5.1869 habe der MGV beschlossen, angesichts der Erfolge in Nancy und Paris Bruckner zum Ehrenmitglied zu ernennen. Unterzeichnet von Göllerich [sen.].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186905254, "Datum": "vor dem 25.5.1869", "Haupttext": "Brief des St. Florianer Bürgermeisters Andreas Schlager an Bruckner: \n   Gratuliert zu den Erfolgen in Nancy und Paris.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186905265, "Datum": "26.5.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung Nr. 118, S. 501 [*a] [datiert »25.5.1869«] über Bruckners Erfolge, seine Konzerte in Nancy und in Paris bei Merklin und in Notre Dame. Abdruck des Briefes des St. Florianer Bürgermeisters Andreas Schlager (*):\r\n»Linz, 25. Mai.\r\n   * (Militärisches.) [...] \r\n   * (Professor Anton Bruckner.) Ueber den glänzenden Erfolg, welchen Herr Professor Bruckner in Nancy und Paris fand, gehen uns noch folgende Daten zu, die seine zahlreichen Gönner und Freunde in Linz eben so interessiren, als freuen dürften. Bruckner ließ sich am 28. und 29. v. M. in zwei Concerten zu Nancy vor einem Kreise von Kunstkennern und einem gewählten Publikum hören und errang durch sein eminentes Orgelspiel über seine deutschen, belgischen und französischen Collegen einen vollständigen Sieg. Nach beendetem Spiele drängte man sich am Chore um ihn, um ihm die Hände zu drücken und der aufrichtigsten Anerkennung beredten Ausdruck zu geben. Publikum, Musiker und Kritik waren einstimmig in ihrem Urtheile über diesen Meister des Orgelspieles. Bruckner mußte den allseitigen Aufforderungen nachgeben, und nach Paris gehen, wo er zuerst im Atelier des Orgelbauers Merklin vor Fachmännern und Künstlern ersten Ranges sich produzirte. Hierauf spielte er die große Orgel in der Kirche Notre-Dame. Hier hatte sich ein auserlesenes Auditorium der größten Künstler und Musikfreunde eingefunden. Von Nummer zu Nummer stieg die bewundernde Aufmerksamkeit der Zuhörer und als Bruckner von eigener Begeisterung hingerissen, ein von einem der ersten Organisten in Paris ihm gegebenes Thema durch eine halbe Stunde lang in drei Abtheilungen (Introduktion, contrapunktistische Bearbeitung, und Grandfinale a la Symphonie) mit packender Virtuosität durchgeführt hatte, da stieg die Anerkennung seiner Zuhörer bis zum enthusiastischen Beifalle. Die Presse meldete des andern Tages von dem außerordentlichen Erfolge eines deutschen Orgelspielers in der französischen Hauptstadt, und hieß es unter andern in einem dieser Berichte: \"Die Orgel der Notre-Dame-Kirche hätte geglänzt, wie noch nie und habe unter den Händen des deutschen Künstlers Bruckner ihren Triumphtag gefeiert.\" Die größten Kenner waren die größten Enthusiasten für Bruckner und sein Spiel! Wie registriren diese Erfolge mit großer Befriedigung, denn die Ehre, welche Bruckner persönlich zu Theil wurde, ist auch eine Auszeichnung für das Land und den Ort, wo dieser liebenswürdige und so bescheidene Künstler geboren wurde. Der Bürgermeister von St. Florian richtete aus diesem Anlasse an Herrn Bruckner folgende Zuschrift: \"Unsern aufrichtig herzlichsten Glückwunsch zu Ihrem rühmlichen Erfolge in Nancy und Paris, welcher nicht bloß Ihnen und Ihrem Vaterlande Deutsch-Oesterreich überhaupt, sondern auch Ihrem Geburtslande Oberösterreich und St. Florian insbesondere zur dauernden Ehre gereicht. Andreas Schlager, Bürgermeister.\" Im Stifte St. Florian, an der herrlichen Orgel der dortigen Kirche, hat bekanntlich Bruckner seine Studien im Orgelspiele begonnen, daher wird ihm die von dem Herrn Bürgermeister Schlager in zarter Weise ausgesprochene Theilnahme an dem glänzenden Siege bei dem Orgelwettkampfe auf fränkischem Boden gewiß eine sehr große Freude bereitet haben.« (*).\nBericht des Alpenboten Nr. 21, S. 4, über Bruckners Frankreich-Erfolge:\r\n»Verschiedenes.\r\n(Professor Bruckner), welcher einem Theile unserer hiesigen Leser durch seine vorjährige Production in der Stadtpfarrkirche [21./22.9.1868] in angenehmer Erinnerung sein dürfte, hat bei dem Orgelwettkampfe in Nancy den ersten Preis davongetragen und in der Notre-Dame Kirche zu Paris durch sein eminentes Spiel die Bewunderung aller Fachkenner hervorgerufen.« (**).\nDer Welser Anzeiger meldet [auf S. 2?]:\r\n»Wels, 24. Mai.\r\n[...] Der Welser Männer=Gesangsverein hat den Herrn Hoforganisten und Professor am Wiener Conservatorium Anton Bruckner, dann sein früheres actives Mitglied Hrn. Josef Fortner, Eisenbahn=Ingenieur in Eger, zum Ehrenmitgliede des Vereins erwählt.« (***).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:24"}, {"ID": 186905275, "Datum": "27.5.1869, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Bericht der Wiener Zeitung Nr. 120 auf S. 3 über Bruckners Frankreich-Reise, mit Erwähnung des Briefes von Andreas Schlager:\r\n     »Der ausgezeichnete Orgelspieler Professor Bruckner, ein geborner Oberösterreicher, hat in Nancy und Paris glänzende Erfolge gefeiert und durch sein eminentes Orgelspiel einen vollständigen Sieg über seine deutschen, belgischen und französischen Collegen errungen. Der Bürgermeister von St. Florian, wo an der herrlichen Orgel in der dortigen Stiftskirche Bruckner seine Studien im Orgelspiele begonnen, richtete aus Anlaß dieser Triumphe an den Künstler folgende Zuschrift: „Unsern aufrichtig herzlichsten Glückwunsch zu Ihrem rühmlichen Erfolge in Nancy und Paris, welcher nicht bloß Ihnen und Ihrem Vaterlande Deutsch-Oesterreich überhaupt, sondern auch Ihrem Geburtslande Oberösterreich und St. Florian insbesondere zur dauernden Ehre gereicht. Andreas Schlager, Bürgermeister.”« (*).\nBruckner spielt Orgel in Klosterneuburg (**).\r\nDie  1642 von Johann Freundt (vor 1615 - 1678) fertiggestellte Orgel (III/35) war mehrfach umgebaut worden (1716 Franz Rose, 1748 Johann Hencke [siehe die Anmerkung], 1832 Johann Georg Fischer). Bei den Festtagsvespern wurde die 1780 von Anton Pfliegler (1736 - 1805) erbaute und 1888 von Franz Ullmann reparierte Chororgel (II/16) eingesetzt (***).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:03"}, {"ID": 186905295, "Datum": "29.5.1869, Samstag", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt Nr. 120 berichtet auf S. 6 über Bruckners Erfolge in Nancy und Paris:\n\n      » - Ueber den glänzenden Erfolg welchen der Orgelvirtuose Professor Bruckner, ein geborner Oberösterreicher,bei dem Orgelwettkampf in Nancy und Paris errungen, liegen folgende Berichte vor: ... [über Nancy, über Merklin und Notre-Dame in Paris] ... und als Bruckner von eigener Begeisterung hingerissen, ein von einem der ersten Organisten in Paris ihm gegebenes Thema durch eine halbe Stunde lang in drei Abtheiluungen (Introduktion, contrapunktistische Bearbeitung, und Grandfinale à la Symphonie) mit packender Virtuosität durchgeführt hat, da stieg die Anerkennung seiner Zuhörer bis zum enthusiastischen Beifalle. Die Presse meldete des andern Tages von dem außerordentlichen Erfolge eines deutschen Orgelspielers in der französischen Hauptstadt, und hieß es unter Anderem in einem dieser Berichte: \"Die Orgel der Notre=Dame=Kirche hätte geglänzt, wie noch nie und habe unter den Händen des deutschen Künstlers Bruckner ihren Triumphtag gefeiert.\" Die größten Kenner waren die größten Enthusiasten für Bruckner und sein Spiel!«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906005, "Datum": "Juni 1869", "Haupttext": "Die »Zeitschrift für katholische Kirchenmusik« Nr. 6 (Juni) kündigt auf S. 48 die Aufführung der e-moll-Messe am 29.9.1869 an:\n»                Mittheilungen.\n[...]\n\n     Am 29. September d. J. wird die Votivkapelle des im Bau begriffenen Maria-Empfängniss-Domes in Linz feierlich eingeweiht werden, bei welcher Gelegenheit eine Messe von A. Bruckner zur Aufführung kommt. Bruckner, gegenwärtig Professor am Konservatorium in Wien, früher Dom-Organist in Linz, erhielt in dieser letzteren Stellung von dem Hochwürdigsten Herrn Bischofe in Linz den ehrenvollen Auftrag, zu dieser Festlichkeit eine Messe zu schreiben.« (*).\n\n\nAuf Seite 46f berichtet Traumihler (datiert 12.4.1869)  von der Kirchenmusik zur Sekundizfeier des Papstes in St. Florian. Außerdem plädiert er dafür, Blechbläser-Märsche und -Intraden in der Kirche abzuschaffen (*a).\n\n\n\nDie Urania, 26. Jahrgang, Heft 6, schreibt auf S. 109:\n\"                       Vermischtes.\n\n     In Nancy war für den Monat April ein Orgel=Wettkampf ausgeschrieben, zu dem alle (?) Organisten Deutschlands geladen sind. Die Preise betragen bis 10,000 Franks   Leider fehlen uns über das projektirte Unternehmen nähere Nachrichten. Ueber den Ausgang*) des fraglichen Turnirs hoffen wir jedoch Specielleres zu bringen. –\n[Fußnote:]\n     *) Dem Vernehmen nach hat Hoforganist Brückner in Wien den Sieg davon getragen. – \" (**).\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906015, "Datum": "1.6.1869, Dienstag", "Haupttext": "Die \"Caecilia\", Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland, Jg. 26 Nr. 11, schreibt auf S. 95:\n\"Nancy. Het groote orgel van de firma Mercklin-Schütze, dat op de internationale tentoonstelling te Parijs bekroond werd, is thans geplaatst in de nieuwe en prachtige kerk St. Epvre en 27., 28. en 29. April feestelijk ingewijd. De beoordeelaren, met den kanunnik Devroye, uit Luik, aan het hoofd, hebben een prachtig getuigenis van het instrument gegeven, dat een der volkomenste moet zijn, ooit uit de werkplaatsen der beroemde firma te voorschijn gekomen. Ouder de verschillende organisten die het werk bespeelden, mogt men ook den oostenrijkschen organist Brückner, professor aan het conservatorium te Weenen, opmerken.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906075, "Datum": "7.6.1869, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Cavaillé-Coll:\r\n   Bedankt sich für die Unterstützung, läßt Grüße an August Neuberger ausrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906095, "Datum": "9.6.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner wird vom »Frohsinn« zum Ehrenmitglied ernannt. Das Benachrichtigungsschreiben ist unterzeichnet von Dr. Weismann und Dr. Habison (*).\r\nDer Text des Entwurfs [oder Reinschrift? keine Korrekturen im Text!] lautet:\r\n«Die Liedertafel Frohsinn in Linz\r\nam 9/6 1869.\r\nEuer Wohlgeboren!\r\n   Schon mit dem Tage, als Euer Wohlgeboren zu unserm größten Bedauern aus unserm Kreise schieden, war es Vorsatz des Vereines, Sie zu unserem Ehren Mitgliede zu ernen[n]en, nur glaubten wir die Ernen[n]ung auf die festliche Zeit unseres Jubilaeums verschieben zu sollen.\r\n   Angesichts aber der Thatsache, daß Euer Wohlgeboren, den wir noch im[m]er zu den Unsern zälen, in neuester Zeit solche Triumphe feierten, die auch uns mit freudigem Stolze erfüllten, da dieser gefeierte Mann unser bewährter Chormeister, und Freund so vieler Mitglieder war, glaubten wir diesen, den Verein ehrenden Schritt nicht länger mehr zurückhalten zu müssen, und [hat] die gefertigte Liedertafel Euer Wohlgeboren in lezter Sitzung, sowie wir Sie damahls mit allen Stim[m]en zum Chormeister erwälten [sic], auch einstim[m]ig das Ehrenmitglied Diplom zuerkannt.\r\n   Indem wir dasselbe beischließen, und bitten, die Ehrenmitgliedschaft des Vereines anzunehmen, empfehlen [wir] die Liedertafel Frohsinn Ihrem ferneren Wohlwollen.\r\nHochachtungsvollst\r\nfür die Liedertafel Frohsinn\nDrMathias Weismann \r\nVorstand\nDrWilhelm Habison\r\nSchriftf.« (**).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 08:54"}, {"ID": 186906115, "Datum": "11.6.1869, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet auf S. 555, daß der »Frohsinn« Bruckner zum Ehrenmitglied ernannt hat:\r\n   »* (Liedertafel „Frohsinn”.) Die Liedertafel „Frohsinn” hat ihren ehemaligen Chormeister Herrn Anton Bruckner einstimmig zum Ehrenmitgliede ernannt und ist das hübsch ausgefertigte Diplom an denselben bereits abgegangen.« (*).\nDieselbe Information erscheint auch textidentisch in der Linzer Tages-Post Nr. 131 auf S. 3:\r\n»    § Die Liedertafel „Frohsinn” hat ihren ehemaligen Chormeister Herrn Anton Bruckner einstimmig zum Ehrenmitgliede ernannt und ist das hübsch ausgefertigte Diplom an denselben bereits abgegangen.« (**)\nund im Linzer Volksblatt Nr. 131 auf S. 3:\r\n»    – Die Liedertafel „Frohsinn” hat ihren ehemaligen Chormeister Herrn Anton Bruckner einstimmig zum Ehrenmitgliede ernannt und ist das hübsch ausgefertigte Diplom an denselben bereits abgegangen.« (***).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:32"}, {"ID": 186906125, "Datum": "12.6.1869, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Ernennung zum »Frohsinn«-Ehrenmitglied wird auch vom Welser Anzeiger Nr. 24 auf S. 3 notiert: »Die Liedertafel »Frohsinn« hat ihren ehemaligen Chormeister nunmehr k. k. Hoforganisten in Wien Herrn Anton Bruckner in Anerkennung seiner hervorragenden musicalischen Verdienste zum Vereins=Ehrenmitgliede ernannt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906135, "Datum": "13.6.1869, Sonntag", "Haupttext": "Bericht [Hanslicks? (#)] in der Neuen Freien Presse Nr. 1720 auf S. 11f (*) über Bruckners Konzerte in Nancy (irrtümlich »Kathedrale« angegeben (**)) und in Paris: \n     \n\n»Theater= und Kunstnachrichten. [...] (Erfolge eines österreichischen Organisten in Frankreich.) In der Kathedrale St. Epore zu Nancy wurde kürzlich die grandiose neue Orgel von Merklin und Schütze eingeweiht, dasselbe prachtvolle Instrument, welches bei der letzten Pariser Weltausstellung den Erbauern die goldene Preismedaille eintrug. Ein zweitägiges Concert, welches einen wahrhaften Wettstreit der ausgezeichnetsten Orgel=Virtuosen darstellte und eine große Zahl von Musikkennern aus Frankreich, Belgien und Deutschland herbeilockte, bildete den Mittelpunkt der Feierlichkeit. Oesterreich war in diesem musikalischen Turnier durch den Hof=Organisten Herrn Anton Bruckner vertreten, dessen Orgelspiel außerordentliches Aufsehen erregte und fast alle übrigen Leistungen in den Schatten stellte. Bruckner spielte am ersten Tage eine Bach'sche Fuge und eine mit allen Künsten des Contrapunktes reich ausgestattete Phantasie, am zweiten Tage eine Improvisation über die österreichische Volkshymne. In Folge dieses Successes mußte Bruckner der Einladung des Orgelbauers Merklin nach Paris folgen und sich in dessen großem Orgelsalon auf dem Boulevard Montparnasse vor einer geladenen Gesellschaft hören lassen. Die Gazette Musicale de Paris, welche Bruckner unter allen Concurrenten von Nancy die größte technische Vollendung nachrühmt, schildert auch dessen Production in Paris als ein Probestück \"tiefer Gelehrsamkeit, gewählten Geschmackes und ungewöhnlicher Bravour\". Einen wahren Triumph feierte Bruckner's Spiel in der Notredame=Kirche, deren Orgel bekanntlich das Meisterwerk des berühmten Cavaillé=Col ist. Die namhaftesten musikalischen Notabilitäten von Paris hatten sich eingefunden, außerdem füllte ein zahlreiches Publicum die Kirche. Der Erfolg Bruckner's, namentlich wieder in der freien Phantasie, war so groß, daß wir in den Pariser Musik=Zeitungen den Ausspruch lesen, \"die Orgel von Notredame habe an diesem Tage durch Bruckner ihren größten Triumph erlebt\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906165, "Datum": "16.6.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an den »Frohsinn«: \n   Dankt für die Ernennung zum Ehrenmitglied.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906185, "Datum": "18.6.1869, Freitag", "Haupttext": "Dritte Probe der f-moll-Messe unter Herbeck in der Hofkapelle (*).\nImhof bekräftigte, daß die Messe ihm gewidmet sei [was später von Bruckner bestritten wurde] (**).\nHerbeck schickt Bruckner [wann genau?] zu Imhof, der ihn freundlich empfängt (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:28"}, {"ID": 186906195, "Datum": "19.6.1869, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an B. Senff:\r\n   Stellt sich als Nachfolger Sechters vor, sendet Hanslicks Artikel vom 13.6.1869 mit der Bitte, ihn in der Leipziger Musikzeitung »Signale für die musikalische Welt« zu veröffentlichen (*).\nBrief Bruckners an Schiedermayr:\r\n   Dank und Namenstagsgratulation. Erinnerung an den 24.6.1867. Weilnböck habe laut Waldecks Schreiben gesagt, Lanz müsse mit dem Musikverein schon jetzt mit den Proben zur e-moll-Messe beginnen. Grüße an die Schwestern, auch von Maria Anna Bruckner (**).", "Letzte Änderung": "27.12.2024 00:26"}, {"ID": 186906235, "Datum": "23.6.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Brief August Neubergers an Bruckner:\r\n   Dankt im Auftrage von Cavaillé-Coll für den Brief vom 7.6.1869. Bruckner wird eingeladen, auf der geplanten Kunstreise nach England auch Paris zu besuchen (*).\nDatierung am Partitur-Beginn der d-moll-Symphonie (»Nullte«) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186906245, "Datum": "24.6.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel in der von Senff herausgegebenen Leipziger Zeitschrift »Signale für die musikalische Welt« 27, Nr. 41, S. 651 (*) über Bruckners Erfolg in Paris:\n\" * Anton Bruckner, der rühmlichst bekannte Organist in Wien, feierte kürzlich bei seiner Anwesenheit in Paris einen großen Triumph als Orgelspieler in der Notredame=Kirche, deren Orgel bekanntlich das Meisterwerk des berühmten Caveillé=Col ist. Die namhaftesten musikalischen Notabilitäten von Paris hatten sich dabei eingefunden, außerdem füllte ein zahlreiches Publicum die Kirche. Der Erfolg Bruckners, namentlich in der freien Fantasie, war so groß, daß Pariser Musikzeitungen schrieben, \"die Orgel von Notredame habe an diesem Tage durch Bruckner ihren größten Triumph erlebt.\"\"", "Letzte Änderung": "14.12.2024 12:15"}, {"ID": 186906265, "Datum": "26.6.1869, Samstag", "Haupttext": "Brief Franz Joseph Rudigiers an den »Frohsinn«: \n   Bruckner habe für die Einweihung der Votivkapelle am 29.9.1869 eine Messe komponiert. Die Mitglieder des Vereins (und des Damenchores) mögen sie vorläufig schon studieren. Wegen des Stimmenausschreibens möge man sich an Engelbert Lanz wenden. \n\n»[fremde Hand:] Z. 59./D.B.\nAn\ndie Wohllöbliche Vorstehung der Liedertafel \"Frohsinn\"\nin\nLinz.\n   Herr Hoforganist Bruckner hat für die feierliche Einweihung der Votivkapelle des Mariä-Empfängniß-Domes eine eigne Messe componirt, welche am 29. September d. J. zur Aufführung kom[m]en soll.\n   Da es sehr wünschenswerth ist, daß dabei alle musikalischen Kräfte insbesonders die Sänger von Linz sich betheilen [sic!]: so ergeht an eine Wohllöbliche Vorstehung das ergebenste Ansuchen, diese Messe von den verehrlichen Mitgliedern vorläufig einstudiren lassen zu wollen.\n   Wegen Herausschreibung der einzelnen Stimmen wolle sich eine Wohllöbliche Vorstehung an den Herrn Normalschullehrer Engelbert Lanz wenden; sowie auch alle sich ergebenden Auslagen mit großem Danke werden ersetzt werden. Zugleich wird ergebenst ersucht, das Einstudiren der Festmesse auch bei dem löblichen Damenchore gütigst besorgen zu wollen.\nVom bischöflichen Ordinariate\nLinz den 26. Juni 1869.\n[Rudigiers Schrift:] Franz Josephmp\nBischof.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907005, "Datum": "Juli 1869", "Haupttext": "[vor dem 13.7.1869?] Am Ende des Schuljahres werden die Schüler des Konservatoriums geprüft. Bruckners Klassen hatten laut Jahresbericht folgenden Unterrichtsstoff zu bewältigen:\r\n»         Schule für Harmonielehre und Kontrapunkt [/] (Herr Professor Bruckner).\r\n     Für Harmonielehre: Anfangsgründe, Fundamentschritte, Vorbereitungen und Auflösungen der Akkorde nach den verschiedenen Fundamentschritten; diatonische Tonwechslung und chromatische Schritte; Harmonisiren einfacher Melodien.\r\n     Für den Kontrapunkt: Den zwei-, drei- und vierstimmigen einfachen strengen Kontrapunkt in allen Intervallen und Bewegungen und in allen Verbindungen; den drei- und vierfachen Kontrapunkt in der Oktave.\r\n           Orgelschule (Herr Professor Bruckner).\r\nUebungen im Spiele bezifferten Basses und im Auswendigspielen der Fundamentschritte nach den einzelnen Stamm- und abgeleiteten Akkorden; Modulationen durch den verminderten Vierklang; Pedal-Uebungen nach Rink und Manual-Uebungen.« (*).\nEinige Schüler zeichnen sich bei den Prüfungen [vermutlich unabhängig von den Abschlußkonzerten und zeitlich davor] durch besonders gute Leistungen aus und werden eigens im »Bericht über den Fleiss und Fortschritt der Zöglinge im Schuljahre 1868-69« lobend erwähnt:\r\n»In der Schule für Harmonielehre und Contrapunkt (Herr Prof. Bruckner) unter 11 Schülern als die vorzüglichsten: Huber Anton, Landskron Leopold, Latzelsberger Josef, Pachmann v. Wladimir, Rauch Wilhelm, Reinhold Hugo, Stransky Adolf, Swoboda Leopold. - Diesen zunächststehend: Rotter Emil.\r\nIn der Orgelschule (Herr Prof. Bruckner) unter 5 Schülern als die vorzüglichsten: Landskron Leopold, Latzelsberger Josef. - Diesen zunächststehend: Rotter Emil.« (**).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:25"}, {"ID": 186907015, "Datum": "1.7.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung am Ende des 1. Satzes der d-moll-Symphonie (»Nullte«) mit dem Zusatz »Streichinstr.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907115, "Datum": "11.7.1869, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt in der Hofkapelle. Herbeck ist, wie schon die ganze Woche zuvor, ausnehmend freundlich zu ihm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907125, "Datum": "12.7.1869, Montag", "Haupttext": "Datierung am Schluß des 2. Satzes der d-moll-Symphonie (\"Nullte\") mit dem Zusatz \"Streichmusik\" (*).\n \nDie Süddeutsche Musikzeitung (Schott, Mainz) Nr. 28 schreibt auf S. 112 (= S. 4):\n     \" *** Anton Bruckner, der rühmlich bekannte Organist in Wien, feierte kürzlich bei seiner Anwesenheit in Paris einen grossen Triumph als Orgelspieler an der Kirche Notre-Dame, deren Orgel bekanntlich das Meisterwerk des berühmten Cavaillé-Col ist. Die nahmhaftesten [sic] musikalischen Notabilitäten von Paris hatten sich dabei eingefunden; ausserdem füllte ein zahlreiches Publikum die Kirche. Der Erfolg Bruckner's, namentlich in der freien Fantasie, war so gross, dass Pariser Musikzeitungen schrieben: \"Die Orgel von Notre-Dame habe an diesem Tage durch Bruckner ihren grössten Triumph erlebt.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907135, "Datum": "13.7.1869, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld:\r\n   Prüfungen am Konservatorium erfolgreich beendet. Hat den Andante-Mittelteil der d-moll-Symphonie [»Nullte«] auf Mayfelds Rat hin überarbeitet. Die f-moll-Messe hat [bei der Probe am 18.6.1869] gut gefallen; Hofrat Imhof und - vor allem am letzten Sonntag [11.7.1869] - Herbeck seien sehr lieb und freundlich. Aufführung im Herbst geplant. Zahlung eines Feriengeldes ist in Aussicht gestellt. Will nach Schuljahresschluß nach Linz und die Symphonie beenden.", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:29"}, {"ID": 186907165, "Datum": "16.7.1869, Freitag", "Haupttext": "Datierung am Anfang (mit Zusatz »comp.«) und am Schluß des Trios zur d-moll-Symphonie (»Nullte«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907215, "Datum": "21.7.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 29 kündigt auf S. 3 an, daß bei der Einweihung der Linzer Votivkapelle [29.9.1869, e-Moll-Messe] Bruckner möglicherweise selbst dirigieren werde: »Linz, 19. Juli. [/] [über die gestrige Produktion der Liedertafel »Frohsinn« ...] Das hiesige bischöfliche Ordinariat hat sich an den Ausschuß der Liedertafel mit dem Ersuchen gewendet, um Mitwirkung bei der Feier der ersten Messe in der Votivcapelle des Mariendomes im Monate September dieses Jahres. [/] Die Vereinsrepräsentanz erwiederte hierauf, daß die Liedertafel als Corporation ihre Betheiligung aus dem Grunde nicht zusagen könne, weil zu gedachter Zeit sehr viel ausübende Mitglieder auf Ferien abwesend sein werden, inzwischen aber der Verein durch eigene Productionen hinlänglich in Anspruch genommen sei. Dagegen würde sie für den Fall, als Herr Bruckner bei der gedachten Feierlichkeit die Dirigentenstelle übernehmen sollte, bereitwillig zu den Proben ihr Lokale zur Verfügung stellen, auch würden die etwa in Linz anwesenden Mitglieder keinen Anstand nehmen, in der Voraussezung als solche bei der kirchlichen Feier mitzuwirken.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907245, "Datum": "24.7.1869, Samstag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramtes an das Hofzahlamt (*) und die Hofmusikkapelle (**), mit Sichtvermerken von Poliakovits, Hohenlohe und Imhof:\r\n   Bruckner wird eine Aushilfe von 60 Gulden bewilligt.\nErstes Prüfungsabschlußkonzert am Konservatorium, bei dem u.a. Nikisch, Theodor Stransky, Pachmann, August Sturm und Emil Rotter beteiligt sind (***).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 22:26"}, {"ID": 186907265, "Datum": "(26.7.1869, Montag)", "Haupttext": "Zweites Prüfungsabschlußkonzert am Konservatorium, bei dem u.a. Laura Kahrer eine eigene Komposition spieltt (*).\n \nFriedrich Ladegast trifft in Wien ein, um Details des Orgelbauauftrags zu besprechen (Vertragsabschluss am 30.7.1869) (**).", "Letzte Änderung": "24.05.2024 04:35"}, {"ID": 186907275, "Datum": "27.7.1869, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben der Hofmusikkapelle an Bruckner: \n   Laut Bescheid vom 24.7.1869 erhält er eine Aushilfe von 60 Gulden. Unterschrift Herbecks.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907285, "Datum": "(28.7.1869, Mittwoch)", "Haupttext": "Drittes Prüfungsabschlußkonzert am Konservatorium, bei dem u.a. Pachmann ein Rubinstein-Konzert spielt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907317, "Datum": "nach Juli 1869", "Haupttext": "Der Jahresbericht des Konservatoriums über das Schuljahr 1868/69 enthält auch den Lehrplan des ersten Harmonielehrekurses:\r\n   »Harmonielehre für weibliche Zöglinge [/] (Herr Professor Krenn). [...]\r\nHarmonielehre für männliche Zöglinge [/] (Herr Professor Zellner).« (*).\r\n»Schule für Harmonielehre und Kontrapunkt.\r\n   (Herr Professor Bruckner).\r\n   Für Harmonielehre: Anfangsgründe, Fundamentschritte, Vorbereitungen und Auflösungen der Akkorde nach den verschiedenen Fundamentschritten; diatonische Tonwechslung und chromatische Schritte; Harmonisiren einfacher Melodien.\r\n   Für den Kontrapunkt: Den zwei-, drei- und vierstimmigen einfachen strengen Kontrapunkt in Dur und Moll nach den fünf Gattungen; den doppelten Kontrapunkt in allen Intervallen und Bewegungen und in allen Verbindungen; den drei- und vierfachen Kontrapunkt in der Oktave.\n   Orgelschule (Herr Professor Bruckner).\r\n   Uebungen im Spiele bezifferten Basses und im Auswendigspielen der Fundamentschritte nach den einzelnen Stamm- und abgeleiteten Akkorden; Modulationen durch den verminderten Vierklang; Pedal-Uebungen nach Rink und Manual-Uebungen.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186907318, "Datum": "Sommer 1869", "Haupttext": "Die Ferien verbringt Bruckner in Linz, St. Florian, bei Mayfelds in Schwanenstadt und bei seiner Schwester in Vöcklabruck (*).\nBei einem Ausflug mit Freunden aus Kirchdorf nach Schlierbach improvisiert er über das Thema, das ihm der Pariser Organist Chauvet in Notre Dame gegeben hatte. A. Spannesberger zeichnet das Thema auf (**).\r\nDie Orgel der Stiftskirche (II/24) war 1764 von Valentin Hochleitner erbaut und 1781 und 1856/57 (von Philipp Ludwig aus Gmunden) überholt worden; Leopold Breinbauer (Ottensheim) erstellte 1899 einen Neubau (***).\nSeine Linzer Wohnung war zu dieser Zeit im »Florianer Haus« (°).\n[nicht 1859 und vermutlich auch nicht Ostern 1869 (siehe 28.3.1869)]\r\nIn diesem Jahr 1869 hören Oberstlieutenant von Himmel und Graf Huyn eine Orgelimprovisation Bruckners im Alten Dom (°°).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:03"}, {"ID": 186908005, "Datum": "August 1869", "Haupttext": "Die von Habert herausgegebene »Zeitschrift für katholische Kirchenmusik« 2 (1869), Nr. 8, S. 63, berichtet über Bruckners Erfolge in Nancy und Paris. \n\n»                         Mittheilungen.\n\n    Der frühere Domorganist in Linz, Herr Anton Bruckner, gegenwärtig Professor am Konservatorium in Wien, hat bei dem Orgelkonzerte in Nancy, wie das L. W. B. schreibt, alle anderen Konzertanten weitaus übertroffen, wurde mit stürmischem, nicht endenwollendem Beifall überhäuft, musste auf allgemeines Verlangen nach Paris mitreisen, um dort gleichfalls sich auf der Orgel öffentlich zu produziren, wo er mit demselben Erfolge ausgezeichnet wurde.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908015, "Datum": "1.8.1869, Sonntag", "Haupttext": "Das \"Organ für christliche Kunst | Organ des christlichen Kunstvereins für Deutschland.\" XIX. Jahrgang, Nr. 15 (Köln, 1. August 1869) berichtet auf S. 172f von der neuen Orgel in Nancy, signiert \"H. O.\":\nDie neue Orgel in der Kirche von St. Epvre in Nancy.\n     Am 27. April a. c. fand die Reception dieses bedeutenden, circa 70,000 Frcs. kostenden Werkes, unter Assistenz der nachstehend genannten Herren Statt: Se. Hochw. Herr P. J. Devroye, Domherr aus Lüttich, Präsident der Commission, Herr Chatelain, Diöcesan-Architekt, Herr Th. Stern, Organist aus Strassburg, Herr Forthomme, Professor der Chemie aus Nancy, Hochw. Herr Neyrat, Domcapellmeister aus Lyon, Hochw. Herr Pater L. Girod, Capellmeister und Organist am Jesuitencollegium in Namur, Herr Chautard, Prof. der Physik aus Nancy, Herr A. Bruckner, Hoforganist Sr. Maj. des Kaisers von Oesterreich aus Wien, Herr E. Duval, Organist aus Rheims, Herr E. Henry, Domcapellmeister aus Rennes, Hochw. Herr J. Ply, Domcapellmeister aus Soissons, Herr E. Barby, Hochw. Herr V. Wagner, Pfarrer in Niederweiler, Herr P. Morey, Architekt aus Nancy, Herr H. Oberhoffer aus Luxemburg und Herr R. de Vilbac, Organist von St. Eugène aus Paris.\r\n     An den beiden darauf folgenden Tagen fanden grosse Orgelconcerte auf dem neuen Werke Statt, und es spielten am ersten Tage die Herren de Vilbac, Stern, Pater Girod, Bruckner und Oberhoffer.\r\n     Da es für die Leser unserer Zeitschrift gewiss nicht ohne Interesse sein wird, diese schöne Orgel, so wie die neuere französische Fabrication, die von der deutschen wesentlich abweicht, näher kennen zu lernen, so theilen wir in Nachstehendem eine eingehende Beschreibung derselben mit.\r\n     Die Orgel hat 3 Claviaturen mit je 56 Tasten, ein Pedal von zwei Octaven, im Ganzen 44 Register, und 15 zur Koppelung dienende Pedalhebel.\r\n     Die 44 Register sind folgender Maassen vertheilt:\r\n          Positiv.\r\n     Bourdon 16 Fuss, Principal 8 Fuss, Salcional 8 Fuss, Viola di gamba 8 Fuss, Flûte harmonique 4 Fuss, Praestant 4 Fuss, Glockenspiel (Sexquialter) [sic] 2 Fuss (2 Pfeifen). Combinationsregister: Trompet 8 Fuss und Clarinett 8 Fuss.\r\n          Hauptmanual.\r\n     Principal 16 Fuss, Bourdon 16 Fuss, Principal 8 Fuss, Bourdon 8 Fuss, Flûte harmonique 8 Fuss (überblasend), Gamba 8 Fuss, Dulciana 8 Fuss, Flûte harmonique 4 Fuss, Octave 4 Fuss, .Quinte 2 2/3 Fuss (der Mixtur entnommen), Combinationsregister: Mixtur 4 Fuss (4fach), Comet 8 Fuss (4fach), Bombarde 16 Fuss, Trompet 8 Fuss, Clairon 4 Fuss.\r\n          Expressiv-Manual.\r\n     Flûte harmonique 8 Fuss, Voix céleste 8 Fuss, Gamba 8 Fuss, Bourdon 8 Fuss, Flûte harmonique 4 Fuss, Combinationsregister: Flageolet 2 Fuss, Fagott 16 Fuss, Hoboe 8 Fuss, Trompet harmonique 8 Fuss, Vox humana 8 Fuss.\r\n          Pedal.\r\n     Untersatz 32 Fuss, Principal 16 Fuss, Subbass 16 Fuss, Octave 8 Fuss, Violoncello 8 Fuss, Flauto 4 Fuss. Combinationsregister: Bombarde 16 Fuss, Trompet 8 Fuss, Clairon 4 Fuss.\r\n          Koppelpedale.\r\n[…]\r\n     Obgleich diese Orgel nur 44 klingende Stimmen hat, so gewährt sie jedoch dem Organisten dieselbe reiche Abwechslung und hat die gleiche Kraft, wie eine Orgel von 60 bis 66 Registern nach altem Systeme. Weil alle überflüssigen Verdoppelungen einzelner Register, namentlich in den gemischten Stimmen und den grösseren Bassregistern vermieden sind, so wird dadurch eine reinere Harmonie und ein richtigeres Verhältniss zwischen Manual und Pedal erzielt, d. h. die Manuale werden durch die Stärke des Pedals nicht erdrückt.\r\n     Durch die Anwendung der doppelten Schleifen unter den Combinationsregistem kann ein und dasselbe Register auf zwei verschiedenen Manualen, resp. dem Pedale gespielt werden. Das bei sämmtlichen Manualen und dem Pedal angewandte System des pneumatischen Hebels gewährt eine sich stets gleich bleibende und angenehme, leichte Spielart.\r\n     Auch das Gebläse hat eine nicht unwichtige Vervollkommnung durch die Erzeugung einer verschiedenen Windstärke und ihrer Verwendung für die verschiedenen Register, für die pneumatische Maschine und das Regierwerk erfahren. Es liegen nämlich je zwei Faltenbälge mit continuirlich einblasenden Schöpfern übereinander, welche durch die beiden Calcanten1) [Fußnote: \"1) Nur beim Spiele des vollen Werkes sind zwei Calcanten nothwendig.\"] gleichzeitig in Bewegung gesetzt werden, d. h. jeder Calcant erzeugt gleichzeitig Wind von verschiedener Stärke. Aus diesen beiden, resp. vier Faltenbälgen strömt dann der Wind in die unter den Laden liegenden Magazinbälge und die Regulatoren. Nun ist es eine bekannte Sache, dass die Zungenregister und die gemischten Stimmen eine grössere Windmasse verbrauchen und einen stärkeren Wind zur prompten Aussprache nöthig haben, als die Labialgrundstimmen. Diese Register stehen desshalb hier auf einer eigenen Lade, und wird denselben der. stärkere Wind zugeführt. Den 16-, 8-, 4- und 2füssigen Labialstimmen ist eine Windstärke von 0m 10, den Zungenregistern und gemischten Stimmen des Hauptmanuals, des Pedals und des Positivs eine Windstärke von 0m 12 und der pneumatischen Maschine eine solche von 0m 14 zugetheilt.                        H. O.\"", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:16"}, {"ID": 186908065, "Datum": "6.8.1869, Freitag", "Haupttext": "Franz Schimatschek beendet in Linz die Abschrift der e-moll-Messe, in die Bruckner später (1876 und 1882) Änderungen eintrug (*). \n»Copirt den 6. August 1869 in Linz Franz Schimatschek« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908085, "Datum": "(8.8.1869, Sonntag)", "Haupttext": "Zweites oberösterreichisch-salzburgisches Sängerbundfest in Salzburg.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908095, "Datum": "9.8.1869, Montag", "Haupttext": "Brief des bischöflichen Ordinariates an Bruckner, »d.Z. in Linz«: \n   Dankt, daß Bruckner die Einstudierung der e-moll-Messe für den 29.9.1869 selbst übernommen hat. Er möge den Dank an den »Sängerbund« und die Mitglieder der »Frohsinn« weiterleiten. Unterschrift Bischof Franz Joseph Rudigiers.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908115, "Datum": "11.8.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Signierung einer Partiturabschrift des »Locus iste« [WAB 23] [= Kompositionsdatum?] in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908195, "Datum": "19.8.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung am Ende des Finales der d-moll-Symphonie (»Nullte«) (in Linz).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908215, "Datum": "21.8.1869, Samstag", "Haupttext": "Datierung mit Zusatz »Linz« am Ende des 2. Satzes der d-moll-Symphonie (»Nullte«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908255, "Datum": "25.8.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung mit Zusatz »Linz« am Ende des Trios der d-moll-Symphonie (»Nullte«) (*).\n \nDas Linzer Volksblatt Nr. 194 teilt auf S. 3 mit:\r\n\"     – Wir sind ermächtiget, folgendes vorläufige Programm zur Einweihung der Votiv-Kapelle des Mariä=Empfängniß=Domes mitzutheilen:\r\n     Am Vorabend, [... 28.9.1869 Reliquien zur Bauhütte ...].\r\n     Am Festtage selbst, den 29. September, wird um 7 Uhr Morgens feierlich von der Domkirche auf den Dombauplatz gezogen. Daselbst angelangt, erfolgt die Einweihung der Kirche und des Altars und dann das Pontifical=Amt, während welchem eine zu diesem Feste neu componirte Messe des Herrn Hoforganisten und Professors Anton Bruckner unter Mitwirkung der gesammten Gesangkräfte von Linz aufgeführt werden wird.\r\n     Während die Ceremonien in der Kirche vor sich gehen, [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908265, "Datum": "26.8.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 195 schreibt auf S. 3:\n     \" § Das \"Volksblatt\" [25.8.1869] bringt über die am 29. k. M. stattfindende Einweihung der Votivkapelle an der neu zu erbauenden Domkirche folgendes Programm: Am Vorabend [...] . Am Festtage selbst, den 29. September, wird um 7 Uhr Morgens feierlich von der Domkirche auf den Dombauplatz gezogen. Daselbst angelangt, erfolgt die Einweihung der Kirche und des Altars und das Pontifical=Amt, während welchem eine zu diesem Feste neu componirte Messe des Herrn Hoforganisten und Professors Anton Bruckner unter Mitwirkung der gesammten Gesangkräfte von Linz aufgeführt werden wird. [...] Zum Schlusse wird der hochwürdigste Herr Bischof selbst eine Ansprache halten.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908275, "Datum": "27.8.1869, Freitag", "Haupttext": "Der Österreichische Volksfreund Nr. 196 kündigt auf S. 3 die Aufführung der e-Moll-Messe am 29.9.1869 an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908285, "Datum": "28.8.1869, Samstag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 35 kündigt, das Linzer Volksblatt [25.8.1869] zitierend, auf S. 2 (Beilage) die Aufführung der e-Moll-Messe für den 29.9.1869 an (*).\nEine ähnliche Meldung bringt auch die Gemeinde-Zeitung Nr. 198 auf S. 10 (=1. Beilage S. 2):\r\n           \"Feste in Linz.\r\n     Nachdem vom 11. bis 15. September in Linz das übliche Volksfest stattgefunden haben wird, soll daselbst am 28. und 29. September eine große kirchliche Feierlichkeit, nämlich die Einweihung der Maria-Empfängniß-Kapelle des neuen Domes erfolgen. [...] Am Festtage selbst, den 29. September, wird um 7 Uhr Morgens feierlich von der Domkirche auf den Dombauplatz gezogen.Daselbst angelangt, erfolgt die Einweihung der Kirche und des Altars und dann das Pontifikal=Amt, während welchem eine zu diesem Feste neue komponirte Messe des Herrn Hoforganisten und Professors Anton Bruckner unter Mitwirkung der gesammten Gesangkräfte von Linz aufgeführt werden wird. Während die Zeremonien in der Kirche vor sich gehen, wird außer der Kirche an passenden Stellen gepredigt [...] Zum Schlusse wird der hochwürdigste Herr Bischof selbst eine Ansprache halten. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 15:21"}, {"ID": 186908295, "Datum": "29.8.1869, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner improvisiert in Ansfelden und wird bei der Abendunterhaltung in Grabners Gasthaus, an der auch der Sängerbund von St. Florian teilnimmt, herzlich gefeiert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186908317, "Datum": "August/September 1869", "Haupttext": "Bruckner leitet die Proben zur e-moll-Messe (insgesamt 28-29) persönlich. Sie finden im Hotel »Stadt Frankfurt« statt. Dem Chor gehören Mitglieder des »Frohsinn«, Schüler des Musikvereins und die Liedertafel »Sängerbund« an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186909015, "Datum": "1.9.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Im Stammbuch der Johanna Zimmerauer notiert Bruckner in St. Florian das Improvisationsthema, das ihm Chauvet, der Organist von Notre Dame, in Paris gegeben hatte: »Anton Brucknermp [/] St. Florian den 1. Sep-[/]tember 1869. [/] [1 Zeile Notenzitat] [/] v. Notre Dame.«", "Letzte Änderung": "02.04.2025 07:10"}, {"ID": 186909025, "Datum": "2.9.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner trägt sich im Tagebuch der Marie Firbas, geborene Zimmerauer, auf der Seite »4. September« ein.", "Letzte Änderung": "18.01.2024 16:24"}, {"ID": 186909045, "Datum": "4.9.1869, Samstag", "Haupttext": "Artikel im Linzer Volksblatt Nr. 203 auf S. 3 über Bruckners Erfolg in Nancy und Paris (»Künstler 1. Ranges«, »die erste Palme errungen«) und seine Orgelimprovisation (»in jeder Beziehung ausgezeichnete Orgelfantasie«) in Ansfelden am 29.8.1869:\r\n»      = Von der untern Krems. Sonntag den 29. August ward uns Bewohnern des friedlichen Pfarrdorfes Ansfelden die Freude zu Theil, unsern lieben Landsmann, den ehemaligen Domorganisten von Linz, nunmehrigen Hoforganisten und Professor in Wien, Herrn Anton Bruckner, in unserer Mitte begrüßen zu können. Darf sich mit Recht ganz Oberösterreich über sein Landeskind freuen, darf sich seiner besonders das Stift St. Florian rühmen, wo er als Sängerknabe, als Lehrer und Organist die beste Gelegenheit hatte, den Grundstein zu seiner nunmehrigen künstlerischen Vollendung zu legen: so hat doch gewiß auch seine Geburtsstätte Ansfelden allen Grund, mit Stolz auf jenen Mann zu blicken, der – ein Sprößling unserer Gemeinde – durch seine vortreffliche Begabung und unermüdliche Thätigkeit ein Künstler ersten Ranges geworden ist und namentlich im verflossenen Frühjahre bei seinem Aufenthalte in Nancy und Paris im edlen Wettkampfe mit den berühmtesten Meistern des Orgelspieles die erste Palme errungen hat.\r\n    Der Empfang war ein herzlicher; die freudige Stimmung, welche dieses Wiedersehen nach mehrjähriger Abwesenheit, dieses Wiedersehen nach so glänzenden Erfolgen verursachte, wurde noch mehr gehoben durch die ausgezeichneten Leistungen des Sängerbundes von St. Florian, in dessen Begleitung Bruckner gekommen war.\r\n    Nach Absingung eines weihevollen Vokal=Quartettes \"Ave Maria\" in der Kirche, ergötzte uns unser liebenswürdige [sic] Meister durch den Vortrag einer in jeder Beziehung ausgezeichneten Orgelphantasie,welche ebenso sehr die Großartigkeit seines Genie's, seine meisterhafte Gewandtheit in der Behandlung des Thema's, sowie seine technische Fertigkeit bekundete.\n    Darnach vereinten wir uns in Herrn Grabner's freundlichen Gastlokalitäten zur geselligen Abendunterhaltung. Alles drängte sich herzu, den geliebten Landsmann, \"der es so weit gebracht\", zu sehen; jedem seiner Landsleute wußte der anspruchslose und herzensgute Tonkünstler ein freundliches Wort zu sagen - tausend liebe Erinnerungen aus der Jugendzeit, manche jugendliche Heldenthat u. s. w., wurden besprochen. Dann bot aber auch der Sängerbund von St. Florian, der in weitern Kreisen bekannt zu sein verdiente, durch die gute Auswahl und durch den trefflichen Vortrag seiner Lieder alles auf, den Abend zu einem recht genußreichen zu machen. Kein Mißton störte die ungezwungene Freude desselben, und gewiß wird er uns allen in der angenehmnsten Erinnerung bleiben. Ein \"Hoch\" unserm lieben Landsmann Bruckner! Ein \"Hoch\" dem braven Sängerquartett von St. Florian!« [keine Signatur] (*).\n \nDie Meraner Zeitung Nr. 71 kündigt auf S. 3 die Aufführung der e-Moll-Messe am 29.9.1869 an:\n     \" * - Die Einweihung der Votivkapelle des Mariä=Empfängniß=Domes in Linz wird am 29. September d. J. stattfinden und wird während des Pontifikalamtes eine zu diesem Feste neu componirte Messe des Herrn Hoforganisten und Professors Anton Bruckner aufgeführt werden.\" (**).", "Letzte Änderung": "07.03.2023 09:43"}, {"ID": 186909125, "Datum": "12.9.1869, Sonntag", "Haupttext": "Fertigstellung der d-moll-Symphonie (»Nullte«) in Linz.\r\n   Datierung am Ende des 1. Satzes (*).\nDie Allgemeine Volkszeitung Nr. 253 berichtet in der Beilage über das neue Schuljahr am Wiener Konservatorium:\r\n   »Am Conservatorium der Musik beginnt mit 1. October ein neues Schuljahr. [...] Alles in sich vereinigt, um auch die höchsten Ansprüche, die an ein derartiges Institut gestelt werden, erfüllen zu können. Es genüge wohl, wenn wir aus der bedeutenden Anzahl der Lehrkräfte Namen wie Frau Marchesi und Herr Laurenz Weiß (Gesang), Frau Adele Passy-Köhler (Gesang), Lewinsky (Declamation und Mimik), Hellmerberger [sic] (Violine), Julius Epstein (Clavier), Professor L. A. Zellner (Harmonielehre), Professor Karl Schlesinger (Violoncell), Otto Dessoff (Composition), Professor Zierer und Franz Döppler [sic] (Flöte), Professor Thomas Klein (Clarinett), Professor Adalbert Maschek (Trompete), Röder (Fagott), Professor Uhlmann (Oboe), Professor Kleinerke [sic] (Horn), Professor Slama (Posaune), Professor Ramesch (Clavierbegleitung), Professor Ducati (italienische Sprache), Professor Thalmann (Violine), die Professoren Dachs, Thalmann und Schenner (Clavier), Professor Bruckner (Orgel) hervorheben, um darzuthun, daß die einzelnen Lehrfächer mit Künstlern ersten Ranges besetzt sind und daß die Schüler dieser Anstalt wirklich Meister vor sich haben. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "18.11.2024 10:08"}, {"ID": 186909135, "Datum": "13.9.1869, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck:\r\n      Dankt für das durch Herbecks Fürsprache beim Obersthofmeisteramt erhaltene Geld [Feriengeld, vgl. 13.7.1869]. In Linz wohne er im Priesterseminar und plage sich mit den Proben zur e-Moll-Messe. Lädt Herbeck im Auftrage Bischof Rudigiers zur Aufführung der e-moll-Messe am 29.9.1869 und zur bischöflichen Tafel ein, berichtet von der Fertigstellung der d-moll-Symphonie (»Nullte«) (*).\nVorbesprechung der e-moll-Messe im Linzer Volksblatt Nr. 209 auf S. 5 (**), vermutlich durch Josef Seiberl (signiert \"S.\") (***):\r\n»                            Bruckners Festmesse.\r\n            S. Die zur Feier der Einweihung der Votivkapelle des neuen Domes in Linz eigens hiezu componirte Festmesse von k. k. Hoforganisten und Professor Anton Bruckner ist in jeder Beziehung ein contrapunctisches Meisterwerk, eine durchwegs originelle Composition.\r\n    Überall begegnet man der würdigsten Auffaßung der erhabenen Textworte, überall dem edelsten, musikalischem [sic] Ausdruck. Auf tausendfach verschlungenen Wegen brausen die gewaltigen Tonwellen daher und bilden in der wundervollsten Harmonie einen mächtigen Strom, der das Herz mit Gewalt packt und fortreißt zu demuthsvollster Andacht, zu frommer Begeisterung, zu freudigem Jubel, wie zu der tiefsten Rührung.\r\n    Im streng palestrinisch gehaltenem [sic] Kyrie herrscht die reichste Polyphonie. Bruckners so überaus kunstvoller achtstimmiger Satz, in welchem im manchen Theile der Messe zwei oft drei selbstständige Themen nebeneinander hergeführt werden, reißt geradezu zur Bewunderung hin. Großartig und effektvoll ist das Gloria, in welchem gegen das Ende zu eine prachtvolle Fuge ertönt. Das pompöse \"Credo,\" das mit der höchsten Wahrheit des Ausdruckes so tief empfundene \"Et incarnatus est\" so wie das bis aufs Höchste gesteigerte \"Et resurrexit\" machen den gewaltigsten und erhabensten Eindruck.\r\n     Außerordentlich schön klingt die so künstlich, canonische Verknüpfung der Stimmen beim Sanctus. – Dann das Benedictus! Wir glauben, daß das Benediktus der harmoniereichste, zugleich aber auch der schwerste Theil der Messe ist.\r\n    Bei den überraschendsten Harmonie=Wendungen und kühnem [sic] Einsetzen der Vocal=Stimmen läuft es einem wie heiligen [sic] Schauer, durch die Seele und Bewunderung für den genialen Tonsetzer ergreift uns.\r\n     Herrlicher, tiefer empfunden kann der Text \"Agnus Dei\" und \"miserere nobis\" kaum mehr aufgefaßt werden, als es hier der Fall ist. Den Vocal=Stimmen schließt sich auch eine äußerst gewählte, durchwegs meisterhaft gehaltene Begleitung der Instrumente an.\r\n    Wir gratuliren dem Herrn Professor Bruckner aus vollster Seele zu dieser großartigen Schöpfung und zweifeln nicht, daß ihm auch die höchste Anerkennung dafür zu Theil werde.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186909225, "Datum": "22.9.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 38 meldet auf S. 3:\n»[Beschreibung der Innenarchitektur der Votivkapelle ...] Bruckner's zu dieser Feier eigens componirte Festmesse [e-Moll-Messe am 29.9.1869] wird von allen Musikkennern als ein Meisterwerk gerühmt.«", "Letzte Änderung": "01.07.2024 17:17"}, {"ID": 186909265, "Datum": "26.9.1869, Sonntag", "Haupttext": "Der Österreichische Volksfreund Nr. 221 kündigt auf S. 2 die Einweihungsfeier in der Votivkapelle [29.9.1869, mit Erwähnung der e-Moll-Messe?] an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186909285, "Datum": "28.9.1869, Dienstag", "Haupttext": "[recte 28.8.1869] Die Gemeindezeitung Nr. 198, 1. Beilage S. 2, kündigt die Feierlichkeiten zur Einweihung der Votivkapelle am 28. und 29.9.1869 und die Aufführung der e-Moll-Messe an (*).\nGlockenweihe in Linz (**).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 21:23"}, {"ID": 186909295, "Datum": "29.9.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Uraufführung der e-moll-Messe (Bischof Rudigier gewidmet) zur Einweihung der Votivkapelle des Neuen Domes in Linz. Bruckner dirigiert selbst. Mitwirkende: Linzer Sängerbund, Mitglieder des »Frohsinn« und Militärmusiker. - Karl Zappe hatte bei der Einstudierung mitgeholfen (*).\r\n   »Eine große Anzahl der Liedertafler betheiligte sich auch an der Aufführung der Bruckner'schen Messe bei Gelegenheit der feierlichen Einweihung der Votivkapelle des Mariä Empfängniß=Domes in Linz am 30. September 1869.« (*a).\r\n   Bruckner soll 28 Proben abgehalten haben; bei sechs Proben waren die Bläser dabei, die vermutlich von den Kapellen der Infanterie-Regiments Nr. 11 und 63 gestellt wurden und nicht vom Linzer \"Hausregiment\" Nr. 14, das zu dieser Zeit gar nicht in Linz stationiert war (*b).\r\n   Das »Locus iste« wurde erst am 29.10.1869 aufgeführt (**).\r\n   Die Aufführung erleben u.a. Joh. Ev. Habert (***), Josef Seiberl (°), Mayfeld (°°), Krackowizer (°°°) und möglicherweise auch Herbeck (#) mit. Seiberl soll durch seine \"sängerische Routine\" einen \"Schmiss\" im Sanctus verhindert haben (#a)\nBericht des Linzer Volksblatts Nr. 223, S. 1, signiert »ai.«, über die gestrige Glockenweihe und über die Weihe der Votivkapelle.\r\n»Die Einweihung der Votiv-Kapelle des Maria-Empfängniß-Domes in Linz.\r\n     Ein freudenreicher hochfestlicher Tag war angebrochen, freudenreich für den hochw. Bischof von Linz und seinem [sic] Klerus, für die Stadt Linz, für das ganze christliche Volk Oberösterreichs. [... 28.9.1869 Glockenweihe im [alten] Dom, Zug zur Votivkapelle, 29.9.1869 um 7 Uhr zum Dombauplatz, Einweihung bis 11 Uhr, ab 10 Uhr mit der politischen Prominenz, Hochamt ... Als anwesend werden erwähnt die Bischöfe Rudigier und Athan. Zuber, die Pröpste von St. Florian und Reichersberg, die Äbte von Schlägl, Kremsmünster, Wilhering, Schlierbach, Hohenfurth und St. Peter in Salzburg, Kapuzinerpater Leopold und Domprediger Landerl, weiters der Statthalter, Landeshauptmann und Bürgermeister mit Begleitung ...]\r\n     Nach dem feierlichen Hochamt, unter welchem die wunderschöne, eigens für die Feier componirte Festmesse von Professor Bruckner aufgeführt wurde, – über dieselbe werden wir einen eigenen Bericht bringen – ward von dem hochwürdigsten Bischof das Tedeum angestimmt [...].    ai.« (##).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 14:40"}, {"ID": 186909296, "Datum": "nach dem 29.9.1869", "Haupttext": "Eine Liste \"Ausgaben bei der Einweihung der Votivkapelle\" verzeichnet unter den Ausgaben für \n\n\"1. Herrn Professor Brukner für Composition und Direction der Messe   200f [...] \n4. der Regimentskapelle - 15 Mann für 6 Proben und Aufführung    50f [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186909304, "Datum": "29. oder 30.9.1869, Mittwoch bzw. Donnerstag", "Haupttext": "Bischof Rudigier bietet Bruckner die Krypta der Votivkapelle als Grabesstätte an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186909305, "Datum": "30.9.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung Nr. 224 [*] über die gestrige Einweihungsfeier mit kurzer lobender Erwähnung der e-moll-Messe: \n       \n\n»Die Consecrationsfeier der Votivcapelle des Maria=Empfängniß=Domes.\n     ** Linz, 29. September. Seitdem der Grundstein [...] begünstigt von dem herrlichsten Wetter [...] [Bericht über die Glockenweihe am 28.9.1869] [...] Um 11 Uhr wurde sodann in der Capelle von dem hochwürdigsten Herrn Bischofe das heilige Hochamt celebrirt, bei dessen Beginne am Giebel der Votivcapelle die Kirchweihfahnen aufgezogen wurden. Hiebei fand unter Mitwirkung der bewährtesten Musikkräfte von Linz und Umgebung die Aufführung einer von unserem bewährten früheren Domorganisten, nunmehrigen k. k. Hoforganisten und Professor des Wiener Conservatoriums, Herrn Anton Bruckner, für diesen Zweck eigens componirten und von ihm selbst dirigirten Dombau-Festmesse in vorzüglicher Weise statt, welche durch ihren genialen Schwung im Allgemeinen und die zahlreichen Schönheiten in Besonderem der seltenen Feier, zu deren Verherrlichung sie geschrieben wurde, in jeder Beziehung vollkommen würdig war. Nach dem Schluße des Hochamtes, welchem die Civil= und Militär=Autoritäten der Landeshauptstadt Linz anwohnten, wurde während des Te Deum der erste Opfergang in der neu consecrirten Capelle abgehalten. [...] schloß um 1 Uhr Nachmittags die heutige Hauptfeierlichkeit, an welcher auch mehrere höhere Geistliche aus den Nachbarprovinzen und der Dombauarchitekt Herr Statz aus Cöln Theil nahmen. [...]«  (*).\n\n\n\"Das Vaterland\" Nr. 271 schreibt auf S. 2: \n     \"Linz, 29. September. (Privattelegramm des \"Vaterland\".) Die Consecration der Domcapelle gestaltete sich zu einer großartigen Feier. Die Stadt war geschmückt. Es wurde eine Messe von (dem Wiener Hoforganisten) Bruckner aufgeführt. Der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister, die militärischen Würdenträger, zwei Bischöfe, acht Prälaten und eine große Volksmenge wohnten der Feier bei.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910012, "Datum": "Schuljahr 1869/70", "Haupttext": "Hermine Adametz studiert am Wiener Konservatorium bei Bruckner drei [?] Schuljahre Harmonielehre und Kontrapunkt I und II (*).\r\nWeitere Bruckner-Schüler sind Max Ambros von Rechtenberg (Harmonielehre und Kontrapunkt), Carl Gaßner (H + K), Joseph Hellmesberger jun. (H + K), Carl Kratzl (H) [**a], Josef Lamberger (H + K), Leopold Landskron (H + K), Josef Latzelsberger (H + K), Carl Lux (H + K), Wilhelm Rauch (H + K), Hugo Reinhold (H + K), Damian von Rößl (H + K), Emil Schwarzkopf (H + K), Josef Siebert (H, K und Orgel), Eduard Stanek (H + K), Leopold Svoboda (H + K) und Carl Wolfrum (H und Orgel) (**).\nIm »Personalstand des Konservatoriums im Schuljahre 1869 - 1870« steht Bruckner (alphabetisch bedingt) an erster Stelle: »2. Lehrpersonal. [/] Herr Anton Bruckner, Professor (Contrapunkt und Orgel), seit 1868 (2 Jahre). [...]« (***).\nDas alphabetische »Verzeichniß der Zöglinge« listet u.a. folgende Schüler auf: Hermine Adametz (»aus Ternanye in der Militärgrenze, 28 J.«), Ambros v. Rechtenberg (»aus Krakau in Galizien, 18 J.«), Josef Lamberger (»Pest in Ungarn, 17 J.«), Leopold Landskron (»27 J.«), Josef Latzelsberger (»aus Allhartsberg in N.=Oest., 20 J.«), Wilhelm Rauch (»aus Deutsch=Preußnitz, 25 J.«), Damian Rößl (»aus Prag in Böhmen, 18 J.«), Emil Schwarzkopf (»18 J.«), Josef Siebert (»16 J.«), August Sturm (»14 J.«), Leopold Swoboda (»18 J.«), Carl Wolfrum (»18 J.«) (°).\nBruckners Schüler erscheinen auch im Verzeichnis der zwischen 15.6.1870 und 8.7.1870 vorgenommenen »Classen-Prüfungen«:\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner (4 Schüler). [/] I. Classe. Lobenswerth: 1. Siebert Josef; 2. Ambros von Rechtenberg Max. [/] II. Classe. Vorzüglich: 1. Reinhold Hugo; 2. Latzelsberger Josef.« [...]\r\n   Schule für Harmonielehre und Contrapunkt des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe (unter 13 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Schwarzkopf Emil; 2. Wolfrum Carl; 3. Adametz Hermine; 4. Hellmesberger Josef; 5. Lux Carl. - Lobenswerth: 1. Lamberger Josef; 2. Siebert Josef; 3. Gaßner Carl; 4. Ambros von Rechtenberg Max. [/] II. Classe (unter 6 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Landskron Leopold; 2. Latzelsberger Josef; 3. Reinhold Hugo; 4. Rößl Damian. Lobenswerth: 1. Stanek Eduard; 2. Svoboda Leopold. [/] III.Classe. Vorzüglich: Rauch Wilhelm.« (°°).\nEinige Schüler erhielten »Classenprämien«:\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] II. Classe. Erste Prämie: Reinhold Hugo; zweite Prämie: Latzelsberger Josef.\r\n    Kontrapunctschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Schwarzkopf Emil; zweite Prämie: Wolfrum Carl. [/] II. Classe Erste Prämie: Landskron Leopold; zweite Prämie: Latzelsberger Josef. [/] III. Classe. Erste Prämie: Rauch Wilhelm.« (°°°).\nDie Aufnahmeprüfungen finden vom 25. bis 29.9.1868 noch im alten Musikvereinssaal (Tuchlauben 16) statt. Unterrichtsbeginn im neuen Haus ist am 5.10.1869 (#).\r\nUrsprünglich war der 1.10.1869 angekündigt worden (##).", "Letzte Änderung": "16.12.2024 17:37"}, {"ID": 186910015, "Datum": "1.10.1869, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner:\r\n     Über das Engagement als Professor am Konservatorium für Orgelspiel, Details zum Unterrichtsumfang, zur finanziellen Gestaltung (360 fl Jahresgehalt) und zur Überstundenregelung. Unterschriften von Dr. Egger und L. A. Zellner (*).\n \nSchreiben der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner [größtenteils Vordruck, mit dem vom Schreiben (*) identisch]:\r\n     Über das Engagement als Professor am Konservatorium für Harmonielehre und Kontrapunkt, Details zum Unterrichtsumfang (9 Stunden wöchentlich), zur finanziellen Gestaltung (440 fl Jahresgehalt in 10 Monatsraten) und zur Überstundenregelung. Unterschriften von Dr. Egger, L. A. Zellner und Nikolaus Dumba. Es liegt eine \"Instruktion für den Lehrkörper am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien\" bei. (*a).\n\r\nBericht im Österreichischen Volksfreund Nr. 225, S. 2, über die Aufführung der e-Moll-Messe am 29.9.1869:\r\n     »[...] Nach dem feierlichen Hochamt, unter welchem die schöne, eigens für die Feier componirte Festmesse von Professor Bruckner aufgeführt wurde, ward von dem hochwürdigsten Bischof das Tedeum angestimmt [...]« (**).\n \nVon diesem Ereignis berichtet auch die Gemeindezeitung Nr. 227 auf S. 3:\r\n     »Linz (Zur Konsekrationsfeier der neuen Domkapelle) hatten sich bis zum 29. September 400 - 500 Priester und eine zahllose Menge weltlicher Theilnehmer hier eingefunden. Die Stadt war geschmückt. Es wurde eine Messe von (dem Wiener Hoforganisten) Bruckner aufgeführt. Der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister, die militärischen Würdenträger, zwei Bischöfe, acht Prälaten und eine große Volksmenge wohnten der Feier bei.« (***).\n \nDas Grazer Volksblatt Nr. 225 übernimmt auf S. 4 den Artikel des \"Vaterlands\" vom Vortag:\r\n     \"Linz, 29. September. (Privattelegramm des \"Vaterland.\") Die Consecration der Domcapelle gestaltete sich zu einer großartigen Feier. Die Stadt war geschmückt. Es wurde eine Messe von (dem Wiener Hoforganisten) Bruckner aufgeführt. Der Statthalter, der Landeshauptmann, der Bürgermeister, die militärischen Würdenträger, zwei Bischöfe, acht Prälaten und eine große Volksmenge wohnten der Feier bei.\" (°).", "Letzte Änderung": "30.01.2025 09:48"}, {"ID": 186910025, "Datum": "2.10.1869, Samstag", "Haupttext": "Nochmaliger Bericht über die Einweihungsfeier vom 29.9.1869 mit Aufführung der e-Moll-Messe in der Gemeindezeitung Nr. 228, 1. Beilage S. 1f (erwähnt werden u.a. Bischof Athanasius Zuber, Ordenspriester P. Leopold (Kapuziner) und Domprediger Landerl):\r\n     »Das große Weihe-Fest in Linz [...] Etwa um 11 Uhr war die Einweihung vollendet, und nun hielt der hochwürdigste Bauherr, der Bischof Franz Josef Rudigier das feierliche Hochamt, wobei die prachtvolle Festmesse von Bruckner gesungen wurde. [...]« (*).\nDie Aufführung der Messe wird auch in einer Meldung der Katholischen Blätter Nr. 315, identisch mit der Notiz des Linzer Volksblatts vom 29.9.1869 und auch signiert »-ai.-«, erwähnt:\r\n   »[...] Nach dem feierlichen Hochamt, unter welchem die wunderschöne, eigens für die Feier componirte Festmesse von Professor Bruckner aufgeführt wurde, - über dieselbe werden wir einen eigenen Bericht bringen - ward von dem hochwürdigsten Bischof das Tedeum angestimmt, [...]« (**).\nDer Welser Anzeiger Nr. 40 bringt auf S. 3 eine kurze Besprechung der e-Moll-Messe:\r\n   »[...] Einen erhebenden Eindruck auf die Anwesenden machte die Executirung der vom Professor Bruckner persönlich dirigirten, und mit Meisterschaft zur Ausführung gelangten Festmesse, deren feierliche Klänge bald in leisen anschwellenden Tönen, bald in mächtig rauschenden Accorden wie aus höheren Sphären Ohr und Herz des Zuhörers mit magischer Gewalt fesselten.« (***).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 226 veröffentlicht auf S. 5 ein zugesendetes Schreiben:\r\n\"            Eingesendet.\n                   Dank.\r\n     Das bischöfliche Ordinariat stattet allen P. T. Herren und Damen welche bei den Proben und bei der Aufführung der vom Herrn Hoforganisten Bruckner für die Einweihungsfeierlichkeit der Votiv=Kapelle neu componirten Messe mitgewirkt haben, den verbindlichsten Dank ab.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910045, "Datum": "4.10.1869, Montag", "Haupttext": "Eröffnung des Schuljahres am Konservatorium im neuen Gebäude.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910055, "Datum": "5.10.1869, Dienstag", "Haupttext": "Brief des Bischöflichen Ordinariats an den »Frohsinn«: \n   Dankt für die Mitwirkung bei Proben und Aufführung der e-Moll-Messe, die Überlassung des Lokales und die Besorgung der Beleuchtung und bittet darum, die aufgelaufenen Kosten bekannt zu geben. Unterschrift Rudigiers. \n»Z. 513./D.B.\nAn\ndie Wohllöbliche Vorstehung der Liedertafel Frohsinn\"\nin\nLinz.\n   Das gefertigte Ordinariat stattet seinen wärmsten Dank ab für die ausgezeichnete Mitwirkung bei den Proben und bei der Aufführung der Bruckner'schen Festmesse zur Feierlichkeit der Einweihung der Votivkapelle.\n   Zugleich wird dieser Dank ausgesprochen für die so freundliche Überlassung des Lokales und Besorgung der Beleuchtung, mit dem ergebenen Ersuchen, gefälligst die etwa erlaufenden Kosten anher bekannt geben zu wollen.\nBischöfliches Ordinariat\nLinz den 5. Oktober 1869.\nFranz Joseph\nBischof.« (*). Das Rieder Wochenblatt (4. Jahrgang) berichtet über die Einweihung der Votivkapelle in Linz am 29.9.1869 und die Aufführung der e-Moll-Messe: \n»(Einweihung der Kapelle am neuen Dom in Linz.) Bei dem schönsten Wetter wurde am 30. September [sic] die feierliche Einweihung der Votiv=kapelle in Linz bei ungeheurem Zustrom von Geistlichen der Diözese und von Landbevölkerung vorgenommen. Viele Honoratioren, die Spitzen der Civil= und Militärbehörden, die Gemeinde=Vertreung betheiligten sich an dem erhabenen Feste, welches glanzvoll durchgeführt wurde. Während des Hochamtes, wobei eine Messe vom Professor Brukner ausgeführt wurde, wurden auf dem äußeren Raum Predigten gehalten. Nachmittags war Festdiner im Bischofshofe.« (**).\nAuch in der Zeitschrift »Alpenrosen« (12. Jg., Nr. 40) wird auf S. 158 die Aufführung der Messe besprochen [Übernahme von der Linzer Zeitung vom 30.9.1869]: \n»[...] Hiebei fand unter Mitwirkung der bewährtesten Musikkräfte von Linz und Umgebung die Aufführung einer von unserem bewährten früheren Dom-Organisten, nunmehrigen k. k. Hoforganisten und Professor des Wiener Conservatoriums, Herrn Anton Bruckner, für diesen Zweck eigens componirten und von ihm selbst dirigirten Dom-Festmesse in vorzüglicher Weise statt, welche durch ihren genialen Schwung im Allgemeinen und die zahlreichen Schönheiten im Besonderen der seltenen Feier, zu deren Verherrlichung sie geschrieben wurde, in jeder Beziehung vollkommen würdig war. [...]« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910065, "Datum": "6.10.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik (vermutlich Mayfelds) in der Linzer Zeitung S. 969 [*a] mit Erwähnung einer soeben beendeten Symphonie [»Nullte«] (*):\r\n»A. Bruckner's Messe.\n   P [recte »D«?]. Linz, 29. September. Bei der Consecrationsfeier der Votivcapelle des zu erbauenden Domes kam eine von Professor Anton Bruckner eigens hiezu componirte Messe zur Aufführung. Hart am Eingange der Kapelle erhob sich das Dirigentenpult, um welches sich eine zahlreiche Schaar der singenden Kräfte in Linz, wacker unterstützt von herzugekommenen Fremden, reihte. Die Alti setzten im ruhig gehaltenen Grundtone e ein, ihnen folgten soprani in der Quint, hierauf alti primi in der kleinen Terz und sodann soprani primi. Das eben so geführte Männerquartett folgte; wir hatten es mit einer achtstimmigen Messe in E-moll zu thun. Die Messe wird durch die beigegebene Blasharmonie auf das trefflichste gehoben. Ueber die contrapunktische Führung der Stimmen oder über die Instrumentirung nur ein Wort zu verlieren, wäre überflüssig; sie verrathen den theoretisch gebildeten tiefen Künstler. Bezüglich der Conception und der hierin zum Ausdrucke kommenden, erhebenden Stimmung können wir Herrn Professor Bruckner nur gratuliren. In dieser Richtung wüßten wir wahrhaftig nicht, welchen Theil der Messe wir höher stellen sollten. Das Gloria mit seinem wundervoll eintretenden suscipe und leise verklingenden miserere nobis, in Wahrheit das inbrünstig flehende Gebet des gegen die unendliche Gottheit in Nichts zerfallenden Ich um Erhörung, um Erbarmung; oder das Credo in seiner unisonen, an die Einheit mahnenden Führung mit dem im schmerzlich ruhigen Tone gehaltenen et incarnatus est und dem hingehauchten passus et sepultus est, der lebendige Ausdruck des in Zerknirschung ersterbenden Gemüthes. Noch durchbebt von der hohen Bedeutung des Leidens und Sterbens Jesu Christi, durchzuckt ein Freudenstrahl die Seele des Künstlers, ein Wunder ist geschehen, der Heiland ist erstanden. In allen Stimmen jauchzt die Seele empor \"et resurrexit\" und tritt in männlicher Erhebung heran an die erschütternden Posaunenrufe des Weltgerichts. Von reizender Schönheit ist das benedictus in seiner weihevollen Stimmung, eben so anerkenneswerth die Versöhnungsbitte des \"Agnus Dei\" und das flehende Dona nobis pacem. Das benedictus erfordert eine besonders ruhige Durchführung in dem legato der reichen Melismen, die uns nicht ganz zum Ausdrucke zu kommen schienen.\r\n   Die Aufführung der Messe war, wenn wir uns überhaupt eine Kritik erlauben dürfen, eine ganz vorzügliche. Wir sehen von einzelnen Kleinigkeiten bei den durch die Beschaffenheit des Platzes hervorgerufenen Schwierigkeiten natürlich mit Recht ab. Desto mehr möchten wir wünschen, dieses Werk in einem hiefür geeigneten Raume aufführen zu hören, wodurch die reichen Schönheiten desselben noch mehr hervortreten würden. Für die vielen Freunde Bruckners wollen wir nur constatiren, daß diese Messe, die in mancher Beziehung einen gewaltigen Fortschritt gegen die D-Messe vom Jahre 1864 bekundet, in die Zeit seines Linzer Aufenthaltes fällt, indem dieselbe bereits im Jahre 1866 beendet worden ist. Professor Bruckner wird um so mehr jetzt zu fortwährendem, neuen Schaffen angeregt sein, wie es auch eine erst vor Kurzem beendete Symphonie beweist. Möge es uns gegönnt sein, hier auch weitere Werke Bruckners zu hören, dem wir zu seinen schönen Erfolgen in der Kunst auf das Wärmste gratuliren.« (*).\nBeginn der Besprechung der e-moll-Messe durch Joh. Ev. Habert im Linzer Volksblatt Nr. 229 auf S. 1:\r\n»            Plauderstübchen.\nDie Aufführung der Bruckner'schen Fest-\r\n                      Messe \nbei der feierlichen Einweihung der Votivkapelle\r\n      des Mariä-Empfängniß-Domes in Linz.\r\n   \"Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter.\" Dieses Wort tönte als Grundgedanke während dieser erhabenen Feierlichkeit immer in meinem Innern. Als ich in die prachtvolle Kapelle trat, die trotz des kleinen Raumes schon eine schöne Anzahl von Kunstwerken aufweist, da verkündete jedes Spruchband, jede Figur, jede Verzierung, jeder Stein, alle Andächtigen, Alles, Alles das Lob und Preis der unbefleckt Empfangenen. Es kam mir vor, als wäre das profetische Wort hier zur feststehenden That geworden, welche wieder immer dieses Wort verkündet. Daß mich dieses Wort besonders bewegte während der Aufführung der Festmesse von Bruckner, werde ich wohl nicht noch eigens sagen müssen. Vielleicht mache ich manchem Besucher dieses großartigen Festes eine kleine Freude, wenn wir in der Erinnerung mitsamen nochmals die Schönheiten dieses Werkes an uns vorüberziehen lassen.\r\n   Leise tritt im Kyrie in E-moll eine Stimme des ersten Chores, (2 Sopran und 2 Alt) nach der andern ein und sie vereinigen sich in demuthsvoller Bitte um Erbarmen. Nach einer halben Cadenz trit [sic!] der Männerchor auf gleiche Weise ein, und wiederholt diese Bitte. Nach einer schönen Wendung von Fis-dur nach D-dur schließt in dieser Tonart der Männerchor. In dieser Cadenz tritt ganz unscheinbar eine Nachahmung ein in den Tenorstimmen, deren Thema später mehr erscheint und besonders zum Schluße des Kyrie wieder als Nachahmung im Tenor und Sopran auftritt, und an dieser Stelle von der ergreifendsten Wirkung ist. Mit dem Christe, das wieder der 1. Chor beginnt, fängt eine prächtige kontrapunktische Arbeit an. Nachdem in diesem Chor das Hauptthema durchgeführt ist, mischt sich der 2. Chor mit dem 1., jedoch wird das Thema in der verkehrten Bewegung durchgeführt, Engführungen steigern die Bitte und drängen zu einem ff., einem dringenden, tiefen Ruf um Erhörung. Im 2. Kyrie nun, das wieder wie am Anfange der 1. Chor beginnt, macht sich im 2. Sopran oben erwähnte Figur schon mehr geltend, und besonders in dem nun früher eintretenden Männerchore. In enger Nachahnung drängt sie endlich zu einem gewaltigen Ruf, welchem gleichsam in stiller Ergebung in dem Willen des Herrn eine Cadenz piano folgt. Aber nochmals wagt es die Seele ganz leise die Erbarmung des Herrn anzuflehen. Der Tenor beginnt mit der bekannten Figur, der Sopran setzt um einen halben Takt später und um einen halben Ton höher ein und nun beginnt auf dem Grundtone E, den der Baß hält, die oben erwähnte ergreifende Nachahmung, welcher der endliche Schluß mit dem versöhnenden E-dur Dreiklange folgt.\r\n   Sopran und Alt beginnen unisono im Gloria und piano: Et in terra pax hominibus, (und Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind). Die Fagotte geben in gebrochenen Akkorden den Baß. In mächtigen Dreiklängen erfolgt darauf mit Begleitung sämmtlicher Blasinstrumente: Laudamus te, (wir loben dich u. s. w.) Andächtig und leise ertönt: Adoramus te, (wir beten dich an) und jubelnd folgt glorificamus te, (wir verherrlichen dich). So folgen im Verlaufe des Gloria die schönsten Gegensätze, Licht und Schatten, demüthige Bitte, Lob und Preis in den einfachsten Harmoniewendungen und in raschen, glänzenden und mächtigen Accorden. Wir müßten den Text vollständig durchgehen, um alles zu sagen; aber es würde der Aufsatz zu weitläfig [sic!] werden. Erwähnen wir noch den Mittelsatz: Qui tollis peccata mundi u. s. w. und zum Schluße die kurze Fuge mit ihrer kunstvollen Durchführung. Bei der Fuge war es mir, als hätte sie in einem bewegteren Tempo aufgeführt werden sollen. Als die letzten Akkorde verklungen waren, stand ich da, und hätte gerne so recht von Herzen geweint, denn diese zwei Sätze Kyrie und Gloria hatten mich mächtig ergriffen. Ich sehnte mich allein zu sein, um meinen Gefühlen freien Lauf lassen zu können. Das muß eine gute Musik sein, die eine so mächtige Wirkung, so edle Gefühle hervorbringt. Mit Verehrung sah ich auf den Komponisten, von dem ich bei dieser Gelegenheit das erste Werk hörte.\r\n                              (Fortsetzung folgt.)« (**).", "Letzte Änderung": "21.03.2023 20:39"}, {"ID": 186910075, "Datum": "7.10.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Fortsetzung des Artikels im Linzer Volksblatt Nr. 230 auf S. 2:\r\n»Die Aufführung der Bruckner'schen Fest-\r\n                         Messe\r\nbei der feierlichen Einweihung der Votivkapelle\r\n      des Mariä-Empfängniß-Domes in Linz.\r\n                    (Fortsetzung.)\r\n     Der 1. Theil des Credo ist zum größten Theile unisono sowohl in den Sing- als in den Blasstimmen, welche die ersteren nachahmen, behandelt. Ich, für meinen Theil, liebe lange unisono-Sätze in der Kirchenmusik nicht, darum vielleicht dieser und der letzte Satz des Credo nicht so auf mich wirkten wie das übrige. Dafür aber wirkte das Et incarnatus est und das Crucifixus um so mächtiger; besonders schön ist im ersteren der rasche aber natürliche Uebergang bei virgine, und bei letzterem die schönen, einfachen Dreiklangfolgen bei den Worten crucifixus und et sepultus est. Im Doppelchor beginnt mit einfachen aber kräftigen Dreiklängen das Et resurrexit, die Auferstehung des Herrn, seine Himmelfahrt und die Besitznahme seines ewigen Reiches betrachtend. Bei den Worten Et in Spiritum sanctum beginnt das unisono-Thema wieder wie im Anfange; unterbrochen bei simul adoratur von herrlichen Dreiklängen pp. und ff. bei et conglorificatur. Beim Confiteor erscheint wieder die unisono-Figur, wohl anders durchgeführt und im Verlaufe dann noch zweimal. Mit einem breiten, kräftigen Amen schließt dieser Satz.\n    Im Sanctus beginnen die Singstimmen, welche nach und nach piano eintreten und, und [sic!] je zwei das Thema in enger Nachahmung verfolgen, das Heilig, wie schon gesagt leise, im Verlaufe aber immer stärker zu singen. Durch das Eintreten neuer Stimmen und durch die Uebernahme des Thema von anderen Stimmen wird hier eine Wirkung hervorgebracht, als sängen nicht 8, sondern 100 Stimmen das dreimal Heilig, und man wird unwillkührlich an die Chöre der Engel erinnert. Das ist ein 8stimmiger Satz, vor dem man Respeckt haben muß; da kann man von Kontrapunkt reden! Bei Dominus Deus Sabaoth treten die Blechblasinstrumente, Posaunen, Horn und Trompeten dazu, und heben diese Worte, welche auf dem einzigen S-dur [sic!] Akkord gesungen werden, kräftig hervor. Leider wurde die Wirkung zerstört, da die Sänger gesunken waren und so statt einer kräftigen Harmonie eine gräuliche Disharmonie hervorgebracht wurde. Wer weiß, daß das vorhergehende sehr anstrengend zu singen ist, wird gewiß sehr gerne die Lossprechung hier ertheilen. Bei dem Worte Sabaoth erhoben sich die Sänger wieder und weiter ging es zum Pleni, bei welchem die Posaunen mit Unterstützung der Fagotte und Hörner das Thema des Sanctus in enger Nachahmung markirt vortragen, während die Chöre in kräftigen Akkorden die Harmonie tragen.\n                             (Schluß folgt.)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910095, "Datum": "9.10.1869, Samstag", "Haupttext": "Letzte Folge der Artikelserie im Linzer Volksblatt Nr. 232 auf S. 2 und 5:\r\n»Die Aufführung der Bruckner'schen Fest-\r\n                             Messe\r\nbei der feierlichen Einweihung der Votivkapelle \r\n       des Mariä-Empfängniß-Domes in Linz.\r\n                           (Schluß.)\r\n    Die schwierigste Partie der Messe ist unstreitig das Benedictus. Ein Horn beginnt mit dem Thema, das, ganz chromatisch, uns vielleicht schon ahnen läßt, daß wir hier hauptsächlich eine chromatische Arbeit zu hören bekommen.\r\n    Wir haben mit Vergnügen bei den Schönheiten der Messe verweilt, und ich glaube, wenn ich nun gestehe, daß das Benediktus eben darum, weil es so sehr der Chromatik huldigt, einen niederdrückenden oft peinlichen Eindruck auf mich machte, man mir nicht vorwerfen wird, als wollte ich mich bemühen, das Werk zu verkleinern.\r\n    O nein! Nichts liegt mir ferner. Ich sehe den großen Werth, den diese Nummer als Komposition hat; aber ich denke mir, ein Benediktus soll hell und klar sein, der da kommt im Namen des Herrn, bringt uns den Frieden; die Chromatik dieser Art aber kann nach meiner Ansicht den inneren Frieden, die innere Ruhe nicht so ausdrücken, da sie aufregt, und darum an ihrem Platze ist, wo Leidenschaften, Unruhe, Unzufriedenheit, Niedergeschlagenheit darzustellen sind. Man misverstehe mich nicht. Ich bin kein Feind der Chromatik, und ich bin auch nicht der Ansicht, daß sie der Kirchenmusik ferne bleiben soll, denn ich würde beweisen, daß ich die klassischen Meisterwerke der alten Italiener nicht kenne, (ich erinnere an das wundervolle Requiem von Pitoni in Proske's Musica divina); aber Chromatik und Chromatik ist nicht einerlei. Wer das genauer sehen will, der sehe eben das bezeichnete Requiem an und daneben chromatische Werke der Neuzeit z. B. Wagner'sche Kompositionen, und er wird den Unterschied kennen lernen, der zwischen Chromatik und Chromatik ist.\r\n    In dem bezeichneten Umstande liegt auch die Schuld, warum dieser Satz der schwierigste ist. Da gehören Kräfte dazu, die man gewöhnlich nicht hat, und so wird das auch zur Ursache, daß man ein Werk, das man öfter hören soll, nicht hören kann. Es schließt sich beinahe selbst vom Repertoire aus, und das ist Schade. Hr. Bruckner kann von den Proben erzählen, und es weiß vielleicht niemand, wie viele Mühe ihm das Einstudieren der Messe verursacht hat. Auch an die Bläser der Holzinstrumente werden Anforderungen gemacht, die man schon mit riesig bezeichnen kann, und es ist ganz billig, daß hier der Leistungen der ausübenden Künstler ganz besonders lobend gedacht wird.\r\n    Choralartig beginnt das Agnus Dei; sehr schön ist das miserere nobis ausgedrückt, die Vorhalte sind hier von prächtiger Wirkung; eben so hübsch ist der Schluß des miserere, wo der Männerchor choralartig auftritt, der 1. Chor über ihm aber 3stimmig singt. Besonders schön beginnt das dona nobis; das ist eine Bitte um Frieden so recht aus dem Herzen.\r\n    Ueberblicken wir nun das ganze Werk, so muß gewiß jedermann gestehen, daß diese Komposition zu den bedeutendsten der Gegenwart gehört. Bin ich auch in manchen Punkten anderer Ansicht, so hindert mich das nicht zu sagen, daß ich diese Messe sehr hoch schätze, und weit höher stelle als so viele andere Messen, von welchen uns in der Neuzeit beinahe Wunder erzählt wurden.\r\n    Der Eindruck auf die Andächtigen war unverkennbar, und von vielen Seiten, auch von gewöhnlichen Landleuten, hörte ich die Schönheit der Messe bewundern. Die Aufführung selbst muß man als eine ganz gelungene bezeichnen; das eine Malheur im Sanktus kann man schon passiren lassen. Sowohl der Gesangschor, als auch die begleitenden Blasinstrumente leisteten Großes. Ich möchte diese Messe mit 400 Sängern und in einer großen Domkirche, nicht im Freien, hören; gewiß würden manche Partien noch mehr gewinnen.\r\n    So wie die Feier der Einweihung selbst allen Anwesenden unvergeßlich sein wird, so wird auch die Aufführung der Messe gewiß allen unvergeßlich bleiben, und gewiß werden alle Herrn Bruckner ein recht freundliches Andenken bewahren.     J. E. H.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910145, "Datum": "14.10.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Brief des »Frohsinn« an das Bischöfliche Ordinariat:\r\nMan habe sich bei den Proben und der Aufführung der e-Moll-Messe um so mehr beteiligt, als es sich um die Komposition eines Ehrenmitgliedes handelte. Man habe mit Vergnügen das Vereinslokal für das Studium des »herrlichen« Tonwerkes zur Verfügung gestellt.\nDer Text des Entwurfs lautet:\r\n»Hochw: bischöfl Ord:\r\n   Auf die geschätzte Zuschrift vom 5. dM. beehrt man sich zu erwidern, daß die Liedertafel Frohsinn die auch den kirchlichen Gesang mit Liebe pflegt, mit größtem mit um so größerem Interesse sich bei den Proben u der Aufführung der Brucknerschen Messe gelegentlich der [eingefügt: »feierlichen«] Einweihung der Votivkapelle u z um so mehr bet[heiligte], [danach darüber eingefügt und ebenfalls durchgestrichen: »mit größtem Interesse sich betheiligte«] betheiligte als es galt, die herrliche eine Composition des Ehrenmitgliedes des Vereines zur Geltung zu bringen. in würdiger Weise zu executiren.\r\n   Was die durch die Proben verursachten Kosten anbelangt, so sind dieselben hochst ganz unbedeutend u gereicht es dem Vereine zum Vergnügen [die Fortsetzung des Textes am linken Rand senkrecht notiert:] daß sein Lokale zu Studium des herrlichen Tonwerkes in Verwendung kam. L 14/10 869\r\nMilbeck [??]«", "Letzte Änderung": "12.12.2024 20:39"}, {"ID": 186910165, "Datum": "16.10.1869, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Kirchenzeitung Nr. 42 berichtet auf S. 667 über die Einweihung der Linzer Votivkapelle am 29.9.1869 [mit Aufführung der e-Moll-Messe]:\r\n     »Linz. (Einweihung der Votiv=Capelle des Mariä=Empfängniß-Domes.) [...] Daselbst [am Dombauplatz] angelangt, erfolgte die Einweihung der Capelle und des Altars und dann das Pontifical=Amt, während welchem eine zu diesem Feste neu componirte Messe des Herrn Hoforganisten und Professors Anton Bruckner unter Mitwirkung der gesammten Gesangkräfte von Linz aufgeführt wurde. Zum Schlusse hielt der hochwürdigste Herr Bischof selbst eine Ansprache.« (*).\n(Herbecks Debüt als Operndirigent mit Thomas' »Mignon« (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910175, "Datum": "17.10.1869, Kirchweihsonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt in der Hofkapelle Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910185, "Datum": "18.10.1869, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Schiedermayr:\r\n   Dankt für das Geld (25 fl. 44 kr. [wofür?] und 200 fl. [Honorar für e-moll-Messe (*)]). Hat gestern in der Hofkapelle Orgel gespielt. Bedauert den Tod des Domscholasters [Josef Schropp (**)]. Spielt zur Zeit Orgelwerke Bachs und Mendelssohns. Grüße an die Schwestern Schiedermayrs und den Herrn Baron [Karl Freiherr von Eberl (**)]. Richtet Grüße von seiner Schwester [Maria Anna Bruckner] aus.\r\n[Text der dritten Seite:] »ich sogleich zu Diensten sein. [hochgestellt eingefügt, auf die Fußnote am Ende des Briefes verweisend: »NB«] Gestern [nachträglich am linken Rand eingefügt:] (Kirchweih) habe ich wieder in der Hofkapelle die Orgel gespielt. Bei der Predigt kam vor: „Man gebe Cäsar, was sein ist, so lange er nicht verlangt, was Gottes ist”. Den Tod des Hochw. H Domscholaster betraure [oder: betrauer?] ich sehr. Jede Woche doch wenigstens einmal möchte ich Euer Gnaden sprechen können. Ich spiele jetzt grim[m]ig Orgel-Comp. Bachs u Mendelsohns. Den beiden Fräuleins nochmal meinen herzlichsten Dank u Handkuß. Indem ich meinen tiefsten Dank wiederhole, küsse ich Ihre Hände u verharre mit tiefstem Respekt\r\nEuer Hochwürden u Gnaden\r\ndankschuldigster\r\nAnton Brucknermp.\r\nWien den\r\n18. Oktober 1869.\r\nHochw H Baron meine Empfehlung.\r\nNB. Euer Gnaden wünschten: ' eine einfache Bestätigung des Empfanges. Vielleicht war hier die gesetzliche Quittung gemeint?\r\nVon meiner Schwester Handküsse u Dank.«", "Letzte Änderung": "16.08.2025 22:14"}, {"ID": 186910195, "Datum": "19.10.1869, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Bischof Rudigier: \n   Dankt für bisher erwiesene Wohltaten, die Widmungsannahme und Honorierung der e-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186910215, "Datum": "21.10.1869, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner wird zum Ehrenmitglied des Linzer Diözesan-Kunstvereins ernannt (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 242 bringt auf S. 3 darüber eine Meldung [Text hier mit Lücken]:\r\n»       Aus Oberösterreich.\r\n                  Linz, 21. October.\r\n[...]\r\n     – Bei der heute abgehaltenen Generalversammlung des Linzer Diözesan=Kunstvereines wurden nach Eröffnung der Versammlung und einer Ansprache des hochw. Hrn. Vorsitzenden, nach Verlesung des Jahresberichtes durch Hrn. Kettl, einem Vortrage des P. Florian Wimmer über den \"christlichen Kirchenbau im 15. Jahrhundert\" und einer extemporirten Rede des Hrn. Prof. Angermayr über die Eigenthümlichkeiten der Braunauer=, Efferdinger= und Rieder=Kirche, die hochw. Herren Aebte von Lambach und Wilhering, der hochw. Herr Propst Stülz von St. Florian, die Herren P. Florian Wimmer, Wilhelm Pailler und Organist und Compositeur Bruckner zu Ehrenmitgliedern und nachfolgende Herren: Can. Dangl, Cooperator Scheibelberger, Rittmeister Winkler, Custos Ehrlich, Prof. Dr. Walz, Hafner sen. [siehe die Anmerkung], Greil, Organist Waldeck und Waldvogl zu Ausschußmitgliedern gewählt.« (**).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:38"}, {"ID": 186910265, "Datum": "26.10.1869, Dienstag", "Haupttext": "Brief des Linzer Diözesan-Kunstvereins an Bruckner:\r\n   Er sei bei der Generalversammlung am 21.10.1869 zum Ehrenmitglied ernannt worden. Das Diplom folge später. Unterschriften von J. Geyling und Friedr. Scheibelberger [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "09.03.2025 18:03"}, {"ID": 186910285, "Datum": "28.10.1869, Donnerstag (Hl. Simon)", "Haupttext": "Entstehung der 2 Motti (»Motto« [Böhmerwald-Motto (*)] und »Begrüßung«) [WAB 148] für Männerchor, nach Texten von J. K. Markus, zum Namensfest von Prof. Sechter (**).\nBrief Bruckners an Adalbert (°) Markus:\r\n   Sendet beiliegend das Gewünschte [= »Motto« und Begrüßung«] (***).", "Letzte Änderung": "09.03.2024 10:54"}, {"ID": 186910295, "Datum": "29.10.1869, Freitag", "Haupttext": "Uraufführung der Motette »Locus iste« [WAB 23] anläßlich des Kirchweihfestes (°) in der Votivkapelle des Neuen Domes zu Linz unter Johann Burgstaller (*).\nDatierung in der Skizze zu einer B-Dur-Symphonie [WAB 142] (**).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:11"}, {"ID": 186910315, "Datum": "31.10.1869, Sonntag", "Haupttext": "Datierung in der Skizze zu einer B-Dur-Symphonie [WAB 142].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186911025, "Datum": "(2.11.1869, Dienstag)", "Haupttext": "Konzert in der Wiener Oper unter Herbeck mit Werken von Beethoven, Schubert, Haydn, Mozart und Mendelssohn. Als Solisten wirken mit die Damen Dustmann, Siegstädt, Wilt und die Herren Mayerhofer und Rokitansky (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186911145, "Datum": "(14.11.1869, Sonntag)", "Haupttext": "1. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Cherubini, Haydn, Beethoven und Schumann (4. Sinfonie) im Kärntnertortheater.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186911205, "Datum": "20.11.1869, Samstag", "Haupttext": "Brief Wagners an den »Frohsinn«: \nDankt für das Diplom. Für eine kleine Komposition habe er wenig Zeit, ihm falle auch kein geeignetes Gedicht ein. \n    »Geehrteste Herren! \n    Glauben Sie gewiss, dass es nicht Geringschätzung ist, wenn ich mich saumselig gegen Sie benehme. Das Diplom hat mir viel Freude gemacht, und gern möchte ich auch Ihnen mit einer kleinen Composition eine Freude machen, wenn diess nur so leicht in meiner Macht stünde. Zu dem eigentlichen Musiziren kom[m]e ich gar nicht, auch fällt mir durchaus nicht ein wie ich Ihnen helfen könnte. Bei mir geht Alles anders, als es sich so mancher denkt, welcher mich hier so im behaglichen Ausruhen wähnt. Könnten Sie mich einmal auf ein gutes (d. h. schönes) kurzes Gedicht aufmerksam machen, so wäre die Sache schon gelegentlich einmal möglich: aber mir fällt keines ein. \n    Seien Sie freundlichst gegrüsst und bedankt von Ihrem \n    ergebensten\n    Richard Wagner\n    Luzern\n    20 Nov. 1869«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186911244, "Datum": "vor dem 24.11.1869", "Haupttext": "Der »Frohsinn« lädt Bruckner ein, für ein Fest einen Chor [»Mitternacht«, WAB 80] zu komponieren. Bruckner erhält von Rudolf Weinwurm den von Josef Mendelssohn verfaßten Text.", "Letzte Änderung": "19.11.2024 12:22"}, {"ID": 186911245, "Datum": "24.11.1869, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an »Frohsinn«:\r\n   Dankt für die Einladung, einen Chor zu komponieren; hat von Rudolf Weinwurm bereits den von Josef Mendelssohn verfaßten Text [»Mitternacht«, WAB 80] erhalten. Dankt nochmals für die Mitwirkung einiger Mitglieder des »Frohsinn« bei der Aufführung der e-moll-Messe (*).\n(Beim Vortragsabend des Konservatoriums wirken auch Schüler Bruckners mit: Hellmesberger, Lux, Gaßner und Rößl (**)).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 22:37"}, {"ID": 186911285, "Datum": "(28.11.1869, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Schumann, Bruch, Mendelssohn und Mozart (g-Moll-Sinfonie) (*). \nDa die Brahms'sche D-Dur-Serenade abgelehnt worden war, hatte Dessoff seinen Rücktritt angeboten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186911308, "Datum": "November/Dezember 1869", "Haupttext": "Besprechung der e-moll-Messe durch Joh. Ev. Habert in seiner »Zeitschrift für katholische Kirchenmusik« Nr. 11/12 auf S. 98ff:\r\n»                                Feuilleton.\r\n   Die Aufführung der Bruckner'schen Fest-Messe bei der feierlichen Ein-\r\nweihung der Votivkapelle des Mariä-Empfängniß-Domes in Linz am\r\n29. September d. J.\r\n    \"Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter.\" Dieses Wort tönte als Grundgedanke während dieser erhabenen Feierlichkeit immer in meinem Innern. Als ich in die prachtvolle Kapelle trat. [sic!] Die trotz des kleinen Raumes schon eine schöne Anzahl von Kunstwerken aufweist, da verkündete jedes Spruchband, jede Figur, jede Verzierung, jeder Stein, alle Andächtigen, Alles, Alles das Lob und Preis der unbefleckt Empfangenen. Es kam mir vor, als wäre das prophetische Wort hier zur feststehenden That geworden, welche immer wieder dieses Wort verkündet. Dass mich dieses Wort besonders bewegte während der Aufführung der Festmesse von Bruckner, werde ich wohl nicht noch eigens sagen müssen.\r\n    Die Messe ist für 8 Singstimmen geschrieben: 2 Sopran, 2 Alt, 2 Tenor und 2 Bässe. Da sie im Freien aufgeführt werden musste, so wurden als Begleitung beigegeben 2 Oboen, 2 Clarinetten, 2 Fagotte, 4 Horn, 2 Trompeten, 3 Posaunen. Lieber Leser, der du etwa der Instrumentalmusik nicht sehr gewogen bist, du wirst vielleicht lachen oder dich ärgern über diese Menge von Blasinstrumenten. Ich versichere dich erstens: dass die Zusammenstellung der Vollständigkeit wegen nicht anders sein kann, und zweitens: dass Herr Bruckner recht gut weiss, wie man solche Instrumente behandeln muss. Wenn man auf Messen denkt, bei denen neben Streichinstrumenten nur 2 Horn sind, welche aber ihre Naturtöne bei jeder sich darbietenden Gelegenheit hören lassen, wo man also sagen kann, da sind 2 Horn schon zu viel, ja dann könnte einem bei einer so grossen Besetzung Angst werden. Doch gehen wir an unsere Aufgabe.\r\n    Leise tritt im Kyrie E-moll eine Stimme des ersten Chores, (2 Sopran und 2 Alt) nach der andern ein und sie vereinigen sich in demuthsvoller Bitte um Erbarmen. Nach beiläufig 20 Takten schliesst der Chor auf der Dominante mit einer halben Cadenz. Nun tritt in E-moll, auf die gleiche Weise, wie der erste Chor, der Männerchor ein und wiederholt diese Bitte. Jedoch wird auf andere Weise modulirt und nach einer schönen Wendung von Fis-dur nach D-dur schliesst in dieser Tonart der Männerchor das erste Kyrie. In dieser Cadenz tritt eine ganz unscheinbare Figur im ersten Tenor auf, welche vom zweiten sogleich nachgeahmt wird, die später mehr erscheint und besonders beim Schlusse des letzten Kyrie von der ergreifendsten Wirkung ist. Mit dem Christe, das wieder der erste Chor beginnt, fängt eine prächtige contrapunktische Arbeit an, während das Kyrie hauptsächlich homophon gehalten ist. Nachdem dieser Chor das schöne Hauptthema durchgeführt hat, mischt sich der zweite mit ihm, jedoch wird vom Männerchor das Thema in der verkehrten Bewegung durchgeführt. Engführungen steigern die Bitte und drängen zu einem ff, einem dringenden, tiefen Ruf um Erhörung. Im letzten Kyrie nun, das wieder, wie im Anfange, der erste Chor auf gleiche Weise beginnt, macht sich jedoch im 2. Sopran oben erwähnte Figur schon mehr geltend, und besonders im Männerchor, der jetzt schon nach fünf Takten eintritt. In enger Nachahmung drängt sie endlich zu einem gewaltigen Ruf, welchem gleichsam in stiller Ergebung in den Willen des Herrn eine stille Cadenz folgt. Aber nochmals wagt es die Seele ganz leise die Erbarmung des Herrn anzuflehen. Der Tenor beginnt mit der mehr erwähnten Figur, der Sopran setzt um einen halben Takt später und um einen halben Ton höher ein und nun beginnt, während der Bass den Hauptton E festhält, eine ergreifende Nachahmung, die zum endlichen Schlusse führt, der nach vorausgegangenem A-moll-Dreiklange und der weichen, verminderten Vierklangsharmonie, mit dem versöhnenden E-dur-Dreiklange folgt. - Von den Instrumenten sind nur die Hörner und Posaunen bei einigen Fortestellen angewendet, jedoch unobligat, und sie blieben bei der Aufführung weg. – \r\n    Sopran und Alt beginnen unisono, choralartig und piano: Et in terra pax hominibus: die Fagotte geben in gebrochenen Akkorden den Bass. In mächtigen Dreiklängen erfolgt darauf mit Begleitung sämmtlicher Blasinstrumente: Laudamus te, Benedicimus te. Andächtig und leise ertönt ohne Begleitung das Adoramus te und jubelnd klingt darauf wieder mit voller Begleitung das Glorificamus te. So folgen im Verlaufe des Gloria die schönsten Gegensätze, Licht und Schatten, demüthige Bitte, Lob und Preis in den einfachsten Harmoniewendungen und in raschen, glänzenden und mächtigen Akkorden. Wir müssten den Text vollständig mitsammen durchgehen, um Alles sagen zu können; aber der Aufsatz würde zu weitläufig werden. Nehmen wir noch den Mittelsatz heraus: Qui tollis peccata mundi bis zum Quoniam, der mit der grössten Wahrheit im Ausdrucke wiedergegeben ist, und erwähnen wir noch der kurzen, kunstvollen Schlussfuge. Bei dieser war es mir, als hätte sie in einem bewegteren Tempo aufgeführt werden sollen. – Als die letzten Akkorde verklungen waren, stand ich da, und hätte gerne so recht von Herzen geweint, denn diese zwei Sätze, Kyrie und Gloria hatten mich mächtig ergriffen. Ich sehnte mich allein, ungesehen zu sein, um meinen Gefühlen freien Lauf lassen zu können. Das muss eine gute Musik sein, die eine so mächtige Wirkung, so edle Gefühle hervorzubringen im Stande ist. Mit Verehrung sah ich auf den Kompositeur, der die Aufführung leitete, von dem ich bei dieser Gelegenheit das erste Werk hörte.\r\n    Der erste Theil des Credo ist zum grössten Theile unisono, sowohl in den Sing- als in den Blasstimmen, welche die ersteren nachahmen, behandelt. Ich für meinen Theil, liebe lange Unisono-Sätze in mehrstimmigen Kirchencompositionen nicht, darum vielleicht dieser und der letzte Satz des Credo nicht so auf mich wirkten, wie das übrige. Dafür aber wirkte das Et incarnatus est und das Crucifixus um so mächtiger; besonders schön ist im ersteren der rasche aber natürliche Uebergang bei virgine, und bei letzterem die schönen, einfachen Dreiklangfolgen bei Crucifixus und et sepultus est. Hübsch und originell ist beim Crucifixus die Instrumentirung. Et incarnatus est hat keine Instrumentalbegleitung bis auf 2 Takte: beim Crucifixus aber treten pp die Fagotte und Clarinetten in Oktaven, die Horn choralartig unisono auf. – Im Doppelchor beginnt mit einfachen aber kräftigen Dreiklängen das Et resurrexit, die Auferstehung des Herrn, seine Himmelfahrt und die Besitznahme seines ewigen Reiches betrachtend. Bei den Worten Et in Spiritum sanctum beginnt das Unisono-Thema wieder wie am Anfange, unterbrochen bei simul adoratur von herrlichen Dreiklängen pp, und ff bei et conglorificatur. Bei Confiteor erscheint wieder die Unisono-Figur, wohl anders durchgeführt und im Verlaufe dann noch zweimal. Mit einem breiten, kräftigen Amen schliesst der Satz.\r\n    Im Sanctus treten die Singstimmen nach und nach ein, je zwei verfolgen das Thema in enger Nachahmung, und beginnen das Heilig leise, im Verlaufe aber immer stärker zu singen. Durch das Eintreten neuer Stimmen und durch die Uebernahme des Thema von andern Stimmen wird hier eine Wirkung hervorgebracht, als sängen nicht acht, sondern hundert Stimmen das dreimal Heilig, und man wird unwillkürlich an die Töne der Engel erinnert. Das ist ein achtstimmiger Satz, vor dem man Respekt haben muss; da kann man von Contrapunkt reden! Bei Dominus Deus Sabaoth treten die Blechblasinstrumente hinzu, und heben die Worte, welche auf den einzigen D-dur Akkord gesungen werden, kräftig hervor. Leider wurde die beabsichtigte Wirkung vereitelt, da die Sänger gesunken waren und so statt einer kräftigen Harmonie eine gräuliche Disharmonie hervorgebracht wurde. Wer weiss, dass das Vorhergehende sehr anstrengend zu singen ist, wird gewiss sehr gerne die Lossprechung ertheilen. Bei dem Worte Sabaoth erhoben sich die Sänger wieder und weiter ging es zum Pleni, bei welchem die Posaunen mit Unterstützung der Fagotte und Hörner das Thema des Sanctus in enger Nachahmung markirt vortragen, während die Chöre in kräftigen Akkorden die Harmonie tragen.\r\n    Die schwierigste Parthie der Messe ist unstreitig das Benedictus. Ein Horn beginnt mit dem Thema, das, ganz chromatisch uns schon ahnen lässt, dass wir hier hauptsächlich eine chromatische Arbeit zu hören bekommen. Bei der zweiten Durchführung übernehmen die Oboen das Thema und bei der letzten die Fagotte in den tiefsten Tönen. – Wir haben mit Vergnügen bei den Schönheiten der Messe verweilt, und ich glaube, wenn ich nun gestehe, dass das Benediktus der Chromatik wegen, einen niederdrückenden, oft peinlichen Eindruck auf mich machte, man mir nicht vorwerfen wird, als wollte ich mich bemühen das Werk zu verkleinern. O nein! Nichts liegt mir ferner. Würde ich das Werk nicht für so bedeutend halten, so würde ich mich nicht so lange mit demselben beschäftigen. Ich sehe den großen Werth, den diese Nummer als Composition hat; aber ich denke mir, ein Benediktus soll hell und klar sein. \"Der da kommt im Namen des Herrn,\" bringt uns den Frieden. Die Chromatik dieser Art aber kann nach meiner Ansicht den innern Frieden, die innere Ruhe nicht so ausdrücken, da sie aufregt, und darum an ihrem Platze ist, wo Leidenschaften, Unruhe, Unzufriedenheit, Niedergeschlagenheit darzustellen sind. Man missverstehe mich nicht. Ich bin kein Feind der Chromatik, und ich bin auch nicht der Ansicht, dass sie der Kirchenmusik gänzlich ferne bleiben soll, denn ich würde beweisen, dass ich die klassischen Meisterwerke der alten Italiener nicht kenne, (ich erinnere an das wundervolle Requiem von Pitoni in Proske's Musica divina); aber Chromatik und Chromatik ist nicht einerlei. Wer das genauer sehen will, der sehe eben das bezeichnete Requiem an und daneben die modernen, chromatische Werke der Neuzeit z. B. Wagner'sche Compositionen, und er wird den Unterschied kennen lernen, der zwischen Chromatik und Chromatik ist.\r\n    In dem bezeichneten Umstande liegt auch die Schuld, warum dieser Satz der schwierigste ist. Da gehören Kräfte dazu, die man gewöhnlich nicht hat, und so wird das auch zur Ursache, dass man ein Werk, das man öfter hören soll, nicht hören kann. Es schliesst sich beinahe selbst vom Repertoir aus, und das ist Schade. Herr Bruckner kann von den Proben erzählen, und es weiss Niemand, wie viele Mühe ihm das Einstudieren der Messe verursacht hat. Auch an die Bläser der Holzinstrumente werden durch das Ausweichen in entfernte Tonarten Anforderungen gemacht, die man schon mit riesig bezeichnen kann, und es ist ganz billig, dass hier der Leistungen der ausübenden Künstler ganz besonders lobend gedacht wird.\r\n    Choralartig beginnt das Agnus Dei; sehr schön ist das Miserere nobis ausgedrückt, die Vorhalte sind hier von prächtiger Wirkung; eben so hübsch ist der Schluss des Miserere, wo der Männerchor choralartig auftritt, der 1. Chor über ihm aber dreistimmig singt. Besonders schön beginnt das Dona nobis; das ist eine Bitte um Frieden so recht aus dem Herzen.\r\n    Ueberblicken wir nun das ganze Werk, so muss gewiss Jedermann gestehen, dass diese Komposition zu den bedeutendsten der Gegenwart gehört. Bin ich auch in manchen Punkten anderer Ansicht, so hindert mich das nicht zu sagen, dass ich diese Messe sehr hoch schätze, und weit höher stelle als so viele andere Messen, von welchen uns in der Neuzeit beinahe Wunder erzählt wurden.\r\n    Der Eindruck auf die Andächtigen war unverkennbar ein grosser, und von vielen Seiten, auch von gewöhnlichen Landleuten, hörte ich die Schönheit der Messe bewundern. Die Aufführung selbst muss man als eine ganz gelungene bezeichnen; das eine Malheur im Sanctus kann man schon passiren lassen. Sowohl der Gesangschor, als auch die begleitenden Blasinstrumente leisteten Grosses. Ich möchte diese Messe mit 400 Sängern und in einer grossen Domkirche, nicht im Freien, hören; gewiss würden manche Parthien noch mehr gewinnen.\r\n    So wie die Feier der Einweihung selbst allen Anwesenden unvergesslich sein wird, so wird auch die Aufführung der Messe gewiss allen unvergesslich bleiben, und gewiss werden Alle Herrn Bruckner ein recht freundliches Andenken bewahren.\r\n                                 J. E. H.«", "Letzte Änderung": "25.09.2025 15:55"}, {"ID": 186912055, "Datum": "5.12.1869, Sonntag", "Haupttext": "[Zur Datierung und anderen Details siehe die Anmerkung]\nAufführung des Oratoriums \"Israels Heimkehr von Babylon\" von Rudolf Schachner im ersten Vereinskonzert des Mozarteums um halb vier Uhr im Landhaus-Saal (Chiemseehof) in Salzburg. Vokalsolisten sind Hedwig v. Gatterburg, Dr. Therese Marschner-Bach, Franz Huber (Mozarteum) und Engelbert Lanz (*).\r\nIm Publikum sind u. a. Erzherzof Franz Karl, Erzherzogin Sophie (Initiatorin der Konzertwiederholung) und Erzherzog Ludwig Viktor (*a),\nund möglicherweise auch Herr von an der Lan-Hochbrunn (Gerichtsadjunkt aus St. Gilgen, vielleicht mit verwandtschaftlichen Beziehungen zum damals sechsjährigen Paul von an der Lan-Hochbrunn, dem späteren Pater Hartmann und Sohn des Bozener Eisenbahnbeamten Eugen von an der Lan-Hochbrunn?) (*b).\nDie Salzburger Liedertafel und die Singakademie gestalten für Schachner und die Solisten einen häuslichen Abend im Vereinslokal (als geschlossene Gesellschaft) mit Gästebegrüßung, Chören, Solovorträgen und Festreden (u. a. Dr. O. Bach zu Mozarts Sterbetag) (*c).\n \nBruckner spielt in Salzburg nach der Aufführung dieses Oratoriums bei einer Abendveranstaltung [ziemlich sicher dieser] Klavier und tags darauf [6.12.1869, Montag] in der Collegienkirche auf der von Mauracher im Vorjahr erbauten Orgel (**).\nDie Orgel (III/32) hatte 1868 Matthäus Mauracher unter Verwendung der Vorgängerorgel (1708 Johann Christoph Egedacher) gebaut (**a).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:33"}, {"ID": 186912105, "Datum": "(10.12.1869, Freitag)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Konservatoriums, bei dem u.a. ein Quintettsatz von A. Nikisch aufgeführt wird, wirkt von Bruckners Schülern Carl Lux mit.", "Letzte Änderung": "18.02.2024 23:16"}, {"ID": 186912115, "Datum": "11.12.1869, Samstag", "Haupttext": "Datierung des Autographs von \"Mitternacht\" [WAB 80] auf der letzten Seite:\r\n\"Wien 11. Dez.\r\n1869.\r\nAnton Brucknermp.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186912125, "Datum": "(12.12.1869, Sonntag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Meyerbeers »Prophet« an der Wiener Oper (*).\nBrahms dirigiert im 3. Philharmonischen Konzert seine 1. Serenade (**). Dessoff dirigiert Bach und Mendelssohn (4. Sinfonie) (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:04"}, {"ID": 186912185, "Datum": "(18.12.1869, Samstag)", "Haupttext": "Herbeck dirigiert [in der Wiener Oper (*)] ein Konzert mit Werken von Mendelssohn, Weber (Oberon), Schumann, Beethoven (3. Sinfonie) und Gluck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186912225, "Datum": "(22.12.1869, Mittwoch)", "Haupttext": "Konzert von Clara Schumann und Brahms in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186912265, "Datum": "(26.12.1869, Sonntag", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Lachner, Brüll und Beethoven (5. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 186912305, "Datum": "(30.12.1869, Donnerstag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Flotows »Martha« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "08.10.2024 15:04"}, {"ID": 186912317, "Datum": "1869 oder 1870 (?)", "Haupttext": "Bruckner hält sich ein weiteres Mal in Bad Kreuzen zur Kur auf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187000001, "Datum": "1870er Jahre", "Haupttext": "Die Sommerferien dieser Jahre verbringt Bruckner z.T. auch in Kirchdorf (bei Dr. Kaltenbrunner); J. Greck und K. Zeitlinger berichten vom Besuch des Verließes in Altpernstein und der Führung durch Förster Wischenbart (*)\nMit von der Partie bei diesem Ausflug war neben Greck noch sein Schwager, Schuldirektor Brunnbauer. Bruckner hatte in Kirchdorf auch Kontakte mit den Sensengewerksfamilien Zeitlinger, Weinmeister und Pießlinger (*a).\nAlois Spannesberger erzählt von Kontakten mit A. Weißgärber, in Schlierbach mit Florian Schininger [Zisterzienserpater und Prior in Schlierbach], und von einem Ausflug nach Kremsmünster, wo Bruckner einen Brief Wagners erhalten haben soll (**).\nAls weitere Bekannte werden Blumauer und in Steyrling Michael Pieslinger überliefert (***).\nAn der Lehrerbildungsanstalt St. Anna kommt Bruckner in Kontakt mit dem Lehrer Ferdinand Thetter, der ihn öfters auch als Gast zuhause hat. Bruckner spielt öfters einer der 6 Töchter (Marie Thetter) aus neuen oder gerade entstehenden Kompositionen vor.\r\nIn der Familienüberlieferung wird auch von späteren Besuchen (nach der Komposition des Quintetts) bei der Familie des Schuldirektors Thetter in Hinterbrühl berichtet.\r\nBruckner sei auch noch nach seiner Ernennung zum Ehrendoktor gerne ins Landhaus am Gießhübl gekommen (°).\nBruckner scheint auch in Wien Klavierschüler gehabt zu haben. Anna Wanausek, geb. Freiin von Zinnenburg, verheiratet mit Franz Wanausek, berichtet, dass Bruckner gelangweilt den Unterricht absolviert und vorzeitig beendet habe, angeblich mit der Aufforderung, sie möge ihm lieber die Haare kämmen (°°).\nLotte Ingrisch berichtet (ca. Januar 2018), dass ihre Großmutter Emma Jörg, später verheiratet mit dem Maler Rudolf Krauss [evtl. Rudolf Krausz (1872 - 1928)?], eine Schülerin Bruckners gewesen sei (°°°).\n[Wann? kann auch viel später sein]\r\nAls Hinweis auf einen Ausflug Bruckners nach Leonstein (Schloss in der oö. Gemeinde Grünburg im Besitz der Grafen von Salburg) hat sich ein Umschlag \"Leonstein\" mit getrockneten Blumen in Bruckners Nachlass erhalten (#).\nBruckner trifft sich in den 70er Jahren öfter mit seinem ehemaligen St. Florianer Schüler Moritz Marböck in der \"Stadt Brünn\" in der Augustinerstraße. Zu dieser Tafelrunde gehören u. a. \"auch Baron Stift [Stifft?], der Kunstzeichner Franz Teuchmann, dann der als Wagnerianer bekannte Herr Pfrogner und Doktor Hermann an. Und da kam es öfter vor, daß Moritz Marböck den Meister abends bis zum Haustor begleitete, dann aber auf dessen Bitte mit in die Wohnung ging, \"damit wir noch a bisserl spiel'n können\". Und dieses \"Bisserl\", wobei Moritz unermüdlich die Zimmerorgel aufzog, dauerte manchmal bis – 2 Uhr in der Nacht, bis beide vollständig erschöpft waren.\" (##)\n[vermutlich erst ab 1876]\r\nLia Marböck, Tochter des ehemaligen St. Florianer Bezirksrichters und Gesangsstudentin bei Mathilde Marchesi am Konservatorium, klagt Bruckner ihr Leid - sie fühle sich dort nicht wohl - und wird von Bruckner getröstet. \"Ich bitt' Sie, was wollen S' denn von der G'sellschaft? – Ich möcht' auch am liebsten fort. Ich möcht' halt immer nur bei meine 'Gaudeamus' sein, das wär' mir lieber, als da herinn' sein, bei der G'sellschaft\". (###).", "Letzte Änderung": "06.06.2025 09:25"}, {"ID": 187000002, "Datum": "Anfang der 70er Jahre", "Haupttext": "Anna v. Gyurkowich [siehe die Anmerkung] erlebte Bruckner im Hause Währinger Straße, wenn sie Frau Römer in der Wohnung darunter besuchte, und bei sich zu Hause bei musikalischen Abenden, an denen neben Bruckner u.a. die Kapellmeister Eder und Greipel, Sophie Kosch, Helene Marschall und Prof. Rottenstein teilnahmen. - Einige Jahre später trafen ihre Schwestern Bruckner in Schwanenstadt.", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:26"}, {"ID": 187000011, "Datum": "1870", "Haupttext": "Die in diesem Jahr durchgeführte Volkszählung wird mit einem Stempel auf Bruckners Heimatschein vom 27.6.1859 bestätigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187001015, "Datum": "(1.1.1870, Samstag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Webers »Freischütz« unter Herbeck an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187001035, "Datum": "(3.1.1870, Montag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von [Donizettis] »Lucia« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187001055, "Datum": "5.1.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung weist auf S. 12 auf Haberts Rezension der e-Moll-Messe hin:\r\n   »* (Habert's Zeitschrift für katholische Kirchenmusik.) Mit der ausgegebenen Doppelnummer 11 und 12 schließt der 2. Jahrgang dieses schwierigen und zugleich sehr verdienstvollen Unternehmens. [...] Unter den vielen geistreich geschriebenen Recensionen hat uns besonders jene über Bruckner's Festmesse zur Einweihung der Votivcapelle sehr angesprochen [...]« (*).\nFeierliche Schlußsteinlegung am Großen Musikvereinssaal der Gesellschaft der Musikfreunde durch Kaiser Franz Joseph (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187001065, "Datum": "6.1.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Erstes Konzert im neueröffneten Großen Musikvereinssaal unter Herbeck mit Werken von Beethoven, Haydn, Bach, Mozart und Schubert (Wiederholung am 9.1.1870). \nLewinsky spricht einen von J. Weilen verfaßten Prolog (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187001095, "Datum": "9.1.1870, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rosalia Hueber: \r\n   Nani gehe es sehr schlecht. Rosalia solle auf keinen Fall auf einen Krankenbesuch verzichten (wie bei der Erkrankung der Mutter [vor 11.11.1860]). Ignaz und er würden ihr bei den Reisekosten helfen (*).\nWiederholung des Konzertprogramms vom 6.1.1870 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187001115, "Datum": "11.1.1870, Dienstag", "Haupttext": "Hanslick erwähnt in der »Neuen Freien Presse« Nr. 1928 auf S. 2 (in der eingangs mit »Ed. H.« signierten Kritik des Eröffnungskonzertes vom 6.1.1870), daß das »malerische Gehäuse« des »stattlichen Orgelkastens« noch seines Inhaltes harre, der Orgel, und bemängelt, daß Wien keine Orgelkonzerte kenne [vgl. 19.11.1872!] und daß Bruckner zu wenig Gelegenheit erhält, die Wiener Orgeln zum Üben oder für Aufführungen zu nutzen: \n\n   »An dem Professor des hiesigen Conservatoriums, Anton Bruckner, besitzen wir einen der hervorragendsten Orgel=Virtuosen, der bei dem letzten Musikfeste in Nancy, dann in Paris unter dem Zudrange der ganzen musikalischen Elite sich auf den berühmten Orgeln von St. Epore [recte »St. Epvre«], St. Sulpice und Notre Dame mit solchem Erfolge producirte, daß er in förmlichem Wettkampf die renommirtesten belgischen und französischen Organisten besiegt hat. Nur in Wien ist es unmöglich, Bruckner zu hören; denn ihm, dem k. k. Hof=Organisten, ist die Benützung der Orgeln behufs einer Production oder auch nur der Privatübung bis jetzt nicht gestattet. [...]« Die geplante Musikvereinsorgel werde diese auf der Engherzigkeit der katholischen Kirchenvorstände beruhende Situation verbessern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187001165, "Datum": "16.1.1870, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rosalia Hueber in Vöcklabruck:\r\n     Heute 3 Uhr nachmittags ist die Schwester Maria Anna Bruckner gestorben. Leichenbegängnis ist am Dienstag. - Pater Schneeweiß war in der Sterbestunde bei ihr (*).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Mozart, Händel und Rubinstein (**)).", "Letzte Änderung": "17.09.2024 07:56"}, {"ID": 187001166, "Datum": "nach dem 16.1.1870", "Haupttext": "Rosalia Hueber betreut Bruckner einige Tage in seiner Wiener Wohnung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187001185, "Datum": "18.1.1870, Dienstag", "Haupttext": "Beerdigung von Maria Anna Bruckner auf dem Währinger Friedhof (*).\r\nZiemlich sicher nahmen Bruckners Geschwister (z.B. Rosalia Hueber) daran teil.\nDer Minoritenpater Bernardin Karpfenberger, Kooperator an der Kirche »Zur heiligen Dreifaltigkeit«, leitet das Begräbnis (**).", "Letzte Änderung": "17.09.2024 07:55"}, {"ID": 187001235, "Datum": "23.1.1870, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Schiedermayr:\r\n   Meldet den Tod seiner Schwester Maria Anna Bruckner. Schuldgefühle, Selbstvorwürfe. Hätte sie nicht im Haushalt mitarbeiten lassen oder wäre selbst in Linz geblieben, wenn er das geahnt hätte.", "Letzte Änderung": "15.11.2024 20:19"}, {"ID": 187001305, "Datum": "(30.1.1870, Sonntag)", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Reinecke, Hiller, Weber und Schumann (2. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187002005, "Datum": "ca. Januar/Februar 1870", "Haupttext": "Katharina Kachelmayr wird Bruckners Haushaltshilfe.\n\n\n[zu Habert siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187002015, "Datum": "1.2.1870, Dienstag", "Haupttext": "[Irrtümlich: Skizze zum Finale der 2. Symphonie. Recte:] Skizze für die Orgelimprovisation am 14.4.1870 (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187002125, "Datum": "(12.2.1870, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend des Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187002135, "Datum": "(13.2.1870, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Mendelssohn, Bach/Esser, Berlioz und Bruch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187002205, "Datum": "(20.2.1870, Sonntag)", "Haupttext": "Im 2. Gesellschaftskonzert dirigiert Rubinstein eigene Werke.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187002275, "Datum": "27.2.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"H. Organist Bruckner von Wien\" (Datum der Abreise 3.3.1870) (*).\n\n\nWiener Erstaufführung von Wagners \"Meistersingern\" unter Herbeck (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003004, "Datum": "vor März 1870", "Haupttext": "Kopie der Partitur der d-moll-Symphonie (»Nullte«) durch »Anonymus L2« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003005, "Datum": "März 1870", "Haupttext": "Schimatschek schreibt die Stimmen (auch die Streicher nur in einfacher Ausfertigung) zur d-moll-Symphonie (»Nullte«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003035, "Datum": "3.3.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab (Ankunft am 27.2.1870).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003045, "Datum": "(4.3.1870, Freitag)", "Haupttext": "Zweite Wiener Aufführung von Wagners »Meistersingern«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003065, "Datum": "6.3.1870, Sonntag", "Haupttext": "Der Österreichische Volksfreund Nr. 53 meldet auf S. 2, daß Bruckner [heute] als Organist einer Messe in der Augustinerkirche mitwirke. Unter der Leitung von Kpm. Leopold Eder würden eine Messe in B von Wittassek, ein Graduale von Schaman (mit Oboe und Altsolo) [recte Schimon?] und ein Offertorium von Joh. Krahl aufgeführt (*).\nDie Orgel (II/24) war von Johann Hencke (1697 - 1766) für die Schwarzspanierkirche errichtet und 1784/85 in die Augustinerkirche übertragen und 1820 von Jacob Deutschmann umgebaut worden (*a).\n \nAuch \"Die Presse\" Nr. 64 bringt auf S. 9 eine Ankündigung:\n     \"Tages=Chronik. | Wien, 5. März. [...] (Kirchenmusik.) Morgen Sonntag 11 Uhr wird Capellmeister Eder in der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin Wittassek's B-Messe, Graduale von Schaman, Oboe und Altsolo, Offertorium von Joh. Krahl, Duett aufführen, und die Soli die Damen Schreiber, Girsa, Czany und Diettl, die Herren Schaman, Oboist des k. k. Hofoperntheaters, und der k. k. Hoforganist Bruckner auf der Orgel vortragen.\" (*b).\n \nIdentische Meldungen in der Neuen Freien Presse Nr. 1982 auf S. 5 (*c)\n \nund im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 64 auf S. 18 (*d).\n(Wiederaufnahme von Bellinis »Norma« an der Wiener Oper (**)).\n(8. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Händel, Rubinstein und Beethoven (7. Sinfonie) (***)).\n(Konzert des Wiener Schubertbundes im Musikvereinssaal (°)).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 08:52"}, {"ID": 187003095, "Datum": "(9.3.1870, Mittwoch)", "Haupttext": "Im Konzert des Orchester-Vereins der Gesellschaft der Musikfreunde dirigiert Karl Heißler u.a. eine Serenade von Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "19.10.2024 15:03"}, {"ID": 187003106, "Datum": "ca. 10.3.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner bereitet Dürrnberger anläßlich des 70. Geburtstages einen Fackelzug (in Steyr?).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003135, "Datum": "(13.3.1870, Sonntag)", "Haupttext": "Im 3. Gesellschaftskonzert unter Herbeck wird Robert Schumanns Oratorium »Das Paradies und die Peri« aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003145, "Datum": "14.3.1870, Montag", "Haupttext": "Datierung Schimatscheks (in Linz) in einer Hornstimme zur d-moll-Symphonie (»Nullte«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003245, "Datum": "24.3.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Die Zeitung »Der Wanderer« Nr. 82 informiert über die morgen geplante Kirchenmusik, bei der Bruckner mitwirke (*).\n \nHinweise erscheinen auch in der \"Presse\" Nr. 82 auf S. 13:\n     \"(Kirchenmusik.) [...] Freitag um 11 Uhr kommt in der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin Messe, Graduale und Offertorium von Mozart, und werden die Soli von Gräfin Taaffe, Fräulein Girsa, Schreiber, Herren Dunkl und Teller vorgetragen. Am Schlusse des Hochamts wird der k. k. Hoforganist Bruckner eine Orgelfuge spielen.\" (**)\n \nund im Neuen Fremdenblatt Nr. 82 auf S. 4:\n     \" * Morgen  Vormittag 11 Uhr wird Kapellmeister Eder in der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin eine Messe sammt Einlagen von Mozart aufführen, und die Soli Frau Gräfin Taaffe, die Fräulein Girsa und Schreiber vortragen, am Schlusse des Hochamts wird der k. k. Hoforganist Brukner eine Orgelfuge spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 08:53"}, {"ID": 187003255, "Datum": "25.3.1870, Freitag", "Haupttext": "In der Augustinerkirche werden um 11 Uhr unter Kpm. Eders Leitung Mozarts Krönungsmesse, ein Graduale (Altsolo: Gräfin Taaffe) und ein Offertorium (Sopransolo mit Chor, Frl. Girsa) aufgeführt. Bruckner spielt am Schluß eine Orgelfuge (*). (Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins unter Rudolf Weinwurm (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003265, "Datum": "26.3.1870, Samstag", "Haupttext": "Stimmen zur d-moll-Symphonie (»Nullte«) fertig geschrieben (*). Datierung Schimatscheks (in Linz) in der Paukenstimme (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003266, "Datum": "nach dem 26.3.1870", "Haupttext": "Durchspielprobe der d-moll-Symphonie (»Nullte«) (zumindest des 1. Satzes (*)) in Anwesenheit Dessoffs, der geäußert haben soll »Ja, wo ist denn das Thema?« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003275, "Datum": "(27.3.1870, Sonntag)", "Haupttext": "4. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Haydn, Herbeck und Mendelssohn (Reformations-Symphonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003285, "Datum": "(28.3.1870, Montag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Gounods »Faust« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003295, "Datum": "29.3.1870, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Wiener Männergesangverein: \n   Dankt für die Einladung [zum 14.4.1870], die er als Zeichen besonderen Vertrauens betrachte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187003315, "Datum": "(31.3.1870, Donnerstag)", "Haupttext": "Herbeck dirigiert Rossinis »Missa solemnis« (in der Wiener Oper (*)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004005, "Datum": "April 1870", "Haupttext": "Entstehung des Männerchores (mit Tenorsolo und Klavier) »Mitternacht« [WAB 80] nach einem Text von Josef Mendelssohn, dem »Frohsinn« gewidmet (*).\r\n   »Kaum waren alle diese Vorbereitungen [zum Jubiläum] getroffen, überraschten uns bereits einige Compositeure mit Festgaben zur Feier. Es waren dieß Hr. Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium für Musik in Wien, mit der Widmung einer Composition »Um Mitternacht«, Chor mit Klavierbegleitung. [... außerdem H. Schläger, Carl Sandtner, A. M. Storch, Kopriva, Gericke und ein anonymer Komponist, dessen Chor wie die Chöre Sandtners und Storchs beim Jubiläumskonzert nicht aufgeführt wurde ...] Es sei hiemit nochmals diesen Herren der besondere Dank für ihre so freundlichen wirkungsvollen Festgaben mit der Versicherung ausgesprochen, daß die Liedertafel für diese Auszeichnung stets dankbar sich beweisen wird.« (*a).\n(Brief von Karl Schiedermayr an den »Frohsinn«: Dankt für die Einladung zum Fest am 15.5.1870. [Text ab der zweiten Seite:]\r\n   »Mit meinen herzlichen Dankesworten wollen Sie aber auch zugleich den Ausdruck innigen Bedauerns entgegennehmen, daß es mir, in Folge meiner Berufspflichten, nicht gegönnt ist, an dem heiteren Feste Theil zu nehmen. Ich werde im Geiste dabei anwesend sein, und habe nur noch die Bitte hinzuzufügen, die mir übersandte Festkarte als eine schöne Erinnerung an die mir zu Theil gewordene Einladung behalten zu dürfen.\r\n   Gestatten Sie mir nun noch eine kurze Notiz, aus Anlaß des Programms für die Festlichkeit, betreffend die für den 15. Mai Vormittags beantragte feierliche Enthüllung der Gedenktafel an den Aufenthalt Beethovens im Vielguth'schen Hause zu Linz. Es kann kein Zweifel darüber obwalten, daß Beethoven dieses Haus, sam[m]t der darauf radizirten [?] Apotheke seinem Bruder gehörte, beim Linzer Aufenthalte mehrmals bewohnt hat. Ich kann jedoch, theils aus gedruckten Quellen, theils aus meiner Jugend-Erinnerung an die Erzählungen meines verstorbenen Vaters, mit aller Bestimmtheit noch ein zweites Haus in Linz bezeichnen, welches Beethoven, und zwar bei einer noch früheren Anwesenheit in Linz, nämlich im Herbste 1812, über Einladung des damaligen Domkapellmeisters Franz Xav. Glöggl, durch ein paar Wochen bewohnt hat, nämlich das Haus N. 143, unter dem Namen \"Meßnerhaus\" bekannt, zwischen dem äußeren und inneren Pfarrplatze, welches, merkwürdig genug, eben so wie das Vielguth'sche, einer künftigen Verschönerung der Stadt Linz zum Opfer fallen dürfte. Glöggl bewohnte den 1ten Stock, mein Vater, damals Dom- und Stadtpfarrorganist, einen Theil des 2ten Stockes des erwähnten Hauses, und zeigte mir, als Wohnung Beethovens, ein ganz bescheidenes Zimmer im 2ten Stocke, mit separirtem Eingang von der vorderen linken Ecke des Vorhauses aus, und mit der Aussicht auf den äußeren Pfarrplatz, zum Theil auch auf die Donau, letztere nunmehr verdeckt durch das neue Zollamtsgebäude. In diesem Zimmer nun komponirte Beethoven, von Glöggl bittlich angegangen, einige Posaunensätze zum Gebrauche beim Allerseelentage, sogenannte Equale, welche der Kapellmeister Ignaz Ritter von Seyfried in Wien zu jener Grabmusik arrangirte, die bei Beethoven's Leichenbegängnisse aufgeführt wurde. Da mir nicht bekannt ist, ob diese Composition, enthalten in dem Werke: \"Beethovens Studien im Generalbasse, Contrapunkte und der Kompositionslehre. Wien, bei Tobias Haslinger\", Seite 55 des Anfangs, dem Hochverehrten Vereine zugänglich sein dürfte, so biete ich eine daraus entnommene Kopie als eine zwar ernste, aber deßhalb vielleicht nicht weniger willkommene Festgabe dem Vereine dar, und erlaube mir die Bitte, daß Derselbe mir auch in Zukunft ein freundliches Andenken bewahren möge. Einer Hochverehrten Liedertafel dankverpflichtetes einstiges Mitglied Dr. Karl Schiedermayr.« (**)).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 17:39"}, {"ID": 187004025, "Datum": "2.4.1870, Samstag", "Haupttext": "Die Zeitung »Der Wanderer« Nr. 91 kündigt Bruckner als Organisten bei der morgigen Messe an (*).\n \nEine ähnliche Meldung erscheint auch in der Neuen Freien Presse Nr. 2009 auf S. 7:\n     \" - In der Hofpfarrkirche St. Augustin: Festmesse von Laur. Weiß, Graduale von Mendelssohn (vorgetragen von Gräfin Rossi), Offertorium, Sopran- und Violinsolo von Proch (vorgetragen von Fräulein Victoria Wittenberg und Herrn W. Junck, Mitglied des Hofoperntheaters); die Orgel spielt der Hoforganist Bruckner.\" (**)\n \nund im Neuen Fremdenblatt Nr. 91 auf S. 3:\n     \" * Morgen um 11 Uhr wird Kapellmeister Eder in der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin Festmesse von Laur. Weiß, Graduale von Mendelssohn, vorgetragen von Gräfin Rossi; Offertorium, Sopran- und Violinsolo von Proch, vorgetragen von Fräulein Viktorin Wittenberg und H. W. Junck, zur Aufführung bringen, und der k. k. Hoforganist Bruckner die Präludien auf der Orgel vortragen.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004035, "Datum": "3.4.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei einer Messe um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit, bei der unter Eders Leitung eine Festmesse von Laurenz Weiß, ein Graduale mit Sopransolo von Mendelssohn (vorgetragen von Gräfin Rossi) und ein Offertorium (mit Sopran- und Violinsolo: Frl. Victoria [Viktorin] Wittenberg bzw. W. Junck) von Proch aufgeführt werden (*).\nDer Österreichische Volksfreund Nr. 76 meldet auf S. 3, daß Bruckner bei einem Konzert des Wiener Männergesangvereins in der Augustinerkirche [14.4.1870] als Organist mitwirke, und erwähnt dabei seinen Erfolg in Nancy 1869 (**).\nAnkündigung auch im Fremdenblatt Nr. 92 auf S. 10:\r\n     \" - Der Umstand, daß wenige entsprechende Messen für Männerchor vorhanden sind, und nur wieder eine Wiederholung geboten werden könnte, veranlaßt den Männergesangs=Verein, anstatt der sonst gebräuchlichen Stiftungsmesse, heuer eine kirchliche Aufführung anderer Art, am Gründonnerstag, Abends 6 Uhr in der Augustinerkirche zu veranstalten, wodurch es möglich wird, Kompositionen von ausgeprägt geistlichem Charakter an passender Stelle zu bringen. Die zur Aufführung kommenden Kompositionen sind folgende: 1. Orgel=Präludium, gespielt von Hrn. Bruckner. [...] 9. Orgel-Postludium\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004055, "Datum": "5.4.1870, Dienstag", "Haupttext": "In der Rubrik \"Eingesendet\" im Vaterland Nr. 94 auf S. 3 berichtet ein Leserbrief, signiert \"h.\", über die Aktivitäten des Wiener Männergesangvereins und erwähnt das anstelle einer Stiftungsmesse stattfindende kirchliche Konzert am Gründonnerstag [14.4.1870]:\n          \n\"Löbliche Redaction!\n     Namentlich der Umstand, daß wenige entsprechende Messen für Männerchor vorhanden sind und nur wieder eine Wiederholung geboten werden könnte, veranlaßt den Männergesangverein, anstatt der sonst gebräuchlichen Stiftungsmesse, heuer eine kirchliche Aufführung anderer Art am Gründonnerstag Abends 6 Uhr in der Augustinerkirche zu veranstalten, wodurch es möglich wird, Compositionen von ausgeprägt geistlichem Charakter an passender Stelle zu bringen. Die zur Aufführung kommenden Compositionen sind folgende:  1. Orgelpräludium, gespielt von I. Bruckner [sic]; [...] 9. Orgel=Postludium.\n\n     Es sei bemerkt, daß der Organist der k.k. Hofcapelle und Professor der Orgel am Conservatorium, Herr I. Bruckner, bei dem Orgelpreisspiele zu Nancy 1869 über achtzig Mitconcurrenten den Preis davongetragen hat.\n\n     Selbstverständlich ist der Eintritt in die Kirche ganz frei, sowie überhaupt Alles vermieden wird, was an den Concertsaal erinnern könnte. [... Signatur am Ende:] h.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004065, "Datum": "6.4.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 2013 berichtet auf S. 7f: \n\n     »Der Oberösterreichischen Lehrerverein hat sich an das Festcomité des Wiener Ortsausschusses für den diesjährigen deutschen Lehrertag mit dem Ersuchen gewendet, daß es den Professor am hiesigen Conservatorium, Herrn Anton Bruckner, der erst kürzlich in Frankreich als Concertist auf der Orgel so großartige Triumphe gefeiert hat, dazu vermöge, zur Zeit der Lehrerversammlung [vermutlich die am 10.6.1870 (deutsch) gemeint? am 28.9.1870 »oberösterreichisch«?] ein Orgelconcert zu veranstalten. Der Künstler soll seine Zusage bereits gegeben haben, nur dürfte es sich noch um die Ausmittlung des Locales und des Orgelwerkes handeln.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004095, "Datum": "9.4.1870, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 353 an, daß am 15.5.1870 der dem »Frohsinn« gewidmete Chor »Mitternacht« [WAB 80] aufgeführt werde:\r\n     »[...] von Herrn k. k. Hoforganisten Anton Bruckner: „Um Mitternacht”, Chor mit Clavierbegleitung; [...]« (*).\nEine identische Meldung bringt auch die Linzer Tages-Post Nr. 80 auf S. 3:\r\n     \" § Fünfundzwanzigjähriges Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn\". [... mit Angabe der anderen von Ehrenmitgliedern gewidmeten Werke: Hanns Schläger, Carl Sandtner, A. M. Storch, Kopriva ...] von Herrn k. k. Hoforganisten Anton Bruckner: \"Um Mitternacht\", Chor mit Clavierbegleitung; [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004105, "Datum": "10.4.1870, Palmsonntag", "Haupttext": "Die Allgemeine Volkszeitung Nr. 89 kündigt das Konzert vom 15.5.1870 an [Text wie in der Linzer Zeitung vom 9.4.1870]; unter den dem »Frohsinn« gewidmeten Werken befindet sich auch Bruckners Chor »Mitternacht« [WAB 80] (*).\n(Aufführung eines Oratoriums von Rudolf Schachner in Wien. Mittermair und Maximilian Kerschbaum (aus Kremsmünster) im Publikum (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004115, "Datum": "(11.4.1870, Montag)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Konservatoriums mit Werken von Moscheles wirkt Bruckners Schüler Damian Rößl als Pianist mit.", "Letzte Änderung": "05.12.2024 22:38"}, {"ID": 187004125, "Datum": "(12.4.1870, Kardienstag)", "Haupttext": "1. außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Mendelssohns »Elias«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004135, "Datum": "13.4.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 15 kündigt auf S. 2 für das Konzert des »Frohsinn« auch ein Werk Bruckners [»Mitternacht«, WAB 80, 15.5.1870] an:\r\n   »[...] Musikalische Kapazitäten haben bereits für diese Solennität neue Komposizionen zugesagt, wie Hans Schläger, Bruckner, Sandtner, Storch, dann der bestrenommirte Tondichter Kopriva.« (*).\nIn Wien von L. A. Zellner veranstaltetes Historisches Konzert (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004145, "Datum": "14.4.1870, Donnerstag (Gründonnerstag)", "Haupttext": "Das heutige Konzert wird in mehreren Zeitungen angekündigt:\nWiener Zeitung Nr. 85 auf S. 192 (= S. 2) (*a),\nFremdenblatt Nr. 103 auf S. 5 (*b),\nNeue Freie Presse Nr. 2021 auf S. 6 (*c),\nNeues Fremdenblatt Nr. 103 auf S. 6:\r\n   \" - Heute um 6 Uhr Abends veranstaltet der Wiener Männergesangverein ein Kirchenkonzert in der Augustinerkirche. Dasselbe besteht aus folgenden Nummern: 1. Präludium für die Orgel. 2. Mendelssohn's „Beati mortui” (Chor). 3. Händel: Geistliches Lied (Chor). 4. Orlando Lasso „Miserere” (Chor). 5. Beethoven „Bitte”, Lied für Bariton und Orgelbegleitung, vorgetragen von Dr. Kraus. 6. Weinwurm: Geistliches Lied (Chor). 7. Prätorius' Choral (Chor). 8. O sanctissima, sizilianisches Volkslied (Chor). 9. Postlucium [sic] für die Orgel. Den Orgelpart führt Hoforganist Herr Bruckner, Professor am Konservatorium, aus.\"  (*d)\nund »Der Wanderer« Nr. 103 (*e).\nUm 6 Uhr abends Geistliches Konzert des Wiener Männergesangvereins (unter Rudolf Weinwurm) in der Augustinerkirche; Bruckner spielt dabei Orgel (**).\r\n     Auf dem Programm stehen: [Bruckner] Präludium für Orgel, Mendelssohn (»Beati mortui«), Händel (Geistliches Lied), Lasso (»Miserere«), Beethoven (»Bitte«, Solist: Dr. Kraus), Weinwurm (Geistliches Lied), Prätorius (Choral), ein Sizilianisches Volkslied (»O sanctissima«) und [Bruckner] Postludium für Orgel (***).\n\"     Der Verein wandte sich nach dem II. Concerte dem Studium ernster, kirchlicher Compositionen zu, welche in der Charwoche (14. April) in der Augustinerkirche Abends zur Aufführung gebracht wurden.\r\n     Der Verein unternahm mit dieser Production den in Wien bisher unterbliebenen Versuch eines Kirchenconcertes, wie solche in Deutschland, der Schweiz  ꝛc. ꝛc. seit längerer Zeit üblich sind.\r\n     Das Programm bestand aus sechs Chornummern und einem Solo-Vortrage des Vereinsmitgliedes Olschbauer.\r\n     Die Aufführung fand allseitige Anerkennung. Ein erhöhtes Interesse gewann diese Production durch die Mitwirkung des Hoforganisten Herrn Professor Bruckner, welcher das Concert mit einem Präludium auf der Orgel einleitete und in gleicher Weise abschloß.\"\r\n\"     Bei den öffentlichen Aufführungen wurde der Verein von den Damen: [...], dann von den Herren: [...] Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium, [...] freundlichst unterstützt, wofür denselben hiemit Namens der Vereines der herzlichste Dank ausgedrückt wird.\" (°).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:06"}, {"ID": 187004165, "Datum": "16.4.1870, Karsamstag", "Haupttext": "Die Freien Pädagogischen Blätter Nr. 16 berichten auf S. 249 vom geplanten Lehrertag [10.6.1870]. Auf Anregung des Oberösterreichischen Lehrervereins habe der Wiener Ortsausschuss Bruckner gebeten, an Pfingsten ein Orgelkonzert zu geben. Bruckner, der erst kürzlich in Frankreich großartige Triumphe gefeiert habe, habe freudig zugesagt. Man hoffe, dass die Orgel der Piaristenkirche dafür zur Verfügung gestellt wird.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004275, "Datum": "(27.4.1870, Mittwoch)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Meyerbeers »Afrikanerin« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "29.03.2023 22:07"}, {"ID": 187004295, "Datum": "29.4.1870, Freitag", "Haupttext": "Die Zeitschrift »Der Wanderer« Nr. 117 kündigt für den 1.5.1870 Bruckner als Organisten in der Augustinerkirche an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187004305, "Datum": "30.4.1870, Samstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Volkszeitung Nr. 105 weist auf die morgige Messe in der Augustinerkirche hin, bei der Bruckner als Organist mitwirke (*a).\r\nEine ähnliche Meldung bringt auch die Neue Freie Presse Nr. 2036 auf S. 7 (*b).\r\nDas Fremdenblatt Nr. 118 weist auf S. 5 zusätzlich auf das heutige Requiem für Erzherzog Karl um 10 Uhr in der Augustinerkirche hin (*c).\nAbschiedskonzert Herbecks bei der Gesellschaft der Musikfreunde mit Werken von Schubert, Schumann, Mendelssohn, Herbeck, Liszt und Beethoven. Als Solist wirkt Julius Epstein mit. Hellmesberger überreicht einen Lorbeerkranz (**).\nDie Freien Pädagogischen Blätter Nr. 18 berichten auf S. 277f von den Vorbereitungen zur 19. deutschen Lehrerversammlung [10.6.1870]:\r\n     \"[...] Die Piaristenorgel ist Bruckner zur Verfügung gestellt worden. Krottenthaler meinte: Die Orgel wird sonst nicht zu Konzerten hergegeben; aber den Lehrern wird sie mit Freuden zur Verfügung gestellt. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "16.02.2023 09:04"}, {"ID": 187005015, "Datum": "1.5.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt um 11 Uhr als Organist bei der Messe in der Augustinerkirche mit. Aufgeführt werden eine Messe von Preindl, ein Graduale von Proch (für Sopran und Flöte) und ein Offertorium (mit Tenor- und Violinsolo) »Ave Maria« von Bach. Solisten sind Frau Gräfin Wilhelmine Wickenburg-Almasy und die Herren Labatt und Theodor Jauner.", "Letzte Änderung": "15.01.2025 11:31"}, {"ID": 187005055, "Datum": "(5.5.1870, Donnerstag)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Konservatoriums (»Zöglingsproduction«) wirkt Bruckners Schüler Gaßner als Pianist (Klavierkonzert von Schumann) mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005095, "Datum": "9.5.1870, Montag", "Haupttext": "Brief von M. A. Becker an einen Freund (vermutlich Herbeck):\r\n   Einer Anstellung Bruckners an der Lehrerbildungsanstalt [St. Anna] stehe nichts im Wege, die Sache werde aber erst in den nächsten Monaten entschieden (*).\nBrief von Wilhelmine Ritter an den »Frohsinn«:\r\n»Sehr geehrtes Comité der Liedertafel „Frohsinn”!\r\n   Für Ihre liebfreundliche Einladung zur Feier des 25jährigen Stiftungsfestes Ihres Vereines, sage ich Ihnen meinen wärmsten Dank, sowie dafür, daß Sie meiner jugendlichen Leistungen in vergangenen Jahren sich noch erinnern. Wohl gerne möchte ich auch jezt Theil nehmen an dem frohen Feste, das der Erinnerung, so vieler durch die edle Musik und heiterer Geselligkeit verschönter Stunden geweiht ist; wenn nicht meine Dienstverhältniße es mir zur Unmöglichkeit machten; doch werde ich im Geiste unter Ihnen weilen und wenn am Festabend ein Kreis anerkennender Freunde den wohlverdienten Dank ausspricht für Ihr langjähriges, der mir lieben Stadt Linz so ersprießliches Wirken und man anstoßt auf ein glückliches Fortblühen und Gedeihen des „Frohsinns” so zählen Sie in erster Reihe dazu\r\nIhre\r\nergebene\r\nWilhelmine Ritter.\r\n[links:] München am 9t. Mai 1870.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005115, "Datum": "11.5.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Kultusministerium [Stremayr]:\r\n   Bittet um Verleihung eines Künstlerstipendiums, da er durch seine Nervenkrankheit vor drei Jahren und den Tod seiner Schwester bedeutende Schulden habe und am Konservatorium als Sechter-Nachfolger nur Fächer mit wenig Privatschülern vertrete und obendrein mehr komponieren wolle. Legt eine neue Symphonie [»Nullte«?] bei und verweist auf seine Erfolge in Nancy und Paris (*).\r\nKanzleivermerke 19.5.1879 [recte 19.5.1870?], 7.11.1870, 8.11.1870, 9.11.1870, 10.11.1870, 4.1.1874, 6.1.1874.\n(»Zöglingsproduktion« am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:30"}, {"ID": 187005125, "Datum": "12.5.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 469, daß Bruckner am Konzert des »Frohsinn« am 15.5.1870 nicht teilnehmen und seinen Chor »Mitternacht« [WAB 80] nicht dirigieren könne:\r\n     »[...] Der k. k. Hoforganist Herr Professor Anton Bruckner, ist leider geschäftlich verhindert, der an ihn ergangenen Einladung zu folgen, als Ehrenmitglied des Vereines am Gründungsfeste Theil zu nehmen und den von ihm zu diesem Behufe gewidmeten Chor zu dirigiren. [...]«. Angemeldet seien aber Hans Schläger aus Salzburg und Franz Mayr vom Wiener Schubertbund (*).\nGleiches meldet auch die Linzer Tages-Post Nr. 107 auf S. 2:\r\n   »[... über die Vorbereitungen zum Gründungsfest ...] Der k. k. Hoforganist Professor Herr Anton Bruckner ist leider geschäftlich verhindert, [an] der an ihn ergangenen Einladung als Ehrenmitglied des Vereines am Gründungsfeste Theil zu nehmen, und den von ihm zu diesem Behufe gewidmeten Chor zu dirigiren. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005145, "Datum": "(14.5.1870, Samstag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Verdis »Maskenball« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005154, "Datum": "[vermutlich] vor dem 15.5.1870", "Haupttext": "Brief des »Frohsinn« an Bruckner (und gleichlautend an Schläger): Ankündigung der Feier des 25jährigen Bestehens:\r\n    Bittet, bei dem zum Jubiläum gewidmeten Chor [Mitternacht, WAB 80] die Leitung zu übernehmen.\nDer Text des Entwurfs [vermutlich ging in der Reinschrift eine weitere, allgemein gehaltene Textpassage voraus] lautet:\r\n»[am linken Rand: »Schlaeger [/] Bruckner« weiter unten »2 mal«]\r\n    Indem wir Euer Wohlgeboren hievon geziemend verständigen, wagen wir nochmals die Bitte zu wiederholen, Sie mögen uns die große Freude bereiten, und bei dem uns zum Jubiläum gewidmeten Chore die Direction übernehmen.\r\n   Gestatten Sie uns die Ueberzeugung auszusprechen, daß, wenn wir den Mann an unserer Spitze sehen, den wir schon so lange im höchsten Grade verehren, wir das Werk mit noch größerer Weihe und Begeisterung aufführen werden, und daß wir dieß als einen der schönsten Momente unseres Jubilaeums begrüßen würden.«\nBrief von Karl Schiedermayr siehe »April 1870«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005155, "Datum": "15.5.1870, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80], »Gewidmet der Liedertafel 'Frohsinn' in Linz zur Jubiläumsfeier von ihrem Ehrenmitgliede Anton Bruckner.«, in Linz beim Gründungsfest-Konzert der Liedertafel »Frohsinn« unter Gerickes Leitung um 8 Uhr abends in der Volksfesthalle (*).\r\n   Aus dem Programm: »I. Abtheilung. [... Werke von Ritz, Fr. Schubert, Fr. Mair vom Schubertbund, Herbeck ...] 5. Um Mitternacht. Chor mit Solo=Quartett und Klavierbegleitung von Anton Bruckner, k. k. Hoforganisten, Professor am Conservatorium für Musik in Wien, früherem Chormeister und nunmehrigen Ehren=Mitgliede des Vereines, der Liedertafel »Frohsinn« zum Jubelfeste gewidmet (neu). [... Werke von E. S. Engelsberg, Hanns Schläger und in der »II. Abtheilung« Richard Wagners »Liebesmahl der Apostel« ...]« (*a).\r\n   Als Anwesende sind u.a. überliefert: [am 14. und 15.5.1870] Dumba, Hacker, Lewicki, Pereo-Baldini und Dr. Moriz Schneider vom Wiener Männergesangverein (*b), [für den 14.5.1870] Bürgermeister Drouot, Vizebürgermeister Saxinger, Hofrat Ritter v. Schurda, Dr. Habison und [am 15.5.] Melichar, der am Hause des Apothekers Vielgut eine Beethoven-Votivtafel enthüllt (**), Gäste aus Budweis, Bobies (Wien), Engl (Salzburg), Renner (Passau), Göllerich, Bezirkshauptmann Mayfeld (Musikverein), Dr. Hocke, Hafferl, Jax, Wackerlig, Scherrer [Scherer] (Vöcklabruck) und [vermutlich] Greil und Schneck mit einer kalligraphischen Arbeit (***), die Musikkapelle Kronprinz von Sachsen, verstärkt durch Mitglieder der Musikkapelle Baron Wetzlar, und Karl Kerschbaum (°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 17:40"}, {"ID": 187005156, "Datum": "[vermutlich] nach dem 15.5.1870", "Haupttext": "Brief des »Frohsinn« an Bruckner: Dankt für die zum Jubiläum gewidmete Komposition [Mitternacht, WAB 80], die stürmischen Beifall errungen habe.\r\nDer Text des Entwurfs lautet:\r\n»Bruckner\r\n   Es drängt uns, E W nochmals den tiefgefültesten [sic] Dank für die schöne Composition, welche Sie uns zum Angebinde bei unserm Jubilaeumsfeste machten, zu erstatten, da dieselbe einen Glanzpunkt unseres Konzertes bildete, und auch stürmischen Beifall errang.\r\n   E W. können darauf zälen dß wir Ihre Composition[en?], als Composition[en?] unseres geliebten früheren Chormeisters u. berühmten Landsmannes stets mit dem größten Fleiße u Begeisterung studieren da die Liedertafel stolz darauf ist, solche gediegenen Werke zur Aufführung bringen zu dürfen.\r\n   Darum ein Hoch unserm Ehrenmitgliede u baldiges fröhliches Wiedersehen.« (*).\n[17.5.1870?] Kritik in der Linzer Zeitung, S. 497 [S. 485?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005175, "Datum": "17.5.1870, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 15.5.1870 (mit »Mitternacht«, WAB 80) in der Linzer Zeitung auf S. 485 (mit Angaben zum übrigen Programm):\r\n     »[....] Um Wiederholungen zu vermeiden, constatiren wir im Vornhinein, daß sämmtliche Nummern des Concertes von den lebhaftesten Beifallsbezeugugen des äußerst zahlreichen Publikums begleitet waren. [...] Neu waren »Liebessehnen« von Fr. Mair, »um Mitternacht« von A. Bruckner, »der Einsiedler« von Engelsberg und »an die Muse des Gesanges« von Hans Schläger. [/] Wir glauben sämmtliche Chöre als gute Compositionen bezeichnen zu sollen, ohne ihnen einen besonders hervorragenden Werth beilegen zu können. [...] J. Mendelssohn's lyrischer Erguß, von Professor Anton Bruckner für Chor mit Soloquartett und Clavierbegleitung in Musik gesetzt und dem Vereine gewidmet, sieht für den ersten Augenblick flimmernd und zur Tonmalerei sehr geeignet aus. Eine Vertiefung in das Gedicht ergibt aber, wie uns dünkt, eine ganz andere Stimmung, als die in Bruckner's Musik äußerlich zur Erscheinung gekommene. Die Stimmung des Gedichtes oder vielmehr das, was aus der Vertiefung in das Gedicht übrig bleibt und zum Ausdrucke durch die Musik sich eignet, scheint uns die Sehnsucht nach dem Unendlichen. Der Chor Bruckner's ist eine in theoretischer Beziehung wundervolle Arbeit, aber eben zu viel Arbeit. [...]«. Als Mitwirkende und am Fest Beteiligte werden außerdem genannt: Holzner, Hoffellner, Gericke, Melichar, Habison, Kerschbaum und Mühlbäk.", "Letzte Änderung": "16.10.2024 08:58"}, {"ID": 187005185, "Datum": "18.5.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 20 berichtet auf S. 2 über das Konzert vom 15.5.1870 [»Mitternacht« WAB 80].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005195, "Datum": "19.5.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht über das Konzert vom 15.5.1870 [»Mitternacht« WAB 80] in der Linzer Tages-Post Nr. 113 auf S. 2:\n     »Das fünfundzwanzigjährige Jubiläum der Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz. | II. | Einen imposanteren Abschluß hätte das Liedertafelfest kaum finden können, als durch das am 15.. d. M. Abends in der Volksfesthalle abgehaltene Festkonzert. [...] Das fast zu reichhaltige Programm [...] enthielt in der ersten Abtheilung noch Chöre von Schubert, F. Mair, Herbeck, Bruckner, Engelsberg und Hanns Schläger. Die Chöre: »Um Mitternacht« von Bruckner und »An die Muse des Gesanges« von Schläger wurden von den Komponisten, welche Ehrenmitglieder der Liedertafel sind, dem Vereine zum Jubelfeste gewidmet. [/] [...] Bruckner hat mit seinem neuen Chore abermals bewiesen, daß seine eigenliche Domäne die »Tonmalerei« ist; er war daher diesmal mit der Wahl des Textes (von J. Mendelssohn) ungewöhnlich glücklich; denn derselbe gab ihm überreiche Gelegenheit, »Das Glüh'n der Blumen im Mondenlicht«, »Den Sternenglanz«, »Das Kosen der Blumen mit der Blätter Pracht im süßen Zauber der Mitternacht« und andere süße Mondscheingefühle musikalisch auszudrücken. Bruckner ist ganz gewiß ein bedeutendes musikalisches Talent, nur scheint es uns, daß ihn seine hochfliegende Fantasie und ein gewisser Hang zum Pizarren [sic] nicht immer das richtige Maß in der Behandlung des Stoffes finden lassen. Dieser Gefahr ist er diesmal entgangen. Dichter und Kompositeur haben sich verstanden.«\n[... erwähnt werden noch die anderen aufgeführten Werke, das Orchester (Mitglieder von Musikkapellen), Chormeister Wilhelm Gericke, Dr. Habison und Karl Kerschbaum. Keine Signatur]", "Letzte Änderung": "16.10.2024 08:58"}, {"ID": 187005205, "Datum": "20.5.1870, Freitag", "Haupttext": "Die Aufführung eines Bruckner-Chores im »Frohsinn«-Konzert am 15.5.1870 [\"Mitternacht\", WAB 80] wird auch vom Neuen Fremdenblatt Nr. 138 auf S. 3 gemeldet:\r\n        \"Das Jubiläum der Linzer Liedertafel „Frohsinn”.\r\n    Die glänzend beleuchteten Räumlichkeiten des Linzer Volksgarten=Salons waren am 14. d. der Schauplatz eines ebenso schönen als in seiner Art erhebenden Festes. [... als anwesend erwähnt: Dumba (WMGV), Bürgermeister Drouot, Vizebürgermeister Saxinger, Ritter v. Schurda, Habison (Festrede), Melichar (Rede bei der Beethoven-Gedenktafel-Enthüllung) ...] Das Konzert am Abende des zweiten Tages brachte neben mehreren ganz neuen Chören, welche von den Kompositeuren Herbeck, Bruckner, Storch, Engelsberg, Schlager eingesendet worden waren, die herrliche Beethoven'sche Komposition „Das Liebesmal” [sic! recte Richard Wagner] zur prägnanten meisterhaften Durchführung.\" (*).\n(Beim Vortragsabend des Konservatoriums wirken u.a. auch Bruckners Schüler Josef Hellmesberger und Carl Lux mit (**)).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 08:58"}, {"ID": 187005215, "Datum": "(21.5.1870, Samstag)", "Haupttext": "Konzert unter Herbeck (in der Wiener Oper (*)) mit Werken von Schumann (»Manfred«) und Schubert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005225, "Datum": "22.5.1870, Sonntag", "Haupttext": "Im Fremdenblatt Nr. 140 wird auf S. 3 das Orgelkonzert vom 10.6.1870 angekündigt: \n\n          \"Programm für den XIX. allgemeinen deutschen Lehrertag in Wien. \n\n     [...] Freitag den 10. Juni, um 4 Uhr Nachmittags, konzertirt der Professor Bruckner in der Josefstädter Piaristenkirche auf der Orgel.\" (*). \n\n\n\nEine gleichlautende Meldung bringt auch die Neue Freie Presse Nr. 2058 auf S. 6: \n\n     \"(Allgemeiner deutscher Lehrertag in Wien.) [...] Freitag den 10. Juni, um 4 Uhr Nachmittags, concertirt der Professor Bruckner in der Josephstädter Piaristenkirche auf der Orgel.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005255, "Datum": "25.5.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 143 kündigt auf S. 5 an, daß Bruckner am 26.5.1870 in der Augustinerkirche Orgel spielen werde (*).\n\n\nEine ähnliche Meldung bringt auch das Neue Fremdenblatt Nr. 143 auf S. 3: \n\n     \" * In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt morgen eine Messe von Mozart in B, Graduale, Duett, Sopran- und Tenorsolo von Weiß, Offertorium, Violinsolo mit Chor, von Strebinger, zur Aufführung und werden die Soli von den Damen Amélie Petersberg, Wolf, Girsa, den Herren Dunkl und Teller, das Violinsolo von Herrn W. Junk, Mitglied des Hofoperntheaters, vorgetragen. Die Orgel wird der Hoforganist Bruckner spielen.\" (**).\n\n\nNahezu identische Ankündigung auch in der Neuen Freien Presse Nr. 2061 auf S. 6 (***)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005265, "Datum": "26.5.1870, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Beim Gottesdienst um 11 Uhr werden eine Messe in B von Mozart, ein Graduale mit Sopran- und Tenorsolo von Weiß und ein Offertorium mit Violinsolo von Strebinger aufgeführt. Solisten: die Damen Amelie Petersberg, Wolf und Girsa, die Herren Dunkl und Teller, Violinsolo W. Junk.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187005285, "Datum": "28.5.1870, Samstag", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 123 schreibt auf S. 2:\n     \"Das Programm für den 19. deutschen Lehrertag in Wien (in der Pfingstwoche) ist in folgender Weise festgestellt: [...] Freitag den 10 Juni, um 4 Uhr Nachmittags konzertirt der Professor Bruckner in der Josefstädter Piaristenkirche auf der Orgel. [... am 11.6.1870 Ausflug auf den Semmering ... bisher über 2500 Anmeldungen, ca. 5-6000 Teilnehmer werden erwartet ...]\".", "Letzte Änderung": "29.12.2025 18:11"}, {"ID": 187006045, "Datum": "4.6.1870, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde Wien: \n      Bittet um Schaffung eines 2. Jahrganges Harmonielehre, eine gezielte Aufteilung des Kontrapunkt-Unterrichtsstoffes, Anhebung der Orgelstundenzahl und, im Falle steigender Stundenzahl, um Aufbesserung des Gehalts (*).\n\n Die Freien Pädagogischen Blätter Nr. 23 geben auf S. 372 das vorläufige Programm der Lehrerversammlung bekannt, darunter auch das kulturelle Begleitprogramm: \n      \"Wien. (Allgemeine deutsche Lehrerversammlung.) [...] - Freitag den 10. Juni, um 4 Uhr Nachmittags, konzertirt der Professor Bruckner in der Josephstädter Piaristenkirche auf der Orgel. [...]\" (**).\n\n\nDies meldet auch die Illustrirte Zeitung (Leipzig) Nr. 1405 auf S. 423 (= S. 3): \n\n     \"Für den allgemeinen deutschen Lehrertag in Wien ist nachstehendes Programm festgesetzt worden: [...] am Nachmittag des 10. Juni Orgelconcert des Professors Bruckner in der Piaristenkirche. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006105, "Datum": "10.6.1870, Freitag", "Haupttext": "Orgelimprovisation Bruckners in der Piaristenkirche anläßlich eines Lehrertages (*). Er spielt auch die cis-moll-Fuge aus Bachs »Wohltemperiertem Klavier« (**).\r\n     Ein Zuhörer, Th. Mann, fragte Bruckner im Brief vom 8.9.1870 nach Einzelheiten des Programms (***).\n(Bei den Veranstaltungen des Lehrertages (z.B. am 8.6.1870) war auch der Schubertbund beteiligt (°)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:06"}, {"ID": 187006134, "Datum": "ca. 13.6.1870, Montag", "Haupttext": "Vermutlich Brief Schiedermayrs an Bruckner: \n   Gratuliert zum Namenstag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006145, "Datum": "14.6.1870, Dienstag", "Haupttext": "Artikel Eduard Schelles in der »Presse« Nr. 162 auf S. 2 über Bruckners Orgelspiel am 10.6.1870:\r\n     »Der Anwesenheit der Lehrer verdanken wir auch den seltenen Genuß eines kleinen Orgelconcertes. Herr Pruckner Professor am hiesigen Conservatorium, der bekanntlich vor nicht langer Zeit in Paris ein großes Aufsehen mit seiner Virtuosität auf der Orgel gemacht, hatte die fremden Gäste am Freitag Nachmittags in die Kirche der Piaristen eingeladen, welche im Besitze eines schönen Instruments ist und trug ihnen auf demselben unter Anderm die Cis-moll Fuge aus Bach's temperirtem Clavier nebst einem Präludium von eigener Composition und einer frei improvisirten Phantasie vor. Herr Pruckner darf in der That den Namen eines Virtuosen beanspruchen, seine Technik, namentlich seine Pedalfertigkeit ist überraschend und erregte viele Bewunderung. Allein die strenge Plastik eines polyphonen Stylgepräges, welche der Charakter der Orgel verlangt, ließen seine Vorträge, insbesondere das Präludium und die Phantasie zu sehr vermissen, um befriedigen zu können. Unserer Meinung nach würde Herr Pruckner einen größeren und reineren Effect erzielt haben, wenn er das versammelte Publicum nicht nach dem Maßstabe des französischen beurtheilt und seine Virtuosität an einigen der unsterblichen Orgelwerke Bach's bewährt hätte, welche doch wol dem Künstler auf diesem Instrument die rühmlichsten und zugleich schwierigsten Aufgaben bieten. [...] E. Schelle.« (*).\nEine Besprechung erscheint auch im Fremdenblatt Nr. 162 auf S. 5:\r\n     » - Vergangenen Samstag fand in der Piaristenkirche in der Josefstadt ein Orgelkonzert statt, in welchem sich der Hoforganist Herr Anton Bruckner vor der versammelten deutschen Lehrerschaft produzirte. Herr Bruckner erwies sich als ein großer Orgelvirtuos, dem sein Instrument keine Schwierigkeit mehr darbietet. Nicht umsonst ist er aus dem vor einem Jahre ausgeschriebenen französischen Organistenkongreß als preisgekrönter Sieger hervorgegangen und ist von den französischen Journalen wie ein Meerwunder angestaunt worden. In der Piaristenkirche improvisirte Herr Bruckner ein Präludium und spielte hierauf eine Fuge (Cis-moll) von Sebastian Bach. Schließlich brachte er eine freie Fuge über ein selbsterfundenes Thema. Dem verdienstvollen Manne, der sich aus eigener Kraft emporgearbeitet, kam an diesem Tage viel Beifall und Bewunderung entgegen.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006155, "Datum": "(15.6.1870, Mittwoch)", "Haupttext": "Beginn der Klassenprüfungen am Wiener Konservatorium (Ende: 8.7.1870).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006175, "Datum": "17.6.1870, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 25 meldet auf S. 395 (= S. 11), daß am 15.5.1870 Bruckners »Mitternacht« [WAB 80] im Konzert des »Frohsinn« aufgeführt wurde:\n     \" * Linz. Der hiesige Gesangverein \"Frohsinn\" feierte am 14. und 15. Mai sein 25jähriges Jubiläum. [...] 5) \"Um Mitternacht\" von Ant. Bruckner; [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006185, "Datum": "18.6.1870, Samstag", "Haupttext": "Am Konservatorium »brillant ausgefallene« Prüfung in Harmonielehre und Kontrapunkt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006195, "Datum": "19.6.1870, Sonntag", "Haupttext": "Das »Vaterland« Nr. 167 berichtet auf S. 1f über Bruckners Orgelspiel [am 10.6.1870]:\r\n          »Musik.\r\n[...] - Ein Orgelconcert in der Piaristenkirche. - [...]\r\n      Ed. K. [Eduard Kulke] Das wahre Kennzeichen eines echten Kunstwerkes [... über Méhuls »Joseph und seine Brüder« ...] Aus Anlaß des jüngst stattgehabten allgemeinen Lehrertages gab Herr Pruckner, Professor am Wiener Conservatorium, ein Orgelconcert in der Piaristenkirche in der Josephstadt. Es ist dies das zweite Orgelconcert, das wir seit einem Decennium in dieser Kirche gehört haben. [... über Hesses wenig besuchtes Konzert 1860 oder 1861 ...] Diesmal war die ganze Kirche und der Chor zum Erdrücken voll. [... über die vielgelobte Orgel Buckows, auf der schon Liszt, Winterberger, Sechter und Aßmayr gespielt haben ... ] Freilich sitzt nicht jedesmal ein Organist ersten Ranges bei dem Werke. Diesen Genuß, einen so außerordentlichen Organisten wie Herrn Professor Pruckner auf einem so ausgezeichneten Werke zu hören, hat man eben nicht alle Tage. Den hier anwesenden Lehrern wurde, wie gesagt, dieser Kunstgenuß bereitet, und mit großem Vergnügen folgten auch wir der Einladung, die der treffliche Künstler an uns ergehen ließ, und fanden uns reichlich belohnt. Herr Pruckner spielte die Cis-moll-Fuge von Sebastian Bach, eine Intruduction und eine Phantasie eigener Factur. Seine Behandlung des Werkes ist meisterhaft; er ist ein Virtuose mit Händen und Füßen im buchstäblichen Sinne. Gerne hätten wir auch einen Choral von ihm vortragen gehört, um zu sehen, ob er ebenso ergreifen, wie seine große Technik glänzen lassen kann. Indessen war ihm die Zeit (das ganze Concert dauerte nur eine Stunde) zu karg zugemessen, als daß er hätte Gelegenheit finden sollen, nach beiden Richtungen hin sein Talent zu entfalten. [... über Liszts Krönungsmesse in der Burgkapelle am »letztverflossenen Sonntag« ...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006215, "Datum": "21.6.1870, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Schiedermayr:\r\n   Dankt für die Namenstagsgrüße [zum 13.6.1870], gratuliert seinerseits zum Namensfest [am 24.6.1870]. Dr. Keyhl in Bad Kreuzen sei gestorben. Berichtet von seinen Prüfungen am 18.6.1870 und 23.6.1870. Schule dauere bis Ende Juli. Grüße an Schiedermayrs Schwester[n?].", "Letzte Änderung": "27.12.2024 00:27"}, {"ID": 187006225, "Datum": "22.6.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Wagners »Tannhäuser« [unter Herbeck?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006235, "Datum": "23.6.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Prüfung von Bruckners Orgelklasse am Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006265, "Datum": "(26.6.1870, Sonntag)", "Haupttext": "Richard Wagners »Walküre« in München uraufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006285, "Datum": "28.6.1870, Dienstag", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt Nr. 176 kündigt auf S. 3 an, daß Bruckner am 29.6.1870 bei einer Messe Orgel spielen werde (*).\n\n\nGleiches meldet die Presse Nr. 176 auf S. 14f: \n\n     \"(Kirchenmusik.) [...] Mittwoch den 29. Juni in der Pfarrkirche auf der Landstraße unter Leitung des interimistischen Chordirectors Herrn Eduard Hauptmann: Messe in C (opus posthumum) von Lorenz Hauptmann, Graduale (Tollite portas) Baßsolo von Sechter. Offertorium (Laudate) Sopran- und Organosolo von Mozart. Die Soli werden von dem Fräulein Emilie Ribarz, den Herren L. Meidinger und k. k. Hoforganisten Professor A. Bruckner vorgetargen.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187006295, "Datum": "29.6.1870, Mittwoch (St. Peter und Paul)", "Haupttext": "Hinweis im Fremdenblatt Nr. 177 auf S. 5, daß Bruckner heute bei einer Messe Orgel spielt (*). In der Pfarrkirche auf der Landstraße (Wien) werden beim Gottesdienst unter Leitung von Eduard Hauptmann eine Messe in C von Lorenz Hauptmann, ein Graduale mit Baßsolo »Tollite portas« von Sechter und ein Offertorium »Laudate« (Sopran- und Orgelsolo) von Mozart aufgeführt. Soli: Emilie Ribarz und Herr L. Meidinger. Bruckner wirkt als Organist mit (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187007015, "Datum": "1.7.1870, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 27 erwähnt auf S. 430 unter der Überschrift »Novitäten-Nummern aus eingesandten Concertprogrammen« auch Bruckners Chor »Mitternacht« [WAB 80]: \n\n    »Bruckner (A.), »Um Mitternacht«, Chor m. Soloquart. u. Pianof. (Linz, Conc. der Liedertafel »Frohsinn«.)«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187007085, "Datum": "8.7.1870, Freitag", "Haupttext": "Abschluß der am 15.6.1870 begonnenen Klassenprüfungen am Wiener Konservatorium.\r\n[Details zu Bruckners Schülern siehe 30.7.1870 (Übergabe der Prämien und Preise)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187007115, "Datum": "(11.7.1870, Montag)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Konservatoriums wirkt Bruckners Schüler Wilhelm Rauch als Pianist mit.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:19"}, {"ID": 187007184, "Datum": "vor dem 18.7.1870", "Haupttext": "Vermutlich Brief Waldecks an Bruckner: \n   Wegen der Reservierung der Linzer Organistenstelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187007185, "Datum": "18.7.1870, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das bischöfliche Ordinariat in Linz:\r\n   Auf Antrag Waldecks verzichte er auf die Reservierung der Domorganistenstelle.", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:21"}, {"ID": 187007215, "Datum": "(21.7.1870, Donnerstag)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Konservatoriums wirken Bruckners Schüler Landskron und Hellmesberger mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187007226, "Datum": "nach dem 22.7.1870", "Haupttext": "[Einen Tag nach dem Leichenbegängnis von Josef Strauß, vermutlich am Wochenanfang] Die Zeitschrift »Wanderer« referiert über die Chronik der Liedertafel »Frohsinn« (17.3.1845 bis Ende März 1870), in der in der Reihe der vielverdienten Chormeister auch Bruckner genannt wird: » ** Chronik der Liedertafel »Frohsinn« in Linz [... erwähnt werden: Passauer Sängerfest 1851, Mozartfeier in Salzburg 1856, Schillerfeier 1859 in Linz, Sängerfest in Nürnberg 1861, Sängerbundesfest in Linz 1865 und in Salzburg 1869 ...] Unter den im Verlaufe eines Viertelsäkulums um den Verein vielverdienten Chormeistern begegnen wir einigen in der Musikwelt bekannten Namen, wie den [sic] Komponisten und musikalischen Schriftsteller Emil Mayer, den um den Männergesang als fruchtbarer Komponist hoch verdienten A. M. Storch und den berühmten Organisten A. Prukner jetzt Professor am Konservatorium in Wien.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187007275, "Datum": "27.7.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Bei der Prüfungsschlußproduktion des Konservatoriums wirken u.a. Bruckners Schüler Hellmesberger und Lux mit.", "Letzte Änderung": "18.02.2024 23:17"}, {"ID": 187007295, "Datum": "(29.7.1870, Freitag)", "Haupttext": "Konzert am Konservatorium mit Opernfragmenten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187007305, "Datum": "30.7.1870, Samstag", "Haupttext": "Beethoven-Gedenkkonzert der Gesellschaft der Musikfreunde (*).\r\n   U.a. wirken Bruckners Schüler Hellmesberger und Rößl mit. Nach dem Konzert werden die »Classenprämien« und »Concurspreise« übergeben (**).\nBruckners Schüler werden im Jahresbericht im Verzeichnis der zwischen 15.6.1870 und 8.7.1870 vorgenommenen »Classen-Prüfungen« erwähnt:\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner (4 Schüler). [/] I. Classe. Lobenswerth: 1. Siebert Josef; 2. Ambros von Rechtenberg Max. [/] II. Classe. Vorzüglich: 1. Reinhold Hugo; 2. Latzelsberger Josef.« [...]\r\n   Schule für Harmonielehre und Contrapunkt des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe (unter 13 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Schwarzkopf Emil; 2. Wolfrum Carl; 3. Adametz Hermine; 4. Hellmesberger Josef; 5. Lux Carl. - Lobenswerth: 1. Lamberger Josef; 2. Siebert Josef; 3. Gaßner Carl; 4. Ambros von Rechtenberg Max. [/] II. Classe (unter 6 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Landskron Leopold; 2. Latzelsberger Josef; 3. Reinhold Hugo; 4. Rößl Damian. Lobenswerth: 1. Stanek Eduard; 2. Svoboda Leopold. [/] III.Classe. Vorzüglich: Rauch Wilhelm.« (***).\r\nEinige Schüler erhielten »Classenprämien«:\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] II. Classe. Erste Prämie: Reinhold Hugo; zweite Prämie: Latzelsberger Josef. [/] Kontrapunctschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Schwarzkopf Emil; zweite Prämie: Wolfrum Carl. [/] II. Classe Erste Prämie: Landskron Leopold; zweite Prämie: Latzelsberger Josef. [/] III. Classe. Erste Prämie: Rauch Wilhelm.« (°).", "Letzte Änderung": "16.12.2024 17:38"}, {"ID": 187007317, "Datum": "Ende Juli 1870", "Haupttext": "Schuljahresende am Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187008055, "Datum": "(5.8.1870, Freitag)", "Haupttext": "Aufführung von Ignaz Dorns melodramatisch-phantastischem Spiel \"Der Krieg und seine Schrecken\" im Theater in der Josefstadt in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187008075, "Datum": "7.8.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Organist Bruckner\" (Datum der Abreise 16.8.1870).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187008125, "Datum": "12.8.1870, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 182 bringt auf S. 1 einen Artikel \"Vertrauliche Briefe.\", der sich vermutlich an Bischof Rudigier wendet und eine sehr süffisant-ironische Abrechnung mit dem Gebaren der Kirche und dem Unfehlbarkeitsdogma darstellt.\n     \"[...] [... kommt wie (?) ] Bruckner an hohen Festtagen aus weiter Ferne hieher, um den Gottesdienst und - die bischöfliche Tafel mit seiner Kunst zu verherrlichen. [...]\".", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:33"}, {"ID": 187008165, "Datum": "16.8.1870, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab (Ankunft am 7.8.1870). \n[Da er in diesen zehn Tagen nur 16 mal an den Mahlzeiten teilnahm, hat er möglicherweise das Stift für ungefähr zwei Tage verlassen.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187008225, "Datum": "22.8.1870, Montag", "Haupttext": "Bruckner gibt durch Vermittlung Seiberls ein Orgelkonzert in Wels.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187008245, "Datum": "24.8.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht des Welser Anzeigers Nr. 34, S. 1 (Beilage), über Bruckners Orgelkonzert am 22.8.1870: »Oertliches. [/] Musikalisches. Durch Vermittlung des allgemein geschäzten Kunstfreundes Herrn Seiberl wurde einem kleinen, gewählten musikalischen Publikum verflossenen Montag Gelegenheit geboten, einen der größten Künstler unserer Zeit, Herrn Bruckner, Dom=Organisten aus Wien, in einer Orgelfantasie bewundern zu können. Entzogen die vielen Mängel der hiesigen Pfarrorgel dem Publikum leider viel von dem Genuß, den uns Herr Bruckner so liebenswürdig zu verschaffen suchte, so erregte des Meisters Spiel, seine Gewandtheit in der Durchführung der gewählten Motive, das Wechseln derselben im passenden Momente, die einfache, nicht in all zu Fremdes sich verirrende Entfaltung der durch das kunstvolle Stimmgewebe entstandenen Harmonie allseitig Staunen und Bewunderung. [/] Es dürfte wenige, sehr wenige Organisten geben, die aus dem Stegreif ähnliche polifone Säze zu Stande bringen, doch Bach und Beethoven scheint Herr Bruckner auch vollständig verarbeitet zu haben. -«", "Letzte Änderung": "03.04.2026 14:59"}, {"ID": 187008255, "Datum": "25.8.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner besucht die Liedertafel in Kirchdorf, deren Chormeister Alois Weißgärber war. Chronik-Eintrag von Alois Spannesberger:\n\"Der 25 August war wieder ein Festtag für unseren Vereine den [sic] an diesen [sic] Tage besuchte unsere Übung der Hoforganist u. Profeßor am Conservatorium zu Wien, Hr. Anton Bruckner. Wir hörten von ihm herrlichste Weisen auf den [sic] Piano, welche er uns in liebenswürdigster Weise vortrug. [...] Zur Abreise des Hr. Bruckner brachte die Liedertafel denselben [sic] ein Ständchen, für welches er auf das freundlichste dankte.\" (*).\nAnna Lang singt einige Lieder (*a).\n     »Vor Kurzem befand sich Herr Bruckner auf einem Ausfluge in Kirchdorf, woselbst ihn die dortige Liedertafel mit besonderer Auszeichnung empfing.« (**).\r\n     Die Orgel der Pfarrkirche (I/12), die er vermutlich auch gespielt hat, war 1828 von Simon Anton Hötzel erbaut worden (***).", "Letzte Änderung": "13.03.2023 20:32"}, {"ID": 187009045, "Datum": "4.9.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner trifft in Salzburg ein, wohnt im Gabler-Bräu in der Linzergasse.", "Letzte Änderung": "10.10.2025 20:37"}, {"ID": 187009085, "Datum": "8.9.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Th. Manns an Bruckner:\r\n   Fragt nach dem Programm des Konzerts am 10.6.1870 (*).\n(Wiederaufnahme von Thomas' »Mignon« unter Herbeck an der Wiener Oper (**)).", "Letzte Änderung": "17.11.2024 09:29"}, {"ID": 187009095, "Datum": "9.9.1870, Freitag", "Haupttext": "Die Salzburger Zeitung Nr. 203 meldet auf S. 2, daß Bruckner [am 4.9.1870] in Salzburg angekommen ist und heute vormittag ein Orgelkonzert in der Collegienkirche gegeben hat.\n     \"Tagesneuigkeiten. | Salzburg, 9. September. [...]\r\n      – Der rühmlich bekannte kais. Hoforganist  Herr Bruckner aus Wien befindet sich seit einigen Tagen in Salzburg, und hat heute Vormittags mehrere Musikfreunde durch eine interessante Produktion auf der schönen Orgel in der Collegienkirche erfreut.\"", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:08"}, {"ID": 187009105, "Datum": "10.9.1870, Samstag", "Haupttext": "Die Salzburger Zeitung Nr 204 kündigt auf S. 2 die morgige Aufführung der d-moll-Messe an: \n\n     » - Dem Vernehmen nach wird morgen im hiesigen Dome die D-Messe des eben hier anwesenden k. k. Hoforganisten Anton Bruckner zur Aufführung kommen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187009115, "Datum": "11.9.1870, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-moll-Messe im Salzburger Dom. Bruckner ist möglicherweise nur als Zuhörer dabei (*).\r\n     Es werden die am 31.12.1867 von Schimatschek fertiggestellten Stimmen verwendet (**), in denen sich Kommentare der Musiker (3. Posaune) erhalten haben (***): [Kyrie:] »neun Minuten o Gott«, [Gloria:] »10 Minuten, Sakrament«, [Credo:] »14 Minuten, jetzt lauf ich aber bald fort«, [Sanctus:] »3 Minuten, sehr gnädig«, [Benedictus:] »7 Minuten, bis jetzt 43 Minuten, ohne Comuszulage« (***).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 883 von Bruckners Orgelspiel am 9.9.1870 in Salzburg und vom Ausflug nach Kirchdorf [25.8.1870] und von der Ehrung durch die dortige Liedertafel:\r\n     »Linz, 10. September. [...] * (Hoforganist Anton Bruckner.) Der kaiserliche Hoforganist Herr Anton Bruckner weilt seit einigen Tagen in Salzburg und hat am 9. d. mehrere Musikfreunde durch eine interessante Production auf der schönen Orgel in der Collegienkirche erfreut. Vor Kurzem befand sich Herr Bruckner auf einem Ausfluge in Kirchdorf, woselbst ihn die dortige Liedertafel mit besonderer Auszeichnung empfing.« (°).", "Letzte Änderung": "01.09.2025 20:58"}, {"ID": 187009125, "Datum": "12.9.1870, Montag", "Haupttext": "Besprechung der d-moll-Messe in der Salzburger Zeitung Nr. 205 auf S. 2, signiert \"-a-\" (*):\r\n     » - Die gestern im hiesigen Dom stattgehabte erste Aufführung der großen Messe (aus D-Moll) des eben hier weilenden Hrn. Professors Bruckner, k. k. Hof=Organisten aus Wien, bot den Kennern und Freunden der Kirchenmusik einen hohen Genuß dar. Wiewohl das Werk im Ganzen auf dem prononcirten Standpunkte der neueren Musik-Richtung steht, und der durchwegs dramatischen Auffassung und Wiedergabe des hl. Meßtextes huldiget, so ist demselben dennoch einheitliche Fassung und zum Theile auch concise musikalische Ausdrucksweise nachzurühmen. - Als in jeder Hinsicht hervorragende Theile der Messe möchten wir das Kyrie mit seinem düster dahinbrütenden mysteriösen Rèlièf, dann das gewaltige Credo - dessen „Incarnatus” uns mit wahrhaft überirdischem Zauber übergossen erscheint - sowie das packende Agnus Dei bezeichnen, worin die ganze sündige Menschheit um Erlösung fleht. | Die Instrumentation des Werkes verlangt die volle Hingebung des ganzen Orchesters, und war die bei der kurzen Zeit nur mit Einer Probe (wie wir hören) mögliche Aufführung dieser überaus schwierigen Messe eine äußerst würdige. -a- » (*).\nBruckner spielt mittags nochmal auf der Domorgel (**).\r\nDiese Orgel, 1842 - 1845 von Ludwig Mooser umgebaut, musste seit 1856 mehrmals repariert werden (***).", "Letzte Änderung": "22.09.2025 12:37"}, {"ID": 187009145, "Datum": "14.9.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Lobender Bericht in der Salzburger Chronik Nr. 106 auf S. 474 (= S. 4) [*a] über Bruckners Orgelspiel am 12.9.1870: \n     » - Hr. Prof. Bruckner k.k. Hoforganist in Wien hat bei seinem hiesigen Aufenthalte schon zum wiederholten Male die Musikfreunde mit Proben seines Orgelspiels erfreut. Vorgestern, Montag, spielte er um Mittag auf der Domorgel; wir wußten nicht ob wir dabei die technische Vollendung des Spieles, die kunstvolle Durchführung des Thema's, oder den überwältigenden Totaleffekt mehr bewundern sollten.« (*). Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 891 von der Aufführung der d-Moll-Messe [11.9.1870]: \n     »Linz, 13. September. [...] * (Musikalisches.) „Die Salzburger Zeitung” vom 12. d. berichtet: Die gestern im hiesigen Dome stattgehabte Aufführung der großen Messe (aus D-Moll) des eben hier weilenden Herrn Professors Bruckner, k. k. Hoforganisten aus Wien, bot den Kennern und Freunden der Kirchenmusik einen hohen Genuß dar. Wiewohl das Werk im Ganzen auf dem prononcirten Standpunkte der neueren Musik=Richtung steht, und der durchwegs dramatischen Auffassung und Wiedergabe des heiligen Meßtextes huldiget, so ist demselben dennoch einheitliche Fassung und zum Theile auch concise musikalische Ausdrucksweise nachzurühmen. - Als in jeder Hinsicht hervorragende Theile der Messe möchten wir das Kyrie mit seinem düster dahinbrütenden mysteriösen Relief, dann das gewaltige Credo - dessen „Incarnatus” uns mit wahrhaft überirdischem Zauber übergossen scheint, sowie das packende Agnus Dei bezeichnen, worin die ganze sündige Menschheit um Erlösung fleht. Die Instrumentation des Werkes verlangt die volle Hingebung des ganzen Orchesters, und war die bei der kurzen Zeit nur mit Einer Probe (wie wir hören) mögliche Aufführung dieser überaus schwierigen Messe eine äußerst würdige.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187009155, "Datum": "15.9.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 2173 meldet auf S. 9 die Aufführung der d-Moll-Messe [am 11.9.1870]: \n   »Am letzten Sonntage wurde im Salzburger Dom die große Messe (D-moll) des eben dort weilenden k. k. Hof=Organisten Professor Bruckner aufgeführt und von den Kennern und Freunden der Kirchenmusik mit großer Theilnahme aufgenommen. Die Aufführung des überaus schwierigen Werkes wird als eine volkommen würdige bezeichnet.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187009184, "Datum": "vor dem 18.9.1870", "Haupttext": "Abschrift der Stimmen zur Kantate »Heil dir zum schönen Erstlingsfeste« (3. Textfassung von WAB 61) durch Franz Jari [siehe die Anmerkung], Maximilian Kerschbaum u.a. in Kremsmünster.", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:06"}, {"ID": 187009185, "Datum": "(18.9.1870, Sonntag)", "Haupttext": "Auf Anregung des Wiener Bürgerschuldirectors J. K. Markus lässt der \"Verein der Deutschen aus dem südlichen Böhmen in Wien\" am Geburtshaus Simon Sechters in Friedberg eine Gedenktafel anbringen.\n\"In diesem Hause erblickte Simon Sechter am 11. October 1788 das Licht der Welt.\"\n \n[Vom Grabdenkmal Sechters in Wien, das u. a. auch von einer Geldspende Bruckners errichtet wurde, berichten Wiener Zeitungen am 13.6.1871.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187009205, "Datum": "20.9.1870, Dienstag", "Haupttext": "Kurzer [nichtsignierter] Artikel in der »Neuen Freien Presse« Nr. 2178, S. 8, über die d-moll-Messe in Salzburg [11.9.1870] mit einem Zitat aus der Salzburger Zeitung [12.9.1870]:\n\n   »Im Salzburger Dome wurde, wie wir bereits gemeldet [15.9.1870], vor einigen Tagen zum erstenmale die „Große D-moll-Messe” des eben in Salzburg anwesenden k. k.Hof=Organisten Anton Bruckner zur größten Befriedigung der dortigen Musikfreunde aufgeführt. „Wiewol,” sagt der Musik=Referent der Salzburger Zeitung, „das Werk im Ganzen auf dem prononcirten Standpunkt der neueren Musikrichtung steht und der durchwegs dramatischen Auffassung des Meßtextes huldigt, so ist demselben doch einheitliche Fassung und concise musikalische Ausdrucksweise nachzurühmen.”» (*). Wiederaufnahme von Meyerbeers »Robert« an der Wiener Oper (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187009215, "Datum": "21.9.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 38 berichtet auf S. 1 (Beilage) über die Aufführung einer Festmesse in Salzburg:\n     »Salzburg, 15. September. [...] Am verflossenen Sonntag wurde im hiesigen Dome eine große Festmesse vom Hoforganisten Herrn Bruckner, früher Domorganist in Linz, aufgeführt. Das Werk ist großartig, voll Fantasie und farbenreicher Instrumentierung - es ist alles, nur keine Messe und gehört nur in einen Konzertsaal - aber nie in eine Kirche. [...] Durch derlei Aufführungen arbeiten die katholischen Komponisten den Feinden der Instrumental=Musik in der Kirche recht günstig in die Hände.« [... erwähnt den bald beendeten Salzburger Aufenthalt des Komponisten Schachner ...] (*).\n \nDie Neue Berliner Musikzeitung Nr. 38 meldet auf S. 302f (= S. 6f) die Salzburger Aufführung der d-Moll-Messe [am 11.9.1870]:\n     \"Salzburg. Am 11. wurde im hiesigen Dom die grosse Messe (D-moll) des eben hier weilenden Hoforganisten Professor Bruckner aufgeführt und von den Kennern und Freunden der Kirchenmusik mit grosser Theilnahme aufgenommen. Die Ausführung des überaus schwierigen Werkes wird als eine vollkommen würdige bezeichnet.\" (**).", "Letzte Änderung": "30.01.2025 09:36"}, {"ID": 187009245, "Datum": "24.9.1870, Samstag", "Haupttext": "Die Illustrirte Zeitung Nr. 1421 (Leipzig) schreibt auf S. 223 (= S. 11): \n\n     \" - Im salzburger Dom wurde die große Messe (D-moll) des eben dort weilenden k. k. Hoforganisten Professor Bruckner ausgeführt und von den Kennern und Freunden der Kirchenmusik mit großer Theilnahme aufgenommen. Die Aufführung des großartigen, überaus schwierigen Werkes wird als eine würdige bezeichnet.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187009275, "Datum": "27.9.1870, Dienstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 219 meldet auf S. 3:\r\n     »Linz, 26. September. [...] - Orgel=Concert. Aus Anlaß des o. ö. Lehrertages in Linz wird Herr Professor A. Bruckner aus Wien am 27. September d. J. 6 Uhr Abends in der hiesigen Domkirche mehrere Piecen auf der Orgel vortragen. Alle hier weilenden Lehrer und Freunde der Musik werden hiemit darauf aufmerksam gemacht.« (*).\nEine ähnliche Information bringen die Linzer Tages-Post Nr. 220 auf S. 3:\n     \" § Orgel=Concert. Aus Anlaß des o. ö. Lehrertages in Linz wird Herr Professor A. Bruckner aus Wien am 27. September d. J. 6 Uhr Abends in der hiesigen Domkirche einige Piecen auf der Orgel vortragen. Alle hier weilenden Lehrer und Freunde der Musik werden hiemit darauf aufmerksam gemacht.\" (**)\nund die Linzer Zeitung auf S. 937:\r\n     »Linz, 26. September. [...] * (Orgel=Concert.) Aus Anlaß der vierten Hauptversammlung des oberösterreichischen Lehrervereines in Linz wird Herr Professor A. Bruckner aus Wien am 27. September d. J., um 6 Uhr Abends, in der hiesigen Domkirche mehrere Piecen auf der Orgel vortragen. Alle hier weilenden Lehrer und Freunde der Musik werden hiermit darauf aufmerksam gemacht.« (***).\nBruckner spielt um 6 Uhr abends anläßlich der Hauptversammlung des oberösterreichischen Lehrervereins auf der Linzer Domorgel ein Präludium, einen Adagiosatz in piano und eine Fuge über Händels »Halleluja« (°).\nAus diesem Anlaß [noch am selben Tag] wird er zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt (°°).\n \nUm 8 Uhr abends gesellige Unterhaltung im Volksgarten-Salon. Als anwesend [nicht speziell beim Orgelkonzert!] sind überliefert: Müßbichler aus Wels, der Landeshauptmann Dr. Eigner, Landesschulrat Tikatsch, Göllerich aus Wels, Oberrealschuldirektor Rotter, die Musikkapelle von Kronprinz Sachsen, die Liedertafel »Frohsinn« (die Chöre von Ritz (»Morgenlied«), Arnleitner (»Begrüßungschor«), Suppé (»Convertirte Staatstänze«), Koch [oder Gericke?] (»Judenthum in der Musik«) und Quartette von Brixner (»Da Kirta«) und Otto (»s'Dörferl«) aufführt) (°°°), außerdem Vereinsvorstand Johann Ortner, Statthalter Graf Hohenwart (#) und als Vortragende M. Schmidtbauer (Schärding), F. W. Albel (Wels), F. Strobl (Linz) und F. Pammer (Linz) (##).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 23:22"}, {"ID": 187009276, "Datum": "Ende September 1870 [nach dem 27.9.1870]", "Haupttext": "Brief Bruckners an Th. Mann:\r\n    Ist soeben von den Ferien zurückgekehrt, kann erst jetzt das Schreiben vom 8.9.1870 beantworten. Am 10.6.1870 habe er außer der Bachschen cis-moll-Fuge nur eigene Improvisationen gespielt, wie sie ihm auch in Nancy und Paris zum Erfolg verholfen hätten.", "Letzte Änderung": "17.11.2024 09:29"}, {"ID": 187009295, "Datum": "29.9.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung, S. 945, über Bruckners Orgelspiel im Linzer Dom [Artikel vermutlich datiert »28.9.1870«]:\r\n     »* (Zum Lehrertag.) Gestern Abends 6 Uhr hatte der k. k. Hoforganist Herr Professor Bruckner die Gefälligkeit aus Anlaß des o. ö. Lehrertages in der Domkirche auf der Orgel ein Präludium im großartigen Style, einen Adagiosatz in Piano und eine Fuge mit Durchführung des Händel'schen Alleluja zu spielen. Die Kirche war gedrängt voll von Zuhörern, welche dem meisterhaften, das Gefühl mächtig ergreifenden Spiele mit größter Aufmerksamkeit lauschten. Herr Professor Bruckner führte diese 3 Sätze in jeder Richtung mit vollendeter Virtuosität durch und zeigte in allen Spielmanieren seine erschöpfende Kenntniß der Orgel.« [siehe die Anmerkung] (*).\nAuch die Linzer Tages-Post Nr. 222 erwähnt Auf S. 2 Bruckners Orgelkonzert in ihrem Bericht über die Versammlung des oberösterreichischen Lehrervereins am 27.9.1870:\r\n     »Um 6 Uhr Abends füllte sich [sic] die Domkirche eine dichtgedrängte Menge, welche den von dem unübertrefflichen Meister Professor A. Bruckner aus Wien auf der Orgel vorgetragenen Piecen mit der gespanntesten Aufmerksamkeit lauschte und zur ungetheilten Bewunderung hingerissen wurde.« (**).", "Letzte Änderung": "25.09.2025 11:57"}, {"ID": 187009305, "Datum": "30.9.1870, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik 66 (1870) meldet auf S. 361 (= S. 5) die Aufführung der d-moll-Messe am 11.9.1870:\r\n     »Salzburg. Am 11. wurde eine Dmoll=Messe des Hoforganisten Prof. Bruckner aufgeführt und fand große Theilnahme. - « (*).\n[Fraglich!] Auch die Neue Freie Presse bringt [nochmals?] eine Kritik hierüber (**).\nDie Wiener Zeitung Nr. 235 berichtet auf S. 1089 (= S. 3) von Bruckners Orgelkonzert im Linzer Dom [27.9.1870?]: \r\n   »Aus Anlaß des oberösterreichischen Lehrertages spielte der k. k. Hoforganist Professor Bruckner in der Domkirche zu Linz ein großes Orgelconcert, bestehend aus einem Präludium in großartigem Style, einem Adagiosatz und einer Fuge mit Durchführung des Händel'schen Alleluja. Die Kirche war gedrängt voll von Zuhörern, welche dem meisterhaften, das Gefühl mächtig ergreifenden Spiele mit größter Aufmerksamkeit lauschten.« (***).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 222 berichtet auf S. 2 von der Hauptversammlung des oberösterreichischen Lehrervereins:\r\n     \"[...] Der Hr. Präsident, J. Ortner, kündet an, daß nun eine kleine Pause eintreten werde, und stellt den Antrag: \"Die vierte Hauptversammlung des o. ö. Lehrervereines wolle Herrn Professor A. Bruckner aus Wien zum Ehrenmitgliede des Vereines ernennen.\" - Mit Acclamation angenommen.\" (°).", "Letzte Änderung": "31.08.2024 03:34"}, {"ID": 187009307, "Datum": "September/Oktober 1870", "Haupttext": "Antrittsbesuch Josef Pembaurs bei Bruckner zuhause. Seinem Bericht zufolge verwendete Bruckner damals die Orgelschule von Stick [??] im Unterricht am Konservatorium (*).\n(Karl Seiberl lebt vom Herbst 1870 bis 1878 in Wien (**)).", "Letzte Änderung": "13.04.2025 22:31"}, {"ID": 187010006, "Datum": "Schuljahr 1870/71", "Haupttext": "Zu Bruckners Konservatoriumsschülern gehören Hermine Adametz (Kontrapunkt), Guido Adler (Harmonielehre) [siehe die Anmerkung], Max Ambros von Rechtenberg (K), [Emil?] Carl Kratzl (K) [*a], Josef Lamberger (K), Josef Latzelsberger (K + Orgel), Felix Mottl, Heinrich Paschko (H + O), Hugo Reinhold (K + O), Damian von Rößl (K), Emil Schwarzkopf (K + O), [Josef Siebert (K)], Eduard Stanek (K), George Vieh (H) [?], Gustav Walter (H), [ein 2. Gustav Walter, auch aus Arad, mit Orgel?] und Carl Wolfrum (K) (*).\r\nDer Jahresbericht listet den Personalstand auf: »2. Lehrpersonal. [/] 1. Herr Anton Bruckner (Contrapunkt und Orgel), seit 1868 (3 J.).« (**).\r\nÜber Bruckner äußert später Guido Adler: \"Bruckners Unterricht in Harmonielehre und Kontrapunkt war eine Daguerretypie seiner bei Simon Sechter erhaltenen Lehren. Es war keine Brücke zwischen Lehre und dem Stand der Komposition der neuen Zeit, der er sich langsam aber entschieden anschloß. Er war sich dieses Mangels wohl bewußt, aber seine Intelligenz reichte nicht hin, um in der Didaktik dies zu bewerkstelligen. Wenn er einen strengen Sechterschen Lehrsatz erklärt und exemplifiziert hatte, trat er gelegentlich von der Tafel zur Seite, stieg vom Katheder, blinzelte mit den Augen und sagte: \"Wenn i rausgeh, mach i's ganz anders.\" \" (**a).\r\n[?] Ein weiterer Bruckner-Schüler (\"aus Arad in Ungarn\") ist Karl Huber, der Sohn des gleichnamigen Geigers [recte Gustav Walter?] (**b).\nFolgende Schüler können für Bruckners Lebensweg noch von Interesse sein:\r\n   Julius Desing, Julius Egghard, Reinhold Hummer, Carl Lux, Arthur Nikisch, Emil Paur (»aus Czernowitz in der Bukowina, 15 J.«), Josef Pembaur (»aus Innsbruck in Tirol, 21 J«), Adolf Wallnöfer (»16 J.«), Julius Winkler (»aus Raab in Ungarn, 15 J«) (***).\nDie »Classen-Prüfungen« fanden vom 14.6.1871 bis 15.7.1871 statt (°)\nAnmeldungen waren ab 15.9.1870 möglich.\r\n\"Die Aufnahmsprüfungen im Conservatorium der Musik für das mit 1. October beginnende Schuljahr 1870-71 finden statt und zwar [...] für Contrapunkt, Composition, Orgel, Harfe: am 29. September Nachmittags von 3 Uhr an; [...] Die Prüfungen werden im großen Foyer abgehalten. [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "08.06.2025 09:34"}, {"ID": 187010015, "Datum": "1.10.1870, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 224 berichtet auf S. 2 über die Versammlung am 27.9.1870:\n     \"Der Festabend der Lehrer Oberösterreichs [... Frohsinn-Darbietungen ... erwähnt werden Holzner, Johann Ortner, Oberlehrer Menhart aus Steyr, Göllerich, Realschul-Direktor Rotter, mehr als 800 Anwesende ... Grußadressen, Toasts ...] Urgemüthlich war der Dank des Herrn Professors Bruckner aus Wien, welcher von dem Linzer Lehrervereine zum Ehrenmitgliede ernannt wurde. [... Signatur:] K. Sch.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010045, "Datum": "4.10.1870, Dienstag", "Haupttext": "Die Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 79 berichten auf S. 287ff (= S. 1ff) \"Vom Conservatorium\": \n\n     \"[... über Besonderheiten der Klassenstrukturen ...] Hrn. Prof. Bruckner wurde eine Vermehrung von wöchentlich drei Stunden zur gründlichen Ausbildung der Schüler in der Theorie zugestanden. [... über Änderungen im Lehrkörper ... voraussichtlich über 500 Schüler ...]\" (*).\n\n\nPremiere von Richard Wagners »Lohengrin« unter Johann Herbeck an der Wiener Oper (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010055, "Datum": "5.10.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 40 (Beilage, S. 1) berichtet von Bruckners Orgelspiel am 27.9.1870:\n     »[... zuvor Datierungsfehler »Montag 27.« ... »Dienstag Vormittag war die Hauptversammlung ...] Der k. k. Hoforganist Bruckner, welcher zum Ehrenmitgliede des o. ö. Lehrer Vereines ernannt wurde, entzückte Abends 6 Uhr in der dicht gedrängten Domkirche die Gäste durch die meisterhaft durchgeführten Präludien auf der Orgel. Abends 8 Uhr versammelten sich die Festgäste zu einer geselligen Unterhaltung im Volksgarten=Salon, welche den Stempel der ungezwungensten Unterhaltung und der derzlichen [sic] Kordualität an sich trug.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010065, "Datum": "6.10.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Die Salzburger Zeitung Nr. 225 meldet auf S. 2 unter \"Tagesneuigkeiten.\":\n     \" - Der Linzer Zeitung wird aus Salzburg vom 29. v. M. Nachstehendes über hiesige musikalische Vorkommnisse geschrieben: | Der Salzburger Dom nimmt auch auf dem Gebiete der Kirchenmusik jene hervorragende Stellung ein, die dem erhabenen, monumentalen Bauwerke von Weltruf geziemt. [... es werden] auch aus der neuesten Zeit hervorgehende Kirchenwerke vorgeführt, wenn dieselben Anspruch auf Bedeutsamkeit besitzen. Unter den letzteren sind in kurzer Aufeinanderfolge zwei großartig angelegte und brillant durchgeführte musikalische Werke, die Messe von Bruckner und jene von Dr. Otto Bach im hiesigen Dome zur Aufführung gelangt. Die erstere hat bereits unlängst ihre Besprechung gefunden. [... über Bachs Messe und kurz über ein Oratorium von Schachner, das in Augsburg aufgeführt werden wird ...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010085, "Datum": "8.10.1870, Samstag", "Haupttext": "Bruckners morgiges Orgelspiel in der Alservorstadt-Pfarrkirche wird in mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nDer Wanderer Nr. 278 (a),\n \nDie Presse Nr. 278 auf S. 3 der Beilage [= S. 7?]:\n     \"Sonntag 10 Uhr wird in der Pfarrkirche in der Alservorstadt das Franciscifest feierlichst begangen, wobei Capellmeister Eder eine neucomponirte Festmesse von J. P. Gotthardt, Graduale, Tenorsolo mit Blasharmonie-Begleitung und Offertorium von Adolph Schimon, Sopransolo mit Harmonium-Begleitung, aufführen wird, und die Soli Tenor Simonetti und die k. k. Kammersängerin Louise Dustmann vortragen werden. Herr Hof-Organist Brucknerhat das Orgelspiel übernommen.\" (b),\n \nFremdenblatt Nr. 278 auf S. 7:\n     \" - In der Pfarrkirche Alservorstadt wird Sonntag 10 Uhr Früh das Ordensfest der P. Minoriten feierlich begangen und wird Kapellmeister Eder eine neu komponirte Messe und Graduale, Tenorsolo von J. P. Gotthard, Offertorium von Adolf Schimon, aufführen. Die Soli in der Messe werden die Damen Girsa und Ritter, die Herren Dunkl und Teller, das Tenorsolo Herr Simonetti aus Mailand, das Sopransolo die k. k. Kammerängerin Frau Louise Dustmann vortragen. Herr Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\"(c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 2196 auf S. 7:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt, unter Leitung des Capellmeisters Eder, eine neucomponirte Messe sammt Graduale von J. P. Gotthard und Offertorium, Sopransolo von Adolph Schimon. Die Soli der Messe werden die Damen Girsa und Ritter und die Herren Dunkl und Teller, das Graduale Herr Simonetti, Opernsänger aus Mailand, das Offertorium die k. k. Kammerängerin Frau Louise Dustmann vortragen. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (d),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 278 auf S. 5:\n     \"Bei den P. P. Minoriten in der Klosterpfarrkirche, Alservorstadt, wird morgens das Fest des hl. Franziskus feierlich begangen, wobei Kapellmeister Eder eine neu komponirte Festmesse von J. P. Gotthard, Graduale, Tenor-Solo, Offertorium, Sopran-Solo, von Adolph Schimon aufführen wird und die Soli Herr Simonetti aus Mailand und Frau Luise Dustmann, k. k. Kammer- und Hofopernsängerin, vortragen werden. Hoforganist Bruckner hat das Orgelspiel übernommen.\" (e).", "Letzte Änderung": "09.12.2024 21:59"}, {"ID": 187010095, "Datum": "9.10.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt um 10 Uhr als Organist bei der Messe in der Alservorstadt-Pfarrkirche mit. Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine neue Festmesse (Solisten: Girsa, Ritter, Dunkl, Teller) von J. P. Gotthard und ein Graduale (Tenorsolo: Herr Simonetti aus Mailand) [von Adolph Schimon] und ein Offertorium mit Sopransolo (Louise Dustmann) von Adolf Schimon.", "Letzte Änderung": "14.10.2024 11:27"}, {"ID": 187010115, "Datum": "11.10.1870, Dienstag", "Haupttext": "Die Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 81 schreiben auf S. 298 (= S. 4):\n     \" * Man schreibt aus Salzburg: Der Salzburger Dom nimmt auch auf dem Gebiete der Kirchenmusik jene hervorragende Stellung ein, die dem  monumentalen Bauwerke geziemt. [... es werden] auch aus der neuesten Zeit hervorgehende Kirchenwerke vorgeführt, wenn dieselben Anspruch auf Bedeutsamkeit besitzen. Unter den letzteren sind in kurzer Aufeinanderfolge zwei brillant durchgeführte musikalische Werke, die Messe von Bruckner und jene von Dr. Otto Bach im hiesigen Dome zur Aufführung gelangt. Die erstere hat bereits unlängst ihre Besprechung gefunden. [... über Bachs Messe ...]\" [vgl. 6.10.1870].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010145, "Datum": "14.10.1870, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 42 verzeichnet auf S. 671f (= S. 15) in der Rubrik \"Kirchenmusik\" auch die Aufführung am 9.10.1870 mit Angabe aller Mitwirkenden - \n\n\"([...] die Orgelbegleit. gesp. von Hrn. Hoforganisten Bruckner.)\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010155, "Datum": "15.10.1870, Samstag", "Haupttext": "Bruckners morgiges Orgelspiel in der Augustinerkirche wird in mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nDer Wanderer Nr. 285 (a),\n \nDie Presse Nr. 285 auf S. 14:\n     \"Capellmeister Eder wird Sonntag um 11 Uhr [... erwähnt: Dr. Krauß ...] Die Orgel wird der k. k. Hoforganist Bruckner spielen.\" (b)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 2203, S. 7:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin [... erwähnt: Eder, Emilie Ribarz, Ritter, Dunkl, Krauß, v. Rabatinsky ...] die Orgel wird der k. k. Hoforganist Bruckner spielen.\" (c).\n \n(Premiere von Mozarts »Figaro« unter Herbeck an der Wiener Oper (*)).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 09:50"}, {"ID": 187010165, "Datum": "16.10.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Gottesdienst um 11 Uhr in der Augustinerkirche. Aufgeführt werden unter Eders Leitung Haydns Nelsonmesse (Solisten: Emilie Ribarz, Ritter, Dunkl, Krauß), ein Graduale mit Oboe (Hr. Schamann) und Sopransolo (Frl. v. T.) von Eybler und als Offertorium ein »Salve Regina« (Sopransolo mit Harmonium, Solo: Frl. v. Rabatinsky) von Schubert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010185, "Datum": "18.10.1870, Dienstag", "Haupttext": "Erlaß des Unterrichtsministeriums: Bruckner wird die Hilfslehrerstelle an der Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt St. Anna verliehen. Das Jahresgehalt beträgt 540 Gulden (*).\r\nAuszug aus der Chronik der Anstalt für das Schuljahr 1870/71:\r\n»An ihr wirkten: 1.) Theodor Vernaleken als Direktor. [...]\r\n8. Eduard Kremser, Chormeister, als Hilfslehrer für den Gesang.\r\n9. Karl Hofmann, Mitglied der kk. Hofkapelle, als Hilfslehrer für den Violinunterricht.\r\n10. Anton Bruckner, Professor am Conservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde, als Hilfslehrer für den unobligaten Clavierunterricht und die Harmonielehre.\r\n11. Richard Kümmel, als Hilfslehrer für das Turnen. [...]\r\n[auf der folgenden Seite:] Für den Unterricht im Orgelspiel wurde ein Pedal-Harmonium angekauft.« (**).\r\nDa der wichtigste Teil der Schulunterlagen (Klassenlisten 1870-73) nicht erhalten ist, können aus anderen erhaltenen Verzeichnissen zwar die Namen vieler Schüler und Schülerinnen aufgelistet werden, jedoch ist eine Zuordnung zu Bruckner Unterrichtstätigkeit nur in seltenen Ausnahmefällen (Klavier- und Orgelunterricht) möglich.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 13:37"}, {"ID": 187010275, "Datum": "27.10.1870, Donnerstag", "Haupttext": "[recte 28.10.1870]\r\nDas Fremdenblatt meldet auf S. 7, daß Bruckner am 30.10.1870 beim Festgottesdienst Orgel spielen werde.", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:09"}, {"ID": 187010285, "Datum": "28.10.1870, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 2216 kündigt auf S. 8 an, daß Bruckner am 30.10.1870 beim Festgottesdienst in der Währinger Pfarrkirche Orgel spielen wird:\n     \"Die Währinger Liedertafel feiert Sonntag, den 30. d., Vormittags halb 11 Uhr, in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige Stiftungsmesse und bringt dabei Tantum ergo von Kloß, die Vocalmesse von Horak, Offertorium von Limmer zur Aufführung. Hof-Organist Herr Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\"(*). \nEine ähnliche Meldung bringen auch die Österreichische Volkszeitung Nr. 298 auf S. [3] (**) \n\nund das Fremdenblatt Nr. 298 auf S. 7: \n\n     \"Die Währinger Liedertafel feiert Sonntag, den 30. Oktober d. J. Vormittags in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige Stiftungsmesse und bringt dabei Tantum ergo von Kloß, die Vokalmesse von Horak, Offertorium von Limmer zur Aufführung. Hoforganist Herr Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010305, "Datum": "30.10.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Stiftungsmesse der Währinger Liedertafel um halb elf Uhr in der Währinger Pfarrkirche wirkt Bruckner als Organist mit. Aufgeführt werden ein Tantum ergo von Kloß, eine Vocalmesse von Horak und eine Offertorium von Limmer.\n Die Orgel (II/15), 1794 von Johann Wimola d. J. (1754 - 1800) erbaut, war vermutlich zwischenzeitlich verändert worden (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187010315, "Datum": "31.10.1870, Montag", "Haupttext": "In der Zeitschrift »Der Wanderer« Nr. 301 wird Bruckner als Organist einer Messe in der Augustinerkirche am 1.11.1870 angekündigt (*).\n \nDieser Hinweis erscheint auch im Fremdenblatt Nr. 301 auf S. 4:\n    \" - Am Allerheiligentag 11 Uhr wird Kapellmeister Eder in der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin Haydn's berühmte Mariazellermesse zur Aufführung bringen, wobei Frl. Ribarz die Soli in der Messe, die k. k. Kammersängerin Frau Luise Dustmann das Graduale von Joh. Krall, das Offertorium von Adolfo Schimon vortragen werden. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**).", "Letzte Änderung": "09.12.2024 22:03"}, {"ID": 187011015, "Datum": "1.11.1870, Dienstag", "Haupttext": "Bruckners heutige Mitwirkung als Organist wird\n \nin der Allgemeinen Volkszeitung Nr. 282 erwähnt (*a),\n \ndesgleichen in der »Presse« Nr. 302 auf S. 14:\n     \"Am Allerheiligentag, 11 Uhr Früh, wird Capellmeister Eder in der Hofpfarrkirche St. Augustin Haydn's Mariazeller Messe mit dem prachtvollen Gratias (Sopransolo) aufführen, und die Soli der Messe Fräulein Emilie Ribarz, Graduale Krall, Offertorium Schimon, beide Einlagen die k. k. Kammersängerin Frau Louise Dustmann vortragen, die Orgel Hoforganist Bruckner spielen.\"  (*b),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 2220 auf S. 7: \"[... es wird] die Orgel Hof-Organist Bruckner spielen.\" (*c)\n \nund im Neuen Fremdenblatt Nr. 302 auf S. 3:\n     \" - in der Pfarrkirche bei St. Augustin wird um 11 Uhr Kapellmeister Eder Haydn's Mariazeller Messe, Graduale von Krall und Offertorium von Schimon aufführen, die Soli der Messe werden Fräulein Ribarz, beide Einlagen die k. k. Kammersängerin Dustmann vortragen, die Orgel spielt Hoforganist Bruckner;\"(*d).\nOrgelspiel um 11 Uhr in der Augustinerkirche. Zur Aufführung gelangen unter Eders Leitung beim Gottesdienst Haydns Mariazellermesse (und ein »Gratias«), ein Graduale »O sanctissima« von Joh. Krall und als Offertorium »Ave Maria« von Adolf Schimon. Neben Bruckner wirken als Solistinnen Frl. Ribarz (bei Haydn) und Louise Dustmann (Solo im Graduale und Offertorium) mit (**).", "Letzte Änderung": "09.12.2024 22:06"}, {"ID": 187011025, "Datum": "2.11.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner besucht (zum ersten Mal) nach dem Mozart-Requiem die Gräber Schuberts und Beethovens auf dem Währinger Friedhof (*).\nIn der Gemeindeausschußsitzung in Ansfelden wird Bruckner zum Ehrenbürger ernannt (**).", "Letzte Änderung": "23.08.2025 07:42"}, {"ID": 187011045, "Datum": "4.11.1870, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Waldeck:\r\n     Gratuliert zum Namenstag, berichtet Neues vom Konservatorium. Ihm sei eine kaiserliche Wohnung in Schönbrunn angeboten worden. Er erwähnt außerdem Lanz, Zellner, die Präparandie [St. Anna] und Schulrath Becker (*).\nBruckners Mitwirkung als Organist in Währing am 30.10.1870 wird im Musikalischen Wochenblatt (Leipzig) Nr. 45 in der Rubrik \"Kirchenmusik.\" auf S. 718 erwähnt:\r\n     \"d) In der Pfarrkirche zu Währing: [... Kloss, Horak, Limmer ...] (Orgelpart: Hr. Hoforganist Professor Anton Bruckner).\" (**).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:10"}, {"ID": 187011055, "Datum": "5.11.1870, Samstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 252 meldet, daß Bruckner zum Ehrenbürger von Ansfelden [22.11.1870] ernannt wurde: \n»                               Vom Lande. \n\n     Ansfelden, 2. November. In der heute stattgehabten Gemeindeausschuß=Sitzung wurde Hr. Anton Bruckner, vormals Dom=Organist in Linz, nunmehr k. k. Hof=Organist und Professor am Conservatorium in Wien, in Anerkennung seines ruhmreichen Wirkens auf dem Gebiete der Tonkunst, wodurch er seinem Geburtsorte Ansfelden in den weitesten Kreisen Ehre und Glanz zu verschaffen gewußt hat, einstimmig zum Ehrenbürger der hiesigen Gemeinde ernannt.\n     Möge der verehrte Tonkünstler seinen Geburtsort, sobald es ihm die Umstände erlauben, wieder mit einem Besuche beehren.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011065, "Datum": "6.11.1870, Sonntag", "Haupttext": "Die »Presse« berichtet auf S. 14: »- Aus Ansfelden im Traunkreise wird uns berichtet, daß die Gemeinde dortselbst dem k. k. Hoforganisten und Professor am Conservatorium, Herrn Anton Bruckner, welcher in Ansfelden geboren ist, das Ehrenbürgerrecht verliehen habe.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011075, "Datum": "7.11.1870, Montag", "Haupttext": "Brief Minister Stremayrs an Bruckner:\r\n     Bewilligt auf Bruckners Gesuch vom 11.5.1870 400 Gulden. Die Gesuchsbeilagen sind beigeschlossen.\nErledigungsvermerk vom 14.11.1870.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:31"}, {"ID": 187011095, "Datum": "(9.11.1870, Mittwoch)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend der Wiener Konservatoriums wirken u.a. Rößl und Lamberger mit.", "Letzte Änderung": "05.12.2024 22:40"}, {"ID": 187011105, "Datum": "10.11.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 260 schreibt auf S. 18: \n\n     \"Ansfelden. (Ob rösterreich.) Der hiesige Gemeindeausschuß hat den Herrn Anton Bruckner, k. k. Hof-Organist und Professor am Konservatorium in Wien, in Anerkennung seines ruhmreichen Wirkens auf dem Gebiete der Tonkunst, wodurch er seinem Geburtsorte Ansfelden in den weitesten Kreisen Ehre und Glanz zu verschaffen gewußt hat, einstimmig zum Ehrenbürger ernannt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011115, "Datum": "11.11.1870, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 46 erwähnt in der Rubrik \"Kirchenmusik.\" auf S. 733 (= S. 13) Bruckners Orgelspiel am 1.11.1870: \n\n     \"[...] (Solo im Grad. und Offert.: Frau Louise Dustmann; Orgelpart: Herr Bruckner.)\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011125, "Datum": "(12.11.1870, Samstag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Halévys »Jüdin« an der Wiener Oper (*).\nKonzert des Singvereins (**).", "Letzte Änderung": "17.10.2024 08:22"}, {"ID": 187011135, "Datum": "(13.11.1870, Sonntag)", "Haupttext": "Erstes Philharmonisches Konzert unter Dessoff im Großen Musikvereinssaal mit Werken von Weber, Beethoven, Rudorff [siehe die Anmerkung] und Schumann (3.) (*).\nAufführung der Cäcilien-Messe in F-Dur von Joh. Ev. Habert unter Herbecks Leitung in der Wiener Kofkapelle. Habert ist persönlich anwesend, unter den Zuhörern befindet sich Graf Laurencin (**). [vgl. auch 21.4.1872]", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:24"}, {"ID": 187011145, "Datum": "14.11.1870, Montag", "Haupttext": "Bruckner erhält die am 7.11.1870 bewilligten 400 Gulden (*) und die am 11.5.1870 eingereichten Unterlagen zurück (**).\n\nNotiz \"Erfolgt am 14/11 870. Th\" auf dem Schreiben Stremayrs vom 7. November (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011165, "Datum": "16.11.1870, Mittwoch (Buß- und Bettag)", "Haupttext": "Eingabe Herbecks an das Obersthofmeisteramt: Empfiehlt, Bruckner für seine ausgezeichneten Dienste bei der Hofmusikkapelle eine Remuneration von 100 Gulden zu erteilen.", "Letzte Änderung": "29.06.2025 21:56"}, {"ID": 187011175, "Datum": "17.11.1870, Donnerstag", "Haupttext": "Eingangsstempel und Sichtvermerk von Poliakovits auf dem gestrigen Schreiben.", "Letzte Änderung": "02.12.2024 22:26"}, {"ID": 187011185, "Datum": "18.11.1870, Freitag", "Haupttext": "Intimate des Obersthofmeisteramtes an das Hofzahlamt (*) und die Hofmusikkapelle (**):\r\n   Bruckner erhält die bewilligte Remuneration von 100 Gulden. Sichtvermerke von Poliakovits, Hohenlohe und Imhof und (**) Seltenhammer und Srbik [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "16.12.2024 16:04"}, {"ID": 187011195, "Datum": "19.11.1870, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wird zum Ehrenmitglied der Währinger Liedertafel ernannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011205, "Datum": "20.11.1870, Sonntag", "Haupttext": "Bescheid der Hofmusikkapelle an Bruckner:\r\n   Laut Intimat vom 18.11.1870 ist die Remuneration von 100 Gulden bewilligt. Unterschrift Herbecks (*).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 1125, daß Bruckner das von Prof. Kaiser gestaltete Ehrendiplom des Oberösterreichischen Lehrervereins erhält:\r\n   »Linz, 19. November. [...] * (Professor Kaiser.) Wir hatten Gelegenheit, das Ehrendiplom einzusehen, welches der o. ö. Lehrerverein in seiner diesjährigen Versammlung in Linz seinem Ehrenmitgliede Herrn A. Bruckner, Hoforganisten und Professor am Conservatorium zu Wien, gespendet. Wir müssen bekennen, daß der Lehrerverein einen glücklichen Wurf gethan, als er sich wegen Ausführung desselben an die kunstbewährte Hand des Herrn Professors Kaiser gewendet. [es folgt eine Schilderung des Diploms] ... darf nicht unerwähnt bleiben, daß Herr Kaiser, als Freund des Gefeierten und der Lehrer, auch seine Uneigennützigkeit im schönsten Lichte bewies. Dieses Kunstwerk ist zur Einsichtnahme noch einige Tage aufgelegt: Obere Badgasse Nr. 4, 3. Stock.« (**).\nBei der Aufführung von Händels Oratorium »Israel in Ägypten« unter Hellmesberger spielt Bruckner den Orgelpart (***). Choreinstudierung Herr Frank, Orchesterdirektion Hellmesberger, Solisten: die Damen Angermayr, Fillunger, Tremel und die Herren Schmid, Krauß und Pirk (°).", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:38"}, {"ID": 187011225, "Datum": "22.11.1870, Dienstag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Bruckner wird auf Antrag von Franz Grabmer (*a) zum Ehrenbürger von Ansfelden ernannt. Der Text der Urkunde wurde von Bernhard Deubler aus St. Florian verfaßt (*).\nIn L. A. Zellners \"Blättern für Theater, Musik und Kunst\" Nr. 93 wird auf S. 345 das Konzert vom 20.11.1870 mit Händels \"Israel in Ägypten\" besprochen(\"|\" = gesperrt):\r\n\"[...] Daß uns das Werk unter selbstständiger Mitwirkung der kernigen Orgel dargeboten worden, verdient ebenso anerkennend hervorgehoben zu werden als der in der Chören und des Orchesters pulsirende frische, kernige, schwunghafte Zug. Concertmeister Hellmesberger und Hr. Frank, der Chorleiter und zugleich mit Hrn. Bruckner Organist, mögen in gegebenem Falle mit dem ihnen unterstellten Instrumental= und Vocalkörper redlich den Erfolg theilen. [... über die Solisten ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "07.12.2024 14:54"}, {"ID": 187011235, "Datum": "23.11.1870, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner quittiert als »Mitglied der kk. Hofmusikkapelle« den Empfang der 100 Gulden Remuneration. Von Herbeck eigenhändig abgezeichnet:\r\n»Quittung\r\nÜber Ein hundert Gulden ÖW, wel-[/]che der Gefertigte laut Intimates des [/] hohen kk. Obersthofmeisteramtes [/] Z. 5520 als Remuneration vom [sic!] dem [/] löbl. k. k. Hofzahlamte richtig erhal-[/]ten hat.\r\nWien den 23. November 1870.\nId est 100 fl [/] ÖW.\r\nAnton Brucknermp\r\nMitglied der kk.\r\nHofmusikkapelle.\r\n[andere Schrift?:] 100f [/] 23/11 [Paraphe]\r\n[links, Herbecks Schrift:] Hkp [?] JHerbeck [/] kk. Hofkapellmeister.« (*).\nIn der Kritik der Neuen Freien Presse Nr. 2242, Morgenblatt S. 2, signiert \"Ed. H.\" [Eduard Hanslick], zum Händel-Oratorium »Israel« [20.11.1870] wird Bruckner als Organist erwähnt:\r\n      »[...] Die Aufführung war originalgetreu; die Herren Frank und Bruckner besorgten das Accompagnement auf der von Herrn Hesse gebauten und bereitwillig für diesen Zweck geliehenen Orgel.« (**).\nEin Bericht, signiert \"Ed. K.\" [Eduard Kulke], erscheint auch im Vaterland Nr. 323 auf S. 1:\r\n     \"[...] Aufgeführt wurde das Werk sehr gut. [... erwähnt Hellmesberger, Herbeck, Frl. Fillunger, Frl. Angermayer, Frl. Tremel, Herr Birk, Dr. Schmid, Dr. Kraus ...] Die Orgel war vom Chormeister Frank und dem ausgezeichneten Hoforganisten Anton Bruckner bedient, während Concertmeister Grün an der Spitze der Streicher stand. [... über eine Äußerung Friedrich Hebbels über Händels Messias ...] Also nur keine Furcht von etwaiger musikalischer Gelehrsamkeit, denn was zum Herzen spricht, das versteht Jeder.\" (***).", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:38"}, {"ID": 187011255, "Datum": "25.11.1870, Freitag", "Haupttext": "Kritik von E. Schelle in der »Presse« Nr. 326, S. 1f, über Händels Oratorium »Israel« [am 20.11.1870], bei dem Bruckner als Organist mitwirkte: \n   »[... über das Werk ...] Die Aufführung am Sonntag zeugte von rühmenswerther Sorgfalt, dem großen Werke zu seiner vollen Wirkung zu verhelfen. Man hatte die Partitur der Händel-Ausgabe zu Grunde gelegt, in welcher die vom Componisten gesondert ausgesetzten Posaunen aufgenommen sind; zur Mitwirkung der Orgel wurde die Mendelssohn'sche Bearbeitung des Orgelparts benutzt. Dies für den Effect Händel'scher Musik so wichtige Instrument war sogar in zwei Exemplaren vertreten. Herr Frank, der Chormeister des Singvereins, spielte eine Orgel aus der Werkstatt des verdienstvollen Hesse, eine zweite, früher dem Kärnterthor=Theater zugehörig, Herr Pruckner. Diese Doppelwirkung war übrigens mehr ein Luxus als eine Nothwendigkeit, denn die Kraft und Tragweite des Orgelklanges wurde dadurch keineswegs verstärkt, eher vielmehr gedämpft. Gegenüber den beiden Orgeln stand das Orchester nicht im richtigen Verhältniß, es war viel zu massenhaft besetzt [12 Kontrabässe!], als daß der Orgelton in den Massenwirkungen gehörig durchdringen, der allgemeinen Klangfarbe eine eigenthümliche, charakteristische Färbung geben konnte. [...]«(*). (Vortragsabend des Konservatoriums (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011275, "Datum": "(27.11.1870, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Dessoff (*) mit Werken von Mendelssohn, Haydn, Bruch und J. Zellner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187011285, "Datum": "28.11.1870, Montag", "Haupttext": "In der Wiener Morgen-Post Nr. 329 wird auf S. 2 auch das Konzert vom 20.11.1870 besprochen:\r\n\"[... über die Solisten ...], während die Altistin allerdings für ihre schwierige Aufgabe nicht ganz zureichen wollte. Im Orchester überwogen Kontrabässe und Blech zu sehr, an der Orgel erspielten sich die Herren Frank und Bruckner schöne Verdienste.\r\n      D[...]Beck.\" [wegen Papierriss nicht komplett lesbar].", "Letzte Änderung": "05.01.2026 10:22"}, {"ID": 187011315, "Datum": "vermutlich Ende November 1870", "Haupttext": "[jedenfalls nach dem 18.11.1870]\nDie Zeitschrift \"Euterpe\" (29. Jahrgang) bringt in Heft 8 auf S. 141 - 147 den dritten Teil von Theodor Manns Bericht über seine Reise von Berlin über Prag nach Wien zum Lehrertag Pfingsten 1870 mit der Schilderung von Bruckners Orgelkonzert am 10.6.1870 auf S. 143ff:\n\"                  Aus meiner Reisemappe.\n                            (Fortsetzung.)\n     Nur zwei Gräber weiter von der Ruhestätte Beethoven's befindet sich die des Liederfürsten Schubert [... über diese und die Gräber Haydns und Mozarts ... \"Freischütz\" in der Hofoper ... Lehrerversammmlung ... Kaisergruft ... S. 143:].\n     Dann endlich eilte ich nach der Josephstädter Piaristen=Kirche, in der Herr Professor Bruckner Nachmittags 4 Uhr ein Orgel=Concert, aus 4 Piecen bestehend, veranstaltete. Beim Eintritt in die Kirche, deren majestätischer Bau mich entzückte, fand ich dieselbe schon dicht mit Zuhörern gefüllt, so daß ich nolens volens mit einem Stehplatz vorlieb nehmen mußte. Alle Zuhörer und auch ich waren ohne Programm, so daß wir nicht wußten, was wir zu hören bekommen sollten. Vor dem Concert selbst theilten einige Geistliche viele Exemplare der Beschreibung der Orgel mit Zeichnung derselben und Bildniß des Erbauers, Buckow aus Hirschberg, versehen, aus, ebenso Hunderte von Exemplaren der riesengroßen Lithographie der Orgel, die alle noch seit ihrer Erbauung vom Jahre 1858 her im Kirchenarchiv verpackt lagen und zu deren Vertheilung der günstigste Moment jetzt gekommen zu sein schien – das Concert.\n     Das Concert begann und ich wußte nicht, was der Concertgeber spielte; daher suchte ich mir den Aufgang zum Orgelchore auf, um mich bei jenem selber darnach zu erkundigen. Leider war er von so vielen neugierigen Bewunderern umgeben, daß er wie hinter einem Wall vor seiner Orgel saß, und ich nicht zu ihm herankommen konnte. Ich blieb stehen und bemerkte, daß er auswendig spielte. Damit war mir noch nicht gedient; ich mußte auch das Programm kennen lernen und bat ihn daher nach dem Concerte schriftlich, mir dasselbe mitzutheilen, worauf ich ein sehr freundliches Schreiben von ihm erhielt, in dem er sagte: \"Außer der 5stimmigen Cis-moll=Fuge von Seb. Bach habe ich Alles improvisirt und daher keine Note aufgeschrieben. Zuerst versuchte ich aus dem Thema der Bach'schen Fuge eine Introduction zu improvisiren, dann kam die Fuge; dann das Andante mit sanften Stimmen im freien Style, dann improvisirte ich auf Ansuchen vieler Lehrer noch zwei Sätze, den ersten im freien Style, den letzteren contrapunktisch, thematisch, à la Fuge. Das war Alles! Ich bereite mich meistens nie vor, sondern lasse mir die Themata aufgeben, und das hat mir auch voriges Jahr in Nancy beim Orgel=Congresse den Sieg bereitet; eben so bei den Concerten in Paris, namentlich in Notredame.\" Das erste Stück wurde meisterhaft gespielt; leider that zum Schluß der Calcant seine Pflicht nicht, sondern ließ den Wind einige Male ausgehen, was eine große Störung verursachte. Das zweite Stück, als Andante pastorale würde ich es bezeichnen, hatte besonders den Zweck, die verschiedenen, sehr schönen Klangfarben der einzelnen Register und Claviere den Zuhörern vorzuführen. Alle Sachen wurden gewandt und mit gutem Vortrage ausgeführt; die Aufmerksamkeit der Zuhörer wäre doppelt so groß gewesen, wenn sie gewußt hätten, was gespielt wurde. Wir norddeutsche Collegen hatten von dem Concert mehr erwartet und sind von vorne herein auch daran gewöhnt, Mehr und noch Besseres zu hören, als was uns dort geboten wurde; die meisten süddeutschen Collegen aber verließen sehr befriedigt die Kirche. Das Orgelwerk selbst [... über das Instrument, seine Disposition und technische Ausstattung ...].\n     Nach beendetem Concert eilte ich in das Theater an der Wien, wo eine Festvorstellung für die Theilnehmer der Lehrerversammlung unter der Direction von Geistinger und Steiner und unter Mitwirkung von Mitgliedern der beiden kaiserlichen Hoftheater veranstaltet war. [... Vorhang noch aus Mozarts Zeiten ... am nächsten Tag Ausflug nach Mürzzuschlag ... S. 147:]\n     Endlich gings zur Heimkehr.\n     Berlin.                                      Th. Mann.\n                 (Fortsetzung und Schluß folgt.)\"", "Letzte Änderung": "20.06.2025 02:58"}, {"ID": 187012045, "Datum": "(4.12.1870, Sonntag)", "Haupttext": "Gesellschaftskonzert unter Hellmesberger mit Werken von Cherubini, Liszt, Haydn und Beethoven.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187012065, "Datum": "6.12.1870, Dienstag", "Haupttext": "Brief der Währinger Liedertafel an Bruckner:\r\n   Bei der Versammlung am 19.11.1870 habe man einstimmig beschlossen, ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen. Für die Gründungs-Liedertafel am 10.12.1870 werde er freundlichst eingeladen. Unterzeichnet von Hausner, L. Jagisch und C. Bachheimer [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "23.10.2024 21:52"}, {"ID": 187012095, "Datum": "(9.12.1870, Freitag)", "Haupttext": "Vortragsabend der Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187012105, "Datum": "10.12.1870, Samstag", "Haupttext": "Gründungsfest der Währinger Liedertafel im ”Wilden Mann” in Währing, zu dem Bruckner als neues Ehrenmitglied eingeladen war.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187012115, "Datum": "(11.12.1870, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Cherubini, Beethoven (Solist: J. Labor), Berlioz und Schubert (9. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187012125, "Datum": "12.12.1870, Montag", "Haupttext": "In der Vorschau auf Proben und Aufführungen der Beethoven-Feiern in der Morgenpost Nr. 343 auf S. 4 wird für den 18.12.1870 auch Bruckner als Mitwirkender genannt:\n     \"Festkonzerte im großen Saale der Gesellschaft der Musikfreunde. Anfang derselben präzise halb 1 Uhr Mittags [...] 2. Festkonzert Sonntag, den 18. Dezember. Programm: Missa solennis in D (op. 123). Gesangsoli: Sopran, Fr. Wilt; Alt, Fr. Gomperz-Bettelheim; Tenor, Hr. Walter; Baß, Hr. Rokitansky; Violinsolo, Hr. Grün; Orgel, Hr. Bruckner; Festchor und Orchester wie zuvor. Dirigent: Herr Hellmesberger.\" [für das 1. Festkonzert werden angekündigt: Wiener Akademischer Gesangverein, Schubertbund, Singakademie, Singverein, Wiener Männergesangverein, Hofopernorchester].", "Letzte Änderung": "18.11.2025 16:48"}, {"ID": 187012135, "Datum": "13.12.1870, Dienstag", "Haupttext": "In der Zeitschrift »Der Wanderer« Nr. 344 wird die Aufführung der »Missa solemnis« am 18.12.1870 unter Herbeck angekündigt. Unter den Mitwirkenden wird Bruckner als Organist genannt (*).\n\n\n\nEine ähnliche Übersicht über die Beethoven-Festkonzerte bringen auch die Blätter für Musik, Theater und Kunst Nr. 99 auf S. 370 (= S. 4): \n\n     \"[...] Orgel: Hr. Bruckner; [...]\" (**) \n\n\n\nund das Oesterreichische Journal Nr. 129 auf S. 5:  \"[...] Orgel: Herr Bruckner; [...]\" (***)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187012145, "Datum": "14.12.1870, MIttwoch", "Haupttext": "Die Allgemeine Volkszeitung Nr. 325 gibt in der Ankündigung der »Missa solemnis« (am 18.12.1870) die Mitwirkenden bekannt, darunter Bruckner an der Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187012168, "Datum": "16.-19.12.1870, Freitag bis Montag (4. Advent)", "Haupttext": "Beethoven-Fest in Wien unter der Leitung von Dessoff, Hellmesberger und Herbeck (*).\nAnregung und erste Mittel für ein Beethoven-Denkmal (**). Am 16.12.1870 Aufführung des »Fidelio« unter Dessoff (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187012175, "Datum": "17.12.1870, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie unter Dessoff. Für den Chorpart wirkten mit: Singverein, Akademischer Gesangverein, Schubertbund, Singakademie und der Wiener Männergesangverein (*).\n(Artikel über die Beethoven-Feier in der Wiener Abendpost Nr. 287 auf S. 1151 (**)).", "Letzte Änderung": "14.09.2024 14:08"}, {"ID": 187012185, "Datum": "18.12.1870, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von Beethovens \"Missa solemnis\" durch die Wiener Philharmoniker und den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde unter Hellmesberger, mittags [halb 1 Uhr wie am 17.12.?] im Großen Musikvereinssaal in Wien (*).\nBruckner und Frank wirken als Organisten mit.\nWeitere Ausführende: Marie Wilt, Caroline Gomperz-Bettelheim, Gustav Walter und Hans Rokitansky (Soloquartett), J. M. Grün (Violine), Wiener Akademischer Gesangverein, Lehrerbildungsverein, Schubertbund, Singakademie, Singverein, Wiener Männergesangverein (**).", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:38"}, {"ID": 187012195, "Datum": "19.12.1870, Montag", "Haupttext": "Die Morgenpost Nr. 350 erwähnt [auf S. 4] in ihrer Besprechung der \"Missa solemnis\", signiert \"b.\" [= Dr. Beck?], Bruckner und Frank als Organisten:\r\n   \"Der dritte Tag der Beethovenfeier brachte die Aufführung der D=Messe im großen Musikvereinssaale. Die Zuhörer waren trotz dem Sonntag nicht so massenhaft wie zur Aufführung der „Neunten” herbeigekommen, spendeten aber jedem einzelnen Satz des geistlichen Riesenwerkes lebhaften Beifall. Einer so vollendeten Produktion, wie man sie vorgestern beglückt genießen konnte, ward man indessen an der Messe nicht froh. Es stockte und schwankte hie und da - bald mehr, bald weniger empfindlich. Und wie Dessoff, als er vor der „Neunten” stand, gut um Haupteslänge über sich selber hinauswuchs, so drückte Hellmesberger die gewaltige Aufgabe der Missa solennis um eine ganze Stirnhöhe herunter. Gleichwohl kamen ganze Sätze, wie beispielsweise das „Benediktus” in makelloser Weise zum Vortrag, und an den übrigen Sätzen gelang doch Vieles vortrefflich. Die Solisten bemühten sich Alle auf das Beste. Mit dem schönsten Erfolge die im Konzertsaale unvergleichliche Wilt. Ihr zunächst Fr. Gomperz, die sich das große Organ und das strenge, etwas nüchterne Pflichtgefühl Karoline Bettelheim's vollständig erhalten hat. Mit inniger Hingebung sang Herr Walter, wirksam Herr Rokitansky. Das Violinsolo zum Benediktus war dem guten Bogen Hrn. Grün's anvertraut, an der Orgel arbeiteten die Herren Bruckner und Frank.      b.\" (*).\n[Kritik im Neuen Fremdenblatt siehe 20.12.1870 (**).]\r\nIm Artikel der Wiener Abendpost Nr. 288 auf S. [3] wird neben Bruckner als zweiter Organist Frank genannt:\r\n»Die Beethoven-Feier in Wien *). [Fußnote: *) Fortsetzung zu Nr. 287 der »Wiener Abendpost«.] Das Haus der Gesellschaft der Musikfreunde schmückte sich ein klein wenig aus Anlaß der Festconcerte [... über das Konzert vom 17.12.1870 ... über das gestrige Konzert ...] Concertmeister Grün spielte das Violinsolo und an den Orgeln saßen die Herren Bruckner und Frank. [...]«(***).\nKonzert mit dem Hellmesberger-Quartett. In der Oper Beethovens Musik zu »Egmont« unter Herbecks Leitung. - Herbeck wird als Nachfolger Dingelstedts Direktor der Hofoper (°).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 16:55"}, {"ID": 187012205, "Datum": "20.12.1870, Dienstag", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt Nr. 351 berichtet auf S. 4 von der Aufführung der \"Missa solemnis\" am 18.12.1870:\r\n   \"Beethoven=Feier in Wien.\r\n   Zweites und drittes Festkonzert im großen Musikvereinssaale.\r\n[... über das Werk, über Hellmesbergers Dirigat ...]\r\n   Die Soli wurden von den Damen Wilt und Gomperz=Bettelheim, den Herren Walter und Rokitanski in hingebendster, überall den Intentionen des Meisters entsprechender Weise gesungen, die Orgeln wurden von der Herren Frank und Pruckner wirksamst behandelt. Herrn Grün's Vortrag des Violinsolo's gehörte zu den vorzüglichsten Leistungen des geschätzten Künstlers. [...]\" [keine Signatur] (*).\nDie Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 101 besprechen auf S. 375 (= S. 2) die Festkonzerte:\n     \" [... Hellmesberger] zunächst müssen lobend gedacht werden der Chor, das Orchester, die Gesangssolisten Fr. Wilt, Fr. Gomperz-Bettelheim, die HH. Walter und Rokitansky. Ferner Concertmeister Grün, endlich Hoforganist Prof. Bruckner.    (Schluß folgt.)\" [auch der 2. Teil des Berichts (23.12.1870) trägt keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 16:55"}, {"ID": 187012245, "Datum": "24.12.1870, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Orgelspiel am 26.12.1870 wird in mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nDer Wanderer (a),\n \nDie Presse Nr. 355 auf S. 14: \"[... es werden] die Orgel am ersten Tage Herr Graf Laurenzin, am zweiten Herr Hoforganist Bruckner, das Harmonium Concertist Herr Stiehl spielen.\" (b),\n \nFremdenblatt Nr. 355 auf S. 6 (Laurencin am 25.12., Bruckner am 26.12.):\n     \"Die Orgel wird am ersten Tage Hr. Graf Laurenzin, am 2. Hoforganist Bruckner spielen.\" (c),\nNeue Freie Presse Nr. 2273 auf S. 7 (dort [für den 25.12.1870] Graf Laurencin und [für 26.12.1870] Bruckner als Organisten angegeben) (d) und\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 355 auf S. 24 (Abendblatt, S. 4): [... erwähnt werden für den 26.12.1870 Weiß, Bibl, Rudolph Walcher, Frl. Ribarz, Herr Junk ...] Orgel spielt Hoforganist Bruckner.\" (e).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 07:31"}, {"ID": 187012265, "Datum": "26.12.1870, Montag", "Haupttext": "Bruckner spielt um 11 Uhr Orgel in der Augustinerkirche. Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine Festmesse von L. Weiß, ein »Benedictus« mit Violinsolo (Junck), ein Graduale mit Tenorsolo (Rudolf Walcher) von Rudolf Bibl und ein Offertorium (Pastoralsopransolo Emilie Ribarz, Altsolo Karoline Wolf) (*).\n(4. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Schumann, Gernsheim, Berlioz und Beethoven (2. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 07:32"}, {"ID": 187012305, "Datum": "(30.12.1870, Freitag)", "Haupttext": "Premiere von »Judith« an der Wiener Oper (*).\nJohann August Dürrnberger widmet seiner Enkelin ein Exemplar seines Lehrbuches: »Meiner geliebten Enkelin Pauline zur Erinnerung an ihren Großvater Joh. Aug. Dürrnberger 30.12.70.« (**).", "Letzte Änderung": "11.02.2023 18:21"}, {"ID": 187100005, "Datum": "1871", "Haupttext": "Ein Beileidsschreiben [wann? an wen? Anlaß?] ist u.a. auch von Bruckner unterzeichnet (*).\n \n[vor dem 18.7.1871]\n(Brief von Georg Arminger an Ignaz Traumihler:\n     Die Absichten Haberts mit seinem österreichischen Cäcilien-Verein seien unklar. Die Spaltung zwischen Witt und Habert sei bedauerlich, da sie von einander lernen könnten. Witt zeige an ungeschickten Beispielen (Drobisch vs. Eybler, Schmid vs. Gänsbacher), wie \"Kirchenmusik nicht beschaffen sein soll\". Das Vereinswesen für sich sei tot, brauche chorbegeisterte Menschen zur Belebung. Witts Verdienst sei, dass Geschmack und Qualität zunehmen. Am \"18. July\" [am 18.7.1846 war Armingers Priesterweihe] feiere er das 25jährige Priesterjubiläum; Pfarrer Schneider in Regau komme, Czerny habe abgesagt (**)).", "Letzte Änderung": "25.09.2024 06:56"}, {"ID": 187100007, "Datum": "vermutlich zwischen 1871 und 1874", "Haupttext": "Dankschreiben des Wiener Konservatoriums an Nikolaus Dumba:\n\"[gedruckt:] CONSERVATORIUM | der | Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. [geschrieben:] Die Unterzeichneten beehren sich, dem verehrten H Vice Praeses | N. Dumba den innigsten Dank für die hochherzige Spende | von 1000 fl zu Gunsten des Professoren-Pensions-Fonds hiemit auszudrücken.\n[Mitte:] Jos. Hellmesberger\n[linke Spalte:] Lewinsky, Hans Schmitt, Klein, Heißler, Krankenhagen, Wrany, Frz. Doppler, Jakob Uhlmann, Wilh. Kleinecke, Anton Door, L. A. Zellner\n[rechte Spalte:] Otto Dessoff, Ant. Thalmann, J. Dachs, Jul. Epstein, W. Schenner, L. Weiß, Adolf Prosnitz, Mathilde de Castrone Marchesi, A. Zamara, A. Passy-Köhler, Ad. Maschek, Salvatore de Castrone Marchesi, Anton Bruckner [am Ende - beim Punkt?? - Tintenspritzer], Franz Krenn, Eugenio Ducati, Joseph V[... unleserlich], Franz Ramesch\"", "Letzte Änderung": "10.10.2025 20:38"}, {"ID": 187101035, "Datum": "(3.1.1871, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101085, "Datum": "(8.1.1871, Sonntag)", "Haupttext": "5. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Gade, Händel und Beethoven (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101115, "Datum": "(11.1.1871, Mittwoch)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Adam's »Postillon von Lonjumeau« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101145, "Datum": "(14.1.1871, Samstag)", "Haupttext": "Feier zum 80. Geburtstag Grillparzers mit den Philharmonikern unter Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101175, "Datum": "(17.1.1871, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101195, "Datum": "19.1.1871, Donnerstag", "Haupttext": "In einem Artikel des Linzer Volksblatts Nr. 15 auf S. 1 über Chor- und Orgeldienst wird auch Bruckner erwähnt: \n\n          \"Der Chordienst \"gewürdigt.\" \n\n     Die \"Linzer Tagespost\" vom 5. d. M. bringt einen kurzen Artikel: \"Ueber die Nebenbeschäftigungen der Volksschullehrer.\" Wir haben Grund zu vermuthen, daß hinter der Chiffre \"(N.)\", welche dem Artikel vorangeht, kein Geringerer steckt, als Dr. Nacke, der Landes-Schulinspector. [...] \n\n     Wie tief stellt er den Organisten unter den Lehrer!\n     \"Der Chordienst ist gewürdigt worden\" - so schreibt er, \"mit dem Lehrerstande vereinbar angesehen zu werden.\" \n\n     \"Der Chordienst ist gewürdigt worden! - Also eine gnädige Herablassung von Seite des Schullehrers ist es, wenn er - gegen gute Entlohnung - den Chordienst versieht? Eine ganz unverdiente Ehre wird der Orgel zu Theil, wenn ein neumodischer Schulmann daraufsitzt? [...]\n     Was würde unser Bruckner zu ähnlichen Ansichten sagen? Er glaubte vermuthlich an keine Erniedrung [sic] , als er das Lehramt mit der Stellung eines \"Organisten\" vertauschte. \n\n     Bei aller Achtung, die wir dem Lehrstande zollen, so hoch geweiht scheinen uns dennoch seine Mitglieder nicht, daß erst durch sie der Chordienst zur \"Würde\" gelangte. [...] \n\nWär' doch die Zeit schon gekommen, wo wir eine Organistenschule besitzen, damit wir auf dem Chore keinen neumodischen Lehrer mehr brauchen! Wollten gern  sehen, wer an \"Würde\" verliert: Der Chordienst oder der Lehrer.\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101225, "Datum": "22.1.1871, Sonntag", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Brahms als Solisten in der Wiener Erstaufführung seines 1. Klavierkonzertes. Außerdem werden Werke von Cherubini, Beethoven und Mendelssohn aufgeführt (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101275, "Datum": "27.1.1871, Freitag", "Haupttext": "Premiere von Wagners »Holländer« unter Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101295, "Datum": "29.1.1871, Sonntag", "Haupttext": "Der Brünner Tagesbote Nr. 24 berichtet auf S. 4, dass in London anlässlich der internationalen Kunst- und Industrieausstellung neben Konzerten der besten Militärkapellen auch ein Orgelwettbewerb in der Royal Albert Hall stattfinden soll. Der ausgewählte Künstler werde 500 fl. Honorar erhalten und müsse jeden Tag zwei Produktionen von mindestens einer Stunde Dauer spielen. Wegen der Wahl des Organisten habe sich die Handels- und Gewerbekammer mit Herbeck und der Direktion des Wiener Konservatoriums abgesprochen. Bewerbungen seine bis Ende Februar möglich, das Probespiel finde in Wien statt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187101315, "Datum": "(31.1.1871, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187102035, "Datum": "(3.2.1871, Freitag?)", "Haupttext": "Gesellschaftskonzert unter Hellmesberger mit Werken von Beethoven, Händel und Bach (»Magnificat«). [Vermutlich] war Bruckner als Organist beim Magnificat vorgesehen, wirkte aber nicht mit (*).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:08"}, {"ID": 187102085, "Datum": "8.2.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 39 [signiert »sp.« (= Speidel?)] bespricht auf S. 5f die Aufführung des »Magnificat« [3.2.1871] sehr ungünstig, übt harte Kritik an den Dirigenten und - abgesehen von Kraus - den Ausführenden und schreibt abschließend: \n\n     »Zur Wiener Aufführung des Magnificat haben wir noch zu bemerken, daß es uns unbegreiflich ist, wie man Herrn Bruckner, den berühmten Orgelspieler und Professor am Konservatorium, umgehen und Herrn Frank an die Orgel setzen konnte. Sie haben den Schmied und gehen zum Schmiedel! ... Die übrigen Nummern [...] Stifter und Gründer des Musikvereins=gebäudes sollen nach dem dritten Gesellschafts=Konzerte höchst übler Laune gewesen sein.       sp.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187102095, "Datum": "9.2.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Daß Bruckner als Organist beim Bachschen »Magnificat« am »vergangenen Freitag« [3.2.1871] vorzuziehen war, wird auch durch E. Schelles [ebenfalls sehr schlechte] Kritik in der »Presse« Nr. 40 auf S. 2 bestätigt: \n\n     »[...] Die Orgelbegleitung hatte Herr Frank übernommen, mit welchem Recht, vermögen wir uns nicht zu erklären, denn diese Aufgabe fiel doch eigentlich Herrn Pruckner zu, welcher Professor der Orgel am Conservatorium ist und überdies als Organist einen rühmlich bewährten Ruf genießt. Wir haben gegen Herrn Frank durchaus gar nichts, möchten aber doch Herrn Hellmesberger darauf aufmerksam machen, was er wol gesagt haben würde, wenn man zu Herbeck's Zeiten bei den Concertaufführungen statt seiner, des ersten Professors der Violine am Institut, etwa Herrn Concertmeister Grün die Anführung der Geigen im Orchester anvertraut hätte. Solche Mißgriffe sollten doch ängstlich vermieden werden, da sie der Sache keinen Nutzen bringen, wol aber eine große und gerechte Mißstimmung in den betreffenden Persönlichkeiten erzeugen müssen. [...] E. Schelle«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187102115, "Datum": "(11.2.1871, Samstag)", "Haupttext": "Verdis »Rigoletto« erstmals im neuen Opernhaus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187102165, "Datum": "16.2.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Das Grazer Volksblatt berichtet, daß alle an der Kunst- und Industrieausstellung in London (Mai bis Oktober 1871) beteiligten Staaten eingeladen wurden, für Konzerte in der Albert-Halle den vorzüglichsten Organisten zu entsenden: \n» * (Die internationale Kunst= und Industrie=Ausstellung in London) vom 1. Mai bis Ende Oktober 1871 hat alle an der Exposition sich betheiligenden Staaten eingeladen, zur Zeit der Ausstellung auf die Dauer einer Woche auch den vorzüglichsten Organisten des betreffenden Landes zu dem Zwecke zu entsenden, damit derselbe auf der in der Albert-Halle gebauten Orgel seine Kunstfertigkeit zur Geltung bringe. Der gewählte Künstler erhält ein Honorar von 50 Pfund Sterling (1250 Franks), welches als Entlohnung für die musikalische Leistung im Ausstellungsgebäude, dann zur Bestreitung der Kosten für die Reise, den Unterhalt und die Wohnung in London zu gelten hat; ein weiterer Anspruch an die kgl. Commission würde dem entsendeten Organisten jedoch nicht zustehen. Der Gewählte hätte dagegen die Pflicht, täglich während einer Woche zwei Produktionen zu geben, jede in der Dauer von mindestens einer Stunde; die nähere Zeitbestimmung erfolgt durch die k. Commission. - Allfällige Kandidaten wollen ihre Anträge bei der Grazer= oder Wiener=Handels= und Gewerbekammer einbringen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187102175, "Datum": "17.2.1871, Freitag", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt Nr. 48 bespricht in einem Artikel [ganz am Ende signiert »h -«] auf S. 6 das »Magnificat« [3.2.1871?] wohlwollender als ein »am liebsten mit dem Blute der Philharmoniker« schreibender Rezensent [wohl Eduard Schelle am 9.2.1871], schließt aber mit einer ähnlichen Bemerkung:\r\n   »Den Orgelpart spielte Herr Frank. Inwieferne darin eine Zurücksetzung des Herrn Pruckner liegt (in den früheren Konzerten spielten die beiden Herren gemeinschaftlich), vermögen wir nicht zu entscheiden.« (*).\n(Zum Gedächtnis Moritz von Schwinds wird Mozarts Requiem von den Philharmonikern unter Herbeck in der Augustinerkirche aufgeführt (**)).\n[Wann genau?] Bruckner unterschreibt in einer Kondolenzliste anläßlich des Todes von Moritz von Schwind (***). Weitere Unterschriften: von Josef Dachs (°).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 23:02"}, {"ID": 187102235, "Datum": "(23.2.1871, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187102265, "Datum": "(26.2.1871, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Méhul, Mozart, Bach/Esser und J. Forster.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187103055, "Datum": "(5.3.1871, Sonntag)", "Haupttext": "Gesellschaftskonzert unter Frank mit Werken von Mozart und Schubert. Brahms dirigiert selbst sein Requiem (erste vollständige Darbietung in Wien (*)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187103085, "Datum": "(8.3.1871, Mittwoch)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Aubers Oper »Der schwarze Domino« unter Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187103105, "Datum": "(10.3.1871, Freitag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187103195, "Datum": "(19.3.1871, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins u.a. mit Richard Wagners »Liebesmahl der Apostel«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187103225, "Datum": "(22.3.1871, Mittwoch)", "Haupttext": "Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hellmesberger mit Werken von Wagner, Schumann, Händel, Liszt, Gounod, Schubert, Grützmacher, Field, Chopin und Rubinstein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187103265, "Datum": "(26.3.1871, Sonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Schumann, Goldmark, Liszt (Orpheus) und Beethoven (8. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187103284, "Datum": "vor dem 28.3.1871", "Haupttext": "Bruckner meldet sich als Bewerber für die Londoner Orgelkonzerte bei der Handels- und Gewerbekammer an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187103285, "Datum": "28.3.1871, Dienstag", "Haupttext": "Brief der Handels- und Gewerbekammer an Bruckner:\r\n   Teilt ihm bezugnehmend auf seine Bewerbung mit, daß am 1.4.1871 nachmittags in der Piaristenkirche das Probespiel für die Londoner Konzerte stattfindet. Unterschriften von J. Reckenschuß und Holdhaus.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 23:24"}, {"ID": 187103305, "Datum": "(30.3.1871, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104005, "Datum": "April 1871", "Haupttext": "In Heft 4 der \"Urania\" Bd. 28 wird auf S. 62 gemeldet:\n\"     Bei der in London dieses Jahr stattfindenden internationalen Industrie=Ausstellung soll auch ein Wettkampf zwischen den Militär=Kapellen und den Organisten der verschiedenen Länder stattfinden. Jedes Land soll nämlich seinen besten Organisten nach London senden, damit er seine Kunstfertigkeit auf der in Albert=Hall gebauten Orgel zur Geltung bringe. Der gewählte Künstler erhält ein Honorar, wofür er eine Woche hindurch jeden Tag zwei Productionen zu leisten hat. *)\n[Fußnote:]\n*) Werde nicht ermangeln mich einzustellen und hoffentlich bleibt mir der Sieg vorbehalten, wie Prof. Bruckner aus Wien in Nanzig, und werde der Redaktion später über meine Triumphe ausführlichen Bericht erstatten.\n                                  Hans Grobgedackt.\"\n[= Oswald Lorenz (*)]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104015, "Datum": "1.4.1871, Samstag", "Haupttext": "Das für die Londoner Konzerte vorgesehene Probespiel in der Piaristenkirche (*) findet nicht statt (wurde auf den 18.4.1871 verschoben (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104025, "Datum": "2.4.1871, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 2371 schreibt am Ende der Ankündigung der Matthäuspassion [4.4.1871] auf S. 8: »Das Violinsolo spielt Concertmeister Grün und den Orgelpart Professor Bruckner.« (*).\n\n\n Eine Ankündigung bringen auch das Neue Fremdenblatt Nr. 92 auf S. 9 (**),\n\n\n\ndie Wiener Sonn- und Montagszeitung Nr. 29 auf S. 3: \n\n     \"[... Chor über 300 Personen, Orchester 120 Personen ...] Das Violinsolo spielt Concertmeister Grün und den Orgelpart Professor Bruckner.\"  (***)\n\n\nund das Fremdenblatt Nr. 92 auf S. 6: \n\n     \"Das Violinsolo spielt Konzertmeister Grün und den Orgelpart Professor Bruckner.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104045, "Datum": "4.4.1871, Kardienstag", "Haupttext": "Inserat zum heutigen Konzert in der Neuen Freien Presse Nr. 2373 auf S. 12:\n     »[...] Begleitung der Recitative: Herr Professor Bruckner (Orgel).« (*)\n \nund im Fremdenblatt Nr. 94 auf S. 8:\n     \"[... Herr] Grün, k. k. Konzertmeister (Violine), Herr Professor Bruckner (Orgel). [...]\" (*a).\n \nHinweis auf das Konzert in den Blättern für Musik, Theater und Kunst Nr. 27 auf S. 108 (**).\nIm außerordentlichen Gesellschaftskonzert unter Hellmesberger um 7 Uhr im Großen Musikvereinssaal wird Bachs Matthäuspassion aufgeführt (***). Bruckner spielt Orgel.\r\n   Weitere Mitwirkende: Louise Dustmann, Ernestine Gindele, Antonie Wolf, Vogel (München), Hill, Dr. Krauß, Pirk, D. Raindl und Grün (Violinsolo) (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:10"}, {"ID": 187104065, "Datum": "6.4.1871, Donnerstag (Gründonnerstag)", "Haupttext": "Kritik zur »Matthäuspassion« [4.4.1871] in der Neuen Freien Presse Nr. 2375 auf S. 7, signiert »-m.«:\n»[...] Sehr wirksam wurde der Total=Eindruck des Werkes durch die Mitwirkung der Orgel (Herr Bruckner) unterstützt, die man bei der ersten Aufführung [1862 durch die Singakademie, ebenfalls unter Hellmesberger, da Stegmayer erkrankt war] weggelassen hatte. [...]«.", "Letzte Änderung": "16.12.2024 23:29"}, {"ID": 187104075, "Datum": "7.4.1871, Karfreitag", "Haupttext": "Kritik zur Matthäuspassion [am 4.4.1871] im Neuen Fremdenblatt Nr. 97, S. 4f, signiert \"h--\":\r\n[Zuerst allgemeine Bemerkungen über das Werk ... ]\n     »Was die diesmalige Aufführung der »Matthäus=Passion« betrifft, so war sie in Orchester und Orgel (Herr Bruckner) vielfach schwankend, in den Chören exakt, in einzelnen Chören sogar vortrefflich, im Totaleindrucke würdig. Allerdings fehlte es nicht an Kalamitäten. [... über die Sänger (Dustmann, Gindele, die Herren Hill, Vogl, Pirk, Krauß und Raindl, Frl. Wolf), Violinsolo Grün ...] Die zum ersten Male zur Mitwirkung in Anspruch genommene Orgel förderte die Tonfülle und somit auch den Effekt der Matthäus=Passionsmusik um ein Bedeutendes, doch wurde sie erst von der Mitte des Werkes an entsprechend gehandhabt. [/] Ueberhaupt gelang der zweite Theil der »Passion« als Ganzes besser, wie der erste. [...] [am Ende:] h--« (*).\n \nDie Blätter für Musik, Theater und Kunst Nr. 28 bringen auf S. 111 (= S. 3) einen Kurzbericht:\n     \" * (Zweites außerordentliches Gesellschafts-Concert.) Das Oratorium aller Oratorien, [... von den Solisten werden nur Vogel, Dustmann und Dr. Kraus gelobt ...] Hoforganist Prof. Bruckner war ein würdiger Vertreter der Orgelpartie. Beifalles , und zwar des gerechtesten, gab es überdieß in Fülle. Der gewaltige Chor: \"Sind Blitze, sind Dommer, sind Wolken verschwunden\" wurde sogar da capo begehrt und gebracht.\" [keine Signatur] Anschließend Besprechung eines Wiener Konzerts von Robert Heckmann aus Leipzig (*a).\n\r\nBruckner trifft in St. Florian an, wo er eine Mahlzeit einnimmt und noch am selben Tag wieder weiterreist. Eintrag im Gästebuch \"Organist Bruckner\" (**).", "Letzte Änderung": "11.10.2024 08:32"}, {"ID": 187104135, "Datum": "(13.4.1871, Donnerstag)", "Haupttext": "In einem Artikel der Gemeinde-Zeitung Nr. 84, S. 13, wird die Orgel der Londoner Albert-Hall beschrieben [ohne Nennung Bruckners].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104145, "Datum": "14.4.1871, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 16 bringt auf S. 151 eine kurze Notiz über die Matthäuspassion am 4.4.1871 und erwähnt bei den Mitwirkenden »und Prof. Bruckner (Orgel).«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104155, "Datum": "(15.4.1871, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104185, "Datum": "18.4.1871, Dienstag", "Haupttext": "Probespiel für die Teilnahme an den Londoner Konzerten um 3 Uhr in der Piaristenkirche (*).\r\n   Bruckner spielt ein Orgelkonzert in a-Moll von Bach (BWV 593) [**a] und improvisiert [wie auch die anderen Kandidaten] über ein von Gottfried Preyer aufgegebenes Thema, wie später W. Frey berichtete (**).\r\n   Neben Preyer gehören noch Hanslick, Hellmesberger, Herbeck, Krenn, Zellner, Schelle und als Vertreter der Handelskammer Dr. Tanzer der Jury an [andere Quellen nennen Hellmesberger, Herbeck, Preyer, Laurencin, Dr. A. Schmid und Gotthard (°a)].\r\n   Konkurrenten Bruckners sind der Rechtsanwalt Dr. Karl Hausleithner (mit der c-Moll-Triosonate und der F-Dur-Toccata von Bach (°) und Eduard Grasberger [Gerstberg (**a) oder Gerstenberger (°a)? Gerstberger [siehe die Anmerkung]] aus Prag (mit einem Präludium von Liszt und einem Sonatensatz von Trutzschel) (***).", "Letzte Änderung": "15.01.2026 09:01"}, {"ID": 187104195, "Datum": "19.4.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt Nr. 108 berichtet auf S. 6 über das Probespiel für London:\r\n     \"Gestern Nachmittags 3 Uhr fand in der Josephstädter Piaristenkirche vor einem kleinen Kreise geladener Musikalischer Autoritäten ein Probespiel dreier Orgelvirtuosen statt, welche sich um die offizielle Entsendung nach London zur Abhaltung von Konzerten während der diesjährigen Ausstellung bewarben. Eine aus Professoren des hiesigen Konservatoriums und anderen Kunstverständigen bestehende Jury sollte den vorzüglichsten der drei Bewerber zur Entsendung empfehlen. Wir zweifeln keinen Augenblick, daß die Wahl auf den bereits durch die Gesellschaftskonzerte vortheilhaft bekannten Herrn Bruckner fallen wird. Herr Bruckner hat durch den technisch ausgefeilten, plastisch stylvollen Vortrag des Bach'schen Orgelkonzertes aus A-moll, noch mehr durch eine schwung- und eifervolle Improvisation über ein von Hofkapellmeister Preyer aufgegebenes Thema den Preis redlich verdient. Dasselbe Thema hatten auch die anderen Mitbewerber die Herren Dr. Hausleitner und Gerstberg [recte vermutlich Eduard Grasberger] frei auszuführen, was dem erstgenannten Herrn weniger, dem letzteren gar nicht gelang. Uebrigens bewies sich Herr Dr. Hausleitner durch den Vortrag der Bach'schen dreistimmigen Orgelsonate in C-moll als ein im polyphonen Spiel wie besonders im Pedal sehr geübter, hochachtbarer Organist, während er die prächtige, durch Esser's Instrumentirung bekannte F-dur-Toccata - gleichfalls von Bach - zwar korrekt, aber nicht lebendig und eindringlich genug zur Geltung brachte. Das Tempo war zu langsam und gleichförmig. Herr Gerstberg (aus Prag) steht jedenfalls von den Spielern in dritter Linie, zum Vortrage hatte er ein Liszt'sches Orgelpräludium und einen Trutzschel'schen Sonatensatz gewählt, welch letzteres ganz modernes Stück irrthümlich als von einem alten Meister herrührend angegeben wurde. Als Zeugen der interessanten Produktion bemerkte man die Herren Hellmesberger, Herbeck, Preyer, Dr. Laurencin, Dr. A. Schmid, Gotthard u. s. w.\" [keine Signatur] (*).\nEtwas knapper fällt der Bericht in der \"Presse\" Nr. 108 auf S. 13 aus:\n          \"Wien, 18. April. [...]\n     (Orgel=Wettspiel.) Heute Nachmittags um 3 Uhr fand in der Piaristenkirche das Probespiel zu der Wahl eines österreichischen Vertreters des Orgelspiels auf der Industrie=Ausstellung in London statt. Als Concurrenten traten auf Herr Professor Bruckner, Dr. Hausleitner und ein Herr Gerstenberg aus Prag. Herr Bruckner hatte sich das A-moll-Concert von S. Bach, Herr Dr. Hausleitner den ersten Satz der dreistimmigen C-moll-Sonate von Bach und dessen große F-dur-Toccata, Herr Gerstenberg dagegen eine Phantasie von Liszt und eine andere von dem vor einigen Jahren erst im hohen Alter verstorbenen Organisten Trutschel gewählt. Außerdem wurde den drei Bewerbern ein und dasselbe Thema zu einer freien Improvisation gegeben, damit sie ihre contrapunktische Fertigkeit beweisen könnten. Die Jury wird sich in den nächsten Tagen für den zu Delegirenden entscheiden.\" (**).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 107 schreibt auf S. 6f:\n     \"Orgel=Konzert. Gestern Nachmittag fand in der Kirche zu Maria Treu in der Josefstadt das Probespiel jener drei Orgelvirtuosen statt, die sich darum bewerben, nach London zur Abhaltung von Konzerten während der diesjährigen Ausstellung entsendet zu werden. [... erwähnt werden: Jury, Handelskammer, Repräsentanten der Musikkritik, Gerstenberger, Liszt, Hausleithner, J. S. Bach (Tokkata durch Essers Orchesterbearbeitung bekannt) ...] Herr Bruckner spielte ebenfalls Bach. Nachdem die drei Kandidaten mit ihren ersten Produktionen zu Ende waren, wurde ihnen von dem Jurymann Herrn Preyer ein kurzes Thema zur freien Phantasie und organischen Durchführung aufgegeben. In dieser Aufgabe zeigte sich nun der Hoforganist Bruckner seinen Mitbewerbern entschieden überlegen, und [.. wir müssen] gestehen, daß das technische Spiel Bruckner's den Sieg davon getragen hat. Wir glauben kaum zu irren, daß sich die Jury - aus den Herren Preyer, Direktor Herbeck und Direktor Hellmesberger und noch mehreren Professoren bestehend - für diesen Künstler entscheiden wird.\" (***).", "Letzte Änderung": "01.01.2026 22:00"}, {"ID": 187104205, "Datum": "20.4.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Vom Probespiel am 18.4.1871 berichtet die Grazer Zeitung Nr. 103 auf S. 4 [den Text der \"Presse\" vom 19.4.1871 übernehmend]: \n\n     \"In der Wiener Piaristenkirche fand vorgestern das Probespiel zu der Wahl eines österreichischen Vertreters des Orgelspieles auf der Industrie=Ausstellung in London statt. Als Concurrenten traten auf Herr Professor Bruckner, Dr. Hausleitner und ein Herr Gerstenberg aus Prag. Herr Bruckner hatte sich das A-moll-Concert von S. Bach, Herr Dr. Hausleitner den ersten Satz der dreistimmigen C-moll-Sonate von Bach und dessen große F-dur-Toccata, Herr Gerstenberg dagegen eine Phantasie von Liszt und eine andere von dem vor einigen Jahren erst im hohen Alter verstorbenen Organisten Trutschel gewählt. Außerdem wurde den drei Bewerbern ein= und dasselbe Thema zu einer freien Improvisation gegeben, damit sie ihre contrapunctische Fertigkeit beweisen könnten. Die Jury wird sich in den nächsten Tagen für den zu Delegirenden entscheiden.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104215, "Datum": "21.4.1871, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 91 meldet auf S. 388, daß Bruckner das Probespiel für London [am 18.4.1871] gewinnen dürfte:\r\n   » = (Orgelvirtuosen in Wien.) Im „Neuen Fremdenblatt” lesen wir: Am 18. d.M., Nachmittags 3 Uhr, [... erwähnt werden: Bruckner mit Bachs Orgelkonzert a-Moll, Improvisation aller Kandidaten über ein Thema von Preyer, Dr. Hausleithner mit der c-Moll-Triosonate Bachs und der F-Dur-Toccata, Gerstberg [recte vermutlich Eduard Grasberger] aus Prag ...] zum Vortrage hatte er ein Liszt'sches Orgelpräludium und einen Trutzschel'schen Sonatensatz gewählt.« (*).\nDer Österreichische Volksfreund Nr. 91 teilt auf S. 3 in seinem Bericht (Bruckners Konkurrent heißt hier »Gerstenberger«) die Namen der Jurymitglieder mit (**).", "Letzte Änderung": "15.10.2025 16:19"}, {"ID": 187104225, "Datum": "22.4.1871, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe wird in mehreren Zeitungen angekündigt:\n\n\nFremdenblatt Nr. 111 auf S. 5: \n\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin um 11 Uhr Früh wird das Fest des h. Georg feierlichst begangen, wobei Kapellmeister Eder Haydn's \"Nelsonmesse\", Graduale und Offertorium von Krall, aufführt, und die Soli der Messe Frln. Emilie Ribarz, Professorin Mussafia, Hr. Dunkl und Hofopernsänger Krauß, die Einlagen Dr. Krauß, Frau Gräfin Wickenburg-Almasy und Hr. Direktor Josef Hellmesberger, die Orgel Hr. Hoforganist Bruckner vortragen werden.\"(a), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2390, S. 7: \n\n     \" - In der Hofpfarrkirche St. Augustin [... erwähnt sind: Haydn, Ribarz, Mussafia, Dunkel, Dr. Krauß, Krall, Krauß, Wickenburg=Almasy, Joseph Hellmesberger sen. ...] Hoforganist Bruckner, welcher die Orgel übernommen, wird am Schlusse eine große Orgelfuge spielen.\" (b), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 111 auf S. 3:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin [... Mitwirkende wie oben, die Herren Kraus und Dr. Kraus offensichtlich zwei verschiedene Personen ... wobei] die Orgelfuge am Schlusse des Hochamts Hoforganist Bruckner vortragen werden.\" (c), \n\n\n\nDer Wanderer (d).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104235, "Datum": "23.4.1871, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt um 11 Uhr als Organist in der Augustinerkirche mit. Aufgeführt werden unter Eders Leitung Haydns Nelson-Messe und Graduale (mit Baßsolo) und Offertorium (mit Sopran- und Violinsolo) von Krall. Solisten: Emilie Ribarz, Frau Mussafia, Dunkl, Krauß, Gräfin Wickenburg-Almasy, Hellmesberger. Als Postludium ertönt eine [wohl improvisierte] Orgelfuge Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104245, "Datum": "24.4.1871, Montag", "Haupttext": "Brief der Handels- und Gewerbekammer an Bruckner:\r\n   Beim Probespiel am 18.4.1871 fiel die Wahl der Jury einstimmig auf Bruckner als Bewerber für die Londoner Konzerte. Die englische Kommission wurde bereits verständigt. Unterschriften von J. Reckenschuß und Holdhaus.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 23:24"}, {"ID": 187104246, "Datum": "[vermutlich] nach dem 24.4.1871", "Haupttext": "Bericht der »Presse« über den Beschluß, Bruckner nach London zu entsenden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104255, "Datum": "(25.4.1871, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104275, "Datum": "27.4.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 96 berichtet auf S. 4 der Extra-Beilage vom Probespiel am 18.4.1871:\r\n     »Ein interessantes Orgel-Konzert fand am 18. d. M. in der Kirche zu Maria=Treu in der Josefstadt in Wien statt. [...] und dürfte die Wahl voraussichtlich auf den durch seine Gesellschaftskonzerte vertheilhaft bekannten Herrn Bruckner fallen, welcher durch den plastisch stylvollen Vortrag des Bach'schen Orgelkonzertes aus A-moll, noch mehr aber durch eine schwungvolle Improvisation über ein vom Hofkapellmeister Preyer aufgegebenes Thema den Preis auch redlich verdient. Die beiden anderen Mitkonkurrenten waren die Herren Dr. Hausleitner und Hr. Gerstberg [recte vermutlich Eduard Grasberger].« (*).\nDie Neue Freie Presse Nr. 2395 meldet auf S. 7, daß Bruckner Österreich in London vertreten werde:\r\n     »(Musikalisches.) [...] - Auf Grund des am 18. d. M. abgehaltenen Orgel=Probespieles wurde der von der Jury einstimmig zur Entsendung nach London vorgeschlagene Candidat, Professor Bruckner, von der niederösterreichischen Handelskammer bestätigt.« (**).", "Letzte Änderung": "15.10.2025 16:18"}, {"ID": 187104285, "Datum": "28.4.1871, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 97 berichtet auf S. 413: \n      » * (Orgel=Concertist für London.) Wie die »Presse« meldet, hat die niederösterreichische Handels= und Gewerbekammer auf Grund des am 18. d. M. gehaltenen Orgelprobespieles die von der Jury vorgenommene Wahl des zur Entsendung nach London zu empfehlenden Bewerbers, die einstimmig auf Herrn Professor Bruckner gefallen, bestätigt.« (*).\n\n\nEine ähnliche Meldung bringen auch die Blätter für Musik, Theater und Kunst Nr. 34 auf S. 136: \n\n     \" * Auf Grund des am 18. d. M. abgehaltenen Orgel-Probespiels wurde der von der Jury einstimmig zur Entsendung nach London vorgeschlagene Candidat, Professor Bruckner, von der niederösterr. Handelskammer bestätigt.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187104295, "Datum": "29.4.1871, Samstag", "Haupttext": "Notiz über Bruckners Bewerbung für die Londoner Konzerte in der Wiener Zeitung Nr. 111 auf S. 404 (= S. 6):\r\n     »(Theater und Musik.) [...] Auf Grund des am 18. d. hier in der Pfarrkirche zu Maria=Treu in der Josephstadt abgehaltenen Orgelprobespiels wurde der von der Jury einstimmig zur Entsendung nach London vorgeschlagene Candidat Professor Bruckner von der n. ö. Handelskammer bestätigt.« (*).\nÄhnliche Meldung im Fremdenblatt Nr. 118 auf S. 6:\r\n     » - Auf Grund des am 18. d. M. abgehaltenen Orgel=Probespiels wurde der von der Jury einstimmig zur Entsendung nach London vorgeschlagene Kandidat, Professor Bruckner, von der niederösterr. Handelskammer bestätigt.« (**).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 09:58"}, {"ID": 187105005, "Datum": "Mai 1871", "Haupttext": "Schreiben des Schulausschusses des Wiener Konservatoriums an die Lehrkräfte:\n     Über die Vorbereitungen der Schüler auf die Prüfungen, die Beurteilung ihrer Leistungen und die Aufgabe der Lehrer, für jede Klasse eine Leistungsübersicht zu erstellen. Künftig werde auch die Fähigkeit des Vom-Blatt-Lesens und des Transponierens geprüft. Unterzeichnet von L. A. Zellner (Stempel) und Hellmesberger (Unterschrift) (*).\n \nIn Heft 5 der \"Urania\" Band 28 wird auf S. 80 gemeldet:\n\"                    Personalien.\n     [...] – Seitens der belgischen Regierung ist Professor Alphonse Mailly in Brüssel als derjenige designirt worden, welcher die belgische Organistenschule bei der demnächstigen internationalen Ausstellung in London (und speciell bei dem damit verbundenen Organistencongreß) vertreten soll. Wer wird in dieser Beziehung das deutsche Reich vertreten? **)  Ungarn wird zu diesem Zwecke den Organisten Lohr aus Szegedin nach London entsenden. – Gespielt wird übrigens auf der großen Orgel in Alberthall eine Woche lang zweimal täglich. Das Honorar beträgt je 50 Pfd. St. – Am 6. Febr. starb Heinrich Steinway, gebürtig aus Seesen in Braunschweig, 74 Jahr alt, Chef und Gründer der weltberühmten Pianoforte=Fabrik von Steinway (ursprünglich Steinweg) u. Söhne in Newyork. – Von Wien aus wird Hof=Organist Bruckner zum Londoner Organisten=Congreß entsendet. – Dr. Franz Liszt ist am 3. Mai zu längerem Aufenthalte in Weimar eingetroffen. [...]\"\n[Fußnote:]\n**) Welche Frage, lieber Herr Redakteur! Wen denn anders, als Ihren wohlgeneigten Hans Grobgedackt [Oswald Lorenz]?! Haben Sie denn gar nicht an Ihren altbewährten Freund gedacht? Derselbe würde wenigstens einen Gratisbericht für die \"Urania\" einsenden.\" (**).\n \nKarl Waldeck schreibt eine Orgelkomposition, der Chauvets Improvisationsthema von Notre Dame [3.-5.5.1869] zugrundeliegt (***).", "Letzte Änderung": "14.05.2025 14:47"}, {"ID": 187105035, "Datum": "3.5.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Berliner Musikzeitung Nr. 18 schreibt auf S. 7: \n\n     \"Wien. Auf Grund des am 18. v. M. abgehaltenen Orgel=Probespiels wurde der von der Jury einstimmig zur Entsendung nach London vorgeschlagene Candidat, Professor Bruckner, von der Niederösterreichischen Handelskammer bestätigt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187105115, "Datum": "(11.5.1871, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187105135, "Datum": "13.5.1871, Samstag", "Haupttext": "Die Freien pädagogischen Blätter Nr. 19 melden auf S. 9: \n\n     \"Zu dem Organisten-Wettkampf in London wird von Oesterreich aus der Orgelvirtuose Bruckner in Wien - vormals eine einfacher Dorfschulmeister - entsandt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187105165, "Datum": "16.5.1871, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Dürrnberger:\r\n     Gratuliert zum Namensfest. Daß er nach London zum Konzertieren müsse, sei wohl schon bekannt. Er sei nach Zellners Ausspruch »gar kein Organist«. Berichtet über den Theorie-Unterricht an der Präparandie [St. Anna] anhand Dürrnbergers Lehrbuch [WAB 257]. Freut sich auf einen Besuch bei Dürrnberger; Grüße an die Damen. Sein Gehalt betrage 2080 fl., das Privatstundenhonorar 3 fl.", "Letzte Änderung": "08.04.2025 09:41"}, {"ID": 187105175, "Datum": "17.5.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Hinweis auf Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe im Neuen Fremdenblatt Nr. 136 auf S. 2 (Abendblatt).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:11"}, {"ID": 187105185, "Datum": "18.5.1871, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Ankündigung der heutigen Kirchenmusik \n\n\n\n\nim Fremdenblatt Nr. 137 auf S. 5: \n\n     \" - Heute 11 Uhr kommt in der Hofpfarrkirche St. Augustin Haydn's Mariazeller=Messe. Graduale von Mozart, Offertorium von Nigg, Alt= und Viola=Solo, zur Aufführung, und werden die Soli Frl. Ribarz, Herr Dunkl und Teller, das Alt=Solo Frau Gräfin Wickenburg=Almasy, das Viola=Solo Herr Nigg, Mitglied des Hofoperntheaters vortragen. Hoforganist Bruckner spielt am Schluße des Hochamts eine Orgelfuge.\" (*), \n\n\n\n\nin der Neuen Freien Presse Nr. 2416 auf S. 7:\n\"Wien, 17. Mai. [...] (Kirchenmusik.) Morgen um 11 Uhr [... erwähnte Werke: Eder, Haydn, Mozart, Nigg, Solisten: Ribarz (Sopran), Dunkl (Tenor), Teller (Baß), Wickenburg=Almasy (Alt), Nigg (Viola) ..] Am Schlusse des Hochamtes wird Hoforganist Bruckner eine Orgelfuge spielen.\" (**) \n\n\n\n\nund in der Morgenpost Nr. 136 auf S. 4: \n\n     \" - Heute 11 Uhr wird Kapellmeister Eder in der k. k. Hofpfarrkirche Haydn's Mariazeller Messe, Graduale, Sopransolo von Mozart, Offertorium, Alt-und Violinsolo von Nigg aufführen und die Soli werden Fräulein Ribarz, Frau Gräfin Wickenburg=Almasy und Herr Nigg, Mitglied des Hofoperntheaters, vortragen. Am Schlusse des Hochamts wird Hoforganist Bruckner eine Orgelfuge spielen.\" (***). \nBruckner spielt um 11 Uhr Orgel in der Augustinerkirche. Unter Eders Leitung werden aufgeführt: Haydns Mariazeller Messe, ein Graduale (mit Sopransolo) von Mozart und ein Offertorium von Nigg (mit Alt- und Violin[Viola?]solo). Als Solisten wirken mit Frl. Ribarz, Gräfin Wickenburg-Almasy, Dunkl, Teller und Herr Nigg (Viola). Zum Abschluß spielt Bruckner eine Orgelfuge (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187105255, "Datum": "(25.5.1871, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187105305, "Datum": "30.5.1871, Pfingstdienstag", "Haupttext": "Premiere von Wagners »Rienzi« unter Herbeck an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106005, "Datum": "Juni 1871", "Haupttext": "Im Heft Nr. 6 der \"Urania\" (Band 28) erscheint auf S. 87ff die Fortsetzung von Theodor Manns (Berlin) mehrjähriger Artikelserie:\n\"                      Aus meiner Reisemappe.\n                                  (Fortsetzung.)\n     Von meinem Aufenthalte in Wien in der Pfingstwoche des vergangenen Jahres halte ich es für meine Pflicht, den verehrten Lesern der \"Urania\", die mich ja schon als einen Collegen, der gern und viel reist, aus diesem Blatte kennen gelernt haben, Einiges mitzutheilen, was sie interessiren wird und was für dieses Blatt paßt, wenngleich ich diese Reise in der Euterpe, von der ich annehme, daß sie nicht viele Leser der \"Urania\" halten, umständlich erzählt habe. [siehe die Anmerkung]\n     Zunächst berichte ich von dem Orgel=Concert, daß [sic] der Herr Professor Bruckner (siehe \"Urania\" Nr. 6, Seite 109, Jahrgang 1869 [Juli 1969]) am Freitag, den 10. Juni, Nachmittags 4 Uhr, in der Josephstädte Piaristenkirche gab. Ich kam etwas spät, denn beim Eintritt in die Kirche, von deren majestätischem Bau ich entzückt war, fand ich dieselbe schon gefüllt mit Zuhörern, so daß es mir unmöglich war, noch einen Sitzplatz zu erhalten, sondern mit einem Stehplatz fürlieb nehmen mußte. Wir Alle waren ohne Programm und wußten also nicht, was wir zu hören bekommen würden, deshalb suchte ich mir den Aufgang zum Orgelchore auf, um mich beim Concertgeber selber danach zu erkundigen, dieser aber war von so vielen neugierigen Bewunderern umgeben, die mich nicht zu ihm heran ließen, weshalb ich es für's Beste hielt, ihn schriftlich zu bitten, mir mitzutheilen, was er gespielt habe. Hierauf antwortete er mir folgendermaßen:\n     \"Hochverehrtester Herr College! Eben im Momente von meinen Ferien zurückgekehrt, erhalte ich Ihr sehr erfreuliches, liebenswürdiges Schreiben. Da dasselbe aber schon vom 8. September datirt ist, so dürfte bei Ihnen wirklich die Geduld erschöpft sein in Folge so langen Zuwartens. Bitte sehr um Pardon! Außer der 5stimmigen Cis-moll-Fuge von Sebastian Bach habe ich Alles improvisirt und daher keine Note aufgeschrieben. Zuerst versuchte ich aus dem Thema der Bach'schen Fuge eine Introduction zu improvisiren, dann kam die Fuge, dann das Andante mit sanften Stimmen im freien Style, dann improvisirte ich auf Ansuchen vieler Lehrer noch zwei Sätze, den ersten im freien Style, den letzteren contrapunktisch, thematisch, à la Fuge. Das war Alles. Ich bereite mich meistens nie vor, sondern lasse mir die Thema aufgeben und das hat mir auch voriges Jahr in Nancy beim Orgel=Congresse den Sieg bereitet, wie auch bei den Concerten in Paris, namentlich in Notre dame\" etc. etc.\n     Das erste Stück spielte er, wie alle, meisterhaft und auswendig, leider that zum Schluß der Calcant seine Pflicht nicht, sondern ließ den Wind einige Male ausgehen, was eine große Störung verursachte. Das zweite Stück war eine Art Pastorale und hatte besonders den Zweck, die verschiedenen sehr schönen Klangfarben der einzelnen Register und Claviere den Zuhörern vorzuführen. Der Concertgeber spielte die Sachen correct und mit gutem Vortrage und glaube ich bestimmt, daß die Zuhörer aufmerksamer gewesen wären, wenn sie gewußt hätten, was gespielt wurde. Wir norddeutschen Collegen hatten mehr erwartet, d. h. was Mannigfachheit des Programms in Bezug auf Componisten anbelangt, da wir in dieser Beziehung verwöhnt sein mögen, die süddeutschen Collegen aber verließen höchst befriedigt die Kirche. Das Orgelwerk selbst [... über das Instrument, seine Disposition und technische Ausstattung ...]. Nach dem Concert eilte ich zum Theater an der Wien, wo eine Festvorstellung für die Theilnehmer der Lehrerversammlung unter der Direktion von Geistinger und Steiner und unter gefälliger Mitwirkung von Mitgliedern der beiden kaiserlichen Hoftheater veranstaltet war. [... Vorhang noch aus Mozarts Zeiten ...] Ueber den Besuch der Kaisergräber und der [sic] der musikalischen Klassiker in einer Fortsetzung. Berlin, am 5. November 1870.   Th. Mann. (*).\n \nAuf Seite 96 werden Bruckners Vorbereitungen für den Orgelwettbewerb in London aufs Korn genommen [vermutlich vom Herausgeber, A. W. Gottschalg]:\n\"                   Briefwechsel.\r\n     [...] – Herrn V. M. in Wien: Ihre Enthüllungen über B. sind höchlich interessant und haben mich sehr überrascht! Der von Ihnen citirte Passus: \"Ich kümmer 's mich nicht viel um die Register; ich spiel' halt gewöhnlich so, wie 's (nämlich sie, die Register) gerad' heraußen sind\" - giebt allerhand zu denken. H. Grobgedackt [Oswald Lorenz] wird jedenfalls von \"starkem Tabak\" sprechen. Weiß denn der gute Mann nichts Besseres, als ein Arrangement von S. Bach, das A-moll=Concert zu spielen?! Daß aber H. [Hanslick gemeint?] sich zu einem Partisan des Genannten hergiebt, ist mir schier unbegreiflich. Wer war der zweite Candidat nach London? Im Uebrigen herzlichen Dank! – [...]\" [vgl. dazu \"September 1871\"] (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:14"}, {"ID": 187106035, "Datum": "3.6.1871, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe wird in mehreren Blättern mitgeteilt:\n \nDer Wanderer (a),\n \nDie Presse Nr. 152 auf S. 15:\r\n     \"Sonntag, 10 Uhr, wird in der Pfarre Alservorstadt [... Werke, Solisten ...] die Orgel Hoforganist Bruckner vortragen.\"  (b),\n \nFremdenblatt Nr. 152 auf S. 6:\n     \" - In der Minoritenkirche, Pfarre Alservorstadt, wird Sonntag 10 Uhr das Fest der h. Dreifaltigkeit feierlichst begangen und hiebei Kapellmeister Eder Haydn's Mariazeller Messe, Graduale von Ant. Richter, Offertorium von Laur. Weiß aufführen und werden die Soli Frl. Ribarz, Frau Prof. Dittel, Flötist Rowy, Cellist Weidinger, Mitglied des Hofoperntheaters, Herr Dunkl und Teller, die Orgel Hoforganist Bruckner vortragen.\"(c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 2431 auf S. 7: \"Am Alsergrund, Minoritenkirche, [... Eder, Haydn, Anton Richter, Laurenz Weiß, Ribarz, Dittel, Dunkl, Teller, Rowy, Weidinger ... wird] vortragen, und die Orgel Hoforganist Bruckner spielen.\" (d)\n \nund Neues Fremdenblatt Nr. 152 auf S. 3 (dort auch ein Hinweis auf eine Messe von Adalbert v. Goldschmidt unter Leitung Hellmesbergers in der Italienischen Nationalkirche):\n     \" - In der Minoritenkirche, Pfarre Alservorstadt, wird um 11 Uhr das Fest der h. Dreifaltigkeit feierlichst begangen,wobei Kapellmeister Eder Haydn's Mariazeller Messe, Graduale von Anton Richter, Flötensolo mit Chor, Offertorium von Laur. Weiß, Sopran- und Cellosolo aufführt und die Soli die Damen Dittel und Ribarz, die Herren Dunkl, Teller, Rowy, Weidinger [...] vortragen. Die Orgel wird der k. k. Hoforganist Bruckner spielen. - In der italienischen Nationalkirche kommt um 11 Uhr die große B-Messe von Adalbert v. Goldschmied [...] zur Aufführung. [...]\" (e).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106045, "Datum": "4.6.1871, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel bei der Messe um 10 Uhr [11 Uhr?] in der Minoritenkirche in der Alservorstadt. Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung Haydns Mariazeller Messe, ein Graduale (mit Flötensolo) von Anton Richter und ein Offertorium von Laurenz Weiß (mit Sopran- und Cellosolo). Solisten: Ribarz, Dittel, Dunkl, Teller, Nowy (Flöte) und Weidinger (Cello).\nDie Orgel stammt vermutlich von Johann Hencke und wurde 1827 von Christoph Erler (um 1780/83 - 1854) umgebaut (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106075, "Datum": "(7.6.1871, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106135, "Datum": "13.6.1871, Dienstag", "Haupttext": "In einem Artikel der »Presse« Nr. 162 auf S. 14 (Grabdenkmal für Simon Sechter) wird Bruckner als Sechter-Schüler erwähnt: \n\n     » - Das Grab Nr. 4370, Reihe 31, links, auf dem Schmelzerfriedhofe ziert neuerer Zeit ein einfaches Denkmal mit folgender Inschrift: »Simon Sechter, k. k. Hoforganist und Compositeur. Geboren am 11. October 1788 in Friedberg, gestorben am 10. September 1867 in Wien. Mit ihm wurde der größte Contrapunktist unserer Zeit, der treue Wächter des strengen Satzes zu Grabe getragen.« Wie wir hören, verdankt das Denkmal sein Entstehen der Initiative des hiesigen Bürgerschullehrers Herrn J. K. Markus, einem Landsmanne des Verewigten und den Geldspenden der dankbaren Schüler des berühmten Musiklehrers des Herrn k. k. Vice=Hofcapellmeisters Preyer und der Herren Hoforganisten Bruckner und Bibl.« (*).\n\n\nEin gleichlautender Bericht erscheint im Fremdenblatt Nr. 162 auf S.5: \n\n     \" - Das Grab Nr. 4370, Reihe 31, links am Schmelzerfriedhofe ziert neuerer Zeit ein einfaches Denkmal mit folgender Inschrift: \"Simon Sechter, k. k. Hoforganist und Kompositeur. Geboren am 11 Oktober 1788 in Friedberg, gestorben am 10. September 1867 in Wien. Mit ihm wurde der größte Kontrapunktist unserer Zeit, der treue Wächter des strengen Satzes zu Grabe getragen.\" Wie wir hören, verdankt dasselbe sein Entstehen der Initiative des Bürgerschullehrers Markus und den Geldspenden der dankbaren Schüler Breier und Bruckner.\" (**).\n\n\n[undatiert]\n\n\"                             Sechter's Grabstätte.\n\n     Dieselbe befindet sich auf dem Schmelzer Friedhofe Nr. 4370, [... Inschrift ...]. Das Denkmal verdankt sein Entstehen der Initiative eines Landsmannes des Verewigten, des Herrn J. K. Markus, und den Geldspenden einiger dankbarer Schüler des berühmten Musiklehrers.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106145, "Datum": "14.6.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 134 berichtet auf S. 10 (= S. 2 der I. Beilage):\r\n   »Simon Sechter's Grabmal am Schmelzer Friedhofe in Wien ziert neuerer Zeit ein einfach aber geschmackvoll ausgeführtes Denkmal mit folgender Inschrift: »Simon Sechter k. k. Hoforganist und Kompositeur. Geboren am 11. October 1788 in Friedberg, gestorben am 10. September 1867 in Wien. Mit ihm wurde der größte Kontrapunktist unserer Zeit, der treue Wächter des strengen Satzes zu Grabe getragen.« Dasselbe verdankt sein Entstehen den Bemühungen eines Landsmanns Sechters, des Bürgerschullehrers Markus in Wien und den Geldspenden der dankbaren Schüler Breier [Preyer] und Bruckner.« (*).\nVon Sechters Grab handelt auch ein Artikel im Österreichischen Volksfreund Nr. 134, S. 3 [fast identisch mit dem Artikel vom 13.6.1871] (**).\nBeginn der Klassenprüfungen am Wiener Konservatorium (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106155, "Datum": "15.6.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Karl Zappe (senior) in Linz gestorben (*).\n \nVon Joh. Ev. Habert vorgeschlagener Termin für eine Zusammenkunft in Gmunden zur Gründung eines Österreichischen Cäcilien-Vereins (**).\nKonstituierende Versammlung des Österreichischen Cäcilien-Vereins in Gmunden. Obmann ist der Lambacher Abt Theodorich Hagn [siehe die Anmerkung], Kassier Johann Evangelist Habert (***).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:40"}, {"ID": 187106165, "Datum": "16.6.1871, Freitag", "Haupttext": "Die Blätter für Musik, Theater und Kunst Nr. 48 übernehmen auf S. 4 einen Text des Fremdenblatts vom 13.6.1871: \n\n     \" * Das Grab Nr. 4370, Reihe 31, links am Schmelzer Friedhofe, ziert neuerer Zeit ein einfaches Denkmal mit folgender Inschrift: \"Simon Sechter, k. k. Hoforganist und Compositeur. Geboren am 11 October 1788 in Friedberg, gestorben am 10. September 1867 in Wien. Mit ihm wurde der größte Contrapunctist unserer Zeit, der treue Wächter des strengen Satzes zu Grabe getragen.\" Wie wir hören, verdankt dasselbe sein Entstehen der Initiative des Bürgerschullehrers Marcus [sic, recte Markus] und den Geldspenden der dankbaren Schüler Breier [Preyer] und Bruckner.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106175, "Datum": "17.6.1871, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe erwähnen mehrere Zeitungen:\n \nDie Tagespresse Nr. 160 (a),\n \nDer Wanderer (b),\n \nFremdenblatt Nr. 166 auf S. 5:\n     \" * In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird Sonntag 11 Uhr ein feierliches Hochamt abgehalten und hiebei Mozart's Krönungsmesse, Graduale: Terzett von Curschmann, Offertorium: Baßsolo aufgeführt, und die Solis von den Damen Ribarz, Tremmel, den Herren Erl, Dunkl, Teller, das Baßsolo vom k. k. Hofsänger Dr. Kraus, die Orgel vom Hoforganisten Bruckner vorgetragen werden.\" (c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 2445 auf S. 7:\n     \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin unter Leitung des Capellmeisters Eder: Mozart's Krönungsmesse, Graduale von Curschmann, Offertorium (Tedeum, Baßsolo) von Henneberg, und werden die Soli die Damen Ribarz, Tremml und die Herren Erl, Dunkl und Teller, das Baßsolo der k. k. Hofopernsänger Dr. Krauß vortragen; die Orgel übernimmt Hoforganist Bruckner.\" (d).\n \nDas Oesterreichische Journal Nr. 166 weist auf S. 10 auf die Bedeutung der Orgel in Europa und die geplante Orgeleinweihung in London hin:\n      \"Orgeln in England. In England besteht seit längerer Zeit die Einrichtung, große Konzertsäle mit Orgeln zu versehen, welche hauptsächlich bei Massenaufführungen wie Oratorien etc. verwendet werden. Die größte derartige Orgel, ein Werk von so riesigen Dimensionen, daß zur Erzeugung des Windbedarfs 2 Dampfmaschinen nothwendig sind, wird gegenwärtig zu Albert=Hall in London aufgestellt. Zur Vorführung dieses großartigen Werkes bei Gelegenheit der internationalen Ausstellung sind nun fast aus allen europäischen Ländern bekannte Organisten in Aussicht genommen, so z. B. Mailly in Brüssel, Lohr in Szegedin in Ungarn, Hoforganist Bruckner in Wien, Professor Haupt in Berlin, Professor Herzog in Erlangen, Dr. Faißt in Stuttgart u. s. w. [... über die Bedeutung der Orgel in Europa und die Vorrangstellung Deutschlands ...] Dessenungeachtet dürfte es den eingeladenen deutschen Gästen dem englischen Publikum gegenüber nicht leicht werden, ihrer Richtung Geltung und Anerkennung zu verschaffen, denn wenn auch die deutschen Meister wie Händel, Mozart, Haydn, längst in England, Frankreich, Italien Eingang gefunden haben, in Bezug auf das Orgelspiel ist von einem Einflusse deutschen Geschmacks noch wenig zu verspüren.\" [keine Signatur] (e).", "Letzte Änderung": "15.01.2026 09:25"}, {"ID": 187106185, "Datum": "18.6.1871, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung der heutigen Kirchenmusik\n \nim Neuen Fremdenblatt Nr. 167 auf S. 3:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird um 11 Uhr Mozart's Krönungsmesse, Graduale Curschmann, Terzett für Sopran, Contraalt und Tenor, Offertorium, Baßsolo aufgeführt und die Soli von den Damen Ribarz, Tremmel, den Herren Erl, Dunkl und Teller, das Baßsolo vom k. k. Hofopernsänger Dr. Krauß, die Orgel vom Hoforganisten Bruckner vorgetragen werden.\" (*)\n \nund im Österreichischen Journal Nr. 167 auf S. 3:\n     \" - In der Hofpfarrkirche [... Pabstjubiläum, Eder, Mitwirkende ... die Soli werden von ...] und Hoforganist Bruckner vorgetragen werden.\" (**)..\nBruckner ist als Organist bei der Messe anläßlich des Papstjubiläums in der Augustinerkirche (11 Uhr) beteiligt. Unter Eders Leitung erklingen Werke von Mozart (Krönungsmesse), Curschmann (Graduale) und [laut NFP] Henneberg (Offertorium »Te deum«). Als Solisten wirken mit Frl. Ribarz, Minka Tremml [Tremmel?], Erl, Dr. Kraus (Baß-Solo im Offertorium), Dunkl und Teller (***).\n(Leichenbegängnis für Karl Zappe unter Beteiligung des Linzer \"Sängerbundes\" (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106195, "Datum": "(19.6.1871, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106215, "Datum": "21.6.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Die Allgemeine Musikalische Zeitung Nr. 25 schreibt in Spalte 397: \n     \"    * * Wien. Auf dem Schmelzerfriedhofe ziert jetzt das Grab Sechters (Reihe 31 Nr. 4370) ein einfaches Denkmal mit der Inschrift: \"Simon Sechter, k. k. Hoforganist und Compositeur. Geboren am 11. Oct. 1788 in Friedberg, gestorben am 10. Sept. 1867 in Wien. Mit ihm wurde der grösste Contrapunktist unserer Zeit, der treue Wächter des strengen Satzes zu Grabe getragen.\" Das Denkmal verdankt sein Entstehen der Initiative des dortigen Bürgerschullehrers Herrn J. K. Markus, einem Landsmanne des Verewigten und den Geldspenden der dankbaren Schüler des berühmten Theoretikers, des Herrn k. k. Vice-Hofkapellmeisters Preyer und der Herren Hoforganisten Bruckner und Bibl.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187106235, "Datum": "23.6.1871, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Vollendet den 23. Juni 1871 um 1/2 1 Uhr Nachts« in Carl Kratzls Prüfungsarbeit (»Prüfungsthema von Liszt - bei Brukner«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187107105, "Datum": "10.7.1871, Montag", "Haupttext": "Brief der Handels- und Gewerbekammer an Bruckner:\r\n   Die englische Kommission habe den 2.8.1871 als Beginn der Orgelkonzerte in der Albert-Hall festgelegt. Geplant seien für eine Woche zwei Produktionen täglich von mindestens einstündiger Dauer. Das Honorar betrage 50 Pfund Sterling (*). Unterschriften von Holdhaus und Johann Gögl.", "Letzte Änderung": "14.10.2024 08:02"}, {"ID": 187107135, "Datum": "13.7.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Anton Reißleitner aus Linz:\r\n   Orgelkonzerte in London beginnen am 2.8.1871; will acht Tage früher dort sein. Abreise spätestens am 20.7.1871 nach Linz, von dort am 21.7.1871 abends weiter. Am Sonntag [16.7.1871] sei er an der Orgel im Musikverein anzutreffen. Gemeinsame Rückreise über die Schweiz möglich.", "Letzte Änderung": "22.06.2025 22:23"}, {"ID": 187107155, "Datum": "15.7.1871, Freitag", "Haupttext": "Abschluß der am 14.6.1871 begonnenen Klassenprüfungen am Wiener Konservatorium (*).\n Einige Schüler Bruckners erzielten besonders gute Ergebnisse:\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe (unter 3 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Schwarzkopf Emil. - Lobenswerth: 1 Walter Gustav; 2. Paschko Heinrich. [/] II. Classe. Vorzüglich Ambros von Rechtenberg Max. [/] III. Classe (unter 2 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Reinhold Hugo; 2. Latzelsberger Josef.« und\r\n   »Schule für Hamonielehre [sic] (männliche Zöglinge) des Herrn Prof. Bruckner (7 Schüler) [/] Vorzüglich: 1. Mottl Felix; 2. Paschko Heinrich. - Lobenswerth: 1. Adler Guido; 2. Walter Gustav. \r\n   Schule für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe (unter 9 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Schwarzkopf Emil; 2. Adametz Hermine. - Lobenswerth: 1. Lamberger Josef; 2. Ambros von Rechtenberg Max; 3. Wolfrum Carl; 4. Kratzl Carl. [/] II. Classe (unter 5 Zöglingen). Vorzüglich: 1. Reinhold Hugo; 2. Latzelsberger Josef; 3. Stanek Eduard; 4. Rößl Damian v.« (**).\r\n   Bei den »Classenprämien« ist verzeichnet:\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Schwarzkopf Emil.«,\r\n    »Schule für Harmonielehre (männl. Zöglinge) des Herrn Prof. Bruckner. [/] Erste Prämie: Mottl Felix.« und\r\n»Contrapunctschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Schwarzkopf Emil; zweite Prämie: Adametz Hermine. [/] II. Classe. Erste Prämie: Reinhold Hugo; zweite Prämie: Latzelsberger Josef.« (***).\nZu den »Oeffentlichen Preisconcursen« siehe 24.7.1871.", "Letzte Änderung": "16.12.2024 17:39"}, {"ID": 187107175, "Datum": "17.7.1871, Montag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramtes an die Hofmusikkapelle:\r\n   Für die Orgelkonzerte in London wird Bruckner ein Urlaub vom heutigen Tag bis Ende September bewilligt. Unterschrift von Larisch und Westermayer.\r\n   Auf dem Konzept Sichtvermerke von Hohenlohe und Raymond.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 23:10"}, {"ID": 187107204, "Datum": "vor dem 20.7.1871", "Haupttext": "Im Konservatorium sprach Bruckner, wie Josef Pembaur überliefert, über seine Londoner Konzertpläne; er werde nicht viel Bach einstudieren, sondern vor allem frei improvisieren. - Bruckner hatte etwa drei Monate lang die Programmnummern einstudiert.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:14"}, {"ID": 187107205, "Datum": "20.7.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Abfahrt nach London. Eintägige Unterbrechung in Linz. Ob Reißleitner tatsächlich mitfuhr, ist nicht feststellbar (*).\r\nMöglicherweise wurde Bruckner von seinem Schüler Carl Kratzl nach London begleitet (**).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 08:24"}, {"ID": 187107215, "Datum": "21.7.1871, Freitag", "Haupttext": "Weiterfahrt von Linz nach Nürnberg, wo Bruckner einige Tage bei der Familie F. Zimmermann bleibt, die er vom Sängerfest Juli 1861 her kennt. Schwester Toni weckt sein lebhaftes Interesse.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187107225, "Datum": "22.7.1871, Samstag", "Haupttext": "Die Freien Pädagogischen Blätter Nr. 29 melden auf S. 13: \n\n     \"Herr Hoforganist Bruckner hat für die Besucher des 4. österreichischen Lehrertages ein Orgelkonzert in Linz zugesagt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187107245, "Datum": "24.7.1871, Montag", "Haupttext": "Abschluß des Schuljahres am Konservatorium ohne Bruckner: »Concurs für Violine, Violoncell, Blasinstrumente, Harfe und Orgel am 24. Juli.\r\n(Preisjury: Obmann: Herr art. Dir. Hellmesberger; Preisrichter: Dr. v. Breuning, Mitglied der Gesellschaftsdirection; Dachs, Professor; Epstein, Professor; Dr.v. Raindl, Mitglied der Gesellschaftsdirection; Richter k. k. Hoforganist; Rotter, k. k. Hoforganist.)\r\n[...] Orgel.\r\n(Schule Bruckner.)\r\nIII. Ausbildungsclasse.\r\nII. Preis: Herr Josef Latzelsberger.\r\n[Herr] Hugo Reinhold. [Schweifklammer für beide Namen:] } Rink: Variationen über die englische Volkshymne.«", "Letzte Änderung": "03.06.2024 14:28"}, {"ID": 187107255, "Datum": "25.7.1871, Dienstag", "Haupttext": "Bruckners Reise nach London und den Beginn der Konzerte am 2.8.1871 [als Reisebeginn dargestellt?] melden mehrere Blätter: \n\n\n\n\ndas Fremdenblatt Nr. 204 auf S. 6:\n     » - Der Hoforganist Prof. Bruckner begibt sich am 2. August nach London,\n um daselbst im Ausstellungsgebäude durch acht Tage Produktionen auf der\n Orgel zu geben, wofür er bekanntlich ein Honorar von 500 fl. in Silber \nbezieht.« (a), \n\n\n\n\ndie Morgenpost Nr. 203 auf S. 4 [inhaltlich identischer Text] (b), \n\n\n\n\ndie Neue Freie Presse Nr. 2483 auf S. 8:\n     »Der Hof=Organist Professor Bruckner begibt sich am 2. August nach \nLondon, um daselbst im Ausstellungs=Gebäude durch acht Tage Productionen\n auf der Orgel zu geben.« (c),\n\n\n\ndas Neue Fremdenblatt Nr. 204 auf S. 5:\n     » - Der Hoforganist Professor Bruckner begibt sich am 2. August nach London, um daselbst im Ausstellungsgebäude durch acht Tage Produktionen auf der Orgel zu geben, wofür er bekanntlich ein Honorar von 500 fl. in Silber bezieht.« (d)\n\n\nund das Oesterreichische Journal Nr. 204 auf S. 3: \n\n     \"(Londoner Ausstellung.) Der Hoforganist Prof. Bruckner begibt sich am 2. August nach London, um daselbst im Ausstellungsgebäude durch acht Tage Produktionen auf der Orgel zu geben, wofür er bekanntlich ein Honorar von 500 fl. in Silber bezieht.\" (e)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187107265, "Datum": "26.7.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Der Österreichische Volksfreund Nr. 169 meldet auf S. 3:\n     »Der Hoforganist Professor Bruckner begibt sich am 2. August nach London, um daselbst im Ausstellungsgebäude durch acht Tage Productionen auf der Orgel zu geben, wofür er bekanntlich ein Honorar von 500 fl. in Silber bezieht.« (*).\n \nBei der Sitzung der Handels- und Gewerbekammer unter Vorsitz von Johann Gögl (Sekretär: Dr. Karl Holdhaus) kommt als Punkt 8 zur Sprache, dass die Ausstellungskommission in London als Beginn von Bruckners Orgelvorträgen den 2.8.1871 festgesetzt hat. Bruckner habe ein Empfehlungsschreiben für das Konsulat in London und eine Beschreibung der Orgel erhalten (**).", "Letzte Änderung": "14.10.2024 08:02"}, {"ID": 187107275, "Datum": "27.7.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz der Linzer Tages-Post Nr. 170 auf S. 4:\n     » § Der Hoforganist Professor Bruckner begibt sich am 2. August nach London, um daselbst im Ausstellungsgebäude durch 8 Tage Produktionen auf der Orgel zu geben, wofür er ein Honorar von 500 fl. in Silber bezieht.«", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:34"}, {"ID": 187107285, "Datum": "28.7.1871, Freitag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 206 schreibt auf S. 6 der Abend-Ausgabe (= Neues Wiener Abendblatt): \n\n     \" * Der Hoforganist Professor Bruckner begibt sich am 2. August nach London, um daselbst im Ausstellungsgebäude durch acht Tage Produktionen auf der Orgel zu geben, wofür er ein Honorar von 500 fl. in Silber bezieht.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187107294, "Datum": "vor dem 29.7.1871", "Haupttext": "Weiterfahrt von Nürnberg nach London. Bruckner wird von F. Zimmermann und [?] P. Otto Fehringer (*) [aus Seitenstetten] begleitet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187107295, "Datum": "29.7.1871, Samstag", "Haupttext": "Ankunft in London. Im Hotel (Deutscher Gasthof Seyd, 39 Finsbury Square) Kontakte mit dem aus Wien stammenden Friseur. Abends erstes Ausprobieren der Albert-Hall-Orgel, deren Dampfmaschinen sogar auf Veranlassung des begeisterten Direktors noch nachgeheizt werden (*).\n \nDie in London erscheinende The Pall Mall Gazette Nr. 2015 schreibt auf S. 7:\r\n\"     Herr Anton Bruckner, Court Organist at Vienna, and Professor to the Conservatorium of that city, has arrived in London to play on the great organ of the Royal Albert Hall. Herr Bruckner's strong points are classical improvisations on the works of Handel, Bach, and Mendelssohn.\" (**).\n \nGleiches melden die Daily News Nr. 7878 auf S. 3:\r\n\"       LATEST TELEGRAMS.\r\n[...]\r\n    Herr Anton Bruckner, court organist at Vienna, and professor to the Conservatorium of that city, has arrived in London to play on the great organ of the Royal Albert Hall. The dates of his performances will shortly be announced. Herr Bruckner's strong points are classical improvisations on the works of Handel, Bach, and Mendelssohn.\" (***).\n \nDiese Meldung erscheint auch in der Morning Post und in Bell's Weekly Messenger (°).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:27"}, {"ID": 187107305, "Datum": "30.7.1871, Sonntag", "Haupttext": "Laut einem anekdotischen Bericht soll Bruckner am Tag nach seiner Ankunft eine Londoner Sehenswürdigkeit besucht und ins Hotel nur deswegen zurückgefunden haben, weil er während der Omnibusheimfahrt auf der Straße den Friseur, der ihn rasiert hatte, erblickte, ausstieg und sich von jenem das Hotel zeigen ließ (*).\n \nDie Wiener Zeitung Nr. 187 berichtet auf S. 7\n     \"Aus den Verhandlungen der Handels= und Gewerbekammer für das Erzherzogthum Oesterreich unter der Enns am 26. Juli 1871. | Unter dem Vorsitze des Herrn Vicepräsidenten Johann Gögl. | Secretär: Dr. Karl Holdhaus. [...] 8. Die königl. englische Ausstellungscommission zeigte an, daß der von der Wiener Kammer zur Theilnahme an dem öffentlichen Orgelspiele in London nahmhaft gemachte k. k. Hoforganist und Professor Anton Bruckner seine Productionen am 2. August l. J. beginnen könne. | Das Präsidium hat hievon Herrn Professor Bruckner unter Mittheilung einer Beschreibung der für die Production bestimmten großen Orgel in der \"Alberts-Halle\" verständigt und demselben ein Empfehlungsschreiben an das k. und k. österreichisch-ungarische Generalconsulat in London ausgefertigt.\" (**).", "Letzte Änderung": "07.09.2025 05:45"}, {"ID": 187108005, "Datum": "August 1871", "Haupttext": "In Heft 8 der \"Urania\" (28. Jahrgang) wird auf S. 128 Bruckners Teilnahme in London erwähnt:\n\"                   Personalien.\n      [... über Organisten zu Besuch bei Liszt in Weimar und die Sonderstellung von Samuel de Lange ... Abreise Liszts am 20.8.1871, u. a. zur Versammlung des Cäcilien-Vereins in Eichstätt ...] – – Prof. Dr. Herzog in Erlangen wurde leider durch ein Handleiden an seiner Reise zum Londoner Organisten=Congreß gehindert. Auf demselben soll der Hoforganist Bruckner den Preis davongetragen haben (??!)   Durch Herzogs Verhinderung ist leider die Urania um ein interessantes Referat ärmer. – [...].\"", "Letzte Änderung": "15.01.2026 09:30"}, {"ID": 187108015, "Datum": "1.8.1871, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung des morgigen Konzerts u.a. in der Londoner »Times«. Außerdem wurde großflächig plakatiert (*).\nThe Times Nr. 27130 auf S. 12:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. – ORGAN RECITALS. THIS DAY, at 12 by Herr JOHANN LOHR; at 3 by Mr. W. T. BEST.\r\n     Herr Anton Bruckner, Court Organist at Vienna, will give his First Recital To-morrow, at 12.\" (*a).\n»Die deutsche Volksschule«, 19. Jahrgang, Nr. 15, meldet auf S. 237 unter der Rubrik »Schulnachrichten«:\r\n     »Professor Anton Bruckner, der bereits zum großen Wettkampf im Orgelspiele nach London abgereist ist, wird bei Gelegenheit des 4. allgemeinen österreichischen Lehrertages [ca.30.8.1871?] in Linz ein Orgelconcert geben.« (**).\n\"Der Lehrerbote\" (Znaim) Nr. 8 meldet auf S. 137 (= S. 13):\r\n     \"Orgelkonzert. Herr Anton Bruckner, Hoforganist und Professor am Konservatorium zu Wien, hat für die Besucher des IV. allg. österr. Lehrertages in Linz ein Orgelkonzert freundlichst zugesagt.\" (***).\nThe Morning Post Nr. 30466 kündigt auf S. 1 Bruckners erstes Orgelkonzert für den 2.8.1871 an:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION\r\n                            of 1871\r\n          ORGAN RECITALS THIS DAY.\r\n     At twelve, by Herr JOHANN LOHR; at three, by Mr. W. T. BEST.\r\n     Herr ANTON BRUCKNER Court Organist at Vienna, will give his First Recital To-Morrow at twelve.\" (°).\nInhaltlich identisch das Inserat in den Daily News Nr. 7880 auf S. 4:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITALS THIS DAY, at 12, by Herr Johann Lohr; at 3, by Mr. W. T. Best. Herr Anton Bruckner Court Organist at Vienna, will give his First Recital To-morrow at 12.\" (°°).", "Letzte Änderung": "15.11.2024 08:18"}, {"ID": 187108025, "Datum": "2.8.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Erstes Konzert Bruckners in der Londoner Royal Albert Hall um 12 Uhr. Er spielt Werke von Bach (Toccata F-Dur BWV 540), Händel  (Fuge d-Moll) und eigene Improvisationen. Auf dem Programmzettel werden die Termine der drei nächsten Konzerte bekanntgegeben (*)\r\nDie Orgel (V/110) war von Henry Willis (1821 - 1901) erbaut worden (*a).\n»The Key« Nr. 13 (2. - 5.8.1871) veröffentlicht auf S. 5 das »Programme of Music« (**).\nInserat in den Daily News Nr. 7881 auf S. 4:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITALS THIS DAY, at 12, by Herr Anton Bruckner, Court Organist at Vienna, and by Mr. W. T. Best, at 3.\r\n[...]. \" (***).\nInserat in The Times Nr. 27131 auf S. 8:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871.–ORGAN RECITALS, THIS DAY, at 12 by Herr ANTON BRUCKNER, Court Organist at Vienna, and by Mr. W. T. Best, at 3.\r\n[...]. \" (°).\nBruckners Ankunft in London wird in der Zeitung \"King's County Chronicle\" (Irland) gemeldet [Text wie am 5.8.1871?] (°°).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:28"}, {"ID": 187108035, "Datum": "3.8.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigungen in The Morning Post Nr. 30468 auf S. 1 in der 4. Spalte:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION\r\n                           of 1871.\r\n         ORGAN RECITAL THIS DAY.\r\n     At three, by Herr ANTON BRUCKNER court Organist at Vienna.\" (*),\n \nin den Daily News Nr. 7882 auf S. 4 in der 2. Spalte:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871.\r\n         ORGAN RECITALS THIS DAY, at 3, by Herr Anton Bruckner, Court Organist at Vienna.\" (**)\n \nund in The Times Nr. 27132 auf S. 8:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871.–ORGAN RECITAL, THIS DAY, at 3, by Herr ANTON BRUCKNER, Court Organist at Vienna (***).\n \nZweites Orgelkonzert Bruckners in der Albert-Hall um 15 Uhr mit Werken von Mendelssohn (1. Orgelsonate f-Moll op. 65 Nr. 1), Bach (Cis-moll-Fuge BWV 849), Improvisationen über die Mendelssohn-Sonate, die österreichische Nationalhymne und Händels »Halleluja« und einer freien Improvisation (°).", "Letzte Änderung": "14.08.2025 11:28"}, {"ID": 187108045, "Datum": "4.8.1871, Freitag", "Haupttext": "Ankündigungen in den Daily News Nr. 7883 auf S. 4 in der 2. Spalte:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871.  ORGAN RECITAL THIS DAY, at 3, by Herr Anton Bruckner, Court Organist at Vienna.\" (*),\n \nin The Morning Post Nr. 30469 auf S. 1:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION\r\n                            of 1871.\r\n         ORGAN RECITAL THIS DAY.\r\n     At three, by Herr ANTON BRUCKNER, Court Organist at Vienna.\" (**)\n \nund in The Times Nr. 27133 auf S. 8:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. – ORGAN RECITAL, THIS DAY, at 3, by Herr ANTON BRUCKNER, Court Organist at Vienna. (***).\n \nDrittes Orgelkonzert Bruckners in der Albert-Hall um 15 Uhr: Bach (Concerto in a-Moll BWV 593), Improvisation, Improvisation über Webers »Freischütz«, Bach (Fuge g-Moll BWV 131a), Improvisation, Improvisation über die englische Nationalhymne (°).", "Letzte Änderung": "14.08.2025 11:30"}, {"ID": 187108055, "Datum": "5.8.1871, Samstag", "Haupttext": "[Kein Inserat in den Daily News und in The Times, dort auf S. 1 \"GRAND OPERA CONCERT and AFTERNOON PROMENADE\" angekündigt].\n \nViertes Orgelkonzert Bruckners in der Albert-Hall um 12 Uhr:\r\n     Bach (Concerto in C-Dur BWV 594 oder 595), Improvisation, Improvisation über das »Lorelei«-Lied, Bach (Fuge g-Moll BWV 131a), Improvisation über Schuberts »Fremd bin ich eingezogen«, Improvisation über Händels »Halleluja« (*).\nBrief des Obersthofmeisteramtes an Graf Apponyi, Botschafter Wiens in London:\r\n   Bruckner sei bereits nach London abgereist. Man bittet, ihn wohlwollend zu unterstützen. Sichtvermerke von Wlassack, Hohenlohe und Raymond (**).\n[Wann genau?] Brief des Londoner Konsulats an die Wiener Handelskammer:\r\n   Berichtet von den »außerordentlichen Erfolgen« Bruckners (***).\nKurze Notiz über Bruckners Ankunft in »Musical World« 49/22 (°),\r\n»Musical Standard« 1, Nr. 366, S. 167, New Series (°°)\r\nund in \"Bucks Herald\" (Buckinghamshire) (°°°).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:30"}, {"ID": 187108065, "Datum": "6.8.1871, Sonntag", "Haupttext": "Orgelwettbewerb in der Albert-Hall?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187108075, "Datum": "7.8.1871, Montag", "Haupttext": "[Kein Inserat in den Daily News].\n \nFünftes Orgelkonzert in der Londoner Albert-Hall: Bach (Toccata F-Dur [BWV 540?]), Improvisation, Improvisationen über ein Mendelssohn-Thema, über Schubert-Melodien und über Mendelssohns »Hunter's Farewell«.", "Letzte Änderung": "14.08.2025 11:34"}, {"ID": 187108085, "Datum": "8.8.1871, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigungen in den Daily News Nr. 7886 auf S. 4 in der 2. Spalte:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITALS THIS DAY –at 12, by Herr Bruckner, of Vienna; at 3, by Mr. Best.\r\n      M. Mailly, the Belgian Organist, will give his first Recital at 12 o'clock To-morrow.\" (*),\n \nin The Morning Post Nr. 30472 auf S. 1:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION\r\n                          of 1871.\r\n           ORGAN RECITALS THIS DAY.\r\n         At twelve, by Herr BRUCKNER, of Vienna.\r\n         At three, by Mr. BEST.\r\n      M. Mailly, the Belgian Organist, will give his first recital at twelve o'clock to-morrow.\" (**)\n \nund in The Times Nr. 27136 auf S. 8: \"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. – ORGAN RECITALS, THIS DAY, at 12, by Herr BRUCKNER, of Vienna; at 3, by Mr. BEST.\r\n      M. Mailly, the Belgian Organist, will give his First Recital at 12 o'clock To-morrow.\"(**a).\n \nSechstes Orgelkonzert in der Albert-Hall um 15 Uhr [recte 12 Uhr]: Bach (Fuge in E[-Moll]? BWV 878 = WRC II?]), Improvisation, Improvisationen über eine deutsche Melodie und über ein Schubert-Thema, Improvisation einer Fuge, Improvisation über Händels »Halleluja« (***).\nMöglicherweise findet dabei auch ein Improvisationswettbewerb statt (°).\nBruckners »Konkurrenten« sind neben W. T. Best von der Albert-Hall G. W. Heintze aus Stockholm, Lohr aus Budapest und Mailly aus Brüssel (°°).\nAn dem Londoner Organisten-Treffen soll auch der norwegische Organist Ludvig Mathias Lindeman [siehe die Anmerkung] teilgenommen haben (°°°).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:32"}, {"ID": 187108095, "Datum": "9.8.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner hat heute kein Orgelkonzert.\r\nAnkündigung in den Daily News Nr. 7881:\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITALS THIS DAY –at 12, by M. Mailly, the Belgian Organist; at 3, by Mr. Best.\" (*)\n \nund inhaltlich identisch in The Morning Post Nr. 30473 auf S. 1 (**).", "Letzte Änderung": "15.11.2024 14:16"}, {"ID": 187108105, "Datum": "10.8.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner hat heute kein Orgelkonzert.\n \nAnkündigungen in den Daily News Nr. 7888 auf S. 4:\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITAL THIS DAY –at 3, by M. Mailly, the Belgian Organist.\" (*)\n \nund inhaltlich identisch in The Morning Post Nr. 30474 auf S. 1 (**).", "Letzte Änderung": "15.11.2024 14:17"}, {"ID": 187108115, "Datum": "11.8.1871, Freitag", "Haupttext": "[vermutlich Fehlmeldung!]\r\nOrgelkonzert Bruckners in der Albert Hall um 15 Uhr (*).\nAnkündigungen in den Daily News Nr. 7889 auf S. 4:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITAL THIS DAY -at 3, by M. Mailly, the Belgian Organist.\" (*a)\nund inhaltlich identisch in The Morning Post Nr. 30475 auf S. 1 (*b).\n \n[Nicht 19.8.1871] Artikel »Concert-Organ Playing at the Royal Albert Hall« in »The Orchestra« 16, Nr. 411, S. 297f:\r\n\"[...] grand extempore Fantasia which, although not very original in thought or design, was clever, remarkable for its canonic counterpoint, and for the surmounting of much difficulty in the pedal passages. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 11:03"}, {"ID": 187108125, "Datum": "12.8.1871, Samstag", "Haupttext": "Artikel »Organ Recitals at the Albert Hall« im »Musical Standard« 1, Nr. 367, S. 188f (*) -\r\nBruckner wird auch auf S. 197 nochmals erwähnt (*a) -\r\nund ähnlich unfreundlich in der »Musical World« 49/33, August 1871 [selbes Datum? 19.8.1871?] (**).\r\nDer »Musical Standard« bringt auf S. 197 (»Table talk«-Kolumne) eine kurze Notiz über die auswärtigen Organisten und die Bevorzugung J. S. Bachs (**a).\nBrief des Vizekonsuls Dr. von Spinsio [vgl. Anmerkung 23.8.1871] an Bruckner:\r\n     Major de Venton [siehe die Anmerkung] habe ihm geschrieben, daß über Vermittlung von Colonel Scott ein Artikel in der »Times« über Bruckner erscheinen könnte, wenn Bruckner einen solchen selbst zur Verfügung stellt. Für Bruckner liege bei der Kommission ein Scheck über 50 Guineen bereit (***).\n[?] Orgelkonzert Bruckners in der Albert Hall um 12 Uhr (°).\nAnkündigungen in den Daily News Nr. 7890 auf S. 4:\r\n\"LONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871. ORGAN RECITAL THIS DAY –at 3, by M. Mailly, the Belgian Organist.\" (°a)\nund inhaltlich identisch in The Morning Post Nr. 30476 auf S. 1 (°b).\nDie Morgenpost Nr. 221 meldet auf S. 3:\r\n     \" - Einem aus London hier eingelangten Konsularschreiben entnehmen wir, daß der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Domorganist Bruckner bei dem am 6. und 8. August in der Albertshalle abgehaltenen Orgelspiele die Kommission sowohl als das Publikum entzückt habe und daß ihm einstimmig der von der Königin für Produktionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt wurde. Die betreffende Orgel ist das bis jetzt existirende größte Riesenwerk dieser Gattung. Die Blasbälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klafter! Bruckner hat alle anderen Konkurrenten besiegt und er wurde aufgefordert, im kommenden Jahre in London und in den größeren Städten Englands Orgel=Konzerte zu arrangiren!\" (°°).\nDasselbe berichtet auch das Fremdenblatt Nr. 222 auf S. 6:\r\n     \" - Einem aus London hier engelangten Konsularschreiben entnehmen wir, daß der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Domorganist Bruckner bei dem am 6. und 8. August in der Alberthalle abgehaltenen Orgelspiele die Kommission sowohl als das Publikum entzückt habe und daß ihm einstimmig der von der Königin für Produktionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt wurde. Die betreffende Orgel ist das bis jetzt existirende größte Riesenwerk dieser Gattung. Die Blasbalge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klafter! Bruckner hat alle Konkurrenten besiegt und er wurde aufgefordert im kommenden Jahre in London und in den größeren Städten Englands Orgel=Konzerte zu arrangiren.\" (°°°).\nEine gleichlautende Meldung bringt das Neue Fremdenblatt Nr. 222 auf S. 5:\r\n     \" - Einem aus London hier eingelangten Konsularschreiben entnehmen wir, daß der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Domorganist Bruckner bei dem am 6. und 8. August in der Alberthalle abgehaltenen Orgelspiele die Kommission sowohl als das Publikum entzückt habe und daß ihm einstimmig der von der Königin für Produktionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt wurde. Die Orgel, auf welcher Bruckner spielte, ist die größte, die bis jetzt existirt. Die Blasbälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klafter! Brückner hat alle anderen Konkurrenten besiegt und wurde aufgefordert, im kommenden Jahre in London und in den größeren Städten Englands Orgelkonzerte zu arrangiren.\" (#).\nIn der \"Presse\" Nr. 222 ist auf S. 14 ein nahezu identischer Text zu lesen:\r\n     \" - Der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Dom=Organist Bruckner bei dem am 6. und 8. August in der Albertshalle abgehaltenen Orgelspiele den Sieg über sämmtliche Concurrenten davongetragen und wurde ihm einstimmig der von der Königin für Productionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt. Die von den Preiswerbern benützte Orgel ist das größte, bis jetzt existirende Riesenwerk dieser Gattung. Die Blasbälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klafter! Bruckner wurde auch aufgefordert, im kommenden Jahre in London und in den größeren Städten Englands Orgel=Concerte zu arrangiren.\" (##).\nEtwas kürzer berichtet die Neue Freie Presse Nr. 2501 auf S. 7:\r\n     \"(Auszeichnung.) Einem hier eingetroffenen Schreiben zufolge wurde dem auf Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendeten Dom=Organisten Bruckner bei dem am 6. und 8. d. in der Alberthalle abgehaltenen Orgelspiele der von der Königin für Productionen auf der Orgel bestimmte Preis zuerkannt.\" (###).\nThe Manchester Weekly Times Nr. 715 schreibt auf S. 16 (= S. 256 des Supplements):\r\n\"          Art and Literary Gossip.\r\n[...]\r\n     Although Mr. Willis has not quite completed the great organ in the Royal Albert Hall, the performances on the instrument have been attracting numerous visitors. On Sunday week, Mr. Best performed a selection of sacred music. The foreign organists of note who have given recitals are Herr Johann Lohr, from Pesth, Herr G. W. Heintze, from Stockholm, and Herr Anton Bruckner, from Vienna. Bach's fugues are naturally in the ascendant in all the programmes; but works by Handel, Haydn, Mendelssohn, M. Lemmens, Hesse, Petsch, Meyerbeer, Chopin, Liszt, Gottschalk, and others, have also been executed by the organists.–Athenaeum.\" (a).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 13:59"}, {"ID": 187108126, "Datum": "nach dem 12.8.1871", "Haupttext": "Bruckner nützt die konzertfreien Tage zur Besichtigung Londons (anhand des Grieben-Führers »London und Umgebung«). Über den Tower hatte er sich eine ausführliche Beschreibung angeschafft. [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "15.10.2024 07:28"}, {"ID": 187108175, "Datum": "17.8.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht »Ein siegreicher Oberösterreicher« im Alpenboten Nr. 66, S. 3 [*a], über Bruckners Londoner Erfolge [gleicher Inhalt wie die Artikel vom 12.8.1871] (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 187 auf S. 3 meldet ebenfalls, daß Bruckner am 6. und 8. August den Orgelwettbewerb gewonnen habe:\r\n   »Linz, 16. August.\r\n   [...] - Der erste Organist der Welt ist unser Landsmann Anton Bruckner. Er ist geboren zu Kronstorf an der Enns, war zuerst Organist zu St. Florian, dann Domorganist in Linz, jetzt Hoforganist und Professor in Wien. Vor 2 Jahren trug er bei dem Orgelkrieg zu Nancy den Sieg davon; jetzt, am 6. und 8. August versuchten sich zu London auf dem größten Orgelwerk der Welt in der Alberthalle die berühmtesten Künstler; unserem Bruckner wurde einstimmig der Siegespreis, der von der Königin ausgesetzte Preis, zuerkannt. Zugleich ward er für künftiges Jahr eingeladen, nach England zu kommen, und in London, sowie anderen großen Städten Orgelconcerte zu veranstalten.« (**).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:25"}, {"ID": 187108185, "Datum": "18.8.1871, Freitag", "Haupttext": "Artikel [Haberts?] im »Musikalischen Wochenblatt« Nr. 34, S. 541 (*a) über Bruckners Sieg in der Londoner Orgelkonkurrenz am 6. und 8.8.1871:\r\n     » * Auf dem Londoner Organisten-Congress trug bei dem am 6. und 8. August in der Albrechtshalle (unter Benutzung der neuen Riesenorgel) stattfindenden Wettkampfe der Wiener Hof- und Domorganist Bruckner den Sieg davon und erhielt den von der Königin von England ausgesetzten Preis.« (*).\n»The Orchestra« XVI/412 bringt auf S. 315 einen Brief von Henry Y. D. Scott, der die Auswahl der nach London geladenen ausländischen Organisten klarstellt [Bruckner ist nicht namentlich erwähnt] (**).\nDas Fremden-Blatt Nr. 228 schreibt auf S. 7:\r\n     \" - Aus London wird uns geschrieben: Die Orgelproduktionen, die Ihr Landsmann, der Wiener Hoforganist Herr Anton Bruckner hier veranstaltet, sind soeben glänzend beendigt. Das sonst so kühle Londoner Publikum zeichnete den hervorragenden Künstler durch enthusiastischen Beifall aus. Mehrmals mußte er nach Beendigung des Programms ein paar Improvisationen nachspielen. Herr Bruckner spielte Bach, Händel und Mendelssohn. Bach's neuestes Konzert, seine F=Toccata, die Fugen in G-moll, E-dur und Cis-moll fanden großen Anklang. Mendelssohn's F-moll=Sonate erregte einen Sturm von Beifall. Im Uebrigen improvisirte Herr Bruckner in geistvoller und in Hinsicht auf kontrapunktisches Wissen und Können staunenswerther Weise über die österreichische und die englische Nationalhymne, über Händel's Halleluja, über Schubert'sche Lieder (mit zarten Stimmen) und über mehrere Volkslieder. Die meisten Vorträge wurden mit wahrem Beifallssturme aufgenommen. Die königliche Kommission bezeugte dem Künstler die höchste Zufriedenheit und kunstsinnige Damen beglückwünschten ihn in den schmeichelhaftesten Ausdrücken. Wahrscheinlich wird sich Herr Bruckner noch einmal im Krystallpalaste hören lassen.\" (***).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:00"}, {"ID": 187108195, "Datum": "19.8.1871, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der Orgelkonzerte in »Musical World« (*).\nIn einer Notiz des »Musical Standard« 1, Nr. 368, S. 209 (Kolumne »Table talk«) wird das Auftreten der auswärtigen Organisten in London als Fiasko bezeichnet (**a).\nDie Programme der Londoner Orgelkonzerte der ersten Augusthälfte, auch die Bruckners, sind in »The Choir« 12, Nr. 247, S. 116 aufgelistet (**b).\nAnkündigung des heutigen Konzerts in The Morning Post Nr. 30482 auf S. 1 in der 4. Spalte:\r\n\"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY.\r\n     Admission . . . . . . . . . . . . . 10 till 7.30\r\n     Opera, \"Lily of Killarney\" . . . . .  3. 0\r\n     Organ, Herr Anton Bruckner  . . . . 5.30\r\n     The Fine Art Courts and Collections, [...] always open. Music and Fonatains [sic] daily.\r\n     Admission half a crown, or by guinea season ticket.\r\n[...]\nLONDON INTERNATIONAL EXHIBITION\r\n                          of 1871.\r\n             WILL CLOSE on the 30th of September.\r\n                  ORGAN RECITAL THIS DAY.\r\n     At three, by M. Saint Saens, the French Organist.\r\n     Military Band in the Horticultural Gardens at four\" (**c).\nHinweis in The Times Nr. 27146 auf S. 1: \"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY.\r\n     Admission . .   . . 10 till 7.30\r\n     Opera, \"Lily of Killarney\" . .  3.0\r\n     Organ, Herr Anton Bruckner   5.30\r\n     The Fine Art Courts and Collections, [...] always open. Music and fountains [sic] daily.\r\n     Admission half-a-crown, or by guinea season ticket.\" (**d).\nBruckners erstes Konzert im Londoner Kristallpalast (***).\r\nSeine Registrieranweisungen zur Mendelssohn-Sonate haben sich erhalten (°).\r\nDie Orgel (IV/65), 1857 von der Firma Gray &amp; Davison erbaut, war 1871 um einige Register erweitert worden (°a).\nBruckner kommt in diesen Tagen in Kontakt mit dem Organisten des Kristallpalastes, James Coward, der ihm einen Band Madrigale schenkt, mit Ainstie Barry, E. Sommer u.v.a., deren Visitenkarten sich in Bruckners Nachlaß fanden (°°), und mit Kapellmeister Manns (#).\nBruckners »Sieg« beim Londoner Orgelwettbewerb wird auch in der Salzburger Chronik für Stadt und Land, Nr. 99, auf S. 539 (= S. 3) gemeldet (Text wie 17.8.1871):\r\n   » - (Der erste Organist der Welt) ist der Oberösterreicher Anton Bruckner. Es [sic!] ist geboren zu Kronstorf an der Enns [sic], war zuerst Organist zu St. Florian, dann Domorganist in Linz, jetzt Hoforganist und Professor in Wien. Vor 2 Jahren trug er bei dem Orgelkrieg zu Nancy den Sieg davon; jetzt, am 6. und 8. August versuchten sich zu London auf dem größten Orgelwerk der Welt in der Alberthalle die berühmtesten Künstler; unserem Bruckner wurde einstimmig der Siegespreis, der von der Königin ausgesetzte Preis, zuerkannt. Zugleich ward er für künftiges Jahr eingeladen, nach England zu kommen, und in London, sowie anderen großen Städten Orgelconcerte zu veranstalten (##).\nDer Welser Anzeiger Nr. 33 bringt diese Nachricht auf S. 5:\r\n» ! Ein siegreicher Oberösterreicher. [... laut Konsularschreiben wurde Bruckner der Preis der Königin zugesprochen ... über die Dimensionen des Orgelwerks ... Bruckner für 1872 nach England eingeladen]« (##a).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 189 gibt in ihrem Bericht auf S. 2f ebenfalls den 6. und 8.8.1871 als Tag des Orgelwettbewerbs an [Text nahezu identisch mit den Artikeln vom 12.8.1871]:\r\n     \" § Ein siegreicher Oberösterreicher. Einem aus London in Wien eingelangten Konsularschreiben entnehmen wir, daß der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Domorganist Professor Bruckner (früher Domorganist in Linz) bei dem am 6. und 8. d. M. in der Albertshalle abgehaltenen Preis=Orgelspiele die Preis=Kommission sowohl als das Publikum entzückt hat, und daß ihm einstimmig der von der Königin für Produktionen auf der Orgel bestimmte Preis zugesprochen wurde. Die Orgel, auf welcher Bruckner spielte, ist die größte, die bisher existirt. Die Blasbälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klaftern. Herr Bruckner hat alle anderen Konkurrenten besiegt, und wurde aufgefordert, im kommenden Jahre in London und in allen größeren Städten Englands Orgel=Konzerte zu arrangiren.\" (###).\nDie Illustrirte Zeitung (Leipzig) Nr. 1468 berichtet auf S. 143 (= S. 11):\r\n     \" - Bei dem am 6. und 8. August in der Albert=Hall in London stattgehabten Orgelspiel hat der auf Vorschlag der wiener Handelskammer dahin entsendete Hof- und Domorganist Bruckner den Sieg über sämmtliche Concurrenten davongetragen, und wurde ihm einstimmig der von der Königin für Productionen auf der Orgel zugesprochene Preis zugesprochen. Die von den Preisbewerbern benutzte Orgel ist das größte, bisjetzt existirende Riesenwerk dieser Gattung; die Blasebälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Bruckner erhielt die Einladung, im kommenden Jahre in London und anderen großen Städten Englands Orgelconcerte zu geben.\" (a).\nDie Freien Pädagogischen Blätter Nr. 33 schreiben auf S. 515 (= S. 11):\r\n     \"Kurze Mittheilungen. Der Wiener Orgelkönig Prof. Bruckner hat bei dem Orgelkampfe in London den Preis davon getragen. Vor ein paar Jahren siegte er gleicherweise in Nancy. Bekanntlich wird Bruckner seinen Kollegen - er ist seiner Herkunft nach ein einfacher Schullehrer - auch bei Gelegenheit des Linzer Lehrertages etwas vorspielen.\" (b).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:01"}, {"ID": 187108215, "Datum": "21.8.1871, Montag", "Haupttext": "Ankündigung in The Standard Nr. 14681 auf S. 1 in der 6. Spalte:\r\n\"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY.–GERMAN FETE.\r\n     Admission . . .  10 0 till 7 30 | Music on the Lake . . . . 6 0\r\n     Concert  . . . . . . . . . . . . 2   0 | Organ . . . . . . . . . . . . . . 6 0\r\n     The Fine Art Courts and Collections, [...] always open. Music and Fountains daily.\r\n     Admission One Shilling, or by Guinea Season Ticket\nCRYSTAL PALACE.–THIS DAY.–GERMAN NATIONAL FETE.–Concert at Two o'clock. Madame Rudersdorff, Madame Liebhart, Mrs. Sidney Smith, Miss Alice Fairman, Mr. Nordblom, Herr Carl Stephan. Pianoforte, Mr. O. Beringer. Organ, Herr Anton Bruckner. Conductor, Mr. Manns. At Six o'clock Music on the Lower Lake, for Promenade on the Banks.\r\n      Admission One Shilling, or by Guinea Season Ticket.\n[...]\r\nLONDON INTERNATIONAL EXHIBITION of 1871.–ORGAN RECITAL This Day, at Twelve, by M. SAINT-SAENS, the French Organist, and at Three by Mr. W. T. Best. Band of the Royal Horse Guards (Blues), under Mr. C. Godfrey, in the Horticultural Gardens, at Four o'clock.\" (*).\n \nNahezu identisch der Hinweis in The Morning Post Nr. 30483 auf S. 1 in der 4. Spalte: \"\r\n\r\n\"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY.\r\n                   GERMAN FÈTE.\r\n     Admission . . .  10 0 till 7. 30 | Music on the Lake . . . . 6. 0\r\n     Concert  . . . . . . . . . . . .. 2.  0 | Organ . . . . . . . . . . . . . . 6. 0\r\n     The Fine Art Courts and Collections, [...] always open. Music and Fountains daily.\r\n     Admission One Shilling, or by Guinea Season Ticket\nCRYSTAL PALACE.–THIS DAY.\r\n     GERMAN NATIONAL FETE.–CONCERT at two o'clock: Madame Rudersdorff, Madame Liebhart, Mrs. Sidney Smith, Miss Alice Fairman, Mr. Nordblom, Herr Carl Stepan. Pianoforte, Mr. O. Beringer. Organ, Herr Anton Bruckner. Conductor, Mr. Manns. At six o'clock Music on the Lower Lake for Promenade on the Banks.\r\n      Admission one shilling, or by guinea season ticket.\r\n[...]\r\nLONDON INTERNATIONAL EXHIBITION\r\n                            of 1871.\r\n             ORGAN RECITALS THIS DAY.\r\nAt twelve, by M. Saint-Saëns, the French Organist, and at three by Mr. W. T. Best. Band of the Royal Horse Guards (Blues), under Mr. C. Godfrey, in the Horticultural Gardens, at four o'clock.\" (**)\n \nund in The Times Nr. 27147 auf S. 1 [inhaltlich identisch] (***).\n \nUm 14 Uhr im Kristallpalast Konzert zur Feier der Einigung Deutschlands mit Werken von Weber, Abt, Meyerbeer, Händel, Speyer, Mozart und Schubert und Improvisationen Bruckners über Schuberts »Ständchen« und Karl Wilhelms »Wacht am Rhein«. Abends Orgelkonzert von James Coward mit Werken von Mozart, Viviani [siehe die Anmerkung], Benedict, Händel, Beethoven und Mendelssohn (°).\r\nDiese Veranstaltung war am 14.8.1871 in der Neuen Freien Presse angekündigt worden (°°).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:02"}, {"ID": 187108225, "Datum": "22.8.1871, Dienstag", "Haupttext": "Orgelkonzert Bruckners im Kristallpalast vor 70000 Zuhörern [siehe die Anmerkung] (*).\nArtikel in der Gemeinde-Zeitung Nr. 191, S. 5, über Bruckners ersten Preis beim Londoner Orgelwettbewerb [nahezu identisch mit dem vom 17.8.1871]:\r\n     »Der erste Organist der Welt ist der Oberösterreicher Anton Bruckner. Er ist geboren zu Kronstorf an der Enns, war zuerst Organist zu St. Florian, dann Domorganist in Linz, jetzt Hoforganist und Professor in Wien. Vor 2 Jahren trug er bei dem Orgelkrieg zu Nancy den Sieg davon; jetzt, am 6. und 8. August versuchten sich zu London auf dem größten Orgelwerk der Welt in der Alberthalle die berühmtesten Künstler; Bruckner entzückte die Preis=Kommission sowohl als das Publikum derart, daß ihm einstimmig der von der Königin für Produktionen auf der Orgel bestimmte Preis zugesprochen wurde. - Die Orgel, auf welcher Bruckner spielte, ist die größte, die bisher existirt. Die Blasebälge derselben werden mittelst einer Dampfmaschine von 20 Pferdekräften in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klaftern. Herr Bruckner hat alle anderen Konkurrenten besiegt, und wurde aufgefordert, im kommenden Jahre in London und in allen größeren Städten Englands Orgel=Konzerte zu veranstalten.« (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 191 korrigiert auf S. 3 einen Fehler (Bruckners Geburtsort sei Kronstorf) im Artikel vom 16.8.1871 [veröffentlicht am 17.8.1871]:\r\n\"      – Kronstorf, 17. August. – Freundliche Berichtigung. – Im Linzer Volksblatte Nr. 187 ist als Geburtsort des Herrn Hoforganisten und Professors in Wien, Anton Bruckner, Kronstorf an der Enns angegeben.\r\n     So sehr sich Kronstorf freuen würde [... weitschweifiger Hinweis auf die Bedeutung, die Kronstorf in Bruckners Lebenslauf hat, Erwähnung Franz Lehofers ...]\r\n     Wir gratuliren vom Herzen. Möge auch Herr Bruckner uns hinfort in freundlicher Erinnerung, der Himmel aber, dessen Tochter die wahre Kunst ist, ihn recht lange und glücklich zur Verherrlichung seiner Dome erhalten!\" (***).\nIn einem Artikel »Ein siegreicher Oberösterreicher« [gleichen Inhalts wie die Artikel vom 12.8.1871] informiert das Rieder Wochenblatt (6. Jahrgang) über Bruckners Orgelspiel am 6. und 8.8.1871 und die Preisverleihung (°).\nArtikel in der Neuen Berliner Musikzeitung Nr. 34 auf S. 271 (= S. 7):\r\n\"     – Einem aus London hier engelangten Consularschreiben entnehmen wir, dass der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof- und Domorganist Bruckner bei dem am 6. und 8. August in der Albertshalle abgehaltenen Orgelspiele die Commission sowohl als das Publikum entzückt habe und das [sic] ihm einstimmig der von der Königin für Productionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt wurde. Die betreffende Orgel ist das bis jetzt existirende grösste Riesenwerk dieser Gattung. Die Blasbalge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20 Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu 10 Klafter! Bruckner hat alle Concurrenten besiegt und er wurde aufgefordert im kommenden Jahre in London und in den grösseren Städten Englands Orgel-Conzerte zu arrangiren.\" (°°).\nDie Grazer Zeitung Nr. 221 bringt auf S. 4 eine nahezu identische Meldung:\r\n\"     * Der über Vorschlag der Wiener Handelskammer nach London entsendete Hof= und Domorganist Professor Bruckner (früher Domorganist in Linz) hat bei dem am 6. und 8. d. M. in der Albertshalle in London abgehaltenen Preis=Orgelspiele die Preis=Commission sowohl als das Publicum entzückt und wurde ihm einstimmig der von der Königin für Productionen auf der Orgel bestimmte Preis zugesprochen. Die Orgel, auf welcher Bruckner spielte, ist die größte, die bisher existirt. Die Blasbälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von zwanzig Pferdekräften in Bewegung gesetzt. Die Pfeifen haben eine Höhe bis zu zehn Klaftern. Herr Bruckner hat alle anderen Concurrenten besiegt und wurde aufgefordert, im kommenden Jahre in London und in allen größeren Städten Englands Orgel=Concerte zu arrangiren.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "13.04.2026 20:43"}, {"ID": 187108235, "Datum": "23.8.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Orgelkonzert Bruckners im Kristallpalast (*).\n \nHinweis in The Times Nr. 27149 auf S. 1:\r\n\"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY. [...]\r\nOrchestral Band  ..  ..  4. 0 | Organ  ..  ..  ..  5.15 | Fountain and Garden Fete  ..  6.0 | Coldstream Guards' Band  ..  6,0 [...]\" (**).\n \nBrief Bruckners an Mayfeld:\r\n     Über die soeben abgeschlossene Konzertserie - viel Lob, Dacapo-Wünsche, Komplimente von Kapellmeister Manns. Grüße von Dr. Pinsio [siehe die Anmerkung] (?(#)). Wird über Brüssel heimfahren. Konzertpläne für Deutschland, Berlin, Holland und Schweiz auf später verschoben. Grüße an Frau Mayfeld. Gestern seien 70000 Zuhörer dagewesen. In der »Times« seien keine Artikel zu erwarten. Bittet um Benachrichtigung der Linzer Zeitung (Dr. Dutschek) [= Tuczek (#)] (***).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:03"}, {"ID": 187108245, "Datum": "24.8.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Hinweis in The Times Nr. 27150 auf S. 1:\n\"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY.\nAdmission  ..  ..  10 till 9 | Opera \"The Night Dancers\"  ..  2.30 | Ballad Concert  ..  ..  ..  7.0 | Fireworks  ..  ..  ..  9.0 | Organ  ..  ..  ..  ..  9.30 | Palace Illuminated till  ..  10.30 [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187108255, "Datum": "25.8.1871, Freitag", "Haupttext": "Artikel über die in London gastierenden Organisten [Bruckner erwähnt?] in The Orchestra XVI/413 auf S. 329f (*).\n \nHinweis in The Times Nr. 27151 auf S. 1:\n\"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY.\r\nAdmission  ..  ..  10 till 7.30 | Orchestral Band    12.30 and 4.0 | Organ, Mr. W. H. Thomas  ..  5.15 | Military Band and Promenade   6. 0 [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187108265, "Datum": "26.8.1871, Samstag", "Haupttext": "[??] Orgelkonzert Bruckners im Londoner Kristallpalast [??] (*).\n \nHinweis in The Times Nr. 27152 auf S. 1:\r\n\"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY.\r\nAdmission  ..  ..  10 till 7.30 | Opera \"Maritana\" ..  ..  3. 0 | Organ, Mr. W. H. Thomas  ..  5. 0 [...]\" (*a).\nDie Illustrirte Zeitung (Leipzig) Nr. 1469 meldet auf S. 163 (= S. 11):\r\n\"     –  Die große Orgel in der Albert=Hall zu London wird während der Ausstellung täglich zwei Stunden von berühmten Orgelspielern aller Länder, die für je eine Woche engagirt werden, gespielt. Unsere in voriger Nummer [19.8.1871] enthaltene Mittheilung über einen von dem wiener Organisten Bruckner davongetragenen Sieg müssen wir dahin berichtigen, daß ein Concurrenzspiel bisher nicht stattgefunden hat.\r\n      – In Wien hat sich ein Wagner=Verein gebildet zur Förderung der Nibelungen=Aufführungen in Baireuth im Sommer von 1873. [...]\" (**).\nDie Freien Pädagogischen Blätter Nr. 34 teilen auf S. 526 (= S. 6) das Programm des Österreichischen Lehrertages in Linz (28.8.1871 - 1.9.1871) mit:\n     \"[...] 31. August [...] - 6 Uhr: Bruckner's Orgelkonzert, NB. wenn der Meister bis dahin schon wieder aus England zurückgekommen ist. [...]\" (***).\n \n(Brief von Georg Arminger (Steyr) an Ignaz Traumihler: Der Einladung Philipp Mayrs zum 800jährigen Jubiläum könne er nicht folgen. Moritz von Sala und Klavierprofessor Proßnitz vom Wiener Konservatorium wollen St. Florian besuchen. Haberts Zeitschrift habe er abonniert; er glaube nicht an die Lebensfähigkeit des geplanten Vereines. Über die Vorzüge einer Messe von Franz Xaver Witt. Die Messe Beethovens wolle er einmal in St. Florian hören (°)).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:22"}, {"ID": 187108275, "Datum": "27.8.1871, Sonntag", "Haupttext": "Orgelkonzert Bruckners im Kristallpalast (*).\nArtikel in der »Presse« Nr. 237 auf S. 15 über Bruckners Londoner Erfolge:\r\n     » - Unser Landsmann Herr Bruckner macht in London mit seinem Orgelspiel Forore [sic]. Jüngst spielte er vor einem Publicum von wol 70.000 Köpfen im Krystallpalaste unter allgemeinem Applause. Bruckner gab eine glänzende Improvisation, welcher er auf Wunsch mehrerer Musiknotabilitäten und des Comités eine zweite folgen lassen mußte. Man forderte Bruckner auf, seine Compositionen einzusenden.« (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 196 schreibt auf S. 3:\r\n     \"Vorläufiges Programm des IV. allgemeinen österreichischen Lehrertages. [...] Donnerstag, am 31. August. [...] Abends 6 Uhr im hiesigen Dome: Orgelkonzert des Professors Bruckner. Festvorstellung im Theater, sowie gemüthliche Zusammenkunft im \"Volksgarten.\" (Spiel einer militärkapelle.) [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "15.01.2026 10:12"}, {"ID": 187108285, "Datum": "28.8.1871, Montag", "Haupttext": "Hinweis in The Times Nr. 27153 auf S. 1:\r\n\"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY.\r\nAdmission  ..  ..  10 till 7.30 | Organ, Herr Anton Bruckner  ..  ..  ..  3. 0 | Ballad Concert  ..  ..  ..  4. 0 | Blondin  ..  ..  ..  ..  6.30 | Organ, Mr. Hamilton Clarke  7. 0 [...]\" (*).\n \nOrgelkonzert Bruckners um 15 Uhr im Kristallpalast. Er spielt Mendelssohn, Bach und Improvisationen, auch wieder über Händels »Halleluja« (**).\n \n\"The Key\" berichtet von den Orgelkonzerten [in der Royal Albert Hall?]:\r\n\"The court organist of Vienna, Anton Bruckner, was third at the organ and announced specially as great in 'extemperaneous performances'. We were told that 'Herr Bruckner's strong ponts are classical improvisations on the works of Handel, Bach and Mendelssohn'. He has given us a grand extempory Fantasia, which although not very original in thought as design, was clever, remarkable for its canonic counterpoint, and for the surmounting of much difficulty in the pedal passages.\" (***).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:15"}, {"ID": 187108286, "Datum": "nach dem 28.8.1871", "Haupttext": "Möglicherweise spielte Bruckner nochmal außerhalb des offiziellen Programms im Kristallpalast. Angebote zu Konzertreisen in England 1871 und 1872. Rückreise von London über Brüssel. Bruckner versäumte, wie er später seiner Schwester Rosalia Hueber berichtete, das ursprünglich vorgesehene Schiff, das auf der Überfahrt gesunken ist (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187108295, "Datum": "29.8.1871, Dienstag", "Haupttext": "Notiz über die Londoner Konzerte in der Linzer Zeitung Nr. 197 auf S. 832: \n    » # (Professor Bruckner.) In der „Presse” [27.8.1871] lesen wir: Unser Landsmann Herr Bruckner machte in London mit seinem Orgelspiel Furore. Jüngst spielte er vor einem Publikum von wohl 70.000 Köpfen im Krystallpalaste unter allgemeinem Applause. Bruckner gab eine glänzende Improvisation, welcher er auf Wunsch mehrerer Musiknotabilitäten und des Comités eine zweite folgen lassen mußte. Man forderte Bruckner auf, seine Compositionen einzusenden.« (*).\n\n\nHinweis in The Times Nr. 27154 auf S. 1:\n\n\"CRYSTAL PALACE.–THIS DAY.\n\nAdmission  ..  ..  10 till 7.0 | Organ, Mr. Hamilton Clarke  1.30 | Opera, \"Night Dancers\"  ..  3.0 [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187108305, "Datum": "30.8.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Versammlung des österreichisch-ungarischen Lehrertags, der »in den letzten Tagen [vor dem 2.9.1871] in Linz abgehalten wurde« (*). Der »Frohsinn«, der am 28.8.1871 eine von Engelbert Lanz komponierte Fest-Hymne aufgeführt hatte, wirkt am 30.8. beim Festabend im Märzenkeller mit (**).\nHinweis in der Bozner Zeitung Nr. 198 auf S. 2: \n\n     \"Linz, 27. August. [Orig.-Corr.] (Programm des IV. allgemeinen österr. Lehrertages.) \n\n[...] Am 31. August [...] Abends 6 Uhr im hiesigen Dome: Orgelconcert des Professors Bruckner. [...]\" (***).\nHinweis in The Times Nr. 27155 auf S. 1:\n\"CRYSTAL PALACE.–FLOWER SHOW, THIS DAY.\nAdmission  ..  ..  10 till 7. 0 | Orchestral BAnd    12.30 and 4. 0 | Organ, Mr. Hamilton Clarke ..  ..  .. 2.30 | [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187108315, "Datum": "31.8.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Der St. Pöltner Bote Nr. 35 meldet auf S. 4 Bruckners Erfolg beim Londoner Orgelfest vom 6.-8.8.1871:\r\n»(Der erste Organist der Welt) ist der Oberösterreicher Anton Bruckner. Er ist geboren zu Kronstorf an der Enns [sic], war zuerst Organist zu St. Florian, dann Domorganist in Linz, jetzt Hoforganist und Professor in Wien. Vor 2 Jahren trug er bei dem Orgelkrieg zu Nancy den Sieg davon. Jetzt, am 6. und 8. August, versuchten sich zu London auf dem größten Orgelwerk der Welt in der Alberthalle die berühmtesten Künstler; unserem Bruckner wurde einstimmig der Siegespreis, der von der Königin ausgesetzte Preis, zuerkannt. Zugleich ward er für künftiges Jahr eingeladen, nach England zu kommen, und in London, sowie anderen großen Städten Orgelkonzerte zu veranstalten.«", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:00"}, {"ID": 187108317, "Datum": "Ende August 1871?", "Haupttext": "[September 1871?]\nArtikel über Bruckners Erfolge in London in Haberts »Zeitschrift für katholische Kirchenmusik« 4. Jahrgang, Nr. 9, S. 69, in Form eines gut halbseitigen gerahmten Inserats:\n»                               Herr\r\n                 ANTON BRUCKNER,\r\nk. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium der\r\n                         Musik in Wien,\r\n                 hat am 6. und 8. August\r\n   den Sieg über alle Concurrenten im Orgel-\r\n                 spiel in London errungen;\r\nsowohl das Publikum als auch die Preisrichter waren\r\nentzückt über BRUCKNER'S Orgelspiel, und einstimmig\r\nwurde ihm der von der Königin für das Orgelspiel\r\n               ausgesetzte Preis zuerkannt.«\r\n[fälschlicherweise (°)] (*)\nund Seite 75f:\r\n\"                         Mittheilung.\r\n     Anton Bruckner ist in Ansfelden in Ober-Oesterreich geboren; sein Vater war in genanntem Orte Schullehrer. [... zu Bruckners Lebenslauf (Kronstorf, St. Florian, Linz, Sechter, Konservatorium Wien ...]. Es freut uns recht herzlich, auf der ersten Seite dieser Nummer den neuen Sieg Bruckner's verzeichnen zu können, um so mehr, als man in manchem ausländischen Blatte lesen kann, dass das Orgelspiel in Oesterreich nicht sehr kultivirt werde. Wir werden in einer folgenden Beilage Orgelstücke von einem andern Organisten Ober-Oesterreichs bringen, welche den besten, die wir von Ausländern sahen, kühn an die Seite gestellt werden können.\n             Oesterreichischer Cäcilien-Verein.\r\n     Erst jetzt können wir den Mitgliedern desselben mittheilen, dass die Statuten vom hohen k. k. Ministerium bescheinigt wurden; nun erst lassen sich weitere Schritte machen, und die Redaktion hofft in der nächsten Nummer schon einiges berichten zu können.\" (**).\nAuch im »Musikalischen Wochenblatt« 2, S. 541 [vgl. 18.8.1871] (°°) und in der »Illustrierten Zeitung« [wann?] (#) erscheinen Berichte.", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:34"}, {"ID": 187109002, "Datum": "etwa Anfang September 1871?", "Haupttext": "Orgelkonzert Bruckners in Rotterdam mit ähnlichen Improvisationen wie in London? Später berichten Oelzelt, der 1878 etwas darüber gelesen hatte, und Frau Morscher davon.", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:28"}, {"ID": 187109003, "Datum": "September 1871", "Haupttext": "Einen Teil der Ferien verbringt Bruckner in St. Florian [16.-26.9.] (*) und Wels (*a).\n[nach dem 30.8.1871, vor dem 2.9.1871? oder tatsächlich erst 10.9.1881?] In Linz spielt er in Anwesenheit Bischof Rudigiers anläßlich eines Lehrertages (vermittelt durch den Obmann Bobies) auf der Domorgel (**).\nDurch Kontakte mit Lanz soll es zu einer Fahrt nach Wien und zum Besuch bei Franz Liszt im Schottenhof gekommen sein (***).\nIm [Linzer oder Wiener?] Gasthof »Stadt Brünn« erzählt Bruckner von seiner Englandreise (°).\nIn Heft 9 der \"Urania\" (28. Jahrgang) wird auf S. 142f zunächst eine in Heft 6 (Juni 1871) zum Londoner Wettbewerb gestellte Frage beantwortet und sodann der dortige Bericht Theodor Manns vom Orgelspiel am 10.6.1870 kritisch ergänzt:\r\n\"                            Personalien.\r\n[...] – Der befähigte Concurrent Hoforganist Bruckners bei der Sendung zum Organisten=Congreß war Dr. Hausleithner, der als sehr tüchtiger Orgelspieler gerühmt wird.\r\n     Die in dem letzten Aufsatze von Herrn Theodor Mann erwähnte Orgelbaufirma Schlag in Schweidnitz [... über die Aufteilung der Firma auf zwei Standorte ...]. – Die von uns gleich anfangs stark angezweifelte Preiserringung Bruckners in London hat sich nicht bestätigt. Bezüglich des Referats über diese Persönlichkeit resp. deren Spiel von einem unserer Mitarbeiter bei der Wiener deutschen Lehrerversammlung (Nr. 6 der Urania) geht uns von achtbarer Hand folgende Berichtigung zu: \"Die Einleitung zu der Bach'schen Klavierfuge aus Cis-moll bestand nur in einem paarmaligen Hörenlassen des Fugen=Thema's, sonst war es ein ziemliches planloses Durcheinander. Die Cis-moll-Fuge wurde nicht auswendig, sondern vom Blatt gespielt. Wenn bei diesem Concerte der Wind ausging, so hat wahrlich der arme, an ein solides Orgelspiel gewöhnte Calcant die mindeste Schuld. Denn Herr B. liebt es, in den untern Oktaven mit der linken Hand stets vollgriffig auf den Tasten herum zu fahren, und so Anforderungegn an den Wind zu stellen, die zwar erfüllt werden können, wobei aber nicht der geringste Effekt erzielt wird. Denn diese Vollstimmigkeit in den untersten Lagen – bei gleichzeitigem Gebrauche des Pedals – geht ja – das sollte Herr B. doch wissen – für den Hörer spurlos verloren und stellt sich demnach als nutzloser Verbrauch des Windes dar. Die in verschiedenen Blättern aufgetauchten desfallsigen Berichte sind weiter nichts als unberechtigte Reclamen\".  Wir geben diese Berichtigung im Interesse der Wahrheit mit dem üblichen Vorbehalt. – [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "17.11.2024 17:01"}, {"ID": 187109015, "Datum": "1.9.1871, Freitag", "Haupttext": "Über Bruckners Konzerte in London berichten\n \nDer »Morning Advertiser« (*),\n \ndie »Daily News« Nr. 7907 auf S. 5 in der 1. Spalte:\r\n\"     PROFESSOR BRUCKNER.–When the International Exhibition and Royal Albert-hall were opened, the council issued an invitation to artists of all nations to come over and test the excellence of the great organ. Amongst those who accepted this invitation was Herr Anton Bruckner, court organist and professor at the Conservatoire of Vienna. The performances of this musician are quite worthy of the fatherland of Haydn and Mozart. Herr Bruckner executes the classical compositions of Bach, Mendelssohn, and others; and has espescially charmed the audience who heard him at the Albert-hall by his improvisations.\" (**)\n \nThe Morning Post Nr. 30493 auf S. 5:\r\n\"     PROFESSOR BRUCKNER FROM VIENNA.–When the International Exhibition and Royal Albert Hall were opened the council issued an invitation to artists of all nations to come over and test the excellence of the great organ. Amongst those who accepted this invitation was Herr Anton Bruckner, court organist and professor at the Conservatoire of Vienna. The performances by this disciple of art are truly excellent, and quite worthy of the land of Haydn and Mozart. Herr Bruckner executes the classical compositions of Bach, Mendelssohn, and others with a facility which leaves the hearer nothing to desire, and which would certainly even satisfy the composers themselves in the highest degree. But Herr Bruckner excels in his improvisations, in which he displays a great facility and abundance of ideas, and an ingenious method by which such ideas are carried out. The London public fas fully acknowledged Herr Bruckner's perfect execution, and many have expressed a hope that this first visit may not be the last.\" (***)\n \nund The Monthly Musical Record auf S. 123: \"International Exhibition – Organ performances at the Royal Albert Hall [...] Herr Bruckner is evidently not a Samson on the Organ. [... über die Improvisationen ...] Herr Bruckner is a very respectable player; but really great improvisations are productions peculiar to genius, and of that we perceived no proof [...]\" (°).\n \n»Die deutsche Volksschule«, 19. Jahrgang, Nr. 17, meldet auf S. 270 in der Rubrik »Schulnachrichten«:\r\n   »Hr. Prof. Anton Bruckner) hat beim Orgelwettspiele in London den ersten Preis errungen. Oberösterreich, darfst stolz sein auf deinen Sohn!« (°°).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:06"}, {"ID": 187109025, "Datum": "2.9.1871, Samstag", "Haupttext": "Der »Musical Standard« 1, Nr. 370, S. 229 berichtet vom Londoner Orgelkonzert am 28.8.1871 (*).\nDie Gemeindezeitung Nr. 201 beschreibt auf S. 5 die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Jubiläum des Stiftes St. Florian vom 28.8.1871 bis 31.8.1871, an denen Marinelli, P. Günther (Kremsmünster), Bischof Feßler (St. Pölten), Rektor P. Schneeweiß und Bischof Rudigier als Festredner teilnahmen.\r\n     »Die prachtvolle Orgel, die größte der Monarchie, harrt noch des meisterlichen Spieles des erst jüngst zu London preisgekrönten Virtuosen, Herrn Professors Bruckner aus Wien, der seine Ausbildung vor Jahren im Stifte St. Florian begann. [...]« (**).\nEinen Bericht über das Fest in St. Florian mit ähnlich lautender Erwähnung Bruckners bringt auch die Wiener Zeitung Nr. 215 auf S. 782 (= S. 6):\r\n     \"(Jubiläumsfeier.) Aus Linz wird uns geschrieben: [...] Der jüngst zu London hochgefeierte Wiener Orgelvirtuose Prof. Bruckner begann seine künstlerische Laufbahn als Organist im Stifte St. Florian. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:09"}, {"ID": 187109045, "Datum": "4.9.1871, Montag", "Haupttext": "Die Troppauer Zeitung Nr. 202 berichtet auf S. 2 von der 800-Jahrfeier in St. Florian: \n\n     \"Linz, 2. September. (Jubiläumsfeier.) Aus Linz wird uns geschrieben: [...] Der jüngst zu London hochgefeierte Wiener Orgelvirtuose Prof. Bruckner begann seine künstlerische Laufbahn als Organist im Stifte St. Florian. [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109055, "Datum": "5.9.1871, Dienstag", "Haupttext": "Artikel im Österreichischen Volksfreund Nr. 203, S. 2f, über das Jubiläumsfest in St. Florian (28. -30.8.1871).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109065, "Datum": "6.9.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung Nr. 36 in Spalte 573, über Bruckners Londoner Erfolge.\r\n     \"* London. Ueber die Orgel-Productionen, die der Wiener Hoforganist Herr Anton Bruckner in London veranstaltete, schreibt man der \"Presse\": Das sonst so kühle Londoner Publikum zeichnete den hervorragenden Künstler durch enthusiastischen Beifall aus. Mehrmals musste er nach Beendigung des Programms ein paar Improvisationen nachspielen. Herr Bruckner spielte Bach, Händel und Mendelssohn. Bach's neuestes Concert, seine F-Toccata, die Fugen in G-moll, E-dur und Cis-moll fanden grossen Anklang. Mendelssohn's F-moll-Sonate erregte einen Sturm von Beifall. Im Uebrigen improvisirte Herr Bruckner in geistvoller und in Hinsicht auf contrapunktisches Wissen und Können staunenswerther Weise über die österreichische und englische Nationalhymne, über Händel's Halleluja, über Schubert'sche Lieder (mit zarten Stimmen) und über mehrere Volkslieder. Die meisten Vorträge wurden mit wahrem Beifallssturme aufgenommen. Die königl. Commission bezeugte dem Künstler die höchste Zufriedenheit. Ihm wurde einstimmig der von der Königin für die Productionen auf der Orgel bestimmte Preis votirt.\"", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:28"}, {"ID": 187109095, "Datum": "9.9.1871, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Kirchenzeitung Nr. 36 berichtet auf S. 572 (= S. 12) von der 800-Jahrfeier in St. Florian: \n\n     \"Linz. (Die Jubiläumsfeier in St. Florian.) Die letzten Tage des August [...] Der jüngst zu London hochgefeierte Wiener Orgel-Virtuose Professor Bruckner begann seine künstlerische Laufbahn als Organist im Stifte St. Florian. [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109105, "Datum": "10.9.1871, Sonntag", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Zeitung, S. 877, über Bruckners Orgelspiel in London:\r\n»Linz, 9. September.\r\n   * (Künstlerisches.) Herr Professor Bruckner ist von seiner Kunstreise aus London bereits zurückgekehrt und befindet sich gegenwärtig in Linz. [... es folgt der Artikel des Morning Advertiser vom 1.9.1871 ...] [zum] Vergnügen des musikalischen Publikums, welches, wie wir versichert sind, höchst erfreut sein würde, besser bekannt zu werden mit den Meisterwerken dieses vollkommenen Künstlers.« (*).\nEinen Überblick zum London-Aufenthalt bietet auch der Artikel in der Neuen Freien Presse Nr. 2530 auf S. 8:\r\n»[Orgel=Concerte in London.] Nach Eröffnung der internationalen Ausstellung und der Royal Albert Hall [... über Bruckners Erfolg und die Artikel in Daily News und Morning Advertiser ...] unser Landsmann möge einige seiner gelungensten Compositionen der musikalischen Welt zugänglich machen.« (**).\nEin Artikel in der \"Presse\" Nr. 251 auf S. 15 greift ebenfalls auf den Artikel vom 1.9.1871 zurück:\r\n     \" - Der in London erscheinende Morning Advertiser schreibt: Als die internationale Ausstellung und die Albert=Halle  eröffnet wurden, sendete das Comité eine Einladung an die Künstler aller Nationen, nach England zu kommen und die Vorzüglichkeit der großen Orgel zu probiren. Unter denen, welche dieser Einladung Folge leisteten, war auch Herr Anton Bruckner, Hoforganist und Professor des Conservatoriums in Wien. Die Aufführungen dieses Künstlers sind wirklich ausgezeichnet und ganz würdig des Vaterlandes von Haydn und Mozart. Herr Bruckner spielte die classischen Compositionen von Bach, Mendelssohn und andere mit einer Leichtigkeit, welche dem Hörer nichts zu wünschen übrig ließ und welche die Componisten selbst im höchsten Grade befriedigt haben würde; doch wo Herr Bruckner besonders excellirt, das ist in seinen Improvisationen, in denen man eine Ungezwungenheit und eine Fülle von Ideen findet und die geniale Art, mit welcher diese Ideen ausgeführt sind, ob ernst oder feierlich, melodiös oder lieblich, brillant oder großartig, ist sehr merkwürdig. Das Londoner Publicum hat Herrn Bruckner's vollendete Ausführungen anerkannt und Viele drückten die Hoffnung aus, es werde dieser erste Besuch nicht der letzte sein. Wir stimmen in diesen Wunsch ein und fügen noch einen andern bei, nämlich, daß Herr Bruckner einige der wirkungsvollsten seiner Compositionen zum Besten und zur Freude des musikalischen Publicums veröffentlichen möge, denn dieses würde, wir sind dessen gewiß, sehr erfreut sein, wenn es mit den Werken dieses vollendeten Künstlers etwas mehr bekannt gemacht wird.\" (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:16"}, {"ID": 187109145, "Datum": "14.9.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Das Salzburger Volksblatt Nr. 110 berichtet auf S. 2f vom Österreichischen Lehrertag in Linz (signiert \"R.\"): \n\n     \"[...] Die dritte Hauptversammlung [31.8.1871] [...] Für Abends 6 Uhr war ein Orgelkonzert des Professors und Hoforganisten Bruckner in der Domkirche angesagt, welches aber wegen plötzlicher Erkrankung (?) desselben unterbleiben mußte, dafür war im Salon des Volksgartens ein Militärmusik-Concert. [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109165, "Datum": "16.9.1871, Samstag", "Haupttext": "Artikel in der Linzer Zeitung über die erfolgreichen Konzerte in London (unter Verwendung des Berichts vom 1.9.1871): \n Professor A. Bruckner.\n    * Nach sechswöchentlicher Abwesenheit ist unser gefeierter Landsmann, der Organist Herr Professor A. Bruckner, aus der Weltstadt an der Themse heimgekehrt ins Vaterland, [... es folgt der Artikel vom 1.9.1871 ...] \n    Elf Mal spielte Bruckner auf der neuerbauten Riesenorgel der Albert=Halle [...] so daß er wiederholt durch den allgemeinen da capo-Ruf beehrt wurde, eine Auszeichnung, welche in London gewiß weit schwerer wiegt, als sonst irgendwo!\n    Und nun nach so reichen Ovationen heimgekehrt, steht der schlichte, bescheidene Künstler [...] wieder so einfach vor uns [...] - Bruckner ist ein echter Künstler und wir sind stolz darau[f], daß er ein \"Oesterreicher\" ist!« (*).\n\n\nBruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Organist Bruckner\" (Datum der Abreise 26.9.1871) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109195, "Datum": "19.9.1871, Dienstag", "Haupttext": "Notiz in der Wiener Zeitung Nr. 228 auf S. 991 (5) über Bruckner [über die Londoner Konzerte]:\r\n   »Die „Linzer Ztg.” [Linzer Zeitung 16.9.1871, die zweite Hälfte des Textes wird nicht zitiert] schreibt unter dem 15.d.: „* Nach sechswochentlicher Abwesenheit ist unser gefeierter Landsmann, der Organist Herr Prof. A. Bruckner aus der Weltstadt an der Themse heimgekehrt ins Vaterland, [...] Elf Mal spielte Bruckner auf der neuerbauten Riesenorgel der Albert=Halle [... über die Werke und die Improvisationen ...] Der Beifall des Publicums begleitete die sämmtlichen Leistungen des österreichischen Künstlers, gleichwie das Urtheil der englischen Kritik sich in günstigster Weise über dieselben aussprach.”« (*).\nBericht über Bruckners Rückkehr und seine Erfolge in London in der Salzburger Chronik für Stadt und Land Nr. 112, S. 614:\r\n   »(Der k. k. Hoforganist Bruckner) ein Oesterreicher ist nach sechswöchentlicher Abwesenheit wieder aus London heimgekehrt. Seine Leistungen haben dort die vollste Anerkennung gefunden. Ein englisches Blatt, der „Morning advertiser” schreibt: „Das Komite der in der k. Albertshalle eröffneten internationalen Ausstellung lud die Künstler aller Nationen zur Prüfung der Riesenorgel ein. [... über Bruckners 11 Konzerte, seine Improvisationen, den stürmischen Applaus für jene über die Hymne Englands:] „God save the queen”, so daß er durch den allgemeinen Dacaporuf beehrt wurde, eine Form der Auszeichnung, welche von einem englischen Publikum gewiß ungleich schwerer wiegt, als von sonst irgend welch' anderem!” - » (**).\n[Wann genau?] Der (übersetzte) Textbeginn des Morning Advertiser findet sich auch in einem weiteren Artikel [und auch am 22.9.1871, mit geringen Unterschieden in der Schreibung] (***).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 08:31"}, {"ID": 187109205, "Datum": "20.9.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Brief (unterzeichnet »A Lover of Justice«) an die Zeitschrift »Choir«:\r\n   Die auswärtigen Organisten seien in London insofern benachteiligt gewesen, als sie nicht über so viel Vorbereitungs- und Übezeit an der Orgel wie Best verfügt hätten.", "Letzte Änderung": "01.03.2023 12:42"}, {"ID": 187109225, "Datum": "22.9.1871, Freitag", "Haupttext": "Bericht über Bruckners Erfolg in London im Linzer Volksblatt Nr. 217 auf S. 2:\n\r\n      »Der k. k. Hoforganist Bruckner\r\nhat, wie wir bereits gemeldet haben, auch in London wieder beim großen Orgelwettstreit die berühmtesten Künstler der Welt aus dem Felde geschlagen und weitaus den ersten Rang behauptet. Interessant ist es, zu vernehmen, was ein Londoner Blatt, der »Moring [sic] Advertiser« über den Vorgang schreibt:\r\n    »Das Comite ... [es folgt ein längerer Text mit der Rezension vom 1.8.1871] ... so daß er durch den allgemeinen Dacaporuf beehrt wurde, eine Form der Auszeichnung, welche von einem englischen Publikum gewiß ungleich schwerer wiegt, als von sonst irgend welch' anderem!«\r\n    Mit gerechtem Stolz dürfen wir auch diesen großen Sieger im edlen Wettstreit der Künste unsern Landsmann nennen, der zudem als ein treuer Sohn der katholischen Kirche sich stes bewährt hat. Da fällt mir eben die Bemerkung ein: Unsere Liberalen rühmen sich fort und fort als die Alleinbesitzer aller Bildung und Aufklärung; doch, wo es gilt, auf dem Felde wahrer Bildung im geistigen Wettkampf des Vaterlandes Ehre zu wahren, erblicken wir als Kämpfer und ruhmvollen Sieger nicht einen Liberalen, sondern den clericalen Bruckner! und in dem blutigen Ringen von 1866 hat, indeß der »ultramontane« Erzherzog Albrecht bei Custozza glänzend siegte, der liberale Benedek Sieg und Ruhm verloren.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109245, "Datum": "24.9.1871, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung eines der 4 Tantum ergo [WAB 41] in St. Florian.\r\n[Bruckner wohnt vom 16. bis 26.9.1871 im Stift]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109265, "Datum": "26.9.1871, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Organist Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"20\" angegeben (Ankunft am 16.9.1871) (*).\nIn L. A. Zellners Blättern für Musik, Theater und Kunst XVII Nr. 77 veröffentlicht Carl Kurzweil (ca. 1841 - Oktober 1901) auf S. 308 einen Brief, den er von William T. Best erhalten hatte. Darin wird bestätigt, dass es in London keinen Organistenwettbewerb gegeben hat und daher auch keinen zu gewinnenden Preis.\r\n\"     * (Eingesendet.) Geehrter Herr Redacteur! Da ich unmöglich annehmen kann, daß es in der Intention der öffentlichen Meinung liegt, directe Unwahrheiten aufzunehmen und zu verbreiten, so ersuche ich mit Beziehung auf gewisse in den hiesigen Blättern in der letzten Zeit enthalten gewesene Londoner Berichte um die gefällige Einschaltung des nachstehenden mir kürzlich von Herrn W. J. Best, Organisten der »Royal Albert Hall« in London, zugesendeten Schreibens. Dieses Schreiben, dessen Original bei mir zur Einsicht bereit liegt, lautet in wortgetreuer Uebersetzung wie folgt:\r\n     Geehrter Herr! Ich muß um Entschuldigung bitten, daß ich Ihren Brief bis jetzt nicht beantwortet habe. In Beziehung auf Ihre Anfrage, betreffend die Orgelvorträge der Spieler aus verschiedenen Ländern in der »Royal Albert Hall» bemerke ich, daß nicht im Geringsten irgend eine Concurrenz zwischen den Organisten, welche daselbst spielen, stattfindet oder beabsichtigt wird; folgerichtig ist auch kein »Preis« irgend einer Art zu erlangen oder für jemanden ausgesetzt. — Der Commissär der internationalen Ausstellung beabsichtigte lediglich eine ehrenvolle Aufforderung an die Organisten der ausstellenden Länder je eine Woche hindurch zu spielen. Die Wahl des Spielers war jedem Lande selbst vorbehalten. — Obwohl ich Herrn Bruckner ein- oder zweimal spielen hörte, so dürfte es für mich doch nicht ganz passend erscheinen, über sein Spiel ein Urtheil zu fällen.\r\n       London, Royal Albert Hall, 18. September 1871.\r\n              Ihr sehr ergebener         W. J. Best,\r\n                                      Organist der »Royal Albert Hall.« &amp;c.\r\n     Daraus ist zum Mindesten so viel zu entnehmen, daß ein Concurrenzspiel überhaupt nicht stattgefunden hat, also auch keine Concurrenten besiegt werden konnten, und daß Niemand irgend einen Preis für sein Spiel außer dem ver­einbarten Honorar von 500 fl. Silber erhalten hat. Weitere Berichtigungen werden folgen. Mit ausgezeichneter Hochachtung Ihr ganz ergebener\nWien, am 22. September 1871.          Carl Kurzweil, |   Neuer Markt 18.\" (**).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:14"}, {"ID": 187109275, "Datum": "27.9.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel (Leserbrief) in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung 39 in Spalte 622: Richtigstellung der Falschmeldungen, daß Bruckner am 6. und 8.8.1871 den Sieg bei einem Konkurrenzspiel errungen haben soll.\r\n     \"(Eingesandt.)\r\n     In mehreren verbreiteten Zeitschriften findet sich die Nachricht, dass Hoforganist Bruckner in Wien am 6. und 8. August durch sein Spiel auf der grossen Orgel zu Albert-Hall in London nicht nur den Sieg über alle Concurrenten davongetragen, sondern auch den von der Königin ausgesetzten Preis erhalten habe. Zur Berichtigung eines hiedurch hervorgerufenen Missverständnisses sieht Einsender dieses sich in der Lage, hierüber einige Worte folgen zu lassen. Man hat nämlich allgemein auf Grund dieser Anzeigen angenommen, dass Bruckner über alle von der kgl. Ausstellungscommission zu London eingeladenen Organisten den Sieg davongetragen habe. Das wäre aber jedenfalls factisch eine Unmöglichkeit gewesen; denn das Arrangement ist in der Weise getroffen, dass jeder der eingeladenen Künstler eine Woche lang das Spiel der Orgel, und zwar täglich zwei Stunden, zu übernehmen hat und nach dieser Eintheilung nimmt dies sogenannte Concurrenzspiel erst mit Ende September seinen Abschluss. Erst nach dieser Zeit wird die königl. Commission zu London, die, nebenbei gesagt, jedenfalls bei der Beurtheilung einen von deutschem Geschmacke ganz verschiedenen Standpunkt einnehmen wird, das Resultat bekannt geben können. Es wäre freilich dann alles Ernstes zu wünschen, dass der gleich anfangs erzielte Erfolg Bruckner's sich behauptete; denn ob das deutsche Orgelspiel diesmal eine genugsame und würdige Vertretung gefunden hat, dürfte vorderhand noch abzuwarten sein. Sonderbarer Weise haben die berühmtesten deutschen Orgelspieler, wie z. B. Ritter, Haupt, Brosig, Faiszt, Volckmar etc. entweder keine Einladung erhalten, oder dieselbe nicht angenommen [...]\".", "Letzte Änderung": "21.12.2024 09:34"}, {"ID": 187109285, "Datum": "28.9.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Aufnahmeprüfung »für Streich- und Blasinstrumente, Harfe, Orgel und Musiktheorie« am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187109305, "Datum": "30.9.1871, Samstag", "Haupttext": "Kurze Notiz über die Orgelkonzerte [ohne Nennung Bruckners?] in »The Illustrated London News« (*).\n»The Choir« XII/253 veröffentlicht auf S. 214 den Brief vom 20.9.1871 über die nach London geladenen Organisten (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 08:32"}, {"ID": 187110005, "Datum": "Oktober 1871", "Haupttext": "In Heft 10 der \"Urania\" (28. Jahrgang) wird auf S. 160 vom Erfolg des Organisten Tod in London berichtet und Bruckners Öffentlichkeitsarbeit als Reklame und Schwindel bezeichnet:\n\"               Personalien.\n     Aus Stuttgart wurde der rühmlichste bekannte Orgelvirtuose, Prof. Tod, zum Londoner Organistencongreß gesandt und soll alldort sehr gefallen haben. - [...].\n     Wie wir aus anderen musikalischen Zeitungen ersehen und eben auch direkt aus London erfahren, so hat der rühmlichst bekannte Orgelvirtuos C. A. Tod aus Stuttgart, einer der ausgezeichnetsten Lehrer an dem weltberühmten Konservatorium daselbst, das, beiläufig gesagt, die beste der vorhandenen Musikschulen sein dürfte, welcher auf der Riesenorgel der Alberthalle zu London (von welcher wir demnächst eine weitere Beschreibung bringen werden) sechs Concerte gab, trotz seinen ächt deutschen und ächt künstlerischen Programmen - ohne \"Bruckner=Reklame\", vulgo Schwindel, - die nur Werke von S. Bach, Händel, Mendelssohn, Schumann und Tod enthielten, großartigen Erfolg erzielt. - \"", "Letzte Änderung": "19.12.2024 10:12"}, {"ID": 187110015, "Datum": "(1.10.1871, Sonntag)", "Haupttext": "Datierung für den Skizzierungsbeginn zum 1. Satz der 2. Symphonie?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110016, "Datum": "Schuljahr 1871/72", "Haupttext": "Am Konservatorium unterrichtet Bruckner folgende Schüler: Hermine Adametz (Kontrapunkt), Guido Adler (K), Max Ambros von Rechtenberg (Orgel), Josef Bachmeyer (Harmonielehre), Julius Czeglédy (O), Wilhelm Kachler (O), Franz Kliwar [Josef Kliwar?] (H), Josef Lamberg (K), Felix Mottl (K), Johann Mötz (H), Heinrich Paschko (K), Johann Pummer (H), Ignaz Reidinger (K), Nicolaus Schaumburg (H), Josef Siebert (K), Hermann Steudner (H), Alois Walach (H), Gustav Walter (K/O, »aus Arad in Ungarn, 22 J.«) und Carl Wolfrum (K) (*).\r\n[?] Ein weiterer Bruckner-Schüler (\"aus Arad in Ungarn\") ist Karl Huber, der Sohn des gleichnamigen Geigers [recte Gustav Walter?] (*a).\nIm Kapitel »B. Unterrichtsleitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »3. Lehrkörper: *) [Fußnote: »Im Laufe dieses Schuljahres hat der Generalsekretär Herr L. A. Zellner seine Stelle als Professor der Harmonielehre (seit 1868) wegen Ueberhäufung mit Geschäften zurückgelegt.«] [/] 1 Herr Anton Bruckner Professor (Contrapunct und Orgel), seit 1868 (4 J.).« (**).\nFolgende Schüler dieses Schuljahres spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Julius Desing, Julius Egghard, Reinhold Hummer, Louise Kaulich, Lamberg Josef [sic] (»aus Pest in Ungarn«), Josef Latzelsberger, Arthur Nikisch, Emil Paur, Adolf Wallnöfer und Julius Winkler (***).\nDer »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den 7 männlichen Orgelschülern (sämtlich in der Ausbildungsstufe) 3 ganz und 2 halb vom Schulgeld befreit waren und von den 16 männlichen Kontrapunktschülern (alle in der Vorbildungsstufe) alle befreit waren (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »Orgel, 3 Classen. [/] Schülerstand: systemisirter: 6, effectiver: 7, mehr: 1. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 12, sonach im Jahre ... 120 [/] Gelehrt wurden in progressiver Folge: in der I. Classe: Manual= und Pedalspiel; - Cadenzen, Vorspiele, Generalbaßspiel; [/] in der II. und III. Classe: Höhere Aufgaben des Orgelspiels: Fugen, Sonate, Concerte.« und »Contrapunct, 2 Classen (2 Lehrer). [/] Effectiver Schülerstand: 16, monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 36, sonach im Jahre ... 360 [/] Gelehrt wurden: in der I.Classe: Einfacher und doppelter Contrapunct der Octave, Nachahmung, einfache Fuge; [/] In der II. Classe: Drei= und vierfacher Contrapunkt, Canon, Doppelfuge.« (°°)", "Letzte Änderung": "08.06.2025 09:41"}, {"ID": 187110017, "Datum": "ca. Anfang Oktober 1871", "Haupttext": "Bruckner wird beschuldigt, an der Lehrerbildungsanstalt St. Anna Schülerinnen bevorzugt, andere (Töchter des Realschuldirektors Streinz (*)) gekränkt zu haben. Auf Grund einer anonymen Anzeige wird Bruckner von Schulrat Becker zur Verantwortung gezogen. Direktor Vernaleken versucht, Bruckner von der Lehranstalt zu entfernen.\nBruckner fragt Karl Seiberl, nun Jurist in Wien, um Rat (**).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 13:38"}, {"ID": 187110025, "Datum": "2.10.1871, Montag", "Haupttext": "In einem Übersichtsartikel in The Times Nr. 27183 auf S. 9 wird in der 6. Spalte auch Bruckner erwähnt:\r\n\"     THE INTERNATIONAL EXHIBITION.\r\n[... Statistik, über die Beliebtheit der einzelnen Abteilungen, den finanziellen Erfolg, die Publikationen, die beteiligten Länder ...]\r\n     The musical entertainments given in the Albert Hall formed a very important part of the whole undertaking, and they were to a very great extent experimental, to serve as a basis for more definite work in the future. [... einige Konzerte waren nicht im Rahmen der Ausstellung ... zur Austellung gehörten: Auftragswerke zur Eröffnung (Pinsuti, Ferdinand Hiller, Arthur Sullivan), Konzerte von Militärkapellen ....].\r\n     The great organ was formally opened by Mr. W. T. Best, organist of the Hall, on the 18th of July; and from that date until the close of the Exhibition there have been daily performances by the most distinguished continental organists, Mr. Best himself playing every Monday, Tuesday, and Wednesday. Comparisons would be out of place; but it may be stated that, as the combinations of the instrument are most perplexing until they are thoroughly mastered, and as most of the foreign organists arrived only a few days before they were required to perform, they must be considered to have been playing at some disadvantage. Thery appeared in the following order:-M. Heintze, a very promising young artist, from the Conservatorium at Stockholm; Herr Lohr, from Pesth, a gentleman evidently with strong sympathy with the Liszt and Wagner school; Herr Anton Bruckner, the Vienna Court organist, whose specialité is in classical improvisation, and who was afterwards received with great favour at the Crystal Palace; M. Alphonse Mailly, of Brussels, a charming artist, evidently quite at home with the huge instrument; M. Camille Saint-Saens, the well-known organist of the Madeleine, Paris; M. Lindemann, of Christiania [siehe die Anmerkung]; Herr Lux, of Hesse; Herr Jod [Tod], of Stuttgart; and Herr Henrice, of Baden; all of whom played extremely well in their several styles. Besides these     performances, Mr. Mapleson gave two very successfull afternoon concerts, with the entire strength of the Drury-lane Opera Company.\r\n     [... zur Akustik, Konzertplanung für 1872 (u. a. Chorkonzerte unter Gounod, Orchesterkonzerte unter Sullivan, Oratorien unter Michael Costa) ... Verbesserungsvorschläge für die Zukunft ... kurz über die Schlussproduktion ...]. The curtain had fallen, and the audience dispersed.\"", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:19"}, {"ID": 187110055, "Datum": "5.10.1871, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben Beckers [?] an das Kultusministerium (Dr. Josef Jirecek [nicht Stremayr] [siehe die Anmerkung]): Nimmt Bezug auf die Eingabe der Direktion von St. Anna [Vernaleken] - Weiterbeschäftigung der Hilfslehrer Eduard Kremser, Karl Hoffmann und Richard Kümmel, Dienstenthebung Bruckners, Übertragung des Orgel- und Musiktheorie-Unterrichts auf Kremser.", "Letzte Änderung": "15.01.2026 13:08"}, {"ID": 187110075, "Datum": "7.10.1871, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung von Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe in einigen Blättern:\n \nFremdenblatt Nr. 278 auf S. 6:\n     \" - In der Pfarrkirche Alservorstadt [... Inhalt wie bei (d) - Francisci-Fest, Wilhelmine Tremml, Dr. Krauß ...] der k. k. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (a),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 278 auf S. 4:\n      \" - Um 10 Uhr wird in der Pfarrkirche Alservorstadt das Ordensfest der P. Minoritten [sic] feierlichst begangen [... inhaltlich wie (d) ...] Der k. k. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (b),\n \nNeue Freie Presse Nr. 2557 auf S. 6:\n     \" - In der Minoriten=Pfarrkirche [... Inhalt wie bei (d) ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\"(c)\n \nund \"Die Presse\" Nr .278 auf S. 14:\n     \" - In der Minoritenkloster-Pfarrkirche, Alservorstadt, wird Sonntag um 10 Uhr ein feierliches Hochamt abgehalten, wobei der Kirchenmusikverein unter Leitung des Capellmeisters Eder Haydn's Nelsonmesse, Graduale, Altsolo, Offertorium, Sturmchor von Eybler, Sopran- und Clarinettsolo aufführt und die Soli die Damen Girsa, Wittenberg, Gehringen und die vorzügliche Contra-Altistin Wilhelmine Tremmel, dann die Herren Dunkl, Teller und der Hofopernsänger Dr. Kraus vortragen werden. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (d).\n(Wiederaufnahme von Donizettis »Favoritin« an der Wiener Oper (*)).", "Letzte Änderung": "05.03.2023 18:10"}, {"ID": 187110085, "Datum": "8.10.1871, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der 10-Uhr-Messe in der Minoritenkirche in der Alservorstadt mit. Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung Haydns Nelson-Messe und Graduale (mit Altsolo) und Offertorium »Sturmchor« von Jos. Eybler. Solisten: die Damen Wilhelmine Tremml, Girsa, Wittenberg und Gehringer und die Herren Dunkl, Teller und Dr. Krauß.", "Letzte Änderung": "05.03.2023 18:10"}, {"ID": 187110115, "Datum": "11.10.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung am Beginn des 1. Satzes der 2. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110125, "Datum": "12.10.1871, Donnerstag", "Haupttext": "[den nahezu identischen Artikel in der Linzer Tages-Post siehe »13.10.1871]\nArtikel in der Morgenpost Nr. 282 auf S. 4: Bruckner sei denunziert worden; Schulrat Becker habe ihm die Entlassung mitgeteilt:\r\n   » * Eine eigenthümliche, schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jireczek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt - so schreibt man uns - in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Vor Kurzem kehrte der am Wiener Pädagogium als Professor des Orgelspiels angestellte k. k. Hoforganist, Herr Bruckner, aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, hieher zurück und war sich keines Argen bewußt, als er sich eines Tages mittelst Zitation vor dem Schulrath des Pädagogiums beschieden sah. Hier wurde er vom Schulrath Becker mit vorwurfsvoller und barscher Rede empfangen und ihm eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nech dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Prof. Bruckner wagte es in seiner bekannten Bescheiden= und Schüchternheit nicht, auf diese Insinuation die gebührende Antwort zu geben und nahm die Entlassung an, obschon es sich hiebei buchstäblich um seine Existenz handelte. Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an das hiesige Pädagogium, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. und als vierter k. k. Hoforganist einen Zuschuß von 200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. In der Angst um seine Zukunft wandte er sich an den König von Baiern, um für sich eine passende Stellung an einem Münchener Institute zu erbitten, und erwartet jetzt von der königlichen Antwort sein Heil oder Weh'. Jene anonyme Denunziation aber, welche den deutschen Prof. Bruckner in die Lage setzte, einem czechischen Nachfolger Platz zu machen, entspricht nur insofern der Wahrheit, als der Herr Professor ein Mal eine Schülerin mit „Liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei. So wird uns der Fall von völlig unbefangener Seite dargestellt. Eine Bürschaft für die volle Richtigkeit können wir trotzdem nicht übernehmen. Die offizielle Aufklärung wird indessen wohl nicht lange auf sich warten lassen.« (*).\n\r\nZeugnis Hellmesberger über Bruckners Erfolge als Lehrer am Konservatorium (Unterricht, Prüfungen, Disziplin):\r\n     \"Daß der k. k. Hoforganist Herr Bruckner am hiesigen Conservatorium als Professor für Generalbaß - Harmonielehre u praktisches Orgelspiel in ganz vortrefflicher Weise Unterricht ertheilt, durch ausgezeichnete Prüfungs-Resultate sich als eine Lehrerkraft [sic] gediegenster Art erweist - sowie dß der geschätzte Künstler in den von ihm geführten Classen tadellose Disciplin erhält, bestätige hiemit\r\nWien 12. Okt. 1871.\r\nHellmesberger,\r\nArtist. Director d. Conservatorium.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:12"}, {"ID": 187110135, "Datum": "13.10.1871, Freitag", "Haupttext": "Eine Notiz im Musikalischen Wochenblatt (Leipzig) Nr. 42, S. 670, bestätigt, daß Bruckner beim Londoner Orgelwettkampf den 1. Preis gewonnen hat:\n     » * Die bereits vielfach gebrachte und als verfrüht erwiesene Nachricht, dass Hr. Hoforganist A. Bruckner in Wien bei dem Concurrenzspiel in London als Sieger hervorgegangen sei, scheint sich schliesslich noch bewahrheitet zu haben.« (*).\nIn der Rubrik \"Journalschau\" auf S. 13 ist verzeichnet:\n     \"Zeitschrift für katholische Kirchenmusik No. 9. Mittheilung der Red. über einen Sieg des Hrn. A. Bruckner als Orgelspieler.\" (*a).\n \nArtikel in der Linzer Tages-Post Nr. 235 auf S. 3 über die Geschehnisse an St. Anna (Übernahme des Textes der Morgenpost vom 12.10.1871). Bruckner habe sich wegen einer Anstellung in München an König Ludwig II. gewandt. \r\n           »Linz, den 12. Oktober 1871.\r\n     § Professor Bruckner das Opfer einer perfiden czechischen Denunziation. Eine eigenthümliche, schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jirecek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Eine eigenthümliche, schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jireczek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt - so schreibt man uns - in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Vor Kurzem kehrte der am Wiener Pädagogium als Professor des Orgelspiels angestellte k. k. Hoforganist, Herr Bruckner, aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, hieher zurück und war sich keines Argen bewußt, als er sich eines Tages mittelst Zitation vor dem Schulrath des Pädagogiums beschieden sah. Hier wurde er vom Schulrath Becker mit vorwurfsvoller und barscher Rede empfangen und ihm eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nach dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Prof. Bruckner wagte es in seiner bekannten Bescheiden= und Schüchternheit nicht, auf diese Insinuation die gebührende Antwort zu geben und nahm die Entlassung an, obschon es sich hiebei buchstäblich um seine Existenz handelte.\r\n     Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an das hiesige Pädagogium, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. und als vierter k. k. Hoforganist einen Zuschuß von 200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. In der Angst um seine Zukunft wandte er sich an den König von Baiern, um für sich eine passende Stellung an einem Münchener Institute zu erbitten, und erwartet jetzt von der königlichen Antwort sein Heil oder Weh'. Jene anonyme Denunziation aber, welche den deutschen Professor Bruckner in die Lage setzte, einem czechischen Nachfolger Platz zu machen, entspricht nur insofern der Wahrheit, als der Herr Professor ein Mal eine Schülerin mit „Liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei.« (**).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 2563 schreibt nahezu identisch auf S. 1 des Abendblatts:\r\n     \"(Das Opfer einer Denunciation.) Wir lesen in der Linzer Tgspst.: Eine eigenthümliche, schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jirecek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Vor Kurzem kehrte der am Wiener Pädagogium als Professor des Orgelspiels angestellte k. k. Hof=Organist Herr Bruckner aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, zurück und war sich keines Argen bewußt, als er sich eines Tages mittelst Citation vor den Schulrath des Pädagogiums beschieden sah. Hier wurde er vom Schulrathe Becker mit vorwurfsvoller und barscher Rede empfangen und ihm eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nach dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Professor Bruckner wagte es in seiner bekannten Bescheidenheit und Schüchternheit nicht, auf diese Insinuation die gebührende Antwort zu geben, und nahm die Entlassung an, obschon es sich hiebei buchstäblich um seine Existenz handelte. Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an das hiesige Pädagogium, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. und als vierter k. k. Hof=Organist einen Zuschuß von 200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. In der Angst um seine Zukunft wendete er sich an den König von Baiern, um für sich eine passende Stellung an einem Münchener Institute zu erbitten, und erwartet jetzt von der königlichen Antwort sein Heil oder Wehe. Jene anonyme Denunciation aber, welche den deutschen Professor Bruckner in die Lage setzte, einem czechischen Nachfolger Platz zu machen, entspricht nur insofern der Wahrheit, als der Herr Professor einmal eine Schülerin mit „liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei.\" (***).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 13:26"}, {"ID": 187110144, "Datum": "ca. 14.10.1871, Samstag", "Haupttext": "Bruckner erklärt Hofrat Alois von Hermann [nicht: Hermann Heiß], daß er keine Lust mehr habe, die weibliche Klasse bei St. Anna zu unterrichten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110154, "Datum": "vor dem 15.10.1871", "Haupttext": "Bericht der »Tonhalle« (Leipzig (*)) über die Affaire an St. Anna.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110155, "Datum": "15.10.1871, Sonntag", "Haupttext": "Bericht des Steyrer »Alpenboten« Nr. 83, S. 2:\r\n      »Professor Bruckner das Opfer einer perfiden czechischen Denunciation« über die Affaire an St. Anna (*)\r\nunter Verwendung des Artikels der Linzer Tages-Post vom 12.10.1871 (**),\r\ndem folgender Zusatz angefügt ist:\r\n     »Wir fügen hinzu, daß dies derselbe Bruckner ist, der erst kürzlich in London den 1. Preis über alle Mitconcurrenten im Orgelspiele errungen hat - der Stolz Oesterreich's und seines engeren Vaterlandes: Oberösterreich. Es scheint, man will uns alle die wenigen tüchtigen Männer, die wir noch haben, aus dem Lande jagen, nur um den aufgeblasenen Czechen den Bart zu streicheln! Gott besser's!« (**).\nDie Grazer Tagespost Nr. 271 veröffentlicht auf S. 6 ebenfalls diesen Text:\n          \"Das Opfer einer Denunciation.\n     Wir lesen in der \"Linzer Tgspst.\": Eine eigenthümliche schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jirecek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Vor Kurzem kehrte der am Wiener Pädagogium als Professor des Orgelspieles angestellte k. k. Hoforganist Herr Bruckner aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, zurück und war sich keines Argen bewußt, als er sich eines Tages mittelst Citation vor den Schulrath des Pädagogiums beschieden sah. Hier wurde er vom Schulrath Becker mit vorwurfsvoller und barscher Rede empfangen und ihm eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nach dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Professor Bruckner wagte es in seiner bekannten Bescheidenheit und Schüchternheit nicht, auf diese Insinuation die gebührende Antwort zu geben und nahm die Entlassung an, obschon es sich hiebei buchstäblich um seine Existenz handelte. Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an das hiesige Pädagogium, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. und als vierter k. k. Hoforganist einen Zuschuß von 200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. In der Angst um seine Zukunft wendete er sich an den König von Baiern, um für sich eine passende Stellung an einem Münchener Institute zu erbitten, und erwartet jetzt von der königlichen Antwort sein Heil oder Wehe. Jene anonyme Denunciation aber, welche den deutschen Professor Bruckner in die Lage setzte, einem czechischen Nachfolger Platz zu machen, entspricht nur insoferne der Wahrheit, als der Herr Professor einmal eine Schülerin mit „liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei.\" (***).", "Letzte Änderung": "11.09.2025 16:32"}, {"ID": 187110175, "Datum": "17.10.1871, Dienstag", "Haupttext": "Zeugnis von Robert Niedergesäß über Bruckners guten Unterricht an St. Anna und seine streng moralische Haltung:\r\n   »Zeugnis.\r\n   Die gefertigte Direktion bestätigt mit Vergnügen, daß der Herr k. k. Hoforganist Prof. Anton Bruckner an der Staatsanstalt für Bildung von Lehrerinnen in Wien im Schuljahr 1870/71 den Unterricht im Klavierspiel mit ausgezeichnetem Erfolge leitete, ein vorzügliches Lehrgeschick bewährte, durch streng moralische Haltung, durch hingebenden Eifer an die Sache und durch jene Eigenschaften, die den Künstler wie den Lehrer ehren, sich jederzeit auszeichnete.\r\nWien, am 17. Oktober 1871.\r\nRobert Niedergesäß, k. k. Direktor an der k. k. Staatsanstalt für Bildung von Lehrerinnen in Wien.« (*).\nSchreiben des Kultusministeriums an den Landesschulrat:\r\n   Nimmt Bezug auf das Schreiben vom 5.10.1871. An St. Anna sollen Kremser, Hoffmann, Kümmel und Bruckner (54 fl. Monatsgehalt) weiterbeschäftigt werden. Direktion verantwortlich für besseren Besuch. Bruckner könnte auch Gesangsunterricht erteilen. Nachsatz von Hofrat Hermann: Bruckner ist Kremser vorzuziehen (Erfolge als Organist und Konservatoriumslehrer). Rüge für Vernaleken (**).\r\n [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "20.12.2024 13:40"}, {"ID": 187110176, "Datum": "nach dem 17.10.1871", "Haupttext": "[vor dem 22.10.1871] Brief Bruckners an die Linzer Tages-Post und den Steyrer Alpenboten:\r\n   Die Meldungen von seiner angeblichen Dienstenthebung an St. Anna beruhten auf böswilligen Denunziationen. Bittet um Abdruck einer Berichtigung und teilt den Text des Zeugnisses von R. Niedergesäß (vom 17.10.1871) mit (*).\nDaraufhin wurde eine Berichtigung unter dem Titel »Bruckner nicht entlassen« gedruckt [Alpenbote siehe 22.10.1871, Tages-Post wann?] (**).\nÄhnliche Meldungen erschienen auch in Wiener Zeitungen (***).\nTraumihler sandte eine Wiener Zeitung mit dem Zeugnistext an Witt (°).\nSpäter druckt die [Leipziger] »Tonhalle« [noch 1871] auf S. 697 die Berichtigung der Linzer Tages-Post ab (°°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:54"}, {"ID": 187110205, "Datum": "20.10.1871, Freitag", "Haupttext": "Die Bozner Zeitung Nr. 241 berichtet auf S. 8 unter Übernahme des Textes der Tages-Post vom 12.10.1871 von der St. Anna-Affaire:\n     \"(Das Opfer einer Denunciation.) Wir lesen in der \"Linzer Tagespost.\": Eine eigenthümliche schulräthliche Maßregelung, welche die Aera Jirecek um ein Räthselhaftes vermehrt, macht jetzt in musikalischen Kreisen viel von sich sprechen. Die Sache ist folgende: Vor Kurzem kehrte der am Wiener Pädagogium als Professor des Orgelspieles angestellte k. k. Hoforganist Herr Bruckner aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, zurück und war sich keines Argen bewußt, als er sich eines Tages mittelst Citation vor den Schulrath des Pädagogiums beschieden sah. Hier wurde er vom Schulrathe Becker mit vorwurfsvoller und barscher Rede empfangen und ihm eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nach dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Professor Bruckner wagte es in seiner bekannten Bescheidenheit und Schüchternheit nicht, auf diese Insinuation die gebührende Antwort zu geben, und nahm die Entlassung an, obschon es sich hiebei buchstäblich um seine Existenz handelte. Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an das Wiener Pädagogium, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. und als vierter k. k. Hoforganist einen Zuschuß von 200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. In der Angst um seine Zukunft wandte er sich an den König von Baiern, um für sich eine passende Stellung an einem Münchener Institute zu erbitten und erwartet jetzt von der königlichen Antwort sein Heil oder Wehe.     Jene anonyme Denunciation aber, welche den deutschen Professor Bruckner in die Lage setzte, einem czechischen Nachfolger Platz zu machen, entspricht nur insoferne der Wahrheit, als der Herr Professor einmal eine Schülerin mit „liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei.\" (*).\n \nDie Morgenpost Nr. 290 veröffentlicht auf S. 4 eine Zuschrift Bruckners zur St. Anna-Affaire:\n         \"Briefe aus dem Publikum.\n       Löbliche Redaktion!\n     Aus Anlaß der in Ihrem geschätzten Blatte in Betreff meiner angeblichen Enthebung vom Unterrichte an der Lehrerbildungsanstalt zu St. Anna gebrachten Notiz finde ich mich verpflichtet zur Aufklärung des Sachverhaltes zu veröffentlichen: Daß es allerdings richtig sei, daß gegen mich verläumderische, böswillige anonyme Denunziationen bei der Direktion der vorbenannten Anstalt vorgebracht wurden. - Inwieferne diese eine Berechtigung haben, mag man aus dem Inhalte des nachstehend angeführten Zeugnisses entnehmen:\n     \"Zeugniß. Die gefertigte Direktion bestätigt mit Vergnügen, daß der Herr k. k. Hoforganist Professor Anton Bruckner an der Staatsanstalt für Bildung von Lehrerinnen in Wien im Schuljahre 1870/71 den Unterricht im Klavierspiel mit ausgezeichnetem Erfolge leitete, ein vorzügliches Lehrgeschick bewährte, durch streng moralische Haltung, durch hingebenden Eifer an die Sache und durch jene Eigenschaften, die den Künstler wie den Lehrer ehren, sich jederzeit auszeichnete. Wien, am 17. Oktober 1871. Robert Niedergesäß, k. k. Direktor an der k. k. Staatsanstalt für Bildung von Lehrerinnen in Wien.\"\n     Ich setze voraus, daß jene geehrten Redaktionen, welche die Notiz wegen meiner angeblichen Enthebung brachten, auch diese berichtigende Notiz aufnehmen werden.\n          Anton Bruckner,\n     k. k. Hoforganist und Professor am Konservatorium in Wien.\" (**).\n \nNahezu gleichlautend schreibt die Neue Freie Presse Nr. 2570 auf S. 5f:\n     \"Herr Redacteur! Aus Anlaß der in Ihrem geschätzten Blatte [... Text wie bei (**) mit minimalen Abweichungen und orthographischen Varianten: ... Lehrerinnen=Bildungsanstalt ... verleumderische ... nachstehend wortgetreu angeführten ...] Ich setze voraus, daß jene geehrten Redactionen, welche die Notiz wegen meiner angeblichen Enthebung brachten, auch diese berichtigende Notiz aufnehmen werden.\n          Anton Bruckner,\n     k. k. Hof=Organist und Professor am Conservatorium in Wien.\" (***).\n \nDas Grazer Volksblatt Nr. 241 meldet auf S. 2:\n     \" * (Habert's Zeitschrift für katholische Kirchenmusik) bringt in Nr. 9 auf der ersten Seite die Nachricht, daß Herr Anton Bruckner, k. k. Hoforganist in Wien, am 6. und 8. Aug. den Sieg über alle Konkurrenten im Orgelspiel in London davongetragen habe. Der königl. Preis wurde ihm einstimmig zuerkannt. Er ist geboren in Oberösterreich als Sohn eines Schullehrers.\" (°).\n \n[vermutlich 20.10.1871 und nicht 21.10.1871]\nBrief von Alois Ritter von Hermann [nicht »Hermann Heiß«] an Herbeck:\r\n     Bruckners Sache sei vom Ministerium zu seinen Gunsten entschieden. Bruckner habe ihm persönlich angedeutet, an der Unterrichtung der weiblichen Klassen kein Interesse zu haben (°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 14:26"}, {"ID": 187110214, "Datum": "vor dem 21.10.1871", "Haupttext": "Brief Schiedermayrs an Bruckner [?]:\r\n   Vermutlich mit Fragen zur Affaire an St. Anna und zum Gerücht, Bruckner habe sich in München beworben (*).\nBrief Waldecks an Bruckner [?]:\r\n   Anteilnahme an den Denunziationen bei St. Anna (**).", "Letzte Änderung": "13.09.2024 19:28"}, {"ID": 187110215, "Datum": "21.10.1871, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Schiedermayr:\r\n     Beantwortet die gewünschten Fragen zu St. Anna (Vernaleken wollte ihn loswerden). Herbeck habe ihm heute einen Brief des Ministeriums (Hofrat Alois von Hermann [nicht »Hermann Heiß«]) gegeben - alles sei günstig entschieden. Er sei nicht entlassen, habe aber trotz finanzieller Einbußen keine Lust, die weibliche Klasse zu unterrichten. Nach München habe er nicht petiert. Grüße an Bischof Rudigier, die Schwestern Schiedermayrs, (*a) an H. Baron [von Eberl] und H. Doktor [Karl Schiedermayr] (*).\n[vermutlich schon 20.10.1871]\nBrief von Alois Ritter von Hermann [nicht »Hermann Heiß«] an Herbeck:\r\n     Bruckners Sache sei vom Ministerium zu seinen Gunsten entschieden. Bruckner habe ihm persönlich angedeutet, an der Unterrichtung der weiblichen Klassen kein Interesse zu haben (**).\nBrief Bruckners an Waldeck:\r\n     Gratuliert zum Namenstag, dankt für die Anteilnahme an der Affaire St. Anna. Herbeck habe ihm heute einen Brief des Ministeriums zugeschickt, den er von Hofrat [Alois von Hermann] erhalten hatte. Die Angelegenheit sei günstig für Bruckner entschieden. Vor 8 Tagen habe er, Bruckner, [von Hermann] erklärt, kein Interesse am Unterricht der weiblichen Klasse zu haben. Lieber verzichte er auf 500 fl.. Grüße an die Eltern Waldecks (***).\nDer Welser Anzeiger Nr. 42 meldet auf S. 5, daß Bruckner seiner Lehrstelle [an St. Anna] enthoben worden sei und Rudolf Weinwurm sein Nachfolger werde:\r\n     »Bruckner. Der derzeit vielleicht größte Organist Deutschlands [sic! der Redakteur des politischen Teils (s. Kopie 19.8.1871) war August Göllerich!], unser Bruckner, auf den wir Alle stolz sind, ist seiner Lehrerstelle am Wiener Pädagogium enthoben worden.\r\n     Wir wissen zwar nicht, ob wir wohl unterrichtet sind, wenn wir anführen, daß diese Enthebung im Wunsche Bruckner's selbst gelegen war, und daß er wahrhaftig nicht Ursache hat, den König von Baiern um eine Anstellung zu bitten, wohl aber wissen wir, daß es ein geschmackloser Wiz einiger Wiener Blätter ist, wenn sie Bruckner als das Opfer der derzeit leider dominirenden czechischen Politik hinstellen, denn der angebliche czechische Nachfolger Bruckners ist - Rudolf Weinwurm! - » (°).\nDie Freien Pädagogischen Blätter Nr. 42 berichten - mit einem etwas gekürzten Text - auf S. 8 von der St. Anna-Affäre:\r\n     \"Kurze Mittheilungen. [...] Vor Kurzem kehrte der an den Wiener Lehrerbildungsanstalten bei St. Anna  als Professor des Orgelspieles angestellte k. k. Hof=Organist Herr Bruckner aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, zurück. Es wurde ihm nun in Wien eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nach dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Professor Bruckner nahm die Entlassung an. Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an die beiden Lehrerbildungsanstalten, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. Jene anonyme Denunziation aber entspricht nur insofern der Wahrheit, als der Herr Professor einmal eine Schülerin mit „liebes Kind” angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei. - \" (°°).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 291 veröffentlicht auf S. 5 Bruckners Zuschrift:\r\n          \"Herr Redakteur!\r\n     Aus Anlaß der in mehreren Blättern in Betreff meiner angeblichen Enthebung vom Unterrichte an der Lehrerbildungsanstalt zu St. Anna gebrachten Notiz, finde ich mich verpflichtet, zur Aufklärung des Sachverhaltes zu veröffentlichen, daß es allerdings richtig sei, daß gegen mich verleumderische, böswillige anonyme Denunziationen bei der Direktion der vorbenannten Anstalt vorgebracht wurden. Inwieferne diese eine Berechtigung haben, mag man aus dem Inhalte des nachstehend wortgetreu angeführten Zeugnisses entnehmen.\r\n          Zeugniß.\r\n     Die gefertigte Direktion bestätigt mit Vergnügen, daß der Herr k. k. Hoforganin [sic] Prof. Anton Bruckner an der Staatsanstalt für Bildung von Lehrerinnen in Wien im Schuljahre 1870/71 den Unterricht im Klavierspiel mit ausgezeichnetem Erfolge leitete, ein vorzügliches Lehrgeschick bewährte, durch streng moralische Haltung, durch hingebenden Eifer an die Sache und durch jene Eigenschaften, die den Künstler wie den Lehrer ehren, sich jederzeit auszeichnete. | Wien, am 17. Oktober 1871. | Robert Niedergesäß, | k. k. Direktor an der k. k. Staatsanstalt für Bildung von Lehrerinnen in Wien.\r\n     Ich setze voraus, daß jene geehrten Redaktionen, welche die Notiz wegen meiner angeblichen Enthebung brachten, auch diese berichtigende Notiz aufnehmen werden.\r\n          Anton Bruckner,\r\n     k. k. Hoforganist und Professor am Konservatorium in Wien.\" (°°°).\nDieser Text erscheint auch in der Linzer Tages-Post Nr. 242 auf S. 3:\r\n     \"Stimmen aus dem Publikum. | Löbliche Redaktion! Aus Anlaß [... Text wie (°°°) mit geringen orthographischen Abweichungen ...]\r\n     Ich setze voraus, daß jene geehrten Redaktionen, welche die Notiz wegen meiner angeblichen Enthebung brachten, auch diese berichtigende Notiz aufnehmen werden.\r\n          Anton Bruckner,\r\n     k. k. Hoforganist und Professor am Konservatorium in Wien.\" (#).\nBruckners Orgelspiel bei der morgigen Messe wird in einigen Blättern angekündigt:\nFremdenblatt Nr. 292 auf S. 5:\r\n     \" - Bei der dreitägigen Kirchenfeier in der Kirche Marie am Gestade (Maria Steigen, Stadt), wird eine der Feier angemessene Kirchenmusik vom Kapellmeister Eder beigestellt und dirigirt, und zwar Sonntag 11 Uhr, Haydn's Nelson=, Montag, 11 Uhr, Haydn's Theresien=, und Dinstag, 11 Uhr, Mozart's Krönungs=Messe aufgeführt. Die Soli werden von den Damen Ribarz, Treml, Girsa und Lederer, dem k. k. Hofsänger Dr. Krauß, den beiden k. k. Kammersängern Schmid und Walter, Hornsolo vom Professor Kleinecke vorgetragen. Sonntag spielt Hoforganist Bruckner die Orgel, jeden Vorabend halb 7 Uhr musikalische Vesper.\" (a),\nNeue Freie Presse Nr. 2571 auf S. 6:\r\n     \"[...] und werden die Soli am ersten Tage Fräulein Ribarz, Fräulein Tremml, Herr Dunkl und der k. k. Hofopernsänger Dr. Krauß; [...] Hof=Organist Bruckner wird Sonntag die Orgel spielen. [...]\" (b),\nNeues Fremdenblatt Nr. 292 auf S. 5:\r\n     \"[...] Morgen spielt der k. k. Hoforganist Bruckner die Orgel. An jedem Vorabend um halb 7 Uhr musikalische Vesper.\" (c)\nund Presse Nr. 292 auf S. 14:\r\n     \" - Bei der dreitägigen hohen Kirchenfeier Sonntag, Montag und Dienstag, um 11 Uhr, in der Kirche Maria Stiegen [... Eder, Haydn, Mozart, Ribarz, Tremml, Lederer, Girsa, Dunkl, Teller, Dr. Schmidt, Walter, Kraus ... es wird] am Sonntage die Orgel vom k. k. Hoforganisten Bruckner vorgetragen werden. Jeden Vorabend halb 7 Uhr musikalische Vesper.\" (d).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 14:22"}, {"ID": 187110225, "Datum": "22.10.1871, Sonntag", "Haupttext": "Artikel zur Affaire St. Anna im Wiener Witzblatt »Die Bombe« Nr. 42 auf S. 187: Er soll zu den Schülerinnen zu liebevoll gewesen sein. Auch Lewy soll seinen Schülerinnen »d'Lewy-ten« gelesen haben:\r\n\"Brief der Entrechatssali an die Pawlatschentini.\r\n          Meih liwe Tinni!\r\n     Was sogst derdenn Du zu den Brofesor Bruckner sein Kschik? Herst des wird der ower do scho's hexte Kaffeehaus sein! [...] Um aufn Bruckner zruck zkommen, soll er si an Kini von Baiern gwendt habn um a Angaschma obgleich i nit verstehn konn worum. | Denn, wenns nit wohr is, wos d'Leit iber sein Unterricht mit die Schilerinen gredt hobn, warum vadefendirter si nit, und wenns wohr is, wi konner glauben, daßn da Kini angaschirt?! | Hab i nit Recht?! | No servus, olti Haut und loss amol was vun dir herrn. | Des bitti Dei Sali.\" (*).\nMeldung »Bruckner nicht entlassen« im Steyrer »Alpenboten« Nr. 85, S. 6:\r\n»(Bruckner nicht entlassen.) Herr Bruckner richtet an die Linzer Tagespost folgendes Schreiben: Löbliche Redaction! Aus Anlaß der in Ihrem geschätzten Blatte in Betreff meiner angeblichen Enthebung vom Unterrichte an der Lehrerbildungs=Anstalt zu St. Anna gebrachten Notiz, finde ich mich verpflichtet, zur Aufklärung des Sachverhaltes zu veröffentlichen: Daß es allerdings richtig sei, daß gegen mich verleumderische, böswillige, anonyme Denunciationen bei der Direction der vorbenannten Anstalt vorgebracht wurden. - In wie ferne diese eine Berechtigung haben, mag man aus dem Inhalte des nachstehend angeführten Zeugnisses entnehmen: \"Zeugniß. Die gefertigte Direction bestätigt mit Vergnügen, daß der Herr k. k. Hoforganist Prof. Anton Bruckner an der Staatsanstalt für Bildung von Lehrerinen [sic] in Wien im Schuljahre 1871/72 [sic] den Unterricht im Klavierspiel mit ausgezeichnetem Erfolge leitete, ein vorzügliches Lehrgeschick bewährte, durch streng moralische Haltung, durch hingebenden Eifer an die Sache und durch jene Eigenschaften, die den Künstler wie den Lehrer ehren, sich jederzeit auszeichnete. Wien, am 17. October 1871. - Robert Niedergesäß, k. k. Director an der k. k. Staatsanstalt für Bildung von Lehrerinen in Wien\". - Ich setze voraus, daß jene geehrten Redactionen, welche die Notiz wegen meiner angeblichen Enthebung brachten, auch diese Notiz aufnehmen werden. Anton Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium in Wien.« (**).\nDie Morgenpost Nr. 292 bringt auf S. 4 Details zum 3-tägigen Kirchenfest in der Kirche Maria am Gestade: Die Solisten bei Haydns Nelson- und Theresienmesse und Mozarts Krönungsmesse [22.10. bis 24.10.1871] seien die Damen Ribarz, Tremml, Girsa und Lederer (aus Lemberg) und die Herren Dunkl, Teller, Dr. Kraus, Dr. Schmid und Walter [Gesang] und Prof. Kleinecke (Horn); Leitung: Eder (***).\nLaut Notiz des Österreichischen Journals Nr. 292 auf S. 5 kommen die Theresienmesse am 23.10.1871 und die Mozart-Messe am 24.10.1871 zur Aufführung. Hinweis auf die heutige Kirchenmusik:\r\n     \"Bei der dreitägigen Kirchenfeier in der Kirche Maria am Gestade gelangen zur Aufführung heute Sonntag: Haydn's Nelsonmesse, Montag [... Soli: Ribarz, Treml, Girsa, Lederer, Dr. Krauß, Schmid, Walter, Kleinecke ... es wird] die Orgel vom  Hoforganisten Hrn. Bruckner gespielt.\" (°).\nBruckner spielt Orgel in der Kirche Maria am Gestade [nur am 22.10.]. Es wird Haydns Nelson-Messe aufgeführt, bei der als Solisten Ribarz, Tremml, Dunkl und Dr. Krauß mitwirken (°°).\r\nDie Orgel war 1821 von Friedrich Deutschmann (1757 - 1826) gebaut worden; ein Neubau erfolgte 1884 durch den Linzer Johann Lachmayr (°°°).", "Letzte Änderung": "28.07.2025 10:13"}, {"ID": 187110235, "Datum": "23.10.1871, Montag", "Haupttext": "Die Neuen Tiroler Stimmen Nr. 243 übernehmen auf S. 4 eine Notiz des Grazer Volksblatts vom 20.10.1871: \n\n     \"(Habert's Zeitschrift für katholische Kirchenmusik) bringt in Nr. 9 auf der ersten Seite die Nachricht, daß Herr Anton Bruckner, k. k. Hoforganist in Wien, am 6. und 8. August den Sieg über alle Konkurrenten im Orgelspiel in London davongetragen habe. Der königl. Preis wurde ihm einstimmig zuerkannt. Er ist geboren in Oberösterreich als Sohn eines Schullehrers.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110245, "Datum": "(24.10.1871, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110255, "Datum": "25.10.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 245 schreibt auf S. 3: \n\n     \" - Wir machen unsere Leser aufmerksam auf das Inserat im heutigen Blatte: Einladung zur Pränumeration auf die von Joh. Ev. Habert so vortrefflich redigirte Zeitschrift für katholische Kirchenmusik. Wir erinnern an das Wort des Dichters: Sagt, was ist der Soldat noch werth, wenn der Soldat sich nicht selber ehrt? und fragen, was sind wir Oberösterreicher werth, wenn wir das nicht ehren, was uns alle ehrt. Wir haben einen Bruckner und einen Habert, Männer, um die uns manches Königreich beneidet. Geben wir duch Pränumerationen dem großen Manne den Raum. und er wird sich ausbreiten.\"\n[Inserat auf S. 4]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110275, "Datum": "27.10.1871, Freitag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 298 meldet auf S. 6, daß Bruckner am 29.10.1871 in Währing die Orgel spielen wird:\n     \" - Die Währinger Liedertafel feiert Sonntag den 29. d. M. in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige Stiftungsmesse, und bringt dabei Tantum ergo von E. Schmid, die \"Deutsche Messe\" von Franz Schubert mit Einlagen von Gluck und Rossini zur Aufführung. Hof=Organist, Herr Professor Anton Bruckner, Ehrenmitglied des Vereines, wird die Orgel spielen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110285, "Datum": "28.10.1871, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Karl Waldeck: \n\n     Er könne beruhigt sein - er, Bruckner, werde trotz der Anfeindungen in Wien [Affäre St. Anna] nicht auf den Linzer Posten zurückkehren. Namenstagsgrüße, Genesungswünsche für Waldecks Vater (*). Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe wird vom Neuen Fremdenblatt Nr. 299 auf S. 4 angekündigt:\n     \" * Die Währinger Liedertafel feiert morgen Sonntag in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige Stiftungsmesse, und bringt dabei Tantum ergo von E. Schmid, die deutsche Messe von Franz Schubert zur Aufführung. Hoforganist Herr Professor Anton Bruckner, Ehrenmitglied des Vereins, wird die Orgel spielen.\" (**). \n\n\nAuch das Österreichische Journal Nr. 298 weist auf S. 9 darauf hin:\n     \" - Die Währinger Liedertafel feiert morgen Sonntag in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige Stiftungsmesse und bringt dabei ein Tantum ergo von E. Schmid und die \"Deutsche Messe\" von Franz Schubert mit Einlagen von Gluck und Rossini zur Aufführung. Hoforganist Herr Bruckner wird die Orgel spielen.\"  (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110295, "Datum": "29.10.1871, Sonntag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 299 weist auf S. [2] auf die heutige Kirchenmusik hin (*).\nBruckner wirkt als Organist bei der Stiftungsmesse der Währinger Liedertafel in der Währinger Pfarrkirche mit. Zur Aufführung kommen ein Tantum ergo von E. Schmid, Schuberts »Deutsche Messe« und Einlagen von Gluck und Rossini (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187110315, "Datum": "31.10.1871, Dienstag", "Haupttext": "Die Süd-Australische Zeitung Nr. 44 (Tanunda and Adelaide) schreibt auf S. 2 über die Orgel in der Royal Albert Hall in London:\n\"           Allgemeines Summarium.\r\n[...]\r\n    Bei dem am 6. und 8. August in der Albert-Hall in London stattgehabten Orgelspiel hat der auf Vorschlag der wiener Handelskammer dahin entsendete Hof- und Domorganist Bruckner den Sieg über sämmtliche Concurrenten davongetragen und wurde ihm einstimmig der von der Königin für Productionen auf der Orgel bestimmte Preis zugesprochen. Die von den Preisbewerbern benutzte Orgel ist das größte, bis jetzt existirende Riesenwerk dieser Gattung; die Blasebälge derselben werden mit einer Dampfmaschine von 20-Pferdekraft in Bewegung gesetzt. Bruckner erhielt die Einladung, im kommenden Jahre in London und andern großen Städten Englands Orgelconcerte zu geben.\"", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:01"}, {"ID": 187111015, "Datum": "1.11.1871, Mittwoch, Allerheiligen", "Haupttext": "Bruckner spielt beim Amt in der Hofkapelle Orgel. Herbeck lacht ihn [wegen des Artikels in der »Bombe« vom 22.10.1871] aus, berichtet von einem zweiten Brief von Hofrat Alois von Hermann [nicht: Hermann Heiß]. Demnach solle Bruckner an St. Anna auch die weibliche Klasse beibehalten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111024, "Datum": "vor dem 2.11.1871", "Haupttext": "Brief Mayfelds an Bruckner [?]: \n   Fragen zur Aufführung der f-moll-Messe und zur Affaire St. Anna.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111025, "Datum": "2.11.1871, Donnerstag (Allerseelen)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld:\r\n   Hat das Gewünschte [?] besorgt. Aufführung der f-moll-Messe fraglich, da Singverein erst ab 21.11.1871 proben kann. Herbeck habe ihn (wegen der »Bombe« vom 22.10.1871) nach dem gestrigen Amt ausgelacht. Kpm. Eder habe in guter Absicht die Presse informiert. An St. Anna habe ihn Streinz denunziert. Das Ministerium habe ihn im Amt bestätigt (Herbeck erhielt gestern 2. Brief von Alois von Hermann [nicht: Hermann Heiß]). Er fühle sich unglücklich. Grüße an Frau v. Mayfeld. Erkundigt sich nach Dr. Spies in Linz (*).\nBruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] in der Hofkapelle die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (**).", "Letzte Änderung": "22.06.2025 12:10"}, {"ID": 187111035, "Datum": "3.11.1871, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Orgelbauer Franz Ritter von Pistrich [siehe die Anmerkung]:\r\n   Er sei erst im Laufe des Oktober nach Wien zurückgekehrt. Pistrich möge sich wegen seiner Erfindung an den Musikverein, namentlich an Julius Zellner wenden.", "Letzte Änderung": "30.11.2024 05:56"}, {"ID": 187111055, "Datum": "(5.11.1871, Sonntag)", "Haupttext": "Gesellschaftskonzert unter Leitung von Anton Rubinstein mit Werken von Händel, Beethoven und Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111085, "Datum": "8.11.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Das Grazer Volksblatt Nr. 256 berichtet auf S. 10 als Mitteilung der Pädagogischen Zeitschrift, daß Bruckner in Wien seines Amtes enthoben worden sei, und erwähnt Bruckners Reise nach London: \n     \n» * (Professor Bruckner.) Die letzte Nummer der \"päd. Zeitschrift\" bringt folgende Nachricht: \"Wien. Vor Kurzem kehrte der an den hiesigen Lehrerbildungsanstalten bei St. Anna als Professor des Orgelspiels angestellte k. k. Hof=Organist Herr Bruckner aus London, wo er sich einige Zeit zu Kunstzwecken aufhielt, zurück. Es wurde ihm nun in Wien eröffnet, daß er seiner Stelle enthoben sei. Nach dem Grunde dieser plötzlichen Entlassung fragend, erhielt Herr Bruckner nach längerem Drängen die Aufklärung, daß eine anonyme Anzeige ihn beschuldigt habe, daß er seinen Schülerinnen den Hof mache, einzelne von ihnen vor den anderen begünstige etc. Professor Bruckner nahm die Entlassung an. Ausgezeichnet mit den höchsten Preisen auf mehreren Weltausstellungen für seine Verdienste um die Orgelmusik, folgte er der Berufung an die beiden Lehrerbildungsanstalten, bezog hier für seine Professur einen Jahresgehalt von 1200 fl. Dieser Subsidien sieht er sich nun beraubt. Jene anonyme Denunziation aber entspricht nur insofern der Wahrheit, als der Herr Professor einmal eine Schülerin mit \"liebes Kind\" angesprochen und hinzugesetzt, daß er mit ihren Leistungen sehr zufrieden sei.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111125, "Datum": "(12.11.1871, Sonntag)", "Haupttext": "1. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Cherubini, Mendelssohn, Wagner (Huldigungsmarsch) und Beethoven (7. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111135, "Datum": "(13.11.1871, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (*).\nGeneralversammlung des Christlichen Kunstvereines in Linz (Obmann: Domdechant Dr. Schiedermayr). Als Kontrahenten (beim Thema \"Cäcilien-Verein\") nehmen Ignaz Traumihler und Joh. Ev. Habert daran teil (**).", "Letzte Änderung": "21.03.2023 22:22"}, {"ID": 187111155, "Datum": "15.11.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Josef Kränzl aus Ried widmet dem Gymnasial-Sängerverein in Melk ein Exemplar des »Germanenzugs«.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:28"}, {"ID": 187111175, "Datum": "17.11.1871, Freitag", "Haupttext": "[fraglich!] Der Unterrichtsminister gewährt Bruckner ein Stipendium von 400 fl.", "Letzte Änderung": "03.05.2024 07:32"}, {"ID": 187111185, "Datum": "18.11.1871, Samstag", "Haupttext": "Artikel \"Die Händel-Orgel in der Albert-Hall\", signiert \"H. W. Wolff.\", über die Londoner Orgelkonzerte in der Illustrierten Zeitung (Leipzig) Nr. 1481 auf S. 383f (mit Abbildung der Orgel auf S. 384):\r\n     \"[...] Im Ton und in der Aufführung hat sich die Händel=Orgel diesen Sommer vortrefflich bewährt. Die Eröffnung fand nicht gleichzeitig mit der der Albert=Hall am 1. Mai, sondern infolge verzögerter Vollendung erst am 18. Juli durch den angestellten Organisten Mr. Best statt. Seitdem hat sie hauptsächlich zur Unterhaltung der Besucher der Internationalen Ausstellung gedient, indem täglich während gewisser Stunden Musikaufführungen stattfanden. Zu diesem Zweck ist die Orgel auch für künftige Jahre bestimmt. Es haben sich im Laufe des Sommers viele Musiker auf Veranlassung des Ausstellungscomités darauf producirt, darunter namentlich bekannte deutsche Künstler, wie Bruckner aus Wien, Lohr aus Pest u. a.       H. W. Wolff.\"", "Letzte Änderung": "15.11.2024 08:21"}, {"ID": 187111195, "Datum": "19.11.1871, Sonntag", "Haupttext": "Der St. Florianer Organist Josef Seiberl spielt beim Gottesdienst in der Wiener Augustinerkirche Orgel und erregt mit seinen Improvisationen Aufsehen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111215, "Datum": "21.11.1871, Dienstag", "Haupttext": "Frühestmöglicher Probenbeginn zur f-moll-Messe beim Singverein (*).\nDer Wiener Wagner-Verein nimmt seine Tätigkeit auf. Initiator ist Dr. Theodor Kafka (von Wagner wegen seines heftigen Applaudierens \"General Klapka\" genannt). Adalbert von Goldschmidt, Mitglied der ersten Stunde, erwirbt Patronatsscheine für 100 Taler [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 18:47"}, {"ID": 187111225, "Datum": "22.11.1871, Mittwoch", "Haupttext": "Die Konstitutionelle Vorstadtzeitung [?] Nr. 323 berichtet von Seiberls Orgelspiel in der Wiener Augustinerkirche am Sonntag [19.11.1871] und schließt mit der Bemerkung: »Herr Seiberl ist ein Schüler des berühmten Brunner und manifestirt sich in jedem Tone die tadellose Schule, deren er sich zu erfreuen hatte.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111265, "Datum": "26.11.1871, Sonntag", "Haupttext": "Artikel im Linzer Volksblatt Nr. 271 über den Organisten Seiberl, der als ebenbürtiger Nachfolger Bruckners in St. Florian beschrieben wird, mit einem Zitat aus der Vorstadtzeitung Nr. 323 vom 22.11.1871, die von Seiberls Orgelspiel am Sonntag [19.11.1871] in der Wiener Augustinerkirche berichtet:\r\n     » - St. Florian, 25. November. (Organist Seiberl.) Vor wenigen Monaten hat Bruckner sich in London den Lorbeer geholt; mit Stolz kann sein Vaterland auf ihn hinweisen. Es freut uns daher doppelt, auf einen glänzenden Erfolg aufmerksam machen zu können, den ein anderer Landsmann, Herr Stifts-Organist Seiberl, Bruckners ebenbürtiger Nachfolger in St. Florian, in Wien errungen. [... Zitat aus der Vorstadt-Zeitung Nr. 323 vom 22. November \"sammt den sachlichen Unrichtigkeiten\" ...] Herr Seiberl ist ein Schüler des berühmten Brunner (Bruckner) und manifestirt sich in jedem Tone die tadellose Schule, deren er sich zu erfreuen hatte.”\r\n   Wir haben nur eine Bemerkung daran zu knüpfen. Wir wünschen und hoffen, daß Herr Seiberl Ober=Oesterreich erhalten bleibe und daß die Residenz, welche ohnehin die besten Kräfte aufsaugt, uns den ersten Organisten unseres Landes gönnen werde.« (*).\nGesellschaftskonzert unter Anton Rubinsteins Leitung mit Werken von J. S. Bach, Franz Schubert (C-Dur-Symphonie), Haydn, Calvisius Sethus (1556 - 1615) und Robert Schumann (Genoveva-Ouvertüre) (**).\r\nBruckner wirkt bei der Bach-Kantate \"Eine feste Burg ist unser Gott\" als Harmonium-Spieler mit. Die Einrichtung stammt von F. Hiller. Als Solisten wirken mit Frl. v. Angermeyer (Sopran), Ida Flatz (Alt), Herr Pirk (Tenor) und Dr. Kraus (Bass) (***).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 12:49"}, {"ID": 187111275, "Datum": "27.11.1871, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung (= Wiener Abendpost) Nr. 271 berichtet auf S. 2f vom gestrigen Gesellschaftskonzert: \n\n     \"[...] Mit der Cantate \"Eine feste Burg ist unser Gott!\" für Soli, Chor und Orchester von J. S. Bach (Von F. Hiller eingerichtet), begann am Sonntag das zweite Gesellschaftsconcert der Musikfreunde. [... Frl. Angermeyer, Ida Flatz, Herr Pirk, Dr. Kraus, Anton Rubinstein ... über die Bach-Kantate ...] Diese zwei Nummern gingen ohne Wirkung vorüber, bis das Recitativ (Nr. 3), durch Kraus meisterlich gesungen, das Publicum zum lauten Beifall bewog. Hier muß man des begleitenden eminenten Harmoniumspiels des Herrn Bruckner gedenken, das eine allgemeine Bewegung erregte. Recht brav war Frl. v. Angermeyer in der Arie \"Komm in meines Herzens Haus\". [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187111295, "Datum": "(29.11.1871, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187112015, "Datum": "1.12.1871, Freitag", "Haupttext": "Brief Zimmermanns an Bruckner:\r\n   Freut sich über die Erfolge Bruckners in London. Denkt gerne an Bruckners Aufenthalt [in Nürnberg], an die gemeinsame Reise und die Tage in London. Las einen Artikel über die Londoner Konzerte in der »Illustrierten Zeitung« [18.11.1871]. Grüße von seiner Familie, speziell von Schwester Toni. Bittet um eine Photographie Bruckners (*).\nDie Gemeindezeitung Nr. 277 bringt auf S. 6 einen [vermutlich wörtlich auf dem Artikel vom 22.11.1871 oder 26.11.1871 beruhenden] Bericht über Seiberls Orgelspiel in Wien »am vergangenen Sonntag« [recte aber nicht 26.11., sondern 19.11.1871 gemeint], allerdings ohne den Bruckner erwähnenden Nachsatz (**).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 21:24"}, {"ID": 187112025, "Datum": "(2.12.1871, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187112035, "Datum": "(3.12.1871, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Raff, Schumann (Solistin: Sophie Menter) und Schubert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187112065, "Datum": "(6.12.1871, Mittwoch)", "Haupttext": "Matthäus Mauracher aus Salzburg legt die Disposition für die neue Orgel in St. Florian vor.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187112085, "Datum": "(8.12.1871, Freitag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Marschners »Hans Heiling« unter Herbeck (*).\nKonzert des Wiener Akademischen Gesangvereins unter Ernst Frank mit zwei von Brahms instrumentierten Schubert-Liedern (**).", "Letzte Änderung": "18.02.2023 23:43"}, {"ID": 187112175, "Datum": "(17.12.1871, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Spohr, Volkmann und Beethoven (u.a. 5.).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187112265, "Datum": "(26.12.1871, Dienstag)", "Haupttext": "Wiederaufnahme von Donizettis »Lucrezia Borgia« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187112285, "Datum": "(28.12.1871, Donnerstag)", "Haupttext": "Notiz im Singvereins-Tagebuch von Viktor v. Raindl: \"28. Dezember 1871. 2. Probe mit Orchester. Liszt anwesend.\" [Bruckner bei dieser Probe vermutlich beteiligt] (*).\n(Wiederaufnahme von (Meyerbeers?) \"Dinorah\" an der Wiener Oper (**)).", "Letzte Änderung": "02.04.2024 14:53"}, {"ID": 187112305, "Datum": "(30.12.1871, Samstag)", "Haupttext": "Vertrag zwischen Jodok Stülz, dem Probst von St. Florian, und Matthäus Mauracher aus Salzburg wegen des Neubaus der Stiftsorgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187112315, "Datum": "31.12.1871, Sonntag", "Haupttext": "Im Gesellschaftskonzert (mit dem Singverein) unter Rubinsteins Leitung wird der 1. Teil von Liszts Oratorium »Christus« (Weihnachts-Oratorium) erstaufgeführt [2. Aufführung des Werkes überhaupt]. Liszt war anwesend und (*) mit Bruckner an der Orgel nicht zufrieden.\n\nNotiz im Singvereins-Tagebuch von Viktor v. Raindl: \"31. Dezember 1871. Konzert. Christus. Gute Aufführung. Erfolg wegen Liszts Anwesenheit gut.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187200005, "Datum": "1872", "Haupttext": "Josef Jobst schreibt die Windhaager Ländler ab, die Bruckner früher dort gespielt hatte (*).\nAdolf Wallnöfer singt bei den Messen in der Hofkapelle mit, bei denen Bruckner Orgel spielt. Auf diesem Weg kommt Wallnöfer in Kontakt mit Hans Richter (**).\nAbschriften der 2. Symphonie (ursprünglicher Titel: »Sinphonie Nr. 3 in Cmoll« (***)) durch Carda in Linz (°) und, auf dieser Kopie basierend [?? (#)], (teilweise) Tenschert (°°).\nBruckner befragt Floderer über das Englischhorn (°°°).\nIn Wurzbachs biographischem Lexikon erscheint eine kurze Notiz »Bruckner, Anton (Linzer Domorganist und Componist). Zeitgenoß.« Hingewiesen wird auf die Zeitungsartikel vom 11.4.1865, 14.4.1865 und 11.2.1867 (##).\nKalendereintragungen Bruckners: »A Manns Esq[uire] Sydenham Crystal Palace London S. E.«, »H. Krall Auerspergstraße Nr. 13. Eckhaus der Josefstädterstraße am Glacis.«, »Frl Bahr Hernals Bichlergasse N 1.« und »Fr Grasnick Linz Gärtnerstraße N 11.« [siehe die Anmerkung] (###).\n[Vermutlich zu Beginn des Jahres 1872]\r\n(Ignaz Traumihler verfasst eine \"Offene Erklärung\", die zu der von Habert in Nr. 12 des Vorjahres [Zeitschrift für katholische Kirchenmusik, siehe die Anmerkung] aufgestellte Behauptung Stellung nimmt, Traumihler gehöre zu seinen Gegnern. Anmerkungen zum (vom Christlichen Kunstverein zu gründenden) Oberösterreichischen Cäcilien-Verein und zum Deutschen Cäcilien-Verein, dessen Aktivitäten auch in Österreich nützlicher sein würden. Als Chorregent mit 20jähriger Erfahrung habe er, Traumihler, ein Recht, seine eigene Ansicht auszudrücken und zu verwirklichen (a)).\n[Vermutlich Falschmeldung:]\r\n\"Sängerfahrt [der Liedertafel Kirchdorf] nach Kremsmünster, wo sich die Vereine Wels, Vöcklabruck, Kremsmünster und Kirchdorf trafen. Bei diesem Treffen war als Ehrengast Prof. Anton Bruckner anwesend, der unserem Verein besonderes Lob und Anerkennung zollte.\" [siehe die Anmerkung] (b).\r\nRichtige Datierung sicher 8.9.1874.", "Letzte Änderung": "02.09.2025 14:14"}, {"ID": 187201045, "Datum": "4.1.1872, Donnerstag", "Haupttext": "In Hanslicks ausführlicher Besprechung von Liszts \"Christus\" (am 31.12.1871) in der Neuen Freien Presse Nr. 2645 auf S. 1 - 3 wird Bruckner wie auch die anderen Mitwirkenden nicht erwähnt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187201055, "Datum": "(5.1.1872, Freitag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (*).\n\n\nIn der Besprechung des Konzerts vom 31.12.1871 [\"Christus\" von Liszt] im \"Vaterland\" Nr. 4 auf S. 1, signiert \"Ed. K.\" [Eduard Kulke], wird Bruckner nicht genannt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187201075, "Datum": "(7.1.1872, Sonntag)", "Haupttext": "Im 4. Philharmonischen Konzert unter Dessoff spielt Bülow Beethovens 5. Klavierkonzert (*); außerdem werden Werke von Schubert (8. Sinfonie) und Schumann (2. Sinfonie) aufgeführt (**). Dieses Konzert (und ein weiteres mit Rubinstein) besuchte Franz Liszt, der vom 26.12.1871 bis zum 8.1.1872 in Wien war (***).\nBrief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Über Traumihlers Kompositionen, die er gerne aufführen werde. Schlägt Änderungen beim Tantum ergo vor (vgl. jenes von Schütky). Über die Bezahlung der Vereinsgaben des Cäcilien-Vereins (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187201175, "Datum": "(17.1.1872, Mittwoch)", "Haupttext": "Premiere von Mozarts »Entführung« unter Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187201195, "Datum": "19.1.1872, Freitag", "Haupttext": "Im Musikalischen Wochenblatt Nr. 3 berichtet Theodor Helm im \"Musikbrief. Wien.\" auf S. 55-58 von dem Konzert am 31.12.1871 (\"Christus\" von Liszt) und schließt auf S. 58: \n\n     \"[...] Die von A. Rubinstein mit der grössten Pietät - als gälte es seinem eigenen Werke - geleitete Aufführung liess keinen billigen Wunsch (ausser etwa nach einem festeren Zusammenstimmen der Orgel mit Chor und Orchester) unbefriedigt. Soli, Chor und Orchester gaben ihr Bestes. Die von Hrn. Pruckner gespielte Orgel inspirirte Liszt selbst aus nächster Nähe.\n\n     Das Concert war selbstverständlich eines der am glänzendsten besuchten der Saison.        Dr. Th. Helm.\" (*).\n\n\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Hat über Haberl die Habertsche Zeitschrift erhalten, die er nicht lesen werde. Über falsche Behauptungen Haberts (u. a. zum Christlichen Kunstverein in Linz, die angebliche Ächtung von Instrumentalmusik im Cäcilien-Verein etc.). Erwähnt Dirschke, Eichstätt und das päpstliche Breve und bittet um einen Abdruck, falls Traumihler mit \"H. abrechnen\" werde (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187201215, "Datum": "(21.1.1872, Sonntag)", "Haupttext": "Gesellschaftskonzert unter Rubinstein mit Werken von Gade, Brahms, Meyerbeer, Goldmark und Rimsky-Korsakow (*).\nFranz Grillparzer gestorben (**).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 14:45"}, {"ID": 187201235, "Datum": "(23.1.1872, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:33"}, {"ID": 187201275, "Datum": "27.1.1872, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe wird von mehreren Blättern gemeldet: \n\n\n\nDie Presse Nr. 26 auf S. 14:\n     \"(Kirchenmusik.) [...] - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird Sonntag den 28. Jänner, um 11 Uhr, Mozart's Geburtsfest damit gefeieret, daß Capellmeister Eder Mozart's Krönungsmesse sammt Einlagen aufführt. Die Soli werden von den Damen Pruckner, Diettl, Clementine Hoffmann, Herrn Dunkl und Teller vorgetragen. Hoforganist Pruckner spielt die Orgel.\" (a), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2667 auf S. 8: \n\n     \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin unter Leitung des Capellmeisters Eder: Mozart's Krönungsmesse sammt Einlagen. Die Soli werden Fräulein Caroline Pruckner, Frau Directorin Clementine Hoffmann und Frau Professorin Marie Dittl, Tenor Herr Dunkl und Baß Herr Teller vortragen. Hof=Organist Pruckner spielt die Orgel.\"(b), \n\n\n\n\nDie Tagespresse Nr. 26 S. 9 (c),\n\n\n\nDer Wanderer Nr. 26 S. 2 (d) und\n\n\nFremdenblatt Nr. 26 auf S. 6:\n     \" - Sonntag den 28. d., um 11 Uhr, [... Eder, Mozart ...] Graduale Duett zwei Sopran von Mozart und Offertorium Laudate von Mozart [...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel. (e).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187201285, "Datum": "28.1.1872, Sonntag", "Haupttext": "In der Augustinerkirche wird um 11 Uhr unter Eders Leitung Mozarts Krönungsmesse aufgeführt (Solisten: die Damen Caroline Pruckner, Marie Dittl [Diettel, Diettl], Clementine Hoffmann, die Herren Dunkl und Teller). Bruckner wirkt als Organist mit (*).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Esser, Gluck, Bargiel und Mozart (**)).", "Letzte Änderung": "16.02.2023 11:37"}, {"ID": 187201315, "Datum": "31.1.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der Kirchenmusik vom 4.2.1872 in »Der Wanderer« Nr. 30 auf S. 3.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202005, "Datum": "Februar 1872", "Haupttext": "In Heft 2 der \"Urania\" (29. Jahrgang) erscheint auf S. 20ff ein Bericht über die Orgel in London und über Bruckners angeblichen Sieg im Orgelwettbewerb:\n\"                 Die Riesenorgel der Alberthalle in London.\n     Eine der neuesten und großartigsten Bauten Londons ist die Alberthalle, in deren kolossalen Räumlichkeiten und Sälen zum Theil die verschiedenartigsten und wundervollsten Gegenstände der nun geschlossenen internationalen Kunst= und Industrie=Ausstellung aufgestellt waren. [.... Beschreibung des Saales und der Orgel (technische Ausrüstung, Disposition (vier 32'-Füßer im Pedal) ... Seite 22:]. –\n     Dieses Riesenwerk einer Orgel, welches nun für alle Zeiten eine Zierde Londons und speziell der Alberthalle sein wird, wurde während der Ausstellungs=Monate eingeweiht. Die Kommission wollte den Londonern, sowie den Besuchern der Ausstellung Gelegenheit geben, auf dieser Orgel Organisten verschiedener Länder zu hören und erließ daher, unter Festsetzung eines entsprechenden Honorars, Einladungen, welche gewöhnlich durch  die Handelskammer des betreffenden Landes vermittelt wurden. So erschienen denn zu verschiedenen Zeiten die verschiedenen Organisten, unter welchen wir nennen die Herren: Saint=Saens aus Paris, Tod aus Stuttgart, Bruckner aus Wien, Lux aus Mainz, ein Norweger, ein Ungar (deren Namen mir entfallen sind). Jeder derselben hatte nach Uebereinkunft 6 Concerte von je 1 Stunde Dauer zu spielen.\n     Ich bedaure, hier die Gelegenheit ergreifen zu müssen, um eine weitverbreitete Nachricht – das Auftreten des Herrn Dormorganisten [sic] Bruckner betreffend – zu dementiren.\n     Viele Blätter brachten in letzter Zeit die Mittheilung, \"daß bei einem Organistenkongreß, der in London in der Alberthalle am 6. und 8. August stattgefunden habe, Herr Bruckner aus Wien nicht blos alle Concurrenten besiegt, sondern auch den Preis der Königin von England erhalten habe.\"\n     Nun ist das Letztere einfach unmöglich, denn es wurde weder von der Königin, noch von der Ausstellungskommission ein Preis ausgeworfen, sondern alle der eingeladenen Organisten erhielten ganz dieselbe Summe als Honorar, welche Herr Bruckner als \"Preis\" angesehen haben mag. Eine Concurrenz zwischen Bruckner und einem andern Organisten hat nie stattgefunden, denn es konnte kein Organist mit auch nur einem anderen concurriren, da eben jeder 6 Concerte zu spielen hatte und alsdann für seine Person fertig war. Uebrigens konnte ja kein Vergleich der Leistungen Bruckners mit denen seiner Collegen angestellt werden, da ja nach Bruckner noch etliche Organisten zum Spielen kamen. Oder sollte Herr Bruckner den wöchentlich etwa 2 – 3 Mal spielenden Organisten der Alberthalle, Mr. Best, welcher als bester Organist Englands seinen Zuhörern Ouverturen (zu Wilhelm Tell, Jubelouvertüre von Weber), Märsche, Variationen über englische Lieder, freilich zuweilen auch – es sei der Wahrheit zu Ehren gesagt – eine Mendelssohn'sche Sonate oder eine Bach'sche Fuge zu kosten giebt, besiegt haben? Dieser Sieg möge Herrn Bruckner verbleiben, wir aber wollen zunächst die Wahrheit aufrecht erhalten und erklären, daß im Laufe dieses Sommers in London weder ein wirklicher Organistencongreß stattgefunden, noch aber nirgend ein Preis von der Königin von England an einen Organisten verabreicht wurde.\n                             Ein Freund der Wahrheit.\".\n \n \nArtikel von Franz Xaver Witt in den Fliegenden Blättern für katholische Kirchenmusik, siehe \"15.2.1872.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:31"}, {"ID": 187202015, "Datum": "1.2.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Hinweis in der »Presse« Nr. 31 auf S. 11, auf die Kirchenmusik am 4.2.1872: \n\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin [...] Sonntag den 4. Februar, um 11 Uhr, eine Messe von Mozart, Graduale von Laur. Weiß, Offertorium von Johann Krall. Die Soli werden Fräulein Pruckner, Fräulein Marie v. Prechtl und Herrn [sic] Maletzki vortragen. Hoforganist Professor Pruckner spielt die Orgel.\" (*).\n\n\n\nAnkündigungen auch in: \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 31 auf S. 6: \n\n     \" - Sonntag den 4 d.: Messe von Mozart, Graduale Altsolo von Weiß, Offertorium Baritonsolo von Joh. Krall. Die Soli werden vorgetragen von Fräulein Pruckner, Fräul. Beatrix v. Prechtl und Herrn Malecki. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2672 auf S. 7: \n\n     \" - In der Hofpfarrkirche St. Augustin: eine Messe von Mozart, [... Laurenz Weiß, Johann Krall, Pruckner, Marie Prechtl, Maletzki ...] Hof=Organist Pruckner spielt die Orgel.\" (***), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 31 auf S. 2: \n\n     \"[...] Sonntag um 11 Uhr wird eine Messe von Mozart, [... Weiß, Krall, Karoline Pruckner, Marie v. Prechtl, Maletzki ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\"  (°) \n\n\n\n und Tagespresse Nr. 31 S. 4 (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202025, "Datum": "2.2.1872, Freitag", "Haupttext": "Die Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 10 kündigen auf S. 40 [= S. 4] die Kirchenmusik für den 2. und 4.2.1872 an:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin [...] Sonntag den 4. Februar, um 11 Uhr, eine Messe von Mozart, Graduale von Laur. Weiß, Offertorium von Johann Krall. Die Soli werden Fräulein Pruckner, Fräulein Marie v. Prechtl und Herr Maletzki vorgetragen [sic]. Hoforganist Professor Pruckner spielt die Orgel.\" (*).\n \nGrillparzer-Totenfeier der Gesellschaft der Musikfreunde mit dem Mozart-Requiem unter Rubinstein (**). Marie Wilt, Karoline Gomperz-Bettelheim, Gustav Walter und Hans Rokitansky als Solisten (**a).\nNotiz im Singvereins-Tagebuch von Viktor v. Raindl: \"Konzert, Requiem Mozarts für Grillparzer. Der Chor ist sehr stark. Aufführung sehr gelungen, nur blasen die Posaunen im Lacrymosa zwei Takte lang falsch, daß wir nahe am Umwerfen sind.\" (**b).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 16:56"}, {"ID": 187202035, "Datum": "3.2.1872, Samstag", "Haupttext": "»Der Wanderer« Nr. 33 weist auf S. 3 nochmals auf die morgige Kirchenmusik hin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202045, "Datum": "4.2.1872, Sonntag", "Haupttext": "(Nochmaliger) Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im Fremdenblatt Nr. 34 auf S. 6:\n    \" - Heute, um 11 Uhr, wird in der Hofkirche St. Augustin eine Festmesse von Mozart, Grad. Altsolo von Laur. Weiß, Offert. Bariton=Solo von Joh. Krall aufgeführt und werden die Soli Frln. Beatrix von Prechtl und Herr Malecki vortragen. Hoforganist Pruckner spielt die Orgel.\"  (*). \nBei der Messe in der Augustinerkirche um 11 Uhr werden unter Eders Leitung Werke von Mozart (Messe), Laurenz Weiß (Graduale mit Altsolo) und Johann Krall (Offertorium, Baritonsolo) aufgeführt. Solisten sind Frl. Karoline Pruckner, Frl. Marie [Beatrix] v. Prechtl und Hr. Maletzki (Malezki, Maletzky, Malecki). Bruckner wirkt als Organist mit (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202065, "Datum": "(6.2.1872, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202085, "Datum": "(8.2.1872, Donnerstag)", "Haupttext": "Premiere von Bellinis »Nachtwandlerin«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202115, "Datum": "(11.2.1872, Faschingssonntag)", "Haupttext": "Premiere von Nicolais »Lustigen Weibern von Windsor«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202146, "Datum": "ab Mitte Februar 1872", "Haupttext": "Johann Evangelist Habert hält sich zwei Monate (also bis etwa Mitte April 1872) in Wien auf. Er trifft u.a. mit Herbeck zusammen, mit Franz Krenn, Josef Böhm, Dr. Hausleithner, Ernst Stoiber, Dr. Ambros und vermutlich auch Bruckner. \"Natürlich kannte Habert auch den Hoforganisten Anton Bruckner, der früher Domorganist in Linz war. An seinen Erfolgen als Orgelvirtuos und Componist nahm Habert warmen Antheil, wenngleich sich das Ringen und Schaffen Bruckners im großen und ganzen auf einem anderen Gebiete bewegte, so dass kein häufigerer Verkehr zwischen Bruckner und Habert sich entwickelte.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187202155, "Datum": "15.2.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Franz Xaver Witt in den Fliegenden Blättern für katholische Kirchenmusik, 7. Jahrgang 1872, 2. Heft [15.2.1872], S. 16:\n»                           Notizen.\n     1. [... Vereinsgaben ...]\n     2. Die Urania schreibt [siehe Oktober 1871]: Wie wir aus anderen musikalischen Zeitungen ersehen und eben auch direkt aus London erfahren, so hat der rühmlichst bekannte Orgelvirtuos C. A. Tod aus Stuttgart, einer der ausgezeichnetsten Lehrer an dem weltberühmten Konservatorium daselbst, das, beiläufig gesagt, die beste der vorhandenen Musikschulen sein dürfte, welcher auf der Riesenorgel der Alberthalle zu London sechs Concerte gab, trotz seinen ächt deutschen und ächt künstlerischen Programmen – ohne \"Bruckner=Reklame\", vulgo Schwindel, – die nur Werke von S. Bach, Händel, Mendelssohn, Schumann und Tod enthielten, großartigen Erfolg erzielt. – Dem Red. d. Bl. gegenüber hat Fr. Liszt C. A. Tod als den ersten Orgelvirtuosen erklärt. Sein Urtheil dürfte wohl das competenteste sein. – Da aber sich durchaus widersprechende Nachrichten in verschiedenen Journalen circuliren, so setzt die Red. hinzu, daß Hr. Anton Bruckner den von der englischen Königin für Orgelspiel ausgesetzten Preis gewonnen haben soll. Jedenfalls, mag dem sein, wie ihm wolle, ist Hr. Bruckner ein ausgezeichneter Orgelvirtuose. Jüngst brachte die \"Tonhalle\" die Nachricht, Bruckner sei seiner Stelle als Professor am Conservatorium in Wien wegen Angriffen auf die Sittlichkeit einer Schülerin entsetzt worden, wobei sie ihn aber vertheidiget und meint, dieser Grund der Entsetzung sei nicht genügend erwiesen. Wir halten demnach Hrn. B. für unschuldig.«", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:32"}, {"ID": 187202255, "Datum": "(25.2.1872, Sonntag)", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von R. Fuchs, Beethoven, Remy und Schumann.", "Letzte Änderung": "05.12.2024 09:11"}, {"ID": 187202265, "Datum": "(26.2.1872, Montag)", "Haupttext": "Die Generalversammlung der Gesellschaft der Musikfreunde genehmigt die Planung einer Orgel für den Musikvereinssaal (*).\n\n\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).\n\n\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Dankt für die Sendung vom 6.2.1872 und bittet um freundschaftliche Kontakte - trotz kleiner Fehler. Auch Habert könne man solche verzeihen; aber das Stellen der nationalen Besonderheiten über die kirchliche Einheit sei ruinös. Grüße an Angermeyer und Wilhelm Pailler (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187203015, "Datum": "1.3.1872, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung der Kirchenmusik vom 3.3.1872 in »Der Wanderer« Nr. 60 auf S. 3 (*).\n(Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Rubinstein mit Werken von Glinka, Beethoven, Schumann und Mozart (**)).", "Letzte Änderung": "13.10.2024 20:32"}, {"ID": 187203025, "Datum": "2.3.1872, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Kirchenmusik wird in einigen Zeitungen angekündigt: \n\n\n\nDie Presse Nr. 61 auf S. 11: \n\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt [...] eine Messe von Mozart, Graduale Altsolo von Eder, Offertorium Baß= und Hornsolo von Franz Mayr zur Aufführung. Die Soli der Messe werden Frau Professorin Dittel, das Altsolo Fräulein Pauline Hoffstättner v. Hochsteden, das Baßsolo Herr Soutschek und das Hornsolo Herr Tiedl, beide Mitglieder des Hofoperntheaters, vortragen. Hoforganist Pruckner spielt die Orgel.\" (*), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 61 auf S. 6: \n\n     \" - Morgen um 11 Uhr wird Kapellmeister Eder in der k. k. Hofkirche St. Augustin eine Messe von Mozart Grad. Contra=Altsolo, Offertorium, Baß= und Hornsolo zur Aufführung bringen, und die Soli Frln. Pauline Hofstättner von Hochsteden, Herr Peter Soutschek und Herr Tiedl, Mitglieder des Hofoperntheaters vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\"  (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2702 auf S. 8: \n\n     \" - In der Hofpfarrkirche St. Augustin unter Leitung des Capellmeisters Eder: [... Mozart, Franz Mayr, Dittel, Pauline Hofstättner v. Hohenhof, Soutschek, Tiedl ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (***), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 61 (Abendblatt) auf S. 2:\n    \" - Um 11 Uhr wird in der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin Kapellmeister Eder [... Mozart, Eder, Franz Mayr, Pauline Hofstättner v. Hochsteden, Soutschek, Tiedl ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (°) \n\n\n\n\nund Tagespresse Nr. 61 S. 8 (°°). (Premiere von Glucks »Iphigenie auf Tauris« (°°°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187203035, "Datum": "3.3.1872, Sonntag", "Haupttext": "[oder 3.2.1872?] Auf Wunsch von Kapellmeister Manns vom Londoner Kristallpalast fragt Bruckner in London an, ob er Kompositionen einsenden dürfe. [Er schlug vermutlich die d-moll-Messe vor (*)].\n[3.3.1872] Die Tagespresse Nr. 62 wiederholt den gestrigen Hinweis auf die Kirchenmusik heute (**).\nIn der Augustinerkirche führt Eder um 11 Uhr Werke von Mozart (Messe), Eder (Graduale, Altsolo) und Franz Mayr (Offertorium, Baß- und Hornsolo) auf. Solisten sind Fr. Prof. Dittel, Frl. Pauline Hofstättner v. Hohenhof [von Hochsteden, von Hochsteden-Hohenhof], Hr. Peter Soutschek und Hr. Tiedl (Horn). Bruckner übernimmt den Orgelpart (***).\n([3.3.1872] Aufführung des Requiems von Lachner unter seiner persönlichen Leitung zugunsten des Grillparzer-Denkmals (°)).", "Letzte Änderung": "17.11.2024 17:05"}, {"ID": 187203075, "Datum": "(7.3.1872, Donnerstag)", "Haupttext": "Festaufführung von Webers »Freischütz« (50 Jahre nach der Wiener Premiere) unter Herbeck in Anwesenheit von Webers Sohn (*).\nKonzert des Singvereins mit Werken von Gluck (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187203105, "Datum": "(10.3.1872, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Mendelssohn, Beethoven und Berlioz (Phantastische).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187203125, "Datum": "12.3.1872, Dienstag", "Haupttext": "Brief der Londoner Ausstellungskommission an Bruckner:\r\n   Nimmt Bezug auf Bruckners Brief vom »3. l. M.« (*), bittet um Zusendung der darin erwähnten Komposition [d-moll-Messe (**)] mit allen Stimmen. Unterschrift von Henry Scott.", "Letzte Änderung": "13.12.2024 23:18"}, {"ID": 187203155, "Datum": "(15.3.1872, Freitag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187203165, "Datum": "(16.3.1872, Samstag)", "Haupttext": "Premiere von Lortzings »Waffenschmied« unter Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187203175, "Datum": "17.3.1872, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 2717 bringt auf S. 13 ein Inserat zur Aufführung von Anton Rubinsteins »Das verlorene Paradies« [26.3.1872], in dem Bruckner als Mitwirkender (Orgel) erwähnt ist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187203215, "Datum": "21.3.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 79 auf S. 6 kündigt das Konzert vom 26.3.1872 an.\n     \"[...] \"Das verlorene Paradies.\" [...] Musik von Anton Rubinstein unter der Leitung des Componisten und unter Mitwirkung der Herren: Walter, Rokitansky, Hellmesberger, Bruckner und des Singvereins. [...]\".", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:04"}, {"ID": 187203235, "Datum": "23.3.1872, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Dommusikverein und Mozarteum in Salzburg:\r\n     Bittet, die Stimmen der d-moll-Messe, die sich nicht in Wien befänden (wie Direktor Bach meinte), bis spätestens Karfreitag an Waldeck in Linz zu schicken. Er komme selber dann nach Linz und wolle die Stimmen und die in St. Florian aufbewahrte Partitur sogleich nach London absenden (*).\nDas Fremdenblatt Nr. 82 gibt auf S. 5 das Programm des Konzerts am 28.3.1872 bekannt, bei dem Bruckner Orgel spielen wird:\r\n     \"[...] 1. Freie Fantasie, für die Orgel, von Prof. Bruckner. [...] 9. Orgelnachspiel, ausgeführt von Prof. Bruckner. Der Eintritt in die Kirche ist selbstverständlich Jedermann anheimgestellt.\" (**).\nEine ähnliche Meldung bringen auch\n\r\ndie Neue Freie Presse Nr. 2723 S. 8:\r\n     \" - Am Gründonnerstag Nachmittags [...] Programm: Orgel=Präludium; [...] Orgel=Postludium. Die Orgelvorträge hat Herr Bruckner übernommen.\" (***)\nund das Neue Fremdenblatt Nr. 82 auf S. 13:\r\n    \" - Das Programm des am Gründonnerstage in der Augustiner Pfarrkirche stattfindenden geistlichen Konzertes des Wiener Männergesangvereins enthält folgende Nummer: Orgelpräludium (Herr Bruckner); [... Beethoven, Schubert, Cornelius, V. Lachner, Frank ...]; Orgel Postludium (Herr Bruckner).\" (°).", "Letzte Änderung": "25.09.2025 12:05"}, {"ID": 187203245, "Datum": "24.3.1872, Palmsonntag", "Haupttext": "Hinweis auf das Konzert vom 28.3.1872 in »Der Wanderer« Nr. 83 auf S. 7 (*).\n(8. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Haydn, Lizst (Préludes) und Beethoven (6. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "19.10.2025 09:16"}, {"ID": 187203265, "Datum": "26.3.1872, Dienstag (Kardienstag)", "Haupttext": "In einem außerordentlichen Gesellschaftskonzert dirigiert Rubinstein ein eigenes Werk (»Das verlorene Paradies«).\r\nBruckner wirkt als Organist mit (*).\r\nWeitere Mitwirkende: Walter, Rokitansky, Hellmesberger und die Damen Ida Gaßebner, Stenzl, Exner und Wolf (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:22"}, {"ID": 187203285, "Datum": "28.3.1872, Donnerstag (Gründonnerstag)", "Haupttext": "Konzert des Wiener Männergesangvereins um 6 Uhr abends in der Augustinerkirche mit Werken von Schubert/Kremser, Cornelius und Händel (Solist: Dr. Raindl) (*). Bruckner wirkt als Organist mit.\n   Programmfolge: Bruckner (Freie Fantasie für Orgel), Schubert/Kremser (»Pax vobiscum«), Schubert/Cornelius (»Pilgers Ruhetal«), Melchior Frank (»Klagelied«), [nur im Fremdenblatt vom 23.3.1872 und Wanderer 24.3.1872 erwähnt:] Sologesang Dr. Emil Krauß, [andere mehrmalige Angabe, zusätzlich oder stattdessen?] Händel-Baßarie aus »Judas Makkabäus« mit Harmonium-Begleitung, Solist Dr. Victor von Raindl, Vinzenz Lachner (»Ave Maria« [auch »Ave Maria am Chiemsee« und »Ave Maria von Chimse«]), Beethoven (»Die Ehre Gottes« und »Gott ist mein Lied«), Kücken (»Pilgers Abendlied«) und Bruckner (Postludium) (**).\n\"     Wenige Tage darauf, am 28. März, am Gründonnerstage Nachmiittag [sic] 6 Uhr, versammelte sich der Verein wieder in der Augustinerkirche zur Abhaltung eines geistlichen Concertes. [... sehr großer Andrang ... deswegen Ruhestörungen ...].\r\n     Der künstlerische Erfolg der weihevoll vorgetragenene Lieder war ein allgemein anerkannter. Das Programm enthielt folgende Nummern: 1. Freie Orgelphantasie von Prof. Bruckner. 2. [...]\"\r\n\"     Hiebei wurde der Verein [...] bei dem geistlichen Concerte in der Augustinerkirche von Hrn. Professor Ant. Bruckner, [...] auf das Wirksamste unterstützt. [...]\" (**a).\nDie Tagespresse Nr. 86 hatte auf S. 7 einen Hinweis auf das Konzert gebracht (***),\ndesgleichen die Deutsche Zeitung Nr. 86 auf S. 8 (a),\ndie Morgen-Post Nr. 85 auf S. 3:\r\n     \" * Bei dem heute, als am Gründonnerstag, um 6 Uhr Abends in der Augustinerkirche stattfindenden geistlichen Konzerte des Wiener Männergesangvereines kommen in nachstehender Reihenfolge zur Aufführung: 1. Freie Orgelphantasie von Prof. Bruckner; [...] und 9. \"Orgel=Nachspiel\" von Prof. Bruckner.\" (b),\ndie Neue Freie Presse Nr. 2727 auf S. 6:\r\n     \"Wien, 27. März. [...] (Kirchenmusik.) Bei dem morgen, als am Gründonnerstag um 6 Uhr Abends in der Augustiner=Kirche stattfindenden geistlichen Concerte des Wiener Männergesang=Vereines kommen in nachstehender Reihenfolge zur Aufführung: 1. Freie Orgel=Phantasie von Professor Bruckner; [...] und 9. Orgel=Nachspiel von Professor Bruckner.\" (c),\ndie Österreichische Volkszeitung [»Professor Brückner«] (d),\nnochmals das Fremdenblatt auf S. 6 (ohne Krauß zu erwähnen) (e),\ndie Blätter für Musik, Theater und Kunst Nr. 25 auf S. 100:\r\n     \" * Am Gründonnerstag um 6 Uhr Abends findet das übliche \"geistliche Concert\" des Wiener Männergesangvereins in der Augustinerkirche mit folgendem Programm statt: 1. Freie Phantasie für die Orgel von Professor Bruckner. [...] 9. Orgelnachspiel, ausgeführt von Prof. Bruckner. Der Eintritt in die Kirche ist selbstverständlich Jedermann anheimgestellt.\" (f)\nund das Neue Fremdenblatt Nr. 86 auf S. 4:\r\n     \" * (Kirchenmusik) Bei dem heute als am Gründonnerstag um 6 Uhr Abends in der Augustinerkirche stattfindenden geistlichen Konzerte des Wiener Männergesangvereins kommen zur Aufführung: 1. Freie Orgelphantasie von Professor Bruckner; [...] und 9. Orgel=Nachspiel von Professor Bruckner.\" (g).\nE. Schelle geht in seinem Feuilleton \"Musik.\" in der Presse Nr. 86 auf S. 3 auch auf das Rubinstein-Konzert vom 26.3.1872 ein und erwähnt Bruckners Mitwirkung:\r\n     \"Die Aufführung im Ganzen war gelungen. Herr Rokitansky sang den Satan meisterhaft. Herrn Walter's Tenor repräsentirte Gottes Stimme in wirksamer Weise in den letzten zwei Acten von der Orgel herab, welche Herr Bruckner mit bekannter Meisterschaft spielte. Sein Vortrag konnte übrigens lebendiger und weniger gedehnt sein. Frau Ida Gaßebner hatte einen Engel und Eva zusammen übernommen und führte ihre Partie mit zwar kleiner, aber wohlklingender Stimme recht ansprechend durch. Der Adam war Herrn Dr. v. Raindl zugefallen; die drei Erzengel, Raphael, Michael, Gabriel, sangen die Damen Stenzl, Exner, Wolf. Das Orchester stand dem Chor würdig zur Seite und das Publicum überhäufte den Componisten mit schmeichelhaften Beweisen wärmster Anerkennung. | E. Schelle.\" (h).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:24"}, {"ID": 187203295, "Datum": "29.3.1872, Karfreitag", "Haupttext": "Bruckner wird als Organist in der Kritik der Österreichischen Volkszeitung zur Rubinstein-Aufführung [26.3.1872] erwähnt:\r\n     »ah. Konzerte. Das zweite außerordentliche Gesellschaftskonzert [...] Das Aufgebot der an der Ausführung betheiligten künstlerischen Kräfte war ein imposantes. Die Hofopernsänger Herren Rokitansky und Walter, der Hoforganist Professor Bruckner und [...] liehen dem umfangreichen Werke ihre Mitwirkung. [...]« (*).\n\r\nVon diesem Konzert berichtet auch die Neue Freie Presse Nr. 2728 auf S. 7f, signiert \"-m.\":\r\n     \"[... Walter, Rokitansky, Ida Gaßebner, Dr. Raindl, Stenzl, Exner, Wolf ...] Die Orgel spielte in präciser Weise Herr Bruckner. Aeußerlich war der Erfolg des \"Verlorenen Paradieses\" sehr günstig, [...]    -m.\" (**).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:06"}, {"ID": 187203305, "Datum": "30.3.1872, Karsamstag", "Haupttext": "Kritik des Konzerts vom 28.3.1872 in der »Presse« Nr. 88 auf S. 10 [der Artikel vermutlich am 29.3.1872 geschrieben, die ganze Rubrik ist ohne Datierung]: \n\n   » - Das geistliche Concert, welches der Wiener Männergesang=Verein gestern Abends 6 Uhr in der Augustinerkirche abhielt, war mancherlei Störungen ausgesetzt. [... über das Chaos bei der Platzzuweisung, die Unruhe des Publikums ...] In die Leitung des Concerts theilten sich die beiden Chormeister Weinwurm und Kremser. Hoforganist Brückner [sic] behandelte die Orgel, als ob sie ein Clavier wäre [...]« (*). Ziemlich sicher ist Bruckner über die Osterfeiertage nach Linz gefahren, wobei er mit Waldeck zusammentraf, um die d-moll-Messe zum Versand vorzubereiten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204005, "Datum": "April 1872", "Haupttext": "Artikel (über das Orgelspiel in London [August 1871] und über Zeitungsstreitigkeiten in Haberts Zeitschrift für katholische Kirchenmusik, 5. Jahrgang, Nr. 4 auf S. 31f:\r\n»                              Berichtigung.\n     Die Fl. Bl. Witt's [Fliegende Blätter für katholische Kirchenmusik, Februar 1872] bringen über Professor Bruckner aus Wien eine Notiz nach Leipziger Blättern, in welcher von Bruckner-Schwindel und Bruckner-Reklame zu lesen ist, und schliesslich eine sehr ehrenrührige Nachricht mitgetheilt wird, trotzdem die Red. versichert, sie halte Hrn. Br. für unschuldig. Wir ersuchen hiemit die Red. jener Leipziger Blätter und die Red. der Fl. B. um Aufnahme folgender Thatsachen zur Berichtigung:\n     Die Ausstellungskommission in London hatte sich an die Handelskammern verschiedener Länder gewendet, diese möchten tüchtige Organisten nach London senden, welche während der Ausstellung auf der grossen Orgel der Alberthalle concertiren sollten. Es meldeten sich drei Organisten, welche hier in Wien zur Probe spielten, darunter Hr. Prof. Bruckner, und dieser wurde von den Fachmännern der Wiener-Handelskammer empfohlen, und in Folge dessen von derselben nach London geschickt. – Prof. Bruckner hatte in London, wie jeder andere Organist, sechs Concerte in der Alberthall zu geben. Er spielte ebenfalls Bach, Mendelssohn u. s. w. und improvisirte über verschiedene Themen. Nun geschah es dort, wie in Nancy und wie überall, wo Bruckner sich hören liess, dass er das Publikum durch sein Spiel entzückte, und dass in den Zeitungen sogar nach mehreren Monaten noch mit der grössten Anerkennung von ihm geschrieben wurde. Wie man da von einem Schwindel oder von Reklame sprechen kann ist unbegreiflich; begreiflich aber, dass Bruckner kleine Seelen hier wie anderwärts in Aufregung brachte, weil ihnen sein Erfolg ein Dorn im Auge war. Ein Künstler, wie Bruckner, hat nicht Ursache, seine Kollegen zu beneiden, sondern es freut ihn, wenn auch ein Anderer Erfolge erringt; er hat auch nicht nöthig über sich selbst zu schreiben, das kann er solchen überlassen, die klein sind, aber gerne gross sein möchten, und darum ihre eigenen geringen Leistungen als Wunderwerke ausposaunen. Unrichtig ist die Mittheilung, die auch wir nach Wiener Blättern brachten, dass Bruckner den von der Königin von England ausgesetzten Preis erworben hat. Es wurde kein Preis ausgesetzt, und also keiner erworben und vertheilt.\n     Das von Witt mitgetheilte Urtheil Liszt's würde hier eine Geltung haben, wenn Bruckner einmal vor demselben gespielt hätte; da dieses nie geschah [vgl. aber 13.12.1871!], so hat dasselbe doch nur einen beschränkten Werth. – Auch die Urtheile der Leipziger Blätter über den Virtuosen Tod scheinen unzuverlässig und partheiisch, weil sie, indem sie diesen erheben, einem andern Künstler einen Fusstritt versetzen. Wir wollen an Hrn. Tod's Erfolg nicht im Geringsten zweifeln; wir konstatiren nur, dass ein Urtheil in unsern Augen partheiisch scheint, wenn es, wie bemerkt, keine noble Gesinnung zeigt.\n     Bruckner's Erfolg kam seinen Gegnern wahrscheinlich sehr ungelegen; dafür aber erfreute sie eine Mittheilung der L. T. Post [Linzer Tages-Post vom 13.10.1871 gemeint?], nach welcher Hr. Prof. Bruckner wegen einer unsittlichen Handlung, verübt in der Lehranstalt zu St. Anna in Wien, seiner Stellen als Prof. an derselben und an dem Conservatorium enthoben worden wäre etc. – Die Mittheilung ist vom Anfang bis zum Ende erlogen. Hier in Wien erhielt man erst aus jenem Provinizialblatte Kenntnis von derselben, worauf der Direktor der Anstalt Hrn. Bruckner ein Zeugniss ausstellte, in welchem jene Angriffe als unbegründet dargestellt wurden, und welches in den öffentlichen Wiener Blättern veröffentlicht wurde. Warum nahmen jene Leipziger Blätter von diesem Zeugnisse keine Notiz? Und wie kommt es, dass Hr. Witt, trotzdem er die ehrenrührige Notiz nicht glaubt, dennoch seinen Lesern mittheilt? Würde eine solche Handlung sich nicht selbst verdammen, so würden wir gar manches zu bemerken haben; so aber ist es unnöthig ein Wort beizufügen.« [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:55"}, {"ID": 187204025, "Datum": "2.4.1872, Dienstag", "Haupttext": "Das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 8 schildert auf S. 4 anekdotisch die Ereignisse in einem Wiener Kaffeehaus, denen sich ein Besuch des Konzerts am Gründonnerstag (28.3.1872) anschließt. \n\n    \"[...] Die Augustinerkirche war dicht besetzt von kunstliebenden Herren und Damen, die auf guten Ton und gute Töne etwas halten. | Auch unsere Mokkadame fehlte nicht. Sie hat nun einmal die Passion, musikalische Vorträge von Männerstimmen gern zu hören. Glücklich war sie bis hinter jenen Pfeiler vorgedrungen, an welchem sich der Strom der heranwogenden Menge sicher brechen mußte, im Falle es dem schützenden Arme - Arthur's nicht gelingen sollte, die Gefahr abzuwenden. Wirklich war es Arthur, der Schöngeist und Liebhaber der Kunst und der - Büffet=Dame, welcher die Angebetete bis zu der heiligen Stätte begleitet hatte. Der Sängerchor hatte eben das Schubert'sche \"Pilgers Ruhethal\" begonnen - die herrlichen Klänge durchzitterten gar wunderbar den stillen Raum und die sympathischen Herzen der beiden Glücklichen - da mischte sich in diese süße harmonische Stimmung ein harter Mißton aus dem Munde des - Kaffeesieders! - Die überraschte Gruppe flog auseinander, Ritter Arthur gegen Osten, die Dulcinea gegen Westen, auch der Störenfried eilte, ohne das Orgel=Nachspiel des Professors Bruckner abzuwarten, nach Hause, wo aber ohne Zweifel noch ein Nachspiel aufgeführt worden ist, vielleicht auch mit - Lamentationen, aber keinen musikalischen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204035, "Datum": "3.4.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 28.3.1872, signiert \"Dr. L\" [Laurencin?], in den Blättern für Musik, Theater und Kunst Nr. 27  auf S. 106 mit kritischen Bemerkungen zu Bruckners Orgelspiel: \n\n     \"[...] Hr. Hoforganist Prof. Bruckner vertrat die Vor= und Nachspiele auf der Orgel. Alle Ehre der technischen Meisterschaft desselben. Ich schwärme persönlich durchaus nicht für jene Ansicht, die aus der Orgel ein Clavier zu machen beflissen, das Oberpriesterinstrument zu einem Schnellläufer herabzuwürdigen. Auch dünkt mich aller Hrn. Bruckner im Allgemeinen zuzuerkennenden improvisatorischen Gewandtheit ungeachtet jener Gedankenkreis, über den er verfügt, viel zu eng, viel zu beschränkt, zu sehr in provinzialistischen Kleinigkeitskrämereien bis jetzt noch aufgegangen. Er spinnt seine Durchführungen wohl in die Länge fort, allein es fehlt ihnen Breite und vollends Tiefe. Es herrscht zu viel des Kurzathmigen und Apercuartigen in seinem Präludiren und Improvisiren. Der Mann scheint wohl die Orgelmeister des deutschen Südens, aber kaum gründlich genug jene des germanischen Nordens, vornehmlich Seb. Bach und dessen geisitig erleuchtete Vorgänger und Nachfolger, studirt zu haben. [...] [Signatur am Ende des Artikels:] Dr. L.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204045, "Datum": "(4.4.1872, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204095, "Datum": "9.4.1872, Dienstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Neuen Fremdenblatt Nr. 97 auf S. 8 macht auf das Konzert vom 14.4.1872 (mit Bruckners Mitwirkung) aufmerksam (*).\n \nEin Inserat erscheint auch in den Blättern für Theater, Musik und Kunst Nr. 29 auf S. 116 (= S. 4):\n     \"[...] Mitwirkende: Hervorragende Gesangssolisten, \"Singverein\", Director Hr. Josef Hellmesberger, k. k. Concertmeister, Hr. Professor Bruckner. (Orgel.) [...]\" (**).\n \n[1872? o.J., siehe die Anmerkung]\n(Brief von Johann Baptist Burgstaller (Linz) an Ignaz Traumihler:\n     Ob er sich beim Stift St. Florian für den beim Präparandiekurs abgewiesenen jungen Süka verwenden könne? Er kenne nach dessen sechsmonatigen Hiersein dessen Begabung und das Potential, einmal Nachfolger des Organisten Seiberl zu werden (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204105, "Datum": "10.4.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Mozart-Requiems unter Eders Leitung bei der Trauerfeier für Tegetthoff um 10 Uhr in der Augustinerkirche (*).\nBruckner wirkt als Organist mit, wie einigen heutigen Ankündigungen zu entnehmen ist:\nDeutsche Zeitung Nr. 98 auf S. 8:\r\n     \"(Kirchenmusik.) Heute, Mittwoch, Vormittags 19 Uhr, werden in der k. k. Hofkirche St. Augustin auf Ansuchen der Capellmeisters Eder die k. k. Hofopernsänger  Dustmann, Tremel, Walter und Dr. Schmid aus Pietät für Tegethoff im Mozart=Requiem die Soli singen, wie auch Solo=Posaunist Mettenleitner, Hoforganist Bruckner und die Chor= und Orchester=Mitglieder des Hofoperntheaters ihre Mitwirkung zusicherten.\" (**),\nFremdenblatt Nr. 98 auf S. 6:\r\n     \" - Heute, Mittwoch, 10 Uhr werden bei dem feierlichen Requiem [... Eder, Dustmann, Tremml, Walter, Dr. Schmidt ...] das Posaun=Solo hat Hr. Mettenleitner, die Orgel Hoforganist Bruckner Chor und Orchester die Mitglieder des Hofoperntheaters übernommen.\" (***),\nTagespresse Nr. 98 (°)\nund \"Die Presse\" Nr. 98 auf S. 10:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin werden Mittwoch um 10 Uhr, auf Ansuchen der Capellmeisters Eder, Frau Dustmann, Fräulein Tremml, Herr Walter und Dr. Schmidt vom Hofoperntheater aus Pietät für Tegethoff die Soli in Mozart's Requiem vortragen, wie auch Solo=Posaunist Mettenleitner, Hoforganist Bruckner und die Chor= und Orchester=Mitglieder des Hofoperntheaters ihre Mitwirkung zusicherten. Am Samstag den 13. April, als dem Sterbetage weiland des Feldmarschalls Heß, wird um 10 Uhr ein Militär=Seelenamt abgehalten werden.\" (°°).\nBereits in der Abendausgabe der Deutschen Zeitung Nr. 98 erscheint auf S. 1 ein Bericht:\r\n     \"(Tegetthoff=Requiem.) Zum Andenken des nur zu früh von uns geschiedenen Vice=Admirals v. Tegetthoff veranstaltete der Veteranen=Verein, welcher den Namen des großen Todten führt, eine dessen würdige Gedenkfeier. [... Kirche überfüllt ... entsprechend ausgeschmückt ... Zusammensetzung des Publikums ...] Punkt 10 Uhr begann die Celebrirung der heiligen Messe und in andächtiger, weihevoller Stimmung lauschten die Anwesenden den KLängen des Mozart'schen Rewuiems, an dessen wahrhaft künstlerischer Executirung sich die Damen Dustmann und Tremel, die Herren Walter, Dr. Schmidt, Mettenleitner und Bruckne, sowie die CHor= und Orchester=Mitglieder des Hofoperntheaters unter den bewährten Leitung des Capellmeisters Eder betheiligten.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:07"}, {"ID": 187204115, "Datum": "11.4.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat in der Wiener Zeitung Nr. 82 auf S. 152 (= S. 8) erwähnt Bruckners Mitwirkung beim Konzert am 14.4.1872 [Text nahezu identisch mit dem vom 9.4.1872].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204125, "Datum": "12.4.1872, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 16 verzeichnet auf S. 166 auch das Konzert vom 28.3.1872:      »- Am Gründonnerstage übliches geistliches Concert des »Männergesangvereins« in der Augustinerkirche mit folgendem Programm: Freie Phantasie für die Orgel von Prof. Bruckner, [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204145, "Datum": "14.4.1872, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung des heutigen Konzerts durch Inserate im Fremdenblatt Nr. 102 auf S. 8 [Text nahezu identisch mit dem vom 9.4.1872] (*) und im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 101 auf S. 6 (*a).\n\n\n\nIn einem außerordentlichen Gesellschaftskonzert dirigiert Anton Rubinstein Robert Schumanns Musik zu Goethes \"Faust\". Bruckner wirkt als Organist mit, Konzertmeister ist Josef Hellmesberger (**).\nSolisten: Marie Wilt (Gretchen) und die Herren Dr. Krückl (Faust), Dr. Kraus (Mephistopheles), Pirk (Ariel) und Maas (***). \n\nRubinstein beendet mit diesem Konzert seine Tätigkeit beim Wiener Singverein. \n     \"Unmittelbar nach Schluß des III. außerordentlichen Gesellschaftsconcertes fand im großen Foyer des Gesellschaftshauses im Beisein aller in diesem Concerte beschäftigten Künstler und Dilettanten eine herzliche Feier statt, welche dem aus dem Verbande der Gesellschaft der Musikfreunde scheidenden artistischen Director Anton Rubinstein galt.\" \n\n[Die Mitwirkung Bruckners und seine zu vermutende Anwesenheit bei der Nachfeier werden in keiner Besprechung erwähnt] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204185, "Datum": "18.4.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Im Konzert des Zöglingsorchesters des Wiener Konservatoriums wird eine \"Rhapsodie\" von Adalbert von Goldschmidt aufgeführt.", "Letzte Änderung": "08.04.2025 10:07"}, {"ID": 187204205, "Datum": "(20.4.1872, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204215, "Datum": "21.4.1872, Sonntag", "Haupttext": "In der Hofburgkapelle werden Werke von Johann Evangelist Habert aufgeführt: Messe in G, \"Haec dies sacra\" und \"Beati estis\" (*).\nLaut Bruckners (Augenzeugen?-)Bericht spätestens November 1872 an Traumihler [? (siehe die Anmerkung)] \"ohne merklichen Erfolg\", wie Franz Xaver Witt im Juni 1873 (1.6.1873) in der \"Musica sacra\" schreibt:\n     \" - Habert's Cäcilienmesse [siehe die Anmerkung] wurde heuer in der Hofburgkapelle zu Wien aufgeführt, aber, wie ich durch Herrn Bruckner erfahren, ohne merklichen Erfolg.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204244, "Datum": "(vor dem 24.4.1872)", "Haupttext": "Herbeck fährt nach Mailand zu einer Aufführung von Verdis »Aida«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204245, "Datum": "(24.4.1872, Mittwoch)", "Haupttext": "Premiere von Rubinsteins »Feramors« unter Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204255, "Datum": "(25.4.1872, Donnerstag)", "Haupttext": "Premiere von Cherubinis »Wasserträger«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187204305, "Datum": "30.4.1872, Dienstag", "Haupttext": "Johann Höhne, Eigentümer des Hauses Währinger Str. 41, bestätigt, daß er von Bruckner die Mietzahlung (54 fl. 50 kr. für die Zeit vom 1.5. bis 1.8.1872) erhalten hat:\r\n»Währing den 30ten April [1]872.\r\nHerr Professor Bruckner!\r\nDen mier überschickten 1/4 jährigen Zins sam[m]t allen gez. [per?] 54 f 50 x: für die Zeit vom 1ten May bis 1ten August [1]872. habe ich erhalten.\r\nJoh Höhnemp\r\nHauseigenth« (*).\nBrief Bruckners an die Londoner Ausstellungskommission:\r\n   Übersendet die Partitur [und die Stimmen?] der d-moll-Messe (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 08:36"}, {"ID": 187205005, "Datum": "Mai 1872", "Haupttext": "Artikel Witts in den \"Fliegenden Blättern für katholische Kirchenmusik\" Nr. 5 siehe 15.5.1872.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187205045, "Datum": "(4.5.1872, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187205065, "Datum": "6.5.1872, Montag", "Haupttext": "Ankunft Wagners, von Linz kommend, um 10 Uhr am Wiener Westbahnhof. Unterkunft bei Standthartner. Herbeck kommt dazu (*).\nBruckner traf zumindest am Bahnhof mit Wagner zusammen (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:36"}, {"ID": 187205085, "Datum": "8.5.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des »Rienzi« unter Herbecks Leitung. Wagner ist mit vielem nicht zufrieden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187205125, "Datum": "12.5.1872, Sonntag", "Haupttext": "Wagner dirigiert in einem vom Wagner-Verein organisierten und mit Hilfe Herbecks vorbereiteten Konzert neben Beethovens »Eroica« auch Ausschnitte aus Walküre, Tannhäuser und Tristan [siehe die Anmerkung] (*).\r\n     Bruckner besucht mit Kitzler und Dorn das Konzert (**).\nDorn ist noch bis Mitternacht bei Bruckner (***).\nVormittags hatte ein Empfang bei Standthartner stattgefunden, an dem Nikisch, Paur, Mottl [Bruckner??] u.a. (°) und Mitglieder des Akademischen Gesangvereins (°°) teilnahmen.\nMehrere kleine Artikel über Richard Wagner (mit Abbildung auf S. 102 = Titelblatt) in \"Die Bombe\" Nr. 19 (°°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:16"}, {"ID": 187205155, "Datum": "15.5.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel Witts in den »Fliegenden Blättern für katholische Kirchenmusik« Nr. 5 auf S. 44. Verteidigt [auf Habert (April 1872) reagierend] seine gutgemeinte frühere Notiz in Heft Nr. 2 [15.2.1872] zur Affaire St. Anna. Auch die »Tonhalle« habe noch 1879 auf S. 679 die Berichtigung der Linzer Tages-Post gebracht. Traumihler habe eine Wiener Zeitung mit einem Bruckner entlastenden Zeugnis [R. Niedergesäß, 17.10.1871 ?] zugeschickt und selber auch Bruckner charakterisiert.\n\"                            Notizen.\n     [...]\n     2  Die in Nr. 2 enthaltene Notiz, Hrn. Prof. Bruckner betreffend, sollte eine Vertheidigung des Hrn. Professors sein gegenüber weit verbreiteten Gerüchten in öffentlichen Blättern. Auch die Tonhalle hat p. 679 (1871) einen vertheidigenden Bericht der Linzer Tagespost gebracht. Hr. Traumihler sendet ein in einem Wiener Blatte veröffentlichtes Zeugniß des Direktors der betreffenden Anstalt, worin demselben \"streng moralische Haltung\" bestätiget wird und setzt hinzu: \"Hr. Bruckner ist ein reiner, tief religiöser Mann mit einem entschiedenen grossen Talente für das Orgelspiel bei einem gleich grossem [sic] beispiellosen ausdauerndem Fleiße  .  .  .   Ich habe mit großer Befriedigung Ihr maßvolles Urtheil über ihn gegenüber der abträglichen Notiz eines anderen Blattes gelesen.\" Ich wiederhole, daß ich Hrn. Br. nur vertheidigen wollte.\n     3. Die Chorregentenstelle in Weilheim [...].\" (*).\n \nVormittags Enthüllung des Schubert-Denkmals im Stadtpark in Anwesenheit von Stremayr, Herbeck, Dumba u.a.; Rudolf Weinwurm dirigiert das Sanctus aus der Deutschen Messe. Abends im Großen Musikvereinssaal Festkonzert mit Werken Schuberts. Mitwirkende sind u.a. Herbeck, der Wiener Männergesangverein, Marie Wilt, Hellmesberger, Bachrich und Epstein (**).\n \nBesprechung des Wagner-Konzerts vom 12.5.1872 durch Eduard Kulke im Vaterland (***).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:25"}, {"ID": 187205175, "Datum": "(17.5.1872, Freitag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187205185, "Datum": "18.5.1872, Samstag", "Haupttext": "In der »Presse« Nr. 136 wird auf S. 11 das Programm der Kirchenmusik an den Pfingstfeiertagen bekanntgegeben:\n     \" - In der k. k. Hofparrkirche zu St. Augustin werden an beiden Pfingsttagen, um 11 Uhr, Messe und Einlagen von Gyrowetz, Mercadante, Krall, Gotthard, Mozart, Hermann Zopff zur Aufführung kommen. Die Soli werden die Damen Lederer, Pruckner und Ritter und die Herren Dunkl, Teller und Maxintsack, Mitglied des Hoftheaters vortragen. Pfingstsonntag spielt Hoforganist Bruckner, Pfingstmontag Herr Vockner aus Ischl die Orgel.\" (*).\n \nAusführlicher schreibt das Neue Fremdenblatt Nr. 136 auf S. 3:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin am Pfingstsonntag Festmesse von Gyrowetz, Graduale von Johann Krall, Offertorium von J. P. Gotthardt; am Pfingstmontag Messe von Mercadante, Graduale von Mozart, Offertorium, Sopran= und Violinsolo von Dr. Hermann Zopff. Die Soli werden die Damen Lederer, Pruckner und Ritter, Mitglied des Hofoperntheaters, dann die Herren Dunkl, Teller und Joseph Maxintsack, Mitglied des Hoftheaters, vortragen. Am ersten Tage spielt Hoforganist Bruckner, am zweiten Herr Vockner die Orgel.\" (**).\n \nDagegen teilt die Neue Freie Presse Nr. 2777 auf S. 9 knapp mit:\n     \"(Kirchenmusik.) Am Pfingstsonntag [...] In der Hofpfarrkirche St. Augustin: Messe von Gyrowetz; Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 23:12"}, {"ID": 187205195, "Datum": "19./20.5.1872, Pfingstsonntag/Pfingstmontag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Sonntagsgottesdienst um 11 Uhr in der Augustinerkirche. Es erklingen Werke von A. Gyrowetz, Johann Krall und J. P. Gotthard. Solisten [bei welchem Werk? Pfingstmontag?) sind die Damen Lederer, Pruckner und Ritter und die Herren Dunkl und Teller, Maxintsak. Am Pfingstmontag spielt \"Herr Vockner aus Ischl die Orgel.\"", "Letzte Änderung": "14.10.2024 11:31"}, {"ID": 187205225, "Datum": "22.5.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Zur Grundsteinlegung des Bayreuther Festspielhauses dirigiert Richard Wagner Beethovens 9. Sinfonie.\r\nFür Bruckner könnten u. a. folgende mitwirkenden Orchestermusiker (meist aus Wien) eine Rolle spielen: die Geiger Jakob Grün, Robert Heckmann (Leipzig), Josef Hellmesberger, Josef Maxintsack, Arthur Nikisch, die Bratscher S. Bachrich, Anton Thoms (München), Alexander Buchta, Julius Desing, Vladimir Labler (Olmütz), der Cellist Reinhard Hummer, die Kontrabassisten Franz Simandl und Eduard Stanek, die Bläser Franz Doppler, Carl Pöck, Leopold Swoboda, W. Krankenhagen, Carl Röder, Wilhelm Kleinecke sen. und jun., Josef Scheu, (Johann Kandler?) und an Pauke/Schlagzeug Hans Richter.", "Letzte Änderung": "29.08.2025 07:37"}, {"ID": 187205255, "Datum": "25.5.1872, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik wird in mehreren Blättern angekündigt:\n \nDie Presse Nr. 142 auf S. 11:\n     \" - In der Pfarrkirche in der Alservorstadt wird am Sonntag den 26. Mai, um 10 Uhr, das Fest der heiligen Dreifalktigkeit besonders feierlich abgehalten und Capellmeister Eder Haydn's prachtvolle Theresienmesse, Graduale, Sopran= und Cellosolo von Mercadante, Offertorium von Mozart aufführen. Die Soli werden die Damen Lederer, Ritter, Mitglied des Hoftheaters, Professorin Pruckner und die Herren Dunkl und Teller vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (a),\n \nFremdenblatt Nr. 142 auf S. 5:\r\n     \" - In der Pfarrkirche Alservorstadt wird morgen Sonntag um 10 Uhr Kapellmeister Eder Haydn's prachtvolle Theresien=Messe, Graduale, Sopran= und Cello=Solo von Mercadante, Offertorium von Mozart, aufführen und die Soli die Damen Lederer, Ritter, Pruckner, dann die Herren Dunkl, Weidinger und Teller vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (b),\n \nMorgenpost Nr. 141 auf S. 4:\n     \" * Sonntag den 26. d. M., 10 Uhr, wird Kapellmeister Eder in der Pfarrkirche Alservorstadt Haydn's feierliche Theresien=Messe und Einlagen von Mozart mit Mitgliedern des Hofoperntheaters aufführen und Hoforganist Bruckner die Orgel spielen.\"(c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 2783 auf S. 9:\n     \"In der Pfarrkirche Alsergrund [... Programm und Mitwirkende wie (b) ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel. (d),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 142 auf S. 3:\n     \"[... Programm und Mitwirkende wie (b) ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\"(e)\n \nund Der Wanderer Nr. 123 auf S. 7 (f).\nDatierung »Reingeschrieben den 25 May 1872,« in Carl Kratzls am 23.6.1871 geschriebenen Prüfungsarbeit »Prüfungsthema von Liszt - bei Brukner« (*).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:33"}, {"ID": 187205265, "Datum": "26.5.1872, Sonntag", "Haupttext": "Beim Gottesdienst um 10 Uhr in der Pfarrkirche der Alservorstadt spielt Bruckner Orgel. Unter Eders Leitung werden aufgeführt: die Theresienmesse von Haydn, ein Graduale (Sopran- und Cellosolo) von Mercadante und ein Offertorium von Mozart. Solisten: Leder [Lederer], Pruckner, Ritter (Damen) und die Herren Dunkl und Teller; Cellosolo: Weidinger (*).\nBruckner bittet Otto Fehringer, bei Proben und Aufführung der Messe [f-Moll-Messe gemeint?? oder bisher unbekannte Aufführung der d-Moll-Messe?] mitwirken zu wollen. Klagen über Herbecks Intrigen bei einer Aufführung [oder recte: Probe?] dieser Messe (**).", "Letzte Änderung": "13.09.2024 07:25"}, {"ID": 187205275, "Datum": "(27.5.1872, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187205305, "Datum": "30.5.1872, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Brief Bruckners [Adressat unbekannt]:\r\n    Sein Besuch im \"Amtslokale\" werde durch die Verpflichtungen an drei Unterrichtsanstalten vereitelt; am Konservatorium sei er täglich 11 bis 1 Uhr anzutreffen (*).\nIgnaz Dorn 33-jährig in Wien gestorben.\r\nEine Schilderung von Dorns Kontakt mit Wagner und seinen letzten Stunden findet sich u. a. im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 74 vom 8.6.1872 auf S. 4 (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 13:29"}, {"ID": 187206005, "Datum": "Juni 1872", "Haupttext": "Proben zur f-moll-Messe, anfangs sehr schlecht besucht. Die Generalprobe im Musikvereinssaal wird teilweise von Herbeck geleitet. Für Hellmesberger steht das Werk ebenbürtig neben Beethovens »Missa solemnis«. Der Flötist Doppler äußert sich noch im Oktober 1872 positiv über die Messe. - Bei der Vermittlung der Augustinerkirche als Aufführungsort war Chordirektor Eder behilflich. - Bruckner entstanden für die Aufführung 300 fl. Kosten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187206025, "Datum": "2.6.1872, Sonntag", "Haupttext": "Brief Otto Fehringers an Marian Wenger:\r\n   Der von [Leopold?] Eder empfohlene Instrumentenbauer sei sehr nachlässig. Letzten Sonntag habe Bruckner ihn gebeten, bei seiner Messe mitwirken zu wollen, und über Herbeck geklagt, der bei einer Aufführung dieser Messe, die für London bestimmt sei, die Kontrabässe hätte falsch spielen lassen. Bruckner sei schon öfters in Seitenstetten gewesen und habe ein Zeugnis von Pfeiffer. Das Schubert-Denkmal [vgl. 15.5.1872] sei enttäuschend.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 22:43"}, {"ID": 187206027, "Datum": "zwischen 2. und 8.6.1872", "Haupttext": "Begräbnis von Ignaz Dorn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187206035, "Datum": "(3.6.1872, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187206105, "Datum": "10.6.1872, Montag", "Haupttext": "Brief der Londoner Ausstellungskommission an Bruckner:\r\n   Bestätigt, den Brief vom 30.4.1872 und die Partitur der d-moll-Messe empfangen zu haben. Unterschrift des Sekretärs J. A. Wright (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\r\n     Dankt für das Referat. Der Angriff des Linzer Volksblatts sei zu bedauern. Man könne die Österreicher nicht zum deutschen Cäcilien-Vereins zwingen. Dass Traumihler in Eichstätt war und als Referent gewählt wurde, sei Gottes Fügung. 1871 habe Habert in seiner Zeitschrift zum Protest gegen Witt aufgerufen; er, Witt, werde aber dazu nicht mehr viel schreiben, erhalte auch die Zeitschrift nicht mehr (auch Metten nicht). Traumihlers Plan zur Gründung eines Bezirksvereines sei zu begrüßen. Kleinere Gruppen seien wirkungsvoller. Die Tatsachen entscheiden: für Habert sei in Brixen, Trient, Vorarlberg und bald auch Salzburg und Seckau nichts zu gewinnen. In Linz spiele Traumihler eine wichtige Rolle. Wenn es gelänge, in Linz einen Chor zusammenzustellen, könnte man auch den Bischof für die Sache gewinnen (***)).", "Letzte Änderung": "25.09.2025 12:08"}, {"ID": 187206115, "Datum": "11.6.1872, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld: \n   Am 16.6.1872 um 11 Uhr werde in der Augustinerkirche unter seiner Leitung die f-moll-Messe aufgeführt unter Mitwirkung von Hofopernorchester und -chor, Hellmesberger, Dr. Kraus etc. Habe in den Proben sehr gefallen. Stremayr wolle auch kommen. Nachsatz »Liszts Urtheil habe ich seinerzeit geschrieben«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187206135, "Datum": "13.6.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Die Aufführung der f-Moll-Messe und Bruckners Orgelspiel am 16.6.1872 wird in einigen Zeitungen angekündigt:\nFremden-Blatt S. 6 (*)\nund Neue Freie Presse Nr. 2802 S. 8:\r\n\"[Kirchenmusik.]  Hof-Organist Professor Anton Brucknerwird Sonntag den 16. d. M. um 11 Uhr seine große F-Messe sammt Einlagen in der Hofpfarrkirche St. Augustin aufführen, wobei Mitglieder des Singvereins, des Männergesang-Vereins, Chor-und Orchester-Mitglieder des Hofoperntheaters, an der Spitze Director Hellmesberger, mitwirken werden. Bruckner, der, um die\r\nAufführung zu ermöglichen, keine Mühe und Kosten scheute, wird persönlich dirigiren und am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge\r\nspielen.\" (**).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:37"}, {"ID": 187206145, "Datum": "14.6.1872, Freitag", "Haupttext": "Die Morgenpost Nr. 161 kündigt auf S. 3 die Aufführung der f-Moll-Messe am 16.6.1872 an: \n\n     \" * Sonntag, 11 Uhr, wird Hoforganist Bruckner in der Hofkirche St. Augustin seine F-Messe sammt Einlagen zum ersten Male aufführen, wobei Mitglieder des Sing= und Männergesangvereins, Chor= und Orchestermitglieder des Hofoperntheaters mitwirken, und Herr Bruckner am Schluß des Hochamtes eine Orgelfuge spielen wird.\"\n\n\nGleiches meldet das Neue Fremdenblatt Nr. 162 auf S. 4: \n\n     \" * Sonntag den 16. d. um 11 Uhr wird in der Hofpfarrkirche St. Augustin Hoforganist Bruckner\n seine F-Messe nebst Einlagen zum ersten \nMale aufführen, wobei Mitglieder des Sing= und Männergesangvereins, \nChor= und Orchestermitglieder des Hofoperntheaters, an der Spitze Direktor Hellmesberger, mitwirken, und Bruckner am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen wird.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187206155, "Datum": "15.6.1872, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Aufführung der f-Moll-Messe wird im »Wanderer« Nr. 144 auf S. 6 angezeigt (*).\n \nAuch die Deutsche Zeitung Nr. 163 bringt auf S. 9 einen Hinweis:\n     \" Sonntag, um 11 Uhr, wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Hoforganist Bruckner  seine große F-Messe sammt Einlagen zum erstenmale aufführen, wobei Mitglieder des Sing= und Männergesang=Vereines, Chor= und Orchester=Mitglieder des Hofoperntheaters, an der Spitze Director Hellmesberger, mitwirken werden und Bruckner am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen wird.\"  (**).\n»Die Presse« Nr. 163 teilt auf S. 15 den allen Artikeln gemeinsamen Standardtext, aber zusätzlich die Namen der Solisten mit: Hellmesberger, \"Frau Leder, Fräulein Ritter, Herr Prinz und Hofopernsänger Dr. Kraus\" (***).\nDas Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 81 betitelt seine inhaltlich identische Ankündigung auf S. 3 mit \"Interessante Kirchenmusik=Auffführung.\" (°).\nBeginn der Jahresprüfungen am Konservatorium (bis 9.7.1872) (°°).\n[15.6.1872?] Generalprobe der f-Moll-Messe im Musikvereinssaal (°°°).", "Letzte Änderung": "25.05.2023 11:40"}, {"ID": 187206165, "Datum": "16.6.1872, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung der f-moll-Messe um 11 Uhr in der Augustinerkirche durch die Philharmoniker unter Bruckners Leitung (*); Bruckner spielt am Schluß eine Orgelfuge (*a).\r\n     Ob Stremayr und Mayfeld tatsächlich unter den Zuhörern waren (**), ist nicht überliefert. Brahms soll von der Sakristei aus zugehört haben (***).\r\n     Unter den Mitwirkenden befinden sich der Singverein, der Wiener Männergesangverein [siehe die Anmerkung], Mitglieder des Opernchores, Hellmesberger (*a), die Solisten Frau Leder, Frl. Ritter, Herr Prinz (*b) und Dr. Krauß (*c), vermutlich Franz Doppler (°) und [??] als Kontrabassist Pater Otto Fehringer (°°).\n     Als Kritiker waren u.a. Speidel, Kulke und Hanslick anwesend (°°°), vermutlich auch Franz Gehring (#).\n \nDas Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 82 hatte auf der Titelseite nochmal einen Hinweis gebracht:\r\n     \"Heute: [...] - In der Augustinerkirche F-Messe des Prof. A. Brückner. - [...]\" (##).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:38"}, {"ID": 187206185, "Datum": "18.6.1872, Dienstag", "Haupttext": "Die »Presse« Nr. 166 berichtet auf S. 14 (recte 10? Seitennummerierung ist inkonsequent) über die Aufführung der f-Moll-Messe am 16.6.1872:\r\n   » - Der Professor Pruckner, der sich in Paris und London als Orgelvirtuose einen rühmlichen Namen erworben hat, führte gestern [die Rubrik trägt keine Signierung und keine Datierung, vermutlich am 17.6.1872 geschrieben] in der Augustiner=Kirche in Wien eine große Messe von seiner Composition auf. Das Werk machte trotz einzelner bizarrer Effecte im Ganzen einen tiefen Eindruck und zeugt von einem nicht unbedeutenden Compositionstalent. Wir behalten uns Näheres darüber vor. Der Componist hatte für die Aufführung, die unter seiner Leitung vor sich ging, viele Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden. Er verdankte das Gelingen seines Unternehmens zum Theile der Mitwirkung des Herrn Hellmesberger, der bekanntlich dem künstlerischen Streben heimischer Talente mit Rath und That stets auf das Liebenswürdigste entgegenzukommen pflegt.« (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 09:25"}, {"ID": 187206195, "Datum": "19.6.1872, Mittwoch", "Haupttext": "In der Kritik der Morgenpost Nr. 166 auf S. 3 (signiert »e. sp.«) zur f-Moll-Messe werden Hellmesberger (Violine) und Krauß (Baß) als Solisten namentlich genannt:\r\n    » * Professor Bruckner, der glückliche Gewinner der goldenen Medaille der vorjährigen Orgelkonzerte in London, der ausgezeichnete Kontrapunktist und Improvisator, hatte sich bisher mit Orchester=Kompositionen größeren Styles nicht an die Oeffentlichkeit gewagt. Vorgestern war die Augustinerkirche der Schauplatz seines ersten Wagnisses auch nach dieser Richtung. Er brachte seine D-moll-Messe [sic] - das Werk mehrerer Jahre - vor einem dichtgedrängten Publikum unter seiner eigenen Leitung, mit einem vorzüglichen Orchester, auf die Bretter - der Kirche. Jedermann mußte sich gestehen, daß hier ein nicht gewöhnliches Talent sich offenbare, daß Herr Bruckner mit einem Worte seiner Aufgabe vollkommen gewachsen sei. Die Messe selbst dürfte weniger einer Kirchen=Messe als einer Konzert=Messe entsprechen, [... über Bruckners Talent und stilistische Ähnlichkeiten mit Bach, Beethoven und Wagner...] Er erschöpft sein Thema wie ein tiefer Denker. Soli, Chor und Orchester greifen mit Glanz ineinander. Die Aufführung war eine imposante. Herr Hellmesberger als Violin=Solist und Herr Krauß, der das Baßsolo sang, brachten ihre Parte zur besten Wirkung; nicht minder der Chor, und das aus Mitgliedern der Hofopernkapelle zusammengesetzte Orchester. Eine erhöhte Wirkung müßte das Werk in einem Konzert=Saale üben; gewiß wäre es keine ganz undankbare Aufgabe, wenn der Dirigent der nächstjährigen Gesellschafts=Konzerte auch auf dieses Werk sein Augenmerk richten würde.       e. sp.«.\n[vgl. den Kommentar zu diesem Artikel in der Wiener Kirchenzeitung vom 20.7.1872]", "Letzte Änderung": "29.07.2024 09:26"}, {"ID": 187206205, "Datum": "20.6.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Unsignierte Kritik [Speidels?] über die f-moll-Messe im »Fremden-Blatt« Nr. 168 auf S. 6:\r\n»     – Letzten Sonntag ist in der Augustinerkirche die große Messe in F von Anton Pruckner, dem Wiener Hoforganisten und Professor am Konservatorium, aufgeführt worden. Der Komponist dirigirte sein Werk, das so lange eine papierene Existenz geführt hatte. Die Messe Pruckner's ist eine Komposition, die von der Erfindungskraft und dem ungewöhnlichen Können des Komponisten das rühmlichste Zeugniß ablegt. Mit poetischem Verständniß hat er sich in die vom Meßtexte geschaffenene Situationen vertieft und seine enorme kontrapunktische Kunst macht es ihm leicht, die schwierigsten Probleme spielend zu lösen. Uebrigens konnte der treffliche Tonkünstler dem Reize nicht widerstehen, dem Texte bis in die kleinsten Details zu folgen, ein Verfahren, das ihn (wie z. B. im Credo) allzusehr in die Breite führt und das die Gesammtstimmung des Satzes bedroht. Sodann läßt er sich von dem dramatischen Gehalte des Textes verführen, hin und wieder an das Theatralische zu streifen, wie gerade wieder im Credo, wo man sich einmal mitten in einer christlichen Wolfsschlucht zu befinden meint. Im Ganzen aber ist Pruckner's Messe ein Werk, das für das Wissen und Können des Komponisten großen Respekt einflößt.« (*).\nArtikel Eduard Kulkes [nicht: Eduard Kremsers] im »Vaterland« Nr. 167 auf S. 1 mit einem Nekrolog über Ignaz Dorn (**) und anschließend der Besprechung der f-Moll-Messe (***):\r\n      »Musik.\r\n(Ein Opfer der Zukunftsmusik. - Bruckner's Messe bei den Augustinern.)\nEd. K. Vor wenigen Tagen ist in Wien ein junger Mann zu Grabe getragen worden, der ward im buchstäblichen Sinne ein Opfer seiner Begeisterung für Richard Wagner. Der junge Mann war ein Musiker und hieß Ignaz Dorn. [... über drei Spalten Text über Dorn, über das Kennenlernen, über seine Kompositionsbegabung. Am Samstag [15.6.1872] habe er, [Kulke], erfahren, daß Dorn vorige Woche beerdigt worden sei. Erwähnt die unglückliche Begegnung mit Wagner ...] Friede seiner Asche. Ich werde seiner nie vergessen.\r\n   Meine verehrten Leser werden mir nach dieser Elegie über einen theuren Freund einige Worte des Trostes und der Erhebung gestatten. Solche Erhebung verschaffte mir die neue Messe in F von Professor Bruckner, welche verflossenen Sonnntag, 11 Uhr, in der Augustinerkirche aufgeführt wurde.\r\n   Professor Anton Bruckner ist einer der talentvollsten und zugleich bescheidensten Menschen, die mir auf meinem Lebenswege begegnet sind. Als Orgelspieler steht er seit des berühmten Hesse's Tod wohl ohne Gleichen da. Bekanntlich wurde er sowohl nach Frankreich als nach England zu Orgel=Congressen delegirt und errang da, wie dort bedeutende Erfolge. Leider findet dieser hervorragende Künstler im eigenen Vaterlande weniger Anerkennung als in der Fremde; obwohl Bruckner weit davon entfernt [ist], nach Auszeichnungen zu streben, oder gar um solche zu buhlen, so muß es ihn doch kränken, sich in der Heimat weniger geschätzt zu sehen, als in fremden Ländern. Deshalb ist es mir angenehm, auf sein Talent bei einer Gelegenheit hinweisen zu können, wo es sich in so ganz eminenter Weise kundgegeben, wie dies letzten Sonntag bei den Augustinern der Fall war. Ich kann über die dort gehörte Messe in F nach einmaligem Hören freilich kein erschöpfendes Urtheil abgeben, allein das wage ich zu behaupten, daß jeder feiner fühlende Geist sich von dem Werke ergriffen fühlen wird. Es ist darin keine Spur von Schablone. Man spürt es schon bei den ersten Klängen des \"Kyrie\", daß man es hier mit einem eigenthümlichen Geiste zu thun hat, und was die Hauptsache ist, bei aller scheinbaren Verstandesarbeit der reich angewendeten Figuration blickt aus dieser Musik ein warmes Gemüth heraus. Die Melodiebildung ist zwar derart, daß sie dem Sänger manche Schwierigkeit in der Intonation bereitet, aber wer ein Sänger sein will, soll eben singen und intoniren können. Es sollte mich freuen, dem Werke bald wieder in einer Kirche zu begegnen; auch kann ich nicht verschweigen, daß sich Franz Liszt über das Werk in sehr günstiger Weise ausgesprochen.« (**) / (***).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 139 berichtet auf S. 3 ebenfalls von der Aufführung der f-Moll-Messe:\r\n     » § Professor Bruckner, der glückliche Gewinner der goldenen Medaille der vorjährigen Orgelkonzerte in London, der ausgezeichnete Kontrapunktist und Improvisator, hatte sich bisher mit Orchester=Kompositionen größeren Styles nicht an die Oeffentlichkeit gewagt. Am 17. d. [sic - in der Vorlage »vorgestern«] nun, schreibt die \"Morgenpost\" [19.6.1872, identische Textpassagen], war die Augustinerkirche der Schauplatz seines ersten Wagnisses auch nach dieser Richtung. Er brachte seine D-moll Messe [sic] - das Werk mehrerer Jahre - vor einem dichtgedrängten Publikum unter seiner eigenen Leitung, mit einem vorzüglichen Orchester, auf die Bretter - der Kirche. [... über Bruckners Talent und stilistische Ähnlichkeiten mit Bach, Beethoven und Wagner...] Er erschöpft sein Thema wie ein tiefer Denker. Soli, Chor und Orchester greifen mit Glanz in einander. Die Aufführung war eine imposante.« (°).\nDie Linzer Zeitung greift in ihrer Meldung auf den Text der »Presse« [18.6.1872] zurück: \r\n     » Linz, 19. Juni.\r\n   [...] * (Professor Bruckner.) In der \"Presse\" lesen wir: Der Professor Bruckner, der sich in Paris und London als Orgelvirtuose einen rühmlichen Namen erworben hat, führte am 16. d. in der Augustiner=Kirche zu Wien eine große Messe von seiner Composition auf. [... bizarre Effecte ... tiefer Eindruck ... Compositionstalent ... das Gelingen verdankt sich zum Teil] Herrn Hellmesberger, der bekanntlich dem künstlerischen Streben heimischer Talente mit Rath und That stets auf das Liebenswürdigste entgegen zu kommen pflegt.« (°°).\nIm Salzburger Volksblatt Nr. 74 berichtet ein mit \"n.\" [= Heinrich Wallmann??] signierter Artikel von der Aufführung der f-Moll-Messe am 16.6.1872:\r\n          \"Korrespondenzen.\r\n     n. Wien. (Orig.=Korr.) In der am 2. Juni abgehaltenen Monatszusammenkunft der Salzburger Gesellschaft in Wien wurde zuerst die Monatschronik vorgelesen, dann das Andenken an den um Salzburg hochverdienten Stiftsprobst Dr. Halter in einem warmen Nachrufe geehrt [... erwähnt werden Dr. Kaserer, Prinzinger, Babitsch, ein Aufsatz in der Alpenvereinszeitschrift ...] Endlich brachte der berühmte Orgelspieler und Professor am Wiener Konservatorium, Hr. Brukner, ein Oberösterreicher, welcher durch seine Orgelkonzerte in Paris und London ungewöhnlichen Erfolg und Beifall erntete, am 16. Juni l. J. die von ihm komponirte F=Messe in der Augustinerkirche zu Wien nach vielen Mühen und Geldopfern unter seiner persönlichen Leitung zur Aufführung, an welcher sich hervorragende Gesangs= und Musikkräfte betheiligten; die Kirche war voll von Zuhörern; denn Brukners Name hat in Wien einen guten Klang. [...] Was Wagner für die große Oper ist, das ist Brukner für die Kirchenmusik. [... Vorbehalte gegen einige Teile der Messe, Credo großartig und meisterhaft ...] Die Aufführung selbst ließ namentlich unter den Violinspielern und im Chore manche Lücken wahrnehmen, aber ist im allgemeinen als gelungen zu betrachten, jedoch dauerte sie 100 Minuten (das ist etwas zu lang) und [ist] überhaupt nur - bei Verfügung von tüchtigen und vielen Gesang= und Musikkräften möglich. Dem Kompositeur wünschen wir Glück zu seinem neuen Werke, aber möchten ihm den Rath geben, mehr Ruhe und Zusammenhang in seine Gedanken zu bringen, dadurch werden dann die Gedanken gehörig ausgearbeitet und den Zuhörern verständlicher, seine Werke werden von der Gegenwart verstanden und gewürdigt und auch für die Zukunft dauernden Werth finden.\" [siehe die Anmerkung] (°°°).", "Letzte Änderung": "15.01.2026 23:20"}, {"ID": 187206215, "Datum": "21.6.1872, Freitag", "Haupttext": "Datierung Bruckners auf einer Photographie [IKO 6, Photograph Weidinger in Linz] (*).\nDas Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 26 verzeichnet auf S. 412 (= S. 12) die Aufführung der f-Moll-Messe am 16.6.1872 (**).", "Letzte Änderung": "31.01.2025 08:54"}, {"ID": 187206225, "Datum": "22.6.1872, Samstag", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 141 bringt auf S. 3 einen Bericht über die Aufführung der f-Moll-Messe am 16.6.1872.\n     » * (Der Orgelvirtuose Professor Bruckner), der sich in Paris und London durch seine Leistungen einen rühmlichen Namen erworben hat [...] Er verdankte das Gelingen seines Unternehmens zum Theile der Mitwirkung des Herrn Hellmesberger, der bekanntlich dem künstlerischen Streben heimischer Talente mit Rath und That stets auf das Liebenswürdigste entgegen zu kommen pflegt.«", "Letzte Änderung": "01.04.2024 12:24"}, {"ID": 187206235, "Datum": "23.6.1872, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Schiedermayr:\r\n     Gratuliert zum Namenstag, berichtet von der Aufführung der f-moll-Messe am 16.6.1872 in der Augustinerkirche. Wegen der Hoftheaterkräfte seien 300 fl. Kosten entstanden (*).\nDatierung einer Kritik zur f-moll-Messe [basierend auf Hanslicks Artikel vom 29.6.1872], die am 24.7.1872 in der Leipziger »Allgemeinen Musikalischen Zeitung« abgedruckt wird (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 142 bringt auf S. 2f einen Artikel über eine Ehrung des Vöcklabrucker Steuereinnehmers Kaspar Berger anlässlich einer Ordensverleihung. Besonderes Lob wird dem musikalischen Familienleben und den zehn Kindern gezollt.\r\n     \"[...] darunter \"Viktorin\" ein schon annehmbarer Organist und Kompositeur, der zu den kühnsten Hoffnungen berechtigt, ein zweiter Bruckner zu werden scheint.\" (***).", "Letzte Änderung": "04.09.2024 10:49"}, {"ID": 187206255, "Datum": "25.6.1872, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Eduard Kulke [nicht: Eduard Kremser]:\r\n   Dankt für »Auszeichnung« [vermutlich der Artikel vom 20.6.1872 gemeint]. Er komme soeben von der Totenfeier für Ignaz Dorn, die auf seine Veranlassung in der Bürger-Versorgungshaus-Kapelle stattgefunden habe. Dankt für den Artikel über Dorn am 20.6.1872. Dorn sei am 12.5.1872 bei ihm gewesen und habe große Freude an Bruckners Kompositionen gezeigt (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187206275, "Datum": "27.6.1872, Donnerstag (?)", "Haupttext": "Aufführung der f-moll-Messe in der Hofkapelle?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187206285, "Datum": "28.6.1872, Freitag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 26 bringt auf S. 5 den Bericht der »Presse« [18.6.1872 = Linzer Zeitung 20.6.1872] über die f-Moll-Messe am 16.6.1872 [in »korrigierter« Orthographie]:\r\n   » ! Professor Bruckner. In der „Presse” lesen wir: Dr. Professor Bruckner, der sich in Paris und London als Orgel=Virtuose einen rühmlichen Namen erworben hat, führte am 16. d. in der Augustiner=Kirche in Wien eine große Messe von seiner Komposizion auf. Das Werk machte troz einzelner bizarrer Effecte im Ganzen einen tiefen Eindruck und zeugt von einem nicht unbedeutenden Komposizionstalent. Der Komponist hatte für die Aufführung, die unter seiner Leitung vor sich ging, viele Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden. Er verdankte das Gelingen seines Unternehmens zum Theile der Mitwirkung des Herrn Hellmesberger, der bekanntlich dem künstlerischen Streben heimischer Talente mit Rath und That stets auf das Liebenswürdigste entgegen zu kommen pflegt.«(*).\n[??] Aufführung der f-moll-Messe in der Hofkapelle unter Bruckners Leitung (**)?", "Letzte Änderung": "29.07.2024 09:27"}, {"ID": 187206295, "Datum": "29.6.1872, Samstag", "Haupttext": "Hanslicks [?] Besprechung [nicht signiert und auch nicht datiert] der f-moll-Messe in der »Neuen Freien Presse« Nr. 2818 [nicht 2812] auf S. 8 (*):\r\n     »[Bruckner's neue Messe.] Am verflossenen Sonntag kam in der Augustinerkirche eine hier noch nicht gehörte neue Messe (in F-dur) von dem als Orgel=Virtuose rühmlichst bekannten k. k. Hof=Organisten und Professor am Conservatorium, Anton Bruckner, zur Aufführung. Die Composition erregte unter den Musikfreunden Aufsehen durch ihre kunstvolle Contrapunktik und Fugenarbeit, wie durch einzelne ergreifende eigenthümliche Schönheiten. Nicht nur durch ihre großen Dimensionen und schwierige Ausführbarkeit, auch durch Styl und Auffassung verräth sie als ihr Vorbild die Beethoven'sche „Missa solemnis”, nebenbei auch starke Einflüsse von Richard Wagner. Es wäre interessant, wenn Bruckner's neue Messe, ganz oder doch theilweise, in einer guten Concert=Aufführung zu Gehör gebracht und dadurch einem größeren Publicum bekannt würde.«\r\nLaut Vermutung von Mandyczewski ist Horawitz der Verfasser des Berichts (**).", "Letzte Änderung": "07.05.2026 19:40"}, {"ID": 187207005, "Datum": "Juli 1872", "Haupttext": "Brief von Johannes Brahms an Samuel de Lange in Rotterdam: \r\n   Er schreibe zwar ab und zu für die Orgel, doch seien die Werke nicht für den öffentlichen Vortrag oder eine Veröffentlichung geeignet.\r\n   »[...] so mag es denn zunächst sein, daß mir die augenblickliche Anregung fehlt für Ihr herrliches Instrument zu schreiben. Wir haben in Wien weder gute Orgeln noch gute Organisten u. ich weiß die Zeit nicht daß ich die Bachschen Sachen anders als auf dem Clavier hörte. [...]«.", "Letzte Änderung": "05.02.2023 23:57"}, {"ID": 187207085, "Datum": "8.7.1872, Montag", "Haupttext": "Datierung am Ende des 1. Satzes der 2. Symphonie.", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:43"}, {"ID": 187207087, "Datum": "zwischen 8. und 16.7.1872", "Haupttext": "Komposition des Scherzos der 2. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207095, "Datum": "9.7.1872, Dienstag", "Haupttext": "Abschluß der Jahresprüfungen am Wiener Konservatorium (*).\r\nSchüler mit besonders guten Leistungen werden eigens erwähnt:\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner (4 Zöglinge). [/] I. Classe.Lobenswerth: Czeglédy Julius, Kachler Wilhelm. [/] II. Classe. Lobenswerth: Walter Gustav. [/] III. Classe. Vorzüglich * Ambros v. Rechtenberg Max.« (**).\r\n   »Schule für Harmonielehre (männliche Zöglinge) des Herrn Prof. Bruckner. [/] (10 Zöglinge.) [/] Vorzüglich: Kliwar Franz, Mötz Johann, Pummer Johann, Steudner Hermann. - Lobenswerth: Bachmeyer Josef, Czegledy Julius, Schaumburg Nicolaus, Walach Alois.« (***).\r\n   »Schule für Contrapunkt des Herrn Prof. Bruckner. [/] (9 Zöglinge.) [/] I. Classe. Vorzüglich: Mottl Felix. - Lobenswerth: Adler Guido, Reidinger Ignaz, Walter Gustav. [/] II. Classe. Vorzüglich: Adametz Hermine, Lamberg Josef - Lobenswerth: Ambros v. Rechtenberg Max, Siebert Josef, Wolfrum Carl.« (°).\r\nKlassenprämien erhielten Bruckners Schüler dieses Schuljahr nur in Musiktheorie:\r\n   »Schule für Harmonielehre (männliche Zöglinge) des Herrn Professor Bruckner. [/] Erste Prämie: Steudner Hermann; [/] zweite Prämie: Mötz Johann. [/] [...]\r\n   Contrapunctschule des Herrn Professor Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Mottl Felix. [/] II. Classe. Erste Prämie: Lamberg Josef; [/] zweite Prämie: Adametz Hermine.« (°°).\r\n   »Verzeichniß der Schüler, welche in diesem Schuljahre ihr Hauptfach absolvirten [/] Diese sind: [/] Herr Ambros v. Rechtenberg Max ... (Orgel.) [...]« (°°°).\r\n   »Verzeichniß der absolvirten Schüler, welchen das Diplom ausgefolgt wurde. [/] Diese sind: [/] Herr Max Ambros v. Rechtenberg ... (Orgel.) [...]« [nach dem 25.7.1871] (#).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 13:37"}, {"ID": 187207135, "Datum": "13.7.1872, Samstag", "Haupttext": "Für die morgige Kirchenmusik wird Bruckner als Organist in mehreren Blättern angekündigt:\n\n\nDeutsche Zeitung Nr. 190 auf S. 8:\n     \" - in der Hofpfarrkirche St. Augustin: eine Festmesse von Laur. Weiß, Einlagen von Czerny (die Soli werden die Damen Pruckner, Girsa und Ritter, die Herren Nowy (Flöten), Langhammer, Mitglied des Hoftheaters,Violin=Solo, Hoforganist Bruckner Schlußfuge vortragen); - \" (a), \n\n\n\nDie Presse Nr. 190 auf S. 15:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin [... Laurenz Weiß, Czerny, Pruckner, Girsa, Ritter, Nowy, Langhammer ...] Hoforganist Bruckner spielt am Schlusse eine Orgelfuge.\" (b), \n\n\n\nFremdenblatt auf S. 5 (c), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2831 auf  S. 8:\n      \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin unter Leitung des Capellmeisters Eder: eine Messe von Laurenz Weiß, Einlagen von Karl Czerny, und werden die Soli die Damen Pruckner, Girsa, Caroline Ritter, dann die Herren Nowy (Flöte), Langhammer, Mitglied des Hofoperntheaters (Violine), und Hof=Organist Bruckner die Schlußfuge vortragen.\" (d), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 190 auf S. 3:\n     \"In der k.k. Hofkirche St. Augustin [... L. Weiß, Karl Czerny, Pruckner, Girsa, Ritter, Nowy, Langhammer ... die Soli von] Hoforganist Bruckner (Orgel) vorgetragen.\" (e).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207145, "Datum": "14.7.1872, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr spielt Bruckner eine Orgelfuge. Es erklingen unter Eders Leitung eine Festmesse von Laurenz Weiß und Graduale und Offertorium von Carl Czerny. Solisten: Pruckner, Girsa, Caroline Ritter, Nowy (Flöte) und Langhammer (Violine).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207165, "Datum": "16.7.1872, Dienstag", "Haupttext": "Skizze zum Trio der 2. Symphonie »Abends« beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207185, "Datum": "18.7.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Trio der 2. Symphonie beendet (»Morgens«) (*). \nSkizze zum Adagio begonnen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207195, "Datum": "19.7.1872, Freitag", "Haupttext": "Skizze zum Adagio der 2. Symphonie beendet (»1/2 10 Uhr Morgens«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207205, "Datum": "20.7.1872, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Kirchenzeitung Nr. 29 äußert sich auf S. 8 kritisch über die f-Moll-Messe:\n     \" *** Wir haben schon oftmals auf die Entartung unserer heutigen Kirchenmusik hingewiesen, und es scheint namentlich die Augustinerkirche unter ihrem jetzigen, allerdings musikalisch sehr tüchtigen, aber sehr \"modernen\" Chor=Director ein Uebriges zu bieten: Wir citiren zum Beweise dessen einfach ein Referat der \"Morgenpost\" vom 19. Juni, welches unter Anderem sagt: \"Professor Bruckner, der glückliche Gewinner der goldenen Medaille der vorjährigen Orgel=Concerte in London, der ausgezeichnete Contrapunktist und Improvisator, hatte sich bisher mit Orchester=Compositionen größeren Styles nicht an die Oeffentlichkeit gewagt. Vorgestern war die Augustinerkirche der Schauplatz seines ersten Wagnisses auch nach dieser Richtung. Er brachte seine D-moll-Messe [sic] - das Werk mehrerer Jahre - vor einem dichtgedrängten Publikum unter seiner eigenen Leitung, mit einem vorzüglichen Orchester, auf die Bretter - der Kirche. Jedermann mußte sich gestehene [sic] daß hier ein nicht gewöhnliches Talent sich offenbare, daß Herr Bruckner mit einem Worte seiner Aufgabe vollkommen gewachsen sei. Die Messe selbst dürfte weniger einer Kirchen=Messe als einer Concert=Messe entsprechen.\" - Wenn man schon \"Concert=Messen\" aufführt, so begreifen wir es, wie man so frivol von den \"Brettern der Kirche\" reden kann; aber - wir bedauern das, denn auf solche Art ist die Kirche zu gut, und die beste Musik - zu schlecht.\"\n[keine Signatur - verantwortlicher Redakteur: Albert Wiesinger]", "Letzte Änderung": "16.01.2026 14:38"}, {"ID": 187207245, "Datum": "24.7.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung, Nr. 30, Sp. 485, den der Neuen Freien Presse vom 29.6.1872 zitierend, über die f-moll-Messe (datiert 23.6.1872): \n\n   »* Wien, 23. Juni. [Bruckner's neue Messe]. Am Sonntag kam in der Augustinerkirche eine hier noch nicht gehörte neue Messe (in F-dur) von dem als Orgel-Virtuose rühmlichst bekannten k. k. Hof-Organisten und Professor am Conservatorium Anton Bruckner zur Aufführung. Die Composition erregte (nach der \"N. fr. Pr.\") unter den Musikfreunden Aufsehen durch ihre kunstvolle Contrapunktik und Fugenarbeit, wie durch einzelne ergreifende eigenthümliche Schönheiten. Nicht nur durch ihre grossen Dimensionen und schwierige Ausführbarkeit, auch durch Stil und Auffassung verräth sie als ihr Vorbild die Beethoven'sche \"Missa solemnis\", nebenbei auch starke Einflüsse von Richard Wagner.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207255, "Datum": "25.7.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Adagio der 2. Symphonie »fertig« (*).\nÖffentliches Preiskonzert am Wiener Konservatorium:\r\n»Concurs für Violine, Violoncell, Blasinstrumente, Orgel und Composition, am 25. Juli.\r\n(Preisjury: Obmann: Herr art. Dir. Hellmesberger (rücksichtlich der Violinschüler des Herrn Hellmesberger: Herr Prof. Jansa). Preisrichter: die Herren: Dr. A. W. Ambros; Dr. v. Breuning, Mitglied der Gesellschafts=Direction; Professor Door; A. Koch v. Langentreu, Mitglied der Gesellschafts=Direction; Professor Maschek; Heinrich Proch, k. k. Capellmeister.)\r\n[...] (Schule Bruckner)\r\nOrgel.\r\nIII. Ausbildungsclasse.\r\nII. Preis: Herr Max Ambros v. Rechtenberg. - Concursaufgabe: Mendelssohn: Sonate D-moll, 1. Satz.« (**).", "Letzte Änderung": "18.11.2024 10:10"}, {"ID": 187207265, "Datum": "26.7.1872, Freitag", "Haupttext": "Skizze zum Finale der 2. Symphonie in Wien begonnen.\nVermerk \"Wien 26. Juli 872. Scitze\" am Beginn der Finalepartitur [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207275, "Datum": "27.7.1872, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik wird in einigen Zeitungen gemeldet:\n\n\nDeutsche Zeitung Nr. 204 auf S. 9:\n     \"(Kirchenmusik.) Sonntag den 28. d. M., um 11 Uhr Vormittags, wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Capellmeister Eder eine Messe von Hahn, Graduale, Violoncell= und Sopran=solo von Charlotte Patta, Offertorium, Violin=Solo mit Chor von Anton Richter aufführen, und die Soli Frau Professorin Dittel, Herr Weidinger und Maxintsack, Mitglieder des Hoftheaters, vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (a), \n\n\n\nDie Presse Nr. 204 auf  S. 16:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 28. Juli, um 11 Uhr, eine Messe von Hahn, Graduale, Violoncellsolo und Sopransolo von Charlotte Patta, Offertorium, Violinsolo mit Chor von Anton Richter aufgeführt. Die Soli werden Frau Professorin Dittel und die Herren Weidinger und Maxintsack, Mitglieder des Hofoperntheaters, vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (b), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 204 auf S. 6:\n     \" - Morgen Sonntag um 11 Uhr wird in der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin Kapellmeister Eder eine Messe von Hahn, Graduale, \nSopran= und Cellosolo von Charlotte Patta, Offertorium, \nViolinsolo mit Chor von Richter aufgeführen, und die Soli Frau \nProfessorin Dittel, und die Herren Weidinger und Maxintsak, Mitglieder \ndes Hoftheaters vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\"\n (c),\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 204 auf S. 3: \n\n     \"[... inhaltlich identisch mit den anderen Meldungen ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (d).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207285, "Datum": "28.7.1872, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche.\r\n     Aufgeführt werden um 11 Uhr unter Eders Leitung eine Messe von Hahn, ein Graduale mit Sopran- und Cellosolo von Charlotte Patta und ein Offertorium mit Violinsolo von Anton Richter. Solisten: Dittel, Weidinger und Maxintsak (*).\n[1872?] Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »28. Juli 28 Grad im Schatte[n] um 1/2 5 Uhr Abends« (**).", "Letzte Änderung": "12.07.2024 08:19"}, {"ID": 187207305, "Datum": "(30.7.1872, Dienstag)", "Haupttext": "Abschlußkonzert mit preisgekrönten Abiturienten am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187207315, "Datum": "31.7.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Hofkapelle: Bittet für August und September um Urlaub (*). (Abschlußkonzert der Preisträger am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187208005, "Datum": "August 1872", "Haupttext": "Artikel in Haberts Zeitschrift für katholische Kirchenmusik, 5. Jahrgang, Nr. 8, S. 64, über die f-Moll-Messe am 16.6.1872: \n »                      Mittheilungen. \n[...]\n     Am 16. Juni ist in der Augustinerkirche in Wien die grosse Messe in F von Anton Bruckner, dem Wiener Hoforganisten und Prof. am Konservatorium, aufgeführt worden. Der Komponist dirigirte sein Werk, das so lange eine papierne Existenz geführt hatte. Die Messe Bruckner's ist eine Komposition, die von der Erfindungskraft und dem ungewöhnlichen Können des Komponisten das rühmlichste Zeugniss ablegt. Mit poetischem Verständniss hat er sich in die vom Messtexte geschaffenene Situationen vertieft und seine enorme kontrapunktische Kunst macht es ihm leicht, die schwierigsten Probleme spielend zu lösen. Uebrigens konnte der treffliche Tonkünstler dem Reize nicht widerstehen, dem Texte bin in die kleinsten Details zu folgen, ein Verfahren, das ihn (wie z. B. im Credo) allzusehr in die Breite führt und das die Gesammtstimmung des Satzes bedroht. Sodann lässt er sich von dem dramatischen Gehalte des Textes verführen, hin und wieder an das Theatralische zu streifen, wie gerade wieder im Credo, wo man sich einmal mitten in einer christlichen Wolfsschlucht zu befinden meint. Im Ganzen aber ist Bruckner's Messe ein Werk, das für das Wissen und Können des Komponisten grossen Respekt einflösst. \n                                                        (Wiener Fremdenblatt.)« [= Fremdenblatt vom 20.6.1872].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187208045, "Datum": "4.8.1872, Sonntag", "Haupttext": "Skizze zum Finale der 2. Symphonie in Wien beendet \"Scitze | Wien 4. Aug. | 1872. | Anton Bruck|ner.\"", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:27"}, {"ID": 187208105, "Datum": "10.8.1872, Samstag", "Haupttext": "Partiturniederschrift des Finales der 2. Symphonie in Linz begonnen (*).\nSchreiben der Hofkapelle an das Obersthofmeisteramt:\r\n   Unterbreitet die Bitte Bruckners und Johann Zoczeks um Urlaub. Als Vertreter stünden Bibl, Rotter und Pius Richter zur Verfügung. Unterschrift Herbecks. Aktenvermerk Wlassacks (?). Eingangsstempel 17.8.1872 (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 09:28"}, {"ID": 187208175, "Datum": "17.8.1872, Samstag", "Haupttext": "Eingangsstempel [des Obersthofmeisteramtes?] auf dem Schreiben vom 10.8.1872.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187208195, "Datum": "19.8.1872, Montag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramtes an die Hofkapelle:\r\n   Die am 10.8.1872 erbetenen Urlaube für Bruckner und Zoczek von jetzt bis Ende September werden bewilligt. Unterschriften Raymonds [Konzept] bzw. Westermayers [Reinschrift].", "Letzte Änderung": "03.12.2024 23:11"}, {"ID": 187208275, "Datum": "27.8.1872, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner fährt nach St. Florian, wo er seinen Urlaub verbringt. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner Organist\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"36\" angegeben [er hat demnach das Stift nur für höchstens zwei Tage verlassen, wenn überhaupt] (Abreise am 15.9.1872).", "Letzte Änderung": "29.06.2025 10:38"}, {"ID": 187209085, "Datum": "8.9.1872, Sonntag", "Haupttext": "In einem mit »-der-« signierten Artikel des Wiener Salonblatts Nr. 36, 3. Jg., S. 444, über »Die neue Orgel im Musikvereinsgebäude« wird zum Schluß auch Bruckner erwähnt: \n\n   »[... über die technischen Schwierigkeiten der bedeutenden Orgelkompositionen ...] Die Wiener brauchen aber in Bezug auf die Möglichkeit der würdigen Ausführung der großartigen Orgelstücke nicht in Sorgen zu sein. Herr Pruckner (Hof=Organist und Professor am Conservatorium), der auf den größten Orgeln in Paris und London sich als ein Virtuose ersten Ranges bewährt hat, wird sich - nun endlich im Besitz eines geeigneten Instrumentes - auch in Wien als würdiger Interpret der Meister zeigen.\n-der.-«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187209115, "Datum": "11.9.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Finale der 2. Symphonie in \"St. Florian | fertig. 11. September 1872.\" in Partitur geschrieben.\nBleistiftnotiz \"Schlußsatz Takt 806.\" (*).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:30"}, {"ID": 187209116, "Datum": "nach dem 11.9.1872", "Haupttext": "Abschrift von Partitur und Stimmen der 2. Symphonie (*), überwiegend durch Carda und (bei den Streicherstimmen) vier weitere Kopisten (**), darunter Cervenka (***). Grundlage für das Kopieren der Stimmen ist Tenscherts Abschrift (°).\r\n   In diese Zeit fällt auch die Umnumerierung der Symphonie von Nr. 3 zu Nr. 2 und die Umstellung des Adagios vor das Scherzo (°°).", "Letzte Änderung": "10.11.2024 08:27"}, {"ID": 187209117, "Datum": "ca. September 1872", "Haupttext": "Bruckner spielt mit Frau von Mayfeld in Schwanenstadt aus der Partitur der 2. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187209155, "Datum": "15.9.1872, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 27.8.1872 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187209194, "Datum": "vor dem 19.9.1872", "Haupttext": "Brief Bruckners an Zimmermann in Nürnberg: \n   Berichtet von seinen Erfolgen [f-moll-Messe?], seinem Aufenthalt in Linz, seinen [erneuten?] Konzertplänen für England; bietet seine Wohnung für einen Besuch der Wiener Weltausstellung 1873 an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187209195, "Datum": "19.9.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Brief F. Zimmermanns aus Nürnberg an Bruckner: \n   Seine Familie denke oft an Bruckner. Er freue sich über die im jüngsten Brief mitgeteilten Erfolge, gratuliert dazu. Dankt für das Angebot, Bruckners Wohnung während der Wiener Weltausstellung zu nutzen. Seine Schwester Toni sei wegen der Pflege der Mutter aber nicht in der Lage zu reisen. Wünscht gute Erholung in Linz und Erfolg bei dem »Geschäftsunternehmen in England«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187209275, "Datum": "27.9.1872, Freitag", "Haupttext": "Um 9 Uhr Beginn der Aufnahmeprüfungen für die Vorbildungs- und Vorbereitungsklassen »für Streich= und Blasinstrumente, Harfe, Orgel und Musiktheorie« am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210013, "Datum": "Schuljahr 1872/73", "Haupttext": "Bruckners Schüler am Konservatorium sind Heinrich Benies (Harmonielehre), Julius Czegledy (H), Ludwig Emanuel (H), Eugen Grünberg (Kontrapunkt), Karl Kittel (H), Franz Kliwar (K), Felix Mottl (K), Johann Mötz, Johann Pummer, Hermann Steudner, Johann Straka (H) und Alois Walach (K) (*).\nIm Kapitel »B. Unterrichtsleitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »3. Lehrkörper: *) [Fußnote, ohne Bruckner-Bezug] [/] 1 Herr Anton Bruckner Professor (Contrapunkt und Orgel), seit 1868 5 J.).« (**).\nFolgende Schüler dieses Schuljahres spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Julius Egghard, Reinhold Hummer, Louise Kaulich, Rudolf Krzyzanowsky (»aus Eger in Böhmen, 13 1/2 J.«), Josef Latzelsberger, Arthur Nikisch, Emil Paur, (Hermine Proschko (»aus Linz in Ober=Oesterreich, 21 1/2 J.«)), Josef Staudigl und Julius Winkler (***).\nDer »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den 5 männlichen Orgelschülern (sämtlich in der Ausbildungsstufe) 1 ganz und 2 halb vom Schulgeld befreit waren und von den 27 (26 männlichen) Kontrapunktschülern (alle in der Vorbildungsstufe) 26 ganz und 1 halb befreit waren [siehe die Anmerkung] (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »In den Vorbildungsschulen [...] Orgel, 1 Classe. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 2 [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] Gelehrt wurden: Uebungen im Manual= und Pedalspiele nach Rink's Orgelschule. [...] In den Ausbildungsschulen [...] Orgel, 2 Classen. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 2 [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] Gelehrt wurden in progressiver Folge: Die höheren Aufgaben des Orgelspiels: Fugen, Sonate, Concerte. [...] »Contrapunct, 2 Classen (2 Lehrer). [/] Effectiver Schülerstand: 27. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] Gelehrt wurden: in der I.Classe: Einfacher und doppelter Contrapunct der Octave, Nachahmung, einfache Fuge; [/] In der II. Classe: Drei= und vierfacher Contrapunkt, Canon, Doppelfuge.« (°°).\n1872 wurde die Orgel des aufgelassenen Kärntnertortheaters - ein Geschenk Kaiser Franz Josephs - von Peter Titz (1823 - 1873) umgebaut (II/10) und im kleinen Saal des Musikvereins aufgestellt, wo sie auch als Unterrichtsorgel verwendet wurde (°°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:19"}, {"ID": 187210015, "Datum": "1.10.1872, Dienstag", "Haupttext": "Gehaltsdekret der Gesellschaft der Musikfreunde für Bruckners Konservatoriumsunterricht in Harmonielehre und Kontrapunkt:\r\nSchreiben der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner [größtenteils Vordruck]:\r\n     Über das Engagement als Professor am Konservatorium für Harmonielehre und Kontrapunkt, Details zum Unterrichtsumfang (12 Stunden wöchentlich), zur finanziellen Gestaltung (800 fl Jahresgehalt in 10 Monatsraten) und zur Überstundenregelung. Unterschriften von Dr. Egger und L. A. Zellner (*).\n \nGehaltsdekret für den Orgelunterricht:\r\nSchreiben der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner [größtenteils Vordruck]:\r\n     Über das Engagement als Professor am Konservatorium für Orgelspiel, Details zum Unterrichtsumfang (4 Stunden wöchentlich), zur finanziellen Gestaltung (240 fl Jahresgehalt in 10 Monatsraten) und zur Überstundenregelung. Unterschriften von Dr. Egger und L. A. Zellner. Es liegt eine \"Instruktion für den Lehrkörper am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien\" bei (**).\nAufnahmeprüfung für die Ausbildungsklassen am Konservatorium (bei Bedarf bis 4.10.1872 fortgeführt) (***).", "Letzte Änderung": "24.10.2024 10:27"}, {"ID": 187210045, "Datum": "4.10.1872, Freitag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 273 kündigt auf S. 7 für den 27.10.1872 ein Orgelkonzert an: \n\n     » - Die Gesellschaft der Musikfreunde veranstaltet am 27. October ein großes Orgel=Concert zu Gunsten des Orgelfonds. Bei dieser Gelegenheit wird Herr Bruckner eine freie Phantasie auf der Orgel vortragen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210055, "Datum": "5.10.1872, Samstag", "Haupttext": "Das für den 27.10.1872 vorgesehene Orgelkonzert der Gesellschaft der Musikfreunde mit Bruckners Mitwirkung wird in der Zeitschrift »Der Wanderer« Nr. 225 auf S. 7 erwähnt:\r\n     » - Die Gesellschaft der Musikfreunde veranstaltet am 27. d. M. ein großes Orgel=Konzert zu Gunsten des Orgelfonds. Bei dieser Gelegenheit wird Hr. Bruckner eine freie Fantasie auf der Orgel vortragen.« (*).\nDie morgige Kirchenmusik (mit Bruckner an der Orgel) wird\nin der Deutschen Zeitung Nr. 274 auf S. 8:\r\n     \" - In der Pfarrkirche in der Alservorstadt um 10 Uhr Vormittags anläßlich des Festes des heiligen Franciscus, geleitet von Capellmeister Eder: Mozart's Krönungsmesse; die Soli werden die Damen Uffmann, Ritter, Hofopernsängerin Treml, die Herren Uffmann, Teller und Junek [recte Junk], Mitglied des Hoftheaters, vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (**),\nin der Neuen Freien Presse Nr. 2915 auf S. 8:\r\n      \" - In der Pfarrkirche Alservorstadt unter Capellmeister Eder's Leitung: [... Mozart, Anton Richter, Eder, Uffmann, Ritter, Uffmann, Teller, Junck, Tremel ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (***),\nim Fremdenblatt (°),\nWanderer Nr. 225 auf S. 4 (°°)\nund in der Presse Nr. 274 auf S. 15 angekündigt:\r\n     \"Der Kirchenmusik=Verein in der Alservorstadt bringt Sonntag den 6. October, um 10 Uhr, in der Pfarrkirche daselbst unter der Leitung des Capellmeisters Eder Mozart's Krönungsmesse, Graduale von Anton Richter, Violinsolo mit Chor, Offertorium Contra=Altsolo von Eder zur Aufführung. Die Soli werden von Frau Marie Uffmann, Fräulein Ritter, Herrn Uffmann und Herrn Teller, das Altsolo von der Hofopernsängerin Tremml, das Violinsolo von Herrn Junk, Mitglied des Hoftheaters vorgetragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (°°°).\nUnterrichtsbeginn am Konservatorium. Vor 9 Uhr feierliche Eröffnung im Kleinen Musikvereinssaal (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210065, "Datum": "6.10.1872, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt um Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt. Unter Eders Leitung erklingen um 10 Uhr Mozarts Krönungsmesse, eine Graduale mit Violinsolo von Anton Richter und ein Offertorium mit Altsolo von Eder. Solisten sind die Damen Uffmann [Wanderer 5.10.1872: »Marie Hoffmann«] und Ritter und die Herren Uffmann und Teller [Gesangssolisten bei der Messe], Junck (Violine) und Hofopernsängerin Tremel [Tremml] (Altsolo).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210095, "Datum": "9.10.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Auszug aus der Chronik der Lehrerbildungsanstalt St. Anna in Wien: \n»[...] Mit h. Erlaß vom 9. October 1872, Z. 4676, wurden die Herren: Eduard Kremser für Gesang, Anton Bruckner für Clavier und Orgel und Richard Kümmel für das Turnen als Hilfslehrer neuerlich ernannt /: bzw. bestätigt :/. Mit der Ertheilung des Violinunterrichtes wurde statt des Herrn Hofmann Karl der neuernannte Übungsschullehrer Michael Jöbstl betraut. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210115, "Datum": "11.10.1872, Freitag", "Haupttext": "Das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 198 kündigt auf S. 5 das Konzert vom 27.10.1872 an:\n     \" * Im Musikvereinssaale findet am 27. d. M. ein Doppelkonzert statt, bei welchem Frau Wilt und Herr Walter mitwirken werden. Der Organist Herr Bruckner wird eine Phantasie auf der Orgel vortragen.\"", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:07"}, {"ID": 187210135, "Datum": "13.10.1872, Sonntag", "Haupttext": "In der Presse Nr. 282 erscheint auf S. 19f ein Artikel von Dr. Karl Hausleithner \"Die neue Orgel im großen Saale der Gesellschaft der Musikfreunde.\n     \"[... über Friedrich Ladegast, die Orgeldisposition, die technische Ausführung... bemängelt \"orgelwidrige Effecte\", die Harmonium-Ähnlichkeit der Orgel, für Werke J. S. Bachs sei sie nicht geeignet. Befürchtet Mißbrauch der Orgel für weltliche Vergnügungen ... für den 27.10.1872 sei ein Orgelkonzert mit Frau Wilt und Herrn Walter und \"einem der bedeutendsten Orgelspieler Deutschlands\" angekündigt ... aber auch in Wien und Österreich gebe es \"vortreffliche Organisten in genügender Zahl\" ...]\n     Aber sind denn die Namen eines Pius Richter, Rotter, Bruckner, Bibl, Lohr und vieler Anderer für die Gesellschaft der Musikfreunde nicht klangvoll genug in der Organistenwelt? Es war eine Ehrensache für die genannte Gesellschaft, sich vor Allem an diese Herren zu wenden, sie zum Studium der neuen Orgel einzuladen und um ihre Mitwirkung zum Zustandekommen des Baues zu ersuchen. Ich bin überzeugt, daß eine ablehnende Antwort von Keinem eingelangt wäre, denn auch für sie wäre es Ehrensache gewesen, dem ergangenen Rufe Folge zu leisten. [... Kollaudierung steht noch aus ... wünscht], daß die neue Orgel noch viele Jahre unter den Händen und Füßen berufener Verkünder ihrer Tonpracht fortertönen möge zum Lobe der Kunst.    Dr. Karl Hausleithner.\"", "Letzte Änderung": "15.11.2024 08:22"}, {"ID": 187210155, "Datum": "15.10.1872, Dienstag (St. Theresia)", "Haupttext": "Bruckner schreibt im Gedenken an seine Mutter das Andante-Thema des 2. Satzes der 3. Symphonie - wie er später Josef Kluger berichtete (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210165, "Datum": "16.10.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner notiert das »Misterioso«-Thema zum 2. Satz der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210185, "Datum": "(18.10.1872, Freitag)", "Haupttext": "Premiere von Mozarts »Cosi fan tutte« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210225, "Datum": "(22.10.1872, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (*).\n\n\nBrief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Ob der österreichische Cäcilien-Verein heuer eine Versammlung habe und ob Haberts Werke oft aufgeführt würden? Traumihlers zwei Stücke erscheinen bald in der Musica Sacra. Von Utto Kornmüllers vergriffener Schrift könnten laut Verleger Pustet an Ostern 20 Exemplare zurückkommen. Aber auch andere Vereinsgaben kämen in Frage. Er, Witt, plane für Kirchenmusikvorträge nach Linz zu kommen und hoffe auf Unterstützung durch die Jesuiten. Übersendet autographe Kompositionen zur Besprechung; Zusendung der Referate bis 1.1.1873 genüge. Grüße an Wilhelm Pailler (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210235, "Datum": "23.10.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung beim Festgottesdienst am 27.10.1872 wird in mehreren Zeitungen angezeigt: \n\n\n\nFremdenblatt auf S. 5 (a), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2933 auf S. 8:\n     \"(Währinger Liedertafel.) Die Währinger Liedertafel feiert nächsten Sonntag den 27. October in der Pfarrkirche zu Währing um 10 Uhr Vormittags ihre diesjährige Stiftungsmesse und bringt hiebei die deutsche Messe von Schmied mit Einlagen von Gluck zur Aufführung. Hoforganist Professor Anton Bruckner, Ehrenmitglied des Vereines, wird die Orgel spielen.\" (b),\n\n\n\nNeues Fremdenblatt [??] (c)\n\n\nund Illustrirtes Wiener Extrablatt Nr. 210 auf S. 5:\n     \" - Die \"Währinger Liedertafel\" feiert nächsten Sonntag den 27. Oktober d. J. in der Pfarrkirche zu Währing um 10 Uhr Vormittags ihre diesjährige Stiftungsmesse und bringt hiebei die \"Deutsche Messe\" von Schmied mit Einlagen von Gluck zur Aufführung. Hof=Organist Herr Professor Anton Bruckner, Ehrenmitglied des Verines [sic], wird die Orgel spielen.\" (d).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210237, "Datum": "zwischen 23.10.1872 und 26.10.1872", "Haupttext": "Probe der 2. Symphonie mit den Wiener Philharmonikern unter Dessoff. Liszt ist anwesend.\r\n   Dazu sind auch die Reaktionen C.F. Pohls (Brief an Josef Seiberl November 1872), des Flötisten Doppler (lobte die f-moll-Messe), Dessoffs, des Cellisten Popper und Hellmesbergers überliefert.\r\nDaß das Werk abgelehnt wurde, notierte Bruckner noch am 27.9.1877 in seinem Kalender (*).\nMöglicherweise wird bei dieser Probe auch ein Werk Heubergers abgelehnt, der mit Bruckner dieses Ereignis bei Gause »feiert« (**).\nMit der üblichen Praxis, durch bloßes Aufstehen abzustimmen, war schon damals ein Musiker nicht einverstanden:\r\n   »Ein Orchestermitglied erlaubt sich die Ansicht auszudrücken daß die [ebenfalls durchgespielte] Melusine des Herrn Julius Zellner vielleicht nicht angenommen worden wäre, wenn man die für dieselbe aufgestandenen Stimmen auch zu zählen sich die Mühe genommen hätte. Die Frage ist hier wohl am Platze, warum bei derartigen Angelegenheiten nicht ordnungsmäßig vorgegangen wird, und warum die sitzen gebliebenen Stimmen ganz ignorirt werden? Es ist dieß nicht nach recht gerichtet! Einer für Viele« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210265, "Datum": "26.10.1872, Samstag", "Haupttext": "Die Österreichische Volkszeitung Nr. 295 kündigt auf S. [3] Bruckner als Organisten bei der morgigen Kirchenmusik an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210275, "Datum": "27.10.1872, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel bei der Stiftungsmesse der Währinger Liedertafel um 10 Uhr in der Währinger Pfarrkirche. Aufgeführt werden eine Deutsche Messe von Schmied [eine Zeitung kündigte Schubert an] und Einlagen von Gluck (*). Bruckners Mitwirkung als Organist war auch für ein Orgelkonzert der Gesellschaft der Musikfreunde angekündigt worden (**). \n[Vermutlich wurde dieses Konzert verschoben und die offizielle Orgeleinweihung erst am 15.11.1872 vorgenommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187210315, "Datum": "31.10.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung der Kirchenmusik vom 1.11.1872 im »Wanderer« Nr. 281 auf S. 3 (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**))", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211015, "Datum": "1.11.1872, Freitag", "Haupttext": "Auf die heutige Kirchenmusik wird in mehreren Blättern hingewiesen:\n\n\nFremdenblatt S.6 (*),\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2942 auf S. 9:\n\"     [Kirchenmusik.] Am Freitag den 1. November wird in der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin um 11 Uhr unter Leitung des Capellmeisters Eder Haydn's Paukensolo=Messe, Graduale (Baß= und Violonsolo) von Johann Krall und Offertorium (Sopran=, Cello= und Flötensolo) von Czerny aufgeführt. Die Soli werden die Damen Lederer, Dittel, die Herren Hofsänger Dr. Krauß, Hellmesberger, Nowy, Weidinger und Feistenberger, sämmtlich Mitglieder des Hofoperntheaters, vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel. [...].\" (**)\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 301 auf S. 3: \"[... ähnlich wie NFP ... Graduale mit Krauß und Hellmesberger, Offertorium mit Lederer, Weidinger und Nowy ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (***),\n\n\nTagespresse Nr. 297 auf S. 7 (°). Bruckner wirkt bei der Messe in der Augustinerkirche um 11 Uhr als Organist mit. Unter Eders Leitung erklingen die Paukensolo-Messe von Haydn, ein Graduale mit Baß- und Violinsolo von Johann Krall und ein Offertorium für Sopran, Violoncello- und Flötensolo von Czerny [Krall?]. Solisten sind Lederer, Dittel und Dr. Krauß [Gesang], Hellmesberger, Weidinger [Vc.], Nowy (Flöte) und Feistenberger (Pauke) (°°).\n[Wann? ca. November/Dezember 1872]\n(In der Zeitschrift für katholische Kirchenmusik Nr. 11/12 wird auf S. 94f [von Joh. Ev. Habert] von den Entwicklungen beim Österreichischen Cäcilien-Verein berichtet. Die Genehmigung der vor einem Jahr an die österreichischen Diözesen versendeten Statuten sei von Witt hintertrieben worden, der in der Presse intrigiert und bei den Ordinariaten die Einführung des Deutschen Cäcilien-Vereins beantragt habe. Traumihler habe ihn dabei unterstützt. Der österreichische Verein sei nur in Gurk erfolgreich gewesen. [...] Wir können also vorläufig nichts thun. Zudem erscheint mit dieser Nummer meine Zeitschrift zum letzten Male, und ich kann daher durch dieselbe nichts mehr wirken. [...].\" Auf S. 98 eine weitere abschließende \"Nachricht\" Haberts, auf S. 100 eine Stellungnahme Haberts zu einem Artikel \"Vorgänge in der Diözese Linz\" in Nr. 1 der Musica sacra 1872 (erwähnt Fr. X. Witt, Traumihler, Greith). – J. E. H.\" (°°°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211025, "Datum": "2.11.1872, Samstag (Allerseelen)", "Haupttext": "Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (*).\nBrief C.F. Pohls an Josef Seiberl in St. Florian:\r\n     Dankt für die Zusendung [von Musikalien] und bittet um genauere Angaben zu einigen ihm unbekannten Stücken (Notenbeispiele). Berichtet von der Probe der 2. Symphonie [Oktober 1872 unter Dessoff]. Das Werk habe gefallen, auch Liszt sei »ganz entzückt« (**).\nEin Inserat im Fremdenblatt Nr. 302 auf S. 14 macht auf das Orgelkonzert vom 15.11.1872 aufmerksam:\r\n     \"[...] 5. Improvisation des Herrn Prof. Bruckner. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211065, "Datum": "6.11.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Die neue Orgel des Großen Musikvereinssaals wird von der Kollaudierungskommission (am 5.11.1869 Übergabe: Hellmesberger, Pius Richter, Titz, Wilt, L. A. Zellner) \"in Gegenwart der Direction [der Gesellschaft der Musikfreunde] und geladener Kunstverständiger\" [Bruckner nicht namentlich genannt] vorgestellt.", "Letzte Änderung": "18.12.2024 23:14"}, {"ID": 187211085, "Datum": "8.11.1872, Freitag", "Haupttext": "Ein Inserat in den Blättern für Musik, Theater und Kunst Nr 71 macht auf S. 284 (= S. 4) auf das Orgelkonzert vom 15.11.1872 aufmerksam: \n\n     \"[...] 5. Improvisation des Hrn. Professors Bruckner. [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211095, "Datum": "9.11.1872, Samstag", "Haupttext": "In einer Konzertübersicht von E. Schelle in der »Presse« (Local-Anzeiger, Beilage zu Nr. 309) auf S. 9 finden sich Bemerkungen zu den kommenden Orgelkonzerten: \n»[...] und die erste öffentliche Vorführung des Instruments wird darthun, daß wir für dasselbe auch einen würdigen Virtuosen besitzen. Herrn Bruckner, der sich bereits in London und Paris einen sehr ehrenvollen Namen gemacht hat, hier aber in Ermangelung eines entsprechenden Mediums verurtheilt war, eine stumme Rolle zu spielen, ist nun auch bei uns die Gelegenheit geboten, sein Talent zur Geltung zu bringen. Wir gestehen, daß uns die Aussicht, diese so eigenthümlich organisirte Kraft sich in ihrem eigensten Elemente gehörig entfalten zu sehen, keine geringe Freunde bereitet, aber es dürften auch fremde Berühmtheiten auf der Orgel von jetzt an nach der alten Kaiserstadt ziehen und hier ihre Lorbeeren vervollständigen [... am Ende signiert:] E. Schelle.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211105, "Datum": "10.11.1872, Sonntag", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter der Leitung von Johannes Brahms mit Werken von (*) Händel, Mozart, Eccard, Isaak und Schubert (Orchesterfassung der C-Dur-Sonate D 812 von Joachim [°]) unter der Mitwirkung von Marie Wilt, Epstein, Hellmesberger u.a. und des Singvereins [#]; die neue Orgel übernimmt bei Händels »Te Deum« den von Brahms eingerichteten Basso-continuo-Part. Als Orgelspieler werden Bruckner (**) und [glaubhafter] Rudolf Bibl (***) überliefert.\n \nEin Inserat im Fremdenblatt Nr. 310 auf S. 29 macht auf das Orgelkonzert vom 15.11.1872 aufmerksam:\n     \"[...] 5. Improvisation des Herrn Prof. Bruckner. [...]\".\nAuf S. 30 eine Annonce für das heutige Wagner-Konzert von Eduard Strauß im Musikvereinssaal (°°).", "Letzte Änderung": "23.10.2024 07:48"}, {"ID": 187211115, "Datum": "(11.11.1872, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211145, "Datum": "14.11.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Die morgige Kirchenmusik wird in mehreren Zeitungen angekündigt: \n\n\n\nDeutsche Zeitung Nr. 314 auf S. 8 (a), \n\n\n\nDie Presse Nr. 314 auf S. 11:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird am Freitag den 15. November um 11 Uhr das Fest des heiligen Leopold feierlichst abgehalten und wird Capellmeister Eder eine neu componirte Messe und Graduale von Laurenz Weiß aufführen. Die Soli werden die Frau Professorin Passy=Cornet, Fräulein Ritter und die Herren Dunkl und Hofopernsänger Dr. Kraus vortragen. Das Graduale singt der Hofopernsängerein Adams, die Kirchen=Arie von A. Stradello [sic] singt die Kammersängerin Fräulein Bertha Ehnn. Am Schlusse des Hochamtes spielt Hoforganist Josef Bruckner eine Orgelfuge.\" (b), \n\n\n\nFremdenblatt S. 5f (c), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 2955 S. 8:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin um 11 Uhr unter Leitung des Capellmeisters Leopold Eder: eine neucomponirte Messe sammt Graduale von Professor Laurenz Weiß. Die Soli der Messe haben Frau Professorin Passy=Cornet, Fräulein Ritter, Herr Dunkl und Hofopernsänger Dr. Krauß übernommen. Graduale (Tenorsolo) singt Adams, Offertorium (Kirchenarie) von Alessandro Stradella singt die k. k. Kammersängerin Fräulein Bertha Ehnn. Am Schlusse des Hochamtes spielt Hoforganist Bruckner eine Orgelfuge.\" (d) \n\n\n\n\nund Neues Fremdenblatt Nr. 314 auf S. 3:\n     \" - In der Augustinerkirche [... Eder, Laur. Weiß, Passy=Cornet, Ritter, Dunkl, Dr. Krauß, Adams, Alexander Stradella, Bertha Ehnn ...] Am Schlusse des Hochamtes spielt Hoforganist Bruckner eine Orgelfuge.\" (e).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211155, "Datum": "15.11.1872, Freitag (Hl. Leopold)", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr wirkt Bruckner als Organist mit und spielt am Schluß des Hochamts eine Orgelfuge.\n     Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine neue Messe und ein Graduale mit Tenorsolo in B von Laurenz Weiß und als Offertorium eine Kirchenarie von Alessandro Stradella. Solisten: Passy-Cornet, Frl. Ritter, Hr. Dunkl, Dr. Krauß, Adams (im Graduale) und Frl. Bertha Ehnn (Stradella) (a).\n \nEin Inserat im Fremdenblatt Nr. 315 auf S. 14 macht auf das heutige Orgelkonzert aufmerksam:\n     \"[...] 5. Improvisation des Herrn Prof. Bruckner. [...]\" (b).\n \nEin Artikel in den Blättern für Theater, Musik und Kunst Nr. 72 auf S. 285f (= S. 1f) informiert über die Planung, Ausschreibung, Entstehung und Finanzierung der Musikvereinsorgel.\n     \"Die Orgel im großen Saale der \"Gesellschaft der Musikfreunde.\" [...] In Fluß gebracht wurde die Angelegenheit durch den in der Schulausschußsitzung vom 11. Jänner 1869 von dem Mitgliede desselben, Professor L. A. Zellner, gestellten Antrag, die Direction um Bildung einer Enquète aus Fachmännern zu ersuchen, welcher die Berathung der Grundzüge für das Programm des Orgelbaues als Aufgabe zu stellen wäre. Diesem einstimmig angenommenen Antrage wurde von der Direction unverweilt Folge gegeben und schon am 19. Jänner trat die aus den HH. Bruckner, Hellmesberger, Herbeck, Baron Prandau, Richter, Titz und dem Antragsteller zusammengesetzte Enquète=Commission unter dem Vorsitz des Gesellschaftspräses Dr. Egger zur ersten Berathung zusammen [...] - Das auf Ersuchen des Comités von Hrn. Zellner ausgearbeitete Concursprogramm wurde von der Commission am 21. Jänner und noch am selben Tage von der Direction vollinhaltlich angenommen und auf Grund desselben erging an die Orgelbauer Ladegast in Weißenfels, Ibbach Söhne im [sic] Barmen, Walker in Ludwigsburg, Schulze in Paulinzelle, Merklin und Schütz und Cavaillé=Coll in Paris, Titz und Hesse in Wien die Einladung zur Betheiligung am Concurse, rücksichtlich zur Ausarbeitung und Einsendung von Projecten. [...] Nach eingehender Prüfung dieser Projecte, welche im Detail anzuführen hier zu weit ablenken würde, entschied sich die Commission am 18. Mai 1869 einstimmig für jenes Ladegast's und hatte damit seine [sic] Aufgabe erfüllt. [... Auftrag am 24.6.1869 erteilt, Ladegast am 26.7.1869 in Wien, Vertrag am 30.7.1869, Aufstellung der Orgel am 8.9.1872 begonnen, Übergabe am 5.11.1872 (Bruckner nicht in der Kollaudierungskommission), in größerem Kreis am 6.11.1872 ... Kostenübersicht:] so ergeben sich unbedeckt .... [fl.] 7736\" [vgl. den ähnlichen, aber ausführlicheren Text Gottschalgs vom 21.3.1873] (c).\nAuf S. 4 ein Inserat zum heutigen Konzert: \"[...] 5. Improvisation des Hrn. Professors Bruckner. [...]\" (c1).\n\r\nOffizielle Einweihung der Ladegast-Orgel im Großen Musikvereinssaal um 1/2 1 Uhr (d). Neben Bruckner, der u.a. über die f-moll-Messe und die Kaiserhymne improvisiert (°), wirken mit (*): August Fischer (Dresden), Marie Wilt, Josef Lewinsky (rezitiert ein Gedicht »Die Orgel« von Joseph Weilen), Gustav Walter und der Singverein.\r\n   Es erklingen Werke von J. S. Bach (d-Moll-Toccata), W. F. Bach (Orgelkonzert), Schubert (»Allmacht«), Mendelssohn (Orgelsonate B-Dur op. 65 Nr. 4), Stradella (Kirchenarie) und Liszt (Orgelfuge über BACH) (**). Brahms dirigiert den Singverein mit Chören von J. Eccard und H. Isaak (***).\r\n   Im Publikum Ambros, Hanslick, Pyllemann, Hahn, Kulke (°) und Friedrich Ladegast (°°).\r\nAuch Heinrich Schuster erlebt Bruckners Improvisation mit:\r\n   »[...] heutzutage [weiss] gar niemand Anderer auf der Orgel polyphon zu improvisiren. Nur einmal aber war dies uns zu hören vergönnt, 1872, bei der Einweihung der grossen Orgel im Musikvereinssaal, wo Bruckner mit einer famosen Phantasie über die Volkshymne debutirte.« (°°°).\n \nDie Orgel (III/52) besaß eine mechanische Spiel- und Registertraktur, Schleifladen für dei Manuale und Kegelladen für das Pedal und teilweise Barkermaschinen (#).", "Letzte Änderung": "18.12.2024 23:14"}, {"ID": 187211165, "Datum": "16.11.1872, Samstag", "Haupttext": "Kritik zum gestrigen Konzert in der Österreichischen Volkszeitung: \n\n» § Orgelkonzert. Gestern führte die Gesellschaft der Musikfreunde dem Wiener Publikum die Riesenorgel vor [...] Unser heimischer Organist Herr Bruckner und der Dresdener Orgelvirtuose Herr Fischer wetteiferten mit einander, dem schönen Instrumente sofort alle seine Vortheile abzuringen. Herr Fischer war darin der entschieden Ueberlegene. [...] Das Publikum zeigte sich sehr befriedigt und sehr dankbar.« (*).\n\n\nÜber das Wiener Orgelkonzert informiert ein mit 13.11.1872 datierter und mit \"Janus\" signierter Wiener Musikbrief in der Grazer Zeitung Nr. 272 auf S. 1f: \n\n     \"[...] Die neue Orgel des Musikvereinssaales soll eingeweiht werden und einige renommirte Orgelacrobaten sollen bei dieser Gelegenheit ihre auserlesensten Kunstückchen [sic] machen, mit contrapunctistischen Saltimortali und Exercitien auf dem Trapez des bezifferten Basses. Je einer, und dennoch zwei, denn es ist ein gewaltiges Instrument, so eine Orgel. Es muß mit zwei Händen und vier Füßen gespielt werden. Einer kann's nicht richten; es müssen zwei dazu sein, der Organist und der Balgtreter. Der  berühmte Bruckner und der, nach Behauptung seiner Freunde noch berühmtere Fischer aus Dresden sollen die Honneurs dieser neuen Zierde unserer Residenz machen. [...] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211175, "Datum": "17.11.1872, Sonntag", "Haupttext": "Besprechungen des vorgestrigen Konzerts in der »Deutschen Zeitung« Nr. 317 auf S. 8, signiert \"F. G.\" (*), dem »Fremdenblatt« Nr. 317 auf S. 5 [nicht signiert] (**), in der »Presse« Nr. 317 auf S. 19 (signiert »E. S.«) (**a), im Neuen Fremdenblatt Nr. 317 auf S. 22 (= Feuilletonbeilage, S. 2) (signiert »h.« [= Theodor Helm?]) (**b), in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 96 auf S. 3 (signiert »Florestan«) (**c) und, von Ambros, in der »Wiener Zeitung« Nr. 264 auf S. 10 (***). [Texte weiter unten!]\n(1. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Schumann (1. Sinfonie) und der 2. Serenade von Volkmann (°)).\n(An der Wiener Oper Wiederaufnahme der Oper »Der häusliche Krieg« und Premiere von Webers »Abu Hassan« unter Herbeck (°°)).\nTextauszüge aus den Besprechungen:\n(*) Deutsche Zeitung:\r\n»(Orgel=Concert.) Um die volle Gewalt der neuen, von Herrn Friedrich Ladegast erbauten Orgel wirken zu lassen, hatte die Gesellschaft der Musikfreunde für den gestrigen Feiertag Mittags ein Orgel=Concert arrangirt. [... über den chaotischen Andrang ... überfüllt, teilweise Doppelbuchungen ... August Fischer, Lewinsky, Weilen ...] Die Wahl jener Bach'schen Toccata, wie überhaupt der meisten Stücke des Concertes war nicht geeignet, eine Idee zu geben von der höchsten Gewalt, deren das Instrument fähig ist. Der Improvisation des Herrn Bruckner gelang es sogar, der Orgel ihre schwächsten Seiten abzugewinnen. Nichtsdestoweniger folgte das Publicum mit Interesse und lebhaftem Beifalle den Orgelvorträgen; zwischen denselben wiederholte der Singverein jene schönen altdeutschen Chöre vom letzten Sonntag. Ferner sang Frau Wilt mit ihrer gewaltigen Stimme die \"Allmacht\" von Schubert und Herr Walter jenes süßsaure Pasticcio, welches in der Welt noch immer unter dem Namen der Kirchen=Arie von \"Stradella\" herumläuft.\r\n        F. G.« [Franz Gehring] (*).\n(**) Fremdenblatt:\r\n»(Orgel=Konzert*) [Fußnote: *) Wegen Erkrankung unseres ständigen Referenten von einem anderen Fachmann.] Das Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde, das Mittags am 15. November stattfand [... Bemerkungen über die Orgel selbst und einige Kritikpunkte bei A. Fischer: Registrierung und Stückeauswahl ...] Die Improvisation, der Prüfstein eines Organisten, der nicht blos Mechaniker ist, die Herr Prof. Bruckner folgen ließ, war eine höchst interessante bis zu dem Punkte hin, wo durch eine Störung im Hebelwerk dem Künstler der unangenehme Zufall passirte, daß ein Ton stecken blieb und daher das Spiel unterbrochen werden mußte. Herr Bruckner wählte zum Anfang ein Motiv aus seiner großen Messe, welche in der Augustinerkirche zur Aufführung kam, das er virtuos durchführte, immer Neues daraus gestaltend und durch Register=Kombinationen frappante Klangwirkungen entwickelnd. Zum Schlusse führte Herr Bruckner die österreichische Volkshymne in reicher kontrapunktischer Ausführung vor, mit der er reichlichen Beifall erntete. [... Marie Wilt, Herr Walter, Singverein ...] Schließlich sei noch erwähnt, daß Herr Lewinsky ein Gedicht \"Die Orgel\" von Weilen mit bekannter Meisterschaft sprach, und damit das Publikum hinriß.« (**).\n(**a) »Presse«:\r\n» - Am Freitag Mittags fand im großen Gesellschaftssaale das erste Orgelconcert zur Einweihung des neu erbauten Instruments statt. [... Fischer, Lewinsky, Marie Wilt, Herr Walter ...] Das Programm ließ an wirksamer Anordnung Manches zu wünschen übrig, es ermüdete durch zu große Länge und verfehlte zum Theil den nächsten Zweck des Concertes, dem Publicum ein effectvoll abgestuftes Bild von dem Reichthume des Instruments an den mannichfaltigsten Klangwirkungen vorzuführen. Die Improvisation des Herrn Bruckner, welche eine derartige Bestimmung haben mochte, befriedigte am wenigsten, der bekanntlich so kunstfertige Virtuose hatte überdies das Unglück, über ein Register zu stolpern. Zu Ausführlicherem über die verschiedenen Leistungen wird sich nächstens ein Anlaß bieten. Schließlich sei nur noch erwähnt, daß auch der anwesende Erbauer der Orgel, Herr Ladegast, von dem Publicum ausgezeichnet wurde.\nE. S.« [Eduard Schelle] (**a).\n(**b) Neues Fremdenblatt:\r\n»Orgel-Konzert.\r\n   Das musikalische Ereigniß der Woche ist das große Orgel=Konzert im Musikvereinssaale und die mit demselben verbundene erste öffentliche Vorführung der [...] neuen Orgel der Gesellschaft der Musikfreunde. [... Kritik am enttäuschenden Klang der Orgel ...] Herr Fischer hat uns noch mehr enttäuscht als die Ladegast'sche Orgel im Ganzen. Gewiß, daß die letztere unter den Händen unseres Bruckner, der eine längere Improvisation zum Besten gab, mehr Effekt machte, als unter jenen des Dresdner Gastes. [... Kritik an Fischers Bach-Spiel und an Liszts »BACH«-Phantasie ...] In der Bruckner'schen Improvisation, die zuerst etwas selbstgefällig eine Sekundenfigur auf dem Gewoge Wagner'scher und Liszt'scher Harmonien schaukelnd, endlich in die reich umspielte Haydn'sche Volkshymne („Gott erhalte”) mündete, ereignete sich ein kleiner Unfall. Es wurde nämlich zur Unzeit eine fagotähnliche [sic] Stimme (in e) berührt. Das klang verdammt komisch und - unanständig. Auch sonst machte sich bei diesem ersten Debüt der neuen Orgel allerlei außermusikalisches Geräusche bemerkbar. [...] Das Konzert war massenhaft besucht und wurde Herr Ladegast wiederholt hervorgerufen.\nh.« (**b).\n(**c) Wiener Sonn- und Montags-Zeitung:\r\n          \"Concerte.\r\n     Zur Einweihung des Ladegast'schen Orgelwerkes fand am 15. d. M. um die Mittagsstunde das erste Orgelconcert im großen Musikvereinssaale statt. [... zahlreiches Publikum, Enttäuschung, Orgelmusik nicht populär ...]\r\n     - An dem Concerte betheiligten sich der Orgelvirtuose Herr August Fischer aus Dresden, der den ihm vorausgehenden Ruf vollkommen bestätigte, und Herr Professor A. Bruckner. [... Fischer mit Literaturspiel ...] Herr Bruckner hingegen gab eine Improvisation zum Besten, deren erster Theil sein Thema in langsamem Zeitmaß etwas allzulang entwickelte und von gewissen Figurationen gar nicht loskommen konnte, worauf dann aber eine energische Fuge und zum Schluß eine schöne Paraphrase der österr. Volkshymne folgte. Bedauerlicherweise hatte der Improvisator das Malheur, daß eine Ventilklappe den Schließdienst versagte, und daß beim Plenissimo die Windlade Athembeschwerden bekam, wofür einige Zuhörer nicht übel Lust verspürten, Herrn Bruckner verantwortlich zu machen. Uebrigens ernteten beide Organisten reichlichen, wohlverdienten Beifall. [... Weilen, Lewinsky, Hinweise auf den Inhalt des Gedichts ... über einen Liederabend, den der Mantel des Verschweigens verhüllen möge ...]    Florestan.\" (**c).\n(***) Wiener Zeitung\r\n»Musik.\nBülows zwei Neuromantiker=Abende. Das erste Wiener Orgelconcert.\r\nVon A. W. Ambros.\r\n     Ehe ich von dem Orgelconcerte im Saale des Musikvereinsgebäudes spreche, worin die neue Ladegast'sche Orgel sich dem Publicum bestens präsentirte [... ausführlicher Bericht über Bülow ...] Das Orgelconcert war massenhaft besucht, alle Welt wollte das Weltwunder der neuen Orgel hören. [... positives Urteil über August Fischer ...] Neben gearbeiteten Stücken der beiden Bach und Mendelssohns hat ein Improvisator, der mit ähnlichen Mitteln wirken soll, einen schweren Stand und sei er ein zweiter Hoffhaimer [Hofhaimer] oder Kerl, die sich durch ihre Orgel=Improvisation beide den Ritterschlag verdienten. Bei Herrn Bruckners Improvisation passirte das Unglück, daß das eine Register (Trompete, 4 Fuß) in einem Tone einen Moment lang versagte. Das Publicum ließ es ihn zum Glück nicht entgelten. [... Jos. Weilen, Lewinsky, Marie Wilt, Herr Walter ...] Dieses erste Orgelconcert öffnet dem hiesigen Concertwesen ganz neue Pfade - die Folgen werden sich erst in der Folge völlig zeigen.\"« (***).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 10:24"}, {"ID": 187211195, "Datum": "19.11.1872, Dienstag", "Haupttext": "Hanslicks Kritik des Konzerts vom 15.11.1872 in der »Neuen Freien Presse« Nr. 2960 auf S. 1f:\r\n»Feuilleton.\nMusik.\r\n(Orgel=Concert. [...])\nEd. H. Wer in London zum erstenmale einen der großen Concertsäle betritt, wie Exeter=Hall oder St. James=Hall, dem bleibt der Eindruck der Orgel unvergeßlich haften. [...] \r\n   Diese von Friedrich Ladegast in Weißenfels erbaute Orgel ist ein trefflich gelungenes Werk, das in Wien höchstens an der Piaristen=Orgel in der Josephstadt einen ebenbürtigen Rivalen besitzt. [...] Der Klang der Mixturen dünkt uns etwas grell und scharf, wunderschön klingen hingegen die zarten Flötenregister. In der langsamen Einleitung von Bruckner's Improvisation und dem von Fischer gespielten Andante der Mendelssohn'schen Sonate (op. 65 Nr. 4) konnte man den sanften Klangzauber dieser Stimmen am günstigsten wahrnehmen. [... es folgt die Besprechung des »Dettinger Tedeums« [10.11.1872] ohne Erwähnung Bruckners ...] Als Concert=Instrument für sich allein möchten wir die Orgel keineswegs ausschließen - gibt es doch zahlreiche classische Compositionen dafür, deren Bekanntschaft wir nachzuholen haben - aber ein weises Maß dünkt uns dabei empfehlenswerth. Eine Reihe von Orgelstücken nach einander gehört, erzeugt nicht blos Monotonie, sondern überdies eine mit der Art der Tonerzeugung zusammenhängende nervöse Aufregung, um nicht zu sagen Betäubung [vgl. 11.1.1870!]. [... August Fischer ...] Neben Herrn Fischer behauptete sich ehrenvoll unser einheimischer Orgel=Virtuose Professor A. Bruckner in einer durch contrapunktische und modulatorische Gewandtheit bemerkenswerthen Improvisation, in deren Schlußsatz er die österreichische Volkshymne geschickt verwebte. [... Marie Wilt, Herr Walter, Brahms als Chordirigent, Lewinsky, Joseph Weilen  ...]« (*).\nAuch »Der Wanderer« Nr. 300 bringt im Morgenblatt auf S. 6 einen Bericht:\r\n   »[...] Stürmisch empfangen, sang nun Frau Wilt Schubert's „Allmacht” mit so reiner, voller Stimme, und solcher Innigkeit der Empfindung daß der Beifall der Zuhörer kein Ende zu nehmen schien und sich zu einer lebhaften Begrüßung des Herrn Bruckner gewissermaßen fortpflanzte. Dieser improvisirte über ein Thema aus seiner eigenen Messe mit bekannter Meisterschaft. [... am Ende, nach der Rezension von Bülows Konzert, signiert:] Dr. M. Brée [?] (**).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:10"}, {"ID": 187211205, "Datum": "20.11.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 238 schreibt auf S. 5 zum Zwischenfall bei Bruckners Orgelimprovisation am 15.11.1872:\n     \" * Der neueste Orchesterwitz! Als der Organist Professor Bruckner das Malheur hatte, daß die Orgel bei dem großen Konzerte mehrere Male zu wenig Wind hatte, wodurch einige Mißtöne zum Vorscheine kamen, rief ein Orchestermitglied:\n     \"Einer geschenkten Orgel\n     \"Sieht man nicht - in die Gorgel!\"", "Letzte Änderung": "31.12.2025 09:09"}, {"ID": 187211225, "Datum": "22.11.1872, Freitag", "Haupttext": "Die Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 73 berichten auf S. 291 (= S. 3) über das Konzert vom 15.11.1872:\n      \" * (Orgel=Concert). Fr. Ladegast's Prachtwerk, die neue Orgel, erlebte am 15. d. M. den Tag ihrer Einweihung. Man hatte den Dresdner Hoforganisten Hrn. Fischer hiehergerufen, und von heimischen Fachkünstlern blos Hrn. Prof. Bruckner die Stelle offen gehalten. Fischer, der weitaus universeller durchgebildete Fachmann, erschloß uns in dem bekannten mannigfach und geistvoll gefärbten Concertprogramme alle möglichen Glanzseiten seines Könnens. [...] Allein auch Wilhelm Friedemann Bach, ja selbst Franz Liszt fanden, so umfassend meisterhaft und stoffeskundig wiedergespiegelt, wie diesmal durch Fischer, ihren würdigen Interpreten. Minder glücklich bewegte sich Prof. Bruckner. Seine \"Improvisation\" trug allzu offenkundig das Gepräge des Aphoristischen. Seine Durchführungen drehten sich nur um Figuren, nicht um eigentliche Gedanken. Denn das nach langem [sic] Hin= und Herrirrlichteleien in rein homophonen oder höchstens im weitesten Wortsinne contrapunctischen (eigentlich nur figurativ=rosalienhaften) Redensarten endlich oasengleich hervortretende österreichische Volkslied dämmerte nur in erster unvollständigster Ankündigung entgegen, um alsogleich wieder durch einen leeren Phrasenballast verdrängt zu werden. Auch nach technischer Richtung stand er seinem Dresdner Collegen um vieles zurück. [... Singverein. Marie Wilt, Herr Walter, Lewinsky ...]\" [keine Signatur. Verantwortlicher Redakteur Ludwig Oppenheimer, Herausgeber L. A. Zellner].", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:10"}, {"ID": 187211235, "Datum": "23.11.1872, Samstag", "Haupttext": "Konzertbericht von Franz Gehring in der Deutschen Zeitung Nr. 323 auf S. 3f. mit Anmerkungen über Bülows Konzert [am 19.11.1872], das Orgelkonzert am 15.11.1872, das 1. Philharmonische Konzert und einige Kammermusikabende.\n     »[...] galt es ... eine Idee zu geben von der Gewalt des neugeschaffenen Orgelwerks; diese Absicht ist vollständig mißlungen. ... [... über das unlösbare Problem, in das vorgegebene Gehäuse eine tonstarke Orgel einzubauen ... über Fischers unglückliche Wahl der Register ...] ... Die Improvisation unseres einheimischen Herrn Bruckner verfolgte das Mißgeschick, daß ein Register versagte; das mag wohl die Veranlassung gewesen sein, daß Herr Bruckner nach ziemlich langweiligen Motiven den Versuch machte, mit vollem Werk die österreichische National=Hymne contrapunktisch durchzuführen. Es hatte eigentlich nichts näher gelegen, als damit den Vogel abzuschießen in dem Wettstreite mit dem Dresdener Organisten Fischer. Daß dies trotzdem Herrn Bruckner nicht gelungen ist, bleibt sehr zu bedauern. Man sollte meinen, daß das Vorbild des Haydn'schen C-dur=Streich=Quartetts in Bezug auf die contrapunktische Durchführung dieser National=Melodie aller National=Melodien dem Herrn Professor so gegenwärtig hätte sein müssen, daß er, selbst im Schlafe aufgerüttelt, Tact für Tact desselben auswendig hätte wissen sollen. [... am Ende signiert:] Franz Gehring.« (*).\n \nEduard Schelle äußert sich in der \"Presse\" Nr. 323 auf S. 2 ebenfalls kritisch über das Konzert:\n     \"[... enttäuschend, Programm zu lang ...] aber der Choral und die Orgelfuge waren an diesem Ehrentage des neuen Instruments nicht für hoffähig befunden worden; sicherlich wäre aber dem Publicum mit einem figuriten mächtigen Chorale weit mehr gedient gewesen, als mit der durchaus dilettantenhaften, äußerst styllosen Improvisation des Herrn Bruckner. Die übrigen genannten Orgelsachen wurden von Herrn Fischer recht anständig gespielt. [... Marie Wilt, von Gänsbacher begleitet ...] Zwei schon im Gesellschafts=Concerte gebrachte Chöre \"a capella\" von Eccard und Isaak bildeten einen wohlthuenden Gegensatz zu Herrn Bruckner's Improvisation. Die bekannte, dem Stradella fälschlich zugeschriebene Kirchen=Arie wäre besser weggeblieben, obwol sie Herr Walter recht schön sang. So hätten wir allerdings ein Orgelconcert erlebt, aber nun wünschten wir auch einmal die Orgel zu hören. [... über weitere Konzerte ...] E. Schelle.\" (**)", "Letzte Änderung": "23.10.2024 07:50"}, {"ID": 187211255, "Datum": "25.11.1872, Montag", "Haupttext": "Kritik [signiert »A. M.«] zum Orgeleinweihungskonzert [15.11.1872] in der Montagsrevue S. 4-6:\n   »Herr Bruckner improvisirte mit Geschick, und zeigte sich als einen verständigen und gewandten Contrapunctisten.« (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:43"}, {"ID": 187211265, "Datum": "26.11.1872, Dienstag", "Haupttext": "\"Das Vaterland\" Nr. 325 bringt auf S 1 einen Feuilleton-Artikel \"Oper und Concerte.\", signiert \"Ed. K.\" [Eduard Kulke], in dem kurz auf das Konzert vom 15.11.1872 eingegangen wird:\n     \"[...] Zuerst das Orgelconcert. Das war für Wien etwas Neues und erwies sich auch von großer Anziehungskraft; der Saal war zum Erdrücken voll. Die Organisten Fischer aus Dresden und Bruckner aus Wien tasteten mit einander um die Wette; es wäre schwer, die Sache zu entscheiden. Hätte Bruckner, wie Fischer, Compositionen von Bach vorgetragen, anstatt zu improviviren, so ließe sich eher ein Urtheil fällen; so aber lenkte die Improvisation die Aufmerksamkeit vom Spiele ab; übrigens ken-wir [sic, recte \"kennen\"] wir Bruckner von anderen Gelegenheiten, namentlich aus der Piaristenkirche her und wissen, was wir an ihm zu schätzten haben. Ihm [sic] Ganzen wird eine solches Orgelconcert, wie mächtig es sich auch anfangs auch anläßt, auf die Länge etwas monoton und führt einige Ermüdung herbei. [... über das Philharmonische Konzert und Bülows Konzerte ...]\"", "Letzte Änderung": "15.02.2024 17:05"}, {"ID": 187211275, "Datum": "27.11.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik Franz Pyllemanns zum Konzert vom 15.11.1872 in der »Allgemeinen Musikalischen Zeitung« Nr. 48, Spalte 771:\r\n   »- Doch um auf das Concert selbst zu kommen, so fand es in folgender Weise statt: Zuerst kam die \"D moll-Toccata\" von S. Bach; als ihr Interpret führte sich der - eigens des Concertes wegen von Dresden hier angekommene -, \"Orgelvirtuose\" Herr Aug. Fischer bei uns ein: gewiss ein charakteristischer Umstand, dass die Einweihung der Wiener Orgel von einem Fremden und noch dazu von einem Fremden von bescheidenen Rufe - und wie ich glaube hinzusetzen zu dürfen: mit bescheidenem Können vollführt wurde (!). - [...] Als fünfte Nummer des reichhaltigen Programms folgte eine \"Improvisation\" des Orgelprofessors am Wiener Conservatorium und anerkannt ersten Virtuosen auf diesem Instrumente in der österreichischen Monarchie, des Herrn Anton Bruckner. Der Künstler behandelte zuerst einen Cantus firmus im planen harmonischen Satze, ergriff dann ein dankbares Sechszehntel-Motiv, welches er in toccatenmässiger Weise durchführte und nahm endlich die österreichische Nationalweise (das Haydn'sche Kaiserlied) auf, die er zu kühnen (oft schier tollkühnen!) modulatorischen Expeditionen benutzte. Die Improvisation, welche, beiläufig gesagt, sehr lange - volle 20 Minuten - dauerte, genügte vollständig, um Hrn. Bruckner als einen eminenten Beherrscher der Orgel erscheinen zu lassen; was die Kraft und Schönheit der Erfindung anbelangt, so konnte man wohl mehr von einem so vielberühmten Meister erwarten; es trat viel mehr eine genaue Bekanntschaft mit gewissen neu-deutschen musikalischen Neuerungen als eine an den Grossmeistern der Orgel erstarkte Kunstweise hervor. Wie man sagt, so soll Herr Bruckner diesmal nicht sein Bestes geboten haben; das gleich zu Beginn seiner Improvisation mehrmals aufgetretene \"Heulen\" eines Tones - wohl eine Folge der nassen Witterung - soll ihn sehr consternirt haben. Es sei darum hievon Act genommen. - [...] Franz Pyllemann.\r\n     (Die Disposition der Orgel folgt in nächster Nummer)« (*).\nBericht über das gleiche Konzert von L. B. Hahn in der »Konstitutionellen Vorstadt-Zeitung« Nr. 327 auf S. 1:\r\n»Aus den Konzert-Sälen.\r\nSelten wohl hat sich die Konzertfluth so unvermittelt rasch und mit solcher Massenhaftigkeit über unsere Residenz ergossen, als heuer. [...] Ein überaus besuchtes Orgelkonzert führte das Ladegast'sche Riesen=Instrument ein [...] Und die Orgel im großen Musikvereinssale? Entspricht sie den Wundermären, die über Größe und Schönheit derselben in Umlauf gesetzt wurden? [... über die Unausgeglichenheit einiger Register und die üblichen \"ugendfehler\"eines neuen Instruments ...] An Herrn Bruckner besitzen wir jedenfalls einen Organisten von großer Erfahrung und bedeutender Beherrschung des Instruments, welcher sich an Kraft dem Dresdner Gaste, Herrn Fischer, sogar überlegen zeigte, während er uns an Geschmack und Nuancirungsvermögen allerdings bedeutend hinter ihm zurückzustehen schien. Ueber das Programm des Orgelkonzertes haben wir schon seinerzeit berichtet. [...] und [hätten wir] uns gegen eine Wiederholung der monströsen Spielerei Liszt's (Fantasie und Fuge über B. A. C. H.) für alle Zukunft gründlich zu verwahren. [...] L. B. Hahn.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187211285, "Datum": "28.11.1872, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 49 berichtet auf S. 492 über das Konzert vom 15.11.1872: \n\n     » *-* Aus Wien wird unterm 16. d. M. berichtet: »Gestern führte die Gesellschaft der Musikfreunde dem Wiener Publikum die Riesenorgel vor, über deren exorbitante Verhältnisse und außerordentliche Vorzüge die geschäftige Fama so viel Schmeichelhaftes verbreitet hatte. [...] Unser heimischer Organist Herr Bruckner und der Dresdener Orgelvirtuose Herr Fischer wetteiferten miteinander, dem schönen Instrumente sofort alle seine Vortheile abzuringen. Herr Fischer war darin der entschieden Ueberlegene. [...] Das Publikum zeigte sich sehr befriedigt und sehr dankbar.« [bis dahin der vollständige Text der Österreichischen Volkszeitung vom 16.11.1872] ... [... viel Lob für Orgelbauer Ladegast ...] Wien darf sich rühmen, wohl die schönste Orgel zu besitzen, welche im österreichischen Kaiserstaate zu finden ist, und die Gesellschaft der Musikfreunde, deren großen Saaal dieses herrliche Werk ziert, hat sich ein wahres Verdienst dadurch erworben, daß wir endlich ein allen Anforderungen in hohem Grade entsprechendes Orgelwerk unser nennen dürfen«.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187212015, "Datum": "(1.12.1872, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Weber (Oberon), Mozart (Solist: J. Labor), Lachner und Beethoven (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187212065, "Datum": "6.12.1872, Freitag", "Haupttext": "In seiner Kritik des Konzerts vom 15.11.1872 im Musikalischen Wochenblatt (Leipzig) Nr. 50, S. 788, vergleicht Theodor Helm Bruckner mit dem Orgelvirtuosen Fischer aus Dresden:\n     »[... Helm bei Kollaudierung am 8.11.1872 anwesend ... Vorbehalte gegen das Instrument und gegen August Fischers Spiel ...] Unter den Händen unseres einheimischen Orgelprofessors Hrn. Bruckner effectuirte der Orgelklang als solcher mehr, als es der Dresdener Gast vermochte; im Uebrigen verunglückte aber gerade diese in die Haydn'sche Volkshymne mündende Bruckner'sche Improvisation (in welcher sich allerlei aussermusikalisches Geräusch mischte) gänzlich. [... Marie Wilt, Herr Walter, Singverein, Konzertdauer drei Stunden ...] Ein weit freundlicher Stern als dem Orgelconcerte leuchtete der ersten diesj. Production unserer Philharmoniker, in den Ausführungen eines der genussreichsten Concerte, denen wir je beigewohnt. [... auch über andere Konzerte ...] Dr. Theodor Helm.«", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:11"}, {"ID": 187212085, "Datum": "8.12.1872, Sonntag (2. Advent)", "Haupttext": "Aufführung der f-moll-Messe in der Hofkapelle unter Bruckner [?(*)].\n(Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Leitung von Brahms mit Werken von Händel (Orgelkonzert), Mozart (Offertorium), Gluck (Szenen aus \"Alceste\" mit Amalie Joachim), Bach (Präludium und Fuge für Orgel) und Brahms (»Triumphlied«) (**)).\r\n     Die Mitwirkung des Organisten Samuel de Lange regt zu Vergleichen mit Fischer und Bruckner an (***).\n(Wiederaufnahme der Oper »Dom Sebastian« (°)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:20"}, {"ID": 187212105, "Datum": "10.12.1872, Dienstag", "Haupttext": "In der Kritik des 1. außerordentlichen Gesellschaftskonzerts [8.12.1872] im Pester Lloyd Nr. 286 wird Bruckner erwähnt: Über den Orgelvirtuosen de Lange, der ein Orgelkonzert Händels spielte. \n   »[...] (der holländische Gast scheint uns Herrn Fischer aus Dresden und unserm einheimischen Organisten Herrn Bruckner in Technik und Kraft des Anschlages ungleich überlegen) [...]« (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187212115, "Datum": "11.12.1872, Mittwoch", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt Nr. 341 berichtet auf S. 18 vom Gesellschaftskonzert vom 8.12.1872:\n     \"[... über das Triumphlied von Brahms ...] Ein Herr de Lange aus Rotterdam zeigte uns die Vorzüge der neuen Orgel des Musikvereins in weit hellerem Licht, als es die Herren Bruckner und Fischer im neulichen Orgelkonzerte [15.11.1872] langweiligen Angedenkens vermocht hatten. Er spielte ebenso kräftig als klar und fein schattiert ein reizendes Konzert von Händel und ein großes Bach'sches Präludium mit Fuge (Es-dur). [... über Amalie Joachim ...] Das Konzert war leider nur mäßig besucht.       h- \"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187212135, "Datum": "13.12.1872, Freitag", "Haupttext": "Orgelkonzert von Samuel de Lange im Wiener Musikvereinssaal. Seine Leistung wird in den Besprechungen mit der Fischers und Bruckners verglichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187212155, "Datum": "(15.12.1872, Sonntag) (3. Advent)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Spohr, Wagner (Faust-Ouvertüre) und Mendelssohn (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187212205, "Datum": "20.12.1872, Freitag", "Haupttext": "In der Kritik zum 2. Orgelkonzert de Langes [im Musikvereinssaal am 13.12.1872, mit Werken von Bach, Mendelssohn, Schumann und Vivaldi (#)] im Pester Lloyd Nr. 295 heißt es: »[...] Herr de Lange ist ein Riese an Klarheit und Präzision gegenüber Herrn Bruckner [...]«.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:21"}, {"ID": 187212295, "Datum": "(29.12.1872, Sonntag)", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert, das hundertste unter Dessoffs Leitung, mit Werken von Gluck, Bach/Esser, Mozart und Beethovens 9. Sinfonie (*). \nZuvor war erstmals wegen der großen Nachfrage eine öffentliche Generalprobe abgehalten worden (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187212315, "Datum": "31.12.1872, Dienstag", "Haupttext": "Zeugnis für Ernst Kühne.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187300005, "Datum": "1873", "Haupttext": "[Januar 1873]\nBericht über das Orgelkonzert vom 15.11.1872 in der »Urania« 1873 Nr. 1 auf S. 14f:\n\"     Ueber Meister Ladegast's Wiener Concertorgel und A. G. Fischers Spiel wird den Signalen geschrieben: \"Friedrich Ladegast's Prachtwerk, die neue Orgel, welche der Meister für den Concertsaal der Musikfreunde in Wien gebaut, erlebte am 15. Nov. den Tag ihrer Einweihung. Man hatte den Dresdener Hoforganisten Herrn Fischer berufen und von heimischen Fachkünstlern blos Herrn Prof. Bruckner die Stelle offen gehalten. Fischer, der weitaus universeller durchgebildete Fachmann, erschloß in dem bekannten mannigfach und geistvoll gefärbten Concert-Programme alle möglichen Glanzseiten seines Könnens. [... J. S. Bach, Mendelssohn, Wilhelm Friedemann Bach, Franz Liszt ...]. Minder glücklich bewegte sich Prof. Bruckner. Seine \"Improvisation\" trug allzu offenkundig das Gepräge des Aphoristischen. Seine Durchführungen drehten sich nur um Figuren, nicht um eigentliche Gedanken. Denn das nach langem Hin- und Herirrlichteleien in rein homophonen oder höchstens im weitesten Wortsinne contrapunktisch (eigentlich nur figurativ-resalienhaften) Redensarten endlich oasengleich hervortretende österreichische Volkslied dämmerte nur in erster unvollständiger Ankündigung entgegen, um alsogleich wieder durch einen leeren Phrasenballast verdrängt zu werden. Auch nach technischer Richtung stand er seinem Dresdener Collegen um Vieles zurück. [... das weitere Programm ...]\" [keine Signatur].\nAuf S. 16 heißt es:\r\n\"[...] – Orgel-Virtuos S. de Lange in Rotterdam hat in Wien auf der neuen Ladegast'schen Orgel am 8. und 13. December v. J. zwei sehr besuchte Concerte gegeben und ist derselbe vielfach ausgezeichnet worden. – \" (*).\n\r\nIn Ludwig Edlbachers »Landeskunde von Ober-Österreich« wird Bruckner als Kirchenkomponist und »gegenwärtig als der größte Meister im Orgelspiele« erwähnt (**).\n\r\nIm Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, Kapitel IV. »Verzeichniss der Mitglieder.«, ist auf S. 43 Bruckner erwähnt (***).\n\r\n(\"Jahresbericht des leitenden Ausschusses des Musik-Vereines in Linz [...] im Verlaufe des Jahres 1872. Linz 1873\" (°)).", "Letzte Änderung": "15.02.2023 11:17"}, {"ID": 187301015, "Datum": "1.1.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der heutigen Kirchenmusik in mehreren Blättern:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 361 auf S. 8 [Rubrik datiert 31.12.1872]:\n     \"(Kirchenmusik.) Morgen, am Neujahrstage, wird in der k.k. Hofkirche St. Augustin um 11 Uhr Vormittags eine Festmesse von Mercadante, Graduale von Johann Kral und Offertorium von Eder zur Aufführung kommen und werden die Soli von den Damen Baumgartner, Girsa und Marie Steinburger vorgetragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\"(a),\n \nDie Presse Nr. 1 auf  S. 12 (b),\n \nFremdenblatt Nr. 1 auf S. 5:\n     \" - Heute (Neujahrstag), 11 Uhr, kommt in der k. k. Hofkirche St. Augustin eine Festmesse von Mercadante, Graduale von Joh. Krall, Offertorium von Leopold Eder zur Aufführung. - Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3002 auf S. 6 (d).\nBruckner spielt um 11 Uhr Orgel in der Augustinerkirche. Zur Aufführung gelangen Werke von Mercadante (Festmesse), Joh. Krall (Graduale) und Leopold Eder (Offertorium). Solisten: Baumgartner, Girsa und Marie Steinburg [Steinburger?] (*).\n(Besprechung des Orgelkonzerts von Samuel de Lange [am 13.12.1872] in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187301025, "Datum": "(2.1.1873, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187301055, "Datum": "(5.1.1873, Sonntag)", "Haupttext": "Gesellschaftskonzert unter Brahms' und Hillers Leitung mit Werken von Hiller, Schumann und Mendelssohn. Beide Dirigenten sehen sich gezwungen, wegen falscher Einsätze im Stück abzuklopfen (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187301105, "Datum": "10.1.1873, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik berichtet auf S. 22 ([Musikbrief?] »Wien. [/] (Schluß.)«, signiert »R. B.«) über das Konzert vom 8.12.1873, bei dem de Lange als Organist mitwirkte (»von Hrn. Lange meisterlich gespielt«) und Brahms sein »Triumphlied« dirigierte. [... Einwände gegen die »Verhimmelung« von Brahms ...] »Die Gesellschaft der Musikfreunde gab uns auch [am 15.11.1872] das interessante Schauspiel eines Organisten=Zweikampfes. Der hiesige Hoforg. Bruckner und Hr. Fischer aus Dresden stritten um die Palme, da kam Hr. Lange aus Rotterdam, spielte und - siegte [8.12.1872 gemeint]. Lange gab auch ein eigenes Concert mit Compositionen von Bach, Mendelssohn, Schumann und Vivaldi. - [...] R. B.« [vgl. dazu 20.12.1872] (*).\n \n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Mit den Referaten habe er schon am 1.1.1873 gerechnet [vgl. 22.10.1872]. Einen Mitstreiter habe Traumihler nun im Salzburger Verein (Prof. A. Hübner). Nützlich seien Kurzberichte in der Presse. Ob sich Arminger den unbegründeten Ansichten Haberts über Witts Kompositionen, die beide nicht kennen, angeschlossen habe? Erbittet zum 20.1.1873 wenigstens die fertigen Referate (**)).\n \n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:21"}, {"ID": 187301125, "Datum": "12.1.1873, Sonntag", "Haupttext": "»Der Wanderer« berichtet auf S. 6, daß Gönner eine Aufführung der f-Moll-Messe finanzieren wollen:\r\n   »Mehrere Gönner und Freunde des talentvollen Komponisten Bruckner, k. k. Hoforganisten und Professor am Konservatorium haben sich zur Bestreitung der Kosten anheischig gemacht, wenn derselbe seine große Messe wiederholt zur Aufführung bringen wollte. Herr Bruckner hat eingewilligt und es soll demnächst dieses ausgezeichnete Kirchen=Tonwerk nächstens bei den Augustinern in reicher Besetzung mit den besten Kunstkräften zur Aufführung gelangen.« (*).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Mendelssohn, J. Zellner, Beethoven (Coriolan) und Schumann (4. Sinfonie)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187301145, "Datum": "14.1.1873, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet auf S. 46:\r\n   » # (Hoforganist Bruckner). In der \"Presse\" lesen wir: Mehrere Gönner und Freunde des talentvollen Componisten Bruckner, k. k. Hoforganisten und Professor am Conservatorium, haben sich zur Bestreitung der Kosten anheischig gemacht, wenn derselbe seine große Messe wiederholt zur Aufführung bringen wollte. Herr Bruckner hat eingewilligt und es soll demnach diese Kirchen=Tonwerk nächstens bei den Augustinern mit den besten Kunstkräften zur Aufführung gelangen.« (*).\nBruckners Schwager Georg Wagenbrenner stirbt 48-jährig in Ebelsberg (**).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187301195, "Datum": "19.1.1873, Sonntag", "Haupttext": "Einweihung und vermutlich auch Kollaudierung der neuen Orgel (II/26) in Tulln. Der Organist Franz Zant [siehe die Anmerkung] vermerkte die Namen der Beteiligten: Orgelbauer Joh. Carl Mauracher, Pfarrer Dr. Anton Kerschbaumer, Bürgermeister Josef Ursinn, Regenschori Joh. Cap. Weinkopf und als Revisoren aus Wien Bruckner, Franz Krenn und Ernst Stoiber.", "Letzte Änderung": "29.03.2025 23:07"}, {"ID": 187301265, "Datum": "(26.1.1873, Sonntag)", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven (Egmont), Viotti, Goldmark und Volkmann.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:52"}, {"ID": 187301275, "Datum": "27.1.1873, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Stremayr:\r\n     Die Anerkennung durch Stremayr, der Erfolg der f-moll-Messe und die Würdigung der 2. Symphonie durch Liszt u.a. hätten seinen Drang zum Komponieren verstärkt. Durch die vielen Schulstunden und zeitraubenden Nebenbeschäftigungen (aus finanziellen Gründen notwendig) werde er im künstlerischen Schaffen behindert. Bittet um bleibende, abgesicherte Subvention.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:35"}, {"ID": 187302015, "Datum": "(1.2.1873, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "23.04.2023 13:55"}, {"ID": 187302105, "Datum": "(10.2.1873, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "23.04.2023 13:51"}, {"ID": 187302165, "Datum": "(16.2.1873, Sonntag)", "Haupttext": "Erster Liederabend von Gustav Walter im Bösendorfersaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187302205, "Datum": "(20.2.1873, Donnerstag)", "Haupttext": "Konstituierende Sitzung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins und behördliche Bestätigung.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 13:50"}, {"ID": 187302215, "Datum": "21.2.1873, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 8 bespricht auf S. 121 ein Orgelkonzert von Samuel de Lange [beim Außerordentlichen Gesellschaftskonzert am 8.12.1872] und vergleicht ihn mit Bruckner und Fischer [vgl. 15.11.1872]. »Ein Herr de Lange aus Rotterdam zeigte uns die Vorzüge der neuen Orgel des Musikvereins in weit hellerem Lichte, als es die HH. Bruckner und Fischer im ersten Orgelconcerte langweiligen Angedenkens vermocht hatten.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187302235, "Datum": "23.2.1873, Faschingssonntag", "Haupttext": "Skizzierung des 1. Satzes der 3. Symphonie abgeschlossen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187302245, "Datum": "24.2.1873, Rosenmontag", "Haupttext": "Skizzierung des Adagios der 3. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187302265, "Datum": "(26.2.1873, Aschermittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187302285, "Datum": "28.2.1873, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 9 berichtet auf S. 133 (= S. 5) nochmals [vgl. 21.2.1873] über ein Orgelkonzert von de Lange [am 13.12.1872] und erwähnt Bruckner und Fischer:\r\n     »In die Periode der Decemberconcerte fällt noch das 2. Orgelconcert der Saison, von Hrn. de Lange aus Rotterdam gegeben, [...]. Hrn. de Lange's Orgelconcert gestaltete sich weit erquicklicher, als das von den HH. Bruckner und Fischer veranstaltete, über welches ich seinerzeit [also am 6.12.1872 Theodor Helm] ausführlich berichtete. zu dem eigentlich erschütternden Orgelklang kam es allerdings hier so wenig, wie dort, es muss die Schuld an der Orgel selbst oder deren Aufstellung liegen. Aber Hr. de Lange ist ein Riese an Klarheit und Präcision gegenüber Hrn. Bruckner, ein Riese an Geist und Feuer gegenüber Hrn. Fischer aus Dresden. Hr. de Lange verstand es z. B., mit derselben D moll-Toccata von Bach ein grosses Publicum hinzureissen, mit der es der Dresdener Gast bis zum Aeussersten gelangweilt hatte. Für den noch jungen trefflichen Rotterdamer Künstler registrirte dessen anmuthige Gattin in gewandtester Weise. | (Fortsetzung folgt.)\" [Signatur am 14.3.1873: Dr. Theodor Helm.\"]« (*).\n(Im 2. außerordentlichen Gesellschaftskonzert dirigiert Brahms Händels Oratorium »Saul« (**). Rudolf Bibl spielt den von Brahms eingerichteten Orgelpart (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:23"}, {"ID": 187303005, "Datum": "etwa März 1873", "Haupttext": "Probe der 2. Symphonie [vermutlich in einer Novitätenprobe der Wiener Philharmoniker].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303025, "Datum": "2.3.1873, Sonntag", "Haupttext": "Skizze zum Adagio der 3. Symphonie abgeschlossen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303055, "Datum": "(5.3.1873, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303095, "Datum": "(9.3.1873, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Gade, Schubert/Liszt, Grädener und Haydn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303115, "Datum": "11.3.1873, Dienstag", "Haupttext": "Komposition des Scherzos der 3. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303135, "Datum": "(13.3.1873, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303155, "Datum": "15.3.1873, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen weisen auf die morgige Kirchenmusik hin:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 433 auf S. 8:\n     \"(Kirchenmusik.) Sonntag den 16., um 11 Uhr, wird in der Hofkirche St. Augustin Capellmeister Eder eine Mozart=Messe, Graduale (Baß=Solo aus Stabat mater) von Rossini und Offertorium (Contra=Alt=Solo) von Frau Baronin Constanze Ruttenstein aufführen, wobei die Soli Herr Graf Balbi und Fräulein Tremel, k. k. Hofopernsängerin, vortragen und Hoforganist Bruckner die Orgel spielt.\" (a),\n \nDie Presse Nr. 73 auf S. 15:\n     \"[... inhaltlich mit (a) identisch ... Offertorium \"neu\" ... Balb, Tremml ...] Die Orgel spielt Hoforganist Bruckner.\" (b),\n \nFremdenblatt auf S. 7 (c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3074 auf S. 6:\n     \"[... inhaltlich identisch mit (a) ... Wilhelmine Tremel ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (d),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 73 auf S. 4:\n     \"[... inhaltlich mit (a) identisch ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (e),\n \nTagespresse Nr. 73 auf S. 6 (f).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303165, "Datum": "16.3.1873, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche wirkt Bruckner an der Orgel mit. Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung eine Messe von Mozart, ein Baß-Solo aus Rossinis »Stabat mater« als Graduale und ein Offertorium mit Altsolo von Baronin Konstanze Ruttenstein. Solisten sind Graf Balbi und Hofopernsängerin Wihelmine Tremmel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303195, "Datum": "(19.3.1873, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303215, "Datum": "21.3.1873, Freitag", "Haupttext": "Ausführlicher Bericht in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 13 auf S. 136 - 139 (= S. 8 - 11):\n     \"Die neue Orgel im großen Saale der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, erbaut von Friedrich Ladegast in Weißenfels.\n          Nach authentischen Mittheilungen von A. W. Gottschalg.\n     Von der im Dec. 18 7 gebildeten Comission, welcher das nicht geringe Verdienst gebührt, jene Organisation angebahnt zu haben, aus welcher das Wiener Conservatorium in seiner heutigen blühenden Gestalt hervorgegangen ist, wurde auch der Gedanke gefaßt, eine den Anforderungen der Neuzeit vollständig entsprechende größere Orgel im Musiksaale der Gesellschaft der Musikfreunde aufzustellen. Jene Commission bezeichnete die Einführung des Unterrichts im Orgelspiel als eine ganz unerläßliche Disciplin für eine auf den Zinnen der Gegenwart stehende Hochschule der Musik. Mit der im Mai 1868 erfolgten Annahme des von dieser Commission der G. d. M. überreichten und von der Generalversammlung am 26. Febr. 1869 überreichten und von der Generalversammlung benehmigten Organisationsstatus ergab sich für die Leiter jener Institution die Nothwendigkeit der Herbeischaffung einer Orgel zu Unterrichtszwecken (nicht auch zu Concertzwecken?, da ja bekanntlich in katholischen Kirchen, z. B. Frankreich, Italien**) [Fußnote mit einer Äußerung von Franz Liszt] die Orgeln selten in einem Zustande sind, um das Pedal obligat zu tractiren.\n     [... Zellners Antrag am 14.1.1869 ...] schon am 19. Jan. trat die aus den HH. Bruckner, Hellmesberger, Herbeck, Prandau, Richter, Titz und dem Antragsteller zusammengesetzte Commission unter dem Vorsitz des Gesellschaftspräses Dr. Egger zur ersten Berathung zusammen, in welcher stipulirt wurde, den Bau einer entsprechenden Orgel zum Preise von 20.000 Fl. zu erstreben und zur Erlangung bezüglicher Entwürfe den Weg des beschränkten Concurses zu wählen. [... Ladegast, Ibach, Walker, Schulze, Merklin und Schütze, Cavaillé=Coll, Titz, Hesse ... Eingang der Entwürfe Mitte März 1869 ... 1.5.1869 Entscheidung für Ladegast ... Vertrag am 30.7.1869 ...]  Die mit der Revision (Ab= oder Uebernahme) beauftragte Commission, bestehend aus den HH. Hellmesberger, Richter, Titz, Wilt und Zellner*) [Fußnote: \"*) Mir scheint, es fehlte hierbei ein praktischer Fachmann, ein hervorragender Organist. - \"] unterzog das neue Prachtwerk einer eingehenden Prüfung [...] sowie am 6. in Gegenwart der Direction und geladener Kunstsachverständiger nach Seite der Klangwirkung und stellte dem Meister Ladegast [...] ein glänzendes Zeugniß aus [... über die Finanzierung, Details zur Disposition und technischen Ausstattung, mit kritischen Anmerkungen (signiert \"G.\")]\".", "Letzte Änderung": "18.12.2024 23:15"}, {"ID": 187303235, "Datum": "(23.3.1873, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken von Bach, Haydn, Brahms, Schubert und Beethoven. Unter den Mitwirkenden sind Hellmesberger und Bibl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187303305, "Datum": "30.3.1873, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Gesellschaft der Musikfreunde:\r\n   Er plane ein Konzert mit Orgelstücken und der 2. Symphonie am 8.6.1873; bittet um Überlassung des Großen Musikvereinssaales zu günstigen Bedingungen (*).\n(8. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Spohr, Beethoven (u.a. 8. Sinfonie), Liszt (Mephisto-Walzer) und einer Mendelssohn-Serenade (**)).\r\n   Ursprünglich war Bruckners 2. Symphonie als Schlußstück vorgesehen, kam aber aus Zeitgründen nicht aufs Programm (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 21:42"}, {"ID": 187304015, "Datum": "(1.4.1873, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187304035, "Datum": "3.4.1873, Donnerstag", "Haupttext": "In einem Artikel in der »Presse« Nr. 92, S. 1f [Kritik zum 30.3.1873], mißbilligt E. Schelle die Programmauswahl und macht Bemerkungen zu Liszts Mephisto-Walzer und zu Bruckners 2. Symphonie.\n     »Drang ja vor einiger Zeit das Gerücht an unsere Ohren, daß man den letzten Cyclus der Productionen mit einer neuen Symphonie von Bruckner zu beschließen gedenke. Wir haben diese Symphonie neulich zufällig in einer Probe gehört und können nicht umhin, sie als ein bedeutendes Werk und würdig einer Aufführung zu bezeichnen. Freilich hat sie der Componist übermäßig lang ausgesponnen, aber dem Uebel konnte [sic!] abgeholfen werden, wenn man einen der Mittelsätze gänzlich fortließ. Diese Novität würde jedenfalls ein besseres Finale abgegeben haben, als die Novität des »Mephisto=Walzers«, [...]« (*).\n \nBei der Konferenz des Zweiglehrervereins Prägarten im Schulhaus in Wartberg werden 4 Fragenkomplexe behandelt. Auf Frage 2 (Erwächst der Schule durch Ausübung durch Ausübung des Chordienstes kein Nachtheil?) antwortet Oberlehrer Hörmann aus Tragwein in einer schriftlichen Stellungnahme, \"es würde kein Haydn, Mozart oder Bruckner etc. mehr zu erwarten sein, wenn der Chordienst vom Schuldienste getrennt würde. Weg daher mit einer solchen Trennung.\" (**).", "Letzte Änderung": "05.09.2024 13:59"}, {"ID": 187304045, "Datum": "4.4.1873, Freitag", "Haupttext": "Tod von Jakob Helm [siehe \"vor dem 23.12.1855\" = 185512234]. Der Partezettel war möglicherweise Bruckner zugesandt worden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187304065, "Datum": "(6.4.1873, Palmsonntag)", "Haupttext": "Konzert Herbecks mit Glucks »Orpheus und Eurydike« (*).\n4. Gesellschaftskonzert unter Leitung von Brahms mit Werken von Bach und Cherubini (Requiem) (**). Es wirken mit: Emil Krauß, J. M. Grün, Rudolf Bibl und der Singverein (**a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187304075, "Datum": "7.4.1873, Montag", "Haupttext": "Die Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde beschließt, Bruckner den Großen Musikvereinssaal zum halben Mietpreis zu überlassen [vgl. Gesuch Bruckners vom 30.3.1873].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187304085, "Datum": "(8.4.1873, Kardienstag)", "Haupttext": "Wiederholung des vorgestrigen Brahms-Konzertes mit Werken Bachs und Cherubinis.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:23"}, {"ID": 187304095, "Datum": "9.4.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 82 berichtet auf S. 2 von einer Lehrerkonferenz in Wartberg am 3.4.1873, bei der von Lehrer Hörmann aus Tragwein die Meinung vertreten wurde, es sei kein Haydn, Mozart oder Bruckner zu erwarten, wenn Chordienst und Schuldienst getrennt würden.", "Letzte Änderung": "05.09.2024 14:00"}, {"ID": 187304115, "Datum": "11.4.1873, Karfreitag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Streicher [Martin Streicher (1828-1897) Pfarrer aus Asten], Organist Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"2\" [für beide] angegeben. Er fährt noch am gleichen Tag wieder weiter (*).\n\n\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler: Erbittet (für einen Aufsatz im \"Hausschatz\") biographische Daten. Erkundigt sich nach den jetzigen Verhältnissen und nach Herrn Arminger (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187304155, "Datum": "(15.4.1873, Dienstag)", "Haupttext": "Konzert der Philharmoniker unter Herbeck in der Hofoper (*). \n   Liszt, der sich an diesem Tag nochmal in Wien aufhält, besucht dieses Konzert (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187304165, "Datum": "(16.4.1873, Mittwoch)", "Haupttext": "Hofkonzert unter Herbeck im Großen Redoutensaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187304185, "Datum": "18.4.1873, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Gesellschaft der Musikfreunde an Bruckner [Datum des Konzepts, auf der letzten Seite des Schreibens vom 30.3.1873]:\r\n   Die Direktion habe in der Sitzung vom 7.4.1873 beschlossen, Bruckner den Musikvereinssaal zum halben Mietpreis zu überlassen (*).\n(Konzert in der Hofoper mit Mendelssohns Sommernachtstraum (**). Dessoff übernahm für den erkrankten Herbeck die Leitung (***)).", "Letzte Änderung": "16.09.2024 13:43"}, {"ID": 187304215, "Datum": "(21.4.1873, Montag)", "Haupttext": "Konzert des Singvereins mit Brahms.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187304225, "Datum": "22.4.1873, Dienstag", "Haupttext": "Probe zur f-moll-Messe (vermutlich nur mit den Sängerknaben) (*).\nJohann Strauß dirigiert am Opernball die Philharmoniker bei der Uraufführung von »Wiener Blut« (**)).", "Letzte Änderung": "13.09.2024 18:41"}, {"ID": 187304235, "Datum": "23.4.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Die Gemeindevertreter der Stadt Tulln beantragen, Bruckner für seine Mühe bei der Kollaudierung der Pfarrkirchenorgel [19.1.1873] eine silberne Tabaksdose im Wert von 30 fl zu widmen.", "Letzte Änderung": "04.09.2024 06:59"}, {"ID": 187304255, "Datum": "25.4.1873, Freitag", "Haupttext": "Eintrag Bruckners im Album des Grafen von Wimpffen: 6 Takte Particell (Streicher und Horn in Es) vom Beginn der 2. Symphonie.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 19:40"}, {"ID": 187304275, "Datum": "27.4.1873, Sonntag", "Haupttext": "Datierung »Marx 27./4.[1]873« am Ende der Altstimme Nr. 1 der f-Moll-Messe (*), »27/4« [auch 1879 möglich] in der Altstimme Nr. 3 (**), »27/4 [1]873« auf der Titelseite und zusätzlicher Eintrag am Ende des Credos in der Altstimme Nr. 5 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305015, "Datum": "1.5.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Eröffnung der Wiener Weltausstellung.", "Letzte Änderung": "12.02.2023 11:39"}, {"ID": 187305035, "Datum": "3.5.1873, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik in einigen Zeitungen:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 481 auf S. 8:\n      \" - Am selben Tage [4. Mai] um 11 Uhr wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Capellmeister Eder Mozart's Krönungsmesse, Graduale (Sopran= und Bariton=Solo) von L. Weiß, Offertorium (Sopran= und Violin=Solo) von Johann Krall aufführen: die Soli werden Frau Gräfin Wickenburg=Almasy, Violin=Concertistin Therese Seydel und Herr Lebrecht vortragen, und Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (a),\n \nDie Presse Nr. 121 auf S. 10:\n      \"[inhaltlich mit (a) identisch ... Laurenz Weiß, Therese Seydl ...] Die Orgel spielt Hoforganist Bruckner.\" (b),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3122 auf S. 7:\n     \"[inhaltlich mit (a) identisch ... Weiß, Therese Seydl ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (c)\n \nund Neues Fremdenblatt Nr. 121 auf S. 3:\n     \" - Um 11 Uhr wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Kapellmeister Eder Mozart's Krönungsmesse, Graduale Duo=Sopran und Bariton), Offertorium Sopran und Violinsolo von Joh. Krall aufführen. Die Soli werden von Frau Gräfin Wickenburg=Almasy, Violinkonzertistin Fräulein Therese Seydel und Herrn Lebrecht vorgetragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (d).\n \n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (*)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305045, "Datum": "4.5.1873, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik\n \nim Fremdenblatt Nr. 122 auf S. 5:\n     \" - Heute um 11 Uhr wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Kapellmeister Eder Mozart's feierliche Krönungsmesse mit dem weihevollen Agnus Dei (Sopransolo), vorgetragen von Frau Gräfin Wickenburg=Almasy, Graduale von Weiß, Offertorium, Sopran= und Violinsolo von J. Krall aufführen, und die Soli Gräfin Wickenburg, Violinkonzertistin Theres Seidl und Hr. Lebrecht vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (*)\n \nund in der Gemeindezeitung Nr. 104, S. 4:\n     \"[inhaltlich mit (*) identisch ...] Die Orgel spielt Hoforganist Bruckner.\" (**).\nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche um 11 Uhr. Aufgeführt werden unter Eders Leitung Mozarts Krönungsmesse, eine Graduale (mit Sopran- und Bariton-Solo) von Laurenz Weiß und eine Offertorium (mit Sopran- und Violin-Solo) von Johann Krall (***).\r\n     Solisten: Gräfin Wickenburg-Almasy, Therese Seydl, Herr Lebrecht (***a).\nFestkonzert zur Weltausstellung mit einem von Lewinsky gesprochenen Festgruß von Mosenthal und Werken von Schubert (z.T. in Orchesterfassung von Liszt) (°). Es dirigieren Dessoff, Kremser und Rudolf Weinwurm (°°), nachdem Brahms die Leitung des Konzertes abgelehnt hatte (°°°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:37"}, {"ID": 187305095, "Datum": "(9.5.1873, Freitag)", "Haupttext": "Börsenkrach in Wien (»schwarzer Freitag«).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305115, "Datum": "(11.5.1873, Sonntag)", "Haupttext": "Festkonzert (anläßlich der Weltausstellung) unter Dessoff mit Werken Beethovens (u.a. 9. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305135, "Datum": "13.5.1873, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Johann Baptist Burgstaller an Ignaz Traumihler:\n     Für die Feier des 20jährigen Bischofsjubiläums (Rudigier, 12.6.1853) am 12.6.1873 in der Votivkapelle benötige er nicht zu schwierige Aufführungsmaterialien für ein \"Ecce sacerdos\", eine Motette und ein \"Tantum ergo\" [s. 14.6.1873: Bruckner, vermutlich WAB 41/1, früher WAB 41/3, oder WAB 44??] und bittet um Zusendung von Leihmaterial aus den Schätzen St. Florians.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305155, "Datum": "(15.5.1873, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305185, "Datum": "(18.5.1873, Sonntag)", "Haupttext": "Außerordentliches Konzert des Wiener Männergesangvereins im großen Musikvereinssaal. L. A. Zellner wirkt als Organist mit [*]. Zellner spielt eine eigene Komposition »Phantasie über das Motiv B.A.C.H.«", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:20"}, {"ID": 187305205, "Datum": "20.5.1873, Dienstag", "Haupttext": "In einem Bericht Theodor Helms im Pester Lloyd Nr. 116 über das Festkonzert des Wiener Männergesangvereins [am 18.5.1873] wird Bruckner erwähnt: »[...] L. A. Zellner, welcher bekannt als ausgezeichneter Harmoniumspieler sich zum ersten Mal als famoser Orgelvirtuose vorführte. Herr Zellner, welcher über die Konstuktion der neuen Orgel im Musikverein mit dem Orgelbauer Ladegast die eingehendsten Verhandlungen gepflogen, der außerdem durch lange Selbstübung das Instrument weit besser kennt, als irgend einer der einheimischen und fremden Virtuosen, die sich heuer auf demselben versuchten (Herren Bruckner, Hansleithner [Hausleithner], Fischer, selbst de Lange), wußte der Erste [gemeint: als Erster?] die mannigfaltigen Register in ihrer vollen Schönheit und Klarheit darzustellen. [...] Dr. Theodor Helm.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305245, "Datum": "24.5.1873, Samstag", "Haupttext": "Partitur des Adagios der 3. Symphonie fertiggestellt (*).\nBruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik wird von mehreren Blättern gemeldet:\nDeutsche Zeitung Nr. 502 auf S. 9:\r\n     \"[inhaltlich identisch mit (f) ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (a),\nFremdenblatt Nr. 142 auf S. 6 (b),\nMorgenpost Nr. 142 auf S. 4:\r\n      \"[inhaltlich identisch mit (f) ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\"(c),\nNeue Freie Presse Nr. 3143 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich identisch mit (f) ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (d),\nNeues Fremdenblatt Nr. 142 auf S. 2:\r\n     \"[inhaltlich identisch mit (f) ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (e),\nDie Presse Nr. 142 auf S. 9:\r\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 25. Mai um 11 Uhr Capellmeister Eder eine Messe von Robert Führer, Graduale, Sopransolo mit Chor von Baronin Constanze Ruttenstein, Offertorium, Duo, Sopran und Bariton von Laurenz Weiß aufführen. Die Soli werden von Frau Gräfin Wickenburg=Almasy und Herrn Graf Pandolfi vorgetragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (f),\nDer Wanderer (g).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305255, "Datum": "25.5.1873, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeindezeitung Nr. 121 auf S. 4;\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird um 11 Uhr Kapellmeister Eder eine Messe von Führer, Graduale (Sopransolo mit Chor) von Baronin Constanze Ruttenstein und Offertorium (Duo für Sopran und Bariton) von Laurenz Weiß aufführen. Die Soli werden Frau Gräfin Wickenburg=Almasy und Herr Graf Pandolfi vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (*).\nBei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Unter Eders Leitung erklingen eine Messe von Robert Führer, ein Graduale (mit Sopran-Solo) von Baronin Konstanze Ruttenstein und ein Offertorium (Duett für Sopran und Bariton) von Laurenz Weiß. Solisten: Gräfin Wilhelmine Wickenburg-Almasy, Graf Pandolfi (**).\n[Beginn (?) der] Arbeit an der Partitur des 1. Satzes der 3. Symphonie (»Streichinstrumente«) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305265, "Datum": "26.5.1873, Montag", "Haupttext": "Bruckner spielt nachmittags in der Rotunde der Weltausstellung die von Steinmeyer in Oettingen für die Kirche in der Brigittenau gebaute Orgel. Er verkürzt wegen Störung durch indiskrete Frager seinen Vortrag.\r\nDiese Orgel (II/21) war für die Pfarrkirche St. Brigitta in Wien-Brigittenau bestimmt (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305275, "Datum": "27.5.1873, Dienstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 145 berichtet auf S. 9 des Lokalanzeigers von Bruckners gestrigem Orgelspiel:\r\n     \"Wien, 26. Mai. [...] Heute Nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr hatte das Publicum in der Rotunde einen selten Genuß, indem die von Steinmeyer in Oettingen gebaute, für die neue Kirche in der Brigittenau bestimmte Orgel von dem Herrn Organisten Bruckner mit Meisterschaft gespielt wurde. Die Orgelklänge füllten den weiten Raum und zwar harmonischer als dies bei den bisherigen Orchesterproben der Fall war. Leider wurde Herr Bruckner von indiscreten Personen so oft mit Fragen unterbrochen, daß er zu spielen aufhörte und dem Publicum der Genuß verkürzt wurde.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187305285, "Datum": "28.5.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 146 berichtet auf S. 12 von Bruckners Orgelspiel am 26.5.1873:\n     \"(Orgelkonzert in der Rotunde.) Gestern Nachmittags hat Organist Bruckner die von Steinmeyer in Oettingen gebaute, für die neue Kirche in der Brigittenau bestimmte Orgel probirt. Die Orgelklänge füllten den weiten Raum und zwar harmonischer als dies bei den bisherigen Orchesterproben der Fall war.\" (*).\n \n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 10:08"}, {"ID": 187305315, "Datum": "31.5.1873, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wird als Organist für morgen angekündigt in: \n\n\n\n»Die Presse« Nr. 149 auf S. 10:\n     \" - in der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin am Pfingstsonntage und Pfingstmontage Messen von Mercadante und Mozart, Einlagen von Johann Krall, Richter, Benedict Randhartinger und Eder. Die Soli werden am ersten Tage von Frau Anna Pessiak v. Schmerling und Herrn Grafen Balbi; am zweiten Tage von den Damen Fräulein Girsa, Johanna Weyher und Cornelia Diry vorgetragen. Hoforganist Bruckner spielt Sonntag am Schlusse eine Orgelfuge;\"(*), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 149 auf S. 5:\n     \" - Morgen 11 Uhr Vormittags wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Kapellmeister Eder eine Festmesse von Mercadante, Graduale von Johann Krall, Baßsolo, Offertorium, Violinsolo mit Chor von Richter, und übermorgen [... Mozart, Randhartinger, Eder ...] Die Soli am ersten Tage werden vorgetragen von Frau Anna Pessiak v. Schmerling, Graf Balbi und Violinsolospieler Maxintsack, am zweiten Tage [...], Hoforganist Bruckner spielt morgen am Schlusse des Hochamts eine Orgelfuge.\" (**), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 149 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Kapellmeister Eder ... Violin=Solospieler \nMaxintsack ...] Hoforganist Bruckner spielt Sonntags am Schlusse des \nHochamts eine Orgelfuge.\" (***), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3150 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Maxintsak ...] Hof=Organist Bruckner spielt Sonntag am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge.\" (°) und\n\n\nDeutsche Zeitung Nr. 509 auf S. 10:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Capellmeister Eder ... Violin=Concertist Maxintsack ...] Hof=Organist Bruckner spielt Sonntags am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge.\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187306015, "Datum": "1.6.1873, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Die Gemeinde-Zeitung Nr. 127 weist auf S. 4 auf die heutige Kirchenmusik hin: \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 31.5.1873]. Hof-Organist Bruckner spielt Sonntag am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge.\" (*).\nBruckner wirkt als Organist um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit und spielt am Schluß der Messe eine Orgelfuge. Es erklingen außerdem unter Eders Leitung eine Messe von Mercadante, ein Graduale mit Baßsolo von Johann Krall und ein Offertorium mit Violinsolo von Anton Richter [siehe die Anmerkung] (**).\r\nSolisten: Anna Pessiak von Schmerling, Graf Balbi und Maxintsak (***).\nIn Nr. 6 (Juni-Heft) der Musica sacra erscheint auf S. 42ff der zweite Teil des Ende November 1872 gesetzten und am 1.1.1873 erschienenen Artikels von Franz Xaver Witt \"Vorgänge in der Diöcese Linz.\" über die Kontroversen zwischen Johann Evangelist Habert und Ignaz Traumihler, in dem eine Korrespondenz zitiert wird, in der von einer Äußerung Bruckners über eine Messe Haberts in der Hofburgkapelle [21.4.1872] berichtet wird (°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 21:25"}, {"ID": 187306075, "Datum": "7.6.1873, Samstag", "Haupttext": "Eine Ankündigung der morgigen Kirchenmusik bringen mehrere Zeitungen:\n \nDer Wanderer, S. 7 (a),\n \nDeutsche Zeitung Nr. 515 auf S. 8:\n     \"Am selben Tage [\"8. d.\"] wird in der Pfarrkirche am Alsergrund Capellmeister Eder eine Festmesse von Laur. Weiß mit Graduale von Haydn (Tres sunt) und Offertorium von Alexander Stradella aufführen, und werden die Soli die Damen Philippine v. Edelsberg, Häckl, Ritter, die Herren Dunkl, Teller und Violine=Solist Maxintsack, Mitglied des Hofoperntheaters, vortragen. Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (b),\n \nFremdenblatt Nr. 155 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (b) ... Fest der heiligen Dreifaltigkeit ... Häkl, Dunkel ...] Die Orgel spielt der Hoforganist Herr Bruckner.\" (c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3156 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (b) ... um 10 Uhr ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (d),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 155 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (b) ... um 10 Uhr ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (e)\n \nund Tagespresse Nr. 155, S. 7 (f).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 09:57"}, {"ID": 187306085, "Datum": "8.6.1873, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeindezeitung Nr. 132 auf S. 4 [inhaltlich identisch mit den Ankündigungen vom 7.6.1873] (*).\nBei der Kirchenmusik in der Pfarrkirche Alservorstadt um 10 Uhr spielt Bruckner Orgel. Unter Eders Leitung erklingen eine Festmesse von Laurenz Weiß, ein Graduale »Tres sunt« von Joseph Haydn und ein Offertorium von Alessandro Stradella. Solisten: die Damen Philippine von Edelsberg, Häckl (Häkl) und Ritter, die Herren Dunkl und Teller und als Violinsolist Maxintsack (**).\nUrsprünglich geplanter Termin für die Uraufführung der 2. Symphonie (***).\n[oder 10.6.1873?] Der Gemeindeausschuß der Stadt Tulln bewilligt den Ankauf der Bruckner zu widmenden Uhr (°).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 09:58"}, {"ID": 187306105, "Datum": "10.6.1873, Dienstag", "Haupttext": "Streicherpartitur des 1. Satzes der 3. Symphonie beendet (*).\nSchreiben der Stadt Tulln an das Bischöfliche Consistorium in St. Pölten:\r\n     Der Gemeindeausschuß der Stadt Tulln habe am 8.6.1873 den Ankauf der Bruckner zugedachten Uhr [vgl. 23.4.1873] bewilligt. Antrag auf Kostenübernahme (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 132 bringt auf S. 3 eine Stellungnahme von Johann Evangelist Habert [vgl. Witts Artikel vom 1.6.1873]:\r\n     \"Kundgebungen aus dem Volke.\n          Offene Antwort und Einladung.\r\n     Obwohl ich schon erklärt habe [... über Vorwürfe Franz Xaver Witts gegen den österreichischen Cäcilien-Verein, die von Traumihler unterstützt würden ...]\r\n     Der Verein wurde nicht von mir, sondern von Lambach aus aufgelöst, ohne daß ich mithalf. Ich erfuhr die Auflösung aus dem \"Linzer Volksblatte.\" -\r\n     Von Zeit zu Zeit findet es Witt für nothwendig, seinen Lesern mitzutheilen, daß meine Compositionen niemand aufführt. Diesesmal (in Nr. 6 der Mus. sacra d. J.) kommt ihm Traumihler zu Hilfe und berichtet: \"Habert's Cäcilienmesse wurde heuer (?) in der Hofburgkapelle zu Wien aufgeführt, aber, wie ich durch Herrn Bruckner erfahren, ohne merklichen Erfolg. (?) Die Messe ist für das vollständige Orchester (?) eingerichtet. Dechant Arminger in Steyr führte heuer bei Gelegenheit des hundertjährigen Bestehens der dortigen Stadtpfarrorgel eine Messe Habert's unter dessen eigener Direktion auf. Das ist aber Alles, was mir über die Aufführungen Habert'scher Werke bekannt ist.\" -\r\n     Sagen Sie einmal Herr Traumihler, haben Sie schon einmal etwas von mir aufgeführt? [... Traumihler habe das wohl vergessen und nicht nach Regensburg berichtet. Auch T.s Gesinnungsgenossen verschweigen Haberts Aufführungen - Parteidiziplin! Traumihler habe früher sogar Haberts Werke über die Wittschen gestellt ... über die Kritik an seiner Zeitschrift. Lädt Witt ein, gemeinsam zu Ambros in Wien (als Schiedsrichter) zu gehen. Sollte dieser Witts Urteile bestätigen, so werde er, Habert, Abbitte leisten und dem deutschen Cäcilien-Verein beitreten. Jedoch müsse Witt eine anders ausfallende Beurteilung im Gegenzug aber auch akzeptieren. ...] Kann ich mehr thun? Also, ist's gefällig, wollen Sie den Tanz wagen?\r\n     Josef Habert.\" [sic] (***).\r\nWitt reagierte darauf im Linzer Volksblatt vom 19.6.1873 auf S. 3. Am 26.6.1873 ergreift ein mit \"F. H.\" signierter Leserbrief Partei für Habert.\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "04.09.2024 07:00"}, {"ID": 187306125, "Datum": "12.6.1873, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "[oder 11.6.1873? siehe die Anmerkung]\nAufführung eines \"Tantum ergo\" in B [vermutlich WAB 41/1, früher WAB 41/3 - oder WAB 44??] anlässlich der Feier zum 20jährigen Linzer Bischofsjubiläum (Rudigier am 12.6.1853] in der Votivkapelle. Außerdem erklingen unter Burgstallers Leitung ein \"Ecce sacerdos\" Traumihlers, eine Namen-Jesu-Litanei aus Witts Blättern und ein \"O esca viatorum\". Prof. Angermeyer stellt dem Bischof die Sängerknabenkapelle vor. Statt der verhinderten Alumni wirkt der Domchorvikar Kerschbaum mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187306145, "Datum": "14.6.1873, Samstag", "Haupttext": "Brief von Johann Baptist Burgstaller an Ignaz Traumihler:\n     Sendet dankend das Leihmaterial (zur Feier am 12.6.1873, vgl. 13.5.1873) zurück. Traumihlers \"Ecce sacerdos\" habe den Bischof [Rudigier] zu Tränen gerührt. Eine Probe gab es nur am letzten Tag, ohne die anderweitig beschäftigten Alumnen. Domchorvikar Kerschbaum habe ihm ohne Probe ausgeholfen. \"Recht gut machte sich das Tantum ergo v. Brukner in B.\" [vermutlich WAB 41/1 (früher WAB 41/3) - oder WAB 44??] Erwähnt eine Litanei aus Witts Blättern und ein \"o esca viatiorum\". Prof. Angermayr habe dem Bischof die Sängerknabenkapelle vorgestellt.", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:43"}, {"ID": 187306195, "Datum": "19.6.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Berliner Musikzeitung Nr. 25 berichtet auf S. 199 (= S. 7) in einem nicht signierten Korrespondentenbericht aus Wien von der Kirchenmusik am 8.6.1873:\n     \" - In der Pfarrkirche Alservorstadt wurde das Fest der heiligen Dreifaltigkeit feierlichst begangen, wobei Capellmeister Eder eine Festmesse von Laur. Weiss, Graduale von Haydn (Tres sunt), Offertorium von Alex. Stradella, aufführte. Soli: die Damen Philippine von Edelsberg, Ritter und Häkl, dann die Herren Dunkel, Teller und Violoncellist [sic] Maxintsack. Die Orgel spielte der Hoforganist Herr Bruckner.\" (*).\n \nIm Linzer Volksblatt Nr. 139 erscheint auf S. 3 eine Erwiderung Franz Xaver Witts auf Haberts Zuschrift vom 10.6.1873 [Bruckner wird nicht erwähnt] (**).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 09:59"}, {"ID": 187306215, "Datum": "(21.6.1873, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187307005, "Datum": "Juli 1873", "Haupttext": "Proben zur f-moll-Messe (vermutlich nur mit den Sängerknaben) (*).\nAbschlußprüfungen am Konservatorium [vgl. 12.7.1873]. Bruckners Schüler werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\n   »Schule für Harmonielehre (männliche Zöglinge) des Herrn Prof. Bruckner. [/] (Unter 10 Zöglingen.) Erster Grad: Kittel Karl, Emanuel Ludwig, Straka Johann. - Zweiter Grad: Benies Heinrich.« (**),\r\n   »Schule für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. (Unter 9 Zöglingen.) Erster Grad: Steudner Hermann, Mötz Johann. - Zweiter Grad: Czegledy Julius, Grünberg Eugen, Kliwar Josef, Pummer Johann, Walach Alois. [/] II. Classe. (Unter 3 Zöglingen) Erster Grad: Mottl Felix.« (***).\r\nIn der Übersicht der Schüler mit Klassifizierung bei der Jahresprüfung sind verzeichnet: \r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] (2 Zöglinge.) [/] I. Classe. Zweiter Grad: Czegledy Julius. [/] II. Classe. Erster Grad: * [Fußnote: zum Concurs (am 12.7.1873) zugelassen] Walter Gustav.« (°).\r\nKlassenprämien erhielten: \r\n   »Schule für Harmonielehre (männliche Zöglinge) des Herrn Prof. Bruckner. [/] Erste Prämie: Kittel Carl; [/] zweite Prämie: Emanuel Ludwig«\r\n   und »Schule für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Steudner Hermann; [/] zweite Prämie: Mötz Johann. [/] II. Classe. Erste Prämie: Mottl Felix.« (°°).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 13:38"}, {"ID": 187307016, "Datum": "1., 3. und 4.7.1873, Dienstag bis Freitag", "Haupttext": "Reifeprüfung an St. Anna. Bei dreien der Kandidaten findet sich eine Zensur für das Fach Klavier- und Orgelspiel - Bruckner ist jedoch an keiner Stelle des Protokolls erwähnt:\n[Vorgedrucktes in Fettdruck]\n     \"PROTOKOLL aufgenommen bei der Reifeprüfung an der k. k. Lehrerbildungs-Anstalt in Wien am 1. 3. 4 Juli 1873. Prüfungs-Commission:\n[links:]\nDr. Georg Ullrich | k. k. Landesschulinspector.\nVorsitzender, Mitglied des k. k. n. ö. Landesschulrathes.\n[rechts:]\nVernaleken Director der k. k. Lehrerbildungs-Anstalt.\n[darunter weitere Unterschriften:]\nAndreas Lielegg\nJos. Hofer\nAlfred Merz\nHeinr Deinhardt\".\n \n     Es folgen die einzelnen Prüfungsprotokolle, 2 Seiten pro Kandidat:\nJakob Böckl, Leopold Donner, Adolf Engelmeier, Franz Pilz, Franz Fuchs, Johann Gründler, Anton Hofbauer, Franz Kalaus [?], Josef Krenn, Vincenz Kritscher, Adolf Kunka, Anton Müller, Johann Mayer, Adolf Kurz, Ludwig Oedendorfer, Ferdinand Niedermayer, Ludwig Müllner, Franz Scherzer, Josef Schneider, Karl Schneider, Julius Sorger, Hugo Stattin, Franz Strnad, Julius Urban, Karl Urbann.\n     Neben den Hauptfächern Religionslehre bis Landwirthschaftslehre (linke Seite) sieht der Vordruck darunter noch Nebenfächer vor (Schreiben, Zeichnen, Gesang, Violinspiel und Turnen) und rechts unten noch \"Leistungen aus nicht obligaten Fächern\" (Clavier- und Orgelspiel, Methode des Unterrichtes für Taubstumme, Blinde, Schwach- und Böldsinnige und Pädagogik des Kindergartens).\n     Auf der rechten Seite außen zwei Spalten \"Note der mündlichen Prüfung\" und \"Zeugnisnote\" für die Haupt- und Nebenfächer, darunter noch eine Spalte \"Grad der Reife\".\n \n     Bei drei Kandidaten finden sich Vermerke zum Instrumentalunterricht:\n \n     \"1. Böckl Jakob geboren am 27tn Juni 1854 zu Bockfließ Bz. Wolkersdorf N. Ö.\n      Confession. Katholisch\n     Studien: 3 Realschulklaßen bei St. Anna      3 Kl. k. k. Lehrerbildungsanstalt    [...]\n     Clavier- und Orgelspiel: gut [Grad der Reife] Zweiter Grad\"\n \n     16. Niedermayer Ferdinand geboren am 20tn Oktober 1854 zu Irritz Bz. Kromau in Mähren      Katholisch Confession.\n     Studien: 3 Realschulklaßen, II. Wien      3 Kl. k. k. Lehrerbildungsanstalt    [...]\n     Clavier- und Orgelspiel: sehr gut [Grad der Reife] zweiten Grad\n \n     17. Oedendorfer Ludwig geboren am 26 Juli 1853 zu Bockfließ in N. Ö.     Katholischer Confession.\n     Studien: 3 Realschulklaßen in Wr Neustadt     3 Kl. k. k. Lehrerbildungsanstalt    [...]\n     Clavier- und Orgelspiel: sehr gut [dies wieder durchgestrichen, daneben Vermerk \"corr. Lieleyg\" und Diagonalstrich durch alle nichtobligaten Fächer]\n     [Grad der Reife] dritten Grad [das Wort dritten durchgestrichen, darunter \"zweiten\" und Vermerk \"corr. Lyg\".\n \n[Als Schüler Bruckners in dieser Prüfung kommen demnach nur Böckl und Niedermayer in Frage. Siehe auch die Anmerkung.]", "Letzte Änderung": "20.12.2024 13:42"}, {"ID": 187307045, "Datum": "4.7.1873, Freitag", "Haupttext": "Schreiben des Bischöflichen Consistoriums in St. Pölten an den Pfarrer von Tulln, Kerschbaumer:\r\n   Der Ankauf des Bruckner zugedachten Geschenks [vgl. 23.4.1873] könne aus der Kasse des Benefiziatenamtes bestritten werden. Unterschriften von Kanzler Zehengruber und Domscholaster Ignaz [???]berger.", "Letzte Änderung": "04.09.2024 07:01"}, {"ID": 187307065, "Datum": "6.7.1873, Sonntag", "Haupttext": "Brief des Tullner Pfarrers Kerschbaumer an Bürgermeister Ursinn:\r\n   Übersendet die vom Bischöflichen Consistorium eingelangten Akten [vgl. 4.7.1873] bezüglich der Vergoldung der Orgel und des Geschenks für Bruckner.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 08:31"}, {"ID": 187307125, "Datum": "12.7.1873, Samstag", "Haupttext": "Öffentlicher Preisconcurs des Konservatoriums für Komposition und Orgel. Zur Jury gehören Hellmesberger, Dr. G. v. Breuning, Konzertmeister Grün, C. Heißler, F. Krenn, M. Käßmayer und Victor Ritter von Raindl. Ein einziger Orgelspieler ist verzeichnet:\r\n»Orgel.\r\n(Schule Bruckner)\r\nII. Classe.\r\n?.Preis: Herr Walter Gustav. - Concursaufgabe: Bach: Präludium und Fuge, A-moll.« (*).\n[o.D.] Gustav Walter ist auch im Verzeichnis der Absolventen und der Diplom-Empfänger als einziger Organist enthalten (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:24"}, {"ID": 187307145, "Datum": "(14.7.1873, Montag)", "Haupttext": "Premiere der Oper »Hamlet« an der Wiener Oper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187307165, "Datum": "16.7.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Partitur des 1. Satzes der 3. Symphonie fertiggestellt (*).\n\r\n(Sommer-Liedertafel des Wiener Männergesangvereins unter Leitung von Rudolf Weinwurm und Eduard Kremser in der \"Neuen Welt\" in Hietzing mit Werken von Gericke, Reichardt, Kremser, Karl Mayerberger, Kjerulf, Franz Gugler, Schubert, H. Schäfer und Johann Strauß. Das Programmheft enthält eine kurze Vereinsgeschichte.\r\nVermutlich ist auch eine Delegation des Philharmonischen Vereins Temeswar anwesend, in dessen Archiv sich das Programmheft befindet (**)).", "Letzte Änderung": "04.12.2024 09:43"}, {"ID": 187307225, "Datum": "22.7.1873, Dienstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 200 berichtet auf S. 5, daß Bruckner anläßlich der Weltausstellung im Großen Musikvereinssaal Orgel gespielt hat: \n      »Während der Weltausstellung wird im großen Saale der Musikfreunde jeden Samstag von 1 bis 2 Uhr Orgel gespielt. [... über den meist sehr schwachen Besuch: 1 - 20 Hörer!...] Wir hörten bei solchen Gelegenheiten den Generaldirektor der Musikfreunde, Herrn Zellner, den feinsten Kenner des Ladegast'schen Werkes, und Herrn Professor Bruckner, der seinen Ruhm bis nach England getragen, und von dem man schwer sagen kann, ob er in seinem hingebenden Eifer besser spielt oder transpirirt. [...] sp.« [= Speidel?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187307255, "Datum": "25.7.1873, Freitag", "Haupttext": "Partitur des Scherzos der 3. Symphonie fertiggestellt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187307265, "Datum": "(26.7.1873, Samstag)", "Haupttext": "Im ersten Abschlußkonzert des Konservatoriums unter Hellmesbergers Leitung wird u.a. ein Klavierquintett von Hugo Reinhold, eine Serenade von Mendelssohn aufgeführt.", "Letzte Änderung": "03.06.2024 14:30"}, {"ID": 187307275, "Datum": "27.7.1873, Sonntag", "Haupttext": "Partitur zum Trio der 3. Symphonie beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187307305, "Datum": "(30.7.1873, Mittwoch)", "Haupttext": "Im zweiten Abschlußkonzert des Konservatoriums wird u.a. ein Symphoniesatz von Arthur Nikisch aufgeführt (*).\n \nBrief von Georg Arminger an Ignaz Traumihler:\n     Zur Generalversammlung des Allgemeinen Deutschen Cäcilien-Vereins in Köln und nach Beuron könne er nicht mitkommen. Benefiziat Mayr sei sehr gebrechlich und brauche Hilfe. Witt werde ihn mitvertreten und Traumihler werde ihm berichten können. Er plädiere für Choralgesang ohne Orgel (also auch nicht für das Mettenleitnersche Enchiridon) und begeistere sich daher auch nicht für die Choralmessen von Greith. Verbesserungen solle man immer aufgreifen, ob sie nun von der Wittschen oder einer anderen Seite kommen. Wünsche für einen glücklichen Verlauf der Reise (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187307315, "Datum": "31.7.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Brief des Tullner Bürgermeisters Ursinn an Bruckner:\r\n   Übersendet als Dank für Orgelkollaudierung [19.1.1873] ein Geschenk [vgl. 23.4.1873].", "Letzte Änderung": "20.12.2024 08:32"}, {"ID": 187308015, "Datum": "1.8.1873, Freitag", "Haupttext": "Skizze zum Finale der 3. Symphonie in Wien begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187308025, "Datum": "2.8.1873, Samstag", "Haupttext": "Schreiben der Hofmusikkapelle an das Obersthofmeisteramt:\r\n   Soeben habe Bruckner sein Urlaubsgesuch für August und September eingereicht. Man bittet um Bewilligung. Unterschrift Ludwig Rotters. Aktenvermerk Chimanis.", "Letzte Änderung": "21.09.2024 15:56"}, {"ID": 187308035, "Datum": "3.8.1873, Sonntag", "Haupttext": "Eingangsstempel auf dem gestrigen Schreiben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187308045, "Datum": "4.8.1873, Montag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramtes an die Hofmusikkapelle:\r\n   Der am 2.8.1873 beantragte Urlaub für Bruckner wird gegen Substituierung auf eigene Kosten bewilligt. Unterschriften Raymonds [Konzept] bzw. Westermayers [Reinschrift].", "Letzte Änderung": "03.12.2024 23:12"}, {"ID": 187308046, "Datum": "vor oder nach dem 4.8.1873 (?)", "Haupttext": "Auf der Fahrt nach Marienbad bleibt Bruckner nach dem Bericht M. Kaufmanns einige Tage in Karlsbad (in »Angers Hotel«), wo er mit dem Kirchenmusikdirektor Alois Janetschek (1850 - 1917) zusammenkommt und auch an der Orgel der Pfarrkirche improvisiert.\r\nDie Orgel (II/16) hatte um 1750 ein Orgelbauer aus Elbogen errichtet (*).", "Letzte Änderung": "28.10.2025 12:03"}, {"ID": 187308066, "Datum": "ab 6.8.1873, Mittwoch (?)", "Haupttext": "Kuraufenthalt in Marienbad (Hotel »Weißes Rößl«, Kurgast-Nr. 5063).\r\n    Durch Janetscheks Vermittlung wird Bruckner [noch in Karlsbad] mit Kapellmeister August Labitzky bekannt, mit dem er die 2. und 3. Symphonie studiert.\nBrief Bruckners an Wagner [wann genau?]:\r\n    Will ihm die beiden Symphonien vorlegen [Von einer Antwort Wagners ist nichts bekannt] (°).\nIn Marienbad läßt Bruckner bei dem Photographen W. Jerie ein Bild [IKO 7] anfertigen [siehe die Anmerkung] (*).\nEr spielt auch auf der Orgel der Pfarrkirche (II/16), die 1848 von Ferdinand Guth erbaut worden war (**).", "Letzte Änderung": "30.10.2025 11:12"}, {"ID": 187308074, "Datum": "vor dem 7.8.1873, vermutlich 6.8.1873 (Mittwoch)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Zimmermann in Nürnberg/Roth:\r\n   Kündigt seinen Besuch an, berichtet vermutlich von der 2. und 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "09.05.2025 22:02"}, {"ID": 187308075, "Datum": "7.8.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Zimmermanns an Bruckner:\r\n   Seine Schwester Antonie u.a. erwidern Bruckners Grüße. Freut sich über die Besuchsankündigung und die Nachricht über neue Kompositionen. Weitere Briefe sollen nach Nürnberg (Adresse Wertheimber [siehe die Anmerkung] und Zimmermann) gesendet werden.", "Letzte Änderung": "09.05.2025 22:02"}, {"ID": 187308095, "Datum": "9.8.1873, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wird in der Marienbader Kurliste unter der Nr. 5063 aufgeführt.", "Letzte Änderung": "09.05.2025 22:02"}, {"ID": 187308145, "Datum": "14.8.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Die Blätter für Theater, Musik und Kunst Nr. 27 berichten auf S. 107 (= S. 3) von den Preis-Konkursen am Wiener Konservatorium (hier interessierend 12.7.1873).\n     \"[...] Concurs für Composition und Orgel am 12. Juli. (Preisjury Obmann: Herr art. Dir. Hellmesberger; Preisrichter: die Herren: Dr. G. v. Breuning, Mitglied der Gesellschaftsdirection: k. k. Concertmeister Grün; Professoren C. Heißler und F. Krenn; M. Käßmayer; Dr. Victor Ritter v. Raindl, Mitglied der Gesellschaftsdirection.) Composition (Schule Desoff). [... Albert Hartl, Hugo Reinhold, Felix Mottl ...]  Orgel (Schule Bruckner). II. Classe. Preis: Herr Walter Gustav. Concursaufgabe: Bach: Präludium und Fuge, A-moll.\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:24"}, {"ID": 187308157, "Datum": "August 1873", "Haupttext": "Datierung und Ortsangabe »Marienbad« vor Buchstabe B (Takt 65ff) im Finale der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "09.05.2025 22:03"}, {"ID": 187308215, "Datum": "21.8.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Berliner Musikzeitung Nr. 34 übernimmt auf S. 270 (= S. 6) den Bericht des Fremdenblatts vom 22.7.1873:\n     \" - Während der Weltausstellung wird im grossen Saale der Musikfreunde jeden Samstag von 1 bis 2 Uhr Orgel gespielt. [... über den meist sehr schwachen Besuch: 1 - 20 Hörer!...] Wir hörten bei solchen Gelegenheiten den Generaldirector der Musikfreunde, Hrn. Zellner, den feinsten Kenner des Ladegast'schen Werkes, und Herrn Prof. Bruckner, der seinen Ruhm bis nach England getragen, und von dem man schwer sagen kann, ob er in seinem hingebenden Eifer besser spielt oder transpirirt. Jenen Namen gesellte sich letzthin noch ein amerikanischer Orgelspieler, Hr. H. Clarence Eddy zu. Dieser Yankee, der etwa zwanzig Personen in den Saal gelockt, hat seine musikalische Bildung bei Prof. Haupt in Berlin empfangen, [...].\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "23.09.2025 07:55"}, {"ID": 187308275, "Datum": "27.8.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Erlaß des Landesschulrates: Andreas Weiß wird den bisher von Bruckner betreuten Klavierunterricht an der Lehrerbildungsanstalt St. Anna übernehmen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187308315, "Datum": "31.8.1873, Sonntag", "Haupttext": "Skizze zum Finale der 3. Symphonie in Marienbad beendet.", "Letzte Änderung": "09.05.2025 22:03"}, {"ID": 187309005, "Datum": "(vermutlich September 1873 [oder später?? vor dem 14.11.1875])", "Haupttext": "Brief von Georg Arminger an Ignaz Traumihler:\n     Dankt für den Brief vom \"1. d. M.\" [vermutlich 1.9.1873, bedauert Traumihlers Erkrankung im Ausland [vermutlich bei der Generalversammlung des Deutschen Cäcilien-Vereins in Köln am 9.-13.8.1873]. Über seine Stellung zu Franz Xaver Witt (Verehrung, bessere Qualität als bei seinen Nachahmern, Organisationstalent). Bei der Jubiläumsfeier des Prälaten von Reichersberg [siehe die Anmerkung] sei ein \"Ave Maria\" mit Tenorsolo von Mendelssohn gesungen worden. Ein Solo sei nicht verpönt, wenn es \"anständig und einfach\" gebracht werde. Stures Festhalten an Idealen schade: z. B. Ausbleiben der besten Sänger. Nach Traumihlers Rückkehr wolle er eine \"streng liturgische Vesper\" in St. Florian hören. Santner in Salzburg habe sich dem Cäcilien-Verein angeschlossen. Ob er eine Rezension an Witt schicken wolle (die Litanei sei aber kopierter Robert Führer).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187309135, "Datum": "13.9.1873, Samstag (oder 14.9.1873?)", "Haupttext": "Bruckner besucht Wagner in Bayreuth (*). \r\nVormittags legt er ihm die 2. und 3. Symphonie vor, bittet um Widmungsannahme.\r\nNachmittags zur Festspielhaus-Baustelle. Wagner läßt Bruckner holen, hat soeben die 3. Symphonie studiert, die er lobt. Er bietet Bruckner Bier an, spricht mit ihm über die Wiener Lohengrin-Aufführung, über Herbeck und Hanslick. Bruckner kommt auch in Kontakt mit Cosima und Eva Wagner. Den Nachmittag erlebt der Bildhauer Kietz mit (**).\nBruckner wohnt im »Goldenen Anker« (es existieren keine Gästebücher mehr) (***).\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\r\n     Spricht ihm Mut zu: Sein Los [Kampf um bessere Kirchenmusik in der Diözese Linz und Anfeindungen] sei mit Hiobs Schicksal zu vergleichen. Von Arminger habe er noch nichts erhalten (°)).", "Letzte Änderung": "05.01.2025 12:24"}, {"ID": 187309145, "Datum": "14.9.1873, Sonntag (oder 15.9.?)", "Haupttext": "Im Gasthaus »Goldener Anker« trifft Bruckner den Bildhauer Kietz, der sich erinnert, daß Wagner gestern die Widmung der 3. Symphonie angenommen habe (*). Bruckner sichert sich mit einer schriftlichen Anfrage bei Wagner ab, der auf dem gleichen  Briefpapier die Widmung bestätigt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187309146, "Datum": "nach dem 14.9.1873", "Haupttext": "Weiterfahrt möglicherweise über Nürnberg, wo Gelegenheit war, die Familie Zimmermann zu besuchen (*). Anschließend »einige Tage« (**) in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187309165, "Datum": "16.9.1873, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Organist Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"29\" angegeben. [Er hat demnach nicht alle Mahlzeiten im Stift eingenommen (Abreise am 1.10.1873)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187309175, "Datum": "17.9.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Kurze Notiz in der Linzer Tages-Post Nr. 214 auf S. 2f über Bruckners Besuch in Bayreuth und die Widmung der 3. Symphonie an Wagner.\n           »Linz, am 16 September 1873. [...]\n     § Unser rühmlichst bekannter Landsmann Professor Bruckner hat dieser Tage in Folge wiederholter Einladung Herrn Richard Wagner in Bayreuth einen Besuch abgestattet und demselben sein neuestes Werk, eine D-moll=Symphonie dicidirt.« (*).\n \n\"Die Presse\" Nr. 256 bringt auf S. 3 des Abendblattes eine ähnliche Meldung:\n     \" - Der Professor am Wiener Conservatorium, Herr Bruckner, ist von Marienbad, wo er vier Wochen zur Cur zugebracht hat, in Linz angekommen. Professor Bruckner machte kurz zuvor Richard Wagner, über dessen Einladung, in Bayreuth einen Besuch.\" (**).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:35"}, {"ID": 187309185, "Datum": "18.9.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Die »Neue Freie Presse« Nr. 3258 meldet auf S. 6 (Bericht datiert 17.9.1873), daß sich Bruckner seit einigen Tagen in Linz befinde. Er habe Wagner in Bayreuth besucht und ihm die jüngsten Symphonien vorgelegt. Wagner habe sich lobend geäußert und die Widmung der 3. Symphonie angenommen:\r\n           »Wien, 17. September.\r\n     - Man schreibt uns aus Linz: Unser Landsmann, der Professor am Wiener Conservatorium, Anton Bruckner, befindet sich seit einigen Tagen in Linz. Derselbe hat auf seiner Ferienreise Bayreuth berührt und einen Besuch bei Richard Wagner gemacht, welchem er seine zwei jüngsten Symphonien zur Einsicht vorlegte. Wagner empfing unseren Landsmann mit besonderer Liebenswürdigkeit, sprach sich über dessen Compositionen in sehr lobender Weise aus und nahm die Dedication der neuesten Symphonie (D-moll) \"huldvollst\" an.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187309195, "Datum": "19.9.1873, Freitag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 216 meldet auf S. 2, die Linzer Zeitung zitierend, daß Bruckner nach vierwöchiger Kur von Marienbad nach Linz gekommen sei und Richard Wagner auf dessen Einladung in Bayreuth besucht habe, der die Widmung der 3. Symphonie angenommen habe.\n     \" - Bruckner. Der Professor am Wiener Conservatorium, Herr Bruckner, unser hochgeschätzter Landsmann, ist von Marienbad, wo er vier Wochen zur Cur zugebracht hat, in Linz angekommen. Professor Bruckner machte, wie wir vernehmen, kurz zuvor dem berühmten Componisten Richard Wagner, über dessen Einladung, in Baireuth einen Besuch und erfreute sich einer sehr freundlichen Aufnahme von Seite desselben. Dem Ersuchen Bruckners, die Dedikation seiner neuesten Symphonie (D-moll) anzunehmen, erklärte Richard Wagner, nach Durchsicht des Werkes, mit Vergnügen zu entsprechen.\r\n     (L. Ztg.)\"", "Letzte Änderung": "09.05.2025 22:04"}, {"ID": 187309197, "Datum": "2. Septemberhälfte 1873", "Haupttext": "Den Rest der Ferien könnte Bruckner in St. Florian verbracht haben - sicher überliefert ist dies jedoch nicht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187309275, "Datum": "27.9.1873, Samstag", "Haupttext": "Aufnahmeprüfung für Streich- und Blasinstrumente, Harfe, Orgel und Musiktheorie am Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187309295, "Datum": "29.9.1873, Montag", "Haupttext": "Schreiben der Direktion der Lehrerbildungsanstalt St. Anna an Bruckner: Verabschiedung und Danksagung.\r\n»[...] Anstatt des Herrn Anton Bruckner übernahm im Schuljahre 1873/4 der Übungsschullehrer Andreas Weiß den Clavierunterricht in der Anstalt. /: Dankschreiben der Direction an H. Anton Bruckner vom 29. September 1873. :/«.\r\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187310015, "Datum": "1.10.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 16.9.1873 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187310035, "Datum": "3.10.1873, Freitag", "Haupttext": "Bruckner fährt nach Wien zurück. Sein Zug verunglückt um 9 Uhr 40 abends bei der Einfahrt in den Westbahnhof.", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:37"}, {"ID": 187310045, "Datum": "4.10.1873, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe melden einige Blätter:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 633 auf S. 6:\n      \"[...] wird an besagtem Tage [5.10.1873] in der Minoriten=Pfarrkirche, am Alsergrund (Hauptstraße), um 10 Uhr das Francisci=Fest feierlich abgehalten, wobei Capellmeister Eder Haydn's prachtvolle Nelson=Messe mit Graduale (Damen=Quintett von Randhartinger) und Offertorium (Contra=Alt=Solo von Director Krall) aufführt; die Soli werden die Professorin Passy=Cornet mit ihren Schülerinnen und die k. k. Hofopernsängerin Fräulein Tremel, dann die Herren Dunkl, Wallnöfer und Rapps vortragen. Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (a),\n \nFremdenblatt Nr. 273 auf S. 5:\n    \"[inhaltlich wie (a) ... Tremmel ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (b),\n \nMorgenpost Nr. 273 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (a) ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (c),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3274 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (a) ..] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (d),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 273 auf S. 3:\n    \"[inhaltlich wie (a) ... Rarpe ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (e),\n \nTagespresse Nr. 273 auf S. 7 (f).\nDie Neue Freie Presse Nr. 3274 berichtet auf S. 6 außerdem [die Kolumne ist datiert 3.10.1873]:\r\n   »[Bahnunfall.] Heute Abends fand auf der Westbahn kurz vor der Station Penzing ein Zusammenstoß zwischen dem hier um halb zehn Uhr von Salzburg ankommenden Schnellzuge und einer im Geleise stehenden Locomotive statt, wobei mehrere Waggons beschädigt wurden und einige schwere Verwundungen stattgefunden haben sollen.« (*).\nEine weitere Meldung [in der Abendausgabe auf S. 2] lautet:\r\n   »Gestern um 9 Uhr 40 Minuten Abends ereignete sich auf dem hiesigen Westbahnhofe bei Einfahrt des Schnellzuges Nr. 206 der beklagenswerthe Unfall, daß derselbe mit einer Reservemaschine in der Nähe der Penzinger Brücke zusammenstieß. Leider wurden hiebei auch einige Passagiere verletzt. [...] Die Verwirrung, welche dem Zusammenstoße folgte, war eine außerordentliche. Das Zugsbegleitungs-Personale, welches gänzlich unbeschädigt blieb, hatte die Geistesgegenwart, sofort die Waggonthüren zu öfffnen. In wilder Hast verließen die Passagiere den Zug und stürzten den Ausgangsthoren zu [...]« (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 10:49"}, {"ID": 187310055, "Datum": "5.10.1873, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeindezeitung Nr. 231 auf S. 4:\r\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen am 4.10.1873 ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*).\nFranziskus-Fest: Bruckner spielt Orgel bei der 10-Uhr-Messe in der Minoriten-Pfarrkirche in der Alservorstadt. Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung Haydns Nelson-Messe, ein Graduale (für Damen-Quintett) von Randhartinger und ein Offertorium (mit Alt-Solo) von Krall. Solisten: Frau Passy-Cornet (mit Schülerinnen), Frl. Minka Tremmel [auch: Tremmle], Dunkl, Wallnöfer und Rapps [auch: Rappe, Raps] (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 10:49"}, {"ID": 187310065, "Datum": "6.10.1873, Montag", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187310067, "Datum": "Schuljahr 1873/74", "Haupttext": "Bruckners Schüler am Konservatorium sind Julius Czegledy (Orgel und Kontrapunkt), Moriz Jellinek, Alfons Kraholetz, Johann Posholda (Harmonielehre), Otto Reitinger (H), Karl Schmidl (H), Karl Schöfmann, Hermann Steudner (K), Johann Straka, Samuel Tausig (H), Johann Winter (H) und Moritz Wolf (H + O) (*).\nIm Kapitel »B. Unterrichtsleitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »3. Lehrkörper: *) [Fußnote, ohne Bruckner-Bezug] [/] 1 Herr Anton Bruckner, Professor (Harmonielehre Contrapunkt und Orgel), seit 1868 (6 J.).« (**).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Guido Adler, Julius Egghardt, Anna oder Marie Gyurkovich, Louise Kaulich, Rudolf Krzyzanowsky (»aus Eger in Böhmen, 14 1/2 J.«), Josef Latzelsberger, Felix Mottl und Julius Winkler;\r\n   als Orgelschüler sind Julius Czegledy, Ludwig Ernst [recte Ernst Ludwig?], Karl Kittel, Otto Lamprecht (schied wegen Disziplinarvergehen am 6.3.1874 aus), Hermann Steudner und Moriz Wolf überliefert (***).\nVon den 6 Orgelschülern gehören 5 zur Vorbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern (nur einer in der Ausbildungsstufe) 5 ganz und 1 halb vom Schulgeld befreit waren - bei den 30 Kontrapunktschülern ist keine Untergliederung angegeben (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »In den Vorbildungsschulen [...] Orgel, 1 Classe. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 2 [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] Gelehrt wurden: Uebungen im Manual= und Pedalspiele nach Rink's Orgelschule. [...] In den Ausbildungsschulen [...] Orgel, 2 Classen. (Die zweite Classe war in diesem Jahre nicht activirt) [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 1 [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] Gelehrt wurden in progressiver Folge: Die höheren Aufgaben des Orgelspiels: Fugen, Sonate, Concerte. [...] »Contrapunkt, 2 Classen. (2 Lehrer.) [/] Effectiver Schülerstand: 25. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] Gelehrt wurden: In der I. Classe: Einfacher und doppelter Contrapunkt der Octave, Nachahmung, einfache Fuge; [/] in der II. Classe: Drei= und vierfacher Contrapunkt, Canon, Doppelfuge.« (°°).\nDie Übersicht über die in 120 Orchesterübungen aufgeführten Kompositionen enthält auch »Bruckner: Sinfonie in D« [3. Symphonie, o.D.] (°°°).", "Letzte Änderung": "12.02.2025 07:34"}, {"ID": 187310085, "Datum": "8.10.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Ignaz Pollmann, Bürgermeister in Tulln:\r\n   Ist erst vor wenigen Tagen mit dem Unglückszug der Westbahn in Wien angekommen. Dankt für die silberne Tabaksdose (*) und kündigt die Aufführung der 2. Symphonie am 26.10.1873 an.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 08:33"}, {"ID": 187310115, "Datum": "11.10.1873, Samstag", "Haupttext": "Eingangsvermerk des Tullner Bürgermeisters Pollmann auf Bruckners Brief vom 8.10.1873.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 08:33"}, {"ID": 187310135, "Datum": "13.10.1873, Montag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Blatt Nr. 195 bringt auf S. 1f einen Artikel von Theodor Helm mit einem Ausblick auf kommende Konzerte:\n     \"An der Schwelle der Konzertsaison*). [Fußnote: *) Vergl. Nr. 188 des \"N. W. B.\"]\n          II.\n     Wie wir unsern Lesern schon vor acht Tagen mittheilten [... Hellmesberger-Quartett, u. a. mit Werk von Dr. Alfred Julius Becher ... Termine der Philharmonischen Konzerte und der Gesellschaftskonzerte ... Beethoven-Festkonzert, Vereins-Konzerte ...]\n     Die eigentliche Eröffnung der Saison und zugleich (wie er sich etwas pomphaft ausdrückt) den musikalischen Schluß der Weltausstellung (!) besorgt unser akkredidirter Organist Herr Bruckner mit seinem großen Konzerte vom 26. Oktober (im großen Musikvereinssaale.\n     Das Konzert bietet die C-dur=Orgel=Toccata von Bach, eine Improvisation des Konzertgebers (wenn sie nur besser ausfällt, ale jene im ersten vorjährigen Orgel=Konzerte [15.11.1872] langweiligen Angedenkens! Endlich Bruckner's große (zweite) Symphonie, ein Werk, über welches die Ansichten der Kunstfreunde soweit auseinandergeben [sic], daß man auf dessen erste öffentliche Aufführung gespannt sein darf.\n     Es möge bemerkt werden, daß Bruckner einer der wenigen jungen Komponisten ist, welche so glücklich waren, von dem oft launischen und mysantropischen [sic] Richard Wagner bei Ueberreichung eines eigenen Tonwerkes freundliche Aufnahme und Aufmunterung zu finden. Wagner soll sich nicht nur über Bruckner's neueste Symphonie sehr günstig geäußert, sondern auch die Widmung dieses Opus \"huldvollst\" angenommen haben.\n     Die Philharmoniker hatten die Aufführung der Bruckner'schen Symphonie abgelehnt, \"weil sie um eine Viertelstunde länger dauerte, als die längste aller bekannten Symphonien, die Schubertsche in C.\"\n     Da schon die \"himmlische Länge\" der letzteren (bekanntlich Schumann's Wort!) unserem Wiener Publikum oftmals so irdisch drückend wurde, sind wir um so mehr begierig, wie sich dasselbe zu einem Werke stellen wird, welches, von seinen sonstigen eventuellen Schönheiten abgesehen, ihnen Alles eher bieten     dürfte, als den blühenden Schubert'schen Melodienreichthum.\n          Dr. Theod. Helm.\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:25"}, {"ID": 187310154, "Datum": "vor dem 15.10.1873", "Haupttext": "Brief (?) des Wagner-Vereins an Bruckner: \n   Vermutlich Glückwunschschreiben anläßlich der Annahme der Widmung der 3. Symphonie durch Wagner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187310155, "Datum": "15.10.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Wagner-Verein (Karl Wolf [*]): \n\n    Dankt für die herzliche Auszeichnung und bittet, als Mitglied aufgenommen zu werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187310185, "Datum": "18.10.1873, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Gesellschaft der Musikfreunde:\r\n   Bittet um Überlassung des großen Musikvereinssaals am 26.10.1873. Genehmigungsvermerk von L. A. Zellner (*).\nBrief Bruckners an die Polizei-Direktion:\r\n   Bittet um Bewilligung, am 26.10.1873 um 1/2 1 Uhr ein Konzert veranstalten zu dürfen (**).\r\n   Bewilligungsvermerk vom 21.10.1873 (**a).", "Letzte Änderung": "09.07.2024 07:33"}, {"ID": 187310195, "Datum": "19.10.1873, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 3289 kündigt auf S. 6 das Konzert vom 26.10.1873 an: Bach-Toccata, freie Orgelimprovisation, 2. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187310215, "Datum": "21.10.1873, Dienstag", "Haupttext": "Die Wiener Polizei-Direktion genehmigt das Konzert vom 26.10.1873. Unterzeichnet von Hirtl [Hiebl (siehe die Anmerkung)].", "Letzte Änderung": "22.10.2024 07:06"}, {"ID": 187310235, "Datum": "23.10.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz des Tullner Bürgermeisters Pollmann auf der Rückseite von Bruckners Brief vom 8.10.1873: Als Anerkennung für die Überprüfung der Pfarrkirchenorgel [am 19.1.1873] habe Bruckner eine silberne Tabaksdose erhalten. Der Brief wurde in der Sitzung vom 22.10.1873 zur Kenntnis genommen.", "Letzte Änderung": "02.12.2024 22:42"}, {"ID": 187310245, "Datum": "24.10.1873, Freitag", "Haupttext": "Hinweis auf das Konzert vom 26.10.1873 in der »Presse« Nr. 293 auf S. 9.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187310255, "Datum": "25.10.1873, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des morgigen Konzerts im Fremdenblatt Nr. 291 auf S. 6:\n     \" - Der Hoforganist und Professor am Konservatorium - Herr Anton Bruckner wird morgen [... Ort, Zeit, Programm ...] Man darf dem Konzert des begabten Mannes mit Interesse entgegensehen.\"", "Letzte Änderung": "11.02.2025 13:16"}, {"ID": 187310264, "Datum": "vor dem 26.10.1873", "Haupttext": "Durch Herbecks Vermittlung finanziert Fürst Liechtenstein Proben [insgesamt drei] und die Aufführung der 2. Symphonie. Im Orchester spielte Nikisch als Geiger mit (*). \n   Herbeck nimmt an den Proben teil, vergleicht nach der Generalprobe Bruckner mit Brahms (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187310265, "Datum": "26.10.1873, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung der 2. Symphonie im Musikvereinssaal zur Schlußfeier der Weltausstellung durch die Wiener Philharmoniker [Nikisch als 2. Geiger dabei] unter Bruckner. Zuvor spielt er Bachs C-Dur-Toccata (BWV 564) (°) und eine Improvisation.\r\n     Im Publikum sitzen u.a. Schönaich (°°), Karl Seiberl (*), Hanslick, Speidel, Helm [»Pausen-Symphonie« (**)], Gehring, Schelle, Kulke, S. Weiss und Ambros.\nBruckner entstanden Kosten von 700 fl. (***); das Probenhonorar von 400 fl. hatte Fürst Liechtenstein übernommen.\nHeinrich Schuster erlebt dieses Konzert mit (#).\nBruckner verwendet ziemlich sicher die Abschrift von Tenschert und Carda (ÖNB Mus.Hs.6035) als Dirigierpartitur (##).\nRechnung von Gabriel Lemböck über 50 fl.\r\n\"S. W. Herrn Professor Bruckner. / Rechnung / Über gelieferte Streichinstrumente / samt Bögen, Saiten, et Colofon für / 3 Proben u Concert großes / Orchester / Summa 50 f.- / Hochachtungsvoll / Gabriel Lemböck / K: k: Hofinstrumentenmacher / Wien am 26ten Octob: 873.\" (###).", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:06"}, {"ID": 187310266, "Datum": "nach dem 26.10.1873", "Haupttext": "[28.10.1873] Brief des »Frohsinn« an Bruckner: Gratuliert zum Erfolg der 2. Symphonie (*).\n[recte: Neues Fremdenblatt vom 29.10.1873]\nKritik Helms in der »Österreichischen Musik- und Theater-Zeitung« 17, S. 2: \r\n   »[...] Bruckner beginnt gewöhnlich mit einem kraftvoll prägnanten Gedanken, [...] den er eine Zeit lang interessant und spannend durchführt, um ihn dann ganz unvermuthet fallen zu lassen: nun große Generalpausen, es ist als ob der Componist nicht weiter wüßte (?!) und sich auf etwas Neues besänne. Richtig folgt jetzt eine mit dem Anfang nicht im Entferntesten zusammenhängende Episode, welche der Autor gerade, wenn sie uns mehr zu interessieren anfängt, wie die erste aufgibt: nun neuerdings Pausen, Stockungen, hierauf ein gänzlich neues Orchesterbild, das uns endlich, nach dem wir lange wie in einem Labyrinth umhergeirrt, zu dem schon vergessenen Hauptthema zurückführt [...] Äußerlich ist die große viersätzige Symphonieform festgehalten, aber jeder einzelne Satz ist eher ein geistreiches Aneinanderreihen farbenreicher Orchesterbilder zu nennen, als ein echt symphonisches oder überhaupt organisches Gebilde [...] so können wir denn stets nur Einzelheiten festhalten, von einem großen, mächtigen Totaleindruck ist nicht die Rede. Man vermag manchmal nicht einmal die Entwicklung von Takt zu Takt vorauszusehen; das erzeugt zwar manche Überraschung, aber auch eine gewisse nervliche Unruhe des Hörers. Mit Bestimmtheit rechnen kann man nur auf eine Eigenthümlichkeit des Werkes: auf die schon erwähnten, etwa alle drei bis fünf Minuten eintretenden Pausen; in dieser Hinsicht dürfte die Symphonie die Pausen-Symphonie genannt werden und sich dadurch von allen anderen Werken der Gattung unterscheiden [...]« (**).\nBericht von S. Weiss in der »Allgemeinen Musikalischen Zeitung« 8 (1873), Sp. 764f (***).\nWeitere Besprechungen in den Signalen für die musikalische Welt, im Musikalischen Wochenblatt [16.1.1874] und in der »Cäcilia« [Holland] (°).", "Letzte Änderung": "09.10.2024 08:05"}, {"ID": 187310275, "Datum": "27.10.1873, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Wiener Philharmoniker:\r\n   Dankt für die künstlerische Leistung bei der gestrigen Aufführung der 2. Symphonie und fragt, ob die Philharmoniker die Widmung der Symphonie annehmen würden (*).\nQuittung über 5 fl. für die Bewilligung [21.10.1873?] zur Abhaltung eines Konzerts, ausgestellt vom Oberkammeramt der Stadt Wien (**).\nRechnung zum Konzert über 19 fl, unterschrieben von Vinzenz Obenaus (***).", "Letzte Änderung": "19.01.2026 10:07"}, {"ID": 187310285, "Datum": "28.10.1873, Dienstag", "Haupttext": "Kritiken über die 2. Symphonie:\n \nHanslick in der »Neuen Freien Presse« Nr. 3298 auf S. 6 (*),\n \nSpeidel im »Fremden-Blatt« Nr. 297 auf S. 5f (**),\n \nAmbros in der »Wiener Zeitung, Wiener Abendpost« Nr. 249 auf S. 1989 (***)\n \nund Gehring in der »Deutschen Zeitung« Nr. 657 auf S. 5 (°). [Texte weiter unten!]\nBrief des ”Frohsinn” an Bruckner: Gratuliert zum Erfolg der 2. Symphonie (°°).\nBesprechungen der Konzerts vom 26.10.1873 auch\nin der Linzer Tages-Post Nr. 249 auf S. 3 (°°°),\nder Morgenpost Nr. 297 auf S. 3 [signiert »Dr. Br.«] (#),\nder Österreichischen Volkszeitung [signiert \"-r.\"] (##)\nund im Neuen Wiener Blatt Nr. 210 auf S. 4 [vermutlich wie die Ankündigung vom 13.10.1873 von Theodor Helm] (###).\nTextauszüge aus den Besprechungen:\n(*) Neue Freie Presse:\r\n»[Concert.] h. Sonntag Mittags gab Herr Anton Bruckner [...] ein Concert im großen Musikvereinssaale. [... unersättliche Rhetorik, zerfallende musivische Form ... enthusiastische Aufnahme ...] Das Orchester der »Philharmonischen Concerte« spielte diese ungewöhnlich schwierige Composition (unter persönlicher Leitung des Componisten) meisterhaft.« [nahezu identisch am 13.11.1873] (*).\n(**) Fremdenblatt:\r\n»(Konzert.) Das erste ernste Konzert, welches an der Spitze der musikalischen Saison steht, ist von Anton Bruckner gegeben worden [...] Jedenfalls tritt uns aus dieser Symphonie eine musikalische Persönlichkeit entgegen, welcher die zahlreichen Gegner, die sie gefunden, nicht würdig sind, die Schuhriemen aufzulösen. Er kann lächeln über seine Widersacher, denn an Wissen und Können stehen sie unendlich weit unter ihm.\nsp.« (**).\n(***) Wiener Abendpost:\r\n           »Musik.\r\nBeginn der Concertsaison, Professor Anton Bruckners Concert. \r\n     Wenn es \"vor Georgi\" donnert und die Frösche vor Georgi zu quaken anfangen, so bedeutet das nach dem Volksglauben einen heißen Sommer. Die Concertsaison hat diesmal schon \"vor Allerheiligen\" angefangen und so dürfen wir vielleicht einen musikalisch-heißen Winter erwarten [... ausführliche Besprechung ...] Unsere modernste Musik leidet an Maßlosigkeit. Und diese wird am Ende der Tod der hypersthenisch gewordenen Kunst sein. Wie sich die Sachen anlassen, scheint es, daß wir nicht am Anfang einer glorreichen neuen Musikepoche stehen, sondern beim Ende aller Musik angelangt sind.\r\n           A.« (***).\n(°) Deutsche Zeitung:\r\n»(Concert Bruckner.) Zur Schlußfeier der Wiener Weltausstellung« hat gestern der Hof=Organist Bruckner ein Concert veranstaltet. [... Temposchwankungen bei Bach ... Improvisation besser als jene vom 15.11.1872 ... »Die Symphonie ist nicht so formlos wie jene Messe [f-Moll-Messe] letzten Winter [recte 16.6.1872] in der Augustinerkirche« ...] Die Symphonie dauerte über eine Stunde und wurde von den Philharmonikern vortrefflich gespielt, doch nahm Herr Bruckner für sich allein den Beifall in Anspruch; er hätte am Abend vorher Herrn Johann Strauß sehen sollen, wie derselbe nach dem Walzer \"Bei uns z'Haus\", der in seiner Art entschieden mehr bedeutet als die Symphonie des Herrn Bruckner, auf Spieler und Sänger wies und gewissermaßen wie ein \"guter Leiter\" den gebührenden Beifallsantheil an die richtige Adresse zu senden wußte.\nF. G.« (°).\n(°°°) Linzer Tages-Post:\r\n» § Anton Bruckner. Aus Wien wird uns unter dem Gestrigen berichtet: Heute fand ein großes Konzert des Hoforganisten Anton Bruckner mit glänzendstem Erfolge statt. Ueber seine großartigen Tonschöpfungen erdröhnte der lebhafteste, nicht enden wollende Applaus, wie noch nie, durch den Saal. Hiedurch ist unserem Landsmanne auch der europäische Ruf und Ruhm als Kompositeur gesichert.« (°°°).\n(#) Morgenpost:\r\n» * Konzert Anton Bruckner. Es ist mindestens originell, die Saison mit einer Schlußfeier zu eröffnen, wie es der Hoforganist Herr Bruckner vorgestern um die Mittagsstunde im großen Musikvereinssaale gethan. [... trefflich registriert ... Meister auf seinem Instrument ... Bach-Kenner ... Vorbehalte zur Symphonie ... Nachahmer von Liszt ...] Der erste Satz der viersätzigen Sinfonie, wie auch theilweise das Finale, machen durch die zu häufige Anwendung der Generalpausen den Eindruck der Unentschiedenheit. Viel konziser sind die beiden Mittelsätze, ein stimmungsvolles Adagio und ein Scherzo. Herr Bruckner fand viel Beifall vom ziemlich zahlreich versammelten Publikum. \nDr. Br.« (#).\n(##) Österreichische Volkszeitung:\r\n» -r. Bruckner's Konzert. Der auch außerhalb Oesterreichs rühmlichst bekannte hiesige Hoforganist, Konservatorium=Professor Anton Bruckner veranstaltete letzten Sonntag [...] ein von einem sehr zahlreichen Publikum besuchtes Konzert, versetzte durch die mit vollendeter Meisterschaft vorgetragene ergreifende Toccata in C von Sebastian Bach und hierauf durch eine Improvisation für die Orgel [...] das Auditorium in eine Wahrhaft weihevolle Stimmung. [... über die Symphonie: ermüdende Länge, Anklänge an Mendelssohn und Beethoven, einzelne höchst geistvolle Partien, »herrlich instrumentirte Einleitung«] Sowohl der Komponist als die Philharmoniker, welche das Werk mit liebevoller Sorgfalt studirt hatten und, von einer kleinen Schwankung im zweiten Satze abgesehen, mit wahrer Vollendung zur Geltung brachten, ernteten wiederholt stürmischen Beifall.« (##).\n(###) Neues Wiener Blatt:\r\n     \"Konzert Bruckner. Das von seinem Arrangeur stolz als \"Musikalische Schlußfeier der Weltausstellung\" bezeichnete Sonntags=Konzert unseres akkreditirten Organisten Herrn Bruckner hatte einen glänzenden äußeren Erfolg. Herr Bruckner wurde sowohl für seine in der That treffliche Interpretation der selten gehörten Bach'schen C-dur=Toccata, wie für eine geistreich dramatisirende Improvisation, besonders aber als Komponist der von den Philharmonikern unübertrefflich exekutirten (Richard Wagner gewidmeten) [sic] C-moll=Symphonie von dem zahlreichen Auditorium mit Beifall überschüttet. Diese Symphonie, deren einzelne Sätze, das trotzige, plastisch abgerundete Scherzo ausgenommen, geist= und schwungvollen, aber maßlosen Improvisationen zu vergleichen sind, enthält so viele charakteristische Eigenheiten und nimmt trotz aller Mängel unter den Instrumentalwerken der Gegenwart einen so hohen Rang ein, daß wir es für Pflicht halten, demnächst auf sie, wie auf das Bruckner'sche Konzert ausführlich zurückzukommen.\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "15.01.2026 23:45"}, {"ID": 187310295, "Datum": "29.10.1873, Mittwoch", "Haupttext": "(*) Besprechung der 2. Symphonie durch Ed. Schelle in der »Presse« Nr. 298 auf S. 1:\r\n           »Concert des Anton Bruckner.\r\n       Zur Schlußfeier der Wiener Weltausstellung.\r\n    Die erste Schwalbe im Frühling und das erste Concert in der Wintersaison sind für uns stets besonders erfreuliche Erscheinungen. [... ausführliche Besprechung ...] Die Symphonie wurde unter eigener Leitung des Componisten trefflich ausgeführt und fand die wärmste Anerkennung von Seite des zahlreich versammelten Publicums. Herr Bruckner wurde zu wiederholtenmalen und stürmisch gerufen. Mögen diese wohlverdienten Beifallsbeweise den Componisten ermuntern, auf der von ihm eingeschlagenen Bahn beharrlich fortzuschreiten.\nE. Schelle.« (*).\n(**) Bericht in der Linzer Zeitung auf S. 1059:\r\n»A. Bruckners Concert in Wien.\r\nWien, 26. October. Heute feierte der in Oberösterreich geborne und dort durch sein langes Wirken als Organist zu St. Florian und als Domorganist in Linz wohl bekannte Anton Bruckner, gegenwärtig k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium in Wien, einen wahren Triumph. [... über sein Orgelspiel ...] Gerade in seinem engeren Heimathlande war häufig Gelegenheit, seine Gabe auf diesem Gebiete bewundern zu können. [... über die Bedeutung der Symphonie ... ] dieselbe ist jedoch nicht zu verwechseln mit der bereits vor Jahren in Linz aufgeführten Symphonie in der gleichen Tonart [... über gewisse Schwächen, aber auch die Vorzüge des Werkes ...] Der Beifall, den Bruckner bei dem zahlreich versammelten Publikum fand, war nach allen Nummern ein enthusiastischer und wollte am Schlusse der Symphonie kein Ende nehmen. [...] Ich kann diesen kurzen Bericht nicht schließen, ohne Ihnen zu sagen, daß Bruckner in Kürze ein weiteres Werk, eine Symphonie in D-moll zum Abschlusse bringen wird.\r\n   Möge dieselbe weniger Schwierigkeiten bezüglich der Aufführung begegnen und eine gleich begeisterte Aufnahme finden. Sie wird eine solche gewiß auch verdienen.\r\nDr. F.G.« [vgl. die Anmerkung] (**).\nKritik von Theodor Helm (#) im Neuen Fremdenblatt Nr. 298, S. 2-4:\n          Musik.\r\n(Johann Strauß' Wohlthätigkeits=Konzert. – Konzert Bruckner. – Bruckner's Symphonie in C-moll.)\r\n   Wir berichten heute über zwei sehr verschiedenartige Produktionen, welche beide hintereinander im großen Musikvereinssaal stattfanden. [... Johann Strauß am 25.10.1873 ...], am 26. d. Mittags gab unser rühmlich bekannter Organist Herr Bruckner sein längst angekündigtes Konzert, wie er sich ausdrückte, zur „Feier des Schlusses der Weltausstellung”. Beide Konzerte erfreuten sich des zahlreichsten Zuspruches, speziell das Strauß'sche [... über dieses Konzert ...]\r\n   In seinem Weltausstellungs=Konzert bot Herr Bruckner den Besuchern origineller Weise nur immerfort sich selber: zuerst im Vortrage der C-dur-Toccata von Bach - Bruckner den Organisten, dann Bruckner den Improvisator, zuletzt - in einer großen, vom philharmonischen Orchester unübertrefflich ausgeführten Symphonie - Bruckner den Komponisten. Sei es vermöge des besonderen Wohlwollens des Auditoriums oder der wahrscheinlichen Zusammensetzung des letzteren aus größtentheils Freunden, Kollegen und Schülern des Konzertgebers: genug, Herr Bruckner erntete nach jeder Richtung einen glänzenden Triumph. Aber auch die vorurtheilsfreie, kühle Kritik muß Herrn Bruckner einen großen verdienten Erfolg zugestehen. Vorerst war die Interpretation der selten gehörten, indeß ihren Schwestern aus F- und D-moll [(?) in nichts] nachstehenden C-dur Toccata von Bach ebenso verständig, als klar und am Schlusse auch feurig und groß im Tone. Die Improvisation war dramatisch gehalten, nach einem einleitenden (leider weiter nicht ausgeführten) choralartigen Thema folgte eine Aneinanderreihung von Rezitativen, als wollte der Spieler irgend eine dämonische Erscheinung beschwören, dieses (etwas bequeme) Harmonien-Spiel endigte in einem glanzvollen Schlußsatz, an dem wir nur leider das plastisch hervortretende Thema vermißten. Die Klangeffekte des Instrumentes brachte Herr Bruckner diesmal ungleich besser zur Geltung als in dem ersten heurigen Orgelkonzerte langweiligen Angedenkens. Am meisten gespannt waren alle Musikfreunde auf Bruckner's neue Symphonie, schon deshalb, weil sich dieses Werk der besonderen Anerkennung Richard Wagner's zu erfreuen hatte und bekanntlich Wagner den Geistesproduktionen jüngerer Künstler gegenüber (die Herren Weißheimer und Deprosse können davon erzählen) sich so ungnädig als möglich verhält.\r\n   Bruckner's Symphonie (aus C-moll) ist eine unbedingt interessante, poetisch, ja theilweise wahrhaft großartig intentionirte Komposition, über die sich aber nach einmaligem Hören und ohne Kenntniß der Partitur durchaus nicht aburtheilen läßt. [...] Aeußerlich ist die große viersätzige Symphonieform festgehalten, aber jeder einzelne Satz ist eher ein geistreiches Aneinanderreihen farbenreicher Orchesterbilder zu nennen, als ein echt symphonisches oder überhaupt organisches Gebilde. Bruckner beginnt gewöhnlich mit einem kraftvollen, prägnanten Gedanken [...], den er eine Zeitlang interessant und spannend ausführt, um ihn dann ganz unvermuthet fallen zu lassen: nun große, unvermuthete Generalpausen von mehreren Takten, es ist als ob der Komponist nicht weiter wüßte und sich auf Neues besänne. Richtig folgt jetzt eine mit dem Anfang nicht im entferntesten zusammenhängende Episode, welche der Komponist gerade wenn sie uns mehr zu interessiren anfängt, wie die erste Partie aufgibt: nun neuerdings Pausen, Stockungen, hierauf ein gänzlich neues Orchesterbild, das uns endlich, nachdem wir lange wie in einem Labyrinth umhergeirrt, zu dem schon vergessenen ersten Theile zurückführt.\r\n     So können wir stets nur Einzelheiten festhalten, von einem großen, mächtigen Totaleindrucke ist nicht die Rede. Man weiß faktisch Takt für Takt beinahe nie, was der nächste bringen wird, das erzeugt zwar manche Ueberraschung, auf die Dauer aber auch eine gewisse nervöse Unruhe des Hörers. Mit Bestimmtheit rechnen kann man nur auf eine Eigenthümlichkeit des Werkes: auf die schon erwähnten, etwa alle 3–5 Minuten eintretenden Pausen: in dieser Hinsicht dürfte die Symphonie die Pausensymphonie genannt werden und sich dadurch von allen anderen Werken der Gattung unterscheiden.\r\n    [... über die Länge des Werkes, das häufige Pizzikato, die geschickte Instrumentation ... das Werk trotz aller Vorbehalte das Produkt einer überragenden musikalischen Erscheinung ...] Der jubelnde, ja geradezu frenetische Enthusiasmus, mit dem jeder Satz der Symphonie aufgenommen wurde, darf Herrn Bruckner nicht täuschen. Einer für den Augenblick berechneten Improvisation verzeiht man Manches, was im planvoll geordneten auf dauernden Werth Anspruch machenden Kunstwerk unstatthaft. Sollten sich aber unsere jungen Symphonie=Komponisten in Zukunft eben mit solcher flüchtiger, wenn auch noch so geistvoller Improvisation genügen lassen, dann hätte es wohl mit der wahren Kunst ein für alle Mal ein Ende.         h.\" (***).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:26"}, {"ID": 187310305, "Datum": "30.10.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Rechnung des Orchesterdieners Eisenbach über 405 Gulden für das Orchester (*).\nDer Alpenbote Nr. 87 berichtet auf S. 5 von Bruckners Konzert [2. Symphonie]:\r\n   »Verschiedenes\r\n   (Anton Bruckner.) Aus Wien wird der Linzer „Tagespost” unter dem 26. d. berichtet: Heute fand ein großes Concert des Hoforganisten Anton Bruckner mit glänzendstem Erfolge statt. Ueber seine großartigen Tonschöpfungen erdröhnte der lebhafteste, nicht endenwollende Applaus, wie noch nie, durch den Saal. Hiedurch ist unserem Landsmanne auch der europäische Ruf und Ruhm als Compositeur gesichert.« (**).", "Letzte Änderung": "24.11.2024 21:22"}, {"ID": 187310315, "Datum": "31.10.1873, Freitag", "Haupttext": "Kritik Eduard Kulkes [nicht: Eduard Kremsers] zur 2. Symphonie im »Vaterland« Nr. 300, S. 1:\r\n           »Concert des Anton Bruckner.\n      Ed. K. Herr Anton Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Wiener Conservatorium, ist der vor der Thüre befindlichen musikalischen Saison um eine ganze Woche zuvorgekommen und hat am letzten Sonntag im großen Musikvereinssaale ein Orgel= und Orchesterconcert veranstaltet, in welchem er in dreifacher Eigenschaft, und zwar als Organist, als Compositeur und als Orchesterdirigent aufgetreten. [... über die unnötige Anpreisung als Konzert zum Abschluß der Weltausstellung ... »Wir haben im Concertsaale verflucht wenig Ausstellungsgäste, dafür aber sehr viel leere Sitzplätze bemerkt.« ... Lob für den Orgelspieler, kritische Anmerkungen zur Symphonie, die Ecksätze sollten gekürzt werden, Warnung vor bizarren Orchestereffekten ...] Den großen Beifall, welchen Herr Bruckner sowohl für die Orgelvorträge, als auch für die Symphonie, die er selbst, und zwar recht kräftig dirigirte, eingeheimst, gönnen wir ihm herzlich gerne und knüpfen daran den Wunsch, es möchte ihm bald Gelegenheit werden, eine ebenso reiche Anerkennung vor einem dicht gedrängten Hause davonzutragen.« (*).\n \nEine weitere Besprechung siehe unter (###).\nBrief Carl Noßbergers ([nur derzeit?] in Meran) an Bruckner:\r\n     Gratuliert zum Erfolg der 2. Symphonie. Wann dieses Werk im Klavierauszug erscheine? (**).\nAuf die morgige Kirchenmusik weisen einige Zeitungen hin:\nDeutsche Zeitung Nr. 660 auf S. 6:\r\n     \"[inhaltlich wie (°) ... Tremel ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (***),\nFremdenblatt Nr. 300 auf S. 6:\r\n     \" - Morgen am Allerheiligenfeste um 11 Uhr wird Kapellmeister Eder in der k. k. Hofkirche St. Augustin Haydn's \"Mariazeller Messe\" und Einlagen Sopran= und Alt=Solo von Randhartinger aufführen, und die Soli Frau Passy=Cornet und die k. k. Hofopernsängerein Fräulein Tremmel vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel. [... am 2.11.1873 Vockner aus Ischl ...]\" (°),\nDie Presse Nr. 300 auf S. 8:\r\n    \"[inhaltlich wie (°) ... Tremml ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (°°),\nNeue Freie Presse Nr. 3301 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (°) ... Treml ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (°°°),\nNeues Fremdenblatt Nr. 300 (Abendausgabe) auf S. 2:\r\n     \"[inhaltlich wie (°) ... Minka Tremmel ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (#),\nTagespresse Nr. 300 auf S. 7 (##).\nBesprechung der 2. Symphonie in den \"Blättern für Theater, Musik und Kunst\" Nr. 38 auf S. 151 (= S. 3), signiert \"o-o\":\r\n     \" * Am 26. d. M. veranstaltete Herr Bruckner ein Concert im \"großen Musikvereinssaale\" als Organist und Symphoniecomponist. In ersterer Eigenschaft trug er Sebastian Bach's C-dur-Toccata, und Fuge dann eine freie Improvisation vor und legte darin die zur Bewältigung beider Aufgaben entsprechende technische Fertigkeit an den Tag. In der vorgeführten Symphonie (C-moll in 4 Sätzen) zeigte der Componist allerdings manche Eigenthümlichkeit, die indessen mit Originalität in eigentlich künstlerischer Bedeutung nicht verwechselt werden darf. Seine Motive nehmen gewöhnlich einen recht decidirten Anlauf, verrennen sich aber eben so gewöhnlich in eine Sackgasse, wo sie nicht weiter können. Da erfolgt nun regelmäßig eine sogenannte Generalpause und dann kommt wieder etwas ganz Anderes, was mit dem Vorhergegangenen in gar keinem Zusammenhange steht. Dadurch erscheint die Composition mehr zusammengewürfelt als organisch entwickelt. An pikanten Einzelheiten, besonders im Colorit, fehlt es nicht, wozu die Anregung allerdings von Beethoven, Richard Wagner, Berlioz u. A. geholt wurde. Einem Fehler des Werkes, seiner exorbitanten Länge, läßt sich übrigens leicht durch radicales Kürzen abhelfen. Das Gute haben derartige musivische Compositionen, man kann nach Belieben darauf losschneiden, ohne in organisches Fleisch zu schneiden. o-o\" (###).", "Letzte Änderung": "23.12.2023 13:51"}, {"ID": 187310317, "Datum": "Oktober/November 1873", "Haupttext": "Komposition des »Christus factus est« [WAB 10] für achtstimmigen gemischten Chor und Streicher ad libitum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311015, "Datum": "1.11.1873, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeindezeitung Nr. 254 auf S. 3: \n\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 31.10.1873 ... Treml ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (*). \nBruckner wirkt als Organist bei der Messe um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Unter Eders Stabführung erklingen die Mariazeller Messe von Haydn und Einlagen von Randhartinger [Tagespresse: Johann Krall, mit Sopran- und Altsolo]. Solisten: Passy-Cornet und Tremmel (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 253 berichtet auf S. 2 vom Konzert am 26.10.1873, bei dem Bruckner [mit der 2. Symphonie] größte Triumphe gefeiert habe: \n\n   » - Professor Bruckner, k. k. Hoforganist, hat in einem am 26. d. gegebenen Concerte zu Wien die größten Triumphe gefeiert. Vom heutigen Tage an, sagt die \"L.Z,\" [Linzer Zeitung] wird die Geschichte der Musik über Bruckner's Werke nicht mehr zur Tagesordnung übergehen können; sie wird ihn vielmehr unter die gottbegnadeten Künstler aufnehmen, ihm den gebührenden ehrenvollen Platz unter denselben einräumen und seine Werke für die Mit= und Nachwelt verzeichnen müssen.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311025, "Datum": "2.11.1873, Sonntag (Allerseelen)", "Haupttext": "[3.11.1873?] Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (*).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Dessoff. Brahms dirigierte die Uraufführung seiner »Haydn-Variationen« selbst (**). Außerdem kamen Werke von Mozart, Schubert und Beethoven (7. Sinfonie) zur Aufführung (***)).\nBesprechung der 2. Symphonie in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung, Beilage zu Nr. 89, S. 2 und S. 5 [S. 3f: Reklame]:\r\n»A. Bruckner's Concert.\r\n   Man wird sich heute noch - und die unmittelbar betheiligten Personen denken gewiß noch recht lange daran - erinnern, welch' unglückliches finanzielles Ergebniß die \"zur Eröffnung der Weltausstellung\" arrangirten Festconcerte im Musikvereinssaale geliefert haben. [... ausführliche Besprechung der Symphonie ...] Der C-moll-Symphonie schickte der Concertgeber in seiner Eigenschaft als Orgelspieler die Bach'sche Toccata in C und eine gelungene Improvisation voraus, bei welcher er es weislich vermied, seinem Instrumente Klaviereffec te zuzumuthen, an denen sein Orgelspiel bei früheren Gelegenheiten häufig laborirte. [... über das demonstrative, parteiische Verhalten des Publikums ... »Spektakel« ...] Mußte man es doch erleben, daß ein Kritiker [Gehring am 28.10.1873] die stupende Aeußerung that, die Strauß'schen Walzer \"Bei uns z'Haus\" seien in ihrer Art viel \"bedeutender\" als Bruckner's Symphonie. Gerne nehmen wir an, daß dieses spezielle Votum unserem Komponisten keine Gefahr bringen werde, aber wenn er sich anderseits durch eine Claque verherrlichen lassen wollte, da müßte er aus R. Wagner'schem Holze geschnitzt sein, und in dieser Beziehung möge unser verehrter Landsmann um des Himmels Willen kein Schüler des musikalischen Demagogen von Bayreuth werden.\r\nFlorestan.« [= Woerz] (°).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 16:06"}, {"ID": 187311035, "Datum": "3.11.1873, Montag", "Haupttext": "Im Neuen Wiener Blatt Nr. 215 bespricht auf S. 3f Theodor Helm die Aufführung der 2. Symphonie am 26.10.1873:\n     \"Anton Bruckner's Symphonie in C-moll.\n     Wenn ein junger Künstler heute noch das Glück hat bei Ueberreichung eines eigenen Tonwerkes von Richard Wagner mit warmen Lobsprüchen bedacht zu werden, so hat man allen Grund, etwas Außerordentliches zu erwarten. Pflegt ja der Einsiedler von Baireuth derlei Kompositionen (die Herren Weißheimer und Deprosse können davon erzählen) einfach zu ignoriren oder an den selben kein gutes Haar (keine gute Note!) zu lassen.\n     Und nun hat Wagner diese ihm zur Durchsicht überreichte (in der, Wagner's eigenem Glaubensbekenntnisse zufolge, überwundenen viersätzigen Sonatenform geschrieben [sic]) C-moll-Symphonie unseres Organisten Herrn Bruckner nicht nur freundlichst beurtheilt, sondern noch freundlicher deren Dedikation entgegengenommen [sic! recte 3. Symphonie ... jeder Satz eine Reihe von Improvisationen ... Stockungen, Generalpausen: \"Pause=Symphonie\" ... meisterliche Instrumentierung ... Einfluss von Richard Wagner, Schubert und Liszt ... \"luxuriöse Verwendung des Pizzicato\" ... 1. Satz der bedeutendste, Scherzo \"plastisch abgerundet\" ... Enthusiasmus des Publikums aus \"Kameraderie\" ...]\n     Geistig alles in den letzten Jahren auf diesem Gebiete komponirt hoch überragend, könnte Herr Bruckner [...] lernen: Schönes Maß und übersichtlicher architektonischer Bau. [... gespannt auf weitere Entwicklung ...] - Als Organist und Improvisator errang derselbe in seinem überraschend zahlreich besuchten Konzerte einen wohlverdienten Erfolg. Sein Vortrag der selten gehörten [...] C-dur=Toccata von Bach war ebenso klar, als schwungvoll, die Improvisation war dramatisch gehalten, als wollte der Komponist in feurigen Rezitativen irgend eine dämonische Erscheinung beschwören, die eigentlich kontrapunktische Kunst trat hier freilich vor einem bequemen (Wagner=Liszt'schen)  Phrasenspiel mehr als nöthig in den Hintergrund.\n          Dr. Theodor Helm.\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:27"}, {"ID": 187311045, "Datum": "4.11.1873, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den »Frohsinn«:\r\n   Dankt für die Anteilnahme [28.10.1873: am Erfolg der 2. Symphonie]. Die Philharmoniker hätten ihm nach dem Konzert im Foyer Ovationen dargebracht. In zwei Monaten werde die 3. Symphonie ganz fertig sein (*).\n(Um 22 Uhr von China finanziertes Konzert mit den Philharmonikern und dem Männergesangverein. Dessoff, Herbeck, Kremser und Johann Strauß dirigierten Werke von Mendelssohn, Mozart, Haydn, Schubert, Beethoven, Schumann, Herbeck, Lanner, Strauß Vater und Sohn (**)).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 20:14"}, {"ID": 187311055, "Datum": "5.11.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Konzert des Pariser Pianisten Henry Ketten im Bösendorfersaal mit Beethovens Hammerklaviersonate (Clara Schumann und Rubinstein ebenbürtig gespielt; 2. und 3. Satz umgestellt), Robert Schumanns Davidsbündlertänzen, Chopins H-Dur-Nocturno und \"Sekundenwalzer\", zwei eigenen Kompositionen und Liszts 2. Rhapsodie. In den Zwischenpausen singt Frau Rosa Csillag mehrere Lieder.\n     Im Publikum \"bemerkten wir obenan Herrn Direktor Hellmesberger, diesem zunächst die Herren: Ambros, Epstein, Dachs, Door, Hanslick, Schelle, Dörffel, Bruckner und noch viele andere Künstler, Künstlerinnen und Kunstfreunde. [... es] wurde ihm von mehreren anwesenden Künstlern nach Schluß des Konzertes unter herzlichem Händedrücken zu seinem Erfolge gratulirt.\"\n     \"Frau Rosa Csillag, welche Herrn Ketten durch Gesangsvorträge unterstützte, dürfte sich ein ehrenvolleres, ihr mit Recht gebührendes Andenken sichern, wenn sie darauf verzichten würde, künftighin öffentlich zu singen.     F. G.\"", "Letzte Änderung": "22.08.2025 23:00"}, {"ID": 187311075, "Datum": "7.11.1873, Freitag", "Haupttext": "Die Morgenpost Nr. 306 schreibt auf S. 3 über das Konzert am 5.11.1873:\n          \"Konzert Ketten.\n     Das Konzert des Pariser Pianisten Ketten fand vorgestern den 5. November, im Saale Bösendorfer, vor einem höchst eleganten und zahlreichen musikalischen Publikum statt. Es schien, als ob sich die Elite der Wiener Künstler und Kunstkenner zu einem Rendezvous versammelt hätte. So bemerkten wir obenan Herrn Direktor Hellmesberger, diesem zunächst die Herren: Ambros, Epstein, Dachs, Door, Hanslick, Schelle, Dörffel, Bruckner und noch viele andere Künstler, Künstlerinnen und Kunstfreunde.\n     [... es] wurde ihm von mehreren anwesenden Künstlern nach Schluß des Konzertes unter herzlichem Händedrücken zu seinem Erfolge gratulirt. [... am Schluss signiert:] L. G.\"", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:21"}, {"ID": 187311085, "Datum": "8.11.1873, Samstag", "Haupttext": "»Bericht aus Wien« von Theodor Helm in der »Tonhalle«, S. 365: Bruckner gehöre durch eine gewisse Originalität zu den glänzendsten Erscheinungen der Kunstgeschichte, deren Wissen und Können die höchste Achtung verdiene.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311095, "Datum": "9.11.1873, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Reichsrat (vermittelt durch Dr. Franz Groß):\r\n     Über die Erfolge in Nancy, Paris und London, die Anerkennung durch Liszt und Wagner, dem die 3. Symphonie gewidmet ist, und die Aufführung der 2. Symphonie durch die Philharmoniker am 26.10.1873. Er müsse neben der Konservatoriums-Tätigkeit noch Lektionen geben, habe dadurch zu wenig Zeit zur Komposition. Bittet um eine lebenslängliche Unterstützung (*).\r\nBeschluß des Abgeordnetenhauses am 7.5.1874, Bearbeitungsvermerk am 23.5.1874 (*a).\nPetition Bruckners an das Ministerium für Cultus und Unterricht [oder identisch mit dem obigen Schreiben, falls dieses vom Abgeordnetenhaus weitergeleitet wurde? vgl. 23.5.1874]:\r\n[hypothetischer Inhalt] Bittet um eine jährliche Unterstützung (**).\nWeitere Aktenvermerke: 3.1.1874, 23,5,1874, 23.6.1874 (**a).\n \nDie Deutsche Zeitung Nr. 668 schreibt auf S. 6:\n     \" - Anton Bruckner arbeitet gegenwärtig an einer neuen Symphonie in D-moll, welche Richard Wagner gewidmet ist und in einigen Monaten vollendet sein dürfte.\" (***).\n \nIm Volksblatt für Stadt und Land Nr. 134 wird auf S. 1f die Aufführung einer Liszt-Messe am 1.11.1873 besprochen (signiert \"C. K.\") und dabei aus der Kritik von Ambros über die 2. Symphonie zitiert:\n         \"Die Krönungsmesse von Franz Liszt\n     (aufgeführt in der k. k. Hofburgkapelle am 1. November 1873.)\n       C. K. Wer sollte sich unter dieser Ankündigung nicht etwas Großartiges denken [... Enttäuschung ... Ambros gilt als unparteiisch und lauter und] sagte jüngst bei Besprechung der Aufführung von Bruckners neuer Symphonie: \"Die Kritik muß ehrliche, offene Sprache führen, will sie nicht an der großen Lüge der modernsten Kunstzustände schuldbaren Antheil haben. Unser moderne Musik leidet an Maßlosigkeit, und diese wird am Ende der Tod der hipersthenisch gewordenen Kunst sein. Wie sich die Sachen anlassen, scheint es, daß wir nicht am Anfang einer glorreichen neuen Musik=Epoche stehen, sondern beim Ende aller Musik angelangt sind.\" (°).\n\r\n(1. Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken Beethovens und Händel (°°)).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:40"}, {"ID": 187311125, "Datum": "12.11.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Theodor Helm berichtet im Pester Lloyd Nr. 259 von der Aufführung der 2. Symphonie am 26.10.1873: \n\n   »Feuilleton.\n\nWiener Musikbriefe.\n\nVon Dr. Theodor Helm.\n\n   Die Monate September und Oktober haben in musikalischer Hinsicht durchaus nicht gehalten, was man sich von ihnen versprach. [... über Bruckners seltsame Privatinitiative und selbstbezogene Programmgestaltung ... Besprechung der Symphonie ...] die längste aller uns bekannten Symphonien, sie dauerte nahe 1 1/4 [?] Stunde [...] Der äußere Erfolg war der denkbar glänzendste (indeß waren sehr viele Freunde, Kollegen und Schüler des Konzertgebers im Saale), die unparteiische Kritik muß sich reservirter verhalten. [...] daß das Werk ganz gut die Pausensymphonie heißen könnte [...] oder auch die Pizzicato-Symphonie [... gekürzt wäre das Werk jedem Orchester zu empfehlen ...] Der Vortrag der Bach'schen Toccata war zwar klar und schwungvoll, die Komposition aber für das Publikum zu exklusiv, die Improvisation ermannte sich erst gegen den Schluß zur rechten Polyphonie. [...]« (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311135, "Datum": "13.11.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner wird in der »Presse« Nr. 312 auf S. 8 als Organist am 16.11.1873 in Währing angekündigt:\n\n     \"In der Pfarrkirche zu Währing feiert die \"Währinger Liedertafel\" Sonntag den 16. November um halb 11 Uhr  ihre diesjährige \nStiftungsmesse und bringt hiebei \"Tantum ergo\" von Kloß, das \n\"deutsche Hochamt\" von Franz Schubert, Offertorium, \"Salve Regina\" von Wenusch zur Aufführung. Frau Therese Gugler (Sopran) und die \nEhrenmitglieder des Vereins, Herr Professor Anton Bruckner, k. k. Hoforganist (Orgel), und Herr Karl Fritsch, Orchester=Director,(Violine), haben ihre Mitwirkung bereitwilligst zugesagt.\" (*). Eine ähnliche Meldung bringen auch \n\n das Fremdenblatt Nr. 312 auf S. 6:\n      \" - Die \"Währinger Liedertafel\" feiert Sonntag den 16. November, Vormittags halb 11 Uhr in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige Stiftungsmesse und bringt hiebei \"Tantum ergo\" von Kloß, das \"deutsche Hochamt\" von F. Schubert, Offertorium \"Salve Regina\" von Wenusch zur Aufführung. Frau Therese Gugler (Sopran) und die Ehren=Mitglieder des Vereines, Herr Professor Anton Bruckner, Hof=Organist (Orgel) und Herr Karl Fritsch, Orchester=Direktor, (Violine); haben ihre Mitwirkung zugesagt.\" (**),\n die Neue Freie Presse Nr. 3313 auf S. 6:\n      \"(Währinger Liedertafel.) Die Währinger Liedertafel feiert Sonntag den 16. November d. J., \nVormittags halb 11 Uhr, in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige \nStiftungsmesse und bringt hiebei \"Tantum ergo\" von Kloß, das \n\"Deutsche Hochamt\" von F. Schubert, Offertorium \"Salve Regina\" von Wenusch zur Aufführung. Frau Therese Gugler (Sopran) und die \nEhrenmitglieder des Vereins, Herr Professor Anton Bruckner, Hoforganist (Orgel) und Herr Karl Fritsch, Orchester=Director, \n(Violine), haben ihre Mitwirkung bereitwilligst zugesagt.\" (***),\ndie Deutsche Zeitung Nr. 672 (Morgenblatt) auf S. 5:\n      \" - (Die \"Währinger Liedertafel\") feiert am Sonntag den 16. d., Vormittags um halb 11 Uhr in der Pfarrkirche zu Währing ihre diesjährige Stiftungsmesse und bringt hiebei \"Tantum ergo\" von Kloß, das \"Deutsche Hochamt\" von F. Schubert, Offertorium \"Salve Regina\" von Wenusch zur Aufführung. Frau Therese Gugler (Sopran) und die Ehrenmitglieder des Vereines, Herr Professor Anton Bruckner, k. k. Hof=Organist (Orgel), und Herr Karl Fritsch, Orchester=Director, (Violine), haben ihre Mitwirkung bereitwilligst zugesagt.\" (°)\nund das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 312 auf S. 4 (°a).\n\nDie Neue Berliner Musikzeitung Nr. 46 berichtet auf S. 366 (= S. 6) von der Aufführung der 2. Symphonie am 26.10.1873 und übernimmt dazu den Text der Neuen Freien Presse vom 28.10.1873 (dort signiert \"h.\" = Hanslick): \n      \"Wien. Sonntag, 26. Oct. Mittags, gab Herr Anton Bruckner, K. K. Hoforganist und Professor am Wiener Conservatorium, ein Concert im grossen Musikvereinssaale. Der Concertgeber producirte zuerst seine bereits rühmlich bekannte Virtuosität als Orgelspieler in dem Vortrag einer Toccata von Sebastian Bach und einer eigenen freien Phantasie. Die dritte, zugleich letzte Nummer des Programms war eine Symphonie in C-moll von Bruckner, ein in den grössten Demensionen [sic] ausgeführtes Tonwerk, welchem ein sehr ernster, pathetischer Charakter ebensowenig abzusprechen ist, als zahlreiche schöne, bedeutende Einzelheiten. Obwohl der Totaleindruck durch eine unersättliche Rhetorik und allzu breite, mitunter haltlos zerfallende musivische Form beeinträchtigt wird, war doch die Wirkung auf das Publikum eine günstige und die Aufnahme deer Symphonie eine geradezu enthusiastische. Hr. Bruckner wurde nach seinen Orgelvorträgen und nach jedem Satze der Symphonie durch anhaltenden rauschenden Beifall und wiederholten Hervorruf ausgezeichnet. Das Orchester der \"Philharmonischen\" Concerte\" spielte diese ungewöhnlich schwierige Composition (unter persönlicher Leitung des Componisten) meisterhaft.\" [keine Signatur] (°°).\nDie Salzburger Zeitung Nr. 259 bringt auf S. 5 die Fortsetzung einer Artikelserie über \"Die Vereine Salzburgs\". Zitiert werden Auszüge aus dem 1872 erschienenen Gedenkbuch der Salzburger Liedertafel, die das Jahr 1865 betreffen. Bei den Geschehnissen des 5.6.1865 werden auch Bruckner und der \"Germanenzug\" erwähnt (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311145, "Datum": "14.11.1873, Freitag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Messe wird von mehreren Blättern angekündigt: \n\n\n\nDie Presse Nr. 313, S. 8:\n     \" - In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Samstag den 15. November um 11 Uhr Capellmeister Eder Haydn's herrliche Nelsonmesse, Graduale, Sopran, Offertorium, Sopransolo und Violinsolo von Johann Krall, aufführen. Die Soli der Messe werden von den Damen Frau Professorin Adele Passy=Cornet, Fräulein Marie Trousil, k. k. Hofopernsängerin, Fräulein Ritter und den Herren Dunkl, Eduard Teller, Opernsänger Seidemann und Concertmeister Josef Hellmesberger vorgetragen. Am Schlusse des Hochamtes wird Hoforganist Bruckner ein improvisirtes Postludium spielen.\" (*), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 313 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3314 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (***), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 313 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" \n\n[auf S. 3f: Leopold Eder, Frl. Ritter und Herr Teller wirken auch um 10 Uhr bei der Kirchenmusik in der Alservorstadt mit.] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311155, "Datum": "15.11.1873, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik \n\n\n\n\nin der Deutschen Zeitung Nr. 674, Beilage S. 5:\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 14.11.1873 ... wobei] Hof=Organist Bruckner die Orgel spielen wird.\" (*) \n\n\n\n\nund in der Gemeindezeitung Nr. 256 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 14.11.1873 ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (**). \nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Aufgeführt werden um 11 Uhr unter Eders Leitung Haydns Nelson-Messe und Graduale (mit Sopran-Solo) und Offertorium (mit Sopran- und Violin-Solo) von Johann Krall. Solisten [**]: Passy-Cornet, Trousil, Frl. Ritter, Dunkl, Teller, Seidemann und Josef Hellmesberger (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311165, "Datum": "16.11.1873, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Stiftungsmesse der Währinger Liedertafel um halb elf Uhr in der Währinger Pfarrkirche mit. Zur Aufführung kommen ein »Tantum ergo« von Kloß, Schuberts »Deutsches Hochamt« und »Salve regina« von Wenusch als Offertorium (*). Solisten: Therese Gugler (Sopran) und Karl Fritsch (Violine) (*a). In der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 94 wird auf S. 1 im Feuilleton »Concerte« (signiert »Florestan«) kurz auch Bruckner erwähnt: \n\n»Concerte.\n\n   [...] Nachdem Herr Bruckner das Eis gebrochen, befindet sich die junge Concertsaison bereits mit vollen Segeln auf flotter, fröhlicher Fahrt [...]« (**).\n(2. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Chopin, Rheinberger und Mendelssohn (3. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311175, "Datum": "17.11.1873, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde Wien: \n   Dankt für die Überlassung des Großen Musikvereinssaals und der Orgel in seinem Konzert [am 26.10.1873].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311205, "Datum": "20.11.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung mit Zusatz »Streichmusik« am Ende des Finales der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311215, "Datum": "21.11.1873, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 47 erwähnt auf S. 666 (= S. 6) in der Rubrik »Aufgeführte Novitäten« auch Bruckners 2. Symphonie [26.10.1873; versehentlich »1. Symphonie«!]: \n\n     »Bruckner (A.), 1. Symph. (Wien, Conc. des Autors.)«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311235, "Datum": "23.11.1873, Sonntag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen einige Zeitungen hin:\n \nFremdenblatt Nr. 321 auf S. 6:\n     \" - Morgen Montag den 24. 10 Uhr wird in der Hofkirche St. Augustin eine feierliche Trauermesse für weiland Feldmarschall Fürst Edmund zu Schwarzenberg abgehalten, wobei Kapellmeister Eder Mozart's prachtvolles Requiem mit den Chor= und Orchester=Mitgliedern des Hof=Operntheaters aufführt und die Soli die k. k. Hofopernsänger Frln. v. Siegstädt, Tremmel, Herren Walter, Rokitansky und Soloposaunist Mettenleitner vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel. Der Trauerfeier kann Jedermann beiwohnen.\" (*),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 321 auf S. 4 [inhaltlich identisch mit (*)] (**),\n \ndie Tagespresse Nr. 321 auf S. 6 (***),\n \n\"Die Presse\" Nr. 321 auf S. 8 [inhaltlich identisch mit (*)] (°) und\n \nund die Deutsche Zeitung Nr. 681 auf S. 5 [inhaltlich identisch mit (*)] (°°).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:12"}, {"ID": 187311245, "Datum": "24.11.1873, Montag", "Haupttext": "Bei der Trauermesse für Fürst Edmund zu Schwarzenberg um 10 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Eder leitet eine Aufführung von Mozarts Requiem mit den Solisten von Siegstädt, Tremmel, Pirk (Walter war verhindert), Rokitansky und (Posaune) Mettenleitner.", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:13"}, {"ID": 187311265, "Datum": "(26.11.1873, Mittwoch)", "Haupttext": "Die Allgemeine Musikalische Zeitung Nr. 48 berichtet in Spalte 765 von der Aufführung der 2. Symphonie am 26.10.1873:\r\n\"  -  Noch ist eines Concertes zu erwähnen, welches Herr Brukner, Professor am hiesigen Conservatorium, Sonntag den 26. October im grossen Musikvereinssaale gab; [...]\" (*).\n\r\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187311275, "Datum": "27.11.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 325 erwähnt auf S. 8 Bruckners Mitwirkung beim Promenade-Konzert am 30.11.1873:\r\n     \" - Sonntag den 30. November findet im großen Musikvereinssaale ein Promenade=Concert des Herrn Eduard Strauß statt. Das Concert ist mit einer Festfeier des 25jährigen Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers verbunden. Hiebei wird zum erstenmale in diesen Concerten die große Orgel producirt. Der bekannte ausgezeichnete Orgelspieler Professor Bruckner hat seine Mitwirkung zugesagt und wird in der mit mehreren Harfen zur Aufführung gelangenden Cäcilien=Hymne von Ch. Gounod den Orgelpart wie auch eine Improvisation ausführen. Außerdem gelangt zur ersten Aufführung: Kaiser=Franz=Josefs=Jubiläumsmarsch von Eduard Strauß und das letzten Sonntag vom Publicum mit großem Beifall aufgenommene große Potpourri Ton=Mosaik.\"\nAnschließend eine Notiz, dass am 24.11.1873 Herr Pirk für den verhinderten Herrn Walter eingesprungen ist (*).\n \nEine nahezu identische Ankündigung erscheint auch im Fremdenblatt Nr. 325 auf S. 3 (**).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:13"}, {"ID": 187311305, "Datum": "30.11.1873, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "(3. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit der 2. Serenade von Brahms (*). Außerdem wurden Werke von Spohr, Händel und Beethoven (5. Sinfonie) gespielt (**)).\nUm 5 Uhr im Musikvereinssaal Promenade-Konzert von Eduard Strauß zum 25-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs. Bruckner spielt Orgel bei Gounods »Caecilienhymne« und eine eigene Improvisation. Außerdem erklingen Werke von Génée, Eduard Strauß, Spohr, Josef Strauß, Mendelssohn, Johann Strauß, Albert Jungmann [siehe die Anmerkung], Gustav Hölzel [siehe die Anmerkung] und Johann Strauß (Vater).\r\nAnzeige dazu im Fremdenblatt Nr. 328 auf S. 8: \"[...] Produktion der großen Orgel. [...]\" (***).\r\nHinweis mit Nennung Bruckners im Neuen Fremdenblatt Nr. 328 auf S. 4 (°).\nBruckners Mitwirkung bei der Kirchenmusik am 2.12.1873 wird in mehreren Blättern angekündigt:\nDeutsche Zeitung Nr. 688 auf S. 6:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofkirche zu St. Augustin wird am Dienstag den 2. December um 11 Uhr Herr Prälat Georg Etz das Hochamt celebriren, wobei Capellmeister Eder Mozart's herrliche Krönungsmesse mit Graduale (Terzett, Sopran, Alt und Tenor) von Curschmann und Offertorium (Terzett) von Adams aufführen wird. Die Soli werden von Fräulein Bertha v. Dillner, Fräulein Tremel und Herrn Adams vorgetragen. Hof=Organist Bruckner spielt am Schlusse eine Fuge über \"Gott erhalte unsern Kaiser\". (°°),\nFremdenblatt Nr. 328 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (°°) ... Wilhelmine Tremmel ...] Am Schluße des Hochamts spielt Hoforganist Bruckner eine Fuge über \"Gott erhalte!\"\" (°°°),\nNeue Freie Presse Nr. 3329 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (°°) ... Tremel ...] Hof=Organist Bruckner spielt am Schlusse seine Orgelfuge über \"Gott erhalte unsern Kaiser\".\" (#),\nNeues Fremdenblatt Nr. 328 auf S. 3:\r\n     \"[inhaltlich wie (°°) ... Tremml ...] Hoforganist Bruckner spielt am Schlusse seine Orgelfuge über \"Gott erhalte unsern Kaiser!\"\" (##) und\n\"Die Presse\" Nr. 328 auf S. 9:\r\n     \"[inhaltlich wie (°°) ... Minka Tremel ...] Hoforganist Bruckner spielt am Schlusse seine Orgelfuge über \"Gott erhalte unsern Kaiser.\" (###).\nIm Bericht des Wiener Salonblattes Nr. 48 werden auf S. 611 (= S. 11) einige Prominente genannt, die am 24.11.1873 dem Requiem beiwohnten:\r\n     \"[...] Der Trauermesse wohnten mehrere Mitglieder des Hofes, darunter die Herren Erzherzoge Wilhelm, Rainer, Carl Salvator von Toscana, der Prinz von Sachsen=Weimar, ferner der Reichskriegsminister Freiherr v. Kuhn, die Spitzen der hiesigen Aristokratie und des Generalstabes bei.\" (a).", "Letzte Änderung": "16.12.2024 15:54"}, {"ID": 187312015, "Datum": "1.12.1873, Montag", "Haupttext": "Hinweis auf die morgige Kirchenmusik in der Morgen-Post Nr. 329 auf S. 4:\r\n\"        Theater, Kunst und Literatur.\r\n[...]\r\n     *  Aus Anlaß des Kaiserjubiläums wird morgen um 11 Uhr in der Hofkirche St. Augustin Herr Prälat Georg Etz das Hochamt zelebriren, wobei Kapellmeister Eder Mozart's Krönungsmesse, Grad. Solo Terzett von Curschmann für Sopran, Alt und Tenor, Offert. Terzett von Adams aufführt und die Soli die Hofopernsänger Frl. v. Dillner, Frl. Wilhelmine Tremml und Herr Adams vortragen. Hoforganist Bruckner spielt am Schlusse eine Orgelfuge über \"Gott erhalte unseren Kaiser.\"  \"", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:22"}, {"ID": 187312025, "Datum": "2.12.1873, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner improvisiert in der Augustinerkirche über die Kaiserhymne anläßlich des 25. Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josephs (*).\r\n   Unter Eders Leitung erklingen um 11 Uhr Mozarts Krönungsmesse (Solisten: Bertha v. Dillner, Wilhelmine Tremml, Adams), ein Graduale von Curschmann und ein Offertorium von Adams (**). Celebrant ist Prälat Georg Etz (**a).\n(Premiere von Webers »Oberon« an der Wiener Oper (***)).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 19:30"}, {"ID": 187312035, "Datum": "3.12.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Datums- und Namenseintragung von Theodor Mündl in einer Altstimme zum »Ave Maria« [WAB 6].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312045, "Datum": "4.12.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 332 berichtet auf S. 10 vom Konzert am 30.11.1873:\r\n     \"[...] war von 2128 Personen besucht. Die Cäcilien=Hymne von Gounod wie die Improvisation des Herrn Professors Bruckner auf der Orgel fanden den lebhaftesten Beifall, der jedoch sich noch steigerte bei der Production des Kaiser=Franz=Josefs=Jubiläumsmarsches von Strauß, welcher Marsch dreimal zur Wiederholung verlangt wurde, worauf noch dreimal die Volkshymne folgte. [...]\" (*).\n \nNahezu identisch der Bericht im Fremdenblatt Nr. 332 auf S. 4:\n     \"[...] war von 2128 Personen besucht. Die Cäcilienhymne von Gounod wie die Improvisation des Herrn Professors Brucknerauf der Orgel, fanden den lebhaftesten Beifall, der jedoch sich noch steigerte bei der Produktion des Kaiser Franz Josef=Jubiläumsmarsches von Strauß, der dreimal zur Wiederholung verlangt wurde, worauf noch dreimal die Volkshymne folgte. [...]\"(**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312055, "Datum": "5.12.1873, Freitag", "Haupttext": "Bruckner leitet eine Probe der f-moll-Messe (*).\nZum Andenken an Mozarts Sterbetag erhält Bruckner eine Mozart-Biographie (Mozarts Leben und Wirken in kurzen Umrissen geschildert. Salzburg 1856) zum Geschenk:\r\n     \"Dem begeisterten Verehrer der Muse Mozarts am Sterbetage Mozarts Herrn Professor Anton Bruckner. Wien 5. Dezember 1873.\" (**).\nDas Neue Fremdenblatt Nr. 333 berichtet auf S. 4 vom Konzert am 30.11.1873:\r\n     \"[...] Das Festkonzert war von 2128 Personen besucht und somit das drittvollste seit Bestehen das Saales. Die Cäzilienhymne von Gounod wie die Improvisation des Herrn Professors Bruckner auf der Orgel fanden den lebhaftesten Beifall, der sich jedoch noch steigerte bei dem Kaiser Franz Joseph=Jubiläumsmarsch von Eduard Strauß, der drei Mal zur Wiederholung verlangt wurde. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "31.01.2025 09:02"}, {"ID": 187312065, "Datum": "6.12.1873, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Blätter kündigen die morgige Kirchenmusik mit Bruckner an der Orgel und die Aufführung von f-Moll-Messe, »Christus factus est« [WAB 10] und »Ave Maria« [WAB 6] am 8.12.1873 an:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 694 (Morgenausgabe) auf S. 5:\n     \" - Die Vorstände der italienischen Kirchen=Congregation veranstalten am Sonntag den 7. d., um 11 Uhr, zur Feier des fünfundzwanzigsten Kaiser=Jubiläums einen Festgottesdienst in der italienischen Nationalkirche. Bei dieser Gelegenheit wird unter Leitung des Capellmeisters Cyrill Wolf die große Nelson=Messe von Josef Haydn mit folgenden Enlagen zur Aufführung gebracht: Alessandro Stradella's Kirchen=Arie, vorgetragen von der k. k. Hofopernsängerein Fräulein Ernestine Gindele, und ein Sopran=Solo von Johann Krall, gesungen von Fräulein Marie Trousil, k. k. Hofopernsängerin; das \"Qui tollis\" der Messe singt Professor Maaß. Zum Schlusse wird der Hof=Organist und Professor Herr Anton Bruckner eine Fuge über die \"Volkshymne\" auf der Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 334 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Zum Schlusse wird der k. k. Hoforganist und Professor Herr Anton Bruckner eine Fuge über die Volkshymne auf der Orgel spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3335 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... F. Maaß ...] Zum Schlusse wird der k. k. Hof=Organist und Professor, Herr Anton Bruckner, eine Fuge über die Volkshymne vortragen.\" (***)\nund Neues Fremdenblatt Nr. 334 auf S. 3: \"[inhaltlich wie (*) ...] Zum Schlusse wird der k. k. Hoforganist und Professor Herr Ant. Bruckner eine Fuge über die Volkshymne auf der Orgel spielen.\"\r\nbzw. auf S. 4: \"[...] am Feiertag den 8. Dezember: Missa in F, Graduale (Christus factus) und Offertorium (Ave Maria) von Anton Bruckner.\" (°).", "Letzte Änderung": "11.10.2024 08:33"}, {"ID": 187312075, "Datum": "7.12.1873, Sonntag (2. Advent)", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel bei der 11-Uhr-Messe anläßlich des 25-jährigen Kaiser-Jubiläums in der italienischen Nationalkirche.\r\nNeben seiner Fuge über die Kaiserhymne erklingen unter Cyrill Wolfs Leitung Haydns Nelson-Messe, eine Kirchenarie von Alessandro Stradella und ein Sopran-Solo von Krall. Solisten: Ernestine Gindele, Marie Trousil, Prof. F. Maaß (*)\r\nDie Orgel, 1786 von Franz X. Christoph erbaut, war 1815 von Friedrich Deutschmann (um 1757 - 1826), 1826 und 1839 von Jakob Deutschmann und 1847 von Franz Ullmann d. Ä. (1815 - 1892) umgebaut worden (*a).\nDatierung und Namenseintrag von Joh. Weber in einer Sopranstimme des »Ave Maria« [WAB 6] (**).\r\nDatierung »7/12. 1873« am Ende der Sopranstimme Nr. 5 der f-Moll-Messe [bei einer Probe?] (***).\n(2. Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken von Schubert, Volkmann, Ahle, Bach, Gallus und Beethoven. Unter den Mitwirkenden sind G. Walter und Hellmesberger (°)).", "Letzte Änderung": "11.10.2024 08:34"}, {"ID": 187312085, "Datum": "8.12.1873, Montag", "Haupttext": "Bruckner dirigiert, erstmals [?(*)] in der Hofkapelle, die f-Moll-Messe, als Graduale das »Christus factus est« [WAB 10] [Uraufführung] und als Offertorium das »Ave Maria« [WAB 6] (**).\r\n   Das Tenorsolo singt Walter (***).\r\n   Hellmesberger [?] (auf der Titelseite der 1. Violinstimme Nr. 1 »Erste Aufführung in der [/] kk Hofkapelle [/] Montag 8. Dez 1873« (°)\r\nund die Sängerknaben Mündl (am Ende der Altstimme Nr. 1 »8./12. [1]873 Mundl [/] K. k. Hofburg«) (°°) und Killner [?] (auf der Titelseite der Altstimme Nr. 5 »Friedrich Killner [/] Im December 1873.«) (°°°) tragen ihre Namen in die Stimmen ein.\r\n   Weitere Eintragungen: »8/12 [1]873« auf der Titelseite der Sopranstimme Nr. 1 (#), »Am 8 Dez. 1873 [/] in der Hofkapelle [/] zum ersten Male [/] aufgeführt.« am Ende der 1. Violinstimme Nr. 3 (##), »[1]873 am 8ten Dez aufgef. Bruckner dirigirt« am Ende der Violastimme Nr. 1 (###), »Zum 1ten aufgeführt in der K. K. Hofkapelle in Wien den 8 Dezember 1873.« am Ende der Hornstimme Nr. 2 (a).", "Letzte Änderung": "17.11.2024 21:12"}, {"ID": 187312115, "Datum": "11.12.1873, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 284 meldet auf S. 3 die Aufführung der f-Moll-Messe am 8.12.1873:\r\n»      § Professor Bruckner. Aus Wien wird uns geschrieben: Gestern den 8. d. dirigirte Herrn [sic!] Professor Anton Bruckner in der Hofkapelle seine Messe Nr. 3 in F; dieselbe wurde sehr gut aufgeführt (Herr Walter sang die Tenor=Soli) und erntete so großartige Anerkennung wie im vorigen Jahre bei den Augustinern.« (*).\nBruckner stellt seinem Schüler Heinrich Benies ein Zeugnis aus:\n\"[von fremder Hand:]\n     Attest. | Daß Herr H. Benies bis vor | Kurzem bei mir Unterricht in der Musik- | theorie genossen, u ziemlich Geschick an den | Tag legte, bestätige ich hiermit. |\n[von Bruckner geschrieben:]\n     Wien 11. Dezember | 1873     Anton Brucknermp.\" (**).", "Letzte Änderung": "11.12.2025 15:21"}, {"ID": 187312135, "Datum": "13.12.1873, Samstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 3341 berichtet auf S. 6 von der Aufführung der f-Moll-Messe am 8.12.1873:\n     » - Am 8. d. M. kam in der k. k. Hofcapelle, die dritte Große Messe (F-dur) von Anton Bruckner unter Leitung des Componisten zur Aufführung. Es ist dies dasselbe bedeutende Tonwerk, welches im vorigen Jahre zum erstenmale in der Augustinerkirche gegeben wurde und damals durch seine großartige Conception und kunstreiche contrapunktische Arbeit die Aufmerksamkeit der Musikfreunde wie der Kritik in hohem Grade erregt hat. Die präcise Aufführung in der Hofcapelle ließ manche Schönheiten der Bruckner'schen Messe noch wirksamer hervortreten.« (*)\n \nEduard Schelle erwähnt diese Aufführung auch in seinem Feuilleton-Artikel in der \"Presse\" Nr. 340 auf S. 3:\n\"Musik.\n[... Philharmonisches Konzert, Klavierabend Essipoff, Gesellschaftskonzert, Singakademie unter Rudolf Weinwurm, Hellmesberger-Quartett ...]\n     Der Bericht würde nicht vollständig sein, wenn wir nicht der Aufführung gedächten, welche die große Messe des Herrn Professors Bruckner in der Hofcapelle am vergangenen Montag erlebte. Wir haben dieselbe bereits vor etwa zwei Jahren in der Augustinerkirche gehört. Das Werk eignet sich seinem Charakter nach trefflich für hohe Kirchenfeste. Die Musik enthält eine Menge von Detailzügen, in denen sich ein sehr bedeutendes Compositionstalent ausspricht; doch fehlt es hie und da dem Ausdruck an Klarheit, dem Style an der nöthigen straffen Concentration. Jedenfalls wird das Werk auch in weiteren Kreisen die ehrenvolle Anerkennung finden, die es beanspruchen darf.     E. Schelle.\" (**).\n \n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "15.12.2025 16:34"}, {"ID": 187312195, "Datum": "19.12.1873, Freitag", "Haupttext": "Das Volksblatt für Stadt und Land Nr. 151 bespricht in einem mit \"C. K.\" signierten Artikel auf S. 1f die Aufführung der f-Moll-Messe am 8.12.1873: \n\n               \"Kirchenmusik.\n\n         (Aus der k. k. Hofburgkapelle.)\n     C. K. Es ist nicht lange her, daß die Gesellschaft der Musikfreunde in einem besonders veranstalteten Konzerte eine neue Symphonie von dem in weiten Kreisen rühmlich bekannten Orgel=Virtuosen Bruckner aufführte; am 8. Dezember am Festtage Maria Empfängniß hörten wir die Meß=Komposition desselben Autors in der k. k. Hofburgkapelle. \n\n[... Kriterien guter Kirchenmusik ...] \n\n     Zu unserem großen Leidwesen können wir solche Eigenschaften in Bruckners Mess=Komposition nicht entdecken, und wir bedauern dies umsomehr, als wir in Bruckner ein sehr bedeutendes Talent anerkennen müssen. \n\n[... bestätigt das Urteil von Ambros über die 2. Symphonie ... Durcheinander, Überschwemmung mit Harmonien und Disharmonien ...] \n\n     Der Beginn des Kyrie ist vielversprechend, er ist tief ernst, elegisch, aber nur zu bald befindet man sich in einem Labyrinthe von musikalischen Windungen, aus dem man keinen Aus= und Rückweg zu finden vermag. \n\n[... Vorbehalte auch gegen Gloria und Credo ...] insbesondere ist \"Et resurrexit\" von ganz eigenartiger, bedeutender Wirkung. [...] \n\n     Im Himmel ist mehr Freude über Einen, der Buße thut, als über neun und neunzig Gerechte. Wir hoffen aus ganzer Seele, daß auch Bruckner als Musiker nicht verloren ist. [... Befreiung aus dem Taumel der Zukunftsmusik nötig ..] Er besitzt musikalisches Kapital in solcher Fülle, daß er nicht nothwendig hat, aus fremden Quellen zu schöpfen, er möge sich nun auf eigene Füße stellen und den Blick nach Oben gerichtet, nach der Sonne der ewigen Wahrheit, der Empfindung freien, ungehinderten Lauf lassen, dann wird auch Klarheit, Hoheit und Schönheit seine Werke auszeichnen zum eignen Ruhme und zur Erhebung und Freude aller Kunstschätzenden.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312215, "Datum": "(21.12.1873, Sonntag)", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Weber (Preziosa), J. Wieniawski, Mozart und Schumann (2. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312235, "Datum": "(23.12.1873, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312245, "Datum": "24.12.1873, Mittwoch", "Haupttext": "In der Kritik zu Wieniawskis Klavierkonzert [21.12.1873] in der »Presse« Nr. 351, S. 1f, macht E. Schelle auch Bemerkungen zu Bruckners 2. Symphonie, die von den Philharmonikern zurückgewiesen worden sei [30.3.1873].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312275, "Datum": "27.12.1873, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Herbeck: \n   Hat seit einigen Tagen Halsentzündung; Dr. Wallmann habe ihm verboten auszugehen. Gratulation zum Namenstag [Johann Evangelist].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312295, "Datum": "29.12.1873, Montag", "Haupttext": "Eintragung »Instrumentation 29. Dez. Abends. Wien 873« am Ende des Finales der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187312315, "Datum": "31.12.1873, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung »Vollständig fertig 31. Dez. 1873 Nachts« am Ende des Finales der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187400005, "Datum": "1874", "Haupttext": "[Vorsicht Falschmeldung! Siehe \"1956 (a)\"]\nBrief Bruckners an ??:\n     Begründet die Stärke seiner kraftvollen Musik mit der Schwäche der gegenwärtigen Weltlage (*).\n \nBruckner ist im Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (2. Jahrgang 1874, Wien 1875) auf S. 55 als Mitglied verzeichnet (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:13"}, {"ID": 187401002, "Datum": "Januar bis April 1874", "Haupttext": "Von der 3. Symphonie werden zwei Abschriften angefertigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187401003, "Datum": "ca. Anfang Januar 1874", "Haupttext": "Bruckner bittet den Linzer Kopisten Carda und später (wohl Anfang Februar) eine andere Mittelsperson, bei J.M. Kaiser ein Widmungsblatt für die 3. Symphonie zu bestellen (*).\nEr entwirft den Widmungstext des Titelblattes in seinem Vormerkkalender von 1872 (**).\r\nDieser Eintrag stammt von fremder Hand (***).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 12:58"}, {"ID": 187401015, "Datum": "1.1.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Die \"Caecilia\", Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland Jg. 31 Nr. 1, berichtet auf S. 10 von der Aufführung der 2. Symphonie am 26.10.1873 und erwähnt die Arbeit an der 3. Symphonie:\n\"     Anton Bruckner, sedert 3 jaar professor in het orgelspel aan het conservatorium te Weenen, gaf aldaar in de laatste dagen van October, zonderling genoeg »zum Schluss der Weltausstellung\", een concert, waarin hij optrad als organist (C-dur-toccata van Bach en een vrije phantasie) en componist (een symphonie in c-mol, no. 2). Hij is ongeveer 40 jaar oud, begon zijn loopbaan als dorpsschoolmeester in Opper-Oostenrijk, leerde het orgelspel in het »Chorherrnstift\" St. Florian, en werd later domorganist te Linz, waar verscheiden zijner composities bekend werden. Genoemde c-mol-symphonie duurt een kwartier langer dan de groote van Schubert. Bruckner schrijft een 3de symphonie in d-mol.\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:28"}, {"ID": 187401025, "Datum": "2.1.1874, Freitag", "Haupttext": "Skizze zum 1. Satz der 4. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187401035, "Datum": "3.1.1874, Samstag", "Haupttext": "Erlass des Ministeriums für Cultus und Unterricht Z. 17462: Bruckner erhält ein Stipendium von 500 fl [siehe auch 9.1.1874].", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:41"}, {"ID": 187401045, "Datum": "(4.1.1874, Sonntag)", "Haupttext": "5. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Hermann Dietrich, Händel, Volkmann und Mozart.", "Letzte Änderung": "23.09.2024 15:02"}, {"ID": 187401075, "Datum": "7.1.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Partitur des 1. Satzes der 4. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187401085, "Datum": "(8.1.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (*).\nPremiere von Schumanns »Genoveva« auf Herbecks Betreiben (**).", "Letzte Änderung": "13.06.2024 16:20"}, {"ID": 187401095, "Datum": "9.1.1874, Freitag", "Haupttext": "Der Minister für Kultus und Unterricht [Stremayr] gewährt Bruckner ein Künstler-Stipendium von 500 Gulden. Erledigungsvermerk 20.1.1874 (*).\nIn einem Artikel des Linzer Volksblatts Nr. 6 auf S. 2 über Salzbauer aus St. Florian wird Bruckner als dessen Lehrer erwähnt:\r\n   » - Mauthausen. (Kinder=Concert.) [...] Herr Salzbauer [Oberlehrer in Mauthausen] kann es auch nicht leugnen, daß er Zögling einer Klosterschule, der des Stiftes St. Florian ist. Derselbe verbrachte ja seine Unterrichtszeit größtentheils in St. Florian und war in der Musik ein Schüler des seligen Gruber und des dermaligen Hoforganisten und Professors Bruckner. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 23:01"}, {"ID": 187401105, "Datum": "10.1.1874, Samstag", "Haupttext": "Über Bruckners Petition an den oberösterreichischen Landtag um eine lebenslängliche Subvention referiert Dr. Bahr im Finanz-Ausschuß (*).\r\nDas Gesuch wird abgewiesen (**).\nBruckner wird durch ein von Dr. Eigner und Friedrich Hochenegg [siehe die Anmerkung] unterzeichnetes Schreiben davon in Kenntnis gesetzt (***).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 07:32"}, {"ID": 187401115, "Datum": "(11.1.1874, Sonntag)", "Haupttext": "Herbeck dirigiert im Musikvereinssaal Werke Liszts und Schuberts mit Liszt als Solist (*). Brahms dirigiert den Singverein bei einem Mendelssohn-Psalm und einer Chorfuge Bachs (**). Eine Ouvertüre Webers und Auszüge aus Goldmarks »Königin von Saba« werden von Dessoff in Anwesenheit Goldmarks dirigiert (***). Als Dirigenten des Wiener Männergesangvereins mit Chören Schumanns und Schuberts wirken außerdem Dessoff und Rudolf Weinwurm mit (°). Konzertmeister ist Hellmesberger, Bibl spielt Orgel (°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:28"}, {"ID": 187401165, "Datum": "16.1.1874, Freitag", "Haupttext": "Im Musikalischen Wochenblatt Nr. 3 wird auf S. 33 (= S. 5) in Theodor Helms »Musikbrief Wien« die Aufführung der 2. Symphonie [am 26.10.1873] besprochen, die Widmung der 3. Symphonie erwähnt und (*) die f-Moll-Messe in ihrer Beziehung zu den Messen von Franz Liszt betrachtet.\n     »Die Ehre, die Saison zu eröffnen, wurde heuer unserem geschätzten Organisten Hrn. Bruckner, welcher in einem Concerte (etwas prätentiös „Musikalische Schlussfeier der Weltausstellung” betitelt) sich in dreifacher Eigenschaft - als Orgelvirtuose, Improvisator und Componist - vorführte. [... über die 2. Symphonie ...] Die Symphonie wurde von dem zahlreichen Publicum mit einem Enthusiasmus aufgenommen, an dem doch vielleicht ein wenig Kameraderei und Collegialität (Hr. Bruckner ist Professor am hiesigen Conservatorium) mitgewirkt haben mag.\n     Man darf vielleicht diese Symphonie als die Vorstufe zu einer zweiten (noch nicht veröffentlichten) ansehen, welche der Componist in Bayreuth persönlich R. Wagner zur Durchsicht überreichte und von dem strengen Meister Lobsprüche geerntet haben soll, welche uns auf das Werk doppelt begierig machen. Seither hat sich die Anzahl der Verehrer Bruckner's in Wien noch durch Aufführung seiner grossen Messe (in der Hofburgcapelle) vermehrt, einem Werke, welches, an die Graner- und Krönungsmesse Liszt's anknüpfend, neuerdings von dem ernsten, den tiefen Idealen der Kunst zugewendeten Streben des jungen Mannes ein bedeutendes Zeugniss gibt.«", "Letzte Änderung": "24.12.2023 12:45"}, {"ID": 187401185, "Datum": "18.1.1874, Sonntag", "Haupttext": "Hermine Wodes, die Solistin eines »Ave Maria« von H. Hopp in St. Peter, wird im Bericht der Gemeinde-Zeitung Nr. 14, S. 4, als Schülerin Pruckners und Hellmesbergers vorgestellt: \"[...] unter Mitwirkung des Fräuleins Hermine Wodes, Schülerin des Professors Pruckner, und des Herrn Direktor Josef Hellmesberger.\" (*)\n[siehe die Anmerkung]\n \n(6. Philharmonisches Konzert mit dem Klavierkonzert von Raff. Liszt hatte zuvor eine Probe besucht (**). Weiters wurden Werke von Berlioz, Rossi und Haydn aufgeführt (***).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 21:26"}, {"ID": 187401205, "Datum": "20.1.1874, Dienstag", "Haupttext": "Das am 9.1.1874 bewilligte Künstlerstipendium von 500 fl. wird an Bruckner ausbezahlt (*).\n\r\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187401245, "Datum": "24.1.1874, Samstag", "Haupttext": "Skizze des 1. Satzes der 4. Symphonie beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187401255, "Datum": "(25.1.1874, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken von Rheinberger, Goldmark und Mozart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187402005, "Datum": "Februar 1874", "Haupttext": "[nach dem 7.1.1874 und vor dem 4.3.1874]\nOtto Kitzler hält sich in Wien auf und besucht Brahms, den er einlädt, zur Aufführung seines Requiems (am 29.3.1874) nach Brünn zu kommen (Brahms sagte am 24.3.1874 ab, vermutlich wegen seines Konzerts am 31.3.1874) (*).\n\n\nMöglicherweise hat das Treffen mit Bruckner auch in diesem Zeitraum stattgefunden (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187402035, "Datum": "(3.2.1874, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187402095, "Datum": "(9.2.1874, Montag)", "Haupttext": "Konzert des Akademischen Wagner-Vereins im Bösendorfersaal: Aufführung des 1. Aktes der »Walküre« mit den Solisten Labatt, Scaria und Amalie Materna und Josef Sucher und Dr. Hans Paumgartner als Klavierbegleiter. Unter den geladenen Gästen sind Hohenlohe, Helm, Ambros u.a. - Dieses Konzert wurde zugunsten Bayreuths vor zahlendem Publikum wiederholt.", "Letzte Änderung": "11.11.2024 12:46"}, {"ID": 187402105, "Datum": "10.2.1874, Dienstag", "Haupttext": "Streicherpartitur des 1. Satzes der 4. Symphonie fertig.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187402145, "Datum": "14.2.1874, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an J. M. Kaiser in Linz:\r\n    Hat seine Bitte nicht selbst [sondern vermutlich durch Carda (*a)] vorbringen können, da er die Adresse nicht wußte. Verdeutlicht seine Vorstellung von der kalligraphischen Gestaltung des Widmungsblattes zur 3. Symphonie mit spezieller Hervorhebung des Namens »Wagner«. Hat Carda schon vor 6 Wochen mit dieser »Mission« beauftragt (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 13:53"}, {"ID": 187402215, "Datum": "21.2.1874, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik wird von einigen Zeitungen gemeldet: \n\n\n\nDie Presse Nr. 51 auf S. 9:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Capellmeister Leopold Eder Sonntag den 22. Februar um 11 Uhr eine Messe von Karl Kempter, Graduale, Altsolo von Eder, Offertorium, Sopransolo von Johann Krall, aufführen. Die Soli der Messe singen die Damen Ildegard Fleischmann und Clementine Grossinger. Hoforganist Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (*), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 51 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Ildegarde Fleischmann, Klementine Großinger ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3409 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 51 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Ildegarde Fleischmann, Klementine Großinger ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187402225, "Datum": "22.2.1874, Sonntag (1. Fastensonntag)", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeindezeitung Nr. 43 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 21.2.1874 ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (*). \nIn der Augustinerkirche werden um 11 Uhr eine Messe von Karl Kempter, ein Graduale (mit Altsolo) von Eder und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Johann Krall aufgeführt. Bruckner wirkt als Organist mit (**). Eder dirigiert, die Soli singen Ildegarde Fleischmann und Klementine Grossinger (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187402255, "Datum": "25.2.1874, MIttwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Marianne Selch:\r\n   Heute habe er die beiliegende Karte erhalten, die sie am Samstag [28.2.1874?] um 1/2 3 Uhr und am Montag [2.3.1874?] um 10 Uhr benützen könne. Grüße an die Mutter.", "Letzte Änderung": "22.01.2024 13:27"}, {"ID": 187402265, "Datum": "(26.2.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187402285, "Datum": "28.2.1874, Samstag", "Haupttext": "[Möglicherweise] Probe im Musikvereinssaal, für die Marianne Selch eine Einlaßkarte von Bruckner erhalten hatte?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187403015, "Datum": "(1.3.1874, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Cherubini, Spohr, Berlioz und Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187403025, "Datum": "2.3.1874, Montag", "Haupttext": "(1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken von Schubert und Schumann (*). Mitwirkende sind Lewinsky, Hellmesberger, L. A. Zellner u.a. (**)).\nMöglicherweise hatte zuvor um 10 Uhr eine Probe stattgefunden, die von Marianne Selch dank einer von Bruckner vermittelten Einlaßkarte besucht werden konnte (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187403085, "Datum": "(8.3.1874, Sonntag)", "Haupttext": "Im Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins spielen die Wiener Philharmoniker unter Sucher Liszts »Tasso«, außerdem u.a. Wagners “Liebesmahl der Apostel”, aus Tristan Vorspiel und (Wiener Erstaufführung) Liebestod (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187403105, "Datum": "(10.3.1874, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187403195, "Datum": "(19.3.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187403215, "Datum": "21.3.1874, Samstag", "Haupttext": "Instrumentierung des 1. Satzes der 4. Symphonie beendet (*).\nEntstehung des Mottos »Freier Sinn und froher Mut« [WAB 147] für Männerchor, das der Liedertafel in Grein gewidmet ist (**) und von deren Vorstand Dr. Schernberger [siehe die Anmerkung] angeregt wurde. Bruckner soll das Stück persönlich überbracht haben (***), im Sommer 1874 (°).", "Letzte Änderung": "09.12.2024 11:38"}, {"ID": 187403225, "Datum": "(22.3.1874, Sonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Grädener, Schumann, Spohr und Beethoven (Eroica).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187403235, "Datum": "23.3.1874, Montag", "Haupttext": "Im 1. Teil eines Feuilleton-Artikels \"Die Salzburger in Wien\" in der Salzburger Zeitung Nr. 66 auf S. 1 - am Ende des 2. Teils vom 24.3.1874 signiert \"X-.\" - wird eine bisher unbekannte Komposition Bruckners erwähnt:\n          \"Die Salzburger in Wien\n     Wir lesen zwar öfters im Feuilleton Ihrer \"Salzburger Zeitung*: \"Wiener Briefe\", aber von uns Salzburgern in Wien ist darin nie eine Rede gewesen, daher mag es erlaubt sein, daß wir einmal von uns selbst sprechen und von unserem Streben und Treiben allhier erzählen.\n     Die geselligen Monatszusammenkünfte der in und um Wien bekannten Salzburger erfreuen sich noch immer eines anerkennenswerthen Besuches und landsmännischer Theilnahme. Wir halten auch fernerhin an nnsere [sic] Devise: \"Mit Herz und Hand fürs Heimatland\" (von dem berühmten Orgelspieler und Componisten Professor Anton Bruckner in Musik gesetzt) mit Ueberzeugung fest, weil wir es anerkennen, daß die Pflege der Heimatkunde ein Kennzeichen der Bildung sei und die Heimatliebe um so mächtiger sich entfalte, je vollkommener unsere Kenntnisse über das eigene Heimatland und unsere Landsleute werden. Von diesem Gesichtspunkte aus werden auch unsere geselligen Zusammenkünfte gepflegt.\n     [... Hauptthema im Jahr 1872/73 waren die Berge des Landes Salzburg, 1873/74 die Kulturgeschichte ... über die einzelnen Themen und die Namen der Referenten, darunter der Gebirgsmaler Dr. Anton Sattler, Dr. H. Wallmann [siehe die Anmerkung], Regierungsrat Dr. Aberle, Dr. Lentner, Ministerialsekretär Dr. Kaserer ... über die Geselligkeitsabende ... musikalische Produktionen mit den Herren Babitsch (Bariton), Mayr, Rauscher, Steiner, Stoker ...] (Schluß. f.)\"", "Letzte Änderung": "25.09.2025 15:42"}, {"ID": 187403265, "Datum": "26.3.1874, Donnerstag", "Haupttext": "1. Satz der 4. Symphonie »nüanciert«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187403315, "Datum": "(31.3.1874, Kardienstag)", "Haupttext": "2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Händels Oratorium »Salomo«. Unter den Mitwirkenden sind Marie Wilt und Gustav Walter.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404015, "Datum": "1.4.1874, Karmittwoch", "Haupttext": "[oder 30.3.1874?] Bruckner trifft in St. Florian ein und wird in Traumihlers Zimmer durch Josef Seiberl mit Joseph Gruber bekannt gemacht (*).\nIm Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"12\" angegeben. [Da er am 6.4. wieder abreiste, spricht die Anzahl der Essen eher für den Ankunftstag 1.4. oder 31.3.1874] (**).\n \nVom 1. bis 3.4.1874 kann Bruckner die Lamentationes von Franz Xaver Witt [unter Traumihler] hören (***).\nVermutlich äußert er sich positiv über diese Komposition (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404025, "Datum": "2.4.1874, Gründonnerstag", "Haupttext": "Bruckner übernimmt bei der Matutin die Orgelbegleitung (von Traumihler als \"unliturgisch\" eingeschätzt) bei den Responsorien (mit Musik von Michael Haydn).\r\n[Vermutlich auch schon in diesem Jahr] Josef Gruber gewinnt einen Eindruck von Bruckners Orgelspiel an diesem Feiertag und von dessen Andacht beim Gottesdienst (*).\r\nAußerdem aufgeführt: \"2. April. Vocalmesse v. Lotti mit Einlagen von J. Habert, Joh. Schweitzer, Josef Seiberl u. Traumihler.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404065, "Datum": "6.4.1874, Ostermontag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 1.4.1874 angekommen].", "Letzte Änderung": "19.06.2025 05:55"}, {"ID": 187404105, "Datum": "10.4.1874, Freitag", "Haupttext": "2. Satz der 4. Symphonie begonnen [?(*)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404115, "Datum": "11.4.1874, Samstag", "Haupttext": "[Eintrag fehlt, muss noch nachgereicht werden]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404185, "Datum": "18.4.1874, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Kultusministerium [Stremayr]:\n     \"Hohes kk. Ministerium für Cultus und Unterricht!\nDer ehrfurchtsvollst Gefertigte [... verweist auf seine Erfolge in Frankreich und England, die Auszeichung durch Wagner und Liszt, die Anerkennung durch Stremayr bei der Aufführung der f-moll-Messe am 16.6.1872 und die Ovationen am 26.10.1873 [2. Symphonie] und bittet, um mehr Zeit und Muße zum Komponieren zu gewinnen, um feste und pensionsfähige Anstellung als Theorielehrer an der Universität. Ähnliche Posten seien auch in Berlin und Paris gegründet worden ...], daß er nicht vergebens um Gnadewaltung an der Pforte des Hohen kk. Ministeriums gepocht haben dürfte.\nWien den 18. April 1874.\n                        Anton Brucknermp.\"\nKanzleivermerke am 19.4.1874, 21.4.1874, 27.4.1874 und 29.4.1874.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:44"}, {"ID": 187404195, "Datum": "19.4.1874, Sonntag", "Haupttext": "Eingangsvermerk auf dem gestrigen Schreiben: \"V/B 5132 Praes. den 19. April 1874.\" (*).\n(4. Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken von Haydn, Alb. Dietrich, Brahms, Rietz, Bach und Händel (**)).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:45"}, {"ID": 187404215, "Datum": "21.4.1874, Dienstag", "Haupttext": "Das Gesuch vom 18.4.1874 wird vom Kultusministerium an das Dekanat der Universität weitergeleitet. Unterschrift Heiders.\nText des Kanzleivermerks in der linken Spalte:\n\"     5132\nDem Decanate der philosophischen Facultät an der Universität in Wien zur Äusserung.\n     Wien 21. April 1874.\nFür den Minister für Cultus und Unterricht\n                               Heider\"\r\n[Name so bei 460/31]\r\nDarunter der Aktenvermerk vom 29.4.1874.\nIn der rechten Spalte oben der Aktenvermerk vom 27.4.1874.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:45"}, {"ID": 187404225, "Datum": "22.4.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Maria Högelsberger: \n   Bittet sie, den mit ihrer Schwester [Therese Högelsberger] geplanten Sonntags-Besuch bei ihm um eine Woche zu verschieben, da er am 26.4.1874 in der Augustinerkirche Orgel spielen müsse. Grüße an die Mutter [Bertha Högelsberger].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404255, "Datum": "25.4.1874, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel weisen mehrere Blätter hin: \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 113 auf S. 6f:\n     \"Morgen Sonntag den 26. April, Vormittags 11 Uhr, wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin das Fest des hl. Georg feierlich begangen. Das Hochamt zelebrirt Herr Prälat Georg Etz, wobei Kapellmeister Eder eine Festmesse von Freiherrn August de Adlburg, Graduale, Violinsolo mit Chor, Offertorium, Tenorsolo von Adams, Vide aquam, Männerchor von F. J. Kloß, aufführt und die Soli die Herren Wilhelm Emerich, Dunkl, Soutschek und Teller, das Violinsolo Herr Maxintsack, das Tenorsolo der k. k. Hofopernsänger Adams vortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (*), \n\n\n\nMorgenpost Nr. 113 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Dienkl ...] Die Orgel spielt Hoforganist Bruckner. [...]\" (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3471 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Die Orgel spielt Hof=Organist Bruckner.\" (***), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 113 auf S. 3:\n      \"[inhaltlich wie (*) ...] Die Orgel spielt Hoforganist Bruckner. [...]\" (°), \n\n\n\nDie Presse Nr. 113 auf S. 9:\n      \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404265, "Datum": "26.4.1874, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Messe \n\nin der Gemeindezeitung Nr. 96 auf S. 3:\n (*) \n\nund der Tagespresse Nr. 114, S. 7 (**). Bruckner spielt in der Augustinerkirche Orgel bei einem von Prälat Georg Etz zelebrierten Hochamt (Fest des Hl. Georg) um 11 Uhr (***). \n\n  Es erklingen unter Eders Leitung eine Festmesse von Freiherr August de Adlburg, ein Graduale mit Violinsolo und ein Offertorium mit Tenorsolo (Hofopernsänger Adams) von Adams und ein Männerchor »Vide aquam« von F. J. Kloß. Solisten (Männerquartett): Wilhelm Emerich, Dunkl [Morgenpost: »Dienkl«], Soutschek, Teller. Violine: Maxintsak (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187404275, "Datum": "27.4.1874, Montag", "Haupttext": "Eintragung in einer Aktenübersicht der Wiener Universität:\n\"689. | prs 27 April 874 | Eingabe des H Ant Bruckner an das h. kkUnt. Minist.\" (*).\n \nKanzleivermerk bei dem Schreiben vom 18.4.1874:\n\"prs 27. April 1874.\n          Z. 689.\" (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:47"}, {"ID": 187404295, "Datum": "29.4.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Dekan Eduard Sueß leitet das Gesuch vom 18.4.1874 an Hanslick weiter.\nVermerk bei dem Schreiben vom 18.4.1874: \"Herrn Prof. Dr Hanslick zur gef. Außerung, | 29.4.74.   Sueß\" (*).\n(Premiere von Verdis »Aida« an der Wiener Oper (**)).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:48"}, {"ID": 187404305, "Datum": "(30.4.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "07.11.2025 22:40"}, {"ID": 187405035, "Datum": "3.5.1874, Sonntag", "Haupttext": "[Vermutlich] Besuch von Maria und Therese Högelsberger bei Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405045, "Datum": "4.5.1874, Montag", "Haupttext": "Hanslick beantragt in seinem Referat, Bruckners Gesuch vom 18.4.1874 abzuweisen.\n\"    Zu 689. | Referat. | Löbl. kk. Professoren Collegium! | Das vorliegende Schriftstück ist ein vom kk. Hoforganisten Anton Bruckner an [... Bruckner erstrebe mit der Anstellung an der Universität, mehr Zeit zum Komponieren zu erlangen. Musiktheorie-Unterricht sei aber Aufgabe des Konservatoriums. Im übrigen sei bereits Rudolf Weinwurm ermächtigt, Harmonielehre vorzutragen. Außerdem habe Bruckner keine wissenschaftliche Vorbildung und keine Belege für seine Verdienste als Lehrer vorzuweisen ...] beantragt Referent die Abweisung des Gesuches von H. Bruckner.\n                            Prof. Dr. Hanslick    Ref.\nWien, 4t Mai 1874.\" (*).\n \nEintragung in einer Aktenübersicht der Wiener Universität:\n\"ad 689. | 4 Mai [1]874 | Referat des H Prof Dr Hanslik.\" (**).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 12:28"}, {"ID": 187405075, "Datum": "7.5.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Beschluß des Abgeordnetenhauses, den Regierungsantrag, Bruckners Gesuch vom 9.11.1873 zu unterstützen, abzulehnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405095, "Datum": "9.5.1874, Samstag", "Haupttext": "Datierung Bruckners in einer Partiturabschrift der 3. Symphonie (mit kalligraphiertem Widmungsblatt), die er vermutlich mit einem (verlorengegangenen) Begleitbrief an Wagner nach Bayreuth schickte (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405105, "Datum": "10.5.1874, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Universität (Professorenkollegium der philosophischen Fakultät):\n     Hochlöbliches Professoren=Collegium der philosofischen Facultät der kk. Universität!\nDer Gefertigte erlaubt sich, [... berichtigt sein Gesuch vom 18.4.1874 - er bitte nicht um eine Professur, sondern nur um eine Lehrstelle. Auch Weinwurm habe eine Anstellung gefunden. Der Klavierunterricht an Lehrerbildungsanstalten dürfte bald eingestellt werden. Ihm, Bruckner, sei nur durch Anstellung an der Universität eine bleibende Stellung in Wien und somit Zeit zum Komponieren gesichert ...] die Kunst nie verläßt, sondern stets unterstützt.\nWien den 10. Mai 1874.\n                      Anton Brucknermp.\"\nAuf der letzten Seite oben der Kanzleivermerk vom 11.5.1874, unten die Vermerke vom 11.5.1874 (Sueß) und 15.5.1874 (Hanslick).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:51"}, {"ID": 187405115, "Datum": "11.5.1874, Montag", "Haupttext": "Dekan Sueß leitet das gestrige Gesuch an Hanslick weiter; dieser solle sich mit Bezug auf sein Referat vom 4.5.1874 dazu äußern.\nEintragungen auf der letzten Seite von Bruckners Gesuch vom 10.5.1874,\noben Kanzleivermerk \"prs. 11. Mai 1874. | Z. 729.\"\nund unten \"H. Prof. Hanslick zur gef. Einsicht und Aeusserung mit Bezug auf das am 4. l. M. gutigst erstattete Referat. | 11.5.74.       Sueß | d. z. Decan.\" (*).\n \nEintragung in einer Aktenübersicht der Wiener Universität:\n\"729. | 11. Mai [1]874 Eingabe des H Ant Bruckner an das Decanat.\" (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:52"}, {"ID": 187405155, "Datum": "15.5.1874, Freitag", "Haupttext": "Hanslick sieht sich auch durch das Nachtragsgesuch vom 10.5.1874 nicht veranlaßt, an seiner ablehnenden Stellungnahme vom 4.5.1874 etwas zu ändern. Er vermisse weiterhin Nachweise für Bruckners Erfolge als Kompositionslehrer.\nSein Vermerk auf der letzten Seite von Bruckners Gesuch:\n\"Gesehen mit dem Bemerken, daß Ref. in diesem Nachtragsgesuch ds H. Bruckner keinerlei Anlaß finden kann, an seiner ersten Aüßerung [sic] etwas zu ändern. Uibrigens vermißt Ref. auch hier jeglichen Nachweis, daß H. Bruckner als Compositionslehrer irgendwo ersprießliche Resultate aufzuweisen habe oder hatte. –\nWien 15. Mai 1874.          Prof Ed Hanslick, als Ref.\"", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:53"}, {"ID": 187405165, "Datum": "(16.5.1874, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405215, "Datum": "(21.5.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405235, "Datum": "23.5.1874, Samstag", "Haupttext": "Aktenvermerk auf Bruckners Gesuch vom 9.11.1873:\n   Laut Beschluß des Abgeordnetenhauses vom 7.5.1874 über die diesbezügliche Regierungspetition sei die Unterstützung \"abgetreten\" [= nicht gewährt?] worden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405285, "Datum": "28.5.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Konservatorium: \n   Beantragt, im Kontrapunkt-Unterricht wieder die frühere Einteilung einzuführen, nämlich Fuge und Kanon erst im 2. Lehrjahr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405305, "Datum": "30.5.1874, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Kirchenmusik mit Bruckner an der Orgel wird in einigen Blättern angekündigt:\n\n\nDeutsche Zeitung Nr. 864, Beilage, auf S. 5 (*), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 147 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3505 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 147 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\"(°),\n\n\nDie Presse Nr. 147 auf S. 9: \n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187405315, "Datum": "31.5.1874, Sonntag", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 124 weist auf S. 3 auf die heutige Kirchenmusik hin:\r\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 30.5.1874 ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*).\nBruckner spielt Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt (Dreifaltigkeitsfest um 10 Uhr). Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung Haydns Theresienmesse (Solisten: Girsa, Ritter, Dunkl, Teller), ein Graduale aus dem 18. Jhdt. (mit Baritonsolo, Herr Plank) und Offertorium (mit Sopran-, Violin-, Harmonium-Solo: Baronesse von Bretfeld (Berlin), Hellmesberger und Sucher) von Josef Sucher (**).", "Letzte Änderung": "30.11.2024 09:06"}, {"ID": 187406025, "Datum": "2.6.1874, Dienstag", "Haupttext": "Brief Herbecks an das Obersthofmeisteramt: \n   Schlägt vor, trotz der Änderung des Exspektantensystems einigen exspektierenden Mitgliedern der Hofmusikkapelle (darunter Bibl, Bruckner u.a.) ihr Vorrückungsrecht auf freiwerdende Plätze nach der alten Regelung zu belassen.\nEingangsdatierung vom 12.6.1874, Sichtvermerk Wlassacks [*].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187406035, "Datum": "3.6.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187406065, "Datum": "6.6.1874, Samstag", "Haupttext": "Einige Zeitungen kündigen Bruckners Orgelspiel bei der morgigen Kirchenmusik an:\n \nFremdenblatt Nr. 154 auf S. 6:\r\n     \"Morgen um 8 Uhr wird in der Pfarrkirche Alservorstadt das Frohnleichnahmshochamt feierlich abgehalten, hiebei eine Messe von Mozart Graduale Lauda sion von Haydn, Offertorium Sopran= und Violinsolo von Proch aufgeführt, und werden die Soli Herr Jos. Maxintsack und Frl. Johanna Maurer, Mitglieder des Hofoperntheaters vortragen. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3512 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (**).", "Letzte Änderung": "18.11.2024 16:00"}, {"ID": 187406075, "Datum": "7.6.1874, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik (mit Besetzung) in der Gemeindezeitung Nr. 129 auf S. 3:\r\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 6.6.1874 ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (*).\nBei der Messe in der Pfarrkirche Alservorstadt (Fronleichnamshochamt um 8 Uhr) spielt Bruckner Orgel. Es erklingen eine Mozart-Messe, ein Graduale »Lauda Sion« von Joseph Haydn und ein Offertorium (mit Sopran- und Violinsolo: Johanna Maurer, Josef Maxintsak) von Proch (**).\nDatierung am Ende des 2. Satz der 4. Symphonie (***).", "Letzte Änderung": "18.11.2024 16:01"}, {"ID": 187406105, "Datum": "10.6.1874, Mittwoch", "Haupttext": "2. Satz der 4. Symphonie beendet (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187406135, "Datum": "13.6.1874, Samstag", "Haupttext": "Scherzo der 4. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187406215, "Datum": "21.6.1874, Sonntag", "Haupttext": "Kollaudierung der von Johann Carl Mauracher gebauten Orgel (II/18) in Langenlois durch Bruckner und Krenn (*).\n \nBruckner demonstriert mit seinem Orgelspiel die Qualitäten des neuen Instruments. Als anwesend sind Pfarrer Anton Pichlmaier, Johann Karl Mauracher und Bürgermeister Heinrich Fürnkranz anzunehmen (**).\n \nDer Prüfungsbericht Bruckners und Krenns ist am selben Tag erstellt worden:\n\n          \"Befund.\n     Wir Endesgefertigten bezeugen hiemit, daß wir auf Ersuchen der löblichen Pfarre Langenlois am 21. Juni l. J. die vom Herrn Johann Karl Mauracher, Orgelbaumeister in Salzburg, in der Pfarrkirche zu Langenlois aufgestellte neue Orgel, bestehend aus 18 klingenden Stimmen und vier Nebenzügen, zwei Manualen und Pedal, einer genauen Revision unterzogen und fanden, daß der Genannte daselbst ein Werk vollendete, welches durch vortrefflichen Klang, Charakter, Verhältniß der einzelnen Stimmen zu einander, und durch imposante Kraftentfaltung und Schönheit des Tones in pleno sich auszeichnet. Die entsprechende Disposition und die zweckmässige Anlage, sowie die Vorzüglichkeit des Mechanismus und Gebläses verdienen die vollste Anerkennung.\n     Langenlois am 21. Juni 1874.\n     Franz Krenn,\nRitter des Silvester=Ordens, Kapellmeister der k. k. Hofkirche zu St. Michael und Professor am Conservator. d. Musik in Wien.\n     Anton Bruckner,\r\nk. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium.\"", "Letzte Änderung": "27.07.2024 07:29"}, {"ID": 187406225, "Datum": "22.6.1874, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Baron Schwarz-Senborn:\r\n    Er verweist auf seine Erfolge in Paris, Nancy und London, den Zeitungsartikel vom 1.9.1871, auf die Anerkennung der 2. Symphonie durch die Philharmoniker und die Widmungsannahme der 3. Symphonie durch Wagner. Er brauche, um Zeit zur Komposition zu finden, einen Mäzen. Denkt an Lord Dudley [siehe die Anmerkung] oder andere Personen in England oder Amerika. Auch eine Anstellung im Ausland wäre trotz seiner Sprachunkenntnisse akzeptabel (*).\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Über Rabattmöglichkeiten bei den Eisenbahngesellschaften. Traumihler müsse unbedingt nach Regensburg [zur Generalversammlung des Deutschen Cäcilien-Vereins am 3.-5.8.1874] kommen. Habert sei bereits und Pailler werde noch eingeladen. Traumihler möge auch Angermayer, Schiedermayer und Zappe in Witts Auftrag einladen. Die [Einladungs?]Karte könnten Traumihler und Zache  bei Pustet beziehen. Empfiehlt ein Zimmer bei den Carmeliten in Regensburg zu nehmen (**)).\r\n[Traumihler hielt am 5.8.1874 eine Rede (vgl. Brief vom 22.4.1875)].", "Letzte Änderung": "25.09.2024 07:25"}, {"ID": 187406235, "Datum": "23.6.1874, Dienstag", "Haupttext": "Eine Aktennotiz hält fest, dass die \"Note des Präsidiums des Abgeordnetenhauses\" (Bruckners Gesuch vom 9.11.1873 um jährliche Unterstützung betreffend) am 23.5.1874 weitergeleitet wurde und nun ad acta gelegt wird, da laut Erlass des Ministeriums vom 3.1.1874 Bruckner inzwischen ein Stipendium von 500 fl. erhalten hat [9.1.1874].\r\nWeitere Aktenvermerke: \"8359 Praes. den 20. Juni 1874\", [Archivierung] 24.6.1874, 25.6.1874 und 26.6.1874.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 09:56"}, {"ID": 187406245, "Datum": "24.6.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Cosima Wagners an Bruckner:\n     Dankt im Namen Richard Wagners für die Partitur der 3. Symphonie und Bruckners Begleitbrief. Wagner habe die Symphonie mit Hans Richter studiert, sich über die Widmung sehr gefreut und lade Bruckner zur Uraufführung des »Ring des Nibelungen« im Jahre 1876 ein (*).\n \n[vermutlich 24.6.1874, siehe die Anmerkung]\r\nBruckner feiert den Johannistag mit Moritz Marböck und dem Ehepaar Schmeidel im Prater, u. a. zur Jause beim \"Hirschen\", dann bei einigen Buden und dem \"Ringelspiel\" und schließlich \"beim \"Prohazka\" [recte wohl Prohaska], wo eine fesche Damenkapelle spielte [siehe die Anmerkung]. Bruckner war in besonders prächtiger Laune und fing auf einmal an, ganz gerührt zu singen: \"O Johannisnacht, o Johannisnacht, wie schön bist du!\" Die Melodie dazu hatte er just im Augenblick erfunden.\" Um 2 Uhr Heimfahrt mit dem Wagen, Bruckner neben dem Kutscher. Nach der Fahrt ist seine weiße Leinen-Bekleidung voller Wagenschmiere.\n[undatiert, in der Zeit davor]\nAuf dem Kahlenberg soll Bruckner erstmal Frau Schmeidel gesehen und zu ihrem Mann gesagt haben \"Ja, Freunderl!! - wo hast du denn das prachtvolle, das himmlische Weiberl auf'gabelt?\" (**).", "Letzte Änderung": "10.12.2024 13:15"}, {"ID": 187406275, "Datum": "27.6.1874, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen melden Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik:\n \nDie Presse Nr. 175 auf S. 9:\n      \"In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 28. Juni um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von Robert Führer, Graduale von Johann Krall, Offertorium von Laurenz Weiß aufführen. Die Soli der Messe singen die Damen Fräulein Hermine Hübner und Fräulein Olga v. Stransky. Hoforganist Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\"\nUnmittelbar vor der Kirchenmusik wird der korrekte Text der Tafeln an Richard Wagners Villa Wahnfried mitgeteilt - richtig \"mein Wähnen\" statt \"mein Wahn\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 175 auf S. 11:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3533 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Die Orgel wird Hof=Organist Bruckner spielen.\" (***),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 175 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).\n \nDas Kremser Wochenblatt Nr. 26 berichtet auf S. 3 von der Orgel-Kollaudierung in Langenlois am 21.6.1874:\n\"Die neue Orgel in der Pfarrkirche zu Langenlois.\n     Musik ist Gebet. Dieser deutsche Wahrspruch gelangte am vergangenen Sonntag in unserem Gotteshause anläßlich der Prüfung der von Herrn Johann Karl Mauracher aus Salzburg neu erbauten Orgel durch die Herren Anton Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium zu Wien, dann Franz Krenn, Kapellmeister an der k. k. Hofkirche zu St. Michael und Professor am Conservatorium in Wien zur glänzendsten Geltung.\n     Der hohe Sinn unseres würdigen Herrn Pfarrers Anton Pichlmaier für Kunst und Musik war die veranlassende Ursache zur Beseitigung der bisher im Gebrauche gewesenen alten und zur Anschaffung einer neuen Orgel, eines Kunstwerkes, wie wohl wenige Gemeinden Niederösterreichs aufzuweisen haben werden.\n[... über Mauracher, der \"gestern\" (= 23.6.1874) abgereist ist ...]\n     Eine hohe Pflicht erfüllen wir ferner, wenn wir der Herren Anton Bruckner und Franz Krenn dankbar gedenken, da sie es waren, die mit strengem Kunstrichtersinne an das große Werk die prüfenden Hände gelegt haben.\n     Insbesondere danken wir aus vollster Seele dem gewaltigen Tonmeister Bruckner, der uns durch seine wunderbare Leistung erkennen ließ, welch' großes Werk der bescheidene Mauracher für uns geschaffen.\n     Wir erachten es endlich für unsere Pflicht, dem heutigen Ausdrucke unserer Bewunderung für den Orgelbaumeister Johann Karl Mauracher das ihm von den sachverständigen Herren Anton Bruckner und Franz Krenn ausgestellte Kunstrichterzeugniß seinem vollen Wortlaute nach folgen zu lassen.\n   Langenlois 24. Juni 1874\n       Heinrich Fürnkranz\n          Bürgermeister\n          Befund.\n     Wir Endesgefertigten bezeugen hiemit, daß wir auf Ersuchen der löblichen Pfarre Langenlois am 21. Juni l. J. die vom Herrn Johann Karl Mauracher, Orgelbaumeister in Salzburg, in der Pfarrkirche zu Langenlois aufgestellte neue Orgel, bestehend aus 18 klingenden Stimmen und vier Nebenzügen, zwei Manualen und Pedal, einer genauen Revision unterzogen und fanden, daß der Genannte daselbst ein Werk vollendete, welches durch vortrefflichen Klang, Charakter, Verhältniß der einzelnen Stimmen zu einander, und durch imposante Kraftentfaltung und Schönheit des Tones in pleno sich auszeichnet. Die entsprechende Disposition und die zweckmässige Anlage, sowie die Vorzüglichkeit des Mechanismus und Gebläses verdienen die vollste Anerkennung.\n     Langenlois am 21. Juni 1874.\n[links:]\n     Franz Krenn,\nRitter des Silvester=Ordens, Kapellmeister der k. k. Hofkirche zu St. Michael und Professor am Conservator. d. Musik in Wien.\n \n[rechts:]\n     Anton Bruckner,\nk. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium.\" [siehe die Anmerkung] (°°).", "Letzte Änderung": "27.07.2024 07:31"}, {"ID": 187406285, "Datum": "28.6.1874, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Zur Aufführung gelangen um 11 Uhr unter Eders Leitung eine Messe von Robert Führer, ein Graduale von Johann Krall und ein Offertorium von Laurenz Weiß. Solisten: Hermine Hübner, Olga von Stransky (*).\nSchreiben der Hofmusikkapelle an Bruckner:\r\n   Am 23.6.1874 habe der Kaiser, laut Intimat des Obersthofmeisteramts vom 25.6.1874, genehmigt, daß den Exspektanten auch im neuen System das bisher erworbene Vorrückungsrecht belassen wird. Unterschrift Herbecks (**).\nAuch für die morgige Messe wird Bruckners Orgelspiel in den Zeitungen angekündigt:\nDie Presse Nr. 176 auf S. 9:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Montag den 29. Juni um 11 Uhr, als am Feste des heiligen Petrus und Paulus, Capellmeister Leopold Eder eine Messe von Wittasek, Graduale und Offertorium von Johann Krall aufführen. Die Soli der Messe sinden die Damen Fräulein Anna Girsa, Fräulein Kuchinka, Schülerin der Frau Professorin Passy=Cornet, und Hermine Löffler. Hoforganist Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\nFremdenblatt Nr. 176 auf S. 12:\r\n     \"[inhaltlich wie (***) ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°)\nund Neue Freie Presse Nr. 3534 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (***) ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187406295, "Datum": "29.6.1874, Montag", "Haupttext": "Bei der Messe in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Es erklingen unter Eders Leitung eine Messe von Wittassek und Graduale und Offertorium von Johann Krall. Solisten: Anna Girsa, Frl. Kuchinka (Schülerin von Frau Passy-Cornet), Hermine Löffler.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187407005, "Datum": "etwa Juli 1874", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium [vgl. 6.7.1874].\r\nBruckners Schüler werden in der Prüfungsstatistik erwähnt: bei den Vorbildungsschulen »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner (3 Zöglinge). [/] I. Classe. Erster Grad: Steudner Hermann. [/] Zweiter Grad: Wolf Moriz.« (*),\r\nbei den Ausbildungsschulen »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe: Erster Grad: Czegledy Julius.« (**),\r\nbei Musiktheorie »Schule für Harmonielehre (männliche Zöglinge) des Herrn Prof. Bruckner. [/] (10 Zöglinge.) [/] Erster Grad: Posholda Johann, Winter Johann. [/] Zweiter Grad: Kraholetz Alfons, Reitinger Otto, Schmidl Karl, Tausig Samuel, Wolf Moriz.« (***),\r\n»Schule für Contrapunkt des Herrn Prof. Bruckner. [/] (6 Zöglinge.) [/] I. Classe. Erster Grad: Schöfmann Karl. [/] Zweiter Grad: Jellinek Moriz, Straka Johann. [/] II. Classe. Erster Grad: Czegledy Julius, Steudner Hermann.« (°).\r\nIn der Übersicht der Schüler mit Klassifizierung bei der Jahresprüfung ist zu lesen: »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Steudner Hermann. (°°). Klassenprämien erhielten auch: in der »Schule für Harmonielehre (männliche Zöglinge) des Herrn Prof. Bruckner. [/] Erste Prämie: Posholda Johann; [/] zweite Prämie: Winter Johann« und in der »Schule für Contrapunkt des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Schöfmann Karl. [/] II. Classe. Erste Prämie: Steudner Hermann; [/] zweite Prämie: Czegledi [sic] Julius.« (°°°).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 20:30"}, {"ID": 187407035, "Datum": "3.7.1874, Freitag", "Haupttext": "Bruckners Schwester Josefa Wagenbrenner stirbt bei Ignaz Bruckner in St. Florian, (*) Markt Nr. 27 (heute Wiener Straße 23).\r\nInschrift auf dem gemeinsamen Grab von Josefa Wagenbrenner, Maria Anna Bruckner und Ignaz Bruckner in St. Florian [vermutlich nach dem 4.1.1913 angebracht]:\r\n\"Frau / Josefa / Wagenbrenner, / geb. Bruckner, / Gestorben den 3. Juli 1874. / 45 Jahre alt.\" [recte 44 Jahre] (*a).\nBruckner datiert ein Notenblatt mit dem 2. Thema aus dem Adagio der 3. Symphonie [Klavierauszug] (**).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 10:43"}, {"ID": 187407065, "Datum": "6.7.1874, Montag", "Haupttext": "Die Jury des Konservatoriums für den Preisconcurs für Blasinstrumente setzt sich zusammen aus Hellmesberger, Bruckner, Breuning, Dr. Gehring, Fried. Heßler, A. Thalmann und J. v. Walther. Es spielen Alois Markl (Flöte, Chanson d'amour von Doppler), Carl Schöfmann (Klarinette, Variationen von Th. Klein), Franz Steiner (Klarinette, Adagio und Rondo von Th. Klein), Alois Nowak (Horn, Fantasie von Franz Strauß) und Johann Pummer (Posaune, Arie aus Mozarts »Don Giovanni«).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 11:20"}, {"ID": 187407075, "Datum": "7.7.1874, Dienstag", "Haupttext": "Das Neue Fremdenblatt Nr. 184 berichtet auf S. 3 des Abendblattes von der gestrigen Prüfung:\n     \" - Bei dem gestern am Konservatorium abgehaltenen Konzerte für Blasinstrumente hat die Jury, bestehend aus den Herren: dem artistischen Direktor J. Hellmesberger, den Mitgliedern der Gesellschafts=Direktion Dr. Gerhard v. Breuning und J. v. Walther, den Professoren A. Bruckner und A. Thalmann, dann den Herren Dr. Gehring und Fried. Heßler, zuerkannt: den ersten Preis dem Flötenschüler der (dritten Klasse) Herrn Alois Markl; dem Klavierschüler [sic - recte wohl Klarinette] der (zweiten Klasse) Herrn Karl Schöfmann; dem Hornschüler der (zweiten Klasse) Herrn Alois Novak und dem Posaunschüler der (zweiten Klasse) Herrn Johann Pummer. Den zweiten Preis erhielt der Klavierschüler [sic] der (zweiten Klasse) Herr F. Steiner.\"", "Letzte Änderung": "11.12.2024 11:21"}, {"ID": 187407085, "Datum": "8.7.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Die Presse Nr. 185 berichtet auf S. 9 von der Prüfung am 6.7.1874:\n     \" - Bei dem am 6. d. M. am Conservatorium abgehaltenen Concurse für Blas=Instrumente hat die Jury [inhaltlich wie der Artikel vom 7.7.1874, korrekt mit Schöfmann und Steiner als \"Clarinetschüler\"]\" (*).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 3543 berichtet auf S. 6 nahezu textidentisch:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Alois Nowak ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 11:22"}, {"ID": 187407095, "Datum": "9.7.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Das Salzburger Kirchenblatt Nr. 27 berichtet auf S. 215 (= S. 3), den Bericht vom 27.6.1874 übernehmend) von der Orgel-Kollaudierung am 21.6.1874:\n    \"Langenlois. 1) [Fußnote: \"In Niederösterreich unfern von Krems.\"] (Ueber die vom Salzburger Orgelbaumeister Joh. Mauracher) dortselbst neuerbaute Orgel enthält das \"Kremser Volksblatt\" nachstehendes Zeugniß.\n     Wir Endesgefertigte bezeugen hiemit, daß wir auf Ersuchen der löbl. Pfarre Langenlois am 21. Juni d. J. die vom Herrn Johann Karl Mauracher, Orgelbaumeister in Salzburg, in der Pfarrkirche zu Langenlois aufgestellte neue Orgel, bestehend aus 18 klingenden Stimmen und vier Nebenzügen, zwei Manualen und Pedal einer genauen Revision unterzogen und fanden, daß der Genannte daselbst ein Werk vollendete, welches durch vortrefflichen Klang, Charakter, Verhältniß der einzelnen Stimmen zu einander, und durch imposante Kraftentfaltung und Schönheit des Tones in pleno sich auszeichnet. Die entsprechende Disposition und die zweckmäßige Anlage, sowie die Vorzüglichkeit des Mechanismus und Gebläses verdienen die vollste Anerkennung. | Langenlois, 21. Juli 1874. [sic, recte 21. Juni]\n[links:]\n     Franz Krenn, m. p.\nRitter des Silvester=Ordens, Kapellmeister der k. k. Hofkirche zu St. Michael und Professor am Conservatorium der Musik in Wien.\n[rechts:]\n     Anton Bruckner, m. p.\nk. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium.\".\n \n[vgl. die am 27.6.1874 veröffentlichte minimal abweichende Version des Gutachtens]", "Letzte Änderung": "27.07.2024 07:32"}, {"ID": 187407154, "Datum": "vor dem 15.7.1874", "Haupttext": "Bruckner reicht die 3. Symphonie bei den Philharmonikern zur Probe ein. - An der Lehrerbildungsanstalt St. Anna ist geplant, die Musikstunden zu reduzieren und den Unterricht nur noch von Rudolf Weinwurm versehen zu lassen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187407155, "Datum": "15.7.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Universität (Dekanat der philos. Fakultät):\r\n     \"Hochlöbliches Decanat der philos. Facultät an der kk. Universität!\nSr Excellenz [... Minister Stremayr habe ihm zur Vorlage von Zeugnissen und Kompositionen geraten - beiliegend f-moll-Messe, 2. Symphonie, 1. und 2. Satz der 4. Symphonie. Die Wagner gewidmete 3. Symphonie habe er bei den Philharmonikern zur Probe eingereicht. Wegen der Reduzierung der Musikstunden an St. Anna (Rudolf Weinwurm versehe nun den ganzen Unterricht) hänge seine Zukunft von der Verleihung der Lehrerstelle ab ...]. Mit tiefstem Respekte\r\nWien 15. Juli 1874.      Anton Brucknermp.\"\r\nAuf der letzten Seite oben ein Kanzleivermerk \"ad 729.\" (*).\nEintragung in einer Aktenübersicht der Wiener Universität:\r\n\"ad 729. | 15. Juli [1]874 |  Brief des H Ant Bruckner.\" (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:35"}, {"ID": 187407205, "Datum": "20.7.1874, Montag", "Haupttext": "Auflistung der Mitglieder der Hofmusikkapelle, die [auf Herbecks Veranlassung] neue Galadienstkleider erhalten sollen - darunter Rotter, Pius Richter, Bibl und Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187407245, "Datum": "(24.7.1874, Freitag)", "Haupttext": "None", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187407255, "Datum": "25.7.1874, Samstag", "Haupttext": "Scherzo der 4. Symphonie beendet (*).\n(Erstes Abschlußkonzert des Konservatoriums mit Preisträgern (**)).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 09:57"}, {"ID": 187407295, "Datum": "29.7.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Maria Högelsberger: \n   Bei Liedern für eine Singstimme empfehle er Schubert, bei Duetten Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187407305, "Datum": "30.7.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Skizze zum Finale der 4. Symphonie (noch in Wien) begonnen (*). (Zweites Abschlußkonzert des Konservatoriums mit Preisträgern (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187408035, "Datum": "3.8.1874, Montag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein und verbringt dort den ganzen Monat (Abreise am 1.9.1874).\nIm Gästebuch ist in drei Zeilen verzeichnet \"Bruckner / Bruckner vide 3.8 / Bruckner (vide 3.8) von 29/8 incl.\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit jeweils \"24 / 43 / 6\" angegeben (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187408055, "Datum": "5.8.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Partitur (*) zum Finale der 4. Symphonie in St. Florian begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187408125, "Datum": "12.8.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Skizze zum Finale der 4. Symphonie beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187408155, "Datum": "15.8.1874, Samstag", "Haupttext": "\"De wekker\", weekblad voor onderwijs en schoolwezen, Jg. 31, Nr. 65, berichtet auf S. 1f ausführlich vom Wiener Lehrertag 1870 und erwähnt auf S. 2 auch Bruckners Orgelspiel am 10.6.1870:\n\"De spoorweg in dienst van de paedagogie en de didactiek.\n[...]\n     Kerken en theaters gaven aan de liefhebbers van muziek gelegenheid de klassieke meesterstukken te hooren en bij het onderwijzersfeest in Schwenders Collosseum, kon men de schoonste concerten van den Schubertbond, de muziekkapel Strausz en een militair corps bewonderen. In de Piaristenkerk te Josephstad werd een orgelconcert door Professor. Bruckner gegeven; het meesterlijk spel van den concertgever en het prachtig orgel van den bekenden Buckow wekten de bewondering der aanwezigen op. Velen, die Beethoven en Schubert hun bijzondere vereering wilden bewijzen, gingen naar de plaatsen des vredes en der ruste, naar het schoone kerkhof te Währing, of zij deden een pelgrimstocht naar het St. Marxer kerkhof, waar zich sedert 1860 Mozarts grafteeken bevindt. [...] (Freie deutsche Schulzeitung.)\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187408185, "Datum": "18.8.1874, Dienstag", "Haupttext": "Beim Festgottesdienst zum Geburtstag von Kaiser Franz Joseph in St. Florian erklingt eines der vier Tantum ergo [WAB 41].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187408205, "Datum": "20.8.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner empfängt in St. Florian einen Gast zu einem Tagesbesuch.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187408285, "Datum": "28.8.1874, Freitag", "Haupttext": "Ziemlich sicher hat Bruckner beim Hochamt zum Namensfest des Hl. Augustinus Orgel gespielt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187408295, "Datum": "29.8.1874, Samstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 236 bringt auf S. 1f den Schluss eines Artikels \"Wiener Componisten\" von E. Schelle:\n     \"[... Liederkomponisten: Karl Evers, Eduard Kremser, Adolph Müller jun., Rudolf Weinwurm, S. Bachrich, Robert Fuchs, Gramann, Goldmark, Jacob Fischer, Louis Saar ...]\n     Wenn wir in unsern Artikeln über die Wiener Componisten die Anzahl unserer schaffenden Künstler nicht erschöpft haben, so geschah das aus dem Grunde, weil wir hauptsächlich den jüngern Nachwuchs im Auge hatten. Die Namen Brahms, Ritter v. Herbeck, Franz Doppler, Käßmayer, Rotter, Preyer, Krenn, Bruckner und endlich auch Johann Strauß, konnten hier nicht in Betracht kommen, da bekanntlich ihre Träger in der Oeffentlichkeit eine feste Stellung einnehmen. | E. Schelle.\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:29"}, {"ID": 187408315, "Datum": "31.8.1874, Montag", "Haupttext": "Streicherpartitur zum Finale der 4. Symphonie in St. Florian beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187409011, "Datum": "Anfang September 1874", "Haupttext": "[8.9.1874] Ausflug mit Weißgärber und der Kirchdorfer Liedertafel nach Kremsmünster. Bruckner liest dort ein »soeben eingelangtes Schreiben Richard Wagners« mit anerkennenden Worten über eine zugesandte Komposition [3. Symphonie?] vor (*).\nBruckner verbringt einige Tage in Kremsmünster (**).\nIn den Jahren 1872 bis 1876 muss es zu Kontakten mit dem jungen Ludwig Thuille in Kremsmünster gekommen sein, für den er u. a. einen \"Zwetschkenknödelwalzer\" improvisierte (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187409012, "Datum": "Erste Septemberhälfte 1874", "Haupttext": "Bruckner besucht seine Schwester Rosalia Hueber in Vöcklabruck (*).\n \n[1874?]\nIn Vöcklabruck kommt es auch zu Kontakten mit dem Oberlehrer Laurenz Herzog, dem er aus seinen Kompositionen vorspielt und der Bruckners schlechte Beurteilung der dortigen Orgel (\"Kletz'ntruch'n\", \"Werkl\") überliefert (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187409013, "Datum": "September 1874", "Haupttext": "Das Programm-Komitee der Philharmoniker listet in seinem Sitzungsprotokoll die zu probenden Novitäten auf - Werke von Julius Zellner, Bruckner, Heinrich Hofmann, Leo Grill, Robert Fuchs, Schumann/Reinecke, Rheinberger, W.A. Remy und Volkmann (*).\nDessoff stellt die 3. Symphonie in einer Leseprobe (noch »in den Ferien«) zur Diskussion. Sie wird abgelehnt (**).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 09:11"}, {"ID": 187409085, "Datum": "8.9.1874, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner und die Liedertafel Kirchdorf [Chormeister: Alois Weißgärber] treffen in Kremsmünster (Treffen der Vereine aus Wels, Vöcklabruck, Kirchdorf und Kremsmünster) zusammen.\n\"Besondere Anerkennung zollte unseren [sic] Verein Hr Jos. Anton Bruckner, Professor am Conservatorium in Wien, welcher in Kremsmünster zum Besuche anwesend war. Auch die anderen Vereine leisteten Anerkennenswerthes, und besonders war es der junge Verein \"Harmonie\" v. Kremsmünster, welcher ein strebsames Wirken und Schaffen erkennen liß.\"\nDie Kirchdorfer bringen Werke von Abt, Arnleitner, Dürrner, Marschner und Engelsberg zur Aufführung.", "Letzte Änderung": "02.09.2025 14:16"}, {"ID": 187409105, "Datum": "[?] 10.9.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Blatt mit Eintragungen Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187409115, "Datum": "11.9.1874, Freitag", "Haupttext": "In der Sitzung des philharmonischen Komitees zur Planung der aufzuführenden Novitäten steht auch Bruckners 3. Symphonie (\"Bruckner Ant. Sinfonie in D m (Wagner dedicirt).\") zur Debatte.\r\nAußerdem sind vorgeschlagen Werke von Julius Zellner, Heinrich Hofmann, Leo Grill, R. Fuchs, Robert Schumann (\"Bilder aus dem Osten\" orchestriert von Reinecke), Rheinthaler, Remi und Volkmann.", "Letzte Änderung": "15.10.2024 07:48"}, {"ID": 187409165, "Datum": "16.9.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner besucht eine Probe der Vöcklabrucker Liedertafel, mit deren Vorstand Dr. Alois Scherer er befreundet war (*). Er spielt auf dem Klavier vor und berichtet von seiner Begegnung mit Richard Wagner und von den Londoner Orgelkonzerten (*a).\nDie Chormeister in dieser Zeit waren der Lehrer Franz Lenk und der Kapellmeister Josef Kaltenbrunner (1872 - 1874), von 1874 bis 1878 der Gerichtsadjunkt Dr. Franz Strnadt (**).\n \nIn der Festschrift der Liedertafel 1950 ist zu lesen:\n\"          Der erste Besuch Bruckners bei der Liedertafel Vöcklabruck.\r\n       16. September 1874.\r\n     Es war der schönste und glücklichste Tag des jubilierenden Vereines, als Anton Bruckner, dieser gute und ebenso große Mensch und Künstler, der eben in Frankreich und England sieggekrönte Meister der Orgel an einem Probenabend im Kreise der Sänger erschien, von einem Besuch bei Richard Wagner sprach und dann eine großarige Improvisation auf dem Klavier zum besten gab. Es hat in der Liedertafel immer wieder Männer gegeben, die dieses Ereignis als Verpflichtung erkannten. So war es Dr. Alois Scherer, der als Vorstand des Vereines den Antrag stellte, den Meister frühzeitig zum Ehrenmitglied zu ernennen und der hochverdiente Schuldirektor Joh. Nep. Rauch, der die Anregung gab, eine Gedenktafel für den verstorbenen Symphoniker zu stiften.       M. A.\" [vermutlich Max Auer] (***).\n\r\nDer Chronist der Liedertafel (vermutlich Dr. Franz Strnadt) schreibt:\r\n\"Am 16. September 1874\n       beehrte uns Herr Professor Brukner aus Wien mit seinem Besuche und wir entzückten uns an seinen herrlichen Vorträgen am Piano, welche freilich den natürlichen Wunsch rege machten, ihn einmal auf der Orgel, die er, wie keiner, meisterhaft behandelt, zu hören.Recht interessant war der Abend auch dadurch, daß der verehrte Gast mit lebhaften Farben seinen Begegnung mit dem Tonherrn [sic] Richard Wagner in Baireuth und seine Orgelconcerte in London schilderte; es fehlte natürlich nicht an entsprechenden Toasten und fröhlichen Liedern.\" (°).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 20:21"}, {"ID": 187409175, "Datum": "(17.9.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Artikel über die Österreichische Nordpolexpedition im »Volksblatt für Stadt und Land«.", "Letzte Änderung": "27.08.2024 12:12"}, {"ID": 187409215, "Datum": "21.9.1874, Montag", "Haupttext": "Bruckner gibt um 3 Uhr ein Orgelkonzert im Linzer Dom anläßlich der Plenarversammlung des oberösterreichischen Lehrervereins.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187409245, "Datum": "24.9.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 218 berichtet auf S. 889, daß Bruckner in Linz eingetroffen sei und ein Anerkennungsschreiben aus Bayreuth für die Richard Wagner gewidmete 3. Symphonie erhalten habe. \n\n»Linz, 23. September.\n\n   [...] * (Personalnachricht.) Der bekannte Componist und Professor der Harmonielehre am Wiener Conservatorium Herr Bruckner ist in Linz angekommen. Derselbe hat, wie wir hören, für die dem Richard Wagner gewidmete Symphonie Nr. 3 in D-moll ein sehr schmeichelhaftes Anerkennungsschreiben aus Bayreuth erhalten.« [Brief Cosima Wagners vom 24.6.1874 gemeint?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187409255, "Datum": "25.9.1874, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 219 berichtet auf S. 893, daß Bruckner am 21.9.1874 ein Orgelkonzert im Linzer Dom für den Lehrerverein gegeben hat:\r\n»Linz, 24. September.\r\n   [...] * (Orgel=Concert.) Gelegentlich der Plenarversammlung des oberösterr. Lehrervereines fand am 21. d. M. um 3 Uhr Nachmittags, in der Domkirche ein Orgel=Concert statt. Die große Zahl der Zuhörer lauschte mit Entzücken den Tönen des berühmten Künstlers, des k. k. Hoforganisten und Professors Bruckner.« (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 219 bringt auf S. 3 eine identische Meldung (**).\nRückkehr der von Payer und Weyprecht [siehe die Anmerkung] angeführten österreichischen Nordpolexpedition. Unter den etwa 300000 Menschen, die sich zur Begrüßung am Nordbahnhof einfinden (***), sind auch Bruckner und [°] der Wiener Männergesangverein.", "Letzte Änderung": "21.01.2026 12:24"}, {"ID": 187409275, "Datum": "27.9.1874, Sonntag", "Haupttext": "Das Neuigkeits-Weltblatt Nr. 219 meldet auf S. 9, dass Bruckner am 21.9.1874 beim Lehrertag in Linz Orgel gespielt hat [Übernahme des Textes vom 25.9.1874: \n     \"Orgel=Konzert. Man schreibt uns aus Linz: Gelegentlich der Plenarversammlung des oberösterr. Lehrervereines fand am 21. d. M. um 3 Uhr Nachmittags, in der Domkirche ein Orgel=Konzert statt. Die große Zahl der Zuhörer lauschte mit Entzücken den Tönen des berühmten Künstlers, des k. k. Hoforganisten und Professors Bruckner.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187409285, "Datum": "28.9.1874, Montag", "Haupttext": "Aufnahmeprüfung für Streich- und Blasinstrumente, Harfe, Orgel und Musiktheorie am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410004, "Datum": "Schuljahr 1874/75", "Haupttext": "Am Konservatorium hören Bruckners Unterricht: Heinrich Benkö (Harmonielehre), Ludwig Emanuel, Hermann von Jan (Kontrapunkt), Moriz Jellinek (K), Alfons Kraholetz (H), Ernst Ludwig (Orgel), Johann Mötz (K), Ernst Ollop (H), Wenzel Pelikan (H), Rudolf Pichler (H), Vincenz Pritz (O), Otto Reitinger, Hans Rott [*a] (O), Karl Schöfmann (K), Johann Straka (K), Leopold Windhopp [siehe die Anmerkung] (K) und Johann Winter (*).\nIm Kapitel »B. Unterrichtsleitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper: *) [Fußnote, ohne Bruckner-Bezug] [/] I. Angestellte Professoren und Lehrer: [/] [...] 3 [Herr] Anton Bruckner, Professor (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel).« (**).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Julius Egghardt, Anna Gyurkovich, Louise Kaulich, Johann Kreutzinger, Rudolf Krzyzanowsky (»aus Eger in Böhmen, 15 1/2 J.«) und Felix Mottl;\r\n   als Orgelschüler sind Julius Czegledy, Charles King aus Windsor [siehe die Anmerkung], Ernst Ludwig, Vincenz Pritz, Hans Rott und Hermann Steudner überliefert (***).\nVon den 6 Orgelschülern gehören 4 zur Vorbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern (zwei in der Ausbildungsstufe) 4 ganz und 2 nicht vom Schulgeld befreit waren - bei den 24 Kontrapunktschülern ist keine Untergliederung angegeben (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »In den Vorbildungsschulen [...] Orgel, 1 Classe. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] Gelehrt wurden: Uebungen im Manual= und Pedalspiele nach Rink's Orgelschule. [...] In den Ausbildungsschulen [...] Orgel, 2 Classen. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 2 [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] Gelehrt wurden in progressiver Folge: Die höheren Aufgaben des Orgelspiels: Fugen, Sonate, Concerte. [...]«, in der Musiktheorie »Contrapunkt, 2 Classen. (2 Lehrer.) [/] Effectiver Schülerstand: 23. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 32, sonach im Jahre ... 320 [/] Gelehrt wurden: In der I. Classe: Einfacher und doppelter Contrapunkt der Octave, Nachahmung, einfache Fuge; [/] in der II. Classe: Drei= und vierfacher Contrapunkt. Canon, Doppelfuge.« (°°).\nDie Übersicht über die in 135 Orchesterübungen aufgeführten Kompositionen enthält kein Werk Bruckners (°°°).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:16"}, {"ID": 187410006, "Datum": "ca. Anfang Oktober 1874", "Haupttext": "[irrige Datierung! siehe 29.9.1873] \nBruckner muß die Klavierlehrerstelle an St. Anna zugunsten Rudolf Weinwurms abgeben (*).\nDessoff verspricht Bruckner, daß die 3. Symphonie bei der Programmplanung der Philharmoniker berücksichtigt werde (**).\nHans Rott wird Orgelschüler Bruckners am Konservatorium (***).\n[Vgl. aber \"Februar 1874\"]\r\nMöglicherweise fand auch Kitzlers Besuch bei Bruckner im Oktober statt. Bruckner soll die Unordnung in der Wohnung und sein Junggesellendasein damit erklärt haben, er habe keine Zeit, weil er die 4. Symphonie schreiben müsse (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410015, "Datum": "(1.10.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Artikel über die österreichische Nordpolexpedition im »Volksblatt für Stadt und Land« Nr. 40 auf S. 2f.", "Letzte Änderung": "27.08.2024 12:11"}, {"ID": 187410035, "Datum": "3.10.1874, Samstag", "Haupttext": "Brief von Hans Richter an Bruckner (*).\nMehrere Zeitungen kündigen die morgige Kirchenmusik an:\nDeutsche Zeitung Nr. 983, Beilage, auf S. 5:\r\n     \" - An demselben Sonntage [4. October], um 10 Uhr, wird in der Pfarrkirche in der Alservorstadt das Ordensfest Francisci und Namensfest des Kaisers feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Eder die Nelson=Messe von Haydn mit Graduale (Alt=Solo) von Johann Krall und Offertorium (Sopran=Solo) von Randhartinger aufführt; die Soli werden von Frau Passy=Cornet, Fräulein Ritter, den Herren Dunkl und Teller, das \"Qui tollis\" von Herrn Wallnöfer und die Einlagen von der Hofopernsängerein Tremml und Adele Passy=Cornet vorgetragen. Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (**), \nDie Presse Nr. 271 auf S. 9:\r\n    [inhaltlich wie (**) ... Wilhelmine Tremmel ...] Hoforganist Anton Bruckner spielt die Orgel.\"  (***),\nNeue Freie Presse Nr. 3629 auf S. 4:\r\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Tremel ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\"(°),\nNeues Fremdenblatt Nr. 271 auf S. 4:        \r\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Walnöfer, Tremel ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (°°)\nund Fremdenblatt Nr. 271 auf S. 6:'\r\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Tremel ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410045, "Datum": "4.10.1874, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeindezeitung Nr. 228 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie die Ankündigungen vom 3.10.1874] Hoforganist Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (*). Bruckner spielt Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt. Zum Francisci-Fest und Namensfest des Kaisers um 10 Uhr erklingen unter Eders Leitung [**a] Haydns Nelson-Messe, ein Graduale (mit Altsolo) von Krall und ein Offertorium (mit Sopran-Solo) von Randhartinger. Solisten: Passy-Cornet, Ritter, Wilhelmine Tremmel, Dunkl, Teller und Wallnöfer (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410055, "Datum": "5.10.1874, Montag", "Haupttext": "Schulbeginn am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410065, "Datum": "6.10.1874, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Bischof Rudigier in Linz: \n   Beklagt seinen Einkommensverlust nach seiner Entlassung von der Lehrerbildungsanstalt St. Anna.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410075, "Datum": "7.10.1874, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bischof Rudigiers an Bruckner: \n   Bedauert den im gestrigen Brief mitgeteilten, durch schulische Änderungen bedingten Einkommensverlust Bruckners. Er denke anerkennend an Bruckners Kompositionen und seine Leistungen als Organist zurück und hoffe, daß der Kultusminister [Stremayr] Bruckner zu helfen wisse.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410085, "Datum": "8.10.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Das Grazer Volksblatt Nr. 229, Beilage, »Vermischtes«), berichtet auf S. 7 von der Festmesse am 4.10.1874 in der Alservorstadtkirche. \n\n     » * (Ein kirchlicher Theaterzettel.) Zum Exempel für gewisse Zustände in Wien bringen wir nachstehend den kirchenmusikalischen Bericht der »Neuen Freien Presse«. »Am Sonntag den 4. Oktober kommen zur Aufführung: In der k. k. Hofkapelle [... es folgt die fast eine ganze Spalte füllende Aufzählung aller Ankündigungen für mehrere Kirchen, zuletzt für die Alservorstadt ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.«\n     Wie lange wird diese Wirthschaft noch dauern? -«.\n[siehe auch 12.10.1876]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410136, "Datum": "(nach dem 13.10.1874)", "Haupttext": "Sechsseitiger Brief von Ignaz Traumihler an Bischof Rudigier:\n     Über die Gestaltung der Kirchenmusik in der Diözese Linz. Die Statuten des Allgemeinen Deutschen Cäcilien-Vereins seien am 13.12.1870 [recte 16.12.1870] durch ein Breve von Papst Pius IX. approbiert worden. Er, Traumihler, stehe zu den darin formulierten Prinzipien. Die Fruchtlosigkeit der bisherigen Dikussionen erhelle aus der Einsendung Haberts im Linzer Volksblatt Nr. 234 (*), in der alle Tatsachen verdreht seien. Etwa 1869 habe man (auch Traumihler) beim Christlichen Kunstverein in Linz die Gründung eines Diözesan-Vereins geplant, um Habert mit seinem Votum gegen einen Anschluss an den Deutschen Cäcilien-Verein entgegenzukommen. Konträr dazu habe aber Habert am 13.6.1871 einen Österreichischen Cäcilien-Verein gegründet (inzwischen wieder aufgelöst?), dem die Kunstvereinsmitglieder aus prinzipiellen Gründen nicht beitreten konnten. An der fünfjährigen Pause in der Kirchenmusikreform sei Habert durch sein eigenmächtiges Vorgehen selbst schuld. Rudigier möge den Diözesan-Cäcilien-Verein nur als Zweigverein des Allgemeinen Deutschen Cäcilien-Vereins approbieren [siehe die Anmerkung]. Verweist auf die Bedeutung der Regensburger Generalversammlung am 3.-5.8.1874 (**) und die inzwischen erlangte Verbreitung des Vereins. Wille und Kraft eines Einzelnen reichten nicht aus, gemeinsames Handeln sei nötig. Viele österreichische Kronländer seien schon beigetreten. Er, Traumihler, sei Mitglied des Christlichen Kunstvereins in Linz und seit 1871 Referent beim Deutschen Cäcilien-Verein und daher über die Situation der Kirchenmusik gut unterrichtet. 1873, vor Traumihlers Reise nach Köln, habe Rudigier von einem Anschluss Oberösterreichs an den deutschen Verein \"mit oder ohne Habert\" gesprochen. Ein separater Weg Österreichs wäre befremdlich.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410155, "Datum": "(15.10.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Burgstaller beantragt, einen mehrmonatigen Kurs in Regensburg [Allgemeiner Cäcilienverein Witts] besuchen zu dürfen. (Dieses Gesuch wurde von Bischof Rudigier abgelehnt).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:23"}, {"ID": 187410227, "Datum": "(22. - 24.10.1874, Donnerstag bis Samstag)", "Haupttext": "Briefe zum Thema Cäcilien-Verein: \n \nAm 22.10.1874 Brief von Johann Baptist Burgstaller an Ignaz Traumihler:\r\n     Sendet die gestern ausgeliehene Nummer des Musikalischen Wochenblatts [siehe die Anmerkung] zurück. Der Artikel über Franz Xaver Witt sei ausgezeichnet geschrieben. Mit Direktor Christian Forster habe er noch nicht sprechen können. Für Traumihlers geplante Erwiderung auf Haberts Artikel im Linzer Volksblatt [13.10.1874] sei eine \"sachgemäße, gründliche und objektiv gehaltene Widerlegung\" notwendig. Auf einer objektiven Erklärung der Tatsachen müsse auch die Unterredung mit dem Bischof [Rudigier] fußen; Traumihler möge nur das Nötigste aus der gestrigen Besprechung benützen, ohne Namensnennungen etc. Vielleicht sei auch ein Gespräch mit Dekan Arminger in Steyr nützlich (*).\n \nAm 23.10.1874 Brief von Ignaz Traumihler an Joh. Ev. Habert:\n     Vor etwa zwei Jahren schon habe er seinen Standpunkt dargelegt und sehe sich nun veranlasst, um der Wahrheit willen öffentlich gegen ihn aufzutreten. Er, Traumihler, bevorzuge für die Reform der Kirchenmusik einen Anschluss an den Cäcilien-Verein in Regensburg, Habert dagegen einen unabhängigen österreichischen Verein. Die Darstellung Haberts im Linzer Volksblatt [13.10.1874] entspreche aber nicht der Wahrheit. Die Polemik gegen Witt, der Habert an Kompositionstalent weit übertreffe, sei für Habert nachteilig. Die meisten erwarteten eine friedliche Lösung. Der Plan eines Diözesan-Vereins Habert zuliebe sei konträr zur kirchlichen Freiheit und zur Äußerung Rudigiers vor Traumihlers Reise nach Köln, dass sich Oberösterreich Regensburg anschließen werde, ob mit oder ohne Habert. Das habe er, Traumihler, auch in Regensburg [3.-5.8.1874] wieder proklamiert. Eine Spaltung in der Entwicklung der Kirchenmusik sei mit christlicher Einstellung und Liebe zur Kirche nicht vereinbar. Zentrum der Reform sei nun einmal Regensburg. Deutet an, dass er gezwungen sein könnte \"in einem minder freundlichen Tone gegen Sie auftreten und sprechen zu müssen\" (**).\n \nBrief von Ignaz Traumihler an Joh. Bap. Burgstaller:\n     Übersendet den 2. Teil des Artikels über Witt [Musikalisches Wochenblatt vom 9.10.1874] und eine Kopie des gestrigen Briefes an Habert, die Traumihler Prof. Angermayer und Direktor Forstner [Christian Forster] zeigen, aber erst nach Haberts Rückantwort öffentlich machen dürfe; es diene nur der Information der Herren in dieser \"schwebenden Angelegenheit\". Von Haberts Antwort werde er ebenfalls Kopien senden. Ob am Mittwoch der Kunstverein seine Versammlung habe und Habert eine eigene Messe aufführe? (***).", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:44"}, {"ID": 187410255, "Datum": "(25.10.1874, Sonntag)", "Haupttext": "Unter Vorsitz von Domvikar Dr. Martin Fuchs legt ein Komitee, dem u.a. der Linzer Domsakristeidirektor Christian Forster, Domkapellmeister Zappe, Domorganist Waldeck, Domvikar Burgstaller, dessen Vater (Lehrer Burgstaller) und Oberlehrer Reiter (Urfahr) angehören, die Richtlinien eines Oberösterreichischen Cäcilienvereins fest. (Dieser Verein erhielt später die Approbation durch Bischof Rudigier).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:20"}, {"ID": 187410285, "Datum": "28.10.1874, Mittwoch (?)", "Haupttext": "Rücksprache wegen des Klavierunterrichts mit dem provisorischen Direktor der Lehrerbildungsanstalt St. Anna, Karl Schubert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187410315, "Datum": "31.10.1874, Samstag", "Haupttext": "Sitzung des Professoren-Kollegiums der Universität. Hanslicks Antrag, Bruckners Gesuch vom 15.7.1874 abzuweisen, wird angenommen. Über den Vorschlag Miklosichs, eine unbesoldete Lehrstelle zu verleihen, wird auf Antrag von Sueß geheim abgestimmt, ebenfalls abschlägig. Das Protokoll ist unterschrieben von Wilhelm Hartel, Eduard Sachau und Max Büdinger (*).\nVermerk hierzu am 1.11.1874.\nAn der Debatte haben sich die Professoren Ottokar Lorenz, Emanuel Hoffmann, Franz Miklosich, Conte [Conze], Zimmermann und Suess beteiligt.\r\nAnwesend sind: Hartel (als Vorsitzener), die Professoren Lorenz, Sickel, Büdinger, Zeißberg, Heinzel, Schneider, Hanslick, Reinisch, Miklosich, Zupitza, Tomaschek, Tschermak, Schrauf, von Lang, Wiesner, Oppolzer, Stefan, Loschmidt, Thausing, Mussaffia, Conze, Hoffmann, Simony, Brauer, Brentano, Reichardt, Weiß, Zimmermann, Hann, Vogt, Fenzl, Sueß, Gomperz, Sachau und Klaus, als Vertreter der Privatdozenten Horawitz und Czumpelik. Eitelberger, Brühl und Karabacek sind entschuldigt (*a).\n \nEintragung in einer Aktenübersicht der Wiener Universität:\n\"ad 108. | 31 Oktbr 874 | Auszug aus dem Sitzungsprotokolle v 31 Oktbr 874.\" (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:40"}, {"ID": 187411015, "Datum": "1.11.1874, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner erfährt von Dekan Dr. Hartel (*) das Ergebnis der gestrigen Abstimmung.\n\"            Z. 689. Bruckner.\nHerr Bruckner wurde von dem abweisenden Votum ds Collegiums verständigt u nahm seine Beilagen zurück.\n1/11 74.                            Hartel\"", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:41"}, {"ID": 187411025, "Datum": "2.11.1874, Montag (Allerseelen)", "Haupttext": "Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187411055, "Datum": "(5.11.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187411085, "Datum": "(8.11.1874, Sonntag)", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken von Rubinstein, Berlioz, Brahms und Beethoven.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187411155, "Datum": "(15.11.1874, Sonntag, Hl. Leopold)", "Haupttext": "Im 1. Philharmonischen Konzert unter Dessoff werden Werke von Mendelssohn, Schumann, Beethoven (4. Sinfonie) und die 1. Serenade von R. Fuchs gespielt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187411175, "Datum": "(17.11.1874, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187411215, "Datum": "(21.11.1874, Samstag)", "Haupttext": "Die Trauung von Bertha Barghesi (Bertha Schiedermayr) und Alois Weißgärber findet unter Mitwirkung des \"Frohsinn\" in der Kapuzinerkirche in Linz statt (*).\nWiederaufnahme von Glucks »Iphigenie in Aulis« an der Wiener Oper (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187411225, "Datum": "22.11.1874, Sonntag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Finale der 4. Symphonie vollendet »in Wien 1/2 9 Uhr Abends«.", "Letzte Änderung": "12.02.2025 07:45"}, {"ID": 187411265, "Datum": "(26.11.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187411295, "Datum": "(29.11.1874, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Beethoven, Brahms und Schubert (9. Sinfonie). Brahms spielt selbst das Solo in seinem d-Moll-Klavierkonzert (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412035, "Datum": "3.12.1874, Donnerstag", "Haupttext": "In der Ausschusssitzung des \"Vereins der Oesterreich-Schlesier in Wien\" wird bekanntgegeben, dass unter auch Bruckner seine Mitwirkung beim Konzert am 9.1.1875 zugesagt hat. Anwesend sind der Vorsitzende Friedrich Bayer und die Mitglieder Lazar, Dietrich, Goldmann, Hertzka, Koppitz, Künstler, Dr. Löw, Paschanda, Dr. Pohl, Posch, Schindler, Schreinzer und Wanke.", "Letzte Änderung": "14.10.2024 08:37"}, {"ID": 187412045, "Datum": "(4.12.1874, Freitag)", "Haupttext": "Brief von Karl Schiedermayr an den »Frohsinn«:\r\n»Hochverehrte\r\nLiedertafel Frohsinn! \r\n   Bei der am 21. November d J. in der Kapuzinerkirche stattgefundenen Vermählung meiner Nichte und Pflegetochter Bertha mit Herrn Oberlehrer Weißgärber in Michldorf hat sich die Liedertafel Frohsinn durch den gelungenen Vortrag des Chores: „die Ehre Gottes” von Beethoven, in hervorragender Weise betheiliget.\r\n   Für diese eben so sinnige, wie überraschende Verschönerung des Festes erlaube ich mir, der Liedertafel Frohsinn, welcher als Mitglied anzugehören ich einst die Ehre hatte, und insbesondere den mitwirkenden Herren Sängern, im Namen der Neuvermählten und der gesammten Hochzeitsgäste den herzlichsten Dank auszusprechen.\r\n   Einer Hochverehrten Liedertafel Frohsinn\r\nganz ergebenster\nDrKarl Schiedermayr.\r\n[links:] Linz den 4. Dezember\r\n1874.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412055, "Datum": "(5.12.1874, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412065, "Datum": "(6.12.1874, Sonntag)", "Haupttext": "1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Beethovens »Missa solemnis«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412085, "Datum": "(8.12.1874, Dienstag)", "Haupttext": "Josef Schiedermayr in Linz gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412105, "Datum": "(10.12.1874, Donnerstag)", "Haupttext": "Konzert des Orchester-Vereins der Gesellschaft der Musikfreunde unter Hessler mit Robert Volkmanns 1. Serenade.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412125, "Datum": "12.12.1874, Samstag", "Haupttext": "Die Troppauer Zeitung Nr. 284 berichtet auf S. 3 von der Versammlung des Österreich-Schlesier-Vereins in Wien am 3.12.1874:\n     \" * Troppau, am 12. December. (Verein der Oesterreich.=Schlesier in Wien. - 124. Ausschußsitzung am 3. December 1874. Vorsitzender: Friedrich Bayer. Anwesend die Ausschußmitglieder: Lazar, Dietrich, Goldmann, Hertzka, Koppitz, Künstler, Dr. Löw, Paschanda, Dr. Pohl, Posch, Schindler, Schreinzer und Wanke. - [...]\n    Der Vorsitzende [...] theilt ferner mit, daß er sich in Verhinderung des academischen Gesangvereins an den unter Professor und Bundeschormeister, Herrn Ernst Stoiber stehenden \"Wiener Sängerbund\" betreff Mitwirkung bei unserem Fest=Concerte am 9. Jänner 1875 bittlich gewendet hat, und daß die Leitung dieses Gesangvereins dessen Mitwirkung in liebenswürdigster Weise zusicherte; ferner, daß über seine persönlich vorgebrachte Bitte, die Herrn: Director Helmesberger [sic] (Violine), Professor Röver (Cello) und Professor Bruckner (Orgel) ebenfalls ihre Mitwirkung freundlichst zusagten. (Lebhaftes Bravo!)\n     [... unter den neu aufgenommenen unterstützenden Mitgliedern sind \"906 Gustav und 907 Otto Rieger, Orgelbauer in Jägerndorf\" ...]\"", "Letzte Änderung": "14.10.2024 08:38"}, {"ID": 187412205, "Datum": "(20.12.1874, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Mendelssohn, Beethoven, Wagner (Faust-Ouvertüre) und Mozart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412225, "Datum": "(22.12.1874, Dienstag)", "Haupttext": "Aufführung von Schumanns »Manfred« unter Herbecks Leitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412235, "Datum": "(23.12.1874, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187412255, "Datum": "25.12.1874, Freitag", "Haupttext": "Artikel in der »Presse« Nr. 354 auf S. 7 über Bruckners Bewerbung an der Universität, Hanslicks Stellungnahme [vom 4.5.1874] und den Verlauf der Sitzung [vom 31.10.1874]:\n\"     (Der Generalbaß im philosophischen Professoren=Collegium) Der bekannte tüchtige Orgelvirtuose Pruckner, den die Gesellschaft der Musikfreunde als Professor an ihr Conservatorium berufen, bewarb sich jüngst bei der philosophischen Facultät der Wiener Universität um die Stelle eines Lectors der Theorie der Musik, speciell des Generalbasses und Contrapunktes. [... Hanslicks Gutachten wird geschildert, aber ohne Nennung des Namens ... das Ergebnis war], daß die Majorität in Uebereinstimmung mit dem Heern [sic] Professor der Aesthetik der Tonkunst Pruckner's Gesuch – abwies.\"", "Letzte Änderung": "04.11.2025 22:16"}, {"ID": 187412313, "Datum": "Ende Dezember 1874 (?)", "Haupttext": "Neujahrsgruß der Mitglieder der Hofmusikkapelle an die Nichte Ludwig Rotters, Louise Andreis in Innsbruck. Unterzeichnet u.a. von Herbeck, Rokitansky, Zoczek, Richard Lewy, Simandl, Dont, Gustav Walter, Vincenz Westermayer, Doppler, Kässmayer, Bruckner, Pius Richter, Hellmesberger, Bibl, J. Fahrbach, Bezdek, Blaha, Jos. Bauer, Alois Dolak, Carl von Lengerke [siehe die Anmerkung], Franz Philipp, Ferd. Richter, Hans Schmitt, Ferd. Weidinger jun. und sen., Carl Pöck, Carl Malischek [siehe die Anmerkung] , Fr. K. Ginzel [siehe die Anmerkung], Franz Thoms. [Vgl. Anm.!] (*).\n[Auch in diesem Jahr?] Ein ähnlich gestaltetes Albumblatt (**): Neujahrsgruß (»Glückwunsch zum Neuen Jahre«) von Mitgliedern der Hofmusikkapelle (auf dem gleichen Vordruck wie der bereits bekannte), ohne Angabe eines Adressaten:\r\n[Eintragungen in der Mitte, obere Blatthälfte:]\r\n»Herbeck [/] k.k.[?] Hofkapellmeister. [/] Gtfd Preyermp k.k. Vice Hofkapellmeister [/] J Hellmesberger Violindirector«,\r\n[untere Blatthälfte, linke Spalte:]\r\n»Josef Greipelmp [/] C v. Lengerke [/] Ferd. Weidinger [/] Gust. Ibener [/] Heinr. Rövermp [/] W. Krankenhagen. [/] Fr Doppler [/] Vincenz Westermayermp [/] Jos. Bauer [/] P. Richter [/] JohSwobodamp. [/] R Panzer [/] Rokitansky«\r\n[mittlere Spalte:]\r\n»Heinrich Prochmp [/] Josef Fahrbach [/] August Turekmp [/] Franz Blaha [/] Gustav Waltermp [/] Franz Otter [/] Franz Sengner [?] [/] Ferd Richtermp [/] C Heißler [/] F. W. Bezdek [/] Carl Bardolff [/] Joh. Töpfermann. [/] Jac. Dont [/] MDurstmp [/] Anton Thalmann [/] Vincenz Hudetz«\r\n[rechte Spalte:]\r\n»Joh. Faistenbergermp [/] Michael Pichler [/] Carl Hofmann [/] Joh. Nep. Zoczekmp [/] mit den k. k. Hofsängerknaben [/] Adalbert Maschek [/] Ant. Brucknermp [/] Moriz Sengnermp [?] Rudolf Bibl [/] Josef Hartinger [/] Carl Pöck [/] Moritz Käßmayer [/] Franz Philipp [/] Karl Schmid [?] [/] W. Kleinecke [/] Richard Lewy« (**).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 22:26"}, {"ID": 187412314, "Datum": "vor dem 31.12.1874", "Haupttext": "Brief Gartners an Bruckner:\r\n   Lädt ihn ein, einen [Linzer] Verein zu unterstützen [mit einer Komposition?].", "Letzte Änderung": "10.10.2024 11:03"}, {"ID": 187412315, "Datum": "31.12.1874, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Prof. Dr. Julius Gartner in Linz:\r\n     Aus Zeitmangel könne er dem Verein nicht dienen. Mangels Unterstützung komme er auch nicht zum Komponieren. Außer Gartners Brief habe er bis dato keine Einladung erhalten (*).\nBruckners Orgelspiel bei der morgigen Kirchenmusik wird von mehreren Blättern angekündigt:\n\nDeutsche Zeitung Nr. 1075, Beilage, auf S. 5 (**),\nFremdenblatt Nr. 358 auf S. 6:\r\n     \"Heute um halb 6 Uhr wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin feierlicher Segen mit Te Deum abgehalten und morgen wird Kapellmeister Eder daselbst um 11 Uhr eine Festmesse von Laur. Weiß, Benediktus, Violinsolo, Graduale, Baßsolo von Sechter und Offertorium, Sopran und Violinsolo von Karl Hoffmann, Mitglied der Hofkapelle, aufführen, und werden die Soli Frl. Girsa, Frl. Ritter, Baßsolo Herr Teller, das Violinsolo Herr Maxintsack, Mitglied des Hofoperntheaters und das Sopransolo im Offertorium Opernsängerin Marie Fröhlich vortragen. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\nNeue Freie Presse Nr. 3716 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (***) ... Eduard Teller, Maxintsak ...] Hof=Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (°),\nNeues Fremdenblatt Nr. 358 auf S. 4:\r\n    \"[inhaltlich wie (***) ... Eduard Teller, Joseph Maxintsack ...] Professor und Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (°°),\nTagespresse Nr. 358, S. 4 (°°°).", "Letzte Änderung": "27.12.2024 11:56"}, {"ID": 187500004, "Datum": "um 1875", "Haupttext": "Photographie Bruckners [IKO 8].", "Letzte Änderung": "14.10.2025 15:52"}, {"ID": 187500005, "Datum": "1875", "Haupttext": "Ein Linzer Konzertbericht erinnert an das »wundervolle, bloß geflüsterte Pianissimo aus der Brucknerschen Dirigentenzeit« (*). Der Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 3. Jahrgang 1875 (Wien 1876), listet im Verzeichnis der Mitglieder auf S. 25 auch Bruckner auf (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187501015, "Datum": "1.1.1875, Freitag", "Haupttext": "Bei der Messe um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine Festmesse von Laurenz Weiß, ein Graduale (mit Baß-Solo) und ein »Benedictus« (mit Violinsolo) von Sechter und ein Offertorium (mit Sopran- und Violinsolo) von Karl Hoffmann. Solisten: Frl. Girsa, Frl. Ritter, Marie Fröhlich (im Offertorium), Eduard Teller (Graduale), Maxintsak (Violine).", "Letzte Änderung": "27.12.2024 11:57"}, {"ID": 187501035, "Datum": "(3.1.1875, Sonntag)", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Grill, Rubinstein, Bach/Abert und Beethoven (8. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 07:49"}, {"ID": 187501075, "Datum": "(7.1.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187501085, "Datum": "8.1.1875, Freitag", "Haupttext": "Im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 8 erscheint auf S. 4 - einen Tag zu früh - ein Hinweis auf das Konzert vom 9.1.1875: \n\n          \"Ball=Chronik.\n\n     Der Verein der österreich. Schlesier in Wien veranstaltet zu Gunsten seines Unterstützungsfondes heute [sic] im großen Musikvereinssaale ein Festkonzert, dem in Berücksichtigung des humanitären Zweckes der Wiener Sängerbund unter Professor E. Stoiber's persönlicher Leitung, Frau Professor Dr. Englisch, Herr Leo Friedrich, Mitglied des k. k. Hofburgtheaters, Herr Direktor Hellmesberger, die Herren Professoren Bruckner, Röver und Zamarra [Zamara] ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt haben. Nach dem Konzerte findet ein Ball statt, wobei die Regimentskapelle König von Baiern die Tanzmusik exekutirt.\" (*).\n\n\nIm Neuen Fremdenblatt Nr. 8 macht ein Inserat auf S. 8 auf dieses Konzert aufmerksam:\n     \"[Mitwirkende wie bei (*), zusätzlich \"Fräulein Buska\" vom Hofburgtheater ...] dann die Herren Professoren: Bruckner, Röver und Zamarra. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187501095, "Datum": "9.1.1875, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des heutigen Konzerts in der Wiener Zeitung Nr. 6 auf S. 93 (= S. 5):\n     »(Concerte und Bälle.) Der Verein der Oesterreichisch=Schlesier in Wien veranstaltet zu Gunsten seines Unterstützungsfonds heute, 9. Jänner, im großen Musikvereinssaale ein Festconcert,zu dem in gütiger Berücksichtigung des humanitären Zweckes der Wiener Sängerbund unter Prof. E. Stoibers persönlicher Leitung, Frau Professor Dr. Englisch, Herr Leo Friedrich, Mitglied des k. k. Hofburgtheaters, Herr Director Hellmesberger, die Herren Professoren Bruckner, Röver und Zamarra [Zamara] ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt haben. Nach dem Concerte findet ein Ball statt, wobei die Regimentscapelle König von Baiern die Tanzmusik executirt.« (*),\n \nin der Morgenpost Nr. 9 auf S. 4:\r\n     » *** (Der Verein der Oesterreichisch=Schlesier in Wien) veranstaltet zu Gunsten seines Unterstützungsfondes heute im großen Musikvereinssaale ein Festconcert,zu dem in Berücksichtigung des humanitären Zweckes der Wiener Sängerbund unter Prof. E. Stoiber's persönlicher Leitung, Frau Professor Dr. Englisch, Herr Leo Friedrich, Mitglied des Hofburgtheaters, Herr Direktor Hellmesberger, die Herren Professoren Bruckner, Röver und Zamara ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt haben. Nach dem Konzerte findet ein Ball statt, wobei die Regimentskapelle König von Baiern die Tanzmusik exekutirt.« (**)\n \nund im Neuen Wiener Blatt Nr. 9 auf S. 3 [nahezu identisch mit (**)] (**a).\n \nInserate im Neuen Fremdenblatt Nr. 9 auf S. 8 [wie das Inserat vom 8.1.1875] (***) und im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 9 auf S. 8 [inhaltlich wie die anderen Inserate] und in der Abendausgabe Neues Wiener Abendblatt auf S. 4 (°).\n \nIn diesem Konzert lässt sich Bruckner mit einer Orgelimprovisation hören. Anwesend sind unter anderen der französische Botschafter, der brasilianische Gesandte, \"der unvermeidliche Sektionschef\" Baron Hofmann, Graf Larisch=Mönnich, Baron Wertheim, Polizeipräsident Marx, Baron d'Harcourt und Freiherr von Varnhagen (°°).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 20:43"}, {"ID": 187501105, "Datum": "10.1.1875, Sonntag", "Haupttext": "Verspäteter Hinweis auf das gestrige Konzert in der Oesterreichisch=ungarischen Wehr=Zeitung \"Der Kamerad\" Nr. 3 auf S. 5:\r\n          \"Verschiedenes.\n     (Der Verein der Oesterreich.=Schlesier in Wien) veranstaltet zu Gunsten seines Unterstützungsfondes im großen Musikvereinssaale ein Fest=Concert, zu dem in gütiger Berücksichtigung des humanitären Zweckes der Wiener Sängerbund unter Professor E. Stoiber's persönlicher Leitung, Frau Professor Dr. Englisch, Herr Leo Friedrich, Mitglied des k. k. Hofburgtheaters, Herr Director Hellmesberger, die Herren Professoren Pruckner, Röver und Zamarra [Zamara] ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt haben.\n     Nach dem Concerte findet ein Ball statt, wobei die Regimentscapelle König von Baiern die Tanzmusik executirt.\" (*).\n \n(2. Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken von Mendelssohn, Joachim, Brahms, Schumann und Bach (**)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:31"}, {"ID": 187501115, "Datum": "11.1.1875, Montag", "Haupttext": "Die Troppauer Zeitung Nr. 7 funktioniert auf S. 1 den Text der Ankündigungen vom 8./9.1.1875 in einen Bericht über das Konzert um:\n     \"Wien, 10. Jänner. (Concert und Bälle.) Der Verein der Oesterreichisch=Schlesier in Wien veranstaltete zu Gunsten seines Unterstützungsfonds am 9. Jänner, im großen Musikvereinssaale ein Festconcert, zu dem in gütiger Berücksichtigung des humanitären Zweckes der Wiener Sängerbund unter Prof. E. Stoibers persönlicher Leitung, Frau Professor Dr. Englisch, Herr Leo Friedrich, Mitglied des k. k. Hofburgtheaters, Herr Director Hellmesberger, die Herren Professoren Bruckner, Röver und Zamarra [Zamara] ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt hatten. Nach dem Concerte fand ein Ball statt, wobei die Regimentscapelle König von Baiern die Tanzmusik executirte.\" (*).\n \nEin tatsächlich aktueller Bericht erscheint in der Wiener Zeitung (= Wiener Abendpost) Nr. 7 auf S. 2:\n     \"(Verein der Oesterreichisch=Schlesier.) Der unter dem Protectorate Sr. Exc. des Herrn Obersthofmarschalls Grafen Larisch=Mönnich stehende \"Verein der Oesterreichisch=Schlesier in Wien\" veranstaltete vorgestern im großen Musikvereinssaale zu Gunsten seines Unterstützungsfonds einen Ball, der mit einem Concerte verbunden war. [...] Unter den Anwesenden bemerkten wir auch den französischen Botschafter, den brasilianischen Gesandten, Se. Exc. den Herrn Sectionschef Baron Hofmann und andere Notabilitäten. Dem Balle ging ein hübsches Concert voraus, bei welchem der Wiener Sängerbund, Director Joseph Hellmesberger, die Professoren Bruckner, Röver und Zamarra, Frau Dr. Englisch und Schauspieler Pettera mitwirkten. Sämmtliche Nummern, besonders zwei Duos von Hellmesberger und Zamarra, ein Gesangsvortrag der Frau Dr. Englisch und eine Orgelimprovisation Bruckners erhielten lebhaften, wohlverdienten´Beifall. Nach dem Concerte gab sich die Gesellschaft bis Morgens 4 Uhr den Freuden des Tanzes hin.\" (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 20:44"}, {"ID": 187501116, "Datum": "(nach dem 15.1.1875)", "Haupttext": "Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Er sei noch diesen Januar in Regensburg und habe die Zusendung vom 11.1.1875 erhalten. Traumihler möge sein Referat über die 3. Messe von Greith in spätestens 8 Tagen nach Regensburg senden. Laut den Fliegenden Blättern 1875 auf S. 8 sei Stehle [1874] Domchordirektor in St. Gallen geworden. Wenn die Linzer mit dem Österreichischen Cäcilien-Verein Gutes wirken, so sei das Gottes Sache. Ob Traumihler ihm ein ober- oder niederösterreichisches Kloster für einen längeren Genesungsaufenthalt nennen könne? Grüße an Herrn Pailler.", "Letzte Änderung": "06.09.2025 18:47"}, {"ID": 187501125, "Datum": "12.1.1875, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld:\r\n     4. Symphonie ist fertig, 3. Symphonie verbessert. Hans Richter habe von Wagners Lob erzählt. Dessoff probte in den Ferien, habe seine Zusage vom Oktober widerrufen. Brahms habe die 2. Symphonie in Leipzig unterdrückt. Richter plane die 3. für Pest. Am 25.12.1874 Artikel über Hanslicks Verhalten. Herbeck riet, bei Wagner anzufragen. Trotz Privatstunden war Geldaufnahme im September nötig. Stremayr tue nichts. Im Ausland (England) ginge es besser. Er sei deprimiert. (*).\nDas Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 12 berichtet auf S. 5 vom Konzert am 9.1.1875:\n          \"Ball=Chronik.\n     Der Verein der Oesterreich=Schlesier inaugurirte vorigen Samstag mit seinem \"Künstlerabend\" die Saison der Elitebälle; das Fest fand in den Musikvereins=Sälen statt und dem eigentlichen Balle - dem Tanzvergnügen - ging ein Festkonzert voraus, dessen Programm manche vortreffliche Nummer enthielt.\n     [... Wiener Sängerbund mit Schubert und Engelsberg, Pettera mit Gedichten, Zamara und Hellmesberger mit Zamaras \"Reverie\" - Beifallsorkan ...]\n     Frau Professor Englisch sang eine Arie aus \"Stradella\", Bruckner spielte seine \"Improvisation\" auf der Orgel und Professor Röver gab eine Reverie und eine Mazurka eigener Komposition auf dem Balle zum Besten. Für die Bach'sche \"Air für Violine\" wurde ein zweites Tonstück für Violin und Harfe eingeschoben, welches die Herren Hellmesberger und Zamarra zum Vortrage brachten.\n     Kaum waren die Konzertvorträge zu Ende, so war der Saal auch schon von den Stühlen geräumt und der Tanz begann.\n[...]\n     Von Persönlichkeiten waren der Protektor des Vereins, Graf Larisch=Mönnich, der unvermeidliche Sektionschef Hofmann und Baron Wertheim anwesend.\n     Die Unterhaltung war eine gemüthlich animirte und währte bis zum frühen Morgen.\n     Die Restauration glänzte mehr durch hohe Preise als Güte der Speisen, wogegen die Getränke fast Alles zu wünschen übrig ließen.\" [keine Signatur] (**).\n \nAuch das Neue Fremdenblatt Nr. 12 berichtet auf S. 2 davon:\n     \" - (Ballchronik.) In glücklichster Weise eröffnete Samstag Nachts der Verein der Oesterreichisch=Schlesier den Elitekarneval in den Musikvereinssälen mit einem Ballfeste, dem eine Reihe gelungener, musikalischer Produktionen voranging. Der Wiener Sängerbund trug unter der Leitung Professor Stoiber's zwei Chöre brillant vor, Frau Dr. Englisch sang mit anerkennenswerther Routine und Reinheit eine Arie aus \"\"Stradella\" und die Professoren Hellmesberger, Zamara, Rürer [sic] und Bruckner gaben mit gewohnter Meisterschaft Piecen auf ihren Instrumenten - Violine, Harfe, Cello und Orgel - zum Besten. [... der Beitrag von Frl. Buska entfiel ... anwesend: Baron Hofmann, Polizeipräsident Marx, der französische und der brasilianische Gesandte, Baron d'Harcourt, Freiherr von Varnhagen ... anschließend Tanz bis 5 Uhr ...]\" (***).\n \nVerspäteter Hinweis auf dieses Konzert im Neuigkeits-Weltblatt Nr. 9 auf S. 9:\n     \"Der Verein der Oesterreichisch=Schlesier in Wien veranstaltet zu Gunsten seines Unterstützungsfondes im großen Musikvereinssaale ein Fest=Konzert, zu dem in gütiger Berücksichtigung des humanitären Zweckes der \"Wiener Sängerbund\" unter Professor E. Stoiber's persönlicher Leitung, Frau Professor Dr. Englisch, Herr Leo Friedrich, Mitglied des k. k. Hofburgtheaters, Herr Direktor Hellmesberger, die Herren Professoren Pruckner, Röver und Zamarra [Zamara] ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt haben. Nach dem Konzerte findet ein Ball statt, wobei die Regimentskapelle König v. Baiern die Tanzmusik exekutirt.\" (°).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 20:45"}, {"ID": 187501135, "Datum": "(13.1.1875, Mittwoch)", "Haupttext": "Konzert Josef und Amalie Joachims (Mitwirkende: Brahms, Hellmesberger, Hellmesberger jun. und Prof. H. Röver) mit Werken von Bach und Brahms.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:31"}, {"ID": 187501175, "Datum": "(17.1.1875, Sonntag)", "Haupttext": "5. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von Weber (Euryanthe), Spohr (Solist: J. Joachim), Händel, Joachim und Schumann.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187501215, "Datum": "(21.1.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187501235, "Datum": "23.1.1875, Samstag", "Haupttext": "Auf das morgige Konzert des Wagner-Vereins weisen einige Zeitungen hin:\n \nFremden-Blatt Nr. 23 auf S. 6 (*),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 23 auf S. 16:\n     \" - Morgen Mittags halb 1 Uhr findet im großen Musikvereinssaale das Wagner=Konzert unter Hanns Richter's Leitung statt. Das Programm ist Richard Wagner's Huldigungsmarsch, Vorspiel und Schlußsatz aus: \"Tristan und Isolde\", \"Die Walküre\": \"Wotans Abschied\" und \"Feuerzauber\" (Wotan Dr. Emil Kraus). Zum Schlusse wird Liszt's große Faust=Symphonie aufgeführt, deren Schlußchor vom Männergesangverein gesungen wird. Das Tenorsolo hat Herr Anton Schlittenhelm, den Orgelpart hat Herr Professor Anton Bruckner übernommen.\" (**),\n \nMorgen-Post Nr. 23 auf S. 5:\n     \"[nahezu identisch mit (**) ...] Das Tenorsolo hat Herr Anton Schlittenhelm, den Orgelpart Herr Prof. Anton Bruckner übernommen.\" (***),\n \nÖsterreichische Volkszeitung (°)\n \nTagespresse Nr. 23, S. 5 (°°)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 3739 auf S. 5:\n    \"[nahezu identisch mit (**) ... Wodan, Schittenhelm ...] Das Tenorsolo hat Herr Anton Schittenhelm, den Orgelpart Herr Professor Anton Bruckner übernommen.\" (°°°).\n\r\nTagebucheintrag von Felix Mottl:\r\n\"23. Soirée bei uns. Hans Richter, Sucher, Scaria, Bruckner da. Sehr nett. Die Mutter ist wieder entzückend und lieb.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 16:21"}, {"ID": 187501245, "Datum": "24.1.1875, Sonntag", "Haupttext": "Um halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaal Konzert des Wagner-Vereins mit den Wiener Philharmonikern unter Hans Richter (sein Wiener Dirigentendebüt) zugunsten des Bayreuther Festspielhauses mit Werken Richard Wagners (Huldigungsmarsch, Vorspiel und Liebestod aus »Tristan«, Wotans Abschied und Feuerzauber aus »Walküre«) und Liszts »Faust-Symphonie« (mit dem Wiener Männergesangverein). Bruckner wirkt als Organist mit. Den Wotan singt Dr. Emil Kraus, das Tenorsolo bei Liszt Anton Schlittenhelm, Bruckner spielt Orgel, Violindirigent: Josef Hellmesberger [*].", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:41"}, {"ID": 187501265, "Datum": "26.1.1875, Dienstag", "Haupttext": "Kritik Hanslicks zum Konzert vom 24.1.1875 in der \"Neuen Freien Presse\" Nr. 3742 auf S. 5:\r\n     \"[...] Der Satz mündet unmittelbar in den \"Chorus mysticus\", in welchem das \"Ewig Weibliche\" mit den wohlbekannten Zügen Liszt's lächelt, während die Orgel ein Weniges dazu frömmelt. Das ganze, blos aus dem Extract der Zukunftsmusik gebraute Concert dauerte von hald [sic] Eins bis drei Uhr. Halbtodt gelangten wir ins Freie, kaum mehr wissend, was Musik ist. Da spielte zum Glücke eine gut gestimmte Drehorgel die \"schöne blaue Donau\".    e. h.\" (*).\n\r\nDie Presse Nr. 26 berichtet auf S. 7 ebenfalls von diesem Konzert:\n          \"Aus dem Kunstleben.\n     Das gestern Mittags im großen Musikvereinssaale von dem akademischen Wagner=Verein veranstaltete Wagner=Concert war von einem brillanten Erfolg begleitet. [...] die Orgel bei diesem Chor [Liszts Faust-Symphonie] vertrat der bekannte Orgelvirtuos Bruckner und brachte sein Instrument recht wirksam zur Geltung. Vorläufig müssen wir es bei diesen Mittheilungen bewenden lassen, gedenken aber, bei nächster Gelegenheit eingehender auf dieses Concert zurückzukommen. [...]\" [keine Signatur, jedoch ist der ausführliche Bericht am 30.1.1875 - in dem die Orgel und Bruckner nicht erwähnt sind - signiert mit \"E. Schelle.\"] (**).", "Letzte Änderung": "05.06.2024 22:10"}, {"ID": 187502005, "Datum": "Februar 1875", "Haupttext": "[ohne Datum] Tagebucheintragung von Felix Mottl: \n     \"Klavier bei Scheuner und Harmonielehre u. Kontrapunkt bei Anton Bruckner. Seine originelle Art. Bauernschlauheit. Die Art seines Unterrichts! &gt;Ihr dürft in der Schule nicht eine verbothene Harmoniefolge machen, sondern alles muß streng nach der Regel sein! Wenn ihr dann aus der Schule seid und bringt mir eine so regelmäßige Arbeit, werfe ich euch damit zur Thüre hinaus.&lt; Seine Sehnsucht, eine seiner Symphonien aufgeführt zu hören! &gt;Brahms, Hanslick und die &lt;Herren Israeliten&gt; sind halt meine Feinde!&lt; Begeisterung für Wagner. Ich halte sie bei ihm für rein äußerlich. (Harmonien etc.) Das innere von Wagner versteht er nicht. Er ist aufreizend ungebildet. [...] (Für Bruckner giebt es nur Maschinen-Schüler, einer wie der andere!)\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502025, "Datum": "(2.2.1875, Dienstag)", "Haupttext": "Premiere von Götz' »Der Widerspenstigen Zähmung« unter Herbeck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502035, "Datum": "(3.2.1875, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502065, "Datum": "6.2.1875, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Blätter weisen auf Bruckners morgiges Orgelspiel hin: \n\n\n\nDie Presse Nr. 37 auf S. 9:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 7. Februar um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von Wittassek, Graduale (Violin und Altsolo) von Fischer, Offertorium (Sopransolo) von Franz Schubert aufführen. Die Soli der Messe werden die Damen Fräulein Thekla Köhler, Fräulein Olga v. Stransky und Violionvirtuose Herr Wilhelm Junck vortragen. Hoforganist Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (*), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 37 auf S. 12: \n\n     [inhaltlich wie (*)]  (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3753 auf S. 4:\n     [inhaltlich wie (*)] (***),\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 37 auf S. 5:      \n\n     [inhaltlich wie (*)] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502075, "Datum": "7.2.1875, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeindezeitung Nr. 16 auf S. 4 [inhaltlich wie die Ankündigungen vom 6.2.1875] (*). In der Augustinerkirche, in der Bruckner bei der 11-Uhr-Messe Orgel spielt, werden unter Eders Leitung eine Messe von Wittassek, ein Graduale (mit Alt- und Violinsolo) von Fischer und ein Offertorium von Schubert aufgeführt. Solisten: Thekla Köhler, Olga von Stransky, Violine Wilhelm Junk (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502085, "Datum": "8.2.1875, Montag", "Haupttext": "Wagner studiert mit Cosima in Bayreuth die 3. Symphonie, meint, Bruckner sei von Herbeck u.a. beiseitegeschoben worden.\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502115, "Datum": "11.2.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Berliner Musikzeitung Nr. 6 berichtet auf S. 44 (= S. 4) vom Wagner-Konzert am 24.1.1875: \n\n     \"[...] Das gesammte Hofopernorchester, eine bedeutende Chorgliederanzahl des ersten unserer \"Männergesangsvereine\", Basssolist Dr. Emil Kraus und Hoforganist Bruckner waren von hiesiger Stelle, Hans Richter, Director der ungarischen Nationaloper und präsumtiver Lenker des vorderhand noch in den Sternen geschriebenen Bayreuther Festspiels, von Pesth aus zur Führung eines von genanntem Vereine in Scene gesetzten grossen Concertes geladen, das mit R. Wagner's \"Huldigungsmarsch\" anhub, [... über die weiteren Wagner-Werke ...] Von der \"Faustsymphonie\" Liszt's war bisher nur deren entschieden populärstes Viertel, der \"Gretchensatz\", in die Oeffentlichkeit gedrungen. \n\n     Die orchestral-vocale Wiedergabe alles in diesem Concerte Vernommenen war einer der glanzvollsten Würfe bisheriger Saison. [... höchstes Lob für Hans Richter ... Dr. Kraus bot \"ächte Künstlerleistung\" ... ich] glaube, in diesem kurzen Lobspruche alles über die Lösungsart so riersig schwerer Aufgaben zusammengefasst zu haben.     Dr. L.\" [Laurencin?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502135, "Datum": "13.2.1875, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld:\r\n   War auf Wunsch Mayfelds bei Salzmann, trotz Herbecks Vorinformation - Pius Richter sei seit 4 Jahren von Hohenlohe vorgesehen [als Vize-Kapellmeister an der HMK (*)]. Zukunftspläne: als Organist in England oder daheim an Theatern (oder Zappes Linzer Position). Wagner dürfe man um nichts bitten. Liszt? Gräfin Dönhoff?? Anfragen in Wiesbaden über einen Frankfurter Schüler und in Pest über Hans Richter. Kann vor Schulden die 4. Symphonie nicht kopieren lassen.", "Letzte Änderung": "07.12.2024 14:06"}, {"ID": 187502145, "Datum": "14.2.1875, Sonntag", "Haupttext": "Skizze zum Adagio der 5. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502215, "Datum": "21.2.1875, Sonntag", "Haupttext": "Im 6. Philharmonischen Konzert unter Dessoff werden Werke von Spohr, Mendelssohn, Schumann (3. Sinfonie) und Herbecks »Tanzmomente« aufgeführt (*).\nUm 10 Uhr Ankunft Richard und Cosima Wagners. Standthartner, der Wagner-Verein u.a. beim Empfang dabei (**). Wagner äußert sich [ähnlich auch am 4.3.1875] zu Bruckner lobend über die 3. Symphonie, die er zur Aufführung empfiehlt (***).\r\nTagebucheintrag von Felix Mottl: \"21. Wagner kommt in Wien an. Wir erwarten ihn, hochklopfenden Herzens am Bahnhof. Auch Bruckner ist da. Überglücklich, den herrlichen Meister zu sehen!\" (°).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 14:59"}, {"ID": 187502235, "Datum": "(23.2.1875, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502265, "Datum": "26.2.1875, Freitag [?]", "Haupttext": "Stempeldatum auf einem an Marianne Selch adressierten Briefumschlag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502275, "Datum": "27.2.1875, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik\n \nim Fremdenblatt Nr. 58 auf S. 6:\n     \"Morgen Sonntag wird in der k. k. Hofkirche zu St. Augustin Kapellmeister Eder eine Festmesse von Laurenz Weiß, Graduale (Altsolo von Baronin Konstanze Ruttenstein), Offertorium (Baritonsolo von Direktor Joh. Krall) aufführen und werden die Soli der Messe Frl. Girsa, Fräulein Ritter, Herr Eduard Tisch und Herr Eduard Teller, das Altsolo die k. k. Hofopernsängerin Tremml, das Baritonsolo Herr Reichsrath Franz Wanka, das Violinsolo im Benediktus Kapellmeister Josef Hellmesberger vortragen. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nim Neuen Fremdenblatt Nr. 58 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... um 11 Uhr ... Tremel ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (**)\n \nund in der \"Presse\" Nr. 58 auf S. 9:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... um 11 Uhr ... Anna Girsa, Caroline Ritter, Wilhelmine Tremmel, ...] Hoforganist Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187502285, "Datum": "28.2.1875, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche, wo um 11 Uhr eine Festmesse von Laurenz Weiß, ein Graduale (mit Altsolo: Frl. Tremel [Wilhelmine Tremmel]) von Baronin Konstanze Ruttenstein und ein Offertorium (mit Bariton-Solo: Reichsrat Franz Wanka) von Johann Krall unter Leopold Eders Leitung aufgeführt werden. Solisten bei der Messe: Frl. Anna Girsa, Frl. Caroline Ritter, Eduard Tisch und Eduard Teller. Violinsolo im Benedictus: Joseph Hellmesberger (*).\n(3. Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Werken von Bach, Mozart und Brahms (Requiem) (**)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:32"}, {"ID": 187503015, "Datum": "1.3.1875, Montag", "Haupttext": "Um 7 Uhr abends Konzert Wagners in Wien. Materna und Glatz als Solisten (*).\r\n   Gespielt werden der Kaisermarsch und Ausschnitte aus der »Götterdämmerung« (**).\r\nDieses (und das nächste) Konzert war von Standthartner organisiert worden (***). Wilhelm Kienzl sitzt im Publikum (°).", "Letzte Änderung": "13.10.2024 20:09"}, {"ID": 187503025, "Datum": "2.3.1875, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner schreibt ein Albumblatt mit dem Hauptthema der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187503035, "Datum": "3.3.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Skizze zum 1. Satz der 5. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187503045, "Datum": "4.3.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Abendgesellschaft bei Standthartner. Wagner singt, von Josef Rubinstein begleitet, den 3. Akt der »Götterdämmerung«.\r\n   Als Gäste sind u.a. dabei: Cosima Wagner, Gräfin Dönhoff, Frau Materna (*), Heckel aus Mannheim, Bruckner und Schönaich, möglicherweise auch dessen Bruder Franz Xaver Schönaich (**).\r\n   Wohl an diesem Abend war es, daß Wagner Bruckners 3. Symphonie lobte und zur Aufführung empfahl.", "Letzte Änderung": "19.10.2024 07:37"}, {"ID": 187503075, "Datum": "(7.3.1875, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Dessoff mit Werken von J. Zellner, Mendelssohn (4. Sinfonie) und der 3. Serenade von Robert Volkmann (Röver als Solist) (*).\n\n\n\"Der Floh\" bringt auf dem Titelblatt eine Karikatur \"Die Wagner-Woche\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187503105, "Datum": "(10.3.1875, Mittwoch)", "Haupttext": "Von Herbeck geförderte Premiere von Goldmarks »Königin von Saba« unter Gericke (*).\nKonzert des Wiener Akademischen Gesangvereins im Großen Musikvereinssaal (**).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 10:09"}, {"ID": 187503135, "Datum": "(13.3.1875, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187503145, "Datum": "14.3.1875, Sonntag", "Haupttext": "Zweites Wagner-Konzert in Wien mit gleichem Programm wie am 1.3.1875.\r\nLabatt statt Glatz als Solist (*).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 12:47"}, {"ID": 187503235, "Datum": "(23.3.1875, Kardienstag)", "Haupttext": "2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Brahms mit Bachs »Matthäuspassion«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187503287, "Datum": "(28.3.1875 - 3.4.1875, Osterwoche)", "Haupttext": "Liszt plant, während seines Aufenthaltes in Wien [endgültig dann vom 2.4. bis zum 8.4.1875 (*)] auch Herbeck zu besuchen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504015, "Datum": "(1.4.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Zöglingskonzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504035, "Datum": "(3.4.1875, Samstag)", "Haupttext": "Im Konzert der Singakademie werden Herbecks »Glockentöne« aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504045, "Datum": "(4.4.1875, Weißer Sonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert - das letzte unter Dessoffs Leitung - mit Werken von Cherubini, Schumann, Händel und Beethoven (5. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504065, "Datum": "(6.4.1875, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504085, "Datum": "(8.4.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Zöglingskonzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504105, "Datum": "10.4.1875, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen kündigen Bruckners morgiges Orgelspiel an: \n\n\n\nDeutsche Zeitung, Beilage zu Nr. 1174, S. 5 (*), \n\n\n\n Die Presse Nr. 99 auf S. 9:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Capellmeister Leopold Eder Sonntag den 11. April um 11 Uhr eine Mozartmesse, Graduale (Flötensolo mit Chor) von Richter, Offertorium (Violinsolo mit Chor) von Gänsbacher aufführen. Die Soli der Messe werden von den Herren Julius Kohlert und Johann Maxintsack, Mitglied des k. k. Hofoperntheaters, vorgetragen. Die Orgel spielt Hoforganist Anton Bruckner.\" (**), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 99 auf S. 11:\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Jos. Maxintsack ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3815 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (**) ... J. Maxintsak ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°) \n\n\n\n und Neues Fremdenblatt Nr. 99 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504115, "Datum": "11.4.1875, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Gemeinde-Zeitung Nr. 42, S. 5:\r\n\"In der Hofpfarrkirche St. Augustin wird um 11 Uhr Kapellmeister Eder eine Mozart-Messe, Graduale (Flötensolo mit Chor) von Richter und Offertorium (Violinsolo mit Chor) von Gänsbacher aufführen. Die Soli werden die Herren Julius Kohlert und J. Maxintsak, Mitglied des Hofoperntheaters vortragen. Hof-Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*).\nBruckner spielt in der Augustinerkirche Orgel.\r\n   Es erklingen um 11 Uhr unter Eders Stabführung eine Messe von Mozart, eine Graduale (mit Flötensolo: Julius Kohlert) von Richter und ein Offertorium (mit Violinsolo: Josef Maxintsak) von Gänsbacher (**).\n(Sonderkonzert, zu Ehren Dessoffs von Herbeck, Hellmesberger und den Sängerinnen Dustmann und Materna arrangiert, mit Beethovens 9. Sinfonie (***).\r\n   Zuvor wurden Werke von Weber (Euryanthe), Beethoven und Mozart (u.a. B. Ehnn als Solistin) aufgeführt (°).\nDankschreiben von Gericke, Nikisch, August Sturm, Hugo Reinhold, Mottl und R. Fuchs an Dessoff (°°)).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 21:27"}, {"ID": 187504155, "Datum": "(15.4.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Zöglingskonzert der Opernschule des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504165, "Datum": "16.4.1875, Freitag", "Haupttext": "[Skizze zum] Scherzo der 5. Symphonie begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504175, "Datum": "17.4.1875, Samstag", "Haupttext": "[Skizze zum] Scherzo der 5. Symphonie beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504185, "Datum": "18.4.1875, Sonntag", "Haupttext": "[Skizze zum] Trio der 5. Symphonie begonnen und beendet (*). (4. Gesellschaftskonzert (das letzte unter Leitung von Brahms) mit Bruchs Oratorium »Odysseus« (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504205, "Datum": "(20.4.1875, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187504245, "Datum": "24.4.1875, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik in einigen Zeitungen:\n \nDie Presse Nr. 113, S. 9:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 25. April um 11 Uhr das Fest des heiligen Georg feierlich abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's weihevolle Theresienmesse, Graduale (Clarinettsolo mit Chor) von Winter, Offertorium (Sopransolo) von Johann Krall zur Aufführung bringt. Die Soli der Messe werden von den Damen Frau Maria Kohn und Fräulein Caroline Ritter und den Herren Dunkl und Eduard Teller, das Clarinettsolo von Herrn J. Wagner, das Sopransolo von Frau Professorin Passy=Cornet vorgetragen. Die Orgel spielt Hoforganist Anton Bruckner.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 113 auf S. 13:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3829 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Joseph Wagner ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 113 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°),\n \nMorgenpost Nr. 113 auf S. 4:\r\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:22"}, {"ID": 187504255, "Datum": "25.4.1875, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Messe in der Augustinerkirche um 11 Uhr spielt Bruckner Orgel. Aufgeführt werden unter Leopold Eder Haydns Theresienmesse, ein Graduale (mit Klarinettensolo: Joseph Wagner) von Winter und ein Offertorium (mit Sopransolo: Passy-Cornet) von Johann Krall. Solisten: Marie Kohn, Frl. Caroline Ritter, Dunkl, Eduard Teller.", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:23"}, {"ID": 187504265, "Datum": "(26.4.1875, Montag)", "Haupttext": "Herbeck feiert vormittags seinen Abschied als Direktor der Hofoper.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187505015, "Datum": "(1.5.1875, Samstag)", "Haupttext": "Hans Richter tritt sein Amt an der Hofoper mit einer Aufführung von Wagners »Meistersingern« an.", "Letzte Änderung": "24.10.2024 09:52"}, {"ID": 187505045, "Datum": "(4.5.1875, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187505055, "Datum": "5.5.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik wird von einigen Zeitungen angekündigt:\n\n\nDie Presse Nr. 124 auf S. 9:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Donnerstag den 6. Mai um 11 Uhr eine Mozartmesse, Graduale (Sopransolo) von Johann Krall, Offertorium (Ave verum) von Mozart aufgeführt. Das Solo der Messe wird Fräulein Obeneder vortragen. Die Orgel spielt Hoforganist Anton Bruckner.\" (*), \n\n\n\nFremdenblatt Nr. 124 auf S. 12:\n      \"[inhaltlich wie (*) ... Graduale, Sopransolo, Paternoster von Dir. Krall ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**), \n\n\n\nNeue Freie Presse Nr. 3840 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Obeneder, Schülerin der Frau Marchesi ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen. (***), \n\n\n\nNeues Fremdenblatt Nr. 124 auf S. 3: \n\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Bruckner wird die Orgl [sic] spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187505065, "Datum": "6.5.1875, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr mit.\r\n   Zur Aufführung gelangen eine Messe von Mozart, ein Graduale »Paternoster« (mit Sopransolo: Frl. Obeneder, Schülerin von Frau Marchesi) von Johann Krall und als Offertorium das »Ave verum« von Mozart (*).\n(**) Um 12 Uhr drittes, diesmal von Gutmann organisiertes (***) Wagner-Konzert dieses Jahres in Wien. Programm leicht abgeändert (°) - außer Materna [und Glatz?] diesmal Scaria als Solist - mit dem Huldigungsmarsch und Ausschnitten aus der »Götterdämmerung«. Übrigens konnte nur dank Hellmesbergers Geistesgegenwart ein »Schmiß« vermieden werden (°°).", "Letzte Änderung": "13.10.2024 20:10"}, {"ID": 187505105, "Datum": "10.5.1875, Montag", "Haupttext": "Skizze zum Finalebeginn der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187505125, "Datum": "(12.5.1875, Mittwoch)", "Haupttext": "Bericht des Fremdenblatts Nr. 131 auf S. 5:\r\n     »Theater und Kunst. \r\n     - Die Mitglieder des Pensions=Instituts des Hof=Operntheaters haben Herrn v. Herbeck eine Erinnerungsgabe gewidmet [... Beschreibung des Geschenks ...] Eine Deputation bestehend aus den Herren Mayerhofer, als Vertreter der Solisten, Brioschi als Vertreter des technischen Personals und Bruckner als Vertreter des Chors, überbrachte vorgestern Herrn v. Herbeck das Geschenk.«", "Letzte Änderung": "21.01.2026 13:56"}, {"ID": 187505135, "Datum": "(13.5.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "31.07.2024 07:23"}, {"ID": 187505225, "Datum": "22.5.1875, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Blätter weisen auf Bruckners morgiges Orgelspiel hin:\n \nDie Presse Nr. 140 auf S. 10:\n     \" - In der Pfarrkirche Alservorstadt wird Sonntag den 23. Mai um 10 Uhr das Fest der heiligen Dreifaltigkeit feierlich abgehalten und wird Capellmeister Leopold Eder Haydn's herrliche Theresienmesse, Graduale (Sopransolo) von Director Johann Krall, Offertorium (Tenorsolo) von Alexander Stradella aufführen, wobei die Soli der Messe von den Damen Frau Marie Kohn, Fräulein Ritter und den Herren Dunkl und Eduard Teller, die Einlagen von Frau Professorin Adele Passy=Cornet und Herrn Adams, k. k. Hofopernsänger, vorgetragen werden. Hoforganist Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 140 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3856 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 140 auf S. 4:\n    \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:24"}, {"ID": 187505235, "Datum": "23.5.1875, Sonntag", "Haupttext": "Bei der 10-Uhr-Messe in der Pfarrkirche Alservorstadt wirkt Bruckner als Organist mit. Zur Aufführung kommen unter Leopold Eders Leitung Haydns Theresienmesse, ein Graduale (mit Sopransolo: Frau Passy-Cornet) von Johann Krall und ein Offertorium (mit Tenorsolo: Adams) von Alessandro Stradella. Solisten: Marie Kohn, Frl. Ritter, Dunkl, Teller.", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:24"}, {"ID": 187505245, "Datum": "(24.5.1875, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187505315, "Datum": "31.5.1875, Montag", "Haupttext": "Schreiben Herbecks an das Obersthofmeisteramt:\r\n   Schlägt Bruckner für die bisher von Rudolf Bibl besetzte Position als Vize-Archivar und 2. Singlehrer der Hofmusikkapelle vor. Empfiehlt eine Remuneration von 100 fl., in gleicher Höhe auch an Hellmesberger, zu zahlen. Aktenvermerk Wlassacks (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "13.10.2025 20:27"}, {"ID": 187506005, "Datum": "Juni 1875", "Haupttext": "Verdi in Wien. Er besucht eine Aufführung von Wagners »Tannhäuser« (*).\nAm 7.6.1875 erste Probe zum Requiem; Aufführungen am 11., 12., 16. und 23.6.1875, »Aida« am 19. und 21.6.1875.\r\n   Verdi besucht auch das Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde und eine Vorführung des Konservatoriumsorchesters unter Hellmesberger (**).", "Letzte Änderung": "06.01.2025 20:11"}, {"ID": 187506015, "Datum": "1.6.1875, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Kitzler:\r\n   Hat soeben Kitzlers Wunsch [welchen?] erfüllt. Er schreibe zur Zeit die 5. Symphonie. Wagner halte die 3. Symphonie für ein bedeutendes Werk, habe ihn mit zu Gräfin Dönhoff geladen. Anerkennung komme auch von Liszt. Ob Kitzler nicht einmal die c-moll-Symphonie [2. Symphonie (?) in Brünn] aufführen wolle?", "Letzte Änderung": "03.01.2025 10:03"}, {"ID": 187506035, "Datum": "3.6.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Hofmusikkapelle: Bittet für die Dauer der Schulferien (vom 15.7.1875 bis 15.9.1875) um Urlaub (*).\nBrief von Albert Hartl an den »Frohsinn«:\r\n»Wien 3/VI 1875.\nHochverehrte Vereinsleitung!\r\n   Da ich in Erfahrung gebracht, daß die Dirigenten-Stelle bei der Liedertafel „Frohsinn” in Linz zu besetzen ist, so erlaube ich mir, gestützt auf die Empfehlungen des Herrn Anton Brukner [sic!], Professors u. Hoforganisten mich um dieselbe zu bewerben. Ich absolvire mit 15. Juli den 3jährigen Compositionscurs am Wiener-Conservatorium - das Diplom des Conservatoriums könnte auf Wunsch vom selben Tage an zur Einsicht stehen. Von eigenen Compositionen wurden bisher aufgeführt:\r\n1). Streichquartett (beim Concurse 1873 mit einem Preise gekrönt).\r\n2). Cello-Sonate. 3). Sinfonie für gr. Orchester (2. Satz) - \r\n   Gegenwärtig wird die Aufführung einer sinfonischen Dichtung f. gr. Orchester und einer dramatischen Scene vorbereitet. - Daß ich bestrebt sein werde, für die Musikinteressen Linz's meine ganze Kraft einzusetzen glaube ich nicht erst versichern zu müssen. Indem ich brieflich Näheres zu erfahren hoffe zeichne ich mich mit\r\nHochachtung \nAlbert Hartl.\nWien, Wieden, Schaumburggasse\nNro. 1. 3. Stock.« (**).", "Letzte Änderung": "16.09.2024 13:53"}, {"ID": 187506045, "Datum": "4.6.1875, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik bringt auf S.234f eine auf dem 12. Jahresbericht des Dommusikvereins und Mozarteums in Salzburg basierende Aufführungsstatistik der Jahre 1869 bis 1874, derzufolge im Bereich der Kirchenmusik 2 Messen Bruckners [sic! bisher ist nur die d-Moll-Messe am 11.9.1870 bekannt] aufgeführt wurden [Drobisch 58 mal, Führer 38 mal, Horak 64 mal etc.; Kritik am »süddeutschen Geschmack« und der Vorliebe für Epigonen der Klassiker].", "Letzte Änderung": "25.09.2024 06:56"}, {"ID": 187506105, "Datum": "10.6.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramtes an die Hofmusikkapelle:\r\n   Antrag vom 31.5.1875 wird genehmigt - Bibls Stelle als Vize-Archivar und 2. Singlehrer der Hofsängerknaben wird Bruckner übertragen. Jahresgehalt 300 fl.; die 100 fl. Remuneration für Bruckner und Hellmesberger werden nicht genehmigt. Unterschriften von Hohenlohe und Westermayer.\r\n   Aktenvermerke von Wlassack, Max Imhof und Anton Böhm.", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:30"}, {"ID": 187506165, "Datum": "16.6.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben der Hofmusikkapelle an Bruckner:\r\n   Laut Schreiben des Obersthofmeisteramtes vom 10.6.1875 werde ihm ab 1.7.1875 die Stelle eines Vize-Archivars und 2. Singlehrers der Hofsängerknaben verliehen. Das Jahresgehalt betrage 300 fl. Unterschrift Herbecks.\r\n   Mit anderen Schreiben werden Bibl von der Dienstenthebung und das Löwenburg'sche Konvikt vom Lehrerwechsel in Kenntnis gesetzt (*).\nVerdi dirigiert sein Requiem in der Oper (**).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 10:12"}, {"ID": 187506175, "Datum": "17.6.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Hofmusikkapelle an das Obersthofmeisteramt:\r\nLegt eine Aufstellung von Urlaubsgesuchen vor (Gustav Walter, Johann Peschka, Karl Hofmann, Johann Zoczek, Bruckner, Kässmayer, Richard Lewy, Karl Bardolff, Franz Doppler, Karl Heissler, Hans von Rokitansky und Jakob Dont). Unterschrift Herbecks.", "Letzte Änderung": "29.11.2024 07:41"}, {"ID": 187506195, "Datum": "19.6.1875, Samstag", "Haupttext": "»Concurs für Blasinstrumente, Harfe, Orgel und Contrabaß« am Wiener Konservatorium. Zur Preisjury gehören Hellmesberger, J. M. Grün, Dr. J. Hausleithner, F. Krenn, Dr. S. H. Ritter v. Mosenthal, Dr. J. v. Walther und L. Weiß.\r\nDer Jahresbericht nennt die Orgelklasse zuerst:\r\n»Orgel. \r\n(Schule Bruckner.) \r\nI. Classe. \r\nI. Preis: Herr Steudner Hermann. - [Concursaufgabe] Mendelssohn: Sonate F-moll, 1. Satz. \r\nII. Classe. \r\nI. Preis: Herr Czegledy Julius. - J. S. Bach: Fuge G-moll.«", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:38"}, {"ID": 187506225, "Datum": "22.6.1875, Dienstag", "Haupttext": "Trio der 5. Symphonie »fertig«.", "Letzte Änderung": "22.10.2024 18:50"}, {"ID": 187506235, "Datum": "23.6.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Partitur[skizze?] zum Finale der 5. Symphonie begonnen (*). Verdi dirigiert sein Requiem (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187507005, "Datum": "etwa Juli 1875", "Haupttext": "[oder heuer erstmals schon im Juni 1875] Abschlußprüfungen am Konservatorium [vgl. 19.6.1875].\r\nBruckners Schüler werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\nbei den Vorbildungsschulen »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner (3 Zöglinge). [/] Erster Grad: Ludwig Ernst, Rott Hans. [/] Zweiter Grad: Pritz Vincenz.« (*), bei den Ausbildungsschulen »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] (2 Zöglinge.) [/] I. Classe: Erster Grad: Steudner Hermann. [/] II. Classe. Erster Grad: Czegledy Julius.« (**),\r\nbei Musiktheorie »Schule für Harmonielehre des Herrn Prof. Bruckner. (11 Zöglinge.) [/] Erster Grad: Benkö Heinrich, Ollop Ernst, Pelikan Wenzel, Pichler Rudolf. [/] Zweiter Grad: Kraholetz Alfons.« (***),\r\n»Schule für Contrapunkt des Herrn Prof. Bruckner. (10 Zöglinge.) [/] I. Classe. Erster Grad: Emanuel Ludwig, Jan Hermann v., Windhopp Leopold; Zweiter Grad: Reitinger Otto, Winter Johann. [/] II. Classe. Erster Grad: Schöfmann Carl. - Zweiter Grad: Jellinek Moriz, Mötz Johann, Straka Johann.« (°).\r\nIn der Übersicht der Schüler mit Klassifizierung bei der Jahresprüfung ist zu lesen:\r\n»Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] Erste Prämie: Ludwig Ernst [recte Ernst Ludwig?]; [/] zweite Prämie: Rott Hans.« (°°).\r\nKlassenprämien erhielten auch: in der »Schule für Harmonielehre des Herrn Prof. Bruckner. [/] Erste Prämie: Benkö Heinrich, Pichler Rudolf; [/] zweite Prämie: Ollop Ernst, Pelikan Wenzel.« und in der »Schule für Contrapunkt des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Classe. Erste Prämie: Windhopp Leopold; [/] zweite Prämie: Emanuel Ludwig, Jan Hermann v. [/] II. Classe. Erste Prämie: Schöfmann Carl.« (°°°).\r\nAls einziger Schüler, der in diesem Schuljahr im Fach Orgel absolvierte und ein Diplom erhielt, ist Julius Czeledy verzeichnet (#).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 11:25"}, {"ID": 187507015, "Datum": "1.7.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner tritt als Nachfolger Bibls die Stelle des Vize-Archivars [an der Hofmusikkapelle] und des 2. Singlehrers der Hofsängerknaben an.", "Letzte Änderung": "17.12.2024 21:15"}, {"ID": 187507065, "Datum": "(6.7.1875, Dienstag)", "Haupttext": "Bei der Trauerfeier für Kaiser Ferdinand in der Kapuzinerkirche intoniert die Hofkapelle unter Gottfried Preyers Leitung so unsauber, daß abgebrochen werden muß. Das Obersthofmeisteramt beschwert sich am 9.7.1875 bei Herbeck über die ungenügende Disziplin bei den Hofsängern und den mangelhaften Unterricht bei den Hofsängerknaben.", "Letzte Änderung": "07.10.2024 19:35"}, {"ID": 187507085, "Datum": "8.7.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Kollaudierung der von Johann Carl Mauracher gebauten Orgel (II/34) in Krems durch Bruckner und Krenn.\nBruckner war dazu vom Stadtpfarrer Liebhart eingeladen worden (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187507105, "Datum": "10.7.1875, Samstag", "Haupttext": "Das Kremser Wochenblatt Nr. 28 berichtet auf S. 4 von der Orgel-Kollaudierung am 8.7.1875:\n     \"(Die neue Orgel) ist fertig und wird Donnerstag am 8. Juli collaudirt! So ging die Sage in den ersten Tagen dieser Woche von Mund zu Mund, und obwohl uns hierüber jede sichere Nachricht von kompetenter Seite fehlte, erzählte man sich, daß die Meister des Orgelspieles, Bruckner und Krenn aus Wien zur Probe des Werkes hieher kommen sollen.\n     Und so war es auch. Am genannten Tage fand sich um die 2. Nachmittagsstunde ein aus allen Schichten der Bevölkerung bestehendes Publikum in der Pfarrkirche ein. Die Herren Professoren des Wiener Konservatoriums, Bruckner und Krenn, ersterer ein Künstler von europäischem Ruf, zeigten auch hier durch die zum Vortrag gebrachten Piecen einerseits, daß sie in edelster Bedeutung des Wortes Künstler des Orgelspieles sind, andererseits, daß dieses neue Werk, als ein in jeder Beziehung gelungenes betrachtet werden muß. Von den sanftesten Stimmen bis zum Pleno des Werkes tritt die Tonfülle in recht wohlthuender Weise hervor, und sind es namentlich die Bässe, die im Plenospiele markant durchgreifen. - Hat sich der Erbauer des Orgelwerkes durch seine anspruchslose Erscheinung, durch seinen herzgewinnenden, liebwerthen Umgang während seines mehrmonatlichen Aufenthaltes hier recht viele Freunde erworben, und sieht man darum seinem Scheiden mit schwerem Herzen entgegen, so kann wohl nur das eine Bewußtsein trösten, daß er sich durch eines seiner besten Werke für unsere Stadt unvergeßlich und unsterblich gemacht hat.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187507125, "Datum": "12.7.1875, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an das Kultusministerium [Stremayr]:\r\n\" Hohes k. k. Ministerium für Kultus u. Unterricht!\r\n         Nachdem ich einen besonderen Werth darauf lege, [... bittet wegen der Wichtigkeit der Fächer um Schaffung und Verleihung einer Lektorstelle für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Universität ...], was im Zwecke einer Universität gelegen sein muß.\r\n[links:]\r\nWien den 12. Juli\r\n        1875.\r\n[daneben, wieder in der rechten Hälfte:]\r\nAnton Brucknermp\r\nkk. Hoforganist u. Professor der Harmonielehre und des Contrapunctes am Conservatorium.\" (*).\r\nAuf der ersten Seite der Kanzleivermerk vom 23.9.1875.\n(Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger (**)).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:43"}, {"ID": 187507135, "Datum": "13.7.1875, Dienstag", "Haupttext": "Brief der Handels- und Gewerbekammer an Bruckner:\r\n   Übersendet die von der Londoner Ausstellungskommission zuerkannte Medaille [anläßlich der Konzerte im August 1871]. Unterschriften von Gögl und Holdhaus.", "Letzte Änderung": "02.04.2025 07:29"}, {"ID": 187507155, "Datum": "15.7.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Bestätigung der Mitgliedschaft beim Pensionsverein der Gesellschaft der Musikfreunde, unterzeichnet von Dr. v. Rosenthal und J. Dachs. Die Dienstjahre sind ab 1.10.1868 gezählt (*).\n\n\nDie Presse Nr. 194 berichtet auf S. 9 von der Orgelkollaudierung in Krems am 8.7.1875:\n     \" (Neue Orgel.) Am 8. d. M. wurde die von J. K. Mauracher aus Salzburg in der Kremser Pfarrkirche aufgestellte große Orgel, bestehend aus 40 Registern, drei Manualen mit 54 Tönen und einem chromatisch gegliederten Pedal mit 27 Tönen, von den Professoren des Wiener Conservatoriums Franz Krenn und Anton Bruckner collaudirt, wobei dem kunstsinnigen Publicum durch das virtuose Spiel der beiden Herren ein hoher Kunstgenuß bereitet wurde. Das Urtheil der beiden Sachverständigen lautet sehr günstig; das Werk zeichnet sich durch schönen Klang, imposante Kraft, zweckmäßige Anlage und guten Mechanismus aus und ist eine der schönsten Zierden der Kirche.\" (**).\n\n\nHinweis auf die Aufführung der d-Moll-Messe am 18.7.1875 im Neuen Fremdenblatt Nr. 194 auf S. 3: \n\n     \" - (Kirchenmusik.) In der k. k. Hofkapelle gelangt nächsten Sonntag eine vom Orgelvirtuosen Professor Bruckner komponirte große Messe in D zur Aufführung, über welche Liszt sich sehr anerkennend ausgesprochen hat.\" (***).\n\n\n (Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187507165, "Datum": "16.7.1875, Freitag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung, Beilage zu Nr. 1270, weist auf S. 5 auf die Kirchenmusik vom 18.7.1875 (d-Moll-Messe, »Christus factus est« [wohl WAB 10] und »Ave Maria« [WAB 6]) hin (*).\n\n\nAuch das Neuigkeits-Weltblatt Nr. 161 bringt auf S. 3 einen Hinweis: \n     \"Kirchenmusik in Wien. In der k. k. Hofkapelle gelangt nächsten Sonntag eine vom Orgel=Virtuosen Professor Bruckner komponirte große Messe in D zur Aufführung.\" (**).\n\n\nDie Salzburger Zeitung Nr. 158 berichtet auf S. 3 von der Orgelkollaudierung am 8.7.1875, den Wortlaut der \"Presse\" vom 15.7.1875 übernehmend: \n\n     \"(Neue Orgel.) Am 8. d. M. wurde die von J. K. Mauracher aus Salzburg in der Kremser Pfarrkirche aufgestellte große Orgel, bestehend aus 40 Registern, drei Manualen mit 54 Tönen und einem chromatisch gegliederten Pedal mit 27 Tönen, von den Professoren des Wiener Conservatoriums Franz Krenn und Anton Bruckner collaudirt, wobei dem kunstsinnigen Publikum durch das virtuose Spiel der beiden Herren ein hoher Kunstgenuß bereitet wurde. Das Urtheil der beiden Sachverständigen lautet sehr günstig; das Werk zeichnet sich durch schönen Klang, imposante Kraft, zweckmäßige Anlage und guten Mechanismus aus und ist eine der schönsten Zierden der Kirche.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187507175, "Datum": "17.7.1875, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Aufführung von d-Moll-Messe, »Christus factus est« [WAB 10] und »Ave Maria« [WAB 6]) wird von einigen Blättern gemeldet:\n \nDie Presse Nr. 196 auf S. 11:\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofcapelle kommt Sonntag den 18. Juli eine Messe in D, Graduale (Christus factus) und Offertorium (Ave Maria) von Anton Bruckner zur Aufführung.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 196 auf S. 6 (»von Josef Bruckner«) (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3912 auf S. 5:\n     \"(Kirchenmusik.) Am Sonntag den 18. Juli kommen zur Aufführung: In der k. k. Hofcapelle Messe in D, Graduale (Christus factus) und Offertorium (Ave Maria) von Anton Bruckner.\" (***),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 196 auf S. 3:\n     \" - (Kirchenmusik.) In der k. k. Hofkapelle gelangt morgen Sonntag den 18. d Missa in D, Graduale (Christus factus) und Offertorium (Ave Maria) von Bruckner zur Aufführung.\" (°).\n \nDas Neuigkeits-Weltblatt Nr. 162 berichtet auf S. 9, den Text vom 15.7.1875 übernehmend, von der Orgelkollaudierung am 8.7.1875 in Krems:\n      \"Neue Orgel. Man berichtet aus Krems: Am 8. d. M. wurde die von J. K. Mauracher aus Salzburg in der Kremser Pfarrkirche aufgestellte große Orgel, bestehend aus 40 Registern, drei Manualen mit 54 Tönen und einem chromatisch gegliederten Pedal mit 27 Tönen, von den Professoren des Wiener Konservatoriums Franz Krenn und Anton Bruckner kollaudirt, wobei dem kunstsinnigen Publikum durch das virtuose Spiel der beiden Herren ein hoher Kunstgenuß bereitet wurde.\" (°°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 10:11"}, {"ID": 187507185, "Datum": "18.7.1875, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik \n\n\n\n\nim Neuigkeitsweltblatt Nr. 163 auf S. 4:\n     \"Kirchenmusik in Wien. In der k. k. Hofkapelle kommt heute, Sonntag den 18. Juli, eine Messe in D, Graduale (Christus factus) und Offertorium (Ave Maria) von Anton Bruckner [...] zur Aufführung.\" (*),\n\n\nim Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 197 auf S. 1: \n\n     \"Heute: Kirchenmusik in der k. k. Hofkapelle: Missa in D, Graduale (Christus factus) und Offertorium (Ave Maria) von Anton Bruckner.\" (*a)\n\n\n\n\nund in der Tagespresse Nr. 197, S. 6 (**). \n\n\n\nIn der Hofkapelle Aufführung der d-moll-Messe, des »Christus factus est« [vermutlich WAB 10] und des »Ave Maria« [WAB 6] unter Bruckners Leitung (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187507205, "Datum": "20.7.1875, Dienstag", "Haupttext": "Die Salzburger Chronik Nr. 84 berichtet auf S. 3 (signiert \"K. V.\") von der Orgelkollaudierung in Krems am 8.7.1875:\n     \"Krems, 14. Juli. (Orgel=Konzert.) Am 8. d. M. wurde den kunstverständigen Bewohnern von Krems ein eben so seltenes Vergnügen als hoher musikalischer Genuß bei der Kollaudirung der von J. K. Mauracher aus Salzburg in der hiesigen Stadtpfarrkirche aufgestellten Orgel zu Theil. Als Kunstverständige waren anwesend die HH. Professoren am Wiener Musik=Konservatorium, A. Bruckner, der gefeierteste Orgel=Virtuos der Jetztzeit - und Fr. Krenn, bekannt als Freund und Förderer echt kirchlicher Musik. Am Vormittag wurde der Bau des Werkes in seinen einzelnen Bestandtheilen eingehend untersucht. Die Orgel besteht aus 34 klingenden Stimmen und 6 Nebenzügen, im Ganzen aus 40 Registern, welche auf 10 Windladen vertheilt sind; 2 Magazin=Bälge versehen das ganze Werk mit stets gleichbleibendem Winde, und sind leicht zu treten. Die Orgel hat ein dreifaches Manuale mit 54 Tönen von C an, das Pedale ist chromatisch gegliedert, anfangend mit C, mit 27 Tönen. Besonders hervorzuheben sind [... über einzelne Register ...] Nachmittags war Konzert der beiden Kunstverständigen. Mächtig und breit rauschte der Baß \"ohne Fensterklirren\", auf seinen Schwingen die zartesten Töne tragend, durch die gut akustisch gebaute Kirche. Die Kraft, gepaart mit Zartheit und Lieblichkeit, das kunstreiche Verhältniß der Tonstücke kamen bei dem Konzert in's schönste Licht. Man muß es gesehen haben, wie das Werk durch das virtuose Spiel des Herrn Professor Bruckner in allen seinen Theilen auf die Probe gestellt worden ist. Zur vollsten Zufriedenheit der Kunstverständigen und zum größten Lobe des Baumeisters hat das Werk die Probe bestanden. Es ist die Krone der vielen, unter andern auch in Tulln im Jahre 1872 und in Langenlois 1874 aufgestellten Orgeln von J. K. Mauracher; es ist aber auch der herrlichste Abschluß der inneren, monumentalen Restauration der Stadtpfarrkirche.      K. V.\" (*).\n \nSehr ähnlich, aber etwas gekürzt der Bericht des Salzburger Volksblatts Nr. 86 auf S. 3, der zusätzlich den Text des Prüfungsberichtes mitteilt:\r\n     \" * Orgel=Concert. Das \"Kremser Volksblatt\" schreibt: Donnerstag den 8. Juli wurde den kunstverständigen Gemüthern von Krems ein eben so seltenes Vergnügen als hoher musikalischer Genuß bei der Collaudirung der von Johann Karl Mauracher aus Salzburg in der hiesigen Stadtpfarrkirche aufgestellten Orgel zu Theil. Als Kunstverständige waren anwesend die HH. Professoren am Wiener Musik=Conservatorium, A. Bruckner, der gefeierteste Orgel=Virtuos der Jetztzeit - und F. Krenn, bekannt als Freund und Förderer echt kirchlicher Musik. Am Vormittag wurde der Bau des Werkes in seinen einzelnen Bestandtheilen untersucht. Nachmittags war Concert der beiden Kunstverständigen. Mächtig und breit rauschte der Baß, auf seinen Schwingen die zarten Töne tragend, durch die gut akustisch gebaute Kirche. Die Kraft, gepaart mit Zartheit und Lieblichkeit, das kunstreiche Verhältniß der Tonstücke kamen bei dem Concerte in's schönste Licht. Zur vollsten Zufriedenheit der Kunstverständigen und zum größten Lobe des Baumeisters hat das Werk die Probe bestanden. Es ist die Krone der vielen, unter anderen auch in Tulln im Jahre 1872 und in Langenlois 1874 aufgestellten Orgeln von J. K. Mauracher. - Die nächste Arbeit liefert Herr Mauracher für St. Valentin, eine Orgel mit 24 Stimmen. - Die beiden Künstler stellten folgendes Zeugniß aus: \"Die Gefertigten haben auf Ersuchen am 8. Juli 1875 die von Hrn. Johann Karl Mauracher, Orgelbaumeister in Salzburg, in der Stadtpfarrkirche zu Krems aufgestellte Orgel, bestehend aus 34 klingenden Stimmen und 6 Nebenzügen, 3 Manualen und Pedal, einer genauen Revision unterzogen und fanden, daß der Genannte daselbst ein Werk vollendete, welches durch schönen Klang und Toncharakter, Verhältniß der einzelnen Stimmen zu einander und durch imposante Kraftentfaltung im Pleno sich auszeichnet! Die entsprechende Disposition und zweckmäßige Anlage, sowie die Vorzüglichkeit des Mechanismus und Gebläses verdienen die vollste Anerkennung. Krems den 8. Juli 1875.\" (Folgen die Unterschriften.)\" (**).\n \n[Die Identität mit dem Zeugnistext vom 21.6.1874 lässt vermuten, dass es sich um einen Vordruck handelt, der nur noch mit den individuellen Angaben ergänzt werden musste.]", "Letzte Änderung": "04.09.2024 07:05"}, {"ID": 187507215, "Datum": "21.7.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik zur d-Moll-Messe [am 18.7.1875] im Fremdenblatt Nr. 200 auf S. 5:\r\n»     Theater und Kunst.\r\n   - Am Sonntag ist in der Hofkapelle die D=Messe des Professors und Hof=Organisten Anton Bruckner aufgeführt worden. Wir haben diese bedeutende Werk schon früher einmal gehört und besprochen [... bedauert die Vernachlässigung Bruckners, der vier Symphonien, davon eine Wagner gewidmete, geschrieben hat, durch die Wiener Philharmoniker ...] vielleicht bringt der Direktionswechsel auch eine günstigere Wendung für den so stark vernachlässigten Komponisten Anton Bruckner. Das Ausland weiß diesen Künstler besser zu schätzen. In diesen Tagen hat er die von der kön. großbritannischen Ausstellungskommission ihm zuerkannte Medaille aus London erhalten.« (*).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß die britische Ausstellungskommission Bruckner die Künstler-Medaille verliehen hat:\r\n»Linz, 20. Juli. [...]\r\n   * (Auszeichnung.) Unserem geschätzten Landsmanne Herrn Anton Bruckner, Professor am Conservatorium in Wien, wurde von der königlich großbrittanischen [sic] Ausstellungscommission die Künstler=Medaille zuerkannt und dieser Tage zugestellt.« (**).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 10:13"}, {"ID": 187507245, "Datum": "24.7.1875, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik wird von mehreren Zeitungen angekündigt:\nDie Presse Nr. 203, S. 11: \"     (Kirchenmusik.) In der k. k. Hofcapelle kommt Sonntag den 25. Juli Missa brevis in D, Graduale (Benedicta) und Offertorium (Bonum est) von Ludwig Rotter zur Aufführung. — In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 25. Juli um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Mozartmesse, Graduale (Sopran=Duo) von Graf Miné, und Offertorium (Sopransolo) von Director Johann Krall zur Aufführung bringen, wobei die Soli der Messe von den Damen Fräulein Marie Haas, Baronesse Therese Weigl und Fräulein Marie Fröhlich, k. k. Hofopernsängerin, vorgetragen werden. Hoforganist Professor Anton Bruckner spielt die Orgel. — \" (*),\nFremdenblatt Nr. 203 auf S. 6: \"     (Kirchenmusik.) In der k. k. Hofkapelle gelangt morgen Sonntag Missa (brevis) in D, Graduale (Benedicta) und Offertorium (Bonum est) von Ludwig Rotter zur Aufführung.     In der Hofkirche St. Augustin wird  Kapellmeister Eder eineMesse von Mozart, Offertorium (Sopransolo) von Direktor Krall zur Aufführung bringen und die Soli Frl. Marie Haas, Baronesse Therese Weigl und die Opernsängerin aus Hamburg Marie Fröhlichvortragen. Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (**),\nNeue Freie Presse Nr. 3919 [irrtümlich gedruckt »1939«] auf S. 4:\r\n\"     [Kirchenmusik.] Am Sonntag den 25. Juli kommen zur Aufführung: In der k. k. Hofcapelle Missa (brevis) in D, Graduale (Benedicta) und Offertorium (Bonum est) von Ludwig Rotter. — In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Mozart=Messe, Graduale (Sopran=Duo) vom Grafen Miné und Offertorium (Sopran=Solo) vom Director Krall aufführen. Die Soli werden Fräulein Marie Haas, Baronesse Therese Weigl und die Hofopernsängerin Fräulein Marie Fröhlichvortragen. Hof=Organist Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen. — \" (***),\nNeues Fremdenblatt Nr. 203 auf S. 3\r\n\"     – (Kirchenmusik.) In der k. k. H o f k a p e l l e gelangt morgen Sonntag Missa (brevis) in D, Graduale (Benedicta) und Offertorium (Bonum est) von Ludwig Rotter zur Aufführung. — Um 11 Uhr wird in der k k. Hofkirche St. Augustin Kapellmeister Eder eine Mozart=Messe, Graduale Sopran=Duo von Graf Miné, Offertorium Sopran=Solo von Direktor Krall, aufführen. Die Soli werden Fräulein Haas und Baronesse Therese Weigl und die Hamburger Hofopernsängerin Fräulein Marie Fröhlich vortragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen. —\" (°).", "Letzte Änderung": "27.12.2024 11:58"}, {"ID": 187507255, "Datum": "25.7.1875, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche um 11 Uhr. Es erklingen unter Eders Stabführung eine Messe von Mozart, ein Graduale (mit Sopran-Duo) von Graf Miné und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Johann Krall. Solisten: Marie Haas, Baronesse Therese Weigl und Marie Fröhlich aus Hamburg (*).\nEintragung Bruckners [in seiner Funktion als Archivar] in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (**). Aufgeführt werden Werke von Rotter (***).", "Letzte Änderung": "27.12.2024 11:58"}, {"ID": 187507285, "Datum": "28.7.1875, Mittwoch", "Haupttext": "[Datierung beider Poststempel] Korrespondenz-Karte von Jakob Gnadler an Bruckner:\n\"Euer Wohlgeboren! | Da ich morgen bei der Schul-Schlußfeier beschäftigt bin, ist es mir unmöglich zu kommen. | Ergebenst | Jak. Gnadler\".", "Letzte Änderung": "23.02.2023 12:55"}, {"ID": 187507305, "Datum": "30.7.1875, Freitag", "Haupttext": "Hinweis auf die Kirchenmusik vom 1.8.1875 in der »Presse« Nr. 209 auf S. 11.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187507315, "Datum": "31.7.1875, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der d-moll-Messe durch Eduard Schelle (mit Bemerkungen zur f-Moll-Messe, zu »Christus factus est« [WAB 10] und »Ave Maria« [WAB 6] [*a]) in der »Presse« Nr. 210 auf S. 1-3:\n          \"Moderne Kirchenmusik.\n     Die Litanei über den Verfall der Musik ist fest ebenso alt wie diese Kunst selbst und wird aller Wahrscheinlichkeit so lange forttönen, als es eine Musik gibt.\n[... ausführlich über Stellung, Bedeutung und Entwicklung der Kirchenmusik, Reformbestrebungen [Cäcilianismus] speziell in Frankreich ... Stückeauswahl nicht dem Schlendrian überlassen ...]\n     Wir haben ohnehin in Wien Componisten - wir nennen nur Rotter - welche das Repertoire mit schätzenswerthen Beiträgen bereichert haben, und eine Messe von Bruckner, die wir erst jüngst in der Hofcapelle hörten, bezeugt ebenfalls, daß man nicht auf alte längst bewährte Sachen allein angewiesen ist.\n     Die Messe gehört zu den älteren Werken des Herrn Bruckner, der seitdem als Orgelvituos einen weitgehenden Namen erworben und in der Composition, namentlich in der Symphonie, hervorragende Leistungen aufzuweisen hat. [... eher traditionsverhaftet, die f-Moll-Messe sei freier im Ton ...] Allerdings ist die spätere Messe des Herrn Bruckner eine weit imposantere, weil größere und kühnere Contouren entfaltende Composition als die hier gedachte, allein mit dieser hat doch jedenfalls der Künstler der Kirche ein willkommeneres Geschenk gemacht als mit jener. [... über die Musik, die Themenreminiszenz am Ende des Agnus ... \"echt kirchlicher Glanz\" ...] Auch die zwei Einlagen: ein achtstimmiges Graduale \"Christus factus est\" und ein siebenstimmiges Offertorium \"Ave Maria\", beide a capella geschrieben, sprechen ja vielleicht noch mehr als die Messe selbst für das eminente Talent und die kirchliche Empfindung des Componisten; sie sind edel und einfach im Ton gehalten und meisterhaft gesetzt.\n     Wir haben hier auf dieses Werk des Herrn Bruckner, der bekanntlich in seinen Symphonien, und zwar mit Recht, zu der Fahne des Fortschritts schwört, absichtlich so Bedacht genommen, weil es den Beweis liefert, daß man in der Kirchenmusik nicht die Schranken der noch immer auf Grund der Tradition bisher geübten Stylweise zu durchbrechen braucht, um über die Schablone hinauszugelangen und etwas Selbständiges aufzustellen.        E. Schelle.\" (*).\n \nAuf die morgige Kirchenmusik verweisen\ndas Fremdenblatt Nr. 210 auf S. 6:\r\n     \"[inhaltlich wie (***)] Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\nund die Neue Freie Presse Nr. 3926 auf S. 5:\r\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird um 11 Uhr Capellmeister Eder eine Festmesse von Franz Schubert, Graduale (Altsolo) und Offertorium (Sopran= und Violoncellsolo) vom Director Krall aufführen. Die Soli werden Fräulein Linka Hranitzky, Fräulein Oberneder und Violoncell=Concertist Hilpert vortragen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "30.01.2024 10:33"}, {"ID": 187508005, "Datum": "August 1875", "Haupttext": "Bruckner verbringt seinen Sommerurlaub in St. Florian [siehe 13. und 27.8.1875] (*). Im August 1875 soll er auch [nach einer anzuzweifelnden Datierung (#)] das »Virga Jesse« [WAB 52] in Steyr und St. Florian komponiert haben (**).\nIn Steyr [wann genau?] kommt es zu Kontakten mit dem Instrumentenbauer Ignaz Hofmeyr und dessen zwanzigjährigem Sohn Leopold (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187508015, "Datum": "1.8.1875, Sonntag", "Haupttext": "Orgelspiel in der Augustinerkirche um 11 Uhr. Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine Festmesse von Schubert und von Johann Krall ein Graduale (mit Altsolo) und ein Offertorium (mit Sopran- und Cello-Solo). Solisten: Linka Hranitzky, Frl. Oberneder und Herr Hilpert (*).\nEintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (**).\r\n   Aufgeführt werden eine C-Dur-Messe Mozarts und als Graduale und Offertorium Werke von Rotter (**a).\nBrief Bruckners an die Philharmoniker:\r\n   Obwohl er bereits vor Monaten die 4. Symphonie vollendet habe, sei bisher nur die 2. Symphonie aufgeführt worden. Bietet für die nächste Saison die Wagner gewidmete und auch von Liszt positiv beurteilte 3. Symphonie an. Ist auch mit einer Teilung in 2 Konzerte einverstanden. Ein vollständiger Stimmensatz befinde sich im Konservatorium (***).", "Letzte Änderung": "30.01.2024 10:33"}, {"ID": 187508075, "Datum": "7.8.1875, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen weisen auf die morgige Kirchenmusik hin:\n \nFremdenblatt Nr. 217 auf S. 6:\n     \"Morgen um 11 Uhr wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Kapellmeister Eder Messe, Graduale und Offertorium von Mozart aufführen. Die Orgel wird Hoforganist Bruckner spielen.\" (*),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3933 auf S. 5:\n     \" - In der k. k. Hofkirche St. Augustin wired um 11 Uhr Capellmeister Eder eine Messe, Graduale und Offertorium von Mozart aufführen. Die Orgel wird Hof=Organist Bruckner spielen.\" (**),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 217 auf S. 3:\n     \"Um 11 Uhr wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Kapellmeister Eder eine Messe, Graduale und Offertorium von Mozart aufführen. Die Orgel wird Hoforganist Bruckner spielen.\" (***)\n \nund die Presse Nr. 217 auf S. 11:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Professor Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (°).\n \nDie Linzer Zeitung bringt auf S. 739 einen Auszug aus E. Schelles Kritik in der »Presse« [31.7.1875] über d-Moll-Messe, »Christus factus est« [WAB 10] und »Ave Maria« [WAB 6]:\r\n»Linz, 6. August. [...]\r\n   * (Anton Bruckner.) Ueber die jüngste Aufführung der Bruckner'schen D-Messe in der Hofcapelle zu Wien schreibt E. Schelle in der \"Presse\": Die Messe gehört zu den älteren Werken des Herrn Bruckner [...] ... weil es [das Werk Bruckners] den Beweis liefert, daß man in der Kirchenmusik nicht die Schranken der noch immer auf Grund der Tradition bisher geübten Stylweise zu durchbrechen braucht, um über die Schablone hinauszugelangen und etwas Selbstständiges aufzustellen.« (°°).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 21:46"}, {"ID": 187508085, "Datum": "8.8.1875, Sonntag (?)", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Zur Aufführung kommen um 11 Uhr unter Eders Leitung eine Messe, Graduale und Offertorium von Mozart (*). Eintragungen Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (**). \nAufgeführt werden Werke von Rotter (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187508135, "Datum": "13.8.1875, Freitag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Organist Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"18\" angegeben. Er fährt am 21.8.1875 ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187508155, "Datum": "15.8.1875, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*). \nAufgeführt werden Werke von Preyer (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187508215, "Datum": "21.8.1875, Samstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 13.8.1875 angekommen]. Ziemlich sicher hat er an den Feierlichkeiten an Mariä Himmelfahrt (15.8.1875) und am Geburtstag des Kaisers Franz Joseph (18.8.1875) mitgewirkt (*).\nAm 21./22.8.1875 Sängerfest in Steyr. Als Gäste u.a. die Liedertafel Vöcklabruck (mit einem Chor von Franz Binder (ebenfalls anwesend)), Sänger aus Wolfsegg und Kirchdorf, aus Linz \"Frohsinn\" und \"Sängerbund\" und die Salzburger Liedertafel. Am 21. August abends Festkonzert der Steyrer Liedertafel zum 25jährigen Jubiläum im städtischen Theater und Jubelfeier in Jordans Restauration. Am 22. August Ausflug auf den St. Ulrichsberg und Gesamtprobe, nachmittags Festzug und Konzert auf der Rhederinsel, abends Feuerwerk (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187508265, "Datum": "26.8.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Steyrer Stadtpfarrkirche, [*] u.a. eine Improvisation über Händels »Halleluja«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187508275, "Datum": "27.8.1875, Freitag", "Haupttext": "Bruckner gibt ein Orgelkonzert in der Linzer Stadtpfarrkirche (*).\n\nAm selben Tag trifft er in St. Florian ein, wo er bis zum 6.9.1875 bleibt. Im Gästebuch ist in zwei Zeilen verzeichnet \"Bruckner / Bruckner (vide 27.8.) von 1.9 incl.\" und die zugehörige Anzahl der Mahlzeiten mit \"9\" und \"12\" angegeben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187508285, "Datum": "28.8.1875, Samstag", "Haupttext": "Anläßlich des Augustinus-Festes spielt Bruckner in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187508295, "Datum": "29.8.1875, Sonntag", "Haupttext": "Artikel über Bruckners Orgelspiel in Steyr im Alpenboten, S. 3f:\r\n»Oertliches. [...]\r\n(Ein seltener Kunstgenuß.) Unser Landsmann, der berühmte Hoforganist, Compositeur und Professor des Conservatoriums von Wien, Herr Bruckner [...] ergötzte uns letzten Donnerstag Nachmittags 4 Uhr in der hiesigen Stadtpfarrkirche mit einigen Vorträgen auf unserer als ausgezeichnet bekannten Orgel. [...] Die erste Pièce, eine Phantasie über diverse Themata, erregte ebenso das Gemüth und die Herzen aller Zuhörer durch die Weichheit der Töne und des Spieles, wie die zweite, die durch die ergreifende Kraft und Fülle der schwellenden Accorde bei lautloser Stille auf allen Mienen volles Erstaunen und Bewunderung erkennen ließ. Und erst, als zum Schlusse der Künstler das berühmte Alleluja von Händel improvisirte, da fühlte wol Jedermann mehr als je, wie die Macht der Töne hinreißend wirkt auf das musikalische Gemüth des Menschen [... der Wunsch, Bruckner öfter hier zu sehen ... Steyr und das engere Vaterland wüßten seine enormen Verdienste zu würdigen], wenn sich auch leider oft das Sprichwort bewahrheitet: nemo propheta in patria.\r\n   Und so rufen wir ihm dankerfüllten Herzens und voll Bewunderung für seine Kunst zu: „Auf baldiges, frohes Wiederseh'n.” - » (*) .\n(**) In der Linzer Zeitung ist zu lesen:\r\n»Steyr, 27. August. (Orgel=Concert.) Gestern, um 4 Uhr Nachmittags, spielte unser rühmlichst bekannter Landsmann Herr k. k. Hoforganist und Professor des Contrapunktes Anton Bruckner auf Ansuchen einiger Freunde einige Tonstücke auf der Orgel der hiesigen Stadtpfarrkirche mit gewohnter Meisterschaft. Besonders das letzte Stück mit dem Motto aus Händels Alleluja packte unwillkürlich die versammelten Kunstfreunde und Zuhörer, die in andachtsvoller Stimmung den Harmonien des Meisters lauschten, und nur mit Mühe sich zurückhalten konnten ob der Heiligkeit des Ortes, ihre Beifallsbezeugungen laut kundzugeben.\r\nWir begreifen, daß man auch im fernen London diese Orgelsprache Bruckners verstand und würdigte, wir begreifen aber nicht, daß dieser geniale Tonkünstler in unserem heimatlichen Wien noch immer nicht jene Stellung erlangt hat, die seinem Wissen und Können vollständig entspricht.« (**).", "Letzte Änderung": "15.05.2025 22:21"}, {"ID": 187509065, "Datum": "6.9.1875, Montag", "Haupttext": "[Möglicherweise schon etwas früher? Geburtstag war am 6. September]\nBruckner schenkt Theresia Neudorfer seine Photographie (Marienbad 1873 IKO 7) zu ihrem 15. Geburtstag (*).\nSpäter [nicht vor dem 25.11.1895, ihrem Hochzeitstag in 2. Ehe mit dem Apotheker Gustav Fossek] notiert sie auf der Rückseite:\n\"Im Jahre 1875 brachte mir zu meinem 15. Geburtstage Dr. Bruckner dieses Bild. Therese Fossek\" (**).\n \nBruckner reist von St. Florian ab [er war am 27.8.1875 angekommen] (***).", "Letzte Änderung": "09.05.2025 22:04"}, {"ID": 187509105, "Datum": "10.9.1875, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 37 bringt auf S. 361 (»Correspondenzen. [/] Wien.«, am Ende auf S. 363 signiert »......z.-«) einen Bericht über die organisatorische (neue Schauspielschule) und personelle Situation am Wiener Konservatorium.\n     »[... viel Lob für Hellmesberger. Wünsche und Hoffnungen für eine gründliche Ausbildung nicht nur dank und durch Hellmesberger, sondern für alle einzelnen Schüler, ...] wofür Namen wie der Professoren Bruckner, Doppler, Dachs, Epstein, Heißler, Gottank, Ramesch, Schmied, Kren [Krenn], Kleinecke[,] Zamara, Zellner etc., welche als ausübende Künstler wie als Lehrer bekannt und bewährt sind, Bürgschaft leisten.«", "Letzte Änderung": "19.10.2024 15:10"}, {"ID": 187509165, "Datum": "16.9.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Aufnahmeprüfung für Streich- und Blasinstrumente, Harfe, Orgel und Musiktheorie am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187509185, "Datum": "18.9.1875, Samstag", "Haupttext": "Beginn eines Requiems in d-moll [WAB 141] in Wien skizziert.", "Letzte Änderung": "08.02.2025 09:48"}, {"ID": 187509205, "Datum": "20.9.1875, Montag", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium (*). \nDer Lehrplan wurde [erstmals] vorab veröffentlicht: \nfür die Vorbildungsschule \n»Orgel.\nEine Classe; wöchentlich 2 Unterrichtsstunden für 4 Schüler.\nHerr Professor Bruckner.\nVorkenntnisse: Fertigkeit im Clavierspiele entsprechend der absolvirten 3. Vorbildungsklasse; angemessene Kenntniß der Musiktheorie.\nJährliches Schulgeld: 100 fl.\nLehrstoff: Uebung im Manual= und Pedalspiele nach Rink's Orgelschule.\nNebenfächer: obligat: Chorschule, eventuell Chorübung; erforderlichenfalls: Wiederholungskurs der allgemeinen Musiklehre; - facultativ: Harmonielehre.« (**). Für die Ausbildungsschulen \n»Orgel.\nZwei Classen; wöchentlich 2 Unterrichtsstunden für 4 Schüler. \nHerr Professor Bruckner.\nJährliches Schulgeld: 120 fl.\nLehrstoff: für beide Classen: Höhere Aufgaben des Orgelspiels: Fugen, Sonaten, Concerte; Generalbaßspiel; Kenntniß der Orgelstimmen, ihres Characters, Materials, ihrer Structur und der Mensuren: Mechanismus der Orgel; Registrirungskunst; Allgemeines über Disposition und Orgelrevision.\nNebenfächer und Gesammtübungen: wie beim Clavier, mit Ausnahme der Betheiligung an den Kammermusik= und Orchesterübungen.« (***).\nFür »Musiktheorie.* [Fußnote: unentgeltliches Nebenfach für die Schüler, welche ein anderes Hauptfach besuchen]\nHarmonielehre. [...] b. Für männliche Zöglinge.\nEine Classe.\nHerr Professor Bruckner wöchentlich 6 Unterrichtsstunden.\n   \"           \"      Krenn           \"          6          \"\n   \"           \"      Grädener      \"          3          \" \nVorkenntnisse und Schulgeld: wie zuvor.\nLehrstoff: Der zuvor für die beiden Classen vorgeschriebene. \nNebenfächer und Gesammtübungen: wie zuvor.« \n[weiter oben, für weibliche Zöglinge: »Vorkenntnisse: Allgemeine Musiklehre; Clavierspiel entsprechend dem Lehrstoffe der 2. Clavier=Vorbildungsschule. [/] Jährliches Schulgeld 120 fl. [/] Lehrstoff: für die 1. Classe: Kenntniß der Intervalle und deren Umkehrungen, Lehre der Accorde und ihrer Verbindung, Bezifferung, Ausweichung, Modulation, Harmonisirung gegebener Melodien; [/] für die 2. Classe: Modulationsübungen, Kenntniß der Formen durch Analyse, Allgemeines über Contrapunkt, Canon und Fuge. [/] Nebenfächer und Gesammtübungen: obligat; Chorübung, eventuell Clavier III; Geschichte der Musik 1. Kurs.«] (°). \n»Contrapunkt.\nZwei Classen.\n1. Classe:\nHerr Professor Bruckner wöchentlich 4 Unterrichtsstunden.\n    \"         \"        Krenn            \"           4          \" \n2. Classe: \nHerr Professor Bruckner wöchentlich 2 Unterrichtsstunden. \nDiese Classe bildet zugleich einen facultativen Curs für die Compositionsschüler. \nVorkenntnisse; [sic] Harmonielehre; Clavierspiel, entsprechend dem Lehrstoffe der 2. Vorbildungsclasse. \nJährliches Schulgeld: 120 fl.\nFür die 1. Classe:\nLehrstoff: einfacher und doppelter Contrapunkt der Octave, Nachahmung, einfache Fuge. \nNebenfächer und Gesammtübungen: obligat: Chorübung; Geschichte der Musik 1. Kurs; - facultativ: deutsche Sprache; Poetik I; italienische Sprache I; Literaturgeschichte I; Geschichte der Claviermusik.\nFür die 2. Classe:\nLehrstoff: Drei= und vierfacher Contrapunkt, Canon, Doppelfuge.\nNebenfächer und Gesammtübungen: obligat: Chorübung; Geschichte der Oper; - facultativ: Poetik II; italienische Sprache I; Literaturgeschichte II; Geschichte der Claviermusik.« (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187509234, "Datum": "vor dem 23.9.1875", "Haupttext": "»Generalprobe der Orgel von St. Florian durch Josef Seiberl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187509235, "Datum": "23.9.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Aktenvermerk auf Bruckners Gesuch vom 12.7.1875:\r\n»V 15184 Praes. den 23. Sept. 1875.« (*).\nArtikel im Linzer Volksblatt Nr. 218, S. 1f (2. Teil am 24.9.1875 in Nr. 219), signiert »A E« [Anton Edtl] über die Orgel von St. Florian und Josef Seiberl (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187509237, "Datum": "Herbst 1875", "Haupttext": "Novitätenproben (drei Lesungen) der Wiener Philharmoniker [unter Hans Richter (**)]. Von allen Werken (außer Bruckners 3. Symphonie von Ignaz Brüll, Heinrich Hofmann, Hermann Götz, Antonin Dvorak u.a.) wird nur Hofmanns Symphonie gewählt - für Bruckner stimmte eine »ansehnliche Minorität« (*).\n[??] Der Cellist David Popper setzte sich vergebens für Bruckners Symphonie ein (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187509255, "Datum": "25.9.1875, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen mehrere Zeitungen hin:\r\n \nDeutsche Zeitung, Beilage zu Nr. 1341, S. 5 (*),\n\nFremdenblatt Nr. 266 auf S. 5f:\n     \"[inhaltlich wie (°°) ... in der Währingerstraße ...] Die Orgel spielt Hof=Organist Bruckner.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3982 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (°°) ... Wilhelmine Tremel ...] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 266 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (°°)] Die Orgel wird Hof=Organist Bruckner spielen.\" (°),\n \nDie Presse Nr. 266 auf S. 10:\n     \" - In der Capelle der Bürgerversorgungs=Anstalt wird Capellmeister Leopold Eder zum Gründungsfeste Sonntag den 26. September bei dem feierlichen Hochamte um 10 Uhr Haydn's Mariazellermesse, Graduale (Violinsolo mit Chor) von Anton Richter und Offertorium (Altsolo) von Director Johann Krall zur Aufführung bringen. Die Soli der Messe werden von den Damen Marie Kohn, Therese Knor, Fräulein Wilhelmine Tremmel, k. k. Hofopernsängerin, und den Herren Wilhelm Emrich, Eduard Teller und das Violinsolo von Herrn Karl Salaba, Mitglied des k. k. Hofoperntheaters, vorgetragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (°°)\n \nund das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 266 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (°°)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:26"}, {"ID": 187509265, "Datum": "26.9.1875, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Kapelle der Bürgerversorgungsanstalt in der Währingerstraße. Bei der 10-Uhr-Messe anläßlich des Gründungsfests (Celebrant: Prälat Leopold Stöger, Festprediger (um 9 Uhr): Coop. Heilnberg) werden unter Eders Leitung Haydns Mariazeller Messe, ein Graduale (mit Violinsolo: Karl Salaba) von Anton Richter und ein Offertorium (mit Altsolo) von Johann Krall aufgeführt. Sollisten: Marie Kohn, Therese Knor, Wilhelmine Tremel, Wilhelm Emrich, Eduard Teller.\r\nVermutlich spielt Bruckner auf der von Carl August Hesse (1808 - 1882) für das \"Bürger-Versorgungshaus\" (I/12) erbauten Orgel (*).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:26"}, {"ID": 187509305, "Datum": "(30.9.1875, Donnerstag)", "Haupttext": "Zweite Novitätenprobe der Wiener Philharmoniker, bei der u.a. eine Serenade von Moriz Kässmayer abgelehnt wird.", "Letzte Änderung": "12.12.2024 20:41"}, {"ID": 187509315, "Datum": "Schuljahr 1875/76", "Haupttext": "[Der Schulbeginn wurde vorverlegt, heuer: 20.9.1875]\r\nBruckners Konservatoriumsschüler sind Heinrich Benkö (Kontrapunkt), Ludwig Emanuel (K), Carl Kepeller (Harmonielehre) [siehe die Anmerkung], Johann Kreutzinger (H), Rudolf Pichler (K), Otto Reitinger (K), Hans Rott, Benno Schönberger (H), Christian Schröder, Hermann Steudner (Orgel), Peter Szöllösi (H), Johann Winter (K) und Carl Zobel (H) (*).\nIm Kapitel »B. Unterrichtsleitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »3. Lehrkörper: *) [Fußnote, ohne Bruckner-Bezug] [/] I. Ordentliche Lehrer. [/] [...] 2. [Herr] Anton Bruckner, Professor (Harmonielehre, Contrapunkt und Orgel).« (**).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Anna Gyurkovich, Louise Kaulich, Johann Kreutzinger, Rudolf Krzyzanowsky (»aus Eger in Böhmen, 16 1/2 J.«), Carl Lillich (»13 1/2 J.«), Gustav Mahler, Felix Mottl, Guido Peters (»9 1/2 J.«), Franz Schalk (»12 J.«), Julius Winkler (»aus Raab, 20 J.«), Hugo Wolf und Marianne Zips (»18 1/2 J.«);\r\n   als Orgelschüler sind Felix Mottl, Vincenz Pritz, Hans Rott, Christine Schröder (»aus Tolna, 26 J.«) und Hermann Steudner (»16 J.«) überliefert (***).\nAlle 5 Orgelschüler gehören zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern 3 ganz, 1 halb und 1 nicht vom Schulgeld befreit waren - bei den 22 Kontrapunktschülern ist keine Untergliederung angegeben (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 0. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] (Diese Unterrichtszeit kam der Ausbildungsschule desselben Faches zu Statten.) [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 4. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] C. In der Musiktheorie. [...] Contrapunkt, 2 Jahrgänge. [/] Effektiver Schülerstand: 32. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 32, sonach im Jahre ... 320 [/] (°°).", "Letzte Änderung": "29.03.2025 17:48"}, {"ID": 187510025, "Datum": "2.10.1875, Samstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 273 bringt auf S. 5 eine Vorschau auf die Gesellschaftskonzerte der kommenden Saison, in deren drittem [20.2.1876] Bruckners 2. Symphonie aufgeführt werden wird.", "Letzte Änderung": "21.01.2026 13:57"}, {"ID": 187510035, "Datum": "3.10.1875, Sonntag", "Haupttext": "Brief der Philharmoniker an Bruckner (Konzept): \n\n     Nehmen die Widmung der 2. Symphonie an. Unterzeichnet von Hans Richter (*).\n\n\nDie Neue Freie Presse Nr. 3990 kündigt auf S. 7 die Aufführung der 2. Symphonie [vermutlich für den 27.2.1876, tatsächlich dann am 20.2.1876] an:\n     \" - Das Programm der großen Gesellschafts=Concerte für die bevorstehende Winter=Saison liegt uns jetzt übersichtlich vor. Danach werden unter der Direction des neuen Concertleiters Herbeck nebst den vier statutenmäßigen (ordentlichen) zwei außerordentliche Concerte stattfinden. Für die ersteren sind der 14. November, 5. December, 27. Februar und 19. März festgesetzt, und sind an größeren Tonwerken zur Aufführung bestimmt: [...] Bruckner: Symphonie (neu); [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187510095, "Datum": "9.10.1875, Samstag", "Haupttext": "Bruckners morgiges Orgelspiel wird von mehreren Blättern angekündigt:\n \nDie Presse Nr. 280 auf S. 10:\n     \" - In der Pfarrkirche Alservorstadt wird Sonntag den 10. October um 10 Uhr das Ordensfest der PP. Minoriten (Francisci) abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's Mariazellermesse, Graduale (Violinsolo mit Chor) von Anton Richter, Offertorium (Altsolo), Kirchen=Arie von Alexander Stradella zur Aufführung bringt. Die Soli der Messe werden von den Damen Frau Maria Kohn, Fräulein Ritter und den Herren Dunkl und Eduard Teller, das Violinsolo von Herrn Karl Salaba, das Altsolo von Fräulein Wilhelmine Tremel, k. k. Hofopernsängerin, vorgetragen. Die Orgel spielt Hoforganist Anton Bruckner.\" (*),\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 280 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Wilhelmine Tremmel ...] Die Einlage (Graduale) spielt Herr Karl Salaba, Mitglied des Hofopern=Orchesters, und die Orgel der Hoforganist Herr Bruckner.\" (**),\n \nMorgenpost Nr. 280 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\n \nNeue Freie Presse Nr. 3996 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 280 auf S. 3:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°)\n \nund Fremdenblatt Nr. 280 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:27"}, {"ID": 187510105, "Datum": "10.10.1875, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Deutschen Zeitung, Beilage zu Nr. 1356, auf S. 5 (*).\nBruckner wirkt als Organist bei der Messe um 10 Uhr anläßlich des Ordensfests der Minoriten (Franziskus-Fest) in der Pfarrkirche der Alservorstadt mit. Zur Aufführung gelangen unter Eders Leitung Haydns Mariazeller Messe (Solisten: Marie Kohn, Frl. Ritter, Dunkl, Eduard Teller), ein Graduale (mit Violinsolo: Karl Salaba) von Anton Richter und als Offertorium eine Kirchenarie (Altsolo: Frl. Wilhelmine Tremel) von Alessandro Stradella (**).\nDie Neue Illustrierte Zeitung Nr. 41 erwähnt auf S. 15 in ihrer Programmvorschau für die Gesellschaftskonzerte der nächsten Saison auch Bruckners 2. Symphonie [20.2.1876]:\r\n   »[...] Die ersteren finden am 14. November, 5. December, 27. Februar [sic! vgl. 18.2.1876] und 19. März statt [... »an größeren Tonwerken« ...] Brückner, Symphonie (neu) [...]« (***).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:28"}, {"ID": 187510145, "Datum": "14.10.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckners Gesuch vom 12.7.1875 wird vom Kultus-Ministerium (Unterschrift Heiders) der philosophischen Fakultät [Dekan Dr. Schneider (*)] der Universität übermittelt.\n\"   15184   Dem philosophischen Professoren-Collegium der k. k. Universität in Wien zur beschleunigten Äußerung, ob sich die Abhaltung von Vorträgen über Harmonielehre und Contrapunkt als eine theilweise Ergänzung der theoretischen Vorlesungen des Professors Hanslick für die Universität empfehlen würde, und ob gegen die Bestellung Bruckner's als Lector für diese Gegenstände ein Bedenken besteht.\n     Wien am 14. Oktober 1875.\nFür den Minister für Cultus und Unterricht\n                 Heider\" (*)\nIn der rechten Spalte dieser Seite die Kanzleivermerke vom 18.10.1875.\n \n[Datum von Bruckners Eintragung?] Inskriptionsbuch der Universität Wien für Richard Newald mit zwei [späteren?] Unterschriften Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:45"}, {"ID": 187510165, "Datum": "16.10.1875, Samstag", "Haupttext": "Die Österreichische Musiker-Zeitung Nr. 12 erwähnt auf S. 6 in der Programmvorschau für die nächste Saison eine Symphonie Bruckners in einem Gesellschaftskonzert unter Herbeck [2. Symphonie am 20.2.1876].\nAuf S. 6f: In drei Novitätenproben der Wiener Philharmoniker vor kurzem [s. »Herbst 1875«] sei u.a. auch die 3. Symphonie (»Bruckner: Symphonie (Richard Wagner gewidmet)« probiert worden.\n   » - Die Philharmoniker hielten, zum Zwecke der Bereicherung des Programmes ihrer Concerte der diesjährigen Saison, vor Kurzem drei Novitätenproben ab. Es wurden hiebei theils eingesendete, theils neu im Druck erschienene Werke probirt, und zwar: Bruckner: Symphonie (Richard Wagner gewidmet) [...] Von allen diesen Werken wurde nur Hofmann's \"Frithjof=Symphonie\" angenommen, für Bruckner's Symphonie stimmte eine ansehnliche Minorität. Das Resultat der Abstimmungen drängt unabweisbar die Frage auf, ob der Modus der Beurtheilung der zu prüfenden Compositionen auch der richtige sei. Jetzt ist es üblich, daß jene Mitglieder, welche das zu beurtheilende Werk ein oder zweimal durchspielen, was bei aller Aufmerksamkeit und Tüchtigkeit der Ausführenden dennoch nie in einer ganz und gar den Intentionen des Componisten entsprechenden Weise gelingen kann, zugleich die Richter desselben sind. [... Vorschlag, eine zwölfköpfige Kommission von Nicht-Mitspielern zu ernennen ...] Daß gerade das eigenartige, ursprüngliche Talent bei dem gegenwärtigen Modus am schlechtesten fährt, liegt auf der Hand. Je tiefer eine Composition gedacht, je neuer, origineller sie angelegt ist, desto sicherer ist anzunehmen, daß sie der Mehrzahl der Zuhörer beim ersten Anhören mißfallen wird. [... Beethovens 7. und 9. Sinfonie würden im heutigen Modus mit Majorität abgelehnt ...] Darum empfehlen wie nochmals unseren Vorschlag zur Berücksichtigung. Manche Mißstimmung wäre dann vermieden und manchem wirklich begabten Componisten bliebe eine Kränkung erspart.« [nicht signiert].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187510175, "Datum": "17.10.1875, Sonntag", "Haupttext": "In St. Florian übt Bruckner auf der umgebauten Orgel Toccata und Fuge von Bach (*).\r\n Ein frei und übertrieben ausgeschmückter anekdotischer Bericht vom Orgelspiel am Vortag der Orgelweihe erwähnt Händels \"Halleluja\" und die extreme Anstrengung Ignaz Bruckners, als Blasebalgtreter die erforderliche Luftmenge herbeizuschaffen (*a). \n \nDie Revue Musicale (= Revue et Gazette Musicale de Paris) Nr. 42 gibt auf S. 7 einen Überblick über die Gesellschaftskonzerte der kommenden Saison [mit der 2. Symphonie am 20.2.1876]:\n      \"*** Vienne. - [...] Voici celles [oeuvres] que fera entendre la Société des Amis de la musique, cet hiver également: [... Bach, Beethoven ...] Bruckner: symphonie (inédite) [sic]; Händel [... bis Schubert ...] Les concerts seront dirigés par Herbeck. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "06.06.2023 14:24"}, {"ID": 187510185, "Datum": "18.10.1875, Montag", "Haupttext": "Um 15 Uhr kirchliche Einweihung der von Matthäus Mauracher umgebauten Orgel (IV/78) in St. Florian. Um 15 Uhr 30 Kirchenkonzert zur Vorfeier des Namenstages von Prälat Ferdinand Moser: Chor »O sacrum convivium« von Giovanni Croce, Orgelimprovisation von Josef Seiberl, Chor »Salve regina« von Francesco Suriano, Orgelspiel Bruckners (Toccata und Fuge von J. S. Bach, vermutlich d-Moll, BWV 565), Hymnus von Ignaz Traumihler, Orgelimprovisation Bruckners über Händels »Halleluja« und Mendelssohns »Lobgesang«.\r\n     Unter den Mitwirkenden u.a. Frau Lutterotti aus Steyr (Sopran), Seiberl (Tenor), Karl Zappe (Violine), Franz Schober (Violoncello) und Mitglieder der Linzer Militärkapelle (*).\r\n     Anwesend sind u.a. Bischof Rudigier, der Prälat von Göttweig und der Prior von Kremsmünster [Coelestin Ganglbauer], Georg Arminger und Kapitulare aus Kremsmünster, Admont, Seitenstetten und Wilhering (**)\r\nBeim anschließenden Empfang kündigt Probst Ferdinand Moser an, dass Bruckner in der Gruft unter der Orgel eine Grabstätte finden werde (**a).\nDekan Schneider gibt das Universitätsgesuch Bruckners [Eingangsvermerk ebenfalls 18.10.1875] an Hanslick weiter.\r\nAktenvermerke in der rechten Spalte des Schreibens vom 14.10.1875:\n\" prs. 18. Oktbr [1]875.\r\n           Z. 84.\",\r\ndarunter\r\n\"Herrn Prof. Hanslick mit dem Ersuchen hieruber sich zu äußern\r\n   18/1 [sic?] [1]875              Schneider\" (***).\r\n[Die Monatszahl könnte auch als  7 oder 9 gelesen werden. Vermutlich fehlt eine \"0\" zur Monatszahl \"10\".]\nEintragung in einer Aktenübersicht der Wiener Universität:\r\n\"84. | 18 Oktbr [1]875 | Min. Erl. v 14 Oktbr [1]875. Z. 15184. mit Eingabe des H Ant Bruckner, kk Hoforganist &amp; Prof der Harm. &amp; –\" (°).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:49"}, {"ID": 187510195, "Datum": "19.10.1875, Dienstag", "Haupttext": "In St. Florian Hochamt mit Werken von Eybler (die umgebaute Orgel erklingt erstmals in einem Gottesdienst (*)) und Namenstagsfeier für Prälat Moser.\r\nIn seiner Rede spricht Prälat Moser Mauracher, Bruckner und Josef Seiberl seinen Dank aus (Bruckners Anwesenheit ist nicht belegbar) (**).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 19:30"}, {"ID": 187510205, "Datum": "20.10.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Anonymer Kurzbericht über ein Konzert am 18.10.1875 im Linzer Volksblatt Nr. 241, S. 3 (Bruckner ist nicht erwähnt):\n\"     St. Florian. (Kirchenconcert.) Am Vortage des Namensfestes des Herrn Prälaten Ferdinand - Montags Nachmittag - fand hier ein Kirchenconcert, verbunden mit der Probe der neu hergestellten Orgel, statt. [als anwesend werden erwähnt: Bischof Rudigier, der Prälat von Kremsmünster, der Prior von Kremsmünster, einige Kapellmeister und weitere Gäste ... Chöre von Croce, Suriano und Mendelssohn und ein Choral, 3 Orgelproduktionen ...].\"", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:13"}, {"ID": 187510235, "Datum": "23.10.1875, Samstag", "Haupttext": "1. Teil des Artikels von Wilhelm Pailler »Die größte Orgel Oesterreichs. (St. Florian am 18. October.).« im Oesterreichischen Volksfreund (Wien) Nr. 244, S. 1: \n   »Die größte Orgel Oesterreichs.\n(St. Florian am 18. October.)\n   Treten wir ins Kloster! - Hu! Ob bei diesem Namen nicht mancher zartfühlende Leser - und solcher erfreut sich ja gewiß auch der „Volksfreund” - jener Empfindung unterliegt, die man mit dem unschönen Namen „Gänsehaut” bezeichnet! [... ausführlich über die Entstehung der Orgel und ihre Restaurierung ...] der mittlere Theil [des Gehäuses] wurde bedeutend erhöht, um für ein neues „16 Fuß Register” aus Zinn Platz zu schaffen.\nWilhelm Pailler.\n(Schluß folgt.)« (*). (Wiener Erstaufführung von Bizets »Carmen« (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187510245, "Datum": "24.10.1875, Sonntag", "Haupttext": "2. Teil von Paillers Artikel im Oesterreichischen Volksfreund (Wien) Nr. 245, S. 2:\r\n»Die größte Orgel Oesterreichs. \r\n(St. Florian am 18. October.) \r\n(Schluß.)\r\n   Wäre es da zu verwundern gewesen, wenn nach den gemachten Erfahrungen, und da nun Krismann's Orgel auf immer vernichtet war, uns ein leises oder auch starkes Angstgefühl beschlichen hätte, ob denn doch das Riesenwerk als neuer singender Phönix, schöner und kräftiger aus den Trümmern auferstehen werde? [...] Enthüllt wurde dieses Denkmal feierlich am 18. October, am Vorabend des Namensfestes unseres Herrn Prälaten Ferdinand Moser. Zu allererst ins Feuer geführt ward die Vollendete von Prof. Bruckner schon am 17. Nachmittags, wo derselbe bereits die Bach'sche Toccata et Fuga einübte und wo sich die Mechanik schon gehörig bewähren konnte und bewährte. [...] Der k. k. Hoforganist und Professor Johannes [sic!] Bruckner, der berühmte Sieger im Nanziger Orgelkampf, verdankte ja die erste Weihe echter Tonkunst jener ehrwürdigen „Krismannin”, deren Klängereichthum ihm zur wohlbenützten Schule ward, und der jetzige Stiftsorganist Herr Joseph Seiberl [...] - kein Wunder, daß diese beiden Künstler innige Freunde sind, wahrlich sie gehören zusammen, wie Phantasie und Gemüth.\r\n[... über die Programmfolge ...] Es folgte nach einem Salve regina v. Suriano (* 1620) die Toccata et Fuga, (wenn wir nicht irren in Dmoll) von Joh. Sebastian Bach, mit siegreicher Ueberwältigung der enormen Schwierigkeiten glänzend gespielt vom Professor Bruckner. [...] Und nun wieder Orgelspiel: Freie Phantasie über zwei Themate aus Händels „Alleluja” von Professor Bruckner; einer solchen Phantasie dankte der Herr Hoforganist einst den Siegeslorbeer zu Nanzig, mehr brauchen wir nicht zu sagen. Schon klang aus den einleitenden Tacten der „Phantasie” der Beginn des „Lobgesanges” rauschend an unser Ohr, und es ergoß sich nun der Wunderstrom dieser Mendelssohn'schen Cantate [...] \r\nWilhelm Pailler.« (*).\nArtikel (signiert »G. A.«) »Altes und Neues« in der Linzer Zeitung Nr. 245, S. 3: Über die Orgelfeier am 18./19.10.1875:\r\n»[...] Mochte man bei Allen sichtlich die innere Rührung erkennen, die sie ergriffen, als unter den kunstgeübten Händen eines Brukner und seines tüchtigen Nacheiferers Seiberl die Orgel bald in majestätischen Accorden erklang und bald in den leisesten Stimmen erzitterte, so war es doch auch besonders das lebendige Wort ... [über die Kantate, mit Angabe einiger Mitwirkender, und über die (hypothetische) Meinung von Witt über die Programmgestaltung]« (**).", "Letzte Änderung": "06.09.2025 05:31"}, {"ID": 187510255, "Datum": "(25.10.1875, Montag)", "Haupttext": "Emilie Weißgärber in Micheldorf geboren.", "Letzte Änderung": "31.07.2024 22:52"}, {"ID": 187510265, "Datum": "26.10.1875, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von Wilhelm Pailler »Die größte Orgel Oesterreich's« in der Linzer Tages-Post Nr. 246, S. 1f (gekürzte Version des Artikels vom 23./24.10.):\r\n     »Die größte Orgel Oesterreich's.\r\n     Der Chorherr des Stiftes St. Florian, Herr Wilhelm Pailler, schreibt im „Volksfreund” über das nunmehr glücklich beendete Orgel=Meisterwerk in St. Florian:\n     Vor fast genau hundert Jahren gab es gewaltig lange Gesichter im Stifte St. Florian [...] Probst Matthäus Gogl hatte nämlich den berühmten Abbate Franz X. Krismann berufen [... über die langwierige Entstehungsgeschichte der Orgel und die vielen aufeinanderfolgenden Orgelbauer ... Mauracher begann mit dem Neubau am 5.5.1873 ... über die neue Orgel]\n     Enthüllt wurde dieses Denkmal feierlich am 18. Oktober, am Vorabend des Namensfestes unseres Herrn Prälaten Ferdinand Moser. Zu allererst in's Feuer geführt ward die Vollendete von Professor Bruckner schon am 17. Nachmittags, wo derselbe bereits die Bach'sche Toccata et Fuga einübte, und wo sich die Mechanik schon gehörig bewähren konnte und bewährte.\n     [... Gäste: Abt von Göttweig, Prior Cölestin aus Kremsmünster, Dechant Arminger aus Steyr, Kapitulare aus Kremsmünster, Admont, Seitenstetten, Wilhering, Domkapellmeister Zappe, Bischof Rudigier ...]\n     Um halb 4 Uhr begann nach der kirchlichen Einweihung der Orgel die Produktion, und sinniger Weise sollten jene zwei Männer gleichsam ihre ideale Braut Gott und den Menschen vorführen, die von Jugend auf mit ihr vertraut, sie lieb gewonnen und lieb behalten hatten. Der k. k. Hoforganist und Professor Johannes [sic!] Bruckner, der berühmte Sieger im Nanziger Orgelkampf, verdankte ja die erste Weihe echter Tonkunst jener ehrwürdigen \"Krismannin\", deren Klängereichthum ihm zur wohlbenützten Schule ward, und der jetzige Stiftsorganist Herr Josef Seiberl, nicht minder schon dem alten Werke zugethan und es mit Meisterschaft bewältigend, verdiente wohl den herrlichen Lohn, nun als der erste dem neuerstandenen Tonkoloß all' seine Schönheit und Majestät abzulocken und fortan der unmittelbarste Herr und Meister von Mauracher's Schöpfung zu bleiben; - kein Wunder, daß diese beiden Künstler innige Freunde sind, wahrlich sie gehören zusammen, wie Phantasie und Gemüth.\n     [... über die Programmfolge ...] Es folgte nach einem Salve regina v. Suriano († 1620) die Toccata et Fuga, (wenn wir nicht irren in Dmoll) von Johann Sebastian Bach, mit siegreicher Ueberwältigung der enormen Schwierigkeiten glänzend gespielt vom Professor Bruckner. [... Hymne von Traumihler ...] Und nun wieder Orgelspiel: Freie Phantasie über zwei Themate aus Händels \"Alleluja\" von Professor Bruckner; einer solchen Phantasie dankte der Herr Hoforganist einst den Siegeslorbeer zu Nanzig, mehr brauchen wir nicht zu sagen. Schon klang aus den einleitenden Takten der \"Phantasie\" der Beginn des \"Lobgesanges\" rauschend an unser Ohr, und es ergoß sich nun der Wunderstrom dieser Mendelssohn'schen Cantate [... über den \"Lobgesang\" ...es] hallte wohl dieser Freudenton in allen Herzen wieder, besonders in dem des Meisters Mauracher und in den Seelen der Stiftsmitglieder, denen ja dieser Schatz nun auf immerdar zu eigen gehört.« (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "14.10.2024 08:01"}, {"ID": 187510295, "Datum": "29.10.1875, Freitag", "Haupttext": "Sitzung des Professorenkollegiums der Universität unter dem Vorsitz Dekan Schneiders (*) (Sueß, Hanslick u.a. fehlten). Hanslicks Gutachten zu Bruckners Gesuch vom 12.7.1875 wird von Prof. Zimmermann verlesen: \"Gegen die Bestellung Bruckners als unbesoldeter Lehrer [recte: Lektor?] der Harmonielehre und des Contrapunctes an der Wiener Universität obwaltet kein Bedenken.\"\r\nDer Antrag, Bruckner als unbesoldeten Lehrer zu bestellen, wird einstimmig angenommen, unterzeichnet von Schneider, Zupitza und Zeissberg.\r\nDas Protokoll nennt die Anwesenden: Dr. Schneider (Vorsitzender), die Professoren Hartel (Prodecan), Miklosich, Lorenz, Schenkl, Gomperz, Fenzl, Hoffmann, von Littrow, Tomaschek, Zupitza, von Oppolzer, Schrauf, Wiesner, Loschmidt, Tschermak, Zeissberg, Weiss, von Lang, Neumayer, Sachau, Lieben, Conze, Brentano, Boltzmann, Reichardt, Zimmermann, Vogt, Sickel, Thausing, Büdinger, Privatdozent Horawitz, als entschuldigt Sueß, Eitelberger, Schmarda und Hanslick.", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:51"}, {"ID": 187510315, "Datum": "31.10.1875, Sonntag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel weisen einige Zeitungen hin:\n \nDie Presse Nr. 302 auf S. 8:\r\n    \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Montag den 1. November um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Festmesse von Franz Schubert, Graduale (Altsolo) und Offertorium (Solo für Sopran und zwei Violinen) von Hofcapellmeister Randhartinger zur Aufführung bringen. Die Soli der Messe werden von den Damen Fräulein Ida Stenzl, Fräulein Ritter und den Herren Wilhelm Emrich und Eduard Teller, das Sopransolo von Fräulein Marie Haas, die Violinsoli von den Fräuleins Helene und Natalie Lechner und das Altsolo von Frau Doctor Weydl vorgetragen . Hoforganist Anton Bruckner spielt die Orgel.\" (*).\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1377 auf S. 7 (*)a,\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 303 auf S. 3f:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Anna Weydl=Pokorny ...] Die Orgel wird Hoforganist Professor Bruckner spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4018 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) ...Anna  Weydl=Pokorny ...] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 302 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Weydl=Pokorni ...] Hoforganist Bruckner spielt die Orgel.\" (°).\n \nArtikel \"Die größte Orgel Oesterreich's\" im Neuigkeits-Welt-Blatt Nr. 253 auf S. 3 [St. Florian 18.10.1875, kurze Notiz ohne Erwähnung Bruckners] (°°).\n \n \n(In der Hofkapelle Aufführung von Liszts Graner Messe, in der Hofoper \"Don Giovanni\" (°°°)).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 11:56"}, {"ID": 187511015, "Datum": "1.11.1875, Montag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr spielt Bruckner Orgel.\r\nEs erklingen unter Eders Dirigat eine Festmesse von Schubert und Graduale (mit Altsolo: Anna Weydl-Pokorny) und Offertorium (mit Sopransolo und 2 Violinen: Marie Haas, Violine: Natalie und Helene Lechner) von Randhartinger. Solisten bei der Messe: Ida Stenzl, Frl.Ritter, Wilhelm Emrich und Teller (*).\nSchreiben der Universität an das Kultusministerium [Stremayr]:\r\n     Dem Auftrag vom 14.10.1875 folgend werde Hanslicks Gutachten vorgelegt. In der Sitzung vom 29.10.1875 sei der Antrag, Bruckner als unbesoldeten Lehrer zu bestellen, einstimmig angenommen worden. Unterschrift Dekan Schneiders.\r\n\"Z. 84.\nHohes kk Unterr-Ministerium!\r\nDer ergebenst Gefertigte beehrt sich in Befolgung des h. Indorsat Auftrags vom 14 Oktbr dJ. Z. 15184, das Gutachten des Herrn Professor Hanslik über die Bestellung des Herrn Bruckner als Lector für Harmonielehre und Contrapunkt mit der Beifügung vorzulegen, daß dieses Gutachten Berathungsgegenstand des Professoren Collegiums in der Sitzung am 29 Oktbr dJ. gewesen ist, und daß der Schlußantrag des Professors Hanslik sich dahin zu äußern: \"daß gegen die Bestellung Herrn Bruckners als unbesoldeter Lehrer der Harmonielehre und des Contrapunktes an der Wiener Universität kein Bedenken obwalte\" einstimig angenomen wurde. Das Comunicat folgt sub ./. zurück samt Referat.\r\n       Wien am 1. Novber 1875.\r\n                          Schneider m/p\" (**).\nAnkunft Wagners in Wien (***).\r\nEr kommt in den nächsten Wochen auch mit Bruckner in Kontakt (°).\nWiederaufnahme von Verdis Requiem [vgl. Juni 1875] (°°).\nIn der Hofkapelle Aufführung von Mozarts C-Dur-Messe (°°°).", "Letzte Änderung": "13.11.2025 10:53"}, {"ID": 187511025, "Datum": "2.11.1875, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung von Verdis Requiem unter Hans Richter (*).\r\nRichard und Cosima Wagner sind unter den Zuhörern (**).\nBruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (***).\nDatierung Hans Rotts auf einer Notenhandschrift, die umseitig ein »Thema von Prf. Bknr.« enthält (°).", "Letzte Änderung": "15.09.2024 08:02"}, {"ID": 187511045, "Datum": "4.11.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Das Neuigkeits-Welt-Blatt Nr. 255 berichtet [auf S. 9] von der Orgeleinweihung in St. Florian (am 18.10.1875). Beim Empfang habe Propst Ferdinand Moser Bruckner eine Grabstätte in der Gruft unter Orgel zugesichert.\n     \"Eine Gruft für den Musiker. Wie das \"Welt=Blatt\" in seiner letzten Sonntag=Nummer berichtet, ist in den jüngsten Tagen im Stifte St. Florian in Oberösterreich eine gewaltige Orgel, die bis jetzt größte in Oesterreich, eingeweiht worden. Den künstlerischen Akt der Einweihung vollzog der Musiker Herr Bruckner durch den trefflichen Vortrag einiger kirchlichen [sic] Nummern. Nach dem solennen Feste in der Kirche fand im Stifte ein Bankett statt und der erste Toast, der ausgebracht wurde, galt Herrn Bruckner. Der Herr Prior sagte in seinem Trinkspruche, er habe die Bestimmung getroffen, daß Herr Bruckner nach seinem hoffentlich noch lange nicht eintretenden Ableben nach St. Florian überführt werde, und daß seine entseelte Hülle in der Gruft, welche sich unter der neuen Orgel befindet und nur für hohe Würdenträger bestimmt ist, die ewige Ruhe finde.\"", "Letzte Änderung": "19.01.2026 12:09"}, {"ID": 187511075, "Datum": "7.11.1875, Sonntag", "Haupttext": "Bei der von J. B. Krall organisierten Feier des 50jährigen Bestehens des Kirchenmusikvereins bei St. Karl wird Beethovens C-Dur-Messe unter Hellmesbergers Leitung aufgeführt, Chordirektor ist Herr Rupprecht. Solisten: Frau Leeder, Frl. Marschall, Herren Adams und Mayerhofer; Bruckner wirkt als Organist mit. Die Festpredigt hält Pater Hermann Schubert, ein Bruder Franz Schuberts. (*).\n1. Philharmonisches Konzert - das erste unter Hans Richters Leitung - mit Werken Wagners (war anwesend), Bachs und Beethovens (3. Sinfonie) (**).\nBruckner beendet die Partitur[skizze?] des Finales der 5. Symphonie (***).\nIn einem Bericht des Grazer Volksblatts Nr. 255 [auf S. 5] über die neue Orgel in St. Florian wird Josef Seiberl mit Bruckner verglichen:\r\n          \"Die größte Orgel Oesterreich's.\r\n     Dieselbe befindet sich in dem Stifte St. Florian in Oberösterreich. [... der Autor hatte Seiberl besucht ... Beschreibung der Orgel und ihrer Register ... Seiberl spielte Fuge über BACH ...]\r\n     Herr Seiberl besitzt nicht nur eine große technische Fertigkeit, mit welcher er das kolossale Instrument zu behandeln versteht, sondern er spielt, was noch weit mehr zu schätzen ist, mit tiefem Gefühle. Fachkenner behaupten, daß Seiberl dem berühmten Hoforganisten Bruckner in Wien würdig zur Seite stehe.\r\n     Wir glauben nur einer Pflicht zu genügen, wenn wir auf Mauracher's Riesen=Orgel, dieses wahre Kunstwerk durch heimische Kraft geschaffen, welches noch nicht, wie es dasselbe verdient, genugsam bekannt ist, und auf jenen Mann, der es so meisterhaft zu behandeln versteht, unsere geehrten Leser aufmerksam machen.\r\n       Prof. Dr. Eugen Retoliczka.\" (°).\nVon der Orgeleinweihung am 18.10.1875 berichtet auch die Grazer Vorstadt-Zeitung Nr. 121 auf S. 1f, signiert \"F. N.\":\nDie große Orgel in der Stiftskirche St. Florian nächst Linz.\r\n     Wer hätte nicht früher schon gehört von der großen Orgel in der Stiftskirche St. Florian, und wer sie gehört, nicht ergriffen worden sein von der mächtigen Fülle der Töne dieses großen Werkes; [... über die Geschichte und den Neubau der Orgel, den Jodok Stülz kurz vor seinem Tod veranlasst habe ...]\r\n     Diese Orgel wurde am Vorabende des Namensfestes des besonders wegen seiner Menschenfreundlichkeit allgemein hochgeachteten hochw. Hrn. Prälaten Moser, zum ersten Male in seiner [sic] ganzen Vollendung, von dem weltberühmt gewordenen Hoforganisten und Professor Bruckner, sowie seines Nacheiferers [sic] dem tüchtigen Stiftsorganisten und Tenoristen Seiberl, in Gegenwart mehrerer kirchlichen [sic] Würdenträger, und einem ausgewählten Publikum [sic] aller Stände von Nah und Ferne gespielt.\r\n     Was nun die künstlerischen Hände dieser beiden Organisten abwechslungsweise auf dem neugeschaffenen kolossalen Werke des großen Meisters Mauracher geleistet haben, war wahrhaft großartig.\r\n     [... Lob für den Klang der Orgel ...] - Dieses ausgezeichnete Tonwerk steht nun da als Zierde und Kunstwerk des Stiftes St. Florian und des Landes Oberösterreich. Wolle es jederzeit seine Meister loben.         F. N.\" (°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:32"}, {"ID": 187511085, "Datum": "8.11.1875, Montag", "Haupttext": "Erlaß des Kultusministeriums:\r\n     Aufgrund des Berichts vom 1.11.1875 wird Bruckner als unbesoldeter Lektor für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Universität zugelassen. Unterschrift Stremayrs.\n\"[Prägestempel]\nK. K. MINISTERIUM | FÜR CULTUS UND UNTERRICHT\n17707\n     In Erledigung des Berichtes vom 1. November l. J. Z. 84 finde ich den k. k. Hoforganisten  und Professor am Wiener Musik-Conservatorium Anton Bruckner als unbesoldeten Lector für Harmonielehre und Contrapunkt an der philosophischen Fakultät der Wiener Universität zuzulassen.\r\nDie Berichtsbeilagen [Randbemerkung: \"1 St Referat in Verstos gerathen ./.\"] folgen zur weiteren Veranlassung und Verständigung Bruckner's zurück.\n     Wien den 8. November 1875.\nDer Minister für Cultus und Unterricht\n                           Stremayr\n[unten:]\nAn das Decanat des philosophischen Professoren-Collegiums der k. k. Universität in Wien\" (*).\n \nEintragung in einer Aktenübersicht der Wiener Universität:\r\n\"169. | 8. Novbr [1]875 | Min Erl über Zulassung als unbesold Lector an d. w. Univ.\" (**).\n \nBrief von Ferdinand Moser an Alfred Ritter von Arneth:\n     Bericht von dem Gottesdienst am 19.10.1875 und vom Kirchenkonzert am Vortag (***).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 10:23"}, {"ID": 187511095, "Datum": "(9.11.1875, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511105, "Datum": "10.11.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Von der Aufführung der Beethoven-Messe am 7.11.1875 (mit Bruckner an der Orgel) berichten\n \ndas Fremdenblatt Nr. 311 auf S. 10f:\n     \" - An der Feier des 50jährigen Bestandes des Kirchenmusik=Vereins bei St. Karl nahmen die Freunde der Kirchenmusik lebhaften Antheil. [... erwähnt werden J. B. Krall, Hermann Schubert, Josef Hellmesberger, Leeder, Marschall, Adams und Mayerhofer ...] Herr Professor Pruckner führte den Orgelpart aus. Nach Beendigung des Hochamtes überreichte eine Deputation des Vereins dem verdienten Chordirektor Herrn Rupprecht einen prachtvollen silbernen Pokal.\" (*)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 4027 auf S. 6f:\n     \" - Das fünfzigjährige Bestehen des Kirchenmusik=Vereins bei St. Karl ist ein Ereigniß, welches von dem musikalischen Wien, insbesondere aber von allen Freunden der Kirchenmusik, freudig begrüßt wurde. [... erwähnt werden J. B. Krall, Hermann Schubert, Joseph Hellmesberger, Leeder, Marschall, Adams und Mayerhofer ...] Herr Professor Pruckner führte den Orgelpart aus. Nach Beendigung des Hochamtes ging eine Deputation des Vereins auf das Chor und verehrte dem hochverdienten Chordirector, Herrn Rupprecht, einen prachtvollen silbernen Pocal.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511115, "Datum": "11.11.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Die Tagespost erwähnt Bruckner auf S. 3 im Bericht über das erste Konzert der Linzer Liedertafel »Frohsinn« unter dem neuen Chormeister Hummel: »Liedertafel »Frohsinn«. [/] Linz, 9. November 1875. [/] Die Liedertafel »Frohsinn« gab gestern im städtischen Volksgartensalon ihr erstes Konzert unter ihrem neuen Chormeister Herrn Hummel. [...] lauschten wir nicht nur dem wundervollen, blos geflüsterten Pianissimo aus der Pruckner'schen Dirigentenzeit, sondern erwärmten uns auch an der ergreifenden Wirkung des zum mächtigen Fortissimo anschwellenden Crescendo, an der Energie im Ausdrucke und der tadellosen Präcision des Vortrages. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511135, "Datum": "13.11.1875, Samstag", "Haupttext": "Artikel im »Vaterland« Nr. 314, S. 1 und (14.11.1875) Nr. 315, Beilage S. 1, über die Orgelweihe am 18./19.10. (teilweise Übernahme von Anton Edtls Artikel [23./24.9.1875]).\r\n         »Die große Orgel zu St. Florian\r\n      In der Kirche des Chorherrenstiftes St. Florian in Oberösterreich wurde kürzlich eine Orgel fertig gemacht, die eines der größten und kunstreichsten Orgelwerke Europa's ist; denn nur in London ist eine größere Orgel [... Geschichte der Orgel ... technische Details ... Bericht von der Feier am 19.10.1875 ...] Nach diesem [Chor von Suriano] spielte der k. k. Hoforganist und Professor Anton Bruckner, der sich in Nancy und London die Anerkennung als größter Orgelmeister errang, die Toccaten von J. Bach; und nachdem ein Hymnus zu Ehren des Hauspatrons, des heil. Florian, in Musik gesetzt von Regenschori Traumihler, mit Orgelbegleitung gesungen war, führte Professor Bruckner mit hinreißender Meisterschaft ein Thema über Händl's »Alleluja« durch. Die Aufführung der Cantate »Lobgesang« von Mendelssohn machte den Schluß. \r\n    Ueber den Eindruck, den diese vielstimmige Orgel machen kann, schrieb ein Linzer Professor, ein geistreicher und musikkundiger Mann, im »L. V.« [Linzer Volksblatt?] Folgendes: \r\n    »Laß dich die Welt nicht fangen, brich durch - und mache kein weiteres Federlesen, sondern schreibe, was du an einem der vielmilden und sonnigen Septembertage zu St. Florian gehört und gesehen hast. [... es folgt ein eher poetisch gehaltener Abschnitt ...] (Schluß folgt.)« [14.11.1875, auch dort nicht signiert] (*).\nDas Neue Fremdenblatt Nr. 314 weist auf S. 2 der Abendausgabe auf die Kirchenmusik vom 15.11.1875 hin:\n     \" - (Kirchenmusik.) Montag den 15. d. um 11 Uhr wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin das Fest des heiligen Leopold feierlichst begangen, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's weihevolle Nelsonmesse, Grad. (Tenorsolo mit Chor von Ritter v. Seyfried), Offertorium (Altsolo von Frau Baronin Ruttenstein) aufführt, und die Soli Frau Professorin Adele Passy=Cornet, der k. k. Hofopernsänger Karl Adams und die k. k. Hofopernsängerin Wilhelmine Tremel vortragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird am Schlusse des Hochamts eine Orgel=Fuge spielen.\" (**).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:42"}, {"ID": 187511145, "Datum": "14.11.1875, Sonntag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen einige Zeitungen hin:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1390 auf S. 6 (*),\n \nIllustrirtes Wiener Extrablatt Nr. 315 auf S. 4:\r\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hoforganist Professor Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen.\" (*a),\n \nDie Presse Nr. 315 auf S. 9:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Montag den 15. November um 11 Uhr das Fest des heiligen Leopold feierlichst begangen, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's prachtvolle Nelsonmesse, Graduale (Tenorsolo mit Chor) von Ritter v. Seyfried und Offertorium (Altsolo) von Baronin Constanze Ruttenstein zur Aufführung bringt. Die Soli der Messe werden von Frau Professorin Adele Passy=Cornet, Fräulein Ritter, Mitglied des k. k. Hofoperntheaters, und den Herren Edmund Dunkl, Eduard Teller, das Qui tollis von Herrn Adolph Wallnöfer und die Einlagen von den k. k. Hofopernsänger Karl Adams und der k. k. Hofopernsängerin Wilhelmine Tremel vorgetragen. Hoforganist Anton Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4031 auf S. 6:\r\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Professor Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen.\" (***).\nFortsetzung des gestrigen Berichts im »Vaterland« Nr. 315, Beiblatt S. 1f, über die Orgeleinweihung in St. Florian; Bruckner wird erwähnt und Seiberl besonders gewürdigt.\r\n     \"Die große Orgel zu St.Florian.\r\n          (Schluß.)\r\n     Doch horch! Auf einmal läßt sich im ersten Manuale die Stimme der Viola baritona 8' vernehmen; [... ausführlich und sehr poetisch über die einzelnen Register ... über Seiberls Orgelfuge, die leichte Spielbarkeit der Orgel im Vergleich zu früher ...]\r\n     Unbeschreiblich war auch die Wirkung der Production am 18. October [... \"Lobgesang\" ... Prälat Mosers Lobspruch auf Mauracher am 19.10.1875 ...] und oft möge er kommen und sich erfreuen an den Klängen seines herrlichen Meisterwerkes. Und auch jener zwei Männer muß gedacht werden, deren Namen mit der Orgel von St. Florian untrennbar verbunden sind, des Meisters im Spiel, des Professors Bruckner, der, nachdem er bei der hiesigen Orgel den Grund zu seiner Kunst gelegt, nun zu europäischem Ruhm gelangte, sowie seines Nachfolgers und Freundes, des jetzigen Organisten Joseph Seiberl, der auf dem Wege ist, seinem älteren Freunde nachzustreben.\r\n     Wahre Kunst verfeinert und veredelt; beide sind Söhne von Schullehrern, die seiner Zeit unter dem Patronate von St. Florian wirkten, beide bewahren dem Hause treue Anhänglichkeit, edlen Charakters, verbindet sie beide wahre Freundschaft, beide sind sie Meister, die lauten Dank verdienen, daß sie Mauracher's großes Werk so herrlich zum Ausdruck bringen. [... Mauracher hat sechs weitere Register unentgeltlich gebaut...]\r\n     Das Werk steht nun vollendet da [...] Wäre es noch nicht fertiggestellt, jetzt könnte es nicht mehr gebaut werden; für solche Schöpfungen ist das neue Pfründenbesteuerungsgesetz der Schlußpunct.\" [keine Signatur] (°).\n(Gesellschaftskonzert unter Herbecks Leitung mit Werken von Haydn, Schubert, Herbeck und Mendelssohn (»Lobgesang«) (°°). Cosima Wagner im Publikum (°°°)).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:43"}, {"ID": 187511155, "Datum": "15.11.1875, Montag", "Haupttext": "Bruckner wirkt um 11 Uhr als Organist (Improvisation einer Orgelfuge) bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche mit. Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung Haydns Nelson-Messe, ein Graduale (mit Tenor-Solo: Karl Adams) von Ritter von Seyfried und ein Offertorium (mit Alt-Solo: Wilhelmine Tremel) von Baronin Constanze Ruttenstein. Solisten: Adele Passy-Cornet, Frl. Ritter, Edmund Dunkl, Eduard Teller und (im »Qui tollis«) Adolph Wallnöfer.", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:44"}, {"ID": 187511175, "Datum": "17.11.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht im Österreichischen Volksfreund Nr. 263, S. 2, über die Kirchenmusik am 15.11.1875, bei der Bruckner zum Schluß eine Orgelfuge spielte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511185, "Datum": "18.11.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Brief der Universität an Bruckner:\n     Aufgrund des Berichtes vom 1.11.1875 habe das Kultusministerium [Stremayr] am 8.11.1875 Bruckner als unbesoldeten Lektor für Harmonielehre und Kontrapunkt zugelassen. Unterschrift des Dekans Dr. Schneider.\n\"[Prägestempel?]\nPHILOSOPHISCHE FAKULTÄT WIEN | PROFESSOREN KOLLEGIUM\nZ. 169.\nDas hohe k. k. Ministerium für Cultus &amp; Unterricht hat mit Erlaß vom 8tn November 1875. Z. 17707 in Erledigung des hierortigen Berichtes vom 1. November l. J. Z. 84. Sie als Lecto unbesoldeten Lector für Harmonielehre und Contrapunkt an der philosophischen Facultät der Wiener Universität zuzulassen befunden.\n     Wien den 18. Novbr [1]875.\n          Der Decan der philos. Facultät\r\n                                 Dr Schneider\n                                Mund 18/11 [1]875:\n                                             W\" [Wolschan] (*).\nKanzleivermerk, Vermerk Schneiders, Aktenvermerk von Wolschan und Empfangsbestätigung Bruckners auf [?] dem Schreiben vom 8.11.1875 [Rückseite?? vermutlich auf einem Beiblatt]:\r\n\"prs. 18. Novbr [1]875.\r\n            Z. 169.\nZu intimiren.\r\n         18/11 [1]875.\r\n                     Schneider\nIntim cop 18/11 1875.\r\n               Wolschan\nIntimat erhalten.\r\n          Brucknermp.\" (**).\nKammerkonzert des Hellmesberger-Quartetts (mit Beethovens op. 132 in a-Moll [1182/299]); Cosima Wagner lernt dabei Brahms kennen, der bei seinem Klavierquartett mitwirkt (***).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 10:24"}, {"ID": 187511195, "Datum": "19.11.1875, Freitag", "Haupttext": "Artikel (Bekanntgabe des musikalischen Programms) über die Orgelweihe in St. Florian [18.10.1875] im Musikalischen Wochenblatt Nr. 47, S. 595.\n     »[...] Orgelimprovisation des Hrn. J. Seiberl (behufs Vorführ. der hervorragenden Register), »Salve Regina« v. Suriano, Toccata u. Fuge in D moll v. Bach, St. Florians-Hymne v. Traumihler, Improvisation über Händel's »Hallelujah« des Hrn. A. Bruckner a. Wien, »Lobgesang« von Mendelssohn.«", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:34"}, {"ID": 187511215, "Datum": "21.11.1875, Sonntag", "Haupttext": "In einem Artikel der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung, S. 3, signiert »Florestan«, wird die Zusammenstellung der Wiener Konzertprogramme kritisiert: Bruckners Werke würden aufgeführt [2. Symphonie am 20.2.1876 gemeint?], nicht aber die von Brahms. »Concerte. [/] Als vor zehn Jahren der »Haydn«=Verein in seiner Palmsonntags=Akademie Mendelssohn's aufführte [... über das 1. Gesellschaftskonzert am 14.11.1875 ... über den allzu herben Tadel an der Programmgestaltung ...] Man hat den beiden großen Concert=Instituten verargt, daß der Tondichter Brahms für sie heuer gar nicht zu existiren scheint, während Bruckner, Rufinatscha u. s. w. freundliche Berücksichtigung fanden. [... möglicher Grund: eine Überfütterung mit Brahmsscher Kost? ...].", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:13"}, {"ID": 187511225, "Datum": "22.11.1875, Montag", "Haupttext": "Premiere der von Wagner selbst überwachten Neueinstudierung des »Tannhäusers« unter Hans Richters Leitung. \n\nHugo Wolf besuchte diese Aufführung (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511235, "Datum": "(23.11.1875, Dienstag", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511255, "Datum": "25.11.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner entwirft die Antrittsrede für die erste Vorlesung an der Universität (*).\nZweite Aufführung von Wagners neuinszeniertem »Tannhäuser« (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 10:25"}, {"ID": 187511285, "Datum": "(28.11.1875, Sonntag (1. Advent))", "Haupttext": "Uraufführung von Herbecks »Symphonischen Variationen« im 2. Philharmonischen Konzert unter seiner Leitung. Hans Richter dirigierte Werke von Liszt (»Hunnenschlacht«), Weber und Beethoven (1. Sinfonie) (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511295, "Datum": "29.11.1875, Montag", "Haupttext": "Ursprünglich geplanter Termin für Bruckners Antrittsvorlesung an der Universität.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187511305, "Datum": "(30.11.1875, Dienstag)", "Haupttext": "Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512005, "Datum": "Dezember 1875 (?)", "Haupttext": "Harmonielehre und Kontrapunkt werden als neue Fächer an der Universität eingerichtet (*).\nVon der Philosophischen Fakultät ist ein Hörer (Krumpholz) für das Wintersemester 1875 inskribiert (**).", "Letzte Änderung": "09.11.2024 18:30"}, {"ID": 187512055, "Datum": "(5.12.1875, Sonntag, 2. Advent)", "Haupttext": "2. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Mozart, Bach und Händel.\r\nWagner dabei, ist von Frau Wilt »sehr entzückt«.\nAbends 3. Aufführung des »Tannhäuser« (*).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:34"}, {"ID": 187512065, "Datum": "6.12.1875, Montag", "Haupttext": "Zweiter geplanter Termin für Bruckners Antrittsvorlesung an der Universität.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512125, "Datum": "(12.12.1875, Sonntag)", "Haupttext": "Richard und Cosima Wagner mit Carl Goldmark im 3. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter. [*] Aufgeführt wurden Werke von Berlioz, Chopin und Schumann (2. Sinfonie). Anschließend trifft Wagner mit Hugo Wolf zusammen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512155, "Datum": "15.12.1875, Mittwoch", "Haupttext": "Premiere der von Wagner überwachten Neueinstudierung des »Lohengrin« unter Hans Richters Leitung (*). Hugo Wolf berichtet, daß auch Siegfried Wagner und eine Wagner-Tochter der Aufführung beiwohnten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512195, "Datum": "(19.12.1875, Sonntag)", "Haupttext": "Hugo Wolf besucht die Aufführung von Webers »Freischütz«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512225, "Datum": "(22.12.1875, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium mit Aufführung eines Klavierquintettsatzes von Krzyzanowsky.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512255, "Datum": "(25.12.1875, Samstag)", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Don Giovanni«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512265, "Datum": "(26.12.1875, Sonntag)", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven, Raff und Berlioz (Harold; Solist: J. Hellmesberger).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512305, "Datum": "30.12.1875, Donnerstag", "Haupttext": "Das Kärntner-Blatt Nr. 52 berichtet auf S. 6f von der Orgeleinweihung in St. Florian am 18.10.1875:\n      \"Oesterreichs größte Orgel.\n         (Von einem Kärntner in der Fremde.)\n              [Schluß.]\n     Nachdem nun am Feste des hl. Florian im Jahre 1873 Krismanns \"erschöpfte, hundertjährige Alte\" nicht weniger als der Herr Stiftsorganist, der sie \"schlug\", zum letzten Mal sich angestrengt hatte, begann man allmählich die Orgel fast gänzlich abzutragen. [... über den Neubau, die Einweihung am Vorabend des Namenstages von Prälat Ferdinand Moser ... über das vielstimmige Laberint [sic] - so der Eindruck auf wenig vertraute Musiker -, aus dem ein Ausgang gebahnt werden müsse ...]\n     [...] Deshalb haben auch nur Meisterhände, Künstlerkräfte sich denselben gemacht, zwei Männer, die, wie der \"österreichische Volksfreund\" [23./24.10.1875] schön sich ausdrückt, \"ihre ideale Braut Gott und den Menschen vorführen sollten, die von Jugend auf mit ihr vertraut, sie liebgewonnen und lieb behalten hatten;\" auf die, ich darf mit Recht diese Worte noch hinzufügen, das Stift mit ebenso großer Freude hinblickt, weil sie in ihm die Bahn zu ihrer Meisterschaft gefunden, als sie selbst das Haus als die Wiege ihrer Kunst lieben und in Dankbarkeit hochachten. Es ist der k. k. Hoforganist und Professor Anton Bruckner, der aus dem Londoner und Nanziger Orgelkampfe als mit Ceziliens Lorbeerkranz gekrönter Sieger hervorging, und auch hier wiederum mit jener staunenerregender [sic], , künstlerischer Gewandtheit J. Bach's Toccaten spielte, wo man sie nur von seinem Weltrufe erwarten konnte. Und jetzt, wo soll ich nur Worte finden, um den Gefühlen gebührenden Ausdruck zu geben, die uns alle bewegten, als der rühmlichst bekannte Stiftsorganist Josef Seiberl, des ersteren Freund und Kunstgenosse, die einzelnen Register der Orgel vorführte? [... über den Orgelklang, Mendelssohns \"Lobgesang\", Traumihlers organisatorische Leistung, über Maurachers Verdienste, die der Prälat im Trinkspruch würdigte ...] Im Hause von St. Florian, wo er dieses Werk hergestellt, wird er immer offene Pforten und offene Herzen finden, und oft möge er kommen und sich erfreuen an den Klängen seines herrlichen Meisterwerkes.\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187512313, "Datum": "Ende Dezember 1875 (?)", "Haupttext": "Der Neujahrsgruß der Hofmusikkapelle an Louise Andreis, die Nichte Ludwig Rotters könnte auch auf den 1.1.1876 bezogen werden.", "Letzte Änderung": "16.09.2024 15:03"}, {"ID": 187513005, "Datum": "1875/76", "Haupttext": "Bruckner war in diesen Jahren bei der Familie Marböck (Seeböck) in Melk zu Besuch [siehe die Anmerkung] (*).\n \nAuch aus den Achtziger Jahren werden Besuche in Melk überliefert: Bei einer überlangen Improvisation wurde er von Abt Karl ermahnt, aufzuhören - \"es ist schon höchste Zeit!\" - \"Höchste Zeit ... zu das denn?\" - \"Ins Bierzimmer!\" - worauf Bruckner endete und sich in den Gartenpavillon begab. Der Abt versprach ihm eine Extraschüssel Schinken (**).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 10:25"}, {"ID": 187600005, "Datum": "1876", "Haupttext": "Akos Kiss wird (bis 11.5.1877) Bruckners Privatschüler (*).\nBruckner führt in seinen letzten drei Messen rhythmische Kontrollen durch (**).\nDatierung in der von Krzyzanowski geschriebenen Partitur des »Symphonischen Präludiums« [komponiert möglicherweise von Bruckner oder Gustav Mahler(?)] (***).\nMetrische Studien Bruckners zu Beethovens Symphonien Nr. 3 und 9 und zu seiner 4. Symphonie (Juni bis Oktober 1876) (°).\nKalendernotizen: Namen und Adresse Mathilde Kraliks (Mai) (°°) und Hch. Wallmanns (#), »Urbanetz Sechshauserstr 44.« (##).\n»Fromme's Musikalische Welt« Jg. 1876, erwähnt auf S. 75 in der Musikalischen Statistik Bruckner als Mitglied des Konservatoriums (Harmonielehre, Kontrapunkt, Orgel) (a) und notiert auf S. 90 unter »Wiener Musiker-Adressen« »Bruckner, Ant: IX. Währingerstr. 41« (b).\nDer Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 4. Jahrgang 1876 (Wien 1877), listet im Verzeichnis der Mitglieder auf S. 25 auch Bruckner auf (c).", "Letzte Änderung": "31.03.2025 22:07"}, {"ID": 187600007, "Datum": "1876 - 1880", "Haupttext": "Bruckner besucht Friedrich Schiffner in Waidhofen.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 05:46"}, {"ID": 187601005, "Datum": "Januar 1876", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »Anna Kalch (Apolina) Währing N. 39 ebenerdig Thür 3. Johannesgasse 39., EH. Matzenauer Journalist Wien 8. Bez Buchfeldgasse N 13. 3. St. Th 8., H Ritter Samstag nach 7 Uhr Abends. 3/4 8. 3/4 9 Uhr. H Ritter Mariahilferstraße 114. 2. St. Th 25.« und »H Cybulz Landstraße Blüthengasse N 6.« [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "18.11.2024 15:24"}, {"ID": 187601065, "Datum": "(6.1.1876, Donnerstag)", "Haupttext": "1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Liszts »Legende von der Hl. Elisabeth«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187601095, "Datum": "(9.1.1876, Sonntag)", "Haupttext": "5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Viotti, Weber/Berlioz und Beethoven (»Pastorale«).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:52"}, {"ID": 187601105, "Datum": "(10.1.1876, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187601135, "Datum": "(13.1.1876, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend der Opernschule des Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "21.07.2025 23:05"}, {"ID": 187601235, "Datum": "(23.1.1876, Sonntag)", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von H. Hofmann, Gluck, Beethoven und Weber.", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:45"}, {"ID": 187601285, "Datum": "28.1.1876, Freitag", "Haupttext": "Brief von Josef Labor an Johann Evangelist Habert: \r\n   Über seinen Abstecher nach St. Florian, wo er mit Traumihler gesprochen habe und nach einer einstündigen Improvisation Seiberls selbst die Orgel spielen konnte. Ihn tröste Josef Seiberls Bemerkung, daß ihm Bruckner im Pedalspiel nicht gleichkomme; dieser habe acht Tage vor der Orgelprobe [18.10.1875] fleißig Bachs Toccata geübt.\r\n    \"[...] Mein Trost war der, dass, wie Herr Seiberl mir erzählt, Bruckner acht Tage vor der Orgelprobe fleißig übte, um die Toccata vorzuführen. Ich weiß nicht recht, was ich mit einer Bemerkung des Herrn Seiberl machen soll. Es sagte mir nämlich unter anderem: 'Nehmen Sie's nicht übel, wenn ich Ihnen sage, dass Sie im obligaten Pedalspiel Ihresgleichen suchen können, ich glaube nicht, dass es Bruckner so zusammenbringt.' [...]\" (*).\nBeim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Orgelschüler Steudner die Orgelsonate in A-Dur von Mendelssohn (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:35"}, {"ID": 187602055, "Datum": "5.2.1876, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen kündigen Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik an:\n \nDie Presse Nr. 35 auf S. 10:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 6. Februar um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von Hahn, Graduale (Altsolo) und Offertorium (Sopransolo) von Director Johann Krall zur Aufführung bringen. Die Soli der Messe werden die Damen Fräulein Ida Ennulat und Frau Marie Fritsch vortragen. Hoforganist Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 35 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (*) ... Haahn ...] Hof=Organist Prof. Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4111 auf S. 5:\n    \"[inhaltlich wie (*) ... Haahn ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\n \nNeues Fremdenblatt Nr. 35 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*) Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°)\n \nund Illustrirtes Wiener Extrablatt Nr. 35 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*). Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 16:57"}, {"ID": 187602065, "Datum": "6.2.1876, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Deutschen Zeitung Nr. 1471 auf S. 7 (*).\nBei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr wirkt Bruckner an der Orgel mit.\r\n   Aufgeführt werden unter Eder eine Messe von Hahn (Haahn) und Graduale (mit Altsolo) und Offertorium (mit Sopransolo) von Johann Krall. Solisten: Ida Ennulat und Marie Fritsch (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 16:27"}, {"ID": 187602105, "Datum": "(10.2.1876, Donnerstag)", "Haupttext": "Generalversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins. Zum Vorstand gehören Karl Wolf, Ludwig Koch, Franz Köstinger, Moritz Wlasak und Ludwig Lechner, zum artistischen Ausschuß Obmann Wolf, Guido Adler, Boller, Felix Mottl und Nechansky.", "Letzte Änderung": "12.11.2024 11:58"}, {"ID": 187602165, "Datum": "16.2.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Hans Rott spielt beim Vortragsabend des Konservatoriums eine Komposition von Rinck (Choral mit Variationen).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187602175, "Datum": "17.2.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Das Programm des Gesellschaftskonzerts am 20.2.1876 (mit Bruckners 2. Symphonie) wird von einigen Blättern bekannt gegeben:\n \nFremdenblatt Nr. 47 auf S. 6:\n     \" - Das dritte ordentliche Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde, welches diesen Sonntag den 20. d. und nicht - wie auf den Sitzbilletten irrthümlich angegeben ist - am 27. abgehalten wird, bringt als Novität eine Symphonie in C-moll von Professor Anton Bruckner unter der persönlichen Leitung des Komponisten, ferner Vokal=Chöre [...]\" (*),\n \nDie Presse Nr. 47 auf S. 11:\n     \" - Das dritte ordentliche Concert der Gesellschaft der Musikfreunde, welches diesen Sonntag den 20. d. M. - und nicht wie auf den Sitzbilletten irrthümlich angegeben ist, am 27. - abgehalten wird, bringt als Novität die erste Aufführung einer Symphonie in C-moll von Professor Anton Bruckner unter der persönlichen Leitung des Componisten, ferner Vocalchöre [...]\" (*a),\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 47 auf S. 4 (»nicht ... am 27.« inhaltlich identisch) (**)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4123 auf S. 6:\n    \" - Das dritte ordentliche Concert der Gesellschaft der Musikfreunde, welches Sonntag den 20. d. M. und nicht, wie auf den Sitzbilletten irrthümlich angegeben ist, am 27. abgehalten wird, bringt als Novität die erste Aufführung einer Symphonie in C-moll von Professor Anton Bruckner unter der persönlichen Leitung des Componisten, ferner Vocal=Chöre [...]\" (***).\n\r\nBrief von Eduard Hanslick (Adressat unbekannt):\r\n»17 Febr. 876.\r\nSehr geehrter Herr!\r\nMöchten Sie so gut sein, meinem Gedächtnis[ß?] / nachzuhelfen in betreff der Bruckner'schen / Sinfonie, die Son[n]tag gegeben wird? / Es soll ja dieselbe sein, die das Philharm. / Orchester vor einigen Jahren, unter / Bruckners Direction gespielt hat. War / das ein „Philharmonisches Concert” oder / ein von Bruckner selbst gegebenes? / Und wann war diese 1te Aufführung? / Ich kan[n] mich nicht genau erin[n]ern und / wäre Ihnen für 2 Worte sehr dankbar!\r\nHochachtungsvoll\r\nIhr ergebener\r\nDrEdHanslick.« (°).", "Letzte Änderung": "26.03.2023 16:47"}, {"ID": 187602185, "Datum": "18.2.1876, Freitag", "Haupttext": "Die Morgenpost Nr. 48 auf S. 4 (*) \nund die Österreichische Volkszeitung (**)\n\nweisen auf die Aufführung der 2. Symphonie [»Novität«] am 20.2.1876 hin.\n\n\n(*) \" * Das dritte ordentliche Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde, welches diesen Sonntag, den 20., abgehalten wird, bringt als Novität die erste Aufführung einer Symphonie in C-moll vom Professor Anton Bruckner, unter der persönlichen Leitung des Komponisten, ferner Vokalchöre [...]\" (*).\n\n\n(**) (\"[das Konzert], welches diesen Sonntag und nicht, wie auf den Sitzbilleten irrthümlich angegeben ist, am 27. d. abgehalten wird\") (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187602205, "Datum": "20.2.1876, Sonntag", "Haupttext": "Im 3. Gesellschaftskonzert dirigiert Bruckner seine 2. Symphonie in einer auf Anraten Herbecks gekürzten und umgearbeiteten Fassung (*). \r\nDie übrigen Werke (Beethoven, Chöre von Schubert und Schumann) leitet Herbeck (**).\r\n     Die Solisten des Tripelkonzerts sind Hellmesberger, Friedrich Grützmacher und Epstein (***), die Solisten bei Schumann sind Niegel, Neumann, v.d. Tann und Maas (°). Eintragung der Bratschisten Georg Richter und Steiner in der Orchesterstimme (°°).\r\n     Anwesende Kritiker: Laurencin, Hanslick, Gehring, Kulke [nicht: Kremser], Ambros.\r\nRichard Heuberger am 7.1.1894:\r\n\"[...] Herbeck hat vor 18 Jahren dieselbe Symphonie einmal in Wien in einem Concerte als erste Nummer gebracht. Er war aber \"klug und weise\" und setzte als nächstes Stück Schuberts \"Verleih' uns Frieden\", als drittes . . .  \"Die Romanze vom Gänsebuben\" aufs Programm. Ein Concertzettel mit Anspielungen.\"", "Letzte Änderung": "30.11.2024 06:01"}, {"ID": 187602206, "Datum": "nach dem 20.2.1876", "Haupttext": "Kritik Laurencins über die 2. Symphonie (»Illustrirtes Musik- und Theater-Journal« 1 (1875/76) Sp.691).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187602225, "Datum": "22.2.1876, Dienstag", "Haupttext": "(*) Kritik Hanslicks über die 2. Symphonie in der »Neuen Freien Presse« Nr. 4128 auf S. 7, signiert »h.«:\r\n»(Concert.) h. Das dritte Gesellschafts=Concert wurde mit einer Symphonie von Anton Bruckner eröffnet, welche der Componist persönlich dirigirte. [... über den Begriff »neu« ...] Für die \"Zweite in D-moll\" war ja obendrein durch die Zeitungsnotiz agitirt worden, Richard Wagner habe ... die Widmung der Partitur angenommen [... Wiederholung der alten Vorbehalte gegen das Werk ... über den gewaltsam-demonstrativen Beifall und den Protest dagegen durch Zischen ...] kann man diese ganz ausnahmsweise Opposition nur als einen Act der ästhetischen Nothwehr des Stammpublicums der Gesellschafts=Concerte auffassen. Jedenfalls wurde mit der Wiederholung von Bruckner's C-moll-Symphonie dem Publicum ein sehr zweifelhaftes Vergnügen und dem Componisten ein ebenso zweifelhafter Dienst erwiesen. - Als ein wahres Labsal empfand man hierauf [...] (*).\n(**) Kritik Gehrings in der Deutschen Zeitung Nr. 1487, signiert »F. G.«: »(Gesellschafts=Concert.) Die Symphonie in C-moll von Anton Bruckner,mit welcher vor Jahr und Tag unser Publicum schon einmal bekannt gemacht worden war, wurde gestern unter Leitung des Componisten im dritten Gesellschafts=Concerte als \"neu\" wieder aufgeführt. Dieselbe nahm eine volle Stunde in Anspruch. Der Erfolg war ein zweifelhafter. [... pflichtet den Zischern bei ... Herbeck trage Mitschuld bei »solchen akustischen und ästhetischen Experimenten« ...] Das Concert endete um 3/4 3 Uhr, statt, wie es angekündigt war, um 1/4 3 Uhr. F. G.« (**).\n(***) Besprechung der 2. Symphonie in der »Presse« Nr. 52 auf S. 11 [wie am 29.2.1876 Eduard Schelle?]:\r\n      » - Das gestern im großen Musikvereinssaale unter der Leitung Herbeck's veranstaltete dritte Gesellschafts=Concert mochte wol schwerlich eine so reichliche Entschädigung für die langen durch den Carneval auferlegten musikalischen Fasten geboten haben, wie man sie hoffen und wünschen konnte. Mit dem Programm wenigstens dürfte man nicht allseitig ganz einverstanden gewesen sein. Denn die uns bereits bekannte Symphonie in C-moll von Anton Bruckner, welche die erste Nummer bildete, berührte, so sehr sie auch von einem außerordentlichen Talente zeugt, in ihrer Stylweise eher befremdend als anmuthend. Nichtsdestoweniger erntete der Componist, welcher sein Werk selbst dirigirte, mit demselben einen glänzenden Erfolg. [... über die Vokalstücke ... positives Urteil über das Tripelkonzert ... Ankündigung eines weiteren Berichts [über dieses Konzert (29.2.1876 gemeint?) oder einen kommenden Quartettabend Hellmesbergers ...]« [keine Signatur] (***).\n(°) Auch das Fremden-Blatt Nr. 52 bringt auf S. 6 einen Artikel, signiert »sp.« [Speidel]:\r\n     »(Drittes Gesellschafts=Konzert.) Das dritte Gesellschafts=Konzert hat eine schwere Ladung Musik gebracht, aber es war nicht minder genußreich als lang. Die erste Stelle gehörte Herrn Anton Bruckner, dem Hof=Organisten und Professor am Konservatorium, der nun auch Lektor an de Wiener Universität geworden ist. Herr Bruckner ist eine der ehrenwerthesten musikalischen Persönlichkeiten unserer Stadt. [... über Bruckners Aufstieg ... Verständnis für Bruckners Sonderstellung ... wohlwollende Kritik, einige Vorbehalte ...] Herr Bruckner erlebte übrigens mit seiner Symphonie einen großen Erfolg; nach sämmtlichen Sätzen wurde er wiederholt gerufen, und als sich schließlich einige ablehnende Stimmen wollten geltend machen, brach ein stürmischer Beifall los. Sicher ist das Eine, das [sic] man Herrn Bruckner als Komponisten nicht länger wird ignoriren dürfen [... Singverein, Beethovens Tripelkonzert hervorragend ...] Wie Schade, daß man musikalische Vorträge nicht photographieren kann! Wir wüßten ein Blatt, um das man sich auf dem Kunstmarkte reißen sollte.   sp.« (°).\n(°°) Kritik im Neuen Fremdenblatt Nr. 52 auf S. 4 [wie am 29.10.1873 von Theodor Helm?]:\r\n»(Das dritte Gesellschafts=Concert,) vorgestern Sonntag veranstaltet wurde mit unseres Organisten Anton Bruckner C-moll-Symphonie eröffnet, welche der Componist selbst dirigirte. Wir haben diese Symphonie zuletzt am 26. October 1873 [...] gehört [...] und damals (in der Nummer 298, des Jahrganges 1873 des \"Neuen Fremden=Blattes\") [...] so eingehend besprochen, daß wir uns heute eine Kritik durchaus ersparen können, was Niemand lieber sein wird, als dem Componisten selbst, welcher gewiß nicht gerne die alten, beim wiederholten Hören sich riesig steigernden Bedenken von Neuem aufgetischt sehen dürfte. [... »errang ... kaum einen Achtungserfolg« ... negatives Urteil über Beethovens Tripelkonzert ...]« [keine Signatur] (°°).", "Letzte Änderung": "15.01.2026 23:54"}, {"ID": 187602235, "Datum": "23.2.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Niederschrift Bruckners bezüglich seiner beim Fürsterzbischof [Johann Rudolf Kutschker] (*a) erwirkten Fasten-Dispens (*).\nDer Welser Anzeiger berichtet auf S. 2 über die Aufführung der 2. Symphonie und erwähnt, daß Bruckner seit Semesterbeginn an der Universität über Harmonielehre lese: \r\n  »Wien, 21. Februar. (Gesellschafts=Konzert der Musikfreunde in Wien.) Am 20. fand unter Herbecks Leitung das dritte Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien statt.\r\n   Eröffnet wurde es mit der neuesten Komposizion Anton Bruckners Sinfonie in C-moll.\r\n   Mit wahrer Herzensfreude berichten wir, daß unser lieber Landsmann einen vollen Triumph gefeiert hat. Jeder Nummer der Sinfonie folgte rauschender Beifall, der am Schlusse das zweimalige Erscheinen des bescheidenen Kompositeurs stürmisch begehrte. Wir maßen uns nicht an, ein fachmännisches Urtheil über eine Komposizion abzugeben, die aber nach unserer Ueberzeugung jedenfalls zu den Bedeutendsten der Gegenwart gehört.\r\n   Namentlich ist das Scherzo von gerade zu bezaubernder Wirkung.\r\n   Aus dem Orchester selbst, das die besten Meister zu seinen Mitwirkenden zählt, tönte dem Kompositeur der reichste Beifall entgegen.\r\n   Und so hoffen wir denn, daß das lang verkannte Verdienst des allerdings nicht sehr weltläufigen, aber genialen Bruckner sich auch in Wien Bahn brechen und die verdiente Anerkennung auch Seitens derjenigen Kritiker finden werde, die sich bisher dagegen stritten.\r\n   Bruckner liest seit Beginn des Semesters über Harmonielehre an der Universität, und erfreut sich eines aussergewöhnlichen Zudranges und Beifalls.« (**).", "Letzte Änderung": "12.04.2025 08:40"}, {"ID": 187602245, "Datum": "24.2.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik Eduard Kulkes [nicht: Eduard Kremsers] über die 2. Symphonie im »Vaterland« Nr. 54 auf S. 1.\r\n           »Drittes Gesellschaftsconcert.\r\n      Ed. K. Um eine Novität, welche im dritten Gesellschaftsconcerte zur Aufführung kam, hat sich nach Anhörung derselben zwischen Anhängern und Gegnern ein heißer Kampf entsponnen. Händeklatschen und Zischen suchten einander den Rang abzulaufen und die Oberhand zu gewinnen, und man fühlte sich in jene Zeiten zurückversetzt, da die Werke Richard Wagner's die ersten schüchternen Versuche machten, sich beim Publicum durchzusetzen. Die Novität, um die es sich hier handelt, ist eine Symphonie von Anton Bruckner. Welche Partei war im Rechte?\r\n   [... es folgt eine wohlwollende, aber unparteiische Besprechung. ... Herbeck solle sich nicht beirren lassen. Es sei zu erwarten, daß er auch in der] kundgewordenen Opposition kein Hinderniß erblicken wird, für den bisher als Componisten noch wenig gewürdigten Künstler auch fernerhin in die Schranken zu treten und ihm zum Durchbruche zu verhelfen.\n   Auf die Symphonie folgten drei Vocalchöre [...]« (*).\n \nDie Neue Berliner Musikzeitung Nr. 8 bringt auf S. 61 (= S. 5) lediglich eine kurze Aufführungsmeldung (= Variante des Ankündigungstextes):\n     \"[...] bracht als Novität die erste Aufführung einer Symphonie in C-moll von Professor Anton Bruckner unter der persönlichen Leitung des Componisten, ferner Vocal-Chöre [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187602255, "Datum": "25.2.1876, Freitag", "Haupttext": "Kritiken zur 2. Symphonie erscheinen im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 55, S. 4, signiert »k. st.« [Königstein?] (*), Neuen Wiener Abendblatt (Abendausgabe des Neuen Wiener Tagblattes) Nr. 55 auf S. 3 (**), in der Österreichischen Volkszeitung (signiert »B.«) (***) und in der Morgenpost Nr. 55 auf S. 2, signiert \"ahm.\" (°).\n(*) Illustriertes Wiener Extrablatt:\r\n»k. st. Dem dritten ordentlichen Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde, welches am 20. Februar, Mittags im großen Vereinssaale unter Herbeck's Leitung stattfand, leuchtete kein günstiger Stern. Die angebliche Novität, mit welcher das Konzert eingeleitet wurde – Symphonie in C-moll von Ant. Bruckner – welche schon früher einmal in einem philharmonischen Konzerte [sic] mit Achtung abgelehnt worden war, erweckte auch diesmal ein vollständiges Unbehagen. [... langweilig ... der komplette Text ist über den Link oben zu lesen ...] Die Mehrheit des Publikums protestirte auf das unzweideutigste gegen die Zumuthung, sich derlei \"Novitäten\" gefallen zu lassen. [... über die Chöre ... Tripelkonzert mit inhomogenen Solisten ...] Das Konzert war übrigens sehr gut besucht.« (*).\n(**) Neues Wiener Abendblatt:\r\n»Konzerte. Das dritte Gesellschafts-Konzert, das dieser Tage stattfand, begann mit der Symphonie in C-moll von Anton Bruckner. In seiner Stellung als hervorragender Musiktheoretiker und als ausgezeichneter Kenner und Meister der Orgel, mußte man dem Pochen des Mannes endlich Gehör schenken und einem seiner Werke irgend einen heimischen Kunstsaal öffnen. Ob aber damit dem Publikum ein Genuß bereitet und dem ganzen Konzerte ein Dienst erwiesen wurde, möchten wir enstlich in Zweifel ziehen. [... Kritik an der Länge des Werkes, Verglcih mit Beethoven und Schubert ...] Am Schlusse des so überaus ermüdenden Tonwerkes entspann sich aber im Saal ein gewaltiger Streit und dieser endete damit, daß Herr Bruckner die Beifallsklatschenden als Majorität für sich in Anspruch nahm und wiederholt seinen offenbar ebenso tiefgekühlten als verlegenen Dank andeutete. -« (**).\n(***) Österreichische Volkszeitung:\r\n      »Konzerte.\r\n   Sonntag Mittags gab die Gesellschaft der Musikfreunde ihr drittes Konzert. Das langwierige Programm wurde mit der C-moll-Sinfonie unseres eben so bescheidenen wie hervorragend begabten Anton Bruckner eröffnet. [... wenig formvolle Arbeit ... rauschende Anerkennung ... unter der Leitung des Komponisten vorzüglich wiedergegeben ...]« (***).\n(°) Morgenpost:\r\n     \"Der verdienstvolle Professor des Orgelspiels an unserem Konservatorium, Herr Anton Bruckner, hatte im letzen Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde Gelegenheit, dem Publikum eine neue Symphonie (C-moll) vorzuführen, die von einem Theil der Zuhörer lebhaft beklatscht, von dem anderen (größeren) sanft, aber unzweideutig abgelehnt wurde. Das Signal zum Applaus ging jedesmal von der Direktionsloge aus, was wir als erfreuliches Zeichen treuer Kameradschaft und ungetrübter Harmonie, welche zwischen den Mitgliedern der Direktion und dem Lehrpersonale des Konservatoriums herrscht, geziemend zur Kenntnis nehmen. Weniger entzückt von dem neuen Werke war derjenige Theil des Publikums, der außerhalb der genannten Loge Platz nehmen mußte und so Mancher mag sich im Stillen die Frage vorgelegt haben, ob denn diese Symphonie auch dann zur Aufführung gelangt wäre, wenn ihr Schöpfer nicht zufällig Professor des Konservatoriums wäre und als solcher gewissermaßen \"zum Hause\" gehöre? Für Herrn Bruckner wäre es entschieden besser gewesen, wenn man sein Werk schon vor der Aufführung mit aller Achtung bei Seite gelegt hätte, ihm wäre die Enttäuschung, dem Orchester die Arbeit und dem Publikum die  - Langweile erspart geblieben.\r\n     [... Beschreibung der Symphonie, zusammengestückelt, viele Pausen ...] die Aufführung dauerte eine volle Stunde, das Gefäß ist viel zu groß für so wenig Inhalt [... Kürzung und Umarbeitung nötig ...] um es wagen zu dürfen, eine Symphonie so groß wachsen zu lassen, wie Beethoven seine \"Neunte\" muß man eben - Beethoven sein. Riesen, sagt man, haben im Verhältnis zu ihrem kolossalen Körperbau wenig Gehirn, - die \"Neunte\" ist eine Ausnahme.\r\n     Nach Bruckner erschien Schubert wie ein Erlöser. [... über die Vokalchöre, das Tripelkonzert und einen Quartettabend Hellmersbergers ...]    ahm.\" (°).", "Letzte Änderung": "31.12.2025 16:34"}, {"ID": 187602265, "Datum": "26.2.1876, Samstag", "Haupttext": "Kritik von Ambros über die 2. Symphonie in der »Wiener Abendpost« (Abendausgabe der Wiener Zeitung) Nr. 46, Beilage S. 182:\r\n    »[...] Zur Einleitung dirigirte Herr Anton Bruckner eine Symphonie an C-moll. „Neu”, hieß es im Programme. Für die Gesellschaftsconcerte sicher, sonst aber erinnern wir uns bestimmt, dieselbe Symphonie schon 1873 gehört zu haben. Bruckner gab damals ein eigenes Concert; der Beifall war tobend. Es ist schwer, ein Urtheil über das Werk kurz zusammenzufassen. Bruckner bekundet in seiner Orchestrirung eine reiche und glänzende Phantasie; in der Conception kommen wirkliche Geniezüge vor, Dinge, welche allenfalls Beethoven geschrieben haben könnte. Aber es fehlt an Zusammenhang, an Maß und an Mäßigung, wir werden durch eine Rhapsodie stürmisch hindurchgerissen, aus welcher wir ermüdet, betäubt herauskommen. Bruckner schwimmt nicht auf den hochgehenden Wogen seiner Phantasie - sie reißen ihn mit sich fort. Alles dieses mit Ausnahme des Scherzo, das jeder gern als sehr gelungen gelten lassen wird. Das Finale hat ein Thema, aus dem viel zu machen wäre; der Componist geräth aber zuletzt in phantastisch=bizarre Züge, welche er nothwendig einer Emendirung unterziehen muß, wenn seine Symphonie ihren Weg weiter machen soll.\r\n           A. W. Ambros.« (*).\nBesprechung durch W. Frey im Wiener Salonblatt Nr. 9 auf S. 4, auf S. 6 signiert \"F.\":\r\n           »Musikbriefe.\r\n   Der dieswöchentliche musikalische Cyclus wurde wieder einmal von einem großen Concerte eröffnet; die Gesellschaft der Musikfreunde ließ am vergangenen Sonntag unter Leitung ihres artistischen Directors das dritte Abonnementsconcert vom Stapel. An der Spitze des Progamms stand eine Symphonie in C-Moll von Anton Bruckner [... über den hier falschen Begriff »Novität« ... über Bruckners Qualifikation ... über das Werk ...] aus der Stärke der Zischlaute konnte man auf eine recht erkleckliche Zahl Solcher schließen, denen die Dichtung des sonst so verdienten Musikers nicht allzusehr gefallen haben mochte. - [...]« (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2023 19:28"}, {"ID": 187602275, "Datum": "27.2.1876, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung zitiert auf S. 191 aus der Kritik zur 2. Symphonie im Fremdenblatt [22.2.1876]:\r\n     » * (Professor A. Bruckner.) Im „Fremdenblatt” lesen wir über unseren wackeren Landsmann A. Bruckner Folgendes: Das dritte Gesellschafts=Concert hat eine schwere Ladung Musik gebracht, aber es war nicht minder genußreich als lang. [...] Herr Bruckner erlebte übrigens mit seiner Symphonie einen großen Erfolg; nach sämmtlichen Sätzen wurde er wiederholt gerufen und als sich schließlich einige ablehnende Stimmen wollten geltend machen, brach ein stürmischer Beifall los. Sicher ist das Eine, das [sic] man Herrn Bruckner als Componisten nicht länger wird ignoriren dürfen ...« (*).\nBesprechung des Konzerts vom 20.2.1876 in der Deutschen Zeitung Nr. 1492 auf S. 2 [in der Kopfzeile irrtümlich datiert »27. Februar 1875.«]:\r\n           »Musik.\r\n   Während in London und in Paris die musikalische Saison [... über die Stagnation in Wien ... Kritik an Herbecks Programmgestaltung der Gesellschaftkonzerte ... Unmut des Publikums ... Schwerpunkt Instrumentalmusik ... große Kosten] umsomehr mußte er darauf bedacht sein, nur unbestritten gute Werke zu bringen. Uns aber mit einer schon gehörten und von der gesammten Kritik in schonender Weise abgelehnten Symphonie Anton Bruckner's, eines noch in der Sturm= und Drangperiode begriffenen und dennoch nicht mehr jugendlichen Musikers, über eine Stunde zu quälen, das verdient ernstlichen Tadel. [... über die Beschränkung des Singvereins auf kleine Chorwerke ... Lob für das Tripelkonzert ...]« (**).", "Letzte Änderung": "05.03.2023 18:02"}, {"ID": 187602285, "Datum": "28.2.1876, Montag", "Haupttext": "Der Oberösterreichische Courier Nr. 55 berichtet auf S. 2 von der Aufführung der 2. Symphonie:\r\n   » + (Anton Bruckner.) Von unserem wackeren Landsmann A. Bruckner, Hof=Organisten und Professor am Conservatorium zu Wien, wurde kürzlich im 3. Gesellschaftskonzerte seine C-moll Symphonie aufgeführt, welche der Componist selbst dirigirte und damit einen großen Erfolg erlebte.« (*).\nDie Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 19 bringt auf S. 3 eine Kurzkritik (signiert »Florestan« [= Hans Woerz]):\r\n          »Concerte.\r\n    Das dritte ordentliche Musikvereinsconcert (20. d. M.) brachte keine Neuigkeit, denn A. Bruckner's C-moll Symphonie, im Programme als „neu” verzeichnet, haben wir bereits im November [sic] 1873 in einem von dem Componisten selbst veranstalteten und von ihm dirigirten Concert gehört und in diesen Blättern [2.11.1873] so ausführlich besprochen, daß wir [nichts hinzuzufügen haben ... gleicher Eindruck ... an einer neuen Symphonie hätte man besser die wünschenswerten Fortschritte überprüfen können, die wir] im Hinblicke auf die zahlreichen Schönheiten der C-moll Symphonie ernstlich gehofft hatten. [...]   Florestan « (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187602295, "Datum": "29.2.1876, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Ausführliche Besprechung der 2. Symphonie durch Eduard Schelle in der ”Presse” Nr. 59 auf S. 1, mit Erwähnung der durch ihre Widmung ausgezeichneten 3. Symphonie [derselbe Autor wie am 22.2.1876?]:\r\n    »Feuilleton.\r\n          Musik.\n     Wahrlich, der Tondichter, der heutigentags den Trieb in sich fühlt, die Literatur der Symphonie zu erweitern und diesem Antriebe Folge leistet, verdient Bewunderung für seinen Muth. [...]\n     Derartige Gedanken konnten sich Einem wol aufdrängen, als im letzten Gesellschaftsconcerte am Sonntag vor acht Tagen Herr Anton Bruckner seine Symphonie in C-moll unter eigener Leitung vorführte. Für uns war das Werk nicht mehr ganz neu [... über Vorzüge und Schwächen des Werkes ... Lob für Herbeck, der sich Bruckners annahm ... die Wagner-Symphonie wäre vorzuziehen gewesen ...] Wir aber können nur aufrichtig wünschen, daß Herr Bruckner, dessen Talent wir so schätzen, die Macht über sich gewänne, in den nächsten Schöpfungen mit seinen Spenden ökonomischer umzugehen und sich insbesondere nicht in zu weite Perspectiven zu verlieren; dann wird seine Begabung erst die rechten Früchte tragen. [über die restlichen Programmpunkte ... Signatur auf S. 2:] E. Schelle.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187603005, "Datum": "März 1876", "Haupttext": "Die Signale für die Musikalische Welt, 34. Jahrgang, Nr. 18, bringen auf S. 276f eine Besprechung des Konzerts vom 20.2.1876 mit der 2. Symphonie (ohne Signatur).", "Letzte Änderung": "11.02.2025 07:40"}, {"ID": 187603015, "Datum": "(1.3.1876, Aschermittwoch)", "Haupttext": "Ankunft von Richard und Cosima Wagner um 8 Uhr abends in Wien. »Empfang durch unsere Freunde« [Standthartner u.a.?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187603025, "Datum": "2.3.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Die Aufführung des »Lohengrin« unter Wagners persönlicher Leitung (*) wird auch von Hans Rott (**) und Hugo Wolf (***) besucht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187603035, "Datum": "3.3.1876, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 10 erwähnt auf S. 126 die Aufführung der 2. Symphonie am 20.2.1876:\n     \"[...] am 20. Febr.: C moll-Symph. von Bruckner, [...]\" (*). \nEine ähnliche Notiz bringt die Neue Zeitschrift für Musik \n\nauf S. 104:\n\n     »Wien. Am 20. v. M. [...] Cmollsymphonie von Pruckner«) \n\nund auf S. 105:\n\n     »Aufführungen neuerer und bemerkenswerther älterer Werke.\n[...]\nBruckner, A., Cmollsymphonie. Wien, 3. Gesellschaftsconcert.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187603045, "Datum": "4.3.1876, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen weisen auf die morgige Kirchenmusik hin:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1493 auf S. 6 (*),\n \n»Die Presse« Nr. 63 auf S. 10:\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 5. März um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von Mozart, Graduale (Baritonsolo) von F. Vockner und Offertorium (Sopransolo) von Alessandro Stradella zur Aufführung bringen. Die Soli der Messe werden Herr Professor Wallnöfer und Frau Professorin Adele Passy=Cornet vortragen. Hoforganist Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nFremdenblatt Nr. 63 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 63 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4139 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°).\n\r\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 10 bringt eine Kritik über die Aufführung der 2. Symphonie am 20.2.1876, signiert »Dr. Frank.«:\r\n»Gesellschafts-Concerte.\r\nDrittes ordentliches Concert am 20. Februar.\r\n   Mit diesem Concerte ist die zweite Abtheilung dieser Saison eröffnet worden. [... Vorbehalte gegen Herbecks Programmplanung ... gegen die Symphonie ...] Während nach den ersten Sätzen noch einiger Beifall gehört wurde, regte sich am Schlusse neben diesem eine Opposition, deren Berechtigung eine objective Kritik anerkennen muß. Für die im Ganzen ungünstige Aufnahme dieser Symphonie ist aber nicht Herr Bruckner, sondern Herr Herbeck verantwortlich zu machen. Dankbarer nahm das Publikum die Chorwerke in diesem Concerte auf [...]« (#).", "Letzte Änderung": "18.02.2023 23:50"}, {"ID": 187603055, "Datum": "5.3.1876, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche um 11 Uhr. Es erklingen unter Eders Leitung eine Messe von Mozart, ein Graduale (mit Baritonsolo: A. Wallnöfer) von J. Vockner (F. Vockner) und ein Offertorium (mit Sopransolo: Adele Passy-Cornet) von Alessandro Stradella (*).\n(Goldmarks »Ländliche Hochzeit« wird unter Hans Richters Leitung erstaufgeführt (**).\r\n   In diesem 7. Philharmonischen Konzert erklangen außerdem Werke von Beethoven und Mozart (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187603065, "Datum": "6.3.1876, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 21 korrigiert auf S. 3 einen Druckfehler in der Kritik vom 28.2.1876 über die 2. Symphonie: \n     \n»Berichtigung. In unserem letzten Concert=Referate wurde Bruckner's C-moll Symphonie in Folge eines Druckfehlers ein \"unausgesprochenes\" Werk genannt; es soll aber ein \"unausgegohrenes\" heißen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187603075, "Datum": "(7.3.1876, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend der Opernschule am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187603095, "Datum": "9.3.1876, Donnerstag", "Haupttext": "In einem Artikel der »Presse« Nr. 68 auf S. 1ff vergleicht Eduard Schelle die Symphoniker Bruckner und Goldmark:\r\n      »Feuilleton.\r\n           Musik.\r\n   Nun der Carneval zur Ruhe gegangen ist, scheinen sich plötzlich alle Schleusen der Musiksaison geöffnet zu haben [... Liederabend Walter ... Wagners »Lohengrin«-Dirigat ... über das 7. Philharmonische Konzert (am 5.3.1876) ...]\r\n     [S. 2: ...] mit einem gewissen Bangen sah man einer neuen Symphonie von Goldmark entgegen, welche den Schluß bildete. Denn erst kürzlich hatten wir bei Gelegenheit der Symphonie von Bruckner uns nicht enthalten können, den Muth eines modernen Componisten zu bewundern, in dieser heiklen Kunstform eine Karte auszuspielen, weil das Publicum von vornherein ein gewisses Mißtrauen gegen derartige Novitäten hegt, besonders aber wenn die Philharmoniker sie bringen. Goldmark befindet sich allerdings in einer günstigeren Stellung als Bruckner, den [sic] sein Name hat einen wohlbegründeten und verbreiteten Ruf [... über Goldmarks »Ländliche Hochzeit« ... Signatur auf S. 3:] E. Schelle.« (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:16"}, {"ID": 187603125, "Datum": "12.3.1876, Sonntag", "Haupttext": "Notiz über die Aufführung der 2. Symphonie am 20.2.1876 in der französischen Musikzeitschrift \"Revue et Gazette musicale de Paris\" Nr. 11 auf S. 87 (= S. 7):\n     \" *** Vienne. [...] - Au troisième \"Gesellschaftsconcert\" a été exécutée une symphonie nouvelle (en ut mineur), de M. A. Bruckner, organiste et professeur de théorie musicale au Conservatoire. C'est une oeuvre qui témoigne d'une habilité de main peu commune, d'une grande science du détail, mais où manquent les grandes lignes et même souvent les idées vraiment dignes de ce nom.\"", "Letzte Änderung": "09.06.2024 11:59"}, {"ID": 187603157, "Datum": "Mitte März 1876", "Haupttext": "Die Deutsche Rundschau bringt im Kapitel »Wiener Chronik.« (S. 141 - 147) auf S. 144 eine Besprechung der 2. Symphonie [20.2.1876] von A. W. Ambros:\r\n»Die Concert=Saison.\r\nWien, Mitte März 1876.\r\nWien's größte musikalische Bedeutung liegt in seinem Concertwesen. [... S. 144: ...] Eine andere Symphonie=Novität brachte uns eines der Gesellschafts=Concerte - existirte der Meistergesang noch, so würde ich sagen, sie sei im »langen Ton des Schmieds Barthel Regenbogen« gesetzt - gar kein Ende wollte sie nehmen. Der Componist heißt Anton Bruckner, ist Hoforganist und ein seltsam verworrenes Talent, oder vielmehr ein seltsam verworrenes Genie. [... gegen den Vergleich mit Beethoven ... Analogien zu Jean Paul ... über die Opposition im Publikum ...] Auch nach beendetem Concert wurden die Anhänger ordentlich Kampfhähne, wenn sie ein ihnen mißliebiges Wort hörten. [... am Schluß, auf S. 147, signiert:] A. W. Ambros.«", "Letzte Änderung": "27.11.2024 11:15"}, {"ID": 187603175, "Datum": "17.3.1876, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 12 erwähnt auf S. 150 in der Auflistung »Aufgeführte Novitäten« auch die 2. Symphonie [20.2.1876]:\n          \"Aufgeführte Novitäten.\n     Bruckner (A.), Cmoll-Symph. (Wien, 3. Ordentl. Concert der Gesellschaft der Musikfreunde.)\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187603185, "Datum": "18.3.1876, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel weisen einige Blätter hin: \n\n\n\nDeutsche Zeitung Nr. 1512 auf S. 7 (*), \n\n\n\nDie Presse Nr. 77 auf S. 4 der Abendausgabe: \n\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 19. März um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von W. A. Mozart, Graduale von Händl und Offertorium von Cherubini zur Aufführung bringen. Die Soli der Messe werden die Damen Fräulein Ida Stenzl, Fräulein Schlager und Herr Eduard Teller, die Einlagen Fräulein Arima aus der Schule Marchesi und Fräulein Sidonie Sipek aus der Schule Adele Passy=Cornet. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*a),\n\n\n\nFremdenblatt Nr. 77 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (*a) ...Therese Schlager ...]  Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n\n\n\n und Neue Freie Presse Nr. 4153 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*a) ...]  Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187603195, "Datum": "19.3.1876, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 78 auf S. 4:\n\"     (Kirchenmusik.) Heute um 11 Uhr wird in der k. k. Hofkirche St. Augustin Kapellmeister Eder eine Messe von Mozart, Graduale von Händel und Offertorium von Cherubini aufführen und werden die Soli der Messe Frl. Ida Stenzl, Frl. Schlager und Herr Eduard Teller, die Einlagen Frl. Arima und Frl. Sidonie Sipek vortragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*).\n \nBruckner wirkt um 11 Uhr als Organist bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche mit.\r\n   Zur Aufführung kommen unter Eders Stabführung eine Mozart-Messe, ein Graduale von Händel und ein Offertorium von Cherubini. Solisten: Ida Stenzl, Therese Schlager, Eduard Teller (Messe), Frl. Arima (Schülerin von Marchesi) und Sidonie Sipek (Schule Passy) (Einlagen) (**).\n \n(Außerordentliches Gesellschaftskonzert im großen Musikvereinssaal in Wien mit Werken von Camille Saint-Saens, der auch als Pianist und Organist mitwirkt (***).)", "Letzte Änderung": "25.12.2023 03:32"}, {"ID": 187603215, "Datum": "(21.3.1876, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium. Anna von Gyurkovich wirkt bei Liszts »Les Preludes« (für zwei Klavier) mit.", "Letzte Änderung": "15.10.2024 21:44"}, {"ID": 187603265, "Datum": "(26.3.1876, Sonntag)", "Haupttext": "Volkmanns 2. Serenade wird neben Werken von Haydn und Beethoven (7. Sinfonie) unter Hans Richters Leitung im 8. Philharmonischen Konzert aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187604025, "Datum": "(2.4.1876, Sonntag)", "Haupttext": "4. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Bach, Isaak, Brahms, Herbeck, Mendelssohn und Beethoven.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:35"}, {"ID": 187604055, "Datum": "5.4.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Eduard Kulke gibt im \"Vaterland\" Nr. 94 auf S. 1 einen Überblick über die letzten Konzerte der Saison: \n\n          \"Concerte.\n     Ed. K. Es geht zu Ende - mit dem Winter und mit der Musik. Die warmen Strahlen der Frühlingssonne verscheuchen die Musiker und die Zuhörer aus den Concertsälen und locken sie hinaus in die freie Natur [... über die Philharmonischen Konzerte ...] \n\n     In dem Programmgebäude der Gesellschaft der Musikfreunde ist beinahe kein Stein auf dem anderen geblieben. Von den vier ordentlichen Concerten wurde nur das Programm des ersten und dritten Concertes vollständig eingehalten. In diesen zwei Concerten hörten wir die kindlich=anmuthige Symphonie in G-dur von Haydn, eine höchste anregende und viel versprechende Symphonie von Anton Bruckner [2. Symphonie am 20.2.1876] , den erhabenen \"Lobgesang\" von Mendelssohn, das angenehm plaudernde Trippel=Concert [sic] von Beethoven, ferner Chöre und Volkslieder von Herbeck. [...]\n     [... schwerer Zugang zu Brahms ... erwähnt ein Orgelkonzert von Saint-Saens ...Programmänderung am Kardienstag, statt \"Schöpfung\" gemischtes Programm ...] Wir werden zur Zeit nicht unterlassen, anzuzeigen, ob wir bei dem Tausche etwas gewonnen haben.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187604065, "Datum": "(6.4.1876, Donnerstag)", "Haupttext": "Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187604115, "Datum": "(11.4.1876, Kardienstag)", "Haupttext": "2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Mozart, Crasselius, Walther, Bach, Schumann, Beethoven, Händel, Schubert und Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:11"}, {"ID": 187604125, "Datum": "12.4.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium. Bruckners Orgelschüler Steudner spielt Bachs Präludium und Fuge in a-Moll.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 00:36"}, {"ID": 187604195, "Datum": "19.4.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Das Amtsblatt zur Wiener Zeitung Nr. 89 veröffentlicht das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität: \n\n          \"Kundmachungen.\n\n     Oeffentliche Vorlesungen\n\nan der k. k. Universität zu Wien im Sommer=Semester 1876.\n          (Schluß)\n     Philosophische Facultät. \n\n[... I. Philosophie bis VI. Neuere Sprachen ...] \n\n          VII. Fertigkeiten. \n\n     [Stenographie, vierstimmiger Chorgesang (Freitag 5-7 Uhr, Rudolf Weinwurm, Saal Nr. 8)]\n     Harmonielehre, einmal wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Nachmittags, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Saale Nr. 8. (Unentgeltlich.) \n\n     [Turnen, Fechtkunst, Militärisch-gymnastisches Turnen]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187604215, "Datum": "21.4.1876, Freitag", "Haupttext": "Semesterbeginn an der Universität. Im Vorlesungsverzeichnis ist Harmonielehre am Montag von 5 - 7 Uhr nachmittags angekündigt (*).\n[Recte 22.4.1876] Das Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 110 weist auf S. 3 darauf hin, daß Bruckner am 23.4.1876 am Schluß der Messe eine Orgelfuge spielen werde (**).", "Letzte Änderung": "31.12.2025 16:34"}, {"ID": 187604225, "Datum": "22.4.1876, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Orgelspiel bei der morgigen Kirchenmusik wird von mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1545 auf S. 7 (*),\n \nDie Presse Nr. 110 auf S. 10:\r\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Capellmeister Leopold Eder am Sonntag den 23. April um 11 Uhr eine Festmesse von Wittassek, Graduale (Oboesolo) von Winter mit Chor und Orchester und Offertorium (Tenorsolo) von Director Johann Krall zur Aufführung bringen, wobei die Soli der Solo=Oboist Herr Anton Fischer und der k. k. Hofopernsänger Adams vortragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird am Schlusse des Hochamts eine Orgelfuge spielen.\" (**),\n \nFremdenblatt Nr. 110 auf S. 12:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge spielen.\" (***),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4186 auf S. 5:\n      \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Professor Anton Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes eine Orgel=Fuge spielen.\" (°)\n \nund Illustrirtes Wiener Extrablatt Nr. 110 auf S. 3:\r\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hoforganist Prof. Anton Bruckner wird am Schlusse des Hochamts eine Orgelfuge spielen.\" (°°).", "Letzte Änderung": "31.12.2025 09:17"}, {"ID": 187604235, "Datum": "23.4.1876, Sonntag (Weißer Sonntag)", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner zum Schluß eine Orgelfuge. Zur Aufführung gelangen unter Eders Leitung eine Festmesse von Wittassek, ein Graduale (mit Oboensolo: Anton Fischer) von Winter, ein Offertorium (mit Tenorsolo: Charles Adams) von Johann Krall und zum Abschluß eine Orgelfuge Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187604245, "Datum": "24.4.1876, Montag", "Haupttext": "Bruckners erste [? (°)] Vorlesung an der Universität. Seine Antrittsrede hatte er schon am 25.11.1875 niedergeschrieben (*).\nEr unterrichtete im Lehrsaal Nr. VIII der alten Universität; sein Schuldiener hieß Johann Neudorfer (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 10:26"}, {"ID": 187604295, "Datum": "29.4.1876, Samstag", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an den Obersthofmeister [Hohenlohe]: \n   Bittet um Verleihung der Vize-Hofkapellmeisterstelle an der Hofmusikkapelle, begründet seine Qualifikation mit seinen Erfahrungen in der Kirchenmusik und im Dirigieren, mit seiner Mitgliedschaft in der Hofmusikkapelle und mit der Würdigung seiner Kompositionen durch Wagner, Liszt, Herbeck und Hellmesberger. \n   Aktenvermerk Wlassacks.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187604305, "Datum": "30.4.1876, Sonntag", "Haupttext": "Brief Richard Wagners an Friedrich Feustel [siehe die Anmerkung]:\r\n    Bruckner solle [für die Aufführung des »Ring des Nibelungen« in Bayreuth] Karten für die Gallerie [Fürstengalerie (*)] bekommen.", "Letzte Änderung": "08.10.2024 07:23"}, {"ID": 187605005, "Datum": "Mai 1876", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners (*): »Frl Wagner Elise Donaustraße No. 2 Döbling. (wie Lang v Linz.)« [*a], »Frl Markl 34 a Laudongasse«, »Dr Waldmüller Unter=Sivering hinter der Kirche No 83.« [siehe die Anmerkung], »W Pelikan VII. Kaiserstraße Neubau, Neustiftgasse N 56 gilt / No 121 Gassenladen ebenerdig 24.«, »Th Mann Berlin S. Alexandrinenstr. 86.«, »Frl Mathilde Kralik, Hütteldorf Dornbacherstraße 2.« [*b], »Stöhr 31. Salelianergasse.« und »H Hönigsberg Jurist Gärtnergasse No 10.« [siehe die Anmerkung]\r\nWöchentliche Numerierung »4 5 6 7« [vermutlich Privatstunden von Kiss [?] oder Steiner (Fortsetzung siehe Juli)] (*).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1876 haben (hatten) sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert:\r\nErnst Böck (**), Robert Klose, Ernst Knaur und (Carl Komorzynski) (***), Eduard Rosenblum, Cäsar von Scheidlein und (Max Singer) (°),\r\nvon der juristischen Fakultät Carl Bachrach (H) (Eintrag wieder gestrichen), Arthur Freund (H) (Eintrag wieder gestrichen), Karl Havelka (H), Josef Ritter von Hoch (H), Ernst König (H), Karl Matiegka (H) (Eintrag wieder gestrichen) und Alexander Toldt (H) [siehe die Anmerkung] (°°).\n[vermutlich Mai 1876, siehe Anmerkung]\r\nUndatierte Visitenkarte Hans Richters mit zwei Listen von Mitgliedern der Hofkapelle.\r\n[links] \"4. | Grohmann. - | Zöllner. | Hum[m]er. - | Simandl. - | Kühnert. - | Brucks. - | Moser I. - | Moser II. | Stoiber. | Abfahrt 30-31. May.\" und\r\n[rechts] \"Aumüller. | Vogelhuber. | Eisenschütz. | Evers. | Schubert. | Bruckner. | Haag. | Sommer. | Kinsky. | Weingärtner. | Koschat. | 1. ? | Abfahrt 29 Juny - 1 July.\",\r\ndazu ein schwach lesbarer Bleistifteintrag \"T. [\"F\"?] | Betty | Gutgeist | Dr Schu[macher? Schmidhuber?]\". Mit \"Bruckner\" ist ziemlich sicher der Tenor Carl Bruckner gemeint (°°°).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 10:28"}, {"ID": 187605035, "Datum": "3.5.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Hans Rott spielt im zweiten Teil (»Neue Musik«) des Vortragsabends des Konservatoriums Werke von Mendelssohn (Adagio aus der Sonate in f-Moll) und Vockner (Fuge in C).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187605105, "Datum": "(10.5.1876, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187605145, "Datum": "14.5.1876, Sonntag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 132 bringt auf S. 1f eine Rückschau Eduard Schelles auf die vergangene Saison, in der die Aufführung der 2. Symphonie [am 20.2.1876 erwähnt wird:\n     \"Musikalische Rückschau\n          I. Concerte.\n     Die Musik=Saison ist nun endlich, wo die letzten Nachklänge allmälig verhallt sind, in jene Ferne gerückt, welche den klaren Ueberblick über das Geleistete sehr begünstigt. [... Lob für Hans Richter und die Philharmonischen Konzerte ...]\n     [Enttäuschung über die Gesellschaftskonzerte, speziell das Kardienstagskonzert, sonst die Krönung der Saison ...] Im Weitern fielen auch die gebrachten Novitäten nicht schwer ins Gewicht. Sie beschränkten sich außer der C-moll-Symphonie von dem höchst talentvollen und strebsamen Bruckner, die wir übrigens schon zur Zeit der Weltausstellung unter der Leitung des Componisten im großen Musikvereinssaale gehört haben, nur auf Kleinigkeiten [... Lob für das Hellmesberger-Quartett,] dieser kostbaren Zierde unseres Musiklebens. Möge das Quartett Hellmesberger in dieser Weise noch lange unter der Leitung seines Gründers fortblühen.      E. Schelle.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187605165, "Datum": "16.5.1876, Dienstag", "Haupttext": "Finale der 5. Symphonie [und somit die 1. Niederschrift des Werkes] »vollendet«.", "Letzte Änderung": "16.02.2025 14:59"}, {"ID": 187605175, "Datum": "(17.5.1876, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187605235, "Datum": "23.5.1876, Dienstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Abendblatt (Abendausgabe des Neuen Wiener Tagblatts) Nr. 141 kündigt auf S. 3 die Kirchenmusik des 25.5.1876 an:\n     \" - * Donnerstag, den 25. d., 11 Uhr, wird in der Augustiner=Kirche Kapellmeister Eder Haydns Nelsonmesse, Grad. Tenorsolo mit Chor von Seyfried, Offert. Altsolo von Krall aufführen und werden die Soli der Messe Frau Marie Kuhn [Kohn], Frln. Elsa Henny, Herr Dunkl und Telber [sic] , die Einlagen Herr Adams, Frl. Tremel, das Qui tollis Baßsolo Herr Wallnöfer vortragen. Hoforganist Bruckner wird am Schlusse eine Orgelfuge spielen.\"", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:44"}, {"ID": 187605245, "Datum": "24.5.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik\n\n\n\nin der Deutschen Zeitung Nr. 1577 auf S. 6 (*),\n\n\nin der Neuen Freien Presse Nr. 4218 auf S. 5: \n\n     \"[inhaltlich wie 23.5.1876 ... Elsa Henuy ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird am Schlusse eine Orgelfuge spielen.\" (*a)\n\n\n\n\nund im Fremdenblatt Nr. 142 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie 23.5.1876 ... Dunckl ...] Hoforganist Professor Bruckner wird am Schlusse eine Orgelfuge spielen.\" (**). \n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187605255, "Datum": "25.5.1876, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der\n \nTagespresse Nr. 144 auf S. 4 (*),\n \nin der \"Presse\" Nr. 143 auf S. 8:\n     \"[inhaltlich wie 23.5.1876 ... Marie Kuhn, Elise v. Henny, Eduard Teller, Wilhelmine Tremel, Adolph Wallnöfer ...] Hoforganist Professor Anton Bruckner wird am Schlusse eine Orgelfuge spielen.\" (*a)\n \nund im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 143 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie 23.5.1876 ... Marie Kuhn, Elise v. Henny, Eduard Teller, Wilhelmine Tremel, Adolph Wallnöfer ...] Hoforganist Bruckner wird am Schlusse eine Orgelfuge spielen.\" (*b).\nBei der 11-Uhr-Messe in der Augustinerkirche spielt Bruckner am Schluß eine Orgelfuge.\r\n   Zuvor gelangen unter Eders Leitung Haydns Nelsonmesse (Solisten: Marie Kuhn, Elsa Henny, Dunkl und Teller), ein Graduale (mit Tenorsolo: Adams) von Ritter v. Seyfried und ein Offertorium (mit Altsolo: Wilhelmine Tremel) von Krall zur Aufführung. Als Baßsolist wirkt auch Adolf Wallnöfer mit (**).", "Letzte Änderung": "31.12.2025 09:19"}, {"ID": 187606005, "Datum": "Juni 1876", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium.\r\nBruckners Schüler werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\nbei den Ausbildungsschulen\r\n   »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] I. Jahrgang: Erster Grad: Rott Hans. [/] Zweiter Grad: Pritz Vincenz, Schröder Christian. [/] II. Jahrgang. Erster Grad: Steudner Hermann.« (*),\r\nbei Musiktheorie\r\n   »Schule für Harmonielehre des Herrn Prof. Bruckner. (6 Zöglinge.) [/] Erster Grad: Kapeller Carl [siehe die Anmerkung], Kreutzinger Johann[,] Schönberger Benno. [/] Zweiter Grad: Szöllösi Peter, Zobel Carl.« (**),\r\n   »Schule für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. (7 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Erster Grad: Benkö Heinrich, Pichler Rudolf. [/] Zweiter Grad: Pelikan Wenzel. [/] II. Jahrgang. Erster Grad: Emanuel Ludwig, Winter Johann. [/] Zweiter Grad: Reitinger Otto.« (***).\r\n   Als einziger Schüler, der in diesem Schuljahr im Fach Orgel absolvierte und ein Diplom erhielt, ist Hermann Steudner verzeichnet (°).", "Letzte Änderung": "11.06.2025 10:16"}, {"ID": 187606006, "Datum": "[ab?] Juni 1876 (??)", "Haupttext": "Bruckner unternimmt metrische Studien zu Beethovens 3. und 9. Sinfonie. Er macht sich Notizen in seinem Kalender (auf den Blättern Juni bis Oktober 1876) (*), an die sich Untersuchungen zu seiner 4. Symphonie anschließen (**). \n   [Vermutlich ursprünglich am (jetzt beschädigten?) rechten Rand notiert, analog zu Mai und Juli (dort am linken Rand)] Wöchentliche Numerierung [8 9 10 11 12] der Privatstunden Kiss [(??) Beginn am erst 30.6.?] oder Steiner (***). Das Exemplar der Eroica-Partitur mit seinen Anmerkungen ist erhalten geblieben (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187606015, "Datum": "(1.6.1876, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187606025, "Datum": "2.6.1876, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung des »Germanenzugs« in der »Wiener Zeitung«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187606075, "Datum": "7.6.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an die Hofmusikkapelle: \n   Bittet »seiner angegriffenen Nerven wegen« um möglichst langen Urlaub vom 15.7.1876 bis 15.9.1876, zumindest aber für die zweite Ferienhälfte. \n   Aktenvermerk Herbecks.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187606105, "Datum": "10.6.1876, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Orgelspiel bei der morgigen Kirchenmusik wird von mehreren Blättern angekündigt:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1593 auf S. 6 (*),\n \nFremdenblatt Nr. 158 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (°) ... J. P. Gotthard ...] Hoforganist Professor Bruckner wird am Schlusse eine Orgelfuge spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4234 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (°) ... J. P. Gotthard ...] Hof=Organist Professor Bruckner spielt die Orgel.\"(***)\n \nund \"Presse\" Nr. 158 auf S. 11:\r\n     \" - In der Pfarre Alservorstadt wird Capellmeister Leopold Eder Sonntag den 11. Juni um 10 Uhr eine Festmesse von Wittassek, Graduale (Sopransolo mit Chor) von Gotthard und Offertorium, Kirchen=Arie von Stradella (Altsolo) zur Aufführung bringen und werden die Soli der Messe Frau Marie Kohn, Fräulein Schlager, Herr Dunkl und Herr Eduard Teller, das Altsolo die k. k. Hofopernsängerin Wilhelmine Tremel vortragen. Hoforganist Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:31"}, {"ID": 187606115, "Datum": "11.6.1876, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Tagespresse Nr. 160 auf S. 6 (*).\nBei der Kirchenmusik in der Pfarrkirche Alservorstadt um 10 Uhr wirkt Bruckner als Organist (Orgelfuge am Schluß) mit. \r\n   Aufgeführt werden unter Eder eine Festmesse von Wittassek, ein Graduale (mit Sopransolo: Marie Kohn) von J. P. Gotthard und als Offertorium eine Kirchenarie (mit Altsolo: Wilhelmine Tremel) von Alessandro Stradella. Solisten bei der Messe: Marie Kohn, Frl. Schlager, Dunkel und Teller (**).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:32"}, {"ID": 187606215, "Datum": "21.6.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Hans Rott gewinnt im Fach Orgel den 1. Preis beim Concurs des Konservatoriums (für Harfe, Orgel, Violoncello und Blasinstrumente) mit Mendelssohns d-moll-Sonate (*). Zur Jury gehören Hellmesberger, J. P. Gotthard, D. Hausleithner, C. Hofmann, W. Rabenau, D. [sic] Standhartner und Dr. v. Walther (**).\r\nIm Jahresbericht ist zu lesen:\r\n»Orgel.\r\n(Schule Bruckner.)\r\nI. Jahrgang.\r\nI. Preis:Herr Rott Hans. - Mendelssohn: Sonate in D-moll.\r\nII. Jahrgang.\r\nI*. Preis: Herr Steudner Herman. - J. S. Bach: Toccate F-dur.« (***).", "Letzte Änderung": "14.10.2024 11:34"}, {"ID": 187606235, "Datum": "(23.6.1876, Freitag)", "Haupttext": "Klavierwettbewerb des Konservatoriums, bei dem Gustav Mahler einen 1. Preis erringt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187606295, "Datum": "29.6.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik\n \nin der Tagespresse Nr. 178, S. 4 (*),\n \nim Fremdenblatt Nr. 177 auf S. 12:\n     \"[...] die Soli der Messe Fräulein Girsa, Fräulein Schlager, Herr Dunkl und Herr Teller, die Einlagen Fräulein Wiskozil und Herr Josef Staudigl [...] vortragen. Das Benedictus, Violinsolo, wird Herr Franz Jautz, die Orgel Hof=Organist Prof. Bruckner spielen.\" (*a),\n \nder Neuen Freien Presse Nr. 4253 auf S. 6:\r\n     \"[inhaltlich wie (*a) ... wird] die Orgel Hof=Organist Professor Bruckner spielen.\" (*b)\n \nund der »Presse« Nr. 177 auf S. 9:\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Donnerstag den 29. Juni, am Festtage Peter und Pauli um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Festmesse von Laurenz Weiß, Graduale (Sopransolo) und Offertorium (Baßsolo) von Director Johann Krall zur Aufführung bringen und werden die Soli der Messe Fräulein Wiskozil und Herr Josef Staudigl, großherzoglich badischer Hofopernsänger, vortragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**).\n\r\nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche um 11 Uhr. Unter Eders Leitung erklingen eine Festmesse von Laurenz Weiß und ein Graduale (mit Sopransolo: Frl. Wiskozill) und ein Offertorium (mit Baß-Solo: Josef Staudigl) von Johann Krall. Als Violinsolist im Benedictus wirkt Franz Jautz mit (***).\n\r\nAuf die Aufführung des »Germanenzug« am 3.7.1876 weisen einige Zeitungen hin:\nDeutsche Zeitung, Beilage zu Nr. 1612 auf S. 5 [Heuberger sei ein Neffe von Franz Schubert] (°),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 177 auf S. 4:\r\n      \"[...] Novitäten von Bruckner, Vogl, Wilhelm Speidel, Mottl und Richard Heuberger [...]\" (°°),\nDie Presse Nr. 177 auf S. 9:\r\n     \"[...] Novitäten von Anton Bruckner, Anton Vogl, Wilhelm Speidel, Felix Mottl und Richard Heuberger [...]\" (°°°),\nFremdenblatt Nr. 177 auf S. 12:\r\n     \"[...] Novitäten von Anton Bruckner, Anton Vogl, Wilhelm Speidel, Felix Mottl und Richard Heuberger [...]\" (#),\nNeue Freie Presse Nr. 4253 auf S. 6:\r\n     \"[...] Novitäten von Anton Bruckner, Anton Vogel, Wilhelm Speidel, Felix Mottl und Richard Heuberger [...]\" (##)\nund das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 177 auf S. 9:\r\n     \"[...] Novitäten von Anton Bruckner, Anton Vogel, Wilhelm Speidel, Felix Mottl und Richard Heuberger [...]\" (###).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187606305, "Datum": "30.6.1876, Freitag", "Haupttext": "Datierung Josef Vockners mit Ortsangabe »Ischl« in seinem Studienheft Band I, S.104 (*).\nFragliche erste Privatunterricht-Doppelstunde von Akos Kiss (**).\nUm 4 Uhr nachmittags Leichenfeierlichkeit für den am 28.6.1876 verstorbenen A. W. Ambros in der Schottenkirche. Das Konservatorium ist durch Hellmesberger, Epstein, Heißler, Proßnitz, Weiler [recte Weilen?] und Bruckner vertreten; außerdem sind anwesend die Minister Fürst Auersperg und Glaser, Freiherr von Helfert, Dr. Standthartner, von der Hofoper Direktor Jauner, Inspektor Lewy, Marie Wilt und Herr Müller, Regierungsrat Uhl von der Wiener Zeitung, Herr Nordmann von der \"Concordia\" etc.  (***).\nAnkündigung des »Germanenzug« für den 3.7.1876 in der Österreichischen Volkszeitung (°).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 21:52"}, {"ID": 187607005, "Datum": "Juli 1876", "Haupttext": "E-moll-Messe »neu rythmisch geordnet« (*). Kalendereintragungen Bruckners: Wöchentliche Numerierung »13 14 15 16« [Privatstunden Kiss [??] oder Steiner], Zusatz »1.? Kiss«, »78« [Honorarschuld Steiners für 13 Wochen? 13 x 6 fl?] und Studien zu Beethovens 9. Sinfonie [Fortsetzung] und Eroica (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607015, "Datum": "1.7.1876, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der Liedertafel vom 3.7.1876 mit Aufführung des »Germanenzugs« in der »Wiener Zeitung« Nr. 148 auf S. 2:\n     \"(Akademischer Gesangverein.) Der \"Wiener akademische Gesangverein\" veranstaltet seine zweite diesjährige Sommerliedertafel Montag, den 3. Juli, im k. k. Volksgarten und bringt im reichhaltigen Programme derselben Chöre von Schubert, Engelsberg, Debois u. A. und Novitäten von Anton Bruckner, Anton Vogl, Wilhelm Speidel, Felix Mottl und Richard Heuberger zur Aufführung.\" (*).\nFragliche Privatunterricht-Doppelstunde von Akos Kiss (**).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 179 berichtet auf S. 3 über die Leichenfeierlichkeit für Ambros am 30.6.1876, bei der auch Bruckner zugegen war (***).\n( Beim »Concurs für Composition« am Wiener Konservatorium erhält Gustav Mahler den 1. Preis für einen Quintettsatz (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607025, "Datum": "2.7.1876, Sonntag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 180 gibt auf S. 6 das Programm des morgigen Konzerts bekannt:\n     \"[...] unter seinen Novitäten [...] fast nur Nummern einheimischer Komponisten, als: Bruckner \"Germanenzug\" E. S. Engelsberg [...]\" (*).\n \nÄhnliche Meldung in der Neuen Freien Presse Nr. 4256 auf S. 5f:\n     »[...] ein reiches Novitäten=Programm, dem wir folgende Nummer meist einheimischer Componisten entnehmen: [...] Anton Bruckner's »Germanenzug« (neu, unter persönlicher Leitung des Componisten); [...]« (**).\n \nAnkündigung auch im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 180 auf S. 5:\n     » * Nächsten Montag [...] mit folgendem Programm: A. Bruckner \"Germanenzug\", Engelsberg [...]«) (***).\n \nDie Tagespresse Nr. 181 bringt auf S. 6 ebenfalls einen Hinweis (°),\n \ndesgleichen die Wiener Zeitung Nr. 149 auf S. 3:\n     »[...] eine Anzahl von Novitäten einheimischer Componisten, als: A. Bruckner: »Germanenzug«; [...] und J. Mottl [am 1.7. »Felix Mottl«]: »Rodensteinlieder« mit Baritonsolo.« (°°),\n \nDie Presse Nr. 180 auf S. 10:\n     \"[...] kommen an Novitäten einheimischer Componisten zur Aufführung: 1. A. Bruckner, \"Germanenzug\" (Chor mit Orchester); [...]\" (°°°),\n \nDas Vaterland Nr. 180 auf S. 3:\n      \"[ ... Programm:] Wir begegnen in demselben einer Anzahl von Novitäten einheimischer Componisten als: A. Bruckner \"Germanenzug\", E. D. Engelsberg [...]\" (#)\n \nund das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 180 auf S. 4:\n      \"[...] Wir begegnen unter den Novitäten zumeist den Namen einheimischer Komponisten, als A. Bruckner, E. S. Engelsberg, R. Heuberger, A. Vogl, Felix Mottl &amp;c.\" (##).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607035, "Datum": "3.7.1876, Montag", "Haupttext": "Hinweis auf das heute geplante Konzert (»heute 7 Uhr Abends«) mit dem »Germanenzug« in der Österreichischen Volkszeitung (*)\n\n\nund in der Morgenpost Nr. 181 auf S. 6: \n\n     \" * Der \"Wiener akademische Gesangverein\" veranstaltet seine zweite diesjährige Sommer=Liedertafel heute den 3. Juli im Volksgarten und hat in das reichhaltige Programm derselben nebst Chören von Schubert, Engelsberg, Debois etc. Novitäten von Anton Bruckner, Anton Vogl, Wilhelm Speidel, Felix Mottl und Richard Heuberger aufgenommen.\" (*a).\n\n\n\n\nWegen schlechten Wetters wurde die Liedertafel zuerst auf den 5.7.1876, schließlich auf den 6.7.1876 verschoben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607045, "Datum": "4.7.1876, Dienstag", "Haupttext": "Aufstellung von Urlaubsbewilligungen an der Hofmusikkapelle. Das bekanntmachende Rundschreiben ist von den jeweiligen Hofmusikern gegengezeichnet. Unterschrift Herbecks. - Bruckner erhielt Urlaub vom 15.8.1876 bis 15.9.1876.", "Letzte Änderung": "21.10.2024 06:47"}, {"ID": 187607055, "Datum": "5.7.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Zeugnis Bruckners für den Universitätshörer Karl Eichler (1834-1926).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607065, "Datum": "6.7.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Bei der (bereits zweimal verschobenen) zweiten Sommerliedertafel des Akademischen Gesangvereins (Leitung: Richard Heuberger) im Wiener Volksgarten wird als Abschluß der 1. Abteilung der »Germanenzug« unter Bruckners Leitung und [in der Pause, im offiziellen Programm nicht erwähnt (*a)] Wagners Amerikanischer Festmarsch aufgeführt.\n    Unter den Zuhörern befindet sich Th. Helm (*).\n    Der Chor wird mit Harmonium-Begleitung gesungen (*b).\n    Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Schubert (»An die Nacht«, [in den Besprechungen nicht erwähnt:] »Nach Süden nun sich lenken«), E. S. Engelsberg (»Vor dem Sturm«, »Lied der Pagen«), [in den Besprechungen nicht erwähnt:] Debois (Wilde Rose«), Anton Vogl (»Reiterlied«), Wilhelm Speidel (»Alpennacht«, Tenorsolo: E. Hufnagl), [in den Besprechungen nicht erwähnt, wegen Erkrankung eines Solisten abgesagt (vgl. 8.7.):] Felix Mottl (»Drei Rodensteinlieder«), J. E. Schmölzer (»Steyrisches Lied«), F. Lachner (»Lenzfragen«), Jensen (»Der Willekumm«, Baritonsolo R. Oberhauser, »Hildebrand und Hadubrand«) und Richard Heuberger (»Fahrende Schüler« nach einem Text aus dem »Rattenfänger von Hameln«, »Wanderlied der Prager Studenten«, »Der verratene Freier«) (**).\r\n    Solisten im »Germanenzug« sind: L. Dellmor, G. Deycks, E. Dirnhofer, E. Kraschowitz, J. Kukutsch, J. Melnitzky, F. Prix, E. Wiesinger (***). Bruckners Chor wird zur Wiederholung verlangt und ein zweites Mal gegeben (°).\nAnschließend geht Bruckner [zu einer Nachfeier?] in eine Wirtschaft in der Naglergasse (°°).", "Letzte Änderung": "24.10.2024 22:25"}, {"ID": 187607075, "Datum": "7.7.1876, Freitag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 185 berichtet auf S. 4f von dem Konzert am 6.7.1876, signiert \"p.\":\n     \"(Akademischer Gesangverein.) Ein lauwarmer Abend und ein blauer wolkenloser Himmel begünstigte endlich nach manchen vorhergegangenen Neckereien den akademischen Gesangverein, da er seine wiederholt angekündigte Liedertafel gestern im Volksgarten abhalten konnte. [... überfüllt, viele Stehplätze ...] Erfolg hatte auch der geschickt und effektvoll komponirte \"Germanenzug\" von dem wackern Professor Bruckner. Beifall gab's in Hülle und Fülle und fast jede Nummer mußte wiederholt werden. [... Richard Wagners Festmarsch (heute auch in der Hofoper) mit der Regimentskapelle Hoch= und Deutschmeister auch wiederholt ... künstlerischer Wert? ...] Uns bleibt nur zu sagen übrig, daß der Theseus=Tempel sehr solid gebaut ist, denn nachdem der Marsch zum zweitenmale verklungen war, stend jener noch auf demselben Flecke; von den anwesenden Gästen kaun [sic] man dies nicht behaupten, denn viele derselben befanden sich bereits auf dem Burgplatze.       p.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607085, "Datum": "8.7.1876, Samstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Abendblatt Nr. 186 berichtet auf S. 4 über die Aufführung des »Germanenzug« [am 6.7.1876]:\r\n  »[...] Diese Ehre [der Wiederholung?] wurde folgenden Nummern zu Theil: [...] 3) einem Theil des in sehr gemischtem Styl gehaltenen \"Germanen-Zuges\" von Bruckner [...]« (*).\nIn der Kritik der »Presse« Nr. 186 auf S. 10 wird auch Richard Wagners »Philadelphia-Marsch« erwähnt:\r\n     \" - Der \"Akademische Gesangverein\" hielt gestern Abends im Volksgarten seine zweite Sommerliedertafel ab, die sehr besucht war und sich des günstigsten Erfolges erfreute. Das Programm war sehr gut zusammengestellt und die Ausführung desselben eine anerkennenswerthe. Ganz besonders gefiel Engelsberg's \"Lied der Pagen\" aus dem \"Sommernachtstraum\". Als eine interessante Novität ist der \"Germanenzug\", Chor von Professor Bruckner, zu verzeichnen, der, originell in der Auffassung und wirkungsvoll in der Harmonisirung, großen Beifall fand. Bei dieser Liedertafel kam von der Capelle des Regiments Deutschmeister der \"Philadelphia=Marsch\" von Richard Wagner zur Aufführung. Die Jugend nahm denselben in so begeisterter Weise auf, daß er wiederholt werden mußte.\" (**).\nEine Besprechung des Konzerts bringt auch die Neue Freie Presse Nr. 4262 auf S. 6 [die Kolumne ist datiert »7.7.1876«]:\r\n      »(Liedertafeln.) Wir hatten gestern einen wahrhaft italienischen Abend, so monddurchglänzt wie er sein muß, wenn unser vorzüglicher Wiener Männergesang=Verein seine beliebtesten Chöre dem musikliebenden Publicum bietet [... mehr als 4000 Zuhörer in Hietzung ...] - Am selben Abende fand im Volksgarten die bereits zweimal wegen Ungunst des Wetters abgesagte Liedertafel des Akademischen Gesangvereins statt. Ihr wohnte ein zahlreiches Publicum, darunter viele reizende Mädchengestalten, bei. [...] Herr Professor Bruckner dirigirte eine eigene Composition: \"Germanenzug\", für Chor, mit Harmonie=Begleitung, der vielen Applaus erzielte. [... wegen Erkrankung eines Solisten entfielen Mottls Lieder ...] Zwischen der ersten und zweiten Abtheilung spielte die brave Capelle des Regiments Hoch= und Deutschmeister Wagner's Festmarsch zur Eröffnung der Ausstellung in Philadelphia. Die Wirkung war eine außerordentliche: die Leute liefen zu Hauf davon.« (***).\nBericht, signiert »st.«, über die Aufführung des »Germanenzugs« in der »Deutschen Zeitung«:\r\n    »(Der Akademische Gesangverein) hat gestern mit unterschiedlichen Traditionen kecklich gebrochen und hat mit Allem Glück gehabt. [...] scheute selbst eine Collision mit der Liedertafel des Männergesang=Vereines nicht, um nur dem studentenfeindlichen Himmel schönes Wetter abzugewinnen [...] Mit der ersten Aufführung von Professor Bruckner's \"Germanenzug\" unter der Direction des Componisten schloss die erste Abtheilung - nicht ohne daß die mit lautem Beifalle aufgenommene Composition bis gefordert und gegeben worden wäre. [...] Einige Stunden darauf gab es in den unterirdischen Räumen einer Wirthschaft in der Naglergasse noch eine gloriose Ex=Kneipe, in welcher der Obmann des Vereines, Dr. Staniek, Professor Bruckner, der in zahllosen Dankreden dem Vereine Complimente machte, und Heuberger mit abundanten Hochrufen die herbe Süßigkeit der Popularität zu büßen bekamen. [...] - es war eine merkwürdig gehoben versöhnliche Stimmung in der akademischen Bürgerschaft vorhanden. Wenn sie nur lange vorhält! st.« (°).\n(In der außerordentlichen Generalversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins wird ein Comité (Wolf, Boller, Höfler, Oesterlein und Eduard Zappert) gebildet, das die Verteilung der 30 Freikarten für Bayreuth organisiert. Bruckner gehört nicht zum [späteren] Kreis der Empfänger (°°).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 14:06"}, {"ID": 187607095, "Datum": "9.7.1876, Sonntag", "Haupttext": "Das Vaterland Nr. 187 berichtet auf S. 3 vom Konzert am 6.7.1876 [die Rubrik ist datiert 8.76.1876]: \n\n      \" * (Akademischer Gesangverein.) Vorgestern endlich konnte, von blauem Himmel und warmen Lüften begünstigt, der akademische Gesangverein seine bereits wiederholt verschobene zweite Sommerliedertafel abhalten. [... übervoll ...] Das Programm war mit Geschmack und Verständniß zusammengestellt, die Durchführung der Chöre unter Leitung des Vereinsmitgliedes, Herrn Richard Heuberger, durchwegs exact und correct. Besonderen Beifall fanden \"Lied der Pagen\", aus \"Sommernachtstraum\", von Engelsberg; \"Germanenzug\", für Männerchor, Soli und Harmonium, von Professor A. Bruckner (unter persönlicher Leitung des Componisten); [... Speidel, Heuberger ...] welche Nummern sämmtlich wiederholt werden mußten. [... Wagners Festmarsch ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607105, "Datum": "10.7.1876, Montag", "Haupttext": "Ein Feuilleton-Artikel in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 57 auf S. 1f, signiert »Florestan« [= Woerz], erwähnt dabei auch Bruckner [»Germanenzug« am 6.7.1876]: \n\n         »Musik.\n\n      (Liedertafeln. - Hofoperntheater.)\n    Zweimal flehten die sangesfreudigen Musensöhne unserer Universität zu dem Götter= und Menschen=Beherrscher, dem wolkenumgürteten Zeus, er möge Sonnenlicht und Mondenschein spenden der Sommer=Liedertafel im k. k. Volksgarten. Doch umsonst blickte der akademische Gesangverein am 3. und 5. d. M. zu den eilenden Wolken empor, umsonst bereiteten die Anschlagzettel das Publikum auf eine Reihe neuer Lieder und Chöre von Heuberger, Speidel, Bruckner, Engelsberg u. s. w. vor; Papa Kronion wollte es den Studenten offenbar fühlen lassen [...] Als aber am 6. d. M. der akademische Verein zum dritten Male um gutes Wetter betet, [...] sprach der Donnerer: »Gewährt sei euch, was ihr verlangt [...]« [... am Donnerstag fand dann auch das Konkurrenzunternehmen des Wiener Männergesangvereins statt, zu dem sich der Rezensent begab ...].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607125, "Datum": "12.7.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Im Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Orgelschüler Hermann Steudner J. S. Bachs Fuge in g-Moll.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607155, "Datum": "15.7.1876, Samstag", "Haupttext": "Von Bruckner ursprünglich gewünschter Urlaubsbeginn (*). (Preisträgerkonzert am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607175, "Datum": "17.7.1876, Montag", "Haupttext": "»Letzte Verbesserung beendet« - Datierung am Ende des Finales der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607205, "Datum": "20.7.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner wird in einem Artikel der Steyrer Zeitung Nr. 48 auf S. 2 (über die Kollaudierung der Mauracher-Orgel in Sierning am 17.7.1876) erwähnt (*): Stiftsorganist Seiberl aus St. Florian erprobt die neue Orgel in Sierning. Sein Spiel wird mit dem Bruckners verglichen -\n     »Freilich mußte auch eine solche kunstgeübte Hand sie spielen, wie die des Herrn Stiftsorganisten Seiberl aus St. Florian, der, in die Fußstapfen Bruckners tretend, über einen großen Fantasiereichthum und eine seltene Technik verfügt und überdieß am Brett der großen ebenfalls von Herrn Mauracher ganz umgebauten Orgel in St. Florian sitzt, daher auch mit dem Pedal und anderen neuen Einrichtungen ganz vertraut ist. [... als anwesend erwähnt werden Organist Rücker und Traumihler ...]« (**).\n \nEduard Kulke berichtet im Vaterland Nr. 198 auf S. 1 vom Zöglingskonzert am 12.7.1876:\n          \"Zöglingsproductionen.\n     Ed. K. Mit großem Interesse und herzlichem Vergnügen habe ich mir die beiden Schlußproductionen der Zöglinge des Wiener Conservatoriums angehört, welche letztvergangenen Mittwoch und Samstag im großen Musikvereinssaale unter der Leitung des Directors Joseph Hellmesberger vor einem gedrängt vollem [sic] Hause stattgefunden haben. [...]\n     Begonnen wurde in der Mittwoch=Production mit einer mächtigen Orgel=Fuge in G-moll von Sebastian Bach, vorgetragen von Herrn Hermann Steudner, einem Schüler des Professors Anton Bruckner. Das Werk brauste mächtig durch den Saal unter den Händen und Füßen dieses jungen Organisten, der, wie wir hören, ein eben so vortrefflicher Pianist sein soll. Gewünscht hätten wir, daß das Plenum bei der Orgel etwas weniger und die feineren und weicheren Register etwas mehr in Anwendung gekommen wären. In der Kirche ist das etwas Anderes [...] bei einer Prüfung handelt es sich nicht um Andacht und Versenkung, und so wäre auch ein sanfteres Behandeln der Register vielleicht mehr am Platze gewesen; übrigens darf uns dies nicht hindern, Herrn Steudner unser uneingeschränktes Lob zu ertheilen. [... über die anderen Werke und Musiker ...]\n     Weit bedeutender als die erste, war die zweite der beiden Schlußproductionen; bedeutender nach dem Inhalt der aufgeführten Werke; äußerlich feierlicher durch den ungeheuren Andrang des Publicums; ich glaube, es war kein Plätzchen unbesetzt.\n     [... Julius Winkler, Siegfried Auspitz und August Siebert (Violinen), drei Pianistinnen, Sängerinnen, Schülerkompositionen von Rudolph Raimenn und Josephine Weiß ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:50"}, {"ID": 187607215, "Datum": "21.7.1876, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 30 bringt auf S. 399f nochmals [vgl. 3.3.1876] eine Besprechung der 2. Symphonie [am 20.2.1876] von Theodor Helm. \n\n     »Musikbrief.\n               Wien.\n\n          (Fortsetzung.)\n     Wir müssen uns zu den Philharmonischen Concerten zurück und zunächst zu Hrn. Epstein wenden [...] \n\n     Im dritten Concerte hörten wir in zweiter Aufführung die von uns an dieser Stelle vor drei Jahren ausführlich besprochene C moll-Symphonie unseres Hoforganisten Anton Bruckner, ein Werk, gross angelegt, voll bedeutender Züge, die ein echtes Talent verrathen, im Ganzen aber noch nicht zu jener klaren, concisen Form durchgedrungen, als dass man daran eine rechte Freude haben könnte.\n\n     Anton Bruckner ist unter unseren jüngeren Componisten einer der Wenigen, dem man wahrhaft originelle Erfindung, eine ausgeprägte Persönlichkeit zusprechen kann; was ihm aber fehlt [... über Schwächen des Werks ... »Die Aufnahme der Symphonie war heuer eine bei Weitem kühlere als 1873« ...] - Wie wir hören, verwahrt Hr. Bruckner noch eine zweite, ganz anders intentionirte, leidenschaftlichere, kühnere Symphonie in seinem Schreibepult, welche er bei einem Besuche in Bayreuth dem Meister der „Nibelungen” gezeigt und von diesem solche Lobsprüche geerntet haben soll *) [Fußnote: »*) relata refero.«], dass er sich die Freiheit nahm, dieses symphonische Werk Wagner selbst zu widmen.\n     Bruckner's C moll-Symphonie folgten im Gesellschaftsconcerte [... die weiteren Werke, Vorbehalte gegen Beethovens Tripelkonzert ... über Saint-Saens als Pianist, Komponist und Organist]« [Signatur im letzten Teil der Artikelserie am 22.8.1876:] Dr. Th. Helm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607235, "Datum": "23.7.1876, Sonntag", "Haupttext": "Eintragungen Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*). \n   Aufgeführt werden Werke von Hummel, Sechter und Rotter (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607255, "Datum": "25.7.1876, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: [Briefe] »an Kulke, Speidl, Traumihler, Bruder, Mayfeld, Tuczek geschrieben. 25. Juli [1]876.« (*).\n \nArtikel von Eduard Kulke \"Musik und Schauspiel\" im Vaterland Nr. 203 auf S. 1f:\n     \"Ed. K. Bei so einem Schullehrer aus der frühern Zeit bekam man zweierlei Dinge in Masse: Prügel und - Musik. [... über die Verbindung Schullehrer/Kirche/Musik und ihren Niedergang ... den Mangel an Organisten auf dem Land ...]\n     Das Wiener Conservatorium für Musik bietet zwar wie für jedes andere Instrument, so auch für die Orgel Gelegenheit zur Ausbildung. Es besitzt ein herrliches Instrument und in der Person des Professors Anton Bruckner eine hervorragende Lehrkraft; allein ein Zögling, der nach mehrjährigen Studien das Conservatorium verläßt, hat wohl mehr Ehrgeiz, als sich in einem Dorfe etwa, oder in einem kleineren Städtchen als Organist niederzulassen; so ein junger Mann dünkt sich in der Regel schon ein vollendeter Künstler und in manchem Falle ist er es ja auch, jedenfalls hat er höhere Absichten und weiter reichende Pläne. Er wird eine Organistenstelle suchen bei St. Stephan, in der Hofburgcapelle u. s. w., aber die kleineren Städte und die Dörfer wollen auch versorgt sein und Jeder kann nicht an erster Stelle stehen. [... über die Orgelschule des Wiener Cäcilien-Vereins und ihr Prüfungskonzert am 18.7.1876, den verstorbenen Präsidenten Ambros, Joseph Labor im Vereinscomité, über den Verlauf der Prüfung ...]\n     [...] daß sie im Laufe der Zeit zu ganz brauchbaren Organisten heranreifen werden, wird sich wohl keinem der anwesenden Gäste entzogen haben.\" (**).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 22:12"}, {"ID": 187607265, "Datum": "26.7.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an Konstantin Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst:\n     Bittet um Fürsprache bei Kaiser Franz Joseph, daß ihm, Bruckner, eine außerordentliche Professur (mit fester jährlicher Dotierung) für Harmonielehre und Kontrapunkt an der Universität verliehen werde.", "Letzte Änderung": "21.01.2026 13:57"}, {"ID": 187607285, "Datum": "28.7.1876, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt die Aufführung der f-Moll-Messe am 30.7.1876 in der Wiener Hofkapelle an:\n» * (Musikalisches.) Am 30. d. wird in der Hofcapelle in Wien A. Bruckners große Messe Nr. 3, unter des Componisten persönlicher Leitung, zur Ausführung gelangen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607295, "Datum": "29.7.1876, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Kathi Kachelmayr erhält 22 Gulden einschließlich des Vorschusses für Oktober. Darunter Bleistifteintragung: »98 [fl] erhalten / 10 [fl] Rest zu zahlen H Steiner« (*).\nAuf die morgige Aufführung der f-Moll-Messe, des \"Locus iste\" und des \"Ave Maria\" [WAB 6] machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\nDeutsche Zeitung Nr. 1642 auf S. 6 (**),\nDie Presse Nr. 207 auf S. 11:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofcapelle kommt Sonntag den 30 Juli eine Messe Nr. 3 in F, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Ave Maria) von Anton Bruckner zur Aufführung.\" (***),\ndas Fremdenblatt Nr. 207 auf S. 7:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der k. k. Hofcapelle morgen Sonntag Missa Nr. 3 in F, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Ave Maria) von Anton Bruckner.\" (°)\nund die Neue Freie Presse Nr. 4283 auf S. 5:\r\n     \"In der k. k. Hofcapelle Messe Nr. 3 in F, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Ave Maria) von Anton Bruckner.\" (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187607305, "Datum": "30.7.1876, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im Neuigkeitsweltblatt auf S. 3:\n     \"Kirchenmusik in Wien. Heute Sonntag kommen zur Aufführung: In der k. k. Hofkapelle Messe Nr. 3 in F, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Ave Maria) von Anton Bruckner.\" (*).\nEintragungen Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (**).\nEr dirigiert selbst seine f-moll-Messe, das »Locus iste« [WAB 23] und das »Ave Maria« [WAB 6] (***).\nIn einer Altstimme des »Ave Maria« findet sich der datierte Namenseintrag »Pöckh« (°)\r\nund in der Partitur der Messe ein Vermerk Bruckners: »30. Juli 1876. Hofkapelle.« (°°).\r\n     Weitere Notizen in den Stimmen der f-Moll-Messe: »Mundl Rudolf [/] 30. Juli 1876.« auf der Titelseite der Sopranstimme Nr. 2 (°°°), »Weber [/] 18 30/7 76« am Ende der Sopranstimme Nr. 3 (#), »Keldor 30/7« [Keldorfer] auf der Titelseite der Altstimme Nr. 2 (##), »Erste Aufführung. 30/7. 1876« auf der Titelseite der Tenorstimme Nr. 4 (###) und »am 30. Juli 1876.« auf der Titelseite der 2. Violinstimme Nr. 3 (a).\r\n     Auch eine Violoncellostimme trägt eine Datierung (b).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 09:31"}, {"ID": 187608005, "Datum": "August 1876", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »Montag 1/2 3 - 1/2 5 Uhr«, Studien zu Beethovens Eroica, Korrespondenzliste 25.7.1876, Rechnung »16 [x] 6 [=] 96« [vermutlich Privatstunden-Honorar], Abrechnung für Kathi Kachelmair »Fr K / pr[o] Juli früher entrichtet / 4 fl / 2 + 5 pro August / 1 + 5 pro Sept. / 7 Gratific. [bezieht sich auf die 4 + 2+ 1 fl] = 10. [Summe von August und September] = 17 fl. / Vorschuß 5 den 29. Juli pro October / 22 fl [Endsumme]«, Honorarabrechnung »18 [x] 6 [=] 108 [-] 98 erhalten [=] 10 - Rest zu zahlen v H Steiner«, Abschluß der wöchentlichen Numerierung mit »17 18«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608015, "Datum": "1.8.1876, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung der f-Moll-Messe durch Eduard Kulkes [nicht: Eduard Kremser] im \"Vaterland\" Nr. 210 auf S. 3:\n     \"Ed. K. Anton Bruckner's Messe Nr. 3 in F nebst Einlagen, und zwar Locus iste und Ave Maria [WAB 6] von demselben wurde am verflossenen Sonntag in der Hofcapelle unter des Componisten persönlicher Leitung zur Aufführung gebracht. Bruckner's Kirchenstyl ist der sogenannte dramatische, ein Styl, der von Beethoven in der großen D-Dur=Messe begonnen und von Franz Liszt, dem größten Kirchencomponisten unserer Zeit, in der Graner Festmesse mit so viel Glück fortgesetzt wurde. Bruckner ist kein bloßer Nachahmer von Richard Wagner und Franz Liszt, aber er besitzt einen diesen beiden großen Männern wahlverwandten Geist. Bruckner's Musik hat Physiognomie, hat eigenthümliche Züge, die uns aus dieser edlen Physiognomie entgegen leuchten und unsere innigste Theilnahme und Bewunderung erringen. Wenn etwas wie Tadel in dieses Lob sich einzudrängen strebt, so wäre es nur das Bedauern, daß Bruckner bei dem Ueberwuchern seiner aus tiefster Tiefe seiner Empfindung hinströmenden Melismen und Harmonien nicht die Kraft der Concentration besitzt, dem mächtig in ihm arbeitenden Drange im rechten Augenblicke Einhalt zu gebieten; es ist dies ein Mangel, der aus allzu großem Reichthum entspringt, Bruckner theilt diesen Fehler mit Schubert, dessen C-dur Symphonie, z. B. ja auch von göttlicher Länge ist.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608035, "Datum": "3.8.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet über die Aufführung von f-Moll-Messe, »Locus iste« und »Ave Maria« [WAB 6] am 30.7.1876. Die Besprechung der Messe greift auf einen Artikel im »Vaterland« zurück: \n  » * (Anton Bruckner's) Messe Nr. 3 in F nebst Einlagen, und zwar Locus iste und Ave Maria von demselben wurde am verflossenen Sonntag in der Hofcapelle in Wien unter des Componisten persönlicher Leitung zur Aufführung gebracht und das „Vaterland” äußerst [sic] sich hierüber, wie folgt: „Bruckner's Kirchenstyl ist der sogenannte dramatische [... erwähnt werden Beethovens Missa solemnis, Liszts Graner Festmesse, Richard Wagner ... »wahrhaft geniale Züge« ... es sei zu bedauern, daß Bruckner ] nicht die Kraft der Concentration besitzt, dem mächtig in ihm arbeitenden Drange im rechten Augenblicke Einhalt zu gebieten; es ist dies ein Mangel, der aus allzu großem Reichthum entspringt, Bruckner theilt diesen Fehler mit Schubert, dessen C-dur-Symphonie, z. B. ja auch von göttlicher Länge ist.”« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608065, "Datum": "6.8.1876, Sonntag", "Haupttext": "[Nachträgliche oder vorweggenommene??] Eintragungen Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*).\r\n   Aufgeführt werden Werke von Mozart, Eybler und Worzischek. Spätere Notiz von Louis Dité März 1945: »NB: Die Eintragungen vom 6. - 20. August stammen von Bruckners Hand.« (*a).\nBeginn der Hauptproben zu Wagners »Ring des Nibelungen«, zu denen Bruckner nach Bayreuth gefahren sein soll [??] (**).\nKönig Ludwig besucht die Generalproben aller vier Werke (bis zum 9.8.1876) [und den 3. Zyklus] (***).", "Letzte Änderung": "24.12.2024 13:08"}, {"ID": 187608125, "Datum": "12.8.1876, Samstag", "Haupttext": "Credo der d-moll-Messe [rhythmisch] »neu verbessert« (*).\n[In Bayreuth soll Bruckner Zeuge des festlichen Empfangs für Kaiser Wilhelm (**) gewesen sein (***) (?)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608135, "Datum": "13.8.1876, Sonntag", "Haupttext": "Eintragungen Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*).\r\nAufgeführt werden Werke von Rotter.\r\n   Spätere Notiz von Louis Dité März 1945: »NB: Die Eintragungen vom 6. - 20. August stammen von Bruckners Hand.« (*a).\nRhythmische Kontrolle des Kyrie der f-moll-Messe (**).\r\nNotiz »rythmisch gut. 13 Aug. [1]876« auf dem Umschlagblatt zur Partitur des Kyrie (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608155, "Datum": "15.8.1876, Dienstag", "Haupttext": "Erster Tag des am 4.7.1876 genehmigten Urlaubs (*).\nEintragung Bruckners in den Repertoireaufzeichnungeen der Hofmusikkapelle. Aufgeführt werden Werke von Joseph Haydn, Weigl und Lachner.\r\n   Spätere Notiz von Louis Dité März 1945: »NB: Die Eintragungen vom 6. - 20. August stammen von Bruckners Hand.« (**).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:03"}, {"ID": 187608165, "Datum": "16.8.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Rhythmische Kontrollen und Korrekturen im Gloria der f-moll-Messe - Notiz »16. Aug. [1]876. rythmisch [/] geändert« (*) - und auch auf den Umschlägen der übrigen Sätze (**).\n \nDas Bayreuther Tagblatt nennt in seinem Festspielbericht auch einige Wiener Gäste, darunter Nathaniel Rothschild, Nikolaus Dumba, Hofoperndirektor Jauner, Gustav Walter, Anton Door, Josef Hellmesberger und Bösendorfer (***).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 11:02"}, {"ID": 187608175, "Datum": "(17.8.1876, Donnerstag)", "Haupttext": "Uraufführung von Wagners »Götterdämmerung« in Bayreuth.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608205, "Datum": "20.8.1876, Sonntag", "Haupttext": "Eintragungen Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*).\r\nAufgeführt werden Werke von Gänsbacher, Michael Haydn und Eybler.\r\n   Spätere Notiz von Louis Dité März 1945: »NB: Die Eintragungen vom 6. - 20. August stammen von Bruckners Hand.« (*a).\nHerbeck beginnt seine dreitägige Anreise zum dritten »Ring«-Zyklus in Bayreuth (**).\nVom 20. bis 23.8.1876 zweite Aufführung von Wagners »Ring des Nibelungen« (***).\r\n(Angelo Neumann besucht diesen Zyklus; er trifft in Bayreuth mit Franz Liszt und Ludwig Bösendorfer zusammen (°)).\nTagebuchaufzeichnung Felix Mottls \"20. August [...] Angermann Bruckner [...]\" (°°).\r\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:39"}, {"ID": 187608234, "Datum": "August 1876 in Bayreuth", "Haupttext": "Bruckner ist bei Wagner in Wahnfried geladen [vielleicht 24.8.1876?]. Verbürgt ist, daß er so mit Tappert (Berlin) und Prof. Grün (Wien) zusammenkam (*), vielleicht auch mit Liszt (**), Herbeck (***), den Mitarbeitern der »Nibelungenkanzlei« (Seidl, Zumpe, Mottl, Humperdinck, Franz Fischer, Porges) und weiteren Gästen (Gräfin Dönhoff, Fürst Liechtenstein, Graf Apponyi, Saint-Saens, Tschaikowsky, Damrosch, Levi, Lenbach, Hillebrand, Hanslick, Speidel, Schelle (°), Adler (°°), Kienzl und Hausegger (#), Grieg und Hans Richter).\r\n[Vermutlich in dieser Zeit] Der Liszt-Schüler Berthold Kellermann lernt Bruckner in Bayreuth kennen (##).\r\nMit dem Wiener Akademischen Wagner-Verein war auch Hans Rott nach Bayreuth gefahren (###).\r\nBruckner gehört nicht zu den Besitzern einer Freikarte des WAWV; vermutlich hat er Eintrittskarten auf Veranlassung Wagners erhalten (a).\nMöglicherweise kommt es in Bayreuth auch zu Kontakten mit dem Maler Rudolf Axmann (b).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:33"}, {"ID": 187608235, "Datum": "23.8.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner trägt sich ins Gästebuch der Rollwenzelei bei Bayreuth ein:\r\n\"Professor Anton Bruckner aus Wien 23. August 1876.\" (*).\r\nUnmittelbar davor hat sich Leopold Grützmacher eingetragen: \"L. Grüzmacher Kgl. Kam[m]ermusikus Berlin. | 23. August 76\" (*a).\n \nIn der gedruckten Fremdenliste Nr. 9 sind neben \"[Name und Stand] Bruckner, Anton, Professor &amp; Hoforg. [Woher] Wien [Wohnt] Kulmbacherstr. 582 1 2\" auch Guido Adler, Ludwig Bösendorfer (\"Bösendorfer, Ludwig, mit Gattin | Wien | Cottenbacherstr. 784\"), Franz von Suppé, Alois Höfler und Nicolaus Osterlein verzeichnet (**).\n \nBruckner wohnt bei \"Joh. A. Enes, Schreinermeister\" (***).\n \nEs existiert auch eine [vermutlich undatierte] handschriftliche Liste \"Festspielgäste und Mitwirkende\", die ebenfalls Bruckner nennt: \"Bruckner, Anton Professor &amp; Hoforganist\" (°).", "Letzte Änderung": "27.11.2024 11:16"}, {"ID": 187608245, "Datum": "24.8.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Richard Faltin ist zu Wagners Soirée eingeladen, an der über 100 Personen teilnehmen, darunter Liszt, Saint-Saens, der Herzog von Meiningen, Niemann [Bruckner wird nicht erwähnt] und Gräfin Dönhoff (*a). Außerdem traf er u.a. auch Riedel in Bayreuth (*).\n \nGuido Adler [vermutlich] zu diesem Abend: \"Ich hatte eine Einladung zu der Donnerstag-Soirée in Wahnfried erhalten. Primarius Dr. Standhardtner hatte dies veranlaßt; er führte mich in das Arbeitszimmer des Meisters, in dem Cercle gehalten wurde [...] Bruckner ebenfalls anwesend [...]\".\nBerthold Kellermann berichtet: \"Bei Wagner lernte ich Ende der siebziger Jahre den Komponisten Anton Bruckner kennen, einen äußerst bescheidenen, fast schüchternen Menschen. Er war damals noch nicht der berühmte Mann, der er erst nach seinem Tode geworden ist [...] Richard Wagner und Liszt haben ihn sehr geschätzt [...].\" (**).\r\nGuido Adler nennt als weitere Anwesende die Herzogin von Meiningen und Frau Materna, schildert Saint-Saens Spiel der \"Danse macabre\" und Liszts Schubert-Transkription. \"Wagner stand im Nebenzimmer, neben ihm Anton Bruckner und meine Wenigkeit.. Bruckner, ansonsten von einer beispiellosen Scheu und Ehrfurcht erfüllt, rief Wagner zu: \"Quartsextakkord ... verminderter Septakkord ... wieder! ... Jessas!\" Wagner lächelte, legte den Finger auf Bruckners Mund und es kam nun wieder ein kurzes Gespräch zwischen dem Meister und mir. [...].\" (***).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:16"}, {"ID": 187608275, "Datum": "27.8.1876, Sonntag", "Haupttext": "Beginn des dritten »Ring«-Zyklus mit dem »Rheingold«. König Ludwig bis zum Ende (30.8.) dabei (*).\nEduard Kulke, der mit Labitzky von Eger nach Bayreuth im selben Zugabteil gefahren war, ist von der Wirkung der Musik enttäuscht und diskutiert darüber mit Bruckner und Louis Köhler, die beide einen günstigeren Eindruck haben (**).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 13:07"}, {"ID": 187608285, "Datum": "28.8.1876, Montag", "Haupttext": "Aufführung der »Walküre« (*).\r\nGuido Adler schildert seine und seines Zimmergenossen Franz Schaumanns Reaktion auf die Aufführung [diese oder eine vorhergehende  gemeint?]: \"... Wirkung war erschütternd ... kehrten wie verzückt heim ... fiel ich bewußtlos um ...\" (**).", "Letzte Änderung": "06.01.2025 11:07"}, {"ID": 187608295, "Datum": "29.8.1876, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des »Siegfried« (*). In einer Aktpause äußert sich Wagner wieder lobend über Bruckners 3. Symphonie (**).\nNach der Vorstellung besuchen Bruckner und Eduard Kulke die Weinstube Stützer (***).\n(Die gedruckte Fremdenliste Nr. 12 verzeichnet \"Herbeck, Johann Hofkapellmeister Wien, mit Gemahlin und zwei Töchtern\" (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187608305, "Datum": "30.8.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der »Götterdämmerung« (*).\n[Bruckners Bemerkung zu Mottl über die Sängerin Materna (**) bezieht sich inhaltlich wohl eher auf die gestrige »Siegfried«-Aufführung.]", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:24"}, {"ID": 187608306, "Datum": "nach dem 30.8.1876", "Haupttext": "Bruckner fährt mit seinen Freunden Schenner, Louis Köhler und Belizey [vermutlich Julius von Beliczay, siehe die Anmerkung] von Bayreuth ab. Bei einer Fahrtunterbrechung in Nürnberg besichtigt er insbesondere die Folterkammer auf der Burg. Den Rest der Ferien verbringt er in St. Florian.", "Letzte Änderung": "17.09.2024 16:34"}, {"ID": 187609005, "Datum": "September 1876", "Haupttext": "Das Kalenderblatt dieses Monats enthält Bruckners metrische Analyse seiner 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187609006, "Datum": "Anfang September 1876", "Haupttext": "[Möglicherweise, aber nicht vor dem 4.9.1876:] In St. Florian Orgelimprovisation über Themen aus »Siegfried« in Anwesenheit von Friedrich Koenen und Friedrich Schmidt (*).\nVermutlich in Linz läßt Bruckner eine Abschrift der 4. Symphonie (Partitur und Stimmen) anfertigen, möglicherweise durch Carda (**).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 12:59"}, {"ID": 187609045, "Datum": "4.9.1876, Montag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein.\r\nIm Gästebuch ist in zwei Zeilen verzeichnet \"Bruckner\" und \"Bruckner (vide 4.9.) von 13.9. incl.\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"18\" und \"7\" angegeben.\r\nIm Fremdenbuch ist notiert \"Anton Brucker [sic], Prof. d. Musik, Wien\".\r\nEr fährt am 17.9.1876 ab.", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:13"}, {"ID": 187609085, "Datum": "8.9.1876, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 39 erwähnt auf S. 508 im »Verzeichniss von den Musikern und mit der Musik in Bezug stehenden Personen, welche ausser den in No. 26 d. Blts. Genannten den Festspielaufführungen in Bayreuth beiwohnten« auch Bruckner: »Brückner, A., Wien«.\nAußerdem werden genannt [in Auswahl]: Franz Abt, Otto Bach, Julius Epstein, Friedrich von Hausegger, Herbeck, Alois Janetschek, Emil Krauss (Wien), August Labitzky, Leopold Landskron, E. Naumann (Dresden), Carl Riccius, Hans Rott, C. Saint-Saëns, Dr. F. Schaumann (Wien), Ernst Schuch, Ph. Spitta, v. Suppé, J. Tichatschek (Dresden), Dr. Oskar Hase (Breitkopf &amp; Härtel), Bechstein, Bösendorfer, Grotian, Ibach.", "Letzte Änderung": "11.11.2024 13:08"}, {"ID": 187609135, "Datum": "13.9.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 209 veröffentlicht auf S. 595-600 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität (Semesterbeginn 1.10.1879) und meldet auf S. 599 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...]\n     Harmonielehre, einmal wöchentlich, Montag von 5 - 6 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Hoforganisten Anton Bruckner; im Saale Nr. 8.\n     Fortsetzung der Harmonielehre und Contrapunct, einmal wöchentlich, Montag von 6 - 7 Uhr Abends, von demselben; ebendaselbst.\" [... Turnen, Fechtkunst ...]\".", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:15"}, {"ID": 187609155, "Datum": "15.9.1876, Freitag", "Haupttext": "Geplantes Ende des in St. Florian (*) verbrachten Urlaubs.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187609175, "Datum": "17.9.1876, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 4.9.1876 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187609177, "Datum": "ca. Sommer 1876", "Haupttext": "Bruckner zieht interimsweise (bis zum 15.11.1877) von der Währinger Str. 41 in den Heinrichshof (Opernring 3) (*).\n\n\n[Wann? Auch Sommer 1877 möglich]\nBruckner trifft sich mit einigen Herren, darunter Moritz Marböck, abends im Prater. Heimfahrt mit Marböck zum Heinrichshof mit dem Wagen - \"und diesmal dauerten des verzückten Komponisten Improvisationen bis - 5 Uhr früh.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187609185, "Datum": "18.9.1876, Montag", "Haupttext": "Aufnahmeprüfungen für Streich- und Blasinstrumente, Harfe, Orgel und Musiktheorie am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187609194, "Datum": "vor dem 19.9.1876", "Haupttext": "Abschrift von Partitur und Stimmen der 4. Symphonie beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187609195, "Datum": "19.9.1876, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Kopie der 4. Symphonie ist soeben beendet (auch die Stimmen sind fertig). Bittet Tappert, der ihn in Wagners Wohnung dazu ermuntert hat, sich für eine Aufführung der Symphonie in Berlin zu verwenden. Eine Erstaufführung in Wien sei nicht ratsam. Grüße von Schelle. Neue Adresse (Opernring 3) angegeben.", "Letzte Änderung": "13.06.2024 16:21"}, {"ID": 187609205, "Datum": "20.9.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187609265, "Datum": "26.9.1876, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramts an das Hofzahlamt (*) und an die Hofmusikkapelle (**):\r\n   Der Obersthofmeister bewillige Bruckner eine Aushilfe von 200 fl.. Aktenvermerke von Wlassack, Hohenlohe, Chimani, Westermayer, Böhm und Herbeck.", "Letzte Änderung": "21.09.2024 15:41"}, {"ID": 187610003, "Datum": "Schuljahr 1876/77", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn: 20.9.1876] Am Konservatorium unterrichtet Bruckner folgende Schüler: Heinrich Benkö (Kontrapunkt), Moriz Eckstein (Harmonielehre), Robert Fischhof (K), Paul Lorenz (H), Hans Rott (Orgel), Heinrich Salzmann (H), Benno Schönberger (K), Christian Schröder (O), Johann Schwegler (K), Friedrich Spigl (H), Julius Stern (H), Franz Stiebitz [siehe die Anmerkung] (H) und Franz Weber (H) (*).\nIm Kapitel »B. Unterrichtsleitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper:*) [Fußnote, ohne Bruckner-Bezug] [/] I. Ordentliche Lehrer. [/] [...] 4 Herr Anton Bruckner, Professor (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel).« (**).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: [Leopoldine Dierkes, Krems?], Anna Gyurkovich, Mathilde Kralik (»aus Linz, 18 J. - Comp. II.«), Johann Kreutzinger, Rudolf Krzyzanowsky (»aus Eger in Böhmen, 17 1/2 J.«), Carl Lillich (»14 1/2 J.«), Gustav Mahler, Anton Meißner (»14 J.«), Ludwig Oblát (»aus Dödis, 15 J. - Clv. V. III:«), Guido Peters (»aus Graz, 10 1/2 J.«), Franz Schalk (»13 J.«), Franz Schaumann (»aus Stockerau, 24 J.« [recte »14 J.«? vgl. Schuljahr 1877/78]), Theodor Schwendt (»aus Winzendorf, 11 1/2 J.«), Friedrich Spigl (»16 1/2 J.«), Julius Stern (»18 1/2 J.«), Alfred Stroß (»18 J. - Comp. I., Chg.«), Hugo Wolf [S. 29: im Schuljahr 1876/77 »wegen Disciplinar=Vergehen« abgegangen], Marianne Zips (»18 1/2 J.«) und Franz Zottmann (»aus Hainburg, 18 J.«);\r\n   als Orgelschüler sind Krzyzanowsky, Hans Rott, Christian Schröder (»aus Tolna, 27 J.«), Franz Weber (»aus Raab, 19 J. - Org. V. I., Hml., Chg.«) und [Brüder??] Wilhelm Weber (»17 J. [in Wien geboren] - Org. V. I. - hb. [= halbbefreit]«) überliefert (***).\nVon den 5 Orgelschülern gehören 3 zur Ausbildungsschule.\r\n   Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern 1 Stiftling war und 2 halb und 2 nicht vom Schulgeld befreit waren, daß Harmonielehre als Hauptfach [ohne Angabe des Lehrers] von 8 Schülern (davon 2 Stiftlinge) und Kontrapunkt als Hauptfach von 1 Schüler gehört wurde - bei den 134 Harmonielehreschülern und 30 Kontrapunktschülern (jeweils im Nebenfach) ist keine Untergliederung angegeben (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 1. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] C. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelschulen.) [/] Effectiver Schülerstand: 29. [/] Monatlich ertheilte systemirte [sic] Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunkt, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 18. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 14:09"}, {"ID": 187610004, "Datum": "ca. ab Oktober 1876", "Haupttext": "Alois Höfler (*) und Arthur Kronenfels [siehe die Anmerkung] (**) sind im Wintersemester als Hörer von Bruckners Universitätsvorlesung inskribiert.", "Letzte Änderung": "09.11.2024 16:49"}, {"ID": 187610013, "Datum": "vor dem 1.10.1876", "Haupttext": "Tappert gelingt es, den Berliner Musikdirektor Benjamin Bilse für Bruckner zu interessieren. Er fordert Bruckner [vermutlich in einem Brief] auf, die 4. Symphonie und eine biographische Darstellung einzusenden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187610014, "Datum": "Oktober 1876", "Haupttext": "Vermerk »Adagio Oktober 1876 neu« (*) im Adagio [vermutlich Adagio Nr.2 der 1. Fassung (**)] der 3. Symphonie. Kalendereintragungen Bruckners: Abschluß der Untersuchungen zur 4. Symphonie, Notiz zum 11.10.1876, wöchentliche Stunden-Numerierungen für Pichler (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187610015, "Datum": "1.10.1876, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Dankt für Einladung, die 4. Symphonie nach Berlin zu senden. Hans Richter (*) wolle die Partitur wieder für eine Aufführung in Wien im April 1877 haben. Grüße von Schelle.\r\n   Biographische Beilage [Lebenslauf, in Stichwörtern]: Ansfelden, St. Florian, Linz, durch Herbeck nach Wien. Studien bei Sechter und Kitzler. Orgelerfolge in Nancy, Paris (vor Auber, Gounod, Thomas), London (Zeitungen vom 1.9.1871 etc.). Anerkennung durch Bülow (1. Symphonie, bei »Tristan« in München 1865) und Wagner (Meistersinger-Schlußchor am 4.4.1868, Widmungsannahme der 3. Symphonie 1873 in Bayreuth, lobende Worte zu Gräfin Dönhoff, am Westbahnhof [21.2.1875], beim »Siegfried« [29.8.1876?]). Die Einzelstimmen zur 3. Symphonie [2. Fassung gemeint; die zur 1. Fassung wurden 1874 und 1875 für die Durchspielproben benötigt (867/142)] fehlten noch. Gegnerschaft Hanslicks seit Bruckners Universitätstätigkeit. Schlechte finanzielle Lage: keine Besoldung als Lektor und Hoforganist; das Lehreranfangsgehalt betrug 10 fl. jährlich.siehe Anmerkung].", "Letzte Änderung": "10.02.2023 11:42"}, {"ID": 187610045, "Datum": "4.10.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Anton Oelzelt-Newin und Boeck, Hörer von Bruckners Universitätsvorlesung (*), holen ihn zum Orgelspiel anläßlich des Namenstages von Kaiser Franz Joseph nach Klosterneuburg ab. Boeck war von P. Coloman Krieger [siehe die Anmerkung] damit beauftragt worden. Bruckner improvisiert nachmittags über das »Siegfried«-Thema und die Kaiserhymne. Auf der Heimfahrt bietet Oelzelt Bruckner eine seiner Wohnungen in der Heßgasse 7 an.", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:29"}, {"ID": 187610075, "Datum": "7.10.1876, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik wird hingewiesen\n \nim Fremdenblatt Nr. 277 auf S. 12:\n     \"Morgen Sonntag, 10 Uhr, wird in der Pfarrkirche Alservorstadt das Minoriten=Ordensfest feierlichst abgehalten werden, wobei Kapellmeister Eder Haydn's prachtvolle Theresien=Messe, Graduale, Sopransolo von Dir. Krall, Offertorium Tenorsolo mit Chor von Ritter v. Seyfried, aufführt und die Soli der Messe Frl. Anna Girsa, Frau Ida Flatz und Herr Eduard Teller, die Einlagen Frau Professorin Pessiak v. Schmerling und Herr Edmund Dunkl vortragen. Hof=Organist Professor Bruckner wird am Schlusse des Hochamts eine Orgelfuge über \"Gott erhalte unsern Kaiser\" spielen.\" (*),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 4353 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Am Schlusse des Hochamtes wird Hof=Organist Bruckner eine Fuge über: \"Gott erhalte unsern Kaiser\" vortragen.\" (**)\n \nund in der Presse Nr. 277 auf S. 3 des Abendblattes:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hoforganist Professor Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes eine Orgelfuge über \"Gott erhalte unsern Kaiser\" spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:46"}, {"ID": 187610085, "Datum": "8.10.1876, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im Neuigkeitsweltblatt Nr. 232 auf S. 3 (*).\nBruckner wirkt um 10 Uhr als Organist in der Pfarrkirche Alservorstadt mit und spielt zum Schluß eine Fuge über die Kaiserhymne. \r\n   Außerdem erklingen unter Eders Leitung die Theresienmesse von Haydn, ein Graduale (mit Sopransolo: Frau Prof. Pessiak von Schmerling) von Krall und ein Offertorium (mit Tenorsolo: Edmund Dunkl) von Ritter v. Seyfried. Solisten bei der Messe: Frl. Anna Girsa, Ida Flatz, Eduard Teller (**).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:47"}, {"ID": 187610115, "Datum": "11.10.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: Datum angestrichen. Am oberen Rand: »11. d. Okt. Schreiben an Stöhr. Bitte b. et c.« und »11. Mittw. Fr Stöhr: Dank.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187610125, "Datum": "12.10.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Das Grazer Volksblatt Nr. 234 prangert [wie schon am 8.10.1874] auf S. 3f die Kirchenmusik in Wien an: \n\n     \" * (Kirchenmusikalisches aus Wien.) In der \"N. Fr. Pr.\" [Neue Freie Presse 7.10.1876] fand sich, was übrigens regelmäßig zu finden, vorigen Samstag folgende Anzeige: \"Am Sonntag den 8. Oktober kommen zur Aufführung [... es folgen 6 Kirchen mit dem kompletten Programm und den Mitwirkenden, als fünfte die Pfarrkirche Alservorstadt ...] Am Schlusse des Hochamtes wird Hof=Organist Bruckner eine Fuge über: \"Gott erhalte unsern Kaiser\" vortragen.\" [... Altlerchenfelder Kirchenmusikverein ...]\n     Das \"Tiroler Volksblatt\" berichtete ja letzthin, daß es in Wien geschehe, daß Sänger und Sängerinnen sogar um Geld sich das Recht erkaufen, ein Solo in der Kirche singen zu dürfen; natürlich unter Bekanntgabe, damit der Zweck erreicht werde. - Die Entwürdigung und Profanirung kann schon nicht mehr weiter getrieben werden!!\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187610126, "Datum": "12./13.10.1876, Donnerstag oder Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »I. Pichler« [vermutlich erste Privatstunde].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187610175, "Datum": "17.10.1876, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »II.« [Pichler, 2. Privatstunde].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187610185, "Datum": "(18.10.1876, Mittwoch)", "Haupttext": "Bei der Linzer Versammlung des Oberösterreichischen Cäcilienvereins wird Armingers Antrag, sich dem Allgemeinen Cäcilienverein Witts anzuschließen, abgelehnt (*).\r\n   Joh. Ev. Habert hält den Deutschen Cäcilienverein für reformbedürftiger als die katholische Kirchenmusik (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:12"}, {"ID": 187610245, "Datum": "24.10.1876, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »III« [Pichler, 3. Privatstunde].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187610275, "Datum": "27.10.1876, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Kiss 3« [3 Privatstunden oder Honorar 3 fl? Siehe Anmerkung].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611005, "Datum": "November 1876", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners:\r\n»Lindengasse No. 10 Leipzig / Anton Nebin Newin Newin«, »(Selterwasser in warmer Milch.)«, »Dr Ludwig Speidl / Reisnerstraße 31. 3. Stock links. 3 Bezirk.«, »Prof. Herzka Riemerstraße 9. Stadt. Don[n]erstag 1/2 11 Uhr.«, »H Hudetz Mariahilf Rahlgasse N 6. v Aug an.«, »Dr Kulke Penzing, Hauptstraße No 36.«, »Urbanetz Rosauerlende 9. 9. Bez Notenkopiren.« und »NB Ottakring Hubergasse No 3 I Weihs Holzhandlung (Maria)«.", "Letzte Änderung": "08.04.2025 10:43"}, {"ID": 187611006, "Datum": "ab November 1876", "Haupttext": "Als Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1876/77 haben (hatten) sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert:\n(Alois Höfler), Robert Klose und Ernst Knaur (*), (Carl Kreutzer) (**), Ludwig Mass (* Nikolsburg ca. 1856) (***), Konstantin Prokopowitz (* ca. 1852 Bukowina) und Cäsar von Scheidlein (°), Norbert Schwaiger, (Johann Sicherl (26.12.1857 Loitsch/Krain - ?), Johann Siegel und Friedrich Stiasny) (°°) und (Rudolf Voelkl) (* ca. 1858 Triest) (°°°),\nvon der juristischen Fakultät Adolf Bäck (H), Arthur Freund (H) (Eintrag wieder gestrichen), Nikolaus Grigorievic (H), Karl Havelka (H), Isidor Heller (H+K), Josef Ritter von Hoch (K), Bernhard Hönigsberg (H), Arthur Ritter von Kronenfels (H), Julius Monath (H), Julian Napadiewicz (H), Richard Newald (H), Gustav Prager (H), Julius Puchy (H), Alexander Toldt (K) und August Vonderheid (K) (#).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 00:29"}, {"ID": 187611025, "Datum": "2.11.1876, Donnerstag (Allerseelen)", "Haupttext": "Nach dem Mozart-Requiem [?] besucht Bruckner die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (*). [ca. 2.11.] Kalendernotiz Bruckners: »K 3« [Privatstunde Kiss, Anzahl oder Honorar?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611045, "Datum": "(4.11.1876, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (u.a. mit Frl. Gyurkovich).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 21:46"}, {"ID": 187611055, "Datum": "5.11.1876, Sonntag", "Haupttext": "Vermerk am Schluß des 1. Satzes der 3. Symphonie [2. Fassung] »rhythmisch geregelt« (*).\n(1. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Hassler, Mendelssohn, Chopin, Liszt und Beethoven (**)).", "Letzte Änderung": "20.10.2025 10:20"}, {"ID": 187611065, "Datum": "ca. 6.11.1876, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »P 4« [Privatstunde Pichler].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611085, "Datum": "8.11.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Steiner 1.« [Privatstunde].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611095, "Datum": "ca. 9.11.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »K 3« [Privatstunde Kiss, Anzahl oder Honorar?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611105, "Datum": "10.11.1876, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »2.« [Privatstunde Steiner] und »5.« [Privatstunde Pichler] (*).\nHerbeck dirigiert anläßlich der Enthüllung des Schiller-Denkmals ein Werk Mendelssohns (**). Chor mit etwa 1200 Sängern - darunter der Schubertbund (***), der Wiener Männergesangverein (°) und der Wiener Akademische Gesangverein (°°).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 10:30"}, {"ID": 187611125, "Datum": "(12.11.1876, Sonntag)", "Haupttext": "1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber, Bach/Raff, Boccherini und Beethoven (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:21"}, {"ID": 187611135, "Datum": "(13.11.1876, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (u.a. mit Kreutzinger und Marianne Zips).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611155, "Datum": "15.11.1876, Mittwoch, Hl. Leopold", "Haupttext": "1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Haydns »Schöpfung« und den Solisten Wilt, Vogl und Rokitansky.\n[nicht gesichert! siehe die Anmerkung]\n\nMöglicherweise hat Bruckner dieses Konzert besucht und wegen der knappen Zeit nach dem Hofkapellendienst einen Wagen zum Musikvereinssaal benutzt und Gaigg von Bergheim mitgenommen (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611165, "Datum": "ca. 16.11.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »K 3« [Privatstunde Kiss, Anzahl oder Honorar?] und »P 6.« [Privatstunde Pichler].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611175, "Datum": "17.11.1876, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »3.« [Privatstunde Steiner]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611185, "Datum": "18.11.1876, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen mehrere Zeitungen hin:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1754 auf S. 6 (*),\n \nFremdenblatt Nr. 319 auf S. 13:\n     \"Morgen Sonntag, 11 Uhr, kommt in der k. k. Hofkirche St. Augustin eine Messe vom Domkapellmeister Karl Seyller, Graduale, Chor von Rotter, Offertorium, Flötensolo mit Chor von Anton Richter, zur Aufführung. Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen, Herr Anton Frey das Flötensolo.\"(**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4395 auf S. 5:\n     [inhaltlich wie (**) ... Domcapellmeister Karl Seyller aus Gran ... Ludwig Rotter ...] Das Flöten=Solo wird Herr Anton Frey und die Orgel Hof=Organist Bruckner spielen.\" (***)\n \nund Die Presse Nr. 319 auf S. 3 des Abendblattes:\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Domcapellmeister Sayler aus Gran ... Ludwig Rotter ... und es] werden Herr Anton Frey das Flötensolo und Hoforganist Bruckner die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "07.06.2024 15:11"}, {"ID": 187611195, "Datum": "19.11.1876, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt um 11 Uhr Orgel in der Augustinerkirche. Zur Aufführung kommen eine Messe von Karl Seyller aus Gran, ein Graduale von Ludwig Rotter und ein Offertorium (mit Flötensolo: Anton Frey) von Anton Richter.", "Letzte Änderung": "07.06.2024 15:11"}, {"ID": 187611215, "Datum": "ca. 21.11.1876, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »P 7.« [Privatstunde Pichler]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611235, "Datum": "ca. 23.11.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »K 3« [Privatstunde Kiss, Anzahl oder Honorar?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611265, "Datum": "(26.11.1876, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Richter mit Werken von Mendelssohn (Wieniawski als Solist) und Tschaikowsky; Brahms dirigierte seine Haydn-Variationen selbst.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611285, "Datum": "28.11.1876, Dienstag", "Haupttext": "Datierung auf der Titelseite des Scherzos der 3. Symphonie [2. Fassung] (*).\nVermerk Bruckners zur metrischen Zählung im Trio (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187611305, "Datum": "30.11.1876, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »8.« [Privatstunde Pichler] (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**))", "Letzte Änderung": "19.05.2024 09:45"}, {"ID": 187612005, "Datum": "Dezember 1876", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners:\r\n   »Katharina Kachelmaier, Fluchtgasse 10. Thür 16. (Nußdorferstraße)«, »Franz Gallistl Direktor einer gewerbl Vorbereitungsschule u städt Bürgerschullehrer in Wien VII. Neubaugasse 53.«, »Frl Flandorfer aus Ödenburg. (in Reichenau.)« [siehe die Anmerkung], »Frl Zappert aus Rudolfsheim o Fünfhaus (Reichenau.)«, »Wahlman[n] Kriegsministerium 14. Abth 3. Stock.«, »Stöhr Theodor, Landstraße [Lamlstraße?], Ungargasse N 59. 1 St. Thür 8. (Rudolfsgasse 42) 2te Gasse in der Ungargasse links rechts.)«.\r\n   Wöchentliche Markierung »3« [Stundenzahl oder Honorar, Privatstunden Kiss, ca. 6., 13., 20. und 29.12.1876], Zählungen für Pichler und (?) Steiner, »60« [vermutlich Zwischen- oder Endsumme für Pichler (10 Termine, à 6 fl?), Abrechnung »Kiss 90 fl [+] 18 [=] 108 fl sicher, 3 Stunden fraglich« und »30 Kiss dann Juli sicher 6. Juli 1.? wäre 7 / 30. Juni 9.?« [»9« aus »8« verbessert?].\r\n   Gebetseintragungen 9.12. bis 22.12.1876.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 13:56"}, {"ID": 187612006, "Datum": "(Ende 1876)", "Haupttext": "Der Wiener Kunstverein veranstaltet eine Wagner-Ausstellung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612044, "Datum": "vor dem 4.12.1876", "Haupttext": "Brief Tapperts an Bruckner: \n   [Vermutlich] über die Möglichkeit, die 4. Symphonie in Berlin aufzuführen. Bruckner gibt das Schreiben in seiner Universitätsvorlesung [z.B. am 4.12.1876 oder einem der Montage zuvor] vor 70 Hörern bekannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612055, "Datum": "5.12.1876, Dienstag", "Haupttext": "Privat-Zeugnis Bruckners für Franz Weber (am Konservatorium Orgelschule und Harmonielehre mit Auszeichnung) (*). [ca. 5.12.] Kalendernotiz Bruckners: »9« [Privatstunde Pichler] (**).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612065, "Datum": "6.12.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Das Schreiben Tapperts habe auch im Konservatorium und an der Universität (70 Hörer) Beifall hervorgerufen. Bei einer Aufführung der 4. Symphonie in Berlin würde er schon zu den Proben kommen. Bittet, Bilses Einverständnis vorausgesetzt, um Änderung der Violastimme im 2. Satz [Notenblatt beiliegend (*a)]. Er werde die Kopierkosten übernehmen. Grüße von Schelle und Niedergesäß. Hat kein Schreiben [von wem?] erhalten. Gruß an Bilse, er solle die Kürzungen nehmen (*).\n[ca. 6.12.] Kalendernotiz Bruckners: »3« [Stunde Kiss] (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 10:31"}, {"ID": 187612095, "Datum": "9.12.1876, Samstag", "Haupttext": "Bis zum 22.12.1876 trägt Bruckner seine Gebetsaufzeichnungen in den aktuellen Kalender ein (nicht erst ab 11.12.1876).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612105, "Datum": "(10.12.1876, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Gade, de Swert, R. Fuchs und Mendelssohn (3. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612135, "Datum": "ca. 13.12.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »10« [Privatstunde Pichler]. Darunter notiert »60« [bisher aufgelaufenes Honorar?]. Am linken Rand »3« [Privatstunde Kiss].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612165, "Datum": "16.12.1876, Samstag", "Haupttext": "Die notierten Gebete dieses Tages sind zahlreicher als in den vorangegangenen und ergänzt durch ein Kreuz (†) [vermutlich Hinweis auf ein Totengedenken] (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (u.a. mit Marianne Zips) (**)).", "Letzte Änderung": "17.12.2025 15:15"}, {"ID": 187612175, "Datum": "17.12.1876, Sonntag", "Haupttext": "Datierung Josef Vockners am Ende seines ersten Studienheftes (*).\n(2. Gesellschaftskonzert mit der Wiener Erstaufführung der von Brahms selbst dirigierten 1. Sinfonie. Unter Herbecks Leitung erklingen danach Werke von Beethoven, Herbeck und Haydn (**)).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 21:54"}, {"ID": 187612195, "Datum": "(19.12.1876, Dienstag)", "Haupttext": "(Aufführung des 1. Aktes der \"Walküre\" in einer Fassung für zwei Klaviere (Wilhelm Gericke und Felix Mottl) mit den Solisten Amalie Friedrich-Materna, Leonhard Labatt und Egon Hablawetz im Städtischen Redoutensal in Brünn.)", "Letzte Änderung": "15.02.2025 10:07"}, {"ID": 187612205, "Datum": "ca. 20.12.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »3« [Stunde Kiss].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612225, "Datum": "22.12.1876, Freitag", "Haupttext": "[ca. 22.12.1876] Kalendernotiz Bruckners: »I« [Privatstunde, Steiner? oder neue Zählung für Pichler?] (*).\n \n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Dankt für den Brief vom 19.12.1876. Würde er gesund (bitte dafür beten!), käme er gerne nach Oberösterreich. Battlogg sei nach Einsiedeln gegangen, um dort Habert zu treffen, zu dem er halte. Er, Witt, habe die Generalpräsesstelle des Cäcilien-Vereins auch wegen Battloggs Verhalten und (bitte Stillschweigen!) wegen Greith und Haberl niedergelegt. Alois Schenk halte Battlogg für den \"härtesten und eigensinnigsten Kopf\" (**)).", "Letzte Änderung": "02.09.2024 07:10"}, {"ID": 187612245, "Datum": "24.12.1876, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein.\r\nIm Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner von Wien\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"6\" angegeben.\r\nIm Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Profeß. der Musik, Wien\". Er fährt am 27.12.1876 ab (*).\nIm Bericht der Linzer Tages-Post Nr. 294 auf S. 3 über ein Konzert der Liedertafel \"Frohsinn\" wird Bruckner erwähnt:\r\n    \"                        Damen=Abend\n       der Liedertafel \"Frohsinn\".\r\n     Wenn auch die sogenannten \"Damen=Abende\" der Liedertafel \"Frohsinn\" strenge genommen nicht zu den eigentlichen Konzerten rangiren, da im Saale soupirt wird und bei Zusammenstellung des Programms gewisse Rücksichten beobachtet werden müssen, so bieten dieselben dennoch seit einer Reihe von Jahren auch dem musikalisch gebildeten Publikum manchen exquisiten Kunstgenuß, der jedem \"Konzerte\" zur Zierde gereichen würde.\r\n     [... über die einzelnen Werke und den neuen Chormeister ...]\r\n    Die Aufführung der Chöre leitete mit Ausnahme zweier Nummern, welche Herr Arnleitner mit lobenswerther Sicherheit dirigirte, der neue Chormeister Herr Kutschera. Das Debüt fiel äußerst glücklich aus [...]. Der Nachfolger eines Bruckner, Ruczek, Gericke, Floderer und Hummel hat sowohl gegenüber dem Publikum als den Sängern keinen leichten Stand, um so höher mag Herr Kutschera den wahrhaft schönen Erfolg seiner Leistung ansehen.\r\n     In der Besorgung der Clavierbegleitung theilten sich die Herren Kutschera, Arnleiter [sic] und Reitter.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612255, "Datum": "Weihnachten 1876", "Haupttext": "Bruckner verbringt die Feiertage in St. Florian [24. bis 27.12.1876] (*)\r\nZur Unterstützung der Stiftsmusiker ist auch Franz Schimatschek gekommen (*a).\nDanach läßt er zum Dank durch Josef Seiberl dem Prälaten [Moser] Zigarren überbringen (**).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 19:34"}, {"ID": 187612265, "Datum": "(26.12.1876, Dienstag)", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Méhul, Rubinstein, Mozart und Schubert (9. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612275, "Datum": "27.12.1876, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 24.12.1876 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612285, "Datum": "(28.12.1876, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612286, "Datum": "vermutlich Ende Dezember 1876 (28.12.1876, Donnerstag?)", "Haupttext": "Liste Bruckners in seinem Reisenotizbuch mit Empfängern von Neujahrsgrüßen: Stremayr, Hellmesberger, Hanslick, Speidel, Oberstabsarzt [vermutlich Wallmann], Hartel, Herbeck, Erzbischof [Kutschker], Landgraf [Fürstenberg].", "Letzte Änderung": "10.11.2024 09:03"}, {"ID": 187612295, "Datum": "ca. 29.12.1876, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »II« [Privatstunde, Steiner? oder neue Zählung für Pichler?], »3« [Stunde Kiss].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187612313, "Datum": "Ende Dezember 1876 (?)", "Haupttext": "Der Neujahrsgruß der Hofmusikkapelle an Louise Andreis, die Nichte Ludwig Rotters könnte auch auf den 1.1.1877 bezogen werden.", "Letzte Änderung": "16.09.2024 15:04"}, {"ID": 187612315, "Datum": "31.12.1876, Sonntag", "Haupttext": "Vollendung des Männerchores »Das hohe Lied« [WAB 74] nach einem Text von Dr. Heinrich Wallmann (Pseudonym: Heinrich von der Mattig), dem Wiener Akademischen Gesangverein gewidmet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187700005, "Datum": "1877", "Haupttext": "Kleine Korrekturen im Credo der f-moll-Messe (*).\nEintragungen in der Schimatschek-Abschrift [vom 26.7.1866] der 1. Symphonie (**) [siehe auch 1./2.5.1877].\nKalendernotizen zu Mozarts Requiem (***).\nStundenplan für Universität, Konservatorium und Privatschüler (Pichler, Roubitschek [Roubicek, siehe die Anmerkung], Schönbach, Kreuzinger, Vockner, Kiss, Ritter [Julius Ritter], Baron [Ehrenfels] (°).\nNamenseintrag »Marckhl« in Altstimme des »Ave Maria« [WAB 6] [Hofkapelle am 17.6.1877?] (°°).\nUndatierte Kalendernotiz Bruckners: »Vockners Doctrin« [Anmerkung zu einem Fundamentalbaß-Problem] (°°°).\nAufführungen eines Graduale von Clotilde Kainerstorfer in der Wiener Augustinerkirche. Bruckner an der Orgel [28.1.1877, 4.2.1877] (a).\n»Fromme's Musikalische Welt«, Jg. 1877, erwähnt auf S. 72 die Aufführung der 2. Symphonie am 20.2.1876 (b). Auf S. 81 ist Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (für Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel) notiert (c), und auf S. 96 ist seine Wohnungsadresse angegeben: »Bruckner, Anton: IX., Währingerstr. 41« (d).\nIm Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 5. Jahrgang, 1877 (Wien, 1878), ist auf S. 58 Bruckner als Mitglied verzeichnet [weiters u.a. auch: Krzyzanowski, Gustav Mahler, Mottl, Karl Oehn, Rättig, Theodor Reisch, Hans Rott, Schaumann] (e).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 14:26"}, {"ID": 187701005, "Datum": "Januar 1877", "Haupttext": "Kalendernotiz: »Vockner breite Gasse N 6, 2. Stiege 3. St. Neubau.« und »Kiss« (mit Zusatz »3« ungefähr beim 5.1., 10.1.[der 12.1. wäre wie alle späteren Termine ebenfalls ein Freitag!], 19.1. und 26.1., wohl Unterrichtstermine)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187701016, "Datum": "nach dem 1.1.1877", "Haupttext": "Brief Josef Seiberls an Bruckner:\r\n   Er habe dem St. Florianer Prälaten [Moser] Bruckners Zigarrengeschenk überbracht. Der Prälat habe es als Dank [für den Weihnachtsaufenthalt Bruckners] aufgefaßt. Prälat und Regens chori [Traumihler] würden sich freuen, Bruckner an Ostern in St. Florian zu sehen. Traumihler plane nur die ”liturgischsten” Sachen [Caecilianismus?]; Lanz werde auch kommen. Gestern habe er, Seiberl, mit Ignaz gesprochen, der erwäge, nach Vöcklabruck zu Huebers, die er finanziell unterstützen könne, umzuziehen. Einem gestern eingetroffenen Programm des Linzer Sängerbundes sei zu entnehmen, daß der ”Germanenzug” geplant sei [11.3.1877].\nEingangsdatierung Bruckners »nach Neujahr 1877«.", "Letzte Änderung": "05.04.2024 19:35"}, {"ID": 187701075, "Datum": "7.1.1877, Sonntag", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an die niederösterreichische Statthalterei:\r\n   Bittet um Verleihung der Kapellmeisterstelle an der Kirche »Am Hof«, verweist auf seinen beruflichen Werdegang (St. Florian, Linz, Hofmusikkapelle, Universität, Konservatorium), seine Studien bei Sechter, die Orgelerfolge in Nancy, Paris und London, seine Kompositionen (3 Messen, 5 Symphonien), die Anerkennung durch Wagner (3. Symphonie), Liszt, Herbeck und Hellmesberger und auf seine Erfolge als Dirigent (*).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Berlioz, Schumann, Herbeck [von ihm selbst dirigiert (**)] und Mozart (***).", "Letzte Änderung": "16.02.2025 17:12"}, {"ID": 187701095, "Datum": "9.1.1877, Dienstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Hans Rott Präludium und Fuge in D-Dur von J. S. Bach. Bei drei Programmnummern (Lieder von Ottocar Wöber, Duett aus »Jessonda« und Terzett aus »Zemire und Azor« von Spohr) wirkt auch Marianne Zips mit. Außerdem kommen Werke von Heine (Deklamation), Volkmann, Flotow, Brahms, Hummel, R. Franz, W. Kleinecke jun., [H.] Wieniawsky, Verdi, Beethoven und Durst (Septett für 7 Trompeten, Klasse Maschek) zur Aufführung. Mitwirkende Schülerinnen: Gruschonig, Stern, Stahl, Kruß und Klunzinger. Mitwirkende Schüler: Winter, Girsa, Benkö, Schram, Engel, Ludwig, Zobel, Schönberger, Rosenblum und Mattachich.", "Letzte Änderung": "24.12.2024 12:41"}, {"ID": 187701125, "Datum": "12.1.1877, Freitag", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an das Kultusministerium [Stremayr]:    \n\"Hohes k.k. Ministerium\nfür Cultus und Unterricht!\nAuf Grund seiner Wirksamkeit durch mehrere Semester als Lector an der kk Universität; u auf Grund der sehr zahlreichen Betheiligung [... bittet unter Hinweis auf die hohe Zahl seiner Universitätshörer (etwa 70) und die Wissenschaftlichkeit der musiktheoretischen Fächer um ein festes Jahresgehalt oder zumindest um eine bleibende, jährliche fixe Remuneration, wie sie auch der Gesangslehrer [Rudolf Weinwurm] erhalten habe ...], unterthänigst zu bitten.\nWien den 12. Jänner 1877.\n                          Anton Brucknermp\n                                     Lector.\"\nEingangsvermerk am 13.1.1877.\nWeitere Kanzleivermerke (13.1.1877 und 15.1.1877) auf dem Schriftstück vom 20.1.1877.", "Letzte Änderung": "14.11.2025 14:03"}, {"ID": 187701135, "Datum": "13.1.1877, Samstag", "Haupttext": "Kanzleivermerk auf Bruckners Brief vom 12.1.1877:\n                     \"prs. 13. Jänner 1877.\n                                Z. 274. \" (*).\n \nKanzleivermerk auf dem Schriftstück vom 20.1.1877 in der rechten Spalte:\n\"           prs. 13. Janer [sic] [1]877.\n                      Z. 274. \nAnton Bruckner Lector für Harmonielehre u Contrapunkt\n               um\nVorlage seiner Eingabe pcto Remuneration an das hohe kk. Unterrichts Ministerium.\" (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 14:04"}, {"ID": 187701155, "Datum": "15.1.1877, Montag", "Haupttext": "Im Konservatorium sagt Hellmesberger zu Pius Richter, daß er »Bruckner gern aus der Hofkapelle fort haben möchte« (*).\nDekan Robert Zimmermann leitet Bruckners Schreiben vom 12.1.1877 an Hanslick weiter.\r\nVermerk auf dem Schriftstück vom 20.1.1877 in der rechten Spalte:\r\n\"Herrn Regierungsrath Prof Dr Hanslick zur gef. Berichterstattung\r\nWien 15 Jan. 1877.\r\n                     RobZim[m]ermann\r\n                         dz. [?] Dekan.\" (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2025 14:05"}, {"ID": 187701185, "Datum": "18.1.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Gutachten Hanslicks zu Bruckners Gesuch vom 12.1.1877:\n\"                         Z. 274.\n[linke Spalte]\nGesuch des H. Anton Bruckner um Erwirkung eines Gehaltes oder einer fixen jährl. Remuneration für seine Vorträge über Harmonielehre und Kontrapunkt.\n[rechte Spalte]\n               Gutachten.\nMit Erlaß v. 8. Novbr 1875 hat das kk. Unterrichtsministerium den Hoforganisten [... Bruckner sei am 8.11.1875 als unbesoldeter Lektor an der Universität zugelassen worden. Auch Rudolf Weinwurm habe keine fixe Remuneration erhalten, zudem sei sein Arbeitspensum deutlich höher gewesen. Er, Hanslick, befürworte die Zahlung einer Remuneration ...] für das abgelaufene Semester bewilligen.\n      Wien d. 18. Jän[n]er 1877.\n                                        ProfHanslick.\"", "Letzte Änderung": "14.11.2025 14:07"}, {"ID": 187701205, "Datum": "20.1.1877, Samstag", "Haupttext": "Schreiben des Dekanats [der Philosophischen Fakultät] der Universität an das Kultusministerium:\n\"H. k. k. M. f. C. u U.!\n     Der unbesoldete Lektor [... Bericht über Bruckners Gesuch vom 12.1.1877 und Hanslicks Stellungnahme vom 18.1.1877. Die Berufung auf Rudolf Weinwurms Remuneration sei nicht gerechtfertigt. Das Professorenkollegium habe eine fixe Remuneration und auch eine Zahlung für das abgelaufene Semester abgelehnt. Ein Nachweis für den angeblich zahlreichen Vorlesungsbesuch fehle ...] zu befürworten.\nWien dn 20 Jan. 1877.\n                 RobertZim[m]ermann.\n                 Mund 20/1 877\n                         Wolschan [Welschmann?]\"\nIn der rechten Spalte der ersten Seite die Aktenvermerke vom 13.1.1877 und 15.1.1877.", "Letzte Änderung": "14.11.2025 14:09"}, {"ID": 187701225, "Datum": "(22.1.1877, Montag)", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Wiener Konservatoriums kommen zwei Sätze einer Violin-Klavier-Sonate von Mathilde Kralik zu Gehör.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187701235, "Datum": "23.1.1877, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz: Datum angestrichen. »23. Jän[n]er Stadtgärtnerstochter Königin des Juristen Balles (Frl Seewald Industr) Getanzt mit Frl. Payer (bei Elisabethbrücke) u Baronnes Dalwigh Penzing.« [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "27.11.2024 16:55"}, {"ID": 187701265, "Datum": "26.1.1877, Freitag", "Haupttext": "Schreiben des Kultusministeriums an das Dekanat der Universität:\r\n\"[Prägestempel?]\n      K. K. MINISTERIUM\nFÜR CULTUS UND UNTERRICHT\n[Z] 1075  \n     In Erledigung des Berichtes vom 20. Jänner l J. Z. 274 eröffne ich dem Dekanate, [... nimmt Bezug auf den Bericht vom 20.1.1877. Ein Gehalt oder eine fixe Remuneration für Bruckner werden nicht bewilligt. Am Ende des Semesters könne Bruckner unter Nachweis des Vorlesungsbesuches um eine entsprechende Remuneration erneut ansuchen. Unterschrift Stremayrs ...]. Die Beilagen folgen zurück\n                  Wien den 26. Jänner 1877.\nDer Minister für Kultus und Unterricht\n                    Stremayr\nAn das Dekanat der philosophischen Fakultät der KK Universität in Wien.\"\nAuf der Rückseite [des Bogens] Kanzleivermerke vom 1.2.1877.", "Letzte Änderung": "16.11.2025 06:59"}, {"ID": 187701275, "Datum": "27.1.1877, Samstag", "Haupttext": "Datierung im Finale der 3. Symphonie [2. Fassung] (*).\nKalendernotiz: Datum markiert mit Zusatz »Maskenball NB Musikv« (**).\nEinen Hinweis auf die morgige Kirchenmusik bringen\ndas Fremdenblatt Nr. 25 auf S. 6 (***),\ndie Neue Freie Presse Nr. 4461 auf S. 4:\r\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin kommt um 11 Uhr eine Messe von Hahn, Graduale (Baß=Solo) von Fräulein Clotilde Kainerstorfer und Offertorium (Sopran=Solo mit Chor) von Karl Czerny, unter Leitung des Capellmeisters Leopold Eder zur Aufführung. Die Soli werden Herr Eduard Teller und Fräulein Marie Wurm, aus der Schule Laufer, vortragen. Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°)\nund Die Presse Nr. 25 auf S. 1 des Abendblatts:\r\n     \"[inhaltlich wie (°)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 13:59"}, {"ID": 187701285, "Datum": "28.1.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr spielt Bruckner Orgel. Aufgeführt werden unter Leitung Leopold Eders eine Messe von Hahn, ein Graduale (mit Baß-Solo: Eduard Teller) von Kainerstorfer [*] und ein Offertorium (mit Sopransolo: Marie Wurm) von Carl Czerny.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187702005, "Datum": "Februar 1877", "Haupttext": "Brief Oelzelts an Bruckner:\r\n   Er werde sich in drei Wochen, nach seiner Rückkunft aus Leipzig, selbst um die Wohnungsangelegenheit kümmern. Er bleibe bei seiner Zusicherung, daß Bruckner eine günstige Wohnung [in der Heßgasse] erhalten werde (*).\nKalendernotizen Bruckners:\r\nUnterrichtstermine [für Kiss] mit »3« markiert, immer am Freitag (2.2., 9.2., 16.2. und 23.2.1877).\r\nAbrechnung »Jän[n]er u Febr Kiss 24 [x] 3 [=] 72 [/] 108 [vom Dezember 1876] [+] 72 [=] 180 fl [/] 30. Juni 2 Stunden? [/] 1. Juli 1 Stunde? fraglich besonders die letzte vom 1. Juli.«, »Heutmann Hptmann Gause.«, »März 15 Kiss«. Weitere Berechnungen zu Kiss: »7 Juli / 3 Okt. / 27 Nov. u Dez. / [Summe:] 37 bis 1. Jänner anno 1876.«, »Jänner 877. 12 / 12 Febr / 12 [zuerst: »15«] März / [Summe:] 36 [zuerst »39«] anno 877 bis Ende März ([nachgetragen:] die letzten des März sind im April.)« und »37 anno 876 / 36 [zuerst »39«] anno 877 / [Summe:] 73 [zuerst »76«] / a 3 = 219 [zuerst »228«] fl 877 Ende März. / April 15 St[unden] [x] 3 [=] 45 / [Endsumme:] 264 Ende April« (**).", "Letzte Änderung": "30.09.2025 11:12"}, {"ID": 187702015, "Datum": "1.2.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Eingangsvermerk des Dekanats auf dem Schreiben vom 26.1.1877. Wolschan [Welschmann?] notiert außerdem, daß eine Kopie für Bruckner erstellt wurde:\n\"prs. 1 Febr 1877.\n      Z. 328. \nFür H Anton Bruckner ein Intim cop. 1/2 [1]877.\n                        Wolschan [Welschmann?]\" (*).\n \nArtikel in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung, 4. Jahrgang, Nr. 4 auf S. 8:\r\n»Orchester- und Chorwerke.\r\nErste Aufführung im Jahre 1876.\r\nDen „Sign.” entnehmen wir eine interessante Zusammenstellung der großen Orchester- und Chorwerke, welche im vergangenen Jahre zur ersten Anhörung gelangt sind [...] - Bruckner: Symphonie (Wien). - [...]« [2. Symphonie am 20.2.1876] (**).", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:01"}, {"ID": 187702035, "Datum": "3.2.1877, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz: »3. Febr. Künstlerabend Königin Frl Wilda Kaufmann Landstraße / Getanzt mit Frl Payer, Kaltschik, Reitinger, Adamo (Rotters Nichte.)«", "Letzte Änderung": "05.12.2024 08:35"}, {"ID": 187702045, "Datum": "4.2.1877, Sonntag", "Haupttext": "Auf die heutige Kirchenmusik weisen einige Blätter hin:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1828 (*),\n \nFremdenblatt Nr. 33 auf S. 6 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4469 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (°) ... Olga Lenz (Schule Rokitansky) ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***)\n \nund »Die Presse« Nr. 33, S. 9:\n     \"(Kirchenmusik.) In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 4. Februar um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von Karl Seyler, Graduale (Altsolo) von Clotilde Kainerstorfer und Offertorium (Sopransolo) von Victor v. Rokitansky zur Aufführung brungen und werden die Soli der Messe Fräulein Bettina Ivanova und Fräulein Lenz vortragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).\nBruckner spielt um 11 Uhr Orgel in der Augustinerkirche. Es erklingen unter Eders Leitung eine Messe von Karl Seyler, ein Graduale (mit Altsolo) von Clotilde Kainerstorfer und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Victor Rokitansky. Solisten: Bettina Ivanova und Frl. Olga Lenz (°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:00"}, {"ID": 187702055, "Datum": "5.2.1877, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz über den Faschingsball der »Concordia«: »5. Febr. Concordia: Frl Bayer [= Payer?]. 2 Frl aus Böhmen (Conservat.) u Fr Bezirkshaupt aus Comottau - / Königin: (Schlußtanz Schnellpolka) Frl Binder (vom Schauspieler die Schwester) / (Frl Seewald im Juristenballe Landstraße (Industrieller) s. schön. Baron Dr medicin. Bürgerspitel.«", "Letzte Änderung": "27.11.2024 17:10"}, {"ID": 187702075, "Datum": "7.2.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Oelzelt-Newin:\r\n   Seit dem 4.10.1876 sei seine Verehrung für Oelzelt unumstößlich. Er interpretiere den Brief [siehe ”Februar 1877”] dahingehend, vorerst keine andere Wohnung zu mieten, auch keine Interimslösung (im Rothschildschen Haus), da sonst die Möbel zu sehr strapaziert würden. Aus Berlin habe er ”ein glänzendes Schreiben” [Tapperts?]: wahrscheinlich werde die 4. Symphonie in der Fastenzeit aufgeführt.", "Letzte Änderung": "06.12.2024 11:04"}, {"ID": 187702105, "Datum": "10.2.1877, Samstag", "Haupttext": "Separate Aufzeichnung des Morgengebetes im aktuellen Kalender.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187702155, "Datum": "15.2.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Wiener Konservatorium wirken Bruckners Orgelschüler mit: Christian Schröder spielt Vorspiel und Fuge über BACH von Rink, und Hans Rott begleitet bei einem Largo (für Violinen, Violen, Harfe und Orgel) von Händel. Es erklingen außerdem Werke von Mendelssohn, Meyerbeer, [H.] Wieniawsky, Liszt, Sucher, Dessauer, Hiller, Durst, Molique und Mozart. Es wirken mit die Schülerinnen Weintraub, Weichsel, Eisler, Kosch, Okolok und Zamara und die Schüler Harmsen, Belley, Mattachich, Rosenblum (und Schüler der Klasse Heißler), Schreiber, Wunderer, Pichler, Schandara und Kravchowitz.", "Letzte Änderung": "04.11.2025 08:53"}, {"ID": 187702165, "Datum": "16.2.1877, Freitag", "Haupttext": "Meldezettel:\n\"Bruckner Anton | kk. Hoforganist | Ansfelden ob. öst. | Linz | 4/9 1824 | kath. | led. | [Wohnen seit: Datum:] 16/II 77 | [Bezirk] I. [Haus-Nr.] 7 | Hessgasse | H Ötzelt Anton Ritter v. Newin\".", "Letzte Änderung": "02.04.2025 06:46"}, {"ID": 187702175, "Datum": "17.2.1877, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen kündigen die morgige Kirchenmusik an:\n \nDie Presse Nr. 46 auf S. 10:\n     \" - In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 18. Februar um 11 Uhr eine Messe von Karl Kempter, Graduale (Chor) von Karl Seyler und Offertorium (Baritonsolo) von Franz Krenn zur Aufführung gebracht und wird das Baritonsolo von Dr. Ritter v. Raindl vorgetragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 46 auf S. 11 (**),\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 46 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Die Orgel spielt Hoforganist Bruckner.\" (***)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4482 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:01"}, {"ID": 187702185, "Datum": "18.2.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche wirkt Bruckner als Organist mit.\r\n   Zur Aufführung gelangen um 11 Uhr unter Eders Stabführung eine Messe von Karl Kempter, ein Graduale von Karl Seyler und ein Offertorium (mit Baritonsolo: Dr. Ritter v. Raindl) von Franz Krenn (*).\n(6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Sarasate als Solist in Bruchs Violinkonzert und Werken von Bargiel und Beethoven (Egmont, 2. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "17.09.2024 16:08"}, {"ID": 187702235, "Datum": "23.2.1877, Freitag", "Haupttext": "Datierung Josef Vockners in seinem Studienheft [die letzte bis zum Jahr 1880 (*)].", "Letzte Änderung": "21.08.2025 21:52"}, {"ID": 187702255, "Datum": "(25.2.1877, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Bach, Mozart, Lotti und Händel.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:35"}, {"ID": 187702285, "Datum": "28.2.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung im Finale der 3. Symphonie [2. Fassung].", "Letzte Änderung": "12.11.2024 11:59"}, {"ID": 187703005, "Datum": "März 1877", "Haupttext": "Kalendernotizen:\r\n»Pelikan Josefstadt Alt=Lerchenfelderstraße 128. 2. Stiege 1. Stock Thür 21. [nachträglich zugesetzt:] 30 fl gegeben.«, »H Hudetz Nibelungengasse No 8, 2. Stiege 4. Stock. Thür 20.«, mutmaßliche Notizen zur Beichte, »Frl. Töpper / Scheibs«, »Vockners Rock. Vollgold et Albrecht Wien Mariahilf.«, »Rott 3. Bez Heumarkt 7.« und »Franz Gallistl, Direktor einer gewerbl. Vorbereitungsschule u städt. Bürgerschullehrer in Wien. VII. VII. Neubaugasse 53.« - Notiz »3« bei jedem Freitag außer Karfreitag 30.3. (2.3., 9.3., 16.3. und 23.3.1877 [Unterrichtstermine Kiss]); der Zusatz »K 3« bei 26.3.1877 [Ersatztermin am Kar-Montag?] ist wieder gestrichen.", "Letzte Änderung": "04.11.2025 10:23"}, {"ID": 187703015, "Datum": "1.3.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an P. Georg Huemer, Chorregent in Kremsmünster:\r\n   Entschuldigt sich für seine »Virtuosität im Aufschieben«, sendet beiliegend die d-moll-Messe. Würde sich über eine Aufführung in den Ferien (z.B. Ostern) sehr freuen. Grüße an den Herrn Prälaten [Ganglbauer (*)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703045, "Datum": "(4.3.1877, Sonntag)", "Haupttext": "Im 7. Philharmonischen Konzert wird unter Hans Richters Leitung Robert Volkmanns 3. Serenade mit Reinh. Hummer als Solisten aufgeführt, außerdem Werke von Schumann und Mendelssohn (*).\n   Hugo Wolf ist vor allem von Mendelssohns »Sommernachtstraum« begeistert (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703055, "Datum": "(5.3.1877, Montag)", "Haupttext": "Premiere von Wagners »Walküre« unter Hans Richters Leitung (*). \nHugo Wolf und Mottl wollen sie besuchen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703065, "Datum": "(6.3.1877, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend der Opernschule des Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703085, "Datum": "8.3.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 54 gibt auf S. 2 das Programm vom 11.3.1877 bekannt: \n\n   »... 8. „Germanenzug”, Gedicht von Dr. August Silberstein, für Männerchor, componirt von Anton Bruckner. (Preis=Chor.) ...« (*). Eine identische Meldung erscheint auch in der Linzer Zeitung (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703095, "Datum": "9.3.1877, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 55 kündigt auf S. 3 das Konzert vom 11.3.1877 (mit dem »Germanenzug«) an:\n     \"[...] 8. \"Germanenzug\", Gedicht von Dr. August Silberstein, für Männerchor komponirt von A. Bruckner. (Preis=Chor.) [...]\"", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:37"}, {"ID": 187703105, "Datum": "10.3.1877, Samstag", "Haupttext": "Bruckner besucht eine Aufführung von Wagners »Walküre«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703115, "Datum": "11.3.1877, Sonntag", "Haupttext": "4. Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Werken von Schubert, Herbeck, Ernst und Mozart (*).\nBruckner notiert im »Krakauer Schreibkalender«:\r\n    »Migrän ganzen Tag u[nd] Walküre« (**).\nFranz Schimatschek in Linz gestorben (***).\nAufführung des »Germanenzugs« durch den Linzer Sängerbund unter Alois Weinwurm im Redoutensaal, [vermutlich] mit Max Brava als Klavierbegleiter (°).\r\n    Solisten: Haslinger, Kohlendorfer, Wolf und Hummel (°a). Weitere Mitwirkende sind Betty Münch, Weilnböck und Franz Nowak (°b).\r\n   Einmal jährlich waren diese Konzerte Benefiz-Konzerte zugunsten des Linzer Staatsgymnasiums, und es ist möglich, daß auch Rafael Loidol [später: Oddo Loidol] dem Konzert beiwohnte (°c).\n(Liszt kommt in Wien an. Ab dem 24.3.1877 ist er in Bayreuth (°°)).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 06:55"}, {"ID": 187703125, "Datum": "12.3.1877, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »1. [Migräne-] Nachweh Montag 12. Schluß Universität.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703135, "Datum": "13.3.1877, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »2. [Migräne-] Nachweh Dienstag Vormittag Conservat.« und »3. Nachweh Dienstag Abends Gause«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703155, "Datum": "15.3.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Tages-Post Nr. 60 auf S. 3 über das Konzert vom 11.3.1877:\r\n»[...] Bruckners »Germanenzug«, ein groß angelegter Chor mit Soloquartett, stammt aus der Sturm- und Drang-Periode unseres Mandsmann=Componisten und verräth bereits, die in seinen später componirten Messe und Symphonien schärfer hervortretenden [sic!] neudeutsche, dramatisirende Richtung. [...] Die Chöre wurden unter Herrn Weinwurms bewährter Direktion mit überraschender Präcision gesungen. [... weitere Mitwirkende: Betty Münch, Herr Weilnböck, Konzertmeister Nowak und sein Klavierbegleiter Brava ...]«.", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:02"}, {"ID": 187703165, "Datum": "16.3.1877, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners [an wen?]:\r\n   Wohl zu spät reagiere er auf die briefliche Anfrage wegen Orgeldispositionen. Er selber stehe ”vor lauter Componiren” der Sache zu fern. Besser wende man sich an Zellner im Musikverein oder in St. Florian an Seiberl (*).\n(Liszt spielt in einem Konzert zugunsten des Beethoven-Denkmal-Fonds (*).\r\nAls Solisten wirkten Frau Wilt, Hellmesberger, Hummer u.a. mit; Herbeck dirigierte (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703175, "Datum": "17.3.1877, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik machen aufmerksam\n \ndas Fremdenblatt Nr. 74 auf S. 6 (*),\n \ndie Neue Freie Presse Nr. 4510 auf S. 5f: \"[... Eder, Wenusch, Randhartinger, Julius Saar, Ida Flatz, Sophie v. Mandl ...]. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\n \nund das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 74 auf S. 10: \"[... Eder, Wenusch, Randhartinger, Julius Saar, Ida Flatz, Sophie v. Mandl ...]. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:02"}, {"ID": 187703185, "Datum": "18.3.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bei der 11-Uhr-Messe in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Zur Aufführung gelangen unter Leopold Eders Leitung eine Messe von Ritter Joseph v. Wenusch, ein Graduale (mit Altsolo: Ida Flatz) von Randhartinger und ein Offertorium (mit Sopransolo: Sofie v. Mandl) von Julius Saar (*).\nDie Linzer Zeitung berichtet vom Konzert am 11.3.1877:\r\n   »[...] Die bedeutendste Chornummer bildete Anton Bruckners edel gehaltene stylvolle Composition \"Germanenzug\", bei der das Soloquartett, bestehend aus den Herren Haslinger, Kohlendorfer, Wolf und Hummel, sehr vortheilhaft hervortrat. [...]« (**).\n(Im Konzert des Wiener Männergesangvereins wird auch ein Werk Herbecks aufgeführt (***)).\n(Liszt hört eine Aufführung seiner »Missa choralis« und des »Pater noster« unter J. Böhm (°)).", "Letzte Änderung": "16.11.2024 12:57"}, {"ID": 187703217, "Datum": "Frühjahr 1877", "Haupttext": "Aufführung der 4. Symphonie in Berlin geplant.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703225, "Datum": "22.3.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners [an wen? aus Guido Adlers Besitz, aber wahrscheinlich nicht an ihn]:\r\n    Gibt antragsgemäß biographische Informationen - Studien bei Sechter und Kitzler, berufliche Stationen, Erfolge in Nancy, Paris und London, Messen und Symphonien, davon die 3. Wagner gewidmet,deren Aufführung Hans Richter plane; die 2. Symphonie sei von Liszt, Herbeck, Hellmesberger und dem Publikum ausgezeichnet worden.", "Letzte Änderung": "12.02.2025 07:52"}, {"ID": 187703255, "Datum": "(25.3.1877, Palmsonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Haydn, Liszt und Beethoven (2. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187703275, "Datum": "(27.3.1877, Kardienstag)", "Haupttext": "2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Herbeck mit Mozarts Requiem.\r\nSolisten: Anna Rütgers, Karoline Gomperz-Bettelheim, Dr. Wilhelm Stigler und Hans v. Rokitansky (*).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 16:58"}, {"ID": 187703285, "Datum": "28.3.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Profeß. der Musik, Wien\". Er fährt am 3.4.1877 ab (*).\n\r\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium, u.a. mit Frl. Gyurkovich (**)).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 21:47"}, {"ID": 187704005, "Datum": "April 1877", "Haupttext": "Datierung auf der Titelseite des 1. Satzes der 3. Symphonie [2. Fassung] (*). Hans Richter hatte für April eine Aufführung der 4. Symphonie in Wien geplant (**).\nKalendernotizen Bruckners: Zusatz »3 K« [Unterrichtstermin Kiss] an jedem Freitag (6.4., 13.4., 20.4. und 27.4.1877) und am 9.4. [Ersatztermin für Karwoche?] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187704035, "Datum": "3.4.1877, Osterdienstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 28.3.1877 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187704045, "Datum": "4.4.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Das Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 76 veröffentlicht auf S. 684 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität:\n           \"VII. Fertigkeiten.\n     [... Stenographie, Phonographie, Gesangskurs mit Rudolf Weinwurm ...]\n     Harmonielehre, Fortsetzung, einmal wöchentlich, Montag von 5 - 6 Uhr Nachmittags, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Saale Nr. 8.\n     Contrapunkt, einmal wöchentlich, Montag von 6 - 7 Uhr Abends, von demselben; ebendaselbst.\" [... Turnen, Fechten ...]\".", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:16"}, {"ID": 187704085, "Datum": "(8.4.1877, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert des Schubertbundes im Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187704115, "Datum": "(11.4.1877, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187704145, "Datum": "14.4.1877, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik in mehreren Zeitungen:\n \nDie Presse Nr. 101 auf S. 10:\n     \" - In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 15. April um 11 Uhr eine Messe von Ludwig Rotter, Graduale (Tenorsolo) von Cherubini und Offertorium, Duett für Sopran und Alt, zur Aufführung gebracht und werden die Soli Herr Michael Kugler, Frau v. Friedländer und Fräulein Louise Wiskozill vortragen. Hofoganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 101 auf S. 6 (**)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4537 auf S. 5:\n      \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).\n \n(Öffentliches Konzert des Konservatoriums unter Hellmesberger. Franz Schaumann wirkt bei einem Quintett aus Mozarts »Cosi fan tutte« mit. Rudolf Pichler dirigiert ein eigenes Werk (Vorspiel zu »Sappho«) (°)).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:03"}, {"ID": 187704155, "Datum": "15.4.1877, Sonntag", "Haupttext": "Orgelspiel Bruckners in der Augustinerkirche. Zur Aufführung kommen um 11 Uhr eine Messe von Ludwig Rotter, ein Graduale (mit Tenorsolo: Michael Kugler) von Cherubini und ein Offertorium (Duett für Sopran und Alt: Frau v. Friedländer bzw. Frl. Louise Wiskozill).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187704285, "Datum": "(25.?)/28.4.1877, (Mittwoch?)/Samstag", "Haupttext": "Datierung am Ende des Finales der 3. Symphonie [2. Fassung] und Vermerk »ganz neue Umarbeitung fertig«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187704286, "Datum": "nach dem 28.4.1877", "Haupttext": "Bruckner läßt nach seinem Autograph der 2. Fassung der 3. Symphonie Stimmen ausschreiben (eine Partitur-Abschrift ist nicht belegbar).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187704295, "Datum": "(29.4.1877, Sonntag)", "Haupttext": "Vortragsabend der Opernschule des Wiener Konservatoriums (*).\n\n\nBrief von Joh. Bap. Burgstaller an Ignaz Traumihler:\n     Gratuliert zum 25-jährigen Jubiläum als Chorregent am 1.5.1877. Wegen Kirchendiensten könne er aber nicht persönlich kommen. Grüße auch von seinem Vater, seiner Schwester und seiner Cousine (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187704305, "Datum": "30.4.1877, Montag", "Haupttext": "Bruckners erste Kontrapunkt-Vorlesung an der Universität. \nKalendereintragung Bruckners: \n   »30. April I. Mal Contrapunct an Universität. 1877. ABrmpria.« (*). Durchsicht der 4. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705005, "Datum": "Mai 1877", "Haupttext": "Kalendernotiz: »Nisner Josefst Fabrikant Material / (Conzert Horak.)«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705006, "Datum": "ab Mai 1877", "Haupttext": "Als Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1877 haben (hatten) sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert\r\n(Adalbert Bayer und Johann Chrapek [siehe die Anmerkung]) (*), (Robert Klose und) Carl Kreutzer (**), (Friedrich Löwi) (***), (Konstantin Prokopowitz) und Cäsar von Scheidlein (°) und (Louis von Stockert) (°°),\r\nvon der juristischen Fakultät Teodor Bordolo Abondi von Borca (H) (Eintrag wieder gestrichen), Peter Paul Burkart (H), Karl Havelka (K) (Eintrag wieder gestrichen), Josef Ritter von Hoch (K) (Eintrag wieder gestrichen), Julius Kirchner (H) (Eintrag wieder gestrichen), Arthur Ritter von Kronenfels (H) (Eintrag wieder gestrichen), Carl Postinger (H), Julius Puchy (H) (Eintrag wieder gestrichen), August Vonderheit (H) (Eintrag wieder gestrichen) und Georg P. Zockits (H+K) (Eintrag wieder gestrichen) (°°°).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 17:23"}, {"ID": 187705015, "Datum": "1.5.1877, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Er habe gestern die 4. Symphonie durchgesehen und bemerkt, daß zu viele Imitationen dem Werk schadeten. Mit der Umarbeitung der 2. und 3. (Wagner gewidmeten) Symphonie sei er fertig. Beide müßten noch kopiert werden. Der enthusiasmierte Hans Richter wolle die 3. Symphonie nächstes Jahr aufführen. Ob er, Bruckner, Tappert die 2. Symphonie schicken dürfe (*).\nScherzo der 1. Symphonie »rythmisch eingetheilt« (**).\nKalendernotiz Bruckners: »Dietrich Baumeister 1. Mai. Leopoldst.« (***).", "Letzte Änderung": "23.06.2025 22:05"}, {"ID": 187705025, "Datum": "2.5.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Finale der 1. Symphonie »rythmisch eingetheilt«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705026, "Datum": "nach dem 2.5.1877", "Haupttext": "Abschrift der 1. Symphonie aus der Kopie Schimatscheks (*) durch den Wiener Kopisten »Anonymus W 13« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705075, "Datum": "(7.5.1877, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705095, "Datum": "9.5.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen einige Zeitungen hin:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1921 auf S. 6 (*),\n \nDie Presse Nr. 126 auf S. 10:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Donnerstag den 10. Mai um 11 Uhr Wittassek's Festmesse, Graduale von Anton Bernhard und Offertorium (Sopransolo) von Karl Czerny zur Aufführung gebracht und werden die Soli der Messe Fräulein Hermine Woda, Fräulein Schlager, Herr Eduard Teller, die Einlage Fräulein Louise Högler vortragen. Herr Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nFremdenblatt Nr. 126 auf S. 6 (***),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4562 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°)\n \nund das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 126 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich ähnlich (**)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\"(°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:04"}, {"ID": 187705105, "Datum": "10.5.1877, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der 11-Uhr-Messe in der Augustinerkirche mit. Es erklingen eine Festmesse von Wittassek (Soli: Frl. Hermine Woda, Frl. Schlager und Eduard Teller), ein Graduale von Anton Bernhard und ein Offertorium (mit Sopransolo: Louise Högler) von Carl Czerny.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705115, "Datum": "11.5.1877, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei »Mai 1877«): »v. Karl Kiss 150 fl am 11. Mai erhalten: 264 [-] 150 [=] 114 fl noch schuldig.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705125, "Datum": "(12.5.1877, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705165, "Datum": "16.5.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung im Finale der 5. Symphonie [?] (*).\nHans Rott spielt beim Vortragsabend des Konservatoriums eine [***] Fuge in G-Dur von J. S. Bach (**), vermutlich aus BWV 541 oder BWV 550 (**a).\r\n   Außerdem erklingen Werke von Georg Muffat, Heinrich Albert, Johann Schop, Reinhard Keiser, Bach, Gluck, Reichhardt, Graun, Ph. Em. Bach, Rust, J. A. Hiller, Neefe, Mozart, Beethoven, Weber und Schubert.\r\n   An diesem Abend wirken mit die Schülerinnen Bergmann, Sax, Klunzinger, Zips, Holeczek, Mallovic, Neuß, Rosner, Linde, Wolf, Ziffer, Kosch und Geißler und die Schüler Liebau und Rosenblum (***).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:43"}, {"ID": 187705185, "Datum": "18.5.1877, Freitag", "Haupttext": "Datierung am Ende des Finales der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705195, "Datum": "19.5.1877, Samstag", "Haupttext": "Durchsicht des 1. Satzes der 5. Symphonie begonnen (*).\nKalendernotiz Bruckners: »Kiss gestorben 5 Uhr abends« (**).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 09:21"}, {"ID": 187705205, "Datum": "20.5.1877, Pfingstsonntag", "Haupttext": "In der Neuen Freien Presse Nr. 4573 erscheint auf S. 12 die Todesanzeige von Akos Kiss. Derzufolge wird die Leiche am 21.5.1877 um halb fünf vom Trauerhaus in der Peregringasse 4 zu der evangelischen Kirche in der Dorotheergasse überführt und nach der Einsegnung auf dem Matzleinsdorfer protestantischen Friedhof bestattet. Unterzeichner sind die Eltern Carl und Sophia Kiss mit sieben Kindern (*).\n\n\nMöglicherweise von Bruckner herstammende Datierung \"1877 20/5\" im sog. \"Präludienbuch\" [vgl. 29.10.1855]. Das Blatt trägt neben dieser Datierung noch die undatierte Widmung \"Meinem lieben Vetter Heinrich Burgstaller zum freundlichen Andenken\" und eine mit 10.1.1930 datierte Notiz (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705215, "Datum": "21.5.1877, Pfingstmontag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »1/2 5 Kiss Leiche«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705225, "Datum": "(22.5.1877, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (*). Öffentliche Aufführung des dritten »Siegfried«-Aktes durch Frau Jaide, Frl. Widl, die Herren Wallnöfer, Ducensi und Felix Mottl in einem Konzert des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im Bösendorfersaal (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705265, "Datum": "26.5.1877, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Gesuch vom 7.1.1877 um Verleihung der Kapellmeisterstelle an der Kirche »Am Hof« wird von der Statthalterei abgelehnt (*).\nBruckners Mitwirkung als Organist bei der morgigen Kirchenmusik wird von einigen Blättern angekündigt:\nDeutsche Zeitung Nr. 1937 auf S. 5 (**),\nNeues Wiener Abendblatt Nr. 142 auf S. 3 (***),\nDie Presse Nr. 142 auf S. 11:\r\n     \" - In der Pfarrkirche Alservorstadt wird Sonntag den 27. Mai um 10 Uhr das Fest der heiligen Dreifaltigkeit feierlichst begangen, wobei Capellmeister Leopold Eder eine Festmesse von Ritter v. Wenusch (neu), Graduale (Baritonsolo) von Director Johann Krall und Offertorium (Altsolo) von Laurenz Weiß zur Aufführung bringen wird. Die Soli der Messe werden Hofopernsänger Naviasky und Fräulein Minna Obrist vortragen. Die Orgel spielt Hoforganist Bruckner.\" (°),\nFremdenblatt Nr. 142 auf S. 5:\r\n\"[anfangs inhaltlich wie (°) ...] und werden die Soli der Messe Fräulein Woda, Frau Friedländer und Herr Teller, die Einlagen der Hof-Opernsänger v. Nawiasky und Fräulein Wilhelmine Obrist vortragen. Herr Professor Bruckner, k. k. Hof-Organist, wird die Orgel spielen.\" (°°),\nNeue Freie Presse Nr. 4578 auf S. 5:\r\n     \"[teilweise anders als (°)] Die Soli werden Fräulein Woda, Frau Friedländer und Herr Teller, die Einlagen der k. k. Hofopernsänger v. Naviasky und Fräulein Obrist vortragen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°°)\nund Illustrirtes Wiener Extrablatt Nr. 142 auf S. 4:\r\n     \"[...] und werden die Soli werden Fräulein Woda, Frau Friedländer und Herr Teller, die Einlagen der Hofopernsänger v. Naviasky und Fräulein Obrist vortragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (#).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 21:30"}, {"ID": 187705275, "Datum": "27.5.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt um 10 Uhr Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt. Aufgeführt werden unter Leopold Eders Leitung eine neue Festmesse von Ritter v. Wenusch (Soli: Frl. Woda, R. Friedländer, Herr Teller), ein Graduale (mit Baritonsolo: v. Nawiasky) von Johann Krall und ein Offertorium (mit Altsolo: Wilhelmine Obrist) von Laurenz Weiß.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187705305, "Datum": "30.5.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Beim Vortragsabend des Wiener Konservatoriums spielt Hans Rott eine Fuge in e-Moll von J. S. Bach. Auf dem Programm stehen ferner Werke von Saint-Saens, Oskar Franz, Parish-Alvars, Schumann, Schubert (gespielt von Franz Zottmann), Röver, Ludwig, Rossi, Chopin, Hans Schmitt und Ferdinand Hiller (Chöre, Klasse Marchesi). Es wirken folgende Schülerinnen mit: Exner, Göstl, Zips, Stahl. Mitwirkende Schüler: Rosenblum, Winter, Schram, Schreiber, Fimpel, Liebau, Fischhof und Ludwig.", "Letzte Änderung": "04.11.2025 08:54"}, {"ID": 187706005, "Datum": "Juni 1877", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Steyr für 100 fl Obligati 65 fl 44 xr« und »Pelikan Prachatitz in Böhmen.«", "Letzte Änderung": "27.11.2024 22:57"}, {"ID": 187706006, "Datum": "etwa Juni 1877", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium. Bruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\nbei den Vorbildungsschulen »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. [/] Weber Franz.« (*),\r\nbei den Ausbildungsschulen »Orgelschule des Herrn Prof. Bruckner. (3 Zöglinge.) [/] II. Jahrgang: Rott Hanns, Schröder Christian.« (**),\r\nbei Musiktheorie »Schule für Harmonielehre als Hauptfach des Herrn Prof. Bruckner. (13 Zöglinge.) [/] Eckstein Moriz, Lorenz Paul, Mandl Bela, Salzmann Heinrich, Spigl Friedrich, Stiebitz Franz, Stern Julius, Weber Franz.« (***),\r\n»Schule für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. (6 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Fischhof Robert, Schönberger Benno, Schwegler Johann. [/] II. Jahrgang. Benkö Heinrich (°).\r\nAls Schüler, die in diesem Schuljahr im Fach Orgel absolvierten, sind Hans Rott [»Rott Hanns«] und Christian Schröder verzeichnet (°°). Beiden wurde das Diplom ausgehändigt (°°°). Rott wurde mit der Gesellschaftsmedaille ausgezeichnet (#).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 15:06"}, {"ID": 187706025, "Datum": "2.6.1877, Samstag", "Haupttext": "Fremdenblatt Nr. 149 auf S. 12 (*),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4585 auf S. 5 (**)\n \nund das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 149 auf S. 4 (***)\n \nweisen auf die morgige Kirchenmusik hin.\n \n(**) Neue Freie Presse:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird Sonntag um 8 Uhr Früh ein feierliches Hochamt abgehalten, wobei Capellmeister Eder eine Festmesse von Seyler, Graduale (Lauda Sion) von Joseph Haydn und Offertorium (Violin=Solo mit Chor) von Blahak aufführt. Das Violin=Solo wird Herr Anton Stecher vortragen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\"\n \n(***) Extrablatt:\n\"   –  In der Pfarrkirche Alservorstadt wird morgen, um 8 Uhr früh ein feierliches Hochamt abgehalten, wobei Kapellmeister Eder eine Messe von Seyler, Graduale von Joseph Haydn, Offertorium Violinsolo mit Chor aufführt und das Violinsolo Herr Anton Stecher vorträgt. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\"", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:05"}, {"ID": 187706035, "Datum": "3.6.1877, Sonntag", "Haupttext": "Beim Hochamt in der Pfarrkirche Alservorstadt um 8 Uhr spielt Bruckner Orgel. Zur Aufführung kommen unter Leopold Eders Stabführung eine Festmesse von Seyler, ein Graduale »Lauda Sion« von Joseph Haydn und ein Offertorium (mit Violinsolo: Anton Stecher) von Blahak.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706055, "Datum": "5.6.1877, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »(Prüfung 5. Juni 1877.)« [nachträglich beim Eintrag »Buchta« Dezember 1877 eingefügt. Die nachfolgenden Notizen zu Mozarts Requiem sind durch einen Strich abgesetzt und vermutlich nach dem 24.7.1877 oder erst im Dezember 1877 geschrieben (*)].", "Letzte Änderung": "19.09.2024 09:56"}, {"ID": 187706065, "Datum": "6.6.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Widmung einer Photographie [IKO 6] an Autengruber.", "Letzte Änderung": "25.02.2024 14:52"}, {"ID": 187706075, "Datum": "7.6.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an die Hofmusikkapelle:\r\n     Bittet für die zweite Hälfte der Schulferien, also vom 15.8.1877 bis 15.9.1877, um Urlaub. - Aktenvermerk Herbecks (*).\nBruckners Mitwirkung beim morgigen Seelenamt wird von mehreren Blättern angekündigt:\nDie Presse Nr. 154 auf S. 10:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird am Freitag den 8. Juni um 10 Uhr Früh für den verstorbenen k. k. Rath Ludwig Ritter v. Köchel ein feierliches Seelenamt abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder W. A. Mozart's Requiem zur Aufführung bringt und die Soli die Damen Frau Louise Dustmann, Fräulein Wilhelmine Tremel, und die Herren Walter und Mayerhofer, Chor und Orchester Mitglieder des Hofoperntheaters übernommen haben. Die Orgel wird Professor Hoforganist Bruckner spielen.\" (**),\nFremdenblatt Nr. 154 auf S. 6 (***),\nNeue Freie Presse Nr. 4590 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°)\nund Österreichische Volkszeitung (°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:06"}, {"ID": 187706085, "Datum": "8.6.1877, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei einem Seelenamt um 10 Uhr in der Augustinerkirche mit, bei dem zum Andenken an Ludwig Ritter v. Köchel unter Eders Leitung Mozarts Requiem mit Chor und Orchester der Hofoper aufgeführt wird. Solisten: Louise Dustmann, Wilhelmine Tremel, Hrn. Walter und Mayerhofer.", "Letzte Änderung": "31.10.2024 17:23"}, {"ID": 187706105, "Datum": "10.6.1877, Sonntag", "Haupttext": "Josef Seiberl, Bruckners Nachfolger als Stiftsorganist in St. Florian, in Karlsbad gestorben (*).\nBruckner hält sich in Klosterneuburg auf, wo er sich dankbar an Oelzelt-Newin erinnert [vgl. 4.10.1876 und 7.2.1877] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2025 09:17"}, {"ID": 187706115, "Datum": "11.6.1877, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Oelzelt-Newin: \n   Gratulation zum Namenstag [13.6.1877]. Gestern in Klosterneuburg habe er an seinen Wohltäter gedacht. Lädt Oelzelt für den nächsten Sonntag ein: um 11 Uhr dirigiere er selbst die f-Moll-Messe samt Einlagen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706144, "Datum": "vor dem 14.6.1877", "Haupttext": "Brief Traumihlers an Bruckner:\r\n   [Vermutlich Benachrichtigung vom Tod Seiberls].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706145, "Datum": "14.6.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Traumihler: \n   Hat soeben Traumihlers Schreiben erhalten und ist über die Nachricht von Josef Seiberls Tod bestürzt. Hofft, bis zum 15.8.1877 [gemeint wohl »ab 15.8.«?] in St. Florian dienen zu können. Empfiehlt als Nachfolger seinen Konservatoriums-Orgelschüler Hans Rott, der ein ausgezeichneter Bach-Spieler und Improvisator sei, bei Krenn Kontrapunkt und Komposition studiert habe und derzeit Organist an der Piaristenkirche sei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706155, "Datum": "15.6.1877, Freitag", "Haupttext": "Vermerk »Probe am 15/6 [1]877 Aufführung 17/6 77« am Ende der Klarinettenstimme Nr. 2 der f-Moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706165, "Datum": "16.6.1877, Samstag", "Haupttext": "Hans Rott gewinnt bei einem Orgelwettbewerb den 1. Preis mit einem Werk von Bach: Rott, »Schüler der II. Ausbildungsklasse der Orgelschule des Herrn Professors Bruckner« gewinnt einstimmig den 1. Preis (*). Unterschriften von Hellmesberger und Zellner (**). Der Preisjury gehören an: Hellmesberger, Dr. v. Breuning, Rosa Csillag, Friedrich Heßler, F. Otter, W. Rauch und F. Wilt (***).\r\nDas Fach Orgel wird in diesem »Concurse für Harfe, Orgel, Violoncell und Blasinstrumente am 16. Juni.« zuletzt aufgelistet:\r\n»Orgel.\r\n(Schule Bruckner.)\r\nII. Jahrgang.\r\nI*. Preis [= einstimmig]: Herr Rott Hanns. - J. S. Bach: Fuge in G-moll.\r\nI. [Preis: Herr] Schröder Christian. - Mendelssohn: Sonate in B-dur, 2 Sätze.« (°).\nDie morgige Aufführung der f-Moll-Messe, des \"Locus iste\" und des \"Ave Maria\" [WAB 6] wird vom Fremdenblatt Nr. 163 auf S. 6 (°°)\nund von der Neuen Freien Presse Nr. 4599 auf S. 7 (°°°) angekündigt.\n(°°°) Neue Freie Presse:\r\n     \"(Kirchenmusik.) Am Sonntag den 17. Juni kommen zur Aufführung: In der k. k. Hofcapelle: Messe in F, Nr. 3, Graduale (Locus iste, Vocal) und Offertorium (Ave Maria, Vocal, siebenstimmig) von Anton Bruckner.\"\nDie Presse Nr. 163 kündigt nahezu textidentisch diese Kirchenmusik auf S. 9 an [dort irrtümlich \"Nr. 167\"] (#).\nÄhnlich schreibt das Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 163 auf S. 4 (##).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:07"}, {"ID": 187706175, "Datum": "17.6.1877, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im Neuigkeitsweltblatt Nr. 137, 2. Bogen, S. 1:\r\n     \"Kirchenmusik in Wien. Heute Sonntag, kommt in der kk. Hofkapelle eine Messe in F, Nr. 3, Graduale (Locus iste, Vocal) und Offertorium (Ave Maria, Vocal, siebenstimmig) von Anton Bruckner zur Aufführung.\" (*).\nBruckner dirigiert in der Hofkapelle seine f-moll-Messe, das »Locus iste« und das »Ave Maria« [WAB 6] (**).\r\n     In den Chorstimmen finden sich Eintragungen der Sängerknaben T. Roma (***) [Locus iste, »1877 (Juni)«] und Marckhl (°) [Ave Maria, »1877«].\r\n     Auch in den Stimmen der f-Moll-Messe finden sich Notizen:\r\n»17/6 77.« auf der Titelseite der Tenorstimme Nr. 4 (°°), »17/6. 1877« am Ende der Baßstimme Nr. 3 (°°°), »17/6-77-Hilbert [vermutlich Alois Hilbert (#a)]« auf der Titelseite der 1. Violinstimme Nr. 1 (#b), »17/6 [1]877 K. K. Hofkapelle.« am Ende der 1. Violinstimme Nr. 2 (##), »17/6 [1]877« am Ende der 1. Violinstimme Nr. 3 (###), »17ten Juni 1877« am Ende der Violastimme Nr. 2 (a), »Probe am 15/6 [1]877 Aufführung 17/6 77« am Ende der Klarinettenstimme Nr. 2 (b) und »[aufgeführt zum] 2ten den 17 Juni 1877« am Ende der Hornstimme Nr. 2 (c).\nAnton Oelzelt-Newin war von Bruckner zum Besuch eingeladen worden (°°).\nEduard Kulke versäumt auch diese Bruckner-Aufführung nicht (°°°).", "Letzte Änderung": "17.11.2024 21:13"}, {"ID": 187706195, "Datum": "19.6.1877, Dienstag", "Haupttext": "Kritik zur Aufführung der f-Moll-Messe am 17.6.1877 in der Deutschen Zeitung Nr. 1961 auf S. 2: \n  »- Am jüngsten Sonntag wurde in der Hof-Capelle eine Messe in F vom Hof-Organisten und Professor am Conservatorium Anton Bruckner aufgeführt. Unter den Musikern, welche zu den ständigen Besuchern der Hof-Capelle zählen, erregte dieses Werk Sensation. Nach dem Kyrie, das außerordentlich ansprach, folgte ein lebhaft aufjauchzendes Gloria, das Jauchzen eines Titanen, der im Vollgefühle seiner Kraft sich der Verherrlichung des Höchsten hingibt. Die folgenden Nummern hielten sich auf gleicher Höhe. Nirgends war ein Erschlaffen zu bemerken. Nichts gesucht - Alles gefunden und empfunden! Es ist zu erwarten, daß die Gesellschaft der Musikfreunde oder der Singverein Bruckner's F-Messe in einem der Concerte der nächsten Saison bringen werde. -«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706205, "Datum": "20.6.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Kurze Besprechung der f-Moll-Messe [am 17.6.1877] in der Österreichischen Volkszeitung: \n  »- Letzten Sonntag wurde in der Hofkapelle eine neue Messe in F von Anton Bruckner aufgeführt. Das Werk erregte unter den Musikern eine förmliche Sensation durch die Fülle und Kraft der Erfindung und den großen Styl der Ausführung. Die Gesellschaft der Musikfreunde gedenkt die Messe im Laufe der nächsen Saison als Konzertaufführung zu bringen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706215, "Datum": "21.6.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Eine unsignierte Zuschrift im Linzer Volksblatt Nr. 140 auf S. 2 nimmt die Meldung von Josef Seiberls Tod (erschienen am 13.6.1877) zum Anlass, auf die wichtige Rolle der Klöster im Musikleben hinzuweisen: \n\n     \"Wien, 16. Juni. Durch Ihr geschätztes Blatt erfuhr ich die traurige Nachricht von dem Hinscheiden eines meiner Jugendgenossen, des Herrn Josef Seiberl, Stifts=Organisten in St. Florian. [... vom Stift gingen wichtige Impulse aus ... Seiberls Bedeutung ... auch er, der Verfasser, dankt dem Stift für die Vermittlung der Musikgrundlagen; dadurch in Wien autodidaktische Ausbildung als Pianist möglich ... es gebe zuviele], die leider über das Wirken der Klöster ein so abfälliges, weil auf Unkenntniß oder gar Gehässigkeit beruhendes Urtheil fällen. Woher holten der Verstorbene, Bruckner, Schläger in Salzburg, und viele Andere den Grund ihrer musikalischen Ausbildung? Wie viele Lehrerssöhne verdanken dem Stifte bedingungsweise ihre heutige Stellung? Ich kenne mehr als dreißig. Und die der Vergangenheit? \n\n     [... hohes musikalisches Niveau (auch große Messen waren mit der Generalprobe allein möglich dank der treffsicheren Sängerknaben), großzügige Gastfreundschaft, die auch dem Schreiber von Prälat Arneth und Mayer [recte Mayr] gewährt wurde, und häufige Unterstützung ...]\n     Was den Armen im Allgemeinen von den Stiften verabreicht wird, wissen wir Alle auch als Zeugen besser, als nur irgend Jemand, der nur vom Hörensagen dort und da Schlechtes vernimmt.\n     Dies zur Steuer der Wahrheit!\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706225, "Datum": "22.6.1877, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet, daß am 17.6.1877 die f-Moll-Messe in der Wiener Hofkapelle aufgeführt worden ist: »Linz, 21. Juni. [/] [...] * (Anton Bruckner.) Wir lesen in der »Deutschen Zeitung«: Am Sonntag, den 17.d., wurde in der Hof-Capelle [...]« [der restliche Text ist identisch mit dem vom 19.6.1877].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706245, "Datum": "24.6.1877, Sonntag", "Haupttext": "Der Steyrer Alpen-Bote Nr. 50 berichtet auf S. 4 von der Aufführung der f-Moll-Messe am 17.6.1877: »Verschiedenes.) [/] (Anton Bruckner.) Wir lesen in der »Deutschen Zeitung« [vom 19.6.1877]: Am Sonntag, den 17.d., wurde in der Hof-Capelle eine Messe in F vom Hoforganisten und Professor am Conservatorium Anton Bruckner aufgeführt. Unter den Musikern, welche zu den ständigen Besuchern der Hof-Capelle zählen, erregte dieses Werk Sensation. Nach dem Kyrie, das außerordentlich ansprach, folgte ein lebhaft aufjauchzendes Gloria, das Jauchzen eines Titanen, der im Vollgefühle seiner Kraft sich der Verherrlichung des Höchsten hingibt. Die folgenden Nummern hielten sich auf gleicher Höhe. Nirgends war ein Erschlaffen zu bemerken. Nichts gesucht - Alles gefunden und empfunden! Es ist zu erwarten, daß die Gesellschaft der Musikfreunde oder der Singverein Bruckner's F-Messe in einem der Concerte der nächsten Saison zur Aufführung bringen werde.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706275, "Datum": "27.6.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Beim Kompositionswettbewerb am Konservatorium (Klasse von Franz Krenn) gewinnt Alfred Stroß mit einem Klavier-Impromptu einen 1. Preis und Mathilde Kralik mit dem Scherzo eines Klavierquintetts einen 2. Preis. Die Mitglieder der Jury sind Hellmesberger, Heinrich Billing Edl. v. Gemmern, Gänsbacher, Gericke, Rufinatscha, Hanns Schmitt und Standhartner.", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:14"}, {"ID": 187706285, "Datum": "28.6.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Zeugnis Bruckners für den Universitätshörer Karl Eichler (1834-1926).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706287, "Datum": "ca. Ende Juni 1877", "Haupttext": "[oder erst am 19.9.1877, dem Tag der offiziellen Aufnahmeprüfung?] Anton Meißner trifft bei seiner Aufnahmeprüfung für das Konservatorium auch mit Bruckner zusammen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706295, "Datum": "29.6.1877, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners über den Beginn eines Migräne-Anfalls: »Migräne Abends den 29. Juni: erste Vorbothen - rückwärts schon voll u bei Bewegung Schmerz.« und »29. Juni - erstes Fühlen - ».", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187706305, "Datum": "30.6.1877, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners über einen ganztägigen Migräneanfall: »30 [Juni] eigentl. Schmerzenstag von früh den 30. Juni bis den andern Morgen 1. Juli«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187707007, "Datum": "Anfang Juli 1877", "Haupttext": "Vorwort von Robert Músiol zur 10. Auflage von Julius Schuberths Musikalischem Conversations-Lexicon, Leipzig 1878.\r\nÜber Bruckner heißt es auf Seite 69:\r\n»Bruckner, Anton, Professor und Hoforganist in Wien; bedeutender Componist von Männerchören mit und ohne Orchester (»Germanenzug« etc.) vier Symphonien, Messen, etc., die sämmtlich den Stempel der Gediegenheit tragen.«\r\nNachtrag auf S. 539:\r\n»Bruckner, Anton, ist geb. 1824 zu Ansfelden in Ober-Oestreich. Seine musikalisch-theoretischen Studien absolvirte er bei Sechter von 1855 - 1861 und dann bis 1863 bei O. Kitzler in Linz Composition. Bis 1855 war er Stiftsorganist in St. Florian, dann von da bis 1868 Domorganist in Linz und seit Sechters Tod ist er in Wien, wo er die Stellungen eines k. k. Hoforganisten, Lectors an der k. k. Universität und eine Professur am Conservatorium der Musik einnimmt. 1869 wurde er nach Nancy zu einem Orgelkampf eingeladen, wo er 2 Tage concertirte. Infolge ungemeinen Successes musste er von dort nach Paris kommen; auch dort hatte er beim Publicum und bei der Kritik die grössten Erfolge, und 1871 wurde er zu den Orgelconcerten in Alberthall in London eingeladen, wo er sechsmal mit ausserordentlichstem Beifall concertirte. Componirt hat er grosse Messen, fünf Symphonien und viele kleinere Werke. Schreibt jetzt über einer \"Wagner\"-Symphonie für die Orgel.« \r\nBruckner wird auch erwähnt bei den Stichwörtern »Otto Kitzler« (»Zu seinen vielen Schülern gehört auch Prof. A. Bruckner.«) und »Johann Lohr« (»1871 wurde er zu dem von der Königl. Ausstellungs-Commission veranstalteten Organisten-Congress in London berufen, wo er mit Bruckner die erste Anerkennung erhielt.«).", "Letzte Änderung": "15.11.2024 08:23"}, {"ID": 187707015, "Datum": "1.7.1877, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners über Migräneschmerzen: »(in der Nacht ruhiger, u konnte schlafen.[)] wo es etwas leichter ward, doch der Schmerz mehr o weniger fortdauerte bis zum 1. Nachweh, welches Abends 1. Juli um 6 Uhr begann. In der Nacht wieder ruhiger. 2. Nachweh.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187707075, "Datum": "7.7.1877, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners Orgelspiel bei der morgigen Messe weisen hin\n \ndie Deutsche Zeitung Nr. 1979 auf S. 3 (*),\n»Die Presse« Nr. 184 auf S. 11:\n      \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt am Sonntag den 8. Juli um 11 Uhr eine Messe von W. A. Mozart, Graduale (Baritonsolo) von Randhartinger und Offertorium (Altsolo) vom Fürsten Montenuovo zur Aufführung und werden die Soli der Messe Herr Franz Kerch und Fräulein Bettine Ivanova aus der Schule Passy=Cornet vortragen. Die Orgel wird Professor Hoforganist Bruckner spielen.\" (**) und\n\r\ndie Neue Freie Presse Nr. 4620 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spieln.\" (**a).\n\r\nBruckner ist (neben Hellmesberger, Epstein, L. Freiherr v. Hofmann, Dr. Schelle, Dr. Standhartner und Dr. Wörz) Mitglied der Jury beim »Concurs für gesanglich=dramatische Darstellung der Opernschule« des Konservatoriums.\r\n   Schüler der Klassen Marchesi (Frl. Stahl, Frl. Zips, Frl. Neuß und Frl. Linde), Gänsbacher (Hr. Lieban) und Rokitansky (Hr. Schaumann, Hr. Harmsen, Hr. Kerch) und Frl. Klunzinger singen Szenen aus »Der Prophet«, »Aida«, »Waffenschmied«, »Troubadour« und »Martha«. Mit Preisen werden Marie Linde, Ottilie Neuß, Amalie Stahl, Henriette Klunzinger und Marianne Zips ausgezeichnet (***).", "Letzte Änderung": "13.11.2024 08:30"}, {"ID": 187707085, "Datum": "8.7.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche wirkt Bruckner als Organist mit. Es erklingen um 11 Uhr eine Messe von Mozart, ein Graduale (mit Baritonsolo: Franz Kerch) von Randhartinger und ein Offertorium (mit Altsolo: Bettina Ivanova aus der Schule Passy-Cornet) von Fürst Montenuovo (*).\n\n\nAllerdings soll Bruckner - wie auch Johann Strauß und Randhartinger - die Erstaufführung einer neuen, eineinhalbstündigen Messe von Herbeck in der Hofburgkapelle miterlebt haben (**), \n\nwas nur vorstellbar ist, wenn dieser Gottesdienst wesentlich früher begann (üblicherweise wurden in den Zeitungen die Uhrzeiten für die Hofburgkapelle nicht angegeben, jedoch überliefert der Bericht vom 9.7.1877 die Zeitdauer 11 bis 12:30 Uhr) und/oder Bruckner vorzeitig gegangen ist bzw. zum Orgeldienst in der Augustinerkirche erst gegen Ende des dortigen Gottesdienstes eingetroffen ist.\nSchließlich ist denkbar, dass der Gewährsmann des \"Vaterland\" sich täuschte in der Meinung, Bruckner gesehen zu haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187707095, "Datum": "9.7.1877, Montag", "Haupttext": "Das Vaterland Nr. 186 berichtet auf S. 2 von der Erstaufführung einer Messe Herbecks am 8.7.1877:\n     \" ** (K. k. Hofburgcapelle.) Gestern (Sonntag) kam in der k. k. Hofburgcapelle eine neue Messe von dem k. k. Hofcapellmeister Herbeck zur Aufführung. Das Tonwerk, welches an manchen Stellen (so beim Kyrie) wahrhaft kirchliche Musik enthält, und nach der geltenden Anschauungsweise (die allerdings nicht die unserige ist) als eine sehr gelungene Composition bezeichnet werden kann, leidet jedoch, wie uns ein Verehrer Meister Herbeck's schreibt, an einer etwas bedenklichen Länge. Die Messe dauerte von 11 Uhr bis halb 1 Uhr. In der Kirche waren aus Anlaß der ersten Aufführung sämmtliche in Wien anwesenden Musikkoryphäen: Strauß, Randhartinger, Bruckner und Andere gegenwärtig.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187707115, "Datum": "11.7.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz der Wiener Zeitung Nr. 156, S. 5, über Bruckners Berufung in eine Wettbewerbsjury des Konservatoriums:\r\n   »(Conservatorium.) Bei dem am 7. Juli am Conservatorium abgehaltenen Concurse der Schüler der Opernschule hat die Jury, bestehend aus den Herren [hier ohne die Titel: Hellmesberger, Bruckner, J. Epstein, L. Freiherr v. Hofmann, Dr. J. Standhartner. Dr. Wörz und Dr. Schelle], zuerkannt [Preisträger: Marie Linde, Ottilie Neus, Amalie Stahl, Henriette Klunzinger und Marianne Zips ... Termine der Schlußproduktionen: 11.7.1877, 12.7.1877 und 14.7.1877 um 3 Uhr im großen Musikvereinssaal]« (*).\nÄhnliche Meldungen erscheinen auch\n \nin der \"Presse\" Nr. 188 auf S. 10 (*a),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 4624 auf S. 5 (*b)\n \nund im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 188 auf S. 4 (*c).\n \nEduard Kulke erwähnt Bruckner lobend in seinem Artikel im \"Vaterland\" Nr. 188 auf S. 1f:\n\"Richard Wagner über katholische Kirchenmusik.\n     Ed. K. Vor Kurzem wurde in der Augustinerkirche Mozart's Requiem aufgeführt [11.6.1877]. Ich versäume eine Aufführung dieses Werkes niemals. Einige Tage später kam in der Hofcapelle eine Messe von Bruckner zur Aufführung [17.6.1877]; auch Bruckner's Compositionen gehe ich, so viel ich kann, gerne nach; sie haben für mich ein doppeltes Interesse - die in ihrem eigenen Werthe liegende Anziehungskraft, und die Freude an der Schöpferkraft eines befreundeten Künstlers von hoher Begabung. Von Mozart bis Bruckner ist auf dem Gebiete der Kirchenmusik ein weiter Weg zurückgelegt worden, fast ein ebenso weiter, wie von Palestrina bis Mozart. [... Auszüge aus Wagners Gesammelten Schriften, 2. Band, S. 307-359 ... neben der neu propagierten vokalen Kirchenmusik müsse zumindest anfangs der bisherige Bestand (mit Orchester) erhalten bleiben, das Orchester behalte aber seine Bedeutung in größeren geistlichen Konzerten - der gemischte Stil als selbständie Musikgattung ...] Was mich betrifft, so habe ich Wagner's Ansichten hier mitgetheilt ohne jeden Commentar, aber auch ohne mich von der Strenge seiner Forderungen so weit bestimmen zu lassen, Mozart's Requiem z. B. aus dem Gebiete der Kirchenmusik auszuschließen, und was die Neueren betrifft, wie z. B. Bruckner, so sagt derselbe vielleicht nicht mit Unrecht, wenn die Instrumentalmusik einmal zugelassen wird (und dies ist vorläufig noch der Fall), so muß sie so weit zugelassen werden, als ihre Mittel reichen, da gibt es keine Schranke.\" (**).\n\r\n(Erstes Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter der Leitung Hellmesbergers mit Werken von Schumann (Louise Bergmann, Klavier), Godefroid (Marie Rosenegger, Harfe), Chopin (Caroline Geißler, Klavier), Bach (Konzert für Orgel a-Moll, 1. Satz, Christian Schröder), Thomas und Schubert (Lieder, Marianne Zips), Schubert-Liszt (Wanderer-Fantasie, Anna Gyurkovich) und Henselt (Amalie Töpper, Klavier) (***)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:36"}, {"ID": 187707125, "Datum": "12.7.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Zweites Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter der Leitung Hellmesbergers mit Werken von Brüll (gespielt von Henriette Mallovic, Klavier), Godefroid (Eduard Schuöcker, Harfe), Weber (Marie Exner, Klavier), Bach (Toccata für Orgel in d-Moll, gespielt von Hans Rott), Raff (Franziska Kuhn, Klavier), Liszt (Ida Morgenbesser, Klavier), Haydn (Arie aus der »Schöpfung«, Henriette Klunzinger) und Chopin (Anna Huber, Klavier).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:36"}, {"ID": 187707135, "Datum": "13.7.1877, Freitag", "Haupttext": "Datierung und Vermerk »Scitze« am Ende des 1. Satzes der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187707145, "Datum": "14.7.1877, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen machen auf Bruckners morgiges Orgelspiel aufmerksam:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1986 auf S. 6 (*),\n \nDie Presse Nr. 191 auf S. 11:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt am Sonntag den 15. Juli um 11 Uhr eine Messe von Horak, Graduale und Offertorium (Flötensolo mit Chor) von Karl Czerny (laut Stiftung) zur Aufführung und wird das Flötensolo Herr Hermann Nowy vortragen. Die Orgel wird Hoforganist Professor Bruckner spielen.\" (**),\n \nFremdenblatt Nr. 191 auf S. 7 (***)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4627 auf S. 4:\n      \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\"(°).\n\r\nDrittes Preisträgerkonzert des Wiener Konservatoriums unter der Leitung Hellmesbergers, u.a. mit dem »Meistersinger«-Vorspiel (°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:08"}, {"ID": 187707155, "Datum": "15.7.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Zur Aufführung gelangen eine Messe von Horak und Graduale und Offertorium (mit Flötensolo: Hermann Nowy) von Carl Czerny.", "Letzte Änderung": "16.09.2024 13:56"}, {"ID": 187707215, "Datum": "21.7.1877, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik in einigen Zeitungen:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 1993 (*),\n \nDie Presse Nr. 198 auf S. 10:\n      \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt am Sonntag den 22. Juli um 11 Uhr eine Messe von Robert Führer, Graduale (Baritonsolo) von Händel und Offertorium (Sopransolo) von Johann Krall zur Aufführung und werden die Soli der Messe Herr Julius v. Nagy und Fräulein Anna Pergen (Schule Passy=Cornet) vortragen. Die Orgel wird Hoforganist Professor Bruckner spielen.\" (*a),\n \nFremdenblatt Nr. 198 auf S. 6 (**)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4634 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*a) ... Anna Bergen ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:09"}, {"ID": 187707225, "Datum": "22.7.1877, Sonntag", "Haupttext": "In der Augustinerkirche spielt Bruckner bei der Messe um 11 Uhr Orgel.\r\n     Aufgeführt werden eine Messe von Führer, ein Graduale (mit Baritonsolo: Julius v. Nagy) von Händel und ein Offertorium (mit Sopransolo: Anna Bergen) von Krall (*).\nEinige Blätter melden, daß Bruckner am 24.7.1877 Orgel spielen wird:\nDie Presse Nr. 199 auf S. 11:\r\n     \"(Kirchenmusik.) In der Pfarrkirche Alservorstadt wird Dienstag den 24. Juli das 25jährige Jubiläum von zwanzig Priestern abgehalten und wird um 10 Uhr Herr Pfarrer Bernardin Karpfenberger als Jubilant die Festpredigt und um 11 Uhr das Hochamt abhalten. Capellmeister Leopold Eder wird hiebei das Tantum ergo von Director Johann Krall, Haydn's Nelsonmesser, Graduale (Chor von Winter) und Offertorium (Violinsolo mit Chor) von Gänsbacher zur Aufführung bringen und werden die Soli von Frau Professorin Passy=Cornet, Frau Ida Flatz und den Herren Wendlik, Steiner und Stecher vorgetragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\nFremdenblatt Nr. 199 auf S. 7: \"[inhaltlich wie (**) ... Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***)\nund Neue Freie Presse Nr. 4635 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Hochamt um 1/2 11 Uhr ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "31.12.2025 16:36"}, {"ID": 187707245, "Datum": "24.7.1877, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel bei einer Messe anläßlich des 25jährigen Jubiläums von 20 Priestern um halb 11 Uhr in der Pfarrkirche Alservorstadt.\r\n   Es erklingen dabei unter Leopold Eders Leitung Haydns Nelson-Messe, ein Tantum ergo von Johann Krall, ein Graduale von Winter und ein Offertorium (mit Violinsolo) von Gänsbacher. Soli: Frau Passy-Cornet, Ida Flatz und die Herren Wendlik, Steiner und Stecher. Celebrant und (um 10 Uhr) Festprediger ist Pfr. Bernardin Karpfenberger (*).\nKalendereintrag Bruckners: »Am 24. Juli Nachmittag 3 Uhr 26 Grad im Schatten.« (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 10:08"}, {"ID": 187707246, "Datum": "nach dem 24.7.1877", "Haupttext": "Anschließend an die Notiz vom 24.7. hält Bruckner seine Stimmführungsstudien zu Mozarts Requiem fest [Fortsetzung bei »Dezember 1877«, allerdings mit anderen Schriftzügen, möglicherweise also zu anderer Zeit].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187707285, "Datum": "28.7.1877, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Julius Stern:\r\n     Bittet eilig um Rückgabe des Bogens Nr. 12 [der 4. Symphonie], dessen mittlere Seiten er noch nicht abgeschrieben habe.", "Letzte Änderung": "11.06.2025 11:14"}, {"ID": 187707295, "Datum": "29.7.1877, Sonntag", "Haupttext": "Eintragungen Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187708005, "Datum": "August 1877", "Haupttext": "Kalendernotiz: »Dr Schiedermair Statthaltereirath Steingasse 7.«, »Frl Turek Steyr.« und »Recordare v Mozart Viola mit Canon Octaven.«", "Letzte Änderung": "19.12.2024 22:39"}, {"ID": 187708045, "Datum": "4.8.1877, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz (Nachtrag zu »11.5.1877«):\r\n   »Am 4. Aug. d. J. 100 fl v. H Kiss senior erhalten. Es bleiben noch 14 fl für Lectionen, u 500 fl für Loose. / zusam[m]en 514 fl Schulden an mich. Bruckner.« (*).\nHinweis auf Bruckners morgiges Orgelspiel\nin der »Presse« Nr. 212 auf S. 10:\r\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt am Sonntag den 5. August um 11 Uhr eine Messe von Karl Seyler, Graduale (Baßsolo= von Karl Czerny und Offertorium (Altsolo) von Angelika Henn zur Aufführung und werden die Soli der Messe Herr Eduard Teller und Fräulein Elsa v. Henny vortragen. Die Orgel wird Hoforganist Bruckner spielen.\" (**),\nim Fremdenblatt Nr. 212 auf S. 12: \r\ninhaltlich wie (**) [... + Kapellmeister Eder ...] Hof=Organist Professor Bruckner spielt die Orgel.\" (***)\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 4648 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Angelica Henn, Elsa v. Henuy ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "31.12.2025 16:37"}, {"ID": 187708055, "Datum": "5.8.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel bei der 11-Uhr-Messe in der Augustinerkirche.\r\nEs erklingen unter Leopold Eders Dirigat eine Messe von Karl Seyler, ein Graduale (mit Baß-Solo: Eduard Teller) von Carl Czerny und ein Offertorium (mit Altsolo: Frl. Elsa v. Henny) von Angelika Henn (*).\nEintragungen Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (Werke von Mozart, Eybler und Worzischek) (*).\nDatierung und Vermerk »Satz 5. Aug. 877 fertig« am Ende des 1. Satzes der 5. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "24.12.2024 13:09"}, {"ID": 187708095, "Datum": "9.8.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung und Vermerk »Ganz fertig« am Ende des 1. Satzes der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187708115, "Datum": "11.8.1877, Samstag", "Haupttext": "Datierung und Vermerk » Wien 11. Aug. 877. Scitze (verbessert)« am Ende des Adagios der 5. Symphonie (*).\nAuf Bruckners Orgelspiel morgen machen einige Blätter aufmerksam:\nDie Presse Nr. 219 auf S. 11:\r\n      \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird am Sonntag den 12. August um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe und Graduale (Altsolo) von Fräulein Angelika Henn und Offertorium (Baßsolo mit Chor) von Ladislaus Wieniec zur Aufführung bringen und werden die Soli der Messe Fräulein Hermine Woda, Frau Ida Flatz (Alt) und Herr Soutschek, Mitglied des Hofoperntheaters, vortragen. Die Orgel wird Hoforganist Professor Bruckner spielen.\" (**),\nDeutsche Zeitung Nr. 2014 auf S. 6 (***),\nFremdenblatt Nr. 219 auf S. 7 (°),\nNeue Freie Presse Nr. 4655 auf S. 4:\r\n      \"[inhaltlich wie (**) ... Angelica Henn, Wienic, Peter Soutschek ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°)\nund Illustrirtes Wiener Extrablatt Nr. 219 auf S. 4:\r\n     \"[... inhaltlich wie (**) ... und werden die Soli Frl. Hermine Woda, Frau Ida Flatz (Alt) und Herr Soutschek, Mitglied des Hofoperntheaters, vortragen. Die Orgel wird Hoforganist Professor Bruckner spielen.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:10"}, {"ID": 187708125, "Datum": "12.8.1877, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (Werke von Rotter) (*).\nBei der Messe um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel.\r\n   Zur Aufführung kommen unter Leitung Leopold Eders eine Messe (Solo: Hermine Woda) und ein Graduale (mit Altsolo: Ida Flatz) von Angelika Henn und ein Offertorium (mit Baß-Solo: Peter Soutschek) von Ladislaus Wieniec (Winice?) (**).", "Letzte Änderung": "14.02.2023 09:22"}, {"ID": 187708155, "Datum": "15.8.1877, Mittwoch (Mariae Himmelfahrt)", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (Werke von Bibl und Mozart) (*).\n\n\nBruckner trifft in St. Florian ein (**). \n\nIm Gästebuch ist verzeichnet \"Org. Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"34\" angegeben. \n\nIm Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt am 12.9.1877 ab.\n[Die Anzahl von 34 Mahlzeiten für 29 Tage lässt vermuten, dass Bruckner nicht jeden Tag im Stift verbracht hat]  (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187708165, "Datum": "16.8.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Der apostolische Nuntius Erzbischof Ludwig Jacobini besucht, begleitet von Canonicus Rosini, Rechtsconsulent Dr. Spolverini und Monsignore Freiherr v. Eberl, ab halb 11 Uhr das Stift St. Florian, wo er von allen Klerikern empfangen und von Prälat Moser in lateinischer Sprache begrüßt wird. »Derselbe besichtigte dann noch die Kirche, lauschte den Tönen der großen Orgel, die Meister Bruckner mit bewährter Allmacht spielte, und durchwanderte hierauf noch die Bibliothek.« Kurz vor 6 Uhr [abends] verlassen die Gäste »das Stift, welches den 16. August 1877 zu seinen Ehrentagen zählen wird.«", "Letzte Änderung": "28.09.2024 14:14"}, {"ID": 187708175, "Datum": "17.8.1877, Freitag", "Haupttext": "Nuntius Jakobini [und mit ihm vermutlich auch die anderen Festgäste aus St. Florian] trifft gegen Mittag im Stift Kremsmünster ein.\nNachmittags im Conventgarten \"sitzen gar renommirte Künstler aus Linz: Herr Hoforganist Professor Bruckner, welcher morgen auf der großen Orgel seine Meisterschaft entfalten wird, Meister Weilnböck, der Sänger und Meister Zappe, der Spielmann.\" Abends Gesellschaft (aus fast hundert Personen) im Kaisersaal. Anwesend u. a. Prälat Cölestin, Nuntius Jacobini, Exz. Hye [siehe die Anmerkung], Minister Stremayr und Prälat Moser aus St. Florian.", "Letzte Änderung": "08.04.2026 19:07"}, {"ID": 187708185, "Datum": "18.8.1877, Samstag", "Haupttext": "Geburtstag Kaiser Franz Josephs. In Kremsmünster (1100-Jahr-Feier) vom St. Florianer Probst [Moser] zelebriertes Pontifikalamt in Anwesenheit Stremayrs und des päpstlichen Nuntius Jacobini [ebenfalls als Celebrant genannt (°a)] (*).\r\n     Bei Beethovens C-Dur-Messe unter P. Georg Huemers Leitung wirken u.a. Bruckner, M. Kerschbaum, Dr. Stigler [Dr. Stiegler], Karl Weilnböck, Staudigl, Frau Passy-Cornet und Zappe jun. mit (**).\n     Bruckner improvisiert über Themen von Mendelssohn (»Alles, was Odem hat« aus dem »Lobgesang«), Beethoven (Hornsolo aus dem Kyrie der Messe), Händel (»Halleluja« aus dem »Messias«) und Haydn (Kaiserhymne) (***) und, angeregt durch Josef Staudigl, angeblich über den »Jäger aus Kurpfalz« [oder das \"Lied vom braven Jäger\"?] (°).\n     Die dem Hochamt vorangehende Festpredigt hält P. Günther Mayerhofer.\n     Beim folgenden Festakt sind anwesend: Minister Stremayr, Cölestin Ganglbauer, Gymnasialdirektor P. Amand Baumgarten, Exz. Baron Hye, Viktor Drouot (Druckerei Feichtinger in Linz), Fürst Lothar Metternich; vierstündige Festtafel im Kaisersaal mit 270 Personen; abends Kommers mit über 600 Studenten im Konventgarten, Stremayr spricht \"längere Zeit\" mit Bruckner (°°).\n     Die Orgel (IV/60), an der seit 1876 Matthäus Mauracher arbeitete, war noch nicht fertig gestellt - nur zwei Manuale waren spielbar (°°°).", "Letzte Änderung": "25.09.2024 07:12"}, {"ID": 187708195, "Datum": "19.8.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner, Maria Kerschbaum, Weilnböck, Staudigl, [Huemer] und Karl Zappe jun. wirken in Kremsmünster während des Pontifikalamts des Fürsterzbischofs von Salzburg, Albert Eder, bei einer Festmesse von Karl Santner und Einlagen von Eybler mit (*)\n     Mittags Versammlung im Kaisersaal. Anwesend u. a.: Prälat Cölestin Ganglbauer, die Prälaten von Seitenstetten, Admont, Michelbeuren, St. Peter und Lambach, der Bürgermeister von Linz, Baron Handel, Bürgermeister Dr. Wiser [siehe die Anmerkung], Fürst Metternich, später im Konventgarten auch Staudigl und eine Gruppe mit Bruckner, Zappe und Weilnböck (*a).\n[Nachträgliche oder vorweggenommene?] Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 189 berichtet auf S. 3, daß Bruckner am 16.8.1877 in St. Florian Orgel gespielt hat:\r\n   »St. Florian, 17. August. [...] seltenen Besuch holten uns gestern zwei Stiftswagen von Linz her in unser gastliches Haus. [... der Nuntius] besichtigte dann noch die Kirche, lauschte den Tönen der großen Orgel, die Meister Bruckner mit bewährter Allmacht spielte, und durchwanderte hierauf noch die Bibliothek. [... kurz vor 6 Uhr [abends] verlassen die Gäste] das Stift, welches den 16. August 1877 zu seinen Ehrentagen zählen wird.« (***).", "Letzte Änderung": "15.04.2026 16:34"}, {"ID": 187708215, "Datum": "21.8.1877, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 190 berichtet auf S. 2 von den Festlichkeiten in Kremsmünster am 17. und 18.8.1877:\n     \"Kremsmünster's Jubelfeier.\n          Kremsmünster, 17. August.\n     [... im Conventgarten] An einem Tische sitzen gar renommirte Künstler aus Linz: Herr Hoforganist Professor Bruckner, welcher morgen auf der großen Orgel seine Meisterschaft entfalten wird, Meister Weilnböck, der Sänger und Meister Zappe, der Spielmann.\n     [... Abendgesellschaft im Kaisersaal mit Cölestin Ganglbauer, Nuntius Jacobini, Minister Stremayr, dem St. Florianer Prälaten Moser ...]\n          Kremsmünster, 18 August.\n     [... Festpredigt Mayerhofer, Celebranz Jacobini, Beethoven-Messe mit Weilnböck, Sr. Stiegler, Frau Kerschbaum, Frau Passy-Cornet, Staudigl (Graduale) ...] Die Orgel spielte unser berühmter Landsmann Bruckner, welcher sich vor den illustren Gästen neuerdings als genialer Musiker zeigte, indem er Themata der Messe, das Alleluja und die Volkshymne in einer grandiosen Schlußfuge grandios behandelte.\n     [... Festakt mit u. a. Minister Stremayr, Cälestin Ganglbauer, Amand Baumgarten, Baron Hye, Viktor Drouot, Fürst Lothar Metternich ... Festtafel (Festreden, Tassilo-Kelch) ... abends Kommers im Konventgarten ...] Auch der Minister beehrte die heitere Versammlung mit seiner Gegenwart und konversirte längere Zeit mit Professor Bruckner. [... Metternich ...]\n     Um 8 Uhr Abends verließ Dr. v. Stremayr das gastliche Stift.\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "25.09.2024 07:12"}, {"ID": 187708225, "Datum": "22.8.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 191 berichtet auf S. 2 von den Ereignissen des 19.8.1877 in Kremsmünster:\n     \"Kremsmünster's Jubelfeier.\n          Kremsmünster, 19. August.\n     Ein herrlicher Sommermorgen eröffnete den zweiten Festtag. [... Santner-Messe, Hochamt mit Albert Eder, Mittagsgesellschaft im Kaisersaal,  nachmittags im Konventgarten ...]\n     Ein berühmter Professor aus München sitzt neben ihm [Staudigl] und der Künstler, dessen Meisterhand den Ehrenbecher geschaffen. In einer anderen Gruppe sehen wir Santner, Bruckner, Zappe und Weilnböck; dort junge Studenten strahlend von heiterer Lebenslust, hier ältere Studiosen mit gebleichtem Haare und jugendlichem Herzen. [...]\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:56"}, {"ID": 187708245, "Datum": "24.8.1877, Freitag", "Haupttext": "Brief Herbecks an Bruckner: \n   Ist am 26.8.1877 in Linz. Bruckner möge in St. Florian zwei Zimmer reservieren und ihn beim Gasthof Krebs abholen. Grüße von Frau Herbeck und Max.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187708265, "Datum": "26.8.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner holt Herbeck von Linz nach St. Florian ab (*).\nDort improvisiert er auf der Orgel (**). Spätere Erinnerung Bruckners: »Um [? ..d? schwer lesbar] Ende August (1877) als ich H. auf seinen Wunsch in Linz abholte u. zum 2. Mal nach S. Florian begleitete, sagte er, nachdem ich ihm die neu restaurirte Orgel gespielt hatte zu den Stiftsvorständen: »Meine Herren, auf den dürfen Sie stolz sein« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187708285, "Datum": "28.8.1877, Dienstag", "Haupttext": "Zum Augustinusfest kommen auch auswärtige Gäste nach St. Florian, laut Gäste- und Fremdenbuch sind es Herbeck mit Frau Maria und Sohn Max [vgl. Brief vom 24.8.1877], Franz Krenn und Josef Böhm. Bruckner improvisiert [wann genau?] für sie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187709005, "Datum": "September 1877", "Haupttext": "Kalendernotiz: »Pelikan Ottakring Payergasse No 779. Gassenladen. neu.«, »H. Ritter »7 - 8 Abends 1/2 10 - 1/2 11 Vormittags Mittwoch. / [H.] Schönbach 6. [-] 7. [Abends Mittwoch]«", "Letzte Änderung": "11.12.2024 14:27"}, {"ID": 187709015, "Datum": "1.9.1877, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 200 veröffentlicht auf S. 493-498 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität (Semesterbeginn 1.10.1877) und meldet auf S. 498 unter \"VII. Fertigkeiten\": \n\n     \"[... Stenographie, Phonographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] \n\n     Harmonielehre (Beginn in Dur), einmal wöchentlich, Montag, von 5 - 6 Uhr; Fortsetzung in Moll, Tonwechslung, chromatische, enharmonische Schritte, Harmonisirung, einmal wöchentlich, Montag, von 6 - 7 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8. (Unentgeltlich.) \n\n     [... Turnen, Fechtkunst ...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187709105, "Datum": "10.9.1877, Montag", "Haupttext": "In St. Florian treffen laut Gäste- und Fremdenbuch die Pröpste von Melk und Klosterneuburg ein, außerdem [aus Wien] Gottfried Preyer, Laurenz Mayer (Hof- und Burgpfarrer) und Franz Kornheisl (Dompfarrer zu St. Stephan). Sie bleiben hier über Nacht. \nZiemlich sicher hatte Bruckner Kontakt mit Ihnen und spielte vermutlich auch für sie Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187709125, "Datum": "12.9.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 15.8.1877 angekommen] (*).\n\n\n[11. - 13.9.1877]\n(7. Generalversammlung des Cäcilien-Vereins für alle Länder deutscher Zunge in Biberach (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187709165, "Datum": "16.9.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Messe in der Steyrer Stadtpfarrkirche mit.\r\n   Aufgeführt werden eine Messe von Brosig und als Graduale ein »Stabat mater« und als Offertorium ein »Recordare« von J. Habert (*).\nBruckner besucht das 19. Gründungsfest des Steyrer Männergesangvereins »Kränzchen«. Als Bass-Solist wirkt Kaufmann Scholz mit  (**).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 23:29"}, {"ID": 187709185, "Datum": "18.9.1877, Dienstag", "Haupttext": "Rückfahrt von St. Florian nach Wien (*). Kalendereintragung Bruckners: »Den 18. Sept. Morgens in Wien angekommen.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187709195, "Datum": "19.9.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Ab 9 Uhr (*) Aufnahmeprüfung am Wiener Konservatorium für die Streich- und Blasinstrumente, Harfe, Orgel, Musiktheorie, mündlichen Vortrag und alle Nebenfächer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187709197, "Datum": "September 1877, in Wien", "Haupttext": "Herbeck spielt mit Bruckner [vermutlich in Wien] den 2. Satz der 4. Symphonie durch. Lobende Äußerung (Vergleich mit Schubert).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187709205, "Datum": "20.9.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht des Alpenboten Nr. 75, S. 3 [*a] über das 19. Gründungsfest des MGV ”Kränzchen” [16.9.1877], an dem Bruckner teilgenommen habe (*).\nArtikel in der Neuen Steyrer Zeitung Nr. 75, S. 2, über Bruckners Orgelspiel am 16.9.1877:\r\n   »Correspondenzen.\nSteyr. (Bruckner. Habert.) Unser als Orgelvirtuose hinlänglich bekannte Landsmann Bruckner besuchte auch diesmal wieder die Eisenstadt Steyr, nachdem er in Kremsmünster und vorzüglich in St. Florian geraume Zeit zugebracht hatte, und kam gerade recht zum Feste der sieben Schmerzen Mariä, welches am 17. Sonntag nach Pfingsten kirchlich gefeiert wurde und für die Stadtpfarrkirche noch besonders darum Bedeutung hat, weil es als der Jahrtag der nun bereits 105jährigen Chrisman'schen Orgel*) [Fußnote zur Entstehung der Orgel] jederzeit betrachtet wird.\r\n   Was lag da näher, als daß Bruckner die Orgel betrat und seine kunstfertige Hand über die Tastatur des vorzüglichen, auch von ihm wegen Tonfülle, Schönheit und Reinheit der Stimmen gerühmten Orgelwerkes gleiten ließ? Kurz - Bruckner spielte mit gewohnter Meisterschaft zum Hochamte, bei welchem eine Messe von Brosig und Stabat mater und Recordare als Graduale und Offertorium - beide Compositionen von dem gleichfalls oberösterr. Tonkünstler J. Habert in Gmunden, welcher sie vor 5 Jahren in Steyr zu diesem Feste schuf und der Kirche schenkte - aufgeführt wurden. Mit dem herrlichen unübertrefflichen Spiele Bruckner's harmonirten die eingelegten liturgischen Gesangsstücke, besonders das zarte tiefempfundene Stabat mater, über welche Composition auch Bruckner mit der größten Anerkennung sich aussprach.« (**).\nDieselbe Zeitung berichtet auf S. 3, daß er am 16.9.1877 das Gründungsfest des »Kränzchen« besucht hat: \r\n  »Der Männergesang=Verein „Kränzchen” in Steyr feierte Sonntag den 16. d. in Langer's Lokalitäten sein 19. Gründungsfest. Selbes war sehr gut besucht und erfreuten sich die zum Vortrage gebrachten Programmnummern durchgehends des lebhaftesten Beifalles; einzelne desselben mußten wiederholt werden. Herr Kaufmann Scholz gab ein Baßsolo zum Besten, was ein zweites zur Folge hatte. Herr Bruckner, auf Besuch in Steyr, beehrte den Verein mit seiner Gegenwart. - Daß nach vollendetem Programm Alles im Kreise sich drehte, war selbstverständlich [...]« (***).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 23:30"}, {"ID": 187709215, "Datum": "21.9.1877, Freitag", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium. Eröffnungsfeier im Großen Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187709275, "Datum": "27.9.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Die Philharmoniker lehnen in ihrer Novitätenprobe die 3. Symphonie [2. Fassung] erneut ab (*).\n\n[Vermutlich in derselben Novitätenprobe] Auch Heubergers \"Nachtmusik für Streichorchester\" wird von Hans Richter \"abgewürgt\", worüber sich Heuberger, sich auf R. Fuchs und Doppler als Ohrenzeugen der Probe berufend, beschwert [siehe Anmerkung] (*a).  \n\nMöglicherweise war es diese Probe, nach welcher Heuberger und Bruckner dieses Ereignis bei Gause \"feiern\" (*b).\nHerbeck schlägt abends bei einer Direktionssitzung der Gesellschaft der Musikfreunde dieselbe Symphonie für das Konzert vom 16.12.1877 vor (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187709295, "Datum": "29.9.1877, Samstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 267 weist auf S. 6 auf Bruckners morgiges Orgelspiel hin (*).\nEin ähnlicher Hinweis erscheint auch in der Presse Nr. 268 auf S. 10:\n     \"Bei dem Gründungsfeste im Bürgerspitale, Währingerstraße Nr. 35, wird Sonntag den 30. September um 10 Uhr Capellmeister Leopold Eder Tantum ergo und Genitori für Männerstiummen von J. F. Kloß, eine Messe, Benedictus (Violinsolo, Sopran und Chor) von Laurenz Weiß, Graduale (Pater noster, Baritonsolo) von Director Johann Krall und Offertorium (Altsolo) vom Fürsten Montenuovo zur Aufführung bringen. Die Soli der Messe werden Frau Marie Kohn, Frau Caroline Eisenschütz=Wolf, die Herren Teller und Stecher und die Einlagen Herr Nawiasky und Fräulein Wilhelmine Tremel, Mitglieder der Hofoper, vortragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 4703 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***)\n \nund im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 268 auf S. 4:\r\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:11"}, {"ID": 187709305, "Datum": "30.9.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Gründungsfest im Bürgerspital in der Währingerstraße Nr. 35.\r\n   Bei der Messe erklingen unter Eders Leitung ein Tantum ergo von J. F. Kloß, eine Messe (Soli: Marie Kohn, Karoline Eisenschütz-Wolf, Teller und Stecher) und ein Benedictus (mit Violin- und Sopransolo) von Laurenz Weiß, ein Graduale (»Pater noster« mit Baritonsolo: Nawiasky) von Krall und ein Offertorium (mit Altsolo: Frl. Tremel) von Fürst Montenuovo (*).\nEintragung in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (Messe von Franz Grutsch [siehe die Anmerkung], Einlagen von Salieri und Umlauff). Statt der geplanten Einlagen kamen Werke Ignaz Traumihlers zur Aufführung [diese Ergänzung vermutlich von Bruckner geschrieben]. Es ist denkbar, daß Bruckner selber dirigiert hat [aber wegen zeitlicher Überschneidung mit (*) eher unwahrscheinlich!] (**).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 17:10"}, {"ID": 187709315, "Datum": "September/Oktober 1877 (?)", "Haupttext": "Partiturbogen zum Finale der 2. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710006, "Datum": "Schuljahr 1877/78", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium am 21.9.1877 (a).\r\nDer Lehrplan (stand spätestens am 16.7.1877 fest (b)) lautet für Bruckners Fächer:\r\n»6. Vorbildungsschule für Orgel. [/] Ein Jahrgang mit wöchentlich 2 Stunden für 4 Schüler. [/] Herr Professor Bruckner. [/] Vorkenntnisse: Fertigkeit im Clavierspiele, entsprechend dem absolvirten 2. Jahrgange der Vorbildungsschule für Clavier; Kenntniß der allgemeinen Musiklehre. [/] Alter: 13 Jahre. [/] Jährliches Schulgeld 100 fl. [/] Lehrstoff: Uebung im Manual- und Pedalspiele nach Rink's Orgelschule.\r\n7. Ausbildungsschule für Orgel. [/] Zwei Jahrgänge mit wöchentlich 2 Stunden für 4 Schüler. [/] Herr Professor Bruckner. [/] Alter: 14 Jahre. [/] Jährliches Schulgeld 120 fl. [/] Lehrstoff für beide Jahrgänge: Höhere Aufgaben des Orgelspiels: Fugen, Sonaten, Concerte; Uebung im Generalbaßspiele.« (c).\r\n»2. Schule für Harmonielehre. [/] Ein Jahrgang mit wöchentlich 6 Stunden. [/] Herr Professor Krenn [/] \"  \" [= Herr Professor] Bruckner } Parallelclassen. [/] Vorkenntnisse: Allgemeine Musiklehre; Clavierspiel entsprechend dem Lehrstoffe des 2. Jahrganges der Schulen für Clavier als Nebenfach. (B. 3.) [/] Jährliches Schulgeld 120 fl. [jedoch war für Gesang- und Instrumentalschüler Musiktheorie unentgeltlich] [/] Lehrstoff: Intervalle und deren Umkehrungen, Accordlehre, Modulation. Harmonisirung gegebener Melodien, Erfindung im reinen 4stimmigen Satze (Choral), Ausbildung der Melodie, freie Figuration.« (d).\r\n»4. Schule für Contrapunct. [/] Zwei Jahrgänge [/] Erster Jahrgang mit wöchentlich 4 Stunden. [/] Herr Professor Krenn [/] \" \" [= Herr Professor] Bruckner } Parallelclassen. [/] Zweiter Jahrgang mit wöchentlich 2 Stunden. [/] Herr Professor Bruckner. [/] Vorkenntnisse: Harmonielehre, entsprechend dem Lehrstoffe der Harmonielehre (C. 2); Clavierspiel, entsprechend dem Lehrstoffe des 3. Jahrganges der Schule für Clavier als Nebenfach. (B. 3.) [/] Jährliches Schulgeld 120 fl. [/] Lehrstoff: im 1. Jahrgange: einfacher und doppelter Contrapunct der Octave, Nachahmung, einfache Fuge. [/] im 2. Jahrgange: drei- und vierfacher Contrapunct, Fuge mit mehreren Subjecten, Canon.« (e).\nIm Kapitel »B. Unterrichtsleitung« des Jahresberichts ist zu lesen:\r\n»4. Lehrkörper:*) [Fußnote, ohne Bruckner-Bezug]\r\nI. Ordentliche Lehrer.\r\n[...] 5 Herr Anton Bruckner, Professor (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel).« (f).\nAm Konservatorium unterrichtet Bruckner folgende Schüler in Theorie:\r\nHeinrich Eisner (»aus Ustron, 19 J.«) (Harmonielehre), Paul Janko (»Jankó Paul v., aus Totis, 21 J.«) (H), Carl Kehlendorfer (»16 J.«) (H), Adolf Kmoch (»14 J.«) (H), Ferdinand Löwe (»14 J.«) (K), Paul Lorenz (»aus Hradschin, 17 J.«) (H), Bela Mandl (»aus Zenta, 19 J.«), Heinrich Salzmann (»aus Temesvar, 22 J.«) (H), Josef Schalk (»20 J.«) [*], Richard Schultz (»14 J.«) [**], Franz Weber (»20 J.«) (H), Hanns Winter (»aus Ebensee, 20 J.«) (K) und Josef Zaschel (»15 J.«);\r\nals Orgelschüler sind Berthold Fröhlich (»aus Brünn, 25 J.«), Rudolf Krzyzanowsky (»aus Eger, 19 J.«), Emil Langsfeld (»aus Pest, 16 J. - Org- V. I., Hml.«), Fortunato Luzzatto (»aus Triest, 21 J. - Org. V.I., Comp.II.«), Robert Schleicher (»aus Ritzingen, 23 J. - Org. A. I., Cpt.«) und Franz Weber (»aus Raab, 20 J. - Org. A. I., Cpt.«) überliefert (g).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle:\r\nMathilde Kralik (»aus Linz, 19 J.«), Johann Kreuzinger (»aus Jägerndorf, 20 J.«), Emil Lamberg (»aus Pest, 15 J.«), Carl Lillich (»16 J.«), Ferdinand Löwe (»14 J.«), Rudolf [Raoul] Mader (»aus Preßburg, 21 J. - Hml., Clv. III., G. d. M.«), Gustav Mahler (»aus Iglau, 17 J.«), Anton Meißner (»15 J.«), Ludwig Oblat (»aus Totis, 16 J.«), Rosa Papier (»aus Baden, 19 J.«), Guido Peters (»aus Graz, 11 J.«), Hans Rott (»Rott Hanns, 19 J. - Comp.«), Franz Schalk (»14 J.«), Franz Schaumann (»aus Stockerau, 15 J.«), Theodor Schwendt (»aus Winzendorf, 12 J.«), Friedrich Spigl (»18 J.«), Julius Stern (»20 J. - Cpt.«), Alfred Stroß (»19 J. - Comp.«) und Franz Zottmann (»aus Hainburg, 19 J.«) (h).\nVon den 6 Orgelschülern gehören 3 zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern 1 halb und 5 nicht vom Schulgeld befreit waren. 8 Schüler (davon 1 Stiftling) hörten Harmonielehre als Hauptfach und 7 Kontrapunkt (davon 1 halb, 1 ganz befreit). Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 114 und Kontrapunkt von 27 Schülern besucht (i).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«:\r\n»A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 1. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...]\r\nB. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 2. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...]\r\nC. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelschulen.) [/] Effectiver Schülerstand: 21. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunkt, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 20. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (j).\nGöllerich [war weder am Konservatorium noch privat Bruckners Schüler (°)] besucht als einer der ersten Bruckner in seiner neuen Wohnung (°°).\n[1877 - 1879] Robert Spitzer (1861 - 1924, ab 1920 Richard Robert) studiert am Wiener Konservatorium bei J. Epstein, Krenn und Bruckner (°°°).", "Letzte Änderung": "07.12.2024 14:08"}, {"ID": 187710065, "Datum": "6.10.1877, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Festmesse in mehreren Blättern:\n \nDie Presse Nr. 275 auf S. 10:\n      \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird Sonntag den 7. October um 10 Uhr das Ordensfest der PP. Minoriten feierlich begangen, wobei Capellmeister Leopold Eder eine Festmesse von Laurenz Weiß, Graduale (Baritonsolo) von Director Johann Krall und Offertorium (Sopransolo) vom Fürsten Montenuovo zur Aufführung bringen wird. Die Soli der Messe werden Frau Marie Kohn, Frau Caroline Eisenschütz=Wolf, die Herren Stecher und Teller und die Einlagen Herr Nawiasky und Frau Kupfer=Berger, Mitglieder der Hofoper, vortragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird am Schlusse eine Orgelfuge über die Volkshymne spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 274 auf S. 11 (**),\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 275 auf S. 4:\r\n     \"[inhaltlich wie (*)] Am Schlusse des Hochamts wird Prof. Hoforganist Bruckner wird eine Orgelfuge über \"Gott erhalte\" spielen.\" (***)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4710 auf S. 6:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Bruckner wird am Schlusse eine Orgel=Fuge über die Volkshymne spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:12"}, {"ID": 187710075, "Datum": "7.10.1877, Sonntag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik in der Pfarrkirche Alservorstadt um 10 Uhr wirkt Bruckner als Organist mit. Zum Schluß spielt er seine Orgelfuge über die Kaiserhymne. Außerdem erklingen unter Leopold Eders Leitung eine Messe von Laurenz Weiß, ein Graduale (mit Baritonsolo: Nawiasky) von Krall und ein Offertorium (mit Sopransolo: Frau Kupfer-Berger) von Fürst Montenuovo. Solisten: Marie Kohn, Fr. Caroline Eisenschütz-Wolf (oder: Frl. Wolf?), Hr. Stecher und Teller.", "Letzte Änderung": "10.11.2024 08:31"}, {"ID": 187710095, "Datum": "(9.10.1877, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710125, "Datum": "12.10.1877, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Will 4. Symphonie umarbeiten; auch Herbeck habe ihn darin bestärkt. Bilse möge Partitur und Stimmen zurückzusenden. Die 3. Symphonie sei fertig. Aufführung am 16.12.1877 unter Herbeck. Die Symphonie stehe dann für Berlin [Bilse] zur Verfügung. Die Wiener Philharmoniker hätten seine Werke schon mehrfach abgelehnt, und Richter habe beste Kontakte zu den heftigsten Wagner-Gegnern. Wiederholt seine Bitte vom 1.5.1877 (*).\nDatierung am Ende des Adagios der 3. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710195, "Datum": "19.10.1877, Freitag", "Haupttext": "Vollendung des Männerchores »Nachruf« [WAB 81] nach einem Text von Heinrich von der Mattig (= Dr. Heinrich Wallmann). Das Werk ist dem Andenken des am 10.6.1877 verstorbenen St. Florianer Organisten Josef Seiberl gewidmet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710205, "Datum": "20.10.1877, Samstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielen Hanns Wessely, Alexander Fimpel und Franz Weber die »Meditation« für Violine, Violoncello und Orgel von Bach-Gounod. Weitere Mitwirkende sind u.a. Zottmann (mit Chopin) und Gustav Mahler (mit Xaver Scharwenka).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710215, "Datum": "21.10.1877, Sonntag", "Haupttext": "Herbeck dirigiert in der Hofkapelle Schuberts Es-Dur-Messe. Bruckner verbringt den Tag in Klosterneuburg. \nSeine Kalendernotiz lautet: \n   »21. Herbeck Schuberts Es Messe aufgeführt in d. Hofkapelle. (Ich in Klosterneuburg.)« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710225, "Datum": "22.10.1877, Montag", "Haupttext": "Herbeck leitet letztmals eine Probe des Singvereins zu Beethovens 9. Sinfonie (*).\n\n\nDatierung am Ende einer Partitur-Abschrift von \"Nachruf\" [WAB 81] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710245, "Datum": "24.10.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung Nr. 244 gibt das Programm der Gedenkfeier am 28.10.1877 bekannt, darunter ein Chor Bruckners [»Nachruf« WAB 81]: »* (Gedenktafel für Josef Seiberl.) Für die Enthüllung der dem verstorbenen Organisten Josef Seiberl in St. Florian gesetzten Gedenktafel ist folgendes Programm entworfen: 1. Chor des Vereines »Sängerbund« aus Linz; 2. Ansprache des Chor=Regenten; 3. Chor der Liedertafel »Frohsinn«; 4. Ensemble=Chor, zu dieser Feier componirt von A. Bruckner, Gedicht von Dr. Heinrich Wahlmann.« [recte »Wallmann« = Heinrich von der Mattig].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710255, "Datum": "25.10.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Neubauer in St. Florian:\r\n   Über die Aufführung des Chores ”Nachruf” durch den Linzer Sängerbund [am 28.10.1877]. Er werde am 27.10.1877 anreisen und am 28.10. proben - Deubler möge bitte mitwirken. Herbeck sei zum dritten Mal an Lungenentzündung erkrankt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710275, "Datum": "27.10.1877, Samstag", "Haupttext": "Bruckner fährt nach St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187710285, "Datum": "28.10.1877, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Gedenkfeier in der Steyrer Zeitung Nr. 86 auf S.2:\r\n»     St. Florian, 26. Oktober. Bei der am 25.d.M. in Schweinbach abgehaltenen Jagd wurden erlegt: 105 Hasen, 28 Fasanen; vor 8 Tagen 68 Hasen und 8 Schnepfen.\r\nNachschrift: Bei der am nächsten Sonntag hier stattfindenden Enthüllung der \"Gedenktafel\" an H. J. Seiberl wird der \"Linzer=Männergesangbund\" mitwirken und ein von H. Prof. Bruckner in Wien in Musik gesetztes Lied mit Begleitung der großen Orgel gesungen werden.« (a)\n\r\nEin Artikel in der Linzer Zeitung Nr. 248 teilt auf S. 1018 auch den Text der Gedenktafel mit, datiert aber die Enthüllung auf den 29.10.1877 (a1).\n(b) In St. Florian um 4 Uhr nachmittags (#) Enthüllung einer Gedenktafel für Josef Seiberl.\r\n   Es erklingen ein Psalm von Mendelssohn mit Bruckner (Harmonium) und Aemilian Posch (Tenorsolo) (*), Bruckners Männerchor »Nachruf« [WAB 81], gesungen vom Linzer »Sängerbund« unter Max Brava (**), Rudolf Weinwurms »Grablied« und eine Orgelimprovisation Bruckners (**a). Bruckner hatte um Deublers Mitwirkung gebeten (**b).\r\n   Anwesend sind auch Alois Weinwurm und [vermutlich] Karl Bachner, der die Gedenktafel angeregt hatte (***).\r\n   Oddo Loidol hält später [23.11.1882] seine Erinnerung an das Ereignis in seiner Abschrift des Chores fest:\r\n»Am 25. [sic] Oktober 1877 fand die feierl. Enthüllung der Gedenktafel an Seiberl statt. H. Prälat hatte, um Unziemlichkeiten in der Kirche vorzubeugen, den H. Chorregenten Traumihler ersucht die Festrede zu halten. Um 4 Uhr nachmittags hatten sich bereits die Sängerbund von Enns, Linz, Mauthausen hier eingefunden nebst einer bedeutenden Anzahl von neugieriger (unter denen auch ich Fr. Oddo Loidol mit 3 Studienkollegen) und Anhängern des Verstorbenen. Die Sänger nahmen den durchs Gitter abgesperrten Hinterraum ein. Die Zuschauer waren innerhalb des Gitters. Die Feierlichkeit leiteten einige Ehrwürd. Gesänge ein, worauf H. H. Traumihler eine von Herzen kommende und zu Herzen gehende Ansprache hielt. Hierauf wurde eine Piece gesungen; dann begaben sich die Sänger aus [recte: auf den? aufs?] Chor und sangen diesen Nachruf, wobei Bruckner die Orgelbegleitung übernahm. Herr Bruckner, der beste Freund des verstorbenen, improvisiert hierauf auf der großen Orgel.« (***a).\nJohann Herbeck gestorben (°).\r\nKalendernotizen Bruckners: Datum angestrichen, Zusatz »Herbeck«. »Herbeck ist am 28. Okt. um 9 3/4 Uhr Morgens gestorben.« und weiter unten »den 28. Okt. 1877 Sonntag 9 3/4 Uhr Vormittags + » (°a).\nAbends in Wien bittet Bruckner bei »Gause« Göllerich sen. um Fürsprache bei Dumba und Stremayr wegen der Aufführung der Wagner-Symphonie (°°).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:39"}, {"ID": 187710305, "Datum": "30.10.1877, Dienstag", "Haupttext": "An der Trauerfeier für Herbeck in der Peterskirche [**] nehmen unter anderem teil: Fürst Hohenlohe, die Mitglieder der Wiener Theater, die Professoren des Konservatoriums [also auch Bruckner (*)], der Wiener Männergesangverein, die Philharmoniker, der Singverein [**] unter Hellmesberger, die Hofmusikkapelle, der Schubertbund (#), das Orchester Eduard Strauß, Koch von Langentreu und Dr. Olschbauer. Es erklingen Werke von Schubert (\"Litanei am Tage Allerseelen\") [**], Herbeck und Mendelssohn.\nKalendernotiz Bruckners: »den 30. 1/4 auf 2 Uhr Herbecks Leichenbegängniß am Peter - Centralfriedhof.« (*).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:13"}, {"ID": 187710315, "Datum": "31.10.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an das Obersthofmeisteramt:\r\n   Bittet um Verleihung der freiwerdenden Vizehofkapellmeisterstelle. Beruft sich auf seine theoretische und praktische Bildung, seine liturgischen Kenntnisse, seine Tätigkeit als Dirigent und Komponist (die 5. Symphonie werde bald vollendet sein). Verweist auf seine »drückende materielle Lage« (*).\nBruckner erhält letztmalig 75 fl (Remunerations-Quartalszahlung) in seiner Funktion als Archivar und Gesangslehrer der Hofsängerknaben (**).\nIn einem Artikel des Linzer Volksblatt Nr. 250 (signiert »Kl.«) auf S. 1f über die Generalversammlung des Oberösterreichischen Caecilienvereins in Gmunden wird in der Besprechung eines von Habert organisierten Kirchenkonzerts [vermutlich am 28.10.1877] auf S. 2 auch Bruckner als einer von mehreren oberösterreichischen »Meistern im Orgelspiele« genannt (***).\nAußerdem berichtet das Blatt auf S. 3 in einem mit \"P.\" signierten und 28.10. datierten Artikel von Bruckners Orgelspiel am 28.10.1877 und von der Aufführung des Chores \"Nachruf\":\r\n    \"P. St. Florian, 28. October. Heine schrieb irgendwo das übermüthige Wort nieder: \"Ich würde mich schämen, wenn ich weniger Feinde hätte.\" Tröstlicher und herzerfreulicher und ehrenvoller scheint es uns aber doch, recht viele liebe Freunde zu haben, um so mehr, als solche tiefe treue Liebe über Tod und Grab hinaus dauert. [... heute viele Freunde von nah und fern in der Stiftskirche ... erwähnt ein Telegramm vom 11.6.1877 \"Seiberl gestern gestorben.\" ... erwähnt Linzer \"Sängerbund\" mit Alois Weinwurm, Traumihlers Ansprache, Mendelssohns Psalm \"Aus der Tiefe\" ...] und endlich sangen die heimischen und die fremden Musiker in vollster Harmonie zusammen den Chor Prof. Bruckner's, des einstigen Organisten des Stiftes und innigsten Freundes Josef Seiberl's. Der Chor ist geradezu wunderschön componirt und wurde ebenso wunderschön gesungen; Bruckner spielte die große Orgel dazu und als die Töne verwogten und verhallten mit dem ewigen Todtengruß: Nun ruh im Frieden! da zitterte wohl durch aller Hörer Herzen ein leises Gebet und das Gefühl: Ja, er ruht im Frieden! und die Liebe ist stärker als der Tod. Wir sagen über Bruckner's Composition kein weiteres Wort und erzählen nur die Thatsache, daß schon bei den Proben manchem Sänger die Augen feucht wurden, was nicht bei jeder gesungenen Todtenklage geschehen mag. Er ruhe im Frieden.\" (°).\nDie [Wiener] Morgenpost Nr. 300 schreibt auf S. 1f in einem ausführlichen Artikel über Herbeck Begräbnis:\r\n»Herbeck's Leichenbegängniß. [...]\nIm Trauerhause.\r\n   [...] Außer den Kränzen, deren wir schon Erwähnung gethan, waren noch Blumenspenden eingelaufen von: Pruckner, Gotthard [... ausführliche Schilderung der Begräbnisfeierlichkeiten und Aufzählung prominenter Anwesender] (°°).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:19"}, {"ID": 187711005, "Datum": "November 1877", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Hofmühlgasse No 2 2. Stock. H. Ritter Julius«", "Letzte Änderung": "06.06.2024 15:26"}, {"ID": 187711006, "Datum": "ab November 1877", "Haupttext": "Als Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1877/78 haben (hatten) sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert:\r\n(Karl Dümler und Martin Einfalt) (*), Max Herbeck (**), (Carl Kreutzer) (***), (Gustav Mahler) und Josef Mayer (°), (Johann Petkovsek) [siehe die Anmerkung] und Richard Plasche [siehe die Anmerkung] (°°), Emil Stössel (* ca. 1859 Brünn) und (Edmund Ullrich) (°°°),\r\nvon der juristischen Fakultät Emil Baiersdorf (H), Peter Paul Burkart (H), Arthur Freund (H) (Eintrag wieder gestrichen), Rudolph Gutmann (H), Victor Hamburger (H) (Eintrag wieder gestrichen), Isidor Hatschek (H) (Eintrag wieder gestrichen), Andreas Kienast (H) (Eintrag wieder gestrichen), Karl Kratochwill (H) (Eintrag wieder gestrichen), Julius Kugy (H), Sigmund Ritter von Lössl (H), Carl Postinger (H), Karl Schlosser (H) und Alexander Toldt (H) (Eintrag wieder gestrichen) (#).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 18:16"}, {"ID": 187711015, "Datum": "(1.11.1877, Donnerstag)", "Haupttext": "Brief der Familie Herbeck an den »Frohsinn«: \n»Löbliche Vereinsleitung!\n   Tief erschüttert durch den uns betroffenen unersetzlichen Verlust, hat es unseren Herzen wol gethan von Nah und Fern so zalreiche Beweise herzlichster Theilnahme zu empfangen.\n   Auch Ihr verehrlicher Verein hat uns mit dem Ausdrucke seines Beileids beehrt, und erlauben wir uns einer löblichen Vereinsleitung so wie allen Mitgliedern unsern tiefgefühltesten Dank mit der Versicherung auszusprechen, daß sowie uns das Andenken an den theuren Verblichenen immer heilig sein wird, wir auch den für uns so trostreichen Beweis Ihrer Theilnahme in dankbarster Erinnerung bewahren werden.\nGenehmigen Sie die Versicherung unserer ausgezeichnetsten\nHochachtung [bis dahin fremde Schrift]\nMarie v Herbeck \nWolfgang v Herbeck\nLudwig v Herbeck\nMax v. Herbeck\nWien, 1. Novbr. 1877«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711025, "Datum": "2.11.1877, Freitag (Allerseelen)", "Haupttext": "Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (*).\nEingangsvermerk des Obersthofmeisteramtes auf dem Gesuch vom 31.10.1877 (**).", "Letzte Änderung": "15.09.2024 08:03"}, {"ID": 187711035, "Datum": "(3.11.1877, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711055, "Datum": "5.11.1877 (?), Montag", "Haupttext": "Bruckners erste Universitätsvorlesung des Wintersemesters ist so überfüllt, daß er seine Hörer bittet, auch in Hanslicks Vorlesung zu gehen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711085, "Datum": "8.11.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Akt des Obersthofmeisteramtes: Um die freigewordene Hofkapellmeisterstelle und die freiwerdende Vizehofkapellmeisterstelle bewerben sich Bruckner, Rudolf Bibl, Rudolf Weinwurm, Ludwig von Brenner schriftlich und Hellmesberger und Hans Richter mündlich. Vortrag [Hohenlohes] an Kaiser Franz Joseph: Schlägt Hellmesberger als Nachfolger Herbecks an der Hofkapelle vor. Aktenvermerke von Wlassack, Hohenlohe und Westermayer.", "Letzte Änderung": "19.09.2024 07:34"}, {"ID": 187711095, "Datum": "9.11.1877, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik 73 (1877) S. 489f kommentiert in einem mit »Sig. Schneider« unterzeichneten Artikel die Programmplanung der Philharmoniker und erwähnt dabei eine Symphonie Bruckners [recte: 3. Symphonie im Gesellschaftskonzert vom 16.12.1877]:\n     \"[...] Soviel man dem Programm entnehmen kann, gelangen zur Aufführung: Symphonien von Brahms, Herbeck und Bruckner, Esser's Fdursuite [...] Sig. Schneider.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711115, "Datum": "11.11.1877, Sonntag", "Haupttext": "Kaiser Franz Joseph ermächtigt den Obersthofmeister [Hohenlohe], Hellmesberger zum Hofkapellmeister zu ernennen (*).\n1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Schumann (Genoveva-Ouvertüre, Bach, Wagner (Tristan-Vorspiel und Liebestod) und Beethoven (5. Sinfonie) (**). Hugo Wolf ist unter den Zuhörern (***).\nKalendernotiz (Nachtrag zu »11.5.1877«):\r\n   »Am 11 Nov 877. von H. Karl Kiss [für den am 19.5.1877 verstorbenen Akos Kiss] 50 fl erhalten: 514 [-] 50 [=] 464 Rest.« (°).", "Letzte Änderung": "17.10.2025 15:04"}, {"ID": 187711135, "Datum": "(13.11.1877, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711145, "Datum": "14.11.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Mehrere Blätter machen auf Bruckners morgiges Orgelspiel aufmerksam:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 2109 auf S. 7 (*),\n \nDie Presse Nr. 314 auf S. 10:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Donnerstag den 15. November um 11 Uhr das Fest des heiligen Leopold feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's Nelsonmesse, Graduale (Sopransolo) von Director Johann Krall und Offertorium (Sopran= und Baritonduo mit Harmonium und Harfebegleitung) vom Fürsten Montenuovo zur Aufführung bringen wird und werden die Soli der Messe von Fräulein Hermine Woda, Frau Ida Flatz, den Herren Michael Kugler und Teller, das Qui tollis (Baßsolo) von Herrn Peter Soutschek, die Einlagen von Frau Gräfin Wimpffen, Fräulein Auguste Krauß und Herrn Nawiasky, Beide Mitglieder der Hofoper, vorgetragen. Das Flötensolo im Agnus Dei wird Baron Wertheim vortragen. Hoforganist Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\n \ndas Fremdenblatt Nr. 313 auf S. 12 (***)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 4749 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Das Flöten=Solo im \"Agnus Dei\" wird Herr Baron Wertheim, die Orgel Hof=Organist Professor Bruckner spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:14"}, {"ID": 187711155, "Datum": "15.11.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Orgelspiel Bruckners in der Augustinerkirche.\r\nBei der Messe um 11 Uhr kommen unter Leopold Eders Leitung zur Aufführung: Haydns Nelson-Messe, ein Graduale (mit Sopransolo: Gräfin Wimpffen) von Johann Krall und ein Offertorium (mit Sopran- und Baritonsolo - Auguste Krauß und Herr Nawiasky -, Harmonium und Harfe: Frl. Roseneger) von Fürst Montenuovo. Solisten bei der Messe: Hermine Woda, Ida Flatz, Michael Kugler und Teller, Baßsolo beim Benedictus Peter Soutschek, Flötensolo beim Agnus dei Baron Wertheim (*).\nBruckner gibt seine Wohnung im Heinrichshof (Opernring 3) auf und zieht in das Oelzelt gehörende Haus Heßgasse 7 um (**).\nTotenfeier für Herbeck im großen Musikvereinssaal mit einem Orgelpräludium Zellners, dem Vortrag eines Gedichts von Weilen durch Lewinsky und dem Mozart-Requiem unter Hellmesberger. Solisten: Wilt, Gindele, Walter und Rokitansky (***), mitwirkend der Wiener Singverein (°).\r\nWolf, Goldschmidt, Mottl und Schönaich im Publikum (°°).\nDie »Wiener Zeitung« Nr. 262 meldet die Ernennung Hellmesbergers zum Hofkapellmeister (°°°).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 19:50"}, {"ID": 187711165, "Datum": "16.11.1877, Freitag (?)", "Haupttext": "Meldezettel: Bruckner, wohnhaft Opernring, ist umgemeldet nach Heßgasse 7.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711185, "Datum": "(18.11.1877, Sonntag)", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter Hellmesberger mit Werken von Beethoven (u.a. die 9. Sinfonie) und Schubert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711195, "Datum": "19.11.1877, Montag", "Haupttext": "Vortrag des Obersthofmeisters an Kaiser Franz Joseph: Schlägt vor, die durch Hellmesbergers Beförderung am 11.11.1877 freigewordene Vizehofkapellmeisterstelle an Hans Richter zu vergeben und Pius Richter wegen seiner Verdienste und zusätzlichen Belastung (da Rotter dienstunfähig ist) den Titel eines Vizehofkapellmeisters zu verleihen. Unterschrift Hohenlohes.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187711255, "Datum": "(25.11.1877, Sonntag)", "Haupttext": "Die »Wiener Zeitung« Nr. 270 meldet, daß Hans Richter zum Vizehofkapellmeister ernannt wurde und Pius Richter derselbe Titel verliehen wurde (*).\nDie Philharmoniker bringen Herbecks Orgel-Sinfonie in d-moll zur Uraufführung (**). In diesem 2. Philharmonischen Konzert dirigiert Hans Richter außerdem Werke von Mendelssohn, Schubert (8. Sinfonie) und Litolff (***). Hugo Wolf besucht dieses Konzert (°).", "Letzte Änderung": "14.11.2024 14:35"}, {"ID": 187711275, "Datum": "27.11.1877, Dienstag", "Haupttext": "Bescheid des Obersthofmeisteramtes an die Bewerber um die (Vize-)Hofkapellmeisterstelle (Franz Krenn, Otto Bach, Moriz Kässmayer, Ludwig von Brenner, Rudolf Weinwurm, Rudolf Bibl und Anton Bruckner):\r\n   Die Stellen wurden, wie am 15.11.1877 und 25.11.1877 publiziert, anderweitig besetzt. Pius Richters Gesuch ist durch die Titelverleihung erledigt. Aktenvermerke von Wlassack, Kuhn und Westermayer (*).\nHellmesberger sagt zu Pius Richter: »Bruckner darf nicht mehr Orgel spielen« (**).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 07:35"}, {"ID": 187711295, "Datum": "(29.11.1877, Donnerstag [?])", "Haupttext": "Hugo Wolf und Goldschmidt besuchen das Konzert des Hellmesberger-Quartetts.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712005, "Datum": "Dezember 1877", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Tanz - Fahr - Musikv. Haus - Hand - Rath - Forderung, Tanz. Folgen anderseits - ?« [vermutlich Gesprächsnotiz], »Kellnerhofgasse Niederlage von Schuhe etc. vormals Hahn.« »Frl Buchta Conservat. Neubau.« [vgl. »5.6.1877«] und [durch einen Strich abgesetzt, Fortsetzung von »nach dem 24.7.1877« oder - andere Schriftzüge! - erst Dezember fortgeführt?] Stimmführungsstudien zu Mozarts Requiem [Fortsetzung auf der anderen Blattseite].", "Letzte Änderung": "19.09.2024 09:56"}, {"ID": 187712006, "Datum": "Anfang Dezember 1877", "Haupttext": "Kalendernotizen (Nachtrag zu »11.5.1877«): »Anfangs Dezember 20 fl [von Karl Kiss für den am 19.5.1877 verstorbenen Akos Kiss] erhalten« und »[464 Rest -] 20 [=] 444 fl Rest«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712025, "Datum": "2.12.1877, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hellmesberger mit Haydns »Jahreszeiten« (*). [?] Herbeck hatte ursprünglich in diesem Konzert Bruckners 3. Symphonie aufführen wollen [?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712045, "Datum": "(4.12.1877, Dienstag)", "Haupttext": "Aufführung des dritten »Tristan«-Aktes durch den Wiener Akademischen Wagner-Verein (*).\r\n   Mitwirkende: Frl. Lieder (kurzfristig eingesprungen: ursprünglich war der 2. Akt mit Frau Materna geplant), Frl. Woda, die Herren Vogl, Borkowski, Maass, Wanitschek, Mottl und Dr. Paumgartner (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:31"}, {"ID": 187712075, "Datum": "7.12.1877, Freitag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen einige Zeitungen hin:\n \nFremdenblatt Nr. 336 auf S. 14 (*),\n \nMorgen-Post Nr. 337 auf S. 4:\r\n     \" * Samstag den 8. d. M., um 11 Uhr, wird in der Hofkirche St. Augustin Kapellmeister Eder Tantum ergo von Friedrich Lesehen, Mariazeller Messe von Jos. Haydn, Graduale Altsolo von Händl, Offertorium Altsolo von Fürst von Montenuovo aufführen, und werden die Soli der Messe Frau Marie v. Kohn und Herr Ignaz Kugler, die beiden Einlagen die Hofopernsängerin Fräulein Wilhelmine Tremel vortragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 4772 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Händel, Offertorium und \"Ave Maria\", ] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\n \nNeues Wiener Tagblatt Nr. 336 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Maria v. Kohn, Ignaz Kugler ...] Hoforganist Prof. Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°)\n \nund Die Presse Nr. 337 auf S. 11:\r\n     \"[inhaltlich ähnlich (**) ... Friedrich Leschen, Offertorium Ave Maria, Marie Kohn, Michael Kugler ...] Hoforganist Professor Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:14"}, {"ID": 187712085, "Datum": "8.12.1877, Samstag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Bei der Messe um 11 Uhr dirigiert Eder Werke von Friedrich Leschen (Tantum ergo), Joseph Haydn (Mariazeller Messe, Soli: Maria v. Kohn, Ignaz Kugler), Händel (Graduale, mit Altsolo: Wilhelmine Tremel) und Fürst Montenuovo (Offertorium »Ave Maria«, mit Altsolo: Tremel).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:36"}, {"ID": 187712095, "Datum": "(9.12.1877, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert. Statt der 2. Sinfonie werden von Brahms vier Lieder uraufgeführt (Gustav Walter und Julius Epstein als Ausführende) (*), außerdem (unter Hans Richter) Werke von Beethoven, H. Reinhold und Schumann (3. Sinfonie) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712115, "Datum": "11.12.1877, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts mit der 3. Symphonie (*)\n \nim Fremdenblatt Nr. 339 auf S. 6 (a),\n \nin der Morgenpost Nr. 340 auf S. 4 [nahezu identisch mit (d)] (b),\n \nder Neuen Freien Presse Nr. 4775 auf S. 6 [textlich identisch mit (d)] (c),\n \nder ”Presse” Nr. 340 auf S. 10:\n     \" - Das zweite ordentliche Gesellschaftconcert, welches am nächsten Sonntag den 16. December - und nicht wie auf den Billetten irrthümlich angegeben am 26. - stattfindet, bietet folgendes interessante Programm: [...] und eine neue Symphonie in D-moll von Herrn Professor Anton Bruckner, der sein Werk persönlich dirigieren wird. Herr Hof=Capellmeister Director Hellmesberger leitet das Concert.\" (d),\n \nder Wiener Zeitung Nr. 282 auf S. 5 [nahezu identisch mit (d)] (e),\n \nder Tagespresse Nr. 339, S. 5 (f)\n \nund im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 341 auf S. 4 [nahezu identisch mit (d)] (g).\n\r\n(Soiree der Philharmoniker mit Werken von Mendelssohn, Delibes, Franz Doppler und Johann Strauß. Dirigenten des Abends sind Delibes, Doppler, Gericke und Strauß (**)).\n\r\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:15"}, {"ID": 187712125, "Datum": "12.12.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Das Vaterland Nr. 340 kündigt auf S. 3 die Aufführung der 3. Symphonie am 16.12.1877 an: \n\n     \" - Das zweite ordentliche Gesellschaftconcert, welches am nächsten Sonntag den 16. d. M. - und nicht, wie auf den Billetten irrthümlich angegeben, am 26. - stattfindet, bietet folgendes Programm: [...] und eine Symphonie in D-moll von Herrn Professor Anton Bruckner, der sein Werk persönlich dirigieren wird. Herr Hofcapellmeister Director Hellmesberger leitet das Concert.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712135, "Datum": "13.12.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts mit der 3. Symphonie im Linzer Volksblatt Nr. 284 auf S. 2:\r\n\"     – (Ant. Bruckner's Concert.) Sicherem Vernehmen nach werden die \"Philharmoniker\" am 16. d. Bruckner's D-moll Symphonie im großen Musikvereinssaale unter persönlicher Leitung des Componisten zur Aufführung bringen.\" (*).\nBillroth-Abend des Wiener Akademischen Gesangvereins im Sophien-Saal mit Brahms (als Dirigent) und Heuberger unter den Mitwirkenden (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712164, "Datum": "vor dem 16.12.1877", "Haupttext": "Proben zur 3. Symphonie. Über Bruckners Bescheidenheit und die Arroganz einiger Philharmoniker berichtete später der Geiger Zöllner. Bruckner selbst erzählte, daß sich vor allem Hellmesberger, Bachrich und Hummer schlecht benommen hätten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712165, "Datum": "16.12.1877, Sonntag", "Haupttext": "Kurzankündigung im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 346 auf S. 4 (#a)\n \nund in der ”Presse” Nr. 345 auf S. 8:\n     \" - Morgen Sonntag Mittags findet das zweite ordentliche Gesellschafts=Concert mit folgendem Programme statt: [ ... Egmont, Spohr, Grün, Mozart, Winter, Schuch-Proska ...] aus Dresden; D-moll-Symphonie (neu) von Bruckner unter Leitung des Componisten.\" (#b).\n \nAuch die Wiener Zeitung Nr. 287 auf S. 4 [wie (#b)] (#c),\n \ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 344 auf S. 5 [wie (#b)] (#d)\n \nund das Fremdenblatt Nr. 344 auf S. 13 (#e)\n \nweisen nochmals auf das Konzert hin.\n \n2. Gesellschaftskonzert unter Hellmesberger (als Solisten Grün und Schuch-Proska) mit Werken von Beethoven (Egmont-Ouvertüre, Chor »Meeresstille und glückliche Fahrt«), Spohr (Violinkonzert d-Moll), Mozart (Arie aus »Figaro«), Winter (Arie aus »Das unterbrochene Opferfest«, ursprünglich geplant [lt. 11.12.]: Arie von Graun) und Bruckner, der seine 3. Symphonie (in einer gekürzten Version (##)) selbst dirigiert (*).\r\n   Das Publikum verläßt vor allem vor dem Finale in Scharen den Saal. Nur wenige bleiben bis zum Schluß (**) (z.B. Mahler, Krzyzanowski, Josef Schalk, Eduard Kulke [nicht: Eduard Kremser]); sie werden durch Zellner am Überreichen eines Lorbeerkranzes gehindert (***).\n \nTrotz des Mißerfolgs bietet sich Theodor Rättig als Verleger an (°).\n \nAuch Adalbert von Goldschmidt besucht dieses Konzert (°°).", "Letzte Änderung": "08.08.2026 17:25"}, {"ID": 187712166, "Datum": "nach dem 16.12.1877", "Haupttext": "Zur 3. Symphonie erscheinen Kritiken u.a. von Kleser in der »Kölnischen Zeitung« (*)\r\nund später von Theodor Helm im »Musikalischen Wochenblatt« 9 [= 22.2.1878?] S.110 (**).\nEin Herr J. Frimberger schreibt Bruckner einen höhnischen Brief zur 3. Symphonie [siehe die Anmerkung] (***).\nMahler und Krzyzanowski spielen Karl Goldmark im Beisein Josef Schalks im Konservatorium die 3. Symphonie vierhändig vor (Bericht Goldschmidts) (°).\nGegensätzliche Meinungen Epsteins und Hellmesbergers zur 3. Symphonie (°°).", "Letzte Änderung": "09.10.2024 07:11"}, {"ID": 187712175, "Datum": "17.12.1877, Montag", "Haupttext": "Besprechung der 3. Symphonie in der »Wiener Zeitung (Abendpost)« Nr. 288 auf S. 2f (Signatur »h« [= Ludwig Benedikt Hahn]):\r\n          »Concert.\r\n      h. Gestern ging das zweite ordentliche Concert der Gesellschaft der Musikfreunde vor sich. Am Dirigentenpulte stand noch Herr Joseph Hellmesberger; aber er nahm in seiner Eigenschaft als provisorischer Leiter der Gesellschaftsconcerte Abschied. [... Ungenauigkeiten bei Egmont-Ouvertüre ... Grün mit entschuldbaren Intonationstrübungen ... der rauschende Beifall für Schuch-Proska nicht berechtigt ... Beethovens Chor hätte ohne Verluste wegfallen können ...] Die Schlußnummer bildete eine Riesensymphonie (D-moll) von Bruckner, welcher die Leitung seines Werkes persönlich führte. Es ist das ein ganz ungeheuerliches Werk, dessen Wagnisse und Seltsamkeiten sich nicht mit wenigen Worten charakterisiren lassen. Es sei uns also gestattet, auf dasselbe zurückzukommen. Es arbeitet in dieser verblüffenden Musik ein ungezügelter und ungeschulter Naturalismus, dem keine Rohheit zu groß, kein logischer Sprung zu weit ist und der das Unerhörteste mit einer wahrhaft kindlichen Gutgläubigkeit begeht. Herr Bruckner mordet Vater und Mutter mit der Ueberzeugung, das müsse so sein. [... Generalpausen ... Fieber ... dennoch interessant ... Publikumsflucht ...] so daß das Finale, welches an Absonderlichkeit alle seine Vorgänger überbietet, nur mehr vor einer kleinen Schaar zum Aeußersten entschlossener Waghälse abgespielt wurde. Es sei fern von uns, diese traurige Unsitte des Wiener Publicums in Schutz nehmen zu wollen.« (*).\nAuch die »Morgenpost« Nr. 346 bringt auf S. 3 eine Kritik:  \r\n     » * Das zweite Abonnements=Concert der Musikfreunde ließ an Geschmacklosigkeit des Programmes nichts zu wünschen übrig. [...] kommen wir auf die Novität des Programmes, eine Symphonie in d-moll von Anton Bruckner. Mit Wahrheit - was wir an Symphonien noch gehört haben, einer solchen Mißgeburt sind wir bis heute noch nicht begegnet. Was an Geschmack- und Gedankenlosigkeit, an gehirnerschütternder Instrumentation zu leisten möglich ist, das leistet Bruckner in seiner neuen Symphonie. Von einer Form ist nicht die Rede, von einem redlichen, herzlichen Gedanken oder bloßem Anspielen an einen solchen nicht die Rede, was bleibt da Anderes zu bieten übrig, als was Herr Bruckner geboten. Das Werk verdient wirklich nicht, daß man darüber nachdenkt, denn es bietet keinen Stoff dazu. Mag man immerhin von hoher sittlicher und ethischer Bedeutung phrasiren, zur Musik braucht man Talent und nur Talent; Bruckner und Brahms werden sterben und  ihre ethischen Einflüsse gleich Null sein. Eine geniale Schöpfung wirkt nur durch echten, musikalischen Gehalt, was aber Herr Bruckner geboten, kann auf tiefere Wirkung nicht rechnen, denn es ist keine Schöpfung, sondern das musikalische Chaos! Für den Applaus sorgten einige Schüler und blinde Anhänger des Compositeurs. Die Wenigen, welche noch im Parterre waren, staunten, schüttelten den Kopf und - gähnten. Recht so! [Signatur:] \"M. A-r.\" [= M. Adler]) (**).", "Letzte Änderung": "17.12.2025 16:11"}, {"ID": 187712185, "Datum": "18.12.1877, Dienstag", "Haupttext": "Kritiken zur 3. Symphonie:\nSigniert »h.« (Hanslick) in der »Neuen Freien Presse« Nr. 4782 auf S. 6f:\r\n          »Concerte.\r\n      h. Das zweite Abonnements=Concert der Gesellschaft der Musikfreunde war von keiner glücklichen Hand zusammengestellt. [...] Den Beschluß machte eine neue Symphonie (Nr. 2 [sic!], D-moll) von Anton Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium. Wir möchten dem als Mensch und Künstler von uns aufrichtig geachteten Componisten, der es mit der Kunst ehrlich meint, so seltsam er auch mit ihr umgeht, nicht gerne wehthun. Darum setzen wir an die Stelle einer Kritik lieber das bescheidene Geständniß, daß wir seine gigantische Symphonie nicht verstanden haben. Weder seine poetischen Intentionen wurden uns klar - vielleicht eine Vision, wie Beethoven's \"Neunte\" mit Wagner's \"Walküren\" Freundschaft schließt und endlich unter die Hufe ihrer Pferde geräth - noch den rein musikalischen Zusammenhang vermochten wir zu fassen. Der persönlich dirigirende Componist wurde mit Beifall begrüßt und am Schlusse von einer bis zu Ende ausdauernden Fraction des Publicums für die Flucht der Uebrigen durch lebhaften Applaus getröstet. [... über andere Konzerte (u. a. Rudolf Weinwurms). Keine Schlußsignatur]« (*).\nEduard Schelle in der »Presse« Nr. 347 auf S. 8, signiert »E. S.«:\r\n      »(Gesellschafts=Concert.) Das zweite Gesellschafts=Concert der Musikfreunde am Sonntag Mittags war, wie wir vernehmen, das letzte, in welchem wir Hellmesberger am Dirigentenpulte sahen. [... zur Programmfolge ... Lob für Schuch-Proska ... »kleine bleiche Stimme« ... »Silberklang ihres Staccato« ... Grün, der »geschmackvoll und sogar rein vortrug« ...] Die \"Symphonie\" von Bruckner lieferte abermals einen Beweis von der schöpferischen Kraft des Componisten. Sie enthält einen Fonds von Gedanken, aber leider tritt ihrer Wirkung die unendlich zerfahrene und in die Breite gezerrte Form des Satzbaues hinderlich entgegen. Herr Bruckner erhielt indeß von mehreren Seiten ermunternde Zeichen anerkennender Theilnahme. E. S.« (**).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 08:49"}, {"ID": 187712195, "Datum": "19.12.1877, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der 3. Symphonie durch Franz Gehring in der »Deutschen Zeitung« Nr. 2143 auf S. 1f:\r\n»      Feuilleton.\n             Musik.\r\n     Am Sonntag, Nachmittags gegen 2 Uhr, hat das verheißungsvolle Interregnum, welches Josef Hellmesberger als Leiter der Gesellschafts=Concerte führte, sein Ende erreicht. [... über die ersten Programmnummern ...]\r\n     So war also das sonntägliche Concert ein höchst genußreiches, bis Hellmesberger den Dirigentenstab niederlegte. Es folgte dann eine neue Symphonie von Anton Bruckner unter des Componisten Leitung. Viele Ziuhörer schienen nichts Gutes zu ahnen, und da die Zeit auch schon ziemlich vorgerückt war, suchten sie das Weite. Die Folge erwies, wie klug sie daran gethan hatten. In der That bekamen wir ein höchst absonderliches Werk zu hören, welches eher eine bunte, planlose Aneinanderreihung von Fetzen musikalischer Ideen genannt werden könnte, statt mit dem schon an und für sich wohlklingenen Namen \"Symphonie\" bezeichnet zu werden. Der Componist, welcher bekanntlich im Jahre 1873 ein \"Concert zum Schlusse der Weltausstellung\" gab, ist unstreitig ein Original; er muß aber wenige oder gar keine Freunde haben, sonst hätten ihn diese wohl verhindert, sich der komischen Scene auszusetzen, daß der große Musikvereins=Saal sich allmälig immer mehr leerte, je weiter die Ausführung der Symphonie vorschritt. Schließlich klatschten sogar einige Spaßvögel sehr lebhaft Beifall, indem sie \"Bis\" und \"Da capo\" riefen. Es wurden bei dem Herausgehen aus dem Saale Stimmen laut: Herbeck trage die Schuld an dem für Wiens Musikzustände höchst bedauerlichen Ereignisse, daß ein solches Werk zur Aufführung gelangte, Herbeck habe die Symphonie zugelassen. Damit hat es wohl seine Richtigkeit, aber man bedenke, daß Herr Bruckner Professor am Conservatorium ist, daß ferner Richard Wagner die Widmung der Symphonie angenommen hat: durfte unter solchen Umständen Herbeck interveniren oder hätte er mit seiner Intervention etwas ausgerichtet? Die Beantwortung dieser Fragen liegt auf der Hand. Lassen wir die Todten in Frieden ruhen!\r\n     Am Abend dieses für die Wiener Musikzustände denkwürdigen Sonntags [... über andere Konzerte ...]\r\n                             Franz Gehring.« (*).\nEine in der Neuen Freien Presse Nr. 4783 auf S. 5 veröffentlichte Zuschrift beklagt das rücksichtslose Verhalten des Publikums, speziell beim Konzert am 16.12.1877:\n     \"(Im Concertsaale.) Wir erhalten folgende Zuschrift: \"Es ist leider ein besonders in der letzten Zeit hervortretender Uebelstand, daß ein großer Theil des Publicums, welches die Mittagsconcerte (philharmonische wie Gesellschafts=Concerte) im großen Musikvereinssaale besucht, lange vor dem Schlusse und sowol nach wie auch während der einzelnen Sätze des letzten Musikstückes massenweise den Concertsaal verläßt und dadurch für die ganze musikalische Aufführung wie für die übrigen Zuhörer eine unverantwortliche Störung hervorruft. [... so erreichte] die Nervosität einer großen Mehrheit des Publicums ihren Höhepunkt in den drei letzten großen Concerten (zweites philharmonisches Concert mit Herbeck's Symphonie, die \"Jahreszeiten\", und gestern bei der Symphonie von A. Bruckner). Man man für die Composition oder für den Componisten wie immer gestimmt sein, und mag auch der Zeitpunkt des Concertschlusses etwas weiter vorgerückt sein, so war es doch Unrecht, die Pietät für einen unvergeßlichen und kürzlich erst so allgemein betrauerten Todten, wie später die Achtung für den dirigirenden Componisten vollständig beiseite zu legen und massenweise - als ob es Allen plötzlich unwohl geworden wäre - vor und während der letzten Nummer davonzulaufen; am Schlusse sah beidemale der Dirigent fast mehr Musiker als Zuhörer im Saale. [... Vorschläge zur Abhilfe: die öffentliche Meinung stärken, Saaltüren schließen ... der Musikvereinssaal solle dazu erhoben werden], was er immer war und sein soll, zu einem Tempel der Kunst! Mehrere eifrige Concertbesucher.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:19"}, {"ID": 187712205, "Datum": "20.12.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Kritiken zur 3. Symphonie:\r\nDr. J. Königstein im »Illustrierten Wiener Extrablatt« Nr. 350, S. 2f [vermutlich im Abendblatt]:\r\n»Konzerte.\r\n(Das zweite Gesellschaftskonzert. - Konzert des Cellisten Bürger. - Frl. Marie von Latzel.)\nk. st. - Der Organist mit dem Napoleonskopfe, Herr Anton Bruckner, hat Sonntag Mittags innerhalb dreiviertel Stunden das zahlreich versammelte Publikum des zweiten Gesellschaftskonzertes mit seiner neuen Symphonie in D-moll total in die Flucht geschlagen. [... über das Werk und seinen Schöpfer, der ...] berufen ist, gerade auf symphonischem Gebiete Bedeutendes zu schaffen, wenn er sich zur Selbstbeschränkung bequemt. Für ihn ist das Wort geschrieben: \"In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister.\" In diesem Sinne aber war die D-moll-Symphonie kein Meisterwerk. [... über die anderen Programmnummern und Hellmesberger und über zwei andere Konzerte ...]« (*).\nKritik Theodor Helms im »Pester Lloyd«, Beilage zu Nr. 352:\r\n»Feuilleton.\r\nWiener Musikbriefe\r\nVon Dr. Theodor Helm.\r\n    [...] nunmehr ist diesem wohl mehr formell, als thematisch bedeutenden Werke [der d-Moll-Symphonie Herbecks] im zweiten Gesellschafts=Konzerte eine Symphonie aus gleicher Tonart gefolgt, an Klarheit und Abrundung ein Kind gegen die Herbeck'sche, an musikalischer Erfindung, an zündender Kraft und Originalität einzelner Details aber jene beiweitem überragend. Unser Hof=Organist Herr Anton Bruckner ist der Verfasser des höchst merkwürdigen Werkes [... ] In Anbetracht dieses sehr zweifelhaften Erfolges wurde auch die dem Komponisten von einigen Konservatoriums=Eleven zugedachte Ovation - ein riesiger Lorbeerkranz - durch Herrn General=Sekretär L. A. Zellner's Dazwischentreten im letzten Momente glücklich zurückgehalten; der vorzeitige Enthusiasmus der jugendlichen Heißsporne hätte sicher nur die mißlautendsten konservativen Proteste hervorgerufen. [... über Bruckners Talent, über die Schwächen des Werkes, über die Gemeinde glühender Verehrer, zu denen auch Franz Doppler und Julius Epstein gehörten ... über die weiteren Programmnummern und andere Konzerte des Berichtszeitraums]« (**).", "Letzte Änderung": "08.08.2026 17:31"}, {"ID": 187712225, "Datum": "22.12.1877, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der 3. Symphonie durch Speidel im Fremdenblatt Nr. 350 auf S. 5f:\r\n»     (Konzert.)  Im zweiten Abonnements=Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde wurde eine Symphonie (Nr. 3, D-moll) von Anton Bruckner aufgeführt [... über das Werk ...] In dieser unfruchtbaren Zeit war es eine Pflicht, diese Symphonie aufzuführen. Sie hat gefallen und mißfallen, und das sind gewiß nicht die verwerflichsten Werke, die dem Streit der Meinungen unterliegen. Ueber das ganz Mißlungene streitet man eben so wenig, wie über das Vollendete. [...über die anderen Programmnummern, über Hellmesberger ...] Er hat die Brücke in die Zukunft geschlagen. Was Alles in nicht ferner Zeit noch über sie gehen wird - wer könnte oder wollte es sagen!      sp.« (*).\nAufführung von Goldschmidts »Die sieben Todsünden« in der Hofoper unter Hans Richter (**)).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "21.01.2026 14:20"}, {"ID": 187712235, "Datum": "23.12.1877, Sonntag", "Haupttext": "Kritik Eduard Kulkes [nicht: Eduard Kremsers] über die 3. Symphonie, signiert »Ed. K.«, im »Vaterland« auf S. 3, Beiblatt zu Nr. 351:\n      »Theater= und Kunstnachrichten.\nZweites Gesellschaftsconcert. Ein Memento von Dr. A. W. Ambros von Dr. Laurencin. Kalender für die musikalische Welt.\n     Ed. K. Man muß immer und immer wieder auf den Verlust zurückkommen, welchen die Gesellschaft der Musikfreunde durch den Tod Herbeck's erlitten hat, wenn man von den Concerten dieser Gesellschaft reden will. [... über Hellmesbergers Leistung und Überbelastung ...] \n\n     Das Programm des zweiten Gesellschaftsconcertes war ein sehr, fast zu sehr reichhaltiges, daher kam es auch, daß ein Theil des Publicums sich bereits vor der letzten Nummer zu entfernen begann. Diese Entfernung setzte sich in den Pausen zwischen den einzelnen Sätzen der letzten Nummer mit einer erschreckenden Regelmäßigkeit fort, und nur der Ausdauer einer kleineren Schaar von Unermüdlichen ist es zu danken, daß das Finale der neuen Symphonie nicht vor leeren Bänken heruntergespielt wurde. Ja, es war eine neue Symphonie, welchem ein Theil des Publicums so wenig Beachtung schenkte, und zwar eine wirklich neue, nicht nur der Anzeige gemäß, sondern auch der Sache nach. Die Symphonie ist von Anton Bruckner, und ihre Aufführung im jüngsten Gesellschaftsconcerte gehört noch mit zu der geistigen Hinterlassenschaft Herbeck's, welcher dieses Werk sofort auf's Programm setzte, als er erfuhr, daß es von den Philharmonikern abgelehnt worden sei. Wenn Herbeck für alle Welt gestorben ist, so ist er für Anton Bruckner doppelt gestorben, denn Herbeck wußte dieses eigenthümliche Talent zu schätzen, wie Wenige. Im Publicum scheint das Werk sehr entgegengesetzte Meinungen hervorgerufen zu haben, wie alles wirklich Neue. Zwar will ich nicht behaupten, daß Alle diejenigen, welche sich zwischen den einzelnen Sätzen auf und davon machten, dies aus Mißachtung gegen das Werk gethan; es war aber bereits eine ziemlich vorgerückte Stunde und wir sind in Wien in neuerer Zeit an kürzere Concertdauer gewöhnt worden. Immerhin aber zeigt [sic!] solche Eile gerade auch nicht von einer besonderen Neugierde, die Bekanntschaft eines neuen Werkes zu machen. Am Schluße nach dem vierten Satz gab sich von Seite der in dem Saal zurückgebliebenen ein rauschender und lebhafter Beifall kund, und es will einem so spontanen Ausdrucke der Anerkennung gegenüber wenig besagen, wenn sich in einzelnen Stimmen hie, und da auch eine feindselige Opposition Luft zu machen sucht. So viel über den äußeren Verlauf. Soll ich selbst auch meine Meinung hieher setzen, so sage ich von Bruckner's neuem Werke: groß und genial in einzelnen Zügen, aber nicht einheitlich und durchsichtig genug in seinem inneren Zusammenhange. Bruckner hat Momente, Phantasieblitze, wie sie nur bei den großen Genie's vorzukommen pflegen; diese Momente sind aber zu rasch vorübereilend, diese Blitze weichen wieder zu rasch einer Verfinsterung, und der Strom der Empfindung, der dem Ganzen den inneren Gehalt verleiht, fließt nicht breit und voll, nicht andauernd genug, um uns mit fortzureißen. Seine Erfindung ist genial, seine Concentrationskraft hält dieser genialen Erfindung nicht die Stange; seine Empfindung ist tief, allein es fehlt ihr der lange Athem, und so macht das Ganze, trotz aller wunderbaren Details nicht den Eindruck eines geschlossenen und in sich abgerundeten künstlerischen Organismus.\n    Anton Bruckner ist mein persönlicher Freund, und ich lobe ihn, ich gestehe es aufrichtig, sehr gern; ich darf zwar die mir hervortretenden Mängel seiner Composition nicht mit Stillschweigen übergehen; ich habe aber nichts hieher gesetzt, was ich ihm auch persönlich zu sagen nicht den Muth hätte. Im Ganzen ist sein Werk eines der interessantesten auf dem Gebiete der neueren symphonischen Literatur. Einige Anklänge an die neunte Symphonie Beethoven's im ersten Satze abgerechnet, ist die Structur eine derartige, daß dem Hörer sicher eine gewisse Verwandtschaft mit Wagner und Liszt auffallen wird. Dadurch gerade aber unterscheidet sich Bruckner so vortheilhaft von vielen anderen Componisten unserer Tage, welche die Wege Wagner's und Liszt's wandeln; die meisten dieser sind rohe Nachahmer; Bruckner ist dies nicht. Bruckner hat den Styl Wagner's und Liszt's ebenso in sich aufgenommen, wie den Beethoven's, er hat von Allen gelernt, ist aber ein selbstständiger Mann; sein Styl ist mit dem Style der Meister, deren Jünger er sich nennen darf, zweifelsohne verwandt, wie dies ja gar nicht ander möglich ist, aber die Verwandtschaft ist etwas anders als eine bloße Copiatur; diese Verwandtschaft schließt die Selbstständigkeit nicht aus, und sollte es ihm gelingen, seine Kraft mehr zu concentriren, so daß wir in Zukunft bei Betrachtung seiner Werke nicht nur von den Einzelheiten, sondern von dem festen einheitlichen Baue des Ganzen gefesselt werden, so wird diesem ernsten, nach dem Höchsten strebenden Künstler der wohlverdiente Kranz auch sicher nicht ausbleiben.\n    [... über die anderen Konzertnummern ... über Laurencins Schrift über Ambros ... über den von Fromme herausgegebenen und von Theodor Helm redigierten »Kalender für die musikalische Welt« ...] (*).\n Auf der nächsten Seite wird gemeldet, dass Rudolf Weinwurm vom Posten des Chormeisters des Wiener Männergesangvereins zurückgetreten ist. (*a).\n\n Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"9\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Prof. d. Musik, Wien\". Er fährt am 27.12.1876 ab (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712245, "Datum": "24.12.1877, Montag", "Haupttext": "Besprechung der 3. Symphonie in der »Wiener Sonn- und Montagszeitung« Nr. 105 auf S. 3 (Signatur »Florestan«) [= Hans Woerz (*)]: \n          \n»Concerte.\n\n     Mit dem zweiten ordentlichen Gesellschaftsconcerte (am 16. d. M.) verabschiedete sich Hofcapellmeister Hellmesberger als interimistischer Dirigent dieser Concerte. [... über die erste Konzerthälfte ...] \n\n     Den merkwürdigen Schuß des Concertes machte die erste Aufführung der D-moll-Symphonie von Anton Bruckner unter Leitung des Componisten. [... über das Werk ... Generalpausen wie in der 2. Symphonie ... glänzende Einfälle wie \"kostbare Einrichtungsgegenstände bei einem Trödler\" ... Genie=Formlosigkeit?? ... über das Verhalten des Publikums, das allerdings nicht während eines Musikstückes den Saal verlassen solle], - eine Rücksicht, die übrigens bekanntermaßen nur in den Concertsälen beobachtet zu werden pflegt und in den Theatern durchaus nicht Uebung ist.\nFlorestan.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712275, "Datum": "27.12.1877, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 23.12.1877 angekommen] (*).\n\r\nWenzel Bezdek, Mitglied der Hofmusikkapelle, gestorben (**).", "Letzte Änderung": "17.09.2024 10:02"}, {"ID": 187712285, "Datum": "28.12.1877, Freitag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 1 verzeichnet auf S. 8 in der Rubrik \"Concertumschau\" auch die Aufführung der 3. Symphonie am 16.12.1877: \n\n     \"Wien. 2. Ordentl. Gesellsch.-Conc.: Dmoll-Symph. v. Bruckner (unt. Leit. des Autors), [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187712305, "Datum": "30.12.1877, Sonntag", "Haupttext": "Ergänzende Besprechung des Konzerts vom 16.12.1877 mit der 3. Symphonie in der »Presse« Nr. 358, S. 1, durch Eduard Schelle:\r\n      »Feuilleton.\r\n            Musik.\n     Das Jahr geht seinem Ende entgegen. Es hat mit seinem Abschlusse einen großen, folgenschweren Wechsel in unseren Musikzuständen herbeigeführt. Nach dem letzten Gesellschafts=Concert der Musikfreunde, dem zweiten, Sonntag am 16. December, hat Hellmesberger die artistische Leitung dieser Concerte niedergelegt. [... Kremser als Nachfolger ... Clementine Schuch-Proska wird kritischer beurteilt (als am 18.12.1877) ...]\n     Ueberhaupt hinterließ dieses Concert einen etwas gemischten Eindruck, theils in Folge einer gewissen Ueberfülle an Musik, theils aber auch wegen des Charakters der Neuigkeit, welche zum Schluß kam, nämlich einer \"Symphonie in D-moll\" von Anton Bruckner. Eine ungemeine schöpferische Begabung verleugnet sich wahrlich nicht in diesem Tonwerke; es enthält vielmehr sehr interessante Gedanken. Allein der Mangel an Maß, an klarer Gliederung und logischer Entwicklung in der Form verdirbt wieder das, was an der Conception fesselt. Eine gründliche Ueberarbeitung dürfte wol dieser bemerkenswerthen Composition eine ganz andere Wirkungsfähigkeit verleihen, als derselben in ihrer jetzigen Gestalt innewohnt. [... über andere Konzerte und das Gastspiel des Tenors Schott an der Oper ...] wir freuen uns, ihn kennen gelernt zu haben.       E. Schelle.« (*).\n \n(Uraufführung der 2. Sinfonie von Brahms unter Hans Richter (**). Außerdem stehen Werke von Mendelssohn, Mozart und Bach/Abert auf dem Programm dieses 4. Philharmonischen Konzertes (***)).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 11:19"}, {"ID": 187712325, "Datum": "ca. 1877/78", "Haupttext": "Bruckner trifft sich zwei- bis dreimal wöchentlich mit einer Tischgesellschaft im »Wilden Mann« in Währing, an der Josef Wedl [siehe die Anmerkung], von Hanauer, J. Seitz (Holzhändler), Stefan von Götz, Fickert sen. und der Gesanglehrer Bertini teilnehmen (*).\n(1877/78) Arbeit am Finale der 5. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 12:30"}, {"ID": 187800005, "Datum": "1878", "Haupttext": "[??] Bei Rättig erscheint [evtl. erst März 1880? vgl. 20.8.1880] der Erstdruck der 3. Symphonie (Partitur, Stimmen, 4hdg. Auszug von Mahler und [4. Satz] Krzyzanowski) (*). Den Klavierauszug redigiert J. Epstein (**). Die ursprüngliche, überklebte Verlagsangabe lautet »A. Bösendorfer's Musikalienhandlung (Bußjäger &amp; Rättig)« (***). Den Druck besorgt Brandstetter [?(s.u.)] in Leipzig (°).\nOelzelt soll 1878 einen Bericht über ein Orgelkonzert Bruckners in Rotterdam 1871 nach dem London-Aufenthalt gelesen haben (°°).\nBruckner besucht Franz Kirchberger in Perg (°°°).\nDie 10. Auflage von Julius Schuberths Musikalischem Conversations-Lexikon, das [erstmals] Artikel über Bruckner enthält, erscheint in Leipzig (#).\nFromme's Musikalische Welt, Jg. 1878, verzeichnet auf S. 104 Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (Harmonielehre, Kontrapunkt, Orgel) und gibt auf S. 126 seine Adresse bekannt: »Bruckner, Ant., Org. L. (Org.), Prof. am Conservat., I, Opernring 3 (Heinrichshof).« (##).\nDer Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 6. Jahrgang, führt im Verzeichnis der Mitglieder auch Bruckner an (###).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 13:00"}, {"ID": 187800006, "Datum": "1878 oder später [ab März 1880?]", "Haupttext": "Bruckner ist wegen einer geänderten Formulierung im Widmungstext der 3. Symphonie beunruhigt (*).\r\n   Er schickt den Erstdruck der Partitur nach Bayreuth. Wagner soll sich in einem persönlichen Brief dafür bedankt haben, wie Bruckner später Kapellmeister Eder berichtete. Diesen Brief [oder eine Abschrift?] soll Bruckner auf Wunsch von F. Groß nach Bayreuth zurückgeschickt haben [z.B. am 13.9.1884] (**).", "Letzte Änderung": "02.10.2023 09:26"}, {"ID": 187801005, "Datum": "Januar 1878", "Haupttext": "Kleine Korrekturen in Scherzo und Trio der 3. Symphonie (*).\r\nSpäter wurde eine Partitur-Abschrift als Stichvorlage angefertigt (**).\nKalendernotizen: [von fremder Hand:] »G. Adensamer« [Bruckner:] »VII, Schottenfeldgasse 29.« und »H Ritter Hofmühlgasse N 2. 6. Bez. (Mariahilf) [/] 6 - 8 Mittw [/] 1/2 3 UhrSamst. [/] Freit. Vormitt.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801015, "Datum": "1.1.1878, Dienstag", "Haupttext": "Arbeit am Adagio der 5. Symphonie; diesbezüglicher Vermerk Bruckners im Krakauer Schreibkalender: »1. Jänner 1878. Sinfonie N 5 im 4. u 5. Bogen Zeichen. Br« (*).\nIn einer Konzertübersicht der »Neuen Zeitschrift für Musik« Nr. 1 wird auf S. 9 das Programm vom 16.12.1877 nur mitgeteilt, die 3. Symphonie aber nicht eigens besprochen:\r\n     \"Am 16. Dec. Gesellschaftsconcert unter Helmesberger [sic] [...] und Symphonie von Anton Bruckner.\" (**).\nIn der Kritik des Illustrierten Wiener Extrablatts Nr. 1, S. 4f (signiert »k. st.« [= Königstein]), zur neuen Brahms-Symphonie [30.12.1877] wird auch die Aufführung der 3. Symphonie [am 16.12.1877] erwähnt:\r\n»            Eine neue Symphonie.\n      k. st. - Es war ein böses Jahr für Symphonien, das nun glücklich zu Grabe getragene Jahr 1877. So viele ihrer aus dem Repertoire unserer großen Konzertinstitute hervorsproßten, so viele waren mißrathen. Zu den durchgefallenen zwei Symphonien von Herbeck und Bruckner gesellte sich Sonntags im vierten philharmonischen Konzerte eine neue - die zweite - Symphonie von Brahms. [...] Nach dieser jüngsten Probe Brahms'scher Symphonik möchten wir alle diesbezüglich an den Komponisten geknüpften Hoffnungen am liebsten mit den berühmten Worten anthun: \"Lasciate ogni speranza!\"\r\n   Doch vielleicht sind die Symphonien nur in diesem Jahre nicht gerathen und das neue bescheert uns vielleicht Besseres. Hoffen wir!« (***).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 16:27"}, {"ID": 187801035, "Datum": "3.1.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben Hellmesbergers an das Obersthofmeisteramt:\r\n   Am 27.12.1877 ist Wenzel Bezdek gestorben. Bruckner müßte nun als wirkliches Mitglied der Hofmusikkapelle nachrücken. Seine bisher mit 300 fl honorierte Funktion als Archivar und Gesangslehrer der Hofsängerknaben sei nunmehr entbehrlich, da er zudem am Konservatorium jährlich über 1200 fl Gehalt beziehe. Als Violinlehrer wird Josef Maxintsack vorgeschlagen.", "Letzte Änderung": "17.09.2024 10:03"}, {"ID": 187801045, "Datum": "4.1.1878, Freitag", "Haupttext": "Vollendung der 5. Symphonie. Datierung und Vermerk »fertig« am Ende des Adagios (*). Eingangsstempel auf dem gestrigen Schreiben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801075, "Datum": "(7.1.1878, Montag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801085, "Datum": "8.1.1878, Dienstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 8 meldet auf S. 5, daß »der Komponist und Organist Bruckner (für den verstorbenen Bezdek)« als neues [wirkliches] Mitglied der Hofkapelle aufgenommen wurde (*).\n \n(Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Ignaz Traumihler:\r\n     Bedankt sich für die noch rechtzeitige Zusendung des soeben fertiggestellten \"Omnes de Saba venient\"; er habe bereits mit dem Abschreiben der Vertonung durch Handl begonnen. Traumihlers Komposition sei sofort abgeschrieben, in einem Tag einstudiert und am 6.1.1878 in der Votivkapelle aufgeführt worden. Grüße von seinen Familienangehörigen (**)).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:48"}, {"ID": 187801105, "Datum": "10.1.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Ignaz Traumihler an die Steyrer Zeitung (dort am 17.1.1878 veröffentlicht): Über die kürzlich in einem Artikel ausgedrückte und seiner Meinung nach nicht berechtigte Kritik an Matthäus Mauracher. Vergleicht die Orgel in St. Florian mit den Orgeln in Ulm und Weingarten, erwähnt das günstige Urteil Linzer Fachkenner, der bei der Kollaudierung anwesenden Prominenz und »der Herren Domcapellmeister aus Köln und Münster, Kornen [recte: Koenen] und Schmidt, dann die vollwiegenden Atteste der musikalischen Celebritäten aus Wien, des Herrn Vice-Hofcapellmeisters Preyer, des sel. Directors Herbek [sic!], der Herren Professoren am Conservatorium Krenn und Bruckner und so vieler Anderer, deren Zahl Legion ist.« Da man mit Mauracher sehr zufrieden sei, überlasse man ihm sogar Räume im Schloß Hohenbrunn für seinen Betrieb. »St. Florian, den 10.Jänner 1878. [/] Ignaz Traumihler, [/] Regenschori.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801135, "Datum": "13.1.1878, Sonntag", "Haupttext": "Schlußdatierung des Männerchores (mit Solostimmen und Hörnern) »Abendzauber« [WAB 57], nach einem Text von Heinrich von der Mattig (= Dr. Heinrich Wallmann), Karl Almeroth in Steyr gewidmet (*):\r\n   [eigenhändiger Titel:] »Abendzauber v. Heinrich von der Mattig. [/] Männerchor mit Solo und drei Jodlerstimmen [/] nebst vier Hörnern in F. [/] von [/] Anton Brucknermp. [/] 1878.«, [am Schluß, auf »A 8«:] »Wien den 13. Jän[n]er 1878. [/] Anton Brucknermp.« (*a).\n5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Goldmark, Gluck, Lalo und Beethoven (1. Sinfonie) (**).", "Letzte Änderung": "06.03.2023 11:52"}, {"ID": 187801155, "Datum": "(15.1.1878, Dienstag)", "Haupttext": "Soiree der Philharmoniker mit Werken Meyerbeers.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801175, "Datum": "17.1.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel von Ignaz Traumihler in der Steyrer Zeitung Nr. 5, S. 2f [zum Orgelumbau, vgl. 18.10.1875]: Erwähnt die Atteste von Bruckner, Preyer, Herbeck und Krenn und das Lob von Friedrich Koenen und Friedrich Schmidt [Text wie am 10.1.1878, auch 22.1.1878]: \n\n     »Erwiderung aus dem Stifte St. Florian.\n     Am vorigen Samstag erhielten wir auf unsere neuliche \"Linz\"-Correspondenz eine lange Erwiderung, die also beginnt: \n\n     [... über die kürzlich in einem Artikel ausgedrückte und seiner Meinung nach nicht berechtigte Kritik an Matthäus Mauracher. Vergleicht die Orgel in St. Florian mit den Orgeln in Ulm und Weingarten, erwähnt das günstige Urteil Linzer Fachkenner, der bei der Kollaudierung anwesenden Prominenz und] der Herren Domcapellmeister aus Köln und Münster, Kornen [recte: Koenen] und Schmidt, dann die vollwiegenden Atteste der musikalischen Celebritäten aus Wien, des Herrn Vice-Hofcapellmeisters Preyer, des sel. Directors Herbek [sic!], der Herren Professoren am Conservatorium Krenn und Bruckner und so vieler Anderer, deren Zahl Legion ist.\" \n\n     [Da man mit Mauracher sehr zufrieden sei, überlasse man ihm sogar Räume im Schloß Hohenbrunn für seinen Betrieb.]\n     St. Florian, den 10.Jänner 1878.\n          Ignaz Traumihler, \n\n               Regenschori.\"«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801185, "Datum": "18.1.1878, Freitag", "Haupttext": "Datierung am Anfang des 1. Satzes der 4. Symphonie [2. Fassung] (*).\nKalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen und »H Stern 1« [Numerierung der Unterrichtsstunden] (**).", "Letzte Änderung": "31.03.2025 22:06"}, {"ID": 187801195, "Datum": "19.1.1878, Samstag", "Haupttext": "Akt des Obersthofmeisteramtes (*) und Schreiben an die Hofmusikkapelle (**):\r\n   Nimmt Bezug auf das Schreiben vom 3.1.1878; für den verstorbenen Wenzel Bezdek rückt Bruckner als wirkliches Mitglied nach. Ab 1.2.1878 Zahlung des Jahresgehalts (600 fl) zuzüglich viermal 100 fl Oktennalzulage (***) und - ab 1.4.1878 - 200 fl jährliches Quartiergeld. Der bisherige Dienst als Archivar und Singlehrer ist einzustellen. Maxintsak wird Violinlehrer. Unterschriften Hohenlohes und Westermayers, Aktenvermerke.", "Letzte Änderung": "17.09.2024 10:04"}, {"ID": 187801205, "Datum": "(20.1.1878, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Werken von Bach, Urspruch, Stradella, A. Rubinstein und Haydn.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:37"}, {"ID": 187801225, "Datum": "22.1.1878, Dienstag", "Haupttext": "In einem Artikel des Linzer Volksblatts Nr. 18 über den Orgelbauer Mauracher und die Orgel in St. Florian auf S. 2f wird auch Bruckner genannt. \n\n      »St. Florian. (Von der großen Orgel.)   \n     [In der »Neuen Steyrer-Zeitung« war ein Artikel mit negativem Urteil über Matthäus Mauracher erschienen, auf den am 10.1.1878 Ignaz Traumihler in einer Zuschrift an die Zeitung reagiert hatte ... Vergleich mit den Orgeln in Ulm und Weingarten, über das günstige Urteil Linzer Fachkenner und der bei der Kollaudierung anwesenden Prominenz ...], der Herren Domcapellmeister aus Köln und Münster, Kornen [recte: Koenen] und Schmidt, dann die vollwiegenden Atteste der musikalischen Celebritäten aus Wien, des Herrn Vice=Hofcapellmeisters Preyer, des sel. Directors Herbek [sic!], der Herren Professoren am Conservatorium Krenn und Bruckner und so vieler Anderer, deren Zahl Legion ist. \n\n     [... da man mit Mauracher sehr zufrieden sei, überlasse man ihm Räume im Schloß Hohenbrunn ...] \n\n     St. Florian, den 10.Jänner 1878.\n          Ignaz Traumihler, \n\n               Regenschori.\"«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801245, "Datum": "24.1.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Hofmusikkapelle an Bruckner (*): \n   Laut Schreiben des Obersthofmeisteramts vom 19.1.1878 erfolgt Ernennung zum wirklichen Mitglied. Gehaltszahlung (600 fl) ab 1.2.1878, Quartiergeld (200 fl) ab 1.4.1878. Viermalige Oktennalzulage von je 100 fl. Die Dienstleistung als 2. Archivar und substituierender Singlehrer der Hofsängerknaben ist beendet (**). Unterschrift Hellmesbergers. Wiener Erstaufführung von Wagners »Rheingold« unter Hans Richter (***).\nBeim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt u.a. Buckners Schüler Franz Weber eine Orgelfuge von Rink (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801255, "Datum": "25.1.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen und »2« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern] (*). Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 5 verzeichnet auf S. 63 [= S. 7] (»Aufgeführte Novitäten.«) auch Bruckners 3. Symphonie: \n     \n»Bruckner, D moll-Symphonie. (Wien, 2. Ordentl. Gesellschaftsconcert.)« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187801275, "Datum": "(27.1.1878, Sonntag)", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Haydn, Henselt und Mendelssohn (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 06:46"}, {"ID": 187801305, "Datum": "30.1.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Coda zum Scherzo der 3. Symphonie komponiert. Daraufhin werden die handschriftlichen Stimmen durch Einklebungen ergänzt; da sie den Vermerk tragen »wird nicht gestochen«, fehlt die Coda im Erstdruck.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187802005, "Datum": "Februar 1878", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »95 fl nach Linz mitgenommen [/] 48 nach Hause) bei 10 fl Fahrt [/] [= Differenz] 47 fl« und »2 [fl] 40 [+] 1 [fl] 30 Fahrt [=] 3 fl 70«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187802015, "Datum": "1.2.1878, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird wirkliches Mitglied der Hofmusikkapelle (*). Die Neue Zeitschrift für Musik 74 (1878) erwähnt auf S. 61 bei den Aufführungsmeldungen auch Bruckners 3. Symphonie: \n»Bruckner, Dmollsymphonie. Wien, Philharmon. Concert.« [sic! recte: Gesellschaftskonzert, am 16.12.1877] (**).\nKalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen und »3« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187802085, "Datum": "8.2.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen und »4« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern] (*).\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 7 geht auf S. 74 [= S. 10] auf die Aufführung der 3. Symphonie [am 16.12.1877] ein:\r\n           »Wiener Musikzustände.\r\n                (Fortsetzung.)\r\n     [...]\r\n     Das Programm des zweiten Gesellschaftsconcertes war ein sehr, fast zu sehr reichhaltiges [... über die ersten Programmnummern ...] - Die Hauptnr. dieses Concertes aber war eine neue Symphonie von Anton Bruckner, und ihre Aufführung im zweiten Gesellschaftsconcerte gehört noch mit zu der geistigen Hinterlassenschaft Herbecks, welcher dieses Werk sofort auf's Programm setzte, als er erfuhr, daß es von den Philharmonikern abgelehnt worden sei. [... überwiegend positive Kritik mit einigen Vorbehalten: ... groß und genial ... aber nicht einheitlich ... »die Empfindung tief, aber ihr Athem zu kurz« ... trotz wunderbarer Details kein abgerundeter künstlerischer Organismus ... ist Bruckner »ein ganzer, ein vollständiger Mann« ...] und sollte es ihm gelingen, seine Kraft zu koncentrieren [...], so wird diesem ernsten, nach dem Höchsten strebenden Künstler der wohlverdiente Kranz auch sicher nicht ausbleiben.\r\n     [... über das 1. Philharmonische Konzert (am 11.11.1877) ...]\r\n     (Fortsetzung folgt.)« (**).\r\nDer Schlussteil der Artikelserie am 22.2.1878 ist signiert mit \"Eduard Kulke.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187802095, "Datum": "9.2.1878, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirken bei der morgigen Kirchenmusik wird von einigen Zeitungen angekündigt:\n \nDie Presse Nr. 39 auf S. 10:\n      \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 10. Februar um 11 Uhr eine Messe von W. A. Mozart, Graduale (Baritonsolo) von Händel und Offertorium (Altsolo) von Randhartinger zur Aufführung gebracht und werden die Soli der Messe von Herrn Julius v. Nagy und Fräulein Wilhelmine Obrist vorgetragen. Hoforganist Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 39 auf S. 12 (**)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4833 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:49"}, {"ID": 187802105, "Datum": "10.2.1878, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche um 11 Uhr. Es erklingen eine Messe von Mozart, ein Graduale (mit Baritonsolo: Julius von Nagy) von Händel und ein Offertorium (mit Altsolo: Wilhelmine Obrist) von Randhartinger..", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187802125, "Datum": "(12.2.1878, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187802135, "Datum": "13.2.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen und »5« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187802175, "Datum": "17.2.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintrag Bruckners:\r\n   »Sonntag 4 Uhr Segen. 1. mal in Wirklichkeit. Erzherzog Franz Karl im Segen« (*).\r\nDatum mit »D« markiert [=Dienst] (*a).\nGespräch zwischen Hellmesberger und Pius Richter über den Orgeldienst Bruckners an der Hofkapelle (**).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 16:49"}, {"ID": 187802205, "Datum": "20.2.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Unterricht Ritter fällt aus. Kalendernotiz Bruckners: »20. u 27. H Ritter abwesend. 6. März do.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187802225, "Datum": "22.2.1878, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der 3. Symphonie [durch Th. Helm (vgl. ”nach dem 16.12.1877”)] im Musikalischen Wochenblatt Nr. 9 auf S. 109f [= S. 6]:\r\n                »Wien.\r\n            (Fortsetzung.)\n     [... über das Programm der ersten Gesellschaftskonzerte ...], dann eine neue Symphonie (D moll) von Anton Bruckner (Letztere dirigirt vom Componisten selbst) - im zweiten Concert.\n     [... Besprechung der ersten Konzerte ...]\n     Anton Bruckner's D moll-Symphonie wurde, wie schon erwähnt, von dem Componisten - unserem Hof-Organisten - selbst dirigirt. [... etwas Lob und mehr Tadel für die Symphonie, ausführliche Besprechung ...] etwas wirklich Lebensfähiges zu produciren, dürfte ihm kaum gelingen. - - \n(Fortsetzung folgt.)« (*)\n[Der am 22.3.1878 angekündigte Schlussteil des Wiener Musikbriefes scheint im Laufe der nächsten Wochen nicht erschienen zu sein, so dass eine Signatur des Autors nicht nachgewiesen werden kann. Jedoch ist die mehrteilige Besprechung von Anton Rubinsteins \"Makkabäer\" in Wien am 15.3.1878 signiert mit \"Dr. Theodor Helm.\"]\n\r\nKalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen und »6« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern] (**).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 12:00"}, {"ID": 187802235, "Datum": "23.2.1878, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »Kränzchen« notiert. Notizen über Tanzpartnerinnen und [für denselben Tag?] Ausgabenliste für Lustfahrt, Kranz und Trinkgeld. Tanzpartnerinnen an einem Faschingsball waren Frl. Smarda [siehe die Anmerkung], Frl. Dux aus Polen, ein Frl. aus Brünn, Frl. Antoine jun. und Frl. Antoine sen (*).\nSoiree der Philharmoniker; Johann Strauß dirigiert das gleiche Werk wie am 11.12.1877 (**).", "Letzte Änderung": "15.12.2024 09:37"}, {"ID": 187802275, "Datum": "27.2.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Unterricht Ritter fällt aus. Kalendernotiz Bruckners: »20. u 27. H Ritter abwesend. 6. März do.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803005, "Datum": "März 1878", "Haupttext": "Undatierte Kalendereinträge Bruckners: Zeitplan für Universität, Konservatorium und Privatstunden (Ritter, Adensamer, Schönbach, Antoine, Stern und Vockner), Pius Richters Adresse und »Anna Klems Fabriksbesitzerstochter Düsseldorf 28 Jahr alt (geizig)«.", "Letzte Änderung": "14.12.2024 22:04"}, {"ID": 187803015, "Datum": "1.3.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »7« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern] (*).\n \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 10 bringt auf S. 124f [= S. 4f] einen Wiener Musikbrief, in dem die Aufführung der 3. Symphonie am 16.12.1877 erwähnt wird:\n               \"Wien.\n          (Fortsetzung.)\n     Das dritte Gesellschaftsconcert dirigirte, wie erwähnt, Hr. Ed. Kremser. [... dessen Debüt ... fehlerhafte Orgel ... \"Die sieben Todsünden\" von Goldschmidt ...]\n     Aber, dass Hr. v. Goldschmidt mit den \"Sieben Todsünden\" etwas wirklich Lebensfähiges geliefert, dafür ist er uns den Beweis ebenso schuldig geblieben, wie etwa der ihm an Talent und Wissen doch weit überlegene Symphoniecomponist Anton Bruckner. Mit einer sclavischen Nachahmung Wagner's, wie sie Hr. v. Goldschmidt in seinem Oratorium oft ganze Seiten lang bethätigt, ist doch eigentlich Niemandem gedient, am wenigsten dem vorbildlichen Meister selbst, dessen genialste Einfälle [...] hiermit gewissermaßen zu Gemeinplätzen degradirt werden. [... über Schwächen der Aufführung ... das Orchester sei im Carnevals-Katzenjammer ...]\n     (Fortsetzung folgt.)\" (**).\nDer letzte Teil dieses Musikbriefes (Besprechung von Rubinsteins \"Makabäer\", am 15.3.1878) ist signiert \"Dr. Theodor Helm.\".\n \nEduard Kulke berichtet in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 10 auf S. 101ff von der Rheingold-Premiere in Wien am 24.1.1878 und erinnert sich eines Gesprächs mit Bruckner anlässlich der ersten Bayreuther Aufführung [am 27.8.1876]:\n     \"     \"Das Rheingold\". [...]\nBei Gelegenheit der Aufführung im Wiener Hofoperntheater besprochen von Eduard Kulke.\n     Durch die am 24. Jan. erfolgte Aufführung des \"Rheingold\" im Wiener Hofoperntheater sind mir die unvergeßlichen Tage von Bayreuth aufs Neue lebhaft im Geiste gegenwärtig geworden. [... Kontakt mit Labitzky auf der Fahrt von Eger nach Bayreuth ... der erste Eindruck der Musik war enttäuschend ...] Ich war von der Anstrengung des ersten Abends ziemlich ermüdet, und ich verhehlte einem Anton Bruckner z. B. oder einem Louis Köhler meine Enttäuschung nicht; ja ich hatte mit jedem der beiden, auf welche die Musik weit günstiger gewirkt hatte, manchen kleinen Straus auszufechten, der jedoch aus den Gränzen einer anregenden Disputation nicht heraustrat.\n     Weshalb ich heute diese Erinnerung auffrische?\n[... über den Unterschied zur Wiener Aufführung ... ausführlich über die Aussage und die Bedeutung des \"Ring des Nibelungen\" ...]\n     (Fortsetzung folgt.)\" (***).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 13:08"}, {"ID": 187803065, "Datum": "6.3.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Unterricht Ritter fällt aus. Kalendernotiz Bruckners: »20. u 27. H Ritter abwesend. 6. März do.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803075, "Datum": "(7.3.1878, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803085, "Datum": "8.3.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintrag Bruckners: »8. März 11 1/4 Uhr Mittags Erzherzog Franz Karl gestorben«. Beim Datum »8« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern].", "Letzte Änderung": "08.10.2024 16:49"}, {"ID": 187803105, "Datum": "10.3.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »D« [Dienst an der Hofkapelle] beim Datum (*).\n(Im 7. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter werden die 1. Serenade von Fuchs (**), Wagners »Siegfried-Idyll« (***) und Werke von Cherubini und Beethoven (Eroica) (°) aufgeführt).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803155, "Datum": "15.3.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »1« [neue Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern (siehe Anmerkung)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803175, "Datum": "(17.3.1878, Sonntag)", "Haupttext": "4. Gesellschaftskonzert mit Werken von Goetz, Schumann, Saint-Saens, Herbeck (*) und Beethoven. Da Kremser erkrankt ist, übernimmt Gericke die Leitung (**).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 20:38"}, {"ID": 187803205, "Datum": "(20.3.1878, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803225, "Datum": "22.3.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »2« [neue Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803245, "Datum": "24.3.1878, Sonntag", "Haupttext": "»Die Presse« Nr. 82 meldet auf S. 8, daß Bruckner Orgel spielen wird:\n     \"(Kirchenmusik.) In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Sonntag den 24. März um 11 Uhr eine Messe und Graduale von Karl Seyler und Offertorium (Sopransolo) von Alexander Stradella zur Aufführung gelangen und wird das Solo Fräulein Camilla v. Nordmann vortragen. Hoforganist Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*). \n\n\n\nÄhnliche Meldung in der Neuen Freien Presse Nr. 4876 auf S. 6: \"[inhaltlich wie (*) ... Camilla Nordmann ...] Die Orgel wird Hof=Organist Bruckner spielen.\" (*a).\n\nBruckner wirkt bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche als Organist mit. Zur Aufführung kommen eine Messe und ein Graduale von Karl Seyler und ein Offertorium (mit Sopransolo: Camilla v. Nordmann) von A. Stradella (**).\n(8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven, Mozart, Bach/Esser und Berlioz (Phantastische Symphonie) (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803255, "Datum": "(25.3.1878, Montag)", "Haupttext": "Konzert des Schubertbundes im Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803295, "Datum": "29.3.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »3« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern] (*).\n(Im Konzert des Orchestervereins der Gesellschaft der Musikfreunde wird u.a. eine Serenade von Rufinatscha aufgeführt (**)).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:14"}, {"ID": 187803305, "Datum": "30.3.1878, Samstag", "Haupttext": "Komposition der Marienantiphon »Tota pulchra es« [WAB 46], auf Anregung von Johann Burgstaller und Franz Josef Rudigier zum 25jährigen Bischofsjubiläum (am 5.6.1878) gewidmet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187803315, "Datum": "31.3.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »D« [Dienst an der Hofkapelle] beim Datum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804005, "Datum": "April 1878", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »Schustermeister Bitza Feldgasse 3 Josefstadt.«, »Frl Markl Laudongasse. 34 [/] a Fr 1. Stock 8 Thür 5 Uhr Abends«, »April Mai ungerade Tage.«, » H Georg Richter Gumpendorferstraße 131. Oder Stadttheater zu treffen.«, »Kathi Kachelmair 9. Bezirk Fluchtgasse No 10.«, »Kalik [sic! recte Kralik?] April schuldig.« Weitere Notizen betreffen Julius Stern und den Dienst an der Hofmusikkapelle (abwechselnd mit Pius Richter).", "Letzte Änderung": "17.11.2024 21:25"}, {"ID": 187804017, "Datum": "zwischen 1.4. und 7.4.1878", "Haupttext": "Liszt spielt die 5. Symphonie durch und äußert sich Hohenlohe gegenüber lobend über Bruckner (*). Hugo Wolf und Mottl versuchen erfolglos, mit Liszt zusammenzutreffen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804025, "Datum": "2.4.1878, Dienstag", "Haupttext": "Liszt besucht das Wiener Konservatorium. Mathilde Kralik gratuliert als Klassensprecherin zum Namenstag [Franz de Paula] und spielt einen Festmarsch (*). \n   Nach einer anderen Darstellung überreichten ihm die Schüler des Konservatoriums unter Hellmesbergers Führung im Schottenhof einen Kranz (**). Im Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielen u.a. Franz Weber den 1. Satz aus Mendelssohns Orgelsonate in c-Moll und Gustav Geiringer und Franz Zottmann Liszts »Les Preludes« in einer Fassung für 2 Klaviere (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804035, "Datum": "3.4.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »1« [Numerierung von Unterrichtsstunden, wieder gestrichen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804055, "Datum": "5.4.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »4« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern] (*).\n \nDie tschechische Zeitschrift Cecilie berichtet auf S. 31 (= S. 7) von der Kirchenmusik am 24.3.1878 und erwähnt dabei Bruckners Mitwirkung als Organist [sinngemäßer Übersetzungsversuch, der Originaltext ist in tschechisch]:\n     \"Abschreckende Form moderner Ankündigung von Kirchenmusik. \"Der Böhme\" schreibt: Es sind nur einige Tage vergangen, seit bei unserer gesamten Leserschaft die Nachricht Empörung hervorrief, welche Art von Kirchenmusikaufführung in der Hofkirche St. Augustin stattfand - und wie allen Katholiken im Reich zum Trotz [zum Hohn?] kündigen die Wiener Blätter an: \"In der k. k. Hofkirche St. Augustin wird am Sonntag den 24. März um 11 Uhr eine Messe und Graduale von Karla Seybra [sic! recte Karl Seyler] und Offertorium Arie von Stradella (Sopransolo!) aufgeführt. Das Solo wird Fräulein Kamilla Nordmann singen, die Orgel spielt Hoforganist Bruckner. Am Montag wird eine Wittassek-Messe aufgeführt, Graduale (Baritonsolo) von Vavr. Weise [Laurenz Weiß] und Offertorium (Sopransolo) von Franz Schubert. Die Soli werden H. Vilim Speyer [Wilhelm Speyer] und Frau Professorin Passy-Cornet singen. Herr Vockner wird auf der Orgel spielen. Mit der Hofkirche wetteiferten in weltlicher Musik die Pfarrkirchen in der Alservorstadt und in Altlerchenfeld. Da sangen die Soli: Frau Leopoldine Uherker, Fräulein Girsa und Emma von Scelezky, Wilhelmine Rafael und Bettina von Ivanova. - Dies ist sicher ein schönes Zeugnis des katholischen Geistes, der zur Zeit in Wien herrscht und gleichzeitig ein Zeugnis unserer unheilvollen kirchlichen Verhältnisse. Wo kein Sinn für kirchliche Kunst herrscht, ist auch kein Sinn für die Kirche selbst. Dem Herrgott würden die Wiener Pfarrer eher einen Gefallen tun, wenn sie statt gottloser Fanfaren dem tschechischen Volk lieber in der tschechischen Sprache predigen würden und mit ihm andächtig wenn auch nur im Stillen beten würden.\n     Volná aplikace není zabranèna.\" (**).", "Letzte Änderung": "16.12.2024 00:35"}, {"ID": 187804075, "Datum": "(7.4.1878, Sonntag)", "Haupttext": "Außerordentliches Philharmonisches Konzert unter Hans Richter zugunsten des Beethoven-Denkmals mit Werken von Beethoven (u.a. 7. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804105, "Datum": "10.4.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »2« [Numerierung von Unterrichtsstunden].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804125, "Datum": "12.4.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »5« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804145, "Datum": "14.4.1878, Palmsonntag", "Haupttext": "Brief von Hans Rott an Heinrich Krzyzanowski:\r\n   [...] Rudolf habe ihm Bruckners neues Jagd-Scherzo zur 4. Symphonie reizend geschildert.", "Letzte Änderung": "16.02.2024 23:01"}, {"ID": 187804165, "Datum": "(16.4.1878, Kardienstag)", "Haupttext": "2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Werken, von C. Ph. Em. Bach, J. S. Bach und Händel (*).\r\n     John Leo Löwi und Hans Rott im Konzert, sind danach bei Gerstenbrand mit Pater Anselmus aus Göttweig zusammen (*a).\nJohann Baptist Schiedermayr nach langer Krankheit in Linz gestorben (**).", "Letzte Änderung": "21.07.2024 07:58"}, {"ID": 187804175, "Datum": "17.4.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »3« [Numerierung von Unterrichtsstunden].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804215, "Datum": "21.4.1878, Ostersonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »D« [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804245, "Datum": "24.4.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »0« [Anullierung von Unterrichtsstunden].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804265, "Datum": "26.4.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »6« [Numerierung der Unterrichtsstunden für Herrn Stern]. [Vermutlich, da die Zählung mit der »6« endet, dazu gehörend] »H Stern beglichen.« (*).\n[Semesterbeginn?] Die Inskriptionsliste »26.4.1878 bis Juli 1878« für Martin Einfalt enthält auch zwei (undatierte) Unterschriften Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2023 16:50"}, {"ID": 187804275, "Datum": "27.4.1878, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel machen\n \n»Die Presse« Nr. 114 auf S. 11:\n      \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt Sonntag den 28. April um 11 Uhr Karl Kempter's D-Messe, Graduale (Baßsolo) von Alexander Stradella und Offertorium (Sopransolo) vom Fürsten von Montenuovo zur Aufführung. Hoforganist Anton Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \ndas Fremdenblatt Nr. 114 auf S. 6 (**)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 4908 auf S. 5 aufmerksam:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:50"}, {"ID": 187804285, "Datum": "28.4.1878, Sonntag (Weißer Sonntag)", "Haupttext": "Bruckners wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Aufgeführt werden eine Messe in D-Dur von Karl Kempter, ein Graduale (mit Baß-Solo) von A. Stradella und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Fürst Montenuovo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187804305, "Datum": "30.4.1878, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotizen (Nachtrag zu »11.5.1877«): »Am 30. April 1878 100 fl v. Kiss sen.« und »[444 fl Rest -] 100 [=] 344 fl Rest.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805005, "Datum": "Mai 1878", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »Kiss Rest: (wenn zu 500 fl Loose gerechnet werden) 344 fl Schulden.« [vgl. 30.4.1878], »x6 [recte: 16?] fl an H Weber anticipando« [durchgestrichen, als Zeichen der Erledigung?], »Karolina Kabla Keglergasse 12. X. Bezirk. Hut (Strohhut.)«, »H Franz Weber Raab Ungarn.« und »Slawik zalte für Mai 8 fl für Knapek.« [siehe die Anmerkung] (*).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1878 haben sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert:\r\nKarl Dümler, Martin Einfalt und Joseph Goldhahn [siehe die Anmerkung] (**), Gustav Mahler [siehe 10.5.1878] und Josef Mayer (***) und Johann Petkovsek (°),\r\nvon der juristischen Fakultät Moritz Bettelheim (H+K), Peter Paul Burkart (H) (Eintrag wieder gestrichen), Josef Ritter von Hoch (K) (Eintrag wieder gestrichen), Speccher Italo (H), Alois Lasciac (H+K) und Leopold Mentzel (H) (°°).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 17:02"}, {"ID": 187805015, "Datum": "1.5.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Auflistung von Ausgaben für Haushalt, Kathi Kachelmayr, Zahnpasta, Brillen [?], Notenschreiber Weber etc.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805025, "Datum": "2.5.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Krzyzanowsky eine Orgelfuge von Rink.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805035, "Datum": "3.5.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »1« [Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805045, "Datum": "(4.5.1878, Samstag)", "Haupttext": "3. Interner Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im Bösendorfer-Saal (*).\nJohn Leo Löwi, Hans Rott und Rudolf Krzyzanowski besuchen dieses Konzert (in dem u.a. Lieder Richard Wagners gesungen werden) und sind danach im Riedhof (vermutlich auch Karl Rott und Friedrich Löwi/Loehr) (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2024 23:13"}, {"ID": 187805065, "Datum": "6.5.1878, Montag", "Haupttext": "Brief von Hans Rott an Heinrich Krzyzanowski: .\n   .. Am 27.5.1878 sei Jahresabschlußprüfung am Konservatorium. Er sei jetzt öfters im Riedhof, wo er letztes Mal Bruckner getroffen habe. ...", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805075, "Datum": "7.5.1878, Dienstag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 105 veröffentlicht auf S. 1003-1005 den 2. Teil des Vorlesungsverzeichnisses der Wiener Universität und meldet auf S. 1005 unter \"VII. Fertigkeiten\": \n\n     \"[... Stenographie, Phonographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] \n\n     Vorbereitungen und Auflösungen der Accorde nach den verschiedenen Fundamentschritten. Uebungen im bezifferten Basse, einmal wöchentlich, Montag von 5 - 6 Uhr Nachmittags, von dem Rector [sic] Herrn Anton Bruckner; im Saale Nr. 8.\n     Einfacher Contrapunkt der Octave, Hauptbestandtheile der Fuge, einmal wöchentlich. Montag von 6 - 7 Uhr Abends, von demselben; ebendaselbst. \n\n     [... Turnen, Fechtkunst ...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805095, "Datum": "(9.5.1878, Donnerstag)", "Haupttext": "Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums unter Leitung Hellmesbergers.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805105, "Datum": "10.5.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »2« [Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?] (*).\nDatumsstempel \"10/5 78\" auf der Universitäts-Nationale von Gustav Mahler (\"Harmonielehre | 1 [Stunde] | Bruckner\") (**).", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:03"}, {"ID": 187805115, "Datum": "11.5.1878, Samstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt u.a. Franz Weber den 2. und 4. Satz aus Mendelssohns Orgelsonate in B-Dur.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805125, "Datum": "12.5.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »D« [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805155, "Datum": "15.5.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »Colloquium« [mündliche Prüfung].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805175, "Datum": "17.5.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »3« [Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805205, "Datum": "20.5.1878, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Wagner: \n\n    Geburtstagsgratulation, Grüße an Cosima Wagner. Für die Aufführung der 3. Symphonie in neuer Bearbeitung habe er zu wenig Proben gehabt. Liszt habe die 5. Symphonie durchgespielt und bei Hohenlohe Bruckners Ruhm »verkündet«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805225, "Datum": "(22.5.1878, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805235, "Datum": "23.5.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 41 kündigt auf S. 2 an, daß am 4.6.1878 in der Linzer Votivkapelle eine Feier stattfindet, bei der u.a. auch Bruckners »Tota pulchra es« aufgeführt wird:\r\n     »Bischof=Jubiläum. Wie man uns mitheilt [sic] ist für die am 5. Juni in Linz stattfindende Feier folgendes Programm festgesetzt worden: Montag: Festabend des katholischen Casinos im Gasthofe zum goldenen Schiff; - Dienstag: Empfang der Fest=Deputationen; Abends um 6 Uhr in der Votiv=Kapelle Ecce sacerdos magens [sic!], feierliche Litanei und Tota pulchra es, componirt von Bruckner; hierauf Concert vom Diöcesan=Cäcilienvereine im Bischofhofe, und sodann Fackelzug mit Musik. - Mittwoch (5. Juni). [...]«.", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:12"}, {"ID": 187805245, "Datum": "24.5.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »4« [durchgestrichene Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805255, "Datum": "25.5.1878, Samstag", "Haupttext": "Das Vaterland Nr. 142 kündigt auf S. 2 die Kirchenmusik vom 4.6.1878 an:\n     \"Linz. (Bischof=Jubiläum.) Für die am 5. Juni in Linz stattfindende Feier ist folgendes Programm festgesetzt worden: Montag: Festabend des katholischen Casinos im Gasthofe \"zum goldenen Schiff\". Dienstag: Empfang der Festdeputationen; Abends um 6 Uhr in der Votivcapelle Ecce sacerdos magnus, feierliche Litanei und Tota pulchra es, componirt von Bruckner; hierauf Concert vom Diöcesan=Cäcilien=Vereine im Bischofhofe und sodann Fackelzug mit Musik. - Mittwoch (5. Juni). [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805275, "Datum": "27.5.1878, Montag", "Haupttext": "Abschlußprüfung am Wiener Konservatorium. Hans Rott erhält für sein \"Praeludium zur Suite\" die Klassifikationsnote ersten Grades und die Berechtigung zur Teilnahme am Kompositionskonkurs (*). Letzter interner Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins [der Saison].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805295, "Datum": "29.5.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Mehrere Blätter kündigen Bruckners morgiges Orgelspiel an:\n \nDie Presse Nr. 146 auf S. 9:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt Donnerstag den 30. Mai um 11 Uhr eine Messe von Karl Kempter, Graduale (Baritonsolo) von Blahak und Offertorium (Sopransolo) von Director Johann Krall zur Aufführung. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 146 auf S. 11 (**)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 4940 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).\n \nDie Salzburger Chronik Nr. 65 kündigt auf S. 3 die kirchliche Feier vom 4.6.1878 an:\n     \"[...] Dienstag, 4. Juni, Empfang der Festdeputationen; Abends 6 Uhr in der Votiv=Kapelle Ecce sacerdos magnus, feierliche Litanei und Tota pulchra es, komponirt von Bruckner; hierauf Concert vom Diözesan=Cäcilienvereine im Bischofhofe, sodann Fackelzug mit Musik. Mitwoch [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:50"}, {"ID": 187805305, "Datum": "30.5.1878, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Bischof Franz Josef Rudigier in Linz:\r\n   Gratulationsschreiben [zum 25jährigen Bischofsjubiläum, für das er die Antiphon »Tota pulchra es« komponiert hatte] (*).\nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. \r\n   Es erklingen um 11 Uhr eine Messe von Karl Kempter, ein Graduale (mit Baritonsolo) von Blahak und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Johann Krall (**).\nDas Volksblatt für Stadt und Land Nr. 22 gibt auf S. 5 das Programm für die Kirchenfeier am 4.6.1878 bekannt:\r\n     \"(Bischof=Jubiläum.) Für die am 5. Juni in Linz stattfindende Feier ist folgendes Programm festgesetzt worden: Montag: Festabend des katholischen Casino's im Gasthofe \"zum goldenen Schiff\". Dienstag: Empfang der Festdeputationen; Abends um 6 Uhr in der Votivcapelle Ecce sacerdos magnus, feierliche Litanei und Tota pulchra es, componirt von Bruckner; hierauf Concert vom Diöcesan=Cäcilien=Vereine im Bischofhofe und sodann Fackelzug mit Musik. Mittwoch (5. Juni). [...]\" (***).\n(Brief von Josef Gruber (Wösendorf) an Ignaz Traumihler:\r\n     Dankt für die erwiesene Sympathie und bittet auf Anregung seines Pfarrers [vermutlich Ludwig Bachofner] um Mitteilung, ob er [nicht erwähnt, aber wohl gemeint: auf die Stelle des St. Florianer Stiftsorganisten] hoffen könne (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187805315, "Datum": "31.5.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »4« [zuerst »5«, Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187806006, "Datum": "etwa Juni 1878", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium [z.B. 19.6.1878].\r\nBruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt: bei den Vorbildungsschulen »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. [/] Luzzatto Fortunato.« (*), bei den Ausbildungsschulen »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (2 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang: Krzyzanowsky Rudolf, Weber Franz.« (**), bei Musiktheorie »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Herrn Prof. Bruckner. (12 Zöglinge.) [/] Eisner Heinrich, Janko Paul v., Kehlendorfer Carl, Kmoch Adolf, Schulz Richard.« und »Classe für Contrapunkt des Herrn Prof. Bruckner. (11 Zöglinge.) [/] Lorenz Paul, Löwe Ferdinand, Mandl Bela, Salzmann Heinrich, Schalk Josef, Weber Franz, Winter Hanns, Zaschel Josef.« (***).", "Letzte Änderung": "07.12.2024 14:09"}, {"ID": 187806015, "Datum": "1.6.1878, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Auflistung von Ausgaben für Haushalt, Kathi Kachelmayr, Notenschreiber Weber etc.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187806025, "Datum": "2.6.1878, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*).\r\n   Aufgeführt werden Werke von Worzischek und Kässmayer. Notiz (in der Zeile vom 30.6.1878): »Die Eintragungen vom 2. - 16. sind von Bruckners Hand.« (*a).\nKalendernotiz Bruckners: Beim Datum »D« [Dienst an der Hofkapelle] (**).", "Letzte Änderung": "24.12.2024 13:09"}, {"ID": 187806045, "Datum": "4.6.1878, Dienstag", "Haupttext": "In Linz Vorfeier zum Bischofsjubiläum Rudigiers. In der Segenandacht um 6 Uhr abends in der Votivkapelle des Neuen Domes werden unter Johann Burgstallers Leitung eine Lauretanische Litanei von Johann Habert, ein Te Deum [oder recte: fünfstimmiges \"Ecce Sacerdos\"] Karl Waldecks, ein \"Tantum ergo\" von Hanisch und Bruckners \"Tota pulchra es\" [WAB 46] aufgeführt (*). [siehe die Anmerkung]\r\nZelebrant bei der Andacht ist Albert Eder, Habert ist ebenfalls anwesend (*a).\r\n[schon am 4.6.?] An den Feierlichkeiten nehmen u.a. teil die Bischöfe Dr. Johann Zwerger (Seckau/Graz), Dr. Albert Eder (Salzburg) (**), [jedenfalls am 5.6.1878:] Vincenz Gasser (Brixen), Gruscha (Wien), die Prälaten von St. Florian und Reichersberg, die Canonici Illich und Plakolm [siehe die Anmerkung], der Dechant von Eferding, der Stadtpfarrer von Ischl und die Geistlichen Herren Heilmann, Enzenhofer, Dürnberger, Bohdanowicz und Trauner (***).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:42"}, {"ID": 187806055, "Datum": "5.6.1878, Mittwoch", "Haupttext": "25jähriges Bischofsjubiläum Franz Josef Rudigiers. Bruckner schrieb für diesen Anlaß die [am Vorabend aufgeführte] Antiphon »Tota pulchra es« [WAB 46] (*).\nEr hatte dem Bischof auch brieflich gratuliert [30.5.1878] (**).\nKarl Waldeck hatte für diesen Anlaß ein »Ecce sacerdos« komponiert (***).\nBeim Hochamt im Alten Dom dirigiert Joh. Ev. Habert seine \"Missa Sancti Gregorii Magni\", Waldeck sein \"Ecce sacerdos\", und die Leitung der übrigen Nummern übernehmen Zappe und der Lambacher Chorregent Markus Umlauf (°).", "Letzte Änderung": "09.03.2024 11:03"}, {"ID": 187806075, "Datum": "7.6.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »5« [zuerst »6«, Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187806095, "Datum": "9.6.1878, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*). Aufgeführt werden Werke von Herbeck und Salieri. Notiz (in der Zeile vom 30.6.1878): »Die Eintragungen vom 2. - 16. sind von Bruckners Hand.« (*a).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 17:10"}, {"ID": 187806105, "Datum": "10.6.1878, Pfingstmontag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle. Aufgeführt werden Werke von Rotter. Notiz (in der Zeile vom 30.6.1878): »Die Eintragungen vom 2. - 16. sind von Bruckners Hand.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187806125, "Datum": "12.6.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung von »Tota pulchra es« [WAB 46] im Linzer Volksblatt Nr. 134 auf S. 2f, vermutlich durch Ernst Klinger (*):\r\n»Musikalische Nachklänge zum 25jähr. Bischofs=Jubiläum in Linz.\n     Es kann nicht schaden, auf die während des so erhebenden Festes des Bischofsjubiläums aufgeführten Tonstücke und die daran Betheiligten einen, wenn auch nur sehr gedrängten Rückblick zu werfen, zumal dadurch auch Pflichten der Dankbarkeit abgetragen werden. [... über die am 4.6.1878 aufgeführten Werke ...]\n     [... Waldeck, Hanisch, Habert ...] Dasselbe Lob gebührt dem wundervollen „Tota pulchra es Maria”, comp. für 4 Singstimmen, die sich beim „Tu laetitia Israel” zu 8 vermehren. Sie [sic] hat zum Verfasser den berühmten Anton Bruckner, welcher dieses höchst interessante und werthvolle Tongebilde dem hochwürdigsten Jubilar Bischof Franz Joseph dedicirte.\n   Als Referent dieses Tonwerk zum ersten Male hörte, wurde er von einer wunderbaren Rührung ergriffen; er konnte sich der Thränen kaum erwehren. Er wüßte nicht, wie man das Geheimniß der Unbefleckten, wie es in der betreffenden Antiphon ausgedrückt wird, schöner und kunstvoller mit dem Mittel der menschlichen Stimme ausdrücken könnte!\n     Diese musikalische Composition paßt, sowie ihre Vorgängerin die Litanei, so ganz zu dem mysteriösen Dunkel der buntgemalten Glasfenster und den himmelanstrebenden Pfeilern der Marienkapelle. [...] Einer der Zuhörer, der auch die Musik in der Sixtina zu Rom gehört, sagte: Diese Musik sei ganz ähnlichen Charakters. Wohl das größte Lob für diese Gattung von Musik in der Kirche! Dieses Lob kam aus dem Munde eines Laien! [... über die Kirchenmusik am 5.6.1878 ... Dank und Lob für die »genialen Componisten« ...] Ja, die Herren Bruckner, Habert und Waldek [sic] mögen diese Zeilen, wenn ihnen dieselben zu Gesichte kommen, als einen kleinen Erweis jener hohen Werthschätzung und Dankbarkeit betrachten, die ihnen insbesondere der Schreiber dieses Berichtes schuldet und mit einer wahren Freude und wahrer Lust als frischgewundenen Ehrenkranz zu Füßen legt!« [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "17.10.2024 21:57"}, {"ID": 187806145, "Datum": "14.6.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »6« [zuerst »7«, Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187806155, "Datum": "15.6.1878, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel machen\n \ndas Fremdenblatt Nr. 162 auf S. 11 (*),\n \nDie Presse Nr. 162 auf S. 3 des Abendblattes:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird am Sonntage den 16. Juni um 10 Uhr das Fest der heiligen Dreifaltigkeit feierlichst abgehalten und wird Capellmeister Leopold Eder eine Festmesse von Wittassek, Graduale (Contra=Altsolo) von Frau Ernestine v. Bauduin und Offertorium (Terzett) von Curschmann (Sopran, Alt, Tenor) zur Aufführung bringen und werden die Soli von Frau Professorin Passy=Cornet, Fräulein Elise v. Szelezky, Fräulein Wilhelmine Raphael und Herrn Eduard Teller vorgetragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 4956 auf S. 5 aufmerksam:\n     \"[inhaltlich wie (**) ... Wilhelmine Rafael ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:51"}, {"ID": 187806165, "Datum": "16.6.1878, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Repertoire-Aufzeichnungen der Hofmusikkapelle (*).\r\nAufgeführt werden Werke von Liszt (»Krönungsmesse«), Cherubini und Michael Haydn. Notiz (in der Zeile vom 30.6.1878): »Die Eintragungen vom 2. - 16. sind von Bruckners Hand.« (*a).\nRudolf Bibl gibt in seinem Urlaubsgesuch an, daß Bruckner ihn in der fraglichen Zeit (15.7.1878 bis 17.8.1878) vertreten werde (**).\nOrganistendienst Bruckners in der Pfarrkirche Alservorstadt um 10 Uhr. Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung eine Festmesse von Witassek, ein Graduale (mit Kontra-Altsolo) von Curschmann [andere Angabe: Ernestine v. Bauduin] und ein Offertorium (Terzett für Sopran, Alt und Tenor) von Curschmann. Solisten sind Frau Passy-Cornet, Frl. Elise v. Sielezky [Szelezky], Frl. Wilhelmine Rafael und Eduard Teller (***).", "Letzte Änderung": "13.10.2025 20:26"}, {"ID": 187806195, "Datum": "19.6.1878, Mittwoch", "Haupttext": "»Concurse für Harfe, Orgel, Violoncell, Contrabaß und Blasinstrumente« am Wiener Konservatorium. Zur Jury gehören Hellmesberger, R. Bibl, A. Drill, M. Käßmeyer [Käßmayer], L. Landskron, Dr. A. Schmidt und F. Wilt.\r\n»Orgel. \r\n(Classe Bruckner.) \r\nI. Jahrgang. \r\nI. Preis: Herr Krzyzanowsky Rudolf. - Mendelssohn. Sonate. (F.moll.) \r\nII. \" \" [Preis: Herr] Weber Franz. - J. S. Bach. Fuge. (G-moll.)«", "Letzte Änderung": "26.10.2024 15:22"}, {"ID": 187806215, "Datum": "21.6.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »7« [zuerst »8«, Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187806225, "Datum": "22.6.1878, Samstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 169 kündigt auf S. 4 des Abendblattes die morgige Kirchenmusik an:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird am Sonntage den 23. Juni um 8 Uhr Früh ein feierliches Hochamt abgehalten, wobei eine Messe von Schopf, Graduale von Haydn, und Offertorium (Altsolo) von Mendelssohn zur Aufführung kommt. Das Altsolo wird Fräulein Wilhelmine Raphael singen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\"", "Letzte Änderung": "03.12.2024 18:16"}, {"ID": 187806235, "Datum": "23.6.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »D« [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nDas Fremdenblatt Nr. 170 weist auf S. 13 darauf hin, daß Bruckner heute Orgel spielen wird:\r\n\"     In der Pfarrkirche in der Alservorstadt wird heute um 8 Uhr Früh ein feierliches Hochamt abgehalten, wobei eine Messe von Schopf, Graduale von Haydn, Offertorium (Alt-Solo) von Mendelssohn aufgeführt wird. Das Alt-Solo wird Frl. Wilhelmine Rafael singen, die Orgel Hoforganist Professor Bruckner spielen.\" (**).\nBeim Hochamt um 8 Uhr werden eine Messe von Schopf, ein Graduale von Haydn und ein Offertorium (mit Altsolo: Wilhelmine Rafael) von Mendelssohn aufgeführt (***).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 16:29"}, {"ID": 187806255, "Datum": "25.6.1878, Dienstag", "Haupttext": "1. Satz der 4. Symphonie (2. Fassung) beendet (*).\nSchreiben Bruckners an die Hofmusikkapelle:\r\n     Bittet »zur Erholung seiner sehr zerrütteten Nerven« um Urlaub vom 15.8.1878 bis Mitte September (**).", "Letzte Änderung": "05.02.2023 22:20"}, {"ID": 187806265, "Datum": "26.6.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Andante der 4. Symphonie (2. Fassung) begonnen (*).\nSchreiben der Hofmusikkapelle an das Obersthofmeisteramt:\r\n   Bittet um Bewilligung der beiliegenden Urlaubsgesuche. Unterschrift Hellmesbergers (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 10:12"}, {"ID": 187806285, "Datum": "28.6.1878, Freitag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramts an die Hofmusikkapelle:\r\n   Die am 26.6.1878 beantragten Urlaubsbewilligungen werden erteilt; für Bruckner vom 15.8.1878 bis 15.9.1878 (*). (Die anderen Urlaubsbewilligungen betreffen Zoczek, Kässmayer, Alois Hilbert, Karl Hoffmann, Simandl, Lewy, Krankenhagen, Bibl, Doppler, Ibener, Blaha, Heissler, Otter und Peschka [**]). Unterschrift Westermayers (*).\nKalendernotiz Bruckners: Beim Datum »8« [Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?] (***).", "Letzte Änderung": "19.06.2025 12:12"}, {"ID": 187807005, "Datum": "Juli 1878", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Auflistung von Ausgaben für Haushalt, Kathi Kachelmayr, Notenschreiber [=?] Weber, Schuster [Bitza?] etc. (*).\n[Vermutlich Juli] Haberts Zeitschrift für Katholische Kirchenmusik, 7. Jahrgang, Nr. 7, berichtet auf S. 56 von der Aufführung von »Tota pulchra es« [am 4.6.1878] in der Votivkapelle des neuen Linzer Doms:\r\n»                      Vereinschronik und Vereinsnachrichten.\r\n     Productionen beim Bischofsjubiläum in Linz. [...]\r\n     Am Vorabende wurden um 6 Uhr in der Votivcapelle des Maria Empfängniss Domes bei der Abendandacht unter der Leitung des Hochw. Herrn Dom- und Chorvikars Joh. Burgstaller folgende Werke aufgeführt: Ecce Sacerdos, 5stimmig von Carl Waldeck, Dom-Organist in Linz, Tantum ergo von Hanisch, Domorganist in Regensburg, Litaniae lauretanae für 6 Stimmen in A-dur von J. E. Habert und schliesslich ein sehr schönes Tota pulchra es Maria für 4 Stimmen (theilweise 8) von A. Bruckner, k. k. Hoforganist in Wien.\r\n     [... über das abendliche Konzert und die Kirchenmusik am 5.6.1878 ... als Dirigenten werden erwähnt: bei der Messe Habert selbst, bei den Einlagen Zappe und Fr. Markus, Chorregent von Lambach, und bei den Mitwirkenden P. Cölestin [Lambach?] und der Chorregent des Knabenseminars am Freienberg in Linz ...]\r\n     Als Selbstbetheiligte wird man von uns [=vermutlich Habert selbst] kein Urtheil verlangen weder über die Aufführung noch über den Werth der Compositionen, und wir verweisen daher auf die Berichte im Wiener Vaterlande und Linzer Volksblatt [12.6.1878].« [keine Signatur, vermutlich aber Joh. Ev. Habert] (**).", "Letzte Änderung": "17.10.2024 21:58"}, {"ID": 187807015, "Datum": "1.7.1878, Montag", "Haupttext": "Erste Datierung in Richard Schultz' Studienheft.", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:35"}, {"ID": 187807025, "Datum": "2.7.1878, Dienstag", "Haupttext": "Beim Kompositions-Konkurs des Wiener Konservatoriums erntet Hans Rott für seinen Symphoniesatz (*) von der Jury (**) nur Spott und Gelächter. Bruckner ergreift für ihn Partei.\nDer Prüfungsarbeit Mathilde Kraliks [Intermezzo aus einer Suite] wird einstimmig (im Unterschied zu Mahlers Beitrag, dem Scherzo für Klavierquintett) der 1. Preis zuerkannt (***).\nErfolgreich sind auch Krzyzanowski [Adagio aus einem Streichsextett], Rudolf Pichler [Präludium und Sarabanda aus einer Suite] (°), Bruckners Orgelschüler Luzzatto (mit einem »Quartett-Satz für Clavier.«) (°°) und Katharina Haus (verh. Kitty von Escherich) (°°°).", "Letzte Änderung": "13.10.2025 20:30"}, {"ID": 187807055, "Datum": "5.7.1878, Freitag", "Haupttext": "Bescheid der Hofmusikkapelle: \n   Laut Schreiben des Obersthofmeisteramts vom 28.6.1878 sind die erbetenen Urlaube bewilligt worden. Unterschriften Hellmesbergers und der betroffenen Hofkapellmitglieder [siehe 28.6.] (*). Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »9« [Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187807115, "Datum": "11.7.1878, Donnerstag", "Haupttext": "[Ausflug zum (?)] Kahlenberg (*).\n10 fl an Franz Weber [= Notenschreiber Weber?] [voraus?]gezahlt (**).\nIm 1. Abschlußkonzert des Wiener Konservatoriums werden u.a. das Adagio aus einem Streichsextett Rudolf Krzyzanowskys und das Scherzo aus einem Klavierquintett Gustav Mahlers aufgeführt (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187807125, "Datum": "12.7.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Beim Datum »10« [Numerierung von Unterrichtsstunden: Stern oder Vockner? Zählung endet hier].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187807135, "Datum": "13.7.1878, Samstag", "Haupttext": "Im 2. Abschlußkonzert am Wiener Konservatorium wird u.a. ein Intermezzo aus einer Orchestersuite von Mathilde Kralik unter ihrer Leitung aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187807195, "Datum": "19.7.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »5 fl 19. Jul. H. [Georg (*)?] Richter f. Notenschr. anticip.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187807205, "Datum": "20.7.1878, Samstag", "Haupttext": "Brief von Hans Rott an Heinrich Krzyzanowski: \n   ... Soeben habe ihn Bruckner besucht und ihm wegen der zu seltenen Riedhof-Besuche Vorwürfe gemacht. Heute abend werde er aber hingehen. ...", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187807215, "Datum": "21.7.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen und »Dienst« [Dienst an der Hofkapelle]. Außerdem ist das Datum 20.7.1878 unterstrichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187807285, "Datum": "28.7.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen [Dienst an der Hofkapelle?]. Außerdem ist das Datum 27.7.1878 unterstrichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187807315, "Datum": "31.7.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Andante der 4. Symphonie (2. Fassung) in Wien beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187808005, "Datum": "August 1878", "Haupttext": "Kalendereintragungen (von fremder Hand): »Rudolf Krzyzanowski Karlsbad. Porzellan Depot. in Kleeblatt.« und »Gustav Mahler stud. phil. in Iglau Wiengasse Mähren«", "Letzte Änderung": "28.05.2023 17:57"}, {"ID": 187808015, "Datum": "1.8.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Finale der 4. Symphonie (2. Fassung) begonnen. Eigenhändige Überschrift: »Finale IV. S. 1. Aug. 1878.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187808025, "Datum": "2.8.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »2. Aug. 7 Uhr früh 10 Grad«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187808045, "Datum": "4.8.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen [Dienst an der Hofkapelle]. Außerdem ist das Datum 3.8.1878 unterstrichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187808055, "Datum": "5.8.1878, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Pius Richter:\r\n   Bittet, am 11.8.1878, dem letzten Sonntag vor Hellmesbergers Rückkunft, den Orgeldienst in der Hofkapelle übernehmen zu dürfen (*).\nBrief von Hans Rott an Rudolf Krzyzanowski:\r\n   ...Vor einer Woche habe er sich auf Anregung Bruckners um eine Anstellung in Klosterneuburg beworben ... (**).", "Letzte Änderung": "02.05.2023 06:21"}, {"ID": 187808064, "Datum": "vor dem 6.8.1878", "Haupttext": "Anfrage [Brief?] Hofmeyers an Bruckner, die Ausbildung in Musiktheorie (*) betreffend.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187808065, "Datum": "6.8.1878, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Leopold Hofmeyer in Steyr:\r\n    Wiederholt auf dessen Anfrage das Gesagte - im fraglichen Fach [Musiktheorie (*a)] brauche man auch bei gutem Schrifttum unbedingt einen tüchtigen Lehrer. Außerdem Geld, Unterstützung und Beziehungen [Kanonikus = Arminger (*b)] (*).\n(Josef Gruber tritt seinen Dienst als St. Florianer Stiftsorganist an (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187808115, "Datum": "11.8.1878, Sonntag", "Haupttext": "[Vermutlich:] Bruckner übernimmt für Pius Richter den Orgeldienst an der Hofkapelle (*). Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen [Dienst an der Hofkapelle]. Außerdem ist das Datum 10.8.1878 unterstrichen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187808135, "Datum": "13.8.1878, Dienstag", "Haupttext": "Tagebuchnotiz von Hans Rott: »Dienstag 13. [...] Bruckner [u.a. ...] Briefe [...]« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »Ende« [des Dienstes an der Hofkapelle] (**).\nBruckner trifft in St. Florian ein.\r\nIm Gästebuch ist in drei Zeilen verzeichnet \"Bruckner\", \"Bruckner, vide 13.8 von 28.8 incl.\", \"Bruckner, vide 13.8, (von 10.9 incl.)\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"28\", \"26\" bzw. \"15\" angegeben.\r\nIm Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Profeß. d. Musik, Wien\".\r\nEr fährt am 17.9.1878 ab (***).", "Letzte Änderung": "07.06.2024 10:25"}, {"ID": 187808206, "Datum": "August/September 1878", "Haupttext": "In St. Florian arbeitet Bruckner an der 4. Symphonie [Finale] und [?] revidiert die 2. und 5. Symphonie (*)\r\nWahrscheinlich war er bei den Festmessen Mariä Himmelfahrt (15.8.1878) und St. Augustinus (28.8.1878) als Organist beteiligt (*a).\nAuf Wunsch des Prälaten Moser erteilt er dem Stiftsorganisten Josef Gruber Musiktheorie-Unterricht nach der Sechterschen Lehre (**).\nFranz Wiesner lernt als Sängerknabe Bruckner kennen und schätzen (***).\nBei einem Ausflug mit Laforest, Waldeck und Schober nach Wilhering singt Bruckner Schober das Thema des Jagd-Scherzos der 4. Symphonie vor und fragt ihn um seine Meinung dazu (°).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 19:38"}, {"ID": 187808305, "Datum": "30.8.1878, Freitag", "Haupttext": "Vermerk »Streichmusik [/] St. Florian 30. Aug. [/] 1878.« am Ende des Finales (2. Fassung) der 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187808315, "Datum": "31.8.1878, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 203 veröffentlicht auf S. 513-518 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität (Semesterbeginn 1.10.1878) und meldet auf S. 518 unter \"VII. Fertigkeiten\": \n\n     \"[... Stenographie, Phonographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] \n\n     Harmonielehre, Accordlehre und Verbindung der Accorte [sic] in der (Kenntniß der verschiedenen Schritte), einmal wöchentlich, Montag von 5 bis 6 Uhr; Fortsetzung in Moll. Tonwechslung, chromatische, enharmonische Schritte, Harmonisirung, einmal wöchentlich, Montag von 6 - 7 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Saale Nr. 8. (Unentgeltlich.) \n\n     [... Turnen, Fechtkunst ...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809005, "Datum": "September 1878 (vermutlich nach dem 17.9.1878)", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Fr Straub Lehrer Maysederg. 3. Inst. Liste. wohnt Wickenburgg. 4.«, »(Kahlenberg 11. Juli.)« und »u [oder »in«?] Nußdorf. Donau Direkt. Roschitzka Frl. Tochter u Frl Tochter des Grundb. Donaudampf.« [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "06.12.2024 08:49"}, {"ID": 187809125, "Datum": "12.9.1878, Donnerstag", "Haupttext": "In St. Florian wird anlässlich des Festes Mariä Namen das Afferentur regi als Offertorium aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809135, "Datum": "13.9.1878, Freitag", "Haupttext": "Datierung und Vermerk »Schluß. St. Florian« bei Takt 312f im Finale (2. Fassung) der 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809145, "Datum": "14.9.1878, Samstag", "Haupttext": "Vermerk » St. Florian 14. Sept. 878 Ende 10 Uhr früh.« bei Takt 324 im Finale (2. Fassung) der 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809155, "Datum": "15.9.1878, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner schreibt einen Posaunensatz für ein \"Ecce quomodo\" von Aumann [WAB 265]. Notiz am Ende \"1878 | St. Florian 15. Sept. | 1878. | ABrmp.\"", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:55"}, {"ID": 187809175, "Datum": "17.9.1878, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab (er war am 13.8.1878 angekommen) (*).\n\nEs war dies der spätestmögliche Termin für die Rückfahrt nach Wien, da er am 18.9.1878, vermutlich ab 9 Uhr wie im Vorjahr, im Konservatorium sein mußte (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809176, "Datum": "vermutlich nach dem 17.9.1878", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: siehe »September«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809185, "Datum": "18.9.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen [Ankunft in Wien? oder eher Hinweis auf den Termin am Konservatorium)] (*). Aufnahmeprüfung für »Streich- und Blasinstumente, Harfe, Orgel, Musiktheorie, mündlichen Vortrag und für Nebenfächer aller Art« am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809195, "Datum": "19.9.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Wieder in Wien: Arbeit am Finale (2. Fassung) der 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809205, "Datum": "20.9.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen und Zusatz »Dietrich I.« [Unterrichtsstunde für Rudolf Dittrich].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809215, "Datum": "21.9.1878, Samstag", "Haupttext": "Offizieller Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium. Um 9 Uhr Eröffnungsfeier im Großen Musikvereinssaal (*).\nDatierung \"I 21/9\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "25.03.2025 12:31"}, {"ID": 187809235, "Datum": "23.9.1878, Montag", "Haupttext": "Kalendereintrag Bruckners mit der Adresse von Tappert in Berlin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809245, "Datum": "24.9.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"II. (24/9)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 12:48"}, {"ID": 187809265, "Datum": "26.9.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Hans Rott an Heinrich und Rudolf Krzyzanowski:\r\n   ... Morgen werde er zu Bruckner gehen ... (*).\nDatierung \"III. (26/9)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "25.03.2025 12:48"}, {"ID": 187809275, "Datum": "27.9.1878, Freitag", "Haupttext": "Vermerk »Instr. Wien 27. Sept. 878.« am Ende des Finales (2. Fassung) der 4. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187809285, "Datum": "28.9.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"IV (28/9)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 12:54"}, {"ID": 187809305, "Datum": "30.9.1878, Montag", "Haupttext": "Finale der 4. Symphonie (2. Fassung) beendet. »Finale beendet 30. Sept. 1878. ABrmp.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187810004, "Datum": "Schuljahr 1878/79", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 21.9.1878].\r\nIm Kapitel »B. Unterrichtsleitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper:*) [Fußnote, ohne Bruckner-Bezug] [/] I. Ordentliche Lehrer. [/] [...] 5 Herr Anton Bruckner, Professor (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel).« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium zählen Franz Brischar (»aus Jedlersee, 19 J. - Hml., Clv. III.«) (H) (**a), Franz Burgarth (»aus Hamburg, 17 J.- Vl. A. I., Hml., Clv. II.«) (H) (**a), Ernst Denhof (»16 J. - Cl. V. III., Hml., I. Spr.«) (H) (**a), Rudolf Dittrich (»aus Biala, 17 J. - Vl. A. I., Clv. II., Cpt. I.«) (**b), Julius Korngold (»aus Brünn, 18 J., - Hml., Clv. II.«) (Harmonielehre) (**c), Ferdinand Löwe (»15 J. - Clv. A. III., Comp. I., Cpt. II., I. Spr.«) (Kontrapunkt) (**d), Bela Mandl (»aus Zenta, 20 J. - Clv. A. III., Cpt. II., Comp. I., L. G.« [= Literaturgeschichte]) (K) (**d), Anton Meißner (»16 J. - Clv. V.III., Hml.«) (H) (**e), Carl Bernhard Öhn (»Oehn B. Carl, 25 J. - Hml. Clv. I.«) (**e), Eduard Rosé (»Rosenblum Eduard, aus Jassy, 19 J. - Vc. A. I., Cpt. I.) (**b), Franz Schalk (»15 J. - Vl.A. I., Hml., Clv. III.«) (H) (**b), Josef Schalk (K) (**d), H. P. Vergeiner (»aus Freistadt, Oberösterreich, 19 J. - Org. V. I., Hml., Clv. II.«) (**f), Franz Weber (»aus Raab, 21 J. - Org. A. II., Cpt. II., G. d. M.«) (K) (**d), Alfred Zamara (»16 J. - Hrf. A. II., Clv. III., Hml.«) (**e) und Josef Zaschel (»16 J. - Clv.A. II., Cpt. II, G. d. M.«) (K) (**d), vermutlich auch noch Richard Schultz (»15 J. - Hrn. V. I., Cpt. I., Clv. III.«), der die Schule am 21.2.1879 verläßt (**g).\nAls Orgelschüler sind verzeichnet: Emanuel v. Kaczkowski (»25 J. - Org. V. I., Cpt. I.«), Fortunato Luzzatto (»aus Triest, 22 J. - Org. A. I., Comp. III., G. d. M.«), Lorenz Ritter (»aus Maria=Zell, 14 J. - Org. V. I., A. M. [Allgemeine Musiklehre], Clv. I.«) [**h], Vergeiner [s.o. (**)], Adolf Veith (»14 J. - Org. V. I., Hml., Clv. II.«) und Franz Weber [s.o. (**)] (***).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Ferdinand Hellmesberger (»15 J.«), Robert Hirschfeld (»aus Groß-Meseritsch, 21 J. - Hml. I., Clv. II., G. d. M.«), Emil Lamberg (»aus Pest, 16 J. - Clv. V. II., Hml.«), Carl Lillich (»17 J.«), Luka Theodor [Lucca] (»19 J. - Vc. A. I., Cpt. I.«), Rudolf [Raoul] Mader (»aus Preßburg, 22 J. - Clv. A. II., Comp. I.«), Josef Schalk (»21 J. - Clv. A. II., Cpt. II.«), Theodor Schwendt (»aus Winzendorf, 13 J. - Vl. V. III., Hml., Clv. II.«), Friedrich Spigl (»19 J. - Clv. A. III.«), Alfred Stroß (»20 J. - Comp.A. III.«) und Franz Zottmann (»aus Hainburg a. d. D., 20 J. - Clv. A. III.«) (°).\nVon den 6 Orgelschülern gehören 2 zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern 2 ganz und 3 nicht vom Schulgeld befreit waren, einer war »Stiftling«. 14 Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Harmonielehre als Hauptfach und 5 Kontrapunkt (davon 1 Stiftling und 1 halb befreit). Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 116 und Kontrapunkt von 23 Schülern besucht (°°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 4. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 2. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] C. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelschulen.) [/] Effectiver Schülerstand: 36. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunct, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 23. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:08"}, {"ID": 187810005, "Datum": "Oktober 1878", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Zahlung an Franz Weber am 11.7.1878, Adresse [Webers?], Datum 23.9.1878, Adresse Tapperts in Berlin (*).\nDatierung und Vermerk »N B 1. 2. Trompete neu« bei Takt 477f im 1. Satz der 5. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "27.04.2023 10:11"}, {"ID": 187810007, "Datum": "ab Oktober 1878", "Haupttext": "Bruckner wirkt im 16. Vereinsjahr des Wiener Schubertbundes bei einer Veranstaltung mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187810015, "Datum": "1.10.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"V. (1/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 13:00"}, {"ID": 187810035, "Datum": "3.10.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Hans Rott an Heinrich Krzyzanowski: \n   ... Bruckner bitte Rudolf um Eile bei der 3. Symphonie [Klavierauszug], da ihn Rättig schon fünfmal besucht habe und dränge. ... Bruckner glaube an Rudolfs Wiedereintritt in die Orgelklasse ...", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187810045, "Datum": "4.10.1878, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen und Zusatz »Dietrich 2.« [Unterrichtsstunde für Rudolf Dittrich] (*).\nDatierung \"VI (4/10)\" [undeutlich geschrieben, könnte auch als \"7/10\" gelesen werden] in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "25.03.2025 14:18"}, {"ID": 187810055, "Datum": "5.10.1878, Samstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 273 auf S. 10 (*),\n \ndas Fremdenblatt Nr. 273 auf S. 6 (**)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 5067 auf S. 5 und (wegen Konfiszierung des Morgenblattes) noch einmal auf S. 3 des Abendblattes (***)\n \nkündigen an, daß Bruckner morgen in der Alservorstadt Orgel spielen wird.\n \n(*) Die Presse:\n      \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird am Sonntag den 6. October um 10 Uhr das Ordensfest der P. Minoriten (Francisci) feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder Karl Kempter's Festmesse, Graduale (Baritonsolo) von Director Johann Krall und Offertorium  (Violinsolo mit Chor) von Anton Richter zur Aufführung bringt und werden die Soli der Messe die Herren Professor Wallnöfer, Michael Kugler und Violindirector Anton Stecher vortragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*).\n \n(***) NFP:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).\n \nDatierung \"VII. (5/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (°).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:52"}, {"ID": 187810065, "Datum": "6.10.1878, Sonntag", "Haupttext": "Orgelspiel in der Pfarrkirche Alservorstadt. Aufgeführt werden um 10 Uhr unter Leitung Eders eine Festmesse von Karl Kempter, ein Graduale (mit Baritonsolo: Wallnöfer) von Johann Krall und ein Offertorium (mit Violinsolo: Anton Stecher) von Anton Richter. Außerdem wirkt M. Kugler (Tenor, bei der Messe) mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187810085, "Datum": "8.10.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"VIII. 8/10\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 14:30"}, {"ID": 187810095, "Datum": "9.10.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Die 4. Symphonie sei neu bearbeitet, das neue Scherzo noch in Planung. Auch die 2. Symphonie (zur Freude Herbecks) und die Wagner-Symphonie habe er verändert. Bittet, die 2. oder, auf Schelles Rat, die 3. Symphonie in Berlin aufzuführen. Angebote von Wüllner (Dresden) und Rubinstein (Moskau). In St. Florian habe er von Tappert erzählt. Bilse habe die Noten der 4. Symphonie (1. Fassung) noch nicht zurückgesendet. Neben Bilse kämen auch andere als Dirigenten in Frage, z.B. der Hofkapellmeister [Eckert], der ihn auch kenne. Rättig wolle die Klavierauszüge der 3 Symphonien verlegen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187810105, "Datum": "10.10.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"IX. (10/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 14:35"}, {"ID": 187810125, "Datum": "12.10.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"X. (12/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 15:39"}, {"ID": 187810135, "Datum": "13.10.1878, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an J. M. Kaiser: \n   Dankt für das soeben eingetroffene »Meisterwerk« [kalligraphiertes Titelblatt für die Stremayr zugedachte Widmungspartitur der 5. Symphonie]. Beigefügt 40 Gulden Honorar.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187810155, "Datum": "15.10.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XI. (15/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 15:38"}, {"ID": 187810165, "Datum": "16.10.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung eines Kopisten \"16. Okt. 1878\" in der 1. Tenor-Stimme des \"Germanenzugs\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187810175, "Datum": "17.10.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"XII (17/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 15:47"}, {"ID": 187810195, "Datum": "19.10.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"XIII (19/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 15:52"}, {"ID": 187810225, "Datum": "22.10.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XIIII. (22/10)   1. Prüfung [... stenographische Notizen ...] 1. Kornhäher 1. [...]\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "25.03.2025 16:02"}, {"ID": 187810245, "Datum": "24.10.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"XV (24/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (*).\nVortragsabend am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "25.03.2025 15:43"}, {"ID": 187810265, "Datum": "26.10.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"XVI (26/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 07:54"}, {"ID": 187810295, "Datum": "29.10.1878, Dienstag oder 30.10.1878, Mittwoch [?]", "Haupttext": "Revision der Walcker-Orgel in der Votivkirche durch Dr. Hausleithner, Preyer und Bruckner, der Hanslick vertreten mußte\n[siehe auch die Anmerkung]. (*).\n \n29.10.1878:\r\nDatierung \"XVII. (29/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "26.03.2025 08:34"}, {"ID": 187810305, "Datum": "30.10.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der Kirchenmusik vom 1.11.1878 im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 300 auf S. 2 der Abendausgabe:\n\"     Am Feste Allerheiligen wird in der Hofkirche St. Augustin Kapellmeister Eder Mozart's Krönungsmesse, Grad. und Offert. Sopransoli von Dir. Krall aufführen. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\"", "Letzte Änderung": "31.12.2025 09:35"}, {"ID": 187810315, "Datum": "31.10.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Daß bei der morgigen Kirchenmusik Bruckner als Organist mitwirkt, wird\n \nvom Fremdenblatt Nr. 299 auf S. 5 (*),\n \nder \"Presse\" Nr. 299 auf S. 10 (**)\n \nund von der Neuen Freien Presse Nr. 5093 auf S. 5 (***) angekündigt.\n \n(**) Die Presse:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird am Freitag den 1. November, als am Feste Allerheiligen, um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder W. A. Mozart's Krönungsmesse, Graduale und Offertorium (Sopransoli) von Director Johann Krall zur Aufführung gebracht [sic]. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**).\n \n(***) NFP:\n     \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).\n \nDatierung \"XVIII (31/10)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (°).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:52"}, {"ID": 187811005, "Datum": "November 1878", "Haupttext": "Komposition des neuen Jagdscherzos der 4. Symphonie (2. Fassung) (*).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1878/79 haben (hatten) sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert\r\nOlivier Klose und (Carl Kreutzer) (**), (Isidor Strauss) (***) und Heinrich Zimerman (°),\r\nvon der juristischen Fakultät Peter Paul Burkart (H) (Eintrag wieder gestrichen), Moriz Ertl (H) (Eintrag wieder gestrichen), Constantin Ritter von Flondor (H), Viktor Gemperle (Eintrag wieder gestrichen), Siegfried Glaser (H), Franz Kerschbaumer (H), Franz Edler von Marquet (H), Leopold Mentzel (H), Heinrich Rauchberg (H), David Seidl (H) (Eintrag wieder gestrichen), Emanuel Tjuka (H) (Eintrag wieder gestrichen) und Julius Trubrig (H) (Eintrag wieder gestrichen) (°°).\nFranz S. Reiter erwähnt in seinem (schlechten) Gutachten über Maurachers neue Orgel [IV/60] in Kremsmünster Bruckners Bemerkung, daß sich Walckers Orgel in der Votivkirche so leicht wie ein Konzertflügel spiele (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187811015, "Datum": "1.11.1878, Freitag", "Haupttext": "Bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Aufgeführt werden unter Eders Stabführung Mozarts Krönungsmesse und ein Graduale und ein Offertorium von Krall, eine der Einlagen mit Sopransolo.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187811025, "Datum": "2.11.1878, Samstag (Allerseelen)", "Haupttext": "Nach dem Mozart-Requiem [?] besucht Bruckner die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (*).\nDatierung \"XIX. (2/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "26.03.2025 08:32"}, {"ID": 187811035, "Datum": "3.11.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: beim Datum »Br« [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Haydn, Bach/Bachrich und Beethoven (8. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "19.10.2025 09:40"}, {"ID": 187811045, "Datum": "4.11.1878, Montag (Karl Borromäus)", "Haupttext": "Datierung Bruckners in der von Johann Pruscha Hlawaczek geschriebenen Partitur der 5. Symphonie, die auch das von Kaiser gestaltete Widmungsblatt für Stremayr enthält.", "Letzte Änderung": "16.02.2025 15:02"}, {"ID": 187811055, "Datum": "5.11.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XX (5/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 08:31"}, {"ID": 187811065, "Datum": "(6.11.1878, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187811075, "Datum": "7.11.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintrag Bruckners: »Tägl. Brot angefangen« - Notiz über die Reihenfolge des Orgeldienstes für die Hofmusikkapelle (Bruckner, Pius Richter, Bibl, Bruckner ...) (*).\nDatierung \"XXI. (7/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "26.03.2025 08:31"}, {"ID": 187811095, "Datum": "9.11.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"XXII. (9/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (*).\nWiener Erstaufführung von Wagners »Siegfried« (**).", "Letzte Änderung": "26.03.2025 08:30"}, {"ID": 187811105, "Datum": "10.11.1878, Sonntag", "Haupttext": "Die Wiener Blätter für katholische Kirchenmusik, Heft 2, berichten auf S. 7 über die Revision der Votivkirchenorgel [am 29.10.1878]; das Komitee sei von Dr. C. Hausleithner, Gottfried Preyer und - anstelle Hanslicks - Bruckner gebildet worden:\r\n»Nachrichten von Nah' und Fern'.\r\n   Am 30. October d. J. fand die Revision der von der Firma E. F. Walcker &amp; Cie. in Ludwigsburg (Würtemberg) neuerbauten Orgel der Votivkirche statt. Im Auftrage des Herrn k. k. Statthalters von Niederösterreich hat die Votivkirchen=Bauleitung die Herren k. k. Universitätsprofessor Dr. Eduard Hanslick, Dr. Carl Hausleithner, Präsesstellvertreter des Wiener Cäcilienvereines und k. k. Hof= und Domcapellmeister Gottfried Preyer zur Vornahme dieser Revision eingeladen. Nachdem Herr Professor Hanslick durch Unwohlsein verhindert war, dieser Einladung zu folgen, so trat über Ersuchen der Bauleitung an dessen Stelle Herr Professor Anton Bruckner.\r\n   Die Revision leitete an der Hand des zwischen der Bauleitung und dem Orgelbauer im Jahre 1874 abgeschlossenen Vertrages der Red. d. Bl., Herr Dr. Hausleithner und nahm die Prüfung des Werkes gegen 3 Stunden in Anspruch. Die Revisoren gewannen die Ueberzeugung, daß diese Orgel nach jeder Richtung hin vortrefflich ausgeführt sei, und bezeichneten dieselbe einstimmig als das schönste Werk in Wien, wohl auch in ganz Oesterreich.\r\n   Auf Grund des von Herrn Dr. Hausleihner verfaßten und von den Mitrevisoren unterfertigten Gutachtens erfolgte die formelle Uebergabe der Orgel an die Bauleitung. Ausführlicheres über Anlage des Werkes sowie das erwähnte Gutachten in der nächsten Nummer.« [keine Signatur] (*).\nIm 1. Gesellschaftskonzert unter Eduard Kremser wird neben Werken von J. S. Bach, Carl Goldmark, Beethoven und Mendelssohn auch Bizets Arlesienne-Suite aufgeführt (**).\r\nSollte Bruckner dieses Konzert besucht haben, dürfte er mit Erstaunen festgestellt haben, dass im Mittelteil des 1. Satzes eine Passage vorkommt, die mit den Takten 71-78 des 1. Satzes der 5. Symphonie nahezu identisch ist.\r\nDas Saxophon war durch ein Bassetthorn ersetzt worden (**a).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:04"}, {"ID": 187811125, "Datum": "12.11.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XXIII. (12/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 08:29"}, {"ID": 187811145, "Datum": "14.11.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel machen\n \ndie Neue Freie Presse Nr. 5107 auf S. 4:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird das Fest des heiligen Leopold am Freitag am 11 Uhr feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's Nelson=Messe, Graduale (Sopran=Solo) von Director Krall und Offertorium (Baß=Solo) von Cyrill Wolf zur Aufführung bringt. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*)\nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 313 auf S. 4 (**) aufmerksam.\nDatierung \"XXIV (14/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (***).", "Letzte Änderung": "22.01.2026 17:54"}, {"ID": 187811155, "Datum": "15.11.1878, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wirkt bei der Kirchenmusik in der Augustinerkirche um 11 Uhr mit.\r\n   Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung Haydns Nelson-Messe, ein Graduale (mit Sopransolo) von Krall und ein Offertorium (mit Baß-Solo) von Cyrill Wolf (*).\nBrief von Hans Rott an Heinrich Krzyzanowski:\r\n   ... »Musikalisch nimmt mich Bruckners Symphonie [wohl 3. Symphonie gemeint] in Anspruch«. ... Berichtet von seinen Eindrücken bei der »Siegfried«-Premiere [9.11.1878]. Heute abend besuche er die 3. Aufführung. ... (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2024 10:28"}, {"ID": 187811165, "Datum": "16.11.1878, Samstag", "Haupttext": "1. Künstler-Abend der Gesellschaft der Musikfreunde. Mitwirkende: de Munk (Violoncello) mit Stücken von Piatti, Chopin, Vidor, Vieuxtemps und Saint-Saens, Cäcilie Gaul (Klavier) mit einer Phantasie von Henselt, Frl. Meißlinger (Alt) und Herr Blum (Bariton) mit Duetten von Mehul und Schumann und Liedern von Schubert, Meyerbeer und Mendelssohn (aus \"Paulus\"), Herr Blasel und Herr Eppich (humoristische Szene). Beim Hauptwerk, Gounods \"Gallia\", wirken der Singverein [und das Orchester] der Gesellschaft der Musikfreunde und Zellner als Organist unter Leitung von Eduard Kremser mit. Für die Tanzmusik ist die Militärkapelle zuständig (*).\n \nKalendernotiz Bruckners: »A. 16. Nov. I. Künstlerabend angewohnt; gezanzt [sic] zum Schluß mit Frl Rothler (?) (Reichsrathsabgeordneter Vormund Ankergebäude.)\" (**).\n \nDatierung \"XXV. (16/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (***).", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:27"}, {"ID": 187811175, "Datum": "(17.11.1878, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Schubert/Liszt, Reinhold, Molique und Schumann (1. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 09:58"}, {"ID": 187811195, "Datum": "19.11.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XXVI (19/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:31"}, {"ID": 187811205, "Datum": "20.11.1878, Mittwoch (Buß- und Bettag)", "Haupttext": "Datierung auf einem ausgeschiedenen Partiturbogen zum neuen Jagd-Scherzo der 4. Symphonie (2. Fassung) (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 06:47"}, {"ID": 187811215, "Datum": "21.11.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"XXVII. (21/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:34"}, {"ID": 187811235, "Datum": "23.11.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"XXVIII. (23/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:38"}, {"ID": 187811245, "Datum": "24.11.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: beim Datum »Br« [Dienst an der Hofkapelle] (*). (1. Philharmonisches Konzert der »Neuen Folge« unter Hans Richter mit Werken von Beethoven (Coriolan), Bach/Bachrich, Spohr und Schumann (1. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187811255, "Datum": "25.11.1878, Montag", "Haupttext": "Tagebuchnotiz Pius Richters: »In Bruckners [Universitäts-]Vorlesung. (Sehr guter, klarer, etwas spaßiger Vortrag - pedantisches System Sechters)«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187811265, "Datum": "26.11.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XXIX. (26/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:43"}, {"ID": 187811275, "Datum": "27.11.1878, Mittwoch", "Haupttext": "Komposition des Oelzelt gewidmeten Männerchores »Zur Vermählungsfeier« [WAB 54] nach einem Text von Heinrich von der Mattig (= Dr. Heinrich Wallmann).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187811285, "Datum": "28.11.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"XXX (28/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:46"}, {"ID": 187811305, "Datum": "30.11.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXI. (30/11)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:50"}, {"ID": 187812005, "Datum": "Dezember 1878", "Haupttext": "[Anfang Dezember] 2. Fassung der 4. Symphonie mit dem Jagd-Scherzo fertiggestellt (*).\nKomposition des Streichquintetts begonnen (**).\nKalendereintragungen Bruckners: »H Emil Krasnicki Josefstadt Josefsgasse1.« und [auf der folgenden Seite, auch Dezember?] »H Bibl I. Domgasse 4 [/] 2. Stiege 3. Stock.«, »Pius Richter 1. Hof 6.«, H Knapek Währing Neugasse N 10.«, H v Rettig Musikverleger Herrngasse N 6. oder: Bergstraße 11.« (***).\r\n[In anderem Kalender:] »Franz Kimmel Orchester=Mitglied des landsch. Theaters in Linz Auerspergstraße 23.«, »Frl Hauber 4. Stock Privat. Hof 6.«, »Frl Ott Margarethen Wienergasse 3. 2. Stock.« und »Mme. Veuve Salzer II. Pillersdorfgasse 2.« (°).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 09:47"}, {"ID": 187812015, "Datum": "(1.12.1878, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Volkmann, Grädener, Rubinstein und Beethoven (2. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812035, "Datum": "3.12.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXII (3/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (*)\nVortragsabend am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:53"}, {"ID": 187812055, "Datum": "5.12.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXIII (5/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 09:58"}, {"ID": 187812075, "Datum": "7.12.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXIV (7/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:02"}, {"ID": 187812085, "Datum": "(8.12.1878, Sonntag)", "Haupttext": "2. Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Werken von Cornelius, Brahms, Liszt und Händel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812095, "Datum": "9.12.1878, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert:\r\n   Wiederholt seine Bitte vom 9.10.1878; Partitur und Stimmen der 2. und 3. Symphonie seien für Berlin reserviert trotz Rubinsteins Anfrage für Moskau etc. Bilse werde die alten Noten wohl nicht zurücksenden. Die 4. Symphonie sei jetzt ganz fertig, die Stimmen noch nicht geschrieben. Auf Anregung Hellmesbergers schreibe er zur Zeit an einem Streichquintett. Liszt habe sich bei Hohenlohe und in Rom lobend über die 5. Symphonie geäußert.", "Letzte Änderung": "20.02.2023 11:14"}, {"ID": 187812105, "Datum": "10.12.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXV. (10/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:08"}, {"ID": 187812125, "Datum": "12.12.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXVI. (12/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:14"}, {"ID": 187812135, "Datum": "13.12.1878, Freitag", "Haupttext": "Tagebuchnotiz von Hans Rott: »Freitag 13. Bruckner fertig machen.« [3. oder 4. Symphonie gemeint?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812145, "Datum": "14.12.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXVII. (14/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners (*).\nHugo Wolf besucht die Aufführung von Wagners »Siegfried« (**).", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:20"}, {"ID": 187812155, "Datum": "15.12.1878, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: beim Datum »Br« [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n(Hugo Wolf besucht das 4. Philharmonische Konzert unter Hans Richter mit der 1. Sinfonie von Brahms (**), in dem außerdem Werke von Mendelssohn und Mozart (Solisten: Brüder Thern) aufgeführt werden (***)).", "Letzte Änderung": "10.02.2025 13:20"}, {"ID": 187812175, "Datum": "17.12.1878, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXVIII. (17/12)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:25"}, {"ID": 187812195, "Datum": "19.12.1878, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"XXXIX\" [ausnahmsweise ohne Datum] in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:34"}, {"ID": 187812215, "Datum": "21.12.1878, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"XL 21/12\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:37"}, {"ID": 187812225, "Datum": "22.12.1878, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. \nIm Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"18\" angegeben.\n Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". \nEr reist am 1.1.1879 wieder ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812295, "Datum": "(29.12.1878, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert der »Neuen Folge« unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Schubert/Liszt und Beethoven (2. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812315, "Datum": "31.12.1878, Dienstag", "Haupttext": "In St. Florian wird eines der Tantum ergo (WAB 41) aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187812317, "Datum": "ca. Ende 1878/Anfang 1879", "Haupttext": "Bekanntschaft mit Julie Joachim, deren Eltern er sich vorstellen will (*).\n[Zeitlich nicht einzuordnende] Kontakte mit Sylvia Leopold: Besuch bei ihren Eltern; späterer Brief Frl. Leopolds an Bruckner: Bietet Bruckner ein Geschenk ihrer Eltern an (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187900005, "Datum": "1879", "Haupttext": "Eine Äußerung Bruckners zu seinem Schüler Carl Lasner, die sich auf dessen mosaisches Bekenntnis bezieht, ist aus diesem Zeitraum überliefert (*).\nBruckner spielt in Linz dem Journalisten [?] »E.« die 4. Symphonie auf dem Klavier vor (**).\nPhotographie von Josef Schalk (***) mit Widmung »Seinem hochverehrten Meister Herrn Professor Bruckner zur freundlichen Erinnerung an seinen dankbar ergebensten Schüler Josef Schalk 1879« (°).\nFromme's Musikalische Welt, Jahrgang 1879, erwähnt die 3. Symphonie [Aufführung am 16.12.1877] auf S. 65 (Rückblicke auf das Musikjahr 1877/78): »[...] eine Art Sensation machte die vom Componisten selbst dirigirte D-moll-Symphonie (R. Wagner gewidmet) unseres Hoforganisten Anton Bruckner, ein interessantes Werk, an grossen, kühnen Zügen reich, leider aber auch baar allen Schönheitssinnes, alles Masses und der zwingenden Logik, so dass der Eindruck unmöglich ein künstlerischer zu nennen war. [...]«, und auf S. 78 (Wiener Concert-Programme aus der Saison 1877/78) »[...] Bruckner A.: Symphonie D-moll (neu, Manuskript), dirigirt vom Componisten [...]« (°°).\r\nAuf S. 98 (Musikalische Statistik) ist Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums verzeichnet: »Bruckner Anton, Prof. (Harmonielehre, Contrapunkt und Orgel)«, auf S. 104 »K .k. Hof- u. Kammermusik [/] Hofmusiker: Organisten [...] Brückner« [sic]) und auf S. 115 nochmals als Hoforganist in der k.k. Hofcapelle (°°°).\r\nAuf S. 122 (Wiener Musiker-Adressen) ist notiert: »Bruckner, Ant.: Org. L. (Org.) Prof. am Conservat., I., Opernring 3 (Heinrichshof)« (#).\nIm Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 7. Jahrgang, ist Bruckner auf S. 22 als Mitglied angeführt: »Bruckner Anton, Professor.« (##).\r\nWeitere Mitglieder sind u.a. Josef Schalk (neu), Ferdinand Löwe, Franz Zottmann, Richard Hirsch, Carl Bernhard Oehn, Felix Mottl, Rudolf Krzyzanowsky, Gustav Mahler, Hans Rott, Theodor Rättig und Gustav Schönaich (##a).\n[vermutlich vor dem 10.3.1879] Komposition des 1. Satzes des Quintetts beendet. Datierung \"1879. Wien\" am Ende des Satzes (###).\n[vermutlich 1878 bis 1879]\r\nBruckner unterhält sich nach einer Unterrichtsstunde mit Richard Schultz über kalte Speisen und erhält den Rat, zur Geschmacksverfeinerung Aspik zu verwenden. Verstimmt wegen des Misserfolges fordert er in der nächsten Stunde Schultz auf, den \"Fraß\" bei Frau Kathi abzuholen (a).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:53"}, {"ID": 187901005, "Datum": "Januar 1879", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Aufstellung von Ausgaben für St. Florian [Ignaz Bruckner?], Kathi Kachelmayr, Hudez, Hausmeister, Schneider [Eigenname oder Beruf?], Haushalt etc. [Stichwörter:] »Florian, Wein, Neujahr, Hudez [Hudetz], Häuslich, Zigarren, Kerzen, Häusl., Schneider, Gatien [= Unterhosen], Häusl., Uhr, Holz, Fr Kathi, Zigarren, Wäsche, Cafemühle, Holz, Fr Kathi, Weib« Endsumme 192 fl.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187901015, "Datum": "1.1.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 22.12.1878 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187901025, "Datum": "2.1.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"Fine 1878   2/1 1879.\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:41"}, {"ID": 187901045, "Datum": "4.1.1879, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"4/1\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:53"}, {"ID": 187901055, "Datum": "(5.1.1879, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Mendelssohns Oratorium »Paulus«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187901065, "Datum": "(6.1.1879, Montag)", "Haupttext": "Im 5. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter werden die 3. Serenade von Robert Fuchs (*) und Werke von Liszt (Préludes), Schubert und Mozart aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187901075, "Datum": "7.1.1879, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"7/1\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 10:59"}, {"ID": 187901095, "Datum": "9.1.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Julie Joachim an Bruckner:\r\n   Kam wegen anderer wichtiger Angelegenheiten nicht dazu, Bruckner zu besuchen. Bittet um Vermittlung von Konzertkarten für Verwandte (*).\nBeim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Franz Weber eine Orgelfuge in G-Dur von J. S. Bach (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187901145, "Datum": "14.1.1879, Dienstag", "Haupttext": "In einer Kritik über ein Orgelkonzert von Joseph Labor (Das Vaterland, Nr. 13, S. 3, signiert Ed. K. [Eduard Kulke, nicht Eduard Kremser]) wird Bruckner erwähnt:\r\n            »Concerte.\r\n(Gesellschaftsconcert: »Paulus«. - Philharmonische Concerte. - Orgelconcert von Joseph Labor.)\n     Ed. K. [... über die erwähnten Konzerte ...]\r\n     Das großartigste Concert der ganzen bisherigen Saison war das Orgelconcert von Joseph Labor. Orgelconcerte gehören in Wien zu den großen Seltenheiten. Wenn der französische Organist Saen [Saint-Saens] nach Wien kommt, so findet sich allerdings ein Publicum ein, um ihn zu hören; denn da gehört es zur Mode, den berühmten Orgelspieler gehört zu haben; daß wir hier in Wien aber einen Künstler wie Anton Bruckner haben, daran scheint man sich weniger zu erinnern, und vermuthlich ist dieser Umstand, der sich am schönsten in den Worten: „Nemo propheta in patria” ausspricht, die einzige Ursache, daß ein Künstler von der Bedeutung Bruckner's es kaum wagen kann, ein Orgelconcert zu geben. Umso höher ist der Muth Joseph Labor's zu schätzen [... Lob für Labors Orgelspiel, leichter Tadel am überfrachteten Programm ...] und die Fuge für die Orgel von Brahms, ein Stück von tödtlicher Langweile, [war] geradezu eine Verunstaltung des sonst so schönen und genußreichen Concertes.« (*).\n(Wiener Erstaufführung des Brahmsschen Violinkonzertes mit J. Joachim. Es dirigiert J. Hellmesberger (**)).", "Letzte Änderung": "17.10.2025 15:15"}, {"ID": 187901165, "Datum": "16.1.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"16/1\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 11:25"}, {"ID": 187901185, "Datum": "18.1.1879, Samstag", "Haupttext": "Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Es gehe zwar besser, aber das Arbeiten falle schwer. Traumihlers Erklärung habe Zeit. Er, Witt, habe [außer durch Traumihler] auch von anderer Seite gehört, dass die Aufführungen beim Bischofsjubiläum [4./5.6.1878, darunter auch Bruckners \"Tota pulchra es\"] nicht gut ausgefallen seien. Bei der Generalversammlung [des oberösterreichischen Diözesan-Cäcilien-Vereins am 16./17.10.1878 (*)] soll es besser gewesen sein [ohne Bruckners Komposition]. Habert sei nun selbst Chorregent und werde wohl einen Musterchor herstellen - erfreulich, wenn es ihm gelänge.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187901215, "Datum": "21.1.1879, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"21/1/79\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 11:07"}, {"ID": 187901235, "Datum": "23.1.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"VII. 23/1 (79)\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners.", "Letzte Änderung": "26.03.2025 11:11"}, {"ID": 187901255, "Datum": "25.1.1879, Samstag", "Haupttext": "Fremdenblatt Nr. 24 auf S. 12 (*)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 5177 auf S. 5 weisen auf die morgige Kirchenmusik hin:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin kommt um 11 Uhr eine Messe sammt Einlagen von Friedrich Leschen zur Aufführung. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**).\n \nDatierung \"25/1.879\" in Franz Schalks Mitschrift des Harmonielehre-Kurses Bruckners [siehe die Anmerkung] (***).\n \n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:07"}, {"ID": 187901265, "Datum": "26.1.1879, Sonntag", "Haupttext": "Orgelspiel in der Augustinerkirche um 11 Uhr. Aufgeführt werden eine Messe, Graduale und Offertorium von Friedrich Leschen (*).\n(In einem außerordentlichen Philharmonischen Konzert, dem 3. der »Neuen Folge«, werden unter Hans Richter die 3. Serenade von Robert Fuchs (**) und Werke von Berlioz, Liszt (Préludes) und Mozart aufgeführt (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 15:42"}, {"ID": 187901305, "Datum": "(30.1.1879, Donnerstag)", "Haupttext": "1. Interner Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im Bösendorfer-Saal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187902005, "Datum": "Februar 1879", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Zeitplan für Orgelstunden [am Konservatorium], Ausgaben für Kathi Kachelmayr und Haushalt: »Mittwoch 5 - 6. Freitag 4 - 5. [/] Fr Kathi 7 fl Febr. [/] Häusl. 13 fl«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187902065, "Datum": "(6.2.1879, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187902075, "Datum": "7.2.1879, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintrag Bruckners: »Frl. Markl 10 fl 7. Febr.«.", "Letzte Änderung": "09.07.2023 10:32"}, {"ID": 187902145, "Datum": "(14.2.1879, Freitag)", "Haupttext": "Wiener Erstaufführung von Wagners »Götterdämmerung« (in gekürzter Fassung).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187902155, "Datum": "15.2.1879, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Datum unterstrichen und »B. 15. Febr. Kostume=Kränzchen mitgemacht, zum Schluße getanzt mit Baroneße Scala.« [siehe die Anmerkung].", "Letzte Änderung": "07.12.2024 15:12"}, {"ID": 187902185, "Datum": "18.2.1879, Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Beim Industrieball, der auch von Kaiser Franz Joseph und der Kaiserin besucht wurde, mit Frl. Waldheim getanzt. Datum unterstrichen und notiert »C. 18. Febr. Industrie=Ball gewesen (Kaiser u Kaiserin etc.). Zum Schluße getanzt mit Frl Waldheim (Apotheker Himmelspfortgasse.)«", "Letzte Änderung": "22.12.2024 07:41"}, {"ID": 187903005, "Datum": "März 1879", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »Anton Tuczek. kk. Regierungsrath in Linz.«; Improvisation am 15.3.1879 beim Akademischen [Gesangverein].", "Letzte Änderung": "19.12.2024 22:12"}, {"ID": 187903025, "Datum": "(2.3.1879, Sonntag)", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Kleinecke, Grädener und Beethoven (6. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903035, "Datum": "(3.3.1879, Montag)", "Haupttext": "Konzert der Hofoper zugunsten des Pensionsfonds unter Saint-Saens mit dessen eigenen Kompositionen und Werken von Beethoven (eines in einer Lisztschen Bearbeitung).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903085, "Datum": "8.3.1879, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Kirchenmusik wird\nim Fremdenblatt Nr. 66 auf S. 6 (*),\n \nin der \"Presse\" Nr. 66 auf S.11:\r\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt um 11 Uhr eine Mozart=Messe, Graduale (Mezzo=Sopransolo) von Professor Tillmetz und Offertorium (Baritonsolo) von Julius von Nagy zur Aufführung. Herr Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*a)\n \nund in der Neuen Freien Presse Nr. 5219 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*a)] Die Orgel wird Herr Hof=Organist Professor Bruckner spielen.\" (**) angekündigt.\nDer Allgemeine Literatur-Anzeiger erwähnt Bruckner als Lehrer von Mathilde von Kralik: \r\n    \"Mathilde Kralik. Sonate für Klavier und Violine (d-moll). Wien, Verlag A. Gutmann. (Dr. Th. Helm.) Die Komposition einer Schülerin des modernste Ziele verfolgenden Konservatoriums Professors Anton Bruckner. Für eine Damenarbeit auffallend knapp und gedrungen, klar, durchsichtig, ohne jedes überflüssige Wortgepränge. Die Gedanken scharf und sicher gezeichnet, besonders plastisch im ersten Satze, dessen männlich energischer Rhythmus an einer Komponistin geradezu überrascht.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:17"}, {"ID": 187903095, "Datum": "9.3.1879, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Zur Aufführung kommen unter Eders Leitung eine Messe von Mozart, ein Graduale (mit Mezzosopransolo) von Tillmetz und ein Offertorium (mit Baritonsolo) von Julius Nagy (*).\n(4. Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Werken von Herbeck [a], Brüll [b], Bach, Palestrina/Wagner [c] und Mozart (**).", "Letzte Änderung": "01.05.2023 07:48"}, {"ID": 187903105, "Datum": "10.3.1879, Montag", "Haupttext": "Adagio des Quintetts begonnen. Die Entstehung des Hauptthemas konnten Rudolf Dittrich und Franz Schalk miterleben (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903135, "Datum": "13.3.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Das Konzert vom 15.3.1879 wird\n\n\n\nin der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 71 \n\n     (»Herr Hoforganist Prof. A. Bruckner wird auf der großen Orgel improvisiren.«) (*),\n\n\nin der Neuen Freien Presse Nr. 5224 auf S. 5 \n\n     (»Herr Hof=Organist Professor A. Bruckner wird auf der großen Orgel improvisiren.«) (**) \n\n\n\nin der \"Presse\" Nr. 71 auf S. 10 \n\n      (»Herr Hoforganist Professor A. Bruckner wird auf der großen Orgel improvisiren.«) (***) \n\n\n\nund im \"Vaterland\" Nr. 71 auf S. 3\n     (»Herr Hoforganist Professor A. Bruckner wird auf der großen Orgel improvisiren.«) (°)\n\nangekündigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903145, "Datum": "14.3.1879, Freitag", "Haupttext": "Die Wiener Blätter für katholische Kirchenmusik, 1. Jahrgang 1878/79, Nr. 6, berichten auf S. 2f vom Gutachten zur Orgel der Votivkirche (die Windlade, Windführung und das Gebläse betreffend). Das Gutachten sei am 29. Oktober 1878 in Wien von Gottfried Preyer, Dr. Carl Hausleithner und Anton Bruckner unterzeichnet worden. \n   »[...] Das neue Werk entspricht sonach allen Anforderungen auf das vollständigste und gibt sprechendsten Beweis von dem ausgezeichneten Wissen und Können der Erbauer, die ihren Vertragspflichten genau nachgekommen sind, weshalb denn auch die Annahme dieses vollendeten Kunstwerkes ohne Weiteres erfolgen kann.\nWien, am 29. October 1878.\nGottfried Preyer, m. p.\nk. k. Hof= und Domcapellmeister.\nDr. Carl Hausleithner, m. p.\nAnton Bruckner, m. p.\nkk. Hoforganist u. Professor am Conservatorium.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903155, "Datum": "15.3.1879, Samstag", "Haupttext": "Im Konzert des Akademischen Gesangvereins unter Richard Heubergers Leitung im Großen Musikvereinssaal wirkt Bruckner als Orgelimprovisator mit (»[...] 4. Orgelimprovisation ..... Prof. A. Bruckner. ...]«. Von Herbeck wird der Chor »Die hohe Jagd« (Männerchor mit Hörnerbegleitung) aufgeführt (*).\r\nAußerdem werden Werke von Schubert (»Das Dörfchen«), Gounod (»Chor der Werkleute beim Tempelbau«), Brahms (gemischte Chöre »Es geht ein Wehen«, »Von alten Liebesliedern«), Carl Maria v. Weber (»Schlummerlied«) und Engelsberg (Italienisches Liederspiel, Solisten: Rachel Büchler und die Herren A. v. Schultner, C. Mattei, K. Gindra) aufgeführt (**).\n Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen und »Orgel=Conzert, Improvisation im Akademischen.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903165, "Datum": "(16.3.1879, Sonntag)", "Haupttext": "Im Konzert des Wiener Männergesangvereins wird Herbecks Chor »Wanderlust« aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903185, "Datum": "18.3.1879, Dienstag", "Haupttext": "In der Kritik der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 76, 2. Bogen, über das Konzert vom 15.3.1879 wird auch Bruckner erwähnt:\n   »[...] In der ersten Abtheilung leistete der rühmlichst bekannte Componist und Organist Professor Bruckner eine herrliche Orgel-Improvisation, die ihm durch enthusiastischen Beifall und zahlreiche Hervorrufe gelohnt ward. [...]« (*)\n \nEduard Kulke [nicht: Eduard Kremser, siehe die Anmerkung] erwähnt in seiner Kritik im \"Vaterland\" Nr. 76 auf S. 1 über das 4. Gesellschaftskonzert auch Bruckner:\n          \"Concerte. [...]\n     Ed. K. Herbeck lebt bei dem Publicum der Gesellschaftsconcerte in gutem Angedenken, und mit Recht; denn das gesammte Musiktreiben in Wien ist seit dem Tode dieses Mannes bedeutend im Rückgange, [... Vorbehalte gegen Kremser Instrumentierung eines Marsches von Herbeck ...]\n     [... die Komposition von Ignaz Brüll ist unbedeutend ...] es wurde aber auch gezischt, und dagegen ist allerdings sehr viel einzuwenden, denn eine ernstlich gemeinte Opposition hervorzurufen, ist die Composition in der That viel zu unbedeutend. Die Ehre des Ausgezischtwerdens ist nicht so gering anzuschlagen, als man gewöhnlich glaubt. Wenn's noch ein Liszt wäre, ein Berlioz oder wenigstens ein Anton Bruckner! [... über weitere Konzerte ...] (*a).\n\r\n(Zweites Konzert der Hofoper zugunsten des Pensionsfonds unter Saint-Saens mit eigenen Werken und Kompositionen von Beethoven und Liszt/Meyerbeer (**).\r\n   Ferner wirken u.a. mit: Pauline Lucca, Gustav Walter, Hans Rokitansky, Amalie Materna, Hellmesberger und Hans Richter (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903205, "Datum": "20.3.1879, Donnerstag", "Haupttext": "In der »Neuen Freien Presse« Nr. 5231 kritisiert Hanslick auf S. 1 eine Orgelimprovisation Bruckners [jene vom 15.3.1879] als »etwas langwierig«: \n           »Feuilleton.\n                Concerte.\n     Ed. H. Viermal in vier Tagen rief uns die Pflicht in den Musikvereinssaal. Den Vortritt dieser vier, einander auf die Schleppe tretenden großen Concerte hatte der Akademische Gesangverein. [...] Eine etwas langwierige Orgel=Improvisation des Hoforganisten Anton Bruckner schloß mit einem guten Einfall, dem „Gaudeamus igitur”, und verschaffte dem beliebten Manne die Ehre des Hervorrufes. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903235, "Datum": "(23.3.1879, Sonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Esser, Cherubini, Mozart und Mendelssohn (5. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903245, "Datum": "(24.3.1879, Montag)", "Haupttext": "Musik-Aufführung (mit Orchester) des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im kleinen Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187903255, "Datum": "25.3.1879, Dienstag", "Haupttext": "Eduard Schelle bespricht in der Presse Nr. 83 auf S. 7 das Konzert vom 15.3.1879 und erwähnt darin auch Bruckner:\n          \"Concerte.\n     Am Samstag vor acht Tagen stießen im Musikvereins=Gebäude zwei größere Productionen zusammen, ohne daß jedoch irgend eine Katastrophe erfolgte. [... Opernschule und WAGV ... Schelle konnte den ersten Teil nicht hören, beruft sich auf einen Gewährsmann ...]\n     [...] In diesem Concert ließ sich wieder einmal Herr Bruckner auf der Orgel hören und lieferte eine Improvisation, die mit wärmsten Beifall aufgenommen wurde.\n     [... über weitere Konzerte ... Signatur auf S. 3:]\n          E. Schelle.\" (*).\n \n(Konzert des Schubertbundes im Musikvereinssaal (*).)", "Letzte Änderung": "10.06.2024 21:51"}, {"ID": 187903265, "Datum": "26.3.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Luzzatto Präludium und Fuge für Orgel von Hesse.", "Letzte Änderung": "19.02.2024 10:09"}, {"ID": 187903295, "Datum": "29.3.1879, Samstag", "Haupttext": "Bleistiftdatierung am Ende des Adagios des Quintetts (damals noch als 2. Satz).", "Letzte Änderung": "07.02.2025 08:09"}, {"ID": 187903305, "Datum": "30.3.1879, Sonntag", "Haupttext": "Hellmesberger ist mit Bruckners Mitwirkung bei der Aufführung einer Messe von Ott durch die Hofmusikkapelle unter Pius Richters Leitung nicht einverstanden (*).\nDatierung \"30. März 1879. ABr.mp.\" (später \"31. März\", die \"0\" dick als \"1\" überschrieben) am Ende des Adagios des Quintetts (**).", "Letzte Änderung": "07.02.2025 08:12"}, {"ID": 187903315, "Datum": "31.3.1879, Montag", "Haupttext": "Datierung \"31. März 1879. ABr.mp.\" (zuerst \"30. März\", die \"0\" dick überschrieben) am Ende des Adagios des Quintetts.", "Letzte Änderung": "07.02.2025 08:13"}, {"ID": 187904005, "Datum": "April 1879", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [Vermutlich Unterrichtstermine für] Dietrich [= Dittrich?] und Krasnicki (mit dessen Adresse). »Dietrich Freitag 5. [5. Unterrichtsstunde Rudolf Dittrichs] [/] Krasnicki [zuerst »Krasnitzt«] 11 Uhr Josefstadt, Josefsgasse N 1. 3. Stock  4 Uhr [zuerst »11 Uhr«.] Mittwoch«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187904045, "Datum": "(4.4.1879, Freitag)", "Haupttext": "Beim Festabend des Akademischen Wagner-Vereins (im Bösendorfersaal (*)) zu Ehren Liszts spielen die Philharmoniker unter Mottl Teile aus dem Oratorium »Christus« und Wagners »Siegfried-Idyll«. Liszt spielt zum Dank selbst Klavier.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187904065, "Datum": "6.4.1879, Palmsonntag", "Haupttext": "Schlußdatierung auf dem Titelblatt \"Wien 6. April 1879\" [*a] zum Adagio des Quintetts (*).\n(8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Schumann (»Manfred«), Liszt (»Loreley« und »Mignon«), Schubert und Beethoven (5. Sinfonie) (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2024 20:19"}, {"ID": 187904085, "Datum": "(8.4.1879, Kardienstag)", "Haupttext": "Hellmesberger führt in der Hofkapelle drei Werke Liszts auf (*).\nAußerordentliches Gesellschaftskonzert mit der von Liszt persönlich geleiteten Graner Festmesse und anderen geistlichen Werken Liszts (**), darunter zwei von Pauline Lucca gesungenen Liedern (***).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 23:42"}, {"ID": 187904095, "Datum": "9.4.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er reist am 16.4.1879 ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187904115, "Datum": "11.4.1879, Freitag (Karfreitag)", "Haupttext": "Aufführung der Responsorien Ecce quomodo (mit den drei neuen Posaunenstimmen Bruckners) [WAB 265] und Tenebrae factae sunt (ebenfalls mit Posaunensatz von Bruckner [WAB 268]) von Franz Joseph Aumann in St. Florian (*).\nIm Aufführungsverzeichnis vermerkte Traumihler zu den Posaunenstimmen \"quae a Domino Antonio Bruckner ad meliorem concentum redacta sunt\" (**).\n \nDie mit 1879 datierten Posaunenstimmen des Ecce quomodo sind möglicherweise für diese Aufführung aus Bruckners am 15.9.1878 entstandener Partitur herausgeschrieben worden. Die Tenorposaunenstimme trägt den Namenszug \"Forster Franz.\". Die Partitur des Tenebrae ist undatiert, die Posaunenstimmen scheinen nicht erhalten zu sein (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187904165, "Datum": "16.4.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 9.4.1879 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187904175, "Datum": "17.4.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Letzte Datierung im Studienheft von Richard Schultz.", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:34"}, {"ID": 187904185, "Datum": "18.4.1879, Freitag", "Haupttext": "In der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 17 nimmt auf S. 169f (= S. 1f) Eduard Kulke die Wiener Siegfried-Erstaufführung am 9.11.1878 zum Anlass, über die Bedeutung des Wurmes Fafner und die Drachenkampfszene nachzudenken, und erinnert sich an eine Gasthausszene nach der Bayreuther Aufführung [am 29.8.1876]:\n\"     \"Siegfried\" und \"Götterdämmerung\".\n\n     Aus Anlaß der Wiener Aufführungen besprochen von\n               Eduard Kulke.\n                    I.\n     Richard Wagner's Siegfrieddrama ist am 9. November 1878 am Wiener Hofoperntheater zum ersten Male aufgeführt worden und hat bis zum heutigen Tage mannichfache Vorstellungen erlebt [... über die Pausenverpflegung ...] \n\n     [... die Bedeutung der Drachenkampfszene ...] Schon in Bayreuth hatte ich Gelegenheit, diese Wahrnehmung zu machen; als ich nach der Siegfriedvorstellung mit meinem Freunde Anton Bruckner in Stützer's Weinstube saß, sagte ein neben mir sitzender Gast: Nein! das ist denn doch zu viel! Einen Wurm singen zu lassen, da hört sich Alles auf! Ich gebe zu, Wagner ist ein großer Meister, aber dieser singende Wurm, das ist gar zu lächerlich! Einen solchen Unsinn hätte er nicht machen sollen! [... Kulkes Gegenargument: die singende Statue im Don Giovanni ... ausführlich über die Drachenkampfszene ...] (Fortsetzung folgt.)\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187904195, "Datum": "(19.4.1879, Samstag)", "Haupttext": "Festabend des Konservatoriums anläßlich der Silberhochzeit des Kaiserpaares. Bruckner befindet sich zumindest nicht in der Reihe der Mitwirkenden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187904205, "Datum": "(20.4.1879, Weißer Sonntag)", "Haupttext": "4. und letztes Konzert der »Neuen Folge« (*) der Philharmonischen Konzerte unter Hans Richter mit Werken von Schumann (»Manfred«), Liszt (Solistin: M. Remmert), Reinhold und Beethoven (5. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 08:59"}, {"ID": 187904245, "Datum": "24.4.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Einweihung der Votivkirche in Wien. Aus diesem Anlaß weilte Bischof Rudigier vom 21. - 27.4.1879 in Wien (*).\n \nBruckner erhält zu diesem Anlass \"für die Zustandebringung\" der Orgel [vermutlich die Kollaudierung am 29.10.1878 gemeint] ein Dankschreiben von Erzherzog Karl Ludwig (**).\n \nBrief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler:\n     Bei dem gewünschten Urteil über Witts Rafaels-Messe (oder nur die Lamentationes) dürfe er sich auf Bruckner berufen [siehe die Anmerkung]. Heinrich Oberhoffer habe sein Referat zum Buch von Wilhelm Joos über die Messe vergessen, weswegen nun Traumihlers Name genannt werde. Die Messe von Joh. Bap. Benz sei unkirchlich. Besonders für den Novitätenanzeiger sei es schade, dass Traumihler sein Repertoire nicht veröffentliche (***).", "Letzte Änderung": "24.11.2024 21:30"}, {"ID": 187904265, "Datum": "26.4.1879, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\n \ndas Fremdenblatt Nr. 114 auf S. 11 (*),\n \nDie Presse Nr. 114 auf S. 11:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird um 11 Uhr aus Anlaß der silbernen Hochzeitsfeier Ihrer Majestäten ein feierliches Hochamt mit Te Deum abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder W. A. Mozart's Krönungsmesse, Graduale (Soloquartett mit Harmonium Volkshymne), von Professor Grüner und Offertorium (Duo für Sopran und Bariton) von Laurenz Weiß mit ersten Kunstkräften zur Aufführung bringen wird. Hoforganist Bruckner wird am Schlusse des Hochamtes die Orgelfuge über: \"Gott erhalte!\" spielen.\" (*a)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 5267 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*a)] Am Schlusse des Hochamtes wird Hof=Organist Professor Bruckner eine große Orgelfuge über: \"Gott erhalte!\" spielen.\" (**).\n \n[Vermutlich] Probe der f-Moll-Messe in Budapest. Notiz »Zum erstenmal aufgefürt in Ofen durch die Musikakademi [/] den 26/IV [1]879 [/] A [?] Sigmund« auf der Titelseite der 1. Violinstimme Nr. 3 (***).\n \nDie Wiener Zeitung Nr. 96 veröffentlicht auf S. 861-866 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 866 unter \"VII. Fertigkeiten\":\r\n     \"[... Stenographie, Phonographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...]\r\n     Harmonielehre: Fortsetzung vom 1. Semester: Contrapunct, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Nachmittags, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8.\r\n     [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:17"}, {"ID": 187904275, "Datum": "27.4.1879, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der f-moll-Messe in Ofen [Budapest] (*).\r\n     Einige Musiker machen Notizen in den Stimmen (Material der Wiener Hofmusikkapelle): »Erstemal aufgeführt durch die Ofene[r] [/] Musik Akademie in der [...?] [/] 27. April 1879 [Unterschrift unlesbar]« auf der Titelseite der 1. Violinstimme Nr. 1 (*a), »Budapest 1879 Aprilis 27.« auf der Titelseite der 2. Violinstimme Nr. 1 (*b), »den 27 April 1879 [/] Ofen Musik Akd« am Ende der Violastimme 2 (*c), »am 27 April 1879. Ofen« am Ende der Fagottstimme Nr. 1 (*d) und »27 4 79« am Ende der Paukenstimme (*e).\nHinweis auf die heutige Kirchenmusik im Neuigkeitsweltblatt Nr. 97, 2. Bogen, S. 1:\r\n     \"[inhaltlich wie am 26.4.1879] Am Schlusse des Hochamtes wird Hof=Organist Professor Bruckner eine große Orgelfuge über: \"Gott erhalte!\" spielen.\" (**).\nIn der Augustinerkirche Orgelimprovisation Bruckners über die Kaiserhymne anläßlich der Feier der Silbernen Hochzeit Kaiser Franz Josephs (***).\r\n     Zur Aufführung beim Hochamt um 11 Uhr gelangen unter Eders Leitung Mozarts Krönungsmesse, ein Graduale über die Volkshymne (mit Soloquartett) von Grüner und ein Offertorium (mit Sopran- und Baritonsolo) von Laurenz Weiß (°).\r\n     Von Joseph Haydn erklingt das \"Te deum\" Nr. 2 (°a).\nDer von Makart organisierte Festzug in der Ringstraße wird von ca. einer Million Zuschauer beobachtet (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187904295, "Datum": "(29.4.1879, Dienstag)", "Haupttext": "Brief von Brahms an Elisabeth von Herzogenberg: \n   Über den schlechten Unterricht am Konservatorium. »Man braucht nur die Lehrer zu sehen ...«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905005, "Datum": "Mai 1879", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Orchesterstärke (Streicher) in Karlsbad; Schablitzky (Universität): »Carlsbad: 4 I. Violinen [/] 3 II. [/] 2 Violen [/] 2 Celli [/] 2 Bässe« und »Schablitzky Quaestur an d Universität« (*).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1879 haben sich von der philosophischen Fakultät Josef Pamperl (* Oberhollabrunn/NÖ. ca. 1857) inskribiert (**) und von der juristischen Fakultät Peter Paul Burkart (H) und Emanuel Tjuka (H) (***).\n[etwa Ende April bis Anfang Mai 1879] Joh. Ev. Habert kommt nach Wien (°), wo er auch mit Zellner zusammentrifft, der ihm die Orgel des Musikvereinssaal vorführt, über welche Habert einen zweiteiligen Artikel veröffentlicht (°°).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 23:26"}, {"ID": 187905035, "Datum": "(3.5.1879, Samstag)", "Haupttext": "Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums unter Hellmesbergers Leitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905045, "Datum": "4.5.1879, Sonntag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 122 erwähnt in einer kurzen Notiz auf S. 9 die Aufführung der f-Moll-Messe am 27.4.1879: \n\n     \" - Von dem rühmlichst bekannten Componisten Bruckner ist eine Messe in Ofen aufgeführt worden, welche eine wahre Sensation erregt und ihrem Schöpfer die ungetheilteste Anerkennung eingetragen hat.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905065, "Datum": "6.5.1879, Dienstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 5277 berichtet auf S. 7 von der Aufführung der f-Moll-Messe am 27.4.1879 und von der Einweihung der Votivkirche am 24.4.1879:\n     \" - Bei dem aus Anlaß des Kaiser=Jubiläums in der Ofener Garnisonskirche stattgehabten Festgottesdienste ist die Messe in F-moll des berühmten Wiener Hof=Organisten Anton Bruckner zur Aufführung gelangt und hat, wie der Pester Lloyd berichtet, auf die Zuhörer einen überwältigenden Eindruck gemacht. - Dem genannten Künstler ist vom Protector Herrn Erzherzog Karl Ludwig anläßlich der Einweihung der Votivkirche in einem Handschreiben der besondere Dank für die Zustandebringung der schönen Orgel ausgesprochen worden.\"", "Letzte Änderung": "27.10.2024 18:33"}, {"ID": 187905075, "Datum": "7.5.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts zum Besten der »Concordia« [11.5.1879]\r\nin der »Wiener Zeitung«, Abendpost, S. 2 (»[... Mitwirkende: ...] Director Hellmesberger und Professor Pruckner. [...]«) (*),\r\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 125, S. 5 (»[... wir nennen ferner] Direktor Hellmesberger und den Meister der Orgel, Professor Pruckner. [...]«) (**),\r\nin der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 125, S. 3 (»[... wir nennen ferner] Direktor Hellmesberger und den Meister der Orgel Professor Pruckner. [...]«) (***),\r\nder Morgenpost Nr. 125 auf S. 4 (»[... wir nennen ferner] Director Hellmesberger und den Meister der Orgel, Professor Pruckner.«) (°),\nin der Neuen Freien Presse Nr. 5278 auf S. 6 (»[... wir nennen ferner] Director Hellmesberger und Professor Bruckner.«) (°°)\nund in der \"Presse\" Nr. 125 auf S. 10 (°°°).\n\r\nBeim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Franz Weber eine Orgelfuge von J. S. Bach (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905085, "Datum": "8.5.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen weisen auf Bruckners Mitwirkung am 11.5.1879 hin und geben das Programm bekannt: \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 126, S. 4f (»[...] Professor Pruckner [wird] eine neue Phantasie für Orgel spielen [...]«) (*), \nKonstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 126, S. 3f (»[...] Professor Pruckner [wird] eine neue Phantasie für Orgel spielen [...]«) (**), \nMorgenpost Nr. 126 auf S. 4 (»[...] Professor Pruckner [wird] eine neue Phantasie für Orgel spielen [...]«) (***), \nNeue Freie Presse Nr. 5279 auf S. 6 (»[...] Professor Bruckner [wird] eine neue Phantasie für Orgel spielen [...]«) (°),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 126 (»[...] Professor Pruckner [wird] eine neue Phantasie für Orgel spielen [...]«) (°°) \n\nund Die Presse Nr. 126 auf S. 10 (»[...] Professor Bruckner [wird] eine neue Phantasie für Orgel spielen [...]«) (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905095, "Datum": "9.5.1879, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 11.5.1879 in einigen Blättern:\nDeutsche Zeitung Nr. 2640 auf S. 7 (»[...] Erste Abtheilung: 1. Pruckner: Improvisirte Orgel=Phantasie, Professor Pruckner; 2. [...]«) (*),\nFremdenblatt Nr. 127 auf S. 6 mit identischer Schreibweise (**),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 127, S. 5 [derselbe Text] (***),\nKonstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 127, S. 3 (identischer Text) (°),\nMorgenpost Nr. 127 auf S. 4 (identischer Text) (°°),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 127 (identischer Text) (°°°),\nDie Presse Nr. 127 auf S. 11 (identischer Text, \"Bruckner\") (#).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:18"}, {"ID": 187905105, "Datum": "10.5.1879, Samstag", "Haupttext": "Auf das morgige Konzert machen nochmals mehrere Blätter aufmerksam: \nNeues Wiener Tagblatt Nr. 128 (»Professor Bruckner«) (*), \nDeutsche Zeitung Nr. 2641 auf S. 6 (»Professor Bruckner«) (**)\nMorgenpost Nr. 128 auf S. 4 (»Professor Pruckner«) (***)\nNeue Freie Presse Nr. 5281 auf S. 7 [?] (»Professor Bruckner«) (°)\nWiener Signale Nr. 20, S. 159 (»Pruckner«) (°°),\nDie Presse Nr. 128 auf S. 10 (\"Professor Bruckner\") (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905115, "Datum": "11.5.1879, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert\r\nim Neuen Wiener Tagblatt Nr. 129 (*),\r\nim Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 129 auf S. 5 (»... Professor Bruckner ...«) (*a),\nin der Deutschen Zeitung Nr. 2642 auf S. 7 ([Kolumne vermutlich datiert »10.3.1879«] »Morgen (Sonntag) Mittags um halb 1 Uhr«) (*b),\nin der »Presse« Nr. 129 auf S. 9 (*c),\nim Neuigkeitsweltblatt Nr. 109 auf S. 7 (S. 1 des 4. Bogens) (*d),\nin der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 129, S. 3 (Prof. Pruckner«) (**),\r\nin der Morgen-Post Nr. 129 auf S. 4:\r\n\"     *  Heute (Sonntag) Mittags um halb 1 Uhr findet im großen Musikvereins-Saale das große Concert zum Besten des Journalisten- und Schriftsteller-Vereines \"Concordia\" statt, in welchem die Damen: Fräulein d'Angeri und Fräulein Bianca Bianchi, sowie die Herren: Professor Bruckner, Maurice Dengremont, Director Hellmesberger, Rafael Joseffy und Gustav Walter mitwirken werden. Eintrittskarten [...]\" (***)\r\nund der Neuen Freien Presse Nr. 5282 auf S. 7 (°).\nBruckner wirkt als Orgelimprovisator bei dem »übervollen« Konzert zum Besten der »Concordia« im Großen Musikvereinssaal mit (°°).\r\n   Aufgeführt werden Werke von Leonard (Phantasie über »Dragons de Villard« mit Maurice Dengremont, Klavier: Hubert de Blanc), Schumann (»Frühlingslied«), Franz (»Herbstlied« mit Frl. d'Angeri), Pergolesi (Aria, Solist: Jossefy), Chopin (Präludium und Studie über Des-Dur-Walzer von Raphael Jossefy), Liszt (Tarantella aus »Venezia-Napoli« mit Joseffy), Mozart (Arie aus Figaro mit Bianca Bianchi), Mendelssohn (»Suleika« mit Bianchi, »Sommernachtstraum« mit Joseffy), Verdi (Arie aus »Don Carlos«, Gustav Walter - oder d'Angeri?), Kalliwoda (»Die Lerche«, Bianchi), Bellini (Rondo aus »Nachtwandlerin«, Bianchi und Felix Mottl), Rubinstein (»Asra« und »Persisches Lied« mit Walter), Brahms (»Sonntag« mit Walter) und Corelli (Violinsonate, bearbeitet für 20 Violinsolisten von Hellmesberger) (°°°).\r\n   Dem Konzert wohnt auch Prominenz bei: Erzherzogin Elisabeth, Erzherzogin Christine, Herzogin von Cumberland, Prinzessin Friederike von Hannover und der Kronprinz von Schweden (#).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 16:32"}, {"ID": 187905125, "Datum": "12.5.1879, Montag", "Haupttext": "Kurze, mit »h.« signierte Rezension des Konzerts vom 11.5.1879 in der Wiener Zeitung (Wiener Abendpost) Nr. 109 auf S. 2:\r\n      »h. (Concert.) [...] Es liefen im Programme dieses Concertes die Strahlen aller Gestirne zusammen, die gegenwärtig das Kunstleben Wiens erhellen. [... von Planeten (auswärtige Gäste) ...] von Fixsternen: Gustav Walter, der wohlgekannte Organist und Componist Bruckner. Jeder dieser Mitwirkenden entfesselte Stürme von Beifall [...]« (*),\nund der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 128, S. 2:\r\n    »[...] Kumulirung solcher künstlerischer Größen in einem Konzerte [...] Den Reigen der interessanten und kunstreichen Produktionen eröffnete der Organist Professor Pruckner, der in einer improvisirten Phantasie der Riesenorgel gewaltige, durch den weiten Saal wie Sturmeswehen dahinbrausende Töne entlockte. [...]« [keine Signatur (eine Kritik am 9.5.1879 war mit »-h.« signiert)] (**).\nBerichte auch im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 130, S. 4f\r\n      »[...] der lavasprühende Organist Bruckner [...] Eröffnet wurde das Konzert mit einer Orgelimprovisation von Bruckner. Der Meister phantasirte über ein selbsterfundenes Thema eine Viertelstunde lang. Man hätte ihm gerne noch länger gelauscht.\r\n     Unter seinen Händen entwickelte die Orgel des Musikvereinssaales erst ihre ganze gewaltige Kraft und Fülle, und wer bisher nur Herrn Zellner gehört hatte, ward ganz überrascht von der Vollkommenheit und Reichstimmigkeit des Instrumentes. [...] Das Konzert währte nahezu drei Stunden, ohne daß sich irgend Jemand ermüdet gefühlt hätte.\nk. st.« [Königstein] (***),\nin der Deutschen Zeitung Nr. 2643 auf S. 2f:\r\n      »[...] Die instrumentalen Leistungen des Orgel=Virtuosen Bruckner [...] erhöhten in gebührender Weise das Interesse [... man hätte so] ausgezeichneten Vorträgen noch lange Zeit hindurch lauschen können.\nF. G.« [Franz Gehring] (°),\ndem Fremdenblatt Nr. 130 auf S. 4:\r\n\"     –  Das Konzert, welches gestern zu Gunsten des Vereines \"Concordia\" im großen Musikvereins-Saale stattfand, hatte einen überaus glänzenden Erfolg. Das Saal war übervoll – bereits Samstag waren allen Sitzkarten vergriffen – und es gab Stürme von Beifall für die Damen d'Angeri und Bianchi und die Herren Dengremont, Joseffy, Walter, Professor Bruckner und für die trefflichen Violinisten des Konservatoriums unter der Leitung ihres Meisters des Herrn Direktor Hellmesberger. Obwohl das Konzert bis nach drei Uhr währte, blieb das Publikum vollzählig bis zum Schlusse, [...] In der Hofloge wohnten dem Konzerte bis zum Schlusse Ihre kais. Hoheitem die Erzherzoginnen Elisabeth und Christine, die Herzogin von Cumberland, Prinzessin Friederike von Hannover und der Kronprinz von Schweden bei.\" (°°),\nder Morgen-Post Nr. 130 auf S. 3:\r\n      »Das Concordia Concert. [...] Das Unwetter ... hatte den Beginn des Concertes etwas verzögert und gegen ein Uhr eröffnete es Professor Pruckner mit einer brillant executirten Original=Phantasie auf der Orgel [...] [Schlußsignatur:] W–n.« (°°°),\nim Neuen Wiener Tagblatt Nr. 130 auf S. 1f:\r\n»Das Frühlingsfest der \"Concordia\".\r\n   Das Konzert, das gestern Mittag zum Besten des Journalisten- und Schriftstellervereins \"Concordia\" stattgefunden, gehört zu dem [sic!] reichhaltigsten und imposantesten nicht nur der eben erlöschenden Saison, sondern der letzten Jahre überhaupt. [...] gedrängt voller Saal [...] ein Aufgebot aller interessanten Kunstkräfte, über die Wien im gegenwärtigen Moment zu verfügen hat [...] Den Beginn des Konzertes bildete Professor Bruckner mit einer kühn angelegten und glänzend durchgeführten Phantasie auf der Orgel. Bruckner sucht in der ganzen orgelspielenden Welt seines Gleichen und es war lebhaft zu bedauern, daß man diesen so verdienten Komponisten und Virtuosen bei der Eröffnung der Votivkirche, als es sich um die Vorführung der Orgel handelte, nicht zu finden wußte und ein nicht ganz Berufener sich ihm quer über den Weg stellen durfte. - [... über die weiteren Programmnummern, Lob für die Begleiter Mottl und (Violoncello) Weidinger ... seltener Genuß ...] man sehnte sich nicht ins Freie und hätte das Frühlingsfest bis zum Abend fort und fort genossen.\nW. Fr.« [Wilhelm Frey] (#)\nund in der \"Presse\" Nr. 130 auf S. 3 des Abendblatts:\r\n     \"      \"Concordia\"=Concert.\r\n     [... unvergleichlich ...] Es hatte sich an der Production allerdings die Elite der bei uns gegenwärtig en vogue stehenden Künstlerschaft betheiligt. [...]\r\n     Das Concert leitete der berühmte Orgelvirtuose Bruckner mit einer improvisirten Orgelphantasie ein, welche großen Beifall fand und dem Künstler mehrere Hervorrufe eintrug. Die mächtigen Klänge des hehren Instruments waren vor Allem geeignet, eine gehobene Stimmung hervorzurufen und damit die Empfänglichkeit für die folgenden Kunstleistungen zu heben. [...] (##).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:18"}, {"ID": 187905135, "Datum": "13.5.1879, Dienstag", "Haupttext": "Schreiben der »Concordia« an Bruckner:\n     Dankt für die Mitwirkung beim Konzert vom 11.5.1879, unterzeichnet von Edgar Spiegl und Z. K. Lecher [siehe die Anmerkung] (*).\n\r\nKritiken zum Konzert vom 11.5.1879 erscheinen\r\nim Fremdenblatt Nr. 131 auf S. 6:\r\n»     (Concordia=Konzert.) [...] Anton Bruckner, der gefeierte Orgelspieler, eröffnete die Reihe der Vorträge mit einer improvisirten Orgelphantasie, welche das Gepräge momentaner Entstehung deutlich an sich trug. Herr Bruckner beherrscht die Orgel, wie kein Zweiter in Wien, nur bedauern wir seine Hinneigung zum homophonen Styl, die uns bei diesem, in alle Schliche der Kontrapunktik eingeweihten Meister doppelt unerklärlich ist. Er trug indessen stürmischen Beifall davon und wurde nach seinem virtuosen Vortrag wiederholt gerufen. [...] Das Konzert der \"Concordia\" war, wie man schon aus unseren Andeutungen ersieht, reich an Genuß. Die Kritik hatte nicht viel dabei zu thun - sie war ja zu Gaste geladen.      sp.« [Speidel] (**)\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 5284 auf S. 1 - 3:\r\n           »Feuilleton.\r\n                 Oper und Concert.\n     Ed. H. [Hanslick] Vier gastirende Primadonnen [...] haben in jüngster Zeit das Hofoperntheater flott erhalten [... u.a. über den Auftritt von Frl. Bianchi, die auch am 11.5. mitwirkte, ...] Die Reihe der Instrumental=Vorträge eröffnete Herr Hof=Organist Professor Anton Bruckner mit einer Orgel=Phantasie, worauf der kleine Violin=Virtuose Dengremont und schließlich der brillante Pianist Herr Raphael Joseffy das Publicum durch Bravourstücke in vergnügtes Erstaunen setzten. [...]« (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:20"}, {"ID": 187905145, "Datum": "14.5.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 12, S. 68, über das Konzert vom 11.5.1879:\r\n   »[...] Das Programm vervollständigte eine Orgelimprovisation des Professors Bruckner [...]« (*).\nBeim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Luzzatto eine Orgelfantasie von Eckhardt (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 10:10"}, {"ID": 187905175, "Datum": "17.5.1879, Samstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 11.5.1879 [durch Czeke?] in den »Wiener Signalen«, 2. Jahrgang (1878/79), Heft Nr. 21, S. 165:\r\n   »Concerte.\r\n - Einen brillanteren Abschluß hätte die diesjährige Concert=Saison nicht finden können [...] Die renommirtesten Kunstkräfte, welche Wien im gegenwärtigen Momente in seinen Mauern beherbergt, nahmen daran Theil. [...] Herr Professor Bruckner eröffnete das Concert mit einer improvisirten Orgel=Phantasie, welches [sic!] die Klangwirkungen dieses mächtigen Instrumentes in seinen Grenzen der Stärke=Grade zeigte. [...]« (*).\nNotiz über die Aufführung der f-Moll-Messe [27.4.1879 in Ofen] in der Illustrierten Zeitung Leipzig Nr. 1872 auf S. 389:\r\n   »- Eine Messe des bekannten Componisten Bruckner ist in Ofen aufgeführt worden und brachte ihrem Schöpfer ungetheilte Anerkennung ein.« (**).", "Letzte Änderung": "22.09.2024 09:20"}, {"ID": 187905185, "Datum": "18.5.1879, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 115 berichtet auf S. 3 von der Orgelimprovisation [am 11.5.1879] und über die Aufführung der f-Moll-Messe in Ofen [am 27.4.1879]:\r\n   » § Musik. Unser berühmter Landsmann, der k. k. Hof=Organist Herr Anton Bruckner, feiert fortwährend neue Triumphe. So mußte derselbe am Sonntag im Konzerte der Konkordia in Wien auf der Orgel improvisiren und hatte dabei einen riesigen Erfolg. Sämmtliche Blätter sprechen sich hierüber übereinstimmend in der rühmenswerthesten Weise aus, betonen, daß die Phantasie kühn angelegt und glänzend durchgeführt war und daß Herr Bruckner überhaupt in der ganzen Welt seines Gleichen suche. Ferner wurde kürzlich in Ofen aus Anlaß des Kaiserfestes Bruckner's große F-Messe aufgeführt. In der Besprechung dieser Messe sagt der \"Pester Lloyd\": Selbe gehöre unter die schönsten und schwierigsten Werke moderner Kirchenmusik; das Pester Blatt rühmt den echt religiösen Charakter der Messe, die polyphone und doch klar hervortretende Stimmführung, nennt die Harmonien wunderschön und modulationsreich und sagt, daß der Eindruck auf die Zuhörer ein überwältigender war.«", "Letzte Änderung": "25.08.2025 13:25"}, {"ID": 187905195, "Datum": "19.5.1879, Montag", "Haupttext": "Alois Weinwurm gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905215, "Datum": "(21.5.1879, Mittwoch)", "Haupttext": "Beerdigung von Alois Weinwurm.\nBrief von Rudolf Weinwurm an den Frohsinn: \n»Linz 21. Mai 879. An den hochgeehrten Verein\n\"Frohsin[n]\"!\n   Für die gütige und erhebende Theilnahme des verehrten Vereines \"Frohsin[n]\" bei dem Leichenbegängniße meines unvergeßlichen Bruders Alois am heutigen Tage erlaubt sich im eigenen und im Namen der ganzen Familie den wärmsten und in[n]igsten Dank auszusprechen\nhochachtungsvoll ergebenst\nRud. Weinwurm,\nk. k. Profeßor,\nChormeister des\nWiener-Män[n]ergesangvereines.« (*). Der Sängerchor des Staatsgymnasiums unter Leitung von Rafael Loidol [Oddo Loidol] trägt einen Trauerchor Karl Santners vor; außerdem wirkt der »Sängerbund« unter Max Brava mit (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905235, "Datum": "23.5.1879, Freitag", "Haupttext": "Skizze (\"Scitze 23. Mai [1]879\") zum Finale des Quintetts beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905245, "Datum": "24.5.1879, Samstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Franz Weber eine Orgelfuge über BACH von Schumann.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:38"}, {"ID": 187905255, "Datum": "(25.5.1879, Sonntag)", "Haupttext": "2. Interner Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins »Zur Geburtsfeier R. Wagner's« im Bösendorfer-Saal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905305, "Datum": "30.5.1879, Freitag", "Haupttext": "[20.5.1879?] Postkarte Bruckners an Pius Richter. Dankt für eine Gefälligkeit und möchte sich revanchieren. \n»[Vorderseite] [An] Seine Hochwohlgeboren Herrn H. Pius Richter, kk Hofkapellmeister Compositeur etc loco am Hof N 6.\n[Rückseite:] Hochwohlgeborner H Hofkapellmeister! / Für die großartige Güte danke ich / sehr; da ich Samstag Abends u Dienstag / Morgens Schule habe, kann ich ohnehin / Nichts unternehmen. Im Gegentheile / ich biethe wieder meine mir gestat/teten Dienste ergebenst an. / Mit Respekt / E. H. ABrmp. / 30./5. [1]879.« (*). (Der Wiener Akademische Wagner-Verein veranstaltet zum Abschluß der ersten Wiener Gesamtaufführug des »Ring des Nibelungen« eine Fest-Kneipe, bei der auch Hans Freiherr von Wolzogen und Ferdinand Jäger, der Siegfried-Darsteller, anwesend sind (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187905315, "Datum": "31.5.1879, Samstag", "Haupttext": "Bruckners Mitwirkung bei der morgigen Kirchenmusik wird von mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nDie Presse Nr. 149 auf S. 11:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird Capellmeister Leopold Eder um 11 Uhr Josef Haydn's Mariazeller=Messe, Graduale (Contra=Altsolo) von Laurenz Weiß und Offertorium (Sopransolo) von Karl Czerny zur Aufführung bringen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 149 auf S. 6 (**)\nund Illustriertes Wiener Extrablatt Nr. 149, S. 3 (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:20"}, {"ID": 187906005, "Datum": "Juni 1879", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Quintett Juni 1879 beendet« [vgl. 25.6.1879].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187906006, "Datum": "etwa Juni 1879", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium [z.B. 16.6.1879].\r\nBruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\nbei den Vorbildungsschulen\r\n   »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (4 Zöglinge.) [/] Vergeiner Hermann.« (*),\r\nbei den Ausbildungsschulen\r\n   »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (2 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang: Luzzatto Fortunato. [/] II. Jahrgang: Weber Franz.« (**),\r\nbei Musiktheorie\r\n   »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Herrn Prof. Bruckner. (16 Zöglinge.) [/] Brischar Franz, Burgarth Franz, Denhof Ernst, Korngold Julius, Meißner Anton, Schalk Franz.« [Vergeiner hörte Harmonielehre bei Krenn] und\r\n   »Classe für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. (8 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang: Dittrich Rudolf. [/] II. Jahrgang: Löwe Ferdinand, Mandl Bela, Schalk Josef, Weber Franz, Zaschel Josef.« (***).\nZum Abschluß seiner Ausbildung erhält Franz Weber ein Diplom und wird mit der Gesellschafts-Medaille ausgezeichnet (°).", "Letzte Änderung": "16.11.2024 13:10"}, {"ID": 187906015, "Datum": "1.6.1879, Sonntag (Pfingsten)", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Aufgeführt werden um 11 Uhr unter Eders Stabführung Haydns Mariazeller Messe, ein Graduale (mit Kontra-Altsolo) von Laurenz Weiß und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Carl Czerny.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187906035, "Datum": "(3.6.1879, Dienstag)", "Haupttext": "Kommers des 7. Allgemeinen Österreichischen Lehrertages, an dem auch der Schubertbund mitwirkt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187906075, "Datum": "7.6.1879, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik machen einige Blätter aufmerksam:\n \nDie Presse Nr. 155 auf S. 10:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird um 10 Uhr Capellmeister Leopold Eder Haydn's Nelsonmesse, Graduale (Altsolo) von Laurenz Weiß und Offertorium (Sturmchor) von Eybler aufführen und werden die Soli die Damen Josefine Weyringer, Minna Obrist und das Qui tollis Hofopernsänger Eduard Nawiasky vortragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 155 auf S. 6 (**),\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 155, S. 3 (***)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 5308 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:23"}, {"ID": 187906085, "Datum": "8.6.1879, Sonntag", "Haupttext": "Orgelspiel in der Pfarrkirche Alservorstadt. Zur Aufführung kommen unter Leopold Eders Leitung um 10 Uhr Haydns Nelson-Messe, ein Graduale (mit Altsolo) von Laurenz Weiß und ein Offertorium (Sturmchor) von Josef Eybler. Solisten: Josefine Weyringer, Mina Obrist und im »Qui tollis« Eduard Nawiasky.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187906135, "Datum": "ca. 13.6.1879, Freitag", "Haupttext": "Brief Traumihlers an Bruckner [?]: \n     Gratuliert zum Namenstag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187906165, "Datum": "16.6.1879, Montag", "Haupttext": "Am Wiener Konservatorium finden die »Concurse für Harfe, Orgel, Violoncell, Contrabaß und Blasinstrumente« statt. Zur Jury gehören Hellmesberger, Dr. Gerh. v. Breuning, Rudolf Bibl, A. Drill, J. M. Grün und Dr. Theodor Helm.\r\n»Orgel.\r\n(Classe Bruckner.)\r\nI. Jahrgang.\r\nII. Preis: Herr Luzzatto Fortunato. - Hesse: Fuge von Mozart. [sic!]\nI.* [= einstimmig] Preis: Herr Weber Franz. - J. S. Bach: Toccata, D-moll.« (*).\n \nDie Presse Nr. 164 kündigt auf S. 3 des Abendblatts die Gedächtnisfeier vom 19.6.1879 an:\n     \"(Gedächtnißfeier.) Der \"Schubertbund\" veranstaltet am kommenden Donnerstag 10 Uhr Vormittags, in der Votivkirche eine Gedächtnißfeier an weiland Kaiser Max von Mexico an dessen Sterbetage und bringt hiebei das \"Deutsche Requiem\" von F. Schubert, für Männerchor und Orgel eingerichtet vom Chormeister Franz Mair, zur ersten Aufführung. Die Orgel spielt der Hoforganist Herr Professor Bruckner. Das Gedächtnißamt celebrirt unter Assistenz P. Hermann Schubert, Ehrenmitglied des \"Schubertbund\".\" (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 10:11"}, {"ID": 187906175, "Datum": "17.6.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Die Morgenpost Nr. 165 kündigt auf S. 3 die Gedächtnisfeier vom 19.6.1879 an:\n      \" * (Für Kaiser Max.) Der \"Schubertbund\" veranstaltet am nächsten Donnerstag um 10 Uhr in der Votivkirche eine Gedächtnißfeier für Kaiser Max von Mexiko, dem Gründer der neuen Kirche, und bringt hierbei das \"Deutsche Requiem\" von F. Schubert, für Männerchor und Orgel, eingerichtet vom Chormeister Franz Mair, zur ersten Aufführung. Die Orgel spielt der Hoforganist, Herr Professor Bruckner. - Das Gedächtnißamt celebrirt unter geistlicher Assistenz Herr Professor P. Hermann Schubert, Stiftspriester und Festtagsprediger zu den Schotten, Stiefbruder des Componisten Franz Schubert.\" (*).\n \nEine nahezu identische Ankündigung erscheint auch in der Neuen Freien Presse Nr. 5318 auf S. 4:\n     \"(Gedächtnißfeier für Kaiser Max.) Der \"Schubertbund\" veranstaltet am nächsten Donnerstag, 10 Uhr, in der Votivkirche eine Gedächtnißfeier für Kaiser Max von Mexico, dem Gründer der neuen Heilandskirche († 19. Juni) und bringt hiebei das Deutsche Requiem von F. Schubert, für Männerchor und Orgel eingerichtet vom Chormeister Franz Mair, zur ersten Aufführung. Die Orgel spielt der Hoforganist Herr Professor Bruckner. Das Gedächtnißamt celebrirt unter geistlicher Assistenz Herr Pater Hermann Schubert, Stiftspriester und Festtagsprediger bei den Schotten, Stiefbruder des Componisten Franz Schubert, Ehrenmitglied des \"Schubertbund\".\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187906185, "Datum": "18.6.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der Gedächtnisfeier vom 19.6.1879 in der Militärzeitung \"Vedette\" auf S. 408 (= S. 6):\n     \"(Trauermesse für Kaiser Max von Mexico.) Morgen, den 19. Juni, als am Todestage des Kasiers Max von Mexico, des Gründers der Votivkirche, wird der \"Schubertbund\" in der genannten Kirche um 10 Uhr Vormittags das deutsche Requiem von F. Schubert (arrangirt vom Chormeister F. Mair) zur Aufführung bringen. Die Trauermesse wird Herr P. Hermann Schubert celebriren und für die Orgel wurde der Hoforganist Herr Professor Bruckner gewonnen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187906195, "Datum": "19.6.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Gedächtnisfeier des Schubertbundes in der Votivkirche anläßlich des 12. Todestages von Kaiser Maximilian von Mexiko mit einem von Franz Mair für Männerchor und Orgel eingerichteten Requiem von Ferdinand Schubert [recte: Franz Schubert, DV 621] (mit Bruckners Mitwirkung (*)).\nIm Bericht werden außerdem erwähnt: Benediktinerpater P. Hermann Schubert (der jüngste Stiefbruder von Franz Schubert) als Zelebrant, der Wiener Männergesangverein; Bibl, Pius Richter, Rotter; Krejci, Skuhersky und Foerster (Prag), Brosig (Breslau), Rheinberger (München), Stehle (St. Gallen), J. S. Bach, Liszt, Hr. Ritter (**).\n \nÜber diese Feier berichtet Die Presse Nr. 167 auf S. 3 des Abendblatts:\n     \"[Text nahezu identisch mit dem Ankündigungstext] Die Orgel spielte der Hoforganist Professor Bruckner.\" (***).", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:04"}, {"ID": 187906255, "Datum": "25.6.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Finale des Quintetts beendet. Datierung \"Wien 25. Juni 1879\" auf der Schlußseite.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907005, "Datum": "Juli 1879", "Haupttext": "Kalendernotiz: »Copist: H Franz Hlawaczek Josefstadt, Lammgasse No 12., 3. Stiege 2. Stock, Thür 29.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907025, "Datum": "2.7.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Beim »Concurs für Composition« am Wiener Konservatorium erhält Alfred Stroß einstimmig den 1. Preis für den 1. Satz einer Symphonie. Bruckners Orgelschüler Luzzatto wird für den 1. Satz eines Klavierquintetts mit einem 2. Preis bedacht.", "Letzte Änderung": "19.02.2024 10:11"}, {"ID": 187907055, "Datum": "5.7.1879, Samstag", "Haupttext": "Bruckners morgiges Orgelspiel wird von einigen Zeitungen angekündigt:\n \nDie Presse Nr. 183 auf S. 10:\n     \"In der Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von W. A. Mozart, Graduale (Baritonsolo) und Offertorium (Sopransolo) von Frau Ernestine de Bauduin zur Aufführung bringen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 183 auf S. 6 (**)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 5336 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:23"}, {"ID": 187907065, "Datum": "6.7.1879, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Es erklingen, von Eder geleitet, eine Messe von Mozart und Graduale (mit Baritonsolo) und Offertorium (mit Sopransolo) von Ernestine de Bauduin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907075, "Datum": "7.7.1879, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Kathi Kachelmayr für Juli, August und September bezahlt; Universitätsschluß: »7. Juli Fr Kathi Monatgeld für Juli. Aug. Sept. - [/] 7. Juli Universitätsschluß.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907105, "Datum": "10.7.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Zeugnis des Wiener Konservatoriums für Josef Schalk, unterzeichnet von Josef Hellmesberger und L. A. Zellner. Bruckner ist als Kontrapunktlehrer eingetragen (*).\nKritik (»Nachrichten aus nah und fern«) zur Gedenkfeier vom 19.6.1879 in den Wiener Blättern für Katholische Kirchenmusik Nr. 10, S. 7f [nicht signiert; die Herausgeber sind Josef Böhm und Dr. Carl Hausleithner (dieser möglicherweise der Verfasser?)] (**).\r\n   Sehr kritische Bemerkungen über Bruckners anzuzweifelnde besondere Qualitäten als Organist (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907125, "Datum": "12.7.1879, Samstag", "Haupttext": "Komposition des Quintetts mit der Beendigung des Scherzos abgeschlossen. Datierung \"Wien 12. Juli 1879\" am Ende des Trios (*)\nBeim 1. Abschlußkonzert des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Franz Weber eine Orgelfuge in G-Dur von J. S. Bach (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907155, "Datum": "15.7.1879, Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »15. Juli. (Frl) Schlosser. Josestädterst 45. [sic]« [Hlawaczek siehe »Juli 1879«] [siehe die Anmerkung] (*).\nBeim 2. Abschlußkonzert des Wiener Konservatoriums wird der 1. Satz einer preisgekrönten Symphonie von Alfred Stroß aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "10.12.2024 09:44"}, {"ID": 187907185, "Datum": "18.7.1879, Freitag", "Haupttext": "Komposition des Graduale »Os justi« [WAB 30], das Ignaz Traumihler in St. Florian für das Augustinusfest am 28.8.1879 gewidmet ist, in Wien abgeschlossen. [Überschrift:] »Os justi. (Lydisch.) Graduale.«, [am Schluß:] »Wien den 18. Juli 1879. [/] A Brucknermp -« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907255, "Datum": "25.7.1879, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Traumihler:\r\n     Gratulation zum Namensfest (*). Dankt für Traumihlers Namenstagsgruß [zum 13.6.1879]. Übersendet das gewünschte »Os justi« (**). Ob der Text komplett sei (***)? Er plane die Aufführung zusammen mit der d-moll-Messe Ende Oktober 1879 in der Hofkapelle. Das Quintett sei fertig und Hellmesberger darüber sehr erfreut. Dankt für die Einladung [nach St. Florian?]; sein Ferienbeginn sei 17.8.1879, falls nicht Bibl eher zurückkomme. Grüße an Prälat [Moser] und Dechant [wahrscheinlich Philipp Mayr (°)].", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:59"}, {"ID": 187907256, "Datum": "nach dem 25.7.1879", "Haupttext": "Probe des »Os justi« in St. Florian. Wie Wiesner und Aigner berichten, war Traumihler anfangs »frappiert« und vor allem mit dem fugierten Mittelteil nicht einverstanden (*).\nBruckner muß noch in Wien von Traumihlers Änderungswunsch und vom Fehlen des Alleluja-Verses »Inveni David« verständigt worden sein und den Mittelteil etwa Ende Juli bis spätestens 17.8.1879 umgearbeitet haben. Noch vor dem Schreiben der Widmungspartitur wurde von einem Kopisten der Stimmensatz dieser 2. Fassung geschrieben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907284, "Datum": "vor dem 28.7.1879", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an das Kultusministerium [mutmaßlicher Inhalt]:\n     Bittet um Gewährung einer Remuneration für die Universitätsvorlesungen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187907285, "Datum": "28.7.1879, Montag", "Haupttext": "Komposition des »Inveni David« [WAB 20], das dem Graduale »Os justi« nachgestellt ist (*).\n \nDer Unterrichtsminister [Karl Stremayr] bewilligt auf Bruckners Eingabe eine Remuneration von 800 fl. für die Lektorentätigkeit an der Universität (**).", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:54"}, {"ID": 187907315, "Datum": "31.7.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung Bruckners in seinem Exemplar von F. W. Marpurgs »Abhandlung von der Fuge. Neu bearbeitet, mit erläuternden Anmerkungen und Beispielen vermehrt von S. Sechter« (Wien 1843) [WAB 255].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187908005, "Datum": "August 1879", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: St. Florian, Aumann, »Zu Weihnachten: 50 fl nach Oberösterreich« [1878 geschehen oder für 1879 geplant? Für Rosalia Hueber und Ignaz Bruckner?]. Kostenaufstellung für Eisenbahnfahrt nach Linz [?]: »St. Flor Aumann: Christus factus est. Dextera Domini.«, »Zu Weihnachten: 50 fl. nach Oberösterreich.« und Auflistung von Ausgaben (Stichwörter: Eisenbahn, zur Bahn, Kutscher, Bedienung, nach Linz, Endsumme 30 fl).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:35"}, {"ID": 187908065, "Datum": "6.8.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Datum unterstrichen (auch 5. und 7.8.) und Zusatz »6. Schneeberg« (*).\nVom 5.8. bis 7.8.1879 Ausflug mit Joseph Schalk u.a. zum Schneeberg (**).", "Letzte Änderung": "01.09.2024 11:10"}, {"ID": 187908105, "Datum": "10.8.1879, Sonntag", "Haupttext": "Dekret der N. Ö. Statthalterei an das Dekanat betr. Remuneration:\n\"      Z. 24708.\n     Der Herr Minister für Cultus und Unterricht hat mit dem hohen Erlasse vom 28. Juli 1879 Z. 11594 über ein unmittelbar an das hohe Ministerium gerichtetes Einschreiten des Hoforganisten und Professors am Conservatorium in Wien Anton Bruckner demselben für die im Studienjahre 1878/9 an der Wiener Universität als Lector abgehaltenen Vorträge über Harmonielehrer und Contrapunkt eine Remuneration von Achthundert /:800:/ Gulden bewilligt.\n     Die kk. n.ö. Landeshauptkasse wird demnach unter Einem angewiesen, dem Genannten, diesen Betrag gegen vorschriftsmäßig gestempelte vom Dekanate der philosophischen Fakultät vidirte Quittung und Vorweisung der Intimation zu erfolgen.\n[verso:]\n     Hievon wird das Dekanat zur weiteren Verständigung in die Kenntnis gesetzt.\n     Wien, Am 10 August 1879.\n       Für den Statthalter:\n                [Unterschrift \"Pitner\"]\n[unten:]\n        An\n     das Decanat der philosophischen Fakultät\n                            in\n                                        Wien.\"\nKanzleivermerke am 14.8.1879 und 15.8.1879.", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:06"}, {"ID": 187908145, "Datum": "14.8.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Aktenvermerk \"prs. 14. August [1]879 | Z. 763\" rechts oben auf dem Schreiben vom 10.8.1879.\nDarunter der Kanzleivermerk vom 15.8.1879.\n\n\nAdresse in der unteren Blatthälfte:\n\"Kk. n.ö. Statthalterei | An | das Dekanat der | philosophischen Fakultät | in | Wien. | /: via acad. Senat :/ | Z. 24708. | [Bleistift:] Opernring No. 3.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187908155, "Datum": "15.8.1879, Freitag", "Haupttext": "Aktenvermerk unterhalb des Aktenvermerks vom 14.8.1879 auf dem Schreiben vom 10.8.1879:\n\"Für H Anton Bruckner Lector an d. kk Univ. in WIen eine Abschft cap [?]\n                   15/8 879\n            [Paraphe unleserlich].\n\n\nAdresse in der unteren Blatthälfte:\n\"Kk. n.ö. Statthalterei | An | das Dekanat der | philosophischen Fakultät | in | Wien. | /: via acad. Senat :/ | Z. 24708.\n\n[Bleistift:] Opernring No. 3.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187908175, "Datum": "17.8.1879, Sonntag", "Haupttext": "Beginn von Bruckners Ferien (*).\nIn diesem Sommer könnte Bruckners Besuch (mit Josef Greck und Karl Zeitlinger) auf der Burg Altpernstein mit der Führung durch den Förster Wischenbart stattgefunden haben (**).\nMöglicherweise erste Skizzen zur 6. Symphonie (***).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 20:54"}, {"ID": 187908215, "Datum": "21.8.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"15\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt am 28.8.1879 ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187908237, "Datum": "Sommer 1879", "Haupttext": "In St. Florian improvisiert Bruckner auf der Orgel für einige Offiziere über Militärthemen (*). In der Schwimmschule hatte ihm Matthias Lehner das Thema der »Retraite« vorgepfiffen (**).", "Letzte Änderung": "09.11.2024 14:28"}, {"ID": 187908285, "Datum": "28.8.1879, Donnerstag (St. Augustinus)", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 198 schreibt auf S. 3:\r\n   » § Musik. Aus St. Florian wird uns berichtet, daß am Donnerstag, den 28. August, am Augustinus=Tage in der Stiftskirche die sechsstimmige Messe von Palestrina aufgeführt wird, wobei unser Meister, Hoforganist Bruckner, die große Orgel spielen wird. Wir glauben, Freunde der Musik auf diesen Kunstgenuß aufmerksam machen zu sollen.« (*).\nIn St. Florian Uraufführung des »Os justi« [WAB 30] und des dazugehörigen »Inveni David« [WAB 20] unter Ignaz Traumihler, dem die Werke gewidmet sind (**).\r\nIm Aufführungsverzeichnisses des Stiftes ist notiert: \"Grad. de novo compositum a Domino Bruckner a 4 u. 8 voc. ex F /:Os justi/\" (**a).\r\nBruckner spielt beim Gottesdienst Orgel (***).\nEr reist noch am selben Tag ab (Aufenthalt im Stift seit 21.8.1879) (°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:41"}, {"ID": 187908315, "Datum": "(31.8.1879, Sonntag)", "Haupttext": "13seitiger Brief von Joh. Ev. Habert an Bernhard Deubler:\r\n     Über seine Probleme mit Traumihler. Anfangs habe dieser Haberts Projekt eines österreichischen Cäcilienvereines nicht entgegen gestanden, seine Meinung nach einem Artikel in Haberts Zeitschrift geändert und Bischof Rudigier beeinflusst. Haberts berufliche Pläne waren dem Scheitern nahe. F. X. Witt habe eine Alleinherrschaft bei der cäcilianischen Bewegung angestrebt. Die Vorbehalte gegen Maurachers Orgelumbau in St. Florian habe auch Josef Seiberl geteilt. Außerem sei die Orgel im Vergleich zu der im Wiener Musikverein überteuert und klinge roh. Die Sierninger Orgel sei nach Haberts (und nicht nach Maurachers) Plänen disponiert worden. Traumihler plane, sich zu Habert in Witts Blättern zu äußern. Habert werde Briefe Witts übersenden, damit Traumihler Witts Intrigen beurteilen könne.\r\n     [... außerdem erwähnt: Chorherr Michael Dörr, Orgelbauer Joh. Bap. Mayer, Kontakte zu Stift Einsiedeln, Gregoriusblatt, Domkapellmeister Georg Viktor Weber aus Mainz, Karl Kettl (von den Christlichen Kunstblättern), Josef Angermayr, Georg Arminger (Steyr/Linz), der Pfarrer von Niederthalheim, Orgel in Admont, Chrismann, Christian Forster (Oberösterreichischer Diözesan-Cäcilien-Verein)].", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:19"}, {"ID": 187908325, "Datum": "August/September 1879 (?)", "Haupttext": "Während der Ferien besucht Bruckner in Schwanenstadt für fünf Tage Herrn Stiegelbauer, der am Klavier einen Teil des »Germanenzugs« gespielt hatte, und dann für eine Woche das Ehepaar Mayfeld.", "Letzte Änderung": "17.12.2024 14:11"}, {"ID": 187909055, "Datum": "5.9.1879, Freitag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 206 veröffentlicht auf S. 473-478 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität (Semesterbeginn 1.10.1879) und meldet auf S. 478 unter \"VII. Fertigkeiten\": \n\n     \"[... Stenographie, Phonographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] \n\n     Harmonielehre: Accordenlehre, Vorbereitung und Auflösungen der Accorde in Dur und Moll, Uebungen im bezifferten Baß, Tonwechslung, enharmonische Schritte, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8. (Publicum ) [... Turnen, Fechtkunst ...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909075, "Datum": "(7.9.1879, Sonntag)", "Haupttext": "Kaiser Franz Joseph hält sich in Linz auf und wird u.a. auch vom »Frohsinn« begrüßt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909125, "Datum": "12.9.1879, Freitag", "Haupttext": "Datierung auf einer [Bruckner gewidmeten] Photographie Moritz von Mayfelds.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909135, "Datum": "13.9.1879, Samstag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"11\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt am 18.9.1879 ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909185, "Datum": "18.9.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner reist aus St. Florian ab (*).\n\nAufnahmeprüfung für Streich- und Blasinstrumente, Harfe, Orgel, Musiktheorie, mündlichen Vortrag und Nebenfächer am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909225, "Datum": "22.9.1879, Montag", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium. Eröffnungsfeier um 9 Uhr im Großen Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909236, "Datum": "Herbst 1879", "Haupttext": "Eckstein lernt durch einen befreundeten Kapellmeister Bruckner kennen, den er in der Folgezeit öfters sieht und trifft.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909245, "Datum": "24.9.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Komposition des 1. Satzes der 6. Symphonie in Wien begonnen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187909265, "Datum": "26.9.1879, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz »26. Sept pecc.« [peccavi = ich habe gesündigt]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910004, "Datum": "Schuljahr 1879/80", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 22.9.1879]. Im Kapitel »B. Unterrichtsleitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper. [/] I. Ordentliche Lehrer: [/] [...] 6 Herr Ant. Bruckner, Professor. (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel).« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium zählen Franz Brischar (»aus Jedlersee, 20 J. - Hrn. V. I., Cpt.«) (Kontrapunkt), Rudolf Dittrich (»aus Biala, 18 J. - Vl. A. II., Cpt. II., Clv. III.«) (K), Ludwig Franz [recte Fronz] [siehe die Anmerkung] (»Franz Ludwig, 20 J. - Hml.«) (Harmonielehre), Carl Last (»16 J. - Hml., Clv. II.«) (H) und Lorenz Ritter (H) (**).\nAls Orgelschüler sind verzeichnet: Josef Baßwald (» aus Bruck a/L., 22 J. - Org. V. Cpt.«), Carl Luze (»aus Altenmarkt, 15 J. - Org. V., Clv. I., A. M.«), Lorenz Ritter (»aus Mariazell, 15 J. - Org. V. (Rept.) [**a], Hml., Clv. II.«), Franz Seifert (»21 J. - Org. V.«), Adolf Veith (»15 J. - Org. A. I., Cpt. I. Clv. III.«) und Hermann Vergeiner (»aus Freistadt, 20 J. - Org. A. I., Cpt., Clv. III.«) (***).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres [vielleicht auch in Brucknerschen Kursen] spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Ferdinand Hellmesberger (»16 J. - Vc. V. III., Clv. II.«), Robert Hirschfeld (»aus Groß Meseritsch, 22 J. - Cpt.«) [bis zum 21.4.1880], Carl Hruby (»10 J. - Vl. V. C., I. Abth.«), [»Leo Janacék, aus Hochwald, 25 J. - Comp. I., G. d. M.«], Paul Janko (»aus Totis, 23 J. - Clv.A. II.«), Julius Korngold (»aus Brünn, 19 J. - Cpt. I.«) [bis zum 3.12.1879], Emil Lamberg (»aus Pest, 17 J. - Clv. V. III.«), Carl Lillich (»18 J. - Vl. A. II.«), Theodor Luka (»20 J. - Comp. A. I.«), Rudolf [Raoul] Mader (»aus Preßburg, 23 J. - Clv. A. III., Comp. II., G. d. M.«), Carl B. Oehn (»26 J. - Cpt. I., Clv. II., G. d. M.«), Franz Schalk (»16 J. - Vl. A. II., Cpt. I.«) [bis zum 21.11.1879], Josef Schalk (»22 J. - Clv. A. III., G. d. M.«) und Theodor Schwendt (»aus Winzendorf, 14 J. - Vl.A. I., Cpt., Clv. III.«) (°).\nVon den 7 [recte: 6?] Orgelschülern gehören 2 zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern 2 ganz und 3 [4?] nicht vom Schulgeld befreit waren, einer war »Stiftling«. 8 Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Harmonielehre als Hauptfach und 8 Kontrapunkt. Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 114 und Kontrapunkt von 29 Schülern besucht (°°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 4. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] C. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelschulen.) [/] Effectiver Schülerstand: 24. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunct, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 25. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°°). - Dem gedruckten Stundenplan zufolge hatte Bruckner folgende Unterrichtseinteilung: Orgel Dienstag 10 - 12 und Donnerstag 10 - 12, Harmonielehre als Hauptfach Dienstag 12 - 14 [»12 -2«], Donnerstag 12 - 2 und Samstag 12 - 2, Kontrapunkt Dienstag 17 - 19 (»V [= Vormittag! recte »N«] 5 - 7«) und Donnerstag 17 - 19 (#).\r\nDie in der rechten Spalte angegeben Zahlen ermöglichen es, anhand des Orientierungsplans auf S. 66 die Lage von Bruckners Unterrichtsraum zu bestimmen (##).", "Letzte Änderung": "11.06.2025 11:48"}, {"ID": 187910005, "Datum": "Oktober 1879", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Schweitzerhaus Familie Kutilek (Frl) General Inspektor der Nordbahn.« [siehe die Anmerkung] (*).\r\nKalendernotiz »H Obermair Freitag 3 - 5 Uhr [/] Samstag 1/2 6 - 1/2 8 Uhr [/] Frl Haeffner Mittw 6 Uhr Abends« (**).", "Letzte Änderung": "25.11.2024 08:37"}, {"ID": 187910015, "Datum": "1.10.1879, Mittwoch", "Haupttext": "In Bösendorfers »Neuer Wiener Zeitschrift für Musik« Jahrgang 1, Nr. 1 wird die in Kürze erscheinende 3. Symphonie Bruckners angekündigt (*).\n \nBeginn des Wintersemesters an der Wiener Universität [Bruckners erste Vorlesung demnach am 6.10.1879] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910045, "Datum": "4.10.1879, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\nDie Presse Nr. 273 auf S. 3 des Abendblatts:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird um 10 Uhr das Minoriten=Ordensfest feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder die Festmesse von Karl Kempter, Graduale (Baritonsolo) von Director Johann Krall und Offertorium (Sopransolo) von Laurenz Weiß zur Aufführung bringen wird und werden die Soli Frau Professorin Pessiak v. Schmerling, Fräulein Caroline Ritter und Herr Julius v. Nagy vortragen. Hoforganist Professor Bruckner wird am Schlusse die Orgelfuge über \"Gott erhalte\" spielen.\" (*),\n \ndas Fremdenblatt Nr. 273 auf S. 11 (**)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 5426 auf S. 4:\n      \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Professor Bruckner wird am Schlusse eine Orgelfuge über \"Gott erhalte!\" spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:24"}, {"ID": 187910055, "Datum": "5.10.1879, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist um 10 Uhr bei der Kirchenmusik in der Pfarrkirche Alservorstadt mit. Am Schluß des Gottesdienst spielt er eine Orgelfuge über die Kaiserhymne. Aufgeführt werden unter Leitung Leopold Eders eine Festmesse von Karl Kempter, ein Graduale (mit Baritonsolo) von Krall und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Laur. Weiß. Solisten: Frau Pessiak v. Schmerling, Frl. Karoline Ritter und Julius v. Nagy.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910106, "Datum": "10./11.10.1879, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »I.mal v. 10. auf 11. Okt. Nachts Fenster geschlossen«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910165, "Datum": "16.10.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Abends zu schneien angefangen;«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910175, "Datum": "17.10.1879, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Schnee«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910185, "Datum": "18.10.1879, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Signale Nr. 34 kündigen auf S. 270 an, daß in den Abenden des Hellmesbergers-Quartetts Bruckners Streichquintett erstmals aufgeführt werden wird: »[...] Bruckner, Quintett (neu) mit zwei Violinen [...]« [gemeint wohl: zwei Violen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910216, "Datum": "21./22./23.10.1879, Dienstag/Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Dienstag den 21. Kopfschmerzen (Migräne) bis Abends. Mittwoch 22. Abends u. Nachts 1. Nachkopfschmerz (dauert bis zum Morgen d. 23.)«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910265, "Datum": "(26.10.1879, Sonntag)", "Haupttext": "Im Konzert der Musikgesellschaft »Accord« wird die 2. Serenade von Fuchs aufgeführt.", "Letzte Änderung": "20.02.2023 23:44"}, {"ID": 187910295, "Datum": "(29.10.1879, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187910315, "Datum": "31.10.1879, Freitag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 254 kündigt auf S. 9 an, daß am 9.11.1879 die d-Moll-Messe, das »Os justi« und das »Ave Maria« [WAb 6] aufgeführt werden wird:\r\n»(K. k. Hofcapelle.) Kirchenmusik in der k. k. Hofcapelle. Austheilung für den Monat November 1879: [... dreispaltig:] 9. Dom. XXIII. post Pent. | Missa: D\r\nGraduale: Os justi\r\nOffert.: Ave Maria | [Schweifklammer] }Bruckner.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911005, "Datum": "November 1879", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [Rotts Schrift:] »Hans Rott. I. Rothenthurmstraße No 16. 4. Stock«, [Bruckner:] »Weber 8. Bez. Laudongasse N 14, 3. Stiege, 2. Stock, Thüre 26.«, [fremde Schrift:] »Anton Schmidt Goldschmidgasse N 11 I. Stock« und [Bruckner:] »Rudolf Krzyzanowski Weinhaus, Johannesgasse N 28.« (*).\r\nKalendernotizen: »Frl Punzet [siehe die Anmerkung] war bei Prof. Krenn. [/] [von fremder Hand] Risa Haeffner per Adresse Bruder. Promenadeplatz in Pressburg [/] [Bruckner] Prof Karl Hüttl Ober-Realschul Prof II. Malzgasse 5. [/] Eberhard Schwickerath. Wieden, Hungelbrunn-Gasse 2. I. Thür 4.« (*a).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1879/80 haben (hatten) sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert\r\nJosef Aichinger (**), (Cyprian Galembiawski) [= Porumbescu] [siehe die Anmerkung] (***), Otto von Liebieg [Liebig/Liebweg (858/509)? * Drachenberg 25.9.1857] (°), (Paul Müller) (°°), Josef Schnabl und Rudolf Steiner (°°°),\r\nvon der juristischen Fakultät Rudolf Braun (H), Peter Paul Burkart (H), Erwin Freiherr von Ferstel (H), Otto Gottlieb (H) (Eintrag wieder gestrichen), Karl Gruss (H), Gustav Herr (H), Richard Hofer (H) (Eintrag wieder gestrichen), Hubert Kirschner (H), Josef Neubauer (H), Alexander Poppovic (H) (Eintrag wieder gestrichen), Ernst Schnabel (H) und Anton Vergeiner (H) (#).", "Letzte Änderung": "08.06.2025 11:50"}, {"ID": 187911015, "Datum": "1.11.1879, Samstag", "Haupttext": "Beim Hochamt in der Hofkapelle werden Werke von Joseph Haydn (Messe Hob 22/9), Salieri und Eybler (Fremit mare) aufgeführt (*).\r\n   Kalendernotiz Bruckners: »1. Nov. 1879 habe Segenmesse u Segen Dienst gemacht. War im Hochamt in der Hofkapelle unten. (B Messe v Haydn. Tremet mare etc.)« (**).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 17:10"}, {"ID": 187911025, "Datum": "2.11.1879, Sonntag (Allerseelen)", "Haupttext": "Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (*). (Im Konzert der Philharmoniker in der Hofoper dirigiert Brahms sein Requiem und Hans Richter Werke von Mendelssohn und Beethoven (Eroica) (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911065, "Datum": "(6.11.1879, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911085, "Datum": "8.11.1879, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Aufführung von d-Moll-Messe, »Os justi« und »Ave Maria« [WAB 6] wird von mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nFremdenblatt Nr. 307 auf S. 7 (*),\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 307, S. 3 (**)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 5460 auf S. 4:\n     (Kirchenmusik.) Am Sonntag den 9. November kommen zur Aufführung: In der k. k. Hofburg=Capelle Messe in D, Graduale (Os justi) und Offertorium (Ave Maria) von Bruckner.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:26"}, {"ID": 187911095, "Datum": "9.11.1879, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im Neuigkeitsweltblatt, 2. Bogen, S. 3:\n     \"Kirchenmusik in Wien. Heute, Sonntag, den 9. November kommen zur Aufführung: In der k. k. Hofburg=Kapelle Messe in D, Graduale (Os justi) und Offertorium (Ave Maria) von Bruckner, - [...]\" (*).\n \nIn der Hofkapelle dirigiert Bruckner die d-moll-Messe, als Graduale das »Os justi« und als Offertorium das »Ave Maria« [WAB 6] (**).\r\n   Verwendet wird bei der Messe das von der Uraufführung 1864 stammende, von Schimatschek geschriebene Stimmen-Material, in dem sich die Musiker Simandl und Franz Braun verewigt haben (***). Theodor Rättig erlebt die Aufführung mit (°).\n \n(1. Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Werken von Bach, Saint-Saens, Goldmark, Mendelssohn und Beethoven (°°)).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:02"}, {"ID": 187911105, "Datum": "10.11.1879, Montag", "Haupttext": "Erste Datierung in Rafael Loidols Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung.", "Letzte Änderung": "17.08.2026 14:41"}, {"ID": 187911115, "Datum": "11.11.1879, Dienstag", "Haupttext": "In der \"Presse\" Nr. 310 wird auf S. 10 das morgige Konzert (mit Teilen der 3. Symphonie) angekündigt.", "Letzte Änderung": "12.02.2025 08:07"}, {"ID": 187911125, "Datum": "12.11.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Im 3. Internen Abend des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal spielen Mottl und Paumgartner den 2. und 3. Satz der 3. Symphonie in einer Fassung für Klavier vierhändig (*), außerdem auf 2 Klavieren Liszts Symphonische Dichtung »Ideale« (**).\r\n     Auf dem Programm stehen noch Werke von Cornelius (Duett aus »Barbier von Bagdad«), Richard Wagner (aus »Holländer«, »Meistersinger«, Kaisermarsch) und Beethoven (aus »Fidelio«). Weitere Mitwirkende sind Herr Schütte-Harmsen, Anna d'Angeri, Herr S. Weltlinger, Herr Schmidt und Schalk (***).\r\n     Unter den Hörern sind die Minister v. Hofmann und Stremayr und die Professoren Gänsbacher, Epstein, Door u.a. und der Kritiker Eduard Schelle (#).", "Letzte Änderung": "24.09.2024 19:18"}, {"ID": 187911134, "Datum": "ca. Mitte November 1879", "Haupttext": "Besprechung der am 9.11.1879 aufgeführten d-moll-Messe [vermutlich] durch Theodor Rättig in der »Neuen Wiener Zeitschrift für Musik« Nr. 5, S. 38.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911145, "Datum": "14.11.1879, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 12.11.1879 mit den Mittelsätzen der 3. Symphonie in der »Presse« Nr. 313 auf S. 11 [die Kolumne ist nicht mit »13.11.1879« datiert]:\r\n    » - Gestern veranstaltete der „Wiener akademische Wagnerverein” im Saale Bösendorfer seinen dritten diesjährigen musikalischen Abend [...] Das Programm [...] enthielt vier Instrumental=Nummern [...] von Bruckner „Adagio” und „Scherzo” aus dessen „D-moll-Symphonie” [...] von den Herren Mottl und Dr. Paumgartner [...] ungemein wirksam ausgeführt. [...] Insbesondere überraschten die beiden Sätze aus der „Symphonie”, welche in der That, namentlich aber das „Scherzo”, von genialer Conception sind und dem Componisten einen wahrhaft sensationellen Erfolg einbrachten. [...]« [keine Signatur] (*).\nBericht über dasselbe Konzert in der Neuen Musikalischen Presse (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:33"}, {"ID": 187911165, "Datum": "16.11.1879, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 12.11.1879 mit 2 Sätzen der 3. Symphonie im Wiener »Musiker-Courier« III (1879/80) Nr. 7, S. 27: \n   »[...] Einen seltenen Genuß gewährte der erste diesjährige interne Abend des academischen Wagner-Vereines. [...] Die flammende Begeisterung der Vortragenden pflanzte sich auf die Zuhörer fort und ließ nur den einen Wunsch aufkommen: eine baldige Orchester-Aufführung der herrlichen Werke, die sich heute mit einer Wiedergabe am Clavier begnügen mußten. Ed. M.« (*). (Im 1. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter werden Werke von Beethoven, Bach/Esser, Schumann (4. Sinfonie) und des anwesenden Dvorak (**a) aufgeführt (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911175, "Datum": "17.11.1879, Montag", "Haupttext": "Datierung in Loidols Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911185, "Datum": "(18.11.1879, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911195, "Datum": "19.11.1879, Mittwoch (Buß- und Bettag)", "Haupttext": "Komposition des 3. Finales der 4. Symphonie begonnen (*).\nEduard Schelle lobt in der ”Presse” Nr. 317 auf S. 1 in seiner Kritik der 3. Symphonie [12.11.1879] auch die ”geschmackvolle Ausstattung” der bei Rättig erschienenen Partitur:\r\n          »Feuilleton.\r\n           Concerte.\r\n     Nun die Saison eröffnet ist, finden sich allmälig die wohlbekannten stehenden Erscheinungen an. [... zu ihnen gehört nun auch der Wagner-Verein ... Besprechung der 3. Symphonie und des Erstdrucks, vom Text im Revisionsbericht nur in den Wörtern »Oeffentlichkeit« und Ueberspannte« abweichend ... Signatur \"E. Schelle\" auf S. 2)] (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 10:17"}, {"ID": 187911205, "Datum": "20.11.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel in der »Neuen Wiener Zeitschrift für Musik« Jahrgang 1, Nr. 6, über das Konzert vom 12.11.1879 mit 2 Sätzen der 3. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911225, "Datum": "22.11.1879, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\n \nDie Presse Nr. 320 auf S. 3 des Abendblatts:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird um 11 Uhr eine Messe von Robert Führer, Graduale (Sopransolo) von Camilla Nordmann und Offertorium (Sopransolo) von Director Johann Krall zur Aufführung gebracht. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \ndas Fremdenblatt Nr. 320 auf S. 6 (**)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 5473 auf S. 5:\n     \"[inhaltlich wie (*)] Hof=Organist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:28"}, {"ID": 187911235, "Datum": "23.11.1879, Sonntag", "Haupttext": "Orgelspiel in der Augustinerkirche. Zur Aufführung kommen um 11 Uhr eine Messe von Führer, ein Graduale (mit Sopransolo) von Camilla Nordmann und ein Offertorium von Krall.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911295, "Datum": "(29.11.1879, Samstag)", "Haupttext": "Brahms bringt mit Hellmesberger seine Violinsonate op.78 zur Uraufführung in Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187911305, "Datum": "(30.11.1879, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Mozart, Schumann und Beethoven (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "10.08.2025 08:30"}, {"ID": 187912005, "Datum": "Dezember 1879", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [Fremde Schrift:] »J. Meßner Hernals Kirchengasse 40«, [Bruckner:] »pro Kopfschmerz: Roboranz Whyti. Holländerthee.«, »Kothe Musikgeschichte 2. Auflage 90 xr«, »Igel: Quittri Confectionär Rothenthurmstraße« und »Breg - 4. Hauptzollamt Herrengasse.« (*).\n[Möglicherweise schon vor dem 19.11.1879 oder erst 1880 (?) geschriebene] Notiz in der Partitur des 1. Satzes der 6. Symphonie [ohne Angabe des Jahres]: »Majaróny Decembr.« [siehe die Anmerkung] (**).\nVermerk Bruckners \"III. Satz [/] N 2 Intermezzo [/] zum Quintett. [/] A. Bruckner [/] Dez. 1879.\" auf der Titelseite des Autographs des \"Intermezzo\" (***).", "Letzte Änderung": "15.11.2024 20:04"}, {"ID": 187912065, "Datum": "(6.12.1879, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium (*). Gründungsliedertafel des Wiener Akademischen Gesangvereins in den Sophiensälen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187912075, "Datum": "(7.12.1879, Sonntag)", "Haupttext": "2. Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Werken von Schubert, Herbeck, Gluck, Brahms (Klavierkonzert d-moll) und Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187912105, "Datum": "10.12.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Uraufführung des Chores »Das hohe Lied« [WAB 74] in einer Probe des Wiener Akademischen Gesangvereins unter Bruckners Leitung. \n\n   »In der Probe vom 10. December 1879 sang der Verein den ihm von Professor Anton Bruckner gewidmeten Chor: »Das hohe Lied« unter persönlicher Leitung des Componisten.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187912115, "Datum": "(11.12.1879, Donnerstag)", "Haupttext": "4. Interner Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im Bösendorfer-Saal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187912145, "Datum": "(14.12.1879, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Wagner (Faust-Ouvertüre), X. Scharwenka (Solist: der Komponist) und Mendelssohn (3. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187912215, "Datum": "21.12.1879, Sonntag", "Haupttext": "»21. Dec. [1]879.« Beendigung des »Intermezzos« [WAB 113], das auf Veranlassung Hellmesbergers als Ersatz für das Scherzo des Quintetts geschrieben wurde (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 294 berichtet auf S. 4 von einem Orgelkonzert Karl Waldecks am 18.12.1879 in der Linzer Stadtpfarrkirche:\r\n   » § Orgel=Konzert. Ein zahlreiches Auditorium versammelte sich Donnerstag Abends in der Stadtpfarrkirche, um dem Konzerte beizuwohnen, welches der hiesige Dom=Organnist Herr Karl Waldeck aus Anlaß der Vollendung der neuen Orgel dieser Kirche veranstaltet hat. [... Lob für die Orgel ... über das Programm, Waldecks Improvisation über »Es ist bestimmt in Gottes Rath« ...] Durch die kontrapunktische Durchführung dieses Themas zeigt sich Herr Waldeck als der würdige Jünger seines Freundes Bruckner. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "28.04.2025 16:19"}, {"ID": 187912216, "Datum": "nach dem 21.12.1879", "Haupttext": "Kopistenabschrift [Franz Schalks] des Intermezzos mit Bruckners eigenhändigem Kontrollvermerk \"ABr.\". \"Intermezzo. III. Satz (N° 2) (zum Quintett.) ... Anton Bruckner (Dez. 1879) ... Molto moderato (Sehr mässig)\". Die genauere Datierung am Schluss. Notenpapier mit 18 Systemen, lose Folio-Blätter, 7 2/3 Seiten, ohne Ortsangabe.", "Letzte Änderung": "24.01.2025 23:39"}, {"ID": 187912225, "Datum": "22.12.1879, Montag", "Haupttext": "Christbaumfeier des katholischen Waisen-Hilfsvereins im großen Musikvereinssaal in Wien. Unter den Anwesenden sind der Protektor Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este, Therese von und zu Liechtenstein, Graf und Gräfin Leo Thun, FZM Graf Huyn, Gräfin Bray, Conrad von Eybesfeld, Gräfin Ida Piatti, Graf und Gräfin Ferdinand Degenfeld, Gräfin Cigala, Gräfin Louise Taaffe, Comtesse Marie, Comtesse Louise, Helene Taaffe, Antonie Merveldt, Gräfin Marie Wickenburg, Baronesse Waiglsburg, Baroninnen Marie Kreß und Julie Kreß, Anna Edle v. Lagusius, Familie Ridler Edle v. Greif in Stein, Prälat Leopold Stöger, Kanonikus Rudolf Koller, Vereinspräsident Stefan Worell, Sekretär Anton Schöpfleuthner und viele andere Gäste, ungefähr 5000 Besucher. Zu Beginn der Feier spielt Bruckner ein Orgelpräludium.", "Letzte Änderung": "08.10.2024 16:55"}, {"ID": 187912245, "Datum": "24.12.1879, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"12\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt am 29.12.1879 wieder ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187912255, "Datum": "25.12.1879, Donnerstag", "Haupttext": "Das Neuigkeitsweltblatt Nr. berichtet auf S. 1 des 2. Bogens von der Christbaumfeier am 22.12.1879 (unter Angabe prominenter Anwesender, ohne Signatur):\n     \"Das Christkind bei den Waisenkindern.\n     Der unter dem Protektorate Sr. kais. Hoheit des Herrn Erzherzogs Franz Ferdinand von Oesterreich=Este stehende katholische Waisen=Hilfsverein in Wien veranstaltete am Abend des 22. Dezember im großen Musikvereinssaale seine stututenmäßige Christbaumfeier.\n     [... anwesende Prominenz ...]\n     Die Versammlung wurde eröffnet mit einem herrlichen Orgelpräludium, vorgetragen vom Herrn Prof. Bruckner. Hierauf begrüßte Präsident Herr Stefan Worell [... über den Ablauf der Feier ...] Zwischen diesen Vorträgen wurde die Vertheilung der Christgeschenke vorgenommen.\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "08.10.2024 16:55"}, {"ID": 187912285, "Datum": "28.12.1879, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 298 meldet auf S. 3:\r\n   » § [Zu] Unseres genialen Landmannes Anton Bruckner d-moll Symphonie Richard Wagner gewidmet, erscheint nächste Woche ein Klavier=Arangement [sic] zu vier Händen und ist in der k. k. Hofmusikalienhandlung Vinzenz Fink zu haben.« (*).\n(4. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Haydn, Popper und Brahms (2. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "19.10.2025 09:46"}, {"ID": 187912295, "Datum": "29.12.1879, Montag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 24.12.1879 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 187912324, "Datum": "Ende der 1870er Jahre", "Haupttext": "[hypothetische Datierung, siehe die Anmerkung]\nBruckner besucht mit seinem Schüler Söldner [vermutlich: Josi Söldner] eine Wirtschaft (Gause oder Kühfuß) und belehrt ihn, dass der erfahrene Pilskenner Pilsner Bier nie im Krügel, sondern im Seidel zu sich nimmt. Die Anzahl der getrunkenen Seidel notiert er durch Striche mit einem verrußten Zündholz auf der Tischdecke [siehe die Anmerkung] (*).\n \n[ohne Datierungsmöglichkeit]\r\nEinlegezettel in einem Notenband \"Sang und Klang\":\r\n\"Notenbuch meiner Großmutter Maria Josefa Truksa-Wistawel [? Wistavel? Wistarel?] 12. II [IX?] 1870 - 24.IV 1945 Sie war eine begabte Pianistin und Klavierlehrerin. Sie legte ihre Prüfungen am Konservatorium bei Anton Bruckner ab und errang bei Konzerten immer den 1. Preis. | Ludwig Knorr 1925 | Krems/Donau\" [siehe Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:55"}, {"ID": 187912325, "Datum": "vor 1880", "Haupttext": "Photographie Bruckners [IKO 9], im Atelier Louis Bauer angefertigt.", "Letzte Änderung": "19.05.2025 07:12"}, {"ID": 188000005, "Datum": "1880", "Haupttext": "Photographie Bruckners [IKO 10] von Othmar v. Türk (*).\nStradal wird Bruckners Schüler (**).\nRott fertigt eine Particell-Abschrift des Andantes der 4. Symphonie (2. Fassung) an (***).\nKlavier-Aufführung der 4. Symphonie durch Löwe und [vermutlich] Zottmann in einem Konzert des Wagner-Vereins; Hans Richter wird für das Werk gewonnen (°).\n[?] Orgelimprovisation Bruckners in Klosterneuburg (°°).\n[1880 oder später] Stradal und Göllerich spielen Koch und Dr. Boller 2 Sätze der 3. Symphonie vor (#).\nEintragung von Bruckners Adresse in der Fremdenkartei des Konskriptionsamtes (##).\nKalendernotizen Bruckners (nach dem 22.10.1880 geschrieben?):\r\n»H Caro. Hotel Kummer. Mariahilf.« und [nächste Seite, o.D.] Vinzenz Hudetz Mariahilf Fillgradergasse No 6, 2. Stock 6. Dreihufeisengasse N 11, 2. Stiege 2. Stock Thür 22. [/] Ed. Kremser II. Bez. Novaragasse 53.« (###) und »Frl [Pohoryles?]: Montag 9 Uhr. [/] Baron [Ehrenfels] [Montag] 10 - 12 [/] Schwickerath [auch Montag?] 12 - 2« [zu Ehrenfels siehe die Anmerkung] (a).\nIn Fromme's Musikalischer Welt, Jahrgang 1880, ist Bruckner auf S. 116 (Musikalische Statistik) als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (Harmonielehre, Kontrapunkt, Orgel) erwähnt und auf S. 122 (K. k. Hof- u. Kammermusik, Hofmusiker) als Organist verzeichnet. In der Rubrik »Wiener Musiker-Adressen« (S. 140) ist [im Gegensatz zu den Vorjahren] seine Wohnungsadresse nicht angegeben (b).\nIm Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 8. Jahrgang, wird auf S. 19 Bruckner als Mitglied angeführt (c).\nIn der Krypta der Stiftskirche St. Florian werden in der Westnische der Gruft die vom aufgelassenen Friedhof stammenden Gebeine aufgeschichtet (d).\nIgnaz Bruckner wird von Dr. Denk (Linz) an beiden Augen erfolgreich operiert (e).", "Letzte Änderung": "19.05.2025 13:47"}, {"ID": 188000007, "Datum": "Anfang 1880", "Haupttext": "Bruckner interessiert sich für Franz Schaumanns Opernlibretto »Ilse«, das dieser Sucher in Leipzig gegeben hatte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001005, "Datum": "Januar 1880", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »[fremde Hand:] Victor Keller VI. Mariahilferstraße 51. [Bruckner:] 1. Stiege 1. Stock. 19. Thür. H Dr Keller.« und [nach dem 16.1.1880 geschrieben] »Gustav Mahler 4. Bez. Floragasse N 7 Florabad 4. Stiege 3. Stock«. Die Dienste an der Hofkapelle sind mit den Ziffern 1 bis 3 markiert (welche Ziffer Bruckner sich zuwies, ist nicht zu ersehen).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001015, "Datum": "1.1.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Erscheinungsdatum von Gustav Mahlers Klavierauszug der 3. Symphonie (*).\n(Brief Gustav Huebers an seine Eltern, Johann Nepomuk und Rosalia Hueber (Vöcklabruck):\r\n   Dankesgrüße und Glückwünsche zum Neuen Jahr (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001045, "Datum": "(4.1.1880, Sonntag)", "Haupttext": "Im Kleinen Musikvereinssaal wird unter Mottls Leitung eine Serenade von Eduard Schütt aufgeführt (*).\nIn einem Konzert Josef Labors in Wien wird auch ein Chor Joh. Ev. Haberts (ein Damenquartett) aufgeführt (**).", "Letzte Änderung": "21.03.2023 20:56"}, {"ID": 188001065, "Datum": "(6.1.1880, Dienstag)", "Haupttext": "Außerordentliches Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber, Mendelssohn (Solist: Sarasate) und Beethoven (9. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001085, "Datum": "8.1.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Kopfschmerz Migrän bis Morgens den 9.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001125, "Datum": "12.1.1880, Montag", "Haupttext": "Datierung in Loidols Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001165, "Datum": "16.1.1880, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Bis 16. Jänner eing. Lect. H. Schmidt«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001175, "Datum": "17.1.1880, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf die morgige Kirchenmusik\n \nim Fremdenblatt Nr. 17 auf S. 6 (*)\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 5527 auf S. 5 (**).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:29"}, {"ID": 188001185, "Datum": "18.1.1880, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der \"Presse\" Nr. 18 auf S. 9:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin kommt um 11 Uhr eine Messe von Diabelli, Graduale (Altsolo) vom Hofcapellmeister Benedict Randhartinger und Offertorium (Violinsolo mit Chor) von Anton Stecher zur Aufführung. Herr Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*).\n \nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Aufgeführt werden um 11 Uhr eine Messe von Diabelli, ein Graduale (mit Altsolo) von Randhartinger und ein Offertorium (mit Violinsolo) von Anton Stecher (**).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »a« [wieder gestrichen] beim Datum (***).\n(Josef Labor wirkt beim Konzert der Wiener Singakademie im Kleinen Musikvereinssaal als Pianist mit (u.a. mit Miniaturen von Joh. Ev. Habert) (°).", "Letzte Änderung": "23.05.2024 19:05"}, {"ID": 188001205, "Datum": "20.1.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung von Mozarts »Don Giovanni« unter Hans Richter an der Wiener Hofoper (Solisten: Beck, Rokitansky, Friedrich-Materna, Scaria, Schuch-Proska etc.). Bruckner besucht diese Vorstellung mit Karl Waldeck, Karl Mathias, Martin Einfalt und dem Wiener Lehrer Bruckmüller.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001265, "Datum": "26.1.1880, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »a« beim Datum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188001285, "Datum": "28.1.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei Februar 1880): »Beim Industriellen-Ball getanzt mit Frl. Igler, Frl. Marie Werndl aus Steyr, Frl. Waldheim und Frl. Winter (Mölkl), nicht getanzt mit Frl. Nouva (Onkel in Triest).« [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "22.12.2024 07:42"}, {"ID": 188001315, "Datum": "31.1.1880, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei Januar 1880 und Februar 1880): Beim Kostümfest getanzt mit Frl. Englmann, Frl. Spitz (deren Bruder bei Gutmann angestellt ist) und Frl. Reinhold, nicht getanzt mit Frl. Blum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002005, "Datum": "Februar 1880", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Die Dienste an der Hofkapelle sind wöchentlich durchnumeriert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002015, "Datum": "(1.2.1880, Sonntag?)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Händels »Messias«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002025, "Datum": "2.2.1880, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »b« beim Datum.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002035, "Datum": "(3.2.1880, Dienstag)", "Haupttext": "Abschieds-Konzert Joachims. Orchester unter Hellmesbergers Leitung. Brahms dirigiert selbst die Aufführung seines Violinkonzertes mit Joachim als Solisten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002045, "Datum": "4.2.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel in der »Deutschen Zeitung« Nr. 2904 (Morgenausgabe) auf S. 1f, signiert »C. B.«: »Anton Bruckner. (Porträt eines Wiener Musikers.)«. Geschildert werden Bruckners Alltagsverhalten, seine Unsicherheit bei einer Probe der 2. Symphonie [vermutlich 26.10.1873 gemeint], sein Besuch in Bayreuth [13.9.1873] und Wagners Bemerkungen über Herbeck. Wagner habe versprochen, die 3. Symphonie als Zwischenaktmusik in der »Walküre« aufzuführen (*).\nKlavier-Uraufführung der Mittelsätze der 4. Symphonie [siehe die Anmerkung] durch Mottl und Paumgartner beim Konzert des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal (**) im 1. Internen Abend (***).\r\n   Auf dem Programm stehen außerdem Werke von J. S. Bach (Sonate A-Dur für Violine und Klavier: Julius Winkler und Felix Mottl), Beethoven (Clärchens Lieder: Mila Kupfer), Richard Wagner (Tonbild aus »Siegfried« mit Paumgartner und Mottl und Nornenszene aus »Götterdämmerung« mit Fanny Goldmann, Louise Ricchini, Louise Weiß), Weber (Arie aus »Oberon«: Mila Kupfer) (°) und Schubert (Quartett-Satz in c-Moll);\r\n   weitere Mitwirkende: Julius Winkler, Fritz Skallitzky, Hans Kreuzinger, Richard von Perger und Prof. Wallnöfer (°°).\r\n   Rafael Loidol [Oddo Loidol] notierte zur Besprechung vom 10.2.1880 eine Anmerkung in sein Studienheft (°°°).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:03"}, {"ID": 188002065, "Datum": "6.2.1880, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners (bei März 1880):\r\n   »Beim Vergnügungsabend des Akademischen Gesangvereins getanzt mit Frl. Keller, Frl. Wagner, Frl. Eisner, beiden Frl Prausek [siehe die Anmerkung] und Frl. David« (*).\nJohann August Dürrnberger in Steyr gestorben. Zum Begräbnis schickte Bruckner einen Riesenlorbeerkranz (**).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 09:53"}, {"ID": 188002075, "Datum": "7.2.1880, Samstag", "Haupttext": "Lobender Artikel im »Neuen Wiener Tagblatt« Nr. 37, S. 5, über die Teilaufführung der 4. Symphonie am 4.2.1880:\r\n   »[...] In Nummer drei des Programms lernte man den ersten Satz und das Scherzo (Jagdbild) aus der noch unedirten Es-dur-Symphonie Bruckner's kennen. In diesen zwei Sätzen sprudelt so viel eigenartiges Leben, waltet ein so starkes musikalisches Naturel vor, daß im ganzen Auditorium der Wunsch, auch die anderen Sätze kennen zu lernen, rege wurde und daß zu hoffen ist, das Manuskript werde recht bald seinen Verleger finden. [...] der Komponist Herr Bruckner mußte zu wiederholten Malen auf dem Podium erscheinen, um seinem Dank Ausdruck zu geben.« (*).\nBericht hierüber auch in der Morgen-Post Nr. 37 auf S. 4, signiert »Mor. A-r.« [Moritz Adler]:\r\n»[...]\r\n      Es folgten zwei Sätze einer neuen Symphonie (Es-dur) von Bruckner, dem bescheidenen Künstler und verdienstvollen Lehrer, der vor drei Jahren mit einer D-moll-Symphonie eine solch schmerzhafte, aber verdiente Niederlage erlitten hat. Man kennt die Art dieses Musikers, wie er titanische Felsblöcke mit banalstem Alltagsstaube mischt, und, indem er zu sehr contrapunktischen Spielereien nachgibt sich um die besten Ideen und Effecte bringt. Der erste Theil des neuen Werkes entspricht diesem Bilde, doch was ihm an Zustimmung und Freunden fehlen durfte, wird reichlich durch den Erfolg des Scherzo, eines Jagdbildes, ausgeglichen werden, das eine glänzende Paraphrase aller waidmännischen Natur- und Hornrufe enthält und auch bei der heutigen Aufführung, welche die Herren Mottl und Paumgartner im vierhändigen Clavier-Arrangement nach Wunsch besorgten, stürmische Anerkennung erhielt. Wir freuen uns, das Werk in vollem Orchesterschmucke hören und dann mehr darüber sagen zu können. [...]     Mor. A–r.« (**).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:31"}, {"ID": 188002085, "Datum": "8.2.1880, Sonntag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 11 erwähnt in ihrem Nachruf auf Johann August Dürrnberger auf S. 3 auch Bruckner: \n\n               \"   †\n\n          Johann August Dürrnberger.\n      Herr Johann August Dürrnberger, jubil. Landesbuchhalter, emerit. k. k. Professor des Generalbasses und der Harmonielehre, [...] ist gestern, Freitag den 6. Februar, um 3 Uhr Morgens in Steyr nach längerer Krankheit [...] im 80. Lebensjahr selig im Herrn entschlafen.\n     [.... Biographisches ... er erteilte] unentgeltlich Unterricht im Generalbaß und in der Harmonielehre, und zählt einen Großtheil der oberösterreichischen Lehrerwelt, dann Musiker ersten Ranges, wie Bruckner, Habert und andere - zu seinen Schülern, bis zu seinem Tode von allen geliebt und hochverehrt. \n\n     [... über Ehrungen ... lebte die letzten 12 Jahre bei seinem Sohn, dem Vorstadtpfarrer ...]\n     Das Leichenbegängniß findet am Montag den 9. d. M. um 10 Uhr Vormittags vom Trauerhause, Steyrdorf Nr. 75 aus statt, worauf der Seelengottesdienst in der Vorstadtpfarrkirche abgehalten wird. R. i. p.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002105, "Datum": "10.2.1880, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Enthusiastischer Bericht Theodor Helms in der »Neuen Wiener Zeitschrift für Musik« Heft Nr. 14, S. 110, über die Teilaufführung der 4. Symphonie am 4.2.1880 (*). In derselben Zeitschrift wird auf S. 112 das Quintett für die Quartett-Soiree Hellmesbergers am 6.3.1880 angekündigt (**).\nBericht [über den 4.2.] in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung Nr. 6 auf S. 36: \n   »[...] Das Scherzo aus Bruckner's Symphonie fand stürmischen Beifall, der sich beim Erscheinen des Componisten noch erheblich steigerte. [...]« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002145, "Datum": "14.2.1880, Samstag", "Haupttext": "Eduard Schelle berichtet in der \"Presse\" Nr. 44 auf S. 3 vom Konzert am 4.2.1880 (mit 2 Sätzen der 4. Symphonie):\r\n\"[...]\r\n     Der Wiener akademische Wagner-Verein hatte in derselben Woche im Saal Bösendorfer, und zwar Mittwoch seinen ersten diesjährigen musikalischen Abend im internen Kreise in Scene gesetzt. [... Klassisches und Modernes ... 2. und 3. Satz machten großes Aufsehen ... Kürzungen wären von Vorteil ... Mitwirkende: Mottl, Paumgartner, Kupfer, Goldmann, Ricchini, Weiß, Winkler ...].\r\n      Sollte dieser interne Abend des Wagner-Vereins einen Schatten vorausgeworfen haben und uns noch im Laufe des Jahres jene \"Symphonie\" Bruckner's im vollen orchestralen Ornate begegnen? Wir wünschen es dem talentvollen Componisten von Herzen.\r\n                E. Schelle\"", "Letzte Änderung": "15.02.2025 10:47"}, {"ID": 188002155, "Datum": "(15.2.1880, Sonntag)", "Haupttext": "5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mozart, Bach, Händel (Solistin: Frau Schuch-Proska) und Raff.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002165, "Datum": "16.2.1880, Montag (?)", "Haupttext": "Loidol macht in seiner Mitschrift der Brucknerschen Universitätsvorlesung eine Notiz zur »Neuen Wiener Zeitschrift für Musik« vom 10.2.1880. [Vermutlich hat Bruckner seinen Hörern von Aufführung und Besprechung der 4. Symphonie erzählt.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002215, "Datum": "21.2.1880, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei April 1880): »Morgens Migräne ...«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188002225, "Datum": "22.2.1880, Sonntag", "Haupttext": "4. Gesellschaftskonzert unter Kremser mit Werken von Götz, Vieuxtemps, Brahms, Herbeck, A. Holländer und C. Ph. E. Bach [siehe die Anmerkung] (*).\nBruckner leidet in diesem Konzert am »1. Nachkopfweh« des gestrigen Migräneanfalls (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 11:59"}, {"ID": 188002265, "Datum": "26.2.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Veith Präludium und Fuge für Orgel von J. S. Bach.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:10"}, {"ID": 188002295, "Datum": "(29.2.1880, Sonntag)", "Haupttext": "Konzert des Schubertbundes im Musikvereinssaal, in dem u.a. der Dresdner Geiger Eduard Rappoldi mitwirkt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003005, "Datum": "März 1880", "Haupttext": "Der Erstdruck von Partitur und Stimmen der 3. Symphonie erscheint im Verlag Bösendorfer (Bußjäger und Rättig). Darüber informiert eine Anzeige in Hofmeisters Monatsbericht S. 74. Im Titelblatt der Partitur wird auch der ebenfalls erschienene Klavierauszug erwähnt (*).\nLiszt gelangte (vermutlich noch im März 1880 durch Bruckner selbst) in den Besitz von Partitur und Klavierauszug (**). Kalendernotiz Bruckners: Die Dienste an der Hofkapelle sind wöchentlich durchnumeriert (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003065, "Datum": "6.3.1880, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik\n \nim Fremdenblatt Nr. 65 auf S. 13:\r\n\"     Morgen Sonntag, Vormittags 11 Uhr, kommt In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin Messe von Mozart; Graduale, Baritonsolo von Fürst Montenuovo (Schütte=Harmsen), Offertorium, Sopran= und Cello=Solo von Laur. Weiß; Benedictus von Frau Anna Ganser, zur Aufführung. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel, Dr. Steinlechner das Cello spielen.\" (*)\n \nund in der Neuen Freien Presse Nr. 5575 auf S. 5:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin kommt um 11 Uhr eine Messe von Mozart, Graduale (Bariton=Solo) von Fürst von Montenuovo (Schütte=Harmsen), Offertorium (Sopran= und Cello=Solo) von Laurenz Weiß und \"Benedictus\" von Frau Anna Ganser zur Aufführung. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel, Dr. Steinlechner das Cello spielen.\" (**).\n \nFür die Soiree des Hellmesberger-Quartetts war ursprünglich auch Bruckners Quintett vorgesehen (***).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:20"}, {"ID": 188003075, "Datum": "7.3.1880, Sonntag", "Haupttext": "Orgelspiel in der Augustinerkirche. Zur Aufführung kommen um 11 Uhr eine Messe Mozarts, ein Graduale (mit Baritonsolo: Schütte-Harmsen) von Fürst Montenuovo, ein Offertorium (mit Sopransolo und Cellosolo (Dr. Steinlechner)) von Laurenz Weiß und ein »Benedictus« von Anna Ganser (*).\n(6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Berlioz, Heuberger und Beethoven (7. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "17.10.2025 23:27"}, {"ID": 188003085, "Datum": "8.3.1880, Montag", "Haupttext": "In einer Rezension des »Musiker-Couriers«, 3. Jg. 1879/1880, Nr. 22, S. 104, signiert »Ed. M.« [= vermutlich Eduard Moucka], wird auf das Verhältnis zu Wagner und auf Beziehungen zwischen dem Scherzo von Mathilde Kraliks Klavier-Trio und dem Scherzo aus Bruckners 3. Symphonie hingewiesen:\r\n   »[...] Dagegen siegt das ewig Weibliche im Scherzo, welches mit seinem lebhaften Tanzrhythmus an das Scherzo von Bruckners D-Moll-Sinfonie erinnert.« (*).\r\n   [Wann?] Konzertgeberin war die Pianistin Paula Dürrnberger; weiters wirkten Hellmesberger und Hummer (bei Kraliks Trio) und der Bariton Schütte-Harmsen mit (**).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:48"}, {"ID": 188003105, "Datum": "10.3.1880, Mittwoch", "Haupttext": "In der »Neuen Wiener Zeitschrift für Musik«, Heft Nr. 17, wird das Erscheinen des Klavierauszugs [und der Partitur?] der 3. Symphonie angezeigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003125, "Datum": "12.3.1880, Freitag", "Haupttext": "Zeugnis Bruckners für Hans Rott über dessen erfolgreiche Studienjahre am Konservatorium und insbesondere die Leistungen als Organist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003165, "Datum": "16.3.1880, Dienstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Vergeiner Toccata und Fuge für Orgel von Eberlin.", "Letzte Änderung": "09.05.2024 07:32"}, {"ID": 188003215, "Datum": "(21.3.1880, Palmsonntag)", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Saint-Saens, Bach und Mozart (Jupiter).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:40"}, {"ID": 188003235, "Datum": "(23.3.1880, Kardienstag)", "Haupttext": "Außerordentliches Gesellschaftskonzert mit Liszt als Dirigent eigener Werke.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003245, "Datum": "24.3.1880, Karmittwoch", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt am 31.3.1880 wieder ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003285, "Datum": "(28.3.1880, Ostersonntag)", "Haupttext": "[Philharmonisches ?] Konzert unter Hans Richter mit Liszts »Les Préludes«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003305, "Datum": "30.3.1880, Dienstag", "Haupttext": "Brief Liszts (in Wien) an Bruckner: \n\n     Hat die Partitur der 3. Symphonie gelesen und wird das Werk befreundeten Dirigenten zur Aufführung empfehlen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188003315, "Datum": "31.3.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 24.3.1880 angekommen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188004005, "Datum": "April 1880", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »2 fl H Meister der Schuhe [Heinrich Schuster?] einzubringen.« [durchgestrichen, als Zeichen der Erledigung?] und »H. Hellmesberger 1/2 10 Uhr.« (*).\nBruckner und Dittrich, derzeit der einzige Schüler des Kontrapunktkurses am Konservatorium, komponieren eine Doppelfuge [WAB 262]; erstes Thema und Fugenplan stammen von Bruckner (**).\nIn Hofmeisters Monatsbericht wird auf S. 83 (im Jahresbericht S. 31) das Erscheinen von Josef Schalks Klavierauszug vom Scherzo der 3. Symphonie [Rättig, T.R. 187] angezeigt (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:27"}, {"ID": 188004015, "Datum": "(1.4.1880, Donnerstag)", "Haupttext": "[oder schon ab 22.9.1879?] Janacek wird Schüler Krenns am Konservatorium (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 16:25"}, {"ID": 188004045, "Datum": "4.4.1880, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Notizen über ein Kartenspiel [?] o.ä. im Gasthof »Igel«: »Am 4. April Igel: 1 Rosner [Leopold Rosner?] 2 Wildner 3 August [Göllerich oder Stradal?] 4 Pruda 5 Ego [Bruckner] am lustigsten.« (*).\n(8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Wagner (Meistersinger), Mendelssohn und Beethoven (Egmont) (**)).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 09:07"}, {"ID": 188004135, "Datum": "(13.4.1880, Dienstag)", "Haupttext": "Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums [unter Leitung Hellmesbergers].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188004145, "Datum": "14.4.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Veith den 2. und 3. Satz aus Mendelssohns 4. Orgelsonate in B-Dur (*).\n \nDie Wiener Zeitung Nr. 85 veröffentlicht auf S. 712-716 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 716 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...]\n     Harmonielehre: Fortsetzung, Chromatik, Harmonisirung, Contrapunkt; zwei=, drei= und vierstimmige Contrapunktübungen, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8 (Publicum.).\n     [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:11"}, {"ID": 188004175, "Datum": "17.4.1880, Samstag", "Haupttext": "Bruckners morgiges Orgelspiel wird von einigen Zeitungen angekündigt:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 2976 auf S. 6 (*),\n \nFremdenblatt Nr. 106 auf S. 6 (**)\n \nund Neue Freie Presse Nr. 5616 auf S. 5:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird am Sonntag den 18. April um 11 Uhr Capellmeister Eder eine Messe von Kempter, Graduale (Bariton=Solo) von Julius v. Nagy und Offertorium (Sopran=Solo) von Madame Emilie Lejnati aufführen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:33"}, {"ID": 188004185, "Datum": "18.4.1880, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit.\r\n   Es erklingen unter Eders Leitung eine Messe von Kempter, ein Graduale (mit Baritonsolo) von Julius Nagy und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Emilie Lejnati (*).\n(Im Konzert der Musikgesellschaft »Accord« im Bösendorfersaal wird die 3. Serenade von Robert Fuchs aufgeführt (**)).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 23:07"}, {"ID": 188004225, "Datum": "22.4.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Die geplante Aufführung des Streichquintetts findet wegen Erkrankung von J. Hellmesberger jun. (Fingerleiden) nicht statt. Für diesen springt der Geiger Maxintsak ein, aufgeführt wird ein Quintett von Mozart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188004245, "Datum": "(24.4.1880, Samstag)", "Haupttext": "Wallnöfer, Hellmesberger, Epstein, Gänsbacher u.a. konzertieren im Ehrbar-Saal anläßlich eines Brahms-Abends (*).\nVortragsabend am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2023 09:11"}, {"ID": 188004255, "Datum": "(25.4.1880, Sonntag)", "Haupttext": "Österreichisches Sängerfest in Wien im Gedenken an das Fest vom 27.4.1879 mit 2600 bis 2800 angemeldeten Sängern. Die Sänger überreichen Kaiser Franz Joseph ein \"Erinnerungsbild\"; nach dem Festzug am Nachmittag kommen die von Franz Mair komponierte Festhymne \"Sängergruß\" und die Volkshymne zur Aufführung. Der Kaiser lädt alle Sänger zur Bewirtung in die Winterreitschule ein. Danach Fest-Commers im Sofien-Saal.", "Letzte Änderung": "03.09.2024 16:01"}, {"ID": 188004275, "Datum": "27.4.1880, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Gustav Mahler:\r\n     Bittet ihn und Krzyzanowski, um 5 oder 7 Uhr ins Konservatorium oder später in den ”Igel” zu einer wichtigen Besprechung zu kommen (*).\nDie Morgenpost Nr. 116 (signiert »Mor. A-r.«) meldet auf S. 4, daß die geplante Aufführung des Quintetts [22.4.1880] wegen einer Erkrankung von J. Hellmesberger [jun.] nicht stattfand:\r\n     \"Herr Hellmesberger, der durch ein Fingerleiden verhindert war, ein neues Quintett von Bruckner zur Aufführung zu bringen, schloß am Donnerstag seine Quartett=Abende mit einem trefflichen Programme ab [...] Mor. A-r.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.05.2023 06:25"}, {"ID": 188004285, "Datum": "28.4.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Migräne Morgens 28. April bis Morgens 29.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188004295, "Datum": "29.4.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »[...] dann Abends 1. Nachweh«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188004305, "Datum": "30.4.1880, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »30. Morgens 5 Uhr 2. Nachweh. 3. [Nachweh] um 1/2 3 Uhr Nachmitt. 3 Stunden. 4. Nachweh 30. Ap. Abends 10 Uhr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005005, "Datum": "Mai 1880", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners:\r\n   »[fremde Hand:] Marie Pilshofer. III. Bez. Hauptstrasse No. 159. 1. Stock. [Bruckner:] Mittwoch von 7 [zuerst: »1/2 9«] bis 9 [zuerst: »1/2 11«] Uhr H Baron Ehrenfels. [/] Katharina Kachelmair 9. Bez. Ackergasse No 11. 2. Stock Thür 12.« (*).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1880 haben sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert\r\nCyprian Galembiawski [Porumbescu], Adolf Grenzstein, Wilhelm Gruss [siehe die Anmerkung] und Gottfried Henning (**), Rafael Loidol (***) und Rudolf Steiner (°),\r\nvon der juristischen Fakultät Eugen Blosch (H), Rudolf Braun (H), Peter Paul Burkart (H) (Eintrag wieder gestrichen), Ludwig Freiherr Falke-Lilienstein (H), Erwin Freiherr von Ferstel (H), Ritter von Hochwart Bruno Dagobert Frankl (H), Otto Gottlieb (H), Emanuel Hauser (H), Ernst Georg Hoerner (H), Richard Hofer (H), Richard Horn (H), Otto Lubovienski (H), August Maria Nüchtern (H), Wolfgang Rigler (H) und Carl Wagner (H) (°°).\n(Sommer 1880, gegen Ende des Semesters)\r\nAm Ende seiner Vorlesungsmitschrift [in WAB 259] notiert Loidol ein Fugenfragment in C-Dur [WAB 261] (°°°).", "Letzte Änderung": "20.10.2024 09:08"}, {"ID": 188005015, "Datum": "1.5.1880, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »5tes Nachweh 1. Mai 6 Uhr Morg. 6. [Nachweh] Abends 11 Uhr circa in Folge Theater Hitze. dann Igel 5 Bier« (*).\nDie Wiener Zeitung Nr. 100 kündigt auf S. 6 an, daß am 30.5.1880 die d-Moll-Messe und das »Os justi« in der Hofkapelle aufgeführt werden:\r\n\"     (K. k. Hofcapelle.) Kirchenmusik in der k. k. Hofcapelle. Die Austheilung für den Monat Mai 1880 ist folgende:Tag || Fest || Auffzuführen || Autor [...] 30.    Dom. II. post Pent. 3. Solemn.   Missa: D  .  .  .  Bruckner. | Graduale: Alleluja   Aßmayer. | Offert.: O justi [sic]  .   Bruckner.\" (**).\n(Enthüllung des von Zumbusch geschaffenen Beethoven-Denkmals (**)).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 23:24"}, {"ID": 188005035, "Datum": "3.5.1880, Montag", "Haupttext": "Der Musiker-Courier, 3. Jahrgang 1879/80, Nr. 29, berichtet auf S. 150, daß bei der Soirée des Hellmesberger-Quartetts am 22.4.1880 ohne Angabe von Gründen Bruckners Quintett abgesetzt und stattdessen Mozarts C-Dur-Quartett [vermutlich: »Dissonanzenquartett«] gespielt worden sei. Für Hellmesberger jun. sei Herr Maxintsak eingesprungen. \n   »[...] Eines bleibt nur zu bedauern, daß man das aufs Programm gesetzte Quintett von Anton Bruckner von demselben wieder absetzte und dafür das Streichquartett von Mozart brachte. Wir sehen einen triftigen Grund dafür nicht ein. Man kann über den Werth der Brucknerschen Composition denken was man will, sie aber aufs Programm zu setzen und dann ohne weiteres wieder fallen zu lassen, ist sowohl eine Rücksichtslosigkeit gegen das Publicum, dem gegenüber man das einmal Versprochene nicht hält, als auch eine Ungerechtigkeit gegen den von Intrigen seiner Collegen so oft betroffenen Componisten, dem man dadurch mit boshafter Schadenfreude eine bittere Enttäuschung mehr bereitet hat.\nx.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005055, "Datum": "5.5.1880, Mittwoch", "Haupttext": "BeimVortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Vergeiner eine Orgelfuge von Rink.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005105, "Datum": "10.5.1880, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Igl [recte: Gasthaus »Roter Igel«?] Schankbier Schluß«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005135, "Datum": "(13.5.1880, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005215, "Datum": "21.5.1880, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei Juli 1880): »21. Mai erste Kirschen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005225, "Datum": "22.5.1880, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »22. Mai geheizt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005255, "Datum": "25.5.1880, Dienstag", "Haupttext": "[angeblich von Bruckner geschriebene] Unsignierte Postkarte aus Wien an »Herr Kapellmeister Gustav Mahler Wohlgeboren, Theatergebäude, Hall, Ober Österreich«: »Durch Nacht« [... Zitat aus Franz von Suppés Operette »Fatinitza« ...] »Vorwärts« [... Zitat des Walhalla-Motivs aus »Rheingold« ...] »Zum Licht« [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005265, "Datum": "(26.5.1880, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188005275, "Datum": "27.5.1880, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Artikel über Bruckner im »Tagblatt«? Dieser Eintrag entfällt. Recte ”27.5.1883” (936/212) [Schreibfehler Bruckners oder Druckfehler bei Auer?]", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:35"}, {"ID": 188005285, "Datum": "(28.5.1880, Freitag)", "Haupttext": "Bei einer Vorprüfung zum 25.6.1880 in Anwesenheit Krenns, Hellmesbergers und Epsteins fällt Janacek durch.", "Letzte Änderung": "23.10.2024 16:11"}, {"ID": 188005295, "Datum": "29.5.1880, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel weisen einige Zeitungen hin:\n \nFremdenblatt Nr. 147 auf S. 5 (*),\n \nNeue Freie Presse Nr. 5657 auf S. 4:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt kommt um 7 Uhr Früh beim Hochamte eine Messe von Schopf, Graduale (Lauda Sion) von Haydn, Offertorium (Sopran= und Violin=Solo) von Randhartinger und \"Benedictus\" (Alt=Solo) von Eder zur Aufführung. Die Soli werden Frau Marie Fritsch, Fräulein Charlotte Pasching und Violin=Director Stecher vortragen. Nach dem Hochamte folgt die feierliche Frohnleichnams=Procession. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 88 auf S. II \"[inhaltlich wie (**)] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:34"}, {"ID": 188005305, "Datum": "30.5.1880, Sonntag", "Haupttext": "Statt der geplanten d-moll-Messe und des »Os justi« wird in der Hofkapelle eine Messe von Kempter gesungen (*).\r\nDie ursprünglichen Eintragungen in den »Austheilungen« (»Missa in D von Bruckner« und »Os justi von Bruckner«) sind ausgestrichen und durch Kempter bzw. Mozart ersetzt (*a).\nAnkündigung der heutigen Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 148 auf S. 15:\r\n     \"[inhaltlich wie am 29.5.1880]\" (**).\nBruckner spielt Orgel beim Gottesdienst um 7 Uhr in der Pfarrkirche Alservorstadt. Aufgeführt werden Werke von Meinrad Schopf (Messe), Joseph Haydn (Graduale »Lauda Sion«), Randhartinger (Offertorium mit Sopran- und Violinsolo) und Leopold Eder (Benedictus mit Altsolo). Solisten: Marie Fritsch, Charlotte Pasching und Anton Stecher (***).\n[1880 oder 1886?] Separate Aufzeichnung des Morgengebetes (°).", "Letzte Änderung": "10.10.2025 09:54"}, {"ID": 188006005, "Datum": "Juni 1880", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Adresse Goldmarks »H Goldmark Neubau 7. Bez. 17«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006006, "Datum": "etwa Juni 1880", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium [z.B. 16.6.1880].\r\nBruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt: bei den Vorbildungsschulen »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (3 Zöglinge.) [/] Baßwald Josef, Ritter Lorenz« (*), bei den Ausbildungsschulen »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (2 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang: Veith Adolf, Vergeiner Hermann.« (**), bei Musiktheorie »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Herrn Prof. Bruckner. (8 Zöglinge.) [/] Fronz Ludwig, Last Carl, Ritter Lorenz.« und »Classe für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. (7 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang: Brischar Franz. [/] II. Jahrgang: Dittrich Rudolf.« (***).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:11"}, {"ID": 188006025, "Datum": "2.6.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen, »Baron Ehrenfels 2. Juni 1. Lect doppelst.« und [weiter unten] »Baron: 2. Juni«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006045, "Datum": "4.6.1880, Freitag", "Haupttext": "Eintrag in einer Stimme anlässlich einer Probe der d-Moll-Messe.", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:04"}, {"ID": 188006054, "Datum": "vor dem 5.6.1880", "Haupttext": "Abschrift der Stimmen des \"Os justi\" durch den Kopisten Anonymus 112 mit vereinzelten Eintragungen Bruckners.\r\nIn den Stimmen finden sich Vermerke einiger Mitwirkender vom 5.6.1880.", "Letzte Änderung": "02.02.2025 19:40"}, {"ID": 188006055, "Datum": "5.6.1880, Samstag", "Haupttext": "Neues Finale der 4. Symphonie beendet (*).\nProbe von »Locus iste« (**) und »Os justi« (***) in der Hofkapelle; Eintrag »AZ« in den Baßstimmen.\nAnkündigung der morgigen Kirchenmusik (d-Moll-Messe etc.)\nin der Deutschen Zeitung Nr. 3024 (Beilage) auf S. 5 (°),\nder »Presse« Nr. 154 auf S. 11:\r\n     \"(Kirchenmusik.) Am Sonntag den 6. Juni: In der k. k. Hofcapelle kommt eine Messe in D, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Os justi) von Bruckner zur Aufführung.\" (°°),\ndem Fremdenblatt Nr. 154 auf S. 5: \"    (Kirchenmusik.) In der k. k. Hofkapelle gelangt morgen Sonntag zur Aufführung Missa D, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Os justi) von Bruckner.\" (°°°),\nder Neuen Freien Presse Nr. 5664 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (°°)]\" (#)\nund der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 95 auf S. II:\r\n     \"[inhaltlich wie (°°)]\" (##).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:22"}, {"ID": 188006065, "Datum": "6.6.1880, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der d-moll-Messe, des »Locus iste« als Graduale und des »Os justi« als Offertorium unter Bruckners Leitung in der Hofkapelle (*).\nHellmesberger drückt seine Anerkennung aus, was Bruckner später Loidol erzählt (**). Diesbezügliche Kalendereintragung Bruckners (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006095, "Datum": "9.6.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung am Beginn des 1. Satzes der 6. Symphonie (*). Kalendereintragungen Bruckners: Notiz über eine [ausgefallene?] Unterrichtsstunde von Baron [Ehrenfels]: Datum unterstrichen und Notiz »[Baron:] (9. Theater [/] zu rechnen)« (**). »1. mal 9. Juni« [1. Unterrichtsstunde Pichlers] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006115, "Datum": "11.6.1880, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet alle Kirchenmusikaufführungen der Wiener Hofkapelle im Monat Juni und erwähnt dabei auch die Aufführung von d-Moll-Messe, »Locus iste« und »Os justi« am 6.6.1880.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006125, "Datum": "(12.6.1880, Samstag)", "Haupttext": "[?] Liederkompositionswettbewerb am Konservatorium. (Janacek verließ Wien Anfang Juni 1880 wieder).", "Letzte Änderung": "23.10.2024 16:12"}, {"ID": 188006165, "Datum": "16.6.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Unterrichtsstunden von Baron [Ehrenfels] (*) und Pichler (**): Datum unterstrichen und Notiz »16.« (*) und »2. [mal] 16. [Juni]« (**).\n»Concurse für Harfe, Orgel, Contrabaß und Blasinstrumente« am Wiener Konservatorium. Zur Jury gehören: Hellmesberger, A. Antoine, R. Bibl, L. Bösendorfer, F. Krenn, F. Otter und L. A. Zellner.\r\n»Orgel.\r\n(Classe Bruckner.)\r\nI. Jahrgang.\r\nI. Preis: Herr Vergeiner Hermann. - Händel: Fuge in Fis-moll.\r\nII. Preis: Herr Veith Adolf. - Mendelssohn: Sonate F-moll, Schlußsatz.« (***).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:12"}, {"ID": 188006215, "Datum": "21.6.1880, Montag", "Haupttext": "Bruckner ist bei seinem Hausherrn Oelzelt-Newin eingeladen; dabei wird auch eine Symphonie Bruckners gespielt.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:04"}, {"ID": 188006217, "Datum": "Sommer 1880 (?)", "Haupttext": "Friedrich Eckstein, Hörer der Brucknerschen Universitätsvorlesungen, kommt durch die Vermittlung von Löwe und Josef und Franz Schalk mit Bruckner in Kontakt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006235, "Datum": "23.6.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Unterrichtsstunden von Baron [Ehrenfels] (*) und Pichler (**): Datum unterstrichen und Notiz »[Baron:] 23. Juni« (*) und »3. [mal] 23. [Juni]« (**). Schreiben Bruckners an das Kultusministerium [mutmaßlicher Inhalt]: Bittet um Gewährung einer Remuneration für die Universitätsvorlesungen (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006255, "Datum": "(25.6.1880, Freitag)", "Haupttext": "»Concurs für Composition« am Wiener Konservatorium. Der Jury gehören Hellmesberger, Bösendorfer, Jos. Dachs, Gänsbacher, Gericke, A. Lorenz und Jul. Zellner an (*).\n(Janacek war bei der Vorprüfung am 28.5.1880 durchgefallen (**)).", "Letzte Änderung": "23.10.2024 16:12"}, {"ID": 188006285, "Datum": "28.6.1880, Montag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 177 kündigt auf S. 5 eine Aufführung der d-Moll-Messe am 29.6.1880 an:\n     \"(Kirchenmusik.) Am Dienstag den 29. Juni: In der k. k. Hofcapelle kommt eine Messe in D von Bruckner, Graduale (Alleluja) von Aßmayer und Offertorium (O justi) [sic] von Bruckner zur Aufführung.\" [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006295, "Datum": "29.6.1880, Dienstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 3048 (Beilage) auf S. 5 (*), \n\n\n\n\ndie »Presse« Nr. 178 auf S. 13:\n     \"(Kirchenmusik.) Am Dienstag den 29. Juni: In der k.  k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von Franz Schubert, Graduale (Baritonsolo) von Händl und Offertorium (Sopransolo) von Franz Schubert zur Aufführung bringen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen, Fräulein Josefine Weyringer das Solo von Schubert singen.\" (**),\n\n\ndie Neue Freie Presse Nr. 5688 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (**)]\" (***) \n\n\n\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 119 auf S. 15 (= Seite III der Feuilletonbeilage):\n     \"[inhaltlich wie (**)]\" (°) \n\n\n\n\nweisen auf die heutige Kirchenmusik hin. Bruckner spielt um 11 Uhr Orgel in der Augustinerkirche. Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine Messe von Schubert, ein Graduale (mit Baß-Solo) von Händel und ein Offertorium (mit Sopransolo: Josefine Weyringer) von Schubert (°°).\nDie am 28.6.1880 (vermutlich irrtümlich) für die Hofkapelle angekündigte Aufführung der d-Moll-Messe und des Os justi kann in keiner der anderen Zeitungen nachgewiesen werden. Am 29.6.1880 kündigt kein Wiener Blatt die Kirchenmusik der Hofkapelle an. Zur Aufführung kamen Werke von Haydn und Preyer (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188006305, "Datum": "30.6.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Unterrichtsstunden für Baron [Ehrenfels] (*) und Pichler (**): Datum unterstrichen und Notiz »[Baron:] 30. gezahlt.« (*) und »4. [mal] 30. [Juni]« (**).\nSchreiben des Kultusministeriums an Bruckner:\r\n     Auf seine Eingabe vom 23.6.1880 erhalte er für das Lektorat an der Universität eine Remuneration von 800 fl jährlich (***), die vom Statthalter für Niederösterreich [Ludwig Freiherr Possinger von Choborski] ausbezahlt werde (°). Unterschrift von Minister Eduard Conrad-Eybesfeld (°a).\r\n[siehe 7.7.1880]", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:09"}, {"ID": 188007005, "Datum": "Juli 1880", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [fremde Hand:] »Risa Haeffner IV. Wieden Schaumburger Gasse N 10 I. 8.« und [Bruckner:] »Für Magenleiden: Doppelkohlensaures Natron.« [Wetterbeobachtungen siehe 21. und 22.5.1880].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188007075, "Datum": "7.7.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »[Pichler] 5. [mal] 7. Juli« und beim Datum Zusatz »kr« [krank] durchgestrichen (*).\n \nDekret der Niederösterreichischen Statthalterei an das Dekanat der Universität:\n\"      No 24645\n     Der Herr Minister für Cultus und Unterricht hat laut hohen Erlasses vom 30 Juni 1880 Z. 9724 dem Hoforganisten und Professor am Conservatorium in Wien Anton Bruckner für die im Studienjahre 1879/80 an der Wiener Universität als Lector abgehaltenen Vorträge über Harmonielehre und Contrapunct eine Remuneration von Achthundert /: 800:/ Gulden bewilligt.\n     Die k.k.  nö. Landeshauptkasse wird demnach unter Einem angewiesen dem Genannten diesen Betrag gegen skalamäßig gestempelte vom Dekanate des philosophischen Professoren Collegiums vidirte Quittung, sowie gegen Vorweisung der Intimation zu verfolgen.\n     Hievon wird das Dekanat zur weiteren Verständigung des Professors Anton Bruckner in die Kentniß gesetzt\n        Wien den 7. Juli 1880\n              In Vertretung\n[Unterschrift \"Krticzka\"]\nAn das Dekanat des philosophischen Professoren Collegiums.\"\n \nKanzleivermerke auf fol. 54v: 17.7.1880, 19.7.1880 und 26.7.1880.\n \nAuf dieser Seite auch die Adresse:\n\"k.k. nö: Statthalterei | An | das Dekanat des philosophischen Professoren Collegiums /: via acad Senat :/ | in | Wien | No. 24645\" (**)", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:11"}, {"ID": 188007125, "Datum": "(12.7.1880, Montag)", "Haupttext": "Josef Schalk spielt Liszts »Legende vom Hl. Franziskus« beim Konzert zum Abschluß seines Konservatoriumsstudiums.", "Letzte Änderung": "06.07.2024 15:22"}, {"ID": 188007145, "Datum": "14.7.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »[Pichler] kr 14. [Juli]« und beim Datum Zusatz »kr« [krank].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188007155, "Datum": "(15.7.1880, Donnerstag)", "Haupttext": "2. Abschlußkonzert des Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188007165, "Datum": "16.7.1880, Freitag", "Haupttext": "Gutachten Hellmesbergers über die d-moll-Messe, bezugnehmend auf die Aufführung in der Hofkapelle [am 6.6.1880]. Bestätigungsvermerk am 17.7.1880.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:35"}, {"ID": 188007175, "Datum": "17.7.1880, Samstag", "Haupttext": "Bruckner läßt seine Abschrift von Hellmesbergers Gutachten über die d-moll-Messe (16.7.1880) bestätigen. Unterschrift von J. Kubach [? oder J. Krabach?] (*).\n \nKanzleivermerk [Stempel in Fettdruck]:\n\"Wr.K.K.UNIVERSITÄTS-KANZLEI. | EINGELANGT  17 Juli 1880. | Z 1516 | —BEIL\" auf dem Schreiben vom 7.7.1880 (**).", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:12"}, {"ID": 188007195, "Datum": "19.7.1880, Montag", "Haupttext": "Bruckner erhält 800 fl als Sonder-Remuneration für die Lehrtätigkeit an der Universität (*)\n \nKanzleivermerk \"prs. 19. Juli [1]880. | Z. 633\" auf dem Schreiben vom 7.7.1880 (**).\n \nBrief Bruckners an Pius Richter:\r\n     Er werde gewissenhaft an Ort und Stelle sein [Vertretung in der Hofkapelle?]. Wünscht gute Erholung (***).", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:12"}, {"ID": 188007205, "Datum": "20.7.1880, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen und »20. 20. 2 Stunden 6. u 7. D. 20. Juli (2 Stunden) [Pichler]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188007236, "Datum": "23./24.7.1880, Freitag/Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Migräne Freitag Abends 23. Juli bis Samstag Abends.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188007255, "Datum": "25.7.1880, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Sonntag Nachweh« (*).\r\nKalendernotiz Bruckners: »25. Juli Schluß des Schützenfestes. Frl (Försterstochter aus Stats in Unteröstereich Magazinerin in Fabrik III. Landstraße Rasumoffskygassa 29.« und [zeitgleich? vor dem 22.10.1880] »Familie Mutter u Frl Tochter Wieden Rösl.« (**).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 22:56"}, {"ID": 188007265, "Datum": "26.7.1880, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Wetterbeobachtung, Migräne-Nachweh (*) und »8. [mal] 26. [Juli]« [Pichler], Datum unterstrichen (**).\n \nKanzleivermerk \"Für H A. Bruckner eine Abschrift cap. 26/7 [1]880. | Wolschanmp [Welschmann?] \" auf dem Schreiben vom 7.7.1880 (***).", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:14"}, {"ID": 188008005, "Datum": "August 1880", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners, u.a. über die Nordpolexpedition [Payers] mit der »Tegethoff«: »8000 Meilen v. den 1ten Menschen [/] Tegethoff« [fremde Hand:] Ch. Ehrenfels, I. B. Schönlaterngasse No 11, 4. Stock. [Bruckner:] Mittwoch 7 [zuerst: »1/2 7«] bis 9 [zuerst: »1/2 9] Abends. [/] H. Pichler 5. Uhr Mittwoch Mauer, Lange Gasse 11.«", "Letzte Änderung": "27.11.2024 16:56"}, {"ID": 188008025, "Datum": "2.8.1880, Montag", "Haupttext": "14 fl an Kathi Kachelmayr für August und September 1880 bezahlt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188008035, "Datum": "3.8.1880, Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »[Pichler] gezalt 3. Aug.« [die notierten Stunden 9.6. bis 26.7. durchgestrichen, wohl zum Zeichen der Erledigung].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188008075, "Datum": "7.8.1880, Samstag", "Haupttext": "Der Musiker-Courier, 3. Jg. 1879/80, Nr. 41 [später: »Lyra«], bringt auf S. 211f einen Artikel über den Bericht des Konservatoriums über das Schuljahr 1879/80. Zum Fach »Musiktheorie« heißt es u.a.: »Musiktheorie erscheint als Haupt- und als Nebenfach. [...] 8 Zöglinge des Herrn Professor Bruckner und 16 des Herrn Professor Krenn als Hauptfach [...] In allen diesen Fächern sind nur die Zöglinge namentlich aufgeführt, welchen nach den Ergebnissen der Jahresprüfung der 1. Classificationsgrad zuerkannt wurde: [...] unter den 8 Zöglingen des Herrn Professor Bruckner 3 [...] in der Classe für Contrapunkt des Herrn Professor Bruckner unter 7 Zöglingen des 1. und 2. Jahrganges je einer [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188008095, "Datum": "9.8.1880, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Kremser:\r\n   Bewirbt sich um die 2. Chormeisterstelle beim Wiener Männergesangverein, verweist auf seine Tätigkeit beim »Frohsinn« in Linz und die Anerkennung durch Herbeck beim Nürnberger Sängerfest 1861 [falsch »862«] (»Wachet auf« von Kücken). Bittet um vertrauliche Behandlung seines Gesuches. In den nächsten Tagen gehe er nach St. Florian und in die Schweiz (*).\nAusstellungsdatum von Bruckners Reisepaß (Unterschrift von Hofrat Weiß) [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "31.03.2025 16:16"}, {"ID": 188008105, "Datum": "10.8.1880, Dienstag", "Haupttext": "Die Wiener Blätter für Katholische Kirchenmusik, II. Jg. 1879/80, Nr. 11, beschäftigen sich in einem Artikel auf S. 145 mit Bruckners d-Moll-Messe [Kritik zum 6.6.1880]: \n»Wien. (Kirchenmusik in der Hofcapelle:) Das Repertoir der Hofcapelle brachte im Laufe des vorletzten Monats einige interessante Tonwerke, darunter auch Messen von A. Bruckner und F. Krenn. Die D-Messe von Bruckner ist ein großartig angelegtes Werk, das Einzelnheiten [sic] von großer Schönheit und Erhabenheit (wie z. B. Kyrie), zuweilen höchst geniale, ja ergreifende, aber auch viele, für eine liturgische Meßcomposition wenig zusagende, wunderliche Züge (vide Credo) enthält und sich im Ganzen mehr dem Oratorien= als Kirchenmusik=Style zuneigt. Reiche Polyphonie und thematische Arbeit hat diese Tonschöpfung des renommirten Contrapunktisten Bruckner nicht aufzuweisen. Die beiden Vocaleinlagen überraschten uns auf das angenehmste, denn dieselben sind Kirchenmusik der edelsten Art. [... über Krenns C-Dur-Messe ...] [Signatur:] B.« [der Herausgeber Josef Böhm?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188008134, "Datum": "vor dem 13.8.1880 (?)", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: [mit?] »(Dr. Weinstein [siehe die Anmerkung] [/] Dr. Plappart Baron [/] bei Igel vor der Abreise.)«", "Letzte Änderung": "22.12.2024 19:31"}, {"ID": 188008135, "Datum": "13.8.1880, Freitag", "Haupttext": "Abfahrt zum einwöchigen Aufenthalt in St. Florian (*).\r\nKalendereintrag Bruckners:\r\n   »Am 13. Aug. Karte gelöst / in Schweiz; nach St Florian.« (**).\r\nBruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist in zwei Zeilen verzeichnet \"Bruckner\" und \"Bruckner, vide 13.8. Von 16.8 incl.\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"10\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er reist am 20.8.1880 wieder ab (***).", "Letzte Änderung": "02.04.2025 07:33"}, {"ID": 188008195, "Datum": "ca. 19.8.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Liszts aus Weimar an Bösendorfer in Wien [Eingangsstempel Wien 20.8.1880]:\r\n    Hat die Wagner gewidmete 3. Symphonie mehreren Dirigenten zur Aufführung empfohlen. Bittet, dies Bruckner mitzuteilen und ihm Partitur und Vierhändigklavierauszug (Beilage) zurückzugeben. Er, Liszt, reise heute nach München zu Bülow und danach nach Rom.", "Letzte Änderung": "21.05.2025 22:34"}, {"ID": 188008205, "Datum": "20.8.1880, Freitag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 13.8.1880 angekommen] (*).\n\r\nWeiterfahrt von St. Florian nach Oberammergau (**).\nKalendereintragung Bruckners: \"Am 20. Aug. Abends nach Oberammergau\" (***).\n \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 35 meldet, dass das Aufführungsmaterial (Partitur, Stimmen und Klavierauszug) der 3. Symphonie erschienen ist.\nAuf S. 422:\n          \"Musikalien- und Büchermarkt.\n     Eingetroffen:\n[...]\nBruckner, Anton, Symph. in Dmoll. (Wien. Th. Rättig.)\"\n \nund auf S. 424:\n     \"Verlag von | Th. Rättig in Wien. | [430b.] Soeben erschienen: | Bruckner, A., Symphonie in Dmoll | für grosses Orchester. | (Richard Wagner gewidmet.) | Partitur M. 30.-. Stimmen M. 40.-. | Clavier-Auszug vierhändig M. 18.-. | Reinhold, Hugo, Op. 18. Streichquartett [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "07.09.2025 20:26"}, {"ID": 188008217, "Datum": "ca. 21./22.8.1880, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Bruckner lernt in Oberammergau Marie Bartl kennen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188008227, "Datum": "22./23.8.1880, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Bruckner besucht in Oberammergau die Passionsspiele. Kontakte mit Marie Bartl. (*) Kalendereintragung Bruckners: »22. u 23. Aug. beigewohnt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188008245, "Datum": "24.8.1880, Dienstag", "Haupttext": "Von Oberammergau nach München.\r\nKalendereintragung Bruckners: »24. nach München retour.« (*).\n[Wann genau?] Zu Partenkirchen notiert sich Bruckner die Begegnung mit einem Fräulein und die Adresse von Franz Harting [Härting] aus Innsbruck (**).", "Letzte Änderung": "17.10.2024 08:15"}, {"ID": 188008255, "Datum": "25.8.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Fahrt von München nach Zürich. (*) Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »25. Aug. über Lindau, Winterthur zum Rheinfall. Abends noch nach Zürich.«", "Letzte Änderung": "07.09.2025 20:30"}, {"ID": 188008265, "Datum": "26.8.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Tagesausflug nach Rapperswil. (*) Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »26. nach Rapperswyl. polnische Museum, u alte Schloßkirche u Thurm besichtigt; dann das habsburgsche Wappen am Thor abwärts. retour nach Zürich am See per Dampfschiff; fürchterlicher Sturm.«", "Letzte Änderung": "06.09.2024 15:23"}, {"ID": 188008275, "Datum": "27.8.1880, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »27. u 28. Zürich.« (*).\n \nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 36 weist ein Inserat auf S. 434 (abgesehen von der Anzeigennummer identisch mit dem vom 20.8.1880) auf den Erstdruck der 3. Symphonie hin:\n      \"Verlag von | Th. Rättig in Wien. | [445a.] Soeben erschienen: | Bruckner, A., Symphonie in Dmoll | für grosses Orchester. | (Richard Wagner gewidmet.) | Partitur M. 30.-. Stimmen M. 40.-. | Clavier-Auszug vierhändig M. 18.-. | Reinhold, Hugo, Op. 18. Streichquartett [...]\"(**).", "Letzte Änderung": "03.06.2024 14:34"}, {"ID": 188008285, "Datum": "28.8.1880, Samstag", "Haupttext": "Aufenthalt in Zürich. (*) Kalendereintragung Bruckners: »Cathedral=Orgel [III/52, 1874 - 1876 gebaut von Johann Nepomuk Kuhn (1827 - 1888) (°)] gespielt am 28., mit Wasser getrieben. Polytechnikum u. Univers. besucht.« (**) Adresse des Organisten Gustav Weber [wann?] im Kalender notiert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188008295, "Datum": "29.8.1880, Sonntag", "Haupttext": "Von Zürich (an der Habsburg vorbei) nach Genf. (*) Kalendereintragung Bruckners: »29. Genf.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188008305, "Datum": "30.8.1880, Montag", "Haupttext": "Von Genf nach Chamonix. (*) Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »30. Aug. bis 4. Sept. Chamonix.«", "Letzte Änderung": "11.07.2024 14:57"}, {"ID": 188008315, "Datum": "31.8.1880, Dienstag", "Haupttext": "Ausflug nach »La Fléchère«. (*) Kalendereintragung Bruckners: »31. Aug. Flegere Regen«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009005, "Datum": "September 1880", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »[fremde Hand:] Jósef Verseghy Gran (Ungarn). [Bruckner:] H. Doct. Keller Mödling Pfarrgasse Nr.2. [... 23.9. ...] Bei Schott in Mainz 'Choralfreund' von Rink [recte wohl: Rinck] [... 30.9. ...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009015, "Datum": "1.9.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Ausflug zur Gletschergrotte im Glacier des Bossons. (*) Kalendereintragung Bruckners: »1. Sept. Montblanc Grotte«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009025, "Datum": "2./3.9.1880, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "Ausflug nach »La Fléchère« mit Aussicht auf den Montblanc. Übernachtung im Gasthaus »Croix de la Flégère« (*).\nKalendereintragung Bruckners: »2. bis Mittag 3. Sept. Flegere: schönes Wetter.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009045, "Datum": "4.9.1880, Samstag", "Haupttext": "Von Chamonix nach Genf. Bruckner besucht in St. Pierre ein Orgelkonzert des Domorganisten Anton Häring. (*) Kalendereintragung Bruckners: »4. Sept. nachmittags Genf; [...] 4. Abends: Orgel Conzert Häring.«", "Letzte Änderung": "16.10.2024 15:37"}, {"ID": 188009055, "Datum": "5.9.1880, Sonntag", "Haupttext": "Rundgang durch Genf. Abends auf Ersuchen Anton Härings Orgelimprovisation auf der von Merklin-Schütze erbauten Orgel in St. Pierre. (*) Kalendereintragung Bruckners: »5. Besichtigung, Cathed=Orgel gespielt«.", "Letzte Änderung": "09.12.2024 11:46"}, {"ID": 188009065, "Datum": "6.9.1880, Montag", "Haupttext": "Eintragung im Kalender: Von Genf nach Lausanne. Besichtigung der Kathedrale. [vermutlich Kontakte mit dem Domorganisten Louis Daniel Delessert (*)]. Erinnerung an die Habsburg [29.8.1880].", "Letzte Änderung": "09.12.2024 11:47"}, {"ID": 188009075, "Datum": "7.9.1880, Dienstag", "Haupttext": "Ankunft in Freiburg. Bruckner hört Bachs d-moll-Toccata vom Domorganisten Eduard Vogt (1847 - 1911) interpretiert und spielt auch selbst. Weiterfahrt nach Bern.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:40"}, {"ID": 188009085, "Datum": "8.9.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner spielt in der Berner Kathedrale Orgel; der dortige Organist Dr. Jakob Mendel improvisiert eine Fuge über Themen aus Wagners »Ring«. Stadtbesichtigung.\r\nAuf der Weiterfahrt nach Luzern spricht Bruckner im Zug mit Frl. Marie Studer [siehe die Anmerkung]; auch in Bern und Luzern waren ihm junge Damen in Erinnerung geblieben (*).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 22:54"}, {"ID": 188009095, "Datum": "9.9.1880, Donnerstag", "Haupttext": "In Luzern spielt Bruckner in der Stiftskirche St. Leodegar auf der von Friedrich Haas umgebauten Orgel; Haas hatte auch die Bekanntschaft mit dem Domorganisten P. Ambros Meier [siehe die Anmerkung] vermittelt. Nachmittags über den Vierwaldstädtersee nach Vitznau und Fahrt auf die Rigi. Bruckner genießt das Panorama, den Blick nach Küßnacht, den Sonnenuntergang und lernt die Schwester des Hoteliers, Babette Schreiber, kennen (*).\n \n\nEintrag (fremder Hand) im Gästebuch des Hotels Rigi Kulm:\r\n\"Anton Brucker | Proffesor de observ. | Wien | herrliches Wetter!\" (*a).\n \nBrief Marie Bartls an Bruckner:\r\n     Schickt Photographie. - Nachschrift der Mutter Lina Bartl (**).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 08:55"}, {"ID": 188009105, "Datum": "10.9.1880, Freitag", "Haupttext": "Von Rigi-Kulm nach Luzern. Nachmittags Weiterfahrt in Richtung München.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009115, "Datum": "11.9.1880, Samstag", "Haupttext": "Ankunft in München um 7 Uhr, um 3/4 10 Uhr über Salzburg nach Vöcklabruck, wo Bruckner sich mit der Familie Braun trifft. Ankunft in Linz um 5 Uhr abends.\nIn Traunstein bei Salzburg sah Bruckner [auf der Hin- oder Rückreise?] die Hoteliers-Tochter Frl. Wisbauer (*).", "Letzte Änderung": "03.09.2024 20:08"}, {"ID": 188009116, "Datum": "nach dem 11.9.1880", "Haupttext": "Bruckner verbringt den Rest der Sommerferien in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009125, "Datum": "12.9.1880, Sonntag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 211 veröffentlicht im Amtsblatt das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität. Auf S. 520 in Abschnitt VII (\"Fertigkeiten\") der Philosophischen Fakultät ist zu lesen: \n\n     \"[... Stenographie, Phonographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] \n\n     Harmonielehre: Kenntniß der Accorde, Verbindung derselben, Vorbereitungen und Auflösungen der Accorde in Dur und Moll; Tonwechslung. Uebungen im bezifferten Baß, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8. (Publicum.) \n\n     [... Turnen, Fechtkunst ...]\" [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009185, "Datum": "18.9.1880, Samstag", "Haupttext": "Aufnahmeprüfung am Wiener Konservatorium für Streich- und Blasinstrumente, Harfe, Orgel, Musiktheorie, mündlichen Vortrag und Nebenfächer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009215, "Datum": "21.9.1880, Dienstag", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium. Eröffnungsfeier um 9 Uhr im Großen Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009234, "Datum": "vor dem 23.9.1880", "Haupttext": "Bergwanderung auf den Schneeberg.", "Letzte Änderung": "01.09.2024 11:11"}, {"ID": 188009235, "Datum": "23.9.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Datum unterstrichen und »23. Sept. Fußleiden begonnen.«", "Letzte Änderung": "01.09.2024 11:11"}, {"ID": 188009237, "Datum": "ca. Herbst 1880", "Haupttext": "Der 17jährige J. V. von Wöß stellt sich bei Brahms vor und geht trotz dessen anderslautender Empfehlung ans Konservatorium, um bei Bruckner Kontrapunkt zu studieren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009255, "Datum": "ab 25.9.1880, Samstag [?]", "Haupttext": "Gebetsaufzeichnungen Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009265, "Datum": "26.9.1880, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 5777 schreibt auf S. 7 über die Chormeister-Kandidaten beim Wiener Männergesangverein:\n     \" - Der Ausschuß des Wiener Männergesang=Vereins wird in der am 1 October stattfindenden General=Versammlung bezüglich der Bewerbung um die erledigte Chormeisterstelle folgende Anträge stellen: [... alphabetische Reihenfolge, Probedirigat mit zwei Werken (das erste noch nicht aufgeführt, das zweite eine Eigenkomposition) ...] Als Candidaten haben sich bisher folgende Persönlichkeiten gemeldet: Otto Bach, Bruckner, Dörr, Jacob Fischer, Heuberger, Gotthard, Nowak, Dr. Paumgartner, Reinhold, Schmidt=Dolf, Schweida, Weinzierl, Zsak.\"\n[vgl.  Bericht vom 2.10.1880]", "Letzte Änderung": "14.10.2024 11:36"}, {"ID": 188009275, "Datum": "27.9.1880, Montag", "Haupttext": "Beendigung des 1. Satzes der 6. Symphonie, »im Bette fußkr[ank] liegend«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188009305, "Datum": "30.9.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Migräne 30. Sept. (Donnerstag) Morgens bis Freitag 10 Uhr Morgens.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188010004, "Datum": "Schuljahr 1880/81", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 21.9.1880].\r\nIm Kapitel »B. Unterrichts-Leitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper. [/] I. Ordentliche Lehrer: [/] [...] 6 [Herr] Ant. Bruckner, Professor. (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel.)« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium ([?] bedeutet: bei Kontrapunkt kommt auch Franz Krenn als Lehrer in Frage) zählen:\r\n(**a) Franz Bauer (»17 J.- Vc. V. I., Hml.«), (**a) Franz Brischar (»aus Jedlersee, 11 J. [recte »21«?] - Hrn. V. I., Cpt. II«) (Kontrapunkt), (**a) Paul Caro (»aus Breslau, 21 J. - Cpt. I.«), [?] Emil Evers (»aus Hildesheim, 19 J. - Clv. A. III., Cpt., G. d. M.«), [?] Otto Findeis (»aus Brünn, 18 J. - Cpt., Clv. III.«), (**a) Ludwig Fronz (»Franz Ludwig, 21 J. - Cpt. I.«), [?] Albert Grünwald (»aus Beissagol, 19 J. - Cpt., Clv. I.«), [?] Eduard Hemsen (»18 J. - Cpt., Clv. II.«), Rudolf Kleinecke (»19 J. - Org. V.«) [verließ am 30.5.1881 das Konservatorium wegen »Disciplinar-Vergehen«], (**a) Moriz Kremer (»16 J. - Clv. A. II., Cpt. I.«), Emil Lamberg (»aus Pest, 18 J. - Org. V.«), [hat einen zweiten Eintrag! oder ein Namensvetter?] Emil Lamberg (»aus Pest, 18 J. - Clv. A. I., Cpt.«) [siehe die Anmerkung], (**a) Carl Last (»17 J. - Cpt. I., Clv. III.«), (**a) Carl Luze (»aus Altenmarkt, 16 J. - Org. V., Hml., Clv. I.«), [?] Carl Pöck (»16 J. - Fl. A. I., Cpt., Clv. III.«), (**a) Ernst Pollak (»aus Boskowitz, 23 J. - Clv. A. II., Hml.«), (**a) Lorenz Ritter (»aus Mariazell, 16 J. - Org. A. I., Clv. III.«) [**b], [?] Moriz Schirmann (»aus Lemberg, 21 J. - Cpt. I. Spr.«), (**a) Anton Scholz (»aus Waydhofen a. d. Ybbs, 20 J. - Org., Hml., Clv. II.«), (**a) Adolf Veith (»16 J. - Org. A. II., Clv. III., G. d. M., L. G.«), (**a) Hermann Vergeiner (»aus Freistadt, 21 J. - Org. A. II., Comp. I., G. d. M.«), [?] Leopold Wikauril (»17 J. - Fl. A. II., Cpt. II.«), und [?] Josef Woeß (»aus Cattaro, 17 J. - Comp. A. II., Cpt., I. Spr., F. Spr.«) (**).\r\n    Orgelschüler sind demnach: Rudolf Kleinecke, Emil Lamberg, Carl Luze, Lorenz Ritter, Anton Scholz, Adolf Veith und Hermann Vergeiner.\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres [vielleicht auch in Brucknerschen Kursen] spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle:\r\nErnst Decsey (»aus Hamburg, 10 J. - Vl. V. I.«), Rudolf Dittrich (»aus Biala, 19 J. - Vl. A. III.«), Robert Erben (»aus Troppau, 18 J. - Clv. V. III., Hml., I. Sp.«), Ferdinand Foll (»13 J. - Clv. A. I., Hml.«), Carl Gianicelli (»aus Gaming, 20 J. - Cb. A. II.«), Ferdinand Hellmesberger (»17 J. - Clv. III.«), Carl Hruby (»11 J. - Vl. V. C., II. Abth.«), Paul Janko (»aus Totis, 24 J. - Clv. A. III., Comp. I., G. d. M.«), Julius Korngold (»aus Brünn, 20 J. - Cpt.«), Carl Lillich (»19 J. - Vl. A. III.«), Ferdinand Löwe (»17 J. - Comp. III.«), Rudolf Mader (»aus Preßburg, 24 J. - Comp. A. III.«), Guido Peters (»aus Graz, 14 J. - Clv. A. II. (Rept.), Comp. II.«), Theodor Schwendt (»aus Winzendorf, 15 J. - Vl. A. II.«) und Josef Stritzko (»19 J. - Comp. A. I.«) (***).\nVon den 7 Orgelschülern gehören 3 zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern 2 ganz und 1 halb vom Schulgeld befreit waren, einer war »Stiftling«. 10 Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Kontrapunkt als Hauptfach, einer Harmonielehre. Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 128 und Kontrapunkt von 21 Schülern besucht (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«:\r\n»A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 4. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...]\r\nB. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...]\r\nC. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 18. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunct, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 28. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°).\nDer Lehrplan lautet für Bruckners Fächer:\r\n»6. Vorbildungsschule für Orgel. [/] Ein Jahrgang mit wöchentlich 2 Stunden für 4 Schüler. [/] Herr Professor Bruckner. [/] Vorkenntnisse: Fertigkeit im Clavierspiele, entsprechend dem absolvirten 2. Jahrgange der Vorbildungsschule für Clavier; Kenntniß der allgemeinen Musiklehre. [/] Alter: das vollendete 13. Jahr. [/] Jährliches Schulgeld 100 fl. [/] Lehrstoff: Uebung im Manual- und Pedalspiele nach Rink's Orgelschule.\r\n7. Ausbildungsschule für Orgel. [/] Zwei Jahrgänge mit wöchentlich 2 Stunden für 4 Schüler. [/] Herr Professor Bruckner. [/] Alter: das vollendete 14. Jahr. [/] Jährliches Schulgeld 120 fl. [/] Lehrstoff: für beide Jahrgänge: Höhere Aufgaben des Orgelspiels: Fugen, Sonaten, Concerte; Uebung im Generalbaßspiele.«.\r\n»C. Schulen für Musiktheorie. [/] [...] 2. Schule für Harmonielehre. [/] Ein Jahrgang mit wöchentlich 6 Stunden. [/] Herr Professor Krenn [/]  \"   \"  [= Herr Professor] Bruckner } Parallelclassen. [/] Vorkenntnisse: Allgemeine Musiklehre; Clavierspiel entsprechend dem Lehrstoffe des 2. Jahrganges der Schulen für Clavier als Nebenfach. (B. 3.) [/] Jährliches Schulgeld 120 fl. [/] Lehrstoff: Intervalle und deren Umkehrungen, Accordlehre, Modulation. Harmonisirung gegebener Melodien, Erfindung im reinen 4stimmigen Satze (Choral), Ausbildung der Melodie, freie Figuration.«.\r\n»4. Schule für Contrapunct. [/] Zwei Jahrgänge [/] Erster Jahrgang mit wöchentlich 4 Stunden. [/] Herr Professor Krenn [/]  \"   \"  [= Herr Professor] Bruckner } Parallelclassen. [/] Zweiter Jahrgang mit wöchentlich 2 Stunden. [/] Herr Professor Bruckner. [/] Vorkenntnisse: Harmonielehre, entsprechend dem Lehrstoffe der Harmonielehre (C. 2); Clavierspiel, entsprechend dem Lehrstoffe des 3. Jahrganges der Schule für Clavier als Nebenfach. (B. 3.) [/] Jährliches Schulgeld 120 fl. [/] Lehrstoff: im 1. Jahrgange: einfacher und doppelter Contrapunct der Octave, Nachahmung, einfache Fuge; [/] im 2. Jahrgange: Drei- und vierfacher Contrapunct, Fuge mit mehreren Subjecten, Canon.« (°°°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:13"}, {"ID": 188010005, "Datum": "Oktober 1880", "Haupttext": "[Undatierte] Kalendereintragungen Bruckners: [Kalendernotiz] »[fremde Hand:] Franz Hlawaczek, Copist. VIII. Lammgasse 12. 3te Stiege 1ter Stock. [Bruckner:] Schluß Conservat. Frl Robot. [/] Schützenfest [zuerst: »Schützenhalle«?] Familie Schwab Ottakring. Frl 14 J. [/] Steutter III. Hptstraße 65. II. Stiege 3. Stock Thür 28. (Charlott)« [Zahlung an Kathi Kachelmayr siehe 2.8.1880]", "Letzte Änderung": "17.12.2024 11:41"}, {"ID": 188010015, "Datum": "1.10.1880, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »[Migräne ...] bis Freitag 10 Uhr Morgens. Nachweh I. um 3 Uhr Nachmittag bis Abends;« (*)\nIn der Generalversammlung des Wiener Männergesangvereins werden nach \"eingehender Debatte\" in geheimer Wahl aus den 16 Bewerbern um die Chormeisterstelle (darunter auch Bruckner) sechs Kandidaten für ein Probedirigat bestimmt: Hugo Reinhold, Dr. Paumgartner, Adolph Nowak, Heuberger, Weinzierl und J. P. Gotthardt (**).\n \n(Operndirektor Jauner wird von Franz Dingelstedt, der bis zum Jahresende amtiert, abgelöst (**)).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:39"}, {"ID": 188010024, "Datum": "vor dem 2.10.1880", "Haupttext": "Bruckner wird in den Zeitungen als Bewerber für die Chormeisterstelle beim Männergesangverein genannt [z.B. 26.9.1880].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188010025, "Datum": "2.10.1880, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Kremser:\r\n     Ist seit Tagen bettlägerig; hat erfahren, daß auf Anstellung beim Männergesangverein nicht zu hoffen ist. Herbeck hätte um Bruckners Befähigung gewußt, die sich in Linz und vor vier Jahren beim Akademischen Gesangverein bei der Einstudierung des »Germanenzugs« erwiesen habe. Durch die Nennung seines Namens in den Zeitungen sei er in eine unangenehme Lage geraten; zur Ehrenrettung bittet er um die Erlaubnis, einmal den »Germanenzug« einstudieren zu dürfen (*).\nDie Presse Nr. 273 berichtet auf S. 11 von der Versammlung des Wiener Männergesangvereins am 1.10.1880:\n     \" - Der \"Wiener Männergesang=Verein\" hat heute mit der General=Versammlung sein 38. Vereinsjahr eröffnet. [... Dankadressen, Chormeisterhonorar Kremser 600 fl., Weinwurm 400.- fl., aus der Liste der 16 Kandidaten für die Chormeisterstelle werden sechs für das Probedirigat gewählt ...] Zur Candidatur haben sich angemeldet: Dr. Otto Bach, Anton Bruckner, Wilhelm Dörr, Jacob Fischer, J. P. Gotthard, Richard Heuberger, Wilhelm Kleinecke jun., Adolph Nowak, Dr. Hanns Paumgartner, Hugo Reinhold, Schmidt=Dolph, Ludwig Schneider, Rudolph Schweida, Ernst Stoiber, Max Ritter v. Weinzierl, Wilhelm Zsak. Von diesen wurden folgende sechs zum Probedirigiren gewählt, Reinhold (Vereinsmitglied), Dr. Paumgartner, Nowak (Vereinsmitglied), Heuberger, Weinzierl und Gotthard (gewesenes Vereinsmitglied). [... Zusammensetzung des Vereinsvorstandes ...]\" (**).\n \nDie Wiener Zeitung Nr. 228 gibt auf S. 5 das Repertoire der Hofkapelle bekannt (für den 24.10.1880: d-Moll-Messe, Locus iste und Os justi): \"[...] Die Austheilung für den Monat October 1880 ist folgende: [...] 24.  Dom. XXIII. post Pent. | Missa: D.  .  .  .  | Graduale: Locus iste | Offert.:  Os justi  .  [Schweifklammer um diese drei Zeilen:] Bruckner.\" (***).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:23"}, {"ID": 188010026, "Datum": "2. bis 4.10.1880, Samstag bis Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »II. [Migräne-Nachweh von Freitag] Nachts bis Morgens - so fort bis Morgens 4. Okt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188010065, "Datum": "6.10.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Die Wiener Philharmoniker lehnen in einer Novitätenprobe unter Hans Richter die vollständige Aufführung der 4. Symphonie für die nächste Konzertsaison ab. Eine Symphonie des anwesenden Hans Paumgartner wird nach dem 2. Satz abgebrochen.", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:38"}, {"ID": 188010075, "Datum": "7.10.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Mottl und Paumgartner [*] spielen im Abschiedskonzert für Mottl, das der Wagner-Verein veranstaltet, erstmals den 1. Satz der 4. Symphonie [siehe die Anmerkung].\r\n   Außerdem erklingen »Archibald Douglas« von Löwe (Solist: Wallnöfer), Beethovens Sonate op. 81 (Paumgartner), Schuberts »Gruppe aus dem Tartarus« (Wallnöfer) und von Richard Wagner der Kaisermarsch, das Lenzeslied aus der »Walküre« (Klavier: Mottl), Isoldes Liebestod und Wotans Abschied (Klavier und Gesang: Mottl) und Feuerzauber (*a).\r\n   Unter den Gästen sind Intendant Baron Hofmann, Frau Kupfer, Dr. Standhartner und Ludwig Koch (*b).\nDas Illustrirte Wiener Extrablatt Nr. 278 berichtet auf S. 5, daß die Wiener Philharmoniker in ihrer gestrigen Novitätenprobe (»Autoren-Hinrichtungen«) neben Werken Grammanns, Julius Zellners, Hugo Reinholds und Hans Paumgartners die 4. Symphonie abgelehnt haben:\r\n   »[...] Die \"Romantische Symphonie\" von Anton Bruckner - nach seiner Angabe seine kürzeste - reussirte insoferne, als man sich entschloß, den 1. Satz aufzuführen, - die anderen \"wegen Länge\" und Hyperromantik dagegen ungespielt zu lassen. [...]« (**).\nWidmung einer Photographie [IKO 7c] »ABruckner. [/] Wien 7. Okt. 1880. [/] Der allerliebsten [/] Freundinn: »Frl. Marie [/] Bartl« [Doppelpunkt und Anführungszeichen nachträglich, durch Schrägstrich angezeigt, eingefügt?]« (***).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:05"}, {"ID": 188010095, "Datum": "9.10.1880, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik machen mehrere Blätter aufmerksam:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 3150 auf S. 6 (*),\n \nFremdenblatt Nr. 280 auf S. 7 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 5790 auf S. 4:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird am Sonntag das Ordensfest der P. P. Minoriten (Francisci) feierlichst abgehalten. Um 9 Uhr Festpredigt, darauf um 10 Uhr Hochamt, welches der hochwürdige Prälat Dr. Hasel celebrirt, wobei Capellmeister Eder Haydn's weihevolle Mariazeller=Messe, Graduale (Violin=Solo mit Chor) von Gänsbacher und Offertorium (Sopran=Solo) mit Chor) von Karl Czerny aufführt. Die Soli werden Frau Professorin Passy=Cornet, Fräulein König, die Herren Edmund Dunkl und Soutschek, das Violin=Solo Herr Salaba, Mitglied des k. k. Hofopern=Orchesters, vortragen, Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 221 auf S. 4:\n     \"[inhaltlich wie (***) ... Sophie König, Peter Soutschek ...] Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:34"}, {"ID": 188010105, "Datum": "10.10.1880, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt.\r\n   Um 9 Uhr Festpredigt. Zur Aufführung beim von Prälat Hasel zelebrierten Hochamt gelangen um 10 Uhr unter Eders Leitung Haydns Mariazeller Messe, ein Graduale (mit Violinsolo) von Gänsbacher und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Czerny. Zelebrant ist Dr. Hasel. Als Gesangssolisten wirken Passy-Cornet, Sophie König, Edmund Dunkl und Peter Soutschek mit. Violinsolo: Hr. Salaba (*).\nDer Musiker-Courier Nr. 2 [auch: Zeitschrift für die Musikalische Welt, später: »Lyra«] berichtet auf S. 15 in der Programmvorschau für die Philharmonischen Konzerte in einer Anmerkung der Redaktion, daß die 4. Symphonie [in einer Novitätenprobe] abgelehnt worden ist (**).", "Letzte Änderung": "13.09.2024 07:32"}, {"ID": 188010125, "Datum": "12.10.1880, Dienstag", "Haupttext": "Gustav Hueber wird in Vöcklabruck von Bischof Rudigier gefirmt. Bruckner ist der Firmpate, läßt sich aber vertreten (*).\n(Aufführung von Wagners »Meistersingern« unter Hans Richter, erstmals mit Scaria als Sachs und ungekürztem Wahnmonolog (**)).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 10:27"}, {"ID": 188010175, "Datum": "17.10.1880, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Loidol: \n   Gratuliert zum neu gewählten geistlichen Beruf in Kremsmünster. Loidol möge sich von Musikdirektor P. Georg die Partitur der d-moll-Messe geben lassen und sie Bruckner schicken, da einige Aufführungen geplant seien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188010185, "Datum": "18.10.1880, Montag", "Haupttext": "Bericht von der Klavieraufführung des 1. Satzes der 4. Symphonie [7.10.1880] im Musiker-Courier [*] [auch: Zeitschrift für die Musikalische Welt, später: »Lyra«] Nr. 3, S. 26f, signiert »Ed. M.« [= vermutlich Eduard Moucka].", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:49"}, {"ID": 188010225, "Datum": "22.10.1880, Freitag", "Haupttext": "Datierung im vierten Band von Josef Vockners Studienheften (*).\nKalendernotiz Bruckners: »Vockner 22. Okt. angefangen.« (**).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 21:56"}, {"ID": 188010235, "Datum": "23.10.1880, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik (mit d-Moll-Messe, »Locus iste« und »Os justi«) machen aufmerksam\n \ndie Deutsche Zeitung Nr. 3164 (Beilage) auf S. 5 (*),\n \ndas Fremdenblatt Nr. 294 auf S. 13 (**),\n \ndie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 235 auf S. 3 des Mittagsblatts:\n     \"(Kirchenmusik.) In der Hofcapelle gelangen morgen, Sonntag, zur Aufführung: Dom. XXIII. post Pent. Missa D, Graduale Locus iste, Offertorium Os justi von Bruckner.\" (***)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 5804 auf S. 5:\n     \"(Kirchenmusik.) Am Sonntag den 24. October kommen zur Aufführung: In der k. k. Hofburg=Capelle Messe in D, Graduale (Locus iste), Offertorium (Os justi) von Bruckner.\"(°).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:36"}, {"ID": 188010245, "Datum": "24.10.1880, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik im Neuigkeitsweltblatt, 2. Bogen, S. 3 (*).\nAufführung von d-moll-Messe, »Locus iste« (Graduale) und »Os justi« (Offertorium) in der Hofkapelle (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:56"}, {"ID": 188010255, "Datum": "25.10.1880, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Universität Beginn.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188010275, "Datum": "27.10.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum unterstrichen und »I. Baron« [Unterrichtsstunde für Ehrenfels].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188010285, "Datum": "28.10.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung der drei ersten Sätze der 4. Symphonie in einer internen Probe des Studentenorchesters des Wiener Konservatoriums unter Leitung Hellmesbergers (*).\r\n   Die Posaunisten Emil Fait und Adolf Kmoch vermerken diese Probe in ihren Stimmen (**): in der 2. Posaune »E. Fai. [/] 28.10.1880«, in der 3. Posaune »Kmoch [/] 28.10.1880« (***).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 16:18"}, {"ID": 188010305, "Datum": "30.10.1880, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Signale Nr. 34 melden auf S. 271, daß Bruckners Streichquintett im 5. oder 6. Kammermusik-Abend des Hellmesberger-Quartetts (in den unteren Stimmen mit Maxintsack und Sulzer neu besetzt) aufgeführt werden wird [tatsächlich erst in der folgenden Saison, am 18.11.1881] (*).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 11:14"}, {"ID": 188011006, "Datum": "ab November 1880", "Haupttext": "Als Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1880/81 haben sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert:\nFranz Cambala (*), Robert Haas (**), Josef Petters (Wölmsdorf 14.2.1859 - ?).(***), Eduard Spiegler und Albert Stephani (°),\nvon der juristischen Fakultät Carlo Freiherr von Baselli-Süssenberg (H), Rudolf Braun (H), Christian Freiherr von Ehrenfels (H), Felix Arthur Freund (H), Max Gerhardt (H), Friedrich Götsch (H), Richard Horn (H), Gustav Huth (H), Leopold Kandler (H), Robert Krätzig von Kreutzbruck und Lilienfeld (H), August Maria Nüchtern (H), Richard Ritter von Ott (Eintrag wieder gestrichen), Victor Pintner (H), Victor Pollak (H), Wolfgang Rigler (H), Robert Schnürdreher (H) (Eintrag wieder gestrichen), Eduard Camil Teisseyre (H), Theodor Tomala (H) und Albert Wehli (H) (°°).", "Letzte Änderung": "16.12.2024 08:43"}, {"ID": 188011025, "Datum": "2.11.1880, Dienstag (Allerseelen)", "Haupttext": "Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188011074, "Datum": "vor dem 7.11.1880", "Haupttext": "Brief Bruckners an Marie Bartl in Oberammergau: \n   Berichtet von seiner Erkrankung, übersendet eine Photographie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188011075, "Datum": "7.11.1880, Sonntag", "Haupttext": "Brief Marie Bartls an Bruckner:\r\n     Dankt für die Photographie, bedauert, daß Bruckner »etwas leidend« war, wünscht, mit ihrer Mutter Bruckner in Wien zu besuchen. Grüße von der Mutter und von Herrn und Frau Rutz (*).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber (Oberon), Bach und Beethoven (Eroica) (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:41"}, {"ID": 188011125, "Datum": "12.11.1880, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Fliege mich gequält - und vernichtet.«", "Letzte Änderung": "28.07.2026 19:27"}, {"ID": 188011135, "Datum": "13.11.1880, Samstag", "Haupttext": "Schreiben Bruckners an das Kultusministerium: \n   Wegen Entlohnung der Lektorstunden an der Universität.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188011145, "Datum": "(14.11.1880, Sonntag)", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Beethoven, Brahms, Spohr, Dowland, Morley, Herbeck und Schubert/Liszt.", "Letzte Änderung": "25.09.2024 06:33"}, {"ID": 188011175, "Datum": "17.11.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Die Wiener Abendpost Nr. 264 (= Beilage zur Wiener Zeitung Nr. 265) bemängelt auf S. 5 in ihrer Kritik des Konzerts vom 7.11.1880 (signiert »ff.« [= Hans Paumgartner (*)]) das Vorgehen der Wiener Philharmoniker bei den Novitätenproben. So sei eine bedeutende Symphonie Bruckners [4. Symphonie] abgewiesen worden.\r\n     » ff. [...] Es soll die eine und andere interessante Novität diesmal den Philharmonikern vorgelegen sein, die sämmtlich in summarischer Art nach einer flüchtigen ersten Probe abgethan wurden. In erster Linie gilt dies von einer ganz außerordentlich bedeutenden Symphonie von unserem vaterländischen Componisten Anton Bruckner, welche trotzdem vor der „Zunft” keine Gnade finden konnte.\r\n   Warum läßt sich Herr Hans Richter, der mit seinem genialen Können die Orchestermitligeder um Kopfeslänge überragt, diesen Modus des Probirens und Abstimmens über Novitäten gefallen? [...]«.", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:39"}, {"ID": 188011205, "Datum": "20.11.1880, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »1. D« neben dem Datum [Dienst an der Hofkapelle?] (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188011215, "Datum": "(21.11.1880, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Berlioz, Beethoven und Mendelssohn (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188011225, "Datum": "22.11.1880, Montag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Adagio der 6. Symphonie in der »kk. Universität« beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188011275, "Datum": "27.11.1880, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »1.« neben dem Datum [Dienst an der Hofkapelle?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188011285, "Datum": "28.11.1880, Sonntag", "Haupttext": "Schreiben des Kultusministeriums an Bruckner: \r\n     Auf seine Eingabe vom 13.11.1880 werde ihm für die Vorlesungen an der Universität eine jährliche Remuneration von 800 fl bewilligt. Unterschrift von Conrad ]nicht Eybesfeld, sondern Conrad!] (*).\nSchreiben des Kultusministeriums an das Dekanat der philosophischen Fakultät der Universität:\r\n\"         Ministerium\r\nfür Cultus und Unterricht.\r\n              Z. 18529\n     Ich ersuche das Decanat, dem Lector an der Wiener Universität, Hoforganisten und Professor am Conservatorium in Wien, Anton Bruckner das zuliegende Decret nach genommener Einsicht einzuhändigen.\r\n                       Wien, am 28. November 1880.\r\n     Der Minister für Cultus und Unterricht.\r\n                                  Conrad\"\r\nAm linken Rand bei \"Decret\" eine Notiz \"./. 1 B[?]\"[Hinweis auf die Beilage?].\r\nAm Unterrand: \"An das Decanat der philosophischen Facultät der Wiener K. K. Universität\" (**).\r\nKanzleivermerke hierzu am 3.12.1880.", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:17"}, {"ID": 188012005, "Datum": "Dezember 1880", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Auflistung von Ausgaben für Haushalt, [Wohn?]Zins für November 1880 und Kathi Kachelmayr: »Schneider [Janowicz?] 40 fl [/] Fr Kathi 50 fl Holz / 15 Leinw / 10 Wäsche etc / 100 Zins für Novemb. ... 20 fl Kohlen ...«", "Letzte Änderung": "23.10.2024 22:14"}, {"ID": 188012035, "Datum": "3.12.1880, Freitag", "Haupttext": "Eingangsvermerk [vermutlich auf dem Dokument vom 28.11.1880] \n\"      prs. 3. Dezbr [1]880\n                 Z. 159. \"\nund Notiz\n\"Orig Dekret zugestellt.\n                   3/12 [1]880.\" (*).\n\n\n\nVermerk \"prs. [= praesentiert] 3. Dezber 880. / Z. 159.\" und Stempel des Dekanats auf dem an Bruckner gerichteten Schreiben vom 28.11.1880 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188012045, "Datum": "4.12.1880, Samstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Veith den 1. Satz aus Mendelssohns Orgelsonate in f-Moll.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:13"}, {"ID": 188012055, "Datum": "(5.12.1880, Sonntag)", "Haupttext": "3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven, R. Fuchs, Goldmark und Mozart.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188012075, "Datum": "7.12.1880, Dienstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\n \ndas Fremdenblatt Nr. 337 auf S. 6 (*)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 5847 auf S. 5:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird am Mittwoch um 11 Uhr Capellmeister Eder Mozart's Credo=Messe, Graduale (Terzett: Sopran, Alt und Tenor) von Laurenz Weiß, Offertorium (Alt=Solo, Ave Maria) von Director Krall , \"Tantum ergo\" und \"Genitori\" von F. J. Kloß aufführen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 16:37"}, {"ID": 188012085, "Datum": "8.12.1880, Mittwoch", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Tribüne« Nr. 8 (Morgenausgabe) auf S. 6 (*). Orgelspiel in der Augustinerkirche. \n   Aufgeführt werden um 11 Uhr unter Eders Leitung die Credo-Messe von Mozart, ein Graduale (Terzett für Sopran, Alt und Tenor) von Laurenz Weiß, ein Offertorium (»Ave Maria« für Altsolo) von Krall und »Tantum ergo« und »Genitori« von F. J. Kloß (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188012125, "Datum": "(12.12.1880, Sonntag, 3. Advent)", "Haupttext": "2. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Scharwenka, Liszt und Beethoven.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188012165, "Datum": "16.12.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben der Statthalterei für Niederösterreich an das Dekanat der philosophischen Fakultät:\n\"[Prägestempel]\nk. k. Statthalter in Nied. Oesterreich.\nZ. 45471\n     Der Herr Minister für Cultus und Unterricht [... der Kultusminister habe Bruckner am 28.11.1880 für die Universitätsvorlesungen eine Remuneration von jährlich 800 fl bewilligt. Das Dekanat müsse die Regelmäßigkeit der Kollegien bestätigen. Unterschrift von Kutschera ...] in die Kenntniß gesetzt.\n     Wien, am 16. Dezember 1880.\n           In Vertretung:\n               Kutschera\nAn\ndas Dekanat des philosophischen Professoren-Collegiums\n                  in\n                              Wien.\" (*).\n \nAuf der letzten Seite des Dokuments die Adresse:\n\"Kk. n.ö. Statthalterei\n    An\ndas Dekanat des philosophischen Professoren=Collegiums\n             in\n               Wien\n /: via akad Senat :/\n        Z 45471.\" (*a).\nKanzleivermerke hierzu am 5.1.1881, 7.1.1881 und 8.1.1881.\n \nNahezu gleichlautend das Schreiben an Bruckner: \"[...] Der Herr Minister für Cultus &amp; Unterricht [...].\" (**).\nKanzleivermerke am 7.1.1881 und 8.1.1881.", "Letzte Änderung": "16.11.2025 07:19"}, {"ID": 188012175, "Datum": "17.12.1880, Freitag", "Haupttext": "Skizze zu Scherzo und Trio der 6. Symphonie beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188012185, "Datum": "(18.12.1880, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188012225, "Datum": "(22.12.1880, Mittwoch)", "Haupttext": "Konzert zugunsten des Pensions-Instituts mit dem 2. Akt von Wagners »Lohengrin« (Pauline Lucca als Elsa), dem 1. Akt von Gounods »Margarete« und dem 4. Akt von Meyerbeers »Hugenotten« (*).\n4. Interner Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im Bösendorfer-Saal mit dem ersten »Tristan«-Akt (Paumgartner am Klavier) (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:40"}, {"ID": 188012235, "Datum": "23.12.1880, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »25.« bei den abendlichen Gebetsaufzeichnungen (*).\n \nDie Christbaumfeier des katholischen Waisen-Hilfsvereins im großen Musikvereinssaal wird durch ein Orgelpräludium Bruckners eingeleitet. Etwa 5000 Besucher sind anwesend sind, darunter Protektor Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este, sein Bruder Erzherzog Otto, Graf Ferdinand Degenfeld, Obersthofmeisterin Gräfin Goeß, Prinzessin Therese von und zu Liechtenstein, Altgräfin Felicie Salm, Altgräfin Rudolphine Salm, Altgraf Rudolph Salm, Graf Albert Chamaré, Gräfin Maria Wenckheim, Gräfin Irma Degenfeld, Baronesse Octavie Weigelsperg, Anna Edle v. Lagusius, der Vereinspräses Stephan Worell und als Festredner Johann Dörfler. Dauer des Festes von 18:30 bis 20:15 Uhr (**).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 13:08"}, {"ID": 188012245, "Datum": "24.12.1880, Freitag", "Haupttext": "Fahrt nach Linz. Orgelspiel bei der Christmette im Linzer Dom (*). Ab abends (bis 27.12.1880) Lücke in den Wiener Gebetsaufzeichnungen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188012255, "Datum": "25.12.1880, Samstag", "Haupttext": "Orgelspiel beim Hauptgottesdienst im Linzer Dom. Bruckner nimmt an der bischöflichen Tafel teil (*).\n\n\nDas Vaterland Nr. 355 berichtet auf S. 11 von der Christbaumfeier am 23.12.1880:\n\"Christbaumfeier des katholischen Waisen=Hilfsvereines.\n          (Originalbericht des \"Vaterland\".)\n     Die am 23. d. M. Abends abgehaltene Christbaumfeier des katholischen Waisen=Hilfsvereines in Wien gestaltete sich sowohl durch den Besuch illustrer Persönlichkeiten und durch die großartige Betheiligung des Publicums als auch durch das treffliche Arrangement zu einem herrlichen Feste. [... anwesende Prominenz ...] \n\n     Der große Musikvereinssaal war in allen seinen Räumen überfüllt, es mögen an 5000 Personen anwesend gewesen sein. Das Fest wurde eingeleitet durch ein herrliches, von dem Professor Bruckner meisterhaft vorgetragenes Orgel=Präludium. [... über den weiteren Verlauf der Feier ...] \n\n     Das Fest währte von halb 7 Uhr bis 8 Uhr 15 Minuten.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188012265, "Datum": "26.12.1880, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Hauptgottesdienst im Linzer Dom und fährt nach Wien zurück (*).\n(In Wien 4. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit der Uraufführung der Tragischen Ouvertüre von Brahms (**) und Werken von Wagner (Tristan), Händel und Beethoven (8. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:40"}, {"ID": 188012285, "Datum": "28.12.1880, Dienstag", "Haupttext": "Artikel des Linzer Volksblatts Nr. 297 über Bruckners Linzer Aufenthalt an den Weihnachtsfeiertagen. »Linz, 26. Dezember. [/] - (Prof. Bruckner in Linz.) [...] verbrachte die paar Tage seines diesmaligen Hierseins keineswegs in unthätiger Muse [... Orgelspiel am Heiligabend und an den zwei Festtagen in der gedrängt vollen Domkirche ...] Heute kehrt der Meister, welchem gestern die Ehre zu Theil wurde, zur bischöflichen Tafel gezogen zu werden, hoffentlich mit erfrischten Kräften, zu seiner Lehrthätigkeit nach Wien zurück.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188012317, "Datum": "Ende 1880 oder Anfang 1881", "Haupttext": "Das Schülerorchester des Konservatoriums spielt an zwei Abenden die ersten drei Sätze der 4. Symphonie. Am ersten Abend [28.10.1880] dirigiert Hellmesberger, der bei der folgenden Probe (unter Bruckner) das 2. Thema des Andantes als Bratschen-Solo spielt. Durch Fürsprache von Krenn konnte J. V. Wöß als einziger Zuhörer dabei sein.\r\nMax Auer notiert dazu in der Partiturabschrift: \"\"1880 fanden Proben mit dem Schülerorchester des Konservatoriums statt unter Hellmesberger. Dieser setzte sich, als Bruckner einmal die Direktion übernahm ans 1. Geigenpult (Mitteil[un]g. von Prof. J. V. Wörß [?]. (Auer.\" und darunter \"War wohl schon die Umarbeitung von 1878\" (*).", "Letzte Änderung": "14.02.2025 08:46"}, {"ID": 188100005, "Datum": "1881", "Haupttext": "[Undatierte] Kalendereintragungen Bruckners [September 1881, nach dem 15.9.1881]: Adressen von Franziska Hann, Kathi Kachelmayr und Pius Richter im Hochschulkalender, Gebets- und Unterrichtsaufzeichnungen (z.B. »H. Schwikerath«) im Krakauer Schreibkalender (*).\nKorrekturen im Credo der f-moll-Messe (auf dem Umschlagblatt »rep. [1]881.« und bei T. 20 »[1]881.«, T. 81 »rep [1]881.«, nach T. 88 »[1]881. bleibt weg«, »[1]881« in den Takten 105, 229 »rep«, 291, 296, 322, 343 »neu«, 404, 409 »neu«, 425 und 509 »rep«) und der d-moll-Messe (**).\r\nEin anonymer Schreiber (»Kopist von 1881«) überträgt die Änderungen in der f-Moll-Messe in die Partiturabschrift von 1877 und (vermutlich derselbe Kopist) in die Stimmen (**a).\nBei Rättig erscheint Josef Schalks zweihändiger Klavierauszug des Scherzos der 3. Symphonie (***).\nBruckner erwirkt (vermutlich durch Dr. Wallmann) die Transferierung seines Cousins Franz Anton Bruckner aus dem Heeresverband (°).\nBruckner wird durch Dr. Karl Rabl aus Wels in die Ärzterunde im Restaurant Riedhof eingeführt. Schon in den 70er Jahren war Rabl durch Vermittlung des Südtiroler Arztes Fränkel mit Bruckner zusammengekommen und hatte sich öfters, vor allem bei Gause, mit ihm (und Dr. Alexander Fraenkel, Vockner und Fürstenberg) getroffen (°°).\r\nZum Riedhof-Kreis gehörte auch Dr. Theodor Meynert (1833 - 1892) (°°a).\nFromme's Musikalische Welt, Jg. 1881, verzeichnet auf S. 120 (»Musikalische Statistik«) Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers am Konservatorium (Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel), auf S. 128 (»K.k. Hof- und Kammermusik«) als Organisten, auf S. 139 (»Kirchenmusik in Wien«) als Mitglied der Hofkapelle und auf S. 146 (»Wiener Musiker-Adressen«) mit der nicht mehr gültigen Adresse »Bruckner, Anton, Comp. L. (Or.) Prof. am Conservatorium, IX., Währingerstr. 41« (°°°).\nDer Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins für das Jahr 1881, 9. Jahrgang, Wien 1882, führt auf S. 19 Bruckner im Mitgliederverzeichnis an und erwähnt auf S. 4 lobend die 4. Symphonie (»Sätze aus der Es-dur-Symphonie«) [12.1.1881] (#).\n[zwischen 1881 und 1887]\r\n(Brief von Carl Greith an Bernhard Deubler (Visitkarte):\r\n     Beiliegende Litanei op. 18 sei 1881 umgearbeitet und instrumentiert worden und wie die Erstversion bei Benziger in Einsiedeln erschienen (##)).\nAufführung des Intermezzo (WAB 113) in einer Veranstaltung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (###).\n[Datierung hypothetisch, jedenfalls nicht vor 1880]\r\nRichard Horn, der sich von Bruckner den Besuch der Universitätsvorlesungen testieren lassen will, nimmt seinen Freund Arthur Schnitzler mit in Bruckners Wohnung. Beide erleben eine etwa halbstündige Improvisation am Klavier (a).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 20:27"}, {"ID": 188101005, "Datum": "Januar 1881", "Haupttext": "Brief Amand Loidols an Oddo Loidol, seinen Bruder:\n    Am Sonntag habe er mit Bruckner eine Kunstausstellung und dann Wagners »Meistersinger« besucht. Laut Mitteilung Hans Richters werde die 4. Symphonie am 20.2.1881 aufgeführt (*).\n \n[vermutlich in der 3. bis 4. Januar-Woche] Die Signale für die Musikalische Welt Nr. 9 schreiben auf S. 129:\n     \"Rückblick auf das Musikjahr 1880.\n[...]\n     Der Musikalienverlag hat auch im abgelaufenen Jahre nach jeder Richtung hin eine Bereicherung zu verzeichnen. [... Orchesterwerke: Sinfonien von Oscar Möricke und Emil Hartmann ...] Dmoll von Anton Bruckner (Richard Wagner gewidmet) [... Carl Grammann etc. ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 14:20"}, {"ID": 188101015, "Datum": "(1.1.1881, Samstag)", "Haupttext": "Als Nachfolger Franz Dingelstedts wird Wilhelm Jahn Direktor der Hofoper.", "Letzte Änderung": "23.09.2024 21:50"}, {"ID": 188101055, "Datum": "5.1.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Eingangsvermerk (Stempel) der Universitätskanzlei auf dem Schreiben vom 16.12.1880.\n\"Wr. K.K.UNIVERSITÄTS-KANZLEI. | EINGELANGT 5. Jänner 1881 | Z 380 ... | ......BEIL.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101065, "Datum": "(6.1.1881, Donnerstag)", "Haupttext": "5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Schumann, Beethoven, Mendelssohn und Schubert (9. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101075, "Datum": "7.1.1881, Freitag", "Haupttext": "Kanzleivermerk \"Prs. 7. Jänner 1881 / Z. 232.\" auf S. 4 des Schreibens vom 16.12.1880 [Bruckners Exemplar] (*).\n\n\nKanzleivermerk auf dem Exemplar der Universität:\n\"   prs. 7. Jäner 1881.\n            Z. 232. \" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101085, "Datum": "8.1.1881, Samstag", "Haupttext": "Wolschan notiert auf dem Schreiben vom 16.12.1880, daß für Bruckner eine Abschrift kopiert worden ist:\n\"Für H Anton Bruckner hievon eine Abschft am 8/1 [1]881 copirt\n                          Wolschan\" (*).\n\n\nVermerk auf Seite 4 der Abschrift für Bruckner:\n\"Dem P. T. Herrn Anton Bruckner Lector der Wiener Universität zur \ngefälligen Kenntnisnahme. / Wien den 8tn Jäner 1881. / Der Decan der \nphil. Facult. / Zeissberg\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101095, "Datum": "(9.1.1881, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Schumann, Spohr, Rubinstein, Goldmark, L. Auer, Wieniawski und Mendelssohn (*).\nAlois Weißgärber jun. in Ottensheim geboren (**).", "Letzte Änderung": "07.03.2023 23:37"}, {"ID": 188101125, "Datum": "12.1.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Klavieraufführung einiger Sätze der 4. Symphonie bei einem Treffen des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (*). \n   Viktor Boller spricht über »Richard Wagners Gedanken über die Kunst und das Leben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101135, "Datum": "13.1.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Veith ein Flötenkonzert für Orgel von Rink.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:14"}, {"ID": 188101155, "Datum": "15.1.1881, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Freitag [14.1.1881?] 4 [Uhr] H Caro.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101175, "Datum": "17.1.1881, Montag", "Haupttext": "Scherzo der 6. Symphonie »in der k.k. Universität« vollendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101205, "Datum": "20.1.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Montag [17.1.1881?] 6. [Stunde?] Abends H Schwickerath.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101255, "Datum": "25.1.1881, Dienstag", "Haupttext": "Beim Vortragsabend am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Hermann Vergeiner Präludium und Fuge von J. S. Bach.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101265, "Datum": "26.1.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »H Baron Montag 10 [/] Frl [Pohoryles?] [Montag?] 9 [/] H Schwick [Schwickerath] Freitag 11 Uhr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101275, "Datum": "27.1.1881, Donnerstag [?]", "Haupttext": "Bruckner wird zum Ehrenmitglied des Wiener Akademischen Wagner-Vereins ernannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101285, "Datum": "28.1.1881, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners »†« [Totengebet? für die Patin Rosalia Mayrhofer?] bei den Gebetsaufzeichnungen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101295, "Datum": "29.1.1881, Samstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Morgenblatt der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 329 auf S. 10 macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (ohne die 4. Symphonie zu nennen): \n\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde.\n\n     [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188101305, "Datum": "30.1.1881, Sonntag", "Haupttext": "Brief des Adjutanten Hohenlohes [an Bruckner?]:\r\n   Hohenlohe wünsche, daß am 2.2.1881 die d-moll-Messe in der Hofkapelle aufgeführt werde. Unterzeichnet von Walzel [siehe die Anmerkung] (*).\nKalendernotiz Bruckners »†« [Totengebet?] bei den Gebetsaufzeichnungen. Notiz »15.« bei den abendlichen Gebetsaufzeichnungen (**).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 09:39"}, {"ID": 188101315, "Datum": "31.1.1881, Montag", "Haupttext": "Ein Inserat im Morgenblatt der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 331 auf S. 4 [identisch mit dem vom 29.1.1881] macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (ohne die 4. Symphonie zu nennen): \n\n\"Concert-Repertoire.\n     Gesellschaft der Musikfreunde. [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102005, "Datum": "Februar 1881 (?)", "Haupttext": "Datierung im Agnus dei der d-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102015, "Datum": "1.2.1881, Dienstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 31 kündigt auf S. 3 des Abendblatts die morgige Kirchenmusik an:\n     \"(Kirchenmusik.) Mittwoch den 2. Februar: In der k. k. Hofcapelle kommt eine Messe in D, Graduale (Ave Maria) [WAB 6] und Offertorium (Locus iste) von Bruckner zur Aufführung.\" (*).\n \nÄhnlich die Neue Freie Presse Nr. 5901 auf S. 1 des Abendblatts (**).\n \nEin Inserat in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 332 auf S. 10 macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (wie schon am 31.1.1881 ohne Erwähnung der 4. Symphonie): \"Concert-Repertoire.\n     Gesellschaft der Musikfreunde. [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102025, "Datum": "2.2.1881, Mittwoch (Lichtmeß)", "Haupttext": "Ankündigung der heutigen Kirchenmusik\n \nin der Deutschen Zeitung Nr. 3262 auf S. 7 (*a)\n\r\nund in der Tribüne Nr. 32, S. 6 (Morgenausgabe) (»Morgen, Mittwoch«) (*b).\n \nAuf Hohenlohes Wunsch (°) Aufführung von d-moll-Messe (**), Locus iste (***) und Ave Maria [WAB 6] unter Bruckners Leitung (***) in der Hofkapelle.\nEintrag »1881« [wann genau?] des Sängerknaben F. Rossi in der Sopranstimme des »Locus iste« (°°).\n \nDer St. Florianer Propst Ferdinand Moser erlebt Bruckners Messe mit und schreibt danach am selben Tag in einem Brief an Philipp Mayr:\r\n     Über politische Ereignisse, die Beisetzung von Kardinal Johann Rudolf Kutschker am 31.1.1881, Kontakte mit Franz Arneth.\r\n\"     Gerade komme ich aus der Hofkapelle (2. Feb. ¾ 1 U.) Bruckners Messe N 1. – sehr künstlich, sehr schwer, sehr lange aber ... !? Die Violinen haben harte Arbeit, die Sängerknaben wegen versprochener 3 Torten sangen prächtig kurz alles sonst Wien's würdig; ich sah Strehmayr [sic] u viele Gaudeamus.\" [... erwähnt weiter die Prälaten Sebastian Brunner und Franz S. Hasel und andere Kontakte, J. B. Breselmayr, Ernest von Marinelli, Gruscha etc.] (°°°).\n \nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Samstag [29.1.1881?] 5 Uhr H Baron.« (#).\n \nEin Inserat im Morgenblatt der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 333 auf S. 12 [identisch mit dem vom 29.1.1881] macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (ohne die 4. Symphonie zu nennen):\n\"Concert-Repertoire.\n     Gesellschaft der Musikfreunde. [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\" (##).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:04"}, {"ID": 188102026, "Datum": "nach dem 2.2.1881", "Haupttext": "Besprechung der d-Moll-Messe in der Wiener Allgemeinen Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102035, "Datum": "3.2.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Morgenblatt der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 334 auf S. 4 [identisch mit dem vom 29.1.1881] macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (ohne die 4. Symphonie zu nennen): \n\n\"Concert-Repertoire.\n     Gesellschaft der Musikfreunde. [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102055, "Datum": "5.2.1881, Samstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Morgenblatt der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 336 auf S. 10 [identisch mit dem vom 29.1.1881] macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (ohne die 4. Symphonie zu nennen): \n\n\"Concert-Repertoire.\n     Gesellschaft der Musikfreunde. [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102065, "Datum": "6.2.1881, Sonntag", "Haupttext": "In der Hofkapelle werden statt der geplanten Brucknerschen Werke (*) [d-moll-Messe, Ave Maria [WAB 6] und Locus iste waren schon am 2.2.1881 gespielt worden] Kompositionen von Schubert, Sacchini [siehe die Anmerkung] und Eybler aufgeführt (**).\n \nBesprechung der d-Moll-Messe [am 2.2.1881] in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 337 auf S. 7:\n     \"(Von der Hof=Capelle.) Bruckner's Messe (componirt 1864), die er am 2. d. M. selbst dirigirte, ist ein Tonstück vornehmerer Art, durch das zweifellos ein genialer Zug hindurchgeht. Häufig begegnen wir in der Messe Gewaltigem und Großem, an schönen Gedanken ist wahrlich kein Mangel, Anlage und Instrumentation sind geradezu bedeutend. Mag das Credo auch manchem Rigoristen ein Gräuel sein, Kraft und Tiefe des Erfindens wird man dem \"Resurrexit\" gegenüber kaum leugnen können. Man sieht, daß man es mit einer echten Künstlernatur zu thun hat; die strengen Puristen aber, die an gewissem \"Ungegohrenen\" und \"Unkirchlichen\" Anstoß nehmen, werden doch zum Beispiel im Graduale [Locus iste] sehen müssen, wie sehr Bruckner auch Maß zu halten versteht, und dieser Einlage ihren Beifall nicht versagen. Wer den bescheidenen, nur allzubescheidenen Schöpfer dieser Messe näher kennt, kann bei manchem großartigen Anlauf kaum glauben, daß diese machtvoll und selbstbewußt durchbrechenden Weisen wirklich Bruckner zum Vater haben, so siegesgewiß und sicher tritt der Componist auf. Doch des Mannes Doppelnatur zeigt auch sein Werk. Gleich als ob er erschräke über seine geniale Kühnheit, unterbricht er öfter die hoffnungsreichsten Ansätze, ja er endet im Benedictus wie in ängstlicher Scheu verstummend mit einem plötzlichen, gewaltsamen Abschlusse. So viel steht schon jetzt fest und man fühlte es wieder bei der - übrigens glänzenden - Aufführung dieser Messe, wie sehr man Herbeck's Andenken auch deßhalb zu Dank verpflichtet sein muß, daß er Bruckner einen seiner würdigeren Wirkungskreis eröffnete.\" [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 16:47"}, {"ID": 188102075, "Datum": "7.2.1881, Montag", "Haupttext": "Ein Inserat im Morgenblatt der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 338 auf S. 4 macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (ohne die 4. Symphonie zu nennen): \n\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde.\n\n     [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102085, "Datum": "8.2.1881, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »2 [fl] 10 [xr] Torte« [für die Sängerknaben am 2.2.1881?] und weitere Ausgabenposten (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 30 berichtet auf S. 2f von der Aufführung der d-Moll-Messe am 2.2.1881 (Übernahme des Artikels der Wiener Allgemeinen Zeitung vom 6.2.1881):\r\n     » § Kirchenmusik. Ueber unseren genialen Landsmann, Hofkapellmeister Bruckner, schreibt die \"Wiener Allgem. Ztg.\": Bruckners Messe (komponirt 1864), die er am 2. d. M. selbst dirigirte, ist ein Tonstück vornehmer Art, durch das zweifellos ein genialer Zug hindurchgeht. Häufig begegnen wir in der Messe Gewaltigem und Großem, an schönen Gedanken ist wahrlich kein Mangel, Anlage und Instrumentation sind geradezu bedeutend. Mag das Credo auch manchen Rigoristen ein Gräuel sein, Kraft und Tiefe des Erfindes [sic] wird man dem \"Resurrexit\" gegenüber kaum leugnen können. Man sieht, daß man es mit einer echten Künstlernatur zu thun hat; die strengen Puristen aber, die an gewissem \"Ungegohrenen\" und \"Unkirchlichen\" Anstoß nehmen, werden doch zum Beispiel im Graduale sehen müssen, wie sehr Bruckner auch Maß zu halten versteht, und dieser Einlage ihren Beifall nicht versagen. Wer den bescheidenen, nur allzubescheidenen Schöpfer dieser Messe näher kennt, kann bei manchem großartigen Anlauf kaum glauben, daß diese machtvoll und selbstbewußt durchbrechenden Weisen wirklich Bruckner zum Vater haben, so siegesgewiß und sicher tritt der Komponist auf.« (**).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 339 wiederholt auf S. 10 erneut das Inserat vom 29.1.1881 [4. Symphonie am 20.2.1881]:  \r\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde.\r\n     [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\" (***).", "Letzte Änderung": "13.09.2024 18:47"}, {"ID": 188102095, "Datum": "9.2.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Ein Inserat im Morgenblatt der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 340 auf S. 10 [identisch mit dem vom 29.1.1881] macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (ohne die 4. Symphonie zu nennen): \n\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde.\n\n     [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102105, "Datum": "10.2.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Mittw [9.2.1881?] 10 H Schwickerath« (*).\n\n\nEin Inserat im Morgenblatt der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 341 auf S. 10 macht auf das Konzert vom 20.2.1881 aufmerksam (ohne die 4. Symphonie zu nennen): \n\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde.\n\n     [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102125, "Datum": "12.2.1881, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel machen mehrere Blätter aufmerksam:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 3272 auf S. 6 (*),\n \nDie Presse Nr. 42 auf S. 2 des Abendblatts:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder eine Messe von W. A. Mozart, Graduale (Altsolo) von Director Johann Krall und Offertorium (Sopransolo) von Laurenz Weiß zur Aufführung bringen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*a),\n \nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 343 auf S. 5 [inhaltlich wie (*a), siehe auch (°°°)] (*b),\n \nFremdenblatt Nr. 42 auf S. 6 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 5912 auf S. 6 [inhaltlich wie (*a)] (***)\n \nund Tribüne Nr. 42, S. 3 (Abendausgabe) (°).\n\r\nDas Neue Wiener Tagblatt [Neues Wiener Abendblatt] Nr. 42 weist auf S. 3 auf das Konzert vom 20.2.1881 mit der 4. Symphonie hin:\r\n   »* Sonntag, den 20. d. M., veranstaltet Hanns Richter im großen Musikvereinssaale zum Besten des \"deutschen Schulvereines\" ein großes Konzert. Zur Aufführung gelangt unter Anderem die Symphonie (Nr. 5) [sic] in Es von Bruckner. Bülow spielt das G-dur-Klavierkonzert Beethoven's und dirigirt seine eigene Ballade \"Des Sängers Fluch\".« (°°).\n\r\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 343 bringt auf S. 10 wieder das altbekannte Inserat [wie am 29.1.1881]:\r\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde\r\n     [...] Sonntag den 20., Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner (Orgel und Orchester).\" (°°°).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 11:05"}, {"ID": 188102135, "Datum": "13.2.1881, Sonntag", "Haupttext": "Das »Neue Wiener Tagblatt« Nr. 43 meldet, die Philharmoniker hätten die 4. Symphonie als für »ihre Konzerte nicht geeignet« abgelehnt (*).\nBrief Richters [an einen Redakteur des Tagblattes, vermutlich Wilhelm Frey]:\r\n   Dankt für die freundlichen Zeilen über Bruckner; bittet um Berichtigung - die Philharmoniker, die schon 1873 bei der 2. Symphonie unentgeltlich mitgewirkt hätten, hätten die 4. Symphonie nicht abgewiesen, sondern nur die Aufführung einzelner Sätze erwogen, wogegen er, Richter, sich ausgesprochen habe (**).\nBruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine Messe von Mozart, ein Graduale (mit Altsolo) von Krall und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Laurenz Weiß (***).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 12:30"}, {"ID": 188102145, "Datum": "14.2.1881, Montag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 44 kündigt auf S. 4 irrtümlich ein Bruckner-Konzert an [als Orgelkonzert bezeichnet wie in den häufigen Inseraten in der Wiener Allgemeinen Zeitung, dort aber immer 20.2.1881]: \n\n     \"Vergnügungs-Anzeiger\n          für den 14. Februar 1881.\n\n[...] \n\n          Im 1. Bezirk. \n\nGroßer Musikvereinssaal (Mittags 1/2 1 Uhr): Bruckner's Orgelconcert mit Orchesterbegleitung.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102155, "Datum": "15.2.1881, Dienstag", "Haupttext": "Im »Neuen Wiener Tagblatt« Nr. 45 wird auf S. 5 die Meldung vom 13.2.1881, die Philharmoniker hätten die 4. Symphonie abgelehnt, richtiggestellt:\n»    * Unsere jüngste Mittheilung, die Stellung der Philharmoniker zu der am nächsten Sonntag unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangenden neuesten Symphonie Bruckner's betreffend, ergänzen wir einem ausgesprochenen Wunsche zufolge dahin, daß jene Bruckner'sche Komposition von den Philharmonikern nicht abgewiesen wurde, sondern im Komité ein Meinungsaustausch darüber sich entsponnen hat, ob es nicht besser wäre, nur einzelne Theile der Symphonie zur Aufführung zu bringen. Dagegen nun erhob Hans Richter eine Einsprache und faßte den Vorsatz, das Werk lieber ganz und ungetheilt aufzuführen.« (*).\n \nDie Presse Nr. 45 weist auf S. 14 auf das Konzert vom 20.2.1881 (mit der 4. Symphonie) hin:\n\"    – Ueber Anregung des Herrn Hofcapellmeisters Hans Richter findet, wie wir bereits gemeldet, Sonntag den 20. d. im Musikvereinssaal ein Orchester=Concert statt, dessen Reinertrag dem deutschen Schulverein gewidmet ist. [... Bülow, Wiener Philharmoniker...] Zur Aufführung gelangt unter Anderem eine Symphonie des vaterländischen Tondichters Anton Bruckner.\" (**).\n \nDer Deutsche Schulverein macht in der Neuen Freien Presse Nr. 5915 auf S. 7 auf dieses Konzert aufmerksam:\n   \"Concert der Philharmoniker für den Deutschen Schulverein.\n       Eine erfreuliche Förderung unserer Vereinszwecke wird uns aus künstlerischen Kreisen zu theil. Auf Anregung des Herrn Hofopern=Capellmeisters Hanns Richter findet Sonntag den 20. Februar dieses Jahres im Musikvereine ein Orchester=Concert statt, dessen Reinertrag unserem Verein e gewidmet ist. [... Bülow, Wiener Philharmoniker...] Zur Aufführung gelangt unter Anderm eine Symphonie des vaterländischen Tondichters Anton Bruckner. Gönnern und Freunden unseres Vereines ist hiedurch Gelegenheit geboten, durch ihre Theilnahme an dieser künstlerischen Aufführung auch ein Scherflein für unsere patriotischen Vereinsziele beizutragen.. Die Kartenausgabe hat aus Gefälligkeit J. Gutmann's Musik= und Literatur=Institut (Hofopern=Gebäude) übernommen, woselbst auch Ueberzahlungen für unsere Rechnung freundlichst entgegengenommen werden.\n     Wien, 14. Februar 1881. Der Deutsche Schulverein.\n           Dr. Moriz Weitlof m. p.\n           Engelbert Pernerstorfer m. p.\" (***).\n \nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 346 schreibt auf S. 6:\r\n\"     – Am 20. d. M. findet im Musikvereins=Saale ein interessantes Concert zu Gunsten des Deutschen Schulvereines statt. Dr. Hanns v. Bülow spielt mit den Philharmonikern das Beethoven'sche G-dur-Concert und bringt eine eigene große Composition, \"Des Sängers Fluch\", zur Aufführung. Den Schluß macht Professor Bruckner's neue Symphonie.\" (°).\nAuf S. 9 weist eine Notiz auf dieses Konzert hin:\r\n     \"Concert-Repertoire.\nGesellschaft der Musikfreunde. Sonntag den 20. Februar: Concert zu Gunsten des deutschen Schulvereins. (Dr. Hanns v. Bülow, Professor Bruckner und die Philharmoniker.) [...]\" (°°).\n \n(In den Fliegenden Blättern für katholische Kirchenmusik Nr. 2 teilt auf S. 22f Fr. X. Witt einen Bericht von Traumihler über die unliturgische Kirchenmusik an Weihnachten in Linz mit und führt zur Erklärung an, dass Bischof Rudigier (wohl beeinflusst) sich gegen den Deutschen Cäcilien-Verein stelle und der lokale Cäcilien-Verein und die \"Habertianer\" nicht mit Regensburg kooperieren etc. etc. (°°°)).", "Letzte Änderung": "29.11.2024 07:23"}, {"ID": 188102165, "Datum": "16.2.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Hinweis auf die Aufführung der 4. Symphonie am 20.2.1881 in der Österreichischen Volkszeitung Nr. 46 auf S. 4: \n\n   »- Nächsten Sonntag findet im großen Musikvereinssaale zum Besten des Deutschen Schulvereines ein großes Konzert statt. Zur Aufführung gelangt die Symphonie (Nr. 5) [sic] in Es von Bruckner. Hans von Bülow spielt das G-dur-Klavierkonzert Beethoven's und dirigirt seine eigene Ballade \"Des Sängers Fluch\".« (*).\n\n\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 347 bringt auf S. 10 wie schon am Vortag eine Notiz:\n \"Concert-Repertoire. \n\n     Gesellschaft der Musikfreunde. Sonntag den 20. Februar: Concert zu Gunsten des Deutschen Schulvereins. (Dr. Hanns v. Bülow, Professor Bruckner und die Philharmoniker.) [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102175, "Datum": "17.2.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung der 4. Symphonie in der Neuen Freien Presse Nr. 5917 auf S. 6: \n\n     » - Das Programm des nächsten Sonntag den 20. d. M., Mittags halb 1 Uhr, stattfindenden großen Orchester=Concertes [...] enthält folgende Werke: [... Beethoven, Bülow ...] Bruckner Symphonie Es-dur, erste Aufführung. Die Kartenausgabe zu diesem Concerte erfolgt ausschließlich in Gutmann's Musik=Literatur=Institut im Hofopernhause.« (*).\n\n\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 348 wiederholt auf S. 10 die Notiz vom 15.2.1881:\n\n     \"Concert-Repertoire. \nGesellschaft der Musikfreunde. Sonntag den 20. Februar: Concert zu Gunsten des Deutschen Schulvereins. (Dr. Hanns v. Bülow, Professor Bruckner und die Philharmoniker.) [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102185, "Datum": "18.2.1881, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Gehring: Bittet um ”gnädige Gewogenheit” für die 4. Symphonie (*).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 49 macht auf S. 5 auf die Aufführung der 4. Symphonie am 20.2.1881 aufmerksam: \r\n     » * Zu dem großen Orchesterkonzerte zu Gunsten des Deutschen Schulvereins [...] bekundet sich eine überaus lebhafte Theilnahme. Zur Aufführung gelangen: [... Beethoven, ...] Bülow, Des Sängers Fluch, Ballade für Orchester, unter der Leitung des Komponisten Bruckner, Simphonie Es-dur 1. Aufführung. (Manuskript.) Die Kartenausgabe erfolgt ausschließlich in J. Gutmann's Musik=Literaturinstitut im Hofopernhause.« (**).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 349 wiederholt auf S. 10 die Notiz vom 15.2.1881:\r\n     \"Concert-Repertoire.\r\nGesellschaft der Musikfreunde. Sonntag den 20. Februar: Concert zu Gunsten des Deutschen Schulvereins. (Dr. Hanns v. Bülow, Professor Bruckner und die Philharmoniker.)\" (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2023 18:06"}, {"ID": 188102195, "Datum": "19.2.1881, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Mittw 12 Uhr. Montag 9 - 10« [Schwickerath?] (*).\nAnkündigung der morgigen Aufführung der von den Philharmonikern abgelehnten 4. Symphonie (»für den deutschen Schulverein ist sie gut genug«) im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 49, S. 5 (über den schlechten Vorverkauf und das zu erwartende Fiasko) (**)\nund in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung (Österreichischen Volkszeitung) Nr. 49 auf S. 4 [vgl. 18.2.1881]:\r\n     »Zu dem großen Orchesterkonzerte zu Gunsten des Deutschen Schulvereines [...] bekundet sich eine überaus lebhafte Theilnahme. Zur Aufführung gelangen: [... Beethoven, ...] Bülow, Des Sängers Fluch, Ballade für Orchester, unter der Leitung des Komponisten - Bruckner, Sinfonie Es-dur. Erste Aufführung. (Manuskript.) Die Kartenausgabe erfolgt in J. Gutmann's Musikliteratur=Institut im Hof=Opernhause.« (***).\nDie Presse Nr. 49 schreibt auf S. 10:\r\n     \" - Das Programm für das große Orchester=Concert zu Gunsten des deutschen Schulvereins ist folgendes. Beethoven, Ouverture zu \"König Stephan\"; Beethoven 4. Clavier=Concert, G-dur op. 58 mit Orchester, vorgetragen von Dr. Hans v. Bülow; Bülow, \"Des Sängers Fluch\", Ballade für Orchester, unter der Leitung des Componisten. Bruckner, Symphonie, Es-dur, 1. Aufführung (Manuscript). (°).\nHinweis im Neuigkeits-Weltblatt Nr. 40 auf S. 6:\r\n     \"Das große Orchester=Konzert. Das Programm [...] enthält folgende Werke: [...] Bruckner, dessen Symphonie Es-dur, erste Aufführung.\" (°°).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 350 bringt auf S. 6 einen ähnlichen Hinweis:\r\n     \" - Das Publicum bekundet überaus große Theilnahme für das Orchester=Concert, welches am 20. d. M. um halb 1 Uhr Mittags [...] veranstaltet wird. Zur Aufführung gelangen: [... Beethoven, ...] Bülow: \"Des Sängers Fluch, \" Ballade für Orchester, unter der Leitung des Componisten; Bruckner:Symphonie Es-dur. Erste Aufführung. (Manuscript.) Die Kartenausgabe erfolgt ausschließlich in J. Gutmann's Musikliteratur=Institut im Hofopernhause.\" (°°°)\r\nund wiederholt auf S. 10 die Notiz vom 15.2.1881:\r\n     \"Concert-Repertoire.Gesellschaft der Musikfreunde. Sonntag den 20. Februar: Concert zu Gunsten des Deutschen Schulvereins. (Dr. Hanns v. Bülow, Professor Bruckner und die Philharmoniker.) [...]\" (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102204, "Datum": "vor dem 20.2.1881", "Haupttext": "Eine von Dr. Hans Kleser projektierte Aufführung der 4. Symphonie in Köln war an der ablehnenden Haltung Ferdinand Hillers gescheitert (*).\nBei den Proben zur 4. Symphonie zeigt sich wieder Bruckners devote Haltung, aber auch seine rührende Dankbarkeit Hans Richter gegenüber (er schenkt ihm einen Taler) (**).\nRichter stellt das Werk auf eine Stufe mit Beethovens Symphonien (***).", "Letzte Änderung": "31.08.2025 13:12"}, {"ID": 188102205, "Datum": "20.2.1881, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 351 auf S. 12 [Text wie in den Vortagen] (a).\n \nKonzert des Wagner-Vereins zugunsten des Deutschen Schulvereins im Großen Musikvereinssaal in Wien. Die Wiener Philharmoniker spielen unter Hans Richter Werke von Beethoven (G-Dur-Klavierkonzert, Hans von Bülow als Solist), Bülow (\"Des Sängers Fluch\", Bülow dirigiert, Richter spielt Viola, Josef Sulzer die Solostellen) und die Uraufführung von Bruckners 4. Symphonie (*).\n     Im Publikum saßen u.a. Schönaich, Gutmann (*a), der Organist Lohr aus Budapest (**), Marie Lorenz (***)\n     und die Kritiker L. E., Helm, Frey, Hanslick, Gehring, Paumgartner, Moucka, Kalbeck, Schelle, Speidel und Eduard Kulke [nicht: Eduard Kremser] (°). Vermutlich besuchte auch Hugo Wolf dieses Konzert (°°).\n     Aus St. Florian sind auf Einladung Bruckners Propst Ferdinand Moser und der Chorherr Michael Gitlbauer ins Konzert gekommen. Gitlbauer berichtet noch am selben Tag darüber in einem Brief an Philipp Mayr:\r\n\"     [...] Im Auftrage des H. H. Prälaten, der gleich nach dem Concerte, zu dem uns H. Bruckner Karten geschickt hatte, nach Währung gegangen u. daher nicht selbst schreiben kann, theile ich in aller Kürze mit, daß das Concert glänzend ausgefallen ist. Bruckner wurde mit Applaus buchstäblich [oder: förmlich?] überschüttet u. wußte sich vor Seligkeit fast nicht zu helfen. Nach jedem Satz wurde er 3-4 Mal gerufen u. am Schluße war das Applaudirens kein Ende.\r\n     Die Symphonie war aber auch wirklich wunderhübsch; sein Triumph will um so mehr besagen als die vorausgegangenen Piècen wahre Meisterwerke an u. für sich u. ob der trefflichen Aufführung noch um so mehr waren, so daß wir namentlich nach der trefflichen Ballade \"Des Sängers Fluch\" sehr für Bruckner fürchteten. Soweit in aller Eile mit den besten Grüßen an Alle\r\n                      Hochachtungsvoll\n                              Gitlbauer\" (°°°).\nNach dem Konzert spricht Josef Weilen Bruckner wegen eines [Opern]Textes an (#).", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:09"}, {"ID": 188102207, "Datum": "zwischen 20.2.1881 und 10.12.1881", "Haupttext": "Bruckner bringt in einer Abschrift der 4. Symphonie Korrekturen an, die von einem Kopisten ins Autograph rückübertragen werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102215, "Datum": "21.2.1881, Montag", "Haupttext": "Brief des Deutschen Schulvereins an Bruckner: \n     Dankschreiben zum gestrigen Konzert, in dem die 4. Symphonie einen »durchschlagenden Erfolg« errungen habe (*). Artikel erscheinen\n in der Morgenpost Nr. 51 auf S. 3: \n      » * Das gestern Mittag im Musikvereinssaale abgehaltene Concert zu Gunsten des Deutschen Schulvereins hatte einen glänzenden künstlerischen wie materiellen Erfolg. Die interessanteste Concertnummer, die neue Symphonie von Anton Bruckner in Es-dur, fand nach dem ersten und dritten Satze eine stürmische, nach dem zweiten und letzten eine beifällige Aufnahme. [... kurz über Bülow ...]« [keine Signatur] (**)\nund in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung (Österreichischen Volkszeitung) Nr. 51 auf S. 2: \n      » - Das gestern zum Besten des deutschen Schulvereines im großen Musikvereinssaale veranstaltete Konzert der Philharnoniker war sehr stark besucht und hatte einen glänzenden Erfolg. Bülow's Vortrag des Beethoven'schen G-dur-Konzerts und Bruckner's neue Symphonie in Es-dur wurden mit brausendem Jubel aufgenommen. Von der Symphonie sagen wir heute nur, daß sie eine geradezu in Beethoven'schem Geiste gezeugte und geführte Arbeit ist. Von derselben wird bereits in den nächsten Tagen die vollständige Partitur, sowie ein vierhändiger Klavierauszug in dem Musikverlage von Albert J. Gutmann (Wien, Opernhaus) erscheinen. Eine eingehende kritische Besprechung des gestrigen Konzertes folgt [am 8.3.1881]. B.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102225, "Datum": "22.2.1881, Dienstag", "Haupttext": "(*) Kritik zur 4. Symphonie von Wilhelm Frey im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 52 auf S. 1f:\r\n»Musikalischer Ausnahmsfall.\r\n   Mitten in den Faschingsrummel hinein, vor dem sich bekanntlich alle ernstere Musik in ein sicheres Versteck zu flüchten sucht, traten plötzlich und in ganz unvorhergesehener Weise zwei musikalische Ereignisse gewichtigster Art: Das außergewöhnliche Konzert der Philharmoniker und die Bülow=Abende. [...] und die Aufführung der Bruckner'schen Symphonie [galt] der Ehrenrettung eines unserer bedeutendsten Komponisten. Anton Bruckner, dessen Es-dur-Symphonie vorgestern einem großen vorurtheilslosen Publikum zur Beurtheilung vorgelegt, vielmehr vorgespielt wurde, ist eine ganz eigenthümliche Erscheinung. [... Schilderung des Konkurrenzspiels vom 18.4.1871, Bruckner improvisiere und komponiere ohne Rücksicht auf das Publikum, nur für sich selber ... über die verschwenderische Gedankenfülle ... Lob für den 1. Satz, leichte Einwände gegen die folgenden Sätze ...] Doch die Fülle geistvoller Ideen verleugnet sich nirgends und es ist nur ein gewisser Mangel an Sinn für einen gesunden Organismus fühlbar und wenn es denkbar wäre, daß aus dieser Masse von Bildern eine Art Anthologie gemacht werden könnte, würde man erst so recht zum Genusse des Werkes gelangen. Der Komponist wurde nach jedem Satze unzählige Male gerufen. Er erschien und im Ausdruck seiner verlegenen Miene waren Verwunderung über sich und Dankbarkeit gegen das Publikum in gleicher Weise gemischt. [... über Bülow ...] Wilhelm Frey.« (*).\n(**) Kurznotiz [von Hanslick ??] in der Neuen Freien Presse Nr. 5922 auf S. 6:\r\n     »[Concert.] Sonntag Mittags fand im großen Musikvereinssaale einOrchester=Concert unter Hanns Richter's Leitung [...] statt. [...] Applaus in Hülle und Fülle fehlte auch den beiden folgenden Stücken nicht: einer Ballade für Orchester (\"Des Sängers Fluch\") von H. v. Bülow und einer Symphonie (Es-dur) von Anton Bruckner; doch war der Eindruck dieser beiden der Liszt=Wagner'schen Richtung angehörigen Compositionen keineswegs so rein und unbedingt, wie der von Bülow's Clavierspiel. Wir behalten uns einen ausführlicheren Bericht vor und erwähnen nur noch, daß Herr Bruckner nach jedem Satz seiner Symphonie stürmisch gerufen worden.« [keine Signatur] (**).\n(***) Besprechung von Franz Gehring in der Deutschen Zeitung Nr. 3282 auf S. 1:\r\n   »Am Sonntag haben wir in dem Concerte, welches die Philharmoniker zu Gunsten des Deutschen Schul-Vereines im großen Musikvereins=Saale veranstalteten, eine neue Symphonie des Hof=Organisten Anton Bruckner gehört, über deren künstlerischen Werth bereits vor dieser ersten Aufführung ein hitziger Kampf der Meinungen ausgebrochen war. [... ungünstige Besprechung ...] Da dieselbe eine gute Stunde dauert, kann man sich eine Vorstellung von dem peinlichen Gefühle machen, dessen man sich dabei und nach dem Schlusse nicht erwehren kann. Glücklicherweise bot uns das gestrige Concert in seinem ersten Theile einige sehr auserlesene musikalische Genüsse. [...] [am Ende, auf S. 3:] Franz Gehring.« (***).\n(°) Kritik in der Morgenpost Nr. 52 auf S. 3:\r\n      »Concert für den Deutschen Schulverein.\r\n         Wir haben bereits gestern einen kurzen Bericht über das Concert gebracht [... über Bruckners »geniales Gepräge« ...] hielte das formgebende Element seiner Begabung dem zeugenden das Gleichgewicht und vermöchte er seinen Gedanken einen klareren, knapperen und gewandteren Ausdruck zu leihen, so wäre heute alle Welt seines Ruhmes voll. [... Lob für 1. und 3. Satz ... Vorbehalte zum 2. Satz ...] Der letzte Satz der Symphonie ist der schwächste [...] die Flucht vor dem vierten Satze galt nicht dem vaterländischen Werke, sondern dem heimischen Suppentopfe, mit welchem in Wien selbst die Götter vergebens kämpfen würden, wenn es ihnen einfiele, eine Symphonie in vier Sätzen zu componiren und als letzte Concert=Nummer zur Aufführung zu bringen. [... über Bülow ... Signatur am Ende:] Bn.« (°).\n(Vortragsabend am Wiener Konservatorium (°°)).", "Letzte Änderung": "19.02.2023 19:31"}, {"ID": 188102235, "Datum": "23.2.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Kritiken zur 4. Symphonie:\nsigniert »ff.« (Dr. Paumgartner) in der Wiener Abendpost Nr. 43, S. 1f:\r\n               \"Concerte.\r\nAußerordentliches philharmonisches Concert. - Hans von Bülow.\r\n     ff. Am 20. d. M. gaben die Philharmoniker unter Capellmeister Richters Leitung ein außerordentliches Concert, welches sich durch sein Programm schon im voraus zu einem sensationellen Ereignisse gestaltete. Hans von Bülow stand nicht nur als vortragender, sondern auch als schaffender Künstler auf dem Programme; außerdem war eine Symphonie in Es-dur von unserem heimischen genialen Tondichter Anton Bruckner als erste Aufführung angekündigt. Grund genug, daß das Publicum in dichten Schaaren am 20. d. M. dem Musikvereinssaale zuströmte.\r\n     [... Beethoven, Bülow ...]\r\n     Nun kam Bruckner zu Worte. Als das Horn mit einem wunderbar sehnsüchtigen Motiv den ersten Satz anstimmte und die Holzbläser, dem Zauberrufe antwortende, hinzutraten, während geheimnißvoll die Bässe unter tremolirenden Geigen und Bratschen nach abwärts schreiten, da wußte man sofort, daß man es mit einem wirklichen genial angelegten Kunstwerke zu thun habe. [... Besprechung aller Sätze, Finale \"Weltgericht\" ...] Das Publicum, und zwar das ganze, nahm die Symphonie mit ungetheiltem Enthusiasmus auf, der sich in stürmischem, jubelndem Beifalle äußerte. Vier bis fünf Mal mußte Bruckner nach jedem Satze erscheinen. Mit einem Worte: Bruckner schlug glänzend durch, er gehört seit dem verflossenen Sonntag zu unseren bedeutenden Tonschöpfern und ist unser künstlerisches Gemeingut geworden.\r\n     Dieses Werk wurde von den Philharmonikern seinerzeit bei der Novitätenprobe verworfen; \"höchstens\" der erste Satz, meinten die superklugen Wortführer des Orchesters, könne im Nothfalle gespielt werden, alles Andere sei verrückt. Wäre es nicht an der Zeit, daß das Orchester nach dem letzten eclatanten Erfolge Bruckners in sich ginge und künftighin Novitäten principiell anders wie bisher prüfe? Die Bruckner'sche Symphonie war von Hans Richter meisterhaft einstudirt und dirigirt. [... über Bülows Liszt-Abend am 21.2.1881, fast 3 Stunden ...] Und so ist denn endlich einmal Liszt in Wien als schöpferischer Geist zu wirklichen, unverkümmerten Ehren gelangt.\" (*).\nKalbeck in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 354 auf S. 2:\r\n          \"Concerte.\r\n(Orchester=Concert. - Bruckner's Symphonie. - Hanns v. Bülow's Liszt=Abend.)\r\n     Zwei schwere und gewichtige musiklaische Tagewerke liegen hunter uns, Tage voll schmerzlichen Genusses und qualvoller Freude, die wir froh sind erlebt zu haben und doch nicht wieder erleben möchten. [... über Bülow ...]\r\n     Anton Bruckner's neue Symphonie in Es-dur, die unmittelbar nachher zur ersten Aufführung kam, ist das Werk eines Kindes mit Riesenkräften. Ein junger Herkules, der in der Wiege zwei Schlangen erdrosselt, würde vielleicht in ähnlicher Weise Musik machen. Leider [... über Bruckner als Person, über die 4. Symphonie. die Reaktion des Publikums ... Musikdrama ohne Text, 1. Satz der bedeutendste ...] Mit der Aufführung der Symphonie, welche eine ganze Stunde dauerte und Alles fast unausgesetzt in Schach und Athem hielt, haben die \"Philharmoniker\" unter Hanns Richter's Leitung geradezu Wunder gethan; ein großer Theil des außerordentlichen Erfolges, den der nach jedem Satze mehreremale hervorgerufene Componist davongetragen, ist ihnen zuzuschreiben.\r\n      [... Bülows Liszt-Abend - Lob dem Pianisten, Vorbehalte zum Komponisten ... über einen Brahms-Abend mit Bülow in privatem Kreise ...]\r\n     zum Entzücken schön. Wenn ich die Wahl gehabt hätte zwischen den letzten beiden Abenden, so wüßte ich, für welchen ich mich entschieden hätte.\r\n          Max Kalbeck.\" (**).\n(***) Eduard Moucka in der »Zeitschrift für die Musikalische Welt« Nr. 19, S. 190f:\r\n   »Wer jenen Bülow, welcher sich im Beethoven=Sonaten=Abend anläugbar einseitig eingeführt, noch frisch im Gedächtniß hat, kann sich denselben unmöglich als vollendeten Interpreten eines Beethoven'schen Clavier=Concertes [...] vorstellen. [... Positives über Bülows Leistung und die anderen Nummern des Programms. ... das Orchester] beschloß es mit Anton Bruckner's neuer Es-dur-Symphonie. Für ihre Abonnements=Concerte hatten sie das hochinteressante Werk, vielleicht mit allzu ängstlicher Rücksicht auf gewisse Kritiker, welche dem in Wagner's Fußtapfen einhergehenden Componisten abhold sind, abgelehnt [...] Bruckner überragt an Reichthum seiner musikalischen Fantasie vielleicht sämmtliche Zeitgenossen. [... über die Überfülle der Gedanken ... Beziehung des 2. Satzes zu Beethovens Eroica und des opernhaften Finales zu Mozarts »Don Giovanni« ...] Die Es-dur=Symphonie ist glänzend und wirksam instrumentirt. Vielleicht entbehren einzelne Effecte der Folgerichtigkeit, sowie mitunter die thematische Entwicklung. Das Ganze überzeugt gleichwohl. Bruckner wurde schon nach dem 1. Satz hervorgerufen und erlebte nach dem Schluß des Werkes einen seltenen Triumph. Möge ihm auch die Anerkennung weiterer Kreise zu Theil werden, die er mit vollem Rechte verdient. [... über weitere Konzerte ... Signatur auf S. 192:] Ed. Moucka.« (***).\n(°) Eine mit »L. E.« signierte Besprechung erscheint auch in der »Tribüne« Nr. 53 auf S. 7:\r\n    »[Orchester=Concert.] Im großen Musikvereins=Saale fand Sonntag Mittags das von Hanns Richter arrangirte und von ihm geleitete Wohlthätigkeits=Concert der Philharmoniker statt, das durch die gefällige Mitwirkung Dr. Hanns von Bülow's wesentliches und erhöhtes Interesse gewann. [... über Bülow ... Richter spielte Viola, Josef Sulzer die Solostellen ... »Des Sängers Fluch« nur ein Achtungserfolg ...] Wie ganz anders gestaltete sich dagegen der geradezu berauschende Erfolg, den diesmal Herr Anton Bruckner mit seiner Es-dur-Symphonie errang. Das letzte Opus des allzu bescheidenen Componisten schlug mit solch' entschiedenem und wohlverdientem Succes durch, daß man fast anzunehmen berechtigt sein könnte, die norddeutsche Componisten=Compagnie, die sich letzterer Zeit nur allzubreit bei uns machte, hätte auch durch ein Meisterwerk eines \"Einheimischen\" einen so empfindlichen Schlag erlitten, daß sie wohl lange, sehr lange Zeit benöthigen dürfte, um sich von demselben, wenn möglicher Weise, vollständig zu erholen. Nichtsdestoweniger sei Herrn Bruckner der Vorwurf nicht erspart, daß die Symphonie an bedeutenden, den Erfolg um Vieles schmälernden Längen leidet; so die dritte Wiederholung im Andante, die ganz gut wegbleiben könnte, ebenso das Jagd-Scherzo, das mit seinen oft gebrachten Fanfaren geradezu ermüdend wirkt. Frisch und wirkungsvoll bleibt nur der erste Satz, der sowohl durch seine thematische Erfindung, als auch durch seine glanzvolle Instrumentation als der gelungenste zu bezeichnen ist. Der vierte und letzte ist allzugroß und für ein Finale zu pathetisch gerathen. L. E.« (°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:51"}, {"ID": 188102255, "Datum": "25.2.1881, Freitag", "Haupttext": "(*) Artikel von Eduard Schelle über die 4. Symphonie in der »Presse« Nr. 55 auf S. 1:\r\n           »Concerte.\r\n   Inmitten des Strudels von Belustigungen, welche der Fasching mit sich bringt, haben die Philharmoniker es gewagt, am Sonntag Mittags ein großes, außerordentliches Concert unter der Leitung ihres Dirigenten, Herrn Hans Richter, im großen Musikvereinssaale zu veranstalten, dessen Reinerträgnis dem Deutschen Schulverein zugute kommt. [... über Bülow ...] Einen weiteren Anlaß [zu diesem Konzert] hatte wol ein neues Werk des hier wohlbekannten Componisten Anton Bruckner, eine Symphonie in Es-dur gegeben, welcher man freundlich bei dieser Gelegenheit einen Boden für die Oeffentlichkeit bereiten wollte. [... Bruckner gleiche einem ungehört, weil zu weitschweifig erzählenden Prediger in der Wüste ... seine Begabung sei unstreitig ... Kritik an den Längen, den Modulationen; Kürzungen seien ratsam ...] Allerdings thut ein Schnitt ins eigene Fleisch immer weh, allein wer wird eine Operation scheuen, wenn durch sie der Organismus an Lebenskraft gewinnt! [...über Bülow ... auf S. 2 Signatur:] E. Schelle.« (*).\n(**) Bericht über die Wiener Aufführung der 4. Symphonie im Linzer Volksblatt Nr. 45 auf S. 2:\r\n     » - (Professor Ant. Bruckner.) Die Wiener Blätter sind voll des Lobes über die neueste Schöpfung unseres genialen Landsmannes, des k. k. Professors am k. k. Wiener=Musikconservatorium Anton Bruckner. [...] \"Das jüngste Opus des allzu bescheidenen Meisters,\" sagt ein Bericht [der »Tribüne« vom 23.2.1881], \"schlug mit solch' entschiedenem und wohlverdientem Succeß durch, daß man fast anzunehmen berechtigt sein könnte, die norddeutsche Componisten=Compagnie, die sich letzterer Zeit nur allzubreit bei uns machte, hätte auch durch ein Meisterwerk eines \"Einheimischen\" einen so empfindlichen Schlag erlitten, daß sie wohl lange, sehr lange Zeit benöthigen dürfte, um sich von demselben, wenn möglicher Weise, vollständig zu erholen.\" Mit freudig bewegtem Herzen gratuliren wir dem Tonkünstler, den wir mit Stolz den Unsrigen nennen zu dem schönen Triumphe, der nun doch, trotz aller Kabalen seinem Genie und rastlosen Streben zu Theil geworden.« (**).\n(Jahn debütiert als Operndirigent an der Hofoper mit Webers »Oberon« (***)).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:27"}, {"ID": 188102265, "Datum": "26.2.1881, Samstag", "Haupttext": "Speidels Besprechung der 4. Symphonie im »Fremdenblatt« Nr. 56 auf S. 6:\r\n     »[... über Bülow ...] Nach Bülow kam Anton Bruckner mit einer neuen Symphonie in Es-dur. Die Komposition des vielbegabten Mannes fand den größten Beifall, und wie oft wurde der Komponist stürmisch gerufen! [... wohlwollende Besprechung, aber Vorbehalte gegen Länge und Instrumentierung ... (kompletter Text über den Link oben zu lesen) ...] Bruckner gleicht einem reichen Manne, der seinen Reichthum nicht geschmackvoll zu entfalten versteht. Er könnte einigen armen Teufeln von Komponisten Gedanken schenken; verliehen sie ihm dagegen die Gabe des guten Geschmacks, so wäre Allen geholfen.        sp.« (*).\n(Überwiegend ungünstige) Kritik von Theodor Helm in den Wiener Signalen Nr. 9, S. 68f:\r\n»Concerte.\r\n(Großes Orchester=Concert zum Besten des Deutschen Schulvereines.\r\n   [... über Bülow] Auch rücksichtlich des wahrhaft stürmischen Beifalles, welchen die in demselben Concert zum erstenmale aufgeführte Es-dur=Symphonie von Anton Bruckner erhielt, möchten wir es unentschieden lassen, wie viel hievon dem Werke, wie viel dem Componisten galt. [... ausführliche Erörterung der Brucknerschen Eigenheiten ... Lob für 1. und 3. Satz und den Schluß des Finales, Kritik am Andante ...] Alles in Allem also auch hier in dieser letzten Symphonie Bruckner's eine Fülle des interessanter Einzelheiten, kein überzeugendes Ganzes, während bei formfesten Tonmeistern, wie z. B. Brahms, mitunter gerade das Gegentheil der Fall ist.\r\n   - Die Besprechung der so sensationell wirkenden Symphonie Bruckner's hat uns so viel Raum weggenommen, daß wir dem Liszt=Abend Bülow's nur wenige Worte widmen können. [...] Dr. Th. Helm.« (**).\nTheodor Rättig macht in einem Inserat in der Österreichischen Buchhändler-Correspondenz Nr. 9 auf S. 82 auf den Druck der 3. Symphonie aufmerksam:\n          \"Zur gefl. Beachtung.\r\n     Ich erlaube mir die geehrten Sortiments=Firmen im Interesse prompter Erledigung der betreffenden Bestellungen darauf aufmerksam zu machen, dass ein Verlag Bösendorfer seit 4 Jahren nicht mehr existirt. (Die Mehrzahl der früheren Artikel desselben ist an Herrn V. Kratochwill übergegangen).\r\n     Die bekannteren Componisten meines Verlages sind folgende: T. Alan, Josef Bayer, Anton Bruckner (Sinfonie D-moll), Josef Dubez, D. Granado [... Schneeberger, Ed. Strauss ...] L. Feldmann, F. Gernerth, A. Kapeller, Ernst Ludwig, Carl Schön.\r\n     Das Haupt-Depôt und die Auslieferung der bekannten\n     Clavierschule von W. Schwarz\r\nbefindet sich gleichfalls bei mir.\r\n     Wien, den 20. Februar 1881.\n               Th. Rättig,\r\n         Musik-Verlag und Sortiment,\r\n              Wien, Maysedergasse 3.\" (***).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 11:08"}, {"ID": 188102275, "Datum": "27.2.1881, Sonntag", "Haupttext": "Kurze Notiz Hanslicks zur 4. Symphonie in der »Neuen Freien Presse« Nr. 5927 auf S. 2: \n\n     \"Ed. H. Also das Heldenstück des zweistündigen \"Beethoven=Vortrages\" war siegreich vollbracht. Herr v. Bülow blieb aber nicht stehen bei diesem Non plus ultra; er lieferte darauf als Plus ultra einen dritthalbstündigen \"Liszt=Vortrag\". Apollo verzeihe uns den Frevel, die beiden Dinge neben einanderaus zusprechen [sic], welche Bülow kühn neben einander gesetzt hat. [... günstig über Bülow, sehr ungünstig über Liszt ... über Bülow im Konzert vom 20.2.1881 ...] Den ungewöhnlichen Erfolg einer neuen Symphonie (Es-dur) von Anton Bruckner haben diese Blätter bereits gemeldet. Wir können heute nur beifügen, daß dieser Erfolg eines uns nicht ganz verständlichen Werkes uns um der achtungswerthen und sympathischen Perönlichkeit des Componisten willen aufrichtig erfreut hat. \n     [... über \"Oberon\" in der Hofoper ...]\" (*). \n(**) Besprechung (signiert »L. Lr.«) im Wiener Salonblatt Nr. 9 auf S. 9: \n\n    »Das letzten Sonntag stattgehabte Concert zu Gunsten des deutschen Schulvereines lieferte abermals den Beweis, daß der Besuch unserer Orchesterproductionen in erster Linie von der Mode abhängt [...]. Das Orchester der Philharmonischen Concerte unter Richter's Leitung, ein Beethoven'sches Clavier=Concert von Hans von Bülow vorgetragen, eine neue Symphonie von Bruckner und trotz alledem geringe Theilnahme von Seite des zahlenden Publikums. Die Majorität des Auditoriums bestand aus Anhängern der neudeutschen Schule [... ungünstige Meinung über Bülow als Komponisten ...] \n     Einen weit günstigeren Eindruck empfingen wir von Bruckner's neuer Symphonie in Es-Dur. Der Mann hat entschieden Beruf zum Componisten, er ist reich an Gedanken, es fällt ihm vielleicht sogar zu viel ein, indem er es noch nicht recht versteht, mit seinen mitunter wahrhaft bedeutenden Themen hauszuhalten. Der Aufbau läßt Vieles zu wünschen übrig, so daß der Hörer zum Schlusse bei aller Anerkennung für Bruckner's Talent mehr abgespannt als befriedigt ist. Ludwig Börne schreibt in einem seiner Pariser Brief über Berlioz' „Symphonie phantastique”, es steckt ein ganzer Beethoven in diesem .... aber toll zum binden - Eingeleitet wurde das Concert mit der Ouverture zu „König Stefan”, welche wirklich kaum die Ehre verdient, Beethoven zum Autor zu haben. L. Lr.« (**).\n(***) Kritik (signiert »Florestan« [= Hans Woerz]) in der Wiener Sonn- und Montagszeitung S. 2ff: \n\n   »[...] Obwohl die Künstlerschaar der Philharmoniker ganz besondere Reizmittel zur Anwendung brachte, um den materiellen Erfolg des Unternehmens zu einem den erhöhten Preisen entsprechend glänzenden zu machen, so war der große Musikvereinssaal diesmal doch nicht so gut besucht, wie bei den gewöhnlichen Abonnementsconcerten. [... über Bülow ...] Nebst dieser einen Novität verhieß uns das Programm noch eine zweite, viel größere: eine Symphonie in Es (Manuscript) von Ant. Bruckner. Aber das Stammpublicum der Philharmoniker ist nicht sonderlich auf Neuigkeiten erpicht und die Anhänger der sogenannten musikalischen Fortschrittspartei hätten vielleicht lieber einen bekannteren Namen als den unseres Anton Bruckner zu ihrem Feldgeschrei im Concerte des „deutschen Schulvereines” gemacht. [... die 4. Symphonie zeige gegenüber den früheren Symphonien Fortschritte ... Lob für das Scherzo ... der 1. Satz sei der wertvollste ... Kürzungen seien ratsam ... Hauptfehler des Werkes sei der mangelnde Kontrast zwischen den Sätzen] dies gibt der Symphonie ungeachtet so vieler wahrhaft poetischer Momente und glänzender Instrumentaleffecte, ja sogar trotz zahlreicher lebendiger Contraste innerhalb jedes Satzes einen monotonen Anstrich und läßt sie noch länger erscheinen, als sie in Wirklichkeit schon ist. Herr Bruckner erntete stürmischen Beifall und ein Dutzend Hervorrufe; die Ueberschwenglichkeit solchen Jubels dürfte wahrscheinlich dem Gefeierten selbst einleuchten; aber unstreitig gebührt dem Componisten die ehrenvolle Anerkennung seines reichen ursprünglichen Talentes, mit dem eine echt österreichische Bescheidenheit Hand in Hand geht. [... ungünstige Kritik über Bülows Ballade und seine stilwidrigen Kadenzen zu Beethovens Konzert ... über weitere Konzerte ...] Florestan.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188102285, "Datum": "28.2.1881, Montag", "Haupttext": "Kritik zur 4. Symphonie in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung Nr. 8 auf S. 55: \n   »[...] Am 20. d. fand ein außergewöhnliches Concert der Philharmoniker unter Hanns Richter's Leitung zum Besten des deutschen Schulvereines statt, das in jeder Beziehung glänzend ausfiel. [... über Bülow als Solisten und Komponisten ...] Der Dirigent half diesmal dem Componisten nicht unerheblich. Dasselbe kann man von der Aufführung der Bruckner'schen Symphonie sagen. [...] Die Symphonie ist das Werk eines Mannes, der Alles kann, nur nicht Maß halten. Bruckner erinnert in dieser Beziehung an Schubert, der seine Musikströme fort und fort leiten ließ .... statt zu befruchten entsteht eine kleine Ueberschwemmung. [... das Werk sollte gekürzt werden ...] Doch für jetzt freuen wir uns des günstigen Erfolges, der von nun an Herrn Bruckner nicht mehr weichen sollte. [Signatur am Ende:] m. j. b.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103004, "Datum": "vor März 1881", "Haupttext": "Notiz von fremder Hand vor den Gebetsaufzeichnungen vom 1.3.1881: »Anthony Stankowitch Wieden. Freihaus. Hof 2. Stiege 14. No. 120.«\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103005, "Datum": "März 1881", "Haupttext": "[vermutlich erste März-Woche] \n\nBesprechung der 4. Symphonie in den \"Signalen für die musikalische Welt\" Nr. 22 auf S. 341:\n     \" * Wien, 23. Febr. [... Hofoper ... Konzert am 20.2.1881 ...] Das Concert [...] schloß mit einer neuen Manuscript=Sinfonie von Anton Bruckner. Es ist die sechste Sinfonie dieses genial begabten, hochgeschätzten Hoforganisten, in dem der Drang, für große Massen zu componiren, gleich einem Vulcan arbeitet und ihm oft genug den unerbittlich nothwendigen logischen Aufbau erschwert. Mit der Hälfte dieser strahlenden Gedankenblitze würde ein Anderer für ungezählte Sinfonien ausreichen. Daß die Instrumentation reich an interessanten Momenten ist und Kraft und Zartheit wiederzugeben weiß, braucht bei Bruckner nicht erst betont zu werden. Am faßlichsten erwiesen sich der erste und dritte Satz, letzterer eine Art Jagd=Rhapsodie. Die Ausführung von Seite der Philharmoniker, unter Richter's Leitung, war vorzüglich, der Beifall außerordentlich, auch wurde der Componist stürmisch gerufen. [... über Bülows Klavierabende ...]\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103025, "Datum": "2.3.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Thiard-Laforest in Linz:\r\n   Die [gewünschten] Hefte kämen verspätet übers Konservatorium. Für einen Operntext, auf den ihn auch [am 20.2.1881] Weilen angesprochen habe, käme für ihn nur etwas Romantisches (à la Lohengrin) oder notfalls Heroisches in Frage. Ob er für Pressenotizen zum 20.2. [4. Symphonie] in Oberösterreich sorgen könne? Am besten hätten geschrieben die Wiener Abendpost, Fremdenblatt, Morgenpost, Vorstadtzeitung, Wiener Tagblatt und Presse. Grüße an den Wilheringer Freundeskreis [vielleicht Franz Schober (*a)] und an Waldeck (*).\nKritik zur 4. Symphonie im Pester Lloyd Nr. 60 [vgl.den Text vom 26.2.1881]:\r\n»Wiener Musikbrief\r\nvon Dr. Theodor Helm. [...] Am 20. d. veranstaltete Hans Richter im Musikvereinssaale mit der philharmonischen Gesellschaft ein großes Orchester=Konzert zum Besten des Deutschen Schulvereins. [... über Bülow ...] Auch rücksichtlich des wahrhaft stürmischen Applauses, welcher der Haupt- und Schluß-Nummer dieses Konzertes,einer zum ersten Male aufgeführten Symphonie (Nr. 5, Es-dur) unseres Organisten Anton Bruckner, gespendet wurde, möchten wir es unentschieden lassen, wie viel hievon dem Werke, wie viel dem Komponisten galt. [... ausführliche Erörterung der Brucknerschen Eigenheiten ... Lob für 1. und 3. Satz und den Schluß des Finales, Kritik am Andante ...] Alles in Allem also auch in dieser letzten Symphonie Bruckner's eine Fülle des interessanten Einzelnen, kein überzeugendes Ganzes, während bei formfesten Tonmeistern, wie Brahms, Raff, mitunter das gerade Gegentheil vorliegt.« (**).\nNotiz Bruckners »25.« bei den abendlichen Gebetsaufzeichnungen (***).", "Letzte Änderung": "10.10.2025 13:50"}, {"ID": 188103034, "Datum": "vor dem 3.3.1881", "Haupttext": "Bruckner äußert zu Labor auf die Frage, weshalb er keine Orgelkonzerte gebe, daß seine Finger einst begraben sein werden, nicht aber das von ihnen Geschriebene. Labor erzählt dies Kulke.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103035, "Datum": "3.3.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Eduard Kulkes [nicht: Eduard Kremsers, siehe die Anmerkung] Besprechung der 4. Symphonie [»Bruckner ist der Schubert unserer Zeit«] im »Vaterland« Nr. 61 (Beilage) auf S. 9f:\r\n           »Musik.\r\n(Bülow. - Bruckner. - Labor.)\n     Ed. K. Hans v. Bülow ist ein seltener Gast in Wien. [... über Bülow als Pianist, Dirigent und Komponist ...].\r\n     Eine ganz anders geartete Künstlernatur (man könnte geradezu von einem Gegensatze sprechen) tritt uns in der Person des Componisten Anton Bruckner entgegen, dessen Symphonie in Es-dur in demselben Concerte unter der Leitung Hans Richter's zur Aufführung kam. Bruckner hat nichts von äußerem Glanz an sich, nichts Bestechendes, kaum etwas Gewinnendes, und im Verkehr ein nicht nur bescheidenes, sondern fast demüthiges Wesen; er ist ein ausgezeichneter Orgelspieler, einer der ersten, die es gibt, er legt kaum einen Werth darauf. Bei all' seiner Bescheidenheit und Demuth ist er aber von einem starken Selbstbewußtsein erfüllt. Es wurde mir erzählt, daß er auf die Frage, weßhalb er keine Orgelconcerte gebe, geantwortet habe, „meine Finger werden begraben werden, das was sie schreiben, wird nicht begraben werden!\" Es ist dies eine starke Aeußerung, aber sie ist nicht unberechtigt, und ob sich auch über die Wirkungen auf die Nachwelt schwerlich im Vorhinein etwas bestimmen läßt, das ist kein Zweifel, dass Bruckner das Recht hat, seine Thätigkeit auf dem Gebiete der Composition höher anzuschlagen, als mancher Anderer, der einen berühmteren Namen hat, als er.\r\n     Bruckner ist der Schubert unserer Zeit. Es ist ein solcher Strom von Empfindungen in seinem Werke, und eine Idee drängt so die andere, daß man den Reichthum seines Geistes wahrhaft bewundern muß, keineswegs aber darüber sich verwundern sollte, daß er für eine solche Masse der köstlichen Edelsteine noch immer nicht die adäquateste Fassung zu finden weiß. Der treffliche Organist, hervorgegangen aus der Schule der alten Contrapunctisten, könnte sich sehr gerne ebenso gut in den herkömmlichen Formen bewegen und sich in diesen Formen ebenso präcise ausdrücken, als mancher Andere bei dem die technische Beherrschung eben dieser Formen den ganzen Reichthum ausmacht. Bruckner ringt eben nach einer neuen Form; der Kämpfende aber gewährt noch keineswegs den Eindruck des Siegers; der Strebende gewährt niemals das erfreuliche Bild des Abgeschlossenen und Fertigen, er erscheint immer als ein Werdender, und in den Augen der Kleinmüthigen, die für das Großartige eines solchen Processes kein Verständniß haben, wird der kühne Werdende nur allzu häufig als ein bloßer Schüler angesehen; daher kommt es. daß so Viele ihn für einen bloßen Nachahmer Richard Wagner's halten, was er aber in Wahrheit so wenig und vielleicht noch weniger ist, wie derjenige, der sich von Richard Wagner's Richtung gänzlich frei und unabhängig wähnt; denn worauf kommt es an, wenn es sich um die Selbstständigkeit eines Künstlers handelt? Doch wohl in erster Linie auf die Ursprünglichkeit der Ideen, auf die Unmittelbarkeit der Erfindung. Nun möchte ich unter sämmtlichen Componisten der Gegenwart denjenigen kennen lernen, der mehr Unmittelbarkeit der Erfindung oder größere Originalität der Ideen besitzt als Anton Bruckner! Ich hoffe, der Komponist soll erst noch geboren werden; heute wenigstens wandelt er unter uns noch nicht einher, um seine Weisheit auf der Straße zu predigen.\r\n     Bruckner ist ein Wagnerianer, allerdings genau so, wie Wagner ein Beethovenianer, wie Beethoven ein Mozartianer ist, in einem anderen Sinne gewiß nicht. Bruckner arbeitet mit selbsterfundenen Themen und Motiven, und bedient sich hiebei aller derjenigen Errungenschaften, welche sowohl in Bezug auf Modulation, Motivenverflechtung und thematische Gestaltung, als auch in Bezug auf Instrumentation die neuere Zeit zu Tage gefördert hat. Ist man aber darum gleich ein bloßer Nachahmer, weil man das von Früheren Ueberkommene und Ererbte verwendet? Es fragt sich ja doch nur, in welcher Weise dies geschieht, ob man das Ueberkommene in eigenthümlicher Weise benützt! Und wahrlich Bruckner thut letzteres mehr, als irgend einer der Neueren; er singt seinen eigenen Gesang, er singt aus der eigenen Seite heraus; er hat der Welt etwas mitzutheilen, was sein eigenstes Eigenthum bildet, und es wäre nur zu wünschen, daß ihm hiezu öfter Gelegenheit geboten würde, als es bisher der Fall gewesen. Wenn Herbeck noch lebte! aber Bruckner kann warten; es sind doch bereits einige da, die ihn zu schätzen wissen, und was er schreibt, wird nicht begraben sein.\r\n     [... über das Orgelkonzert von Joseph Labor am 4.1.1881. Labor gehöre nicht wie Bülow und Bruckner zu den Zukunftsmusikern, er sei eher ein Schatzgräber ...]«.", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:09"}, {"ID": 188103045, "Datum": "4.3.1881, Freitag", "Haupttext": "Kurze Erwähnung des Konzerts vom 20.2.1881 in der »Neuen Zeitschrift für Musik« Nr. 10 auf S. 108f:\n\n    »[... über Bülows Konzert am 10.2.1881 ...] Daher erregte nicht minder das Sonntag den 20. Febr. im großen Musikvereinssaal für den deutschen Schulverein gegebene große Orchesterconcert besonders durch Bülow's Mitwirkung ebenso allgemeines Interesse. [...] Das Programm [...] bot: Beethoven's Ouverture zu \"König Stephan\" und Gdurconcert, \"Des Sängers Fluch\" von Bülow und eine Symphonie von Anton Bruckner. [... nur noch Bemerkungen zu Bülow ... Signatur am Ende:] Fr.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103065, "Datum": "(6.3.1881, Sonntag)", "Haupttext": "Im Konzert des Orchestervereins »Accord« im Bösendorfer-Saal wird u.a. eine Serenade von Rufinatscha gespielt (*).\n5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Haydn, Chopin und Schumann (2. Sinfonie) (**).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:15"}, {"ID": 188103075, "Datum": "7.3.1881, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »[Bleistift] 7. März Montag H Baron [Ehrenfels]. [später hinzugesetzt? Tinte?] 10. 12. [gemeint 10.3.1881, 12.3.1881?]« (*).\n[Wann? Nach dem 4.3.1881?] Notiz »Eine Frau kann ihre eigene Großmutter werden« nach den Gebetsaufzeichnungen des 4.3.1881 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103085, "Datum": "8.3.1881, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung der 4. Symphonie in der Konstitutionellen Vorstadt-Zeitung (Österreichischen Volkszeitung) Nr. 66, S. 3: \n   »[... über das Philharmonische Konzert vom 6.3.1881 ...] Einige Worte sind wir noch der jüngst aufgeführten Bruckner'schen Symphonie in Es-dur schuldig. Dieselbe zählt schlechtweg zu den bedeutendsten Arbeiten, welche in der nach=beethoven'schen Zeit auf dem Boden der Symphonie geleistet wurden. Es ist wahr: Längen fehlen nicht, und manche instrumentale Geschmacklosigkeit, manche verwirrende Stockung läuft mit unter. Sollen diese kleinen Flecken aber den traurigen Vorwand leihen, die imponirende Größe und zwingende Macht des ganzen Gemäldes zu läugnen? Oder sollen wir mit der freudigen Anerkennung des Bruckner'schen Genius etwa zuwarten, bis der schlichte bescheidene Mann einmal seine ehrlichen treuen Augen für immer geschlossen haben wird? Nein. Wir wollen den Lebenden ehren und rühmen als eine der größten musikalischen Begabungen, die unser Oesterreich hervorgebracht. Für diese Begabung bringt seine neue Symphonie ein unwidersprechliches Zeugniß bei. Der erste Satz legt sich breit und wuchtig aus, der zweite bringt ein Ständchen, in dem das zärtliche Necken, Flüstern und Kosen der Streicher und Bläser eine reizende Wirkung übt, der dritte Satz setzt mit einem prächtigen Jagdmotiv ein und singt später ein allerliebstes Hirtenlied, der Schlußsatz strömt mit ungeschwächter Kraft und Fülle der Gedanken wie der Ausführung bis zur letzten Note einher. Daß die Symphonie von der zahlreichen Zuhörerschaft mit einem wahren Jubel aufgenommen wurde, haben wir bereits mitgetheilt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103115, "Datum": "11.3.1881, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Pfarrer Klinger in Taufkirchen [recte: Linz?]:\r\n     Dankt für die große Güte; nicht er, sondern vermutlich der Hausmeister habe etwas zurückgesendet. Macht auf die Besprechungen der 4. Symphonie vom 3.3.1881 und - in der Vorstadt-Zeitung - 8.3.1881 [? vgl. 21.2.1881] aufmerksam. Dankesgruß an Waldeck (*).\nBesprechung des Konzerts mit der 4. Symphonie [am 20.2.1881] in der Kölnischen Zeitung Nr. 70 auf S. 2:\n\"                Kunst und Literatur.\n     In einem dieser Tage unter Leitung von Hans v. Bülow gegebenen großen Orchesterconcert der Philharmoniker in Wien kamen unter anderm zwei interessante neue Werke zur Aufführung. [... Bülows Ballade ...] und eine neue Symphonie in Es-dur vom Hoforganisten und Professor Anton Bruckner. [... Bülows Werk ...]. Die neue Symphonie Bruckners in Es-dur aber hat hat einen Erfolg gehabt, wie sich eines ähnlichen in Wien kaum jemand erinnert. [... 3. Symphonie 1877, Bericht in der Kölnischen Zeitung ...] Bruckner hat mehr musicalisch=schöpferisches Genie, als ein halbes Dutzend neuerer Componisten, deren Erzeugnissen man auf allen Programmzetteln begegnet. Zwei und ein halbes Jahr lang hat es gedauert, bis Bruckner sich durch die Intriguen einer engherzigen und nicht immer unzweifelhaft parteilosen Clique so weit durcharbeitete, bis er ein neues Werk zur Aufführung bringen konnte. Diesmal war dasselbe musterhaft studirt und die Darstellung des freilich nicht leichten Werkes gereicht den Philharmonikern und Hans Richter zu neuen Ehren. Der Erfolg hat gezeigt, wie sehr wir vor zwei und ein halb Jahren mit der Anerkennung Bruckners Recht hatten. Selbst die kritische Clique in Wien muß ihm diesmal, wenn auch unter Drehen und Winden, die verdiente Anerkennung zollen. Die Referenten der \"Presse\" und des \"Fremdenblattes\", die übrigens auch früher am meisten Unbefangenheit bewiesen hatten, halten mit ihrer Bewunderung dieses selten reichen Talentes nicht mehr zurück. \"Die Composition\" – so lesen wir im Fremdenblatt – \"des vielbegabten Mannes (Bruckner) fand den größten Beifall und wie oft wurde der Componist stürmisch gerufen! Man kann mit wenig Worten viel Gutes sagen über dieses Tonwerk. Es spricht sich darin ein entschieden musicalischer Beruf aus, ein Geist, der sich musicalisch nicht nur aussprechen will, sondern muß. Die Erfindung quillt reich und voll, mehr als ein bedeutender Gedanke zwingt uns zum Hören. Der erste Satz und das Finale übertreffen die beiden anderen Sätze an gewichtigen Motiven und Fluß der Entwicklung; das zweite Thema im Finale ist so schön und wohlig behandelt, daß es sich in der Nachbarschaft der süßesten Gesänge von Schubert ehrenvoll behaupten kann. Was den Gehalt betrifft, so ist Bruckners neueste Symphonie gewiß eine bedeutende Schöpfung.\"  Schreiber dieser Zeilen kennt die neue Symphonie nur nach einem Claviervortrag, den er vor zwei Jahren von Bruckner selbst gehört, und kann auch danach nur bestätigen, daß das hier dem Werke gespendete Lob  hinter dem Verdienste noch zurückbleibt. Auch darin aber gibt er dem Kritiker des Fremdenblattes Recht, daß die Harmonie hin und wieder titanenhaft und gewaltsam vorbricht, wenigstens für die an unsere neueste sanftclassiche Concertmusik gewohnten Ohren, die durch etwas Unerwartetes nicht aufgestört sein mögen. Aber den Klagen wegen einiger Längen – die wir gleichfalls für berechtigt halten – wird leicht Rechnung getragen werden können. Bruckner ist kein junger Mann mehr und hat manches schöne Werk geschaffen. Sollte unser so fortgeschrittenes und in allen Ländern nach dem guten Neuen suchendes musicalisches Köln uns nicht mit einem Brucknerschen Werke demnächst bekannt machen wollen?\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:28"}, {"ID": 188103125, "Datum": "12.3.1881, Samstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 5940 teilt auf S. 7 mit, dass der Erstdruck der 3. Symphonie erschienen ist:\n     \" - Die Symphonie in D-moll von Anton Bruckner, eine Partitur schwersten Kalibers, und das jüngst von Hellmesberger aufgeführte Streichquartett in A-dur von Hugo Reinhold, letzteres in Partitur, Stimmen und vierhändigem Clavierauszuge, sind beide in würdigster Ausstattung im Verlage von Th. Rättig in Wien erschienen.\"", "Letzte Änderung": "03.06.2024 14:39"}, {"ID": 188103135, "Datum": "13.3.1881, Sonntag", "Haupttext": "Ein Artikel in der [Linzer] Tages-Post Nr. 59 auf S. 4 über die 4. Symphonie zitiert [nahezu identisch] aus der Konstitutionellen Vorstadt-Zeitung vom 8.3.1881:\r\n      » § Musik. Ueber unseren berühmten Landsmann, des [sic] Hoforgganisten [sic] Bruckner schreibt die \"Vorstadt=Zeitung:\" Einige Worte sind wir noch der jüngst aufgeführten Bruckner'schen Symphonie in Es-dur schuldig. Dieselbe zählt schlechtweg zu den bedeutendsten Arbeiten, welche in der nach=beethoven'schen Zeit auf dem Boden der Symphonie geleistet wurden. Es ist wahr: Längen fehlen nicht, manche instrumentale Geschmacklosigkeit, manche verwirrende Stockung läuft mit unter. Sollen diese kleinen Flecken aber den traurigen Vorwand leihen, die imponirende Größe und zwingende Macht des ganzen Gemäldes zu leugnen? Oder sollen wir mit der freudigen Anerkennung des Bruckner'schen Genius etwa zuwarten, bis der schlichte bescheidene Mann einmal seine ehrlichen treuen Augen für immer geschlossen haben wird? Nein. Wir wollen den Lebenden ehren und rühmen als eine der größten musikalischen Begabungen, die unser Oesterreich hervorgebracht. Für diese Begabung bringt seine neue Symphonie ein unwidersprechliches Zeugniß bei. Der erste Satz legt sich breit und wuchtig aus, der zweite bringt ein Ständchen, in dem das zärtliche Necken, Flüstern und Kosen der Streicher und Bläser eine reizende Wirkung übt, der dritte Satz setzt mit einem prächtigen Jagdmotiv ein und singt später ein allerliebstes Hirtenlied, der Schlußsatz strömt mit ungeschwächter Kraft und Fülle der Gedanken wie der Ausführung bis zur letzten Note einher. Daß die Symphonie von der zahlreichen Zuhörerschaft mit einem wahren Jubel aufgenommen wurde, haben wir bereits mitgetheilt.« (*).\n(4. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Schumanns »Faust-Szenen« (**)).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:41"}, {"ID": 188103145, "Datum": "(14.3.1881, Montag)", "Haupttext": "Privatkonzert bei Billroth mit Brahms und Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103155, "Datum": "15.3.1881, Dienstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 73 gibt auf S. 13 das Programm des Konzerts vom 18.3.1881 bekannt: \n\n     \" - Das Programm des am 18. März im großen Musikvereinssaale unter der Leitung des Universitäts=Musikdirectors Rudolph Weinwurm und unter Mitwirkung eines Damenchors und des Professors Hellmesberger jun. und Dr. Hausleithner stattfindenden Concerts des Wiener akademischen Gesangvereins besteht aus mehreren interessanten Nummern. Unter Anderm gelangen zur Aufführung: Bruckner's \"Germanenzug\", Chor mit Soloquartett; Weinwurm's \"Der Ungenannten\", Tenorsolo mit Brummchor; [...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103165, "Datum": "16.3.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Die Aufführung des »Germanenzugs« am 18.3.1881 wird in der »Tribüne« Nr. 74, Abendausgabe, auf S. 3 angekündigt (*),\n\n\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 5944 auf S. 5: \" - Das Programm des am 18. März unter der Leitung des Universitäts=Musikdirectors Rudolph Weinwurm und der Herren Professor Hellmesberger und Dr. Hausleitner und eines Damenchors stattfindenden Concertes des Wiener akademischen Gesangvereins weist folgende Nummern auf: 1. Bruckner: \"Germanenzug\", Chor; 2. Weinwurm [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103185, "Datum": "18.3.1881, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an einen Kapellmeister:\r\n     Bittet ihn, noch am selben Tag eine Probe abzuhalten, andernfalls die Partitur des »Germanenzugs« der Überbringerin zu übergeben (*).\nHinweis auf das heutige Konzert\nin der Deutschen Zeitung Nr. 3306 auf S. 6:\r\n     »Bei dem morgen (Freitag) stattfindenden Concerte des Wiener akademischen Gesangvereines wird Professor Anton Bruckner seinen Chor »Germanenzug« mit Orchester=Begleitung persönlich dirigiren.« (**a),\nim Vaterland Nr. 76 auf S. 6:\r\n      \"Bei dem morgen (Freitag) stattfindenden Concerte des Wiener akademischen Gesangvereines wird Professor Anton Bruckner seinen Chor \"Germanenzug\" mit Orchesterbegleitung persönlich dirigiren.\" (**b),\nnahezu identisch (aber korrekt »heute Freitag«) im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 76 auf S. 5 (**c)\nund in der \"Presse\" Nr. 76 auf S. 15:\r\n     » - Bei dem morgen stattfindenden Concerte des Wiener akademischen Gesangvereines wird Professor Anton Bruckner seinen Chor »Germanenzug«, mit Orchesterbegleitung persönlich dirigiren.« (**d).\nBruckner dirigiert in einem Konzert des Akademischen Gesangvereins im Großen Musikvereinssaal seinen »Germanenzug« (***) und [??] tritt vermutlich auch als Orgelimprovisator auf [siehe die Anmerkung] (°).\r\n   Auf dem Programm stehen außerdem (von Weinwurm dirigiert) Werke von Weinwurm (»Der Ungenannten«, Tenorsolo: Fr. Schaumann), Engelsberg (»Am Gestade«), Schubert (»Ständchen«, Altsolo Frl. Etzelt, »Zögernd leise«), Liszt (»Libera me« für Chor und Orgel: Herr Hausleitner), Corelli (2 Sätze aus einem Concerto grosso), Brahms (Lieder, gesungen von Frl. Pauline Kner, »Der Abend«), Max Zenger (»Die Nonne«, »Hans und Grete«), Robert Franz (»Ave Maria«), Weinwurm (»Altdeutsche Liebeslieder«) und Ferdinand Hiller (»Deutschland über Alles«). Mitwirkende: Rudolf Weinwurm, Hellmesberger, Herzfeld, Kupka, Maxintsak, Simandl, Zamara, Zellner und Zöglinge des Konservatoriums (°°) und Dr. Hausleitner (°°°).\nBei der dem Konzert folgenden Kneipe im Silbersaal des Musikvereins zitiert Schaumann in seinem Damentoast eine Textzeile aus dem »Germanenzug«. Anschließend Exkneipe in »Vater's Weinstube« (#).", "Letzte Änderung": "20.10.2024 20:25"}, {"ID": 188103205, "Datum": "20.3.1881, Sonntag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »25.« bei den abendlichen Gebetsaufzeichnungen (*).\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Spohr, Beethoven, Brahms (Akademische Festouvertüre) und Volkmann (**)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:43"}, {"ID": 188103225, "Datum": "22.3.1881, Dienstag", "Haupttext": "Bericht in der Deutschen Zeitung Nr. 3310 auf S. 6 über die Aufführung des »Germanenzugs« am 18.3.1881: \n   »[...] Das Concert begann mit Anton Bruckner's dramatisch angelegtem Chore \"Germanenzug\", der unter des Componisten Direction aufgeführt wurde. Die durch diesen effectvollen Anfang gehobene Stimmung des zahlreichen Publicums hielt während des ganzen Abends an. [...] F. G. [Franz Gehring]« (*). (Vortragsabend am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103245, "Datum": "24.3.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik zum Konzert vom 18.3.1881 (mit »Germanenzug«) in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 11 auf S. 79:\n     »[...] die erste Abtheilung enthielt eine neue Composition von A. Bruckner \"Germanenzug\" für Chor und Blasinstrumente und ist ein effectvolles Stück, dem nur ein großer, erhabener Schwung fehlt; denn durch die musivische Behandlkung der Dichtung zersplittert sich das Ganze zu sehr und geht jede Einheit verloren. Daß es eine sonst gediegene Arbeit ist, braucht bei Bruckner kaum erst näher erwähnt zu werden. [... am Ende signiert:] m. j. b.« (*).\n \nDie Presse Nr. 82 erwähnt dieses Konzert auf S. 9 in E. Schelles Artikel:\n          \"Concerte.\n     Wir steuern jetzt durch die Zone der Saison, die wir als die Tropen des Concertlebens bezeichnen können, eine so üppige Vegetation an musikalischen Productionen umgibt uns jetzt. [...]\n     Mit Freuden aber begrüßten wir am Freitag Abends den Wiener akademischen Gesangverein, welcher jetzt unter der Leitung des Universitäts-Musik=Directors, Herrn Rudolph Weinwurm, einen neuen Aufschwung genommen hat, wie sich das in dem Concerte dieses Vereins im großen Musikvereinssaale herausstellte. Die gemischten wie die Männerchöre gingen ungemein präcis zusammen. Sie sprudelten von Leben und äußerten auch in den Nuancen die Merkmale einer anregenden und gewiegten Leitung. Besonders imponirte der gleich anfangs gebrachte \"Männerchor\" mit Begleitung von Blas=Instrumenten: \"Germanenzug\" von Anton Bruckner, den der Componist persönlich dirigirte; [... weitere Werke, mitwirkend die Sängerin Pauline Knerr, Philharmonisches Konzert ...] E. Schelle.\" (*a).\n\r\nAuf die morgige Kirchenmusik machen aufmerksam\ndas Fremdenblatt Nr. 82 auf S. 12 (**),\ndas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 82 auf S. 5 (***),\ndie Neue Freie Presse Nr. 5952 auf S. 4:\r\n     \" - In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird am Freitag um 11 Uhr Capellmeister Eder Haydn's weihevolle Mariazeller=Messe, Graduale (Sopran=Solo) von Friedrich Löschen und Offertorium (Sopran=Solo) von L. Cordigiant aufführen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel, Professor Hanns Oppel das Harmonium spielen.\" (°)\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 383 auf S. 5:\r\n     \"[inhaltlich wie (°)] Fräulein Weyringer und Fräulein Anna Hauser, Hofopernsängerin, werden die Soli vortragen, Hoforganist Professor Bruckner die Orgel, Professor Hanns Oppel das Harmonium spielen.\" (°°).", "Letzte Änderung": "06.02.2026 11:09"}, {"ID": 188103255, "Datum": "25.3.1881, Freitag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Tribüne« Nr. 83, Morgenausgabe S. 6 (*)\n\n\nund der \"Presse\" Nr. 83 auf S. 15 [inhaltlich wie am 24.3.1881 ... Friedrich Löschen ...] (*a).\n\nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. \n\n     Aufgeführt werden um 11 Uhr unter Eders Leitung Haydns Mariazeller Messe, ein Graduale (mit Sopransolo) von Friedrich Löschen (Leschen) und ein Offertorium (mit Sopransolo) von L. Cordigiani. Die Soli gesungen von Frl. Weyringer und Anna Hauser; Prof. Hans Oppel wirkt als Harmoniumspieler mit (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188103275, "Datum": "27.3.1881, Sonntag", "Haupttext": "Bericht (signiert »X.«) über das Konzert vom 18.3.1881 im Musiker-Courier [= Zeitschrift für die Musikalische Welt, später »Lyra«] Nr. 23, S. 231:\r\n   »[...] Gesungen wurde durchwegs sehr gut, obwohl wir ein besseres Studium und eine für den großen Saal stärkere Besetzung des kleinen Chores im Mittelsatz des Bruckner'schen „Germanenzug”, mit dessen Aufführung sich der Verein ein Verdienst um diesen Componisten erworben hat, und einen schöneren Einsatz bei Hiller's „Deutschland” gewünscht hätten. [...]« (*).\n(Konzert des Schubertbundes u.a. mit Robert Schumanns Oratorium »Der Rose Pilgerfahrt« (**)).", "Letzte Änderung": "13.06.2024 16:42"}, {"ID": 188104025, "Datum": "2.4.1881, Samstag", "Haupttext": "Kritik von Theodor Helm über den »Germanenzug« in der »Wiener Signalen« 4, Nr. 14, S. 111f: »Concerte. [... Inhaltsangabe ...] - Wie der Leser schon der Inhaltsangabe der heutigen Concertrevue entnimmt, stritten in jüngster Zeit unsere drei hervorragensten [sic] Männergesangvereine vor dem Publikum um die Palme des Erfolges. Den Reigen eröffnete noch in vorverflossener Woche der Akademische Gesangverein unter der trefflichen Leitung des Herrn Universitäts=Musikdirectors R. Weinwurm. Wir heben aus dem überreichen Programm dieses Concertes die Novitäten: »Germanenzug«, für Chor und Blasinstrumente von A. Bruckner (effectvoll, aber zu sehr in Details zersplittert, ohne rechte einheitliche Steigerung),  [...] hervor, [... über weitere Konzerte ...] Dr. Th. Helm.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104035, "Datum": "(3.4.1881, Sonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Mozart, Herbeck und Beethoven (5. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104045, "Datum": "4.4.1881, Montag", "Haupttext": "Bruckner wird im Zusammenhang mit einem Werk von Prinz Reuß (»ausgesprochene Dilettantenarbeit«) im Bericht über den 5. Abend des Hellmesberger-Quartetts im Musiker-Courier (Zeitschrift für die Musikalische Welt) Nr. 24 auf S. 238 erwähnt. Der gesellschaftliche Rang des Autors habe dem Werk zur Aufführung verholfen. »[...] Wie lange hätte der Componist auf die Aufführung warten können, wenn er Anton Bruckner oder so ähnlich hieße! [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104054, "Datum": "vor dem 5.4.1881", "Haupttext": "Bruckner schickt ein Gebetbuch und eine Zeitungskritik [vermutlich zur 4. Symphonie] an Marie Bartl in Oberammergau.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104055, "Datum": "5.4.1881, Dienstag", "Haupttext": "Brief Marie Bartls an Bruckner:\r\n     Dankt für das Gebetbuch und die Zeitungskritik. Freut sich über Bruckners Angebot, sie in Oberammergau zu besuchen. Sie komme aber noch lieber mit ihrer Mutter nach Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104085, "Datum": "8.4.1881, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Montag [11.4.1881?] Caro 4. - 5. Uhr«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104095, "Datum": "9.4.1881, Samstag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 13 erwähnt auf S. 95 in einem Artikel (signiert »m. j. b.«) mit Verlagsankündigung - Messe von Josef Pembaur im Verlag Johann Groß (S. A. Reiß) -, daß Pembaur 1870 und 1871 Schüler von Bruckner und Schenner am Konservatorium gewesen sei (*).\n \nDie Wiener Abendpost Nr. 81 berichtet auf S. 1 (signiert \"ff.\" [Hans Paumgartner]) von einer Novitätenprobe der Wiener Philharmoniker vor einigen Wochen, bei der trotz Hans Richters Eintreten eine Dvorak-Symphonie abgelehnt worden war:\n     \"Es scheint, daß es den Philharmonikern mit Dworak wie mit Bruckner geht: daß sie nämlich etwas spät auf die Gediegenheit und den Werth dieser Autoren kommen. Eine Aenderung in den Satzungen der philharmonischen Concert=Gesellschaft ist dringend nöthig, damit die Prüfung und Annahme von Novitäten künftighin der Totalität der Musiker entzogen und dem Urtheile einiger weniger, wirklich berufener Mitglieder anheimgestellt werde.\" (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:43"}, {"ID": 188104105, "Datum": "(10.4.1881, Palmsonntag)", "Haupttext": "Konzert der Philharmoniker unter Hans Richter mit Werken von Brahms, Schumann, Wagner (Tristan-Vorspiel etc.) und Goldmark (Violinkonzert mit dem 17jährigen Arnold Rosé als Solisten).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104115, "Datum": "11.4.1881, Montag", "Haupttext": "Vermerk \"11/4 884 1 Rate\" [sic! recte vermutlich \"11/4 881\", siehe Anmerkung] [400 fl, 1. Rate der 800-fl-Jahresremuneration der Universität] auf dem Dokument vom 16.12.1880.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104125, "Datum": "(12.4.1881, Kardienstag)", "Haupttext": "Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Händel, Schumann, Schubert und Liszt (Dante-Symphonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104165, "Datum": "16.4.1881, Karsamstag", "Haupttext": "Bei der Auferstehungsfeier im Linzer Dom improvisiert Bruckner im Präludium über Themen des »Te deum«. Ohrenzeugen sind Musikdirektor Brava und [vermutlich] Amand Loidol.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104205, "Datum": "(20.4.1881, Mittwoch)", "Haupttext": "Im Konzert des Orchester-Vereins der Gesellschaft der Musikfreunde dirigiert Otto Bach das Larghetto der Dvorak-Serenade.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104215, "Datum": "21.4.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt (Leipzig) Nr. 17 bringt auf S. 207f eine Besprechung der Aufführung der 4. Symphonie [am 20.2.1881] (*:) durch Theodor Helm (»Musikbrief Wien«): Vergleiche mit Brahms, Erwähnung von Wagner, Liszt, Volkmann und Raff, Vergleich des 2. Satzes mit »Harold in Italien« von Berlioz. \n\n     »[... über Bülow ...] Die Haupt- und Schlussnummer [...] war eine noch ungedruckte Symphonie unseres Organisten Anton Bruckner, und zwar dessen fünftes derartiges Werk und aus der Tonart Esdur gehend. \n\n     [... über den stürmischen, aber gesteuerten Beifall ... laut Bülow sei Bruckner im Vergleich zum echten Symphoniker Brahms ein »Caricaturen-Zeichner« ... Einzelheiten seien aber »eines Beethoven vollkommen würdig« ... in der Erfindung und Instrumentation stünde Großartiges neben Launenhaftem, Unlogischem ...] \n\n     [... Vorbehalte zum Finale, über das nach einmaligen Hören man nicht urteilen könne ...] bis dann auf einmal der unmittelbare Abschluss, d. h. ein letzter Anhang des Satzes diesen und mit ihm die ganze Symphonie auf eine bisher nicht erreichte Höhe des poetischen Ausdruckes erhob. Obgleich direct an die »Götterdämmerung« anklingend, wirken die Posaunen hier wunderbar feierlich, bei den letzten Takten der Symphonie könnte der Vorhang über eine der grossartigsten musikalischen Tragödien niederfallen -  nur freilich dünkt uns garade dieser Ausgang durch den sonstigen Verlauf des - jedenfalls überwiegend interessanten - Tongedichts sehr wenig motivirt.\n          (Fortsetzung folgt.)«\n[Der Schlussteil dieser Wiener Musikbriefe in der Ausgabe vom 28.7.1881 gibt den Autor bekannt:] Dr. Theodor Helm.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104225, "Datum": "22.4.1881, Freitag", "Haupttext": "Wagner träumt von einem Papst, der wie Bruckner aussieht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104235, "Datum": "23.4.1881, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Marie Lorenz, die Schwägerin Rudolf Krzyzanowskis, in Eger:\r\n   Dankt für die Blumen und die Anerkennung seiner Kompositionen [4. Symphonie].", "Letzte Änderung": "15.09.2025 15:37"}, {"ID": 188104245, "Datum": "24.4.1881, Sonntag (Weißer Sonntag)", "Haupttext": "Artikel \"Ein oberösterreichischer Schulgehilfe\" in der Linzer Tages-Post Nr. 93, signiert \"E.\". Dem Referenten soll Bruckner 1879 die 4. Symphonie auf dem Klavier vorgespielt haben:\n \n          \"Ein oberösterreichischer Schulgehilfe.\n     Es sind wohl schon vierzig oder mehr Jahre vorüber, als sich in einem obskuren Bauerndorfe des unteren Mühlviertels ein Hochzeitszug von der Kirche zum Wirthshause in Bewegung setzt. [... Schilderung der Tanzabende (bei Windhaag) ... dieser Schulgehilfe siegt 30 Jahre später in Nancy, Paris und London ... die Rolle der Kritiker ... Anerkennung aus dem Ausland ...]\n     [...] Die \"Kölnische Zeitung\" [11.3.1881] schreibt über die Wiener Aufführung der Es-dur=Symphonie von Anton Bruckner:\n     Die neue Symphonie Bruckners in Es-dur hat einen Erfolg gehabt, wie sich eines ähnlichen in Wien kaum Jemand erinnert. [... 3. Symphonie 1877 ...] Zwei und ein halbes Jahr lang hat es gedauert, bis Bruckner sich durch die Intriguen einer engherzigen und nicht immer unzweifelhaft parteilosen Clique so weit durcharbeitete, bis er ein neues Werk zur Aufführung bringen konnte. Dießmal war dasselbe musterhaft studirt und die Darstellung des freilich nicht leichten Werkes gereicht den Philharmonikern und Hans Richter zu neuen Ehren. Der Erfolg hat gezeigt, wie sehr wir vor zwei und ein halb Jahren mit der Anerkennung Bruckners Recht hatten. [... vermutlich Ende des Zitats ...]\n     \"Die Komposition\" - so lesen wir im Fremdenblatt - \"des vielbegabten Mannes (Bruckner) fand den größten Beifall und wie oft wurde der Komponist stürmisch gerufen! [... Zitat aus Speidels Kritik vom 26.2.1881 ...] Was den Gehalt betrifft, so ist Bruckners neueste Symphonie gewiß eine bedeutende Schöpfung.\"  Schreiber dieser Zeilen kennt die neue Symphonie nur nach einem Klaviervortrag, den er vor zwei Jahren von Bruckner selbst gehört, und kann auch danach nur bestätigen, daß das hier dem Werke gespendete Lob  hinter dem Verdienste noch zurückbleibt. [... Köln sollte Bruckner aufführen ...]\n     Um gerecht zu sein, dürfen wir nicht verschweigen, daß auch einigeWiener Blätter, wie z. B. die alte \"Presse\", die \"Abend=Post\", das \"Fremdenblatt\" und einige andere, unseren Bruckner zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart zählen.\n     Die patentirten Musik=Kritiker der großen Wiener Journale aber thun den \"unbeholfenen Provinzler\" mit einigen mitleidigen Phrasen ab. Möge sich unser genialer Landsmann damit trösten, daß es seinem Vorbilde Richard Wagner, dessen hohe Bedeutung für die Opernliteratur bereits ganz Europa anerkennt, in Wien noch viel schlimmer ergeht.\n          E\"", "Letzte Änderung": "25.09.2025 12:27"}, {"ID": 188104265, "Datum": "(26.4.1881, Dienstag)", "Haupttext": "Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188104305, "Datum": "30.4.1881, Samstag", "Haupttext": "Bruckner und Amand Loidol besuchen eine Vorstellung von Richard Wagners »Meistersingern« (*).\n\n\nDas Amtsblatt zur Wiener Zeitung Nr. 98 gibt auf den S. 803 - 808 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität bekannt. Auf S. 808 ist zu lesen: \n\n     \"VII. Fertigkeiten\": \"[... Stenographie, Phonographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre: Fortsetzung, Satzübungen, Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8. (Publicum) [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188105006, "Datum": "ab Mai 1881", "Haupttext": "Als Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1881 hat sich von der Philosophischen Fakultät Franz Cambala inskribiert (*),\nvon der juristischen Fakultät Rudolf Braun (H), Friedrich Druschba (H), Leopold Kandler (H) (Eintrag wieder gestrichen), Robert Krätzig von Kreutzbruck und Lilienfeld (H), Moriz Krebs (H) und Eduard Camil Teisseyre (H) (**).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 12:50"}, {"ID": 188105015, "Datum": "1.5.1881, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner geht mit Amand Loidol zum Maiwein in den Prater. Zuhause [am selben Tag?] spielt er ihm das »Te deum« vor.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188105035, "Datum": "3.5.1881, Dienstag", "Haupttext": "Skizze des »Te deum« beendet (*).\r\nVermerk \"3. Mai 881 Scitze. Anton Brucknermp.\" auf fol. 21v (*a).\nBeim 2. Konservatoriumskonzert spielt Adolf Veith mit Bruckners Assistenz ein Orgelkonzert Händels in d-Moll.\r\n   Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Grieg (Klavierkonzert, 1. Satz: Antonie Wolff), Scharwenka (b-Moll-Konzert, 2 Sätze: Helene Feld), Lipinsky (Concerto militaire, 1. Satz: Ludwig Bleuer), Mozart (Cherubino-Arie aus »Figaro«: Marie Burian), Gluck (Arie aus »Iphigenie in Tauris«: Alfred Oberländer) und Weber (Euryanthe-Ouvertüre: Zöglingsorchester unter Hellmesberger) (**).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:15"}, {"ID": 188105055, "Datum": "5.5.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Im Fremdenblatt Nr. 123 ist auf S. 12 über das Konzert vom 3.5.1881 zu lesen:\r\n     »[...] es begann mit Händel's selten gehörtem Orgelkonzert in D-moll, einem großartig angelegten Musikstück, das im Verlaufe der Jahre an Wirkung nichts eingebüßt hat. Herr Adolf Veith, ein Schüler Bruckner's, bewältigte seine ziemlich schwierige Aufgabe auf's Beste. [...]«.", "Letzte Änderung": "06.02.2026 11:10"}, {"ID": 188105065, "Datum": "6.5.1881, Freitag", "Haupttext": "Der Musiker-Courier Nr. 28 [auch: Zeitschrift für die Musikalische Welt, 1880/81, 4. Jg.] berichtet auf S. 277 über das Konservatoriumskonzert vom 3.5.1881.\r\n   »[...] Das zweite Conservatorium=Concert [...] brachte als Einleitung ein Orgel=Concert in A-Moll [recte »d-Moll«?], von Herrn Adolf Veith unter Assistenz des Herrn Professors Bruckner mit Sicherheit gespielt, [... Signatur auf S. 278] Ed. Moucka.«", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:16"}, {"ID": 188105085, "Datum": "(8.5.1881, Sonntag)", "Haupttext": "Vermählung des Kronprinzen Rudolf mit Stephanie von Belgien (*).\nFranz Joseph Rudigier hält sich wegen der Feierlichkeiten vom 8. bis 12.5.1881 in Wien auf (**).\nAls offizieller Vermählungstag mit kirchlicher Trauung gilt der 10.5.1881 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188105105, "Datum": "10.5.1881, Dienstag", "Haupttext": "Arbeit an der Erstfassung des »Te deum«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188105115, "Datum": "11.5.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musikzeitung Nr. 17 berichtet auf S. 120 vom Zöglingskonzert des Konservatoriums am 3.5.1881, signiert \"h.\":\r\n\"     Das am 3. d. stattgefundene zweite Zöglings=Concert zeichnete sich ebenso durch die geschmackvolle Wahl des Programmes, wie durch die eminente Ausführung desselben aus. [... Lob für Hellmesbergers Orchester ...  über zwei Pianistinnen ...]. Ebenso machte Herr Adolf Veith seinem Lehrer, Professor Bruckner, durch die prächtige Interpretation von Händel's Orgel=Concert in D-moll alle Ehre. [... die weiteren Nummern ...] fanden freundlichen Beifall.     h.\"", "Letzte Änderung": "13.01.2025 23:02"}, {"ID": 188105135, "Datum": "13.5.1881, Freitag", "Haupttext": "Datierung in Josef Vockners Studienheft (4. Band, S.175).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 21:57"}, {"ID": 188105165, "Datum": "16.5.1881, Montag", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188105175, "Datum": "17.5.1881, Dienstag", "Haupttext": "Entwurf der Gesangstimmen des »Te deum« beendet. Vermerk \"Gesang 17. Mai 881.\" auf fol. 21v (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188105195, "Datum": "19.5.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Amand Loidols an Oddo Loidol:\r\n   War mit Bruckner in den »Meistersingern« und anderntags (1. Mai) im Prater. Zuhause habe Bruckner ihm das »Te deum« vorgespielt, worüber er am Karsamstag im Linzer Dom zu Bravas u.a. Erstaunen präludiert habe. Das Londoner Musikstück habe Bruckner derzeit nicht in Händen. Bruckner werde vielleicht aus Zeitmangel [auf Oddos Brief?] nicht antworten (*).\nBrief Bruckners an Guido Adler:\r\n   Kann den Wunsch, die Universitätsvorlesung zu verlegen, nicht erfüllen (**).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 10:57"}, {"ID": 188105255, "Datum": "(25.5.1881, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsabend am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188105275, "Datum": "27.5.1881, Freitag", "Haupttext": "Datierung in Josef Vockners Studienheft (4. Band, S.177) mit Bruckners Unterschrift.", "Letzte Änderung": "21.08.2025 21:57"}, {"ID": 188105285, "Datum": "28.5.1881, Samstag", "Haupttext": "Bruckners morgiges Orgelspiel wird von mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nDie Presse Nr. 146 auf S. 11:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche zu St. Augustin wird um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder zum Hochamte eine Messe von W. A. Mozart, Graduale (Violin= und Sopransolo) von Ritter v. Wenusch und Offertorium (Sopransolo) von Frau Ernestine de Bauduin zur Aufführung bringen und werden die Soli Frau Irma v. Terputecz und Frau Professorin Passy=Cornet und das Violinsolo Herr Stecher vortragen. Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*),\n \nFremdenblatt Nr. 146 auf S. 13 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6016 auf S. 5 [inhaltlich wie (*) ... Terputetz ...] (***)\n \nund Wiener Zeitung Nr. 122, S. 5 [inhaltlich wie (*)] (°).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:35"}, {"ID": 188105295, "Datum": "29.5.1881, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik\r\nin der »Tribüne« Nr. 147, Morgenausgabe S. 8 (*)\r\nund in der Deutschen Zeitung Nr. 3377 auf S. 7 (**).\nBruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit. Aufgeführt werden unter Eders Leitung eine Messe von Mozart, ein Graduale (mit Violin- und Sopransolo) von Ritter von Wenusch und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Ernestine de Bauduin. Solisten: Irma v. Terputetz, Frau Passy-Cornet und Anton Stecher (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 07:44"}, {"ID": 188106005, "Datum": "etwa Juni 1881", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium.\r\nBruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\n   bei den Vorbildungsschulen »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (4 Zöglinge.) [/] Lamberg Emil, Luze Carl, Scholz Anton.« (*),\r\n   bei den Ausbildungsschulen »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (3 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Ritter Lorenz. [/] II. Jahrgang. Veith Adolf, Vergeiner Hermann.« (**),\r\n   bei Musiktheorie »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Herrn Prof. Bruckner. (5 Zöglinge.) [/] Bauer Franz, Luze Carl, Pollak Ernst, Scholz Anton«\r\n   und »Classe für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. (9 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang: Caro Paul, Fronz Ludwig, Last Carl, Kremer Moriz [/] II. Jahrgang: Brischar Franz.« (***).\r\n   Veith und Vergeiner haben mit diesem Schuljahr ihr Hauptfach Orgel absolviert, worüber sie ein Diplom erhalten (°). Vergeiner wird mit der Gesellschafts-Medaille ausgezeichnet (°°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:17"}, {"ID": 188106065, "Datum": "(6.6.1881, Pfingstmontag)", "Haupttext": "Der Schubertbund wirkt in einem Konzert anläßlich des 5. Niederösterreichischen Sängerbundesfestes mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188106105, "Datum": "10.6.1881, Freitag", "Haupttext": "Brief Marie Bartls aus Oberammergau an Bruckner:\r\n   Gratulation zum Namenstag [13.6.1881] (*).\nIm Musiker-Courier Nr. 32 (Zeitschrift für die Musikalische Welt 1880/81, 4. Jg.) wird auf S. 311f »Mendel-Reißmann's Musikalisches Conversations-Lexikon« besprochen, signiert »(K.)«. Es wird auf S. 312 kritisch bemerkt, daß A. M. Storch, Franz Mair, Kremser und Bruckner darin nicht enthalten sind:\r\n   »[...] ---Anton Bruckner, der geniale Componist, hat zwar noch keine 300 Tanzcompositionen wie der berlinisirte Magyare Gungl producirt, dafür wiederfährt ihm auch nicht die Ehre, in einer seitenlangen Biografie verewigt zu werden. Er scheint überhaupt in Berlin und Leipzig eine völlig unbekannte Größe zu sein, denn auch nach seinem Namen wird man vergebens herumblättern. Das sind nur Stichproben, weiter nichts! Aeußerungen des Localpatriotismus, die für Deutschland gewiß wenig Werth haben. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 08:50"}, {"ID": 188106115, "Datum": "11.6.1881, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\n \ndas Fremdenblatt Nr. 159 auf S. 6 (*),\n \ndie Neue Freie Presse Nr. 6029 auf S. 5:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird das Fest der heiligen Dreifaltigkeit am Sonntag um 10 Uhr durch ein solennes Hochamt feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Eder Wittassek's Festmesse, Graduale (Violin=Solo) von Gänsbacher und Offertorium (Sopran=Solo mit Chor) von Czerny aufführt. Die Soli werden Violin=Director Stecher und Fräulein Josephine Weyringer vortragen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\n \nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 460 auf S. 5 [inhaltlich wie (**)] (***).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:35"}, {"ID": 188106125, "Datum": "12.6.1881, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Tribüne« Nr. 160, Morgenausgabe S. 8 (*). Bruckner wirkt als Organist in der Pfarrkirche Alservorstadt mit. Es erklingen um 10 Uhr unter Eders Leitung eine Festmesse von Wittassek, ein Graduale (mit Violinsolo: Stecher) von Gänsbacher und ein Offertorium (mit Sopransolo: Josefine Weyringer) von Czerny (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188106155, "Datum": "15.6.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Concurs für Harfe, Orgel, Contrabaß und Blasinstrumente am Wiener Konservatorium. Der Jury gehören an: Hellmesberger, v. Breuning, J. Eder, Joh. Faistenberger, F. Otter, Jos. Labor und R. Weinwurm. Auszug aus der Prüfungsstatistik: »Orgel. [/] (Classe Bruckner.) [/] II. Jahrgang. [/] I. Preis: Herr Vergeiner Hermann. - Bach: Fuge, A-moll. [/] II. Preis: Herr Veith Adolf. - Bach: Toccata D-moll, 1. Satz.«", "Letzte Änderung": "20.12.2024 11:17"}, {"ID": 188106185, "Datum": "18.6.1881, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel machen mehrere Blätter aufmerksam:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 3396 auf S. 6 (*),\n \nDie Presse Nr. 166 auf S. 11:\n     \" - In der Pfarrkirche Alservorstadt wird das Hochamt um 8 Uhr Früh abgehalten und eine Messe von Schöpf, Graduale (Lauda Sion) von Haydn und Offertorium (Violinsolo mit Chor) von Laurenz Weiß zur Aufführung gebracht und werden die Soli Director Stecher (Violinsolo) und Fräulein Charlotte Pasching vortragen. Die Orgel spielt Hoforganist Professor Bruckner.\" (*a),\n \nFremdenblatt Nr. 166 auf S. 6 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6036 auf S. 4 [inhaltlich wie (*a)] (***),\n \ndie Tribüne Nr. 166, Abendausgabe S. 3 (°)\n \nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 467 auf S. 5 [inhaltlich wie (*a)] (°°).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:36"}, {"ID": 188106195, "Datum": "19.6.1881, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wirkt als Organist bei der Kirchenmusik um 8 Uhr in der Pfarrkirche Alservorstadt mit. Zur Aufführung kommen eine Messe von Schöpf, ein Graduale »Lauda Sion« von Haydn und ein Offertorium (mit Violinsolo) von Laurenz Weiß. Solisten sind Charlotte Pasching und Anton Stecher.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188106217, "Datum": "Sommer 1881 (?)", "Haupttext": "Friedrich Eckstein, Hörer der Brucknerschen Universitätsvorlesungen, kommt durch die Vermittlung von Löwe und Josef und Franz Schalk mit Bruckner in Kontakt.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:30"}, {"ID": 188106285, "Datum": "28.6.1881, Dienstag", "Haupttext": "Skizze zum Finale der 6. Symphonie beendet \"28. Juni Scitze.\".", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:32"}, {"ID": 188107045, "Datum": "4.7.1881, Montag", "Haupttext": "Streicherpartitur zum Finale der 6. Symphonie abgeschlossen: \"4. Juli Streicher\" (*).\nKalendereintragung Bruckners: »Streichmusik fertig« (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:35"}, {"ID": 188107095, "Datum": "9.7.1881, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Pius Richter:\r\n   Bittet ihn im Auftrag Hellmesbergers, den Tag seiner Rückkehr bekanntzugeben. Eher könne er, Bruckner, seinen Urlaub nicht antreten (*).\nHinweis auf die morgige Kirchenmusik im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 187, S. 5 (**).", "Letzte Änderung": "17.10.2025 15:33"}, {"ID": 188107105, "Datum": "10.7.1881, Sonntag", "Haupttext": "[fraglich?] Bruckner spielt um 10 Uhr Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt. Es erklingen [wie am 12.6.1881!!] unter Eders Leitung eine Festmesse von Wittassek, ein Graduale (mit Violinsolo: Stecher) von Gänsbacher und ein Offertorium (mit Sopransolo: Josephine Weyringer) von Czerny.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188107125, "Datum": "12.7.1881, Dienstag", "Haupttext": "Erstes Konzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums unter Josef Hellmesberger. Hermann Vergeiner spielt eine Orgelfuge in g-Moll von J. S. Bach. Außerdem erklingen Werke von J. Woeß (Symphonie-Adagio), Grieg (aus dem Klavierkonzert, Antonie Wolff), Laub (Polonaise für Violine, Ludwig Bleuer), Hanns Fink (Symphonie-Satz) und Liszt (aus dem Es-Dur-Konzert, Agnes Weber).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 09:04"}, {"ID": 188107135, "Datum": "(13.7.1881, Mittwoch)", "Haupttext": "Zweites Konzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188107155, "Datum": "15.7.1881, Freitag", "Haupttext": "Reifezeugnis für Bruckners Orgelschüler Hermann Vergeiner, der bei den öffentlichen Konkursprüfungen 1880 und 1881 [vermutlich jeweils Juli] einen 1. Preis errungen hatte. Unterschriften von Hellmesberger, L. A. Zellner und Hofmann [?] (*). (Drittes Konzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188107285, "Datum": "28.7.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Eduard Schelle erwähnt Bruckner in seinem Feulleton-Artikel in der \"Presse\" Nr. 206 auf S. 1: \n\n         \"Aus der Musik=Literatur.\n\n     So oft mein Blick auf den Ballen musikalischer Novitäten fällt, die auf meinem Clavier aufgespeichert liegen, kann ich nicht umhin, die Energie unserer jetzigen Generation zu bewundern, die, einem rastlosen Schaffensdrange sich hingebend, bemüht ist, dem von unseren Classikern und deren großen Epigonen stark ausgebeuteten Boden der absoluten Musik einige Früchte abzuringen. [... Oper ist bevorzugt, Symphonik benachteiligt ... das Konzertpublikum ist den Standard der Klassiker gewohnt ...] Nun, ist endlich der erste Wurf gelungen, die Symphonie mit Beifall aufgenommen worden, so will es in der Regel wieder gute Zeit, bevor sich ihr ein zweites und drittes Concert=Institut aufthun. So pocht die Symphonie von Grammann trotz ihrer Siege in Wiesbaden und Dresden noch immer vergeblich an die Pforten unserer Philharmoniker und wird vielleicht noch länger vergeblich pochen. Ein ähnliches Lied kann auch Bruckner singen. Ebenso scheint eine uns zur Beurtheilung zugesendete \"Symphonie in E\" von O. Moericke [... trotz Erfolg in Köln nirgends] eine gastliche Aufnahme gefunden zu haben; traurig aber wahr.\n     [... Besprechung dieser Symphonie ... Signatur auf S. 2:] E. Schelle.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188108025, "Datum": "2.8.1881, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Pius Richter:\r\n   Dankt für das Angebot, auch die Hofkapellendienste vom 6. und 7.8.1881 für Bruckner zu übernehmen. Wird nach St. Florian »durchbrennen«.", "Letzte Änderung": "22.06.2025 22:28"}, {"ID": 188108045, "Datum": "4.8.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist in drei Zeilen verzeichnet \"Bruckner\", \"Bruckner, vide 4/8, von 16/8 incl.\" und \"Bruckner: Vide 4/8. Von 29/8 incl.\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"24\", \"26\" bzw. \"23\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner, angekommen 4.8,\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 9.9.1881 wieder ab [siehe dazu 13.9.1881].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188108046, "Datum": "August/September 1881", "Haupttext": "Ferien in St. Florian. Prälat Moser sichert Bruckner ein Begräbnis in der Gruft zu. Bruckner zeigt Werndl aus Steyr die vorgesehene Stelle. Arbeit an der 6. Symphonie. Themenentwürfe zur 7. Symphonie. Bruckner äußert sich lobend über Seiberl, spielt regelmäßig Orgel (*).\r\nMit Löberbauer zum Volksfest nach Linz; Übernachtung im Florianerhaus (**).\nBesuch bei Göllerichs in Wels; bei einem Spaziergang mit Camillo Horn und Göllerich jun. lernt Bruckner Horns Schwägerin Luise Hochleitner kennen (***).\nJ. E. Habert schreibt in der Zeitschrift für katholische Kirchenmusik, Jahrgang 10, Heft 8 &amp; 9, auf S. 71: »Das einzige Bedenken, dass [sic!] Herr Traumihler gegen die Errichtung eines oberösterreichischen Vereines vorbrachte, war, dass ich nicht in Linz, sondern in Gmunden wohnte. Dieses Bedenken war bei dem hochw. Herrn Domdechante nicht von Belang, da, wie er mich mündlich öfter versicherte, ohnehin sein Wunsch war, dass ich nach Ablauf der 2 Jahre, die sich Professor Bruckner vorbehielt [vgl. 18.7.1870], als Domorganist nach Linz kommen sollte. Ich selbst war der Meinung, dass ich wegen des Vereines nicht nothwendig in Linz sein müsse und empfahl daher den verstorbenen Organisten Seiberl, der, wie Herr Traumihler weiss, gerne in Linz gewesen wäre. [...] Habert.« (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188108065, "Datum": "6.8.1881, Samstag", "Haupttext": "Vermerk \"6/8 881 2. Rate\" [400 fl, Rate der 800-fl-Jahresremuneration der Universität] auf dem Dokument vom 16.12.1880.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188108075, "Datum": "6./7.8.1881, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Pius Richter übernimmt für Bruckner, der zwischenzeitlich nach St. Florian abgefahren ist, den Dienst an der Hofkapelle.", "Letzte Änderung": "21.02.2023 22:42"}, {"ID": 188108185, "Datum": "18.8.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Bei der Festmesse zum Geburtstag von Kaiser Franz Joseph wird in St. Florian u. a. Bruckners Tantum ergo in C-Dur (WAB 41/4, früher WAB 41/2) aufgeführt (*).\nRafael Loidol (Oddo Loidol) wird Novize in Kremsmünster (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2026 14:38"}, {"ID": 188108255, "Datum": "25.8. - 1.9.1881", "Haupttext": "Michael Ruckengruber aus Wisconsin besucht das Stift St. Florian und lernt dort Bruckner kennen. Er verspricht diesem, sich in Amerika wegen eines Verlages und eines Musikdoktorates zu erkundigen.", "Letzte Änderung": "08.04.2026 18:49"}, {"ID": 188108285, "Datum": "28.8.1881, Sonntag", "Haupttext": "Beim Hochamt in St. Florian werden eine Palestrina-Messe, als Graduale Bruckners Os justi und ein Offertorium von Aiblinger aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109025, "Datum": "2.9.1881, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 886 vom Hochamt in St. Florian am 28.8.1881: »[...] Das Graduale war von Herrn Professor Anton Bruckner. Es ist eine ausgezeichnete contrapunktische Composition, wie man sie von diesem Manne nur erwarten kann. [... keine Signatur ...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109035, "Datum": "3.9.1881, Samstag", "Haupttext": "In St. Florian Komposition der 6. Symphonie mit dem Finale beendet: \"Beendet den 3. September 1881. | St. Florian. | ABrucknermp.\"", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:36"}, {"ID": 188109036, "Datum": "nach dem 3.9.1881", "Haupttext": "Der Wiener Kopist Franz Hlawaczek [(?), vgl. die Anmerkung] fertigt eine Abschrift der 6. Symphonie (Widmungspartitur für Oelzelt-Newin) an (*).\nEine spätere Kopie wurde von Giovanni Noll (2. und 3. Satz) und einem unbekannten zweiten Kopisten geschrieben (**).\nDie viel später entstandene Stichvorlage, die von Hynais, Noll und dem oben erwähnten Anonymus angefertigt wurde, ist vermutlich erst 1894 oder danach von Bruckner signiert worden (***).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:38"}, {"ID": 188109095, "Datum": "9.9.1881, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 37 meldet auf S. 380 das Erscheinen des Erstdrucks der 3. Symphonie bei Rättig und die Aufführung der 4. Symphonie am 20.2.1881: \n\n     » *-* Von Anton Bruckner's hinterlassenen fünf Symphonien, von denen die Esdursymphonie unter Hans Richter's Leitung am 20. Februar in Wien zur Aufführung gelangte, ist soeben die Dmollsymphonie (Richard Wagner gewidmet) im Verlage von Rüttig [sic] in Wien in Partitur, Orchesterstm. und 4 händ. Bearbeitung erschienen. - « (*).\n\n\nBruckner reist von St. Florian ab [er war am 4.8.1881 angekommen] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109105, "Datum": "10.9.1881, Samstag", "Haupttext": "Orgelimprovisation im Alten Dom [*] anläßlich eines Lehrertages in Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109115, "Datum": "11.9.1881, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 920 von Bruckners Orgelkonzert am 10.9.1881:\n»     * (Orgelconcert.) Anläßlich des heute hier abgehaltenen Lehrertages veranstaltete Herr Professor Bruckner aus Wien in der Domkirche um 1 Uhr Mittags ein Orgelconcert, dem nicht nur die hier anwesenden Lehrer, sondern auch viele andere Kirchenmusikfreunde beiwohnten. Der geistvolle Vortrag des rühmlichst bekannten Künstlers erfüllte alle Zuhörer mit großer Befriedigung.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109125, "Datum": "ca. 12.9.1881, Montag", "Haupttext": "Bruckner gibt in der Welser Stadtpfarrkirche ein Orgelkonzert, in dessen Verlauf er Frl. Rosenberger beim »Gebet« aus Tannhäuser begleitet.\r\nDie bereits 1838 umgebaute Orgel war 1878 von Franz Sales Ehrlich nochmals umgebaut worden (II/18) (*).", "Letzte Änderung": "29.09.2024 12:26"}, {"ID": 188109145, "Datum": "14.9.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 209 berichtet auf S. 3:\r\n     » õ Wels. (Allerlei.) Den Musikfreunden von Wels wurde heute [die Rubrik ist datiert 12.9.1881] eine unerwartet große Freude zu Theil. ½11 Uhr Vormittag gab der rühmlichst bekannte Hoforganist und Professor A. Bruckner, welcher auf Besuch hier weilte, in der Stadtpfarrkirche ein Orgelconcert. Die sämmtliche Haut-volée fand sich dazu ein; Alles verhielt sich am heiligen Orte in geziemendster Weise und lauschte den Aufführungen des großen Meisters. Als Intermezzo begleitete derselbe das \"Gebet\" aus Tannhäuser, welches von Frl. Rosenberger mit allgemein anerkannter Virtuosität vorgetragen wurde.« (*).\nAuch der Welser Anzeiger berichtete:\r\n\"[...] einen Weltruf genießenden k. k. Hof-Organist, auch als Kompositeur und Improvisator berühmte Herr Professor: Herr Bruckner gab uns durch zwei, in jeder Beziehung ausgezeichnete Improvisationen Gelegenheit, seine hohe musikalische Begabung und vollendete Meisterschaft auf der Orgel zu bewundern. [...] Mit Recht kann dieses Konzert ein bedeutungsvolles Ereigniß für die Musikverhältnisse unserer Stadt bezeichnet werden und gebührt dem Herrn Professor Bruckner der wärmste Dank für die Bereitwilligkeit, mit welcher er der Einladung nach Wels folgte und für den Genuß, den er allen Musikfreunden durch seine Meisterleistungen gewährte.\" (**).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:12"}, {"ID": 188109155, "Datum": "15.9.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Leo [= Leopoldine (*)] Werndl datiert eine Photographie (Atelier Johann Bichler in Steyr).", "Letzte Änderung": "25.09.2024 08:18"}, {"ID": 188109165, "Datum": "16.9.1881, Freitag", "Haupttext": "Das Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 212 gibt auf den S. 573 - 579 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität bekannt. Auf S. 579 ist zu lesen: \n\n     \"VII. Fertigkeiten. \n[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] \n\n     Harmonielehre; Tonintervallen=Accordenlehre; Uebungen im bezifferten Baß; Vorbereitungen und Auflösungen der Accorde in Dur und Moll; Lehre von dem Vorhalten; Uebungen im vierstimmigen Satze, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8. (Publicum.) [... Turnen, Fechtkunst ...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109166, "Datum": "September 1881 (nach 15.9.)", "Haupttext": "Eintragung in Bruckners Kalender [wieder in Wien?]: »Fr. Franziska Hann 9. Sobieskygasse No 4. Bedienerin. [/] F Kathi Kachelmair 9. B. Ackergasse 11. 2. St. 12. Thür [/] Pius Richter Mödling Klostergasse 14.« (*)\r\nund [fremde Hand] »Rothes Haus. 2. Hof. 10. Stiege. 2. Stock. Thür 172. Bernard Emilie« (**).", "Letzte Änderung": "17.10.2024 22:22"}, {"ID": 188109186, "Datum": "nach dem 18.9.1881", "Haupttext": "Bruckner erhält den Partezettel der am 18.9.1881 20jährig verstorbenen Marie Reinhold, Tochter von Wilhelm Reinhold und Hermine Reinhold, geb. Hauptmann.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109195, "Datum": "19.9.1881, Montag", "Haupttext": "Aufnahmeprüfung für Orgel, Musiktheorie und weitere Fächer am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109215, "Datum": "21.9.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium. Eröffnungsfeier um 9 Uhr im Großen Musikvereinssaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109225, "Datum": "22.9.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Erste Datierung in Lorenz Ritters Heft mit Aufzeichnungen vom Kontrapunktunterricht bei Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109235, "Datum": "23.9.1881, Freitag", "Haupttext": "Komposition des 1. Satzes der 7. Symphonie in Wien (*) begonnen. Datierung auf Bogen 1/1: »23. Sept. [1]881.« (**).\n\n\n[recte 1884? siehe die Anmerkung]\nIn dem Artikel \"Pastoralmessen\" in der Beilage zum Linzer Volksblatt wird Bruckner erwähnt (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188109315, "Datum": "Schuljahr 1881/82", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 21.9.1881].\r\nIm Kapitel »B. Unterrichts-Leitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper. [/] I. Ordentliche Lehrer: [/] [...] 6 [Herr] Ant. Bruckner, Professor, k. k. Hoforganist (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel.)« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium gehören (**a) Sigmund Auspitzer (»aus Brünn, 20 J. - Hml., Clv. I., I. Spr.«), Ciro Cavalieri (»aus Triest, 17 J. - Org. V. I., Hml., Clv. III.«), Ferdinand Czerwenka (»aus Tyrnau, 29 J. - Org. V. I., Hml., Clv. I.«), Rudolf Dittrich (»aus Biala, 20 J. - Org. A. II.«), Ferdinand Foll (»14 J. - Clv. A. II., Cpt. I.«), Ludwig Fronz (»22 J. - Comp. A. I., Cpt. II.«) [trat am 3.12.1881 aus], Carl Führich (»aus Jamnitz, 16 J. - Org. V. I., Hml., Clv. II:«), (**a) Franz Höfer (»aus Baden, 19 J. - Fag. A. I., Cpt. I.«), Franz Johnscher (»16 J. - Org. V. I., Hml., Clv. II.«), Moriz Kremer (»17 J. - Clv. A. III., Cpt. II., G. d. M.«), Emil Lamberg (»aus Pest, 19 J. - Org. A. I.«), [hat einen zweiten Eintrag, oder Namensvetter:] Emil Lamberg (»aus Pest, 19 J. - Clv. A. II., Hml.«), Carl Last (»18 J. - Comp. A. I., Cpt. II., I. Spr., P. u. M.«), Carl Luze (»aus Altenmarkt, 17 J. - Org. A. I., Cpt. I.«) [verließ das Konservatorium am 13.1.1882 »wegen Disciplinarvergehen«), (**a) Josef Meyer (»14 J. - Clv. A. I., Hml.«), Wilhelm Prantner (»aus Partschins, 20 J. - Org. V. I., Hml., Clv. II.«), Lorenz Ritter (»aus Maria=Zell, 17 J. - Org. A. II., Cpt. I., Clv. III., G. d. M.«) [**b], Anton Scholz (»aus Waydhofen an der Ybbs, 21 J. - Org. A. I., Cpt. I., Clv. III.«) und (**a) Sigmund von Tucher (»aus Nürnberg, 35 J. - Clv. A. II., Hml.«) (**).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres [vielleicht auch in Brucknerschen Kursen] spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Ernst Decsey (»aus Hamburg, 11 J. - Vl. V. II., Clv. I.«), Robert Erben (» aus Troppau, 19 J. - Clv. A. I., Cpt.«), Ludwig Grandé (»aus Teltsch, 16 J. - Clv. V. II., A. M., F. Spr.«), Ferdinand Hellmesberger (»18 J. - Vc. V. III. (Rept.), Clv. III.«), Carl Hruby (»12 J. - Vl. V. I.«), Guido Peters (»aus Graz, 15 J. - Clv. A. III., G. d. M.«), Marie Pohoryles (»aus Tarnopol, 13 J. - Clv. V. III.«), Theodor Schwendt (»aus Winzendorf, 16 J. - Vl. A. III.«), Charlotte Steutter (»17 J. - Clv. V. III.«), Josef von Woeß (»aus Cattaro, 18 J. - Comp. A. III., G. d. M.«) und Heinrich Wottowa (»14 J. - Clv. V. III.«) (***).\nVon den 10 Orgelschülern gehören 5 zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern 3 halb vom Schulgeld befreit waren. 3 Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Kontrapunkt als Hauptfach, 11 Harmonielehre. Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 109 und Kontrapunkt von 24 Schülern besucht (°). - Auszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 4. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] C. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 23. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunct, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 18. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°).\nAls Bruckner-Schüler, möglicherweise ab 1881, ist auch der aus Preßburg stammende, 1865 geborene Heinrich Reinhardt überliefert (°°°).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 19:45"}, {"ID": 188110005, "Datum": "Oktober 1881", "Haupttext": "Korrekturen im Credo (*) der d-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188110085, "Datum": "8.10.1881, Samstag", "Haupttext": "Bruckners morgiges Orgelspiel wird von mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 3507 auf S. 6 (*),\n \nDie Presse Nr. 277 auf S. 11:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird das Ordensfest Francisci (P. Minoriten) feierlichst begangen und wird um 9 Uhr die Festpredigt Don Gabriel Dossi, Barnabit, halten, darauf um 10 Uhr Prälat Hasel das Hochamt celebriren, wobei Capellmeister Leopold Eder eine Festmesse von Ritter v. Wenusch, Graduale (Violinsolo mit Chor) von Gänsbacher, Offertorium (Duo für Sopran und Bariton) von Laurenz Weiß und Tantum ergo und Genitori von F. J. Kloß zur Aufführung bringt und werden die Soli Herr Anton Stecher, Herr Karl Schachner und Frau Gräfin Wimpffen vortragen. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*a),\n \nFremdenblatt Nr. 277 auf S. 6 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6147 auf S. 4 [inhaltlich wie (*a) ... Gabriel Doßi ...] (***),\n \nTribüne Nr. 277, Abendausgabe S. 3 (°),\n \nWiener Zeitung Nr. 231 auf S. 4 [inhaltlich wie (*a) ... Gabriel Dosi ...] (°°)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 578 auf S. 5 [inhaltlich wie (*a) ... Gabriel Dosi ...] (°°°).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:39"}, {"ID": 188110095, "Datum": "9.10.1881, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt. Um 9 Uhr Festpredigt von Don Gabriel Dossi (Barnabit). Aufgeführt werden beim Hochamt um 10 Uhr unter Leopold Eders Leitung eine Festmesse von Ritter v. Wenusch, ein Graduale (mit Violinsolo) von Gänsbacher, ein Offertorium (mit Sopran- und Baritonsolo) von Laurenz Weiß und ein »Tantum ergo« von J. F. Kloß. Zelebrant ist Prälat Hasel. Solisten: Anton Stecher (Violine), Karl Schachner (Bariton) und Gräfin Wimpffen.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 19:52"}, {"ID": 188110155, "Datum": "15.10.1881, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen machen auf die morgige Kirchenmusik aufmerksam:\n \nFremdenblatt Nr. 284 auf S. 12:\r\n\"    In der k. k.  Hofpfarrkirche St. Augustin wird morgen um 11 Uhr Herr Kapellmeister Leop. Eder Haydn's Mariazellermesse, Graduale (Violinsolo von Anton Richter) und Offertorium (Sopransolo von Frau Ernestine de Bauduin) aufführen und werden die Soli Amalie v. Rueber und Irma v. Terputetz singen. Das Violinsolo spielt Herr Anton Stecher, Mitglied der k. k. Hofoper, die Orgel Hoforganist Professor Bruckner.\" (*),\n \nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 283, S. 3 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6154 auf S. 5:\n     \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin wird am Sonntag um 11 Uhr Capellmeister Leopold Eder Haydn's Mariazeller=Messe, Graduale (Violin=Solo) von Anton Richter und Offertorium (Sopran=Solo) von Frau Ernestine de Bauduin aufführen. Die Soli werden Amalie v. Rueber und Irma v. Terputetz singen. Das Violin=Solo spielt Herr Anton Stecher, Mitglied der k. k. Hofoper, die Orgel Hof=Organist Professor Bruckner.\" (***),\n \nTribüne Nr. 284, Abendausgabe S. 3 (°),\n \nWiener Zeitung Nr. 237 auf S. 5:\r\n\"     (Kirchenmusik.) Sonntag, den 16. d. M., Vormittags 11 Uhr werden in der Hofpfarrkirche zu St.=Augustin unter des Herrn Capellmeisters Leop. Eder Leitung Haydns „Mariazeller\"=Messe, ein Graduale mit Violinsolo von Anton Richter und ein Offertorium mit Sopransolo von Frau Ernestine de Bauduin zur Aufführung kommen, und werden die Soli die Damen A. von Rueber und I. von Terputetz singen. Das Violinsolo spielt Herr Ant. Stecher, Mitglied des k. k. Hofopernorchesters, die Orgel Herr Hoforganist Professor Bruckner.\" (°°)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 585 auf S. 5 [inhaltlich wie (***)] (°°°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:25"}, {"ID": 188110165, "Datum": "16.10.1881, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 285 auf S. 15 [inhaltlich wie am 15.10.1881 ... Irma v. Terputecz ...] (*).\nBruckner spielt um 11 Uhr Orgel in der Augustinerkirche. Leopold Eder dirigiert Werke von Haydn (Mariazeller Messe), Anton Richter (Graduale mit Violinsolo: Anton Stecher) und Ernestine de Bauduin (Offertorium mit Sopransolo). Vokalsolisten: Amalie v. Rueber und Irma v. Terputetz (**).\nDie Deutsche Zeitung schreibt einen Wettbewerb für den »Text für ein sangbares Nationallied« aus. (Unter den 1570 eingesandten Gedichten errang ein Gedicht von Josef Winter den 1. Preis. Dieser Text wurde später von Bruckner vertont als »Volkslied« (WAB 94)) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188110185, "Datum": "18.10.1881, Dienstag", "Haupttext": "Datierung in Lorenz Ritters Heft mit Aufzeichnungen vom Kontrapunktunterricht bei Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188110225, "Datum": "(22.10.1881, Samstag)", "Haupttext": "Plenarversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins. Zum 70. Geburtstag von Franz Liszt spielen u.a. Spigl und Josef Schalk Liszts \"Tasso\".", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:30"}, {"ID": 188110275, "Datum": "27.10.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Bei der Vortragsübung des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Rudolf Dittrich ein Orgelpräludium in g-Moll von J. S. Bach.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188110305, "Datum": "30.10.1881, Sonntag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 87 berichtet auf S. 3 von der Revision der von Mauracher gebauten Orgel am 27.10.1881 in Enns, bei der beteiligt waren: »der bewährte, brave Organist Zinetti [recte: Zenetti] in Enns selbst, dann die hochw. Herren Traumihler, Musikdirektor in St. Florian, Canonicus Arminger in Steyr und Stadtpfarrcooperator Klinger in Linz. [/] Möge die Orgel lange klingen zur Ehre Gottes und Erbauung der Gläubigen. Das ist die 99. Orgel, die Mauracher gebaut hat, die 100. bekommt - so Gott will - der Salzburger Dom.« [Bruckner wird nicht erwähnt].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188110315, "Datum": "31.10.1881, Montag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks aus Karlsruhe an Josef Schalk: \n   Hat Richard Pohl kennengelernt. Bittet um baldige Zusendung der 4. Symphonie, da eine Aufführung fest geplant sei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188111005, "Datum": "ca. November 1881", "Haupttext": "Josef Schalk und Spiegel [= Spigl?] spielen beim Wagner-Verein das Adagio des Quintetts [vierhändiger Klavierauszug?]. Danach abfällige Bemerkungen von Dr. Boller und Koch (*).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1881/82 haben (hatten) sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert:\r\nKarl Fiescher [siehe die Anmerkung] (**), (Franz Hillebrand) (***), Emil Mark (°), Hans Sittenberger (°°) und Arthur Tschida (* ca. 1860 Stuhlweißenburg/Ungarn) (°°°),\r\nvon der juristischen Fakultät Florian Ritter von Baumgartner (H), Rudolf Braun (H), Julius Chodacki (H), Heinrich Falk (H), Carl Girschick (H), Anton König (H), Theodor Krizan (H), Johann Leitner (H), August Maria Nüchtern (H), Engelbert Pilz (H), Robert Schnürdreher (H) und Eduard Camil Teisseyre (#).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 18:54"}, {"ID": 188111006, "Datum": "[?] Anfang November 1881", "Haupttext": "Brief von Michael Ruckengruber an Bruckner:\r\n     Erinnert sich an das Treffen mit Bruckner in St. Florian vorigen Sommer [25.8. - 1.9.1881]. Der Verleger Rohlfing [siehe die Anmerkung] habe durch Bruckners Schüler Walker [gemeint: Valker?] bereits von ihm gewußt, bitte um Zusendung einer Partitur und werde bei Musikdirektor Luening (Zeitungsartikel zum Musikverein beiliegend) eine Aufführung anregen. Musikdoktorate verleihe die Universität in Philadelphia. Der »Seebote«-Redakteur Knotzer [siehe die Anmerkung], der auch von Bruckner wisse, werde sich nach dem 8. dieses Monats (Wahltermin) diesbezüglich informieren.", "Letzte Änderung": "22.09.2025 21:37"}, {"ID": 188111015, "Datum": "1.11.1881, Dienstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks aus Karlsruhe an Josef Schalk: \n   Wundert sich, daß Bruckner die 4. Symphonie nicht aus der Hand geben will. Mottl habe den 14.12.1881 für die Aufführung vorgesehen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188111025, "Datum": "2.11.1881, Mittwoch (Allerseelen)", "Haupttext": "Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188111035, "Datum": "3.11.1881, Donnerstag", "Haupttext": "[recte 18.11.1881]\nArtikel Speidels im Fremdenblatt über das Quintett (»eine Tonarten-Odyssee der abenteuerlichen Art!«).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:40"}, {"ID": 188111065, "Datum": "(6.11.1881, Sonntag)", "Haupttext": "1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Wagner (Meistersinger-Vorspiel), Bach und Beethoven (6. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:42"}, {"ID": 188111135, "Datum": "13.11.1881, Sonntag", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Haydns »Schöpfung«.\n[nicht gesichert! siehe die Anmerkung]\r\nMöglicherweise hat Bruckner dieses Konzert besucht und wegen der knappen Zeit nach dem Hofkapellendienst einen Wagen zum Musikvereinssaal benutzt und Gaigg von Bergheim mitgenommen (*).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 08:02"}, {"ID": 188111155, "Datum": "15.11.1881, Dienstag", "Haupttext": "Das Konzert vom 17.11.1881 (mit dem Quintett) wird angekündigt von der Morgen-Post Nr. 315 auf S. 4:\r\n[...] Zur Aufführung gelangen unter Anderem: Bruckner's neues Streich-Quintett in F-dur, Scenen aus Gluck's \"Alceste\" und den \"Meistersingern\", sowie Werke von Bach, Cornelius und Liszt.\" (*)\nund der »Presse« Nr. 315, S. 15:\r\n(»[...] Zur Aufführung gelangen u. A. Bruckner's neues \"Streich-Quintett in F-dur\", sowie Werke von Bach, Cornelius und Liszt. [...]«) (**).\r\n \n[19.11.1881 oder recte 15.11.1881?] Beim Leopoldsfest in Klosterneuburg spielt Bruckner beim Hochamt Orgel. Der St. Florianer Propst Ferdinand Moser ist anwesend und schreibt am 19.11.1881 an Philipp Mayr: \"[...] das Orgelspiel Bruckners, mehr eine Zwickerey, wurde nicht belobt. [...]\" (***).\n \nBrief von P. Karl Schneeweiß an Ignaz Traumihler:\r\n     Joh. Nep. Faigl wisse, dass er für das Gedenken zum 12.11.1881 [Geburtstag? ist am 17. November] mit einem Messopfer gedankt habe. Dank auch für die (verfrühte) Einladung, in St. Florian seine Secundiz zu feiern, was aber erst im April 1884 eintrete. Über seine Anhänglichkeit an das Stift, die Musikpflege unter Traumihler. Er sei von Prag (dort nun tschechische Majorität) nach Mariaschein versetzt worden. \"Haben Sie Gelegenheit an Pr[of.] Bruckner zu schreiben, o so melden Sie die treue Anhänglichkeit des P. Schneew. an ihn, der seiner gedenkt im Memento, wie versprochen.\" (°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:26"}, {"ID": 188111164, "Datum": "vor dem 16.11.1881", "Haupttext": "Proben zum Quintett in Josef Schalks Wohnung. Bruckner wird erst zur letzten Probe eingeladen, dankt hochzufrieden und überglücklich, wird von Schalk und Winkler beruhigt.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:31"}, {"ID": 188111165, "Datum": "16.11.1881, Mittwoch (Buß- und Bettag)", "Haupttext": "Nachmittags Generalprobe des Quintetts im Foyer des Bösendorfersaals in Anwesenheit Speidels und Epsteins (*).\r\nBruckner wieder sehr unterwürfig Hanslick gegenüber (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2023 09:12"}, {"ID": 188111175, "Datum": "17.11.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an einen Hofkapellmeister [vermutlich Hellmesberger]:\r\n     Lädt ihn zur Aufführung des Quintetts um 7 Uhr im Bösendorfersaal ein (*).\nProbenbericht und Ankündigung durch Speidel im »Fremdenblatt« [vom 18.11.1881!] (**).\nUraufführung des Quintetts (ohne Finale [siehe die Anmerkung]) im Konzert des Wagner-Vereins (III. Interner Abend im Bösendorfersaal) durch Winkler, Lillich, Kreuzinger, Desing [nicht Franz Schalk] und Lucca (***).\r\n     Auf dem Programm stehen auch Werke von Wagner (Sachsens Schlußansprache und Schlußchor aus »Meistersinger«, Solist: R. Sommer [recte: K. Sommer?]), Löwe (Ballade »Der Mönch zu Pisa«, Solist: Karl Sommer), J. S. Bach, Cornelius (Zwei altdeutsche Weihnachtslieder), Brassin (Transkription des Lenzesliedes aus »Walküre«) und Liszt (»Les Preludes« mit Frau V. Stepanoff und Schütt, Transkription des Spinnerliedes aus dem »Fliegenden Holländer«).\r\n     Weitere Mitwirkende: Dr. Deycks, Hr. Schütt und Schalk [Josef Schalk]. Die vorgesehene Arie von Gluck entfällt wegen [nicht so seltener plötzlicher] Erkrankung Frau Maternas (°).\r\n     Anwesend sind u.a. Göllerich (verglich das Werk mit Beethovens Quartetten (°°)), Kulke [nicht: Kremser], Helm und Desing (°°°).\nNach dem Konzert findet ein Bankett statt (#).\nDen freiwilligen Beiträgen (52 fl.) standen Kosten in Höhe von 78 fl 60 kr gegenüber (##).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (###)).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:27"}, {"ID": 188111185, "Datum": "18.11.1881, Freitag", "Haupttext": "Kurze, vor allem das Adagio lobende Besprechung des Quintetts (= verspätete Ankündigung) durch Speidel im »Fremdenblatt« Nr. 318 auf S. 5:\r\n» – Heute findet im Saale Bösendorfer ein musikalischer Partei=Abend statt, auf welchem ein Streichquintett (F-dur) von Anton Bruckner zur Aufführung gelangt. Bei der Probe haben wir Gelegenheit gehabt, diese jedenfalls bedeutende Komposition flüchtig kennen zu lernen. Merkwürdig ist die Freiheit, mit welcher der Komponist, dem das ganze Tonsystem flüssig zu sein scheint, mit den Tonarten schaltet. Der erste Satz ist in F-dur geschrieben, der zweite (man erschrecke nicht !) geht aus Ges-dur, der dritte steht in D-moll und das Finale kehrt über As-dur nach F zurück. Eine Tonarten-Odyssee der abenteuerlichsten Art! Am eigensten unter allen Sätzen hat uns das Adagio angesprochen, ein Satz mit einem warmen, breiten, weitaushallenden Gesange, in der reichsten und interessantesten Polyphonie durchgeführt. Es ist eine ganz originelle Musik, die nur dem Komponisten angehört. Wir hoffen, das Quintett Bruckner's einmal in der besten Aufführung, die in Wien möglich ist, hören zu können. Ignoriren läßt es sich nicht.\n      sp.« (*).\nKritik (signiert »Bn.«) in der Morgen-Post: Nr. 318 auf S. 4:\r\n»    * Der akademische Wagnerverein veranstaltete gestern im Saale Bösendorfer seinen dritten diesjährigen internen Musikabend; man hatte demselben die Bekanntschaft mit einem sehr bedeutenden neuen Werke auf dem Gebiete der Kammermuisk zu verdanken: dem Streichquintett in F-dur von Anton Bruckner. Leider wurden nur drei Sätze desselben gebracht und die ausführenden Kräfte, die Herren Winkler, Lillich, Kreuzinger, Desing und Luca, obgleich voll Eifer und ersichtlicher Begabung, waren den ungeheueren Schwierigkeiten dieser gewaltigen Composition nicht ganz gewachsen; [... (kompletter Text über den Link lesbar) ...Lob für »Andantesatz« und Scherzo, Vorbehalte gegen den 1. Satz, Wunsch nach vollständiger und ausgereifter Wiedergabe durch Hellmesberger oder Grün ...] Die Soirée war, wie immer, äußerst zahlreich besucht und sehr animirt.     Bn.« (**).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:44"}, {"ID": 188111195, "Datum": "19.11.1881, Samstag", "Haupttext": "(*) Kritik Theodor Helms über das Quintett in den »Wiener Signalen«, 4. Jg., Nr. 38, S. 305f:\r\n»Concerte. [...] Noch wollen wir wegen des interessanten Programmes den letzten \"Internen Musikabend\" des Akademischen Wagner=Vereines nicht unerwähnt lassen, [...] Keineswegs die genußreichste, aber unbedingt die interessanteste Nummer des Abends bildeten aber unstreitig drei Sätze aus einem neuen (Manuskript=)Quintett für Streichinstrumente von Ant. Bruckner in F-dur. Die Novität wurde von dem tüchtigen Primgeiger Herrn J. Winkler mit vier Dilettanten executirt, ein Ensemble, welches den ganz außerordentlichen technischen Schwierigkeiten dieses oft bis zum Abentheuerlichen gewagt polyphonen Tonsatzes kaum entsprach und daher gewisse Härten und Schärfen als förmliche Mißklänge erscheinen ließ, was bei der Aufführung durch ein Musterquartett von durchwegs erprobten Fachmännern wohl hätte vermieden werden können. [... sieht seine Meinung bestätigt, daß Bruckner bei besserer Formbeherrschung der »Mann der Zeit« wäre ...] Jedenfalls darf ein Componist, der das drangvoll=überschwengliche Adagio des F-dur-Quintettes geschrieben, von den zeitgenössischen Fachgenossen nicht mehr vornehm ignorirt werden. Dr. Theodor Helm.« (*).\n(**) Bericht in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung (Österreichischen Volkszeitung) Nr. 319 auf S. 4:\r\n»Musik. Anton Bruckner, unser großer Orgelspieler und Contrapunktist, führte vorgestern bei einem \"internen Abend\" des Wagnervereins sein neues Streich-Quintett in F-dur vor. Es ist ein höchst originelles Werk, dessen Bekanntschaft uns leider nur in zu unvollendeter Weise vermittelt wurde, als daß wir nach diesem einmaligen Hören dasselbe vollständig hätten erfassen können. Von den drei aufgeführten Sätzen ist der erste (Allegro) der bedeutendste, das Scherzo der klarste und originellste, das Adagio der längste; leider büßt gerade dieser seelenvolle, warmempfundene Satz durch ungebührliche Ausdehnung einen Theil der Wirkung ein. Das Finale war nicht aufgeführt worden; wir vermuthen, daß das Studium den jungen Kräften zu viel Schwierigkeiten gemacht hätte, und sind überzeugt, daß Hellmesberger, aber auch nur Dieser, dem Werke vollkommen gerecht werden könnte. Die tiefernste Arbeit eines hochbedeutenden und vielverkannten Tonkünstlers verdiente sicherlich würdig aufgeführt zu werden.« [keine Signatur] (**).\n(***) Besprechung im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 319 auf S. 5:\r\n   »* Der vorgestern im Saale Bösendorfer stattgehabte interne Abend des akademischen Wagner=Vereins nahm einen sehr glücklichen Verlauf und das reichhaltige Programm verschaffte dem Auditorium eine Fülle künstlerischer Genüsse. Den \"lärmendsten\", wenn auch nicht unbestrittensten Erfolg hatte jedenfalls Prof. Bruckner mit seinem neuen Streich=Quintett in F-dur. Erster und dritter Satz enthalten eine Reihe geistreicher Kombinationen und modulatorischer Ueberraschungen, das Scherzo dagegen gefällt sich allzusehr in forcirten Wendungen und grotesker Bizarrerie. Die enorm schwierige Komposition wurde übrigens vollendet gespielt. [...] Der Saal war übervoll, die Stimmung überaus angeregt.« [keine Signatur] (***).\nDie Presse Nr. 319 berichtet auf S. 13 ebenfalls von diesem Konzert:\r\n     \" - Der Wiener akademische Wagner=Verein hatte gestern im Bösendorfer=Saale einen internen Abend, den letzten in diesem Jahre, veranstaltet. [...] Ein großes Interesse erregten drei Sätze aus dem \"Streichquintett\" in F-dur von Professor Bruckner. Dieselben zeugen von einem hervorragenden schöpferischen Talante und waren des großartigen Beifalls würdig, der ihnen zu Theil wurde. [...]\" [keine Signatur] (°).\nBrief von Ferdinand Moser (derzeit in Wien) an Dechant Philipp Mayr mit Bemerkungen zum Orgelspiel am 15.11.1881:\r\n\"     [...] Am Leopoldifest war ich in Klosterneuburg, wo ich mit dem Nuntius [Kardinal Serafino Vannutelli] viel verkehrte u abends pr Stiftswagen mit dem Prediger Landsteiner, Doblhummer u Ruf [Karl Landsteiner [siehe die Anmerkung], Gregor Doblhammer] nach Wien expedirt wurde. Der consensus populi war riesig, aber eigentlich nur eine Hetze u unser Florianitag doch viel auferbäulicher; eine Haydnsche Messe wurde gegeigt u das Orgelspiel Bruckners, mehr eine Zwickerey, wurde nicht  belobt. Am Mittwoch [... Baronin Eiselsberg, Alfred Arneth, Coelestin Josef Ganglbauer, Papst Leo XIII., über politische Ereignisse, Bitte an Breselmayr, Gruß an Traumihler ...].\" (°°).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 22:54"}, {"ID": 188111205, "Datum": "20.11.1881, Sonntag", "Haupttext": "Kritik von Ed. Moucka zur Aufführung des Quintetts (am 17.11.1881) in der »Lyra« Nr. 6 auf S. 57 [= Zeitschrift für die musikalische Welt]:\r\n   »[...] Von Anton Bruckner's Streichquintett, welches in der vorletzten Saison Hellmesberger zurückgelegt hatte, hörten wir die drei ersten Sätze [... Kritik an der Überfülle und Maßlosigkeit ...] Blühende Phantasie allein schafft kein Kunstwerk. Zudem häuft Bruckner so viele technische Schwierigkeiten, insbesondere im Scherzo, daß die fünf jungen Streicher, von denen wir die Herren Winkler und Kreuzinger als tüchtige Künstler kennen, sichtlich mit dem Einstudiren nicht fertig geworden waren. [... Kritik an den Klavierversionen Wagnerscher Werke ...] Ed. Moucka.« (*).\n(2. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Gluck, Beethoven und Schumann (3. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:53"}, {"ID": 188111235, "Datum": "23.11.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n   Bittet um »die Partitur des Quintetts, namentlich des Finale«, »hätte gerne geändert heute« (*).\nBrief Bruckners an Mottl in Karlsruhe:\r\n   Sendet Partitur der 4. Symphonie mit neuem Finale. Beilage mit Änderung im Finale soll, falls gewünscht, in die Stimmen übertragen werden. Einen Erfolg der Symphonie bittet er Dr. Kleser in Köln (Adresse angegeben) zu melden. Grüße an Franz Schalk. Kolossaler Erfolg des Quintetts beim Wagner-Verein. Grüße von Schönaich (**).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 05:56"}, {"ID": 188111245, "Datum": "24.11.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Brief eines Wieners an Franz Schalk: \n   Über Bruckners unterwürfiges Verhalten Speidel gegenüber bei der Generalprobe des Quintetts am Mittwoch [16.11.1881]. Epstein sei entzückt gewesen. Zitat aus Speidels Artikel vom 17.11.1881. Nach der Aufführung des Adagios durch Josef Schalk und Spiegel [= Spigl?] unlängst beim Wagner-Verein hätten sich Dr. Boller und Koch abfällig über das Werk geäußert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188111275, "Datum": "27.11.1881, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Kritik (signiert ”-h-”) zur Aufführung des Quintetts am 17.11.1881 in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 42 auf S. 347:\r\n   »[...] Hierauf folgten drei Sätze aus dem Streichquintette in F-dur von Bruckner (neu). [... Vorbehalte wegen Kontrapunktik und Harmonik ...] Bruckner wurde nach jedem Satze wiederholt gerufen und auch die Herren Winkler, Lillich, Kreuzinger, Desing und Lucca fanden für die ziemlich exacte Aufführung reichlichen Beifall. [...]« (*).\n(2. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Mozart, Gericke, Liszt, Dvorak, Schubert und Rubinstein (**)).", "Letzte Änderung": "09.02.2023 10:05"}, {"ID": 188111284, "Datum": "vor dem 28.11.1881 (wohl vor dem 23.11.1881)", "Haupttext": "Brief Mottls an Bruckner, auf Veranlassung Franz Schalks:\n   [vermutlich mit der Bitte, die Partitur der 4. Symphonie nach Karlsruhe zu schicken].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188111285, "Datum": "28.11.1881, Montag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   Auf sein Zureden habe Mottl selbst an Bruckner geschrieben. Das Material zur 4. Symphonie sei bereits in Karlsruhe eingetroffen (*).\nBrief Bruckners an Josef Schalk:\r\n   Das Finale [des Quintetts] sei fertig. Bittet um Schalks Besuch (**).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 05:56"}, {"ID": 188111295, "Datum": "29.11.1881, Dienstag", "Haupttext": "Notiz [vermutlich Rudolf Weinwurms] \"Dienstag 29. | Senatssaal\" am Ende der autographen Partitur von \"Mitternacht\" [WAB 80].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112005, "Datum": "Dezember 1881", "Haupttext": "Anton Meißner trifft in der Universität wieder mit Bruckner zusammen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112025, "Datum": "2.12.1881, Freitag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Franz solle sich für die Primgeigerstelle in München bewerben. Er, Josef, habe erst durch Hirsch erfahren, daß die 4. Symphonie schon in 14 Tagen in Karlsruhe aufgeführt wird. Beim Bankett nach der Uraufführung des Quintetts hätten Winkler und alle anderen Freunde Franz Schalks Abwesenheit lebhaft bedauert. Bruckner arbeite zur Zeit an seiner 7. Symphonie. Franz solle Mottl fragen, ob er Josefs Klavierübertragung des Scherzos der 3. Symphonie kenne.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 21:13"}, {"ID": 188112045, "Datum": "4.12.1881, Sonntag", "Haupttext": "Die Aufführung des Chores \"Mitternacht\" [WAB 80] am 7.12.1881 wird von mehrern Zeitungen angekündigt:\n \nDie Presse Nr. 334 auf S. 19:\n     \" - Bei der Mittwoch den 7. d. M. im Sophiensaale stattfindenden Liedertafel des Akademischen Gesangvereins figurirt unter den Novitäten der ersten Abtheilung eine Manuscriptnummer \"Mitternacht\" von Professor Anton Bruckner, welche dieser persönlich dirigiren wird. [... weitere Mitwirkende: Fräulein Emma Loos, Josefine Gallmeyer ...]\" (*),\n \nDas Vaterland Nr. 334 auf S. 8 [inhaltlich wie (*)] (**),\n \nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 635 auf S. 6 [inhaltlich wie (*)] (***)\n \nund Wiener Zeitung Nr. 278 auf S. 3 [inhaltlich wie (*)] (°).\n \n(3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit der Uraufführung von Tschaikowskys Violinkonzert (Solist: Adolf Brodsky) und Werken von Mendelssohn, Mozart und Beethoven (4. Sinfonie) (°°).)", "Letzte Änderung": "19.09.2024 08:19"}, {"ID": 188112055, "Datum": "5.12.1881, Montag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   Die 4. Symphonie werde am Samstag im 3. Abonnementkonzert aufgeführt. Läßt Grüße an Bruckner ausrichten. Er und Mottl werden Bruckner über den Erfolg der Symphonie berichten (*).\nAuf die Aufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80] am 7.12.1881 machen\r\ndie Konstitutionelle Vorstadtzeitung (Österreichische Volkszeitung) Nr. 335 auf S. 2 (»[...] unter den Novitäten der ersten Abtheilung eine Manuskriptnummer: \"Mitternacht\" von Professor Anton Bruckner, welche derselbe persönlich dirigiren wird. [...]« (**)\r\nund (mit identischem Text) die »Tribüne« Nr. 335, Abendausgabe S. 4 (***) aufmerksam.\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112065, "Datum": "6.12.1881, Dienstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   Heute bei der ersten Probe der 4. Symphonie habe Mottl das Karlsruher Orchester nur mit Drohungen zum Spielen bewegen können. Die Symphonie werde also aufgeführt - aber wie? (*).\nDie Neue Freie Presse Nr. 6206 kündigt auf S. 6 das Konzert vom 7.12.1881 an:\n     \"[Vom Wiener Akademischen Gesangvereine.] Bei der Mittwoch den 7. d. im Sophiensaale stattfindenden Liedertafel des genannten Vereins figurirt unter den Novitäten der ersten Abtheilung eine Manuscript=Nummer \"Mitternacht\" von Professor Anton Bruckner, welche derselbe persönlich dirigiren wird. [... weitere Mitwirkende: Fräulein Emma Loos, Josephine Gallmeyer ...]\" (**).\n \nNotiz [vermutlich Rudolf Weinwurms] \"Dienstag 6. Dezbr | Senatssaal\" am Ende der autographen Partitur von \"Mitternacht\" [WAB 80] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112075, "Datum": "7.12.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert\n \nin der »Tribüne« Nr. 337, Morgenausgabe S. 8:\n     »Bei der morgen, Mittwoch, im Sophiensaale stattfindenden Gründungsliedertafel des Wiener akademischen Gesangvereins gelangen unter Anderem zum Vortrage: Bruckner's \"Mitternacht\", Chor mit Tenorsolo und Clavierbegleitung, [...]« (*),\n \nin der \"Presse\" Nr. 337 auf S. 11:\n     \"[...] \"Mitternacht\", Chor mit Tenorsolo (neu) von Anton Bruckner;\" (*a),\nin der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 638 auf S. 6:\n     » - Die morgen (Mittwoch) im Sophiensaale unter Weinwurm's Leitung stattfindende Liedertafel des Akademischen Gesangvereines hat folgendes Programm: [... Engelsberg ...] Anton Bruckner: \"Mitternacht\" (Manuscript, neu. Tenor=Solo: Herr Franz Schaumann.) [...] Clavierbegleitung: die Herren Dr. Schmetterer und Arthur Felkl.« (**)\nund der Wiener Zeitung Nr. 280 auf S. 2:\r\n     »[...] von Anton Bruckner: \"Mitternacht\", Chor mit Tenorsolo und Klavierbegleitung (Manuscript, neu); [...]« (***).\nWiener Erstaufführung des [von Bruckner selbst dirigierten? siehe die Anmerkung]  Männerchores »Mitternacht« [»Chor mit Begleitung und Tenorsolo«: WAB 80] im ansonsten von Rudolf Weinwurm geleiteten Konzert des Akademischen Gesangvereins im Sophiensaal (°).\r\n   Auf dem Programm stehen in der 1. Abteilung ein Deutsches Vaterlandslied, zum Schluß ein humoristischer Vortrag von Dr. C. Fischer (Sprecherin: Josefine Gallmeyer) und dazwischen Werke von Engelsberg (Deutsches Freiheitslied), Bruckner, H. Jüngst (»Estländisches Volkslied«) und Engelsberg (»Flucht der Liebe«), Lieder (gesungen von Emma Loos), »An den Mond« von Ferd. Hiller und das »Soldatenlied aus Faust« von Liszt und in der 2. Abteilung »Szenen aus dem Kölner Narrenfest« von Carl Zeller (°°). Als weiterer Mitwirkender wird Adolf Ritter v. Schultner genannt (°°°).\nNotiz [vermutlich Rudolf Weinwurms] \"Dienstag [sic! recte Mittwoch] 7. Dezbr ist Aufführung im Sofiensaale\" am Ende der autographen Partitur von \"Mitternacht\" [WAB 80] (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112085, "Datum": "8.12.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Brand des Ringtheaters nahe Bruckners Wohnung. Bruckner ging (wie er später seiner Schwester Rosalia Hueber erzählte) nur wegen einer Programmänderung (Offenbachs »Hoffmanns Erzählungen« (*)) nicht wie geplant ins Theater [siehe die Anmerkung]. Bruckner ist um seine Partituren sehr besorgt. Vockners Schwager Richard Schönberger (**) bleibt über Nacht bei Bruckner.\nKalendereintragung Bruckners über die Todesopfer dieses Brandes (***).\nBrief von Eugen d'Albert an seinen Vater:\r\n     »... Ich bin Brahms noch nicht vorgestellt worden, aber ich habe Anton Bruckner kennengelernt, der ein großer Komponist ist ...« (°).\nKritik zum gestrigen Konzert (mit »Mitternacht« [WAB 80]) in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung (Österreichischen Volkszeitung) Nr. 338, S. 3:\r\n     » * Gründungs=Liedertafel des Akademischen Gesangvereines. Der Sofiensaal war gestern von einem ebenso zahlreichen wie distiguirten Publikum dicht gefüllt; [...] ebenso wurde ein unter persönlicher Leitung des Komponisten vorgetragener Chor von Anton Bruckner stürmisch akklamirt. [... keine Signatur]« (°°).\nBericht in der Neuen Freien Presse Nr. 6208 auf S. 6:\r\n     » - Die Gründungs=Liedertafel des Akademischen Gesangvereins, die heute im Sophiensaale stattgefunden hat, gestaltete sich zu einem lebendig bewegten akademischen Feste, an dem zahlreiche Professoren theilnahmen. [...] Aber auch bei den späteren Vorträgen stellte sich der kräftigste Applaus ein, wie bei \"Mitternacht\" von Bruckner und bei Engelsberg's \"Flucht der Liebe\" mit dem von Herrn Deycks sympathisch vorgetragenen Baritonsolo. [...]« (°°°).\nBericht der Morgenpost Nr. 338 auf S. 4:\r\n    \" * (Liedertafel des Akademischen Gesangvereines.\r\nDie 24. Gründungs=Liedertafel des Akademischen Gesangvereines hatte sich gestern im Sofiensaale eines sehr zahlreichen Besuches zu erfreuen, zu welchem natürlich die Wiener Studentenschaft das größte Contingent stellte. Unter den vorzüglich executirten Chören fanden E. S. Engelsberg's \"Deutsches Freiheitslied\" (Novität), A. Bruckner's \"Mitternacht\" (Novität) und H. Jüngst's \"Esthländisches Volkslied\" besonders lebhaften Anklang. [...]\" (#).\nEine Annonce im Karlsruher Tagblatt Nr. 335 (Erstes Blatt) auf S. 3142 macht auf die Aufführung der 4. Symphonie am 10.12.1881 aufmerksam:\r\n\"Samstag den 10. Dezember | im großen Museumssaale | III. Abonnements=Konzert | des | Großherzoglichen Hoforchesters, | unter gefälliger Mitwirkung des Großh. Kammersängers Herrn J. Hauser. | Programm. | 1) Cherubini. Ouverture zu \"Der Wasserträger\". 2) Händel. Arie aus \"Ezio\". 3) N. Gade. Konzert für Violine mit Begleitung des Orchesters (D-moll, neu). Herr Konzertmeister H. Deeke. 4) Peter Cornelius. Weihnachtslieder. 5) Anton Bruckner. Sinfonie in Es-dur. (Manuscript). | Anfang 7 Uhr. Ende gegen 9 Uhr. | [... Preise, Karten ...] | Generalprobe Samstag den 10. Dezember, Vormittags 10 Uhr. [... Billets ...]\"(##).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 11:58"}, {"ID": 188112086, "Datum": "zwischen 8.12.1881 und 12.12.1881", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mottl in Karlsruhe: \n   Berichtet vom Brand des Ringtheaters [etc?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112095, "Datum": "9.12.1881, Freitag", "Haupttext": "Bruckner besucht das Leichenschauhaus der Polizei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112104, "Datum": "vor dem 10.12.1881", "Haupttext": "Ankündigung der 4. Symphonie in den Karlsruher Zeitungen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112105, "Datum": "10.12.1881, Samstag", "Haupttext": "[Am 6.12.1881 begonnener?] Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\nErwartet, daß die 4. Symphonie heute »durchfällt«. Das Orchester genüge den Anforderungen nicht. Mottl habe ungeniert gestrichen, meine, die Symphonie habe große Schwächen (*).\n3. Abonnementskonzert in Karlsruhe unter Mottl mit Werken von (laut Planung) Cherubini, Haydn, Schubert, Schumann, Gade und Bruckner (4. Symphonie) im großen Saal des Museums (**).\r\nFür den erkrankten J. Hauser sprang Staudigl ein, der statt Händel und Cornelius Lieder von Haydn, Schubert und Schumann sang (**a).\r\nBei der Aufführung wurde das Wiener Material (20.2.1881) verwendet (Partiturabschrift heute in New York) (***).\r\nFriedrich Klose erlebte die Aufführung mit (°).\nDas Karlsruher Tagblatt Nr. 337 (Erstes Blatt) hatte auf S. 3175 in einem Inserat darauf aufmerksam gemacht:\r\n\"Samstag den 10. Dezember | im großen Museumssaale | III. Abonnements=Konzert | des | Großherzoglichen Hoforchesters, | unter gefälliger Mitwirkung des Großh. Kammersängers Herrn J. Hauser. | Programm. | 1) Cherubini. Ouverture zu \"Der Wasserträger\". 2) Händel. Arie aus \"Ezio\". 3) N. Gade. Konzert für Violine mit Begleitung des Orchesters (D-moll, neu). Herr Konzertmeister H. Deeke. 4) Peter Cornelius. Weihnachtslieder. 5) Anton Bruckner. Sinfonie in Es-dur. (Manuscript). | Anfang 7 Uhr. Ende gegen 9 Uhr. | [... Preise, Karten ...] | Generalprobe Samstag den 10. Dezember, Vormittags 10 Uhr. [... Billets ...]\" (°°).\nDie Karlsruher Zeitung hatte geschrieben:\r\n\"[... die] für Karlsruhe neue Symphonie in Es dur des berühmten Orgelvirtuosen Anton Bruckner, Professor der Musiktheorie am Wiener Konservatorium. Die Symphonie hat kürzlich in Wien im Philharmonischen Orchesterverein unter Hans Richters Leitung außerordentlichen Beifall gefunden\" (°°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:14"}, {"ID": 188112106, "Datum": "nach dem 10.12.1881", "Haupttext": "Bericht über die Karlsruher Aufführung der 4. Symphonie in der Kölnischen Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112115, "Datum": "11.12.1881, Sonntag", "Haupttext": "Brief [Korrespondenzkarte] Bruckners an Johann Hueber: \n   Beim Brand des Ringtheaters sei er trotz der unmittelbaren Nähe seiner Wohnung mit dem Schrecken davongekommen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112135, "Datum": "13.12.1881, Dienstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   Die 4. Symphonie sei in Karlsruhe »durchgefallen«, was er auch nach München berichtet habe und was man am besten Bruckner nicht mitteilen solle. Negatives Urteil des Kritikers Dr. Pohl. Mottl habe kein Verständnis für Bruckners Genius. Mottl habe einen Brief Bruckners über den Ringtheaterbrand erhalten (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112165, "Datum": "16.12.1881, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der 4. Symphonie in der »Karlsruher Zeitung«.\r\n\"[... Produkt eines] Genies von keiner untergeordneten Bedeutung, von großer Begabung [...] Gefühl für instrumentales Kolorit, Sinn für großen symphonischen Stil [... viele Mängel: keine Klarheit und Einheit, ungeschickter Aufbau, technisch dem Wollen noch nicht gewachsen ... sobald er das Nötige hinzugelernt hat, wird er] bei seinen Mitteln in Erfindung und harmonischer Arbeit, eine ganz hervorragende Arbeit liefern können. [...] Die Möglichkjeit einer Brucknerschen Symphonie ist noch nicht ausgeschlossen. [... riskantes Experiment des Dirigenten ... ein Minus ...]\".", "Letzte Änderung": "30.10.2025 11:17"}, {"ID": 188112175, "Datum": "17.12.1881, Samstag", "Haupttext": "Kritik der 4. Symphonie in der »Badischen Landeszeitung«, signiert \"–k\".\r\n\"[...] Note um Note ein Programmwerk, bei welchem das Motto: Viel Lärm um nichts! oder Viel Geschrei und wenig Wolle [?? sic]! stillschweigend vorausgesetzt wird. [... Mangel der Erfindung ... Aufgeblasenheit der äußern Gestalt ... inhaltlose Phrase ... Gedankenarmut, Dürftigkeit des geistigen Inhalts ... ein Fanfarenmotiv ist ] gleichsam eine Aufforderung zum Aufbruch, der man sich nur schwer entziehen kann [... im zweiten Satz ] einen einzigen Lichtblick Cantilene des Violoncell ... Mottl mute dem guten Geschmack des Publikums die \"Obduktion einer musikalischen Leiche\" zu ...]\"", "Letzte Änderung": "22.12.2025 14:09"}, {"ID": 188112205, "Datum": "20.12.1881, Dienstag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Tages-Post Nr. 289 auf S. 4 über die Aufführung der 4. Symphonie in Karlsruhe:\r\n      » § Kirchenmusik. Der \"Kölnischen Zeitung\" wird über eine neue Komposition unseres berühmten oberösterreichischen Landsmannes, Professor Bruckner, aus Karlsruhe geschrieben: Am vorigen Samstag brachte Hofkapellmeister Motte [sic] ein neues Werk von Professor Anton Bruckner in Wien zur Aufführung, eine große Symphonie in Es-dur. Das Werk ist hochinteressant, reich an großen, unwiderstehlich wirkenden Schönheiten, jedoch im Ganzen tief angelegt und bei seinem musikalischen Ernst nicht überall unmittelbar packend. Das gilt namentlich von dem düsteren Schlußsatz, einem wahren Weltgericht. Wenngleich äußerst beifällig aufgenommen, so wurde doch das Werk in seinem ganzen, vollen Werth wohl nur von dem kleineren Teile der Zuhörerschaft, den ernsten und durchgebildeten Fachmusikern erkannt. Erst wiederholtes Anhören wird dem großen Publikuum die ganze Schönheit desselben vermitteln. Dann wird auch der schon der ersten Aufführung nicht versagte äußere Beifall größer, der Erfolg, ein wie man sagt, \"durchschlagender\" werden.«\r\n[Zitate dieses Textes auch im Artikel vom 31.12.1881].", "Letzte Änderung": "25.07.2024 05:58"}, {"ID": 188112225, "Datum": "22.12.1881, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner leitet die Christbaumfeier des katholischen Waisen-Hilfsvereins im Musikvereinssaal um halb 7 Uhr mit einer Orgelimprovisation ein.\r\nIm Publikum sind viele hochrangige Persönlichkeiten vertreten: Erzherzogin Maria Immaculata und Tochter Maria Theresia, der Wiener Fürsterzbischof, Fürstin Henriette Liechtenstein mit Familie, Prinzessin Therese Liechtenstein, Gräfin Louise Fünfkirchen, Altgraf Siegfried Salm, Altgräfin Rudolphine Salm (geb. Czernin), Gräfin Henriette Hunyady mit Tochter, Markgraf Pallavacini mit Gemahlin, Gräfin Schönborn, Gräfin Bylandt-Rheidt (Gemahlin des Kriegsministers), Freiin v. Pino (des Handelsministers), Baron Andrian-Werburg, Graf Degenfeld mit Familie, die Comtessen Wenckheim, FZM Graf Huyn, Gröfin Ernestine Tige, Gräfin Margarethe Piatti-Collalto, Gräfin Ida Piatti und als Festredner Anton Schöpfleuthner  (*).", "Letzte Änderung": "19.06.2025 14:12"}, {"ID": 188112235, "Datum": "23.12.1881, Freitag", "Haupttext": "Im Linzer Volksblatt Nr. 292 wird auf S. 3 Bruckner in Zusammenhang mit einem Artikel über Pastoralmessen genannt: \n\n          »Pastoralmessen.\n      Seit der Zeit, als die Kirchenmusik von ihrer Höhe herabgesunken und ihres ernsten Berufes gänzlich vergessend zur frivolen Theaterdirne sich herabgewürdigt, ist es zur allgemeinen Mode geworden, an dem hohen Gedenktage der Geburt des Erlösers bei der feierlichen Hochmesse eine sogenannte Pastoralmesse zur Aufführung zu bringen. [... Unsitte, auch in Kathedralkirchen ...], eine Gattung Musik, die fast ausnahmslos unter die Rubrik »Schund« gehört. So wenig wie die Musikheroen der Vergangenheit, würde in unserer Zeit ein anständiger Componist à la Bruckner oder Habert zu bewegen sein, auch nur einen Tact Pastoralmusik zu schreiben.« [... über Führer, Diabelli und die Zustände in Italien ... keine Signatur] (*). \n\n[Unmittelbar anschließend ein Bericht über die mögliche Entstehung des Ringtheaterbrandes]\n\n\n Im \"Vaterland\" Nr. 353 erscheint auf S. 5 ein Bericht von der gestrigen Christbaumfeier mit Erwähnung vieler prominenter Besucher und Schilderung des Ablaufs (u. a. Festrede von Anton Schöpfleuthner, des Sekretärs des Vereins) und der erfreulichen Entwicklung dieser Feiern. Bruckners Mitwirkung kommt nicht zur Sprache: \n\n     \"Der [...] katholische Waisen=Hilfsverein veranstaltete heute Abends halb 7 Uhr [die Kolumne \"Localbericht\" ist vermutlich wie die vorhergehende Kolumne Tagesnachrichten mit 22.12.1881 datiert zu denken] im großen Musikvereinssaale seine statutenmäßige Christbaumfeier. [... Erwähnung der anwesenden Prominenz (darunter der Wiener Fürsterzbischof), Festrede Schöpfleuthners, der finanzielle Ertrag ...]\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112245, "Datum": "24.12.1881, Samstag", "Haupttext": "Das \"Vaterland\" Nr. 354 bringt auf S. 6 in der Kolumne \"Stimme aus dem Publicum.\" eine einzige Meldung: \n          \n\"Danksagung.\n\n     Der Ausschuß des katholischen Waisen=Hilfsvereines erstattet hiemit dem Herrn Professor Bruckner den verbindlichsten Dank für das herrliche Orgel=Präludium, womit er dessen gestrige Christbaumfeier eingeleitet hat.\n          Im Namen des Ausschusses:\n          Anton Schöpfleuthner,\n\n          Secretär des katholischen Waisen=Hilfsvereines.\" (*).\n\n Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"10\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er reist am 28.12.1881 wieder ab (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112255, "Datum": "25.12.1881, Sonntag", "Haupttext": "Kritik Eduard Kulkes [nicht: Eduard Kremsers] über das Quintett im »Vaterland« Nr. 355 auf S. 1f:\r\n                »Musik.\r\n(Gesellschaftsconcerte. Philharmonische Concerte. Quintett von Anton Bruckner.)\n     Ed. K. Es hat sich im Laufe der jüngsten Zeit auf dem Gebiete des Wiener Musiklebens gerade nichts besonders Hervorragendes ereignet; immerhin aber sind einige Vorkommnisse [...] auch aus dem Concertsaale [...] zu registriren. [...]\n     Noch haben wir eines Quintettes von Anton Bruckner zu gedenken, aus welchem neulich drei Sätze in einem Concerte des Wagner=Vereines unter großem Beifalle des zahlreich versammelten Publicums im Salon Bösendorfer aufgeführt wurden. Die Arbeit ist, wie sich dies bei Bruckner von selbst versteht, eine bedeutende, besonders aber das Adagio ist ein Musikstück von tiefster Empfindung; es ist erfreulich, wahrzunehmen, wie Bruckner als Componist in der Meinung des Publicums immer mehr und mehr steigt, je besser, je näher man ihn kennen lernt, und es ist nicht zu bezweifeln, daß er endlich sich jener allgemeinen Anerkennung erfreuen werde, die er in so verzüglichem Grade verdient.« (*).\n\r\n(Matinee der Philharmoniker mit Pauline Lucca zugunsten der Opfer des Ringtheaterbrandes (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112256, "Datum": "Weihnachten 1881", "Haupttext": "Göllerich schenkt Bruckner die Partituren der letzten Beethoven-Quartette [siehe die Anmerkung] (*).\nAuf Einladung des Prälaten Moser verbringt Bruckner die Feiertage in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 12:49"}, {"ID": 188112265, "Datum": "(26.12.1881, Montag)", "Haupttext": "Brahms bringt sein 2. Klavierkonzert mit den Philharmonikern zur Wiener Erstaufführung. In diesem 4. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter wurden außerdem Werke von Beethoven und Haydn gespielt.", "Letzte Änderung": "13.05.2024 12:54"}, {"ID": 188112285, "Datum": "28.12.1881, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 24.12.1881 angekommen] (*).\n\nBrief (Correspondenzkarte) Ledermüllers an Loidol: \n     Bruckner sei heute von St. Florian abgereist. Er sei nur dagewesen, um sich vom Schrecken des Ringtheaterbrandes zu erholen. Ein Freund (**a) habe ihm damals in der ersten Panik beigestanden. Der Prälat [Ferdinand Moser] habe Bruckner nach St. Florian zur Erholung berufen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188112315, "Datum": "31.12.1881, Samstag", "Haupttext": "Die Illustrierte Zeitung (Leipzig) Nr. 2009 berichtet auf S. 595 über die Aufführung der 4. Symphonie in Karlsruhe [am 10.12.1881]: \n»Ein neues Werk von Prof. Anton Bruckner in Wien, eine große Symphonie in Es-dur, hat Hofkapellmeister Mottl in Karlsruhe zur Aufführung gebracht. Diese Symphonie ist hochinteressant, reich an großen Schönheiten, jedoch im ganzen tief angelegt und bei ihrem musikalischen Ernst nicht überall unmittelbar packend.« [vgl. den Text vom 20.12.1881].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188200005, "Datum": "1882", "Haupttext": "Korrekturen in der d-moll-Messe (*).\nKomposition des »Volkslieds« [WAB 94] nach einem Text von Josef Winter (**).\nR. Dietrichs Abschrift der Orgelstimme des Händelschen Konzerts Nr.1 in g-moll (war in Bruckners Nachlaß) (***).\nÖlgemälde von Ebeling [IKO 11] [siehe die Anmerkung] (°).\nMillenkovich lernt Bruckner beim Wagner-Verein kennen (°°).\nAn Dr. Vincent 60 fl für London gezahlt (°°°).\nKalendereintragungen Bruckners: Improvisationsthema (#), [vor Mai 1882??] Lektionen von Caro (mit Adresse), Ingenieur [Baumgarten], Lamberg, Vockner und Großmann (##): »Paul Caro, Wollebengasse N 3. 2. Stock. [/] H Caro Mittw 11 - 1. Freitag 11 - 1. [zuerst: »12 - 2.«] [/] Ingenier [Baumgarten] [/] Lamberg Mittwoch 2 - 3 [zuerst: »1/2 5 - 1/2 6] Freit. [2 - 3] [zuerst: »6 - 7.«] [/] Vockner Freit 7 - 9. [/] Mittw 11 - 1 Caro o. 1 - 2 Ingen [Baumgarten] o. 2 - 3 Lamb. [Lamberg] [/] 5 - 6 Großmann /] Freitag 11 - 1 Caro o 1 - 2 Inge o 2 [-] 3 Lamb. [/] 6 - 7. Grossmann« (##) und »Paul Caro, Gumpendorferstraße 53, 1. St. Thür 11. 6. Bez.« (##a).\n(1882 oder 1883) Abschrift der 2. Fassung der 4. Symphonie durch Johann Noll (nach der 1. Kopie, die heute in New York sich befindet) (###).\nFromme's Musikalische Welt verzeichnet auf S. 90 (»Wiener Concert-Programme aus der Saison 1880/81«) die Aufführung des »Germanenzug« am 18.3.1881 (a) und erwähnt auf S. 122 (»Musikalische Statistik von Wien«) Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (Harmonielehre, Kontrapunkt, Orgel) (b), auf S. 129 (»K.k. Hof- und Kammermusik«) in der Rubrik »Hofmusiker: Organisten« (c) und auf S. 142 (»Kirchenmusik in Wien«) als Hoforganisten (d); auf S. 149 (»Wiener Musiker-Adressen«) ist immer noch »Bruckner, Anton: IX. Währingerstr. 41« angegeben (e).\nDer »Zehnte Jahres-Bericht des Wiener akademischen Wagner-Vereines für das Jahr 1882. Wien, 1883« erwähnt auf S. 4 (Geschäftsbericht) Bruckner (»... durch Vorträge in Wort und Ton erfreuten uns die Gäste ...«) und führt auf S. 17 »Bruckner Anton, Prof.« im Mitgliederverzeichnis an (f).\nOddo Loidol notiert in seinem Exemplar des vierhändigen Klavierauszuges der 3. Symphonie eine Analyse des 4. Satzes: »Fr. Oddo [18]82. IV. Satz der Brucknerschen D moll Symphonie [...]« (g).\n[vielleicht auch früher, in der Linzer Zeit vor 1868?]\r\nBruckner verkehrt in Linz öfter im Haus des Bürstenmachers Alois Wanneck in der Adlergasse 12 (ist ab 1.11.1882 mit Inseraten nachweisbar, ab 1891 käme auch Karl Wanneck jun. in der Herrengasse 17 in Frage). Auch Maria Wanneck gehört zum Bekanntenkreis (h).", "Letzte Änderung": "11.05.2025 16:36"}, {"ID": 188201005, "Datum": "Januar 1882", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Universität 350 100 [fl]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188201015, "Datum": "1.1.1882, Sonntag", "Haupttext": "Wettbewerbsausschreibung [wieder, wie am 16.10.1881, von der Deutschen Zeitung] für eine »Hymne für das deutsche Volk in Oesterreich« nach dem Text von Josef Winter. - (Unter den 1320 eingereichten Werken ist auch Bruckners »Volkslied« (WAB 94), vgl.1.4.1882 und 16.4.1882).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188201045, "Datum": "(4.1.1882, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188201055, "Datum": "5.1.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckners Orgelspiel bei der morgigen Kirchenmusik wird angekündigt\n \nim Fremdenblatt Nr. 5 auf S. 3 des Abendblatts (*)\n \nund in der \"Presse\" Nr. 5 auf S. 2 des ersten Abendblatts:\n     \"[Kirchenmusik.] Freitag, 6. d., 11 Uhr, kommt in der Hofpfarrkirche zu St. Augustin eine Pastoralmesse von Kreutzer, Graduale: Sopransolo von Merlingo de Sangith, Offertorium: Pastoralsolo von Laur. Weiß, zur Aufführung. Orgel Hoforganist Bruckner.\" (**).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:48"}, {"ID": 188201065, "Datum": "6.1.1882, Freitag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik \n\n\n\n\nin der Deutschen Zeitung Nr. 3596 [?] auf S. 6 (*) \n\n\n\n\nund der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 667 auf S. 6  [inhaltlich wie am 5.1.1882 ... \"Morgen (Freitag)\" ...] (**). Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Es erklingen eine Pastoralmesse von Kreutzer, ein Graduale (mit Sopransolo) von Melingo de Sangith und ein Offertorium (Pastoralsolo) von Laurenz Weiß (***).\n(3. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Schubert, Brahms, Chopin, Reinhold und Mendelssohn (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188201085, "Datum": "8.1.1882, Sonntag", "Haupttext": "Die \"Freien Stimmen\" informieren über den Kompositionswettbewerb der Deutschen Zeitung.\r\nMutmaßlicher Inhalt:] Vertonungen des Volksliedes von Josef Winter können bis zum 15.2.1882 eingereicht werden [WAB 94].", "Letzte Änderung": "05.03.2025 23:11"}, {"ID": 188201125, "Datum": "12.1.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Schreiben des Dekanats der Philosophischen Fakultät der Universität:\r\n     Bezeugt auf Wunsch Bruckners, daß an keiner österreichischen Universität ein Doktorat der Musik besteht. Anläßlich Bruckners Bewerbung um den Doktorgrad in Cambridge wird bestätigt, daß er seit 1875 als Lektor für Harmonielehre tätig ist und als Künstler, Komponist und Theoretiker »rühmlich bekannt« ist. Unterschrift Wiesners (*).\nKonzept dieses Schreibens:\n\"Z. 301.\n                Aemtliche Bestätigung.\n     Dem Wunsche ds Herrn Anton Bruckner, k. k. Hoforganist, Professor am Conservatorium für Musik und Lector an der k. k. Universität, entsprechend, bezeugt ds gefertigte Decanat, dß weder an der Wiener, noch an einer anderen öster. Universität ein Doctorat der Musik nicht besteht.\n     Anläßlich der Bewerbung des Herrn Bruckner um die Verleihung des Doctorgrades der Philosophie [darüber:] Musik an der Universität Cambridge gereicht es dem gefertigten Secanate zum besonderen Vergnügen hiermit  bestätgen/[darüber:]zeugenstätigen zu können, dß Herr Bruckner, seit dem Ja als ausübender Künstler, Compositeur und theoretischer Musiker gleich rühmlichst bekannt, seit dem Jahre 1875 an der k. k. Wiener Universität als Lector dr Harmonielehre und des Contrapunktes thätig ist, und thätig ist und vor einem großen Hörerkreise mit allseits anerkanntem Erfolge wirkt in jedem Semester lehrt.\nWien 12 Jan [18]82\n                        Wiesner\n                     Mund 12/1 [1]882\n                                  W [Wolschan, Welschmann?]\nSr. Wohlgeboren Herrn Anton Bruckner kk Hoforganist, Prof am Wr Musik Conservatorium, Lector an der kk Universität etc etc in Wien\nI Heßgasse No. 7.\" (**).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:20"}, {"ID": 188201155, "Datum": "15.1.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kurzer Bericht in der »Neuen Zeitschrift für Musik« Nr. 3 auf S. 29 über die Karlsruher Aufführung der 4. Symphonie am 10.12.1881:\r\n     »[...] Die symphonischen Werke bestanden in Schumann's Cdur-, Beethoven's Fdur- und einer Manuscript-Symphonie in Es von Bruckner in Wien. Letztere bietet neben hochinteressanten Stellen Vieles, was beim ersten Hören gradezu abstößt. - [... Kammermusikkonzerte ...] In einem Concert der zuletzt erwähnten präsentirte sich der Primgeiger Hr. Schuster als ganz prächtiger Solist. -    Oscar L.« (*).\n(Im 5. Philharmonischen Konzert werden unter Hans Richters Leitung die 1. Serenade von Robert Fuchs und Werke von Schumann und Cowen aufgeführt (**)).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 21:30"}, {"ID": 188201195, "Datum": "19.1.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Bei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Anton Scholz den letzten Satz von Mendelssohns Orgelsonate in f-Moll.", "Letzte Änderung": "11.12.2024 23:33"}, {"ID": 188201225, "Datum": "(22.1.1882, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung einer Messe von Pius Richter in der Hofkapelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202005, "Datum": "Februar 1882", "Haupttext": "[vermutlich Anfang Februar] Im Bericht der Signale für die Musikalische Welt Nr. 9 auf S. 135 wird Bruckner kurz erwähnt: \n\n      \" * Wien, 5. Jan. Eine Nachlese aus den letzten Wochen des abgelaufenen Jahres führt uns ins Concert und in die Oper. [... Philharmonisches Konzert ...] In drei Concerten zweimal Beethoven (im ersten Concert war die Pastorale) heißt mit den Leckerbissen nicht haushalten; wären doch Novitäten in Menge zur Hand. Bruckner ist in nächster Nähe; die Sinfonie vom verstorbenen Götz wurde in Deutschland längst schon von vielen Vereinen aufgeführt; [... weitere Konzerte, Oper ...]\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202025, "Datum": "(2.2.1882, Donnerstag)", "Haupttext": "Konzert Hans Bülows im Bösendorfersaal. (*) Er spielt Werke von Brahms. Liszt ist unter den Zuhörern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202035, "Datum": "3.2.1882, Freitag", "Haupttext": "Vollendung des Männerchores »Sängerbund« [WAB 82] (laut Franz Bayer nach einem Text von Heinrich von der Mattig (*)), der August Göllerich sen. gewidmet ist und für das Welser Sängerfest des Oberösterreichisch-salzburgischen Sänger-Bundes geschrieben wurde (*).\n\n\n[Danach, noch 1882] Mit dem Text \"Die Sängerfeste uns'rer Städte\" erscheint das Werk bereits 1882 beim Verlag Johann Haas in Wels im Druck (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202055, "Datum": "5.2.1882, Sonntag", "Haupttext": "Vollendung des »Ave Maria« [WAB 7], das Luise Hochleitner in Wels gewidmet ist. Abschrift am Schluß von Bruckner datiert und signiert »Wien, 5. Febr. 1882. [/] Anton Brucknermp.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202065, "Datum": "6.2.1882, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an J. M. Kaiser:\r\n   Am 13.6.1882 wolle er die Widmungspartitur der 6. Symphonie seinem Gönner [Oelzelt-Newin] überreichen. Bittet um Anfertigung eines Titelblattes bis zum 20.5.1882. Preisvorstellung höchstens 50 fl, da er für Kopisten hohe Ausgaben gehabt habe. [Buchbinder] Pruscha nehme diesmal die Form eines Buches [Hochformat].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202075, "Datum": "(7.2.1882, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202125, "Datum": "12.2.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [vermutlich Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202155, "Datum": "15.2.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »15. Febr. nach 1/2 5 Uhr Abends 10 Grad Wärme« (*).\n \nGeburt von Ludovika Kachelmayer, des ersten und einzigen Kindes von Kathi Kachelmayer (35 Jahre alt).\nMöglicherweise ist in dieser Zeit (bis mindestens April 1883) Frau Kaunitz Bruckners Haushälterin (**).\n \nFrist-Ende zur Einreichung von Vertonungen des \"Volksliedes\" von Josef Winter [WAB 94] (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2025 23:17"}, {"ID": 188202175, "Datum": "17.2.1882, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an August Göllerich sen.:\r\n   Übersendet den gewünschten Chor [»Sängerbund«, WAB 82], in dem auf das Deutsche Lied [Kalliwodas] angespielt werde. Mitten in seiner symphonischen Arbeit habe er Göllerichs Wunsch erfüllt und bitte [im Gegenzug] ihn, die Widmung des Chores anzunehmen.", "Letzte Änderung": "01.08.2025 08:23"}, {"ID": 188202195, "Datum": "19.2.1882, Faschingssonntag", "Haupttext": "Die Übersetzungen der für die Petition um das Ehrendoktorat der Universität Cambridge vorgesehenen Beilagen (*) werden von Dr. Carl Kohn unterzeichnet [Das Gutachten vom 16.7.1880 [wann?] von Dr. Vincent].", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:21"}, {"ID": 188202215, "Datum": "21.2.1882, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Bruckner zahlt 10 fl an Dr. Vincent für »London« [Cambridge].", "Letzte Änderung": "21.05.2025 23:07"}, {"ID": 188202225, "Datum": "22.2.1882, Aschermittwoch", "Haupttext": "Bruckner beginnt mit seinen Gebetsaufzeichnungen. - Bis zum Karsamstag [8.4.1882] zusätzliche Fastengebete separat aufgezeichnet [?] (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202235, "Datum": "23.2.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Bei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Rudolf Dittrich ein Orgelpräludium in c-Moll von J. S. Bach.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188202265, "Datum": "(26.2.1882, Sonntag)", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit dem 18jährigen Eugen d'Albert als Solisten in einem eigenen Klavierkonzert und mit Werken von Mozart und Berlioz (»Harold«, Solist: Brodsky).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 08:19"}, {"ID": 188202275, "Datum": "27.2.1882, Montag", "Haupttext": "Die am 19.2.1882 unterzeichneten Übersetzungen werden von Dr. Gustav Nathan vom Britischen Konsulat beglaubigt.", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:22"}, {"ID": 188202285, "Datum": "28.2.1882, Dienstag", "Haupttext": "Datierung in Lorenz Ritters Heft mit Aufzeichnungen vom Kontrapunktunterricht bei Bruckner (*).\n\n\nDie Neue Freie Presse Nr. 6289 kündigt auf S. 6 das Konzert vom 15.3.1882 an: \n\n     \" - Das diesjährige Concert des Akademischen Gesangvereins wird am 15. März, Abends, im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Herrn Rudolph Weinwurm und Mitwirkung eines geladenen Damenchors stattfinden. Das Programm enthält in der ersten Abtheilung folgende Nummern: [... Esser, Schumann, Engelsberg ...]; \"Wessobrunner Gebet\", für Chor und Orgel (Herr Bruckner), von Bruch. [... Engelsberg ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203055, "Datum": "5.3.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n(4. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Bachs »Johannespassion« (**)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:43"}, {"ID": 188203085, "Datum": "8.3.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »8. März H Lamberg I.« [Lektion].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203093, "Datum": "8./9.3.1882, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Zweitägige Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203105, "Datum": "10.3.1882, Freitag", "Haupttext": "Anstelle des Morgengebets notiert Bruckner »h B.« [heilige Beichte].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203125, "Datum": "12.3.1882, Sonntag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 59 kündigt auf S. 5 das Konzert vom 15.3.1882 an:\r\n     »[...] 6. Orgel=Improvisation von Professor Anton Bruckner. [...]« (*).\nEine ähnliche Meldung bringen auch das Vaterland Nr. 71 auf S. 9f:\n     \"[...] 4. \"Wessobrunner Gebet\" für Chor und Orgelbegleitung von Max Bruch. [...] 6. Orgel=Improvisation von Professor Anton Bruckner. - Zweite Abtheilung: [... Engelsberg]\" (*a)\n \nund Die Presse Nr. 71 auf S. 15:\n      \"[...] 4. \"Wessobrunner Gebet\" für Chor und Orgelbegleitung von Max Bruch. [...] 6. Orgel=Improvisation von Professor Anton Bruckner. - Zweite Abtheilung: [... Engelsberg]\" (*b).\n\r\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Reinhold, Brahms und Beethoven (7. Sinfonie) (**)).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "03.06.2024 14:45"}, {"ID": 188203135, "Datum": "13.3.1882, Montag", "Haupttext": "Brief von Melanie [... ?] an Bruckner (*).\nDas Konzert vom 15.3.1882 wird\r\nin der Morgen-Post Nr. 72 auf S. 4 ([...Werk von Max Bruch], »Orgel=Improvisation« von Professor Anton Bruckner und [... Werk von] Engelsberg« biete »besonderes Interesse«) (**)\nund in der Abendausgabe der »Tribüne« Nr. 72 auf S. 3 (»[...] 6. Orgel-Improvisation von Prof. Anton Bruckner. [...]«) (***) angekündigt.", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:50"}, {"ID": 188203155, "Datum": "15.3.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts\r\nin der Deutschen Zeitung Nr. 3664 (Beilage) auf S. 5 (»morgen (Mittwoch)«) (*)\r\nund im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 74 auf S. 5 (**).\nOrgelimprovisation Bruckners beim 5. Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins unter Rudolf Weinwurms Leitung (***).\r\n   Es erklingen in der 1. Abteilung Werke von Heinrich Esser (»Der Frühling ist ein starker Held«, Chor mit Soloquartett und Klavierbegleitung), Robert Schumann (»Die Rose stand im Thau«, Ritornell), E. S. Engelsberg (»Der Kriegsgefangene«, Chor mit Sopran, Altsolo und Klavierbegleitung, Soli: Antonie Hartmann und Ilka Kohn), Max Bruch (»Wessobrunner Gebet«, Chor mit Orgelbegleitung, von Bruch selbst dirigiert (#)), D. Popper (Andante für Violoncello) und Guillaume Paque (Tarantella für Violoncello, Solist: Josef Sulzer) und zum Schluß Bruckners Improvisation;\r\n    in der 2. Abteilung wird Engelsbergs »Italienisches Liederspiel« für Soli, gemischten Chor und Klavierbegleitung aufgeführt (Soli: Frl. Antonie Hartmann, Adolph Ritter v. Schultner, Dr. Gustav Deycks und Prof. A. Marschick) (°). Als Pianist fungierte Dr. Schmetterer (#).\r\n     Einen technischen Fehler der Orgel am Schluß der Fuge (Hängenbleiben einer Taste) versuchte Bruckner durch Anfügen eines Nachspiels zu umgehen (°°). »[...] die mitwirkenden Künstler, wie Fräulein Kuhn, die Herren Prof. Bruckner, Cellist Sulzer erhielten rauschenden Beifall.« (°°°).", "Letzte Änderung": "01.11.2024 08:38"}, {"ID": 188203165, "Datum": "16.3.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 15.3.1882 in der Morgenpost Nr. 75 auf S. 5:\r\n    » * Das gestern Abends abgehaltene Concert des Akademischen Gesangvereines versammelte ein sehr zahlreiches und elegantes Publicum [... die Werke ...] und \"Das Wessobrunner Gebet\" welches der Compositeur, M. Bruch, persönlich dirigirte. Die Orgel=Improvisation von Prof. A. Bruckner rief gleichfalls stürmischen Beifall hervor. [... keine Signatur]« (*).\nDie Linzer Tages-Post  Nr. 62 schreibt auf S. 3 im Anschluß an einen Konzertbericht:\r\n    »[...] Das Sängerfest des oberösterreichisch=salzburgischen Sängerbundes, das heuer hier hätte stattfinden sollen, wurde auf ein Jahr vertagt, da die Pfingstfeiertage bereits für andere Festlichkeiten, die das gesammte Kronland berühren, okkupirt sind.\r\n    Unser Landsmann Herr Anton Bruckner schrieb für das Sängerfest einen Chor, „Sängerbund” [WAB 82] betitelt, welchen er dem Stadtrath Göllerich widmete. Die Komposition soll, wie mir von einem Kenner versichert wurde, von prächtiger Wirkung und ganz geeignet sein, von einem Massenchor zum Vortrage gebracht zu werden. [... keine Signatur]«. (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203175, "Datum": "17.3.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: [März, Hch. Lamberg] »17. II.« [Lektion] (*). Die Deutsche Zeitung Nr. 3666 berichtet auf S. 3 vom Konzert am 15.3.1882: \n\n    »[... gestern ...] Herr Josef Sulzer und Professor Bruckner, der Eine mit seinem Violoncellspiele, der Andere mit seiner Orgel=Improvisation, ernteten lebhaften und wohlverdienten Beifall [... keine Signatur ...]« (**). \nDer Bericht in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 737 auf S. 6 erwähnt einen technischen Fehler an der Orgel: \n\n    »[...] Die Instrumentalnummern des Programms versahen unter reichem Beifalle die Herren Joseph Sulzer (Cello) und Professor Bruckner. Der Letztgenannte brachte eine Orgel=Improvisation: eine prachtvolle vierstimmige Fuge, deren Durchführung den Kenner entzücken mußte. Ein improvisirtes Nachspiel wurde dem Meister durch die schlechte Condition der Musikvereins=Orgel aufgezwungen; eine Taste war stecken geblieben, und da galt es, in die entsprechende Tonart überzugehen, sollte nicht mit einer Dissonanz abgeschlossen werden.« [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203185, "Datum": "18.3.1882, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: [März, Hch. Lamberg] »18. III.« [Lektion] (*).\nÜber das Konzert vom 15.3.1882 berichten\ndas Neue Wiener Abendblatt (Neues Wiener Tagblatt) Nr. 77 auf S. 2:\r\n      »[...] die Solisten des Vereines, die Herren Dr. Schultner und Dr. Deyks fanden für ihre Vorträge reichen und verdienten Beifall; ebenso die Vertreter der Instrumentalmusik, Herr Prof. Bruckner und Cellist Herr Josef Sulzer. [...]« (**),\nEduard Schelle in der \"Presse\" Nr. 77 auf S. 2:\r\n     \"[...] Im Weiteren sei auch der übrigen an dem Concerte betheiligten Solisten [...] mit ehrender Anerkennung gedacht. Eine solche gebührt auch Herrn Bruckner für seine \"Improvisation\" auf der Orgel und dem Cellisten Herrn Sulzer, welcher ein neues \"Andante\" von Popper und Paque's \"Tarantella\" mit seiner bekannten Virtuosität ausführte.    E. Schelle.\" (**a)\nund »Das Vaterland« Nr. 77 auf S. 8:\r\n      »[...] Professor Anton Bruckner wurde für seine Orgelimprovisation wiederholt gerufen, ebenso Herr Joseph Sulzer, welcher die Soli für Violoncello meisterhaft vortrug. [... Signatur am Ende:] p.« (***).\nDaß Bruckner am 19.3.1882 Orgel spielen wird, kündigen an\ndie Deutsche Zeitung Nr. 3667 auf S. 6 (°),\ndas Fremdenblatt Nr. 77 auf S. 13:\r\n\"    In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin kommt morgen um 11 Uhr eine Messe von Schopf, Graduale (Altsolo) von C. Cohn, Offertorium von Franz Schubert (Sopransolo Benedictus von J. Weyringer), zur Aufführung. Hoforganist Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°°),\ndas Neue Wiener Abendblatt auf S. 3 (°°°),\ndie Tribüne Nr. 77 (Abendausgabe) auf S. 3 (#),\ndie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 738 auf S. 5 [inhaltlich wie (a)] (##)\ndie Neue Freie Presse Nr. 6307 auf S. 5 [inhaltlich wie (a) ... Benedictus von J. Weyringer ...] (###)\nund Die Presse Nr. 77 auf S. 1 des 2. Abendblatts:\r\n   \"Hofpfarrkirche St. Augustin (11 Uhr): Messe von Schopf, Graduale (Altsolo) von C. Cohn, Offertorium von Franz Schubert, (Sopransolo, Benedictus) von J. Weyringer, Hof-Organist Bruckner spielt die Orgel.\" (a).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 16:34"}, {"ID": 188203195, "Datum": "19.3.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche.\r\n   Bei der Kirchenmusik um 11 Uhr werden Werke von Schopf (Messe), C. Cohn (Graduale mit Alt-Solo), Franz Schubert (Offertorium) und J. Weyringer (Benedictus mit Sopran-Solo) aufgeführt (*).\nBruckner und Joseph Labor spielen Orgel in den Pausen des 2. Konzerts des Wiener Männergesangvereins im Großen Musikvereinssaal, in dem Werke von Engelsberg (»Die Stille«), Debois (»Der Glückliche«), Hugo Reinhold (Wanderlied »Nur fröhlich in die Welt hinaus«), Schubert (»Im Gegenwärtigen Vergangenes« zum Gedenken an Goethes 50. Todestag, und - da Frl. Gindele für das »Ständchen« absagen mußte - der 23. Psalm) und - von der Pianistin Pauline Berthenson-Woronetz - Litolff (Concert-Scherzo für zwei Klaviere, 2. Klavier: Eduard Kremser), Chopin (Nocturne c-Moll) und Liszt (Rigoletto-Phantasie) aufgeführt werden. (**).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:52"}, {"ID": 188203205, "Datum": "20.3.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: [März, Hch. Lamberg] »20. IV.« [Lektion] (*). Die Zeitschrift für die musikalische Welt, Jg. 5 (= »Lyra«) Nr. 18, S. 182, berichtet vom Konzert am 15.3.1882: \n   »[...] Dem Concerte verdankten wir auch den Genuß, einen unserer besten Orgelspieler, Professor Anton Bruckner, nach langer Pause öffentlich zu hören. Leider wurde dessen Improvisation durch die angeborene Unart der großen Musikvereins=Orgel, im heiklichsten Moment zu pfeifen, einigermaßen gestört, und wie wohl Bruckner mit Geistesgegenwart aus dem zarten Register sofort in das mächtigste hinüberleitete, so behielt das eigensinnige Quietschen doch das letzte Wort. [... Signatur:] m.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203215, "Datum": "21.3.1882, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des »Germanenzugs« durch die Steyrer Liedertafel, das »Kränzchen«, den Arbeitersängerbund »Stahlklang« und die Solisten Wilhelm Stigler, Diermayer, Ludwig Bermannschläger und Johann Scholz in einem Festkonzert der Steyrer Gesellschaft der Musikfreunde anläßlich des zehnjährigen Gründungsfests (*).\r\n   Außerdem stehen Werke von Kristinus (Festgesang zur Gründungsfeier) und Schubert (»Die Allmacht«, Solisten: Paulmann, Böhm, Stigler, Scholz) auf dem Programm. Franz Kern, Vorstand des Musikvereins, hält die Festrede (**).\r\n   Auszug aus der Vereinschronik der \"Liedertafel\":\r\n    \"Die \"Gesellschaft der Musikfreunde in Steyr\" feierte am 21. März ihr zehnjähriges Gründungsfest, an welchem nebst den anderen musikalischen Vereinen auch die \"Steyrer Liedertafel\" mit dem Damenchore theilnahm. Dieselbe wirkte in den drei Gesammtchören mit Orchesterbegleitung: \"Festgesang zur Gründungsfeier\" von Kristinus; \"Die Allmacht\" von Schubert, für gemischten Chor und Soloquartett der Damen Paulmann und Böhm, Mitglieder des Damenchores der Liedertafel und der Herren Dr. Wilh. Stigler und Johann Scholz; \"Germanenzug\" von Bruckner, bei welchem die Herren Dr. Wilh. Stigler, Diermayer, Bermannschläger und Johann Scholz das Soloquartett sangen, mit.\" (**a). \r\n   Auszug aus der Festschrift \"Kränzchen\":\r\n    \"Bei dem am 21. März stattgehabten Gründungsfeste der Gesellschaft der \"Musikfreunde\", sangen die beiden Gesangvereine \"Kränzchen\" und \"Liedertafel\". \"Der Liebe Allmacht\" von Witt, \"Festgesang\" von Kristinus und \"Germanenzug\" von Anton Bruckner waren Gesamtchöre.\" (**b).\nDie Österreichische Volkszeitung Nr. 80 berichtet auf S. 4 über das Konzert vom 15.3.1882:\r\n   »- Das jüngste Konzert des akademischen Gesangvereins nahm einen ungewöhnlich glänzenden Verlauf. [...Lob für Weinwurm...] Die Orgel=Improvisation von Prof. A. Bruckner rief gleichfalls stürmischen Beifall hervor. [... keine Signatur]« (***).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 23:37"}, {"ID": 188203225, "Datum": "22.3.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Paul Caro an Bruckner:\r\n     Berichtet von seinem Aufenthalt in Nizza. Hier wolle er auch, wie von Bruckner empfohlen, Sechters Lehrbuch studieren. Gestern sei zu Ehren von Königin Viktoria eine Illumination veranstaltet worden. Mitte April werde er nach Wien zurückkehren. Gratuliert zur Vollendung des 1. Satzes [der 7. Symphonie].", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:34"}, {"ID": 188203245, "Datum": "24.3.1882, Freitag", "Haupttext": "Josef Schalk spielt im Bösendorfersaal das Scherzo der 3. Symphonie in seiner Übertragung für Klavier zweihändig.\r\n   Außer eigenen Klaviervariationen spielt er mit Franz Schalk (Violine) noch Werke von J. S. Bach (Sonate für Violine und B. c.), Hermann Goetz (Violinkonzert in einem Satz), Mozart (2. - 4. Satz aus der Haffner-Serenade), J. Schalk (Variationen über ein Original-Thema) und Beethoven (Sonate op. 96 in G-Dur). Bruckner ist anwesend, als Kritiker Kalbeck und Moucka (*).\nKalendereintragung Bruckners: [zwischen 20.3. und 27.3.] »Freitag H Baron.« [Ehrenfels?] (**).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:54"}, {"ID": 188203255, "Datum": "25.3.1882, Samstag", "Haupttext": "Kritik (signiert »H.«) zum Konzert vom 15.3.1882 im Wiener Salonblatt auf S. 9:\r\n»H. (Akademischer- und Männer-Gesangverein.) Unsere zwei hervorragendsten Männergesangvereine [...] wetteiferten in den letzten Tagen wieder vor dem Pulikum [... Besprechung der Gesangsnummern ...] Herr Weinwurm dirigirte mit gewohnter Ruhe und Sicherheit, Prof. Bruckner improvisirte in anregender Weise auf der Orgel.« (*).\n(Konzert des Schubertbundes im Musikvereinssaal (**)).", "Letzte Änderung": "14.09.2024 09:30"}, {"ID": 188203265, "Datum": "26.3.1882, Sonntag", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven, Grieg und Brahms (Mißerfolg der 1. Sinfonie) (*).\nKalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Dienst an der Hofkapelle] (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 12:56"}, {"ID": 188203275, "Datum": "27.3.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »27. März I.mal Sonne auf meinen Schreibtisch gescheint.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203285, "Datum": "28.3.1882, Dienstag", "Haupttext": "Artikel Hanslicks in der »Neuen Freien Presse« Nr. 6316 auf S. 1f: Er halte trotz der Orgelvirtuosen Bruckner und Labor wenig von der Orgel als Konzertinstrument: \n          \n»Concerte.\n        Ed. H. \"Mephistopheles\", der Unheilstifter, hat auch unsere Concertberichte ins Stocken und den Referenten in nicht geringe Verlegenheit gebracht. [... über diverse Konzerte, u.a. das Konzert des Wiener Männergesangvereins am 19.3.1882 ...] \n\n     [...] Beide Vereine, sowol die Sing=Akademie als der Akademische Gesangverein, hatten zwischen die Chöre je eine Orgel=Production eingeschoben: hier erntete Anton Bruckner, dort Joseph Labor den lauten, wohlverdienten Dank der Hörerschaft. Labor gab kurz nachher auch ein eigenes Orgelconcert mit bestem Erfolge. Man sieht, die Orgel wird Mode in unseren Concerten. An den beiden rühmlichst anerkannten Orgelvirtuosen Bruckner und Labor liegt es sicher nicht, sondern vermuthlich an einem Mangel in meiner musikalischen Natur, daß ich längeren Solovorträgen auf der Orgel nicht Stand zu halten vermag. [... die Domäne der Orgel sei die Kirche, sie sei musikalisch gesehen ein lebloses Instrument ... über weitere Konzerte ...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203295, "Datum": "29.3.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik Kalbecks zum Konzert vom 24.3.1882 (mit dem Scherzo der 3. Symphonie) in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 748 auf S. 2:\n          »Concerte.\n     Im achten und letzten Philharmonischen Concert genossen wir dankbar zwei Meisterwerke orchestraler Musik [... Beethoven, Brahms 1., über diverse Konzerte ...]\n     Durch ein interessanteres Programm zeichnete sich das Concert der Herren Joseph und Franz Schalk aus, in denen wir ein reich begabtes Brüderpaar kennen lernten. [... über die Werke Mozarts und Beethovens ...] Das Scherzo aus Anton Bruckner's D-moll-Symphonie, welches Herr Joseph Schalk für Clavier eingerichtet, trug dem anwesenden Componisten einen wohlverdienten Hervorruf ein, dem er auf das graziöseste Folge leistete. Max Kalbeck.« (*).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203305, "Datum": "30.3.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Kritische Besprechung einer Aufführung des »Germanenzugs« in Steyr [21.3.1882] im »Alpenboten« Nr. 26 auf S. 3:\n»[...] Bruckner's »Germanenzug« gehört leider unter die schwächsten Nummern des Programmes. Für Orchester wie Männergesang ganz bedeutende Schwierigkeiten bietend, wirkt diese mehr künstlich als natürlich anmuthende Composition hauptsächlich nur bei Massen-Aufgebot von Sängern und Musikern, und konnte daher auch umso weniger einen ungetheilt günstigen Erfolg erzielen, als bei der Aufführung die obenerwähnten Schwierigkeiten auch in der That nicht vollkommen überwunden wurden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188203315, "Datum": "31.3.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »31. März Fr. Kathi 7 fl für April.« (*).\nKritik des Konzerts von Josef und Franz Schalk am 24.3.1882 in der »Presse« Nr. 89 auf S. 1, mit positiven Bemerkungen zum Scherzo der 3. Symphonie:\r\n         »Concerte.\r\n     Wie ein Blitz ist der \"Mephistopheles\" von Boito unter die Concerte gefahren und hat hier Schrecken und Störung verursacht. [...]\r\n     Die Gebrüder Schalk, welche am Freitag Abends ihr Concert gaben und zum erstenmal vor das Publicum traten, scheinen zwei junge unternehmende Künstler zu sein; sie sind gegen das Lampenfieber, um diesen Ausdruck aus dem Theater in den Concertsaal hinüberzunehmen, völlig gefeit. [...] Unter den Nummern des Programms sprachen besonders an [... Goetz und Mozart ...] und im Weiteren das \"Scherzo\" aus der Symphonie in D-moll von Anton Bruckner, für das Clavier übertragen von Josef Schalk. Diese Bearbeitung gereicht dem Herrn Schalk zur Ehre, und die Arbeit ist zu gleicher Zeit lohnend, denn das \"Scherzo\" hat Charakter; es ist nicht aus bloßen Phrasen zusammengewoben, sondern in ihm leben Gedanken. [... über weitere Konzerte ... Signatur auf S. 2:] E. Schelle.« (**).\n[Irrige, vermutlich nachträglich erfolgte (oder recte: 31.3.1883?)] Datierung von Loidols Aufzeichnungen zu Bruckners Osteraufenthalt in St. Florian von 5.4.1882 [recte: 4.4.1882] bis 12.4.1882 (Abreisetag) (***).", "Letzte Änderung": "06.07.2024 15:23"}, {"ID": 188204015, "Datum": "1.4.1882, Samstag", "Haupttext": "Die Zeitschrift für die musikalische Welt [= Lyra] , 5. Jg. 1881/82, berichtet auf S. 194 vom Konzert am 24.3.1882 (mit dem Scherzo der 3. Symphonie):\r\n   »[...] Unter den kleineren Virtuosen=Concerten zeichnete sich das der Brüder Josef und Franz Schalk durch ein auserlesenes Programm aus. [... Lob für die »Schatzgräber« ...] Anton Bruckner, Scherzo aus der Symphonie in D-moll, Clavierübertragung von Jos. Schalk; [...] stehen sie heute schon in der idealen Auffassung ihrer Aufgabe als weithin leuchtendes Vorbild da. [... Signatur:] Ed. Moucka.« (*).\r\nNotiz auf S. 195:\r\n»Potpourri.\r\n   *** Das in Folge der bekannten Preisausschreibung für die beste Composition der „Hymne für die Deutschen Oesterreichs” [Bruckners »Volkslied« WAB 94] zusammengetretene Preisgericht, dem die Herren N. Dumba, Dr. Fr. E. Gehring, Wilhelm Gericke, k. k. Hofcapellmeister Ed. Kremser, Chormeister des Wiener Männergesang=Vereines, Hans Richter, Hofoperncapellmeister, Carl Schmid, Componist und R. Weinwurm, Musikdirector der Wiener Universität - angehören, gibt bekannt, daß in Folge der großen Anzahl der Concurrenzarbeiten die Prämiirung erst Mitte April (anstatt Mitte März) [vgl. 16.4.1882] erfolgen kann.« (**).\r\nAuf derselben Seite wird mitgeteilt, daß Weinwurm ein »Lied der Deutschen in Oesterreich« [vermutlich denselben Text] ebenfalls vertont und mit dem Wiener Akademischen Gesangverein in einem Konzert zugunsten des Deutschen Schulvereins aufgeführt hatte (***).\nDie Wiener Zeitung Nr. 75 meldet auf S. 3, daß den Austeilungen der Hofkapelle für den Monat April zufolge am 30.4.1882 die d-Moll-Messe und als Einlagen das »Locus iste« und das »Os justi« aufgeführt werden:\r\n     \"30. Dom. III. post Pascha. . . .\r\n     Missa: D. . . .\r\n     Grad.: Locus iste .\r\n     Offert.: O justi [sic]\r\n[Schweifklammer über die drei Zeilen:] Bruckner.\" (°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:54"}, {"ID": 188204025, "Datum": "(2.4.1882, Palmsonntag)", "Haupttext": "Außerordentliches Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Weber und Beethovens 9. Sinfonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204045, "Datum": "4.4.1882, Kardienstag", "Haupttext": "Ankunft Bruckners in St. Florian (*a).\nBrief (Correspondenz-Karte) Ledermülllers an Oddo Loidol:\r\n   Bruckner sei heute eingetroffen und werde während der ganzen Feiertage hier bleiben (*b).\nIm Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"17\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 12.4.1882 wieder ab (*c).\n(In Wien Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Haßler, Du Curoy [siehe die Anmerkung] , Dowland, Bach, Mendelssohn, Herbeck, Brahms, Rust, Schumann, Schubert und Händel (**).\nKonzert der Philharmoniker unter Hans Richter mit Beethovens \"Eroica\" in Graz (***)).", "Letzte Änderung": "10.08.2025 07:49"}, {"ID": 188204065, "Datum": "6.4.1882, Gründonnerstag", "Haupttext": "Brief (Correspondenz-Karte) Ledermüllers an Loidol:\n     Grüße von Bruckner, der heute in der Gründonnerstagsmesse Orgel gespielt habe. Notenzitat des verwendeten Fugenthemas.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204085, "Datum": "8.4.1882, Karsamstag", "Haupttext": "[oder am 25.3.1883?] Improvisation über das »Exsultet«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204095, "Datum": "9.4.1882, Ostersonntag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 4.4.1882 angekommen] (*).\n\nBericht Ledermüllers für Loidol: Bruckner spielte beim Ostergottesdienst Präludium und Postludium und nachmittags bei der Vesper. Notenbeispiele zu den verwendeten Themen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204125, "Datum": "12.4.1882, Mittwoch [?]", "Haupttext": "Brief (Correspondenzkarte) Ledermüllers an Loidol: Bruckner sei heute nach Wien abgereist, habe bedauert, Loidol nicht gesprochen zu haben, und lasse Oddo, Wisinto [Preisinger] und Virgil [Grimmich] [siehe die Anmerkung] herzlich grüßen.", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:43"}, {"ID": 188204135, "Datum": "13.4.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Der Wechsel von Tinte [und Schreibgerät?] in den Gebetsaufzeichnungen [1040b/169] am Ende dieses Tages spricht dafür, daß Bruckner nicht schon am 12.4.1882 nach Wien zurückgekehrt ist, sondern erst am 13.4.1882.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204145, "Datum": "14.4.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »14. Apr. Lamberg 1. u. 2. Lect.« [darüber, ohne Datumsbezug:] »9 - 10 Lamberg«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204155, "Datum": "15.4.1882, Samstag", "Haupttext": "Ein Artikel von Dr. H. M. Schuster in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 15, S. 184 - 187, bedauert auf S. 186 die Vernachlässigung der Orgelliteratur: \n\n      »[...] eine bessere Pflege der Orgelmusik wäre so leicht möglich, nachdem wir in Leop. Zellner, Anton Bruckner, Josef Labor, Rudolf Bibl und ihren Schülern ganz würdige Vertreter dieses Faches haben. [... Labor sei der einzige Waghalsige, der jährlich ein Orgelkonzert gebe ...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204165, "Datum": "16.4.1882, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung meldet, daß keine der eingereichten Vertonungen der Hymne [”Volkslied” WAB 94, vgl. 1.1.1882 und 1.4.1882] preiswürdig sei (*).\nKalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Dienst an der Hofkapelle] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204185, "Datum": "(18.4.1882, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204195, "Datum": "19.4.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: [Lamberg] »Mittwoch [zwischen 14.4. und 26.4.] 11 Uhr 3. Lect.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204205, "Datum": "20.4.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung des Steyrer Konzerts [vom 21.3.1882] in der Zeitschrift »Lyra« Nr. 21 auf S. 225:\r\n   »[... Angaben zum Programm ...] 7. Bruckner »Germanenzug« Chor mit Orchesterbegleitung [... keine weitere Besprechung des Werkes, keine Signatur]« (*).\n(Hans Richter tritt von der Leitung der Philharmonischen Konzerte zurück (**)).", "Letzte Änderung": "02.09.2024 12:04"}, {"ID": 188204215, "Datum": "21.4.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: [Lamberg] »Freitag [zwischen 19.4. und 26.4.] 3/4 11 Uhr 4. Lect.« (*). \n\n\n\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 91 veröffentlicht auf S. 741-746 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 746 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre: Tonwechslung, chromatische und enharmonische Schritte, Harmonisirung, Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Nachmittags, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8. [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204265, "Datum": "26.4.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: [Lamberg] »Mittwoch 26. Apr. 5. u. 6. Lect.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204285, "Datum": "28.4.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Addition von Haushaltsausgaben [undatiert, vor 28.4.?] »Wäsche ... Tab.« und Rechnung über »Schuhe ... am 28. April gezalt«, quittiert von fremder Hand [Schuster?]: »Mit Dank Ales gezalt 28/4 882«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188204295, "Datum": "29.4.1882, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Aufführung der d-Moll-Messe [tatsächlich: f-Moll-Messe], des »Locus iste« und des »Os justi« wird von mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nFremdenblatt Nr. 117 auf S. 12:  \"     (Kirchenmusik.) In der k. k. Hofkapelle gelangt morgen zur Aufführung: Messe in D, Graduale (Locus iste) und Offfertorium (O justi) von Anton Bruckner.\" (*),\n \nDie Presse Nr. 117 auf S. 1 des 2. Abendblatts:\r\n          \"Kalendarium\n     für Sonntag den 30. April.\nKirchenmusik: Hofcapelle (11 Uhr): Messe in D, Graduale (Locus iste) und Offertorium (O justi) [sic] von Anton Bruckner.\" (*a),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6347 auf S. 5 [inhaltlich wie (*a) »Messe in D«] (**)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 778 auf S. 7 [inhaltlich wie (*a) »Messe in D«] (***).\nAnläßlich der Probe der f-Moll-Messe tragen sich einige Musiker in die Stimmen ein:\r\n»29.4.82« am Ende der Baßstimme Nr. 1 (°), »Strebinger Franz [(°°a)] 29.4./[1]882 Probe.« auf der Titelseite der 1. Violinstimme Nr. 3 (°°b), »29/4 Probe 1882.« am Ende der Violastimme Nr. 1 (°°°) und »[Probe am] 29/4 [1]882« am Ende der Klarinettenstimme Nr. 1 (#).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:28"}, {"ID": 188204305, "Datum": "30.4.1882, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik [teilweise noch mit d-Moll-Messe, vgl. 1.4.1882] in\n \nder Deutschen Zeitung Nr. 3708 auf S. 6 (»Missa in D«) (*),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 6348 auf S. 6:\n     \" - In der Hofburg=Capelle wird morgen (Sonntag den 30. d.), um 11 Uhr Vormittags die große Messe in F (Nr. 3) von Herrn Hof=Organisten und Professor Anton Bruckner - und nicht, wie es im heutigen Morgenblatt irrthümlich hieß, die Messe in D - aufgeführt.\" (*a).\n \nund im Neuigkeitsweltblatt Nr. 99, 2. Bogen, auf S. 3:\r\n\"     Kirchenmusik in Wien. Sonntag, 30. April, kommen zur Aufführung: In der Hofburg=Kapelle (11 Uhr): Messe in D, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Os justi) von Bruckner. – \") (**).\n\r\nBruckner dirigiert in der Hofkapelle die f-moll-Messe, das »Locus iste« (als Graduale) und als Offertorium das »Os justi« (***).\r\nSolisten: K. v. Umlauff (Knabensopran), Marx (Knaben-Alt), Kinsky (Baß) (°).\r\nVermerk »30/4 82 AZ« in einer Baßstimme des »Os justi« (°a).\r\nEintragungen in den Stimmen der f-Moll-Messe: »sehr gut gegangen 1882 V. Umlauff [/] 18 30/4 82 Carl Kaiser« am Ende der Sopranstimme Nr. 1 (°°), »30/4 82« und »Ende 30/4 [1]882 12 Uhr 23 M.« am Ende der Baßstimme Nr. 5 (°°°), »30/4 82« am Ende der 1. Violinstimme Nr. 2 (#), »30/4 Aufführung. Bruckner D.« am Ende der Violastimme Nr. 1 (##), »30ten April 1882« am Ende der Violastimme Nr. 2 (###), »18 30/4 82 Simdl [Simandl] &amp; Braun« auf der Titelseite der Kontrabaßstimme Nr. 1 (a), »30./4. [1]882« am Ende der Flötenstimme Nr. 2 (b), »den 30ten April C. P. 1882« am Ende der Oboenstimme Nr. 1 (c) [vermutlich Carl Pöckh (c1)], »30/4. 82« am Ende der Klarinettensstimme Nr. 1 (d), »30 April 1882« in der Klarinettenstimme Nr. 2, Gloria, T. 65 (e), »18 30/4 82.« am Ende der Fagottstimme Nr. 2 (f) und »[zum] 3. [Mal] 30 Apr 1882« am Ende der Hornstimme Nr. 2 (g).\nAls Kritiker war A. Hermann anwesend (h).\nVermerk \"30/8 882 [sic! recte 30.4.1882?] 1 Rate\" [400 fl, 1. Rate der 800-fl-Jahresremuneration der Universität] auf dem Dokument vom 16.12.1880 (i).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 09:32"}, {"ID": 188205005, "Datum": "Mai 1882", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Auflistung von Haushaltsausgaben, darunter 7 fl Monatgeld [für Kathi Kachelmayr] »Frühst. Wäsche Monathg für Mai ... Wäsche Frühst Wasser Leinw. Nähen« und [nächste Seite, auch Mai 1882? oder Juni 1882?] »Wolle ... Steuer ... Wäsche« (*).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1882 haben sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert:\r\nCarl Pfoser (Eywanowitz 16.1.1863 - ?) (**), Richard Scharpff (*Bruchsal 1860) und Hans Sittenberger (***) und Leopold Watzer (* ca. 1861 Wien) (°),\r\nvon der juristischen Fakultät Florian Ritter von Baumgartner (H), Rudolf Braun (H), Johann Leitner (H), Ferdinand Nittel (H), August Maria Nüchtern (H) und Eduard Camil Teisseyre (H) (°°).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 09:52"}, {"ID": 188205015, "Datum": "1.5.1882, Montag", "Haupttext": "Bruckner und Ernestine Korda treffen sich im Hausgang in der Heßgasse 7. Bruckner bittet sie in seine Wohnung und äußert zu seinem dort wartenden Schüler \"Hier in diesen Hallen - ein Frauenfuß ...\". - In der Folgezeit kommt es zu weiteren Besuchen, in Begleitung ihrer Schwester oder ihres Vetters. In der Vorweihnachtszeit [welchen Jahres?] sollte Ernestine für Bruckner einen Fasan zubereiten, den eine Universitätshörerin (Frl. H...) geschickt hatte. Frau Kathi Kachelmayr musste Bruckners Unwillen besänftigen und vermittelte bei den Zubereitungswünschen.", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:57"}, {"ID": 188205035, "Datum": "3.5.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an J. M. Kaiser: \n   Dankt für das Kunstwerk [das Titelblatt zur Widmungspartitur der 6. Symphonie], übersendet 50 fl (*). Kalendereintragung Bruckners: »3. Mai 7. L[ektion] Lamberg« (**).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205055, "Datum": "5.5.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »5. [Mai] 8. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205075, "Datum": "7.5.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nBesprechung der f-moll-Messe in der »Wiener Allgemeinen Zeitung« Nr. 786, S. 7, signiert A. H. [Albert von Hermann]:\r\n    »[Von der Hof=Capelle.] Am 30. April wurde Anton Bruckner's große Messe in F unter Leitung des Componisten aufgeführt. Was Wunder, daß eine Art musikalischer Bürgerkrieg anhub. [... erwähnt werden Führich ... Motive im Gloria, die an Beckmesser erinnern ... Hellmesbergers Verdienst ... ständig wiederholte Streicherfigur beim »Resurrexit« ... Kinsky, Sopransolist K. v. Umlauff, Kinder-Alt Marx ... über die zu geringe Chorstärke ...] Diese Erwägungen zeigen, wie richtig der schon 1872 in einer freundlichen Besprechung eines Wiener Blattes gemachte Vorschlag ist, man solle diese Messe im Concertsaale vorführen und hier natürlich große Chöre heranziehen. Dann wird - wir sind dessen sicher - das Wiener Publicum auf's neue ersehen können, was Bruckner zu leisten vermag und was es an ihm besitzt. Daß dies aber nicht wenig ist, hat wieder diese Messe gezeigt. A.H.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205095, "Datum": "9.5.1882, Dienstag", "Haupttext": "Beim 1. Öffentlichen Konzert des Wiener Konservatoriums [unter Leitung von Hellmesberger?] spielt Bruckners Schüler Rudolf Dittrich Händels 1. Orgelkonzert in g-Moll. Außerdem erklingen Werke von Gade, Brahms (1. Klavierkonzert, 1. Satz), Spohr, Wieniawski, Mendelssohn, Brüll und Mozart. Weitere Mitwirkende: Ernst Pollak, Marianne Hadinger, Franz Kneisel, Oscar v. Lauppert, Leopold Winkler, Emilie Ternina, Julie Hofmann, Simon Dünmann, Jacob Manheit und Eugen Weiß.", "Letzte Änderung": "02.12.2024 19:44"}, {"ID": 188205105, "Datum": "10.5.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »10. [Mai] 9. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205125, "Datum": "12.5.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »12. [Mai] 10. [Lektion Lamberg] gezalt«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205155, "Datum": "15.5.1882, Montag", "Haupttext": "In einem Artikel der Wiener Signale Nr. 18 auf S. 151 wird das Konzert vom 9.5.1882 besprochen: »- Am 9. d. M. fand das erste Zöglings=Concert des Conservatoriums statt, dem morgen ein zweites folgen soll. [...] Den Schluß bildete ein wunderbar schönes Orgelconcert von Händel, bei welchem Herr Dittrich (Schule Pruckner [sic]), der ein sehr guter Violion= [sic] und Clavierspieler ist, auch seine Virtuosität auf der Orgel documentirte. Das Werk übte auf die Zuhörer einen wirklich großartigen Eindruck aus, trotzdem ein Theil des ohnehin nicht zahlreich erschienenen Publikums sich noch vor Schluß desselben entfernte.« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205165, "Datum": "(16.5.1882, Dienstag)", "Haupttext": "Beim 2. Öffentlichen Konzert des Wiener Konservatoriums [unter Hellmesberger?] werden Werke von Richard Wagner, Rubinstein, Haydn, Mendelssohn, Chopin, J. S. Bach, Thomas und Rossini aufgeführt. Mitwirkende: Moriz Kremer, Ledwina Milles, Josef Popelka, Ernst Denhof, Rudolf Dittrich (als Geiger), Theodor Schwendt und Rosa Hellmesberger.", "Letzte Änderung": "23.09.2024 07:02"}, {"ID": 188205185, "Datum": "18.5.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 114 gibt auf S. 3 das Programm vom 20.5.1882 (mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 89]) bekannt:\r\n   »[...] 2. Um Mitternacht. Chor mit Alt=Solo und Clavierbegleitung von Anton Bruckner (dem Sängerbunde gewidmet). Solo: Frau Schmidt=Alizar [...]« (*).\nEine nahezu identische Notiz erscheint auch in der Linzer Zeitung Nr. 114 auf S. 535 (**)\nund in der Linzer Tages-Post Nr. 114 auf S. 3 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205195, "Datum": "19.5.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »19. [Mai] 1. Lect. [Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:34"}, {"ID": 188205205, "Datum": "20.5.1882, Samstag", "Haupttext": "Aufführung des Chores »Um Mitternacht« [WAB 89] als zweiter Programmnummer durch den Sängerbund (*) unter Max Brava um 8 Uhr abends im Linzer Volksgarten. Altsolo Frau Schmidt-Allizar, Klavierbegleitung Martin Einfalt.\r\n     Auf dem Programm standen außerdem Werke von Heinrich Esser (»Der Frühling ist ein starker Held«), Conradin Kreutzer (Soloquartett »Frühlingsnahen«, Solisten L. Haslinger, H. Kolndorffer, G. Wolf und O. Hummel), Lieder (gesungen von Frau Anna Schmidt-Alizar), Carl Mayrberger (»Mainacht«), Saurer [Emile Sauret] (»Wiegenlied«, Violinsolo Franz Novak), Max Brava (Duett), Schubert (»Frühlingsglaube«, von Max von Weinzierl für Chor eingerichtet), Delphin-Alard (»Valse de Concert«) und Carl Ludwig Fischer (»Waldvögelein«) (**).\nKalendereintragung Bruckners: »20. [Mai] 2. [Lektion Lamberg]« (***).", "Letzte Änderung": "05.05.2024 08:05"}, {"ID": 188205215, "Datum": "21.5.1882, Sonntag", "Haupttext": "Telegramm Bruckners an Richard Wagner, abgefertigt \"21. V [188]2 8 [Uhr] 12 [Min] n [Mttg]\" und eingegangen um \"8 [Uhr] 15 [Min] n [Mttg]\" [also 20:12 bzw. 20:15 Uhr]:\n     \"Schutz und Segen von Oben; höchsten Triumph in aller Welt zum hohen Feste! Anton Bruckner\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205225, "Datum": "(22.5.1882, Montag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205245, "Datum": "24.5.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »24. [Mai] 3. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205255, "Datum": "25.5.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Handgeschriebenes (und vervielfältigtes?) Rundschreiben an oberösterreichische Gesangvereine, darunter auch den Männergesangverein Lambach: Bruckner habe einen Chor für das Sängerfest [am 10.6.1883] komponiert, dessen Partitur zum Versand komme.\r\n»An\r\ndie verehrlichen Gesangs Vereine des\r\nSänger=Bundes Oberoesterreich-Salzburg.\r\n   Herr Anton Bruckner, der berühmte Compositeur den wir mit Stolz unsern Landsmann nen[n]en, hat einen Männerchor componirt, und dem oberösterr. salzburg. Sängerbunde zur Aufführung bei dem im nächsten Jahre stattfindenden Sängerfeste in Wels gewidmet [WAB 82]. Indem wir die Partitur dieser Compositiom [sic] einem verehrlichen Gesangsvereine übersenden, sprechen wir die Überzeugung aus, daß diese Widmung freundliche Aufname [sic] finden wird.\r\n   Bei diesem Anlasse erlauben wir uns zu erin[n]ern, daß die Ameldungsfrist [sic] für das deutsche Sängerbundesfest in Hamburg am 1ten künftigen Monates abläuft.\r\nMit deutschem Sängergrusse\r\nfür die Bundes=Vorstandschaft\nWels, am 25. Mai 1882\r\n[links:] Der bestende [? gemeint: bestehende?] Bundes=Vorstand:\r\n[andere Schrift:] Göllerich\r\n[rechts:] Der Schriftführer:\r\n[andere Schrift:] H. Haas\r\n[am Unterrand, in kleinerer Schrift:] Die einzel Stimmen zu diesen [sic] Chor sind a. [?] d. J Haasschen Buchhandlung in Wels vorräthig.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205265, "Datum": "26.5.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »26. [Mai] 4. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205275, "Datum": "27.5.1882, Samstag", "Haupttext": "Hinweise auf die morgige Kirchenmusik erscheinen\n \nim Fremdenblatt Nr. 145 auf S. 5:  \"     In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird morgen um 11 Uhr Kapellmeister Eder Messe von Ritter v. Wenusch, Graduale Sopransolo von F. Imlauer und Offertorium Sopransolo von Frau Ernestine de Bauduin aufführen. Hof=Organist Professor Bruckner spielt die Orgel.\" (*),\n \nin der \"Presse\" Nr. 145 auf S. 1 des 2. Abendblatts:\r\n     \"Hofpfarrkirche St. Augustin (11 Uhr): Messe von Ritter v. Wenusch, Graduale, Sopransolo von F. Imlauer, und Offertorium, Sopransolo von Frau Ernestine de Bauduin. Hof-Organist Professor Bruckner spielt die Orgel.\" (*a),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 6375 auf S. 5 [inhaltlich wie (*a) ... Capellmeister Eder ...] (**),\n \nin der Abendausgabe der Tribüne Nr. 145 auf S. 2f (***)\n \nund in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 806 auf S. 5  [inhaltlich wie (*a) ... Soli Fräulein Fanny Imlauer und Irma v. Terputetz ...] (°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:30"}, {"ID": 188205285, "Datum": "28.5.1882, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »28. Mai gegen 1/2 7 Uhr Abends 31 Grad Reaumir in der Sonne.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Dienst an der Hofkapelle] (**). Bruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Unter Leitung von Eder werden um 11 Uhr eine Messe von Ritter von Wenusch aufgeführt, ein Graduale mit Sopransolo von Fanny Imlauer, ein Offertorium mit Sopransolo (Irma von Terputetz) von Ernestine de Bauduin und eine Kirchenarie von Händel (»Lascia ch`io pianga«, gesungen von Fanny Imlauer) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188205315, "Datum": "31.5.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »31. [Mai] 5. [Lektion Lamberg]«., daneben notiert »Mittw 1/2 12 Uhr 1/2 11«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206005, "Datum": "etwa Juni 1882", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium.\r\nBruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\nbei den Vorbildungsschulen\r\n   »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (5 Zöglinge.) [/] Führich Carl, Johnscher Franz.«,\r\nbei den Ausbildungsschulen\r\n   »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (4 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Scholz Anton. [/] II. Jahrgang. Dittrich Rudolf, Ritter Lorenz.«,\r\nbei Musiktheorie\r\n   »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Herrn Prof. Bruckner. (10 Zöglinge.) [/] Auspitzer Sigmund, Führich Carl, Johnscher Franz, Lamberg Emil, Meyer Josef, Tucher Sigmund v.« und\r\n   »Classe für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. (6 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Foll Ferdinand, Höfer Franz, Scholz Anton. [/] II. Jahrgang. Kremer Moriz, Last Carl.« (*).\r\nLorenz Ritter absolviert in diesem Schuljahr sein Hauptfach Orgel und erhält ein Diplom (**).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 19:45"}, {"ID": 188206015, "Datum": "ca. 1.6.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Auflistung von Haushaltsausgaben, Monatsgeld Juni für Kathi Kachelmayr »Fr Kathi für Juni 7 fl Monatg.«, weitere Posten: »Wäsche« und »Cafe«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206025, "Datum": "2.6.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »2. Juni 6. [Lektion] Lamb.« (*).\nDas Neue Wiener Abendblatt (Neues Wiener Tagblatt) Nr. 150 kündigt auf S. 4 die Kirchenmusik vom 4.6.1882 an (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206035, "Datum": "3.6.1882, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen mehrere Zeitungen hin:\n \ndie Deutsche Zeitung Nr. 3741 auf S. 7 (*),\n \nDie Presse Nr. 151 auf S. 1 des 2. Abendblatts:\n     \"Pfarrkirche Alservorstadt (10 Uhr): Haydn's Mariazellermesse, Graduale, Duo, Sopran und Bass, Offertorium Sopransolo, Ernestine de Bauduin (neu) und die Soli Frau Anna v. Priel, Fräulein Josefine Weyringer, Herr Karl Schachner und Herr Eduard Teller. Hof-Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (*a),\n \ndas Fremdenblatt Nr. 151 auf S. 6:\r\n\"     In der Pfarrkirche Alservorstadt wird morgen das Fest der heil. Dreifaltigkeit feierlichst abgehalten. Um 9 Uhr wird P. Maccarius, Kapuziner-Ordenspriester, die Festpredigt, um 10 Uhr Prälat Hasel das Hochamt zelebriren, wobei Kapellmeister Eder Haydn's weihevolle Mariazellermesse, Graduale, Duo, Sopran und Baß, Offertorium Sopransolo Frau Ernestine de Bauduin (neu) aufführt und die Soli Frau Anna v. Priel, Fräulein Josefine Weyringer, Herr Karl Schachner und Herr Eduard Teller vortragen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \ndie Neue Freie Presse Nr. 6381 auf S. 5:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird Sonntag das Fest der heiligen Dreifaltigkeit feierlichst begangen. Um 9 Uhr wird P. Macarius, Capuziner, die Festpredigt, um 10 Uhr Prälat Hasel das Hochamt celebriren, wobei Capellmeister Eder Haydn's weihevolle Mariazeller=Messe, Graduale (Duo für Sopran und Bariton) von Laurenz Weiß und Offertorium (Sopran=Solo) von Frau Ernestine de Bauduin (neu) aufführt und die Soli Frau Anna v. Priel, Fräulein Weyringer, die Herren Schachner und Eduard Teller vortragen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***),\n \ndie Abendausgabe der Tribüne Nr. 151 auf S. 3 (°)\n \nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 812 auf S. 6 [inhaltlich wie (***) ... P. Maccarius ...] (°°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:31"}, {"ID": 188206045, "Datum": "4.6.1882, Sonntag", "Haupttext": "Beim Hochamt um 10 Uhr in der Pfarrkirche Alservorstadt (Dreifaltigkeitskirche), wo Bruckner Orgel spielt, werden unter Eders Leitung Haydns Mariazeller Messe, ein Graduale (mit Sopran- und Baritonsolo) [von Laurenz Weiß oder Frau v. Bauduin?] und ein Offertorium (mit Sopransolo) von Ernestine Bauduin aufgeführt. Solisten: Anna v. Priel, Josefine Weyringer, Karl Schachner und Eduard Teller. Die Festpredigt (Trinitätssonntag, also Patronatsfest) hält um 9 Uhr Pater Maccarius, Kapuziner-Ordensprior; das Hochamt wird von Prälat Hasel zelebriert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206075, "Datum": "7.6.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »7. [Juni] 7. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206095, "Datum": "9.6.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »9. [Juni] 8. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206105, "Datum": "10.6.1882, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »10. [Juni] 9. [Lektion Lamberg] 6 [Uhr?]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206125, "Datum": "12.6.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »12. [Juni] 10. [Lektion Lamberg] 1/2 11 [Uhr?]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206135, "Datum": "13.6.1882, Dienstag (Hl. Antonius)", "Haupttext": "Für diesen Tag hatte Bruckner geplant, die von Hlawaczek geschriebene Widmungspartitur der 6. Symphonie mit dem von J. M. Kaiser gestalteten Titelblatt seinem Hausherrn Anton Oelzelt-Newin zu überreichen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206145, "Datum": "14.6.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »14. [Juni] 1. u. 2. [Lektion Lamberg. Neuer Kursabschnitt?]. 14. Juni (Abends nach 8 Uhr) 8° Wärme.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206165, "Datum": "16.6.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »H Knoll 5 fl anticipando am 16./6.«.", "Letzte Änderung": "25.04.2023 19:37"}, {"ID": 188206185, "Datum": "18.6.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Datum angestrichen [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206215, "Datum": "21.6.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Ferdinand Albrecht in Ansfelden: \n   Beurteilt auf Albrechts Wunsch dessen Fähigkeiten als Organist, Sänger, Dirigent und Komponist positiv. Sein Urteil werde auch von Traumihler in St. Florian bestätigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206245, "Datum": "24.6.1882, Samstag", "Haupttext": "Letzte Datierung in Lorenz Ritters Heft mit Aufzeichnungen vom Kontrapunktunterricht bei Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206255, "Datum": "25.6.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »25. Juni 1/2 5 Uhr Abends 30° R Wärme in der Sonne.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206265, "Datum": "26.6.1882, Montag", "Haupttext": "Öffentlicher Preisconcurs am Wiener Konservatorium für Violine und Orgel. Der Jury gehören an: Hellmesberger, J. P. Gotthardt, A. Miller zu Aichholz, F. Müllner, E. Schelle, H. Schmitt und C. Udel. Rudolf Dittrich erhält einstimmig den 1. Preis als Schüler Hellmesbergers (mit J. S. Bachs Chaconne) und ebenfalls einstimmig den 1. Preis als Schüler Bruckners mit einer Orgelfuge in g-Moll von Bach. Weitere Preisträger im Fach Violine sind Franz Kneisel, Theodor Schwendt, János Salamon, Philipp Koller, Gabriele Neusser und Alfred Zamara.", "Letzte Änderung": "21.11.2024 17:42"}, {"ID": 188206285, "Datum": "28.6.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Lamberg 28. Juni 3. Lect.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188206305, "Datum": "30.6.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »30. [Juni] 4. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207005, "Datum": "Juli 1882", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Aufstellung von Ausgaben für Kathi Kachelmayr, Haushalt und Arzneimittel (»Zahn, Billen«) etc.: »Cafe Pap. Holz Spirit. Wäsche ... 8 fl Fr Kathi ... Wäsche [nächste Seite, »Juli«] Cig. Zahn Billen Pap. Tabak Operas« (*).\n\n\n(Brief von Franz Xaver Witt an Ignaz Traumihler: Anbei zur Besprechung Maldeghem und Hafners Gebetbuch [siehe die Anmerkung] und (bitte wieder zurück) Briefe von Wihelm Bäumker über Habert. Wenn Habert in den Katalog wolle, so könne er sich die drei Referenten selbst aussuchen (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207035, "Datum": "3.7.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »3. Juli Fr Kathi [Kachelmayr] 7 fl Monatg.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207055, "Datum": "5.7.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »5. Juli 1/4 auf 7 Uhr Abends 33 Grad in d. Sonne.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207085, "Datum": "8.7.1882, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »8. Juli 3/4 auf 4 Uhr über 35 Grad R in d. Sonne.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207095, "Datum": "9.7.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »9. Juli gegen 1/2 7 Uhr Abends noch 34 Grad R. in der Sonne.« (*). [Bei Zugrundelegung des üblichen dreiwöchigen Turnus] Bruckner hat Dienst an der Hofkapelle (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207125, "Datum": "12.7.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Im 1. Schlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums unter Hellmesbergers Leitung spielt Bruckners Schüler Rudolf Dittrich eine Orgelfuge von J. S. Bach. Außerdem werden Werke von Weber-Liszt (Klavier: Irene Höfer), Max Bruch (Violinkonzert, Theodor Schwendt), Schumann (Klavier: Leopold Winkler, außerdem Klavierquintett mit Wilhelmine Kühnel, János Salamon, Th. Schwendt, Rudolf Dittrich (Viola) und Carl Kehlendorfer), Brahms (Klavier: Moriz Kremer) und Liszt (»Les Preludes« mit Bertha Turetschek und Ernst Pollak) aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.12.2024 19:45"}, {"ID": 188207135, "Datum": "13.7.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »August 7 fl Monatg. Fr Kathi [Kachelmayr] 13. Juli gezalt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207136, "Datum": "zwischen 13.7.1882 und 18.8.1882", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Pius Richter Mödling Klostergasse 14. [/] Vinzenz Hudez Dreihufeisengasse 11. 6. Bezirk.«", "Letzte Änderung": "08.04.2023 16:44"}, {"ID": 188207145, "Datum": "14.7.1882, Freitag", "Haupttext": "Skizze zu Scherzo und Trio der 7. Symphonie beendet (*).\r\nNotiz nach dem Trio »Scitze 14. Juli [1]882 [/] Wien« (*a) .\nKalendereintragung Bruckners:\r\n   »14. Juli Institut Kaiser; [/] [nachträglich davorgesetzt: »14.«] Haun Emilie Bäcker Mariahilfstr.« [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "18.10.2024 20:23"}, {"ID": 188207155, "Datum": "(15.7.1882, Samstag)", "Haupttext": "Beim 2. Konzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums unter Hellmesbergers Leitung erklingen Werke von Beethoven, J. S. Bach (Klavier: Helene Zellner), Mozart (Concertante Sinfonie mit János Salamon und Rudolf Dittrich), Scharwenka (Klavier: Guido Peters) und Joseph Joachim (Violine: Franz Kneisel).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207165, "Datum": "16.7.1882, Sonntag", "Haupttext": "[?] Bruckner schickt das Chorwerk »Sängerbund« [WAB 82] an August Göllerich sen. in Wels [?] (*).\r\nNotiz \"Am 16/7 1882\" [Eingangsvermerk?] im Erstdrucksexemplar des Männergesangvereins Wels (bezeichnet \"585\" [Inventarnummer?]) (*a).\r\nNotiz fremder Hand {\"Am 16/7 1882\"} auf der Titelseite der Partiturabschrift des Kopisten Anonymus 091 (*b).\nKalendereintragung Bruckners:\r\n   »16. Juli 3/4 auf 6 Uhr Abends 39° R in der Sonne.«\r\nZusatz »schwach« nach der Wetterbeobachtung geschrieben [Notiz eines körperlichen Unwohlseins?] (**).", "Letzte Änderung": "08.02.2025 12:43"}, {"ID": 188207175, "Datum": "17.7.1882, Montag", "Haupttext": "Vermerk \"17/7 82 2. [Rate]\" [400 fl, Rate der 800-fl-Jahresremuneration der Universität] auf dem Dokument vom 16.12.1880 (*).\n\n\nEine [bisher nicht definierte] Zeitschrift schreibt über die Vorbereitungen zu den Bayreuther Festspielen und nennt einige der aus Wien erwarteten Gäste, darunter neben den Sängern Regierungsrat Wlassak, Wilhelm Jahn, Gericke, Mottl, \"die Wiener Componisten Goldmark, M. J. Beer, J. Brüll, A. Bruckner, Mitglieder des Wagner-Vereins und mehrere des Hofoperntheaters [...]\" (**).\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207197, "Datum": "19./20.7.1882, Mittwoch/Donnerstag", "Haupttext": "Zweitägige Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188207217, "Datum": "Sommer 1882", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners im März 1883: »Im Sommer 882 einige Gulden überdieß.« [an Dr. Vincent für »London«, also das Doktorat in Cambridge].", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:38"}, {"ID": 188207245, "Datum": "(24.7.1882, Montag)", "Haupttext": "Separatzug des Wiener Wagner-Vereins zur Generalprobe des »Parsifal« [um 4 Uhr (*a)] nach Bayreuth (*).\n \nArtikel \"Sonne, Angermann und blauer Mohn\", signiert \"Sch-a\" (Victor Schembera), im Neuen Wiener Tagblatt. Eindrücke aus Bayreuth und von der Wirtschaft Angermann, wo sich auch die Blumenmädchen einfinden, darunter die Linzerin Frl. Hocke [Pauline (Lili) Hoke] (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 07:36"}, {"ID": 188207255, "Datum": "(25.7.1882, Dienstag)", "Haupttext": "Festtafel in der großen Halle des Festspielrestaurants (*).\nFriedrich Eckstein trifft nach einem mehrtägigen Fußmarsch abends in Bayreuth ein (**).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung nennt in einem Bericht aus Bayreuth einige Festgäste, darunter Leo Delibes, Jules Massenet und Camille Saint-Saens, Lou Salomé und Gustav Mahler (***).", "Letzte Änderung": "23.09.2024 06:38"}, {"ID": 188207265, "Datum": "26.7.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Uraufführung von Wagners »Parsifal« in Bayreuth unter Hermann Levis Leitung (*).\r\n     Anwesend sind u.a. Max Pauer (*a), Lamoureux (#), Schaumann (##), Lachmund, der Fürst von Liechtenstein, Bismarck und andere Adlige (**).\nIn Wilhering arbeitet Bruckner am Benedictus der e-moll-Messe (***).\r\n     Während des [diesjährigen?] Aufenthaltes dort (auf Einladung Abt Alois Dorfers) wird er oft von dem Sängerknaben Georg Krenn begleitet, der sich später an Bruckners Improvisationen, das »Ave Maria« [WAB 6?] und Gottfried Kaisers Lob erinnert (°).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 13:56"}, {"ID": 188207275, "Datum": "27.7.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Vorläufig letzte Gebetsaufzeichnung in Bruckners Kalender [bis zum 20.10.1882] (*).\n(In Bayreuth abends bei Wagner Empfang für über 200 Gäste (**).\r\nAnwesend sind u.a. Lachmund, Scaria, Liszt, Levi, Klindworth (***) und d'Albert, der am 22. und 27.7. von Liszt Klavierstunden erhielt (°)).", "Letzte Änderung": "11.11.2024 13:56"}, {"ID": 188207285, "Datum": "28.7.1882, Freitag", "Haupttext": "[Vermutlich Ankunft Bruckners in Bayreuth (*)]\nEinige Quellen datieren den Vorfall mit dem Diebstahl von Bruckners Bargeld (siehe 30.7.1882) auf den Ankunftstag (*a).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt berichtet von der Diebstahlsgefahr in Bayreuth (*b).\nZweite Aufführung des »Parsifal« (**).\nÜber Bruckners Besuch der »Parsifal«-Aufführungen [welcher?] berichten später Bruno Schrader (***), Alois Höfler und Bruckner selbst (°).\nBruckner soll nach der heutigen Aufführung einen Ziegelstein als Souvenir mitgenommen haben (°°).", "Letzte Änderung": "09.04.2023 13:54"}, {"ID": 188207286, "Datum": "Ende Juli 1882 in Bayreuth", "Haupttext": "Bruckner wohnt in Bayreuth, wie auch Hofschauspieler Wohlmuth [siehe die Anmerkung], beim Gastwirt Johann Gurt. Mittags ist er oft bei Familie Stützer, bei der auch Unger, Betz, Scaria, Reichmann, Mottl u.a. essen. Abends ist Bruckner häufig in Wahnfried zu Gast.\r\n     Als Festspielgäste sind besonders zu erwähnen: Adler (*), Strauss, Liszt und Saint-Saens (**), Göllerich, Heinrich Hengster und Glasenapp (***), Hausegger (°), Alois Höfler (°°), Lachmund (°°°), Klose (#), Eckstein (##), Humperdinck (###) und andere.\n      Auch außerhalb der offiziellen Empfangszeiten - [27.7.1882 (?) und] 31.7.1882 - ist es zu Kontakten mit Wagner, Eva Wagner und Wagners Diener Lang gekommen (a).\nVon einem Gespräch Wagners mit Bruckner vor dem Königsbau des Festspielhauses berichten Carl Bernhard Oehn und Alois Höfler (a1).\r\nVon Gesprächen in Wahnfried berichten Bruckner selbst und (als Ohrenzeuge?) Carl Hruby (a2).\r\n     Bruckner trifft Wilhelm Tappert, dem er vom Erfolg der 4. Symphonie unter Hans Richter berichtet (b).\r\n     Tappert erinnert sich 1906: \"der originelle, weltfremde, kindlich-gute Tondichter, mit dem ich zeitweise korrespondierte\" und \"erzählte lebhaft, welchen Erfolg eine Symphonie unter Hans Richters Direktion in Wien gehabt habe\" [vermutlich die 4. Symphonie am 20.2.1881 gemeint] (b1).\nBruckner schwärmt für Henriette Sammet, die ihm ihre Photographie verehrt: \"Henriette Sammet 1882.\" [siehe die Anmerkung] (c).\n[Auch 1883 oder 1884 denkbar] Im Gasthaus »Eule« trifft er den Juristen (und späteren Ansbacher Musikdirektor) Edmund Hohmann (d).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:16"}, {"ID": 188207295, "Datum": "29.7.1882, Samstag", "Haupttext": "Artikel \"Vor der Aufführung am Festspielhügel\" im Neuen Wiener Tagblatt [die Rubrik vermutlich datiert \"28.7.1882\"]:\n      Nennung einiger prominenter Besucher, darunter Graf Pourtalés, Fürst Liechtenstein, Gustav Kietz, Bechstein, Gericke und Kpm. Fuchs aus Wien, Nathaniel Rothstein [recte vermutlich Nathaniel Rothschild] und Dr. Standhartner.\n     \"Gestern Abend [vgl. 27.7.1882] war eine glänzende Soiree in \"Wahnfried\", Montag [31.7.1882] ist eine zweite.\" (*).\n \nArtikel von Paul Lindau über Bayreuth und den \"Parsifal\" im der Kölnischen Zeitung Nr. 208 mit einem Vergleich der Stimmungen 1876 und 1882 (**).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 11:03"}, {"ID": 188207305, "Datum": "30.7.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner unternimmt mit Oehn einen Ausflug zur Rollwenzelei und zur Eremitage. Sein Verhalten zeigt deutliche Anzeichen von Zählmanie. Auffälliges Verhalten einem Mädchen gegenüber auch beim Schloß Fantaisie (*).\nUm 4 Uhr erste öffentliche Aufführung von Wagners »Parsifal« (**).\r\n[Bei dieser Aufführung oder der am 26.7.1882?] Im Publikum u.a. August Förster, Angelo Neumann (überliefert Amalie Materna, Hermann Winkelmann und Emil Scaria als Sänger der Hauptrollen in dieser Aufführung - er erlebte den \"Parsifal\" insgesamt siebenmal!), Albert Niemann, Bassist Siehr und Eduard Hanslick (**a), Viktor Schembera und Krastel (**b).\r\nHumperdinck erlebt die Aufführung (\"Lücken im Publikum\") diesmal als Zuschauer in der Loge Wagners mit (**c).\nIn der ersten Pause wird Bruckner sein gesamtes Bargeld gestohlen (***).\nIn der zweiten Pause hilft Liszt [und später auch Wiener Freunde (°)] Bruckner aus seiner finanziellen Verlegenheit (°°).\nAnschließend im Restaurant »Angermann«, wo Bruckner Friedrich Klose kennenlernt (°°°).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« neben dem Datum [Dienst an der Hofkapelle (zumindest laut Vorplanung)] (#).\nIn Poessl's Original-Fremden-Liste No. 8 ist Bruckner verzeichnet:\r\n\"Anton Bruckner, Professor des Contrapunktes, Wien, Ludwigstraße 30\", außerdem \"Krzyzanowski mit Frau, Chorepetitor [sic] am Conservatorium Wien\" (##).\nIn der aktuellen Fremdenliste ist auch Friedrich Eckstein verzeichnet (###).", "Letzte Änderung": "13.10.2024 20:00"}, {"ID": 188207315, "Datum": "31.7.1882, Montag", "Haupttext": "Bericht des »Bayreuther Tagblatts« über den gestrigen Diebstahl (*).\r\nAuch das Neue Wiener Tagblatt (Neues Wiener Abendblatt) Nr. 208 bringt auf S. 3 darüber eine Notiz:\n   »Aus Bayreuth wird uns [...] telegraphiert: [...] Dem Professor Bruckner aus Wien wurden gestern im ersten Zwischenakt dreihundert Gulden gestohlen [...]« (**).\nIm Morgenblatt des Neuen Wiener Tagblatts war ein Bericht von Viktor Schembera über die gestrige Parsifal-Aufführung erschienen: \"[... erste Besetzung, scheußliches Wetter, deswegen etwa 90 freie Plätze ...] Unter den Wienern bemerkt man Krastel, Professor Bruckner und Andere.\" (**a).\nBruckner macht Klose mit Franz Fischer bekannt, zeigt ihm die Bühne, berichtet von der Widmung der 3. Symphonie an Wagner, will Levi für seine Symphonien gewinnen (die 6. Symphonie sei fertig), spielt Orgel in der Hauptkirche (Notenbeispiel). Symptome von Zählmanie. Spätes Mittagessen bei Stützers (Empörung über Wiedemanns Ulk). Dann im Café Sammet (***).\nAbends Empfang bei Wagner (°), an dem auch Liszt, Josef Rubinstein, Bruckner und d'Indy teilnehmen (°°).\r\nHumperdinck (\"Öffentlicher Abend beim Meister\") ist auch anwesend (°°a); [vermutlich bei diesem Empfang] Viktor Boller überliefert Wagners Klavierspiel der Abendmahlszene und Bruckners Bemerkung zu Wagner als Bierkellner (°°b).\r\nVon einem Besuch in Wahnfried mit Bruckner [vermutlich an diesem 31.7.1882] berichtet auch Guido Adler:\r\n\"    Auch Bruckner war wieder anwesend, erfüllt von der hohen Mission des Meisters, der ihm gleichsam als Urmeister vorschwebte – allerdings nicht auf dramatischem Gebiet, denn dafür hatte er keine Anlage, keine Vokation und keine Vorbildung im Maßstabe Wagners; er suchte sich nur der Ausdrucksweise Wagners zu bemächtigen und war stark genug, sich auf eigene Weise auf symphonischem Gebiete zu entwickeln und zu betätigen. Der formalen Bindungen der Wiener klassischen Schule konnte er nicht entraten.\r\n    Rührend war Bruckners kindliches, kindisches Verhalten zu Wagner: Er trug den Frack auf dem Arm und sobald er des Meisters ansichtig wurde, zog er son \"Bonjourl\" raschest aus und den Festrock an; da passierte es ihm, daß er bei dem Abwurf sein Portefeuille verlor – wir mmußten eine Kollekte machen, um ihm auszuhelfen.\r\n    Bei einem Empfang standen Bruckner und ich in einem Nebenraum – da stürzte der Meister herein, unwillig, fast erbost, mit einer befremdlichen Bemerkung über eine im großen Raum befindliche Persönlichkeit. Bruckner zitterte. Als Wagner seiner ansichtig wurde, sagte er: \"Im nächsten Zwischenakt lasse ich Ihre Symphonie aufführen.\" Bruckner wußte nicht, was das bedeuten sollte. Ich war erschüttert und ... Wagner war an diesem Abend wie ein enfant terrible. Später sagte er zu mir: \"Adler, ich hab' gehört, Sie widmen sich der Wissenschaft; was ist Wissenschaft? [...]\" (°°c).\nAus Göllerichs Nachlass hat sich eine Einladungskarte zu einer der vom 27.7.1882 bis 28.8.1882 an Montagen und Donnerstagen stattfindenden Soireen erhalten [auch der 3.8.1882 (da noch mit Bruckner möglich) oder für Göllerich allein auch der 7.8.1882 etc. kämen in Frage] (°°d).\r\nEckstein berichtet, daß er bei Wagner (nach dem dritten Parsifal [also vermutlich dieser Empfang gemeint]) auch Wolzogen, Glasenapp, Höfler und Ehrenfels angetroffen hat (°°°).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:05"}, {"ID": 188208015, "Datum": "1.8.1882, Dienstag", "Haupttext": "Die Oberfränkische Zeitung Nr. 178 veröffentlicht als Beilage eine Fremdenliste:\n\"                               Fremden-Liste Nr. 9.\n(Achte Fortsetzung. Anmeldungen bis Dienstag, den 1. August, Mittags.)\r\n[... Hotel Sonne ... Privatunterkünfte (u. a. Josef Rubinstein aus Charkow) ... Hotel Schwarzes Roß ... Privatunterkunft ...]\nLotz, Walther, Primaner, Coburg .     . . . . Joh. Gurt, Ludwigsstraße 304.\nBruckner, Anton, Professor, Wien . .      . . . . bei demselben.\n[...]\" [heute Ludwigstraße 1] (*).\n \nVierte Parsifal-Aufführung. Humperdinck: \"Haus gefüllt wie bei der dritten. Porges dirigiert unter meiner Aufsicht. Wandeldekoration zerrissen. Musik dreimal gespielt. Schluß des III. Aktes von der Galerie aus genossen. Chor geradezu scheußlich\" (**).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 20:46"}, {"ID": 188208025, "Datum": "2.8.1882, Mittwoch", "Haupttext": "In Jean Paul's Album in der Rollwenzelei tragen sich ein Auguste Tschuppik, Marie Lorenz, Rudolf Krzyzanowski und Heinrich Krzyzanowski.", "Letzte Änderung": "27.11.2024 11:17"}, {"ID": 188208035, "Datum": "3.8.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner trägt sich ins Gästebuch der Rollwenzelei bei Bayreuth ein.", "Letzte Änderung": "27.11.2024 11:17"}, {"ID": 188208036, "Datum": "nicht vor dem 3.8.1882", "Haupttext": "[vor dem 6.8.1882] Abfahrt von Bayreuth nach St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208055, "Datum": "(5.8.1882, Samstag)", "Haupttext": "Die Bayreuther Fremdenliste verzeichnet August Göllerich (\"Göllerich, August, cand. Phil. Wien\") und Friedrich Klose.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208065, "Datum": "6.8.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"23\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt am 17.8.1882 wieder ab (*).\n\r\nBruckner spielt Orgel bei der Primiz von Anton Aichberger (**).\r\nMöglicherweise trifft er dort noch einmal mit Aloisia Bogner (Aloisia Schlagintweit) zusammen (**a).", "Letzte Änderung": "29.06.2025 15:33"}, {"ID": 188208075, "Datum": "7.8.1882, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 877 teilt auf S. 3 des Mittagblatts die Namen wichtiger Bayreuth-Besucher mit (vermutlich die Elberfelder Zeitung zitierend):\n     \"[Die Bayreuther Präsenzliste.] Die \"Elbf. Ztg.\" veröffentlicht eine lange Bayreuther Präsenzliste. [(im folgenden auszugsweise!) ... Maler: Ludwig Bechstein, Komponisten: Liszt, Lassen, Hans Huber (Basel), Grammann (Wien), Delibes; Kapellmeister u.ä.: Erdmannsdörffer, Sucher (Hamburg), Damrosch (New York), Schuch (Desden), Klughardt (Dessau), Mottl, Riccius (Hamburg), Gericke, Riedel (Leipzig), Buths (Elberfeld), August Labitzky (Karlsbad), Erkel (Budapest); Sänger/innen: Sucher, Vogl, Niemann, Vogl, Gura; Instrumentalisten: Joseph Rubinstein, Wilhelmj, Heckmann (Köln); Verleger: André, Senff, Dr. Strecker (Mainz), Albert Gutmann, C. F. Kahnt; Instrumentenbauer: Th. Steinway (New York), Bechstein, Ibach (Barmen) ...]\n     Musik=Professoren: Director des Conservatoriums P. Benoit (Antwerpen); Professor Brassin (Petersburg); Professor Bruckner (Wien); August Dupont (Brüssel), Riedel (Leipzig); C. Albrecht (Moskau); Erkel (Preßburg); Capellmeister Müllerhartung (Weimar). Musikkritiker, Journalisten: W. Tappert [... Hans v. Wolzogen, H. Porges, Theodor Helm, Otto Leßmann, Max Kalbeck, Ernst Fritzsch, Nohl (Heidelberg); Intendanten: Perfall, Angelo Neumann, Lamoureux; Schriftsteller: Dr. Alfred Pringsheim, Dr. Hans Herrig (Berlin); Gustav Engel, Köstlin (Würzburg), C. F. Glasenapp ...]\".", "Letzte Änderung": "14.12.2024 12:16"}, {"ID": 188208085, "Datum": "8.8.1882, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208105, "Datum": "10.8.1882, Donnerstag", "Haupttext": "M. J. Beer berichtet in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 28 auf S. 297 von den Parsifal-Aufführungen in Bayreuth, darunter auch von der von Bruckner besuchten Vorstellung am 30.7.1882.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208125, "Datum": "12.8.1882, Samstag", "Haupttext": "Partitur zu Scherzo und Trio der 7. Symphonie in St. Florian beendet. Notiz nach dem Trio »Part. 12. Aug. [1]882, St. Florian« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208135, "Datum": "13.8.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt beim Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche in Steyr Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208163, "Datum": "einige Tage vor dem 16.8.1882", "Haupttext": "In St. Florian gibt Bruckner ein Orgelkonzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208165, "Datum": "16.8.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Brief (Correspondenz-Karte) Ledermüllers an Loidol über Bruckners Aufenthalt und Orgelspiel:\r\n    Bruckner sei bereits [dies am 8.8. geschrieben] in St. Florian. Er sei in Bayreuth bestohlen worden. Bei Aichbergers Primiz habe er gespielt und ebenso heute, am 8.8.1882, in Anwesenheit einiger Gäste (ähnlich angelegt wie im letztjährigen Konzert, über dasselbe Thema wie Ostern). Vor einigen Tagen habe er nochmals gespielt und über ein Thema in g-Moll improvisiert. Nächste Woche fahre er nach Wien zum wöchentlichen Dienst. Für den 28.8.1882 kehre er wieder nach St. Florian zurück.", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:06"}, {"ID": 188208175, "Datum": "17.8.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 6.8.1882 angekommen] (*).\nAuf der Zugfahrt von Linz nach Wien kommt er mit einer Reisegruppe (darunter Ludwig Wokurek) ins Gespräch und erzählt von seinen Bayreuth-Erlebnissen (*a).\n \nMöglicherweise hat er sich für die kurze Zeit im Hotel Sacher einquartiert [vielleicht stand Frau Kachelmayr nicht zur Verfügung?] (**).\n \n(Eduard Schelle schildert in der \"Presse\" Nr. 226 auf S. 1f seine \"Erinnerungen an Bayreuth\" (***)).", "Letzte Änderung": "24.12.2024 13:23"}, {"ID": 188208185, "Datum": "18.8.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »18. Aug. 7 Uhr früh.« [Dienst in der Hofkapelle anläßlich Kaiser Franz Josephs Geburtstag?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208187, "Datum": "ca. 18.8. bis 27.8.1882", "Haupttext": "Bruckner ist zum wöchentlichen Dienst an der Hofkapelle in Wien eingeteilt (*).\n\r\n[Wann genau? Nach dem 13.7.1882] Kalendereintragungen Bruckners: Adressen von Pius Richter, Vinzenz Hudez und Josef Grossmann (**).", "Letzte Änderung": "08.04.2023 16:45"}, {"ID": 188208195, "Datum": "19.8.1882, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 889 verzeichnet auf S. 10 neu eingetroffene Hotelgäste:\n\"Angekommen in folgenden Hotels: \n\n[...] \n\n     Sacher's Hotel de l'Opéra. \n\n[...] \n\n     A. Bruckner, Linz.\"\n [siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208205, "Datum": "20.8.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle, zumindest nach der Vorplanung].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208215, "Datum": "21.8.1882, Montag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Requiem für Prälat Berthold Fröschel in Klosterneuburg. Es erklingen ein Requiem von Gänsbacher und ein Libera von Zaininger.\nAnwesend sind u. a. Weihbischof Dr. Eduard Angerer, die Prälaten Stöger und Hasel, Hofburgpfarrer Mayer und Hauswirth von den Schotten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208235, "Datum": "23.8.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Das Vaterland Nr. 232 berichtet auf S. 4 vom Requiem am 21.8.1882:\n          \"Kirchliche Nachrichten.\n     Klosterneuburg, 21. August. [Orig.=Corr.] (Requiem.) Heute Vormittags 10 Uhr fand in der Stiftskirche für den verstorbenen hochw. Herrn Prälaten Berthold Fröschel ein feierliches Requiem statt. Dasselbe hielt mit großer Assistenz Se. bischöfliche Gnaden der hochw. Herr Weihbischof Dr. Eduard Angerer; im Presbyterium waren die hochw. Herren Prälaten Stöger, Hasel, Hofburgpfarrer Mayer und Hauswirth (von den Schotten) anwesend. Dem Trauergottesdienste wohnten das Officierscorps der hiesigen Garnison, die Gemeindevertretung, die Stiftsbeamten, Schulkinder und eine große Zahl Andächtiger bei. Nach dem Requiem fanden vor dem Katafalke die Absolutionen statt; die erste ertheilte Prälat Stöger, dann folgten die Prälaten Hasel, Mayer und Hauswirth; zuletzt Weihbischof Angerer, - Auf dem Musikchore wurde das Requiem von Gänsbacher aufgeführt, Libera von Zaininger; Professor Bruckner spielte die Orgel.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208275, "Datum": "27.8.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner gibt in der Steyrer Stadtpfarrkirche ein Orgelkonzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208285, "Datum": "28.8.1882, Montag (Hl. Augustinus)", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist notiert \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"35\" angegeben. Er fährt am 14.9.1882 wieder ab (*).\n\r\nBruckner gibt auf Wunsch der Bischöfe Ganglbauer, Angerer und Müller und mehrerer Prälaten ein Orgelkonzert in St. Florian, bei dem er auch über ein Thema aus Wagners \"Parsifal\" improvisiert (**).\n\r\nBericht aus Steyr über das gestrige Konzert (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188208305, "Datum": "30.8.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung bringt einen mit 28.8.1882 datierten Bericht aus Steyr über das Orgelkonzert vom 27.8.1882: »* Steyr, 28. August. [Or.=Corr.] (Musikalisches. [...]) Der rühmlichst bekannte Compositeur und dermalige Professor am k. k. Musik=Conservatorium in Wien, Herr Anton Bruckner, erfreut alljährlich während der Ferien seine zahlreichen hiesigen Freunde mit einem Besuche und weilt auch gegenwärtig wieder in unseren Mauern. Wir hatten einige Male Gelegenheit, uns an den virtuosen Leistungen dieses gottbegnadeten Künstlers zu begeistern, doch niemals hinterließen dieselben einen so tiefen Eindruck auf uns, als gestern in der hiesigen Stadtpfarrkirche, wo unser auch im Auslande hochgefeierter und doch dabei so bescheidener Landsmann auf der herrlichen Chrismann'schen Orgel sich als vollendeter Meister des Contrapunktes bewährte und durch die Macht der Töne die in andächtiger Stille lauschenden Zuhörer zur allseitigen Bewunderung hinriß.« (*).\n \n[recte 30.4.1882?] Vermerk \"30/8 882 [?] 1 Rate\" [400 fl, 1. Rate der 800-fl-Jahresremuneration der Universität] auf dem Dokument vom 16.12.1880 (**).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:46"}, {"ID": 188208325, "Datum": "ca. August/September 1882", "Haupttext": "Bruckner verbringt einen Teil seiner Ferien auch in Steyr, wo er mit Leopold Hofmayr und Therese von Jäger zusammenkommt und [oder in Wien?] über Almeroth Isidor Dierkes und Karl Reder kennenlernt. (Durch Almeroths Vermittlung kam es auch in Wien in der Folgezeit zu Kontakten mit Steyrer Freunden, dem Landgrafen Fürstenberg und Herzog Max Emanuel.)", "Letzte Änderung": "23.09.2024 12:48"}, {"ID": 188209005, "Datum": "September 1882", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Adresse von Hofmayr in Steyr »(Steyr) Leopold Hofmeyr, Musiker Schulstiege N 6.« (*).\nAufstellung von Ausgaben für Haushalt, Körperpflegeartikel, Wäsche etc. Kalendernotizen über Haushaltsangaben [darüber geschrieben: Eintrag vom 18.9.] »Sept Zig. Operas Bahia Seife Zahnpasta Zungenschaber Kerzen Frühstück Polster Wolle Wasser« und [nächste Seite:] »Sept Wäsche ... Fr Kathi Häusliches 20 fl 82 xr« [zu 5.11. gehörend?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209055, "Datum": "5.9.1882 (?), Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Dienst 11 - 2 Uhr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209065, "Datum": "6.9.1882, Mittwoch [?]", "Haupttext": "Brief Bruckners an Friedrich Spigl (Korrespondenzkarte):\r\n   Am Samstag vormittag sei er mit der 6. Symphonie bei Jahn. Ob Spigl ihn morgen, Donnerstag, im Konservatorium oder abends im Weingartl treffen könne?", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:35"}, {"ID": 188209075, "Datum": "7.9.1882, Donnerstag", "Haupttext": "[vermutlich 7.9.1882] Bruckner verbringt den Abend im Gasthaus »Weingartl«, wo er wegen der 6. Symphonie auch Friedrich Spigl erwartet (*).\n\n\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 206 veröffentlicht auf S. 475-481 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 481 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] \n\n     Lehre der Fundamente, Kenntniß der Accorde, Verbindung derselben, Vorbereitungen und Auflösungen der Accorde in Dur=Tonarten, Uebungen im bezifferten Baß, zwei Stunden wöchentlich, Montag von 5 - 7 Uhr Abends, von dem Lector Herrn Anton Bruckner; im Hörsaale Nr. 8. \n\n     [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209085, "Datum": "8.9.1882 (?), Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners im September:\r\n»Freit [11 - 2 Uhr] [/] Jahn. [/] [nachträglich hinzugesetzt?] NB [»No.«?] 4. alte«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209095, "Datum": "9.9.1882, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk: \n   Herr Spiegl [= Spigl?] habe versprochen, bei Hans Richter die Partitur der 6. Symphonie abzuholen und die neuen Änderungen einzutragen. Schalk möge Spiegl Bruckners Bitte ausrichten, morgen vormittags oder früh abends ihn zu besuchen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209105, "Datum": "10.9.1882, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« neben der beginnenden Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n\n\nDatierung \"Rudolf Dittrich Wien am 10. September 1882\" in seiner Bearbeitung eines Orgelkonzerts von Händel, die sich in Bruckners Besitz befand (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209127, "Datum": "12. oder 13.9.1882, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Johann Lohr und ein Begleiter sind in diesen Tagen Gäste im Stift St. Florian (*).\n\r\nOrgelkonzert von Johann Lohr aus Budapest in St. Florian mit Werken von Bach, Chopin, Mendelssohn und einer Improvisation. Durch eine Bemerkung Traumihlers fühlt sich Bruckner zu einem Konkurrenzspiel herausgefordert und erntet, nach Josef Grubers und Aigners Bericht zu Recht, auch von Lohr selbst höchstes Lob (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:44"}, {"ID": 188209145, "Datum": "14.9.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 28.8.1882 angekommen, hatte aber das Stift für einige Tage in Wien verlassen].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209175, "Datum": "17.9.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt beim Gottesdienst in der Steyrer Stadtpfarrkirche Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209185, "Datum": "18.9.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: [in kleinerer Schrift am Oberrand, vermutlich nachträglich eingefügt:] »7 fl Fr Kathi 18. Sept [das nun folgende »Sept«, in größerer Schrift, sicher zuvor geschrieben, vielleicht als Seitenüberschrift] Monatg.« (*). Aufnahmeprüfung am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209215, "Datum": "21.9.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium (*).\nErste Datierung in der Kontrapunkt-Mitschrift des Konservatoriumsschülers Carl Führichs (**).\nArtikel in der Steyrer Zeitung Nr. 76 auf S. 3 über Bruckners Orgelspiel:\r\n           »Original=Correspondenzen.\r\n      Steyr, am 20. August. (Hoforganist Bruckner.*) [Fußnote: »*) Diese Zeilen wurden hervorgerufen durch das Spiel Bruckner's auf der hiesigen Stadtpfarrorgel beim Gottesdienste am 13. August und am 17. September ds. J.«] Unter allen musikalischen Instrumenten, welche bei ihrer kaum noch denkbaren Unvollkommenheit in früheren Jahrhunderten sowohl, als in ihrer jetzigen staunenswerthen Vollendung dem Menschen zum Gebrauche dienen, nimmt die Orgel unstreitig den ersten und höchsten Platz ein. [... über die Sonderstellung der Orgel ...] - Nur Wenigen ist es indessen gegeben, die vollständige Herrschaft über dieses Instrument so auszuüben, wie unserem Bruckner. [... über Manierismen und Formelhaftes bei den meisten Organisten ...] Anders ist es bei Bruckner. Wer ihn auch oft gehört hat, der hört ihn immer wieder gerne und man wird durch sein eminentes Spiel neuerdings gehoben und begeistert, da Bruckners Produktivität nicht nachläßt; denn diese wird bei ihm gefördert theils durch fortwährendes selbstthätiges Schaffen und Arbeiten größerer symphonischer Werke, theils erhält sie fortwährend wie von einem befruchtenden Thaue Anregung von Außen, da Bruckner, der bekanntlich der neueren musikalischen Richtung zugethan ist, keine Opfer scheut, um in dieser Weise die von den diesbezüglichen Genien geschaffenen Werke zu studiren und zu hören. Bruckner hat als Improvisator, wie wir meinen, nicht leicht einen Rivalen, da er aus seinem reichen Schatze Altes und Neues zu verwerthen versteht und dabei die vollendetste Technik besitzt, gleichviel ob er auf einer neuconstruirten Orgel mit vollem Pedal spielt, oder auf der 110jährigen beschränkten aber immer noch jungfräulichen Orgel unserer Stadtpfarrkirche.« [keine Details zu den Orgelimprovisationen, keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 19:32"}, {"ID": 188209275, "Datum": "27.9.1882, Mittwoch (bis 13.10.1882)", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Lamberg 27. Sept 1. Lect«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209295, "Datum": "29.9.1882, Freitag", "Haupttext": "Johann Noll belegt seine Korrekturarbeit an den von Schimatschek geschriebenen Stimmen der e-moll-Messe mit seinem Abschlußvermerk in der 1. Oboenstimme (*).\nKalendereintragung Bruckners: »29. [Sept.] 2. [Lektion Lamberg]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188209316, "Datum": "Schuljahr 1882/83", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 21.9.1882].\r\nIm Kapitel »B. Unterrichts-Leitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper. [/] I. Ordentliche Lehrer: [/] [...] 5 [Herr] Ant. Bruckner, Professor, k. k. Hoforganist (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel.)« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium gehören Sigmund Auspitzer (»aus Brünn, 21 J. - Cpt. I.«), - Anton Bayer »Cpt. I.« siehe Anmerkung -, Ciro Cavalieri (»aus Triest, 18 J. - Org. V. I. (Rept.), Hml., Clv. III.«), (**a) Ferdinand Foll (»15 J. - Clv. A. III., Cpt. II., G. d. M.«), (**a) Carl Führich (»aus Jamnitz, 17 J. - Org. A. I., Cpt. I, Clv. III.«), (**a) Josef Großmann (»16 J. - Clv. A. I., Hml.«), (**a) Eduard Hamlisch (»aus Sluschowitz, 19 J. - Clv. A. II., Hml.«) [siehe die Anmerkung], Franz Höfer (»aus Baden, 20 J. - Fag. A. II., Cpt. II.«), Otto Höhmann (»aus Neunkirchen, 18 J. - Pos. A. I., Cpt. II., Clv. I. (Rpt.«), Franz Johnscher (»17 J. - Org. A. I., Cpt. I., Clv. III.«), Emil Lamberg (»aus Pest, 20 J. - Org. A. II.«), [es gibt wie in den Vorjahren einen zweiten, eigens numerierten Eintrag, einen Namensvetter?] Emil Lamberg (»aus Pest, 20 J. - Clv. A. III., G. d. M.«), Josef Meyer (»15 J. - Clv. A. II., Cpt. I.«), (**a) Franz Schlott (»aus Preßburg, 19 J. - Cpt. A. I., Clv. II.«), Anton Scholz (»aus Waydhofen a. d. Ybbs, 22 J. - Org. A. II., Cpt. II., G. d. M.«), (**a) Heinrich Schoof (»17 J. - Pos. A. I., Hml., Clv. I.«), (**a) Josef Skalitzky (»aus Wischau, 19 J. - Org. A. I., Hml., Clv. II.«) (**).\r\n[zwischen 1882 und 1884 möglich:] Ebenfalls Schüler Bruckners am Konservatorium soll Ladislaus Ungar [siehe die Anmerkung] gewesen sein (**b).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres [vielleicht auch in Brucknerschen Kursen] spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Gottfried Brzibohaty (»13 J. - Fag. V. I.«), Ernst Decsey (»aus Hamburg, 12 J. - Vl. V. III., Clv. I. (Rept.)«), Robert Erben (» aus Troppau, 20 J. - Clv. A. II., Comp. I., G. d. M.«), Rudolf Fitzner (»aus Ernstbrunn, 14 J. - Vl. II. V., Clv. I.«), Ludwig Grandé (»aus Teltsch, 17 J. - Clv. V. III., Hml.« [in der Klasse Krenn]), Ferdinand Hellmesberger (»19 J. - Clv. III., Hml.«), Carl Hruby (»13 J. - Vl. V. II., A. M., Clv. I.«), Marie Pohoryles (»14 J. - Clv. A. I., Hml.«), Charlotte Steutter (»18 J. - Clv. V. III., Hml.«), Josef Stritzko (21 J. - Comp. A. II.«) und Heinrich Wottowa (»15 J. - Clv. A. I., Hml.«) (***).\nVon den 6 Orgelschülern gehören 5 zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern einer halb vom Schulgeld befreit war. 10 Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Kontrapunkt als Hauptfach, 6 Harmonielehre. Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 109 und Kontrapunkt von 10 Schülern besucht (°). - Auszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 1. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 4. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] C. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 20. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunct, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 25. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 13:31"}, {"ID": 188210015, "Datum": "1.10.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bei Zugrundelegung des üblichen dreiwöchigen Turnus: Bruckner hat Dienst an der Hofkapelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210025, "Datum": "2.10.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »2. Okt. Fr Kathi [Kachelmayr] Monatg.« und weitere Ausgaben für Haushalt »Wäsche, Kerzen, Cigaren.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210045, "Datum": "4.10.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »4. Okt 3.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210065, "Datum": "6.10.1882, Freitag", "Haupttext": "Jahn spielt in der zweiten Novitätenprobe der Philharmoniker die 6. Symphonie in Anwesenheit Bruckners (*)\nDer Stimmensatz wurde vom Linzer Kopisten Tenschert angefertigt [siehe die Anmerkung] (*a).\nFür Bruckners Werk stimmten 51 von 100 Mitgliedern; sieben der 107 ausgeteilten Stimmzettel waren nicht abgegeben worden. Außerdem wurden Kompositionen von Schubert, Cherubini, Herzfeld, Wallner und Kässmayer durchgespielt (**).\nKalendereintragung Bruckners: »6. [Oktober] 4.« [Lektion Lamberg] (***).", "Letzte Änderung": "20.10.2024 20:25"}, {"ID": 188210075, "Datum": "7.10.1882, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\n \ndie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 938 auf S. 5\r\n\"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird das Ordensfest Francisci feierlich abgehalten. Um 9 Uhr wird Pater Meditz die Festpredigt halten und um 10 Uhr Weihbischof Angerer das Hochamt celebriren, wobei Capellmeister Eder Haydn's Mariazeller Messe, Graduale (Bariton=Solo) und Offertorium (Violin=Solo) mit Chor von Gänsbacher zur Aufführung bringt. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel, Herr Stecher die Violine spielen.\" (*),\n \ndie Neue Freie Presse Nr. 6507 auf S. 4 [inhaltlich wie (*)] (*a)\nund das Neue Wiener Abendblatt (Neues Wiener Tagblatt) Nr. 276 auf S. 3 (**).\nDie »Tribüne« meldet in ihrer Morgenausgabe auf S. 7, daß die Wiener Philharmoniker in ihrer Novitätenprobe zwei Sätze der 6. Symphonie aufgeführt haben: \r\n   »Die Philharmoniker hielten heute die zweite Novitätenprobe. Es gelangten folgende Werke vor das hundertköpfige Richtercollegium: [...] A-dur Symphonie von Bruckner (daraus blos 2 Sätze) [...]« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210085, "Datum": "8.10.1882, Sonntag", "Haupttext": "Daß die Philharmoniker die 6. Symphonie für die folgende Saison angenommen haben, wird in mehreren Zeitungen gemeldet:\n \nFremdenblatt Nr. 278 auf S. 13:\n     »[...] Von den bisher durchgespielten Novitäten wurden zur Aufführung angenommen: Symphonie Nr. 6 von Bruckner und 3 kleine Stücke für Streichorchester von M. Käßmayer.« (*a),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6508 auf S. 6 [nahezu identischer Text] (*b),\n \nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 939 auf S. 7 [derselbe Text] (*c),\n \nWiener Sonn- und Montagszeitung Nr. 48, S. 3 [derselbe Text] (*d),\n \nWiener Zeitung Nr. 232 auf S. 2 [derselbe Text] (*e)\n \nund »Die Presse« Nr. 278, S. 15 [identischer Text] (**),\ndie auf S. 13 zudem auf die heutige Kirchenmusik hinweist (**a).\n \nBruckner spielt Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt. Um 9 Uhr Festpredigt von Pater Meditz. Beim Hochamt um 10 Uhr, das von Weihbischof Angerer zelebriert wird, werden unter Eders Leitung Werke von Haydn (Mariazeller Messe) und Gänsbacher (Graduale mit Baritonsolo und Offertorium, Violinsolo: Herr Stecher) aufgeführt (***).\n \nAufführung des Chores »Sängerbund« [WAB 82] unter Eduard Binder durch den Männergesangverein Wels in der städtischen Volkshalle. Mitwirkende Damen: Josefine Schenkel, Josefine Gütlinger (Gutlinger), Mayer, Tanner (Danner), Haberfellner. Mitwirkende Herren: Emmersdorfer, Lendl, Wessely, Peter, Moriz und Göllerich jun. (°).", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:53"}, {"ID": 188210095, "Datum": "9.10.1882, Montag", "Haupttext": "Die Annahme der 6. Symphonie durch die Philharmoniker wird auch \n im Vaterland Nr. 279 auf S. 4:\n     »[...] Von den bisher durchgespielten Novitäten wurden zur Aufführung \nangenommen: Symphonie Nr. 6 von Bruckner und drei kleine Stücke für \nStreichorchester von M. Käßmayer.« (*a) \n\n\n\n und im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 279 auf S. 3 (*b) gemeldet: \n    »[...] Von den bisher durchgespielten Novitäten wurden zur Aufführung angenommen: Symphonie Nr. 6 von Bruckner und 3 kleine Stücke für Streichorchester von M. Käßmayer.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210105, "Datum": "10.10.1882, Dienstag", "Haupttext": "Auch die Deutsche Zeitung Nr. 3870 berichtet auf S. 6 von der geplanten Aufführung der 6. Symphonie: »[...] Von den bisher durchgespielten Novitäten wurden zur Aufführung angenommen: Symphonie Nr. 6 von Bruckner und drei kleine Stücke für Streich=Orchester von M. Käßmayer.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210115, "Datum": "11.10.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »11. [Oktober] 5.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210125, "Datum": "12.10.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet auf S. 1118 über das Konzert des Welser Männergesangvereins am 8.10.1882, bei dem der Chor »Sängerbund« [WAB 82] aufgeführt worden ist:\n     »C Wels, 9. October. (Vom Männergesang=Verein.) Die gestrige Herbstproduction des hiesigen Männergesang=Vereines unter der Leitung des Chormeisters Herrn Eduard Binder in der städtischen Volkshalle nahm einen äußerst günstigen Verlauf und erfreute sich eines zahlreichen Besuches. Zum Eingange wurde der Männerchor von A. Bruckner: »Sängerbund« gesungen, den der bekannte Tonkünstler für das im nächsten Jahre stattfindende salzburgisch=oberösterreichische Sänger=Bundesfest eigens componirt und Herrn Stadtrath Göllerich zugeeignet hat. Der Chor ist kraft= und wirkungsvoll, erinnert aber nicht undeutlich an das bekannte »Deutsche Lied« [Kalliwodas] und ist textlich von sehr bescheidenem Werthe. [... keine Signatur]« (**).\n \nEin Bericht erscheint auch in der Linzer Tages-Post Nr. 234 auf S. 2:\n          \"Korrespondenzen.\n               Wels, 9. Oktober.\n     (Liedertafel.) Das Programm der gestern Abends in der Volkshalle abgehaltenen Produktion unseres Männergesangvereines war folgendes: 1. A. Bruckner: \"Sängerbund.\" Männerchor. (Als Gesammtchor für das im nächsten Jahre stattfindende oberösterreichisch=salzburgische Sänger=Bundesfest komponirt und Herrn Stadtrath Göllerich gewidmet.) 2. [...] Daß die Durchführung dieses schönen Programmes eine ausgezeichnete war, ist bei der umsichtigen Leitung des Vereinschormeisters Herrn Eduard Binder selbstverständlich.\n     Vorzugsweise muß das Klavierspiel des Herrn A. Göllerich jun. erwähnt werden, der mit dem Vortrage zweier brillanter Klavierstücke bewies, zu welcher Leistung auch ein überspieltes Instrument noch vermocht werden kann, wenn ein Meister es behandelt. [... Mitwirkende: Josefine Schenkel, Josefine Gütlinger, die Fräuleins Danner, Haberfellner und Mayer ...] Von den Männerchören waren neu: der \"Sängerbund\" von A. Bruckner, mit einer glücklichen Reminiszenz an \"Das deutsche Lied\"; für einen Massenchor besonders geeignet. [... weitere Mitwirkende: die Herren v. Lendl, Wessely, Emersdorfer, Peter und Moritz ... zahlreiche Besucher, anschließend Tanz ...] \" (**).", "Letzte Änderung": "01.08.2025 08:25"}, {"ID": 188210135, "Datum": "13.10.1882, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hofmeyer in Steyr:\r\n   Zum Namenstag der Hl. Theresia [15.10.1882], der ihn immer an seine Mutter erinnere, habe er für Therese von Jäger Klaviernoten mit Werken Wagners ausgewählt. Hofmeyer möge Bruckners Geschenk und Grüße überbringen. Die Philharmoniker hätten die 6. Symphonie angenommen und Bruckner einen Tusch gebracht. Wilhelm Jahn habe sich als Bruckner-Verehrer bezeichnet (*).\nKalendereintragung Bruckners: »13. [Oktober] 6.« [Lektion Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210145, "Datum": "14.10.1882, Samstag", "Haupttext": "Die Morgenpost Nr. 284 meldet auf S. 4 ebenfalls, daß die 6. Symphonie für die Philharmonischen Konzerte angenommen wurde: \n\n    »[...] Von den bisher durchgespielten Novitäten wurden zur Aufführung angenommen: Symphonie Nr. 6 von Bruckner und drei kleine Stücke für Streichorchester von Käßmayer.« (*). Eine nahezu identische Notiz erscheint auch in den Wiener Signalen Nr. 30 auf S. 247 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210165, "Datum": "16.10.1882, Montag", "Haupttext": "Scherzo der 7. Symphonie »fertig« (*).\r\nNotiz am Ende des Trios »fertig 16. Okt. 882. Wien [/] A Bruckner mp.« (*a).\nDie Kunsthandlung Montmorillon in München versteigert ein Autograph Bruckners [siehe die Anmerkung]: \r\n\"Nr. 505. Bruckner (Anton), berühmter Komponist und Organist in Linz. L. a. s. 2 p. 4. Wien 1870.\" (**).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 17:10"}, {"ID": 188210185, "Datum": "18.10.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Lamberg 18. Okt 7. Lect«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210195, "Datum": "(19.10.1882, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210205, "Datum": "20.10.1882, Freitag", "Haupttext": "Bruckner nimmt seine seit dem 28.7.1882 unterbrochenen Gebetsaufzeichnungen wieder auf [bis 20.3.1883] (*).\nKalendereintragung Bruckners: »20. [Oktober] 8.« [Lektion Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 16:23"}, {"ID": 188210216, "Datum": "nach dem 21.10.1882", "Haupttext": "[vermutlich letztes Oktoberviertel, jedenfalls nach dem 21.10.1882]\nDer Bericht der Signale für die Musikalische Welt Nr. 53 auf S. 837f erwähnt in seiner Saisonübersicht auch Bruckner: \n\n     \" * Wien, 20. Oct. [... Hellmesberger nun im großen Saal - Reaktion auf Ringtheaterbrand ... Risikosituation in der Hofburgkapelle ... auch bei Philharmonikern reduzierte Platzanzahl ...] Diese Concerte, nunmehr unter der Leitung des Hofoperndirectors Herrn Jahn, verzeichnen in ihrem Programm unter Andern: Scenen aus der Symphonie \"Romeo und Julie\" von Berlioz, erste Serenade von Brahms, Symphonie von Bruckner, Legenden von Dvorák [...] Als Novitäten hören die Wiener darunter die Werke von Bruckner, Käßmayer, Raff und Schubert; [...]\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210225, "Datum": "22.10.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bei Zugrundelegung des üblichen dreiwöchigen Turnus: Bruckner hat Dienst an der Hofkapelle.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210255, "Datum": "25.10.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »25. [Oktober] 9.« [Lektion Lamberg]. [Der Eintrag lautete zuerst »24.« (Oktober)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210275, "Datum": "27.10.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »27. [Oktober] 10.« [Lektion Lamberg]. [Der Eintrag lautete zuerst »26.« (Oktober)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210285, "Datum": "(28.10.1882, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188210305, "Datum": "30.10.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n»30. Okt. Montag 1/2 11 Uhr Lamberg« [Unterrichts- oder Zahltermin?] und »Lamberg 14 alt [/] 10 neu [/] 24« [wohl eine Addition der Unterrichtsstunden ab 19.5.1882; eine daneben stehende Addition »10 [/] 4 [/] 8 [/] 22 Lect.« ist durchgestrichen]. Fortsetzung auf der nächsten Seite: »4 alte [Lektionen] [/] 30. Okt. 5. Lect.« (*).\nDr. Alois Mayer berichtet in einem Feuilleton der Montagsrevue Nr. 44 auf S. 3, daß die Wiener Philharmoniker sich bei ihren Novitätenproben für einige Sätze der 6. Symphonie entschieden haben:\r\n   »[...] Nur über ein ganz prächtiges Stück von Käßmayer für Streichorchester [...] und einige Sätze einer Bruckner'schen Symphonie ist man einig geworden. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "20.11.2024 08:51"}, {"ID": 188211005, "Datum": "November 1882", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Ingenier Heinrich Baumgarten I. Hegelgasse 21.« (*).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1882/83 haben sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert\r\nJohann Czerny (**), Carl Pfoser (***) und Julius Wahle (* ca. 1861 Wien) (°),\r\nvon der juristischen Fakultät Carl Bowitz (H), Franz de Paula Budik (H), Julius Chodacki (H), Emil Goldschmidt (H), Giovanni Manzutto (H), Felix Mayer (H), Ferdinand Nittel (H), Edmund Richter (H), Josef C. Rotter (H), Ludwig Wahrmund (H) und Emil Wolf (Brünn) (H) (°°).\nChristian Ehrenfels, der nach dem Parsifal-Erlebnis [vgl. 30.7.1882] seinen Berufsplan, Musiker zu werden, aufgegeben und den Unterricht bei Bruckner beendet hat, besucht Bruckner in der Heßgasse, der ihm aus dem Adagio der 7. Symphonie vorspielt [zu der Vorahnung von Wagners Tod siehe \"nach dem 14.2.1883\"] (°°°).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 23:34"}, {"ID": 188211025, "Datum": "2.11.1882, Donnerstag (Allerseelen)", "Haupttext": "Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211035, "Datum": "3.11.1882, Freitag", "Haupttext": "[ca. 3.11., 1882?] Brief Bruckners an Waldeck:\r\n   Gratulation zum Namensfest [am 4.11.1882(?)]. Läßt Grüße an Dr. Dosch und seinen Dank an Frau Dosch ausrichten (*).\nKalendernotiz Bruckners: »3. Nov. 6. Lect.« [Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "24.09.2024 21:50"}, {"ID": 188211045, "Datum": "4.11.1882, Samstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt um 16 Uhr am Leichenbegängniß von Josef Eder (verstorben am 2.11.1882) am Wiedener Krankenhaus teil.\n[Weitere Trauergäste siehe im Bericht vom 5.11.1882]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211055, "Datum": "5.11.1882, Sonntag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 306 berichtet auf S. 16 vom Leichenbegängniß am 4.11.1882: \n\n          \"Josef Eder †.\n\n     Heute fand um 4 Uhr Nachmittags das Leichenbegängniß des in der Nacht von Allerheiligen zu Allerseelen verschiedenen Professors des Clavierspiels am Conservatorium, Herrn Josef Eder, vom Wiedener Krankenhause aus statt. [... Würdigung, Lebenslauf ... Hellmesberger mit dem gesamten Lehrkörper des Konservatoriums ...] \n\n     [...] Wir bemerkten die Reichsraths=Abgeordneten Lustkandl und Obratschai, die Professoren Thausing, Schipper, J. Weilen und J. Bayer, Regierungsrath Dr. E. Hofmann, den Director des Akademischen Gymnasiums Schmidt, Hof=Organisten Bruckner, Bibliothekar Pohl und viele Mitglieder des hiesigen Journalisten= und Schriftstellervereins. [... die meisten folgten dem Trauerzug zum Zentralfriedhof ...]\" (*a).\n\n\nEinen nahezu identischen Bericht (ohne die Würdigung und den Lebenslauf) bringt die Neue Freie Presse Nr. 6536 auf S. 6 (*b).\n\nKalendereintragung Bruckners: \n\n   »Fr Kathi [Kachelmayr]: Häusliches 20 fl 82 kr / 5. Nov. / Monatgeld 7 fl für Nov.« (**).\n(1. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Händels »Judas Maccabäus« (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211085, "Datum": "8.11.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »8. [Nov.] 7.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211095, "Datum": "(9.11.1882, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211105, "Datum": "10.11.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »10. [Nov.] 8.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211115, "Datum": "11.11.1882, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Montag [13.11.1882?] 11 H Caro. [/] [Montag] 10 [H] Lamb.« [Lamberg] (*).\nDie morgige Kirchenmusik wird angekündigt\nin der Deutschen Zeitung Nr. 3902 auf S. 7 (**),\nim Fremden-Blatt Nr. 312 auf S. 13: \"     In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird morgen um 11 Uhr eine Messe von Mozart, Graduale (Chor von Czerny) und Offertorium (Sopransolo von Laurenz Weiß) aufgeführt. Hoforganist Professor Bruckner spielt die Orgel.\" (***),\nin der Neuen Freien Presse Nr. 6542 auf S. 6:\r\n     \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin wird um 11 Uhr eine Messe von Mozart, Graduale (Chor) von Czerny und Offertorium (Sopran=Solo) von Laurenz Weiß aufgeführt. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (°)\nund in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 973 auf S. 6 [inhaltlich wie (°)] (°°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:32"}, {"ID": 188211125, "Datum": "12.11.1882, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der \"Presse\" Nr. 313 auf S. 13 [inhaltlich wie am 11.11.1882] (*).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).\nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Beim Gottesdienst um 11 Uhr erklingen Werke von Mozart (Messe), Czerny (Graduale) und Laurenz Weiß (Offertorium mit Sopran-Solo) (***).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Jahn mit Werken von Franz Lachner, Schumann und Beethoven (8. Sinfonie) (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211135, "Datum": "13.11.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »13. [Nov.] 9.« [Lektion Lamberg]. [siehe auch »11.11.1882«]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211155, "Datum": "(15.11.1882, Mittwoch)", "Haupttext": "Leopoldsfest in Klosterneuburg. Bruckner wirkte vermutlich traditionsgemäß als Festorganist mit.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211175, "Datum": "17.11.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »17. [Nov.] 10.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211195, "Datum": "(19.11.1882, Sonntag)", "Haupttext": "2. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Bach, Spohr, Beethoven/Liszt und Schubert.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:45"}, {"ID": 188211225, "Datum": "22.11.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »22. Nov. 1. Lect.« [Lektion Lamberg, neu beginnende Zählung].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211235, "Datum": "23.11.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung in Oddo Loidols Abschrift des Männerchores »Nachruf« [WAB 81], in der er die Ereignisse vom 28.10.1877 beschreibt. \n   »Abgeschrieben Fr. Oddo Loidol. 23. November 1882 in St. Florian.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211245, "Datum": "24.11.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »24. [Nov.] 2.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211265, "Datum": "(26.11.1882, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Jahn mit Werken von Beethoven (Coriolan), Dvorak, Mozart (Solist: Pachmann) und Schumann (1. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211295, "Datum": "29.11.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »29. [Nov.] 3.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188211305, "Datum": "30.11.1882, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des Tantum ergo (Pange lingua) in D-Dur [WAB 32] in St. Florian unter Traumihler. Oddo Loidol fertigt noch am selben Tag eine Abschrift (der verkürzten Fassung), die [wohl später] von Bruckner signiert wird, und notiert dazu:\n»Am 30. Novbr 1882 hörte ich dieses Tantum ergo in der Stiftskirche St. florian unter der Direktion des H. H. Traumihler.«\nAußerdem vermerkt er:\n»Mit Erlaubnis des H. H. Chorregenten von St. Florian, Traumihler, abgeschrieben am 30. Novbr 1882. [/] Komp. 1843 [/] Fr. Oddo Loidol.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212005, "Datum": "Dezember 1882", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (auf den zu Dezember gehörenden Leerseiten): Notiz zu einem Harmonielehreproblem [zwischen 22.12.1882 und 27.12.1882 geschrieben?] (*) \nund »Friedrich Spigl Währing, Herrengasse 48.« [nach dem 19.1.1883 geschrieben?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212015, "Datum": "1.12.1882, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »1. Dez. 4.« [Lektion Lamberg] (*).\n\n(Richard Strauss sucht Hans Richter auf, der ihm verspricht, ihn wegen einer Aufführung der Bläserserenade Wilhelm Jahn vorzustellen. Kalbeck - sehr liebenswürdig - sagt eine Vorbesprechung des Konzerts [5.12.1882] zu; Speidel und Hanslick sind nicht zu Hause (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212025, "Datum": "2.12.1882, Samstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 48 meldet auf S. 654, daß die Wiener Philharmoniker auch Novitäten von Bruckner [6. Symphonie] u. a. bringen werden:\n     \n\"Musikalisches.\n[...] Sehr freute es uns aber, Esser's vortreffliche A-moll Suite, [...] angekündigt zu sehen, wozu noch, wie wir hören, Novitäten von Bruckner u. A. kommen, während leider Händel gänzlich fehlt, auch von Brahms nichts Grösseres am Zettel steht. [... Signatur auf S. 655:] Dr. H. M. Schuster.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212035, "Datum": "3.12.1882, Sonntag", "Haupttext": "(Im 3. Philharmonischen Konzert unter Wilhelm Jahn werden die 1. Serenade von Brahms (*) und Werke Mozarts (u.a. Jupiter-Sinfonie) (**) gespielt.) Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).\n(Richard Strauss (in Wien) besucht außer dem Philharmonischen Konzert noch eine Vorstellung von \"Romeo und Julia\" im Hofburgtheater (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212045, "Datum": "4.12.1882, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »4. [Dez.] 5.« [Lektion Lamberg] (*).\n\n(Brief von Richard Strauss (in Wien, Hotel Klomser in der Herrengasse) an seinen Vater Franz Strauss: \n     Am Samstag habe er den \"Tannhäuser\" gesehen, am Sonntag \"Romeo und Julia\". Die Orchesterserenade von Brahms sei beim Philharmonischen Verein ausgezischt worden! Jupiter-Sinfonie recht gut. Das Blech sei schlechter als in München. Am Freitag habe er Hans Richter besucht und Max Kalbeck; Hanslick und Speidel seien nicht zu Hause gewesen. Morgen sei also das Konzert. - Launige Nachschriften von Eugenie Menter und Benno Walter (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212055, "Datum": "5.12.1882, Dienstag", "Haupttext": "(Konzert von Benno Walter, Eugenie Menter und Richard Strauss im Wiener Bösendorfersaal (*)).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n   »Montag 11. H C [Caro?] [/] 7. H Ing. [Baumgarten] [/] Mittw 7 - 9« (**).", "Letzte Änderung": "27.02.2024 23:13"}, {"ID": 188212065, "Datum": "6.12.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »6. [Dez.] 6.« [Lektion Lamberg] (*).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212105, "Datum": "(10.12.1882, Sonntag) (2. Advent)", "Haupttext": "Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Haydns »Jahreszeiten« (*).\nAufführung einer Serenade von Ad. Hrimaly [siehe die Anmerkung] unter Kretschmann im Ehrbar-Saal (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 15:24"}, {"ID": 188212125, "Datum": "12.12.1882, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n   Stremayr bitte um die Aufführung der 5. Symphonie [an zwei Klavieren] am 16.12.1882. Schalk möge Zottmann benachrichtigen und am Samstag baldmöglichst bei Bruckner sich einfinden.", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:54"}, {"ID": 188212135, "Datum": "13.12.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »13. Dez. 7. Lect. Lamb« [Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212155, "Datum": "15.12.1882, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n   Wegen Erkrankung von Stremayrs Tochter kann die Aufführung der 5. Symphonie morgen nicht stattfinden. Schalk möge Zottmann verständigen (*).\nKalendernotiz Bruckners: »15. [Dez.] 8.« [Lektion Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212165, "Datum": "16.12.1882, Samstag", "Haupttext": "Die für heute geplante Aufführung der 5. Symphonie bei Stremayr durch Josef Schalk und Zottmann an zwei Klavieren mußte kurzfristig abgesagt werden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212175, "Datum": "(17.12.1882, Sonntag)", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert unter Jahn mit Werken von Cherubini, Käßmayer, Mendelssohn (Solist: Ondricek) und Beethoven (2. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "25.11.2024 22:33"}, {"ID": 188212205, "Datum": "(20.12.1882, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212225, "Datum": "22.12.1882, Freitag", "Haupttext": "Rudolph Dittrich und Bruckner leiten mit einem Orgelpräludium die Christbaumfeiern des katholischen Waisen-Hilfsvereins um halb 3 Uhr [Dittrich?] und um halb 7 Uhr [Bruckner?] im großen Musikvereinssaal ein.\r\n   Auf dem Programm außerdem ein Weihnachtsgesang von J. Schweninger, ein Liedspiel von Joseph Petz und Thomas Arbeiter und Deklamationen von Julius Böhm (vorgetragen von Frl. Marie Sidonie Purschke.\r\n   Anwesend sind [bei der ersten Versammlung?] u. a. Erzherzog Franz Ferdinand, Erzherzogin Margarethe, Erzbischof Vannutelli, Canonicus Rudolph Koller, Arnold Graf zur Lippe-Weißenfeld, Henriette Liechtenstein, Fürstin Croy, Gräfin Marie Goeß, Baronin Pino, Gräfin Therese Mittrowsky, Max Freiherr von Gagern, Graf Coreth, die Comtessen Wenckheim, Marie Stolberg, Leopoldine und Auguste Salm, Gräfin Clarisse Gourcy, Baronin Friederike Dreihahn, Baronin Pirquet, die Baronessen Münch und Pillersdorff.\r\n   Der Abendversammlung wohnten bei: Fürsterzbischof Cölestin Ganglbauer, Prälat Stöger, Prälat Joseph Lollok, Ceremoniär Seidl, Gräfin Octavie Merveldt, Gräfin Ida Piatti, Graf Wenzel Paar, Gräfin Guidobaldine Paar, Graf Raphael Aichelburg, Baron Schwarzhuber und Gattin, Baron Andrian-Werburg und Anna Edle von Lagusius. Die Festredner sind Anton Schöpfleuthner und Johann Dörfler (*).\nKalendernotiz Bruckners: »22. [Dez.] 9. u. 10. Lect.« [Lektion Lamberg] und [vgl. 24.1.1883] »zwanzig Lectionen gezalt« [die ganze Kalenderseite durchgestrichen, wohl als Zeichen der Erledigung] (**).\nNotiz Bruckners »(†)« [Totengebet? am 21.12.1882 war Graf O'Hegerty verstorben] bei den Gebetsaufzeichnungen (***).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 16:57"}, {"ID": 188212235, "Datum": "23.12.1882, Samstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »h. B.« [heilige Beichte?] bei den morgendlichen Gebetsaufzeichnungen (*).\nBericht im »Vaterland« Nr. 354, S. 4, über die gestrige Christbaumfeier (**).", "Letzte Änderung": "31.08.2024 10:33"}, {"ID": 188212245, "Datum": "24.12.1882, Sonntag", "Haupttext": "Joseph Seemüller besucht Hans Rott in der Irrenanstalt. Zu Beginn des Gesprächs sagt Seemüller: »... Beim Herrn Direct. (Schlager) war ich, er hat erzählt, daß er Dich ermuntert habe für Prof. Bruckner 'was zu schreiben; Du hast zwei Linien Noten gespielt u geschrieben, bist aber nicht darüber hinausgegangen.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).\nLücke in den Gebetsaufzeichnungen abends bis 25.12.1882 morgens. Notiz Bruckners »Klost--« [Aufenthalt in Klosterneuburg bis morgen?] (***).", "Letzte Änderung": "14.12.2024 10:30"}, {"ID": 188212275, "Datum": "27.12.1882, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Lamberg 27. Dez. 21. Lect.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188212295, "Datum": "29.12.1882, Freitag", "Haupttext": "1. Satz der 7. Symphonie in Wien beendet (*).\r\nNotiz am Satzende »Wien, 29. Dezember 1882. Anton Bruckner mp.« (*a).\nKalendernotiz Bruckners: »29. [Dez.] 22.« [Lektion Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:05"}, {"ID": 188212315, "Datum": "31.12.1882, Sonntag", "Haupttext": "Bis zu diesem Tag notiert Bruckner seine Gebete im aktuellen Jahreskalender 1882.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188213005, "Datum": "ca. 1882/83", "Haupttext": "Brahms berichtet Heuberger über die Novitätenprobe einer Bruckner-Symphonie [»Nullte«, 2. oder 3. Symphonie?] und Dessoffs Verhalten dabei (*) und zu einem anderen Zeitpunkt über die Vergabe eines Stipendiums an Bruckner (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188300005, "Datum": "1883", "Haupttext": "[Kalendernotizen, auf dem Blatt nach »Dezember 1883« (*)] Haushaltsausgaben [ca. Juli 1883?] »Obers Kirschen Weichsel Linnspindl« [nicht »Leimspindl«], »Dr Hans Kleser Köln am Rhein Zeughausstraße 12. [/] Pius Richter Mödling. Klostergasse 14. [zuerst: »Franz Josefplatz 9.«] [/] Kathar. Kachelmair 9. Bez. Ackergasse. N 11, 2. Stock Thür 12.«, [andere, (folgende ?) Seite:] »Ignaz Grossmann VII. Kirchengasse 12.« und »Wieden. Freihaus 4. Hof. Blumenhandlung«, weitere Haushaltsausgaben und [nächste Seite:] »München Hofphotograf Albert. Brienerstraße.« (*).\nHäufigere Kontakte mit Meißner, dem er Te Deum und 7. Symphonie vorführt. Meißner spielte Bruckner das Scherzo der 3. Symphonie und Werke von Paganini/Liszt und Chopin vor. Äußerungen Bruckners über Brahms, Wagner (Besuch des »Rings« mit Meißner), Chopin, Liszt und Wolf (**).\nBruckner frägt Schaumann nach dem Opernlibretto »Ilse«, von dem ihm dieser Anfang 1880 erzählt hatte. Schaumann verspricht Bruckner, ein neues Textbuch zu schreiben [»Bürgerreuth« 1886] (***).\nWaldeck setzt sich in einem Kurort bei einer höhergestellten Dame für die Aufführung Brucknerscher Werke ein und erfährt später, daß Hellmesbergers Einfluß dem entgegenstehe (°).\nMarschner hört Bruckner an der Universität und wird mit Hynais ab Herbst 1883 sein Kontrapunktschüler am Konservatorium (°°).\nIn der 2. Auflage von Ludwig Edlbachers »Landeskunde von Ober-Österreich« wird auf S.416 Bruckner ausführlicher als in der 1. Auflage von 1873 gewürdigt (°°°).\nFromme's Musikalische Welt, Jg. 1883, gibt auf S. 110 einen Überblick über die »Wiener Concert-Programme« der Saison 1881/82 und erwähnt dabei auch die Aufführung des Quintetts am 17.11.1881 (#1). Auf S. 144 (»Musikalische Statistik von Wien«) wird Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel) genannt (#2). Auch auf S. 152 (\"K. k. Hof- und Kammermusik\") wird er erwähnt: \"Hofmusiker: Organisten [...] Bruckner, Anton\" (#3), ebenso auf S. 165 (\"Kirchenmusik in Wien\"): \"K. k. Hofcapelle [/] Hoforganisten [...] Bruckner, Ant.\" (#4). Auf S. 174 (\"Wiener Musiker-Adressen\") ist immer noch die veraltete Adresse angegeben: \"[...] Bruckner, Anton, Comp., L. (Org.) Prof. am Conservat., IX. Währingerstr. 41\" (#5).\nDer Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 11. Jahrgang, führt auf S. 43 Bruckner im Verzeichnis der ordentlichen Mitglieder an (##).\n(Vermutlich 1883) Von mehreren Kopisten wird von der Partitur des Quintetts die Stichvorlage angefertigt (###).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 13:12"}, {"ID": 188301005, "Datum": "Januar 1883", "Haupttext": "August Stradal, der bereits Bruckners Universitätsvorlesungen hörte, wird sein Privatschüler (*).\nKalendereintragungen Bruckners: »Leopoldstadt Lamberg obere Donaustraße 77. [/] H Noll 18 fl gezalt [vgl. 24.1.1883]. 2 fl schuldig. [...] Max Kalbek Porzellangasse 26. [/] Börsegasse 1 a.« (**).\r\nKalendernotiz [durchgestrichen, wohl als Zeichen der Erledigung]: »Großmann 9 11 fl schuldig. zwölf Gulden Schuld.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301035, "Datum": "(3.1.1883, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief Wolzogens an Eckstein: \n   Bei Richard Wagner würden die Folgen der früheren langjährigen Strapazen bemerkbar, und er habe sich entschlossen, die Wintermonate in Südeuropa zu verbringen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301055, "Datum": "5.1.1883, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik im Fremdenblatt Nr. 4 auf S. 3 des Abendblatts.", "Letzte Änderung": "09.02.2026 11:55"}, {"ID": 188301065, "Datum": "6.1.1883, Samstag", "Haupttext": "Auf die heutige Kirchenmusik weisen hin\n\n\n die Deutsche Zeitung Nr. 3955 auf S. 7 (*) \n\n\n\n und die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1026 auf S. 6:\n     \"Morgen (Samstag) um 11 Uhr wird in der Hofpfarrkirche St. Augustin Capellmeister Leopold Eder eine Pastoral=Messe von Kreutzer, Graduale (Vocal=Quartett) von J. F. Kloß, Offertorium (Tenor=Solo) von Anton Duchoslav aufführen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen. Soli Herr Fritz Wenzel.\" (**). \nBeim Gottesdienst um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Unter Leitung von Leopold Eder erklingen Werke von Kreutzer (Pastoral-Messe), S. F. Kloß (Graduale für Vokalquartett) und Anton Duchoslav (Offertorium mit Tenor-Solo). Solist: Fritz Wenzel (***).\nWohltätigkeitskonzert in der Hofoper mit dem Vorspiel zu Wagners »Parsifal«, Auszügen aus Goethes »Faust« und aus Schumanns »Der Rose Pilgerfahrt« (°).\n    (Bereits früher hatte die Wiener Erstaufführung des Parsifal-Vorspieles durch Eduard Strauß im Sophien-Saal stattgefunden (°°)).\n\nWagner hatte im Dezember Humperdinck, der ihn in Venedig besucht hatte, empfohlen, sich in Wien das Parsifal-Vorspiel unter Hans Richter anzuhören. Humperdinck war in der Nacht vom 2. auf den 3.1.1883 nach Wien abgefahren (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301075, "Datum": "(7.1.1883, Sonntag)", "Haupttext": "5. Philharmonisches Konzert unter Jahn mit Werken von Haydn, Bach/Raff und Mendelssohn (3. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301095, "Datum": "9.1.1883, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk: \n   Bittet ihn, den Klavierauszug der 5. Symphonie (mit deutlich geschriebenen Verbesserungen) leihweise Mayfeld im Hotel Elisabeth zu überlassen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301105, "Datum": "10.1.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Jänner 10. [Jan.] 23. - 24.« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301125, "Datum": "12.1.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »12. Jänner 12 Pils.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »12. [Jan.] 25. - 26.« [Lektion Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301145, "Datum": "14.1.1883, Sonntag", "Haupttext": "Falsche  Datierung in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung. [recte 14.1.1884].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301165, "Datum": "(16.1.1883, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301175, "Datum": "17.1.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »17. [Jan.] 27. [zuerst: 26.]« [Lektion Lamberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301195, "Datum": "19.1.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Fr. Kathi [Kachelmayr] 7 fl für Jänner am 19. gezahlt.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »19. [Jan.] 28. [zuerst: 27.]« [Lektion Lamberg] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301225, "Datum": "22.1.1883, Montag", "Haupttext": "Skizze zum Adagio der 7. Symphonie beendet. Nach T. 219 notiert »22. Jänner [1]883. [/] Scitze.« (*)\r\nNotiz am Satzende: »22. Jänner 883. Scitze. Vollendet: 21. April 1883. A Bruckner mp.« (**).\n(Erstes Konzert des Rosé-Quartetts mit Julius Egghard (***)).", "Letzte Änderung": "10.02.2025 13:21"}, {"ID": 188301245, "Datum": "24.1.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Schlußvermerk Nolls »Copiato gli 24 Gennajo 1883 a Vienna. Gio: Noll« in der Abschrift der e-moll-Messe (*).\nKalendereintragung Bruckners:\r\n   »Am 24. Jän[n]er H. Lamberg 20 Lectionen mit 60 fl berichtigt.[vgl. 22.12.1882]. Bleiben noch acht Lectionen [bis 19.1.1883 zu zahlen?] (**). Fortsetzung: »24. Jän[n]er die 9. Lection.« (***).", "Letzte Änderung": "08.08.2026 17:32"}, {"ID": 188301265, "Datum": "26.1.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »26. [Januar] 10. [Lektion Lamberg]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188301275, "Datum": "27.1.1883, Samstag", "Haupttext": "Brief Rudolf Weinwurms an Dr. A. Weiß in Prag:\r\n   Hanslick habe ihn 1875 gebeten, sich für die von Bruckner angestrebten Fächer an der Universität zu bewerben, weil das das einzige Mittel sei, den lästigen Bruckner, der auch den Minister [Stremayr] auf seiner Seite habe, »hintanzuhalten«.", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:24"}, {"ID": 188301305, "Datum": "30.1.1883, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »30. [Januar] 11. [Lektion Lamberg]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302005, "Datum": "Februar 1883", "Haupttext": "Privataufführung des Quintetts im Bösendorfersaal (*)\nLaut Winklers Bericht vom 11.10.1931 (ohne Datumsangabe) diente [nach dem 17.11.1881] \"eine zweite, geschlossene Aufführung\" \"im Rahmen einer Subskription\" \"zur Deckung der Druckkosten\" (*a).\n\r\nIgnaz Bruckner bittet seinen Bruder, ihm eine gute Uhr zu besorgen, worauf er aus Wien eine Uhr im Wert von 18 fl erhält. [auch Februar 1883?] Neubauer bezeichnet Bruckner als sein Ideal eines Organisten. [auch Februar 1883?] Leberbauer berichtet, daß Bruckner in Linz nach dem Orgelkonzert [in Linz oder St. Florian?] Floderer ein Thema vorgesungen habe, daß dieser wegen der enharmonischen Verwechslungen nicht habe nachsingen können (**).", "Letzte Änderung": "25.05.2023 10:34"}, {"ID": 188302025, "Datum": "2.2.1883, Freitag", "Haupttext": "[recte »4.2.1883«?] Die Neue Freie Presse kündigt die Teil-Aufführung der 6. Symphonie für das 7. Philharmonische Konzert am 11.2.1883 an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302035, "Datum": "3.2.1883, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung der Aufführung der 6. Symphonie am 11.2.1883 in den Wiener Signalen Nr. 5 auf S. 37:\r\n   »[...] Bruckner, Adagio und Scherzo aus der Symphonie Nr. 6 (neu) [...] (*).\nKalendernotiz Bruckners: »3. Febr 12. [Lektion Lamberg]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302045, "Datum": "4.2.1883, Faschingssonntag", "Haupttext": "Die Aufführung der 6. Symphonie am 11.2.1883 wird angezeigt\n \nin der Deutschen Zeitung Nr. 3983 auf S. 7:\n     »[...] Bruckner: Adagio und Scherzo aus der Symphonie Nr. 6 (erste Aufführung) [...]« (*),\n \nim Fremdenblatt Nr. 33 auf S. 6 [ähnlicher Text] (**),\n \nin der »Presse« Nr. 33 auf S. 14 [derselbe Text] (***),\n \nin der Neuen Freien Presse Nr. 6623 auf S. 7 [ähnlich] (°),\n \nim \"Vaterland\" Nr. 33 auf S. 5 [ähnlicher Text] (°a),\n \nin der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1054 auf S. 7 [ähnlicher Text] (°b)\nund in der Wiener Sonn- und Montagszeitung Nr. 7 auf S. 3 [ähnlicher Text] (°°).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (°°°).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:18"}, {"ID": 188302065, "Datum": "6.2.1883, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 28 kündigt auf S. 4 die Aufführung der 6. Symphonie am 11.2.1883 an:\n     »[...] Bruckner: Adagio und Scherzo aus der Symphonie Nr. 6 (neu) [...]« (*).\n \nIn diesen Tagen arbeitet Bruckner weiter am Adagio der 7. Symphonie, angeblich bereits in Vorahnung von Wagners Tod (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2025 09:33"}, {"ID": 188302075, "Datum": "7.2.1883, Aschermittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »7. [Februar] 13. [Lektion Lamberg]« (*).\n\n\nHinweis auf die Aufführung der 6. Symphonie am 11.3.1883 im Neuigkeitsweltblatt Nr. 29 auf S. 5: \n\n     \"[...] Bruckner: Adagio und Scherzo aus der Symphonie Nr. 6 (1. Aufführung) [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302085, "Datum": "8.2.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Auch im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 37 wird auf S. 5 die 6. Symphonie angekündigt: »[...] Bruckner: Adagio und Scherzo aus der Symphonie Nr. 6 (neu) [...]«.", "Letzte Änderung": "03.01.2026 16:35"}, {"ID": 188302095, "Datum": "9.2.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »9. [Februar] 14. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302105, "Datum": "10.2.1883, Samstag", "Haupttext": "Josef Schalk und Franz Zottmann spielen im Bösendorfersaal an 2 Klavieren den 1. und 3. Satz der 7. Symphonie (*).\nWie aus der Eintrittskarte hervorgeht, handelt es sich nicht um einen internen Abend des Wagner-Vereins (*a).\n\r\nTraumihler erzählt Oddo Loidol, daß er bei seinem Wien-Aufenthalt von Bruckner, der sich einen Stehplatz besorgt habe, dessen Sitzplatz für das Philharmonische Konzert bekommen habe. Bruckner habe damals Jahn, der zwei Sätze der 6. Symphonie aufführen werde, als seinen Freund bezeichnet. Traumihler berichtet von Bruckners Werdegang (als Organist in St. Florian, 1855 in Linz, nach Sechters Tod von Herbeck nach Wien geholt). [am selben Tag?] Gruber fordert Loidol auf, nach St. Florian zu kommen, wenn Bruckner Orgel spiele, und lobt das Adagio der 3. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188302115, "Datum": "11.2.1883, Sonntag", "Haupttext": "6. Philharmonisches Konzert der Wiener Philharmoniker unter Wilhelm Jahn mit Werken von Louis Spohr (5. Sinfonie c-Moll), Beethoven (Leonoren-Ouvertüre Nr. 2), C. Eckert (Violoncello-Konzert, Solist: Reinhold Hummer) und der Uraufführung der Mittelsätze von Bruckners 6. Symphonie (*). Brahms ist unter den Zuhörern. Bruckner war von Lamberg, der die Reaktionen Hanslicks und Brahms' beobachten sollte, zum Konzert abgeholt worden (**).\r\n   Außer von Hanslick wird das Konzert u.a. von den Kritikern Paumgartner, Kalbeck, Königstein, Helm, Woerz und Hahn besucht.", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:11"}, {"ID": 188302116, "Datum": "nach dem 11.2.1883", "Haupttext": "Besprechung der 6. Symphonie in den Leipziger »Signalen für die musikalische Welt« Nr. 15 (*).\n[Vermutlich nach der Uraufführung] Jahn bescheinigt in einem Zeugnis Bruckners Befähigung, Begeisterung und Sachkenntnis als Komponist (**).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:19"}, {"ID": 188302125, "Datum": "12.2.1883, Montag", "Haupttext": "Besprechung der 6. Symphonie im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 41 auf S. 4, signiert »W. Fr.« [Wilhelm Frey]:\r\n      »Konzerte. Bevor wir uns in die Konzertfluth der eben begonnenen Woche tauchen, mag es gerathen sein, mit den musikalischen Ergebnissen der letzten Tage reinen Tisch zu machen [...] Zu den bemerkenswerthesten Ereignissen der Jüngstzeit gehören das Philharmonische Konzert von gestern und der Walter=Abend vom vergangenen Freitag. [... eigentümliches Programm ... darauf] kamen zwei Sätze der neuesten Symphonie Anton Bruckner's an die Reihe: Adagio und Scherzo - das Adagio in seinen verschiedenen Motiven etwas musivisch aneinandergereiht; doch ist das erste dieser Motive im ernsten, großen Styl gehalten, der Ansatz zum Trauermarsch ruft im Zuhörer etwas allzu direkte Reminiszenzen wach, die Fülle von geistreichen Kombination [sic] und Wendungen werden aber auch die Gegner der Komposition nicht in Abrede stellen wollen und wäre das Scherzo etwas weniger bizarr, in seinem Schluß etwas weniger abgehackt, so wäre der Eindruck der interessanten Novität jedenfalls reiner gewesen. Der Komponist wurde übrigens ganz besonders nach dem Adagion [sic] mehrere Male stürmisch gerufen, nach dem Scherzo ebenso stürmisch, jedoch nicht ohne einige Opposition. [... über die anderen Programmnummern und über andere Konzerte ... Signatur:] W. Fr.« (*).\n(**) Besprechung in der Morgenpost Nr. 41 auf S. 3 (signiert »Bn.« [= Berggruen?]):\r\n    » * Jene Herren, welchen Richter's Programme für die philharmonischen Concerte nicht zu Gesichte standen, mögen sich das Programm der neuen Aera für das gestrige Concert hinter den Spiegel stecken. [... Kritik an der Programmzusammenstellung ...] Lebhaftes Interesse erregten blos zwei Sätze der neuen sechsten Symphonie von Bruckner, und hatte man blos zu bedauern, daß dieses allen Zuhörern noch unbekannte Werk fragmentarisch aufgeführt wurde, was selbst bei bereits bekannten Symphonien, die Kunstwerke in geschlossener Form sind, nicht geschehen darf. Wir enthalten uns jeglichen Urtheiles über das Werk, ehe es uns nicht vollständig vorgeführt wird und constatiren blos, daß es für die hohe Begabung des Componisten ein neues gewichtiges Zeugniß ablegt und mit großem Beifall aufgenommen wurde.   Bn.« (**).\nIm Konservatorium unterhält sich Bruckner mit seinen Schülern über den gestrigen Erfolg; Lamberg berichtet, daß auch Brahms applaudiert habe (***).\n(Aufführung von Wagners »Walküre« mit Scaria und Materna (°)).", "Letzte Änderung": "22.06.2025 06:53"}, {"ID": 188302135, "Datum": "13.2.1883, Dienstag", "Haupttext": "(*) Über die Aufführung der 6. Symphonie schreibt Hanslick in der Neuen Freien Presse Nr. 6632 (Morgenblatt) auf S. 1 - 3:\r\n          »Feuilleton.\r\n               Concerte.\n     Ed. H. [... 2 Seiten Berichte über mehrere Konzerte ... auf S. 3:]\r\n     Die Philharmoniker sind nach der üblichen Faschingspause mit ihrem siebenten [sic] Concert hervorgetreten. Mit Ausnahme von Beethoven's zweiter Leonoren=Ouvertüre hat es uns keinen ungetrübten Genuß bescheert. Als Novität erschienen zwei Symphoniesätze, Adagio und Scherzo, von Anton Bruckner. [... er finde keinen Zugang zu Bruckners Werken ... trotz Mängeln (»Rosalien«) konnte das Adagio durch seine Stimmung für sich einnehmen.] Der groteske Humor des in lauter unerklärlichen Gegensätzen sich müde taumelnden Scherzo fand mich dagegen völlig rathlos. Zum Glück schien dies Anderen nicht zu passiren, denn der Componist wurde unter stürmischen Acclamationen eines Theiles der Hörerschaft unzähligemal gerufen. Bruckner genießt durch seine ehrenhafte, sympathische Persönlichkeit das allgemeine Wohlwollen, durch seine lehramtliche Thätigkeit die Liebe seiner Schüler, endlich durch seine schwärmerische Wagner=Verehrung die kräftigste Unterstützung der „Partei”. Letztere würde indessen in Bruckner's eigenem Interesse handeln, wenn sie ihre Sympathie in weniger brüsken Formen ausdrücken wollte. [... über die Werke Eckerts und Spohrs ...]« (*).\n(**) Max Kalbeck in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1063 auf S. 1f:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Fasten=Concerte.\r\n     Einen neuen Erfahrungsbeweis für die Lehre Arthur Schopenhauer's, daß der Schmerz etwas Positives, die Freude dagegen, welche nur in dem Aufhören des Schmerzes bestehe, etwas durchaus Negatives sei, hat uns der Fasching geliefert. [... sarkastische Bemerkungen zu einem Klavierabend von Pauline Berthensohn-Woronetz mit einem miserablen Orchester und zu harter, grimmiger Klaviertechnik ...] doch das sind am Ende interessante Capricen,die man einer liebenswürdigen Dame nicht übel nimmt.\r\n   Ernster könnte man mit den Philharmonikern wegen ihres letzten Concertprogramms rechten, das eine ganze Last von ungleichwerthiger Musik enthielt. Zwei Theile eines neuen Bruckner'schen Werkes, eine vollständig wieder ausgegrabene Symphonie von Spohr und obendrein ein Eckert'sches Violoncell=Concert - zu viel des Problematischen stürmt da zusammen auf uns ein. Die Räthsel, welche uns Bruckner in dem Adagio und Scherzo seiner sechsten Symphonie aufgibt, sind dunkel wie ein Abschnitt aus Jacob Böhme's „Mysterium magnum”. Wir wissen, daß die schöpferische Kraft, die in dieser verworrenen Fülle von Harmonien sich offenbaren will, keine unbedeutende ist, und einzelne Lichtblitze, welche, aus dem Chaos emporflammend, die Geburt eines Sternes zu verheißen scheinen, geben Kunde von dem geheimnißvollen Walten eines ursprünglichen Geistes. Aehnliches wie die Zustände dieser Symphonie haben wir oft erlebt bei seltsamen psychophysischen Vorgängen in unserem Innern, sei es während eines leiblichen oder geistigen Rausches, sei es zur Zeit des Einschlafens und Erwachens oder unter außerordentlichen Verhältnissen, in welchen durch ein unvorhergesehenes Ereigniß froher oder trauriger Art unser Bewußtsein auf Augenblicke gebunden und gelähmt wurde. Wir können uns daher ungefähr vorstellen, wie es im Gemüthe eines Menschen aussieht, welcher die Vorbedingungen des künstlerischen Schaffens mit diesem selbst, den Taumel der Begeisterung mit der Energie der Darstellung, das subjective Wollen mit dem objectiven Können verwechselt. Hiezu neigt Anton Bruckner in bedenklicher Weise; ein Jacob Böhme der Musik, bedient er sich einer eigenen, aus Tiefsinn und Verkehrtheit zusammengesetzten Terminologie des musikalischen Mysticismus. Wie Böhme beliebige Mineralien mit menschlichen Empfindungen und göttlichen Persönlichkeiten identificirt, so erhalten bei Bruckner beliebige Accordfolgen und Tonreihen eine Bedeutung, die ihnen von Natur nicht innewohnt. Wollte er consequent sein, so müßte er Programme zu seinen Symphonien herausgeben, um sich noch in einer anderen Sprache seinen Zuhörern klar zu machen. Der Gott der Töne gibt ihm selten zu sagen, was er denkt und fühlt, sondern vielmehr, wie er denken und fühlen würde, wenn er das Unaussprechliche zu sagen vermöchte. Im Traum ist, wie bekannt, Jeder ein kleiner Shakespeare; vom Dichter aber verlangen wir, daß er dies auch im Wachen bethätige. Bruckner wäre zu einem der Ersten berufen, hätte er neben seiner Einbildungskraft und seinem Schaffenstriebe auch das Vermögen des Vergegenwärtigens; seiner Phantasie fehlt die Logik, seiner Inspiration das innere Gesetz, nach welchem, unberührt vom Zwange äußerer Formen, der Proceß künstlerischer Gestaltung sich vollzieht. Sein Adagio in F-dur klingt wie ein Traum, den irgend ein Meister, meinetwegen der „Meister” selbst, von dem Schlußduett im „Siegfried” und den „Meistersingern” gehabt hat; es isr reich an vortrefflichen Gedanken, eigenthümlichen Wendungen, Feinheiten der Harmonisirung und Instrumentirung, und wir begreifen, daß man sich in dasselbe, wenn nicht hineinleben, so doch verlieren kann. Zu dem Scherzo in A-moll ein näheres Verhältniß zu gewinnen, ist uns nicht gelungen; die Tongespenster, welche darin umhertreiben, machen es gar zu toll: als hätten Wolfsschlucht und Walpurgisnacht sich ein Rendez=vous gegeben, so stampft und tobt, brüllt und wiehert Alles wild durch einander. Die Zukunft, welche ein solches zerrissenes, aus hundert Klüften widerhallendes Tonstück zu genießen vermag, wünschen wir uns fern; aber auch in dem stillen Gärtchen, welches Spohr's C-moll-Symphonie umfriedet, wollen wir nicht mehr ausruhen. [... über Spohrs Symphonie und Eckerts Konzert ...] Die traurige Wahrnehmung, daß vorzügliche Mittel an ein zweifelhaftes Unternehmen gesetzt wurden, drückte dem sechsten Philharmonischen Concert, das mit Beethoven's zweiter Leonoren=Ouverture so herrlich begonnen hatte, den charakteristischen Stempel auf; die über jedes Lob erhabenen Leistungen Jahn's und des von ihm geleiteten Orchesters standen in keinem Verhältnisse zu den Gegenständen, an welchen die Kräfte der Mitwirkenden geübt wurden. [... über Gustav Walters Konzert ...] Max Kalbeck.« (**).\n(***) Konstitutionelle Vorstadt-Zeitung (Österreichische Volkszeitung) Nr. 42 auf S. 3:\r\n   »Konzert. Unser Ruf nach Novitäten in den philharmonischen Konzerten ist nicht ungehört verhallt. Das sechste Konzert brachte vorgestern zwei Sätze einer neuen (der sechsten) Symphonie von Anton Bruckner, unserem Meister des Kontrapunktes. Es ist schwere Musik, welche die volle Aufmerksamkeit des Hörers in Anspruch nimmt, aber gedankenreich, überaus kunstvoll durchgeführt und warm empfunden. Die Themen des Adagio sind von imponirender Breite, zumal der Seitensatz wirkt mit seiner Steigerung außerordentlich. Dabei ist das Adagio weit entfernt von jenem Grübeln, über dem man so häufig in neueren Symphonien zu keiner Musik kommt. Es ist im Gegentheil für den aufmerksamen Hörer beim ersten Hören in der Form ganz zu durchschauen. Interessant ist das Scherzo. Ist es eine absichtliche Huldigung an den von Bruckner hochverehrten Bayreuther Meister, oder hat Wagner Bruckner gerade bei Komposition dieser Symphonie nicht aus dem Kopfe wollen - das Scherzo ist eine symphonische Phantasie über die „Nibelungen” geworden. Wir finden in ihm gerade die markantesten Motive der Tetralogie, die, mit Meisterschaft verarbeitet, ein originelles Ganzes geben. Besonders sei der ganz eigenartigen, meisterhaften Instrumentation der beiden Sätze gedacht, welche den Wunsch nach der Aufführung des ganzen Werkes rege machten. - [... über die anderen Werke ...] Direktor Jahn leitete alle diese Nummern mit Meisterschaft.« [keine Signatur] (***).\n(°) Die Presse Nr. 42 auf S. 11 (signiert »h.« [vermutlich L. B. Hahn]):\r\n      »(Concerte.) Seit die Pforten der Tanzsäle sich geschlossen haben, stehen die der Concertsäle wieder angelweit offen. [... über Gustav Walters Konzert ...] Die Philharmoniker begannen mit Beethoven's „Leonoren”=Ouverture Nr. 2 und schlossen mit Spohr's fünfter Symphonie in C-moll. Dazwischen lagen das von Herrn Hummer hübsch und mit gutem Geschmacke vorgetragene Cello=Concert von Eckert und zwei Sätze (Adagio und Scherzo) aus einer Symphonie (Nr. 6) von Bruckner. Beide schwelgen in Erinnerungen an Richard Wagner, in dessen verschiedenen, vorzugsweise aber jüngeren Stylarten und wenden den „symphonischen Styl” der Bayreuther „Fest=”, „Weihfest=” und „Bühnenweih=Festspiele” leider nun auch auf die Symphonie selbst an. Im Ganzen hat der wilde Componist etwas an Zucht gewonnen, aber an Natur verloren. Beim Adagio hielten Interesse und Befremden einander im Publicum noch die Waage und es ging, wenn auch zögernd, mit. Bei dem ausschließlich durch Seltsamkeiten fesselnden Scherzo trennte sich aber - wie ein Sportsman [sic] sagen würde - das Roß von seinem Reiter. Eine kleine Claque schien sichs in den Kopf gesetzt zu haben, die Legitimirung auch dieses Satzes in revolutionärem Wege zu erzwingen; vergebene Mühe. Wir kommen auf beide Abende und einige andere demnächst [am 2.3.1883] des Genaueren zurück    h.« (°).\n(°°) Speidel im Fremden-Blatt Nr. 42 auf S. 6:\r\n»     (Sechstes philharmonisches Konzert.) Man kann es als ein Ereigniß bezeichnen, daß die Philharmoniker in ihrem jüngsten Konzert eine Symphonie von Spohr brachten. [... ausführlich über Spohr ...] - Neben das Aeltere stellte sich kühn das Neuere und Neueste, eine Symphonie von Anton Bruckner, allerdings nicht die ganze, sondern nur zwei ausgewählte Sätze, ein Adagio und ein Scherzo. Das Adagio, ein breiter Satz in F-dur, nimmt alle Vortheile der allerneuesten Musikentwicklung für sich in Anspruch und steht bis an die Zähne mit Blech gepanzert da. Es beginnt mit einem sehnsüchtig leidenschaftlichen Thema, das mit den interessant laufenden Bässen in schneidende Gegenbewegung gesetzt ist; über den Streichern, die dieses ausführen, schwebt ein von den Oboen getragener rasch bewegter Kontrapunkt. Man hat sofort den Eindruck einer ungewöhnlichen Fülle und wird von dem melodisch kühnen, rhythmisch gespannten und spannenden Hauptgedanken energisch gepackt. Ein zweites Thema, das zuerst in E-dur erklingt – man sieht, daß auch hier gerutscht wird [wie zuvor bei Spohr besprochen] – hat in der wiederkehrenden Achtelfigur leider Aehnlichkeit mit dem wiegenden Hauptthema von Richard Wagner's „Siegfried=Idyll”. Im Uebrigen entwickelt der Komponist eine überall durchquellende thematische Kraft und eine Macht der Steigerung, die hinreißend wirken kann, freilich auch alle Mittel des Orchesters erschöpft. Es schlagen geniale Elemente durch, allerdings auch trübe Elemente. Das Scherzo hält den Vergleich mit diesem Satze nicht aus; es ist, als ob der Komponist zuletzt den logischen Faden aus der Komposition herausgezogen hätte. Als ein seltsamer, etwas leerer Eigensinn muß es erscheinen, daß ein Dreiklang durch fast ein Dutzend Takte durchgehalten ist. Bei Beethoven sind dergleichen Schlüsse das Austoben einer überschüssigen Kraft. Das Adagio fand lebhaften Beifall, wogegen bei dem Scherzo die Meinung des Publikums getheilt war. [... über die anderen Programmnummern ... Signatur:]    sp.« (°°).\n(°°°) Besprechung in der Morgenausgabe der »Tribüne« Nr. 42 auf S. 2:\r\n»Concerte\r\nFeuilleton von August Seelig [...] kamen zwei Sätze aus der sechsten Symphonie von Bruckner in A-dur, Adagio und Scherzo. Wäre gegen das Herausreißen einzelner Sätze aus symphonischen Werken nicht energisch genug Protest zu erheben, den Bruckner'schen Bruchstücken gegenüber finden wir den Modus begreiflich. Sie sind alles Andere, nur keine Symphoniesätze, und erwächst ihnen aus der Einzelvorführung sicherlich kein Nachtheil. Das Adagio ist dramatisch gedacht, voll schöner, erhabener Gedanken, aber unverständlich in seinem Verlauf und von ermüdender Länge. Das Scherzo zeichnet sich mehr durch Formensinn aus, sein musikalischer Inhalt macht auf's erste Hören keinen besonderen Eindruck. Der Componist, dessen gediegenes Wissen allenthalben mit Recht hoch geschätzt wird, erfreut sich namentlich bei der akademischen Jugend einer überschwenglichen Verehrung. Dieser wurde von einigen mit starken Lungen begabten Jünglingen so lauter Ausdruck gegeben, daß die Opposition der ruhiger denkenden Männer heraufbeschworen wurde. [...]« (°°°).\n(Populäres Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Volkmann, Brahms, Schumann, Beethoven, Paganini, Herbeck, Spohr, Goldmark, Schubert, Kirchner und Mendelssohn (#)).\nRichard Wagner in Venedig gestorben. Kalendernotiz Bruckners: »R. W. +« (##).", "Letzte Änderung": "10.02.2026 14:21"}, {"ID": 188302145, "Datum": "14.2.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner erfährt im Konservatorium die Nachricht von Wagners Tod (*).\r\nDie abendlichen Gebetsaufzeichnungen sind ungewöhnlich umfangreich (*a).\nKalendernotiz Bruckners: »14. [Februar] 15. [Lektion Lamberg]« (**).\n(Meldung im Bayreuther Tagblatt (***)).", "Letzte Änderung": "03.07.2024 06:21"}, {"ID": 188302146, "Datum": "nach dem 14.2.1883", "Haupttext": "Brief Bruckners an Cosima Wagner:\r\n    Kondoliert zum Tode Richard Wagners (*).\r\n(Bruckner besaß eine Wagner-Photographie mit Trauerrand von Josef Albert aus München (**) [vielleicht erst seit 1884 laut Kalendernotiz 1884]).\n[vermutlich erst 1886 in Bayreuth] Notiz Bruckners: »NB Bayreuth. Meinem unsterblichen Ideale. AB.« [Text einer Kranzschleife?] (***).\nChristian Ehrenfels besucht Bruckner. Zur »Trauermusik« in der 7. Symphonie gibt Ehrenfels zu bedenken, daß Wagner erst nach der Komposition verstorben sei. Bruckner bezeichnet jedoch dieses Stelle als »Vorahnung«, als vorweggenommenen Eindruck (°).\n\"Nicht lange nach Richard Wagners Tod\" spielen Josef Schalk und Ferdinand Löwe das Adagio der 7. Symphonie bei einer Donnerstagzusammenkunft des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im Hotel Wandl in Anwesenheit Bruckners. Bruckner soll geäußert haben \"Meine Herren, das habe ich in der Vorahnung geschrieben auf den Tod des Meisters.\" (°°).\n(Bei Conrad Schröder (Bayreuth 1883) erscheinen \"Erinnerungsblätter aus dem Trauerkranze der deutschen Presse zu Rich. Wagners Tod und Bestattung.\" u. a. mit einer Liste von 202 Trauerkränzen (°°°)).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 13:13"}, {"ID": 188302155, "Datum": "15.2.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Dr. Paumgartners [nicht Puchsteins (#)] Kritik über die 6. Symphonie erscheint in der Wiener Zeitung Nr. 36 auf S. 5:\n          »Musik.\n[... Inhaltsangabe ...]\n     Der Faschingsjubel ist verrauscht, die ernste, beschauliche Fastenzeit hat den leichtfertigen Bruder Carneval abgelöst, und die Concertgeber sind damit in ihr volles Recht getreten. Nicht immer jedoch dünkt es uns ein Gewinn,daß die heitere Tanzweise dem strengen Style weichen mußte, und in manchem seriösen Concerte sehnten wir uns bereits aus tiefstem Herzensgrunde nach den holden Zauberklängen der Straußschen Muse zurück. [... über konzertierende Pianistinnen ... die Konzerte der Brüder Schalk und von Gustav Walter...]\n     Eines der befremdendsten Ereignisse war das letzthin an uns vorübergegangene philharmonische Concert. Nachdem dasselbe mit der Beeethoven'schen Leonore=Ouverture Nr. 2 begonnen und mit zwei Sätzen aus einer Bruckner'schen Symphonie seine Fortsetzung gefunden hatte, wurde dem Publicum das maßlos langweilige Eckert'sche Violoncellconcert das dritte Nummer aufgebürdet und - nicht genug der schweren Prüfung - zum Schlusse der Kelch des Leidens durch eine todtenblasse Spohr'sche Symphonie übervoll gemacht. Während der Aufführung der Spohrschen Symphonie artete denn auch der Rückzug des Publicums in die wildeste Flucht aus.\n     [... über Beethoven ...] Die Ouverture klang nicht machtvoll, nicht überzeugend genug.\n     Hingegen wurden die Bruckner'schen Symphoniesätze mit großer Liebe und Sorgfalt dirigirt und gespielt. Dessenungeachtet war es eine Unrichtigkeit, nicht die ganze Bruckner'sche Symphonie zur Aufführung zu bringen. Die Symphonie ist ein organisches Ganzes, aus welcher niemals ohne Lebensgefahr für den Organismus einzelne Glieder gerissen werden dürfen. Mancher Satz, der an sich befremdend wirkt, erlangt sofort seine wahre Bedeutung so wie er im Zusammenhange mit den übrigen Sätzen gehört wird. Der \"Torso\" kann bei den glühendsten Verehrern antiker Kunst doch niemals den Schmerz über die Verstümmelung und die Sehnsucht nach der vollständigen Gestalt übertäuben. Man denke sich das Scherzo aus der \"Neunten\" als einzelne Concertnummer! Gewiß hätte das Publicum nichts verloren, wenn der ganze Spohr von dem Programme gestrichen und anstatt dessen der ganze Bruckner hinaufgesetzt worden wäre. Das \"Adagio\", welches letzthin als erster der beiden Symphoniesätze gespielt wurde, ist ein Stück voll weihevollster Empfindung und rührendster Innigkeit. Von großer Schönheit ist das zuerst in E-dur und späterhin in F-dur (der Grundtonart) in den Celli auftretende eigentliche Gesangsmotiv des Adagio. Als zweiter Satz wurde das \"Scherzo\" gespielt, ein Stück voll genialer Züge, doch - wir dürfen es nicht verhehlen - vielfach befremdend. Der merkwürdige Schluß des \"Scherzo\" fand wohl auch die begeistertsten Freunde und Schüler des Compositeurs in einiger Verlegenheit. Immerhin jedoch ist Bruckner eine hochbedeutsame, das Durchschnittsmaß weit überragende künstlerische Persönlichkeit, deren Schöpfungen jederzeit das ungetheilte Interesse aller wirklichen Kunstfreunde für sich haben werden.\n     Auf die interessante Bizarrerie des Bruckner'schen Scherzo kam die flache Trivialität des Eckert'schen Violoncell=Concertes. [... \"Der schöne Ton des Cellisten ging rettungslos unter in dem Gassenkothe der Composition\" ...]\n     Ueber die Spohr'sche Symphonie wollen wir kein Wort verlieren. Sie ist durch und durch veraltet, und derartige Galvanisirungen wie neulich läßt man sich hier einfach nicht gefallen. Man liebt in Wien überaus alte, aber nicht veraltete Musik.\n     [... über ein Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde am 13.2.1883 ...] Doch mitten in den frischen Uebermuth des schottischen Jagdliedes drang eine erschütternde Trauerkunde in den Saal: Richard Wagner ist todt. Mit diesem Laute voll schneidenden Wehs mußte der Abend schließen!\nDr. Hans Paumgartner.«", "Letzte Änderung": "17.10.2025 16:44"}, {"ID": 188302165, "Datum": "16.2.1883, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 8 informiert auf S. 93 ihre Leser von der Aufführung der 6. Symphonie am 11.2.1883:\n          \"Vermischtes.\n     *- * In Wien brachten am 11. die \"Philharmoniker\" in ihrem sechsten Concerte zur Aufführung: 2. Ouverture zu \"Leonore\", Adagio und Scherzo aus Bruckner's 6. Symphonie, Eckert's Violoncelloconcert (Hummer) und Spohr's Cmollsymphonie. -\" (*).\nKalendernotiz Bruckners: »16. [Februar] 16. [Lektion Lamberg]« (**).", "Letzte Änderung": "02.08.2023 16:09"}, {"ID": 188302175, "Datum": "17.2.1883, Samstag", "Haupttext": "Besprechung (»Concerte«) der 6. Symphonie durch Theodor Helm in den Wiener Signalen Nr. 7 auf S. 51ff:\r\n»Concerte. [... Inhaltsangabe ...] Am Sarge eines der größten Künstler aller Zeiten über die ehrenwerthen, aber gegenüber des Geschiedenen Heldenthaten und Machtschöpfungen doch nur pygmäenhaften Leistungen Ueberlebender berichten zu müssen: „ein sau'res Amt und heut' zumal”. [...] Das sechste philharmonische Concert eröffnete mit Beethoven's zweiter „Leonoren”=Ouverture [...] und schloß mit der C-moll=Symphonie von Spohr, einem im Ganzen sehr verblaßten Opus [...] Mit zwei Sätzen einer gänzlich neuen (sechsten!) Symphonie fand endlich der vaterländische Tondichter Anton Bruckner Eintritt in die philharmonischen Matinéen; ob ihm aber hier Sitz und Stimme verbleiben werden, ist nach dem Erfolge des neuerlichen Debuts nicht bestimmt zu entscheiden. Zwar der erste der jüngst gehörten Symphoniesätze, ein ganz unter dem Vorbilde Wagner's und des letzten, Beethoven's entstandenes, drangvoll überschwengliches Adagio, machte durch seine edle Stimmung, melodische Breite und farbenreiche Instrumentation einen überwiegend günstigen Eindruck, wenn auch - so weit der Eindruck erstmaligen Hörens! - ein plastischer Gedankengehalt zu fehlen scheint. Aber das anschließende Scherzo, welches, verbunden durch einige echt Bruckner'sche Drolerien und Unbegreiflichkeiten, die schmiedenden Zwerge aus „Rheingold” und die reitenden Walküren in den Concertsaal beschwört, erschien uns für den Letzteren allzu grell, bizarr - um nicht zu sagen: barock. Der Componist, welchen man mit einer Gesammt= oder Detail=Aufführung einer seiner früheren Symphonien, z. B. der fünften [sic] in Es-dur, vielleicht bei dem philharmonischen Stamm=Publikum einen besseren Dienst erwiesen hätte, wurde zwar auch nach dem in Rede stehenden Scherzo stürmisch gerufen, aber der etwas allzu lärmende Applaus erweckte schließlich Opposition. [... über weitere Konzerte, darunter eines von Josef Schalk, »ein ganz vorzüglicher Pianist«, und Franz Schalk (mit Intonationstrübungen) ... auf S. 53:] Dr. Th. Helm.« (*).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:35"}, {"ID": 188302185, "Datum": "18.2.1883, Sonntag", "Haupttext": "(*) Theodor Helms Kritik zur 6. Symphonie erscheint auch im Wiener Salonblatt Nr. 8 auf S. 7f:\r\n           »Musik.\n    Wie ein Blitz aus heiterem Himmel hat die Trauerbotschaft aus Venedig die gesammte gebildete Welt getroffen. [... über Richard Wagners Tod ...]\n     Nach Fug und Recht sei denjenigen Künstlern der Vortritt vergönnt, welche es mit dem hingeschiedenen Meister am Redlichsten gemeint und unter diese zählten die Brüder Schalk (Mitglieder des hiesigen akademischen Wagner=Vereines), welche am letzten Samstage zusammen ein Concert im Bösendorfer Saale gaben; hieher gehört unser Hoforganist Bruckner, von welchem im sechsten philharmonischen Concerte (11. d.) zwei neue Symphoniesätze zur Aufführung gelangten [und Gustav Walter. ... Franz Schalk sollte dringend sorgfältiger intonieren, Josef Schalk sei dagegen »wirklich ein gottbegnadeter Priester der idealen Kunst« ...].\n     Bruckner's oben genannte Symphoniesätze (ein Adagio und Scherzo einer sechsten Symphonie) waren die ersten, welche überhaupt in philharmonische Matinéen Eingang fanden, obgleich der Componist - wieder eine lebendige Illustration des alten Satzes \"Nemo propheta in patria\" - als orchestraler Erfinder unstreitig zu den ersten Talenten der Gegenwart zu rechnen. Wollten nun die Philharmoniker ein langjähriges Unrecht an einem hochbegabten Landsmanne sühnen, so hätten sie besser Stücke aus früheren Bruckner'schen Symphonien (z. B. aus der dritten in D-moll, R. Wagner gewidmet, oder aus der fünften [sic] in Es) gewählt, denn die jüngst gehörten spiegelten nicht vollkommen getreu das bedeutende Können des Autors wieder. Mindestens erschien uns in dem barock=genialen Scherzo, das die schmiedenden Zwerge aus \"Rheingold\" und die reitenden Walküren in persona vorführt, Bruckner's wunderliche Manie für unvermittelte Aneinanderreihung der schroffsten Gegensätze auf die Spitze gestellt, so daß das Ganze an Tollheit grenzt. Dagegen wirkte das Adagio als ein tief empfundener, langathmiger, ganz in Wagner's \"Unendliche Melodie\" untertauchender Gesang sehr verwandt dem wunderbaren Vorspiel aus \"Tristan und Isolde\" - namentlich die Instrumentation ist hier von berauschender Fülle und Eindringlichkeit. Der äußere Erfolg dieses Adagio's war ein unbedingt günstiger, während die Ansichten über das Scherzo stark auseinandergingen: im Interesse des Componisten selbst wären wohl die Beifallsbezeigungen [sic] seiner Anhänger besser minder geräuschvoll geäußert worden. [... über Beethovens Ouvertüre und die »total verblaßte« Spohrsche Symphonie mit ihrem redseligen Finale ...] Das macht begreiflich das Publikum ungeduldig, so daß es in hellen Schaaren vor Schluß der Spohr'schen Symphonie das Concert verläßt. [... über Gustav Walters Konzert ...] Dr. Theodor Helm.« (*).\n\r\n(***) Besprechung durch Hans Woerz [= »Florestan« (**)] in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 9 auf S. 2f:\r\n           »Concerte.\r\n   \"Wenn die Concertgeber dem Publicum Unbekanntes vorführen wollen, brauchen sie nur nach den Werken Spohr's zu greifen.\" Wir haben diese Bemerkung erst vor Kurzem gemacht und im letzten philharmonischen Concerte (am 11. d. M.), dessen Programm die Symphonie Nr. 5 (C-moll) von Spohr enthielt, vollkommen bestätigt gefunden. [... über Spohr im Allgemeinen und die Symphonie im Speziellen ...] herzlicher Dank sei der trefflichen Aufführung gezollt.\r\n     Wäre ein recht großes Spektakel der Werthmesser für ein Kunstwerk, dann hätte A. Bruckner mit dem Adagio und Scherzo aus seiner als Ganzes noch unaufgeführten Symphonie Nr. 6 den guten Spohr in Grund und Boden hineingearbeitet und brauchte keinen Rivalen mehr zu fürchten außer Richard Wagner. Für den äußeren Erfolg jedoch haben die verschiedenen Motive und Phrasen, welche sich Bruckner von Wagner ohne vorherige Anfrage zu entlehnen erlaubte, die kräftigsten Dienste geleistet und auf eine \"kleine aber rührige\" Fraction des Publicums dieselbe aufregende Wirkung hervorgebracht wie der bekannte rothe Lappen auf den Stier. Das Adagio hat unstreitig viele Schönheiten und einen großen Zug, es zeichnet sich durch interessante Verarbeitung der Motive und glänzende Instrumentaleffecte aus. Leidet es immerhin stellenweise an orchestraler Ueberladung und übermäßiger Länge, so ist es doch ohne Zweifel das beredte Zeugniß für das Vorhandensein wirklichen Componistentalentes. Ueber das Scherzo jedoch läßt sich überhaupt nicht ernsthaft sprechen; das Publicum war \"paff\", und als endlich nach einer bedenklichen Pause die »Bergpartei« Gefahr im Verzuge sah, begann ein geradezu peinliches Gejohle, das auf unbefangene Leute den Eindruck machte, als wollten sich Schuljungen mit ihrem Lehrer einen unziemlichen Spaß erlauben. Nachträglich erfuhren wir aus läßlicher [sic] Quelle, daß dieser Spaß Ernst, und die Schuljungen Wagnerianer gewesen. Was zur Steuer der Wahrheit hiemit bekannt gegeben wird. - In der Mitte zwischen Bruckner und Spohr stand C. Eckert mit einem Celloconcerte von exquisiter Erfindungsarmuth, das den einzigen Zweck zu haben scheint, dem Solocellisten eine Spielgelegenheit zu geben. [... über weitere Konzerte ... Signatur auf S. 4:] Florestan.« (***).\n\r\n(°) Von dieser Aufführung berichtet auch die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 7 auf S. 74:\r\n   »[... Beethoven begeistert aufgenommen ...] und die Philharmoniker konnten sich gerade diesmal durch nichts schwerer schädigen, als durch die unglückliche Wahl der darauffolgenden Programmnummern, bei dern Anhörung die Begeisterung gar bald der Langeweile Platz machen mußte. Ausnehmen wollen wir hiebei nur das Adagio aus der 6. Symphonie von Bruckner, welches immerhin eine bedeutende interessante Composition gennant zu werden verdient. Die Gedanken sind großartig erfunden, die Instrumentation, eine farbenprächtige, gibt Zeugniß davon, in welchem Umfange Bruckner die Effecte des Orchesters beherrscht. Das Scherzo konnte uns weniger behagen - es ist eine ganze Gespenstergeschichte, in welcher Hexen und Kobolde ihr Unwesen treiben. [... über weitere Konzerte ... Signatur am Absatzende:] E. v. Hartmann.«, anschließend Besprechung weiterer Konzerte, zuletzt eines von Josef und Franz Schalk am [?] 10.2.1883, Signatur am Ende »-ff-« (°).\n\r\nKalendernotiz Bruckners: »Wag[ner] 4.« (°°).\n\r\n(3. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Goldmark, Brahms und Dvorak (°°°)).\n\r\n(Konzert im Ehrbar-Saal unter Kretschmanns Leitung mit der 1. Serenade von Ignaz Brüll (#)).\n \nArtikel \"Richard Wagner †\" in der Neuen Illustrirten Zeitung XI Nr. 21 auf S. 326f mit einer Abbildung auf S. 325 (##).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:41"}, {"ID": 188302186, "Datum": "nach dem 18.2.1883", "Haupttext": "Die Signale für die Musikalische Welt Nr. 15 erwähnen auf S. 229 die Aufführung der 6. Symphonie [am 11.2.1883]:\n     \"Wien, 13. Febr. Das sechste Abonnementconcert des Philharmoniker umfaßte die Leonoren=Ouverture Nr. 2, Adagio und Scherzo der 6. Symphonie von Anton Bruckner, Violoncelloconcert von Eckert und Spohr's Cmoll-Symphonie. [... Vorbehalte gegen Spohr und Eckert ...] Die zwei Symphoniesätze von Bruckner hatten dieselben Licht= und Schattenseiten, wie alles von diesem hochgeschätzten Musiker bisher Gebotene: überraschende geniale Gedanken und glänzende Instrumentation neben Mangel an logischer Verarbeitung und übertriebenem Ausspinnen; bei Anhören dieser Musik fühlt man sich wie von schwerem Traum umfangen, vergebens suchend, den Knäuel von leuchtenden Bildern zu entwirren. Beethoven's Ouverture, so herrlich gespielt, hätte, ans Ende des Programms gestellt, die geschädigte Stimmung der Zuhörer sicher wieder ins Gleichgewicht gebracht. [... Gesellschafts- und andere Konzerte, Oper ...]\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "03.01.2026 14:20"}, {"ID": 188302215, "Datum": "21.2.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »21. [korrigiert?] [Februar] 17. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:39"}, {"ID": 188302235, "Datum": "23.2.1883, Freitag", "Haupttext": "Notiz über die 6. Symphonie im Pester Lloyd Nr. 54:\r\n    »[... Wiener Musikbrief [Theodor Helm?] ...] Uns einen Bericht über die letzten philharmonischen Konzerte - u. A. die sechste Matinée, in welcher (zum ersten Male in diesen Konzerten!) unser hochbegabter Organist Anton Bruckner mit zwei interessanten Symphoniesätzen Eingang fand - für einen späteren Musikbrief aufhebend, schließen wir für heute [...]« (*).\nBrahms, Epstein, Gustav Walter u.a. konzertieren im Bösendorfersaal (**).\nKalendernotiz Bruckners: »23. [Februar] 18. [Lektion Lamberg]« (***).", "Letzte Änderung": "16.02.2023 09:13"}, {"ID": 188302255, "Datum": "25.2.1883, Sonntag", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Jahn mit Werken von Wagner (Faust-Ouvertüre (**)), Beethoven (Eroica statt Gade und Raff) (*), Mozart (**) und Bach/Esser.\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).", "Letzte Änderung": "10.04.2023 22:11"}, {"ID": 188302285, "Datum": "28.2.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Gedruckte Danksagung:\r\n»Die Familie Richard Wagner's, tief bewegt durch die zahllosen Zeichen treuen und ehrenden Gedenkens an den dahingeschiedenen Meister, beauftragt uns, für alle in dieser Zeit der tiefsten Trauer von Nah und Fern eingelaufenen theilnahmvollen Zuschriften und feierlichen Kranzspenden ihre innigste Danksagung allen Betheiligten auf's Wärmste auszudrücken.\nBayreuth, 28. Februar 1883.\nA. Gross. H. P. Frhr. v. Wolzogen.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »14. [Februar] 15. [Lektion Lamberg]« (**).", "Letzte Änderung": "02.10.2023 09:26"}, {"ID": 188303004, "Datum": "(ca. März?) 1883", "Haupttext": "In Anwesenheit Göllerichs, Stradals, Jauners, Josef Böhms u. a. improvisiert Bruckner auf der neuen Orgel der Votivkirche eine Phantasie über den Trauermarsch aus Wagners »Götterdämmerung« und eine Fuge über das »Siegfried«-Motiv. Pfarrer Prof. Marschall lädt Bruckner ein, bei einer Gedenkfeier zur Abwendung der Türkengefahr mitzuwirken.", "Letzte Änderung": "24.10.2024 09:55"}, {"ID": 188303005, "Datum": "März 1883", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Haushaltsaufwendungen, Zahlungen an Dr. Vincent 1882 »für London«, am 21.2.[1882?] und im Sommer 1882, »... Wäsche Zwirn Leintücher Monatgeld für Febr. [Kathi] Zigarren [...] [fremde Hand:] Albert Henschel (Lamberg) via Southampton Pernambuco Brasilien.«\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "12.07.2024 15:21"}, {"ID": 188303015, "Datum": "1.3.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel in der »Lyra« Nr. 11, S. 3f, über die 6. Symphonie:\r\n»Concerte. \r\n(Philharmonisches Concert.)\r\n   Eine gewaltige Literatur ist angewachsen, siegreich haben Wagner's Musikdramen ihren Lauf durch die Welt vollendet [...über den musikalischen Parteienstreit ...] Eine solche Abstimmung gab es anläßlich der ersten Aufführung des \"Adagio\" und \"Scherzo\" aus Ant. Bruckner's neuer Symphonie Nr. 6. Es war ein Kampf um Rom, um das vielumstrittene Princip des Musikalisch=Schönen, der das Publicum in zwei feindliche Lager theilte. Will man gerecht sein, so darf man die beiden Sätze nicht unter Einem beurtheilen; interessant ist aber gerade an ihnen, daß die Verschiedenheit ihrer schöpferischen Qualität, an die das Plus und Minus des Erfolges sich genau anpaßte, die Frage nach der Anwendbarkeit des \"Wagner'schen Styls\" auf die reine Instrumentalmusik veranschaulicht. Diese verlangt in erster Linie plastische, d. h. groß gebildete und bildungsfähige Motive und den durch sie hervortretenden Grundriß, der alles Beiwerk symmetrisch zusammenschließt. Alles Andere, instrumentales Colorit, technische Kunstfertigkeit, stimmungsvolles Detail kommt erst in zweiter Linie in Betracht. Wenn nun jenes secundäre Detailwerk die specifischen Eigenthümlichkeiten Wagner's, seine aphoristische Declamation und seine chromatische Modulationsweise, festhält, so ist nicht einzusehen, warum, wenn nur dem erwähnten Hauptgesetze symphonischer Schöpfungen Rechnung getragen ist, ein so geartetes Werk nicht auch im Bereiche absoluter Musik seine volle Existenzberechtigung haben sollte? Bruckner's \"Adagio\" hält diesen Kriterien glänzend Stand: Es ist von tiefer, großartiger und dabei ganz ursprünglicher Erfindung; wie ein mächtiger Strom, majestätisch und unwiderstehlich, zieht sich die breite Fluth seines melodischen Gedankenganges bald durch sonnige, heiter glänzende Auen, bald durch ernste, herbstliche Gefilde. Dabei ist die Composition von einer musikalischen Wahrheit, von einer Klarheit der Form, von einer Logik des Aufbaues, die ihres Gleichen suchen. Der äußere Erfolg dieses Satzes war eine imposante Acclamation, der die intransigenten Todfeinde der neuen Schule demüthig sich beugen müssen.\r\n   Leider stand das folgende \"Scherzo\" nicht auf der Höhe des vorhergehenden Satzes. Zwar verleugnet auch dieses nicht den Meister, der es geschrieben, allein seine Themen sind zu fragmentarisch, sein Inhalt daher zu sehr Mosaikarbeit, um wahres Behagen zu schaffen. [... kurze Bemerkungen über die anderen Werke ... keine Signatur]« (*).\nBei der vom Wiener Akademischen Wagner-Verein im großen Musikvereinssaal veranstalteten Trauerfeier dirigiert Jahn Beethovens »Eroica« und Hans Richter Stücke aus Wagners »Götterdämmerung« (Trauermarsch) und »Parsifal« (Gralsfeier) (**). Konrad Hallenstein trägt einen von Felix Dahn gedichteten Nachruf vor (***). Unter den Mitwirkenden ist auch der Wiener Akademische Gesangverein (°).\nDie Bayreuther Blätter melden auf S. 92, dass nach Wagners Willen in Bayreuth wieder Parsifal-Aufführungen stattfinden werden (°°).", "Letzte Änderung": "22.09.2024 12:29"}, {"ID": 188303025, "Datum": "2.3.1883, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der 6. Symphonie durch L. B. Hahn [vgl. 13.2.1883] in der »Presse« Nr. 59 auf S. 1f:\r\n           »Concerte.\n    Das Verhältnis zwischen Carnevals= und Fastenzeit, wie es bei uns zu Lande für die Menschheit im Allgemeinen besteht, verkehrt sich für deren Musik leidende Classe in das Gegentheil.\n     [... über die drei letzten Konzerte der Philharmoniker ...] Und in drei Concerten nichts, gar nichts Neues? Keinen einzigen Solovortrag? [...] Gemach, vorlauter Frager, Du thust den Philharmonikern schweres Unrecht. Du begehrst Neuigkeiten? Und sie haben ganze zwei Sätze aus einer Bruckner'schen Symphonie gebracht. Du vermissest Solisten? Da mußt Du unseren wackeren Hummer und seinen Vortrag des Eckert'schen Cello=Concerts wol verschlafen haben. In drei Concerten eine halbe Novität und ein ganzer Cellist, das sollte Deinem Abwechslungsbedürfnisse nicht genügen?\n     [... Kritik an der Selbstgenügsamkeit der Philharmoniker, ihrer Praxis der Novitätenproben, wo man »die Stimmen zählt, statt sie zu wägen« ... Lob für die Programmgestaltung der Gesellschaftskonzert ... Dvorak ...] Das Leben gehört vor Allem den Lebenden.\n     Die zwei Sätze aus der sechsten Symphonie von Bruckner, mit denen sich die Philharmoniker der zeitgenössischen Production gegenüber in ihrem Gewissen abfanden, weisen mit einer Abnahme der Mängel leider auch eine solche der Vorzüge ihres Schöpfers auf. Was er an Zucht und Styl auf der einen Seite gewonnen, hat er an Ursprünglichkeit und Naturkraft auf der anderen eingebüßt. Ehemals sauste, was er schuf, gleich gepanzerten Walküren auf feuerschnaubenden Rossen unter Gewitterschlägen unberechenbar quer durch die Lüfte; heute hält er sich dem Rücken der Erde näher, verharrt wol auch mit einem festen Ziele im Auge, eine zeitlang in bestimmter Richtung, aber die schäumende Kraft, der [sic] fascinirende Ungestüm sind zum Theile gewichen. Natur und Kunst, beide bei Bruckner unzweifelhaft vorhanden, scheinen sich bei ihm zunächst immer noch zu fliehen; werden sie sich je finden? Dem Adagio konnte man ungeachtet seiner Seltsamkeiten mit Interesse und selbst mit stellenweisem Vergnügen folgen; die aus dem Geiste der Stein= und Broncezeit geschöpften, ungeschlachten Schäckereien des Scherzo konnten nur befremden. Vor Allem müßte Herr Bruckner, dem es ja eigener musikalischer Reichthum entbehrlich macht, auf fremde Kosten zu leben, sich dem tyrannischen Einflusse Wagner'scher Inspirationen und Ideen zu entziehen suchen und sich die Vereinfachung seiner in Polyphonie schwelgenden Tonsprache angelegen sein lassen. Nie tritt bei ihm ein Motiv auf, ohne daß sofort ein anderes unternehmend herbeispränge, im Arm und Geleite anzutragen. - In gewissem Sinne das Widerspiel der Bruckner'schen ist die Dworzak'sche Symphonie in D. Dort ein Ueberquellen von Gedanken und Einfällen, daß die straff gespannten Bande der Form förmlich zu zerreißen drohen; hier ein still=freudiges und behagliches Formenspiel, das über die wahre Größe der Ideen angenehm zu täuschen weiß. Dort eine ungezügelte Feuerseele, die unter eigenen Schmerzen und solchen des Zuhörers für dunkle Gährungen nach Ausdruck ringt; hier ein heiterer, überzeugter Epigonengeist, der mit kindlicher Lust und mit der Leichtigkeit einer starken Begabung sich munter im Hergebrachten tummelt.\n     [... über den \"Gesang der Parzen\" von Brahms im letzten Gesellschaftskonzert ...] Mit strengen, fast herben Compositionsformen wie diese [sic] verzichtet man im Voraus auf Volksthümlichkeit; dessen ist sich Brahms sicherlich bewußt gewesen. Er gehört zum Kunstadel, wandelt unentwegt die durch Pflicht und Beruf vorgezeichnete Bahn und weiß des Beifalles der Massen zu entrathen. L. B. Hahn.« (*).\n\r\nKalendernotiz Bruckners: »2. März 20. [Lektion Lamberg]« (**).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:42"}, {"ID": 188303055, "Datum": "(5.3.1883, Montag)", "Haupttext": "Richard Wagner gewidmeter Trauercommers des Wiener Akademischen Gesangvereins im Sophiensaal. U. a. wird ein Chor von Rudolf Weinwurm (»Andenken an Richard Wagner«, nach einem Text Schaumanns) aufgeführt. Hermann Bahr hält dabei eine politische Rede.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303065, "Datum": "6.3.1883, Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »6. März Monatgeld gezahlt für März. 7 fl Fr Kaunitz.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303075, "Datum": "7.3.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »7. März. eigens zu zahlen [Lektion Lamberg?]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303085, "Datum": "8.3.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel (Kurzkritik) über die 6. Symphonie im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 65 auf S. 4, signiert Dr. K. St. [= Königstein (*)]: \n»Der Todte und die Lebenden.\n[/] [... über Richard Wagner ... Konzerte mit Werken von Brahms und Dvorak ...] Von den letzten zwei Concerten der Philharmoniker haben wir wenig Neues zu berichten. Sie spielten unter Jahn's Leitung fast durchweg gute, aber alte Musik. In der Ausführung zeigten sie, daß sie auch unter der neuen Leitung völlig auf der alten Höhe stehen. Nur eine Nummer in beiden Programmen bot eine Novität: zwei Sätze aus einer Symphonie von Bruckner. Der von Gedanken überschäumende Componist zeigte sich in diesen beiden Sätzen zwar bedeutend geklärter in der Form, als früher. Aber immer noch ist es gährender Most und nicht perlender Champagner, den er uns kredenzt. [... über weitere Konzerte ... Signatur:] Dr. K. St.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303115, "Datum": "(11.3.1883, Sonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Jahn mit Volkmanns 2. Serenade und Werken von Weber (Euryanthe) und Schubert (9. Sinfonie) (*). Konzert des Orchestervereins »Accord« im Bösendorfersaal mit Volkmanns 3. Serenade (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303135, "Datum": "13.3.1883, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Zottmann Floragasse 6. 2 Stock.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303145, "Datum": "14.3.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Schreiben Bruckners [an ?]: \n   »Viel Glück und Freude wünschend Anton Bruckner, Prof.« (*). Kalendernotiz Bruckners: \n   »14. März 21. [Lektion Lamberg]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303165, "Datum": "16.3.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »16. [März] 22. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303175, "Datum": "17.3.1883, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »17. [März] 23. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303185, "Datum": "18.3.1883, Palmsonntag", "Haupttext": "(Konzert des Schubertbundes im Musikvereinssaal (*)).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).", "Letzte Änderung": "14.09.2024 09:30"}, {"ID": 188303205, "Datum": "(20.3.1883, Kardienstag)", "Haupttext": "Gesellschaftskonzert unter Gericke mit der Wiener Erstaufführung des Berlioz-Requiems.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303215, "Datum": "21.3.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist in zwei Zeilen verzeichnet \"Bruckner\", \"Bruckner. Vide 21.3. Von 24.3. incl.\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"6\" bzw. \"9\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 28.3.1883 wieder ab [laut Ledermüllers Bericht am 26.3.1883].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303217, "Datum": "21. bis 28.3.1883, Karmittwoch bis Ostermittwoch", "Haupttext": "[Beginnend mit dem Abendgebet] Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen (*).\nBis Ostern blieb Bruckner in St. Florian (**).\nPrälat Moser soll im Scherz Bruckner geraten haben, Cosima Wagner zu heiraten (***).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 19:39"}, {"ID": 188303225, "Datum": "22.3.1883, Gründonnerstag", "Haupttext": "In St. Florian improvisiert Bruckner im Präludium über ein Thema, das sehr gut zu der aufgeführten Vittoria-Messe paßt (*). Nachmittags übernimmt er bei der Mette im Presbyterium die Harmonium-Begleitung, wovon die Sänger und Traumihler tief ergriffen gewesen sein sollen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303245, "Datum": "24.3.1883, Karsamstag", "Haupttext": "Brief (Correspondenz-Karte) Simon Ledermüllers an Oddo Loidol: Bruckner sei vor einigen Tagen angekommen und habe am Gründonnerstag über ein d-Moll-Thema [Notenbeispiel] improvisiert, das sehr gut zur Messe von Vittoria gepaßt habe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303246, "Datum": "ca. 24./25.3.1883, Ostern", "Haupttext": "Bruckner spielt in St. Florian für Traumihler und Deubler den Trauermarsch aus Wagners »Götterdämmerung« und Bruchstücke aus der 7. Symphonie (*).\nKalendereintragung Bruckners (Dezember 1883):\r\n   »Um Ostern gezahlt 100 fl Adensamer. 100 fl St. Flor. 130 fl Steuern 70 fl Götterdämmerung 100 fl Wohnung« (**).\nBruckner berichtet in St. Florian, daß mangels Geld eine geplante Aufführung der 6. Symphonie in Pest scheiterte (***). Gruber erzählt er, daß er auf die Stelle bei St. Stephan reflektiere (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303255, "Datum": "25.3.1883, Ostersonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt beim Hochamt über ein Thema in d-Moll und bei der Nachmittagsvesper über ein Thema in f-Moll Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303265, "Datum": "26.3.1883, Ostermontag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab  [ursprünglich war der 28.3.1883 als Abreisetag vorgesehen] (*).\nBrief (Correspondenz-Karte) Ledermüllers an Loidol:\r\nBruckner habe am Ostersonntag zweimal Orgel gespielt und sei am Ostermontag [heute] abgereist, lasse Grüße an Loidol ausrichten - zum Schreiben der Fuge habe er zu wenig Zeit. Grüße auch von Leberbauer und Weiß (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303285, "Datum": "28.3.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Laut Gäste- und Fremdenbuch des Stiftes St. Florian [die ursprünglich vorgesehene?] Abreise Bruckners aus St. Florian [tatsächlich schon am 26.3.1883, siehe auch die dortige Anmerkung] (*).\n\nAbends Wiederaufnahme der Gebetsaufzeichnungen [bis 23.12.1883] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303305, "Datum": "30.3.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »30. [März] 24. [Lektion Lamberg]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188303315, "Datum": "(31.3.1883, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304015, "Datum": "1.4.1883, Weißer Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Hofkapelle angehört Es Schubert«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304025, "Datum": "2.4.1883, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »2. April 25.26. [Lektion Lamberg]« (*).\nNotiz Bruckners »†« [Totengebet? zweimal unterstrichen] bei den Gebetsaufzeichnungen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304045, "Datum": "4.4.1883, Mittwoch", "Haupttext": "»4. April 7 fl Monatgeld gezalt für April.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »4. [April] 27.28. [Lektion Lamberg]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304055, "Datum": "5.4.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Vater von Emil Lamberg in Brasilien:\r\n   Bedankt sich für den aus Brasilien geschickten Tabak und bittet um Bezahlung seiner noch offenen Forderung (90 fl) für Unterrichtshonorar (*).\nOddo Loidol notiert in seinen Aufzeichnungen, daß Bruckner während seines Osteraufenthaltes in St. Florian vom Plan berichtet habe, die 6. Symphonie im Pest aufzuführen. Da das Abschreiben der Stimmen 100 fl. gekostet hätte, habe er aber kein Aufführungsmaterial zugeschickt. [auch am 5.4.1883 notiert?] 1871 habe die Wiener Zeitung [vermutlich nach dem 28.8.1871, sicher nicht der Artikel vom 19.9.1871 gemeint] in einem Bericht über das [700jährige] Jubiläum von St. Florian erwähnt, daß die Laufbahn des in London so erfolgreichen Orgelvirtuosen Bruckner in St. Florian begonnen habe (**).", "Letzte Änderung": "12.07.2024 15:21"}, {"ID": 188304065, "Datum": "(6.4.1883, Freitag)", "Haupttext": "Hugo Wolf spielt im Wiener Salon von Adalbert von Goldschmidt Franz Liszt einige seiner Lieder vor.", "Letzte Änderung": "08.04.2025 19:12"}, {"ID": 188304075, "Datum": "7.4.1883, Samstag", "Haupttext": "Das Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 79 veröffentlicht auf S. 658-661 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 661 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre: Fortsetzung, Molltonarten, Tonwechslung, chromatische Schritte, enharmonische Verwechslungen, Harmonisirung, Contrapunct, zwei Stunden wöchentlich, [ohne Tages- und Uhrzeitangabe!] von dem Lector Herrn Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304085, "Datum": "8.4.1883, Sonntag", "Haupttext": "In einem Konzert des Wagner-Vereins dirigiert Hans Richter Beethovens 9. Sinfonie (*). \nHugo Wolf hatte auch die gestrige Generalprobe besucht (**). Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304095, "Datum": "9.4.1883, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Kitzler [/] Mittw [11.4.1883?] 10. Grossm. [Grossmann]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304105, "Datum": "(10.4.1883, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304135, "Datum": "13.4.1883, Freitag", "Haupttext": "Wolzogen hält im Wissenschaftlichen Club in Wien einen Vortrag »Erinnerungen an Richard Wagner«, dessen Druckfassung vom Wiener Akademischen Wagner-Verein herausgegeben wird (*).\nKalendernotiz Bruckners: »13. April« [Lektion Lamberg?], Zusatz anläßlich der Abrechnung [»eigens zu zahlen«]: »u 13. April« [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "19.10.2024 07:40"}, {"ID": 188304185, "Datum": "18.4.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »18. April 1. Lect.« [vermutlich Lektion Grossmann]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304195, "Datum": "19.4.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel Theodor Helms (»Musikbrief Wien«) über die 6. Symphonie im Musikalischen Wochenblatt Nr. 17 auf S. 216f: \n\n»               Wien.\n\n          (Fortsetzung.)\n\n     Wenden wir uns nun wieder der Concertsaison zu [... Kritik an der Bequemlichkeit der Philharmoniker, überwiegend Abgespieltes zu bringen ...] \n\n     Relativ am meisten Interesse erweckten zwei Sätze einer neuen Symphonie unseres abenteuerlich-genialen Anton Bruckner, die ersten, welche überhaupt in diese Concerte Eingang fanden; es mit einer ganzen Symphonie des unzweifelhaft hochbegabten und dabei vaterländischen Autors zu wagen, konnten sich die Philharmoniker nicht entschliessen. [... bedauert das Fehlen des 1. Satzes, der schon in der 3. Symphonie und der »Esdur-Symphonie No. 5« [4. Symphonie] der stärkste gewesen sei ... die Einzelsätze verraten großes Talent ... das Adagio erinnere an »Tristan«, »Siegfried-Idyll« und die »Quartettcantilene des letzten Beethoven« ... das Scherzo an die schmiedenden Zwerge im »Rheingold«, den »Walkürenritt« und Beethovens Neunte ...] Hr. Bruckner hat aber diesmal die fremden Elemente gar zu unverändert und unvermittelt aneinander gereiht, gleichsam einen grellen Contrast auf den anderen gethürmt, sodass der Eindruck - bei erstmaligem Hören wenigstens - mehr ein barocker, als ein poetischer genannt werden musste. Auf Andere mag vielleicht das Stück anders gewirkt haben, da einige Partien darin von einem wahrhaft dramatischen Feuer belebt sind - freilich durch unerklärliche Stockungen, Kunst- (oder Verlegenheits-?)Pausen unterbrochen, die beinahe in keinem Bruckner'schen Tonsatze fehlen. Offen gestanden, würde man durch Vorführung entweder einer ganzen früheren Symphonie oder mindestens einzelner Sätze aus diesen vom Philharmonischen Comité so perhorrescirten Werken dem Componisten einen besseren Dienst erwiesen haben, als mit der Sonderaufführung jenes wunderlichen Scherzos und selbst des so viel gehaltvolleren Adagios, indem beide Stücke doch nicht des Künstlers volles Können widerspiegeln. Der äussere Erfolg war übrigens dem neuen Adagio entschieden günstig, das Scherzo, obgleich von den intimen Freunden des gewiss hochverdienten Autors noch rauschender applaudirt, schien das Gros der Philharmonischen Hörerschaft eher zu befremden, wenn nicht gar - aber nicht im Sinne des Componisten - zu belustigen.\n\n(Fortsetzung folgt.) [Signatur am 13.9.1883 (!)] Dr. Th. Helm.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304205, "Datum": "20.4.1883", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »20. geheizt« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »20. [April] 1. [Lect.]« [Grossmann?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304215, "Datum": "21.4.1883, Samstag", "Haupttext": "Adagio der 7. Symphonie beendet. Nach T. 219 notiert »Vollendet: 21. April 1883. [/] A. Bruckner mp.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304225, "Datum": "(22.4.1883, Sonntag)", "Haupttext": "Wagner-Gedenkkonzert des Wiener Männergesangvereins unter Kremser und Weinzierl mit »Liebesmahl der Apostel«, Pilgerchor und Huldigungsmarsch.", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:42"}, {"ID": 188304255, "Datum": "25.4.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »25. do.« [= geheizt, vgl. 20.4.] (*).\nKalendernotiz Bruckners: »25. [April] 3. [Lect.]« [Grossmann?] (**). (Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304265, "Datum": "26.4.1883, Donnerstag", "Haupttext": "In einem Artikel des Salzburger Volksblatts Nr. 95 auf S. 2 wird Bruckner als Lehrer Josef Schalks erwähnt: \n\n     \" * Concert. Am Sonntag den 29. April, Abends ½ 8 Uhr, findet im Cur=Saale das II.Vereins= und Abonnements=Concert der Internationalen Stiftung: Mozarteum unter gütiger Mitwirkung der Solisten: [...] Herr Josef Schalk, Pianist aus Wien [...] statt. Dirigent: Direktor, Herr J. F. Hummel. [... Schalk: G-Dur-Klavierkonzert von Beethoven, Mozart, Liszt ...] Herr Schalk war seinerzeit ein Schüler der Professoren Bruckner und Epstein am Wiener Conservatorium.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304275, "Datum": "27.4.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »27. [April] 4. [Lect.]« [Grossmann?] (*).\n\n\nDie Salzburger Chronik Nr. 95 informiert auf S. 2 über ein Konzert am 29.4.1883 und erwähnt dabei auch Bruckner: \n\n     \"[inhaltlich wie am 26.4.1883] Herr Schalk war seinerzeit ein Schüler der Professoren Bruckner und Epstein am Wiener Konservatorium.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188304295, "Datum": "29.4.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305006, "Datum": "ab Mai 1883", "Haupttext": "Als Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1883 haben (hatten) sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert\r\n(Moriz Rosenthal und) Richard Scharpff (*), Sigmund Stransky und Julius Wahle (**),\r\nvon der juristischen Fakultät Carl Bowitz (H), Alois Jambour (H), Hans von Schneller (H), Ludwig Wahrmund (H) und Emil Wolf (Pohrlitz) [nicht der Emil Wolf vom November 1883] (H) (***).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 08:14"}, {"ID": 188305015, "Datum": "1.5.1883, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung des Bruckner-Abends [Quintett und 3. Symphonie am 7.5.1883] in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1139 auf S. 7: \n\n    » - Montag den 7. Mai, halb 8 Uhr Abends, gelangen vor einem geladenen Publicum Anton Bruckner's Streich=Quartett [sic] und Symphonie in D-moll (Manuscript) im Saale Bösendorfer zur Aufführung. Einladungen werden ausgegeben durch die Hof=Musikalienhandlung G. Levy.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305025, "Datum": "2.5.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »2. Mai 5. [Lect.]« [Grossmann?] (*).\nHinweis auf die morgige Kirchenmusik im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 119 auf S. 3 (**)\nund im Neuen Wiener Abendblatt Nr. 119 auf S. 2:\r\n     \" * (Kirchenmusik.) Donnerstag den 3. Mai um 11 Uhr wird in der Augustinerkirche Herr Kapellmeister Eder eine Messe von Mozart: Graduale, Sopran= und Violinsolo von Proch und Offertorium, Altsolo von Frau Ernestine v. Bauduin aufführen; Orgel Hoforganist Prof. Bruckner, Violine Herr Stecher.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305035, "Datum": "3.5.1883, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Die heutige Kirchenmusik wird angekündigt\n\n\nin der Deutschen Zeitung Nr. 4070 auf S. 8 (*) \n\n\n\n\nund in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1141 auf S. 7:\n     \"[Kirchenmusik.] Morgen (Donnerstag) um 11 Uhr wird in der Hofpfarrkirche St. Augustin Capellmeister Eder Messe von Mozart, Graduale (Sopran= und Violin=Solo) von Proch, Offertorium (Alt=Solo) von Frau Ernestine de Bauduin, aufführen. Orgel: Hof=Organist Professor Bruckner. Die Soli werden Frau Marie Fritsch, Fräulein Angelica Morawetz und Herr Anton Stecher vortragen.\" (**) angekündigt. \nBruckner spielt Orgel in der Augustinerkirche. Beim Gottesdienst um 11 Uhr erklingen unter Eders Leitung Werke von Mozart (Messe), Proch (Graduale mit Sopransolo (Marie Fritsch) und Violinsolo: Anton Stecher) und Ernestine de Bauduin (Offertorium mit Altsolo: Angelica Morawetz) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305045, "Datum": "4.5.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »4. Mai Monatg. für Mai gezalt« (*).\r\nKalendernotiz Bruckners: »4. [Mai] 6. [Lect.]« [Grossmann?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305055, "Datum": "(5.5.1883, Samstag)", "Haupttext": "Beim 1. öffentlichen Konzert des Wiener Konservatoriums unter Leitung Hellmesbergers spielt Rudolf Dittrich den Orgelpart bei einer Violinsonate von J. S. Bach.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:46"}, {"ID": 188305075, "Datum": "7.5.1883, Montag", "Haupttext": "Josef Schalk und Franz Zottmann spielen im Bösendorfersaal die 3. Symphonie auf zwei Klavieren. Außerdem führen Julius Winkler, Carl Lillich, Franz Schalk, Hans Kreuzinger und Theodor Lucca das Quintett auf (ohne das Finale (*)).\r\n     Zur Drucklegung des Quintetts wird die Subskription eröffnet.\r\n     Einige der eingehenden Beträge (u.a. 50 fl von Landgraf Fürstenberg) werden zur Deckung der Konzertkosten verwendet (**).\r\n     Das Konzert wird von Kollegen Bruckners am Konservatorium [Schenner? Krenn? Epstein?] [und vermutlich auch Hans Paumgartner] besucht (***).", "Letzte Änderung": "02.04.2025 09:09"}, {"ID": 188305077, "Datum": "(7. - 10.5.1883)", "Haupttext": "Ludwig Kronawitter und Josef Wiesner aus Seitenstetten fahren zu einer Lohengrin-Aufführung nach Wien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305095, "Datum": "9.5.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »9. [Mai] 7. [Lect.]« [Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305115, "Datum": "11.5.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »11. [Mai] 8. [Lect.]« [Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305125, "Datum": "12.5.1883, Samstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »†« [Totengebet?] bei den abendlichen Gebetsaufzeichnungen (*).\nDr. H. M. Schuster berichtet in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 19 auf S. 253 über die 6. Symphonie [am 11.2.1883]:\r\n    »[... Kritik an den Programmen der Philharmonischen Konzerte ...] Die einzige grössere [Novität] waren zwei Sätze aus Ant. Bruckner's neuer A-Symphonie, diese allerdings hochbedeutend, nur, hauptsächlich in der Instrumentirung, zu üppig. Hätte man uns die ganze Symphonie des, wie aus seinen Kirchencompositionen ersichtlich, wirklich gross begabten Componisten geboten, so würde sie vielleicht ganz anders gewirkt haben. [... Empfehlung, Hans Richter, der am 8.4.1883 Beethovens Neunte glänzend leitete, wieder als Dirigenten oder wenigstens als Berater einzusetzen ... Signatur auf S. 255: ] Dr. H. M. Schuster.« (**).", "Letzte Änderung": "14.06.2024 12:15"}, {"ID": 188305145, "Datum": "14.5.1883, Pfingstmontag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n     Bittet, durch einen Zeitungsartikel veranlaßt, die Formulierung ”meinem unsterblichen Ideale” (statt ”Vorbilde”) zu wählen [Kranzschleife? Titelblatt?]. Er habe Spurs Adresse nicht, der spurlos verschwunden sei. Bis Mittwoch mittags [16.5.1883] brauche er die Partitur des Quintetts, da Paumgartner etwas schreiben wolle [27.5., 31.5.].", "Letzte Änderung": "25.06.2024 07:35"}, {"ID": 188305165, "Datum": "16.5.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »16. [Mai] 1. [Lect.]« [neu beginnende Zählung, Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305185, "Datum": "18.5.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »18. [Mai] 2. [Lect.]« [Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305195, "Datum": "19.5.1883, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\n \ndas Fremdenblatt Nr. 135 auf S. 6 (*),\n \ndie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1156 auf S. 6:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird um 10 Uhr das Fest der heiligen Dreifaltigkeit feierlichst abgehalten, wobei Capellmeister Leopold Eder Haydn's Nelson=Messe, Graduale (Violin=Solo mit Chor) von Gänsbacher und Offertorium (Alt=Solo) von Frau Ernestine de Bauduin aufführt. Die Soli haben Fräulein Weyringer, Frau Fabbrini, Herr Hirschberg und Herr Stecher übernommen. Die Orgel wird Hof=Organist Professor Bruckner spielen.\" (**)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 6725 auf S. 5 [inhaltlich wie (**) ... Franz Xaver Pötzl, Prälat Haßl [Hasel] Amalie Fabbrini, M. Hirschberg (Baß), Anton Stecher ...] (***).\n \nArtikel von H. M. Schuster in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 20 auf S. 264 - 266 über das Männerchorwesen. Auf S. 265 Kritik an den Liedertafel-Programmen der meisten Vereine und Lob für den Wiener Akademischen Gesangverein, der sich auch für große Werke und Novitäten eingesetzt habe, darunter Max Bruchs »Frithjof« und »Schön Ellen«, Brahms' Rhapsodie, Wüllners »Heinrich der Finkler«, Bruckners »Germanenzug«, Zellers »Thomasnacht«, Richard Wagners »Liebesmahl der Apostel«, Mozarts d-Moll-Klavierkonzert, Liszts »Tasso« (1874), eine Arie aus Glucks »Helena«, Vorspiel und Liebestod aus »Tristan« (°).\n \n25-Jahr-Feier des Wiener Akademischen Gesangvereins (°°).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°°°)).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:43"}, {"ID": 188305205, "Datum": "20.5.1883, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der \"Presse\" Nr. 136 auf S. 13 [inhaltlich wie am 20.5.1883] (*). \n\n\n\nBruckner spielt Orgel in der Pfarrkirche Alservorstadt. \n\n   Um 9 Uhr Festpredigt von Franz Xaver Pötzl. Aufgeführt werden beim Hochamt um 10 Uhr, das Prälat Hasel (Haßl) zelebriert, unter Leopold Eders Leitung Haydns Nelson-Messe, ein Graduale mit Violinsolo von Gänsbacher und ein Offertorium mit Altsolo von Ernestine von Bauduin. Solisten: Josefine Weyringer, Amalie Fabbrini, M. Hirschberg (Baß) und Anton Stecher (Violine) (**). Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305225, "Datum": "(22.5.1883, Dienstag)", "Haupttext": "Beim 2. internen Abend des Wagner-Vereins im Bösendorfer-Saal wird unter Leitung von Ludwig Koch der erste »Parsifal«-Akt aufgeführt. Solisten: Angelika Morawetz, Franz Schaumann, Hermann Nigg, Heinrich Gassner und Georg Riesberger, am Klavier Robert Erben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305235, "Datum": "23.5.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »23. [Mai] 3. [Lect.]« [Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305255, "Datum": "25.5.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »25. [Mai] 4. [Lect.]« [Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305265, "Datum": "26.5.1883, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen kündigen Bruckners morgiges Orgelspiel an:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 4092 auf S. 6 (*),\n \nFremdenblatt Nr. 142 auf S. 11 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6732 auf S. 4:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird um 8 Uhr Früh ein feierliches Hochamt abgehalten, wobei eine Messe von Kempter, Graduale von Joseph Haydn und Offertorium (Alt=Solo) von Ch. Pasching zur Aufführung kommt. Darauf um halb 9 Uhr feierliche Frohnleichnams=Procession. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (***)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1163 auf S. 5 [inhaltlich wie (***)] (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:44"}, {"ID": 188305275, "Datum": "27.5.1883, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Hochamt um 8 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche in der Alservorstadt. Es erklingen Werke von Kempter (Messe), Josef Haydn (Graduale) und Ch. Pasching (Offertorium mit Altsolo). Darauf um halb 9 Uhr Fronleichnamsprozession (*).\n(**) Artikel Hans Paumgartners mit (Beschreibung der 7. Symphonie) in der Wiener Zeitung Nr. 119 auf S. 3f:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Musik.\r\n          Anton Bruckner.\r\n     Ein echtes Volkskind, von bester oberösterreichischer Art, ist der Hoforganist und Professor am Conservatorium Herr Anton Bruckner. Seine Jugendzeit verfloß in den einfachen, stillen Verhältnissen eines oberösterreichischen Landschullehrers, bis der Abt von St.=Florian und späterhin der Bischof von Linz die Begabung und zwar zunächst des Organisten Bruckner erkannten und denselben zuerst als Stiftsorganisten nach St.=Florian und später als Domorganisten nach Linz beriefen.\r\n   In Linz, der freundlichen oberösterreichischen Landeshauptstadt, fing allmälig die schöpferische Begabung Bruckners zu reifen an. Verschiedene Männerchöre, unter Anderem \"Der Germanenzug\", lenkten die Aufmerksamkeit auf Bruckners Schaffenstalent, und da er überdies als einer der ausgezeichnetsten Theoretiker auf dem Gebiete des Generalbasses und der Harmonielehre weit über seine Fachcollegen emporragte, so wurde der einstige Landschullehrer zum Professor der genannten Fächer am Wiener Conservatorium ernannt, welcher Anstellung bald die Ernennung Bruckners zum Organisten in der k. k. Hofcapelle folgte.\r\n   An Johann Herbeck hatte Bruckner stets den wärmsten Freund, und er bezeichnete den frühen Tod Herbecks, der ja für das Kunstleben Wiens überhaupt ein sehr schmerzliches Ereigniß war, auch noch als ein großes Unglück für sein eigenes Schaffen und Wirken. Herbecks sicherer Blick hatte in dem schlichten, nur zu bescheidenen Manne rasch die kräftige Begabung erkannt; in der einfachen Hülle schlummerte ein edler Kern, den Herbeck mit liebevollster Förderung zu schönstem Leben weckte. Unter Herbecks Leitung wurden Bruckner'sche Messen in der Hofcapelle so wie eine Symphonie in C-moll in einem der Geselllschaftsconcerte aufgeführt. Aber auch ein Größerer hatte Anton Bruckner die künstlerische Mission voll und ganz zugesprochen: Richard Wagner. - Als Bruckner einst in den Siebziger Jahren eine Ferienreise unternahm, führte ihn sein Weg auch nach Baireuth. Er stellte sich dem Meister vor und übergab ihm eine seiner Symphonien (in D-moll). Richard Wagner, der Bruckner rasch liebgewonnen hatte, nahm großes Interesse an der Symphonie, die er wiederholt als ein »echtes Werk« hervorhob.\r\n     Leider fand jedoch Bruckner nicht jene allgemeine Anerkennung in Wien, die sein Wirken und Streben verdient. Die Musiker wußten dies und jenes an den originellen Werken auszusetzen, vor Allem: daß denselben der leichte Fluß der Gewöhnlichkeit mangle. Mit Müh und Noth gelang es Herrn Hans Richter, vor zwei Jahren in einem von den Philharmonikern veranstalteten außerordentlichen Concerte gegen manche Einwände die Bruckner'sche Symphonie in Es-dur auf das Programm zu setzen, ein scheinbares Wagniß, welches aber von dem glänzendsten Erfolge belohnt wurde. Die Symphonie gefiel außerordentlich, und unter stürmischem Beifalle mußte nach Schluß der Aufführung der Compositeur immer wieder vor das Publicum treten und sich verneigen. In der That ist die Es-dur-Symphonie eines von den besten Bruckner'schen Werken. Von prächtiger Frische und Naivetät der Erfindung in den Themen, ist sie zugleich so klar und überzeugend in der Form, daß man sie unbedingt zu den glücklichsten Erfindungen auf dem Gebiete der modernen symphonischen Musik überhaupt zählen muß. Bruckner, welcher sich ausschließlich auf das Gebiet der Symphonie geworfen hat, ist in dieser Kunstgattung bereits bis Nr. 7 angelangt. Von seiner siebenten Symphonie in E-dur, dessen letzten Satz der Autor noch nicht beendet hat, liegen uns die drei ersten Sätze in der Partitur vor.\r\n   Es ist eine charakteristische Eigenschaft Bruckners und ein Ausfluß seiner echten Begabung, daß er in seinen Symphonien sofort ohne langes Suchen bereits in den ersten Tacten mit einem bedeutungsvollen durchwegs originellen und individuellen Hauptthema beginnt. So auch wieder in dem ersten Satze seiner \"siebenten\", in welcher Horn und Celli unter tremolirenden Geigen das Hauptthema - zunächst in den Naturtönen des Hornes - anheben. Die Bratschen treten hinzu, der Gesang wird reicher, leidenschaftlicher bis er beruhigend zur Tonart leitet und nunmehr das Hauptthema von Geigen und Holzbläsern wieder aufgenommen wird. Bald tritt das zweite (Gesangs=)Motiv hinzu, von Oboe und Clarinette angestimmt und von zart gestoßenen Achteln der Trompete und der zwei ersten Hörner begleitet. Die Bässe und späterhin die Geigen nehmen das Gesangsmotiv auf und führen dasselbe nach H-dur, wo zuerst Hörner und Trompete und dann Holzbläser nunmehr höchst charakteristisch - von pizzicirten Streichern begleitet - das zweite Motiv wie in einem ritterlichen Marsche weiter geleiten, bis die ersten Geigen das Wort ergreifen und das - nunmehr umgekehrte - Gesangsmotiv mit einer prächtigen leidenschaftlichen Steigerung (auf Fis als Orgelpunkt) und nach einer originellen, wiewohl etwas wunderlichen Ueberleitung (in H-moll und Fis-moll) nach H-dur führen, zugleich den ersten Theil das Satzes sanft=lyrisch wie in einer liebesseligen Stimmung mit dem Nachklange der zwei ersten Hörner beschließend. Sehr gern benützt Bruckner zur Durchführung des ersten Satzes seiner Symphonie das Hauptmotiv in der Umkehrung. So auch in dem ersten Satze seiner E-dur-Symphonie, in welchem Clarinette und Oboe im Wechselspiele das umgekehrte Hauptthema unter den geheimnißvollen Klängen der drei Posaunen immer wieder anstimmen. Schmerzlich nahmen [sic] die Celli nunmehr auch das zweite Motiv (gleichfalls in der Umkehrung) auf; ein kleiner lyrischer Ruhepunkt in G-dur vermag nicht den leidenschaftlichen Zug des Ganzen zu hemmen; mit tragischer Gewalt stürzt das fortwährend umgekehrte Hauptthema in vollem, glänzendem Orchester nach C-moll und F-moll, bis es nach einer interessanten harmonischen Ueberleitung (Es-Septime) wieder in seiner ursprünglichen Gestalt in der Haupttonart uns begrüßt. In glanzvollen,lange ausgesponnenen E-dur-Dreiklängen schließt der erste Satz.\r\n    Im zweiten Satze treten die Tuben in der Verwendung auf, wie sie Wagner in der Trilogie zuerst in das moderne Orchester eingeführt hat. Ein edler Trauergesang in Cis-moll (wie wenn er den Manen Richard Wagners geweiht wäre) wird überraschend von einer anmuthigen, reizend belebten Serenade in Fis-dur unterbrochen; ein liebliches Spiel ruft uns von der Trauer zu reizvollem Lebensgenusse zurück. Wieder ertönt die Trauerklage, da unterbricht sie abermals die Serenade - diesmal in As-dur; doch bald bringt der Trauerklang - zum dritten Male wiederkehrend - die kurze Freude zum Schweigen und beschließt den zweiten Satz in den ausgehaltenen Dreiklängen der Tuben feierlich in Cis-dur.\r\n   Der dritte Satz ist ein übermüthiges Scherzo (in A-moll), in welchem über dem eigentlichen, von den Geigern unisono gespielten Motiv die Trompete mit einer gleichsam herausfordernden Fanfare das Gegenmotiv anstimmt. Das Trio des Scherzo (die Pauke schlägt die vier ersten Tacte allein), ein anmuthiger, liederartiger Gegensatz zu dem stürmischen Scherzo, ist von reizender Erfindung und muß im Orchester prächtig klingen. Die drei besprochenen Sätze haben in uns das lebhafteste Verlangen nach baldigster Vollendung des letzten Satzes und damit des ganzen Werkes wachgerufen. Letzthin haben Schüler Bruckners (in erster Reihe das verdienstvolle musikalische Brüderpaar Schalk) in engerem Kreise einen Bruckner=Abend veranstaltet, in welchem auch ein Streichquintett des gefeierten Tonkünstlers zur Aufführung gelangte [7.5.1883]. Das seelenvolle Adagio in Ges-dur mit seinem breiten, innigen Gesange begeisterte alle Anwesenden; insbesondere wurden die anwesenden Collegen Bruckners aus dem Lehrkörper des Conservatoriums nicht müde, dem Autor ihre Bewunderung auszusprechen. Merkwürdiger Weise findet Bruckner noch immer schwer einen Verleger!\r\n   Nur die einzige D-moll Symphonie ist im Verlage der Wiener Firma Rättig erschienen, während die schöne,vor zwei Jahren von den Philharmonikern unter so großem Beifalle aufgeführte Es-dur=Symphonie noch nicht gedruckt ist. Es berührt peinlich, daß Bruckner, der an Originalität der Begabung und musikalischem Können seinesgleichen sucht, in Wien nicht mehr gefördert wird.\r\n   Bei dem Mangel an bedeutenden modernen symphonischen Werken sollten Bruckners bedeutsame Symphonien eine doppelt willkommene Gabe sein. Aber was nicht gleich bei dem ersten Durchspielen wohlgefällig anmuthet wie der Gruß alter, wohlbekannter Freunde, ist häufig das Gediegenere. In die eigenartige Sprache des wirklich Begabten muß man sich immer erst hineinfinden. Diese Sprache nicht nur selbst zu verstehen, sondern sie auch den Musikkörpern und der Zuhörerschaft verständlich und schließlich liebgewohnt zu machen, ist eben Aufgabe der Leiter der musikalischen Unternehmungen, denen wir ein liebevolles und eingehendes Studium der Bruckner'schen Werke lebhaft anempfehlen.\r\nDr. Hans Paumgartner.«", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:03"}, {"ID": 188305295, "Datum": "(29.5.1883, Dienstag)", "Haupttext": "Beim 2. öffentlichen Konzert des Wiener Konservatoriums unter Leitung Hellmesbergers spielt Rudolf Dittrich den Orgelpart bei Händels »Halleluja«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305305, "Datum": "30.5.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »30. [Mai] 5. [Lect.]« [Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188305315, "Datum": "31.5.1883, Donnerstag", "Haupttext": "In der Wiener Zeitung Nr. 122 erwähnt auf S. 3 Hans Paumgartner, daß Bruckners Quintett bei Gutmann erschienen ist:\n           »Feuilleton.\n               Musik.\n          (Novitätenschau. - Friedrich Kühmstedt.)\n     In dem letzten Feuilleton über Anton Bruckner haben wir unserer Verwunderung darüber, daß Bruckner so schwer einen Verleger für seine Werke finden kann, Ausdruck gegeben und zugleich den Wunsch ausgesprochen, es möge unser hochbegabter Landsmann mehr als bisher in Wien berücksichtigt und anerkannt werden. Dem Wunsche ist rasch die That gefolgt, indem die k. k. Hof=Musikalienhandlung Albert J. Guttmann [sic] den Verlag des Bruckner'schen Streichquintettes, welches letzthin bei einer im Bösendorfer'schen Saale im engeren Kreise veranstalteten Aufführung Enthusiasmus erregt hatte, übernommen hat. Bald wird daher dieses gediegene originelle Werk weiten Kreisen zugänglich sein, worüber wir uns nur lebhaft freuen können. [... über andere Neuerscheinungen bei Gutmann ...] Dr. Hans Paumgartner.«", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:03"}, {"ID": 188306005, "Datum": "etwa Juni 1883", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium.\r\nBruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\nbei den Vorbildungsschulen dieses Jahres keiner,\r\nbei den Ausbildungsschulen\r\n   »Orgelclasse des Herrn Prof. Bruckner. (3 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Führich Carl.«,\r\nbei Musiktheorie\r\n   »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Herrn Prof. Bruckner. (6 Zöglinge.) [/] Großmann Josef, Hamlisch Eduard, Schoof Heinrich, Skalitzky Josef.« und\r\n   »Classe für Contrapunct des Herrn Prof. Bruckner. (7 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Führich Carl, Schlott Franz. [/] II. Jahrgang. Foll Ferdinand.« (*).\r\nMarie Pohoryles konnte wegen Erkrankung an der Prüfung nicht teilnehmen (**).\n\r\nCarl Führich notiert in einer Kontrapunktstunde ein Fugenthema Bruckners, das er [später? wann?] in \"Praeludium und Fuge über ein Originalthema von Anton Bruckner\" verarbeitet [Aufführung u. a. am 10.11.1935] (***).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 19:36"}, {"ID": 188306025, "Datum": "2.6.1883, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 124 meldet auf S. 5, daß den Austeilungen der Hofkapelle zufolge am 24.6.1883 die f-Moll-Messe, das »Locus iste« und das »Os justi« aufgeführt werden:\n\"24. Dom. VI. post. Pent.\n\nMissa: F.\nGrad. Locus iste\n\nOffert.: Os justi\n\n[Schweifklammer nach den drei Werken] Ant. Bruckner.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306045, "Datum": "4.6.1883, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »4. Juni Fr Kathi [Kachelmayr] für Juni gezalt.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »4. Juni 6. u 7. Lect.« [Grossmann?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306055, "Datum": "5.6.1883, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 126 informiert auf S. 2f über das Sängerfest am 10.6.1883:\n               \"Wels, 3. Juni.\n     Die Vorbereitungen zu dem am nächsten Sonntage stattfindenden oberösterr.=salzburgischen Sänger=Bundesfest sind nun beinahe vollendet. [... Organisation, Festordnung ...]\n     [...] Aufgeführt werden vier Gesammtchöre und zwar: \"Sängerbund\" von Bruckner [WAB 82]; [... Kreuzer [Kreutzer] Rudolf Weinwurm, Mendelssohn ...] Die Herren Bruckner und Weinwurm werden ihre Kompositionen persönlich dirigiren.\n     [... Einzelvorträge ... ] Am Schlusse der Produktion wird unisono das Winter'sche \"Lied der Deutschen in Oesterreich\" gesungen. Dieses Lied sowie der Bachuschor aus Antigone werden mit Harmoniebegleitung aufgeführt werden.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306065, "Datum": "6.6.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »6. [Juni] 8. u. 9. [Lect.]« [Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306095, "Datum": "9.6.1883, Samstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 6746 informiert auf S. 1 des Abendblatts über das Sängerfest am 10.6.1883:\n     \"[Oberösterreichisch=Salzburg'sches Sängerbundesfest.] Aus Wels wird uns geschrieben: Am 10. und 11. d. findet hier das fünfte oberösterreichisch=salzburg'sche Sängerbundesfest statt. [...] Bei der um 4 Uhr im städtischen Volksgarten stattfindenden Festproduction gelangen zum Vortrage: Gesammt=Chöre: A. Bruckner: \"Sängerbund\" [WAB 82], dirigirt vom Componisten; C. Kreuzer: \"An das Vaterland\", dirigirt von Eduard Binder, derzeit Bundes=Chormeister; R. Weinwurm: \"Deutsches Heerbannlied\", dirigirt von Wilhelm Floderer, Chormeister des \"Frohsinn\" in Linz; Mendelssohn: Bachuschor aus \"Antigone\", dirigirt von Joseph Reiter, Chormeister der Salzburger Liedertafel. [... Einzelvorträge ... am Montag Beratungen und Ausflug ...] Leider ist der Bundesvorstand Herr August Göllerich durch Krankheit gehindert, an dem Feste theilzunehmen [... Grußwort ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306105, "Datum": "10.6.1883, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung [(?) siehe Anmerkung] des Göllerich sen. gewidmeten Männerchores »Sängerbund« [WAB 82] beim Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundfest in Wels unter Leitung von Eduard Binder (*).\nUrsprünglich waren Bruckner und Rudolf Weinwurm als Dirigenten ihrer Chöre angekündigt worden. August Göllerich sen. war erkrankt und nahm an dem Fest nicht teil (*a).\r\nUnter den Teilnehmern ist auch die Liedertafel Vöcklabruck (*b).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).\nEmpfehlungsschreiben Wilhelm Jahns für Bruckner:\r\n     Er habe bei den Philharmonikern die 4. Symphonie gehört, zwei Sätze der 6. Symphonie selber dirigiert und kürzlich die 7. Symphonie eingehend studiert und könne Bruckners Werke jedem Konzertunternehmen empfehlen (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306135, "Datum": "13.6.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Das Salzburger Volksblatt Nr. 133 berichtet auf S. 1 vom Sängerfest am 10.6.1883:\n  \"Die Salzburger Liedertafel in Wels.\n      Unter den zahlreichen Vereinen, welche zum Sängerfeste nach Wels zogen, befand sich auch die Salzburger Liedertafel. [... Festverlauf ... Anwesende: Landtagsabgeordneter Dr. Groß, Dr. Stigler aus Steyr, J. F. Hummel ...]\n     Als zweiter Gesammtchor folgte das bekannte \"Heerbannlied\" von R. Weinwurm, Chor mit Orchester, dirigirt von Herrn Floderer, dem Chormeister der Linzer Liedertafel \"Frohsinn\". Den Schluß bildeten die Chöre \"Bundeslied\" [Sängerbund, WAB 82] von Bruckner und \"An das Vaterland\" von Kreuzer (Dirigent: Bundes=Chormeister Binder in Wels).\n     [... Einzelvorträge ...]\n     Das Concert war massenhaft besucht. [...]\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "02.10.2023 09:36"}, {"ID": 188306145, "Datum": "(14.6.1883, Donnerstag)", "Haupttext": "Beim 3. internen Abend des Wagner-Vereins im Saal der »Ressource« werden unter Leitung von Ludwig Koch der zweite und dritte »Parsifal«-Akt aufgeführt. Solisten: Marianne Brandt, Franz Schaumann, Hermann Nigg und Heinrich Gassner, am Klavier Robert Erben.", "Letzte Änderung": "22.12.2024 22:44"}, {"ID": 188306155, "Datum": "15.6.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »15. d. H Mahler Partitur Sinf. Nr. 2«. (*).\r\nKalendernotiz Bruckners: »15. [Juni] 10. u. 11. Lect.« [Grossmann?] (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2024 23:02"}, {"ID": 188306195, "Datum": "(19.6.1883, Dienstag)", "Haupttext": "Preisconcurs im Fach Gesang am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306205, "Datum": "20.6.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »20. [Juni] 12. [Lect.]« [Grossmann?] (*). (Preisconcurs für Streich- und Blasinstrumente [ohne Orgelschüler] am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306225, "Datum": "22.6.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »22. [Juni] 13. [Lect.]« [Grossmann?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306235, "Datum": "23.6.1883, Samstag", "Haupttext": "In der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 7, S. 321-323, erscheint Heinrich Schusters siebenteiliger (Abschnitte A bis H) »Wunschzettel für die nächste Concertsaison«, der u.a. Bruckners 4. und 6. Symphonie und das Quintett auflistet:\r\n   »[...] Bruckner A. Symphonie in Es-dur oder A-dur, vollständig. [...] Bruckner A. *Streichquintett [als besonders beachtenswert markiert] [...] Dr. H. M. Schuster.« (*).\n[ca. 23.6.] Kalendernotiz Bruckners: »NB Großmann 3 fl geliehen.« (**).\nFremdenblatt Nr. 170 auf S. 6 (***),\nNeue Freie Presse Nr. 6760 auf S. 5 [inhaltlich wie (°a)] (°)\nund Neues Wiener Tagblatt Nr. 170 auf S. 3 (°a) kündigen die morgige Kirchenmusik (f-Moll-Messe etc.) an:\r\n     \" * (Kirchenmusik.) Morgen Sonntag gelangt in der Hofkapelle Folgendes zur Aufführung: Messe in F, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Os justi) von Anton Bruckner.\" (°a).\nProbe der f-Moll-Messe. Eintrag am Ende der Flötenstimme Nr. 2 »Probe 23/6. [1]883« (°°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:54"}, {"ID": 188306245, "Datum": "24.6.1883, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Aufführung im Neuigkeitsweltblatt Nr. 143 auf S. 3:\r\n\"     Kirchenmusik in Wien. Sonntag den 24. Juni kommen zur Aufführung: In der Hofburg=Kapelle um 11 Uhr: Messe in F, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Os justi) von Bruckner; – \" (*)\n \nund in der \"Presse\" Nr. 171 auf S. 13:\r\n     \"Kirchenmusik: Hofburgcapelle (11 Uhr): Messe in F, Graduale (Locus iste) und Offertorium (Os justi) von Anton Bruckner.\" (*a).\nBruckner dirigiert um 11 Uhr [vgl.Anm.] in der Hofkapelle die f-moll-Messe, das »Locus iste« (als Graduale) und das »Os justi« (als Offertorium) (**).\r\nSolisten sind die Knaben Albert Liermberger und Franz Födisch und die Herren Kinsky und Lisseck und der Geiger Hellmesberger jun. (**a).\r\nAls Kritiker ist Woerz anwesend (***).\nIn den Stimmen der f-Moll-Messe finden sich Eintragungen von Musikern: »24/6 83« auf der Titelseite der Tenorstimme Nr. 4 (°), »24.6. 83« am Ende der Baßstimme Nr. 4 (°°), »24/6 83« und »[Ende] 24/6 [1]883 12 Uhr 36 Minuten« am Ende der Baßstimme Nr. 5 (°°°), »24/6 83« am Ende der 1. Violinstimme Nr. 2 (#), »18 24/6 83. Braun. Siebert [vermutlich Rudolf Siebert (##a)]« und »2. mal 24/6 1883. Braun und Siebert. [?]« auf der Titelseite bzw. am Ende der Kontrabaßstimme Nr. 1 (##b), »Aufführung 24./6. [1]883.« am Ende der Flötenstimme Nr. 2 (###) und »Sonntag 24. Juni 1883 B [Bruckner?]« und »18 24/6 83.« am Ende des Credos bzw. am Ende der Fagottstimme Nr. 2 (a).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 15:44"}, {"ID": 188306255, "Datum": "25.6.1883, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »25. [zuerst: 27., zuvor 23.] [Juni] 14. [Lect.]« [Grossmann?] (*). ([25. und 26.6.1883] Preisconcurs im Fach Klavier am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306275, "Datum": "27.6.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »27. [Juni] 15. [Lect.]« [Grossmann?]. Darunter [späterer?] Zusatz »gezalt.« [die ganze Auflistung ab 15.4. durchgestrichen, wohl zum Zeichen der Erledigung].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306285, "Datum": "28.6.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk: \n   Wegen des Quintetts solle er direkt an Gutmann schreiben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188306295, "Datum": "29.6.1883, Freitag", "Haupttext": "Kritik [nicht von Hans Woerz] über die f-moll-Messe in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1197, Morgenblatt, S. 7, signiert \"Dr. H.\":\r\n     \"[Von der Hof=Capelle.] Sonntag den 24. d.: Missa in F von Anton Bruckner, unter der Leitung des Componisten. Mehr als je hatte man heute den Eindruck eines ungewöhnlichen, ja sagen wir es gleich mit dem rechten Worte, eines zweifellos genialen Werkes. Diese Messe gehört zu dem Besten, das Bruckner geschaffen; sie ist mit einem Verständniß für Polyphonie, mit einer unerschöpflichen Phantasie und mit einer Beherrschung der Instrumentation geschrieben, wie sie nur die größten Meister besaßen. Dazu die bunte, oft überraschende Mannigfaltigkeit, und das Alles wie bei einem großen Maler in der interessantesten Vertheilung von starken und abgedämpften Farbentönen, in der Vertheilung von heller intensiver Beleuchtung und traulichem Dämmerschein und Halbdunkel. Und welches Gemisch der lieblichsten, reizenden, machtvollen und überwältigenden Tonwirkungen! Ich habe es schon einmal geäußert, Bruckner's Werk ist ein großartiges religiöses Musikdrama von hinreißender Kraft und Herzinnigkeit. Wie Mancher schüttelt stets das weise Haupt über das „Unbegreifliche”, das da „Ereigniß” geworden, und versteht nicht, wie man so etwas aufführen könne. Gewiß aber wird die Musikgeschichte in späteren Tagen neben anderen glänzenden Verdiensten Herbeck's und Hellmesberger's auch dieses mit Fug und Recht rühmen, daß sie dem größten der jetzt lebenden Componisten Oesterreichs die Aufführung seiner Messen in der Hof=Capelle ermöglichten. Denn nur die Hof=Capelle kann in solcher Vollendung aufführen. Ich widerrufe meinen vor einem Jahre etwa geäußerten Satz, daß diese Messe in den Concertsaal gehöre und thue Buße für ihn. Denn dieses Werk soll und wird doch am meisten in der Kirche wirken, niemals aber – das steht mir fest – können Damen die unendlichen Schwierigkeiten so bemeistern und die kindliche Naivetät mancher Stellen so rührend wiedergeben, wie unsere Prachtjungen dies thaten. Jeder Kenner wird sagen müssen, daß es wohl Weniges gibt, das sich an Lieblichkeit und Größe neben das Qui tollis stellen kann. Und wie wurde dies gesungen! Die schwierigste Partie hatten jedenfalls die fünf Soprane, aber auch der Altsolist hat eine ungemein gefährliche und anstrengende Partie. Das Großartigste, die Krone der Messe, ist doch das Credo. In zartester Feinheit wird das Incarnatus behandelt, Passus und Crucifixus est werden ebenso edel und wirksam zum Ausdruck gebracht, aber das Resurrexit überbietet Alles in dieser Messe an kolossaler Kraft und niederwerfender Wucht des Eindrucks. Ich habe einmal an Führich's Auferstehungsbild als malerisches Analogon erinnert; heute hat mich dieses Gewühl von erschütternden Tönen, in denen sich die Vorstellung der allgemeinen Auferstehung der Todten in niederzwingender Größe entwickelt, mit tiefer Rührung erfüllt. Wohl, hätte Bruckner nichts als dieses Resurrexit geschrieben, sein Name würde dauern für alle Zeiten! Und wie erhaben hat der Componist den von Glaubenszuversicht zeigenden [sic] ersten Satz wieder am Schlusse hindurchgeführt! Ist das Credo das Mächtigste das Werkes, so ist das liebevoll ausgearbeitete Benedictus das Wärmste und Melodiöseste, es fluthet und wogt in ihm, und flötet und singt wie Tausende von Vogelstimmen! Nur ein Krösus von musikalischer Phantasie kann so schreiben! Das Sanctus mit seinem herzigen Hosannah darf ebenso wenig vergessen werden als das reich mit Schönheiten ausgestattete Agnus. Und hält man noch das ernste, gehaltvolle Graduale wie das herrliche Tonstück „Os justi” hinzu, so wird man sich mit der freudigen Ueberzeugung erfüllt haben: \"Wir besitzen an Bruckner, dem Sohne des prächtigen lieben Oberösterreich, ein Musiktalent ersten Ranges, einen Meister, dessen Größe erst die kommenden Generationen voll und ganz verstehen werden. Es sei gestattet, noch einige Worte über die Aufführung zu sagen. Sie war der Hof=Capelle völlig würdig, nein, sie war so, wie sie nur die Hof=Capelle zu leisten vermag. Und das will bei der großen Schwierigkeit der zu behandelnden Partien viel bedeuten. Die Solisten Herr Kinsky wie Herr Lisseck sangen mit Noblesse und Erfolg; namentlich der Letztere hatte einen vorzüglichen Tag, Hellmesberger jun. beherrschte sein Instrument nach Art der Hellmesberger, das sagt wohl Alles! Vortrefflich sangen auch die Knabensolisten Albert Liermberger und Franz Födisch, vor Allem der Sopran leistete an Sicherheit, edelem Vortrage und reizvoller Durchführung geradezu Erstaunliches. Was wird einer Sängerin nach solchen Leistungen zu Theil! [... Plädoyer für Stipendien für die Solisten ...]     Dr. H.\"", "Letzte Änderung": "20.10.2025 10:39"}, {"ID": 188307005, "Datum": "Juli 1883 (?)", "Haupttext": "Artikel [vermutlich Dr. Klesers] über Bruckner in der Kölnischen Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188307015, "Datum": "1.7.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz \"Br\" bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "03.05.2024 07:33"}, {"ID": 188307025, "Datum": "2.7.1883, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: \n   »2. Juli für Juli Fr. Kathi [Kachelmayr] 7 fl Monatgeld gezalt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188307045, "Datum": "4.7.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 150 bringt auf S. 3 die Kritik der Wiener Allgemeinen Zeitung vom 29.6.1883 zur Aufführung der f-Moll-Messe am 24.6.1883:\r\n           »Linz, 3. Juli 1883.\r\n    § Die Bruckner'sche Messe. Ueber das bekannte Werk unseres berühmten Landsmannes, des Hof=Organisten A. Bruckner's Messe in F, welche am Sonntag den 24. Juni von der Hofkapelle unter der Leitung des Komponisten aufgeführt wurde, schreibt die „Wiener Allgemeine Zeitung”: Mehr als je hatte man heute den Eindruck eines ungewöhnlichen, ja sagen wir es gleich mit dem rechten Worte, eines zweifellos genialen Werkes. Diese Messe gehört zu dem Besten, das Bruckner geschaffen; sie ist mit einem Verständniß für Polyphonie, mit einer unerschöpflichen Phantasie und mit einer Beherrschung der Instrumentation geschrieben, wie sie nur die größten Meister besaßen. Dazu die bunte, oft überraschende Mannigfaltigkeit, und das Alles wie bei einem großen Maler in der interessantesten Vertheilung von starken und abgedämpften Farbentönen, in der Vertheilung von heller intensiver Beleuchtung und traulichem Dämmerschein und Halbdunkel. Und welches Gemisch der lieblichsten, reizenden, machtvollen und überwältigenden Tonwirkungen! Ich habe es schon einmal geäußert, Bruckner's Werk ist ein großartiges religiöses Musikdrama von hinreißender Kraft und Herzinnigkeit. Wie Mancher schüttelt stets das weise Haupt über das „Unbegreifliche”, das da „Ereigniß” geworden, und versteht nicht, wie man so etwas aufführen könne. Gewiß aber wird die Musikgeschichte in späteren Tagen neben anderen glänzenden Verdiensten Herbeck's und Hellmesberger's auch dieses mit Fug und Recht rühmen, daß sie dem größten der jetzt lebenden Komponisten Oesterreichs die Aufführung seiner Messen in der Hofkapelle ermöglichten. Denn nur die Hofkapelle kann in solcher Vollendung aufführen. Ich widerrufe meinen vor einem Jahre etwa geäußerten Satz, daß diese Messe in den Konzertsaal gehöre und thue Buße für ihn. Denn dieses Werk soll und wird doch am meisten in der Kirche wirken, niemals aber - das steht mir fest - können Damen die unendlichen Schwierigkeiten so bemeistern und die kindliche Naivetät mancher Stellen so rührend wiedergeben, wie unsere Prachtjungen dies thaten. Jeder Kenner wird sagen müssen, daß es wohl Weniges gibt, das sich an Lieblichkeit und Größe neben das Qui tollis stellen kann. Und wie wurde dies gesungen! Die schwierigste Partie hatten jedenfalls die fünf Soprane, aber auch der Altsolist hat eine ungemein gefährliche und anstrengende Partie. Das Großartigste, die Krone der Messe, ist doch das Credo. In zartester Feinheit wird das Incarnatus behandelt, Passus und Crucifixus est werden ebenso edel und wirksam zum Ausdruck gebracht, aber das Resurrexit überbietet Alles in dieser Messe an kolossaler Kraft und niederwerfender Wucht des Eindrucks. Ich habe einmal an Führich's Auferstehungsbild als malerisches Analogon erinnert; heute hat mich dieses Gewühl von erschütternden Tönen, in denen sich die Vorstellung der allgemeinen Auferstehung der Todten in niederzwingender Größe entwickelt, mit tiefer Rührung erfüllt. Wohl, hätte Bruckner nichts als dieses Resurrexit geschrieben, sein Name würde dauern für alle Zeiten! Und wie erhaben hat der Komponist den von Glaubenszuversicht zeigenden [sic] ersten Satz wieder am Schlusse hindurchgeführt! Ist das Credo das Mächtigste das Werkes, so ist das liebevoll ausgearbeitete Benedictus das Wärmste und Melodiöseste, es fluthet und wogt in ihm, und flötet und singt wie Tausende von Vogelstimmen! Nur ein Krösus von musikalischer Phantasie kann so schreiben! Das Sanctus mit seinem herzigen Hosannah darf ebenso wenig vergessen werden als das reich mit Schönheiten ausgestattete Agnus. Und hält man noch das ernste, gehaltvolle Graduale wie das herrliche Tonstück „Os justi” hinzu, so wird man sich mit der freudigen Ueberzeugung erfüllt haben: Wir besitzen an Bruckner, dem Sohne des prächtigen lieben Oberösterreich, ein Musiktalent ersten Ranges, einen Meister, dessen Größe erst die kommenden Generationen voll und ganz verstehen werden. Es sei gestattet, noch einige Worte über die Aufführung zu sagen. Sie war der Hofkapelle völlig würdig, nein, sie war so, wie sie nur die Hofkapelle zu leisten vermag. Und das will bei der großen Schwierigkeit der zu behandelnden Partien viel bedeuten.«", "Letzte Änderung": "21.08.2025 19:36"}, {"ID": 188307075, "Datum": "7.7.1883, Samstag", "Haupttext": "In der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 27 berichtet auf S. 353 Dr. H. M. Schuster von der Aufführung der f-Moll-Messe (und des »Os justi«) am 24.6.1883: \n\n    » - Sonntag den 24. Juni wurden in der Hofcapelle eine Reihe Anton Bruckner'scher Kirchencompositionen unter Leitung des Componisten aufgeführt, nämlich die grosse Messe in F-moll, ein Graduale und ein Offertorium (Os justi), Werke, auf die nachdrücklich hinzuweisen, nur ein Act der Gerechtigkeit ist. Denn sie zeigen eine so ernste, grosse, echt kirchliche Art, wie sie heutzutage unter den Kirchencomponisten nicht entfernt ein Anderer besitzt, nicht zu reden von der Beherrschung der polyphonen Form. Wie edel einfach und tiefempfunden ist schon die Einleitung des Kyrie und dann das Ganze, wie schwungvoll das Gloria und wie schön das innige Qui tollis, vielleicht das Schönste in der ganzen Messe. Im Credo hingegen leuchtet wieder wie in der D-moll-Messe Bruckner's das Resurrexit vor Allem hervor, nur hat es hier einen mehr freudigen, wie dort einen mehr erschütternden Charakter. Ein Meisterstück ganz besonderer Art bildet endlich das in lyrischer [sic] Tonart und a capella componirte Offertorium os justi, dessen geheimnissvoll tiefer Charakter je öfter man es hört, immer wunderbarer erscheint. Dr. H. M. Schuster.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188307095, "Datum": "9.7.1883, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Anton Seidl:\r\n    Bedauert den Weggang des Ehepaares nach Bremen. Glückwünsche für die Zukunft (*).\n(Brief von Hugo Wolf an Henriette Lang:\r\n     Schildert seine Eindrücke nach der gestrigen Parsifal-Aufführung (**)).\n \n(Bericht vonViktor Schembera \"Bühnenfestspiele in Bayreuth. Die Fremden kommen\" im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 186 auf S. 1 (u. a. mit Bemerkungen zu den Besuchen an Wagners Grab) (***)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 12:58"}, {"ID": 188307115, "Datum": "11.7.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   \"[...] Das Adagio ist noch unberührt, da meine Sachen noch nicht hinausgeschafft werden konnten. [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188307125, "Datum": "12.7.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »12. Juli vor 5 Uhr abends 35 R in der Sonne.« (*).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n   Über die Arbeit am Klavierauszug von \"Heliantus\", wegen des Drucks des Quintetts durch Gutmann - den [4-hdg.] Klavierauszug solle Franz bei weiterer Verzögerung an Josef zurücksenden, ebenso den 2-hdg. des Adagios, von dem Öhn eine Abschrift habe. Möchte Goldschmidt außerdem die 3. Symphonie (4-hdg.), die Adagios der 4. und 6. und das Scherzo der 5. Symphonie zeigen. Bittet, sobald fertig, um das Adagio der 7. Symphonie (**).\r\n   \"Lieber Bruder!\r\n - Ihr seid mir liebe Leute; jetzt sitze ich schon beinahe eine Woche hier u. außer deiner sehr flüchtigen Mitteilung ist mir kein Sterbenswörtlein von oder über Euch zugekommen. [...] Meine Arbeit geht sehr rasch von Statten nur manchmal bleibe ich bei besonders mühsamen Stellen hängen; Ende dieser Woche wird der 1. Akt fertig sein (**a). Sei so gut zu Gutmann zu gehen u. ihn wegen des Quintett's zu stupfen, ich will mich von dem - nicht zum Narren halten lassen u. wenn er den Klavierauszug noch nicht zum Druck übergeben hat nimm ihn lieber mit u. schicke mir ihn (**b). Vergesse auch nicht wegen des 2hdg. Adagio zu sprechen; wenn er's nicht drucken will oder vielleicht erst im Herbst so schicke mir's, behält er es so sei so gut Öhn aufzusuchen, er hat eine Abschrift davon die schicke mir da ich es gerne Goldschmidt zeigen möchte (**c). Ebenso bitte ich dich mir die 3. Symphonie 4hd. zu schicken (**d) u. die Adagio's aus der Romantischen u. 6. u. Scherzo aus der 5. (alles im Pulte). Es könnte für Bruckner von größtem Nutzen sein wenn Goldschmidt dabei warm würde, auch hat er mich selbst darum gebeten. Daß du mir das Adagio der VII. schickst sobald es fix ist halte ich für selbstverständlich. Sage Mama, daß ich mit der auserlesensten Sorgfalt bedient u. behandelt werde; meine Wirte sind beide herzlich gute Leute, besonders Sie hat mich in dieser Beziehung überrascht. Jetzt fange ich auch schon wieder an mein Pianino mit einigen Bach'schen Fugen zu ohrfeigen. Nachdem du ohnehin ein Packet Noten sendest sei noch schließlich so gut die 2 Bände von Strauß u. den von Lanner so wie auch ein Exemplar meines Gesangs den ich möglicherweise brauche dazuzupacken u. laß dir im vorhinein für diese Mühe herzlich danken. [...]\" (**e).\n(1. Abschlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums (***)).\n(Gustav Mahler besucht die Parsifal-Aufführung in Bayreuth (°)).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 19:37"}, {"ID": 188307145, "Datum": "(14.7.1883, Samstag)", "Haupttext": "2. Abschlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums mit dem Zöglingsorchester unter Leitung Hellmesbergers.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188307175, "Datum": "17.7.1883, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner trifft frühmorgens in St. Florian ein. Nachmittags spielt er für Loidol auf dem Klavier aus dem noch unfertigen Finale der 7. Symphonie und Teile anderer Symphonien (*).\n\r\nIm Fremdenbuch ist notiert \"[Tag der Ankunft] 17.7 / Anton Bruckner, Musikprofeßor, Linz Wien  .   .   .   27.7 [Tag der Abreise]\". Weitere Gäste im Stift sind Benno Brunbauer, Student, Forinberg (bis 30.7.1883), Franz Eder, Alois Gawodsky [?], Studenten, Linz (bis 18.7.1883), Josef Moser, Lehramtskandidat / Agnes Moser, Kam[m]ermädchen (bis 18.7.), Franz Gruber, Student, Wien (Neffe des Gitlbauer) (bis 6.8.1883) und für einen Tag (bis 18.7.) Augustin Zitzelsberger, Dech. u. Pf in Alberbach, Baiern, und Stefan Humer, Student, Kremsmünster. In den folgenden Tagen kommen weitere Gäste ins Stift: Max Mayrhofer, Student, Linz (18.-21.7.), Rupert Fischer, Prämonstratenser, Tepl. [Teplitz?] (21.-23.7.), Franziska Lock [?], Private, mit Tochter, Wien (21.-24.7.), Alfons Müller, Profeßor, Linz (22.-25.7.) und Jos. Stöcklmayr, Jos. Gatterer, Studenten, Stockerau (23.-24.7.) [hier endet das abgebildete Blatt des Fremdenbuchs] (**).\r\nIm Gästebuch ist \"Bruckner\" eingetragen und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"19\" angegeben. Bruckner bleibt bis 27.7.1883 (***).", "Letzte Änderung": "13.10.2024 16:51"}, {"ID": 188307185, "Datum": "18.7.1883, Mittwoch", "Haupttext": "In St. Florian improvisiert Bruckner für Loidol über eine halbe Stunde. Er berichtet, daß er acht Tage vor Wagners Tod am Adagio der 7. Symphonie gearbeitet und dabei [in Vorahnung] geweint habe (*).\n[ca. 18./19.7. oder etwas später?]\r\n(undatierter und unvollständig überlieferter) Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   \"Lieber, bester Bruder!\r\n   Deinen lieben Brief vom 12 d/M erhielt ich erst gestern [...] Nunmehr wirst Du wohl schon 2 Briefe von mir erhalten haben und diesen 3ten [sic?] dürfte dich wahrscheinlich erst bei deiner Rückkunft aus Bayreuth antreffen.\r\n   Sei so gut, ihn dann mit möglichster Beschleunigung zu beantworten.\r\n   Ich will nicht versäumen unseren Musikjuden [Gutmann] wegen des Quintettes dringend anzufliegen doch wenn er sich weigert od. Bedenklichkeiten hat, den Druck sofort vorzunehmen, so meine ich nicht, dass wir es ihm ganz aus der Hand nehmen sollen. Wir haben vor der Hand nicht die geringste Hoffnung, es einem anderen Händler aufdrängen zu können. Jedenfalls musst Du mir noch mittheilen, ob ich ihm den Clavierauszug abnehmen soll auch wenn er noch nicht copirt ist. Auch ist es Bruckner's Wunsch dass eine Anzahl Prachtexemplarien gedruckt werden, u. er dringt auf dessen Erfüllung. Ich habe mir vorgenommen Montag [23.7.1883?] nach der Stadt zu fahren; ich werde dann jedenfalls mit Gutm. sprechen u. dir hierüber [oder \"darüber\"?] berichten; auch die gewünschten Musikalien an dich expedieren. Mit dem Adagio [der 7. Symphonie] hoffe [ich] in 14 Tagen also anfangs August fertig zu sein; die Stellen die du geändert wünschst, bitte ich Dich anzustreichen u. es baldmöglichst zu retourniren. Löwe hat uns gestern [in Fellinggraben] besucht und will dir darüber schreiben wir hatten einen sehr vergnügten Tag. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 15:12"}, {"ID": 188307225, "Datum": "22.7.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188307235, "Datum": "23.7.1883, Montag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk: \nHofft das Adagio der 7. Symphonie in acht Tagen schicken zu können, wenn Abschrift und Korrektur bewältigt sind. \n   \"[...] Wir alle befinden uns leidlich und geniessen des Landaufenthaltes bei sehr wechselndem Wetter nicht ungetrübt. [...] Die Zanksucht unserer beiden Schwestern, u. auch ihre friedlichen Momente verderben mir, wenn ich bei schlechtem Wetter im Zimmer sitzen muss jede Arbeit. Ich muss also auf diese Weise den Genuss einer schönen Gegend bezahlen. [...] Das Adagio der VII. hoff' ich in 8 Tagen schicken zu können, in welcher Zeit das mühsame Geschäft des Abschreibens u. Corrigierens zu bewältigen sein wird. [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188307265, "Datum": "(26.7.1883, Donnerstag)", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   Vermutlich zur Drucklegung des Quintetts durch Gutmann (*).\n(Rosa Weißgärber in Ottensheim geboren (**)).", "Letzte Änderung": "08.06.2024 20:55"}, {"ID": 188307275, "Datum": "27.7.1883, Freitag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 17.7.1883 angekommen] (*).\n(An der Generalversammlung des Allgemeinen Richard-Wagner-Vereins in Bayreuth nehmen u.a. Tappert, Wolzogen, Ostini und aus Wien, das mit 64 Mitgliedern vertreten ist, Prof. Höfler und Dr. Boller teil (**)).\n \n[Ziemlich sicher eine Fehlinformation!]\r\n(Mit den Vorständen der Wagner-Vereine u. a. sollen in der Probenzeit [also zwischen 1. und 7.7.1883] auch Bruckner und Richard Strauss nach Bayreuth gekommen sein (***)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 04:05"}, {"ID": 188307284, "Datum": "ca. Ende Juli 1883", "Haupttext": "Bruckner in Bayreuth, wo der \"Parsifal\" aufgeführt wird [siehe die Anmerkung] (*).\nEr trifft dort auch mit Tappert zusammen, der ihn um Artikel und Kritiken über seine Werke bittet (*a).\nNach Franz Schalks [Augenzeugen??- oder eher von Zottmann stammendem] Bericht kam er zusammen mit Spigl, mit dem er sich - nach einem Ereignis im Prater - versöhnt hatte (\"um Entschuldigung jenes Auftrittes im Prater gebeten\"), in Bayreuth an. Vom Wiener Kreis sind auch Zottmann und Öhn bei den Festspielen zugegen (**).\nAugust Göllerich besucht ebenfalls die Bayreuther Festspiele, bei denen er Liszt wiedersieht (***).", "Letzte Änderung": "06.10.2024 20:23"}, {"ID": 188307285, "Datum": "28.7.1883, Samstag", "Haupttext": "Goldschmidt und Josef Schalk studieren (am Grundlsee bei Goldschmidt) das Adagio der 4. Symphonie. Schalk muß an Bruckner in Bayreuth eine Einladung schreiben, die Bruckner nicht annehmen wird (*).\nBrief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n     Er habe mit Gutmann [wegen des Quintetts] gesprochen, der noch auf den 2. Subskriptionsbetrag und weitere bereits eingegangene 100 fl warte. Der Druck des Klavierauszugs sei schon begonnen (**).\r\n     \"[...] Aus meiner Besprechung mit Gut. ist mir klar geworden, dass der Druck noch nicht begonnen. Er hat den zweiten Subscriptionsbe[trag] noch nicht erhalten. Außerdem sprach er davon, dass ca. 100 fl. Gulden bereits eingegangen sind, die man ihm überliefern möge. Als ich nach dem Clavierauszug fragte, gab er zur Antwort er sei schon begonnen. Ich werde dir nächstens darüber noch ausführlicher schreiben. [...]\" (**).\nIn Bayreuth die vorletzte Parsifal-Vorstellung, die erste, die Bruckner besucht haben könnte (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188307295, "Datum": "29.7.1883, Sonntag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk (Postkarte mit Poststempel 29. Juli 1883):\r\n   \"Lieber Bruder!\r\n    Eben erhalte ich deinen Brief vom 26ten. Bezüglich Gutmann ersuche ich Dich ja nicht von einer Honorarzurückbehaltung für den Klav. Ausz. zu sprechen. Ich habe ihm 20 fl. von Liszt u. [Hans von] Schneller's [oder \"Schelle's\"?] zu übergeben u. von Winkler muß ja auch jedenfalls eine gehörige Summe abgeliefert werden. Sage ihm aber daß es uns klar ist, daß er sich vor Beginn des Druckes sicherstellen will, er mag dies thun indem er sich die Subscriptionsbeträge selbst incassirt, er hat aber kein Recht das Werk bis dahin bei sich zurückzu[be?]halten u. wenn er [dir?]binnen 14 Tagen nicht eine Correktur schickt so werde ich ihm den Klav. Ausz. nur unter einer bedeutenden Honorarforderung überlassen während ich ihn sonst ohne jeden Anspruch hingegeben hätte. Vielleicht hilft das. Spreche so energisch als möglich mit ihm.\r\n    Mehreres brieflich. Alle grüßend Josef\" (*).\nThe Chicago Tribune berichtet auf S. 6 in der 7. Spalte mit irrtümlicher Datierung (1.7.1883) von der Aufführung der f-Moll-Messe am 24.6.1883 und erwähnt dabei die 3. Symphonie und das Quintett:\r\n\"              MUSIC.\r\n[...]\r\n            Elsewhere.\r\n[...]\r\n     A mass in F major, by Anton Bruckner, was produced Juli 1 in the Imperial Chapel in Vienna, and is spoken of as a master-piece of musical composition. Mr. Bruckner, although unknown to the great world, is called the greatest living Austrian composer, but it has been his luck to find appreciation only after a long life. He has written seven symphonies, a number of masses, several chorus works, and a number of string quartets. A symphony in D minor by him has been published lately, and a string quartet, which is said to be a perfect gem, will shortly appear.\" (**).\n \nSehr viel ausführlicher schreibt darüber die in St. Louis (Missouri) erscheinende Westliche Post Nr. 210 auf S. 3 in der 6. und 7. Spalte:\r\n\"                        Anton Bruckner.\r\n     Es dürfte nahezu vier Jahre her sein, daß von einem Wiener Berichterstatter der Kölnischen Zeitung zum ersten Male dem großen Lesepublikum Kunde von der Bedeutsamkeit eines obgleich in vollgereiftem Mannesalter stehenden, dennoch in der großen Welt wenig genannten Componisten gegeben wurde. Die Ansicht des Berichterstatters, daß Anton Bruckner, Professor der Harmonielehre am Wiener Conservatorium und Docent an der Wiener Universität und k. k. Hoforganist, zu den allerbesten und musikalisch reichsten und tiefsten lebenden Tonsetzern zu zählen sei, erschien damals manchen Kritikern von Fach etwas übertrieben und es wurde ihr gerade von den tonangebenden Kritikern der liberalen Wiener Presse mit einer gewissen Gereiztheit widersprochen; von denselben Kritikern, die Bruckner allerdings mit aller Gewalt niederzuhalten bestrebt waren, weil sie ihm nicht zu folgen sich die Mühe gaben, und weil neben Bruckner vor dem Urtheil des unvoreingenommenen Publikums manche von ihnen gefeierte Tagesgröße zu klein erscheinen muß.\r\n     Und dennoch ist der unermüdliche, unverdrossene, nur allzubescheidene Mann durchgedrungen. Die Lorbeeren sind ihm geworden, wenn sie auch ein schon bleichendes Haupthaar schmücken. Die Wiener Blätter der letzten Zeit beschäftigten sich auf's Lebhafteste mit Anton Bruckner, und einige in Ausdrücken, die weit überschwänglicher sind als die der Kölnischen Zeitung vor vier Jahren. Dr. Hans Paumgartner veröffentlichte eine ausführliche Lebens-Skizze Bruckner's in der Wiener Zeitung [27.5.1883], die inhaltlich nicht mehr angibt, als die Kölnische Zeitung seiner Zeit mitgetheilt hat. Dann aber bespricht die Wiener Zeitung einige Werke Bruckner's so die C-moll=Symphonie [sic], die den ungetheiltesten Beifall eines Richard Wagner besaß, der doch nicht gerade verschwenderisch in der Anerkennung Anderer war, und die neuerdings aufgeführte Es-dur=Symphonie; von ihr heißt es in der Wiener Zeitung: \"Von prächtiger Frische und Naivetät der Erfindung in den Themen, ist sie zugleich so klar und überzeugend in der Form, daß man sie unbedingt zu den glücklichsten Erfindungen auf dem Gebiete der modernen symphonischen Musik überhaupt zählen muß.\"\r\n     Bruckner hat bis jetzt sieben Symphonien, Männerchöre, Streichquartette, ein herrliches Streichquintett und verschiedene große Messen componirt, denen noch Niemand die große musikalische Bedeutung abzusprechen gewagt hat. Und doch blieb Bruckner bis jetzt der großen Welt unbekannt und nur eine einzige Symphonie, die in D moll, ist im Buchhandel erschieben (Wien, bei Franz Rättig [sic]). Das Streichquintett soll erst demnächste erscheinen; sind wir gut unterrichtet, so hat ein kunstsinniger deutscher Prinz [Max Emanuel] den Verlag dieses Werkes, das er zufällig hörte, gefördert; es soll auch diesem Prinzen gewidmet sein.\r\n     Neuerdings, am vorletzten Sonntag [24.6.1883], ist in der kaiserlichen Hofkapelle in Wien eine Messe von Bruckner in F-dur aufgeführt worden, wofür Hofkapellmeister Hellmesberger sich erneuten Dank der echten Musikfreunde erworben hat. Ueber das Werk und seine Aufführung schreibt die \"Allgem. Zeitung\" [Dr. H. in der Wiener Allgemeinen Zeitung vom 29.6.1883]:\r\n     \"Mehr als je hatte man heute den Eindruck eines ungewöhnlichen ja, sagen wir es gleich mit dem rechten Worte, eines zweifellos genialen Werkes. Diese Messe gehört zu dem Besten, was Bruckner geschaffen; sie ist mit einem Verständniß für Polyphonie, mit einer unerschöpflichen Phantasie und mit einer Beherrschung der Instrumentation geschrieben, wie sie nur die größten Meister besaßen. Dazu die bunte, oft überraschende Manigfaltigkeit [sic], u. das alles wie bei einem großen Maler in der interessantesten Vertheilung von starken und abgedämpften Farbentönen, in der Vertheilung von intensiver Beleuchtung und traulichem Dämmerschein und Halbdunkel. Und welches Gemisch der lieblichsten, reizenden, machtvollen und überwältigenden Tonwirkungen! In [sic] habe es schon einmal geäußert. Bruckners Werk ist ein großartiges religiöses Musikdrama von hinreißender Kraft und Herzinnigkeit. Wie mancher schüttelt stets das weise Haupt über das \"Unbegreifliche\", das da \"Ereigniß\" geworden, und versteht nicht, wie man so etwas aufführen könne. Gewiß aber wird die Musikgeschichte in späteren Tagen neben anderen glänzenden Verdiensten Herbecks und Hellmesbergers auch dieses mit Fug und Recht rühmen, daß sie dem größten der jetzt lebenden Componisten Oesterreichs die Aufführung seiner Messen in der Hofkapelle ermöglichten. Denn nur die Hofkapelle kann in solcher Vollendung aufführen. Ich widerrufe meinen vor einem Jahre etwa geäußerten Satz, daß diese Messe in den Konzertsaal gehöre, und thue Buße für ihn. Denn dieses Werk soll und wird doch am meisten in der Kirche wirken, niemals aber – das steht mir fest – können Damen die unendlichen Schwierigkeiten so bemeistern und die kindliche Naivität mancher Stellen so rührend wiedergeben, wie unsere Prachtjungen dies thaten. Jeder Kenner wird sagen müssen, daß es wohl weniges gibt, das sich an Lieblichkeit und Größe neben das Qui tollis stellen kann. Und wie wurde dies gesungen! Die schwierigste Partie hatten jedenfalls die fünf Soprane, aber auch der Altsolist hat eine ungemein gefährliche und anstrengende Partie. Das Großartigste, die Krone der Messe, ist doch das Credo. In zartester Feinheit wird das Incarnatus behandelt, Passus und Crucifixus est werden ebenso edel und wirksam zum Ausdruck gebracht, aber das Resurrexit überbietet alles in dieser Messe an kolossaler Kraft und niederwerfender Wucht des Eindrucks. Ich habe einmal an Führichs Auferstehungsbild als malerisches Analogon erinnert; heute hat mich dieses Gewühl von erschütternden Tönen, in denen sich die Vorstellung der allgemeinen Auferstehung der Todten in niederzwingender Größe entwickelt, mit tiefer Rührung erfüllt. Wohl, hätte Bruckner nichts als dieses Resurrexit geschrieben, sein Name würde dauern für alle Zeiten! Und wie erhaben hat der Componist den von Glaubenszuversicht zeugenden ersten Satz wieder am Schlusse hindurchgeführt! Ist das Credo das Mächtigste das Werkes, so ist das liebevoll ausgearbeitete Benedictus das Wärmste und Melodiöseste, es fluthet und wogt in ihm und flötet und singt wie Tausende von Vogelstimmen! Nur ein Krösus von musikalischer Phantasie kann so schreiben! Das Sanctus mit seinem herzigen Hosannah darf ebenso wenig vergessen werden als das reich mit Schönheiten ausgestattete Agnus. Und hält man noch das ernste, gehaltvolle Graduale wie das herrliche Tonstück \"Os justi\" hinzu, so wird man sich mit der freudigen Ueberzeugung erfüllt haben: \"Wir besitzen an Bruckner, dem Sohne des prächtigen lieben Oesterreich, ein Musiktalent ersten Ranges, einen Meister, dessen Größe erst die kommenden Generationen voll und ganz verstehen werden.\" \" [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:55"}, {"ID": 188307305, "Datum": "30.7.1883, Montag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk (in Grundlsee geschrieben):\r\n   \"Lieber Bruder!\r\n   Nachträglich fällt mir ein daß bezüglich Gutmann es doch vor Allem nothwendig ist ihm den 2. Subscriptionsbogen zu verschaffen. Sobald Zottmann aus Bayreuth zurück[ge]kehrt ist suche ihn in dieser Angelegenheit zu fassen [Lesevariante bei 936b/214: \"und finden. Falls\"] und für den Fall er bevor dir dies gelänge nach Deutsch-Altenburg ginge schreibe ihm dringend dahin. Wie steht's mit Winkler? Macht er keine Miene die Beträge [Beiträge?] herauszugeben? Sollte Gutmann von der Spende des Landgrafen [Fürstenberg] u. den übrigen sonst bei uns eingegangenen unbedeutenden Beträgen irgendwie Kenntniß erlangt haben so musst du ihm gegenüber dies als unsere Kostendeckung für den Bruckner Abend bezeichnen. Mir ist die ganze Geschichte schon im höchsten Grade zuwider u. es wird wie ich leider voraussetzen muß bis zu meiner Rückkehr nichts geschehen. Im Übrigen folge den auf einer Korrespondenzkarte gestern dir zugegangenen Weisungen. Daß du das Adagio der 6. S. nicht finden konntest ist mir unbegreiflich vielleicht hat es Öhn. Was du von Freund Spur mitteilst bedaure ich von ganzem Herzen. Bringe ihm noch meine herzlichsten Grüße vielleicht könnte er mich bei seiner Reise nach Tirol im Vorüberfahren besuchen [...] Schreibe doch darüber was du weisst od. erfahren kannst. [...] Von Löwe erhielt ich endlich einen langen Brief, worin er sagt, daß er eine Karte nach Bayreuth schickt. Hoffentlich trifft sie jetzt Zottmann dort und nimmt sie mit sich es war ja bereits viel zu spät. [... hat den 1. Akt von \"Heliantus\" fertig ...] Das Adagio der Romantischen, daß [sic!] wir vorgestern Abend zusammen probierten hat merkwürdig viel Verständniß gefunden, ich mußte an Brucknern nach Bayreuth eine Einladung schreiben uns am Grundelsee zu besuchen. Leider wird er nicht annehmen. [... Briefe mit seinen Bayreuth-Schilderungen müssten noch warten, auch der Dankesbrief an Hirsch wegen der Parsifal-Karte ...] Siehst du ihn so besorge es für mich. Auf das Adagio der VII freue ich mich schon sehr u. kann seine Ankunft kaum erwarten. Es fiel mir neulich plötzlich das 2 Thema ein u. ich wäre vor Enthusiasmus gerne zum Fenster hinausgefahren, wo ich allerdings im See die nöthige Abkühlung gefunden hätte. Ich möchte wissen ob ihr meine Korrespondenzkarte aus Bayreuth erhalten habt? - [... über Franzens Sprachstudien; Franz solle die kostbare freie Zeit] nicht ungenützt vorüberziehen lassen. Wie stehts mit der Oper? Es grüßt dich herzlichst\n   Dein Josef.\"(*).\nIn Bayreuth die letzte Parsifal-Vorstellung, also die letzte, die Bruckner besucht haben könnte (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2025 09:38"}, {"ID": 188308015, "Datum": "1.8.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   Über die Verzögerungen bei der Drucklegung des Quintetts [durch Gutmann]. Josef könne nur dann etwas beschleunigen, wenn er Gutmann \"blinkend Gold\" zeige. Er erwarte Bruckner in Wien zum 18.8.1883. Das Adagio der 7. Symphonie, das er, Franz, nur noch abschreiben müsse, werde in acht Tagen bei Josef eintreffen.\r\n   \"Lieber Bruder!\r\n   Um das Missvergnügliche zuerst abzuhandeln, will ich zunächst eine Replik in Quintettsachen auf deine letzten Zeilen unternehmen. Wenn mir wirklich viel daran liegt und ich nichts unterlassen mag das Quintett zum Druck zu befördern, so geschieht diess hauptsächlich um unseren über alles zu verehrenden Meister eine kleine Freude zu bereiten. Die Musikantenwelt ist ja einer Bekanntschaft mit dem wunderherrlichen Werk durchaus nicht würdig u. wird sich mit der ihr eigenen frechen Borniertheit dazu anstellen. Ich kann Dich füglich versichern, dass Dein persönliches Eingreifen die Sache nicht vorwärts bringen wird, wenn nicht damit zugleich dem J.den [Juden] blinkend Gold gezeigt wird. [...] Zum 18. August wird Bruckner in Wien sein und ich werde diese Gelegenheit jedenfalls ergreifen, seiner zu geniessen. Von Dir grüss' ich ihn dann. Die gewünschten Lieder werden in 8 Tagen mit dem Adagio der VIIten einlangen (*). Letzteres hab' ich nur mehr abzuschreiben, erinnere aber dass es viel unspielbares haben wird am Mangel eines Claviers. [...] (*a).\r\n[zu diesem Brief gehörend?] Mit Guttmann und Bruckner werde ich sprechen und die Resultate Dir mitteilen.\" (*b).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308075, "Datum": "7.8.1883, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Josef Schalk an Franz Schalk:\n     \"[...] Ferner habe ich an Schmidt [Felix Schmidt?] nach Bayreuth geschrieben mit einliegender Einladung an Prof. Bruckner von Herrn v. Goldschmidt, dem es eine große Freude wäre ihn hier auf so lang oder kurz er will als Gast zu begrüßen. Bruckner scheint nicht in Bayreuth gewesen zu sein sonst hätte er mir jedenfalls geantwortet. Lade ihn nochmals ein [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308105, "Datum": "10.8.1883, Freitag", "Haupttext": "Bruckner beendet in St. Florian die Partiturskizze des Finales der 7. Symphonie (*).\nAm Ende, nach T. 339, notiert »St. Florian [/] 10./8. [1]883.« (**)\nDatierung \"St. Flor. | 10. Aug. | [1]883.\" auf einem ausgeschiedenen 12. Bogen (**a).\n\r\nBrief Bruckners an Josef Schalk:\r\n   Dankt ihm und Goldschmidt für die Güte [Einladung an den Grundlsee (vgl. 30.7.1883)]. Er sei »eben im Begriffe, nach Wien abzuschnalzen«. Genesungswünsche und Grüße (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:39"}, {"ID": 188308106, "Datum": "nach dem 10.8.1883 oder später", "Haupttext": "Aigner schreibt das Finale der 7. Symphonie ab (*).\n\n\n[kurz vor oder kurz nach Fertigstellung der Partitur]\nAigner und ein noch nicht identifizierter Kopist tragen Änderungen in Bruckners Autograph ein, so auch im 1. Satz (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308115, "Datum": "11.8.1883, Samstag", "Haupttext": "Bruckner fährt von St. Florian nach Wien zum Hofkapellendienst.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308125, "Datum": "12.8.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308143, "Datum": "einige Tage vor dem 14.8.1883", "Haupttext": "[ca. 6./7.8.1883, \"am Abend\" (vor dem Versandtag)]\nFranz Schalk [offensichtlich in Wien] spielt mit Ferdinand Löwe den Klavierauszug des Adagios der 7. Symphonie (*). [ca. 7./8.8.1883] \nFranz Schalk schickt das Adagio [der 7. Symphonie] an Josef Schalk (bei Goldschmidt am Grundlsee) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308144, "Datum": "vor dem 14.8.1883", "Haupttext": "(Undatierter) Brief Franz Schalks an Josef Schalk: \n   Gutmann habe ihm gestern versprochen, daß das Quintett bis Oktober 1883 erscheinen werde. Von Winkler stünden 60 fl in Aussicht, Zottmann habe den 2. Subskriptionsbetrag abgeliefert. Gutmann wolle den zweihändigen Klavierauszug des Adagios noch behalten, bis er über dessen Drucklegung entschieden habe.\n   \"Lieber Bruder!\n   Es freut mich sehr Dich mit meiner Auffassung der Quintettangelegenheit so sehr einverstanden zu wissen, umsomehr als es mir bei meiner gestrigen Unterredung mit Gutmann gelungen ist ihm das bindende Versprechen zu entlocken, dass das Quintett längstens October erscheinen werde. Viel hat freilich gewirkt, dass ich ihm 60 fl., die ihm von Freund Winkler nun zugesendet werden in sicherer Aussicht stellen konnte. Auch hat der Germane Zottmann den II. Subscriptionsb. [-bogen] endlich abgeliefert. Die 2händige Transcription des Adagio's bittet G. vorläufig noch behalten zu dürfen bis er sich entschlossen hat, ob er es drucken lassen solle [wolle?]. Ich machte ihm begreiflich, dass diess nur zu seinem Vortheile geschähe. Mit der ersten Correctur wird er in diesem Betreff uns Aufschluß geben.\n   Von Freund Spur mussten wir uns gestern verabschieden [... über den Abschiedsabend ...] Dass ich gestern Dir das Adagio habe schicken könnte [sic], hat mich viel gefreut. Da ich es am Abend noch mit Löwe durchgegangen, hatten wir einen unendlichen Genuss davon. Der Verehrung reichstes Übermaas ziemt vor allem uns dem Meister entgegenbringen, u. wir können uns nicht genug danken, dass wir an solchen Schöpfungen mit ganzer Seele theil zu nehmen fähig waren: Mögst Du den gleichen Genuss daraus schöpfen! - Bruckner war bei den letzten Aufführungen in Bayreuth anwesend. Löwe hat ihn dort gesehen. Er kommt am 14. nach Wien. Ich will nicht versäumen i[h]n zu einem für die Folge wichtigen Besuche am Grundlsee zu bewegen, umsomehr, als du so seine immer wunderbarer sich entfaltende Persönlichkeit zu geniessen erneute Gelegenheit hättest. Ich glaube aber selbst, dass er nicht annehmen wird: Herr v. Goldschmidt kann u. wird ja gewiss auch so, das ihm mögliche für Bruckner's Werke thun. [... über Goldschmidt als Komponisten, über neue Bayreuther Blätter und einen - beiliegenden - Artikel in den \"Deutschen Worten\" ...]\n   Wir, (Spur, Hisch, Löwe) mussten ihn ganz vortrefflich u. zweckansprechend [sic?] finden. Ich bitte Dich mir zu schreiben ob im Falle eines Besuches Bruckner's ich Dir nicht die Partitur des VII. Adagios übersenden sollte. Über mein Arrangement muss ich vor allem bemerken, dass ich den letzten Bogen keiner Correcktur [sic?] mehr unterziehen konnte wie überhaupt viel zu verändern sein, ja ich des notwenigen [sic?] Behelfes eines Dreschkastens [= Klavier?] leider entbehren musste. Wie ich es mit Löwe durchspielte, bemerkte ich mehrere Kleinigkeiten, die du vielleicht so gut bist abzustellen, im Großen u. Ganzen war man aber mit der Klangwirkung sehr zufrieden. Die Partie des rechten Spielers musste leider ziemlich schwierig ausfallen. [... schickt Lieder von Liszt nach Goethe- und Heinetexten und französische Werke ...]\n   Bruckner ist mit Spigl Arm in Arm in Bayreuth angekommen, nach[dem] er (Bruck.) ihm [sic?] (Spigln) um Entschuldigung jenes Auftrittes im Prater gebeten Zottmann hat sich in B. auffallend viel mit Babette, Henriette u. Genossinnen abgegeben. (Bei den letzteren soll das frappirende sein dass ich es als frappirend anführe)\n   Öhn war in B. über alle Maassen Deutsch, bier- u. kegelselig.\n   Weiter nichts Neues.\n   Alle grüssen u. auch Dein bester weil einziger Bruder Franz \n[... PS: über das Wort \"Urfacon\", Mauracher werde über Internes berichten ... Nachschrift von Mutter Schalk ...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308145, "Datum": "14.8.1883, Dienstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\n     \"[...] Noch eine Frage: In welcher Weise ist die Zusage Gutmann's für ihn bindend? [...]\" [das Quintett bis Oktober zu drucken] (*).\n\"[...] Vorgestern erhielt ich einen Brief von Bruckner [10.8.1883] aus Florian, er hat also den meinigen [28.7.1883 oder 7.8.1883] in Bayreuth richtig erhalten [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:38"}, {"ID": 188308165, "Datum": "16.8.1883, Donnerstag", "Haupttext": "In Wien arbeitet Bruckner weiter am Finale der 7. Symphonie. Datierung \"Wien 16./8.[1]883\" am Satzende auf einem ausgeschiedenen 12. Bogen (*).\nBrief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n     Gutmanns Zusage sei nur bindend, falls er ehrlich sei. Die Fertigstellung des Druckes [des Quintetts] sei für Oktober versprochen worden. Sicher könne man nur nach dem Eintreffen der Korrekturen sein.\r\n     \"[...] Gutmann's Zusage ist für ihn bindend, insofern er eine ehrliche Ader in sich hat. Insofern er aber Lum..h..d [Lumpenhund] ist, können wir ihn nicht binden. Er versprach mir die Vollendung des Druckes bis October. Spät genug! Bis jetzt noch keine Correctur. Wir können uns leider vor deren Eintreffen nicht sicher fühlen [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308175, "Datum": "17.8.1883, Freitag", "Haupttext": "Datierung am Ende des Finales der 7. Symphonie. Am Ende, nach T. 339, notiert »Wien 17./8. [1]883.« (*).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:40"}, {"ID": 188308195, "Datum": "19.8.1883, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners [an wen? Fragment]: \n   Noch letztes Jahr habe Wagner ihm versichert, persönlich Bruckners Symphonien aufzuführen. Neulich habe Tappert ihn in Bayreuth um Artikel oder Kritiken zu seinen Werken gebeten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308235, "Datum": "23.8.1883, Donnerstag", "Haupttext": "[?? recte wohl 23.8.1884] Nachmittags Orgelkonzert Bruckners in Kremsmünster (*).\n\r\nBruckner trifft abends in St. Florian ein. Im Gästebuch ist in zwei Zeilen verzeichnet \"Bruckner (abends)\", \"Bruckner. Vide 23/8. Von 3/9 incl.\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"19\" bzw. \"16\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner\". Er fährt am 11.9.1883 wieder ab (**).\n\r\n(August Göllerich senior gestorben (***)).", "Letzte Änderung": "28.07.2025 10:15"}, {"ID": 188308236, "Datum": "nach dem 23.8.1883", "Haupttext": "In St. Florian spielt Bruckner auch für Landgraf Vinzenz Fürstenberg an der Stiftsorgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308265, "Datum": "26.8.1883, Sonntag", "Haupttext": "Brief (Correspondenz-Karte) Simon Ledermüllers an Oddo Loidol:\r\n     Oddo möge bei seinem nächsten Besuch nach St. Florian die Orgelschule von Ritter mitnehmen. Er, Ledermüller, habe sich in Linz die 371 Choräle von J. S. Bach und Orgelwerke Mendelssohns gekauft. Bruckner sei in St. Florian. Grüße an Wisinto [Preisinger], Robert [Huemer], Virgil [Grimmich] und Ludwig [Kornpointner].", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:47"}, {"ID": 188308275, "Datum": "27.8.1883, Montag", "Haupttext": "Ludwig Kronawitter und Josef Wiesner aus Seitenstetten erleben in St. Florian Bruckners Orgelspiel und unterhalten sich mit ihm (*).\n[Wahrscheinlich 1883 und nicht 27.8.1884!] Postkarte Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n   \"Lieber Bruder!\r\n   Sei so gut die beiden an dich gelangenden Schreiben an Br. u. Gt. zu übergeben, ich bin wüthend über den letzteren. Schreibe mir baldigst was B. dazu sagt u. wünscht. Vertheidige mich wenn nöthig bei ihm. Danke dir herzlichst für die pünktliche Besorgung des Buches. Grüße alle u dich besonders\r\n   Josef\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:39"}, {"ID": 188308285, "Datum": "28.8.1883, Dienstag", "Haupttext": "Beim Prälatenamt in St. Florian wird die »Missa assumpta« von Palestrina aufgeführt (*).\nBrief Josef Schalks an Gutmann (möglicherweise nicht abgesendet? (**a), vgl. auch die Anmerkung zum Brief »nach dem 28.8.1883«):\r\n   Kritisiert die Verzögerung bei der Drucklegung des Quintetts. Die bei ihm, Schalk, eingegangenen Subskriptionsbeträge (ca. 30 fl) werde er nach seiner Rückkehr nach Wien (am 15.9.1883) übergeben. Die Spende des Landgrafen Fürstenberg habe er mit Bruckners Einwilligung für die Kosten des Konzerts [7.5.1883] verwendet. Ob Zottmann und Winkler ihre Subskriptionsbeträge abgegeben hätten, wisse er nicht. Für den Klavierauszug verlange er 100 fl; Gutmann solle dies schriftlich Franz Schalk zusichern oder den Klavierauszug zurückgeben.\r\n   \"Grundlsee 28 VIII 83.\r\nS. Wolgeborn\r\nHerrn J. Gutmann\r\nin Wien.\r\n   Geehrter Herr!\r\n   Die lange Verzögerung der Herausgabe des Quintetts von Anton Bruckner ist mir unbegreiflich. Nachdem bereits seit circa 3 Monaten [andere Lesart: Wochen] der 1. Subscriptionsbogen in Ihren Händen ist hätten Sie wol den Druck längst beginnen lassen können, statt dessen suchen Sie mit merkwürdiger Vorsicht, die man sonst bei Ihnen im Verlage selbst von Werken höchst zweifelhaften Werthes nicht zu beobachten gewohnt war, sich bei diesem Werk sicherzustellen wie bei einem gefährlichen Unternehmen obwol es noch Ihren Kindeskindern einträglich sein dürfte.\r\n   Von einem ‚im Interesse der Sache’ zu sprechen finde ich daher sehr unpassend. Was die bei mir eingegangenen Subscriptionsbeträge [-beiträge?] welche ich gegenwärtig nicht genau anzugeben vermag, die aber 30 fl. kaum übersteigen, betrifft so erhalten Sie dieselben nach meiner Rückkehr nach Wien welche am 15. September erfolgen wird sofort ausbezahlt.\r\n   Daß Sie von der Spende des Hr. Landgrafen Fürstenberg erfahren u. auf dieselbe rechneten muß ich bedauern, denn dieselbe wäre Ihnen jedenfalls von uns nahmhaft [sic?] gemacht worden hätte sie nicht [leider(?)] zur Deckung der Kosten des von uns veranstalteten Bruckner Abendes verwendet werden müßen. Daß ich hiezu berechtigt war, können Sie, falls es Sie interessirt von Professor Bruckner selbst erfahren, wenn er bisher auch selbst davon nichts gewusst haben sollte auch hat dieselbe nicht 80 sondern nur fünfzig Gulden betragen. Durch meinen Landaufenthalt bin ich leider auch noch nicht sicher ob Sie von Hr. Zottmann den 2. Bogen u. die von Herrn Winkler gesammelten Subscriptionsbeträge erhalten haben.\r\n   Was die Nennung sämmtlicher Subscribenten sammt den von ihnen gezahlten Beträgen auf dem gedruckten Werk selbst betrifft so finde ich namentlich das letztere sehr unschicklich; übrigens mögen Sie das ganz nach dem einzuholenden Wunsche Professor Bruckner's halten.\r\n   Gleichzeitig muß ich selbst um den Preis einer nochmaligen Verzögerung meine Ihnen bereits bekannte Honorarforderung für den Klavierauszug per 100 fl. geltend machen u. bitte Sie meinem Bruder eine schriftliche Zusicherung bis zum Tage des Erscheinens einhändigen zu wollen oder den so lange zurückbehaltenen Klavierauszug zurückzustellen.\r\n   Achtungsvoll grüßend\r\n   Josef Schalk\" (**).\n[vermutlich 27. oder 28.8.1883]\r\nBrief Josefs Schalks an Bruckner:\r\n   Zur Drucklegung des Quintetts und die Probleme mit Gutmann (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:40"}, {"ID": 188308286, "Datum": "nach dem 28.8.1883 [Ende August 1883, nicht nach dem 31.8.1883]", "Haupttext": "Franz Schalk spricht mit Gutmann wegen des Drucks des Quintetts (*). [möglicherweise noch am selben Tag] Brief Franz Schalks an Josef Schalk: \n   Das Schreiben Josefs an Gutmann habe er Bruckner, der bereits abgereist sei [24.8.1883], nicht mehr zeigen können. Berichtet von seiner Unterredung mit Gutmann. \n   \"Lieber Bruder!\n   Ich begebe mich sogleich nach der Stadt um Deine Aufträge auszuführen. Den Ton, Gutmannen gegenüber, finde ich viel zu höflich u. ich werde jedenfalls mündlich ihm deinen Standpunkt klar machen.\n   Der letzte Passus deines Briefes an G. ist nicht anders zu verstehen, als daß du unter allen Umständen 100 fl. Honorar beanspruchst. Vielleicht hast Du aber nur sagen wollen, wie schon früher, dass er das Honorar zahlen muss, wenn der Druck abermals verzögert wird. Vorläufig halte ich mich an den Wortlaut.\n   Hierüber erbitte ich schnellstens Aufklärung. Wenn sich G. nicht sehr gefügig geberdet u. ordentlichermaassen zum Kreuz kriecht, was dem Juden ganz wunderlich [\"sonderlich\"?] [an]stehen wird, so nehm' ich ihm das Quintett weg u. werde es Bruckner'n gegenüber zu verantworten wissen. Die schlimmste Consequenz dieses Vorgehens wäre eine Blamage meiner Person, woran mir dermal gar nichts liegen soll. Das weitere aus der Stadt.\n   Prof. Bruckner ist bereits abgereist. Ich konnte ihm also nicht Dein Schreiben an G. vorlegen, u. zweifelte ob ich letzterem unter solchen Umständen Deinen Act versetzen sollte.\n[Der folgende Teil des Briefes mit anderer Tinte, also später geschrieben (**a). Vermutlich gilt dies auch schon für den vorhergehenden Absatz \"Professor Bruckner ...\" (**b).] \n   Kurze Überlegung, dass an dem Saujuden nichts gelegen sei, bestimmte mich hiezu. Waih geschrien! Gott über die Welt! Lebhafte Indignation. - Beleidigtsein. Bald begriff G., daß wir eigentlich in seinen Händen sind, und lässt sich nun nichts vorschreiben. - Ich setzte ihm scharf zu; das Resultat einer 1 stündigen Debatte war ein friedliches Auseinandergehen. Auf Deine Honorarforderung geht er nicht ein. Er meint mit Recht, dass ihm diese gleich gemacht hätte werden müssen. Ich riete [oder \"rate\"?] dir auch vorläufig davon abzugehen. Er will alles mögliche für das Werk, das ihn so sehr entzückt hätte, thun, bringt vor, dass wir ihn, der sich doch stets grosser Werke angenommen hat bei unserem Abend übergangen hätten. Ist überhaupt in gerührter Stimmung, da wir an seinen besten Absichten zu zweifeln scheinen, kurz ein erbärmliches Subject. Das Werk, auch den Klavierauszug könne er, da beides bereits im Druck sei, nicht mehr zurückgeben. Da er mir versprach, es werde zur besten Saison erscheinen, so hob ich die Belagerung auf, und wir schieden, uns gegenseitig hochachtend.\n   Wenn Du es anders haben wolltest, so kann ich Dir nur zu bedenken geben, dass wir wirklich nichts mehr thun können u. das Quintett in Gottes Namen dem ehrlichen Mann überlassen müssen. Sei so gut, sage mir ob ich Dir's recht gemacht. Bruckner'n schreibe nach St. Florian. Alle grüßen Dich herzlichst,\n   Franz\n   Café Hoffelner. \n[drei Anmerkungen am linken Rand:] \n   Über die 50 fl des Landgrafen ist G. auch beruhigt, ob ihm gleich der Entgang derselben Schmerz macht.\n   Zottmann hat über 50 fl. eingezahlt.\n   Herrn von Goldschmidt meine besten Empfehlungen.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188308315, "Datum": "31.8.1883, Freitag", "Haupttext": "Johann Noll schreibt die letzten Seiten des Benedictus der f-moll-Messe, die in Bruckners Autograph eingefügt werden. »Finis [/] Noll [/] Vienna 31 Agosto [/] 1883.« (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309015, "Datum": "1.9.1883, Samstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n   Bedauert, daß Bruckner nicht in Wien ist - Franz soll ihm das Schreiben [(verschollener) Brief an Bruckner (vgl. 27.8.1883)] später vorlegen. Gutmann habe in der ersten Besprechung mit Josef von einem Honorar von 100 fl für das Quintett [oder den Klavierauszug?] gesprochen.\r\n    \"[... Ermahnungen wegen Franz' sorglosem Umgang mit Geld ...] Daß Bruckner nicht in Wien ist mir sehr unangenehm, hebe das an ihn [Bruckner? oder Gutmann?] gerichtete Schreiben auf, zur späteren Vorlegung. Für Gutmann's Züchtigung danke ich dir herzlich, meine Forderung halte ich aufrecht. Kommst du nochmals hin so sage ihm, daß er selbst wie wir zum ersten Male wegen des Quintetts verhandelten, mir von einem Honorar von 100 fl. sprach u. sage ihm, daß ich mein Recht geltend zu machen wissen werde. Zum mindesten förderst du so die Herausgabe. [... rät zur Versöhnung mit der Mutter, um deren Lebensabend erfreulicher zu gestalten ...]\".", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:40"}, {"ID": 188309025, "Datum": "2.9.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle (geplant; mit wem Bruckner diesen Dienst getauscht hat, ist vorläufig ungeklärt)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309035, "Datum": "3.9.1883, Montag", "Haupttext": "Datierung in der 7. Symphonie (in St. Florian). Am Ende, nach T. 339, notiert »St. Florian [/] 3. Sept. [/] 1883.« (*).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:41"}, {"ID": 188309045, "Datum": "4.9.1883, Dienstag", "Haupttext": "Das Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 202 und 203 veröffentlicht auf S. 447-450 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 450 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n    \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre, Ton=Intervallen=Accordenlehre, diatonische Schritte, Vorbereitungen und Auflösungen der Accorde in Dur=Vorhalte, Uebungen im bezifferten Baß, Beginn von Moll, zwei Stunden wöchentlich, von dem Lector Herrn Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309055, "Datum": "5.9.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Letzte Datierung im Finale der 7. Symphonie (in St. Florian) (*). Am Ende, nach T. 339, notiert »5./9. [1]883. [/] A. Bruckner mp.« [siehe die Anmerkung] (**).\nBrief Franz Schalks an Josef Schalk:\r\n   Auf eine erneute Honorarforderung Josefs [wegen des Klavierauszugs des Quintetts] werde Gutmann sicher nicht eingehen (***).\n(Brief von August Göllerich an den »Frohsinn«:\r\n»Löbliche Vorstandschaft der Liedertafel\r\n\"Frohsinn\" in Linz!\r\n   Der Unterzeichnete erlaubt sich hiemit im Namen seiner Angehörigen den innigsten Dank auszusprechen für die wahrhaft herzlichen Beweise aufrichtigen Beileids welche die geehrte Liedertafel Frohsinn aus Anlass des Ablebens seines Vaters [23.8.1883] in einer den theuren Verblichenen so auszeichnenden Weise kundzugeben die Güte hatte.\r\n   Insbesondere dankt der Unterzeichnete verbindlichst für die Entsendung einer Deputation mit der Vereins-Fahne und für die prachtvolle Kranzspende, wodurch die geehrte Liedertafel Frohsinn dem Geschiedenen besondere Ehre gab und bittet jene Herren, welche durch Beteiligung an der Deputation und am Leichenbegängnisse so freundlich waren seinem Vater die letzten Sympatien [sic!] zu bezeugen, seinen tiefgefühlten Dank entgegennehmen zu wollen.\r\nMit dem Ausdrucke vorzüglicher Hochachtung\r\neiner löblichen Vorstandschaft\r\nergebenster\r\nAugust Göllerich\r\nWels, 5. September 83.« (°)).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:43"}, {"ID": 188309065, "Datum": "6.9.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Karl Waldeck: Konnte sich Waldecks Wunsch nicht versagen. Hofft ihn nächste Woche in Linz (*) zu sehen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309115, "Datum": "11.9.1883, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner reist nachmittags von St. Florian (*) nach Kremsmünster ab.\r\nEr trifft dort u.a. mit P. Romuald Lang (**a), Loidol, Prälat Leonhard Achleuthner, Chordirektor Pater Georg und Organist Leitenmaier zusammen. Auf dem Klavier spielt er aus dem Te deum, der 7. [?] und 4. Symphonie vor (**).\r\n   »Am 11. September kam Bruckner in Kremsmünster an. Am folgenden Tage bereitete er den Kremsmünsterern einen Kunstgenuß. Über das Orgelkonzert wird von Frater Oddo Loidol in Zeitung erwähnt.« [12.9.1883 bzw. 19.9.1883] (***).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 20:46"}, {"ID": 188309125, "Datum": "12.9.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner erzählt Loidol von seinen Kontakten mit dem Bruder der Kaiserin [Max Emanuel?] und dem Landgrafen Fürstenberg und von dessen Meinung über eine Messe [f-moll-Messe?]. Um 17 Uhr spielt Bruckner in einem Orgelkonzert eine dreisätzige Improvisation (*).\n[12. oder 13.9.1883]\r\nBruckner besucht P. Pius Spreitzer in Wartberg, wo dieser als Kooperator nach seiner Primiz (am 5.8.1883) wirkt (**).", "Letzte Änderung": "05.09.2024 14:02"}, {"ID": 188309135, "Datum": "13.9.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner (als Zuhörer) läßt sich von Loidol die Stiftsorgel vorführen (*).\r\n   Es mußte »Frater Oddo auch ein tüchtiger Orgelschlager etwas vorspielen improvisieren« (*a).\nKontakte mit Pater Georg [Huemer?].\r\n   Nachmittags Ausflug mit Loidol, Pater Georg Mittermayer [u.a.?] nach Wartberg (**).\r\nBruckner soll in Wartberg 1883 auch P. Pius Spreitzer besucht haben (**a).\nBrief von Franz Schalk an Josef Schalk:\r\n   Gutmann habe noch keine Korrekturabzüge [zum Quintett] sehen lassen, obwohl er gut 100 fl Vorschuß erhalten habe (***).", "Letzte Änderung": "05.09.2024 14:03"}, {"ID": 188309145, "Datum": "14.9.1883, Freitag", "Haupttext": "Bruckner trifft zum Abschied mit Pater Ignaz (Küchenmeister), dem Prior [Achleuthner?], der ihm eine Festschrift [o.ä.?] überreicht, mit Pater Günther, jedoch nicht mit Pater Rafael zusammen. Loidol spielt für Bruckner ein Orgelkonzert von Töpfer und eine Improvisation, für die er - besser als Gruber in St. Florian - von Bruckner gelobt wird. Um 14 Uhr Abfahrt zum Bahnhof (*).\r\n   »Am 14. September ganz vergnügt in wonnenvoller Stimmung ist Bruckner von Kremsmünster abgereist mit der Versicherung nächstes Jahr wieder zu kommen.« (**).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 12:46"}, {"ID": 188309155, "Datum": "15.9.1883, Samstag", "Haupttext": "[Vermutlich] Bruckner, gestern von Kremsmünster kommend in Linz eingetroffen, versucht ergebnislos, Waldeck zu treffen. Er fährt noch nachts nach Wien weiter.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309165, "Datum": "16.9.1883, Sonntag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Goldschmidt plane mit ihm eine Reise nach Deutschland, zu Liszt nach Weimar und nach Leipzig, wo Goldschmidt Bruckner bekannt machen wolle (*).\nBericht über Bruckners Orgelspiel am 12.9.1883 im Kremstal-Boten (Kirchdorf) Nr. 37 (**).\nBruckner nimmt abends seine Gebetsaufzeichnungen im aktuellen [in Wien benutzten] Kalender wieder auf (***).\r\nBesonderheit in Bruckners Gebetsaufzeichnungen dieses Tages: Datierung und Eintragungen sind durch eine waagerechte Linie hervorgehoben - vermutlich wegen des besonderen Ereignisses \"Ortswechsel\" (°).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:40"}, {"ID": 188309185, "Datum": "18.9.1883, Dienstag", "Haupttext": "Aufnahmeprüfung für Instrumental- und Theorieschüler am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309195, "Datum": "19.9.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht Loidols über das Orgelkonzert vom 12.9.1883 im Linzer Volksblatt Nr. 214 auf S. 2:\n     \n»Kremsmünster. (Orgelconcert.) Den Musikfreunden von Kremsmünster wurde am verflossenen Mittwoch, den 12. September, eine unerwartete Freude zu Theil. Um 5 Uhr Abends gab der rühmlichst bekannte Hoforganist und Professor am musikalischen Conservatorium in Wien, Herr Anton Bruckner, in der Stiftskirche auf der trefflichen großen Orgel ein großartiges Concert. Vor Beginn des Concertes hatte sich ein zahlreiches Publikum in der Stiftskirche eingefunden; dieses verhielt sich am heiligen Orte in geziemendster Weise und lauschte den Aufführungen des Meisters. Bruckner begann seine Improvisation mit einem seelenvollen Adagio in As-dur, wobei der Zuhörer bald die einzelnen Solo=Register der Orgel, bald mehrere Stimmen vereint zu den prachtvollsten Combinationen, vernahm. Diesem tiefgefühlten Adagio schloß sich ein zweiter Satz an, dessen Motiv in c-moll der Künstler zuerst in piano ertönen ließ, alsbald aber in vollem Pleno in höchst genialer Weise zur Durchführung brachte. Gleichsam als Gegenstück zu dem im freien Style gehaltenen zweiten Satze spielte hierauf Bruckner eine Improvisation im Händel'schen Style, die mit einer großartigen Fuge ihren Abschluß fand. Wenn wir unserem Urtheile mit wenigen Worten Ausdruck verleihen wollen, so müssen wir gestehen, daß sich Bruckner, wie immer, so auch diesmal als König der Königin aller Instrumente gezeigt habe.« [keine Signatur, keine Autorenangabe]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309205, "Datum": "20.9.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Zeitung über das Orgelkonzert vom 12.9.1883 [nahezu identisch mit dem gestrigen Artikel] (*a) von Oddo Loidol: \n   »* Kremsmünster, 17. September. (Orgel=Concert.) Den Musikfreunden von Kremsmünster wurde am verflossenen Mittwoch, den 12. September, eine unerwartete Freude zu Theil. Um 5 Uhr Abends gab der rühmlichst bekannte Hoforganist und Professor am Conservatorium in Wien, Herr Anton Bruckner, in der Stiftskirche auf der trefflichen, großen Orgel ein großartiges Concert. Vor Beginn des Concertes hatte sich ein zahlreiches Publikum in der Stiftskirche eingefunden; dieses verhielt sich am heiligen Orte in geziemendster Weise und lauschte den Aufführungen des Meisters. Bruckner begann seine Improvisation mit einem seelenvollen Adagio in As-dur, wobei der Zuhörer bald die einzelnen Solo=Register der Orgel, bald mehrere Stimmen, vereint zu den prachtvollsten Combinationen vernahm. Diesem tiefgefühlten Adagio schloß sich ein zweiter Satz an, dessen Motiv in E-moll [sic] der Künstler zuerst im Piano ertönen ließ, alsbald aber im vollen Pleno in höchst genialer Weise zur Durchführung brachte. Gleichsam als Gegenstück zu dem im freien Style gehaltenen zweiten Satze spielte hierauf Bruckner eine Improvisation im Händel'schen Style, die mit einer großartigen Fuge ihren Abschluß fand. Wenn wir unserem Urtheile mit wenigen Worten Ausdruck verleihen wollen, so müssen wir gestehen, daß sich Bruckner wie immer, so auch diesmal als König der Königin aller Instrumente gezeigt habe.« [keine Signatur, keine Autorenangabe] (*). Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309235, "Datum": "23.9.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309285, "Datum": "28.9.1883, Freitag", "Haupttext": "Erste Niederschrift der 2. Fassung des »Te Deum« beendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309295, "Datum": "29.9.1883, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Signale Nr. 28 bringen auf S. 224 ein ganzseitiges Inserat des Verlags Gutmann, in dem u. a. das Erscheinen von Partitur und Stimmern des Quintetts angekündigt wird: »Verlag von [/] Albert J. Gutmann in Wien [...] Bruckner Anton, Quintett (F-dur) für Streich-Instrumente. Partitur und Stimmen ...... (unter der Presse). [...] Kralik M., Sonate (D-moll) für Clavier und Violine (J. Hellmesberger gew.) ... [fl.] 3.13 [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188309316, "Datum": "Schuljahr 1883/84", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 20.9.1883 (*a) (Anm.)].\r\nIm Kapitel »B. Unterrichts-Leitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper. [/] I. Ordentliche Lehrer: [/] [...] 6 [Herr] Ant. Bruckner, Professor, k. k. Hoforganist. (Harmonielehre Contrapunct und Orgel.)« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium gehören (**a) Hermann Abheiter (»16 Jahre - Clv. V. II., Hml., Chg.«), (**a) Carl Führich (»aus Jamnitz, 18 J. - Org. A. II., G. d. M. [und Cpt. II.]«), (**a) Ludwig Grossauer (»aus Losenstein, 22 J. [recte »12 J.«? Vgl. 1884/85] - Hml. (Rept.), Clv. II., Chg.«), (**a) Franz Heinrich (»15 J., Vl. A. I., Hml., Clv. II.«), (**a) Carl Hruby (»14 J. - Vl. V. III., Clv. II., Hml.«), (**b) Cyrill Hynais (»21 J. - Clv. A. II., Cpt. [Cpt. I.], Chg.«), (**c) Dr. Franz Marschner (»aus Prag, 30 J. - Cpt. I., Chg.«), (**a) Josef Meyer (»16 J. - Clv. A. III., G. d. M., Cpt. II.«), (**a) Rudolf Paradiser (»18 J. - Pos. A. I., Clv. II.«) [siehe die Anmerkung] , (**a) Franz Schlott (»aus Preßburg, 20 J. - Comp. A.I., Cp. [sic] A. II., Clv. III.«), Franz Steiner (»aus Mies, 20 J. - Org. V. I., Chg.«) [starb am 12.10.1883], (**a) Hugo Troizsche (»16 J. - Hrf. V. III., Clv. II., Chg.«), (**a) Rudolf Wilfert (»17 J. - Org. V. I.«), (**a)/(**d) Heinrich Wottowa (»16 J. - Clv. A. II., Hml.«), (**a) Thimothé Xanthopoulos (»aus Smyrna, 18 J. - Org. V. I., Clv. III., Comp. I.«) und (**a) Peter Zachariadis (»aus Constantinopel, 23 J. - Hml., Clv. II., Chg.«) (**).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres [vielleicht auch in Brucknerschen Kursen] spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Gottfried Brzibohaty (»14 J. - Fag. V. II., Clv. I.«), [?] Josef Chimani (»10 J. - Clv. V. C. I. Abth.«), Robert Erben (» aus Troppau, 21 J. - Clv. A. III., Comp. II.«), Rudolf Fitzner (»aus Ernstbrunn, 15 J. - Vl. V. III., A. M., Clv. I., Chg.«), Ludwig Grandé (»aus Teltsch, 18 J. - Clv. A. I., Chg.«), Johann Ostariasch (»18 J. - Fag. V. II., Clv. I.«), Marie Pohoryles (»aus Tarnopol, 15 J. - Clv. A. II., Chg.«) und Theodor Tschöpe (»aus St. Veit, 18 J. - Cb. V. II., A. M., Clv. I., Chg.«) (***).\nVon den 5 Orgelschülern gehört einer zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern 2 halb vom Schulgeld befreit waren. 5 Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Kontrapunkt als Hauptfach, 4 Harmonielehre. Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 134 und Kontrapunkt von 16 Schülern besucht (°). - Auszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 1. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] C. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang (2 Parallelclassen). [/] Effectiver Schülerstand: 28. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunct, 2 Jahrgänge (2 Parallelclassen). [/] Effectiver Schülerstand: 21. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:51"}, {"ID": 188310005, "Datum": "Oktober 1883", "Haupttext": "[Oktober 1883 ?]\nRede Josef Schalks beim Wiener Akademischen Wagner-Verein [Bruckner erwähnt?] (*).\n \n[nach dem 20.10.1883]\nEin Inserat Albert J. Gutmanns in den Signalen für die Musikalische Welt Nr. 60 auf S. 960 macht auf den Erstdruck des Quintetts aufmerksam:\n     \"Neue Concert- und Kammermusik.\n[..]\nBruckner, Anton, Quintett (Fdur) für Streichinstrumente. Partitur und Stimmen. Unter der Presse. [... Mathilde Kralik u.a. ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:41"}, {"ID": 188310035, "Datum": "3.10.1883, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »3. Okt. Fr. Kathi [Kachelmayr] für Okt. gezalt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188310045, "Datum": "(4.10.1883, Donnerstag)", "Haupttext": "Wiener Premiere von Wagners »Tristan« in einer gekürzten Version.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188310055, "Datum": "[vermutlich] 5.10.1883, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 10.1.1884): »H Stradal 5. Okt Anfangs.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188310065, "Datum": "6.10.1883, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 4224 auf S. 6 (*),\n \nFremdenblatt Nr. 274 auf S. 6 (**),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6864 auf S. 5:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird das Ordensfest der P. P. Minoriten feierlichst begangen. Um 9 Uhr Festpredigt, vom P. Klinkowström gehalten. Darauf um 10 Uhr wird Prälat Hasel das Hochamt celebriren, wobei Capellmeister Eder Mozart's Krönungsmesse, Graduale (Sopran=Solo) von Karl Czerny und Offertorium (Alt=Solo) von Cyrill Wolf aufführt. Hof=Organist Professor Bruckner wird am Schlusse ein Orgelfuge über: \"Gott erhalte!\" spielen. Soli: Codenza, Fabbrini, A. v. Rueber und Köhler.\" (***)\nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 274 auf S. 4 [inhaltlich wie (***)] (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:56"}, {"ID": 188310075, "Datum": "7.10.1883, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der \"Presse\" Nr. 275 auf S. 13 [inhaltlich wie am 6.10.1883] (*).\n\n\n\nBruckner spielt Orgel in der Dreifaltigkeitskirche in der Alservorstadt. Die Festpredigt um 9 Uhr hält P. Klinkowström, das Hochamt um 10 Uhr zelebriert Prälat Hasel. Beim Gottesdienst werden unter Eders Leitung Werke von Mozart (Krönungsmesse), Karl Czerny (Graduale mit Sopransolo) und Cyrill Wolf (Offertorium mit Altsolo) aufgeführt. Solistinnen: Philippina Cosenza, A. Fabrini, A. v. Rueber und Emilie Köhler. Bruckner spielt eine Fuge über die Kaiserhymne [wohl anläßlich des Namenstags von Kaiser Franz Joseph am 4.10.1883] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188310145, "Datum": "14.10.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188310195, "Datum": "19.10.1883, Freitag", "Haupttext": "Hinweis auf die Kirchenmusik übermorgen im Illustrierten Wiener Extrablatt auf S. 3.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188310205, "Datum": "20.10.1883, Samstag", "Haupttext": "Folgende Zeitungen kündigen die morgige Kirchenmusik an:\n \nFremdenblatt Nr. 288 auf S. 5 (*),\n \nNeue Freie Presse Nr. 6878 auf S. 4:\n     \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin wird Sonntag um 11 Uhr Capellmeister Eder Mozart's Credo=Messe, Graduale (Sopran=, Alt= und Tenor=Terzett) von Laurenz Weiß und Offertorium (Alt=Solo) [neu] von Ernestine de Bauduin aufführen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**)\nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1309 auf S. 5 [inhaltlich wie (**) ... Solisten: die Damen Cosenza, Fabbrini und Stenzl und Engelbert Pirk ...] (***).\nBei der Vortragsübung des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Carl Führich ein Orgelpräludium in f-Moll von J. S. Bach (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:57"}, {"ID": 188310215, "Datum": "21.10.1883, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der \"Presse\" Nr. 289 auf S. 13 [wie am 20.10.1883, ohne Mozart] (*).\n\n\n\nIn der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Beim Gottesdienst um 11 Uhr erklingen Werke von Mozart (Credomesse), Laurenz Weiß (Graduale mit Sopran-, Alt- und Tenor-Terzett) und Ernestine de Bauduin (Offertorium mit Altsolo). Solisten: die Damen Cosenza, Fabbrini und Stenzl und Engelbert Pirk (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188310285, "Datum": "28.10.1883, Sonntag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »†« [Totengebet? für Herbeck?] bei den abendlichen Gebetsaufzeichnungen (*).\nDatierung in Lorenz Ritters Heft mit Aufzeichnungen vom Kontrapunktunterricht bei Bruckner auf S. 72:\r\n   »Bis hiehehr wurden die Contrapunkte von der Schule genom[m]en, unter Professor Bruckner. Jetzt folgen Fugetten, Fugen, Praeludien, die ich allein gemacht habe (zur Vorbereitung zur Staatsprüfung.[)]« (**).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 19:45"}, {"ID": 188310315, "Datum": "(31.10.1883, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311005, "Datum": "November 1883", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »Camillo Horn III. Sechskrügelgasse 7. Mittwoch 1/2 2 Freitag 1/2 2 bis 1/2 3 Uhr. [/] Stradal [/] [fremde Hand:] August Stradal III. Strohgasse n:1 [/] [Bruckner] Freitag 1/2 6 Uhr - 1/2 7. Mittwoch 1/2 5 Uhr 1/27.« [ca. bei den Gebetsaufzeichnungen vom 22.10.1883:] »Freitag 3 Uhr«, [am Unterrand, nach den Gebeten vom 30.10.1883] »Melusine Grilparzer« (*).\r\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 30.1.1884): »Vockner Novemb. angefangen.« (*a).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1883/84 haben sich von der Philosophischen Fakultät inskribiert: Eduard Mirus (**), Heinrich Pietschmann (* Wien ca. 1855) (***), Ernst Reimer und Richard Scharpff (°), von der juristischen Fakultät Hugo Artzt (H), August Bittner (H), Sigmund Haas (H) und Ludwig Winkler (H) (°°).", "Letzte Änderung": "29.11.2024 16:25"}, {"ID": 188311015, "Datum": "1.11.1883, Donnerstag (Allerheiligen)", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »1. Nov. war in der Kirche der Hofkapelle B-Messe Haydn.« (*). \nFür seine Gebetsaufzeichnungen verwendet Bruckner ab sofort (bis zum 31.1.1887) einen Akademischen Hochschulkalender von 1879 [sic! nicht 1878 - vgl. »Archiv« und die Anmerkung zum 28.12.1883] (**).", "Letzte Änderung": "19.10.2025 09:56"}, {"ID": 188311025, "Datum": "2.11.1883, Freitag (Allerseelen)", "Haupttext": "Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (*). Kalendereintragung Bruckners: \n   »2. Nov. Moz. Requiem.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311034, "Datum": "vor dem 3.11.1883", "Haupttext": "[vermutlich 15.9.1883] Bruckner trifft Waldeck in Linz nicht an, reist noch nachts ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311035, "Datum": "3.11.1883, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Karl Waldeck: \n   Gratuliert zum Namenstag. Er habe ihn neulich [15.9.1883?] in Linz nicht angetroffen und sei auch nachts noch abgereist (*). Kalendernotiz Bruckners: \n   »Fr Kathi 3. Nov. für Nov. gezalt 7 fl.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311045, "Datum": "4.11.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311115, "Datum": "(11.11.1883, Sonntag)", "Haupttext": "1. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Bach und Händel.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:47"}, {"ID": 188311125, "Datum": "12.11.1883, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »12. Nov. 1.mal geheizt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311135, "Datum": "13.11.1883, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner wird auf Veranlassung von Dr. Alois Scherer und auf Antrag von Johann Rauch (*a) von der Liedertafel Vöcklabruck zum Ehrenmitglied ernannt (*). Sekretär Karl Thurner kümmert sich um die Ausfertigung des Diploms (*a)\nDr. Scherer war von 1878 - 1883 Vorstand, Franz Aichinger von 1883 - 1885; Chormeister von 1878 - 1883 war der Oberlehrer Johann Rauch, von 1883 bis 1886 der Kaufmann Anton Hartmann (*b).\nBrief Bruckners an Josef Schalk:\r\n    Hat ihn an Prof. Hofrat Zimmermann, der mit Hanslick gut bekannt sei, als Klavier- und Theorielehrer empfohlen. Bittet um maßvolle Honorarforderung. Bei Jahn habe er sich für Franz Schalk verwendet (**).\nBrief Bruckners [an wen? an Gustav Mahler? ”Lieber Freund”]:\r\n    Antwortet dankend für ein Schreiben aufs Geradewohl, da er die Adresse und die Person nicht kenne. Alle Freunde hätten ihn verlassen, Hans Richter nenne ihn einen musikalischen Narren und führe nichts auf. Wünscht dem Empfänger ein besseres Schicksal (***).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 10:33"}, {"ID": 188311155, "Datum": "15.11.1883, Donnerstag", "Haupttext": "[?] Beim Leopoldsfest in Klosterneuburg wirkte Bruckner vermutlich als Festorganist mit (*).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 23.1.1884): »H Horn 15. Nov. begonnen.« (**).", "Letzte Änderung": "16.10.2025 16:05"}, {"ID": 188311185, "Datum": "18.11.1883, Sonntag", "Haupttext": "Oddo Loidol notiert in seinen Aufzeichnungen, daß 1875 [18.10.1875] Seiberl und Bruckner (dieser Bachs d-Moll-Toccata und eine Improvisation über Händels »Halleluja«) auf der von Mauracher restaurierten Orgel in St. Florian gespielt haben (*).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber (Euryanthe), Bach und Beethoven (7. Sinfonie) (**)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:48"}, {"ID": 188311195, "Datum": "19.11.1883, Montag", "Haupttext": "Datierung Johann Nolls am Ende des Glorias in seiner Abschrift der f-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 11:54"}, {"ID": 188311225, "Datum": "(22.11.1883, Donnerstag)", "Haupttext": "Brahms spielt mit Ignaz Brüll an zwei Klavieren im Saal Ehrbar seine 3. Symphonie vor geladenen Gästen (Hans Richter, Hanslick, Pohl, Robert Fuchs, Gänsbacher, Standthartner, Kalbeck u.a.) (*).\n4. interner Abend des Wagner-Vereins im Bösendorfer-Saal (**).\nOddo Loidol wirkt bei einem Konzert im Stift St. Florian mit (***).", "Letzte Änderung": "12.02.2025 08:21"}, {"ID": 188311235, "Datum": "23.11.1883, Freitag", "Haupttext": "In der Ankündigung eines Konzerts mit Werken von H. Cowen und Chopin (Solistin: Vera Timanow) am 25.11.1883 in der Grazer Tagespost wird Bruckner erwähnt: »[... Hans Richter habe den Komponisten und seine Symphonie aus London nach Wien mitgenommen ...] wo er an dem ersten freien Vormittage die Novität den Philharmonikern vorlegte. Das Orchester spielte mit der ihm dießfalls eigenen unübertroffenen Virtuosität die complicirte Symphonie meisterlich vom Blatte, und es ereignete sich nun der in den Annalen der Wiener philharmonischen Gesellschaft fast unerhörte Fall, daß die mit der Abweisung von Novitäten (selbst accreditirter Künstler, wie z. B. Brüll, Bruch, Bruckner, Svendsen etc.) stets so grausam schnell fertigen Herren Musiker schon nach dem ersten Symphoniesatze eines ihnen gänzlich Unbekannten - in lauten einstimmigen Jubel ausbrachen. [... keine Signatur]«.", "Letzte Änderung": "21.09.2024 21:29"}, {"ID": 188311255, "Datum": "25.11.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311285, "Datum": "(28.11.1883, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188311295, "Datum": "29.11.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung Johann Nolls in seiner Abschrift der f-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:42"}, {"ID": 188312005, "Datum": "Dezember 1883", "Haupttext": "Bruckners Neffen Gustav und Theodor Hueber kommen zu Besuch nach Wien (*).\r\nBruckner soll [bei diesem Besuch?] versprochen haben, sie in die Oper mitzunehmen. Doch infolge einer Programmänderung wurde das Ballett \"Flick und Flock\" gegeben, und der Onkel erklärte \"Na, das paßt nöt für Euch\" [siehe die Anmerkung] (*a).\nKalendereintragungen Bruckners [auf das Blatt nach »Dezember« notiert, aber sicher früher (z.B. Ostern 1883 oder Juli 1883) geschrieben: Haushaltsausgaben, Adressen von Kleser, Pius Richter, Kathi Kachelmayr (**).\n[Dezember 1893?] Brief Rosalia Huebers an Bruckner: Warum er auf ihre Sendung Lebensmittel nicht zurückgeschrieben habe. Mit ihrer Gesundheit stehe es gar nicht gut. Warum er sie [in Vöcklabruck] dieses Jahr nicht besucht habe; sei ihr Brief nicht angekommen? (***) [Vgl. 23.12.1883].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312025, "Datum": "2.12.1883, Sonntag", "Haupttext": "Uraufführung von Brahms' 3. Sinfonie unter Hans Richters Leitung im 2. Philharmonischen Konzert, in dem außerdem Mendelssohns Hebriden-Ouvertüre und Dvoraks Violinkonzert (Solist: Frantisek Ondricek) gespielt werden (*). Dvorak ist anwesend. Bruckners Anhänger sollen »in blindwütigem Fanatismus« nach jedem Satz der Brahms-Sinfonie demonstrativ gezischt haben (**).", "Letzte Änderung": "25.11.2024 22:33"}, {"ID": 188312065, "Datum": "6.12.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Brief der Liedertafel Vöcklabruck an Bruckner: \n   Am 13.11.1883 sei er in der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt worden.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312085, "Datum": "(8.12.1883, Samstag)", "Haupttext": "Festkonzert zum 25jährigen Jubiläum des Singvereins unter Gericke mit Werken von Beethoven, Brahms, Bruch, Mendelssohn, Herbeck und Haydn. [Ob Bruckner an dieser Feier und dem anschließenden Bankett teilgenommen hat, ist nicht überliefert.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312095, "Datum": "(9.12.1883, Sonntag)", "Haupttext": "In einem von Kretschmann geleiteten Konzert im Ehrbar-Saal wird u.a. Dvoraks Serenade gespielt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312135, "Datum": "13.12.1883, Donnerstag", "Haupttext": "[ca. 13.12.1883] Notiz Bruckners in seinen Gebetsaufzeichnungen:\r\n»H Meister Schuhe 1 fl gut.« [wieder durchgestrichen, als Zeichen der Erledigung?] (*).\nOddo Loidol fertigt eine Abschrift von Bruckners Chor »An dem Feste«, die folgende Beschriftung aufweist:\r\n   »(Männerchor) zum Geburtsfest des hochw. H. Dechants u Stadtpfarrers zu Enns, Joseph Ritter v Peßler, am 19. Septbr. 1843.« und\r\n   »Text v Alois Knauer, Pfarrer zu Kronstorf [/] Melodie v. A. Bruckner, Lehrer zu Kronstorf.« \r\nAm Ende notiert er:\r\n   »NB Vom »Brucknerschen« Manuscript (altaussehenden) \r\nabgeschrieben Fr. Oddo Loidol am 13/XII. [1]883 in St. Florian.«\r\n   Bruckner hat [später] diese Abschrift signiert mit »ABruckner.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312155, "Datum": "15.12.1883", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Monatgeld für Dez. Fr. Kathi [Kachelmayr] 15 Dez.« (*).\r\n[ca. 15.12.] Notiz Bruckners in seinen Gebetsaufzeichnungen: »Waschen 1[fl?] 20 Kopf.« (**).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***).", "Letzte Änderung": "07.10.2025 22:45"}, {"ID": 188312165, "Datum": "16.12.1883, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n(Im Konzert des Orchestervereins »Accord« im Bösendorfersaal wird u.a. Volkmanns 2. Serenade gespielt (**)).\n(3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven (Egmont), Volkmann, Liszt (Mazeppa) und Schumann (4. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "02.07.2024 07:08"}, {"ID": 188312235, "Datum": "23.12.1883, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rosalie Hueber in Vöcklabruck:\r\n   Dankt für eine Sendung, klagt über Zeit- und Geldmangel. Legt 15 fl als Weihnachtsgeschenk bei. Neujahrsgrüße (*).\nBrief Bruckners an Dr. Alois Scherer:\r\n   Dankt für die Ernennung zum Ehrenmitglied der Liedertafel Vöcklabruck [vgl. 13.11.1883] (**).\nVom Abend des 23.12. bis zum Morgen des 28.12.[1883?] verwendet Bruckner für seine Gebetsaufzeichnungen ein Reisenotizbüchlein (***).\r\nEntsprechende Lücke (24.12. bis 27.12.) im Hochschulkalender 1879 (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312245, "Datum": "24.12.1883, Montag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"7\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Anton Bruckner, Musikprofeßor, Wien\". Er fährt am 27.12.1883 wieder ab (*).\n\n[Vielleicht in diesem Jahr] In der Christmette in St. Florian begleitet Bruckner bei den Responsorien von Aumann. Traumihler stürzt auf dem Weg zum Dirigentenpult fast über die Orgelemporenbrüstung. Anwesend sind u.a. Josef Gruber, Aigner und F. X. Müller (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312265, "Datum": "(26.12.1883, Mittwoch)", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mozart, Beethoven und Mendelssohn (4. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312275, "Datum": "27.12.1883, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab (*).\n\n(Aufführung des 3. Aktes von \"Parsifal\" unter Leitung von Eduard Schütt beim 5. internen Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (mit Scaria, Reichmann, Winkelmann, Hilda Zweigelt und R. Erben als Klavierbegleiter) (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312285, "Datum": "28.12.1883, Freitag", "Haupttext": "Bruckner benützt für seine Gebetsaufzeichnungen wieder den Akademischen Hochschulkalender 1879 [ohne Lücke bis zum 9.4.1884].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188312316, "Datum": "nach 1883", "Haupttext": "Bruckner besucht auf Einladung Lorenz Ritters Mariazell. Vermutlich hat er dort auch Orgel gespielt.\r\nDie Hauptorgel der Wallfahrtskirche (III/37), 1737 bis 1740 von Gottfried Sonnholz (1695 - 1781) erbaut, war 1850 von Josef Ullmann und 1868 durch Friedrich Werner (1818 - 1887) umgebaut worden; die Seitenorgeln (I/)) und (I/6) sind vermutlich 1752 auch von Sonnholz erbaut worden.", "Letzte Änderung": "30.07.2024 21:36"}, {"ID": 188312317, "Datum": "Winter 1883/84 (?) [oder 1884/85?]", "Haupttext": "Bruckner erkundigt sich bei Joseph Seemüller nach den hinterlassenen Kompositionen von Hans Rott.", "Letzte Änderung": "14.12.2024 10:30"}, {"ID": 188400000, "Datum": "1884 oder früher", "Haupttext": "Tenschert kopiert einige Stimmen zur f-moll-Messe.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188400005, "Datum": "1884", "Haupttext": "Theodor Mayerhofer fertigt nach der Photographie IKO 9 eine Lithographie [IKO 12], die in einer Zeitung veröffentlicht wird [vgl. 2.8.1884] (*).\r\nLudwig Grande zeichnet Karikaturen, die Bruckner im Gespräch mit Prof. Schenner [IKO 13] (**), mit Franz Krenn [IKO 14] (***) und an der Schultafel [IKO 15] (°) zeigen.\nAb 1884 (bis 92) hatte in Linz Gräflinger Kontakte mit Bruckner (°°).\nAufführung der 7. Symphonie durch Göllerich und Stradal in einer Liszt-Matinee [?] (°°°) und Josef Schalk und Ferdinand Löwe (#) [in Leipzig?].\nFromme's Musikalische Welt, Jg. 1884, notiert auf S. 45 in der Rubrik »Geburtstage, Geburtsorte und momentanes Domicil der namhaftesten lebenden Componisten. [/] Unter besonderer Berücksichtigung österreich.-ungar. Tonkünstler.« auch »[...] Bruckner Anton, * 4. September 1824, Ansfelden (Oberösterreich), lebt: Wien«. (a).\r\nAuf S. 51 (»Rückblicke auf das Musikjahr 1882-83«) wird [von Theodor Helm? vgl. Textformulierungen am 7.2.1884 und 6.11.1884] die Teilaufführung der 6. Symphonie [am 11.2.1883] erwähnt: »am meisten interessirten noch zwei Symphoniesätze unseres genial beanlagten Landsmannes Anton Bruckner, welcher hiermit - bisher von den Philharmonikern consequent ignorirt - zum erstenmale Eingang in diese hochconservativen Eliteconcerte fand.« (b). Diese Aufführung ist auch auf S. 69 (»Wiener Concert-Programme aus der Saison 1882/83«) verzeichnet (c). Auf S. 102 (»Musikalische Statistik von Wien«) wird Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel) genannt (d). Auch auf S. 111 (»K. k. Hof- und Kammermusik«) wird er erwähnt: »Hofmusiker. Organisten: [...] Bruckner Anton« (e), ebenso auf S. 123 (»Kirchenmusik in Wien. K. k. Hofcapelle [/] Hoforganisten: [...] Bruckner Ant.« (f). Auf S. 132 (»Wiener Musiker-Adressen«) ist nunmehr [erstmals] die neue Adresse angegeben: »[...] Bruckner Anton, Comp., L. (Org.) k. k. Hoforganist etc., I. Hessgasse 7« (g).\nDer Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 12. Jahrgang, erwähnt Bruckner im Geschäftsbericht auf S. 7 (Anton Bruckner wird als Gast begrüßt [o.D.]) und führt ihn auf S. 25 im Verzeichnis der ordentlichen Mitglieder an. Die Rubrik »Musikalien« verzeichnet auf S. 47: »Anton Bruckner: Quintett F-dur, Partitur (Geschenk des Herrn A. Gutmann) und für Clavier Vierhändig. [/] Symphonie D-moll, Clavierauszug Vierhändig. (Geschenk des Herrn Th. Rättig.)« (h).\n[ziemlich sicher: November 1884] In der von Habert herausgegebenen Zeitschrift für Katholische Kirchenmusik, 13. Jahrgang, Nr. 11, wird Bruckner in Zusammenhang mit dem verstorbenen Arminger und dem Cäcilienverein erwähnt (i).\nEs entstehen der harmonisierte Choral »Veni creator spiritus« [WAB 50] (j), der Falsobordone-Satz »Salvum fac populum« [WAB 40, s. 14.11.1884] (k) und Skizzen zu einem Orgelkonzert in C-Dur (l).\r\nAußerdem beschäftigt sich Bruckner mit dem Adagio der 1. Symphonie (Datierung in Schimatscheks Abschrift vom 26.7.1866) (m).\nPartitur und von Josef Schalk erstellter 4hdg. Klavierauszug des Quintetts und [?(n)] der zweihändige des Adagios erscheinen im Druck bei Gutmann (Platten-Nr. A.J.G. 500/500a) (o).\nIm Hochschulkalender für 1878 finden sich neben den Gebetsaufzeichnungen (p), Ausgaben für Haushalt und Kathi Kachelmayr noch weitere Kalendereintragungen Bruckners: Unterrichtsstunden für Horn, Stradal (mit Adresse) (p1), Vockner, »Direkt.« [= Eckstein] und Pohorylles; Adressen von Koch, Helm (Zusatz »Quintett deutsche Worte«), Gericke, Pius Richter, Photograph Albert in München, Schriftsteller Elmar [= vermutlich Elimar = Theodor Altwirth] und Lina Greger [siehe die Anmerkung]; Notizen zu Sitt (Leipzig) [ca. 22.12.1884, siehe auch »21.12.1884«], Winterberger, Verleger Schuberth, Fritsch (q).\r\nKalendernotiz Bruckners: »Neugasse 23. Hitzing.« [Felix Mottl] (r).\n[Unsichere Angabe!] Josef Reiter erhält nach autodidaktischer Ausbildung von einer Prüfungskommission für Musik an Mittelschulen und Lehrerbildungsschulen, der Hanslick, Bruckner und Krenn angehören, ein Prüfungszeugnis (s).", "Letzte Änderung": "16.10.2025 16:07"}, {"ID": 188401015, "Datum": "1.1.1884, Dienstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »NB (1. Jänner 884 ebenfalls.)« auf dem Schriftstück vom 23.2.1876, auf dem er die Regelungen seiner Fastendispens festgehalten hat.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401025, "Datum": "(2.1.1884, Mittwoch)", "Haupttext": "[vermutlich eher auf den 2.1.1885 zu beziehen!]\nKalendernotiz Bruckners \"19. Dez. u. 2. Jänner absolv. Director\" [= Eckstein?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401065, "Datum": "(6.1.1884, Sonntag)", "Haupttext": "Im 5. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter werden Werke von Berlioz und Sgambati und die 2. Serenade von Robert Fuchs aufgeführt.", "Letzte Änderung": "14.12.2024 20:55"}, {"ID": 188401135, "Datum": "(13.1.1884, Sonntag)", "Haupttext": "3. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Schubert, Götz und Schumann.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401145, "Datum": "14.1.1884, Montag", "Haupttext": "Falsche Datierung \"14. Jänner 83.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (*).\n \nBruckner und Göllerich besuchen um 19:30 Uhr das Konzert der Brüder Louis und Willi Thern im Bösendorfersaal, in dem als Hauptwerk Liszts A-Dur-Klavierkonzert in einer Fassung für zwei Klaviere aufgeführt wird (**).\nAußerdem erklingen Beethovens Serenade op. 41 und Werke von Weber, Chopin, Saint-Saens und Karl Thern. Als Sängerin wirkt Amalie v. Walter-Tellini mit (***).", "Letzte Änderung": "27.08.2025 21:49"}, {"ID": 188401165, "Datum": "16.1.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n     Er hoffe, daß die zwei Symphoniesätze von Schalk und Löwe auf 2 Klavieren gespielt werden [4. Symphonie am 29.1.1884 oder (weniger plausibel) 7. Symphonie am 28.2.1884 gemeint?]. Möchte es wegen der Tempi zuvor hören. Heute abend Treffen bei Gause.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:48"}, {"ID": 188401175, "Datum": "17.1.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Bei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Carl Führich eine Orgelfuge in e-Moll von J. S. Bach.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401195, "Datum": "(19.1.1884, Samstag)", "Haupttext": "Erstes öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums mit dem Zöglingsorchester unter Leitung Hellmesbergers.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401205, "Datum": "(20.1.1884, Sonntag)", "Haupttext": "Außerordentliches Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber, Brüll, Mozart und Mendelssohn (*).\nKonzert von Leopold Eder im Bösendorfersaal (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401215, "Datum": "21.1.1884, Montag", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester:\n     Berichtet von der gestrigen Liszt-Matinée in Stradals Wohnung [Bruckner wird nicht als anwesend genannt], von Alltagsgeschehnissen und musikalischen Plänen, u. a. mit Frau Greipel. \"Mit Pr Bruckner war ich neulich im Concert d. Gebrüder Stern [recte Thern, am 14.1.1884] beim Adur Concert von Liszt.\" (*).\n \nDatierung \"21 Jän[n]er\" und falsche Datierung \"21. Jän[n]. 83.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (**).\nDie \"Vorbereitung der Quartsextakkorde\" bezeichnet Bruckner als \"Tägliches Brod\" (***).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 05:55"}, {"ID": 188401225, "Datum": "22.1.1884, Dienstag [??]", "Haupttext": "[?] Bruckner wird vom Wiener Akademischen Wagner-Verein zum Ehrenmitglied ernannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401255, "Datum": "25.1.1884, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen) »Füße« (*).\nAnkündigung des Konzerts der Brüder Schalk vom 29.1.1884 (mit zwei Sätzen der 4. Symphonie) in der »Presse« Nr. 25 auf S. 11:\r\n     \" - Josef und Franz Schalk veranstalten ihr diesjähriges Concert Dienstag den 29. d. M. Unter Anderem kommt zur Aufführung: Bruckner: Romantische Symphonie, 1. und 2. Satz.\" (**)\nund in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1404 auf S. 7:\r\n     \" - Die Herren Joseph und Franz Schalk veranstalten ihr diesjähriges Concert Dienstag den 29. d. M. im Saale Bösendorfer und bringen unter Anderem Bruckner's romantische Symphonie, ersten und zweiten Satz, zur Aufführung.\" (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:42"}, {"ID": 188401275, "Datum": "27.1.1884, Sonntag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzert vom 31.1.1884 (mit dem Adagio der 1. Symphonie) in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1406 auf S. 7: \n\n     \"Das erste Concert des Herrn Ferdinand Löwe findet Donnerstag den 31. d. M., Abends halb 8 Uhr, im Saal Bösendorfer statt. In demselben kommen Werke von Bach, Beethoven, Schubert, Löwe, Marschner, Bruckner und Liszt zur Aufführung.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401285, "Datum": "28.1.1884, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n     Bittet ihn, Frau von Mayfeld zu schreiben, daß sie über ihre Karte frei verfügen könne. Landgraf [Fürstenberg] wolle einen weiteren Platz neben sich. Auch er, Bruckner, wolle reservierte Plätze, falls es [am 29.1.1884] ausverkauft sei (*).\nDatierungen \"28. Jän[n]er.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (**).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 18:06"}, {"ID": 188401286, "Datum": "nach dem 28.1.1884", "Haupttext": "Die Signale für die Musikalische Welt Nr. 9 schreiben auf S. 129:\n     \"Rückblick auf das Musikjahr 1883.\n\n[... Symphonien ...] Es gelangten in beiläufig nachfolgender Reihenfolge zur Aufführung: [... Arthur Cocquard \"Ossian\" ....] Adagio und Scherzo aus der 6. Symphonie von Anton Bruckner (Wien, philharmonisches Concert); [... Fr. Rung, August Fischer etc. ...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188401295, "Datum": "29.1.1884, Dienstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 29 kündigt auf S. 11 Ferdinand Löwes Konzert vom 31.1.1884 (mit der 1. Symphonie) an:\n     \"Das erste Concert des Herrn Ferdinand Löwe findet Donnerstag den 31. d. M. um halb 8 Uhr Abends im Saale Bösendorfer statt. In demselben kommen Werke von Bach, Beethoven, Schubert, Löwe, Marschner, Bruckner und Liszt zur Aufführung.\"(*).\n \nIn einem Konzert der Brüder Schalk [nicht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins] im Bösendorfersaal werden der 1. und 2. Satz der 4. Symphonie durch Josef Schalk [ohne Franz Schalks Mitwirkung] aufgeführt (**).\r\n     Möglicherweise waren Frau von Mayfeld und Landgraf Fürstenberg unter den Zuhörern (***).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "06.07.2024 15:29"}, {"ID": 188401305, "Datum": "30.1.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Die Presse Nr. 30 weist auf S. 11 nochmals auf das morgige Konzert (Adagio aus der 1. Sinfonie von Anton Bruckner in Klavierübertragung von F. Löwe) hin.", "Letzte Änderung": "11.02.2025 13:04"}, {"ID": 188401315, "Datum": "31.1.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Ferdinand Löwe spielt in seinem ersten Wiener Konzert (um halb 8 Uhr abends im Bösendorfersaal) eine eigene Klaviertranskription des Adagios der 1. Symphonie. [Aufführung auch eines Werkes von Goetz (*)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402005, "Datum": "Februar 1884", "Haupttext": "[Anfang Februar 1884]\nDie Signale für die Musikalische Welt Nr. 11 schreiben auf S. 161f:\n     \"Rückblick auf das Musikjahr 1883.\n[... Neues aus dem Musikalienverlag ... Orchesterwerke ... Streichinstrumente, Quartette u. a. ...] Ein einziges Streichquintett, von Anton Bruckner, schließt diese Rubrik ab. [... Klavierliteratur etc. ...]\"", "Letzte Änderung": "20.02.2023 11:19"}, {"ID": 188402015, "Datum": "1.2.1884, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 9.2.1884) »1. Febr. Horn 3 fl schuldig.« [durchgestrichen, wohl als Zeichen der Erledigung] (*).\nNotiz Bruckners »1. Febr 5 fl« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402025, "Datum": "2.2.1884, Samstag", "Haupttext": "Bei der Probe der Liedertafel Vöcklabruck wird Bruckners Schreiben [vom 23.12.1883] verlesen (*).\nChormeister war zu dieser Zeit Anton Hartmann, Vorstand Franz Aichinger (**).", "Letzte Änderung": "14.10.2024 14:26"}, {"ID": 188402065, "Datum": "6.2.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz Bruckners »6. [Febr.] 1.20 Caf [Cafe] [/] 1 65 Tab [Tabak]« und drei weitere Ausgabenposten (*).\n \nIm Feuilleton der Wiener Zeitung Nr. 30 auf S. 3f erwähnt Hans Paumgartner gegen Ende auch das Konzert vom 29.1.1884 mit der 4. Symphonie:\n\"[...]\n    Die Herren Joseph und Franz Schalk gaben am 29. Jänner im Saale Bösendorfer ein Concert, dessen Programm sehr interessante Dinge verhieß. Wir konnten dieses Concert nicht besuchen, [... in der Hofoper Aubers \"Die Stumme von Portici\" ...]. Herr Joseph Schalk soll insbesondere die vierte Bruckner'sche Symphonie meisterhaft am Klaviere interpretirt haben.\n     [... Konzert Nicklaß-Kempner ...]\n                     Dr. Hans Paumgartner.\" (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:04"}, {"ID": 188402075, "Datum": "7.2.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik Theodor Helms zur Klavieraufführung der 4. Symphonie [29.1.] und der 1. Symphonie [31.1.] in der Deutschen Zeitung Nr. 4345 auf S. 1f: \n»Feuilleton.\nConcerte.\n   In der vorigen Woche hat sich der landläufige Satz: \"Nemo propheta in patria\" ausnahmsweise nicht bewährt, denn es ist unser genial beanlagter Anton Bruckner zweimal hintereinander zu Worte gekommen. [...] An dem Besuch des Concertes der Brüder Schalk (unter welchen der genannte Pianist \"Josef\" beiweitem der begabtere) persönlich verhindert, müssen wir uns auf das Urtheil musikalischer Freunde berufen [... bedeutender Eindruck der 4. Symphonie ... über Löwes Konzert ...] Theodor Helm.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402085, "Datum": "8.2.1884, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen) »Biederstein.« (*). \nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 9.2.1884) »8. Fbr. Stradal 3 fl do. [schuldig]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402095, "Datum": "9.2.1884, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »9. Febr. Noll 14 fl 10 kr für Part. F-Messe gezalt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402105, "Datum": "10.2.1884, Sonntag", "Haupttext": "In der zweiten Matinée [in Stradals Wohnung] spielen August Göllerich und August Stradal auf zwei Klavieren den 1. und 2. Satz der 3. Symphonie und Werke von Liszt (Totentanz, 2. Satz der Faust-Symphonie und Mazeppa).\nUnter den über 30 Zuhörern sind Robert von Zimmermann, Heinrich Maria Schuster, die Brüder Thern, das Ehepaar Novotny [Onkel und Tante von Göllerich], Emilie Harnwolf [und wohl auch Bruckner selbst].", "Letzte Änderung": "04.05.2024 20:38"}, {"ID": 188402115, "Datum": "11.2.1884, Montag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »11. Fbr fl 6 [?] + - 1«  (*).\n \nDatierung \"11. Febr.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (**).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 05:56"}, {"ID": 188402125, "Datum": "(12.2.1884; Dienstag", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402135, "Datum": "13.2.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester:\n     In den letzten Tagen sei er nicht zum Briefeschreiben gekommen, da Bruckner ihm ein Arrangement der 3. Symphonie für 2 Klaviere vierhändig zum Studium verschafft habe.\n     Bei seiner Matinée letzten Sonntag [10.2.1884] wurden zu Beginn der 1. und 2. Satz der 3. Symphonie gespielt (Göllerich Klavier 1, Stradal Klavier 2). Unter den über 30 Zuhörern waren Hofrat Prof. Zimmermann [Robert von Zimmermann], Prof. Schuster von der Kunst-Chronik [Heinrich Maria Schuster], die Brüder Thern, das Ehepaar Novotny [Onkel und Tante von Göllerich], Emile Harnwolf [und wohl auch Bruckner selbst].\n     \"Bruckners Werk gefiel ganz besonders, was diesen unendlich freute, so daß er, der Unvergleichliche uns seine \"Woltäter\" nennt! [... Zimmermann und Schuster waren entzückt ...] Das ist für Bruckner sehr gut, denn diese Menschen können ihm schaden oder nützen. [...]\n     So haben doch Liszt u Bruckner wieder bei Einigen Anerkennung gefunden u einige Vorurtheile wurden zerstreut. [...]\" (*).\n \n(Gedächtnisfeier des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal. Hans Paul von Wolzogen hält die Gedächtnisrede. Es erklingen ein Chor \"Zu Richard Wagner's Gedächtniss\" und die Gralsfeier aus dem 1. Akt des \"Parsifal\". Hugo Wolf schreibt über diesen Abend eine Besprechung (**)).", "Letzte Änderung": "04.05.2024 20:39"}, {"ID": 188402145, "Datum": "14.2.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »14. Fbr.« und mehrere unbezeichnete Ausgabenposten (*).\n\n\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 44 berichtet auf S. 5 vom Konzert am 29.1.1884 (mit Teilen der 4. Symphonie): \n\n     \"Konzerte. [... über andere Konzerte ...] In dem vergangene Woche bei Bösendorfer stattgehabten Konzerte der Brüder Josef und Franz Schalk waren es zunächst die beiden Sätze aus Anton Bruckner's Es-dur-Symphonie, welche, von Josef Schalk musterhaft auf das Klavier übertragen und eminent vorgetragen, die von vielen begeisterten Verehrern des Komponisten allerdings verstärkte Zuhörerschaft, zu lebhaftester Theilnahme erweckten. Man ließ es sich aber nicht nehmen, der komponistischen Sphinx Bruckner tief uund tiefer in die Augen zu sehen. Themen, Rhythemen [sic] und Kombinationen von bedeutender Gewalt ziehen uns in die Gedanken= und Gefühlswelt des Komponisten, von der uns dann freilich wieder mancher eigensinnige Zug in der Entwicklung des Stückes zurückschreckt. \"Der Tag\", ein vom Konzertgeber gedichtetes und in Musik gesetztes Gesangstück konnte mit seinem grämlich pessimistischen Inhalte eine tiefere Wirkung nicht erzielen. Die Violinvorträge des Herrn Franz Schalk wurden beifälligst aufgenommen. [... über andere Konzerte ...]\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402155, "Datum": "15.2.1884, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 29.2.1884): »Fr Kathi 7 fl für Februar gezalt 15. Febr.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402185, "Datum": "18.2.1884, Montag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »18. [Febr.] 12 fl Cig.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402205, "Datum": "20.2.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz Bruckners »20. [Febr.] 4 fl Wasser Zahn [/] 6 fl Wäsche«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402225, "Datum": "22.2.1884, Freitag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »22. Febr.« und zwei nicht bezeichnete Ausgabenposten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402255, "Datum": "25.2.1884, Rosenmontag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 6.3.1884): »Fr Kathi 7 fl für März, den 25. Febr. gezalt.« (*).\r\nNotiz Bruckners »25. [Febr.] 7 fl für März Fr Kathi [/] 11 fl Schuster« und drei weitere Ausgabenposten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188402285, "Datum": "28.2.1884, Donnerstag", "Haupttext": "[nicht 27.2.1884, Aschermittwoch, siehe die Anmerkung]\nIm Konzert des Akademischen Wagner-Vereins im Bösendorfersaal [recte vermutlich Hotel Wandl] spielen Josef Schalk und Ferdinand Löwe auf zwei Klavieren die 7. Symphonie (vermutlich nur das Adagio).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403004, "Datum": "vermutlich vor März 1884", "Haupttext": "[oder nach dem 5.3.1886]\nKalendereintragung Bruckners: Rechtschreibübungen zu lateinischen Worten des »Te deum«, Zug-Fahrzeiten Wien-Enns [Besuch bei Zenetti?], Notizen zu Wahnfried, von fremder Hand geschriebener Widmungstext.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403025, "Datum": "2.3.1884, Sonntag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »2.ten [März] 3 fl 11 xr [/] 37 fl Ignaz« (*).\n\n\nAugust Göllerich ist zu einer Feier bei Theodor Helm eingeladen (**).\n\nOb Bruckner auch beteiligt war, ist nicht bekannt - er wird in der Aufzählung der Gäste (u. a. Oesterlein, Verwandte Helms, seine zwei Kinder, zwei Schwestern von Frau Helm) nicht erwähnt (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403035, "Datum": "3.3.1884, Montag", "Haupttext": "Datierung \"3. März\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung.", "Letzte Änderung": "22.08.2025 05:56"}, {"ID": 188403045, "Datum": "(4.3.1884, Dienstag?)", "Haupttext": "1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Beethovens Missa solemnis (*).\n     Zu dieser Aufführung hatte C. F. Pohl auf Anregung Standthartners eine historische Skizze zur Aufführungsgeschichte verfaßt (**).\nBruckner, \"der einige kostbare Bemerkungen machte\", besucht mit Göllerich dieses Konzert (***).", "Letzte Änderung": "18.10.2025 08:59"}, {"ID": 188403055, "Datum": "5.3.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz Bruckners: »5. [März]« und vier Ausgabenposten für Schuster, Kohlen und Essen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403075, "Datum": "7.3.1884, Freitag", "Haupttext": "Vollendung des »Te deum«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403076, "Datum": "nach dem 7.3.1884", "Haupttext": "Hellmesberger, der das Te deum teils lobt, teils kritisiert, plant es für die Feier der Barettaufsetzung [recte: Birettaufsetzung] Bischof Ganglbauers ein (*).\r\nVon dieser Planung scheint auch Carl Schön informiert gewesen zu sein, vermutlich über seinen Bruder [in Wien?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403095, "Datum": "(9.3.1884, Sonntag)", "Haupttext": "Im 6. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter werden Werke von Brahms, Beethoven und Volkmann und eine Serenade von Charles Stanford aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403105, "Datum": "10.3.1884, Montag", "Haupttext": "Brief Goldschmidts an Josef Schalk:\n     Nikisch sehe für Schalks Projekt keine Schwierigkeiten. Blüthner verlange nichts für den Saal, etwa 150 Einladungen müßten erfolgen. Empfehlenswert sei, wenn Löwe mitkomme. Zweifelsfreie Aussicht, in Leipzig einen Verleger zu finden.Die für Leipzig geplante Klavier-Aufführung [der 7. Symphonie] könne um den 25.3.1884 stattfinden (*).\n \nDatierung \"10. März\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (**).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 18:06"}, {"ID": 188403115, "Datum": "11.3.1884, Dienstag", "Haupttext": "Im Bericht der Linzer Zeitung (auf S. 273) vom Herrenabend des »Frohsinn« am 8.3.1884 zitiert der Kritiker (signiert »-k.«) aus einem Gedicht von Joseph Hermann Hillisch (dem »Frohsinn« zum Gründungsfest am 18.3.1855 gewidmet) und stellt diesen neben so bedeutende Männer wie Gericke, Bruckner und Hummel. »[...] J. H.Hillisch, der noch unter uns weilt, genießt als oberösterreichischer Dichter eines guten Klangs und unter den vollwichtigen Namen wie Gericke, Bruckner und Humel [sic] und vieler anderer, die einst der Liedertafel angehört haben, schlägt auch sein Herz warm für den »Frohsinn« [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403125, "Datum": "12.3.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz Bruckners »12. 3. 3 [fl] 20 Kerzen«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403135, "Datum": "13.3.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Beginn des Prozesses gegen den Mädchenmörder Hugo Schenk, an dessen Schicksal und Hinrichtung (am 22.4.1884) Bruckner lebhaftes Interesse zeigte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403165, "Datum": "16.3.1884, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner schreibt die Orgelstimme zum »Te deum«, am Schluß bezeichnet »Wien, 16. März 1884.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403175, "Datum": "17.3.1884, Montag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »17ten [März]« und zwei nicht bezeichnete Ausgabenposten (*).\n \nDatierungen \"17. März\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (**).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 05:57"}, {"ID": 188403195, "Datum": "19.3.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz Bruckners »März 19. 2 fl 10 xr« (*).\n \nAnkündigung des Konzerts vom 5.4.1884 in der Neuen Freien Presse Nr. 7026 auf S. 7:\n     \" - Der Akademische Gesangverein veranstaltet am 5. April im Bösendorfer=Saale einen \"Vortragsabend\" unter Leitung Weinwurm's. Das Programm wird nebst mehreren Chören und Solovorträgen auch ein Streichquintett von Anton Bruckner enthalten.\" (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 11:20"}, {"ID": 188403205, "Datum": "20.3.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »20. [März] 10 fl«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403235, "Datum": "23.3.1884, Sonntag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »23. [zuerst: 22] [März] 5 fl« (*).\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Schumann, Berlioz und Haydn (**)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 10:09"}, {"ID": 188403245, "Datum": "24.3.1884, Montag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »24. [März] 5 fl 67 xr«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403255, "Datum": "ca. 25.3.1884, Dienstag", "Haupttext": "Termin für die Klavier-Aufführung der 7. Symphonie durch Josef Schalk [und Löwe] in Leipzig (*).\n\nDie Programmzettel waren bereits gedruckt; Ferdinand Löwe mußte aber wegen Erkrankung absagen (**).\n\nEs ist nicht zu klären, ob die beiden den vierhändigen Klavierauszug verwendet hätten oder einen zweihändigen Klavierauszug, von dem nur das Adagio in einer Abschrift Göllerichs erhalten geblieben ist [vgl. 18.11.1884] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403285, "Datum": "28.3.1884, Freitag", "Haupttext": "Nikisch bietet Josef Schalk seine Mitwirkung bei der Klavier-Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig an. Nikisch ist nach der ersten Probe [am 29.3.1884] von dem Werk begeistert (*).\nBrief Franz Schalks an Josef Schalk in Leipzig:\r\n   Löwe komme nicht [zur Klavier-Aufführung der 7. Symphonie]. Bemerkungen über Goldschmidts Erfolg (**).\nNotiz Bruckners »28. [März] 9 fl« (***).", "Letzte Änderung": "27.07.2024 16:29"}, {"ID": 188403295, "Datum": "29.3.1884, Samstag", "Haupttext": "Brief Nikischs an Bruckner: \n   Ist von den Symphonien, die er soeben mit Josef Schalk durchgespielt hat, begeistert. Plant die 7. Symphonie für das Leipziger Konzert zugunsten des Wagner-Denkmals in den nächsten zwei Monaten (*). \n(Dieser Brief kommt durch Josef Schalk in Bruckners Hände). Noch am Abend spricht Nikisch mit Direktor Staegemann über den Aufführungsplan (**).\nNotiz Bruckners »29. [März] 2 [fl] 30 [xr]« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188403305, "Datum": "30.3.1884, Sonntag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Vorgestern habe Nikisch sich als Ersatz für Löwe angeboten, worauf gestern die Programme gedruckt worden seien. Bei der Probe am Nachmittag habe sich Nikisch so für die 7. Symphonie begeistert (sie mit Beethoven und Schumann verglichen), daß er die Aufführung der 7. Symphonie im Konzert zugunsten des Wagner-Denkmals plane und abends bereits mit Staegemann gesprochen habe. Den Brief Nikischs an Bruckner werde er, Josef, am Dienstag [1.4.1884] nach Wien mitbringen.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:43"}, {"ID": 188403315, "Datum": "31.3.1884, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 4.4.1884): »31. März für April Fr Kathi 10 fl gezalt.« (*). \nNotiz Bruckners [vermutlich nachträglich in die Haushaltsausgabenliste eingetragen] »pro April 31. [März] 10 [fl] Fr Kathi« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404015, "Datum": "1.4.1884, Dienstag", "Haupttext": "Josef Schalk bringt aus Leipzig den Brief Nikischs an Bruckner vom 29.3.1884 mit.", "Letzte Änderung": "28.05.2023 17:58"}, {"ID": 188404055, "Datum": "5.4.1884, Samstag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert in der Neuen Freien Presse Nr. 7043 auf S. 7:\n     \"[...] Anton Bruckner: Sreichquintett [sic], vorgetragen von den Herren Winkler, Lillich, Schalk, Kreuzinger und Hummer; [...]\" (a).\n \nIn einem Konzert (VIII. Vortragsabend) des Akademischen Gesangvereins im Bösendorfersaal spielen Winkler, Lillich, Franz Schalk, Kreuzinger und Hummer Bruckners Quintett [einschließlich Finale].\n     Im Publikum sitzen u.a. Camillo Horn (*a) und die Kritiker Paumgartner [s. 22.4.], Helm [s. 8.4.], Woerz [s. 14.4.] und Schuster [s. 3.5.] (*).\r\n     Die Details des von Rudolf Weinwurm geleiteten Programms: 1. Webers »Frühlingslied« (Vokalchor »Schöne Ahnung ist erglommen«), 2. Dr. Franz Eyrichs »Da drüben« (Chor mit Tenorsolo - F. Schaumann - und Orchesterbegleitung) [siehe die Anmerkung], 3. Dr. J. Machaneks »Der Fischer« (Chor mit Klavierbegleitung), 4. Lieder (gesungen von Fr. Dr. Caroline Itzinger) von J. Dessauer (»Lockung«) und Lassen (»Ich hatte einst ein schönes Vaterland«), 5. Bruckners Quintett, 6. Lieder (gesungen von A. Ehrmann) von Mendelssohn (»Gondellied«) und Brahms (»Minnelied«) und 7. Hans Treidlers »Deutsche Losung« (Chor mit Klavierbegleitung) (**).\r\n     »[...] Die Glanznummer des Abends, das Bruckner'sche Quintett, verpflichtet den Verein den mitwirkenden Künstlern, den Herren Winkler, Schalk, Lillich, Kreuzinger und Prof. Hummer, zu besonderem Danke. [...]« (***).\r\n     »[...] Bruckner's interessantes Quintett, durch die Herren Winkler, Schalk, Lillich, Kreuzinger und Prof. Hummer vollendet vorgetragen, bildete den Glanzpunkt des Abends. Der Componist wurde demonstrativ applaudirt und dankte in sichtlicher Rührung. [...] Nach Schluss des Abends fand eine Kneipe statt, bei der Prof. Bruckner in verdienter Weise gefeiert wurde.« (°).\nNotiz Bruckners »April 5. 5 fl.« (°°).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:25"}, {"ID": 188404056, "Datum": "vermutlich nach dem 5.4.1884 (?)", "Haupttext": "Undatierte Visitenkarte Bruckners: »Ich bitte Euer Hochwohlgeboren um die Partitur o. [richtige Lesart sicher: v(om)] Quintett. Dr. Paumgartner (Wiener Zeitung) war bei mir u. will schreiben. Mit Kuß! A. Br.«", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:05"}, {"ID": 188404065, "Datum": "(6.4.1884, Sonntag)", "Haupttext": "8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Spohr, Schubert (8. Sinfonie), Volkmann und Beethoven (5. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404075, "Datum": "(7.4.1884, Montag)", "Haupttext": "Konzert unter Hellmesbergers Leitung und Mitwirkung von Lucca, Burmeister, Zamara, Zellner, Fritz Kreisler u.a. mit Werken von Beethoven, Horwitz, Hellmesberger, Tosti [siehe die Anmerkung], Liszt, Ponchielli [siehe die Anmerkung], Meyerbeer und Schubert-Liszt.", "Letzte Änderung": "19.12.2024 16:11"}, {"ID": 188404085, "Datum": "8.4.1884, Kardienstag", "Haupttext": "Theodor Helm bespricht die Aufführung des Quintett [am 5.4.1884] in der Deutschen Zeitung Nr. 4406, S. 1ff: \n»Feuilleton.\nMusik.\n   [... über Spohr, über die Geigerin Marie Soldat, Busonis Konzert etc., zuletzt, auf S. 3:] Den bedeutendsten musikalischen Eindruck der verflossenen Woche dankten wir, seltsam genug, keiner öffentlichen, sondern einer (Samstag im Bösendorfer=Saale veranstalteten) Privataufführung [...] Es war dies unseres Anton Bruckner's F-dur=Quintett, von den Herren Winkler, Lillich, Schalk, Kreuzinger und Hummer ziemlich befriedigend gespielt und vom Publicum mit stürmischem Beifall aufgenommen. [... Finale falle bedenklich ab, das Trio wurde zu schnell gespielt, das Adagio sei die Perle des Werkes ...] Dieses Adagio wirkt ungefähr so, als wäre es ein erst jetzt in Beethoven's Nachlaß vorgefundenes, aus der letzten Zeit des Meisters stammendes und von dessen vollster Inspiration beseeltes Stück. Das ist wohl das höchste Lob, das über die Composition eines lebenden Tonkünstlers gesagt werden kann, und wir scheuen uns nicht, es auszusprechen. Theodor Helm.« (*). (2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Gericke mit dem Berlioz-Requiem (**)).\n[ca. 8.4.1884] Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Montag u Freitag 1/2 10 H Horn«] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404095, "Datum": "9.4.1884, Karmittwoch", "Haupttext": "Notiz Bruckners »9. [April] 5 fl.« (*).\nÜbernahme der neuen Orgel im Prager Rudolphinum.\r\nBei der Probe [ebenfalls am 9.4.?] sind anwesend: Prof. Dr. Langer (Leipzig), Bruckner und Förster als Juroren, außerdem spielten Orgelbauer Wilhelm Sauer (Frankfurt an der Oder) und der Orgelschüler Feix aus Reichenberg [siehe die Anmerkung].\r\nDer Text des Gutachtens lautet:\r\n   »Die vom Orgelbaumeister W. Sauer neuerbaute Orgel des Prager Künstlerhauses Rudolphinum ist in allen Theilen streng contractmässig erbaut; aber weiter ist sie hervorragend als ein Musterwerk ob der Wahl vorzüglichsten Materiales, welches in musterhaft solider Verarbeitung sich auch bei gewissenhafter Prüfung darstellt. Die höchste künstlerische Weihe hat der hervorragende Meister dem Ganzen verliehen durch wolbegründete Anlage bis zum kleinsten Theile, durch anstaunenswerthe Mensurwahlen und sinnigste Intonationen, so dass eine Concertorgel entstand, die in des Wortes voller Bedeutung als ein hervorragendes Kunstwerk der vorgeschrittenen Orgelbaukunst bezeichnet werden muss.« (**).\r\nProtokoll: \"über die Sitzung des zur Prüfung der vom Herrn Sauer aus Frankfurt a. O. für das Rudolfinum erbauten Orgel einberufenen Komitees. Gegenwärtig: Herr Prof. Dr. Langer aus Leipzig, Herr Prof. Bruckner aus Wien, Herr Prof. Förster aus Prag, Herr Dr. Schebek aus Prag [siehe die Anmerkung], Herr Dr. Hely, Doktor Tragy, Prof. Sauer aus Frankfurt (anwesend als Erbauer der Orgel) unter dem Vorsitze des R. v. Dotzauer [siehe die Anmerkung]. Herr Prof. Dr. Langer gab sein Urteil in dem beigeschlossenem Schreiben ab. Diesem Urteile schloß sich Herr Prof. Bruckner enthusiastisch an. Dasselbe erklären Herr Prof. Förster . . . \" (**a).\r\nDas Protokoll ist unterzeichnet von \"Prof. Dr H. Langer. | Prof. Anton Bruckner. | Prof. Jos. Foerster | DrEdm.Schebek | Dr. J Tragy\" (**b).\nBruckner erhielt 150 Gulden Honorar (**c).\nDa in Bruckners Kalender die abendlichen Gebetsaufzeichnungen fehlen, ist zu vermuten, daß er im Laufe des Tages nach Prag abgefahren ist (***).", "Letzte Änderung": "18.11.2025 22:28"}, {"ID": 188404106, "Datum": "9.4. bis 14.4.1884, Mittwoch bis Ostermontag", "Haupttext": "Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen (*).\nIm gleichen Zeitraum fährt Bruckner mit Universitätsmusikdirektor Langer aus Leipzig zur Kollaudierung der neuen Orgel im Rudolfinum nach Prag.\r\n   Marschner berichtet, daß er über das Quintett improvisierte, mit Skraup, Josef Förster (Gespräch über Dvorak) und Friedrich Follberger (#), dem Regenschori von Strahow (dort Improvisation einer 5st. Fuge (**)) zusammenkam.\r\n   Kontakte auch mit den Eltern Marschners und dem Bruder Robert Marschner (***).\r\n   Audienz beim Prager Erzbischof [siehe die Anmerkung] (°).\r\n   Mit Robert Marschner besucht Bruckner den Bildhauer Simek in dessen Atelier [siehe die Anmerkung] (°°).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:07"}, {"ID": 188404125, "Datum": "12.4.1884, Samstag", "Haupttext": "Kritik (signiert ”-ff.”) über das Quintett [5.4.1884] in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung Nr. 13 auf S. 186:\r\n   »[...] Das Hauptinteresse des Abends nahm ein Streichquintett von Bruckner in Anspruch [...] ließ aber doch erkennen, daß nicht alle von den Herren an ein strammes Ensemblespiel gewöhnt seien. -ff.« (*).\nKurzkritik in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 102 auf S. 4:\r\n   »[...] Großen Beifall erhielten einige sehr interessante Zwischennummern, unter denen insbesondere Anton Bruckner's Streich-Quintett mit vollem inneren Recht einen rauschenden Erfolg erntete. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:06"}, {"ID": 188404135, "Datum": "13.4.1884, Ostersonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt Orgel beim Hochamt im Prager Dom. Marschner holt Bruckner von der Mittagseinladung bei Skraup ab (*).\r\nRobert Marschner berichtet, daß neben Skroup auch der Organist des Stiftes Strahow und Josef Förster sich Bruckner anschlossen. [am 13.4.?] Nach dem Mittagessen bei Skroup gehen Marschners und Bruckner in das Bierrestaurant »U Snellu« (*a).\n[Wann genau? recte 9.4.1884?] Übernahme der von Wilhelm Sauer erbauten Orgel im Rudolphinum. Beim Konzert ist auch Dr. Langer aus Leipzig anwesend. Es spielen Förster, Sauer, Bruckner und Feix aus Reichenberg (**).\nDie Linzer Zeitung zitiert auf S. 403 aus dem Bericht der Deutschen Zeitung [8.4.1884] über das Quintett [am 5.4.1884]:\r\n   »* (Musikalisches.) Ueber eine neue Composition unseres Landsmannes, Prof. A. Bruckner, schreibt der Musikreferent der „Deutschen Zeitung”: „Den bedeutendsten musikalischen Eindruck der verflossenen Woche verdankten wir, seltsam genug, keiner öffentlichen, sondern einer (Samstag im Bösendorfer=Saale veranstalteten) Privataufführung [...] Es war dies unseres Anton Bruckner's F-dur-Quintett, vom Publicum mit stürmischem Beifall aufgenommen. [... identisch mit dem Text vom 8.4.1884 ...] Dieses Adagio wirkt ungefähr so, als wäre es ein erst jetzt in Beethoven's Nachlaß vorgefundenes, aus der letzten Zeit des Meisters stammendes und von dessen vollster Inspiration beseeltes Stück. Das ist wohl das höchste Lob, das über die Composition eines lebenden Künstlers gesagt werden kann, und wir scheuen uns nicht, es auszusprechen.”« (***).\nDer Rezensent der Wiener Sonntags-Post (signiert \"Raro.\") erwähnt bezüglich des Quintett-Adagios [5.4.1884] einen Ausspruch Robert Schumanns:\r\n    \"Der Vortragsabend des akademischen Gesangsvereines entzieht entzieht sich seines intimeren Charakters wegen einer detaillirten Besprechung. An demselben interessirte uns hauptsächlich das F-dur-Streichquintett von Anton Bruckner. Trotzdem es nicht besonders gut aufgeführt wurde, übte es doch mächtigen Eindruck aus und erzielte unbeschreiblichen echten Beifall. Bruckner gehört unstreitig zu den genialsten Componisten der Neuzeit; daß er hier in Wien, der Stadt des Cliquewesens und der Protection, lebt, ist sein, sowie vieler Anderer Hinderniß des Emporkommens. Dieses Quintett, in dem - nach unserem Gefühl und überdies nach erstmaligen Anhören - nur das Finale ganz aus der Art fällt, mag manche Conservative zum Bekreuzigen nöthen [sic!]: aber da ist kein starrer Formalismus, sondern echt pulsirendes Musikleben, die Themata sind von Fleisch und Blut, nicht akademische Puppen. Wie reizend ist gleich das Triolen=Thema des ersten Satzes, der Humor im zweiten, der an den Uebermuth der Lehrbuben in den \"Meistersingern\" lebhaft gemahnt. Die Perle des Werkes ist das Adagio (in Gesdur) mit seiner sinnigen breiten Gesangsmelodie und voll Wohllaut; da fällt uns unwillkürlich ein Ausspruch Schumann's ein. Bei Besprechung einer Sonate schrieb er einmal: \"Am Adagio werden die jetzigen Componisten immer scheitern, so lange sie welche, wie Mozart und Haydn, schreiben wollen. Warum denn rückwärts componiren? Wem die Perrücke gut steht, der mag sich eine aufsetzen; aber streicht nur die fliegende Jugendlocke nicht weg, wenn sie auch etwas wild über die Stirn hereinfällt. Also Locken, Sonatenschreiber, und keine falschen!\" Und gerade am Adagio ist Bruckner nicht gescheitert, weil er wahrlich nicht \"rückwärts componiren\" kann! Also nur weg mit den Perrücken! Ein schöneres Wort von der Jugendlocke ist selten gesprochen worden. Dasselbe wäre nicht allein auf Bruckner, sondern auch auf alle geistesverwandte [sic!] Tonkünstler anzuwenden. Wir fürchten jedoch sehr, daß es in Wien genug Derjenigen gibt, die solche wild hereinfallenden Locken - gleich mit der Scheere ganz abschneiden wollen. Doch Bangemachen gilt nicht, sowie das famose \"Rückwärtscomponiren\"!        Raro.\" (°).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7051 meldet auf S. 6, dass der Partiturerstdruck des Streichquintetts erschienen ist: \"Neue Musikalien. (Bericht der kaiserlich=königlichen Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien.) Brahms, Op. 90, Dritte Symphonie (F-dur), für zwei Claviere; Bruckner, Streichquintett (F-dur), Partitur; Brüll, [...] Literatur: Oesterlein, Entwurf zu einem Richard=Wagner=Museum (mit vier Bildern in Lichtdruck).\" (°°).", "Letzte Änderung": "15.12.2024 09:14"}, {"ID": 188404145, "Datum": "14.4.1884, Ostermontag", "Haupttext": "Bruckner besucht das Kloster Emaus in Prag [Kontakte mit Alban Schachleiter?] (*). Sein Begleiter Robert Marschner berichtet vom dreistündigen Gottesdienst (mit Abt Wolter), bei dem gregorianischer Gesang erklang. Bruckner trifft anschließend mehrere Geistliche aus seiner Linzer Domorganistenzeit. [auch am 14.4.?] Auf Einladung des Strahower Organisten besucht Bruckner, von Abt Stary selbst eingelassen, mit Robert und Franz Marschner die dortige Kirche und Bibliothek (*a).\nBruckner quittiert auf einer (eigenen) Visitenkarte den Empfang von 150 Gulden [für die Orgelkollaudierung am 9.4.1884], eigenhändig nur die Unterschrift: \"f 150 am 14/4 | von Herrn Ritter von Dotzauer | empfangen | ABruckner.\" (*b).\nKritik zum Quintett von Florestan [= Woerz] in der Wiener Sonn- und Montagszeitung Nr. 17 auf S. 3:\r\n           »Concerte.\r\n     Mit aufrichtiger Befriedigung sehen wir das Ende der Concertsaison herannahen; [... über die Konzerte vom 6.4.1884 und 8.4.1884 ...]\r\n     Der „Vortragsabend”, welchen der academische Gesangsverein am 5. d. M. en petit comité (kleiner Vereinschor) bei Bösendorfer veranstaltete, gewährte ein besonderes Interesse durch die erste Aufführung eines neuen Streichquintettes in F von Anton Bruckner. So viel ist gewiß, daß es diesem Werke nicht an Originalität fehlt. Allein so wie es in der Kunstwelt gar vieles Schöne gibt, was nicht originell ist, so gibt es umgekehrt manchmal auch Originelles, das nichts weniger als schön ist. [... über den Begriff des »Schönen« ... Das Ungewöhnliche] kann dem Verständnisse nur dadurch näher gerückt werden, daß wir es in vollendeter Aufführung und mehrmals hören. Was nun das Bruckner'sche Quintett anbelangt, so erscheinen uns nur die beiden Mittelsätze so faßlich, daß wir schon auf die erste Bekanntschaft hin sagen können, das Scherzo sei sehr interessant, das Adagio ausgezeichnet schön; um jedoch auch die beiden Außensätze gerecht zu beurtheilen, müssen wir sie öfter und in besserer Aufführung vernehmen als dies diesmal der Fall war. Schwankt die Reinheit der Intonation, die Sicherheit der Phrasirung, die vollkommene Deutlichkeit des Zusammenspiels in den Verschlingungen der fünf Stimmen, so wird es ganz unmöglich, den inneren Zusammenhang eines complicirten Satzes und einer ungewöhnlichen Sprechweise zu errathen. Demungeachtet fanden sämmtliche Sätze des Werkes, dem wir wohl noch anderwärts zu begegnen hoffen, stürmischen Beifall, namentlich von Seite der academischen Jugend. [...] Florestan.« (**).\nBrief (Correspondenz-Karte) Ledermüllers an Oddo Loidol:\r\n   Bruckner sei diesmal nicht nach St. Florian gekommen, er sei, so höre man, vom Bischof eingeladen worden. Ob Loidol den höchst lobenden Zeitungsbericht über Bruckner gelesen habe? Das Quintett sei im Bösendorfersaal im April [5.4.1884] aufgeführt worden und von der Linzer Zeitung [13.4.1884], eine Wiener Zeitung [Deutsche Zeitung am 8.4.1884] zitierend, als beethoven-gleich gelobt worden (***).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 11:23"}, {"ID": 188404155, "Datum": "15.4.1884, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen [lückenlos bis 19.7.1884] am Abend (*) wieder auf.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404165, "Datum": "16.4.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch:\r\n     Soeben aus Prag heimgekommen, wo er Prof. Langer aus Leipzig kennen lernte. Dankt für die beifälligen Äußerungen [vgl. 29.3.1884]. Auch Seidl wolle ähnlich wie Nikisch für ihn wirken. Für die letzte Probe [und Aufführung der 7. Symphonie] würde er um Urlaub bitten (*).\nNotiz Bruckners »16. [April] 2 [fl] 10 Wasser [/] 1 [fl] 20 Cafe [/] 86[xr] Obers [/] 35[xr] [/] 1 [fl] Tinte [/] 3 [fl] Karte« (**).", "Letzte Änderung": "06.07.2024 15:30"}, {"ID": 188404195, "Datum": "19.4.1884, Samstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »19. April 5 fl tägl« und drei weitere unbezeichnete Ausgabenposten (*).\nBericht über das Prager Orgelkonzert [13.4.1884] in der Allgemeinen Kunstchronik Nr. 16 auf S. 319:\r\n     \" - Am 9. April fand im Künstlerhause \"Rudolphinum\" zu Prag die Uebernahme der grossen Orgel statt, welche Wilh. Sauer in Frankfurt a. O. erbaut hat. Die \"Bohemia\" veröffentlicht über die Feierlichkeit einen ausführlichen Bericht, dem wir Folgendes entnehmen: In dem grossartigen Concertsaale, der einen Fassungsraum für 1100 Personen besitzt, hatte sich ein zahlreiches geladenes Publicum eingefunden, um der Erprobung des Meisterwerkes beizuwohnen. Der Universitäts-Musikdirector Herr Prof. Dr. Langer aus Leipzig und der Wiener Hof-Organist Herr Prof. Bruckner waren der an sie ergangenen Einladung, ihr Urtheil über die Orgel abzugeben, gefolgt und zu einer Probe erschienen. Zuerst präludirte der Conservatoriums-Professor Herr Förster. Er liess in freier Phantasie alle Register ertönen und gab hiedurch in engem Rahmen das Bild einer grossen Menge auf dem prachtvollen Werke durch die verschiedenen Klangfarben und Tonstärken erzielbarer Wirkungen. Ihm folgte der Erbauer der Orgel, Herr Sauer, der, mit allen Feinheiten des Baues seines Kunstwerkes auf's Innigste vertraut, demselben wahrhaft bezaubernd schöne Töne entlockte. Professor Bruckner entfesselte, durch ihre Macht und Fülle wahrhaft ergreifende Tonfluthen. Den genannten Herren, welche alle improvisirt hatten, folgte ein junger Orgelvirtuose, Herr Feix aus Reichenberg, Schüler der hiesigen Orgelschule, der das Präludium und Fuge in G-moll von Johann Sebastian Bach, diese machtvolle Tonschöpfung, in allen Einzelnheiten mit bewunderungswerthem, künstlerischem Verständniss vortrug. Die musikalischen Fachmänner, Herren Prof. Dr. Langer aus Leipzig, Prof. Bruckner aus Wien und Prof. Förster gaben folgendes Gutachten ab: \"Die vom Orgelbaumeister W. Sauer neuerbaute Orgel des Prager Künstlerhauses Rudolphinum ist in allen Theilen streng contractmässig erbaut; aber weiter ist sie hervorragend als ein Musterwerk ob der Wahl vorzüglichsten Materiales, welches in musterhaft solider Verarbeitung sich auch bei gewissenhafter Prüfung darstellt. Die höchste künstlerische Weihe hat der hervorragende Meister dem Ganzen verliehen durch wolbegründete Anlage bis zum kleinsten Theile, durch anstaunenswerthe Mensurwahlen und sinnigste Intonationen, so dass eine Concertorgel entstand, die in des Wortes voller Bedeutung als ein hervorragendes Kunstwerk der vorgeschrittenen Orgelbaukunst bezeichnet werden muss.\" Durch die Aufstellung der vorzüglichen Orgel in dem Künstlerhaus-Saale sind nunmehr Orgelconcerte ermöglicht, auf welche das Prager Publicum bisher verzichten musste. Die hiesigen musikliebenden Kreise werden der Prager Sparcassa, welche sich überhaupt durch den Bau des Künstlerhauses ein unvergängliches Denkmal gesetzt hat, dafür lebhaften Dank wissen.\"\r\n[keine Signatur, wie bei den meisten Artikeln dieser Kolumne \"Kunst-Nachrichten.\"] (**).", "Letzte Änderung": "17.02.2023 16:07"}, {"ID": 188404205, "Datum": "20.4.1884, Weißer Sonntag", "Haupttext": "4. Gesellschaftskonzert unter Gericke mit Werken von Bach, Schumann/Richard Pohl und Liszt (*) (»Tasso« (**)) [vgl. die Anmerkung].\n[ca. 20.4.1884] Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »50 fl 40 fl.« (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:49"}, {"ID": 188404215, "Datum": "21.4.1884, Montag", "Haupttext": "Henkersmahlzeit für den Mörder Hugo Schenk. Bruckner hat sich anekdotischer Überlieferung zufolge vom selben Fleisch ein Essen zubereiten lassen und in der Nacht für den Mörder gebetet.", "Letzte Änderung": "10.11.2025 23:43"}, {"ID": 188404217, "Datum": "zwischen 21. und 24.4.1884", "Haupttext": "Bruckner besucht Liszt während seines Wien-Aufenthaltes im Schottenhof und trägt ihm die Widmung der 2. Symphonie an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404225, "Datum": "22.4.1884, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung des Quintetts [5.4.1884] durch Dr. Hans Paumgartner in der Wiener Abendpost Nr. 93 auf S. 1f:\n          \"Musik.\n               Concerte.\n     Die Concertsaison liegt hinter uns - es war eine harte Aufgabe, seiner Pflicht als Musikreferent im heurigen Winter gerecht zu werden. [... Philharmonische Konzerte, Gesellschaftskonzerte, Liszts \"Tasso\", Gericke nach Boston, kleinere Konzerte ...]\n     [...] An einem vom akademischen Gesangvereine veranstalteten Vortragsabende kam das wunderschöne Bruckner'sche Streichquintett (von Herrn Winkler und Genossen sehr gut gespielt) zur Aufführung und riß Alles zur Begeisterung hin. Es ist ein schweres Unrecht, daß dieses Werk noch immer im Programme unserer ständigen Quartettgesellschaften fehlt.\n     Endlich hören wir auch von einem von Fräulein Elsa Menzel bei Bösendorfer veranstalteten Concerte, in welchem sich die Concertgeberin als eine sehr liebenswürdige Pianistin präsentirte.\n           Dr. Hans Paumgartner.\" (*).\n\r\nHinrichtung des Mädchenmörders Hugo Schenk, an dessen Schicksal Bruckner lebhaftes Interesse gezeigt hatte (**).", "Letzte Änderung": "05.06.2024 22:22"}, {"ID": 188404235, "Datum": "(23.4.1884, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "10.11.2025 23:44"}, {"ID": 188404245, "Datum": "24.4.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Das Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 95 veröffentlicht auf S. 709-711 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 711 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre, Fortsetzung, chromatische Schritte, Tonwechslung, diatonisch, chromatisch, enharmonisch, Harmonisirung, Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, [ohne Tages- und Uhrzeitangabe!] von dem Lector Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (*).\n \n(Brief von P. Karl Schneeweiß (Mariaschein) an Ignaz Traumihler mit einer Nachschrift von P. Michael Burgstaller SJ:\n     Dankt für das Jubiläumsgeschenk und den Brief [zur Secundiz am 15.4.1884 (vgl. 15.11.1881)]. Grüße an den Prälaten und die Chorherren in St. Florian - vielen könne er gar nicht mehr schreiben (zitternde Hand!). Nachschrift Michael Burgstallers (Dank für die Teilnahme zum 15. April) (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404255, "Datum": "25.4.1884, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an A. Vergeiner in Freistadt:\r\n    Wegen Pragreise verspätete Antwort. Kurzer Lebenslauf (Ansfelden, St. Florian, Linz, Wien; Sechter-Studien; Orgelkonzerte in Nancy, Paris und London), Werkübersicht (Messen, Symphonien, Quintett, Te deum). Erwähnt die Artikel vom 8.4.1884, 27.5.1883 [nicht 1880], Juli 1883 und 29.6.1883. Nikisch plane für Mai die 7. Symphonie in Leipzig (*).\nBruckner übergibt das Fastendispens-Schreiben vom 23.2.1876 dem Erzbischof [Gruscha??], der sich einverstanden erklärt (**).\r\n[Dieses Datum gemeint?] Bruckner erzählt Eckstein von seinem vormittäglichen Besuch beim Erzbischof (***).\nKalendernotiz Bruckners\r\n    »25. April Kerzen 3 fl 25 xr [/] Cafe 1 fl 20 xr [/] Wäsche 4 fl 50 xr [/] 1 [fl] 56 xr [/] [Summe:] 10 fl 51 xr [/] [noch zum 25.4.?] 20 fl Schuster« (°).\nHinweis auf die Kirchenmusik am 27.4.1884 im Illustrierten Wiener Extrablatt, Abendblatt, auf S. 2 (°°).\nGustav Dömpke erwähnt in seinem Artikel \"Musik\" in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1493, S. 1 - 4, auf S. 1 auch Bruckner:\r\n     \"[... Kritik am Programm des Gesellschaftskonzert unter Gericke, speziell Liszt's \"Tasso\" (vor 20 Jahren im Philharmonischen Konzert, vor 10 Jahren beim Akademischen Gesangverein) ...]\r\n     [...] Diesem akademischen Verein, der sich soeben wieder der wahlverwandten Muse Anton Bruckner's mit der ganzen Begeisterung blühenden Vereins=Particularismus angenommen hat, wäre der Liszt'sche \"Tasso\" auch fernerhin am natürlichsten zu überlassen, da es einem der vielen Männer=Gesangvereine auf etwas mehr oder weniger Zeit= und Kunstverlust nicht ankommen kann.\r\n     [... über \"Tasso\" und die anderen Programmnummern, darunter Schumanns \"Des Sängers Fluch\" ... Lob für die Solisten bei Bach und Schumann ...] wenngleich sie ihren Erfolg nicht retten konnten. | G. Dömpke.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:49"}, {"ID": 188404265, "Datum": "26.4.1884, Samstag", "Haupttext": "Die morgige Kirchenmusik wird in mehreren Zeitungen angekündigt:\n \nFremdenblatt Nr. 115 auf S. 6 (*),\n \nNeue Freie Presse Nr. 7063 auf S. 4:\n     \"In der k. k. Hofpfarrkirche St. Augustin wird um 11 Uhr Capellmeister Eder eine Festmesse von Kempter, Graduale (Propitius esto, Alt=Solo) von Laurenz Weiß und Offertorium (Sopran=Solo) von Racek aufführen. Hof=Organist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nNeues Wiener Tagblatt Nr. 115 auf S. 4 [inhaltlich wie (**) ... \"Soli die Damen Hummel und Buschmann.\" ...] (***)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1494 auf S. 6 [inhaltlich wie (**) ... Hedwig Buschmann ...] (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:58"}, {"ID": 188404275, "Datum": "27.4.1884, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik \n\n\n\n\nin der Deutschen Zeitung Nr. 4424 auf S. 6 (*) \n\n\n\n\nund in der »Presse« Nr. 16 auf S. 13 (= Local-Anzeiger S.1) [inhaltlich wie am 26.4.1884] (**). Beim Gottesdienst in der Augustinerkirche um 11 Uhr spielt Bruckner Orgel. Es erklingen unter Eders Leitung Werke von Kempter (Festmesse), Laurenz Weiß (Graduale »Propitius esto«, mit Altsolo, Frau Hummer) und Racek (Offertorium mit Sopransolo, Frau Buschmann) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188404295, "Datum": "ca. 29.4.1884, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Mittw 6 Uhr Abends. Montag 1/2 10 Uhr H Horn.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188405005, "Datum": "Mai 1884", "Haupttext": "Konzert in Leipzig zugunsten des Wagner-Denkmalfonds mit der Uraufführung der 7. Symphonie geplant (*).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1884 sind inskribiert\r\nvon der philosophischen Fakultät Ferruccio Cimadori [siehe die Anmerkung] (**), Wilhelm Kalser (***) und Ernst Reimer (°),\r\nvon der juristischen Fakultät August Bittner (H) (°°).\nKalendernotiz Bruckners: »H Stradal Mittw 3 - 6 Uhr. Freitag 6 - 8 Samstag 7 - 8. [/] Ludwig Kölblinger Universität phil. Facultät. [siehe die Anmerkung] [/] Photograf Türk breite Gasse 4.« (°°).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 11:25"}, {"ID": 188405025, "Datum": "2.5.1884, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 16.5.1884): »Fr Kathi 2. Mai für Monat Mai 7 fl gezalt.« (*).\nNotiz Bruckners »2. Mai 41 fl Schneider [/] Fr Kathi für Mai 7 fl [/] 1 fl 70 xr [/] Taback 1 fl 60 xr« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188405035, "Datum": "3.5.1884, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Schalk:\r\n    Bittet um möglichst originalgetreue Abschrift der Partitur des »Te deum« (mit Orgelstimme); er selber habe keine Abschrift (*).\nDr. H. M. Schuster berichtet in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 18 auf S. 353f über die Aufführung des Quintetts [am 5.4.1884] und erwähnt auch die 3. und 4. Symphonie:\r\n    »[...] Nunmehr müssen wir aber sofort eines anderen Componisten gedenken, den wir ebenfalls mit dem freudigsten Stolz den unseren nennen, der aber gerade von jenen, die am meisten berufen und in der Lage wären, ihn zu fördern, die indignirendste Behandlung, d. h. nicht nur Ignorirung, sondern Zurücksetzung und Unterdrückung stets erfahren hat und noch erfährt, Anton Bruckner. [... über Bruckner, seine Werke, über die Aufführung des Quintetts ... Lob für den Einsatz der akademischen Jugend ...] Trotz der etwas mangelhaften Ausführung fand das Bruckner'sche Quintett stürmischen Beifall und der Componist wurde wiederholt gerufen. Möchte dies nun auch Andere veranlassen, diesem hochbegabten Mann mit der ihm entsprechenden Würde entgegenzukommen! [... über andere Konzerte ...] Dr. H. M. Schuster.« (**).", "Letzte Änderung": "14.06.2024 12:19"}, {"ID": 188405055, "Datum": "5.5.1884, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Krzyzanowski in Starnberg:\r\n     Gratuliert (auch Frau K.) [wozu? Heirat? Geburt eines Kindes?], berichtet von der Vollendung der 7. Symphonie und des »Te deum« und von Nikischs Aufführungsplan für Leipzig. In Wien sei nur das Quintett beim Akademischen Gesangverein [5.4.1884] aufgeführt. Hans Richter blase »in Hanslicks Horn«. Wünscht Krzyzanowski bei seinem geplanten längeren München-Aufenthalt zu sehen. [PS] Finanzieller Ertrag seiner Werke gleich null. Das Quintett sei Max Emanuel gewidmet (*).\nDatierung \"5. Mai 84.\"  in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (**).", "Letzte Änderung": "06.09.2025 06:46"}, {"ID": 188405065, "Datum": "6.5.1884, Dienstag", "Haupttext": "Beim 2. öffentlichen Konzert des Wiener Konservatoriums mit dem Zöglingsorchester unter Hellmesberger spielt Bruckners Schüler Carl Führich ein Orgelkonzert in d-Moll von Händel (*).\nTagebuchnotiz [unleserlich?] in den Gebetsaufzeichnungen (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 16:29"}, {"ID": 188405085, "Datum": "(8.5.1884, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium (*).\nBrief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester:\r\n     Er habe Liszt kennen gelernt. Es kann \"das Höchste bedeuten wenn ich Schüler Liszts mich nennen kann\" (**).", "Letzte Änderung": "28.07.2025 10:26"}, {"ID": 188405095, "Datum": "9.5.1884, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an A. Vergeiner:\r\n   Ergänzt auf Anfrage seine Biographie (Angaben zu Sechter, Kitzler, Hanslick, Universität, Linzer Musikverein, Nikisch). Außer Hanslick seien auch Kalbeck und Dömpke gegen ihn eingestellt. Bittet [mit dem Artikel? Vgl. 26.9.1884] bis »post festum« [= 4.9.1884?] zu warten (*)\n[ca. 9.5.1884] Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n   »H Stradal Mittw 5 Uhr Freitag 1/2 6 Uhr« (**).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 11:28"}, {"ID": 188405125, "Datum": "12.5.1884, Montag", "Haupttext": "Datierung \"12 Mai 84.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung.", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:00"}, {"ID": 188405165, "Datum": "16.5.1884, Freitag", "Haupttext": "Beim Brand des Stadttheaters (jetzt Ronacher) kommt Bruckner in engeren Kontakt mit Eckstein. Anschließend fragt Bruckner in einem Café Eckstein wegen eines lateinischen Textes von Bernhard von Clairvaux um Rat (*).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 12:32"}, {"ID": 188405175, "Datum": "17.5.1884, Samstag", "Haupttext": "Eckstein wird (trotz Abweisung einige Monate zuvor) Bruckners Privatschüler.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188405176, "Datum": "nach dem 17.5.1884", "Haupttext": "Bruckner besucht die erste Wiener Gesamtaufführung von Wagners »Ring des Nibelungen« unter Hans Richters Leitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188405215, "Datum": "(21.5.1884, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188405225, "Datum": "22.5.1884, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Anläßlich Wagners Geburtstag veröffentlicht Göllerich in Pernerstorfers »Deutschen Worten«, S.145-150, einen Aufsatz über Bruckner, den er als zweiten Beethoven bezeichnet:\r\n»Anton Bruckner.\r\nZum 71. Geburtstage Richard Wagner's.\r\nVon August Göllerich. [...] Anton Bruckner, ein Sohn Oberösterreichs, ein Volkskind im echtesten Sinne des Wortes, wuchs in der Stille und Schlichtheit des Landlebens, ferne dem weltstädtischen Getriebe, allein mit Gott, mit der Natur, auf. [... über den Orgelspieler, die Beziehung zu Wagner und Beethoven, erwähnt u.a. das »übergewaltige Te Deum«, über Bruckners Befähigung zum Lehrer, Wunsch nach mehr Aufführungen der Werke Bruckners], der eines Tages geliebt und bewundert sein wird, sollten sich ihm mit ihren bequemen und effektvollen Allerweltsnovitäten auch noch lange und wohlgemuth die verschiedenen Orchester und Quartette Wiens verschließen.«", "Letzte Änderung": "28.07.2025 10:19"}, {"ID": 188405245, "Datum": "ca. 24.5.1884, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Koch [Franz Koch] 7. Bez Burggasse 20.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188405255, "Datum": "25.5.1884, Sonntag", "Haupttext": "[Zur Datierung 25.5.1884 siehe die Anmerkung]\nGöllerich, am 22.5.1884 in Weimar eingetroffen, spielt bei einer Soirée bei den mit Liszt befreundeten Schwestern Stahr (im Rahmen des Tonkünstlerfestes des Allgemeinen deutschen Musikvereins 23. - 28.5.1884) mit Amalie Greipel das Adagio aus Bruckners Quintett vierhändig.", "Letzte Änderung": "14.10.2024 14:43"}, {"ID": 188405265, "Datum": "(26.5.1884, Montag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium (*).\nArtikel \"Aus einem Künstlerleben\" [über Hans Rott] im Illustrirten Wiener Extrablatt Nr. 145, S. 2f (**).", "Letzte Änderung": "07.06.2024 10:37"}, {"ID": 188405285, "Datum": "28.5.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Komposition des Loidol gewidmeten gemischten Chores »Christus factus est« [WAB 11] beendet.", "Letzte Änderung": "23.02.2023 12:56"}, {"ID": 188405305, "Datum": "ca. 30.5.1884, Freitag", "Haupttext": "Zeitungsartikel \"Von unserem Landsmanne Bruckner.\" (*).\n\r\n[ca. 30.5.1884] Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n\"D Helm 51. Landstr Gericke 4. Hoher Markt. [/] Quintett: deutsche Worte [gemeint: Deutsche Zeitung  vom 8.4.1884].\" (**).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:43"}, {"ID": 188405315, "Datum": "31.5.1884, Samstag", "Haupttext": "Einige Zeitungen weisen auf die morgige Kirchenmusik hin:\n \nDeutsche Zeitung Nr. 4458 auf S. 6 (*),\n \nDie Presse Nr. 150 auf S. 3:\n     \"Hofpfarrkirche St. Augustin um 11 Uhr Messe von Mozart, Graduale (Baritonsolo) von Laurenz Weiß und Offertorium (Sopransolo) von Victor Rokitansky. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (**),\n \nFremdenblatt Nr. 150 auf S. 6 (***),\n \nNeue Freie Presse Nr. 7098 auf S. 4 [inhaltlich wie (**)] (°)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1529 auf S. auf S. 6 [?] (°°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 15:59"}, {"ID": 188406005, "Datum": "etwa Juni 1884", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium.\r\nBruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\nbei den Vorbildungsschulen dieses Jahres\r\n   »Orgelclasse des Prof. Herrn A. Bruckner. (3 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Wilfert Rudolf, Xanthopoulus [sic] Thimothé.«,\r\nbei den Ausbildungsschulen\r\n   »Orgelclasse des Prof. Herrn A. Bruckner. [/] II. Jahrgang. Führich Carl.«, bei Musiktheorie »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Prof. Herrn A. Bruckner. (11 Zöglinge.) [/] Abheiter Hermann, Großauer Ludwig, Heinrich Franz, Hruby Carl, Paradiser Rudolf, Troizsche Hugo, Wottawa Heinrich, Zachariadis Peter.« und\r\n   »Classe für Contrapunct des Prof. Herrn A. Bruckner. (5 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Hynais Cyrill, Marschner Franz, Dr. [/] II. Jahrgang. Führich Carl, Meyer Josef, Schlott Franz.« (*).\nCarl Führich absolviert sein Hauptfach Orgel, erhält hierüber ein Diplom und wird mit der Gesellschafts-Medaille ausgezeichnet (**).\n[vor dem 24.6.1884]\r\nHans von Wolzogen bespricht in den Bayreuther Blättern, VI. Stück, den zum 22.5.1884 in den Deutschen Worten erschienenen Artikel Göllerichs über Bruckner (***).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:52"}, {"ID": 188406015, "Datum": "1.6.1884, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Beim Gottesdienst um 11 Uhr in der Augustinerkirche spielt Bruckner Orgel. Aufgeführt werden unter Eders Leitung Werke von Mozart (Messe), Laurenz Weiß (Graduale mit Baritonsolo: Herr Frey) und Victor Rokitansky (Offertorium mit Sopransolo: Frl. Fanny Imlauer) (*).\n\n\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1530 berichtet auf S. 8, signiert \"Dr. H.\", von der Kirchenmusik am 25.5.1884 (Messe von Bibl unter Hellmesberger): \n\n     \"[...] bedeutende Talente auf dem Gebiete der religiösen Tonkunst gewinnen häufig nicht den Wirkungskreis, der ihnen gebührte. Wer weiß, was mit Bruckner's genialer Kraft geschehen wäre, wenn Herbeck sie nicht in die Hauptstadt verpflanzt hätte! L. Rotter ist ein Greis geworden [...] Pius Richter hat erst spät, sehr spät - die dritte Hofcapellmeisterstelle erhalten. An Bibl hat man bisher ganz vergessen. [... über Bibls Werk ... Rotters Vernachlässigung ...] So verschieden sie auch sind: Anton Bruckner, Ludwig Rotter, Pius Richter und Rudolph Bibl, erschienen uns doch in dem Einen vergleichbar, daß ihre vorzüglichen Leistungen noch immer nicht jenen Lohn gefunden haben, der ihnen gebührt. Was die Aufführung anbelangt, war sie eine gute; besonderes Lob verdienen die Solisten.    Dr. H.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406025, "Datum": "2.6.1884, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 8.6.1884):\r\n     »2. Juni Fr Kathi 7 fl für Juni 884.«\r\nund [noch vor den Gebetsaufzeichnungen, also vor 8.6., geschrieben] Liste von Ausgaben für »Seife / Pens. / Pap. / Spagat / Pap.« (*).\n[spätestens am 12.6.1884, vermutlich vor dem 8.6.] Kalendereintrag von fremder Hand:\r\n     »August Stradal Oberbaiern Chiemsee Fraueninsel« (**).\nBrief von August Göllerich an seine Schwester Marie Holter:\r\n     Er habe sich in Weimar eingeführt in einer Soirée im Rahmen des Musikfestes bei den Schwestern Stahr und habe mit Frau Greipel das Adagio aus Bruckners Quintett vierhändig gespielt [vermutlich 25.5.1884] (***).", "Letzte Änderung": "14.10.2024 14:55"}, {"ID": 188406055, "Datum": "5.6.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 23/24 berichtet auf S. 296f von der Aufführung des Quintetts [am 5.4.1884] und zieht Vergleiche mit Brahms und Beethoven [der Autor ist ziemlich sicher Theodor Helm (s. Anm.)].\r\n                »Wien.\n           (Fortsetzung.)\n     [... über Gerickes Konzert vom 20.4.1884 ...]\n     Lassen wir nun noch die bemerkenswerthesten Vorkommnisse der Saison auf dem Gebiete der Kammermusik [...] an uns vorüberziehen. Da möchten wir nun - was die Kammermusik anbelangt - vor Allem ein Streichquintett (F dur) unseres abenteuerlich-genialen Anton Bruckner nennen, welches ein Adagio (in Ges dur) enthält, welches zu dem Zartesten, Verklärtesten,Innerlichsten und Klangschönsten gehört, was überhaupt von langsamen Sätzen seit Beethoven geschrieben wurde. [...] Aber ich fordere alle Freunde der edlen Kammermusik auf, sich durch Nachlesen der demnächst in Gutmann's Verlage hier erscheinenden Partitur von der Wahrheit meiner Worte zu überzeugen.\n     Stünde das ganze Quintett auf der Höhe dieses zauberhaften Adagios, so hätte man es - meines Erachtens - mit dem überhaupt bedeutendsten Streichquintett der Gegenwart zu thun, selbst das so überaus anziehende und meisterhafte Brahms'sche müsste dagegen zurücktreten. Leider aber fällt namentlich das Finale nach dem Adagio bedeutend ab [... Lob für die Themen der ersten Sätze und das Trio, Bemerkungen über die kühne Harmonik, über die Interpreten ...] Möchte doch das Bruckner'sche Quintett, wenn es erst im Druck erschienen, auch über die Grenzmarken Oesterreichs in das ernste, nicht vorschnell urtheilende musikalische Deutschland eindringen! Von Seiten der HH. E. Bernsdorf und O. Gumprecht hat eine derartige Novität zwar kaum etwas Anderes, als das entschiedenste Anathema zu erwarten, es gibt aber in den grossen deutschen Musikstädten der vorurtheilslosen und gebildeten Fortschrittsfreunde genug, welche trotz der obligaten reactionären Verketzerung Bruckner's Quintett wenigstens in seinen drei ersten Sätzen als eine werthvolle und sehr erfreuliche Bereicherung des modernen Kammermusikrepertoires betrachten dürften. An deren Adresse waren vorstehende Zeilen gerichtet.\n      (Fortsetzung folgt.)«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406075, "Datum": "7.6.1884, Samstag", "Haupttext": "Notiz Bruckners »†« [Totengebet? für den Vater Anton Bruckner senior?] bei den Gebetsaufzeichnungen (*).\nDr. H. M. Schuster veröffentlicht in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 23 auf S. 466ff einen »Wunschzettel für die Concertsaison 1884/85«, in dem von Bruckner die 3. und 4. Symphonie und die »ganz neue in E-dur« hervorgehoben werden:\r\n    »[S. 466: ...] Weiters müssen Werke zeitgenössischer Meister, wie das nur einmal aufgeführte und seither gänzlich vergessene Triumphlied von Brahms, die Symphonie in Es-dur, D-moll und die ganz neue in E-dur von Bruckner mehr berücksichtigt werden\r\n     [... S. 467, als »besonders Bemerkenswerthes« markiert:] Bruckner A. *Symphonien in Es-dur, D-moll, E-dur (neu!) [...]« (**).", "Letzte Änderung": "14.06.2024 12:20"}, {"ID": 188406105, "Datum": "10.6.1884, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Weilnböck in Linz:\r\n     Sendet ein Buch zurück (*).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 159 meldet auf S. 3, daß in Leipzig eine Aufführung [der 7. Symphonie] geplant sei:\r\n     \" * Von unserem ausgezeichneten Professor Brückner kommt demnächst dessen siebente Symphonie in Leipzig zur ersten Aufführung, und zwar zum Besten des daselbst projektirten Richard=Wagner=Denkmales.\" (**).\n(Aufführung von Beethovens »Fidelio« in Wien (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406115, "Datum": "11.6.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch in Leipzig:\r\n     Gratuliert zur Verlobung. Ob die Aufführung der 7. Symphonie am 21.6.1884 stattfinde? Er müsse rechtzeitig sein Urlaubsgesuch einreichen. Erwähnt die erfreulichen Zeitungsartikel der jüngsten Zeit [8.4.1884, 22.5.1884 und (wann? Vgl. Oktober 1884) Bayreuther Blätter] (*).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 160 meldet auf S. 5, daß die 7. Symphonie [Termin am 21.6.1884 ist nicht erwähnt] in Leipzig aufgeführt werde:\r\n    »In der gestrigen Notiz über die Symphonie=Aufführung in Leipzig war der Name des Komponisten verdruckt, er lautet Bruckner, nicht Brückner; es ist unser ausgezeichneter Hoforganist Anton Bruckner, Professor am Konservatorium. Man führt in Leipzig seine siebente Symphonie auf. Wann in Wien?« (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:44"}, {"ID": 188406135, "Datum": "13.6.1884, Freitag", "Haupttext": "Im Illustrierten Wiener Extrablatt, Abendblatt, wird auf S. 3 Bruckners Orgelspiel am 15.6. angekündigt (*).\n\n\nAufführung des \"Siegfried\" an der Hofoper. Vermutlich war es diese Aufführung und nicht die am 19.9.1884, die Bruckner mit Franz Marschner besucht hat (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406145, "Datum": "14.6.1884, Samstag", "Haupttext": "Auf die morgige Kirchenmusik weisen hin\n \ndie Deutsche Zeitung Nr. 4471 auf S. 7 (*),\n \ndas Fremdenblatt Nr. 163 auf S. 6 (**)\n \nund die Neue Freie Presse Nr. 7111 auf S. 4:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird am Sonntag um 8 Uhr Früh eine Messe von Kempter, Graduale (Lauda Sion) von Haydn und Offertorium (Alt=Solo) von Händel aufgeführt. Orgel: Hof=Organist Bruckner. Soli: Charlotte Pasching.\" (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 16:00"}, {"ID": 188406155, "Datum": "15.6.1884, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der \"Presse\" Nr. 164 auf S. 7 (= Beilage S. 1) [inhaltlich wie am 14.6.1884] (*).\nBruckner wirkt um 8 Uhr als Organist bei der Kirchenmusik in der Dreifaltigkeitskirche Alservorstadt mit. Zur Aufführung gelangen Werke von Kempter (Messe), Haydn (Graduale »Lauda Sion«) und Händel (Offertorium mit Altsolo: Frl. Charlotte Pasching). Um 9 Uhr Fronleichnamsprozession (**).", "Letzte Änderung": "18.04.2023 17:05"}, {"ID": 188406165, "Datum": "16.6.1884, Montag", "Haupttext": "Brief Nikischs an Bruckner:\r\n     Die Leipziger Aufführung der 7. Symphonie mußte vom 27.6.1884 auf den September verschoben werden. Er habe am Klavier schon viel Propaganda für das Werk gemacht.", "Letzte Änderung": "24.06.2025 09:34"}, {"ID": 188406175, "Datum": "ca. 17.6.1884, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Mittwoch 6 bis 8 Uhr H Horn.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406185, "Datum": "18.6.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk: \n   Nikisch habe ihm mitgeteilt, daß die Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig auf September verschoben sei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406195, "Datum": "19.6.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Das [Leipziger] Musikalische Wochenblatt Nr. 26 meldet auf S. 325, daß nach Beendigung des Mozart-Zyklus Direktor Staegemann ein Konzert zugunsten des Wagner-Denkmalfonds veranstalten wird, \"als dessen höchst interessantes Hauptwerk man eine Symphonie des Wiener Tonmeisters Bruckner bezeichnet.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406205, "Datum": "20.6.1884, Freitag", "Haupttext": "Die Leipziger Nachrichten wiederholen die gestrige Ankündigung der 7. Symphonie (*).\n(Preisconcurs im Fach Gesang am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "27.07.2024 16:32"}, {"ID": 188406215, "Datum": "21.6.1884, Samstag", "Haupttext": "Von Bruckner angenommener [ursprünglicher?] Aufführungstermin der 7. Symphonie in Leipzig (*).\nPreisconcurs für Harfe, Orgel, Streich- und Blasinstrumente am Wiener Konservatorium. Zur Jury gehören neben Hellmesberger (als Obmann) Dr.Gerhard von Breuning, J. Faistenberger, J. P. Gotthard, J. Labor, A. Miller v. Aichholz und C. Udel. Carl Führich wird für die \"große Fuge G-moll\" von J. S. Bach einstimmig der 1. Preis im Fach Orgel zuerkannt.", "Letzte Änderung": "14.10.2024 11:40"}, {"ID": 188406217, "Datum": "Sommer 1884", "Haupttext": "[Zwischen 22. Juni und 21. Juli] Marschner und Bruckner besuchen im Wiener Prater eine Vorstellung der Hagenbeck'schen Truppe [siehe die Anmerkung] (*).\n \nBei einer Aufführung von Richard Wagners \"Siegfried\" treffen sie den Intendanten Baron Hofmann [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "15.09.2025 15:40"}, {"ID": 188406255, "Datum": "25.6.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Hans Rott gestorben (*). Notiz Bruckners »†« [Totengebet? vermutlich für Hans Rott] bei den Gebetsaufzeichnungen (**).\n(Am 25. und 26.6.1884 Preisconcurs im Fach Klavier am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406265, "Datum": "26.6.1884, Donnerstag", "Haupttext": "[ca. 26.6.1874] Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Hofphotograf Albert« (*).\n\n\nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 27 erscheint auf S. 342 eine Notiz zur Aufführung der 7. Symphonie, signiert \"E. S. in Dr.\" [Ernst Schuch in Dresden?]: \n\n     \"Briefkasten.\n[...] E. S. in Dr. Das Concert mit der Bruckner'schen Symphonie ist vertagt worden und findet vielleicht gar erst im Herbste statt. Wir werden Sie rechtzeitig von seiner Fixirung benachrichtigen.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188406275, "Datum": "27.6.1884, Freitag", "Haupttext": "Bruckner nimmt mit Hruby und Eckstein (*), Marschner und Hynais (**) an Rotts Beerdigung teil. Bruckner mißt Brahms eine Mitschuld am Schicksal Rotts zu.\nSchreiben von Carl Bernhard Oehn an Bruckner (\"Correspondenz-Karte.\"):\r\n\"[Adresse Heßgasse ...] Wien 27 Juni 1884. | Liebster hochgeehrter Herr Professor! | Ihrem Wunsche gemäß theile Ihnen mit das [sic] der Gastwirth in Bayreuth bei dem Sie wohnen, Joh. Gurth heißt. | Mit herzlichstem Gruße | Ihr immer treu ergebener | Carl Bernh, Oehn.\" (***).\nVon Nikisch vorgesehener Termin für die Leipziger Aufführung der 7. Symphonie (°).\r\nSeit Mai war jedoch für diesen Tag Flotows Oper \"Martha\" geplant (°°).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 15:07"}, {"ID": 188406285, "Datum": "28.6.1884, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wird in einem Artikel des \"Buffalo Commercial\" auf S. 4 erwähnt [der linke Textrand ist beschädigt, daher entstehen Lücken im Textfluss]:\n\"         MUSIC AND THE DRAMA.\r\n     [REIN]HOLD, GODARD AND OTHERS.\r\n     [...]erest those who listened to the [...] during the past winter by Mr. [...] Gustav Dannreuther to hear some-[thing?] further concerning the works ans lives [of Hu]go Reinhold and Benj. Godard, whose [compo]sitions deleighted so many.\r\n     [Hug]o Reinhold is one of the most promis-[ing yo]ung Austrian musicians, and was born [at Vie]nna March 3, 1853. [... Sängerknabe, am Konservatorium als Stipendiat der Coburg-Gotha-Stiftung ...] he entered the [con]servatorium under the endowment of the [...] of Coburg-Gotha, where he studied to [his?] advantage under Bruckner, Dessof and [... 1874 Silbermedaille ...]. His published works include [... einige Werke, Aufführungsdaten (z.B. 9.12.1877) ...].\r\n     [... über Godard ...].\"\r\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "23.09.2025 07:57"}, {"ID": 188406305, "Datum": "30.6.1884, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 18.10.1884): »Fr Kathi für Juli, Aug u Sept. 1884 gezalt am 30. Juni.«", "Letzte Änderung": "16.02.2024 23:04"}, {"ID": 188407005, "Datum": "Juli 1884", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Ludwig Kölblinger [/] Univers. philos. Facultät«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188407025, "Datum": "2.7.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Pius Richter:\r\n   Wegen Urlaubsvertretung. Da er am 20.7. mit dem Wagner-Verein nach Bayreuth und dann nach München fahren wolle, bitte er um die Ferieneinteilung. Erst dann werde er zu Hellmesberger gehen, der darüber schon mit Hudez gesprochen habe. Ob er am Samstag [5.7.1884 gemeint?] den Segen spielen dürfe?", "Letzte Änderung": "08.04.2023 16:46"}, {"ID": 188407045, "Datum": "ca. 4.7.1884, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Perchtholdsdorf bei Lising. N 502. Neugasse. Hofkapll. Pius Richter«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188407105, "Datum": "ca. 10.7.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n   »Hofphotograf Albert München Brienerstraße.« (*).\n[10.7.1884] (1. Abschlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums (**)).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 20:47"}, {"ID": 188407115, "Datum": "11.7.1884, Freitag", "Haupttext": "Beim 2. Abschlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Carl Führich eine Orgel-Toccata von J. S. Bach.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188407125, "Datum": "12.7.1884, Samstag", "Haupttext": "Zettel (Ausschnitt aus einem größeren Blatt), von Bruckner handgeschrieben: \"Wien, dem 12. Juli 1884. | Anton Brucknermp. | Mitglied der kk Hofmusikkapelle.\" (*).\n3. Abschlußkonzert der Preisträger des Wiener Konservatoriums unter Leitung Hellmesbergers (**).", "Letzte Änderung": "28.03.2023 07:19"}, {"ID": 188407135, "Datum": "13.7.1884, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Sonnt. 13. [/] 1/2 6 Uhr Abends bei 40° R. in Sonne [/] 1/2 7 [Uhr Abends bei] 37° [R. in Sonne]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188407174, "Datum": "vor dem 17.7.1884", "Haupttext": "Auf Wolzogens Wunsch tritt Bruckner dem Allgemeinen Deutschen Musikverein bei [Beitragsquittung siehe 28.4.1885, Beginn des Vereinsjahres 7.8.1885] (*). Josef Schalk und Ferdinand Löwe spielen Bruckner das Finale der 7. Symphonie auf zwei Klavieren vor (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188407175, "Datum": "17.7.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch:\r\n   Soeben sei er auf Wolzogens Wunsch dem Allgemeinen Deutschen Musikverein beigetreten. Am 20.7.1884 gehe er nach Bayreuth, dann nach München und bis zum 15.9.1884 (*) nach Oberösterreich (Briefadresse St. Florian). Nach dem Vorspiel des Finales der 7. Symphonie durch Josef Schalk und Löwe halte er Tempo-Modifikationen für erforderlich. Möchte bei den zwei letzten Proben dabei sein. Hellmesberger sei vom »Te deum« begeistert und plane eine Aufführung am Hof (*).\nBrief Bruckners an einen ”Doctor”:\r\n   Da niemand die Adresse wußte, konnte er nicht mehr in die Gesellschaft kommen. Nun müsse er sich schriftlich an Graf Auersperg im Unterrichtsministerium wenden. Landgraf [Fürstenberg] habe ihn überall gesucht (**).\nKalendereintragung Bruckners: »17. Juli im Zim[m]er bei 25° [vorhergehender Eintrag am 13.7.1884 Angabe in Reaumur]. [/] 3/4 5 Uhr Abends: 37° umwölkt« (***).", "Letzte Änderung": "16.09.2024 22:10"}, {"ID": 188407204, "Datum": "vor dem 20.7.1884", "Haupttext": "Erste Entwürfe zum 1. Satz der 8. Symphonie. Das Gesangsthema soll Bruckner bei einem Spaziergang im Prater eingefallen sein (*). Möglicherweise war das Adagio noch davor (oder zeitgleich) entworfen worden (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188407205, "Datum": "20.7.1884, Sonntag", "Haupttext": "Projektierte Abfahrt nach Bayreuth (*).\n     Um 6 Uhr 25 Minuten früh Extrazug des Wiener Akademischen Wagner-Vereins nach Bayreuth. [zu Bruckners Reisegenossen Mottl, Kienzl und Hofrätin Liszt mit Tochter siehe \"21.7.1884\"]\nAnkunft abends 8 Uhr (*a).\n     17 Reisestipendien wurden vergeben u.a. an Robert Erben, Göllerich, Cyrill Hynais, Camillo Horn, J. V. v. Wöss und Eduard Mirus (*b).\n     Göllerich hatte geplant, seine Schwester (Marie Holter) mitzunehmen, wenn möglich auch die 3. Parsifal-Vorstellung am 25.7.1884 zu besuchen, bis zum 26.7.1884 zu bleiben und am 27.7.1884 nach Wels zurückzukehren (*c).\n\r\nBruckner unterbricht seine Gebetsaufzeichnungen (bis zum 19.9.1884) (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:42"}, {"ID": 188407215, "Datum": "21.7.1884, Montag", "Haupttext": "Meldung, signiert \"S.\", in der Montags-Revue aus Böhmen Nr. 30 auf S. 5f:\n     \" S. Wien, 20 Juli. (Priv.=Tel.) Gegen 300 Personen, zumeist Mitglieder des Wiener akadem. Wagnervereines und anderer Zweigvereine des Rich. Wagnervereins haben sich heute mittelst Separatzug nach Bayreuth begeben. Unter den Passagieren befanden sich Hofkapellmeister Mottl Carlsruhe, Kapellmeister Kinzl Graz, Hofräthin Liszt sammt Tochter, Professor Bruckner.\" (*).\n \nEtwas ausführlicher der Bericht des Neuen Wiener Tagblatts Nr. 200 auf S. 2:\n     \" * (Aus Bayreuth.) Gegen dreihundert Personen, zumeist Mitglieder des Wiener Akademischen Wagner=Vereines und Mitglieder anderer Zweigvereine des Allg. Richard Wagner=Vereines, haben gestern um 6 Uhr Früh mittelst Separatzuges die Reise nach Bayreuth angetreten. Weitere hundert Passagiere schloßen sich in Wels dem Separatzuge an. Unter den Passagieren befanden sich Hofkapellmeister Mottl (Karlsruhe), Kapellmeister Kinzl (Graz), Hofräthin Liszt sammt Tochter, Professorin [sic] Bruckner etc. - Aus Bayreuth telegraphirt unser Spezialberichterstatter: Abends acht Uhr langte hier der Wiener Extrazug ein. Als die achtzehn Waggons in die Bahnhofhalle einrollten, über 360 Theinehmer [sic] bringend, begrüßten sie donnernde Zurufe. Der Empfang war überaus herzlich. Allseits wurde der Ruf laut: \"Hoch die Wiener!\" Auf dem Perron stand das Publikum dichtgedrängt, auf dem großen Platz vor dem Bahnhofe desgleichen, ein dichtes Spalier bildend, bis in die Stadt. Franz Liszt war gleichfalls zur Begrüßung erschienen. [... morgen Extrazug aus München, viele Engländer und Amerikaner ...] Der Prinz von Hessen mit Gemalin und Graf Aponyi sind bereits angekommen. Auch die zweite Aufführung ist bereits ausverkauft. Die Proben gelangen glänzend; Frau Kosima wohnte den zwei letzten ungesehen bei und ließ einzelnen Künstlern, so den Herren Reichmann und Scaria, den Ausdruck besonderer Freude über deren künstlerische Leistungen melden. Wahnfried ist für Fremde abgesperrt. Der Besuch des Grabes Richard Wagner's dauerte den ganzen Tag an.\" (**).\n \nErste Parsifal-Aufführung der diesjährigen Bayreuther Festspiele. Im Publikum die Familie Wagner (außer Cosima Wagner), Franz Liszt und die Königin von Griechenland (***).\n \nEintrag Göllerichs in Jean Paul's Album in Rollwenzels Haus (°).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:43"}, {"ID": 188407217, "Datum": "ab 21.7.1884 (bis ca. 29.7.1884)", "Haupttext": "Aufenthalt in Bayreuth. Bruckner sammelt Wagner-Souvenirs - Efeublätter vom Grab (*) und Steine vom Festspielhaus nach dem »Parsifal«.\r\n   Göllerich überliefert, daß es zu Kontakten mit Henriette Sammet kam und daß sich in Kirchen und an Jean Pauls Grab Bruckners Zählmanie wieder zeigte (**).\r\n   Bruckner wird von Marsop an Wagners Grab beobachtet (***).\nEr trifft Wolzogen (#) und vermutlich de Sandt und Groß (##), Ostini (°) und Liszt, der u.a. am 23.7. Kienzl (°°) und am 31.7. Lachmund (°°°) begegnet.\nHumperdinck war mindestens seit dem 18.7.1884 (Generalprobe) in Bayreuth. In der 4. Vorstellung am 27.7.1884 dirigierte er den 1. Akt (ebenso die 6. Vorstellung am 31.7.1884) (###).\nDer Brünner Tagesbote Nr. 171 vom 26.7.1884 berichtet auf S. 1 (signiert \"C. W.) von der Ankunft in Bayreuth und der ersten Parsifal-Aufführung und erwähnt die Brünner Reisegenossen vom Wiener Sonderzug (Otto Kitzler ist nicht erwähnt).\r\nIm Tagesboten Nr. 173 vom 29.7.1884 schildert C. W. die Entstehung der Glockentöne, Cosimas Verhalten, die Situation an Wagners Grab - stumm, die Herren entblößten Hauptes. Ein Aufseher verteile bereitwillig Efeublätter als Andenken an die Damen. Am 22.7.1884 Empfang in Wahnfried (Levi unterhält sich mit dem Brünner Dirigenten Frank, Josef Rubinstein und Liszt spielen Mazeppa) (a).\nIn Bruckners Nachlass fanden sich \"Bayreuther Festblaetter in Wort und Bild. (Hrsg. von der Central-Leitung des Allgemeinen Richard Wagner-Vereines). München 1884\", die Beiträge verschiedener Autoren aus acht Ländern und Faksimilia aus Wagner-Partituren enthalten (b).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:44"}, {"ID": 188407225, "Datum": "22.7.1884, Dienstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 201 berichtet auf S. 5f von der gestrigen \"Parsifal\"-Aufführung in Bayreuth (*).\n \nDas Bayreuther Tagblatt meldet, dass die Kosten für den Extrazug des Wiener Akademischen Wagner-Vereins 5229 fl betragen haben (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:44"}, {"ID": 188407295, "Datum": "29.7.1884, Dienstag", "Haupttext": "Fahrt von Bayreuth Richtung München.", "Letzte Änderung": "11.07.2024 06:05"}, {"ID": 188407305, "Datum": "30.7.1884, Mittwoch", "Haupttext": "In der Fremdenliste ist unter »Hotel Vier Jahreszeiten« angegeben: »[...] Landgraf Fürstenberg, Wien, Bruckner, Profess., Wien [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188407315, "Datum": "31.7.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Pater Otto Fehringer, der nach Bayreuth zum »Parsifal« gefahren war, kehrt nach Seitenstetten zurück (*).\nDas Münchner Fremdenblatt veröffentlicht die gestrige Fremdenliste des Hotels »Vier Jahreszeiten« (**).", "Letzte Änderung": "16.02.2023 15:58"}, {"ID": 188408006, "Datum": "Anfang August 1884", "Haupttext": "In München kommt Bruckner durch die Vermittlung des Landgrafen Fürstenberg mit Erzherzogin Gisela, der Tochter Kaiser Franz Josephs, und mit Intendant Freiherr von Perfall in Kontakt. Vermutlich hatte er geplant, die 7. Symphonie König Ludwig II. zu widmen (*).\nBruckner wird auch von Max Emanuel empfangen (**). \nOb es zu dem geplanten Treffen mit Krzyzanowski (***) kam, ist nicht bekannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408025, "Datum": "2.8.1884, Samstag", "Haupttext": "Feuilleton-Artikel Dr. Heinrich Schusters »Anton Bruckner« in der Allgemeinen Kunst-Chronik VIII (1884), Nr. 31, S. 617ff; er wird später in erweiterter Fassung im dazugehörigen Jahrbuch »Die Kunst in Österreich-Ungarn« wiederholt [vgl. 22.2.1885]:\r\n         »Anton Bruckner.\r\n                I.\r\n     Dieser Name steht nicht in der \"Encyclopädie aller musikalischen Wissenschaften\", dem berühmten Mendel'schen Musiklexikon, das noch Grössen sechsten und siebenten Ranges nicht vergisst, auch nicht im (1882 erschienenen) Riemann'schen*) [Fußnote: »*) Das Reissmann'sche erwähnt ihn ganz kurz.«]; ebenso weiss unser Landsmann Wurzbach in dem bekannten biographischen Werke noch 1872 nur zu sagen: \"Linzer Domorganist und Componist. Zeitgenosse\", wovon die erstere Angabe schon damals unrichtig war. [... zur Biographie ... Hinweise zu den Werken ...] Dr. H. M. Schuster.« (*).\r\n     Dieses Heft (Nr. 31) bringt eine Abbildung Bruckners (IKO 12) auf S. 619 (**), auf die auf S. 627 hingewiesen wird:\r\n     »Die \"Allgemeine Kunst-Chronik\" bietet heute ihren Lesern das Porträt des Componisten Bruckner zu dem Aufsatze von Prof. Schuster, die Reproduction einer Farbenskizze von Hermann Schneider in München und [...]« (***).\nVom 2.8.1884 bis 30.9.1884 findet in Steyr die \"Electrische-Landes-Industrie-Forst- u. culturhistorische Ausstellung \" \"unter dem Protectorate Sr. k.k. Hoheit Erzherzog Karl Ludwig\" statt (°).", "Letzte Änderung": "12.04.2025 08:56"}, {"ID": 188408026, "Datum": "August 1884", "Haupttext": "[nach dem 2.8.1884] Wiedergabe des Artikels der Allgemeinen Kunst-Chronik (mit Zitierung des Anfangs) in den »Christlichen Kunstblättern« 25. Jg., Nr. 8, S. 32 [siehe auch »16.8.1884«]:\r\n»Notizen. [/] Anton Bruckner. In der allgemeinen Kunst=Chronik geschieht eines Oberösterreichers Erwähnung, die wir nicht unbeachtet lassen dürfen. Es ist der Orgel=Virtuos Anton Bruckner, auf den in der genannten Zeitschrift aufmerksam gemacht wird. \"Dieser Name, heißt es daselbst, steht nicht in der Encyclopädie aller musikalischen Wissenschaften, dem berühmten Mendel'schen Musiklexicon, das noch Größen sechsten und siebten Ranges nicht vergißt, auch nicht im (1882 erschienenen) Riemann'schen; ebenso weiß unser Landsmann Wurzbach in dem bekannten biographischen Werke noch 1872 nur zu sagen: \"Linzer Domorganist und Componist. Zeitgenosse\", wovon die erstere Angabe schon damals unrichtig war.\" Und dennoch verdient Bruckner ganz besonders genannt zu werden, er, der die Bewunderung eines Richard Wagner, Liszt, Herbecks und anderer musikalischer Celebritäten erregt, er, der in Nancy, Paris, London wahre Triumphe durch sein Spiel gefeiert, er, der herrlich schöne Symphonien componirt hat. [/] Wir können uns nur freuen, daß unserem bescheidenen Landsmanne diese Aufmerksamkeit geschenkt und sein Schaffen gewürdigt wird.«", "Letzte Änderung": "24.12.2024 18:11"}, {"ID": 188408045, "Datum": "4.8.1884, Montag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner (a) [= abends]\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"26\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 18.8.1883 wieder ab [laut Loidols Bericht am 17.8.1884].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408055, "Datum": "5.8.1884, Dienstag", "Haupttext": "Laura Hueber, Tochter von Bruckners Nichte Johanna Hueber, in Vöcklabruck geboren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408065, "Datum": "6.8.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch:\r\n     Er sei nun in St. Florian. In Bayreuth hätten Wolzogen und Studenten ihm geraten, die Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig erst nach dem Semesterbeginn anzusetzen. Mit der 8. Symphonie habe er begonnen (*).\nBrief Bruckners an Josef Schalk:\r\n     Baron Ostini vom Münchner Wagner-Verein wolle nächstens oder im Herbst die Partitur der 7. Symphonie für Levi. Schalk möge sich um eine fehlerfreie Abschrift bemühen. Erbittet, falls Schalk fortreise, die Partitur nach St. Florian (**).\n[6. - 7.8.1884]\r\nJohann Baptist Singenberger, der Gründer des Amerikanischen Cäcilienvereins, der am 5.8.1884 von Linz kommend in St. Florian eingetroffen war, um Ignaz Traumihler zu sehen, lernt hier Bruckner und sein Orgelspiel kennen. \"[...] daß Herr Prof. Bruckner, Musikprofessor am Wiener Conservatorium und Hof-Organist, anwesend war. So hatte ich Gelegenheit, das große Orgelwerk in seiner ganzen mächtigen Wirkung im Schiffe der Kirche zu bewundern.\" [dann ab 8.8.1884 in Prag] (***).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 10:32"}, {"ID": 188408075, "Datum": "7.8.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 33 berichtet auf S. 412 vom Genfer Konzertleben:\n     \"Berichte. \n\n[...] \n\nGenf. (Schluss.) Das 8. Concert am 1. März [... Eugen d'Albert ... im Februar \"Damnation de Faust\" ...] Einige Tage später gab der in Genf ansässige Wiener Pianist Hr. Carl Foerster ein Concert mit Orchester. [...] In derselben Soirée hörten wir die erste, \"Loreley\" benannte symphonische Dichtung eines angehenden Componisten aus Carlsruhe, des Hrn. Klose. Dieser orchestrale Versuch lässt uns viel Gutes hoffen, zumal der junge Mann noch in Wien bei Bruckner eifrig zu studiren beabsichtigt. [...]\" \n\n[keine Signatur, auch nicht am 31.7.1884]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408095, "Datum": "9.8.1884, Samstag", "Haupttext": "2. Teil von Heinrich Schusters Artikel [1. Teil am 2.8.1884] in der Allgemeinen Kunst-Chronik VIII, Nr. 32, S. 640 - 644. Auf S. 642 erwähnt er das »jüngste« Graduale »Christus factus est« [das erst am 9.11.1884 uraufgeführt wurde, WAB 11] und das »vor einigen Jahren componirte Te-Deum«, auf S. 643 das Orgelspiel am 15.11.1872 und 26.10.1873.\n     »Anton Bruckner.\n          (Schluss.)\n     Das innerste Wesen der Brucknerschen Werke besteht in einer üppigen Kraft des Könnens und Lebendigkeit ds Schaffensdranges, wie beide wahrlich nur sehr selten vorkommen. [... über den männlichen Charakter und die Eigenart der Brucknerschen Musik ... über die Harmonik, die kontrapunktische Kunst (mit Hinweis auf die 5. Symphonie), die Kirchenmusik, über die zu seltenen Auftritte als Orgelimprovisator ...] Von einem Sechzigjährigen kann man bei Bruckner nur so sprechen, wie von einer sechzigjährigen Eiche oder Tanne, die bekanntlich in diesem Alter in schönster Jugend sich befindet.\n               Dr. H. M. Schuster.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408105, "Datum": "10.8.1884, Sonntag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n   Heute [vgl. aber 2.8.1884] habe Dr. Schusters Abhandlung über Bruckner in der Kunst-Chronik begonnen. Wolzogen habe ihm kürzlich das Erscheinen seines Artikels [vgl. 11.6.1884] für das Oktoberheft der Bayreuther Blätter zugesagt.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:45"}, {"ID": 188408155, "Datum": "15.8.1884, Freitag", "Haupttext": "In St. Florian komponiert Bruckner für Josef Diernhofer aus Perg ein Präludium für Orgel/Harmonium [WAB 129] (*).\n15.-17.8.1884 Aufenthalt des Wiener Männergesangvereins in Steyr, u.a. mit einem Konzert am 15.8., Besuch der Ausstellung [siehe \"2.8.1884\"] und einem Volkskonzert am 16.8.1884 (**).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 16:01"}, {"ID": 188408165, "Datum": "16.8.1884, Samstag", "Haupttext": "Die Notiz der Christlichen Kunstblätter (»August 1884«, den Artikel vom 2.8. betreffend) erscheint auch in den »Katholischen Blättern« auf S. 4.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408175, "Datum": "17.8.1884, Sonntag (oder 18.8.1884, Montag?)", "Haupttext": "Bruckner trifft von St. Florian kommend abends in Kremsmünster ein (*).\n\r\nIm Gäste- und im Fremdenbuch des Stifts St. Florian ist der 18.8.1884 als Abreisetag angegeben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408185, "Datum": "18.8. oder 19.8.1884, Montag oder Dienstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt mit Amand Loidol an den Feierlichkeiten zu Kaiser Franz Josephs Geburtstag teil.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408195, "Datum": "19.8.1884, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner bezieht in Kremsmünster ein anderes Zimmer. Er arbeitet während seines dortigen Aufenthaltes am 1. Satz der 8. Symphonie und am Perger Präludium (*).\nBeim Einzug des Kaisers in die Stiftskirche präludiert Oddo Loidol über das Kaiserlied (**).\nUnter den Anwesenden ist auch Fürsterzbischof Ganglbauer (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408204, "Datum": "vor dem 20.8.1884", "Haupttext": "Brief Nikischs an Bruckner: \n   Die Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig wird bis nach dem Semesterbeginn verschoben (*). Bruckner zeigt Oddo und Amand Loidol diesen Brief und erzählt vom herzlichen Empfang durch die Studenten in München und Erzherzogin Gisela (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408205, "Datum": "20.8.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Diernhofer in Perg:\r\n   Hat für ihn das in St. Florian komponierte Präludium [WAB 129] in Kremsmünster abgeschrieben. Die Richard Wagner gewidmete 3. Symphonie sei bei Rättig, das Quintett bei Gutmann verlegt. Kürzlich habe Nikisch brieflich seiner Bitte entsprochen, die Leipziger Aufführung der 7. Symphonie wegen der Universität zu verschieben. Pläne bestünden auch für München, wo ihn Herzog Max Emanuel und Prinzessin Gisela »sehr lieb« empfangen hätten (*).\n[Wann genau?] Loidol notiert auf seiner Abschrift von Bruckners Skizze:\r\n   »Präludium für Harmonium v. A. Bruckner, comp. in St. Florian, dem Lederhändler Diernhofer aus Perg Ob. Öst. auf dessen Bitten im Aug. [1]884 geschickt v. Kremsmünster aus. Abgeschrieben Fr. Oddo Loidol vom Manuskript.« (**).", "Letzte Änderung": "09.03.2025 18:35"}, {"ID": 188408215, "Datum": "21.8.1884, Donnerstag", "Haupttext": "[Dem Zeitungsartikel vom 27.8.1884 zufolge könnte eine Korrektur dieses Datums auf den 23.8.1884 angezeigt sein, falls nicht zwei Konzerte Bruckners stattfanden oder die Zeitung das Datum falsch überliefert.]\r\nBruckner gibt nachmittags ein Orgelkonzert in Kremsmünster (*).\r\n    Loidol notiert das Improvisationsthema auf dem Skizzenblatt zum Perger Präludium und zusätzlich auf seiner eigenen Abschrift (**).\r\n    »NB. Dieses großartige Thema führte H. A. Bruckner auf der großen Orgel in Kremsmünster am 21. August 1884 in höchst genialer Weise durch. Fr. Oddo Loidol, Clericus Cremifanensis.« (**a). \r\n    Das Perger Präludium lag auch der Improvisation zugrunde (***).\n    Bruckner skizzierte oberhalb des Fugenthemas noch ein weiteres c-Moll-Thema [Konzertskizze WAB 241] mit fugierten Einsätzen in zwei verschiedenen Ausführungen (die zweite Version überschrieben \"Adao\" [Adagio?]. Dieses Skizzenblatt hing wohl ursprünglich mit dem Skizzenblatt zum Perger Präludium zusammen und wurde, möglicherweise von Bruckners selbst, abgetrennt und in drei Streifen zerschnitten, deren jeder von Oddo Loidol mit \"A. Bruckners Manuscript [stenographische Zeichen] 21. Aug. [1]884.\" beschriftet wurde (°).", "Letzte Änderung": "08.02.2023 08:32"}, {"ID": 188408225, "Datum": "22.8.1884, Freitag", "Haupttext": "Bruckner unternimmt mit Oddo und Amand Loidol und Direktor Georg [= Huemer?] einen Ausflug nach Wartberg, wo er auch Orgel spielt (*)\r\nDie Orgel (I/ca.7) war 1853 von Simon Anton Hölzl erbaut worden (*a).\nBruckner sendet das Perger Präludium an Diernhofer ab (**).", "Letzte Änderung": "05.09.2024 14:04"}, {"ID": 188408233, "Datum": "August 1884 in Kremsmünster", "Haupttext": "Bruckner verspricht, das »Christus factus est« [sicher WAB 11] zum Abschreiben nach Kremsmünster zu senden. Er bittet Loidol, Aigner in St. Florian mit der Abschrift des »Locus iste« zu beauftragen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408235, "Datum": "23.8.1884, Samstag", "Haupttext": "Nachmittags 4 Uhr Orgelkonzert Bruckners [das einzige im August in Kremsmünster oder zusätzlich zum 21.8.?], bei dem u.a. Abt Achleuthner anwesend ist. [analog 21.8.] Neben dem Perger Präludium erklingt auch eine Improvisation über die Kaiser-Hymne.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408245, "Datum": "24.8.1884, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner spielt beim Hochamt in Kremsmünster die Orgel. Mit Loidol kommt er auf die Orgeln in England, auf Seiberls Qualifikation als Orgelspieler und auf Schusters Artikel in der »Kunst-Chronik« [siehe 2.8.1884] zu sprechen (*).\nEr überläßt Loidol das Manuskript des Perger Präludiums (die Skizze) (**). Das Blatt enthält auch Skizzen zum 1. Satz der 8. Symphonie (**a).\r\nOddo Loidol vermerkt auf Bruckners Autograph:\r\n   »Praeludium für Harmonium v. A. Bruckner (ds. Brucknerische Manuscript hat er mir (Fr. Oddo Loidol) auf mein [Ersuchen gegeben (stenographische Kürzel?] am 24. Aug. [1]184. [)] \r\n   Diese Composition hat Bruckner im Aug. [1]884 in St. Florian componirt, in Kremsmünster rein abgeschrieben &amp; von Kremsmünster aus dem Lederhändler Diernhofer aus Perg (Ob. ÖSt.) auf dessen wiederholte Bitte um eine Composition geschickt am 22. Aug. [1]884. Dieses Praeludium hat Bruckner bei seinem Orgelconzerte in Kremsmünster am 21. Aug. [1]884. als ersten Satz gespielt &amp; dann weiter ausgespon[n]en. Fr. Oddo Loidol.« (***).", "Letzte Änderung": "02.09.2025 12:45"}, {"ID": 188408255, "Datum": "25.8.1884, Montag", "Haupttext": "Bruckner fährt frühmorgens von Kremsmünster nach Linz und [einige Tage? nach dem 28.8.1884?] später nach Vöcklabruck und Schwanenstadt.\nIn St. Florian dürfte er am 12.9.1884 eingetroffen sein (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188408275, "Datum": "27.8.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht der Linzer Zeitung Nr. 198 [signiert »-l.« (Loidol?), datiert »25.8.1884«] auf S. 920 über Bruckners vorgestriges Orgelkonzert nachmittags [23.8.1884 und nicht 21.8.1884 gemeint].\r\n   »-l. Kremsmünster, 25. August (Jahrmarkt. - Hoforganist Bruckner.) Der gestern hier abgehaltene Jahrmarkt war äußerst gut besucht. [...] Vorgestern Nachmittags 4 Uhr spielte in der hiesigen Stiftskirche der weithin berühmte Hoforganist Herr Bruckner aus Wien, wo sich der hochw. Herr Abt Achleutner, die anwesende Stiftsgeistlichkeit und ein sehr zahlreiches distinguirtes Auditorium einfand. Der Künstler spielte Variationen und Phantasien aus Werken der hervorragendsten Componisten mit einer Reinheit und Sicherheit, und mit einer Kraft, die geradezu bewundernswerth sind. Den Glanzpunkt der Production bildeten die Phantasien über die österreichische Volkshymne. Ein Jeder ward da mächtig ergriffen, als die Hymne in den verschiedensten Tonarte [sic!] von der Königin der Instrumente unter der Hand des Meisters bald wie leises Säuseln des Abendwindes durch das große Schiff der Kirche zog, bald mit aller Kraft erklang. Es war dies ein seltener Kunstgenuß.« (*).\n[recte 27.8.1883?] Brief Josef Schalks an Franz Schalk (Postkarte, Datum des Poststempels [?]):\r\n   Kündigt zwei Schreiben an Bruckner und Gutmann an, die Franz an die Adressaten weiterleiten möge. Ärgert sich über Gutmann. Franz solle möglichst bald von Bruckners Reaktion und Wünschen berichten. Dankt für die Zusendung eines Buches (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:45"}, {"ID": 188408285, "Datum": "28.8.1884, Donnerstag (Hl. Augustinus)", "Haupttext": "Bruckner ist Ehrengast bei einem Tanzkränzchen in Georg Humers Gasthof in Schwanenstadt, das von Studenten zugunsten des Deutschen Schulvereins veranstaltet wird (*).\n \n[vermutlich recte 28.8.1885 - siehe 25.8.1884] In St. Florian spielt Bruckner anläßlich des Augustinus-Festes die Orgel (*a).\n \nLoidols Bericht über das Orgelkonzert vom 21.8.1884 [recte 23.8.1884?] erscheint im Linzer Volksblatt Nr. 199 auf S. 3:\r\n      »Kremsmünster. (Orgel=Conzert.) Wie im vorigen Jahre, so wurde auch heuer das musikalische Publikum Kremsmünsters wieder mit einem Orgel=Conzerte Anton Bruckner's beglückt. Wer jemals Gelegenheit hatte, dem phänomenalen Spiele dieses Künstlers lauschen zu dürfen, wer dabei den Mann gesehen, von den ihm in fabelhafter Fülle und Manigfaltigkeit [sic!] zufließenden Inspirationen verklärt, wer ihn schauen konnte, wie er über alle Welt erhaben ganz seinen Verzückungen sich hingab, der weiß wohl, was Bruckner ist. Von den drei herrlichen Sätzen, aus denen das Conzert bestand und in welche hochbedeutsam auch das \"Kaiserlied\" hineinverwoben wurde, schien uns, wenn sich überhaupt die Kritik irgendwie an Bruckner heranwagen darf, die großatigste Leistung der 2. Satz. Bruckner begann nach einer majestätischen Einleitung mit einem prachtvollen Fugenthema in schnellen Achteln auf dem Pedale; das Thema stieg mit permanentem Rückschlage auf c chromatisch aufwärts und fand unter den Händen des Meisters die genialste Durchführung. - Wenn wir noch hinzufügen, daß derartigen Fantasien und Improvisationen der Herr Hoforganist einst den Siegeslorbeer zu Paris und London verdankte, so glauben wir nicht mehr sagen zu dürfen.« [keine Autorenangabe] (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 09:33"}, {"ID": 188408305, "Datum": "30.8.1884, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 201 erwähnt auf S. 2 Bruckners Aufenthalt in Schwanenstadt am 28.8.1884:\n          \"Schwanenstadt, 28. August.\n     Die derzeit in Schwanenstadt und Umgebung auf Ferien weilenden Studenten veranstalteten am 28. d. M. in den Gasthof=Localitäten des Herrn Georg Humer jun. hier ein Tanzkränzchen, dessen Reinerträgnis für den Deutschen Schulverein bestimmt war.\n     In dem vom Comité sehr hübsch und geschmacksoll decorierten Saale, der aus besonderer Gefälligkeit von Herrn Alwin Hennig, Beamten der Papierfabrik Steyrermühl, mit elektrischen Glülichtern effectvoll beleuchtet war, fand sich ein sehr gewähltes Publicum ein. [... anmutige Mädchen, Tanzvergnügen ...]\n     Als Ehrengast war der durch seine Virtuosität im Orgelspiel und durch seine Compositionen berühmte Herr Leopold Bruckner, k. k. Professor am Conservatorium in Wien, der zufällig an diesem Tage in Schwanenstadt weilte, zugegen.\n     Herr Professor Bruckner, den seine Berühmtheit die ihm angeborene Liebenswürdigkeit nicht im geringsten beeinträchtigt hat, freute sich mit der fröhlichen Jugend und blieb bis nach Mitternacht heiter und vergnügt in ihrer Mitte.\n     Das materielle Erträgnis war ein für die hiesigen Verhältnisse äußerst günstiges. Es wurde ein Betrag von 27 fl. als Reinerträgnis an den Deutschen Schulverein abgeführt.\n     Ein herzliches \"Prosit\" hiefür den wackeren Studenten und allen Freunden des Deutschen Schulvereines, die hiezu beigetragen haben.     P.\"", "Letzte Änderung": "20.10.2024 09:01"}, {"ID": 188409006, "Datum": "ca. Anfang September 1884", "Haupttext": "Bruckner wohnt in Vöcklabruck bei dem Eisenhändler Hartmann. In diesen Tagen schwärmt er für dessen Stieftochter Marie von Rottenberger [siehe die Anmerkung] und für Luise Scherer, die Tochter von Dr. Alois Scherer (*).\r\nVermutlich ist die Anekdote über Bruckners Tauch- und Schwimmkünste in diese Tage zu datieren (**), von denen auch die Kinder Carl und Felix von Kraus berichten, mit deren Familie Bruckner im Gasthaus Forsthuber zusammentraf (***).\r\nVermutlich besuchte er auch von hier aus Mayfelds in Schwanenstadt (°).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:06"}, {"ID": 188409035, "Datum": "3.9.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Die Liedertafel und die Bürgerkapelle Vöcklabruck bringen Bruckner vor Forsthubers Gasthaus ein Ständchen (*).\nChormeister war zu dieser Zeit Anton Hartmann, Vorstand Franz Aichinger (*a).\n    Die Liedertafel singt »Ständchen« von Härtel, »Eine Maiennacht« von Abt (Tenorsolo: Anton Hartmann (#)) und »Die See« von Schnaubelt (**), die Bürgercorps-Kapelle spielt unter der Leitung von Franz Schwalm (#).\r\n    Unter den Gratulanten befindet sich auch Anna Jobst, eine Schülerin Bruckners aus der Windhaager Zeit (***).\nDen Nachmittag hatte Bruckner bei dem Fabrikbesitzer Braun verbracht (°).\nDer Vöcklabrucker Geselligkeitsverein »Paixhanslia« ernennt Bruckner zum Ehrenmitglied (°°).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 07:54"}, {"ID": 188409045, "Datum": "4.9.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner begeht seinen 60. Geburtstag. Er datiert die Bleistiftskizze zum 1. Satz der 8. Symphonie (*) bei Takt 357 (\"hmoll 4. Sept 884\") und am Ende \"884. | 4. | Sept.\" (*a).\n \nAuf Anregung von Alois Scherer veranstaltet die Vöcklabrucker Liedertafel eine Abschlußfeier (**).\nAn der Ovation beteiligt sich auch die Bürgergarde-Kapelle unter Fackelbeleuchtung. Es erklingen \"Ständchen\" von Härtel, \"Eine Maiennacht\" von Franz Abt und \"Die See\" von Schnaubelt (***).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 07:55"}, {"ID": 188409055, "Datum": "5.9.1884, Freitag", "Haupttext": "Weitere, letzte Datierung \"corrig\" im Bleistiftentwurf zum 1. Satz der 8. Symphonie auf fol. 2v (*).\nBrief Bruckners an Ludwig Moser:\r\n     Über die Möglichkeit, als fast Erblindeter [am Konservatorium] aufgenommen zu werden (wie 1858 Labor). Wegen eines Stipendiums müsse man sich mit Protektion an die Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde wenden. Am 3.9.1884 hätten in Vöcklabruck die Liedertafel und die Bürgerkapelle ihm vor Forsthubers Gasthaus ein Geburtstagsständchen gebracht (**).\nDie Presse Nr. 246 berichtet auf S. 3 des Abendblatts von der gestrigen Geburtstagsfeier:\r\n     \"[Ovation.] Gestern wurde in Vöcklabruck aus Anlaß seiner 60. Geburtsfestes dem hier in der Sommerfrische weilenden Künstler Herrn Bruckner, Professor des Wiener Conservatoriums und Hoforganisten, eine große Ovation von der Liedertafel, deren Ehrenmitglied der Gefeierte ist, und von der Bürgergarde=Capelle unter Fackelbeleuchtung dargebracht. Zum Vortrage gelangten die Lieder: \"Ständchen\" von Härtel. - \"Eine Maiennacht\" von Abt. - \"Die See\" von Schnaubelt. - Tief gerührt dankte der greise Jubilar für diese ihm bewiesenen Auszeichnung. (***).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 07:56"}, {"ID": 188409056, "Datum": "nach dem 5.9.1884", "Haupttext": "Bruckner fährt von Vöcklabruck zurück nach St. Florian [spätestens am 10.9.1884] (*).\nSeine Weiterarbeit am 1. Satz der 8. Symphonie ist in einem Konvolut von Partiturskizzen dokumentiert (**).\nMöglicherweise haben in St. Florian die Sängerknaben für Bruckner Briefe Wagners kopiert, die er [vgl. 13.9.1884] nach Bayreuth [Wolzogen, Groß] schickte (***).", "Letzte Änderung": "02.10.2023 09:28"}, {"ID": 188409065, "Datum": "6.9.1884, Samstag", "Haupttext": "Bericht der Linzer Tages-Post Nr. 207, S. 3, über die Geburtstagsfeier in Vöcklabruck mit Angabe der Liednummern.\n     »§ Ovation. Am 4. d. M. wurde in Vöcklabruck aus Anlaß des 60. Geburtsfestes dem dort in der Sommerfrische weilenden Künstler Herrn Bruckner, Professor des Wiener Conservatoriums und Hoforganisten, eine großartige Ovation von unserer ausgezeichneten Liedertafel, deren Ehrenmitglied der Gefeierte ist, und unserer trefflichen Bürgergarde=Kapelle unter Fackelbeleuchtung dargebracht. Zum Vortrage gelangten die Lieder: »Ständchen« von Härtel, »Eine Maiennacht« von Abt und »Die See« von Schnaubelt. Tief ergriffen dankte der Jubilar für die Beweise der ihm gezollten Hochachtung.« (*).\n \nIm Brünner Tagesboten Nr. 206 ist auf S. 9 zu lesen:\n\"Der Professor des Wiener Conservatoriums, Hoforganist Bruckner, feierte am 3. d. in Vöcklabruck, wo er seinen Sommeraufenthalt genommen hat, seinen 60. Geburtstag, aus welchem Anlasse ihm die dortige Liedertafel, deren Ehrenmitglied er ist, eine Serenade darbrachte.\" [erste Erwähnung Bruckners in dieser Zeitung] (**).", "Letzte Änderung": "11.12.2024 07:56"}, {"ID": 188409075, "Datum": "7.9.1884, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 4556 berichtet auf S. 7 von Bruckners Geburtstag: \n\n   »Der Hoforganist und Professor am Conservatorium in Wien, Anton Bruckner, verweilt schon seit mehreren Tagen auf Besuch bei Verwandten in Vöcklabruck. Dort wurde demselben am 3. d., Abends, bei Fackelbeleuchtung ein Ständchen von der Liedertafel, deren Ehrenmitglied er ist, und von der Bürgercorpscapelle anläßlich seiner sechzigsten Geburtstagsfeier gebracht. Bruckner arbeitet eben an der Vollendung seiner achten Symphonie.« (*). Bruckner hält sich in Schwanenstadt auf, wo er beim Hochamt Orgel spielt [und vermutlich Mayfelds besucht] (**).\nDie Orgel (I/11) war 1786 von Josef Steiner aus Wels gebaut worden (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409095, "Datum": "9.9.1884, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner, Karl Loidol und Bruder Ignaz [Ignaz Bruckner?] verbringen einige Abendstunden im Linzer Gasthaus »Kanone«. Bruckner fährt \"dann\" [so Loidol, also am 9. oder 10.9.1884? recte wohl 12.9.1884] nach St. Florian (*).\n(Vom Linzer Aufenthalt 1884 [wann genau?] wird auch überliefert, daß Bruckner sich mit Zappe (jun.) in das Haus eines angebeteten Mädchens einladen ließ (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409105, "Datum": "10.9.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Die [Linzer] Tages-Post Nr. 209 berichtet auf S. 3 von Bruckners Orgelspiel am 7.9.1884:\r\n    » § Kirchenmusik. Aus Schwanenstadt wird uns unterm 7. d. M. geschrieben: Heute vormittags während des Hochamtes spielte in der hiesigen Stadtpfarrkirche der eben hier anwesend gewesene Professor des Wiener Conservatoriums, Compositeur und Hoforganist Herr Bruckner mit wahrhaft seltener Virtuosität die Orgel.« (*).\nAuch der Welser Anzeiger (Nr. 37, S. 2) berichtet von seinem Spiel in Schwanenstadt [nicht Wels]:\r\n   »Korrespondenzen.\r\nSchwanenstadt, 8. September. (Orig.=Korr.) [...]\r\n   Am Sonntag den 7. d. M. spielte in der hiesigen Stadt=Pfarrkirche während des Hochamtes der eben im vorübergehenden Aufenthalte hier anwesend gewesene Professor des Wiener Konservatoriums, Kompositeur und Hoforganist Herr Bruckner die Orgel mit wahrhaft seltener Virtuosität. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409115, "Datum": "(11.9.1884, Donnerstag)", "Haupttext": "Oddo Loidol legt in Kremsmünster die Ordensgelübde ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409125, "Datum": "12.9.1884, Freitag", "Haupttext": "[vermutlich am 12. September] Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist zwar kein Ankunftsdatum verzeichnet, aber \"Bruckner, 4 Tage\" notiert, die Anzahl der Mahlzeiten mit \"8\" angegeben und als Abreisetag 15.9.1884.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409135, "Datum": "13.9.1884, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Wolzogen in Bayreuth:\r\n   Sendet (auch an Groß) Wagner-Reliquien. Dem Wunsch, die 7. Symphonie in Leipzig zu verschieben, habe Nikisch entsprochen. Max van de Sandt und Herren aus Weimar seien von der 3. Symphonie begeistert. Ostini wolle sich [für eine Aufführung der 7. Symphonie] in München einsetzen (*).\nBrief Bruckners an Perfall [oder: Ostini?] in München:\r\n   Sendet (auch nach Bayreuth) Wagner-Reliquien. Soeben in St. Florian eingetroffen, am 15.9.1884 weiter nach Wien. Über das Leipziger Konzert.\r\n   \"[...] Gestatten mir Hochderselbe, hiemit die in meinen Händen sich befindlichen Reliquien (resp. Abschriften derselben) so wie einzelne Erlebnisse in meinem Verhältnisse zu unserem unsterblichen heißgeliebten Meister übersenden zu dürfen; welche gewiß zur Erreichung meiner Zwecke einst zugleich von hohem Nutzen sein dürften. Auch nach Bayreuth muß ich ein Exemplar senden.\r\n   Eben bin ich in St. Florian eingetroffen, um am 15. d. in Wien einzurücken, und dort zu harren, was Ihre Huld für mich ausficht. Wollen Hochderselbe nur die Geduld nicht verlieren! Das Conzert in Leipzig ist auf Wunsch der deutschen Studenten aufgeschoben worden, bis die Universitäts-Vorlesungen werden begonnen haben, wie mir ein [...] enthusiastischer Brief des Kapellmeisters Nikisch mitteilt [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.10.2023 09:28"}, {"ID": 188409155, "Datum": "15.9.1884, Montag", "Haupttext": "Rückkehr von St. Florian nach Wien geplant (*). Bruckner nimmt Abschied vom schwer erkrankten Traumihler (**).\nBruckner soll [von St. Florian aus oder nach dem 15.9.?] auch noch Steyr und Linz besucht haben (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409157, "Datum": "15. - 17.9.1884", "Haupttext": "Dreikaiserzusammenkunft in Skierniewice [Bruckner schreibt am 27.1.1891 allerdings Olmütz]. [?? vgl. Anm.] Bruckner soll davon Anregungen zum Finale der 8. Symphonie empfangen haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409165, "Datum": "16.9.1884, Dienstag", "Haupttext": "Oddo Loidol schreibt seine Notizen über Bruckners Aufenthalt in Kremsmünster nieder.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409175, "Datum": "17.9.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Aufnahmeprüfungen am Wiener Konservatorium.\n\"Die Aufnahmsprüfungen für das Schuljahr 1884-85 (16. September bis 15. Juli) finden statt: [...] \n\n     Am 17. September Nachm. für die Ausbildungsschulen für Clavier, Streich= und Blasinstrumente, Harfe, Orgel, Contrapunkt, Composition und Nebenfächer. [...]\" (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409185, "Datum": "18.9.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Pius Richter: \n   Wegen der Urlaubsvertretung. Heute sei er wieder ”eingerückt”. Bedankt sich für die Dienstvertretung. Am Samstag [20.9.1884] werde er den Segen zu spielen haben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188409205, "Datum": "20.9.1884, Samstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen (lückenlos bis zum 2.12.1884) wieder auf (*).\nUnterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 10:36"}, {"ID": 188409207, "Datum": "Letztes Septemberdrittel 1884", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Konservatorium. [??] Hruby wird Bruckners Schüler [vgl. 27.9.1884] (*).\nWidmung einer Photographie [Kopie von Angerer &amp; Goeschl] (September 1884) [IKO 10] (**) an Valerie von Pistor [??] (***).", "Letzte Änderung": "30.11.2024 05:37"}, {"ID": 188409225, "Datum": "22.9.1884, Montag", "Haupttext": "Datierung \"angefangen den 22/9 84 | Studien über Harmonielehre | gemacht bei Anton Bruckner | F. Eckstein\" in Heft 1 und [gleichlautend?] Heft 2 seiner fünf Studienhefte.", "Letzte Änderung": "11.06.2025 22:01"}, {"ID": 188409235, "Datum": "23.9.1884, Dienstag", "Haupttext": "Datierung in der Harmonielehre-Mitschrift von Johann Müller (1. Lektion): \"Übungen der | Harmonielehre | des | Wiener Conservatoriums | vom | Professor Bruckner | Johann Müller | als Schüler Wien 1885 | 23/9 884 I. Lection\" (*).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Bruckner lasse grüßen [Franz Schalk war seit kurzem Kapellmeister in Olmütz]. Der 1. Satz der 8. Symphonie sei fertig skizziert. Bruckner habe ihm und Hirsch daraus vorgespielt (**).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 18:05"}, {"ID": 188409265, "Datum": "26.9.1884, Freitag", "Haupttext": "In der Linzer Tages-Post Nr. 223 (*a) erscheint auf S. 1 - 3 A. Vergeiners Artikel:\r\n           »Anton Bruckner.\r\n        Mitgetheilt von Anton Vergeiner.\r\n                     Vivorum meminerimus.\r\n                         Lat. Sprichwort.\r\n    In unserem engeren Vaterlande sind geniale Künstler ziemlich dünn gesäet. [... über den Erstkontakt bei der zu selten besuchten Universitätsvorlesung, Angaben zur Biographie, Worte über den Organisten, die Kontrapunktbegabung, Vergleich der Symphoniker Brahms und Bruckner, Zitat aus Helms Besprechung der Quintetts [vom 8.4.1884], Betonung der Brucknerschen Eigenständigkeit, (antisemitisch gefärbte) Bemerkungen zum »Oberbonzen« Hanslick und seinen Kollegen, Kritik an den Wiener Philharmonikern, Lob für die Leipziger Aufführungspläne ... die Philharmoniker mögen sich beizeiten erinnern,] daß Anton Bruckner lebt, auf daß nicht auch an ihm, wie an so manchem deutschen Tonkünstler zur Wahrheit werde der Satz, daß kein Prophet im Vaterlande gilt. Ihnen rufen wir das zu, was wir oben an die Spitze dieser Zeilen gestellt haben: Vivorum meminerimus!« (*b).\nDatierung \"26/9. II Lection\" in Johann Müllers Harmonielehre-Mitschrift auf S. 3 (**).", "Letzte Änderung": "28.07.2025 10:20"}, {"ID": 188409275, "Datum": "27.9.1884, Samstag", "Haupttext": "Datierung \"27/9 3. Lection\" in Johann Müllers Harmonielehre-Mitschrift auf S. 6 (*).\r\n   Für Hruby war es die erste Unterrichtsstunde bei Bruckner [vgl. aber »Schuljahr 1883/84« Ende September 1883] (**).", "Letzte Änderung": "23.03.2025 22:31"}, {"ID": 188409305, "Datum": "30.9.1884, Dienstag", "Haupttext": "Datierung \"30/9. 4. Lection\" in Johann Müllers Harmonielehre-Mitschrift auf S. 7.", "Letzte Änderung": "23.03.2025 22:33"}, {"ID": 188410005, "Datum": "Oktober 1884", "Haupttext": "In den Bayreuther Blättern 7 (1884) Heft 10, S. 329-334 erscheint Josef Schalks Artikel über Bruckner (mit Notenbeispielen zur 7. Symphonie) (*).\n \n[nach dem 19.10.1884]\nBruckner ist in dem Adressenverzeichnis der Signale für die Musikalische Welt Nr. 55 auf S. 873 erwähnt:\n           \"Unvollständiges\n     Musiker=Adreßbuch\nder \"Signale für die musikalische Welt\".\n[... Bösendorfer, Bote &amp; Bock, , Brahms, Brodsky, Bronsart, Max Bruch etc. ...]\nBruckner, Hofpianist. Wien.\nBrucks Opernsänger, Stadttheater Hamburg.\nBrüll, Ignaz, Componist. Wien IX, Lichtensteinstraße 4.\n[... Bülow - Colonne ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "19.09.2024 08:55"}, {"ID": 188410014, "Datum": "Schuljahr 1884/85", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 20.9.1884, vgl. auch 23.9.1884].\r\nIm Kapitel »B. Unterrichts-Leitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper. [/] I. Ordentliche Lehrer: [/] [...] [Herr] Ant. Bruckner, k. k. Hoforganist, Professor. (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel.)« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium gehören (**a) Victor Abeles (»15 J. - Hml., Clv. II.«), Hermann Abheiter (»17 Jahre - Clv. A. I., Cpt. I.«), [Ludwig Großauer (»aus Losenstein, 13 J. - Cpt., Clv. II., Chg.«) hörte Kontrapunkt bei Krenn], (**a) Max Herold (»14 J. - Hml.), Carl Hruby (»15 J. - Vl. A. I., Clv. III., Cpt. I«), (**a) Cyrill Hynais (»22 J. - Clv. A. III.«), (**a) Alexander Krauß (»aus St. Martin, 13 J. - Vl.V. III., Hml.«), (**a) Dr. Franz Marschner (»aus Prag, 30 J. - Cpt. II.«), (**a) Josef Meyer (»17 J. - Org. V. I.«), (**a) Johann Müller (»aus Maustrenk, 28 J. - Hml., Clv. I., Chg.«), (**a) Carl Paur (»aus Moor, 23 J. - Org. V., Hml., Clv. I., Chg.«), (**a) Anton Steibl (»17 J. - Vl. A. II., Hml.«), (**a) Adolf Steininger (»aus Altmannsdorf, 16 J. - Org. V., Hm., Clv. II., F. Spr.«), [?] Hugo Troizsche (»17 J. - Hrf. A. I., Cpt., Chg.«), (**a) Carl Weber (21 J. - Org. A. I., Cpt. I., Clv. II.«, Rudolf Wilfert (»18 J. - Org. A. I., G. d. M.«), [?] Heinrich Wottowa (»17 J. - Clv. A. III., G. d. M.«), Thimothée Xanthopoulos (»aus Smyrna, 19 J. - Org. A. I., [separater Eintrag:] Clv. A. II.«) und Peter Zachariades (»aus Constantinopel, 24 J. - Cpt. I., Chg.«) (**).\r\nAuch Richard Fronz [siehe die Anmerkung] soll 1884 bei Bruckner Harmonielehre und Kontrapunkt studiert haben (**b).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres [vielleicht auch in Brucknerschen Kursen] spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Gottfried Brzibohaty (»15 J. - Fag. V. III., A. M., Clv. I.«), Josef Chimani (»11 J. - Vl. V. C. II.«), Robert Erben (» aus Troppau, 22 J. - Comp. A. III.«), Rudolf Fitzner (»aus Ernstbrunn, 16 J. - Vl. A. I., Hml., Clv. II.«), Ludwig Grandé (»aus Teltsch, 19 J. - Clv. A. II., Chg.«), Carl Lasner (»19 J. - Vc. V. III., Clv. I.«), Johann Ostariasch (»19 J. - Fag. V. III., A. M.«), Marie Pohoryles (»aus Tarnopol, 16 J. - Clv. A. III., G. d. M.«), Theodor Tschöpe (»aus St. Veit, 19 J. - Cb. V. II. (Rept.), Clv. II., G. d. M.«), Georg Valker (»18 J. - Comp. A. I.«) (***).\nVon den 6 Orgelschülern gehörten drei zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern zwei halb und einer ganz vom Schulgeld befreit waren. 6 Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Kontrapunkt als Hauptfach, 12 Harmonielehre. Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 147 und Kontrapunkt von 21 Schülern besucht (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [...] C. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 26. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunct, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 26. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 10:57"}, {"ID": 188410015, "Datum": "1.10.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Partiturskizze (überwiegend der Streicher) zum 1. Satz der 8. Symphonie beendet (*).\r\nDatierung in drei Partiturskizzen (*a), \"1. Okt 1884. Scitze\"(*b), \"1. Okt. 884.\" (*c), \"1. Okt 884.\" (*d).\nEinem Inserat des Verlages Albert J. Gutmann in den Wiener Signalen Nr. 28 auf S. 224 ist zu entnehmen, daß Partitur und Stimmen des Quintetts erscheinen: \r\n   »[...] Bruckner Anton, Quintett (F-dur) für Streich-Instrumente. Partitur .... [fl.] 6.- [/] Stimmen .... [fl.] 6 - [...]« (**).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 15:17"}, {"ID": 188410025, "Datum": "2.10.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 4.10.1884): »D. H. Meister Jos Bitza 2. Okt 4 fl einzubringen.«", "Letzte Änderung": "17.09.2024 18:40"}, {"ID": 188410035, "Datum": "3.10.1884, Freitag", "Haupttext": "Datierung \"3/10 884 5 Lection\" in Johann Müllers Harmonielehre-Mitschrift auf S. 10.", "Letzte Änderung": "23.03.2025 22:36"}, {"ID": 188410045, "Datum": "4.10.1884, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel weisen hin\n \ndas Fremdenblatt Nr. 274 auf S. 13 (*),\n \ndie Neue Freie Presse Nr. 7222 auf S. 4:\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird am Sonntag das Ordensfest der P. P. Minoriten feierlichst begangen, wobei zum Hochamte Capellmeister Eder Haydn's Mariazeller=Messe, Graduale (Violin=Solo mit Chor) von Gänsbacher und Offertorium (Contra=Alt=Solo) von Frau Ernestine de Bauduin aufführt. Hof=Organist Bruckner wird am Schlusse eine Fuge über: \"Gott erhalte!\" spielen. Die Soli singen die Damen Gaßebner, Fabbrini, Pasching und die Herren Jandl und Marschik. Das Violin=Solo spielt Herr Stecher, Mitglied des Hof=Orchesters.\" (**)\n \nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1653 auf S. 5:\n     [inhaltlich wie (**) ... Festpredigt um 9 Uhr, Zelebrant Prälat v. Fries ...] (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 16:02"}, {"ID": 188410055, "Datum": "5.10.1884, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 275 auf S. 7 [inhaltlich wie 4.10.1884 ... Ida Gassebner ...] (*). \nFestpredigt um 9 Uhr, um 10 Uhr von Prälat v. Fries Hochamt in der Pfarrkirche Alservorstadt. Bruckner spielt Orgel und improvisiert über die Volkshymne. Aufgeführt werden unter Eders Leitung Werke von Haydn (Mariazeller Messe), Gänsbacher (Graduale mit Violinsolo: Anton Stecher) und Ernestine de Bauduin (Offertorium mit Altsolo). Gesangssolisten: die Damen Ida Gaßebner, Fabbrini und Pasching und die Herren Jandl und Direktor Marschik (**).", "Letzte Änderung": "09.10.2024 07:25"}, {"ID": 188410075, "Datum": "7.10.1884, Dienstag", "Haupttext": "Hellmesberger fragt Bruckner nach den Stimmen des Quintetts.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410085, "Datum": "8.10.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk: \n  Hellmesberger habe gestern die Quintett-Stimmen verlangt. Wo diese seien? Vielleicht bei Herrn Winkler?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410095, "Datum": "(9.10.1884, Donnerstag)", "Haupttext": "In einem Konzert unter Kretschmanns Leitung im Ehrbar-Saal wird eine Serenade von Hanns Fink aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410115, "Datum": "11.10.1884, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 18.10.1884):\r\n   »Fr Kathi für Oktober gezalt am 11. Okt.« (*).\nDie Wiener Signale Nr. 29 bringen auf S. 232 ein Inserat des Verlergers Albert J. Gutmann »Empfehlenswerthe Werke für Clavier zu vier Händen« zum Quintett:\r\n   »[...] Bruckner, Anton. Quintett für Saiteninstrumente. Bearbeitung für das Clavier zu vier Händen vom Componisten [sic!] ....... [fl.] 6.- = [M.] 10.- [...]« (**).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 11:29"}, {"ID": 188410125, "Datum": "12.10.1884, Sonntag", "Haupttext": "Ignaz Traumihler in St. Florian gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410145, "Datum": "14.10.1884, Dienstag", "Haupttext": "In der Nacht fährt Bruckner nach St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410155, "Datum": "15.10.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner spielt in St. Florian beim Requiem für Traumihler über ein Thema aus dem Mozart-Requiem. Ungewöhnliche Gestaltung des Schlußchorals.\r\nFranz X. Müller ist Ohrenzeuge von Bruckners Gebet an der Bahre (*a).\r\n\"Bruckner war eben von Wien zum Kondukt in St. Florian eingetroffen. Ich als Student ebenfalls von Linz gekommen, meinem zweiten Vater, der mich zum Studium brachte, die letzte Ehre zu erweisen.\" (*b).\r\nBruckner gratuliert Loidol zur Hl. Profeß und sagt ihm, das »Te deum« sei Gott gewidmet. Abends fährt er nach Wien zurück (*).\r\nIn den Wiener Gebetsaufzeichnungen ist zwar der Tag numeriert, aber nichts Inhaltliches angegeben (**).\r\nDatierung und Eintragungen sind durch eine waagerechte Linie hervorgehoben - vermutlich wegen des besonderen Ereignisses (**a).\r\nIm Gäste- und im Fremdenbuch des Stifts ist Bruckners Besuch nicht vermerkt - möglicherweise weil er am gleichen Tag wieder abgereist ist (**b).\nBrief Nikischs an Bruckner [siehe Anmerkung]:\r\n   Hat heute die 7. Symphonie dem Leipziger Kritiker Schwalm vorgespielt. Wünscht, daß Josef Schalk den Klavierauszug ihm noch hier lasse (***).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "03.04.2025 07:06"}, {"ID": 188410165, "Datum": "16.10.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"16/10 884\" in Johann Müllers Harmonielehre-Mitschrift auf S. 23.", "Letzte Änderung": "23.03.2025 22:54"}, {"ID": 188410185, "Datum": "18.10.1884, Samstag", "Haupttext": "Brief Bülows an Brahms, in dem Bruckner [ohne inhaltliche Bedeutung] erwähnt wird (*).\n[ca. 18.10.1884] Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen, vor der Notiz vom 11.10.): »Neudeckergasse 23. Elmar Schriftsteller. [= vermutlich Elimar = Theodor Altwirth]« (**).\n(Brief von F. X. Witt (Landshut) an Bernhard Deubler: Zum Tode Traumihlers. Bittet, die letzten an Traumihler gesendeten Referate an Stiftskaplan Alois David Schenk in Bozen weiterzuleiten. Sendet eine Kantate zurück, die Traumihler bei Böhm in Augsburg oder Coppenrath in Regensburg hatte einreichen wollen. Zum österreichischen Cäcilienverein; Deublers Absicht, Traumihler folgend bei Witts deutschem Cäcilienverein zu bleiben, sei erfreulich (***)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:18"}, {"ID": 188410195, "Datum": "19.10.1884, Sonntag", "Haupttext": "[Vermutlich am 20.10.1884 fertiggeschriebener] Brief Göllerichs an seine Mutter und Schwester in Wels: \n   »[...] Heute habe ich bei Pr. Bruckner die erste Vorlesung an der neuen Universität. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410205, "Datum": "20.10.1884, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 23.10.1884): »20. Okt. H Eckst. [Eckstein] Montag 11 [Uhr] schuld. 5 fl.« (*).\n \nBrief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester (*).\n \nErste Universitätvorlesung Bruckners in der neuen Universität. Göllerich ist einer der Hörer (***).\nDatierung \"20. October 84.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung [siehe auch die Anmerkung] (°).\n \nVon diesem Semester bis 1886 hat sich ein Manuskript \"Anton Bruckners Universitäts-Vorlesungen über Harmonielehre, gehalten 1884-86 zu Wien\" erhalten (°°).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:01"}, {"ID": 188410225, "Datum": "(22.10.1884, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410235, "Datum": "ca. 23.10.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen, vor der Notiz vom 20.10.): »Photografenverk. Lina Greger. 10. Laxenburgerstr. 35. Thür 16.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410275, "Datum": "27.10.1884, Montag", "Haupttext": "Datierung \"27. Oktober 84.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (*).\n \n(Postkarte F. X. Witts an Bernhard Deubler: Die [am 18.10.1884] erbetenen Notizen zu Traumihler benötige er für seine Zeitschrift bis 2.11.1884, da er sonst nur eine Todesanzeige bringen könne (**)).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:02"}, {"ID": 188410294, "Datum": "vor dem 29.10.1884", "Haupttext": "Aufführung des Quintett-Adagios durch das Winkler-Quartett in der Votivkirche in Anwesenheit von Max Emanuel [und vermutlich Landgraf Vinzenz Fürstenberg].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188410295, "Datum": "29.10.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Graf Rittersteins (von der Adjutantur des Herzogs) an Bruckner:\r\n     Herzog Max Emanuel habe als Dank für die Widmung des Quintetts für Bruckner eine Brillantnadel (*) anfertigen lassen. Dem Herzog werde die Aufführung in der Votivkirche eine der genußreichsten Erinnerungen bleiben (**).\nBrief Liszts an Bruckner [in Wien geschrieben], mit eigenhändigem Kuvert »Herrn Professor Anton Bruckner. [/] Franz Liszt« (postalisch nicht gelaufen):\r\n     Dankt für die Widmung der 2. Symphonie. Da er leider über kein Orchester für eine Aufführung verfüge, müsse ihm die Lektüre genügen (***).\nAufführung von Wagners »Meistersingern« (°).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 16:42"}, {"ID": 188410305, "Datum": "30.10.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"30/10\" in Johann Müllers Harmonielehre-Mitschrift auf S. 40 (*).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).\n(Artikel von Peter Leberbauer (Windhaag) \"Ignaz Traumihler †.\" im Linzer Volksblatt Nr. 252 auf S. 1f (***)).", "Letzte Änderung": "23.03.2025 22:40"}, {"ID": 188410315, "Datum": "31.10.1884, Freitag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 253 gibt auf S. 16 das Kirchenmusikprogramm der Hofkapelle bekannt, darunter für den 9.11.1884:\n     \"[...] 9. Dom. XXIII. post pent. | Missa: F m | Grad.: Christus factus | Offert.: Os justi | [Schweifklammer nach den drei Werken:] Bruckner.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411005, "Datum": "November 1884", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Vockner November angefangen.« (*).\r\nEine weitere Kalendereintragung [vor dem 9.11.1884, fol. 17r] betrifft Unterrichtsstunden [wieder durchgestrichen] von Horn und Eckstein (Mittwoch [5.11.1884] und Freitag [7.11.1884]), von Marie Pohoryles (Montag [3.11.1884] und Dienstag [4.11.1884]) und von Vockner (Mittwoch [5.11.1884]): »Frl. Marie Pohoryles I. Grünangergasse 1. 3. Stock Institut Fröhlich. Montag nach 7 Uhr Abends [/] Dienstag nach 8 Uhr [Abends] [/] Mittw 7. Uhr Vockner (**a).\r\nAuf der Monatsübersicht (fol. 16 v.) hat Bruckner den 9.11.1884 durch »NB« und Unterstreichen hervorgehoben und die wöchentlichen Dienstpläne [für die Hofkapelle] notiert: 2. - 8.11.1884 »R« [Pius Richter], 9. - 15.11.1884 »Bl« [Rudolf Bibl], 16. - 22.11.1884 »Br« [Bruckner], 23. - 29.11.1884 »R« [Pius Richter], 30.11.1884 [- 6.12.1884] »Bl« [Bibl] (**b).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1884/85 haben sich inskribiert:\r\nAndreas Kaluza [* Wislitz 21.7.1864] (***), Josef Lefler (°), Ernst Reimer, (?) Hans Reitter und Albert Santner (°°),\r\nvon der juristischen Fakultät Karl Dattler (H), Antal Laczko von Vagujhely (H), Albinus Nagy (H), Julius Natkis (H), Rudolf Paulus (H), Josef C. Rotter (H), Anton Schenk (H) und Erwin Ritter von Spaun (H) (°°°).\r\nGöllerich soll ebenfalls ab 1884 Bruckners Universitätsvorlesungen besucht haben (#).\n[Ziemlich sicher: November] In einem Artikel der Zeitschrift für Katholische Kirchenmusik, 13. Jahrgang, Nr. 11, wird auf S. 74 Bruckner im Zusammenhang mit dem verstorbenen Canonicus Arminger und dem Cäcilienverein erwähnt. »[... über eine Versammlung am 16.10.1884 in Wels, die von Burgstaller (»gewesener Obmann-Stellvertreter«) mit einem Nachruf auf den verstorbenen Arminger eröffnet wurde ...] Vor einigen Wochen kam der Obmann-Stellvertreter [damals wohl noch: Burgstaller] mit dem kais. Hof-Organisten Bruckner zusammen. Als er auf Arminger und den Cäcilien-Verein zu sprechen kam, sagte er: »Hochwürden, im Geiste Arminger's fortfahren!« Das wollen wir. [...]« (##).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:25"}, {"ID": 188411015, "Datum": "1.11.1884, Samstag", "Haupttext": "Nahezu gleichlautende Hinweise auf das Konzert am 4.11.1884 (die Sätze aus der 4. und 7. Symphonie sind nicht erwähnt) im\n \nNeuen Wiener Tagblatt Nr. 302 auf S. 6:\n     \" * Der Wiener akademische Wagner=Verein hat seine Thätigkeit [...] wieder aufgenommen [... Vereinslokal Hotel Wandl, Petersplatz ...] Die erste größere musikalische Unternehmung in dieser Saison bildet der interne musikalische Abend, welcher bereits am Dienstag den 4. November, Abends halb 8 Uhr, im Saale Bösendorfer, stattfindet. Hiebei gelangen [... mit Frau Kupfer-Berger, Theodor Reichmann, Quartett Radnicki-Kretschmann, Vereins-Chor u. a. ...] zur Aufführung: Chorwerke von J. S. Bach, Palestrina, Vittoria und Orlando Lasso, Instrumentalwerke von Mozart, Spohr und Anton Bruckner, ferner Werke von Gluck, Glinka, Schubert und R. Wagner. [... Eintritt ... 4. Abend Ende Dezember mit Mottl ...]\" (*)\n \nund in der Deutschen Zeitung Nr. 4610 auf S. 6 (**),\n \ndie - wie auch die Morgenpost Nr. 302 (mit gleichlautendem Text) auf S. 3 (***) -\n \nzusätzlich die geplante Aufführung des »Te deum« [2.5.1885] ankündigt;\n     \"Im künftigen Jahre wird [...] auch ein neues größeres Chorwerk des Hoforganisten und Professors Herrn Anton Bruckner ein \"Te Deum\", von dem Wiener akademischen Wagner Vereine zur ersten Aufführung gedracht [sic] werden.\".\nFür das Quintett kann die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1681 auf S. 7 bereits den Aufführungstermin melden: 8.1.1885:\r\n   »[...] III. Donnerstag den 8. Januar 1885: [...] 3. Bruckner, Quintett (neu, erste Aufführung), zweite Viola: Herr Kupka. [...]« (°).", "Letzte Änderung": "10.11.2024 08:36"}, {"ID": 188411025, "Datum": "2.11.1884, Sonntag (Allerseelen)", "Haupttext": "Bruckner besucht nach dem Mozart-Requiem [?] die Gräber Beethovens und Schubert auf dem Währinger Friedhof.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411035, "Datum": "3.11.1884, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung (= Wiener Abendpost) Nr. 254 macht auf S. 2 auf das morgige Konzert aufmerksam [inhaltlich wie am 1.11.1884] (*).\n \n[Wahrscheinlich an diesem Montag]\nNach der Universitätsvorlesung gehen Bruckner und Göllerich in den \"noblen Kreis\" in der Gartenbaugesellschaft.\nAnwesend ist u. a. Baron Ostini vom Münchner Wagner-Verein (**).\nIn Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesungen fehlt dieses Datum (***).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:03"}, {"ID": 188411045, "Datum": "4.11.1884, Dienstag", "Haupttext": "Vorankündigung der Aufführung des Quintetts durch Hellmesberger [8.1.1885] in der \"Presse\" Nr. 304 auf S. 11:\r\n»[...] Donnerstag den 8. Jänner: Haydn, Quartett C-dur; Beethoven, Trio D-dur; Bruckner, Quintett (neu, erste Aufführung); [...]« (*).\nAuf S. 3 des Abendblatts wird die Ehrung durch Herzog Max Emanuel für die Widmung des Quintetts gemeldet [Text wie bei (°°)] (*a).\n\r\nJosef Schalk spielt eigene Klavierübertragungen des Scherzos der 4. Symphonie und des Adagios der 7. Symphonie bei einem Konzert des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal (**).\r\n     Auf dem Programm dieses III. Internen Musikabends stehen Werke von J. S. Bach (Choral), T. L. Vittoria (Motette), Mozart (Quintett KV 407), Palestrina (Responsorium für zwei Chöre), Orlando di Lasso (Chor), Glinka (Terzett aus der Oper »Das Leben für den Zaren«), Spohr (Adagio aus dem 9. Violinkonzert), Bruckner [s.o.], Haydn (Arie aus der »Schöpfung«) und Richard Wagner (Isoldes Liebestod).\r\n     Es wirken mit: Wipperich (Horn) [siehe die Anmerkung], Kreuzinger, Siebert, Stecher und Kretschmann (Streichquartett), Irene Pewny, R. Erxleben, H. Gassner, Gabriele Neusser (Violine), Frau Mila Kupfer-Berger (Sopran), Josef Schalk, R. Erben und als Dirigent Ed. Schütt (***).\r\n     In den Ankündigungen vom 1.11.1884 waren auch Gluck und Schubert genannt worden, außerdem Theodor Reichmann und das Quartett Radnicki-Kretschmann (°).\r\n     Ziemlich sicher hat Göllerich dieses Konzert besucht. Am 18.11.1884 erstellte er eine Abschrift von Josef Schalks Klavierauszug (°a).\n\r\nDie Neue Freie Presse Nr. 7252 meldet auf S. 5: \"Der Hof=Organist A. Bruckner wurde von dem Herzog Max Emanuel in Bayern für die Widmung eines Streichquintettes durch Uebersendung einer Busennadel mit der Herzogskrone in Brillanten ausgezeichnet.\" (°°).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:34"}, {"ID": 188411054, "Datum": "vor dem 5.11.1884", "Haupttext": "Brief Grünbergs an Bruckner:\r\n   Bittet um Zusendung der Quintett-Stimmen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411055, "Datum": "5.11.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch:\r\n     Grüße an Schwalm. Levi wolle die 7. Symphonie (#). Leipziger Konzert noch im November? Wolzogen benachrichtigen! Wegen der Proben (vieles stehe nicht in der Partitur) müsse er um Urlaub bitten. Sei die 4. Symphonie nicht leichter? Beim Wagner-Verein habe man die 7. Symphonie [am 28.2.1884] als schwer empfunden. Grünbergs Brief wegen des Quintetts gebe er Gutmann (*).\nBrief Bruckners an Vergeiner:\r\n     Dank [für 26.9.1884]. Hanslick könne alles vereiteln. Am 9.11.1884 dirigiere er die f-moll-Messe (**).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 4613 meldet auf S. 6, daß am 8.1.1885 Hellmesberger das Quintett aufführen werde (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 16:03"}, {"ID": 188411065, "Datum": "6.11.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 4.11.1884 durch Theodor Helm in der Deutschen Zeitung Nr. 4614 auf S. 5 (über das Adagio der 7. Symphonie und das Scherzo der 4. Symphonie. Vergleiche mit dem fis-Moll-Adagio aus Beethovens Hammerklaviersonate).\n    »[...] Für uns ohneweiteres die interessanteste Nummer des Abends war der erste der von Herrn Schalk gespielten Bruckner'schen Symphoniesätze, nämlich das Adagio aus der Siebenten Symphonie (in E-dur), dessen wahrhaft wundervolle Hauptthemen im letzten Heft der \"Bayreuther Blätter\" als Notenbeispiele mitgetheilt wurden. [... über Probleme einer Klaviertranskription ... Kritik an den Wiener Philharmonikern (»consequent ignorirt«) ... Lob für Josef Schalk] Er hatte die Genugthuung, nicht nur selbst verdientermaßen applaudirt zu werden, sondern auch den von ihm so ausgezeichnet interpretirten und schwärmerisch verehrten Componisten wiederholt dem Publicum vorführen zu können. [... zahlreicher Besuch, aufmerksames Publikum ...] Dem gegenüber hat uns die grobe Tactlosigkeit einiger Weniger, welche, ihre Nachbarschaft störend, inmitten (!) des Bruckner'schen Adagios Reißaus nahmen, geradezu empört. h-m.« (*).\n \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 46 verzeichnet auf S. 568 Josef Schalks Aufsatz über Bruckner:\n               \"Journalschau.\n[...]\n     Bayreuther Blätter, 10. Stück. Die italienischen Krankenasyle. Von E. Grysanowski. - Ant. Bruckner. Von J. Schalk. - Geschäftlicher Theil.\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:47"}, {"ID": 188411085, "Datum": "8.11.1884, Samstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen machen auf die morgige Kirchenmusik mit Bruckners Werken aufmerksam:\n \nFremdenblatt Nr. 308 auf S. 14 (*),\n \nNeue Freie Presse Nr. 7256 auf S. 6:\n     \"[Kirchenmusik.] In der Hofburg=Capelle kommen zur Auffürung: Am Sonntag den 9. November um 11 Uhr Messe in F, Graduale (Christus factus), Offertorium (O justi) von Bruckner.\" (**),\n \nNeues Wiener Tagblatt Nr. 308 auf S. 3:\n     \" * (Kirchenmusik.) In der Hofkapelle gelangt morgen Sonntag Folgendes zur Aufführung: Messe in F-moll, Graduale (Christus factus), Offertorium (Os justi) von Bruckner.\" (***)\n \nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1687 auf S. 4:\n     \"[Kirchenmusik.] Uebermorgen (Sonntag): in der Hofburg=Capelle:Messe in F-moll, Graduale (Christus factus), Offertorium (Os justi) von Bruckner.\" (°).\nProbe der f-Moll-Messe. Notiz »8/ii 1884 Probe« am Ende der Violastimme Nr. 1 (°°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 16:04"}, {"ID": 188411095, "Datum": "9.11.1884, Sonntag", "Haupttext": "Der Steyrer Alpenbote Nr. 90 berichtet auf S. 3, daß Bruckner von Herzog Max Emanuel für die Widmung des Quintetts ausgezeichnet wurde [vgl. 29.10.1884]:\r\n»Verschiedenes.\r\n(Auszeichnung.) Hof-Organist Anton Bruckner, unser gefeierter Landsmann, wurde von dem Herzoge Max Emanuel in Baiern für die Widmung eines Streichquintettes durch Uebersendung einer Busennadel mit der Herzogskrone in Brillanten ausgezeichnet.« (a).\nDas Neuigkeitsweltblatt Nr. 260 auf S. 3 (S. 1 des 2. Bogens) [\"O justi\"] (b)\nund der Localanzeiger der »Presse« Nr. 309 auf S. 7 in seinem Kalendarium [\"O justi\"] (c)\nmachen (beide mit Angabe der Uhrzeit »11 Uhr«) auf die heutige Kirchenmusik aufmerksam.\nBrief Bruckners (vermutlich an Theodor Helm):\r\n    Heute dirigiere er um 11 Uhr in der Hofkapelle die f-Moll-Messe, über die Hanslick und Speidel einst so schön geschrieben hätten, mit den Einlagen ”Christus factus est” und ”Os justi” (d).\nIn der Hofkapelle dirigiert Bruckner die f-moll-Messe, das »Os justi« und die Uraufführung des Graduales »Christus factus est« [WAB 11] (*) und wird von Hellmesberger beglückwünscht (**).\r\n    In den Stimmen haben sich die Eintragungen eines Bassisten [?] »AZ« (***) und mehrerer Musiker im Material der f-Moll-Messe erhalten: »Punkt 12 Uhr. 9.11. 84« am Ende des Credos und »9.11. 84« am Ende der Baßstimme Nr. 3 (°a), »10/11 84« und »[Ende] 9/11 [1]884 12 [Uhr] 33« am Ende der Baßstimme Nr. 5 (°b), »9/II 84« am Ende der 1. Violinstimme Nr. 2 (°c), »9/11 [1]884« am Ende der 1. Violinstimme Nr. 3 (°d), »9. November 1884 Käßmeyer gestorben.« [Käßmayer] am Ende der 2. Violinstimme Nr. 2 (°e), »:Ende 12 Uhr 30 Min.: [/] 18 9/11 84« am Ende der 2. Violinstimme Nr. 3 (°f), »9/II 1884. Aufführung.« am Ende der Violastimme Nr. 1 (°g), »2. mal 18 9/11 84 Simandl - Braun« am Ende der Kontrabaßstimme Nr. 1 (°h), »9/11. 1884« am Ende der Klarinettenstimme Nr. 1 (°i), »9 Novb 1884« in der Klarinettenstimme Nr. 2 (Gloria, T. 65) (°j) und »9/11 84.« am Ende der Fagottstimme Nr. 1 (°k). In einer Stimme des 2. Basses lautet der Eintrag \"10/11 84\" (°l).\r\n    Als Kritiker war Helm anwesend [s. 25.11.1884].\nKalendereintragung Bruckners: »Am 9. Nov. meine FMesse, Christus factus, Os justi in der Hofkapelle dirigirt.« (#).\r\n    Das Datum 9.11. hat Bruckner in der Monatsübersicht seines Kalenders mit »NB« gekennzeichnet (##).\nBrief Loidols an Bruckner:\r\n    Bittet ihn, über das Thema, das der Improvisation in Kremsmünster am 21.8.1884 zugrundelag, eine Orgelfuge auszuarbeiten (°°).\nBericht der Wiener Sonntags-Post über das Konzert vom 4.11.1884 (mit Sätzen aus der 4. und 7. Symphonie):\r\n       \"Aus der Musikwelt.\r\n\"[...]\r\n    \"Dienstag wurde der Bösendorfer Saal mit dem ersten, der Saison 1884-85 angehörigen internen Musikabend, des akademischen Wagnervereines eröffnet. [...] Den Schluß des Concertes bildeten zwei von Herrn Josef Schalk für Clavier übertragene und gespielte Sätze aus zwei Symphonien von Bruckner. Der erste, ein Adagio aus der siebenten Symphonie (in E-dur) hat zwar viel Unmotivirtes, Eigensinniges, ist stellenweise gedehnt, doch mit all den Fehlern versöhnt die wunderbare Schönheit der Themen und die merkwürige, ergreifende Stimmung, die sich in dem Ganzen offenbart. Uebrigens gelangt das Adagio auf dem Clavier nicht zu voller Wirkung, da es ganz orchestral gedacht ist, ebenso wie das darauf folgende humoristische Jagdstück aus Bruckner's Es-dur-Symphonie, das durch seine originellen Gedanken und glänzende Mache von packender Wirkung ist. Das Publikum geizte auch nicht mit seiner Anerkennung, die dem hochbegabten Componisten unverdienter Weise sonst ziemlich karg zu Theil wird. Durchaus befriedigt von diesen [sic!] ersten Wagner=Vereinsabende verließ das zahlreiche und distinguirte Auditorium den Saal.\" [keine Signatur] (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2025 19:57"}, {"ID": 188411105, "Datum": "10.11.1884, Montag", "Haupttext": "[Wahrscheinlich an diesem Montag]\nNach der Universitätsvorlesung gehen Bruckner und Göllerich zu dem \"noblen Kreis\" in der Gartenbaugesellschaft. Diesmal ist auch Prinz Hohenlohe dabei (*).\n \nDatierung \"10. November 1884\" und falsche Datierung \"9. Nov 84.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (**).\nBruckner erzählt offensichtlich von der gestrigen f-Moll-Messe. Notiz Göllerichs \"Christus factus est. (Einlage.) Fdur Messe. am 9. November. Bruckner.\" (***).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:03"}, {"ID": 188411125, "Datum": "12.11.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 262 meldet auf S. 2, daß Bruckner von Herzog Max Emanuel für die Widmung des Quintetts [vgl. 29.10.1884] ausgezeichnet worden sei [vgl. 9.11.1884]:\n     »Tagesneuigkeiten aus Stadt u. Land.\n               Linz, 11. November 1884.\n[...]\n      - Auszeichnung. Der k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium in Wien, Herr Anton Bruckner, wurde von Herzog Max Emanuel in Baiern für die Widmung eines Streichquintettes durch Uebersendung einer Busennadel mit der Herzogskrone in Brillanten ausgezeichnet. - Wir fügen hier die Bemerkung bei, daß es vielen Musikfreunden zu großer Freude gereichen würde, wenn der tüchtige Linzer Musikverein in der heurigen Concertsaison auch ein Werk des großen Meisters, der von so hoher Seite ausgezeichnet worden ist und den wir mit Stolz unseren Landsmann nennen, zu Gehör bringen würde. - Möge dieser Wunsch in Erfüllung gehen!«", "Letzte Änderung": "08.10.2024 15:07"}, {"ID": 188411135, "Datum": "13.11.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an seine Schwester:\n     Über Alltagsgeschehnisse, einen Abend bei Keils am 8.11.1884, Robert Zimmermann. Er habe von Bruckner das Adagio der 7. Symphonie zum Studieren und Abschreiben bekommen.\n     \"Montag Abends bin ich jetzt immer in einem sehr noblen Kreis mit Bruckner bei der Gartenbaugesellschaft. Nach seiner Vorlesung. Letztesmal [10.11.1884?] war Prinz Hohenlohe an unserm Tisch! Neulich [3.11.1884?] Baron Ostini\" [vom Münchner Wagner-Verein] (*).\n \nVermutlich in diesem Zeitraum (zwischen 10. und 17.11.1884) hat Göllerich in seiner Vorlesungsmitschrift notiert \"Hofrath Zim[m]ermann: Gonzaga=Gasse No 1.\" (**).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "24.03.2025 19:44"}, {"ID": 188411145, "Datum": "14.11.1884, Freitag", "Haupttext": "Komposition des gemischten Falsobordone-Chores »Salvum fac populum« [WAB 40] – vielleicht als Beitrag für den Caecilienverein (*) oder für das Kaiseramt in Klosterneuburg (**) gedacht.\nMöglicherweise war es aber auch als Kurzvariante des \"Salvum fac populum\" im \"Te deum\" für die Birettaufsetzung am 22.11.1884 gedacht (***).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:26"}, {"ID": 188411155, "Datum": "15.11.1884, Samstag", "Haupttext": "Ob Bruckner auch heute »traditionsgemäß« am Klosterneuburger Leopoldsfest als Organist mitwirkte, ist nicht überliefert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411165, "Datum": "16.11.1884, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Wagner (Faust-Ouvertüre), Bach und Beethoven (Eroica) (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:50"}, {"ID": 188411175, "Datum": "17.11.1884, Montag", "Haupttext": "Brief von Carl Schön in Kirchberg an seinen Bruder:\r\n      Namenstagsgratulation. Bemerkungen über das Winterwetter. \"[...] Freut mich sehr, daß sich Meister Pruckner noch unser erinnerte: Wird hoffentlich sein neues Te Deum bei der Feier der Überreichung des Cardinalbaretts aufgeführt worden sein. (Wie Du weißt, sang er uns den Anfang d. TeDeum bei der \"Canone\" vor). [...]\" (*).\nAuf Seite 4 des Briefes eine Abschrift des Artikels Carl Schöns über das \"Te deum\" in der Lyra vom 1.2.1886 (*a).\n \nDatierung \"17. November 84.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (**).\n \n(Brief von P. Marian Wenger (Seitenstetten) an Bernhard Deubler:\r\n     Er wisse durch Josef Gruber, dass Deubler der Nachfolger Traumihlers sei. Zur Beisetzung [am 15.10.1884] habe er nicht kommen können. Bei der Versammlung in Wels am 16.10.1884 [Oberösterreichischer Cäcilien-Verein] habe sonderbarerweise niemand Traumihler einen Nachruf gewidmet. Deubler möge die im September 1883 an Traumihler ausgeliehenen Quartettnoten retournieren. Grüße an Prof. Weiß [vermutlich Johann Weiß] (***)).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:04"}, {"ID": 188411185, "Datum": "18.11.1884, Dienstag", "Haupttext": "Abschrift August Göllerichs vom zweihändigen Klavierauszug des Adagios der 7. Symphonie. Notiz auf Bl. 1r: \"Adagio aus der VII. Symphonie von Anton Bruckner. Arrangement für Clavier zu 2 Händen von Josef Schalk. 18. Nov. 84.\"", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:47"}, {"ID": 188411195, "Datum": "19.11.1884, Mittwoch (Buß- und Bettag)", "Haupttext": "Telegramm Bruckners an Franz Joseph Rudigier mit Genesungswünschen. \n»an seine gnaden den hochwuerdigsten herrn bischof franz josef in Linz \nLinz wien 7656 26 19/11 2 45 n \nherzinnigste theilname! hochwuerdigster! mein heissestes gebeth zu gott um euerer bischoeflichen gnaden gesundheit! =«anton bruckner=« (*). Entwurf des Telegrammtextes im Notizbuch: »Meine Herzinnigste Theilname! Hochwürdigster! Mein heißestes Gebeth um Eurer Bischöflichen Gnaden Gesundheit! ABr. 19. Nov 884.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411205, "Datum": "(20.11.1884, Donnerstag)", "Haupttext": "Konzert der Meininger Hofkapelle unter Bülows Leitung mit Werken Beethovens.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411225, "Datum": "22.11.1884, Samstag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Zur Feier der Birettaufsetzung (#) Kardinal Ganglbauers war von Hellmesberger einige Zeit das »Te deum«, allerdings in gekürzter Version, vorgesehen gewesen (*)\nMöglicherweise war zu diesem Zweck das \"Salvum fac populum\" [WAB 40] entstanden, dessen Abschrift die von Bruckner mit \"1 ½ Min.\" korrigierte Zeitangabe \"Etwas weniger als 2 Min.\" enthält. Entsprechend hatte Bruckner im Autograph des \"Te deum\" einen Strich von Buchstabe Q bis V angezeigt (*a).\nDie Presse teilt zu einer geplanten Kirchenmusik nichts mit.\r\n\"[... nach dem Schluss der Zeremonie ...] folgt dann das Tedeum und der Pontifical=Segen durch den Cardinal. Nach Schluß der Feier wird der Cardinal beim Kaiser Audienz nehmen und zugleich die römischen Ablegaten vorstellen.\"  (*b).\n\"[...] Beim Eintritte des Kaisers in die Kirche wurde von der Hofmusik=Capelle ein Aufzug geblasen. [... Hochamt, Zeremonie ...] Hierauf intonirte der Pontificant das Tedeum, welches von der Hofcapelle gesungen wurde. [...]\" (*c).\n \nDie Wiener Zeitung Nr. 270 kündigt auf S. 3 die Aufführung des Quintetts am 8.1.1885 an:\r\n    »[...] 3. Bruckner, Quintett (neu, erste Aufführung).« (**).", "Letzte Änderung": "07.02.2025 10:32"}, {"ID": 188411235, "Datum": "23.11.1884, Sonntag", "Haupttext": "August Göllerich spielt bei Familie Fleckenstein Werke von Liszt und führt \"den ganzen Abend das große Wort über Wagner, Liszt u Bruckner\" (*).\n \n(1. Gesellschaftskonzert unter Hans Richters Leitung mit Werken von Schubert, Rubinstein, Kiel und Beethoven (**)).", "Letzte Änderung": "30.10.2024 07:32"}, {"ID": 188411245, "Datum": "24.11.1884, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Vergeiner:\r\n     Er habe jetzt erst die Partitur [welche? Vorheriger Brief Vergeiners?] zurückbekommen. Mittwochs und freitags sei er meist bis Mittag zu Hause - würde sich über Vergeiners Besuch freuen. Hanslick sei neuerdings sehr ungehalten (*).\nDatierung \"24. November\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (**).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:05"}, {"ID": 188411255, "Datum": "25.11.1884, Dienstag", "Haupttext": "Konzert der Meininger Hofkapelle unter Bülow mit Werken von Brahms, Beethoven, Weber und Raff (*).\r\nBrahms dirigiert sein erstes Klavierkonzert und die Dritte Symphonie (*a).\r\n   [Falls nicht eine andere Aufführung des Konzerts mit Bülow in Wien in Frage kommt:] Bruckner mit Ferdinand Löwe im Publikum, bezeichnet das Hauptthema als »vortrefflich« (*b).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n   »Mittwoch 1/2 12 Uhr Direktor [Eckstein?]« und »Frl [Pohoryles?] Montag 1/2 1 Uhr« (**).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1703 bringt auf S. 7 einen mit \"Dr. H.\" signierten Bericht von der Aufführung der f-Moll-Messe am 9.11.1884:\r\n     \"[Von der Hofcapelle.] Durch ein unliebsames Versehen wurde in unserem Sonntagsberichte, am 9. d. M., die Messe von Nicolai statt Anton Bruckner's F-Messe angegeben. Bruckner's geniales Werk wurde unter des Componisten persönlicher Leitung glänzend und gediegen aufgeführt. Trotz der langen Dauer des Tonstückes horchte man mit gespannter Aufmerksamkeit dieser bedeutenden machtvollen Composition. [... wiederholt das Lob vom Vorjahr, Bewunderung auch für Christus factus [WAB 11] und Os justi, über das Resurrexit ...] ; der kolossale Total=Eiundruck führt wohl Alle zur Einkehr in sich selbst, zu wahrer religiöser Erhebung! Und das meine ich, ist das größte Lob, das man jederzeit dem Kirchen=Componisten zollen kann.     Dr. H.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411265, "Datum": "26.11.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Paumgartner bespricht in der Wiener Abendpost Nr. 273 auf S. 1f (Wiener Zeitung) das Konzert des Wagner-Vereins [am 4.11.1884], in dem Josef Schalk Sätze aus der 4. und 7. Symphonie Bruckners interpretierte.\r\n      »Feuilleton.\r\n          Musik.\r\n               Concerte.\r\n    Zu den drei ständigen Wiener Quartettvereinen (Hellmesberger, Rosé und Radnitzky) ist nunmehr ein Gast, das Quartett Heckmann aus Köln, getreten, bestehend aus den Herren Heckmann, Forberg, Allekote und Bellmann. [... über die drei Konzerte dieses Ensembles, auch mit Mitwirkung von Brahms, über die Konzerte vom 16.11.1884 und 23.11.1884 ...]\r\n     Von Musikaufführungen, welche in der letzteren Zeit stattfanden, sei noch des anregenden internen Abends gedacht, welchen der akademische Wagner=Verein am 4. d. M. im Bösendorfer'schen Saale veranstaltete. [... Chorwerke ...] wechselten mit modernen Schöpfungen, aus denen zwei Sätze aus den genialen Symphonien unseres Bruckner (der vierten und siebenten Symphonie), von Herrn Joseph Schalk ganz vorzüglich auf dem Flügel interpretirt, hervorragen. [... über die Komponistin Le Beau ...] Der ersten Quartett=Soirée des Rosé'schen Streich=Quartettes, welches nunmehr in seiner neuen Zusammensetzung von den Herren Rosé (Primgeige), Loh (Secondgeige), Bachrich (Bratsche) und Hummer (Cello) gebildet wird, waren wir leider durch ein gleichzeitiges Operngastspiel beizuwohnen verhindert, hören jedoch über diesen Abend das Beste.\r\n           dr. h. p.« (*).\nBeschriftung eines zweihändigen Klavierauszuges des Scherzos der 2. Symphonie: »Scherzo aus der Franz Liszt gewidmeten II. Symphonie von Anton Bruckner. Arrangirt für Pianoforte 2hdg von C. Hynais. 26. November 84.« (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 13:27"}, {"ID": 188411275, "Datum": "27.11.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung zitiert auf S. 1270 aus einem Bericht der Wiener Allgemeinen Zeitung [25.11.1884] über die Aufführung der f-Moll-Messe [am 9.11.1884]: \n\n»* (A. Bruckners F-Messe.) Unlängst wurde in Wien durch die k. k. Hofkapelle die F-Messe von unserem Landsmann Professor A. Bruckner aufgeführt. Dr. Helm schreibt über dieses Werk in der \"W. Allg. Ztg.\": \"Bruckners geniales Werk wurde unter des Componisten persönlicher Leitung glänzend und gediegen aufgeführt. Trotz der langen Dauer des Tonstückes horchte man mit gespannter Aufmerksamkeit dieser bedeutenden machtvollen Composition. [... Text identisch mit dem bei 37/198ff, von folgenden Abweichungen abgesehen: »der hat die letzten Decennien der Musikentwicklung verträumt, es läßt sich mit ihm nicht weiter streiten. ... Freude empfinden ... Antheil haben ... Ueber das Resurrexit der Messe aber wird es keine Meinungsdifferenz geben ...«] Und das meine ich, ist das größte Lob, das man jederzeit dem Kirchencomponisten zollen kann.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411285, "Datum": "28.11.1884, Freitag", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester:\n     Letzten Sonntag [23.11.1884] sei er mit Onkel Eduard Nowotny bei Fleckensteins gewesen, wo er Liszt-Werke vorgetragen und über Wagner und Bruckner gesprochen habe.\n     Gestern [27.11.1884] habe er beim 1. Quartettabend Hellmesbergers Zimmermanns [Robert Zimmermann] getroffen.\n     Neulich [20.11.1884 oder 13.11.1884?] sei er Kapellmeister Eder von der Augustinerkirche vorgestellt worden, der Künstlerabende jeden Donnerstag veranstalte. Über Möglichkeiten der Beziehungspflege.\n     \"Mein Verhältnis zu Bruckner wird immer herzlicher u ich lerne diesen Gold-Mann erst immer noch mehr schätzen u lieben. Ich habe einzelne Compositionen von ihm in Händen gehabt u über Hals u Kopf abgeschrieben, so daß ich nicht wußte, wo mir der Kopf steht. Auch in der Harmonie-Lehre bin ich jetzt fleißig. Helms sind außerordentlich charmant.\"\n     Helm habe ihn mit Karten für alle Hellmesberger-Abende, Gesellschaftskonzerte, alle Quartettabende von Heckmann aus Köln und für alle Bülow-Konzerte versorgt. Nur zu den Philharmonischen Konzerten habe er keinen freien Eintritt.\n     \"Er ist gegenwärtig ganz weg über Bruckner, den ich ihm mundgerecht machen will vor Allem, da mir dieser Meister dafür wieder dankbar ist. Ich spiele mit Helm meist alle Samstage vierhändig (abends.)\"\n     Erwähnt Oesterleins Broschüre über das Wagner-Museum, die Bülow-Konzerte, Alltagserlebnisse.", "Letzte Änderung": "06.03.2023 20:02"}, {"ID": 188411295, "Datum": "29.11.1884, Samstag", "Haupttext": "Bischof Franz Joseph Rudigier in Linz gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188411305, "Datum": "30.11.1884, Sonntag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner:\n     Hat über Ostini die [7.] Symphonie erhalten und bittet um die Erlaubnis, vorerst nur das Adagio in einem der nächsten Fastenkonzerte [nicht: Fürstenkonzerte! siehe die Anmerkung] aufzuführen. Er mache zur Zeit viele Musiker in München (#) mit dem Werk bekannt (*).\n\r\nDie abendlichen Gebetsaufzeichnungen Bruckners sind ausführlicher als sonst in diesen Tagen üblich, vermutlich wegen der Nachricht vom Tod Bischofs Rudigiers (**).\n\r\n(2. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit der Aufführung einer Symphonie von Robert Fuchs und Werken von Mendelssohn und Liszt (**)).", "Letzte Änderung": "03.04.2023 14:07"}, {"ID": 188411315, "Datum": "ca. November/Dezember 1884", "Haupttext": "Skizzen und Entwürfe zum Adagio der 8. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412005, "Datum": "Dezember 1884", "Haupttext": "[Herausgenommene?] »Seite aus dem Vormerkbuch«, die drei Adressen und 1 Stundenplan enthält.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412015, "Datum": "1.12.1884, Montag", "Haupttext": "Konzert Bülows »unter Mitwirkung des Meininger Orchesters« mit Werken von Weber, Beethoven, Raff, Chopin und Schubert (*).\nBrief von Brahms an Simrock:\r\n     »... Wegen der Sinfonie [3. Sinfonie in F-Dur] denke ich, Sie setzen sich mit Kistner oder Gutmann in Verbindung, u. mischen nun Ihre Artikel - wie ich es mit den Liqueuren u. Schnäpsen mache - Süß u. bitter, scharf u. sanft, Dräseke, Fuchs u. Bruckner hübsch durch einander - da sollten die Leute doch endlich zufrieden sein!...« (**).\nDatierungen \"1. December 84.\" und \"1. December\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (***).\r\nBruckner bezeichnet Septketten als \"Bachs Leibspeise\" (°).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:06"}, {"ID": 188412025, "Datum": "2.12.1884, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner fährt ziemlich sicher schon an diesem Tag, ohne Göllerichs Begleitung, nach Linz. Göllerich wollte Bruckner wegen eines Konzertes mit Bülow und der Meininger Hofkapelle nicht nach Linz begleiten (*).\nGöllerich: \"Bruckner wollte mich zum Leichenbegängnis des Bischofs mitnehmen nach Linz -, aber ich wollte mir nicht die Fahrt zahlen lassen von ihm u er ist darüber sehr traurig gewesen.\" (**).\n \nKonzert der Meininger Hofkapelle unter Bülow mit Werken von Beethoven, Berlioz, Wagner und Brahm (***).\nIm Publikum Göllerich und sein Onkel [Eduard Nowotny] (°).", "Letzte Änderung": "06.03.2023 20:11"}, {"ID": 188412035, "Datum": "3.12.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Eintägige Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen (*).\nAm Nachmittag wird Rudigiers Leichnam im Neuen Dom zu Linz beigesetzt. Bei dem von Kardinal Ganglbauer zelebrierten Requiem im Alten Dom spielt Bruckner Orgel beim Mozart-Requiem, das von Zappe (jun.) dirigiert wird (#).\r\n   Als Solisten wirken u.a. Weilnböck und Frau Spängler mit (##). Bruckner trifft bei dieser Gelegenheit auch Oddo Loidol (**).\nIn Kronawitters Tagebuch wird Bruckners Orgelspiel ebenfalls erwähnt (***).\nJoh. Ev. Habert nimmt ebenfalls an den Trauerfeierlichkeiten teil und berichtet in seiner Zeitschrift davon - \"Zu einer so großartigen Feier gehört auch eine so großartige Musik, das lag da klar auf der Hand, eine Musik, die wie aus der Ewigkeit herüberklingt.\" - und widmet Rudigier einen längeren Nachruf, in dem er dessen Interesse an Kirchenmusik und am Schicksal des Oberösterreichischen Cäcilien-Vereins würdigt (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412036, "Datum": "nach dem 3.12.1884", "Haupttext": "Telegramm [des Bischöflichen Ordinariats Linz?] an Bruckner [vermutlich Dank für seine Mitwirkung bei den Begräbnisfeierlichkeiten].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412045, "Datum": "4.12.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Brahms an Hanslick:\r\n    Über den schlechten Unterricht am Konservatorium [ohne Bruckner wörtlich zu erwähnen] (*).\nPostkarte Bruckners an Eckstein (in Wien geschrieben):\r\n    Bittet ihn, morgen vielleicht um 12 Uhr zu kommen (**).\nBericht des Linzer Volksblatt Nr. 280 auf S. 2 über die [gestrige] Leichenfeier und Bruckners Mitwirkung:\r\n   »[...] Erwähnung verdient noch, daß die Orgel von unserem berühmten Meister Anton Bruckner gespielt wurde, der in dieser Nacht von Wien herbeigeeilt war, um seinen Bischof, der ihn sehr hoch schätzte, noch zu sehen. [...] (***).\nAuch die Steyrer Zeitung Nr. 97 bringt auf S. 5 eine Meldung hierzu:\r\n    »[...] das Traueramt, während dessen Mozart's großes Requiem zur Aufführung gelangte; der berühmte Meister Anton Bruckner spielte hiebei die Orgel. [...]«(°).", "Letzte Änderung": "04.12.2025 17:16"}, {"ID": 188412055, "Datum": "5.12.1884, Freitag", "Haupttext": "Ecksteins Besprechung des Konzertes vom 4.11.1884 (Adagio der 7. Symphonie, Scherzo der 4. Symphonie) erscheint in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 50 auf S. 521f:\r\n                »Wien.\n    Der letzte \"interne Abend\" des \"Wiener akademischen Wagnervereins\" am 4. Novbr. gehört gewiß zu den bedeutendsten Erscheinungen, welche das Wiener Concertleben heuer aufzuweisen haben wird und wenn man überhaupt etwas an demselben auszusetzen hätte, so wäre es nur die Ueberfülle des Gebotenen. [... über die Chorwerke und das weitere Programm ...]\n     Eine der bedeutendsten Nummern des Abends kam nun an die Reihe: unser unvergleichlicher Pianist Herr Joseph Schalk, der schon bei seinem Erscheinen vom Publikum stürmisch begrüßt wurde, spielte das Adagio aus Anton Bruckner's siebenter Symphonie (Edur). [... identisch mit dem bei 939/226f mitgeteilten Text, mit folgenden Abweichungen: »...wirkte tief ergreifend! Nun aber erst die weitere Durchführung! Welche Geheimnisse« ...] Hierüber wäre Vieles zu sagen und Vieles zu klagen! - \n    Den Abschluß des so reichhaltigen Programms bildete ein Vortrag der Frau Kupfer=Berger, welche den \"Liebestod\" aus R. Wagner's \"Tristan und Isolde\" mit verklärter Stimme sang. Sie wurde von dem Vereins=Correpetitor Robert Erben, wie immer, vorzüglich begleitet. -      Friedrich Eckstein.« (*).\n[Vermutlich] Besuch Ecksteins bei Bruckner (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 11.12.1884):\r\n    »Am 5. Dez 884. Fr Kathi für Dez. 7 fl u 2.« (***).\nBrief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester:\r\n     Erwähnt Oesterlein, Nowotny, Golz, Frau Harnwolf, über Konzertpläne (Wagner-Zyklus), Geschenke für Helm und Stahrs (Glasenapps Wagner-Lexikon). Bruckner sei traurig gewesen, dass Göllerich ihn nicht nach Linz begleitet habe [2.12.1884] (°).", "Letzte Änderung": "10.11.2024 08:40"}, {"ID": 188412065, "Datum": "6.12.1884, Samstag", "Haupttext": "Die Katholischen Blätter Nr. 49 erwähnen in dem Bericht von Rudigiers Begräbnis auf S. 5 auch Bruckners Orgelspiel [Artikel größtenteils identisch mit dem vom 4.12.1884]: \n»Das Begräbnis des Bischofs [...] Erwähnung verdient noch, daß die Orgel von unserem berühmten Meister Anton Bruckner gespielt wurde, der in dieser Nacht von Wien herbeigeeilt war, um seinen Bischof, der ihn sehr hoch schätzte, noch zu sehen. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412075, "Datum": "7.12.1884, Sonntag", "Haupttext": "In dieser Woche hat Bruckner Dienst an der Hofkapelle (*).\n(3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Brahms, Liszt (Les Préludes) und Beethoven (2. Sinfonie) (**).\nDie \"Neue Warte am Inn\" IV, Nr. 49, berichtet auf S. 2, auf den Artikel vom 4.12.1884 zurückgreifend, von Rudigiers Begräbnis und erwähnt Bruckner als Organist beim Mozart-Requiem:\r\n    \"[...] Erwähnung verdient noch, daß die Orgel von unserem berühmten Meister Herrn Anton Bruckner gespielt wurde, der in dieser Nacht von Wien herbeigeeilt war, um seinen Bischof, der ihn sehr hoch schätzte, noch zu sehen. [...]\" (***).\r\nAuch in einem eigenen Nachruf des Blattes (auf S. 1) wird Bruckner erwähnt: \r\n    \"Der Chor führte das großartige Werk kirchlicher Trauermusik, das Requiem von Mozart, auf; die Orgel spielte der Hoforganist Professor Bruckner, dem der Verstorbene ein großer Gönner und Freund gewesen.\" (°).", "Letzte Änderung": "11.09.2024 16:06"}, {"ID": 188412084, "Datum": "vor dem 8.12.1884", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner: \n   Bietet ihm für die im März 1885 geplante Aufführung der 7. Symphonie (Adagio) in München seine Wohnung und Reisegeld an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412085, "Datum": "8.12.1884, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n    Wagner habe die 3. Symphonie gekannt und gelobt, was auch Seidl bestätige. Für eine Aufführung in München komme neben der 7. auch die von Herbeck geschätzte 2. oder die von Hans Richter aufgeführte 4. Symphonie in Frage. Konnte wegen der »Leiche« (*a) Rudigiers in Linz auf beide Briefe erst jetzt antworten. Grüße von Landgraf Fürstenberg und Herrn von Grün. Bei Interesse könne er von Nikisch in Leipzig die Stimmen anfordern. Dankt für die Einladung und das angebotene Reisegeld (*).\nBrief Bruckners an Judith Pfeiffenberger:\r\n    Übersendet Klaviernoten als Andenken. Aus Leipzig und München habe er Briefe erhalten, die ihn als Nachfolger Beethovens feierten. Levi habe ihm für die Aufführung der 7. Symphonie sogar Unterkunft und Reisegeld angeboten. Wagner habe noch alle 7 Symphonien aufführen wollen. Kondoliert [wozu? Trauerfall in der Familie Bogner?] und gratuliert zum Namenstag [10.12.] (**).", "Letzte Änderung": "22.06.2025 12:19"}, {"ID": 188412095, "Datum": "9.12.1884, Dienstag", "Haupttext": "Bruckners Orgelspiel bei den Trauerfeierlichkeiten für Rudigier [3.12.1884] wird auch in der Innviertler Volkszeitung Nr. 49 auf S. 3 erwähnt [den Text vom 4./6.12.1884 wörtlich zitierend]: »[...] Erwähnung verdient noch, daß die Orgel von unserem berühmten Meister Anton Bruckner gespielt wurde, der in dieser Nacht von Wien herbeigeeilt war, um seinen Bischof, der ihn sehr hoch schätzte, noch zu sehen. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412105, "Datum": "10.12.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Nikischs an Bruckner:\r\n     Wegen der vielen »Tristan«-Proben konnte die 7. Symphonie nicht mehr im November aufgeführt werden. Definitiver Termin sei der 30.12.1884. Falls Bruckner lieber die 4. Symphonie spielen lassen wolle, bitte er um sofortige Zusendung des Materials und in jedem Fall um telegraphischen Bescheid. In Leipzig stünden keine Wagner-Tuben zur Verfügung (*).\r\nBruckner notierte auf Seite 4 des Briefes \"Ptog Frl. Friederike\" [Ptoy? Prag?] (*a).\nKalendernotizen Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »7. Samstag Pocherilles Conserv.« [durchgestrichen, als Zeichen der Erledigung? Siehe Anmerkung] (**). [Folgende Seite:] »Mittw 5 - 6 [zuerst: »4 - 6«] Horn 3 sch[uldig?] [/] 6 - 7 [zuerst: »1/2 6 - 1/2 7«] Direkt. [Eckstein] 5 do [schuldig] [/] 7 - 9 Vockner [/] 5 - 6 Horn [/] Freitag. 6 - 7 Direkt. [/] 1/2 8 Frl Pocherilles u Dienst. 8 Uhr.«, [separate Notiz:] »Mittw 6 - 7 [zuerst: »5 - 6«] Direkt. [/] Freitag 6 - 7. [Direkt.]« und [separate Notiz:] »Mittw. 12 Uhr Direktor« (***).\n \n(Brief von Josef Mauracher (Hohenbrunn) an Bernhard Deubler:\r\n     Seine Orgelbaufirma werde oft angefeindet, so von Witt, der Maurachers als ahnungslose Autodidakten bezeichnet habe. Mit dem Ruhm des deutschen Orgelbaus sei es nicht weit her: das Pleno in Kremsmünster sei besser als in der Wiener Votivkirche (Walker) und im Musikvereinssaal (Ladegast). Vergleich der diversen Laden-Systeme und Koppelungen. Wehrt sich gegen die Forderung, deutschen Orgelbau auch in Österreich zu lehren. (°)).", "Letzte Änderung": "11.12.2025 14:47"}, {"ID": 188412115, "Datum": "(11.12.1884, Donnerstag)", "Haupttext": "Karl Waldeck und Franz Prestl geben anläßlich der Orgeleinweihung ein Konzert in Wilhering. Die Orgel war von Leopold Breinbauer nach Plänen Waldecks und Arnleitners erbaut worden. Waldecks Phantasie für zwei Orgeln kombinierte ein Choral-Alleluja mit dem Händel-Alleluja und dem Osterlied (*).\r\n   Weitere Mitwirkende sind u.a. Alois Weißgärber (Violine) und Frau Weißgärber (Gesang) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412135, "Datum": "13.12.1884, Samstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Levi habe vor zwei Wochen und in einem zweiten Brief die Aufführung der 7. Symphonie in München für März 1885 zugesagt. Auch in Wien seien sie nicht müßig [vgl. 22.12.1884 (*)]. Gestern sei eine Nachricht von Nikisch [an Schalk? oder Brief vom 10.12.1884 gemeint?] eingetroffen, daß das Leipziger Konzert am 30.12.1884 stattfinde. Franz solle [von Olmütz oder Dresden (**)?] hinüberfahren. Er, Josef, fahre im März nach München mit. Grüße von Bruckner. Anton Schmidt habe ihnen eine Verlobungskarte geschickt.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:48"}, {"ID": 188412145, "Datum": "14.12.1884, Sonntag", "Haupttext": "In einem Bericht des Linzer Volksblatts Nr. 288 auf S. 2 über das Orgelfest in Wilhering [am 11.12.1884] wird Waldeck mit Bruckner verglichen:\r\n    »[...] Herr Domorganist Waldeck führte nunmehr gleichzeitig im doppelten Contrapunkte die österreichische und belgische Volkshymne auf der neuen Orgel mit einer solchen Kunst, mit einer solchen Genialität und mit einer solchen Feurigkeit durch, daß man unwillkürlich im Innern hoch entzückt ausrufen mußte: Waldeck erfindet und spielt wie ein Bruckner!! Wir legen hiemit einen reichbelaubten Lorbeerkranz zu den Füßen des Orgelconcertanten Herrn Waldeck in tiefster Hochachtung und Verehrung nieder. [...]« [keine Signatur] (*).\n2. Gesellschaftskonzert unter Leitung Hans Richters mit Werken von Schubert/Mottl, Davidoff und Berlioz (»Te deum«) (**).\r\nBruckner hat vermutlich dieses Konzert mit Göllerich (und dann den Gasthof »Stadt Frankfurt«) besucht – \"und kirchli' is' do' nöt!\" (***).\n(Im Konzert des Orchestervereins »Accord« im Bösendorfersaal wird die 3. Serenade von Robert Fuchs gespielt (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 16:05"}, {"ID": 188412155, "Datum": "15.12.1884, Montag", "Haupttext": "Datierung \"15. December 84.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (*).\n \n(Brief Burgstallers an Bernhard Deubler:\r\n     Wünscht gute Kontakte wie zuvor zu Deublers Vorgänger Traumihler und bittet um Unterstützung des diözesanen Cäcilien-Vereines. Dies unterstütze auch der Stiftsdechant (Philipp Mayr). Propst Ferdinand Moser habe für die Zukunft zugesagt, ein Fest des Cäcilienvereins in St. Florian zuzulassen. Grüße an Herrn Mauracher und den Organisten [Gruber] (**)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:10"}, {"ID": 188412165, "Datum": "16.12.1884, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Hofmusikkapelle:\r\n   Bittet wegen der Uraufführung der 7. Symphonie in Leipzig um Urlaub vom 27.12.1884 bis 1.1.1885. Bewilligungsvermerk Hellmesbergers vom selben Tag.", "Letzte Änderung": "17.10.2024 08:21"}, {"ID": 188412185, "Datum": "(18.12.1884, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412195, "Datum": "19.12.1884, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch: \n   Hat Urlaub erhalten. Abfahrt 26.12.1884 abends, Ankunft in Leipzig am 27.12.1884 11 Uhr. Gebe es keine Militär-Tuben? Wie die 7. Symphonie klinge? Gratuliert zum »Tristan«. Daß Universitätsferien sein werden, bedauere er. Die Briefe Levis aus München finde er großartig (*). Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen ca. 20./21.12.1884): \n   »19. Dez. u. 2. Jänner absolv. Director.« [Eckstein] (**).\nArtikel in der Allgemeinen Deutschen Musikzeitung über die restriktive Programmplanung des Gewandhauses (***).\nBrief Bruckners [an wen?]: \n   Bittet morgen [20.12.1884] um 10 Uhr ihn zu besuchen (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412205, "Datum": "ca. 20./21.12.1884, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»H Horn Montag 1/2 10.«, [separate Notiz:] Samst. Direktor [Eckstein] 6 - 7 Abds [/] Montag [Direktor] 1/2 11 Uhr bis 1/2 1 Uhr« und [auch durchgestrichen] »Samstag 10. H Stroß Samst. o Sonntag 1/2 10 Martin.« [auf der folgenden Seite:] »Leipzig Kapellm. Hans Sitt.«, »Alt«, [fremde Hand:] »Euterpe«, [Bruckner:] »Prof. Alexander Winterberger. wegen Verleger. Schuberth. Fritsch.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412215, "Datum": "21.12.1884, Sonntag", "Haupttext": "Brief Nikischs an Bruckner:\r\n   Aufführung definitiv am 30.12.1884. Die 7. Symphonie sei sehr schwer; sorgfältiges Studium (und Änderungen in der Instrumentation) seien erforderlich. Am 27.12.1884 stehe Wagners »Tristan« auf dem Programm. Ob Josef Schalk auch mitkomme? Er, Nikisch, sei über die Feiertage in Kassel und kehre erst am 26.12.1884 wieder nach Leipzig zurück [siehe die Anmerkung] (*).\n(4. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven, Spohr und Schumann (2. Sinfonie) (**).", "Letzte Änderung": "13.06.2024 16:47"}, {"ID": 188412225, "Datum": "22.12.1884, Montag", "Haupttext": "Im Bösendorfersaal spielt Löwe den 1. Satz der 4. Symphonie, Josef Schalk den 3. Satz der 3. Symphonie und beide die 1. Symphonie (Fassung für 2 Klaviere von Löwe); Richard Hirsch singt eine Szene aus Wagners »Walküre« (*).\r\nBruckner erhält einen Lorbeerkranz »Dem Meister deutscher Tonkunst!« (**).\r\n     Im Publikum saßen u.a. Helm, Hartmann, Hugo Wolf (***), Eckstein, Zottmann, nicht aber (trotz Einladung) Winkler, Baron Seiler und Weiß (°).\nAnkündigung der Leipziger Aufführung der 7. Symphonie im Musikalischen Wochenblatt (°°).\nBrief von J. M. Ebmer (Gleink) an Bruckner:\r\n     Bittet anläßlich der Feiertage und des Neujahrs um eine kleine Unterstützung (°°°).", "Letzte Änderung": "13.02.2023 17:01"}, {"ID": 188412235, "Datum": "23.12.1884, Dienstag", "Haupttext": "Brief von Nikisch [vermutlich an Pohlig]: \n   Ob er [Pohlig] für das Konzert am 30.12.1884, bei dem er die »Wanderer-Phantasie« spielen werde, das Orchestermaterial selbst mitbringe. Die Auswahl des Flügels solle er schon vor der Generalprobe, die am Vormittag des 30.12. stattfinde, treffen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412245, "Datum": "24.12.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel Helms in der Deutschen Zeitung Nr. 4660, S. 1f, über das Konzert vom 22.12.1884:\r\n»Feuilleton.\r\nConcerte. [...] Den allerinteressantesten, allerbedeutendsten künstlerischen Eindruck dankten wir dem gestern (Montag) von den Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk im Bösendorfer=Saale veranstalteten »Anton Bruckner=Abend\", welcher durchaus eingehenderer Würdigung bedarf. Für heute nur so viel [... zahlreiches Auditorium ... prächtiges Scherzo der 1. Symphonie, begeistertste Ovationen ...] Auch ein riesiger Lorbeerkranz fand sich ein, mit der Widmung: \"Dem Meister deutscher Tonkunst!\" Das [sic!] in diesen Worten nicht blos, wie wohl Viele annehmen mögen, jugendliche Uebertreibung, sondern etwas sehr Wahres enthalten sei, gedenken wir demnächst - auf den Bruckner=Abend zurückkommend - nachzuweisen.\r\nTheodor Helm.« (*).\nBrief Bruckners an Rosalia Hueber in Vöcklabruck:\r\n   Weihnachts- und Neujahrsgrüße. Er reise am 26.12.1884 zur Aufführung der 7. Symphonie nach Leipzig. Levi aus München habe großartig geschrieben (Konzert im März). Vorgestern Ovationen und Lorbeerkranz geerntet. Beiliegend 10 fl. Grüße an Schwager [Johann Hueber] (**).\nLücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen [bis 4.1.1885] (***).\nAnkündigung der 7. Symphonie in den Leipziger Nachrichten (°).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 13:31"}, {"ID": 188412255, "Datum": "25.12.1884, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n    Bruckner fahre morgen Freitag abends mit der Nordwestbahn weg. Franz könne ihn Samstag früh auf der Durchreise [in Olmütz?] erwarten. Nach Leipzig solle er am Montag früh fahren, weil an diesem Tage (29.12.1884) die Generalprobe [der 7. Symphonie] stattfinde. Bruckner werde auf Josefs Empfehlung voraussichtlich im Hotel Hauffe absteigen. Franz solle sich von Bruckner vom Konzert [des Wiener Akademischen Wagner-Vereins am 22.12.1884] berichten lassen, bei dem Hirsch mit dem Wotan-Monolog geglänzt habe. Grüße an Nikisch (*).\n \nHinweis auf das Konzert am 30.12.1884 (mit der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 360 auf S. 6948 (=16):\r\n\"                                    Musik.\n     * Im Neuen Theater findet am 30. December unter Leitung des Herrn Capellmeister Nikisch ein großes Concert statt, welches sich besonders dadurch interessant gestaltet, daß eine bisher noch nicht öffentlich erschienene Symphonie von Anton Bruckner gespielt wird, und außerdem noch die Scene Siegfried's und der Rheintöchter, sowie Brünnhilden's Schlußscene aus \"Götterdämmerung\" in das reichhaltige Programm aufgenommen wurden. – Herr Hofpianist Pohlig aus Sondershausen, einer der begabtesten Schüler Liszt's, wird ebenfalls in diesem Concerte mitwirken.\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:48"}, {"ID": 188412265, "Datum": "26.12.1884, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Josef Schalk:\r\n   Helm habe über das Konzert im Bösendorfersaal [22.12.1884] nichts geschrieben. Da dies der größte Wiener Erfolg für Bruckner gewesen sei, möge Schalk sich um einen Bericht in der Deutschen Zeitung bemühen. Nikisch hätte ihn gerne als Bruckners Begleiter in Leipzig gesehen. Glückwünsche zum Neuen Jahre (*).\nBrief Bruckners an Pius Richter:\r\n   Wegen Urlaubsvertretung. Heute reise er, obwohl an Bronchitis und Fieber erkrankt, nach Leipzig ab. Bittet Richter, Bruckners Dienst [an der Hofkapelle], der am 28.12.1884 beginne, zu verteilen. Sein Urlaub dauere bis 1.1.1885 (**).\nBruckner fährt abends allein nach Leipzig ab (***).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 23:44"}, {"ID": 188412275, "Datum": "27.12.1884, Samstag", "Haupttext": "Beginn des bewilligten Urlaubs (*).\nAnkunft in Leipzig um 11 Uhr (**).\r\nBruckner ist als Ehrengast des Leipziger Theaters im Hotel »Stadt Rom« untergebracht (***).\nAbends Gelegenheit zum Besuch einer von Nikisch dirigierten »Tristan«-Aufführung (°).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 354 meldet auf S. 3, daß am 30.12.1884 die 7. Symphonie in Leipzig unter Nikisch aufgeführt werde und Levi dieses Werk auch für München eingeplant habe:\r\n    » * Am 30. Dezember d. J. gelangt Professor Anton Bruckner's siebente Symphonie, das neueste Werk des Komponisten, in Leipzig unter Kapellmeister Nikisch's Leitung und zum Besten des in Leipzig zu errichtenden Richard Wagner=Denkmals zur ersten Aufführung. Auf Leipzig folgt München, wo Hofkapellmeister Levy dasselbe Werk, über welches er sich nach gründlicher Durchsicht der Partitur in der enthusiastischsten Weise aussprach, in einem Fastenkonzert der Hofkapelle aufführen wird.« (°°).\nAnkündigung auch im Musikalischen Wochenblatt Nr. 1 auf S. 12:\r\n          \"Vermischte Mittheilungen und Notizen.\r\n     * Im Leipziger Stadttheater findet am 30. d. Mts. unter Nikisch's Leitung ein grosses Concert statt, dessen Hauptinhalt die als hochbedeutendes Werk gepriesene Edur-Symphonie von Anton Bruckner und Fragmente aus der \"Götterdämmerung\" von Wagner bilden werden.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412276, "Datum": "ab dem 27.12.1884 in Leipzig", "Haupttext": "Bruckner trifft außer mit Nikisch (*) in Leipzig u.a. mit Reinecke (**), Carl Riedel (***), Kahnt (°) und möglicherweise im Hotel Hauffe mit Bülow zusammen. \r\n   Auch das »Hotel de Ruessi« ist [von fremder Hand] im Notizbuch verzeichnet.\nEr lernt die Schauspielerin Salbach kennen, von deren Schönheit er noch nach Jahren schwärmt [vgl. 6.-8.6.1891] (#).\nVom Besuch der Proben zur 7. Symphonie zeugen Eintragungen Bruckners mit Änderungswünschen zur Interpretation (°°).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 16:51"}, {"ID": 188412285, "Datum": "28.12.1884, Sonntag", "Haupttext": "Aufsatz Hugo Wolfs im Wiener Salonblatt Nr. 53, S. 6f, über Bruckner anläßlich des Konzerts vom 22.12.1884 (*).\r\n    Die darin enthaltenen kritischen Äußerungen waren der Grund für monatelange Diskussionen zwischen Wolf, Josef Schalk, Löwe und Eckstein, speziell über das Finale der 7. Symphonie (**).\r\n             »Bruckner-Abend,\r\n      veranstaltet von den Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk.\n      Bruckner? Bruckner? wer ist er? wo lebt er? was kann er? Solche Fragen kann man in Wien zu hören bekommen [...] Es lohnte sich also wohl die Mühe, diesem genialen Stürmer etwas mehr Aufmerksamkeit, als dieß bisher geschehen ist, zuzuwenden, und es ist ein wahrhaft erschütternder Anblick, diesen außerordentlichen Mann aus dem Concertsaal verbannt zu sehen, er, der unter den jetzt lebenden Componisten (Liszt natürlich ausgenommen) den ersten und größten Anspruch hat, aufgeführt und bewundert zu werden.\n                Hugo Wolf.« (*).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).\nInserat (wie am 29.12.1884) im Leipziger Tageblatt Nr. 363 auf S. 6979 (= 3):\n\"                     Dienstag, den 30. December 1884.\r\n            351. Abonnements-Vorstellung, III. Serie, weiß.\n                                     Concert\r\nunter Mitwirkung des Hofpianisten Herr Pohlig aus Sondershausen.\r\n                              Programm.\r\n                                    I. Theil.\r\n[... 1. Liszt, 2. Schubert ...]\r\n3. Symphonie für großes Orchester (Manuscript), Anton Bruckner.\r\n                                   II. Theil.\r\n[... 4. Wagner, 5. Liszt, 6. Wagner ...].\" (°).\n[Kann eine der von Bruckner besuchten Proben in Leipzig an diesem Sonntag stattgefunden haben?]", "Letzte Änderung": "12.02.2025 08:31"}, {"ID": 188412295, "Datum": "29.12.1884, Montag", "Haupttext": "Die Aufführung der 7. Symphonie wird im Leipziger Tageblatt Nr. 364 auf S. 7006 (=8) angekündigt:\n\"     * Leipzig, 28. December. In dem Concerte, welches am nächsten Dienstage im Neuen Stadttheater stattfinden wird, soll u. A. auch die neueste VII. Symphonie des bisher noch wenig bekannt gewordenen Wiener Componisten Anton Bruckner zur Aufführung kommen. Kürzlich brachten die \"Bayreuther Blätter\" einen längeren Aufsatz, in welchem die Werke dieses Musikers warm empfohlen wurden und Richard Wagner selbst soll ein sehr günstiges Urtheil über die ihm gewidmete dritte Symphonie des genannten Wiener Componisten ausgesprochen haben.\" (*).\n \nInserat auf Seite 2:\n\"                     Dienstag, den 30. December 1884.\r\n            351. Abonnements-Vorstellung, III. Serie, weiß.\n                                     Concert\r\nunter Mitwirkung des Hofpianisten Herr Pohlig aus Sondershausen.\r\n                              Programm.\r\n                                    I. Theil.\r\n[... 1. Liszt, 2. Schubert ...]\r\n3. Symphonie für großes Orchester (Manuscript), Anton Bruckner.\r\n                                   II. Theil.\r\n[... 4. Wagner, 5. Liszt, 6. Wagner ...].\" (*a).\n \nDurch Vermittlung Reineckes spielt Bruckner abends auf der neuen, von Walcker erbauten Orgel im Gewandhaus Orgelsonaten von Mendelssohn und Improvisationen über das Adagio der 7. Symphonie und über ein Thema des Kritikers Winterberger (**).\n \nBrief Elisabeth von Herzogenbergs an Brahms (***):\r\n   Was er von Bruckner und seiner 7. Symphonie halte?\n \n[Vermutlich: Generalprobe der 7. Symphonie - oder 30.12. vormittags (°) ?].", "Letzte Änderung": "20.09.2025 21:31"}, {"ID": 188412304, "Datum": "vor dem 30.12.1884", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Bruckner in Leipzig:\r\n   Franz Schalk möge für die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung den dem Kritiker Hartmann versprochenen ausführlichen Konzertbericht baldmöglichst absenden (*).\nBrief Anton Seidls an Bruckner:\r\n   Bringt seine Begeisterung über die 7. Symphonie zum Ausdruck (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:49"}, {"ID": 188412305, "Datum": "30.12.1884, Dienstag", "Haupttext": "Generalprobe [?] (*).\n \nInserat (wie am Vortag) im Leipziger Tageblatt Nr. 365 auf S. 7011 (= 3):\n\"                     Dienstag, den 30. December 1884.\r\n            351. Abonnements-Vorstellung, III. Serie, weiß.\n                                     Concert\r\nunter Mitwirkung des Hofpianisten Herr Pohlig aus Sondershausen.\r\n                              Programm.\r\n                                    I. Theil.\r\n[... 1. Liszt, 2. Schubert ...]\r\n3. Symphonie für großes Orchester (Manuscript), Anton Bruckner.\r\n                                   II. Theil.\n[... 4. Wagner, 5. Liszt, 6. Wagner ...].\" (*a).\nKonzertankündigung (**) und Inserat mit Programm (***) in den Leipziger Nachrichten Nr. 364.\nAbonnementskonzert unter Nikisch um 1/2 7 Uhr im Stadttheater mit Werken von Liszt (Les Préludes), Franz Schubert (Wanderer-Phantasie, Solist: Pohlig), Bruckner (Uraufführung der 7. Symphonie), Richard Wagner (Szenen aus »Götterdämmerung«, 3. Akt); Pohlig spielt auch ein Klavierwerk Liszts (Don Juan-Phantasie). - Im Publikum sitzen Franz Schalk (°), Conrad und Mary Fiedler aus München (°°), Le Borne (°°°), Herzogenbergs (#) und Ethel Smyth (#a), die Kritiker Merian, Vogel, Fritsch, Kleser, Marsop, Schucht (##), [wohl auch Direktor Staegemann] und der Norweger Iver Holter (###).\nVermutlich bei diesem Konzert lernt Hermann Sonne [siehe die Anmerkung] [1894 in Darmstadt] Bruckner kennen (a).", "Letzte Änderung": "06.03.2025 21:59"}, {"ID": 188412306, "Datum": "nach dem 30.12.1884", "Haupttext": "Artikel von Iver Holter über die 7. Symphonie in der »Nordisk Musik-Tidende« (Christiania) [1885] (*); im selben Jahr erscheint auch ein Artikel in der »Svensk Musiktidning« [Stockholm? Vgl. 1.4.1885] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188412307, "Datum": "30./31.12.1884, Dienstag 1/2 11 Uhr nachts/Mittwoch", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk in Leipzig:\r\n     Wartet auf ein Telegramm über die Aufführung der 7. Symphonie. Er habe Bruckner geschrieben, er solle Franz um den dem Kritiker Hartmann für die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung versprochenen Bericht bitten und um den kürzeren Artikel für die Deutsche Zeitung [Theodor Helm]. [Nachsatz 31.12. 11 Uhr vormittags] Hat noch keine Nachricht. Neujahrsgrüße.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:50"}, {"ID": 188412315, "Datum": "31.12.1884, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner verhandelt in Anwesenheit Nikischs und Ecksteins [??(*)] mit Dr. Oscar von Hase [siehe die Anmerkung], dem Leiter des Verlags Breitkopf u. Härtel, ergebnislos (#) über den Druck der 7. Symphonie (**).\r\n   Der Gesprächspartner bei Peters [am selben Tag oder am 2. oder 3.1.1885?] ist Alfred Dörffel (***).\nKarl Zappe quittiert den Empfang von 142 Gulden von Kanonikus Anton Pintzger (aus Rudigiers Verlassenschaft) für die Musik bei Rudigiers Begräbnis [3.12.1884]. Die Auflistung führt auch ein Telegramm an Bruckner in Wien an (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:51"}, {"ID": 188412317, "Datum": "Winter 1884/85 (?) [oder 1883/84?]", "Haupttext": "Bruckner erkundigt sich bei Joseph Seemüller nach den hinterlassenen Kompositionen von Hans Rott.", "Letzte Änderung": "14.12.2024 10:30"}, {"ID": 188500005, "Datum": "1885", "Haupttext": "C. Hofmeister zeichnet 3 Karikaturen [IKO 20] (*), L. Grande die Karikaturen »Auf einer Fahrt nach dem Kahlenberge 1885« [IKO 16] (**) und [?(***)] IKO 14 (mit Krenn) und IKO 15. Eine Karikatur »Bruckners Devotion vor Hanslick« (692/Referatsmitschrift (800/..)) ist nirgends abgebildet (°).\nJosef Schalks Vortrag »Anton Bruckner und die moderne Musikwelt« (Vortrag gehalten im Wiener Akad. Wagner-Verein) erscheint in den Deutschen Worten [siehe »Dezember 1885«] 1885, S.469-476 (°°).\nArtikel von Graf Laurencin d'Armond in der Neuen Zeitschrift für Musik 81(1885)S.244 [= 25.5.1885?] (°°°).\nArtikel »Johann Herbeck und Anton Bruckner« in der Zeitschrift des oberösterreichischen Lehrervereines, Linz, 17 (1885) S. 234-237 [Beziehung zu dem Text vom 28.5.1885?] (#).\nBruckner wird auch in dem Buch »Johann Herbeck. Ein Lebensbild von seinem Sohne Ludwig« von Ludwig v. Herbeck (Wien, Gutmann 1885) auf den Seiten 230 - 233 und im Anhang, S. 78f erwähnt (##).\n[nach dem 10.1.1886] Der »Dreizehnte Jahres-Bericht des Wiener akademischen Wagner-Vereines ... für das Jahr 1885. Wien 1886« geht auf S. 11 und S. 13 auf das Konzert vom 2.5.1885 ein, führt auf S. 22 Bruckner in der Reihe der Ehrenmitglieder an und verzeichnet auf S. 43 in der Rubrik »Musikalien« das Quintett (Partitur und vierhändigen Klavierauszug), den vierhändigen Klavierauszug der 3. Symphonie und das »Te deum« (Partitur, Chorstimmen und Klavierauszug, Geschenk von Theodor Rättig) (###). Auf S. 11 auch Hinweis auf die am 7.1.1886 und 10.1.1886 stattgefundenen Konzerte (###a). Auf S. 20 ist die Kasseneinnahme vom 2.5.1885 verbucht (###b).\nFromme's Musikalische Welt, Jg. 1885, notiert auf S. 45 in der Rubrik »Geburtstage, Geburtsorte und momentanes Domicil der namhaftesten lebenden Componisten.« auch »[...] Bruckner Anton * 4. September 1824, Ansfelden (Oberösterreich), lebt: Wien«. (a) Die Aufführung des Quintetts am 5.4.1884 ist auf S. 73 (»Wiener Concert-Programme aus der Saison 1883/84«) verzeichnet (b). Auf S. 104 (»Musikalische Statistik von Wien«) wird Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel) genannt (c). Auch auf S. 113 (»K. k. Hof- und Kammermusik«) wird er erwähnt: »Hofmusiker. Organisten: [...] Bruckner Anton« (d), ebenso auf S. 126 (»Kirchenmusik in Wien. K. k. Hofcapelle [/] Hoforganisten: [...] Bruckner Ant.« (e). Auf S. 135 (»Wiener Musiker-Adressen«) ist angegeben: »[...] Bruckner Anton, Comp., L. (Org.), k.k. Hoforganist etc., I. Hessgasse 7« (f).\n[Abschließende?] Datierung \"1885\" auf dem Titelblatt von Johann Müllers Harmonielehre-Mitschrift (g).\nBei einer Aufführung des Mozart-Requiems [vielleicht am 31.3.1885?] unter Eder in der Augustinerkirche (Tenorsolo: Walter) spielt Bruckner Orgel (h).\nEr lehnt Einladungen aus Wien, Graz [Muck (i2)] und Linz zu Konzerten bei Bach-Händel-Feiern ab und empfiehlt Labor und für Linz Josef Reiter (i1).\nBruckner signiert [nicht vor Mai 1885] eine Abschrift des »Ecce sacerdos«; Burgstaller bestätigt die Echtheit des Widmungsvermerks [auch von 1885?] in einer Abschrift des »Afferentur regi« [WAB 1] (j).\nUnter Ecksteins Führung gibt ein Freundeskreis einen hektographierten Klavierauszug der 4. Symphonie heraus (k).\nDer Erstdruck des »Pange lingua« [WAB 33] erscheint als 11. Musikbeilage in der Musica sacra, 18. Jahrgang, S.44., mit mehreren Änderungen durch F. X. Witt (l).\r\nBruckner war vor allem über die Änderung in Takt 36 erbost und übergab Eckstein das radierte und so korrigierte Autorenexemplar (m).\r\nIn der handgeschriebenen Druckvorlage hatte Witt ursprünglich nur Korrekturen am Text vorgenommen und Vermerke hinzugefügt: \"Lückenbüsser zu bevorzugen\" und \"für Hrn. Setzer Weingärtner als Schluß des Tantum ergo v. Prof. Bruckner.\" (m1).\nFranz Bayers Abschrift des Erstdrucks [wann?] entspricht in Takt 36 aber dem Autograph (n).\nIver Holter berichtet in einem Brief an die »Nordisk Musik-Tidende« über die Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig [30.12.1884]: Bruckner sei »[...] en hittil ukjent Wien-komponist [...]«. Das Adagio »er av en eiendommelig betagende skjönnhet, og mot slutten hever den seg til en höyhet og makt i uttrykket som selv Brahms ikke har nâdd i noen av sine symfonier.« (o).\nRättig zahlt Bruckner 150 fl für die 3. Symphonie (p).\nGutmann verlegt die Partitur der 7. Symphonie (Platten-Nr. A.J.G. 576) [vermutlich erst im Herbst, vgl. Brief vom 7.9.1885] (q).\r\nAls Vorlage dient das Autograph (Mus.Hs.19479), das zum Stich nach Leipzig an Engelmann &amp; Mühlberg entlehnt wird; Josef Schalk besorgt die Korrekturen (r).\r\nLevi bringt durch eine Sammlung 1000 fl für den Druck auf (s).\nGutmann verlegt auch die Stimmen des Quintetts (t) und Josef Schalks zweihändigen Klavierauszug des Adagios (u).\nPhotographie von Rudolf Weinwurm mit Widmung an Bruckner  \"Seinem lieben alten Freunde Anton Bruckner in Verehrung und bewundernder Anerkennung von Rud. Weinwurm 856 - - 885\" (v).\nArtikel Anton Bruckner von H. M. Schuster in \"Die Kunst in Oesterreich-Ungarn. Jahrbuch der Allgemeinen Kunst-Chronik\", 1. Jahrgang 1885 auf S. 126 - 133 [vgl. 2.8.1884] (w).", "Letzte Änderung": "21.08.2025 18:07"}, {"ID": 188501005, "Datum": "ca. Januar 1885", "Haupttext": "Entwürfe zum Adagio der 8. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501015, "Datum": "1.1.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Emil von Hartmann (signiert »E. v. H.«) schreibt in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung (Jahrgang XII) Nr. 1 auf S. 3 über das Konzert vom 22.12.1884 (in Anwesenheit Bruckners). Er erwähnt Löwe (4. Symphonie und 1. Symphonie) und Josef Schalk (3. Symphonie), die Aufführung der 7. Symphonie unter Nikisch in Leipzig 30.12.1884] und Levis Pläne für München [10.3.1885]. Das Quintett werde demnächst von Hellmesberger gebracht [8.1.1885], und eine Aufführung des »Te deum« werde vom Wiener Akademischen Wagner-Verein geplant [2.5.1885].\r\n»Eine künstlerische That [... Text bei 120/77f mit minimalen Abweichungen ... Bruckner's VII. ... Hofcapellmeister ... an's ...] [Fußnote zu »sieben herrliche Symphonien*)«:] »*) Von den sieben Symphonien ist bis jetzt eine einzige (die IV. [sic!] in D-moll) bei Th. Rättig in Wien im Druck erschienen.« [Fortsetzung des Haupttextes (wie bei 120/78) ...] zu würdigen wissen wird. (Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß Hofcapellmeister Hellmesberger in seiner nächsten Kammermusik=Soirée Bruckner's \"Quintett\" und der Wiener akademische Wagner-Verein im Frühjahre ein \"Te Deum\" des genannten Meisters zur Aufführung bringen wird.) Auf die Details der neulich gehörten Bruckner'schen Symphonie=Sätze des Näheren einzugehen [... ohne Notenbeispiele unmöglich ... »Gehet hin und höret!« ... Lob für die Pianisten ... Bruckner umjubelt ... Dank für den Wotan-Monolog des 2. Walküren-Aktes, endlich ohne Striche ...] Herr Richard Hirsch sang denselben, von Herrn Schalk begleitet, mit etwas spröder Stimme, aber vortrefflicher Declamation. E. v. H.« (*).\n(**) Die Zeitschrift »Lyra« Nr. 7 erwähnt auf S. 3f (signiert »A D-r.«) die Aufführung der 1. Symphonie [am 22.12.1884]:\r\n»Concerte. [... über Konzerte der Philharmoniker und der Singakademie ...].\r\n     Endlich noch etwas vom Bruckner=Abend. Er hatte einen wohlgefüllten Saal (Bösendorfer), tüchtige Leistungen und den besonders günstigen Erfolg der 1. Symphonie des Concert=Führers zu verzeichnen, A. Bruckners bestes opus fand stürmischen Beifall und auch einen Riesen=Lorbeerkranz als öffentlichen Kunst=Dank. Man kann auch diesen diesmal sanctioniren.\nA D–r.« (**).\nBesprechung der 7. Symphonie durch Bernhard Vogel in den Leipziger Neuesten Nachrichten (»Concert im Neuen Theater«) (***)\nund durch Hans Merian im Leipziger Tageblatt Nr. 1 auf S. 18:\r\n\"                       Musik.\r\n                 Neues Theater.\n     * Leipzig, 30. December. Wenn Leipzig nicht schon an und für sich so viele wahrhaft gediegene musikalische Genüsse bieten würde, so könnte man es eigentlich bedauern, daß sich die Räume des neuen Theaters nicht öfters in einen Concertsaal umwandeln, denn das heutige Concert, das als eine Leistung ersten Ranges bezeichnet werden muß, hat wiederum gezeigt, was unser Orchester kann und vermag. Das Programm enthielt ausschließlich Werke, die der neueren Richtung angehören und dadurch wurde die Aufführung besonders interessant. [... Lob für Liszts \"Les Préludes\" ...]. Nicht dieselben Vorzüge kann man der Symphonie von Anton Bruckner nachrühmen. [... \"Erwartungen nicht recht erfüllt\" ... Publikum \"verhielt sich ziemlich kühl\" ... Wagner-Reminiszenzen ...]. Die ganze Composition hat mehr einen theatralisch=dramatischen als einen symphonischen Charakter, sie macht einen ähnlichen Eindruck, wie wenn Jemand sich an das Clavier setzt und sich in freier Phantasie über bekannte Themen ergeht und dieselben, ohne ein festes Ziel im Auge zu haben, klangschön, aber bedeutungslos mit einander verwebt und verarbeitet .  .   Einen wahrhaft erfrischenden Eindruck machten dagegen die im zweiten Theile des Concertes aufgeführten zwei Bruchstücke aus der \"Götterdämmerung\". Hier zeigte es sich deutlich, wie weit der Meister allen seinen Schülern überlegen ist. [... über die Werke des 2. Teils ...].\r\n     Im großen Ganzen kann das Concert als ein gelungenes bezeichnet werden. Die Leistung des Orchesters ist als eine wundervolle anzuerkennen. Die Klangwirkung war bei der sinnvollen terrassenförmigen Anordnung und der vollständigen Abschließung der Bühne nach allen Seiten hin, besonders auch nach oben, ganz vorzüglich. Herr Capellmeister Nikisch zeigte sich wiederum an diesem Abend als ungemein genialer Dirigent, der es versteht, in jedem Werke die einzelnen Schönheiten in origineller Auffassung zur Geltung zu bringen.                   Hans Merian.\" (°).\n[Eine dieser Zeitungen oder ein anders Blatt? 1.1.1885?]\r\nFragment aus einer Leipziger Zeitung mit Theaterannoncen, vermutlich aus Bruckners Besitz (°a).\nEnde des für den Leipzig-Aufenthalt bewilligten Urlaubs (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:58"}, {"ID": 188501025, "Datum": "2.1.1885, Freitag [?]", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »19. Dez. [1884] u. 2. Jänner [1885?] absolv. Director« [= Eckstein].\n\n\n(Zu den Verhandlungen mit den Verlegern siehe die Anmerkung zum 31.12.1884).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501035, "Datum": "3.1.1885, Samstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Hat die »Hiobsbotschaften« erhalten (*). Gestern abend hätten sie Bruckner vergebens am Bahnhof erwartet (**). Er werde wohl heute eintreffen. Er, Josef, werde Bruckner veranlassen, in Wien von einem befriedigenden Erfolg zu sprechen. Franz möge noch mehr über den Klang der 7. Symphonie und die Wirkung des Finales schreiben. In München sei eine bessere Publikumsreaktion zu erhoffen. Sendet Honorar »für die beiden Berichte« (***).\n»Nachrichten aus Leipzig« [Zeitungsartikel? Briefe?] über die 7. Symphonie [adressiert nach Wien oder Linz?] (°).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:50"}, {"ID": 188501045, "Datum": "4.1.1885, Sonntag", "Haupttext": "Spätester Termin für Bruckners Rückkehr aus Leipzig (*).\nFranz Schalk verfaßt in Dresden (Datierung »Dresden 4.1.1885«) seinen Artikel über die 7. Symphonie (**).\nAuf die Aufführung des Quintetts am 8.1.1885 machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\ndie Konstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 4 auf S. 4:\r\n      » - Die Donnerstag den 8. d. stattfindende Quartett=Production J. Hellmesberger und Söhne, unter Mitwirkung des Herrn J. Maxintsak, bringt zur Aufführung: 1. Mozart: Quartett A-dur; 2. Beethoven: Trio in D, Piano: Frl. Paula Dürnberger; 3. Bruckner: Quintett (neu, erste Aufführung), zweite Viola: Herr Kupka.« (***),\ndie Morgenpost Nr. 4 auf S. 5:\r\n      » * Die am nächsten Donnerstag, den 8. Jänner stattfindende Quartett=Production J. Hellmesberger und Söhne, unter gefälliger Mitwirkung des Herrn J. Maxintsak, bringt zur Aufführung: 1. Mozart: Quartett A-dur; 2. Beethoven: Trio in D, Piano: Frl. Paula Dürnberger; 3. Bruckner: Quintett (Neu, 1. Aufführung). 2 Viola: Herr Kupka.« (°),\ndie Neue Freie Presse Nr. 7310 auf S. 6 [nahezu identischer Text] (°a),\n»Die Presse« Nr. 4 auf S. 15 [nahezu identischer Text] (°°),\ndie Publicistischen Blätter Nr. 2 auf S. 3 [Text identisch mit dem der Morgenpost] (°°°)\nund das Fremdenblatt Nr. 4 auf S. 5. [nahezu identischer Text] (#).\n(3. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Glinka, Mozart, Beethoven (5. Klavierkonzert mit d'Albert) und Liszt (##)).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:17"}, {"ID": 188501055, "Datum": "5.1.1885, Montag", "Haupttext": "Bruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen (lückenlos bis 1.4.1885) wieder auf (*).\nBrief von Elisabeth von Herzogenberg an Brahms:\r\n   Sie seien wegen ihrer kritischen Einstellung zu Bruckner und seiner 7. Symphonie oft angegriffen worden (**).", "Letzte Änderung": "31.10.2025 12:53"}, {"ID": 188501065, "Datum": "6.1.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Konrad Fiedlers aus München an Adolf Hildebrand:\r\n    Herzogenbergs und Ethel [Smyth] fänden die 7. Symphonie scheußlich und unbedeutend. Auch ihre, Fiedlers, Erwartungen seien durch die Aufführung nicht erfüllt worden. Zwiespältiger, aber bedeutender Eindruck. Der Erfolg sei »so leidlich« gewesen. Bruckner sei eine »ganz unglaubliche Erscheinung«.\r\n    \"Liebster Adolf! ... Drittens Symphonie von Bruckner: Herzogenbergs und Ethel [dies nur in der Briefausgabe von 1962 (zitiert bei 1190/.., 1191/..)] fanden sie scheußlich, wagnerisch, formlos, bombastisch, unbedeutend usw., Herzogenbergs Kritik theoretisch, pedantisch, überzeugend in dem was er sagte, dabei aber dem Zweifel Raum lassend, ob nicht trotz alledem die Sache gut sein könne; Frau Lisls Kritik reizend und rührend, wie alles, was von ihr kommt, im Innersten bedauernd, daß sie nun doch einmal nicht anders könne, als die Musik schlecht finden, schmerzlich berührt, daß in der Welt solche unverständliche Meinungsverschiedenheiten möglich seien, und dabei doch unbewußt andeutend, daß ihre Natur noch ganz andere Organe des Verständnisses und des Genusses besitze als diejenigen, die Leben, Verhältnisse und Umgebung in ihr entwickelt haben. Was nun aber eigentlich an der Symphonie ist, möchte ich wirklich wissen; auch meiner Frau Erwartungen waren durch die Aufführung nicht ganz erfüllt; es ist unstreitig etwas Zerrissenes und Zerfahrenes darin, ein Mangel an Gestaltungskraft; einen besonderen und bedeutenden Eindruck hat mir die Symphonie aber doch gemacht, ein individuelles musikalisches Vermögen verratend. Wagnerisch kam mir nur die Instrumentation und gewisse Klangeffecte vor. Der Erfolg war so leidlich, aber nicht bedeutend. Bruckner war selbst da, eine ganz unglaubliche Erscheinung, mit einem tollen Kopf, halb Nilpferd, halb Galeerensträfling ...\" (*).\nDas Fremdenblatt Nr. 6 meldet auf S. 6:\r\n    » - In der Donnerstag präzise halb 8 Uhr stattfindenden Quartett=Produktion Hellmesberger hat die Ausführung des zweiten Violapartes vom Bruckner-Quintett Herr Schwendt übernommen.« (**).\nDie Presse Nr. 6 bringt auf S. 9 dieselbe Meldung:\r\n     » - In der diesen Donnerstag halb 8 Uhr stattfindenden Quartett=Produktion J. Hellmesberger's und Söhne hat die Ausführung des zweiten Violapartes vom Bruckner-Quintett Herr Schwendt übernommen.« (***),\nebenso das Neue Wiener Tagblatt Nr. 6 auf S. 5 (°)\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1743 auf S. 7 (°°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:18"}, {"ID": 188501084, "Datum": "vor dem 8.1.1885", "Haupttext": "Es finden mehrmals längere Proben für das Quintett statt (*), bei denen Bruckner seine Auffassung vom Werk erläutern kann (**). Josef Schalk und Löwe gehen mit Bruckner die Partitur der 7. Symphonie wegen Verbesserungen durch. Der von ihnen ersehnte Beckenschlag im Adagio konnte von Nikisch durchgesetzt werden [siehe die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501085, "Datum": "8.1.1885, Donnerstag", "Haupttext": "3. Konzert des Hellmesberger-Quartetts im Großen Musikvereinssaal (#) mit Werken von Mozart (A-Dur-Quartett), Beethoven (Klaviertrio D-Dur = Geistertrio, Klavier: Paula Dürnberger (#)) und Bruckners Quintett (2. Viola Th. Schwendt (#) [nicht Kupka], Cello Ferdinand Hellmesberger (#a)) (mit dem Adagio als 2. Satz) (*).\r\n    Im Publikum sitzen viele Mitglieder des Wagner-Vereins (dank Josef Schalk), Landgraf Fürstenberg, Paumgartner und Löwe. Nachfeier bei Wandl (**).\n(Franz Schalks von Josef Schalk redigierter) Bericht über die Uraufführung der 7. Symphonie in Leipzig erscheint in der Deutschen Zeitung Nr. 4674 auf S. 6:\r\n    » – Aus Leipzig wird uns unterm 3. d. geschrieben: \"In dem im hiesigen Stadttheater zu Gunsten der Errichtung eines Richard Wagner=Denkmals veranstalteten Concerte kam Anton Bruckner's siebente Symphonie zur ersten Aufführung. Dem größten Theil des Publicums war wohl der Name des Wiener Componisten noch unbekannt und es schien nur zu vermuthen, daß in einem Programm, welches, der Feier entsprechend, nur die auserlesensten Nummern enthielt, auch nur ein ungewöhnliches und würdiges neues Werk habe Raum finden können. Mit deutlich wahrnehmbarer Aufmerksamkeit und wachsendem Interesse folgte es nun der Entfaltung jener großartigen und tiefernsten symphonischen Gedanken, welche dieses Werk in sich birgt. Von Satz zu Satz steigerten sich Beifallskundgebung und Enthusiasmus. Am Schlusse erschien nach langanhaltenden Rufen der Componist und wurden ihm zwei Lorbeerkränze überreicht. Capellmeister Nikisch hatte das Werk in seinen großen Zügen wahrhaft congenial erfaßt und brachte es durch sein Orchester zu überwältigendem Ausdruck. Eine Wiederholung dieser einzig dastehenden Aufführung findet schon im nächsten Monat statt«. » (***).\n(°) Vom Leipziger Konzert berichtet auch das Musikalische Wochenblatt Nr. 3 auf S. 33f:\r\n    »Leipzig. Ein Concert, so gar nicht nach dem Recept, welches gemeinhin für Aufstellung der Symphonieconcerte der Concertinstitute benutzt wird, dabei in der Ausführung seiner Hauptnummern von ausgesuchtester Güte, war das, welches am Abend des 30. Dec. im Neuen Stadttheater stattfand und mit seinem von Hrn. Director Staegemann und dessen excellentem Capellmeister Hrn. Nikisch planvoll entworfenen modernen Programm speciell die dieswinterlichen Gewandhausconcerte mit ihrer hyperclassischen Physiognomie in wirklich erfrischendster Weise unterbrach. Seine Hauptnummer bildete die Composition eines hochbegabten, hier vorher gänzlich unbekannt gewesenen österreichischen Tonsetzers, die 7. Symphonie des Wiener Hoforganisten Anton Bruckner. [...] Die Symphonie von Anton Bruckner hat uns im höchsten Grade interessirt, in ihrem 2. und 3. Satz, Adagio und Scherzo, uns sogar die wärmste Bewunderung abgenöthigt. Dieser Componist weiss wirklich etwas Eigenes und dabei Bedeutendes zu sagen, eine seltene Ursprünglichkeit der musikalischen Ideen zeichnet sein Werk aus. Das Tiefste, Nachhaltigste gibt er im Adagio, einem ganz herrlichen Tonstück, das in der Erfindung der Hauptthemen wahrhaft Beethoven'sche Erhabenheit zeigt und den Hörer bis zum Ende des dasselbe beschliessenden weihevollen Trauerhymnus in Athem hält. Nicht minder originell ist das Scherzo, ein Muster leichtflüssiger Productionskraft und durchaus orchestral gedacht. Im 1. und 4. Satz will es dem Hörer an einigen Stellen erscheinen, als würde der logische Faden der Entwickelung unterbrochen, als wäre die Verbindung der einzelnen Theile eine mehr äusserliche und stocke der symphonische Fluss. Inhaltlich sind aber auch diese beiden Sätze von grossem Interesse, ja von einem Reichthum der Gedanken, um welchen der Componist zu beneiden ist. Erhöht wird die Eindrucksfähigkeit dieser Symphonie durch eine glänzende Instrumentation. Hr. Capellmeister Nikisch hatte die Novität bewundernswürdig einstudirt, die Ausführung glückte ungemein und gereichte der Capelle zu höchstem Ruhme. Der anwesende Componist wurde nach dem 4. Satz seines hochbedeutenden Werkes gerufen und musste zwei Lorbeerkränze, eine verdiente Auszeichnung, entgegennehmen. [... Lob für das Orchester, die Gesangssolisten, Vorbehalte zu Pianist Pohlig ...].« (°).\r\n[keine Signatur auf S. 34] Als Autor wird E. W. Fritsch [Fritzsch] überliefert (°a).\nAuf S. 35 ist das Leipziger Konzert in der Rubrik \"Concertumschau\" verzeichnet: \"[...] Leipzig. [...] Conc. im Neuen Stadttheater unt. Leit. des Hrn. Nikisch am 30. Dec.: 7. Symph. v. A. Bruckner, [...]\" (°b).\nBericht im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 8 auf S. 5 (mit Zitat aus den Leipziger Nachrichten vom 1.1.1885 und mit Ankündigung der Zweitaufführung am 27.1.1885):\r\n    » * In den letzten Tagen des vergangenen Jahres gelangte in Leipzig unter der Leitung des auch in Wien bestbekannten Kapellmeisters Artur Nikisch eine Symphonie (Manuskript von Anton Bruckner) zur ersten Aufführung, die einen wahrhaft durchschlagenden Erfolg für sich hatte. Ein dortiges Blatt schreibt über die Novität: \"Das Werk selbst fordert die höchste Bewunderung heraus. Nicht so sehr dem direkten Beethoven'schen Vorbilde sich anschließend, als vielmehr dem von Berlioz und Liszt in ihren symphonischen Dichtungen gegebenen, stellt der Komponist vor uns Tonbilder hin, in denen die Gluth der Farbe mit dem fortreißenden Feuer der Einbildungskraft wetteifert und so den Hörer von Anfang bis Ende wie mit unsichtbaren Ketten festhält.\" Die Symphonie - die siebente Meister Bruckner's - gelangt übrigens Ende dieses Monats vor dem Könige nochmals und wenigstens in zweien ihrer Sätze zur Aufführung.« [keine Signatur] (°°).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 11:31"}, {"ID": 188501095, "Datum": "9.1.1885, Freitag", "Haupttext": "Der ausführliche Bericht Franz Schalks [datiert 4.1.1885] über die 7. Symphonie in Leipzig wird, redigiert von Josef Schalk (#), in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung [Hartmanns] veröffentlicht. Eine zweite Aufführung werde für den 30.1.1885 vorbereitet [endgültig: am 27.1.1885] (*).\n Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 2 bringt auf S. 17 eine kurze Besprechung (signiert »S.« [Schucht]):\r\n               \"Leipzig.\r\n     Stadttheater. Zuerst gedenke ich einer rühmenswerthen Wiederholung von \"Tristan und Isolde\" am 27. Decbr. [...] In recht dankenswerther Weise wurde uns auch eine Novität vorgeführt: eine viersätzige Symphonie von Anton Bruckner. Das Werk bietet viel interessante Ideen in wirkungsvoller Instrumentation, aber jeder der vier Sätze ist zu lang ausgesponnen. Das möchte aber noch verzeihlich sein, wenn nur nicht unter den vielen guten Gedanken auch manche triviale, der Symphonie weniger entsprechende aufträten. Auch entwickel sich die Ideen nicht stets in logischer Folge auseinander, sondern sind oft mehr mosaikartig aneinander gereiht. Das von unserm vortrefflichen Theater=Orchester ausgezeichnet gut ausgeführte Werk wurde beifällig aufgenommen und der anwesende Componist hatte sich sogar des Hervorrufs und eines Lorbeerkranzes zu erfreuen.\r\n     [... andere Werke, andere Konzert ...]    S.\" (**).\nArtikel über das Quintett erscheinen im Extrablatt (***)\nund in der Morgenpost Nr. 9 auf S. 5 (signiert »Bn.« = Dr. Berggruen):\r\n      » * In der gestrigen Soirée des Quartetts Hellmesberger gelangte das von der Aufführung im akademischen Wagner=Verein bekannte Quintett mit einer zweiten Viola von Bruckner zur Wiedergabe [... sorgfältige Interpretation ... bedeutender Eindruck ... formale Schwächen vor allem im Finale ...] Ein so gedankentiefer, durch Erfindung und Ausführung fesselnder Satz wie der zweite hingegen ist seit dem Heimgange Beethoven's von Niemandem geschrieben worden. Das Publikum bereitete dem anwesenden Componisten eine verdiente Ovation. Bruckner kommt später zu Ehren, als andere Componisten, für welche gute Freunde nur zu übereifrig arbeiten, aber er wird sich dafür länger behaupten.      Bn.« (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501105, "Datum": "10.1.1885, Samstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Erfolg des von Hellmesberger gut geprobten Quintetts im Musikverein. Der Wagner-Verein war gut vertreten. Bruckner kam mit Landgraf und Paumgartner danach zu Wandl. Er sei über Leipzig getröstet. Löwe und Josef gingen mit ihm die 7. Symphonie durch (Beckenschlag, Nikisch). Die Deutsche Zeitung habe den Artikel von Franz bereits gebracht [9.1.1885], den zweiten Artikel habe er, Josef, etwas ausgearbeitet. Er werde ihn zusammen mit der Kritik zum 22.12.1884 zusenden, die einen Tadel für Hirsch enthalte. Bruckner traf Franz in Dresden nicht (anderer Zug). Grüße auch von Eckstein. Winkler, Baron Seiler und Weiß fehlten am 22.12.; Zottmann sei von der 1. Symphonie begeistert. Die Aufführung des »Te deum« sei in Planung [siehe die Anmerkung] (*).\nDie Konstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 10 bringt auf S. 4 eine mit »R.« signierte Kritik des Quintetts [8.1.1885]:\r\n    »[...] Erfreulich ist, daß das Adagio (in der Partitur der dritte Satz, von Hellmesberger als zweiter gespielt), in welchem sich das Dasein innerer Musik stets am deutlichsten bekundet, den gelungensten Theil des Quintetts bildet. [...] Herzlich freuen wir uns des durchschlagenden Erfolges dieser genial angelegten Komposition, deren Schöpfer, nach jedem einzelnen Satze stürmisch applaudirt, wiederholt erscheinen mußte. R.« (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 7 meldet auf S. 3, den Text der Deutschen Zeitung vom 8.1.1885 nahezu unverändert übernehmend, daß in Leipzig die 7. Symphonie erfolgreich aufgeführt wurde [30.12.1884]:\r\n     » § Von unserem Landsmanne Bruckner. Aus Leipzig wird geschrieben: \"In dem im hiesigen Stadttheater zu Gunsten der Errichtung eines Richard Wagner=Denkmals veranstalteten Concerte kam Anton Bruckners siebente Symphonie zur ersten Aufführung. Dem größten Theil des Publicums war wohl der Name des Wiener Componisten noch unbekannt und es schien nur zu vermuthen, daß in einem Programm, welches, der Feier entsprechend, nur die auserlesensten Nummern enthielt, auch nur ein ungewöhnliches und würdiges neues Werk habe Raum finden können. Mit deutlich wahrnehmbarer Aufmerksamkeit und wachsendem Interesse folgte es nun der Entfaltung jener großartigen und tiefernsten symphonischen Gedanken, welche dieses Werk in sich birgt. Von Satz zu Satz steigerten sich Beifallskundgebung und Enthusiasmus. Am Schlusse erschien nach langanhaltenden Rufen der Componist und wurden ihm zwei Lorbeerkränze überreicht. Kapellmeister Nikisch hatte das Werk in seinen großen Zügen wahrhaft congenial erfaßt und brachte es durch sein Orchester zu überwältigendem Ausdruck. Eine Wiederholung dieser einzig dastehenden Aufführung findet schon im nächsten Monat statt.« (***).\nDie Österreichische Kunst-Chronik Nr. 2 bringt auf S. 24 - 27 einen Artikel von Dr. H. M. Schuster \"Das Doppel-Jubiläum des Jahres 1885.\", in dem auf S. 26 auch Bruckner erwähnt wird:\r\n     \"[... Kritik an der Programmgestaltung der Philharmonischen und Gesellschaftskonzerte; Bach und Händel würden vernachlässigt, je ein Konzert sei zu wenig ...] Das Richtige wäre nämlich, ausserdem ein drittes Concert zu veranstalten, welches Orgel-Compositionen (unsere Erwartung, dass man Bruckner zu einem Orgelvortrag Bach'scher und Händelscher Werke einladen werde, ist unerfüllt geblieben!), Orchester- und Kammer-Compositionen (sowol vocale als intsrumentae) von Beiden enthielte; [...] Dr. H. M. Schuster.\" (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2025 13:01"}, {"ID": 188501115, "Datum": "11.1.1885, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung des Quintetts in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 4 auf S. 3 durch »Florestan« [= Dr. Woerz (*a)]:\r\n                »Concerte.\r\n    Vierzig Jahre sind verflossen, seit Felicien David [... über ein Konzert des WMGV und das 3. Gesellschaftskonzert ...]\r\n     Es erübrigt noch, der in die letzte Woche fallenden Quartettproductionen von Radnitzky und Hellmesberger zu gedenken. Im Wesentlichen handelte es sich für uns bei Radnitzky um Labor's Quintett (mit Clavier und Contrabaß), bei Hellmesberger um das Streich=Quintett in F von Bruckner. [... über Labors Werk und seine Präsenz in der Öffentlichkeit ...] Anders liegt die Sache bei Anton Bruckner, der es längst aufgegeben hat, als Orgelvirtuose in den Concertsälen zu glänzen. [... positive Besprechung des Quintetts, Einwände gegen das Finale ...] Bruckner hatte allen Grund, sich bei Hellmesberger bestens zu bedanken; aber Hellmesberger durfte auch im Vorhinein überzeugt sein, daß die auf das Einstudieren dieses Quintetts verwendete Mühe keine verlorene ist. Es fehlte nicht viel, und die Beiden wären sich coram publico in den Armen gelegen. Die Dankesbezeigungen waren übrigens auch ohnedieß dramatisch genug.\r\n    Schließlich wollen wir auch noch dem Bedauern Ausdruck geben, daß uns ein Gastspiel im Operntheater verhinderte, den ersten Liederabend Gust. Walter's mitzugenießen. Hoffentlich werden wir am zweiten und dritten Abende glücklicher sein.    Florestan.« (*).\n(**) Artikel im Alpenboten Nr. 3 auf S. 3 über die Aufführung der 7. Symphonie [30.12.1884], mit wörtlicher Übernahme des Artikels der Deutschen Zeitung vom 8.1.1885:\r\n    »(Erfolg eines Oberösterreichers.) Aus Leipzig wird unterm 3. d. geschrieben: „In dem im hiesigen Stadttheater zu Gunsten der Errichtung eines Richard Wagner=Denkmal [sic] veranstalteten Concerte kam Anton Bruckner's siebente Symphonie zur ersten Aufführung. Dem größten Theil des Publicums war wol der Name des Wiener Componisten noch unbekannt und es schien nur zu vermuthen, daß in einem Programm, welches, der Feier entsprechend, nur die auserlesensten Nummern enthielt, auch nur ein ungewöhnliches und würdiges neues Werk habe Raum finden können. Mit deutlich wahrnehmbarer Aufmerksamkeit und wachsendem Interesse folgte es nun der Entfaltung jener großartigen und tiefernsten symphonischen Gedanken, welche dieses Werk in sich birgt. Von Satz zu Satz steigerten sich Beifallskundgebung und Enthusiasmus. Am Schlusse erschien nach langanhaltenden Rufen der Componist und wurden ihm zwei Lorbeerkränze überreicht. Capellmeister Nikisch hatte das Werk in seinen großen Zügen wahrhaft congenial erfaßt und brachte es durch sein Orchester zu überwältigendem Ausdruck. Eine Wiederholung dieser einzig dastehenden Aufführung findet schon im nächsten Monat statt”. Es ist dies gewiß ein sehr schmeichelhafter Erfolg unseres bescheidenen Landsmannes, den wir besonders als Oberösterreicher mit Freude und Stolz bezeichnen. [... zur Biographie Bruckners ... über die Zurücksetzung in Wien ...] was zum Theile auch in dem überaus bescheidenen und nichts weniger als weltläufigen Wesen unsers [sic] bedeutenden Landsmanns gelegen sein mag. Der Erfolg in der Musikstadt Leipzig wird nicht verfehlen, Bruckner auch als Componist berümht [sic!] zu machen.« (**).\n(***) Von der Aufführung des Quintetts berichtet auch der Sonn- und Feiertagskurier Nr. 3 auf S. 3, signiert »H-e.«):\r\n           » Quartett Hellmesberger.\n    H-e. Ein genußreicher Abend. [... über die anderen Werke ...] Und zum Schluß eine Novität - Quintett von Bruckner. Eine durchaus interessante Composition und namentlich in den beiden Mittelsätzen von echter musikalischer Schönheit, wenn auch nicht völlig frei von gesuchten Efecten, zu denen auch der gar zu süßliche und gar zu lang ausgesponnene Schluß des Adagio zu rechnen ist. Dem letzten, etwas ruppigen Satze fehlt es an schönem Fluß sowohl als an Geschlossenheit. Der glückliche Componist dankte persönlich für den außerordentlichen Beifall und gab davon symbolisch einen Theil an die Künstler ab, die sich durch ihre vorzügliche Interpretation des neuen Werkes auch gerechten Anspruch darauf erworben hatten.« (***).\nBericht in der Wiener Sonntags-Post auf S. 2f, signiert \"ahm.\":\r\n      \"Musik.\r\n[...]\r\n    Am Tag darauf erfocht das Quartett Hellmesberger einen glänzenden Sieg im großen Musikvereinssaal. Ueber das wunderbare Zusammenspiel erfreute man sich wie immer, die Wahl des Schauplatzes muß man ebenfalls wie immer, beklagen. [... nicht ausverkauft, der kleine Saal brächte künstlerischen Gewinn ...] Zum Vortrage kam [...] schließlich ein neues Quintett von Bruckner. Nach dem spectakulösen Beifall zu schließen, mit dem jeder Satz dieses Quintetts aufgenommen wurde, muß man glauben, daß uns der neue musikalische Messias erschienen ist. Wir gönnen dem vielverdienten, tüchtigen und geschickten Musiker, der ja so manches Schöne geschaffen hat, von Herzen den großen Erfolg und bedauern nur, in den Jubel der Brucknerianer nicht so ganz von Herzen einstimmen zu können. Daß Bruckner Wagnerianer ist, weiß die ganze Welt, daß er demnach bestrebt sein wird, Wagner'sche Ausdrucksweisen, Wagner'sche Harmonisirungen und dessen Ueberschwänglichkeiten möglichst getreu zu copiren, darf nicht Wunder nehmen. Es frägt sich nur, ob der Kammermusikstyl derlei Experimente verträgt. Hier muß die Musik ihre eigenste Sprache reden und auf alle Ausdeutungen und Ergänzungen durch das Wort oder die Scene verzichten. Wo Herr Bruckner nichts sein will, als Musiker, ist er auch des Gelingens sicher, so z. B. im Adagio (wenigstens im größten Theile) und im Trio des Scherzos. In den anderen Sätzen will er zuviel geben und bleibt eben darum weit vom Ziel. Die einzelnen Abschnitte und Perioden verfließen unklar ineinander, die Themen treten nicht prägnant genug auf und die Form scheint vielfach zerstückelt und zerpflückt. Herr Bruckner ist ein hochbegabter ernst strebender Mann, das ist nicht zu leugnen, aber er ist auf falschem Wege; leider scheint er vollkommen überzeugt, daß gerade dieser Weg der richtige ist.\r\n    [... weitere Konzerte, Liederabend Gustav Walter ...] Ungerecht wäre es, die discrete und verständnißinnige Begleitung der Lieder durch Herrn Erben, nicht mit einigen lobenden Worten zu erwähnen!               ahm.\" (°).\nDa eine Reaktion von Brahms ausbleibt, bittet Frau von Herzogenberg in einem weiteren Brief ihn um seine Stellungnahme zu Bruckner (°°).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Cherubini, Bach und Mendelssohn (3. Sinfonie) (°°°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:51"}, {"ID": 188501125, "Datum": "12.1.1885, Montag", "Haupttext": "Bruckner erneuert seine Fastendispens [Schreiben vom 23.2.1876] (*).\nBrief von Brahms an Elisabeth von Herzogenberg:\r\n     Sie dürfe ihrem Urteil über die 7. Symphonie trauen. Den Brief [5.1.] habe auch Hanslick gelesen. Das Quintett und eine Symphonie Bruckners seien gedruckt. Man könne über die Musik und den Menschen nicht reden, den die »Pfaffen von St. Florian auf dem Gewissen« hätten (**).\nKönigstein über Quintett im Illustrierten Wiener Extrablatt, \"Die Leich' auf der Alm und die Wüste Davids\" (***).\nDatierung \"12. Jänner 885.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (°).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:08"}, {"ID": 188501135, "Datum": "13.1.1885, Dienstag", "Haupttext": "Artikel Paumgartners in der Wiener Abendpost Nr. 9 auf S. 1f [Wiener Zeitung]:\r\n             »Feuilleton.\r\n                Musik.\r\n                 Concerte.\r\n     Herr Hellmesberger brachte an seinem dritten Quartettabende das Quintett für Streichinstrumente von Anton Bruckner zur Aufführung. [... über die unberechtigte Geringschätzung Bruckners, mit Besprechung des Konzerts vom 22.12.1884 und Erwähnung der Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig und der Pläne Levis in München ... und über die Aufführung des Quintetts am 8.1.1885:]\r\n     Herr Hellmesberger, welcher von jeher der Bahnbrecher alles tüchtigen Neuen war, hat nun auch für die übrigen Concertunternehmungen die Schuld an Bruckner eingelöst und dessen wundervolles Streichquintett in F-dur zur Aufführung gebracht. Es enthält so viel des Schönen, daß wir heute nicht zu einer erschöpfenden Besprechung dieses Werkes gelangen können. Nur Eines sei nochmals hervorgehoben: der rauschende Erfolg, welchen das Quintett erlebte. Freilich hat Hellmesberger mit einem Können und einer Liebe sich dem Werke hingegeben, welche halbe Bürgschaft für den Erfolg gewähren mußten. Vorzüglich spielten an diesem Abende Hellmesberger und Genossen das Mozart'sche Streichquartett in A-dur, in dessen varirtem [sic!] Mittelsatze in D-dur insbesondere Herr Ferdinand Hellmesberger mit dem ausgezeichneten Vortrage des figurirten Basses auf dem Cello glänzte. Außerdem gelangte noch das D-dur=Trio von Beethoven, dessen Klavierpart von Frl. Paula Dürnberger trefflich gespielt wurde, zur Aufführung.\r\n     [... über weitere Konzerte ...] Daß die gesangliche Ausführung des Programmes durch den Wiener Männergesangverein eine vortreffliche war, brauchen wir wohl kaum zu erwähnen.\nDr. h. p.« (*).\nBrief Hildebrands (aus Florenz) an Fiedler:\r\n     \"Liebster Conrad! ... Das Wetter ist recht langweilig hier, recht trübe. Meiner Frau gehts recht gut und wir sind recht unterhaltungslustig. -\r\n     Schade, daß ich nicht die Bruckner'sche Symphonie hören konnte. Der erste Satz schien mir besonders frisch und direct. Das gilt bei Herzogenbergs allerdings erst in zweiter Linie - auch schien er mir was zu sagen haben. - [über Bilder und künstlerische Pläne]\" (**).\n(Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums unter Leitung Hellmesbergers (***)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:14"}, {"ID": 188501145, "Datum": "14.1.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners [an einen Zeitschriften-Redakteur o.ä.? Vielleicht in Leipzig?]: Übersendet wunschgemäß Photo und Angaben zur Biographie. Am 8.1.1885 habe Hellmesberger das Quintett mit unbeschreiblichem Erfolg aufgeführt; er plane eine Wiederholung im November 1885. Dankes- und Neujahrsgrüße (*).\nTheodor Helms Kritik über das Quintett in der Morgenausgabe der Deutschen Zeitung Nr. 4680 auf S. 1f. Er zieht Vergleiche mit Beethoven, Schubert und Richard Wagner, erwähnt auch die Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig [30.12.1884]:\r\n»Feuilleton.\r\nConcerte.\r\n(Bruckner's F-dur=Quintett in Hellmesberger's letzter Quartettproduction. [...])\r\n   Als die wichtigste und interessanteste Musikaufführung [... Text wortgetreu bei 937/127f mit folgenden Abweichungen: ... »von Hellmesberger geleitete Aufführung« und \"Prügelscene\" ... Text der Auslassung auf S. 128: ...] Aufnahmsfähigkeit der Hörer.\r\n   Nicht ohne Grund hat der geistreiche und angesehene Kritiker der \"Leipziger Nachrichten\", Herr Bernhard Vogel, auf Bruckner's Schaffen unlängst die Goethe=Schiller'sche Xenie über Jean Paul angewendet: \"Gingst du mit deinem Reichthum so zu Rathe, wie hundert Andere mit ihrer Armuth!\" *). [Text der Fußnote:] *) Uebrigens äußert sich Herr Vogel über die kurz vor Neujahr zum erstenmal aufgeführte Bruckner'sche E-dur=Symphonie (Nr. 7), welche uns mit Ausnahme des erhabenen Adagio ganz und gar unbekannt, voll begeisterter Anerkennung: \"Das Werk fordere die höchste Bewunderung heraus ..... Es offenbare eine geradezu jugendfrische Unmittelbarkeit der Empfindung, eine echte, naturgemäße Congenialität mit Berlioz, Liszt und vor Allem mit Wagner, kraft welcher Bruckner sich wie ein Riese heraushebt aus der Schaar jener Pygmäen, die Wunder was zu leisten glauben, wenn sie genau das nachplappern, was Jene viel bedeutungsvoller und kräftiger anderwärts ausgesprochen.\" (\"Leipziger Nachrichten\" vom 1. Januar 1885.) [Fortsetzung des Haupttextes:] Wie wohl thut es aber, einmal wieder einem im besten Sinn naiven Tondichter zu begegnen; der nicht grübelt, sondern aus innerstem Bedürfnisse schafft, welcher seine eigene Sprache spricht, eine Sprache, aus der wir nicht nur eine scharf ausgeprägte, imponirende Einzelpersönlichkeit, sondern auch die musikalischen Errungenschaften unseres Jahrhunderts, einen wahren und wirklichen Fortschritt heraushören.\r\n   Nur ganz engherzige Leute [... Text wortgetreu bei 937/128 ... »seitens« ... über das restliche Programm und über weitere Konzerte ...]« (**).\nBrief von Elisabet von Herzogenberg an Brahms:\r\n   » [...] aber die Traurigkeit nimmt einem niemand darüber, daß in dieser scheinbar so \"urbar gemachten\" Welt es doch so viele, viele Menschen gibt, denen das Hohlste und Aufgebauschteste imponiert, sobald es nur mit der nötigen Inszenesetzung auftritt. Ein paar nicht ganz schlechter musikalischer Motive, aber wie Fettaugen auf einer kraftlosen Suppe schwimmend, und der ‘Meister Bruckner’ ist fertig, und diejenigen, die nicht gleich zu Kreuz kriechen, werden zu ungläubigen Thomaten gestempelt, die da auf Wunder und Zeichen warten, um sich zu bekehren. [...]\"\r\n[derselbe Brief?] \"[...] Hat das Brucknersche Quintett wirklich einen solchen Erfolg gehabt? [...]« (***).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »schuld 5 fl Dienst.« (°).", "Letzte Änderung": "27.11.2024 11:20"}, {"ID": 188501155, "Datum": "15.1.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Alfred Stroß:\n     Er habe [in Leipzig] keinen Verleger gefunden. Stroß möge, wenn er an Winterberger schreibe, um das h-moll-Thema bitten, das der Improvisation im Gewandhaus zugrundelag. Extrablatt [Königstein am 12.1.1885] »schrecklich«, Deutsche Zeitung [Theodor Helm am 14.1.1885 über das Quintett] »sehr gut« (*).\n\r\nArtikel Eduard Kulkes über das Quintett [8.1.1885] und den Bruckner-Abend des Wagner-Vereins [22.12.1884] in den Wiener Signalen 8 (1885) Nr. 2 auf S. 10-12:\r\n           »Musik.\r\n       Concerte.\r\n    Mit dem Anfang des neuen Jahres kann man zufrieden sein. [... über das Gesellschaftskonzert und einen Kammermusikabend Kretschmanns ...] In Hellmesberger's dritten [sic!] Quartett=Abend kam Mozart's entzückendes A-dur=Quartett zur Aufführung. Dieses Quartett gehört zu dem Schönsten und Bedeutendsten, was wir im Gebiete der Kammermusik besitzen. In dem Variationensatze hatte Ferdinand Hellmesberger eine schöne Gelegenheit, seine Tüchtigkeit als Cellist darzuthun. In dem Trio von Beethoven spielte Frl. Paula Dürrnberger den Clavierpart mit großer Bravour und entsprechendem Ausdruck. Sensationell wirkte ein Quintett von Bruckner. Einen so rauschenden Applaus erlebt man nur selten; es war eine förmliche Huldigung [...] Professor Bruckner verdient aber auch die ihm erwiesenen Ehren in vollem Maße. Sein Quintett ist in Wahrheit das Werk eines Genies [... die Wagnerianer setzten sich in Wien als einzige für Bruckner ein ... über das Konzert vom 22.12.1884 ... Klavierversionen könnten Orchesteraufführungen nicht ersetzen ... über Gustav Walters Konzert ...] Eduard Kulke.« (**).\n \nDie Linzer Zeitung berichtet, daß das Quintett durch Hellmesberger aufgeführt wurde [8.1.1885], einzelne Sätze aus der 3. und 4. Symphonie und die 1. Symphonie durch Schalk und Löwe im Bösendorfersaal [22.12.1884], die 7. Symphonie in Leipzig [30.12.1884] und daß Levi eine Symphonie für München plane:\r\n    » * (Compositionen von A. Bruckner.) Herr Hellmesberger, schreibt Dr. Hans Paumgarten [sic] in der \"Wiener Abendpost\", brachte an seinem dritten Quartettabende das Quintett für Streichinstrumente von Anton Bruckner zur Aufführung. [... über die letzten Konzerte in Wien und Leipzig und die Planung in München ... die Indolenz der Wiener Institute sei unfaßbar angesichts der herrschenden musikalischen Dürre im symphonischen Bereich ... über das wundervolle Quintett ...] Freilich hat Hellmesberger mit einem Können und einer Liebe sich dem Werke hingegeben, welche halbe Bürgschaft für den Erfolg gewähren mußten.« [keine Signatur] (***).\n \nEine Zuschrift an das Musikalische Wochenblatt Nr. 4 auf S. 50 kündigt eine Wiederholung der 7. Symphonie in Leipzig an:\r\n               \"Briefkasten.\r\n     W. O. in S. Nicht im Gewandhaus - wer könnte dies auch erwarten! -, wohl aber im Theater steht eine nochmalige Vorführung der 7. Symphonie von Bruckner in Aussicht. Wir werden Sie rechtzeitig benachrichtigen.\" (°).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°°)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:14"}, {"ID": 188501165, "Datum": "16.1.1885, Freitag", "Haupttext": "Kurze Erwähnung der 7. Symphonie in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 3 auf S. 33:\n     »Leipzig. [...] Am 30. Decbr. [...] Symphonie f. gr. Orch. (Manuscript) von Anton Bruckner [...]«,\nund auf S. 35:\n»Aufführungen neuer und bemerkenswerther älterer Werke.\n[...]\nBruckner, Anton, Symphonie Nr. 7. Leipzig, Concert im neuen Theater am 30. Decbr.« (*).\r\nIm selben Heft auch ein Artikel von Johann Schucht \"Deutsche Musik und Poesie im Auslande\", in dem die bedeutende Rolle deutscher Musiker in den Vereinigten Staaten geschildert wird (*a).\n \nSchreiben Burgstallers über die Aktivitäten des Chors des Neuen Domes in Linz [ziemlich sicher ein Rückblick auf das Jahr 1884]:\r\n      »[...] \"Te Deum laudamus\": von Obersteiner, Santner, Engel.\r\n\"Tantum ergo\": von A. Brukner [prov. WAB 48], Führer, Reiter, Birkler, Colonna, Renner, Randhartinger, Beyer, J. Burgstaller, Festl, Habert Joh., Adlgasser, Haydn M., Haller, Ett, Witt. [...] Linz, den 16. Jänner 1885. Joh. Bapt. Burgstaller, Obmann des Cäcilien-Vereines, Chor-Dirigent in der Votivcapelle.« (**).\n \nAnkündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 16 auf S. 277 (= 3):\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung  Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:19"}, {"ID": 188501175, "Datum": "17.1.1885, Samstag", "Haupttext": "Speidels Kritik über das Quintett erscheint im Fremdenblatt (*).\n(**) Besprechung desselben Konzertes [8.1.1885] durch Dömpke in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1754 auf S. 1f:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\r\n    Eine der wichtigsten und schwierigsten Fragen des zukünftigen Musikhistorikers wird nothwendig lauten, ob und welche hervorragenden Talente die neudeutsche Schule zu Grunde gerichtet habe. [... bisher sei die Kammermusik von den Ausschweifungen der Neudeutschen Schule verschont geblieben. Doch sei unlängst ein Quartett \"Angelus\" von Liszt aufgetaucht ...] und nachdem das Quintett von Bruckner einen Beifall gefunden hat, welcher der entschlossenen Einmüthigkeit der Liszt= und Wagner=Partei in Wien entspricht, steht es mit der Unerschütterlichkeit auch dieser Kunstgattung nicht mehr so zweifellos.\r\n     [... im Konzertsaal höre man konzentrierter zu als in der Oper, da müsse die neue Schule Farbe bekennen ...] Wer die Unnatur der Bruckner'schen Harmoniefolgen und seines Satzbaues einmal recht peinlich empfunden hat, wird bald nicht umhin können, auch bei Wagner'scher Musik schärfer zuzuhören. [... eine gesunde Entwicklung könne nur vom Konzertwesen ausgehen, wo das Bedürfnis nach ...] musikalischer Schönheit, principiell wenigstens, von den meisten Hörern noch unbedingt zugestanden wird.\r\n    Wäre das Bruckner'sche F-dur-Quintett der Manier der Partei ganz und gar verfallen, so hätte unser Nekrolog in wenig Worten bestehen können. [... Text bei wörtlich bei 37/259-261, mit den folgenden orthographischen Abweichungen: ... eigenthümlichen ... Beifalles ... Jeder ... beiweitem ... Jemand ... Bruckner's Compositionen ... Tacte ... bei Seite ... Weitere ... garantirt ... geräth ... verräth ... that ... noth ... Instrumental=Compositionen ... Combination ... dem Einen größten ... Tact ... andererseits ... Anderer ... Ueber ... Ganzen ... blos -werthe -theile ... scurrilen ... verrathen ... Wagner's ... direct ... Componisten ... Theil ...] wäre er untrüglichen Sternen gefolgt, ist nicht zu ermessen. [... über weitere Konzerte ...]\r\n               G. Dömpke.« (**).\nDie Kölnische Zeitung [Dr. Kleser] berichtet von der Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig [30.12.1884]. Sie habe schon vor einem Jahr auf Bruckner aufmerksam gemacht [Juli 1883 gemeint?]. Weitere Aufführungen seien am 28.1.1885 in Leipzig und später in Hamburg und München geplant (***).\n(°) Kritik von Emil von Hartmann über das Quintett in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 3 auf S. 33f (bei Gutmann seien die Partitur und Josef Schalks vierhändiger Klavierauszug erschienen):\r\n»Concerte. [... über d'Albert, Gustav Walter ...] Zu den wenigen Männern, welche sich selbst ehren, indem sie ein Werk [... Text wortgetreu bei 937/129f, mit einer Abweichung: ... stürmisch ...] als in den beiden übrigen Sätzen. Bruckner voran schritten, wie in der Kunst, so auch auf dem Programme jenes Abends [... Mozart und Beethoven ...] dessen Clavierpart Frl. Paula Dürrnberger durch gediegene Auffassung und abgerundeten Vortrag sehr wirkungsvoll zu Gehör brachte. E. v. H.« (°).\n(°°) Besprechung des Konzerts vom 22.12.1884 durch H. M. Schuster in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 3, S. 50-53:\r\n           »Musikalisches.\r\n     [... über die Wiener Singakademie unter Weinzierl und andere Konzerte ...]\r\n     Eine Feier, die den Feiernden wie dem Gefeierten zur echtesten, glänzendsten Ehre gereichte, war der von den Herren Löwe und Schalk am 22. December veranstaltete Bruckner-Abend. Man weiss, mit welch' rührender Hingabe und Begeisterung diese beiden jungen Männer für den von ihnen über alles verehrten Bruckner thätig sind, so dass sie als Muster künstlerischen Apostolates gelten können. Von Herzen ist ihnen somit der Triumph zu gönnen, den sie sich selbst und ihrem Ideale an diesem Abend mit der Vorführung des ersten Satzes aus der Es-dur, des zweiten [recte: dritten] aus der D-moll-Symphonie, dann aber der ganzen ersten Symphonie (in C-moll) in dem Jahre 1864 bereiteten. Ein solches Toben des Beifalls ist wol selten erhört worden, wie dasjenige, welches die letztgenannte Symphonie hervorrief, aber mit vollstem Recht, denn diese Wucht, Tiefe, Innigkeit und Lebendigkeit der Gedanken, diese Kühnheit und Sicherheit des Baues sind fast der leibhaftige Beethoven. Und dieses herrliche Werk hat nur eine Original-Aufführung (in Linz mit schwachen Orchesterkräften) bisher erleben können. Fürwahr, es fallen einem die Worte ein: \"In Froschpfuhl all' das Volk verbannt, das seinen Meister je verkannt\", wenn man daran denkt, wie Bruckner von unseren Orchester-Unternehmern ignorirt wird. Der zum Schluss ihm überreichte Lorbeerkranz mit der Aufschrift \"dem deutschen Meister\" war wol der Ausdruck der Gefühle sämmtlicher Anwesenden.\r\n     [... über weitere Konzerte und das Philharmonische Konzert vom 21.12.1884, Kritik an den unmodernen Programmen der Phiharmoniker ...]\r\n     [...] Wir haben sie also gewarnt, und es ist ihre Schuld, wenn sie an Novitäten, wie Symphonien von Bruckner und an älteren unaufgeführten Werken [von Liszt, Bach, Händel] vorübergehen.\r\n     [... über weitere Konzerte: Paumgartner-Papier, 4.1.1885 ...]\n               Dr. H. M. Schuster.« (°°).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 13 bringt auf S. 3 Auszüge aus Theodor Helms Bericht aus der Deutschen Zeitung [14.1.1885] über das Quintett:\r\n      » § Von Anton Bruckner. Wir berichteten kürzlich, daß Bruckners siebente Symphonie bei einer Aufführung in Leipzig einen großen Erfolg hatte und der Componist Gegenstand mehrfacher Ovationen war. Vor einigen Tagen nun hat Bruckner einen ebenso großen Erfolg auch in Wien errungen und zwar auf dem Gebiete der Kammermusik. Dr. Theodor Helm, der Musikkritiker der \"Deutschen Zeitung\", widmet dem F-dur=Quintett, das im dritten Quartettabend Hellmesbergers zur Aufführung gelangte, einen Großtheil seines letzten Concert=Referates und stellt diesem Werke ein glänzendes Zeugnis aus. Wir müssen uns begnügen, einige charakteristische Sätze daraus zu reproducieren. Ueber das Adagio dieses Quintetts schreibt der Referent folgendermaßen: \"Dieses Ges-dur=Adagio läßt sich nur mit dem Idealsten, das Beethoven (in seinen letzten Quartetten), dem Süßesten, das Schubert, dem Verklärtesten, das Wagner (zum Beispiel in dem stimmungsvollen Vorspiel zum dritten Act der \"Meistersinger\") gesungen, vergleichen.\" Ueber den allgemeinen Eindruck, den das Quintett gemacht, lesen wir: \"Wie wohl thut es, einmal wieder einen [sic!] im besten Sinne naiven Tondichter zu begegnen; der nicht grübelt, sondern aus innerstem Bedürfnisse schafft, welcher seine eigene Sprache spricht, eine Sprache, aus der wir nicht nur eine scharf ausgeprägte, imponierende Einzelpersönlichkeit, sondern auch die musikalischen Errungenschaften unseres Jahrhunderts, einen wahren und wirklichen Fortschritt heraushören.\" Am Schlusse des Berichtes sagt der Kritiker: \"Jedenfalls ist Bruckner seit der denkwürdigen Quintett=Aufführung des 8. Jänner 1885 auch seitens der streng conservativen Kritik in Wien nicht mehr zu - ignorieren.« (°°°).\nAnkündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 17 auf S. 297 (= 3):\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung  Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7 Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. [...]\". (#).", "Letzte Änderung": "29.12.2025 08:35"}, {"ID": 188501185, "Datum": "18.1.1885, Sonntag", "Haupttext": "Eine Besprechung des Quintetts [8.1.1885] erscheint in den Publicistischen Blättern Nr. 4 auf S. 3:\r\n    »Vom Hellmesberger=Quartett.\r\n    Der Quartettabend, welcher am vergangenen Donnerstag stattfand, war von ausgesprochenem und zwar ganz speziell charakteristischem Interesse. Ein Interesse, das erregt wurde durch die Wahl des Programmes und seinen Ausdruck fand nicht allein im Auditorium, sondern auch in der Reihe der Executirenden, der Hellmesberger'schen Familie, die Herr Kupka als zweiter Violastreicher und Fräulein Dürnberger als Pianistin ergänzten. [...] Die Anfangsnummer ... bildete das viel gespielte Haydn'sche C-dur-Quartett [...] Wir hatten bereits mehrfach Gelegenheit, dieses F-dur-Quintett, das in kammermusikfeundlichen Kreisen mit ausgesprochener Predilection vorgenommen wird, zu hören. [...] Anton Bruckner wurde mit verdientem Beifalle überschüttet und dem Hellmesberger Quartette ist man durch die Aufführung dieses herrlichen Werkes zu ganz besonderem Danke verpflichtet.« (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 14 meldet auf S. 2, daß die 7. Symphonie in Leipzig [30.12.1884] unter stürmischem Beifall aufgeführt worden sei:\r\n      »Linz, 17. Jänner 1885.\r\n[...]\r\n     - Anton Bruckner in Leipzig. Wie Nachrichten aus Leipzig vom 3. d. M. melden, wurde bei dem daselbst zu Gunsten der Errichtung eines Richard Wagner-Denkmals veranstalteten, großen Concerte unter Anderem auch die 7. Symphonie (E-dur) von Anton Bruckner aufgeführt. [... Erfolg, Wiederholung geplant ...] So denkt und urtheilt man über Bruckner's Muse in Leipzig, der eminent musikalischen Stadt!« (**).\nBrief Bruckners an Hans von Wolzogen:\r\n     \"Hochgeborner Herr Baron!\r\n     Gestatten mir, meinen tiefsten Dank für so hohe Gewogenheit und Gnade ausdrücken zu dürfen! Das Concert war glänzend, würdig des erhabenen Zweckes! Nach dem Finale wurde ich 3 bis 5 Minuten gerufen u.applaudirt, u. erhielt auf der Bühne zwei Lorbeerkränze. (Einen (meine ich) von den Akademikern.)\r\n     Und welche Anerken[n]ung von allen Seiten! vom Direktor, vom Dirigenten! vom ganzen hochgebildeten u. ausgezeichneten Orchester! von den Professoren! von hohen Staatsmännern! u. dgl.\r\n     Am 28. d. werden die zwei Mittelsätze der 7. Sinf. vor dem Könige wieder aufgeführt werden. In Hamburg will man selbe auch aufführen. In München im März. H. Levi spielt sie jedem Besucher vor. (Köstlich bleibt sein Geständniß: zuerst Befremden, dann Fesselung, schließlich Bewunderung u. Entzücken. Diese Erscheinungen bei ihm, sagt er, treten bei allen Andren zu Tage.) Der Gnädigen Frau Baronin küsse ich in Ehrfurcht die Hände. Indem ich Hochdemselben nochmal inigst [kein Verdoppelungsstrich erkennbar] danke, und um fernere Gnade für die Zukunft bitte, wünsche ich noch recht gutes neues Jahr! und verbleibe mit tiefstem Respekte | Euer Hochgeboren  | [rechts:] ganz ergebenster | Diener | ABruckner. [links:] Wien, 18. Jänner | 1885.\r\n[Nachsatz auf Seite 4:] NB Einige Blätter werden nachfolgen. H Nikisch in Leipzig ist ein wunderbarer Dirigent! Bitte Hochgeborner H Baron wollen gnädigst auch in München die akad. Jugend für mein Werk günstig stim[m]en! Ist ein unberechenbarer Vortheil, die Gunst der akadem. Bürger zu besitzen! ABrucknermp.\" (***).\nAnkündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 18 auf S. 315 (= 3):\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung  Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7 Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. [...]\". (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 13:00"}, {"ID": 188501194, "Datum": "vor dem 19.1.1885", "Haupttext": "Brief Haberts an Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501195, "Datum": "19.1.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Richard Spur (in Dresden geschrieben):\r\n     Bei der Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig habe das Publikum kalt und höhnisch reagiert. Er habe die Generalprobe sehr genossen, sei aber am Abend wegen der »Physiognomie des Publikums« sehr verstimmt gewesen. Der desparate Bruckner sei nach der Aufführung von Nikisch vertröstet worden. Für das gelobte Referat [8. oder 9.1.1885] habe er nur wenige Zeilen verfaßt; seinem Bruder gebühre das Lob. Grüße an Hirsch und Löwe (*).\nBrief Bruckners an Joh. Ev. Habert:\r\n     Dankt für sein Schreiben, wünscht gutes neues Jahr. Die Deutsche Zeitung vom 14.1.1885 [über das Quintett] sei herrlich (**).\nDatierunen \"19. Jänner 85.\" und \"19. Jänner 885.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (***).\nAnkündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 19 auf S. 341 (= 3)\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung  Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7 Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. [...]\". (°).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:09"}, {"ID": 188501205, "Datum": "20.1.1885, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 20 auf S. 353 (= 3)\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung  Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501215, "Datum": "21.1.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 21 auf S. 373 (= 3):\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung  Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. [...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501225, "Datum": "22.1.1885, Donnerstag", "Haupttext": "In der Generalversammlung des Akademischen Wagner-Vereins wird Bruckner - neben Josef Lewinsky und Theodor Reichmann - zum Ehrenmitglied ernannt (*).\r\n    Zum neugewählten Vorstand gehören Victor Boller, Franz Schaumann, Alois Höfler, Adolf R. v. Kaschenreuther, Robert Steinhauser, Theodor Köchert, Emil R. v. Hartmann, Josef Schalk und Max Scheimpflug.\r\n    »Ferner ernannte die Versammlung einstimmig die Herren k. k. Hofschauspieler Josef Lewinsky, k. k. Hofopernsänger Theodor Reichmann und Professor Anton Bruckner zu Ehrenmitgliedern, indem sie hiedurch ihrer dankbaren Würdigung der werthvollen künstlerischen Förderung, welche die beiden erstgenannten ausgezeichneten Künstler dem Vereine mit freundlichster Bereitwilligkeit so oft hatten zutheil werden lassen, Ausdruck zu geben, und in Meister Bruckner ebenso den deutschen Tondichter, wie den innig treuen Verehrer der Kunst Richard Wagners öffentlich zu ehren gewillt war.« (*a).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 5 berichtet auf S. 61 von der Aufführung des Quintetts [8.1.1885] und kündigt die Teilaufführung der 7. Symphonie am 27.1.1885 in Leipzig und Levis Münchner Konzert [10.3.1885] an:\r\n    » * Am 3. Quartettabend des Hellmesberger'schen Quartetts zu Wien hatte das Streichquintett von Anton Bruckner einen wahrhaft sensationellen Erfolg. Der im Saal anwesende Componist wurde wohl ein Dutzend Mal hervorgejubelt. Die 7. Symphonie dieses Meisters, welche kürzlich in Leipzig Aufsehen erregte, kommt nächstens unter Levi's Leitung in München zur Aufführung. In einem Concert, welches am 27. d. im Leipziger Stadttheater stattfindet, gelangen der 2. und 3. Satz derselben zur Wiederholung.« (**).\nAnkündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 22 auf S. 393 (= 3):\r\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung  Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 08:34"}, {"ID": 188501235, "Datum": "23.1.1885, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Schalk:\r\n    Gratuliert zum neuen Wirkungskreis [in Dresden]. Er sei neulich (wegen der - erfolglosen - Verhandlungen mit Verlegern) erst 10 Uhr abends von Leipzig weggefahren; Schalk habe vielleicht umsonst gewartet. Dankt für den herrlichen Aufsatz [vom 9.1.1885]. Am 28.1.1885 würden in Leipzig die Mittelsätze der 7. Symphonie aufgeführt. Bittet um Zusendung eines Auszugs des Aufsatzes oder eines neuen [nach dem 28.1.] an Dr. Helm von der Deutschen Zeitung (*).\n \nAnkündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 23 auf S. 410 (= 2):\r\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung Anfang ½8 Uhr. Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501245, "Datum": "24.1.1885, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Theodor Helm:\n     Bedankt sich, daß Helm so mutig und uneigennützig für Bruckners Sache eintritt. Franz Schalk werde aus Dresden nach der Aufführung vor dem König [Albert] am 28.1. [tatsächlich ”27.1.1885”] einen Aufsatz an Helm für die Deutsche Zeitung schicken (*).\n \nKritik des Quintetts [8.1.1885] von H. M. Schuster in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 4 auf S. 76f:\r\n              »Concertbericht.\r\n     Endlich ist wieder einmal unserem vortrefflichen Bruckner in Wien die gebührende Gerechtigkeit zu Theil geworden, von einer Concertunternehmung ersten Ranges aufgeführt zu werden. [... Text wie bei 937/130 mit folgenden Abweichungen: ... wol ... jedes Wiener Musikinstitutes ...] Theilnahme verdient. Auch das herrliche A-dur-Quartett von Mozart und Beethoven's Geistertrio mit Fräulein Dürrnberger am Clavier kamen zur schönsten Geltung, das heisst zur schönsten, die im grossen Musikvereinssaal überhaupt möglich ist.\r\n     [... über weitere Konzerte ...]\r\n           Dr. H. M. Schuster.« (**).\n \n[Sicher einige Tage zuvor geschriebene] Kalendernotizen Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »7. Sinf. in Leipzig u München. Messe No 2 H. Riedl in Leipzig.« und »Schreiben: Fr Schalk [23.1.1885], Waldeck, Prof Boehm.« (***).\n \nAnkündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 24 auf S. 428 (= 2):\r\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung Anfang ½8 Uhr. Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "22.06.2025 22:43"}, {"ID": 188501255, "Datum": "25.1.1885, Sonntag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Bruckners Lob [23.1.1885] müsse Franz sich gefallen lassen, da außer Löwe niemand (Bruckner, Hirsch und Spur) wisse, daß der größte Teil des Artikels [9.1.1885] von Josef sei. Das »Te deum« werde unter Bruckners Leitung fleißig geprobt - für einen internen Abend [des Wagner-Vereins], an dem auch Hellmesberger, von Koch eingeladen, das Quintett wiederholen wolle (*).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7331 meldet auf S. 5, dass der Erstdruck des Streichquintetts erschienen ist:\n     \"Neue Musikalien. Bericht der k. k. Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien (Hofopernhaus). Anton Bruckner, Quintett für Streich=Instrumente (Partitur, Stimmen und vierhändige Clavier=Bearbeitung); Robert Franz [...]\" (**).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 25 berichtet auf S. 4 von der Versammlung am 22.1.1885:\n     \" * (Richard Wagner=Verein.) Die diesjährige Generalversammlung der \"Wiener akademischen Richard Wagner=Vereines\", Zweigverein des \"Allgemeinen Richard Wagner=Vereines\", fand am 22. d. M. im Vereinslokale (Hotel Wandl) unter sehr starker Betheiligung der ordentlichen Vereinsmitglieder statt. [... 862 Mitglieder, 112 Chormitglieder, Vorstandswahl ...] Zu Ehrenmitgliedern wurden auf Antrag des Vorstandes ernannt die Herren: Josef Lewinsky, Hofschauspieler; Theodor Reichmann, Hofopern= und Kammersänger; und Professor Anton Bruckner.\" (***).\n \nAnkündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 25 auf S. 447 (= 3):\r\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung Anfang ½8 Uhr. Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. Billetkartenfarbe: Roth. Nach dem 1. Theil findet eine längere Pause statt. [... Eintrittspreise ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 20:03"}, {"ID": 188501265, "Datum": "26.1.1885, Montag", "Haupttext": "Datierungen \"26. Jän[n]er 85.\" und \"26. Jänner 85.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (*).\n \nAnkündigung des Konzerts vom 27.1.1885 (mit den Mittelsätzen der 7. Symphonie) im Leipziger Tageblatt Nr. 26 auf S. 473 (= 3):\r\n\"Neues Theater. [...] Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung Anfang ½8 Uhr. Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. Billetkartenfarbe: Roth. Nach dem 1. Theil findet eine längere Pause statt. [... Eintrittspreise ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:10"}, {"ID": 188501275, "Datum": "27.1.1885, Dienstag", "Haupttext": "Festkonzert im Leipziger Neuen Stadttheater in Anwesenheit des sächsischen Königspaares. Neben Werken von Bach/Abert Präludium und Fuge), Mozart (Arie aus »Titus«), Bizet (»L'Arlesienne«), Schumann (»Spanisches Liederspiel«) und Goldmark (»Sakuntala«-Ouvertüre) - Solisten: Frl. Jahns, Frau Metzler-Löwy, Frau Moran-Olden, die Herren Hedmondt und Schelper (*a) - dirigiert Nikisch (auswendig (*b)) die Mittelsätze aus Bruckners 7. Symphonie (**), vermutlich erstmals mit dem Beckenschlag im Adagio (**a).\nDas Konzert war noch am selben Tag in einem Inserat der Leipziger Nachrichten angekündigt worden (***)\nund ebenso im Leipziger Tageblatt Nr. 27 auf S. 484 (= 2):\r\n\"Neues Theater. Dienstag, den 27. Januar 1885. Mit aufgehobenem Abonnement: Bei festlicher Beleuchtung Anfang ½8 Uhr. Concert. Programm: I. Theil. 1. [... Bach/Abert, 2. Mozart ...] 3. Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie Anton Bruckner. II. Theil. [ ... Bizet, Schumann, Goldmark ...] Instrumentale: Das Orchester des Leipziger Stadttheaters. Dirigent: Herr Arthur Nikisch. Concertflügel: Julius Blüthner. Billetkartenfarbe: Roth. Nach dem 1. Theil findet eine längere Pause statt. [... Eintrittspreise ...].\" [siehe die Anmerkung] (***a).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°)).\n(Brief von Wilhelm Pailler (Goldwörth) an Bernhard Deubler:\r\n     Geburtstagswünsche. Das Lied Paillers gefalle besser als jenes von Traumihler. Beide Lieder hätten schöne musikalische Ideen, wie sie Herbeck in manchem Hochamt vemisst habe. Haberts Gedanken seien nicht eigene, sondern fußten auf Choral und Liturgie, seien aber rechtschaffen gearbeitet. \"Burgstaller halte ich für einen Narren.\" (°°)).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 11:12"}, {"ID": 188501276, "Datum": "nach dem 27.1.1885", "Haupttext": "Die Zeitschrift »Signale« brachte wiederum keinen Artikel über das Leipziger Konzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501285, "Datum": "28.1.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht der Leipziger Zeitung über das gestrige Festkonzert als gesellschaftliches Ereignis (*).\nArtikel Kalbecks in der »Presse« Nr. 28 auf S. 1f über die Aufführung des Quintetts [8.1.1885, ohne Angaben zur Besetzung] und über Bruckners Wirkung auf das Publikum.\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\r\n    Nun aber müssen wir von Anton Bruckner und seinem neuen Streich=Quintett reden, das bei Hellmesberger zur Aufführung kam und einen Sturm von Beifall erregte. Wir gönnen dem guten alten Herrn den schönen Erfolg von Herzen [...] und doch componirt er nichts als Hochverrath, Empörung und Tyranennmord. Ja, Bruckner ist beiweitem der Gefährlichste unter den musikalischen Neuerern des Tages [... Text wortgetreu bei 37/250-255, mit minimalen (modernen) orthographischen Korrekturen, aber folgenden Abweichungen: ... G-dur-Cadenz ... saueren Humor ... allgemeinen ... wüthenden ... geriethe ... wo er ihm zuvor ...]\r\n     [... über die anderen Programmnummern ... über andere Konzerte ...]\r\n     Ein Genie wie d'Albert erregt die kühnsten Hoffnungen; er hat uns viel gegeben und doch noch nicht genug; denn wir erwarten das Höchste von ihm!        Max Kalbeck.« (**).\nUrsprünglich vorgesehener Termin für die zweite Aufführung der 7. Symphonie (***).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:20"}, {"ID": 188501295, "Datum": "29.1.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Lobende Besprechung der 7. Symphonie durch Bernhard Vogel in den Leipziger Nachrichten (*).\nBericht über dasselbe gestrige Konzert in der Leipziger Zeitung (**).\nDas Leipziger Konzert wird im Aufführungsverzeichnis des Musikalischen Wochenblatts Nr. 6 auf S. 70 erwähnt:\r\n             »Concertumschau.\r\n[...]\r\n     Leipzig. [...] Conc. im Neuen Stadttheater unt. Leit. des Hrn. Nikisch am 27. Jan.: Adagio und Scherzo a. der 7. Symph. v. Ant. Bruckner, [... Mitwirkende: Frl. Jahns, Frau Metzler-Löwy, Frau Moran-Olden, die Herren Hedmondt und Schelper ...].« (***).\nBesprechung des Leipziger Konzerts im Leipziger Tageblatt Nr. 29 auf S. 534 (= 14):\r\n\"                             Musik.\r\n             Concert im Neuen Theater.\r\n     Leipzig, 28. Januar. Um auch Denjenigen, die nicht Theilnehmer des Subscriptionsballes gewesen waren, den Anblick des geschmückten Hauses zu bieten, hatte die Direction gestern im Neuen Theater ein Concert veranstaltet, das des Anziehenden und Interessanten genug enthielt. Dadurch, daß Ihre Majestäten der König und die Königin von Sachsen demselben beiwohnten, erhielt dasselbe noch mehr den Charakter einer Festvorstellung, der sich auch darin kundgab, daß das hoch verehrte Herrscherpaar durch eine Ansprache des Herrn Stadtrath Soehlmann mit darauf folgendem dreifachen Tusch und mit Hochrufen empfangen wurde.\r\n     Der Schwerpunct des Concertes selbst ruhte in den Orchesterwerken, deren Reihe durch \"Präludium und Fuge\" von Bach, von Abert wirksam für großes Orchester bearbeitet, eröffnet wurde. Die Wiedergabe sämmtlicher Orchesterstücke muß eine glänzende genannt werden; unser Orchester leistete in Betreff der feinen Ausführung ganz Vorzügliches. [... bei Bach dominierte das Blech ...]. Abgesehen davon, bot das Orchester den Hörern wahrhaft künstlerische Hochgenüsse, ebenso in der schon erwähnten Eröffnungsnummer und den beiden Mittelsätzen der vor Kurzem hier zum ersten Male vorgeführten siebenten Symphonie von Anton Bruckner, wie in der im zweiten Theile folgenden Suite von Bizet [...]. Die Suite erntete unter den Orchesterwerken den hauptsächlichen Beifall des Abends.\r\n     Die Gesangsvorträge eröffnete unsere Primadonna, Frau Moran=Olden, [... über die weiteren Werke ...]. Die Clavierbegleitung führte Herr Capellmeister Nikisch, der auch sämmtliche andern Nummern vorzüglich wie immer dirigirte, äußerst fein und discret aus.\r\n                                                            P. Umlauft.\" (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:21"}, {"ID": 188501305, "Datum": "30.1.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 5 verzeichnet auf S. 55 die Teil-Aufführung der 7. Symphonie am 27.1.1885: \n\n          \"Aufführungen.\n\n[...]\n     Leipzig, [...] Am 27. Concert im Neuen Theater: [...] Adagio und Scherzo aus der 7. Symphonie von Bruckner, [...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501315, "Datum": "31.1.1885, Samstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 5 meldet auf S. 99, daß (am 22.1.1885) Bruckner zum Ehrenmitglied des Wiener Akademischen Wagner-Vereins ernannt worden ist:\n          »Vom Wagner-Verein.\n\n     Die diesjährige Generalversammlung pes [sic] Wiener akademischen Wagner-Vereines, Zweigvereines des Allgemeinen Richard Wagner-Vereines, fand am 22. d. M. im Vereinslocale (Hotel Wandl) unter sehr starker Betheiligung der ordentlichen Vereinsmitglieder statt. [... 862 Mitglieder, 112 Chormitglieder, 20.7.1884 Separatzug nach Bayreuth mit 340 Personen, Vorstandswahl ...] Zu Ehrenmitgliedern wurden auf Antrag des Vorstandes ernannt die Herren: Josef Lewinsky, k. k. Hofschauspieler; Theodor Reichmann, k. k. Hof-Opern- und Kammersänger; und Professor Anton Bruckner. [...].«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188501325, "Datum": "ca. Januar/Februar 1885", "Haupttext": "Brahms äußert sich in Heubergers Gegenwart kritisch über Bruckner. Gemeinsam sei Bruckner und Dräseke, »daß beide wenig gelernt haben«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502005, "Datum": "Februar 1885", "Haupttext": "Hofmeisters Monatsbericht zeigt den Druck der 3. Symphonie an (S. 26), diesmal [vgl. März 1880] mit Klavierauszug (S. 34) (*).\n[Vermutlich Februar] Die Zeitschrift für katholische Kirchenmusik, 14. Jahrgang, Nr. 2, veröffentlicht auf S. 12f das Schreiben Burgstallers vom 16.1.1885, in dem die Aufführung eines »Tantum ergo« [prov. WAB 48] durch den Chor des Neuen Domes in Linz [1884] erwähnt wird (**).", "Letzte Änderung": "05.04.2023 16:11"}, {"ID": 188502015, "Datum": "1.2.1885, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 26 bringt auf S. 5 eine \"Stimme aus dem Publikum, signiert \"D. R.\", die nach Erwähnung des Erfolges des Quintetts bei Hellmesberger in Wien [8.1.1885] anregt, daß der Linzer Musikverein die in Leipzig erfolgreiche Symphonie [7. Symphonie am 30.12.1884] für das Osterkonzert einplant:\n     \"Stimmen aus dem Publicum.\n          \"Nemo propheta in patria.\"\n     Wir glauben uns den Dank eines großen Theiles des Linzer kunstsinnigen Publicums zu verdienen, wenn wir an den Linzer Musikverein folgende Worte richten:\n     Wie auch die \"Tages=Post\" mittheilte, wurde kürzlich im dritten Quartettabende Helmesberger [sic] in Wien das Streichquintett in F-dur von Anton Bruckner mit sensationellem, geradezu unerhörtem Beifalle aufgeführt. Daß in Dresden, in Leipzig unseres Bruckners Werke aufgeführt werden und rauschenden Beifall ernten, ist ebenfalls bekannt.\n     Wir hoffen daher, daß unser Musikverein, nachdem man schon überall Bruckners Namen nennt, uns unseren engeren Landsmann recht bald in seinen Werken vorstellen werde, damit wir uns nicht von Fremden die guten Eigenschaften desselben erzählen lassen müssen.\n     Es dürfte beispielsweise ein sehr dankbares Unternehmen sein, Bruckners Symphonie, welche in Leipzig in der neuesten Zeit zur Aufführung gelangte und stürmischen Beifall erntete, gelegenheitlich [sic] des nächsten Oster=Concertes, bei uns aufzuführen. Wir sind überzeugt, der Herr Componist, als Landeskind, würde dem hiesigen Musikvereine sein Werk zu den coulantesten Bedingungen zur Verfügung stellen, daher der Kostenpunkt keine Frage bilden dürfte.\n            D. R.\" (*)\n \nBrief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester:\r\n     Über seine Klavierschülerinnen. Er habe durch Pernerstorfer Heinrich Friedjung, den Herausgeber der Deutschen Wochenschrift kennengelernt und werde dort die Kritikerstelle übernehmen. \"Helm hat mich dieser Tage dem Verleger Bruckner's - Gutmann vorgestellt, der mir jetzt auch Sitze in Concerte schickt.\" Erwähnt Oesterlein und Stradal, der morgen nach Budapest fahre, erzählt von Alltagsgeschehnissen. \"Bruckners Symphonie [7. Symphonie] wurde zum 2. Male in Leipzig aufgeführt vor dem Könige u sehr sensationell [König Georg von Sachsen, 27.1.1885]. Alle deutsch[en] Blätter sind voll darüber. [...]\" (**).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 7338 meldet auf S. 6, dass der Erstdruck des Streichquintetts erschienen ist:\n     \"Neue Musikalien (Bericht der k. k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus). Johannes Brahms, Op. 93 b): Tafellied für sechsstimmigen gemischten Chor mit Pianoforte; Anton Bruckner, Quintett für Streichinstrumente; Robert Fuchs [...]\"  (***).", "Letzte Änderung": "29.11.2024 07:26"}, {"ID": 188502045, "Datum": "4.2.1885, Mittwoch", "Haupttext": "5. Diligentia-Konzert in Den Haag. Johann Verhulst dirigiert u.a. die niederländische Erstaufführung der 3. Symphonie von »Anton Brückner« (*).\nDiese Aufführung soll durch Vermittlung von Wolzogen [Josef Schalks Artikel vom Oktober 1884?] und Dr. van Meurs zustandegekommen sein (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:53"}, {"ID": 188502046, "Datum": "nach dem 4.2.1885", "Haupttext": "Kritik zur 3. Symphonie in Den Haag in »Het Vaderland« [siehe 6.2.1885] (*).\n[einige Tage nach dem 4.2.1885 (und nach dem 9.2.1885)] Brief Ferdinand Löwes an Franz Schalk:\r\n   Erwähnt die Aufführung der 3. Symphonie durch Verhulst. Die Brüder Schalk sollten sich doch nicht von schlechter Berufenen die Bruckner-Dirigate wegnehmen lassen. Herr van Meurs habe den Artikel Josef Schalks gelesen, die Partitur bei Rättig bestellt und Verhulst ”mörderisch bearbeitet”. Meurs habe in seinem Brief an Bruckner gefragt, was er von Brahms halte. Zitat aus Bruckners Antwortbrief [9.2.1885]. (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:54"}, {"ID": 188502055, "Datum": "5.2.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 7 bringt auf S. 82 eine Kritik des Konzerts [am 27.1.1885] mit der Teilaufführung der 7. Symphonie. \n\n     »Leipzig. \n[...] \n\n     Das nächstfolgende weltliche Concert fand am 27. Jan. im Neuen Stadttheater statt. [... Prachtleistung des Orchesters beim Vortrag ...] des 2. und 3. Satzes der vor einiger Zeit vollständig aufgeführten 7. Symphonie von Ant. Bruckner, [... über das weitere Programm ...] Sämmtliche Werke wurden von Hrn. Nikisch ohne Partiturvorlage dirigirt, wie dies bei unserem besten Leipziger Orchesterdirigenten in Concerten schon ganz selbstverständlich ist. [... über den 17-jährigen Soloklarinettisten des Abends und weitere Konzerte ...].« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502065, "Datum": "6.2.1885, Freitag", "Haupttext": "Datierung in der Skizze zum Adagio der 8. Symphonie »6. Febr. 85 Adagio fertig« (*).\nBesprechung des Leipziger Konzertes vom 27.1.1885 mit der 7. Symphonie durch (#) Schucht in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 6 auf S. 65:\r\n     \"Leipzig.\r\n[...]\r\n     Destomehr  Applaus erhielt Frau Moran=Olden, welche eine Arie aus Mozart's \"Titus\" vortrefflich reproducirte. Nach derselben wurde Hrn. Bruckner die Ehre einer Wiederholung des \"Adagio und Scherzo\" aus seiner neulich hier aufgeführten siebenten Symphonie zu Theil. Mein damals ausgesprochenes Urtheil über die zu große Länge dieser mosaikartig combinirten Sätze fand ich auch beim zweitmaligen Hören wieder bestätigt. Selbstverständlich konnten sie ungeachtet der guten Wiedergabe dennoch keinen enthusiastischen Beifall erregen. Bizet's leichtes Genrestück l'Arlesienne eröffnete den zweiten Theil und setzte eher einige Hände in Bewegung. [...] S. (**).\nDieses Konzert wird auch in der Deutschen Zeitung Nr. 4702 auf S. 6 erwähnt:\r\n   » (Auswärtige Musik=Aufführungen.) Am 27. Januar wurden im Leipziger Stadttheater in einem von A. Nikisch dirigirten Orchester=Concerte auf Verlangen das Adagio und Scherzo aus Bruckners neuester Symphonie zum zweitenmal aufgeführt. Der Erfolg war wieder ein glänzender und macht der Kritiker der \"Leipziger Nachrichten\", Herr Bernhard Vogel, am Schlusse seiner begeisterten Kritik folgende sehr beachtenswerthe Bemerkung: \"Sollte das in seinen Vorzügen [... Text bei 352/60 mit geringen Abweichungen: ... Eigenthümlichkeiten ... noch immer keinen Verleger ...]« (***).\nBesprechung des Konzerts vom 4.2.1885 mit der 3. Symphonie in \"Het vaderland\" ('s-Gravenhage) Nr. 31 auf S. 2:\r\n\"         Kunst- en Letternieuws\r\n        CONCERT-DILIGENTIA\n     Het laatste nieuws is  . . . . .  dat de heer Verhuist de Rubicon is overgetrokken. Hij heeft de derde Svmphonie van Anton Bruckner gedirigeerd niet alleen, maar zijn groote ingenomenheid daarmede te kennen gegeven. En nu lijdt het geen twijfel, dat dit werk, dat »in tiefster Ehrfurcht” aan Wagner werd opgedragen, door en door in Wagnerschen geest is geschreven.\r\n     Hoewel Anton Bruckners naam thans voor het eerst, als wij ons niet vergissen, op een Hollandsch programma voorkwam, is hij evenals de «jeugdige dichter” in »Le Monde oü Ton s’ennuie” al een man op jaren; hij werd in 1824 geboren te Ansfelden in Opper-Oostenrijk. Hij studeerde onder leiding van Sechter, hoforganist en professor in de theorie aan het Conservatorium te Weenen, die o. a. ook Döhler, Thalberg en Vieuxtemps Onder zijn leerlingen telde, en volgde hem in 1868 als hoforganist op. Als orgelvirtuoos verwierf Bruckner zich naam, ook te Parijs en te Londen. Minder gelukkig was hij als componist. Hij schreef zeven Symphonieën, verscheidene groote Missen en een aantal kleinere werken, maar het meeste daarvan bleef ongedrukt en de componist bleef in het vergeetboek, hetgeen o. a. daaruit blijkt, dat sommige van de nieuwste muzieklexica -(Viotta, Riemann) zelfs zijn naam niet vermelden.\r\n     Het schijnt dat Wagner zich het lot van den miskenden toondichter aantrok en de opdracht der D-moll Symphonie bewijst, dat Bruckner niet ondankbaar was. Het werk is op de gewone wijze verdeeld – hetgeen het programma wel had mogen vermelden maar verraadt inden bouw, inde modulaties en instrumentatie Wagners invloed. Daar zijn oogenblikken, waarin men Wagner zelf meent te hooren. En toch is Bruckner veel zelfstandiger, dunkt ons, dan andere volgelingen van den meester. Na een eerste kennismaking achten wij ons niet bevoegd overeen werk als dit in details te treden. Het Allegro is ons nog vrijwel een gesloten boek; het Adagio begint wel zeer huiselijk, maar is niet minderdan het Allegro vol duisterheden. Veel gemakkelijker te begrijpen zijn het Scherzo, een zeer frisch en dankbaar stuk dat echter wonderlijk abrupt eindigt, en de Finale, die prachtig geïnstrumenteerd is. Wij houden ons spoedig voor een tweede uitvoering aanbevolen, die dan ook zeker de eerste zal overtreffen, hoewel het orkest zijn best deed.\r\n     [...]\r\n     De Symphonie vormde ditmaal geheel alleen het eerste gedeelte van het concert. Waarschijnlijk zal deze nieuwigheid alweer protesten uitlokken.\" [keine Signatur] (°).\nEine Kritik erscheint auch im \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\" Nr. 31 auf S. 1:\r\n\"                Kunstnieuws.\r\n          5e Concert Diligentia.\r\n     Van een componist, die, naar men zegt, reeds een bijna 60-jarigen leeftijd heeft bereikt, Hof- en Domorganist te Weenen is, zeven symphoniën schreef, waarvan alleen de derde — aan Richard Wagner opgedragen — in druk verscheen, ook in vierhandig clavier-arrangement, die behalve deze werken nog vele mannenkoren met en zonder orkest schreef, maar wiens werken bijna allen nog manuscript zijn, — van Anton Brückner werd gister-avond eeu symphonie in D-moll, no. 3, ten gehoore gebracht en voor een eerste maal zeer goed uitgevoerd. Inspannend voor den hoorder, is het werk voor het orkest zeer zwaar; men had dan ook Zondag en gisteren druk gerepeteerd en hoewel natuurlijk niet vlekkeloos, had Verhuist toch gezorgd, dat de uitvoering zeer respectabel was. Eere zij daarvoor directeur en orkest!\r\n     Na een eerste uitvoering een bepaald oordeel over zulk een werk uit te spreken, zou vermetel zijn; het werk — voor een nieuw had men op het programma ten minste wel een aanduiding van de gewone vier deelen verwacht — bestaat uit een Allegro, met breed koraalmatig slot, een Andante of Andantino, Scherzo en Finale en beweegt zich, wat instrumentatie en vorm aangaat, geheel vrij en soms fantaisie-matig. De instrumentatie, dikwerf wat dik en overladen, biedt ook vele fraaie en verrassende effecten aan en het geheel neigt zich naar de nieuwere muziek-richting en geeft getuigenis van de bekwame hand des makers.\r\n     Het publiek hield zich tegenover het nieuwe werk zeer gereserveerd; er werd weinig geapplandiseerd, bijna alleen na het einde; men wist wezenlijk niet — hoorden wij iemand zeggen — wanneer het een of ander gedeelte uit was, zoo verrassend was dit soms. Na de pauze voerde het orkest nog de Nocturne uit Mendelssohn’s Sommernachtstraum en Beethoven’s veel te weinig gehoorde ouverture König Stephan uit. [...].\" [keine Signatur] (°°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 11:14"}, {"ID": 188502085, "Datum": "(8.2.1885, Sonntag)", "Haupttext": "Dvoraks Bläser-Serenade wird unter Kretschmanns Leitung im Ehrbar-Saal aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502094, "Datum": "vor dem 9.2.1885", "Haupttext": "Mehrere Briefe aus Holland an Bruckner: \n   Berichte von der Aufführung der 3. Symphonie am 4.2.1885.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502095, "Datum": "9.2.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Dr. van Meurs:\r\n       Wagner habe ihm Aufführungen versprochen. Nikisch hat die 7. Symphonie in Leipzig am 30.12. und 28.1. [recte 27.1.] mit Erfolg gespielt. Sie sei auch in Hamburg und unter Levi in München geplant. Hellmesberger wolle den Quintett-Erfolg vom 8.1.1885 im November wiederholen. 3. Symphonie und (bei Gutmann) Quintett sind verlegt. Nur wenige Zeitungen unterstützten ihn, Brahms behandle ihn kränkend. Zur Zeit arbeite er an der 8. Symphonie. Grüße an Verhulst, Orchester und Simon [siehe die Anmerkung]. Für Orgel habe er nichts (*).\nBrief Bruckners an Rosalia und Johann Hueber in Vöcklabruck:\r\n   Dankt für die Sendung, legt 10 fl bei. Genesungswünsche. Er sei gesund, habe viel zu tun. Die 3. Symphonie sei am 4.2.1885 in Den Haag, die 7. Symphonie am 28.1 [recte: 27.1.1885] in Leipzig gespielt worden. Überall gute Kritiken. Pläne für München und Hamburg (**).\nBrief Bruckners an Dr. Prohaska:\r\n     Wie in Wien und Graz müsse er die Ehrenmitgliedschaft [Musikverein Linz] [oder ein Aufführungsprojekt?] ablehnen. Über die 7. in Leipzig und 3. in Holland (Briefe!), von Plänen in München und Hamburg (***).\nDatierung \"9. Februar. 85.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (°)", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:12"}, {"ID": 188502105, "Datum": "10.2.1885, Dienstag", "Haupttext": "Der Haagsche Courant Nr. 565 erwähnt in der Konzertübersicht auf S. 3 auch die Aufführung der 3. Symphonie am 4.2.1885:\n\"              KUNSTNIEUWS.\n[...]\n     Woensdag-avond vijfde Concert Diligentia met eene nieuwe Sinfonie van Anton Bruckner, wiens zevende in het afgeloopen jaar in Duitschland reeds werd uitgevoerd maar die hier nog geheel onbekend was.\n     Nu Brahms, Dvorak en Bruckner, van de nieuweren, hun beurt hebben gehad, wordt het o. i. tijd ook eens aan Haydn, Mozart, Mendelsohn, Gade enz. te denken.\n     De Sinfonie, benevens Beethoven's ouverture König Stephan en Mendelsohn's Nocturne uit de Sommernachtstraum-musik, werden door ons Diligentia-orkest op verdienstelijke wijze gespeeld, vooral de Sinfonie, eene eerste uitvoering.\n     [...].\n                           S. I. M. – F. I. R.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502125, "Datum": "12.2.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 34 schlägt [in einem Artikel Anton Vergeiners? oder Oddo Loidols? s. Archiv und Anm.] auf S. 1 eine Symphonie Bruckners für das Osterkonzert in Linz vor:\r\n           »Anton Bruckner.\r\n    Ohne Zweifel wird der löbl. Musikverein von Linz bald darangehen oder vielleicht schon darangegangen sein, die Frage betreffs der Wahl des opus zum dießjährigen Osterconcerte zu ventiliren. Wenn wir uns erlauben, das Augenmerk des löbl. Musikvereins auf einen Komponisten hinzulenken, der gerade Linz so nahe steht, so möge man dieß nicht etwa als eine Anmassung auffassen, sondern lediglich als einen Ausfluß des regen Interesses, das wir an den gediegenen Produktionen dieses Vereines nehmen. Der Name des Componisten, auf den wir hinweisen wollen, ist A. Bruckner.\r\n   Sicherlich würde es in ganz Oberösterreich und speziel in Linz Sensation hervorrufen, wenn der Name \"A. Bruckner\" auf dem Programme des dießjährigen Osterkonzertes stehen würde. [... über Bruckners bisherige Erfolge ... Zitat aus Bernhard Vogels Kritik vom 1.1.1885 oder dem Nachdruck am 14.1.1885 ... erwähnt die bevorstehende [!] Wiederholung der 7. Symphonie am \"28. d. M. in Dresden vor dem Könige\" [recte: am 27.1.1885 in Leipzig ...] Angesichts der großen Erfolge, die Bruckner in Deutschland [sic] vor 4 Jahren mit seiner Es-Symphonie und am 8. Jänner d. J. mit seinem herrlichen Streichquartett [sic] in Wien errungen hat, können wir den Wunsch nicht verhehlen, daß der löbl. Musikverein in Linz als opus für das Osterkonzert eine Bruckner'sche Symphonie wählen und so den Satz Lügen strafen möge, daß kein Prophet [im] Vaterlande gilt. Dem löbl. Musikverein rufen wir zu: Vivorum meminerimus!« [keine Signatur] (*).\n(**) Das Musikalische Wochenblatt Nr. 8 bringt auf S. 97 eine Kritik [sicher von Theodor Helm (s. Anm.)] von der Aufführung des Quintetts am 8.1.1885:\r\n                 »Wien.\r\n           (Fortsetzung.)\r\n      Es traf sich wie auf höhere Fügung, dass unser genialer Anton Bruckner wenige Tage, nachdem er von dem Leipziger Publicum in so ehrender Weise aufgenommen worden, nun auch einmal wieder bei seinen Landsleuten zu Wort kam [... über das Quintett, Verweis auf summarische Besprechung durch den Schreiber (am 5.6.1884) in Nr. 23/24, nun besseres Urteil über die Ecksätze ...]\r\n     Was Sie in No. 3 des \"Musikal. Wchbl.\" [8.1.1885] über Bruckner's 7. Symphonie gesagt [...] ist mir aus der Seele gesprochen, denn es charakterisiert Bruckner überhaupt.\r\n     [... wünscht sich für Leipzig weitere Aufführungen, empfiehlt u.a. die 1. Symphonie, die er erst kürzlich [22.12.1884] kennengelernt habe, seit dem 8.1.1885 sei nun ein Umschwung auch in Wien eingetreten, allerdings seien die Philharmoniker konservativ ...] im Februar 1883 zwei Sätze der 5. Symphonie [sic!] [...]« (**),\n\r\nverzeichnet auf S. 100 in der Rubrik »Aufgeführte Novitäten« auch die 7. Symphonie:\r\n     »Bruckner (Ant.), 7. Symph. (Leipzig, Conc. im Neuen Stadttheater am 30. Dec.)« (***)\n\r\nund berichtet auf S. 101 von der Aufführung der 3. Symphonie unter Verhulst in den Haag am 4.2.1885:\r\n            »Vermischte Mittheilungen und Notizen.\r\n      * Anton Bruckner, der originelle, bedeutende Componist in Wien, hat einen neuen Erfolg kürzlich in Holland gehabt. Der Verein \"Diligentia\" im Haag brachte am 4. Februar seine Rich. Wagner gewidmete Dmoll-Symphonie zur Aufführung. Von Hrn. Verhulst mit grosser Sorgfalt einstudirt und mit sichtlicher Freude dirigirt, hinterliess auch diese Symphonie einen bedeutenden Eindruck.« (°).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7348 gibt auf S. 6 das Programm des Konzerts vom 22.2.1885 [mit dem Chor \"Mitternacht\" WAB 80] bekannt:\r\n     \" - Das Concert des Akademischen Gesangvereins wird am 22. d. im großen Musikvereinssaale zum Besten des Asylvereins der Wiener Universität, und zawr mit folgendem Programm stattfinden: A. Bruckner: \"Um Mitternacht\"; C. Löwe [...]\" (°°).\nEine ausführlichere Ankündigung bringt Das Vaterland Nr. 42 auf S. 6:\r\n     \"[inhaltlich wie (°°) ... Wohltätigkeitszweck, Vorverkauf ...] Erste Abtheilung: 1. A. Bruckner: \"Um Mitternacht\", Chor mit Tenorsolo; [...]\" (°°°).", "Letzte Änderung": "16.02.2025 18:20"}, {"ID": 188502135, "Datum": "13.2.1885, Freitag", "Haupttext": "Bruckner hört in einem Konzert die Sängerin Rosa Papier (*).\r\n   Es erklingen Wagners (umgetexteter) Chor »Am Grabe Webers« [= »Zu Richard Wagner's Gedächtniss«], die Rezitation eines Gedichts »Auf Richard Wagner's Tod« von Ernst von Wildenbruch durch Lewinsky, die Todesverkündigungsszene aus der »Walküre« (mit Frau Papier und Herrn Winkelmann, am Klavier Hans Paumgartner) und die Schlußszene aus Parsifal (mit Reichmann und Winkelmann, am Klavier Robert Erben), Dirigent ist Eduard Schütt (*a).\r\n   In dieser Wagner-Gedenkfeier des Wiener Akademischen Wagner-Vereins wirkt auch Hans Paumgartner mit (**).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 4709 gibt auf S. 7 das Programm des Konzerts vom 22.2.1885 (mit »Mitternacht« [WAB 80]) bekannt:\r\n   »(Concerte.) [...] - Das Concert des Akademischen Gesangvereins wird am 22. d. im großen Musikvereinssaale zum Besten des Asylvereins der Wiener Universität, und zwar mit folgendem Programm stattfinden: A. Bruckner: \"Um Mitternacht\"; [...]« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502145, "Datum": "14.2.1885, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 36 meldet auf S. 2, daß der Linzer Musikverein eine Aufführung des Quintetts im Herbst plane [vgl. aber 8.3.1885].\n\r\n     »§ Bruckner'sche Tonwerke. Bezüglich der neulich in der »Tages=Post« angeregten Aufführung einer Symphonie unseres Landsmannes Bruckner durch den hiesigen Musikverein wird uns mitgetheilt, daß das Programm für das Ende März d. J. stattfindende Concert schon vor länger als einem Monat bestimmt wurde und mit Rücksicht auf die von allen deutschen Musikvereinen in Vorbereitung befindliche zweihundertjährige Erinnerungsfeier an die Geburt J. S. Bachs und G. F. Händels aus Werken dieser Meister besteht. Eine Bruckner'sche Symphonie kann also in das Programm dieser Festfeier nicht aufgenommen werden, ganz abgesehen davon, daß hiezu die Zeit auch schon zu kurz wäre. Der Ausschuß des Musikvereines ist sich der Verpflichtung des Muikvereines, den Compositionen Bruckners vollste Beachtung zu schenken, wohl bewußt und es kann die Aufführung des Streichquintettes für nächsten Herbst in Aussicht gestellt werden. Ob jedoch der Musikverein mit dem ihm zur Verfügung stehenden Orchester imstande sein wird, die großen technischen Schwierigkeiten einer Bruckner'schen Symphonie zu überwinden, ist ebenso zweifelhaft, wie die Frage, ob es dem Componisten möglich sein wird, dem Musikverein für eine Symphonie=Aufführung im Kostenpunkte unter die Arme zu greifen. Die Herren Verleger kennen sonst in dieser Beziehung keine Rücksichten. Der Ausschuß beabsichtigt übrigens, darüber beim Componisten selbst Anfrage zu halten, dessen Antwort die erwähnten Zweifel klären wird.«.", "Letzte Änderung": "22.07.2024 08:51"}, {"ID": 188502155, "Datum": "15.2.1885, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der Aufführung der 3. Symphonie am 4.2.1885 in Den Haag durch Willem F. G. Nicolai in der Zeitschrift »Caecilia« 42 (1885) Nr. 6, S. 44f:\n\"   – Het 5de Diligentiaconcert op 4 Februari stelde ons in de gelegenheid kennis te maken met een componist, wiens naam en werken hier geheel onbekend waren. Eene symphonie — de derde — van Anton Brückner werd ten gehoore gebracht, en op het programma met „1ste uitvoering\" aangeduid. Wie is Anton. Brückner, vroeg men algemeen. Als componist is hij zoo goed als onbekend; immers Viotta en zelfs Hugo Riemann noemen hem niet in hun Lexicon. Het Mendel-Reismann'sche „Musikalisches Conversations-Lexicon\" deelt in de „Ergänzungsband\" het volgende hem betreffende mede: „Anton Brückner is in 1824 te Ansfelden in Opper-Oostenrijk geboren. Hij studeerde in de theorie der muziek bij Sechter te Weenen en te Linz bij O. Kitzler. Na verscheidene jaren als organist van St. Florian werkzaam geweest te zijn, werd hij als Domorganist te Linz benoemd. In 1868 na Sechter's dood trad hij in diens plaats als Keizerlijk Koninklijk Hoforganist te Weenen, en werd tevens als professor aan het Conservatorium der muziek aldaar aangesteld. In 1869 gaf hij gevolg aan eene uitnoodiging om deel te nemen aan een wedstrijd in het orgelspel te Nancy, waar hij zulk een succes behaalde, dat men hem ook te Parijs en (in 1871) te Londen wenschte te hooren; in Albert Hall gaf hij zes concerten.\" In de Duitsche muzikale tijdschriften leest men zelden van Brückner; alleen werd dezer dagen in het „Musikalisches Wochenblatt\" met veel lof van een pianokwartet melding gemaakt, dat te Weenen uitgevoerd was.\n     Hoewel zulks op 't programma niet was aangeduid, bestaat deze derde symphonie uit de gewone vier deelen : Allegro, Adagio, Scherzo en Finale; ze staat in d en is „dem hoehverehrten Meister Richard Wagner\" toegewijd. Dit opschrift, in verband met de omstandigheid dat dit 5de niet „het pariaconcert\" was en dus de heer Verhulst zelf dirigeerde, geeft te denken! „Wel van Wagner's volgelingen en vereerders, maar niet van den Meester zelf\"? . . . . . . Vivent les principes!\n     Of Wagner nu op deze wijze eene symphonie zou o-esehreven hebben betwijfelen wij en zulks op grond van zijne Faustouverture, die zich door eene éénheid en vasthouden aan de hoofdmotieven kenmerkt, welke men te vergeefs in Brückner's werk zoekt. Men vindt eene menigte détails, verschillende thema's, stof voor misschien wel drie symphonieën, maar eene logische ontwikkeling ontbreekt. Daardoor maakt het werk hoegenaamd geen indruk op den hoorder, terwijl zij, die in staat zijn de partituur te lezen of bij de uitvoering te genieten van de onderdeelen (vooral de executanten) met ingenomenheid over den componist spreken. Zooveel is zeker, dat hij slechts bij de besten is ter schoole gegaan. Het eerste Allegro b.v. gelijkt in menig opzicht op de „negende\" van Beethoven, niet alleen wat toonsoort maar zelfs wat het hoofdthema betreft:\n[zwei Notenbeispiele: Beginn von Beethovens Neunter und von Bruckners Dritter]\n     Wijders heeft Brückner de toonaardverwisseling, die tot de meest karacteristieke eigenaardigheden van Wagner behoort in ruime mate toegepast; hij moduleert onophoudelijk en meestal fijn en zoo ongezocht, dat men nauwlijks de overgangen naar de meest verwijderde (niet-verwante) toonsoorten bespeurt.\n     Zijne instrumentatie is evenwel niet doorzichtig genoeg en ook wel wat monotoon, een gevolg van het veelvuldig gebruik van bazuinen , trompetten en hoorns. Eene kleinigheid schijnbaar, maar die toch bleek van groot gewicht te zijn, is de manier waarop Brückner de verschillende afdeelingen dezer symphonie sluit. 't Is alsof hij midden in een gesprek opstaat en verdwijnt zonder dat men er op verdacht of voorbereid is; daaraan is 't wellicht toe te schrijven, dat geen hand zich verroerde, na de drie eerste deelen der symphonie, terwijl ten slotte na de bruyante fanfare, waarmee het werk (wel wat ongemotiveerd) eindigt, toch wel applaus gehoord werd. Beethoven weet anders te sluiten! Dat had de heer Brückner ook wel van hem mogen leeren.\n     De uitvoering was zeer goed (in aanmerking nemende de moeielijkheden waarmee het werk als doorzaaid is) en daarvoor komt den directeur en die orkestleden, welke daartoe bijdroegen alle lof toe. De symphonie werd weer in den aanvang van het concert gespeeld en daarna volgden de gebruikelijke „10 minuten pauze.\" Toen werden de solo's en nog enkele orkeststukken tot afwisseling of als slot voorgedragen. Met deze regeling zal wel iedereen tevreden zijn geweest; het orkest kon tot verademing komen, het publiek dat liever geene symphonieën hoort kwam later en het concert eindigde op den behoorlijken tijd, zoodat „men\" niet vóór of onder het slotnommer behoefde te vertrekken. Tot de orkestwerken behoorden noch de Nocturne uit de „Sommernachtstraummusik\" van Mendelssohn en de ouverture „König Stephan\" von Beethoven. Het eerste werd met fraaien toon maar ietwat angstig en in een overdreven langzaam tempo door den heer Breedhoff, den eersten hoornist, voorgedragen; de ouverture is zeer goed uitgevoerd.\n     Solisten waren mej. C. van Zanten (alt) en de heer F. Ondricek (viool). Van al de zangeressen, die wij in dit seizoen op de Diligentiaconcerten hoorden, beviel ons mej. van Zanten het meest en dat verheugt ons te meer, wijl zij eene Nederlandsche is (zij werd te Dordrecht geboren, waar hare ouders nog wonen). Zij is vermoedelijk eene goede operazangeres (op dit oogenblik als zoodanig te Hamburg geëngageerd en daar in aanzien) maar ook als concertzangeres zeer te waardeeren. Dat bewees zij met de dramatische voordracht der heerlijke aria „Wach' auf Saturnia\" van Händel en in de liederen (zie progr.) welke laatsten zoo zeer in den smaak vielen , dat het publiek er één extra begeerde , waartoe zij het „Hooger lente\" van Richard Hol koos (eene keuze die haar nationaliteitsgevoel eer aandoet). Zij munt uit door eene zeer duidelijke uitspraak van den tekst, door eene gelijkmatige ontwikkeling van de stemregisters (en dat wil bij eene altstem heel wat beteekenen!) en door eene smaakvolle voordracht zonder effectbejag.\n     De violist behoort tot de beste onder de eersten; hij heeft een fraaien streek, vollen toon (waartoe zijn heerlijk instrument niet weinig bijdraagt), bezit eene buitengewoon ontwikkelde techniek, speelt met groote zuiverheid en heeft eene vurige en toch ook elegische voordracht. Met zulke eigenschappen toegerust kon het wel niet anders of hij sleepte zijne toehoorders geheel mee en kwam er niet zonder eene toegift af (Souvenir de Posen van Wieniawski). Summa summarum : een zeer fraai concert!         N. (*).\n\r\nDas Linzer Volksblatt Nr. 37 meldet auf S. 3, den gestrigen Artikel der Tagespost wortwörtlich übernehmend, daß der Linzer Musikverein Bruckners Werke noch nicht aufs Programm setze, möglicherweise aber im Herbst das Quintett:\r\n    » - Bruckner'sche Tonwerke. Dem hiesigen liberalen Organ wird mitgetheilt, daß das Programm für das Ende März d. J. stattfindende Concert schon vor länger als einem Monat bestimmt wurde und mit Rücksicht auf die von allen deutschen Musikvereinen in Vorbereitung befindliche zweihundertjährige Erinnerungsfeier an die Geburt J. S. Bachs und G. F. Händels aus Werken dieser Meister besteht. Eine Bruckner'sche Symphonie [prov. WAB 86] kann also in das Programm dieser Festfeier nicht aufgenommen werden, ganz abgesehen davon, daß hiezu die Zeit auch schon zu kurz wäre. Der Ausschuß des Musikvereines ist sich der Verpflichtung des Muikvereines, den Compositionen Bruckners vollste Beachtung zu schenken, wohl bewußt und es kann die Aufführung des Streichquintettes für nächsten Herbst in Aussicht gestellt werden. Ob jedoch der Musikverein mit dem ihm zur Verfügung stehenden Orchester im Stande sein wird, die großen technischen Schwierigkeiten einer Bruckner'schen Symphonie zu überwinden, ist ebenso zweifelhaft, wie die Frage, ob es dem Componisten möglich sein wird, dem Musikverein für eine Symphonie=Aufführung im Kostenpunkte unter die Arme zu greifen. Die Herren Verleger kennen sonst in dieser Beziehung keine Rücksichten. Der Ausschuß beabsichtigt übrigens, darüber beim Componisten selbst Anfrage zu halten, dessen Antwort die erwähnten Zweifel klären wird.« (**).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 13:38"}, {"ID": 188502156, "Datum": "nach dem 15.2.1885", "Haupttext": "Brief des Linzer Musikvereins (Vorstand: Dr. Prohaska) an Bruckner: \n   [Mutmaßlicher Inhalt] Bittet, für die geplante Aufführung einer (noch ungedruckten) Symphonie das Material zur Verfügung zu stellen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502165, "Datum": "16.2.1885, Montag", "Haupttext": "Bruckner beendet die Skizze zum Adagio der 8. Symphonie. \n\nTitelblatt, fol. 1r: \"8. Sinfonie | 2. Satz. | Adagio.\", \n\nfol. 12r: \"Alte Scitze: 16. Februar 1885 | Neue Scitze: 16. Februar 1886 !!! | A Brucknermp.\"; die Daten wurden auf fol. 1r von August Göllerich leicht variiert wiederholt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502184, "Datum": "vor dem 18.2.1885", "Haupttext": "Brief Rosa Papiers an Bruckner:\r\n   Ratschläge für die Besetzung der Gesangspartien des »Te deum«.", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:17"}, {"ID": 188502185, "Datum": "18.2.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Rosa Papier: \n   Dankt für ihre Karte mit Ratschlägen zum »Te deum«. Am 13.2.1885 sei er wieder von ihrer Gesangskunst begeistert gewesen. Er hoffe, daß der Verein [Wagner-Verein] schon seine und Bruckners Bitte betreffs des »Te deum« vorgetragen habe. Grüße an ihren Gemahl [Dr. Paumgartner].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502195, "Datum": "19.2.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Auf das Konzert am 22.2.1885 (mit der Aufführung von »Um Mitternacht« [recte »Mitternacht«, WAB 80]) machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\nFremdenblatt Nr. 49 auf S. 5:\r\n   »- Das Programm des zu Gunsten des Asylvereins der Wiener Universität Sonntag halb 1 Uhr Mittags im großen Musikvereinssaale stattfindenden Konzertes des Wiener akademischen Gesangvereines lautet, wie folgt: 1. Bruckner: \"Um Mitternacht\", Solo: Herr Franz Schaumann. [...]« (*),\n \nNeue Freie Presse Nr. 7355 auf S. 6 [nahezu identischer Text] (**),\nWiener Zeitung Nr. 40 auf S. 3 [nahezu identischer Text, aber ohne Angabe des Solisten] (***),\n \n»Die Presse« Nr. 49 auf S. 11 [ähnlich der Wiener Zeitung] (°)\n \nund das Vaterland Nr. 49 auf S. 6 [ähnlich] (°°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:21"}, {"ID": 188502205, "Datum": "20.2.1885, Freitag", "Haupttext": "Auf das Konzert vom 22.2.1885 (mit dem Chor »Mitternacht« [WAB 80]) weisen hin\n \ndie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1787 auf S. 6f:\n     »[...] 1. A. Brucker [sic]: \"Um Mitternacht\", Solo: Herr Franz Schaumann. [...]« (*)\n \nund die Konstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 50 auf S. 4 (**).\r\n   »- Das endgiltige Programm des zu Gunsten des Asylvereines der Wiener Universität übermorgen Sonntag, halb 1 Uhr Mittags, im großen Musikvereinssaale stattfindenden Konzertes des Wiener akademischen Gesangvereines lautet wie folgt: 1. A. Bruckner: „Um Mitternacht”, Solo: Herr Franz Schaumann [...]« (**), [bei (*) inhaltlich identisch].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502225, "Datum": "22.2.1885, Sonntag", "Haupttext": "In einem Konzert des Akademischen Gesangvereins unter Rudolf Weinwurms Leitung erklingen Werke von Brahms (drei gemischte Chöre op. 93 mit Marie Ullrich-Linde), E. S. Engelsberg (»Heini von Steier«), Georg Friedrich Händel (Orgelfuge fis-Moll, gespielt von Joseph Labor, und ein Geistliches Lied, Chor mit Weinwurm an der Orgel), Richard Heuberger (»Sommermorgen«), Johann Herbeck (»Husarenlied«), Louise Hofmann-Kern (Scherzo-Phantasie für Violine und Klavier mit der Komponistin und Prof. Carl Hofmann) und Carl Löwe (»Archibald Douglas«, gesungen von Dr. Gustav Deycks) und Bruckners Männerchor »Mitternacht« [WAB 80] (Tenorsolo: Franz Schaumann) (*).\nDem Linzer Volksblatt Nr. 43 ist in einem mit »Curtius« signierten Artikel auf S. 2 zu entnehmen, daß Bruckner in Dr. Schusters Buch »Die Kunst in Österreich-Ungarn« ein Artikel [vgl. 2.8.1884] gewidmet ist.\r\n»Anton Bruckner - und das Buch: \"Die Kunst in Oesterreich-Ungarn.\"\r\n    Endlich nimmt es den Anschein, als ob die Genialität unseres Landsmannes - Componisten Anton Bruckner in weiteren Kreisen bekannt und gewürdigt und dem Verdienste die lang zurückgehaltene Krone zu Theil werden würde. [... erwähnt den Artikel vom 12.2.1885 ... Dr. Schuster bemängele das Fehlen des Namens »Bruckner« in den deutschen Lexika ... auch andere österreichische Komonisten würden z.B. von Riemann ignoriert ... Schusters Wertschätzung Bruckners sei zu begrüßen, nicht aber die hämischen Ausfälle gegen das Stift St. Florian, dem Bruckner soviel verdanke. Zudem gebe es neben Bruckner weitere Kirchenmusikkomponisten wie Habert. Überhaupt werde in dem Buch die kirchliche Kunst geringgeschätzt. Es sei in freimaurerischem Geiste geschrieben, und es sei zu fragen] wie kommt ein Anton Bruckner, und mehr noch, wie kommt eine allbekannte kirchliche Kunstanstalt zur Ehre, in einem solchen Buche Aufnahme und Reklame zu finden? So gerne wir jedes patriotische Unternehmen begünstigen und fördern, hier treten wir zur Seite.   Curtius.« (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Melusine [von Grillparzer] Landgraf[en Fürstenberg]« (***).\n(Brief von Joh. Ev. Habert (Gmunden) an Bernhard Deubler (Korrespondenz-Karte): Über die Beschaffung fehlender Nummern seiner Zeitschrift, von der er selbst kaum vollständige Exemplare habe. Erwähnt Herrn Klinger und den verstorbenen Canonicus von Vöcklamarkt (°)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:18"}, {"ID": 188502235, "Datum": "23.2.1885, Montag", "Haupttext": "Besprechung des Chores ”Mitternacht” [WAB 80, 22.2.1885] in der Morgen-Post Nr. 53 auf S. 4:\r\n»     * Der Wiener akademische Gesangverein veranstaltete gestern ein Concert [...] Ein Chor mit Tenorsolo und Clavierbegleitung von Bruckner, \"Um Mitternacht\", fiel durch die geistreiche Behandlung auf; doch konnte man nicht verkennen, daß das einfache lyrische Gedicht, das ihm zu Grunde liegt, zu einer so complicirten musikalischen Illustration sich kaum eignet. [...].« [keine Signatur] (*)\nund in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 53 auf S. 2, signiert »B.«:\r\n»- Der Wiener akademische Gesangverein gab gestern Mittags im großen Musikvereinssaale ein in jedem Sinne vortrefflich gerathenes Konzert. [... Lob für Weinwurm ...] Den Anfang machte ein vornehm aber künstlich gesetzter Chor von Anton Bruckner: \"Um Mitternacht\", dessen kleines Tenorsolo Herr Schaumann sehr hübsch sang. [... erwähnt Labor und Marie Ullrich-Linde ...] Der durchaus besetzte Saal spendete sämmtlichen Vorträgen den lebhaftesten Beifall. B.« (**).\nDatierungen \"23. Febr. 85.\" bzw. \"23. Februar 85.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (***).\n\"Het Vaterland\" Nr. 45 ('s-Gravenhage) schreibt auf S. 6 anlässlich der Aufführung der 3. Symphonie [am 4.2.1885] auch über die 7. Symphonie am 30.12.1884 und das Quintett am 8.1.1885, dabei deutsche Kritiken zitierend, die ein Bruckner-Verehrer zur Verfügung gestellt hat:\r\n\"De 3e Symphonie van Anton Bruckner heeft hier wat men noemen kan sensatie gemaakt. Zij heeft de sympathie van velen verworven en heftige oppositie bij anderen gevonden; beide laat zich verklaren. Dat Bruckner echter in elk geval een componist van beteekenis is, daarover zullen allen ’t wel eens zijn, en daarom meenen wijden lezer geen ondienst te doen, door hem een en ander mede te deelen uit kritieken van Duitsche bladen, die een warm vereerder van Bruckner ter onzer beschikking stelde. Daarin worden Bruckners quintet en zijn 7e Symphonie besproken.\r\n     Het F dur quintet werd het eerst (gedeeltelijk) uitgevoerd op een soirée van het «Wagner-Verein” te Weenen in Nov. 1881, in zijn geheel in April 1884 op een uitvoering van het «Akademisches Gesangverein” te Weenen, en nu onlangs (8 Jan.) door Hellmesbergers Quartet-vereeniging aldaar. Inzonderheid wordt het Adagio geprezen, en een recensent zegt daarvan, dat het alleen met het ideaalste van Beethoven (in zijn laatste quartetten), met het liefelijkste van Schuberten het «Verklärteste” van Wagner (bijv. het voorspel van de 3e acte van «Die Meistersinger”) kan worden vergeleken.\r\n     De 7e Symphonie (in E dur, manuscipt [sic]) werd te Leipzig 30 Dec. 1884 uitgevoerd onder leiding van Nikisch. Het was voor het eerst, dat men te Leipzig iets van Bruckner te hooren kreeg; Den Haag is dus niet veel later gekomen. Nikisch bracht weinige weken later het Adagio en Scherzo der Symphonie nogeens ten gehoore en in Maart zal Lewy [Hermann Levi] te Munchen het werk daar dirigeeren. Het Adagio daarvan werd in 1882 begonnen en voltooid onder den indruk van het bericht van Wagners overlijden. Van de 7e Symphonie wordt gezegd, dat zij zich niet zoozeer aan Beethoven, dan wel aan Berlioz en Liszt aansluit. De critieken, die wij lazen, zijn het eens over de buitengewone schoonheden dezer Symphonie, al zijn daarin »Abnormitäten”, al is niet alles daarin »übersichtlich” en al schijnt de symphonische draad hier en daar te »verwickelt”. Bernhard Vogel schreef in de »Leipziger Nachrichten”, dat men op Bruckner zou kunnen toepassen, wat Goethe van Jean Paul zeide: »Gingst du mit Deinem Reichthum so zu Rathe, wie hundert andere mit ihrer Armuth!” Hij noemt Bruckner een reus onder de schaar Pygmaeën, die Wagner, Berlioz en Liszt copiëeren.\r\n     Hellmesberger noemt Bruckner «den Componisten der Gegenwart” en zijn quintet een »Offenbarung”. Nikisch is er vast van overtuigd, dat Bruckner later tot de eerste »Symphoniker” zal worden gerekend en dat al degenen »furchtbar blamirt” zullen zijn, die hem nu niet »anerkannt” hebben.\r\n     Merkwaardig, ja onverklaarbaar blijft het verschijnsel, dat een man als deze den ouderdom van 60 jaren moest bereiken alvorens hij een beetje bekend werd, vooral in een tijd als de onze. Het eenige wat men nu nog doen kan is den verloren tijd inhalen. »Diligentia” geve ons spoedig nog eens de 3e en ook de 7e Symphonie te hooren en de Quartet-Vereeniging make ons met het quintet bekend. Indien de Haagsche musici dan Bruckner niet zoo hoog stellen, als Hellmesberger, Vogel en Nikisch doen, men zal hen tenminste dan niet kunnen verwijten hem te hebben geïgnoreerd.\" (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:22"}, {"ID": 188502245, "Datum": "(24.2.1885, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502254, "Datum": "vor dem 25.2.1885", "Haupttext": "Bruckner erhält die Leipziger Nachrichten mit Bernhard Vogels Aufsatz über die 7. Symphonie [1.1.1885 oder/und 29.1.1885].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502255, "Datum": "25.2.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch in Leipzig:\r\n     Dankt ihm und Vogel, dessen Aufsatz er kürzlich erhalten habe. Grüße an Nikischs Braut und das Direktoren-Ehepaar [Staegemann]. Die bessere Partitur der 4. Symphonie habe noch Levi. Ob die Stimmen der 7. Symphonie korrigiert seien und er sie nach Hamburg oder schon an Levi geschickt habe? Herrliche Briefe über die 3. Symphonie in Den Haag. Verleger gebe es wohl nicht? Er werde ganz gleichgültig. Von München wisse er nichts. Wie das Konzert am 27.1. gewesen sei? [siehe die Anmerkung] (*).\nJames Riley Weaver, Consul-General of the United States of America in Vienna, bestätigt die am 27.2.1882 von Gustav Nathan erstellte englische Übersetzung der Kritik der Wiener Abendpost vom 23.2.1881 (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2025 07:03"}, {"ID": 188502265, "Datum": "26.2.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Hanslick bespricht in der Neuen Freien Presse, Morgenblatt, Nr. 7362 auf S. 3 das Konzert vom 22.2.1885 (»Mitternacht« [WAB 80]):\n           »Feuilleton.\n               Concerte. \n\n     Ed. H. Man soll das Publicum nicht mit Concerten überladen, aber auch nicht die Leser mit Concertberichten. [... über Bruckner auf S. 3: Text bei 37/270 mit geringen (»modernen«) orthographischen und folgenden\n textlichen Abweichungen: ... Verwunderung ... allernächstem Fortissimo \n... Guttmann ... Das Quintett sei bei Gutmann erschienen. Im Artikel wird dieses Werk \nauch im Zusammenhang mit dem neu erschienenen Buch von Nohl »Die \ngeschichtliche Entwicklung der Kammermusik« erwähnt (*a).]« (*).\n\n\n\nKritiken zum Konzert am 22.2.1885 erscheinen auch\n in der Deutschen Zeitung Nr. 4722 auf S. 7:\n    »(Concert des Akademischen Gesangvereins.) Durch ein besonders mannigfaltiges und interessantes Programm lockte das am letzten Sonntag Mittags veranstaltete Concert des Akademischen Gesangvereins ein sehr zahlreiches Auditorium in den großen Musikvereinssaal. Ein stimmungsvoller Chor mit Tenor=Solo „Um Mitternacht” von unserem Anton Bruckner - wohl eine frühere Arbeit des Componisten - machte den Anfang, [...] Uebrigens gingen sämmtliche Chornummern unter Weinwurm's ausgezeichneter Leitung gleich frisch wie exact und vereinigten sich die vielen jugendlichen Stimmen zu mitunter berauschender Klangfülle. h-m.« (**),\nund im Vaterland Nr. 56 auf S. 7: \n     »[Concert des akademischen Gesangvereines.] Das Sonntag den 22. d. M. im großen Musikvereinssaale zum Besten des Asylvereines der k. k. Wiener Universität aufgeführte Concert des akademischen Gesangvereines hatte einige recht interessante Nummern. Am meisten gespannt war ich auf A. Bruckner's Chor mit Tenorsolo und Clavierbegleitung: „Um Mitternacht”; ich konnte mich aber daran nicht erwärmen, denn es kam mir vor, als wenn die Einfachheit in der Clavierbegleitung mitunter doch etwas zu gesucht war. Der Chor hingegen war effectvoll und auch gut vorgetragen. [... über die anderen Programmnummern ...] Den Schluß machte ein Chor von G. Fr. Händel, wozu der Dirigent des Vereines, Professor Weinwurm, die Orgel, leider etwas zu stark, spielte, so daß die Gesangsstimmen fast verdeckt wurden. Das Concert, dem die höchsten Dignitäten der Universität beiwohnten, war ziemlich gut besucht.« [keine Signatur] (***).\nBrief des Wiener Akademischen Wagner-Vereins an Levi: \n    Dankt für Levis Absicht, die 7. Symphonie in München aufzuführen. Bruckner sei in der Generalversammlung vom 22.1.1885 zum Ehrenmitglied ernannt worden. Unterschriften von Dr. Boller und Prof. A. Höfler (°).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 10 beginnt seinen Wiener Musikbrief [vermutlich von Theodor Helm] auf S. 121f mit einer Korrektur: \n      \"[...] Es haben nunmehr sämmtliche Wiener Blätter mit Ausnahme der \"Neuen Fr. Presse\" über Ant. Bruckner's Quintett geschrieben und lässt die conservative Kritik in dem hochinteressanten Werke wenigstens das Adagio gelten. Wüssten die betreffenden Herren nicht, dass Bruckner ein begeisterter Verehrer des verewigten Meisters Wagner ist, so würden sie unzweifelhaft das ganze Quintett weit höher stellen, als es ihnen die leidige Partei-Disciplin erlaubt. - [... bei den Philharmonikern zu wenig Bruckner und speziell Liszt ... über einige Konzerte] (Fortsetzung folgt.)\"\n\nund verzeichnet auf S. 127 auch die Teilaufführung der 7. Symphonie am 27.1.1885:\n           »Aufgeführte Novitäten. \n [...]\nBruckner (Ant.), 2. u.3. Satz a. der 7. Symph. (Leipzig, Conc. im Neuen Stadttheater am 27. Jan.)« (°°).\nDie Linzer Aufführung des Quintetts am 8.3.1885 wird von der Linzer Zeitung (°°°)\n und [mit nahezu identischem Text] vom Linzer Volksblatt Nr. 46 auf S. 2 (#) angekündigt: \n    » - Konzert Hellmesberger. Am 8. März abends halb 8 Uhr wird das berühmte Quartett Hellmesberger [...] im landschaftlichen Redoutensaale spielen. [...] Für den Fall, als die bedeutenden Kosten, welche die Aufführung des Bruckner'schen Quintettes verursacht, aufgebracht werden, würde der alte Hellmesberger, der berühmte Geigerkönig, selbst mit nach Linz kommen und den ersten Part in diesem Werke unseres genialen Landsmannes spielen, welches bei seinen ersten Aufführungen in Leipzig [sic!] und Wien geradezu enthusiastischen Beifall hervorgerufen und den [sic] einstmaligen Schullehrer von Ansfelden, den ersten Rang unter den lebenden deutschen Komponisten gesichert hat. [... dafür sei eine Subskription notwendig, Vormerkungen bis 28.2.1885 bei Vinzenz Fink ...] Von dem Resultate der Subskription wird das Zustandekommen des Konzertes abhängen.« (#).\n(1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert mit Händels »Saul« unter Hans Richters Leitung (##)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188502275, "Datum": "27.2.1885, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Baron Ostini [nicht Perfall] in München:\r\n    Das Konzert sei am 10.3.; er komme am 8.3. früh. Ostini möge Levi bitten, dann eine Probe der 7. Symphonie abzuhalten. Herr Landgraf [Fürstenberg] unterstütze zudem die Idee, Bruckner den Mitgliedern des Wagner-Vereins und des Hl. Gral vorzustellen (*).\nBrief Bruckners an Ignaz Bruckner:\r\n    Dankt für die Sendung; anbei 5 fl. Ignaz möge Deubler etc. melden, daß Hellmesberger am 8.3. in Linz das Quintett aufführe. Am 7.3. reise er zur 7. Symphonie nach München (**).\nDie Linzer Zeitung (***),\ndie Linzer Tages-Post Nr. 47 auf S. 3 [inhaltlich wie (°°)] (°)\n\r\nund [inhaltlich identisch] das Linzer Volksblatt Nr. 47 auf S. 3 (°°)\r\ngeben das genaue Programm des Konzerts vom 8.3.1885 (mit dem Quintett) bekannt.\r\n    » - Concert Hellmesberger am 8. März [... Werke von Mozart, Georg Hellmesberger, Poppes [recte: Popper], Vieuxtemps und] 5. Bruckner=Quintett, Director Hellmesberger, Professor Hellmesberger, Ferdinand Hellmesberger, Theodor Schwendt und H. Kupka. [Vormerkungen bei Vinzenz Fink]« (°°).", "Letzte Änderung": "06.10.2025 09:57"}, {"ID": 188502285, "Datum": "28.2.1885, Samstag", "Haupttext": "Hinweis zum Kartenvorverkauf des Hellmesberger-Konzerts [vom 8.3.1885 mit dem Streichquintett] im Linzer Volksblatt Nr. 48 auf S. 3. Angesichts der bisherigen Vormerkungen sei das Konzert als gesichert zu betrachten (*).\n \nIn der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 9 erwähnt Dr. H. M. Schuster auf S. 162 auch die Aufführung von \"Mitternacht\"[WAB 80] am 22.2.1885:\n     \"Die \"Händelwoche\" hat begonnen. [... Hellmesberger, Wiener Akademischer Gesangverein ...] An der Spitze stand ein kurzer, geheimniss- und gedankenvoller Männerchor von Bruckner, dann kam das Lieblingslied der akademischen Welt, Engelsberg's \"Heini von Steier\", [... weitere Programmnummern, andere Konzerte ... der Erfolg Sarasates] sei nur der Vollständigkeit halber ausdrücklich constatirt.     Dr. H. M. Schuster.\" (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 11:21"}, {"ID": 188503015, "Datum": "1.3.1885, Sonntag", "Haupttext": "Der Kritiker der Wiener Sonntags-Post (S. 3) schreibt über den Chor ”Mitternacht” [WAB 80, am 22.2.1885]:\r\n       \"Aus der Musikwelt.\n    Concerte. Der \"akademische Gesangsverein\" unter Leitung des Herrn R. Weinwurm veranstaltet vergangenen Sonntag ein Wohlthätigkeits=Concert, welches einen in jeder Beziehung befriedigenden Verlauf nahm. Bruckner's Chor \"Um Mitternacht\"\" [sic] (zum ersten Male) ist eine tüchtige Arbeit, nur leider etwas gequält und gekünstelt. [... über weitere Programmnummern und weitere Konzerte ... Gustav Walters Liederabend mit neuen Brahms-Liedern ...] Brahms selbst wurde seitens der Zuhörer lebhaft ausgezeichnet.              ahm\"(*).\n \nIn der \"Lyra\" Nr. 11 berichtet Josef Diamand [Josef Damánski] auf S. 3 vom Konzert am 27.1.1885 (mit 2 Sätzen der 7. Symphonie):\n     \"Leipzig. Am 28. v. M. [sic] hatte die Theaterdirection ein Concert veranstaltet, dem auch der König und die Königin von Sachsen beiwohnten. [... Bach/Albert ...] - Die Symphonie von Bruckner, die Suite von Bizet \"l'Arlésienne\", und die Ouverture zu \"Sakuntula\" von Goldmark gelangen\" vorzüglich und wurden mit großem, lang andauerndem Beifall aufgenommen. [...] Die vorzügliche Ausführung zeugte von begeisterter Hingebung der Betheiligten.    Josef Diamand.\" (**).\n\r\n(6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Gade, Dvorak, Molique und Mozart (***)).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 09:59"}, {"ID": 188503025, "Datum": "2.3.1885, Montag", "Haupttext": "Bruckner läßt durch Frau Kathi [Kachelmayr] eine Photographie an Marie Demar überbringen, mit der er in dieser Zeit öfters Kontakt hatte (z.B. gemeinsame Opernbesuche).\r\n   »Meiner Hochverehrtesten Freundin[n] und Kunstgenossin Fräulein Marie Demar als kleine Erin[n]erung gewidmet.\r\nAnton Brucknermp\nWien, 2. März 1885.« (*).\r\n   (Auf seine Bitte hin revanchierte sich später das Mädchen auch mit einer Photographie [vgl. 11.5.1885] (**).\nErste Probe der 7. Symphonie unter Levi in München (***);\r\nErinnerungen an diese Proben sind durch F. Bennat überliefert (°).\r\nFranz Strauss, der Vater von Richard Strauss, bläst das 1. Horn (°°).\nFalsche Datierungen \"3. März 85.\" in Göllerichs Mitschriften von Bruckners Universitätsvorlesung (°°°).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:14"}, {"ID": 188503035, "Datum": "3.3.1885, Dienstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 50 teilt auf S. 2 mit, daß das Konzert am 8.3.1885 (mit dem Quintett) stattfinde:\r\n    » - Das Concert Hellmesberger mit Bruckner's Quintett ist zufolge der stattgehabten Subscription gesichert und findet dasselbe, wie bereits früher erwähnt, kommenden Sonntag den 8. d. M., abends halb 8 Uhr, im landschaftlichen Redoutensaale statt. [...] Weitere Vormerkungen werden entgegengenommen.« (*).\nAuf dieses Konzert weisen auch nochmals die Linzer Zeitung [mit demselben Inhalt] (**)\nund die Linzer Tages-Post Nr. 50 auf S. 3 hin:\r\n    » § Die Aufführung von Bruckners Quintett im Concert Hellmesberger ist zufolge der stattgehabten Subscription gesichert [...] Weitere Vormerkungen werden entgegengenommen.« (***).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:43"}, {"ID": 188503045, "Datum": "4.3.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner verehrt Eva Wagner seine Photographie [IKO 10] (*).\nBrief Levis an Bruckner:\r\n    Wunschgemäß halte er am Sonntagvormittag eine Probe. Die Generalprobe sei am Montag 10 Uhr. Bei der 1. Probe vorgestern habe das Orchester gar nichts verstanden. Der Brief des Wiener Wagner-Vereins [26.2.1885] habe ihn sehr gefreut. Bruckner möge dem Verein ausrichten, daß Levi erst nach der Aufführung der 7. Symphonie antworten werde. Ostini habe ihm von Bruckners Brief berichtet. Treffen einiger Freunde am Montag (**).", "Letzte Änderung": "02.10.2025 21:29"}, {"ID": 188503065, "Datum": "6.3.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Allgemeine Zeitung (München) Nr. 65 gibt auf S. 2 das Programm vom 10.3.1885 (mit der 7. Symphonie) bekannt:\r\n   » + (Die Musikalische Akademie) bringt in ihrem zweiten Abonnementsconcert - Dienstag den 10. ds. Mts. (nicht Mittwoch) - folgende Musikstücke zur Aufführung. Als Novitäten: Sinfonie Nr. 7 E-dur von Ant. Bruckner (Organist in Wien); zwei Stücke für Violine [... Solisten: Benno Walter und Eugen Gura ...] Das Concert wird mit Mehuls Ouverture „Die Jagd Heinrichs IV.” eröffnet.« (*).\nDie Linzer Zeitung [ähnlicher Text wie am 3.3.1885] (**)\nund die Linzer Tages-Post Nr. 53, S. 3 (***)\r\nweisen nochmals auf das Konzert am 8.3.1885 (mit dem Quintett) hin.\r\n   »§ Concert Hellmesberger. Wir bringen nachstehend nochmals das vollständige Programm des am 8. d. M., abends 7 1/2 Uhr stattfindenden Concertes: [...] 5. Bruckner: Quintett in F-dur (Director Hellmesberger, Professor Hellmesberger, Ferdinand Hellmesberger, Th. Schwendt, H. Kupka). Die Ausgabe der subscribierten Karten hat in der Fink'schen Hofbuchhandlung bereits begonnen, weitere Karten sind daselbst noch zu haben.« (***).\nKurzer Hinweis auf das Konzert im Linzer Volksblatt Nr. 53 auf S. 3 (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503075, "Datum": "7.3.1885, Samstag", "Haupttext": "Bruckner fährt nach München ab (*). \nAlmeroth hatte versprochen, Bruckner zu begleiten, konnte aber eine Reise mit der Familie Werndl nicht verschieben. Statt seiner fährt Eckstein mit. Bruckner soll die ganze nächtliche Zugfahrt nicht geschlafen haben (**). (Ab abends) Lücke in den Gebetsaufzeichnungen, bis 15.3.1885 (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503085, "Datum": "8.3.1885, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner und Eckstein kommen um 7 Uhr in München an (*).\nNach dem Besuch der Theatinerkirche und eines Frühstückscafés und Quartiernahme im Hotel »Vier Jahreszeiten« fahren beide zu Levis Wohnung. Kurze Klavierprobe einiger Stellen der 7. Symphonie. Um halb 11 Uhr Probe im Odeon-Saal (Franz Strauss erweist sich als der beste Bläser des Orchesters [a]). Mittagessen bei Levi zuhause (**).\n\r\nHellmesberger führt im Linzer Redoutensaal das Quintett (ohne Finale) auf (***). Besetzung: Josef Hellmesberger sen. und jun., Ferdinand Hellmesberger, Theodor Schwendt (oder: Josef maxintsak?) und Kupka. Felix Winternitz wirkt bei einem Stück Georg Hellmesbergers mit (°).\r\nOddo Loidol notiert auf seinem Programmzettel \"NB: Bei diesem Conzerte war ich (Fr. Oddo Loidol) anwesend.\" (°a).\r\nDas Linzer Volksblatt Nr. 55 hatte auf S. 3 nochmals einen kurzen Hinweis gebracht - \"findet bestimmt morgen Sonntag abends halb 8 Uhr im landschaftlichen Redoutensaale statt.\" (die Rubrik ist datiert \"7.3.1885\") (°b).\nDie Linzer Zeitung berichtet von der geplanten Aufführung der 7. Symphonie am 10.3.1885:\r\n»* (Anton Bruckner.) Die musikalische Akademie in München bringt in ihrem zweiten Abonnement=Concerte am 10. d. M. als Novität die Symphonie Nr. 7 E-dur von unserem Landsmanne Professor Anton Bruckner zur Aufführung.« (°°).\nDie Münchner Neuesten Nachrichten teilen eine Programmänderung für dieses Konzert mit (°°°).\n(4. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Brahms und Haydn (#)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503087, "Datum": "8./9.3.1885, Sonntag/Montag", "Haupttext": "Bei einer Probe der 7. Symphonie wird Bruckner durch Levi mit Prinzessin Amalie bekanntgemacht (*).\r\nLevi soll auf Bruckners Wünsche durchaus eingegangen sein (**), nach einem anderen Bericht aber »herablassend« gewirkt haben (***).\nJoseph Schalk, Löwe und Almeroth treffen [wann?] in München ein (°).\nBruckner wird durch Vermittlung Ostinis [nicht Perfalls (Brief vom 27.2.1885)] dem Münchner Wagner-Verein und der Gesellschaft »Gral« vorgestellt (°°).\nBruckner wird von Hanfstängl photographiert [IKO 17/18] (°°°).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:47"}, {"ID": 188503095, "Datum": "9.3.1885, Montag", "Haupttext": "Generalprobe der 7. Symphonie um 10 Uhr im Odeon-Saal (*).\r\n   Der Schüler Hans Schilling, von Lehrern, den Orchestermitgliedern Thoms, Ranftler und Horbelt [siehe die Anmerkung] vorinformiert, erlebt diese Probe und Bruckners Orgelimprovisation mit (**).\nFür die anwesende Künstlergesellschaft »Allotria« improvisiert Bruckner auf der Orgel.\r\n   Abends Treffen des Freundeskreises um Levi [vermutlich auch Ostini dabei] im Hause Fiedler (***).", "Letzte Änderung": "05.01.2025 14:28"}, {"ID": 188503105, "Datum": "10.3.1885, Dienstag", "Haupttext": "Hans Paumgartner bespricht in der Wiener Abendpost auf S. 6 die Feier vom 13.2.1885 und das Konzert mit dem Chor »Mitternacht« [WAB 80] [s. 22.2.1885]:\r\n»Feuilleton.\r\nConcerte.\r\n     Eine Specialität der heurigen Concertsaison waren die Ende Jänner [...] veranstalteten Compositions=Abende. [... über diese drei Konzerte ...] Eine ernste schöne Feier veranstaltete der Wiener akademische Wagner=Verein am 13. Februar zum Gedächtnisse an den vor zwei Jahren uns durch seinen jähen Tod entrissenen Meister Richard Wagner. [... über weitere Konzerte und Liederabende ...] Der Wiener akademische Gesangverein brachte in seinem letzten Concerte unter der Leitung seines tüchtigen Leiters Herrn Universitäts=Musikdirectors Professors Rudolph Weinwurm verschiedene Männerchöre und außerdem gemischte Chöre von Johannes Brahms und Heuberger zur Aufführung. [...] Eine hochinteressante, bedeutsame Tondichtung ist Bruckners Männerchor \"Um Mitternacht\" mit Tenorsolo und Klavierbegleitung. Der Zug einer wahrhaft großen, künstlerischen Empfindung geht durch diese Composition, an deren Ausführung sich Herr Schaumann durch den Vortrag des Tenorsolo mit Glück betheiligte. [...] Wir freuen uns, daß der akademische Gesangverein unter Weinwurms Leitung ein so prosperirendes künstlerisches Dasein führt, wie die letzten Vorträge es wieder auf das wirksamste bezeugten. [... über weitere Konzerte ...] Unstreitig gewährte die zum Schlusse aufgeführte Haydn'schen [sic] Symphonie in C (im Jahre 1788 für Paris componirt) eine wahre Erquickung. An dem seeligen Mittelsatze in F-dur kann man sich wohl niemals genug satt hören.\ndr. h. p.« (*).\nHinweis auf das heutige Konzert in der 2. Beilage der Allgemeinen Zeitung (München) Nr. 69, S. 1:\r\n\"      † (Königl. Odeon.) Morgen, Dienstag, den 10. d., findet das zweite Abonnement=Concert der Musikalischen Akademie mit folgendem Programm statt: I. Abtheilung. [...] II. Abtheilung. 5) Siebente Sinfonie, E-dur (Manuscript), von Anton Bruckner. Allegro Moderato. Adagio. Scherzo. Finale, Allegro. Anfang 7 Uhr. Ende 9 Uhr.\" (**).\nUm 19 Uhr 2. Abonnements-Konzert der Kgl. Hofkapelle im Odeon-Saal in München. Neben Werken von Schumann (5 Lieder, zum Teil nach Justinus Kerner, gesungen von Lili Dreßler - ursprünglich waren von Brahms Romanzen aus Tiecks »Magelone«, gesungen von Eugen Gura, vorgesehen (**a)) und Fr. Sander (Violinstücke »Legende« und »Capriccio«) erklingen, von Levi dirigiert, Werke von Mehul (Ouvertüre »Die Jagd Heinrichs IV.«), Viotti (22. Violinkonzert, Solist Benno Walter) und Bruckners 7. Symphonie (***).\r\nAnwesend sind Rheinberger (°), Prof. Riehl [»Pfui« beim Beckenschlag], Josef Schalk (°°), Fiedler (°°°), die Kritiker Porges, Ostini und Marsop (#), Heyse (##), Richard Strauss (»sehr originelle Sinfonie eines alten Wiener Organisten Anton Bruckner«) (###) und der 15jährige August Schmid-Lindner (a), vermutlich auch Ludwig Thuille (b), Hermann Haböck (b1) und Ferdinand Löwe (c) und sicher wohl auch die Teilnehmer der Nachfeier.\r\nNach der umjubelten Aufführung der 7. Symphonie erhält Bruckner zwei Lorbeerkränze, einen von der Gesellschaft »Allotria«, in deren Clubräumen anschließend gefeiert wird. Anwesend sind u.a. Kaulbach, Defregger, Uhde, Heyse, Stieler, Fiedler, Ostini, Levi, Franz Fischer und Bruckners Wiener Freunde Josef Schalk, [Löwe, Eckstein und Almeroth] (d), ein junger Mann namens Busch (e), der Schüler Hans Schilling (überliefert seine Lehrer Thoms, Ranftler und Horbelt als Orchestermitglieder) (f), vermutlich Lenbach (g), vielleicht auch Piloty [siehe die Anmerkung] (h).\nDas Münchner Fremdenblatt Nr. 69 verzeichnet auf S. 7 (»In München angekommene Fremde«) für das »Hotel Vier Jahreszeiten.« auch »[...] Bruckner, Profess., Wien [...]« (i).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (j)).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:09"}, {"ID": 188503106, "Datum": "nach dem 10.3.1885", "Haupttext": "Über die 7. Symphonie erscheint\r\neine Besprechung von Josef Schalk in der Wiener Allgemeinen Kunst-Chronik (*),\r\neine mit »ck« signierte Kritik in den »Münchner Signalen für die musikalische Welt« (**).\n[vor dem 16.6.1885]\r\nBrief von Paul Heyse an Max Kalbeck:\r\n[mutmaßlicher Inhalt:] Schildert seinen positiven Eindruck von der Aufführung der 7. Symphonie. \"Könntest Du Dich doch einmal dazu verstehen, Deinen drei grossen \"B\" (Bach, Beethoven, Brahms) das vierte grosse \"B\" anzureihen.\" (***).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:54"}, {"ID": 188503115, "Datum": "11.3.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Eckstein begleitet Bruckner in das Atelier Kaulbachs. Bruckner ist mit dem Bild [IKO 19] (*) nicht einverstanden [Nase zu groß]. Am Mittagessen in Kaulbachs Wohnung nehmen auch Stieler u.a. teil. Bruckner spielt aus der 7. Symphonie und dem »Te deum« (**).\nBrief Fiedlers an Hildebrand:\r\n     \"Liebster Adolf! [... über seine Reisepläne, erst nach der Johannespassion am 21.3.1885 ...]  Hier ists wieder recht rauh geworden; gestern früh lag Schnee. - Gestern war hier die Symphonie von Bruckner mit colossalem Erfolg. Ich kann mir nicht helfen, mir machte sie trotz Herzogenbergs und Ethel [Smyth] einen sehr bedeuteten [so bei 1190/240 und 1191/261] Eindruck; ich hätte was drum gegeben, wenn Du hier gewesen wärst; übrigens war sie unter Levis Direction gegen Leipzig kaum wiederzuerkennen. Bruckner selbst ist hier und ein unglaubliches Original; ich war gestern noch bis spät in der Nacht mit ihm und vielen Musikern in der Allotria zusammen; morgen Mittag ißt er bei uns. Ich bin wieder ganz Musikgenosse\" ...\" (***).\nLevi setzt statt des »Trompeters von Säckingen« in der Münchner Oper Bruckner zuliebe Wagners »Walküre« auf das Programm [siehe die Anmerkung]. Bruckner und Eckstein sitzen neben Levi im Orchestergraben (°). Der Aufführung wohnen u.a. Prinzessin Amalie und (°a) Josef Schalk bei. Danach läßt Levi für Bruckner dreimal die Trauermusik aus dem Adagio der 7. Symphonie spielen.\nKritik in der »Presse« Nr. 69 auf S. 11 zum Konzert vom 22.2.1885 (»Mitternacht« [WAB 80]):\r\n      » - Unter den vielen Concerten, welche die letzten Wochen gebracht, mag noch des einen nachträglich gedacht werden, das sich durch sein interessantes Programm günstig bemerkbar machte. Es ist dies das Concert des Akademischen Gesangvereins, das im großen Musikvereinssaale unter Weinwurm's Leitung abgehalten wurde und dem Verein und dessen Dirigenten für die vorzügliche Durchführung den lebhaftesten Beifall eintrug. [...] [Heubergers Chor] erscheint im Ganzen aber doch etwas gesucht. Fast das gleiche ließe sich von dem Eingangschor \"Um Mitternacht\" von Bruckner sagen. [... Lob für die Solisten ...]« [keine Signatur] (°°).\n(°°°) Das Konzert vom 8.3.1885 (Aufführung des Quintetts in Linz) wird von der Linzer Zeitung auf S. 260 besprochen:\r\n           »Concert Hellmesberger.\r\n    Man wird es begreiflich finden, wenn wir bei Besprechung des am Sonntag stattgefundenen Concertes \"Hellmesberger und Söhne\" über die Köpfe der Quartettisten hinweg uns sofort Anton Bruckner zuwenden, aus dessen F-dur=Quintett drei Sätze - leider nur drei - in vollendeter Weise gespielt wurden. [... die Symphonien in Linz wohl auch zukünftig ein »Buch mit sieben Siegeln« ... das Quintett hat gefallen, am meisten das Adagio, der erste Satz ähnele der schweifenden Phantasie eines Organisten, der abrupt schließen müsse ... kurze Bemerkungen zu den anderen Stücken ...] Daß Herr Director Hellmesberger von dem zahlreich anwesenden Publicum mit lautestem Beifalle ausgezeichnet wurde, brauchen wir wohl kaum zu erwähnen. K.« [? Kopie am Rand unvollständig] (°°°).\n(#) Kritik der Linzer Tages-Post Nr. 57 auf S. 4:\r\n           »Concert Hellmesberger.\r\n    [signiert Δ (Symbol »gleichseitiges Dreieck« oder Delta)] Eine Production so hervorragender Künstler, wie sie das Quartett Hellmesberger bekanntlich in sich vereinigt, ist für Linz stets ein musikalisches Ereignis [... über Mozart ...]\r\n     Auf Bruckners Quintett in F-dur, von welchem uns leider der letzte Satz vorenthalten wurde, war das Interesse des Publicums lebhaft gespannt. [... im Inland habe sich Bruckner noch nicht durchsetzen können ... anspruchsvolle Werke würden nur durch eine ausgezeichnete Wiedergabe wie der diesmaligen genießbar ... über Bruckners Eigenarten, seine Meisterschaft und sein Ideenreichtum ... Adagio als zweiter Satz gespielt ...] Dieser Theil des Quintetts steht den schönsten Adagios Beethovens unserer Meinung nach ebenbürtig zur Seite.\r\n    Die Zuhörerschaft brachte, wie erwähnt, der Composition das wärmste Interesse entgegen und gab ihrem Wohlgefallen durch lauten Beifall nach jedem Satze Ausdruck.\r\n     [... exzellenter Cellist ... das Publikum verlangte eine Tarantella] stürmisch zu [sic] Wiederholung, welchem Verlangen Herr Hellmesberger auch Folge leistete.«\r\n[keine Namenssignatur] (#).\n(##) Kritik zum Quintett im Linzer Volksblatt Nr. 57 auf S. 3:\r\n    » - Das Concert Hellmesberger, das am verflossenen Sonntag abends im hiesigen Redoutensaale gehalten wurde, war von einem äußerst zahlreichen und sehr distinguirten Publicum besucht. Der hiebei gebotene Genuß war aber auch eines solchen Besuches werth. [... über Mozart, den großartigen Cellisten, den Knaben Winternitz ...] Die künstlerische Perle des ganzen Concertes war indessen die letzte Nummer: Anton Bruckner's Quintett und in diesem selber wieder das Adagio. [... am Ende des Abends habe der Hörer jedoch nicht mehr die geistige Spannkraft zur vollen Würdigung eines so erhabenen Kunstwerks, Lob für Hellmesberger ...]; wir glauben, Linz habe am verflossenen Sonntag hinlänglich bewiesen, daß es die Ehre eines solchen Besuches zu schätzen wisse.« [keine Signatur] (##).\nDie Münchner Neuesten Nachrichten melden in einer kurzen Notiz den gestrigen Erfolg der 7. Symphonie (###).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:11"}, {"ID": 188503125, "Datum": "12.3.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Kritik von Heinrich Porges über die 7. Symphonie in den Münchner Neuesten Nachrichten Nr. 72 (Neueste Nachrichten und Münchener Anzeiger) auf S. 2 (*).\nBesprechung der 7. Symphonie in der Allgemeinen Zeitung, München, Nr. 71, 2. Beilage, signiert mit dem griechischen Buchstaben »my«:\r\n\"     µ (Musikalische Akademie.) Die Jagd=Ouverture Méhuls, mit welcher am Dienstag den 10. d. das zweite Abonnement=Concert eröffnet wurde, hat nicht, gleich den zahlreichen Opern dieses französischen Componisten, die alle bis auf den heute noch geschätzten „Joseph“ vergessen sind, nur antiquarischen Werth, sondern sie ist sogar ein interessantes und zugleich fesselndes Musikstück, das mit einfachen Mitteln charakteristische Wirkungen hervorzubringen versteht und eine Aufführung vollkommen rechtfertigt, namentlich wenn sie so gelingt wie am Dienstag unter Levi’s befeuernder Leitung. [... über Benno Walter als Publikumsliebling, Lili Dreßler mit Schumann-Liedern ...] Das hervorragendste Interesse des Abends concentrirte sich jedoch auf die Schlußnummer, auf die hiesige erste Aufführung (nach dem Manuscript) der siebenten Symphonie in E-dur von Anton Bruckner. Es mögen wohl Manche überrascht gewesen sein, der siebenten Symphonie eines Autors zu begegnen, von dem man nicht eben zu viel gehört hat. Und doch verdient es Bruckner wohl, gekannt und gespielt zu werden. In letzterer Zeit begegnet man auch in den Concertprogrammen Wiens, der Heimath des Componisten, häufig dem schlichten Namen Bruckners. Seine vorliegende neueste Symphonie in ein Werk, das in jedem seiner vier Sätze überrascht und oft auch entzückt. Mit einem anderen seiner neueren Werke, dem dem Herzog Max Emanuel in Bayern gewidmeten F-dur-Streichquintett, hat es die Originalität der Erfindung und die Kühnheit der Durchführung, aber auch den Umstand gemein, daß die beiden letzten Sätze gegen die ersten einigermaßen abfallen. Das Scherzo und das Allegro im Finale erreicht nicht die Bedeutung des Allegro moderato des ersten Satzes und insbesondere des Adagio, welch letzteres hier, wie kürzlich in Leipzig, die meiste Zustimmung fand. Die beiden ersten Sätze dürfen denn wirklich auch als von echt Beethoven’schem Geiste beseelt gelten. Unsere Akademiker, und an der Spitze ihr Dirigent, setzten aber auch sichtlich ihren Stolz darein, der werthvollen Novität die vollendetste Interpretation angedeihen zu lassen, und so wurde der Beifallsjubel, der den anwesenden Componisten und Hofcapellmeister Levi wiederholt hervorrief, zu einer spontanen Ovation für Beide. Das nächste Concert (außer Abonnement) wird am 21. d. zu J. S. Bachs Geburtstagsfeier dessen Johannis=Passion, und zwar zum ersten Male, bringen.“ (**).\n Besprechung im Münchner Fremdenblatt (***).\nNotiz von fremder Hand in Bruckners Notizbuch: »Beilage zur Allgemeinen Zeitung No 71 vom 12. März« und [undatiert, aber wahrscheinlich während dieses Münchner Aufenthalts] »Mahler von Udel [recte: Uhde]. München« und [fremde Hand] »Cäthi Ernst [/] Scholastika [/] Ledererstr.« (°).\nBruckner spielt für die Münchner Freunde Orgel in einer Kirche (°°).\nIn einer Matinée [?] bei Fiedler wird Bruckners Quintett vom Benno-Walter-Quartett (mit Steiger [siehe die Anmerkung] , Thoms, Bennat [??] und Wihan) [°°°] aufgeführt (2. Bratsche Heinrich Seifert (a)). Unter den Zuhörern befinden sich Levi, Heyse, Uhde, Lenbach und Almeroth, durch dessen Vermittlung Uhde Gelegenheit erhalten soll, Bruckner als Apostel für das Abendmahlsbild (1886) [IKO 23] (#) zu skizzieren (##).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:12"}, {"ID": 188503135, "Datum": "13.3.1885, Freitag", "Haupttext": "Aufsatz im Berliner Tageblatt - signiert H.E. [= H. Ehrlich (*)] - über die Aufführungen der 7. Symphonie unter Nikisch in Leipzig [am 30.12.1884] und - mit einem Bericht Paul Marsops - unter Levi in München (**).\nNotiz Bruckners: »Berliner Tageblatt No 131. 13. März 885. Morgen-Ausgabe.« (***).\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 11 bringt auf S.126 eine kurze Notiz von der Aufführung der 7. Symphonie in Leipzig [vgl. 16.1.1885 - diesmal das Konzert am 27.1.1885 gemeint?]:\r\n     »Aufführungen neuer und bemerkenswerther älterer Werke.\r\n[...]\r\nBruckner, A., 7. Symphonie. Leipzig, Conc. im Neuen Stadttheater.« (°).\nBrief von August Göllerich an seine Schwester [Marie Holter]:\r\n     Über Erkrankungen im Familien- und Bekanntenkreis. \"Dienstag wurde Bruckners VII. Symphonie in München unter Levy (Parsifal-Dirigent) aufgeführt unter einem in München bisher unerhörten Beifallsjubel! - Bruckner kehrt heute zurück. - Er soll riesig gefeiert worden sein und alle Münchner-Zeitungen begrüßen in ihm den zweiten Beethoven u Wagner. Kaulbach hat ihn gemalt u Hanfstängel photografirt. - Er erhielt 2 riesige Lorbeerkränze u fand also sein \"Talent\" allgemeiner Würdigung. [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "29.09.2024 12:28"}, {"ID": 188503145, "Datum": "14.3.1885, Samstag", "Haupttext": "[Schon am 13.3.1885 abends] Bruckner fährt von München nach Wien zurück (*).\nKritik Ostinis über die 7. Symphonie in der »Süddeutschen Presse und Münchener Nachrichten« Nr. 62 auf S. 2 (**), signiert mit dem musikalischen Vorzeichen „♭“:\r\n„     (Zweites Akademie=Konzert.) Wenn wir heute über das zweite Abonnementkonzert der Musikalischen Akademie berichten sollen, so geschieht es mit der Empfindung, daß hier ein großes, merkwürdiges Ereigniß stattgefunden hat, ein Ereigniß, unter dessen Bann wir noch stehen, und das, so mächtig und tief es wirkte, sich doch der Schilderung durch Worte entzieht. Man müßte in Tönen über die Sprache der Töne reden können, ebenso wie sich das tiefste Empfinden der Menschenseele nur nachempfinden, nicht schildern läßt. Ebenso wie uns mochte es den meisten der zahlreich versammelten Zuhörer ergangen sein: Daß sie von der Existenz eines Komponisten Bruckner bis vor Kurzem nicht im Mindesten unterrichtet, sich bei der angekündigten Symphonie auf das Erstlingswerk eines keimenden Talentes gefaßt gemacht hatten; und nachdem jene so frisch und lebendig empfundenen Melodien durch den Saal gebraust waren, als ein stürmischer, begeisterter Beifall sich bis zur Ovation steigerte und immer und immer wieder den Komponisten hervorrief, da mochte wohl der größte Theil des Publikums höchlich erstaunt sein, statt einer jugendlich flotten Künstlererscheinung einen einfachen, älteren Mann auf dem Podium zu sehen, der mit blitzenden Augen und mit glückstrahlendem Gesichte den stürmischen Dank in Empfang nahm, um ihn bescheiden und dankbar an unser herrliches Orchester und seinen trefflichen Dirigenten zu übertragen. Und welche Fülle von Empfindung, von Geist, von Leben ist in dieser Symphonie enthalten! Da ich nichts gemacht, da ist alles empfunden, in tiefster, musikalischer Seele empfunden. Keine spärlichen Gedanken in kunstgerechten Wendungen verarbeitet, gedreht und gewendet, um länger vorzuhalten; keine kleinen Sentimentalitäten in breite Formen gegossen. Keine Lieder ohne Worte zu einem Adagio, keine Elfentänze zu einem scherzo aufgebauscht. Schon die Einleitung wird durch ein großartig angelegtes, ganz ungewöhnliches Motiv der Celli und Bässe gebildet, welches bald und durch vielerlei Anderes abgelöst wird, um in vollendeter kontrapunktischer Durchführung doch immer wieder durchzudringen. In grandioser, abgeklärter Ruhe, in großen, breiten Zügen schreitet nun das Adagio, der zweite Satz, einher; in der darin enthaltenen höchsten Ergriffenheit, in dem gewaltigen Ringen, und in der geradezu klassischen Stimmführung kann diese Komposition nur mit Beethovens herrlichsten Werken verglichen werden; dieser eine, geradezu imponirende Satz würde hinreichen, um den Komponisten unter die Bedeutendsten, unter die Unvergänglichen einzureihen. Es folgt nun ein originell und ziemlich derb auftretendes scherzo; keine zimperlichen Backfischscherzchen sind das, sondern ächter, kerniger, göttlicher Humor. Der Schlußsatz krönt in würdiger und glänzender Weise das Ganze und hier sind es zumeist die Trompeten, Baßtuben und Hörner, die zu glänzender Wirkung kommen; wie denn überhaupt die Instrumentation mit Wagner’scher Kenntniß oder Berlioz’s Geschick alle Mittel des modernen Orchesters zu verwenden und zu beherrschen versteht. Daß ein solches Werk in unsrer an genialen Erscheinungen dürftigen Zeit entstehen, daß dessen Schöpfer nach einem langen Leben voll Kämpfen, voll Enttäuschungen und Entbehrungen eine so durchschlagende, so glänzende Wirkung desselben endlich mit erleben durfte; daß wir hier in München die Kräfte nicht nur, sondern bei diesen auch das lebhafte, verständnißvolle Interesse zu einer solchen Aufführung vorfinden: das sind Thatsachen, die mit dem gegenwärtigen musikalischen Leben, mit der Epigonenzeit, an deren Anfang wir uns vielleicht befinden mögen, aussöhnen und dem ächten Musikfreund zu wahrer Befriedigung geriechen dürfen. Um in Kürze noch die sonstigen schönen Genüsse des Abends zu berühren, sei vor Allem Herrn Konzertmeister Walter die vollste Anerkennung für seine höchst schätzenswerthen Leistungen ausgesprochen. [… Viotti, Fr. Sander, Lili Dreßler, Schumann, Méhul …] ♭“. (**).\nBrief Fiedlers an Hildebrand:\r\n     \"Von Bruckner hätte ich Dir viel zu erzählen, obwohl er eigentlich nicht zu beschreiben ist; Du würdest einen großen Spaß an ihm gehabt haben; er hat im Profil den reinen römischen Kaiserkopf und müßte ein famoses Relief ergeben. Vorgestern hat er noch in einer Kirche Orgel gespielt, was seine Stärke ist. Es weiß von Gott und der Welt nichts, ist wie ein Kind und dabei doch klug und auch leidenschaftlich, sehr merkwürdig. Gestern ist er abgereist. Wenn ich Dir nur bald mündlich mehr erzählen könnte [...]\"(***).\nDömpke bezeichnet in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1809, S. 1f, den Chor ”Mitternacht” (WAB 80) [am 22.2.1885] als ”unerquicklich”:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\r\n    Mit der Pflege Brahms'scher Musik beginnt man seit einiger Zeit Ernst zu machen. [... sehr ausführlich über Brahms-Lieder im Konzert von Gustav Walter und im Konzert des WAGV, über die asymmetrischen Rhythmen bei Brahms ... letzter Absatz:]\r\n     Das Progamm des Akademischen Gesangvereines [...] brachte im vocalen Theil [... neben anderem ... eine] Jugendarbeit von Heuberger (\"Sommermorgen\", op. 1) und einen viel unerquicklicheren Chor von Bruckner (\"Um Mitternacht\"); an instrumentalen Einlagen neben der unvergänglich frischen Fis-moll-Fuge Händel's (auf der Orgel gespielt von Herrn Labor), eine schon todt geborne Scherzo=Phantasie von Louise Hofmann=Kern.      G. Dömpke.« (°).\nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 11 berichtet auf S. 210 kurz über das Konzert vom 10.3.1885: \" - Im letzten Akademie-Concert zu München ist Bruckner's siebente Symphonie mit glänzendem Erfolge unter Levy's Leitung aufgeführt worden.\" (°°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 23:54"}, {"ID": 188503155, "Datum": "15.3.1885, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikisch:\r\nÜber den Erfolg der 7. Symphonie in München. Erwähnt die guten Kritiken in der Süddeutschen Presse und in den Münchner Neuesten Nachrichten. Nächste Aufführung im Herbst. Levi habe ihn mit Beethoven verglichen. König Ludwig II. werde verständigt. Der Intendant [Perfall] habe ihn, Bruckner, empfangen; er sei von Kaulbach gemalt und [von Hanfstaengl] photographiert worden. Levi werde wunschgemäß die 4. Symphonie [vgl. 990/277] schicken. Grüße an den Direktor [Staegemann] und Vogel. Nikisch möge die beiliegende Kritik [Porges'] an Vogel weiterleiten. Über die Walküre am 11.3.1885 (*).\nBei Paul Heyses Geburtstagsfeier spielt Levi aus der 7. Symphonie vor (**).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 4739 berichtet auf S. 7 von der Aufführung der 7. Symphonie am 10.3.1885 in München:\r\n»- Aus München, 11. d., wird uns geschrieben: „Gestern Abend kam in dem Concerte der königlichen Musik=Akademie endlich die mit so großer Spannung erwartete siebente Symphonie von Anton Bruckner aus Wien zur Aufführung. Das herrliche Werk, welches wie ein leuchtendes Meteor [sic] vor dem staunenden Auditorium emporstieg, fand eine überraschend glänzende Aufnahme von Seiten unseres sonst so zurückhaltenden Publicums. Der Componist wurde mit stürmischem Enthusiasmus wiederholt hervorgerufen und hatte sich auch in den hiesigen Künstlerkreisen der herzlichsten und ehrenvollsten Auszeichnungen zu erfreuen. Hof=Capellmeister Levy, dessen künstlerischer Thatkraft und begeisterter Interpretation dieser großartige Erfolg zu danken ist, hat ein beherzigenswerthes Beispiel allen jenen Berufenen gegeben, die, in bequemer Liebedienerei versunken, ihre Kräfte einzig der Vorführung protegirter Tagesproducte widmen und hiemit ihre Aufgabe in der Gegenwart vollständig zu erfüllen glauben. Er hat sich den wärmsten Dank des gesammten hiesigen musikalischen Publicums wie der Presse erworben, welch' letztere bereits seine, so wie die Verdienste des Componisten des großartigen Werkes einstimmig würdigte.« (***).\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Schubert, Reinhold, Beethoven, Rubinstein und Brahms (3. Sinfonie) (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503165, "Datum": "16.3.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Er habe keine Probe in München gehört; Levi habe aber die 7. Symphonie sorgfältig studiert und erfolgreich aufgeführt. Porges sei begeistert. Widmung an König Ludwig II. plangemäß. Perfall setze sich für Bruckner ein. Bruckner sei von Kaulbach gemalt und von Hanfstaengl photographiert worden. Von Nikisch kein Lebenszeichen. Viele Fehler im Leipziger Stimmenmaterial. Nach der »Walküre« [11.3.] sei die Trauermusik des Adagios Bruckner zuliebe dreimal gespielt worden (*).\n[?? siehe die Anmerkung] Artikel Händel- u. Bach-Feier. im Linzer Volksblatt [mit Bruckner-Bezug?] (**).\n \nDatierung \"16. März\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (***).\n \nDie Montags-Revue aus Böhmen Nr. 11 schreibt auf S. 9 über die Aufführung der 7. Symphonie am 10.3.1885:\n    \" *** Musiknotizen. Ein wichtiges Ereignis in der Musikwelt ist zu verzeichnen: Die Symphonie eines bisher ganz unbekannten, 60jährigen Componisten, Bruckner, hat in Leipzig im December in einem Theater=Concert und jetzt, am 10. März, in München in der musikalischen Akademie, der vornehmsten Musikgesellschaft der Residenz, unter Hofkapellmeister Levys Leitung einen ganz entschiedenen Erfolg errungen. Das \"B. T.\" erhält aus der letztgenannten Stadt ein Schreiben des bekannten Musikschriftstellers Dr. Paul Marsop, der ein genauer Kenner und tiefer Verehrer der deutschen Musik, besonders der Bachs ist, dabei zu den Wagner=Enthusiasten  zählt, daher als unbefangener Beurtheiler betrachtet werden kann. Er schreibt: \"Trotz gelegentlicher Ausblicke auf den dramatischen Stil ist die geschlossene Form in den ersten drei Sätzen durchaus festgehalten; der Componist ist ein vorzüglicher Contrapunktist und schreibt eminent polyphon. Der letzte Satz steht nicht ganz auf der Höhe der früheren, die Themen sind nicht so symphonisch plastisch, auch in der Arbeit nicht fest genug verbunden. Aber die ersten drei Sätze sind hochbedeutend, die Themata des Adagios von ergreifender Schönheit, der Aufbau imposant Durch das Ganze geht ein großer Zug.\" Leute, welche das Münchner Musikleben genau kennen, sagen mit Bestimmtheit, daß seit vielen Jahren kein symphonisches Werk mit solchem außerordentlichem Erfolge aufgenommen worden sei. Der Componist wurde immer und immer stürmisch gerufen. Er ist, wie schon einmal gesagt, 60 Jahre alt, ein Wiener, Hoforganist und Lehrer des Contrapunktes am Wiener Conservatorium, und \"überaus bescheiden. Es war rührend, zu sehen, wie Verlegenheit und Glücksgefühl in den Zügen des so lange Zurückgesetzten kämpften.\" (°).\n \n\"Het vaderland\" Nr. 63 ('s-Gravenhage) berichtet über die Aufführung der 7. Symphonie in München:\n\"          Kunst- en Letternieuws.\n[...]\n    Bruckners Symphonie is te Munchen onder leiding van Lewy uitgevoerd en vond warmen bijval. »Bruckner werd herhaaldelijk »Sturmisch gerufen”, schrijft men aan het »Berl. Tagebl.”, »en het was roerend te zien, hoe verlegenheid en vreugde op de trekken van den zoo lang miskenden kunstenaar om den voorrang kampten”. (°°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:44"}, {"ID": 188503175, "Datum": "17.3.1885, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 62 bringt, auf den Artikel der Deutschen Zeitung vom 15.3.1885 zurückgreifend, auf S. 2f einen Bericht über die Aufführung der 7. Symphonie in München [10.3.1885]:\r\n    »Nachrichten aus Linz und Oberösterreich.\r\n                Linz, 15. März 1885\r\n    § Bruckners Symphonie. Aus München wird unter dem 11. d. M. geschrieben: „Gestern abends kam in dem Concerte der königlichen Musik=Akademie endlich die mit so großer Spannung erwartete siebente Symphonie von Anton Bruckner aus Wien zur Aufführung. Das herrliche Werk, welches wie ein leuchtendes Meteor [sic] vor dem staunenden Auditorium emporstieg, fand eine überraschend glänzende Aufnahme von Seite unseres sonst so zurückhaltenden Publicums. Der Componist wurde mit stürmischem Enthusiasmus wiederholt hervorgerufen und hatte sich auch in den hiesigen Künstlerkreisen der herzlichsten und ehrenvollsten Auszeichnungen zu erfreuen. Hof=Capellmeister Levy, dessen künstlerischer Thatkraft und begeisterter Interpretation dieser großartige Erfolg zu danken ist, hat ein beherzigenswerthes Beispiel allen jenen Berufenen gegeben, die, in bequemer Liebedienerei versunken, ihre Kräfte einzig der Vorführung protegierter Tagesproducte widmen und hiemit ihre Aufgabe in der Gegenwart vollständig zu erfüllen glauben. Er hat sich den wärmsten Dank des gesammten hiesigen musikalischen Publicums wie der Presse erworben, welch letztere bereits seine, sowie die Verdienste des Componisten des großartigen Werkes einstimmig würdigte.” [keine Signatur]« (*).\nBei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Wilfert eine Orgelfuge in c-Moll von Rink (**).\nDie Morgenpost Nr. 75 schreibt auf S. 6 über die Aufführung der 7. Symphonie am 10.3.1885:\r\n     \" * Aus München wird uns von einem Künstler ersten Ranges geschrieben: \"Die eben im Odeon aus dem Manuscript aufgeführte siebente Symphoniue in E dur von Anton Bruckner aus Wien fand so ungeheuren Beifall, wie seit Jahren keinerlei Novität unserer Abonnementsconcerte. Der erset Satz fesselte durch seinen großartigen Aufbau; der zweite, ein erhabener Trauergesang, erzeugte eine mächtige Wirkung; im Scherzo erklingt ein urkräftiger Humor und der Schlußsatz erfreut durch seine Originalität und Frische. Hafcapellmeister Levi leitete die Aufführung, welcher der Componist beiwohnte, ebenso hingebungsvoll wie glänzend. Bruckner mußte viele Male sich dem Publikum zeigen und erhielt zwei Lorbeerkränze. Bei einem dem Componisten von den hiesigen Musikern gegebenen Banklette brachte Hof=Capellmeister Levi einen Toast auf Bruckner aus, worin er unter allgemeiner Zustimmung die Novität als das bedeutendste symphonische Werk seit Beethoven's \"Neunter\" pries. Es verlautet, daß der König eine separate Aufführung für sich gewünscht habe, weshalb das Manuscript dem Componisten nicht zurückgestellt wurde\". Wir freuen uns aufrichtig, daß Bruckner, der in seiner Vaterstadt Wien leider noch immer nicht die verdiente Würdigung findet, in der ersten deutschen Musikstadt außerhalb Oesterreichs einen so großen Erfolg davongetragen hat. Die Ansicht, daß seit dem Heimgange Beethoven's auf dem Gebiete der absoluten Musik nichts geschaffen worden ist, was an Bruckner's Compositionen heranreichen würde, haben wir an dieser Stelle oft genug vertreten.\" [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:53"}, {"ID": 188503185, "Datum": "18.3.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Wolzogen:\r\n      Über den Erfolg der 7. Symphonie in München. Levi verglich ihn mit Beethoven, aber Hans Richter bezeichnete ihn vor 14 Tagen als verrückt, dagegen Brahmsens 3. Sinfonie Hanslick zuliebe als neue Eroica (Mißerfolg am Sonntag). Levi wolle für einen Verleger sorgen und mit Perfall bei König Ludwig II. vorsprechen. Aufführung im November geplant. Levi ließ nach der Walküre die Adagio-Trauermusik spielen. Beiliegend die Kritik von Porges. Das Konzert in Den Haag sei Wolzogens Artikel zu danken (*).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 76 teilt auf S. 6 mit, daß die 7. Symphonie am 10.3.1885 in München gespielt worden ist:\r\n    » * Anton Bruckner's siebente Symphonie (E-dur) wurde am 10. März unter Kapellmeister Levi's genialer Leitung nun auch in München zur Aufführung gebracht, nachdem dieses Werk im vergangenen Herbste [sic] durch Arthur Nikisch auch ins Leipziger Gewandhaus [sic], und zwar mit Glanz gebracht worden war. Die Symphonie hatte in der bayerischen Hauptstadt, wie aus sämmtlichen dortigen Kritiken und aus durchaus objektiv gehaltenen Privatbriefen hervorgeht, einen geradezu sensationellen Erfolg, und in die Genugthuung und in die Freude, die wir über diese unanfechtbare Thatsache empfinden, mischt sich nur die fast peinlich berührende Wahrnehmung, wie man \"draußen\" erst entdecken muß, daß wir in dem sechzigjährigen Bruckner, der allerdings zu sorglos und unbeholfen ist, um für seine Reklame selber zu sorgen, einen so hervorragenden Symphoniker in unserer Mitte besitzen. Diese siebente Symphonie wird höchst wahrscheinlich demnächst in Deutschland im Stich erscheinen.« [keine Signatur] (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 63 berichtet auf S. 2 in einem Artikel, datiert 17.3.1885, von der Münchner Aufführung der 7. Symphonie [am 10.3.1885] und zitiert dazu aus der Besprechung der Münchner Allgemeinen Zeitung [12.3.1885]:\r\n     \" - Bruckner in München. Ueber die im königlichen Odeon am 10. d. M. stattgefundene Aufführung der siebenten Symphonie unseres Landsmannes Ant. Bruckner berichtet die in München erscheinende Allgemeine Zeitung: \"Das hervorragendste Interesse des Abends concentrirte sich auf die  hiesige erste Aufführung (nach dem Manuscript) der siebenten Symphonie in E-dur von Anton Bruckner. [... über die Symphonie und das Quintett ...] Unsere Akademiker, und an der Spitze ihr Dirigent, setzten aber auch sichtlich ihren Stolz darein, der werthvollen Novität die vollendetste Interpretation angedeihen zu lassen, und so wurde der Beifallsjubel, der den anwesenden Componisten und Hofkapellmeister Levi wiederholt hervorrief, zu einer spontanen Ovation für Beide.\" (***).", "Letzte Änderung": "10.09.2025 14:41"}, {"ID": 188503215, "Datum": "21.3.1885, Samstag", "Haupttext": "Die Münchner Aufführung der 7. Symphonie [am 10.3.1885] wird von mehreren Zeitungen erwähnt oder ausführlicher besprochen:\n(*) Deutsche Zeitung Nr. 4745 auf S. 6:\r\n»(Bruckner's siebente Symphonie.) Wir haben bereits den großen Erfolg gemeldet, welchen unseres genialen Landsmannes Anton Bruckner siebente Symphonie kürzlich in München errang. Bei dem Umstand, als das Werk in Wien noch fast ganz unbekannt ist - nur das Adagio kam an einem internen Musikabend des Wagner=Vereines, für Clavier arrangirt, zur Aufführung - dürfte eine ausführliche Besprechung des Werkes aus der Feder eines bewährten Fachkritikers unsere musikalischen Kreise interessiren. Musikdirector Porges schreibt über die Symphonie in den „Münchener Neuesten Nachrichten” vom 12. d. Folgendes: „Wir stehen nicht an, es auszusprechen, daß diese Composition [... Text wie am 12.3.1885 laut 1101/210, mit geringen Abweichungen: ... Composition ... Styles ... mit seiner tief ... Innerm ... Beethoven's ... Scherzos ... von größter Frische ... Componist ... Hofcapellmeister ... Congenialität ... ] erreicht werden kann. - Bei seiner jüngsten Anwesenheit in München, kurz nach der Aufführung der Symphonie, empfing Professor Anton Bruckner von dem Orchester des Hoftheaters eine Ovation seltener Art. Er wohnte einer ungekürzten Aufführung der „Walküre” bei, welche, obgleich schon um 6 Uhr begonnen, doch erst um 12 Uhr Mitternachts endete, da man zwei je einstündige Zwischenpausen anbrachte. Als nun nach Schluß der Vorstellung das Publicum das Theater verlassen hatte, blieb das Orchester vollzählig beisammen, Capellmeister Levi aber trat vor und richtete an seine Musiker folgende Ansprache: „Wir spielen manchmal allein für Seine Majestät den König, wir wollen jetzt für unseren Ehrengast Anton Bruckner allein spielen, der auch ein König in seinem Reiche ist.” Sprach's und gab das Zeichen zur Intonation des herrlichen Adagios aus Bruckner's letzter Symphonie, welches der Componist wie unter der Vorahnung von Wagner's nahem Hinscheiden gedichtet hatte. Unmittelbar nach der „Walküre” in der Geisterstunde und in so feierlicher Stimmung gehört, wirkte dieser erhabene Trauergesang wie eine Huldigung an den entschlafenen Meister. Capellmeister Levi, das Orchester, Bruckner selbst - Alles war tief ergriffen.”« (*).\n(**) Illustrierte Zeitung Leipzig Nr. 2177 auf S. 285:\r\n»- Die Symphonie des wiener [sic] Tondichters Anton Bruckner, welche im December in Leipzig zu Gehör gebracht wurde, kam am 10. März in der musikalischen Akademie in München mit entschiedenem Erfolg zur Aufführung.« (**).\n(***) Innviertler Volkszeitung Nr. 12 auf S. 5f (auf den Artikel der Deutschen Zeitung vom 15.3.1885, fast identisch, aber am Ende gekürzt, zurückgreifend):\r\n»(Bruckners Symphonie.) Aus München wird unter dem 11. d. M. geschrieben: „Gestern Abends kam in dem Concerte der königlichen Musik=Akademie endlich die mit so großer Spannung erwartete siebente Symphonie von Anton Bruckner aus Wien zur Aufführung. Das herrliche Werk, welches wie ein leuchtendes Meteor [sic] vor dem staunenden Auditorium emporstieg, fand eine überraschend glänzende Aufnahme von Seite unseres sonst so zurückhaltenden Publicums. Der Componist wurde mit stürmischen [sic] Enthusiasmus wiederholt hervorgerufen und hatte sich auch in den hiesigen Künstlerkreisen der herzlichsten und ehrenvollsten Auszeichnungen zu erfreuen. Hof=Capellmeister Levy, dessen künstlerischer Thatkraft und begeisterter Interpretation dieser großartige Erfolg zu danken ist, hat ein beherzigenswerthes Beispiel allen jenen Berufenen gegeben, die, in bequemer Liebedienerei versunken, ihre Kräfte einzig der Vorführung protegirter Tagesproducte widmen und hiemit ihre Aufgabe in der Gegenwart vollständig zu erfüllen glauben.« \r\n   [nur als Kuriosum zu vermerken: unmittelbar oberhalb dieser Notiz befindet sich ein Bericht über einen »Meteorfall in Wien«] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503216, "Datum": "Frühjahr 1885", "Haupttext": "[Nach Ende der Konzertsaison]\nBruckner probiert in Anwesenheit Ecksteins mehrere Tage hintereinander eine neue Orgel der Firma Jäger im Bösendorfersaal aus. Er beklagt den Niedergang der Kunst des Improvisierens und bezeichnet die Bachsche cis-Moll-Fuge als besonders für Orgel geeignet und als eines seiner Lieblingswerke.\n(*) Es muss sich um ein Instrument gehandelt haben, dass eher klein und auch nicht ständig dort aufgebaut war, weil Bruckner Eckstein empfahl, es für dessen Wohnung zu erwerben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503225, "Datum": "22.3.1885, Sonntag", "Haupttext": "Josef Schalks am 11.3.1885 verfaßter Artikel über die Aufführung der 7. Symphonie in München erscheint, ergänzt durch Zitate aus der Kritik von Porges [vom 12.3.1885], in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung XII (1885) Nr. 11 auf S. 139:\r\n»Aufführung der VII. Symphonie (E-dur)\r\nvon Anton Bruckner\r\nim Concerte der königl. Musikakademie in München.\r\n   Neuerlich hat unser großer, lange verkannter Bruckner einen herrlichen Sieg errungen. War es ihm vergönnt, nun in kurzer Aufeinanderfolge die Aufführung der genannten Symphonie in Leipzig, seines Quintetts bei Hellmesberger, seiner III. (Wagner gewidmeten) Symphonie in Haag, über deren außerordentliche Erfolge wir bereits berichtet, zu erleben, so sollte sich diese neueste Kunstthat für ihn zu einem wahrhaften Triumpheinzuge in München gestalten auf den mit Neid und Schamgefühl zu blicken wir Wiener alle Ursache haben. Wir erhalten darüber folgenden Bericht:\r\n   Ein großes, erhebendes Ereigniß muß der gestern [... Text wortgetreu bei 120/89ff, mit geringen Abweichungen: ... so ward doch er selbst ... treue Pflege ... nachlaufenden modernen Production ... entnehmen wir Folgendes ...] aus der Feder des königl. Musikdirectors Porges:\r\n   \"Wir stehen nicht an, es auszusprechen [... Text wie bei 1101/210, mit geringen Abweichungen: ... Composition ... Styles ... Rechenschaft darüber ... Richard Wagner ... mit seiner tief ... Beethoven's ... von größter Frische ... mit lebhaftem Beifall ... Componist ... Hofcapellmeister ... Congenialität ...] erreicht werden kann.\"\r\nMünchen, den 11. März 1885.\nJ.S.« (*).\nArtikel im Alpenboten Nr. 23 auf S. 3 [Text identisch mit dem der Deutschen Zeitung vom 15.3.1885]:\r\n»(Ein neuer Erfolg unsers [sic] Landsmannes Bruckner.) Aus München, 11. d. M., wird der \"D. Ztg.\" geschrieben: \"Gestern Abend kam in dem Concerte der königlichen Musik=Akademie endlich die mit so großer Spannung erwartete siebente Symphonie von Anton Bruckner aus Wien zur Aufführung. Das herrliche Werk, welches wie ein leuchtendes [sic] Meteor vor dem staunenden Auditorium emporstieg, fand eine überraschend glänzende Aufnahme von Seiten unseres sonst so zurückhaltenden Publicums. Der Componist wurde mit stürmischem Enthusiasmus wiederholt hervorgerufen und hatte sich auch in den hiesigen Künstlerkreisen der herzlichsten und ehrenvollsten Auszeichnungen zu erfreuen. Hof=Capellmeister Levy, dessen künstlerischer Thatkraft und begeisterter Interpretation dieser großartige Erfolg zu danken ist, hat ein beherzigenswerthes Beispiel allen jenen Berufenen gegeben, die, in bequemer Liebedienerei versunken, ihre Kräfte einzig der Vorführung protegirter Tagesproducte widmen und hiemit ihre Aufgabe in der Gegenwart vollständig zu erfüllen glauben. Er hat sich den wärmsten Dank des gesammten hiesigen musikalischen Publicums wie der Presse erworben, welch' letztere bereits seine, so wie die Verdienste des Componisten des großartigen Werkes einstimmig würdigte.\"« (**).\nIn ihrer Besprechung des Konzerts vom 10.3.1885 (7. Symphonie in München) erwähnt die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung auch die Konzerte vom 30.12.1884, 8.1.1885 (Quintett) und 4.2.1885 (3. Symphonie in Den Haag) (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:57"}, {"ID": 188503235, "Datum": "ca. 23.3.1885, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Hermann Kaulbach Gartenstraße 12.«", "Letzte Änderung": "21.08.2025 18:09"}, {"ID": 188503245, "Datum": "24.3.1885, Dienstag", "Haupttext": "Artikel Theodor Helms in der Morgenausgabe der Deutschen Zeitung Nr. 4748, S. 1f, über die Vernachlässigung Bruckners in den Konzerten der Philharmoniker trotz der Erfolge des Quintetts und der 3. und 7. Symphonie in Den Haag, Leipzig und München. Hans Richter werde sich hoffentlich durch das Verdikt [Hanslicks] bezüglich Bruckners anarchischen Tonalitätsgebrauchs nicht beirren lassen:\r\n»Feuilleton.\r\nConcerte.\r\n(Zur Brahms= und Bruckner=Pflege. - Anton Bruckner pro domo über das „Princip der Tonalität”. - Philharmoniker. - Singakademie. - Quartett Hellmesberger. - Clavier=Concerte.)\r\n   Ueber einen Mangel an Brahms=Cultus in Wien können sich wohl selbst die eifrigsten Freunde und Verehrer des genialen Componisten nicht beklagen. [... die Philharmoniker hätten an Bruckner eine jahrelange Schuld abzutragen ... das Kritiker-Verdict \"Bruckner sei ein musikalischer Anarchist und für ihn existire das Princip der Tonalität nicht\" habe Bruckner kürzlich zum Thema einer Universitätsvorlesung gemacht und, da er die Grundtonart nie aus dem Auge verliere, sich mit einem Bergsteiger verglichen, der auch bei couragiertem Aufstieg dennoch in derselben Gegend bleibe ... das erneute Bruckner-Plädoyer sei motiviert durch die Häufung von \"musikalischen Nippsachen\" in den letzten Konzerten ...]« (*).\nSchreiben Bruckners an die Universität von Philadelphia (von Dr. Vincent übersetzt):\r\n     Bewerbung für ein Ehrendoktorat. Beiliegend Taufschein, Zeugnisse Führers und Sechters und jenes vom 22.11.1861, Anstellungsdekrete von Konservatorium, Hofmusikkapelle und Universität. Erfolge als Organist (in London) und Komponist (Wagner-Symphonie, 4. Symphonie von Richter aufgeführt, 7. Symphonie in Leipzig und München), Kritiken beiliegend. Bietet die 4. Symphonie zur Widmung an. Unterschriften von Vincent, Baron Doblhoff, John C. Walker (**). Siehe auch die Anmerkung.\n(Hans Richter dirigiert Beethovens 9. Sinfonie zum 25jährigen Bestehen der Philharmonischen Konzerte (***)).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 11:33"}, {"ID": 188503255, "Datum": "25.3.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Visum des amerikanischen Konsulates für die gestrige Petition (*); diese Beglaubigung erfolgte nur auf einem der beiliegenden Dokumente, der Übersetzung der Kritiken (**).\n(Konzert des Schubertbundes im Musikvereinssaal in Anwesenheit von Erzherzog Ludwig Viktor (***)).", "Letzte Änderung": "14.09.2024 09:30"}, {"ID": 188503265, "Datum": "26.3.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 14 bringt auf S. 181 einen Kurzbericht vom Konzert am 10.3.1885 (7. Symphonie):\r\n    » * Anton Bruckner's 7. Symphonie hat jüngst auch in München unter Levi's excellenter Leitung einen sensationellen Erfolg sich errungen. Das Publicum war wirklich begeistert und dankte dem anwesenden Componisten, der ihm vorher gänzlich unbekannt gewesen war, durch wiederholte stürmische Hervorrufe.« (*).\nBrief Bruckners an Kaulbach [Zeilenumbruch des Originals durch \"/\" angedeutet]:\r\n»Hochwolgeborener Herr\nv Kaulbach\r\nIch erlaube mir hiemit, Hoch/demselben das Gewünschte / aus dem Choralbuche zu über/senden.\r\n   Noch bin ich mit dem Geiste ganz / in München,welches nun mein / musikalisches Heim ist, und / wo ich so ganz glücklich sein / kann. Es ist die Metropole / aller Kunst! Noch sitze ich / an Ihrer prachtvollen Tafel / und schlürfe die kostbarsten Weine.\r\n[Seite 2:] Noch sitzt Ihre wunderbare Gnädi-/ge, der ich die Hände küsse, / mit bezaubernder Liebenswürdig-/keit neben mir! Noch sehe / ich Euer Hochwolgeboren, den höchst-/berühmten Künstler, mein Bild / prachtvoll malen! Welch Ehre für / mich! Noch höre ich unser Fräu-/lein so herrlich singen!\r\n   Dank für Alles und Jedes! / Das war die schönste Woche / meines Lebens! Schon jetzt / freue ich mich auf jene Zeit, / wo ich wieder in München sein [nachträglich am Ende der Zeile:] kan[n] / beim ersten Dirigenten u Orche-/ster der Welt! und bei meinen / hohen Gönnern!\r\n[Seite 3:] Mit dem Ausdrucke nochmaligen / tiefsten Dankes und Respektes / bin ich in in[n]igster Verehrung\nEuer Hochwolgeboren\r\n[rechts:] dankschuldigster / ABrucknermp\r\n[links:] Wien, 26. März / 1885.\r\nNB Dienstag soll in München mein / Quintett gespielt werden. Möge es / doch so, wie in Wien, aufgenom[m]en / werden!\r\nNB Das Libera, echter Gregorianischer / Gesang, ist aus dem Missale geno[m-] / men.\r\nNB. Bitte sehr auf den H Doctor (Dichter eines romant. Operntextes ala Lohengrin) nicht\r\n[Seite 4:] vergessen zu wollen! H Landgraf / grüßt herzlichst u will nächstens / nach München kom[m]en.« (**).", "Letzte Änderung": "16.04.2023 23:02"}, {"ID": 188503275, "Datum": "27.3.1885, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Benno Walter:\r\n   Der Mittelteil des Scherzos des Quintetts solle deutlich langsamer genommen werden. Wünscht Glück [für die Aufführung in München am 31.3.1885], wie es auch Hellmesberger [am 8.1.1885] hatte. Grüße an Levi, dem er eigens schreiben werde (*).\nBrief von Richard Strauss an Humperdinck: \r\n   Von der 7. Symphonie [am 10.3.1885] seien nur die Wagnerianer begeistert gewesen. Neutrale wie er fänden nur das Adagio großartig:\r\n   »... Eine Sinfonie von Anton Bruckner (Organist aus Wien), die wir vor 3 Wochen hatten, erregte allgemein grosses Aufsehen, vorzugsweise bei Wagnerianern grosse Begeisterung, bei den Gegnern erfuhr sie starken Widerspruch, die zu keiner Partei gehörigen Musiker, zu denen ich mich rechne, sind darüber einig, dass das Adagio grossartig sei, die 3 übrigen Sätze, trotz vielem genialem, aber so viel des unzulänglichen, phrasenhaften im Punkt der Themenverarbeitung haben, dass sie einem nur einen mässigen Genuss bereiten. ...« (**).", "Letzte Änderung": "09.04.2023 14:02"}, {"ID": 188503285, "Datum": "28.3.1885, Samstag", "Haupttext": "Bei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Orgelschüler Xanthopoulos Präludium und Fuge in G-Dur von Rink.", "Letzte Änderung": "21.12.2024 11:35"}, {"ID": 188503295, "Datum": "29.3.1885, Sonntag (Palmsonntag)", "Haupttext": "Der Erfolg der 7. Symphonie am 10.3.1885 in München wird auch in der Zeitung \"Chicago Tribune\" auf S. 9 gemeldet:\r\n\"                       HERE AND THERE:\r\n[...]\r\n     A symphony by Anton Bruckner, a Viena [sic] composer 68 Years old has had great success in Munich. The composer, who follows Wagner and Liszt, is regarded by the friends of the last-named  as a new apostle.\" [siehe die Anmerkung] (*).\n \n(8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Berlioz (Symphonie fantastique), Haydn und Volkmanns 3. Serenade mit Hummer als Solisten (**)).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:24"}, {"ID": 188503304, "Datum": "vor dem 30.3.1885", "Haupttext": "Das Benno-Walter-Quartett macht sich in fünf Proben mit Bruckners Quintett vertraut.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188503305, "Datum": "30.3.1885, Montag", "Haupttext": "In München studiert Levi bei Fiedlers mit dem Benno-Walter-Quartett Bruckners Quintett vor allem bezüglich des Tempos ein (*).\r\nMit dabei sind u.a. die Ehepaare Heyse und Oriolla und [vermutlich] Henriette und Marie Eller (**) und wohl auch Fritz von Ostini (**a).\r\nVermutlich wurde das Quintett zweimal gespielt (***).", "Letzte Änderung": "06.10.2024 20:43"}, {"ID": 188503315, "Datum": "31.3.1885, Kardienstag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert in der »Süddeutschen Presse und Münchener Nachrichten« (*) durch Fritz von Ostini (*a).\nAufführung des Quintetts in München durch das Benno-Walter-Quartett (Walter, Ziegler, Thoms, Seifert und Wihan) (**) im Großen Konzertsaal des Museums (**a).\r\n    Unter den Zuhörern befinden sich Levi (***), Bennat [?] (°), Porges (°°), Heyse (°°°), Prinz Ludwig von Bayern und Erzherzogin Gisela (#) [und sicher auch Fiedler (##)].\nBruckner spielt Orgel beim Requiem des Kardinals Schwarzenberg, das von der Hofmusikkapelle in der Augustinerkirche gestaltet wird (###). [Falls Mozarts Requiem aufgeführt wurde, könnte sich Meißners Bericht - siehe »1885« - darauf beziehen (a)].\nUm 19 Uhr 2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Bachs h-moll-Messe (b).\nAnkunft Bruckners in St. Florian [oder erst 1.4.1885?] (c).\nDie Presse Nr. 89 berichtet auf S. 3 der Abendausgabe vom heutigen Requiem:\r\n     \"[Requiem für Cardinal Schwarzenberg.] Heute Vormittags um 10 Uhr wurden in der Hof= und Stadtpfarrkirche zu St. Augustin für den Cardinal Fürsten Schwarzenberg die Vigilien gehalten, wobei der Cardinal Fürst=Erzbischof Ganglbauer unter zahlreicher Assistenz das Seelanamt celebrirte. Während desselben kam unter der Leitung des Capellmeisters Eder Duchoslaw's Männerchor=Requiem, Einlage von Kaulich, durch die Chormitglieder des Hofoperntheaters zur Aufführung. Hoforganist Professor Bruckner spielte die Orgel.\" (d).\nDieser Gottesdienst war in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 1826 auf S. 4 angekündigt worden:\r\n     \"[...] Bei dem feierlichen Trauergottesdienst für Cardinal Fürst Schwarzenberg morgen (Dienstag) 10 Uhr Früh in der Hof=Pfarrkirche St. Augustin, kommt unter Leitung des Capellmeister Eder, Duchoslav's Männer=Chor=Requiem, Einlage von Kaulich, ausgeführt von den Chormitgliedern des Hofoperntheaters zur Aufführung. Hoforganist Professor Bruckner wird die Orgel spielen.\" (e).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:19"}, {"ID": 188503317, "Datum": "ca. Ende März 1885", "Haupttext": "Der (bei 420/13, Nr. 18) auf Ende März 1885 datierte Brief Bruckners an Levi\n [= 45/329f, Nr. 6] ist aus inhaltlichen Gründen auf Ende April 1885 (nach\n dem 26.4.1885, vor dem 2.5.1885) zu datieren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504005, "Datum": "April 1885", "Haupttext": "Brahms berichtet in Anwesenheit von Gustav Schönaich von der Aufführung der 3. Symphonie Bruckners [am 16.12.1877?] (*).\nDas Musikalische Wochenblatt meldet, daß die in Leipzig und München erfolgreiche 7. Symphonie demnächst bei Gutmann im Druck erscheinen werde (**).", "Letzte Änderung": "27.07.2024 16:44"}, {"ID": 188504015, "Datum": "1.4.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner kommt mittags in St. Florian an [oder recte: am 31.3.1885?] (*).\r\nIm Gästebuch des Stiftes ist verzeichnet als Ankunftstag \"1.4\" und \"Bruckner (v) [= vormittags]\", die Anzahl der Mahlzeiten ist mit \"13\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner von Wien\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 7.4.1885 wieder ab (*a).\r\nDie Gebetsaufzeichnungen vom 1.4. bis 7.4.1885 morgens trug Bruckner in ein Reisenotizbüchlein ein (**).\nVermutlich auf dem Artikel vom 13.3.1885 basierende Aufführungsmeldung (7. Symphonie in Leipzig und München) in der »Svensk Musiktidning« (***).\n[Ohne Jahreszahl datiertes, vermutlich in der Nacht zum 1.4. aufgegebenes und die Aufführungen am 30. und 31.3.1885 betreffendes] Telegramm Fiedlers, Levis etc. an Bruckner [Vorgedrucktes in Kursivschrift]:\r\n»TELEGRAMM No 44\nan\r\n= professor bruckner heszgasze 7\r\nwin = \r\n[links »Classe der Depesche«, handschriftliche Notizen des aufnehmenden Beamten, nicht eindeutig zu entschlüsseln:]\nAufgenommen von Mü 11 am 1/4 188 ... um 2 Uhr ... Min. VMittag\r\nText. win muenchen 2. - 31 1 12/40 + n quintett gestern zwejmal\r\nprivatim heute oeffentlich gehoert herrlich ! heute\r\nunser bruckner hoch hoch hoch = fiedler levi und einige andere nach\r\ndem conzert im weinhause versammelte brucknerianer .+« (°).", "Letzte Änderung": "06.09.2025 21:08"}, {"ID": 188504017, "Datum": "Osterfeiertage in St. Florian", "Haupttext": "Bruckner berichtet von Levis Proben zur 7. Symphonie (»herablassend« [positiv gemeint]) und von einer bevorstehenden »Te deum«-Probe in Wien. Loidol gegenüber [vermittelt durch Ledermüller oder Ignaz Bruckner?] entschuldigt er seine Schreibfaulheit mit der Arbeit an der 8. Symphonie; zwei Sätze seien fertig. Bruckner erzählt Ignaz, daß er mit Levi in den Sommerferien die Alpen besuchen wolle (*). Bruckner erhält ein Telegramm von Levi (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504025, "Datum": "2.4.1885, Donnerstag (Gründonnerstag)", "Haupttext": "Brief (Correspondenz-Karte) Ledermüllers an Loidol:\r\n     Berichtet von der gestrigen Ankunft Bruckners in St. Florian (*). Postscriptum von Oddo Loidol: Bruckner sei von Kardienstag bis Osterdienstag in St. Florian gewesen. Nach Wien habe er wegen einer »Te deum«-Probe zurückkehren müssen. Ignaz Bruckner habe ihm, Oddo, berichtet, daß Levi, mit dem Bruckner in den Sommerferien einen Alpenurlaub plane, in München bei den Proben der 7. Symphonie immer Bruckner um seine Meinung gefragt habe. Bruckner könne Oddo aus Zeitmangel nicht öfter schreiben. Zwei Sätze der 8. Symphonie seien fertig (*a).\nLücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen im Akademischen Hochschulkalender (bis zum 7.4.1885) (**).\nKritiken zum Quintett [31.3.1885]\r\nin der Münchner Allgemeinen Zeitung Nr. 92, zweite Beilage (signiert mit dem griechischen Buchstaben »my«):\r\n»μ (Die dritte und letzte Quartett=Soirée) der HH. Walter, Ziegler, Thoms und Wihan [... Text originalgetreu (aber ohne die Änderung der Schrifttypen) bei 937/131 und 1101/233f ... Inhalt der Auslassung: »Dem Bruckner'schen Quintett ging Mozarts 1789 componirtes D-dur-Quartett mit seinem wundervollen Andante und Menuett voraus, und folgte Franz Schuberts C-dur-Quintett« ... Hilpert als 2. Cellist ...]« (***)\r\nund, signiert »b« [nicht von Ostini], in der »Süddeutschen Presse und Münchener Nachrichten« (°).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:15"}, {"ID": 188504035, "Datum": "3.4.1885, Karfreitag", "Haupttext": "Daß sich Bruckners Religiosität besonders in der Karwoche offenbarte, ist einem Bericht Josef Grubers über Bruckners Beten am Karfreitag [dieses Jahres?] zu entnehmen (*).\nKritik von Porges über das Quintett in den Münchner »Neuesten Nachrichten und Münchener Anzeiger« Nr. 94 (**).\r\n   Darauf [oder auf die 7. Symphonie am 10.3.1885?] könnte sich eine Notiz Bruckners beziehen: »Tagesanzeiger sehr gut.« (***).\n([recte 28.3.1885?] Geburtstagsfeier für Rudolf Weinwurm in den [Wiener] Harmonien-Sälen (°)).", "Letzte Änderung": "19.02.2025 11:45"}, {"ID": 188504045, "Datum": "4.4.1885, Samstag", "Haupttext": "H. M. Schuster berichtet in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 14 auf S. 271 von der Aufführung der 7. Symphonie [10.3.1885] und zitiert aus einem Artikel Josef Schalks. Er erwähnt auch die Aufführung des Quintetts [am 8.1.1885].\r\n                »Musikalisches.\r\n    Ueber Bruckner's siebente Symphonie und ihre Aufführung in München schreibt uns noch Herr Professsor Schalk: Dank der verständnissvollen und begeisterten Ausführung durch das königliche Hof-Orchester und seines Leiters [sic!] gestaltete sich der Erfolg zu einem sensationellen, wie er nur etwa dem des Bruckner'schen Quintetts in der heurigen Aufführung bei Hellmesberger zu vergleichen ist. Auf allen Gesichtern lag die Freude sowol über den unvergleichlichen Kunstgenuss, wie über den Sieg, den hier der lange schmählich verkannte Meister symphonischer Kunst errang. Gelang es noch bis vor Kurzen [sic] dem Neid und der Indolenz, das Wirken dieses Mannes zu unterdrücken, der ohne Erfolge zu hohen Jahren gekommen: jetzt spricht die Bewunderung um so mächtiger. Nach jedem Satze wurde der Componist mit stürmischem Beifall gerufen und nach dem Finale wollte der Jubel nicht zu Ende kommen. Niemandem war, wie es anderwärts vorkommen soll, eingefallen, vor dem gänzlichen Schluss den Saal zu verlassen und die angespannteste Aufmerksamkeit begleitete das in wahrhaft gigantischen Dimensionen angelegte Werk bis zur letzten Note. Was den bereits damit vollständig Vertrauten, der die erhabene Ursprünglichkeit seiner Gedanken und die fabelhafte Kühnheit ihrer Entwicklungen längst erkannt, neuerlich immer wieder erstaunen lässt, ist der aus innerster Schöpferkraft hervorwuchernde Reichthum an contrapunktischen Bildungen. Mögen sie hier in schmetternden Posaunen, in tiefdunklen Cellogängen oder dort in blendenden Glanzlichtern der oberen Holzbläsertöne vernehmbar werden, überall finden wir thematische Gestaltung, und die Ueberfülle entzückt, indem sie zur Einheit wird. Oft flattert sogar ein kleiner Zipfel dieses Gewebes noch keck über eine geschlossene Periode hinaus, wie das siegreiche Banner unbändiger Schaffenslust und weckt [sic] im berauschenden Echo nach. Freilich kann nur ein solches intelligentes Orchester, das mit künstlerischem Ernst sein bestes Können für das Werk einsetzt, den höchsten Anforderungen des Componisten gerecht werden. Die gewaltigen Wirkungen der Tuben und Posaunen im Finale lassen sich nur mit der Schluss-Scene der \"Götterdämmerung\" vergleichen. Als aus dem dröhnenden Kampfe sich endlich siegreich das Hauptthema des ersten Satzes losrang, ging eine fühlbare Bewegung durch den Saal und diese sprach deutlicher als alle anderen Ovationen dem Meister die höchste Ruhmeskrone zu. [... über den Tod Franz Abts ...] Dr. H. M. Schuster.«", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:58"}, {"ID": 188504055, "Datum": "5.4.1885, Ostersonntag", "Haupttext": "[??] Der Artikel Vergeiners [vom 26.9.1884] erscheint mit einem Bild Bruckners im Volksblatt [Linzer Volksblatt?] (*).\nArtikel über Bruckner mit seiner Photographie [IKO 7] in \"Der Oberösterreicher. Zeitschrift für oberösterreichische Interessen\" 2 (1885), Nr. 7, S. 49f (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504075, "Datum": "7.4.1885, Osterdienstag", "Haupttext": "Bruckner erzählt Josef Gruber, daß er Prälat Ferdinand Moser heute noch bitten werde, in der Gruft von St. Florian beigesetzt zu werden (*). Er fährt am selben Tag wegen einer »Te deum«-Probe nach Wien zurück (**). \n[Vermutlich für dieses Jahr geltende] letzte Gebetsaufzeichnung (7.4.[o.J.], Morgengebet) im Reisenotizbüchlein (***). \n\nDas Abendgebet ist im üblichen in Wien benutzten Kalender notiert (»Dienstag post Ostern«) (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504084, "Datum": "vor dem 8.4.1885", "Haupttext": "Vorbesprechung des Quintetts durch Dr. Kleser [oder seinen Kritiker Dr. Guckeisen (*)?] in der Kölnischen Zeitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504085, "Datum": "8.4.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts (ohne das Finale) durch das Heckmann-Quartett in Köln; außerdem erklangen Werke von Wolfrum und Svendsen (*).\r\n   Im Publikum sitzen u.a. Eckstein, Dr. Kleser, Dr. Guckeisen und Prof. Wüllner (**).\n[bereits am 7.4.1885 abends] Bruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen im Akademischen Hochschulkalender (lückenlos bis zum 12.7.1885) wieder auf [= Rückkehr nach Wien] (***).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen dieses Tages): »Bayreuth [Eva Wagner] Linz Cöln [Kleser] Leipzig [Nikisch?], Porges, Scherer« (°).", "Letzte Änderung": "28.02.2024 15:35"}, {"ID": 188504095, "Datum": "9.4.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Telegramm Ecksteins an Bruckner: [Vorgedrucktes in Kursivschrift]:\r\n»TELEGRAMM No 5251 an\r\n= professor brueckner [sic] wien\r\nhessgasse 7 = \r\n[links:] am 9/4 1885 9 Uhr 20 Min. VMittag [Uhrzeit korrigiert und überschrieben mit »10« bzw. »1[0]\nText.\r\n. + wien coeln 695 15 9/4 8 35 m\r\n= quintett durch heckmann hier aufgefuehrt .\r\nglaenzendster erfolg . brief folgt = eckstein . + »\r\n[links unten gedruckt: »Telegraphen-Drucksorte Nr. 61.«] (*).\nBrief Dr. Klesers an Bruckner: Ein Gutteil des Publikums habe gestern das Quintett begeistert aufgenommen. Heckmann habe das Finale nicht gespielt. Kritik Dr. Guckeisens erscheine morgen. Wüllner sei im Plan, eine Symphonie (**) aufzuführen, bestärkt worden. Wolfrums und Svendsens Werke seien »abgefallen« (***).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Am 9. April 100 fl Zins, u 7 fl für April Fr. Kathi.« (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504104, "Datum": "vor dem 10.4.1885", "Haupttext": "Brief Eva Wagners an Bruckner [mutmaßlicher Inhalt]:\r\n   Dankt für die Photographie [4.3.1885], erinnert ihn an das Versprechen, eine Kopie seines Wagner-Briefes an sie zu schicken. Er möge an O. Bach schreiben. Ihr Gesundheitszustand sei schwankend (*).\nDaraufhin Brief Bruckners an O. Bach [Inhalt unbekannt] (**).\nBruckner erhält aus München die Kritik der Süddeutschen Presse [2.4.1885] über das Quintett (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504105, "Datum": "10.4.1885, Freitag", "Haupttext": "[?] Brief Ecksteins an Bruckner [zumindest so angekündigt, vielleicht 9.4. geschrieben, mutmaßlicher Inhalt]:\r\n    Über die Aufführung des Quintetts in Köln am 8.4.1885 (*).\nGeplanter Erscheinungstermin von Dr. Guckeisens Kritik zum Quintett [in Dr. Klesers Kölnischer Zeitung] (**).\nBrief Bruckners an Eva Wagner:\r\n    Eine Kopie des gewünschten Wagner-Briefs habe er [am 13.9.1884] an Groß nach Bayreuth geschickt. Sendet auch Eva ein Exemplar. An O. Bach habe er sogleich geschrieben. Berichtet vom Erfolg der 7. Symphonie in München und Leipzig, des Quintetts in Wien, München und Köln. Nach der »Walküre« wurde die Trauermusik aus dem Adagio zum Andenken Wagners gespielt. Genesungswünsche. Dankt für den Brief, Grüße an Cosima, Siegfried und die Schwestern (***).\nBrief Bruckners an Levi:\r\n    Dankt für den Erfolg in München. Zitiert Telegramm und Brief über Quintett in Köln. Kleser bringt Artikel. Dankt für Levis Telegramm (war in Oberösterreich); Gruß an Fiedler. Der Prälat lud ihn nach St. Florian ein, Almeroth bot seine Steyrer Villa für die Ferien an; Levi halte hoffentlich Wort. Keine Kritik Ostinis [zum Quintett]. Greif schickte Stimmen zurück. Wenn aber der König eine Aufführung wünsche? Grüße von Frey. Richter darf wegen Hanslick die 7. Symphonie erst nach Erscheinen des Drucks bringen. Erwähnt die Süddeutsche Presse und einen Artikel in der Cöln’schen Zeitung. Im Artikel der Kölner Zeitung [vermutlich über das Quintett mit Heckmann] werde er mit Beethoven verglichen (°).", "Letzte Änderung": "02.04.2025 07:00"}, {"ID": 188504115, "Datum": "11.4.1885, Samstag", "Haupttext": "Paumgartner zitiert in einem Feuilleton-Artikel der Wiener Abendpost) Wiener Zeitung Nr. 82 auf S. 1f (signiert »dr. h. p.«) aus der Münchner Kritik zur 7. Symphonie [vom 14.3.1885] und beanstandet, daß Bruckner in den Philharmonischen Konzerten vernachlässigt werde:\r\n         »Musik.\n               Concerte.\n     Die Concertsaison ist zu Ende; [...]\n     [...] - Einen neuen Triumph hat im verflossenen Monate unser genialer Landsmann Herr Anton Bruckner in München gefeiert, wo unter Hofcapellmeister Levy's künstlerischer Leitung die siebente Symphonie (in E-dur) unseres meisterhaften Symphonikers im zweiten Akademieconcerte zur Aufführung gelangte. Sämmtliche uns vorliegenden Münchner Blätter äußern sich mit Enthusiasmus über Aufführung und Aufnahme der Bruckner'schen Symphonie. Die \"Süddeutsche Presse\" schreibt unter Anderem: \"In grandioser, abgeklärter Ruhe [... Text wie 14.3.1885 (1101/213), mit Abweichungen: ... classischen ... Composition ... dieser eine Satz würde ... Componisten ...] unter die Unvergänglichen einzureihen.\" Der Musikreferent der \"Süddeutschen Presse\" gelangt sodann zu folgender Schlußbemerkung über Bruckners Symphonie: \"Daß ein solches Werk [... Text wie 14.3.1885 bei 1101/213f, mit folgenden Abweichungen: ... unserer ... an deren Anfange ... dem echten Musikfreunde ...] gereichen dürfen.\"\n    Also in München haben sich nicht nur die Kräfte, sondern auch das lebhafte, verständnißvolle Interesse für die Aufführung der Bruckner'schen Symphonie vorgefunden. Und unser Wien soll zurückbleiben und soll ewig und immer unser geniales und gemüthvolles Heimatskind Bruckner ausschließen, als Fremdling, als Verbannten behandeln? [... Mahnung an die Philharmoniker ... künstlerische Pflichten ... Appell an Hans Richter:] Er zögere nicht länger, diesem Gebote zu folgen und damit zugleich ein Vermächtniß Richard Wagners, der für die Bruckner'schen Werke stets so schöne, warme Worte hatte, zu erfüllen.\r\n                dr. h. p.« (*).\nÖffentliche Generalprobe zum morgigen Konzert (**).\n(***) Die Deutsche Zeitung berichtet von der Aufführung des Quintetts in Köln [8.4.1885]:\r\n      »(Anton Bruckner's Quintett.) Wie uns aus Köln berichtet wird, erzielte daselbst Professor Anton Bruckner's Quintett, von dem auch in Wien rühmlichst bekannten Quartett Heckmann am 8. d. zur Aufführung gebracht, einen glänzenden Erfolg und ist für November eine Wiederholung dieses auch in München kürzlich mit großem Beifall aufgeführten Werkes unseres heimischen Componisten in Aussicht genommen. Köln wird aber auch darin nicht hinter Leipzig und München zurückstehen, daß es den großen symphonischen Werken Bruckner's den ihnen gebührenden Platz in seinem Musikleben anweist, welches, seitdem Wüllner als Nachfolger Hiller's die Leitung des dortigen Concertwesens übernommen, einen bedeutenden Aufschwung genommen hat. Wüllner wird es auch zu danken sein, wenn in der nächsten Concertsaison Bruckner's letzte (siebente) Symphonie in Köln, und wohl mit demselben glänzenden Erfolg wie in München und Leipzig, zur Aufführung gelangt.« (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:20"}, {"ID": 188504125, "Datum": "12.4.1885, Sonntag (Weißer Sonntag)", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 100 meldet auf S. 6 über das Quintett in Köln [8.4.1885]:\r\n»     –  Aus Köln wird uns berichtet, daß Anton Bruckner's Streich=Quintett in F-dur von dem ausgezeichneten Heckmann'schen Quartett zur Aufführung gebracht und mit außerordentlichem Beifall aufgenommen wurde.« (*).\n(In Anwesenheit Kaiser Franz Josephs feiern die Philharmoniker das 25jährige Jubiläum der Philharmonischen Konzerte mit einer Ouvertüre Nicolais und Beethovens 9. Sinfonie unter Hans Richter. Der 1879 pensionierte Joseph Hellmesberger fungiert als Konzertmeister (**).\r\nDer Schubertbund überbringt einen Lorbeerkranz (***)).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:25"}, {"ID": 188504135, "Datum": "13.4.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner:\r\n     Dankt für Brief (siehe Anmerkung), will gemeinsame Ferientage ermöglichen. Im Mai Treffen mit Fiedlers in Florenz, dort Quintett-Probe, (Bruckner dabei?); dann zu Lenbach in Rom; Juni in die Schweiz. Quintett [31.3.] nach 5 Proben (am 30.3. mit Levi bei Fiedlers) recht gut. Kritik von Porges. Ostini fehlte. Bericht [an Perfall] wegen Widmung der 7. Symphonie an Ludwig. Wüllner in Köln und Müller in Frankfurt wollen die 7. Symphonie spielen. Gutmann möge sich beeilen. Bruckner solle die Stimmen vorerst behalten (**).\nBrief Levis (an einen befreundeten Dirigenten):\r\n     Bei den jeweils dreistündigen Proben zur 7. Symphonie habe sich die Einstellung der Musiker von Entrüstung zu Enthusiasmus bei der Aufführung gewandelt. Seiner Meinung nach sei das Werk die bedeutendste Symphonie nach Beethoven, der dennoch das [Leipziger] Gewandhaus verschlossen bleiben werde. [Textauszug] »Als ich das Werk zum erstenmal spielen ließ, war allgemeine Entrüstung im Orchester, und es klang in der That schauerlich, aber mit jeder der nachfolgenden (dreistündigen!) Proben steigerte sich das Interesse und der Respect der Musiker, und bei der Aufführung war im Publikum und auf dem Podium ein Enthusiasmus, wie ich ihn nie hier erlebt habe. Da ich als Wagnerianer eine gewisse »Narrenfreiheit« geniesse, so scheue ich nicht, es auszusprechen: daß ich dieses Werk für das bedeutendste auf sinfonischem Gebiet halte, welches seit Beethoven geschrieben worden ist.« (***).", "Letzte Änderung": "09.09.2025 13:54"}, {"ID": 188504145, "Datum": "14.4.1885, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 84 berichtet (unter Verwendung des Artikels vom 11.4.1885 in der Deutschen Zeitung) auf S. 3 von der Kölner Aufführung des Quintetts [8.4.1885]:\n     » § Anton Bruckners Quintett. Wie aus Köln berichtet wird, erzielte daselbst Professor Anton Bruckners Quintett, von dem auch in Wien rühmlichst bekannten Quartett Heckmann am 8. d. M. zur Aufführung gebracht, einen glänzenden Erfolg und ist für November eine Wiederholung dieses auch in München kürzlich mit großem Beifall aufgeführten ausgezeichneten Werkes unseres heimischen Componisten in Aussicht genommen. Köln wird aber auch darin nicht hinter Leipzig und München zurückstehen, daß es den großen symphonischen Werken Bruckners den ihnen gebührenden Platz in seinem Musikleben anweist, welches, seitdem Wüllner als Nachfolger Hillers die Leitung des dortigen Concertwesens übernommen, einen bedeutenden Aufschwung genommen hat. Wüllner wird es auch zu danken sein, wenn in der nächsten Concertsaison Bruckners letzte (siebente) Symphonie in Köln, und wohl mit demselben glänzenden Erfolg wie in München und Leipzig, zur Aufführung gelangt.«", "Letzte Änderung": "08.04.2025 10:57"}, {"ID": 188504155, "Datum": "15.4.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Die [Wiener] Morgenpost Nr. 103 berichtet auf S. 5 von der Aufführung des Quintetts in Köln [8.4.1885]:\r\n    » * Aus Cöln wird uns gemeldet, daß das Quintett unseres Wiener Componisten Bruckner daselbst durch Heckmann mit glänzendem Erfolg zur Aufführung gelangt ist. Auch in München fand dasselbe kürzlich eine sehr beifällige Aufnahme.« (*).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 103 meldet auf S. 5 darüberhinaus, daß Wüllner die Aufführung einer Symphonie in Köln plane und daß bei der Münchner Quintettaufführung [31.3.1885] Prinz Ludwig von Bayern anwesend gewesen sei:\r\n    » * Der neueste Triumph Bruckner's wird uns aus Köln gemeldet. Dortselbst brachte das ausgezeichnete Quartett Heckmann die drei ersten Sätze des Bruckner'schen Streich=Quintetts mit glänzendstem Erfolge zur Aufführung, so daß für die nächste Saison eine Wiederholung, und zwar dann des ganzen Werkes geplant ist. Ebenso hat Wüllner, der Dirigent der dortigen Gürzenich=Konzerte, die Aufführung einer der Bruckner'schen Symphonien in Aussicht genommen. Das obenerwähnte Quintett, welches bekanntlich hier das Quartett Hellmesberger zur ersten Aufführung brachte, wurde jüngst in München mit größtem Beifalle aufgeführt. Prinz Ludwig von Bayern wohnte der Aufführung bei. Die Münchener Kunstkreise haben, wie man sich erinnern wird, Professor Bruckner gelegentlich der Aufführung seiner letzten Symphonie in hervorragendster Weise geehrt. Und was thun die Wiener?« [keine Signatur] (**).\nDie \"Caecilia\", algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland Jg. 42, Nr. 10, meldet auf S. 98 die Aufführung der 7. Symphonie [am 10.3.1885]:\r\n\"     München. — Onder leiding van den hofkapelmeester Levi is hier de 7de symphonie (in E, manuscript) van Anton Bruckner uitgevoerd. Even als elders, waar dit werk in den jongsten tijd ten gehoore is gebracht, heeft het ook hier veel bijval verwekt.\" (***).\nÜber das Quintett in Köln schreibt auch \"Het vaderland\" Nr. 88 ('s-Gravenhage) auf S. 2:\r\n\"          Kunst- en Letternieuws.\r\n[...]\r\n      Bruckners quintet voor 2 violen, 2 alten en cel, is thans ook te Keulen door Heckmanns gezelschap uitgevoerd, maar zonder de finale. De »Köln. Zeit.” is van oordeel, dat Bruckner ongetwijfeld een componist van beteekenis is, dat hij aan zijn rijke fantasie echter dikwijls te veel den teugel laat vieren, en dat het hem minder om de bewerking, dan wel om het klankeffect te doen is. Het werk vond veel bijval, inzonderheid werd het Adagio toegejuicht.\" (°).", "Letzte Änderung": "03.10.2025 04:18"}, {"ID": 188504164, "Datum": "vor dem 16.4.1885", "Haupttext": "Prof. Riedel und Liszt treten mit Bruckner in Verbindung [vermutlich beide wegen des Festes des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Karlsruhe] (*). \n\nBruckner soll Liszt wegen der geplanten Aufführung der 7. Symphonie im Schottenhof aufgesucht haben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504165, "Datum": "16.4.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hermann Levi:\r\n     Dankt für Levis Bemühungen. Grüße an Fiedlers. Prof. Riedel aus Leipzig schlage das Adagio der 7. Symphonie für das Karlsruher Musikfest vor [30.5.1885]. Mit einem unbekannten Dirigenten? Von Gutmann keine Nachricht; ob dieser eine Partitur habe? Verleger in Mainz etc. suchen (dies der Rat seiner jungen Freunde)? Josef Schalk wolle den Klavierauszug Gutmann nicht geben (bekam fürs Quintett kein Honorar). Liszt habe ihn, Bruckner, soeben eingeladen (*).\nDie Aufführung der 7. Symphonie in München [10.3.1885] wird im Musikalischen Wochenblatt Nr. 17 auf S. 211 erwähnt:\r\n    »München. 2. Abonn.-Conc. der Musikal. Akademie (Levi): 7. Symph. v. Ant. Bruckner, Jagdouvert. v. Méhul, Solovorträge der HH. Gura [irrig] (Ges., „Sind es Freuden”, „Ruhe, Süssliebchen” und „Wie froh und frisch mein Sinn” v. Brahms) und Walter (Viol. 22. Conc. v. Viotti u. „Legende” u. Capriccio v. Fr. Sander).« (**).\n[noch unsichere Information] Emilie von Jenny stirbt. Bruckner schickt ein Kondolenzschreiben an Mayfelds (***).", "Letzte Änderung": "07.10.2025 18:40"}, {"ID": 188504175, "Datum": "17.4.1885, Freitag", "Haupttext": "[vermutlich 17.4., vormittags] Bruckner ist bei Liszt im Schottenhof eingeladen, um in Anwesenheit Dr. Standthartners, Gustav Schönaichs und Stradals das Programm für das Karlsruher Musikfest [am 30.5.1885] zu besprechen. Es bleibt dabei, daß von der 7. Symphonie nur das Adagio aufgeführt werden wird (*).\nBrief Bruckners an Mottl:\r\n    Riedel aus Leipzig habe für das Karlsruher Musikfest am 30.5.1885 das Adagio der 7. Symphonie geplant, was auch Liszt und Standthartner befürworteten. Ob er, Mottl, die neuen Tuben habe und sich wie Levi und Nikisch für seinen alten Lehrer und Wagner einsetzen wolle? Die Stimmen werde er nach Leipzig schicken. Kondoliert [zum Tod des Vaters (**)] (***).\nBrief Bruckners an Rudolf Weinwurm:\r\n    Gratuliert zum heutigen Namenstag und verspätet [zum Geburtstag, vgl. 3.4.1885] (°).\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 87 veröffentlicht auf S. 597-600 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 599 unter \"VII. Fertigkeiten\":\r\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre: Fortsetzung; Tonwechslung, Chromatik etc., Harmonisirung, Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, [ohne Tages- und Uhrzeitangabe!] vom Lector Prof. Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "27.03.2026 19:42"}, {"ID": 188504176, "Datum": "nach dem 17.4.1885", "Haupttext": "[hypothetische Datierung, siehe die Anmerkung]\nVisitenkarte Bruckners \"Anton Bruckner | k. k. Hoforganist | Lector an der k. k. Universität | Professor am Conservatorium.\" [ziemlich sicher an Mottl]:\n\"Ich wollte dich fragen, ob du | 4 Tuben u CBT zur Verfügung | hast, oder doch bekom[m]en | könntest +, u mein Adagio | aus der 7. Sinf. mit aller | möglichen Sorgfalt dirigiren | wolltest. (30. Mai.) Brief | ist in Carlsruhe. Auch vom | H Levi.   Brmp.   + München“.", "Letzte Änderung": "15.04.2024 21:51"}, {"ID": 188504184, "Datum": "vor dem 18.4.1885", "Haupttext": "[frühere Datierung ca. zwischen 18. und 22.4.1885]\r\nMatinée zu Ehren Liszts bei Adalbert Goldschmidt. Unter den Gästen befinden sich neben Künstlern der Hofoper Stradal, Johann Strauß, Goldmark, Hellmesberger, Bruckner und Marie Wilt (*).\n[?] Nach einer Soirée bei Fürst Hohenlohe kommen Liszt und Bruckner auf die Kühnheiten der neueren Musik zu sprechen (**).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:15"}, {"ID": 188504185, "Datum": "18.4.1885, Samstag", "Haupttext": "Inskription von Friedrich Baumhackl an der Wiener Universität (*).\nDr. H. M. Schuster kritisiert in einem Artikel in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 16 auf S. 311-315 die rückständige, bequeme Programmpolitik, die z. B. Mozart, Haydn und generell Novitäten ignoriere, und das Verhalten des Orchesters gegenüber Bruckner:\r\n     »Zur Jubelfeier der Philharmoniker.\r\n     Wenn man selbst beständiger Zeuge eines Waltens war, dessen Jubelfeier begangen wird, so ist es doppelt erfreulich, über die Festfeier sich auszusprechen. [... über die Programmgestaltung und Vernachlässigung mancher Komponisten ...]\r\n     [... über die Behandlung der Novitäten ...] Und dennoch könnte das vielleicht noch entschuldigt werden; ganz unverzeihlich und nicht genug zu verdammen ist aber das Verhalten gegen unseren herrlichen Anton Bruckner.\r\n    Während seine Symphonien in Leipzig, München, Haag Sensation machen und wiederholt werden müssen [sic], werden sie von unseren Philharmonikern beharrlich abgelehnt. Dass sie, wie Figura zeigt, dennoch den Weg zum unsterblichen Ruhm machen, ist sicher, aber ebenso sicher das Gegentheil für die Phiharmoniker, denn jedes geringschätzige Benehmen gegen ein Werk von bleibender historischer Bedeutung zieht nothwendigerweise dem Geringschätzenden bleibende historische Beschämung zu. Selbst wenn, was geradezu unabweislich ist, sich von nun an die Philharmoniker eines Besseren besinnen, so können sie doch nicht mehr die Ehre für sich beanspruchen, als die Ersten für ihren grossen Landsmann eingetreten zu sein. Immerhin können sie aber noch sehr viel gut machen, indem eine Reihe Bruckner'scher Symphonien noch unaufgeführt ist.\r\n    Derlei den Philharmonikern vorzuhalten, war nur unsere Pflicht und Schuldigkeit gegen sie selbst, indem die Kritik vor Allem dazu da ist, der Kunst zur Besinnung auf sich selbst zu dienen. [... über die seltene Anwesenheit des Kaisers im Konzertsaal ... die Bedeutung Hans Richters ...] Dann wird man auch vom Wollen der Philharmoniker den alten Jesuitenspruch sagen dürfen, den man stets von ihrem Können sagen kann: Sint, ut sunt.       Dr. H. M. Schuster.« (**).\nAuf die morgige Kirchenmusik machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\ndie Deutsche Zeitung Nr. 4772 auf S. 7 (***),\ndas Fremdenblatt Nr. 106 auf S. 6 (°),\ndie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1843 auf S. 6 [inhaltlich wie (°°°)] (°°)\nund die Neue Freie Presse Nr. 7412 auf S. 4:\r\n     \"In der Hofpfarrkirche St. Augustin wird am Sonntag um 11 Uhr Capellmeister Eder Mozart's Credo=Messe, Graduale (Sopran=Solo) von Mercadante, Offertorium (Duo für zwei Soprane) von Frau Ernestine de Bauduin und \"Egredientem\" von J. F. Kloß aufführen. Orgel: Hof=Organist Professor Bruckner. Soli: Gräfin S. Merini und die Hofopernsängerinnen Ida und Anna Bayer, Soli der Messe: Fräulein Ida Stenzl.\" (°°°).\nGöllerich schreibt [in einem Brief?] über den mächtigen Eindruck von Liszt. \"Ich war elf Tage bei Ihm\" (#).\nFranz Liszt besucht die Generalprobe von Rubinsteins \"Nero\" und fährt abends (halb neun) nach Weimar ab (##).", "Letzte Änderung": "03.04.2026 15:18"}, {"ID": 188504186, "Datum": "nach dem 18.4.1885", "Haupttext": "[vermutlich vor dem 25.4.1885]\nBrief von August Göllerich an seine Schwester [Marie Holter] und seinen Schwager:\n     Am Samstag [18.4.1885] sei Liszt nach Weimar abgefahren. Über Alltagsereignisse. \"Bruckner ist sehr lieb u hat sein Quintett an München u Cöln Sensation erregt.\"\n     Ob in Linz ein Artikel über den Wagner-Abend erschienen sei?", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:44"}, {"ID": 188504195, "Datum": "19.4.1885, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 107 auf S. 7 (Kalendarium im Local-Anzeiger) [inhaltlich wie am 18.4.1885] (*). Bruckner spielt um 11 Uhr in der Augustinerkirche Orgel beim Gottesdienst, bei dem unter Eders Leitung Werke von Mozart (Credomesse), Mercadante (Graduale mit Sopransolo), Ernestine de Bauduin (Offertorium für 2 Soprane) und J. F. Kloß (»Egredientem«) erklingen (**). \nSoli: Gräfin S. Merini, Ida Bayer und Anna Bayer und in der Messe Ida Stenzl (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504205, "Datum": "20.4.1885, Montag", "Haupttext": "Datierung »20. April [1]885.« am Ende der Partitur des Chores »Ecce sacerdos magnus« [WAB 13], der auf Anregung Burgstallers für die Hundertjahrfeier der Diözese Linz komponiert wurde.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504215, "Datum": "21.4.1885, Dienstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 109 kündigt auf S. 2 des Abendblatts das Konzert vom 23.4.1885 (mit Auschnitten aus der 1. und 3. Symphonie) an:\n    \" - Die Herren F. Löwe und J. Schalk veranstalten am Donnerstag den 23. d. im Saale Bösendorfer ein Concert, in welchem unter Anderm mehrere Sätze aus den Symphonien Anton Bruckner's zum Vortrage gebracht werden.\"", "Letzte Änderung": "10.06.2024 06:59"}, {"ID": 188504225, "Datum": "22.4.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mottl:\r\n     Kondoliert [zum Tod des Bruders (#) Fritz (##)]. Zum Leichenbegängnis könne er nicht erscheinen, da er am Konservatorium sieben Stunden Unterricht zu erteilen habe. Er werde eine private Trauerfeier halten [siehe die Anmerkung] (*).\nBruckner widmet Eckstein eine Photographie (Atelier Hanfstaengl) [IKO 18] »Zur Erinnerung an die herrlichen Tage von München« (**).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Er komme gerade recht, um am 2.5.1885 bei der Aufführung des ”Te deum” und des Quintetts durch Hellmesberger im Wagner-Verein dabeizusein (***).\nAnkündigung des Karlsruher Konzerts [Adagio der 7. Symphonie am 30.5.1885] in \"Het vaderland\" Nr. 94 ('s-Gravenhage) auf S. 2:\r\n\"       Kunst- en Letternieuws.\r\n[...]\r\n     Bij gelegenheid van de 22e vergadering van het »Allg. Deutsches Musikverein” te Karlsruhe (27—31 Mei) zullen worden uitgevoerd Requiem (Berlioz). Koren uit Herder’s Prometheus (Liszt), Kaisermarsch (Wagner), Dante-Symphonie (Liszt), stukken van Saint-Saëns, Hans Huber, Klughardt, Bargiel, Anton Bruckner. Als solisten zullen optreden de dames Fides Keller, Koch, Montigny-Remaury, de heeren Auer, Friedheim, Saint-Saëns, Scharwenka, Zajic.\" (°).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:00"}, {"ID": 188504235, "Datum": "23.4.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Josef Schalk und Ferdinand Löwe spielen in Anwesenheit Bruckners (**) an einem Internen Abend des Wagner-Vereins (*) im Bösendorfersaal den 2. und 4. Satz (*) der 1. Symphonie (für 2 Klaviere bearbeitet von Löwe (**)) und den 1. Satz der 3. Symphonie (für 2 Klaviere bearbeitet von Josef Schalk (**)) auf zwei Klavieren.\r\n   Auf dem Programm stehen außerdem Beethovens Klaviersonate op. 101 (mit Josef Schalk), Liszts Variationen über J. S. Bachs Thema »Seufzen, Weinen« (mit F. Löwe), Rezitative und Arien aus Händels »Messias« und Bachs Matthäus-Passion und Lieder von Karl Löwe, Schubert und Liszt (gesungen von R. Hirsch).\r\n   Als Kritiker ist Hartmann [?] anwesend (**), vermutlich auch Theodor Helm (**a).\n(Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums unter Leitung Hellmesbergers (***)).", "Letzte Änderung": "13.07.2023 22:47"}, {"ID": 188504245, "Datum": "24.4.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 17 bringt auf S. 185f eine wohlwollende Besprechung der Münchener Aufführung der 7. Symphonie [10.3.1885] (signiert »-e-«):\n                »München.\n     Das erste Abonnementconcert der musikalischen Akademie am 25. Febr. [... über dieses Konzert ...]\n     Am 10. März folgte das zweite Abonnement=Concert mit einem Programme von ungewöhnlichem Interesse. [... Lob für Benno Walter etc. ...]\n     Mit ganz ungewöhnlichem Interesse wurde der Ausführung der letzten Nummer des Programms, einer Symphonie Nr. 7 von Anton Bruckner, entgegen gesehen. [... Text wortgetreu bei 1101/221f (Tempobezeichnungen nicht Frakturschrift) ...] Möge die Symphonie ihren Weg nun durch alle Concertsäle deutschlands finden! Für eine gute Aufnahme ist mir nicht bange. -e- « [siehe auch die Korrektur am 30.4.1885] (*).\nAuf S. 192 findet sich die\r\n»Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins.\r\n          [...] wird die diesjährige\n     Tonkünstler-Versammlung zu Karlsruhe\r\n[...] vom 28. Mai bis 31. Mai einschliesslich hiermit ausgeschrieben. [...] sechs Concerte [...] V. 30. Mai Orchester-Concert im \"Museum\". [... aufzuführende Werke ...] Anton Bruckner, Cismoll-Adagio für Orch. [...]\r\n     Leipzig, Jena und Dresden, 22. April 1885.\r\n          Das Directorium des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins.\r\nProf. Dr. C. Riedel. Hof- u. Justizrath Dr. Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. A. Stern.« (**).", "Letzte Änderung": "26.10.2024 19:54"}, {"ID": 188504265, "Datum": "26.4.1885, Sonntag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner:\r\n     Gresser habe bestätigt, daß Ludwig II. die Widmung der 7. Symphonie annehme. Im (ehrerbietigen!) Dankschreiben solle Bruckner eine Separat-Aufführung anregen. Mit 1000 fl Zuschuß von Levi, Fiedler und Oriolla könne Gutmann Josef Schalk wohl honorieren. Auch deutsche Verleger seien denkbar; Gutmann habe schon das Quintett verlegt. Trotz Einladung durch Dr. Boller komme er nicht nach Wien [am 2.5.85]. Er sei bei Hildebrand in Florenz , dann bei Lenbach in Rom. Parsifal 3x bis Mittwoch!", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:27"}, {"ID": 188504276, "Datum": "vermutlich zwischen 27.4. und 30.4.1885 (wahrscheinlich 29.4.)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n   Möchte zumindest Levis Anteil am Zuschuß für Gutmann übernehmen. Der Kontrakt mit Gutmann [wegen Druck der 7. Symphonie] liegt bei. Die Stimmen zur 7. Symphonie schicke er nun nach Karlsruhe (*); da Gutmann die Partitur brauche, möge Levi die seine an Mottl senden, dabei die Tuben als notwendig bezeichnen und das fff der Trauermusik in die Partitur eintragen. Die Hinweise zu Ludwig II. werden befolgt. »Te deum«-Besuch nicht doch möglich? Wünscht gute Reise; Grüße an Fiedlers und Oriola.", "Letzte Änderung": "13.11.2024 14:16"}, {"ID": 188504285, "Datum": "28.4.1885, Dienstag", "Haupttext": "Letzte Datierung »Wien, 28. April. [/] 1885. Anton Brucknermp.« in der Partitur von »Ecce sacerdos magnus« [WAB 13] (*).\nAuf das Konzert vom 2.5.1885 (mit der Aufführung von Quintett und »Te deum«) machen mehrere Zeitungen aufmerksam [Textbeispiel siehe (##)]:\nDeutsche Zeitung Nr. 4782 auf S. 6 [ähnlicher Text] (**),\nFremdenblatt Nr. 116 auf S. 5f [ähnlicher Text] (***),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 116 auf S. 5 [ähnlicher Text] (°),\nMorgenpost Nr. 116 auf S. 5 [anderer, sorglos redigierter Text] (°°),\nNeue Freie Presse Nr. 7422 auf S. 6 [Text ähnlich dem im Fremdenblatt] (°°°),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 1853 auf S. 6 [ähnlicher Text] (#)\nund die »Presse« Nr. 116 auf S. 10:\r\n     \" - Der Wiener akademische Wagner=Verein veranstaltet zu Ehren des heimischen Tonmeisters Professor Anton Bruckner und zur Förderung der neu begründeten Richard Wagner=Stiftung für die Erhaltung der Bühnenfestspiele in Bayreuth am 2. Mai, Abends halb 8 Uhr, im kleinen Musikvereinssaale eine öffentliche außerordentliche Musikaufführung, bei welcher zur Aufführung gelangen: Anton Bruckner, Quintett für Streich=Instrumente (zweite Aufführung); Wagner=Liszt, Sologesänge; Anton Bruckner, Tedeum für Chor, Soli und Orchester (zwei Claviere) [neu]. Die Ausführung des Quintettvortrages hat Hofcapellmeister Director Hellmesberger mit seinen Quartettgenossen übernommen, die Wagner=Liszt=Nummern werden von der k. k. Kammersängerin Frau Bertha Ehnn vorgetragen. Das Tedeum wird von Herrn Professor Anton Bruckner persönlich dirigirt, die Soli von den Damen Marie Ullrich=Linde und Emilie Zips, dann den Herren Richard Erxleben und Heinrich Gaßner, die Chöre von dem Vereinschore vorgetragen; die Clavierbegleitung besorgen die Herren Professoren Ferdinand Löwe und Josef Schalk.\r\n      - Wie dem N. W. T. aus London telegraphirt wird, ernannte die Universität Oxford den Hofcapellmeister Hans Richter zum Ehrendoctor. Am Samstag den 25. d. fand vor dem von Hans Richter geleiteten Concerte in Oxford die feierliche Uebergabe des Diploms statt. Das Concert dirigirte Hans Richter bereits im Doctormantel. - Ehrendoctoren unter Musikern sind derzeit nur noch Liszt und Bülow.\" (##).\nSchreiben des Allgemeinen Deutschen Musikvereins an Bruckner:\r\n     Bestätigt, von Bruckner für das Beitragsjahr 7.8.1885 bis 7.8.1886 5 Mark und für den Zeitraum 7.8.1886 bis 7.8.1887 3 Mark und 5 Pfennige erhalten zu haben. Unterzeichnet von C. F. Kahnt (###).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "11.02.2026 17:29"}, {"ID": 188504295, "Datum": "29.4.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mottl: \n\n    Sendet die Orchesterstimmen zur 7. Symphonie. Levi wird die Partitur schicken. In der Trauermusik des Adagios bis zum fff steigern! Unbedingt Tuben, nicht Hörner verwenden! Wäre auch das Scherzo erwünscht? Die Trauerfeier [für Fritz Mottl, vgl. 22.4.1885] habe er bei den Schotten gehalten. Fritz habe ihn bei Gause besuchen wollen. Bittet um ganzen künstlerischen Einsatz für die 7. Symphonie (*). [Bruckners Brief an Levi, vermutlich auch vom 29.4., siehe zuvor »zwischen 27.4. und 30.4.«].\nAuch das Neue Wiener Tagblatt Nr. 117 weist auf S. 5 auf die Aufführung von Quintett und »Te deum« am 2.5.1885 hin [Text wie in den Artikeln vom 28.4.1885, Angaben zu Kartenvorverkauf und den Eintrittspreisen] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188504305, "Datum": "30.4.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Zuschrift im Musikalischen Wochenblatt Nr. 19 auf S. 237 korrigiert die Berichterstattung der Neuen Zeitschrift für Musik vom 24.4.1885 über das Konzert am 10.3.1885: \n\n          \"Briefkasten.\n[...] \n     L. E. in M. Wenn der dortige Berichterstatter der \"N.Z.f.M.\" schreibt, dass Anton Bruckner seine 7. Symphonie erstmalig in München gehört habe, so ignorirt er absichtlich oder unabsichtlich die frühere von Nikisch geleitete Leipziger Aufführung des Werkes, welcher der Componist ebenfalls beiwohnte.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505006, "Datum": "ab Mai 1885", "Haupttext": "Im Sommersemester 1885 haben sich von der Philosophischen Fakultät als Universitätsschüler Bruckners inskribiert:\nMichael Burger [siehe die Anmerkung] (*), Michael Paczowski (* Galizien ca. 1861) und Robert Plohn [siehe die Anmerkung] (**), Ernst Reimer, Hans Reitter und Albert Santner (***) und Alfred Tauber (°),\nvon der juristischen Fakultät Karl Dattler (H), Edmund Ritter von Dornfeld (H), Emil Mark (H) (Eintrag wieder gestrichen) und Albinus Nagy (H) (°°).\n \nWahrscheinlich im Mai 1885 überschreibt und ergänzt Franz Schalk Bruckners Bleistifteintragungen in der Partitur der 7. Symphonie mit schwarzer Tinte (°°°).\n \nAnfang Mai macht Franz Schalk auch Eintragungen in der Partitur, die keine autographen Vormerkungen Bruckners zur Grundlage haben (#).", "Letzte Änderung": "20.06.2025 09:35"}, {"ID": 188505014, "Datum": "vor dem 1.5.1885", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner:\r\n   Schickt den Kontrakt mit Gutmann bezüglich der Drucklegung der 7. Symphonie zurück [vgl. Brief Bruckners von ca. 29.4.1885]. - Brief Josef Schalks an Levi: [Vermutlich zur Drucklegung der 7. Symphonie und zum Druckkostenzuschuß an Gutmann].", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:01"}, {"ID": 188505015, "Datum": "1.5.1885, Freitag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 23.4.1885 (signiert »-ff.« [vermutlich: Otto von Kapff]) in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung XII Nr. 16 auf S.202:\r\n           »Concerte.\r\n    Die beiden Pianisten Herren Josef Schalk und Ferdinand Loewe [... Text bei 120/96ff, mit geringen Abweichungen: ... werthvollsten ... Contrast mit einander ...] keine bessere Interpretation wünschen konnte. Herr Schalk [... spielte Beethoven, Löwe Liszt ...] R. Hirsch sang Recitative aus Händel's „Messias” und Bach's „Mathäus=Passion”. -ff.« (*).\nBrief Levis an Josef Schalk:\r\n    Schalks Brief habe sich gekreuzt mit Levis Brief an Bruckner, in dem er den Kontrakt mit Gutmann zurückschickte. Schlägt vor, die Bemühungen zugunsten Bruckners künftig zu koordinieren. Bruckner hätte die 1000 fl kaum als Ehrensold angenommen. Die 7. Symphonie sei hoffentlich im Herbst fertig gedruckt. Vielleicht verlege Gutmann auch die 8. Symphonie? (**).\nDie Neue Zeitschrift für Musik 81 (1885) wiederholt auf S. 204 den Hinweis auf das Konzert am 30.5.1885 [Text nahezu identisch mit dem vom 24.4.1885]:\r\n      »Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins. [...] wird die diesjährige Tonkünstler-Versammlung zu Karlsruhe [...] vom 28. Mai bis 31. Mai einschliesslich stattfinden. [...] sechs Concerte [...] V. 30. Mai Orchester-Concert im \"Museum\". [... aufzuführende Werke ...] Anton Bruckner, Cismoll-Adagio für Orch. [...] Leipzig, Jena und Dresden, 29. April 1885.\r\nDas Directorium des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins.\r\nProf. Dr. C. Riedel. Hof- u. Justizrath Dr. Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. A.Stern.« (***).\nBrief von August Göllerich an seine Schwester [Marie Holter]:\r\n     Über Alltags- und Familienangelegenheiten. \"Morgen 1. Aufführg des Te Deum von Bruckner unter seiner Leitung, das ganz phänomenal großartig ist. Stradal ist gestern nach Weimar gefahren (°).\nDie Wiener Zeitung Nr. 99 weist auf S. 5 auf das Konzert vom 2.5.1885 (mit dem Quintett und dem \"Te deum\" hin [inhaltlich wie am 28.4.1885] (°°).", "Letzte Änderung": "11.02.2025 13:07"}, {"ID": 188505024, "Datum": "vor dem 2.5.1885", "Haupttext": "Bruckner übernimmt von Eduard Schütt, dem Dirigenten des Wagner-Vereins, die Proben zum »Te deum«, die zweimal wöchentlich stattfinden. Über den Verlauf der Proben und Bruckners Dirigierbefähigung berichten Dr. Marschner und J. V. Wöß (*).\r\n   Von Bruckners gründlicher Probenarbeit erzählt auch die Chorsopranistin Hildegard Zweigelt, die spätere Frau August Stradals (**).\nBei den den Proben folgenden Wirtshausrunden bei Gause konnte Wöß auch Bruckners Eß- und Trinkpensum kennenlernen (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505025, "Datum": "2.5.1885, Samstag", "Haupttext": "Konzert des Wiener Akademischen Wagner-Vereins:\r\n    »Ausserordentliche öffentliche Musik-Aufführung\r\nzu Gunsten der Richard Wagner-Stiftung zur Erhaltung der Bühnen-Festspiele\r\nin Bayreuth.\r\n(Im kleinen Musikvereins-Saale am 2. Mai 1885.)« (#).\nZur Aufführung gelangen Bruckners Quintett (durch das Hellmesberger-Quartett: Jos. Hellmesberger sen. und jun., Ferdinand Hellmesberger, Maxintsak und Schwendt (#)) und - zum ersten Mal, allerdings in Josef Schalks Bearbeitung für zwei Klaviere (Josef Schalk und Robert Erben, da Löwe erkrankt war) - sein »Te deum« mit dem Vereins-Chor und den Solisten (*) Ullrich-Linde, Emilie Zips, Richard Erxleben und Heinrich Gaßner. Bruckner dirigiert selbst. Außerdem erklingen Lieder von Liszt (»Es muß ein Wunderbares sein« und »Du bist wie eine Blume«) und Richard Wagner (»Lenzeslied« aus der »Walküre«), gesungen von Heinrich Adolfi, der für die erkrankte Bertha Ehnn eingesprungen war (#),\nworauf das Neue Wiener Tagblatt Nr. 120 auf S. 5 in seiner heutigen Ankündigung hingewiesen hatte:\r\n     \" * Bei der heute, Samstag, Abends halb 8 Uhr im kleinen Musikvereinssaale stattfindenden außerordentlichen öffentlichen Musik=Aufführung des Wiener akademischen Richard Wagner=Vereines werden in Folge eingetretenen Unwohlseins der Kammersängerin Frau Bertha Ehnn die Gesangstücke von Franz Liszt und Richard Wagner durch Herrn H. Adolfi zum Vortrage gelangen. Bedeutendes Interesse wird den zur Aufführung gelangenden Tonwerken Prof. Anton Bruckner's, seinem neuen Te Deum und dem erst einmal gehörten Streichquintett entgegengebracht, welch' ersteres unter des Komponisten persönlicher Leitung, letzteres durch die Meisterkraft Herrn Direktor Hellmesberger's mit Genossen zur Interpretation gelangt. Die noch vorhandenen wenigen Karten sind in den Musikalienhandlungen Gutmann und Wetzler, eventuell Abends an der Kasse zu haben.\" (*a)\n- auch »Die Presse« Nr. 120 hatte auf S. 11 nochmals eine Notiz gebracht [inhaltlich wie (*a)] (*b),\nebenso die Deutsche Zeitung Nr. 4786 auf S. 6 (*c)\nund das Fremdenblatt Nr. 120 auf S. 12 (*d).\nIm Chor singen Hildegard Zweigelt (**), ferner u.a. Hedwig v.Liszt, Franz Schaumann, Josef v. Wöss (**a), Eckstein und seine Schwester mit (***). August Göllerich ist sicherlich zumindest im Publikum (***a).\r\nDas Konzert bringt dem Verein einen geringen finanziellen Verlust:\r\n»Einnahmen. [...] Eingang bei der Aufführung von Anton Bruckner's \"Te Deum\" und Quintett am 2. Mai 1885 ..... 286 - [fl.]« [...] Ausgaben. [...] Kosten der öffent. Musik-Aufführung am 2. Mai 1885 ... 296[fl.]57[kr.]« (°).\nBesprechung des Konzerts vom 23.4.1885 [einzelne Sätze aus der 1. und 3. Symphonie] durch H. M. Schuster in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 18 auf S. 350f:\r\n                »Concerte.\r\n     Der Berichterstatter muss leider mit einer Entschuldigung beginnen [... war zwei Wochen erkrankt ... über Konzerte Kretschmanns und der Singakademie ...]\r\n     Die Herren Löwe und Schalk veranstalteten in ihrem zweiten Concert*) [Fußnote: *) Wegen Zusammentreffens damit konnten wir die gleichzeitige Conservatoriumsproduction nicht besuchen.] eine theilweise Wiederholung der im ersten aufgeführten trefflichen Bruckner'schen Sätze aus der 3. und 1. Symphonie, ausserdem aber trug Herr Schalk ausgezeichnet Beethoven's Sonate op. 101 und eben so ausgezeichnet Herr Löwe die geistvolle Phantasie Liszt's über das Bach'sche Thema „Seufzen, Weinen” vor.\r\n    Auch das Schülerinnen-Concert von Fräulein Johanna v. Semann ist sehr zu loben. Eine Dame spielte auf's Untadeligste den ersten Satz des Bach'schen D-moll-Concertes.\r\n           Dr. H. M. Schuster. (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:18"}, {"ID": 188505035, "Datum": "3.5.1885, Sonntag", "Haupttext": "Artikel Theodor Helms in der Deutschen Zeitung Nr. 4787 auf S. 7 über die gestrige Uraufführung des »Te deum«:\r\n»(Der Akademische Wagner=Verein) veranstaltete heute Abends im kleinen Musikvereinssaale ein öffentliches Concert, dessen interessantes Programm als ein tönende Verherrlichung der genialen Muse Anton Bruckner's bezeichnet werden kann. [... Quintett leider ohne Finale ... das Te deum eine »Prachtcomposition« ...] Gerade dieses Tedeum müßte selbst ganz blinden Gegnern des Componisten den Staar stechen [... behält sich eine ausführlichere Besprechung vor ...] bemerken wir für heute nur noch, daß dieses Tonwerk, von seinem Schöpfer eigenhändig höchst feurig dirigirt, die Hörer wahrhaft begeisterte, und daß auch die Ausführung durch die Damen Ullrich-Linde und Zips, sowie die Herren Erxleben und Gaßner (als Gesangssolisten), die Herren Erben und Schalk am Clavier und den trefflich geschulten Wagner=Vereinschor alles Lob verdient. h-m.« (*).\nInthronisation des Bischofs Ernest Maria Müller in Linz (Bischofsweihe am 26.4.1885). Es ist denkbar, dass Burgstaller für diesen Anlass das \"Ecce sacerdos\" bestellt hatte (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:19"}, {"ID": 188505037, "Datum": "zwischen 3. und 5.5.1885", "Haupttext": "Levi trifft sich in Florenz mit Fiedlers bei Hildebrand. Er will Bruckners Quintett mit einem italienischen Ensemble [Florentiner Quartett?] einstudieren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505045, "Datum": "4.5.1885, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 6.5.1885):\r\n    »4. Mai 885. Fr Kathi für Monatg. Mai.« (*).\nKritik zu Quintett und »Te deum« [2.5.1885] in der Morgen-Post Nr. 122 auf S. 4:\r\n    » * Der Akademische Wagner=Verein veranstaltete gestern ein Concert, dessen Programm fast ausschließlich unser heimischer Componist Anton Bruckner bestritt. Sein herrliches Quintett in F=dur interpretirten Hellmesberger und Genossen vortrefflich; leider blieb das Finale weg. Bei dem herrlichen Adagio, das den Stempel des Genies trägt, ging eine Bewegung der tiefsten Ergriffenheit durch das Auditorium. Eine erst im verflossenen Jahre entstandene Composition Bruckner's, nämlich ein Tedeum für Soli, Chor und Orchester, welches letztere durch zwei Claviere ersetzt wurde, beschloss den genußreichen Abend. Dieses Tonwerk, von seinem Schöpfer feurig dirigirt, begeisterte geradezu die Hörer und die Ausführung durch die Damen Ullrich=Linde und Zips, sowie die Herren Erxleben und Gaßner (als Gesangssolsiten), die Herren Erben und Schalk am Clavier und den trefflich geschulten Wagner=Vereinschor war vollen Lobes würdig.« [keine Signatur] (**).\nBrief von August Göllerich an seine Mutter:\r\n     Über Zukunfts- und Berufspläne. \"Zudem will ich im Winter an der Biographie Bruckner's arbeiten - um sie wenn möglich vielleicht als Festgabe zu den Bühnenspielen in Bayreuth zu bieten [...] Bruckner's Porträt ist hier in allen Schauläden. Das Te-Deum hat Jubel u Sensation allenthalben erregt! [...]\"  (***).\nDatierung \"4. Mai 85.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (°).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 22:25"}, {"ID": 188505055, "Datum": "5.5.1885, Dienstag", "Haupttext": "Über die Aufführung des »Te deum« und die Widmungsannahme der 7. Symphonie berichtet das Neue Wiener Tagblatt Nr. 123 auf S. 6: \n     » * Der akademische Richard Wagner=Verein veranstaltete am Samstag im kleinen Musikvereinssaale eine Aufführung zu Ehren Anton Bruckner's [... Hellmesberger errang mit dem Quintett einen Triumph ... glänzende Leistung ... ] kam die mit Spannung erwartete Novität des Abends, Bruckner's \"Tedeum\", zur Ausführung [... glänzend und plastisch, kühn und meisterhaft, einem echten religiösen Gefühl entsprungen ... Wiedergabe korrekt und schwungvoll, Solisten ausgezeichnet ... geplant für die Gesellschaftskonzerte] freuen wir uns, demselben in voller Rüstung wieder zu begegnen. - Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß der König von Bayern die Widmung der vor Kurzem mit großem Erfolg in München aufgeführten Symphonie Bruckner's angenommen hat. Demnächst soll eine Separataufführung dieses Werkes vor dem Könige stattfinden. Die Symphonie erscheint (in Partitur, Orchesterstimmen und vierhändigem Klavierauszuge) im Verlage von Albert Gutmann in Wien.« [keine Signatur] (*). Ein ähnlicher Bericht erscheint [vermutlich mit gleichlautendem Text; etwas später? Tagespost?] in einem Linzer Blatt (**).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 4789 meldet auf S. 5 der Beilage, daß König Ludwig II. die Widmung der 7. Symphonie angenommen habe und daß eine Aufführung in München in Anwesenheit des Königs geplant sei: \n     » (Neue Musikalien.) Der König von Baiern hat die Widmung der vor Kurzem mit sensationellem Erfolg in München aufgeführten Symphonie unseres vaterländischen Tondichters Anton Bruckner angenommen. Demnächst soll eine Separataufführung dieses Werkes vor dem König stattfinden. Die Symphonie erscheint (in Partitur, Orchesterstimmen und vierhändigem Clavierauszug) im Verlag von Albert Gutmann in Wien.« (***).\n\nIn der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 123 ist auf S. 4 zu lesen, daß die Partitur der 7. Symphonie im Druck erscheinen werde:\n\n    » - Die in Leipzig und München mit außerordentlichem Erfolge aufgeführte Symphonie unseres vaterländischen Tondichters Anton Bruckner erscheint demnächst in Partitur, Orchesterstimmen und vierhändigem Klavierauszug im Verlage von Albert Gutmann in Wien.« (°)\n\n\nEine ähnliche Meldung erscheint auch in der »Presse« Nr. 123 auf S. 11:\n    » - Die in Leipzig und München mit großem Erfolge aufgeführte Symphonie des ausgezeichneten Wiener Compositeurs Professor Anton Bruckner erscheint demnächst in Partitur, Orchesterstimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage von Albert Gutmann in Wien.« (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505084, "Datum": "vor dem 8.5.1885", "Haupttext": "Mehrere Briefe Mottls an Bruckner [vermutlich wegen der Teil-Aufführung der 7. Symphonie in Karlsruhe] (*).\n[vor dem 5.5.1885] Bruckner erhält durch die Intendanz [in München] die Mitteilung, daß König Ludwig II. die Widmung der 7. Symphonie angenommen habe (**).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 06:03"}, {"ID": 188505085, "Datum": "8.5.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 19 berichtet auf S. 214 [nicht ganz korrekt, vermutlich den Text einer Ankündigung abwandelnd] vom Konzert am 2.5.1885 (mit dem Quintett und dem »Te deum«):\r\n    » *-* Der „Wiener akademische Wagner=Verein” veranstaltete [...] am 2. Mai eine außerordentliche Musikaufführung [... Angabe der Programmnummern und der Mitwirkenden, darunter Bertha Ehnn [sic] ...] die Clavierbegleitung besorgten die HH. Prof. Ferdinand Löwe [sic] und Josef Schalk.-« [keine Signatur] (*).\nAuf S. 216 nochmals Hinweis auf das Konzert am 30.5.1885 (vgl. 1.5.1885, Text geringfügig geändert):\r\n    »Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins.\r\n    [...] wird die diesjährige\r\n     Tonkünstler-Versammlung zu Karlsruhe\r\n          [...] vom 28. Mai bis 31. Mai einschliesslich stattfinden.\r\n     [...] sechs Concerte [...] V. 30. Mai Orchester-Concert im „Museum”. [... aufzuführende Werke ...] Bruckner, Ant., Cism.-Adagio f. Orch. [...]\r\n     Unser allverehrter Ehrenpräsident, Herr Doctor Franz Liszt hat seine persönliche Theilnahme freundlichst zugesagt. [...]\r\n     Leipzig, Jena und Dresden, 1. Mai 1885.\r\n           Das Directorium des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins.\r\nProf. Dr. C. Riedel. Hof- u. Justizrath Dr. Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. A. Stern.« (**).", "Letzte Änderung": "26.10.2024 19:56"}, {"ID": 188505095, "Datum": "9.5.1885, Samstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 2.5.1885 (mit dem »Te Deum« und dem Quintett) (signiert »-ff.« [vermutlich: Otto von Kapff]) in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung XII Nr. 17 auf S.214:\r\n           »Concerte.\r\n     Das Concert, welches der \"Wiener akademische Wagner=Verein\" am 2. d. M. [... Text bei 120/98f, mit geringen Abweichungen: ... dürfte es doch jetzt ...] [Inhalt der Auslassung bei 120/99: über die Interpretation und die Interpreten: Hellmesberger sen. und jun., Maxintsak, Th. Schwendt ... Klavierbearbeitung des »Te deum« stammt von Josef Schalk ...] Der Componist dirigirte in lebendigster Weise sein Werk selbst und wurde, wie nach seinem Quintett, am Schlusse mit den schmeichelhaftesten Beifallsovationen überschüttet. -ff.« (*).\nBrief Bruckners an König Ludwig II.:\r\n     Dankt für die Entschließung, die Widmung der 7. Symphonie anzunehmen. Wagner habe ihn stets ausgezeichnet; nun sei ihm in König Ludwig ein weiterer Förderer entstanden. Er habe zu wenig Zeit, um sich auch der dramatischen Komposition zuzuwenden. Bittet, eine Aufführung der 7. Symphonie [in München] zu gestatten (**).\nBrief Bruckners an Mottl:\r\n     Dankt für Mottls Brief; weiß nicht, ob Mottl eine Partitur [der 7. Symphonie] hat - er würde seine schicken können. Gutmann habe den Druck übernommen. Soeben habe er sich bei König Ludwig II. bedankt. Alles Levis Werk! Ob nicht nach dem Adagio noch das Scherzo zu empfehlen sei? [PS:] Hans Richter dirigiere in London im Doktormantel! Wetzler wolle das »Te deum« drucken. Dankt für das neue Schreiben Mottls. Adagio-Tempo langsam. Bei Trauermusik (fff!) an Wagner denken! (***).\n(°) H. M. Schuster bespricht in der Allgemeinen Kunst-Chronik IX, Nr. 19, auf S. 374 das Konzert vom 2.5.1885 (mit Quintett und »Te deum«). Die 7. Symphonie sei [von den Wiener Philharmonikern] für die nächste Saison einzuplanen.\r\n     Die längst fällige Verleihung der Ehrendoktorwürde an Bruckner durch die Wiener Universität wäre, nachdem Hans Richter in Oxford so ausgezeichnet wurde, zugleich eine eminent patriotische Handlung (°).\r\n                »Musikalisches.\r\n(Die Bruckner-Feier des akademischen Wagnervereines. Das Gastspiel Broch in der Oper.)\r\n     Der 2. Mai dieses Jahres war einer der verdienst- und ehrenvollsten Tage für den akademischen Wagnerverein. So recht trat nämlich wieder die Bedeutung dieser Körperschaft als Bahnbrecherin für das Grosse und Edle in der Tonkunst, und als Führerin zu einem echt künstlerischen Concertwesen hervor. [... zwei Werke Bruckners ...]\r\n     Der Eindruck von beiden war überwältigend, obwol vom Quintett in ebenso bedauerlicher, wie unmotivirter Weise nur die drei ersten Sätze aufgeführt worden. [... über die kühne, aber schlüssige Harmonik Bruckners ... Quintett-Adagio als zweiter Satz geschildert ...]\r\n     Nun aber zum Te-Deum! Sagen wir es nur gleich, dass eine ebenso bedeutende Composition desselben Textes höchstens bei Bach und den alten Italienern, in unserem Jahrhundert aber gewiss nirgends existirt. [...] Und diese ungeheuere Wirkung hat es schon mit der einfachen Begleitung von zwei Clavieren gemacht, welche übrigens von den Herren Schalk und Erben auf's Trefflichste gespielt wurden, ebenso wie der Chor nicht nur mit technischer Exactheit, sondern auch mit schönstem wärmsten Vortrag sang. Wie aber muss es erst mit Orchester wirken! Davon uns einen Begriff zu geben, das heisst, es mit Orchester aufzuführen, muss also geradezu als eine kategorische Pflicht unserer grossen Musikinstitute, namentlich der Gesellschaft der Musikfreunde bezeichnet werden (wogegen es keinen Einwand gibt), und zwar schon für die nächste Saison, geradeso, wie die Philharmoniker die nunmehr von König Ludwig II. von Bayern als Widmung angenommene, in Leipzig und München so gefeierte 7. Symphonie aufführen müssen, um nur den oberflächlichsten Anforderungen zu genügen.\r\n    Da der Berichterstatter selbst ein alter akademischer Bürger der Universität Wien ist, [... Text bei 354/208 originalgetreu ...] [... über die Sängerin Jenny Broch ...]\n          Dr. H. M. Schuster.« (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:21"}, {"ID": 188505105, "Datum": "10.5.1885, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 16.5.1885) [über geschriebene und noch zu schreibende Briefe]: »10./5. Briefe: König, Redakt. Linz, Mottl, Riedel, Ostini, Wolzogen, Levi, Demar, Rappoldi, Friedrich (Regensburg.) P Richter, Mayfeld, Fritsch. Perfall. Linz Red.« (*).\nBrief Bruckners [an einen Redakteur in Linz].\r\nBrief Bruckners an Riedel [Leipzig].\r\nBrief Bruckners an Ostini [München].\r\nBrief Bruckners an Friedrich (Regensburg).\r\nBrief Bruckners an Pius Richter.\r\nBrief Bruckners an Perfall [evtl. auch 11./12.5.] (**).\nBrief Bruckners an Wolzogen in Bayreuth:\r\n     Dankt für die heuer erwiesene Unterstützung. Mottl werde am 30.5.1885 das Adagio der 7. Symphonie in Karlsruhe dirigieren. Eben habe er geschrieben, wie entzückt er über das Werk sei. Am 2.5.1885 umjubelte Aufführung des Quintetts durch Hellmesberger und des »Te deum« beim Wagner-Verein. Wetzler wolle das »Te deum« verlegen, Gutmann die 7. Symphonie, die Ludwig II. gewidmet ist - Levis Werk! Beiliegend Artikel der Deutschen Zeitung [3.5.1885] und des Tagblatts [5.5.1885] (***).\nBrief Bruckners an Levi in Rom:\r\n     Durch die Intendanz [Perfall] habe er die Entschließung wegen der Widmungsannahme durch Ludwig II. erhalten und gestern das Dankschreiben an Ministerialrat von Schneider abgesendet. Dankt für Levis Einsatz hierbei. Gutmann sei sehr erfreut. Mottl schrieb mehrmals, erst vor Stunden in einer Karte, wie entzückt er sei. »Te deum« und Quintett (Hellmesberger) umjubelt. Wetzler sei als Verleger vorgesehen. Hans Richter dirigiere in London im Doktormantel! Wünscht Levi in den Ferien zu sehen (°).\nBruckner erhält eine Karte von Mottl mit lobenden Äußerungen zur 7. Symphonie [oder 9.5. spätnachmittag?] (°°).\nArtikel Hugo Wolfs im Wiener Salonblatt Nr. 19 auf S. 10 mit kurzer Erwähnung des Konzerts vom 2.5.1885:\r\n          \"Hofoper.\r\n     Frau Sucher gehört zu den wenigen tröstlichen Erscheinungen [... über ihr Gastspiel u. a. ...]\r\n     Ueber den jüngst verflossenen, vom Wagnervereine veranstalteten Bruckner=Abend ausführlich zu referiren, gebricht es mir an Raum. Ich spare mir eine eingehendere Beurtheilung des Streichquartettes [sic] und des Te Deums von Anton Bruckner für eine bessere Gelegenheit auf. Für heute sei uns die exakte Aufführung des ersteren, von Seite des Helmesberger'schen Streichpuartetts [sic], und des anderen Werkes, von Seite des Vereins=Chores, constatirt. Der geniale Componist leitete die letztere Comosition [sic] persönlich; der Eindruck dieses Werkes auf die Zuhörer war ein geradezu überwältigender, selbst ohne die unterstützenden Orchestermassen. Wir werden viel Gutes und Schönes über diesen Abend zu berichten haben.\r\n               Hugo Wolf\" (°°°).\n[Vermutlich] Postscriptum zum gestrigen Brief an Mottl] (#).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7434 meldet auf S. 6, daß das Quintett bei Gutmann erschienen ist und daß der Druck der 7. Symphonie vorbereitet werde:\r\n      »Neue Musikalien. (Bericht der k. k. Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus.) Bruckner, Quintett für Streichinstrumente (F-dur) Stimmen [...]\r\nUnter der Presse: Bruckner, Symphonie Nr. 7, E-dur (dem Könige von Bayern gewidmet), Schmitt, Hanns, Gesangschule.« (##).", "Letzte Änderung": "13.11.2024 14:17"}, {"ID": 188505114, "Datum": "vor dem 11.5.1885", "Haupttext": "Bruckner erhält eine Photographie von Marie Demar [vgl. 2.3.1885] (*).\n[Vermutlich] Brief Hupfaufs an Bruckner:\r\n   [Anfrage wegen Aufführungsmaterial des »Te deum«?] (**).\n[Vermutlich] Brief Rappoldis an Bruckner:\r\n   [Anfrage wegen der bisher im Druck erschienenen Kompositionen] (**).", "Letzte Änderung": "02.04.2025 10:22"}, {"ID": 188505115, "Datum": "11.5.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Marie Demar:\r\n     Dankt für die Photographie. Bittet um weitere Freundschaft. Soeben habe er sich bei König Ludwig II. für die Widmungsannahme der 7. Symphonie bedankt (Levis Werk) (*).\nBrief Bruckners an die Redaktion des Musikalischen Wochenblattes [Fritsch?] in Leipzig (**).\nBrief Bruckners an Hupfauf:\r\n     Dankt für die freundliche Anfrage und bittet um Geduld - das »Te deum« werde wohl bei Wetzler gedruckt und sei dann leicht zu beziehen. Würde es gern im Salzburger Dom hören (***).\nBrief Bruckners an Rappoldi in Dresden:\r\n     Dankt für seine Güte. Angaben zu den Verlegern: Quintett bei Gutmann, 3. Symphonie (Wagner gewidmet) [Rättig (°a)?], 7. Symphonie (König Ludwig II. gewidmet) bei Gutmann, »Te deum« bei Wetzler geplant, »Germanenzug« bei Kränzl in Ried (°).\nBrief Bruckners an Helm:\r\n     Beiliegend Zeitungsberichte aus München zur 7. Symphonie, die Levi zum Bedeutendsten nach Beethovens Tod erklärt habe. Auch Mottl in Karlsruhe und Nikisch seien begeistert. Das Werk sei nun Ludwig II. gewidmet und werde von Gutmann verlegt. Im Wagnervereinskonzert [2.5.1885] wurde das Quintett von Hellmesberger und das Te Deum (Wetzler als Verleger vorgesehen) aufgeführt. Bittet um Unterstützung gegen Hanslick und Weitergabe von Informationen an B. Vogel [in Leipzig] (°°).\nDatierung \"11. Mai 85.\" in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesung (°°°).\nDass Bruckner im Prager Konzertleben noch unbekannt ist, klingt an in einem Bericht der Montags-Revue aus Böhmen Nr. 19 auf S. 9 (signiert \"h.\") über ein Konzert, in dem das Konservatoriumsorchester mitgewirkt hatte:\r\n               \"Musik.\r\n     Den Beschluß der Concertsaison bildete [... über dieses Konzert ...] Der nicht geringe Aufwand von Zeit, Mühe und Anstrengung, den die äußerst schwierige Fibich'sche Symphonie jedenfalls in Anspruch nahm, hätte sich gewiß nicht schlechter gelohnt, wenn er einer Novität, etwa einem der wenig bekannten symphonischen Werke von Brahms, oder der in Prag noch gar nicht gekannten des originellen Bruckner zugewendet worden wäre.\r\n                    h.\" (#).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:16"}, {"ID": 188505125, "Datum": "12.5.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld: \n   Kondoliert zu einem Trauerfall in Mayfelds Familie. Die Aufführung der 7. Symphonie in München sei der größte Erfolg seines Lebens gewesen. Ausgezeichnete Kritiken - Levi habe die Symphonie als das bedeutendste Werk seit Beethoven bezeichnet. König Ludwig II. habe die Widmung angenommen. Das Quintett und das »Te deum«, das Wetzler drucken wolle, hätten größten Jubel hervorgerufen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505135, "Datum": "13.5.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht in der Linzer Tages-Post Nr. 109 auf S. 3, den Text vom 5.5.1885 im Neuen Wiener Tagblatt übernehmend, über das Konzert vom 2.5.1885 (Quintett, »Te deum«) und die Widmungsannahme der 7. Symphonie durch König Ludwig II: \r\n    »§ Musikalisches. Der Akademische Richard Wagner=Verein in Wien veranstaltete am verflossenen Samstag im kleinen Musikvereinssaale eine Aufführung zu Ehren unseres oberösterreichischen Landsmannes Anton Bruckner [... Hellmesberger errang mit dem Quintett einen Triumph ... glänzende Leistung ... ] kam die mit Spannung erwartete Novität des Abends, Bruckners „Tedeum”, zur Ausführung [... glänzend und plastisch, kühn und meisterhaft, einem echten religiösen Gefühl entsprungen ... Wiedergabe correct und schwungvoll, Solisten ausgezeichnet ... geplant für die Gesellschaftskonzerte] freuen wir uns, demselben in voller Rüstung wieder zu begegnen. - Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß der König von Baiern die Widmung der vor kurzem mit großem Erfolge in München aufgeführten Symphonie Bruckners angenommen hat. Demnächst soll eine Separat=Aufführung dieses Werkes vor dem Könige stattfinden. Die Symphonie erscheint (in Partitur, Orchesterstimmen und vierhändigem Clavier=Auszuge) im Verlage von A. Guttmann in Wien.« (*).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:32"}, {"ID": 188505145, "Datum": "14.5.1885, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 21 teilt auf S. 260 mit, daß die 7. Symphonie in München gespielt wurde [10.3.1885]:\n          »Aufgeführte Novitäten.\n[...] \n\nBruckner (A.), 7. Symph. (München, 2. Abonn.-Concert der Musikal. Akad.)«, \n\n\n\nund kündigt auf S. 261 den Erstdruck an: \n          »Vermischte Mittheilungen und Notizen.\n     * Die hochbedeutende 7. Symphonie von Anton Bruckner, welche in der vergangenen Saison mit unbestritten grossem Erfolg in Leipzig und München zur Aufführung gelangte und von jedem Concertinstitut berücksichtigt werden sollte, erscheint demnächst bei Hrn. Hofmusikalienhändler Albert J. Gutmann in Wien im Druck.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505155, "Datum": "15.5.1885, Freitag", "Haupttext": "In den Wiener Signalen Nr. 10 wird auf S. 83 das Erscheinen der Partitur der 7. Symphonie bei Gutmann angekündigt:\r\n   »- Die in Leipzig und München mit außerordentlichem Erfolge aufgeführte Symphonie unseres vaterländischen Tondichters Anton Bruckner erscheint demnächst in Partitur, Orchesterstimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage von Albert Gutmann in Wien.« (*).\nDie Neue Zeitschrift für Musik wiederholt auf S. 224 ihren Hinweis auf das Konzert am 30.5.1885 (vgl. 1.5.1885, Text geringfügig geändert):\r\n   »Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins. [...] wird die diesjährige Tonkünstler-Versammlung zu Karlsruhe [...] vom 28. Mai bis 31. Mai einschliesslich stattfinden. [...] sechs Concerte [...] V. 30. Mai Orchester-Concert im »Museum«. [... aufzuführende Werke ...] Bruckner, Ant., Cism.-Adagio f. Orch. [...] Unser allverehrter Ehrenpräsident, Herr Doctor Franz Liszt hat seine persönliche Theilnahme freundlichst zugesagt. [...] Leipzig, Jena und Dresden, 12. Mai 1885.\r\nDas Directorium des Allgemeinen Deutschen Musik-Vereins.\r\nProf. Dr. C. Riedel. Hof- u. Justizrath Dr. Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. A.Stern.« (**).", "Letzte Änderung": "26.10.2024 19:56"}, {"ID": 188505165, "Datum": "16.5.1885, Samstag", "Haupttext": "Bei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Orgelschüler Wilfert eine Passacaglia von Frescobaldi.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:54"}, {"ID": 188505175, "Datum": "17.5.1885, Sonntag", "Haupttext": "Die »Paixhanslia« in Vöcklabruck ernennt Bruckner zu ihrem Ehrenmitglied und benachrichtigt ihn hiervon durch ein Telegramm (*).\n\n\n\n\nDas Wiener Salonblatt Nr. 20 zeigt auf S. 8 an, dass der Erstdruck des Quintetts erschienen ist und der der 7. Symphonie sich in Vorbereitung befindet: \n\n       \"(Neue Musikalien.) (Bericht der k. k. Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus.) Bruckner, Quintett für Streichinstrumente (F-dur) Stimmen [...] Unter der Presse: Bruckner, Symphonie Nr. 7, E-dur (dem Könige von Bayern gewidmet), Schmitt, Hanns, Gesangschule.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505185, "Datum": "18.5.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Burgstaller:\r\n     Sendet das versprochene »Ecce sacerdos magnus«. Der Druck des »Te deum« sei geplant. In der e-moll-Messe, die Bischof Rudigier gewidmet sei, habe er Änderungen vorgenommen, die er gerne in den Stimmen eintragen lassen würde (*).\nLetzte Datierung (\"18. Mai 85.\") in Göllerichs Mitschrift von Bruckners Universitätsvorlesungen.\nBruckner äußert sich zur Charakteristik von Moll-Tonarten. Göllerich notiert:\r\n\" \"Fmoll drückt am meisten!\" | Amoll Unschuld. | Dmoll Unantastbares Mysterium. | Emoll Lyrisch. | Fismoll Melancholisch | \"Ach wie so bald\" eines der schönsten Lieder die ich kenne v. Mendelssohn | DMoll = Bruckn's Liebling.\" (**).", "Letzte Änderung": "22.08.2025 06:16"}, {"ID": 188505195, "Datum": "19.5.1885, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 113 erwähnt auf S. 3 in einem mit »18. Mai« datierten Bericht über den Verein »Paixhanslia« auch Bruckner:\n    » § Paixhanslia in Vöcklabruck [...] In der gestrigen Sitzung wurde dem geehrten Landsmanne unserer Stadt Herrn Professor Bruckner in Wien in gerechter Würdigung seiner Verdienste die Ernennung zum Ehrenmitgliede zutheil, und er von dieser Auszeichnung im telegraphischen Wege verständigt.« (*).\n \n(Brief von Markus Umlauf (Stift Lambach) an Bernhard Deubler:\r\n     Über einen Schüler (Gustav Machmiluck), der nach St. Florian komme. Grüße vom Abt (Johann Baptist Lasser) und P. Coelestin Baumgartner. Grüße an Propst Ferdinand Moser (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505205, "Datum": "20.5.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner erteilt Eckstein eine Vollmacht:\r\n»Ich ermächtige hiemit meinen lieben Freund Director Friedrich Eckstein hinsichtl des Verlages meines Te Deum's säm[m]tl hiezu erforderlichen Schritte nach Gutdünken zu unternehmen.\r\nWien, 20.\r\nMai [1]885.\r\nABrucknermp.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505215, "Datum": "21.5.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel im Alpenboten Nr. 40, S. 4, über die Widmung der 7. Symphonie an König Ludwig II. (auf den Artikel vom 5.5.1885 zurückgreifend) und das Konzert vom 2.5.1885 (mit Quintett und »Te deum«): \n     \n»(Von unserem genialen Landsmanne Bruckner.) Der König von Baiern hat die Widmung der vor Kurzem mit großem Erfolge in München aufgeführten Symphonie Bruckners angenommen. Demnächst soll eine Separat=Aufführung dieses Werkes vor dem Könige stattfinden. Die Symphonie erscheint (in Partitur, Orchesterstimmen und vierhändigem Clavier=Auszuge) im Verlag von A. Guttmann in Wien. - [... über Quintett und »Te deum« ... das Werk ...] vor Allem einem echten religiösen Gefühle entsprungen, erzielte sensationellen Erfolg.« (*). Von diesem Konzert berichtet auch das Musikalische Wochenblatt Nr. 22 auf S. 272: \n\n             »Vermischte Mittheilungen und Notizen.\n      * Der Akademische Wagner-Verein zu Wien veranstaltete unlängst ein öffentliches Concert, dessen Hauptnummern Compositionen Anton Bruckner's waren: nämlich das herrliche Streichquintett, gespielt vom Quartett Hellmesberger, und ein vom Componisten selbst dirigirtes wunderbares \"Te Deum\" für Soli und Chor. Beide Werke wurden mit unendlichem Jubel aufgenommen. Hoffentlich bekommt man die beiden Werke auch bald in Deutschland zu hören.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505225, "Datum": "22.5.1885(?), Freitag", "Haupttext": "Notiz Bruckners: »Burgg. 32 - 54 22. Mai Neubau.« - [Möglicherweise bezieht sich diese Notiz auf den darüber stehenden Eintrag von fremder Hand:] »Bayrische Gesandsch. Schwarzenbergplatz No. 2. [/] Graf Steinburg [/] Freiherr Heinrich Tucher [/] Josef Spiegl. Secretär«.", "Letzte Änderung": "19.12.2024 19:46"}, {"ID": 188505255, "Datum": "25.5.1885, Pfingstmontag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Schalk [mutmaßlicher Inhalt]:\r\n   Vereinbart ein Treffen heute im Gasthaus »Zur goldenen Kugel«.", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:03"}, {"ID": 188505275, "Datum": "27.5.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 7450 gibt auf S. 6 das Programm des Karlsruher Musikfestes (28.-31.5.1885, mit dem Adagio der 7. Symphonie) bekannt: \n\n     \" - [... bereits gemeldete Werke ...] Orchesterwerke von W. Bargiel (Prometheus=Ouvertüre), Bruckner (Cis-moll-Adagio), August Klughardt [... weitere Werke, auswärtige und einheimische Mitwirkende ...]\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505285, "Datum": "28.5.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Artikel in der Morgenausgabe der Deutschen Zeitung Nr. 4811 auf S. 1f: \n»Feuilleton.\nJohann Herbeck und Anton Bruckner.\n   Im Verlaufe der Woche wird in Gutmann's Verlage hier ein Buch erscheinen, geeignet, in den weitesten Kreisen Aufsehen zu erregen. Das Buch betitelt sich „Johann Herbeck. Ein Lebensbild von seinem Sohne Ludwig Herbeck.” [... über Herbecks Einsatz für Bruckner, die Prüfung am Konservatorium im November 1861 und weitere Lebensstationen, kompletter Wortlaut der Briefe Herbecks an Bruckner vom 10.6.1868 und 20.6.1868. Herbeck habe Bruckners Werke hochgeschätzt, aber auch ihre Schwächen erkannt und zu mildern versucht ...] Was würde Herbeck erst zu Bruckner's wundervollem Quintett, zu seinem Tedeum und der in Leipzig und München so stürmisch applaudirten E-dur=Symphonie gesagt haben, wenn er die Aufführung dieser großen Werke noch erlebt hätte!« [keine Signatur! Text vermutlich von Theodor Helm]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505295, "Datum": "29.5.1885, Freitag", "Haupttext": "Artikel von Graf Laurencin d'Armond über Bruckners Quintett [am 8.1.1885] und seine harmonischen Kühnheiten in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 22 auf S. 244f (signiert »Dr. L.): \n  \n\n»     (Fortsetzung.)          Wien.\n    Der dritte Hellmesberger'sche Kammermusikabend [... über Mozarts Quartett ...] Schließlich gab es ein - je nun! Anfangs= und Endvorzeichnung weisen uns wohl Fdur als Haupttonart; alles Dazwischenliegende führt uns aber in ein Ton= und Modulationslabyrinth buntester Art - also ein in die eben näher bezeichnete Tonart pro forma gestelltes, oder richtiger gesagt, Anfangs und schließlich eingepferchtes Quintett für Streichinstrumente von dem hier seßhaften Hoforganisten und Conservatoriumsprofessor Anton Bruckner. [... Text bei 711/131f mit einigen Abweichungen: ... jener heicklen, schlüpfrigen Stelle ... also einem Beethoven ... sich geberdender Krümmungen ... dieser oben angedeuteten ... Werke ... Gesammteindruckes ... Stimmungszeichen und Zungen ... Schöpferepoche ... an dieser bestimmten Stelle ... durchreiften ... abgesehen von dem seinen [sic!] Opus ... reclamenhaft ...] Wäre doch den beiden anderen Meisterwerken Mozart's und Beethoven's, die jenen Kammermusikabend füllten, eine gleiche Sorgfalt der Ausführung zugewandt worden als eben dieser Bruckner'schen Ephemere.       Dr. L.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188505305, "Datum": "30.5.1885, Samstag", "Haupttext": "Beim Musikfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Karlsruhe dirigiert Mottl im Saal der Gesellschaft »Museum« das Adagio aus Bruckners 7. Symphonie (*).\r\nAußerdem erklingen Werke von A. Klughardt (1. Satz der f-Moll-Symphonie), L. Schytte (cis-Moll-Klavierkonzert mit Arthur Friedheim als Solisten), Cornelius Rübner (aus dem Violinkonzert op. 30 mit Hans Schuster als Solisten), Liszt (»Mignon« mit Frl. Louise Belce und das A-Dur-Klavierkonzert mit Frl. Lina Schmalhausen) und Hans Huber (aus der Orchesterserenade »Sommernächte«) (**).\r\nIm Publikum sitzen Dr. L. Nohl, R. Pohl (***), Liszt (°) und Großherzog Friedrich von Baden(°a), Weingartner [zumindest in einer Probe] (°°), [vermutlich auch] Göllerich (°°°), Schönaich (#) und Otto Leßmann (#a).\nH. M. Schusters »Wunschzettel für die nächste Concertsaison« in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 22, S. 427 - 429, enthält auf S. 428 u.a. (* = »besonders bemerkenswerth«):\r\n»[...] Bruckner. **Te Deum. [...] Bruckner. **Christus factus est. [WAB 11] [...] **Bruckner, Symphonien in B-dur, Es-dur, E-dur, [...] Dr. H.M. Schuster.« (##).\nDas Fremdenblatt Nr. 147 auf S. 12 (###),\ndie Neue Freie Presse Nr. 7453 auf S. 5:\r\n     \"In der Pfarrkirche Alservorstadt wird am Sonntag zum Hochamte um 10 Uhr Capellmeister Eder Haydn's Nelson=Messe, Graduale (Tres sunt) von Haydn und Offertorium (Sopran= und Violin=Solo) von Frau Ernestine de Bauduin aufführen. Orgel: Hof=Organist Professor Bruckner. (Soli: Frau Amalie v. Rueber, Fräulein Pasching, Herr Fachner, Mitglied des Hofoperntheaters. Einlage: Herr Stecher, Mitglied der k. k. Hofcapelle (Violine), und Gesangs=Professorin Kraus=Merini.\" (a)\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 1884 auf S. 5 [inhaltlich wie (a) ... um 9 Uhr Festpredigt von P. Feldner, um 10 Hochamt mit P. Alois Pollak ... Fochner ...] (b)\ngeben das Programm der morgigen Kirchenmusik bekannt.", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:23"}, {"ID": 188505306, "Datum": "nach dem 30.5.1885", "Haupttext": "Brief Göllerichs an Bruckner:\r\n   [Vermutlich - als Augenzeuge?] über die Aufführung des Adagios der 7. Symphonie in Karlsruhe. Verspricht [in einem anderen Brief?] Dr. Helm zu informieren (*).\nBericht über das Karlsruher Konzert mit eher kritischen Äußerungen über Bruckner (**).\n[Vermutlich:] Besprechung dieses Konzerts durch Otto Leßmann [in der Allgemeinen Musik-Zeitung (Berlin)?] (***).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 06:06"}, {"ID": 188505315, "Datum": "31.5.1885, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 148 auf S. 7 (Kalendarium im Local-Anzeiger) (*).\nUm 9 Uhr Festpredigt von Dominikanerprior Feldner. Bruckner wirkt um 10 Uhr als Organist bei dem von P. Alois Pollak zelebrierten Hochamt in der Pfarrkirche Alservorstadt mit. Es erklingen unter Eders Leitung Werke von Haydn (Nelson-Messe und Graduale »Tres sunt«) und Ernestine de Bauduin (Offertorium mit Sopran- und Violinsolo: Frau Kraus-Merini bzw. Herr Stecher). Solisten: Amalie v. Rueber, Frl.Pasching, Herr Fochner [oder: Fachner?] (**).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 19:50"}, {"ID": 188506005, "Datum": "Juni 1885", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Mottl Felix Hietzing Neugasse 23. [/] Pius Richter Perchtholdsdorf Begrischgasse 502. [/] Dr Helm Salzburg Nonnthal, Hahn-Wirtshaus. [/] Göllerich August Weimar. [/] Cyrill Hynais Favoritenstr. No 27, 3. St. Thür 49. [/] Johann Burgstaller, Hafnerstr [?] 3. Domvicar u Chordirigent«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506006, "Datum": "etwa Juni 1885", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium.\r\nBruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\nbei den Vorbildungsschulen dieses Jahres\r\n   »Orgelclasse des Prof. Herrn A. Bruckner. (3 Zöglinge.) [/] Meyer Josef, Paur Carl, Steininger Adolf.«,\r\nbei den Ausbildungsschulen\r\n   »Orgelclasse des Prof. Herrn A. Bruckner. (3 Zöglinge.) [/] II. Jahrgang. Weber Carl, Wilfert Rudolf, Xanthopoulos Thimothée.«,\r\nbei Musiktheorie\r\n   »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Prof. Herrn A. Bruckner. (9 Zöglinge.) [/] Abeles Victor, Herold Max, Krauß Alexander, Müller Johann, Paur Carl, Steibl Anton, Steininger Adolf.« und\r\n   »Classe für Contrapunct des Prof. Herrn A. Bruckner. (9 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Weber Carl [/] II. Jahrgang. Hynais Cyrill, Marschner Franz, Dr.« (*).\r\nDie »Gesellschafts-Medaille« erhielten u.a. Marie Pohoryles und Heinrich Wottawa (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:54"}, {"ID": 188506015, "Datum": "1.6.1885, Montag", "Haupttext": "Bericht der Frankfurter Zeitung über das Karlsruher Musikfest mit lobenden Äußerungen zur 7. Symphonie (*).\nArtikel der Linzer Tages-Post über Bruckners Erfolge und seine Vernachlässigung durch den Linzer Musikverein (**).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 06:07"}, {"ID": 188506025, "Datum": "2.6.1885, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 8.6.1885): »2. Juni Fr Kathi Monatgeld gezalt für Juni 885.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506035, "Datum": "3.6.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht der Weimarer Zeitung [Pohl? Göllerich (vgl.24.6.1885)?] über die Karlsruher Aufführung.", "Letzte Änderung": "19.02.2025 13:32"}, {"ID": 188506045, "Datum": "4.6.1885, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Eckstein und Bruckner fahren nach Klosterneuburg, wo Bruckner beim Hochamt Orgel spielt und auf Einladung des Prälaten Ubald Kostersitz zum Essen bleibt. Um 5 Uhr Treffen mit Josef und Franz Schalk, Löwe, Hynais, Julius Mayreder und (zum ersten Mal) mit Hugo Wolf. Unterhaltung über Brahms, Hans Richter, die 7. Symphonie, Schönaich und Opernpläne (Eckstein hatte für Bruckner zwei Libretti in Erwägung gezogen - »Libussa« von Ehrenfels und »Ingo« von ?). Abends Nachfeier in einem Wiener Gasthaus.", "Letzte Änderung": "19.11.2024 09:44"}, {"ID": 188506055, "Datum": "5.6.1885, Freitag", "Haupttext": "Schreiben der Hofmusikkapelle: Ankündigung einer fünfzigprozentigen Fahrpreisermäßigung für die Hofstaatsbediensteten. Unterschrift Hellmesbergers. - Gegenzeichnung durch die Hofmusiker, darunter auch Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506065, "Datum": "[?] 6.6.1885, Samstag", "Haupttext": "(Datum des Poststempels (*), oder 3.6.1885?]\r\nKarte Ludwig Nohls aus Heidelberg an Bruckner:\r\n     Der Eindruck, den er von der 7. Symphonie durch die Notenbeispiele in den Bayreuther Blättern [Oktober 1884] gewonnen habe, sei von der Aufführung in Karlsruhe überwältigend bestätigt worden. Die Wirkung sei nur mit der von Wagners »Götterdämmerung« und der Musik Beethovens und Bachs zu vergleichen. Grüße an Schönaich (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:58"}, {"ID": 188506066, "Datum": "nach 6.6.1885", "Haupttext": "[Karte Nohls an Bruckner vermutlich 6.6.1885, nicht 3.6.1885] Die Neue Musik-Zeitung VI (1885) druckt auf S. 159 das Schreiben Nohls an Bruckner vom 6.6.1885 ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506115, "Datum": "11.6.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Marie Reinhardt an Bruckner:\r\n     Gratuliert zum Namenstag [13.6.1886]. Bei Hynais habe sie sich nach Bruckners Befinden erkundigt. Ob er böse auf sie sei? Erinnert ihn an den versprochenen Besuch (*).\nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 25 wird auf S. 308 das Konzert vom 30.5.1885 (mit dem Adagio der 7. Symphonie) erwähnt:\r\n                »Concertumschau.\r\n      Carlsruhe. 22. Tonkünstler-Versamml. des Allgem. deutschen Musikver. unt. Leit. des Hrn. Mottl ... [...] - Concert am 30. Mai Abends im Saale der „Eintracht”: 1. Satz der Fmoll-Symphonie von A. Klughardt (unter der Leitung des Componisten), Cismoll-Clavierconc. v. L. Schytte (Hr. Friedheim a. St. Petersburg), Adagio a. der 7. Symphonie von Ant. Bruckner, 1. Satz des Violinconc. Op. 30 v. C. Rübner (Hr. Schuster), „Mignon” v. Liszt (Frl. Belce), Adur-Clavierconc. v. Liszt (Frl. Schmalhausen a. Coburg), zwei Sätze a. der Orchesterseren. „Sommernächte” v. H. Huber. - « (**).", "Letzte Änderung": "10.12.2024 10:13"}, {"ID": 188506135, "Datum": "ca. 13.6.1885, Samstag (Hl. Antonius)", "Haupttext": "Brief Deublers an Bruckner [mutmaßlicher Inhalt]: \n   Gratuliert zum Namenstag, lädt Bruckner im Namen des Prälaten [Ferdinand Moser] für die Ferien nach St. Florian an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506145, "Datum": "14.6.1885, Sonntag", "Haupttext": "Artikel (über die 7. Symphonie am 30.5.1885) im Alpenboten Nr. 47 auf S. 3:\r\n»(Von unserem Landsmanne Bruckner.) Kürzlich fand in Carlsruhe die 22. Tonkünstler=Versammlung statt und brachte eine Reihe der erlesensten musikalischen Genüsse unter den Auspicien von Franz Liszt und unter der Leitung von Felix Mottl. „Mit wahrer Begeisterung”, schreibt man von dort nach Wien, „wurde das Adagio aus der Siebenten Symphonie Ihres Landsmannes Anton Bruckner aufgenommen. Bruckner kommt in Deutschland immer mehr zur Geltung - nun werden Werke von ihm von Sucher in Hamburg in der nächsten Saison aufgeführt, Gericke bringt solche in Boston, hoffentlich wird sich dem genialen Componisten auch Wien entsprechend erschließen. Welche Begeisterung sein Opus in Carlsruhe hervorgerufen, können Sie aus dem Brief ersehen, welchen Professor Ludwig Nohl an Bruckner nach der Aufführung des Adagio richtete. Der Brief lautet: Geehrter Freund! [... Text nahezu originalgetreu, mit geringen orthographischen Abweichungen, aber am Ende gekürzt ...] Sie haben uns auf's neue unsere beste Seele, die Seele des wahrhaft Menschlichen und Göttlichen zugleich wiedergeschenkt.”» (*).\n[Vermutlich von Gutmann (#) veranlaßter] Artikel (mit Erwähnung der Postkarte Nohls vom 6.6.1885 in der Deutschen Zeitung Nr. 4828 auf S. 7:\r\n»(Ein Brief Nohl's an Professor Bruckner.) Der Musikschriftsteller L. Nohl hat aus Heidelberg, 6. Juni, an Professor Anton Bruckner folgenden Brief gerichtet: „Geehrter Freund! [... Text mit geringen Abweichungen vom Original, minimal redigiert, mit Fehler \"Baierischen Blättern\", von den letzten Zeilen nur die Schlußformel wiedergegeben:] In verehrender Dankbarkeit Ihr L. Nohl.”« (**).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 11:39"}, {"ID": 188506155, "Datum": "15.6.1885, Montag", "Haupttext": "Die Zeitschrift »Lyra« VIII, Nr. 18, erwähnt auf S. 3 in ihrem Bericht über das Konzert vom 30.5.1885 in Karlsruhe auch Bruckner [mit der 7. Symphonie].\r\n   »Das 22. deutsche Tonkünstlerfest in Carlsruhe.\r\n                             Dresden, Anfangs Juni.\r\n    Die 22. Tonkünstler=Versammlung des »Allgemeinen Deutschen Musikvereines« wurde am 27. v. M. durch eine schwungvolle Aufführung der »Walküre« im Hoftheater eingeleitet. [... ohne Striche, Mottl dirigierte ... über das Requiem von Berlioz ...]\r\n   In den noch folgenden Concerten [...] waren die Componisten Bach, Bargiel, Barodin [sic], Brahms, Bruckner, Huber, Klughardt, Liszt, Schumann, Tenpleton Strong und R. Wagner (Schlußscene aus der »Götterdämmerung«) vertreten. Als Solisten waren außer den Genannten [bei der »Walküre«] die Violinvirtuosen Auer aus Petersburg, Schuster aus Mannheim, Züjic aus Straßburg, die Orgelspieler S. de Lange, Hohmeyer und Köhler, die Sängerinnen Mailhac und Belce, die Sänger Plank und Oberländer, sowie die Pianisten Friedheim, Reuß und Frau Mortigny=Remaury aus Paris thätig.« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:25"}, {"ID": 188506165, "Datum": "16.6.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Kalbecks an Paul Heyse: \n   Ist bestürzt über Heyses Bruckner-Begeisterung. Eine der seltenen positiven Äußerungen Kalbecks über Bruckner (aus der Kritik vom Quintett [12.1.1885]) habe der Verleger [Gutmann] dem Erstdruck als Empfehlung vorangestellt. Brahms habe sich über Kalbecks Schrecken königlich amüsiert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506174, "Datum": "wenige Tage vor dem 17.6.1885", "Haupttext": "Bruckner erhält Berichte über das Karlsruher Konzert mit dem Adagio der 7. Symphonie [30.5.1885], die in der Frankfurter Zeitung [1.6.1885] und einem Blatt aus Elsaß-Lothringen erschienen waren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506175, "Datum": "17.6.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mottl:\r\n     Über Nohls begeisterte Karte aus Heidelberg [6.6.1885]. Kein Bericht von Schönaich, nur von Göllerich (zu enthusiastisch?), keine Karlsruher Kritiken (nur von Frankfurter und Elsaß-Lothringer Zeitung). Dankt Mottl, gratuliert zum Orden und zum Erfolg der Aufführung. Gutmann bitte um die Orchesterstimmen [der 7. Symphonie] (*).\nBrief Bruckners an Deubler:\r\n     Dankt [für erneute Einladung nach St. Florian und Namenstagsgruß?]. Möchte aber nicht zur Last fallen. Grüße an Oddo und Ignaz (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n     »1/2 3 Uhr 26' im Schatten« (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 09:56"}, {"ID": 188506185, "Datum": "18.6.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotizen (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 20.6.1885):\r\n»18.6. Ostini, Mottl, Deubler, Nohl. Hinterhölzl. H Franke Altenburg in Sachsen Altenburg Teichstraße 15. II. Dr Helm. [/] Wolzogen. Schwager. Frl Cäthi Ernst.« und [von fremder Hand, vermutlich vor Bruckners Eintragungen und vor dem 20.6. geschrieben] »Friedrich Scheibert. 9. Nußdorferstrasse 59. Ebenerdig Thür 3.« (*).\nMartin Krause berichtet im Musikalischen Wochenblatt Nr. 26 auf S. 314 - 317 vom Karlsruher Musikfest [30.5.1885] und geht auf S. 316 auch auf das Adagio der 7. Symphonie ein:\r\n   »Das fünfte (Orchester-)Concert war nach Programm und Ausführung das schwächste in der glänzenden Reihe der anderen. Vier Nummern als Bruchstücke grösserer Werke, denen man mit dem Ablösen einzelner Theile schweren Schaden zufügte - dies sollte auf einem Tonkünstlerfest nicht vorkommen! Offenbar war ein solches zerstückeltes Programm nicht geeignet, das brave Orchester zu begeistern, denn die diesmaligen Leistungen standen hinter denen im 1. Concert zurück. [...] Was Klughardt versagt bleibt, seine Zuhörer zu erschüttern, das erreicht Bruckner in seinem herrlichen Cismoll=Adagio aus der Edur=Symphonie in überwältigender Weise. Dieses ergreifende Stimmungsbild, welches der Componist selbst eine Elegie auf Richard Wagner's Tod nennt, gehört zu dem Bedeutendsten, was die Instrumentalmusik überhaupt aufzuweisen hat. Man kann bei der höchst erfolgreichen Vorführung nur bedauern, dass nicht eine ganze Symphonie des eigenartigsten Componisten unserer Zeit in das Programm aufgenomen war. [...] Martin Krause.« (**).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 07:05"}, {"ID": 188506194, "Datum": "vor dem 19.6.1885", "Haupttext": "Gutmann veröffentlicht Nohls Schreiben [vom 6.6.1885] als Reklame für die in Druck befindliche 7. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506195, "Datum": "19.6.1885, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Theodor Helm:\r\n   Bittet um einige Worte zur Karlsruher Aufführung [der 7. Symphonie] in der Deutschen Zeitung. Den [beiliegenden?] Brief Göllerichs bitte wieder zurück. Gutmann habe Nohls Schreiben [6.6.] in der Zeitung veröffentlicht. Auch Herr Vogel aus München, der gegen Rheinbergers Benehmen zu Bruckner protestiert hatte, habe Göllerichs Brief gelesen und an den Stallmeister von König Ludwig II. geschrieben. Dankt für erwiesene und zukünftige Unterstützung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506205, "Datum": "20.6.1885, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Wolzogen:\r\n   Übersendet den Brief Nohls [6.6.] - ein Trost gegen die Verfolgungen Hanslicks und seiner Consorten - mit der Bitte, ihn in den Bayreuther Blättern zu veröffentlichen. Auch in Holland habe Wolzogens Blatt ihm geholfen (*).\nSchreiben Bruckners [auf einer Visitenkarte] an die Paixhanslia (in Vöcklabruck):\r\n   Dankesgruß (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506215, "Datum": "21.6.1885, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 140 veröffentlicht auf S. 3 den Brief Nohls an Bruckner vom 6.6.1885:\n     \" § Ein Brief Nohls an Professor Bruckner. Der Musikschriftsteller L. Nohl hat aus Heidelberg, 6. Juni, an Professor Anton Bruckner folgenden Brief gerichtet: \"Geehrter Freund! So muß ich Sie nennen, seit meine Seele sich in Ihre Töne getaucht und zu neuer trostreicher Hoffnung für die Zukunft unserer himmlischen Kunst erhoben hat. Ich habe das Adagio Ihrer E-dur-Symphonie in Karlsruhe gehört. Waren mir schon beim Spielen der Skizze in den \"Bairischen Blättern\" [sic] die Thränen aus den Augen gestürzt, so begriff ich jetzt diese tiefste Rührung durch wahre Schönheit nicht bloß, sondern sie machte aus mir während dieser kleinen zwanzig Minuten einen anderen, einen neuen Menschen. Seit der \"Götterdämmerung\" in Bayreuth ist mir so nicht wieder zu Muthe geworden und vorher hatten nur Beethoven und Bach dies über mich vermocht in unserer Kunst. Wie tief dankbar müssen alle Mit= und alle Nachlebenden Ihnen sein! Sie haben uns aufs neue unsere beste Seele, die Seele des wahrhaft Menschlichen und Göttlichen zugleich wiedergeschenkt. In verehrender Dankbarkeit Ihr L. Nohl.\"  \".\nAuf der selben Seite wird das Konzert vom 28.6.1885 [mit dem Chor \"Mitternacht\" WAB 80] angekündigt:\n\"     § Sommerfest der Ortsgruppe Linz. [...  vormittags 11 Uhr im Theater ...] 5. C. [sic] Bruckner: \"Um Mitternacht\", Chor mit Clavierbegleitung und Tenorsolo (Solo: Herr F. Schaumann). 6. Soloquartett [... weitere Werke, Mitwirkende, Preise, abends Volkskonzert (kein Bruckner) ...].\"", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:59"}, {"ID": 188506236, "Datum": "Ende des Sommersemesters 1885", "Haupttext": "Dr. Haft, der Bruckners Universitätsvorlesungen miterlebt hat, sucht ihn in seiner Wohnung zu einer Prüfung auf. Bruckner spielt aus dem Quintett vor.", "Letzte Änderung": "16.10.2024 15:51"}, {"ID": 188506237, "Datum": "23./24.6.1885, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Beim Concurs des Konservatoriums wird der 1. Preis Marie Pohoryles für die Interpretation eines Rubinstein-Konzertes (1. Satz) einstimmig zuerkannt (*).\nBrief Helms an Bruckner [mutmaßlicher Inhalt]:\r\n   Er warte bis dato vergebens auf den versprochenen Bericht Göllerichs über die 7. Symphonie in Karlsruhe [am 30.5.1885] (**).\n[23.6.1885] Die Deutsche Zeitung erwähnt die Aufführung des Adagios der 7. Symphonie [30.5.1885]:\r\n»(Vom Stuttgarter Musikfest.) Man schreibt uns über das in der Zeit vom 17. bis 19. Juni abgehaltene Stuttgarter Musikfest aus Württembergs Hauptstadt: „Die Festtage sind vorüber [...] Während man jüngst in Karlsruhe fast ausschließlich dem musikalischen Fortschriftt huldigte und unter Anderem daselbst Werke wie Liszt's „Dante”=Symphonie und das erhabene Cis-moll Adagio aus Ihres genialen Bruckner siebenter Symphonie mit begeistertem Beifall aufnahm, blieb man in den Stuttgarter Festtagen mehr auf klassischem Boden. [... Rosa Paumgartner-Papier habe Triumphe gefeiert ...]” [keine Signatur oder Autorenangabe] (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:21"}, {"ID": 188506245, "Datum": "24.6.1885, Mittwoch (St. Johannis)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Göllerich in Weimar:\r\n   Dankt für die Briefe. Helm habe keinen Brief (obwohl versprochen) erhalten und, da auch Schönaich und Mottl nichts [von der 7. in Karlsruhe] berichteten, keinen Artikel geschrieben und Göllerichs Brief an Bruckner [vgl. 19.6.1885] retour gesendet. Wichtige Leute würden von seinen Freunden nicht informiert! (*) [PS:] (**) Helm habe heute geschrieben, »daß er bis dato vergebens wartete«.\n[??] Aufführung der f-moll-Messe unter Bruckner in der Hofkapelle (***).", "Letzte Änderung": "31.01.2025 09:24"}, {"ID": 188506255, "Datum": "25.6.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht Paul Marsops über die Aufführungen von 7. Symphonie und Quintett in München [10.3.1885 bzw. 31.3.1885] im Musikalischen Wochenblatt Nr. 27 auf S. 330f:\r\n      »Tagesgeschichte.\r\n                Musikbrief.\r\n           Aus dem Münchener Musikleben.\r\n                     München, im Mai.\r\n   Der zweite Cyklus der von der Musikalischen Akademie während der Fastenzeit veranstalteten Concerte bescheerte uns eine stattliche Reihe von Novitäten [...] Recensentenherz, was willst du mehr? Zu unserer aufrichtigen, ungeheuchelten Freude sind wir in der Lage, zu berichten, dass unter der ansehnlichen Zahl dieser Schöpfungen sich eine befand, welche - wir stehen nicht an, es auszusprechen - nicht einem Coterie- oder Verleger-Interesse, sondern ihrem ausserordentlichen künstlerischen Werthe den ihr zu Theil gewordenen grossen Erfolg verdankte.\n    Wir sprechen von Anton Bruckner's Edur-Symphonie. [... sehr ausführliche, lobende Besprechung ...] Den Wienern aber möge der Ruhm vorbehalten bleiben, ihrem ausgezeichneten Mitbürger dann zu huldigen, wenn auch Krähwinkel und Pfaffenbeerfurt sich endlich bewogen fühlen werden, ihre Stimmen für Anton Bruckner abzugeben.*) [Fußnote:]\r\n     *) Sobald unsere Zeit es erlaubt, werden wir uns nach einer französischen oder ungarischen Comtesse umsehen, welche Bruckner zu protegiren geneigt sein möchte.\n[Fortsetzung des Haupttextes:]\n     Als die Krone der 7. Symphonie müssen auch wir das unvergleichliche, wahrhaft grossartige Adagio betrachten. [... (ein Abschnitt über das Adagio und weitere Abschnitte werden im Artikel vom 14.7.1885 zitiert) ...] Ehre, wem Ehre gebührt, - aber dieses Adagio ist ein Unicum unter den Schöpfungen der Nach-Beethoven'schen Decennien! [... schließt sich Theodor Helms Urteil (in diesem Blatt) über das Quintett an ...] (Fortsetzung folgt.)«\r\n[Signatur im letzten dieser Münchner Musikbriefe, am 23.7.1885:] Dr. Paul Marsop.\" (*).\n \nNotiz Bruckners: »Musikalisches Wochenblatt Leipzig 25. Juni 1885. N 27. Fritsch [Fritzsch]. EW.« (**).\n \nDie Morgenpost Nr. 173 bringt auf S. 2 den 2. Teil eines Artikels über Johann Herbeck, signiert \"O. Bn.\" [Oskar Berggruen], in dem Herbecks Verdienste um Bruckner zur Sprache kommen [der 1. Teil war am 15.6.1885 erschienen]:\r\n          \"Johann Herbeck.\r\n                    II.\r\n     Nicht viel über zwanzig Jahre war Herbeck alt [... biographische Stationen ...]\r\n     Gleichzeitig erwarb er sich ein großes Verdienst um die Musikstadt Wien, indem er Anton Bruckner, dem damaligen Domorganisten in Linz, zu einer Berufung nach Wien verhalf. Bruckner hat zwar, trotz seines jahrelangen Aufenthaltes in der Großstadt die Technik der Reclame sich noch immer nicht zu eigen gemacht; allein auf dem Umwege des Auslandes wird man schließlich doch auch in Wien erfahren, welchen musikalischen Genius war [sic] jahrelang unbeachtet ließ, während ungleich weniger bedeutende Tonkünstler von den Tonangebern in der Gesellschaft und in der Presse über Gebühr verhätschelt wurden. Was Herbeck nach einer Aufführung von Bruckner's C-moll-Symphonie sagte: \"Wenn ein Anderer eine solche Symphonie schriebe, man würde durch Applaus den Saal demoliren\", gilt in Wien noch heute. Uns selbst hat Ebenezer Prout, der bekannte Componist und Organist in London einmal gesagt, daß Bruckner auch nur als Organist im höchsten Ansehen stünde, wenn er [in] London lebte, während es in Wien nur einem kleinen Kreise der eingeweihtesten Musikkenner bewußt ist, daß wir in Bruckner den ersten lebenden Improvisator auf der Orgel und einen von Niemandem zu übertreffenden Meister dieses Instrumentes besitzen. Noch eine große künstlerische That vollführte Herbeck im Concertsaal, ehe er ganz unerwartet an die Spitze der in's neue prächtige Haus übersiedelten Oper gestellt ward: eine glänzende Aufführung von Liszt's \"Heiliger Elisabeth\". Bald darauf sollte er ein Feld künstlerischer Thätigkeit betreten, wo der Kunst nicht immer das entscheidende Wort zugestanden wird: das Theater.        O. Bn.\" (***).", "Letzte Änderung": "27.07.2024 16:46"}, {"ID": 188506275, "Datum": "27.6.1885, Samstag", "Haupttext": "Bruckner spielt als erster auf einer von Wilhelm Brauner (1851 - 1939) erbauten und im Bösendorfersaal ausgestellten Orgel (II/13), die später in Usov (Mährisch-Aussee) aufgestellt wird.\n[am selben Tag?]\nDiese Orgel wird von weiteren Organisten geprüft: Zellner, Schmidt, Stoiber, Weinzierl, Labor, Bibl und Dietrich [= Dittrich?] (*).", "Letzte Änderung": "23.09.2024 15:10"}, {"ID": 188506285, "Datum": "28.6.1885, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an einen Hofkapellmeister [Pius Richter (#)]: \r\n   Bittet festzulegen, welche Dienste er für Bruckner übernehmen könne, also festzulegen, an welchen Tagen Bruckner wegen des Dienstes [an der Hofkapelle] anwesend zu sein hat. Er sei an folgenden Tagen zum Dienst eingeteilt: 26.7., 31.7., 16.8., 18.8., 22.8., 6.9., 7.9., 8.9. und 12.9.1885 (*).\nBrief von Hans von Bülow (Frankfurt) an Otto Lessmann: \r\n   Über das von Bayreuth ausgehende »musikalische Unheil«. Über Bruckner: »Dieser unqualifizirbare Schwindel« ... [Xaver Scharwenka] »ist immer noch mehr Musiker als dieser mir seit 1865 als Halbgenie + Halbtrottel bekannte neue Oppositionsbovist der HH. Levi, Marsop, Ostini, Kastner u.s.w.« (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n   »Göllerich, Nowak Dresden. Nowak 2. Mal Richter Pius Cäthi München. Helm. Almeroth.« (***).\nAufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80] in Linz bei einem Sommerfest zu Gunsten des Deutschen Schulvereins durch den Wiener Akademischen Gesangverein unter Rudolf Weinwurm um 11 Uhr im Landestheater (°).", "Letzte Änderung": "20.11.2025 23:00"}, {"ID": 188506304, "Datum": "vor dem 30.6.1885", "Haupttext": "[nach dem 18.5.1885] Das Linzer Diözesanblatt, Stück XX, Mitteilung XI, vermerkt auf S. 135 (auf der letzten Seite der Eintragungen des Monats Juni 1885, noch oberhalb eines mit »30.«[Juni] datierten Eintrags): \n   »Frau Anna Froschauer widmete den Blumenschmuck für die Altäre während des ganzen Monates Juni.\n   Herr Anton Bruckner, k. k. Hoforganist und k. k. Professor am Conservatorium in Wien widmet durch Hochw. Herrn J. B. Burgstaller zum bevorstehenden Diözesan=Jubiläum ein für 4 bis 8 Vocalstimmen, 3 Trombonen und Orgel verfaßtes: \"Ecce sacerdos magnus.\" «", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188506305, "Datum": "30.6.1885, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 9.7.1885): »Fr Kathi gezalt für Juli Aug. u Sept. 885. am 30. Juni 885. [/] pr Stunde 20 xr [x] 30 [=] 600 fl [recte: »xr« oder »6 fl«]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507005, "Datum": "Juli 1885", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »Hosen [Hefen?] reines Regenwasser [Pflegeanleitung?]. [fremde Hand:] In dankbarer Erinnerung Stefanie Hanisch. [Bruckner:] Arthur Nikisch Leipzig Stadttheater derzeit in Butschowitz in Mähren [/] Musikdirektor Dr Carl Riedel, Praeses des Allgemeinen Deutschen Musikvereines. Thalstraße 2 Leipzig. [/] Ostini München Burgstr 12/3 [/] Levi Arcostr. 2/3.«", "Letzte Änderung": "17.10.2024 21:59"}, {"ID": 188507015, "Datum": "1.7.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Stadtpfarrer in Steyr [Aichinger]:\r\n    Bittet um die Erlaubnis, einen Teil der Ferien im Pfarrhof zu verbringen. Für die Arbeit an der 8. Symphonie brauche er ein Pianino. Er werde nächste Woche von Wien abreisen. Bittet um Antwort (*).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 8.9.1885, sicher vor dem 7.7.1885 geschrieben):\r\n    »Aichinger, P Richter, Hirschfeld. [geschriebene Briefe]« (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 147 berichtet auf S.3, daß beim Sommerfest zu Gunsten des Deutschen Schulvereins [am 28.6.1885] Bruckners Chor »Mitternacht« [WAB 80] aufgeführt wurde:\r\n    »Der Wiener Akademische Gesangverein in Linz.\r\n         An denselben Tagen, da an zahlreichen anderen Orten Oesterreichs deutsche Feste gefeiert wurden und besonders in der Landeshauptstadt unserer Nachbarprovinz Mähren [... ausführliche Schilderung ...]\r\n     Den musikalischen Glanzpunkt des Festes bildete die Matinée, welche Sonntag um 11 Uhr im Landestheater ein zahlreiches Publicum versammelte. [...]\r\n     Das Programm bestand aus drei Chornummern vom Universitäts=Musikdirector Herrn Professor Weinwurm [... Engelsberg ... ], ferner von unserem Landsmanne Professor Anton Bruckner: „Um Mitternacht” und von Attenhofer: „Vale!” [...]\r\n     Bruckners „Um Mitternacht” dürfte schon eine ältere Arbeit unseres genialen Landsmannes sein, sie verräth übrigens schon durch Tiefe der Gedanken, Neuheit der Formen und Ueberwiegen der Tonmalerei den heutigen gefeierten Symphoniker. Daß sämmtliche Chornummern unter der bewährten Leitung des hochgebildeten Musikers Weinwurm [...].\r\n    [... Lorbeer für das Vokalquartett ...] Die gleiche Auszeichnung wurde auch Herrn Schaumann, welcher das Tenorsolo im Bruckner'schen Chore mit sympathischer Stimme und warmer Empfindung vortrug, und unserer hochgeschätzten heimischen Künstlerin Frau Schmidt=Allizar [...] zutheil. [...] « [keine Signatur] (***).\nIn Weimar sind Göllerich, Max van de Sandt und die Schwestern Stahr bei Direktor Erich Schmidt eingeladen. Neben Werken Liszts (mit Sandt auch vierhändig) spielt Göllerich das Adagio der 7. Symphonie \"unter großer Bewunderung\". Um Mitternacht wird auf seinen Geburtstag [2.7.1885] angestoßen (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507025, "Datum": "2.7.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 28 erwähnt in der Rubrik »Aufgeführte Novitäten« auf S. 347 die Aufführung des Adagios der 7. Symphonie in Karlsruhe [am 30.5.1885].\r\n   »Bruckner (Ant.), Adagio a. der 7. Symph. (Carlsruhe, Tonkünstler-Versamml.)« (*).\nGutmann sendet die Korrekturbogen des Klavierauszugs der 7. Symphonie an Josef Schalk (**).\nDas Vaterland Nr. 179 berichtet auf S. 4 von einer neuen Orgel, die von mehreren Organisten, darunter Bruckner [27.6.1885], geprüft wurde:\r\n     \" * [Eine neue Orgel.] Die von den Brüdern Brauner (privilegirte Kirchen= und Concert=Orgelbau=Anstalt in Mährisch=Neustadt) im Bösendorfer=Saale ausgestellte Orgel ist im Auftrage Sr. Durchlaucht des regierenden Fürsten Johann von Liechtenstein für die Patronatspfarrkirche in Mährisch=Aussee bestimmt. [... ausführliche Beschreibung des Instruments und der technischen Neuerungen ... Aufträge ins Ausland zu vergeben, sei künftig nicht mehr nötig, weil] ein Urtheil unserer Fachmänner, welche das Werk in allen seinen Neuerungen geprüft, gespielt und vorzüglich befunden haben - die Professoren Bruckner, Zellner, Schmidt, Stoiber, Weinzierl, Labor, Hoforganist Bibel [sic] und Organist Dietrich -  einstimmig dieser jungen, so rastlos vorwärts strebenden Firma das beste Zeugniß dadurch ausstellten, daß sie ihr die aufrichtige Gratulation darbrachten. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "23.09.2024 15:12"}, {"ID": 188507035, "Datum": "3.7.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 27 berichtet auf S. 287 vom Konzert am 30.5.1885 (mit dem Adagio der 7. Symphonie):\r\n»Die zweiundzwanzigste Tonkünstler-Versammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Karlsruhe.\r\nFünftes Concert, im Saale der Gesellschaft \"Museum\".\r\n    Während die beiden großen Vocal= und Orchester=Concerte in der Festhalle [...] die monumentalen Werke der neuern Richtung vertraten, machte sich in dem Museum=Concert mehr das Experiment geltend [... Klughardt war nicht gekommen, Mottl dirigierte ...]  Auch von Anton Bruckner, dem so spät entdeckten jugendlichen Greis in Wien, wurde nur eine Probe gegeben, allerdings eine Probe vollwichtigster Art, das Cismoll=Adagio aus der demnächst bei Gutmann in Wien erscheinenden siebenten Symphonie in Edur. Vielen wäre es gewiß interessanter gewesen, von Bruckner noch andere Symphoniesätze hören zu dürfen, z. B. das pikante Scherzo aus derselben Edur=Symphonie, statt der Wiedervorführung talentirter Componisten, die durch frühere Feste bereits hinreichend bekannt sind. - \n    Tiefe Empfindung, bedeutende Erfindung, glanzvolle Instrumentation sind Bruckner nicht abzusprechen, leider trübt hin und wieder einige Schrullenhaftigkeit den hohen Genuß, auch geht Bruckner einige Male zu sehr in die Breite. Ein meisterhafter Instrumentationszug war das Aufsparen der Pauken, die dann mit packender Wirkung einsetzen [siehe die Anmerkung]. Jedenfalls erscheint es als ferner nicht zu umgehende Pflicht des allgemeinen deutschen Musikvereins und hervorragender Concert=Institute, die hochbedeutsamen Schöpfungen Bruckner's nicht länger vorzuenthalten und den alten Herrn aus dem bisherigen mythischen Dunkel in die helle Wirklichkeit treten zu lassen. Außerhalb Wiens haben dafür Nikisch, Mottl, Levy bereits mannhaft das ihrige gethan. [... alle drei Orchesterstücke fanden Beifall ... über die weiteren Stücke ... die im Konzert Anwesenden und Mitwirkenden: Arthur Friedheim, Ludvig Schytte, Hans Schuster (Karlsruhe-Mannheim), Cornelius Rübner, Louis Belce, Lina Schmalhausen ...]\n     An äußerer Länge überragte das Museums=Concert die kirchliche Aufführung am vorhergehenden Tage nur um eine halbe Stunde, es begann um 7 Uhr und schloß ungefähr halb 10 Uhr. Auch dieses Concert wurde durch die Gegenwart Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs Friedrich von Baden ausgezeichnet, an dessen Seite unseres Altmeisters Franz Liszt's ehrwürdige Gestalt sich zeigte.« [keine Signatur; der am 10.7.1885 folgende letzte Bericht ist signiert mit \"R. P.\"] (*).\n \nBrief von Josef Schalk an Franz Schalk zur Drucklegung der 7. Symphonie:\r\n     »[...] gestern sind bereits die Correkturbogen des Klavierauszuges der VII. mir von Gutmann übersendet worden. Von der Partitur ist noch nichts da [...]« (**).", "Letzte Änderung": "10.12.2024 10:14"}, {"ID": 188507045, "Datum": "4.7.1885, Samstag", "Haupttext": "Brief von August Göllerich an seine Mutter und Schwester, in Weimar geschrieben:\n     Zum Geburtstag [2.7.1885] habe ihm Liszt eine Komposition geschenkt. Am Abend zuvor [1.7.1885] sei er mit den Schwestern Stahr und Max van de Sandt bei Direktor Erich Schmidt eingeladen gewesen. Um Mitternacht habe man auf seinen Geburtstag angestoßen. Neben Werken von Liszt (vierhändig mit Sandt) (und Wagner?) habe er das Adagio aus der 7. Symphonie Bruckners \"unter großer Bewunderung\" gespielt. Am 2.7.1885 sei ihm zu Ehren Gesellschaft bei Stahrs gewesen. Mit Stradal habe er dort vierhändig Liszt-Werke gespielt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507055, "Datum": "5.7.1885, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] und »frei« [bei 10./11.7.1885: Urlaubsbeginn?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507065, "Datum": "6.7.1885, Montag", "Haupttext": "Datierung im 1. Satz der 8. Symphonie (*). Datumseintrag \"6. Juli 1885\" in der dritten von drei mit \"1. Oktober 1884\" datierten Partiturskizzen (*a).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507075, "Datum": "7.7.1885, Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 8.9.1885): »7. Juli 885 Göllerich. Nikisch.« (*).\nBrief Bruckners an Nikisch:\r\n   Dankt ihm als erstem »Apostel« in Deutschland. Gratuliert zur Vermählung. Er gehe nächstens nach Steyr, wo er fleißig [an der 8. Symphonie] arbeiten wolle (**).\nBrief Bruckners an Göllerich in Weimar:\r\n   Er möge Helm (derzeit in Salzburg) drängen, etwas über das Karlsruher Musikfest in die Deutsche Zeitung zu bringen (besonders den Vergleich mit Beethoven und Wagner). Grüße an Liszt, van de Sandt, den Hoforganisten [?], Hofkapellmeister [Lassen?], Stradal und Frl. Stahr. Laut Gutmann habe Bülow die 7. Symphonie nach Berlin empfohlen. Mottl habe ihn besucht. Ende der Woche gehe er nach Steyr. Fritschs Wochenblatt Nr. 27 schrieb wunderbar [Zitate daraus als Postscriptum].\r\nText der 1. Seite:\r\n»[am oberen Rand, vermutlich nachträglich hinzugefügt:] NB Kön[n]en Sie es, so bitte ich dem Meister meinen in[n]igsten Respect zu melden.\r\n[ursprünglicher Briefbeginn:] Mein lieber guter Freund!\r\nSie werden es ganz begreiflich finden, daß mir sehr viel daran läge, wenn Dr Helm noch nachträglich, wenn auch noch so spät wenigstens den Ausspruch der deutschen Künstler über mich \"seit Beethoven nicht geschaffen, nur mit Beethovens Fühlen u. Wagners Schaffen zu messen[\"] in die deutsche Zeitung geben würde. Er ist in Salzburg Nonnthal, Hahn=Wirthshaus. [...]« (***).\n[?] Beginn von Bruckners Ferien (°).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 08:36"}, {"ID": 188507095, "Datum": "(9.7.1885, Donnerstag)", "Haupttext": "[?] Beginn des Steyrer Ferienaufenthaltes (*).\n[?] Datierung »Steyr 9. [recte »29.«?] Juli 1/4 2 Uhr Mittag« bei der Gesangsperiode in den Skizzen zum Finale der 8. Symphonie (**).\n(Schlußkonzert der Preisträger am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 16:35"}, {"ID": 188507115, "Datum": "11.7.1885, Samstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 188 zitiert auf S. 5 aus Paul Marsops am 25.6.1885 erschienener Besprechung der Aufführung der 7. Symphonie am 10.3.1885:\n     \" * Ueber Anton Bruckners Adagio in dessen E-dur-Symphonie schreibt das Leipziger \"Musikalische Wochenblatt\", eines der leitenden deutschen Musikorgane, unter Anderem: \"Wo ist Jemand unter den Lebenden, der etwas Aehnliches geschaffen oder dem wir es zutrauen, daß er es schaffen könnte,und wie weit müssen wir in die Vergangenheit zurückgreifen, um Gleichwerthiges aufzufinden! Ehre, wem Ehre gebührt - aber dieses Adagio ist ein Unikum unter den Schöpfungen der Nach=Beethoven'schen Dezennien!\" - Und weiter wird gesagt: \"Es ist eine Ehrenpflicht für die großen Konzertinstitute in Berlin, Dresden und Frankfurt am Main, hinter Leipzig und München nicht zurückzubleiben. Auch Herrn v. Bülow, dem unerschrockenen Vertheidiger der unverdientermaßen Zurückgesetzten, würde sich in der Bruckner=Propaganda eine dankbare und lohnende Aufgabe bieten. Den Wienern aber möge der Ruhm vorbehalten bleiben, ihrem ausgezeichneten Mitbürger dann zu huldigen, wenn auch Krähwinkel und Pfaffenbeerfurt sich endlich bewogen fühlen werden, ihre Stimmen für Anton Bruckner abzugeben. Oder sollte es wirklich erst noch einer französischen oder ungarischen Komtesse bedürfen, welche Bruckner zu protegiren geneigt sein möchte?\" Es ist traurig, daß in dem letzten Passus ein Körnchen oder mehr noch an Wahrheit enthalten ist. Freilich versteht es die künstlerische Bescheidenheit Bruckner's nicht, für sich Reklame zu machen, wie andere seiner komponirenden Kollegen, die mit einer wahren Sturzftuth von \"Nummern\" irgend ein Musikfest, sagen wir in Bonn, überschütten, daß der \"berühmte\" Name von allen Ecken und Engen widerhallt.\" [keine Signatur] (*).\n \n(Schlußkonzert der Preisträger am Wiener Konservatorium (**).)\n \nDie Wiener Allgemeine Zeitung meldet, dass Herrr Gericke aus Boston im Hotel Erzherzog Karl Quartier genommen hat.\r\nEs ist denkbar, dass Gericke bei seinem Wien-Aufenthalt auch mit Bruckner Aufführungspläne besprocehn hat (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:27"}, {"ID": 188507124, "Datum": "spätestens 12.7.1885, vielleicht vor dem 7.7.1885 (*)", "Haupttext": "Löwe, Mottl und Josef Schalk sind mit Bruckner in Hietzing zusammen. Schalk schätzt Mottl als »Gelegenheitsschwärmer« ein.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507125, "Datum": "12.7.1885, Sonntag", "Haupttext": "Brief Wolzogens an Bruckner:\r\n   Dankt verspätet für den Brief [vom 20.6.1885]. Nohls Schreiben habe er schon gekannt. Über die Aufführung in Karlsruhe habe man die widersprüchlichsten Meinungen gelesen. In München habe Levi ihm den 1. und 2. Satz der 7. Symphonie am Klavier vorgespielt. Regt eine Aufführung des Adagios z.B. an Wagners Todestag in Berlin an (warum immer nur Saint-Saens und Auber [Rubinstein?]?). Ob bei Gutmann schon der Klavierauszug erschienen sei? (*).\nEintragung im Taschenkalender: Leonhard Wolf, Stadtmusikdirektor in Bonn, wurde zum Universitätsprofessor ernannt:\r\n   »12. Juli Deutsche Zeitung 885. Der akademische u städtische Musikdirector Leonhard Wolf in Bonn ist zum außerordentlichen Professor an [in?] der dortigen Universität ernannt worden.«(**).", "Letzte Änderung": "07.01.2025 11:38"}, {"ID": 188507135, "Datum": "13.7.1885, Montag", "Haupttext": "Lücke in Bruckners [Wiener] Gebetsaufzeichnungen (bis zum 4.9.1885). [Vermutlich ist dies identisch mit dem Beginn seines Ferienaufenthaltes in Steyr] (*). Kalendernotiz Bruckners [in Steyr]: »gespeist. NB« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507145, "Datum": "14.7.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n    Er und Löwe hatten an Franzens Klavierauszug der 7. Symphonie viel zu korrigieren. Gutmann wünsche, daß auch Josefs Name genannt werde. Schuch wolle die 7. Symphonie 1886 in Dresden aufführen. Bruckner sei schon in Steyr. Nikisch, der Josefs Brief nicht beantwortete, habe Franz wohl seine Verstimmung gegen Bruckner erklärt. Er (Josef), Löwe, Mottl (Gelegenheitsschwärmer [wie auch Nikisch]) waren mit Bruckner in Hietzing. Den 1. Satz der 8. Symphonie gut verpackt versenden! (*).\nKalendernotiz Bruckners: »gespeist gefrühst kl. [zuerst: 2] Cafe u Zucker.« (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 158 zitiert auf S. 3 (im ersten Teil des Artikels) aus der lobenden Besprechung der 7. Symphonie [10.3.1885 in München] im Musikalischen Wochenblatt [25.6.1885] - eine zwar nicht buchstabengetreue, aber wortgetreue Übernahme des Textes des Neuen Wiener Tagblatts vom 11.7.1885:\r\n      » §  Ueber Anton Bruckners Adagio in dessen E-dur-Symphonie schreibt das Leipziger \"Musikalische Wochenblatt\", eines der leitenden deutschen Musikorgane, unter anderem: \"Wo ist jemand unter den Lebenden, der etwas Aehnliches geschaffen oder dem wir es zutrauen, daß er es schaffen könnte,und wie weit müssen wir in die Vergangenheit zurückgreifen, um Gleichwertiges aufzufinden! Ehre, wem Ehre gebürt, aber dieses Adagio ist ein Unicum unter den Schöpfungen der Nach=Beethoven'schen Decennien!\" - Und weiter wird gesagt: \"Es ist eine Ehrenpflicht für die großen Concertinstitute in Berlin, Dresden und Frankfurt am Main, hinter Leipzig und München nicht zurückzubleiben. Auch Herrn v. Bülow, dem unerschrockenen Vertheidiger der unverdientermaßen Zurückgesetzten, würde sich in der Bruckner=Propaganda eine dankbare und lohnende Aufgabe bieten. Den Wienern aber möge der Ruhm vorbehalten bleiben, ihrem ausgezeichneten Mitbürger dann zu huldigen, wenn auch Krähwinkel und Pfaffenbeerfurt sich endlich bewogen fühlen werden, ihre Stimmen für Anton Bruckner abzugeben. Oder sollte es wirklich erst einer französischen oder ungarischen Comtesse bedürfen, welche Bruckner zu protegieren geneigt sein möchte?\" Freilich versteht es die künstlerische Bescheidenheit Bruckners nicht, für sich Reclame zu machen, wie andere seiner componirenden Collegen, die mit einer wahren Sturzflut von \"Nummern\" irgend ein Musikfest, sagen wir in Bonn, überschütten, daß der \"berühmte\" Name von allen Ecken und Enden wiederhallt.« [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "12.09.2025 10:20"}, {"ID": 188507155, "Datum": "15.7.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners:\r\n»Frückstück. [sic]\r\nextra 1 schwarzen Cafe \r\n \"  [=extra] 1 weißen Obers«.", "Letzte Änderung": "16.02.2024 23:05"}, {"ID": 188507165, "Datum": "16.7.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Der [Steyrer] Alpen-Bote Nr. 56 zitiert auf S. 4 aus der Linzer Tages-Post vom 14.7.1885, indirekt also aus der Besprechung der 7. Symphonie im Musikalischen Wochenblatt [25.6.1885]:\r\n   »(Ueber Anton Bruckner's Adagio) in dessen E-dur-Symphonie schreibt das Leipziger „Musikalische Wochenblatt”, eines der leitenden deutschen Musikorgane, unter Anderem: [... es folgt der Text der Tagespost mit minimalen orthographischen Abweichungen ...] daß der „berühmte” Name von allen Ecken und Enden widerhallt.”« (*).\nKalendernotiz Bruckners: »do« [detto: vgl. Eintrag vom 15.7.1885] (**).", "Letzte Änderung": "02.09.2024 12:07"}, {"ID": 188507175, "Datum": "17.7.1885, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Mittag Frückst [Frühstück] 1 schwarz«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507195, "Datum": "(19.7.1885, Sonntag)", "Haupttext": "Oddo Loidol wird zum Priester geweiht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507196, "Datum": "nach dem 19.7.1885", "Haupttext": "Oddo Loidol erhält von Carl Aigner geschriebene und von Bruckner signierte Partiturabschriften des »Pange lingua« [WAB 32] (*) und [zur selben Zeit?] des »Ave Maria« [WAB 6] (**) zum Geschenk.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507235, "Datum": "23.7.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung in der Skizze zum Adagio der 8. Symphonie (*). Skizze zu Scherzo (\"23 Juli 885. Steyr. Stadtpfarrhof.\" am Beginn auf fol 1r) und Trio der 8. Symphonie (\"23. Juli 885.\" am Beginn auf fol. 5r) in Steyr [begonnen] (**) \n\nBruckner notiert dabei den Namen »Almeroth« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507265, "Datum": "26.7.1885, Sonntag", "Haupttext": "Skizze zum Scherzo der 8. Symphonie beendet - \"26. Juli. | 1885.\" auf fol. 4r (*). Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [zum Dienst an der Hofkapelle eingeteilt] (**) \n\nund »26. Juli« [in der mutmaßlichen Auflistung der Dienste seines Vertreters (Pius Richter?)] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507275, "Datum": "27.7.1885, Montag", "Haupttext": "Datierung »27. Juli | 4 Uhr | abends« am Beginn der Skizze zum Finale der 8. Symphonie (*).\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n   Hat noch Fragen zu den Korrekturbögen der Partitur der 7. Symphonie (z.B. Orgelpunkt am Schluß des 1. Satzes). In der Druckvorlage (= Bruckners Manuskript) sei nur Pauke notiert. Er würde Franz auf Wunsch die Korrekturbögen zuschicken. Bruckner sei in Steyr (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507295, "Datum": "29.7.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung »Steyr 29. Juli | 1/4 2 Uhr Mittag« in einer Skizze zum Finale der 8. Symphonie (bei der Gesangsperiode) (*).\n \nDie Presse Nr. 206 ergänzt auf S. 11 eine Komponistenliste in Gedichtform:\r\n     \" - Für Musikschüler mit schwachem Gedächtniß veröffentlicht die Tägliche Rundschau folgende Verse:\n          Unsere Componisten und Musiker.\n               Händel, Bendel, Mendelssohn;\n               Brendel, Wendel, Jadassohn;\n               [...]\n               Lichner, Lachner, Schachner, Dietz;\n               Hill, Will, Brüll, Grill, Drill, Rieß, Rietz.\n     Wir fügen für Wiener Conservatoristen mit verkümmertem Gedächtniß folgende Strophen bei:\n               Vieuxtemps, Gounod, Beriot, Spohr;\n               Epstein, Bachrich, Hummer, Door;\n               Boito, Bruckner, Grün, Saint=Saen;\n               Richter, Dustmann, Laufer, Jahn;\n               Pruckner, Koschat, Schantl, Toms;\n               Rosé, Goldmark, Grünfeld, Brohms;\n               Sulzer, Lackenbacher, Dachs;\n               Hellmesberger, Maxintsaks!\" (**).", "Letzte Änderung": "15.10.2024 07:50"}, {"ID": 188507305, "Datum": "30.7.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung »30. Juli | 885. nach | 2. Uhr.« in den Skizzen zum Finale der 8. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507315, "Datum": "31.7.1885, Freitag", "Haupttext": "Datierungen \"31.7. | 885.\" und \"1/2 5 Uhr Abends | 31. Juli 1885.\" in den Skizzen zum Finale der 8. Symphonie (bei der Schlußperiode) (*).\nKalendernotiz Bruckners: »31. [Juli] Seg. [Segen, Dienst an der Hofkapelle]« [in der mutmaßlichen Auflistung der Dienste seines Vertreters (Pius Richter?)] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188507325, "Datum": "ca. Juli/August 1885", "Haupttext": "Bruckner nimmt in Steyr mit Großauer an einem Gartenfest teil, wo er sich in ein Mädchen (Betty K.) verliebt, mit dem er abends tanzt. (Später soll er sogar einen (erfolglosen) Heiratsantrag gemacht haben). Tags darauf spielt er im Pfarrhof für Bekannte das Adagio der 8. Symphonie (*).\nBruckner besucht Stiegelbauer [und vermutlich Mayfelds] in Schwanenstadt. Er macht Bemerkungen zur »gelehrten« Kompositionsweise von Brahms (**).\n\r\nBruckner muß sich dreimal um Aushilfen für die Hofkapelle bemühen (***).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 14:12"}, {"ID": 188508005, "Datum": "August 1885", "Haupttext": "Kalendernotizen Bruckners: »NB Ave Maria [vermutlich WAB 6] vorletzten Tact rep. / Locus Schluß 5. Tact (ebenfalls vorletzter doppelt.) [/] Ludwig Kolblinger Universität philos. Facultät. [/] EW Fritzsch Leipzig Königsstraße 6. [/] Schneider Spediteur Ritterstraße 37 Leipzig. [/] Kaulbach Hermann Gartenstraße 12. München. [/] Prof. Carl Riedel, Leipzig, Thalstraße 2. [/] Baron Ostini München Burgstraße 12/3.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508015, "Datum": "1.8.1885, Samstag", "Haupttext": "Bruckner kommt (auf Einladung Oddo Loidols) abends von Steyr nach Kremsmünster. Abends Empfang durch den Prälaten (*).\r\nBericht zum 2.8.1885:\r\n    »Am Vortage war der Freund des Primizianten, Prof. Bruckner von Wien gekommen ...« (*a).\nOtto Kitzler erkundigt sich in Linz bei Zappe nach Bruckners derzeitigem Ferienaufenthalt (**).\n\"Die Lyra\" Nr. 21 berichtet auf S. 2 über eine Orgel, die von Bruckner (und anderen) am 27.6.1885 geprüft worden war [vgl. den ausführlicheren Artikel vom 2.7.1885]:\r\n     \"Die von den Brüdern Brauner, k. k. priv. Orgelbau=Anstalt zu Mährisch=Neustadt, im Bösendorfer Saale ausgestellte Orgel findet sowohl bei den Musikern als auch bei den Laien [...] viel Interesse. Das Werk gereicht der heimatlichen Orgelbaukunst zur Ehre; viele Fachmänner, wie die Professoren Bruckner, Zellner, Epstein, Schmidt, Labor, Stoiber, Hoforganist Bibel [sic], Professor Böhm, Dr. Hausleitner und andere Kenner fanden das Werk prachtvoll. [... über die technische Ausstattung ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 22:11"}, {"ID": 188508017, "Datum": "Anfang August 1885 in Kremsmünster", "Haupttext": "Bruckner trifft dort Mittermaier und P. Georg, den er bittet, die f-moll-Messe (seit einem Jahr in Kremsmünster) bald abschreiben zu lassen. Er erzählt von Leipzig, München und Karlsruhe und [geplanten Aufführungen der 7. Symphonie in] Berlin, Köln, Dresden und Boston. Das »Christus factus est« [WAB 11] habe Witt in Regensburg sehr gefallen. Dürnberger in Steyr habe ihm zugesichert, bei Bruckners Grab ein Denkmal setzen zu lassen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508025, "Datum": "2.8.1885, Sonntag", "Haupttext": "Primizfeier Oddo Loidols in Kremsmünster. Bruckner spielt beim Hochamt Orgel. Er widmet Loidol sein Graduale »Christus factus est« [WAB 11] (*). \nAuszug aus dem Diarium Clericatus Cremifanensis: \n   »[Bruckner] ... spielte beim Primiz-Amt die Orgel und blieb bis vierten in Kremsmünster; Abends im Winterrefektorium erklärte er auf der ganzen Welt sei es nirgends so schön als in Kremsmünster und schimpfte leidlich über die \"Schundlichkeit\" der Florianer. ...« (**). \n   U. a. sind anwesend Abt Leonhard Achleuthner und als Primizprediger Ignaz Loidol (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508035, "Datum": "3.8.1885, Montag", "Haupttext": "Bei einem Orgelkonzert um 10 Uhr in Kremsmünster spielt Bruckner über Themen der 8. Symphonie (1. Satz und Adagio) und die Doppelfuge aus Mozarts Requiem.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508045, "Datum": "4.8.1885, Dienstag", "Haupttext": "Nachmittags fahren Bruckner und Amand Loidol nach Linz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508046, "Datum": "nach dem 4.8.1885", "Haupttext": "Bruckner fährt zu seinen Verwandten nach Vöcklabruck, wo er auch den Geselligkeitsverein »Paixhanslia« besucht. Dort verbessert er den fehlerhaften Liedsatz des Vereins-Mottos, das Stadtkapellmeister Anton David nach einem Text Franz Stelzhammers komponiert hatte.", "Letzte Änderung": "19.03.2023 19:52"}, {"ID": 188508065, "Datum": "6.8.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Bei einem Konzert der [Steyrer] Männerortsgruppe des Deutschen Schulvereins wird u. a. Das Deutsche Lied [sicher nicht von Bruckner, vermutlich von Kalliwoda] von der Steyrer Liedertafel, dem Kränzchen und dem Arbeitersängerbund Stahlklang (Leitung Josef Gilhofer) aufgeführt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508075, "Datum": "7.8.1885, Freitag", "Haupttext": "Bericht [vermutlich Loidols, vgl. 28.8.1884] im Linzer Volksblatt Nr. 179 über Bruckners Orgelspiel am 2.8.1885 und das Konzert am 3.8.1885. \n\n     »Kremsmünster, 5. August. (Orgel=Concert.) Montag, den 3. l. M., wurde uns ein großer musikalischer Genuß zu Theil. Herr Anton Bruckner, k. k. Hoforganist und Professor am Conservatorium in Wien, der uns schon beim Primizamte am 2. August durch sein Orgelspiel begeisterte, gab nämlich auf der großen Orgel in der Stiftskirche ein Concert. Im I. Satze zeigte sich der Meister so recht als Symphoniker; waren ja auch die Themata hiezu seiner 8. Symphonie entnommen. Der II. Satz war eine streng contrapunktistische Leistung, eine Doppelfuge. Möge sich Bruckner als Organist wie als Componist endlich jener allgemeinen Anerkennung erfreuen, die er in so hohem Grade verdient.« [keine Signatur] (*).\n\n\nBeginn des [zweiten] Beitragsjahres Bruckners beim Allgemeinen Deutschen Musikverein (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508095, "Datum": "9.8.1885, Sonntag", "Haupttext": "Der Kremstal-Bote, 3. Jg., Nr. 32, berichtet von Oddo Loidols Primiz am 2.8.1885: »Zu dieser Feierlichkeit hatten sich hunderte von Andächtigen eingefunden, sodass das Kirchenschiff dieselbe Menge kaum zu fassen vermochte. Der Hochwürdige Abt Leonhard Achleuthner leitete die feierliche Handlung, an welcher neben dem Primiz-Prediger Ignaz Loidol viele Priester vom Stift Kremsmünster teilnahmen. Auch Anton Bruckner war bei der Primizfeier von Oddo Loidol anwesend und überreichte ihm die Motette Christus factus est [WAB 11] als Widmungsgeschenk. Am Abend brachte die hauseigene Bürger-Corps-Capelle ein Ständchen, welches ein sehr gewähltes und vorzüglich zum Vortrage gebrachtes Programm in sich schloss.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508105, "Datum": "10.8.1885, Montag", "Haupttext": "Großangelegter Aufsatz von Paul Marsop über Bruckner \n\nim Berliner Tagblatt (*) \n\nund [(?) anderer Titel desselben Blattes? Synonyme?] im Deutschen Montags-Blatt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508106, "Datum": "nach dem 10.8.1885", "Haupttext": "Marsops Aufsatz wird in der Linzer Tages-Post Nr. 204 [6.9.1885] nachgedruckt (*).\nBruckner bekommt mehrere Exemplare des Berliner Artikels zugeschickt (**).\nNotizzettel Bruckners:\r\nChoralnoten für Redakteur Frei [gemeint wohl: Frey] und 12 Stück Berliner Tagblatt vom 10. August (***).", "Letzte Änderung": "11.03.2023 14:13"}, {"ID": 188508125, "Datum": "12.8.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief des Berliner Verlages Bote &amp; Bock an Bruckner:\r\n     Ob er bereit sei, einige Kompositionen veröffentlichen zu lassen. [Bruckners Deutung (*):] Bietet sich als Verleger Brucknerscher Kompositionen an und bittet, die Partitur der 4. Symphonie nach Berlin zu senden.", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:32"}, {"ID": 188508135, "Datum": "13.8.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 34 meldet auf S. 412, dass in der Zeitschrift \"Urania\" ein Artikel über Bruckner erschienen ist:\n                \"Journalschau.\n[...]\n      Urania No. 7. Der alte Cantor. Von R. Kögel. - Musikal. Charakterbilder der Gegenwart: Ein österreichischer Orgelmeister. Ant. Bruckner. - Von Thüringen bis nach Südafrika. Reisebericht des Orgelbaumeisters A. Strobel in Frankenhausen. - Besprechungen. - Aufführungen, Vermischtes u. Notizen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508155, "Datum": "15.8.1885, Samstag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 65 meldet auf S. 2, daß Bruckner seinen Sommeraufenthalt in Steyr angetreten habe und kündigt [verspätet] Bruckners Orgelspiel in der Stadtpfarrkirche am 15.8.1885 (»morgen Samstag«) und am 18.8.1885 an und berichtet zudem, daß er an einer neuen Symphonie arbeite (*).\nBruckner spielt Orgel beim Hochamt in der Steyrer Stadtpfarrkirche (**).\r\n     Aufgeführt wird die Pontifical-Messe in F op. 51 von Karl Kempter (***).", "Letzte Änderung": "18.04.2023 17:05"}, {"ID": 188508164, "Datum": "vor dem 16.8.1885", "Haupttext": "Brief Franz Schalks an Bruckner [vermutlich veranlaßt durch Josefs Brief vom 27.7.1885].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508165, "Datum": "16.8.1885, Sonntag", "Haupttext": "Skizze zum Finale der 8. Symphonie in Steyr beendet. Schlußanmerkung »Steyr, Stadt-| pfarrhof - | 16. August | 1885. | ABrucknermp. | Halleluja!« (*).\nBrief Bruckners an Franz Schalk (bei Goldschmidt am Grundlsee):\r\n   Dankt für Schalks Schreiben. Die 8. Symphonie sei in der Skizze fertig. Er werde am 5.9.1885 in Wien sein und dann Schalk das Finale zeigen. Aus Berlin habe er einen Artikel des Deutschen Montagsblattes erhalten. Liszt und Brahms würden ihm nachgestellt - Hanslick! Bote und Bock haben sich als Verleger angeboten. Grüße an Josef Schalk und Goldschmidt (**).\nKalendernotiz Bruckners: »16. Aug.« [zum Dienst an der Hofkapelle eingeteilt] [in der mutmaßlichen Auflistung der Dienste seines Vertreters (Pius Richter?)] (***).\r\nZusatz »Br« bei dieser Woche (°).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:32"}, {"ID": 188508185, "Datum": "18.8.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n    Die Partiturbogen der 7. Symphonie habe er mit Löwe durchgesehen und sofort zum 2. Abdruck zurückgegeben. Dieser werde an Levi auf dessen Wunsch geschickt. Franz könne also erst die dritte Korrektur erhalten. Von Nikisch habe er nichts gehört. Marsop habe letzte Woche im Berliner Tageblatt einen langen Artikel über Bruckner, den er über Brahms stelle, veröffentlicht. Franz solle nicht Bruckners Geburtstag (4.9.1885) vergessen (*).\nKalendernotiz Bruckners: »18. [August]« [zum Dienst an der Hofkapelle eingeteilt, Geburtstag von Kaiser Franz Joseph] [in der mutmaßlichen Auflistung der Dienste seines Vertreters (Pius Richter?)] (**).\nDie Linzer Zeitung macht auf die heutige Kirchenmusik in Steyr aufmerksam und berichtet, daß Bruckner während seines Steyrer Aufenthalts an einer neuen Symphonie arbeite:\r\n    » * (Personalnachricht.) Der als Compositeur und Organist weit bekannte Professor des Generalbasses im Conservatorium in Wien, Herr Anton Bruckner, hat seinen Sommeraufenthalt heuer in Steyr genommen und arbeitet an einer neuen Symphonie. Derselbe wird am Dienstag den 18. d., als dem Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers, in der Stadtpfarrkische in Steyr zum Hochamte die Orgel spielen.« (***).\nBruckner spielt Orgel beim Hochamt um 9 Uhr in der Steyrer Stadtpfarrkirche (°).\r\n    Es erklingt Kirchenmusik von Groh (Messe), Weßelak (Graduale), Brosig (Offertorium), Schöpf (Te deum) und Habert (Tantum ergo).\r\nBruckner spielt eine Variation über die Kaiserhymne (°°).\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 187 veröffentlicht auf S. 287-290 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 290 unter \"VII. Fertigkeiten\":\r\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre: Ton=Intervallen=Accordenlehre, Vorbereitungen und Auflösungen der Accorde in Dur; Vorhalte; Uebungen im bezifferten Baß und im vierstimmigen Satze, zwei Stunden wöchentlich, vom Lector Prof. Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (°°°)", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:05"}, {"ID": 188508205, "Datum": "20.8.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 66 erwähnt in ihrem Bericht auf S. 1f über die Feier zum Geburtstag von Kaiser Franz Joseph [18.8.1885] auch Bruckners Orgelspiel in der Stadtpfarrkirche.\n     »Kaisers Geburtstagsfeier in Steyr.\n     Wie in der ganzen Monarchie, so wurde auch in unserer Stadt Steyr das hohe Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef in gewohnter patriotischer Weise festlich begangen. [...] \n     Um 9 Uhr war der Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche [... anwesend: Georg Pointner, zahlreiche Beamte ... Celebrant Joh. Aichinger ... Kirchenmusik von Groh, Wesselak, Brosig, Schöpf und Habert ...] Die Orgel spielte Herr Professor Bruckner mit bekannter Virtuosität, namentlich sein Spiel nach dem letzten Evangelium, und eine Variation über die Kaiserhymne nach Beendigung des Gottesdienstes waren geradezu entzückend [... strömender Regen ... über das abendliche Konzert ...]« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508215, "Datum": "21.8.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet von Bruckners Orgelspiel am 18.8.1885. »* Steyr, 20. August. (Der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers,) schreibt der »Alpenbote«, wurde auch heuer wieder in unserer Stadt aufs würdigste gefeiert. [... dem Hochamt wohnten u.a. der Bürgermeister Pointner, die Gemeindräte und die Behördenvorsteher bei ...] Herr Anton Bruckner, der gefeierte Componist und Professor am Wiener Conservatorium, der seit mehreren Wochen in Steyr weilt, spielte die Orgel. [ ... abends Festkonzert im Casino ...] Nach dem Concerte blieb man noch längere Zeit im geselligen Verkehr beisammen.« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508225, "Datum": "22.8.1885, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »22. [August] Seg. [Segen, Dienst an der Hofkapelle]« [in der mutmaßlichen Auflistung der Dienste seines Vertreters (Pius Richter?)] (*).\nBrief Bruckners an Bote &amp; Bock in Berlin, in Steyr geschrieben:\r\n   Er sei angenehm überrascht über das Angebot, einige Symphonien zu verlegen, werde im September die Partitur der 4. Symphonie übersenden und um Honorarvorschläge bitten (**).", "Letzte Änderung": "28.07.2025 10:35"}, {"ID": 188508255, "Datum": "25.8.1885, Dienstag", "Haupttext": "(Erste) Datierung \"25. | 8. 885. | Abrmp.\" am Ende der Partiturskizze und \"ABrmp. | 25.8. | 885. | 20. Sept.\" am Ende der Partitur des Trios der 8. Symphonie [ursprünglich noch als 3. Satz gezählt (*a), aber auf dem Titelblatt in \"2.\" korrigiert (*b))] (*).\n\n Treffen von Kaiser Franz Joseph I. und Zar Alexander III. in Kremsier (**). \n Vermutlich von diesem Ereignis [und nicht dem Treffen in Skierniewice am 15.-17.9.1884] wurde Bruckner zum Finalebeginn der 8. Symphonie angeregt (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188508275, "Datum": "27.8.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Bruckner fährt von Steyr nach St. Florian [Ankunft dort schon am 27. oder erst 28.8.1885?] (*)\r\nIm Gästebuch des Stiftes ist eingetragen: \"28.8 / Bruckner\", die Anzahl der Gedecke mit \"10\" angegeben und als Abreisetag \"3.9\" (*a).\nDer Steyrer Alpenbote Nr. 68 weist auf S. 3 auf Bruckners Orgelspiel in St. Florian [28.8.1885] hin:\r\n»Oertliches.\r\n   (Bruckner in St. Florian.) Wie wir hören, gedenkt unser berühmter Landsmann Professor Anton Bruckner morgen, Freitag, in St. Florian auf der dortigen Stiftsorgel zu spielen, die bekanntlich zu den berühmtesten Werken dieser Art gehört. Viele der Steyrer Verehrer des anerkannt ersten Meisters auf diesem Instrumente werden sich daher am genannten Tage nach St. Florian begeben, um dessen genialen Inspirationen zu lauschen.« (**).\nTheodor Helm erwähnt in seinem Bericht über die Wiener Konzertsaison im Musikalischen Wochenblatt auf S. 436 die Aufführung des »Te deum« [2.5.1885]:\r\n»Wien.\r\n(Schluss.)\r\n   Die Wiener Concertsaison von 1885 stand in ihrer zweiten Hälfte unter dem Zeichen der beiden Altmeister Händel und Bach. [... die Philharmonischen Konzerte blieben »einem kühn vorwärts stürmenden Genius wie Anton Bruckner« streng verschlossen ... über die letzte Aufführung des Wagner-Vereins,] welche uns mit einer überraschend grossartigen Novität unseres Bruckner, einem erst voriges Jahr componirten \"Te Deum\" bekannt machte, das, wie wir hören, eines der ersten Aufführungsobjecte der Gesellschaftsconcerte von 1885/86 bilden soll. [...] Vielleicht überrascht uns Brahms im kommenden Musikjahr einmal wieder mit etwas recht Grossartigem: es sei seinem nächsten Chorwerk, seiner nächsten Symphonie oder Kammercomposition im voraus ein freudig-dankbares \"Willkommen!\" zugerufen. Dr. Theodor Helm.« (***).\nDie Steyrer Zeitung Nr. 68 teilt auf S. 3 mit:\r\n       »Professor Bruckner. Der berühmte Compositeur und Organist Professor Bruckner verläßt heute nach anderthalbmonatlichem Aufenthalte unsere Stadt, nachdem er hier seine 8. Symphonie, wenigstens in einer Skizze, vollendet hat. Morgen, Freitag, als dem Feste des hl. Augustin, wird derselbe auf der großen Orgel in St. Florian spielen, und am Vorabende des Festes Maria Geburt zum Orgelspiel in der Hofburgkapelle in Wien eintreffen [also am 7.9.1885, tatsächlich aber am 4.9.1885].« (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 05:59"}, {"ID": 188508285, "Datum": "28.8.1885, Freitag (Hl. Augustinus)", "Haupttext": "Brief (Correspondenz-Karte) Ledermüllers an Loidol:\r\n   Bittet ihn um sein Klavierstück (mit Notenzitat [vermutlich Loidols Phantasie in fis-Moll]) und berichtet [dieser Teil des Textes am 24.8.1885 geschrieben], daß Bruckner »bis jetzt nie in St. Florian gewesen« ist. Heute am Montag [24.8.] begännen die Exerzitien. [Postscriptum nach der Datierung, wohl Bruckners Originalton zitierend:] läßt dem »Froda« [= Frater (recte: Pater)] ausrichten, daß er nicht zum Schreiben gekommen sei, weil er »beständig auf Reisen war« (*).\nBruckner spielt Orgel beim Hochamt (**), bei dem unter Deubler das »Os justi« und Liszts »Missa choralis« aufgeführt werden (***).\r\n   Außerdem erklingen Werke von Kammerlander (Offertorium »Justus ut palma florebit«), R. Aiblinger (»Veni sancte spiritus«), Abbé Vogler (»Veni sancte spiritus«) und Traumihler (Motette »Regnum mundi«). Bruckner spielt eine Orgelphantasie über das Siegfried-Motiv (°).\nZum Orgelkonzert nachmittags kommen auch Steyrer Freunde - Meta Moritsch und Gisela Schneider mit Lorbeerkranz. Improvisation über die »Götterdämmerung«, die 7. und 8. Symphonie etc. (°°).\r\nOrganist Stadelmayer ist begeistert. Nachfeier bei Neudorfer mit Almeroth und Aigner (°°°).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 23:43"}, {"ID": 188508305, "Datum": "30.8.1885, Sonntag", "Haupttext": "Artikel, signiert »C. A.« (= Carl Almeroth), im Alpen-Boten (Steyr) Nr. 69 auf S. 3:\r\n»Bruckner's Orgel=Concert in St. Florian.\r\nSteyr, 29. August.\r\n    Meister Bruckner verschaffte gestern seinen Freunden und Verehrern einen großartigen Kunstgenuß. Nach 1 1/2 monatlichem Aufenthalte in unserer Stadt - welchen Meister Bruckner größtentheils seiner Muse widmete, er componirte nämlich das Scherzo, Trio und Finale seiner VIII. Symphonie, welche eines seiner bedeutendsten Tonwerke zu werden verspricht - fuhr derselbe vorgestern nach St. Florian, um dortselbst den Rest seiner Ferein zu verbringen, und gab beim Scheiden einem seiner Freunde das Versprechen, Freitag Nachmittags die große Orgel in der Stiftskirche zu spielen. - Bekanntlich ist die \"Florianer\" die größte Orgel des Continentes, ein mächtiges Chrismannisches Werk (1874 von M. Mauracher umgebaut) mit 4 Manualen und 84 Registern. Man denke sich nun als Bezwinger dieses Monstre=Instrumentes unseren, als Componisten wohl erst leider seit kurzem gefeierten und verstandenen, als ersten Organisten aber schon längst anerkannten, berühmten Symphoniker Bruckner und es war vorauszusehen, daß die Kunde des Orgelconcertes Schaaren von kunstbegeisterten Pilgern zur Wahlfahrt [sic] nach St. Florian veranlaßte.\r\n    St. Florian wurde an diesem Tage zu Klein=Bayreuth, und auf allen möglichen Vehikeln, zu Wagen, auf dem Reitrad, per Bahn und auf Schusters Rappen pilgerten die Verehrer Bruckner's ins Stift, um den hehren Weisen, welche Meister Bruckner dem großartigen Instrumente entlocken sollte, zu lauschen. Gegen halb 4 Uhr füllte sich die Stiftskirche und bald ward bei der Orgel das freundliche Gesicht unseres lieben Bruckner sichtbar. Am Chor hing ein riesiger Lorbeerkranz mit einer in unseren Stadtfarben erglänzenden Schleife geziert, auf welchem [sic] in goldenen Lettern die große Wahrheit \"Dem Meister deutscher Tonkunst\" als Widmung stand. Dieser Kranz, eine Spende zweier kunstbegeisterter Steyrer Damen, die es übernommen hatten, aus eigenem Antrieb hiemit zugleich die Verehrung und Bewunderung unser Aller durch Ueberreichung dieses Kranzes auszudrücken, veranlaßt uns diesen Damen: Frau Meta Moritsch und Fräulein Gisela Schneider im Namen aller Verehrer Bruckners den wärmsten Dank auszusprechen.\r\n    Um halb 4 Uhr begann das Concert und Bruckner gab eine seiner weltberühmten Improvisationen zum Besten. Anfangs leise, immer mehr anschwellend, bis zu ungeahnter Kraft steigernd, erklang die hehre Todtenklage um Siegfried aus der Götterdämmerung und erschütterte die Zuhörer. In genialer Weise folgte die contrapunctistische Verarbeitung; doch bald fügte sich ein neuer Trauergesang, ebenso hehr und erhaben an die Siegfried's Klage an, es war Bruckner's Trauermusik aus dem Adagio seiner VII. Symphonie, welche Bruckner im tiefsten Schmerze über Meister Wagner's Tod niederschrieb.\r\n    Diese vereinten gleich erhabenen Trauergesänge Wagner's und Bruckner's, waren sie nicht der Ausdruck des schmerzlichsten Vorwurfes: Ja, war es denn möglich, daß die eigene Nation sich dem Geiste Wagner's so lange wiedersetzte [sic]? und muß denn unser Bruckner, der geistig mit Wagner am bedeutendsten Verwandte, im verschärften Maße erdulden, was Wagner litt! Wagner fand ja in dem erlauchten Könige Ludwig eine Stütze, um seine Werke zur Geltung bringen zu können, und den Deutschen zu zeigen, was sie im Begriffe waren zu verschmähen.\r\n    Und unser berühmter Landsmann? Wann wird er die helfende Stütze finden, um endlich frei athmen zu können, frei von den Sorgen und Lasten des Schulunterrichtes? Wann wird er nur seiner Kunst leben können?!\r\n    Es ist wirklich eine ergreifend traurige Wahrheit, wenn man bedenkt, daß Meister Bruckner, der heute sechzig Jahre zählt, nur seine wenigen freien Stunden der Composition widmen kann, daß der Hofcapellendienst, das Conservatorium und die leider nöthigen Privatstunden ihm nur die spärlichste Zeit zum Schaffen seiner Meisterwerke gestatten. Was könnte Bruckner schaffen, wenn ihm das Schicksal endlich Freiheit gönnen würde. Zum Componiren des ersten und zweiten Satzes seiner VIII. Symphonie benöthigte er ein volles Jahr! und in seinen Ferien, die keine sechzige [sic] Tage währten, gelang es ihm, die ganze Symphonie mit einem der großartigsten Finale, das je geschrieben wurde, zu vollenden!\r\n    Gibt es einen deutlicheren Beweis, was der Kunst durch Bruckner's Arbeitsüberbürdung verloren geht?! O fände er doch den Erlöser, fände doch seine Klage nach Freiheit berufenen Ortes Zutritt und Gehör! Ist denn unser Oesterreich so arm, daß es für seinen bedeutendsten Tondichter nichts zu vergeben hat?\r\n    Diese Gedanken durchkreuzten mein Gehirn, als ich versunken in der unendlichen Trauer der Gesänge, des niedergehaltenen Schaffensdranges des Meisters gedachte. Da klärte sich der Himmel und mit gottvoller Weihe ertönte ein im Händel'schen Style gehaltenes Intermezzo, welches Bruckner den Trauerweisen, verwoben mit einem Thema der in Steyr vollendeten Achten, zu jubelndem Gesange folgen ließ.\r\n    Nochmals kehrte das Wälsungen= und Sigfrid's Motiv aus der Trilogie zurück, die Trauer aber war verschwunden und im großartigen Gesange aus allen Registern ertönend rauschten mächtige Accorde und eilten jubelnd und jauchzend dem Ende zu.\r\n    O wäre dies das Bild der Zukunft unseres Bruckner's, der heute bereits in Deutschland von berufendster Seite anerkannt wird. Warum zögert man bei uns, in unsrem lieben Wien in gewissen Kreisen, ihm die gebührende Anerkennung zu zollen? Sollte man fürchten, daß sein Glanz das Schimmern bisheriger Größen verdunkeln würde?\r\n    Das Ende der Improvisation entriß mich meinen Träumen und ich sah auf Bruckner, der vielleicht eine seiner großartigsten Phantasien gespielt haben mag. Gleich einem Imperator saß er bei seiner Orgel, bewußt, Großes geleistet zu haben. Wie niedrig mag ihm in diesem Momente die neidische und kleinliche Kritik gewesen sein, die von gewisser Seite ihm gegenüber in Wien geübt wurde.\r\n    Tief erschüttert und zugleich gewaltig erhoben hatte uns alle Bruckner's Kunstleistung und schwer läßt sich der Dank für das Gebotene in Worte kleiden. Möge unser aller Wunsch, daß unser verehrter Meister so gestellt werde, daß er die ihm vom Schöpfer noch gegönnte Zeit voll und ganz seiner Kunst weihen kann, ehestens in Erfüllung gehen, und möge dieser Wunsch durch unser Vaterland zur Thatsache werde, zum endlichen Umsturz des Satzes \"Nemo profeta in patria!\" C. A.« (*).\nVom selben Konzert berichtet auch die Linzer Zeitung Nr. 198 auf S. 895 [»gestern« - die Kolumne vermutlich datiert 29.8.1885?]:\r\n»* (Kirchenmusik.) Von allen maßgebenden Factoren sorgsam gepflegt, entwickelt der Musikchor an der Stiftskirche in St. Florian bereits seit Jahren eine ganz bedeutende Leistungsfähigkeit [... über Liszts Messe ...] Als Graduale wurde ein \"Os justi\" von Anton Bruckner in ebenso tadelloser Weise aufgeführt. Wenn wir noch erwähnen, daß Meister Bruckner selbst die Orgel spielte, und überdies nachmittags ein zahlreiches Auditorium durch eine freie Phantasie über das gewaltige Siegfriedmotiv auf der prächtigen großen Orgel erfreute, so wird man uns wohl glauben, daß ein kleiner musikalischer Ausflug nach St. Florian zuweilen recht lohnend ist.« [keine Signatur] (**).\nBeim Hochamt in St. Florian führt Karl Aigner eine Mozart-Messe, ein Graduale Angelis tuis von Johannes Diebold und ein Offertorium Benedicite von Bernhard Kothe auf (Bernhard Deubler war offensichtlich nicht mehr [wegen Urlaub?] in St. Florian) (***).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:02"}, {"ID": 188509006, "Datum": "September 1885 [ab 5.9.1885?]", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [vor dem 8.12.1885]\r\n»Baß Posaun. F-Messe. Virga Jesse Tenor dis.« (*).\r\n»Locus iste et Ave Maria [WAB 6] Singstimmen neue Takte.« (**).\nDanach weitere Kalendernotiz Bruckners:\r\n»An H Rättig: Os justi, Christus factus est, Ave Maria, Locus iste, Virga Jesse, Afferentur, Tota pulchra, Ecce Sacerdos.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509015, "Datum": "1.9.1885, Dienstag", "Haupttext": "Bericht Almeroths »Bruckners Orgel=Concert in St. Florian« in der Linzer Tages-Post Nr. 199 auf S. 1 über das Konzert vom 28.8.1885:\r\n      »Bruckners Orgel=Concert in St. Florian.\r\n                Steyr, 29. August.\r\n    Meister Bruckner verschaffte gestern seinen Freunden und Verehrern einen großartigen Kunstgenuß. Nach anderthalbmonatlichem Aufenthalte in unserer Stadt - welchen Meister Bruckner größtentheils seiner Muse widmete, er componierte nämlich das Scherzo, Trio und Finale seiner achten Symphonie, welche eines seiner bedeutendsten Tonwerke zu werden verspricht - fuhr derselbe vorgestern nach St. Florian, um dortselbst den Rest seiner Ferein zu verbringen, und gab beim Scheiden einem seiner Freunde das Versprechen, Freitag Nachmittags die große Orgel in der Stiftskirche zu spielen. - Bekanntlich ist die \"Florianer\" die größte Orgel des Continents, ein mächtiges Chrismannisches Werk (1874 von M. Mauracher umgebaut) mit 4 Manualen und 84 Registern. Man denke sich nun als Bezwinger dieses Monstre=Instrumentes unseren, als Componisten wohl erst leider seit kurzem gefeierten und verstandenen, als ersten Organisten aber schon längst anerkannten, berühmten Symphoniker Bruckner und es war vorauszusehen, daß die Kunde des Orgelconcertes Scharen von kunstbegeisterten Pilgern zur Wallfahrt nach St. Florian veranlaßte.\r\n    St. Florian wurde an diesem Tage zu Klein=Bayreuth, und auf allen möglichen Vehikeln, zu Wagen, auf dem Reitrad, per Bahn und auf Schusters Rappen pilgerten die Verehrer Bruckner's ins Stift, um den hehren Weisen, welche Meister Bruckner dem großartigen Instrumente entlocken sollte, zu lauschen. Gegen halb 4 Uhr füllte sich die Stiftskirche und bald ward bei der Orgel das freundliche Gesicht unseres lieben Bruckner sichtbar. Am Chor hing ein riesiger Lorbeerkranz mit einer in unseren Stadtfarben erglänzenden Schleife geziert, auf welchem in goldenen Lettern die große Wahrheit \"Dem Meister deutscher Tonkunst\" als Widmung stand. Dieser Kranz, eine Spende zweier kunstbegeisterter Steyrer Damen, die es übernommen hatten, aus eigenem Antrieb hiemit zugleich die Verehrung und Bewunderung unserer aller durch Ueberreichung dieses Kranzes auszudrücken, veranlaßt uns diesen Damen: Frau Metta Moritsch und Fräulein Gisela Schneider im Namen aller Verehrer Bruckners den wärmsten Dank auszusprechen.\r\n    Um halb 4 Uhr begann das Concert und Bruckner gab eine seiner weltberühmten Improvisationen zum besten. Anfangs leise, immer mehr anschwellend, bis zu ungeahnter Kraft steigernd, erklang die hehre Todtenklage Siegfrieds aus der Götterdämmerung und erschütterte die Zuhörer. In genialer Weise folgte die contrapunktistische Verarbeitung; doch bald fügte sich ein neuer Trauergesang, ebenso hehr und erhaben an die Siegfriedsklage an, es war Bruckner's Trauermusik aus dem Adagio seiner siebenten Symphonie, welche Bruckner im tiefsten Schmerze über Meister Wagner's Tod niederschrieb.\r\n    Diese vereinten, gleich erhabenen Trauergesänge Wagner's und Bruckner's, waren sie nicht der Ausdruck des schmerzlichsten Vorwurfes: Ja, war es denn möglich, daß die eigene Nation sich dem Geiste Wagner's so lange widersetzte! Und muß denn unser Bruckner, der geistig mit Wagner am bedeutendsten Verwandte, im verschärften Maße erdulden, was Wagner litt! Wagner fand ja in dem erlauchten König Ludwig eine Stütze, um seine Werke zur Geltung bringen zu können und den Deutschen zu zeigen, was sie im Begriffe waren, zu verschmähen. Und unser berühmter Landsmann? Wann wird er die helfende Stütze finden, um endlich frei athmen zu können, frei von den Sorgen und Lasten des Schulunterrichtes? Wann wird er nur seiner Kunst leben können?!\r\n     Es ist wirklich eine ergreifend traurige Wahrheit, wenn man bedenkt, daß Meister Bruckner, der heute 60 Jahre zählt, nur seine wenigen freien Stunden der Composition widmen kann, daß der Hofcapellendienst, das Conservatorium und die leider nöthigen Privatstunden ihm nur die spärlichste Zeit zum Schaffen seiner Meisterwerke gestatten. Was könnte Bruckner schaffen, wenn ihm das Schicksal endlich Freiheit gönnen würde. Zum Componiren des ersten und zweiten Satzes seiner achten Symphonie benöthigte er ein volles Jahr! Und in seinen Ferien, die keine 60 Tage währten, gelang es ihm, die ganze Symphonie mit einem der großartigsten Finale, das je geschrieben wurde, zu vollenden!\n     [...]\n     Tief erschüttert und zugleich gewaltig erhoben hatte uns Alle Bruckner's Kunstleistung und schwer läßt sich der Dank für das Gebotene in Worte kleiden. Möge unser Aller Wunsch, daß unser verehrter Meister so gestellt werde, daß er die ihm vom Schöpfer noch gegönnte Zeit voll und ganz seiner Kunst weihen kann, ehestens in Erfüllung gehen, und möge dieser Wunsch durch unser Vaterland zur Thatsache werden und zum endlichen Umsturz des Satzes \"Nemo propheta in patria.\"\n                     Karl Almeroth.« (*).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 4906 übernimmt auf S. 3 Almeroths Bericht (ebenfalls um die fünf vorletzten Absätze gekürzt) über Bruckners Orgelimprovisation in St. Florian [28.8.1885]:\r\n   »Bruckner's Orgel-Concert in St. Florian.\r\nSteyr, 29. August.\r\n   Meister Bruckner verschaffte gestern seinen Freunden und Verehrern einen großartigen Kunstgenuß. Nach anderthalbmonatlichem Aufenthalte in unserer Stadt - welchen Meister Bruckner größtentheils seiner Muse widmete: er componirte nämlich das Scherzo, Trio und Finale seiner achten Symphonie, welche eines seiner bedeutendsten Tonwerke zu werden verspricht - fuhr derselbe vorgestern nach St. Florian, um dortselbst den Rest seiner Ferein zu verbringen, und gab beim Scheiden einem seiner Freunde das Versprechen, Freitag Nachmittags die große Orgel in der Stiftskirche zu spielen. - Bekanntlich ist die \"Florianer\" die größte Orgel des Continents, ein mächtiges Chrismannisches Werk (1874 von M. Mauracher umgebaut) mit vier Manualen und vierundachtzig Registern. Man denke sich nun als Bezwinger dieses Monstre=Instrumentes unseren, als Componisten wohl erst leider seit Kurzem gefeierten und verstandenen, als ersten Organisten aber schon längst anerkannten, berühmten Symphoniker Bruckner und es war vorauszusehen, daß die Kunde von dem Orgel=Concerte Schaaren von kunstbegeisterten Pilgern zur Wallfahrt nach St. Florian veranlaßte.\r\n   St. Florian wurde an diesem Tage zu Klein=Bayreuth und auf allen möglichen Vehikeln, zu Wagen, auf dem Reitrad, per Bahn und auf Schusters Rappen pilgerten die Verehrer Bruckner's ins Stift, um den hehren Weisen, welche Meister Bruckner dem großartigen Instrumente entlocken sollte, zu lauschen. Gegen halb 4 Uhr füllte sich die Stiftskirche und bald ward bei der Orgel das freundliche Gesicht unseres lieben Bruckner sichtbar. Am Chor hing ein riesiger Lorbeerkranz, mit einer in unseren Stadtfarben erglänzenden Schleife geziert, auf welcher in goldenen Lettern die große Wahrheit: \"Dem Meister deutscher Tonkunst\" als Widmung stand. Dieser Kranz, eine Spende zweier kunstbegeisterter Steyrer Damen, die es übernommen hatten, aus eigenem Antrieb hiemit zugleich die Verehrung und Bewunderung unserer Aller durch Ueberreichung dieses Kranzes auszudrücken, veranlaßt uns, diesen Damen: Frau Metta Moritsch und Fräulein Gisela Schneider, im Namen aller Verehrer Bruckner's den wärmsten Dank auszusprechen.\r\n   Um halb 4 Uhr begann das Concert und Bruckner gab eine seiner weltberühmten Improvisationen zum Besten. Anfangs leise, immer mehr anschwellend, bis zu ungeahnter Kraft steigernd, erklang die hehre Todtenklage um Siegfried aus der »Götterdämmerung« und erschütterte die Zuhörer. In genialer Weise folgte die contrapunktistische Verarbeitung; doch bald fügte sich ein neuer Trauergesang eben so hehr und erhaben an die Siegfriedsklage an, es war Bruckner's Trauermusik aus dem Adagio seiner siebenten Symphonie, welche Bruckner im tiefsten Schmerze über Meister Wagner's Tod niederschrieb.\r\n   Diese vereinten, gleich erhabenen Trauergesänge Wagner's und Bruckner's, waren sie nicht der Ausdruck des schmerzlichsten Vorwurfes: Ja, war es denn möglich, daß die eigene Nation sich dem Geiste Wagner's so lange widersetzte! Und muß denn unser Bruckner, der geistig mit Wagner am bedeutendsten Verwandte, im verschärften Maße erdulden, was Wagner litt! Wagner fand ja in dem erlauchten König Ludwig eine Stütze, um seine Werke zur Geltung bringen zu können und den Deutschen zu zeigen, was sie im Begriffe waren, zu verschmähen.\r\n   Und unser berühmter Landsmann? Wann wird er die helfende Stütze finden, um endlich frei athmen zu können, frei von den Sorgen und Lasten des Schulunterrichtes? Wann wird er nur seiner Kunst leben können?!\r\n   Es ist wirklich eine ergreifend traurige Wahrheit, wenn man bedenkt, daß Meister Bruckner, der heute 60 Jahre zählt, nur seine wenigen freien Stunden der Composition widmen kann, daß der Hofcapellendienst, das Conservatorium und die leider nöthigen Privatstunden ihm nur die spärlichste Zeit zum Schaffen seiner Meisterwerke gestatten. Was könnte Bruckner schaffen, wenn ihm das Schicksal endlich Freiheit gönnen würde. Zum Componiren des ersten und zweiten Satzes seiner achten Symphonie benöthigte er ein volles Jahr! Und in seinen Ferien, die keine 60 Tage währten, gelang es ihm, die ganze Symphonie mit einem der großartigsten Finale, das je geschrieben wurde, zu vollenden!\r\n   ...... [Lücke von 5 Absätzen des Artikels vom 30.8.1885 ...] Tief erschüttert und zugleich gewaltig erhoben hatte uns Alle Bruckner's Kunstleistung und schwer läßt sich der Dank für das Gebotene in Worte kleiden. Möge unser Aller Wunsch, daß unser verehrter Meister so gestellt werde, daß er die ihm vom Schöpfer noch gegönnte Zeit voll und ganz seiner Kunst weihen kann, ehestens in Erfüllung gehen, und möge dieser Wunsch durch unser Vaterland zur Thatsache werden und zum endlichen Umsturz des Satzes \"Nemo profeta in patria.\"!\r\nKarl Almeroth.« (**).\nKarl Aigner leitet in St. Florian die Aufführung eines Requiems von Moritz Brosig beim Begräbnis von Frau Fritschner. Bernhard Deubler ist vermutlich (seit spätetens 30.8.1885) auf Urlaub (***).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 13:03"}, {"ID": 188509035, "Datum": "3.9.1885, Donnerstag", "Haupttext": "In St. Florian Komposition der Motette »Virga Jesse floruit« [WAB 52] beendet (*). Titelblatt »O. A. M. D. Gl. [/] Graduale. [/] Virga Jesse floruit. [/] Vocalchor [/] Anton Brucknermp.«, erste Notenseite »Graduale. [/] Allabreve, feierlich langsam.«, auf dem Titelblatt und am Ende signiert, am Ende datiert \"St. Florian, 3. September 1885. | Anton Brucknermp.\" (**).\r\nDer Linzer Chordirektor Burgstaller hatte um ein Werk für die Hundertjahr-Feier der Diözese Linz gebeten (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 07:49"}, {"ID": 188509045, "Datum": "4.9.1885, Freitag", "Haupttext": "Bruckner fährt von St. Florian nach Wien zurück (*)\r\nIm Gästebuch des Stiftes ist als Abreisetag \"3.9\" angegeben (*a).\nBrief Loidols an Bruckner:\r\n     [Vermutlich] Gratulation zum Geburtstag (**).\n\"Het vaderland\" Nr. 208 ('s-Gravenhage) schreibt auf S. 2:\r\n\"       Kunst- en Letternieuws.\r\n[...]\r\n    Gouvy heeft Schuberts vierhandige variaties voor klavier (op. 35) voor orkest bewerkt. – Van Anton Bruckner verschijnt een »Te Deum” voor koor, soli, orkest en orgel.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509055, "Datum": "5.9.1885, Samstag", "Haupttext": "In Wien nimmt Bruckner seine Gebetsaufzeichnungen wieder auf (lückenlos bis zum 3.10.1885).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509065, "Datum": "6.9.1885, Sonntag", "Haupttext": "Dienst in der Hofkapelle (*).\r\nKalendernotiz Bruckners: »6. 7. 8. Sept. [Dienst an der Hofkapelle]« [in der Auflistung der Dienste] (*a).\r\nZusatz »Br« bei dieser Woche, Beginn einer zusammenfassenden Schweifklammer bei 5.9.1885 [Segen, am Samstag] (*b).\nArtikel Paul Marsops (über Bruckners Musik) in der Linzer Tages-Post Nr. 204 auf S. 3- 5: \r\n           »Anton Bruckner.\r\n                Von Dr. Paul Marsop.\r\n    Ein wie erhebendes Gefühl ist es doch, in unserer Zeit zu leben! [... Text wortgetreu (nicht aber typographisch bei »principes« und Tonarten) bei 1101/218ff, mit folgenden Abweichungen: ... \"Carrière\" ... am Conservatorium der Geselllschaft ... Als - Orgelspieler ... noch so unberühmt ... bei den Dirigenten ... Behagen, das sich ... Erschien selbst manches ... kräftige und markige ... rückhaltlos ... Kraft, mit stets ... ] wieder verschwinden zu lassen.\r\n    Freilich [... kompletter Text bei 37/360f, mit folgenden Abweichungen: ... Ueber das Angesicht ... leuchtete ...] - Das war der Abglanz der Größe Beethovens auf dem Antlitze Anton Bruckners.« (**).\nBrief [Correspondenz-Karte] Ledermüllers an Loidol:\r\n    Bruckner sei am Freitag, den 4. September, nach Wien abgereist, nachdem er schon dreimal Aushilfen [für die Hofkapelle] gehabt habe. In dieser Woche sei er zum Dienst eingeteilt. Am 28.8.1885 habe er über Siegfrieds Tod improvisiert. Die Liszt-Messe sei eigentümlich, habe aber alle begeistert (***).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:45"}, {"ID": 188509075, "Datum": "7.9.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n    Wartete vergebens in Steyr und St. Florian auf Levi (laut Schalk schon in München). Bekam Marsops Artikel im Berliner Tageblatt und nach zwei Tagen Bote und Bocks Angebot (wollen die 4. Symphonie haben). Levi könnte bei Interesse Bruckners Autograph haben. Wo die Partitur der 7. Symphonie sei, die er Levi für Karlsruhe gab? Das Original werde beim Druck schrecklich zugerichtet. Richter sprach gestern vom »Te deum«. Die 7. Symphonie bekomme er nicht - wegen Hanslick! Die 8. Symphonie sei fertig skizziert (*).\nBrief Bruckners an ein unbekanntes Mädchen:\r\n    Dankt für den lieben Empfang in ihrer Familie und das Bild. Schickt ihr (Frl. Anna) sein Bild (**).\nKalendernotiz Bruckners: »6. 7. 8. Sept. [Dienst an der Hofkapelle]« [in der Auflistung der Dienste] (***).", "Letzte Änderung": "28.06.2025 17:02"}, {"ID": 188509085, "Datum": "8.9.1885, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »6. 7. 8. Sept. [Dienst an der Hofkapelle (Fest Mariae Geburt)]« [in der Auflistung der Dienste] (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 205 berichtet auf S. 4 von der Kirchenmusik in St. Florian am 28.8.1885:\r\n        »Kirchenmusikalischer Festgenuß.\r\n    [... über Liszts Missa choralis unter Deubler und die anderen Werke ...] Als Graduale hörten wir ein \"Os justi meditabitur\", Vokalcomposition vierstimmig von Bruckner, in welcher er es wieder bekundet, daß er groß ist in jeder Art musikalischen Schaffens. [...] Nachmittags schloß der Orgelkönig Bruckner in großartigen Phantasieen über das Siegfried=Motiv v. [sic] u. Motive seiner Zukunfts=Sonate [sic! 8. Symphonie gemeint?] den Festtag so reich an edlen Genüssen in der denkbar würdigsten Weise. Es dürfte selbst das ehrwürdige Stift St. Florian in den Annalen seiner Kirchenmusik wenige Tage von dem Gewichte des 28. Augustes d. J. verzeichnet haben; der Schreiber dieser Zeilen hat noch keinen derartigen erlebt. Tausendfachen Dank dafür!« [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2025 20:00"}, {"ID": 188509125, "Datum": "12.9.1885, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »12. Sept. [Dienst an der Hofkapelle (Segen)]« [in der Auflistung der Dienste].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509135, "Datum": "13.9.1885, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »R« [Pius Richter] bei dieser Woche gestrichen und dafür eine ab 5.9. geltende Schweifklammer bis 14.9.1885 gezogen [zwei Wochen Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509155, "Datum": "(15.9.1885, Dienstag)", "Haupttext": "Brief von Johann Baptist Burgstaller an Bernhard Deubler:\r\n     Dankt für die Zusicherung Deublers, mit seinem Chor das Hochamt am 30.9.1885 mitzugestalten (Messe von Giovanni Croce). Erwähnt Pater Weidinger, lädt Josef Gruber ein, berichtet von der Wiener Versammlung des österreichischen Cäcilien-Vereins, Bemerkung über Revisor Reiter.", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:15"}, {"ID": 188509175, "Datum": "17.9.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 212 teilt auf S. 2 in einem mit »B.« [Burgstaller?] signierten Artikel mit, daß anläßlich des Diözesanjubiläums [4.10.1885] die e-Moll-Messe aufgeführt werden wird:\r\n»     - Das Diözesan-Jubiläum und Kirchenmusik im Maria Empfängniß=Dome. Der wohllöbliche Musikverein der Landeshauptstadt Linz hat sich gütigst herbeigelassen, die berühmte E-moll-Messe unseres hochverehrten Landsmannes, Professor Anton Bruckner, k. k. Hoforganist in Wien, einzustudieren. Wenn die Proben (welche heute im Nordiko 8 Uhr abends beginnen), gut besucht werden, so haben wir die erfreuliche Hoffnung, obgenanntes Bruckner's großes Tongemälde am 4. Oktober (wenn Platz genug ist), im neuen Dome bei dem feierlichen Pontifikalamte des päpstlichen Nuntius vorgeführt zu sehen und zu hören. [...]\r\n     Wohl wird allseitig bedauert, daß die neue in Arbeit befindliche große Orgel des Maria Empfängniß=Domes zur Jubelfeier nicht konnte fertig gemacht werden, - deßhalb wird die kleine Votivkapellen=Orgel mit nur 7 Registern die große Auszeichnung genießen, mit ihren zwar schwachen, aber zarten Tönen dem Jubiläums=Gottesdienst zu dienen.      B.« (*).\nAufnahmeprüfungen am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "28.05.2026 20:01"}, {"ID": 188509195, "Datum": "19.9.1885, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Tappert in Berlin: \n   Bitte um Rücksendung von Partitur und Stimmen der alten 4. Symphonie. Die neue Fassung habe Richter vor Jahren aufgeführt [20.2.1881]. Berichtet vom Berliner Tagblatt vom 10.8. [Marsop] und den Erfolgen der 7. Symphonie in Leipzig, München und Karlsruhe. Gutmann sei der Verleger, auch des Quintetts. Die Wagner gewidmete 3. Symphonie und ”Te deum” seien bei Rättig erschienen. Er sei gesund, komme aber vor Schulmeistern kaum zum Komponieren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509205, "Datum": "20.9.1885, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Göllerich:\r\n     Nach dem Erscheinen [von Marsops Artikel] im Berliner Tagblatt vom 10.8.1885 habe sich Bote und Bock als Verleger angeboten. Die Biographie könne warten. Göllerich solle sich deswegen keine Auslagen machen. Zudem beginne am 22.9.1885 das Konservatorium [siehe auch \"Herbst 1885\"] (*).\n(Zweite) Datierung \"ABrmp. | 25.8. | 885. | 20. Sept.\" am Ende der Partitur des Trios der 8. Symphonie (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 215 schreibt auf S. 2 in einem mit »B.« [= Burgstaller?] signierten Artikel:\r\n   »Linz, 19. September 1885.\r\n   - Das Diözesan=Jubiläum und die Kirchenmusik im Mariä Empfängniß=Dome. [...] Der geniale Bruckner hat ebenfalls auf Ersuchen ein 4-6stimmiges Graduale: „Virga Jesse floruit in hon. B. M. V.” zum Jubiläum noch komponirt. Leider wird es kaum möglich sein, dieses schöne Opus beim Jubiläum aufzuführen, da diese Komposition sehr schwierig und die Zeit zum Probiren durch dessen Messe und „Ecce sacerdos” und „Ave Maria” [WAB 6] vollends absorbirt wird! [...] B.« (***).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:34"}, {"ID": 188509225, "Datum": "22.9.1885, Dienstag", "Haupttext": "[Offiziell: am 21.9.1885 (*)]. [Für Bruckner:] Beginn des Unterrichts am Konservatorium (**)", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509233, "Datum": "Herbst 1885", "Haupttext": "[ca. 21. - 26.9.1885 oder ca. 28.9 - 3.10.1885]\nBruckner gibt seinem Biographen Göllerich wenigstens Auskunft zu seiner Jugendzeit (*).\n \nElisabeth Kietz, die Tochter des Dresdner Bildhauers Gustav Kietz [vgl. 13./14.9.1873], kommt über Bruckners neuen Schüler Dr. Hermann Behn (aus Hamburg) mit Bruckner in Verbindung (**).\n \n[Wann genau? Sommer?] Bruckner hat Kontakte mit Marg. Bott aus Linz und mit Käthe Ernst aus München, die ihm ihre Photographie sendet (***).", "Letzte Änderung": "15.09.2025 15:47"}, {"ID": 188509235, "Datum": "23.9.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Karl Aigner (St. Florian) an Bernhard Deubler [offensichtlich derzeit nicht in St. Florian]:\r\n     Berichtet über die Kirchenmusikaufführungen seit 30.8.1885 (Mozart, Johannes Diebold, Bernhard Kothe, Moritz Brosig, Eugen Theodor Drobisch, Traumihler, Karl Friedrich Weinberger, Karl Ferdinand Kirms, Carl Greith, Thaddäus König, Robert Führer, Michael Haydn, Utto Kornmüller).\r\n     Über die Musiker (Engelbert Lanz war da, Huber, Johann Paul Haybäck und Michael Bogner auf Urlaub). Für den Sonntag [vermutlich 27.9.1885 gemeint] folgende Besetzung vorgesehen:\r\nSopran: Frl. Arnleitner und [Frl.?] Fiala, [die Sopranisten?] Edlinger, Pöschl, Machmiluck und Königslehner;\r\nAlt: Khittl,  Schneider, Eder, Rauch und Neulinger;\r\nTenor: Löscher, Haybäck, Zawodsky, Wiesner, Burgstaller, evtl. Silber und zweimal Lehner;\r\nBass: Bogner, Neubauer, Arnleitner, Lanz, Brauneis, Eder, Gruber und Aigner. Auf Herrn Preßl könne man verzichten.\r\n     Änderung: Ein Hochamt werde es nur am Sonntag geben, ohne Musiker von Linz. Falls Deubler eine Instrumentalmesse wünsche, könne die Messe von Wenzel Emanuel Horak mit hiesigen Musikern gemacht werden.\r\n     Wünscht noch \"recht gute u. schöne Ausheiterung\".\r\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:43"}, {"ID": 188509245, "Datum": "24.9.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Im Musikalischen Wochenblatt erscheint auf S. 496 ein Inserat des Verlages A. J. Gutmann zur 7. Symphonie:\n»Im Verlage von Albert J. Gutmann in Wien erscheint Ende September l. J. | [691.] | Anton Bruckner. | Siebente Symphonie (E dur). | Partitur 30 Mark.  Orchesterstimmen 30 Mark. | Clavierauszug zu 4 Händen 12 Mark.«\n[die Angabe »[691.]« ist die Nummer des Inserats] (*).\n\n\n\"Het vaderland\" Nr. 225 ('s-Gravenhage) kündigt auf S. 2 die Aufführung der 3. Symphonie an 15.10.1885 an:\n\"       Kunst- en Letternieuws.\n[...]\n     Op het jaarlijksche concert van »Apollo” te Amsterdam, onder leiding van Daniël de Lange (15 Oct.), zal de aan Wagner opgedragen symphonie van Bruckner worden uitgevoerd.\" (**).\n\n\nEtwas ausführlicher schreiben die Amsterdamer \"Het Nieuws van den Dag\" Nr. 4787 auf S. 6:\n\"                   Stadsnieuws.\n\n     Op Donderdag 15 October a.s. zal het jaarconcert van de Maatschappij »Apollo« in den Stadsschouwburg worden gegeven, onder leiding van den Heer Daniël de Lange. Welwillende medewerking is toegezegd door onzen stadgenoot, den Heer Joh. Messchaert, terwijl de Orkestvereeniging en de uilvoerende leden der Mij. het orkest zullen vormen. Op het programma komt o. a. een symphonie van A. Brückner voor, welke aan Riehard Wagner werd opgedragen en hier ter stede nimmer ten gehoore is gebracht.\n     Is het noodig hieraan nog een woord van aanbeveling toe te voegen? Waar men er zeker van kan zijn een artistieke uitvoering bij te wonen en tevens het bewustzijn heeft, weduwen en weezen van toonkunstenaars, of wel deze wanneer hooge leeftijd hen hulpbehoevend heeft gemaakt, te steunen, daar zullen de inteekenlijsten, die weldra worden aangeboden, zeker te klein zijn om de namen te bevatten.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509255, "Datum": "25.9.1885, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Loidol:\r\n   Sendet das »Christus factus est« [WAB 11] zum Andenken an den 2.8.1885. Direktor P. Georg [Huemer] möge baldmöglichst die f-moll-Messe abschreiben lassen. Zwei Tage nach Marsops Artikel im Berliner Tagblatt vom 10.8.1885 hätten sich Bote und Bock als Verleger angeboten. Dankt für das Gratulationsschreiben vom 4.9.1885. Er sei überlastet und gratuliere Loidol im voraus zu allen zukünftigen Anlässen. Er wolle zur Aufführung der e-moll-Messe am 4.10.1885 in Linz sein.\nDer Widmungstext lautet: »Sr Hochwürden dem Wohlgeborenen Herrn P. Oddo Loidol Benediktiner des löbl. Stiftes Kremsmünster. ABruckner mp.« (*).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:34"}, {"ID": 188509265, "Datum": "26.9.1885, Samstag", "Haupttext": "[??] Aufführung der e-moll-Messe unter Adalbert Schreyer in Linz (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 220 meldet auf S. 2, daß anläßlich des Diözesanjubiläums am 30.9.1885 das »Tantum ergo« in B [WAB 41/1] aufgeführt werde:\r\n           »Programm\r\nder musikalischen Vesper am 26. September und der musikalischen Litaneien, des \"Tantum ergo\" und des Schluß=\"Te Deum\" bei dem Diözesan=Jubiläum im Mariä Empfängniß=Dome in Linz. [...]\r\n     30. September: Litaniae lauret. in F für gemischten Chor und Orgel von J. E. Habert. Tantum ergo für gemischten Chor in B von Bruckner. [...]« [für den 4.10.1885 ist für die Vesper oder die Litanei kein Werk Bruckners aufgeführt] (**).\n(Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Linzer Diözesanjubiläum werden Werke von Witt, Molitor und Burgstaller aufgeführt (***)).", "Letzte Änderung": "10.06.2026 15:53"}, {"ID": 188509275, "Datum": "27.9.1885, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 221 gibt das Programm der Kirchenmusik anläßlich des Diözesanjubiläums bekannt: am 29.9.1885 »Locus iste« als Graduale und am 4.10.1885 »Virga jesse« als Graduale und das »Ave Maria« [WAB 6] als Offertorium:\r\n           »Programm\r\nder musikalischen Messen und Einlagen, welche während des Diözesan=Jubiläums bei den Pontifikalämtern im Maria Empfängnißdome zur Aufführung in Aussicht genommen sind. [...]\r\n     29. Oktober [sic!]: Missa coronata in D für gemischten Chor und Orgel von Gottfried Preyer. Graduale: \"Iste locus,\" 4stimmig von A. Bruckner. Offertorium: \"Stetit Angelus,\" 4stimmig, Motett von Karl Waldek. Introitus et Communio nach dem römischen Gradualbuche. [...]\r\n     4. Oktober: Missa voraussichtlich wie am 27. September [= Missa in hon. S. Josephi Cal. für gemischten Chor und Orgel von J. E. Habert]. Graduale: \"Virgo Jesse floruit\" für gemischten Chor von A. Bruckner. Offertorium: \"Ave Maria\" für 8stimmigen Chor von A. Bruckner. Introitus et Communio: \"Ecce sacerdos magnus\" für gemischten Chor und Orgel von Ig. Traumihler C. S. Aug.« (**).\n(Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Linzer Diözesanjubiläum werden Werke von Joh. Ev. Habert, Walther, Ett und Führer aufgeführt (***)).", "Letzte Änderung": "10.06.2026 15:54"}, {"ID": 188509285, "Datum": "28.9.1885, Montag", "Haupttext": "[Nicht genau datierbare] Kalendereintragung Bruckners: »28. Montag 1/2 9 Uhr Morgens Vockner. H. Eckstein 1/2 10 Uhr.«. [Andere denkbare Datierung 28.12.1885] (*).\n(Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Linzer Diözesanjubiläum werden Werke von Palestrina, Witt und Reiter aufgeführt (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509295, "Datum": "29.9.1885, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung des »Locus iste«, einer Messe in d-Moll von G. Preyer und eines Offertoriums »Stetit Angelus« von Waldeck anläßlich des Diözesanjubiläums in Linz (*).\r\nNachmittags erklingen Werke von Obersteiner und Michael Haydn (*a).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 222 kündigt auf S. 3 die Aufführung der e-Moll-Messe, von »Ecce sacerdos« und »Ave Maria« [WAB 6] für den 4.10.1885 im Alten Dom zu Linz an. Das »Virga jesse« sei für den Neuen Dom [wann?] vorgesehen:\r\n      »Stimmen aus dem Publikum.\r\n           Eingesendet.\r\n    Die Proben der Bruckner'schen Messe und dessen \"Ecce sacerdos\" und \"Ave Maria\" werden vom Herrn Musikdirektor mit allem Eifer gehalten und die Hingabe der Mitwirkenden des löbl. Musikvereines der Stadt Linz läßt erwarten, daß obige Werke eine sehr gute Aufführung erleben werden. Dieselbe findet aber nicht, wie intendirt wurde, im neuen Dome, sondern im alten Dome statt, und zwar am 4. Oktober um 10 Uhr bei dem feierlichen Kaiseramte. Vorher um 3/4 10 Uhr wird bei dem Einzuge des Hochwst. Bischofes Ernest Maria das \"Ecce sacerdos\" effektuirt, da es der geniale Bruckner eigens für das Diözesanjubiläum neu komponirt hat.\r\n    Um sich denen gegenüber zu rechtfertigen, welche die Aufführung obiger Tonwerke im neuen Dom lieber gesehen hätten, weil Bruckner sie für den Mariä Empfängniß=Dom komponirt hat, bemerkt der Gefertigte, daß er seinerseits alle Schritte gemacht und Alles aufgeboten hatte, um die Aufführung derselben im neuen Dome zu erreichen. Aber zur Vermeidung von Collisionen mit dem verehrl. Chore des alten Domes und damit diese Werke sicher aufgeführt werden können, wurde nachgegeben und von der ersten Idee abgegangen und so wird der alte Dom die Bruckner'sche Messe erschallen hören! Uebrigens wird im neuen Dome, wie das Programm zeigt, Bruckners neu komponirte [sic!] \"Virga Jesse\" zur Aufführung kommen, welches im alten Dome nicht zur Produktion kommt! - Wir wünschen: daß die Chöre des alten und neuen Domes in herzlicher Harmonie nebeneinander erbauend und erfolgreich zur Ehre des Dreieinigen Gottes und der Himmelskönigin Maria wirken.\r\n      Linz, den 26. September 1885.\r\n            Johann B. Burgstaller,\r\n               Chordirigent im neuen Dome.« (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7574 kündigt auf S. 6 die Aufführung des \"Te Deum\" am 10.1.1886 und das Erscheinen des Erstdrucks an:\r\n     \" - In das Programm des am 10. Januar 1886 stattfindenden Concertes der Gesellschaft der Musikfreunde wurde auch das Tedeum für Chor, Soli, Orchester und Orgel von Anton Bruckner aufgenommen. Dieses Werk wird demnächst in Partitur sowie im Clavierauszuge im Musikverlage von Th. Rättig hier erscheinen.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188509305, "Datum": "30.9.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung des »Tantum ergo« in B-Dur [WAB 41/1] anläßlich des Linzer Diözesanjubiläums (*).\r\nAußerdem erklingen Werke von Croce, Aiblinger, Bischoff und Joh. Ev. Habert (*a)\nFür die Messe von Giovanni Croce hatte Burgstaller die Mitwirkung des St. Florianer Chores unter Bernhard Deubler erbeten (*b).\nDie Besetzung dürfte mit der vom 27.9.1885 übereingestimmt haben (*c).\n\r\nDie Linzer Zeitung kündigt an, daß am 10.1.1886 das »Te deum« aufgeführt wird:\r\n   »* (Musikalisches.) In das Programm des am 10. Januar 1886 stattfindenden Concertes der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien wurde auch das Tedeum für Chor, Soli, Orchester und Orgel von Anton Bruckner aufgenommen. Dieses Werk wird demnächst in Partitur, sowie in Clavierauszug im Musikverlage von Th. Rättig erscheinen.« (**).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:16"}, {"ID": 188509307, "Datum": "Schuljahr 1885/86", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 21.9.1885, vgl. auch 22.9.1885].\r\nIm Kapitel »B. Unterrichts-Leitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »4. Lehrkörper. [/] I. Ordentliche Lehrer: [/] [...] [erst bei Drucklegung des Jahresberichts, nach Juli 1886, zutreffend:] Herr Anton Bruckner, Ritter des Franz Josef=Ordens, k. k. Hoforganist, Professor. (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel.)« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium gehören Victor Abeles (»16 J. - Cpt. I., Clv. III. Chg.«), Hermann Abheiter (»18 Jahre - Clv. A. II., Cpt. II.«), (**a) Gottfried Brzibohaty (»16 J.- Fag. A. I., Hml., Clv. III.«), [?] Grünecke Heinrich, (»aus Orowitza, 18 J. - Hrf. A. II., Cpt. I.«), [Max Herold (»15 J. - Cpt.«) hörte Kontrapunkt bei Krenn], Carl Hruby (»16 J. - Vl. A. II., Clv. III., Cpt. II, Clv. III., (Rept.), G. d. M.«), (**a) Josef Klein (»15 J. - Vl. A. I., Hml., Clv. III.«), (**a) Josef Meyer (»18 J. - Org. A. I., Comp. I.«), (**a) Johann Ostariasch (»20 J. - Fag. A. I., Hml., Clv. III.«), (**a) Carl Paur (»aus Moor, 24 J. - Org. A. I., Cpt. I., Clv. III.«), (**a) Adolf Steininger (»aus Altmannsdorf, 17 J. - Clv. A. I., Cpt. I., [zweite Zeile mit eigener Nummer:] Org. A. I.«), (**a) Carl Weber (22 J. - Org. A. II., Cpt. II., Clv. III.«), (**a) Rudolf Wilfert (»19 J. - Org. A. II. [zweite Zeile mit eigener Nummer:] Clv. A. III.«) und (**a) Thimothée Xanthopoulos (»aus Smyrna, 20 J. - Org. A. II., [separater Eintrag in zweiter Zeile:] Clv. A. III., G.d. M.«) (**).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres [vielleicht auch in Brucknerschen Kursen] spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Hedwig Abel (»aus Budapest, 15 J. - Clv. A. II., Hml.«), Josef Chimani (»12 J. - Vl. V. I.«), August Duesberg (»aus Gelsenkirchen, 18 J. - Vl.V. III., A. M., Clv. I.«), Rudolf Fitzner (»17 J. - Vl. A. I (Rept.), Hml., Clv. III.«), Carl Führich (»aus Jamnitz, 20 J. - Comp. A. III.«), Ludwig Grande (»aus Teltsch, 20 J. - Clv. A. III., G. d. M.«), Carl Lasner (»20 J. - Vc. A. I., A. M., Clv. II.«), Georg Valker (»19 J. - Comp. A. II., Chg.«) [und vielleicht Alexander Zemlinszky [Zemlinsky] (»14 J. - Clv. V. II., A. M.«) (***).\nVon den 6 Orgelschülern gehörten alle zur Ausbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern drei halb und einer ganz vom Schulgeld befreit waren. 8 Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Kontrapunkt als Hauptfach, 4 Harmonielehre. Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 120 und Kontrapunkt von 16 Schülern besucht (°). - Auszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. [In den Vorbildungsschulen kein Eintrag] [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 6, mehr 2. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, Ueberstunden: 4, zusammen: 12, sonach im Jahre ... 120 [...] C. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 22. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunct, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 27. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:55"}, {"ID": 188510005, "Datum": "Oktober 1885", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners:\r\n»H. Vockner Okt. 1. Lect.« (*),\r\n»Ignaz - Levi - Ebmer, Steinhuber, Czerny, Ploberger. [Briefe?] \nDr Behn 50 xr schuldig [vgl. 21.10.1885, durchgestrichen als Zeichen der Erledigung].\r\nH Horn: Montag 10. bis 11 Uhr Mittwoch 9. [bis] 10 Uhr. (Freitag 1/4 auf 10 Uhr.) \r\nH Eckstein Freitag um 11 Uhr. [nachträglich und wieder gestrichen:] 27. [recte: »2.7.«?] Montag« (*a).\r\nNotizen in einem anderen Kalender: »Dr Karl Muck Sporgasse 24. Graz. [/] E Schweitzer, Altona Schulterblatt 149. [/] Sittard Josef. Hamburg, Rutschbahn 4. [/] Leipziger Musik- u Kunstzeitung. Redaction hohe Strasse 5. [/] E W Fritsch, Leipzig. Königsstraße 6.« (*b). \r\n[Auf die Wiederaufnahme des Unterrichts im Oktober 1885 beziehen sich die Notizen »H Vockner Okt. 1. Lect.« im Januar 1886 (**) und »Vockner Ende Okt. angef.« (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 25.5.1886) (***) und »Direkt [Eckstein?] Okt.« im Kalender 1886 (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 6.6.1886) (°).", "Letzte Änderung": "01.12.2024 08:56"}, {"ID": 188510015, "Datum": "1.10.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 224 berichtet auf S. 2, daß am Jahrestag der Votivkapelleneinweihung [29.9.1885] das »Locus iste« aufgeführt wurde:\r\n»Musikalische Aufführungen im Mariä Empfängniß-Dome.\r\n[...]\r\n     Am 29. September war der Jahrestag der Einweihung der Votiv=Kapelle.\n     Damals, vor 16 Jahren, wurde die große Messe von Bruckner aufgeführt, welche wir am nächsten Sonntag im alten Dome hören werden. Von all' den damals Mitwirkenden wird wohl Frau Marie Kerschbaum die einzige sein, die damals als Solistin [sic] mitsang, und die auch heute, als am 16. Erinnerungstage, auf dem Chore des neuen Marien=Domes mitwirkte.\n     Bei dem Pontifikal=Amte wurden uns Kompositionen von drei Oesterreichern vorgeführt; nämlich eine Messe in D-moll von Gottf. Preyer, Domkapellmeister bei St. Stephan in Wien, ein Graduale: \"Iste locus\" von A. Bruckner, Hoforganist und Professor am Konservatorium in Wien und ein Offertorium: \"Stetit Angelus\" con C. Waldeck, Domorganist in Linz. Unstreitig müssen wir den Vorrang dem genialen Meister Bruckner lassen; denn seine Komposition ist von wunderbarer Zartheit und Schönheit. Diese sehr heiklige Komposition wurde vom Chore mit vollendeter Sicherheit und feiner Nuancirung vorgetragen. [... über Waldeck und Preyer ...]« [keine Signatur] (*).\n \nDie Musikalische Rundschau Nr. 2 kündigt auf S. 27 die Aufführung des »Te deum« am 10.1.1886 an (**).\n \nDie Wiener Signale Nr. 19 bringen auf S. 158 ein Inserat des Verlages Albert J. Gutmann, in dem das Erscheinen von Partitur und vierhändigem Klavierauszug der 7. Symphonie angezeigt wird:\r\n»Verlag von ALBERT J. GUTMANN in WIEN\r\nkaiserl. königl. Hof-Musikalienhandlung.\r\nAnfangs October erscheint:\r\nANTON BRUCKNER\r\nSymphonie E-dur\r\n(In Leipzig, München und Karlsruhe mit ausserordentlichem Erfolge aufgeführt; für nächste Concert-Saison von 18 Orchester-Gesellschaften zur Aufführung angenommen.)\r\nPartitur fl. 18.-, Orchesterstimmen fl. 18.-.\r\nVierhändiger Clavierauszug von Franz und Josef Schatt [sic!] fl. 7.20.« (***).\n \n(Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Linzer Diözesanjubiläum werden Werke von Haller, Palestrina, Moll, Joh. Ev. Habert und Adolf Festl aufgeführt (°)).", "Letzte Änderung": "28.05.2026 20:03"}, {"ID": 188510035, "Datum": "3.10.1885, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Fr Kathi für Okt am 3. gezalt.« (*).\n(Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Linzer Diözesanjubiläum werden Werke von Mitterer, Preyer, Jordan Habert, Joh. Ev. Habert und Ortwein aufgeführt (**)).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 20:02"}, {"ID": 188510045, "Datum": "4.10.1885, Sonntag", "Haupttext": "100jähriges Linzer Diözesanjubiläum. Aufführung der e-moll-Messe [und von Werken Karl Waldecks: Graduale und Te deum (***)] im Alten Dom durch den Linzer Musikverein, den »Frohsinn« und den Sängerbund unter Adalbert Schreyer. Bruckner spielt dabei Orgel (*).\r\n   Mit diesem Hochamt - um 10 Uhr (*a) - wurde auch der Namenstag von Kaiser Franz Joseph gefeiert (*b).\r\n   Das »Ecce sacerdos« wird nicht (*c) aufgeführt. Neben dem »Ave Maria« [WAB 6] werden Traumihlers »Ecce sacerdos« und Witts »Te deum« gesungen (**).\r\n   Beim - schon um 9 Uhr von Nuntius Vanutelli zelebrierten (**a) - Pontifikalamt im Neuen Dom erklingen Joh. Ev. Haberts Calasanza Messe, das »Virga jesse« als Graduale und das »Ave Maria« als Offertorium (***).\r\n   [Um 9 Uhr?] Bruckner präludiert und spielt die Liedbegleitung auf einer kleinen Orgel (***a). [Möglicherweise betrifft dieses Orgelspiel erst den nachmittäglichen Gottesdienst nach der Prozession, bei dem der Missionsprediger P. Klinkowström predigte und von dem der Sängerknabe H. B. berichtet (***b)]. Bei den Aufführungen ist auch Karl Zappe beteiligt (°).\nBruckner unterbricht für drei Tage seine Gebetsaufzeichnungen (°°).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung (Jahrgang 1885/86) Nr. 3 berichtet auf S. 53 von der Karlsruher Aufführung des Adagios der 7. Symphonie [30.5.1885]: \r\n   »Das weitaus fesselndste Stück des fünften Concertes aber war Anton Bruckner's Adagio in Cis-moll aus der nunmehr schon vielfach aufgeführten E-dur-Symphonie. Es erregte Bewunderung. Zwei grosse Themen, Erfindungen von langem musikalischen Athem und allervornehmstem Charakter mit dem Stempel der Natur, welche süddeutschem Boden entwachsen, durchaus ihre eigene Sprache spricht, werden in einer Weise verarbeitet und so gigantisch gesteigert, daß den Zuhörer die Spannung trotz der Länge dieses Tonwerkes keinen Augenblick verlässt. Der Dirigent hatte an die Ausführung des Stückes sichtlich eine große Sorgfalt gewendet, und so konnte der Eindruck nicht ausbleiben, daß unter den neuaufgeführten Erscheinungen Bruckner zweifellos die bedeutendste und zukunftsreichste ist.« (°°°).", "Letzte Änderung": "10.06.2026 15:56"}, {"ID": 188510046, "Datum": "nach dem 4.10.1885 [?]", "Haupttext": "Bericht der Zeitschrift für katholische Kirchenmusik, 14. Jahrgang, Nr. 9/10, auf S. 80f über die Feier zum Linzer Diözesanjubiläums [4.10.1885] mit Erwähnung der Uraufführung der e-Moll-Messe am 29.9.1869 und eines Tantum ergo in B [WAB 41/1 oder WAB 44?] am 30.9.1885:\r\n»Die musikalischen Aufführungen\r\nbei der\r\nfeierlichen Einweihung des Mariä Empfängnis-Domes in Linz\r\nund bei dem\r\nhundertjährigen Diöcesan-Jubiläum.\r\n    [...] Am 29. September 1869 konnte die Votivcapelle (die mittlere der sieben Chorcapellen) eingeweiht werden. Bei der Feier wurde eine Messe von Bruckner in E-moll zur Aufführung gebracht. Die Zeitschrift hat dazumal ausführlich über die Messe berichtet. Am 26. September dieses Jahres konnte der ganze Chor des Domes eingeweiht werden. Mit dieser Feier wurde die des hundertjährigen Bestehens der Diöcese Linz verbunden, welche durch 8 Tage gefeiert wurde. Der Cäcilien-Verein üernahm [sic!] die musikalischen Productionen bei den Pontificalämtern und den musikalischen Abendlitaneien.²) [Fußnote ...] \r\n   Es folgen hier die Programme mit einigen Bemerkungen. [...] Am 30. September: Litanei in F für gemischten Chor und Orgel von Habert, op. 23. Tantum ergo in B für gemischten Chor von Bruckner. [...]\r\n   [/] Bei den Pontificalämtern wurden aufgeführt: [...] Am 29. September: Preismesse von Preyer; Introitus und Communio Choral; Graduale Iste locus von Bruckner und Offertorium \"Stetit Angelus\" von Waldeck. [...] Am 4. October: Calasanza-Messe von Habert; Graduale Virgo Jesse floruit und Ave Maria für 8stimmigen Chor [sic! WAB 6] von Bruckner. Introitus und Communio \"Ecce sacerdos\" für gemischten Chor und Orgel von Traumihler.\r\n   Für diesen Tag war Bruckner's Messe in E-moll, welche am 29. September 1869 aufgeführt wurde, ursprünglich angesetzt worden. Oertlicher Verhältnisse wegen wurde sie nicht im neuen, sondern im alten Dom an demselben Tage aufgeführt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510055, "Datum": "5.10.1885, Montag", "Haupttext": "Artikel \"Bruckner's Messe in E, componiert zur Feier der Grundsteinlegung des neuen Domes in Linz\", signiert \"R.\", mit Bruckners Datierung \"5. Okt. 1885\".", "Letzte Änderung": "19.01.2025 16:53"}, {"ID": 188510065, "Datum": "6.10.1885, Dienstag", "Haupttext": "Bericht des Linzer Volksblattes Nr. 228 auf S. 3 über Bruckners Orgelspiel am 4.10.1885:\r\n»Musikalische Aufführungen im Mariä Empfängniß-Dome.\r\n    Wir haben noch zu berichten über die musikalischen Aufführungen am 3. und 4. Oktober. [...]\r\n     Am 4. Oktober war der Sängerchor noch durch den Freinbergerchor verstärkt. Bei dem feierlichen Hochamte kam nochmals die Calasanza=Messe von Johann Habert zur Aufführung; sie wurde eben so schön und gut gesungen wie das erste Mal.\r\n    Zum Graduale wurde gesungen Virga Jesse von Anton Bruckner. Der Meister hat diese Komposition speziell für das Diözesan=Jubiläum geschrieben; dieselbe ist ungemein schwer, aber auch ungemein schön. Daß der Chor diese Komposition bewältigte und recht brav gesungen hat, ist für ihn ein schönes Zeugniß. Das Offertorium Ave Maria [WAB 6] von Bruckner ist recht lieblich und schön und wurde recht zart vorgetragen.\r\n[...] [neue Überschrift:]\nAnton Bruckner's große Messe im alten Dome.\r\n    Bei dem feierlichen Hochamte, das der Hochwürdigste Herr Bischof Ernest Maria am Namensfeste Sr. Majestät des Kaisers im alten Dome zelebrirte, gelangte die große Messe in E-moll von Anton Bruckner zur Aufführung. Diese Messe wurde von Bruckner für die Einweihung der Votivkapelle komponirt und dem hochseligen Bischofe Franz Josef Rudigier gewidmet; sie wurde am 29. September 1869 bei der Einweihung der Votivkapelle zum ersten Male aufgeführt. Es erschien damals in den Habert'schen Blättern eine eingehende Beurtheilung über die Messe und über die Aufführung derselben. Gestern am 4. Oktober 1885 wurde nun die Messe nach einem Zeitraume von 16 Jahren zum 2. Male aufgeführt. Wir können hier nicht auf Einzelnheiten eingehen, wir können nur sagen, daß Bruckner's Messe wurderbar [sic!] schön ist. Bruckner zeigt sich da als den genialen Meister im Kontrapunkte und in der Polyphonie, als einen Meister, der es versteht die Singstimmen und die begleitenden Instrumente so zu behandeln, daß stets ein großartiger Effekt erzielt werden muß.\r\n     Sollten wir von den vielen Schönheiten dieser Messe etwas besonders hervorheben, so wollen wir nur hinweisen auf das Kyrie, auf das reizend schöne Et incarnatus und auf das unvergleichliche Agnus Dei.\r\n    Die Messe wurde von dem Musikvereine unter der Leitung des Herrn A. Schreyer in vorzüglicher Weise zur Aufführung gebracht. Wir sind dem Dirigenten Herrn Schreyer großen Dank schuldig dafür, daß er keine Mühe und Anstrengung scheute, um uns den Genuß dieses herrlichen Tonwerkes zu verschaffen.\r\n    Das Graduale und das schöne Te Deum von unserem trefflichen Domorganisten Herrn Waldeck verdienen ebenfalls lobend erwähnt zu werden. Meister Bruckner selbst spielte die Orgel und entzückte in seinen herrlichen Präludien alle Anwesenden.« [keine Signatur] (*).\nDie Linzer Zeitung Nr. 228 berichtet auf S. 1036 über das Hochamt im Alten Dom [4.10.1885] mit e-Moll-Messe, [Bruckners?] »Ave Maria« [WAB 6] und [Bruckners?] »Tantum ergo« [WAB 41/1] (**a) und gibt auf S. 1037 einen Überblick über die Kirchenmusik anläßlich des Diözesanjubiläums, signiert »K.« (**b).\r\n(**a) »* (Feier des Allerhöchsten Namensfestes.) Anläßlich des Namensfestes Sr. Majestät des Kaisers [... über den Vorabend ...] Sonntag um 10 Uhr vormittags fand in der alten Domkirche ein vom hochwürdigsten Herrn Bischofe unter großer Assistenz celebrirtes, solennes Hochamt mit Tedeum statt. Zur Aufführung gelangte hiebei unter der Leitung des Directors des Musikvereins Herrn Schreyer die Bruckner'sche Festmesse mit Ave Maria und Tantum ergo. Dem feierlichen Gottesdienste wohnten bei: [... namentlich genannt: Statthalter v. Weber-Ebenhof, Abt Achleuthner, Bürgermeister J. E. Wimhölzel [siehe die Anmerkung], R. v. Klier, Hofrath Christ, Oberpostdirector Klimesch ...]« [keine Signatur] (**a).\r\n(**b) [der nachfolgende, separate Artikel berichtet von der »Jubiläumsfeier des Bisthums Linz«]\r\n»Die Kirchenmusik in den beiden Domkirchen während des Bisthumsjubiläums.\r\n    Die festliche Begehung des hundertjährigen Bestehens des Bisthums Linz [... im Neuen Dom Werke von Habert (unter Leitung Burgstallers), Prager, Mitterer, Palestrina, dalla Croce (unter Leitung Deublers), Haller, Witt und Stehle, im Alten Dom unter Leitung Zappes Werke von Horack ...] Was wir aber selbst und zwar mit innigster Freude hörten, das war die am 4. October durch den Musikverein unter Herrn Director Schreyers Leitung in ganz vorzüglicher Weise aufgeführte Bruckner'sche Festmesse [... teilweise umgearbeitet ... nur in Superlativen zu würdigen ...] Anton Bruckner, welcher der Aufführung selbst beiwohnte, dürfte sowohl von der Aufführung wie von der Wirkung seines Werkes im hohen Grade befriedigt sein. [... Anregung zur Aufführung der Messe ging von Burgstaller aus ... Abschluß des Festes im Neuen Dom mit dem Kirchenlied »Großer Gott wir loben dich« ...] Anton Bruckner saß hiebei an der kleinen Orgel, diesem Kasten des Aergernisses, den der Opfersinn der hiesigen Bevölkerung bald verschwinden machen möge und begleitete den einfachen Volksgesang; fürwahr auch ein würdiger Gottesdienst dieses frommen Mannes. K.« (**b).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 11:36"}, {"ID": 188510075, "Datum": "(7./8.10.1885, Mittwoch/Donnerstag)", "Haupttext": "Novitätenprobe der Wiener Philharmoniker mit Werken von Heuberger, Grädener, Hugo Reinhold, Richard Strauss und Tschaikowsky.", "Letzte Änderung": "03.06.2024 14:51"}, {"ID": 188510085, "Datum": "8.10.1885, Donnerstag", "Haupttext": "In ihrem Bericht vom Linzer Diözesanjubiläum erwähnt die Steyrer Zeitung Nr. 80 auf S. 2 auch die Aufführung der e-Moll-Messe im Alten Dom und Bruckners Orgelspiel.\n     »Schluß des Diözesan=Jubiläums in Linz.\n[...]\n     Der vom herrlichsten Wetter begünstigte Sonntag, der 4. Oktober, brachte der Stadt eine Feier, [...] ein glänzendes Doppelfest: den Schluß des 100jährigen Jubiläums der Diözese und das Namensfest Sr. Majestät unseres allgeliebten Kaisers. [...] Schwer war die Wahl, in welchen Dom man zum Hochamte gehen sollte. Um 9 Uhr celebrirte im neuen Dom als Vertreter Sr. Heiligkeit der päpstliche Nuntius Erzbischof Seraphin Vanutelli das Pontifikalamt. Im alten Dome celebrirte um 10 Uhr unser hochwürdigster Herr Diözesanbischof das Kaiseramt mit Tedeum. Während desselben wurde die unvergleichlich schöne große Messe des berühmten Componisten Bruckner, der selbst die Orgel spielte, aufgeführt, und wohnten dem Hochamte die höchsten Civil= und Militärbehörden von Linz mit ihren glänzenden Uniformen bei, an der Spitze der Statthalter Baron Weber von Ebenhof. Beide Dome waren gedrängt voll von andächtiger Menge. [... über die nachmittägliche Prozession vom Alten zum Neuen Dom und die Predigt von P. Klinkowström in der überfüllten Kirche ...]« [keine Signatur] (*).\n \nIm Linzer Volksblatt Nr. 230 bedankt sich auf S. 3 Burgstaller bei den Mitwirkenden der Kirchenmusik anlässlich des Diözesanjubiläums:\n             \"Oeffentlicher Dank.\n     Mit Einverständniß des hochverehrtesten Jubiläums Komité hat der Gefertigte den wohllöblichen Musikverein der Landeshauptstadt Linz mit der Bitte angegangen, am Schlusse des Diözesan=Jubiläums Bruckner's große E-moll-Messe und dessen \"Ecce sacerdos\" und Ave Messe [sic] für 8 Stimmen [Ave Maria, WAB 6], aufführen zu wollen. Dieser Bitte wurde mit größter Gefälligkeit und Herablassung willfahrt. Der hochverdiente Musikdirektor Herr Adalbert Schreyer übernahm sofort Bruckner's riesenhaft schwere Messe gütigst zum Einstudieren. Die außerordentlich großen Mühen, die damit verbunden waren, sind in schönster Weise gekrönt worden durch die sehr gelungene Aufführung am 4. Oktober in der alten Domkirche bei dem sog. Kaiseramte, das zugleich das Schlußamt des Jubiläums war.\n[...]\n     Vorzüglichen Dank spricht Gefertigter dem Wohlgeb. Herrn Musikdirektor Ad. Schreyer aus, der mit bewunderungswürdiger Ausdauer die Bruckner'sche Messe in so kurzem Zeitraume den treuen Pl. Tit. Chormitgliedern des Musikvereines von Linz eingeprägt hat. - Es erübrigt uns noch speziell des Herrn Schuldirektor Weilnbök, des Herrn Domorganisten C. Waldek, des Herrn Steueramts=Inspektor Just und des Herrn Haslinger dankbarst zu gedenken! -\r\n     Nochmals sei Allen, die zu dem Gelingen der Produktion der Bruckner'schen Messe beigetragen - ergebenster Dank ausgesprochen von dem in größter Hochachtung einem löblichen Musikverein ergebenen Joh. B. Burgstaller, Obmann der musikalischen Sektion des Diözesan=Jubiläums.\" (**).", "Letzte Änderung": "25.10.2024 14:31"}, {"ID": 188510095, "Datum": "9.10.1885, Freitag", "Haupttext": "In einem Artikel im Linzer Volksblatt Nr. 231 auf S. 3 dankt Burgstaller Bruckner für die Komposition des »Ecce Sacerdos« und des »Virga jesse« und für seine Mitwirkung (an der kleinen Orgel) bei der Schlußfeier im Neuen Dom. Als weitere Mitwirkende werden Waldeck, Marie Kerschbaum und die Geschwister Gruber erwähnt:\r\n      »Stimmen aus dem Publikum.\r\n           Oeffentlicher Dank\nwird hiemit von dem Gefertigten ausgesprochen Allen und jedem Einzelnen, welche während der achttägigen Feier des Linzer Diözesan=Jubelfestes auf dem Musik=Chor des Maria Empfängniß=Domes mitgewirkt haben.\n     [... Dank an Marie Kerschbaum und die Geschwister Gruber ...] Ausdrücklicher Dank sei ferners ausgesprochen dem Herrn Anton Bruckner [... für die neukomponierten Werke ...] und für die Herablassung, mit welcher der Heros der Organisten der Gegenwart bei der Schlußfeier auf der kleinen Orgel des Maria Empfängniß=Domes so schön und ergreifend präludirt und das ganze 12stroph. \"Großer Gott\" dem christgläubigen Volke begleitet hat.\n     [... Dank an Waldeck und die mitwirkenden Chöre ...]\n     Es zeichnet sich mit der Bitte: dem Chor des Maria Empfängniß=Domes auch in Zukunft gewogen zu bleiben\r\n      Achtungsvoll\r\nJohann Bapt. Burgstaller,\r\n      Chordirigent.« (*).\nIn der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 41 wird auf S. 417 das Programm der Gesellschaftskonzerte (mit dem »Te deum« am 10.1.1886) und das Programm der Konzerte in Dresden (mit der 3. Symphonie am 11.12.1885) bekanntgegeben:\r\n                »Vermischtes.\r\n[...]\r\n     *-* Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien hat für die Saison 1885-86 folgendes Programm entworfen. [...] 3. [Ordentliches Concert] (10. Januar): [...] Bruckner's \"Te Deum.\" [...]\r\n[...]\r\n     *-* Die Königl. musikalische Capelle in Dresden wird auch während des Winterhalbjahres 1885-1886 sechs Symphonie=Concerte veranstalten und zwar [...] das 3. Concert am 11. December: Ouverture zu \"Ruy Blas\" von Mendelssohn, Symphonie (Dmoll) von A. Bruckner, Symphonie (Gmoll) von Mozart; [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510105, "Datum": "10.10.1885, Samstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 232 erwähnt in seinem Bericht auf S. 2f über die Kirchenmusik anläßlich des Diözesanjubiläums auch Bruckner:\r\n»Einige Schlußbemerkungen\r\nzu den musikalischen Aufführungen im Maria\r\nEmpfängniß=Dome.\r\nI.\r\n   Die Jubiläumsfestlichkeiten sind zu Ende, die musikalischen Aufführungen haben mit dem herrlichen Volksgesange: \"Großer Gott wir loben Dich\", ihren schönsten Abschluß gefunden. Es erübrigt uns nur noch zurückzublicken auf die Gesammtheit der Aufführungen und auf die dabei Betheiligten.\r\nWas wurde aufgeführt?\r\n   Es wurden echt kirchliche Tonstücke aufgeführt von alten, neueren und neuesten Meistern. Es wurden Messen gesungen von: [... Bruckners e-Moll-Messe ist nicht erwähnt, da sie im alten Dom aufgeführt worden war ...] Es wurden Gradualien und Offertorien gesungen von: Palestrina, Cacciolini, Aiblinger, Witt, Stehle, Preyer, Jordan Habert, Waldeck und Bruckner. Abends hörten wir Litaneien von : Witt, Johann Habert, Obersteiner und Stehle; wir hörten das große achtstimmige Te Deum von Witt, mehrere Tantum ergo von verschiedenen Komponisten, darunter ein 7stimmiges von P. M. Octwein [recte \"Ortwein\"?]. Wir hatten ferner alle Tage Gelegenheit, den römischen, gregorianischen Choralgesang schön, ausdrucksvoll und fließend vortragen zu hören.\r\nWer hat diese Werke aufgeführt?\r\n   [...] Der Chor des Maria Empfängniß=Domes ist eigentlich nichts anderes als der durch viele gute und ausgezeichnete Kräfte verstärkte Sängerchor der Votiv=Kapelle. Unter diesen ausgezeichneten Kräften meinen wir in erster Linie die geehrte Frau Marie Kerschbaum, dann Fr. Anna Jungwirth und die Fräuleins Rosa und Marie Gruber. Ohne die gütige Mitwirkung dieser Damen, insbesondere der Fr. Kerschbaum, würden wohl manche Tonwerke unaufführbar gewesen sein, so z. B. die Kompositionen Bruckners. [...] Die Orgel spielte in ausgezeichneter Weise Herr Ignaz Gruber, ein Schüler unseres Domorganisten Herrn Waldeck. Derselbe zeigte eine große Meisterschaft im freien Präludiren und eine vorzügliche Technik beim Vortrage klassischer Tonstücke; er berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. Der ganze Chor stand unter der umsichtigen und tüchtigen Leitung des Hochw. Herrn Chorvikars Johann Burgstaller. [...]« [keine Signatur] [siehe \"Anmerkung\"] (*).\nDie Aufführung der e-Moll-Messe [4.10.1885] wird auch von der »Warte am Inn« auf S. 3 gemeldet:\r\n»Bruckner in Linz. Anläßlich des Diöcesanfestes in Linz hat der Wiener Hoforganist, Herr Bruckner eine eigene Messe componirt, die unter großem Zustrom von Kunstfreunden zum erstenmale während des Kaiseramtes im alten Dome zur Aufführung gelangte. Das Tonwerk, von dem Musikverein unter Leitung seines Directors Hr. Schreyer durchgeführt, wobei der Componist persönlich die Orgel spielte, ist unstreitbar als eine der schönsten Kirchenmusiken zu bezeichnen. Das Meisterwerk errang insbesonders durch seine mächtigen Chorgesänge, der [sic] melodiösen Innigkeit sowie der künstlerisch nüancirten Tonfiguren ungetheilten Beifall, der nur aufs Beste das Talent unseres gefeierten Landsmannes neuerdings kund that.« (**).\nMehrere Zeitungen geben das Programm des Hellmesberger-Quartetts in der nächsten Saison mit der Aufführung des Quintetts [am 7.1.1886] bekannt:\nPresse Nr. 279 auf S. 11 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (***),\nFremdenblatt Nr. 279 auf S. 11 (°),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 279 auf S. 5 (°°),\nKonstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 279 auf S. 4 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (°°°),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2016 auf S. 6 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (#),\nWiener Zeitung Nr. 232 auf S. 3 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (##),\nNeue Freie Presse Nr. 7585 auf S. 5 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (###) und\nDas Vaterland Nr. 278 auf S. 5 (»... Bruckner: Quintett F-dur«) (a).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:30"}, {"ID": 188510115, "Datum": "11.10.1885, Sonntag", "Haupttext": "Die Aufführung des Quintetts durch Hellmesberger [am 7.1.1886] wird von Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung auf S. 79 (*)\n \nund vom Wiener Salonblatt Nr. 41 auf S. 8 (**) angekündigt:\n \n»Das Programm des Hellmesberger'schen Quartettes enthält folgende Werke: [...] Bruckner: Quintett F-dur..« [...]« (**).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 7586 meldet auf S. 6 das Erscheinen des Klavierauszugs des Adagios des Quintetts:\n     \"Neue Musikalien. (Bericht der k. k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann in Wien, Hofopernhaus.) Bruckner A.: Adagio aus dem Streichquintett, für Clavier bearbeitet von Joseph Schalk. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510125, "Datum": "12.10.1885, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 46 gibt auf S. 4 das Programm des Hellmesberger-Quartetts in der nächsten Saison mit der Aufführung des Quintetts [am 7.1.1886] bekannt (\"[...] Bruckner: Quintett F-dur, [...]\" (*).\n\n\n\n[??] Josef Schalk hält beim Wiener Akademischen Wagner-Verein einen Vortrag über »Anton Bruckner und die moderne Kunstwelt« [siehe Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510135, "Datum": "13.10.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Wiener Philharmoniker:\r\n    Bittet, die 7. Symphonie nicht wie geplant in diesem Jahr aufzuführen, da die maßgebende Wiener Kritik seinen Erfolgen in Deutschland schaden könnte (*).\nAuf die am 10.1.1886 geplante Aufführung des »Te deum« machen aufmerksam\ndie Deutsche Zeitung Nr. 4948 auf S. 3\r\n(»Für das dritte Concert: [... Werke von Liszt, Schubert, Schütz ...] Bruckner: Te Deum für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung).«) (**),\n\"Die Presse\" Nr. 282 auf S. 10:\r\n     \"[...] 3. (10. Jänner 1886) [...] Bruckner: Tedeum für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung). [...]\" (***)\nund die \"Neue Freie Presse\" Nr. 7588 auf S. 6:\r\n \"[...] 3. (10. Januar 1886) [...] Brückner: Tedeum für Soli, Chor und orchester (erste Aufführung). [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "01.06.2026 13:31"}, {"ID": 188510136, "Datum": "nach dem 13.10.1885", "Haupttext": "Brief Bruckners an Aichinger in Steyr:\r\n   Sendet Wein als Dankesgruß [für den Ferienaufenthalt?]. Philharmoniker, Musikverein und Hellmesberger hätten Werke von ihm zur Aufführung angekündigt, doch habe er (erfolglos) gegen die 7. Symphonie protestiert. Grüße an die anderen Geistlichen und die Schwester [Anna Aichinger].", "Letzte Änderung": "13.06.2024 06:35"}, {"ID": 188510145, "Datum": "14.10.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Die Aufführung des »Te deum« am 10.1.1886 wird angekündigt\r\nvon der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 283 auf S. 4:\r\n»- Für die diesjährigen Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde [...] Für das dritte Konzert: [...] Bruckner: Te Deum für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung) [...]« (*)\nund von der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2020 auf S. 7:\r\n\"[...] 3. (10. Januar 1886.) [...] Brückner: Te Deum, für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung). [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "01.06.2026 13:36"}, {"ID": 188510155, "Datum": "15.10.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Daniel de Lange dirigiert die 3. Symphonie in Amsterdam (*) in einem Konzert des »Apollo-Vereins« (*a); als Gesangssolist des Konzerts wirkt Meschaert mit (*b).\n\n\nDie \"Caecilia\", algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland, Jg. 42, Nr. 20, kündigt auf S. 198 dieses Konzert an:\n\"     De Maatschappij „Apollo\" geeft op 15 Oct. haar eerste concert en als hoofdwerk maakt men dan eene symphonie van Brückner. Wij zijn zeer verlangend met dit werk kennis te maken, te meer daar de heer Dan. de Lange wel voor een goede uitvoering zal zorg dragen.\" (*c).\n\nHinweis in den Wiener Signalen Nr. 20, S. 163, auf die geplanten Aufführungen des Quintetts [7.1.1886] und des »Te deum« [10.1.1886]: \n     » - Die diesjährigen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde [...] 3. (10. Jänner 1886) [...] Bruckner: Tedeum für Soli, Chor und Orchester (erste Aufführung). [...]\n     - Das Quartett Hellmmesberger und Söhne - aus künstlerischen Gründen in den kleinen Musikvereinssaal zurückkehrend - veranstaltet, wie alljährlich, so auch in diesem Winter sechs Kammermusikabende [...] Das Programm derselben enthält folgende Werke: [...] Bruckner: Quintett F-dur. [...]« (**).\nBrief von Franz Wüllner an Brahms: \n      \"[...] Ich verstehe nicht Deine Bemerkung über die Jagd nach Novitäten [...] Ob der Dirigent eines großen Konzertinstitutes, wie die Gürzenich-Konzerte, nicht die Pflicht hat, Novitäten, die nicht talentlos oder aus schlechter Gesinnung hervorgegangen, sondern ehrlich, gutgemeint und von einer gewissen Bedeutung sind, auch dann aufzuführen, wenn sie seiner eigenen Anschauung nicht entsprechen, darüber laß mich heute nicht reden. [...]\" (***).\nDass Bruckner auch in Norddeutschland kein Unbekannter mehr ist, beweist ein Bericht im Musikalischen Wochenblatt Nr. 43 auf S. 4: \n      \"Braunschweig. \"Zweites Concert zum Besten des Abt-Denkmal-Fonds\". - Das fand ich angekündigt, als mich mein Weg am 20. Sept. durch Braunschweig führte. [... warum diese Eile (Abt war am 31.1.1885 gestorben) ... über die Fragwürdigkeit einer Glorifizierung ...] Deutsch und immer deutsch führen die Herren im Munde, als ob nicht längst erkannt wäre, dass Das, was als deutsch sich fortwährend auf den Markt drängt und mit weihrauchduftenden Phrasen um sich wirft, am wenigsten diese ehrenvolle Bezeichnung verdient. Die würde eher einem Manne zukommen, der wie Ant. Bruckner, der fast Siebzigjährige, stets im Stillen gewirkt und geschaffen, und in dem nun plötzlich die Welt einen alle (?) Mitlebenden überragenden Symphoniker erkannt. So aber war Abt nicht. [... über Abts Bedeutung ... kein Wort über das Braunschweiger Konzert ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510165, "Datum": "16.10.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musikzeitung Nr. 37 gibt auf S. 468 das Programm der kommenden Saison des Hellmesberger-Quartetts (an Donnerstagen und im Kleinen Musikvereinssaal) bekannt (»Bruckner: Quintett F-dur«) [am 7.1.1886] \n\nund auf S. 469 das der königlichen Kapelle in Dresden (»Symphonie von A. Bruckner«) [3. Symphonie am 11.12.1885] bekannt (*).\n\n\nDie Presse Nr. 285 berichtet auf S. 15: \n     \" - Hermann Pius Vergeiner, mit Auszeichnung absolvirter Wiener Conservatorist, Schüler Bruckner's und Krenn's, arbeitet gegenwärtig an einer vieractigen Operette: \"Der moderne Paris\". Das Libretto stammt aus der Feder Anton Vergeiner's, des Bruders des Erstgenannten.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510175, "Datum": "17.10.1885, Samstag", "Haupttext": "Die Programmankündigung H. M. Schusters in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 42 auf S. 816-818 verzeichnet auch das »Te deum« [10.1.1886].\n          »Musikalisches.\n     [... über zwei neue Zeitschriften: Emil v. Hartmanns »Musikalische Rundschau« und »Kastner's Wiener musikalische Zeitung« ... über die Programme einiger Konzertveranstalter ...]\n     [...] Dann versprechen uns die Gesellschaftsconcerte auserlesene Dinge, nämlich Bach's Magnificat in Franz'scher Bearbeitung, Bruckner's Te Deum, den 117. Psalm von Franz [...] leider diesmal kein Händel'sches Werk. [... über die Singakademie ...] Auch von grösseren Chören à capelle lässt sie nichts verlauten, keine Motette von Bach, kein Palestrina, Vitoria, Gabrieli, Schulz [gemeint: Schütz?], Scheidt, Schein. . . . .    Dr. H. M.Schuster.«", "Letzte Änderung": "13.12.2024 09:16"}, {"ID": 188510185, "Datum": "18.10.1885, Sonntag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 239 meldet auf S. 4, daß die 7. Symphonie für die bevorstehende Konzertsaison der Philharmoniker [21.3.1886] vorgesehen sei:       »(Concerte.) In das Programm der in der bevorstehenden Saison stattfindenden philharmonischen Concerte wurden folgende Werke aufgenommen: [...] Bruckner: Symphonie in E-dur (erste Aufführung in den philharmonischen Concerten); [...]« (*).\nÄhnliche Ankündigungen bringen auch\ndas Fremdenblatt Nr. 287 auf S. 6 (»... Bruckner: Symphonie in E-dur (erste Aufführung in den philharmonischen Konzerten) ...«) (**),\ndie Konstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 287 auf S. 4 (»... Bruckner: Symphonie in E-dur (1. Aufführung in den Philharmonischen Konzerten) ...«) (***)\nund »Die Presse« Nr. 287 auf S. 15 (»... Bruckner: Symphonie E-dur (erste Aufführung in den Philharmonischen Konzerten); ...«) (°).\nIn einem Artikel der Gemeindezeitung Nr. 239 auf S. 5 über eine Operette von Hermann Pius Vergeiner wird Bruckner als dessen Lehrer genannt:\r\n      »Hermann Pius Vergeiner, mit Auszeichnung absolvirter Wiener Conservatorist, Schüler Bruckner's und Krenn's, arbeitet gegenwärtig an einer vieractigen Operette: \"Der moderne Paris\". Das Libretto stammt aus der Feder Anton Vergeiner's, des Bruders des Erstgenannten.« (°°).\nDas \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 17545 (Amsterdam) berichtet auf S. 2 von der Aufführung der 3. Symphonie am 15.10.1885: \"KUNST EN LETTEREN.[...] Maatschappij Apollo. Donderdagavond jl, had in den Stadsschouwburg het jaarlijksch concert plaats ten voordeele der Maatschappij Apollo, door de muzikale leden dezer Maatschappij, onder leiding van den heer Dan. de Lange en met welwillende medewerking van den heer Joh. M. Messchaert.\r\n     De orkestwerken bestonden uit: 1°. eene Sinfonie (D. mol) van Anton Bruckner; 2°. drie nummers: a. Zwischen-Act Muzik; h. Erscheinung der Astarte en c. Rufung der Alpenfee uit de Manfred-muziek van Robert Schumann en 3. de Ouverture Michel Angelo van Niels W. Gade. Door den heer Messchaert werden gezongen eene Aria uit de opera Der Fliegende Holländer van Wagner en drie liedoren, getiteld: Der letzte Grusz van Herm. Levi, Die junge Birke en Herbststurm, beide van Edw. Grieg.\r\n     De sinfonie van Anton Bruckner, welke componist te Weenen is gevestigd, genoot hier ter stede, voor zoover ons bekend is, eene eerste uitvoering. Het werk is opgedragen aan Richard Wagner en het is hier en daar duidelijk merkbaar, dat Bruckner meer dan een bloot vereerder van den grooten meester is. Ofschoon in deze sinfonie interessante gedeelten voorkomen, is zij over het geheel te breed uitgesponnen en dikwijls niet van gezochtheid vrij te pleiten. Het eerste gedeelte, hoewel ook wat lang, is o. i. het beste bewerkt, er heerscht ten minste eenheid in, en de motieven zijn met onmiskenbaar meesterschap behandeld. Het scherzo is geestig gedacht en maakt, niettegenstaande de instrumentatie wat overladen is, een goeden indruk. Minder zijn wij ingenomen met het adagio en hs moeielijk te bepalen in welken toonmaat dit nummer geschreven is. De eerste maten laten het es dur-accoord hcoren, maar tusschen het begin en het slot wordt men door alle mogelijke toonaarden heengevoerd, zonder dat men een enkel rustpunt vindt. Dit onderdeel is vermoeiend om te hooren. Ook de Finale gaat eenigszins aan dit euvel mank, maar biedt toch enkele gedeelten aan, welke door breedheid van stijl imponeeren. De componist is blijkbaar geen vreemdeling in de kunst van instrumenteeren en schijnt eene voorliefde te hebben voor de hoorns. Het hoorn quartet, kweet zich, een enkel oogenblik uitgezonderd, werkelijk zeel verdienstelijk. Aan de uitvoerenden worden hooge eischen gesteld, want het werk biedt groote moeielijkheden aan, welke echter meestal schitterend werden overwonnen. Het strijkquartet heeft o. a. in de finale een zware taak, maar hield zich, dank zij ook oer uitstekende bezetting (wij telden 18 eerste violen, waaronder behalve de musici der orkestvereeniging, de heeren Hofmeester, Dudok en anderen,) bijzonder goed. Er bleek flink gerepeteerd te zjjn en indien de sinfonie niet zoo aansprak als misschien verwacht werd, ligt dit niet aan de uitvoering.\r\n     De fijne muziek uit de Manfred van Schumann [... Gade, Wagner, Messchaert ...] Door den heer Dan. de Lange werd hij op echt muzikale wijze op de piano begeleid. En verder zal zeker ieder met ons instemmen wanneer wij dien uitstekenden aanvoerder van het geheel, een woord van lof en waardeering toebrengen voor zijne kalme en rustige leiding, waaraan zeker de goede uitslag van dit concert voor een groot deel te danken is.       ALBERT.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:31"}, {"ID": 188510195, "Datum": "19.10.1885, Montag", "Haupttext": "[Erste] Datierung \"19. Okt. | 24. Okt. | ABrucknermp\" am Ende der Partitur des Scherzos der 8. Symphonie (*).\nDie Wiener Sonn- und Montags-Post kündigt auf S. 3 die Aufführung des »Te deum« am 10.1.1886 an\r\n       \"Aus der Musikwelt.\r\n    * Für die diesjährigen Concerte der Gesellschaft der Musikfreunde, und zwar für die vier ordentlichen, [... Termine \"... am 10. Jänner ...\", auch der außerordentlichen ...] wurde nachstehendes Programm ausgegeben: [...] Für das 3. Concert: [...] Bruckner: Te Deum, für Soli, Chor und Orchester (1. Aufführung). - [...]\" (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7594 meldet auf S. 2, daß die 7. Symphonie für die bevorstehende Konzertsaison der Philharmoniker [21.3.1886] vorgesehen ist:\r\n      » - In das Programm der in der bevorstehenden Saison stattfindenden Philharmonischen Concerte wurden folgende Werke aufgenommen: [...] Bruckner: Symphonie in E-dur (erste Aufführung in den Philharmonischen Concerten); [...]« (***).", "Letzte Änderung": "23.12.2023 18:56"}, {"ID": 188510205, "Datum": "20.10.1885, Dienstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen kündigen die Aufführung der 7. Symphonie [21.3.1886] in den Philharmonischen Konzerten an: \n\n\n\nDeutsche Zeitung Nr. 4955 auf S. 6 (Theodor Helm): \n\n»(Philharmonische Concerte.) Seit Jahren war das Programm der Philharmonischen Concerte nicht so mannigfaltig und anregend zusammengestellt, als für die neu beginnende Saison. Vor Allem ist der zeitgenössischen Production Rechnung getragen. Da treffen wir gleich als wohl interessanteste Novität Anton Bruckner's siebente Symphonie (in E-dur), ein Werk, welches nach seinen großartigen Erfolgen in Leipzig und München für heuer von nicht weniger als achtzehn Concert=Instituten zur Aufführung angenommen ist. [... Auflistung der weiteren Novitäten und Repertoirestücke ...] h-m.« (*), \n\n\n\n\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 289 auf S. 3 (»... Bruckner: Symphonie in E-dur (1. Aufführung in den Philh. Concerten) ...«) (**), \n\n\n\nMorgenpost Nr. 289 auf S. 4: \n\n     \"In das Programm der in der bevorstehenden Saison stattfindenden Philharmonischen Concerte wurden folgende Werke aufgenommen: [...] Bruckner: Symphonie in E-dur (1. Auff. in den Philh. Concerten);\" (***) und \n\n\n\nDas Vaterland Nr. 288 auf S. 7 [identischer Text] (°). \n\n\nDie Musikalische Rundschau Nr. 4 bringt denselben Text und meldet auf S. 52f darüberhinaus die geplanten Aufführungen des »Te deum« in Wien [10.1.1886] und der 3. Symphonie in Dresden [11.12.1885] (»Sinfonie von Anton Bruckner«) und in Frankfurt [4.12.1885] (»Symphonien und Symphonisches von [...] Bruckner: (D-moll) [...]« (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510215, "Datum": "21.10.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [Januar 1886] »Dr. Behn 21. Okt. 885.« (*)\r\nund [an anderer Stelle] »Dr. Behn Anf. 21. Okt. 885« (**). [Hinweis auf die erste Unterrichtsstunde Behns bei Bruckner (***)].\nKalendernotiz Bruckners: »Anf. 21. Dr [Behn] schuldig« (°).\nDas Grazer Volksblatt Nr. 240 gibt auf S. 7 das Programm für den 21.10.1885 bekannt:\r\n     \"Programm\r\nder General=Versammlung des Diöcesan=\r\n          Cäcilien=Vereines.\r\n      Mittwoch 21. October.\r\n        4 Uhr Nachmittag.\r\n      In der Domkirche.\nFeierliche Litanei mit dem heil. Segen.\r\n[...]\r\n          Unmittelbar darauf:\nGesänge zum Besuche des allerheiligsten Sacramentes.\r\n[... 1. Giovanni Croce, 2. P. Piel, 3. Gesangbuch, 4. Andrea Gabrieli ...]\r\n5. \"Tota pulchra\", Motett für das Fest der Unbefleckten Empfängniß, vierstimmig mit Orgel, von A. Bruckner. [... M. Haller, Gesangbuch, Palestrina ...]\r\n     Sämmtliche Aufführungen im Dome dirigirt der hochw. Herr Johann Haimásy, die Aufführungen in der Vorstadtpfarrkirche St. Andrä der hochw. Herr Bincenz [sic] Finster. [...]\" (°°).\nAufführung von \"Tota pulchra es\" durch den Grazer Domchor unter Johann Haimásy in der Grazer Domkirche anlässlich der Generalversammlung des Diöcesan-Cäcilien-Vereins (°°°).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:18"}, {"ID": 188510225, "Datum": "22.10.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Im Musikalischen Wochenblatt Nr. 44 auf S. 540 die Aufführung der 7. Symphonie in Dresden [recte 3. Symphonie, 11.12.1885] angekündigt: \n\n     \" * Eugen d'Albert hat eine Symphonie geschrieben, die ihre erste Aufführung in einem der unter Nicodé's Leitung stehenden Symphonieconcerte zu Dresden finden wird. An gleicher Stelle soll auch Bruckner's 7. Symphonie zur Aufführung gelangen.\" (*).\n\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510235, "Datum": "23.10.1885, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »23. Vockner« (*).\n\n\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 43 bringt auf S. 435 einen Bericht über das Orgelkonzert vom 28.8.1885 (ohne die Ortsangabe »St. Florian« und ohne Angabe des Autors Almeroth):\n     »Steyr. Meister Bruckner verschaffte kürzlich seinen Freunden und Verehrern einen großartigen Kunstgenuß. Nach eineinhalbmonatlichem Aufenthalt in unserer Stadt gab er beim Scheiden das Versprechen, die große Orgel in der Stiftskirche zu spielen. Um halb 4 Uhr begann das Concert [... inhaltlich identisch mit dem vom 1.9.1885, im Vergleich zu 32/292ff mit minimalen orthographischen Abweichungen, aber einigen zusätzlichen Textpassagen ...] und schwer läßt sich der Dank für das Gebotene in Worte kleiden. - « [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510245, "Datum": "24.10.1885, Samstag", "Haupttext": "[Zweite] Datierung \"19. Okt. | 24. Okt. | ABrucknermp\" am Ende der Partitur des Scherzos der 8. Symphonie (*).\n\n\nDer Erstdruck des \"Te deum\" wird im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 293 auf S. 6 angekündigt: \n\n     \" * Im Verlage von Th. Rättig in Wien erschien soeben ein neues Te Deum von Anton Bruckner. (Für Chor, Soli und Orchester, Orgel ad libitum.)\" (**).\n\n\nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 43 meldet auf S. 815: \n     \"Der Wiener akademische Wagner-Verein, Zweigverein des Allgemeinen Richard Wagner-Vereines, veranstaltet wie in frühreren [sic] Jahren, für seine Mitglieder und für geladene Gäste während des Winterhalbjahres 1885/86 vier interne Musik-Abende im kleinen Musikvereinssale [sic]. Als Programme sind in Aussicht genommen: III. Interner Abend am 17. November 1885: [...] 5. a) Bruckner, Cornelius, Franz oder Schumann; b) Mozart: \"Ave verum\" (vierstimmige Chöre). [...] - Für die Durchführung obiger Programme steht die gütige Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte in Aussicht.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510255, "Datum": "25.10.1885, Sonntag", "Haupttext": "Das Grazer Volksblatt Nr. 244 berichtet auf S. 5f zweifach von der Versammlung des Cäcilien-Vereins am 21.10.1885:\n\"Zu den Aufführungen in der Domkirche\nsendet Herr Pfarrer A. Str. Folgendes: 1)\n[Fußnote: 1) Erhalten Samstag Vormittag. Das manuscript besagt am Ende: \"Schluß folgt\".]\r\n     \"Es ist eine schwere Sache mit großer Verantwortung, über eine öffentliche, mit unsäglicher Mühe, monatelangen Studien und großen Auslagen vorbereitete Aufführung Bericht zu erstatten, dabei unparteiisch Lob und Tadel zu vertheilen. Leider muß auch letzterem sein Recht gewahrt werden, so unangenehm es für den Schreiber und den Leser sein mag, denn gerechter Tadel führt bei guten Menschen zur Vollkommenheit.\n     Der erste bedeutende Tadel betrifft die Wahl der Litanei op. 28 von Dr. Fr. Witt. [... zu schwer ... die \"Alten\" Palestrina und Croce wertvoller als Gabrieli ...]\n     Unter den Neuern ist der vielgesungene M. Haller mit einem Ave Maria vertreten [... schön ... P. Preil anspruchslos und lieblich ...]\n     Als Dritter im Bunde der \"Neuen\" bringt Herr A. Bruckner in Wien ein Motett: Tota pulchra, dessen Anlage mit dem vorsingenden Tenor und nachsingendem Chore wenigstens bei dem Schreiber dieses keinen Anklang gefunden hat, vielmehr wurde ich stark an den Hahn mit seiner Schaar Hühner erinnert. Das Stück war jedoch sehr, wohl zu sehr effectvoll, namentlich gilt dies vom Schlusse.\n     Donnerstag der 22. October ließ sich ganz wohl an. [... über die Festmesse ... Orgelvorführung im Stephanien-Saal ... Lob für die maßvolle Programmgestaltung ... 1880 in Kufstein zu lang], so daß das Ganze circa drei Stunden dauerte.\n     Da vergeht auch dem begeistertsten Cäcilianer die Geduld, selbst wenn er ein Tiroler ist.\n               (Schluß folgt.)\n[... 2. Teil am 27.10.1885 ...]\nDer Cäcilien=Verein der Diöcese Seckau.\n[...]\n     Da von den Aufführungen im Dome ein anderer unserer Freunde eingehend berichtet hat, so erwähne ich nur [... über die zwei beteiligten Chöre ...]\n     Das Tantum ergo von Liszt und das tota pulchra von Bruckner wollen, weil sie zu sehr von dem Geiste moderner, weltlicher Musik angehaucht erscheinen, einem echten Cäcilianer nicht recht gefallen. Das Motett Ave Maria von Haller war uns schon von vorhinein sehr sympathisch [... über die Kirchenmusik am 22.10.1885 ... Signatur:]      J. P.\" (*).\n \nDer Berichterstatter vom \"Vaterland\" Nr. 293, signiert \"y.\", fällt auf S. 9 ein anderes Urteil:\n     \"Generalversammlung des Diöcesan-Cäcilien-Vereines Seckau.\n          (Originalbericht des \"Vaterland\".)\n               Graz, 22. October.\n     Gestern und heute tagte hier die achte Generalversammlung des Diöcesan=Cäcilien=Vereines Seckau. [... Domchor durch Seminaristen und Alumnen verstärkt ... Witt, Liszt ...] Die Neueren, fußend auf den Principien der Alten waren durch Haller's Ave Maria und durch Piel's, durch seine einfache Schönheit bestechendes Sanctus et Benedictus aus op. 46 vertreten, während das Tota pulchra des genialen  Hoforganisten Professor A. Bruckner zeigte, wie selbst die Mittel der neueren Musik Chromatik und Enharmonik, bescheiden angewendet, vom Heiligthum nicht ausschließen. [... Lieder aus dem Gesangbuch, Chöre der alten Meister ... anwesend: P. Joseph Heidenreich aus Wien, Vorstand: Dr. J. Weiß, Dr. Fraidl, J. E. Haimasy ... über die Zukunft des Vereins ...] Möge darum der vom heil. Stuhle approbirte Verein immer größeren und weiteren Boden finden in unserem lieben Oesterreich.       y.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:19"}, {"ID": 188510275, "Datum": "27.10.1885, Dienstag", "Haupttext": "Die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2033 bringt auf S. 1 - 3 ein Musik-Feuilleton von Gustav Dömpke, in dem kurz auch Bruckner auf S. 3 erwähnt wird:\n     \"[... Mozart-Opern in neuer Übersetzung ... bei Gutmann Herbeck-Biographie erschienen, sie zeige \"naive Befangenheit und pietätvolle Ueberschwänglichkeit\" und stelle Herbeck als bedeutenden Komponisten dar ...] Berlioz, der Mann der denkwürdigen Symphonie fantastique, gilt als der geniale Bahnbrecher, für den trotz aller Hindernisse unentwegt propagirt werden muß. Götzens \"Widerspänstige\" bedeutet eine moderne \"Hochzeit des Figaro\", Liszt, Raff und Bruckner sind nicht minder des Schweißes aller edlen Capellmeister werth, Brahms dagegen steht abgrundtief unter Schumann und \"theilt mit diesem nur einen Mangel, die Verworrenheit\". [... weitere Beispiele für fragwürdige Behauptungen in der Herbeck-Biographie ... anerkennenswerte Verdienste Herbecks um Franz Schubert ... dieser Abschnitt] gehört zu den reizvollsten des Buches, welches in gewisser Weise auch dem künftigen Schubert=Biographen und damit dem Musik=Historiker unentbehrlich  sein wird.\r\n               G. Dömpke.\"", "Letzte Änderung": "20.10.2025 16:32"}, {"ID": 188510285, "Datum": "28.10.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Adalbert Schreyer in Linz:\r\n   Dankt für die von so großartigem Erfolg belohnten Mühen bei der Aufführung der e-moll-Messe [am 4.10.1885]. Bittet den Dank auch an den Linzer Musikverein und die anderen Mitwirkenden [»Frohsinn«, Sängerbund, Zappe etc.] weiterzugeben (*).\nBrief Bruckners an Burgstaller:\r\n   Dankt für die Mühen bei der Aufführung der e-Moll-Messe [4.10.1885]. Beiliegend nochmals die Partitur, deren Korrekturen (Zettel anbei) Burgstaller in den nächsten drei Wochen in sein Exemplar übernehmen möge. Würde sich über die Widmungsannahme des ”Afferentur” freuen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510295, "Datum": "29.10.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: \n   »Fr Kathi für Nov. am 29. Okt. gezalt.« (*). (Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188510305, "Datum": "30.10.1885, Freitag", "Haupttext": "Stempeldatierung (und weitere handschriftliche Datierung 28.10.1885) und Bruckners Unterschrift im Studienheft des Studenten Friedrich Baumhackl (*).\nWilhelm Kienzl führt in seinem [vierseitigen] Feuilleton-Artikel »Neue Musik« in der Grazer Tagespost Nr. 292 (Morgenblatt) auch die 7. Symphonie an:\r\n   »Neue Musik.\r\nVon Dr. Wilhelm Kienzl.\r\nChor=, Kammermusik= und Orchesterwerke.\r\n   Die fortwährenden Klagen unserer Chorvereine über den Mangel an guter Chormusik haben etwas Komisches, da sie in der That unbegründet sind. [... über neue Werke für gemischten Chor ... beim Mangel an neuer Kammermusik stelle Brahms eine Ausnahme dar ...] Da ich schon von langathmiger Melodie spreche, welche sich in stolz geschwungener Linie so besonders schön und ergreifend in den Beethoven'schen Symphonien präsentirt, muß ich einen Namen erwähnen, mit welchem dieses angestammte, immer mehr vernachlässigte Recht der symphonischen Melodie gleichsam neu geboren wurde. Der Künstler heißt Anton Bruckner und das Werk, aus dem ich diese Thatsache schöpfe, ist dessen im vorien Frühjahr in München, Leipzig u. s. w. mit so beispiellosem Erfolg aufgeführte siebente Symphonie. Doch ich komme von der Kammermusik ab. [... über Smetans Quartett und - ohne Bruckner nochmals zu erwähnen - neuere Orchesterwerke ...]« (**).", "Letzte Änderung": "01.03.2023 09:53"}, {"ID": 188511005, "Datum": "November 1885", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »März [1886] Graz Muck [7. Symphonie]. Hamburg Sittard. [Hamburg] Schweitzer. Leipzig: an Fritsch[,] Musik- und Kunstzeitung. München Levi - Ostini. Bayreuth Wolzogen. Tagespost Linz. H. Eckstein möge Sittard Speidels Kritik v. Te Deum senden etc.« (*).\n[Inhalt und Datierung fraglich! siehe die Anmerkung]\r\nDer Grazer Musikverein plant die Aufführung der Matthäus-Passion von J. S. Bach mit dem Tenor Heinrich Vogl aus München. Potpeschnigg wird beauftragt, Kontakt mit dem Sänger aufzunehmen und einen Orgelschüler Bruckners für das Projekt zu engagieren. Er erkundigt sich nach Bruckners Wohnung und wird dazu in den Musikvereinssaal verwiesen, wo er von Bruckner freundlich empfangen wird (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511006, "Datum": "ab November 1885", "Haupttext": "Als Universitätsschüler Bruckners sind im Wintersemester 1885/86 von der Philosophischen Fakultät inskribiert:\nFriedrich Baumhackl (*), Marcus Ehrenreich [siehe die Anmerkung] und Karl Goldmann (**), Bartol Inhof [* Nijemce ca. 1865], Ludwig Kahaun [* Wien ca. 1861], Josef Kreibig und Ludwig Kurowski [siehe die Anmerkung] (***), Emil Molnár (°), Franz Pfeifer, Hans Plank und Hans Reitter (°°), Josef Scheiwein und Wilhelm Schmidt (°°°) und K. Anton Weithofer (* ca. 1865 Kumrowitz) (#),\nvon der juristischen Fakultät Richard Conrath (H), Edmund Ritter von Dornfeld (H), Max Ewert (H), Heinrich Jechl (H), Ernst Jokl (H), Ernst König [vermutlich nicht identisch mit dem vom Mai 1876] (H), Eduard Ritter von Liszt (H), Karl Ludwig (H), Gustav Maix (H), Julius Natkis (H), Theodor Reimer (H), Friedrich Richter (H) (Eintrag wieder gestrichen), Rudolf Ritter von Rohm (H), Anton Scharff (H) (Eintrag wieder gestrichen), Theodor Sienkiewicz (H) und Victor Tjuka (H) (##).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 19:41"}, {"ID": 188511015, "Datum": "1.11.1885, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der Amsterdamer Aufführung der 3. Symphonie in der Zeitschrift ”Caecilia” Nr. 21, S. 205f:\r\n\"         CONCERTVERSLAGEN.\n                  AMSTERDAM.\nJaarlijksch concert der Maatschappij Apollo.\n      Het jaarlijksch concert der Maatschappij Apollo had plaats op Donderdag 15 Oct. in den Stadsschouwburg. Het verwonderde ons ten zeerste dat dit concert niet beter bezocht werd, daar toch het programma in hooge mate belangwekkend was; ten minste, wij veronderstellen, dat elk muziekliefhebber belang moet stellen in de uitvoering van een nieuwe symphonie en dit was heden het geval met die van Anton Brückner. Zij scheen de aanwezenden slechts ten deele te bevallen en wij kunnen ons dit best voorstellen, daar in dit werk, zelfs voor hen, die zich rekenschap geven van hetgeen zij hooren, verscheidene gedeelten voorkomen, die men niet gewoon is. Wij zullen onze indrukken in het kort pogen weer te geven; hoewel die slechts oppervlakkig kunnen zijn na een enkele maal hooren zonder de partituur gezien te hebben.\r\n     De symphonie is opgedragen aan Rich. Wagner, wiens invloed zeer dikwijls te bespeuren, is; niet alleen doordien de componist de Wagner'sche wijze van instrumenteeren en moduleeren zoekt na te volgen, doch ook door de nauwe verwantschap met Tristan en TannJuiuser. Logische bewerking, welke wij zoo gaarne in een symphonisch werk hooren, konden wij niet ontdekken. De componist heeft een groote rijkdom van gedachten, zóó zelfs dat dit o. i. aan den indruk van het geheel schade doet. Ook moduleert hij zoo dikwerf (meestal op zeer bedekte wijze), dat dit vooral den opmerkzamen hoorder vermoeit en hem den draad van het geheel doet verliezen, terwijl ook de instrumentatie ons vrij overladen voorkomt. Blijkbaar heeft Brückner in deze symphonie „nieuwe banen\" wenschen te betreden, hetgeen zeer dikwijls merkbaar is, zelfs aan het afsluiten der onderdeelen. Ons ten minste kwam het plotseling afsluiten van het lsto en 3de deel vreemd voor. Ook konden wij het slot van het finale niet vrij van effectbejag vinden. Ondanks deze opmerkingen komt ons deze compositie als een zeer degelijk werk voor, dat zeer zeker bij meerder hooren veel zal winnen; de uitvoerenden, die wij spraken waren er ten minste vol bewondering over. Ons bevielen Scherzo en Finale het best, terwijl het Andante ons het minst begrijpelijk voorkwam. Zeer gaarne zouden wij deze symphonie meermalen hooren; misschien wordt dan onze eerste indruk gewijzigd; het zijn niet altijd de beste werken, die dadelijk bevallen.\r\n     Den uitvoerenden komt, met den heer Dan. de Lange aan het hoofd, alle lof toe voor de wijze waarop zij hunne werkelijk zware taak vervulden. Wel waren er oogenhlikken, die men anders gewensoht zou hebben: b. v. een ongelijkheid in het strijkkwartet na de reprise van het 1ste deel; ook waren de trompet en hobo in het Andante en Scherzo niet altijd zooals zij hadden moeten zijn; maar dit werk biedt de uitvoerders zóóveel moeielijkheden aan, dat men hen die het eerst kort geleden leerden kennen, over enkele vlekjes niet te hard mag vallen. Wij herhalen dus: alle eer aan den heer D. de Lange en zijn wakker orkest!\r\n     Het tweede nommer van het programma was de aria (?) uit de Fliegende Holländer. Bij het aanhooren van dit nommer kwam ons onwillekeurig de prachtvolle vertolking van Carl Hill op het 1ste concert der WagnerVereeniging voor den geest en tot onze groote spijt moeten wij vermelden, dat de heer Messchaert beneden het pijl van die uitvoering bleef. Wij begrijpen volstrekt niet waarom hij dit nommer koos, daar het in het geheel niet in zijn stem ligt (deze partij is voor baryton geschreven) ; ook liet de intonatie hier en daar wel wat te wenschen over. Beter beviel deze .zanger ons in de liederen, die hij met veel gevoel en waarheid weergaf, vooral het eerste „Der letzte Gruss\" van Herm. Levi (een zeer fraaie compositie). Toch hebben wij den heer Messchaert meermalen veel beter bij stem gehoord en van harte hopen wij dan ook, dat onze talentvolle stadgenoot ons spoedig in staat zal stellen om, even als wij steeds gedaan hebben, zijn zang met bewondering te vermelden. De heer de Lange begeleidde den heer Messchaert de liederen op uitstekende wijze.\r\n     De verdere nommers werden voldoende weergegeven, hoewel wij gaarne met de geheele „Manfred-muziek\" kennis hadden gemaakt in plaats van met de nu gespeelde korte instrumentaal gedeelten.\r\n     Aan het eind van dit verslag zeggen wij den heer de Lange dank voor dezen hoogst interessanten avond.\" (*).\n \nDie Musikalische Rundschau Nr. 5 berichtet auf S. 64, daß Bruckner im Deutschen Musiker-Kalender (Verlag Max Hesse, Leipzig) enthusiastisch erwähnt werde, und kündigt ein Konzert des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (mit einem Werk Bruckners) am 17.11.1885 an:\r\n»Literarisches\r\nDeutscher Musiker-Kalender - Leipzig, Max Hesse's Verlag\r\n   - [...] und in geradezu begeisterter Weise spricht sich der Verfasser über unseren Anton Bruckner aus, der »bereits an der Schwelle des Greisenalters stehend, für seine grossangelegten Schöpfungen die Anerkennung findet, auf die er freilich schon dreissig Jahre vergeblich hat warten müssen«.\r\n»Kleine Mittheilungen und Berichte\r\n   Der Wiener akademische Wagner-Verein veranstaltet, wie in früheren Jahren, .... vier interne Musik-Abende im kleinen Musikvereinssaale. Für das Programm sind folgende Werke in Aussicht genommen: [...] III. Interner Abend (am 17. November 1885): [...] 5. a) Bruckner, Cornelius, Franz oder Schmaus. [...]«(**).\n \nIn einer Konzertvorschau der Zeitschrift \"Unverfälschte Deutsche Worte\" Nr. 21 auf S. 15 wird Bruckner erwähnt:\r\n     \"Der Wiener akademische Wagner-Verein, Zweigverein des Allgemeinen Richard Wagner-Vereins, veranstaltet wie in früheren Jahren für seine Mitglieder und für geladene Gäste während des Winterhalbjahres 1885/86 4 interne Musikabende im kleinen Musikvereinssaale. Als Programme sind in Aussicht genommen: III. Interner Abend am 17. November 1885: [...] 5. a) Bruckner, Cornelius, Franz oder Schumann. b) Mozart: \"Ave verum\" (vierstimmige Chöre). [... 4. Abend Ende Dezember, 1. Abend am 13.2.1886 (Wagner-Gedächtnisfeier, 2. Abend im April 1886 ...] Die Vereins-Versammlungen und geselligen Zusammenkünfte finden heuer (wie bisher in der Regel alle Donnerstage Abends, von 8 Uhr an) in dem, allen Ansprüchen entsprechenden neuen Vereinslokale: Restauration im Musikvereinsgebäude (Zugang: Canovagasse, Tegetthoffsaal) statt [... über die Bestrebungen der Vereinsleitung, gute Qualität zu bieten ...]\" (***).\n \n\"Die Lyra\" Nr. 3 kündigt auf S. 31/3 die Aufführung der 7. Symphonie in den Philharmonischen Konzerten [28.3.1886] an:\r\n     \"[...] Bruckner: Symphonie in E-dur (1. Aufführung in den philh. Concerten) [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "30.09.2025 11:34"}, {"ID": 188511025, "Datum": "2.11.1885, Montag (Allerseelen)", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Am 2. Nov. 885. nach dem Requiem v. Mozart in der Hofkapelle in den Währinger-Ortsfriedhof gefahren. Kranz, Gebeth b. + Anna../ Beethoven u Schubert. Voriges Jahr zum 15. Male. 1870 zum 1. Male.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511035, "Datum": "3.11.1885, Dienstag", "Haupttext": "\"Het vaderland\" Nr. 259 ('s-Gravenhage) kündigt das \"Te deum\" [am 10.1.1886 in Wien] und die 3. Symphonie an:\n\"            Kunst- en Letternieuws.\n\n[...]\n     Van Anton Bruckner is verschenen een Te Deum voor koor, solo en orkest, bij Rättig te Weenen. Het werk zal door Hans Richter aldaar worden uitgevoerd in Jan. 1886. Bruckners D-moll Symphonie zal in dit seizoen te Dresden en Frankfort worden uitgevoerd.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511045, "Datum": "(4.11.1885, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511065, "Datum": "6.11.1885, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld: \n     Er habe wegen Hanslick und Consorten bei den Philharmonikern gegen die Aufführung der 7. Symphonie in Wien protestiert [vgl. 13.10.1885]. Vor Januar gehe es sowieso nicht, da die Stimmen (und auch Partitur und Klavierauszug) noch nicht im Druck erschienen seien. Etwa 20 Bestellungen aus dem Ausland und 3 aus Amerika seien bisher eingegangen. Bisher habe er für eine Heirat keine passende Partnerin gefunden, obwohl er »viele Freundinnen« habe. Er sei unwohl und ganz verlassen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511085, "Datum": "8.11.1885, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung von Haydns Schöpfung unter der Leitung von Joh. N. Fuchs.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511105, "Datum": "10.11.1885, Dienstag", "Haupttext": "Ein Inserat in der Neuen Freien Presse Nr. 7616 auf S. 12 macht auf den Erstdruck des \"Te deum\" aufmerksam: \n\n\"Soeben erschien:\nAnton Bruckner,\n\"TE DEUM\"\nfür Chor, Soli und Orchester (Orgel ad libitum).\nPartitur fl. 6 netto, Clavierauszug mit Text fl. 2.40 netto.\nErste Aufführung 10. Januar 1886 im \"Gesellschafts=Concert\" der Musikfreunde.\nTh. Rättig, Musik-Verlag,\nI., Bellariastraße Nr. 10, WIEN.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511115, "Datum": "11.11.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz Bruckners »†« [Totengebet? für die Muttter Theresia Bruckner?] bei den Gebetsaufzeichnungen (*).\nBei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Xanthopoulos eine Orgelfuge in c-Moll von Rink (und Rudolf Wilfert einen Satz aus einer Klaviersonate von Rubinstein) (**).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:56"}, {"ID": 188511125, "Datum": "(12.11.1885, Donnerstag)", "Haupttext": "Bei der Trauerfeier für Leopold Friedrich von Hofmann, den Intendanten der Hoftheater, wird unter Hellmesbergers Leitung Mozarts Requiem aufgeführt.", "Letzte Änderung": "13.12.2024 09:17"}, {"ID": 188511155, "Datum": "15.11.1885, Sonntag (Hl. Leopold)", "Haupttext": "Leopoldsfest in Klosterneuburg anläßlich des 400. Jahrestages der Heiligsprechung Leopolds III.; Bruckner wirkt, wie schon seit Jahren, im Hochamt als Organist mit und improvisiert über die Kaiserhymne (*).\r\n   Dem knapp einstündigen Hochamt um 10 Uhr wohnen u.a. bei: Kaiser Franz Joseph, Kronprinz Rudolph, FZM v. Bauer, Bgm. Medek, die Erzherzög Carl Ludwig, Carl Salvator, Rainer und Sigismund, Fürsterzbischof Ganglbauer (als Celebrant), Ubald Kostersitz, Anselm Ricker (Festprediger), Unterrichtsminister Gautsch, Statthalter von Possinger, Landmarschall Graf Kinsky, Ivo Sebald (Schatzmeister des Stiftes) (*a).\r\n   Kaiser Franz Josephs Bemerkung »Ah, der Bruckner!« macht den Kleriker Josef Kluger neben ihm erstmals auf Bruckner aufmerksam. Bei einer der bei solchen Festen üblichen Volksbelustigungen [in welchem Jahr?] hat vermutlich Bruckner Fräulein Schatz aus Klosterneuburg kennengelernt (**).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Berlioz, Mozart und Beethoven (7. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "18.06.2025 18:06"}, {"ID": 188511156, "Datum": "Mitte November 1885", "Haupttext": "Brief von E. W. Fritzsch an Bruckner: \n   Ob die beiliegende Photographie für einen Artikel [30.12.1885 etc.] im Musikalischen Wochenblatt geeignet sei. Bruckner möge Angaben zu Lebenslauf und zum Werk an Theodor Helm übergeben, der den Text verfassen werde. Eckstein erhält den Auftrag, die Anfrage zu beantworten und Helm aufzusuchen. Bruckners Zettel bleibt in Ecksteins Besitz.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511165, "Datum": "16.11.1885, Montag", "Haupttext": "Die \"Presse\" Nr. 316 erwähnt auf S. 1f Bruckners Orgelspiel im Bericht vom Leopoldsfest in Klosterneuburg.\n      \"Der Kaiser in Klosterneuburg.\n                 [...] Wien, 16. November.\n     Das Stift und die Stadt Klosterneuburg feierten gestern das Fest der Wiederkehr des vierhundertsten Jahrestages seit der Heiligsprechung Leopolds IV., Markgrafen von Oesterreich) [...] [... Verlauf des Festtages ... Stiftskirche ...] Nach Darreichung des Aspergile ertönten von der Orgel, welche von dem Hoforganisten Bruckner gespielt wurde, die Klänge der österreichischen Volkshymne. [...]\" (*).\n \nÄhnlich berichten auch die Neue Freie Presse Nr. 7622 auf S. 2:\n      \"Das Jubiläum in Klosterneuburg.\n[...]\n     Nachdem das Aspergill gereicht worden war, betraten der Kaiser und die Herren Erzherzoge unter den Klängen der auf der großen Orgel vom Hof=Organisten Bruckner angestimmten Volkshymne die Kirche und begaben sich, geführt vom Prälaten Kostersitz, durch den Kreuzgang in die hell erleuchtete Leopolds=Capelle [... Kaiser blieb bis 12 Uhr, zurück nach Wien ... um 1 Uhr Galadinner]\" (**),\n \ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 316 auf S. 2:\n      \"Das Leopoldi-Jubiläum.\n[...] Die Orgel der Kirche, vom Hoforganisten Bruckner gespielt, ließ die Töne der Volkshymne erklingen. [...]\" (***)\n \nund Das Vaterland Nr. 315 auf S. 3:\n     \"Die Säcularfeier in Klosterneuburg.\n[...] Nach Darreichung des Aspergile ertönten von der Orgel, welche von dem Hoforganisten Bruckner gespielt wurde, die Klänge der österreichischen Volkshymne. [...]\" (°).\n \nLoidol entwirft einen Artikel über geplante Bruckner-Aufführungen für das Linzer Volksblatt [am 21.11.1885] (°°).", "Letzte Änderung": "20.11.2025 23:03"}, {"ID": 188511175, "Datum": "17.11.1885, Dienstag", "Haupttext": "Für den Internen Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins war auch ein Werk Bruckners vorgesehen (*). \nJedoch wurde keiner der am 1.11.1885 unter Punkt 5 angekündigten Komponisten im endgültigen Programm berücksichtigt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511185, "Datum": "18.11.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Das Grazer Volksblatt Nr. 264 berichtet auf S. 3f von dem Kirchenfest am 15.11.1885 und stützt sich dabei auf den Artikel vom 16.11.1885: \n\n     \"Die Säcular=Feier in Klosterneuburg.\n\n          (Aus dem \"Vaterland\".)\n [...] Nach Darreichung des Aspergile ertönten von der Orgel, welche von dem Hof=Organisten Bruckner gespielt wurde, die Klänge der österreichischen Volkshymne. [...]\" (*).\n\n\nÄhnlich die Südsteirische Post Nr. 92 auf S. 5: \n\n     \"(Das Stift und die Stadt Klosterneuburg) feierten vorgestern [...] \n\n[...] Nach Darreichung der Aspergile ertönten von der Orgel, welche von dem Hoforganisten Bruckner gespielt wurde, die Klänge der österreichischen Volkshymne. [...] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511195, "Datum": "19.11.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 48 berichtet auf S. 584 aus Frankfurt (signiert \"B.\"):\n     \"[... über den Niedergang der Frankfurter Oper  ... dafür mehr Interesse an den Museumskonzerten unter Musikdirektor Müller ... der Vorwurf, Zeitgenössisches zu vernachlässigen,] ist für diese Saison sicher nicht zutreffend, denn es sind Werke von Berlioz, Urspruch, Dvořák, Bruckner, Strauss, Klughardt, Brahms, Rheinberger, Vierling, Bargiel, Rubinstein und Wagner vorgesehen. [... über Bülows Gastspiel mit der Meininger Hofkapelle und andere Konzerte ...]    B.\" (*)\n \nund meldet auf S. 590 unter »Vermischte Mittheilungen und Notizen.«:\n   »[...] * Anton Bruckner's 7. Symphonie ist, wie deren Hr. Verleger in seinem heut. Inserat mittheilt, bereits von 22 Concertdirectionen für diese Saison zur Aufführung angenommen, ein wirklich erfreuliches Zeichen!« (*a).\nDie Steyrer Zeitung Nr. 92 teilt auf S. 4 mit, daß Bruckner am 15.11.1885 in Klosterneuburg die Volkshymne gepielt habe:\r\n»Ein kirchliches und patriotisches Fest in Klosterneuburg.\r\n                Wien, 16. November.\r\n    Gestern, als dem Leopoldi=Tage, feierten das Stift und die Stadt Klosterneuburg das Fest des 400. Jahrestages seit der Heiligsprechung Leopold's IV. [... über den Aufenthalt des Kaisers (von 3/4 10 bis 12 Uhr) und die Anwesenden ...] Nach Darreichung des Aspergile ertönten von der Orgel, welche von dem Hoforganisten Bruckner gespielt wurde, die Klänge der österreichischen Volkshymne. [... Abfahrt des Kaisers um 12 Uhr ...um 1 Uhr Festdiner beim Stiftsprälaten ...]« (**).\nEin Bericht aus Kremsmünster [von Oddo Loidol] über Aufführungspläne in Wien und Frankfurt geht dem Linzer Volksblatt zu (***).\nBei der Versammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins [»gesellige Zusammenkunft«, wie jeden Donnerstag] hält Josef Schalk einen Vortrag »Anton Bruckner und die moderne Musikwelt« (°).\nBeim Öffentlichen Konzert des Konservatoriums (»Den Mitgliedern der internationalen Ton=Conferenz zu Ehren.«) mit dem Zöglingsorchester unter Leitung Hellmesbergers spielt Bruckners Schüler Rudolf Wilfert Händels Orgelkonzert in D-Dur (°°).\nDas Volksblatt für Stadt und Land Nr. 47 berichtet auf S. 7 von der Feier am 15.11.1885:\r\n     \"Die Säcularfeier in Klosterneuburg. [...] Nach Darreichung des Aspergile ertönten von der Orgel, welche von dem Hoforganisten Bruckner gespielt wurde, die Klänge der österreichischen Volkshymne. [...]\" (°°°).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:57"}, {"ID": 188511205, "Datum": "20.11.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 47 bringt auf S. 480 ein unten mit »[482]« numeriertes Inserat (im Folgenden sind nicht alle typographischen Hervorhebungen wiedergegeben):\r\n   »Durch technische Hindernisse verspätet, erscheint nunmehr am 1. December a. c. die bereits vor ihrer Stichvollendung (durch Ausführung aus dem Manuscripte)\nberühmt gewordene\r\nSiebente Symphonie\r\nE-dur\r\nvon Anton Bruckner.\r\nDieses Werk wurde mit sensationellem Erfolge aufgeführt\r\nin München durch Hofcapellmeister Levi,\r\nin Leipzig durch Capellmeister Nikisch,\r\nin Karlsruhe beim Musikfeste des Allgem. Deutschen Musik-Vereins durch Hof-Capellmeister Mottl.\r\nFür die diesjährige Saison bereits von 22 Concertdirectionen zur Aufführung angenommen.\r\n[Handsymbol als Hinweiszeichen] Nach des Meisters eigenem Ausspruche sein bedeutendstes Werk. \r\nPartitur 30 Mark. Orchesterstimmen 30 Mark. \r\nVierhändiger Clavierauszug von Franz und Josef Schalk 12 Mark. \nVerlag von Albert J. Gutmann in Wien. \r\nKaiserl. Königl. Hofmusikalienhandlung. \r\n[482]« (*).\nAnkündigung der 3. Symphonie für den 4.12.1885 im Programmheft des 4. Museums-Konzerts in Frankfurt: \"Bruckner: Symphonie in D-moll- (Zum ersten Male.)\" (**).", "Letzte Änderung": "24.11.2025 16:37"}, {"ID": 188511215, "Datum": "21.11.1885, Samstag", "Haupttext": "Artikel [Loidols] im Linzer Volksblatt Nr. 268 auf S. 3: \n\n    »Kremsmünster, 19. November. (Bruckner's Kompositionen.) Mit Freuden machen wir die Mittheilung, daß für die beginnende Konzertsaison die großartigen Tonwerke unseres berühmten Landsmannes, Professor Anton Bruckner aus Wien, die gewiß verdiente Würdigung und Beachtung gefunden haben. [... Die 7. Symphonie sei für die Philharmonischen, das »Te deum« für die Gesellschaftskonzerte in Wien und die 3. Symphonie für Frankfurt und Dresden vorgesehen ... erfreulich sei,] daß auch die ersten Konzertinstitute Wiens endlich dem in ihrer Mitte weilenden Tonheros die gebührende Achtung zollen.« [keine Signatur] (*). Kalendernotiz Bruckners: \n\n   »Fr Kathi für Dezember [zuerst: »Nov.«] 7 fl am 21. Nov. gezalt.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188511225, "Datum": "22.11.1885, Sonntag (Hl. Caecilia)", "Haupttext": "Datierung \"22. Nov.\" in der Partitur des 1. Satzes der 8. Symphonie bei Buchstabe K (*).\nDie Grazer Tagespost bringt einen Überblick über die Konzertprogramme des Steiermärkischen Musikvereins in der Saison 1885/86; darin ist auch die 7. Symphonie [14.3.1886] verzeichnet:\r\n   »* Der steiermärkische Musikverein veranstaltet das erste Mitgliederconcert Sonntag den 29. d. um halb 5 Uhr Nachmittags im Stephaniensaale [...] In die Programme der übrigen, während der bevorstehenden Saison am 20. December, 27. Jänner, 14. März und 11. April stattfindenden Musikvereinsconcerte wurden folgende Werke aufgenommen: [...] Bruckner (neu) [...]« (**).\n(1. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven, Raff und Bach (***)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:00"}, {"ID": 188511235, "Datum": "23.11.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Ernst von Schuch in Dresden:\r\n   Sendet eine neue Abschrift der d-moll-Messe. Wegen des Leichtsinnes der Kopisten müsse man mit Fehlern rechnen. Wegen des »Te deum« sei er zu Rättig gegangen, und wegen der 4. Symphonie sei Bote &amp; Bock in Berlin angeschrieben worden. Bittet »nochmal innigst um nicht zu schnelle Tempi«. Grüße an die Hofrätin [Frau Schuch-Proska], gratuliert zum Erfolg (*a) - er habe kräftig applaudiert (*).\nBrief Bruckners an Albert Gutmann:\r\n   wegen der Drucklegung der 7. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "07.10.2025 19:26"}, {"ID": 188511245, "Datum": "(24.11.1885, Dienstag)", "Haupttext": "Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Bernhard Deubler:\r\n     Kann zum 2. Teil des Cäcilienfestes nicht kommen wegen Vorbereitungen zum bischöflichen Requiem [Rudigier + am 29.11.1884] mit Werken von Michael Haller und zum 8.12.1885. Über den Linzer Diözesan-Cäcilien-Verein. Die Statuten des österreichischen Cäcilien-Vereins wurden vom Wiener Ordinariat (Eduard Angerer, Prälat Franz Kornheisl) nicht approbiert; es könne beim Alleingang der Oberösterreicher bleiben. Über einen möglichen Anschluss aller österreichischen Vereine an den Cäcilienverein in Regensburg. Glückwünsche für den tüchtigen St. Florianer Chor, Dank für die Mitwirkung beim Jubiläum [z. B. 30.9.1885].", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:10"}, {"ID": 188511255, "Datum": "25.11.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Schalk:\r\n   Entschuldigt sich für sein Ausbleiben neulich. Heute abend kämen vermutlich auch Landgraf [Fürstenberg] und Löwe etc. in die ”Kugel”. ”Josef turnt” (*).\nNotiz Bruckners: »25. [Nov.]« [Privatunterricht?] (**).", "Letzte Änderung": "22.06.2025 11:04"}, {"ID": 188511295, "Datum": "29.11.1885, Sonntag", "Haupttext": "Ein Inserat in der New Yorker Zeitung The Sun auf S. 15 macht auf die Generalprobe am 4.12.1885 und das Konzert am 5.12.1885 aufmerksam:\r\n\"SYMPHONY SOCIETY.\n                  METROPOLITAN OPERA HOUSE.\r\nWALTER DAMROSCH . . . . . .  Musical Director\r\nFRIDAY AFTERNOON, Dec 4, at 2–Public Rehearsal.\r\n     SATURDAY EVENING, Dec. 5, at 8:15–Concert.\r\n                       SOLOIST – Herr ELOI SYLVA,\r\n                    from the Metropolitan Opera House.\r\n                                  ————\r\n     Anton Bruckner – Symphony in D minor, first time.\r\n     Rubinstein – Air from \"Nero\"\r\n     [... Mendelssohn \"Fingalshöhle\", Gluck, Händel, Wagner (\"Rheingold\"-Finale) ...].\r\n     Reserved seats, from 50 cents to $2, according to location, now on sale.\" (*).\n \nHinweis auf das Konzert in der New York Times 10683 auf S. 9 in der 2. Spalte:\r\n\"     MUSICAL AND DRAMATIC.\r\n[...]\r\n     The Symphony Society of New-York gives its second concert this season, at the Metropolitan Opera House, Saturday evening, and the usual public rehearsal will be held there Friday afternoon. The programme includes a new symphony by Bruckner, the finale to Wagner's \"Rheingold\" [... Gluck, Mendelssohn etc. ...].\" (**).\n\n \n(2. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Saint-Saens (Solist: Benno Schönberger), Wagner (Parsifal-Vorspiel) und R. Fuchs (***)).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:33"}, {"ID": 188511305, "Datum": "30.11.1885, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners [vermutlich an Theodor Helm]:\r\n   Entschuldigt sich wegen eines Irrtums bezüglich einer Photographie [für den Artikel am 30.12.1885?]. Bittet auch um zukünftige Gewogenheit. (*).\nKalendernotiz Bruckners:\r\n   »30. Nov. 9 Uhr Morgens über 12 Grad (Reum.) Wärme. [/] 3 Uhr nachm b 15 Grad!« (**).\r\nNotiz »Montag 30. Nov.« [Privatunterricht?] und »30. Nov.« (***).", "Letzte Änderung": "30.11.2025 15:38"}, {"ID": 188512004, "Datum": "vor Dezember 1885", "Haupttext": "Potpeschnigg sucht Bruckner im Musikvereinsgebäude auf, um sich einen Orgelschüler Bruckners für die Grazer Aufführung der Bachschen Matthäuspassion im Dezember 1885 empfehlen zu lassen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512005, "Datum": "Dezember 1885", "Haupttext": "Josef Schalks Vortrag beim Wagner-Verein [vgl. 19.11.1885] wird im Dezemberheft der Deutschen Worte, S. 469 - 476, abgedruckt:\r\n   »Anton Bruckner und die moderne Musikwelt.*) [Fußnote: Angaben zur Biographie und zum späten Bekanntwerden und Hinweis auf Schalks Artikel vom Oktober 1884]\r\nVortrag, gehalten im Wiener Akademischen Wagner=Verein\r\nvon Josef Schalk.\r\n   Nachdem es mir im Vorjahre vergönnt war, mich in den Bayreuther Blättern über Bruckner und seine Werke ausführlich auszusprechen, werden meine heutigen Mittheilungen sich weniger mit ihm selbst als mit seiner künstlerischen Umgebung im weitesten Sinne zu beschäftigen haben. [... Schlußsatz auf S. 476:] In solcher Reife, nicht im Musiziren und Komponiren, liegt allein der Wert wahrer Kunstbildung, dem Genie aber, das seine ganz eigenen, nicht vorzuzeichnenden Wege geht, werden wir dann in würdigster Vorbereitung und mit ahnendem Verständnisse begegnen.« (*).\nKalendereintragungen Bruckners, Adressen: »H Eckstein 5. Bez. Margarethen Siebenbrunnengasse 15.« (**) und [in anderem Kalender] »Levi = Arcostraße 2./3 [/] Kaulbach Gartenstr 12. [/] (Ostini Burgstraße 12.«(***).\nBei Rättig erscheinen Partitur und Josef Schalks Klavierauszug des »Te deum« (°) und bei Gutmann die Partitur der 7. Symphonie (°°). Ein Exemplar erhält König Ludwig II. (°°°).\nZeitungsartikel Bischof Rudigier und Bruckner mit Oddo Loidols Notiz \"Welser Anzeiger Dezbr. 85\" [siehe die Anmerkung] (#).", "Letzte Änderung": "29.11.2024 07:29"}, {"ID": 188512015, "Datum": "1.12.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Theodor Helm:\r\n   Skizzierung des Lebenslaufs - Ansfelden, St. Florian, 1841 bis 1855 Lehrer, die letzten fünf Jahre auch Stiftsorganist, 1855 - 1868 Domorganist in Linz, seit 1868 in Wien an der Hofmusikkapelle und am Konservatorium. Studien bei Sechter in Wien und Otto Kitzler aus Dresden. 1869 Orgelkonzerte in Nancy und Paris, 1871 in London (6mal Alberthalle, 5mal Kristallpalast). Drei große Messen, Te deum, Quintett, 7 Symphonien, Chöre etc. Seit 1875 an der Universität.\r\n[Der folgende Textteil ist bei Auer/Briefe dem Brief an Pohl vom 31.12.1885 zugeordnet! Vgl. die Anmerkung unten!]\r\n    Nachtrag: Aufführungsgeschichte der Messen (Dirigenten: Herbeck, Schreyer, meistens Bruckner selbst; Widmungsträger: Rudigier bzw. Imhof), Hanslicks Lob zum 16.6.1872. Weitere Werke: Festkantate 1862 [WAB 16], b-Moll-Messe (für Prälat Mayer), Requiem (für Sailer) [WAB 39]. (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 8 berichtet auf S. 104 von der Versammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins am 19.11.1885:\r\n»Vereins-Chronik.\r\n   Gelegentlich der am 19. v. M. stattgefundenen geselligen Vereinigung der ordentlichen Mitglieder des Wiener akademischen Wagner-Vereins hielt Herr Josef Schalk, weiteren Kreisen als ausgezeichneter Bruckner-Interpret bekannt, einen geistvollen Vortrag über „Anton Bruckner und die moderne Musikwelt”, welcher mit stürmischem Beifalle aufgenommen wurde. [...]« (**).\n(***) Laut Meldung der Wiener Signale Nr. 23 auf S. 190 ist die Partitur der 7. Symphonie nun mit Verspätung bei Gutmann erschienen [vgl. »1.10.1885«] (***).\r\n»Durch technische Hindernisse verspätet, erscheint nunmehr am 1. December a. c. die bereits vor ihrer Stichvollendung (durch Aufführung aus dem Manuscripte)\r\nberühmt gewordene\r\nSiebente Symphonie \r\nE-dur\r\nvon\r\nANTON BRUCKNER.\r\nDieses Werk wurde mit sensationellem Erfolge aufgeführt\r\nin München durch Hofcapellmeister LEVI,\r\nin Leipzig durch Capellmeister NIKISCH,\r\nin Karlsruhe beim Musikfeste des \"Deutschen Tonkünstler-Vereins\" durch Hofcapellmeister MOTTL.\r\nFür die diesjährige Saison bereits von\r\n22 Concert-Directionen\r\nzur Aufführung angenommen.\r\nPartitur 30 Mark. - Orchesterstimmen 30 Mark. - Vierhändiger Clavierauszug von Franz und Josef Schalk 12 Mark.\r\nVerlag von ALBERT J. GUTMANN in WIEN.\r\nkaiserl. königl. Hof-Musikalienhandlung.« (***).", "Letzte Änderung": "05.03.2023 21:31"}, {"ID": 188512035, "Datum": "3.12.1885, Donnerstag", "Haupttext": "In der Preßburger Zeitung, 122. Jahrgang, Nr. 332, wird auf S. 4 (signiert »J. B.«) Theodor Helms Buch über Beethovens Streichquartette besprochen. Bruckner wird in der Reihe der »Epigonen« genannt:\r\n»Musik=Literatur.\r\nBeethoven's Streichquartette.\r\nVersuch einer technischen Analyse dieser Werke im Zusammenhang mit ihrem gestigen [sic!] Gehalt von Theodor Helm. Leipzig Frisch [sic!]. 1885.\r\n   Ich bin im Begriffe allen aufrichtigen Freunden der musikalischen Kunst ein vortreffliches Buch wärmstens zu empfehlen [... über die Kapitel »Beethoven« und »Quartett nach Beethoven« ... Helm habe den praktischen Teil seines Beethoven-Verständnisses beim Florentiner Quartett, bei Laub, bei Joachim und primär] bei dem tiefsinnigen, seelenvollen Meister des Quartettspiels, dem Hofkapellmeister Josef Hellmesberger, den [sic!] Begründer der Kammermusikpflege in der Neuzeit Wiens, dem virtuosen Bahnbrecher der „Epigonen” Schubert, Schumann, Mendelssohn, Volkmann, Brahms, Rubinstein, Brukner [sic] [absolviert ... über den letzten Quartettabend ... Helms Buch sei ein Gewinn für jeden Hörer ...] Und wenn dazu das seltene Glück tritt, eines der „letzten Streichquartette”, etwa das \"Herrlichste von Allen\" das Cis-moll-Quartett von Hofkapellmeister Josef Hellmesberger und seinen Künstlergenossen zu hören, dann erst wird er recht dankbar der schönen That Dr. Helm's gedenken. .....J. B.«.", "Letzte Änderung": "07.09.2025 12:24"}, {"ID": 188512044, "Datum": "vor dem 4.12.1885", "Haupttext": "Unvollständig erhaltener Brief von Walter J. Damrosch an Bruckner:\n\"[vorgedruckter Briefkopf auf S. 3]\nMetropolitan Opera House. | OFFICE OF THE | ASSISTANT DIRECTOR, | 7TH Ave. &amp; 39TH ST. | New York,  ...... 188  \n[handschriftlich:]\nzu senden. In der Hoffnung daß Sie meine große Kühnheit entschuldigen, | Verbleibe ich | Hochachtungsvoll | Ihr Verehrer | Walter J. Damrosch\"", "Letzte Änderung": "03.05.2024 07:34"}, {"ID": 188512045, "Datum": "4.12.1885, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie (in der Fassung des Erstdrucks (*a)) unter Leitung von Kapellmeister C. Müller [Möller? Vgl. 15.12.1885] im 5. Museumskonzert in Frankfurt [siehe die Anmerkung] (*).\r\n    Unter den Mitwirkenden (bei Werken von Weber (»Oberon«-Ouvertüre), Brahms (Lieder für Alt mit Viola), Schumann (Lieder), Beethoven (5. Klavierkonzert) und Liszt (2 Legenden)) sind Frl. Anna Schauenburg aus Krefeld (Alt), E. Welcker (Viola), M. Wallenstein (Klavier) und Arthur Friedheim (*b).\r\n    (Später sprach Brahms Bruckner auf den [vermutlich ihm von Clara Schumann berichteten] schlechten Erfolg an (**))\nÖffentliche Probe der 3. Symphonie [unter Damrosch] in New York [Hauptaufführung am 5.12.1885] (***).\nH. E. Krehbiel berichtet Jahre später, dass der Damrosch-Konkurrent Theodor Thomas als erster eine Bruckner-Symphonie, die 7. Symphonie, in Amerika hatte bringen wollen, irrtümlich sich aber die 3. Symphonie gesichert hatte, auf welchen Irrtum ihn nach der Probe ein Freund aufmerksam machte (er verstehe angesichts dieses Werk die Aufregung um Bruckner in Europa nicht), so dass Damrosch zur Ehre der Bruckner-Premiere kam (***a).\n \nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 6.1.1886): »4. Dez. 5 fl schuldig Vockner.« [durchgestrichen, wohl als Zeichen der Erledigung] (°).\n \nNotiz »Freitag 4. Dez.« [Privatunterricht?] und »4. [Dez.]« (°°).", "Letzte Änderung": "24.11.2025 16:40"}, {"ID": 188512055, "Datum": "5.12.1885, Samstag", "Haupttext": "Kritik zur gestrigen öffentlichen Probe in der New York Times Nr. 10689 auf S. 4:\n          \"THE SYMPHONY SOCIETY.\n     The Symphony Society of New-York held the public rehearsal prefacing the second concert of the current season at the Metropolitan Opera House yesterday afternoon. The most important number on the programme was Anton Bruckner's D minor symphony, a work hitherto unfamiliar to local audiences, and of the merits of which an opinion may with propiety be deferred until it has had a second hearing, to-night. Although symmetrical as to form and substantial and smooth as to csoring, the first impression wrought by the symphony was rather against its originality and interest, and much livelier satisfaction was direved from the better known music that filled out the house bill. [... über die anderen Werke, den Tenor Sylva, eine Programmänderung (Rienzi statt Händel) ...] The concert may be attended at the Metropolitan this evening.\" (*).\n \nAuf derselben Seite ein kurzer Hinweis auf das heutige Konzert:\n     \"AMUSEMENTS THIS EVENING.\n[... alphabetisch geordnet ...]\nMETROPOLITAN OPERA HOUSE – At 2 - DER WALKURE. At 8:15 – SYMPHONY CONCERT.\n[...]\" (*a).\n \nHinweis auf das heutige Konzert in einem Inserat in der New York Tribune Nr. 14265 auf S. 7:\n\"SYMPHONY SOCIETY.\n          METROPOLITAN OPERA HOUSE.\nWALTER DAMROSCH ..... Musical Director.\nTHIS SATURDAY EVENING; Dec 5, at 8:15 - Concert.\n                         Soloist ... Herr ELOI SYLVA,\n                       From the Metropolitan Opera House.\nAnton Bruckner – Symphony in D minor, first time.\n[... die anderen Werke (Händel, Gluck, Mendelssohn, Gounod, Richard Wagner), Preise ...]\"(*b).\n \nAufführung der 3. Symphonie unter Walter Damrosch im 2. Konzert der Symphonie-Gesellschaft im Metropolitan Opera House in New York (**).\n \nKritik zur 3. Symphonie in Frankfurt in der Kleinen Presse (***).\n \nAuf die Aufführung von f-Moll-Messe, »Ave Maria« [WAB 6] und »Virga jesse« am 8.12.1885 machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\nFremdenblatt Nr. 335 auf S. 5 (°),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 335 auf S. 4:\r\n      \" * (Kirchenmusik.) In der Hofkapelle kommt zur Aufführung: [...]Dienstag den 8. d.: Messe in F-moll, Grad. (Ave Maria) und Offert. (Virga Jesse) von Anton Bruckner.\" (°°),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2072 auf S. 6 [inhaltlich wie (°°)] (°°°),\nund (mit anderem Text) die Wiener Zeitung Nr. 280 auf S. 3:\r\n      »(K. k. Hofcapelle.) Kirchenmusik in der k. k. Hofcapelle. Die Austheilung für den Monat December 1885 ist folgende:\r\n[Tag] 8. [Fest] Imac. [sic!] Conc. B. M. V.\r\n[Aufzuführen]\nMissa: F-moll\r\nGrad.: Ave Maria\r\nOffert.: Virga Jesse\r\n[Autor] Ant. Bruckner.« (#).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:34"}, {"ID": 188512065, "Datum": "6.12.1885, Sonntag", "Haupttext": "Kritik zur 3. Symphonie in der New York Times, S. 8:\n          \"THE SYMPHONY SOCIETY.\n     The programme referred to in yesterday's TIMES as having been rehearsed by the Symphony Society of New-York Friday afternoon was repeated last night, on the occasion of the second concert given this season by that body. A second hearing of Anton Bruckner's hitherto unfamiliar symphony, the programme of which occupied one-half of the evening, did not change the unsatisfactory impression growing out of its earliest rendering. A[s] to form and workmanship it is a highly commendable achievement; the composer's motives are distinct and fluent, his thematic treatment reveals complete mastery of his art, and his instrumentation is rich, though not cloying, and vivid without being clangorous. Unfortunately, there is not in the whole composition a measure in which a spark of inspiration, or a grain of inventiveness is discernible; the symphony, in brief, is but a beautiful shell without a kernel. It was smoothly and expressively played last night under Mr. Walter Damrosch's leadership, but notwithstanding its satisfactory exposition, it produced no effect whatever. [... Gluck, Mendelssohn, Richard Wagner (Rheingold und Rienzi), Gounod ...]\" [keine Signatur] (*).\n \nBesprechung in der New York Tribune Nr. 14266 auf S. 4:\n             \"THE SYMPHONY SOCIETY.\n     The second concert of the Symphony Society, which took place at the Metropolitan Opera House last night, was signalized by the production of a symphony by a composer hitherto unknown in this country and the singing of Eloi Sylva, of the German Opera.[... Programm ...]\n     [...] Of the symphony, more can scarcely be said than that is was listened to with curiosity by the musicians to the audience, who were able to appreciate the difficulty which nowadays besets the composers who aspire to produce a work in the highest of instrumental forms. The composer, Herr Bruckner, is known here only as a professor of harmony at the Conservatory in Vienna, and it is indicative of the vast amount of intellectual labor which fails of recognition in Germany, that though this is the sixth symphony composed by a man who enjoys a fine reputation as a musical scholar, his name has hitherto been unknown to our programmes. And Herr Bruckner is now, we believe, in his sixtieth year. Since composing the symphony in D minor he has written a seventh symphony, which was performed in the early part of this year in Leipsic, and has just left the press. This composition, which is in the key of E major, contains a slow movement which evoked a loud chorus of praise from the critics, some of whom enthusiastically set it down as the finest symphonic movement produced since Beethoven, though this extravagant expression is probably of a piece with that short-sighted and forgetful style of criticism that overlooks all that was accomplished between Beethoven and Wagner.\n     Herr Bruckner's artistic creed might be read in the symphony performed last night. He attests his devotion to Beethoven by writing a symphony at a time when many would have us believe that in this department the last word was spoken long ago, and, by borrowing, consciously  or unconsciously, much of the feeling of the first movement of the choral symphony for his first movement. He then publishes his admiration for Wagner by drawing on his dramas for much of the thematic material worked up in the symphony. That this was done consciously is plain enough from the fact that the work is inscribed to the Bayreuth master. The likeness between this symphony and the ninth of Beethoven is accentuated by the circumstance that both are in the key of D minor. But it might be said here that the resemblance stops with the key and the subject matter of the first movements. Of the tremendous emotional power of Beethoven's crowning work there is no trace in the work of the modern writer, which sounds pedantic and uninspired. The principal subject of the first movement in D minor gives character to the last movement as well, and changed to the major key provides a broad and sounding conclusion to the work. But, though treated in an manner that has no likeness at all with its prototype, it suggests Beethoven's first subject at its every entrance. This fact is unfortunate, in that it increases the severity of the judgment with which one listens to it. Of the four movements the Scherzo alone makes an unqualifiedly pleasing impression. It is fluent, fresh and vigorous in its rhythms and altogeteher such a piece of music as can be heard at any time with pleasure. The symphony is laid out on a liberal scale, but it is in no respect as revolutionary as might have been expected from so profound a devotee of Wagner as Herr Bruckner. It was given a respectful hearing, but the Scherzo alone called out an emphatic expression of pleasur from the listeners. Mr. Sylva's operatic manner is his concert manner. [... Vorbehalte gegen die Sprachbehandlung ...] The ballet music from Gluck was a delightful intermezzo.\" [keine Signatur] (**).\n[In der Zeitung The Sun war keine Besprechung nachweisbar (überprüft: 5.-7.12.1885).]\n \n(3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven, Mackenzie, Volkmann und Schumann (1. Sinfonie) (***)).\n \n(14seitiger Brief von Joh. Ev. Habert an Bernhard Deubler:\r\n     Liszts Missa choralis (Vorbehalte gegen das Werk) und eine Liste der Habertschen Werke anbei. St. Florian habe seine Zeitschrift bezogen (der einzige Wittianer sei Traumihler gewesen). In Steiermark habe nur Battlogg sich für ihn eingesetzt. Witt habe immer polemisiert. Erwähnt Domherrn Alois Karlon, Xavier van Elewyk, als Widersacher Viktor Kerbler [siehe die Anmerkung], Schenk und Traumihler, sinkende Auflagenzahl von Witts Zeitschrift (Gregorius-Blatt 1200, Gregorius-Bote 2000), Greith, P. Clemens in Einsiedeln, F. X. Witts Intrigen (auch gegen Weber, Böckeler, Winkler (Eichstätt)) und die Zurücksetzung Österreichs. Forster, Haberts schlechte finanzielle Situation, Kardinal Gaspard Mermillod, Joh. Bap. Singenberger (amerikanischer Cäcilien-Verein), Böhm in Augsburg (druckt Instrumentalmusik von Robert Führer und Alois Schöpf oder J. B. Schöpf), cäcilianische Machwerke (10mal schlechter als Mozart und Haydn), Gegner des CV in Salzburg und München. Witt, Traumihler, Andreas Strempfl, Böhm und Santner seien wortbrüchig gewesen. Ein Messe-Manuskript als Dankesgeschenk beiliegend (°)).", "Letzte Änderung": "11.04.2026 11:49"}, {"ID": 188512075, "Datum": "7.12.1885, Montag", "Haupttext": "Besprechung der 3. Symphonie [»gestern«, Artikel also vermutlich datiert 6.12.1885] in der New Yorker »Daily Tribune« (*).\r\nBruckner liest später die Kritik in Anwesenheit Göllerichs mit Befriedigung durch (**).\nKritik in der New Yorker »Evening Post« (***).\nProbe der f-Moll-Messe.\r\nEintragungen in den Stimmen der Hofkapelle: »7/12 85 Probe 1/2 2 bis 3.« am Ende der Baßstimme Nr. 1 (°a), »1885 [/] 7/12 Probe [...?] Werner« [vermutlich Julius Werner (°b)] am Ende der 2. Violinstimme Nr. 2 (°c), »3 [. Mal] 18 7/12 85 Braun allein. Collega Simandl hat vergessen!« [Aufführung am 8.12. gemeint?] am Ende der Kontrabaßstimme Nr. 1 (°d) und »Probe 7/XII 85« am Ende der Flötenstimme Nr. 2 (°e).\nAnkündigung der morgigen Kirchenmusik in der Neuen Freien Presse Nr. 7643 auf S. 3:\n     \"[Kirchenmusik.] In der Hofburg=Capelle kommen am Dienstag den 8. December um 11 Uhr zur Aufführung: Messe in F-moll, Graduale (Ave Maria) [WAB 6] und Offertorium (Virga Jesse) von AntonBruckner.\" (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:42"}, {"ID": 188512084, "Datum": "vermutlich vor dem 8.12.1885", "Haupttext": "Bruckner notiert [ohne Datierung] die Tonartenfolge in seiner f-moll-Messe mit einem Graduale in e-moll [sicher das »Virga jesse«] und einem Offertorium in F-Dur [vermutlich das »Ave Maria« [WAB 6]] (*).\r\n[Vermutlich Vorarbeit hierzu] undatierte Notiz Bruckners über Tonarten und die Akkordlage [der Satzschlüsse?] der f-Moll-Messe und anschließend »Grad GdG [/] Offert C 8l [Oktavlage]« (*a).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 12.12.1885): »Montag [7.12.1885?] 10 Dr Behn. [/] Baß Posaun. F Messe [/] Virga Jesse Tenor dis.« (**).", "Letzte Änderung": "03.10.2025 04:37"}, {"ID": 188512085, "Datum": "8.12.1885, Dienstag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 338 auf S. 13 (Kalendarium im Local-Anzeiger):\n     \"Kirchenmusik: Hofburgcapelle: Messe in F-moll, Graduale (Ave Maria) und Offertorium (Virga Jesse) von Anton Bruckner.\" (*).\nBruckner dirigiert in der Hofkapelle die f-moll-Messe (**) (mit den Solisten Karl Kaiser, Hugo Liermberger, Lissek und Kinsky (**a)), das »Virga Jesse« [Uraufführung] (***) und das »Ave Maria« [WAB 6]. Das Datum ist in einer Baß-Stimme festgehalten (°).\r\n   Auch in den Stimmen der f-Moll-Messe finden sich Eintragungen: »8/12 85 Auff:« am Ende der Baßstimme Nr. 1 (°a), »8/12 85« und »[Ende] 8/12 85 12 [Uhr] 34« am Ende der Baßstimme Nr. 5 (°b), »8/12 85« am Ende der 1. Violinstimme Nr. 2 (°c), »8/12 [1]885« am Ende der 1. Violinstimme Nr. 3 (°d), »8/12 [1]885 I. [?] W [/] schön, aber lang! Endlos!« am Ende der 2. Violinstimme Nr. 2 (°e), »Aufführung 8/XII [...?] II. mal« am Ende der Flötenstimme Nr. 2 (°f), »8 Dez 1885.« in der Klarinettenstimme Nr. 2 (Gloria, T. 65) (°g), »8/12 85. der Magen? [/] 1/2 1 Uhr« am Ende der Fagottstimme Nr. 1 (°h).\nKalendereintragung Bruckners: »Am 8. Dez. F Messe in Hofkapelle dirigirt.« (°°).\nFür diese Kombination der drei Werke paßt der [undatierte] Zettel, auf dem sich Bruckner die Tonartenfolgen der Messe, des Graduale (e-moll) und des Offertoriums (F-Dur) notiert hat (°°°).", "Letzte Änderung": "14.11.2024 07:16"}, {"ID": 188512095, "Datum": "9.12.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »9. Dez. Nägel an Füßen u Händen abgeschnitten.« (*).\n\nNotiz »Mittw 9. Dez.« [Privatunterricht?] und »9. [Dez.]« (**).\n\n\nDie Dresdner Nachrichten Nr. 343 kündigen auf S. 3 die Aufführung der 3. Symphonie am 11.12.1885 an: \"     † Nächsten Freitag, den 11. d., führt die Kgl. Kapelle in ihrem dritten Sinfoniekonzerte, welches wieder von Herrn Hofkapellmeister Schuch dirigirt wird, zum ersten Male die D-moll=Sinfonie von dem Wiener Komponisten A. Bruckner vor. Dieses Werk, die siebente Sinfonie [sic] Bruckner's, hat nach erfolgreichen Aufführungen den Namen des Autors erst in weiteren Kreisen bekannt gemacht, nachdem er vorher mit seinen Tondichtungen wenig Beachtung gefunden hatte.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512105, "Datum": "10.12.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Brief von Bote &amp; Bock an Ernst von Schuch:\r\n     Im Auftrag Bruckners übersenden sie Partitur, zwei- und vierhändigen Klavierauszug der 4. Symphonie.\r\n[Vorgedrucktes unterstrichen, lateinisch Geschriebenes kursiv]\r\n\"Löbl. Herrn Hofcapellmeister Hofrath Schuch in Dresden.\r\nIm Auftrag des Componisten Herrn Professor Anton Bruckner in Wien beehren wir uns, Ihnen anbei dessen 4.te Symphonie in Partitur, 2händigen und vierhändigen Klavierauszug ergebenst zu übersenden, und empfehlen uns Euer Hochwohlgeboren\r\nHochachtungsvoll u. ergebenst / Berlin W., den 10. December 1885        ser. [fer? her?] Ed. Bote  G. Bock\r\n[links:] Leipziger Str. 37. / U. d. Linden 3. [rechts:] Königl. Hof-Musikhandlung.\"", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:35"}, {"ID": 188512115, "Datum": "11.12.1885, Freitag", "Haupttext": "Konzert-Ankündigung im Dresdner Anzeiger (*)\n \nund in den Dresdner Nachrichten Nr. 345 auf S. 3:\n\"     † Das heutige Sinfonie=Konzert der Kgl. Kapelle, welches unter Herrn Hofkapellmeister Schuch's Leitung steht, bringt Mendelssohn's Ouverture zu \"Ruy Blas\", die G-moll=Sinfonie von Mozart und die siebente Sinfonie [sic] von A. Bruckner (Wien) zur Aufführung.\" (*a).\n \nAufführung der 3. Symphonie unter Schuch in Dresden (**).\r\n   Anwesend sind Otto Kitzlers Bruder (***), Emil Naumann (°), König Albert, [sein Bruder] Prinz Georg und [dessen Töchter,] die Prinzessinnen Mathilde und Maria Josepha (°a) und die Kritiker Niese [siehe die Anmerkung] und Seuberlich (°°), »A. B.« (°°°) und »F. G.« (#), vermutlich auch das Ehepaar Rappoldi-Kahrer (##).\n \nKurze Besprechung des Konzerts vom 5.12.1885 (mit der 3. Symphonie) in der Chicago Tribune auf S. 5:\r\n\"                      AMUSEMENTS.\r\n[... über eine Primadonna ...]\r\n                              ———\r\n     A new symphony was played by the New York Symphony society at its last concert. It was Bruckner's 6th [sic] symphony in D minor. The work was regarded as clever and musicianly, but uninspired. Its first movement recalles Beethoven's 9th; the others, Wagner. This is the first time that Bruckner's name has appeared on an American program.\r\n     Anton Rubinstein is now giving in Vienna his Cyclus [...].\" (###).\n \nÜber New York berichtet auch die in New Orleans erscheinende Zeitung The Daily Picayune Nr. 312 auf S. 8 in der 3. Spalte, signiert \"Vidette\":\r\n\"           GOTHAM GOSSIP.\r\n[... Übersicht: \"[...] –SECOND SYMPHONY CONCERT–ANTON BRUCKNER'S NEW COMPOSITION– [...]\" ...]\r\nSpecial Correspondence of the Picayune.]\r\n               NEW YORK, Dec. 6, 1885.\r\n[...]\r\n     The Second Symphony Concert, at the Metropolitan Opera House last evening, was especially interesting because of the production for the first time here of Anton Bruckner's new symphony in D Minor. This composition has these movements: Moderato, piu agitate [sic], misterioso; Adagio, quasi andante; Scherzo and Finale, allegro. It is a pretentious work and one of much technical excellence. Perhaps it might properly be calle [sic] a symphony of the Wagner school, for it is full of sudden transitions and strange surprises and is marked by a good deal of fury of sound. Still it is consistent and the themes are very deftly evolved. What it lacks is artistic soul. It does not reach the inner being of the listener, but is coldly admired. It was performed in a masterly manner by the orchestra under the conductorship of Walter Damrosch, who revealed with great precision and faithfulness its highest merits. The warmer applause that greeted the delightful interpretation of the Airs de Ballet from Gluck's \"Iphigenie in Aulis\" and the Overture to Mendelssohn's \"Fingal's Cave\" showed, however, that the audience had no decided affinity for Bruckner. [... die restlichen Werke, Plan einer konzertanten \"Parsifal\"-Aufführung (in London zweimal vor 6 - 8000 Besuchern) ... weitere kulturelle Beiträge ...].        VIDETTE.\" (a).", "Letzte Änderung": "24.11.2024 18:08"}, {"ID": 188512125, "Datum": "12.12.1885, Samstag", "Haupttext": "[11.12.1885?] Aufführungsmeldung der Neuen Zeitschrift für Musik 81 (1885) S. 522: »Frankfurt a. M., 4. Decbr. Dmoll-Symphonie von A. Bruckner« (*).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Samstag 1/2 11 Uhr Poher. [Poheryles]« (**).\n[??] Bei einer geselligen Zusammenkunft des Wiener Akademischen Wagner-Vereins in der Restauration des Musikvereinsgebäudes hält Josef Schalk [zum wiederholten Male? oder Vortragsfolge in drei Teilen? vgl. 12.10.1885 und 19.11.1885] dem Jahresbericht zufolge einen Vortrag: »Anton Bruckner und die moderne Musikwelt*). [Fußnote: »*) Abgedruckt im Decemberhefte 1885 der »Deutschen Worte« von Engelbert Pernerstorfer.«] - Herr Professor Josef Schalk. (12. December):« (***).", "Letzte Änderung": "29.11.2024 07:28"}, {"ID": 188512135, "Datum": "13.12.1885, Sonntag", "Haupttext": "Kritiken zur 3. Symphonie [11.12.1885] in Dresdener Zeitungen von Niese (Dresdner Anzeiger) (*)\nund Seuberlich (Dresdner Nachrichten Nr. 347 auf S. 3):\r\n\"                      Feuilleton.\r\n[...]\r\n     † Drittes Sinfonie=Konzert der Kgl. Kapelle. Der Wiener Komponist A. Bruckner konnte mit seinen sinfonischen Werken weder in Wien noch anderswo zur Geltung kommen, bis seine 7. Sinfonie in Leipzig einen durchschlagenden Erfolg errang. [... Vorbehalte gegen das Werk ... erwähnt: Schuch, Dauer \"fast eine volle Stunde\", Mendelssohns \"Ruy Blas\" ... mit Mozarts g-Moll-Sinfonie ...] schloß das Konzert, welchem Se. Maj. der König, Se. Kgl. Hoheit Prinz Georg und die Prinzessinnen Mathilde und Maria Josepha bin zum Schlusse beiwohnten. B. Seuberlich.\" (*a).\n\r\nIn Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung, Jahrgang 1885/86, Nr. 12, wird auf S. 208 ein Referat von August Lesimple über Bruckners »neueste Symphonie« [7. Symphonie] angekündigt:\r\n»Köln. [...] Mein nächstes Referat gilt der Aufführung der neuen Oper \"Johann von Lothringen\" von Joncière und der neuesten Symphonie Ihres Bruckner.\r\nAug. Lesimple« (**).\n\r\nIm Annoncenteil des Wiener Salonblattes empfiehlt Albert J. Gutmann den vierhändigen Klavierauszug der 7. Symphonie als Festgeschenk:\r\n»Die kais. königl. Hof-Musikalienhandlung\r\nAlbert J. Gutmann,\r\nWien, Hofopernhaus,\r\nempfiehlt folgende Werke zu\r\nFest-Geschenken.\r\nAnton Bruckner. Symphonie E-dur-Ausgabe für Clavier zu vier Händen.\r\n(Hervorragendes symphonisches Werk.) Weihnachtsnovität. [... weitere acht Vorschläge, darunter Helms Buch über die Quartette Beethovens, alle ohne anpreisenden, werbenden Zusatz ...]« (***).\n\r\n(2. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Mendelssohns »Elias« (°)).\n\r\n(Im Konzert des Vereins »Accord« im Bösendorfersaal wird u.a. Volkmanns 1. Serenade gespielt (°°)).", "Letzte Änderung": "15.12.2025 16:41"}, {"ID": 188512145, "Datum": "14.12.1885, Montag", "Haupttext": "Notiz Bruckners: »Montag 14. Dez.« [Privatunterricht?] und »14. Dez.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512155, "Datum": "15.12.1885, Dienstag", "Haupttext": "Brief Clara Schumanns an Brahms:\n     Über den ungünstigen Eindruck, den die Symphonie Bruckners in Frankfurt [3. Symphonie am 4.12.1885] auf sie gemacht hat (*).\n \nBesprechung der f-moll-Messe [8.12.1885] in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2082 auf S. 7, signiert »Dr. H.« [Robert Hirschfeld]:\r\n      »[Von der Hofcapelle.] [... über den 6.12.1885 ...] Groß war der Andrang zur F-moll-Messe Bruckner's, die unter der Direction des Componisten Dienstag den 8. d. M. aufgeführt ward. Je öfter man dieses Riesenwerk hört, desto höhere Achtung gewinnt man vor seinen Schönheiten. [... Text bei 1093/247f, mit folgenden Abweichungen: lat. Namen und Tonarten andere Drucktype ... Reichthum ... mäkelnde Scheelsucht ... Vorhergehenden ... muß, da ... heiklen Einsätze ... muß ... dauerte aus und ... wuchtig, die ...] Auch die Einlagen Virga Jesse und Ave Maria [WAB 6] zeugen für Bruckner's eminenten Reichthum und seine Schaffenskraft, wohl aber auch für die Unbekümmertheit gegen die Sänger, mit der er componirt. [... erwähnt werden Wagner, Liszt, Beethoven, das Mißverhältnis zwischen Knabenchor und Orchester ...] Was die einzelnen Leistungen anbelangt, so erwarben die Sänger des Tenors (Herr Lissek, der einen sehr glücklichen Tag hatte) und des Basses (Herr Kinsky) alles Lob. Der Sopran-Solist Karl Kaiser bewältigte seine riesige Aufgabe in staunenswerther Weise, er dauerte aus, und gab sein Bestes, der Alt-Solist Hugo Liermberger schlug in vollen wuchtigen Tönen. Die Bässe waren beinahe zu wuchtig, die Phrasirung bei Männer und Knaben bietet allerdings nicht das reinste Latein. Im Ganzen aber war der 8. ein Ehrentag für Anton Bruckner, ein Ehrentag für die ruhmreiche Hofcapelle und ihren treubesorgten, nie rastenden Leiter Hellmesberger!     Dr. H.« (**).", "Letzte Änderung": "14.11.2024 07:17"}, {"ID": 188512157, "Datum": "ca. Mitte Dezember 1885", "Haupttext": "Brief von Pfarrer Ernst Klinger aus Taufkirchen an Emil Naumann [in Dresden?]:\r\n   Verweist auf die in Naumanns Musikgeschichte nicht berücksichtigten Österreicher Johann Habert und Bruckner.", "Letzte Änderung": "03.09.2024 15:39"}, {"ID": 188512165, "Datum": "(16.12.1885, Mittwoch)", "Haupttext": "Im Konzert von Adelina Patti im Großen Musikvereinssaal wird unter Hellmesbergers Leitung auch ein Satz aus Volkmanns 2. Serenade gespielt.", "Letzte Änderung": "27.11.2024 10:59"}, {"ID": 188512175, "Datum": "17.12.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Das in Olmütz erscheinende Mährische Tagblatt Nr. 289 berichtet auf S. 3 von Bruckners späterer Grabstätte, vermutlich einen Text Ludwig Hevesis aus dem Pester Lloyd übernehmend:\n               \"Wiener Brief.\n[...]\n     Der ausgeraubte Juwelierladen Am Graben ist gegenwärtig der Brennpunkt des Interesses für das große Publicum Wiens. [... über das Verbrechen ... Burgtheater, Rubinstein-Konzert ... Pianistenschwemme ...]\n     [...] Dann soll uns aber heuer noch ein Pianist zu kommen wagen, ohne erst sein Grab auf dem Centralfriedhof bestellt zu haben! Mancher Künstler hat freilich ein eigenes Glück in gewissen Dingen. Zum Beispiel der auch bei Ihnen wohlbekannte Meister Bruckner, der gewaltige Wiener Organist. Als ich einst in Bern die große Orgel, bekanntlich nach der Harlemer die größte, spielen hörte und dann den Organisten Mendel (kurz darauf gestorben) aufsuchte, war sein erstes Wort das Lob Bruckner's. Auch kennt man ihn hier allgemein, schon wegen seiner Riesenfigur und vor Allem wegen seiner seltsamen, doppelt mannsdicken Beinkleider. Nun denn, Meister Bruckner war ein besonderer Liebling des verstorbenen Linzer Bischofs Rudigier. [... über die Beziehung Rudigier-Bruckner ... eines Tages besonders ergriffen, sagte er] mit feuchten Augen: \"Lieber Bruckner, ich habe nachgedacht, womit ich Sie für einen solchen Genuß würdig belohnen könnte; ich habe es gefunden. Ich verspreche Ihnen hiemit eine Grabstätte, wo sie Ihnen am liebsten sein wird: unter unserer großen Orgel\" . . . Bruckner kann es also allenfalls noch wagen, ein Concert zu geben, denn er hat in dieser Hinsicht ausgesorgt. Aber ein Anderer nicht!\n               (\"P. Ll.\") \" [Pester Lloyd? siehe auch die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "19.11.2024 11:54"}, {"ID": 188512185, "Datum": "18.12.1885, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik notiert auf S. 523 das Programm des Konzerts vom 4.12.1885: »Frankfurt a. M., 4. Decbr.  Dmoll=Symphonie von A. Bruckner, Zwei Gesänge für eine Altstimme mit Bratsche und Pianoforte von Brahms (Frl. Anna Schauenburg aus Crefeld), Esdur=Concert von Beethoven (Hr. Arthur Friedheim), Lieder von Schumann, Legenden für Pfte von Liszt, sowie Oberon=Ouverture. -«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512195, "Datum": "19.12.1885, Samstag", "Haupttext": "[Petersburger Datum 7.12.1885] Brief Bülows an Richard Strauss: \n\n    Über seine Tätigkeit in St. Petersburg. \n\n«[...] Auf Brahms werde ich zunächst hier verzichten müssen; außerdem ist das gemeinschädliche Gebahren der asiatischen Bruckners besonders hinderlich. ... [vermutlich mit Bezug auf Bruckner gemeint:] Übrigens wimmelt es von verkannten sinfonischen Genies, von denen jedes seine eigene Clique hat, die der anderen spinnefeind ist und mit Bevorzugung berücksichtigt zu werden prätendiert.« (*).\n\n\n(Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Bernhard Deubler:\n     Anbei Formulare für die Mitgliedschaft einiger St. Florianer im Diözesanischen Cäcilien-Verein. Seinen Standpunkt zum Cäcilianismus habe er in Witts Musica Sacra dargelegt. Aus dem Parteienstreit mit Habert wolle er sich heraushalten. Plädiert für einen Österreichischen Cäcilien-Verein (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512205, "Datum": "20.12.1885, Sonntag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 10 teilt auf S. 119 in einem Bericht aus Dresden mit, daß die 7. Symphonie für ein Nicodé-Konzert vorgesehen sei [erst am 15.3.1887 aufgeführt] und daß die Hofkapelle die 3. Symphonie aufführe [11.12.1885]:\r\n      »Von Auswärts\r\nDresden, Mitte December.\r\n    Die künstlerischen Beziehungen zwischen Dresden und Wien sind in der letzten Zeit besonders lebhafte gewesen. [...] Auch Ihr so lange verkannter Landsmann Anton Bruckner kommt in einem dieser Concerte [Nicodé-Concerte], und zwar mit seiner E-dur-Sinfonie, zum Wort.\r\n    Ueberdies hat sich auch die Hofcapelle seiner angenommen und bringt in ihrem dritten Concert seine D-moll Sinfonie. [...]« (*).\nDieselbe Zeitschrift macht auf S. 121 auf das Konzert vom 30.12.1885 (mit 2 Sätzen der 7. Symphonie) aufmerksam:\r\n    »[...] 4. A. Bruckner: Erster und dritter Satz aus der VII. Sinfonie; für 2 Klaviere bearbeitet (die Herren Löwe und Schalk). [...]« (**).\nEtwas aktueller berichtet in Kurzform das Musikalische Wochenblatt Nr. 52 auf S. 644:\r\n     \"Vermischte Mittheilungen und Notizen.\r\n       * Die Dresdener königl. Capelle brachte in ihrer letzten Symphoniesoirée Anton Bruckner's Rich. Wagner gewidmete D moll-Symphonie zur Aufführung, eine sehr löbliche That.\" (***).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7656 macht auf S. 6 auf Bruckner-Erstdrucke aufmerksam:\r\n     \"Neue Musikalien. (Weihnachts=Nova.) Bericht der k. k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann, Wien (Hofopernhaus). Anton Bruckner: 7. Symphonie. E-dur. Orchester=Partitur und Bearbeitung für Clavier vierhändig von Franz und Joseph Schalk. Adagio aus dem Streichquintett. [...]\" (°).\nIm Wiener Salonblatt Nr. 51-52 greift Gutmann auf ein ganzseitiges Inserat auf S. 16 zurück:\r\n\"Die kais. königl. Hof-Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus, empfiehlt folgende Werke zu Fest-Geschenken. Anton Bruckner. Symphonie E-dur- Ausgabe für Clavier zu vier Händen. (Hervorragendes symphonisches Werk.) Weihnachtsnovität. [... u.a. Bücher von Hanslick, Theodor Helm und Max Kalbeck ...]\" (°°).\n(4. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Gluck, Berlioz (Romeo), Händel und Mozart (°°°)).", "Letzte Änderung": "20.02.2023 11:22"}, {"ID": 188512215, "Datum": "21.12.1885, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »21. Dez. Fr. Kathi für Jänner 7 fl etc.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512225, "Datum": "22.12.1885, Dienstag", "Haupttext": "In der Wiener Zeitung Nr. 293 auf S. 3 der Wiener Abendpost wird der Bericht der New York Tribune [7.12.1885] über die Aufführung der 3. Symphonie [am 5.12.1885] nachgedruckt: \n          \n»Theater und Kunst. \n[...]\n      Man schreibt uns aus New=York: Es wird Sie interessiren, das hiesige Urtheil über den Wiener Componisten Bruckner kennen zu lernen. Die New=Yorker \"Tribune\" vom 7. d.M., die so ziemlich der allgemeinen Ansicht Ausdruck giebt, schreibt: \"In dem zweiten Concerte [... Text wortgetreu bei 713/401f, mit den noch folgenden Abweichungen: ... D-moll ... siebente in E-dur ... D-moll ... Aehnlichkeit ... ] obgleich dies die sechste Symphonie eines Mannes ist, welcher als Musikgelehrter einen hohen Ruf genießt, [...] Seit Bruckner die Symphonie in D-moll componirte, hat er noch eine siebente in E-dur geschrieben, welche zu Anfang dieses Jahres in Leipzig aufgeführt wurde und jetzt eben die Presse verlassen hat. [...] Die Symphonie wurde mit Achtung angehört, das Scherzo rief lebhafte Beifallsäußerungen der Zuhörer hervor.\" [keine Signatur]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512235, "Datum": "(23.12.1885, Mittwoch)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512245, "Datum": "24.12.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung zitiert auf S. 1344 aus der am 22.12.1885 in Wien publizierten Rezension der »Tribune« [7.12.1885] über die Aufführung der 3. Symphonie in New York [5.12.1885]:\n»* (Ein amerikanisches Urtheil über Bruckner.) Man schreibt der \"Wiener Abendpost\" aus New=York: Es wird Sie interessiren, das hiesige Urtheil über den Wiener Componisten Bruckner kennen zu lernen. Die New=Yorker »Tribune« vom 7. d.M., die so ziemlich der allgemeinen Ansicht Ausdruck gibt, schreibt: »In dem zweiten Concerte der Symphonie=Gesellschaft, das gestern abends im Metropolitan Opernhause stattfand wurde eine Symphonie von Bruckner in Wien, einem hier noch unbekannten Componisten aufgeführt. [... obgleich dies die sechste Symphonie eines Mannes ist, welcher als Musikgelehrter einen hohen Ruf genießt, ... Seit Bruckner die Symphonie in D-moll componirte, hat er noch eine siebente in E-dur geschrieben, welche ... jetzt eben die Presse verlassen hat. [...] Die Symphonie wurde mit Achtung angehört, das Scherzo rief lebhafte Beifallsäußerungen der Zuhörer hervor.« [keine Signatur] (*).\n \nVermerk \"h. N.\" (heilige Nacht) in der Partitur des 1. Satzes der 8. Symphonie bei Takt 296 (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:47"}, {"ID": 188512246, "Datum": "Weihnachten 1885", "Haupttext": "[?] Bruckner verbringt die Feiertage in St. Florian.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188512255, "Datum": "25.12.1885, Freitag", "Haupttext": "Aufführungsmeldungen der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 52 auf S. 536 über die 3. Symphonie in Dresden [am 11.12.1885]\r\n                »Vermischtes.\r\n     *-* Anton Bruckner's Dmoll=Symphonie (Rich. Wagner gewidmet), gelangte in Dresden in der letzten Symphonie=Soirée der Kgl. Capelle zur Aufführung.  «\n\r\nund auf S. 537 über die 3. Symphonie [am 4.12.1885] in Frankfurt:\r\n»Aufführungen neuer und bemerkenswerther älterer Werke.\r\n[...]\r\nBruckner, Anton, Symphonie (Dmoll). Frankfurt a. M. Museums=Concert.« (*).\nDas Fremdenblatt Nr. 355 kündigt auf S. 5 die Aufführung des Quintetts am 7.1.1886 an:\r\n»     – Hellmesberger's dritter Kammermusikabend [... Amalie Joachim, Laura Rappoldi-Kahrer ... Werke von »Bruckner. Quintett F-dur (2. Aufführung)«, Schumann (Klavierquintett), Brahms (Lieder mit Viola: Hellmesberger), Beethoven-Lieder und Schumann [sic!] Quintett C-Dur op. 163 [recte Schubert], 2. Cello F. Weidinger] Das ursprüngliche Programm des dritten Kammermusikabends gelangt an einem späteren Abende zur Aufführung.« (**).\nDie Wiener Zeitung Nr. 296 kündigt auf S. 5 die Aufführung des Quintetts für den 7.1.1886 an:\r\n     \"Hellmesbergers dritter Kammermusikabend findet Donnerstag, den 7. Jänner 1886, unter Mitwirkung der Frau Amalie Joachim und der kön. sächsischen Kammervirtuosin Frau Laura Rappoldi=Kahrer mit folgendem Programme statt: Bruckner: Quintett F-dur (zweite Aufführung); Schumann [...] Das ursprüngliche Programm des dritten Kammermusikabends gelangt an einem späteren Abende zur Aufführung.\" (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:48"}, {"ID": 188512275, "Datum": "27.12.1885, Sonntag", "Haupttext": "Die Morgen-Post Nr. 356 gibt auf S. 6 das Programm vom 30.12.1885 (mit zwei Sätzen der 7. Symphonie) bekannt:\r\n»     * Der akademische WagnerrVerein [sic] veranstaltet seinen 4. internen musikalischen Abend am 30. d. M., halb 8 Uhr, im kleinen Musikvereinssaale. [...], von Bruckner: zwei Sätze aus der 7. Sinfonie [...]«.", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:49"}, {"ID": 188512285, "Datum": "28.12.1885, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 22.12.1885): »28. Montag 1/2 9 Uhr Morgens. Vockner. [derselbe Tag gemeint?] H Eckstein 1/2 10 Uhr« (*).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 46 meldet auf S. 567, daß die Königliche Kapelle in Dresden die 3. Symphonie aufgeführt hat [11.12.1885]:\r\n      »Aus den Concertsälen.\r\n    [...] Die Dresdener königl. Capelle brachte in ihrer letzten Symphonie=Soirée Anton Bruckner's, Rich. Wagner gewidmete D-moll-Symphonie zur Aufführung.« (**).\nAuf derselben Seite findet sich ein mit »O. v. K.« signierter Bericht über die Aufführung von f-Moll-Messe, »Virga jesse« und »Ave Maria« [WAB 6] am 8.12.1885:\r\n      »Vermischtes. [...] - Von der Hofcapelle. [... über eine Mozart-Messe ...] Am Feiertag, den 8. d. M, kam nach länger als Jahresfrist Bruckner's große Messe in F neu einstudirt zu glänzender Aufführung, die nahezu anderthalb Stunden dauerte. [... geniales Werk, bizarr, originell, dramatisch, wenig lyrische Elemente ... Besprechung der einzelnen Sätze ... Mitwirkende: Lissek (Tenor), Kinsky (Bariton), ein Sopransolist, Hellmesberger (Violinsolo) ...] Die beiden Einlagen, gleichfalls von Bruckner, sind a capella-Chöre in altitalienischem Stil, von schönster Wirkung. Die Aufführung des schwierigen Werkes war eine vortreffliche. O. v. K.« (***).\nDas Vaterland Nr. 355 kündigt auf S. 4 die Aufführung des Quintetts für den 7.1.1886 an:\r\n\"Hellmesberger's dritter Kammermusik=Abend findet Donnerstag, den 7. Jänner 1886 unter gefälliger Mitwirkung der Frau Amalie Joachim und der königlich sächsischen Kammervirtuosin Frau Laura Rappoldi=Kahrer mit folgendem Programme statt: Bruckner: Quintett F-dur (zweite Aufführung); Schumann [...] Das ursprüngliche Programm des dritten Kammermusik=Abends gelangt an einem späteren Abende zur Aufführung.\" (°).", "Letzte Änderung": "14.11.2024 07:18"}, {"ID": 188512296, "Datum": "ca. Ende Dezember 1885", "Haupttext": "Brief Emil Naumanns an Ernst Klinger in Taufkirchen:\r\n   Wird auch zeitgenössische österreichische Komponisten in späteren Auflagen seiner Musikgeschichte berücksichtigen. Erbittet Angaben zu Johann Habert. Über Bruckner sei er anderer Meinung - dessen soeben [am 11.12.1885] in Dresden aufgeführte [3.] Symphonie habe ihm wie dem Großteil des Publikums nicht gefallen. Vielleicht mag die Kirchenmusik besser sein.", "Letzte Änderung": "03.09.2024 15:40"}, {"ID": 188512305, "Datum": "30.12.1885, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner besucht in der Schottenkirche eine Hl. Messe zum Andenken an Marie von Czerny (*).\nErster Teil eines Artikels von Theodor Helm über Bruckner in [Fritschs] Musikalischem Wochenblatt Nr. 1 (Leipzig) auf S. 4 - 6:\r\n           »Biographisches.\r\n                Anton Bruckner.\r\n                     (Mit Portrait.)\r\n                           I.\r\n     Es dürfte wohl nicht oft vorkommen, dass ein bedeutender Tondichter, der durch mehrere Jahrzehente [sic!] hindurch ununterbrochen auf das Fleissigste und im grössten Stile geschaffen, erst sein sechszigstes [sic] Lebensjahr erreichen muss, um über die Grenzmarken seines Heimathlandes auch nur genannt zu werden, dann aber auch sofort, und zwar durch ein einziges Werk zum gefeierten Manne des Tages wird. [... ausführlich zur Biographie (bis zur London-Reise 1871), um das Vorurteil zu entkräften, Bruckners Werke hätten keine solide technische Basis; keiner habe gründlicher studiert ...] Das ergibt sich wohl zur Genüge aus vorstehender Skizze, die sich grösstentheils an einen in der Wiener \"Allgemeinen Kunst-Chronik\" erschienenen Aufsatz von Professor Dr. H. M. Schuster anschloss, welcher die einschlägigen Daten von Bruckner selbst mitgetheilt erhielt.      Dr. Th. Helm.« (**).\r\nDiese Nummer 1 des 17. Jahrgangs (1886) bringt auf S. 9 einen von R. Loes und Theodor Mayerhofer gestalteten Druck [IKO 34] des Hanfstängl-Photos [vom 8./9.3.1885] (**a).\nAuf S. 14 ist in der Rubrik »Musikalien- und Büchermarkt.« notiert:\r\n     »Eingetroffen:\r\n[...]\r\nBruckner, Anton, 7. Symph. (Wien, Albert J. Gutmann.)« (**b).\nArtikel über die 3. Symphonie in New York [am 5.12.1885] im Linzer Volksblatt Nr. 298 auf S. 2:\r\n      » - Bruckner's D-moll Symphonie. Die New=Yorker \"Tribüne\" schreibt über die am 6. Dezember [sic] d. J. in New=York aufgeführte D-moll Symphonie von A. Bruckner: \"In dem zweiten Konzerte der Symphonie=Gesellschaft, das im Opernhause stattfand [... Text mit geringen Abänderungen, aber deutlichen Kürzungen von der Wiener Zeitung vom 22.12.1885 übernommen ...] Die Symphonie wurde mit lebhaften Beifallsäußerungen gehört.« [keine Signatur] (***).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 359 weist auf S. 3 des Abendblatts (Neues Wiener Abendblatt) auf das heutige Konzert hin: \" * Der Wiener akademische Richard Wagner=Verein hält heute Abends seinen vierten internen musikalischen Abend ab, und zwar um halb 8 Uhr im kleinen Musikvereinssaale. Hiebei gelangen zur Aufführung Musikstücke von J. S. Bach, Ch. Gluck, Tartini, A. Bruckner, F. Liszt, Richard Wagner.\" (°).\nBeim 4. internen Musikabend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im Kleinen Musikvereinssaal (°a) spielen Ferdinand Löwe und Josef Schalk auf 2 Klavieren den 1. und 3. Satz der 7. Symphonie (°°).\r\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von J. S. Bach (Kantate »Wie schön leucht' uns der Morgenstern«, die Tenorarie bearbeitet von Robert Franz, mit Helene Marschall, Franz Schaumann, Hermann Nigg, dem Vereinschor und Robert Erben), Gluck (Arie der Alceste mit Rosa Papier-Paumgartner und Hans Paumgartner), Tartini (g-Moll-Sonate [=Teufeltriller-Sonate?] mit Arnold Rosé und Robert Erben), Liszt (137. Psalm mit Rosa Papier-Paumgartner, Arnold Rosé, Christine Brioschi, Robert Erben und Rudolf Bibl) und Richard Wagner (Siegfrieds Rheinfahrt aus der »Götterdämmerung« mit Josef Schalk und Ferdinand Löwe). Dirigent ist Franz Köstinger (°°°).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jahrgang 1885/86, Nr. 14, berichtet auf S. 241 vom 5. Museumskonzert in Frankfurt [4.12.1885], in dem die 3. Symphonie keinen Anklang gefunden habe, und erwähnt dabei die Aufführung die Karlsruher Aufführung der 7. Symphonie [Adagio, 30.5.1885]:\r\n      »Frankfurt a. M. (Orig.-Corresp., Forts. und Schluss.) Ueber das fünfte Museumsconcert Ihnen zu berichten, fällt mir wahrlich schwer; es waltete ein Unglücksstern darüber, und bitter habe ich mich getäuscht, als ich anfangs der Saison annahm, des Museumsvorstandes fester und löblicher Entschluss sei es, uns mit lauter interessanten Concerten - reich an Novitäten und neuen Erscheinungen - zu bedenken. So viel die ersten drei versprachen, so wenig hielten die nachfolgenden. Es wurde uns zwar diesmal eine Novität aufgetischt: Symphonie in D-moll von Anton Bruckner, aber wie sehr wäre es im Interesse des Componisten und der Zuhörerschaft gelegen gewesen, diese Aufführung zu unterlassen; dem Componisten zuliebe, weil Herr Bruckner (nebenbei gesagt ein Wiener), welcher in der Musikwelt sich bereits eines ansehnlichen Rufes erfreut, man daher von ihm Besseres erwarten durfte, durch die Vorführung dieses Werkes das Urtheil über sein Können in ein bedenkliches Schwanken gebracht hat [... nicht wertlos, musikalisches Talent, gewisse Gewandtheit in der Form, aber es fehle Originalität, die eigene Idee, bedenklich seien die naiven Reminiszenzen ...] Nach alledem brauche ich wohl kaum hinzuzufügen, dass die Aufnahme des Werkes, welches von unserem Orchester mit grossem Fleiss einstudirt und brillant vorgetragen wurde, seitens des Museumspublicums keine warme, stellenweise sogar eine sehr kühle war. Herrn Bruckner's E-dur-Symphonie soll ein bedeutendes Werk sein und bei der letzten Tonkünstler-Versammlung in Carlsruhe allgemeinen Beifall gefunden haben; warum hat er in Frankfurt nicht mit dieser debutirt? [...] [Signatur vermutlich auf S. 242] (#).\nAuf S. 244 ist zu lesen:\r\n     »... mit der Aufführung der mit so großen Spannung erwarteten Symphonie von Bruckner sind wir auf den Monat Februar vertröstet.« [7. Symphonie, 21.3.1886] (##).", "Letzte Änderung": "14.11.2024 08:27"}, {"ID": 188512315, "Datum": "31.12.1885, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Marie Anna von Czerny:\r\n     Kondoliert zum Tod der Mutter (*). War gestern in der Schottenkirche (**).\nBrief Bruckners an C. F. Pohl:\r\n     Neujahrsgrüße. 7. Symphonie im März.\r\n[Der folgende Briefnachtrag gehört vielleicht (sehr fraglich!!) zum Brief vom 1.12.1885 (#)]\r\n     Geistliche Werke: d-moll-Messe 22.11.1864 (##)/6.12.1864, Herbeck 10.2.1867; e-moll-Messe (Rudigier gewidmet) 29.9.1869, Schreyer 4.10.1885; f-moll-Messe (Imhof gewidmet) 16.6.1872 (Hanslicks Lob), 8.12.1872 etc.; Festkantate 1862 [WAB 16]; b-moll-Messe für Prälat Maier; Requiem für Seiler (St. Florian, 11.12.1849 Kremsmünster) [WAB 39] (***).\nKritik zur Aufführung zweier Sätze der 7. Symphonie [30.12.1885], signiert »Bn« [= Berggruen?] in der Morgen-Post Nr. 360 auf S. 4:\r\n»    * Der akademische Wagner=Verein veranstaltete gestern einen sehr interessanten Musikabend. [...] Das Auditorium fühlte sich ferner durch zwei Sätze aus Bruckner's siebenter Symphonie in höchstem Grade angeregt und rief stürmisch den genialen Componisten, obgleich das bedeutende Werk von der Verfassern des Clavierauszuges, den Herren Löwe und Schalk blos vierhändig gespielt wurde, während es fortwährend laut nach dem Orchester schreit. – Im März spielen die Phiharmoniker Bruckner's Symphonie, dann wollen wir sie eingehend besprechen. Großen Beifall erntete Concertmeister Rosé mit dem gediegenen stylvollen Vortrage von Tartini's Sonate in G-moll für Violine.               Bn.« (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 15:50"}, {"ID": 188512325, "Datum": "1885/86", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts in Stuttgart (*)\r\nund [??] der 7. Symphonie unter Spörr in Karlsbad (**).\n[nach Sommer 1885, vor 1887]\r\nTheodor Helm schickt ein Exemplar seines Buches über Beethovens Streichquartette (Vorwort datiert \"Sommer 1885\") an Hans von Bülow, der den Anhang des Buches wegschneiden will, weil darin Bruckners Quintett behandelt wird. In seinem Dankschreiben nennt sich Bülow \"entdeckungsreifer neuer Sinfoniker, auf besonderen Wunsch auch Kakophoniker\" und \"Schüler und präsumptiver Nachfolger von Anton Bruckner\" (***).", "Letzte Änderung": "06.06.2025 22:23"}, {"ID": 188600005, "Datum": "1886", "Haupttext": "[??] Aufführung der 7. Symphonie unter Th. Thomas in Boston [vgl. aber 5.2.1887 und 4.9.1887] (*).\nBei Th. Rättig [= Wetzler (**)] erscheinen mit Unterstützung Ecksteins (**) Partitur und Stimmen der Graduale »Christus factus est« [WAB 11] und »Locus iste«, Oddo Loidol gewidmet (T.R.41), »Os justi« und »Virga Jesse«, Traumihler gewidmet [Angabe nur für das »Os justi« richtig, vgl. 3.9.1885] (T.R.42) (***).\nArtikel über Bruckner in dem von Paul Frank herausgegebenen Kleinen Tonkünstlerlexikon (°).\n[nach April 1886?] Der Jahresbericht des Wiener Akademischen Gesangvereines, 28. Vereinsjahr 1885/86, verzeichnet auf S. 29 (»Statistik. Neu- und Nachschaffungen für das Archiv:«) auch »[...] 13. Bruckner Anton: »Trösterin Musik«, (180 Stimmen) [...]« (°°).\n[vor dem 21.1.1886] Artikel über Bruckner in der Rubrik »Die Symphoniker der Neuzeit« in der Leipziger Musik- und Kunstzeitung, Jahrgang 1886, Nr. 1. (°°°). »²) Das erste Capitel dieser Rubrik, in der ersten Nummer des Jahrgangs 1886 erschienen, hatte Anton Bruckner zum Gegenstand.« (°°°a).\nBilse gibt Partitur-Abschrift und Stimmen der 4. Symphonie (erste Fassung) an Tappert zurück, der sie [nur die Partitur?] bis 1902 in Berlin behält (#).\nLoidol datiert die von Bruckner signierten Abschriften Aigners von »Os justi« (»P. Oddo Loidol 1886.«) (##) und »Virga Jesse« (»P. Oddo Loidol 1886.«) (###).\nSchaumann dichtet in Bayreuth [also wohl Juli/August 1886] für Bruckner ein Opernlibretto »Bürgerreuth« (a).\nVollendung von Uhdes Bild »Abendmahl« [IKO 23] [ein Apostel trägt die am 12.3.1885 skizzierten Züge Bruckners] (b).\n[?] Brief von Brahms an Bülow mit Äußerung über Bruckner (»Unbildung, Verrücktheit«) (c).\nDie Männerchorfassung [Bruckners?] von »Iam lucis orto sidere« [WAB 18] erscheint im Unterhaltungsblatt »An der schönen blauen Donau« 1 (1886) S.240 [vgl. 1.5.1886] (d).\nKomposition von »Ave regina coelorum« [WAB 8] für Klosterneuburg, angeregt von Ferdinand Schölzig [12.2.1886] [siehe die Anmerkung] (e).\nDer am 11.2.1886 vollendete Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] erscheint im »Straßburger Sängerhaus« mit Bruckners Portrait [IKO 21] (f).\nBruckner besucht mit Kaltenbach (Sierninger Organist) die Familie Wimmer [siehe die Anmerkung] (g).\r\nEr komponiert für Maria Wimmer »Die Rose« [WAB 228] (h).\nFromme's Musikalische Welt, Jg. 1886, notiert auf S. 46 in der Rubrik »Geburtstage, Geburtsorte und momentanes Domicil der namhaftesten lebenden Componisten.« auch »[...] Bruckner, Anton * 4. September 1824, Ansfelden (Oberösterreich), lebt: Wien«. (i)\r\nIm »Rückblick auf das Musikjahr 1884/85« auf S. 54f werden Aufführungen Brucknerscher Werke erwähnt (»Te deum« und Quintett am 2.5.1885) und die Pianisten »Ferd. Löwe und Jos. Schalk (diese beiden vor Allem begeisterte und berufene Vorkämpfer Bruckner's)«, eine Aufführung des Quintetts [8.1.1885] ist auf S. 57 verzeichnet, auf S. 63 (»bemerkenswerte musikalische Ereignisse des In- und Auslandes in der Saison 18854/85«) jene vom 8.1.1885 und die Aufführungen der 7. Symphonie am 30.12.1884 und 10.3.1885.\r\nWeiters sind im Kapitel »Wiener Concert-Programme aus der Saison 1884/85« angeführt die Konzerte vom 22.2.1885 (»Mitternacht« [WAB 80]) auf S. 75, vom 4.11.1884 (Klavieraufführung) auf S. 77, vom 2.5.1885 (Quintett und »Te deum«) auf S. 79, die Klavieraufführungen am 22.12.1884 und 23.4.1885 auf S. 85 und in der Rubrik »Kammermusik in Wien« auf S. 95 die Aufführung des Quintetts am 8.1.1885 (j).\r\nAuf S. 100 (»Musikalische Statistik von Wien«) wird Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel) genannt (k). Auch auf S. 108 (»K. k. Hof- und Kammermusik«) wird er erwähnt: »Hofmusiker: Organisten [...] Bruckner, Anton« (l), ebenso auf S. 121 (»Kirchenmusik in Wien. K. k. Hofcapelle [/] Hoforganisten: [...] Bruckner Anton« (m). Auf S. 130 (»Wiener Musiker-Adressen«) ist angegeben: »[...] Bruckner Anton, Comp. Prof. (Org.), k. k. Hoforganist etc I. Hessgasse 7« (n).\nDer Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 14. Jahrgang, (Dezember 1886) geht auf S. 15 auf das Konzert vom 21.3.1886 ein, führt auf S. 28 Bruckner in der Reihe der Ehrenmitglieder an und verzeichnet in der Rubrik »Musikalien« auf S. 54 das Quintett (»Partitur und für Clavier. Vierhändig.«), die 3. Symphonie (»Clavierauszug. Vierhändig.«) und das »Te deum« (»Partitur, Chorstimmen und Clavierauszug. (Geschenk des Herrn Th. Rättig.)«) (o).\nUndatierte Notizen Bruckners [ca. 1886]: »Paur [/] Steininger [/] Hosen [/] Weber 2 [/] ... Inhaber, Mitglied des Herrenhauses etc etc Ordens-Ritter (o Besitzer ? Inhaber) Inhaber«, Adresse von J. Gurt), »Anker [/] Kellner Peter Oberinspecktor Neubaurgasse 31. 3. Stock 46. Thür.«, [nächste Seite] »H. Fiedler Arcisstraße 32/I. [fremde Hand:] von Uhde 3[37?]/I. [Bruckner:] Mahler München [/] Margareth Derfler Bayreuth Hirschenstraße«, [nächste Seite] Karl Theodor Prinzessin Amalie Nichte der Kaiserin. [/] Baron Wolzogen 282 1/9. [/] Steutter Landstraße 85. 3. St. 26.«, [nächste Seite:] »Delner.« [siehe die Anmerkung] Adresse von Gurt, »H Kapellm Seidl 7. Sinf Part. Stimmen 4. Sinf ebenf. [/] Schott?«, [nächste Seite] »u Sr Durchlaucht Constantin Prinz zu Hohenlohe=Schillingsfürst [/] [noch zum Eintrag Seidl?] 4. Sinf Stimmen u Part Berlin Hotel Metropol. [/] Gutm [Gutmann] Berlin«, [nächste Seite] »Wahnfried [/] bereut. [/] v [n?] mir benannt.« [Beichtnotiz?] und [nächste Seite, fremde Hand] »Der Blume aus dem Osten weiht bewundernd dieses Blatt der ewig treue Freund Bruckner.« (p).\r\n[Notizen zu Prüfungsaufgaben? vor dem 27.10.1886:] »Aufg Klein a a b [/] 0 Hajek a a b [siehe die Anmerkung] [/] Aufg b Brzibohaty a [/] 0 Tschöpe b a c [/] 0 Ostariasch b a b«.\r\nWeitere Notizen [undatiert, vermutlich 1886:] »7 8 7. [/] Einspänner [/] Faustrecht« und »Steuervorlg 36 v 12 Uhr« (q), Zugabfahrtstermine, Artikulationshinweise [mit Noten] »[2 Achtel zusammengefaßt] ohne Zeichen auf 1 Streich getrennt aber kurz [/] [2 Achtel mit Bindebogen und waagerechten Strichen] breiter auch getrennt [/] [Viertel mit Akzent] kurz [Viertel mit »Dehnungsbalken] breit 1 Strich [»Steg«??]« und »Mittw 5 Uhr Piaristen. [/] H Regierungsr. v [?] Hausschild [/] Börsenplatz« (r) und [1885 oder 1886?] »2. Nov Frl Hermine Schödl. Wienerstraße 1. [/] Ob Vockner kommt [/] Frl. Blau, Roth. Grün. [siehe die Anmerkung] [/] Frl Röhrenbacher Conserv« (s).\nBrief von Hans Richter an A. Gutmann:\r\n    Er werde ihm von London aus mitteilen, wann er das Aufführungsmaterial der 7. Symphonie benötige. Es habe nur dann Interesse an diesem Werk, wenn er für die »Richter-Konzerte« in Großbritannien das Aufführungsrecht erhalte (t).\n(Vermutlich von Max Auer so datiert) Abschrift von 48 Takten der Partitur des »Agnus dei« einer Messe in C-Dur Cherubinis [WAB 326](u).", "Letzte Änderung": "16.01.2026 23:17"}, {"ID": 188600015, "Datum": "Anfang 1886", "Haupttext": "Bruckner wendet sich an Bote &amp; Bock wegen der Drucklegung der 5. Symphonie (*).\nBrief von Humperdinck aus Barcelona an seine Familie:\r\n»... Zuweilen, wenn ich in den Zeitungen von Brahms, Bruckner usw. lese, ... werde ich aus meinem spanisch-traumartigen Dasein aufgeschreckt ...« (**).", "Letzte Änderung": "23.08.2025 22:55"}, {"ID": 188601005, "Datum": "Januar 1886", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [Teilweise Beginn der] Unterrichtsstunden von Klose (3.2.1886), Behn (21.10.1885, 14.5.1886 79 Lektionen), Vockner [1.10.1885], Horn, Pohoryles.", "Letzte Änderung": "16.10.2025 16:12"}, {"ID": 188601015, "Datum": "1.1.1886, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 7.1.1886 (Quintett) in den Wiener Signalen Nr. 1 auf S. 6:\r\n    » - Hellmesberger's dritter Kammermusikabend findet [... am 7.1.1886 ...] mit folgendem Programm statt: Bruckner: Quintett [F-dur] (2. Aufführung). [...] Das ursprüngliche Programm des dritten Kammermusikabendes gelangt an einem späteren Abende zur Aufführung.« (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 11 weist auf S. 131 (»Wiener Concert-Repertoire«) auf dieses Konzert (»Bruckner: Quintett F-dur (2. Aufführung.)«) und jenes vom 10.1.1886 (»Bruckner \"Te deum\" für Soli, Chor und Orchester (1. Aufführung).«) hin (**),\nberichtet auf S. 133 von der New Yorker Aufführung der 3. Symphonie [5.12.1885]:\r\n     »Im zweiten Concerte der \"Sinfonie-Gesellschaft\" ebendaselbst gelangte Anton Bruckner's D-moll-Sinfonie zur Aufführung.«)\r\nund meldet in der »Vereins-Chronik«:\r\n     »Der Vereinsbibliothek des Tonkünstlervereins wurde der vierhändige Klavierauszug von Anton Bruckner's E-dur-Symphonie einverleibt.« (***).\n[vermutlich 1.1.1886] Undatierter Neujahrsgruß Theodor Helms an Oesterlein:\r\n     ”Es leben die Unsterblichen: Richard Ludwig Ferdinand. Heil den Lebenden: Franz – Anton – Nikolaus!” (°).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7667 meldet auf S. 7, dass der Klavierauszug der 7. Symphonie erschienen ist:\r\n     \"Neue Musikalien. (Bericht der k. k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann, k. k. Hofopernhaus.) Bruckner: Siebente Symphonie (E-dur) Clavier=Auszug zu vier Händen von Franz Joseph Schalk [sic]. Kirchner: [...].\" [siehe die Anmerkung] (°°).\nDas in Topeka (Kansas) erscheinende The Welcome Musical &amp; Home Journal kündigt auf S. 6 die Aufführung der 7. Symphonie in Dresden an [tatsächlich erst am 15.3.1887]:\r\n\"           MUSICAL MENTION.\r\n[...]\r\n   –EUGEN D'ALBERT has written a symphony that will be performed at the Nicodé symphony concerts, Dresden. Bruckner's 7th symphony is also to be given in these concerts.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "24.09.2025 22:26"}, {"ID": 188601035, "Datum": "3.1.1886, Sonntag", "Haupttext": "[Vielleicht auch am 3.1.1885, jedenfalls vor dem 21.3.1886 geschriebene] Notiz Bruckners: »Frl Schwarzböck [Schwarzbeck-Marau] 3. [zuerst: 2?] Jänner Conserv. Gerichtspraeses.« (*).\nArtikel in der Linzer Zeitung über die Kirchenmusik am 8.12.1885 (f-Moll-Messe etc.):\r\n»Aus dem Wiener Musikleben. *) [Fußnote: »*) Aus der \"Münchener Allgemeinen Zeitung\".«] Anton Bruckners F-moll-Messe.\r\nWien im December 1885.\r\n   Dichter noch als sonst drängten sich Einlaß suchende Massen am 8. December zur engen Pforte unserer Hofkapelle. [... ausführliche Besprechung ...] Und darum weg mit dem Kritteln am Einzelnen, man halte sich an das Ganze! Da kann denn doch keine Frage sein, daß wir vor einem genialen, bewunderungswürdigen Werke stehen, auf dessen Schöpfer stolz zu sein wir Oesterreicher alle Ursache haben.« [keine Signatur] (**).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 5029 meldet auf S. 7, daß Albert Gutmann den von Franz und Josef Schalk erstellten vierhändigen Klavierauszug der 7. Symphonie herausbringt:\r\n»(Neue Musikalien.) [Bericht der k. k. Hof-Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Hofopernhaus.) Bruckner: Siebente Symphonie (E-dur), Clavier-Auszug zu vier Händen von Franz und Josef Schalk. [...]« (***).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Massenet, Bach/Bachrich, Glinka und Beethoven (8. Sinfonie) (°)).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 22:49"}, {"ID": 188601055, "Datum": "5.1.1886, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »v. Ölzelt Beethoven-Autograf.« (*).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 5 schreibt auf S. 5 über das Konzert vom 30.12.1885:\r\n     \" * Im vierten internen Musikabend des akademischen Richard Wagner=Vereins [... J. S. Bach, Gluck, Liszt, Frau Papier ...] Lebhafte Anerkennung fand auch die Interpretation zweier Sätze aus Bruckner's 7. Symphonie und die Rheinfahrt aus dem \"Siegfried\" [sic] durch die Herren Löwe und Schack [sic] auf zwei Klavieren und auch Konzertmeister Rosé erntete für die Sonate Tartini's lebhafteste Anerkennung.\" (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:23"}, {"ID": 188601065, "Datum": "6.1.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Otto Kitzlers an Bruckner:\r\n     Sein Bruder habe in Dresden den Erfolg der 3. Symphonie [am 11.12.1885] miterlebt. Über eine Aufführung [vermutlich der f-moll-Messe] in der Hofkapelle habe er Schönes gelesen. Leider könne er nicht am 10.1.1886 zum »Te deum« nach Wien kommen. Er habe sich die Partitur besorgt und plane eine Aufführung in Brünn im Herbst 1886. Am 1.8.1885 habe er sich in Linz bei Zappe erkundigt, wo Bruckner stecke - hätte ihn in St. Florian aufgesucht (*).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n     »Freit u Samstag Dr Behn 1/2 10 - » (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188601075, "Datum": "7.1.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Aufführung des Quintetts durch das Hellmesberger-Quartett (mit Th. Schwendt, 2. Viola [gleiche Besetzung wie am 8.1.1885] (*)) in dessen 3. Kammermusikabend im Kleinen Musikvereinssaal (**).\r\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke von Schumann (Klavierquintett), Schubert (Quintett op. 163, mit F. Weidinger, 2. Cello), Brahms (Lieder mit Solo-Viola: Hellmesberger sen.) und Beethoven (Schottische Lieder) (**a).\r\nSolisten: Frau Rappoldi-Kahrer, Frau Amalie Joachim (**b).\r\nIm Publikum u.a. auch Kronprinzessin Stephanie (**c) und Wilhelm Frey (**d).\nAufführung der 7. Symphonie unter F. Wüllner in Köln (***) [in Anwesenheit Eugen d'Alberts (°), Arnold Mendelssohns (und eventuell auch Heinrich Wettes?) (°a), Friedrich Waldecks (der einen Bericht nach Linz sendet) (°b) und Klesers] im 6. Gürzenich-Konzert. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Seyffardt (»Schicksalsgesang«, Solistin: Charlotte Huhn), Richard Wagner (Kaisermarsch), Beethoven (4. Klavierkonzert) und Chopin (Solist: Eugen d'Albert) (°°).\nMit »B.« signierte Kritik zur 3. Symphonie in Frankfurt [am 4.12.1885] im Musikalischen Wochenblatt Nr. 2 auf S. 21f:\r\n                »Musikbriefe.\r\n           Frankfurt a. M., im December 1885.\r\n    Die Concerte der letzten Wochen brachten uns [...] eine Reihe mehr oder minder werthvoller Novitäten.Vor Allem sind wir der hiesigen Museums-Gesellschaft für die Vorführung der D moll-Symphonie A. Bruckner's dankbar. Trotz aller Anfechtung, welche dieser Ausspruch erfahren kann, halten wir dieses Werk für Eine der bedeutendsten symphonischen Schöpfungen der letzten Decennien. [... die Behauptung, der Wagner-Stil sei auf die Symphonie übertragen, sei nicht haltbar ... daß es Reminiszenzen und Anregungen gebe,] kann den grossartigen Schönheiten des Werkes gegenüber doch wahrlich nicht für das Gesammturtheil maassgebend sein. [... die 1. Sinfonie von Brahms werde wegen der Beethoven-Ähnlichkeit des Finalthemas ja auch nicht abgelehnt ... bei Bruckner: »Eines der schönsten Adagios« nach Beethoven ... prägnante Themen »mit Ausnahme des unbegreiflich banalen zweiten Motives des letzten Satzes (Part., Seite 117)« ... fesselnde Motivverarbeitung ... der Tadel des »mosaikartigen Aneinanderreihens heterogener Einfälle« sei unbegründet, das Werk sei vielmehr »einheitlich concipirt« ... die Wiedergabe hatte allerdings Mängel: unklar, verwischt, unmotiviertes Accelerando in Takt 8 - 19 des Adagios, Zusammenhang zerrissen ...] Der ganzen Reproduction dieses Satzes fehlte das Weihevolle, welches bei einem tempo rubato natürlich nicht zu erreichen ist.\r\n    Es lässt sich kaum ein schrofferer Gegensatz zu diesem Werke finden, als die im 2. Concerte der Meiniger Hofcapelle unter Leitung des Hrn. Dr. v. Bülow gespielte A moll-Symphonie von Saint-Saëns. Den Franzosen mag dieses Werk eine Symphonie erscheinen, in Deutschland [... nicht! ...über andere Konzerte ...] [Signatur auf S. 23:] B.« (#).\nDieses Konzert wird auch auf Seite 25 (»Concertumschau«) nochmals erwähnt:\r\n      »Frankfurt a. M. [...] 5. Museumsconc. (Müller) D moll-Symph. v. A. Bruckner, [...]« (##).\nBrief Hans Richters an Johann Batka in Preßburg:\r\n    »Lieber Freund!\r\n    Zum „Te Deum” aber musst Du kommen, denn wir brauchen Dich. Es sind Aussichten da, dass eine gewisse unduldsame Gemeinde dagegen sein wird: ein Beweis mehr, dass das Werk Bruckners ein Meisterwerk ist.\r\n    Dein Hans« (###).", "Letzte Änderung": "24.07.2025 23:02"}, {"ID": 188601076, "Datum": "nach dem 7.1.1886", "Haupttext": "Bericht über die Kölner Aufführung der 7. Symphonie in der Schweizerischen Musikzeitung 26 (1886) S. 27 (*).\nAufsatz von Dr. Hans Kleser über Bruckner [anläßlich des Kölner Konzerts (**)] in der Neuen Musikzeitung VII (1886), Nr. 2, auf S. 13f [vermutlich Mitte Januar 1886, vor dem 28.1.1886] (***).\r\nDer Artikel bringt auch ein Portrait Bruckners [IKO 25] (°), das auch auf dem Titelblatt abgebildet ist [IKO 25a, Variante von IKO 18] (°a).\n[nach dem 14.1.1887 (zusätzlich zum 9.2.1886):] Hinweis auf diesen Artikel in der »Zeitschriften-Revue« in der Musikalischen Chronik [Beilage zu Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung] Nr. 5 auf S. 143:\r\n»Neue Musik-Zeitung (Köln), 1886, Nr. 2: Anton Bruckner. Von Dr. Hans Kleser (mit Porträt).« (°b).\nJosef Kluger liest einen [vermutlich diesen] Artikel über Bruckner mit seinem Portrait [oder den vom 1.10.1886?] in einer Stuttgarter [sic!] Musikzeitung (°°).\nFriedrich Waldeck sendet einen Bericht über die Kölner Aufführung nach Linz, wo man es vorzieht, ihn nicht zu veröffentlichen, um die Wirkung der geplanten Bruckner-Ehrung [15.4.1886] nicht abzuschwächen. Ähnlich wird kurz darauf sein Angebot, von Deutschland aus [er lebte bis 1886 in Westfalen] eine Lebensskizze Bruckners zusammenzustellen, mit Hinweis auf die geplante Biographie Göllerichs verworfen (°°°).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:31"}, {"ID": 188601085, "Datum": "8.1.1886, Freitag", "Haupttext": "Kurzkritik von »K. St.« [Königstein?] über das Quintett im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 8 auf S. 5:\r\n»Quartett Hellmesberger.\r\n  Die gestrige - dritte - Kammermusik=Soirée von Hellmesberger gestaltete sich besonders anziehend und glanzvoll. Es kamen drei Quartette [sic!] , u. zw. das in F-dur von Bruckner [... Schumann, Schubert ...] zur vollendetsten Aufführung. [...] Der kleine Musikvereinssaal war überfüllt. Kronprinzessin Stephanie beehrte die Soirée mit ihrer Anwesenheit. k. st.« (*).\nBericht über dieses Konzert in der Morgen-Post Nr. 8 auf S. 5:\r\n»     * Das Quartett Hellmesberger brachte gestern Bruckner's bedeutendes Quintett in F dur, dessen Eindruck noch stärker war, als bei der ersten Aufführung. [...] Das herrliche Quintett in C dur von Schubert beschloß den genußreichen Abend.     Bn. [Berggruen?]« (**).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jahrgang 1885/86, Nr. 15, meldet auf S. 258 (signiert »A. L.«) die Aufführung der 7. Symphonie in Köln [7.1.1886]. Es hätten außergewöhnlich viele Proben stattgefunden:\r\n»Köln. [...] Das nächste grosse Gürzenich-Concert unter Wüllner's Leitung verspricht einen Glanzabend: Bruckner's neueste Symphonie und Eugen d'Albert. Die hochinteressante Schöpfung Bruckner's, für die ausserordentlich viele Proben verwendet werden, ist der Gegenstand allgemeinsten lebhaftesten Interesses. Herr Wüllner setzt seinen ganzen Stolz darein, grossen Erfolg zu erringen.\r\nA. L.« (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:25"}, {"ID": 188601095, "Datum": "9.1.1886, Samstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 2 berichtet auf 37 - signiert \"Dr. R. H. [vermutlich Robert Hirschfeld] - vom Konzert am 30.12.1885 mit zwei Sätzen der 7. Symphonie:\r\n     \" - Der Wiener akademische Wagner-Verein veranstaltete am 30. December seinen vierten internen Musik-Abend. [... über die Gesangsdarbietungen ... J. S. Bach, Tartini, Gluck, Richard Wagner, Franz Liszt ... Mitwirkende: Helene Marschall, Franz Schaumann, Hermann Nigg, Eduard Schütt (Einstudierung, nicht anwesend), Franz Köstinger, Rosa Papier, Rosé ...] Die Instrumental-Nummern wurden von Concertmeister Rosé (Tartini, Sonate G-moll), und den Herren Löwe und Schalk (zwei Sätze aus der VII. Symphonie von Brückner [sic] und \"Siegfrieds Rheinfahrt\", bearbeitet für zwei Claviere) vortrefflich ausgeführt. Herr Robert Erben verschmäht es hinsichtlich der Clavierbegleitung sein grosses Talent auch nur durch ein klein wenig Fleiss zu unterstützen.       Dr. R. H.\"", "Letzte Änderung": "17.10.2025 23:01"}, {"ID": 188601104, "Datum": "vor dem 10.1.1886", "Haupttext": "Bei den Proben zum »Te deum« vergleicht Hans Richter wegen der Schönheit einer Stelle Bruckner mit Beethoven. Bruckner berichtet daraufhin, daß ihm die fragliche Melodie im Traum von Spohr eingegeben worden sei (*).\nIn einer dieser Proben hört Guido Adler das »Te deum« (**).\nÜber einen Zwischenfall (Bruckner störte sich an einem vom Posaunisten Berthold geblasenen dissonierenden, aber korrekten Ton) berichtet Alfred Zamara (***).\nNotizen Bruckners für zu besorgende Karten für die Aufführung des »Te deum«:\r\n   »H Weber [Franz Weber] 2 Karten für 10. Jänner.« (°).\r\n[Vermutlich zur Vorbereitung dieses Konzerts:] Undatierte Notiz Bruckners:\r\n   »Hofk. Richter: 1. kurzes Programm 2. mehrere Proben von [durch lateinische Schrift hervorgehoben:] mir. [/] Te Deum Seite 52 Sopran mehr piano.« (°°).", "Letzte Änderung": "17.09.2024 07:58"}, {"ID": 188601105, "Datum": "10.1.1886, Sonntag", "Haupttext": "Artikel Hugo Wolfs über das Quintett [am 7.1.1886] im Wiener Salonblatt Nr. 2 auf S. 8:\r\n      »Concerte.\r\nQuartett Hellmesberger. Anton Bruckner's Quintett ist eine jener seltenen künstlerischen Offenbarungen [... sehr günstige Besprechung ...]\r\n    Daß diese Composition Bruckner's bei ihrer Wiederholung mit gesteigertem Beifalle aufgenommen wurde, gereicht dem Publikum nicht minder zur Ehre als dem Componisten. [... über die weiteren Programmnummern und andere Konzerte ...] [Signatur:] Hugo Wolf.« (*).\nIn der Musikalischen Rundschau Nr. 12 erscheint auf S. 140 zusätzlich zur Quintett-Rezension:\r\n     »[...] Wiederholung des wundervollen Streichquintettes ... im Adagio, diesem edlen, tief zu Herzen gehenden Gesang, erreichte, gleich dem Componisten, auch die unvergleichliche Leitung Vater Hellmesberger's ihren Höhepunkt. Das Scherzo hätten wir etwas schneller gewünscht; die Wirkung desselben war im Vorjahre ungleich größer.«\r\nein Bericht über das Konzert vom 30.12.1885 (Klavieraufführung zweier Sätze der 7. Symphonie):\r\n    »[...] Die Herren Ferdinand Löwe und Josef Schalk [...] brachten zwei Sätze [...] für zwei Klaviere bearbeitet, in unübertrefflicher, orchestral gedachter Weise zu Gehör [...]« (*a).\nAuf die heutige Aufführung des »Te deum« weisen [mit nahezu identischen Texten]\r\ndie »Presse« Nr. 10 auf S. 15:\r\n     \" - Morgen (Sonntag) Mittags halb 1 Uhr findet im großen Musikvereinssaale das dritte ordentliche Gesellschafts=Concert statt. Das Programm bringt: Schubert: Myrjam's Siegesgesang; H. Schütz: Die sieben Worte Christi, und A. Bruckner: Tedeum (neu).\" (*b),\ndas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 10 auf S. 5: »[...] und A. Bruckner: „Te Deum” (neu).« (*c)\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2107 auf S. 7 (*d) hin.\n3. Gesellschaftskonzert mit dem Wiener Singverein (**a) unter Hans Richter mit Werken von Schubert (»Myriams Siegesgesang«), Schütz (»Die 7 Worte Christi«) und Bruckner (erste Aufführung des »Te deum« mit Orchester (**).\r\nIm Publikum Gräfin Amadei (**b), möglicherweise einige Linzer Freunde (**c), Mayfelds (**d), Anton Door - \"Das ist der deutsche Berlioz, nur dass ihm auch musikalisch immer Etwas einfällt.\" - (**e), Rudolf Weinwurm, Erzherzogin Stephanie (***), die Kritiker Helm, Kulke [?], Paumgartner und Kalbeck (°), Wilhelm Frey (°a), Ludwig Hevesi (°b), Speidel und Hanslick (°°), Hartmann (°°°), Laurencin (#) und Königstein (##).\n[mit 13.1.1886 (nachträglich?) datierter] Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner:\r\n   Über den grandiosen Eindruck des heute aufgeführten »Te deum« (###).\nBesprechung des Konzerts vom 30.12.1885 [7. Symphonie] in der Musikalischen Rundschau (a).", "Letzte Änderung": "28.04.2026 20:47"}, {"ID": 188601106, "Datum": "nach dem 10.1.1886", "Haupttext": "Bericht [Kulkes?] in der Neuen Musik-Zeitung VII (1886) auf S. 38:\r\n»Bruckner's »Te Deum« hatte bei seiner 1. Aufführung mit Orchester, im dritten Gesellschaftskonzert zu Wien, am 10. Januar trotz ziemlich mangelhafter Wiedergabe einen großartigen, unbestrittenen Erfolg. Selbst ausgesprochene Gegner Bruckner's waren begeistert und ermüdeten nicht, den Komponisten immer von neuem hervorzurufen.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188601115, "Datum": "11.1.1886, Montag", "Haupttext": "Bei einem Konzert des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal spielen Josef Schalk und Ferdinand Löwe die 7. Symphonie in einer vierhändigen Bearbeitung (*).\nBrief von Gräfin Amadei an Bruckner:\r\n   Das ”Te deum” gestern habe sie und ihren Sohn hingerissen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188601125, "Datum": "12.1.1886, Dienstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 5038 meldet auf S. 6 einen glänzenden Erfolg der Aufführung des »Te deum« [am 10.1.1886]:\r\n      »(Bruckner's Tedeum) hatte bei der gestrigen ersten Aufführung im dritten Gesellschafts=Concerte einen glänzenden Erfolg. [... Bruckner selbst endlos stürmisch gerufen ... kurz über] die übrigen Nummern des Concertes, welches leider nach Seite der Ausführung sehr viel zu wünschen ließ. Ausführliches darüber in unserem nächsten Feuilleton.\nh-m.« [Theodor Helm] (*).\nBericht über dasselbe Konzert in der Morgen-Post Nr. 12 auf S. 5:\r\n      » * Das dritte Gesellschafts=Concert brachte vorgestern [... Schubert, Schütz (mit unzureichenden Soli) ...] Noch schlimmer machte sich dieser Uebelstand bei dem schon aus dem akademischen Wagner=Vereine bekannten schwung- und stilvollen, durch Fülle der Erfindung und contrapunktische Meisterschaft der Durchführung gleich ausgezeichnete \"Te Deum\" von Bruckner geltend. Tenor und Sopran waren mit unzulänglich geschulten, wenig verläßlichen Stimmen von unangenehmer Qualität besetzt und verdarben das schöne Quartett \"Te ergo quaesumus\", noch mehr aber das empfindungsvolle, reizend geführte Quartett mit Chorbegleitung \"Salvum fac\" sogar durch mehrfache empfindliche Unreinheit. Selbst die Chöre setzten einigemale schwankend und incorrect ein. Derartiges darf in den Concerten, welche die Gesellschaft der Musikfreunde ihren Mitgliedern bietet, nicht vorkommen und das Princip, mit den Mitgliedern des Singvereines auch für die Soli das Auslangen zu finden, läßt sich so wenig aufrechterhalten, daß selbst gestern ein Hofcapellensänger aushelfen mußte. Trotz aller Mängel der Aufführung machte Bruckner's Werk einen großen Eindruck und bekundete auf's Neue die Bedeutung dieses Componisten für die moderne Kirchenmusik. [Signatur:] Bn.« [vermutlich Oskar Berggruen] (**).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 14:46"}, {"ID": 188601135, "Datum": "13.1.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik des »Te deum« [10.1.1886] von Theodor Helm in der Deutschen Zeitung Nr. 5039 auf S. 1f:\r\n      »Bruckner's Te Deum.\r\n(Zum erstenmal mit Orchester im dritten Gesellschafts=Concert aufgeführt am 10. Januar 1886.)\r\n    Das musikalische Ereigniß des Tages ist der glänzende Erfolg von Bruckner's Te Deum im dritten Gesellschafts=Concert. Es war ein ganzer, voller Erfolg nicht nur vor einigen enthusiastischen Anhängern unseres genialen Landsmannes, sondern vor der Masse des Publicums. Wir haben Leute stürmisch applaudiren gesehen, welche sonst für Bruckner's kühne Muse nur Hohn und Spott oder ein vornehmes Stillschweigen in Bereitschaft hatten; ein durch seine entschiedene Gegnerschaft sattsam bekannter Conservatoriums=Professor sprach das geflügelte Wort: „Das ist der deutsche Berlioz, nur daß ihm (Bruckner) immer auch musikalisch etwas einfällt, wo der französische Berlioz oft vergebens nach Gedanken ringt.” [... ausführliche Besprechung des Werkes ... Ausführung mit Mängeln: Blechbläser zu brutal, Chor »gerieth öfter ins Schwanken« ...] geradezu ungenügend war, mit einziger Ausnahme des Tenoristen Herrn Erxleben, das Solo=Quartett. [... Lob für das Engagement des Akademischen Wagner-Vereins ...] Theodor Helm.« (*).\nBericht über dasselbe Konzert und das vom 7.1.1886 (mit dem Quintett) im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 13 auf S. 5, signiert »W. Fr.« [Wilhelm Frey]:\r\n    »Konzerte. Das Programm des am vergangenen Sonntag stattgehabten dritten Gesellschaftskonzertes war in seiner Totalfärbung etwas monoton, befand sich seinem sehr ernsten Inhalte nach zu der herrschenden Faschingsstimmung auch in einigem Gegensatz - es bot aber außer „Mirjam's Siegesgesang” von Schubert, noch zwei höchst interessante und anregende Stücke und das wirkte versöhnend. [... über Schütz ...] Den Schluß bildete Anton Bruckner's „Te deum” für Soli, Chor und Orchester. [...] ein stetes Ringen nach festen und geschlossenen Formen, nach einem einheitlichen großen Styl und man muß es sagen, daß dieses Ringen seine hohen Ziele in vielen Stellen erreicht. [...] da wirkt dieses Te deum mit voller Kraft und das Publikum wurde nicht müde, den Autor immer und immer wieder stürmisch auf das Podium zu rufen. - [... über Gustav Walters Liederabend, Hellmesbergers Quartettabend, ohne Bruckners Quintett zu erwähnen, und einen Liederabend Rappoldi/Joachim im Bösendorfersaal ...] leider war aber die musikalische Soirée nicht sehr stark besucht. Die Leistungsfähigkeit unseres in dieser Saison besonders schwer geprüften Konzertspublikums [sic] hat eben auch ihre Grenzen.     W. Fr.« (**).\n[schon am 10.1.1886 geschrieben?] Brief Rudolf Weinwurms an Bruckner:\r\n    Über den grandiosen Eindruck des aufgeführten »Te deum« (***).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 14:46"}, {"ID": 188601145, "Datum": "14.1.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung des »Te deums« [10.1.1886] (mit Bemerkungen zum Quintett [7.1.1886]) durch Dr. Hans Paumgartner in der Wiener Abendpost (Beilage zur Wiener Zeitung) Nr. 10 auf S. 1f:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\n                     II. *)\n[Fußnote: »*) Siehe \"Wiener Abendpost\" Nr. 9.«]\n    Die ersten Tage des neuen Jahres gehörten unserem genialen Anton Bruckner. In dem dritten Hellmesberger'schen Quartettabende wurde das prächtige Bruckner'sche Quintett, welches bereits im verflossenen Jahre so durchschlagenden Erfolg errungen hatte, mit erneutem jubelnden Beifalle wiederholt, und im dritten Gesellschaftsconcerte kam Bruckners \"Te=Deum\", welches bereits in einem Concerte des Wiener akademischen Wagner=Vereines mit Klavierbegleitung zu Gehör gebracht worden war, nunmehr zur ersten orchestralen Aufführung. In C-dur, grandios in den herben Quinten des Orchesters an Beethoven'schen Tongeist anklingend, hebt in felsenfestem Glauben der Gesang des Chores an. Mehrfach wechselt Soloquartett mit den Massen des Chores sinnreich ab. Der Schönheiten dieses wahrhaft erhabenen Werkes sind so viele, daß uns für eine erschöpfende musikalische Analyse desselben hier kaum Platz bleibt. Von ganz besonders ergreifender Wirkung erschien uns bei der Aufführung die Stelle im dritten Absatze: \"Tu devicto mortis aculeo aperuisti credentibus regna coelorum\", in welcher über den brütenden Chormassen eine herrliche Melodie der Oboe so verheißungsvoll emporschwebt. Eine Machtfülle von Kraft und hoher Empfindung thronen in diesem wahrhaft genialen Werke. Hat Bruckner mit seinem Streichquintette sich einen bleibenden ersten Platz in der Kammermusik errungen (wer wird je wieder nach ihm ein so seeliges Adagio in Tönen dichten?), so hat er sich mit seinem \"Te=Deum\" würdig neben Bach und Beethoven gestellt. Denn von solch einem Geiste ist auch in das Bruckner'sche Werk lebendig=kräftig eingeströmt. Der Erfolg des Te=Deum war ein ungewöhnlich stürmischer und jubelnder, das Publicum wurde nicht müde, den genialen Ober=Oesterreicher mit dem mächtigen Charakterkopfe und dem Wesen voll Treuherzigkeit und Gemüthsinnigkeit immer und immer wieder zu rufen. Hans Richter hat mit ganzer Liebe sich dem Werke hingegeben, und Chor, Orchester und Soloquartett (die Damen Ulrich=Linde und Zips und die Herren Erxleben und Graf) thaten ihr Bestes zu Ehren Bruckners. Das dritte Gesellschaftsconcert brachte außerdem [... über die weiteren Programmnummern ... über das Konzert Hellmesbergers, ohne Bruckners Quintett nochmals zu erwähnen ... über weitere Konzerte ... Signatur am Ende:] dr. h. p.« (*).\nFortsetzung von Theodor Helms Artikel über Bruckner [30.12.1885] im Leipziger Musikalischen Wochenblatt Nr. 3 auf S. 34f:\r\n           »Biographisches.\r\n                Anton Bruckner.\r\n                     II.\r\n    Schon in unserem ersten Artikel wurde erwähnt, wie glänzend Bruckner im Jahre 1861 die Maturitätsprüfung aus dem Contrapunct bestand, welcher er sich freiwillig in Wien vor einer aus den ersten Autoritäten zusammengesetzten Prüfungscommission unterzog. [... weitere drei Jahre Studium, 1. Symphonie in Linz, Kennenlernen Richard Wagners; Beifall für 2. Symphonie, aber kein Verleger; ausführlich über die Widmung der 3. Symphonie und spätere Kontakte mit Wagner. Trauergesang im Adagio der erfolgreichen 7. Symphonie ...] Gleichsam inspirirt und wie auf einen Wink von oben schrieb er seinem so heiss verehrten Lieblings-Meister schon im Voraus die würdigste Trauermusik: man mag das einen Zufall nennen; jedenfalls war es aber dann ein sehr seltener und bedeutsamer Zufall.\r\n(Schluss folgt.)« (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Hudetz, 6. Bez. Dreihufeisengasse 11.« (***).\n(Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums (°)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:01"}, {"ID": 188601155, "Datum": "15.1.1886, Freitag", "Haupttext": "Artikel »Concerte«, signiert »x + y« (Theodor Helm) [Kulke (*a)? vgl. die Anmerkung], mit Rezensionen von »Te deum« [10.1.1886] und Quintett [7.1.1886] in den Wiener Signalen Nr. 2 auf S. 13f:\r\n           »Concerte.\r\n     Die interessanteste und beifälligst aufgenommene Programm=Nummer des letzten Gesellschaftsconcertes war Bruckner's \"Tedeum\". Ein Werk, welches den Componisten auf der Höhe seines Schaffens zeigt und durchaus den Stempel des Genius trägt. Während Bruckner in seinen Instrumentalcompositionen bei aller Großartigkit der Erfindung und Factur durch jähe Absprünge und allerlei Bizarrerien oft die Opposition herausfordert, hält er sich im \"Tedeum\" stets an die Sache und führt seine große Aufgabe würdigst durch: von der felsenfest einsetzenden Instrumentalfigur zu Anfang bis zum stürmisch aufjubelnden Schlusse. Berlioz' berühmtes \"Tedeum\" hat in dem Bruckner'schen zum erstenmale ein ebenbürtiges, sagen wir, maßvolleres, musikalischeres Seitenstück gefunden. Der Erfolg der Bruckner'schen Novität ist umso höher anzuschlagen, als er fast ausschließlich der Composition selbst, nicht der Aufführung, verdankt wurde. Letzterer [sic] ließ in den Chören, noch mehr im Soloquartett, viel zu wünschen, und das an sich in diesem Werke höchst wirkungsvolle Orchester war so ungünstig aufgestellt, daß die Blechharmonie häufig die interessanteste Gesangscombination völlig überdröhnte.\n   In gewisser Beziehung noch schlechter erging es der vorausgehenden Nummer [... über Schütz ... schlechte Solisten ... Chorleistung auch bei Schubert »keineswegs musterhaft« ... über weitere Konzerte ...] Hellmesberger und Genossen zeigten sich gelegentlich der besagten Quartettprodruction [sic] in ihrem vollen Glanze. Besonders wurden die beiden wundervollen Adagio's der als Endnummer des Programms fungirenden Quintette von Bruckner und Schubert wahrhaft hinreißend gespielt. Bruckner's höchst merkwürdiges, an Kühnheit polyphoner Wagnisse wohl einzig dastehendes Quintett hatte auch bei dieser zweiten Aufführung durch Hellmesberger wieder einen ganzen Erfolg. Sowohl nach dem Adagio, als am Schlusse des Werkes wurde der Componist mehrmals stürmisch gerufen. [Signatur:] x + y.« (*).\n \nArtikel über die Kirchenmusik vom 26.9.1885 bis 4.10.1885 in Linz in \"Der Kirchenchor\", XVI. Jahrgang, Nr. 1, auf S. 6f:\n     \"6) In Linz wurde heuer das ganze Presbyterium des neuen Domes eingeweiht und damit das 100jährige Jubiläum des Bestandes der Diözese verbunden. Das Fest dauerte vom 26. September bis 4 Oktober. Das musikalische Programm war folgendes: [...] am 30. September: [...] Tantum ergo in B für gemischten Chor von Bruckner [WAB 41/1 oder WAB 44?]. [...] Bei den Pontificalämtern wurden aufgeführt: [...] Am 29. September: [...] Graduale Iste locus [sic] von Bruckner [...] Am 4. October: [...] Ave Maria für 8stimmigen [sic! WAB 6] Chor von Bruckner. [...] An den Productionen betheiligten sich der verstärkte Chor des neuen Domes, die Stiftschöre von St. Florian (Amt am 30. September), von Lambach (Amt am 1. October) der Chor vom Collegium am Freinberge (Amt am 29. September) und der Alumnatschor (Amt am 2. October und Litanei an demselben Tage).\n     7) Graz. Programm der VIII. Generalversammlung des Diöcesan-Cäciliavereines Seckau. Mittwoch den 21. October: [...] Tota pulchra von A. Bruckner. [...]\" (**).\n \n\nDie \"Caecilia\" Nr. 3 (algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 25 von der Aufführung der 7. Symphonie in Köln [am 7.1.1886]:\n\"     Keulen. — Op het zesde Gürzenich-concert onder Wüllner's leiding werd ten gehoore gebracht: VIIde symphonie van Brückner, Schicksals-Gesang voor solo en koor van Seyffardt, Richard Wagner's Kaisermarsch met koor, en, door den solist Eugen d'Albert, Beethoven's concert in G en compositiën van Chopin. Het gevolg van het concert was glansrijk. Eugen d'Albert, die prachtig speelde in de Kaisermarsch, werden stormachtig toegejuicht. De symphonie liep uitstekend van stapel. Het oordeel over dit werk is nog al verschillend.\" (***).", "Letzte Änderung": "17.12.2025 22:06"}, {"ID": 188601165, "Datum": "16.1.1886, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Xaver Witt:\r\nErsucht ihn, die ursprüngliche Fassung des \"Pange lingua\" [WAB 33] wiederherzustellen [vgl. \"1885 (m) und (l)\" = 188500005].\r\n      \"... ich getraue mir dieses umso eher zu bitten, als ich weiß, daß ich zu einem so großen Genie spreche, welches wie alle solche über kleinliche Skrupel hoch erhaben ist. Von meiner Bewunderung Ihrer Werke könnte besonders der selige Herr Regenschori von St. Florian, Traumihler, Ihnen erzählt haben, besonders die Vokalkompositionen für die Karwoche, Weihnachten etc. etc. herrlich, prachtvoll, Herr Doktor, aber auch nur Ihre Werke vermochten mich zu begeistern und hoch zu erbauen.\" (*).\r\n[Witt reagierte auf diese Bitte im März-Heft der Musica sacra (siehe \"März 1886\").]\n\r\nRobert Hirschfeld berichtet in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 3 auf S. 49 - 51 von der Aufführung des »Te deum« [10.1.1886]:\r\n           »Musikalische Rundschau.\r\n    Die Gesellschaft der Musikfreunde hat mit ihrem letzten Concert einen dankenswerthen Act zweifacher Pietät - gegen einen lang Todtgeschwiegenen und einen vielfach Todgeglaubten - begangen [... über Heinrich Schütz ... Kritik an den Sängern Graf, Gassner und Frau Ulrich-Linde, die Chöre trotz Orgelunterstützung unsicher ...] Und nun zu dem früher Todtgeschwiegenen, der aber jetzt die Welt von sich reden macht, zu Anton Bruckner. In dieser Zeitschrift wurde er schon nach Gebühr gewürdigt, bevor man es im Allgemeinen für nöthig erachtete, ihn überhaupt ernst zu nehmen. [... der Wagner-Verein habe durch die Voraufführung dem »Te deum« den Weg geebnet ... eingehende, sehr positive Besprechung des Werkes ... über das »non confundar«-Motiv ...] In der gesammten modernen Chorliteratur wird man schwerlich eine Stelle aufweisen können, die mit einfachen, natürlichen Mitteln eine so tiefgehende Wirkung übt. [ ... vollendete Harmonie von Ton und Wort ... doch: manche Bedenken ...] Bruckner ist diesmal zu knapp gewesen. Wie die Stimmung der einzelnen Textabschnitte plötzlich wechselt, so schleudert der Componist uns von einem Abschnitt unbarmherzig in den anderen, ohne Mittelglied, ohne Verbindung. Die Musik wagt nicht einen Moment selbständig sich zu entfalten. Daher der auffallende, bedauerliche Mangel an Polyphonie im ersten Theile des Werkes. Und selbst mit der vielgerühmten Doppel-Fuge am Schlusse kann ich vom rein musikalischen Standpunkte mich nicht befreunden. Die beiden Themen verlieren durch die gemeinsamen Octavensprünge an ihrer Gegensätzlichkeit, wenn auch ihre Ausdrucksfähigkeit dadurch gesteigert wird. [... Bruckner folge in der Fuge mehr den Gesetzen des Textes als denen der musikalischen Logik: ein »modernes« Element ...] Ich halte aber seine Formkraft für zu gross, als dass er zur Erreichung seines Zieles so schrankenlose Freiheit müsste walten lassen.\r\n    Der Chor, unter der strammen Führung H. Richter's, war den enormen Schwierigkeiten des Tonsatzes vollkommen gewachsen. Frau Ulrich-Linde vereitelte durch ihre schrille Stimme den anderen Solisten, Frl. Zips, den Herren Erxleben und Graf die besten Absichten... In demselben Concert wurde \"Mirjam's Siegesgesang\" von Franz Schubert, eine Cantate, deren Text Grillparzer eigens für Schubert geschrieben, zur Aufführung gebracht. Frau Marie Englisch sang das Solo mit musikalischem Verständniss und Geschmack, jedoch ohne Temperament. Beinahe wäre aus dem Siegesgesang ein Schlummerlied geworden.\r\n          Dr. Robert Hirschfeld.« (**).\n»Te deum« und Quintett [7.1.1886] werden auch in einer Konzertbesprechung Theodor Helms in der Deutschen Zeitung Nr. 5042 auf S. 1f erwähnt:\r\n          »Concerte.\r\n   Dem an dieser Stelle ausführlich besprochenen Bruckner'schen \"Te Deum\" gingen im letzten Gesellschafts=Concerte voran: \"Die sieben Worte\", Oratorium von Heinrich Schütz (componirt 1645), dann \"Mirjam's Siegesgesang\", eine Cantate für Sopran=Solo, Chor und Orchester von Franz Schubert. [... über die Werke von Schütz und Schubert ...] Im Ganzen machten sowohl die Chor- als die Sololeistungen des letzten Gesellschafts=Concertes einen traurigen Eindruck. Ein recht schwarzgalliger Pessimist, welchem die großen Glanzthaten des Singvereins unter Herbeck nicht aus dem Sinn kamen, sprach sogar von \"Beleidigung des Publicums\". Es scheint in der That, daß Hans Richter's Doppelstellung an der Spitze der Philharmoniker und der Gesellschafts=Concerte auf die Dauer nicht zu halten sein wird, indem der sonst so ausgezeichnete Dirigent weder da, noch dort seine volle Kraft einsetzen kann. [... über andere Konzerte ...] Wir haben oben Hellmesberger's dritte Quartettproduction genannt. Es darf aus dieser die stürmisch beifällige, mit mehrfachem Hervorruf des Componisten verbundene Aufnahme des Bruckner'schen Quintetts, in welchem vorzüglich das seelenvolle, verklärte Adagio wieder tief zu Aller Herzen drang, namentlich aber Hellmesberger's unvergleichlich herrliche Interpretation des C-dur=Quintetts von Franz Schubert, die Krone des Abends, nicht unerwähnt bleiben. [... über weitere Konzerte ...] Theodor Helm.« (***).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 12 berichtet auf S. 4 ebenfalls vom »Te deum« und von Theodor Helms Artikel in der Deutschen Zeitung [13.1.1886]:\r\n      »(Ein neuer Erfolg Bruckner.) Im dritten Concert der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien am 10. Jänner gelangte Bruckners Tedeum für Chor, Solostimmen und großes Orchester zur Aufführung. Der Erfolg muß ein großartiger gewesen sein [...] Theodor Helm, der Musikreferent der \"Deutschen Zeitung\", ein warmer, begeisterter Verehrer von Bruckners Genie und dessen Schöpfungen, und als solcher beinahe ein weißer Rabe unter seinen Collegen, schreibt über dieses Tedeum unter anderem Folgendes: \"Das musikalische Ereignis des Tages ist der glänzende Erfolg von Bruckners Te Deum im dritten Gesellschafts=Concert. Es war ein ganzer, voller Erfolg nicht nur von [sic] einigen enthusiastischen Anhängern unseres genialen Landsmannes, sondern vor der Masse des Publicums. Wir haben Leute stürmisch applaudieren gesehen, welche sonst für Bruckners kühne Muse nur Hohn und Spott oder ein vornehmes Stillschweigen in Bereitschaft hatten; ein durch seine entschiedene Gegnerschaft sattsam bekannter Conservatoriums=Professor sprach das geflügelte Wort: \"Das ist der deutsche Berlioz, nur daß ihm (Bruckner) immer auch musikalisch etwas einfällt, wo der französische Berlioz oft vergebens nach Gedanken ringt.\" Die übrigen Wiener Blätter, sofern sie überhaupt schon Kritiken über Bruckners Tedeum gebracht haben, müssen ebenfalls rückhaltslos den nachhaltigen Erfolg dieses Tonwerkes zugestehen.« (°).\nMit der Klavieraufführung der 7. Symphonie am 11.1.1886 befaßt sich ein Artikel in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung, Jahrgang 1885/86, Nr. 16, auf S. 280:\r\n»(Wiener Tonkünstlerverein).\r\nDer siebente Vereinsabend [...] fand am 11. d.M. [...] statt. [...] Zur Aufführung gelangte: [...] und Anton Bruckner, VII. Symphonie, vierhändig, gespielt von den Herren Schalk und Löwe.« (°°).", "Letzte Änderung": "16.08.2026 12:37"}, {"ID": 188601175, "Datum": "17.1.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kritik Kalbecks über das »Te deum« in der »Presse« Nr. 17 auf S. 2f:\n              »Feuilleton. \n                    Concerte.\n     Zweierlei Dinge sind es, die uns das Andenken der galanten Unheilstifterin, der Marquise von Maintenon, besonders verhaßt machen. [... Händels \"Athalia\" ... positiv über die Singakademie, wie »tapfere Soldaten« ...] Dürften wir doch von dem Singverein und seiner Solistenfront diesmal ebenso angenehme Dinge berichten! [... »die Chöre marschirten stumpf und verdrossen« ... Hans Richter zeigte] Entschlossenheit, Muth und Geistesgegenwart, die er freilich auch sehr nöthig hatte. [... Disziplin gehöre »zu den ersten Feldherrntugenden« ... Schubert: lahme Aufführung, wie eine erste Leseprobe, als wolle man die Mängel des Werkes herauskehren (positive Zwischenbemerkung über Schuberts Quintett [am 7.1.1886]) ... danach] noch zwei sehr wunderliche Stücke [... die] eine Art geistiger Verwandtschaft haben: \"Die sieben Worte\" von Heinrich Schütz und das \"Tedeum\" von Anton Bruckner. Während nämlich das eine noch keine Musik zu sein scheint, ist das andere bald keine mehr. [Text wortgetreu (!) bei 37/404f, mit folgenden Abweichungen: keine »Sperrungen« außer Ulrich=Linde ... in extenso ... Seitenschößling ... succus et sanguis ... alles lateinisches ... Aeußerungen ...] In dem Soloquartett klang der volle und weiche Sopran der Frau Ulrich=Linde durchweg falsch, weil diese Dame unter ihren Genossen die Einzige war, welche richtig intonirte. Bei der Schütz'schen Musik, welche durch zwei wundervolle fünfstimmige Chöre ausgezeichnet ist, standen die Sloisten im Hintergrunde an der Orgel, und doch waren sie nicht weit genug entfernt, denn man hörte sie immer noch.\n     [... über ein Werk von Hans Huber beim Männergesangverein, das »zum ersten- und wahrscheinlich auch zum letzenmale aufgeführt worden ist« ...]\n               Max Kalbeck.« (*).\n\r\n(6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Grädener, Spohr und Haydn und der Wiener Erstaufführung der 4. Sinfonie von Brahms (**)).", "Letzte Änderung": "13.12.2024 14:45"}, {"ID": 188601185, "Datum": "18.1.1886, Montag", "Haupttext": "Brief von Linzer Freunden an Bruckner:\r\n    Angesichts der Erfolge in Deutschland sei die Wiener Clique endlich gezwungen, seine geniale Begabung anzuerkennen. Glückwünsche [zum Erfolg des ”Te deum”]. Unterzeichnet von Emmy und Franz Reininger (Kaufmann, 1859/60 Vorstand des »Frohsinn«), Wilhelm Habison (Advokat, seit 1861 Frohsinn-Mitglied), Julius Wimmer (Druckereibesitzer), Joseph Straberger (Postbeamter, Frohsinn-Mitglied) [siehe die Anmerkung], Wilhelm Floderer (Chormeister), Karl Kerschbaum (Beamter, seit 1851 Frohsinn-Mitglied), Julius Schneck (Archivar des »Frohsinn«), Carl Gilhofer (Kaufmann), Albert Foltz (Buchhalter), Adolf Dürrnberger (Advokat und Gemeinderat), Dr. V(?), Kurt Mahner (?), Franz Dimmel (Kaufmann), Julius Titze (Feigenkaffeefabrikant), Dr. S(?), Karl Stupöck (Lehrer, seit 1860 Frohsinn-Mitglied) und Johann Hueber (Lehrer, seit 1862 Frohsinn-Mitglied) (*).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Fr Kathi 18. Jänner für Febr. 7 fl gezalt.« (**).\nKritik zum »Te deum« [10.1.1886], signiert »Florestan« [= Woerz], in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 3 auf S. 3:\r\n                »Concerte.\r\n    Im dritten Gesellschaftsconcerte hatten die Chor= und Solokräfte des Singvereins vollauf zu thun, denn auf dem Programme standen „Mirjam's Siegesgesang” von Schubert, die „Sieben Worte des Erlösers” von Heinr. Schütz und Anton Bruckner's „Te Deum”, welche zwei letzteren Werke bei dieser Gelegenheit in Wien zur ersten öffentlichen Aufführung gelangten [... über die Unterschiede zwischen Schütz und Bruckner ...] Wie einfach, innig und rührend klingen die religiösen Töne aus dem Jahre 1645 an unser weltliches Ohr, und wie geschraubt, äußerlich und gewaltthätig arbeitet das Te deum vom Jahre 1884 mit allem Aufwande der modernen Instrumentalmusik auf eine Wirkung los, die ihm - falls sie eine religiöse sein sollte - leider gänzlich versagt bleibt, die aber auch vom rein künstlerischen Standpunkte aus unser Bedauern wachruft.\r\n    [... im ersten und letzten Teil \"hohe Schönheit ... Majestät\", der Geist der Zerfahrenheit schlage aber alles \"mit wahrer Oppositionswuth in tausend Trümmer\" ... kein religiöses,sondern ein bizarres Tonwerk ... das geistige Band fehle ... das kirchliche Moment fehle ... Kritik an den Ausführenden ... man könne sagen,] daß der Sopran, Alt und Baß nicht richtig, der Tenor hingegen falsch sang. [...] Er [Schütz] war ein Neuerer, ein Anhänger des dramatischen Styles, vielleicht ein Stück Bruckner des 17. Jahrhunderts. Möchte doch der Bruckner des 19. Säculums mit seinem Te Deum die Concertbesucher der künftigen Generationen so erheben, wie der alte Sagittarius mit dem „Lallen” seiner sieben Worte uns erhoben hat. [... kurz über weitere Konzerte ...]\r\n               Florestan.« (***).", "Letzte Änderung": "15.04.2026 16:38"}, {"ID": 188601195, "Datum": "19.1.1886, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung des »Te deum« [10.1.1886] durch Speidel im Fremdenblatt Nr. 19 auf S. 6:\r\n           »Konzerte.\r\n    [... über die 4. Sinfonie von Brahms ...] Es war eine verlorene Schlacht, allein man ließ die Niederlage dem Feldherrn nicht entgelten. Hatte er doch schon so manchesmal gesiegt!\r\n    Ein anderes neues Werk, Anton Bruckner's Tedeum, ist im jüngsten Gesellschaftskonzert mit großem Erfolg zur Aufführung gekommen. [... positive Besprechung ...] Das Publikum konnte sich der Wirkung dieser Komposition nicht entziehen und rief den Komponisten unermüdlich. Bruckner's Tedeum stand am Schlusse des Konzertes [... über die anderen Nummern ... Schütz] muß mit doppelter Liebe eingeübt werden, und wie hätte ein fahrender Mann wie Kapellmeister Richter Zeit und Sammlung zu solcher Liebe?\r\n     Noch einmal in einem großen Konzerte begegneten wir dem Komponisten Anton Bruckner. Sein Streichquintett wurde im Quartett Hellmesberger (dritter Abend) zum zweitenmal aufgeführt und wieder mit glänzendem Erfolge, an welchem das geniale Adagio den größten Antheil hatte [... über die anderen Programmnummern und Liederabende ...] [Signatur:]    sp.« (*).\nKritik Hanslicks im Morgenblatt der Neuen Freien Presse Nr. 7685 auf S. 1 - 3 (Bruckner S. 2):\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\n    Ed. H. \"Die sieben Worte unseres lieben Erlösers und Seligmachers Jesu Christi [... ausführlich über Schütz ...] die Gesang=Soli hingegen traten ungenügend, theilweise sogar störend dazwischen.\r\n    Gegen den alten Schütz contrastirte mit fast gewaltthätigem modernen Effect das \"Tedeum\" von Anton Bruckner. Volles Werk der Orgel, dröhnende Posaunen und Paukenschläge, der ganze Chor fortissimo und unisono - so kommt dieses Lob Gottes mit Donnergewalt angestürmt. [Text wie bei 37/408, mit folgenden Abweichungen: ... Compositionen Bruckner's .. Tedeum ... crassen Uebergängen und Contrasten ... Tedeum ... längern ... Tedeum ... Theil des Publicums ]\r\n     [... über andere Konzerte, 4. Sinfonie von Brahms ...] Welche Symphonie aus den letzten dreißig bis vierzig Jahren vermöchte sich den Brahms'schen auch nur annäherungsweise zu vergleichen? Und doch werden in jüngster Zeit mehr Symphonien componirt, als man gemeiniglich glaubt. [... über Brahms ...]« (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:28"}, {"ID": 188601205, "Datum": "20.1.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Artikel E. V. H. Hartmanns über das »Te deum« in der Musikalischen Rundschau auf S. 150f:\r\n      »Von Wien.\r\n   Das Ereigniss des dritten ordentlichen Gesellschafts-Concertes dieser Saison (am 10. Jänner 1886) war die Aufführung von Anton Bruckner's \"Tedeum\" für Soli, Chor und Orchester [... geniale Erfindung, enormes musikalisches Können, wahrhaft erhebender Lobgesang ... glanzvoll rauschende Instrumentierung ... Solisten sollten vorzüglich sein, Blechbläser gemäßigt werden ...] Leider war bei der jüngsten Aufführung Keines von beiden der Fall. Von den Solisten fand sich nur Frau Ullrich-Linde mit ihrer Partie gut ab; die Bläser dagegen boten ihre ganze rohe Gewalt auf, um die vor ihnen aufgestellten Chorsänger todt zu machen. Trotz dieser nicht genug zu rügenden Misstände erzielte das Werk einen grossartigen Erfolg, welcher sich in mehrfachen Hervorrufen des Componisten kund gab. [... über die anderen Programmnummern ...]« [Signatur in der Kopie nicht erkennbar] (*).\nBesprechung des Konzerts vom 11.1.1886 [Klavieraufführung der 7. Symphonie] in der Musikalischen Rundschau auf S. 155:\r\n      »Vereins-Chronik\r\n(Tonkünstlerverein.) Am 11. Jänner wurden im Tonkünstlerverein [sic] [... Novitäten vorgetragen ...] Symphonie Nr. 7 in E-dur von Anton Bruckner, in vierhändigem Arrangement vorgetragen von den Herren Josef Schalk und Ferdinand Löwe [...]« (**).\r\nAuf S. 155 wird außerdem mitgeteilt, daß Partitur und von Josef Schalk bearbeiteter Klavierauszug des »Te deum« im Verlag Th. Rättig erschienen sind (***).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 15 veröffentlicht auf S. 2 [nahezu vollständig] die Kritik Paumgartners [14.1.1886] zum Quintett [7.1.1886] und zum »Te deum« [10.1.1886]:\r\n    » - Bruckner's \"Te Deum\". Dr. Hans Paumgartner, der Musikrecensent der Wiener Zeitung, schreibt vom 14. d. M.: \"Die ersten Tage des neuen Jahres gehörten unserem genialen Anton Bruckner. In dem 3. Hellmesberger'schen Quartettabende wurde das prächtige Bruckner'sche Quintett, welches bereits im vorigen Jahre so durchschlagenden Erfolg erzielte, mit erneutem jubelnden Beifalle wiederholt und im 3. Gesellschaftsconcerte kam Bruckners \"Te Deum\", das bereits in einem Concerte des Wiener academischen Wagner=Vereines mit Clavierbegleitung zu Gehör gebracht worden war, nunmehr zur ersten orchestralen Aufführung. In C-dur, grandios in den herben Quinten des Orchesters an Beethoven'schen Tongeist anklingend, hebt in felsenfestem Glauben der Gesang des Chores an. Mehrfach wechselt Soloquartett mit den Massen des Chores sinnreich ab. Der Schönheiten dieses wahrhaft erhabenen Werkes sind so viele, daß uns für eine erschöpfende musikalische Analyse desselben hier kaum Platz bleibt. Von besonders ergreifender Wirkung erschien uns bei der Aufführung die Stelle im 3. Absatze: \"Tu devicto mortis aculeo aperuisti credentibus regna coelorum\", in der über den brütenden Chormassen eine herrliche Melodie der Oboe so verheißungsvoll emporschwebt. Eine Machtfülle von Kraft und hoher Empfindung thronen in diesem wahrhaft genialen Werke. Hat Bruckner mit seinem Streichquintette sich einen bleibenden ersten Platz in der Kammermusik errungen (wer wird je wieder nach ihm ein so seliges Adagio in Tönen dichten?), so hat er sich mit seinem \"Te Deum\" würdig neben Bach und Beethoven gestellt, denn von solchem Geiste ist auch in das Bruckner'sche Werk lebendig=kräftig eingeströmt. Der Erfolg des Te Deum war ein ungewöhnlich stürmischer und jubelnder, das Publikum wurde nicht müde, den genialen Oberösterreicher mit dem mächtigen Charakterkopfe und dem Wesen voll Treuherzigkeit und Gemüthsinnigkeit immer und immer wieder zu rufen. Dirigent Hans Richter hat mit ganzer Liebe sich dem Werke hingegeben und Chor, Orchester und Soloquartett thaten ihr Bestes zu Ehren Bruckner's.« (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:02"}, {"ID": 188601215, "Datum": "21.1.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Fortsetzung von Helms Artikel [14.1.1886] über Bruckner im Leipziger Musikalischen Wochenblatt Nr. 4 auf S. 46 - 48:\r\n           »Biographisches.\r\n                Anton Bruckner.\r\n                     II.\r\n                 (Fortsetzung.)\r\n    Indem wir uns jetzt zu den Compositionen Bruckner's wenden, müssen wir vor Allem unser Bedauern aussprechen, kein vollständiges, bis ins Detail eingreifendes Bild des bedeutenden Künstlers geben zu können, da ja die meisten seiner Werke bis auf den heutigen Tag Manuscript geblieben sind, Vieles, im Arbeitspult des Componisten streng verschlossen, selbst seinen intimeren Freunden noch unbekannt ist. [... in Wien seien nun zwei Werke zu erwarten: die 7. Symphonie und \"demnächst\" [sic] das \"Te deum\" . .. derzeit Arbeit an der 8. Symphonie ... über das Quintett (mit Notenbeispielen) ... Auflistung weiterer Werke ... über Stileigentümlichkeiten: bizarr ausschweifende Phantasie, Modulationsfreude (mit Notenbeispielen: Beginn des Quintetts und Hauptthema der 5. Symphonie) ...] (in dem vorletzten Beispiel glaubt man wieder die Tonsprache Wagner's zu vernehmen; es ist, als lägen dieser herzinnigen Triolenmelodie als motivischer Keim die Worte Brünnhildens aus dem 3. Act der \"Walküre\": \"War es so niedrig, was ich dir that?\" zu Grunde.) - - \r\n           (Schluss folgt.)« (*).\nAuf S. 53 folgen ein Bericht über die Aufführung des »Te deum« am 10.1.1886:\r\n»Vermischte Mittheilungen und Notizen.\r\n[...]\r\n      * Bruckner's \"Te Deum\" hatte bei seiner 1. Aufführung mit Orchester, im dritten Gesellschaftsconcerte zu Wien, am 10. Januar, trotz ziemlich mangelhafter Wiedergabe einen grossartigen, unbestrittenen Erfolg. Selbst ausgesprochene Gegner Bruckner's waren begeistert und ermüdeten nicht, den Componisten immer von Neuem hervorzurufen. [... über Schütz, bei dessen Oratorium ebenfalls] die Leistungen des Chores und besonders der Solisten viel zu wünschen liessen [...]« [keine Signatur, wegen der Ähnlichkeit des Artikel vom 12.1.1886 (u.a. »viel zu wünschen ließen«) vermutlich von Theodor Helm],\nund in der \"Journalschau\" ein Hinweis auf den Inhalt der \"Leipziger Musik- und Kunstzeitung No. 1. Die Symphoniker der Neuzeit. I. A. Bruckner. (Mit Portrait.) [...]« (*a).\nDie Linzer Zeitung übernimmt auf S. 75 den Artikel der Wiener Abendpost [Paumgartner am 14.1.1886], in dem Aufführungen des Quintetts [7.1.1886] und des »Te deum« [10.1.1886] besprochen werden:\r\n»Linz, 20. Jänner.\r\n   * (Ein Tedeum Bruckners.) Dr. Hans Paumgartner schreibt in der \"Wiener Abendpost\": Die ersten Tage des neuen Jahres gehörten unserem genialen Anton Bruckner. In dem dritten Hellmesberger'schen Quartettabende wurde das prächtige Bruckner'sche Quintett, welches bereits im verflossenen Jahre so durchschlagenden Erfolg errungen hatte, mit erneutem jubelnden Beifalle wiederholt, und im dritten Gesellschaftsconcerte kam Bruckners \"Tedeum\", welches bereits in einem Concerte des Wiener akademischen Wagner=Vereines mit Clavierbegleitung zu Gehör gebracht worden war, nunmehr zur ersten orchestralen Aufführung. In C-dur, grandios in den herben Quinten des Orchesters an Beethoven'schen Tongeist anklingend, hebt in felsenfestem Glauben der Gesang des Chores an. Mehrfach wechselt Soloquartett mit den Massen des Chores sinnreich ab. Der Schönheiten dieses wahrhaft erhabenen Werkes sind so viele, daß uns für eine erschöpfende musikalische Analyse desselben hier kaum Platz bleibt. Von ganz besonders ergreifender Wirkung erschien uns bei der Aufführung die Stelle im dritten Absatze: \"Tu devicto mortis aculeo aperuisti credentibus regna coelorum\", in welcher über den brütenden Chormassen eine herrliche Melodie der Oboe so verheißungsvoll emporschwebt. Eine Machtfülle von Kraft und hoher Empfindung thronen in diesem wahrhaft genialen Werke. Hat Bruckner mit seinem Streichquintette sich einen bleibenden ersten Platz in der Kammermusik errungen (wer wird je wieder nach ihm ein so seliges Adagio in Tönen dichten?), so hat er sich mit seinem \"Tedeum\" würdig neben Bach und Beethoven gestellt. Denn von solch einem Geiste ist auch in das Bruckner'sche Werk lebendig=kräftig eingeströmt. Der Erfolg des Tedeum war ein ungewöhnlich stürmischer und jubelnder, das Publicum wurde nicht müde, den genialen Oberösterreicher mit dem mächtigen Charakterkopfe und dem Wesen voll Treuherzigkeit und Gemüthsinnigkeit immer und immer wieder zu rufen. Hans Richter hat mit ganzer Liebe sich dem Werke hingegeben, und Chor, Orchester und Soloquartett (die Damen Ulrich=Linde und Zips und die Herren Erxleben und Graf) thaten ihr Bestes zu Ehren Bruckners.« (**).\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 5 bringt auf S. 24f eine Rezension zum »Te deum« [10.1.1886] und teilt mit, daß bei Th. Rättig ein von Josef Schalk bearbeiteter Klavierauszug erschienen ist:\r\n»Concerte.\r\n[... über Konzerte in Wien ...] Das dritte Concert der Gesellschaft der Musikfreunde [... gut besucht ... schlechte Wahl der Solisten bei Schütz ...] würdig beschlossen mit Anton Bruckner's \"Te Deum\", für Soli, Chor und Orchester [... wahrhaft großartiges Werk ... ] Das Ganze ist ein Meisterwerk allerersten Ranges, voll Leben, Geist und Kraft und reich an origineller Erfindung [...] In Verlag ist Bruckner's \"Te Deum\" bei Th. Rättig in Wien erschienen und der uns vorliegende, saubere, 36 Seiten umfassende Clavierauszug mit Text, bearbeitet von Jos. Schalk (Preis 4 Mark), wird gewiß allen strebsamen Gesangvereinen für gemischten Chor eine erwünschte Novität sein. [... Ankündigung von Berlioz' »Fausts Verdammung« ...] [signiert:] G. K.« (***).\nGustav Dömpke nutzt seine Besprechung der Vierten Symphonie von Brahms in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2118 auf S. 1 - 3 dazu, die kompositorische Kompetenz der Neudeutschen Schule zu bezweifeln:\r\n\"Die E-moll-Symphonie von Johannes Brahms.\r\n     Zwei Dinge auf dieser Welt sind sehr schwer: einmal, sich einen Ruhm zu gründen, sodann, ihn sich zu erhalten. [... Brahms' Beziehung zu seinen Vorgängern ... Knappheit der Motivbildung schon in Beethovens 5. Sinfonie; deren Thema] ist für sich ein solches Nichts, daß Beethoven es mit Seelenruhe, fast mit Schadenfreude seinem ärgsten Feinde oder Nebenbuhler hätte überlassen können. Das Motiv, mit welchem die neue Symphonie von Brahms (Nr. 4, E-moll) anhebt, ist gar noch kürzer; es besteht nur aus zwei Noten. Man sollte sie heimlich, allenfalls mit dem auftactigen Rhythmus Franz Liszt, Anton Bruckner oder ähnlichen Original=Genies in die Hände spielen, um zu erleben, was sie daraus machen würden. [... ausführlich über die einzelnen Sätze, geringe Vorbehalte gegen das Finale ..] Allein er hat mit dieser ganz neuen Combination doch ein Problem aufgestellt, über welches erst die Zukunft zu entscheiden berufen ist.      G. Dömpke.\" (°).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:02"}, {"ID": 188601225, "Datum": "22.1.1886, Freitag", "Haupttext": "Brief Eugen d'Alberts an Otto Leßmann [mit Bemerkungen zur Aufführung der 7. Symphonie am 7.1.1886]:\r\n   »[...] Ueber den Bericht des Kölner Concerts habe ich mich sehr gefreut; ich begreife durchaus nicht den Enthusiasmus einzelner Kapellmeister für die Bruckner'sche Symphonie - mich hat sie ganz kalt gelassen, durch all diesen Bombast und Aufbausch sah ich keinen einzigen warmen Gedanken. [...]« (*).\nBesprechung der Aufführung der 3. Symphonie [am 15.10.1885] in Amsterdam in der Neuen Zeitschrift für Musik auf S. 37:\r\n»Amsterdam. [... über Opern- und Konzertaufführungen ...] Neues brachte uns der \"Apollo\" unter Daniel de Lange durch die Vorführung von Anton Bruckner's Dmoll=Symphonie. Dies Opus konnte keine Sympathie erregen; die unbegreifliche Länge (5/4 Stunden) spannte sehr ab, dazu kamen nun noch an vielen Stellen ganz fremde Klangwirkungen und sonderbare Harmonien, so daß man beim erstmaligen Hören sich schwer hinein arbeiten konnte. Es läßt sich denken, daß große Langeweile sich des Publikums bemächtigte. Der ausgezeichnete Sänger Meschaert entschädigte einigermaßen dafür durch die Lieder von Grieg und Lewy.« [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:26"}, {"ID": 188601235, "Datum": "23.1.1886, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der Aufführung des »Te deum« durch K.St. [= Königstein?] im Illustrierten Wiener Extrablatt (*).\nBrief von Betty von Mayfeld an Bruckner (”würdiger Nachfolger Beethovens”):\r\n    Nach der Langeweile der Werke von Schubert und Schütz seien sie und ihr Mann vom ”Te deum” ganz begeistert gewesen. Sie hätte ihm gerne im Hotel Elisabeth persönlich gratuliert (**).\nAuf die morgige Kirchenmusik machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\nFremdenblatt Nr. 23 auf S. 5 (***),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 23 auf S. 3 (°),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2120 auf S. 6 [inhaltlich wie (°°°) ... Seiler ...] (°°)\nund Neue Freie Presse Nr. 7689 auf S. 4:\r\n     \"Hofpfarrkirche zu St. Augustin, 11 Uhr: Messe von Führer, Graduale von Seyler und Offertorium von Kempter, Orgel: Hoforganist Professor Bruckner.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:29"}, {"ID": 188601245, "Datum": "24.1.1886, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik\nin der Deutschen Zeitung Nr. 5050 auf S. 6 (*)\nund in der »Presse« Nr. 24 auf S. 13 (Kalendarium im Local-Anzeiger) (**).\nBruckner wirkt als Organist beim Gottesdienst um 11 Uhr in der Augustinerkirche mit, bei dem unter Eders Leitung Werke von Führer (Messe), Seyler (Graduale) und Kempter (Offertorium) aufgeführt werden (***).\n(°) Kritik über das »Te deum« [10.1.1886] und das Quintett [7.1.1886] in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung 1 (1885/86), Nr. 17 S. 292f:\r\n           »Wiener Concertbericht.\r\n    Wenn wir uns nunmehr anschicken, über das letzte Concert der Gesellschaft der Musikfreunde zu berichten, so fühlen wir uns unwillkürlich gedrungen, zumeist über die Novität des Concertes, Bruckner's \"Te Deum\" zu sprechen [... kurz über die anderen Werke ...] Das Wiener Concertpublicum hatte eine alte Ehrenschuld an den unfraglich hochbegabtesten aller heute lebenden österreichischen Componisten abzutragen, und Keiner, der am Sonntag die Aufführung des Werkes mit angehört, wird wieder vergessen, welche Fülle überzeugendster Wirkungen von dieser originalen Erscheinung ausstrahlen kann. [... durch die Bindung an einen Text diesmal konzise Form ... ausführliche Schilderung des Werkverlaufes ... wie Beethoven sprenge Bruckner den Rahmen des Kirchlichen, unterwerfe sich nicht \"den archaistischen Anforderungen einer dort postirten Polizei\" ... Bruckner habe mehr Geist und übertreffe Berlioz, der nur mehr »esprit« habe] als Bruckner, ein Element, welches die Kirchenmusik weniger als die profane duldet.\r\n    Quartett Hellmesberger. Der letzte Productionsabend des genannten Quartetts brachte Anton Bruckner's Quintett in F-dur, dessen vorjähriger durchgreifender Erfolg sich wiederholte. [... verborgene Schönheiten, aber] die Unmittelbarkeit der thematischen Erfindung und ihr heimatlicher Charakter nehmen den Hörer sogleich gefangen. [... im Adagio unvergesslicher Ausdruck ... eher Anklänge an Schubert als an Wagner ...] Es ist die sich aufdrängende Empfindung des Ursprungs aus demselben Boden, ein landsmannschaftlicher Zug der Thematik. [... über die anderen Programmnummern ...] Eine entzückende Aufführung von Schubert's C-dur Quintett, mit welcher Hellmesberger begeisterte Anerkennung erntete, schloss den Abend. [Signatur:] pi« [als griechischer Buchstabe] (°).\r\n    Auf S. 295 wird das Kölner Konzert mit der 7. Symphonie [7.1.1886] besprochen:\r\n»Köln. (Orig.-Corr.) VI. grosses Gürzenich-Concert unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Wüllner. [...] Hätte der grössere Theil des Publicums der Haupt- und Generalprobe der Bruckner'schen Symphonie beiwohnen können und wäre so mit dem Werke vertrauter geworden, wir hätten ganz gewiss einen anderen Erfolg zu melden. [... mehrmaliges Hören von Vorteil ... hervorragende Begabung ... zuviele Modulationen ... Unvermitteltes und Gewaltsames ... Adagio der wertvollste Satz, Scherzo wirkungsvoll, Trio weniger ...] An Erfindung und fesselnder Durcharbeitung steht der vierte Satz allen anderen nach. Glänzend und farbenreich ist die Instrumentation und zeigt uns in Allem den auf der Höhe der Jetztzeit stehenden Musiker. Es ist ein Werk, das unser grösstes Interesse herausfordert. Die Aufführung war ganz vorzüglich.« [... kurz über die anderen Werke ... Signatur:] A. L.«] (°°).\r\n    Die »Zeitschriften-Revue« auf S. 303 verzeichnet die Artikelreihe über Bruckner im Musikalischen Wochenblatt Nr. 3 [z.B: 14.1.1886, 21.1.1886] (»[...] Anton Bruckner (Forts.). [...]«) und Hanslicks Besprechung des »Te deum« in der Neuen Freien Presse vom 19.1.1886 (»[...] Tedeum von Bruckner [...]«) (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188601255, "Datum": "25.1.1886, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 4 berichtet auf S. 3 über\n    \"Das Carnevalsfest des Schubertbundes.\n         Als treue Beobachter des Gesetzes über die Sonntagsruhe sehe, wir uns leider außer Stande, unserem Lesepublicum schon heute eine umständliche Beschreibung des schönen Festes zu bieten, [...] Statt der Symphonien von Brahms und Bruckner bekam man Lanner und Schramml zu hören, statt Walter und Winkelmann den lieben Augustin und den Herr Jegerle; [...]\".", "Letzte Änderung": "11.11.2024 20:16"}, {"ID": 188601265, "Datum": "26.1.1886, Dienstag", "Haupttext": "Beim Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Orgelschüler Wilfert Fantasie und Fuge in c-Moll von Bach.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:58"}, {"ID": 188601285, "Datum": "28.1.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Letzte Fortsetzung von Theodor Helms Artikel über Bruckner im Leipziger Musikalischen Wochenblatt Nr. 5 auf S. 60f:\r\n           »Biographisches.\r\n                Anton Bruckner.\r\n                     II.\r\n                 (Schluss.)\r\n    Charakteristisch für Bruckner ist der Umstand, dass er dann am klarsten, formfestesten erscheint, wenn ein Wort, ein gegebener Text seinem oft etwas ungestüm durch die Wolken jagenden Pegasus den Zügel anlegt. [... so in der Kirchenmusik. Neben den Scherzi machten die anderen Sätze oft den Eindruck »grossartiger Improvisationen« ... musikalische Wandelbilder ... häufige Generalpausen ... absolute Musik mit den Errungenschaften der Programmmusik ... zu den Lieblingsstücken des Referenten zählt die 1. Symphonie (nur durch Klavieraufführungen [am 22.12.1884 und/oder 23.4.1885?]) ... Chancen Bruckners heute »gewaltig anders, als noch vor 3-4 Jahren« ...] Hoffentlich wird auch des Künstlers zweite Vaterstadt: Wien durch verdiente Würdigung der genannten Symphonie und des \"Te Deum\" seine greise Stirn noch in diesem Winter mit neuem, frischen Lorbeer schmücken.\r\n          Dr. Theodor Helm.\nBerichtigung: Im 7. Takte des 1. Notenbeispiels auf S. 47 der vor. No. [vorige Nummer vom 21.1.1886] muss die 1. Note der Primgeige des statt ces heissen.« (*).\nKritik (signiert »A. B.«) zur 3. Symphonie in Dresden [am 11.12.1885] im Musikalischen Wochenblatt auf S. 63:\r\n                »Dresden, Januar 1886.\r\n    Im 3. Symphonieconcert der k. Capelle kam als Novität die D moll-Symphonie (R. Wagner zugeeignet) des Wiener Componisten Ant. Bruckner zur Aufführung. [... im Gegensatz zur 7. Symphonie in Leipzig kein duchschlagender Erfolg ... Werk »eines bedeutend begabten Tondichters« ... »trotzdem fesselt es nicht« ... zerrissener Eindruck ... ungewöhnlich lang ... ein Vergleich mit der 7. Symphonie wäre die Mühe wert ...] An der Aufführung lag es nicht, wenn der Erfolg nur ein Achtungserfolg war, die k. Capelle unter der Leitung des Hrn. Hofcapellmeister Schuch gab ihr Bestes. [... über ein Nicodé-Konzert und Webers Oper »Silvana« ...] [Signatur:] A. B.« (**).\nAuf S. 68 wird die Frankfurter Aufführung desselben Werkes erwähnt:\r\n»Bruckner (A.), D moll-Symph. (Frankfurt a. M., 5. Museumsconc.)« (***).\nAuf dieser Seite auch Hinweis auf einen Artikel [nach dem 7.1.1886]:\r\n»Neue Musik-Zeitung No. 2. Anton Bruckner. (Mit Portrait.) Von Dr. H. Kleser. [...]« (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188601305, "Datum": "30.1.1886, Samstag", "Haupttext": "Friedrich Klose kommt in Wien an (*).\nBrief Bruckners an Frau Virginia Haizinger [siehe die Anmerkung]:\r\n   Dankt [für eine Einladung?], er habe aber Dienst an der Hofmusikkapelle. Er wünsche ihren Gemahl, seinen genialen Kollegen, wieder einmal zu sehen und werde daher unversehens in ihrem Haus vorsprechen. Herr Winkler werde ihn auch für diesmal entschuldigen (**).", "Letzte Änderung": "16.10.2024 22:03"}, {"ID": 188601315, "Datum": "31.1.1886, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner hat Dienst in der Hofkapelle. Von Joseph Haydn erklingt dabei das \"Domine auxiliator\" (*).\n\n\nIn der Deutschen Wochenschrift Nr. 5 erscheint ein Artikel von Dr. Robert Hirschfeld, der sich mit der Vierten Symphonie von Brahms und Bruckners \"Te deum\" befasst (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602005, "Datum": "Februar 1886", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [Unterrichtsstunden (?) von] Klose, Behn, Vockner, Horn und Pohoryles.", "Letzte Änderung": "16.10.2025 16:11"}, {"ID": 188602015, "Datum": "1.2.1886, Montag", "Haupttext": "Erster Besuch Kloses bei Bruckner, der ihn nach der Lektüre eines Empfehlungsschreibens von Mottl als Privatschüler annimmt und für den übernächsten Tag zu einer Prüfung wiederbestellt (*).\nKritik zum »Te deum« [10.1.1886] in Carl Schöns Artikel in der »Lyra« IX. Nr. 9 auf S. 97(=3):\r\n»            Wiener Concerte.\r\n     Der Monatsregent im Concertsaal war im abgelaufenen Jänner Johannes Brahms! [... über die 4. Sinfonie, Liederabende ...] Nächst den Aufführungen der genannten Brahms'schen Werke war es Bruckner's Te Deum im 3. Gesellschaftsconcerte, welches das größte Interesse erweckte. Bruckner ist ein alter Mann geworden, bis man ihn in Wien zu würdigen anfing, [... Verdienst des Wagner-Vereins ... Werke werden sich trotz einiger tonangebender Kritiker durchsetzen ...]\r\n     Nächst den Aufführungen der genannten Brahms'schen Werke war es Bruckner's Te Deum im 3. Gesellschaftsconcerte, welches das größte Interesse erweckte. Bruckner ist ein alter Mann geworden, bis man ihn in Wien zu würdigen anfing, und es ist das Verdienst des akademischen Wagnervereines, die Werke dieses genial veranlagten Tondichters vor die Oeffentlichkeit gebracht zu haben. Wenn auch heute noch ein großer und – leider – tonangebender Theil der Kritik Bruckner's eigenartige Werke kurz abfertigt, so haben diese sich doch einen Platz in den Programmen der hervorragenden Concertinstitute und die Theilnahme der Hörer zu ersiegen vermocht. Bruckner's Te Deum nun scheint uns eines der vollendetsten, abgerundetsten Werke des Componisten zu sein. Es wirkt, wie die anderen bisher vorgeführten Sachen, zunächst durch den großen Zug, der durch dasselbe geht, durch große, oft imponirende Gedanken und ist von dem Hauptfehler anderer Kompositionen Bruckner's frei, von dem unvermittelten Springen in heterogene Gedanken, sowie dem zähen Festhalten und nicht Loslassenwollen eines einmal eingeführten Themas. Wirkt der erste Satz durch die eiserne Gewalt des Unisono Themas, so entzückt der F-moll-Satz \"Te ergo\" durch edle, warm empfundene Melodie, die sich, von einer schönen Geigenfigur umspielt, im \"Salvum fac“ wiederholt. Am meisten hat der Schlußsatz gezündet, dessen Modulation, unmittelbar vor dem letzten Alla breve eine Titanenhand geschrieben hat. Die contrapunktische Kunst Bruckner's ist eine riesige, ich möchte sagen, unheimliche; er steht in derselben Brahms nicht im Mindesten nach. Sein Gestaltungsvermögen erregt unser Staunen mehr, als das gewiß großartige Brahms. Aber Brahms ist ästthetisch [sic] geschulter als Bruckner, er wiegt seine Themen gegen einander ab, er setzt ihrer Durchführung Grenzen und macht zur rechten Zeit Halt, während Bruckner sich in der Regel in's Endlose zu verlieren droht. Insbesondere dem Te Deum nun gelten diese Worte nicht, die nur der Ausdruck der Gedanken sind, die sich dem Hörer gerade in dieser bewegten Brahms-Bruckner-Zeit aufdrängen müssen. Das Te Deum macht einen einheitlichen, harmonischen Eindruck und hätte bei besserer Besetzung des Soloquartettes noch mehr Wirkung gemacht. Die fabelhaft schwierig gesetzten Chöre wurden durch den Singverein zur besten Geltung gebracht.\r\n     [... Auflistung der anderen] Aufführungen im abgelaufenen Monat, welchem die Schonzeit der Musikreferenten, der Fasching, folgt. Er sei willkommen!      Carl Schön.« (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:30"}, {"ID": 188602025, "Datum": "2.2.1886, Dienstag", "Haupttext": "Brief Levis an Josef Schalk:\r\n   Kaiser Franz Joseph habe in einem Brief an Prinzessin Amalie zugesagt, bei der Drucklegung der 8. Symphonie die Kosten zu tragen (*).\nBrief Bruckners an den »Frohsinn« in Linz:\r\n   Dankt für das Schreiben und das [Konzert-]Projekt. »Te deum« und 3. Symphonie seien bei Rättig verlegt, die 7. Symphonie bei Gutmann. Ohne Aufführungsrechte sei z.B. die 4. Symphonie [vermutlich das »New Yorker« Partiturexemplar (**)], die er senden könnte, falls nicht München sie verlange (***).\n(Weingartner-Serenade in einem Konzert Kretschmanns im Ehrbar-Saal (°)).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 15:28"}, {"ID": 188602035, "Datum": "3.2.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Klose absolviert seine Anfangsprüfung in Bruckners Wohnung. Bruckner berichtet, daß er kürzlich sein Stundenhonorar von drei auf fünf Gulden habe erhöhen müssen (*).\nKalendereintragungen Bruckners:\r\n   »H Klose 3. Febr. 886. a 2 [/] a z. 5 fl« und »Beginn: H Klose 3. Febr. 886.« (**)\r\nund (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n   »H Klose - aus Carlsruhe [/] Mittw. 7 - 8 Uhr [/] Freitag« (**a)\r\n   und »3. Febr. 886 [...] Frl. Puherilles« (***).\nNotiz bei den Gebetsaufzeichnungen vom 6.6.1886:\r\n   »H Klose 3. Febr 886. Anfang.« (°).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 15:08"}, {"ID": 188602045, "Datum": "4.2.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Klose, mit einem Empfehlungsschreiben Mottls versehen, wird in den Wagner-Verein aufgenommen. Er lernt Dr. Victor Boller, Franz Schalk, Hans Paumgartner, Gustav Schönaich, Rudolf von Larisch, Adalbert von Goldschmidt und Hugo Wolf kennen. Er bittet auf Anraten Bruckners Josef Schalk, seinen Klavierunterricht zu übernehmen (*).\nBei dieser Generalversammlung wird auch ein neuer Vorstand gewählt: Victor Boller, Franz Schaumann, Alois Höfler, Rob. Steinhauser, H. M. Schuster, Theodor Köchert, Emil R. v. Hartmann, Jos. Schalk und Franz Zottmann. Zum artistischen Comité gehören Ludwig Koch, Dr. Schuster, Schütt, Schaumann und Kretschmann (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 8.2.1886):\r\n   »4. Febr Fr Kathi 18 fl für Wäsche.« (***).\nDas Salzburger Volksblatt Nr. 27 weist auf S. 3 auf eine Besprechung des \"Te deum\" [10.1.1886] durch Dr. Robert Hirschfeld hin:\r\n               \"Literarisches. \r\n     \"Deutsche Wochenschrift\", Organ für die gemeinsamen nationalen Interessen Oesterreichs und Deutschlands. Herausgegeben von Dr. Heinrich Friedjung. Wien, IX., Wasagasse Nr. 20. Inhalt von Nr. 5 vom 31. Jänner 1886: [...] - Musik (Brahm's: E-moll=Symphonie. Bruckner: Tedeum.) Von Dr. Robert Hirschfeld. - [...] Probenummern gratis und franco.\" (°).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 08:35"}, {"ID": 188602055, "Datum": "5.2.1886, Freitag", "Haupttext": "Kloses erste Unterrichtsstunde bei Bruckner. (Der Unterricht fand während der folgenden dreieinhalb Jahre immer mittwochs, 7 Uhr abends, und freitags, 1 Uhr mittags, statt (*)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602065, "Datum": "6.2.1886, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2134 bringt auf S. 1 - 3 (über Bruckner S. 2f) einen Bericht über die Aufführung des »Te deum« am 10.1.1886:\r\n            »Feuilleton.\r\n                  Concerte.\r\n(Schütz=Jubiläum. - Te Deum von A. Bruckner. - Quartett=Soiréen und Lieder=Concerte.)\n    Die Wohlthat der kleinen Concertpause, welche uns der Fasching einstweilen zu bewilligen geruht, raubt uns die Entschuldigung [... über viele Konzerte sich auszuschweigen ...] Es muß also heraus, daß die Gesellschaft der Musikfreunde in ihrem letzten Concerte statt eines Jubiläums und einer Auferstehung ein Leichenbegängniß gefeiert hat. [... ausführlich über Heinrich Schütz ...]\n     Auf dieses ehrwürdige Denkmal einer uns fremd gewordenen Zeit folgte im Gesellschafts=Concert ein Werk allermodernster Frömmigkeit, welches nicht blos wegen des Sprunges über mehrere Jahrhunderte den denkbar stärksten Contrast zu der idealen Ruhe des ersteren bildete. Ein Te Deum ist freilich keine Charfreitags=Andacht, und ein Tondichter des neunzehnten Jahrhunderts darf andere Töne anschlagen, als einer des siebzehnten. Aber eine so maßlose, ungebändigte Empfindung, wie sie Anton Bruckner's religiösen Lobgesang durchbraust und durchwühlt, gehört zu den besonderen Kennzeichen der gegenwärtigen musikalischen Verwilderung. Schon technisch betrachtet, strotzt das Werk von Seltsamkeiten, kaum zu überbietenden Wagnissen und Schwierigkeiten. Es schließt mit einem hohen C der Soprane, wie es wohl kaum ein anderer, als der Wiener Singverein rein und imposant zu prästiren vermöchte. Dieses wilde C krönt einen Satz, welcher die Zuversicht auf die Ewigkeit mit dem Maurerpinsel malt, dergestalt, daß er den Sopran fünfundzwanzig Tacte lang durch alle Halbtöne vom zweigestrichenen Fis bis zum hohen B hinaufwindet! Ob solch' eine Steigerung Effect macht, lieber Leser! Ein ähnlich forcirtes Wesen herrscht in der Modulation, in der Stimmführung, in der Ausbeutung des Unisono, des Wechsels zwischen begleitetem und unbegleitetem Gesange, endlich in der Verwendung des Orchesters. Der Anfang gleicht eher einem Hohngelächter der Hölle, als einem anbetenden Hymnus der himmlischen und irdischen Heerschaaren. Die hohlbrausende Quintenfigur, welche sich von hier an durch vier Nummern des Werkes in den Streichinstrumenten charakteristisch hindurchzieht, ist so wenig religiös, so derb und unrein empfunden als möglich. Dazwischen freilich treten edlere Partien auf, die unseren warmen Antheil erregen. Für das Talent Bruckner's, wenn Jemand auf dieses Zugeständniß wartet, zeugt gerade sein Te Deum unzweifelhaft und stärker vielleicht als sein durch Hellmesberger wiederholt aufgeführtes Quintett. Handelte es sich um das Werk eines unreifen Jünglings, so könnte jenes leicht noch mehr zu loben als zu warnen geben. Als Erzeugniß eines Sechzigers jedoch, der in Arbeiten geistlichen Styls fast ergraut ist, erweckt es uns wenig Hoffnung. Der ruhigste, feierlichste und musikalisch werthvollste Satz ist ohne Frage der zweite (Te ergo quaesumus), welchen das schöne Motiv der Solo=Violine umspielt, und seine bedeutende Erweiterung im vierten (Salvum fac). In den übrigen finden sich anziehende Stellen und bemerkenswerthe Intentionen. Das Eigenthümliche dieses Componisten sowie der ganzen Schule, der er angehört, ist eben, daß sie über schöne Einzelheiten und Intentionen selten hinauskommt. Aus dem ersten Satz heben wir die inbrünstige Versenkung in das Leiden der Menschwerdung, aus dem stürmischen Chorsatz Per singulos die schöne Bitte um Erbarmen, aus der geschraubten Fuge Te domine (fast der einzigen Stelle des Werkes, wo sich contrapunktische Arbeit in etwas größerem Zuge ausbreitet) ebenfalls eine rührende Mittelstelle im pp hervor, eine Imitation zwischen Tenor und Alt über ruhendem Baß, welches [sic] das Ohr wie ein lang ersehntes Eiland mitten unter drohenden Klippen und Sandbänken begrüßt.\n    Wir hatten genug mit der Aufnahme dieses seltsamen, übrigens mit großem Beifall aufgenommenen Werkes zu thun, um zu beurtheilen, ob der Chor die enormen Schwierigkeiten, die der Componist ihm bereitet hat, alle siegreich überwand. Ueber den anstrengenden Proben zu der Novität war aber jedenfalls \"Mirjam's Siegesgesang\" von Schubert etwas zu kurz gekommen [... über dieses Werk und über andere Konzerte ...] Mit so vielen Lieder=Concerten die Saison auch noch renommiren möge, den Müller=Lieder=Cyklus Gustav Walter's werden wir gewiß nicht versäumen.      G. Dömpke.« (*).\n \nDie in Klagenfurt erscheinende Zeitschrift \"Freie Stimmen\" Nr. 6 macht auf S. 6 auf eine am 31.1.1886 erschienene Zeitschrift mit einem Bruckner-Artikel aufmerksam:\n            \"Literatur.\n[...]\n     Deutsche Wochenschrift. Organ für die gemeinsamen nationalen Interessen Oesterreichs und Deutschlands. Herausgegeben von Heinrich Friedjung. Wien, IX., Wasagasse Nr. 20. Inhalt von Nr. 5 vom 31. Jänner 1886: [...] - Musik (Brahms: E=moll=Symphonie. - Bruckner Tedeum.) Von Dr. Robert Hirschfeld. - [...] (**).", "Letzte Änderung": "03.08.2025 12:45"}, {"ID": 188602075, "Datum": "7.2.1886, Sonntag", "Haupttext": "Partitur des 1. Satzes der 8. Symphonie beendet. Vermerk am Schluss des Satzes \"Wien, 7. Februar | 1886. | Anton Brucknermp. | 6 Uhr Abends.\" (*).\r\nKalendernotiz Bruckners »I. Satz« [der 8. Symphonie] bei den Gebetsaufzeichnungen (**).\n([?] Philharmonisches Konzert (***)).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 16:37"}, {"ID": 188602085, "Datum": "8.2.1886, Montag", "Haupttext": "In der Sitzung des Oberösterreichischen Cäcilien-Vereins werden Joh. Ev. Habert und Bruckner zu Ehrenmitgliedern ernannt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602095, "Datum": "9.2.1886, Dienstag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jahrgang 1885/86, Nr. 19, erwähnt auf S. 337 (»Zeitschriften-Revue«) die Fortsetzung des Bruckner-Artikels im Musikalischen Wochenblatt Nr. 4 [21.1.1886?]:\n»[...] Anton Bruckner. (Forts.) [...]«\nund den Artikel von Dr. Hans Kleser in der Neuen Musikzeitung Nr. 2 [nach dem 7.1.1886]:\n»Neue Musikzeitung Nr. 2: Anton Bruckner. (Mit Porträt.) Von Dr. Hans Kleser. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602105, "Datum": "10.2.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 15 meldet auf S. 173, daß Partitur und Klavierauszug des »Te deum« (Orgel ad libitum) im Verlag Th. Rättig erschienen sind (*).\nTheodor Helms Artikel »Wiener Musikbriefe« im Pester Lloyd Nr. 41 bringt eine Kritik des »Te deum« [10.1.1886] und erwähnt die Aufführungen der 7. Symphonie in Leipzig [30.12.1884] und München [10.3.1885]:\r\n»Feuilleton.\r\nWiener Musikbrief.\r\n   [... ausführlichst über das Gastspiel des Tenors Emil Götze ...] Als die wichtigsten Wiener Konzert-Ereignisse seit Jahresanfang haben wir die erste Aufführung des Bruckner'schen Tedeum durch die Gesellschaft der Musikfreunde und der neuen (vierten) Symphonie von Brahms durch die Philharmoniker zu verzeichnen. [... über Bruckners Schicksal, verkannt zu werden ... Umschwung dank 7. Symphonie und Quintett ...] der wahrhaft großartige Eindruck des Tedeums selbst machte aus so manchem bisher das Schaffen Bruckner's heftig anfeindenden Saulus einen begeisterten Paulus. Ein durch seine entschiedene Gegnerschaft bekannter Wiener Konservatoriums-Professor sprach das geflügelte Wort: \"Das ist der deutsche Berlioz, nur daß ihm auch musikalisch immer etwas einfällt.\" [... das »Te deum« habe nicht das Ausschweifende, Jähe und Bizarre der Instrumentalkompositionen ...] Des Komponisten reich gewährende, aber mitunter wild ausschweifende Phantasie bedarf eben eines festen Anhaltes, um sich nicht ins Regellose zu verlieren und dieser feste Anhalt wurde Bruckner diesmal als ein wahrer Segen von oben in dem Worte des Herrn! [...] eine tief ergreifende Interpretation des Mysteriums der Menschwerdung [...Beethoven-würdig ... in der Schlußfuge ein förmlich niederwerfender Schwung und Zug ... glückliche formale Gestaltung ...] Der Erfolg der Bruckner'schen Novität ist umso höher anzuschlagen, als er fast ausschließlich der Komposition, nicht der Aufführung verdankt wurde, welch' letztere in den Chören, noch mehr im Soloquartett sehr viel zu wünschen ließ und durch die überstark besetzte und unglücklich aufgestellte Blech-Harmonie häufig die interessantesten Gesangskombinationen in betäubendem Lärm untergehen machte.\r\n   Einer wahren Muster=Aufführung erfreute sich dagegen Brahms' neue Symphonie (Nr. 4, E-moll) am 17. Jänner bei den Philharmonikern. [... Besprechung dieses Werkes ...]\r\nDr. Theodor Helm.« (**).", "Letzte Änderung": "07.03.2023 09:39"}, {"ID": 188602115, "Datum": "11.2.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Vollendung des Männerchores »Um Mitternacht« [WAB 90] (zweite Vertonung des Textes von R. Prutz), der dem Straßburger Männergesangverein gewidmet ist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602125, "Datum": "12.2.1886, Freitag (?)", "Haupttext": "Komposition des Chorals »Ave regina coelorum« [WAB 8] für die Klosterneuburger Stiftsherren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602135, "Datum": "13.2.1886, Samstag (Wagners Todestag)", "Haupttext": "Datierung am Beginn der Partitur zum Adagio [damals noch 2. Satz] der 8. Symphonie (*).\nEin Artikel der Linzer Tages-Post Nr. 35 auf S. 2 erinnert an die Aufführung der e-Moll-Messe [am 4.10.1885]:\r\n      » § Musikverein. Bei der am 8. d. M. abgehaltenen Generalversammlung der Mitglieder des Musikvereins [... neuer Ausschuß ... der Rechenschaftsbericht 1885 teile mit, daß der Verein außer den statutengemäßen Konzerten u.a. noch] anläßlich der hundertjährigen Gründungsfeier des Linzer Bisthums die Aufführung der Messe in E-moll für Vocalchor und Harmoniemusik von Anton Bruckner in Gegenwart des Componisten, der an der Orgel saß, veranstaltete. [...]* (**).", "Letzte Änderung": "07.01.2024 01:50"}, {"ID": 188602145, "Datum": "14.2.1886, Sonntag", "Haupttext": "Ein Artikel »Wiener Brief«, signiert »L. H-i.«[Ludwig Hevesi?] im Pester Lloyd Nr. 45 befaßt sich anekdotisch mit dem Thema »Bruckner in London« und erwähnt die Aufführung des »Te deum« [10.1.1886]: \n\n»Wiener Brief. [...] L.H-i. [...] Wir haben auch in den letzten Konzertwochen manche musikalische Seltenheit an uns vorüberrauschen hören; im „Wiener Musikbrief[”] des „Pester Lloyd” waren sie vor einigen Tagen rekapitulirt [10.2.1886] und da hat mich die Lust angewandelt, diesen interessanten Artikel ein wenig anekdotisch zu illustriren. Da war vor Allem der alte Orgelrührer Bruckner mit seinem gewaltigen Tedeum. Dem alten Knaben sind seine späten Wiener Triumphe wahrhaftig zu gönnen. [...] Freilich wäre es schwer zu entscheiden, ob bis vor Kurzem die Welt weniger von Bruckner wußte, oder Bruckner von der Welt. [folgt Anekdote über eine Omnibusfahrt in London 1871 ...] Wie es scheint, haben nicht nur die kleinen Kinder, sondern auch die dicken Organisten einen Schutzengel. [...über Brahms ...]«. [Text komplett siehe 17.2.1886]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602165, "Datum": "16.2.1886, Dienstag", "Haupttext": "Datierung und Vermerk \"Alte Scitze: 16. Februar 1885. | Neue S[c]itze: 16. Februar 1886!!! ABrucknermp.\" am Beginn (leicht variiert, von der Hand Göllerichs) und autograph am Schluß auf fol. 12r der Partitur[skizze] zum Adagio der 8. Symphonie (*).\n(Teile der 2. Serenade Volkmanns werden im »Concordia«-Konzert im Großen Musikvereinssaal vom Orchester des Konservatoriums unter Hellmesberger gespielt (**)).", "Letzte Änderung": "02.07.2024 07:09"}, {"ID": 188602175, "Datum": "17.2.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 20.2.1886): »Parsifal Dr Behn am 17. Febr ausgeliehen.« (*).\n[fraglich!] Aufführung des »Te deum« im Neuen Deutschen Landestheater in Prag durch den Deutschen Singverein (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 38 berichtet auf S. 2 vom 8.2.1886:\r\n     \" - Ehrenmitglieder des Diöcesan=Cäcilienvereines. In der am 8. Februar stattgefundenen Comitésitzung des Cäcilienvereines wurden auf Antrag des Obmannes einhellig zu Ehrenmitgliedern des Diöcesan=Cäcilienvereines ernannt: A) die Pl. Tit. Hochwürdigsten Herren Prälaten von Oberösterreich. B) die Pl. Tit. Herren: Joh. Ev. Habert, Compositeur, und k. k. Hoforganist Anton Bruckner.\" (***).\nDas Mährische Tagblatt Nr. 38 geht im Feuilleton (S. 1 - 4) auf S. 3 anlässlich der  Aufführung des \"Te deum\" am 10.1.1886 auch auf eine Londoner Episode ein:\n            \"Wiener Brief.\n[... Inhaltsangabe ...] Bruckner in London. [...]\n      \"Wie lang ist denn heuer der Fasching?\" fragte kürzlich ein junger Nationalöconom einen Habitué der Ballsäle. [... Karnevalstreiben, Operette, Johann Strauß   ].\n     Wir haben auch in den letzten Concertwochen mache [sic] musikalische Seltenheit an uns vorüberrauschen hören. Da war vor Allem der alte Orgelrührer Bruckner mit seinem gewaltigen Tedeum. Dem alten Knaben sind seine späten Wiener Triumphe wahrhaftig zu gönnen, Wien hat lange genug gebraucht, um da auf den Geschmack zu kommen. Freilich wäre es schwer zu entscheiden, ob bis vor Kurzem die Welt weniger von Bruckner wußte, oder Bruckner von der Welt. Er war abseits von ihr, in einem Kloster erzogen und scheint noch jetzt in einer unsichtbaren Kutte zu stecken. Ein zu Jahren gekommenes Kind, unerfahren, ungelenk, nur in seiner Musik ein ganzer Kerl. Wenn man ihn heute fragte, wer Bürgermeister von Wien sei, er würde es vielleicht nicht treffen. Ein geborener Linzer, mußte er ein halbes Jahrhundert warten, bis er durch Orgelconcerte in England berühmt wurde. Das muß man sich nun aber recht lebendig vorstellen, wie das aussah, als der alte Bruckner zum ersten Mal den Fuß auf das Londoner Pflaster setzte. Er versteht kein Wort Englisch und London versteht kein Wort Oberösterreichisch. Er spricht zu den Leuten, so deutlich er vermag, und sie verstehen ihn doch nicht. Er weiß nicht, wohin er seine Schritte lenken soll. Zuletzt steigt er in einen Omnibus, er eben vorbeifährt, denn er hat die Empfindsung, daß ein Omnibus immer richtig fährt. Es sitzen Leute im Innern, er fragt sie um dies um [sic] das, Alles in seinem Linzer Deutsch, aber ihnen klingt das spanisch. Unmöglich, denkt er, daß man das in London nicht verstehen soll - und richtig, plötzlich kommt tief aus dem dunklen Hintergrunde des Wagens eine Antwort, in demselben Original=Linzerisch, das ihm geläufig ist. Ein geborener Linzer saß dort, vielleicht der einzige in ganz London, und gerade dem mußte der hilflose Künstler in die Arme laufen, als er nicht aus noch ein wußte. Wie es scheint, haben nicht nur die kleinen Kinder, sondern auch die dicken Organisten einen Schutzengel. [... über Brahms ...]\" [keine Signatur; am 14.2.1886 (mit dem identischen Text) ist Ludwig Hevesi als Autor angegeben] (°).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:10"}, {"ID": 188602185, "Datum": "(18.2.1886, Donnerstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602195, "Datum": "19.2.1886, Freitag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Bernuth im 8. Philharmonischen Konzert (#) in Hamburg (*). (Ursprünglich hatte Josef Sucher dirigieren sollen (**)).\r\n   Das Publikum reagiert, sogar nach dem Adagio, mit Mißfallensbezeugungen (***).\r\n   Im Publikum sitzen Zinne (°), Marxsen, Schweitzer und die Kritiker Sittard (°), Genß, Riccius (°) und Krause.\r\n   Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Mozart (Jupiter-Sinfonie ) und Mendelssohn (Sommernachtstraum) (°°).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 14:17"}, {"ID": 188602196, "Datum": "nach dem 19.2.1886", "Haupttext": "Besprechungen der Hamburger Aufführung der 7. Symphonie\r\ndurch Emil Krause im Hamburger Fremdenblatt (*)\r\nund - deutlich später [am 3.9.1886] - durch Hermann Genß in der Neuen Zeitschrift für Musik, S.387-389 (**).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 14:16"}, {"ID": 188602205, "Datum": "20.2.1886, Samstag", "Haupttext": "Kritiken zur 7. Symphonie\r\nvon Sittard im Hamburger Correspondent (*),\r\nvon Riccius in den Hamburger Nachrichten\r\nund [von wem?] in einer weiteren Zeitung (**).\nBrief Zinnes an Bruckner:\r\n   Schildert seine Begeisterung über die gestrige Aufführung, setzt die 7. Symphonie der 9. Sinfonie Beethovens gleich. Beiliegend die Kritiken von Sittard und Riccius; eine dritte, verständnislose, sende er nicht. Die Erwähnung von Brahms beruhe auf Lokal-Patriotismus. Plant Bericht für die Wiener Neue Musikalische Rundschau (***).", "Letzte Änderung": "10.10.2024 14:16"}, {"ID": 188602215, "Datum": "21.2.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 42 teilt auf S. 4 mit, daß der »Frohsinn« die Aufführung einiger Brucknerscher Werke, darunter des »Te deum«, plane [15.4.1886]:\r\n    » § Liedertafel \"Frohsinn\". Wie wir vernehmen, beabsichtigt die Liedertafel \"Frohsinn\" zu ihrem diesjährigen Gründungsfest=Concerte Compositionen des Professors Anton Bruckner zu [sic] Aufführung zu bringen, unter anderem auch das \"Tedeum\", welche Composition von der Kritik als ein Meisterwerk ersten Ranges bezeichnet wird.«.", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:38"}, {"ID": 188602225, "Datum": "22.2.1886, Montag", "Haupttext": "Die Publizistischen Blätter Nr. 8 bringen auf S. 2f einen Artikel »Von Bruckner und Brahms« [von Ludwig Hevesi (vgl. 14.2.1886: identischer Text)], in dem das »Te deum« [10.1.1886] und die Londoner Orgelkonzerte [August 1871] erwähnt werden:\r\n»Von Bruckner und Brahms.\r\n   In den letzten Concertwochen haben wir manche musikalische Seltenheit an uns vorüberrauschen hören.\r\n   Da war vor Allem der alte Orgelrührer Bruckner mit seinem gewaltigen Tedeum. Dem alten Knaben sind seine späten Wiener Triumphe wahrhaftig zu gönnen, Wien hat lange genug gebraucht, um da auf den Geschmack zu kommen. Freilich wäre es schwer zu entscheiden, ob bis vor Kurzem die Welt weniger von Bruckner wußte, oder Bruckner von der Welt. [folgt Anekdote über eine Omnibusfahrt in London 1871 ...] Wie es scheint, haben nicht nur die kleinen Kinder, sondern auch die dicken Organisten einen Schutzengel. [...über Brahms ...]«.", "Letzte Änderung": "31.03.2023 16:20"}, {"ID": 188602245, "Datum": "24.2.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Sittard in Hamburg:\r\n   Über den Beifall, den die 7. Symphonie in Leipzig und München gefunden habe. »Das Scherzo muß sehr schnell sein; die Tempo-Wechslungen sind unerläßlich«. Hans Richter plane das Werk für Wien am 21.3.1886 und auch für England. Erwähnt noch sein »Te deum« (*).\n[ca. 24.2.1886 - undatierter?] Brief Bruckners an Zinne in Hamburg:\r\n   Dankt für die Liebenswürdigkeit und Genialität [von Zinnes Brief vom 20.2.1886]. Er habe gemeint, Sucher dirigiere die 7. Symphonie, da er sie schon 1885 bringen wollte. Die Aufführungen in München unter Levi und in Leipzig unter Nikisch seien vollendet gewesen (**).\nKalendereintragungen Bruckners [vermutlich über Briefe] (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 27.2.1886):\r\n   »2 nach Hamburg, - Ignaz, Sali, Straßburg [»Um Mitternacht« (WAB 90) ?], Liedertafel Linz, Ingo [Roman von Gustav Freytag gemeint?] Berlin.« (***).", "Letzte Änderung": "24.01.2025 14:30"}, {"ID": 188602255, "Datum": "25.2.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 6.3.1886): »25. Febr. 886 Nachtigall. Gause.« (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 9 verzeichnet auf S. 119 auch das Quintett [7.1.1886]:\r\n           »Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\nBruckner (A.), F dur-Streichquint. (Wien, 3. Quart. Hellmesberger.)« (**).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2153 erwähnt auf S. 6 Bruckner kurz im Bericht von der Kirchenmusik am 14.2.1886 (signiert \"Dr. H.\"):\r\n      \"[Von der k. Hofcapelle.] Sonntag den 14. Februar: Messe von Gounod; Dirigent: Hellmesberger. [...] Wer mit der Forderung strenger Kirchlichkeit dieser Messe naht, wird sich freilich gar nicht zurechtfinden können, wer an die Tiefe und den Ernst deutscher religiöser Musik gewöhnt ist, wird ebensowenig befriedigt sein, als wer von Palestrina oder von Liszt oder Bruckner herkommt. Doch das Alles liegt in dem völkerpsychologischen Momente. [... über das Werk, die Solisten ...]      Dr. H.\" (***).\n(Im Konzert des Vereins »Accord« im Bösendorfersaal wird eine Serenade von Heinrich Hofmann aufgeführt (°)).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 16:38"}, {"ID": 188602275, "Datum": "27.2.1886, Samstag", "Haupttext": "Brief E. Schweitzers an Bruckner (er verwendet versehentlich einen falschen Vornamen): \n\n    Über die Hamburger Aufführung der 7. Symphonie [19.2.1886]. Übermittelt die Bewunderung und das Urteil von Eduard Marxsen (*).\n\n\nDie Österreichische Buchhändler-Correspondenz Nr. 9 verzeichnet auf S. 4 den Erstdruck des \"Te deum\": \n\n          \"Th. Rättig in Wien. \n\n111. Bruckner, Ant., \"Te Deum\" f. Chor, Soli und Orchester m. Orgel (ad libitum). Partitur 6 fl. netto. Orchesterstimmen 9 fl. netto. Singstimmen 1 fl. 80 kr. Clavierauszug mit Text (bearb. v. Jos. Schalk) 2 fl. 40 kr. netto.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188602276, "Datum": "nach dem 27.2.1886", "Haupttext": "Brief Bruckners an E. Schweitzer in Hamburg-Altona: \n   [Erwähnt vermutlich, daß ursprünglich Sucher die 7. Symphonie am 19.2.1886 dirigieren sollte].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603005, "Datum": "März 1886", "Haupttext": "Die Christlichen Kunstblätter Nr. 3 (März 1886) berichten auf S. 14 von einer Sitzung des Cäcilien-Vereins am 8.2.1886, bei der alle Prälaten der Diözese Linz, Bruckner und Habert zu Ehrenmitgliedern ernannt worden sein:\r\n»[...] b) die Pl. Tit. Herren: Anton Bruckner, k. k. Hoforganist, und Joh. E. Habert, Organist in Gmunden. Es wurde ein eigener Plan zu dem Ehrendiplome von der Vereinsleitung entworfen, dessen Beschreibung wir in einer nächsten Nummer bringen zu können hoffen.« (*).\nKlose fertigt eine Kopie eines Brucknerschen Chores an, die für eine Aufführung bald benötigt wurde [»Um Mitternacht« [WAB 90] in Linz 15.4. oder »Trösterin Musik« 11.4?]. Beim Wagner-Vereins-Abend [also donnerstags] klagt Klose Josef Schalk das Unglück, von Bruckner wegen sorglosen Umgangs mit Versetzungszeichen abgekanzelt worden zu sein. Schalk erzählt Klose zum Trost, wie sich Bruckner ihm gegenüber bei einem Ausflug zum Schneeberg benommen hatte. - Anderntags (Freitag) war die Welt wieder in Ordnung (**).\nAbschrift des Männerchors »Das edle Herz« (WAB 65) durch Rudolf Weinwurm (***).\n[Mutmaßliche Datierung]\r\nArtikel Franz Xaver Witts in der Musica sacra 19 Nr. 3, S. 39, zu Bruckners Bitte [im Brief vom 16.1.1886], die Änderung im Pange lingua [WAB 33] wieder rückgängig zu machen:\r\n\"     Der Componist, Herr Professor Anton Bruckner in Wien, wünscht, daß die Note a des Altes im drittletzten Takt auf 'Amen' in h verwandelt bleibe, wie das in seinem Manuscripte deutlich so stand. Der Vorhalt (Dissonanz) sei wohl motivirt. Das ist wahr, weil der Alt voraus dasselbe h singt. Ich habe die Note geändert, weil das dissonirende h zu singen in freiem Einsatze, unseren Altsängern sehr schwer fallen wird dem c des Tenors gegenüber. [...] Da nun aber der Componist auf dem h besteht, so sei es hiemit corrigirt.\" (°).", "Letzte Änderung": "01.09.2024 11:11"}, {"ID": 188603015, "Datum": "1.3.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »10 ° R Kälte.« (*).\nDie »Harmonia Sacra« Nr. 3 meldet auf S. 23, daß am 8.2.1886 »Anton Bruckner, k.k. Hoforganist (und Professor am Wiener Conservatorium und Docent der Musik an der Universität)« und Joh. Ev. Habert zu Ehrenmitgliedern des oberösterreichischen Cäcilienvereins ernannt worden sind. Erwähnung Burgstallers als Antragstellers (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:17"}, {"ID": 188603025, "Datum": "2.3.1886, Dienstag", "Haupttext": "Einladung zum Concordiaball am 2.3.1886 (Vorgedrucktes in Fettdruck):\n\"[S. 1] Concordia-Ball | Sofien-Säle | 2. März 1886.      9 Uhr. \n[S. 2] [links oben; \"579\"] Sr Hochwohlgeboren | Herrn Anton Bruckner | k. k. Hof-Organist, Professor am | Wr Concervatorium etc. | Für das Comité: | Fr Stern          Aigner | Diese Karte gilt auch für die Damen der Familie.\" (*).\n\r\nVortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603035, "Datum": "3.3.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 50 erwähnt auf S. 3 auch Bruckner. »** Moderne Kirchenmusik. In der Hofcapelle wurde eine Messe von Gounod, dem Componisten des »Faust«, aufgeführt, über welche ein hiesiges liberales Blatt also schreibt: »Wer mit der Forderung strenger Kirchlichkeit dieser Messe naht, wird sich freilich nicht zurechtfinden können, wer an die Tiefe und den erhebenden Ernst deutscher religiöser Musik gewöhnt ist, wird ebensowenig befriedigt sein, als wer von Palestrina oder von Liszt oder Bruckner herkommt. [...] Man könnte dieser ganzen Messe einen heroisch-erotischen Text unterlegen, kein Deutscher würde sich dabei enttäuscht fühlen. [...]« - Und so etwas nennt man eine Kirchenmusik!« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603045, "Datum": "4.3.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 13.3.1886): »Fr Kathi 7 fl für März 886. 4. März.« (*).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 5089 zitiert auf S. 6 aus Sittards Kritik zur Hamburger Aufführung der 7. Symphonie [19.2.1886] und kündigt die Wiener Aufführung für den 21.3.1886 an:\r\n    »(Bruckner's E-dur-Symphonie in Hamburg.) Bruckner's große siebente Symphonie, welche wir in Wien in unserem nächsten philharmonischen Concerte am 21. März zu Gehör bekommen sollen, ist nunmehr unter Professor v. Bernuth's Leitung (gleichfalls in einem philharmonischen Concerte) auch vor dem Hamburger Publicum erschienen [... Zitate aus Sittards Kritik:] \"Man mag sich zu Bruckner's Kunstschaffen stellen, wie man will, auch Diejenigen, welche sich nicht mit demselben befreunden können, werden zugeben müssen, daß aus seiner siebenten Symphonie ein genialer Künstler zu uns spricht. [ausführliche Besprechung des Werkes, besonderes Lob für das Adagio ...] Wer ein solches Kunstwerk wie diesen Satz zu schaffen vermochte, der gehört zu den Unsterblichen.\" - Uebrigens erschien dem Hamburger Kritiker die ganze Symphonie \"durch den leidenschaftlichen Hauch einer tiefen Empfindung durchglüht\". Er schließt mit den Worten: \"Uns hat das Riesenwerk einen Eindruck hinterlassen, wie wenig andere Werke der Neuzeit.\" J. Sittard.« [keine Signatur] (**).\nDas Hamburger Konzert verzeichnet auch das Musikalische Wochenblatt Nr. 10 auf S. 130:\r\n      »Hamburg. [...] 8. Philharm. Conc. (Prof. v. Bernuth): Symphonien v. Ant. Bruckner (E dur) und Mozart (C dur) [... Mendelssohn ...]« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603055, "Datum": "5.3.1886, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »K. M.« [Königliche Majestät] und bei den Aufzeichnungen vom 20.3.1886 »5. März König« (*).\r\nUndatierte Kalendernotiz: Entwurf des Briefes an König Ludwig II. (*a).\nAufführungsmeldung der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 10 auf S. 110:\r\n    »Aufführungen neuer und bemerkenswerther älterer Werke. [...] Bruckner, A., Fdur=Streichquartett [sic!]. Wien, 3. Quartett=Concert von Hellmesberger.« [am 7.1.1886] (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 52 berichtet auf S. 5 von der Hamburger Aufführung der 7. Symphonie [19.2.1886] und erwähnt die ausführliche Rezension von J. Sittard [Übernahme des Artikels in der Deutschen Zeitung vom 4.3.1886]:\r\n    » - Bruckners E-dur-Symphonie in Hamburg. Bruckners große siebente Symphonie, welche in Wien im nächsten philharmonischen Concerte am 21. März aufgeführt wird, ist nunmehr unter Professor v. Bernuth's Leitung (gleichfalls in einem philharmonischen Concerte) auch vor dem Hamburger Publicum erschienen [... Zitate aus Sittards Kritik:] \"Man mag sich zu Bruckners Kunstschaffen stellen, wie man will, auch diejenigen, welche sich nicht mit demselben befreunden können, werden zugeben müssen, daß aus seiner siebenten Symphonie ein genialer Künstler zu uns spricht. [... ausführliche Besprechung des Werkes, besonderes Lob für das Adagio ...] Wer ein solches Kunstwerk wie diesen Satz zu schaffen vermochte, der gehört zu den Unsterblichen\" - Uebrigens erschien dem Hamburger Kritiker die ganze Symphonie \"durch den leidenschaftlichen Hauch einer tiefen Empfindung durchglüht\". Er schließt mit den Worten: \"Uns hat das Riesenwerk einen Eindruck hinterlassen, wie wenig andere Werke der Neuzeit«.\" [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603056, "Datum": "nach dem 5.3.1886 (?)", "Haupttext": "Undatierte Notiz Bruckners (neben dem Briefentwurf zum 5.3., vielleicht zum Osteraufenthalt 22. - 26.4.1886?): »Mittags 1.50 [/] 8 Uhr Enns [/] 8-30 M Abds Enns 2-40«.", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:44"}, {"ID": 188603065, "Datum": "6.3.1886, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 20.3.1886): »6. März Nägel an Füßen beschnitten. [Gleicher Tag? vgl. 25.3.1886] Wolzogen antworten.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603085, "Datum": "8.3.1886, Montag (Rosenmontag)", "Haupttext": "Brief Bruckners an H. P. Vergeiner:\r\n   Bestätigt, daß Vergeiner die Orgelklasse am Konservatorium mit Auszeichnung absolviert hat.", "Letzte Änderung": "01.09.2025 13:24"}, {"ID": 188603095, "Datum": "9.3.1886, Dienstag (Faschingsdienstag", "Haupttext": "\"Het vaderland\" Nr. 57 ('s-Gravenhage) kündigt auf S. 2 die Aufführung [der 3. Symphonie am 17.3.1886] an:\n\"Kunst- en Letternieuws.\n\n[...]\n     Op het aanstaande Diligentia-concert zullen behalve de Symphonie van Bruckner worden uitgevoerd de ouverture «Tannhäuser” en de laatste entre’acte van de «Meistersinger”. Als soliste zal, zooals reeds is gemeld, optreden de violiste Arma Senkrah.\" (*).\n\n\n\n(Konzert des Wagner-Vereins mit den Philharmonikern unter Hans Richter. Es erklingen Werke von Wagner (Kaisermarsch, Gralsfeier aus »Parsifal« und Szenen aus der »Götterdämmerung«) (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603105, "Datum": "10.3.1886, Aschermittwoch", "Haupttext": "Brief des Hofsekretärs Ludwig Klug [siehe die Anmerkung] an den Kammerlakaien Lorenz Mayr:\r\n   Er habe heute die von Bruckner eingesendete Widmungspartitur der 7. Symphonie an König Ludwig II. in Hohenschwangau geschickt (*).\nArtikel (Zitate aus Sittards Artikel über die Hamburger Aufführung der 7. Symphonie [19.2.1886]) in der Musikalischen Rundschau Nr. 18 auf S. 201f:\r\n»Von Auswärts.\r\n   Hamburg. Am 19. Februar d. J. gelangte in Hamburg, durch das philharmonische Orchester unter Professor von Bernuth's Leitung, Anton Bruckner's VII. Symphonie (E-dur) zur Aufführung. [... im Hamburger Correspondenten schreibt J. Sittard u.a.:] „Es ist nicht das erste Mal, dass ein genialer Künstler einsam und unbeachtet durch das Leben schreiten musste und seinen Schöpfungen nur kühle Zurückhaltung oder absichtliches Ignoriren zu Theil wurde. [... seit der Münchner Aufführung zunehmende Resonanz ...] Man mag sich nun aber zu Bruckner's Kunstschaffen stellen wie man will, auch Diejenigen, welche sich nicht mit demselben befreunden können, werden zugeben müssen, dass aus seiner siebenten Symphonie ein genialer Künstler zu uns spricht. [... der Vorwurf der Formlosigkeit ist unberechtigt ...] Die Formgesetze sind in allen vier Sätzen auf das Strengste gewahrt. [... über die Dreithemigkeit ... ausführliche, positive Besprechung des Werkes ... besonderes Lob für das Adagio ...] Wer ein solches Kunstwerk, wie diesen Satz zu schaffen vermochte, der gehört zu den Unsterblichen. [... Lob für die Ausführenden ... öfteres Hören nötig ...] Uns hat das Riesenwerk einen Eindruck hinterlassen, wie wenige andere Werke der Neuzeit”.« [keine (Wiener) Signatur] (**).\nAuf S. 203 (»Eingesandte Concertprogramme«) ist die Hamburger Aufführung nochmals erwähnt (***).\nAuf S. 205f wird in einem Artikel über Krenn (»Vereins-Chronik [/] Ambrosius-Verein«) auch Bruckner erwähnt: das unverdiente Fehlen eines großen Verehrerkreises sei »ein Erb-Verhängnis vieler österreichischer Componisten; man denke an Bruckner und Andere. [...]« (°).", "Letzte Änderung": "31.10.2024 13:06"}, {"ID": 188603115, "Datum": "11.3.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 11 bringt auf S. 142 eine Besprechung der Hamburger Aufführung der 7. Symphonie [19.2.1886], signiert »-s -r.«: \n     \n»Hamburg, 1. März. [...] \n     Den Philharmonikern danken wir im vergangenen Monat zwei sehr interessante Concerte. Von hervorragender Bedeutung war der Abend, an welchem die E dur-symphonie von Anton Bruckner auf dem Programm stand. Wir schätzen das Werk als eine musikalische Grossthat, die unmittelbar neben den unvergänglichen symphonischen Meisterschöpfungen von Beethoven, Schumann und Brahms ihren Platz einnimmt. Bruckner hat Gedanken, wie sie nur selten Einem verliehen werden, und sein Können und Wissen ist so gross und gewaltig, dass nur Wenige ihm darin gleichkommen. Josef Sittard hat in seiner geistvoll und warm geschriebenen Besprechung dieser Symphonie-Aufführung sehr recht, wenn er sagt: \"Wer ein solches Kunstwerk zu schaffen vermochte, der gehört zu den Unsterblichen\". Hr. Prof. v. Bernuth hatte diese die höchsten Anforderungen stellende Tonschöpfung seinem Orchester mit Verständniss und Eifer einstudirt, sodass ihm Worte der Anerkennung gebühren. [... über andere Konzerte ...] [Signatur:] - s - r.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603125, "Datum": "12.3.1886, Freitag", "Haupttext": "Die Grazer Tagespost (Morgenblatt?) Nr. 71 kündigt das Konzert vom 14.3.1886 an, teilt Bruckners Lebenslauf mit und erwähnt die 3. Symphonie:\r\n   »* (Anton Bruckner.) Der Componist, dessen siebente Symphonie am nächsten Sonntage von unserem Musikvereine zur Aufführung gebracht wird, dürfte den Meisten unter uns noch unbekannt sein [... Biographie, Richard Wagners Interesse ...] häufigere Aufführungen [...] eine Ehrenpflicht gegen den noch in der Vollkraft seines Schaffens stehenden Componisten.« [keine Signatur] (*).\r\n[Zweiter Artikel am 13.3.1886].\nHinweise auf dieses Konzert auch im Grazer Volksblatt Nr. 58 auf S. 8 [nahezu mit der Morgenpost identisches Inserat] (**)\r\nund in der Grazer Morgenpost Nr. 58 (Inserat):\r\n»Sonntag den 14. März 1886 um halb 5 Uhr Nachmittags im Stefanien-Saale: Fünftes Mitglieder-Concert des Steiermärkischen Musik-Vereines. Programm: I. Abtheilung: Anton Bruckner: Siebente Symphonie für grosses Orchester (E-dur). II. Abtheilung: [...]« (***).", "Letzte Änderung": "05.01.2026 09:16"}, {"ID": 188603135, "Datum": "13.3.1886, Samstag", "Haupttext": "In der Grazer Tagespost (Morgenausgabe, 3. Beilage zu Nr. 72 (*)) erscheint eine Einführung zum morgigen Konzert (mit der 7. Symphonie), signiert »C. M. v. S.« (Karl Maria von Savenau):\r\n»* (Musikverein.) Die siebente Symphonie von Anton Bruckner, welche ... morgen ... zur Aufführung gelangt, ist das bedeutendste Werk des begabten Autors. [...] Die Wiener Künstler [fünf Tubenbläser] treffen mit ihren Rieseninstrumenten bereits zur Generalprobe ein. Anton Bruckner ... wird der morgigen Aufführung ... wahrscheinlich beiwohnen. [...] C. M. v. S.« (**).\nBruckner berichtet einem Grazer, daß Hellmesberger ihn unterdrücke. Breitkopf &amp; Härtel hätten abgelehnt, Levi habe 1000 Mark für den Druck der 7. Symphonie gespendet. Bruckner spricht auch über das Programm der 8. Symphonie. Der König von Sachsen [Albert], dem die 7. Symphonie gefallen habe, solle sich bei Kaiser Franz Joseph für Bruckner einsetzen (***).\n\"Het vaderland\" Nr. 61 ('s-Gravenhage) macht mit einem Inserat auf S. 4 auf das Konzert vom 17.3.1886 mit der 3. Symphonie aufmerksam (°).\n[recte vermutlich 14.3.1886]\r\n(Hugo Wolf trifft in Wien in Goldschmidts Haus mit Liszt zusammen [siehe die Anmerkung] (°°)).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 22:08"}, {"ID": 188603144, "Datum": "vor dem 14.3.1886", "Haupttext": "Muck hält in Graz 14 Proben zur 7. Symphonie. Bruckner kommt mit Eckstein zu den letzten zwei Proben (Probleme mit den Tuba-Bläsern der Wiener Hofoper) (*). Dr. Potpeschnigg ist Bruckners Betreuer in diesen Tagen.\r\nAm Tag der ersten Generalprobe [12.3.?] erzählt Bruckner von seiner Arbeit an der 8. Symphonie (»Micherl« müsse schon um sechs Uhr früh aufstehen).\nAm folgenden Tag [vermutlich 13.3.] findet die öffentliche Generalprobe statt (**).\n \nMax von Ivichich erlebt die Proben und Bruckners Verhalten (zunehmende innere und äußere Teilnahme) mit (**a).\n \nIn den Tagen des Grazer Aufenthaltes macht Hans von Zwiedineck-Südenhorst seine Tochter Rosedore mit Bruckner bekannt [vgl. Anmerkung] (***).\nUndatierte Notiz Bruckners [vermutlich zwischen 3.1.1886 und 14.3.1886]: »Meerschaumstaub für Fettflecke.« (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603145, "Datum": "14.3.1886, Sonntag", "Haupttext": "Hinweise [identische Inserate] auf das heutige Konzert in der Grazer Tagespost Nr. 73 (*) und in der Grazer Morgenpost Nr. 60:\r\n»Sonntag den 14. März 1886 um halb 5 Uhr Nachmittags im Stefanien-Saale: Fünftes Mitglieder-Concert des Steiermärkischen Musik-Vereines. Programm: I. Abtheilung: Anton Bruckner: Siebente Symphonie für grosses Orchester (E-dur). II. Abtheilung: [...]« (**).\n5. Mitglieder-Konzert des Steiermärkischen Musikvereins um 1/2 5 Uhr im Grazer Stephaniensaal (***).\r\nMuck dirigiert eine Arie aus Webers »Euryanthe« (nicht »Oberon«) mit Ludwig Schrauff, eine Ouvertüre »Nordische Heerfahrt« von Emil Hartmann (Harfensolo: M. Skerle) und Bruckners 7. Symphonie (österreichische Erstaufführung) (°).\r\nIm Publikum sitzen u.a. Eckstein, Potpeschnigg und die Kritiker Hausegger und Savenau (°°). Bruckner trifft seinen Linzer Klavierschüler Heinrich Poschacher wieder (°°°).\r\nNach dem Konzert spielt Bruckner auf der Konzertorgel. Lange Nachfeier mit Hausegger und Savenau (#).\r\nZu dieser Nachfeier versammelt sich der Grazer Richard-Wagner-Verein in einem Zimmer des Hotels Stadt Triest (jetzt Steirerhof). Nach einer Ansprache des Vereinsvorstandes dankt Bruckner seinen drei Gönnern (Wagner, [vermutlich Levi als zweiter] und Muck) und spricht von der Arbeit an der 8. Symphonie mit dem Scherzomotiv \"Deutscher Michel\" (#a).\n[Wann genau?] Notizen Bruckners zum Grazer Aufenthalt: »Dr Muck Sporgasse 24. [/] Baron Savenau Rechbauer Straße Cafe Wien 1. Stock. [/] Dr Hausegger Herrngasse 16.« und [zeitlich dazugehörend? in Graz?] »Friesach Regierungs. [/] Humpoldstr 7. [siehe die Anmerkung] « (##).\nLücke in Bruckners Wiener Gebetsaufzeichnungen, 13.3.1886 abends bis 15.3.1886 morgens (###).\r\nDiese Gebete (»Graz Abends 13.3. [...] 15. März. Morg.«) notiert Bruckner in seinem Notizbuch (a).\nDas Programm des Konzerts vom 21.3.1886 (mit der 7. Symphonie) wird von mehreren Zeitungen (mit nahezu identischem Text) mitgeteilt:\nMorgenpost Nr. 73 auf S. 6:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur). Neu.« (b),\nWiener Zeitung Nr. 60 auf S. 4:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.« (b1),\nNeue Freie Presse Nr. 7739 auf S. 7:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.« (c),\n»Presse« Nr. 73 auf S. 15 (d),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2170 auf S. 7:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.« (e) und\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 73 auf S. 5:\r\n     »[...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.« (f).\nLinzer Zeitung (g), Linzer Tages-Post Nr. 60 auf S. 3f (h) und das Linzer Volksblatt Nr. 60 auf S. 3 (i) kündigen das Konzert des »Frohsinn« am 15.4.1886 (mit »Te deum«, »Germanenzug«, »Um Mitternacht« [WAB 90] und Adagio der 3. Symphonie an:\nLinzer Zeitung:\r\n     » * (Zum 41. Gründungsfeste der Liedertafel \"Frohsinn\".) [... dieses Fest sei, nach Wagner und Beethoven in den Vorjahren, nun Bruckner gewidmet ... Ehrenpflicht einem Totgeschwiegenen (in Hamburg den Unsterblichen zugerechnet) gegenüber ... über die geplanten Werke...] Die Liedertafel ist mit der Einstudirung der zur Aufführung gelangenden Bruckner'schen Compositionen vollauf beschäftigt und wird eine künstlerische Leistung bieten,auf die man mit Recht gespannt sein darf.« [keine Signatur] (g).\nOddo Loidol notierte auf dem Zeitungsausschnitt: \"Auch das 'Linzer Volksblatt' hat dies angekündigt u. geschrieben, daß man von Bruckner bald so geläufig reden [wird], wie von 'Haydn, Mozart, Beethoven'.\" (g1).\nLinzer Tages-Post:\r\n     » § Liedertafel \"Frohsinn\". Zu dem im April d. Jahres stattfindenden Gründungsfest=Concerte der Liedertafel \"Frohsinn\" wird bereits das Studium aufs eifrigste betrieben und gelangen anläßlich dieses Concertes nur Compositionen von Anton Bruckner zur Aufführung und zwar folgende: \"Germanenzug\" [...] \"Tedeum\"; ferners hat Professor Anton Bruckner, welcher den Ehrenmitgliedern der Liedertafel \"Frohsinn\" angehört, eigens für dieses Concert den Chor \"Um Mitternacht\" componiert, welcher ebenfalls bereits studiert wird und vom (sic) großen Erfolge begleitet sein dürfte. Es steht somit unseren Musikfreunden ein großer Kunstgenuß in Aussicht.« (h).\nLinzer Volksblatt:\r\n    \" -  Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn.\" Wie verlautet, feiert die Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz noch vor Ostern ihr Gründungsfest. Zur Aufführung gelangen Werke unseres Landsmannes des gottbegeisterten Meisters Bruckner. Es ist dies eine schöne Idee [..., da] dessen Name bald so mundgerecht sein wird, wie Beethoven, Mozart und Hayden [sic]. [... über die Werke, Floderer als Dirigent ...].\" (i).\nIn Wien Matinée bei Goldschmidt, an der u.a. Franz Liszt, Eduard Liszt jun., dessen Mutter Henriette Liszt und Schwester Hedwig Liszt teilnehmen. Liszt spielt eine Improvisation über Schuberts \"Ungarisches Divertissement\", das Winkler-Quartett spielt Liszts \"Angelus\", außerdem wirken noch Josef Schalk, Emile Blauwaert und Marie Wilt mit (j).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 21:35"}, {"ID": 188603155, "Datum": "15.3.1886, Montag", "Haupttext": "Im »Vaterland« Nr. 74 wird auf S. 3 das Konzert vom 21.3.1886 (mit der 7. Symphonie) angekündigt: \n\n    » - Die Philharmoniker bringen in ihrem siebenten Abonnementsconcerte am 21.d. M. [...] Bruckner: Symphonie Nr. 7 (E-dur), neu.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603165, "Datum": "16.3.1886, Dienstag", "Haupttext": "Kritik Savenaus über die 7. Symphonie in der Grazer Tagespost (Morgenblatt) Nr. 75 auf S. 1f:\r\n»Fünftes Mitgliederconcert des steiermärkischen Musikvereines.\r\n   Das Programm des vorgestern im Stephaniensaale veranstalteten fünften Mitgliederconcertes des steiermärkischen Musikvereines enthielt, in zwei Abtheilungen gesondert, nur drei Nummern; zwei derselben waren Novitäten, die dritte der Mehrzahl der Concertbesucher wohl gleichfalls unbekannt, zum Mindesten so lange nicht gehört, daß sie einer Novität nahezu gleichkam.\r\n   Die erste Abtheilung des Concertes füllte Anton Bruckner's große siebente Symphonie aus. [Text wortgetreu bei 37/423, mit folgenden Abweichungen: ... Oesterreich ... Sextaccordes von C-dur ... Ueberschwängliche ... ] zusammen mit Capellmeister Dr. Muck.\r\n   Die zweite Novität bildete den Schluß des Concertes. [... über Emil Hartmanns Komposition und Webers »Euryanthe« ...] Mit dem gestrigen Concerte, dem letzten der statutenmäßigen Mitglieder=Concerte, dürfte der steiermärkische Musikverein seine Thätigkeit in dieser Saison übrigens noch nicht beschlossen haben, da vermuthlich noch ein außerordentliches Concert in Aussicht steht. C. M. v. Savenau.« (*).\nEin Bericht Hauseggers wird in der Deutschen Zeitung Nr. 5101 auf S. 6 zitiert:\r\n»(Bruckner's siebente Symphonie in Graz.) Aus Graz, 14. d., wird uns geschrieben: „Ein bedeutsames Ereigniß in mancher Beziehung war für uns die Aufführung der siebenten Symphonie Anton Bruckner's [... Lob für das Werk und die Ausführung ...] Das ist wieder einmal eine Symphonie! [... über den Beifall, Hervorrufe nach jedem Satz ...] Dem Concerte folgte zu Ehren des Herrn Bruckner eine vom hiesigen, bei 300 Mitglieder zählenden Richard Wagner=Verein veranstaltete festliche Zusammenkunft. Dr. F. v. Hausegger.” [keine Signatur] (**).\nBesprechung des Konzerts in der Grazer Morgenpost Nr. 61:\r\n   »* Das V. Concert des steierm. Musik=Vereines brachte eine zweifellos hochinteressante Novität, nämlich die 7 Symphonie von Anton Bruckner in E-dur. [... Besprechung mit gewissen Vorbehalten. Die Themen versprächen mehr, als die Verarbeitung dann einlöse ... Aufführung unter Muck brillant ... so bestechender Erfolg], daß der Componist nach jeder Nummer stürmisch gerufen wurde [... kurz über die weiteren Nummern ...] [Signatur:] -ch.« [Petrich?] (***).\nBrief Mucks an Bruckner:\r\n     Dankt für die schönen Stunden in Graz und die Eindrücke, die die 7. Symphonie ihm vermittelt hat. Legt Savenaus Kritik und eine Photographie von sich (°) bei. Bittet um ein signiertes Bild Bruckners. Ob Bruckner Hauseggers Referat in der Deutschen Zeitung schon gelesen habe? Grüße an Eckstein (°°).\nBrief Bruckners an Deubler:\r\n     Berichtet wunschgemäß, daß am 21.3.1886 die 7. Symphonie aufgeführt wird. Lädt Deubler und den Prälaten [Ferdinand Moser] zum Konzert ein. Wird sich um Karten bemühen, ansonsten Treffpunkt Foyer 12 Uhr. Er komme soeben aus Graz, wo die 7. Symphonie (nach 14 Proben) glanzvoll aufgeführt worden sei (°°°).\n[recte 16.3.1890] Artikel von Joseph Sittard \"Anton Bruckner und seine siebente Symphonie. I.\" in der Linzer Zeitung [Fortsetzung am 23.3.1886] (#).\nEin Inserat im \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\" Nr. 63 auf S. 416 (= S. 4) macht auf die Aufführung der 3. Symphonie am 17.3.1886 und eine Besetzungsänderung aufmerksam (##).", "Letzte Änderung": "27.11.2023 09:36"}, {"ID": 188603167, "Datum": "zwischen 16. und 18.3.1886", "Haupttext": "[Vermutlich] Brief Deublers an Bruckner [mutmaßlicher Inhalt]: \n     Äußert sein Interesse an einer Karte für den 21.3.1886. Der Prälat [Ferdinand Moser] habe bereits eine.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603175, "Datum": "17.3.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Richard Hol (*) im 8. Diligentia-Konzert um 19:30 Uhr im Gebouw voor Kunsten en Wetenschappen in Den Haag. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Richard Wagner (aus Meistersinger und Tannhäuser), Mendelssohns Violinkonzert, das Andante aus Spohrs 1. Violinkonzert, zwei Ungarische Tänze von Brahms und die A-Dur-Polonaise von H. Wieniawski mit der Geigerin Marie Soldat (eingesprungen für die Wienerin Arma Senkrah) (*a).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 62 berichtet auf S. 2 von der Aufführung der 7. Symphonie in Hamburg (mit Zitaten aus dem Artikel im Hamburger Correspondenten [20.2.1886]):\r\n      » - Bruckner's E-dur-Symphonie in Hamburg.\r\nBruckner's große 7. Symphonie in E-dur, welche bereits in Leipzig, München, Köln etc. große Erfolge erzielte und in kürzester Zeit von den Philharmonikern in Wien aufgeführt werden wird, wurde vor einigen Wochen auch dem Hamburger Publicum zu Gehör gebracht und hat auf dasselbe, wie dem „Hamburger Correspondenten” zu entnehmen ist, einen großartigen Eindruck hervorgebracht. In der erwähnten musikalischen Zeitschrift wird dem Werke ein sehr auszeichnender Artikel gewidmet, in dem es unter Anderem über das Adagio dieser Symphonie heißt: „Ein Satz, wie er seit Beethoven's Trauermarsch in der „Eroika” nicht mehr geschrieben worden, ist das Adagio in Cis-moll, ein Trauermarsch erhabenster Art; wer ein solches Kunstwerk wie diesen Satz zu schaffen vermochte, gehört zu den Unsterblichen.”« (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 62 berichtet auf S. 4 vom Konzert in Graz (den Artikel Hauseggers in der Deutschen Zeitung [16.3.1886] verwendend]):\r\n   » - Aus Graz, 14. d., schreibt Dr. F. v. Hausegger der „Deutschen Zeitung” unter anderem: „Ein bedeutsames Ereignis in mancher Beziehung war für uns die Aufführung der siebenten Symphonie Anton Bruckners [... Lob für das Werk und die Ausführung ...] Das ist wieder einmal eine Symphonie! [... über den Beifall, Hervorrufe nach jedem Satz ...] Dem Concerte folgte zu Ehren des Herrn Bruckner eine vom hiesigen, bei 300 Mitglieder zählenden Richard Wagner=Vereine veranstaltete festliche Zusammenkunft.” [keine Signatur]« (***).\n[Vermutlich] Tuben-Probe zur 7. Symphonie im Musikverein in Anwesenheit Bruckners (°).\n(In Wien 1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit »Faust« von Berlioz (°°)).", "Letzte Änderung": "24.06.2024 07:56"}, {"ID": 188603185, "Datum": "18.3.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Bei einem internen Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins im Tegethoff-Saal spielen Löwe und Franz Schalk (*a) [nicht: Josef Schalk!] die 7. Symphonie (*), von der auch der anwesende Gastsänger Hill begeistert ist; als Pianist bei den Liedvorträgen wirkt Reisenauer mit, bei Liszts »Hungaria« zusätzlich Herr Erben (*a).\r\n     Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Beethoven (»An die ferne Geliebte«), Carl Löwe (»Archibald Douglas«), Schumann (»Frühlingsnacht«) und Richard Wagner (Flieder- und Wahn-Monolog, Wotans Abschied) (**).\r\n     Paul Janko stellt seine neue Klaviatur vor (**a).\nDer Alpen-Bote Nr. 22 erwähnt auf S. 3f die Aufführung des »Te deum« [am 10.1.1886] und die Aufführungen der 7. Symphonie in Deutschland und berichtet mit Zitaten aus dem Hamburger Correspondenten [20.2.1886] vom Hamburger Konzert [am 19.2.1886]\r\n     »(Ein neuer Triumph Bruckner's.) Unser genialer Landsmann wird mit seinen Werken in immer weiteren Kreisen bekannt und berühmt, und wo immer eines derselben aufgeführt wird, macht es überwältigenden Eindruck. [... über Wien und Hamburg ... Wien möge sich] beeilen, die Ehrenschuld an den [sic] genialen Oesterreicher durch die Aufführung seiner Werke und durch eine unbefangene, nicht durch engherzige Auffassung oder persönliche Animosität getrübte Kritik derselben einzulösen.« [keine Signatur] (***).\nAufführung eines »Pange lingua« [WAB 33?] und eines »Tantum ergo« [prov. WAB 48] durch den Chor des Neuen Domes und den Alumnatschor unter Burgstaller in der Alumnatskirche in Linz (°).\nBrief Bernhard Deublers an Propst Ferdinand Moser in St. Florian:\r\n     Trotz mehrmaliger Aufforderung durch den Propst habe erst der gestrige Brief Bruckners [16.3.1886] ihn bewogen, doch zur Aufführung der 7. Symphonie zu fahren. Er werde Samstag mittags abreisen und Wien [am Sonntag] abends wieder verlassen. In Asten werde er um 3 Uhr früh von Ackerl abgeholt. Bruckner werde sich um die Unterkunft und die Eintrittskarte für den Probst kümmern. Er, Deubler, wäre auch mit einem Stehplatz zufrieden. Dankt für die Erlaubnis, nach Wien zu fahren (°°).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:10"}, {"ID": 188603195, "Datum": "19.3.1886, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Deubler in St. Florian: \n     Sendet beiliegend die Karte [für den 21.3.1886]. Bittet darum, diese Saison-Karte »post festum« an Wetzlar zu senden. Falls die Eintrittskarte des Prälaten [Ferdinand Moser] auch eine Saisonkarte sei, möge dieser sie ebenfalls am Montag retournieren (*). Brief Bruckners an Pius Richter: \n     Die Abonnementskarte bitte er post festum [21.3.] wieder an Wetzler zurückzugeben. Wegen der morgigen Generalprobe der 7. Symphonie um 3 Uhr möge Richter den Hofkapellendienst übernehmen (**).\nDer \"Haagsche courant\" Nr. 924 ('s-Gravenhage) berichtet auf S. 2 vom Konzert am 17.3.1886 mit der 3. Symphonie:\n\"              KUNST en LETTEREN.\n           8e DILIGENTIA-CONCERT.\n[... über die Solistin Marie Soldat ...]\n     Het orkest, dezen avond onder de leiding van den heer Hol, opende het concert met de 3e Symphonie van Anton Bruckner. Het verwonderde mij, dat de heer Hol zijne keuze had laten vallen op een werk, dat in het vorige jaar onder Verhulst voor het eerst was uitgevoerd. Evenwel waren de leden van Diligentia hierdoor in staat gesteld de kennismaking er mede te hernieuwen. De uitvoering van het moeilijke werk (aan een beschouwing over eene zoo uitgebreide compositie waag ik mij na een enkele maal hooren niet) was hoogst loffelijk. Het koper was hierin, en ook later in den avond, bijzonder gelukkig. Het vermoeiende en lange werk (de uitvoering er van duurde bijna een vol uur) werd tot het einde met acuratesse en gloed gespeeld.\n     Het tweede orkestwerk [... Wagner ...].    J. G. H. MANN.\" (***).\nEine Kritik erscheint auch im \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\" Nr. 66 ('s-Gravenhage) auf S. 438 (= S. 6):\n\"                      Kunstnieuws.\n               8e Concert Diligentia.\n     Het laatste Diligentia-Concert was aan de nieuwere muziekrichting gewijd en werd daarom als gewoonlijk gedirigeerd door den heer Richard Hol uit Utrecht.\n     De 3e Symphonie, in D moll, van Anton Brückner, schijnt nu — na verleden jaar onder Verhulst’s leiding te zijn uitgevoerd — officieel gestempeld te zjjn als tot de nieuwere richting te behooren.     De werken van Brückner, vroeger hoogst zelden uitgevoerd, worden nu overal gespeeld en druk besproken; maar hoezeer men den componist veel talent toekent, is er veel in zijn werken, waarmede men niet algemeen instemt. Zoo scheen ons de herhaalde uitvoering van dit werk, hoewel vele fraaie en oorspronkelijke gedeelten bevattende, het publiek niet bijzonder te bevallen; behalve na de Finale toch, werd er niet geapplaudisseerd.\n     Veel beter bevielen het effectvolle Vorspiel van de 3e acte van Wagner’s Meistersinger en zijn breede ouverture Tannhäuser. \n     Mit de uitvoering van de drie werken kon men zeer tevreden zijn, daar er goed werd genuanceerd en met veel ensemble gespeeld onder Hol’s leiding; maar de stemming der blaasinstrumenten liet dikwijls veel te wenschen over, evenals de orkestbegeleiding van het Concert van Mendelssohn, dat gespeeld werd door mej. Marie Soldat, uit Berlijn, [... über die Solistin und die Solostücke ...]\" [keine Signatur] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603205, "Datum": "20.3.1886, Samstag", "Haupttext": "Brief Schweitzers an Bruckner:\r\n     Dankt für den Brief. Grüße von Bernuth und Marxsen, die immer noch von der 7. Symphonie beeindruckt seien. Bruchs »Odysseus« falle gewaltig dagegen ab. In Hamburg sei ein Umschwung zugunsten Bruckners auch bei Brahms-Anhängern festzustellen - Marxsens Einfluß! Daß Sucher, den Bruckner erwähne, nicht dirigierte, sei ein Glück gewesen. Er und das Orchester seien überstrapaziert. Bernuth habe sehr sorgfältig einstudiert. Entschuldigt sich wegen der Vornamenverwechslung (*).\nAufführung der 3. Symphonie unter Leitung von Richard Hol in Utrecht (**).\nGeneralprobe der 7. Symphonie um 3 Uhr. Pius Richter wurde von Bruckner gebeten, den Dienst an der Hofkapelle zu übernehmen (***).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Wolzogen antworten.« (°).\nArtikel von Theodor Helm [über die 7. Symphonie am 18.3.1886] in der Deutschen Zeitung Nr. 5105 auf S. 6:\r\n»(Akademischer Wagner=Verein.) Die letzte gesellige Wochenversammlung des Akademischen Wagner=Vereins (am 18. d. im Tegetthoff=Saale des Musikvereinsgebäudes abgehalten) [... über die anwesenden Gäste Hill und Reisenauer ...] Im Mittelpunkt des Abends stand Bruckner's große E-dur-Symphonie, von den Herren Loewe und Franz Schalk (der, obgleich eigentlich Violinvirtuose, seinen erkrankten Bruder Josef in überraschender Weise am Clavier zu vertreten wußte) sehr lebendig und ausdrucksvoll vierhändig vorgetragen. [... Hinweis auf das kommende Konzert ... Hill sei vom Werk begeistert gewesen ... Bruckner] wurde natürlich gleich stürmisch als herzlich gefeiert. [...] h-m.« (°°).\nHinweis auf die Aufführung der 7. Symphonie [21.3.1886] in der Musikalischen Rundschau Nr. 19 auf S. 214 [Text wie am 14.3.1886] (°°°).\n\"Het vaderland\" Nr. 67 ('s-Gravenhage) bespricht auf S. 5 das Konzert vom 17.3.1886 mit der 3. Symphonie:\r\n\"              Kunst- en Letternieuws.\r\n             CONCERT-DILIGENTIA.\r\n     Beginnen we met het begin: de Symphonie van Bruckner. Evenals bij de 1e uitvoering in Febr. 1885 waren op de gezichten der toehoorders de meest verschillende gewaarwordingen te lezen, en gedurende de pauze wisselden elkander uitroepen als: «Afschuwelijk” en «Prachtig” af. Een werk, dat aan den eenen kant zooveel oppositie uitlokt, aan den anderen kant zooveel bewondering wekt, is stellig geen alledaagsch werk. Leert de geschiedenis der kunst niet, dat alles wat zich verre boven het middelmatige verheft, of nieuwe banen opent, in den beginne een heftigen strijd deed ontbranden? Een nadere kennismaking met de Symphonie van Bruckner alleen kan dien beslechten. Zoo zijn wij thans, wat het Allegro con brio betreft, een stap verder gekomen Verleden jaar was het voor ons vrij wel een gesloten boek, thans aarzelen wij niet onze groote ingenomenheid daarmede te kennen te geven. Het is een grootsch muziekstuk, dat aan het de Allegro van Beethovens 9e doet denken, soms ook aan Schubert. Maar het Adagio is voor ons ook thans nog vol duisterheden; het eerste thema is heerlijk en wekt de schoonste verwachtingen op, die echter niet verwezenlijkt worden. Het Scherzo is levendig, maar niet van banaliteit in de themas vrij te pleiten; de Finale eindelijk een zware beproeving voor het oor; ook hier is het coquette hoofdthema (voor violen) verwonderlijk alledaagsch; het slot, waarin het begin van het Allegro wordt herhaald, is zeer effectvol. Summa summarum is onze indruk deze: dat van den eersten »Satz” af, de Symphonie steeds zwakker wordt, d. w. z. wat den inhoud betreft, want de laatste »Satz” is juist die, waarin van het koper het kwistigst partij is getrokken. In geen Symphonie speelt de «pauze” zulk een voorname rol; telkens breekt de draad af. Is dat het gevolg vaneen systeem, of van armoede aan gedachten? Ware de Symphonie van Bruckner even klaar van bouw, als ze rijk is aan schoone wendingen en als ze verwonderlijk fraai geïnstrumenteerd is, zij zou een plaats onder het hoogste inde muziek waardig zijn. Daar zijn brokjes, die onvergelijkelijk schoon klinken en zelfs Wagner riep geen verrassender combinaties van instrumenten in het leven dan Bruckner hier en daar deed.\r\n     Behalve de Symphonie speelde het orkest nog onder leiding van Richard Hol de »Tannhäuser”-ouverture en een – hoe zullen wij het noemen? – arrangement van een deel der 3e acte van »Die Meistersinger von Nürnberg”. [... über die anderen Werke und die Solistin Marie Soldat ...]\" [keine Signatur] (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603214, "Datum": "vor dem 21.3.1886", "Haupttext": "Bei den Proben zur 7. Symphonie in Wien geht Hans Richter über Bruckners Tempowünsche hinweg (*).\nVorbesprechung der Symphonie durch Theodor Helm in der Deutschen Zeitung (**).\r\nHelm besucht auch die Generalprobe (***)\n[Vermutlich auf diese Zeit zu datierende] Visitenkarte Bruckners an Gutmann: Er komme zur Tuben-Probe am Mittwoch 1/2 5 Uhr [= 17.3.1886?] in den Musikverein. Gutmann möge die Stimmen dorthin besorgen (°).\nNotizen Bruckners (über zu besorgende Karten für die 7. Symphonie):\r\n»2 Ölzelt / 8 fl) [/] Dr Walmann [Wallmann] 1 1/2 fl [/] 4 fl Praelat [Moser; die drei Namen durchgestrichen, wohl als Zeichen der Erledigung]. Prof Deubl. [Deubler] [/] 5te Loge. [/] Pius Richter.« (°°),\r\n»Ritter v Ölzelt. Dr Walmann [Wallmann]. Praelaten [Ferdinand Moser] u Prof. [Deubler].« (°°°) und\r\n»Ostariasch eins [/] Hajek 2 [/] Brzibokaty 1. [/] Tschöpe ? 2« (#).\nNotizen bei den Proben und (mit Datumsangabe »Sonntag 21.3.«) möglicherweise nach der Aufführung der 7. Symphonie (##).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 19:29"}, {"ID": 188603215, "Datum": "21.3.1886, Sonntag", "Haupttext": "7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Méhul (Ouvertüre »La chasse de jeune Henri«), Beethoven (3. Klavierkonzert, Solist Prof. Heinrich Barth aus Berlin (*a)) und Bruckners 7. Symphonie (*b).\r\nTheodor Helm berichtet: Aber die eigentlichen Stammabonennten (darunter freilich viele als unmusikalisch bekannte reiche Leute, die nur um der lieben Mode Willen diese Concerte besuchen) nahmen schon nach dem ersten Satz – ohne nur das erhabene Adagio abzuwarten – in hellen Schaaren Reissaus, sodass das Finale vor arg gelichteten Bänken spielte. (*c).\r\n     Zuhörer sind u.a. die Kritiker Kastner (**a), Königstein (**b), Hartmann (**c), Helm (**d), Paumgartner (**e), Puchstein [?] (**f), Hugo Wolf (**g), Dömpke (**h), Hanslick (**i), Frey (**j), Hirschfeld (**k) und Kalbeck (**l),\r\n     ferner Gröber (**m), Deubler und Prälat Moser aus St. Florian (**n), Klose (**o)), Hruby [?] (**p), Johann Strauß (**q) mit Adele Strauß (**qq), Löwe (**r), Josef Schalk (**s), Goldschmidt (**t), Eckstein (**u), Grande (**v), Pius Richter (**w), Amand und Oddo Loidol (**x) und vermutlich der 1889 mit \"rbt.\" signierende Kritiker (**y).\r\n     Der Programmtext stammt von Josef Schalk (***a).\r\n     Lorbeerkranz vom Wagner-Verein: »Dem deutschen Symphoniker, Meister Anton Bruckner, in Treue und Verehrung der Wiener akademische Wagner=Verein« (***b).\nNach dem Konzert wird Bruckner von Richter und Professoren des Konservatoriums beglückwünscht; er gibt Loidol Grüße nach Kremsmünster mit (°a).\r\n     Beim unmittelbar (°b) folgenden Festbankett im Spatenbräukeller sprechen Hans Richter (°c) und Bruckner (°d).\r\n     An der Feier nehmen auch Klose (°e), Löwe, Schalk, Paumgartner, Goldschmidt und Eckstein teil (°f).\r\n     Hans Thornton (ein Universitätshörer Bruckners, überliefert am 1.12.1919 die Satzreihenfolge 1, 3, 2 und 4) und Alois Höfler gewinnen unterschiedliche Eindrücke von Bruckners Begabung als Redner (°g).\r\n     Johann Strauß sendet ein Telegramm an Bruckner [siehe die Anmerkung] (°°).\r\n     Bruckner signiert [später?] ein Autograph (auf der Rückseite einer Speisekarte: »Zur Erinnerung an den 21. März 1886 meinem hochedlen Gönner PT Dr. Theodor Helm. ABruckner.« (°°°a)\r\nund den Klavierauszug der 7. Symphonie für Klose (°°°b).\nBesprechung der 3. Symphonie [20.3.1886] im Utrechts Dagblad (#).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß der Gutenbergbund am 11.4.1886 ein Werk Bruckners [»Amaranths Waldeslieder«] aufführen wird:\r\n   » * (Gesangverein »Gutenbergbund«.) Am 11. April findet im Redoutensaale das Gründungsconcert dieses Vereines statt [...] Das Programm wird [...] in der ersten Abtheilung [...] ferner eine Composition Anton Bruckners enthalten [...]« (##).\nGleiches meldet das Linzer Volksblatt Nr. 66 auf S. 2:\r\n     » - Gesangverein \"Gutenbergbund.\" Am 11. April findet im Redoutensaale das Gründungs=Concert dieses Vereines statt und wird dessen Reinertrag einem wohlthätigen Zwecke gewidmet. Das Programm wird [...] in der ersten Abtheilung [...] ferner eine Composition Anton Bruckners enthalten. [...]« (###).", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:14"}, {"ID": 188603217, "Datum": "nach dem 21.3.1886", "Haupttext": "Über die Aufführung der 7. Symphonie berichten\r\nKastner in Kastners Wiener Musikalischer Zeitung 1 (1885/86) S. 435f (*)\r\nund [am 1.4.1886] Hartmann in der Musikalischen Rundschau 1 (1885/86) S. 223f (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603225, "Datum": "22.3.1886, Montag", "Haupttext": "Auf Veranlassung von Dr. Behn erhält Bruckner aus Dresden eine von Bildhauer Kietz gespendete [und geschaffene?] Büste Richard Wagners zum Geschenk (*).\nJohann Strauß begegnet Goldschmidt und erzählt ihm, daß die 7. Symphonie großartig - wie Beethoven - auf ihn gewirkt habe (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2024 16:00"}, {"ID": 188603226, "Datum": "nach dem 22.3.1886", "Haupttext": "Bruckner ist bei Johann Strauß eingeladen, der ihm seine Begeisterung über die 7. Symphonie schildert. Mit von der Partie sind Goldschmidt, Tilgner und Josef Priester. Bruckner trinkt mit Strauß und Tilgner Brüderschaft.", "Letzte Änderung": "08.04.2025 19:45"}, {"ID": 188603235, "Datum": "23.3.1886, Dienstag", "Haupttext": "Artikel über den Erfolg der 7. Symphonie in der Morgenpost Nr. 82, signiert »Bn« [= Berggruen?], auf S. 4:\r\n    » * Das gestrige philharmonische Concert brachte endlich die lange mit Spannung erwartete siebente Symphonie in E-dur unseres großen einheimischen Componisten Anton Bruckner. [... über Nikisch, Levi ... ] König Ludwig II. von Bayern hat längst für sich allein die Symphonie spielen lassen [... sehr positive Besprechung ... Vorwürfe bei früheren Symphonien träfen hier nicht mehr zu ... mehr als eine Stunde Dauer ... begeisterte Aufnahme ...] So begann Bruckner's Symphonie erst um halb zwei Uhr und eine halbe Stunde darauf hatte das Werk mit dem Magen vieler Zuhörer zu kämpfen, ein Kampf, der selten mit der Niederlage des letzteren endet. Bei der zweiten Aufführung möchten wir Bruckner's E-dur-Symphonie ganz allein hören und nichts weiter; hat man sie frisch und rezeptionsfähig angehört, so trägt man nach weiteren Programm=Nummern für dasselbe Concert kein Verlangen.          Bn.« (*)\n(**) Im Morgenblatt der Deutschen Zeitung Nr. 5108 auf S. 6 schreibt Theodor Helm:\r\n»(Bruckner's E-dur=Symphonie) hatte bei ihrer gestrigen ersten Aufführung, im siebenten Philharmonischen Concerte einen großartigen Erfolg. Die große Majorität des Publicums nahm das gewaltige Werk mit begeistertem Beifall auf und rief den Componisten nach jedem Satz der Symphonie wiederholt stürmisch hervor. Schon nach dem ersten fünf- bis sechsmal. Allerdings muß der Wahrheit gemäß constatirt werden, daß ein Theil jener Parquetbesucher, welche nur um der lieben Mode willen in den Philharmonischen Concerten erscheinen, nach dem erhabenen aber sehr langen Adagio, um seinen hungrigen Magen besorgt, den Saal verließ; ein Vorgang, der sich auch nach dem Scherzo wiederholte. Umsomehr entschädigten die Zurückbleibenden (offenbar die eigentlich Musikalischen im Publicum) den greisen vaterländischen Tondichter und seine ausgezeichneten philharmonischen Interpreten durch nicht enden wollenden Applaus, der am Schlusse der Symphonie fast noch nicht dagewesene Dimensionen annahm. Auch erhielt Bruckner einen prächtigen Lorbeerkranz, auf dessen Schleife zu lesen war: \"Dem deutschen Symphoniker, Meister Anton Bruckner, in Treue und Verehrung der Wiener akademische Wagner=Verein\". Ein ausführlicher Bericht über die Symphonie und die übrigen Aufführungen des gestrigen Concertes folgt morgen. h-m.« [Theodor Helm] (**).\n[recte 23.3.1890] Artikel von Joseph Sittard \"Anton Bruckner und seine siebente Symphonie. II.\" in der Linzer Zeitung [Fortsetzung vom 16.3.1886] (***).\n(Beim öffentlichen Konzert des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Orgelschüler Rudolf Wilfert den 1. Satz aus Beethovens 5. Klavierkonzert (°))", "Letzte Änderung": "23.12.2024 17:59"}, {"ID": 188603245, "Datum": "24.3.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Fr. Kathi am 24. März für April 7 fl.« (*).\nBrief Bruckners an Sittard:\r\n    Über den Erfolg der 7. Symphonie in Wien [21.3.1886] und Graz [14.3.1886]. Der Erfolg habe ihn an Leipzig und München erinnert. Wegen Hanslick, der wie Speidel auch über das »Te deum« [10.1.1886] geschrieben habe, seien fünf Zeitungen (Neue Freie Presse, Wiener Allgemeine Zeitung, Presse, Extrablatt [Wiener Illustriertes Extrablatt] und Sonntagblatt [Sonn- und Montagszeitung gemeint?] gegen ihn. Freundlich gesinnt seien Deutsche Zeitung, Fremdenblatt, Morgenpost, Wiener Zeitung, Tagblatt, Vorstadtzeitung und die Musikzeitschriften (**).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 68 berichtet auf S. 4 von der Aufführung der 7. Symphonie [21.3.1886] in Wien [die Meldung der Deutschen Zeitung vom 23.3.1886 übernehmend]:\r\n    » - Bruckners E-dur=Symphonie hatte bei ihrer gestrigen ersten Aufführung, im siebenten Philharmonischen Concerte in Wien, wie die „Deutsche Ztg.” meldet, einen großartigen Erfolg. Die große Majorität des Publicums nahm das gewaltige Werk mit begeistertem Beifall auf und rief den Componisten nach jedem Satz der Symphonie wiederholt stürmisch hervor. Schon nach dem ersten fünf- bis sechsmal. Allerdings muß der Wahrheit gemäß constatiert werden, daß ein Theil jener Parketbesucher, welche nur um der lieben Mode willen in den Philharmonischen Concerten erscheinen, nach dem erhabenen aber sehr langen Adagio, um seinen hungrigen Magen besorgt, den Saal verließ; ein Vorgang, der sich auch nach dem Scherzo wiederholte. Umsomehr entschädigten die Zurückbleibenden (offenbar die eigentlich Musikalischen im Publicum) den greisen vaterländischen Tondichter und seine ausgezeichneten philharmonischen Interpreten durch nicht endenwollenden Applaus, der am Schlusse der Symphonie fast noch nicht dagewesene Dimensionen annahm. Auch erhielt Bruckner einen prächtigen Lorbeerkranz, auf dessen Schleife zu lesen war: „Dem deutschen Symphoniker, Meister Anton Bruckner, in Treue und Verehrung der Wiener akademische Wagner=Verein”.« (***).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 68 berichtet auf S. 2 vom Fest des Hl. Josef in der bischöflichen Alumnatskirche, das am 18.3.1886 in einem [Vor]Abendgottesdienst begangen wurde.\r\n     \" - Kirchenmusik. Am 18. März wurde das Fest des hl. Josef in der bischöflichen Alumnatskirche mit einem abendlichen Gottesdienste gefeiert, [...] Der Doppelmusikchor, welcher aus dem Chore des Maria Empfängnis=Domes und dem Alumnatchor bestand, brachte zu Gehör: [...] Das producierte Pange lingua [WAB 33?] und ein Tantum ergo [prov. WAB 48] trägt Ant. Bruckner's Namen an der Stirne. [...] Den Dirigentenstab führte über die zwei eifrigen und strebsamen Capellen der hochw. Herr Dirigent des Chores des neuen Domes [Burgstaller]. Die Orgel spielte mit Gewandtheit Herr Gruber jun. [... über das Hochamt am 19.3.1886 ... keine Signatur]\" (°).", "Letzte Änderung": "27.01.2026 02:22"}, {"ID": 188603254, "Datum": "vor dem 25.3.1886", "Haupttext": "Wolzogen [vermutlich] zu einem Vortrag in Wien [13.2.1886 gemeint?], trifft Bruckner bei einem Besuch nicht an. [Daraufhin?] Brief Wolzogens an Bruckner mit einem Gedicht (*).\r\nWolzogen hatte Bruckner angeregt, den Sonnengesang des Hl. Franziskus zu vertonen (**).\n[Etwa Sommer 1885?] Brief Wolzogens an Bruckner:\r\n   Ob er den Sonnengesang des Franz von Assisi als Oratorium vertonen wolle?\nBruckner zeigt den Brief Eckstein, der ihm den beiliegenden Text aus dem Italienischen übersetzt, später eine gedruckte deutsche Übersetzung besorgt und berichtet, daß Franz Liszt diesen Text bereits vertont habe.\nBrief Ecksteins an Wolzogen:\r\n   Warum Bruckner es ablehne, den Sonnengesang zu vertonen (***).", "Letzte Änderung": "18.12.2024 22:18"}, {"ID": 188603255, "Datum": "25.3.1886, Donnerstag", "Haupttext": "(*) Theodor Helms Besprechung der 7. Symphonie erscheint in der Morgenausgabe der Deutschen Zeitung Nr. 5110 auf S. 1 - 3; darin wird auch Hans Richters Rede vom Festbankett und aus Kritiken von Sittard und Porges zitiert:\r\n        »Die E-dur-Symphonie von Anton Bruckner.\r\n    So ist denn die Hoffnung vieler ernster Kunstfreunde erfüllt und die große Siebente Symphonie unseres vaterländischen Tonmeisters Anton Bruckner [...] endlich auch in den Concertsaal der Wiener Philharmoniker eingezogen [... Hans Richters Rede ...]\r\n[... Text wortgetreu bei 366/24f, mit folgenden Abweichungen: ihr werdet ... wiederkommen Richter Richter ... die Freunde der ... Sittard ... erhabenen Trauergesang ... nennt, mit ... habe ... ist der erste (Allegro moderato, Alla breve, E-dur) ...]\r\nNein, in Wien selbst, in den Philharmonischen Concerten soll und wird künftighin jede neue Bruckner'sche Symphonie zuerst aus den Partiturblättern in tönende Wirklichkeit übertreten!«\r\n[... Zitate aus Kritiken Sittards, Helms selbst (zum Quintett) ... Werkbesprechung ... Hinweis auf die bei Gutmann erschienene Partitur und Josef Schalks vierhändigen Klavierauszug ... über das \"erhabenste Symphonie=Adagio der Gegenwart\" ... das Finale habe besser als in der Generalprobe gewirkt ... über die unübertreffliche Orchesterleistung ...]\r\n[Text ab »Ob wohl seit« wortgetreu bei 37/455ff, mit folgenden Abweichungen: Tonarten pp ... mit der Partitur*) [Fußnote: »*) Die Partitur ist im Verlage des Herrn J. Gutmann in Wien erschienen. Daselbst ist auch ein von Herrn J. Schalk verfaßter vortrefflicher vierhändiger Clavierauszug des Werkes zu haben.«] in der Hand ... wie wir wiederholt beobachtet, was ... Alla breve ...] seine schneidige Rhythmik.\r\n   Ueber die Aufnahme, welche Bruckner's Symphonie im Philharmonischen Concerte fand, was für großartige Ovationen der Tondichter von seinen bereits eine recht stattliche Gemeinde bildenden Verehrern empfing, berichteten wir schon im Morgenblatte vom 23. d.\r\n   Es sei nur noch bemerkt, daß die Aufführung - wie ja eigentlich der Leser schon unseren voranstehenden Zeilen entnommen hat - bis auf eine einzige, im Adagio nicht zu voller Geltung gebrachte Trompetenstelle, eine unübertreffliche war, und daß sowohl das Orchester, als sein genialer Dirigent Hans Richter einen wahren künstlerischen Ehrentag zu verzeichnen haben.\r\n[... kurze Bemerkung zu den anderen Programmnummern (10 Zeilen) ...] \r\nTheodor Helm.« (*).\n(*a) Eine Besprechung Helms erscheint auch als »Wiener Musikbrief« im Pester Lloyd Nr. 84:\r\n           \"Wiener Musikbrief.\r\n     [...] Heute haben wir über eine Reihe großartiger Orchester-Konzerte zu berichten. [... Wagner-Verein am 9.3.886, ausführlichst über Berlioz' »Fausts Verdammung am 17.3.1886 ...] Der oft zitirte Satz \"Nemo propheta in patria\" hat sich buchstäblich an dem unglücklichen Hector Berlioz erfüllt, er paßt aber gar lange auch auf das Schicksal eines österreichischen Tonkünstlers, welchen wir [sic], wie auch unser geehrter Kollege L. H-i. an dieser Stelle erwähnte: wir meinen den genialen Kirchen- und Symphonie-Komponisten Anton Bruckner in Wien. Dieser gottbegnadete Künstler [... seit Herbecks Tod zum Schweigen verdammt ...] Nun geschah das Unglaubliche. [... Erfolge der 7. Symphonie im Ausland, Lob von Marxsen ...] (man hat uns in den betreffenden Brief Einsicht erlaubt): \"Es könne wohl Niemanden hier in Hamburg oder Altona geben, den dieses Werk mit solcher Freude, solcher Begeisterung und Hochachtung vor Bruckner's Genie, seinem enormen Wissen und Können erfüllt habe, als ihn. Und er würde sich die neue Symphonie vom Anfang bis Ende mit voller Andacht anhören und sollte sie zehnmal hintereinander aufgeführt werden; er sei überzeugt, jedes Mal würden ihm neue Schönheiten aufgehen. [... Philharmoniker bei der Planung anfangs nolens volens, doch schon in der ersten Probe begeistert ... der 21. März] für Bruckner vielleicht zugleich der Anfang eines neuen künstlerischen Frühlings im Leben und Schaffen, in der Werthschätzung der Zeitgenossen. [... die Symphonie] wurde von der großen Majorität der Anwesenden mit begeistertem Beifalle aufgenommen. Schon nach dem ersten Satze mußte der Komponist fünf- bis sechsmal vor dem Publikum erscheinen [...] Es muß freilich konstatirt werden, daß ein Theil der nur um der lieben Mode willen in den philharmonischen Konzerten erscheinenden Parquetbesucher schon nach dem erhabenen, aber sehr langen Adagio das Weite suchte. [... umsomehr Applaus der Zurückbleibenden ... Bemerkungen zum Werk selbst ... die Krone sei das Adagio ... Beziehung zu Wagner ... Wunderliches, Bizarres ... »der Eindruck des Genialen, Bedeutenden überwiegt« ...] man hat es hier mit einem Werke zu thun, das groß in der Anlage, überreich in den Details seinen Schöpfer zu einem der hervorragendsten modernen Instrumental-Komponisten stempelt, auf symphonischem Gebiete nur einen einzigen ebenbürtigen, lebenden Rivalen kennend: seinen künstlerischen Antipoden: Johannes Brahms.\r\nDr. Theodor Helm.« (*a).\nBrief Bruckners an die Wiener Philharmoniker:\r\n    Dankt Hans Richter und dem Orchester für die ausgezeichnete Wiedergabe der 7. Symphonie (**).\nBrief Bruckners an Wolzogen:\r\n    Dankt für den Besuch; er, unwissend, mußte auf Gegenbesuch und die Rede verzichten. Freute sich über Wolzogens Brief mit dem Gedicht [Sonnengesang des Hl. Franz von Assisi (***)]. Er sei jetzt in der 8. Symphonie »vergraben«. Die 7. Symphonie unter Muck in Graz (nach 14 Proben) und unter Richter am 21.3. wurde bejubelt. Lorbeerkranz vom Wagner-Verein. Bei seiner Rede habe er Wagners gedacht. Am Morgen [22.3.] erhielt er aus Dresden durch Behn eine Wagner-Büste. Erfolg wohl bald zunichte durch Hanslick und die feindliche Presse (***a).\nBrief Bruckners an den Wiener Akademischen Wagner-Verein:\r\n    Bedankt sich für die am 21.3. erwiesene Liebenswürdigkeit [Lorbeerkranz, Festbankett] (°).\nBrief Bruckners an Levi:\r\n    7. Symphonie am 21.3. umjubelt; Lorbeerkranz vom Wagner-Verein, Festbankett. Erhielt aus Dresden eine Wagner-Büste. Aufführung am 14.3.1886 in Graz unter Muck aus Würzburg ebenso erfolgreich. Bittet um Notiz in Münchener Zeitung. Bote und Bock als Verleger zurückgetreten. Grüße an Fiedlers. Der König dürfte die Partitur bereits haben. Hanslick etc. werden feindlich, Speidel (Fremdenblatt), Frei [Frey] (Tagblatt) und Wiener Zeitung [Paumgartner] günstig schreiben. Morgenpost (23.3.1886) und Deutsche Zeitung vom 25.3.1886 [Helm] ganz herrlich (°°).\n[Möglicherweise] erste Aufführung von »Ave regina coelorum« [WAB 8] in Klosterneuburg (°°°).\nAufführung des »Afferentur« durch den Chor des Neuen Domes unter Burgstaller in Linz (#).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 13 verzeichnet auf S. 166 auch die Aufführung der 7. Symphonie in Hamburg [19.2.1886]:\r\n»Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\nBruckner (A.), E dur-Symph. (Hamburg, 8. Philharm. Conc.« (##).\n[Brief Bruckners an Liszt (###) siehe »Anmerkung«].", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:32"}, {"ID": 188603265, "Datum": "26.3.1886, Freitag", "Haupttext": "Kritik Königsteins über die 7. Symphonie im Illustrierten Wiener Extrablatt (*).\nBruckner schreibt ein Albumblatt »O. A. M. D. Gl.« [Omnia ad maiorem dei gloriam] (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Dr. Behn 2. August 2. St.« (***).\nKritik zur Grazer Aufführung der 7. Symphonie [14.3.1886] in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 11 auf S. 107f:\r\n»Grazer Musikbrief.\r\nErste Aufführung der siebenten Symphonie des Anton Bruckner in Oesterreich durch den \"Musikverein\" in Graz. - Liedersänger Anton Schott.\r\n   Im fünften Concert des \"Steiermärkischen Musikvereines\" hörten wir nun ein Werk, welches berufen ist, die Aufmerksamkeit der gesammten musikalischen Welt auf sich zu lenken. [... Besprechung des Werkes ... nahezu erdrückende Fülle an Erfindung ... ] Bruckner hat sich in diesem Werk überrtroffen und die unzähligen Hervorrufe, wie der nicht enden wollende Beifall nach jedem Satze, zeigten, daß die Grazer den liebenswürdigen Meister verstanden und in ihr Herz geschlossen haben. [... Lob für die Wiedergabe unter Muck ... über die anderen Programmpunkte und eine Opern-Gastspiel von Anton Schott ...] [Signatur am Ende:] A. D.« (°).\nDie Neue Zeitschrift für Musik verzeichnet auf S. 151 die Aufführung der 7. Symphonie am 14.3.1886:\r\n»[...] Graz, 14. März. Concert des Steiermärkischen Musikvereins unter Dr. C. Muck: Symphonie (Edur) von Anton Bruckner, [...]« (°°).", "Letzte Änderung": "04.11.2025 10:41"}, {"ID": 188603275, "Datum": "27.3.1886, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie durch Dr. Hans Paumgartner [vgl. Anm.!] in der Wiener Abendpost (Beilage zur Wiener Zeitung) Nr. 70 auf S. 1 - 3:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Musik.\r\nDie siebente Symphonie (E-dur) für großes Orchester von Anton Bruckner. In Wien zum ersten Male aufgeführt im siebenten philharmonischen Concerte am 21. März 1886.\r\n    Die Philharmoniker haben verflossenen Sonntag eine künstlerische Ehrenschuld mit Glanz eingelöst durch die ausgezeichnete Aufführung der siebenten Bruckner'schen Symphonie. [... Erfolge im Ausland ...]\r\n[Text ab hier wortgetreu bei 37/451ff, mit folgenden Abweichungen: giebt ... seine vorzeitige ... Störrige ... Tonarten kursiv ] [... in Wien aber Tendenz zum Modepublikum, eine Art Promenade mit Musik ...]\r\nDie letzte Programmnummer ist stets das traurige Opfer der Sehnsucht nach der Garderobe und der warmen Mittagssuppe\r\n[... auch bei Beethoven ... mit Beziehung auf einen Brahms-Freund (Hanslick): Berufspflicht des Kritikers sei es, alles anzuhören ... diese Kritiker hätten ihre erzieherische Aufgabe vergessen ...]\r\nDoch kann man ja wohl mit vollster Ueberzeugung Brahms, diesen bedeutenden Künstler, hoch in Ehren halten und doch dabei für eine Symphonie von Bruckner sich begeistern. [... Gegensätze in der Kunst sind das Werk] verwerflicher Unduldsamkeit.\r\n    Doch wenden wir uns mit erleichtertem Gemüthe ganz und voll dem Bruckner'schen Meisterwerke wieder zu:\r\n    Wie bei allen Bruckner'schen Werken, so ist auch bei der siebenten Symphonie [... Text bei 37/451ff, bis:] Gedanken gestaltet hat. Gleich der erste Satz seiner »Siebenten« [... ausführliche Besprechung des Werkes ... das Finale, nicht sofort eingängig, werde bald »ein Lieblingsstück jedes Musikers« ... Bruckner werde sich nun durchsetzen ...] Ein günstiges Geschick lasse den Meister der Symphonie unserer Zeit seinen Ruhm noch voll und ganz erleben und genießen.\r\n                dr. h. p.« (*).\n(**) Artikel Deublers (datiert 23.3.1886) über die Aufführung am 21.3.1886 im Linzer Volksblatt Nr. 70 auf S. 1:\r\n»Anton Bruckner's VII. Symphonie.\r\n     St. Florian, 23.März. Am verflossenen Sonntag führten die \"Philharmoniker\", (d. h. die Mitglieder des k. k. Hofopern=Orchesters) im großen Musikvereins=Saale in Wien Anton Bruckner's VII. Symphonie in E-dur auf, in welcher der Componist, wie er selbst versichert, das Andenken des dahingeschiedenen Tonmeisters Richard Wagner feiert, während Bruckner's III. Symphonie, gewöhnlich \"Wagner=Symphonie\" betitelt, demselben Meister noch bei dessen Lebzeiten gewidmet und von ihm auch sehr hochgeschätzt wurde.\r\n    Dem Berichterstatter war es gegönnt, dieser Aufführung beizuwohnen und Zeuge des großartigen Erfolges zu sein, den unser geliebter Landsmann Bruckner errang. [...]\r\n     Großartigkeit der Conception und Tiefe der Gedanken, vollendete Formengewandtheit [... spezielles Lob für das Adagio ...] und als er [der Berichterstatter] nach dem Concerte das Glück hatte, den Componisten selbst hierüber zu befragen, bezeichnete er diese Interpretation seines Werkes als die vollkommen richtige und von ihm selbst intendierte. [... glänzende Aufführung, großartiger Beifall, dennoch seien negative Urteile, Ausfälle und Spötteleien über Bruckner zu erwarten,] hatten wir ja doch schon während des Concertes Gelegenheit, das unqualificirbare Benehmen und den feinen Anstand (?) einiger Söhne und Töchter Israels in nächster Nähe zu beobachten. [... zunehmende Anerkennung sei sicher, auch bei den Philharmonikern ...] und werden nach des Dirigenten Hans Richter Versicherung - wir waren Ohrenzeugen - künftighin neue Werke Bruckner's nicht mehr zuerst im Auslande aufgeführt werden.\r\n    Nach dem Finale wurde unserem Tonmeister Bruckner, der nach jedem Satze wiederholt gerufen wurde, vom Präsidium des Wagner=Vereines in Wien ein riesiger Lorbeerkranz mit rother Seidenschleife überreicht, was im Publicum einen enthusiastischen Beifallsturm hervorrief. Der bescheidene Bruckner aber wollte alle Ehre, alles Verdienst nicht sich, sondern dem (freilich hochverdienten) Dirigenten und seinem unübertrefflichen Orchester zuerkannt wissen.\r\n           Bernhard Deubler.« (**). [siehe die Anmerkung]\nEin Inserat in der Österreichischen Buchhändler=Correspondenz Nr. 13 auf S. 14 informiert, dass der \"Germanenzug\" nun bei einem anderen Verlag zu beziehen ist:\r\n     \"Nachstehend verzeichnete sechs Preis-Massen-Chöre vom ersten oberösterreichischen Sängerfeste gingen aus dem Verlage von J. Kränzl-Ried in unseren Besitz über; wir bitten hievon gefl. Kenntniss nehmen und bei Bedarf gütigst von uns verlangen zu wollen:\nBruckner Anton, Germanenzug. (A. Silberstein) vollst. Partitur fl. 3.-, Chorstimmen fl. -.72\nMayrberger, C., [... Neeb, Santner, Rudolf Weinwurm, S. A. Zimmermann ...]\r\n     WIEN.\r\n          Rebay &amp; Robitschek.\r\n     Specialität: Chorgesangs-Musik.\" (***).\n(Brief von Joh. Bap. Katschthaler (Salzburg) an Bernhard Deubler:\r\n     Dankt für die Rezension einer seiner Schriften. Ob er sich bei einem kirchenmusikalischen Fortbildungskurs in Salzburg (26.7.1886 bis 2.8.1886) mit einigen Vorträgen beteiligen könne? (°)).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:11"}, {"ID": 188603285, "Datum": "28.3.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kritik Hugo Wolfs über die 7. Symphonie im Wiener Salonblatt Nr. 13 auf S. 10f [erwähnt eine Aufführung in Hannover!?]:\r\n                »Oper und Concerte.\r\n    Seit einem vollen Monate wurde in unserem Operntheater kein Werk von Richard Wagner aufgeführt, dafür aber steigt der Trompeter von Säkkingen stolz und stattlich dreimal in der Woche über die Bretter unserer Opernbühne. [... dank einer Gastsängerin nun »Lohengrin« ...] Anton Bruckner's Symphonie in E-dur wurde, nachdem selbe in verschiedenen Städten Deutschlands (München, Leipzig, Hamburg, Hannover [sic]) ihren triumphirenden Einzug gehalten, nun auch in Wien zu Gehör gebracht. [... Prophet im Vaterland ... die Wiener Philharmoniker mögen bedenken, dass eine Bruckner-Symphonie] noch immer ein Cimborasso ist gegen die Maulwurfshügel der Brahms'schen Symphonien. [... über weitere Konzerte ...] [Signatur:] Hugo Wolf.« (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 71 berichtet auf S. 5 nochmals über die 7. Symphonie [21.3.1886] und erwähnt Hans Richters Rede beim Festbankett:\r\n    » - Wie bereits gemeldet, hat die große \"Siebente Symphonie\" unseres genialen Landsmannes Anton Bruckner endlich auch im Concertsaale der Wiener Philharmoniker [...] die verdiente Anerkennung und Würdigung gefunden. [... über das Festbankett ... Hans Richters Festrede ...] Nein, in Wien selbst, in den Philharmonischen Concerten soll und wird künftighin jede neue Bruckner'sche Symphonie zuerst aus den Partiturblättern in tönende Wirklichkeit übertreten!« (**).\nDas Linzer Volkblatt Nr. 71 berichtet auf S. 3 von der Kirchenmusik am 25.3.1886:\r\n     \" - Kirchenmusik. Am 25. März, als am Feste Maria Verkündigung, kamen im neuen Dome zwei Novitäten zur Aufführung: eine Missa für 4 gem. Stimmen (ohne Orgelbegleitung) von Max Filhe in hon. Ss. Rosarii B. M. V. als Erstlingsarbeit verfasst, und ein für 4 Singstimmen und 3 Trombone von Anton Bruckner, k. k. Hoforganist in Wien, verfasstes \"Afferentur Virgines post eam\". Der berühmte Verfasser hat dieses Motett in seiner besonderen Liebenswürdigkeit dem Chorregenten des neuen Domes als Erinnerung an das Linzer Diöcesan=Jubiläum gewidmet. Es ist eine - in kurzem Rahmen - gehaltene, aber sehr wertvolle Arbeit, denn das originelle knappe Thema ist im Contrapunkte angelegt und erscheint in der Umkehrung wiederholt auf, der contrapunktische strenge Satz wird gemildert und verklärt durch angeschlossene schöne und liebliche, melodiös klingende Harmonie=Finalen. In Ermanglung von Trombonen wurde der Part von der Orgel ersetzt. Beide angeführten Werke wurden von der Chorcapelle vom Anfang bis Ende wacker gesungen. Der jugendlichen Capelle kannte man es an, dass sie an diesen Compositionen eine Freude empfinde. [... Habert ... Lob für Burgstaller ...] (***).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:41"}, {"ID": 188603295, "Datum": "29.3.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 31.3.1886): »29. März 886 Schluß I. Sem. Universität.« (*).\nKritik zur 7. Symphonie [21.3.1886] in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 13 auf S. 3 [vermutlich von Woerz (Florestan)]:\r\n                »Concerte.\r\n    Als das weitaus interessanteste Ereigniß der Concertwoche muß die erste Aufführung von Anton Bruckner's E-dur-Symphonie im 7. philharmonischen Concerte bezeichnet werden. Wenn man weiß, mit welcher Spannung ein neues Werk Bruckner's in jenen Kreisen erwartet wird, welche sich für Musik überhaupt, und nicht blos für die Offenbarungen bestimmter Musikheiliger interessiren, so darf man jedenfalls darüber staunen, daß die Philharmoniker die neue Schöpfung unseres Landsmannes erst dann in ihren Schutz nahmen, nachdem sie eine Reise durch Deutschland zurückgelegt hatte [... über München und Hamburg ...] an ernst zu nehmenden Symphonikern herrscht ja dermalen, wie die Programme der philharmonischen Concerte nachweisen, bei uns kein Ueberfluß. Oder sollte vielleicht auch Bruckner nicht ernst zu nehmen sein? [...] Anton Bruckner aber gehört zu den erfindenden Geistern [... der Geist siege über formale Mängel ... frühere Symphonien zeigten Unausgeglichenheit ... die 7. Symphonie zeige deutliche Fortschritte ... prächtiger Scherzosatz ... im 1. Satz verliere der Hörer den Faden ...] An die Ariadne hat jedoch der Componist viel zu wenig gedacht. Die farbenprächtigen Details seiner Tonbilder ziehen eines nach dem anderen an uns vorüber wie die glänzenden Figuren eines Kaleidoskops, und nach fünf Minuten ist alles Frühere vergessen. Die Symphonie dauert aber beinahe fünf Viertelstunden. [...] der brüllende Beifall einer aufdringlichen Schaar intimer Hausfreunde [... erzeuge beim Publikum nur Argwohn. Bruckner solle sich auch die ständigen Vergleiche mit Beethoven verbitten, die das öffentliche Urteil verwirrten.] Genügt es denn nicht, daß ein Mann durch sich selbst etwas bedeute? und muß er denn, um als das zu gelten was er ist, den Beinamen eines Beethoven angehängt bekommen?\r\n     [... kurzer Hinweis auf andere Konzerte ... Signatur auf S. 4:]\r\n               Florestan.« (**).\nEin kurzer Konzertbericht, signiert \"r. p.\", erscheint in der Wiener Presse Nr. 13 auf S. 3:\r\n     \"(Concerte.) Der vorletzte Sonntag brachte uns das erste [sic] philharmonische Concert [... Mehul, Pianist Barth ...] Den Schluß des Concertes bildete die bereits viel besprochene Bruckner=Symphonie. Die ersten drei Sätze strafen die so oft gegen Bruckner erhobene Anklage, daß er die Form nicht beherrsche, energisch Lügen. Besonders das \"Scherzo\" ist von einer Rundung, daß der eingefleischteste Contrapunktiker nichts daran auszusetzen hätte. Auch der zweite - Andante - Satz ist von untadelhafter Gliederung. Nur das Finale leidet an einigen Unklarheiten und seltsamen Wendungen. Die Instrumentation ist äußerst polyphon und erhebt sich häufig zu machtvollen Effecten. [... über andere Konzerte ...]  r. p.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603305, "Datum": "30.3.1886, Dienstag", "Haupttext": "(*) Besprechung der 7. Symphonie [21.3.1886] durch Dömpke in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2186 auf S. 1 - 3 (über Bruckner S. 1- 2):\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\r\n    Die schroffen musikalischen Gegensätze der Zeit konnten keine hellere Beleuchtung erfahren, als durch die verschiedenartige Wirkung der neuen Bruckner'schen Symphonie im letzten Philharmonischen Concert. Allerdings bewies das Gejohle jugendlicher Kehlen im Parterre, das fanatische Hervortreten einzelner Gruppen und Führer von Neuem die agitatorische Organisation einer um die Wahl ihrer Mittel nie verlegenen Partei, während die Massenauswanderung, welche nach dem Scherzo Parquet und Logen in geradezu unerhörter Weise lichtete, jedenfalls durch ihre Spontaneität und Absichtslosigkeit ausdrückte - was sie möglicherweise ausdrückte. Wir haben es glücklicherweise nicht zu entscheiden, zu welchen Theilen dieser Widerspruch dem Werke, zu welchen Theilen blos der vorgerückten Stunde und der Sehnsucht nach dem Mittagessen galt. Aber abgesehen von den äußeren Formen, sich kundzuthun, stehen sich die Meinungen über Bruckner's Begabung und Technik unversöhnlicher als je gegenüber. Denn mit der Phrase, daß Bruckner „nur” der Form und des Maßes entbehre, um dasjenige erreichen zu können, wozu sein „Genie” ihn eigentlich befähige, wird hier doch nur sehr oberflächlich vermittelt. Es sei denn, daß man den Begriff der Form viel weiter und tiefer als in jenem herkömmlichen Sinne verstehen wolle, in welchem selbst bedeutenden Werken, etwa von Schubert oder Schumann, Weber oder Marschner, Formmängel nachgesagt werden können, Fehler in der Anlage oder Durchführung eines größeren, complicirten, musikalischen Ganzen. Bei Bruckner können unserer Ansicht nach höhere Forderungen dieser Art überhaupt nicht in Frage kommen. Ihm fehlt das Gefühl für die ersten Elemente\r\n[... Text wie bei 37/438, mit folgenden Abweichungen: ... Bestandtheilen ... man weiß durch welche ... Accordfolge ... existirt ...]\r\n[...] seiner Kunstanschauung. Wenn hie und da dennoch eine Seite seiner Partitur mit unseren Begriffen von musikalischer Logik übereinstimmt, dürfen wir ihm schwerlich eine Verantwortung dafür zuschieben. Man sehe sich das Thema des Finales an, wie es in E-dur einen Augenblick „zart und bestimmt” emporstrebt, um von der Mollparallele erst in die sinnlosesten chromatischen Tonfolgen hineinzufahren wie ein wildes Thier, dann mit der harmlosesten Miene von der Welt plötzlich in eine Schlußphrase von ungeahnter Trivialität auszulaufen, die nach dem stolzen Anfang eine geradezu parodistische Wirkung macht. „Wer solchen Fehler machen konnte,” sagt Lessing im „Laokoon” von Pope, „dem war es erlaubt, von der ganzen Sache nichts zu wissen.” In der That muß, was uns vorübergehend groß und rein an Bruckner erscheint, auf Zufall oder Täuschung beruhen, wenn es nicht ein= für allemal aufgegeben werden soll, nach einer Erklärung für Abnormitäten eines Sechzigers zu suchen, deren sich ein Zwanziger nicht schnell und ernsthaft genug entledigen könnte. Bruckner componirt wie ein Betrunkener; [... Text wie bei 37/438f mit folgenden Abweichungen: ... Werth ... unterscheiden wüßte, und ... selbstständigen Individualität zu assimiliren.] Es ist offenbar ein Irrthum, sich das kritische Vermögen von der eigentlichen Inspiration des Künstlers in der Art gesondert vorzustellen, wie es manche relative Lobredner Bruckner's in ihren Zugeständnissen wähnen. Die Summe der künstlerischen Bildung und Intelligenz, zur Divination gereift und gesteigert, ist unmittelbar auch bei der höchsten Eingebung betheiligt, welche die gesammten künstlerischen Kräfte auf den Punkt der schöpferischen Production concentrirt. Wer sich gezwungen sieht, Intelligenz und Inspiration bei einem Kunstwerk nicht blos in abstracto, sondern in ihren positiven Resultaten zu scheiden, wechselnd bald der einen, bald der anderen die Herrschaft zuzusprechen, schließt damit die Anerkennung der wahren Künstlerschaft aus. Denn die Werke genialer Naturen bezeichnet dies, daß, was die Freiheit ihrer Individualität ausmacht, zugleich sich als Erfüllung eines gegebenen Gesetztes offenbart und umgekehrt. In Bruckner's Modulation [...]\r\n[... Text wie bei 37/439, mit folgenden Abweichungen: ... sogenannte Rosalien (schlaffe Wiederholungen auf anderen Tonstufen) lassen sich ... doch erstaunen muß ... raffinirte ... frappirt ...]\r\n[...] darüber vergißt, und nicht in dem Grade gelangweilt wird, als er sollte. Wenngleich die Einführung der Seitensätze [...]\r\n[... Text wie bei 108/245f, mit folgenden Abweichungen (die Eigennamen ohne Sperrung gedruckt): ... entrathen ... an die Stelle ... Entwicklung; die immer ... abgebrochen oder klingen .... tremolirenden ... einige kräftige und wohlklingende Dissonanzen den feierlichen Ausdruck ... effectvoll ... gemahnenden Anfanges ... alles Uebrige in demselben tief ... daß Eine Schwalbe ... Componist ... Effecte ... Reminiscenzen ... apotheosirt ... decorativen ... Walhallamotiv ... directen ... destructiven ... Erzeugniß ... ausgenommen in Wien ... fünf Tuben, welche ... Tod Siegfried's ...]\r\n[...] Die Hauptmelodie macht unleugbar [... Text wie bei 37/439 (4 Zeilen) ...] effectvoll klingenden Bestandtheilen zusammengesetzt. Bei der Stelle, wo plötzlich Dis-dur einsetzt und bald darauf nach H-dur modulirt, sind die Risse am deutlichsten sichtbar, aber auch sonst können sie dem feineren Ohr nicht entgehen. Der Vergleich mit dem Adagiothema [...]\r\n[Text wie bei 37/439f, mit folgenden Abweichungen: ... allmälig ... Denjenigen ... Am Ende des ersten Abschnittes sucht uns der Componist durch eine besonders kühne Combination zu erschüttern. Er mischt Baßtuben ... divergirende ...]\r\n[...] verwesungssüchtigen Contrapunkts in unsere Nasen dringt. Ungleich wohlthuender [... Text wie bei 108/247, mit folgenden Abweichungen: ... Adagios, berührt ... Fis-dur ... Wiederkehr und der Bearbeitung ... eigenthümlich ...] unsere erloschene Theilnahme von Neuem erweckt. - Scherzo und Finale erreichen [Text wie bei 37/440, mit folgenden Abweichungen; ... Beethoven's Neunter ... von Rohheit und Ueberfeinerung. Daß das Finale ... Theil ...] Sein Motto müßte lauten: Parturiunt montes, nascitur ridiculus mus. Ueber das paradoxe Hauptthema haben wir schon gesprochen. Die Ausführung, wie mit dem Besen zusammengekehrt, entspricht jenem Anfang, und die grelle Instrumentirung, welche pp und ff gerne unmittelbar wechseln läßt, ebenfalls. Sonst ist die Instrumentation die Glanzseite des Werkes, aber auch sie hört auf zu interessiren, wo der nackte Unsinn instrumentirt wird.\r\n    Beethoven's C-moll-Concert, zu welchem der treffliche Pianist Heinrich Barth aus Berlin eingeladen worden war, nach der Symphonie von Bruckner zu hören, wäre eine zehnfache Erquickung gewesen. [... über Quartettabende und andere Konzerte ...] [Signatur auf S. 3:]    G. Dömpke.« (*),\n(**) Besprechung durch Hanslick in der Neuen Freien Presse Nr. 7755 auf S. 2 (mit Zitaten aus Kritiken des Hamburger Fremdenblattes und der Signale (über Köln)):\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\n    Ed. H. Unmittelbar auf einander folgten die Concerte des „Schubertbundes” und des „Wiener Männergesang=Vereins”. [... über diese Konzerte ...]\r\n     Das siebente Philharmonische Concert begann mit [... Méhul, Beethoven ...] Als „Pièce de résistance” figurirte Bruckner's neue Symphonie in E-dur. [...]\r\n[Text wie bei 37/436, mit folgenden Abweichungen: \"résistance\" ... Theile ... zweiten Satz ... dritten, so daß ... kleiner Rest ... Genusse ... muthige applaudirte Componist ... jedem ... fünfmal ... stürmisch ... Publicum ... \"der zweite Beethoven\" ... im Richard=Wagner ... Bruckner's kaum ganz gerecht urtheilen könnte, so antipathisch berührt mich diese Musik, so unnatürlich aufgeblasen ... Bruckner's ... auch die E-dur-Symphonie ... Tacte ... Ueberreizung ... (in einem Briefe an mich) ... \"den wüsten ... \"Tristan\"-Proben ... Musikers\". ...] So viel nach dem ersten aufregenden Eindrucke und um Farbe zu bekennen. Einige eingehendere Bemerkungen über das neue Stylprincip Bruckner's - die Uebertragung von Wagner's Nibelungen=Styl und Instrumentirung auf die Symphonie - erlaube ich mir für eine gelegenere Zeit zu vertagen.*)\r\n[Fußnote:] *) Was hie und da von dem „Triumph” berichtet wird, den Bruckner's Symphonie in Deutschland, namentlich in Hamburg und Köln, gefeiert habe, ist mit größter Vorsicht aufzunehmen. Der Kritiker des „Hamburger Fremdenblattes” meldet: „Die Aufnahme der Novität war seitens des Publicums eine recht kühle, und wenn dies auch im Hinblick auf den Inhalt des Werkes erklärlich war, so hätte doch den Ausführenden ein anderer Beifallslohn, als dies der Fall war, gezollt werden müssen.” Ueber die Aufführung der „weidlich als Meisterwerk ausposaunten E-dur-Symphonie in Köln berichtet der dortige Correspondent der „Signale” Folgendes: „Die übermäßige Reclame hat dem Werk keinen Vortheil gebracht; man tritt ihm mit hochgespannten Erwartungen gegenüber und findet dieselben nur zum kleinsten Theile bestätigt. Es ist mehr ein Symphonie=Curiosum als eine Meister=Symphonie, von ungeheurer Länge und Formlosigkeit . . Man wird weder warm noch kalt bei diesem allen Kunstprincipien mit Gewalt ins Angesicht schlagenden Wechselbalg, welcher sich Symphonie nennt. Die enormen Schwierigkeiten überwand unser Orchester in anerkennenswerther Weise; das Publicum nahm die Novität mit kühler Resignation entgegen.” [Ende der Fußnote]\r\n[Haupttext:] Sich nach der Bruckner'schen Symphonie in guter Musik gesund zu baden, dazu fand sich die schönste Gelegenheit in Heckmann's dritter Quartett=Soirée. [... über dieses und weitere Konzerte ...]« (**).\n(***) Besprechung durch Wilhelm Frey im Neuen Wiener Abendblatt Nr. 89 auf S. 4 (Neues Wiener Tagblatt Nr. 89):\r\n      »Konzert. In ihrem siebenten Abonnementskonzerte brachten die Philharmoniker eine neue Symphonie von Anton Bruckner, die bei ihrer Aufführung, während und nach derselben, eine ziemlich starke Bewegung hervorrief. [... über die auswärtigen Erfolge ...] und so ist unser Komponist draußen sozusagen über Nacht zu einer Berühmtheit gelangt, die er in Wien in Dezennien nicht zu erreichen vermochte. [... klarer Aufbau, glückliche Gliederung der Gedanken, Macht der Empfindung ... es sei ungerecht, wenn] gerade für ein solches Werk nicht jene Geduld mitgebracht wird, die verwandten Novitäten so opferwillig dargeboten wird. [... über den Unsinn der Wagner-Reminiszenzen-Jagd ...] Uebrigens fand die Novität von der Majorität des Saales eine glänzende Aufnahme, wozu allerdings die begeisterte Aufführung unter Hans Richter's Leitung nicht wenig beitrug, und somit ist eine alte Ehrenschuld in würdigster Weise abgetragen worden.     W. Fr.« (***).\n(°) Vom selben Konzert berichtet auch E. Kastner in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung, Jahrgang 1885/86, Nr. 25, auf S. 435:\r\n   »[...] Anton Bruckner's neue Symphonie in E-dur machte den Schluß. Mit Spannung erwartet, von einem Theile der Wiener musikalischen Kreise vergöttert, von den Anderen eben so heftig angefeindet, war an eine Bildung eines abschließenden Urtheiles nicht zu denken. So viel ist gewiss: Bruckner besitzt ein grosses Talent für instrumentale Klangeffecte und würde in der Composition von symphonischen Dichtungen leicht glückliche Erfolge erringen. Die Symphonie, dieses von alter Zeit stammende Schema, mit neuen Gedanken zu erfüllen, dazu gehört ein ausserordentliches Genie der nachbeethovenschen Zeit, und dieses habe ich bei Bruckner bisher nicht herausgefunden. Es wird Bruckner und seine Anhänger am wenigsten schmerzen, wenn ich mit jenen Worten schliesse, welche Robert Schumann im Jahre 1847 über Meister Richard Wagner's „Tannhäuser” schrieb: „Eine Oper (Symphonie), über die sich nicht so in Kürze sprechen lässt. Gewiss, dass sie einen genialen Anstrich hat. Viel liesse sich über die Oper (Symphonie) sagen, und sie verdiente es, ich hebe es mir auf später auf.”\r\nE. Kastner« (°).\nIn der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 89 wird auf S. 4 die Aufführung von »Trösterin Musik« am 11.4.1886 angekündigt:\r\n»[...] Das hochinteressante Programm enthält u. A. Novitäten von Anton Bruckner („Trösterin Musik”) [...]« (°°).", "Letzte Änderung": "23.05.2024 12:46"}, {"ID": 188603315, "Datum": "31.3.1886, Mittwoch", "Haupttext": "In der Morgenausgabe der Deutschen Zeitung Nr. 5116 teilt auf S. 3 Theodor Helm die Äußerungen von Eduard Marxsen über die 7. Symphonie [19.2.1886] mit: \n     \n»Concerte.\n\n([...] - Nochmals die E-dur-Symphonie von Bruckner. - Eduard Marxsen, der Lehrer von Brahms, über Bruckner's Symphonie.)\n\n    Die großartigen Orchester=Aufführungen der letzten Zeit, insbesondere von Berlioz' Damnation de Faust\" und Bruckner's E-dur Symphonie haben unsere kritische Thätigkeit so sehr in Anspruch genommen, daß wir mit dem Bericht über die verschiedenen Solo=Concerte der Saison stark in Rückstand gekommen sind. [... über diverse Konzerte, darunter einen Quartettabend Heckmanns ...] Indem wir Dieses schreiben [...] zittert in uns und gewiß auch in vielen unserer Leser noch immer der gewaltige Eindruck nach, welchen das musikalische Hauptereigniß der letzten Woche, die erste Aufführung von Bruckner's E-dur-Symphonie durch die Philharmoniker in Wien hervorrief. [... Zitate aus der Kritik eines Brahms-Verehrers [Hanslick]... ] Da der betreffende Kritiker ganz besonders Johannes Brahms verehrt, und dieser Meister gewiß nicht minder seinen ehemaligen Lehrer, den bereits von Robert Schumann hochgehaltenen Musikdirector Eduard Marxsen in Altona, dürfte das Urtheil des letztgenannten ehrwürdigen Kunstveterans über Bruckner doppelt interessiren.\n\n    Eduard Marxsen hörte die E-dur-Symphonie gelegentlich der Hamburger Aufführung und ließ nun Bruckner durch briefliche Vermittlung eines seiner Schüler, des Herrn E. Schweitzer (Musikers und Musikkritikers ebenfalls in Altona) wörtlich Folgendes sagen: \"Es gäbe in Hamburg und Altona wohl Niemanden, den Bruckner's Werk mit solcher Freude, solcher Begeisterung und solcher Hochachtung vor seinem Genie und seinem enormen Wissen und Können erfüllt habe, wie ihn (Marxsen) und er würde die E-dur-Symphonie vom Anfang bis zum Ende voller Andacht anhören und sollte sie zehnmal hintereinander gemacht werden, denn er sei überzeugt, mit jedem Male würden ihm neue Schönheiten aufgehen.\"\n\n    So äußert sich, wie gesagt, der Lehrer Johannes Brahms', Eduard Marxsen, der andererseits auf seinen großen Schüler unendlich stolz ist und auch Ursache hat, stolz zu sein. Ein Beweis, daß man ohne Voreingenommenheit, nur mit etwas gutem Willen vollständig auseinanderlaufenden Richtungen, soferne sie nur künstlerisch bedeutend repräsentirt werden, gleich gerecht werden kann. Der Brief des Herrn E. Schweitzer (datirt Altona 27. Februar 1886), in welchem derselbe den Auftrag seines Meisters Marxsen vollzieht, ist in Professor Bruckner's Besitz, eine wortgetreue Copie des inhaltreichen Schreibens in den Händen des Unterzeichneten.\n\nTheodor Helm.« (*). Vorankündigung (»Trösterin Musik« am 11.4.1886) in der »Presse« Nr. 90 auf S. 15: \n\n    » - Das diesjährige Concert des Akademischen Gesangvereins findet am 11. April Mittags unter der Leitung des Universitäts=Musikdirectors Rudolf Weinwurm im großen Musikvereinssaale statt. Das hochinteressante Programm enthält unter Anderm Novitäten von Anton Bruckner (\"Trösterin Musik\"), Brahms [...]« (**)\nund in der Neuen Freuen Presse Nr. 7756 auf S. 6: \n     \" - Das diesjährige Concert des Akademischen Gesangvereins findet am 11. April Mittags unter der Leitung des Herrn Rudolph Weinwurm im großen Musikvereinssaale statt. Das interessante Programm \nenthält u. A. Novitäten von Anton Bruckner (\"Trösterin Musik\"), Brahms [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188603325, "Datum": "ca. März/April 1886", "Haupttext": "[Undatierter?] Brief Zinnes an Bruckner:\r\n   Bernuth habe ihn gebeten, die Partitur der 7. Symphonie an Marxsen, den Lehrer Brahms', weiterzugeben. In der Unterhaltung habe Marxsen sich voll Begeisterung an das Konzert [am 19.2.1886] erinnert (*).\nBrief Floderers an Bruckner:\r\n   Ob er, Floderer, für die Linzer Aufführung des Chores »Um Mitternacht« [WAB 90] eine Harfenstimme dazusetzen dürfe, die die Singbarkeit erleichtern und die Sphärenstimmung erhöhen könnte (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604005, "Datum": "April 1886", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Prof. Dr Riedl Carl Riedel, Leipzig, Thalstraße 2.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604015, "Datum": "1.4.1886, Donnerstag", "Haupttext": "[??] Artikel Hirschfelds über die 7. Symphonie in der Abendpost [siehe die Anmerkung] (*).\nInserat Gutmanns in der Neuen Freien Presse Nr. 7757 auf S. 12 mit Zitaten aus Kritiken zur 7. Symphonie: Bernhard Vogel 1.1.1885, Frankfurter Zeitung 1.6.1885, Paul Marsop 13.3.1885, Theodor Helm 23.3.1886, Oskar Berggruen 23.3.1886, W. Frey 30.3.1886, Hans Paumgartner 27.3.1886, Eduard Hanslick 30.3.1886, Gustav Dömpke [30.3.1886] (**).\r\nDie Philharmoniker klebten diesen Zeitungsausschnitt später in ihre Partitur (***).\nBrief Hanslicks an Kalbeck: \r\n      »... In dem wilden \"Bruckner\"-Concert darf Ihre Stimme nicht fehlen! Die Stellung, die Sie in der musikalischen Kritik behaupten, wird Sie wohl veranlassen, [...] Ihre Meinung [...] über B.'s Sinfonie auszusprechen [...]«. Bittet ihn dringend, seine Meinung über Bruckners Symphonie im nächsten Feuilleton auszusprechen (°).\nKurze Erwähnung der 3. Symphonie [in Den Haag am 17.3.1886] in der »Caecilia« 43 (1886) Nr. 9 auf S. 87, signiert »A« [vermutlich Willem Frederik Gerard Nicolai]:\r\n\"     Gelukkig echter vonden we in de orkestwerken ruime vergoeding. Men wete, dat dit laatste concert bestemd was om orkestwerken uit de nieuwe of romantische school ten gehoore te brengen, van daar dat niet de heer Verhulst maar de heer R. Hol uit Utrecht dirigeerde.\r\n     Een tweede uitvoering van de Symphonie in d van Anton Brückner (zonderling, dat de heer Hol juist dit werk koos, terwijl het verleden jaar onder leiding van Verhulst werd uitgevoerd) stelde ons in staat, meer nauwkeurig over deze toonschepping een oordeel te kunnen vellen. Dat het een betere vertolking ten deel viel dan de eerste maal kunnen wij juist niet beweren; maar toch verdient het orkest, voor de in vele opzichten goede wedergave onze hulde.\r\n     In n°. 6 van den vorigen jaargang der Caecilia is min of meer uitvoerig over deze Symphonie gesproken, zoodat wij niet op nieuw over den inhoud zullen uitwijden.\" (°°).\n\r\nIm selben Heft erscheint auch ein Artikel zum 70. Geburtstag von Verhulst, in dem auf Seite 84 auch die Aufführung der 3. Symphonie [am 4.2.1885] erwähnt wird: \"[...] Zij die onbevooroordeeld zijne talenten op den waren prijs schatten, weten ook, dat hij de kracht en de gave bezat — en nog bezit — om de diepzinnige werken van R. Wagner volkomen tot hun recht te brengen. De wijze waarop hij verleden jaar de door en door Wagner'sche Symphonie in d van A. Brückner met het orkest beoefende en tot een prachtige uitvoering leidde, geeft het recht om dit met beslistheid te zeggen.     [...].   DE REDACTIE.\" (°°a).\nKritik [zur 7. Symphonie am 14.3.] (signiert “i. r.”) im Grazer Volksblatt Nr. 73 auf S. 6:\n     \"Concerte.1)\r\n[Fußnote: 1) Wegen Raummangel verspätet.]\r\n     Die siebente Symphonie von Anton Bruckner ist ein musikalisches Kunstwerk, dem seiner Eigenart wegen die größte Aufmerksamkeit gebührt. [... genialer Zug, Fülle ursprünglicher Ideen, 2. Satz \"Andante\", Schlüsse des 1. und 4. Satzes unter dem Einfluß des Feuerzaubers aus der \"Walküre\", Totschweigen (auch nach dem \"Quartett\" und dem \"Te Deum\" nicht mehr möglich ... Lob für Muck - staunenswerte Leistung ...] Der Musikverein kann stolz darauf sein, daß er mit Kunststädten wie München, Leipzig und Hamburg, wo die Symphonie bisher mit großem Erfolge aufgeführt wurde, erfolgreich zu wetteifern vermochte. [... über ein Chorkonzert ...] i. r.\" (°°°).\nBesprechung der 7. Symphonie [21.3.1886] in einem Artikel von Carl Schön in der Zeitschrift »Die Lyra« Nr. 13 auf S. 129:\r\n           »Wiener Concerte.\r\n    Berlioz' \"Faust-Legende\", seit dem Jahre 1866 in Wien nicht mehr zu Gehör gebracht, bildete das Programm des 1. außerordentlichen Gesellschafts-Concertes. [... über das Werk und die Aufführung ...] Richter entwickelt übrigens eine geradezu staunenswerthe Thätigkeit. Wenige Tage nach der besprochenen Riesenleistung führte er mit seinen Philharmonikern Anton Bruckner zu einem neuen Siege, dessen Symphonie Nr. 7 nun endlich doch - auch in Wien zu Gehör gebracht wurde, [... nach einmaligen Hören sei eine ausführliche Besprechung unmöglich; Scherzo am formvollendetsten, großartiges Adagio an Beethoven gemahnend, 1. Satz zu sehr ausgedehnt, Finale traf auf müdes Publikum, das leider einfach davonlief - die Ursache für diesen wien-typischen »Unfug« liege in der widersinnigen Zeitwahl ...] Nun, das nimmt dem Werthe der Symphonie nichts weg, die wir unbedenklich zu den bedeutendsten Schöpfungen Nach=Beethoven'scher Zeit rechnen. [... über weitere Konzerte ...]\r\n               Carl Schön.« (#).\nÜber dasselbe Konzert schreibt die Musikalische Rundschau Nr. 20 (Artikel Hartmanns) auf S. 223-225:\r\n»Von Wien.\r\n   Die Philharmoniker haben in ihrem siebenten Concerte dieser Saison (am 21. v. M.) an einen lange verkannten, grossen vaterländischen Tondichter eine Ehrenschuld abgetragen, indem sie - Leipzig, München, Hamburg, Graz waren bereits vorangegangen - Anton Bruckner's VII. Symphonie (E-dur) zur Aufführung brachten. [... ausführliche, sehr positive Besprechung des Werkes ... es] scheint endlich für Anton Bruckner die Aera verdienter Werthschätzung angebrochen zu sein. [... da durch Aufführungen der Symphonie, des Quintetts und des »Te deum« die Veranstalter] das Eis gebrochen haben, so kann auch die wahrhafte Anerkennung seitens der allgemeinen musikalischen Welt nur noch eine Frage der Zeit sein. [... kurz über die anderen Programmnummern und weitere Wiener Konzerte ...] [Signatur auf S. 225:] E. v. Hartmann.« (##).\r\nAuf S. 230 wird von der Monatsversammlung des Wiener Akademischen Wagnervereins (am 18.3.1886, u.a. mit der Klavieraufführung der 7. Symphonie und Paul Jankos Vorführung seiner neuen Klaviatur) berichtet (»[...] Bruckner: VII. Symphonie, vierhändig (Herren Prof. Ferd. Löwe und Franz Schalk) [...]«) und ebenfalls auf S. 230 die Aufführung von »Trösterin Musik« (am 11.4.1886) angekündigt (###).\nDieser Chor wird auch nochmals in der »Presse« Nr. 91 auf S. 11 angekündigt:\r\n    » - Das diesjährige Concert des Wiener Akademischen Gesangvereins findet Sonntag den 11. April Mittags unter der Leitung des Universitäts-Musikdirectors Professor R. Weinwurm statt. Das Programm weist unter Anderm Novitäten auf von A. Bruckner (\"Trösterin Musik\"), J. Brahms [...]« (a).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 14 bespricht auf S. 181f in der Rubrik »Vermischte Mittheilungen und Notizen.« die Aufführung der 7. Symphonie am 21.3.1886:\r\n    » * Bruckner's E dur-Symphonie hatte bei ihrer ersten Wiener Aufführung im 7. Philharmonischen Concert, Sonntag, den 21. März, Mittags, einen ganz ausserordentlichen Erfolg. Die grosse Majorität des Publicums nahm das bedeutende Werk mit begeistertem Beifall auf und rief den Componisten nach jedem Satz der Symphonie wiederholt stürmisch hervor. Schon nach dem ersten 5 - 6 Mal. Allerdings muss der Wahrheit gemäss constatirt werden, dass ein Theil jener Parquetbesucher, welche nur um der lieben Mode willen in den Philharmonischen Concerten erscheinen, nach dem erhabenen, aber sehr langen Adagio, um seinen hungrigen Magen besorgt, den Saal verliess; ein Vorgang, der sich auch nach dem Scherzo wiederholte. Umsomehr entschädigten die zurückbleibenden (offenbar die eigentlichen Musikalischen im Publicum) den greisen Tondichter durch nicht endenwollenden Applaus, der am Schlusse der Symphonie fast noch nicht dagewesene Dimensionen annahm. Auch erhielt Bruckner einen Lorbeerkranz, auf dessen Schleife zu lesen war: \"Dem deutschen Symphoniker, Meister Anton Bruckner in Treue und Verehrung der Wiener akademische Wagner-Verein\". - Es sei noch bemerkt, dass die Aufführung eine mustergiltige war, indem das Orchester, der Novität anfangs mit unverhohlenem Misstrauen entgegenkommend, sich in den Proben mit wachsendem Eifer und Verständnisse in das als vollwerthig erkannte Werk hineinspielte und im Concerte selbst unter Hans Richter's Leitung sein Glänzendstes bot.« [keine Signatur, aber wegen der Übereinstimmung mit dem Text vom 23.3.1886 sicher von Theodor Helm] (b).\nDie Wiener Signale Nr. 7 bringen auf S. 56-58 eine mit »x + y« [= Theodor Helm (vgl. die Anmerkung zum 15.1.1886)] signierte Kritik der 7. Symphonie (am 21.3.1886):\r\n»Musik.\r\nConcerte.\r\n   Die zwei bedeutendsten Ensemble=Concerte der letzten vierzehn Tage waren das erste außerordentliche Gesellschafts=Concert und das siebente philharmonische Concert. [... über Berlioz' »Fausts Verdammung« ...] Kaum hatte sich das [...] Orchester etwas von den bedeutenden Anstrengungen erholt, welche ihm Berlioz in der \"Damnation de Faust\" zumuthet, so mußte es sich einer noch weit schwierigeren Aufgabe zuwenden: es galt Anton Bruckner's siebente Symphonie in E-dur einzustudiren, auf deren erstes Erscheinen in Wien (als Hauptnummer der siebenten philharmonischen Matinée) das Publikum nach den großen Erfolgen dieses Werkes in Leipzig, München, Carlsruhe, Graz etc. mit Recht gespannt war.\r\n   Auch im letzten philharmonischen Concerte erzielte Bruckner's Symphonie einen glänzenden, sich in zahllosen Hervorrufen des Componisten aussprechenden Erfolg, aber nur bei einer Hälfte des Auditoriums. Ein großer Theil der Parquettbesucher verließ nach dem feierlich=erhabenen, doch sehr langen Adagio den Concertsaal, ein Vorgang, der sich auch nach dem Scherzo wiederholte. Und doch hätte der greise vaterländische Tondichter von dem Publikum billigerweise verlangen dürfen, mindestens bis an's Ende seines so großartig intentionirten Werkes aufmerksam angehört zu werden, mochte man nachher immerhin über die neue Symphonie urtheilen, wie man wollte.\r\n   Nach Ansicht des Referenten liegen die Vorzüge der Bruckner'schen Symphonie in der glücklichen Erfindung der durchwegs plastisch=melodischen, sich sofort dem Gehör einprägenden Motive, dann in der oft geradezu meisterlichen, überraschenden Instrumentation. So sind die Schlüsse des ersten und letzten Satzes von berauschender Orchesterpracht und ist die Klangwirkung der Blasinstrumente im Adagio, welches Bruckner nach seiner Versicherung im Februar 1883 unter einer Vorahnung des nahen Todes Richard Wagner's schrieb, daher er denn auch dessen eigene Tuben aus der berühmten Trauer=Symphonie zum Tode Siegfried's in der \"Götterdämmerung\" benützte, eine außerordentlich feierliche.\r\n   Minder einleuchtend erscheint - wenigstens bei erstmaligem Hören - hie und da der thematische Aufbau der Symphonie, welche in ihren Ecksätzen zwar eine Fülle origineller Details, aber auch so manches Wunderliche, Unerklärliche, Sprunghafte enthält, und nicht selten die glänzendste Steigerung in eine recht zahme Episode einmünden läßt, wobei sich dann natürlich der mächtig erregte Hörer wie mit kaltem Wasser übergossen fühlt, bis ihn eine neue Steigerung wieder in's Feuer bringt. Der bedeutendste, wirklich groß und edel gedachte Satz ist wohl das Adagio (Cis-moll 4/4), der formell am meisten den herkömmlichen symphonischen Begriffen entsprechende das Scherzo (3/4 A-moll mit Trio F-dur) [sic] beide Stücke erinnern in gewissen Wendungen auffallend an die betreffenden Mittelsätze der neunten Symphonie Beethoven's. In den Ecksätzen tritt mehr der Einfluß Wagner's hervor. Ueberhaupt dürfte nicht leicht eine zweite Symphonie gefunden werden, welche sich die Beethoven'sche und Wagner'sche Orchestersprache so vollständig eigen gemacht hat, als die neulich gehörte von Bruckner. Der größte praktische Fehler der letzteren ist die außerordentliche Länge. Wenn ein angesehener Leipziger Kritiker auf die oftmals einer phantastischen Improvisation zu vergleichenden [sic] Symphonie die Göthe=Schiller'sche Xenie münzte: Gingst Du mit Deinem Reichthum so zu Rathe, wie hundert Andere mit ihrer Armuth - so hat er uns aus der Seele gesprochen. [... sechs Zeilen über die anderen Programmnummern ...] Sämmtliche Orchesterleistungen waren in diesem philharmonishen Concerte unter Hans Richter's meisterhaften [sic] Leitung des höchsten Lobes werth, Bruckner soll selbst über die schwungvolle und großartige Wiedergabe seiner Novität ganz gerührt und entzückt gewesen sein. [... über weitere Konzerte, zuletzt über das Heckmann-Quartett ...] [Signatur auf S. 58:] x + y.« (c).\nIm Bericht des Salzburger Volksblatts Nr. 73 auf S. 3 über ein Konzert mit Beethovens \"Pastorale\" kommt der Referant (signiert \"Gawan\") auch auf Bruckner zu sprechen:\r\n          \"Aus dem Concertsaal.\r\n     \"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick\" [.. über das Konzert am 28.3.1886 ...] In unserer Zeit ist das Urtheil über diese lieblichste der symphonischen Dichtungen Beethovens einstimmig, und ist es unseren Zeitgenossen anfaßbar, mit welch kleinlichen ja unkünstlerischen Nergeleien ein freisinniger Musiker, wie Berlior [sic], einzelne Parthien dieses Werkes angriff. Möge auch dem jetzt von der Kritik viel verlästerten Komponisten A. Bruckner in Wien bald die verdiente Anerkennung werden! Gawan.\" (d).\nDie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2188 gibt auf S. 6 das Programm vom 11.4.1886 bekannt:\r\n     \"[...] - Das diesjährige Orchester=Concert des Wiener Akademischen Gesangvereines findet Sonntag den 11. April, Mittags, unter der leitung des Universitäts=Musik=directors Professor R. Weinwurm statt. Das Programm weist unter Anderem Novitäten auf von A. Bruckner (\"Trösterin=Musik\"), J. Brahms [...] Zur Mitwirkung bei den gemischten Chören haben bereits hundert Damen zugesagt. Das Reinerträgnis des Concertes ist den Studenten=Convicten gewidmet.\" (e).", "Letzte Änderung": "01.04.2025 12:59"}, {"ID": 188604025, "Datum": "2.4.1886, Freitag", "Haupttext": "Notiz in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 14 auf S.151 über die Aufführung der 7. Symphonie in Graz am 14.3.1886:\n     \"Graz, 14. März. Concert des Steiermärkischen Musikvereins unter Dr. Carl Muck: Symphonie (Edur) von Anton BRuckner, [...]\" (*). Eckstein bittet Rättig, die Partituren der 3. Symphonie und des ”Te deum” Josef Sittard zuzusenden (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604035, "Datum": "3.4.1886, Samstag", "Haupttext": "Kalbecks Aufsatz über die 7. Symphonie wird in der »Presse« Nr. 93 auf S. 1f (*) veröffentlicht:\r\n                     »Feuilleton.\r\n           Dichter und Symphoniker.\r\n                (Eine zeitgemäße Parallele)\r\n    [Text wortgetreu bei 37/441ff, mit folgenden Abweichungen: Urururphänomen ... bitterer ... Eichendorff'scher ... sämmtlichen ... gejauchzt ... Tonarten in anderer Schrift ... Bruckner's ... geberdet ... Ueberreste ... schießen ... Orientirungsbuchstaben ... Violoncells [sic] ... Gutmann ... ] beigefügt hat. Max Kalbeck.« (*).\nBrief Ecksteins an Sittard:\r\n    Sendet Kritiken zur 7. Symphonie von Helm [25.3.] und Hanslick [30.3.], eine ältere Speidels zum ”Te deum” [19.1.?] und Gutmanns Annonce [1.4.1886?], eine Reaktion auf Hanslick und Dömpke. Wunschgemäß habe er gestern Rättig um Absendung der Partituren der 3. Symphonie und des ”Te deum” gebeten. Alle anderen Werke seien ungedruckt [falsch], Bruckner habe noch nie Geld für seine Werke erhalten und müsse täglich 7 - 8 Stunden geben (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604045, "Datum": "4.4.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt auf S. 359 das Konzert vom 15.4.1886 und jenes vom 11.4.1886 (mit »Amaranths Waldeslieder«) an:\r\n    » * (Das 41. Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn\",) bei welchem, wie wir schon kürzlich gemeldet haben, nur Compositionen unseres berühmten Landsmannes Anton Bruckner zur Aufführung gelangen werden, findet Donnerstag den 15. d. M. im Volksgartensalon statt.«\r\nund\n    » * (Gesangverein Gutenbergbund.) Das Gründungsconcert dieses Vereines findet Sonntag den 11. April um 8 Uhr abends im Redoutensaale statt [... Marie Reiter, Eduard Stockhammer und ein Chor von 48 Damen als Mitwirkende ...] Das Programm enthält folgende Nummern: [...] 3. Bruckner: Amaranths Waldeslieder, für Frauenstimmen mit Pianobegleitung; [...]« (*),\n \ndas Linzer Volksblatt Nr. 77 auf S. 3 dasjenige vom 11.4.1886:\r\n     » - Gesangverein Gutenbergbund. Das Gründungsconcert dieses Vereines findet Sonntag den 11. April um 8 Uhr abends im Redoutensaale statt [... Marie Reiter, Eduard Stockhammer und ein Chor von 48 Damen als Mitwirkende ...] Das Programm enthält folgende Nummern: [...] 3. Bruckner: Amaranth's Waldeslieder für Frauenstimmen mit Pianobegleitung; [...]« (*a)\nund die Linzer Tages-Post Nr. 77 auf S. 4 beide Konzerte:\r\n     » § Gesangverein \"Gutenbergbund\". Das Gründungsconcert dieses Vereines findet Sonntag den 11. April, 8 Uhr abends, im Redoutensaale statt [... Marie Reiter, Eduard Stockhammer und ein Chor von 48 Damen als Mitwirkende ...] Das Programm enthält folgende Nummern: [...] Bruckner: \"Amaranths Waldeslieder\", für Frauenstimmen mit Pianobegleitung; [...]\r\n     » § Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn.\" Die Liedertafel \"Frohsinn\" veranstaltet zur Feier ihres 41jährigen Bestehens am Donnerstag den 15. d. M., abends 8 Uhr, im städtischen Volksgarten=salon ein Fest=Concert, bei welchem ausschließlich nur Compositionen unseres berühmten Landsmannes Anton Bruckner zur Aufführung gelangen.« (**).\nAlbert Gutmann nimmt in einer Zuschrift an Die Presse Nr. 94 auf S. 16 Stellung zu seinem Inserat vom 1.4.1886 und zu Kalbecks Kritik zur 7. Symphonie vom 3.4.1886:\r\n                    \"Eingesendet.\r\n          Geehrter Herr Redacteur!\r\n     Im Musikfeuilleton der heutigen Nummer Ihres geschätzten Blattes ist eine meine Person betreffende Bemerkung enthalten, welche mich bemüssigt, Sie um gefällige Aufnahme der nachstehenden Zeilen höflichst zu ersuchen.\r\n     Ihr geschätzter Herr Musikreferent findet, daß ich in der \"Verwirrung\", welche Bruckner's siebente Symphonie angerichtet habe, eine ungünstige Kritik Eduard Hanslick's für eine Empfehlung des Werkes angesehen und deßhalb als Reclame verwendet hätte. Wenn auch aus dieser Behauptung die Ironie unverkennbar hervorleuchtet, so muß ich doch, um Mißverständnissen zu entgehen, erklären, daß es mir bei meiner Zusammenstellung von \"Kernsprüchen aus kritischen Referaten\" (angefangen von: \"Das Werk fordert die höchste Bewunderung heraus\" und \"Bruckner ist ein Genie\" bis herab zu: \"Bruckner componirt wie ein Betrunkener\") einerseits darum zu thun gewesen ist, die heterogenen Meinungen der Kritik zur Anschauung zu bringen (darum neben den Lobsprüchen auch das Citat aus der abfälligen Recension der \"Neuen Freien Presse\"), andererseits aber auch, um der Entrüstung Ausdruck zu geben gegenüber dem unwürdigen Tone der am Schlusse der \"Kernsprüche[\"] citirten Kritik der \"Wiener Allgemeinen Zeitung\".\r\n     Wien, 3. April 1886.      Hochachtungsvoll\r\n                    Albert Gutmann.\" (***).\n(4. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Haydn, Franz, Brahms, Schumann, Herbeck und Liszt (***)).", "Letzte Änderung": "05.01.2026 09:20"}, {"ID": 188604055, "Datum": "5.4.1886, Montag", "Haupttext": "Bruckner fährt abends 9 Uhr 50 über Wels nach München (*).\nAnkündigung des Konzerts vom 7.4.1886 (mit dem »Te deum«) in den Münchner Neuesten Nachrichten:\r\n   »+ (Die Musikalische Akademie) gibt Mittwoch den 7. April Abends 7 Uhr im Odeon ihr Drittes Abonnements-Konzert unter gefälliger Mitwirkung der k. sächs. Kammersängerin Fr. Schuch=Proska aus Dresden. [... über die ersten Programmnummern ...] Außerdem bringt die musikalische Akademie eine erstmalige Aufführung des \"Te Deum\" für Chor, Soli, Orchester und Orgel von Anton Bruckner, dem Komponisten der vor 1 1/2 Jahren mit großem Beifall hier aufgeführten Sinfonie.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604065, "Datum": "6.4.1886, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Aufführung des »Te deum« in der Allgemeinen Zeitung München Nr. 96 auf S. 2:\n»+ (Die Musikalische Akademie) gibt am Mittwoch den 7. d., Abends 7 Uhr, im k. Odeon ihr drittes Abonnementsconcert unter gefälliger Mitwirkung der k. sächsischen Kammersängerin Fr. Schuch=Proska aus Dresden. [... über die ersten Programmnummern ...] Außerdem bringt die Musikalische Akademie eine erstmalige Aufführung des \"Te Deum\" für Chor, Soli, Orchester und Orgel von Anton Bruckner, dem Componisten der vor 1 1/2 Jahren mit großem Beifall hier aufgeführten Sinfonie« (*),\n \nin der Süddeutschen Presse (**)\n \nund im Münchener Fremdenblatt (***).\n \nKurzer Hinweis auf das Gründungsfest des Frohsinn mit dem Bruckner-Konzert am 15.4.1886 im Linzer Volksblatt Nr. 78 auf S. 2:\r\n     \" - Das Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn\" findet am Donnerstag den 15. d. M. abends 8 Uhr im städtischen Volksgarten=Salon als Festconcert statt und werden bei demselben, wie bereits mitgetheilt wurde, ausschließlich nur Werke unseres berühmten Landsmannes Anton Bruckner zur Aufführung gebracht.\" (°).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:17"}, {"ID": 188604067, "Datum": "6. bis 8.4.1886, Dienstag bis Donnerstag", "Haupttext": "Aufenthalt in München (*).\nEntsprechende Lücke in Bruckners [Wiener] Gebetsaufzeichnungen (**). \r\n   Die Gebete dieses Zeitraums hielt Bruckner in seinem Reisenotizbüchlein fest (***).\nBruckner nimmt an einer Matinée bei Fiedler teil (°).\n(Daß sich die Begegnung mit Kaiserin Elisabeth in diesen Tagen ereignet hat (°°), ist nicht als gesichert anzunehmen (°°°), aber möglich, da das Kaiserpaar in diesen Tagen in München weilte (#).\nLevi und Bruckner besuchen (am 6.4.1886) Paul Heyse in seiner Villa in der Luisenstraße (##).\n[Undatierte] Tagebucheintragungen (fremde Hand) in Bruckners Notizbuch 1885/86: \"Oscar Biehr [siehe die Anmerkung] München bittet um Photgrfie | Dr. Fiedler wohnt München, Arcisstraße 32\" (###).", "Letzte Änderung": "04.01.2025 20:54"}, {"ID": 188604075, "Datum": "7.4.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Inserat in der Allgemeinen Zeitung München Nr. 97 auf S. 1431:\r\n»Königl. Odeon, München.\r\nMittwoch den 7. April 1886.\r\nDrittes Abonnement-Concert\r\nder Musikalischen Akademie, \r\nunter Mitwirkung der königl. sächs. Kammersängerin Frau Schuch=Proska aus Dresden. \r\n[...] 5. \"Te Deum\" für Soli, Chor, Orchester und Orgel von Anton Bruckner (neu). \r\nAnfang 7 Uhr, Ende 9 Uhr. [5375]« [zuletzt: Chiffre-Nr.] (*).\nIn der Fremdenliste der »Süddeutschen Presse und Münchener Nachrichten« ist für das Hotel »Vier Jahreszeiten« verzeichnet: »Bruckner, Professor, Wien« (*a).\nGeneralprobe des »Te deum« in Anwesenheit von Herzogin Amalie. Bruckner erzählt ihr, daß bei der Wiener Aufführung [am 10.1.1886] Erzherzogin Stephanie ihm applaudiert habe, und improvisiert eine Orgelfuge (**).\nAbends 3. Akademiekonzert unter Levi im Odeonssaal (***).\r\nNach Werken von Mendelssohn (Schottische Symphonie), Händel (Arie aus »Samson«, Solistin Frau Schuch-Proska), Volkmann (»Die Bekehrte«), Mozart (»Veilchen«), Julius Rietz (»Die Elfe«) und zwei Zugaben (Léo Sachs, Parish-Alvar) kommt Bruckners »Te deum« mit den Solisten Herzog, Blank, Mikorey und Bausewein und Otto Hieber an der Orgel zur Aufführung (°).\r\nDer Chor besteht aus der kgl. Vocalcapelle und dem Hoftheatersingchor, verstärkt durch eine Anzahl von Musikfreunden (°a).\r\nUnter den Zuhörern sind Prinzessin Amalia, Prinz Adalbert und Prinzessin Elvira [Prinzessin Cloida?], Carl Almeroth [?] (°b), Paul Heyse (°°) und Paul Marsop (°°°).\nDie Aufführung der 7. Symphonie am 21.3.1886 wird in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung 1885/86, Nr. 26, auf S. 14 erwähnt (#).\nTheodor Helm bringt Pressestimmen zum selben Konzert im Pester Lloyd Nr. 97:\r\n»Feuilleton.\r\nWiener Musikbriefe\r\n[...] Die Journalfehde um Bruckner's E-dur-Symphonie.\r\n    [... über eine Ballettoper Hellmesbergers ... diverse Konzerte ...] Durch alle die verschiedenartigen Eindrücke der Konzert-Aufführungen der letzten Zeit zittert noch immer der eine gewaltige Eindruck nach, welchen Bruckner's merkwürdige E-dur-Symphonie im philharmonischen Konzert hervorgerufen.\r\n   Es war freilich ein Eindruck zwiespältiger Art: begeisternd die Einen, verletztend und zur schärfsten Opposition herausfordernd die Anderen, je nach dem musikalischen Glaubensbekenntniß der Hörer, insbesondere je nach ihrem Verhalten zu Wagner. Ein erbitterter Federkrieg hat sich über das Bruckner'sche Werk zwischen hervorragenden Kritikern entzündet, und der Verleger der Symphonie, Herr J. Gutmann in Wien, hatte die originelle Idee, eine Reihe \"Kernsprüche\" aus den verschiedenen Referaten - neben acht sehr günstigen, auch zwei entschieden abfällige - der Ankündigung seines Verlagswerkes in den größten politischen Journalen Wiens beidrucken zu lassen. Wenn man da nun als ersten \"Kernspruch\" das Urtheil des hochgeachteten Kritikers der \"Leipziger Nachrichten\" liest: \"Das Werk - nämlich Bruckner's E-dur-Symphonie - fordert die höchste Bewunderung heraus\", als letzten aber die Worte des Referenten der \"Wiener Allgemeinen Zeitung\": \"Bruckner komponirt wie ein Betrunkener (!!)\" kann man sich einer seltsamen Empfindung - aus Aerger und Heiterkeit gemischt - nicht erwehren. Jedenfalls sollte unseres Erachtens einer tief und ernst strebenden Künstlernatur wie Bruckner gegenüber, mag man sonst über selben denken wie immer, ein anständigerer Ton angeschlagen werden, als er uns aus jenen von Herrn Gutmann zitirten Zeilen der \"Wiener Allgemeinen Zeitung\" entgegenklingt.\r\nDr. Theodor Helm.« (##).\nMehrere Zeitungen kündigen das Konzert vom 11.4.1886 (mit »Trösterin Musik«) an:\nFremdenblatt Nr. 97 auf S. 5:\r\n»      -–  Das Programm des am 11. d. um halb 1 Uhr im großen Musikvereinssaale stattfindenden Konzertes des Wiener akademischen Gesangvereines umfaßt folgende Nummern: 1. Anton Bruckner, \"Trösterin Musik\", Chor mit Orgelbegleitung (neu). [...]« (###),\nKonstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 97 auf S. 4 [nahezu identischer Text] (a),\nNeue Freie Presse Nr. 7763 auf S. 8 [nahezu identischer Text] (b),\nMorgenpost Nr. 97 auf S. 5 [nahezu identischer Text] (c),\nVaterland Nr. 97 auf S. 6 [nahezu identischer Text] (d),\nDie Presse Nr. 97 auf S. 11 [nahezu identischer Text] (e),\nWiener Zeitung Nr. 79 auf S. 5 [nahezu identischer Text] (f),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 97 auf S. 6 [nahezu identischer Text] (g)\nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2194 auf S. 3 des Mittagsblatts [nahezu identischer Text] (h).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:33"}, {"ID": 188604076, "Datum": "nach dem 7.4.1886", "Haupttext": "Bericht in der Zeitschrift »Chorgesang« über die Aufführung des »Te deum« am 7.4.1886 in München.", "Letzte Änderung": "19.03.2023 15:32"}, {"ID": 188604084, "Datum": "vor dem 8.4.1886", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch den Verein Rostocker Musiker unter Dr. Kretzschmar im dritten Orchesterkonzert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604085, "Datum": "8.4.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Kurznotiz über den Erfolg des »Te deum« in »Neueste Nachrichten und Münchener Anzeiger« Nr. 98 auf S. 2 [?]:\r\n      »(Musikalische Akademie.) Das dritte Abonnement=Konzert, [Text wie bei 1101/250 mit minimalen Abweichungen: ... \"Te Deum\" ... Anton Bruckner ...] Ovationen feierten.« (*).\nIn der Fremdenliste der »Süddeutschen Presse und Münchener Nachrichten« ist »C. Almeroth, Steyr« eingetragen (*a).\nAufführung des Quintetts bei Fiedlers (**).\nBruckner fährt [wann genau?] nach Wien zurück (***).\nIn einem Artikel der Linzer Zeitung auf S. 373 über die oft ungerechtfertigte Kritik an Bruckners Werken werden die 7. Symphonie und das »Te deum« erwähnt:\r\n      » * (Anton Bruckner.) Gegenwärtig beschäftigt, man könnte sagen, beinahe ausschließlich unser Landsmann, der Hoforganist und Professor am Conservatorium in Wien Anton Bruckner alle musikalischen Kreise [... Kritiker sind uneinig ... über die Bemerkungen Theodor Helms zu Hanslicks Kritik ... wörtliche Übernahme einer Passage aus Helms Artikel vom 31.3.1886:] „Da der betreffende Kritiker ganz besonders Johannes Brahms verehrt, und dieser Meister gewiß nicht minder seinen ehemaligen Lehrer, den bereits von Robert Schumann hochgehaltenen Musikdirector Eduard Marxsen in Altona, dürfte das Urtheil des letztgenannten ehrwürdigen Kunstveterans über Bruckner doppelt interessiren. Eduard Marxsen hörte die E-dur-Symphonie gelegentlich der Hamburger Aufführung und ließ nun Bruckner durch briefliche Vermittlung eines seiner Schüler, des Herrn E. Schweitzer (Musikers und Musikkritikers ebenfalls in Altona) wörtlich Folgendes sagen: „Es gäbe in Hamburg und Altona wohl niemanden, den Bruckners Werk mit solcher Freude, solcher Begeisterung und solcher Hochachtung vor seinem Genie und seinem enormen Wissen und Können erfüllt habe, wie ihn (Marxsen) und er würde die E-dur-Symphonie vom Anfang bis zum Ende voller Andacht anhören und sollte sie zehnmal hintereinander gemacht werden, denn er sei überzeugt, mit jedemmale würden ihm neue Schönheiten aufgehen.” So äußert sich der Lehrer Johannes Brahms', Eduard Marxsen, der anderseits auf seinen großen Schüler unendlich stolz ist und auch Ursache hat, stolz zu sein. Ein Beweis, daß man ohne Voreingenommenheit, nur mit etwas gutem Willen vollständig auseinanderlaufenden Richtungen, sofern sie nur künstlerisch bedeutend repräsentirt werden, gleich gerecht werden kann.” Es sei uns noch gestattet, hier das Referat der deutschen Kunst= und Musikzeitung in Wien [21.1.1886] über Bruckners „Tedeum” zu reproduciren. In diesem Referat heißt es: „Es ist sehr erfreulich, daß endlich Bruckners geniale Compositionen [...] ihren siegreichen Einzug halten dürfen [... die Passagen über die schlechte Aufführung werden nicht zitiert, nur die positiven Bemerkungen über das »großartig angelegte Opus«...] Das Ganze ist ein Meisterwerk allerersten Ranges, voll Leben, Geist und Kraft und reich an origineller Erfindung.” [keine (Linzer) Signatur]« (°).\nDie Grazer Aufführung der 7. Symphonie [am 14.3.1886] wird im Musikalischen Wochenblatt Nr. 15 auf S. 196 registriert:\r\n     \"Graz. 5. Mitgliederconc. des Steiermärk. Musikver. (Dr. Muck): 7. Symph. v. A. Bruckner, [...]« (°°).\nAuf S. 194 ist eine Klage über die dank Reinecke konservative Programmplanung in Leipzig zu lesen:\r\n     \"Leipzig. [... das letzte Gewandhauskonzert ... allenfalls wird Brahms gewürdigt ...] Was sonst an Novitäten geboten wurde, war mit geringen Ausnahmen Epigonenmusik. Nicht nur ist es in Betreff der an dieser Stelle evrpönten Namen Berlioz, Wagner und Liszt beim Alten geblieben, sondern man hat auch Componisten, wie Ant. Bruckner, Felix Draeseke und Aehnliche, die über das ortsübliche Maass hinausragen, vollständig ignorirt. Das neue, pompöse Concerthaus haben wir, aber ein neuer Geist ist nicht in dasselbe eingezogen. [...]\" [keine Signatur] (°°a).\nIn der Concertumschau auf S. 197 ist eine Aufführung der 7. Symphonie in Rostock verzeichnet:\r\n     \"Rostock. 3. Orchesterconc. des Ver. Rostocker Musiker (Dr. Kretzschmar): Edur-Symph. v. A. Bruckner, \"Carnaval romain\" v. Berlioz, Kaiser-Marsch v. Wagner.\" (°°b).\nBrief von Felix Mottl an Albert Gutmann:\r\n   Bravo [vermutlich für das Inserat vom 1.4.1886]. »Nieder mit Hanslick und Spiesgesellen! Hoch Bruckner!« (°°°).\nDas Neuigkeits-Weltblatt Nr. 80 weist auf S. 31 (S. 5 des 5. Bogens) auf das Konzert vom 15.4.1886 hin:\r\n     \"Das 41. Gründungs=Fest der Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz, bei welchem nur Kompositionen des berühmten Landsmannes Anton Bruckner zur Aufführung gelangen werden, findet Donnerstag den 15. d. M. im Linzer Volksgartensalon statt.\" (#).", "Letzte Änderung": "02.04.2025 08:33"}, {"ID": 188604095, "Datum": "9.4.1886, Freitag", "Haupttext": "Bericht über das »Te deum« in »Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten«, signiert \"cz.\" (*)\r\nund [recte 10.4.1886? vgl. Anmerkung] in »Neueste Nachrichten und Münchener Anzeiger«:\r\n»Musikalische Akademie.\r\n    [Dreieckssymbol (= Signatur?)] Das dritte Abonnement=Konzert wurde unter der Leitung des Hofkapellmeisters Levi mit [... Text wie bei 1101/250f, mit folgenden Korrekturen: Eigennamen komplett »gesperrt« außer im drittletzten Absatz »Bruckner's \"Te Deum\" und Palestrina und Lasso ... \"die Bekehrte\"... nach jedem Stücke ... Te Deum, Lateinisches und Tonarten in anderer Schrifttype ... drängte ... Mit dem ersteren ... blos ephemeres ... Bruckner'schen Werkes ... Aufschwung bei dem ... Einzelnheiten ... Tongebung, ...]« (**).\nBruckner [nach Wien zurückgekehrt,] nimmt für sechs Tage seine Gebetsaufzeichnungen wieder auf (***).\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 15 meldet auf S. 166 die Aufführungen der 7. Symphonie in Hamburg [19.2.1886] und in Graz [14.3.1886]:\r\n      »Aufführungen neuer und bemerkenswerther älterer Werke. [...]\r\nBruckner, A., Esdur=Symphonie. [sic] Hamburg, 8. Philharmonisches Concert. \r\n  - 7. Symphonie (Edur). Graz, 5. Concert des Steierm. Musikverein.« (°).\nAnkündigung des »Te deum« [am 15.4.1886] in der Linzer Tages-Post Nr. 81 auf S. 3:\r\n      » § Liedertafel \"Frohsinn\". Die Liedertafel \"Frohsinn\" veranstaltet [... »Te deum« erwähnt und die Mitwirkenden: Marie Kerschbaum, Frau A. Schmidt=Allizar, Karl Ganzemüller und Gustav Meder (Opernsänger) ...]« (°°).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:42"}, {"ID": 188604104, "Datum": "vor dem 10.4.1886", "Haupttext": "Brief Bruckners an Marie Kerschbaum in Linz: \n   Sie möge bei der Aufführung des »Te deum« [am 15.4.1886] das Sopransolo übernehmen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604105, "Datum": "10.4.1886, Samstag", "Haupttext": "Kritik des »Te deum« in den Münchener Neuesten Nachrichten [recte: 9.4.1886?] (*a)\nund in der Allgemeinen Zeitung München Nr. 100, 2. Beilage, auf S. 1f: (*b)\r\n      »Bayerische Chronik.\r\nMünchen, 9. April. [...] [signiert mit dem griechischen Buchstaben »my«] (Die musikalische Akademie) gab am Mittwoch den 7.d. unter Mitwirkung der kgl. sächsischen Kammersängerin Frau Schuch=Proska ihr drittes Abonnement=Concert. [... über Mendelssohn, die Sängerin und den Harfenisten Skerle ...] Der Schluß des minder gut besuchten Concertes brachte das Bedeutendste, eine Novität, die am Orte ihrer Entstehung, in Wien, zur Zeit die musikalischen Gemüther pro und contra nicht wenig erhitzt hat - das \"Te Deum\" für Chor, Soli, Orchester und Orgel von Anton Bruckner, zu dessen ziemlich später Anerkennung beigetragen zu haben auch München sich rühmen darf, [... über das Werk dieses »trotz seines Alters so feurigen Componisten«: genial, großartig angelegt, von elementarer Gewalt ... würdige Aufführung, Erwähnung der Solisten ... Text buchstabengetreu bei 1101/252f (ohne die typographische Hervorhebung der lateinischen Wörter, Tedeum später immer Fraktur) ...] immer stürmischer gerufene Componist dankend erschien.« [keine namentliche Signatur] (*b).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Montag Dr [Behn] 1/2 10 Uhr.« (**).\nDie Linzer Zeitung (***) und die Linzer Tages-Post Nr. 82 auf S. 4 (°) kündigen das Konzert vom 15.4.1886 (mit »Germanenzug«, »Um Mitternacht« [WAB 90], 3. Symphonie und »Te deum«) an:\r\n(***)   » * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Das Programm [...] enthält folgende Compositionen [... die Werke, Mitwirkende (noch G. Meder als Tenorsolist angegeben, Frau Kerschbaum kehre nur auf Bruckners brieflichen Wunsch hin auf das Konzertpodium zurück ...]« (***),\r\n(°)   » § Liedertafel Frohsinn. Das Programm [...] enthält folgende Compositionen [... mit (***) identischer Inhalt]« (°).\nAnkündigung der morgigen Aufführung von »Trösterin Musik« in der Musikalischen Rundschau Nr. 21 auf S. 240 [Text wie am 7.4.1886] (°°).\n(°°°) Robert Hirschfeld bespricht in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 15 auf S. 318-322 die Aufführung der 7. Symphonie [am 21.3.1886]:\r\n                »Musik.\r\n     Dass in Wien ein kräftiges, reges Musikleben herrscht, wird kein eifriger Kaffeehausbesucher leugnen wollen. [... in den Konzertsälen herrsche öde Einsamkeit, den Pulsschlag des Musiklebens vernehme man im Rauschen der Tagesblätter ...] So eine Bruckner'sche Symphonie, und sei es selbst die siebente, fängt erst zu leben an, wenn sie nicht mehr dem aufmerksamen Hörer, sondern schon dem geneigten Leser im Zerrbild einer Laien-Analyse gegenübergestellt wird. Dann findet erst das Publicum den bequemen Standpunkt für kritische Beurtheilung. [... und könne über Begriffe wie »Verwesungs-Contrapunkt«, »krankhaft« und »aufgeblasen« [Dömpke und Hanslick am 30.3.1886] nachdenken ... Leute, die winters Kritiken schreiben und sich im Sommer dafür stärken, seien nicht berechtigt,] einem Künstlergreise mit unflätigen Worten zu begegnen, der in schwerem Ringen und Kämpfen den höchsten Aufgaben der Tonkunst, der Symphonie und Messe, sein ganzes ernstes und heiliges Streben zugewendet hat. [... diese Zeitschrift habe schon viel für Bruckner getan, eine gründliche Analyse werde aber auf später verschoben ...] Kleinliche Parteikämpfe, hässliche Polemik und übertriebene Lobeshymnen haben die Freude an dem bedeutenden, in vieler Hinsicht hoch interessanten Werke sehr getrübt.\r\n     Mit der Aufführung der Bruckner'schen E-dur-Symphonie leisteten die Philharmoniker unter Richter's Leitung Vortreffliches. [... über die anderen Programmnummern, Klavierabende und das letzte Gesellschaftkonzert, Lob für die »Alt-Rhapsodie« von Brahms ... über den letzten internen Abend des Wagnervereins ...] Vor Allem weiss ich nicht, ob der Verein dazu berufen ist, auch die glattesten Nachahmungen Wagner'scher Musik in seinen Schutz zu nehmen. Herr Adalbert Ritter v. Goldschmidt ist ein so opferfreudiger Kunstmäcen, dass sich der Componist Goldschmidt lediglich dessen häuslicher Pflege getrost anvertrauen kann.\r\n           Dr. Robert Hirschfeld.« (°°°).\nBruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Gedecke (Mahlzeiten) mit \"3\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 12.4.1886 wieder ab (#).\nBrief der Liedertafel Frohsinn (unterzeichnet von Milbeck und C. Kerschbaum) an Propst Ferdinand Moser in St. Florian:\r\n     Einladung zum Bruckner-Konzert im Volksgarten-Salon am 15.4.1886 (##).", "Letzte Änderung": "05.12.2025 14:23"}, {"ID": 188604114, "Datum": "vor dem 11.4.1886", "Haupttext": "In der Woche vor dem Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins (mit »Trösterin Musik«) finden sechs Proben statt, drei für die Herren und drei für die Damen. Für die gemischten Proben wurde der kleine Festsaal der Universität zur Verfügung gestellt (*). Bei den »Neu- und Nachschaffungen für das Archiv« ist verzeichnet »[...] 13. Bruckner Anton, »Trösterin Musik« (180 Stimmen). [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604115, "Datum": "11.4.1886, Sonntag", "Haupttext": "»Trösterin Musik« [WAB 81, früher 88] in einem Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins unter Rudolf Weinwurm im großen Musikvereinssaal (um halb 1 Uhr) uraufgeführt (*).\r\n    (Für diesen Chor wurde der Komposition »Nachruf« [WAB 81] ein neuer Text von August Seuffert unterlegt (*a)).\r\nAuf dem Programm stehen außerdem Chorwerke von Carl Maria von Weber (»Schlummerlied«), Robert Schumann (»Zigeunerleben«), Klavierstücke von Scarlatti-Bülow, Schumann und Moszkowski (Solistin: Gabriele Frankl-Joèl), Solostücke für Violine (von Tirindelli und Vieuxtemps; Solistin Metaura Torricelli, Klavier Robert Erben), Chöre von Orlando di Lasso (»Landsknecht-Ständchen«), Brahms (Tafellied) und Heuberger (aus der Oper »Die Abenteuer einer Neujahrsnacht« nach einem Text von Franz Schaumann) (**), möglicherweise auch Werke von Franz Schubert (»An die Musik«) und Engelsberg »Behüt' dich Gott«) (**a).\r\n      Als Solisten wirken Franz Schaumann und Albert von Hermann (Orgel) mit (**b), an der Spitze des Damenchors steht Frau Schaumann (**c), bei Schumann wirken die Wiener Philharmoniker mit, als Bassist Raimund Halatschka (**d).\nIn Linz Aufführung von »Amaranths Waldeslieder« [WAB 58] in einer Bearbeitung von F. S. Reiter in einem Konzert des Gutenbergbundes unter Reiters Leitung. Sopransolo: Marie Reiter [siehe Anmerkung]. Weitere Mitwirkende: Eduard Stockhammer (Tenor aus Wels) und die Musikkapelle des vaterländischen Infanterie-Regiments unter Kpm. Rezek. Im Publikum Erzherzog Johann, Statthalter Freiherr von Weber-Ebenhof, Hofrat Heyß und Oberpostdirektor Klimesch (***).\nAnkündigung des Konzerts vom 15.4.1886 im Linzer Volksblatt Nr. 83 auf S. 2:\r\n    » - Liedertafel \"Frohsinn.\" Das Programm des am 15. April stattfindenden Gründungsfestes enthält [... Text nahezu identisch mit dem vom 10.4.1886]« (°),\naußerdem auf S. 3 ein Artikel über Bruckner und seine Werke, mit Erwähnung einer Messenaufführung im Vorjahr durch den Linzer Musikverein:\r\n    »Zum Gründungs-Concerte der Liedertafel \"Frohsinn.\"\r\n     Anläßlich des demnächst stattfindenden Gründungs=Concertes [... seien Anmerkungen angebracht. In Wien urteile die deutsch-jüdische Presse durchwegs ungünstig,sogar abfällig, Beispiel Hanslick. Bruckners Ruhm werde den Hanslicks überdauern. Nach der letztjährigen Aufführung einer Messe [e-Moll-Messe] durch den Musikverein bringe nun der \"Frohsinn\" Werke Bruckners, und dessen Leistungen und die Kompetenz Floderers] sind uns genügende Bürgen, dass für unseren Landsmann Bruckner hier nur Lorbeeren erwachsen werden und sein Concert die dankbarste Anerkennung finden werde.« [keine Signatur] (°a).\nDer Steyrer »Alpenbote« Nr. 29 berichtet auf S. 3 von der Aufführung der 7. Symphonie in Wien:\r\n   »(Bruckner in Wien.) Die große \"Siebente Symphonie\" unseres genialen Landsmannes [... Text von Hans Richters Rede beim Festbankett am 21.3.1886 ...] Nein, in Wien selbst, in den philharmonischen Concerten soll und wird künftighin jede neue Bruckner'sche Symphonie zuerst aus den Partiturblättern in tönende Wirklichkeit übertreten!« [keine Signatur]« (°°).", "Letzte Änderung": "19.05.2026 12:15"}, {"ID": 188604125, "Datum": "12.4.1886, Montag", "Haupttext": "Bruckners reist laut Eintrag im Gäste- und im Fremdenbuch von St. Florian ab (*).\n\r\nBrief Bruckners an Göllerich in Wels [vermutlich schon in Wien geschrieben]:\r\n     Wird am Mittwoch [14.4.1886] 10 Uhr abends mit dem Eilzug von Wien [nach Linz] kommen. Erwartet auch Göllerich dort (**).\nKritik zu ”Trösterin Musik” in der Morgenpost Nr. 102 auf S. 4 (signiert ”Bn.” [Berggruen?]):\r\n»* Der akademische Gesangverein brachte in seinem gestrigen Concerte im großen Musikvereinssaale eine Novität von Bruckner, einen Chor mit Orgelbegleitung, \"Trösterin Musik\", welcher durch Schönheit der Erfindung und Durchführung hervorragt und großen Anklang fand. [... über die anderen Programmnummern ...]      Bn.« (***).", "Letzte Änderung": "13.09.2025 14:37"}, {"ID": 188604134, "Datum": "vor dem 13.4.1886", "Haupttext": "Der Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] wird in einer Probe des Wiener Männergesangvereins gesungen, vermutlich in Anwesenheit Bruckners (*).\nBrief des »Frohsinn« an Bruckner (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:34"}, {"ID": 188604135, "Datum": "13.4.1886, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Floderer in Linz:\n     Bedauert die Plagen [mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90]], billigt alles. Morgen werde er mit dem Schnellzug abfahren. Bittet um ein Zimmer in der »Kanone«. Einer seiner deutschen Schüler [Klose] komme mit. Grüße an den Frohsinn«, der so lieb geschrieben habe. Wo die Probe stattfinde? Später gehe es mit Hans Richter nach London (*).\n \nAufsatz von Karl Kerschbaum über Bruckner in der Linzer Tages-Post Nr. 84 auf S. 1:\r\n»Zum Gründungsfest der Liedertafel \"Frohsinn\".\n    Wenn man von den Höhen um unsere Stadt ins Land hinausblickt [... Text bei 34/593f, mit folgenden Abweichungen: ... Thürme ... Wiederhalle ... Direction ...] in unserer Stadt walten!« [keine Signatur und Autorenangabe] (**).\n \nDieselbe Zeitung bringt auf S. 4 auch einen Bericht über das Gutenberg-Konzert (»Amaranths Waldeslieder« am 11.4.1886):\r\n      »Gesangverein \"Gutenbergbund\".\r\n      Der Gesangverein \"Gutenbergbund\" feierte gestern abends im Redoutensaale sein 5jähriges Bestehen durch ein Festconcert unter der Leitung seines Chormeisters Herrn Franz Sales Reiter. [...] [... Programm zu lang, fast zu schwierig, zu viel des Guten ...] \"Amaranths Waldeslieder\" von Anton Bruckner, für Frauenstimmen mit Pianobegleitung, wurde von dem Damenchore des Vereines mit großer Wirkung zum Vortrage gebracht. Für die Aufführung dieser zarten und duftigen Composition unseres Landsmannes ist dem Chormeister nur Dank zu zollen. [..]« (**a).\n \nBruckner und Klose im Wirtshaus (Anekdote über Liszt) (***).\n \nBesprechung von »Trösterin Musik« [am 11.4.1886] in der Neuen Freien Presse Nr. 7769 auf S. 6, signiert »h.« [Hanslick?]:\r\n                »Concerte.\n    h. Im letzten \"Gesellschafts=Concerte\" hörten wir [... Besprechung dieses Konzerts ...]\r\n     Das Concert des \"Akademischen Gesangvereins\" eröffnete eine Novität von Anton Bruckner: \"Trösterin Musik\" - ein wohlklingender Chorsatz, dem nur die rechte und einheitliche Stimmung fehlt. Wem mochte nicht als Gegenstück Schubert's schlichtes Lied \"An die Musik\" einfallen mit seinem tief rührenden Schlusse: \"Du holde Kunst, ich danke dir!\" Schubert arbeitet eben nicht mit materiellen Wirkungen und falschen Contrasten wie Bruckner. Eine grob materielle Auffassung muß es doch heißen, wenn Bruckner nach den ersten, ganz ohne Begleitung gesungenen Strophen bei den Worten: \"Wie Orgelton kommt dann der Trost ins Herz gezogen\" die Orgel wirklich erbrausen läßt. Und mit einem falschen Contrast zerstört uns Bruckner die Stimmung in den Schlußworten: \"Das Herz findet im Klang der Lieder den letzten Trost, die Thränen, wieder.\" Bruckner trennt das Zusammengehörige und läßt den \"letzten Trost\" im stärksten Fortissimo erdröhnen, um das folgende Wort \"die Thräne\" ganz pianissimo flüstern und so verhallen zu lassen. Bruckner sieht also auch hier nur die einzelne Zeile, das einzelne Wort, die Grundempfindung des Ganzen entschlüpft ihm. [... über die anderen Programmnummern ...]« (°)\n \nBericht in der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 103 auf S. 3: '\r\n      »Konzerte. Eine glänzende Produktion veranstaltete vorgestern Mittags der akademische Gesangverein im großen Musikvereinssaale. Dieselbe begann mit einem edel gehaltenen Chore Anton Bruckner's: \"Trösterin Musik\", mit Karl Maria Weber's \"Schlummerlied\" und [... Aufzählung der übrigen Nummern ... alle Chöre] wurden unter der meisterhaften Leitung Rudolf Weinwurm's vollendet zu Gehör gebracht und mit dem lebhaftesten Beifalle belohnt. An der Spitze des Damenchores stand die künstlerisch hochbegabte und allerliebste Frau des Vereinspräses Herren Franz Schaumann. Die Klavier= und Orgelbegleitungsarbeit besorgte das talentreiche Vereinsmitglied Albert R. v. Hermann in musterhafter Weise. [... über weitere Konzerte ...] [Signatur auf S. 4:] Dr. B.« [Beck? Bricht?] (°°).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 09:56"}, {"ID": 188604145, "Datum": "14.4.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Fiedlers an Hildebrand:\n     Über eine musikalische Matinée, die er zu Ehren Bruckners in München [6. bis 8.4.1886] veranstaltet hatte.\n     »[...] Meine Mutter blieb bis Sonnabend und dazwischen war Bruckner hier zur Aufführung eines Tedeums von ihm; ihm zu Ehren hatten wir eine musikalische matinée bei uns [...]« (*).\nBruckner und Klose fahren abends nach Linz ab (**). Sie treffen in der Nacht des 15.4.1886 ein, planmäßige Ankunft um 1:26 Uhr (**a).\r\nBruckner erinnert sich während der Fahrt stirnrunzelnd an die gestern erzählte Anekdote über den frivolen Scherz anläßlich der Stimmtonkonferenz [16.11.1885?] und Liszts Verhalten (***).\r\nBruckner wohnt im Gasthaus »Kanone« (**).\nAufführung des »Te deum« (mit Klavier, ohne Orchester (°) im 3. Konzert des Philharmonischen Vereins unter Mottl in Karlsruhe. Mitwirkende: Frl. Fritsch, Frl. Friedlein, die Herren Rosenberg und Deycks. Aufgeführt werden außerdem ein Chor aus der Kantate \"Bleib bei uns\" von J. S. Bach, \"Mirjam's Siegesgesang\" von Franz Schubert und Gesangsoli von Gluck, Beethoven und Schubert (°°).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 399 vom Konzert am 11.4.1886 [siehe auch die Anmerkung]:\r\n      »Gründungsconcert des \"Gutenbergbund\". [...] Sehr hübsch wurden \"Amaranths Waldeslieder\" von Anton Bruckner, für Sopransolo (Fräul. Reiter), Soloquartett und Frauenchor eingerichtet, vorgetragen. Diese Waldeslieder, von Bruckner Ende der Fünfziger=Jahre für eine Sopranstimme mit Clavierbegleitung componirt, haben durch das vom Chormeister Herrn Reiter besorgte Arrangement nur gewonnen; jedenfalls weist schon die reiche, oft orgelmäßige Figuration in der Clavierbegleitung darauf hin, die Melodie einem Chore anzuvertrauen. [... über die anderen Programm-Nummern, die Mitwirkenden und die Prominenz im Publikum ...] [Signatur:] K.« (°°°)\nund meldet auf S. 398, daß Bruckner beim morgigen Konzert anwesend sein wird:\r\n      » * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Wir haben die gewiß für jeden Besucher des Gründungsfestes erfreuliche Mittheilung zu machen, daß Meister Bruckner dem Concerte anwohnen werde und dürfte dies gewiß für die Mitwirkenden der höchste Sporn sein, ihr Bestes zu leisten.« (#).\nEine entsprechende Notiz erscheint auch in der Linzer Tages-Post Nr. 85 auf S. 4:\r\n      » § Liedertafel \"Frohsinn\". Wir haben die gewiß für jeden Besucher des Gründungsfestes erfreuliche Mittheilung zu machen, daß Meister Bruckner dem Concerte anwohnen werde. Es wird dies für die Mitwirkenden gewiß der höchste Sporn sein, ihr Bestes zu leisten. [... Hinweise zum Vorverkauf ...]« (##)\nund im Linzer Volksblatt Nr. 85 auf S. 2:\r\n     » - Liedertafel \"Frohsinn\". Wir haben die gewiss für jeden Besucher des Gründungsfestes erfreuliche Mittheilung zu machen, daß Meister Bruckner dem Concerte anwohnen werde. Es wird dies für die Mitwirkenden gewiss der höchste Sporn sein, ihr Bestes zu leisten. [... über den Kartenvorverkauf ...]« (###).\n \nDie Linzer Tages-Post erwähnt Bruckner außer auf S. 4 (siehe ##) auf S. 1 auch in der Besprechung der Aufführung des \"Te deum\" am 7.4.1886 in München, signiert \"J. Sch-r.\":\r\n               \"Aus dem Reiche.\n     Das Tagesgespräch in der bairischen Haupt= und \"Residenz\"=Stadt [... König Ludwig II. residiere sehr selten in München ... derzeit ist Kaiser Franz Joseph in München ...]\r\n     Aber wenden wir uns von diesem Bilde krachend zusammenstürzender, phantastischer Königsburgen einem freundlicheren Bilde zu. Ein Beifallssturm durchrauscht den Concertsaal; auf dem Podium erscheint wiederholt der Componist, freudig, aber in der ihm eigenen schlichten und bescheidenen Weise den schönsten Lohn des Künstlers erntend, den begeisterten Beifall eines durch seine Schöpfung hingerissenen Auditoriums. Es ist eine wohlbekannte Gestalt, es sind vertraute Züge, die Gestalt, die Züge eines Mannes, den Oberösterreich mit Stolz den Seinen nennt und mit erhöhtem Stolze, seit dem Künstler - leider erst an der Schwelle des Greisenalters - auch der Ruhm zutheil geworden, der ihm solange versagt geblieben, es ist Meister Anton Bruckner, dessen Tedeum für Chor, Soli, Orchester und Orgel vergangenen Mittwoch unter Leitung des Hofkapellmeisters Levi in der musikalischen Akademie zur ersten Aufführung gelangte, wobei die Soli von Mitgliedern der Hofoper, die Chöre von der kgl. Vocalkapelle und dem Hoftheaterchor gesungen wurden. Die Aufnahme der herrlichen Schöpfung, welche den Geist wahrer Größe und Erhabenheit athmet und in welcher sich Bruckner den Meistern des oratorischen Stils an die Seite stellt, war, wie schon angedeutet, eine enthusiastische; auch die Kritik hat nur begeisterungsvolle Worte des Lobes für diese wundervolle Tondichtung. \"Mit dem in Rede stehenden Tedeum\", schreibt unter anderem ein hiesiges Blatt, \"ist eine Tonschöpfung hervorgetreten, der kein bloß ephemeres Dasein beschieden ist, sondern die auch noch künftigen Geschlechtern davon Kunde geben wird, wie inmitten eines Zeitalters, in welchem der \"Kampf um das Dasein\" alle Ideale zu ersticken drohte, doch noch Persönlichkeiten gewirkt haben, die, unbeirrt durch den Lärm des Tages, ihr Auge dem Ewigen zugewandt hielten.\" [... über Franz Defregger ...]\r\n     München, Mitte April.           J. Sch-r.\" (a).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:45"}, {"ID": 188604155, "Datum": "15.4.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Übersicht: (*) bis (°) Konzert in Linz, (°°) Kritik Utrecht, (°°°) Kritik Helms \"Trösterin\", (#) Kritik Kalbecks, (##) Alpenbote über \"Te Deum\" in München, (###) Kastner über 7. Symphonie, (a) Notiz über Kalbecks Artikel, (b) Musikalisches Wochenblatt, (c) Konzert am Konservatorium.\n\r\nGeneralprobe in Linz um halb 12 Uhr (*).\r\nAbends 41. Gründungsfest des »Frohsinn« im Volksgarten-Salon. Floderer dirigiert den »Germanenzug«, »Um Mitternacht« [WAB 90], das Adagio der 3. Symphonie und das »Te deum« (Solisten: Maria Kerschbaum, Frau Anna Schmidt-Allizar, Scheidtweiler - für Gustav Meder eingesprungen - und Karl Ganzemüller). Statthalter Freiherr von Weber-Ebenhof ist im Publikum (*a). Der neunjährige Franz Gräflinger soll beim Te Deum im Chor mitgewirkt haben (*b).\r\nMilbeck überreicht Bruckner einen Lorbeerkranz mit rot-weißen Schleifen mit dem Text »Dem großen Meister, Ihrem Ehrenmitgliede 15. April 1886 | Die Liedertafel »Frohsinn« Linz« (*c).\n\r\nBeim anschließenden Festkommers spricht Milbeck (**), Prof. Commenda leitet das »Salamander-Reiben«, Absingen einiger Studentenlieder, Emil Haas überbringt die Grüße der Steyrer Liedertafel (*a), Floderer dirigiert seinen Chor »An Meister Bruckner« (Solist Hans Holzner, Text Kerschbaum) (***), Bruckner erwähnt in seiner Rede Wagner, Nikisch (Leipzig), Levi (München), Richter und Mottl (Karlsruhe).\nAbfahrt 2 Uhr 40 [recte 2:44 (siehe Anmerkung)] (°).\n(°°) Kritik zur 3. Symphonie in Utrecht [am 20.3.1886] in der »Caecilia« 43, Nr. 10, S. 99, signiert [in griechischen Buchstaben] »Eyn-ergos« [mit großem \"Epsilon\", recte vermutlich \"Syn-ergos\"]:\r\n»                           UTRECHT.\r\n           5de Heeren- en laatste Stads-concert.\r\n     Op muzikaal gebied was in deze maand zonder twijfel het laatste Stads-concert (20 Maart) met het daaraan voorafgaande Heeren-concert het belangrijkste. [...]\r\n     Op het Stads-concert (zoogenaamd Dames-concert) had ik het genoegen voor de eerste maal mej. Marie Soldat (violiste uit Berlijn), te hooren. [... über die von ihr gespielten Werke: Mendelssohn-Konzert, Einzelsätze von Spohr, Wieniawski, J. S. Bach ...] Een „tot wederzien” was op aller lippen.\r\n     Voor de eerste maal werd eene Symphonie (no 3) van A. Brückner ten gehoore gebracht; een werk van grooten omvang, dat naast vele voorstanders ook niet weinig tegenstanders verworven heeft. Ik heb er veel schoons in gevonden, veel oorspronkelijks; maar ook herinneringen werden opgewekt, b. v. aan Beethoven's IXde Symphonie (1ste deel), Schubert (2de deel), Léo Délibes (3de deel), Wagner (4de deel), enz. Het is te bejammeren, dat in het heroïsche gedeelte van het finale, een ongelukkig ingelascht, triviaal, verfranscht motief, de algemeen gunstigen indruk benadeelt. Gaarne zoude ik zijne latere symphonieën hooren (de 7de b. v.); de edele richting, in het nu gehoorde werk doorgaans heerschende, zal ongetwijfeld meer op den voorgrund treden nu de componist door ondervindung gelouterd is.\r\n     De orkest-nommers waren verder „Erklärung”, Concertstück van Hol en de uitmuntend uitgevoerde ouverture „Euryanthe” van Weber. In het werk van Hol vindt men eene getrouwe muzikale wedergave van Heine's gedicht (dat op het programma was afgedrukt), zoals men dit in waarheid in alle soortgelijke werken van Hol kan bewonderen. Dit zou alleen voldoende zijn om hulde te brengen aan den wakkeren directeur van het „Collegium Musicum Ultrajectinum!”\r\n   [Signatur, in griechischen Buchstaben:] Eyn-ergós.« (°°).\n(°°°) Kritik zu ”Trösterin Musik” durch Th. Helm [vgl. Anmerkung] in den Wiener Signalen Nr. 8 auf S. 66, signiert »x + y«:\r\n   »[...] Das Concert des academischen Gesangvereines begann mit einem neuen Chor mit Orgelbegleitung von Anton Bruckner \"Trösterin Musik\", dessen gar zu absichtsvolle Pointirung der Textworte, nicht der Componist, sondern Herr A. Seuffert zu verantworten hat, welcher dem fertig vorliegenden Tonsatze einen neuen, minutiös der Musik anpassenden Text unterlegte. Bruckner's Chor ist übrigens kunstvoll gesetzt, von edler Stimmung und verklingt sehr schön. [... über die weiteren Programmnummern ... Intonationsschwankungen bei Webers \"Schlummerlied\" ...] Derlei heiklich harmonisirte Pianos und Pianissimos muß man vom Männergesangverein hören, die Domäne des \"Academischen\" ist mehr das Helle, Kräftige, wie es ja schon im Charakter der frischen Jünglingsstimmen liegt. [Signatur:] x + y.« (°°°).\n(#) Kritik Kalbecks in der ”Presse” Nr. 105 auf S. 1f:\r\n           »Feuilleton.\r\n                Concerte.\r\n    Auch uns sollte es einmal vergönnt sein, berühmten Bühnensängern erfolgreiche Concurrenz zu machen. [...über seine Erkältung und Heiserkeit, die »für zwanzig erste Tenoristen auf Lebenszeit hingereicht hätte«, und das 4. Gesellschaftskonzert ...]\r\n     Ein ähnliches abwechslungsreiches Programm wie das Gesellschaftsconcert wies die Production des Wiener akademischen Gesangvereins auf, welche ein zahlreiches und dankbares Auditorium in den großen Musikvereinssaal gelockt hatte. Den Anfang machte ein Männerchor mit Orgelbegleitung, \"Trösterin Musik\" von Anton Bruckner. Für ein excentrisches und unberechenbares Talent Bruckner'scher Complexion ist dieser Chor eine erstaunlich zahme und hausbackene Leistung. Zweimal drei Strophen, die beidemale genau dasselbe mit anderen Worten sagen, sind schlecht und recht in Töne gesetzt; meistens klingt es, als sei irgend ein bezifferter Baß harmonisirt worden, der dann seine nothgedrungene Melodie in der Oberstimme von selber mit sich brachte. Wir können den Verdacht nicht unterdrücken, daß das Lied ursprünglich mit der dritten Strophe beendet worden ist, daß es jedoch in der Praxis als zu kurz befunden und deßhalb wiederholt wurde, wozu der Textverfasser August Seuffert eine gute Miene und ein paar gute Worte machen mußte. \"Wenn man das Lied nicht weiter kann, so fängt man's wieder von vorne an.\" Die ersten beiden Strophen werden ohne Begleitung gesungen, mit der dritten fällt im Text das Stichwort für den Organisten, der bis auf die letzten drei Worte mitthut, diese aber, des äußern Effects wegen, dem Chor allein überläßt. Von einer inneren Nothwendigkeit, die Orgel zur Mitwirkung heranzuziehen und sie dann wieder von derselben auszuschließen, ist nichts zu spüren. Warum auch? Die Trösterin Harmonie hat mit einigen frappanten Ausweichungen ihre Schuldigkeit gethan, möge man sie also als \"Trösterin Musik\" mit Orgel und Chor feiern und preisen! - [... über die anderen Nummern und mit Erwähnung der vielen von ihm nicht besuchten Konzerte ...]\r\n               Max Kalbeck.« (#).\nGustav Dömpke erwähnt in seinem Feuilleton-Artikel in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2202 auf S. 2f Bruckner nur kurz:\r\n               \"Concerte.\r\n     Welche Zukunft steht der heiteren und beschaulichen Symphonie Joseph Haydn's bevor? [... über das Gesellschaftskonzert ... über die außergewöhnliche Instrumentierung eines Schumann-Chors ...] Denn unbeschadet aller Unterschiede der Ausführung, fordert es doch die Gerechtigkeit, daß wir Schumann eine Stylwidrigkeit nicht ohne Weiteres zugestehen, die wir bei Liszt, Bruckner und Genossen unbedingt verwerfen. Mindestens ist es von Interesse, die dramatisirenden Neigungen Schumann's [...] zu verfolgen.\r\n     [... Brahms' \"Harzreise\" ... Konzert des Akademischen Gesangvereins, u. a. mit Brahms' Tafellied ...] Sehr dankenswerth war ferner ein in erfrischenden Dreiklangsharmonien schwelgender Chor von Orlandus Lassus (Landsknechtsständchen) und ein immer gern gehörter von Weber (Schlummerlied), während die \"Trösterin Musik\" von Anton Bruckner und \"Es hat nicht sollen sein\", eine Trivialität von Engelsberg, dem Tagesinteresse Rechnung trugen. Letzters Lied sollte den Textdichter, den verstorbenen Victor Scheffel [siehe die Anmerkung] feiern [... über die mitwirkenden Solisten und andere Konzerte ...]\r\n               G. Dömpke. (#a).\n(##) Der Alpen-Bote Nr. 30 berichtet auf S. 5 von der Aufführung des »Te deum« in München [am 7.4.1886]:\r\n»(Anton Bruckner's Te Deum in München.) Mittwoch den 7. d. M. wurde im dritten Abonnements=Concert der musikalischen Akademie zu München Bruckner's Te Deum aufgeführt und errang einen großartigen Erfolg. Unter der bewährten Leitung des Hofcapellmeisters Hermann Levy, - welcher stets mit seltener Hingebung an die Einstudirung Bruckner'scher Werke geht, - sowie unter Mitwirkung erster Solokräfte der königlichen Oper, des königlichen Opern=Orchesters und Opern=Chores gelangte das Werk zur vollkommensten Interpretation. Der Erfolg gestaltete sich aber auch zu einem ganz sensationellen. Das sonst ziemlich kühle Münchner Concert=Publicum ließ sich zu minutenlangen Beifalls=Salven hinreißen und Bruckner mußte unzählige Male erscheinen, denn immer wieder verlangte man den genialen Schöpfer des gewaltigen Werkes zu sehen. Prinzessin Amalia, Tochter des Herzogs Dr. Carl Theodor, Prinzessin [sic] Adalbert mit Prinzessin Elvira beehrte [sic] das Concert durch ihre Anwesenheit. Prinzessin Amalia hatte schon die General=Probe des \"Te Deums\" besucht und wurde Bruckner durch die Ansprache der Prinzessin ausgezeichnet, welche dem Meister die volle Bewunderung über das mächtig ergreifende Werk ausdrückte.« [keine Signatur; der nahezu identische Text vom 17.4.1886 aber signiert »C. A.« (Carl Almeroth?)] (##).\n(###) Besprechung der 7. Symphonie [am 21.3.1886] durch E. Kastner mit Zitaten aus anderen Blättern (Helm in der Deutschen Zeitung [25.3.1886 und 23.3.1886], Anonymus [= Paumgartner] in der Wiener Abendpost [27.3.1886], Königstein im Wiener Illustrierten Extrablatt [26.3.1886], Wilhelm Frey im Neuen Wiener Tagblatt [30.3.1886], Kalbeck in der »Presse« [3.4.1886], Wörz [29.3.1886] und Hanslick) in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung, Jg. 1885/86, Nr. 27 auf S. 17-22:\r\n   »Bruckner's neueste Symphonie. \r\nMotto: \"Ich hab' hier blos ein Amt und keine Meinung.\"\r\nWallenstein's Tod I., 5.\r\n   \"Audiatur et altera pars\", sagt ein altes Sprichwort. [... wie bei der 4. Sinfonie von Brahms würden nun unterschiedliche Besprechungen vorgestellt ...] Dr. Helm [...] sagt in einem ausführlichen Feuilleton u. a.: Spät kommt ihr, doch ihr kommt, möchte man den Herren Philharmonikern zurufen. [... fast vollständige Wiedergabe der Texte vom 25.3. und anschließend vom 23.3. ...] Auch erhielt Bruckner einen prächtigen Lorbeerkranz, auf dessen Schleife zu lesen war: \"Dem deutschen Symphoniker, Meister Anton Bruckner, in Treue und Verehrung der Wiener akademische Wagner=Verein.\".\r\n   Ein Anonymus in der \"Wiener Abendpost\" (Beilage zur Kais. Wiener Zeitung) lässt sich vernehmen: \"Leider verhält sich unsere Tageskritik zumeist gegen Bruckner absolut ablehnend, ja gänzlich verurtheilend. [... Auszüge aus Paumgartners Artikel vom 27.3.1886 ...] Ein günstiges Geschick lasse den Meister der Symphonie unserer Zeit seinen Ruhm noch voll und ganz erleben und geniessen.\r\n   Herr Dr. Königstein widmet im \"Wiener Illustrirten Extrablatt\" der Symphonie ebenfalls u. a. folgende Worte: Wir halten Bruckner für einen genialen Menschen, dem zur Errichtung des Höchsten in der Kunst Nichts fehlt als der geläuterte Geschmack; jenes artistische Gefühl, welches für den gedanklichen Inhalt die congruente Form empfindet. Das technische Können ist dabei über jeden Zweifel erhaben. Wir besitzen in der Literatur analoge Erscheinungen: Grabbe, Hebbel. An gedanklichem Inhalt, an genialer Erfindungskraft, an Beherrschung der Sprache thun sie es den Grössten gleich. Wenn Beide trotzdem nichts Grösstes geleistet haben, Nichts, was die Züge der ewigen Jugend an sich trägt, so ist daran ihr Mangel an ästhetischem Formgefühl schuld.\r\n   Anton Bruckner ist eine ganz eigenthümliche Erscheinung. [...] ist ein Wunderkind mit greisen Haaren ... Eines ist sicher: Die siebente Symphonie zeigt gegen seine früheren Schöpfungen abermals einen erheblichen Fortschritt im Sinne des Formschönen. [... Adagio an Schönheiten reich ... Scherzo aus einem Guss ... 1. Satz hat verblüffende Wendungen, einheitlicher als in früheren Symphonien ... das Finale] ist allerdings wieder voll Unbegreiflichkeiten und - Ungereimtheiten echt Bruckner'scher Facon. Im Ganzen repräsentirt die siebente Symphonie eine interessante, in den zwei Mittelsätzen sogar sehr hervorragende und von der formalen Entwicklungs-Fähigkeit ihres genial veranlagten Urhebers auf das erfreulichste zeugende Schöpfung.\r\n   In der \"Wiener Sonn- und Montags-Zeitung\" schreibt Dr. Wörz wie folgt: Anton Bruckner gehört zu den erfindenden Geistern [... Auszüge aus der Besprechung vom 29.3.1886 ...] Die Symphonie dauert aber beinahe fünf Viertelstunden. Auch der genialste Haushalt braucht Ordnung und Concentration, um Gäste, die nicht blos Zerstreuung verlangen, ans Haus zu fesseln, und es ist durchaus nicht nothwendig, zu diesem Zwecke die \"Hausordnung\" an die Thüre zu nageln. Wo sie herrscht, wird sie empfunden, und wo man sie nicht empfindet, wird sie vermisst.\r\n   Das \"Neue Wiener Tagblatt\", resp.Herr W. Frey, spricht sich ebenfalls sehr lobend über das neue Werk aus. Es heisst u. A. darin: Die neueste Symphonie - E-dur - ist nun, in relativem und auch absolutem Sinne gesprochen, von einem klaren Aufbau, von einer glücklichen Anordnung und Gliederung der Gedanken und von einer Macht der Empfindung, wie sie nur den grössten unserer deutschen Tondichter nachgerühmt werden kann. [... Auszüge aus der Kritik vom 30.3.1886 ... über die Reminiszenzenjäger und Wagner] vor dessen Fragmenten sie vor 20 Jahren geradeso die Flucht ergriffen, wie diesmal vor Bruckner.\r\n   Weniger günstig lauten die Urtheile der Herren Eduard Hanslick und Max Kalbeck, von welchen sich der letztgenannte eingehend mit dem neuen Werke in dem Journale \"Die Presse\" beschäftigt. Herr Kalbeck sagt: Wir glauben so wenig an die Zukunft der Bruckner'schen Symphonie, wie wir an den Sieg des Chaos über den Kosmos glauben [... Auszüge aus der Kritik vom 3.4.1886 ...] Aber auch dieses von übereifrigen Bewunderern in die Wolken gehobene Adagio leidet an dem Grundübel sämmtlicher Brucknerschen Compositionen, das in dem absoluten Unvermögen ihres Autors besteht, nach den Gesetzen musikalischer Logik zu denken und zu handeln.\r\n   Besonders kurz fasste sich der Referent der \"Neuen Freien Presse\", welche den Eindruck, welchen er empfing, in nachstehende Worte zusammendrängte: Ich bekenne unumwunden, dass ich über Bruckner's Symphonie kaum ganz gerecht urtheilen könnte, so antipathisch berührt mich diese Musik, so unnatürlich aufgeblasen, krankhaft und verderblich erscheint sie mir. [... Auszüge aus der Kritik vom 30.3.1886 ...] Einige eingehendere Bemerkungen über das neue Stylprincip Bruckner's - die Uebertragung von Wagner's Nibelungen-Styl und Instrumentirung auf die Symphonie - erlaube ich mir für eine gelegenere Zeit zu vertagen.\r\n   Man kann aus dieser Zusammenstellung ersehen, dass das allgemeine Urtheil über Bruckner's E-dur Symphonie vorwiegend sehr günstig lautete und die kleinen Bemängelungen dabei kaum ins Gewicht fallen\nE. Kastner.« (###).\r\nAuf S. 31 wird in der »Zeitschriften-Revue« Kalbecks Artikel vom 3.4.1886 erwähnt:\r\n»Die Presse 3. April\r\nDichter und Symphoniker\r\n(Ueber Bruckner's VII. Symphonie) Von Max Kalbeck« (a).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 16 verzeichnet auf S. 207 in der Rubrik »Aufgeführte Novitäten.« die 7. Symphonie in Wien [21.3.1886]:\r\n»Bruckner (A.), 7. Symph. (Wien, 7. Philharm. Conc.)« (b).\nBei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Schüler Carl Weber eine Orgelfuge von J. S. Bach (c).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:47"}, {"ID": 188604156, "Datum": "nach dem 15.4.1886", "Haupttext": "Besprechungen des Konzerts \nin der Linzer Zeitung [30.4.1886?] (*) \nund in einer Steyrer Zeitung [18.4.1886 oder 29.4.1886 gemeint?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604165, "Datum": "16.4.1886, Freitag", "Haupttext": "Brief Adlers an Friedrich Jodl [siehe die Anmerkung]:\n     Das »Te deum«, das er in einer Probe Januar 1886 gehört habe, sei eine glänzende Komposition. Bei besserer Bildung wäre Bruckner ein exzellenter Programmatiker. Erst mit der 7. Symphonie sei er in engeren Kontakt mit dem Publikum getreten (*).\n\r\nBrief Kloses an Göllerich:\r\n     Bruckner wollte schon in Linz Göllerich bitten, in Wels nach der Reisekappe zu fragen, die er auf der Rückfahrt [(**) Anmerkung] von München vor 8 Tagen verlor. Morgen sei Probe von Liszts Mephisto-Walzer (***).\n\r\nAufführungsmeldung der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 16 auf S. 176:\r\n                »Aufführungen.\r\n[...]\n     Wien, 21. März. Philharmon. Concert der Mitglieder des k. k. Hofopern=Orchesters unter Hans Richter: [... Méhul und Beethoven], sowie A. Bruckner's Emoll=Symphonie. - « (°).\n\r\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Dienstag 1/2 10 Uhr. H Horn.« (°°).\n\r\nBericht der Linzer Tages-Post Nr. 87 auf S. 3 von der gestrigen Generalprobe [die Rubrik ist datiert 15.4.1886]:\r\n      » § Anton Bruckner. Professor Anton Bruckner ist heute nachts in Linz eingetroffen. Auf Wunsch desselben wurde heute vormittags um 1/2 12 Uhr im Volksgartensalon von der Liedertafel \"Frohsinn\" noch eine Generalprobe für das abends 8 Uhr stattfindende Bruckner=Concert abgehalten. [... über den Empfang Bruckners durch den Vorstand, Bruckners Dank an die Mitwirkenden ...] Die bei der Generalprobe bereits zahlreich anwesenden Zuhörer, unter denen wir auch aus der Ferne herbeigeeilte Kunstfreunde sahen, spendeten nach jeder Nummer lebhaften Beifall. Bruckner wurde von seinen vielen anwesenden Freunden mit Freude begrüßt und beglückwünscht. Da Herr Meder heiser geworden, übernahm Herr Scheidtweiler in letzter Stunde dessen Solopartien.« [keine Signatur] (°°°).\n\r\nDas Fremdenblatt Nr. 106 bringt auf S. 6 eine Besprechung der Konzerts vom 11.4.1886 (mit »Trösterin Musik«):\r\n»     (Konzerte.) Der Wiener Akademische Gesangverein hat unter der Leitung des Universitäts=Musikdirektors Rudolf Weinwurm ein Konzert mit Orchester veranstaltet [...] Selbst den schwierigsten Aufgaben des Männergesangs ist er [der Verein] gewachsen, wie er dies bewiesen hat durch den Vortrag eines Bruckner'schen Chores und des Schlummerliedes von Weber. [... zu den neuen Kompositionen] gehört jener Chor Anton Bruckner's \"Trösterin Musik\". Indem Bruckner dem Sinne jeden einzelnen Satzes musikalisch gerecht zu werden strebt, droht ihm wiederholt die Gefahr, den Sinn des Ganzen zu verlieren - eine Gefahr, die durch strophenartige Wiederholung des Chors noch rechtzeitig abgewendet wird; die Orgel tritt wohl etwas äusserlich ein, doch passt sie ganz zu dem Pomp dieses enthusiastischen Chores. [... über die anderen Programmnummern ...] [Signatur:]  sp.« [Speidel] (#).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:35"}, {"ID": 188604175, "Datum": "17.4.1886, Samstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 5133 berichtet auf S. 3 von der Aufführung des »Te deum« am 7.4.1886 in München (nahezu wörtliche Übernahme des Artikels vom 15.4.1886):\r\n      » - Aus München wird uns geschrieben: \"Anton Bruckner's \"Te Deum\" wurde hier am Mittwoch den 7. d. im dritten Abonnements=Concert aufgeführt und errang einen großartigen Erfolg. Unter der bewährten Leitung des Hofcapellmeisters Levy, sowie unter Mitwirkung erster Solokräfte der königlichen Oper, des königlichen Opernchores und Opernorchesters konnte das gewaltige Werk nicht besser interpretirt werden. Der Erfolg war aber auch ein ganz außerordentlich großer! Unser sonst ziemlich kühles Publicum ließ sich in der Begeisterung zu minutenlangen Beifallsstürmen hinreißen und verlangte immer wieder nach dem Meister, welcher in zahllosen Hervorrufen durch sein Erscheinen den Dank quittiren mußte. Prinzessin Amalia (Tochter des Herzogs Karl Theodor, Bruders unserer Kaiserin), Prinzessin [sic] Adalbert mit Prinzessin Cloida [recte: Elvira?] verherrlichten das Concert durch ihre Anwesenheit. Prinzessin Amalia beehrte auch bereits die Generalprobe des \"Te Deum\" mit ihrer Gegenwart und wurde Bruckner durch die Ansprache der Prinzessin ausgezeichnet, welche dem Meister ihre volle Bewunderung über das mächtig ergreifende Werk ausdrückte. C. A.« [Carl Almeroth?]« (*).\nKritik von R. Hirschfeld über das Konzert vom 11.4.1886 (mit »Trösterin Musik«) in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 16 auf S. 333-335:\r\n           »Musikalisches.\r\n[... Hofoper ...]\r\n     Ein Concert des Akademischen Gesang-Vereines im grossen Musikvereinssaale erhob sich weit über die Productionen sonstiger Männergesangvereine. [...]\r\n     [... Männerchor-Kompositionen beruhen mehr auf sich abstumpfenden harmonischen Effekten als auf unverwüstlicherer polyphoner Stimmführung ...] . . . Von dem Bruckner'schen Chore \"Trösterin Musik\" mit Orgelbegleitung konnte ich keinen reinen ästhetischen Eindruck empfangen. Trotz ausdrucksvollster Vertonung des Textes und kunstreichsten, gut klingenden Tonsatzes hat der Componist mit dem plötzlichen Eingreifen der Orgel bei den Worten: \"Wie Orgelton, wie Meereswogen kommt dann der Trost in's Herz gezogen\" die Grenzen der Musik und Malerei überschritten. [... das erinnere an Verirrungen wie im »Tuba mirum« von Berlioz ...] Wenn der Componist den \"Orgelton\" des Dichters so wörtlich nimmt, warum behandelt er die \"Meereswogen\" so stiefmütterlich? Dass eine Orgel in einem Concertsaal eher bei der Hand ist als ein ausgiebiger Wassersturz, kann doch hierbei nicht in Betracht kommen. Sollte aber wirklich der Textdichter nach der Composition Aenderungen vorgenommen haben, die das plötzliche Einfallen der Orgel nun so eigenthümlich und peinlich markiren, so ändert dies meiner Meinung an dem Urtheile über die ganze Composition nichts. Ist es doch gerade wieder unsere moderne Schule, welche die Trennung des Componisten vom Dichter nicht anerkennt. Warum also nur an einzelne Uebergriffe und nicht lieber an die fruchtbringenden Ideen unserer Zeitgenossen sich halten? ... [... über weitere Programmnummern ...]\r\n               Dr. Robert Hirschfeld. « (**).\nBesprechung des Bruckner-Konzerts vom 15.4.1886 (mit »Germanenzug«, »Um Mitternacht« [WAB 90], Adagio der 3. Symphonie und »Te deum«) durch Emil Kränzl (***a) und Bericht vom Fest-Commers (***b) in der Linzer Tages-Post Nr. 88 auf S. 2f bzw. S. 3:\r\n(***a)\r\n»Bruckner=Concert der Liedertafel \"Frohsinn.\"\n    Nemo propheta in patria konnte bis vor verhältnismäßig kurzer Zeit kein schaffender Künstler mit mehr Berechtigung von sich sagen, als Meister Anton Bruckner. [... über Bruckners Bedeutung und allmähliche Anerkennung ... über seine Schwächen: Kompliziertheit, sonderbare Harmoniefolgen, zu hohe Anforderungen an Instrumente und Stimmen (»grausam zugesetzt«) ... über das Konzert selbst ... »Um Mitternacht« (dem »Frohsinn« gewidmet) [sic] mit Harfenbegleitung, »ein beinahe erotischer Duft« ... ausführlich über das »Te deum« ... Lob für den »Frohsinn« (ab hier Text bei 34/596ff) und die Solisten ... Scheidtweiler beim »Te deum« besser als bei »Um Mitternacht« (zu derb) ... das durch den Musikverein verstärkte Theaterorchester wurde] den hohen Anforderungen gerecht mit Ausnahme der Hörner, des beständigen enfant terrible unserer Orchesterconcerte. [... Bruckner anwesend ... Beifallsjubel...] Dem so Gefeierten überreichte der Vorstand der Liedertafel \"Frohsinn\" noch einen Lorbeerkranz mit weißrothen Schleifen.\r\n               Dr. Emil Kränzl.« (***a).\n(***b)\r\n»Nachrichten aus Linz und Oberösterreich.\r\n           Linz, 16. April 1886.\r\n[...]\r\n      § Bruckner=Commers. Nach dem gestern im Volksgartensalon abgehaltenen Festconcerte [...] fand daselbst zu Ehren des anwesenden Componisten eine Festcommers statt. [...] \"Heuer feiern wir einen lebenden Meister der Töne [... Text von Milbecks Rede (mit orthographischen Änderungen) bei 34/598ff ...] als Stern erster Größe am musikalischen Himmel für immerdar erglänzen wird.\" (Stürmischer Beifall.)\r\n    [... Prof. Commenda kommandiert das »Salamander-Reiben« ... Bruckners Ansprache ...]\r\n     \"Meine Herrschaften! Es fällt mir schwer, auf eine so ausgezeichnete Rede zu antworten. [... Text der Rede, mit geringen orthographischen Änderungen, bei 34/600ff ... »ich bitte Sie also« ...] Alle meine lieben Freunde und Gönner, meine Heimat leben hoch, hoch, hoch!« (Stürmischer, nicht endenwollender Beifall.)\r\n     [... Floderers Chor »An Meister Bruckner«, Absingen von Commersliedern...] Auch Meister Bruckner hielt wacker aus und mußte noch so manche Ovation über sich ergehen lassen. Heute früh trat derselbe die Rückreise nach Wien an. Dieses Festconcert, sowie der darauffolgende Commers wird gewiß jedem Theilnehmer, deren sich auch viele aus der Ferne eingefunden hatten, in steter Erinnerung bleiben, galt die Feier doch unserem lieben Meister und Landsmann: Anton Bruckner.« [keine Signatur] (***b).\n.Auch die Linzer Zeitung berichtet auf S. 411f vom Bruckner-Konzert:\r\n»41. Gründungsfestconcert der Liedertafel \"Frohsinn\".\r\n   Die Programme zu den Gründungsfestconcerten der Liedertafel \"Frohsinn\" werden seit Jahren mit anerkennenswerter Sorgfalt zusammengestellt; man weiß hiebei mit richtigem Gefühle das herauszufinden, was gewissermaßen actuell und dabei musikalisch wertvoll ist. Auch für das gestrige Gründungsfestconcert hatte man ein solches zeitgemäßes Programm gefunden, das zugleich bestimmt war,unseren berühmten Landsmann Anton Bruckner, welcher dem Concerte anwohnte, zu feiern. [... über Bruckners Bedeutung, die Anfeindungen durch einige Kritiker, Bruckners Stilbesonderheiten, ausführliche Besprechung des »Te deum« ...] Dieses eine Werk würde genügen, Bruckner seinen Platz an der Seite unserer Tonheroen anzuweisen.\r\n   Die Aufführung des Tedeum war eine ganz vorzügliche; Solisten, Chor und Orchester führten ihre Aufgabe mit sichtlicher Begeisterung durch. [... über die Schwierigkeiten des Werkes, die Solisten ...] \r\n   Die Wirkung des ersten Chores \"Germanenzug\" wurde einigermaßen durch die nicht ganz reine Stimmung der begleitenden Harmonie beeinträchtigt. [...] Der zweite Chor \"Um Mitternacht\" verlor durch den unzarten, ja derben Vortrag des Tenorsolos an Wirkung. Hr. Scheidtweiler, ein sehr achtbarer und musikalisch gebildeter Sänger, welcher diesen Part mit anerkennenswerter Bereitwilligkeit in letzter Stunde übernommen hatte, sang denselben vollkommen correct, eine schöne Wirkung hätte er indes nur dann erzielen können, wenn er über eine weiche, biegsame Stimme verfügen würde. [... über das Adagio der 3. Symphonie: unzulängliche Besetzung der Streicher; bessere Bläser und mindestens sechs Kontrabässe wären wünschenswert ...] Herr Kapellmeister Floderer gab sich mit Erfolg alle Mühe, das Adagio zur Geltung zu bringen. Reichlicher wurde seine auf das \"Tedeum\" verwendete Mühe gelohnt, das, in abgerundeter Weise zu Gehör gebracht, bei allen Zuhörern einen reinen, nachhaltigen Eindruck zurückließ.\r\n   Daß der gefeierte Meister Anton Bruckner den ganzen Abend hindurch Gegenstand lauter und herzlicher Ovationen war, ist selbstverständlich. Vom Vorstande der Liedertafel, Hrn. Polizeirath Milbeck, wurde demselben am Schlusse des Concertes unter jubelndem Beifalle des zahlreich erschienenen Publicums ein prachtvoller Lorbeerkranz überreicht. Se. Excellenz der Herr Statthalter Freiherr von Weber=Ebenhof wohnte der Aufführung bei. [Signatur:] K.« (°).\nAnschließend auf S. 412 ein Bericht vom Festcommers:\r\n»Der zweite Theil des Festabends bestand in einem zu Ehren Bruckners veranstalteten Commerse. [... Ansprache Milbecks, Salamander-Reiben unter Leitung Commendas, Ansprache Bruckners, Aufführung einiger Chöre (»Stimmt an mit hellem hohen Klang«, »Alt Heidelberg« (Text vom jüngst verstorbenen Scheffel), »Auf den Bergen die Burgen« und »O alte Burschenherrlichkeit«), auch der »Sängerbund« anwesend, Emil Haas als Vertreter der Steyrer Liedertafel, Bruckners »Abreise nach Wien um 2 Uhr 40 Minuten nachts« ...] Die Liedertafel \"Frohsinn\" kann mit Stolz auf diesen Festabend zurückblicken und ist zu dem erzeilten Erfolge zu beglückwünschen.« [keine Signatur] (°°).", "Letzte Änderung": "27.10.2024 22:41"}, {"ID": 188604185, "Datum": "18.4.1886, Palmsonntag", "Haupttext": "Tumultuöses 8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Liszt, Schubert (8. Sinfonie) und Beethoven (6. Sinfonie). Unter den Zuhörern befinden sich Rosa Papier, Schönaich, Hanslick, Bruckner, Brahms, Hugo Wolf und Klose (*).\nMahler dirigiert in Prag das Scherzo der 3. Symphonie im Juristenkonzert im Grand Hotel (auswendig) (**).\nBesprechung des Konzertes vom 15.4.1886 (1. Teil: Germanenzug, Um Mitternacht [WAB 90], 3. Symphonie) im Linzer Volksblatt Nr. 89 auf S. 1, [am 20.4.1886] signiert »M. S.« [Maximilian Schwarz (vgl. 1.10.1887 (***a)]:\r\n»Das Fest=Concert der Liedertafel \"Frohsinn\"\r\n               am 15. April 1886.\r\n      Einundvierzig Jahre hat die Liedertafel \"Frohsinn\" seit ihrer Gründung zurückgelegt. [... das diesjährige Konzert sei eine der schönsten Leistungen ... Besprechung der Werke ... »Germanenzug« wirkte besser als »Um Mitternacht« ...] Es dürfte wenig Tenoristen geben, die dieses Tenorsolo singen können, es dürften aber auch die Gesangvereine bald gezählt sein, die es ungestraft wagen dürfen, diesen Chor \"Um Mitternacht\" zur Aufführung zu bringen. Bruckner stellt da an die Treffsicherheit und an die physische Ausdauer der Sänger Anforderungen, die nur exquisite,mit großen Stimmitteln begabte Sänger erfüllen können. Uebrigens leistete die Liedertafel auch in diesem Chore Tüchtiges und erntete reichlichen Beifall.\r\n     Das Adagio aus der D-moll-Symphonie Bruckner's wurde von dem Orchester, mit dem sichtlichen Bestreben das Beste zu bieten, zum Vortrage gebracht. [... Bruckner habe] Sätze geschrieben, die eines Beethoven vollkommen würdig sind.\r\n              (Schluss folgt.)« (***).\nVom selben Konzert berichtet auch die Steyrer Zeitung Nr. 31 auf S. 2:\r\n      »Ehrentag eines Oberösterreichers. In Linz fand am 15. ds. das 41. Gründungsfestconcert der Liedertafel \"Frohsinn\" statt, welche sich zu einer großartigen Feier unseres oberösterreichischen Meisters Bruckner gestaltete. Herrn Anton Bruckner, welcher eigens zu diesem Feste von Wien gekommen war, wurde am Bahnhof festlich empfangen. Schon die Generalprobe, welche auf Bruckner's Wunsch noch gehalten wurde, fiel glänzend aus. Bei dem Fest=Concert bei welchem nur Bruckners Compositionen aufgeführt wurden, war der gefeierte Meister Gegenstand ebenso lauter und herzlicher als wohlverdienter Ovationen. Der \"Frohsinn\" hatte aber auch Alles aufgeboten, die Compositionen Bruckner's, insbesonders auch dessen herrliches \"Te Deum\", in vorzüglichster Weise zur Durchführung zu bringen. - Nach dem Concert wurde zu Ehren Bruckner's noch ein solenner Festcommers abgehalten.« (°).\nBrief von Carl Riedel an Carl Gille:\r\n     [Übersetzung ins Englische] \"[...] Bruckner's Te deum captivates me to a high degree despite some peculiarities and I very much regret that we do not have the opportunitiy in Sondershausen to perform a second choral concert, for which there is enough very interesting material. [... erwähnt auch Draeseke, Friedrich Kiel, Saint-Saens ...]\"\r\n     [deutsches Original:] „Bruckner’s Tedeum fesselt mich im hohen Grade trotz einiger Absonderlichkeiten u. ich bedaure sehr, d[a]ß wir in Sondersh[ausen] nicht Gelegenheit haben, ein 2tes Chorconcert zu bringen, wofür sehr interessanter Stoff genügend vorliegt.“ (°°).", "Letzte Änderung": "15.04.2026 16:40"}, {"ID": 188604195, "Datum": "19.4.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen, nach dem 21.4.1886):\r\n»Montag 19. April H Klose 11 Uhr 12.« (*).\nDie Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 16 bringt auf S. 3 eine Kritik des Konzerts vom 11.4.1886 (mit »Trösterin Musik«), signiert »Florestan« [Woerz]:\r\n             »Concerte\r\n     Das vierte Gesellschafts=Concert brachte uns eine Haydn'sche Symphonie in Es [... über dieses und andere Konzerte ...]\r\n     Zum guten Schlusse sei noch des gelungenen Concertes gedacht, welches vom Academischen Gesangvereine unter Weinwurm's Direction am 11. d. M. im großen Musikvereinssaale zum Besten der Studentenconvicte veranstaltet wurde und vier Novitäten zur Aufführung brachte. Die erste derselben, A. Bruckner's Chor \"Trösterin Musik\" (mit Orgelbegleitung), bereitete den Freunden des Componisten freilich eine Enttäuschung, aber schon die 300jährige Musik des \"Landsknecht=Ständchen\" von Orlando Lasso hat uns mit ihrer Kraft und kunstvollen Einfachheit wirklich getröstet. [... über die weiteren Programmnummern ...]\r\n               Florestan.« (**),\n[?? siehe die Anmerkung] und erwähnt auf S. 9 Bruckner in einer vom selben Autor verfassten Buchrezension:\r\n     »(Von W. Langhans' Musikgeschichte) ist nunmehr die 15. Lieferung erschienen [... über die Romantiker. Aber Liszt als noch lebender Komponist sei noch kein Gegenstand der Kunstgeschichte ...] Wenn Langhans so fortfährt, so wird er mit gleichem Rechte auch Brahms, Bruckner, Goldmark und alle zeitgenössischen Componisten in den Tempel seiner »Geschichte« aufnehmen und dabei keinen anderen Fehler begehen als den, in welchen er mit seiner 15. Lieferung theilweise schon verfallen ist, indem er die Musikgeschichte mit einem biographischen Lexicon verwechselt. [... die letzte Lieferung werde sich wohl mit - dem bereits verstorbenen - Wagner beschäftigen müssen ...] Florestan.« (***).\nDie Montags-Revue aus Böhmen Nr. 16 berichtet auf S. 9 vom Konzert am 18.4.1886 mit dem Scherzo der 3. Symphonie (signiert \"B.\"):\r\n     \"B. Juristenfreitisch=Concert. Die Juristen müssen immer etwas Apartes haben; [...] Das gestrige Jahresconcert des Unterstützungsfondes für dürftige deutsche Rechtshörer, welches neben dem Theaterorchester nicht wenige denn vier hervorragende Solokräfte zur Mitwirkung herangezogen hatte [... Mozart g-Moll-Sinfonie, Frl. Renard, Hr. Halir, Frl. Frank, Herr Elmblad ... Matinée ... über die Werke ... Violinkonzert von Raff ...] Die Streichmusiker trugen hierauf das bekannte sylphenhafte Menuett von Boccherini, sodann das volle Orchester das Scherzo aus der D-dur Symphonie von Bruckner vor [.] Anton Bruckner, an Jahren ein Sechziger, ist jetzt gerade in Wien, wo die Philharmoniker jüngst seine 7. Symphonie in E-dur aufführten, eine vielumstrittene Persönlichkeit, von den Einen als hervorragendes Genie gepriesen, von den Anden als schrullenhafter Originalitätshascher verlacht. Das vorerwähnte Scherzo, das natürlich keinerlei abschließendes Urtheil ermöglicht, machte durch die gefällige, von Uebertreibungen freie Führung und hübsche Thematik einen durchaus angenehmen Eindruck. [... nach weiteren Werken, darunter Liedern von Gustav Mahler] schloß der große Kaisermarsch von Wagner das Concert nach etwa dreistündiger Dauer effectvoll ab. [... Lob für die Mitwirkenden...] Von Hrn. Mahler ist zu erwähnen, daß er Mozart, Bruckner und Wagner auswendig dirigirte. Der Besuch und Erfolg des Concertes war wie sein Programm: vornehm und überreich.\" [keine Signatur] (°).", "Letzte Änderung": "18.09.2024 06:20"}, {"ID": 188604205, "Datum": "20.4.1886, Kardienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an den »Frohsinn« in Linz:\r\n      Dankt für das Konzert am 15.4.1886, im besonderen Milbeck, Floderer, M. Kerschbaum, Schmidt-Allizar, Scheidtweiler, Ganzemüller, Kerschbaum (*).\nBesprechung des »Te deum« (Fortsetzung des Artikels vom 18.4.1886) im Linzer Volksblatt Nr. 90 auf S. 1, signiert »M. S.« [Maximilian Schwarz (vgl. 1.10.1887 (***a)]:\r\n»Das Fest=Concert der Liedertafel »Frohsinn«\r\n               am 15. April 1886.\r\n                    (Schluss.)\r\n     Der Glanzpunkt des Concertes war unstreitig das großartige Te Deum für Soli, Chor und großes Orchester. [... Erwartungen übertroffen ...] Diesen Satz [\"Te ergo quaesumus\"] halten wir für den schönsten der ganzen Composition [... unbeschreiblicher Jubel ...] Selten mag einen Compositeur solch ein Jubel umbraust haben. [... verdienter Lorbeerkranz ... hohes Lob den Interpreten ... das beste Zeugnis für den \"Frohsinn\" ...]\r\n     Der k. k. Statthalter Freiherr von Weber=Ebenhof und viele distinguirte Persönlichkeiten beehrten das Festconcert mit ihrem Besuche; der große geräumige Volksgarten=Salon war geradezu überfüllt. M. S.« (**).\n[?] Brief Bruckners an Levi:\r\n      Bittet [wegen der 7. Symphonie in London] um Fürsprache bei Richter (***).\nKritik des Scherzos der 3. Symphonie in Prag [18.4.1886] in der »Bohemia« (°)\nund im Prager Tagblatt Nr. 110 auf S. 10, signiert \"Dr. B.\":\r\n     \" * Das Concert des Unterstützungsvereins für dürftige deutsche Rechtshörer, welches trotz seines erst kurzen Bestandes den ersten Rang unter allen Prager Wohlthätigkeits=Concerten einnimmt, gestaltete sich auch diesmal zu einem wahren Eliteconcerte in Beziehung auf Programm, Ausführung, wie auch Publicum, für welches der große Saal des Grand Hotels nur mit knapper Noth reichte. [... Mozart, Boccherini (ist rehabilitiert) ...]; gleiches Lob muß auch der Aufführung des Scherzo aus der D-moll=Symphonie von Bruckner gezollt werden, welche sämmtliche Orchestralstücke von dem Orchester des deutschen Landestheaters unter der genialen Leitung des Capellmeisters Hrn. Gustav Mahler, welcher dieselben mit staunenswerther Sicherheit ohne Partitur dirigirte, mit anerkennungswürdiger Sorgfalt und Präcision durchgeführt wurden. [... Publikum bei Wagners Kaisermarsch schon ermüdet ... über die Solovorträge, Mahlers Lieder ...]       Dr. B.\" (°a).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 22 berichtet auf S. 245f vom Konzert am 11.4.1886:\r\n      »[...] Weihevoll, nicht ganz frei von Monotonie, ist Anton Bruckner's Chor \"Trösterin Musik\", welcher ursprünglich als Todtengesang componiert, erst in jüngster Zeit den neuen Text aus der vortrefflichen Feder Aug. Seuffert's erhielt. [...]« (°°a)\r\nund auf S. 247 in der Rubrik »Von auswärts« vom Konzert in Linz am 15.4.1886:\r\n»Linz, 16. April 1886. In wahrhaft erhebender und würdiger Weise feierte gestern Oberösterreich seinen grossen Sohn, Meister Anton Bruckner, indem die Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz ihr 41. Gründungsfest unter der kraftvollen und warmblütigen Leitung des Chormeisters Floderer ausschliesslich mit Compositionen ihres früheren Dirigenten und jetzigen Ehrenmitgliedes Bruckner beging. [... über München als »der eigentlichen Bruckner-Stadt« ... Besprechung des Konzerts ... Dankesrede Bruckners ... Floderers Preislied, Kerschbaums Text (3 Strophen) mitgeteilt ...] August Göllerich.« (°°b)\nund ebenfalls auf S. 247, von der 7. Symphonie in Graz [am 14.3.1886]:\r\n      »[...] Nachdem die 7. Symphonie Anton Bruckner's in diesen Blättern bereits ausführlich besprochen wurde, hätten wir nur noch zu bemerken [... glänzendster Erfolg des herrlichen Meisterwerks ... Ovationen ... vortreffliche Aufführung unter Muck ...] [Signatur:] A. D.« (°°c).\nNotizen Bruckners: »20.4.86.« und [vermutlich, auf Grund der Schrift, dazugehörend, Beichtnotizen? Briefe?] »P. Öhler [Beichtvater?] [/] München Eckel. [/] Richters Töchter [/] Fr. Kathi. [/] Papier [/] Behn [/] Frl. Dresden [vielleicht Elisabeth Kietz?] [/] Zusammenstoß mit einer Dame.« [siehe die Anmerkung] (°°°).\nDas Rieder Wochenblatt, 21. Jahrgang, bringt auf S. 1f einen Artikel über den Festcommers am 15.4.1886:\r\n»Bruckner in Linz.\r\n    Unserem großen Componisten Bruckner zu Ehren hielt die Liedertafel \"Frohsinn\" am 15. d. in Linz einen Festcommers ab, der glänzend verlief. [... Ansprache Milbecks ... »Salamander-Reiben« mit Prof. Commenda ... Rede Bruckners ...] Alle meine lieben Freunde und Gönner, meine Heimat leben hoch, hoch, hoch!) Stürmischer, nicht endenwollender Beifall.« [keine Signatur] (#).\n(2. Außerord. Gesellschaftskonzert unter Richter mit der »Missa solemnis« (##)).", "Letzte Änderung": "28.09.2024 14:55"}, {"ID": 188604215, "Datum": "21.4.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung von ”Trösterin Musik” [11.4.1886] durch Theodor Helm im Pester Lloyd Nr. 111:\r\n»Feuilleton.\r\nWiener Musikbrief. [... über mehrere Konzerte in Wien ...] Durch interessante Novitäten und die glänzende Mitwirkung der gleich virtuosen, als anmuthigen Violinistin Metaura Toricelli ausgezeichnet, war das Jahreskonzert des akademischen Gesangvereins. Die Novitäten waren ein schön klingender Chor mit Orgelbegleitung „Trösterin Musik” von Anton Bruckner, [... über Brahms und die anderen Werke ...] Was den Bruckner'schen Chor anbelangt, so hat ein gewisses absichtsvolles Herausstechen der textlichen Pointen nicht der Komponist, vielmehr ein Herr A. Seuffert zu verantworten, welcher dem fertig vorliegenden, zu kirchlichen Zwecken bestimmten Tonsatze ganz neue, minutiös jeder musikalischen Wendung anpassende Worte unterlegte. Ein etwas bedenkliches Verfahren, das sich diesmal an einem Unschuldigen, nämlich an Bruckner rächte. Da wir eben den vielgepriesenen und vielgeschmähten Namen Bruckner genannt, sei erwähnt, daß dessen bedeutendsters Werk, das auch von uns an dieser Stelle eingehend gewürdigte, den Symphonien des greisen Tondichters an Klarheit und logischer Anordnung weit überlegene Te Deum kürzlich in München und gleich darauf in Linz einen unbestrittenen großartigen Erfolg erzielte. [... über weitere Konzerte und Paul v. Jankos neue Klaviertastatur ...] Dr. Theodor Helm.« (*).\n\r\nBruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"11\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 27.4.1886 wieder ab (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604225, "Datum": "22.4.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 17 verzeichnet auf S. 221 Kastners Artikel vom 15.4.1886 in der Rubrik\n               \"Journalschau.\n[...]\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung No. 27. Bruckner's neueste Symphonie. (Verschiedene Besprechungen üb. dieselbe.) - Berichte, Nachrichten und Notizen.\" (*).\n \n Das Neuigkeits-Weltblatt Nr. 92 berichtet auf S. 35 (= vermutlich S. 3 des 3. Bogens) vom Konzert in Linz am 15.4.1886 und verwendet dazu den auch am 18.4.1886 in der Steyrer Zeitung veröffentlichten Text:\n     \"Ehrentag eines Oberösterreichers In Linz fand am 15. d. M. das 41. Gründungsfestkonzert der Liedertafel \"Frohsinn\" statt, welche sich zu einer großartigen Feier des oberösterreichischen Meisters Bruckner gestaltete. Herrn Anton Bruckner, welcher eigens zu diesem Feste von Wien gekommen war, wurde am Bahnhof festlich empfangen. Schon die Generalprobe, welche auf Bruckner's Wunsch noch gehalten wurde, fiel glänzend aus. Bei dem Fest=Konzert bei welchem nur Bruckners Kompositionen aufgeführt wurden, war der gefeierte Meister Gegenstand ebenso lauter und herzlicher als wohlverdienter Ovationen. Der \"Frohsinn\" hatte aber auch Alles aufgeboten, die Kompositionen Bruckner's, insbesonders auch dessen herrliches \"Te Deum\", in vorzüglichster Weise zur Durchführung zu bringen - Nach dem Konzert wurde zu Ehren Bruckner's noch ein solenner Festkommers abgehalten.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604226, "Datum": "22. - 26.4.1886, Gründonnerstag bis Ostermontag", "Haupttext": "Lücke in Bruckners Wiener Gebetsaufzeichnungen ab 21.4.1886 abends (*). \n[Vermutlich zeitgleich] Osteraufenthalt in St. Florian (**). Notizen Bruckners zum Osteraufenthalt in St. Florian (***).\nGebetsaufzeichnungen in einem Notizbuch: »21. h. Mittw« [Abendgebet], »h. Donn. 22.4.«, [nächste Seite] »23.4. h. Freit.« und [nächste Seite] »24.Apr. h Samstag.« (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604235, "Datum": "23.4.1886, Karfreitag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jahrgang 1885/86, Nr. 28, bringt auf S. 44 Paul Marsops Besprechung der Aufführung des »Te deum« am 7.4.1886 in München: \n   »- Von Herrn Dr. P. Marsop, dem geistvollen Verfasser der Broschüre \"Der Einheitsgedanke in der Musik\", \"Neudeutsche Kapellmeister\", geht uns folgende Mittheilung über ein Werk von Bruckner zu, dessen Symphonie so grosses Aufsehen erregte: Anton Bruckner hat wiederum einen grossartigen Erfolg davongetragen. Am 7. April gelangte seine neueste Schöpfung, ein \"Te Deum\" für Chor, Soli, Orchester und Orgel in München zur Aufführung und wurde vom Publicum, welches den grossen Saal des \"Odeons\" bis auf den letzten Platz füllte, mit Enthusiasmus aufgenommen. Sechsmal musste der Componist vor der erregten Menge erscheinen, die im Verein mit den stürmisch applaudirenden Künstlern dem Helden des Abends stets neue und neue Ovationen darbrachte. Das Werk bietet in gedrungenen und vorzüglich übersichtlichen Formen einen reichen musikalischen Gedankengehalt; es ist einem edlen, wahrhaft religiösen Empfinden entsprungen und fesselt durch Adel des Ausdrucks, Gediegenheit des Satzes und Pracht des Colorits die Theilnahme des Hörers vom ersten bis zum letzten Takte. Der Schluss ist wahrhaft gewaltig. Die Ausführung der ausserordentlich schwierigen Partitur war über jedes Lob erhaben, die Leistungen sämmtlicher Mitwirkenden, vor allem die des genialen Dirigenten, Herrn Hofkapellmeisters Levi, staunenswerth.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604245, "Datum": "24.4.1886, Samstag (Karsamstag)", "Haupttext": "Brief Bruckners an den Verein deutscher Eisenbahnverwaltungen (Ausfüllung eines Vordrucks, in St. Florian geschrieben):\r\n     Auf der Fahrt nach München am 5.4.1886 abends könnte ein Leutnant, der in Wels (6.4. ca. 1/2 3 Uhr) ausstieg, Bruckners Reisekappe mitgenommen haben. Bittet um Nachforschung (*).\nArtikel Paul Marsops »Das Te Deum des Verkannten« in »Die Gegenwart«, Bd. 29 (1886), Nr. 17, S. 264f:\r\n»[...] Wie tief muß nicht die Überzeugung von der himmlischen Liebe und Barmherzigkeit in der Seele eines Solchen festgewurzelt sein, wie rein und keusch nicht ein Herz empfinden, welches sich auch in den schwersten Prüfungen ein festes, freudiges Gottvertrauen bewahrt hat! Herr, erbarme Dich unser - so hätte ein Anderer aufgeschrieen in seiner Noth! Anton Bruckner, der Künstler mit dem gläubigen Kindergemüth, componierte ein stolzes und sieghaftes \"Te Deum laudamus\" [...]« (S. 264) und\r\n»[...] Wer sich dem lieben Gott gegenüber \"dramatisch\" geberdet, der spielt eben mit ihm - Komödie. Manche thun dies auch. Aber Anton Bruckner gehört nicht zu Diesen. Er ist zu schlicht, zu wahrhaftig, zu - uncultivirt dazu. Es gibt keinen tiefer greifenden Unterschied als den zwischen den schöngeistig parfümirten Palestrinaden eines Liszt und der keuschen, weder von Zweifeln noch von devoter Coketterie angekränkelten Kirchlichkeit Bruckners [...]« (S. 265) (**).\nVon der Brucknerfeier des »Frohsinn« am 15.4.1886 berichten die Innviertler Volkszeitung Nr. 17 auf S. 2 [den Artikel vom 20.4.1886 übernehmend]:\r\n»Bruckner in Linz.\r\n   Unserem großen Componisten Bruckner zu Ehren hielt die Liedertafel \"Frohsinn\" am 15. d. in Linz einen Festcommers ab, der glänzend verlief. [... Ansprache Milbecks ... »Salamander-Reiben« mit Prof. Commenda ... Rede Bruckners ...] Alle meine lieben Freunde und Gönner, meine Heimat leben hoch, hoch, hoch!) Stürmischer, nicht endenwollender Beifall.« [keine Signatur] (***)\r\nund die »Warte am Inn« Nr. 17:\r\n»Brucknerfeier. Aus Linz schreibt man: Am 15. d. M. veranstaltete die hiesige Liedertafel \"Frohsinn\" eine solenne Brucknerfeier, die zugleich als 41. Gründungsfest galt. Unser genialer Landsmann wohnte dem Fest persönlich an, das dadurch ungemein an seiner Verherrlichung gewann. Bruckner, Ehrenmitglied unserer Liedertafel, dankte mit gerührtem Herzen für die ehrenden Beweise seiner Künstlerschaft, wenngleich wir noch hinzusetzen möchten, daß es sonderbar klingt daß erst ein heimischer künstler [sic] zum Greise werden muß, um so recht gefeiert zu werden. Ja, wir glauben, als säße in dieser Hinsicht eine gewisse neidische Beschränktheit in unserem Lande, daß man hier seine eigenen Leute nicht aufkommen lassen will und erst dann zur Vernunft kommt, wenn man durch den ausländischen Enthusiasmus ordentlich moralisch dazu getrieben wird.« (°).\nDer Welser Anzeiger kündigt die Klavieraufführung des Adagios des Quintetts am 29.4.1886 an:\r\n»Donnerstag den 29. April, 8 Uhr Abends, findet ein interner Abend des Zweig=Vereines Wels des allgemeinen Richard Wagner=Vereines im Gasthofe zur \"Stadt Triest,\" Traungasse, mit folgendem Programm statt: 1. Liszt: \"Excelsior!\" (\"Aufwärts!\") (Frauen=Chor.) 2. Bruckner: \"Adagio\" aus dem \"Streichquintett\" (Klavier) 3. Wagner: [... die übrigen Programmnummern ...] Beitritts=Erklärungen werden bei Herrn Franz Holter, Eisenhändler, entgegengenommen.« (°°).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:45"}, {"ID": 188604275, "Datum": "27.4.1886, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab [er war am 21.4.1886 angekommen] (*).\n\nBruckner führt [in Wien] seine Gebetsaufzeichnungen [lückenlos bis 24.7.1886] fort (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604285, "Datum": "28.4.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Nachfeier des »Frohsinn« im Saal des Gasthauses »Zum grünen Baum«. Vorstand Milbeck dankt den Verantwortlichen (Floderer, Marie Kerschbaum, Frau Schmidt-Alizar, den Herren Scheidtweiler und Ganzemüller, dem Damenchor), Hans Commenda wiederum dankt Milbeck für seine Verdienste um die Bruckner-Feier, und Milbeck verliest Bruckners Dankesbrief vom 20.4.1886. Aufgeführt werden Chöre und Lieder von Schubert (»Häuslicher Krieg«), Kücken (Duette, mit Josephine Angerer und Herrn Gartenauer), Richard Wagner (aus »Tannhäuser«) und Vokalquartette (Gartenauer, Poscher, Helletzgruber und Piber); weitere Mitwirkende: Max Gans und Herr Hildebrandt.", "Letzte Änderung": "02.12.2024 22:56"}, {"ID": 188604295, "Datum": "29.4.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n     Hans Richter habe die 7. Symphonie für Ende Mai in London geplant und ihn wegen der Verlegerangelegenheit dorthin eingeladen. In den letzten Tagen habe sich Hanslick, wie schon früher Brahms, Richter gegenüber gegen diesen Plan ausgesprochen. Levi möge Partei für Bruckner ergreifen und Richter zur Aufführung bewegen. Grüße an Fiedlers (*).\n[undatiert, nach dem 7.4.1886] Brief Levis an Prinzessin Amalie:\r\n     Sie habe [am 7.4.1886] Interesse an Bruckner gezeigt, indem sie ihn sich in ihr Album hat eintragen lassen. Daher bitte er, Levi, um ihre Hilfe und Unterstützung für Bruckner. Die Aufführung der 7. Symphonie in München [am 10.3.1885] sei der erste wirkliche Erfolg gewesen. Er kenne Bruckner und die 7. Symphonie seit 1883 in Bayreuth. Er habe einen Druckkostenzuschuß [für Gutmann] gesammelt. Um Bruckners Lage zu bessern, bitte er um Amalies Fürsprache bei Erzherzogin Valerie (**).\r\nTagebuchnotiz Amélies über Levis Bitte (***).\nAufführung der Klavierfassung des Quintett-Adagios durch Göllerich bei einem Konzert des Richard-Wagner-Vereins im Gasthof »Stadt Triest« in Wels (°).\nDer Alpen-Bote Nr. 34 berichtet auf S. 3 vom Konzert am 15.4.1886 (mit »Germanenzug«, »Um Mitternacht« [WAB 90], Adagio der 3. Symphonie und »Te deum«):\r\n      »(Bruckner in Linz.) Am Donnerstag den 15. d. M. wurde unser berühmter Landsmann Anton Bruckner auch in der Hauptstadt seines engeren Vaterlandes gefeiert [... über das Konzert und den enthusiastischen Beifall ...] Dem mit Recht so begeistert Gefeierten, welcher in schlichten aber herzlichen Worten und mit sichtlicher Rührung für die ihm gewordene Anerkennung dankte, überreichte der Vorstand des „Frohsinn” einen prachtvollen Lorbeerkranz.« [keine Signatur] (°°).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 18 verzeichnet auf S. 231 das Konzert in Karlsruhe am 14.4.1886 und auf S. 232 das Konzert in München vom 7.4.1886 (beide mit dem »Te deum«):\r\n            »Concertumschau.\r\n[...]\nCarlsruhe. [...] - 3. Conc. des Philharm. Ver. unt. Mitwirk. der Frls. Fritsch u. Friedlein u. der HH. Rosenberg u. Deycks: Chor a. der Cant. \"Bleib bei uns\" v. S. Bach, \"Mirjam's Siegesgesang\" f. Solo, Chor u. Orch. von Schubert, \"Te Deum\" f. Chor u. Soli v. Ant. Bruckner, Gesangsoli v. Gluck, Beethoven u. Schubert.\r\n[...]\nMünchen. 3. Conc. der Musikal. Akad. (Levi): 3. Symph. v. Mendelssohn, „Te Deum” f. Soli, Chor, Orch. u. Org. v. Ant. Bruckner (Solisten: Frls. Herzog u. Blank u. HH. Mikorey u. Siehr), [...]« (°°°).\nArtikel \"Liedertafel \"Frohsinn\".\" in der Linzer Zeitung (#).", "Letzte Änderung": "10.12.2024 10:15"}, {"ID": 188604297, "Datum": "später nach dem 29.4.1886", "Haupttext": "[später nach dem 7.4.1886]\nBrief Herzogin Amalies (München) an Erzherzogin Valerie in Wien:\n\n   Bittet sie um Fürsprache bei ihrem Vater, Kaiser Franz Joseph, und um Unterstützung Bruckners. Spätere [briefliche ?] Antwort an Amalie: \n\n   Der Kaiser werde sich der Sache Bruckners annehmen [vgl. 1.6.1886].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188604305, "Datum": "30.4.1886, Freitag", "Haupttext": "Kurze Würdigung des Chores »Trösterin Musik« [am 11.4.1886] (signiert »Dr. H. P.« [H. Paumgartner]) in der Wiener Zeitung Nr. 98 auf S. 1f der Wiener Abendpost:\r\n           »Feuilleton. [...]\r\n                Concerte. [...]\r\n     Ein im Verlaufe dieses Monates vom Wiener akademischen Wagner=Vereine im kleinen Musikvereinssaale veranstalteter interner Abend [... über das Konzert des WAWV ...]\r\n     Das am 11. April im großen Musikvereinssaale abgehaltene Concert des Wiener akademischen Gesangvereines machte das Publicum mit einem interessanten Männerchore mit Orgelbegleitung von Bruckner, \"Trösterin Musik\"«, einer Arbeit des großen Symphonikers aus früherer Zeit, bekannt. Der ursprünglich geistliche Text wurde von August Seuffert durch eine äußerst stimmungsvolle Neudichtung ersetzt und der edler Wärme volle Bruckner'sche Chor in diesem veränderten poetischen Gewande unter lebhaftem Beifalle aufgeführt. [... über die anderen Programmnummern und zwei Gesellschaftskonzerte ...] [Signatur auf S. 2:]\n               dr. h. p.« (*).\nAufführungsmeldungen in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 18 auf S. 194: 7. Symphonie am 21.3.1886 in Wien, am 14.3.1886 in Graz:\r\n»Aufführungen neuer und bemerkenswerther älterer Werke.\r\n[...]\r\nBruckner, A., Symphonie Nr. 7, Edur. Wien, Philharmonisches Concert am 21. März; am 14. März im 5. Concert des Musikvereins in Graz.« (**).\nArtikel in der Deutschen Zeitung Nr. 5145 auf S. 6 (Bericht aus Wels [August Göllerich]) über das Konzert vom 15.4.1886 (»Germanenzug«, »Um Mitternacht« [WAB 90], Adagio der 3. Symphonie, »Te deum«):\r\n    » - Aus Wels wird uns geschrieben: \"In wahrhaft erhebender und herzlicher Weise feierte am 15. d. Oberösterreich seinen großen Sohn, Meister Anton Bruckner, indem die Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz ihr 41. Gründungsfest unter der kraftvollen Leitung des Chormeisters Floderer ausschließlich mit Compositionen ihres früheren Dirigenten und jetzigen Ehrenmitgliedes Bruckner beging. [... über das Konzert und Bruckners Dankesrede ...] Als tönender Dank wurde hiernach vom \"Frohsinn\" ein Preislied Meister Bruckner's gesungen, dessen Composition (von Herrn Floderer) und Dichtung (von Herrn Kerschbaum) von gleichem Schwunge sind und dessen Bariton=Solo Herr Holzner mit großer Wirkung sang.\" [keine Signatur]« (***).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 461 von der Nachfeier am 28.4.1886 und bringt Bruckners Brief an den »Frohsinn« vom 20.4.1886 (°).\nÄhnlicher Bericht in der Linzer Tages-Post Nr. 98 auf S. 3:\r\n»Nachrichten aus Linz und Oberösterreich.\r\n             Linz, 29. April 1886.\r\n[...]\r\n      § Liedertafel \"Frohsinn\". Im Saale des Hotels \"zum grünen Baum\" fanden sich gestern abends die ausübenden Mitglieder der Liedertafel \"Frohsinn\" mit ihren Sangesschwestern zusammen, um die Nachfeier des am 16. [sic] April stattgehabten 41. Gründungsfest=Concertes zu begehen. [... Milbeck dankt den Mitwirkenden, Floderer, Toast von Hans Commenda ... Text von Bruckners Brief ... Grußtelegramm an Bruckner ...]« (°°).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:33"}, {"ID": 188605005, "Datum": "Mai 1886", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: Adresse und Unterrichtstermin von Graf Pückler [9.5.1886] (*).\r\nNotiz Bruckners: »Mai 886. 106 fl Steuer [/] 70 fl Holz« (*a).\nAls Universitätsschüler Bruckners im Sommersemester 1886 sind inskribiert\r\nvon der philosophischen Fakultät Claudius Bilinski [* Sosnow 20.10.1865] und Alfred Daubrawa (**), Friedrich Haft und Moritz Hoor [* Hermannstadt ca. 1867] (***), Josef Kreibig (°), Michael Paczowski und Wenzel Prinke [siehe die Anmerkung] (°°), Josef Scheiwein und Richard Siegmund (* ca. 1866 Reichenberg) (°°°), Vinzenz Thonhofer (* ca. 1860 Hradisch), K. Anton Weithofer und Edmund Zelinka (#),\r\nvon der juristischen Fakultät Edmund Ritter von Dornfeld (H), Otto Iglseder (H), Heinrich Jechl (H), Wilhelm Kosch (H), Leo Müller (H), Gustav Prodinger (H) und Oscar Szilagyi (H) (##).", "Letzte Änderung": "18.12.2024 16:36"}, {"ID": 188605006, "Datum": "ca. Anfang Mai 1886 [??]", "Haupttext": "Aufführung des »Germanenzugs« durch den Akademischen Gesangverein unter Rudolf Weinwurm im Meidlinger Dreherpark. Bruckner wird von Theodor Helm und dessen Tochter Mathilde Helm begleitet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605015, "Datum": "1.5.1886, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 27.4.1886): »11 Uhr H Eckstein Samstag nach Ostern.« (*).\nBrief Bruckners an Dr. H. Behn:\r\n     Bittet um die Partitur der 4. Symphonie, die er heute noch nach Leipzig [an Riedel (**)] schicken wolle (***).\nIm Unterhaltungsblatt »An der schönen blauen Donau« 1 (1886), 8. Heft, S. 240 erscheint die Männerchorfassung von »Iam lucis orto sidere« [WAB 18]: »In S. Angelum Custodem Hymnus [/] quem cantu ornavit. [sic!] [/] Antonius Brucknermp.« (°).\nAuf diese Neuerscheinung verweisen auch die »Presse« Nr. 120 auf S. 11:\r\n    » - Das soeben erschienene achte Heft der neuen illustrirten Halbmonatsschrift \"An der schönen blauen Donau\" (Verlag von Carl Konegen in Wien) [siehe die Anmerkung] hat folgenden Inhalt: [...] - Antonius Bruckner: \"In S. Angelum Custodem Hymnus\". [...] Preis per Heft 15 Kreuzer, pro Quartal 90 Kreuzer. - Zu haben in allen Buchhandlungen und bei allen Zeitungs=Verschleißern.« (°a)\nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 120 auf S. 5 [identischer Text ... Karl Konegen ...] (°b).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 23 auf S. 259 meldet die Aufführung des »Te deum« in Karlsruhe [14.4.1886]:\r\n»Eingesandte Concertprogramme\r\nCarlsruhe: Philharmonischer Verein\r\nDrittes Concert, [...] 14. April 1886 [...] Anton Bruckner: Te Deum für Chor und Soli (componirt 1884)« (°°).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1885/86, Nr. 29, verzeichnet auf S. 60 die Aufführungen der 3. Symphonie in Den Haag [17.3.1886] und Utrecht [20.3.1886]:\r\n»In den Abonnements-Concerten des Vereines \"Diligentia\" im Haag, der holländischen Residenz, hat kürzlich eine zweite Aufführung der Brucknerschen, Meister Richard Wagner gewidmeten dritten Symphonie stattgefunden. In der vorjährigen Saison hatte der Nestor der holländischen Kapellmeister, Herr J. Verhulst, das Werk zum erstenmale herausgebracht, heuer dirigirte Herr R. Hol aus Utrecht die Aufführung (derselbe leitet alljährlich ein, hauptsächlich der neudeutschen Schule gewidmetes Concert des \"Diligentia-Vereins\"). Auch in Utrecht, wo Herr Hol städtischer Kapellmeister ist, brachte dieser die Bruckner'sche Symphonie zur Aufführung. Dieselbe soll bei dem musikalischen Theil des Publicums tiefen Eindruck hervorgerufen haben. [...]« (°°°)\nund erwähnt auf S. 61 in der Zeitschriften-Revue den Artikel der Linzer Tages-Post vom 17.4.:\r\n»Tages-Post (Linz) 17. April. Bruckner-Concert der Liedertafel \"Frohsinn\"«. Von Dr. Emil Kränzl« (#).\nDie Harmonia Sacra Nr. 5 meldet auf S. 39, daß in Linz am 18.3.1886 ein Tantum ergo [prov. WAB 48] in der Alumnatskirche und am 25.3.1886 das »Afferentur« gesungen wurden:\r\n      »Kirchenmusik in Linz. [... über Burgstallers Bedeutung ...] Der Chor des neuen Domes sang gemeinsam mit dem Alumnatschore am Vorabend des Festes des h. Joseph [18.3.1886] in der bischöflichen Alumnatskirche Dr. Fr. Witt's \"Litaniae\" op. 13 für vier Singstimmen und Orgel, - darauf J. G. Wesselak's Motett \"Justus ut palma\", sowie das \"Tantum ergo\" von A. Bruckner in vollendeter Weise. [...] Am 25. März sang der Chor des neuen Domes eine vierstimmige \"Missa in hon S. S. Rosarii B. M.V.\", ein Erstlingswerk von Max Filhe, das Motett \"Afferentur virgines post eam\", für vier Singstimmen und drei Tromboni, vom Ehrenmitgliede des ob. öst. Cäcilien=Vereines, Ant. Bruckner, dem Chordirector J. B. Burgstaller gewidmet, und ein \"Ave Maria\" von einem zweiten Ehrenmitgliede, J. E. Habert, in vollendeter Weise. [... Lob für Burgstallers Einstudierung und Dirigat ...]« [keine Signatur] (##).\nDer Welser Anzeiger Nr. 18 berichtet auf S. 3 von Göllerichs Klavieraufführung des Adagios des Quintetts am 29.4.1886:\r\n      »Am Donnerstag den 29. April Abends fand im Gasthofe \"zur Stadt Triest\" das bereits angekündigte Konzert des Richard Wagner=Zweigvereines statt. Außer den Mitgliedern waren eine größere Anzahl von Gästen aus den besten Kreisen von Wels erschienen.\r\n    Den Glanzpunkt des Abends bildete das Klavierspiel des Herrn August Göllerich [...] Das ist kein Spiel im gewöhnlichen Sinne. [... über die Anschlagskunst und technische Bravour Göllerichs ...] Allein spielte Herr August Göllerich: \"Adagio\" aus dem Streich=Quintett F-dur von Bruckner; \"Poesie\", \"Allmacht\" und \"Gestirne\" von Liszt. Wir konnten sein bewundernswerthes Spiel in diesen und in allen übrigen Nummern hören, da Herr Göllerich die Begleitung selbst besorgte. [... über weitere Programmnummern und Mitwirkende: Stockhammer und Hugo Schulz (Gesang), Kpm. F. Quidenus (Violine/Viola), Damenchor von Frl. Rosenberger ...] Wir schließen mit der Versicherung, daß dieser Abend zu einem der genußreichsten der Konzert=Saison zählte, zumal für solche, die einer Tonsprache eines Liszt und Wagner folgen können.\r\n    Zunächst aber haben wir Welser alle Ursache stolz zu sein, daß ein Mann, dessen Wiege hier gestanden, die Künstlerlaufbahn mit Glück betreten hat und sicheren Schrittes wandelt. Wolle Herr Göllerich auch in Zukunft unser nicht vergessen.« [keine Signatur] (###).\nEine Besprechung dieses Konzerts bringt auch das Welser Wochenblatt (a).\n(Brief von Joh. Bap. Katschthaler (Salzburg) an Bernhard Deubler:\r\n     Ob Deubler bei einem Kurs wenigstens einen Vortrag über Kirchenmusik halten könne. Über 100 Teilnehmer, aus Linz 5 angemeldet (b)).", "Letzte Änderung": "24.08.2025 21:41"}, {"ID": 188605025, "Datum": "2.5.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei März 1886):\r\n»2. Mai 7 fl Fr. Kathi für Mai.« (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 100 meldet auf S. 5, daß am 20.4.1886 in der Musikalischen Rundschau ein Artikel über das Konzert des »Frohsinn« [15.4.1886] erschienen ist:\r\n      » - Das Organ für Musiker und Musikfreunde \"Musikalische Rundschau\" enthält in seiner Nummer vom 20. April ein sehr schmeichelhaftes Referat über die am 16. d. [sic] stattgehabte Aufführung Bruckner'scher Werke durch die Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz. [... über das »Te deum«, Lob für Floderer und die Mitwirkenden, Begeisterung und Rührung nicht zu schildern ... man bereitete Bruckner] eine wohl nur selten erhörte Ovation und der Obmann des Vereins bekränzte ihn im Namen des wackeren Sangeskörpers und wohl der gesammten Anwesenden mit Lorbeer.« (**).\nBruckner wird auch auf S. 1 kurz in einer Buchbesprechung erwähnt:\r\n     \"Kunst und Kunstgewerbe im Stifte St. Florian\r\n          von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart.\r\n   Von Albin Czerny, reguliertem Chorherrn und Bibliothekar.\r\n                    (Schluß.)\r\n     Im Jahre 1686 wurde der erste Stein gelegt, um an Stelle des alten Stiftes und Gotteshauses St. Florian vom Grund aus einen neuen Bau aufzuführen. [... Baugeschichte, Kunsthandwerker,Glockenguss, Künstler, Musikpflege, Chrismann-Orgel ...]\r\n     [...] Den Zauberklängen dieser machtvollen Orgel verdankt auch, nach eigenem Geständniß, das größte musikalische Genie, welches Oberösterreich hervorgebracht hat, Anton Bruckner, die kräftigsten Impulse. - Der Anhang behandelt den Reliqienschatz [... Rüstkammer, Sammlungen ... Lob für den Wissensschatz und die Darstellungsweise Czernys, der noch lange wirken möge] zu Nutz und Frommen unserer heimatlichen Geschichtsforschung!       F. Scheichl.\" [siehe die Anmerkung] (***).\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 100 veröffentlicht auf S. 683-686 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 686 unter \"VII. Fertigkeiten\":\r\n\"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] - Harmonielehre: Tonwechslung, Chromatik, Harmonisirung etc., Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, [ohne Tages- und Uhrzeitangabe!] vom Lector Prof. Anton Bruckner. - [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "01.05.2026 21:07"}, {"ID": 188605035, "Datum": "3.5.1886(?), Montag", "Haupttext": "Undatierte Notiz Bruckners: »3. Mai Montag 1/2 10 [/] I. Montag u Samstag 1/2 6 [/] Contrap. II.[?] Jahr [/] 1 1/2 Stunde schuldig [/] I. Jahr 2 Doppelstunden«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605045, "Datum": "4.5.1886, Dienstag (Hl. Florian)", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mottl:\r\n   Beklagt sich bitter, daß das »Te deum« in Karlsruhe [am 14.4.1886] ohne Orchester aufgeführt wurde, was neben Wien und München noch nicht einmal Linz eingefallen sei. Bittet, seine Werke künftig nur mit Orchester - gut studiert - oder gar nicht aufzuführen (*).\r\n   Einen Satz dieses Briefes formulierte Bruckner zuvor in seinem Kalender (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 20.5.1886):\r\n   »ohne deinem bedeutenden Genie entsprechenden Studium meiner Werke mit Orchester jede Aufführ. besser unterlassen zu wollen.« (**).\nAufführung der b-Moll-Messe unter Deubler in St. Florian (***).\r\nDatierung in der Posaunenstimme durch den Altposaunisten Jagodic (°).\nTagebuchnotiz Prinzessin Amélies »Erfolg«, Levis Bitte vom 29.4.1886 betreffend. Levi berichtet ihr von Wagners Todestag (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605055, "Datum": "5.5.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Pg 1« [Graf Pückler, 1. Lektion] beim Datum.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:45"}, {"ID": 188605065, "Datum": "6.5.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 19 verzeichnet auf S. 245 Aufführungen der 7. Symphonie in Graz [14.3.1886] und Rostock [wann?]: \n               \n»Aufgeführte Novitäten. \n[...] \nBruckner, (Ant.), 7. Symphonie. (Graz, 5. Mitgliederconc. des Steiermärk. Musikver. Rostock, 3. Orchesterconc. des Ver. Rostocker Musiker.)«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605085, "Datum": "(8.5.1886, Samstag)", "Haupttext": "Vortragsübung am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605095, "Datum": "9.5.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung Nr. 30 bringt auf S. 72 einen Bericht über das Scherzo der 3. Symphonie unter Mahler am 18.4.1886:\r\n»Prag. [...] Ein Elite-Concert in jeder Beziehung war die zum Besten des Unterstützungsverein deutscher Rechtshörer veranstaltete Matinee. Namentlich der orchestrale Theil war reichlich bedacht; [...] Scherzo aus der neusten Symphonie von Anton Bruckner und - last not least - Wagner's grandioser \"Kaisermarsch\". Hauptsächlich die beiden letzteren Nummern erweckten einen mitunter frenetischen Beifallsjubel, der nicht wenig der trefflichen Ausführung durch das Orchester des deutschen Landestheaters unter der genialen Leitung des Kapellmeisters Mahler, der sämmtliche Piècen mit staunenswerther Sicherheit auswendig dirigirte, galt.« (*a).\nIn derselben Zeitschrift auf S. 74f der erste Teil von Paul Marsops Artikel über das »Te deum« (*b):\r\n»Wagneriana.\r\nDas Tedeum des Verkannten 1).\r\nVon Paul Marsop. [Fußnote: »1) Mit geringfügigen Auslassungen drucken wir nachstehenden bedeutsamen Aufsatz aus der \"Gegenwart\" vom 24. April ab.«]\r\n   Dass ein Mensch, welcher auf Schritt und Tritt mit Niedertracht und Gehässigkeit zu kämpfen hat, in Stumpfsinn versinkt oder gar verzweiflungsvoll des Daseins Bürde von sich wirft, ist die Regel; dass er ungeachtet jahrelanger Enttäuschungen muthig ausharrt und in rastloser Arbeit und Pflichterfüllung Trost sucht und Ruhe findet, darf schon als seltene Ausnahme gelten; dass aber vollends ein Mann an der Schwelle des Greisenalters, wenn er auf die langen, langen, nur in Kummer und Bitterniss verbrachten Jahre zurückschaut, keinen Seufzer des Grames zu den Sternen emporsendet, sondern ein frohes Dankgebet dafür, dass er leben dürfe, leben und schaffen: das ist etwas Einziges. Herr, erbarme Dich unser - so hätte ein Anderer aufgeschrien in seiner Noth!\r\n   Anton Bruckner, der Künstler mit dem gläubigen Kindergenüth, componirte ein stolzes und sieghaftes \"Te deum laudamus\". [... über die Widmung an Gott, die anwachsende Bruckner-Bewegung ...] Es ist lange her, dass in Deutschland ein bedeutsames religiöses Werk geschaffen wurde. [...] Es liess sich so an, als ob mit der Frömmigkeit auch die religiöse Kunst verschwunden wäre. [... Bruckners Werk beweise, daß echtes musikalisch-religiöses Empfinden doch noch nicht verschwunden sei, auch der Hörer sei im Innersten bewegt ...] Vielleicht ist dem herrlichen Gedicht des \"Ambrosianischen Lobgesanges\" seit Händel keine so kühne und kraftvolle musikalische Ausgestaltung zutheil geworden, wie sie nunmehr in Bruckner's Composition vorliegt. [... das Gebet eines Mannes ... lutherisches Element in diesem überzeugungstreuen Katholiken ...] Der Wucht des Inhaltes entspricht das Kraftvoll-Kernhafte der Form. [...] Wir kannten diese Gedrungenheit im kirchlichen Style bisher nicht; wir werden uns an sie gewöhnen. [...] Aber wie ist es möglich, dass jemand den Riesenstoff des Tedeum in einem Zeitraume von dreiundzwanzig Minuten völlig formgerecht bewältigt? Ja -- wie ist es möglich, dass ein Mensch ein Genie sei?\r\n   Man muss sogar betonen, dass gerade wegen der ausserordentlich geschickten Handhabung der Form Bruckner's neueste Schöpfung einheitlicher und übersichtlicher ist als seine symphonischen Arbeiten. Von einem gelegentlichen rhapsodischen Ausschweifen, von einem eigensinnigen Ausspinnen einer weniger sich dem Wesen der Composition anschmiegenden als zufällig am Wege aufgerafften Idee ist hier nichts zu merken; jeder Takt kommt einer einheitlichen Durchführung der Gesammtanlage zugute. Die Schrullen haben nur im Weltlichen ihren Platz; auch Jean Paul dünkt uns dort manierfrei, wo er religiös wird.\r\n(Schluss folgt.)« (*b).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»Mittwoch 2 Uhr [/] Montag 5 Uhr H Graf Pückler, Metternichgasse 11.« (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:51"}, {"ID": 188605105, "Datum": "10.5.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »G P 2.« [Graf Pückler, 2. Lektion] beim Datum (*).\nH. M. Schusters »Wunschzettel für die nächste Concert-Saison« in der Musikalischen Rundschau Nr. 24 enthält die 1. bis 4. und die 7. Symphonie:\r\n   »Wenn wir im Folgenden wie in früheren Jahren einzelne Werke nennen, deren Aufführung als eine künstlerische Notwendigkeit bezeichnet werden muß [...] [1 Stern = das »Wichtige«, 2 Sterne = das »Wichtigste«] Bruckner: * Symphonien in ** E-Dur, ** Es-Dur, C-moll Nr. 1 und 2 und ** D-moll. [...] Dr. H. M. Schuster« (**).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:40"}, {"ID": 188605115, "Datum": "11.5.1886, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Carl Riedel in Weimar: \n   Beiliegend alle Stimmen der e-Moll-Messe, die er habe (es seien diejenigen der Hofkapelle). Am 4.10.1885 sei die Messe sehr gut in Linz aufgeführt worden. Die Fagotte könnten durch eine Orgel ersetzt werden, keinesfalls aber das Blech.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605125, "Datum": "12.5.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »[G P] 3.« [Graf Pückler, 3. Lektion] beim Datum.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:52"}, {"ID": 188605135, "Datum": "13.5.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Klavieraufführung der 4. Symphonie durch Josef Schalk an einem Abend des Wagner-Vereins im Bösendorfersaal.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605145, "Datum": "14.5.1886, Freitag", "Haupttext": "Dr. Behn beendet seine Studien bei Bruckner (*).\r\nKalendereintragung Bruckners (bei Januar 1886): »Dr. Behn 14. Mai 79 Lect.« (**).\r\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Jeden Montag 12 Uhr Klose [/] 1 Dr Behn.« und »112 fl Steuer [/] 70 fl Holz Kohle« (***).\nInserat in der Neuen Zeitschrift für Musik auf S. 220 mit Ankündigung der 4. Symphonie (am 4.6.1886) und des Quintetts (am 6.6.1886):\r\n»Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins.\r\nTonkünstlerversammlung in Sondershausen.\r\nHaupt-Festdirigent: Hr. Hofkapellmstr. Prof. Carl Schröder. [...] 4. Juni. d'Albert, Lieder; Bird, Carnevalscenen; Bruckner, Aus der Symphonie Nr. 4, Esdur, Draeseke, Pfteconcert; Nicodé, symphonische Variationen; Sachs, Lieder; Tschaikowsky, Violinconcert. [...] 6. Juni Vorm. Beliczay, Lieder; Alb. Becker, Violin-Scherzo; Bruckner, Streichquintett; Meyer-Olbersleben, Müller-Hartung, Ferd. Praeger, Conr. Schröder, Lieder; Sgambati und Rubinstein, Pftesoli; Struss, Violin-Adagio; Urspruch, Pftequintett. [...] Das Orchester wird aus der verstärkten fürstl. Hofkapelle in Sondershausen und der Chor [...] (insgesammt 200 Personen) zusammengesetzt sein. [... Nennung der Einzelkünstler ...] Hr. Grossherzogl. Hof-Concertmstr. Carl Halir nebst seinen Quintettgenossen, den HH. KM. Theod. Freyberg, KV. Leop. Grützmacher, Carl Hager, Carl Nagel; [... weitere Künstler, Mitglieder des Comités ...]\nLeipzig, Jena, Dresden, den 14. Mai 1886.\nDas Directorium des Allgem. Deutschen Musikvereins.\r\nGrossh. sächs. Kapellmstr. Prof. Dr. Carl Riedel. Hof- und Justizrath Dr. Carl Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. Ad. Stern.« (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:36"}, {"ID": 188605155, "Datum": "15.5.1886, Samstag", "Haupttext": "Dr. Behn übernimmt die Partituren der 1., 2., 5. und 6. Symphonie. Er vermerkt dies in Bruckners Kalender bei November 1888 (*).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 13:34"}, {"ID": 188605175, "Datum": "17.5.1886, Montag", "Haupttext": "Zweiter Teil von Marsops Artikel [vgl. 9.5.1886] über das »Te deum« in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung Nr. 31 auf S. 91f:\r\n»Wagneriana.\r\nDas Tedeum des Verkannten\r\nVon Paul Marsop.\r\n(Schluss.)\r\n   Zudem hat uns der Componist durch Bethätigung einer hohen, musikalischen Kunst das Verständniss seines Werkes ausserordentlich erleichtert. [... nur eine Fuge ... fesselnde Polyphonie ... kräftiges Unisono ...] In Betreff des Styles ist noch am ehesten eine Verwandtschaft mit dem der \"Missa solemnis\" zu erkennen. [... Rücksichtnahme auf die wechselnden Stimmungen ... unerhörte Zumuthungen an die Singstimmen ... Kritik an der Kritik, die die instrumentale Behandlung des Chores und Textwiederholungen beanstande ... nach dem Todschweigen komme nun das Mißverstehen ...] Nehmt ihn, wie er sich gibt; heftet ihm keine Lappen und Flitter an, sondern begreift ihn in seiner schlichten Wahrhaftigkeit! Er hat mit seinen silberweissen Haaren keine Zeit mehr, zu warten, bis Ihr [...] ihn als das gelten lassen werdet, was er ist: als einen Herrn auf eigenem Grund und Boden. Erlasst ihm einige Marterstationen auf dem Passionswege zur Berühmtheit und zum Conversationslexikon! [...] Wo ist ein Mäcen? [... der Schriftsteller könne den Künstler nicht materiell, sondern nur ideell fördern ...] Das ist tröstlich, nicht wahr? Te Deum laudamus!« (*).\r\nNotiz auf S. 88:\r\n»Correspondenzen\r\nDresden. [...] In der nächsten Saison [15.3.1887] dürfte die siebente Symphonie Anton Bruckner's [...] zur Aufführung gelangen. So fängt der Geist des Fortschritts sich überall zu regen an.« (*a).\r\nMeldung auf S. 96:\r\n»Eingesandte Concertprogramme\r\nWels (Ober-Oesterr.)\r\n[ ...] Zweigverein des allgemeinen Richard-Wagner-Vereines [...] 1886 I. Abend (29. April) [...] 2. Bruckner: Adagio aus dem F-dur Streichquintett (Klavier-Uebertragung). [...]« (*b).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »P. 4.5.« [Graf Pückler, 4. und 5. Lektion] beim Datum (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:53"}, {"ID": 188605185, "Datum": "18.5.1886, Dienstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 7803 informiert auf S. 7 über das Musikfest in Sondershausen:\r\n     \" - Das für den 3. bis 6. Juni in Sondershausen geplante Musikfest des Allgemeinen deutschen Musikvereins, zu welchem Franz Liszt sein Erscheinen zugesagt hat, wird in einer kirchlichen Aufführung den Liszt'schen \"Christus\", in drei Orchester=Concerten symphonische Werke von Liszt (Ideale, Hunnenschlacht, Hamlet, Bergsymphonie, Todtentanz) Bruckner, Bronsard, Bird, Nicodé [... Schulz=Beuthen, Damrosch, Draeseke, Tschaikowski, Gutheil ...] und in zwei Matinéen Kammermusikwerke von Bruckner (Streichquintett), [Metzdorf, Rudhardt, Bargiel, Urspruch] und Anderes zu Gehör bringen. [... Richard Wagner, Brahms, Sgambati, Rubinstein. Mitwirkende: d'Albert, Siloti, Friedheim, Kahrer=Rappoldi, Halir- und Grünberg-Quartett, Struß, J. Klengel, Marianne Brandt, Frl. Schärnack], die Herren Dierich und Scheidemantel. Festdirigent ist Professor Karl Schröder.\"", "Letzte Änderung": "31.10.2024 12:29"}, {"ID": 188605195, "Datum": "19.5.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Liszt bespricht mit Carl Riedel das Programm des Musikfestes in Sondershausen [3. - 6.6.1886]. \n\nGöllerich notiert am 20.5.1886 Aussprüche Liszts in seinem Tagebuch: \n\n     \"Ich sagte gestern zu Riedel, gut, legen Sie diesmal den Schwerpunkt auf Bruckner, dem ich ja ganz gut will. Die Russen bleiben diesmal weg.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605205, "Datum": "20.5.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht in der Musikalischen Rundschau Nr. 25 auf S. 280 über das Konzert vom 13.5.1886 (4. Symphonie):\r\n»Vereins-Chronik [...] Bei der am Donnerstag, den 13. Mai stattgefundenen geselligen Vereinigung des ordentlichen Mitglieder brachte Herr Prof. Josef Schalk die vierte (romantische) Symphonie Anton Bruckner's im zweihändigen Klavier-Arrangement zum Vortrage. [...]« (*).\nIn Weimar notiert August Göllerich in seinem Tagebuch einige Aussprüche Liszts, die auf Bruckner bezogen sind, da sie im 1908 veröffentlichten Buch ebenfalls in diesem Zusammenhang berichtet werden:\n     \"Schleichendes Fieber von Symphonien.\", \"Als Orgelspieler halte ich nicht viel von ihm.\", \"Ich höre so verschiedene Urtheile [über Bruckner], Brahms sprach mir davon, daß er sich ganz wol zu benehmen wisse, die Bescheidenheit ist nicht so weit her, der Mann ist fix ganz gut gestellt.\" und [gelegentlich der Vorbereitungen für Sondershausen, 3. - 6.6.1886] \"Es thut mir leid, daß man so viel von mir angesetzt hat, (ohne Br.'sche Bescheidenheit [Brucknersche Bescheidenheit] gesagt) ich wollte, daß man den 'Christus' wegläßt, aber Schröder will nicht davon lassen, u. sie haben nichts Anderes. Ich sagte gestern zu Riedel, gut, legen Sie diesmal den Schwerpunkt auf Bruckner, dem ich ja ganz gut will. Die Russen bleiben diesmal weg.\"(**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 13:55"}, {"ID": 188605215, "Datum": "21.5.1886, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie [am 14.3.1886 in Graz] durch Friedrich von Hausegger in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 21 auf S. 225:\r\n                     »Graz.\r\n   Als ein Ereigniß für unsere musikalische Stadt ist die im fünften Musikvereins=Concerte stattgehabte Aufführung der siebenten Symphonie Anton Bruckner's zu bezeichnen. [... seltener Erfolg, Beifallstürme, Publikum durch Wirken des Wagner-Vereins mit Neuem vertraut ...] Bruckner's Meisterwerk fand daher günstigen Boden. [... keine Wagner-Entlehnungen, doch wie bei diesem »der große Zug« ... mächtige, organische Gestaltung ...] Wahrlich das ist wieder eine Symphonie! [...] wie ein kolossales Meisterwerk der Plastik [... erwähnt die Coda des 1. Satzes, den männlichen Schmerz des Adagios, das herrliche Scherzo ... es folgt] ein meisterhaftes, schwungvolles, den übrigen Sätzen an Größe und schöpferischer Gewalt vollkommen ebenbürtiges Finale.\r\n    Die großen Schwierigkeiten, welche das Werk in jeder Beziehung bietet, überwand unser begabter Opern- und Concertdirigent Herr Dr. Karl Muck in erstaunlicher Weise. Der Componist selbst bezeichnete ihn als trefflichen Dirigenten und die Aufführung seines Werkes, was die Auffassung betrifft, als eine der besten, die er für möglich halte.\r\n    Dem Concerte folgte eine festliche Zusammenkunft, in welcher unser Wagnerverein den Componisten in herzlichster Weise feierte.\r\n                Dr. F. v. Hausegger.« (*).\nInserat in der Neuen Zeitschrift für Musik auf S. 232 mit Ankündigung der 4. Symphonie (am 4.6.1886) und des Quintetts (am 6.6.1886) [nicht identisch mit dem vom 14.5.1886]:\r\n    »Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins.\nTonkünstlerversammlung in Sondershausen,\r\n     zugleich Vorfeier des 76. Geburtstages von Dr. Franz Liszt,\r\n                Ehrenpräsident d. A. D. M. Vs.\r\nHaupt-Festdirigent: Hr. Hofkapellmstr. Prof. Carl Schröder. [...] 4. Juni. H. Berlioz, Symphonie fantastique; R. Becker, Gesang-Ballade; A. Bird, Carnevalscenen; Bruckner, Satz I. u. III. aus der Symphonie Nr. 4, Esdur, Draeseke, Pfteconcert; Nicodé, symphonische Variationen; Rebling, Gesang; M. E. Sachs, Lieder; Tschaikowsky, Violinconcert. [...] 6. Juni Vorm. d'Albert, Pianofortestücke; Beliczay, Lied; Bruckner, Streichquintett; Albert Fuchs und Ferd. Praeger, Lieder; Sgambati und Rubinstein, Pftesoli; H. Sommer, Lieder; Urspruch, Pftequintett; Wüllner und Wagner, Lieder. [...] Das Orchester wird aus der verstärkten fürstl. Hofkapelle in Sondershausen und der Chor [...] (insgesammt 200 Personen) zusammengesetzt sein. [... Nennung der Einzelkünstler ...] Hr. Grossherzogl. Hof-Concertmstr. Carl Halir nebst seinen Quintettgenossen, den HH. KM. Theod. Freyberg, KV. Leop. Grützmacher, Carl Hager, Carl Nagel; [... weitere Künstler, Mitglieder des Comités ...]\nLeipzig, Jena, Dresden, den 14. Mai 1886.\nDas Directorium des Allgem. Deutschen Musikvereins.\r\nGrossh. sächs. Kapellmstr. Prof. Dr. Carl Riedel. Hof- und Justizrath Dr. Carl Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. Ad. Stern.« (**).\nEin Hinweis erscheint auch in \"Het vaderland\" Nr. 119 ('s-Gravenhage) auf S. 2:\r\n\"                 Kunst- en Letternieuws.\r\n[...]\r\n     Bij gelegenheid van de Duitsche «Tonkünstlersammlung” [sic] te Sondershausen van 3-6 Juni zullen o. a. werken van Bargiel, Ed. De Hartog, Liszt, d’Albert, Bruckner, Brahms, Tschaikowsky, Becker, Sgambati, Rubinstein worden uitgevoerd. Onder de solisten merkt men op Marianne Brandt, d’Albert, mej. Schärnack, Scheidemantel, Klengel.\" (***).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 09:10"}, {"ID": 188605245, "Datum": "24.5.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »P. 6.7.« [Graf Pückler, 6. und 7. Lektion] beim Datum (*).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:53"}, {"ID": 188605255, "Datum": "25.5.1886, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Vockner. Ende Okt. angef. [/] Graf [Pückler Oktober 1885 angefangen]« (*). Brief der Allgemeinen Sparkasse in Linz an die Liedertafel \"Frohsinn\": Die Direktion habe zur Deckung der Kosten der Bruckner-Feier [am 15.4.1886] 100 Gulden bewilligt. Unterzeichnet von Präsident Schadinger [?], eine zweite Unterschrift nicht lesbar (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605265, "Datum": "26.5.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Klose schuld.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605285, "Datum": "28.5.1886, Freitag", "Haupttext": "Inserat in der Neuen Zeitschrift für Musik auf S. 232 mit Ankündigung der 4. Symphonie (am 4.6.1886) und des Quintetts (am 6.6.1886) [nahezu identisch mit dem vom 21.5.1886]:\r\n»Bekanntmachung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins.\r\nTonkünstlerversammlung in Sondershausen, \r\nzugleich Vorfeier des 76. Geburtstages von Dr. Franz Liszt, \r\nEhrenpräsident d. A. D. M. Vs. \r\nHaupt-Festdirigent: Hr. Hofkapellmstr. Prof. Carl Schröder. [...] 4. Juni. H. Berlioz, Symphonie fantastique; R. Becker, Gesang-Ballade; A. Bird, Carnevalscene; Bruckner, Satz I. u. III. aus der Symphonie Nr. 4, Esdur, Draeseke, Pfteconcert; Nicodé, symphonische Variationen; Rebling, \"Dornröslein; M. E. Sachs, Lieder; Tschaikowsky, Violinconcert. [...] 6. Juni Vorm. d'Albert, Pianofortestücke; Beliczay, Lied; Bruckner, Streichquintett; Albert Fuchs und Ferd. Praeger, Lieder; Sgambati und Rubinstein, Pftesoli; H. Sommer, Lieder; Urspruch, Pftequintett; Wüllner und Wagner, Lieder. [...] Das Orchester wird aus der verstärkten fürstl. Hofkapelle in Sondershausen und der Chor [...] (insgesammt 200 Personen) zusammengesetzt sein. [... Nennung der Einzelkünstler ...] Hr. Grossherzogl. Hof-Concertmstr. Carl Halir nebst seinen Quintettgenossen, den HH. KM. Theod. Freyberg, KV. Leop. Grützmacher, Carl Hager, Carl Nagel; [... weitere Künstler, Mitglieder des Comités ...]\nLeipzig, Jena, Dresden, den 25. Mai 1886. \nDas Directorium des Allgem. Deutschen Musikvereins.\nGrossh. sächs. Kapellmstr. Prof. Dr. Carl Riedel. Hof- und Justizrath Dr. Carl Gille. Commissionsrath C. F. Kahnt. Prof. Dr. Ad. Stern.« (*).\n \nIn Weimar notiert August Göllerich Aussprüche Liszts zu der Aufführung von \"Christus\" [am 31.12.1871]:\n     \"In Wien I. Theil mit Bruckner an der Orgel - \"war gar nicht zufrieden.\" Erfolg ziemlich passabel. [... über Hanslicks vernichtende Kritik vom 4.1.1872 ...] Das brachte viele frühere Freunde von mir ab. Bruckner war voll Mitleid. Ich sagte ach wahrscheinlich wegen Hanslick - sie haben nur darauf gewartet. [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 09:11"}, {"ID": 188605295, "Datum": "29.5.1886,  Samstag", "Haupttext": "Die Illustrierte Zeitung (Leipzig) Nr. 2239 erwähnt auf S. 541 in ihrer Programmvorschau der Tonkünstlerversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Sondershausen (3.-6.6.1886) auch einen Symphoniesatz [4. Symphonie] und ein Streichquartett [recte: Quintett] Bruckners. \n»- Das Programm der vom 3. bis 6. Juni in Sondershausen stattfindenden Tonkünstlerversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins umfaßt sechs Concerte [...] Bruckner ist mit einem Symphoniesatz und einem Streichquartett, Urspruch mit einem Klavierquintett, Bargiel mit einem Klaviertrio vertreten. [...]« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188605305, "Datum": "30.5.1886, Sonntag", "Haupttext": "[1880 oder 1886?] Separate Aufzeichnung des Morgengebetes (*).\n \n(Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Bernhard Deubler:\r\n     Dass der Diözesan-Cäcilien-Verein 1886 auf Wunsch des Prälaten nicht in St. Florian tagen könne, habe er sofort P. Coelestin Baumgartner (Lambach) und P. Joseph Calasanz Heidenreich in einer Comite-Sitzung mitgeteilt. Außer Deubler habe auch Chorregent P. Waidinger nicht dabei sein können. Die Alumnen Binder und Hager anwesend. Erwähnt den Allgemeinen Österreichischen Cäcilien-Verein und Ambrosius-Verein. Aus Gesundheitsgründen müsse er als Domvikar zurücktreten, bleibe aber bei der Musik des Maria-Empfängnis-Domes. Besuch von Mauracher; Werk von Josef Gruber (Deubler gewidmet) noch für 1886 geplant. Der Reverendissimus [Bischof?] hänge leider der nichtcäcilianischen Wiener Geschmacksrichtung an. Die Obmannsstelle beim Cäcilien-Verein sei ein Joch, das er bald ablegen wolle (**)).", "Letzte Änderung": "29.08.2025 04:48"}, {"ID": 188605315, "Datum": "31.5.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »31. Mai [1]886 Fr. Kathi für Juni 7 fl.« (*).\r\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »P. 8.9.« [Graf Pückler, 8. und 9. Lektion] beim Datum (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:54"}, {"ID": 188606005, "Datum": "Juni 1886", "Haupttext": "Eintragung in Bruckners Kalender: »Hernals Hauptstrasse Nr. 2 B. 1. Stock Thür Nr. 7 [von fremder Hand:] Bernárd.« (*).\nAnkündigung der von Josef Schalk erstellten Klavierfassung des Scherzos der 3. Symphonie in Hofmeisters Monatsbericht, S. 512 (**).", "Letzte Änderung": "17.09.2024 07:57"}, {"ID": 188606006, "Datum": "etwa Juni 1886", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium. Bruckners Schüler, denen der »Erste Classificationsgrad« zuerkannt wurde, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt: [diesmal kein Schüler in den Vorbildungsklassen] bei den Ausbildungsschulen »Orgelclasse des Prof. Herrn A. Bruckner. (6 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Meyer Josef, Paur Carl, Steininger Adolf. [/] II. Jahrgang. Weber Carl, Wilfert Rudolf, Xanthopoulos Thimothée.«, bei Musiktheorie »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Prof. Herrn A. Bruckner. (5 Zöglinge.) [/] Brzibohaty Gottfried, Klein Josef, Ostariasch Johann.« und »Classe für Contrapunct des Prof. Herrn A. Bruckner. (6 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Paur Carl, Steininger Adolf. [/] II. Jahrgang. Weber Carl.«.", "Letzte Änderung": "23.12.2024 18:00"}, {"ID": 188606015, "Datum": "1.6.1886, Dienstag", "Haupttext": "Artikel von C. A. Barry in »The Musical Times« 27/520, S. 322 - 324 über Bruckner, das \"Te deum\" und die 7. Symphonie (*).\nAmélie trifft (in Possenhofen) Kaiserin Elisabeth und Marie Valerie, die ihr vom Kaiser ausrichtet, »daß die Sache Bruckner im Gang sei!« (**).\nBericht über die Aufführung des »Te deum« am 7.4.1886 in der »Lyra« Nr. 17 auf S. 165:\r\n           »Aus der musikalischen Welt. \r\n[...]\n     Aus München meldet der \"Chorgesang\": Des Wiener Hoforganisten Professor Anton Bruckner \"Te Deum\" für Soli, Chor und Orchester wurde am 7. April in München durch Capellmeister Levi mit großem Erfolge aufgeführt; Der Componist, den man an der blauen Donau so lange darniedergehalten hat, wurde sechs Mal gerufen. Das Werk bietet in gedrungenen und übersichtlichen Formen einen reichen musikalischen Gedankeninhalt. Auch ist es in [sic] einem edlen, wahrhaft religiösen Empfinden entsprungen und fesselt durch Adel des Ausdrucks, Gediegenheit des Satzes und Pracht des Kolorits die Theilnahme des Hörers vom ersten bis zum letzten Tacte; der Schluß ist ganz gewaltig.« [keine Signatur] (***).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 26 vermeldet auf S. 287 die Klavieraufführung des Adagios des Quintetts am 29.4.1886 in Wels:\r\n      »Eingesandte Concertprogramme \r\nWels. Zweigverein des allgemeinen Richard Wagner-Vereines \r\nI. interner Abend, 29. April 1886 [/] Programm: [...] 2. Bruckner: Adagio aus dem Streich-Quintett F-dur, Klavier-Uebertragung. [...]« (°)\nund gibt auf S. 288 das Programm der Tonkünstlerversammlung in Sondershausen bekannt (Sätze der 4. Symphonie am 4.6.1886, Quintett am 6.6.1886):\r\n      »Kleine Mittheilungen und Berichte \r\n[... das Programm in Sondershausen ...] soll folgende Werke umfassen: [...] 4. Juni [...] Bruckner: aus der Sinfonie Nr. 4, Es-Dur; [...] 6. Juni: Vormittags [...] Bruckner, Streichquintett; [...]« (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:39"}, {"ID": 188606025, "Datum": "2.6.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung Nr. 33 kündigt auf S. 126f an, daß beim Musikfest in Sondershausen Teile der 4. Symphonie und das Quintett aufgeführt werden: »- Es verlautet jetzt officiell Näheres über das vom 3. bis einschliesslich 6. Juni in Sondershausen, unter Leitung des Haupt-Festdirigenten, Prof. Carl Schroeder stattfinden sollenden Fest des »Allgemeinen deutschen Musik-Vereines«. Wir greifen das Bedeutendste aus dem Programm heraus. Von Meister Bruckner das Streichquintett und ein nicht näher bezeichnetes Stück aus der vierten Symphonie (leider also wieder, wie beim vorjährigen Carlsruher Musikfest, ein Symphonie-Fragment .... wie unkünstlerisch!!); [... über die weiteren Werke ...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606034, "Datum": "vor dem 3.6.1886", "Haupttext": "Liszt schlägt Riedel vor, in Sondershausen Bruckner mehr zu berücksichtigen [vgl. 19.5.1885], womit jedoch der Dirigent Schröder nicht einverstanden ist. Auf der Fahrt von Weimar zum Musikfest äußert sich Liszt Göllerich und Stradal gegenüber eher ungünstig über Bruckners Symphonien (*). Schon früher hatte Liszt mit seiner Cousine Henriette von Liszt in Wien das Adagio des Quintetts vierhändig gespielt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606036, "Datum": "(3.-6.6.1886)", "Haupttext": "Musikfest in Sondershausen. Aus Liszts Bekanntenkreis sind u.a. anwesend: Göllerich, Stradal, Ina Löhner, Lina Ramann, Ida Volckmann, Halir, Grützmacher, Marianne Brandt, Otto Leßmann, Siloti, Riedel, Gille, Martin Krause (vom Leipziger Liszt-Verein), Draeseke, Frau Rappoldi-Kahrer, Joukowsky [siehe die Anmerkung], Bronsart, Smolian, M. E. Sachs, Hugo Riemann, Arthur Friedheim, Dr. Stern, Eugen d'Albert, Arthur Seidl, Klengel und Alexander Ritter (*).\n \nAuf dem Gruppenphoto mit Liszt sind zu sehen: Richard Metzdorff, Christian F. Kahnt, Göllerich, Carl Gille, Otto Leßmann, Adolf Schultze, Willy Rehberg, Margarethe Stern, Julius Blüthner, Lina Ramann, Liszt, Karl Hill, Marianne Brand, Karl Riedel, Carl Schröder, Carl Halir, Alexander Siloti, William Dayas, Bernhard Stavenhagen, Arthur Friedhelm und August Stradal (**).\n \nLiszt widmete Göllerich einen Klavierauszug des Oratoriums \"Christus\" (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:41"}, {"ID": 188606045, "Datum": "4.6.1886, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n      Dankt für Levis Bemühungen [wegen Hans Richter und der 7. Symphonie], ist neugierig auf London. Er werde mündlich [in Bayreuth] von Hanslick und Brahms erzählen. In Sondershausen werde auf Riedels Veranlassung die 4. Symphonie und das Quintett aufgeführt. Er werde Riedel bitten, die Partitur an Schott zu senden. Freut sich auf ein Wiedersehen in Bayreuth (*).\nIn Sondershausen Musikfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins [3. - 6.6.1886] mit dem 1. und 3. Satz der 4. Symphonie unter Karl Schröder [4.6.1886, erster Programmpunkt] und [6.6.1886] dem vom Halir-Grützmacher-Quartett gespielten Quintett. Göllerich und Stradal überliefern eher ungünstige Urteile von Liszt und Lina Ramann über die Symphonie (**).\r\nDiese Aufführung besucht [vermutlich] auch Otto Leßmann (**a).\r\nAußerdem stehen auf dem Programm dieses Tages [in einem einzigen Konzert?] Werke von Berlioz (Symphonie phantastique), Becker (Ballade), Arthur Bird (Carnevalscene), Draeseke (Klavierkonzert, mit Laura Rappoldi), Nicodé (symphonische Variationen, unter Nicodés Leitung), Rebling (Lied »Dornröslein«, mit Frl. Schärnack), M. E. Sachs (Lieder) und Tschaikowsky (Violinkonzert, mit Carl Halir) (**b).\r\nIm dem benutzten Stimmenmaterial von 1881 hat sich in der Flötenstimme ein Eintrag »Sondershausen-Musikfest 1886 R. Strauss« erhalten (***).\r\nLina Ramann notiert in ihrem Tagebuch: »Bülow soll über Bruckner gesagt haben: 'halb Genie, halb Trottel'; ich finde: er hat scharf, aber nicht ganz falsch gezeichnet.« (°).\nWalter Damrosch hört die Komposition von Bird, worauf Liszt ihm eine Symphonie von Bird empfiehlt.\r\n[Später:]\r\nBei seiner Rückkehr nach New York hat Damrosch eine Bruckner-Symphonie [welche? prov. WAB 86] im Gepäck, ohne unmittelbare Planung einer Aufführung (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:42"}, {"ID": 188606047, "Datum": "nach dem 4.6.1886", "Haupttext": "Bruckner läßt durch Riedel die Partitur der 4. Symphonie an Schott in Mainz schicken (*). [Vermutlich:] Besprechung des Sondershausener Konzerts (mit Teilen der 4. Symphonie) durch Otto Leßmann [in der Allgemeinen Musik-Zeitung (Berlin)?] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606055, "Datum": "5.6.1886, Samstag", "Haupttext": "Tagebucheintragung Amélies: ”Hier vielleicht Bruckner-Gespräch! Nein, doch erst am andern Tag.”", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606065, "Datum": "6.6.1886, Sonntag", "Haupttext": "Tagebucheintragung Amélies: ”Abends erzählte ich Papa [Karl Theodor] vom 'armen Bruckner' und Kapellmeister Levy und frug ihn wegen Bayreuth. Wie glücklich bin ich, dass Papa mir erlaubt, dorthin zu reisen!« (*).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»Dr Behn Mittw 12 - 2 [/] Freit. 1 - 2 [/] Anf 21. Okt. 885. [/] H Klose 3. Febr 886. Anfang. [/] Direct. [Eckstein] dtt [oder: »Okt«?]« (**).\r\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »B« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).\nJulius Mannheimer verzeichnet im Pester Lloyd Nr. 156 (»Rückblicke auf die Opern- und Konzertsaison.«) auch die 7. Symphonie:\r\n      »[... Brahms ausgenommen, gab es auffallend viele Novitäten bei den Philharmonikern ...] Bezüglich solcher Kompositionen ist die zweite Aufführung beinahe wichtiger als die erste. Auch Bruckner's Symphonie (E-dur) [sic! vermutlich gemeint: »Es-dur« oder - unwahrscheinlicher - »D-moll«?] hätte verdient aufgeführt zu werden. Ein Werk, welches anläßlich seiner ersten Aufführung in Wien so viel Staub aufgewirbelt und so diametral entgegengesetzte Beurtheilung erfahren hat, kann wohl absonderlich und vielleicht selbst ungenießbar, keineswegs jedoch so nichtssagend sein, daß sich eine Aufführung nicht verlohnt hätte. Für die nächste Saison erscheint [sic] sie uns jedoch an Aktualität verloren zu haben. [... Rückblick auf weitere Konzerte ...] Julius Mannheimer.« (°).\nAufführung des Quintetts durch das Halir-Grützmacher-Quartett (Carl Halir, Theodor Freyberg, Carl Nagel, Carl Hager [2. Viola] und Leopold Grützmacher) beim Musikfest in Sondershausen um 11 Uhr im Hotel Münch (°°).\r\nEs erklingen außerdem Werke von d'Albert (von ihm selbst gespielt), Beliczay (Lieder, mit der Altistin Elisabeth Exter), Albert Fuchs und Ferd. Praeger (Lieder, mit Gustav Trautermann), Sgambati [nur geplant?], Rubinstein (Polonaise, mit Gertrud Hertzer aus Straßburg), Hans Sommer (Lieder, mit Karl Hill), Urspruch (Klavierquintett, mit dem Halir-Quartett und Urspruch), Wüllner und Wagner (Lieder, mit E. Exter) (°°°).\nIn der Neuen Freien Presse Nr. 7822 wird die 2. Auflage des Klavierauszugs der 7. Symphonie angekündigt:\r\n     \"Neue Musikalien. (Bericht der k. k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus.) Brahms: Vierte Symphonie, E-moll, für zwei Claviere, vierhändig; Bruckner. Siebente Symphonie, vierhändiger Clavierauszug (zweite Auflage); Marenco=Manzetti [... Weinwurm ...] Wolzogen: Parsifal= und Tristan=Leitfaden (neue Auflagen).\" (#).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:44"}, {"ID": 188606075, "Datum": "7.6.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »P. 10.« [Graf Pückler, 10. Lektion] beim Datum.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:55"}, {"ID": 188606085, "Datum": "8.6.1886, Dienstag", "Haupttext": "Das Hamburger Fremdenblatt berichtet von den Konzerten in Sondershausen [4. Symphonie am 4.6.1886] [Textauszug in englischer Übersetzung]:\r\n\"[...] The second day brought a concert lasting almost five hours. And it was heavy fare that was offered. The opening two movements of Anton Bruckner's Symphony in E flat major do not deny the skillfull musician in form and invention, but without captivating the listener more deeply with compelling power.\" (*).\nEin Bericht erscheint auch in der Saale-Zeitung [Textauszug in englischer Übersetzung]:\r\n     \"[...] Today's concert, which was played from 6 to 9 o'clock in the evening in front of a packed house, brought much that was new and beautiful. This is by no means to say that the new was always beautiful for the sake of its novelty. On the contrary, we would have liked to have dispensed with individual novelties, about which a final judgment is reserved for the future: the danger of neglecting the content, the inwardness of feeling and the true beauty over the technical perfection, over the splendor of the form, did not seem us to be avoided everywhere, at the very least, this boundary was severely breached. The court orchestra played the 1st and 3rd movements from A. Bruckner's 4th Symphony in E flat major (Mscr.). [...]\"\r\n[im deutschen Original:]\r\n„Das heutige Konzert, das abends von 6 bis 9 Uhr vor übervollem Hause gespielt wurde, brachte viel des Neuen und Schönen. Keineswegs soll damit gesagt sein, daß das Neue um seiner Neuheit willen auch immer schön gewesen sei. Im Gegentheil, wir hätten einzelne Novitäten, über welche ein endgiltiges Urtheil jedenfalls erst der Zukunft vorbehalten bleibt, gern entbehrt: die Gefahr, über die technische Vollendung, über den Glanz der Form den Gehalt, die Innerlichkeit der Empfindung und die wahre Schönheit zu vernachlässigen, schien uns nicht überall vermieden, zuwenigst wurde die Grenze derselben hart gestreift. Die Hofkapelle spielte den 1. und 3. Satz aus der A. Bruckner’schen 4. Sinfonie Es-dur (Mscr.), ….“ (**),\nund in den Dresdner Nachrichten Nr. 159 auf S. 3, signiert \"O. L.\":\r\n\"    † O. L.  Der zweite Tag des Sondershausener Tonkünstlerfestes hatte nur ein Konzert auf dem Programm, in welchem des Guten recht viel geboten wurde. Die eröffnenden zwei Sätze aus Anton Bruckner's 4. Sinfonie in Es-dur versprechen zu Anfang mehr als sie im Verlaufe halten. [... erwähnt werden u.a.: Draeseke, Laura Rappoldi-Kahrer, Nicodé, Halir mit Tschaikowsky-Konzert ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "20.04.2026 02:59"}, {"ID": 188606095, "Datum": "9.6.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »[P.] 11.« [Graf Pückler, 11. Lektion] beim Datum (*).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 5185 bringt auf S. 7 einen Bericht des Verlages A. Gutmann:\r\n»[Neue Musikalien.] (Bericht der k. k. Hof=Musikalienhandlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus.) [... Brahms, 4. Sinfonie ...] Bruckner: Siebente Symphonie, vierhändiger Clavierauszug (zweite Auflage); [Marenco=Manzotti ... Weinwurm ... Wolzogen ...]« (**).\nVom Musikfest in Sondershausen (mit der 4. Symphonie am 4.6.1886) berichtet Martin Krause im Leipziger Tageblatt Nr. 160 auf S. 3361 (= S. 17):\r\n\"          Tonkünstlerversammlung in Sondershausen.\r\n     Würdig reihte sich das dritte Concert der Tonkünstler-Versammlung dem glänzenden zweiten an; von echt fortschrittlichem Geiste durchweht, fesselte es von vornherein durch sein äußerst interessantes Programm. Zwei Sätze aus einer Symphonie von Bruckner (Esdur) und zwar deren erster und dritter (Scherzo) standen an der Spitze desselben. Des Componisten seltenes Talent für die Symphonie trat wieder lebhaft ins Bewußtsein. Zwar klingt jener 1. Satz etwas aphoristisch, aber ein geheimes Band umschlingt alle seine Theile: das Genie des Componisten, der nach kunstvollen Verschlingungen der Themen Höhepuncte gewinnt, ist von so großer Bedeutsamkeit, daß man vergeblich nach Parallelen in der Literatur der viersätzigen Symphonie, von der classischen Periode abgesehen, suchen dürfte. Was haben in dem reizenden frischen Scherzo einige Anklänge an Weber's wilde Jagd &amp;c. zu sagen; wer dürfte behaupten, daß dieselben nicht völlig bewußt sind, da Bruckner in diesem Satze das Bild einer fröhlichen Jagd malt! Für die Wahl der beiden Sätze muß man dem Directorium des Allgemeinen Deutschen Musikvereins dankbar sein, die Propoganda [sic] für Bruckner sollte dasselbe als schöne Mission fest im Auge behalten: in Carlsruhe einen Satz, in Sondershausen deren zwei, hoffentlich bekommen wir nächstes Jahr endlich eine ganze Symphonie zu hören!n [... zu den anderen Programmnummern ...] Das Orchester unter Capellmeister Schröder leistete auch in diesem Concert ganz Vorzügliches; [...] Herr Concertmeister Grünberg führte kleinere Soli, wie auch im ersten Concert, in vorzüglicher Weise aus.    Martin Krause.\" (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:49"}, {"ID": 188606115, "Datum": "11.6.1886, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (zwischen den Gebetsaufzeichnungen vom 10.6. und 11.6.): »Freit 10 Uhr D Behn 2 L. [Lektionen?] - Klose L.« (*).\nDas Leipziger Tageblatt Nr. 162 berichtet auf S. 14 vom Konzert in Sondershausen mit der Aufführung des Quintetts [6.6.1886]:\r\n\"       Tonkünstler-Versammlung in Sondershausen.\r\n     Im Mittelpuncte des fünften Fest-Concertes stand, Alles überstrahlend und das meiste Interesse der Hörer in Anspruch nehmend, Anton Bruckner’s Streich-Quintett in Fdur. Das Werk macht einen unendlich sympathischen Eindruck durch die stille Verklärung, welche es umfließt, und die nur hin und wieder dem helleren Glanze einer edlen Leidenschaftlichkeit weicht. „Idyllisch\" das Werk zu nennen, wäre trotzdem nicht ganz zutreffend, da wehmütige Schatten manchmal die Stimmung mit sanftem Schleier umwehen und auf überwundene Schmerzen in düsterer Erinnerung hindeuten. Aber immer wieder weicht alles Andere der stillen Beschaulichkeit des Tondichters, die dem herrlichen Genießen gleicht, welches die Aussicht aus stillem Waldesdunkel in die offene Landschaft gewährt. Draußen ist es hell, es regt sich allenthalben, aber die Wirren des Kampfes ums Dasein treffen nur unser Auge, nicht das Herz, welches das Waldesdunkel in seinen süßen Zauber bannt; wie ein Gebet umfängt es die Seele: süßer Friede, komm', o komm' in meine Brust! Wenn wir der Entstehungsgeschichte des hochpoetischen Bruckner'schen Werkes nachspüren wollten, würden wir sicher auf den letzten Beethoven als anregenden Factor kommen: namentlich das Scherzo, ein gemäßigtes Allegro, hat ein so merkwürdiges Profil, daß man die Aehnlichkeit mit Beethoven kaum übersehen darf. Freundlich und hell, prächtig in der Thematik und hochoriginell in der Durchführung ist der erste Satz, ein stillbewegtes Allegro. Diese merkwürdige Bewegungsart ist dem ganzen Werke eigen: nirgends jene nervöse Unruhe, ohne welche heutzutage kaum ein musikalisches Werk in die Erscheinung treten kann. Als zweiter Satz steht das schon erwähnte Scherzo, dem ein Adagio von bedeutsamer Tiefe folgt. Im Finalsatz zeigt sich Bruckner's Eigenart am deutlichsten; nicht die Bewegung, sondern die merkwürdige Färbung geben dem Satze den Charakter eines Finale, das in seiner graciösen Lieblichkeit Ohr und Herz gefangen nimmt. Bruckner hatte das Glück, ausgezeichnete Interpreten seines Werkes zu finden: die Herren Halir, Freiberg, Nagel, Hager, Leopold Grützmacher errangen dem Werke einen großen verdienten Erfolg. Weit steht A. Urspruch hinter Bruckner als Kammermusik-Componist zurück, seine Musik scheint nur geschrieben zu sein, um zu gefallen. [… über die anderen Programmnummern …].\r\n     Herr Eugen d’Albert beschloß das sehr lange Concert mit dem Vortrage seiner vier Charakterstücke […] Der benutzte Flügel war diesmal ein Bechstein'scher von außerordentlicher Schönheit, groß und voll im Ton und allen Anforderungen der Spieler gerecht werdend. Herr Rehberg, der oft belobte [besetzte?] Begleiter, war in jeder Beziehung präcise zur Stelle.    Martin Krause.\" (**).\nVon diesem Konzert berichtet auch Otto Lessmann in der Allgemeinen Musik-Zeitung auf S. 248 [Zitat in englischer Übersetzung]:\r\n     \"[...] So much is now being said and written about Bruckner that every opportunity must be welcomed with joy that enables the public to form its own judgment in the dispute of opinions for and against. The quintet ist bursting with bizarreness and musical quirks [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:52"}, {"ID": 188606135, "Datum": "13.6.1886, Pfingstsonntag", "Haupttext": "König Ludwig II. am Starnberger See gestorben.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606136, "Datum": "nach dem 13.6.1886", "Haupttext": "Bruckner äußert sich Gutmann gegenüber (*) und in einer Soirée bei Hohenlohe über den Schicksalsschlag, den der Tod König Ludwigs II. auch für ihn bedeute (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606145, "Datum": "14.6.1886, Montag", "Haupttext": "Die Daily News Nr. 12535 kündigen auf S. 2 die Aufführung der 7. Symphonie für den 21.6.1886 an:\n\"                          MUSIC.\n[...]\n     The Richter concerts are approaching the end of their thirteenth season, but two more of the nine performances remaining to be given. [... Wagner-Konzert wurde wiederholt ...]. The eighth concert will take place on June 21, when a symphony by Herr Bruckner will be given for the first time in England; the final concert, on June 28, will be made special by the performance of Beethoven's \"Missa Solennis,\" the grandest work of its class in existence.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606164, "Datum": "vor dem 16.6.1886", "Haupttext": "Brief von Elisabeth Kietz an Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606165, "Datum": "16.6.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Elisabeth Kietz in Dresden:\r\n   Dankt für ihre Bemühungen und den Brief. Hofrat [Schuch] sei ihm nicht so gewogen wie ein Levi, nie habe er geschrieben und sich beim König [von Sachsen] für ihn verwendet. Dazu noch König Ludwig II.! Grüße an den Vater (*).\nBrief Bruckners an Zinne in Hamburg:\r\n   Dankt (verspätet) für Zinnes Brief. Sendet drei Photographien (für Zinne, Marxsen und Bernuth). Das Verhalten von Hanslick und Brahms sei kränkend. Man wolle Hans Richter von ihm abwenden (**).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »P. 12.« [Graf Pückler, 12. Lektion] beim Datum (***).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:56"}, {"ID": 188606175, "Datum": "17.6.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 24/25 erwähnt auf S. 305 im Frankfurter Musikbrief kurz auch die Aufführung der 3. Symphonie [am 4.12.1885]:\n                   \"Frankfurt a. M.\r\n              (Schluss.)\r\n      Die Museumsgesellschaft, welche für diese Saison auch noch drei Sätze aus Berlioz' \"Romeo und Julie\"  und Symphonien von Strauss, Rheinberger und Dvořák in Aussicht genommen hatte, hat diese Erwartung nicht erfüllt. Nach der Art und Weise, wie Bruckner's Dmoll-Symphonie und das Vorspiel zu \"Tristan und Isolde\" sowie \"Isolde's Liebestod\" (unter Mitwirkung des Frl. Malten aus Dresden) vorgeführt wurden, hatten wir keinen Anlass, dieserhalb zu grollen. [...]\" (*).\nAuf S. 306f folgt ein umfangreicher Bericht über\n\"Die 23. Tonkünstler-Versammlung des Allgemeinen deutschen Musikvereins.\n     Von den Städten, in welchen bisher die Musikfeste des Allgemeinen deutschen Musikvereins tagten, ist die fürstliche Residenzstadt Sondershausen die kleinste [... wenig auswärtige Besucher ... Liszt war in allen Hauptproben und Konzerten ... über die Konzerte des 1. Tages ...]\n     Das folgende 3. Concert des Festes war wiederum im Hoftheater. Hr. Prof. Schröder begann dasselbe mit zwei Sätzen, dem ersten und dritten, der 4. Symphonie von Anton Bruckner, mit deren Ausführung der Componist, hätte er ihr beigewohnt, sehr zufrieden gewesen sein würde. Der erste, in feierlichem Tempo zu nehmende Satz zeigt gut erfundene Themen, doch hat die Art, wie der Autor dieselben verarbeitet, öfters etwas Aphoristisches. Ein frisches, lustiges Stück ist das Scherzo, welches mit anheimelnder Treue eine Jagdscene illustrirt und bei flotter Wiedergabe überall gefallen muss. [... weitere Werke und Mitwirkende: Frau Exter (M. E. Sachs, Reinhold Becker), Laura Rappoldi-Kahrer (Draeseke), Julie Müller-Hartung (M. Meyer-Olbersleben, Müller-Hartung), Nicodé (Nicodé), Louise Schärnack (G. Rebling), Halir (Tschaikowsky), Arthur Bird, Berlioz (Phantastique) ...] Hr. Prof. Schröder musste zum Ende wiederholt vortreten, um für die ihm und der vorzüglichen Capelle für die verschiedenen Heldenthaten an diesem Abend vom Publicum einhellig und stürmisch dargebrachten Ovationen zu danken.\n               (Schluss folgt.)\"\n[der 2. Teil am 24.6.1886 ist ebenfalls nicht signiert] (**).\n \nAuf S. 308f wird eine vollständige Übersicht über das in Sondershausen gespielte Programm gegeben:\n               \"Concertumschau.\n      Sondershausen. Tonkünstler-Versamml. des Allgem. deutschen Musikver.: [...] 3. Conc. am 4. Juni Abends im Hoftheater: 1. u. 3. Satz a. der 4. Symphonie von A. Bruckner, Lieder [... von M. E. Sachs und R. Becker ...], Esdur-Clavierconc. v. F. Draeseke - Frau Rappoldi-Kahrer a. Dresden, Lieder [... Max Meyer-Olbersleben, Müller-Hartung ...], symphonische Variationen f. Orchester v. J. L. Nicodé (unt. leit. des Comp.), [... G. Rebling, Tschaikowsky, A. Bird, H. Berlioz ...] 5. Conc. am 6. Juni Vormittags im Hôtel Münch: [... Urspruch (Klavierquintett), Lieder von J. v. Beliczay, F. Wüllner und Richard Wagner, Sgambati, Liszt, Rubinstein, F. Praeger, A. Fuchs ...] Fdur-Streichquintett von Ant. Bruckner - HH. Halir, Freyberg, Nagel, Hager und Grützmacher. [... Lieder von Hugo Sommer, Klavierstücke von d'Albert ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:53"}, {"ID": 188606176, "Datum": "17. und 18.6.1886, Donnerstag/Freitag", "Haupttext": "»Concurs für Harfe, Orgel, Streich= und Blasinstrumente und Composition« am Wiener Konservatorium. Der Jury gehören an: Hellmesberger, Dr. G. Egger, R. Fuchs, J. P. Gotthardt, J. Labor, Dr. A. Mayer, A. Miller v. Aichholz, F. Schubert, F. Wilt und F. Zottmann.\r\n»[...] Orgel. (Classe Bruckner.)\r\nI.* [= einstimmig] Preis: Herr Weber Carl. - Bach: Fuge, A-moll.\r\nI.* [Preis: Herr] Wilfert Rudolf. - J. S. Bach: Toccata, D-moll.\r\nI.* [Preis: Herr] Xanthopoulos Thimothée. - Bach: Große Fuge, G-moll. [...]« (*).\n[Vielleicht auch einige Tage zuvor] Undatierte Notiz Bruckners:\r\n   »Wilfert D moll Tocc. [/] Xantopolus Gmoll Fuge [/] Weber Toccat. dorisch« (**).\nCarl Weber, Rudolf Wilfert und Xanthopoulos absolvierten mit diesem Schuljahr ihre Hauptfächer (Orgel und bei den beiden letztgenannten zusätzlich Klavier) (***). Alle drei erhielten für das Fach Orgel ein Diplom und wurden mit der Gesellschafts-Medaille ausgezeichnet (°).", "Letzte Änderung": "23.12.2024 18:01"}, {"ID": 188606185, "Datum": "18.6.1886, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »[P.] 13.« [Graf Pückler, 13. Lektion] beim Datum (*).\nBesprechung der Konzerte beim Musikfest in Sondershausen (4. Symphonie am 4.6.1886, Quintett am 6.6.1886) in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 25 auf S. 273 - 275, signiert »H. F.«:\r\n»Die XXIII. Tonkünstler-Versammlung des Allg. Deutschen Musikvereins in Sondershausen.\r\n                     II. \r\n    Das dritte Concert (Freitag, 4. Juni, Abends im Hoftheater) war das längste (mit Einschluß der sehr ausgedehnten Pausen, die in dem das Hoftheater umgebenden erquicklichen Grün so recht zur Erfrischung des Publikums beitrugen, dauerte es vier und eine halbe Stunde), aber es war eins der schönsten, welches Referent gehört. Geboten wurden: 2 Symphoniesätze von A. Bruckner, [... die anderen Programmnummern ...] lauter Novitäten, zum Theil schwere, sehr nährgehaltreiche Kost; [...] Die Bruckner'schen Symphoniesätze zeichnen sich durch Reinheit und Frische der Empfindung, Klarheit und classische Gestaltung, sowie durch geschickte Instrumentation aus; das Scherzo enthält recht reizvolle Jagdmusik.\r\n    Es ist sehr verdienstvoll vom Allgem. deutschen Musikverein, die jetzt schwebende, literarisch (auf Wagner'schen Aussprüchen beruhend) zuerst durch Hans von Wolzogen energisch angeregte, dann durch Arthur Nikisch in Leipzig praktisch in Angriff genommene (vortreffliche Aufführung der 7. Symphonie) Brucknerfrage seinerseits thunlichst zum Austrag zu bringen. 1885 führte er in Carlsruhe aus der eben erwähnten Symphonie das herrliche Adagio vor, in diesem Jahre den ersten und dritten Satz aus der 4., Esdur=Symphonie, sowie das später zu erwähnende große Streichquintett, welches den bedeutendsten Werken des großen, so spät entdeckten, begabten Wiener Tonsetzers beigezählt wird.\r\n     [... über die anderen Programmnummern ...] Die treffliche Hofcapelle hat sich auch an diesem Abende durchweg wacker behauptet; sie verliert viel an ihrem ausgezeichneten Dirigenten. [...]\r\n    Das nächste Kammermusik=Concert, Sonntag Vormittag 11 - 2 Uhr im Hotel Münch stand dem anderen etwas an äußerer Wirkung nach; der Beifall war nach den meisten Darbietungen schwächer als im dritten Concert. Gleichwohl bot es das unter den diesmaligen Kammermusikcompositionen bei weitem werthvollste Werk, Anton Bruckner's Fdur=Quintett für Streichinstrumente. Bekanntlich hat es in Wien in Hellmesberger's Wiedergabe sensationellen Erfolg errungen, eine Thatsache, die den Wienern um so mehr zur Ehre gereicht, als diese beschauliche, nach Innen gehende Schöpfung durchaus nicht den äußeren Beifall des Publikums herausfordert. Solche Werke wollen in gleich vorzüglicher, hingebungsvoller Ausführung, wie diesmal, des Oeftern gehört sein, wenn sie auch der Zuhörer innerliches Eigenthum werden und die verdiente Anerkennung finden sollen. Ein zweites, sehr langes Quintett in Ddur für Pianoforte und vier Streichinstrumente, Op. 21 von Anton Urspruch stand zu Anfang des Programms. Bruckner's Quintett ist als das reifere zu bezeichnen; beide Werke zeugen von gewandter, tüchtiger Feder und interessanter Faktur [... über das Werk Urspruchs und das mitwirkende Quartett (Halir, Freyberg, Nagel und Grützmacher) ...] Die letztgenannten vier Herren fanden bei Vorführung des difficilen Bruckner'schen Quintetts einen gleichwerthigen Genossen an Hrn. KM. Hager aus Weimar. [... über die weiteren Programmnummern ...]\r\n[Signatur:]          H. F.« (**).\nÜber das Musikfest schreibt Otto Leßmann in der Allgemeinen Deutschen Musikzeitung [recte Allgemeine Musikzeitung?] auf S. 257 u.a. [Zitat in englischer Übersetzung]:\r\n\"[...] not a single trait, especially in the melodic invention, that could not just as well be found in the symphony of any mediocre composition school master. I have not been able to discover any originality, the most important characteristic of an autstanding talent, anywhere in the two movements, and even in the formal and instrumental development of the two movements Bruckner does not rise above the level of the usual.\" (***).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:55"}, {"ID": 188606195, "Datum": "19.6.1886, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 17.6.1885):\r\n»Samstag 19.6. H Klose 7 Uhr [/] Sam. [Samiel = Eckstein?] 6. = [Uhr]« (*).\nKurze Erwähnung der zwei in Sondershausen [am 4.6.1886] gespielten Sätze der 4. Symphonie in der Illustrierten Zeitung Leipzig Nr. 2242 auf S. 613:\r\n      » -Das 3. Concert der Tonkünstlerversammlung in Sondershausen brachte zwei Sätze aus einer \"Symphonie\" von Bruckner, [...über die weiteren Programmnummern und ein Kirchenkonzert ...] Rühmend sei noch der vortrefflichen Oberleitung des Hofkapellmeisters Schröder und der Leistungen der sondershausener Hofkapelle gedacht.« [keine Signatur] (**).\nAuf das morgige Orgelspiel machen aufmerksam\ndas Fremdenblatt Nr. 168 auf S. 13 (***),\ndie Neue Freie Presse Nr. 7834 auf S. 7:\r\n     \"Pfarrkirche in der Alserstraße, 10 Uhr: Haydn's Mariazeller=Messe, Graduale von Mozart und Offertorium (Alt=Solo) von Frau de Bauduin. Orgel: Hof=Organist Professor Bruckner. Soli: Gesangsprofessorin Fabbrini, Frau v. Rueber, Fräulein Charlotte Pasching und Herr Gruber.\" (°)\nund die Wiener Zeitung Nr. 139 auf S. 7:\r\n     \"Das Fest der heil. Dreifaltigkeit wird Sonntag, den 20. d. M., in der Pfarrkirche Alservorstadt feierlichst abgehalten. Um 9 Uhr Vormittags wird P. Max Klinkowström die Festpredigt halten, darauf um 10 Uhr Propst Marschall das Hochamt celebriren, wobei Capellmeister Eder Haydns Mariazeller=Messe, Graduale von Mozart, Offertorium (Altsolo) von Frau Baronin Bauduin zhur Aufführung bringen wird. Orgel: Hoforganist Professor Bruckner; Soli: Gesangsprofessorin Fabbrini, Frau von Rueber, Charlotte Pasching, Herr Gruber.\" (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:55"}, {"ID": 188606205, "Datum": "20.6.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 5196 auf S. 7 (*a )\nund die »Presse« Nr. 169 auf S. 13 (Kalendarium im Local-Anzeiger) [inhaltlich wie am 19.6.1886] (*b), verweisen auf die heutige Kirchenmusik.\n\r\nIn der Kirche der Alservorstadt spielt Bruckner Orgel. Um 9 Uhr Festpredigt von Pater Max Klinkowström, um 10 Uhr Hochamt (Zelebrant: Dompropst Marschall). Aufgeführt werden unter Eders Leitung Haydns Mariazeller Messe, ein Graduale von Mozart und ein Offertorium mit Altsolo von Baronin Bauduin. Solisten: Professorin Fabbrini, Frau v. Rueber, Charlotte Pasching und Herr Gruber (**).\n \nDie Linzer Zeitung meldet, daß der Rechenschaftbericht des Linzer Musikvereins erschienen ist. Darin wird die Aufführung der e-Moll-Messe [am 4.10.1885] erwähnt:\r\n  »[...] Die 100jährige Gründungsfeier der Linzer Bisthumsdiöcese [sic] gab dem Musikverein Gelegenheit zu einer kirchlichen Aufführung, zu welcher Anton Bruckners E-moll=Messe für Vocalchor gewählt wurde. ...]« (***).", "Letzte Änderung": "30.01.2025 10:03"}, {"ID": 188606215, "Datum": "21.6.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »P. 14.« [Graf Pückler, 14. Lektion] beim Datum (*).\n \nAufführung der 7. Symphonie unter Hans Richter in London im 8. Richter-Konzert geplant (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:57"}, {"ID": 188606225, "Datum": "22.6.1886, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 142 referiert auf S. 4 über den Rechenschaftsbericht des Musikvereins, in dem die Aufführung der e-Moll-Messe am 4.10.1885 verzeichnet ist.\r\n      » § Musikverein Linz. Dem Rechenschaftsberichte des Musikvereines für das Jahr 1885 entnehmen wir Folgendes: [...] Am 4. October vormittags brachte der Musikverein anläßlich der hundertjährigen Gründungsfeier der Linzer Bisthums=Diöcese die Messe in E-moll für Vocalchor und Harmoniemusik von Anton Bruckner im alten Dom zur Aufführung. [...].« (*).\nIn einem Londoner Musikbrief (datiert 20.6.1886) im Glasgow Herald Nr. 148 auf S. 4 wird verspätet die für den 21.6.1886 geplante Aufführung der 7. Symphonie angekündigt:\r\n\"     MUSIC AND THE DRAMA.\r\n(FROM OUR OWN CORRESPONDENT.)\r\n                               LONDON, Sunday Night.\r\n[...]\r\n     Mr Franke [Francke] took a benefit at the Albert Hall on Wednesday, when Herr Richter conducted a programme which contained extracts in chronological order for all Wagner's operas from \"Rienzi\" to \"Parsifal.\" To-morrow Herr Richter will introduce to London a new symphony by Herr Bruckner, a composer whose music is unknown here. The symphony is the last work of which the unfortunate King of Bavaria accepted the dedication, and by a curious coincidence the slow movement is a death march.\r\n[...].\"    [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2023 10:21"}, {"ID": 188606235, "Datum": "23.6.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »[P.] 15.« [Graf Pückler, 15. Lektion] beim Datum.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:57"}, {"ID": 188606245, "Datum": "24.6.1886, Donnerstag (Fronleichnam)", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Dr Behn 96 Stunden im Ganzen.« (*).\n \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 26 bringt auf S. 321f den zweiten Teil des Berichtes vom Sondershausener Musikfest (4.-6.6.1886):\n\"Die 23. Tonkünstler-Versammlung des Allgemeinen deutschen Musikvereins.\n                    (Schluss.)\n     Zur Mitwirkung bei der schon erwähnten Aufführung [... Chöre und Solisten bei Liszts \"Christus\" ...]\n      Am Sonnabend-Mittag fand das 5. Festconcert - die 2. Kammermusik-Matinée - statt. Die Hauptpfeiler des Programms bildeten ein Ddur-Clavierquintett Op. 21 von Anton Urspruch, mit trefflichem Gelingen gespielt vom Componisten (am Clavier) und dem Weimarischen Streichquartett der HH. Halir, Freyburg, Nagel und Leop. Grützmacher, und das Fdur-Streichquintett von Anton Bruckner, mit liebevollem Eifer vorgetragen von den Weimarischen Künstlern unter Assistenz ihres Collegen Hrn. Hager. (Hr. Halir bediente sich gelegentlich der Wiedergabe des Urspruch'schen Werkes einer von Ferd. Patzelt in Dresden gebauten Violine mit Balsamfichtenholzdecke, während er in dem Bruckner'schen Quintett eine Geige des Hrn. Schünemann in Hamburg spielte. Ersteres Instrument klang brillanter, freier, als das Andere.) Das Quintett von Urspruch hat uns, offen gestanden, wenig zugesagt. [... freundliche Unterhaltungsmusik, bedenkliche Italianismen, 3/4 Stunde Dauer ...] Eine Composition ganz anderen Calibers, ernst intentionirt und mit des Kammermusikstiles kundiger, aber dabei auch kühner Hand ausgeführt, ist das Quintett von Anton Bruckner, das seinen Höhepunct in einem zu stiller Andacht stimmenden, von Beethoven'schem Geist inspirirten Adagio findet, gegen dessen ruhigen Fluss und logische Entwickelung die übrigen Sätze, so interessant und frappant in ihren harmonischen Folgen und klanglichen Combinationen sie auch sind, zurückstehen. Namentlich im 1. Satz wird es schwer, den richtigen Faden zu finden und zu verfolgen. Dass Bruckner Originalität in höherem Sinne nicht besitzt, wird Einem je klarer, je öfter man Werken von ihm begegnet; es muss dies, den Exaltationen gewisser Bruckner-Schwärmer gegenüber, einmal kurz und bündig ausgesprochen werden. Im Uebrigen [... über die anderen Werke und das letzte, 6. Konzert ... am Freitag auf Veranlassung von M. E. Sachs Diskussionsrunde über die von Sachs verteidigte Gleichberechtigung der Töne des temperirten Zwölftonsystems, wobei Riemanns Gegenbemerkungen den Sieg davontragen ... keine Signatur]\"\n[auf S. 317f ein Nachruf auf König Ludwig II. von Heinrich Porges] (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:56"}, {"ID": 188606265, "Datum": "26.6.1886, Samstag", "Haupttext": "Brief E. Schweitzers an Bruckner:\r\n    (Neue Hamburger Adresse im Briefkopf) Möchte in den Ferien nach Süddeutschland und möglichst dabei die Wiener Oper besuchen und Bruckner kennenlernen. Bittet um diesbezügliche Auskunft. [Vgl. 18.4.1892] (*).\nDie Österreichische Buchhändler-Correspondenz Nr. 26 meldet auf S. 2f Neuerscheinungen des Musikalienhandels:\r\n               \"J. Guttmann in Wien.\n434. Amadei, A. Gf., [...]\n435. [...]\n436. Bibl, R., [...]\n437. Bruckner, Ant., Siebente Symphonie (E. dur) für grosses Orchester. Partitur 18 fl. netto, Orchesterstimmen 18 fl. netto, Clavierauszug zu 4 Händen bearbeitet von Frz. und Jos. Schalk 7 fl. 20 kr.\n438. - - Adagio aus dem Streichquintett in F-dur für Clavier 2ms. bearb. von Jos. Schalk 90 kr.\n[... Cowen, Gernerth ...]\n442. Kralik, M., Lieder [...]\" (**).\n \nDie in London erscheinende Wochenzeitschrift The Graphic Nr. 865 schreibt auf S. 13 über das Konzert vom 21.6.1886, in dem die 7. Symphonie aufgeführt werden sollte:\r\n\"                 Music\r\n[...]\r\n     CONCERTS (VARIOUS).—Herr Richter intended last Monday to bring forward the much-talked-of seventh symphony by Anton Bruckner, an Austrian musician, who, after sixty-one years of toil and hardship, suddenly leaped to fame in Germany last year. The symphony was written in honour of Bruckner's patron, Richard Wagner, and it is dedicated to the late King Ludwig of Bavaria, the slow movement being, curiously enough, a funeral march. However, for some reason, the symphony was shelved, and a mixed Wagner and Beethoven programme was given instead. [...]\" [keine Signatur ...] (***).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 21:31"}, {"ID": 188606275, "Datum": "27.6.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n\n\nHinweis auf das Konzert vom 3.7.1886 (mit Teilen der e-Moll-Messe) im Leipziger Tageblatt Nr. 128 auf S. 3695 (= 7):\n\"           Riedel-Verein.\n\n       3. regelm. Auff. 1886.\nPeterskirche Sonnabend, d. 3. Juli, Abends halb 8 Uhr. Chorwerke von Palestrina, Vittoria, Eccard, Melch. Franck, Seb. Bach, Anton Bruckner.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606285, "Datum": "28.6.1886, Montag", "Haupttext": "Tagebucheintragung Amélies: Valerie berichtet von einem Brief Kaiser Franz Josephs (an Valerie). Bruckner werde eine Gehaltszulage, einen Orden und im Bedarfsfall weitere Unterstützung erhalten (*).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »P. 16.« [Graf Pückler, 16. Lektion] beim Datum (**).\nIm Londoner Musikbrief (datiert 27.6.1886) in The Glasgow Herald Nr.153 auf S. 8 erfährt man den Grund für die Absage der 7. Symphonie am 21.6.1886:\r\n\"        MUSIC AND THE DRAMA.\r\n(FROM OUR OWN CORRESPONDENT.)\r\n                             LONDON, Sunday Night.\r\n[...]\r\n     Herr Hans Richter was suffering so severely from hoarseness that he was unable to direct the rehearsals of Hans, [sic] Bruckner's new symphony, which consequently stands adjourned till next year. To-morrow the Richter concerts will end, and Beethoven's great Mass in D will be performed. [...]\" [keine Signatur] (***).\nEin Inserat im Leipziger Tageblatt Nr. 179 auf S. 3724 (= 10) macht auf eine Probe für das Konzert am 3.7.1886 (mit Teilen der e-Moll-Messe) aufmerksam:\n\"          Riedel-Verein.\n     Heute Nic.-Sch. letzte Studirprobe zu der am 3. Juli stattfind. Aufführung in der Peterskirche.\" (°).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:58"}, {"ID": 188606295, "Datum": "29.6.1886, Dienstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Leipziger Tageblatt Nr. 180 auf S. 3733 (= 7) weist auf das Konzert vom 3.7.1886 (mit Teilen der e-Moll-Messe) hin:\n\"                       Riedel-Verein.\n\n                 III. regelm. Auff. 1886.\n     Sonnabend, den 3. Juli Abends 7 ½ Uhr in der Peterskirche.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188606305, "Datum": "30.6.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Ein Inserat im Leipziger Tageblatt Nr.181 auf S. 3752 (= 6) weist auf das Konzert vom 3.7.1886 (mit Teilen der e-Moll-Messe) hin:\n\"                     Riedel-Verein.\nIII. regelm. Auff. Sonnabend, den 3. Juli, Abends 7 Uhr 30 Min. in der Peterskirche.\r\n     Chorwerke von Palestrina, Vittoria, Eccard, M. Franck, Seb. Bach (\"Singet\") u. A. Bruckner. Orgelcompos. von Frescobaldi, Liszt, Hr. Huber. Sologesänge von Händel, Ferd. Hiller, Beethoven.\r\n     Anmeldungen [... Karten ...].\"", "Letzte Änderung": "08.10.2024 21:57"}, {"ID": 188607005, "Datum": "ca. Juli 1886", "Haupttext": "Aufführung des »Germanenzugs« unter Zöllner beim Sommerfest des Kölner Männergesangvereins auf der Marienburg und im Kaisergarten (*).\nBruckner spielt im Juli 1886 in [?] bei der Oberlehrerfamilie [...], den Eltern von Katharina Feiß (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607015, "Datum": "1.7.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Hellmesbergers an das Obersthofmeisteramt:\r\n      Bruckner habe sich als Meister der Komposition bewährt. Die Hofmusikkapelle habe zwei Messen im Repertoire, seine Symphonien hätten u.a. in Wien, München und Leipzig einen sensationellen Erfolg errungen, auch das Quintett. Er, Hellmesberger, schlage daher Bruckner für den Franz-Joseph-Orden und eine Zulage von 300 fl jährlich vor (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 27 meldet auf S. 340 die Aufführung des »Te deum« in Karlsruhe (**) [am 14.4.1886] und in München (***):\r\n           »Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\nBruckner (A.), \"Te Deum\". (Carlsruhe, 3. Conc.des Philharm. Ver.  München, 3. Conc.der Musikal. Akad.)«. \nAuf S. 341 wird angezeigt, daß das »Te deum« bei Rättig erschienen ist:\r\n           »Musikalien- und Büchermarkt.\r\n       Eingetroffen:\r\nBruckner, Anton, \"Te Deum\"« f. Chor, Soli u. Orch. (Wien, Th. Rättig.)\r\nFibich, Zd. [...]« (°).\nEin Inserat im Leipziger Tageblatt Nr.182 auf S. 3773 (= 3) weist auf das Konzert vom 3.7.1886 (mit Teilen der e-Moll-Messe) hin:\n\"              Riedel-Verein.\r\n3. regelm. Auff. 1886, Sonnabend, 3. Juli, Abends halb 8 Uhr, Peterskirche.\n     Frescobaldi, Passacaglia [..., Palestrina, Eccard, M. Franck, Händel ...] – F. Liszt, \"Sporalizio\" f. Org., Ant. Bruckner, Gloria u. Credo a. d. Cdur-Messe, Hr. Huber, [... Ferd. Hiller, Beethoven ...]. – S. Bach, \"Singet dem Herrn\", Motette f. Doppelchor.\n         ________\nAlt-Soli: Frl. Helene Wegener aus Berlin.\nOrgel-Soli: Herr Paul Homeyer.\nSolisten-Ensembles unter gef. Mitw. kunstgebildeter Damen und Herren.\n         ________\n[... Mitgliedschaft, Kartenverkauf ...].\" (°°).\n \nDie \"Caecilia\" Nr. 15 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 149 vom Sondershausener Musikfest mit dem Quintett [am 6.6.1886]:\r\n\"De drieëntwintigste „Tonkünstlcr Versammlung\" gehouden te Sondershausen (3—6 Juni).\n[...]\n     De beide Kamermuziek uitvoeringen hadden plaats in de zaal van het hotel Münich. In de eerste werden ten gehoore gebracht: Strijkkwartet (op. 40) van Bich. Metzdorf, Ballade voor strijkinstr. van Adolf Ruthardt, alsmede het bekende trio (in F, op. 6) van Woldemar Bargiel. Het programma van de tweede omvatte: klavierkwintet van Anton Urspruch en strijkkwintet van Anton Bruckner; op beide eene menigte liederen.\r\n     Metzdorf's kwartet klinkt zeer goed, maar is niet zeer zelfstandig. [...].\r\n     Gunstiger was de indruk van het klavierkwintet van Urspruch, dat de komponist met de heeren Halir, Freyberg, Nagel en Leop. Grützmacher ten gehoore bracht. De komponist bezit fantaisie en beheerscht den vorm met groote gemakkelijkheid. Soms dwaalt hij wel eens wat af en dan verkrijgt zijn muziek een doctrinaire tint; deze opmerking treft in het bijzonder de eerste afdeeling van het kwintet.\r\n     Over Bruckner wordt tegenwoordig zooveel geschreven en gesproken, dat men met vreugde elke gelegenheid begroet die ons in staat stelt een zelfstandig oordeel over dezen komponist te vormen. Dit kwintet vloeit over van bizarreriën; de gedachten zijn meerendeels zoo zonderling, dat men het geheel als onnatuurlijk zou willen bestempelen.\n     Slechts het begin der derde afdeeling (adagio) maakt een verkwikkenden indruk. De heeren Halir c. s. hadden overigens met groote vlijt het zeer lastige werk bestudeerd.\n     [...].\" (°°°).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 21:58"}, {"ID": 188607025, "Datum": "2.7.1886, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »Fr. Kathi am 2. Juli 21 fl gezalt für Juli, Aug. u. Sept. 886.« (*).\nSchreiben des Obersthofmeisters Hohenlohe an Kaiser Franz Joseph:\r\n    Laut Beilage habe Hellmesberger für Bruckner einen Orden und eine Zulage erbeten. Dies sei zu befürworten, da Bruckner sein Einkommen als Mitglied der Hofmusikkapelle und Professor am Konservatorium durch Stundengeben aufbessern müsse und kaum zum Komponieren komme (**).\r\n    Sichtvermerke Wehlers und Westermayer (***).\nEin Inserat im Leipziger Tageblatt Nr. 183 auf S. 3799 (= 7) macht auf das Konzert vom 3.7.1886 (mit Teilen der e-Moll-Messe) aufmerksam:\r\n\"                          Riedel-Verein.\r\n3. regelm. Auff. 1886 morgen, Sonnabend Abend halb 8 Uhr Peterskirche. Einlass 7 Uhr. (Chöre von Palestrina, Vittoria, Eccard, M. Franck, Seb. Bach, Anton Bruckner, Gesangsoli von Händel, Hiller, Beethoven). Orgelcomp. von Frescobaldi, H. Huber, Liszt. Gesangsolistin: Frl. Helene Wegener aus Berlin. Orgel: Herr Org. Paul Homeyer.\" (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:57"}, {"ID": 188607035, "Datum": "3.7.1886, Samstag", "Haupttext": "Vorbesprechung des heutigen Konzerts durch Riedel im Leipziger Tageblatt Nr. 184 auf S. 3829 (=17):\n\"                              Musik.\n            Zum heutigen Kirchenconcert.\n    Leipzig, 3. Juli. Wenn man vom Palestrinastyl spricht, so denkt man gewöhnlich an Chöre von jener Gattung, wie sie zu Anfang und Ende des zu Gehör gelangenden Responsoriums \"Ecce quomodo\" und in Vittoria's \"Marienklage\" erscheinen. [... ausführlich über Palestrina ... S. Bach ...]. Von dem in letzter Zeit viel genannten zu einer musikalischen Frage gewordenen Wiener Componisten Anton Bruckner erscheinen zwei Theile aus einer Manuscript=Messe Cdur, die in der Liturgie der kaiserlichen Hofkirche zu Wien in regelmäßigem Gebrauch, auch in Linz aufgeführt worden ist. Gloria und Credo, deren Blasinstrumenten=Begleitung diesmal auf die Orgel übertragen worden ist, haben sofort die Liebe des ausführenden Chors gefunden, der mit ausdauernder Neigung dem Studium der nicht leichten Partie sich unterzogen hat. Die kräftige, nicht weitschweifige Gestaltung, das zugvolle, schöner Contraste nicht entbehrende Herausarbeiten aus energischen Grundmotiven wird dem greisen Componisten sicher viele Freunde zuführen; Qui tollis im Gloria, die markige Amen=Fuge, das Et incarnatus est und das im Colorit meisterhaft das Gefühl der Einsamkeit und Gottverlassenheit schildernde Crucifixus, eine Menge glanzvoller und sinniger Einzelzüge, kühne, eigenthümliche harmonische Wendungen treten gewinnend und fesselnd hervor und gemahnen oft an Beethoven'sche Größe. – Herr Homeyer spielt interessante Orgelcompositionen [... Helene Wegeners Erfolg im letzten Jahr ...] Hoffentlich befestigt sich die Dame im Wohlwollen der Leipziger Hörer!     C. R.\" (*).\n \nAuf Seite 3816 (= 4) weist ein Inserat auf das Konzert hin:\n\"              Riedel-Verein.\r\n3. regelm. Auff. 1886, heute, 3. Juli, Abends halb 8 Uhr, Peterskirche. Einlass 7 Uhr.\n     Frescobaldi, Passacaglia [..., Palestrina, Eccard, M. Franck, Händel ...] – F. Liszt, \"Sporalizio\" f. Org., Ant. Bruckner, Gloria u. Credo a. d. Cdur-Messe, Hs. Huber, [... Ferd. Hiller, Beethoven ...]. – S. Bach, \"Singet dem Herrn\", Motette f. Doppelchor.\n         ________\nAlt-Soli: Frl. Helene Wegener aus Berlin.\nOrgel-Soli: Herr Paul Homeyer.\nSolisten-Ensembles unter gef. Mitw. kunstgebildeter Damen und Herren.\n         ________\n[... Mitgliedschaft, Kartenverkauf ...].\" (*a).\n\r\nIn der Leipziger Peterskirche führt Karl Riedel [nicht Albert Tottmann (**a)] Gloria und Credo der e-moll-Messe [WAB 27] (**b) auf. [siehe die Anmerkung]\r\nDie Orchesterbegleitung wird von der Orgel (gespielt von Paul Homeyer) übernommen (***).\r\nAls Gesangssolistin bei einigen Arien wirkt die Altistin Frl. Wegener mit (°).\n\r\nBrief Bruckners an den Verlag Schott in Mainz:\r\n     Auf Anregung Levis sende er die Partitur der 4. Symphonie. Nach einem Schreiben aus München [Amélie] interessiere sich nun auch der Kaiser [Franz Joseph] für ihn (°°).\n\r\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n    Durch Vermittlung von Dr. Boller erhalte Franz noch Karten für Bayreuth und ein Freibillet für den Extrazug am 24.7.1886. Bruckner, der Franz und Goldschmidt grüßen lasse, fahre ebenfalls mit, von Wien oder von Wels aus. Das Adagio der 8. Symphonie werde dann vollendet sein. Er, Josef, arbeite bereits am 1. Satz [des Klavierauszugs?] (°°°).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 13:08"}, {"ID": 188607045, "Datum": "4.7.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung Nr. 37 kritisiert auf S. 189 die bruchstückhafte Aufführung der 4. Symphonie in Sondershausen [4.6.1886] und erwähnt auch die Wiedergabe des Quintetts:\r\n»Sondershausen. (Viertägiges Sondershausener Musikfest.) [...] Man hatte die Geschmacklosigkeit begangen, zwei herausgerissene Sätze aus einer Bruckner'schen Symphonie (aus der ungedruckten vierten) aufzuführen, so dass den Kritikern die unmöglich richtig zu lösende Aufgabe gestellt ward, den Symphoniker Bruckner nach zwei Bruchstücken zu beurtheilen!! Auch dieses Meisters Streichquintett gelangte zur Vorführung.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607055, "Datum": "5.7.1886, Montag", "Haupttext": "Kritiken über die e-moll-Messe erscheinen\nin der Leipziger Zeitung (*)\n \nund - von Martin Krause - im Leipziger Tageblatt Nr. 186 auf S. 3862 (= 2):\n\"                          Musik.\n                  Riedelscher Verein.\n     Leipzig, 4 Juli. Die musikalische Gegenwart zeichnet sich durch große Pietät gegen die Vergangenheit aus; [... Palestrina ...]. Einen der thätigsten Freunde haben die alten Meister in Prof. Riedel gefunden, der aber ebenso mit Recht beanspruchen darf, einer der rührigsten Pioniere für unbekannte Werke der Gegenwart genannt zu werden. Beide Eigenschaften des ausgezeichneten Dirigenten zeigte das gestrige Programm. [... Palestrina, Vittoria, Eccard, Franck, J. S. Bach ...]. Zwischen diesen musikalischen Wunderwerken hatte Bruckner mit dem Gloria und Credo aus seiner Cdur-Messe schwierigen Stand, der ihm noch dadurch erschwert wurde, daß man die Sätze nicht nur aus dem Zusammenhange herausgerissen hatte, sondern auch, und dies war noch schlimmer, dieselben anstatt mit der ursprünglichen Begleitung von Blasinstrumenten mit Orgelbegleitung vorführte. An Bruckner's Stil muß man sich immer erst gewöhnen, und dazu war keine Gelegenheit geboten, da man das kleine Orgelstück Liszt's doch unmöglich als Vorbereitung zu den Bruckner'scehn Sätzen betrachten durfte. Man darf das Experiment wohl so auffassen, daß Herr Prof. Riedel – der analoge Fall mit der Grell'schen Messe erlaubt diesen Schluß – eine Probe von der Wirksamkeit der Bruckner'schen Musik haben wollte, ehe er an das Wagniß der Aufführung der ganzen Messe herantreten will. Die Ausführung dieses Planes muß aufs Lebhafteste befürwortet werden. Namentlich das Gloria enthält Schönheiten seltenster Art, das Qui tollis peccata mundi, der große Aufschwung nach dem Quoniam tu solus Sanctus können nur dem Kopfe eines genialen Componisten entstammen. Das merkwürdige Amen, welches in eigenthümlicher Conception kaum seines Gleichen hat, erfaßt man nach wiederholtem Hören wohl noch deutlicher. Im Credo herrscht ein so eigenthümlicher Ausdruck vor, daß man das Kopfschütteln vieler Hörer wohl nicht übel deuten darf. Diese Seltsamkeit der Intention wurde auch dem Chor beinahe verhängnißvoll; es kamen Intonationsschwankungen vor, ja an einer Stelle mußte der Dirigent vernehmlich nachhelfen, um seine Schaar zusammenzuhalten. Eine Gesammtaufführung der Messe macht den Chor wohl noch intimer mit Bruckner's Eigenthümlichkeiten bekannt und verwandelt die Verwunderung des Hörers wahrscheinlich in laute Bewunderung.\n     Der Chor gab sein Herrlichstes in Bach's gewaltigem Werke. [... über die Solisten und die weiteren Werke ...]. Herr Homeyer spielte Alles mit meisterhafter Beherrschung, mit großer Geschicklichkeit des Registrirens, mit all dem Glanze und der Pracht seiner großartigen Virtuosität. An der Orgel störte oft das unschöne Aufdrängen von Nebentönen, namentlich der Quinte und Octave, hoffentlich beseitigt der intelligent Erbauer der Orgel bald diesen Uebelstand.          Martin Krause.\" (**).\n \n[Vermutlich an diesem Tag] Brief von Prinzessin Amalie an Levi:\r\n   Kaiser Franz Joseph habe Bruckner einen Orden und eine Gehaltszulage bewilligt (***).\n \nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »P. 17.« [Graf Pückler, 17. Lektion] beim Datum (°).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:59"}, {"ID": 188607065, "Datum": "6.7.1886, Dienstag", "Haupttext": "Bernhard Vogels Besprechung der e-moll-Messe in den Leipziger Nachrichten (*).\nBrief Levis an Bruckner:\r\n     Prinzessin Amalie schreibe eben [5.7.?], daß Kaiser Franz Joseph einen Orden, Gehaltszulage und Druckkostenzuschuß bewilligt habe. Bruckner möge sich bei der Prinzessin bedanken (Levi habe Bruckner bei einer Probe [7.4.1886] mit ihr bekannt gemacht). Er habe sehr viel Arbeit, aber die Vorstellungen [»Parsifal« in Bayreuth?] würden gut (**).", "Letzte Änderung": "27.07.2024 16:56"}, {"ID": 188607075, "Datum": "7.7.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »[P.] 18.« [Graf Pückler, 18. Lektion] beim Datum (*).\n \nBezirks-Lehrerkonferenz in Linz-Urfahr unter Vorsitz des Schulinspektors Aigner (Dauer vier Stunden).\nAnwesend außerdem: Schulleiter Reiter, Wolf (Urfahr), Eglauer (Ottensheim) Hallek, Kaufmann, Wögerbauer, Oehlinger, Holzhaider, Sixtl.\nNachmittags musikalische Unterhaltung in Stadlbauers Gastgartensalon, mit Aufführung von \"Amaranths Waldeslieder\", für Soli und Frauenchor arrangiert von Reiter, und mehreren Solonummern (Mitwirkende: Damenchor, Frl. Reiter und Frl. Erhard (Sopran) und Lehrer Ulmann aus Traun (Violine) (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 12:59"}, {"ID": 188607085, "Datum": "8.7.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Kaiser Franz Joseph bewilligt Orden und Gehaltszulage für Bruckner auf dem Schreiben vom 2.7.1886 [in Ischl] (*).\nAusfertigung des Ordensdekretes (Vordruck [Wien] mit handschriftlichen Ergänzungen) mit Unterschrift des Ordenssekretärs v. Battioli (**).\nZinne besucht in Hamburg Marxsen, dem er Bruckners Photographie [vgl. 16.6.1886] überbringt. Marxsen zeigt großes Interesse an Bruckners Person und Werk (***).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 28 verzeichnet auf S. 352 die Teil-Aufführung der e-Moll-Messe am 3.7.1886:\r\n                \"Concertumschau.\r\n     Leipzig. Kirchenconc. des Riedel-Ver. (Prof. Dr. Riedel) am 3. Juli: Chöre von [... Palestrina, Vittoria, Eccard, M. Franck ...], A. Bruckner (\"Gloria\" u. \"Credo\" a. der Cdur-Messe) und S. Bach [... Frl. Wegener (F. Hiller), Homeyer (Frescobaldi), Liszt, H. Huber ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "12.04.2025 09:11"}, {"ID": 188607095, "Datum": "9.7.1886, Freitag", "Haupttext": "Schreiben des Obersthofmeisteramtes an Bruckner:\r\n     Der Kaiser habe ihm mit Entschließung vom 8.7.1886 das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens verliehen und eine Personalzulage von 300 Gulden jährlich bewilligt, die vom 1.8.1886 an ausgezahlt werde. Unterschrift Hohenlohes.\r\n»[Gedruckter Briefkopf:]\r\nVon Seiner \r\nkaiserlichen und königlich \r\nApostolischen Majestät \r\nObersthofmeisteramte\r\n[ab hier handschriftlich:]\r\nAn\r\ndas Mitglied der Hofmusikkapelle, \nHerrn Anton Bruckner. \r\n   Seine kaiserliche und königlich Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juli d. J. Ihnen das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens allergnädigst zu verleihen und eine Personalzulage jährlicher Dreihundert Gulden huldreichst zu bewilligen geruht. \r\n   Von diesem Allerhöchsten Beschlusse werden Sie unter Anschluß der Ordensdekoration und des Statutenbuches mit dem Beifügen in Ken[n]tniß gesetzt, daß Ihnen die Personalzulage jährlicher 300 Gulden beim k. k. Hofzahlamte [2. Seite:] vom 1. August d. J. an, flüssig gemacht wird [...]« (*).\nSchreiben des Obersthofmeisteramtes an die Hofmusikkapelle:\r\n    Informiert über Ordensverleihung und Gehaltszulage. Der Bericht vom 1.7.1886 sei damit erledigt. Das Dekret liege bei. Unterschriften Westermayers und Bruckners (**).\nKalendereintragung Bruckners:\r\n»Am 9. Juli v. Sr Durchlaucht Fürst Hohenlohe Franz Josef Orden überreicht circa - 1 Uhr.« (***).\r\n[Wann genau?] Weitere undatierte Kalendernotiz [vermutlich mit der Ordensverleihung zusammenhängend, nach dem 21.3.1886]:\r\n»Hohenlohe=Schillingsfürst Constantin, Fürst zu, erster Obersthofmeister Sr Majestät des Kaisers, kk wirkl geheimer Rath, Oberst sämmtl kk Leibgar[de]« [siehe auch »1886«] (***a).\nBrief Bruckners an Herzogin Amalie von Bayern:\r\n     Dankt für ihr Eintreten bei Kaiser Franz Joseph. Gratulation zum Namenstag [10.7.1886] (°).\nBrief Rudolf Weinwurms an Bruckner:\r\n     Gratuliert zur längst verdienten Auszeichnung (°°).\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 28 verzeichnet auf S. 313 die Aufführung des \"Te deum\" in Karlsruhe [14.4.1886]:\r\n\"Aufführungen neuer und bemerkenswerther älterer Werke.\r\n[...]\r\nBruckner, A., \"Te deum\". Karlsruhe, 3. Concert des Philharmonischen Vereins.\" (°°°).\r\n     [Bericht über die e-moll-Messe in Leipzig siehe 16.7.1886].\nDatierung in Josef Schalks 4hdg. Klavierauszug der 8. Symphonie (1. Satz) (#).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 155 berichtet auf S. 4 von der Lehrerkonferenz am 7.7.1886:\r\n      \" § Bezirks=Lehrerconferenz. Am 7. d. M. fand in Urfahr die jährliche Bezirks=Lehrerconferenz statt unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Bezirks=Schulinspectors Aigner, welcher zu seinem Stellvertreter den Herrn Schulleiter Reiter von Urfahr ernannte. [... Wolf, Eglauer, Hallek, Kaufmann, Wögerbauer, Oehlinger, Holzhaider, Sixtl ...] - Nachmittags fand in Stadlbauers Gastgartensalon eine sehr animirte musikalische Unterhaltung statt, welcher ein Großtheil der versammelten Lehrerschaft noch anzuwohnen in der Lage war. Herr Reiter hatte für exquisite Vorträge gesorgt, von welchen wir besonders die vortrefflichen Leistungen eines zahlreich besetzten Damenchores hervorheben. Es wurden zu Gehör gebracht: \"Amaranths Waldeslieder\" von Anton Bruckner, für Soli und Frauenchor arrangirt von Reiter, ferner [... Södermann, Mozart, Bargiel (Frl. Reiter und Erhard), Passerno und Hauser (Ulmann aus Traun, Violine), Klavierstücke, Männerchöre und Soloquartette] vervollständigten den gelungenen Abend, für welchen die Lehrerschaft dem Arrangeur gewiß Dank wissen wird.\" [keine Signatur] (##).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 12:44"}, {"ID": 188607104, "Datum": "vor dem 10.7.1886", "Haupttext": "Visitenkarte Bruckners (noch ohne Ordens-Titel), vermutlich an Hellmesberger gerichtet.\r\nGedruckter Visitenkarten-Text, dann handgeschrieben:\r\n[recto:]\r\n\"bittet Sr Hochwolgeboren\r\n[verso:] H Hofkapellmeister für Samstag u. Sonntag um gnädigen Urlaub. | ABruckner.\"", "Letzte Änderung": "27.03.2025 10:18"}, {"ID": 188607105, "Datum": "10.7.1886, Samstag", "Haupttext": "Kurzberichte über die Verleihung des Franz-Joseph-Ordens in\n \nder Wiener Zeitung Nr. 155 auf S. 1:\n          \"Amtlicher Theil.\n     Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juli d. J. dem Mitgliede der Hofmusikcapelle, Organisten Anton Bruckner das Ritterkreuz des Franz=Joseph=Ordens allergnädigst zu verleihen geruht.\" (*a),\n \nder \"Presse\" Nr. 189 auf S. 3 des Abendblatts:\n     [Auszeichnung.] Dem verdienstvollen Componisten Anton Bruckner, Organist und Mitglied des Hofmusikcapelle, Professor der Harmonielehre am Conservatorium, wurde von Sr. Majestät dem Kaiser das Ritterkreuz des Franz=Josef=Ordens verliehen.\" (*b)\n \nund im Abendblatt der Neuen Freien Presse Nr. 7855 auf S. 1:\n     »Dem Mitgliede der Hof=Musikcapelle, Organisten Anton Bruckner, wurde das Ritterkreuz des Franz=Joseph=Ordens verliehen.« (*c)\n[Linzer Volksblatt siehe 11.7.1886]\nSchreiben der Kanzlei des Franz-Joseph-Ordens an das Obersthofmeisteramt:\r\n      Übersendet infolge der Entschließung vom 8.7.1886 Ritterkreuz und Diplom mit der Bitte, die Zustellung zu veranlassen und die Empfangsbestätigung zurückzusenden. Unterschrift von Eduard Ritter Bayer von Mörthal. Dr. Ludwig Geiter bestätigt [ohne Datierung], die Dekoration an Bruckner übergeben und die Empfangsbestätigung erhalten zu haben (**).\nTagebucheintragung Amélies:\r\n»Abends bekam ich einen Brief von Bruckner, der mir für meine Verwendung beim Kaiser dankt.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607106, "Datum": "nach dem 10.[14.?]7.1886", "Haupttext": "Bruckner läßt sich im Frack mit dem Franz-Joseph-Orden im Atelier von Anton Paul Huber photographieren [IKO 22a,c] (*).\r\nEr beschafft sich aktuelle Visitenkarten (**).\n[Wahrscheinlich so zu datierende] Kalendereintragungen Bruckners [vermutlich über Briefe] (vor den Gebetsaufzeichnungen vom 19.7.1886):\r\n   »Helm, Dürnberger, Aichinger, Pointner, Scherer, Breslmaier, Liedertafel Frohsinn. Obermüllner [vgl. 13.7.1886], Lanz. Levi. Klosterneuburg. 3 Prael. etc.« (***).\r\n[Vermutlich hat Bruckner von mehreren, z.B. Obermüller, Briefe erhalten].\nDie Neue Musik-Zeitung VII (1886) berichtet auf S. 190:\r\n   »Dem Komponisten Anton Bruckner in Wien ist das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens verliehen worden.« (°).\n[undatiert, aber nach dem Brief Bruckners an Prinzessin Amalie [9.7.1886] geschrieben]\r\nBrief Bruckners an Levi:\r\n   Daß er den Orden und 300 fl Zulage erhalten hat, sei gewiß Levis Werk. Auch bei Prinzessin Amalie habe er sich bedankt. Da Hanslick, der in seiner Meinung von Brahms unterstützt werde, in London war [siehe die Anmerkung], habe Hans Richter dort nichts aufgeführt. Er, Bruckner, werde am 24.7.1886 abends in Bayreuth ankommen. Ob Levi ihm wieder bei dem Brauereigasthof (°°a) ein Zimmer reservieren lassen könne?\r\n   \"Hochwolgeborner Herr Hofkapellmeister!\r\n   Edelster meiner Gönner!\r\n   Ich habe den Franz Jos. Orden u 300 fl jährl. Zulage erhalten! Das ist ihr Werk, H Hofkapellmeister! ich weiß es gewiß! Ewiger Dank aus tiefstem Innern! Möge der Him[m]el mir nur meinen künstlerischen Vater recht gesund erhalten! [...]\" (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:59"}, {"ID": 188607115, "Datum": "11.7.1886, Sonntag", "Haupttext": "Brief des St. Florianer Propstes Ferdinand Moser an Bruckner:\r\n    Gratuliert zur Auszeichnung. Bittet um weitere Freundschaft mit St. Florian (*).\nMehrere Zeitungen melden die Verleihung des Franz-Joseph-Ordens an Bruckner:\ndie Morgenpost Nr. 190 auf S. 6:\r\n      » * Dem tüchtigen, in musikalischen Kreisen überaus geschätzten Componisten und Mitgliede der Hofmusikcapelle Herrn Anton Bruckner wurde vom Kaiser das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens verliehen. Herr Bruckner, dessen Symphonien heute schon Gemeingut der ganzen musikalischen Welt sind, ist auch als Professor des Orgelspiels und des Contrapunktes am hiesigen Conservatorium thätig.« [keine Signatur] (**),\ndas Neuigkeitsweltblatt Nr. 156 auf S. 3 (= S. 1 des 2. Bogens):\r\n      »Verleihung. Der Kaiser hat dem Mitgliede der Hofmusik=Kapelle, Organisten Anton Bruckner das Ritterkreuz des Franz=Josef=Ordens verliehen.« (***),\ndie Linzer Tages-Post Nr. 157 auf S. 3:\r\n      » § Personalnachrichten. Seine Majestät der Kaiser hat mit allerhöchster Entschließung vom 8. Juli dem Mitgliede der Hofmusikkapelle, Organisten Anton Bruckner, das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens verliehen.« (°),\ndas Linzer Volksblatt Nr. 156 auf S. 2:\r\n      » - Auszeichnung. Se. Majestät der Kaiser hat mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juli d. J. dem Mitgliede der Hofmusik=Capelle, Organisten Anton Bruckner das Ritterkreuz des Franz=Josef=Ordens allergnädigst zu verleihen geruht.« (°°),\nDas Vaterland Nr. 190 auf S. 9:\r\n          \"Amtliches.\r\n               Wien, 10. Juli.\r\n      Se. Majestät der Kaiser hat dem Mitgliede der Hofmusikcapelle, Organisten Anton Bruckner das Ritterkreuz des Franz Joseph=Ordens verliehen.\" (°°°).\nKaroline Weißgärber in Ottensheim geboren (#).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:47"}, {"ID": 188607123, "Datum": "in der Woche vor dem 12.7.1886", "Haupttext": "Zinne leitet Bruckners Photographien an Marxsen [s. 8.7.1886] und Bernuth weiter. Bernuth plant, in einem Konzert [in Hamburg] Bruckners »Te deum« vor Beethovens 9. Sinfonie aufzuführen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607125, "Datum": "12.7.1886, Montag", "Haupttext": "Brief Zinnes an Bruckner:\r\n   Acht Tage nach Pfingsten [= ca. 20.6.1886] habe er die Photographien erhalten und sie erst letzte Woche weitergeleitet. Er sei kein Professor, sondern Lehrer und komponiere auch. Bruckner möge das beiliegende Photo annehmen. Marxsen habe am Donnerstag hohes Interesse an Bruckner und seinem Werk gezeigt (die Siebte halte er für das größte Werk der Zeit). Bernuth plane das »Te deum« vor Beethovens 9. Sinfonie. Kapellmeister Riccius sei letzte Woche in Karlsbad verstorben (*).\nBeim ersten Abschlußkonzert der Preisträger des Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Carl Weber eine Orgelfuge in a-Moll von Bach (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:05"}, {"ID": 188607134, "Datum": "vor dem 13.7.1886", "Haupttext": "Brief Obermüllers an Bruckner: \n   [Vermutlich] Gratulation zur Ordensverleihung im Namen des Linzer Musikvereins.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607135, "Datum": "13.7.1886, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Karl Obermüllner in Linz (*):\r\n      Dankt für die Teilnahme des Musikvereins [an der Verleihung des Franz-Joseph-Ordens].\nTelegramm Bruckners an den »Frohsinn«:\r\n      Dankt für die Auszeichnung (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»Clavier Geld.\nTasche. Franz Jos. B.« [Bahnfahrt? nach Klosterneuburg?] (***).\nBeim zweiten Abschlußkonzert der Preisträger des Konservatoriums spielt Bruckners Schüler Rudolf Wilfert die Orgeltoccata in d-Moll von Bach (°).\n(Der Linzer Bischof Ernst Müller leitet eine Konferenz, bei der auch über Kirchenmusik und den Österreichischen Cäcilien-Verein gesprochen wird. Burgstaller als Obmann des Diözesan-Cäcilien-Vereins ist anwesend (°°)).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:47"}, {"ID": 188607145, "Datum": "14.7.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Datierter Eingangsstempel des Obersthofmeisteramtes auf dem Schreiben der Ordenskanzlei vom 10.7.1886. Aktenvermerke [undatiert] von Wlassack (?) und Wehler (*).\nDer Welser Anzeiger Nr. 28 berichtet auf S. 5, daß Bruckner mit dem Franz-Joseph-Orden ausgezeichnet wurde:\r\n      »Auszeichnung. Unserem berühmten Landsmann, dem ausgezeichneten Kompositeur und Professor am Konservatorium in Wien, Herrn Anton Bruckner, wurde von Sr. Majestät dem Kaiser für seine hervorragenden künstlerischen Leistungen das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens verliehen.« (**).\nIn Eduard Hanslicks drittem der \"Musikbriefe aus London.\" in der Neuen Freien Presse Nr. 7859 auf S. 1-3 wird auf S. 3 auch kurz Bruckner erwähnt:\r\n     \"Ed. H. Unsere Leser haben uns oft seufzen hören im Gedränge der Wiener Concertsaison, und sie wissen, daß wir nicht ohne Grund geseufzt. [... Wien sei harmlos gegen Paris und London ... Geschichte des Londoner Musiklebens ... Schlafmütze Sullivan als Dirigent ... dagegen hohes Niveau in Richters Konzerten ... Richters Tourneen ... Vorbehalte gegen die zu starke Förderung der Wagnerianer ...] Man meint, daß die Engländer zu vieles Gute noch nicht kennen oder nicht hinreichend verdaut haben, um schon der neuesten symphonischen Mysterien von Bruckner und d'Albert zu bedürfen. Doch ist dies eine interne Angelegenheit, in welche ein Fremder sich nicht einzumischen hat. Was Richter's Wagner=Cultus betrifft, so scheinen mir die Einwendungen mancher englischer Kritiker nicht unbegründet. [... Beispiele für Bevorzugung Wagners ... nachteilig für die Sänger der orgel-bedingt hohe Kammerton ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "17.06.2025 06:23"}, {"ID": 188607155, "Datum": "15.7.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht des Musikalischen Wochenblattes Nr. 29 auf S. 362 über die Teil-Aufführung der e-Moll-Messe am 3.7.1886 in Leipzig:\r\n     \"Leipzig. Hatte der Riedel-Verein seine beiden ersten Concerte d. J. mit je einem grossen Werke (Grell's Messe und Beethoven's Missa solemnis) ausgefüllt, so zeigte das 3. Concert desselben am 3. Juli in der Peterskirche dagegen ein gemischtes Programm. Seine eminente Leistungsfähigkeit documentirte der berühmte Verein unter Leitung seines hochverdienten Dirigenten Hrn. Prof. Dr. Carl Riedel zunächst in der Wiedergabe einiger Chöre aus dem 16. und 17. Jahrhundert. [... Palestrina, Vittoria, J. Eccard, M. Franck ...] Ihnen liess der Verein zwei Sätze (das \"Gloria\" und das \"Credo\") der der jüngsten Gegenwart zuzählenden Cdur-Messe von Anton Bruckner folgen und führte den Wiener Meister dem grossen Publicum, das ihn bisher nur aus seiner 7. Symphonie kannte, erstmalig als Kirchencomponisten vor. Beide Sätze sind für den Musiker höchst interessant, eine Menge kühner Züge im Harmonischen und Modulatorischen hält ihn in steter Spannung und imponirend wirken die Meisterschaft und Leichtigkeit auf ihn ein, mit welcher der Componist die schwierigsten contrapunctischen Probleme löst. So recht warm ums Herz wird es Einem aber nur selten, im Gegentheil wird man oft geradezu antipathisch berührt durch die vielen profanen, weltlichen Töne, welche aus dieser Musik herausklingen und viel eher an das Theater, als an das Gotteshaus erinnern. Dieser kurz skizzirte Gesammteindruck der Fragmente würde sich sicher auch ergeben haben, wenn dieselben nicht mit Orgelbegleitung, sondern in ihrer Originalgestalt, mit Accompagnement von Blasinstrumenten, aufgeführt worden wären. Auch diese Programmnummer erfreute sich seitens des Chors und des Hrn. Homeyer an der Orgel einer vorzüglichen Wiedergabe, die nur vorübergehend durch eine schrille Differenz zwischen dem Chor und der nach einer Pause neu einsetzenden Orgel eine Trübung fand. [... Bach-Motette ... Solovorträge von Altistin Wegener und Orgelvorträge Homeyers ...]\" [keine Signatur] (*a)\n \nund auf S. 364 über die Aufführung des 1. und 3. Satzes der 4. Symphonie [4.6.1886] und des Quintetts [am 6.6.1886] in Sondershausen:\n           »Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\nBruckner (A.), 1. u. 3. Satz der 4. Symph. (Sondershausen, 3. Conc. der Tonkünstlerversamml. des Allgem.d. Musikvereins.) \r\n  - - F dur-Streichquint. (Ebendaselbst, 5. Conc. derselben.)« (*b).\nBrief des Kirchenchors St. Florian an Bruckner:\r\n    Gratuliert zur Ordensverleihung. Unterzeichnet von Karl Huber, Theodor Löscher (Lehrer und Tenorist), Karl Bogner (Sohn von Bruckners Lehrer Michael Bogner), Josef Brauneis (kk. [unleserlich]), Carl Weghofer (SteueramtsControlor), Johann Paul Haybäck (Lehrer und Stiftsorganist), Bernhard Deubler, Josef Gruber (Stiftsorganist), Karl Aigner (Sparkassenbuchhalter und Stiftsmusiker) und Josef Neubauer (Notariatskonzipient) (**).\nDie \"Caecilia\" Nr. 16 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 160 vom Sondershausener Musikfest mit der Aufführung der 4. Symphonie [am 4.6.1886]:\r\n\"De drieëntwintigste „Tonkünstler Versammlung\" gehouden te Sondershausen (8—6 Juni).\r\n          (Vervolg en slot.)\r\n[...]\r\n    Onder de werken, die op de beide andere orkest-concerten werden uitgevoerd, behooren ook fragmenten van een nog niet uitgegeven symphonie (in Es) van Bruckner, door sommigen met warmen bijval, door anderen daarentegen zeer koel ontvangen. De tweede en laatste afdeeling werd door den hof kapelmeester Schröder weggelaten, omdat ze hem nog minder dan de andere deelen ter uitvoering geschikt voorkwamen. De Symphonische Variationen van Nicodé mochten zich, onder 's componisten leiding, in stormachtigen bijval verheugen. Dit was eveneens het geval met een fraai humoreske voor orkest „Carneval-scène\" van Arthur Bird, een jongen Amerikaan, die te Berlijn de leiding van Heinrich Urban genoten heeft. Het stuk vloeit over van pikante gedachten en is verrukkelijk geïnstrumenteerd.     [...].\" [keine Signatur] (***).\n(Drittes Abschlußkonzert der Preisträger des Konservatoriums (°)).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 13:30"}, {"ID": 188607165, "Datum": "16.7.1886, Freitag", "Haupttext": "Aktenvermerk »sodann ad acta 16.7.86 Poliakovits« auf dem Schreiben der Ordenskanzlei vom 10.7.1886 (*).\nKritische Bemerkungen von Graf Laurencin über das »Te deum« [am 10.1.1886] in der Neuen Zeitschrift für Musik 82 (1886) Nr. 29 auf S. 321:\r\n                     »Wien.\r\n           I.\r\n    So lange musikalisch denkend - und dieser Zeitraum umfaßt mehr denn ein halbes Jahrhundert - weiß ich mich keines Concertprogramms symphonisch=orchestraler und gesanglicher Färbung zu erinnern, das klaffendere Gegensätze an einander gereiht hätte, als das dritte unserer diesjährigen \"Musikvereins=Gesellschaftsconcerte.\" [... über Schubert und Schütz ... es] folgte aber - als vermeinter Gipfelpunct und Schlußstein des eben im Besprechungszuge begriffenen Concertes - ein Werk, das wohl jedem [sic] zum Rechtsprechen über dasselbe Berufenen in die bitterste, schwerste Verlegenheit setzt. [... Text bei 711/138, mit folgenden Korrekturen: \"Te Deum\" ... Bereiche allen immer ... hin Stückwerk ... jeden musiklogischen Kittes ... periodenweise ... Gemeinplatzesgebiete ... sinkendem ... Endeindruck ... betheiligte ... technisch=ungenauen ...] glaubte. \r\n           II.\r\n[... über das Philharmonische Konzert ...] [Signatur:]    Dr. Laurencin. \r\n                (Fortsetzung folgt.)« (**).\nIm selben Heft auf S. 319 ein Bericht von Schucht über die Leipziger Aufführung der »Cdur-Messe« [recte: e-moll-Messe] am 3.7.1886:\r\n           »Correspondenzen.\r\n                     Leipzig.\r\n      Concert des Riedel'schen Vereins am 3. Juli in der Peterskirche. [... weihevoller Abend ... Homeyer an der Orgel ... über die einzelnen Programmnummern ...] Der tapfere Verein hat sich auch das Verdienst erworben, zwei Sätze aus einem der Gegenwart entstammenden Werke vorzuführen: Das Gloria und Credo aus Bruckner's Cdur=Messe. Wahrhaft erhaben ertönten die Klänge des Gloria und das Deus pater omnipotens war von großartig ergreifender Wirkung. Leider schwächte aber das zu lang ausgesponnene Amen diesen Eindruck wieder und auch das nachfolgende Credo vermochte den vorigen Höhepunkt nicht wieder zu erreichen. [...] [Signatur:] Schucht.« (***).\nBrief von Josef Schalk an Franz Schalk:\r\n     Über die Fahrt nach Bayreuth [24.7.1886]. \"Du scheinst eben sehr wenig Zeit zum Briefschreiben zu haben. Prof. Bruckner scheint dies zu merken, er erwartet sich jedenfalls von dir eine Gratulation, so wie sie ihm zu Hunderten von hohe[n] u. niederen Personen zugekommen sind [zur Verleihung des Franz-Josephs-Ordens] [...] Ich habe bereits ein Zimmer für dich u. Löwe in Bayreuth bestellt. Ich wohne mit Zottmann zusammen [...].\" (°).\nSchreiben des Theologen Wilhelm Neumann mit einer Auflistung von Baumängeln am neuen Universitätsgebäude. \"[...] die ungeheuer hohen Zimmer [...] mit den schwachen Zwischendecken\" hätten zur Folge, dass er durch \"die Vorträge des gerade unter ihm sprechenden und demonstrierenden Professor Bruckner hie und da gestör werde.\" (°°).", "Letzte Änderung": "01.12.2025 07:06"}, {"ID": 188607175, "Datum": "17.7.1886, Samstag", "Haupttext": "Die Innviertler Volkszeitung Nr. 29 meldet auf S. 4 die Verleihung des Franz-Joseph-Ordens an Bruckner: »(Personalnachrichten.) Se. Majestät der Kaiser hat dem Mitgliede der Hofmusikkapelle, Organisten Anton Bruckner, das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens verliehen. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607185, "Datum": "18.7.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607195, "Datum": "19.7.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »H Graf Pückler am 19. Juli 100 fl für 20 Lect. gezalt.« (*).\nWeitere Notiz: Zusatz »19.20.« [Graf Pückler, 19. und 20. Lektion] beim Datum (**).\n \nIn einer mit \"Florestan\" [Woerz] signierten Buchbesprechung in der Wiener Sonn- und Montagszeitung Nr. 29 auf S. 4 wird kurz auch Bruckner erwähnt:\n     \"(Von W. Langhans' Musikgeschichte) ist nunmehr die 15. Lieferung erschienen; sie beschäftigt sich mit den musikalischen Romantikern unseres Jahrhunderts, insbesondere mit Schumann, Berlioz, Chopin und - Liszt. [... Liszt lebe noch und könne kein Objekt einer Kunstgeschichte sein ...] Wenn Langhans so fortfährt, so wird er mit gleichem Rechte auch Brahms, Bruckner, Goldmark und alle zeitgenössischen Componisten in den Tempel seiner \"Geschichte\" aufnehmen [... L. habe \"Musikgeschichte\" mit einem \"biographischen Lexikon\" verwechselt ... Wagner (gefälligerweise bereits verstorben) sei das letzte lohnende Thema ...]    Florestan.\" (***).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 13:00"}, {"ID": 188607205, "Datum": "20.7.1886, Dienstag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung Nr. 39 informiert auf S. 223 über Neuerscheinungen:\r\n»Bibliographie \r\nBruckner Anton: Vier Graduale für Sopran, Alt, Tenor und Bass \r\nHeft I. Nr. 1 \"Christus factus est\" \r\nNr. 2 \"Locus iste\" \r\nHeft II. Nr. 3 \"Os justi\" \r\nNr. 4 \"Virga Jesse\" \r\nVerlag von Th. Rättig, Wien [...] Besprechung folgt.« (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 31 meldet auf S. 331, daß Bruckner der Franz-Joseph-Orden verliehen wurde:\r\n»Vermischtes \r\n(Auszeichnungen) \r\nSe. Majestät der Kaiser von Oesterreich hat dem genialen und hochverdienten Hoforganisten, Professor am Wiener Conservatorium und Componisten, Anton Bruckner das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens verliehen.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607225, "Datum": "22.7.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Zinne in Hamburg:\r\n      Dankt für den Brief mit der Photographie [vgl. 12.7.1886]. Grüße und Dank auch an Marxsen und Bernuth. Er sei eben im Begriff, nach Bayreuth abzureisen (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 30 meldet auf S. 375 die Aufführung der e-Moll-Messe in Leipzig [3.7.1886]:\r\n            »Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\nBruckner (A.), \"Gloria\" u. \"Credo\" a. der C dur-Messe [sic]. Leipzig, 3. Kirchenconc. des Riedel-Ver.)« (**)\nund meldet auf S. 376 die Verleihung des Franz-Joseph-Ordens:\r\n      » * Hrn. Prof. Anton Bruckner in Wien ist das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens verliehen worden.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607234, "Datum": "vor dem 23.7.1886", "Haupttext": "Brief Mayfelds an Bruckner: \n   [Vermutlich] Gratulation zur Ordensverleihung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607235, "Datum": "23.7.1886, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Mayfeld:\r\n   Dankt [sicher für ein Gratulationsschreiben anläßlich der Verleihung des Franz-Joseph-Ordens]. Der Kaiser habe ihn wissen lassen, daß er Kunstreisen etc. bezahlen werde. Die Aufführung [der 7. Symphonie in London] sei nicht zustandegekommen, da Hans Richter in der ersten Probe erkrankt sei. Er, Bruckner, werde wohl in England noch selbst dirigieren. Morgen früh gehe er nach Bayreuth. Grüße an Betty von Mayfeld. 1887 sei die 7. Symphonie in Paris und London geplant (*).\nKalendernotiz Bruckners (vor den Gebetsaufzeichnungen dieses Tages):\r\n   »Gas - Thür, Jalousien. Bankerl [/] (Kasten.) [Urlaubsvorbereitungen?] [/] Budapest Redakt. Chronik. [Pester Lloyd?] [/] Bonn Schrattenholz. [/] Prof. Ferdinand. Zinne.« [siehe die Anmerkung] (**).", "Letzte Änderung": "12.12.2024 22:54"}, {"ID": 188607245, "Datum": "24.7.1886, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »24. Juli frei.« [vom Dienst an der Hofmusikkapelle?] und Datum 23.7. [Dienstende] unterstrichen (*).\nAbfahrt von Wien in der Frühe - (6:20 Uhr bis 8:05 Uhr abends) (**), Ankunft in Bayreuth abends (***).\r\nQuartiernahme bei J. Gurt in der Ludwigstraße 1 (°).\nAb abends Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen bis 18.9.1886 morgens (°°).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:47"}, {"ID": 188607255, "Datum": "25.7.1886, Sonntag", "Haupttext": "In Bayreuth 1. Tristan-Aufführung unter Mottl mit Sucher, Staudigl und Vogl. Erfolg größer als beim Parsifal. 400 Gäste aus Wien befinden sich im Publikum. Diese Vorstellung ist die letzte, die Liszt noch miterlebt (*).\r\nHumperdinck notiert in seinem Tagebuch: \"25.7. 4 Uhr Erste Aufführung von 'Tristan und Isolde' (Vogl, Sucher, Staudigl, Planck, Gura) 1. und 2. Akt vorzüglich in Ausführung, 3. Akt etwas ermüdend.\" (**).\r\nLiszt besuchte die Tristan-Aufführung, obwohl Göllerich und die Ärzte dringend abgeraten hatten (***).\nWeingartner ist ebenfalls unter den Zuschauern (°).\n \nEin Inserat in der Chicago Tribune auf S. 6 macht auf die nächsten Konzerte [7. Symphonie am 29.7.1886] aufmerksam:\r\n\"          EXPOSITION BUILDING.\r\n                              SUMMER NIGHT CONCERTS.\n                THEO. THOMAS\r\nFOURTH WEEK.\r\nTomorrow Night – Request Programme.\r\n     Tuesday – Schubert Night. [... Mi/Sa leichte Musik ...]. Thursday Symphony Night. Friday [...].\r\n     Tickets 25 and 50 cents. For sale during the day at the Exposition Building.\" (°°).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 204 berichtet auf S. 5 vom gestrigen Empfang des Wiener Separatzuges in Bayreuth (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607257, "Datum": "25.7.1886 - 4.8.1886", "Haupttext": "Aufenthalt in Bayreuth.\r\n    Bruckner trifft mit Stradal, dem er den Programminhalt der 8. Symphonie erzählt (*), Göllerich und Mottl (**), Nikisch (***), vielleicht auch mit Schaumann (°) [Opernlibretto »Die Bürgerreuth«], Hausegger (°°), Hans Richter (°°°) und Kienzl (#) zusammen. Außerdem weilen auch Gericke und Helm in Bayreuth (#a).\r\n    Weingartner beobachtet [1884 oder 1886?] Bruckners Verhalten an Wagners Grab [evtl. schon am 24.7.1886, dem Tag der Ankunft]. Bruckner soll pietätlos laut von den Aufführungen der 7. Symphonie erzählt haben (##).\nVermutlich hat dies auch Marie Richter beobachtet (vgl. dazu die Anmerkung) (##a).\nBruckner führt \"einer Schar langhaariger Schüler\" die Töchter des Gastwirtes Johann Gurt vor (##b).\nMillenkowitch-Morold berichtet von einem Abend bei Sammet in Gesellschaft Bruckners, Wolzogens und Höflers, wo Stilblüten Hanslicks präsentiert und spöttisch auf Hanslicks Wohl getrunken wurde (##c).\r\nStradal berichtet von Bruckners Idee, den Grundstein des Festspielhauses zu suchen, von den Abenden bei Sammet und Bruckners Schwärmerei für Henriette Sammet (##d).\n \nUndatierte Notiz [vermutlich 1886] Bruckners zum Gemälde »Christus am Ölberg« in der evangelischen Christus-Kirche in Bayreuth mit Erwähnung von St. Florian (###).\n \n[Auch Engelbert Humperdinck ist zu dieser Zeit in Bayreuth (a).\n \nPrinzessin Amélie besucht mit ihren Eltern [Herzog Karl Theodor] die »Parsifal«-Vorstellung am 20.8.1886 (b)].", "Letzte Änderung": "06.10.2025 14:21"}, {"ID": 188607265, "Datum": "26.7.1886, Montag", "Haupttext": "[??] Datierung im Adagio der 8. Symphonie [?] (*).\n2. Parsifal-Aufführung unter Levi, diesmal mit Frau Materna, der von den Wiener Gästen ein Lorbeerkranz überreicht wird (**).\n[26.7.1886? Jedenfalls nach einer Parsifal-Aufführung 1886]\r\nAugust Scharrer lernt abends bei Sammet Bruckner kennen, der selbstbewußt, aber dennoch bescheiden von sich erzählt, von der 7. Symphonie unter Nikisch und von der Audienz bei Kaiser Franz Joseph (mit der Bitte, Hanslick mundtot zu machen) [siehe die Anmerkung], und Scharrer auffordert, am nächsten Tag in die Stiftskirche [?] zu kommen, wo er eine Stunde improvisieren werde (***).", "Letzte Änderung": "03.09.2025 12:56"}, {"ID": 188607275, "Datum": "27.7.1886, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 170 berichtet auf S. 4, daß Bruckner eine »Tristan«-Aufführung in Bayreuth [25.7.1886] besucht hat:\r\n           »Theater, Kunst und Literatur.\r\n                     Linz, 26. Juli.\r\n    - Wie uns aus Bayreuth telegraphisch gemeldet wird, war die gestrige Aufführung von \"Tristan und Isolde\" großartig. In den Titelpartien brillierten Vogl und Frau Sucher und die Leistungen des Orchesters waren einzig in ihrer Art. Von bekannten Persönlichkeiten sind Bruckner, Gericke, Hausegger, Helm und Dr. Kienzl in Bayreuth anwesend. Die Stadt ist voll von Fremden aus aller Herren Ländern und hat ein wahrhaft internationales Gepräge.« (*).\n[Am 27.7.? Jedenfalls an einem Tag nach einer »Parsifal«-Vorstellung] Bruckner improvisiert etwa eine Stunde auf einer Bayreuther Orgel. August Scharrer ist verhindert und hört später von Bekannten begeisterte Schilderungen (**).\nDie Ankunft der Wiener in Bayreuth [am 24.7.1886] schildert ein Bericht vom 25.7.1886 im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 206 auf S. 3:\r\n     \" * (Aus Bayreuth) schreibt uns unser Spezial=Korrespondent unterm Datum des letzten Sonntags: [... Empfang am Bahnhof mit Volkshymne ... Bayreuther Künstler anwesend, z. B. Materna, Sucher, Reichmann, Gudehus ...] Unter den Ankommenden von Wien befand sich auch Prof. Bruckner, Sein Koffer, in dem sich das Manuskript seiner neuen (achten) Symphonie befindet, kam ihm im Gedränge abhanden. Der Tonkünstler und alle seine Freunde waren darob überaus bestürzt, doch fand sich der Koffer und das Unheil war abgewendet. Dafür fanden sich andere Sachen nicht, Börsen und Portemonnaies, von internationalen Pickpockets im Gedränge gestohlen. [... kurz zur gestrigen Parsifal-Vorstellung ... keine Signatur]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188607285, "Datum": "28.7.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Brief des Verlages Schott an Bruckner [der die Partitur der 4. Symphonie zugeschickt hatte] (*).\n \nEin Inserat in der Chicago Tribune auf S. 6, ähnlich dem am 25.7.1886,  macht auf die nächsten Konzerte [7. Symphonie am 29.7.1886] aufmerksam:\r\n\"          EXPOSITION BUILDING.\r\n                              SUMMER NIGHT CONCERTS.\n                THEO. THOMAS\r\nFOURTH WEEK.\r\nTonight – Popular Programme of Light Musik. Thursday – Symphony Night. Friday [...].\r\n     Tickets 25 and 50 cents. For sale during the day at the Exposition Building.\" (**).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 207 berichtet auf S. 1f von der Tristan-Aufführung in Bayreuth [25.7.1886] (***).\n \nBrief von Eva Wagner an Blandine Gravina:\n     Über einen Abend in Wahnfried [siehe die Anmerkung], an dem auch Prinzessin Marie von Meiningen und Bruckner anwesend waren. Bruckner habe ihr, Eva, beim Händeküssen fast die Damenhandschuhe zerrissen (°).", "Letzte Änderung": "05.01.2025 14:53"}, {"ID": 188607295, "Datum": "29.7.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Die Chicago Tribune macht auf das heutige Konzert aufmerksam, auf S. 4 in der linken Spalte in einer Übersicht:\r\n\"                    AMUSEMENTS TODAY.\r\n[...]\r\nEXPOSITION BUILDING – Thomas Concerts.\r\n[...].\"\r\nund in der rechten Spalte:\r\n\"                      AMUSEMENTS.\r\nTheodore Thomas' Programm for Last Night und Tonight.\r\n     [... kurz zum gestrigen Konzert ...]. The important attraction of tonight's entertainment will be Anton Bruckner's Seventh Symphony, which will have its first performance in this country. It was first given at a concert at Leipzig in aid of the Wagner Memorial Fund in 1884. Tonights's program:\r\n[... Beethoven \"Weihe des Hauses\", Händel (Suite), Schumann (Trauermarsch op. 44), Arnold Krug (\"Othello\") ...]\r\nSymphony No. 7, in E major (new)\r\n  . . . . . . . . . . . . . . . . Anton Bruckner\r\n      1. Allegro moderato, 2. Adagio, 3. Scherzo. 4. Finale.\r\n[... Weber(Berlioz (\"Aufforderung zum Tanz\"), Wagner (Albumblatt Romanze), Rubinstein (Triumph-Ouvertüre) ...].\" (*)\n \nund auf Seite 6 mit dem bereits bekannten Inserat:\n\"          EXPOSITION BUILDING.\r\n                              SUMMER NIGHT CONCERTS.\n                THEO. THOMAS\r\nFOURTH WEEK.\r\nTonight – Symphony Night. Friday – [...].\r\n     Tickets 25 and 50 cents. For sale during the day at the Exposition Building.\" (*a).\n \nBernhard Ziehn (**a) ist Zeuge der Aufführung der 7. Symphonie unter Theodor Thomas in Chicago (**).\n\r\n2. Tristan-Aufführung in Bayreuth (***).\r\nHumperdinck notiert in seinem Tagebuch: \"29. 7. 4 Uhr zweite Aufführung von 'Tristan und Isolde' (Gudehus, Malten, Scheidemantel, Gura, Demuth (?), Schomer (?).\" (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:00"}, {"ID": 188607305, "Datum": "30.7.1886, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 31 meldet auf S. 341:\r\n                 »Personalnachrichten.\r\n[...]\r\n      *-* Dem Komponist und Organist Anton Bruckner in Wien wurde vom Kaiser von Oesterreich das Ritterkreuz des Franz=Josef=Ordens verliehen. - » (*)\nDie Chicago Tribune bespricht auf S. 5 das gestrige Konzert (7. Symphonie am 29.7.1886): \"                           AMUSEMENTS.\r\n                         The Thomas Concert.\r\n     It was cool and pleasant at the Exposition Building last night, and as the programm announced was a notable one the attendance was gratifyingly large. [... Händel und Arnold Krug kurz erwähnt ...].\r\n     The most notable event of the evening's concert was the performance for the first time in this country of the symphony in E, No. 7, by Anton Bruckner, the Court Organist and Professor of the Organ, Harmony and Counterpoint at Vienna. The new symphony has made a decided sensation in Continental Europe, and will soon have its first hearing in London under the direction of Herr Hans Richter. It was first heard at a concert given in Leipsic in aid of the Wagner Memorial Fund, Dec. 30, 1884, and successive performances at Carlsruhe, Cologne, Hamburg, Graz and Vienna. Though the composer has written six other symphonies, a Te Deum, and a string quartet [sic], this is the first of his works which has met with anything like general recognition.\n     A recent article in the London Musical Times gives some interesting particulars of the career of the composer and of this, his most recent work. He was born in Upper Austria in 1824, and received a thorough and very systematic musical education. For many years he devoted himself to purely technical study and the solving of contrapuntal problems, and at last displayed such astonishing proficiency that he was not only made court organist at Vienna, but received from Prof. Herbeck (1867) the appointmeut[sic] in the Conservatory of that city which he still holds. It is since the above date that he has written all his important compositions. Two years before that time a performance of \"Tristan and Isolde\"\" brought him under the influence of the Wagner school, and its results are visible in his music, particularly in the seventh of his symphonies.\r\n     Of this work the Musical Times gives a very thorough analysis directly from the score, the main point of which will be of interest not only to those who heard last night's performance but to musical readers who were not present. The work is in the usual four movement style, its unity being secured by a modification in the last movement of the principal theme of the first. While the Scherzo will be the most popular, the Adagio is laid out upon the broadest scale, and was written in elegiac form as a tribute to Wagner, this peculiar form being given to it by interpolation of a motive from the composer's Te Deum as well as by the use of themes or suggestions of themes from \"Siegfried.\"  A very important part is assigned to the wind instruments, as may be inferred from the fact that the orchestration is laid out for three trumpets, threee trombones, and bass tuba, in addition to the usual instrumental array, and that in the Adagio and Finale these are still further augmented by three tubas and a contrabass tuba. The Times sums up its analysis in the statement that \"the themes are of a strikingly bold and impressive character and that both contrapuntally and orchestrally they are treated with consummate skill and effect.\" Though to produce such a work requires an orchestra esspecially fitted out, as the demands of the instrumentation are somewhat unusual, Mr. Thomas' band devoted themselves to the preparation of the work with the utmost enthusiasm and with devoted industry, and they, as well as their leader, are entitled to the credit of giving their summer night audience the first opportunity of hearing a work which seems destined to make a sensation in the world.\r\n     The Weber-Berlioz \"Invitation to Dance\" and some bits from Wagner and Rubinstein concluded an enjoyable entertainment.\r\n     [... Programm des heutigen Konzerts (10 Nummern) ...].\" [keine Signatur] (**).\n \nAuch die ebenfalls in Chicago erscheinende Zeitung The Inter Ocean bespricht auf S. 5 dieses Konzert:\r\n\"                        AMUSEMENTS.\r\n                  THOMAS' CONCERTS.\r\n     The classic strain of symphony night considered, the Thomas orchestra had an unusually large audience last evening at the Exposition. [... Beethoven, Händel, Schumann, Krug ...]. The feature of the evening was the initial presentation in America of Anton Bruckner's Seventh Symphony. It was first presented a year and a half ago at Leipzig under the direction of its composer [sic], and is said to have excited much enthusiastic comment in German musical circles. Its composer was then 60 year old, and was comparatively unknown outside of Vienna, where he has for years held the positions of court organist and professor of the organ, harmony and counterpoint at the Vienna conservatory. The symphony opens pleasingly with a series of brief phrases given out by the flute, elaborated by the strings and made emphatic by the brasses. The full force of the orchestra frequently gathers for an apparent climax, then the troubled sea of melody subsides and a restful calm follows, in which the theme passes from the lighter strings to flute and flagelette, and then gathers in richness and fullness as it calls the cellos into play. The latter position of the andante presents a strong reminder of \"the magic fire scene.\" and the entire work thrills with the influence of Wagner. There is no doubt, however, of the composer's originality, his technical ability and knowledge of intricate contrapoint. The second movement, particularly in its first portions, confided to the care of the strings, is singularly harmonious, rich, restful, and beautiful. The complications of its thematic advance, and its employment of the Schonig horn tends to grow monotonous as it weaves out a length of melody that repeats until it wearies. It must be confessed, however, that the number appeals with strange strength to the mind of the musician, and reflects most aptly the influence of the Wizzard of Bayreuth without inbringing on his ideas. It is orchestrated for strings most admirably, and therein appears to lie the composer's charm of strength. This second movement has a wonderful variety of interest und lurid effects of harmony and color; at times it appears to have the deep, swelling syren strains of Gluck's Orpheus as he lulls to rest the troubled hosts of hell; again it rises like some Titan in its strength, arousing all the enginery of modern melody, the music of the future, to full play in its splendid and expansive sweep. The scherzo movement has a certain beauty of brevity, und its phrases have a measure more easily comprehended than its predecessors and probably come nearer the popular comprehension than its predecessor. The finale presents a strong similarity to the first movement, its first subject furnishing the basic theme that with ornate treatment serves to give the work a strength of melodic unity. There is no doubt as to the princely proportion of this work, and the splendid style of its working out. The composer is a master in complicated technicality, and handles the difficult factor of wind instrumentation with skill and effect. The controlling Wagnerian force to a certain marked extent saps the strength of originality, but aside from this the work has much to admire, both in the freedom and strength of its movement and the genuine beauty it brings to life. Its length will militate against its popularity if placed in a programme akin to that of last evening. To-night a request programme will be presented as follows:\r\n[... 10 Nummern ...]\" [keine Signatur] (***).\n \n(Dritte »Parsifal«-Aufführung in Bayreuth (°)).\r\nHumperdinck notiert in seinem Tagebuch: \"30. 7. Dritte Aufführung von 'Parsifal' (Vogl, Materna, Gura-Amfortas, Wiegand-Gurnemanz, Scheidemantel-Klingsor).\" (°°).\n \nGöllerichs Hoffnung, dass Dr. Standhartner Liszt ärztlich betreut, erfüllt sich nicht (°°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:00"}, {"ID": 188607315, "Datum": "31.7.1886, Samstag", "Haupttext": "Franz Liszt in Bayreuth gestorben (*).\n\n\n\nHumperdinck notiert in seinem Tagebuch: \"31. 7. Listzs Befinden bedenklich. (Abends) 11 1/4 Uhr Abbé Franz Liszt gestorben.\" (**).\n\n\nAugust Scharrer erlebt bei Angermann, dass Otto Leßmann die Todesnachricht überbringt (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608005, "Datum": "August 1886", "Haupttext": "[schon am 28.7.1886?]\r\nSchott schickt die Partitur der 4. Symphonie wieder an Bruckner [nach seiner Rückkehr aus Bayreuth] zurück.\r\nSpäter [ca. September/Oktober 1886] verlangt Anton Seidl die Partitur für Amerika [New York] (*).\nKalendernotiz Bruckners: »Mittwoch 7 Uhr [/] Freitag 5 Uhr.« [Privatlektionen für ?] (**).\n[Brief an Sittard siehe \"August 1889\", vgl. die Anmerkung] (***).", "Letzte Änderung": "22.09.2025 21:42"}, {"ID": 188608015, "Datum": "1.8.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die Gelegenheit, Liszt auf dem Sterbebett zu sehen, nimmt Wilhelm Kienzl wahr [und ziemlich sicher auch Bruckner] (*).\r\nGöllerich ist beim Abnehmen der Totenmaske dabei (**).\r\n(Dritte »Tristan«-Aufführung (***)).\r\nHumperdinck notiert in seinem Tagebuch: \"1. 8. An Liszts Leiche; sanfter Ausdruck im Gesicht. 4 Uhr dritte Aufführung von 'Tristan und Isolde' (Gudehus, Sucher, Planck, Wiegand).\" (°).\nBericht über die Aufführung zweier Sätze der e-Moll-Messe in Leipzig [3.7.1886] Im Konzert des Riedel-Vereins durch Albert Tottmann in den Wiener Signalen Nr. 14/15 auf S. 109:\r\n      »Correspondenz.\r\nLeipzig, Mitte Juli. \r\n   Am 3. Juli veranstaltete der Riedel'sche Verein seine diesjährige dritte Aufführung in der hiesigen Peterskirche. Dieselbe gestaltete sich in der Hauptsache zu einem Vocal=Concerte mit folgendem Programm: [... Frescobaldi, Palestrina, Vittoria, Eccard, M. Frank, Händel, Liszt ...] 8. Anton Bruckner: Gloria und Credo aus der \"C-dur\"=Messe mit Orgelbegleitung (ursprünglich mit Begleitung von Blasinstrumenten); [... Hans Huber, Hiller, Beethoven, J. S. Bach ... Altsolo Frl. Helene Wegener aus Berlin, Orgelsoli Paul Homeyer ... hervorragend geschulter und vielseitiger Chor ... nur bei Bach] zeigten sich die Soprane bei einzelnen Stellen etwas ermattet. Es war aber auch kein Wunder nach den vorangegangenen Leistungen, von denen namentlich die Vorführung der beiden Messensätze von Bruckner ein gut Theil Stimmenkraft absorbirte. Es hat uns große Freude gemacht, in diesen beiden Sätzen wenigstens einen Theil jener C-dur=Messe, welcher dieselben angehören, kennen gelernt zu haben. Beide Sätze stellen sich als tüchtig gearbeitete, geistreiche und stylvolle Musikstücke von gewandter contrapunktischer Factur dar, in denen wir das Crucifixus\", sowie das kräftige, schwungvolle \"Et resurexit\" [sic] als die Höhepunkte bezeichnen möchten, und welche wir wohl einmal mit der originellen Blasinstrumenten=Begleitung zu hören wünschten. Die Messe muß in der Mannigfaltigkeit und glänzenden Farbengebung ihrer Originalgestalt einen ähnlichen Eindruck machen, wie das reichgestickte Meßgewand des Priesters, respective des katholischen Rituals selbst, nämlich einen prangenden und festlichen.\r\nAlbert Tottmann.« (°°).\nIm dritten Teil des Berichts vom Sondershausener Musikfest in der \"Lyra\" Nr. 21 auf S. 1 erwähnt Heinrich Schulz-Beuthen auch Bruckners Streichquintett [6.6.1886] und 4. Symphonie [4.6.1886]:\r\n      \"Die 23. Tonkünstler=Versammlung des Allg. Deutschen Musikvereins in Sondershausen.\r\n                      III.\r\n     Von neuerer Kammermusik hörten wir ein ganz vollendet ausgearbeitetes, recht liebenswürdig und natürlich empfundenes, sowie formell gelungenes Streichquartett von R. Metzdorff, ferner ein gleichwerthiges Quintett des erst seit kürzerer Zeit bekannt gewordenen Wiener Komponisten Anton Bruckner, dessen zu Gehör gelangte zwei Sätze aus der 4. Symphonie durchaus ein begabtes und technisch völlig ausgereiftes Talent bekunden, welches Wiener Kollegen nur allzulange daran hinderten, an das Tageslicht zu treten.\r\n     [... über Gesangskompositionen, die Solovorträge und eine technische Verbesserung des Bassetthorns ...]\r\nDresden, im Juli 1886.            Hein. Schulz=Beuthen.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:02"}, {"ID": 188608025, "Datum": "2.8.1886, Montag", "Haupttext": "Bericht des Fränkischen Kuriers (Nürnberg) über Liszts Tod und Besprechung der gestrigen »Tristan«-Aufführung (*).\r\nDas Bayreuther Tagblatt Nr. 212 bringt auf S. 1 einen biographischen Bericht über Liszt mit Schilderung der letzten Tage (*a).\nLiszts Leiche wird in der Villa Wahnfried in einem Metallsarg aufgebahrt (**)\n(Vierte »Parsifal«-Aufführung (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608035, "Datum": "3.8.1886, Dienstag", "Haupttext": "An der Beerdigung Liszts nehmen teil u.a. Siegfried Wagner, Cosima Wagner, Hans Richter und Groß (*), Göllerich (**), Kienzl (***), Bruckner, Stradal (°) und Goldschmidt, den Cosima Wagner als Sargträger nicht zulässt (°a).\r\n    Stradal hatte für Bruckner einen Lorbeerkranz (»Dem großen Meister Franz Liszt Anton Bruckner« (###)) besorgen müssen (°°) und trifft ihn beim Abholen mitten in der Arbeit am Adagio der 8. Symphonie an (°).\r\n    Aus Nürnberg kommen (in Vertretung Lina Ramanns) Ida Volckmann und Ina Löhner (°°°).\r\n    Anwesend sind auch Josef Sittard (#), Ludwig Dingeldey und Eduard Reuss (#a), Lina Schmalhausen (#b), Mottl, Wolzogen, Baron von Loen und Mihalovicz, Martin Krause, Nikisch, Siloti, Stavenhagen, Jugel, Ansorge, Reuss, Friedheim, Dayas, Toman, Lessmann, Weingartner, Reisenauer, Frl. Stahr aus Weimar, Riedel, Gille, Kahnt, Ad. Stern (vom Allgemeinen deutschen Musikverein), das gesamte Festspielpersonal etc. etc. (##), Dr. Hase (von Breitkopf &amp; Härtel) (###).\r\n    Humperdinck notiert in seinem Tagebuch: \"3. 8. 10 Uhr Begräbnis Franz Liszts von Wahnfried aus durch die trauerflor-bekränzte Stadt zum Friedhof ...\" (a).\nIn der Familie von Hans Richter wurde überliefert, dass Bruckner bei der Beerdigung laut geworden sei - vielleicht fiel auch sein Verhalten an Jean Pauls Grab störend auf - und zurechtgewiesen wurde. Möglicherweise wurde er von Marie Richter gerügt (und entschuldigte sich im Brief vom 21.8.1887 für sein Verhalten) (b).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 213 berichtet auf S. 2 des Abendblatts (= Neues Wiener Abendblatt) aus Bayreuth:\n     \"Das Leichenbegängniß Franz Liszt's.\n          (Telegramme unseres Spezial=Berichterstatters.)\n               Bayreuth, 3. August, 8 Uhr Morgens.\n     Bayreuth steht heute im Zeichen der Trauer [...] Morgen um 10 Uhr findet in der hiesigen katholischen Pfarrkirche das Requiem statt, und zwar wird ein Choralrequiem aufgeführt. Ueber Ersuchen von Daniela Bülow spielt Professor Bruckner aus Wien die Orgel. Dazu soll noch ein Liszt'sches Terzett gesungen werden.\n               Bayreuth, 3. August, 10 1/2 Uhr Vorm.\n     Das Leichenbegängniß Franz Liszt's begann präzise 10 Uhr. Um ¼12 Uhr soll es beendigt sein. Es wirkte durch seine vollkommene Einfachheit mächtig auf die Trauergäste. Am Grabe sprachen Bürgermeister Muncker, Hofkapellmeister Levy, Hofrath Gille (Weimar). Auf dem Friedhofe herrschte leider in Folge Sorglosigkeit der Polizei eine beispiellose Unordnung. Die wirklichen Leidtragenden waren ganz abgedrängt. Merkwürdigerweise erklang kein Musikton beim Begräbniß Franz Liszt's!\n                 ***\n           Franz Liszt in Wien.\n     [... ausführlich über Liszts Beziehung zu Wien ...]\"\nkeine Signatur] (c).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 19:14"}, {"ID": 188608045, "Datum": "4.8.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Bericht im Fränkischen Kurier (Abendblatt, S. 2) über die Aufbahrung der Leiche Liszts, den Trauerzug und das Begräbnis; Bruckner wirke beim Requiem mit (*).\nAuf Wunsch Cosima Wagners spielt Bruckner beim Requiem in der Stadtpfarrkirche Orgel (Improvisation über »Parsifal«) (**).\r\nGöllerich und Stradal (***) berichten, daß er über seine Phantasiearmut sehr verstimmt war.\nBruckner - übelgelaunt - fährt nachmittags mit Stradal und Taborsky Richtung München. In besserer Stimmung erzählt er später von der 8. Symphonie (°).\r\nAuch Goldschmidt soll sein Reisegenosse gewesen sein (°a).\nBericht des Bayreuther Tagblattes [vom selben Tag? Abendausgabe?] über den Trauergottesdienst am Vormittag (°°).\nWagners Diener Bernhard Schnappauf schreibt in seinem Bericht von den Vorbereitungen und dem Ablauf der Beerdigung (am 3.8.1886) noch:\r\n     \"Das Requiem fand Mittwoch 10 Uhr in der katholischen Kirche statt. Hoforganist Bruckner spielte die Orgel und fünf Lehrer sangen die Vigilien. / Nachdem verbrachte ich die Orden in Wahnfried und Kränze auf den Gottesacker. Um die Beraubung der Kränze zu verhindern, ließ ich diese in die Kirche aufhängen. [...]\" (°°°).\nDie Presse Nr. 214 berichtet auf S. 4 des Abendblatts aus Bayreuth:\r\n                    \"Franz Liszt.\r\n               (Telegramme der \"Presse\".)\n     Bayreuth, 4. August. Heute Früh fand in der schwarz drapirten katholischen Kirche der Trauergottesdienst für Liszt statt. [... stilles Requiem ... Blumenschmuck, Hunderte von Kränzen ...] Die Spitzen der Behörden, die Festgäste und die Bevölkerung füllen die zweitausend Personen fassende Kirche bis zum Erdrücken. Hoforganist Bruckner von Wien spielte die Orgel meisterhaft, hiesige Lehrer sangen einen Choral.\n     Bayreuth, 4. August. Der Trauergottesdienst war um 11 Uhr zu Ende. Meister Bruckner's Orgelspiel, besonders ein Präludium eigener Composition, wirkte mächtigst und erregte die allgemeinste Bewunderung. Frau Wagner wohnte dem Trauergottesdienste nicht bei. [... unglaublich viele Kränze ...] Noch während des Gottesdienstes wurden sie dutzendweise am Katafalk niedergelegt; sie bedeckten die ganze Breite des Kirchenschiffes. Sämmtliche Kränze werden, wie bei Wagner's Beerdigung, in einem Zimmer des \"Wahnfried\" aufbewahrt werden.\" (#).\nDie Neue Freie Presse Nr. 7880 schreibt auf S. 2 des Abendblatts:\r\n      \"Bayreuth, 4. August. Daß die Bestattung Liszt's gestern in aller Stille und ohne Musikbegleitung erfolgte, erklärt sich dadurch, daß der Verstorbene dem dritten Franciscaner=Orden angehörte und daß dessen Regeln ein einfaches Requiem vorschreiben. Aus demselben Grunde wurde heute Vormittags in der schwarz drapirten Kirche ein stilles Requiem gelesen. Hof=Organist Bruckner aus Wien leitete die Feier mit einem Präludium ein und spielte während des Gottesdienstes die Orgel. Lehrer sangen einen Choral. Auf dem Katafalk lagen die Orden Liszt's und ringsumher die nachträglich angekommenen Kränze.\" (##).\nBericht auch im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 214 auf S. 3 (datiert 3.8.1886):\r\n     Über das Leichenbegängnis und die profanen Störungen durch die Menschenmenge etc. (###).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 19:21"}, {"ID": 188608047, "Datum": "4./5.8.1886, nachts", "Haupttext": "Nach kurzem Aufenthalt in München (*) - Abendessen mit Stradal im Bahnhofsrestaurant - fährt Bruckner statt nach Linz mit dem Nachtzug allein nach Zell am See. Da Stradal ihn falsch informiert hatte, geht sein Wunsch, den Großglockner zu sehen, nicht in Erfüllung. Er kann erst am Nachmittag des 5.8. mit dem Schnellzug [nach Linz/St. Florian?] weiterfahren (**).\n\n\n[undatierbar, ohne direkten Zusammenhang] \nIn Bruckners Nachlass fand sich eine \"DIOECESAN-KARTE\" des Bistums Linz, in der Bruckner das Stichwort \"Großglockner\" notiert hatte; ebenfalls zum Nachlass gehörten eine Landkarte \"WESTLICHE HALBKUGEL\" und eine Landkarte \"DIE DEUTSCHEN BUNDESSTAATEN\" (mit Notizen Bruckners zur Landgrafschaft Hessen betreffend) (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608055, "Datum": "5.8.1886, Donnerstag", "Haupttext": "[Erst am 6.8.1886 (*) veröffentlichter?] Bericht der Oberfränkischen Zeitung über den Ablauf des gestrigen Trauergottesdienstes und Bruckners Orgelspiel (**).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß Bruckner beim Requiem für Liszt (am 4.8.1886) Orgel spielte, und erwähnt ein Präludium [vermutlich damit eine Improvisation gemeint]:\r\n    »Privattelegramme der \"Linzer Zeitung\".\r\n    Bayreuth, 4. August. Heute wurde ein stilles Requiem für Liszt abgehalten. Frau Cosima Wagner wohnte demselben nicht bei. Die Kirche füllten über 2000 Personen. Es langen noch hunderte von Kränzen aus allen Weltgegenden an. Meister Bruckner spielte die Orgel und machte besonders durch ein Präludium eigener Composition einen großartigen Eindruck.« (***).\nAuch der Brünner Tagesbote Nr. 176 berichtet auf S. 4 von der gestrigen Trauerfeier:\r\n     \"(Der Trauergottesdienst für Liszt.) Aus Bayreuth 4. August wird telegraphiert: Heute früh fand in der schwarz drapirten katholischen Kirche der Trauergottesdienst für Liszt statt. Es wurde ein stilles Requiem abgehalten, da Liszt dem dritten Orden des heiligen Francicus [sic] angehörte, dessen Regeln einen feierlichen Trauergottesdienst verbieten. Der Katafalk war von Blattpflanzen und vielen Kerzen umgeben, auf dem Katafalk lagen Hunderte von Kränzen, die erst nach der Beerdigung aus allen Himmelsgegenden hier eintrafen. Zu Häupten liegen die Orden des Verblichenen. Die Spitzen der Behörden, die Festgäste und die Bevölkerung füllen die zweitausend Personen fassende Kirche bis zum Erdrücken. Hoforganist Bruckner von Wien spielte die Orgel meisterhaft, hiesige Lehrer sangen einen Choral. Frau Wagner wohnte dem Trauergottesdienste nicht bei. Die Zahl der Liszt gespendeten Kränze wächst ins Unglaubliche, aus allen Weltgegenden treffen sie ein oder werden Orders gegeben, solche anfertigen zu lassen. Noch während des Gottesdienstes wurden sie dutzendweise am Katafalk niedergelegt; sie bedeckten die ganze Breite des Kirchenschiffes. Sämmtliche Kränze werden, wie bei Wagner’s Beerdigung, in einem Zimmer des »Wahnfried« aufbewahrt werden.\" (°).\nWesentlich kürzer die Meldung in der Wiener Morgenpost Nr. 215 auf S. 3:\r\n     \" * (Franz Liszt †.) Gestern Früh fand in der katholischen Kirche von Bayreuth ein stilles Requiem für Liszt statt, bei welchem Professor Bruckner aus Wien die Orgel spielte. Frau Cosima Wagner wohnte der Trauerfeier nicht bei. Noch immer treffen in Bayreuth Kränze aus allen Weltgegenden ein, die sämmtlich in einem Zimmer des \"Wahnfried\" aufbewahrt werden.\" (°°).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 215 schreibt auf S. 5:\r\n     \"Bayreuth, 4. August. Heute fand das Requiem für Liszt statt, welchem die Angehörigen und sämmtliche Künstler der Festspiele anwohnten. Die Kirche war überfüllt. Professor Bruckner spielte auf der Orgel ein auf ein \"Parsifal\"=Motiv aufgebaute Einlage und zum Schlusse eine prachtvolle Fuge.\r\n     Beim gestrigen Begräbniß Liszt's fand deshalb keine Musikaufführung statt, weil Frau Cosima einen diesbezüglichen Wunsch gegenüber den Hofkapellmeistern Levy und Mottl äußerte, welche mit dem ganzen Orchester den Siegfried=Todtenmarsch im \"Wahnfried\" vor Uebertragung des Sarges in den Todtenwagen aufführen wollten.\r\n     Zu einer der letzten Aufführungen des \"Parsifal\" und des \"Tristan\" wird Prinz Wilhelm von Preußen hieherkommen.\" (°°°).\nAuch das Prager Tagblatt Nr. 215 berichtet auf S. 7:\r\n     \" ~ Bayreuth, 4. August. Heute Früh fand in der schwarz drapirten kathol. Kirche der Trauergottesdienst für Liszt statt. [... stilles Requiem ... Blumen, Kerzen, Kränze, Orden, 2000 Personen ...] Hoforganist Bruckner von Wien spielte die Orgel meisterhaft. Die hiesigen Lehrer sangen einen Choral.\" (#).", "Letzte Änderung": "23.06.2023 14:53"}, {"ID": 188608057, "Datum": "zwischen 5.8.1886 und 16.8.1886", "Haupttext": "Bruckner verbringt diesen Teil der Ferien [vermutlich] in Vöcklabruck und St. Florian. Zu seiner Schwester sagt er, die Doktorwürde wäre ihm lieber als der Franz-Joseph-Orden (*). \n   In St. Florian wird er von dem Dechanten [Breselmayr?] u.a. wegen seiner Ehelosigkeit gefoppt. Er informiert sich bei Wiesner über dessen Schwester und kündigt an, von Steyr aus nach Wolfern mit Heiratsabsichten zu kommen (**). \n   Er freut sich, daß Wiesner vom Konzert am 15.4.1886 so beeindruckt gewesen ist (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608065, "Datum": "6.8.1886, Freitag", "Haupttext": "Bruckner hält sich nur wenige Stunden im Stift St. Florian auf (*).\nOb er bei dieser Gelegenheit auch die in St. Florian weilenden Herren Brauneis, Georg Brunbauer, Karl Huber, Engelbert Lanz, Emil Reisser und K. Schickl (*a) getroffen hat, ist nicht überliefert.\nAbends trifft Bruckner in Steyr ein (*b).\r\n \nDas Linzer Volksblatt Nr. 178 erwähnt auf S. 3 in einem Artikel über den Trauergottesdienst für Franz Liszt auch Bruckners Orgelspiel [am 4.8.1886]:\r\n     \"Bayreuth, 4. August. Heute früh fand in der schwarz drapirten katholischen Kirche der Trauergottesdienst für Liszt statt. Der Katafalk war von Blattpflanzen und vielen Kerzen umgeben, auf dem Katafalk lagen Hunderte von Kränzen, die erst nach der Beerdigung aus allen Himmelsgegenden hier eintrafen. Zu Häupten liegen die Orden des Verblichenen. Die Spitzen der Behörden, die Festgäste und die Bevölkerung füllen die 2000 Personen fassende Kirche bis zum Erdrücken. Hof=Organist Bruckner von Wien spielte die Orgel meisterhaft, hiesige Lehrer sangen einen Choral.\" (**).\n \nAus Bayreuth berichtet auch das Grazer Volksblatt Nr. 177 auf S. 3, größtenteils den Bericht der \"Presse\" vom 4.8.1886 übernehmend:\n     \" * (Liszt.) Am 4. August früh wurde zu Bayreuth in der schwarz drapirten katholischen Kirche der Trauer=Gottesdienst für Liszt gehalten. [... stilles Requiem ... Blumenschmuck, Hunderte von Kränzen ...] Die Spitzen der Behörden, die Festgäste und die Bevölkerung füllten die zweitausend Personen fassende Kirche bis zum Erdrücken. Hoforganist Bruckner von Wien spielte die Orgel meisterhaft, Bayreuther Lehrer sangen einen Choral. Der Trauer=Gottesdienst war um 11 Uhr zu Ende. Frau Wagner wohnte dem Trauer=Gottesdienste nicht bei. [... unglaublich viele Kränze ...] Noch während des Gottesdienstes wurden sie dutzendweise am Katafalk niedergelegt; sie bedeckten die ganze Breite des Kirchenschiffes. Sämmtliche Kränze werden, wie bei Wagners Beerdigung, in einem Zimmer des \"Wahnfried\" aufbewahrt werden.\" (***).\n \nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 32 geht auf S. 402f Arthur Seidl mit Hanslicks neuester Veröffentlichung ins Gericht:\n               \"Zwanglose Bücherschau.\r\n                    Von Arthur Seidl.\r\n     Vom musikalischen Grossmogul der \"N. Fr. Presse\" liegt eine neueste \"Offenbarung seines kritischen Genius\" vor, \"Concerte, Componisten und Virtuosen der letzten fünfzehn Jahre\" betitelt, zusammengetragene, wieder abgedruckte Kritiken aus seinem Leibblatte, der der Mann in seiner Vorrede unverfroren genug als Fortsetzung seiner \"Geschichte des Wiener Concertwesens\" ausgibt. [... als \"deutsche Litteratur\" bereits Weihnachten 1885 erschienen ...] In der That kommen diese niedlichen Sachen Hanslick's immer am lieben Weihnachtsfest heraus, zu lieblichem Ergötzen aller kleinen und grossen Kinder! - Dass es ihm \"persönlich immer schwer geworden, ein richtiges Verhältniss zu Bruckner's Compositionen zu gewinnen\" (S. 371), wollen wir Hanslick gern bestätigen. Dagegen müssen wir uns doch die Frage an ihn erlauben, welche \"Erfindungskraft\" denn beim \"Parsifal\"-Vorspiel \"nachgelassen haben soll (\"das \"Parsifal\"-Praeludium ist im Zustande stark nachlassender Erfindungskraft componirt\"! S. 377), wo doch nach seinen eigenen Ausführungen über \"Rienzi\" (siehe \"Moderne Oper\" S. 274ff.) u. A. diese musikalische Erfindungskraft bei Wagner überhaupt nie vorhanden war? [... es folgen diverse Textbeispiele ... über ein Buch Kienzls, ebenfalls eine Ansammlung vorhandener Texte, und andere Bücher ...] (Fortsetzung folgt.)\" (°).\n \nAuf Seite 399f berichtet Richard Pohl von den Bayreuther Festspielen (der Artikel ist datiert \"27. Juli 1886\") (°a).\n \nBrief einiger Mitglieder der Filippi-Bruderschaft an Bernhard Deubler:\r\n     Gratulieren zum Erfolg seines Salzburger Dirigates der Mitterer-Messe [siehe die Anmerkung], sind stolz auf ihren vortrefflichen Führer. Unterschriften von Brauneis [Bassist im St. Florianer Kirchenchor], Georg Brunbauer [Chorherr in St. Florian], Karl Huber [Schulleiter in St. Florian], Engelbert Lanz, Emil Reisser und K. Schickl (°°).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 18:39"}, {"ID": 188608075, "Datum": "7.8.1886, Samstag", "Haupttext": "Beginn des [dritten] Beitragsjahres beim Allgemeinen Deutschen Musikverein (*).\n \nDer Lemberger Courier (Kuryer Lwowski) Nr. 217 berichtet auf S. 4f von Liszts Beerdigung:\r\n     \"Pogrzeb sp. Liszta [...]\r\n     Podczas nabożeństwa żałobnego, które odprawiono w katolickiej farze, przygrywał na organach umyślnie w tym celo wezwany z Wiednia profesor Bruckner.\" [\"Während des Trauergottesdienstes, der in katholischer Art abgehalten wurde, spielte der eigens zu diesem Zwecke angereiste Wiener Professor Bruckner die Orgel.\"] (**).\n \nAuch die Wiener Zeitung Nr. 179 berichtet auf S. 3 des Abendblatts (Wiener Abendpost) von der\r\n     \"(Todtenfeier für Liszt.) Aus Baireuth, 4. d. M., wird gemeldet: Heute Vormittags 10 Uhr fand der Trauergottesdienst für Abbé Liszt statt; weil Liszt dem dritten Orden des heil. Franciscus angehörte, wurde ein stilles Requiem abgehalten; Hoforganist Bruckner von Wien spielte die Orgel, die Lehrer sangen einen Choral, der katholische Stadtpfarrer celebrirte. [...] Die Königin von England hat ebenfalls einen Kranz gesendet, desgleichen war ein solcher aus America mit der Widmung \"Homage from America\" für Liszts Grab eingetroffen.\" (***).", "Letzte Änderung": "22.09.2025 21:43"}, {"ID": 188608085, "Datum": "8.8.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle (geplant)] (*).\nDie Steyrer Zeitung Nr. 63 berichtet auf S. 2, daß Bruckner nach dem Trauergottesdienst für Liszt nach Steyr zurückgekehrt sei, um die 8. Symphonie zu vollenden:\r\n»     Steyr, 7. August. Gestern Abends ist unser berühmter Landsmann Herr Professor Anton Bruckner, aus Bayreuth, wo er beim Trauergottesdienste für den verstorbenen Abbé Liszt die Orgel gespielt, dahier angekommen und hat derselbe im hiesigen Stadtpfarrhofe Quartier genommen, um während der Ferienzeit in Ruhe an der Vollendung seiner 8. Symphonie zu arbeiten.« (**).\n[Sommer 1886 oder Sommer 1887?] Bruckner wandert in diesem Sommer mit Franz Bayer nach Sierning, wo er und Almeroth von Baronin Kast ins Schloß Sierning eingeladen sind. Eine weitere Einladung eine Woche später scheitert an Bruckners Wiener Verpflichtungen. Bruckner bittet stattdessen um einen Gegenbesuch in Wien. Beeindruckt vom »verehrten Fräuln Baronesserl« soll Bruckner angeregt worden sein, noch in Steyr im Adagio der 8. Symphonie eine Harfe vorzusehen (***).\nArtikel \"Zwei heimische Meister der Kunst.\" [Bruckner und Purschka] von A. L. G. (Adlwang, Lambert, Guppenberger [siehe die Anmerkung]) im Linzer Volksblatt Nr. 180 auf S. 1:\r\n\"    Zwei heimische Meister der Kunst.\r\n     Niemand wird uns widersprechen, wenn wir die Musik die Kunst des Gemüthes κατ έζoχήν nennen, da ihre Hauptaufgabe darin besteht, die Art und Weise wiederklingen zu lassen, in welcher das innerste Selbst in sich bewegt ist, und da sie in der Wirkung auch die subjective Innerlichkeit in Anspruch nimmt. [... die Macht der Musik ...]\r\n     Der Wahrheit dieser Sätze wird man sich so recht bewusst, wenn man Gelegenheit hat, einen Meister auf der Orgel, diesem Inbegriff aller musikalischen Instrumente, seine Kunst ausüben zu hören. Es ist daher kein Wunder, wenn es zu einem Tagesereignis unter allen Gebildeten gehört, wenn es irgendwo heißt, A. Bruckner spielt heute die Orgel. Wer immer ein fühlendes Herz und ein kunstsinniges Gemüth hat, lässt eine solche Gelegenheit nicht unbenützt vorübergehen. [... (blumenreiche) Schilderung der Wirkung ...]\r\n     Muthet es uns bisweilen an, als ob der Meister zum Gewöhnlichen herabstiege, als ob er sich gehen lasse wie ein Alltags=Musikus; gleich rankt sich an dem, was uns gewöhnlich schien, ein reiches Gewinde harmonischer Töne empor und wieder steht Bruckner vor uns - der Meister. Was ist doch auch für ein Unterschied zwischen Musik und Musik. Auch der Leierkasten macht Musik, und der arme Invalide dreht uns mit erbarmungswürdiger Ausdauer mancherlei Melodien auf seinem Werkel herab. [...]\r\n     Die nächste Schwester der Musik ist die Poesie [... Vorzüge der Dialektpoesie ... Dank dem Stelzhamer-Komité]; denn jüngst erschienen, unter dem allgemeinen Titel \"Aus da Hoamat,\" \"Bilder aus dem oberösterreichischen Dorfleben von Norbert Purschka.\" [... über die Besonderheiten dieser Dialektdichtung ...]\r\n     Purschka steht, wie Bruckner, als ein rechter Meister seiner Kunst da, wer einen Leierkastenmann neben ihn stellen will, wird denselben leicht finden.     A. L. G.\" (°).\nDie Chicago Tribune bietet auf S. 2 in der zweiten Spalte einen Überblick über die während der fünfwöchigen Thomas-Konzerte gespielten Werke. Die 7. Symphonie [am 29.7.1886] ist mit Abstand das umfangreichste Werk:\r\n\"                           MUSIC.\r\n            Close of the Thomas Concerts.\r\n    With last night's performance the successful Thomas concert season of five weeks came to an end. The attendance was larger than at any time since 1883, and the entertainments would no doubt receive the same liberal support if they could be continued into the autumn. The weather was particularly favorable to the enterprise, [... Lob für ...] Mr. Thomas in the selection of pieces and upon the faultless technique of his highly-trained body of musicians. The list of the new numbers which were rendered may be of interest:\r\n[... alphabetisch: Bach, Berlioz, Bird, Borodin, Brahms (Haydn-Variationen) ...]\r\nSymphony No. 7, E Major . . . . .  Anton Bruckner\r\n[... Bruch, 22 weitere Werke von Delibes bis Wagner ...]\" (°°).\nEine ähnliche Übersicht bringt auch The Inter Ocean Nr. 137 auf S. 13 in der 4. Spalte:\r\n\"                        THE THOMAS CONCERTS.\r\n     The Theodore Thomas Orchestra last evening concluded a successful season of summer night concerts of six weeks' duration at the Exposition Hall. The programmes have been unusually interesting and varied, and have had great importance and value in the number of new works presented. [... über einzelne Werke (Mozart, Liszt) ...].\r\n     During the season just concluded the following new music has been presented: [... nicht alphabetisch ...] ; Suite Handel, symphony No. 7, E major, Anton Bruckner; polonaise, No. 2, Liszt; [...].\r\n     Throughout the season the audiences have comprised the best citizens, [...]. At times 7,000 people have been accomodated in the auditorium; and the progress of the season has been marked by fewer complaints from the public than eevr before. [...].\" (°°°).", "Letzte Änderung": "16.04.2026 16:55"}, {"ID": 188608095, "Datum": "9.8.1886, Montag", "Haupttext": "Das Bayreuther Tagblatt listet die Kranzspenden anläßlich Liszts Todes auf:\r\n     »[...] Anton Bruckner, Lorbeerkranz: 'Dem großen Meister Franz Liszt' ...« (*).\nEin ähnlicher Bericht erscheint in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2316 auf S. 2 des Abendblatts:\r\n     \"[Die Kränze für Liszt.] Bei den Leichenbegängnissen berühmter Männer füllen die Verzeichnisse der Kranzspenden manche Spalte der Blätter, es ist also wohl nur billig, daß auch anläßlich des Hinscheidens Liszt's die Liste dieser Liebesgaben nicht unerwähnt bleibe, die schon darum keine uninteressante Aufzählung ist, weil sie auch Aufschluss gibt über die Verehrung, deren sich der Meister allüberall erfreute. An der Spitze der Spender steht Königin Victoria von England. [... Auflistung, darunter Stradal, Goldschmidt ...] der Allgemeine Deutsche Musikverein; Anton Bruckner; \"Liederkranz\", Bayreuth; [...] An fünfzig prächtige Kränze ohne nähere Bezeichnung der Spender. Außerdem kamen noch viele Hunderte kleinerer Kränze.\" (*a).\nBrief Karl Aigners (St. Florian) an Bernhard Deubler [offensichtlich nicht in St. Florian]:\r\n    Berichtet von der Kirchenmusik der letzten Tage. Am Ignatiusfest [ca. 30.7.1886] habe P. Weidinger alles dirigiert (\"riesig schnelle[s] Tempo\"), Kerbler sei des Lobes voll. [... erwähnt: Primiz des Herrn Lehner mit Greith-Messe, Primiz von Simon Ledermüller in St. Martin mit Messe von Peter Piel und Einlagen von Löbmann, F. X. Witt und Karl Kempter unter Leitung Peter Leberbauers, gestriges Fest des Gesellenvereines (mit Bischof Anton Gruscha) [mit Ehrung von Ignaz Bruckner, vgl. Linzer Volksblatt vom 12.8.1886] mit Werken von Horak, Gänsbacher, Führer und Aiblinger, später noch Schubert und Mendelssohn), montags [= heute (?)] Fackelzug (Serenade mit Werken von Albert Becker und Beethoven).\r\n     \"Vorigen Freitag [6.8.1886] kam ganz unerwartet aus Beireuth H. Professor Bruckner, welcher aber nur einige Stunden hier verweilte und noch am selbigen Tage nach Steyer abreiste, indem er glaubte dem Stifte lästig zu fallen, da schon so viele Gäste zu den Feierlichkeiten angesagt waren. Ob Herr Bruckner am Augustinifest [28.8.1886] oder zu einer anderen Zeit wieder kommt, konnte er selbst nicht bestimmt sagen. Seine Sinfonie [8. Symphonie] muß ich jetzt 3mal abschreiben. Eine große Arbeit!\"\r\n    [... über den Sängerknaben Georg Grüll; am 28.8. Stehle-Messe; heute nach Wallern zur Primiz von G. Silber; Gratulation zum Dirigat der Mitterer-Messe [Salzburg 1.8.1886], eine Ehre auch für den Florianer Chor; von allen Mitgliedern, speziell Engelbert Lanz,  Grüße ...] (**).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:36"}, {"ID": 188608105, "Datum": "10.8.1886, Dienstag", "Haupttext": "Bericht der Musikalischen Rundschau Nr. 32/33 [Doppelnummer 1./10.8.?] über den Liszt-Trauergottesdienst und Bruckners Orgelspiel:\r\n»Von Auswärts \r\nBayreuth, 4. August (Liszt's Leichenbegängnis.) \r\n    [...] Der Trauergottesdienst für Liszt fand heute Vormittags statt, Meister Bruckner's Orgelspiel, besonders ein Präludium seiner eigenen Composition, wirkte ergreifend und erregte höchste Bewunderung. [...]« (*).\nDer Fränkische Kurier (Abendausgabe) listet über 100 Kranzspenden an Liszts Grab auf - viele Wiener Künstler und Vereine, Stradal, Goldschmidt und »Nr. 87) Lorbeerkranz von Anton Bruckner (Wien)« (**).\nDatierung \"10. August\" (durch Schalk) mit [vermutlich irrigem] Zusatz \"887\" von fremder Hand in Josef Schalks Vierhändig-Klavierauszug am Ende des 1. Satzes der 8. Symphonie (***).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:14"}, {"ID": 188608115, "Datum": "(11.8.1886, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief von Richard Strauss an Bülow:\r\n   Letzten Montag [9.8.] sei er vom fünftägigen Bayreuth-Aufenthalt zurückgekehrt. Er habe dort die Sänger Sucher, Gudehus, Gura, Vogl u. a. erlebt und als Besucher auch Klindworth, Lessmann und Davidoff.", "Letzte Änderung": "22.09.2024 17:43"}, {"ID": 188608125, "Datum": "12.8.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Der »Alpenbote« Nr. 64 meldet auf S. 3, daß Bruckner zu einem längeren Aufenthalt in Steyr eingetroffen sei und dort die 8. Symphonie vollenden wolle:\r\n    »(Professor Anton Bruckner), unser berühmter Landsmann, bringt heuer wieder seine Ferien in Steyr zu und hat bereits, wie im Vorjahre, im hiesigen Pfarrhofe Quartier genommen, wo er sich mit der Vollendung seiner achten Symphonie beschäftigt.« (*).\n[sehr fragliche Datierung!! recte wohl 12.8.1887] Die Abendgebete notiert Bruckner auf dem [späteren] 32. Bogen (auf Bogen 32/4) der Partitur vom Finale der 8. Symphonie (**).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 33 berichtet auf S. 414-416 von Liszts Tod und den Trauerfeierlichkeiten und erwähnt dabei auf S. 416 auch die Kranzspende Bruckners [3.8.1886]:\r\n    »Bayreuth. Ueber Liszt's Krankheit und Begräbniss wird von hier aus geschrieben: Liszt hatte mit ungestörtem Wohlbefinden dem Hochzeitsfeste seiner Enkelin am 4. Juli beigewohnt und dann Tags darauf eine Reise nach Luxemburg angetreten. [... Schilderung des Leichenzuges ... u. a. Martin Krause, Nikisch, Stavenhagen, Stradal, Göllerich, Lessmann, Weingartner, Frl. Stahr, Dr. Riedel, Dr. Gille ... am Friedhof ...] Herrliche Kränze spendeten ferner Joachim, Frau Menter, das Leipziger Stadttheater, Anton Bruckner, Stradal, Frau Baronin Meyendorff. [...] Die Trauerfeierlichkeiten fanden am Mittwoch Vormittag mit einem feierlichen Requiem in der katholischen Kirche (Liszt war Ehrenkanonikus) ihren Abschluss. Auf dem Katafalk lagen sämmtliche Orden (63) des Verstorbenen, die Königin von England liess durch einen Abgesandten einen herrlichen Kranz niederlegen.« [keine Signatur] (***).\nMeldung der Steyrer Zeitung Nr. 64 auf S. 2:\r\n      »Steyr. (Herr Anton Bruckner,) Hoforganist und Professor am k. k. Conservatorium in Wien, wird am 15. und 18. d. M. in der hiesigen Stadtpfarrkirche beim Hochamt die Orgel spielen.« (°).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 183 schreibt auf S. 2 über ein Fest am 8.8.1886:\r\n      \"Das 25jährige Gründungsfest des katholischen Gesellen=Vereines in St. Florian am 8. August 1886.\r\n     \"Gott segne das ehrsame Handwerk. Dieser schöne Spruch erfüllte sich an diesen Tagen wieder glänzend für die Männer des Handwerks in St. Florian. [... erste Fahnenmutter war Gräfin Christine O'Hegerty (vor 14 Jahren verstorben), Nachfolgerin ist ihre Tochter ... Feldbischof Dr. Anton Gruscha ... am 7.8.1886 Fackelzug zum Stift ... Ferdinand Moser ... 8.8.1886 Festzug (ausführlich über die Anwesenden)  ... Hochamt ... Empfang im Marmorsaal ...]\r\n     Hierauf wurden 5 Männer, welche seit Jahren katholische Gesellenvereins Mitglieder sind bis zum heutigen Tag, mit Medaillen decorirt, die sie aus der Hand des hochwst. Feldbischofs empfiengen, und zwar: Johann Busch, [... Georg Müllner, Michael Dorninger ...], Johann Hokeneder, Schneider, seit 23 Jahren; Ignaz Bruckner, Calcant, seit 21 Jahren. Nun marschirten die Vereine ab und vertheilten sich im Markte zum Mittagessen, während der hochwst. Feldbischof, die hochgeborne edle Fahnenmutter, die verschiedenen Präsides und Festtheilnehmer Gäste des Stiftes waren. (Schluss folgt.)\" (°°).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:36"}, {"ID": 188608126, "Datum": "12./13.8.1886", "Haupttext": "[Gebetsaufzeichnungen in der Partitur der 8. Symphonie] auf Bogen 32/4 des Finales. [Diese Einträge sind vermutlich falsch, nur bei Göll.-A. im Zusammenhang mit 1886 erwähnt. Richtig ist entweder 1890 (1040a/403) oder, viel plausibler, 1887.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608135, "Datum": "13.8.1886, Freitag", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 33 berichtet auf S. 359f, signiert »C. R.« [Carl Riedel?], von Liszts Beerdigung [am 3.8.1886]: \n               \n»Am Grabe Liszt's.\n     Nicht Viele giebt es, die vollkommen befriedigt daran denken, daß die sterblichen Ueberreste von Franz Liszt auf dem Friedhofe von Bayreuth ruhen. [... das Grab in Bayreuth, statt in Weimar ... ausführlich über die Kranzspenden ...] August Stradal; Materna; \"Dem großen Meister Franz Liszt Anton Bruckner\"; Anna Mehlig; [... weitere Spender ...] [Signatur:] C. R.« (*). Auf S. 363 wird gemeldet: \n     \n» *-* Bei dem in der katholischen Pfarrkirche zu Bayreuth für den verstorbenen Meister Franz Liszt abgehaltenen stillen Requiem spielte der k. k. Hoforganist Anton Bruckner, welcher zu den Festspielen in Bayreuth anwesend war, die Orgel. - » (**).\n[fragliche Datierung!! recte wohl 13.8.1887!] Auch die Morgengebete notiert Bruckner in einem [späteren] Partiturbogen zum Finale der 8. Symphonie (***).\nDie Presse Nr. 223 schreibt auf S. 3 des Abendblatts bei den \n     \"[Hof= und Personal=Nachrichten.]\n[...] - Professor Anton Bruckner bringt heuer wieder seine Ferien in Steyr zu und beschäftigt sich dort mit der Vollendung seiner achten Symphonie. - [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608145, "Datum": "14.8.1886, Samstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 185 meldet auf S. 2: \n      \"Steyr. Herr Anton Bruckner, Hof=Organist und Professor am k. k. Conservatorium in Wien, wird - wie die \"Steyrer Ztg.\" berichtet [am 12.8.1886] - am 15. und 18. d. M. in der hiesigen Stadtpfarrkirche beim Hochamt die Orgel spielen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608155, "Datum": "15.8.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung weist auf Bruckners heutiges Orgelspiel und das am 18.8.1886 hin: \n   »* (Musikalisches.) Herr Anton Bruckner, Hoforganist und Professor am k. k. Conservatorium in Wien, wird - wie die „Steyrer Ztg.” berichtet [am 12.8.1886] - am 15. und 18. d. M. in der Stadtpfarrkirche in Steyr beim Hochamt die Orgel spielen.« (*). Bruckner spielt Orgel in der Steyrer Stadtpfarrkirche (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608165, "Datum": "16.8.1886, Montag", "Haupttext": "Das Vaterland Nr. 226 übernimmt auf S. 3f wörtlich den Bericht vom 12.8.1886, in dem Bruckners Bruder Ignaz erwähnt wird:\r\n     \"[Fünfundzwanzigjähriges Gründungsfest des katholischen Gesellenvereines in St. Florian.] \"Gott segne das ehrsame Handwerk.\" Dieser schöne Spruch erfüllte sich an diesen Tagen wieder glänzend für die Männer des Handwerkes in St. Florian. [... erste Fahnenmutter war Gräfin Christine O'Hegerty (vor 14 Jahren verstorben), Nachfolgerin ist ihre Tochter ... Feldbischof Dr. Anton Gruscha ... am 7.8.1886 Fackelzug zum Stift ... Ferdinand Moser ... 8.8.1886 Festzug (ausführlich über die Anwesenden)  ... Hochamt ... Empfang im Marmorsaal ...]\r\n     [...] Hierauf wurden fünf Männer, welche seit Jahren katholische Gesellenvereinsmitglieder sind bis zum heutigen Tag, mit Medaillen decorirt, die sie aus der Hand des hochw. Feldbischofs empfingen, und zwar: Johann Busch, [... Georg Müllner, Michael Dorninger ...], Johann Hokeneder, Schneider, seit dreiundzwanzig Jahren; Ignaz Bruckner, Calcant, seit einundzwanzig Jahren. Nun marschirten die Vereine ab und vertheilten sich im Markte zum Mittagessen, während der hochw. Feldbischof, die Fahnenmutter, die verschiedenen Präsides und Festtheilnehmer Gäste des Stiftes waren. [... über die weiteren Ereignisse ...]\r\n          (Nach dem \"Linzer Volksblatt\".)\"", "Letzte Änderung": "21.11.2024 17:45"}, {"ID": 188608175, "Datum": "17.8.1886, Dienstag", "Haupttext": "[oder schon eher? ungenaue Datierung Wiesners! vgl. 8.8.1886 und 12.8.1886]\r\nBruckner trifft in Steyr ein und wird von Wiesner am Bahnhof abgeholt. Er versucht, mit einer Bäckerei-Verkäuferin »anzubandeln«, und kündigt Wiesner seinen Besuch in Wolfern an (*).\n \nBericht von Otto von Karpf in der Deutschen Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 29 auf S. 288 über die Bayreuther Festspiele, die Ankunft des Sonderzugs des Wiener Akademischen Wagner-Vereins am 24.7.1886, über den erschwerten Zugang zu Wagners Grab und die Aufführungen (**).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 03:48"}, {"ID": 188608176, "Datum": "nach dem 17.8.1886 [?]", "Haupttext": "[nach dem 8.8.1886?] Bruckner besucht von Steyr aus mit Almeroth die Familie Wiesner in Wolfern. Die geplante Brautschau verläuft erfolglos. Bruckner erzählt, daß er als Kind in Wolfern war, wo seine Mutter nach dem Tod des Vaters [7.6.1837] als Wirtschafterin im Pfarrhof tätig war (*). In dieser Zeit versucht E. Schweitzer aus Hamburg Bruckner in Wien anzutreffen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608185, "Datum": "18.8.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Anläßlich des Geburtstages von Kaiser Franz Joseph wird während des Hochamtes in der Steyrer Stadtpfarrkirche eine Messe von Kempter [Bruckner als Organist?] aufgeführt (*).\r\nDanach improvisiert Bruckner über die Kaiserhymne (**).\r\nAnwesend sind u.a. Bgm. Georg Pointner, die Gemeinderäte und Behördenvertreter (***) und das Bürgercorps unter Hauptmann Franz Bichler (°).\r\nNotiz zu Bruckners Mitwirkung als Organist in den [Orgel?]Stimmen von Kempters Messe in Es und Graduale und Offertorium op. 59 (°°).", "Letzte Änderung": "17.09.2024 16:57"}, {"ID": 188608205, "Datum": "20.8.1886, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der Dresdner Aufführung der 3. Symphonie [am 11.12.1885] in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 34 auf S. 369, signiert »F. G.«: \n          \n»Correspondenzen.\n               \n(Schluß.)     Dresden.\n    Die Sinfonie in Dmoll von A. Bruckner, die im dritten Concert erschien, hat hier keinen Erfolg gehabt, sie ist sogar ziemlich entschieden abgelehnt worden, ohne Rücksicht darauf, daß sie Richard Wagner gewidmet ist. Unser musikalisches Publikum läßt sich nun einmal durch \"vorausgehenden großen Ruf\" in seinem Urtheil nicht beirren. Man ist hier sehr empfänglich für Neues, aber es muß dieses Neue auch danach sein. Wir finden den Mißerfolg dieses Werkes sehr begreiflich, denn der doch nur kleine, oft recht dürftige und trockene Inhalt steht in keinem Verhältniß zu den [sic] prätentiösen Apparat, mit dem er zur Anschauung gebracht wird. Viele Noten, harmonische Absonderlichkeiten und äußerlicher Orchesterglanz thun es eben nicht.*) [Fußnote: »*) Dieses Urtheil der Dresdner über Anton Bruckner's Musik weicht allerdings erheblich ab von dem eines Rich. Wagner z. B., der bekanntlich den großen Symphoniker ungemein schätzte. (D. Red.)« [= Oskar Schwalm (verantwortlicher Redakteur)] Nach diesem trostlosen und trotz der vorgenommenen Kürzungen noch immer ungebührlich langen Erguß waren Mendelssohn's Ouverture \"Ruy Blas\" und namentlich Mozart's Gmoll-Sinfonie eine wahre Erquickung. [... über die weiteren Konzerte ...] F. G.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608215, "Datum": "21.8.1886, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet vom Geburtstagsfest des Kaisers in Steyr. Bruckner habe beim Hochamt Orgel gespielt: \n»* Steyr, 19. August. (Das Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers) wurde, wie alljährlich, in unserer Stadt in patriotischer und solenner Weise gefeiert. [... am 17.8.1886 Vorfeier, am 18.8.1886 um 9 Uhr Hochamt, dem Bgm. Georg Pointner, die Gemeinderäte und Behördenvertreter beiwohnen ...] Die Orgel spielte unser berühmter Landsmann Herr Professor Bruckner aus Wien und ergriff durch sein wundervolles Spiel, namentlich durch eine großartig durchgeführte Fuge über das Kasierlied, alle Andächtigen aufs mächtigste. [... Abends Konzert der Bürgercorpskapelle unter Ludwig Großauer ...]« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608225, "Datum": "22.8.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 67 berichtet auf S. 1 von Bruckners Orgelspiel am 18.8.1886: \n           \n»Unseres Kaisers Geburtsfest. \n     Aus allen Orten unserer Monarchie leigen Nachrichten vor [...] [...] Der Kirchenchor brachte eine herrliche Kempter'sche Messe in wirksamster Weise zur Aufführung; unser berühmter Landsmann, Herr Professor Bruckner aus Wien, spielte die Orgel mit bekannter Virtuosität, und waren die von ihm zum Schlusse des Gottesdienstes executirten Variationen über die Kaiserhymne meisterhaft und entzückend. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608265, "Datum": "26.8.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung am Ende des Adagios der 8. Symphonie »Steyr, Stadtpfarr- | hof, 26. August | 1886. (4. Sept.) | ABrucknermp.« (*).\n\n\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 34/35 verzeichnet auf S. 428 eine Aufführung des \"Germanenzug\" in Köln [ca. Juli 1886?]: \"Concertumschau. [...] Cöln. [...] - Sommerfeste des Cölner Männergesangver. (Zöllner) auf der Marienburg und im Kaisergarten: \"Germanenzug\" f. Chor u. Soli m. Blechorch. v. A. Bruckner, Männerchöre von J. Herbeck (Waldlied) [...] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608275, "Datum": "27.8.1886, Freitag", "Haupttext": "Das Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 196 veröffentlicht auf S. 339-342 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 342 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] - Harmonielehre: Fundamentalschritte mit Stamm= und abgeleiteten Accorden; Vorbereitungen und Auflösungen in Dur=Tonarten; Vorhalte; Uebungen im bezifferten Baß, zwei Stunden wöchentlich, vom Lector Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...]\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608285, "Datum": "28.8.1886, Samstag (Hl. Augustinus)", "Haupttext": "An diesem Tag war Bruckner wahrscheinlich in St. Florian (*). Beim Hochamt werden durch den verstärkten Stiftschor aufgeführt: \n   »Veni sancte Spiritus« von Aiblinger; »Regnum Mundi« von Traumihler; Introitus, Offertorium und Communio als Choral aus dem Graduale Romanum, eine Festmesse: »Exultate Deo« für Singstimmen und obligate Orgelbegleitung von E. Stehle, und als Graduale das »Os justi« Bruckners und Aiblingers 8stimmige Motette »Omnes gentes, quascumque fecisti (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608295, "Datum": "29.8.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle (geplant)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608315, "Datum": "31.8.1886, Dienstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 199 berichtet auf S. 3 von der Kirchenmusik in St. Florian [am 28.8.1886]: \n     \n»St. Florian. (Kirchenmusik.) Am Feste des hl. Augustinus wurden von unserm rühmlichst bekannten Stifts=Chore, der des großen Ordensfestes wegen durch treffliche auswärtige Gesangskräfte verstärkt wurde, aufgeführt: Veni sancte Spiritus\", 5stimmig von Aiblinger; \"Regnum Mundi\" von Traumihler; Introitus, Offertorium und Communio, Choral aus dem Graduale Romanum; Festmesse: \"Exultate Deo\" für Singstimmen und obligate Orgelbegleitung von E. Stehle; Graduale: \"Os justi\" von Anton Bruckner und nach Absingung des Choral=Offertorium Aiblinger's großartige 8stimmige Motette \"Omnes gentes, quascumque fecisti\".« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188608326, "Datum": "ca. August/September 1886 [?]", "Haupttext": "Ein mit September 1886 datierter Brief Bruckners an Levi (*) ist vermutlich identisch mit dem Brief vom 16.11.1886.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609005, "Datum": "September 1886", "Haupttext": "Paul Caro widmet Bruckner Partitur und Stimmen zweier Quartette und eines Klaviertrios (*).\nKalendernotiz Bruckners: »Franz Zrubetzky 1. Bez. Schauflergasse 6.« (**).", "Letzte Änderung": "31.08.2024 10:48"}, {"ID": 188609015, "Datum": "1.9.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Die Lyra Nr. 23 meldet auf S. 3/217:\r\n     \"Auszeichnung. Dem Componisten und Organisten Ant. Bruckner in Wien wurde vom Kaiser von Oesterreich das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens verliehen.\" (*).\n \nDiese Meldung erscheint auch in der \"Caecilia\" Nr. 17 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) auf S. 177:\n\"     Weenen. [...]    — De componist Anton Bruckner, hoforganist en professor aan het Conservatorium, ontving het ridderkruis van de Franz-Jozef-orde.\" (**).\n \n[recte 4.9.1886!] Datierung »1. Sept. [/] [1]886.« auf einem Bogen 1 zum Finale der 8. Symphonie (***).", "Letzte Änderung": "01.01.2026 13:00"}, {"ID": 188609035, "Datum": "3.9.1886, Freitag", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie [am 19.2.1886 in Hamburg] durch Hermann Genß in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 36 auf S. 387 - 389:\r\n»Anton Bruckner und seine siebente Symphonie\r\nmit Bezug auf ihre Aufführung im 8. philharmonischen Concert zu Hamburg.\n                Besprochen von Hermann Genß.\n     \"Ein echtes Kunstwerk bleibt, wie ein Naturwerk, für unsern Verstand immer unendlich: es wird angeschaut, empfunden; es wirkt, es kann aber nicht eigentlich erkannt, viel weniger sein Wesen, sein Verdienst mit Worten ausgesprochen werden.\" Diese Göthe'schen Worte, welche er seiner Besprechung der Laokoon Gruppe vorausschickt, möchte ich ebenfalls als Ausgangspunkt für die Schilderung des Eindrucks eines musikalischen Kunstwerkes wählen, welches so völlig Eigenartiges in der Conception, so viel Neues in Harmonie und Rhythmik bietet und schließlich ein so allgemeines Aufsehen erregt hat, daß uns die bevorzugte Stellung dieses Artikels wohl gerechtfertigt erscheint. [... über die Bedeutung und Stellung der Symphonie ... kurz zur Biographie ... ausführlich zum Werk ... Lob für die Hamburger Aufführung unter Bernuth ...]\"", "Letzte Änderung": "10.10.2024 14:17"}, {"ID": 188609045, "Datum": "4.9.1886, Samstag", "Haupttext": "Zweite Datierung am Ende des Adagios der 8. Symphonie (*) \"Steyr, Stadtpfarr- | hof, 26. August | 1886. (4. Sept.) | ABrucknermp.\" (*a). Vermerk auf einem Titelblatt und Datierungen [auf Partiturbögen Nr. 1] zum Finale der 8. Symphonie (siehe (***) - (#)). Der erste Bogen wurde mehrmals geschrieben. Metronomangabe 69 für die Halben (**).\n\"4. Sept. 886. Finale. Sinf. No 8.\" (***).\n\n »Finale [/] zur 8. Sinfonie. [/] ABrucknermp.« bzw. »4. Sept. [1]886.« (°).\n\n[1886?] Datierung \"4. Sept.\" auf einer Partiturskizze zu Bogen 1 des Finales bei Takt 1 (°°).\nDatierung \"4. Sept. | 886. Finale. 8. Sinfonie.\" auf fol 1r eines ausgeschiedenen Partiturbogens Nr. 1 (°°°).\nDatierung \"(4. Sept 886.) Finale. 8. Sinfonie\" auf fol 1r eines ausgeschiedenen Partiturbogens Nr. 1 (#).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609055, "Datum": "5.9.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die in Chicago erscheinende Zeitung The Inter Ocean Nr. 165 berichtet auf S. 13 in der 5. Spalte von Walter Damroschs Europa-Aufenthalt:\r\n\"                   MUSICAL MELANGE.\r\n[...]\n     Mr. Walter Damrosch has left New York with his orchestra for Louisville, where he will give concerts during the exposition. [... kürzlich von Europa zurück, mit Neuigkeiten im Gepäck ... in Sondershausen habe Liszt eine Symphonie von Arthur Bird empfohlen ...]. Mr. Damrosch also secured a symphony by Bruckner, but has not yet decided to bring it out. [... über Tschaikowsky ... Novitäten aus Italien (Ricordi veröffentliche eigene Kompositionen unter dem Namen Burgwein ...].\" (*).\n \nArtikel von Emerich Kastner \"Bayreuth 1886. Begebnisse und Erlebnisse\" in der Wiener Musikalischen Zeitung auf S. 289 (**).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:03"}, {"ID": 188609095, "Datum": "9.9.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 36/37 meldet auf S. 443, daß beim Sommerfest des Kölner Männergesangvereines [ca. Juli 1886?] der »Germanenzug« aufgeführt wurde: \n\n»Aufgeführte Novitäten. \n[...]\nBruckner (A.), \"Germanenzug\" f. Männerchor und Soli mit Blechorch. (Cöln, Sommerfest des Cölner Männergesangvereins.)« (*).\n\n\nIn der \"Journalschau\" auf S. 444 wird auf den Bruckner-Artikel in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 36 [3.9.1886] aufmerksam gemacht: \"[...] No. 36. Besprech. (A. Bruckner). [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609105, "Datum": "10.9.1886, Freitag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 36 meldet auf S. 364 die Aufführung des »Germanenzugs« beim Sommerfest des Kölner Männergesangvereins [ca. Juli 1886]: \n»Eingesandte Concertprogramme \n[...] Sommerfeste des Cölner Männergesangvereines (Zöllner) auf der Marienburg und Kaisergarten: [...] \"Germanenzug\" für Chor und Soli mit Blechorchester von A. Bruckner. [...]« (*). Auf S. 368 ist einem Inserat des Verlages Gutmann zu entnehmen, daß von der 7. Symphonie die Orchesterpartitur, die Orchesterstimmen und der vierhändige Klavierauszug von Franz und Josef Schalk erhältlich sind: \n»[...] Symphonische Werke aus dem Verlage von Albert J. Gutmann, Wien [...] Aus dem Repertoire der Philharmonischen Concerte in Wien. [...] Bruckner, Anton, Siebente Symphonie (E-dur) für grosses Orchester. Partitur 30 Mk. netto. Orchesterstimmen 30 Mk. netto. Bearbeitung für Klavier vierhändig von Franz und Josef Schalk 12 Mk. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609125, "Datum": "12.9.1886, Sonntag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 73 meldet auf S. 3, daß Bruckner heute in der Stadtpfarrkirche Orgel spielt und am folgenden Montag [13.9.1886] Steyr verlassen werde: \n          \n»Tages=Nachrichten.\n               \nSteyr, am 11. September 1886.\n[...]\n     Der k. k. Hoforganist Herr Anton Bruckner wird morgen, Sonntag, in der hiesigen Stadtpfarrkirche beim Hochamte nochmals die Orgel spielen. Am Montag verläßt dieser berühmte Componist wieder unsere Stadt, in welcher er auch heuer wieder seine Ferien zubrachte und diese fleißig zu neuen Compositionen benützt hat.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609135, "Datum": "13.9.1886, Montag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung Nr. 44 bringt auf S. 304 einen »Berliner Concertbericht«, in dem bedauert wird, daß Bruckner in der verflossenen und in der zukünftigen Konzertsaison vernachlässigt wird: \n   »[...] Bei einem Rückblick auf die verflossene Concertsaison kann ich den Ausruf nicht zurückhalten: Wie schade, dass Berlioz in fast schmählicher Weise vernachlässigt ward, und dass von Anton Bruckner nach wie vor keine Note zu hören war, obwohl es eine die Musikwelt bewegende und einen Theil derselben in Begeisterung versetzende, förmliche Brucknerbewegung gibt! Hier in der Reichshauptstadt herrscht leider Gottes das Ignorieren, das Todtschweigen vor. Möge dies 1886-87 endlich besser werden. Amen! \nP. S. Es stehen übrigens schon jetzt grosse Berlioz-, Liszt- und Wagner-Ereignisse für den Verlauf der nächsten Saison fest: [...] Von Bruckner verlautet aber leider nach wie vor kein Wort!!«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609175, "Datum": "17.9.1886, Freitag", "Haupttext": "[?] Kalendereintragung Bruckners: »17 [/] 19. Sept - Dienst« [an der Hofkapelle] (*).\nBericht von Laurencin über die Aufführung des Quintetts im 4. Kammermusikabend Hellmesbergers [recte: 3. Abend, am 7.1.1886] in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 38 auf S. 411:\r\n                     »Wien.\r\n[...]\r\n               VII. \r\n     Hellmesberger's vierter Kammermusikabend bewegte sich dem Grundstoffe nach in bekanntem Geleise. Anton Bruckner's zum zweiten - und eine Theilesaufführung desselben Werkes ebenfalls aus vergangenem Jahre herrührend, mitgezählt, eigentlich schon zum dritten Male - von diesem Künstlervereine gebotenes Streichquintett gab mir keinen Anlaß zu einer Umstellung meines seiner Zeit in diesem Blatte über dessen karge Lichtseiten und grelle Schatten gefällten Urtheilsspruches. [... über das weitere Programm ... zu viel des Guten ...] Der hochpolyphone, beide Quintette, Bruckner's und Schumann's - freilich nach sehr weit von einander abgelegenen Richtungen - durchdringende Zug wirkte entschieden abschwächend auf den Eindruck der Brahms'schen und Beethoven'schen Gesänge. Und diese letzteren hatten wieder den nach solchen Vorgängen sehr kargen Rest einer uns noch erübrigten Spannkraft dergestalt in Anspruch genommen, daß für das Vernehmen des Schubert'schen Werkes kaum mehr eine Spur von Empfänglichkeit im Hörer zu regen sich fähig gezeigt hätte.      Dr. Laurencin.« (**).\nAufnahmeprüfung für Instrumental- und Theorieschüler am Wiener Konservatorium (***).\nDas \"Bataviaasch handelsblad\" Nr. 215 (Batavia) berichtet auf S. 4 kurz von den Trauerfeierlichkeiten für Liszt [4.8.1886]:\r\n\"             Gemengd buitenlandsch nieuws\r\n[...]\r\n     Bij den lijkdienst voor Liszt, improviseerde Bruckner op het orgel op het hoofdthema uit „Parsifal.\" Het laatst speelde Liszt den 19en Juni in het casino van Luxemburg, hoewel de doctor dat toen reeds verbood. Hij speelde een zijner „valses-caprices\" en zijn arrangement van Chopins Poolsche liederen. Liszts laatste brief was aan Bösendorfer te Weenen. Hij schreef daarin, dat hij na Bayreuth een „elende cur\" te Kissingen moest doorstaan en dan een oogoperatie bij Gräfe te Halle.\" (°).", "Letzte Änderung": "17.10.2025 21:09"}, {"ID": 188609185, "Datum": "18.9.1886, Samstag", "Haupttext": "Bruckner nimmt [abends, nach Wien zurückgekehrt?] seine gewohnten Gebetsaufzeichnungen wieder auf (lückenlos bis zum 24.12.1886) (*). \nDas Morgengebet dieses Tages ist noch in seinem Reisenotizbüchlein festgehalten (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609195, "Datum": "19.9.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »17 [/] 19. Sept - Dienst«. Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609197, "Datum": "September 1886 in Wien", "Haupttext": "Bruckner trifft Stradal wieder und hält ihm wegen der Irrfahrt am 4./5.8.1886 noch jahrelang seine Kenntnisse als »Alpinist« vor.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609205, "Datum": "(20.9.1886, Montag)", "Haupttext": "Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609215, "Datum": "21.9.1886, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Spar=Casse No. 419553. Folio 553 Buch 420.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609235, "Datum": "23.9.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »23. Sept. um 1/4 über 11 Uhr (nach 11 Uhr) Audienz bei Sr. Majestät, dem Kaiser.« (*).\nBruckner bringt Hanslicks ungünstige Kritiken und seine schlechte finanzielle Lage zur Sprache. Über den Verlauf der Audienz berichtet er Hofrat Dlabac und später Kathi Kachelmayr (**).", "Letzte Änderung": "23.09.2024 22:04"}, {"ID": 188609245, "Datum": "24.9.1886, Freitag", "Haupttext": "In einem Artikel der Neuen Zeitschrift für Musik auf S. 422 über Praeger wird Bruckner kurz erwähnt:\r\n»Vermischtes. [...] *-* Unter der Präsidentschaft des Earl of Dysart hat sich in London ein Comité gebildet, welches es sich zur Aufgabe stellt, die Werke des jetzt 72jährigen Künstlers Ferdinand Präger zur Veröffentlichung zu bringen. [... der Schriftführer mache die Verleger auf die vielen »Pultschlummer« haltenden Werke aufmerksam ...] und entschuldigt dies Vorgehen durch die \"fast krankhaft bescheidene Zurückgezogenheit\" des bejahrten Künstlers. Jedenfalls verdient das löbliche Vorgehen des Präger=Comités in London hohe Anerkennung, denn gleich Anton Bruckner in Wien hat Präger in London [... da er] sich als begeisterter Anhänger der Wagner'schen Kunstrichtung zeigte, einen mißlichen Stand gehabt. [...]«.", "Letzte Änderung": "03.12.2024 09:13"}, {"ID": 188609255, "Datum": "25.9.1886, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Gebetsaufzeichnungen: »25. Sept. I. Fasttag Jubiläum.« (*).\n\n\nAnkündigung der 7. Symphonie [am 18.11.1886] im \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 17885 (Amsterdam) auf S. 1:\n\"             KUNST EN LETTEREN.\n     Het programma van het concert, in November a.s. door de Maatschappij Caecilia te geven, is samengesteld als volgt: 7de symphonie, in Edur, van Ant. Bruckner; symphonische Dichting: Tasso (Lamento e Trionfo) van Fr. Liszt; 4de symphonie, van L. v. Beethoven.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609275, "Datum": "27.9.1886, Montag", "Haupttext": "Eintragung in den Gebetsaufzeichnungen zum zweiten Jubiläums-Fasttag »27. Sept 2 ter Jubilaeums=Fastag. Abds Cafe Cioccolade.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609305, "Datum": "30.9.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Die Berliner Musik-Zeitung gibt das Programm der Berliner Philharmonischen Gesellschaft für die neue Saison bekannt: [Zuerst über die von Joachim geleitete Serie A ...] »Die Programme der unter Leitung des Hrn. Prof. Klindworth stehenden (Serie B von 6 Concerten) sind in folgender Weise zusammengestellt: [...] 4. Concert, 31. Januar: Freischütz-Ouverture Weber, Huber's neue Suite »Sommernächte«, Symphonie D-dur (II.) Brahms, Wieniawski's Violinconcert (Fr. Marie Soldat). - 5. Concert, 28. Februar: Beethoven's Ouverture op. 124, VII. Symphonie E-dur (neu) Bruckner, Ouverture struensee Meyerbeer, Arien und Lieder, ges. von Fr. Herm. Braga. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188609325, "Datum": "ca. nach September 1886", "Haupttext": "Bruckner bringt in einer [schon älteren oder neu angefertigten?] Partiturabschrift der 4. Symphonie Korrekturen an. Diese Partitur, die Constantin Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst gewidmet ist, wird später an Anton Seidl in New York gesendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610004, "Datum": "Schuljahr 1886/87", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 20.9.1886].\r\nIm Kapitel »B. Unterrichts-Leitung« des Jahresberichts ist zu lesen:\r\n»[4. Lehrkörper. [/] I. Ordentliche Lehrer:] [/] [...] [Herr] Anton Bruckner, Ritter des Franz Josef=Ordens, k. k. Hoforganist, Professor. (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel.)« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium gehören\r\nVictor Bause (»21 J. - Clv. A. II., Hml.«) (**b), Gottfried Brzibohaty (»17 J.- Fag. A. II., Cpt.«), Albert Dörnhöfer (»17 J. - Hml., Clv. II.«) (**b), Hermann Haböck (»aus Hall, 17 J. - Org. V. I., Hml.«) [siehe auch (##)], Leopold Materna (»aus Graz, 16 J. - Hml., Clv. I.«) (**b), Rudolf Merwald (»aus Gmunden, 20 J. - Org. V. I., Cpt. I., Clv. II.«), der noch während des Schuljahres verstarb (**a), Josef Meyer (»19 J. - Org. A. II., Comp. II.«), Carl Paur (»aus Moor, 25 J. - Org. A. II., G. d. M. [/] Clv. A. I., Cpt. II.«) (**b), Jacob Schmalhofer (»17 J. - Vl. A. II., Hml.«) (**b), Nicolaus Scordelli (»aus Kiew, 22 J. - Org. V. I., Hml.«), William Sichel (»aus Hannover, 18 J. - Clv. A. II., Cpt.,Comp. I.«) (**c), Josef Steinberger (»aus Schaboglück, 36 J. - Org. V. I., Hml.«) (**b), Adolf Steininger (»aus Altmannsdorf, 18 J. - Clv. A. II., [zweite Zeile mit eigener Nummer:] Org. A. II., Cpt. II., G. d. M.«) (**b), Theodor Tschöpe (»aus Weinburg, 21 J. - Cb. A. II. [/] Org. V. I.«) und (**b) Theodor Vogl (»aus Raab, 19 J. - Hml., Clv. I.«) (**).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres [vielleicht auch in Brucknerschen Kursen] spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle:\r\nHedwig Abel (»aus Budapest, 16 J. - Clv. A. III., G. d. M.«), Josef Chimani (»13 J. - Vl. V. II.«), Marie Demar (»aus Comorn, 22 J. - Ges. V. II., M. V., P. u. M.«) [= Gesang, Mündlicher Vortrag, Poetik und Mythologie] [siehe auch (°°°)], August Duesberg (»aus Gelsenkirchen, 19 J. - Vl. A. I.«), Rudolf Fitzner (»18 J. - Vl. A. II.«), Carl Hruby (»17 J. - Vl. A. III., Comp. I.«), Carl Lasner (»21 J. - Vc. A. II., Hml., Clv. II.«), Gisela Röhrenbacher (»22 J. - Ges. A. II (Op. II.), G. d. M., M. u.T.«), Georg Valker (»20 J. - Comp. A. III., G. d. M.«), Peter Zachariades (»aus Constantinopel, 26 J. - Comp. A. I.«) [und vielleicht Alexander Zemlinszky [Zemlinsky] (»15 J. - Clv. V. III.«) (***).\nVon den neun Orgelschülern gehören vier zur Ausbildungsschule, fünf zur Vorbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern drei halb und einer ganz vom Schulgeld befreit waren. Zwei Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Kontrapunkt als Hauptfach, neun Harmonielehre. Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 98 und Kontrapunkt von 19 Schülern besucht (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«:\r\n»A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 4. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] (Die von der Ausbildungsschule desselben Faches weniger in Anspruch genommene Unterrichtszeit kam diesen Schülern zu Statten.) [...]\r\nB. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] (Die hier weniger in Anspruch genommene Unterrichtszeit kam den Vorbildungsschülern dieses Faches zu Statten.) [...]\r\nC. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 32. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunct, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 21. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°).\nMarie Demar wird in diesem Schuljahr Schülerin Ferdinand Löwes am Konservatorium. Bruckner erneuert die Bekanntschaft mit ihr und bietet ihr [nach der Fertigstellung] die Widmung der 8. Symphonie an und deutet auch seine Heiratsabsichten wieder an (°°°).\nLudwig Grande wird Kontrapunkt-Schüler Bruckners (bis Sommer 1888) [vermutlich privat, da er in der Schülerliste des Konservatoriums nicht verzeichnet ist] (#).\nHermann Haböck studiert von 1886 bis 1889 [?] bei Bruckner Orgel und Kontrapunkt (##).", "Letzte Änderung": "19.12.2024 19:30"}, {"ID": 188610005, "Datum": "Oktober 1886", "Haupttext": "[Wann genau? Vermutlich 1.10.1886] Die Musikalische Chronik [Beilage zu Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung], Band 5 1886/87, erwähnt in der »Zeitschriften-Revue« auf S. 16 den Artikel vom 3.9.1886:\r\n»Neue Zeitschrift für Musik, Nr. 35: Franz Liszt, I. - Nr. 36: Franz Liszt, II. - Anton Bruckner und seine siebente Symphonie. Von Herm. Genss. [...]«.", "Letzte Änderung": "10.10.2024 14:18"}, {"ID": 188610015, "Datum": "1.10.1886, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckner:\r\n»Fr. Kathi 7 fl gezahlt für Oktober 1886. am 1.« (*).\nArtikel [des Herausgebers Anton August Naaff?] über Bruckner (mit dessen Portrait »Anton Bruckner. [/] Nach einer der »Lyra« gewidmeten photogr. Aufnahme.« (**) auf S. 1 [Artikel »Zum 10. Jahrgang.«]) in der Zeitschrift »Lyra« Nr. 1 auf S. 2 - 3:\r\n                  »Anton Bruckner. \r\n           (Hiezu Abbildung auf der Stirnseite des Blattes.) \r\n    Getreu der bisherigen Uebung und Richtung dieser Zeitschrift, nur wirklich hervorragende und verdienstvolle deutsche Künstler und nicht etwa eitle hohle Schein=Größen und Schooßkinder einer gewerbsmäßig aufdringlichen Tagesreclame oder unreife Anfänger mit dem Preise öffentlicher Darstellung und Anerkennung auszuzeichnen, eröffnen wir den neuen Jahrgang mit dem Bilde und dem kurzen - wie man finden wird - von aller Marktschreierei und Lobgleißnerei freien, sachgetreuen Lebensabriß eines deutschösterreichischen Tonmeisters, dem die Oeffentlichkeit und Allgemeinheit leider viel zu lange und allzusehr den Dank öffentlicher Ehre und Anerkennung schuldig blieb. [... der wirklich Bedeutende: totgeschwiegen, gehöhnt, lächerlich gemacht ... Lebenslauf vom 4.9.1824 an, [irrig: »Musiklehrer an der Lehrerbildungsanstalt zu Linz«], Nennung der ersten Wiener Schüler (Leopold Landskron, W. Rauch, A. Huber, E. Rotter, Josef Latzelsberger und W. v. Pachmann), [irrig: 1869 nach England und Frankreich, wo er auch »vor dem Hofe Napoleon III. Orgelconcerte gab« ... »Im Jahre 1885 besuchte er Dresden«], Beziehung zu Richard Wagner ...] Im August d. J.« [sic] erhielt er vom Kaiser von Oesterreich das Ritterkreuz des Franz Josef=Ordens.\r\n     Zu bedauern ist, daß Bruckner erst spät - zu spät - volle Anerkennung fand!« [keine Signatur] (***).\n[Später] Dieser Artikel ist in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung (Musikalische Chronik Bd. 5 1886/87) auf S. 29 in der Zeitschriftenrevue erwähnt (°).\nPostkarte von Hermann Levi an Gutmann: Ob er daran interessiert sei, eine weitere Symphonie [4. Symphonie] zu verlegen:\r\n»Geehrter Herr! Dürfte ich Sie bitten, mir baldigst mitzutheilen, ob Sie auf meinen (die Herausgabe neuer Bruckner'schen Sinfonie betreffenden) Vorschlag einzugehen geneigt sind, oder nicht? Besten Gruß! Ergebenst Levi.« (°°).\nDie Wiener Signale Nr. 18/19 kündigen auf S. 128 in einem Inserat [inhaltlich, nicht aber in der Reihenfolge der Komponisten identisch mit dem vom 10.9.1886] an, daß bei Gutmann die Partitur der 7. Symphonie und der Klavierauszug von Franz und Josef Schalk erscheinen:\r\n»[...] Symphonische Werke aus dem Verlage von Albert J. Gutmann, Wien [...] Aus dem Repertoire der Philharmonischen Concerte in Wien. [...] Neu: \r\nBruckner, Anton, Siebente Symphonie (E-dur) für grosses Orchester. Partitur 30 Mk. netto. Orchesterstimmen 30 Mk. netto. Bearbeitung für Clavier vierhändig von Franz und Josef Schalk 12 Mk. [...]« (°°°).\n[vermutlich 1.10.1886] Musikalische Chronik mit Hinweis auf den Artikel von Hermann Genss siehe »Oktober 1886«.", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:04"}, {"ID": 188610025, "Datum": "2.10.1886, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in seinen Gebetsaufzeichnungen: »2. Okt. Abends: erster Kirchenbesuch der Michaeler- und Schottenkirche zum Jubilaeum.« (*).\r\nKalendernotiz (vor der Fasten-Notiz geschrieben):\r\n    »H Klose Mittw 1 Uhr [/] 6 Uhr Freit. 6 Uhr [/] Frl [Pohoryles] Mittw 12 Uhr.« (**).\nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 40 meldet auf S. 793, daß der Straßburger Männergesangverein ein Album »Straßburger Sängerhaus« (u.a. mit Bruckners Chor »Um Mitternacht« [WAB 90]) herausgegeben hat:\r\n         »Musikalische Mittheilungen.\r\n[...]\r\n      - Der Strassburger Männer-Gesangverein (unter dem Protectorat des Kronprinzen des Deutschen Reichs) gibt ein Album unter dem Titel: \"Strassburger Sängerhaus\" heraus, eine Sammlung bisher ungedruckter musikalischer und poetischer Blätter, gewidmet von Abt, Bruckner, Ernst Herzog von Coburg-Gotha [... etc. ...] Das Album besteht aus 104 Blättern und erscheint im Selbstverlage des Vereines zum Preise von 20 Mark, mit Prachteinband, ausschliesslich Porto und Verpackung.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610035, "Datum": "3.10.1886, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in seinen Gebetsaufzeichnungen: »3. Okt. Jubilaeums Kirchenbesuch: 1. St. Stephan. 2. St. Michael. 3. Schotten.« (*).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 7940 meldet auf S. 5, dass eine Neuauflage des Klavierauszuges der 7. Symphonie erschienen ist:\r\n      \"Neue Musikalien. (Bericht der k. k. Hof=Musikalien=Handlung Albert J. Gutmann, Wien, Hofopernhaus.) Bruckner, Siebente Symphonie, Bearbeitung für Clavier vierhändig (neue Auflage). [...]\" (**).\n \nDie New York Times Nr. 10947 informiert auf S. 2 in der 5. Spalte über die kommende Saison [7. Symphonie am 12./13.11.1886]:\r\n\"     The prospectus of the Philharmonic Society of New-York for the approaching season has been issued. The dates set apart for the concerts and rehearsals have already been printed in this place, and the decision of the committee that both rehearsals and concerts shall occur at the Metropolitan Opera House has also been recorded. Among the new music and novel performances to be enjoyed during the Winter months are [... Rubinstein \"Nero\" und Symphonie ...], unfamiliar symphonies by Bruckner, Tschaikowsky [... \"Manfred\", Brahms etc. ... unattraktive Solistenliste ...].\" (***).\n \nEine ähnliche Ankündigung erscheint auch in The Sun Nr. 33 auf S. 10 in der 2. Spalte:\r\n\"          THE PHILHARMONIC SOCIETY.\r\nTheodore Thomas Again Director – The Season's Programme and New Artists.\r\n     The announcement for the coming season of the Philharmonic Society are now made public and promise an interesting series of orchestral concerts. [...] Several new and important works will be heard here for the first time by the Philharmonic orchestra.\r\n     The concerts which for the first time will take place in the Metropolitan Opera House [vgl. aber 5.12.1885] will be given on Saturday evenings, Nov. 13, Dec.. 4, [... 4 weitere Termine ...], the concerts, as usual, being preceded by public rehearsals on the Friday afternoons preceding the Saturday concert dates. The orchestra will consist of 110 players.\r\n     [... Solisten ...]. The following are among the novelties announced for the season: At the first concert Miss Emma Juch und Mr. Ludwig will be heard in scenes from Rubinstein's \"Nero.\" which will be given for the first time, and the orchestra will play Anton Bruckner's new symphony (No. 7) in E major, for which extra instruments have been built at the order of Mr. Thomas, in Europe, this summer. At the second concert, [... über die weiteren Konzerte ...].\" (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:05"}, {"ID": 188610045, "Datum": "4.10.1886, Montag", "Haupttext": "Eintragung in den Gebetsaufzeichnungen: »Fr. Kathi? 2. Fastt. Jubil. Zweckerl Apfel. Schweinfett? bei Eierspeise Schweinfett?« (*).\n \nThe Brooklyn Times Union gibt auf S. 1 in der 7. Spalte das Programm der Philharmonischen Konzerte [7. Symphonie am 12./13.11.1886] bekannt:\n\"                     The New York Philharmonic.\r\n     The concerts of the New York Philharmonic Society this season will given in the Metropolitan Opera House. [... Solisten ...]. At the first concert Miss Juch und Mr. Ludwig will be heard in scenes from Rubinstein's \"Nero\" and the orchestra will play Anton Bruckner's new symphony (No. 7) in E major, for which Mr. Thomas has had extra wind instruments made in Europe. At the second concert [...].\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610055, "Datum": "5.10.1886, Dienstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 7942 informiert auf S. 5 über die neue Orgel in St. Stefan: \n\n     \"[Die neue Orgel in der Stephanskirche.] Die neue Orgel auf dem Hauptchore der Stephanskirche, bekanntlich ein Werk der Firma E. F. Walcker &amp; Comp. in Ludwigsburg, wurde Samstag den 2. d. M. vom Domcapitel übernommen, nachdem sie von den Herren Regierungsrath Professor Zellner, Hofcapellmeister Richter und dem als Kunstverständiger der Firma Walcker fungirenden Leipziger Gewandhaus=Organisten Homeyer einer Prüfung unterzogen worden war. Mit Genehmigung des Cardinal Fürst=Erzbischofs und des Weihbischofs findet Mittwoch den 6. d. von 2 bis 3 Uhr Nachmittags in der Stephanskirche ein Orgelvortrag für das Publicum statt, indem die Herren Hof=Organisten Bruckner und Bibl und Gewandhaus=Organist Homeyer auf der neuen Orgel classische Kirchen=Compositionen aufführen werden.\" (*).\n\n\nDas Neue Wiener Abendblatt bringt ebenfalls eine Ankündigung (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610065, "Datum": "6.10.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Zwischen 14 und 15 Uhr Einweihung der Walcker-Orgel in St. Stephan. Bruckner improvisiert über zwei Themen, die er auf einer Visitenkarte niederschreibt [siehe die Anmerkung] (*).\r\n     Außer ihm spielen noch Rudolf Bibl und der Leipziger Organist Homeyer (**) Werke von Mozart (»Ave verum« bzw. eine Sonate).\r\n    Bruckner soll auch über die Kaiserhymne improvisiert haben (**).\nDie alte Orgel von 1722 (II/30, Ferdinand Josef Römer) war mehrmals umgebaut worden (1792 II/34 Johann Wimola, 1811 II/41 Ignaz Kober) und wurde 1886 durch Walcker (op. 434, III/90) ersetzt. Die alte Chororgel von 1702 (I/10) wurde ebenfalls 1886 neu errichtet von der Firma Jäger aus Riegerndorf (II/16) (***).\n \nBrief von Ferdinand Moser an Philipp Mayr siehe 8.10.1886.", "Letzte Änderung": "04.08.2026 07:08"}, {"ID": 188610075, "Datum": "7.10.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht der »Presse« Nr. 278, S. 10, über die gestrige Orgeleinweihung:\r\n                »Wiener Tages-Bericht\r\n                     Wien 6. October [...]\n      [Die neue Orgel in der Stephanskirche.] Heute Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr war der Stephansdom in allen Räumen von einem Publicum gefüllt, das man zu anderer Zeit in den Concertsälen zu sehen gewohnt ist. Es galt, den Vorträgen der Herren Bruckner und Biebel und Homayer (aus Leipzig) auf der neuen Orgel zu lauschen. Man fand den Ton der Orgel in den sanften, getragenen Stellen zart und schön und gewaltig in massigen Fortestellen. Die Fachleute schienen befriedigt von dem neuen Instrumente, das auch die treffliche Eigenschaft besitzt, daß es sich sehr leicht spielt.« (*).\n \nEtwas ausführlicher informiert die Morgenpost Nr. 278 auf S. 3:\r\n     \" * (Orgel=Concert in der Stefanskirche.) Gestern fand ein Orgelvortrag im Stefansdome für das größere Publikum statt. Dieses machte auch von dieser Erlaubniß, ein Gratis=Orgel=Concert anhören zu dürfen, den ausgiebigsten Gebrauch. Lange vor Beginn des Vortrages war die Stefanskirche dicht mit Zuhörern gefüllt[.] Unter den Besuchern befand sich auch der Cardinal Fürsterzbischof mit seinem Ceremoniär Consistorialrath Seidl und der Weihbischof mit dem Ceremoniär Dr. Karpf, sowie viele andere geistliche Herren. Um 2 Uhr Nachmittags begannen die Orgelvorträge. Es spielten abwechselnd die Hoforganisten Bruckner und Bibl und der Gewandhausorganist Homeyer auf der neuen Orgel classische Kirchen=Compositionen; die neue Orgel und nicht weniger das Spiel der genannten Orgel=Virtuosen wurden allgemein vom Publikum bewundert. Der Kostenpreis der Orgel beträgt 63.800 Mark. - Die Orgel hat 90 Register, 5653 Pfeifen, 3 Manualien, 1 Pedal, 272 Tasten, 12 Coppelungen und 6 Palestivtritte.\" (**).\n \nWeitere Einzelheiten erfährt man im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 278 auf S. 3: \" * (Aus der Stefanskirche.) Gestern Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr fanden die in unserem vorgestrigen Abendblatt angekündigten Vorträge auf der neuen Orgel statt. Bereits lange vor der festgesetzten Stunde hatten sich die weiten Hallen des Domes mit einem so zahlreichen Auditorium gefüllt, daß die freie Bewegung allenthalben stockte. Punkt 2 Uhr erschien Kardinal=Fürsterzbischof Dr. Ganglbauer in Begleitung des fürsterzbischöflichen Zeremoniärs Herrn Seidl im Dome und nahm vor der Kanzel Platz. Die Reihe der Vorträge eröffnete Hoforganist Prof. Bruckner mit einer in E-dur einsetzenden Phantasie, die mit den letzten kunstvoll fugirten Takten der Volkshymne zu einem ganz gewaltigen Abschluß gelangte. Hierauf spielte Hoforganist Rudolf Bibl vier kleinere Orgelpiècen, darunter das Ave verum von Mozart, mit schöner Technik, und zum Schluß brachte der Leipziger Organist die Orgelsonate D-moll von Mendelssohn zur Exekution. - Nachdem die Vorträge zu Ende waren, erschien der Kardinal=Fürsterzbischof auf dem Chore, sprach den Herren Bruckner, Bibl und Homeyer seinen Dank aus, sprach einige Worte mit dem Hofkapellmeister Preyer und ließ sich noch einzelne Herren vorstellen. [... Dom noch eingerüstet; der Dombauverein möge die Restaurierungsarbeiten beschleunigen ...]\" (***).\n\r\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 41 kündigt auf S. 502f an, daß Klindworth in Berlin die 7. Symphonie aufführen werde [31.1.1887]:\r\n           »Vermischte Mittheilungen und Notizen.\r\n[...]\r\n     * Die 7. (E dur-)Symphonie von Anton Bruckner scheint in dieser Saison endlich in Fluss kommen zu wollen, denn ausser in Berlin (unter Klindworth) wird sie noch in verschiedenen anderen Städten zur Aufführung gelangen. [...]« (°).", "Letzte Änderung": "23.04.2023 11:08"}, {"ID": 188610085, "Datum": "8.10.1886, Freitag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots anläßlich der Jubiläums-Fasttage (*).\nDas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 279 kündigt auf S. 3 an, daß Bruckner am 10.10.1886 Orgel spielen werde (**).\nBrief von Ferdinand Moser (derzeit in Wien) an den St. Florianer Dechanten Philipp Mayr:\r\n     [... erwähnt u. a. Breselmayr, Remigius Weißsteiner (Prälat von Neustift), Doblhammer, Klosterneuburg (wird für den Kaiserbesuch vorbereitet, Weingüter klagen über große Reblausschäden), Kontakte mit Ignaz Schäffer und Coelestin Joseph Ganglbauer ...] \"Die Orgel in St. Stephan kostet 23000 Mark – bei der Probe wollte sie mir nicht recht gefallen, zum Spiel des Bruckner kam ich übrigens zu spät; er war auch in Klosterneuburg u spielte Nachmittag Variationen über die Volks-Hymne.\" [... über den gestrigen Abend ...] (***).\r\nVom hier überlieferten Orgelspiel Bruckners in Klosterneuburg wird hier erstmals berichtet.", "Letzte Änderung": "08.12.2023 13:34"}, {"ID": 188610095, "Datum": "9.10.1886, Samstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots anläßlich der Jubiläums-Fasttage, was - auch für den nächsten Tag geltend - von Frau Kathi bestätigt werden könne (*).\nAuf Bruckners morgiges Orgelspiel weisen mehrere Zeitungen hin:\nDeutsche Zeitung Nr. 5307 auf S. 7 (**),\nNeue Freie Presse Nr. 7946 auf S. 5:\r\n     \" - Pfarrkirche in der Alserstraße, 10 Uhr (Capellmeister Eder): Festmesse von Gyrowetz, Graduale (Chor) von Winter, Offertorium (Alt=Solo) von Baronin Bauduin und \"Tantum ergo\" (Männerquartett) von J. F. Kloß. Am Schlusse wird Hof=Organist Professor Bruckner eine Orgelfuge über die Volkshymne spielen. Soli: Professorinnen Cosenza, Fabbrini und Fräulein Pasching.\" (***),\nKonstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 280 auf S. 4 (°),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 280 auf S. 4:\r\n     \"[...] Um 9 Uhr wird ein Missionspriester die Festpredigt halten. Darauf um 10 Uhr wird der Prälat Marschall das Hochamt zelebriren [... sonst inhaltlich wie (***)]\" (°°),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2377 auf S. 2 des Mittagsblatts [inhaltlich wie (***)] (°°°)\nund die Wiener Zeitung Nr. 232 auf S. 4 [inhaltlich wie (***) und (°°)] (#).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 2, meldet auf S. 32 [31?], daß am 10.10.1886 das »Te deum« durch den Männergesangverein in Warnsdorf aufgeführt wird:\r\n      »Concert-Revue \r\nWarnsdorf. Am 10. October gelangt im hiesigen Männergesangverein das Te deum von Bruckner zur I. Aufführung. Die Chöre sind sehr exact studirt und verspricht man sich eine grosse Wirkung von dieser Composition des in letzter Zeit so berühmt gewordenen Tondichters.« (##).\n[Vermutlich im selben Heft] Auf S. 29 in der Musikalischen Chronik ein Hinweis auf den Artikel vom 1.10.1886:\r\n      »Zeitschriften-Revue. \r\n[...] Die Lyra, Nr. 1: Anton Bruckner. (Mit Porträt.)« (###).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610105, "Datum": "10.10.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nHinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 281 auf S. 13 (Kalendarium im  Local-Anzeiger) [inhaltlich wie am 9.10.1886] (**).\nBruckner spielt um 10 Uhr Orgel beim Hochamt in der Pfarrkirche der Alservorstadt (Zelebrant Prälat Marschall, um 9 Uhr Festpredigt eines Missionspriesters).\r\nEs erklingen unter Eders Leitung Werke von Adalbert Gyrowetz (Festmesse), Winter (Graduale), Baronin Ernestine von Bauduin (Offertorium mit Altsolo) und J. F. Kloß (Tantum ergo für Männerquartett).\r\nBruckner improvisiert eine Fuge über die Kaiserhymne. Solisten sind Cosenza, Fabbrini, Pasching (**a).\nAufführung des »Te deum« durch den Männergesangverein Warnsdorf unter Eduard Wagner im Colosseum in Warnsdorf (***), möglicherweise nicht mit großem Orchester (»mit Instrumentalbegleitung«) (°a), sondern mit Streichinstrumenten, zwei Klavieren und Harmonium (°aa).\r\nBei der Aufführung in Warnsdorf soll ein von Bruckner ausgearbeitetes Arrangement für Streicher, Klavier und Horn [evtl. Lesefehler und recte \"Harm[onium]\" gemeint?] aufgeführt worden sein (°b).\r\n[Später, nach dem 11.10.1886] Meldung über die Aufführung in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung (Musikalische Chronik Bd. 5) auf S. 31:\r\n»Warnsdorf. 10. October: Concert ausser Abonnement des Warnsdorfer Männergesangvereins unter der Leitung des Herrn Schuldirectors Eduard Wagner und unter Mitwirkung von Frau Margarethe Geist-Seyrich, Frl. Hermine Menzel, Anna Langer, Bertha Rampfel und Marie Goldberg; [... Werke von Adolf Thiele, R. Volkmann, A. M. Storch, C. Santner, Edm. Kretschmer, Ferd. Hummel, Franz Liszt;] \"Te Deum\" von Ant. Bruckner.« (°c).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 2 kündigt auf S. 19 Aufführungen der 7. Symphonie in Deutschland an:\r\nin Berlin unter Joseph Joachim [recte: Klindworth am 31.1.1887]\r\n»- (Berlin) Professor Joachim hat die Programme der unter seiner Leitung stattfindenden Concerte der Berliner Philharmonischen Gesellschaft definitiv festgesetzt: [...] 5. Concert: Beethoven's Ouverture Op. 124, VII. Symphonie E-dur (neu Bruckner), [...]«\r\nund in Mainz [wann?]:\r\n»Aus Mainz wird geschrieben: Die Sinfonie-Concerte der Städtischen Capelle beginnen [...] An für Mainz neuen Sinfonien werden dieselben bringen: [...] E-dur Nr. 7 von Bruckner, [...]« (°°).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 5308 weist auf S. 6 darauf hin, daß bei Gutmann der vierhändige Klavierauszug der 7. Symphonie in neuer Auflage erschienen ist:\r\n»Neue Musikalien. [...] Bruckner, Siebente Symphonie, Bearbeitung für Clavier, vierhändig (neue Auflage). [...]« (°°°).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 15:29"}, {"ID": 188610115, "Datum": "11.10.1886, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots am »I. giltigen Jubilaeums-Fasttag«, an dem er »gar nicht ausgegangen« ist.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610116, "Datum": "nach dem 11.10.1886", "Haupttext": "Meldung über die Aufführung des »Te deum« am 10.10.1886 in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung (Musikalische Chronik Bd. 5) auf S. 31:\r\n»Warnsdorf. 10. October: Concert ausser Abonnement des Warnsdorfer Männergesangvereins unter der Leitung des Herrn Schuldirectors Eduard Wagner und unter Mitwirkung von Frau Margarethe Geist-Seyrich, Frl. Hermine Menzel, Anna Langer, Bertha Rampfel und Marie Goldberg; [... Werke von Adolf Thiele, R. Volkmann, A. M. Storch, C. Santner, Edm. Kretschmer, Ferd. Hummel, Franz Liszt;] \"Te Deum\" von Ant. Bruckner.«", "Letzte Änderung": "18.12.2024 09:57"}, {"ID": 188610125, "Datum": "12.10.1886, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots anläßlich der Jubiläums-Fasttage. »NB Den Zwetschken um 11 Uhr Abds gegessen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610135, "Datum": "13.10.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots am »II. giltigen Jubilaeums-Fasttag [...] ohne auszugehen«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610145, "Datum": "14.10.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Gebetsaufzeichnungen Bruckners (*).\n \nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 42 ist auf S. 516 die Aufführung des \"Te deum\" am 10.10.1886 verzeichnet:\n           \"Concertumschau.\n[...]\nWarnsdorf. Conc. des Männergesangver, (Wagner) unter Mitwirk. der Frau Geist-Seyrich u. der Frls. Menzel, Langer, Rampfel u. Goldberg am 10. Oct.: \"Te Deum\" f. Soli u. Chor m. Streichinstrumenten, zwei Clavieren und Harmon. von Ant. Bruckner, [...]\" (**).", "Letzte Änderung": "07.03.2023 23:27"}, {"ID": 188610155, "Datum": "15.10.1886, Freitag", "Haupttext": "Die »Lyra« schreibt auf S. 16, daß Bruckner derzeit an der Fertigstellung mehrerer Werke arbeite:\n»Aus der musikalischen Welt. \nAnton Bruckner ist, wie uns seinerseits mitgetheilt wird, mit der Fertigstellung mehrerer neuer Arbeiten beschäftigt, um deren rasche Vollendung und Aufführung sich mehrere Concert=Institute bemühen. Entsprechender Weise mag sich der Componist hinzu [sic] nun wohl auch bedachtsam Zeit lassen; hat man ihn, besonders in Wien, ja auch lange genug auf die gebührende Würdigung warten lassen.« [keine Signatur] (*). (Die Philharmoniker spielen unter Hans Richter in einer Novitätenprobe Hugo Wolfs »Penthesilea« (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610165, "Datum": "16.10.1886, Samstag", "Haupttext": "Brief von Paul Janko an Marie Katholicky-Soffé [mit Erwähnung Bruckners?] (*).\nAuf Bruckners morgiges Orgelspiel machen mehrere Zeitungen aufmerksam:\nFremdenblatt Nr. 287 auf S. 6 (**),\nIllustriertes Wiener Extrablatt Nr. 287 auf S. 3 (***),\nNeue Freie Presse Nr. 7953 auf S. 5:\r\n     \"Hofpfarrkirche zu St. Augustin, 11 Uhr (Capellmeister Eder): \"Tantum ergo\" und \"Genitori\" von A. Fabbrini, Messe und Graduale von Mozart, sowie Offertorium (Alt=Solo) von Baronin Bauduin [neu]. Orgelfuge: Hof=Organist Professor Bruckner.\" (°),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 287 auf S. 4 {inhaltlich wie (°)] (°°)\nund Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2384 auf S. 6 {inhaltlich wie (°)] (°°°).\nZuschrift an das »L. V.« [Linzer Volksblatt 19.10.1886] über die Orgelimprovisation in Wien [am 6.10.1886] (#).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:05"}, {"ID": 188610175, "Datum": "17.10.1886, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der »Presse« Nr. 288 auf S. 13 (Kalendarium im Local-Anzeiger) [inhaltlich wie am 16.10.1886] (*).\nBruckner wirkt um 11 Uhr als Organist in der Augustinerkirche mit. Unter Leitung von Leopold Eder werden Werke von A. Fabbrini (Tantum ergo und Genitori), Mozart (Messe und Graduale) und Baronin Ernestine de Bauduin (Offertorium mit Altsolo) aufgeführt. Bruckner spielt eine [wohl improvisierte] Orgelfuge über die Volkshymne (**).\nThe Chicago Tribune informiert auf S. 14 in der 5. Spalte über die Philharmonischen Konzerte in New York [7. Symphonie am 12./13.11.1886], auf den Text der NYT vom 3.10.1886 zurückgreifend:\r\n\"     The prospectus of the Philharmonic Society of New York for the approaching season has been issued. Among the new music and novel performances to be enjoyed during the winter months are [... Rubinstein \"Nero\" und Symphonie ...], unfamiliar symphonies by Bruckner, Tschaikowsky [... \"Manfred\", Brahms etc. ... Solisten ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "01.07.2024 17:26"}, {"ID": 188610195, "Datum": "19.10.1886, Dienstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 240 informiert auf S. 2 über das Orgelkonzert am 6.10.1886: \n\n     \" - Concert auf der neuen Orgel im Stephansdome zu Wien. Vom 16. d. erhalten wir folgende Zuschrift: Wiener Nachrichten zufolge fand in der vorigen Woche im Stephansdome auf der neuerbauten Orgel, welche die größte im ganzen Kasisersaale ist, ein Concert statt. An demselben betheiligten sich die beiden k. k. Hoforganisten Bruckner und Bibl aus Wien und der Organist Homayer aus dem Gewandhause in Leipzig. Das Concert begann A. Bruckner mit einer großartigen Improvisation über das Thema \"Gott erhalte\" und entzückte die Zuhörer in seiner gewohnten Weise; hierauf spielte Bibl das \"Ave verum\" v. Mozart. Zum Schlusse trug Homayer eine Sonate v. Mendelssohn vor. Die Orgel hat 90 klingende Register und über 5600 Pfeifen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610205, "Datum": "20.10.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87 Nr. 3, bespricht auf S. 43f Bruckners neuerschienene Motetten [Christus factus est [WAB 11], Locus iste, Os justi, Virga Jesse]:\r\n»Kritische Besprechung neu erschienener Gesangscompositionen.\r\nVier Graduale für Sopran, Alt, Tenor und Bass, componirt von Anton Bruckner. Verlag von Th. Rättig. Wien.\r\n   Diese vier a capella-Gesänge bekunden eine grosse Meisterschaft des Componisten, sowohl was kunstvolle Stimmführung, modulatorischer Reichthum, als auch ebenmässige Abrundung der architektonischen Form betrifft. \r\n   Das I. Graduale \"Christus factus est\" (durchgängig 4stimmig [WAB 11]) enthält zwar zu einer gesanglichen Ausführung schwierige Stellen in dem starkmodulirenden Mittelsatze, bei welchem der Componist gleichsam ein Rundreisebillet mit chromatisch-enharmonischer Abstempelung durch das Gebiet der 24 Tonarten genommen zu haben scheint und wenigstens bei seinen Lieblingsstationen aussteigt, aber schliesslich doch wieder glücklich in seine heimatliche Tonart (D-moll), ohne Schaden genommen zu haben, zurückkehrt. Besonders schön und stimmungsvoll mag der ppp in Dur verklingende Schluss \"Quod est super omne nomen\" wirken.\r\n   Das II. Graduale (\"Locus iste\") trägt ein weniger kunstvolles Gepräge als sein erstes Geschwister, aber es wird den Zuhörer durch seine einfache Haltung und die ihm innewohnende innige Empfindung einnehmen, abgesehen, dass übrigens der Sopran sehr melodisch behandelt wurde.\r\n   Das III. Graduale (\"Os justi\") führte der Componist in der lydischen Kirchentonart durch. [... keine modulatorischen Exkursionen, Erweiterung bis zur Achtstimmigkeit, schwieriger fugierter Mittelsatz, das \"Alleluja\"-Unisono sei] eine gute Idee, aber meines Erachtens schwächt dieses Unisono die Wirkung des vorhergegangenen 6stimmigen Schlusssatzes ab; es klingt auffallend leer und unbefriedigend, wenn vorher in üppiger Vielstimmigkeit geschwelgt wurde und nun schliesslich das Ganze einstimmig, ohne harmonische Unterlage, ausklingt. Dieses ist zwar nur meine subjective Anschauung - im Uebrigen halte ich dieses Graduale für ein sehr beachtenswerthes Kunstwerk.\r\n   Das IV. Graduale (\"Virga Jesse floriut\") [sic!] bewegt sich wieder in den von dem Componisten anscheinend besonders beliebten [sic] kühneren Modulationen, hat aber schöne Momente. Besonders gut gefiel mir das in edler Verklärung ausklingende \"Alleluja\" am Schluss. - Wer die Mühen der Einstudirung dieser vier Graduale, die sich nicht nur ausschliesslich für den kirchlichen Gebrauch eignen, sondern auch als interessante Concertnummern zu betrachten sind, nicht scheut, dem werden sie gewiss einen künstlerischen Genuss bieten, denn neben technischer Vollendung zeigen [sic] sie auch von tiefem, gemüthvollem Eindringen des Componisten in seine gewählten lateinischen Kirchentexte, die er durch seine Musik zu veredeln, zu vergeistigen wusste.\r\n   (Schluss folgt.)« [vermutlich über andere Werke, vielleicht mit einer Signatur?] (*).\nAuf S. 46 im selben Heft wird angekündigt, daß auf dem Programm des am 11.1.1887 in Dresden stattfindenden Konzertes die 7. Symphonie steht:\r\n»Dresden. Programm der philharmonischen Concerte: [...] IV. (11. Jänner). [...] Symphonie Nr. 7 E-dur (neu) von Bruckner [...]« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610215, "Datum": "21.10.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Theodor Helm stellt in seinem Bericht zur Eröffnung der Konzertsaison in der Morgenausgabe der Deutschen Zeitung Nr. 5319 auf S. 1 - 3 fest, daß Brahms bevorzugt werde. Man vermisse Bruckner in den Programmen der Gesellschaftskonzerte und der Philharmonischen Konzerte:\r\n      »Zur Eröffnung der Concertsaison.\r\n    [... über Weber, Liszt und andere Aufführungsprojekte ...] Sowohl im Programm der Gesellschafts=Concerte, als dem nun zu betrachtenden der Philharmonischen Concerte vermissen wir gänzlich den Namen: Anton Bruckner. \r\n    Diese Vernachlässigung stimmt nicht sehr zu der von Herrn Hans Richter am 21. März d. J. in Gegenwart zahlreicher Zeugen abgegebenen feierlichen Erklärung [... über die noch unaufgeführten Symphonien und die bereits wieder vergessenen, die wie die 4. Symphonie (am 20.2.1881) eine Reprise verdienten ... analog zur Berücksichtigung von Brahms könne man jährlich eine von bald acht Symphonien Bruckners bringen ... Dvorak werde dagegen bevorzugt ...] so fühlt man sich beinahe versucht, an gewisse persönliche Abmachungen des Leiters der Concerte mit einem bekannten Kritiker zu glauben, Abmachungen, welche - wie man sagt - auch die bereits fest beschlossene Londoner Aufführung der siebenten Symphonie Bruckner's noch im letzten Augenblicke hintertrieben haben. [...] Theodor Helm.« (*).\nBei der Vortragsübung des Wiener Konservatoriums, die dem Andenken Franz Liszts gewidmet ist, hält Robert Hirschfeld die Gedenkrede. Bruckners Orgelschüler Josef Meyer führt zusammen mit Frl. Hiedler (Sopran) und Frl. Patek Liszts XXIII. Psalm für Sopran mit Begleitung von Harfe und Orgel auf (**).\nBrief von Hermann Levi an Albert Gutmann:\r\n    »Geehrter Herr Gutmann! Ich habe einmal die 1000 M und weiß nicht, was ich mit ihnen anfangen soll. Sie sagten mir doch in Bayreuth, Sie würden eine andere Sinfonie von Br. unter den gleichen Bedingungen, wie die E=dur, wieder nehmen? Also lassen wir doch das Honorar für Br. und nehmen Sie die ganze Summe für die Herstellungs-Kosten der ersten Sinfonie!! - Bitte sagen Sie mir bald die Antwort!! Schönsten Gruß. Ihr ergebenster Hermann Levi.« (***).\nDas Grazer Volksblatt Nr. 241 informiert, den Text vom 19.1.1886 verwendend, auf S. 3 über das Orgelkonzert am 6.10.1886:\r\n      \" * (Die Orgel in St. Stephan in Wien.) In der ersten Octoberwoche fand ein Concert auf der neuen Orgel zur Probe statt. An demselben betheiligten sich die beiden k. k. Hof=Organisten Bruckner und Bibl aus Wien und der Organist Homayer aus dem Gewandhause in Leipzig. Das Concert begann Bruckner mit einer großartigen Improvisation über das Thema \"Gott erhalte\" und entzückte die Zuhörer in seiner gewohnten Weise; hierauf spielte Bibl \"Ave verum\" von Mozart. Zum Schlusse trug Homayer eine Sonate von Mendelssohn vor. Die Orgel hat über 5600 Pfeifen.\" (°).\n(Brief Josef Grubers aus St. Florian an Joh. Ev. Habert: Möchte den Winter theoretischen Studien widmen, speziell dem strengen Kontrapunkt. Ob Habert ihm schriftlich Unterricht erteilen könne. Diese Bitte \"entsprang der Anschauung, daß ich Sie eben für den größten Contrapunktisten in Österreich halte.\" (°°)).", "Letzte Änderung": "26.03.2023 17:10"}, {"ID": 188610224, "Datum": "(um den 22.10.1886, Freitag)", "Haupttext": "In den Tagen um Liszts Geburtstag hält sich August Göllerich in Wien auf, um seine mit Stradal geplanten Konzerte (beginnend am 8.11.1886) vorzubereiten.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610235, "Datum": "23.10.1886, Samstag", "Haupttext": "Die Innviertler Volkszeitung Nr. 43 berichtet auf S. 4 von einem in der Vorwoche [6.10.1886] gegebenen Orgelkonzert im Wiener Stephansdom, bei dem Bruckner über die Kaiserhymne improvisiert habe:\r\n»(Concert:) Vom 16. d. M. erhält das \"L. V.\" [Linzer Volksblatt 19.10.1886] folgende Zuschrift: Wiener Nachrichten zufolge fand in der vorigen Woche im Stephansdome auf der neuerbauten Orgel, welche die größte im ganzen Kaiserstaaate ist, ein Concert statt. An demselben betheiligten sich die beiden k. k. Hoforganisten Bruckner und Bibl aus Wien und der Organist Homayer aus dem Gewandhause in Leipzig. Das Concert begann A. Bruckner mit einer großartigen Improvisation über das Thema \"Gott erhalte\" und entzückte die Zuschauer in gewohnter Weise; hierauf spielte Bibl das \"Ave verum\" von Mozart. Zum Schlusse trug Homayer eine Sonate von Mendelssohn vor. Die Orgel hat 90 klingende Register und über 5600 Pfeifen.« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "07.04.2023 12:56"}, {"ID": 188610245, "Datum": "24.10.1886, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots anläßlich der Jubiläums-Fasttage. War noch vor Mitternacht vom Riedhof zurück:\r\n   »zu Hause vor 3/4 auf 12 Uhr. Abds. Nichts gegessen mehr. (20. Minuten über 10 Uhr Supe.) Riedhof. Abds.« (*).\r\n   Notiz »24. Okt Sonnt. 20 Min. Abds 1/4 über 10 Uhr.« (*a).\nKalendereintragung Bruckners:\r\n   »24. Okt. 1.mal geheizt.« (**).\nDatierung \"24. Okt. 886.\" in den Skizzen zum Finale der 8. Symphonie (***).\n[??] Artikel über Bruckner (signiert »B. V.«) in der Illustrierten Zeitung, S.496, mit einer Abbildung S.495 (°).\nThe Kansas City Times Nr. 116 schreibt auf S. 13 in der 3. Spalte über die Absicht von Theodor Thomas, die 7. Symphonie aufzuführen [12./13.11.1886]:\r\n\"            Theatrical Gossip.\r\n[...]\r\n     The Bruckner symphony to be produced by the Thomas orchestra this season is scored for four tubas. Mr. Thomas has just received from Germany the set of tubas ordered from there to enable him to give not only the Bruckner symphony as scored, but also other modern selections, like \"Siegfried's Death,\" which require four tubas, for which, however, horns have been substituted. The following new players have been engaged by Mr. Thomas: Moser, harpist; Volker and Muller, violinists, and Oelhy, violoncellist, recently recipient of the first prize at the Brussels conservatoire.\" (°°).", "Letzte Änderung": "25.08.2025 09:03"}, {"ID": 188610255, "Datum": "25.10.1886, Montag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots anläßlich der Jubiläums-Fasttage.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610265, "Datum": "26.10.1886, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über die Einhaltung des Fastengebots anläßlich der Jubiläums-Fasttage (*). \n\nNotiz Bruckners: [Undatiert] »Abds 9 U[hr] 1/2 10 Uhr fertig« und [quasi Reinschrift am Unterrand] »Prof Schenner u ich 1/2 10 am 26. Okt gegessen vor 9.30« (**). [??] Arbeit an der Partitur des Finales der 8. Symphonie begonnen (***).\nDatierung \"26. Okt. 886.\" auf einem Partiturbogen 31 auf fol 1r (ab Takt 765) (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610275, "Datum": "27.10.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»Zu Hause 5 Minuten nach 1/2 12 Uhr.« (*) und\r\nNotiz »27. Okt. Abds vor 10 Uhr abgespeist.« (**).\nBruckner wird in der Besprechung des 1. Musikvereinskonzerts in Linz (mit der 1. Sinfonie von Robert Volkmann) in der Linzer Tages-Post Nr. 248 auf S. 4 erwähnt:\r\n    »[... über Volkmann ...] Mit der vorgestern aufgeführten D-moll=Symphonie steht er mit den beiden bedeutendsten der noch lebenden Symphoniker der neuesten Zeit, Brahms und Bruckner, in einer Reihe. [... über das Werk und die Einstudierung ...] [Signatur:] Dr. -zl.« [vermutlich: Dr. Emil Kränzl] (***).", "Letzte Änderung": "29.04.2023 12:03"}, {"ID": 188610285, "Datum": "28.10.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners (in den Gebetsaufzeichnungen) über einen Kirchenbesuch in St. Stephan anläßlich der Jubiläums-Fasttage (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 44 verzeichnet auf S. 542 die Aufführung des »Te deum« am 10.10.1886 in Warnsdorf:\r\n            »Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\n      Bruckner (A.), \"Te deum\" f. Soli u. Chor m. Instrumentalbegleit. (Warnsdorf, Conc. des Männergesangvereins am 10. Oct.)« (**)\nund auf S. 543 (\"Journalschau\") den Bruckner-Aufsatz in:\r\n     \"Kastner's Wiener Musikalische Zeitung No. 3. Zum 76. Geburtstage F. Liszt's. Vollständ. Verzeichniss seiner sämmtlichen musikalischen Werke. Zusammengestellt von A. Göllerich. - Rich. Wagner's \"Meistersinger von Nürnberg\". Eine Betrachtung von Arthur Seidl. - Besprech. (A. Bruckner). - Berichte, Nachrichten und Notizen. - Beilage: Musikalische Chronik. Litterar. u. a. Notizen.\r\nSchließlich ist auf derselben Seite über die Orgeleinweihung am 6.10.1886 zu lesen:\r\n     \" * In der im Wiener Stephansdome aufgestellten Riesenorgel haben die Orgelbauer HH. Walcker &amp; Co. in Ludwigsburg ein neues glänzendes Zeugniss für ihre Meisterschaft auf diesem Gebiete abgelegt. Das grandiose Werk enthält gegen 7000 Pfeifen, 90 Register, 3 Manuale, 1 Pedal, 12 Koppeln und 6 Uebertritte. Seiner Einweihung durch die Wiener Hoforganisten HH. Bruckner und Bibl und den Leipziger Gewandhausorganisten Hrn. P. Homeyer, dessen Vorträge allgemeinste Anerkennung fanden, wohnte eine unabsehbare Hörermenge bei.\" (***).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°)).", "Letzte Änderung": "16.04.2023 14:26"}, {"ID": 188610295, "Datum": "29.10.1886, Freitag", "Haupttext": "Daß die 7. Symphonie unter Klindworth (teilweise auch Joseph Joachim als Dirigent [wohl anderer Stücke] angegeben) für ein Philharmonisches Konzert in Berlin [31.1.1887] vorgesehen ist, wird von mehreren Zeitungen mit nahezu identischem Wortlaut gemeldet:\n \nNeue Freie Presse Nr. 7966 auf S. 7:\r\n     \" - In den Berliner philharmonischen Concerten (unter Klindworth's und Joachim's Leitung) gelangen in dieser Saison zwei Novitäten von Wiener Componisten zur Aufführung. Es sind dies die E-dur-Symphonie von Bruckner und die Lustspiel=Ouvertüre von Grädener. Beide Werke sind in der \"Edition Gutmann\" erschienen.« (*),\n \nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2397 auf S. 6 [inhaltlich wie (*)] (*a),\n \nMorgen-Post Nr. 300 auf S. 4 (**),\n\nFremdenblatt Nr. 300 auf S. 6:\r\n»     – In den Berliner philharmonischen Konzerten (unter Klindworth's und Joachim's Leitung) gelangen in dieser Saison zwei Novitäten von Wiener Komponisten zur Aufführung. Es sind dies die E-dur-Symphonie von Bruckner und die Lustspiel=Ouvertüre von Graedener. Beide Werke sind in der  \"Edition Guttmann\" erschienen.« (***),\r\n \nWiener Abendblatt Nr. 300 auf S. 4 (°),\n \nWiener Zeitung Nr. 249 auf S. 3 [nahezu identischer Text] (°°)\n \nund \"Die Presse\" Nr. 300 auf S. 11 [inhaltlich wie (*)] (°°°).\n \nIn einem Beitrag zur Rubrik \"Correspondenzen\" in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 44 erwähnt auf S. 471 der Berichterstatter [J. Sittard?] kurz Bruckners 7. Symphonie:\r\n                     \"Hamburg.\r\n     Die zweite Hälfte der verflossenen Saison bot eine Anzahl bedeutender Novitäten, von denen Max Bruch's Chorwerk \"Achilleus\" und die vierte Symphonie von Brahms das meiste Interesse erregten.\r\n     [... über Bruchs Werk, Bernuth dirigierte ...] In seiner Instrumentation verwendet er mit Vorliebe die Blechinstrumente, ohne die Feinheit des Klanges zu erzielen, welche sich bei ähnlichem Gebrauch in den letzten Werken Wagner's und in der Bruckner'schen Symphonie mit so edler, wohlthuender Wirkung bemerkbar macht. [...] (Fortsetzung folgt.)\"\r\n[Es scheint zu keiner Fortsetzung gekommen zu sein, denn der nächste Korrespondentenbericht aus Hamburg erschien erst wieder am 5.10.1887 und ist signiert mit J. Sittard.] (#).\n \nDie Linzer Tages-Post Nr. 252 erwähnt auf S. 4 kurz das Festkonzert vom 15.4.1886:\r\n     \" § Liedertafel \"Frohsinn.\" Vor uns liegt der Jahresbericht der Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz über das 41. Vereinsjahr [...] Aus der inhaltsreichen Chronik sei an dieser Stelle die \"Bruckner=Feier\" erwähnt, die der Vereinswirksamkeit in diesem Jahre die Krone aufgesetzt hat. [...]\" (##).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 14:34"}, {"ID": 188610305, "Datum": "30.10.1886, Samstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 44 kündigt auf S. 868 die Berliner Aufführung der 7. Symphonie [31.1.1887] an: \n»Musikalische Mittheilungen. \n    In den Berliner Philharmonischen Concerten (unter Klindworth's und Joachim's Leitung) gelangen in dieser Saison zwei Novitäten von Wiener Componisten zur Aufführung. Es sind dies die E-dur-Symphonie von Bruckner und die Lustspiel-Ouverture von Graedener. Beide Werke sind in der \"Edition Gutmann\" erschienen. [...]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188610315, "Datum": "31.10.1886, Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Gebetsaufzeichnungen:\r\n»31. Okt. Letzte Jubil.-Kirchenb. alle 3.« [= St. Michael, Schotten, St. Stephan (*)].\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).\nDie Linzer Zeitung auf S. 1165 (***) und die Linzer Tages-Post Nr. 252 auf S. 4 (°) melden, daß der »Frohsinn« den Jahresbericht über das 41. Vereinsjahr herausgegeben hat, in dem auch des Bruckner-Konzertes [am 15.4.1886] gedacht wird:\r\n(***) »* (Die Liedertafel Frohsinn) versendet soeben ihren Jahresbericht über das 41. Vereinsjahr. Der Bericht [... schildert auch] das 41jährige Gründungsfest, welches durch die Aufführung Bruckner'scher Compositionen und durch die Anwesenheit Herrn Anton Bruckners eine besondere Weihe erhielt, ferner [... über die Sängerfahrt nach Passau und statistische Angaben]« (***).\r\n(°) [Tagespost] »§ Liedertafel \"Frohsinn.\" Vor uns liegt der Jahresbericht der Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz über das 41. Vereinsjahr [...] Aus der inhaltsreichen Chronik sei an dieser Stelle die \"Bruckner=Feier\" erwähnt, die der Vereinswirksamkeit in diesem Jahre die Krone aufgesetzt hat. Durch dieses Fest allein hat sich die Liedertafel \"Frohsinn\" den Dank aller Kunstfreunde des Landes erworben. [...]« (°).\nDie Linzer Zeitung informiert, ebenfalls auf S. 1165, zudem über die geplante Berliner Aufführung der 7. Symphonie [am 31.1.1887]:\r\n»* (Musikalisches.) In den Berliner Philharmonischen Concerten gelangt in dieser Saison auch die E-dur-Symphonie von unserem Landsmanne,dem Wiener Hof=Organisten und Professor am Conservatorium Herrn Anton Bruckner zur Aufführung.« (°°).\n[Vermutlich 31.10., aber auch 17.10.1886 oder 24.10.1886 denkbar] Aufführung des »Te deum« in einem Kirchenkonzert in Warnsdorf [vermutlich wie am 10.10.1886 durch den Männergesangverein unter Ed. Wagner] (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611006, "Datum": "ab November 1886", "Haupttext": "Als Universitätsschüler Bruckners im Wintersemester 1886/87 sind von der Philosophischen Fakultät inskribiert\nJohann Fegerl [recte Johann Feuerl] und Hugo Hayman (*), Constantin Horna [* Saaz ca. 1867] und (?) Victor Kisel [* ca 1860 M.Szigeth](**), Emil Molnár (***), Karl Reska (* ca. 1866 Wien) (°) und Richard Siegmund (°°),\nvon der juristischen Fakultät Friedrich Brendler (H), Edmund Ritter von Dornfeld (H), Gustav Frid (H), Carl Fuchs (H), Heinrich Jechl (H), Emil Kralowsky (H), Karl Leth (H), Karl Ludwig (H), Adolf Mathias (H), Wilhelm Messer (H), Leo Müller (H), Johann Oheral (H) (Eintrag wieder gestrichen), Gustav Prodinger (H), Rudolf Spannagel (H), Otto Taussig (H) (Eintrag wieder gestrichen), Hugo Veticogna (H), Wilhelm Wimmerer (H) (Eintrag wieder gestrichen) und Ludwig Zaruba (H) (°°°).", "Letzte Änderung": "05.12.2024 09:25"}, {"ID": 188611015, "Datum": "1.11.1886, Montag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 4 berichtet auf S. 37, daß die New York Philharmonic Society in dieser Saison die 7. Symphonie aufführen wird [am 12.11.1886]:\r\n»Kleine Mittheilungen und Berichte\n   - Die New-Yorker Philharmonic Society wird Brahms' Vierte und Bruckner's E-dur-Symphonie im Laufe der Saison zur Aufführung bringen.« (*).\n \nDas in Topeka (Kansas) erscheinende The Welcome Musical &amp; Home Journal berichtet auf S. 8 über die Vorbereitungen zur Aufführung der 7. Symphonie [12./13.11.1886]:\r\n\"         MUSICAL MENTION\r\n[...]\r\n   –THE Bruckner symphony to be produced by the Thomas orchestra this season is scored for four tubas. Mr. Thomas has just received from Germany the set of tubas ordered from there to enable him to give not only the Bruckner symphony as scored, but also other modern selections, like Siegfried's Death, which require four tubas, for which, however, horns have been substituted. The following new players have been engaged by Mr. Thomas: Moser, harpist; Volker and Muller, violinists, and Oelhy, violoncellist, recently recipient of the first prize at the Brussels Conservatory.\" (**).\n\r\nDie \"Caecilia\" Nr. 21 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) meldet auf S. 218 die Orgeleinweihung [am 6.10.1886]:\n\"     Weenen —. Johannes Brahms is voor eenige dagen van zijn zomer-uitstapje hier teruggekeerd met een groot aantal voltooide en onvoltooide instrumentaal- en vokaal-werken. Daaronder behooren een viool-sonate, die weldra met medewerking van den componist zal worden uitgevoerd, en verscheidene liederen.\n     — In de Stefanus-kerk is een nieuw orgel ingewijd, vervaardigd door de firma E. F. Walker &amp; Co. te Ludwigsburg. Het instrument bevat 6700 pijpen, heeft 90 registers. 3 manualen, 1 pedaal, 272 toetsen, 12 koppels en 6 combinatietreden. Het heeft 63.800 Mark (ƒ38.280) gekost. Meer dan 3000 menschen woonden de inwijding bij, waarbij de hh. Bruckner, Bibl en Homeyer hun talenten ten beste gaven.\" (***).", "Letzte Änderung": "24.09.2025 22:29"}, {"ID": 188611016, "Datum": "ab 1.11.1886, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 18.11.1886): »Seit 1. Nov. 7 fl [für Kathi?] ... [weitere Beträge für:] Cig [Zigarren?], Wäsche, Wasser, Holz, Kerzen, Milch, Brantw. [Branntwein], Basta [Zahnpasta?], Zins«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611025, "Datum": "2.11.1886, Dienstag (Allerseelen)", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »2. Nov. Fr. Kathi für Nov. 1886 gezahlt.« (*).\r\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »11 Uhr [Gebete] 1/2 12 Uhr zu Bette.« (*a).\nBrief Bruckners an Waldeck:\r\n   Gratuliert zum Namenstag [4.11.1886]. Hellmesberger habe Messen in Salzburg und Linz angehört und sich über den Linzer Organisten lobend geäußert (**).\nVermutlich hat Bruckner auch traditionsgemäß wieder die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof besucht (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611045, "Datum": "4.11.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Notiz im Linzer Volksblatt Nr. 252 auf S. 2 über die [für den 31.1.1887 geplante] Aufführung der 7. Symphonie in Berlin: \n     » - A. Bruckner's 7. Symphonie. A. Bruckner's E-dur=Symphonie, die sich in der vorjährigen Concert=Saison in Leipzig, München, Dresden, Hamburg, Karlsruhe und Wien der gelungenen Aufführung und der begeisterten Aufnahme von Seite des Publicums zu erfreuen hatte, wird in dieser Saison in den philharmonischen Concerten (unter Klindworths und Joachims Leitung) in Berlin zu Gehör gebracht werden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611055, "Datum": "5.11.1886, Freitag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 5, erwähnt auf S. 77 zwei Aufführungen des »Te deum« in Warnsdorf: am 10.10.1886 im Konzert des Männergesangvereins im Colosseum und im Kirchenkonzert »am verflossenen Sonntage« [17., 24. oder 31.10.1886 gemeint?]: \n»Correspondenzen \nWarnsdorf. [...] Das Concert des Männergesangvereines am 10. October 1886 fand im Colosseum [...] statt. [...] Nach einer viertelstündigen Pause ertönte vor dichtgefülltem Hause brausend das Te Deum des grossen, aber bisher verkannten Meisters Anton Bruckner. Das war ein Lobgesang voller Kraft und Begeisterung, das inbrünstige Gebet hat hier eine herrliche musikalische Gestalt angenommen; ergreifend und kühn sind die Steigerungen, blühend durchwebt von gesunder Melodie. [...] Das Kirchenconcert am verflossenen Sonntage hatte einen glänzenden Erfolg. Der Glanzpunkt des Concertes war abermals Bruckner's Te Deum.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611065, "Datum": "6.11.1886, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen vom 30.10.1886): »Vockner 6. Nov. 10 Uhr 1. mal [/] Frl [Pohoryles] 6. Nov. 1/2 11 Uhr«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611075, "Datum": "7.11.1886, Sonntag", "Haupttext": "The Chicago Tribune informiert auf S. 11 in der 4. Spalte über die Saison in New York [7. Symphonie am 12./13.11.1886]:\n\"   SOCIETY AT THE OPERA.\nTHE SEASON TO BE OPENED IN NEW YORK WITH UNWONTED SPLENDOR.\n[... Inhaltsübersicht ... Opernspielplan ... \"German opera\" bis 28.2.1887 ... National Opera ...].\n     Devoting himself to his opera enterprise, Mr. Theodore Thomas will not produce many concerts this winter. [...] The New York Philharmonic Society will give six concerts at the Metropolitan Opera-House, and as these are the most popular concerts of the season I give the programs in full, as an indication of the present musical taste of the local public The first concert will be given next Saturday night, Nov. 13, and the following selections will be rendered: [... Beethoven 3. \"Leonore\", Schumann 1. Sinfonie, Rubinstein (aus  \"Nero\") ...]; symphony, No. 7, E major, Bruckner. This last work is a novelty in America. The second concert [...].\" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611085, "Datum": "8.11.1886, Montag", "Haupttext": "\"Het nieuws van den dag\" Nr. 5134 (Amsterdam) kündigen auf S. 18 die Aufführung der 7. Symphonie am 18.11.1886 an:\r\n\"     Maatschappij Caecilia. Donderdag 18 Nov. (8 u.) 97e Concert (Stads-Schouwburg). Dir. Dan. de Lange. 1. Symphonie No. 7, E-dur, Auton [sic] Brückner (eerste uitvoering); 2. Symphonische Dichtung No. 2, Tasso Lamento e Trionfo, Liszt; 3. Symphonie No. 4, Beethoven. ƒ4, ƒ3, ƒ2,. ƒl, ƒ1.50.\r\n     Donateurs-repetitie Dinsdag 16 Nov. (1 u.) in den Parkschouwburg.\" (*).\n \n(Stradal und Göllerich spielen an zwei Klavieren sechs Symphonische Dichtungen (Heroïde funèbre, Hunnenschlacht, Tasso. Lamento e Trionfo, Orpheus, Mazeppa, Festklänge) von Franz Liszt im Bösendorfersaal (**).\r\nDas Konzert war sehr gut besucht, u. a. von Fürstin Marie Hohenlohe, Fürst Alfred Montenuovo, Truchseß Alfred Jurnitschek v. Wehrstedt, Universitätsrektor Robert von Zimmermann, Johann Nepomuk Batka aus Preßburg, Prof. Pichler aus Znaim, Ludwig Speidel, \"Conservatorium u. d. übrig[en] Musik-Kreise\" (***).\nAdele Neuber, eine frühere Schülerin Göllerichs, bedankt sich am 9.11.1886 bei Göllerich für den schönen Konzertabend (°)).", "Letzte Änderung": "12.02.2025 09:36"}, {"ID": 188611095, "Datum": "9.11.1886, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »von 3/4 auf 12 Uhr nichts gegessen u nichts getrunken. (im Bette 12 Uhr schlagen gehört. 5 Minuten vor 12 Uhr ins Bett. [Zusatz auf der nächsten Seite:] nach meiner Uhr zu früh.« (*).\n \nArtikel über Bruckner und die 7. Symphonie (Aufführung am 18.11.1886) in \"Het nieuws van den dag\" Nr. 5135 (Amsterdam) auf S. 2:\n\"                 Stadsnieuws.\r\n        Officieele Kennisgeving.\r\n[...]\r\n     Op het aanstaande Caecilia-concert wordt voor de eerste maal hier te lande eene uitvoering gegeven van de zevende Sinfonie van den Duitschen componist Anton Bruckner. Wijl de werken van dezen kunstenaar ten onzent zoo goed als onbekend zijn, heeft het Bestuur der Maatschappij Caecilia bij haar programma eenige bijzonderheden gevoegd over deze nieuwe verschijning op muzikaal gebied.\r\n     Deze, thans twee-en-zestigjarige man, — zoo lezen wij daar — behoort tot de merkwaardigste persoonlijkheden op het gebied der muziek. In zijne jeugd vervolgd door nood en ellende — hij bracht enkele jaren door, dat hij met fl. 24 per jaar moest leven en zich door het spelen op boerenbruiloften van den hongerdood redde — wist hij door eigen energie zich een weg te banen.\r\n     Als uitvoerend kunstenaar is hij organist, en als zoodanig sedert 1867 aangesteld bij de Hofkapel te Weenen, waar hij tevens leeraar is in het orgelspel, harmonie en contrapunt aan het conservatorium.\r\n     Eerst op veertigjarigen leeftijd, nadat hij steeds op de ernstigste wijze, zoo theoretisch als practisch, zijne studiën had voortgezet, trad hij te Linz als componist openlijk op met eene Sinfonie. Eerst in de jaren 1876 en 1877 werden zijn tweede en derde Sinfonie te Weenen ten gehoore gebracht, en wel door den invloed van Herbeck.\n     Reeds in 1873 echter vond Bruckner in de groote sympathie, waarmede Wagner de opdracht zijner derde Sinfonie aanvaardde, een groote voldoening als kunstenaar. Tot aan zijn dood bleef Wagner die groote sympathie voor dezen componist bewaren en spiegelde hem steeds in de toekomst de bekendmaking zijner werken voor. Eerst na Wagner's dood, en wel ten vorigen jare, werd Bruckner, door de uitvoering van zijne zevende Sinfonie en van zijn strijkquintet, ook buiten Weenen naar waarde geschat. Zoowel te Leipzig, te München als te Carlsruhe vond genoemde Sinfonie een gehoor vol geestdrift, en lang zal het niet duren, of Bruckner's naam zal overal een plaats innemen naast dien der beste componisten uit den tegenwoordigen tijd.\n     Deze mededeelingen worden gegeven als inleiding op eene muzikale bespreking van de aangekondigde Sinfonie zelve, gevolgd door enkele bijzonderheden over de Tasso van Liszt en de vierde Sinfonie van Beethoven.\" (**).", "Letzte Änderung": "25.11.2024 22:36"}, {"ID": 188611105, "Datum": "10.11.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Anlässlich der Aufführung der 7. Symphonie [am 18.11.1886] schreibt das \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 17931 (Amsterdam) auf S. 1:\n\"               KUNST EN LETTEREN.\n[...]\n     Aan de aanteekeningen, welke in het programma van het aanstaand Caecilia-Concert zijn opgenomen en aan donateurs en donatrices zijn verzonden, ontleenen wij ten behoeve van onze lezers het volgende.\n     Anton Bruckner is thans 62 jaar, en behoor: tot de merkwaardigste persoonlijkheden op het get bied der muziek. In zijn a jeugd vervolgd door nood en ellende — hij bracht enkele jaren door, dat hij met f 24 per jaar moest leven en zich door het spelen op boerenbruiloften van den hongerdood redde — wist hij door eigen energie zich een weg te banen.\n     Sedert 1867 is hij organist van de hofkapel te Weenen, waar hij tevens leeraar is in het orgelspel, harmonie en contrapunt aan het Coniervatorium.\n     Eerst op 40-jarigen leeftijd trad hij te Linz als componist op met eene Sinfonie. In 1876 en 1877 werden zijn tweede en derde sinfonie te Weenen ten gehoore gebracht en wel door den invloed van Herbeck.\n     In 1873 had hij de groote voldoening, dat Wagner met groote sympathie de opdracht zijner derde Sinfonie aanvaardde. En deze sympathie eindigde eerst met Wagner's dood. Verleden jaar werd Bruckner door de uitvoering van zijne zevende Sinfonie en van zijn strijk-quintet ook buiten Weenen naar waarde geschat. Zoowel te Leipzig, te München als te Carlsruhe vond genoemde Sinfonie een gehoor vol geestdrift en weldra zal Bruckner's naam plaats innemen naast die der beste componisten uit den tegenwoordigen tijd.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611115, "Datum": "11.11.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 312 informiert auf S. 10 über den Erstdruck des Chores \"Um Mitternacht\" [WAB 90]:\r\n     \"[Ein Sängerheim in Straßburg.] Dem Straßburger Männergesang=Verein, der unter dem Protectorat des deutschen Kronzprinzen steht, ist von Frau Kastner=Boursault, der Mutter des verstorbenen Componisten, ein Beitrag von 40.000 Mark zu den Baukosten eines Sängerhauses zugesichert worden; einen Theil des übrigen Baufonds will der Männergesang=Verein durch den Verkauf eines autographischen Albums bisher ungedruckter musikalischer und poetischer Blätter sich verschaffen. Beiträge lieferten unter den Componisten: Franz Abt, Anton Bruckner (Wien), Ernst Herzog von Coburg=Gotha, Leopold Damrosch (Newyork) [...]\" (*).\nThe New York Times Nr. 10981 macht mit einem Inserat auf S. 7 in der 6. Spalte auf das Konzert vom 13.11.1886 (öffentliche Generalprobe am 12.11.1886) aufmerksam: \"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-YORK\r\n         FORTY-FIFTH SEASON, 1886-7.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor\r\nFirst public rehearsal FRIDAY, Nov. 12, at 2 P. M.\r\n  First concert, SATURDAY, Nov. 13, at 8 P. M.,\r\n       at the Metropolitan Opera House.\r\n                         Programme:\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, e major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (**).\n[Für die Tage zuvor (bis 8.11.1886 kontrolliert) sind keine Inserate nachweisbar.]\n \nNahezu identisch das Inserat in der New York Tribune Nr. 14606 auf S. 7 in der 5. Spalte: \"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-YORK.–45th Season, 1886-'87.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor.\r\nFirst public rehearsal FRIDAY, NOV. 12, at 2 P. M.\r\n  First concert, SATURDAY, NOV. 13, at 8 P. M.,\r\n       AT THE METROPOLITAN OPERA HOUSE.\r\n                         PROGRAMME.\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, E major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611125, "Datum": "12.11.1886, Freitag", "Haupttext": "The New York Times Nr. 10982 macht auf S. 4 auf das heutige Konzert aufmerksam, in der Übersicht in der 1. Spalte: \"AMUSEMENTS THIS EVENING. [...] METROPOLITAN OPERA HOUSE – At 8 – AIDA. At 2 – PHILHARMONIC (Rehearsal.)\" und in der 7. Spalte: \"GENERAL MENTION: [...] The programme for this afternoon's Philharmonic rehearsal and to-morrow evening's Philharmonic concert – both events occurring at the Metropolitan Opera House – includes Schumann's B flat symphony No. 1, a new symphony by Bruckner. Beethoven's \"Leonore\" averture, No. 3, and scenes from Rubinstein's \"Nero,\" these last being interpreted, as to the vocal musik, by Miss Juch and Mr. Ludwig. The performance of \"Aida\" [... heute, deutsche Sänger, szenisch bedeutsam ...].\" (*)\n \nund auf Seite 7 in einem Inserat:\r\n\"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-YORK\r\n         FORTY-FIFTH SEASON, 1886-7.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor\r\nFirst public rehearsal FRIDAY, Nov. 12, at 2 P. M.\r\n  First concert, SATURDAY, Nov. 13, at 8 P. M.,\r\n       at the Metropolitan Opera House.\r\n                         Programme:\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, e major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (**).\n \nEin ähnliches Inserat erscheint auch in der New York Tribune Nr. 14607 auf S. 7 in der 5. Spalte:\n\"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-\r\n       YORK. – 45th Season,1886-'87.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor.\r\n     First public rehearsal FRIDAY, NOV. 12, at 2 P. M.\r\n            First concert, SATURDAY, NOV. 13, at 8 P. M.\r\n            AT THE METROPOLITAN OPERA HOUSE\r\n                            PROGRAMME.\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, E major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (***).\n \nAufführung der 7. Symphonie unter Th. Thomas in New York [siehe die Anmerkung] (°).\nAuf dem Programm außerdem Robert Schumanns B-Dur-Symphonie, Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 und Szenen aus Rubinsteins \"Nero\", gesungen von Frl. Juch und Herrn Ludwig (°°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:06"}, {"ID": 188611135, "Datum": "13.11.1886, Samstag", "Haupttext": "The New York Times Nr. 10983 berichtet auf S. 5 in der 3. Spalte vom gestrigen Konzert:\r\n\"          PHILHARMONIC CONCERTS.\r\n     The annual series of Philharmonic concerts which will be given this season at the Metropolitan Opera House was entered upon yesterday afternoon, when the public rehearsal prefatory to this evening's formal performance was carried on. Neither the programme arranged for interpretation nor its rendering was of a character to evoke critical or popular enthusiasm. [... Verbesserung heute nicht zu erwarten ... kritische Anmerkungen zu Beethoven, Schumann und Rubinstein ...] It is a pity that the \"Nero\" music, dull as it was, did not round off the programme, which was brought to a close with a new symphony by Anton Bruckner. This achievement lasted almost an hour and sent the assemblage home dazed, wearied, and angry. Herr Bruckner belongs to the very large class of German composers that know exactly how ideas ought to be expressed, but to whom Providence has denied one spark of creative power. There is undeniable technical skill in Herr Bruckner's symphony, but this is used with exactly the same results that would be attained by a painter who handled canvas and oils to demonstrate that he knew how to lay on his colors or by a builder that would heap up building materials so as to erect a house which nobody could live in. Pompous preludes prefacing nothing, themes with a beginning and without end, and endless dissonant passages abound in the new work, which is conventionally correct as to form and internal development and hopelessly vacuous as to meaning or tangible charm. A goodly part of the audience took to flight at different stages of the final proceedings. and did wisely in effecting its escape. An occasional energetic protest against the infliction of resounding trash upon a long-suffering public would be of more real service to the cause of music than the excessive indulgence, indifference, or affectation that impel audiences generally to bear with it.\" [keine Signatur] (*).\n \nEin Inserat auf Seite 7 in der 7. Spalte weist auf das heutige Konzert hin:\r\n\"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-YORK\r\n       FORTY-FIFTH SEASON, 1886-7.\r\nTHEODORE THOMAS . . . .  . . . . Conductor\r\n     First concert, SATURDAY, Nov. 13, at 8 P. M.,\n              at the Metropolitan Opera House.\n                           Programme:\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, e major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (**).\n \nDie New York Tribune Nr. 14608 bringt auf S. 5 in der 1. Spalte eine ausführliche Besprechung der öffentlichen Generalprobe:\r\n\"                           PHILHARMONIC SOCIETY.\r\n     The first concert of the forty-fifth season of the Philharmonic Society will take place to-night, the preparatory public rehearsal having been given yesterday afternoon. The performance was in all respects so admirable that no injustice can be done the society if we depart from our usual custom and review the music as it was presented at the rehearsal instead of waiting until after the concert. [... Lob für das Orchester und Beethoven, kurz über Rubinstein ...].\r\n     The closing number of the programme was a new work by an unfamiliar composer – Anton Bruckner's symphony No. 7, in E-major. Bruckner's name, we believe, had never figured on an American programme before last season, when Mr. Damrosch brought forward a symphony of his in D-minor. In its relation to this composer New-York does not stand differently than the majority of the musical cities of the old world. Bruckner has been quarrelled about in Germany for a quarter of a century, [.... Biographisches (1868 Konservatorium, 1875 Universität, 1871 London) ...]. It is much easier, since we have heard two symphonies of his, to tell why he has failed to set any rivers on fire than to explain how it comes that there are critics (and some of sound judgment, too.) who insist on including his name when they mention the great composers of today. We do not wish to treat a musician who commands as much learning and is filled with as much earnestness as are evident in this new symphony flippantly, but truth compels the assertion that so astounding a composition as this we have never heard in an New-York concert room. If one wants originality here it is in abundance. There is nothing under the heavens, or on the earth, or in the waters under the earth like unto this symphony. Those who think the thematic work in \"Tristan\" and the \"Ring of the Niblung\" complex and labored should hear this symphony if for no other reason than to see how in comparison with it Wagner's is a complexe exemplification of good music as defined by Galuppi in a conversation with Burney one hundred and sixteen years ago – \"Beauty, clearness and good modulation.\" Every element of symphonic writing which Herr Bruckner uses he uses in an manner which stamps a unique character on the work. But it is only unique, not beautiful. He is not satisfied with the ordinary apparatus, but adds four higher tubas to the bass tuba and thus gets fifteen brass instruments into his orchestra, his cornets being three. These brass instruments without exception speak a language that is foreign to them, but in this only imitate their fellows of the other choirs.\n     There is a vast deal of learning in the music, and enough revolutionary treatment in the harmony alone to keep the analysts and historians busy for a twelvemonth, but we are still in darkness as to why they were employed, or what was the goal striven for. Everything is as cold as a problem in mathematics. It would not take much argument with this score before us to convince us that Herr Bruckner had realized and extended the acoustician Euler's belief that it was possible to figure out a sonata. He revels in discords, and finding that a convenient way to make them assertive is to utilize pedal points, he drags them in prodigally. The symphony is the product of a pedant whose purposes may become plain in the future, but are certainly outside the ken and the sympathy of the present, revolutionary though it be. The music fell like lead upon the senses of the audience, and many left the hall after the second movement.\" [keine Signatur, ziemlich sicher aber Krehbiel] (***).\nH. E. Krehbiel erwähnt am 16.5.1904 dieses New Yorker Konzert:\r\n\"The expression of discouragement and disapproval was almost as frank and emphatic as was that of the New-York Philharmonic audience in November, 1886, when Mr. Thomas brought forward Bruckner's Seventh Symphony and drove about one-third of the seasoned music lovers out of the room before the work came to an end.\"\n \nIm selben Blatt wird auch auf das heutige Konzert hingewiesen, auf Seite 4 in einer knappen Übersicht:\r\n\"                          Amusements.\r\n[... alphabetische Anordnung ...]\r\nMETROPOLITAN OPERA HOUSE – 2 – Die Walkure. – 8 – Concert.\r\n[...].\" (°)\n \nund auf Seite 7 in einem Inserat in der 5. Spalte:\r\n\"PHILHARMONIC SOCIETY OF NEW-\r\n       YORK. – 45th Season,1886-'87.\r\nTHEODORE THOMAS  . . . . . .   Conductor.\r\n             First concert, SATURDAY, NOV. 13, at 8 P. M.\r\n            AT THE METROPOLITAN OPERA HOUSE\r\n                            PROGRAMME.\r\n[... Beethoven, Schumann, Rubinstein (Emma Juch und Mr. Ludwig) ....].\r\nSymphony No. 7, E major (new) . . . .   Anton Bruckner\r\n     Tickets for this rehearsal and concert will be sold [...].\" (°°).\n \nAufführung der 7. Symphonie unter Theodor Thomas in New York [öffentliche Generalprobe am 12.11.1886] (°°°).\n \nDas Prager Abendblatt Nr. 260 kündigt auf S. 3 die Aufführung des \"Te deum\" am 28.11.1886 an:\r\n     \" *** Deutscher Singverein. Das erste Konzert findet am Sonntag, den 28. November im Rudolfinum statt wobei u. A. das \"Te deum\" von Anton Bruckner für Soli, Chor, Orgel und Orchester aufgeführt werden wird.\" (#).\n\r\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium, u.a. mit Mitwirkung Carl Hrubys (##)).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:07"}, {"ID": 188611136, "Datum": "nach dem 13.11.1886", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie durch den New Yorker Kritiker H. E. Krehbiel [vermutlich erst 1887 nach Abschluß der Konzertsaison].", "Letzte Änderung": "20.10.2024 08:31"}, {"ID": 188611145, "Datum": "14.11.1886, Sonntag", "Haupttext": "Brief Levis an Josef Schalk:\r\n    Es bleibe Bruckner überlassen, ob er die [4.] Symphonie an Gutmann übergebe. Schalk möge über die 1000.- Mark nach Gutdünken verfügen. Kaiser Franz Joseph habe in einem Brief an Prinzessin Amalie zugesagt, die Druckkosten der 8. Symphonie zu tragen. Gutmann habe es abgelehnt, von den 1000.- Mark 600.- an Bruckner als Honorar zu zahlen (*).\nBesprechung des Konzerts vom 8.11.1886 (Göllerich und Stradal mit Liszt) durch Hugo Wolf im Wiener Salonblatt Nr. 46 auf S. 9 (**).\nAufführung des »Germanenzugs« in Köln durch den Männergesangverein unter Heinrich Zöllner (***). Als Solisten bei den anderen Stücken dieses Konzerts wirken mit: Frau Mensing-Odrich aus Aachen, die Herren G. Ritter und E. Hungar und der Pianist Eibenschütz (°).\nAnkündigung des \"Te deum\" für den 28.11.1886 im Prager Tagblatt Nr. 315 auf S. 6:\r\n\"      * Deutscher Singverein. Das erste öffentliche Concert findet Sonntag den 28. November um 12 Uhr Mittags im \"Rudolphinum\" unter Mitwirkung des Orchesters des deutschen Landestheaters statt. Aus dem interessanten Programme sei eine bedeutsame Novität, und zwar das \"Te deum\" von Anton Bruckner für Soli, Chor und Orchester, besonders hervorgehoben. Der Componist, der erst im vorgerückten Alter die Aufmerksamkeit der Musikwelt auf sich lenkt, hat auch zwei Symphonien für großes Orchester veröffentlicht, welche von mehreren Concert Instituten in Deutschland aufgeführt wurden. - Eine dieser Symphonien ist Richard Wagner gewidmet, der sich seinerzeit über die musikalische Begabung des Componisten mit der größten Anerkennung ausgesprochen hat.\" (°°).\nBesprechung des Konzert vom 13.11.1886 (7. Symphonie) in The New York Times Nr. 10983 [sic! Heftnummer wie am 13.11.1886] auf S. 2:\r\n\"                    PHILHARMONIC CONCERTS.\r\n     The audience gathered to enjoy the first Philharmonic concert of the present season, which event came off at the Metropolitan Opera House last night, was as numerous and as representative as usual. The impression of the programme was in accord with anticipation founded upon the public rehearsal of the afternonn previous. [... Beethoven, Schumann, Rubinstein ...]. Bruckner's symphony was played with greater variety of tonal color than at the rehearsal, and with remarkable spirit, when the disjointed material und pretentious aim of the work, which must have affected the band quite as disagreeably as they did the listeners, are taken into account. The most striking of performances, however, could not render the novelty interesting or impressive, and it will be surprising and unwise if it is ever forced upon the public ear again. Taken all in all, it cannot be said that last night's concert opened the season with the accustomed brilliancy. The society, fortunately, has five entertainments this Winter in which to make amends for the shortcommings of its initial programme.\" [keine Signatur] (°°°).\n(D'Albert spielt das 2. Klavierkonzert von Brahms im 1. Philharmonischen Konzert unter Hans Richter, in dem auch Werke von Bach und Beethoven (5. Sinfonie) aufgeführt werden (#)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:06"}, {"ID": 188611155, "Datum": "15.11.1886, Montag", "Haupttext": "Möglicherweise war Bruckner in Klosterneuburg (*).\nBesprechung der Aufführung der 7. Symphonie [... Nirvana Symphony ...] in New York [12./13.11.1886] in der \"Evening Post\" (**).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:44"}, {"ID": 188611165, "Datum": "16.11.1886, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n     Im August habe [Schott] die 4. Symphonie aus Mainz zurückgeschickt. Gutmann wolle sie übernehmen und würde 1000 fl, die Bruckner bei Hofe erbitten solle, als Honorar zahlen (lieber verzichte er darauf!). In Wien alles beim Alten, Hanslick seit 1874 (Universitätslektorat) gegen ihn, auch Schönaich sei angeblich wieder abgefallen. Fertigstellung der 8. Symphonie ungewiß. Grüße an Fiedlers (*).\nNotiz bei den Gebetsaufzeichnungen:\r\n     »Prof. Schuster Dmoll Messe [/] Finale N 5. [/] 1. Satz N 4. [/] Notenpapier: Hartmuth Mitte: Kärnthnerstr. [siehe die Anmerkung][/] 20. Min vor 12 Uhr Abds. v Gause. nichts getrunken zu Hause u nichts gegessen« (**).\n\"Het nieuws van den dag\" Nr. 5141 (Amsterdam) kündigt auf S. 10 die Aufführung der 7. Symphonie am 18.11.1886 und die heutige Voraufführung an:\r\n\"             Stadsnieuws.\r\n[...]\r\n     Maatschappij Caecilia. Donderdag 18 Nov. (8 u.) 97e Concert (Stads-Schouwburg). Dir. Dan. de Lange. 1. Symphonie No. 7, E-dur, Auton [sic] Brückner (eerste uitvoering); 2. Symphonische Dichtung No. 2, Tasso Lamento e Trionfo, Liszt; 3. Symphonie No. 4, Beethoven. ƒ4, ƒ3, ƒ2, ƒl, ƒ1.50.\r\n     Donateurs-repetitie Dinsdag 16 Nov. (1 u.) in den Parkschouwburg.\" (***).\nVoraufführung des angekündigten Programms um 13 Uhr in der Parkschouwburg in Amsterdam (°).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 13:11"}, {"ID": 188611175, "Datum": "17.11.1886, Mittwoch (Buß- und Bettag)", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Gebetsaufzeichnungen:\r\n     »17. Nov. Großer, strenger Jubileums-Fasttag zu Hause.« (*).\nBrief des Deutschen Singvereins in Prag an Bruckner:\r\n     Einladung zur Aufführung des ”Te deum” unter Hessler am 28.11.1886. Bittet Bruckner, den Orgelpart zu übernehmen. Erstattung der Reisespesen etc. bis 50 fl möglich. Unterzeichnet von Heinrich Weiner und A. Weiß (**).\n\"Het nieuws van den dag\" Nr. 5142 (Amsterdam) kündigt auf S. 10 die Aufführung der 7. Symphonie am 18.11.1886 an:\r\n\"             Stadsnieuws.\r\n[...]\r\n    Maatschappij Caecilia. Donderdag 18 Nov. (8 u.) 97e Concert (Stads-Schouwburg). Dir. Dan. de Lange. 1. Symphonie No. 7, E-dur, Auton [sic] Brückner (eerste uitvoering); 2. Symphonische Dichtung No. 2, Tasso Lamento e Trionfo, Liszt; 3. Symphonie No. 4, Beethoven. ƒ4, ƒ3, ƒ2, ƒl, ƒ1.50.\" (***).", "Letzte Änderung": "12.02.2025 09:36"}, {"ID": 188611184, "Datum": "vor dem 18.11.1886", "Haupttext": "Einführung zur 7. Symphonie in einer Amsterdamer Zeitung [vgl. 9.11.1886 und 10.11.1886].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611185, "Datum": "18.11.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Hinweis auf das heutige Konzert im \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 17939 (Amsterdam) auf S. 3: \"             Advertentie.\n[...]\n           Maatschappij CAECILIA.\n    Het BESTUUR heeft de eer aan het kunstminnend Publiek te berichten dat het zeven-en-negentigste Groot Instrumentaal Concert zal plaats hebben op Donderdag 18 November, des avonds te Acht uur in den STADSSCHOUWBURG en alsdan zullen uitgevoerd worden:\nSymphonie N°. 7 in E dur (Eerste uitvoering) . . .  ANTON BRUCKNER.\nSymphonische Dichtung N°. 2 Tasso (Lamento eTrionfo). FRANZ LISZT.\nSymphonie N°. 4. . . .  L. VAN BEETHOVEN.\n          PRIJZEN DER PLAATSEN:\nBoven- en Beneden-Loge ƒ 4.—, Ie Amphitheater en Stalles / 3.—, Parterre ƒ 2.—, le Gaanderij ƒ1, 2e Gaanderij 50 Cents. Bewijzen van Toegang zijn te verkrijgen aan bovengenoemien Schouwburg en plaatsen aldaar te bespreken op Woensdag 17 November van 12—3 uur en Donderdag 18 November van 10—3 uur, tegen bijbetaling van 10 Cents per plaats.\n                  Namens het Bestuur:\r\n                 DAVI D KONING JR.,\n                                      Secretaris.\" (*).\n \n\"Het nieuws van den dag\" Nr. 5143 (Amsterdam) wiederholt auf S. 10 die Ankündigung (wie am 16./17.11.1886) und berichtet auf derselben Seite von der Voraufführung am 16.11.1886:\r\n\"                Stadsnieuws.\r\n[...]\r\n     De Gistermiddag in den Parkschouwburg gehouden algemeene of donateurs-repetitie voor het Caecilia-concert van Donderdag a. s. was buitengewoon druk bezocht. De nieuwe Directeur, de Heer D. de Lange, werd bij zijn verschijnen met toejuichingen begroet.\r\n     Onder de grootste aandacht werd het programma, als gewoonlijk zonder pauze, uitgevoerd. Van bet nieuwe werk van Bruckner, de 7e Symphonie, maakten voornamelijk de eerste twee deelen, Allegro en Adagio, een boven alle beschrijving diepen indruk; de twee volgende deelen, Scherzo en Finale, schgnen eenvoudiger behandeld. Ook de »Symphonische Dichtung« van Liszt ondervond zeer veel belangstelling en daarop volgde de heerlijke, lieflijke 4e symphonie van Beethoven, die het weldadig gevoel wekte van het weerzien van een trouwen vriend in een kring van voorname vreemdelingen.\"(*a).\n \nAufführung der 7. Symphonie unter Daniel de Lange im 97. Konzert der Maatschappij Caecilia um 20 Uhr in der Stadsschouwburg in Amsterdam. Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Liszt (\"Tasso\") und Beethoven (4. Sinfonie) (**).\nDas Konzert wird von den Kritikern Hagemann [siehe die Anmerkung] (***) und Hartog (°) besucht.", "Letzte Änderung": "16.10.2024 16:13"}, {"ID": 188611205, "Datum": "20.11.1886, Samstag", "Haupttext": "\"Het nieuws van den dag\" Nr. 5145 (Amsterdam) berichtet auf S. 1 ausführlich von der 7. Symphonie und ihrer Aufführung [am 18.11.1886]:\n\"                 Stadsnieuws.\n     Het 97e concert van de Maatschappij »Caecilia« zag als van ouds de zaal van den Stadsschouwburg gevuld met eene schare van ernstige muziekliefhebbers, haast dezelfden van ieder vorig concert. Als wij het geheel voor een deel mogen nemen, kan men zeggen dat het Caecilia-orkest de benijdbare taak heeft voor een parterre de rois te spelen. De grootste verandering zetelde ditmaal in en bij het orkest zelf. Niet alleen dat onderling een kleine verschikking had plaats gevonden, dat de Heer Frans Coenen de plaats van den nog niet geheel herstelden gewonen concertmeester had ingenomen, maar aan het hoofd der schare troonde de nieuwe directeur, de Heer Dan. de Lange, als een gevolg waarvan het programma, zonder de achtenswaardige klassieken te veronachtzamen, een merkbare buiging naar links, de oppositie, had gemaakt: Beethoven naast Anton Bruckner en Franz Liszt.\n     Ware dat slechts het eenige gevolg! Voor ons echter beteekent het optreden van den Heer De Lange het verlies van zijn deskundige bespreking dezer hoogstbelangrijke uitvoeringen. Het gewicht van een Caecilia-concert moge evenwel tot verontschuldiging strekken, dat wij onder deze omstandigheden toch wagen een algemeenen indruk van den avond van gisteren weer te geve\n     Het programma bestond uit: Symphonie No. 7, in E dur, Anton Bruckner; Symphonische Dichtung No. 2; Tasso (Lamento e Trionfo), Franz Liszt, en Symphonie No. 4, L. van Beethoven.\n     De symphonie van Bruckner is zonder twijfel nog niet tot de harten van alle hoorders geheel doorgedrongen, dat kon ook moeilijk anders; maar evenzeer zonder twijfel is het, dat allen onder den indruk zullen verkeerd hebben een machtige, stoute, indrukwekkende schepping te hebben hooren uitvoeren. Wat Bruckner wilde uitdrukken, is moeilijk te gissen, 't is geen programma-muziek. Misschien wel, dacht ons, een strijd van een gansch volk; zijn worstelen, zijn lijden en zijne bevrediging; misschien echter ook heel wat anders. Breed en stout is het allegro, ontzaglijk grootsch en aangrijpend, het adagio, geestig het scherzo en bevredigend en bemoedigend het finale. Buitengewoon rijk aan schoonheden is de bouw van dit werk. Gelukkig kunnen wij dienaangaande iets wetenschappelijks meedeelen, dat wij ontleenen aan eene toelichting, door den Heer De Lange zelf ten behoeve van de donateurs van Caecilia opgesteld. Zij luidt in hoofdzaak aldus:\r\n     Het eerste deel is gebouwd op drie motieven, waarvan het eerste, als hoofdmotief, in het geheele werk eene rol speelt. Het eerste thema wordt eerst in de violoncellen, daarna in de violen, met verschillende klankschakeeringen in de blaasinstrumenten en een tremolo-begeleiding van het strijkquartet, geëxposeerd. Onmiddellijk volgt hierop het tweede thema in Oboe en Clarinet met Koper-begeleiding. In allerlei toonaarden en klankschakeering bewerkt, leidt het tot een machtig crescendo, dat plotseling afbreekt bij het optreden van het derde motief, dat als slot-periode van het expositie-gedeelte behandeld wordt. Hierop volgt de doorwerking, waarin de drie motieven in allerlei vormen voorkomen, en waarin de componist zijn meesterschap over contrapunt en orkestratie op voortreflelijke wijze in het licht stelt. Zeer opmerkelijk is in dit gedeelte het modulatorisch element, zoo b. v. bij den terugkeer naar het lste thema. Na de doorwerking wordt, in overeenstemming met den klassie ken vorm, het expositie-deel herhaald en het geheel algesloten met een Coda, bestaande uit een groot crescendo op het tonica-accoord.\n     Het Adagio sluit zich als een vorm aan bij Beethoven's Simfonie-Adagio's. De bedoeling kan niet ziin, eene volledige omschrijving van elk deel van dit werk te geven ; wij meenen daarom alleen de aandacht te moeten vestigen op de schoone klankeffecten, die in dit adagio verkregen worden door de medewerking der familie van koperen blaasinstrumenten.\n     Het Scherzo beweegt zich in den bij ieder bekenden vorm van dien naam.\n     In het Finale vindt men twee motieven, een rythïinsch en een melodisch. Het eerste sluit zich aan het hoofdmotief van het eerste deel aan, ofschoon de rythmisclie en harmonische bewerking dit aanvankelijk verbergen.\n     Uiterst merkwaardig zijn de opeenvolgingen van dominant septime-akkoorden, die in het tweede deel van dit eerste thema voorkomen en in het geheele finale een zeer belangrijke rol spelen. Te meer verdient dit de aandacht, wijl daardoor tevens een innerlijk verband ontstaat tusschen het Finale en het Scherzo, waarin eveneens soortgelijke opvolgingen voorkomen.\n     Het tweede motief vormt een tegenstelling met het eerste; eene melodie treedt in den vorm van een koraal op. Dit tweede motief neemt bij de bewerking een veel minder belangrijke plaats in dan het eerste. In het geheele finale hoort men bijna voortdurend de korte rythmische figuur uit het tweede deel van het eerste thema, afgewisseld met het afsluitingsmotief.\n     De meest effectvolle plaatsen in dit deel zijn die, waarin de componist, in een breeder tempo, zijn motief als een machtige heldenfiguur doet optreden. Nog verdient te worden aangeteekend, dat de vorm van het finale het midden houdt tusschen den sonate- en den rondovorm.\n     De volgorde van het geheel is: lste thema, zeer korte tusschenperiode, daarop 2de thema, afsluiting van het expositiedeel met verbreeding van het eerste thema t als motief. Doorwerking, waarvoor het eerste motief de stof levert, hierop herhaling van het tweede thema, en eerst na een eenigszins uitgebreide tusschenperiode, herhaling van het eerste thema, ditmaal op allerlei wijze versierd en uitgebreid, om ten slotte te voeren i tot een coda, waarvan de overeenkomst met het coda van het allegro ieder opmerkzaam hoorder dadelijk zal opvallen.\n     Niet alleen het werk heeft bij het hooren een diepen indruk gemaakt, ook de uitvoering gaf er reden toe. Er is alle aanleiding den Heer De Lange geluk te wenschen met zulk eene entrée, en al wees hij bescheidenlijk den hem gebrachten lof het orkest toe, wij weten en begrijpen allen, dat zijn zorgvuldige leiding van de studiën en zijn voortreffelijke, nooit aarzelende directie bij de uitvoering de schare van medewerkers tot die uilkomst geleid hebben. Zijn geestdrift voor dit schoone werk is op alle orkestleden overgegaan, en zijn vaste hand heeft hen over alle moeilijkheden heen gebracht. Geen enkele der vele op zichzelf staande, en vaak onder de grootste bezwaren zelfstandig werkende orkestpartijen, is beneden haar taak gebleven.\n     Op Bruckner volgde Liszt [...].\r\n     Ook van deze ingewikkelde compositie was de uitvoering meesterlijk.\r\n     Wat te zeggen van Beethoven's vierde? Van het heerlijk, onvolprezen werk is het wellicht beter niets te zeggen. [...].\n     Misschien hebben wij veel woorden gebruikt om te zeggen wat wij zeggen wilden: dat het jongste Caecilia-concert een leerrijke en schoone avond geweest is. Zoo volgen er nog vele!\" (*).\n \n(Aufführung einer Serenade von Julius Mannheimer unter Kretschmann im Bösendorfersaal (**)).", "Letzte Änderung": "16.11.2024 21:37"}, {"ID": 188611215, "Datum": "21.11.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*)\n \nDas Prager Abendblatt Nr. 269 kündigt auf S. 3 das Konzert vom 28.11.1886 an:\n     \" *** Der deutsche Singverein in Prag veranstaltet am Sonntag den 28. d. M. um 12 Uhr Mittags im Rudolfinum unter der Leitung des Herrn Friedrich Heßler und unter Mitwirkung des Orchesters des deutschen Landestheaters sein erstes Konzert. Auf dem Programm befinden sich Beethoven's \"Meeresstille und glückliche Fahrt\", Chöre à capella dreier deutscher Meister aus dem ersten Viertel des 17. Jahrhunderts und Anton Bruckner's \"Te Deum.\" \" (**).\n \nThe Boston Globe Nr. 144 (= Boston Sunday Globe) kündigt auf S. 10 in der 6. Spalte die am 23.11.1886 beginnenden Konzerte des Kneisel-Quartetts an, ohne Bruckners Quintett zu erwähnen:\r\n\"     In the course of six concerts by the Kneisel quartet, beginning November 23, in Chickering Hall, Mme Zelie Trebelli, B. J. Lang, Emma Juch, Virginia Rider, Madeline Schiller, Xavier Reiter ans Heinrich Schuecker will appear.\" (***).\n \nDas \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 17942 (Amsterdam) bespricht auf S. 6 das Konzert vom 18.11.1886 mit der 7. Symphonie: \"KUNST EN LETTEREN.\n[...]\r\n                  Maatschappij Caecilia.\n     Alvorens aan te vangen met onze indrukken weder te geven van het 97e concert der Maatschappij Caecilia, achten wij ons verplicht een enkel woord te wijden aan den man, die gedurende een reeks van jaren deze concerten heeft geleid en tallooze malen op deze plaats de schitterendste zegepralen op het vreedzaam gebied der kunst behaald heeft. Verhulst, die nu vrijwillig den veldheerstaf heeft nedergelegd, [... Würdigung ... Nachfolger de Lange ...].\n     De nieuwe directeur heeft al dadelijk kleur bekend en getoond in welke richting men zich voortaan zal bewegen. Geen exclusivisme meer. Nevens de werken van de groote mannen der klassieke school, zal ook aan de nieuwere richting eene plaats worden ingeruimd. Dit bewijst de samenstelling van het programma van het 97ste concert, dit op Donderdag jl. als naar gewoonte in den Stadsschonwbnrg [sic] werd gegeven.\n     Omtrent Anton Bruckner, met wiens 7e symphonie in E dur het concert aanving, is reeds een en ander medegedeeld in ons Avondblad van 9 dezer [recte 10.11.1886]. De Symphonische Dichtung No. 2 Tasso (Lamento en Triomfo) van Franz Liszt, is een der schoonste van het twaalftal toonstukken onder dien naam door haar meester in het leven geroepen. [...].\r\n     Beethoven werd vertegenwoordigd door zijne 4e symphonie in B dur.\n     Het bestuur der Maatichappij heeft de donatrices en de donateurs zeei aan ziek verplicht, door hen, evenals bij de Wagner-Vereeniging gebruikelijk is nevens het programma, in het bezit te stellen van eene beknopte omschrijving der uit te voeren minder bekende toonwerken, opgehelderd door aanhalingen in notenschrift van de voornaamste motieven in die werken voorkomende. Daardoor zijn wij ontslagen van eene nadere analyse. De 7e Symphonie van Bruckner, hier ter stede onbekend en voor de eerste maal ten gehoore gebracht, is ontegenzeggelijk het werk van een ernstig en hoogst ontwikkeld kunstenaar. De bewerking is, hoewel wel wat breed uitgesponnen, geniaal, de instrumentatie meesterlijk, de motieven zijn frisch, zoodat men bijna niet gelooven kan, dat de schepper reeds lang de eerste jeugd voorbij is en een kommervol leven achter den rug heeft. Vergelijkt men deze Symphonie b.v. met de 3de, welke in een vorig jaar op het concert der Maatschappij Apollo is uitgevoerd, dan komt men tot de overtuigihg [sic], dat de componist niet stil gezeten heeft. Excelsior schijnt zijn zinspreuk te zijn. Zijn laatste werk staat o. i. dan ook veel hooger dan de zoo evengenoemde 3e symphonie, welke dikwerf iets onbestemds en onrustigs heeft, terwijl uit de 7e symphonie het bewustzijn spreekt van den man die weet wat hij wil en voorwaarts gaat op den weg, dien hij zich heeft afgebakend.\n     De Symphonische Dichtung van Liszt is door andere orkesten hier ter stede meermalen uitgevoerd en was dus den hoorder niet vreemd; van Beethoven's 4e Symphonie zullen wij wel niets behoeven te zeggen. De samenstelling van het orkest was te roemen [... die Namen einiger Mitspieler, Frans Coenen als Vertreter des Konzertmeisters Joseph Cramer ...].\r\n     Over de uitvoering valt veel goeds te zeggen, De Symphonie van Bruckner biedt ontzaglijk veel moeielijkheden aan en meestal werden ze overwonnen; dat een enkele maal eene lichte zweving in de blaasinstrumenten viel op te merken of eene kleine vergissing plaats had, mogen wij, om der waarheid niet te kort te doen, niet verzwijgen. Het werk werd tot het einde toe met blijkbare belangstelling aangehoord en inzonderheid de beide eerste deelen maakten grooten indruk. De Symphonische Dichtung van Liszt werd glansrijk gespeeld [... Beethoven ...].\n     De geheele uitvoering droeg de duidelijkste blijken van met veel zorg te zijn voorbereid. Het was niet twijfelachtig, dat men vlijtig gerepeteerd had. Aan den heer De Lange dan ook onze gelukwenschen met zijn debuut als directeur der Maatschappij „Caecilia\". Moge het hem gegeven zijn deze uitvoeringen nog jaren lang te leiden. Hoe meer musici en directeur met elkander vertrouwd worden, hoe schooner de vruchten zullen zijn.\n            ALBERT.\" (°).\n \n(1. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Carl Maria von Weber (°°)).", "Letzte Änderung": "06.10.2025 14:24"}, {"ID": 188611225, "Datum": "22.11.1886, Montag", "Haupttext": "»Bekehrung« [gemeint wohl: seelsorgerlicher Beistand vor der Hinrichtung am 23.11.1886] des Raubmörders Michael Dietrich durch den Steyrer Geistlichen Dr. Leopold Kern [in Garsten?].\n[Im Artikel vom 24.2.1935 heißt es (o. D.) \"einem zum Tode verurteilten Raubmörder - wahrscheinlich einem gewissen Hödl - bei seiner Justifizierung beizustehen.\"]", "Letzte Änderung": "30.08.2025 02:59"}, {"ID": 188611235, "Datum": "23.11.1886, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen, ganz durchgestrichen): »bei St. Michael vor 1/2 [nochmals gestrichen: »aber 5 bis 4 Uhr« (?)] zu Hause nichts gegessen u getrunken vor 12 Uhr.« (*).\nAufführung des Quintett-Adagios durch das Kneisel-Quartett (**) im ersten Kammerkonzert in der Chickering Hall in Boston (***).\r\nMitwirkende: Franz Kneisel und die Herren Fiedler, Svecenski und Giese, 2. Viola Max Zach [siehe die Anmerkung], Gesangssolistin (mit \"Semiramis\" und \"Oberon\") Frau Zelie Trebelli. Außerdem werden Mozarts d-Moll-Quartett und Beethovens op. 59/2 in e-Moll aufgeführt. \"None of Bruckner's music has been heard in Boston\" (°).\nBei der Vortragsübung des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Orgelschüler Josef Meyer Präludium und Fuge in f-Moll von Händel (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:09"}, {"ID": 188611245, "Datum": "24.11.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Das Prager Tagblatt Nr. 325 gibt auf S. 4 das Programm für den 28.11.1886 bekannt:\n     \" * Das erste Concert des Deutschen Singvereines in Prag, welches am Sonntag den 28. Nov. um 12 Uhr Mittags unter Mitwirkung des Orchesters des deutschen Landestheaters stattfindet, hat folgendes Programm: 1. Beethoven: \"Meeresstille und glückliche Fahrt\" op. 112 (Dichtung v. Goethe) für Chor und Orchester. - 2. Chöre à capella (erste Aufführung): a) David Friederia [Friederici] (1623): \"Ade\"; b) Johann Staden von Nürnberg (1609): \"Widerspruch\"; c) Hans Leo Haßler (1601): \"Tanzliedchen.\" - 3. Anton Bruckner: Te deum (neu) für Chor, Soloquartett und Orchester. Soloquartett die Vereinsmitglieder Frl. Hedw. Messany, Frl. Nowotny, Hr. Heinr. Tersch und Hr. Ottomar von Starck. - Dirigent ist Hr. Friedrich Heßler.\" (*).\n \nThe Boston Globe Nr. 147 berichtet auf S. 5 in der 3. Spalte über das Konzert am 23.11.1886:\r\n\"                              MUSICAL EVENTS.\r\nOpening Concert of the Kneisel Quartet Season in Chickerling Hall.\r\n     At the first concert of the six attractive offerings to be made this season by the Kneisel quartet a fine audience assembled last evening in Chickering Hall. The greeting accorded to Mr. Franz Kneisel, with his associates, Messrs. Fiedler, Svecenski and Giese, as they came forward was very cordial. [... zunehmende Wertschätzung nach Mozarts d-Moll- und Beethovens e-Moll-Quartett ...]. The adagio from Brueckner's [sic] quintet in F major was heard the first time in this city, and it possessed, therefore, a peculiar interest for music lovers. In this novelty the quartet had the co-operation of Mr. Max Zach as second viola player. It would be difficult to excel, in point of delicate effect, the interpretation of all the instrumental numbers, and the hall seems just adapted for the enjoyment of the \"chamber music\" in which the members of the Kneisel quartet take such obvious delight. The soloist of the evening was Mme. Trebelli. [... Programm des nächsten Konzerts am 21.12.1886 ...].\" [keine Signatur] (**).\n \n(Uraufführung der 2. Violoncello-Sonate von Brahms (mit Hausmann als Cellisten) (***)).", "Letzte Änderung": "19.02.2026 18:10"}, {"ID": 188611255, "Datum": "25.11.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n»25. Nov. Fr. Kathi für Dez. 7 fl gezalt.« (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 48 berichtet auf S. 600 von der Aufführung der 7. Symphonie in Amsterdam [18.11.1886]:\r\n           »Vermischte Mittheilungen und Notizen.\r\n[...]\r\n      * Anton Bruckner's 7. Symphonie hat kürzlich auch in Holland ihren Einzug gehalten. Sie kam im letzten Caecilia-Concerte zu Amsterdam unter der gewiegten Leitung des Hrn. Dan. de Lange zur Aufführung und erfreute sich eines ganz bedeutenden Erfolges.« [vgl. 10.12.1886] (**).", "Letzte Änderung": "16.12.2024 08:51"}, {"ID": 188611275, "Datum": "27.11.1886, Samstag", "Haupttext": "Das \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 17948 (Amsterdam) erwähnt auf S. 5 neue Werke Bruckners [8. Symphonie]:\n\"           KUNST EN LETTEREN.\n[...]\n     Anton Bruckner legt thans de laatste hand aan een aantal nieuwe werken. Verschillende concertdirecties dringen thans bij hem aan op spoed ... nadat zij tientallen van jaren lieten voorbijgaan, zonder notitie van hem te nemen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188611285, "Datum": "28.11.1886, Sonntag (1. Advent)", "Haupttext": "Aufführung des »Te deum« unter Friedrich Heßler in Prag. Bruckner war eingeladen worden, dabei Orgel zu spielen (*)\r\nMitwirkende: der Deutsche Singverein in Prag, das Orchester des deutschen Landestheaters und als Solisten Frl. Hedwig Messany, Frl. Nowotny, Hr. Heinrich Tersch und Hr. Ottomar von Starck (**).\n(2. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Beethoven, Mackenzie und Schumann (3. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "15.11.2024 11:23"}, {"ID": 188611295, "Datum": "29.11.1886, Montag", "Haupttext": "Das Prager Abendblatt Nr. 273 schreibt auf S. 3 über die Aufführung des \"Te deum\" am 28.11.1886:\r\n     \" *** \"Der deutsche Singverein in Prag\" hat treu den Tradizionen des \"Musikvereines St. Veit in Prag\", aus dem er bekanntlich hervorgegangen ist, seine Wirksamkeit in dem gestrigen ersten Rudolfinum=Konzert mit einer Aufführung des \"Tedeum\" von Anton Bruckner inaugurirt. Dieser viel bewunderte und viel bekämpfte Neuerer des Tages, dieses plötzlich aufgetauchte sechzigjährige Wunderkind, das die Einen den ersten Fürsten im Reiche der Tonkunst beigesellen, während die Anderen von ihm behaupten, daß er \"wie ein Betrunkener\" komponire, ein musikalischer Grabbe sei und eines der allermerkwürdigsten Probleme in der Organisazion moderner musikalischer Köpfe bilde, hat bei uns gestern mit seiner imponirenden Erfindungs= und Gestaltungsfähigkeit immerhin einen bedeutenden Triumph erlebt. Maß und Ausgeglichenheit, d. h. konzentrirte Kraft, ohne welche es keine Schönheit gibt, dürfte man aber auch von Prag aus diesem \"deutschen Berlioz\" anrathen. Chor, Orchester (vom deutschen Landestheater) und Soloquartett (die Damen Messany und Novotny und die HH. Tersch und Starck) hielten sich unter der kunstverständigen Leitung Friedrich Heßler's auf der Höhe der Situazion, zu welcher sie das musikalische Ereigniß der ersten Aufführung einer Bruckner'schen Komposizion gehoben. [... Beethoven, David Friederici, Johann Staden, Hans Leo Haßler ...] das Tanzliedchen mußte sogar wiederholt werden. Man sieht, es hat doch schon vor Bach und Händel Musik gegeben. \" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:07"}, {"ID": 188612005, "Datum": "Dezember 1886", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners:\r\n[fremde Hand:] »Marie Pohoryles«\r\n[Bruckner:] »Dr Riel Johanneshof [/] Arzt Hanslick. [/] Frl Marie [Pohoryles] Mittw 12 [/] - Montag - ».", "Letzte Änderung": "08.02.2023 23:09"}, {"ID": 188612015, "Datum": "1.12.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der Amsterdamer Aufführung der 7. Symphonie durch Moritz Hagemann in der Zeitschrift ”Caecilia” Nr. 23 auf S. 235f:\n\"     De vele en ernstige repetitiën die gehouden waren, deden eene goede uitvoering van het 97ste Caeciliaconcert verwachten, en deze verwachting is niet beschaamd geworden.\n     Het publiek had zeker in grooter getale kunnen opkomen (onder de toonkunstenaren bemerkte ik de heeren Hol, Appy, Röntgen en Tibbe), maar de aanwezigen luisterden met groote belangstelling en schenen zeer ingenomen met de reproductie. De symphonie van Bruckner is een hoogst interessante, in Wagner-stijl geschrevene compositie. Nu zal zeker de Red. van dit blad niet verlangen en tot conditie stellen, dat ik mijn verslag schrijf van het standpunt van een Wagneriaan, zoo als een zeker redacteur van mijn kennis; maar zij zou toch zeker mijne opinie niet deelen, wanneer ik mij over de Wagner-richting uitliet zoo als een onzer bekende toonkunstenaars in Leipzig, die mij eenmaal woordelijk schreef: . . . .  „en overtuigd [... ausführliches Zitat ...].\"\n     Doch, — om op Bruckner terug te komen, — als mijn geheugen mij niet bedriegt is reeds vroeger, op een Apollo-concert, eene symphonie van dien comp. uitgevoerd.\n     Het voorwoord van den heer de Lange is niet onbelangrijk en ook daaruit is eene groote leering te trekken. Dat Wagner in Bruckner een waar kunstbroeder heeft ontdekt, zal niemand verwonderen, die gisteren de uitvoering bijwoonde van zijne 7de symphonie; zelfs al ware die ge-enrageerde, altijd terugkeerende cis van den eersten hoorn in de 2de Afdeeling weggebleven. Wist ik nu maar wat dat helsche oogenblik voor moet stellen; maar wat heeft men aan programma-muziek zonder programma, want dat ze daaronder ressorteert, geloof ik toch wel.\n     De bouw, de bewerking, de imitatie, de omkeering van het thema 7 (waarop de heer de Lange niet heeft gewezen), de grootsche aanleg, de instrumentatie, dat alles heb ik bewonderd, maar maakt op mij niet den indruk van door inspiratie te zijn voortgebracht, eerder door eene pen, meer door de wetenschap dan door het gemoed bestuurd. Het schijnt mij toe eene analyse van gecombineerde theoretische vraagstukken te zijn, met een groot meesterschap over het materiaal geschreven en hier en daar met een climax ontwikkeld die aan Berlioz' instrumentatie-leer doet denken.\n     Dat er nog jaren zullen voorbij gaan alvorens deze symphonie die van Mozart, Beethoven, Schubert en Brahms zullen doen vergeten, dat houd ik voor zeker.\n     De uitvoering was voortreffelijk en de directeur doordrongen van alle te releveeren schoone momenten.\n     De symphonische dichting „Tasso\" van Liszt was voor het publiek geen noviteit. Reeds onder den heer Bunten moet dit werk uitgevoerd zijn.\n     Het behoort onder dezelfde categorie als het voorgaande , maar men bemerkt er uit, dat Liszt nooit zoo als Bruckner (volgens Dr. Th. Helm) van 24 florijnen per jaar heeft moeten leven.\n     [...]\n                         MAURICE HAGEMAN.\".", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612025, "Datum": "2.12.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 49 verzeichnet auf S. 609 die Aufführung der 7. Symphonie am 18.11.1886: \n\n           \"Concertumschau.\n\n[...]\n      Amsterdam. [...] - Conc. der \"Caecilia\" (D. de Lange) am 18. Nov.: Symphonien v. Ant. Bruckner (No. 7) u. Beethoven (No. 4), \"Tasso\" von Liszt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612055, "Datum": "(5.12.1886, Sonntag)", "Haupttext": "Aufführung der 3. Serenade von Fuchs [Robert Fuchs] im Konzert des Vereins »Accord« im Bösendorfersaal (*).\n3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber, Dvorak und Schubert (9. Sinfonie) (**).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 00:01"}, {"ID": 188612065, "Datum": "6.12.1886, Montag", "Haupttext": "[recte 11.12.1886?] Brief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n    Bittet um Rücksendung des [schon früher?] übersandten Klavierauszugs des 1. Satzes der 8. Symphonie [vgl. 9.7.1886]. Bruckner lasse grüßen; er wünsche mit Franz über das Finale zu sprechen. Einstweilen fungiere Löwe als musikalischer Berater (*).\n[ca. 6.12.] Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n   »August Stradal 3. Bez. Beatrixgasse 26.« (**).\nDie Montags-Revue aus Böhmen Nr. 49 berichtet auf S. 6 vom Konzert am 28.11.1886:\r\n     \"Der deutsche Singverein (früher Sct. Veitsverein), welcher sich in einen ausschließlich deutschen Gesangverein im heurigen Sommer umgewandelt und den Reg.=Rath, Univ.-Prof. Dr. Weiß zu seinem Präsidenten erwählt hat, gab im Rudolphinum sein erstes Concert. Der zahlreiche Besuch desselben seitens der deutschen Kreise unserer Stadt gab Zeugnis von den Sympathien, welche dem neuen nationalen Vereine entgegengebracht werden. Das Programm [...] recht anregend. Es enthielt folgende Werke [... Beethoven etc. ] und \"Te Deum\" für Chor, Soloquartett und Orchester von Anton Bruckner. [... über die anderen Werke ...] Das Hauptwerk des Concertes, das \"Te Deum\" von Bruckner, dem so lange verkannten und erst, nachdem ausländische Musikgesellschaften seine Bedeutung als Tonsetzer festgestellt hatten, auch in seinem Vaterlande Oesterreich freilich nur zaghaft anerkannten Componisten bildete den Schluß. Dieses Werk ist eine Kirchencomposition großen Stiles, es ruht darin Ernst und Würde, Sanftmuth gepaart mit gewaltiger erschütternder Kraft, vor allem aber tiefe religiöse Uiberzeugung und dies sichert, getragen von tiefer musikalischer Ausarbeitung, dem Tonwerke seinen hohen Werth. Die Anforderungen, welche darin an den Chor und namentlich die Solisten gestellt werden, sind nicht gering, doch wurden sie durchwegs zur vollen Zufriedenheit bewältigt. Das Orchester des deutschen Landestheaters, welches die Begleitung besorgte, griff mächtig mit ein in den Schwall der Akkorde und so erzielte das berühmte Werk eine großartige Wirkung und hinterließ tiefen Eindruck. Die Soli's lagen in den Händen der Damen H Messang und Nowotny und der Herren H. Tersch und O v Stark. Ein besonderes Verdienst um das Gelingen des Concertes gebührt dem strebsamen Dirigenten, Hrn Fr. Heßler und spezielle Anerkennung hat sich derselbe erworben durch die Aufnahme des Bruckner'schen Werkes ins Programm. Dem Vereine aber wünschen wir Erstarken, Blühen und Gedeihen im deutschen Sinne!\" [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "08.12.2025 11:31"}, {"ID": 188612075, "Datum": "7.12.1886, Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Dienstag den 7. Dez Segen.« [Dienst in der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612095, "Datum": "9.12.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 50 schreibt auf S. 624 über Konzertprojekte in New York:\n          \"Vermischte Mittheilungen und Notizen. \n\n      * Hr. Anton Seidl wird in Steinway Hall in New-York drei Orchesterconcerte geben, deren erstes am 18. Dec. stattfinden soll. Als Solisten werden die HH. Albert Niemann, Rafael Joseffy und Musin und die Damen Lilli Lehmann und Seidl-Krauss genannt. Unter den Novitäten ist A. Bruckner's \"Te deum\" zu nennen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612105, "Datum": "10.12.1886, Freitag", "Haupttext": "Meldungen der Musikalischen Rundschau Nr. 8 auf S. 84-86:\r\nAufführung des »Te deum« am 28.11.1886 in Prag:\r\n»Eingesandte Concertprogramme \r\n    Prag. Deutscher Singverein. I. Concert unter Mitwirkung des Orchesters des Deutschen Landestheaters. 28. November 1886: [...] 5. Anton Bruckner: \"Te Deum\" (neu)« und\r\nKritik hierzu:\r\n»Kleine Mittheilungen und Berichte\r\n   (Prag). Erstes Concert des Deutschen Singvereins. [...] Den Schluss bildete das mächtig ergreifende Te Deum für Chor, Soloquartett und Orchester von Anton Bruckner, dem bedeutenden Meister, dem es beschieden war, erst im hohen Alter die gebührende Würdigung als Componist zu finden. Das Te Deum, dessen Analyse in musikalischer Beziehung nach einmaligem Hören kaum möglich ist, machte durch die innige, von tiefer Religiosität durchwehte Betonung [recte: Vertonung?] einen mächtigen Eindruck auf die Hörer. [...]«;\nBericht über die 7. Symphonie in New York [12./13.11.1886]:\r\n   »(New York.) [...] Im ersten philharmonischen Concert wurde die dritte Leonoren-Ouverture [...] aufgeführt. Enthusiastische Aufnahme fand die herrlich gespielte Bruckner'sche Symphonie (E-dur, Nr. 7) unter Herrn Thomas' Leitung. [...]«;\nAufführung der 7. Symphonie in Amsterdam [am 18.11.1886]:\r\n   »- Anton Bruckner's 7. Symphonie hat kürzlich auch in Holland ihren Einzug gehalten. Sie kam im letzten Cäcilia-Concerte zu Amsterdam unter der gewiegten Leitung des Herrn Dan. de Lange zur Aufführung und erfreute sich eines bedeutenden Erfolges.« [vgl. »25.11.1886«].", "Letzte Änderung": "02.10.2025 09:53"}, {"ID": 188612115, "Datum": "11.12.1886, Samstag", "Haupttext": "Bruckner wird in der Hofburg von Herzogin Amalie und Erzherzogin Valerie empfangen. Er berichtet vom letzten Treffen mit Wagner und erzählt vom programmatischen Inhalt der 8. Symphonie und bringt seine Freude über den Franz-Joseph-Orden zum Ausdruck (*).\nVor dieser Audienz hatte er bei Gause Adalbert von Goldschmidt getroffen (**).\nAufführung des Quintetts in Felix Meritis in Amsterdam durch Joseph Hubert Cramer, Hendrik Willem Hofmeester, Willem Kes, Herman Meerloo und Henri Bosmans (***).\r\nAls Zuhörer sind die Kritiker Jacques Hartog und Maurice Hageman überliefert (°).\r\nDaniel de Langes Bruder (Samuel de Lange?) wohnt ebenfalls dem Konzert bei (°a).\n[andere Datierung 6.12.1886]\r\nBrief Josef Schalks an Franz Schalk:\r\n     Bittet um Rücksendung des [schon früher?] übersandten Klavierauszugs des 1. Satzes der 8. Symphonie [vgl. 9.7.1886]. Bruckner lasse grüßen; er wünsche mit Franz über das Finale zu sprechen. Einstweilen fungiere Löwe als musikalischer Berater (°°).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:33"}, {"ID": 188612125, "Datum": "12.12.1886, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 9, berichtet auf S. 141 von der Aufführung der 7. Symphonie in Amsterdam [18.11.1886] und erinnert an die dortige Aufführung der 3. Symphonie »vor einigen Jahren« [15.10.1885]:\r\n   »Amsterdam. [...] Seit dem Rücktritt des holländischen Musik-Nestor Joh. Verhulst vom öffentlichen Musikleben [...] durchweht ein frischer, moderner Luftzug die Concertsäle der Hauptstadt und der Residenz. Das erste „Caecilia”-Concert in Amsterdam brachte [...] die siebente Symphonie Anton Bruckner's (erste Aufführung in Holland), [...] ja, mit dem Zopf geht's allmälig zu Ende. Vor einigen Jahren schon hatte Herr de Lange Bruckner's D-moll-(dritte, Wagner gewidmete) Symphonie in Amsterdam („Apollo-Concert”) aufgeführt.« (**).\n(2. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Franz Liszt (***)).", "Letzte Änderung": "16.04.2023 14:28"}, {"ID": 188612134, "Datum": "vor dem 13.12.1886", "Haupttext": "Brief Marxsens an Bruckner: \n   Fragen wegen Konstituierung einer Beethoven-Stiftung. - Daraufhin Brief Bruckners an Marxsen: Beantwortet seine Fragen, hat sich deswegen bei einem Kunstinstitut [Philharmoniker, Konservatorium?] erkundigt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612135, "Datum": "13.12.1886, Montag", "Haupttext": "Brief Marxsens an Bruckner:\r\n   Dankt für die schnelle Beantwortung seiner Fragen. Er könne nun zum Geburtstag Beethovens die Stiftung konstituieren. Grüße an den Vorstand des Kunstinstituts. Dankt für Bruckners Bemühungen (*).\nBruckner hat diesen Brief in einer Universitätsvorlesung [z.B. sofort am 13.12. oder am 20.12.1886] von Dr. Kreibig vorlesen lassen (**).\nOddo Loidol führt bei einem Konzert im Refektorium des Stiftes Kremsmünster den neuen Heitzmann-Flügel vor. [etwa ab 1887] »Jedesmal, wenn Bruckner in Kremsmünster war, bat er den Meister, darauf zu spielen oder zu komponieren, um ihn, wie er sagte, »einweihen« zu lassen.« (***).", "Letzte Änderung": "03.11.2024 10:06"}, {"ID": 188612155, "Datum": "15.12.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Das \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 17966 (Amsterdam) berichtet auf S. 1 vom Konzert am 11.12.1886 mit dem Quintett:\n\"                KUNST EN LETTEREN.\n                           Felix Meritis.\n        2e SOIRÉE VOOR KAMERMUZIEK.\n     Met groote verwachtingen begaven wij ons Zaterdag jl. naar de 2e soirée voor kamermuziek, voornamelijk, omdat wij ons veel genot hadden voorgesteld van de kennismaking met het strjjkquintet in F dur van Anton Bruckner, dat dien avond op het programma voorkwam en evenals zijne symphonieën in het buitenland opgang gemaakt heeft. Zoo ingenomen als wij echter waren met zijne 7e symphonie, onlangs op het Caecilia-concert ten gehoore gebracht [18.11.1886], zoo teleurgesteld heeft ons het quintet. Met den besten wil ter wereld mocht het ons niet gelukken de bedoelingen van den componist te vatten. Het eerste deel was nog eenigszins te volgen maar in de drie andere deelen werd vaak alle samenhang gemist. Man hoorde niet anders dan verschillende melodische phrases in alle mogelijke toonaarden, zonder eenig verband; de meest gewaagde harmonische combinatiën, natuurlijk niet alle even aangenaam voor het oor, werden herhaaldelijk waargenomen, en het geheel kenmerkte zich door eene rusteloosheid, welke den hoorder vermoeide. Voor de uitvoerenden, de heeren Joseph Cramer (1e Viool) H. W. Hofmeester (2e viool), W. Kes (1e alt), H. Meerloo (2e alt) en H. Bosmans (violoncel), was het ten gehoore brengen van dit werk geen dankbare taak; want, niettegenstaande zij zich blijkbaar veel moeite hadden getroost om het quintet naar den eisch te vertolken en de bijna onoverkomelijke moeilijkheden, welke die vertolking aanbood, te overwinnen, gelukte het hun slechts een succès d'estime te verwerven.\r\n     Gelukkig werden wij ruimschoots schadeloos gesteld door de beide andere nummers van het programma, de strijkquartetten (op. 41 No. 1, A-moll) van Sehumann en (op. 59 No. 4 F-dur) van Beethoven.\n     Beide componisten hebben in dezo werken [...]. De uitvoering dezer nummers, door de heeren Cramer, Hofmeester, Kes en Bosmans, was schier vlekkeloos. Niettegenstaande de teleurstelling, die het quintet van Bruckner ons bereid had, verlieten wij toch dankbaar en voldaan de concertzaal van Felix Meritis.\n                                                ALBERT.\"", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:35"}, {"ID": 188612165, "Datum": "16.12.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 51 berichtet auf S. 633 von der Aufführung des »Germanenzugs« in Köln am 14.11.1886:\n           »Concertumschau.\n[...]\n     Cöln. Concert des Cölner Männergesangvereins (Zöllner) unt. solist. Mitwirk. der Frau Mensing-Odrich a. Aachen u. der HH. Ritter u. Hungar v. hier (Ges.), sowie des Hrn. Eibenschütz (Clav.) am 14. Nov.: \"Columbus\" f. Chor, Soli u. Orchester v. H. Zöllner, \"Germanenzug\" f. Chor, Soloquart. u. Blechorch. v. A. Bruckner, Chorlieder [...]« (*)\nund verzeichnet auf S. 635 das Konzert am 18.11.1886 in Amsterdam mit der 7. Symphonie:\r\n           »Aufgeführte Novitäten.\r\n[...]\r\nBruckner (A.), 7. Symph. (Amsterdam, Conc. der \"Caecilia\" am 18. Nov.)« (**).\n\"Het nieuws van den dag\" Nr. 5167 (Amsterdam) berichten auf S. 6 vom Konzert am 11.12.1886 mit dem Quintett:\r\n\"                        MUZIKALE KRONIEK.\r\n          TWEEDE SOIRÉE VOOR KAMERMUZIEK.\r\n     Een zeer belangrijk programma bood het vier- en vijftal uitvoerenden hunnen hoorders op dezen avond. Het eerste quartet van Schumann, het quintet in F. van Brückner en het quartet in F. (op. 59 No. 1) van Beethoven zijn werken, die in een of ander opzicht van het grootste belang geacht mogen worden. Omtrent Beethoven's en Schumann's werken behoeft deze zienswijze geen uitvoerig betoog; omtrent Brückner's quintet is dit niet overbodig, wijl de werken van dezen componist nog zoo goed als onbekend zijn, en daardoor in de meeste gevallen slechts oppervlakkig behandeld kunnen worden. Heden ontbreekt mij de gelegenheid, om aan dit werk de aandacht te wijden, die noodig is voor een breede beschouwing; ik stel mij daarom voor in de eerstvolgende dagen een afzonderlijk schrijven er aan te wijden, en mij thans te bepalen tot de bespreking der uitvoering vau dezen avond in 't algemeen.\r\n     In de eerste plaats een welkomstgroet aan Joseph Cramer, die voor 't eerst, na zijn ziekte, weder zijne plaats als aanvoerder van het quartet innam. [... ausführlich über das Beethoven-Quartett ...].\r\n     Ik keer terug tot Zaterdagavond en deel omtrent de uitvoering van hetgeen voor de pauze werd gespeeld, wat ik door de ooren van mijnen broeder daarvan vernam. Over Schumann's Quartet was hij in volle bewondering, [...] Ook over Brückner's Quintet was zijn gevoelen, wat betreft de uitvoering, zeer gunstig. Dit laatste quintet is vooral als uitvoering van groote beteekenis, wijl daarbij de uitvoerenden geheel uit zichzelf het werk moeten scheppen. Zoodra men een werk gehoord heeft, wordt de uitvoering veel gemakkelijker, wijl men een beeld, een totaal indruk er van ontvangen heeft. Is het werk geheel nieuw, dan moet men door eigen studie dit beeld in zijn binnenste weten op te wekken; dit is niet alleen moeilijk maar lang niet ieders zaak. Daarvoor is dus een bijzonder woord van dank aan Cramer niet overbodig.\r\n     In Brückner's quintet werkte, behalve de reeds genoemde heeren, ook nog mede de Heer H. Meerloo solo-altist van het Paleis-orkest.\r\n                                          DAN. DE LANGE.\" (***).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:38"}, {"ID": 188612175, "Datum": "17.12.1886, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hofmeyer in Steyr:\r\n     Dankt für seine Güte. Legt 10 Gulden bei. Weihnachts- und Neujahrsgrüße (*).\nBesprechung des Konzertes vom 14.11.1886 in Köln in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 51 auf S. 550:\r\n»                                      Cöln.\r\n    Nach langer Pause ist der Cölner Männergesangverein an die Oeffentlichkeit getreten und zwar am 14. Novmbr. zu einem wohlthätigen Zweck. Das Programm war ein gutgewähltes, jedoch wurden die Erwartungen, die man an die Leistungen eines so berühmten Vereines zu stellen berechtigt ist, nicht so ganz erfüllt. [... Intonationstrübungen ... unter dem früheren Leiter, Franz Weber, war besser ausgearbeitet worden ...] \"Der Germanenzug\" [sic] von Ant. Bruckner für Männerchor, Soloquartett und Blechinstrumente, wurde fest und sicher zu Gehör gebracht; zu bedauern war nur, daß das Soloquartett, welches dreifach besetzt war, beim Eintritt der verschiedenen kleinen Harmoniesätze jedesmal gesunken war. [... über die anderen Programmnummern und andere Konzerte ...] [Signatur auf S. 551:] Carl Coling.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612185, "Datum": "18.12.1886, Samstag", "Haupttext": "Ursprünglich geplanter Termin des ersten Konzerts von Anton Seidl in New York. Für eines der drei Konzerte war das \"Te deum\" vorgesehen (*).\n\n\nEinem Inserat in der New York Tribune Nr. 14613 auf S. 9 ist zu entnehmen, dass das erste Konzert auf den 23.12.1886 verschoben wurde und die folgenden Konzerte am 29.1.1887 und 26.2.1887 [tatsächlich am 1.3.1887] stattfinden werden:\n\"STEINWAY HALL.                      SEIDL.\n                      ANTON SEIDL'S\n    THREE SYMPHONIC SOIREES ON\nTHURSDAY EVENING, Dec. 23, 1886,\n       SATURDAY EVENING, Jan. 29, 1887,\n              SATURDAY EVENING, Feb. 26, 1887,\n                    at 8:15 precisely.\n[... Preise und Kartenvorverkauf ...]\n          Herr ALBERT NIEMANN, TENOR,\n     Miss ADELE AUS DER OHE, PIANISTE,\n               will assist at the first soiree.\" (**).\n\n\nEin in Text und Layout identisches Inserat erscheint in The New York Times Nr. 11013 auf S. 7 in der 7. Spalte (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612195, "Datum": "(19.12.1886, Sonntag)", "Haupttext": "4. Philharmonisches Konzert (das hundertste unter Hans Richter (*)) mit der 3. Serenade von Fuchs (**), einer Sinfonie von Heuberger und Beethovens 1. Sinfonie (***).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 00:02"}, {"ID": 188612205, "Datum": "20.12.1886, Montag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 9 meldet auf S. 96, daß am 23.11.1886 das Adagio des Quintetts in Boston gespielt wurde: »Eingesandte Concertprogramme [/] Boston. [...] Chickering Hall, Kneisel Quartett. [...] I. Concert, Nov. 23: [...] Anton Bruckner: Adagio from Quintet in F-major. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612215, "Datum": "21.12.1886, Dienstag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Gebetsaufzeichnungen:\r\n   »21. Dez. Abds: 11 Uhr 25 M. hier - nichts gegessen getrunken.« (*).\nStradal und Göllerich spielen im Kleinen Musikvereinssaal auf zwei Klavieren Werke von Liszt (Bergsymphonie, Prometheus, Hungaria, Die Ideale, Les Préludes) (**).", "Letzte Änderung": "26.03.2023 17:12"}, {"ID": 188612225, "Datum": "22.12.1886, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »H Beicht. Confess. (Nb. 9. [Gebot??] ?) gesagt? meine.« [vermutlich: »ich meine ja«] (*).\nBrief Bruckners an Deubler:\r\n    Da er heuer dienstfrei sei, könne er Weihnachten in St. Florian zubringen. Am 24.12.1886 werde er um 7 Uhr 45 mit dem Schnellzug nach Enns (Ankunft 1/2 1 Uhr) fahren. Sein Bruder möge einen Einspänner bestellen (**).\nBrief Bruckners an Joh. Ev. Aichinger in Steyr:\r\n    Namenstagsgratulation [zum 27.12.1886]. Sendet Klosterneuburger Wein als Geschenk. Gratuliert Dr. Kern zu der Bekehrung eines Verurteilten [Michael Dietrich, 22.11.1886]. Neulich habe er in der Hofburg die Prinzessinnen Valerie und Amalie gesprochen [11.12.1886]. Grüße an Herrn Bradl und an die Schwester [Aichingers?] (***).\nDie Neue Freie Presse Nr. 8018 informiert auf S. 5 über Klavierauszüge von Quintett und 7. Symphonie:\r\n      \"Neue Musikalien (Weihnachts=Nova). Brahms' Werke in eleganten Einbänden; Bruckner: Symphonie und Quintett, vierhändig; Goldmark: [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "23.09.2024 15:19"}, {"ID": 188612235, "Datum": "23.12.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Eintragung in den Gebetsaufzeichnungen: »23. Dez. Morgeng.[-gebet oder -gottesdienst?] Votivkirche.« (*).\nKalendereintragung Bruckners, Abendessen und Abendgebet betreffend (**).\nEin Inserat in der New York Tribune Nr. 14648 auf S. 9 in der 5. Spalte macht auf das heutige Konzert aufmerksam: \"STEINWAY HALL. ANTON SEIDL'S FIRST SYMPHONY CONCERT. THURSDAY EVENING, DEC. 23, AT 8:15, with the assistance of Mr. ALBERT NIEMANN, TENOR; Miss ADELE AUS DER OHE, Pianist. [... Eintrittspreise 1 bis 2 $ ...].\" (***).\nSeidl dirigierte insgesamt drei Konzerte (29.1.1887, 1.3.1887). In keiner der Ankündigungen werden Angaben zum Programm gemacht. Einer Notiz vom 9.12.1886 zufolge sollte auch Bruckners \"Te deum\" gebracht werden. Im ersten Konzert (heute) wurden Werke von Beethoven, Liszt, Wagner, Schumann und Gounod gespielt (°).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612245, "Datum": "24.12.1886, Freitag", "Haupttext": "Fahrt mit dem Zug von Wien nach Enns, von dort mit dem Einspänner nach St. Florian (*).\n\nBruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Lanz u. Bruckner\" [Engelbert Lanz?] und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"18\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Lanz u. Bruckner\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 28.12.1886 wieder ab. [Wie die Anzahl der Gedecke (18 für höchstens fünf Tage) vermuten lässt, hat Bruckner nicht alleine gegessen und eine zweite Person, vielleicht Engelbert Lanz, eingeladen] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612255, "Datum": "25.12.1886, Samstag", "Haupttext": "Bruckner feiert das Weihnachtsfest in St. Florian und spielt \"mit gewohnter  Meisterschaft\" Orgel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612257, "Datum": "25.-27.12.1886, Samstag bis Montag", "Haupttext": "Lücke in Bruckners [Wiener] Gebetsaufzeichnungen (*). \nDie Weihnachtsfeiertage verbringt Bruckner in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612285, "Datum": "28.12.1886, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner verlässt das Stift St. Florian (*) und kehrt nach Wien zurück, wo er auch seine Gebetsaufzeichnungen wieder aufnimmt (lückenlos bis zum 7.4.1887) (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612295, "Datum": "29.12.1886", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »Fr. Kathi 7 fl für Jänner 887 29. Dez.« (*).\n[Mutmaßliche richtige Datierung] Brief Hofmeyrs an Bruckner (datiert 29.11.1886):\r\n   Dankt für die 10 fl [vgl. 17.12.1886], Neujahrswünsche (**).", "Letzte Änderung": "05.04.2023 16:41"}, {"ID": 188612305, "Datum": "30.12.1886, Donnerstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 298 schreibt auf S. 4 über Bruckners Aufenthalt in St. Florian am Weihnachtsfest [25.12.1886]: \n\n     \"St. Florian. Unser lieber Landsmann, k. k. Hoforganist und Ritter des Franz Josefs=Ordens Anton Bruckner feierte das hohe Weihnachtsfest in unserem Kreise und spielte mit gewohnter Meisterschaft die Orgel.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612315, "Datum": "31.12.1886, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Ritter v. Ölzelt.« [Brief geschrieben?]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188612325, "Datum": "Saison 1886/87", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch die Städtische Kapelle in Mainz geplant.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188700005, "Datum": "1887", "Haupttext": "Karikatur von L. Grande [IKO 26] (*a). Es existiert eine Variante (IKO 26a) »Professor Bruckner [/] Wien 887. L. Grande« (*b).\nErste Datierung in Josef Schalks Harmonielehre-Übungsbuch (**).\nDer Erstdruck von »Ave Maria« [WAB 6] und »Tota pulchra es« [WAB 46] erscheint bei Wetzler (***).\n[?] Aufführung der 7. Symphonie unter Wüllner in Köln [vermutlich Herbst 1887] (°).\nWolzogen eröffnet das Wiener Wagner-Museum Oesterleins (°°).\nBruckner bietet Marie Demar die Widmung der 8. Symphonie an [vielleicht April/Mai 1887] (°°°).\nBruckner trifft in Wien mit Gertrud Bollé und deren Freundin Klotilde Welker [siehe die Anmerkung] zusammen. In der Folgezeit kommt es öfters zu Gesprächen mit Frl. Bollé u.a. über Wagners »Tristan«, Gounods »Faust« und [sicher erst Herbst 1887] Bruckners eigene Opernpläne (nach Vollendung der 9. Symphonie) (#).\nOtto Kitzler führt in Brünn den »Germanenzug« auf [vermutlich Ende 1887 (vgl. 20.12.1887)] (##).\nDer Jahresbericht des Wiener Männergesangvereins, 44. Vereinsjahr 1886/87, verzeichnet auf S. 75f (»Statistik«) 29 neu einstudierte Chorwerke, darunter »Um Mitternacht« [WAB 90]:\r\n»[...] Von den aufgeführten Chören wurden 29, und zwar [...] je 1 von [...] Anton Bruckner (»Um Mitternacht«), [...] im Laufe des Jahres neu einstudirt und zur ersten öfffentlichen Aufführung gebracht.«, und 117 aufgeführte Chöre, darunter zwei Brucknersche [WAB 90 am 27.3.1887 und 6.4.1887 gemeint]: »Unter den aufgeführten 117 Chören waren Compositionen von [...] Johamnes [sic] Brahms, Anton Bruckner, Rich. Heuberger, [...] je 2mal [...] enthalten.« (###).\r\nAuf S. 88 ist vermerkt, daß für Bruckners Chor das vollständige Stimmenmaterial im Vereinsjahr 1886/87 angeschafft worden ist: »[...] Im Laufe des Jahres 1886-87 wurden in voller Stimmenanzahl neu angeschafft: [...] 15. Anton Bruckner »Um Mitternacht« (R. Prutz), Chor.« (a).\nFromme's Musikalische Welt, Jg. 1887, beschreibt auf S. 49f - im Kapitel »Kleines vaterländisches Componisten-Lexikon [/] Biographische Skizzen lebender österreichisch-ungarischer Tonsetzer« - Bruckners Lebenslauf, Werk und Bedeutung; auf S. 50 wird Bruckner [von Theodor Helm?] als »hervorragender absoluter Musiker« charakterisiert:\r\n»Bruckner Anton, geb. 4. September 1824 zu Ansfelden in Oberösterreich, Sohn eines Dorfschullehrers, der sein erster Lehrer im Clavier war. Mit 12 Jahren verwaist, als Sängerknabe in das Stift St. Florian aufgenommen; daselbst Fortsetzung der Musikstudien [... die wichtigsten Stichwörter: Gruber (Schuppanzigh), Bogner, Windhag [Windhaag], Kronsdorf [Kronstorf], Enns, St. Florian, 1851 provisorischer erster Stiftsorganist, Assmayer [Aßmayr], Preyer, Sechter, 1855 Domorganist in Linz, 1861 Prüfung vor Sechter, Herbeck, Dessoff, Hellmesberger und Becker, 1868 Wiener Konservatorium, 1869 Nancy und Paris, 1871 London, 1873 Besuch bei Wagner und Aufführung der 2. Symphonie, Einfluß Wagners, Adagio der 7. Symphonie (1884/85 in Leipzig und München) in Vorahnung von Wagners Tod geschrieben, Quintett und \"Te Deum\" in Wien erfolgreich, dadurch jetzt ] ein allgemeines Interesse (bei freilich je nach dem musikalischen Glaubensbekenntniss der Hörer sehr getheilten Sympathien), während in früheren Jahren das grosse Publikum in Wien von den Compositionen Bruckner's so gut wie keine Notiz nahm. Im Juli 1886 wurde Bruckner vom Kaiser zum Ritter des Franz Josefs-Ordens ernannt. [... Hauptwerke: 7 Symphonien - Fußnote: » *) Bruckner arbeitet gegenwärtig mit allem Eifer an einer achten Symphonie, der er wieder seine Lieblingstonart C-moll zugewiesen hat.« -, Te Deum, 3 Messen, Requiem, Psalmen, Kirchenmusik aller Art, Quintett, Männerchöre, Aufzählung der gedruckten Werke und der wichtigsten Wiener Aufführungen ...] Zur Charakteristik Bruckner's: Hervorragender absoluter Musiker (kein Programm-Musiker), als solcher Epigone Beethoven's, aber mit sehr kühner, aus dem classischen Rahmen weit heraustretender Modulation, und mit bewusster Aufnahme zahlreicher R. Wagner'scher Elemente. Das Urtheil über diesen jedenfalls ungewöhnlich begabten Tondichter noch nicht abgeschlossen; nur Bruckner's grossartiges Orgelspiel und contrapunktisches Wissen ziemlich allseitig anerkannt.« [keine Signatur - es folgt das Stichwort »Brüll«] (b).\r\nIn der Rubrik »Rückblicke auf das Musikjahr 1885/86« auf S. 92 werden die Wiener Aufführungen der 7. Symphonie und des »Te deum« erwähnt: »[... über die Philharmonischen Konzerte ...] glänzten vor Allem die neuen Symphonien von J. Brahms (Nr. 4 E-moll) und Anton Bruckner (Nr. 7 E-dur). Die erste vollständige Aufführung einer Bruckner'schen Symphonie bei den Philharmonikern (am 21. März 1886) war unstreitig ein kleines Ereigniss, welches von den Verehrern des greisen Componisten zu stürmischen Ovationen für denselben benützt wurde. [...] In den Gesellschafts-Concerten errang Bruckner's Tedeum trotz einer nicht ganz klappenden Wiedergabe einen noch glänzenderen, jedenfalls einhelligeren Erfolg als desselben Componisten »Siebente Symphonie« bei den Philharmonikern. Während nämlich in dem betreffenden philharmonischen Concerte eine ansehnliche Zahl Hörer vor Schluss der Symphonie den Saal verliess, rührte sich im Gesellschafts-Concerte vor dem letzten Accord des Tedeum Niemand vom Platze, und der Bruckner gespendete Monstre-Applaus (in welchen selbst erklärte Gegner der kühnen Tondichters einstimmten) wollte nicht enden.« (c)\r\nund auf S. 100 (»Sonstige bemerkenswerthe musikalische Ereignisse des In- und Auslandes in der Saison 1885/86«) jene vom 7.4.1886 in München (»Stürmisch applaudirte Aufführung von Bruckner's Tedeum in München.«) und das »Frohsinn«-Konzert in Linz am 15.4.1886 (»Große Bruckner-Feier der Liedertafel »Frohsinn« in Linz (Aufführung des Tedeum etc.)«) (d).\r\nWeiters sind auf S. 105 im Kapitel »Wiener Concert-Programme aus der Saison 1885/86« angeführt die Konzerte vom 21.3.1886 (7. Symphonie) und vom 10.1.1886 (»Te deum«), auf S. 110 jenes vom 11.4.1886 (Trösterin Musik«), auf S. 113 die Klavieraufführung der 7. Symphonie am 30.12.1885 und auf S. 125 (»Kammermusik in Wien 1885/86«) die Aufführung des Quintetts am 7.3.1886 (e).\r\nAuf S. 1?? (»Musikalische Statistik«) wird Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (Harmonielehre, Kontrapunkt und Orgel) genannt (f). Auch auf S. 139 (»K. k. Hof- und Kammermusik«) wird er erwähnt: »Hofmusiker. Organisten [...] Bruckner, Anton« (g), ebenso auf S. 141 (»Kirchenmusik in Wien. Hofcapelle. Hoforganisten: [...] Bruckner Ant.« (h). Auf S. 146 (»Wiener Musiker-Adressen«) ist angegeben: »[...] Bruckner Anton, Comp., Prof. (Org.) k.k. Hoforganist etc., I., Hessgasse 7« (i).\nDer Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 15. Jahrgang, erwähnt auf S. 12 Spenden für das Bruckner-Orchesterkonzert [24.11.1887], führt auf S. 20 Bruckner in der Reihe der Ehrenmitglieder an (»Herr Anton Bruckner, Tondichter und Professor am Conservatorium in Wien.«) und verzeichnet in der Rubrik »Musikalien« auf S. 45 wie 1885 das Quintett, die 3. Symphonie und das »Te deum«: »Anton Bruckner: Quintett, F-dur, Partitur und für Clavier. Vierhändig. [/] Symphonie, D-moll, Clavierauszug. Vierhändig. [/] \"Te Deum\". Für Chor, Soli und Orchester. Partitur, Chorstimmen und Clavierauszug.« (j).\n[nicht vor Fertigstellung der 8. Symphonie] Jakob Stolz aus Graz besucht des öfteren Bruckner in Wien, meist in Begleitung seines Sohnes Robert Stolz. Bruckner habe die mit Korrekturen übersäten Notenblätter der 8. Symphonie kommentiert mit den Worten »Das wird mein Dankesgeschenk an den Kaiser sein«. Bei einem Gespräch über die kalte mechanische Art der modernen Kirchenmusik äußert sich Bruckner über die f-Moll-Messe: »... ich wünschte, ich könnte so leicht und ohne Schwierigkeiten komponieren wie manche von meinen Zeitgenossen. [...] Oft war ich am Rande der Verzweiflung. Diese Messe ist kein Zeugnis für die Stärke meines Glaubens, sie ist meine Danksagung an den Herrgott. Als ich sie das erste Mal hier in Wien in der Augustinerkirche dirigierte, war es wie eine Auferstehung von den Toten.« (k).", "Letzte Änderung": "05.01.2026 22:48"}, {"ID": 188700007, "Datum": "zwischen 1887 und 1891?", "Haupttext": "Undatierte Visitenkarte Bruckners (mit der Angabe des Franz-Joseph-Ordens, ohne Doktortitel):\r\n     Ob Schalk die Partitur des Adagios der 5. Symphonie habe?\r\n[verso:]\r\n\"Gruß u Kuß! | Hat H Schalk nicht die Partitur des Adagio der fünften? Ich finde sie nicht. | Brmp.\"", "Letzte Änderung": "27.03.2025 10:22"}, {"ID": 188701005, "Datum": "Januar 1887", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [über geschriebene oder erhaltene?] »Briefe. Linz. Schaller. Levi. Mottl. P. Oddo. Schalk Fr. Marxsen. Nikisch.« Adressen von Elisabeth Kietz in Dresden, Riedel in Leipzig, Dr. Helm: »Kitz Elisab. Dresden Wintergartenstr. 3. [/] Dr Riedel Leipzig Thalstr. 2 [/] Dr Helm Theodor Landstr. 3. Bez. Hptstr. 51.« (*).\nLevi zahlt 1000 Mark an Gutmann wegen der Drucklegung der 4. Symphonie (**).\n[etwa zweite Januarwoche]\r\nIn den Signalen für die Musikalische Welt Nr. 4 wird auf S. 51 das Konzert vom 14.11.1886 in Köln erwähnt:\r\n     \" * Cöln, 21. Nov. [... Gürzenichkonzert ...] In dem zu wohlthätigem Zweck vom Männergesang=Verein veranstalteten Concert erregte außer Zöllner's schon in voriger Saison zur Aufführung gelangten \"Columbus\" ein Werk von Bruckner, \"Der Germanenzug\" betitelt, besonderes Interesse. [... Sopranistin Mensing-Odrich, Herr Eibenschütz, Herr Ritter, Herr Hungar ... Kammerkonzert ...]\" [keine Signatur] (***).\nAuf S. 55 ist die New Yorker Aufführung der 7. Symphonie [am 12.11.1886] verzeichnet: \" * Das erste diesjährige Concert der Philharmonic Society zu New=York hatte zum Inhalt: die Symphonien in Edur von Bruckner und in Bdur von Schumann, ferner [... Beethoven, Rubinsteins \"Nero\" mit Frl. Juch und Herr Ludwig ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "09.01.2025 23:24"}, {"ID": 188701007, "Datum": "Januar bis April 1887", "Haupttext": "Josef Schalk bearbeitet die 5. Symphonie für zwei Klaviere.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701015, "Datum": "1.1.1887, Samstag", "Haupttext": "Vermerk Bruckners auf dem Schriftstück vom 23.2.1876 über die Fastendispens:\r\n»Gewährt von Sr. Eminenz pro 1887, am 1. Jänner 1887.« (*).\nBrief Bruckners an Franz Schalk:\r\n     Gute Wünsche und Gratulation zu Erfolgen. Seit Schalks Abreise sei er wieder Einsiedler; nur Josef Schalk komme manchmal zu ihm (**).\nBrief Bruckners an Nikisch:\r\n     Dankes- und Neujahrsgrüße, auch an Direktor [Staegemann] und Vogel. Bitte die [beiliegende?] Karte Mahler geben. Der Abschied in Bayreuth sei ihm schwergefallen (***).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 10 bemerkt auf S. 108:\r\n      »Kirchenmusik (Von der Hofcapelle in Wien.) [...] Der Sonntag (19. v. M.) brachte uns [...] Gänsbacher's Messe in C, ein mässig ansprechendes Werk, [...] An Stelle Gänsbacher's [...] hätte eher [...] Anton Bruckner (z. B. mit der in Wien noch nicht gehörten E-Moll-Messe mit Blechharmoniebegleitung) den Vorzug verdient. - « (°).\nAuf S. 109 wird richtiggestellt, daß in einem der letzten Artikel Bruckner mit Brüll verwechselt wurde:\r\n»[...] Eine picante Neuigkeit theilt uns der Kobold im Setzkasten mit, welcher, offenbar von dem Grundsatz \"Les extremes se touchent\" ausgehend, hinter dem Rücken des ahnungslosen Redacteurs einen Brüll in einen Bruckner verwandelt und uns allen Ernstes versichert: \"Bruckner wurde Anfangs nur als einer der lieb[en]swürdigsten und gediegensten Pianisten (!) geschätzt, seit der Erstaufführung seiner kleinen Spieloper \"Das goldene Kreuz\" (!) aber bald einer der populärsten Componisten.« (°°).\nIn einem Feuilleton »Der Bilderstreit im Musikverein« in der Allgemeinen Kunst-Chronik Nr. 1 auf S. 17f wird auch der Punkt »Brahmsbild/Brucknerstatue« angesprochen. Der Tonkünstlerverein habe dem Wagner-Bild im »Wagner-Saal« Bilder klassischer Komponisten hinzugefügt, worauf der Wagner-Verein wiederum mit einer Wagner-Büste und einem Liszt-Bildnis reagiert habe. »[...] Ohne Zweifel schlummert aber in seinem [= Tonkünstlerverein] Schosse der Spender eines Brahmsbildes, das natürlich sofort eine Brucknerstatue auf der gegnerischen Seite entfesseln müsste. [...]« (°°°).\nIn der \"Caecilia\" Nr. 1 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) bespricht auf S. 4 Maurice Hageman die Aufführung des Quintetts in Amsterdam [am 11.12.1886]:\r\n\"    Van de uitvoering voor kamermuziek (zie progr.) hoorde ik nog het laatste gedeelte van Brückner's kwintet en Beethoven's kwartet. Het eerste, bij het binnenkomen in Felix, trof mij het verschil van publiek, op dien avond, in de beide verschillende concertzalen.\r\n     Bij het concert van den heer Zeldenrust bestond het publiek grootendeels uit familie, belangstellende vrienden en geloofsgenooten. Er straalde eene zekere voldoening, tevredenheid, verheerlijking op aller gezichten. Bij de kamermuziek-soirée zag men meestal ernstige trekken met een waas van Heiliger Scheu. Eenigen met een partituur gewapend en meest allen stil, onder den indruk van iets grootsch, iets verhevens; en, al verdenk ik nu ook een enkele \"de schoonheden van Brückner's werk niet allen gesnapt te hebben, en alleen aanwezig te zijn omdat het goed staat\"; het is eene aangename gewaarwording, die soirées zoo talrijk bezocht te zien en wel door een aandachtig publiek. Laat ik beginnen met te zeggen, dat ik met genoegen den heer J. Cramer weder aan het hoofd zag. Zijn spel is nog even breed en degelijk als vroeger, en hij bezielt als het ware het geheel. Ook de medespelers, de heeren Hofmeester, Kes, Meerloo en Bosmans waren allen uitmuntend op hun plaats, beurtelings bescheiden, meegaande, ondergeschikt, vóórkomend, zelfstandig, overheerschend. Het geheel doet, wat achevé betreft, aan de Florentijners denken, maar ze overtreffen die.in ensemble, in harmonisch geheel. Jean Becker wilde altijd eerste viool spelen (behalve als zijne dochter eerste viool op de piano speelde); dat wil de heer Cramer niet, en te recht. Al kan ik mij niet met het begin van het finale uit Brückner's kwintet vereenigen, het overige heeft mij zeer geïnteresseerd, en ik kan niet anders dan den man bewonderen, die met zoo weinig hulpmiddelen (5 instrumenten) zulk eene macht van harmonieën, zulk eene zee van toongolven, zulk een bergketen van klanken, zulk een regenboog van kleuren te voorschijn roept.\r\n     Ik bewonder, maar ik word niet aangedaan; mijn geest wordt levendig gehouden, maar ik leef niet mede; ik ben verbaasd, maar niet getroffen.\r\n    En nu de compositie en de uitvoering van Beethoven's kwartet; [... in der Folge auch über andere Konzerte ... Signatur auf S. 5:]. MAURICE HAGEMAN.\" (#).\n[Vor dem 1.1.1887? oder ein anderes Jahr?]\r\nBrief von Carl Bernhard Oehn an Bruckner:\r\n      Glückwünsche zum Neuen Jahr.\r\nAuf der Rückseite finden sich Notizen Bruckners:\r\n      \"1. Taufschein | 2. Lebenszeugniß | 50 kr Stempel | kk. Notar, 2 Zeugen | Amtssiegel | Bürgermeister | 2 Zeugen | u Amtssiegel\".\r\nDiese könnten sich auf ein der Schwester gewährtes Darlehen beziehen (vgl. 29.9.1887 und 5.10.1887) und die hier vorgenommene Datierung zum Jahresanfang 1887 nahelegen (##).\n\"Die Lyra\" Nr. 7 berichtet auf S. 61/7 [vom Konzert am 14.11.1886]:\r\n     \"Köln a. Rhein. Der Kölner Männergesangverein (unter dem Protectorate Sr. Majestät des deutschen Kaisers und Königs von Preußen Wilhelm I. Leiter: Herr Musik=Director H. Zöllner) brachte im großen Gürzenichsaale anläßlich des Concertes zum Besten der Erneuerung der Kirche St. Gereon unter gefälliger Mitwirkung der Frau Mensing=Odrich aus Aachen (Sopran), des Herrn Prof. Eibenschütz vom hiesigen Conservatorium, des Herrn C. Hungar, Concertsänger von hier und des Herrn Georg Ritter vom Kölner Stadt=Theater, sowie der verstärkten Capelle des 5. Rheinischen Infanterie=Regiments Nr. 65, zur Aufführung: Erste Abtheilung: \"Germanenzug\" von A. Bruckner [... weitere Werke ...] Zweite Abtheilung: \"Columbus\" von Heinr. Zöllner.\" (###).\nDie Allgemeine Kunst-Chronik Nr. 1 schreibt auf S. 17f über die Ausstattung des Musikvereins mit Komponisten-Bildern:\r\n     \"Der Bilderstreit im \"Musikverein\".\r\n          (Eine fast wahre Geschichte.)\r\n     Allabendlich wenn in der Musikburg der Canovagasse [... nach Unterrichtsende am Konservatorium ...] selbst der nimmermüde gelehrte General-Akustiker des Hauses [vermutlich gemeint: L. A. Zellner] seine singenden Röhren und Stäbe zum  Schweigen bringt und seine fruchtbringende Versuchsclause verlässt - da regt sich's unten in den Restaurationsräumen des Musikpalastes [... diverse Vereine ... Wiederhall [sic] ...] von dem Sirenengesang der \"grünen Insel\" und von den Bruckner-Symphonien des Wagnervereins, der dem grossen Vereinssaal sogar den Namen gegeben und zum Wahrzeichen ein Wagnerbild für den Saal gestiftet hat. [... Der Tonkünstlerverein, der dort am Dienstag tage, habe veranlasst, dass - wie in einem Pantheon - auch andere Götter vertreten sind (Bach, Mozart, Haydn und andere Klassiker) ... der Wagner-Verein konterte mit einer Wagner-Büste - \"zufällig\" erhielt der Tonkünstlerverein eine Beethoven-Büste geschenkt, Schumann und Schubert folgten ... neues Aufgebot des Wagner-Vereins war ein Liszt-Bildnis ... jetzt Waffenruhe ...] Der Tonkünstlerverein ist vorderhand noch verblüfft. Ohne Zweifel schlummert aber in seinem Schosse der Spender eines Brahmsbildes, das natürlich sofort eine Brucknerstatue auf der gegnerischen Seite entfesseln müsste. Es ist also gar nicht abzusehen, wie der Bilderstreit, den die Vielgötterei des Tonkünstlervereins herausbeschworen hat, enden wird. Man male sich selbst die Situation aus, wenn die Zahl der Musikgötter einmal gänzlich erschöpft sein sollte und der Kampf etwa mit den schreckhaften Bildern gegnerischer Kritiker fortgesetzt würde . . . \" [keine Signatur] (a).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:08"}, {"ID": 188701025, "Datum": "2.1.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n(5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Haydn, Bizet und der (angeblich durchgefallenen) 4. Sinfonie von Brahms (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701034, "Datum": "vor dem 3.1.1887", "Haupttext": "Brief Kloses an Bruckner: \n   [Vermutlich Neujahrsgrüße und Bericht von einer Erkrankung] (*). [Vermutlich auch] Brief von Elisabeth Kietz an Bruckner: \n   Neujahrsgrüße, Reminiszenz an ihren Wiener Aufenthalt (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701035, "Datum": "3.1.1887, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Klose in Karlsruhe:\r\n   Wünscht gleichfalls alles Gute zum Neuen Jahr und baldige Genesung. Gestern sei die 4. Symphonie von Brahms »gräßlich durchgefallen« (*).\nBrief Bruckners an Levi:\r\n   Ob Levi die 2. Symphonie sehen wolle, die 4. Symphonie (1881 unter Richter) oder die 6. Symphonie (unter Jahn)? Stimmen vorhanden. Die 4. Symphonie von Brahms sei gestern durchgefallen. Neulich war er bei Amalie und Valerie. Nitsch wollte ihm ein Fixum zuwenden, wogegen aber Baron Mair (laut Prälat Mayer) und Hellmesberger seien. Die 8. Symphonie sei noch nicht fertig. Der König von Sachsen habe in Leipzig vor Amalie die 7. Symphonie gelobt. Erfolge in Amsterdam und New York. Grüße an Fiedlers. Gutmann könne die 1000 Mark für die 4. Symphonie haben (**).", "Letzte Änderung": "24.11.2024 17:47"}, {"ID": 188701045, "Datum": "4.1.1887, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Elisabeth Kietz:\r\nGratuliert ebenfalls zum Neuen Jahr, dankt für ihre Liebenswürdigkeit [vermutlich einen Brief]. Auch er denke noch oft an ihren Wiener Aufenthalt. In Amsterdam und New York sei die 7. Symphonie begeistert aufgenommen worden. Er erhoffe dies auch für Dresden. Auch in Berlin sei eine Aufführung geplant. Grüße an den Vater [Gustav Kietz] (*).\nIm Wiener Tagblatt Nr. 3 wird auf S. 7 kritisiert (signiert »Bn. [= Berggruen?], daß Bruckner in den Philharmonischen Konzerten nicht berücksichtigt wird:\r\n» * (Philharmonisches Konzert.) [... über Haydn und die 4. Sinfonie von Brahms, die] gestern aber so stark abfiel, daß vor den letzten zwei Sätzen der Symphonie mehr als die Hälfte des Auditoriums die Flucht ergriff. Die Herren vom Komité der philharmonischen Konzerte mögen aus dem gestrigen Exodus ihrer Abonnenten die Lehre schöpfen, daß neben der gedruckten Kritik auch eine nicht zu beeinflußende ungeschriebene sich Geltung zu verschaffen versteht und daß es auf die Dauer nicht angeht, Komponisten von der Bedeutung eines Bruckner bei der Zusammenstellung der Programme zu ignoriren, um Raum für schwächere Produktionen zu gewinnen. Bruckner's Symphonie in E-dur hätte sich - das sehen die Herren jetzt wohl ein - bei ihrer Wiederholung jedenfalls besser behauptet, als die Symphonie in E-moll von Brahms. Dieses theilweise interessante Werk hat übrigens eine so schroffe Ablehnung nicht verdient [... über Bizets »Arlésienne-Suite« ...] Bn. (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701055, "Datum": "5.1.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 1 meldet auf S. 8 die Aufführung des »Germanenzug« am 14.11.1886 in Köln unter Zöllner:\r\n     \"Köln, 14. Novmbr. Concert des Männer=Gesangvereins unter Zöllner mit Fr. Mensing=Odrich, Hrn. Prof. Eibenschütz, Hrn. E. Hungar, Hrn. Georg Ritter, sowie der verstärkten Capelle des 5. Rheinischen Infanterie=Regiments Nr. 65. \"Germanenzug\" für Männerchor, Solo=Quartett und Blech=Orchester von A. Bruckner. [... die anderen Werke ... anderes Konzert ...]\" (*).\nNotiz Bruckners \"†\" [Totengebet?] bei den abendlichen Gebetsaufzeichnungen (**).\n(Aufführung einer Serenade von Krinninger unter Kretschmann im Bösendorfersaal (***)).", "Letzte Änderung": "09.11.2024 13:58"}, {"ID": 188701075, "Datum": "7.1.1887, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »Helm Riedl« [wieder gestrichen, als Zeichen der erledigten Briefkorrespondenz?] und [nächste Seite] »Johann Martin Repräsentant des Janus. Hernals, Pichlergasse N 6.« (*).\n \nGöllerich und Stradal spielen im Bösendorfersaal Werke von Liszt an zwei Klavieren: Hamlet, Dante-Symphonie und Faust-Symphonie [1. und 2. Konzert dieser Serie am 8.11. und 21.12.1886] (**).", "Letzte Änderung": "19.05.2024 09:54"}, {"ID": 188701095, "Datum": "9.1.1887, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 8034 auf S. 5:\r\n     \"[...] Hof=Organist Professor Bruckner wird bei Beginn der Feierlichkeit eine Orgelfuge über \"Gott erhalte\" spielen.\" (*a),\n\r\ndie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2465 auf S. 5:\r\n      \"[...] Hof=Organist Professor Bruckner wird bei Beginn der Feierlichkeit eine Orgel=Fuge über \"Gott erhalte\" spielen.\" (*b),\n\r\ndie Wiener Zeitung Nr. 6 auf S. 4:\r\n     \"[...] Hoforganist Professor Bruckner wird bei Beginn der Feierlichkeit die Orgelfuge über die Volkshymne spielen.\"(*c)\n \nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 8 auf S. 5:\r\n      \"[...] Hoforganist Prof. Bruckner wird bei Beginn der Feierlichkeit eine Orgelfuge über \"Gott erhalte\" spielen.\"(*d).\n\r\nkündigen an, daß anläßlich des Ritterschlags von Erzherzog Eugen am 11.1.1887 Bruckner in der Augustinerkirche über die Kaiserhymne improvisieren wird (*).\n \nBrief Bruckners an Helm:\r\n    Dankt für Helms Einsatz. Telegramme meldeten den Erfolg der 7. Symphonie unter Thomas in New York. Bittet um Zeitungsnotiz (auch zu Amsterdam). Lädt zu einem Neujahrstrunk ein (**).\n \n(3. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Berlioz, Krug und Brahms (***)).\r\nHugo Wolfs Konzertbesprechung erscheint am 16.1.1887 im Salonblatt [siehe dort].\r\nIn einem zensierten, nicht veröffentlichten Teil der Kritik findet sich folgender Passus:\r\n   »Obschon er [Hans Richter] öffentlich in pomphafter, von Cordialität überfließender Rede Leib u. Seele verschworen, unsern genialen Anton Bruckner zu fördern u. seine Werke aufzuführen, that er im Stillen Alles, demselben den Weg in der Conzertsaal zu verrammeln.« (°).", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:29"}, {"ID": 188701105, "Datum": "10.1.1887, Montag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 12, berichtet auf S. 192 über die Aufführung des »Te deum« in Prag [am 28.11.1886]: \n\n»Correspondenzen.\n\nPrag. [...] Die bereits so triste inaugurirte Musiksaison bot mit Ausnahme des Concerts des Geigenkönigs und der Aufführung von Anton Bruckner's \"Te Deum\" durch den \"Deutschen Singverein\" [...] nichts Nennenswerthes. Dass die beiden genannten Musikfürsten - der eine als genialer Virtuose auf seinem Instrumente, der andere als vielfach angefochtener, dennoch aber einer der bedeutendsten Componisten der Neuzeit - einen kaum geahnten Erfolg erzielten, braucht nicht erst besonders erwähnt zu werden. Namentlich des Letzteren hehre Composition versetzte das Publicum in den ungewöhnlichsten Enthusiasmus, der eine glänzende Rechtfertigung des bestgehassten unter den lebenden Componisten bildete. [...]« (*). Auf S. 194 wird eine Aufführung der 7. Symphonie durch die »Diligentia« in Den Haag angekündigt: \n\n»*** In Haag hat die Liszt'sche Muse nunmehr auch, in Folge des Rücktrittes Verhulst's [...] ihren Einzug in diesen Verein gehalten. [...] Voraussichtlich wird die \"Diligentia\" im Laufe der Saison Anton Bruckner's siebente Symphonie bringen. [...] Herr Verhulst hatte die Pforten sämmtlicher unter seiner Leitung stehenden Vereine der hehren Trias: Berlioz-Liszt-Wagner rigoros, mit eiserner, einer besseren Sache würdigen Consequenz verschlossen gehalten; nunmehr hat der nie zu hemmende Zeitlauf den Damm, Gott sei Dank, durchbrochen.« [zur Absage dieses Projekts siehe »7.3.1887« und  \"9.3.1887\" (3. Symphonie)] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701115, "Datum": "11.1.1887, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner improvisiert anläßlich des Ritterschlags von Erzherzog Eugen in der Augustinerkirche über die Kaiserhymne. Unter Leitung von Leopold Eder erklingen außerdem eine Festmesse von Seyler, ein Graduale (mit Baritonsolo) von Viktor Rokitansky, ein Offertorium (mit Altsolo) von Baronin de Bauduin, das »Agnus dei« aus Mozarts Krönungsmesse, eine »Veni sancte« von Kloß und ein »Tedeum« von Gänsbacher (*).\nFür das Philharmonische Konzert in Dresden war die 7. Symphonie vorgesehen (**).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 08:02"}, {"ID": 188701125, "Datum": "(12.1.1887, Mittwoch)", "Haupttext": "Aufführung der 1. Serenade von Fuchs unter Kretschmann im Bösendorfersaal.", "Letzte Änderung": "21.02.2023 00:02"}, {"ID": 188701145, "Datum": "14.1.1887, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen, kaum zu entziffern): »Jägerstattg. Louise« [oder ??stattg., da die Buchstaben »Jä« zu dem zuvor geschriebenen Wort »Jän[n]er« gehören].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701146, "Datum": "nach dem 14.1.1887", "Haupttext": "Die Musikalische Chronik [Beilage zur Wiener Musikalischen Zeitung], Bd. 5 1886/87, verzeichnet auf S. 143: \n»Zeitschriften-Revue.\n[...] Neue Musik-Zeitung (Köln), 1886, Nr. 2: Anton Bruckner. Von Dr. Hans Kleser (mit Porträt).«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701165, "Datum": "16.1.1887, Sonntag", "Haupttext": "Hugo Wolf schreibt in seiner Kritik über das Konzert am 9.1.1887 (mit dem »Triumphlied« von Brahms) im Wiener Salonblatt Nr. 3 auf S. 9ff:\r\n    »[...] Zum Schluß des Concertes wurde das Triumphlied von Brahms gespielt. Ein Händel'scher Maskenscherz, leider etwas langweilig, wie alle Brahms'schen Maskeraden. Die bibliographische Notiz im Programme [...] spricht von dem Triumphliede als einem „gewaltigen” Werke. Also auch da schon Reklame! Warum wurde Bruckner's Te deum nicht als gewaltiges Werk von dem freigebigen Verfasser derartiger Notizen ausposaunt? Was bedeuten diese „feinen” Unterschiede? Oder sollte durch das Epitheton \"gewaltig\" das Volumen des Werkes angedeutet sein? Wollte man hierdurch das Publikum auf eine längere Tortur vorbereitet haben? Derartige Fingerzeige bei Vorführung Brahms'scher Composition könnten sich im Interesse der leidenden Menschheit allerdings empfehlen, wenn es nicht ein weit dankenswertheres Mittel gäbe, allem Ungemach zu steuern; - der Leser weiß schon, was ich meine.\r\n     [... über die phänomenale Marcella Sembrich ...] Leider singen diese Nachtigallen nur wahnsinniges Zeug; es tödtet die Nerven und lähmt die Vorstellung; hingegen scheint es, nach dem unmäßigen Applaus zu schließen, belebend auf die Hände zu wirken.\r\n               Hugo Wolf.« (*).\n(6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Berlioz, Bach und Dvorak (**)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:08"}, {"ID": 188701175, "Datum": "17.1.1887, Montag", "Haupttext": "Göllerich und Stradal spielen im Bösendorfersaal Werke von Liszt [und Bruckner?? (*)] an zwei Klavieren.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701205, "Datum": "20.1.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »20. Jänner Hofball. nach 9 Uhr bis 1/2 12 Uhr. Gräfin Bäcker [Becker, Breker?] [hat?] Bildchen geschenkt v[on] Valerie. Albrecht - Hohenlohe Gautsch. General - etc etc etc.« [siehe die Anmerkung] (*).\n \nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 4 wird auf S. 45 die Aufführung der 7. Symphonie nur gestreift und ein Bericht angekündigt [ein Kurzbericht war am 25.11.1886 erschienen]:\n     \"Amsterdam.\n[...]\nUeber das erste \"Caecilia\"-Concert dieses Jahres [recte: dieser Saison, 18.11.1886] und die hierbei stattgefundene erste Aufführung der siebenten Symphonie von A. Bruckner ein anderes Mal! \" [keine Signatur]\n[vgl. Fortsetzung am 17.2.1887] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701215, "Datum": "21.1.1887, Freitag", "Haupttext": "Datierung [durch Bruckner oder Josef Schalk?] in einer Abschrift der 5. Symphonie, in die zuvor Bruckner Änderungen eingetragen hatte (*).\n\r\nDer Programmzettel zum 3. Philharmonischen Konzert (Serie B) der Berliner Philharmonischen Gesellschaft unter Karl Klindworth enthält untenstehend diese Ankündigung:\nMontag, den 31. Januar 1887: Serie B, Viertes Concert unter Leitung des Herrn Professor Karl Klindworth und unter solistischer Mitwirkung von Fräulein Marie Soldat.\nPROGRAMM: 1. Jupiter-Sinfonie C-dur .. Mozart. - 2. Violin-Concert .. Joh. Brahms. (Violine: Fräulein Marie Soldat. - 3. Siebente Sinfonie .. Bruckner.\"\r\nDiese Zettel wurden gratis abgegeben; zusätzlich gab es \"Programmbücher mit Texten à 20 Pfennig.\" (**).", "Letzte Änderung": "10.06.2024 07:17"}, {"ID": 188701235, "Datum": "23.1.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nIn der Hofkapelle Aufführung einer Messe in d-Moll von Joh. Ev. Habert, der schon tags zuvor bei der Probe anwesend war; das Werk wird von Hellmesberger und Pius Richter gelobt (*a).\nHugo Wolf bezieht sich in seiner Kritik zum 16.1.1887 (Dvorak-Symphonie) im Wiener Salonblatt Nr. 4 auf S. 11f auf die Anregung Hanslicks, das bedeutendste Stück nicht am Ende zu spielen, also nicht einem ermüdeten und zerstreuten Publikum zuzumuten:\r\n   »Dies zugegeben bleibt es aber immerhin noch auffallend, warum mein unparteiischer Collega, bei Vorführung von Werken, die minder populär, als die Beethovenschen: also bei Berlioz'schen und Bruckner'schen Symphonien, die doch auch immer zum Schlusse der Concerte gespielt werden, keine Entschuldigung für gewisse „krankhafte Neigungen” [den Konzertsaal vorzeitig zu verlassen] im Publikum finden konnte. Wir fürchten, daß die Werke, abgesehen von ihrer „Unbedeutendheit”, nicht „anstrengend” genug sind, um eines Prärogatives theilhaftig zu sein, das Herr Hanslick Brahms' mit verwunderlicher Freimüthigkeit vindicirt haben will.« (**).", "Letzte Änderung": "17.10.2025 21:11"}, {"ID": 188701265, "Datum": "26.1.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Die Neue Zeitschrift für Musik schreibt auf S. 36: \n»Correspondenzen.\nLeipzig.\n   [... über diverse Konzerte ... über eine Symphonie Aug. Klughardts ...] Ob es nicht gerathen wäre, statt solcher Dinge lieber gewisse an Berlioz und Liszt begangene Unterlassungssünden wieder allmählich gutzumachen? Und wenn man billigerweise auch die Bedeutenderen der Lebenden zu Wort kommen lassen will, würde dann nicht in erster Linie Felix Draeseke mit seinen beiden G= und F=Symphonien oder ein Anton Bruckner mit seinen einschlägigen Compositionen zu berücksichtigen sein? Wir überlassen die Beantwortung der Frage den betreffenden höchsten Entscheidungsinstanzen. [... Signatur auf S. 37:] Bernhard Vogel.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701275, "Datum": "27.1.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Ankündigung der Berliner Aufführung der 7. Symphonie in der Vossischen Zeitung Nr. 43, Dritte Beilage, letzte Seite (*).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 5 verzeichnet auf S. 60 in der Rubrik »Aufgeführte Novitäten« die Aufführung des »Germanenzugs« in Köln [14.11.1886]:\r\n»Bruckner (A.), \"Germanenzug\" f. Chor, Soloquart. u. Blechorch. (Cöln, Conc. des Cölner Männergesangver.)« (**).", "Letzte Änderung": "26.07.2024 05:32"}, {"ID": 188701285, "Datum": "28.1.1887, Freitag", "Haupttext": "Kurze Ankündigung der 7. Symphonie und Konzertinserat \n\nin der Vossischen Zeitung Nr. 45 (1. bzw. 3. Beilage) (*) \n\nund in der Neuen Preußischen Zeitung Nr. 23, S. 3 (Vorbesprechung signiert »-nn«) (**). Datierung »Anton Bruckner mpp [/] Wien, 28.1.1887« auf der Rückseite des Trägerkartons einer Photographie (Brustbild nach rechts, 15 x 10,5 cm) (***).\nHinweis auf die Berliner Aufführung der 7. Symphonie in der Wiener Abendpost auf S. 3:\n\n    \"Anton Bruckners siebente Symphonie kommt am 31. d. M. in Berlin im phillharmonischen Concerte zur Aufführung.\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701295, "Datum": "29.1.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Vossische Zeitung Nr. 47, 1. Beilage, letzte Seite, meldet, daß Bruckner der Berliner Aufführung der 7. Symphonie beiwohnen wolle (*). Ankündigung des Berliner Konzerts auch in der »Presse« Nr. 28 auf S. 11: \n     » - Anton Bruckner's siebente Symphonie kommt am 31. d. in Berlin im Philharmonischen Concerte zur Aufführung.« (**).\nZweites New Yorker Konzert Anton Seidls. Von dem am 9.12.1886 für eines der drei Konzerte (23.12.1886, 29.1.1887 und 1.3.1887) angekündigten \"Te deum\" ist weder in den lokalen Ankündigungen noch in der Besprechung die Rede (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701304, "Datum": "vor dem 30.1.1887", "Haupttext": "Artikel im Berliner Börsen-Courier über Bruckners Lebenslauf und die 7. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188701305, "Datum": "30.1.1887, Sonntag", "Haupttext": "Inserat für das Konzert mit der 7. Symphonie in der Vossischen Zeitung, 3. Beilage, und in der Neuen Preußischen Zeitung Nr. 25, S. 3 (*).\nDie Linzer Zeitung weist auf das Berliner Konzert am 31.1.1887 hin und zitiert aus einem biographischen Artikel des Berliner Börsen-Couriers:\r\n» * (Musikalisches.) Anton Bruckners siebente Symphonie kommt am 31. d. in Berlin im philharmonischen Concerte zur Aufführung. \"Anton Bruckners siebente Symphonie,\" schreibt der \"Berliner Börsen=Courier\", \"ist das erste große Orchesterwerk dieses Componisten, welches in Berlin im nächsten philharmonischen Concert unter Professor Klindworths Leitung zur Aufführung gelangt. Bruckner, der als Hoforganist und Professor der Theorie in Wien lebt, ist im Jahre 1824 geboren, heute also bereits 62 Jahre alt. Bis vor einigen Jahren war er kaum bekannt, obgleich er schon zahlreiche Werke geschrieben hatte. Als dann aber einige seiner Symphonien und sein \"Te deum\" in Wien unter Richters, in Karlsruhe unter Mottls, in Köln unter Wüllners Leitung, in Leipzig etc. zur Aufführung gelangten, wurde sein Name bald allgemein bekannt. Als seine hervorragendste Schöpfung gilt die siebente Symphonie in E-dur. Gehen auch die Meinungen über dieses Werk auseinander - großes Aufsehen erregt es überall. Namentlich gilt das Adagio als Glanzpunkt des Werkes.« [keine Signatur]« (**).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»Eisengasse N 1. 9.bez. Wäscherin.« und [auf der nächsten Seite, ohne Bezug zu einem Datum] »pour le mérite.« (***).\nIn seinem Konzertbericht in The Boston Globe Nr. 30 auf S. 3 kündigt Howard Malcom Ticknor eine Bruckner-Symphonie [7. Symphonie] für den 5.2.1887 an:\r\n\"                           THE SYMPHONY.\r\n            A Programme of Instrumental Musik Only,\r\nWith Not a Single Solo Number Included in the Whole Affair.\r\n     [... ausführliche Konzertbesprechung ...].\r\n     For next Saturday two new things are promised – the late Bruckner symphony, with its four extra tubas, and an overture by Mr. Arthur Foote, which he calls \"In the Mountains\" – whether the Adirondacks, the Rockies or the White mountains is not yet specified. Mr. Adamowski will also play a violin concerto.\r\n                           HOWARD MALCOM TICKNOR.\" (°).", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:30"}, {"ID": 188701315, "Datum": "31.1.1887, Montag", "Haupttext": "IV. Philharmonisches Konzert in Berlin unter Leitung von Karl Klindworth mit Werken von Mozart (Jupiter-Symphonie), Brahms (Violinkonzert, Solistin: Marie Soldat (*)) und Bruckner (7. Symphonie) (**).\r\n   Im Publikum sitzen u.a. zwei mit Wolzogen bekannte Schriftsteller (***), die Kritiker Otto Eichberg [?], G. E., Leßmann und Moszkowsky (°) und [vermutlich] Joseph Joachim und andere Professoren des Konservatoriums (°°).\nBrief von Felix Draeseke an den Verleger Kistner (nach Ablehnung seiner Symphonie durch die Wiener Philharmoniker): »... Wann werden die Leute das ewige Br. satt bekommen und sich an Dr. gewöhnen? ...« (°°°).\nKalendernotiz Bruckners: »Fr Kathi 7 fl für Febr. 31. Jänner.« (#).", "Letzte Änderung": "29.09.2024 12:49"}, {"ID": 188701316, "Datum": "nach dem 31.1.1887", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie im Börsen-Courier (*) [durch Otto Eichberg? (**)].\n[?] Bericht in der Musikalischen Rundschau 2 (1886/87), S.178 (***).", "Letzte Änderung": "29.09.2024 13:23"}, {"ID": 188702005, "Datum": "Februar 1887", "Haupttext": "In der Harmonia Sacra Nr. 2 wird auf S. 16 Bruckner als Solist eines Orgelkonzerts im Wiener Stephansdom [6.10.1886] erwähnt:\n     »Die große Orgel in der St. Stephanskirche in Wien, welche im vorigen Jahre vollendet worden ist, und welche der in Wien stark patronisirte Orgelbauer in Ludwigsburg E. F. Walcker gebaut hat, enthält 90 klingende Stimmen mit 5653 Pfeifen in 3 Manualen und 1 Pedale mit 12 Kopellungen [sic] und 6 Collectivtritten. Am 4. October, an dem Namensfeste Sr. k. und k. Majestät des Kaisers, ist sie beim Ein= und Auszuge Sr. Eminenz des Cardinals Ganglbauer zum ersten Male öffentlich gespielt worden. Später fand ein Orgelconcert statt von den H. H. Bruckner und Bibl aus Wien und Homeyr aus Leipzig.« (*).\n \n[etwa erste Februarwoche]\nDie Signale für die Musikalische Welt Nr. 14 schreiben auf S. 216f u. a. über die 7. Symphonie [am 31.1.1887]:\n     \" * Berliner Nachrichten. Ein interessant zusammengestelltes Programm lag dem ersten Concert des Ochs'schen Gesangvereins zu Grunde. [... über dieses und andere Konzerte ....] - Den orchestralen Inhalt des vierten Philharmonischen Concerts unter Professor Klindworth's Leitung bildeten Mozart's Jupiter=Symphonie und die zum ersten Male aufgeführte Edur-Symphonie von Bruckner. Letztgenanntes Werk hat an einigen Orten begeisterte Zustimmung, an andern wieder energische Ablehnung erfahren müssen. Der Berliner Erfolg darf im Allgemeinen als kein ungünstiger bezeichnet werden; jedenfalls hat aber die als das bedeutendste symphonische Werk der Neuzeit reclamirte Composition den auf sie gesetzten Erwartungen nicht entsprochen. Mit bemerkenswerthem Erfolg spielte die ausgezeichnete Violinistin Fräulein Soldat das Violinconcert von Brahms, im Grunde genommen allerdings keine Aufgabe für zarte Damenhände. [...]\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "07.04.2023 12:58"}, {"ID": 188702015, "Datum": "1.2.1887, Dienstag", "Haupttext": "Kritik der 7. Symphonie (signiert »G.E.«) in der Vossischen Zeitung Nr. 52, Beilage (*).\nBruckner notiert seine Gebete ab heute (bis zum Morgen des 28.7.1888) in einem anderen Kalender (**).\r\nDas Morgengebet des 1.2.1887 ist genauer im aktuellen Kalender notiert (***).\nDie Linzer Zeitung meldet [verspätet und irrig], daß Bruckner dem Berliner Konzert beiwohnen werde. Zur Zeit schreibe er an der 9. Symphonie:\r\n» * (Musikalisches.) Wie Berliner Blätter melden, wird Herr Professor Anton Bruckner nach Berlin kommen, um der ersten dortigen Aufführung seiner siebenten Symphonie im Concerte der Philharmonischen Gesellschaft beizuwohnen. Der Componist arbeitet zur Zeit an seiner neunten Symphonie, welche er, dem Beispiele seines großen Vorbildes folgend, mit einem großen Schlußchor versehen will.« (°).\n(Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Bernhard Deubler\r\n     Er (Burgstaller) wolle für die Christlichen Kunstblätter (= Organ des Diözesan-Cäcilien-Vereins) Berichte der Chorregenten aller oberösterreichischen Stifte (Repertoire etc.) bringen und bitte auch Deubler darum. Morgen werde Arnleitner im Neuen Dom eine Litanei von Josef Gruber aufführen. Wegen der in St. Florian geplanten Generalversammlung [des Cäcilien-Vereins] werde er sich an Prälat Moser wenden; Deubler möge mit dem Stiftsdekan wegen der musikalischen Produktionen sprechen. Grüße an den Florianer Chor, speziell an dessen Cäcilienvereinsmitglieder (°°)).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 19:41"}, {"ID": 188702025, "Datum": "2.2.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechung der Berliner Aufführung der 7. Symphonie\n \nim Deutschen Tageblatt (signiert »-w.«) (*) und\nin der Neuen Preußischen Zeitung Nr. 27, 1. Beilage, S. 3 (signiert »-dd«) (**).\nRede Bülows beim Wiener Tonkünstlerverein in Gegenwart von Brahms, wohl mit verletzenden Äußerungen über Bruckner (***).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 26 meldet [verspätet und irrig] auf S. 2, daß Bruckner der Berliner Aufführung der 7. Symphonie beiwohnen werde; er arbeite zur Zeit an der 9. Symphonie:\r\n    » - Musikalisches. Wie Berliner Blätter melden, wird Herr Professor Anton Bruckner nach Berlin kommen, um der ersten dortigen Aufführung seiner siebenten Symphonie im Concerte der Philharmonischen Gesellschaft beizuwohnen. Der Componist arbeitet zur Zeit an seiner neunten Symphonie, welche er, dem Beispiele seines großen Vorbildes folgend, mit einem großen Schlusschor versehen will.« (°).\n»Die Presse« Nr. 32 vermeldet auf S. 16 den Erfolg der 7. Symphonie in Berlin:\r\n   » - Anton Bruckner's Siebente Symphonie wurde gestern zum erstenmal in Berlin (in den Philharmonischen Concerten) unter Klindworth's Leitung mit großem Erfolge aufgeführt.« (°°).\nMit Verspätung bringt die Neue Zeitschrift für Musik Nr. 5 auf S. 53 eine Ankündigung dieses Konzerts: \" *-* Im dritten unter der Leitung Klindworth's stattfindenden Concert der Berliner philharmonischen Gesellschaft gelangt die siebente Symphonie von Bruckner zur Aufführung. Außerdem bietet dieses Concert u. A. noch das von einer in Berlin jetzt öfters genannten jungen Violinspielerin, Frl. Soldat, vorgetragene Violinconcert von Brahms.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "20.01.2024 23:24"}, {"ID": 188702035, "Datum": "3.2.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 33 meldet auf S. 9 die Aufführung der 7. Symphonie [am 31.1.1887]: \n\n     \"Anton Bruckner's Siebente Symphonie wurde gestern zum erstenmal in Berlin (in den Philharmonischen Konzerten) unter Klindworth's Leitung mit großem Erfolge aufgeführt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702045, "Datum": "4.2.1887, Freitag", "Haupttext": "Kritik von Otto Leßmann über die 7. Symphonie in der Allgemeinen Musik-Zeitung, S. 47: »Das IV. Concert der Philharmonischen Gesellschaft, welches unter Leitung des Herrn Klindworth am 31. Januar stattfand, war insofern von einer besonderen Bedeutung, als in demselben zum ersten Male in Berlin ein Werk aufgeführt wurde, das von einer Seite maaßlos verurtheilt, von der anderen maaßlos verherrlicht worden ist: Anton Bruckner's Sinfonie in E-dur. [...] Dass eine Concertgesellschaft die Verpflichtung hat, das als hervorragend gerühmte Werk eines zum Gegenstand heftiger Controverse gewordenen Componisten zur Aufführung zu bringen, ist zweifellos, ich selbst bin, nachdem ich einige sinfonische Sätze Bruckner's auf den letzten beiden Tonkünstler-Versammlungen in Karlsruhe und Sondershausen gehört habe, mit dieser Forderung hervorgetreten, obschon ich nicht zu den Enthusiasten für diese Musik gehöre. [...] Ich kann nach der Aufführung mein schon früher abgegebenes Urtheil nicht ändern [...] Der Gesammteindruck, den das Werk hinterläßt, ist kein erfreulicher [...] Die Aufführung des ungeheuer schwierigen Werkes stand nicht ganz auf der Höhe, auf welcher uns andere, bekanntere Werke seitens des Orchesters vorgeführt worden sind: die Brucknersche Sinfonie war eben für das Orchester ebenso neu, wie für das Publikum, trotzdem sei sowohl dem Dirigenten wie dem Orchester für die Vorführung des Werkes Dank gesagt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702055, "Datum": "5.2.1887, Samstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Boston Symphony Orchestra unter Gericke im XVII. Konzert um 20 Uhr in Boston (*).\r\nAuf dem Programm stehen außerdem die Ouvertüre \"In the Mountains\" von A. Foote und das d-Moll-Violinkonzert von Wieniawski (Solist Herr Adamowski) (*a).\nDie Linzer Zeitung berichtet auf S. 126f von der Berliner Aufführung der 7. Symphonie [31.1.1887]:\r\n    » * (Bruckners siebente Symphonie in Berlin.) Am 31. Jänner wurde im vierten Concert der philharmonischen Gesellschaft in Berlin Bruckners siebente Symphonie aufgeführt. Der Musikreferent des \"Berliner Börsen=Courier\" schreibt über dieses Werk: \"Den Schluß des Abends machte die siebente Symphonie (E-dur) von Bruckner. Nicht nur sie erschien zum erstenmale in Berlin, sondern mit ihr überhaupt das erste Werk des in Wien als Professor der Composition lebenden Autors. Wenn man bedenkt, daß nach Beethoven nur Raff eine noch höhere Symphonieziffer erreicht hat, wie Bruckner (von Liszts hier nicht in Vergleich kommenden symphonischen Dichtungen selbstverständlich abgesehen), so dürfte es schon an sich eine arge Vernachlässigung genannt werden müssen, daß wir von dem auch an Jahren nicht mehr jugendlichen Tondichter erst so spät etwas kennen lernen. Nun gestern eines seiner größten und anspruchsvollsten Werke aufgeführt ist, scheint es fast unmöglich, oder doch sehr leichtsinnig, sofort nach einmaligem Hören ein Urtheil über die Bedeutsamkeit des Werkes abzugeben. Die zahlreich anwesenden Musiker hat es zweifellos in hohem Maße interessirt, und der äußere Erfolg darf trotz der Fremdartigkeit der Composition ein günstiger genannt werden. [... über den Aufbau des Werkes ... Adagio beste Wirkung, Scherzo fällt klanglich ab, Finale am wenigsten organisch gefügt ... unüberhörbare Fremdeinflüsse Beethovens (Neunte) und Wagners (Walküre) ... trotzdem starke Eigenart, meisterhafte Orchestrierung, erhabene Ideen, aber nicht immer adäquate Form, manches unverständlich ...] Wie viel von den Eindrücken dieser letzteren Art aber nun etwa der unvorbereitete Hörer verschuldet, der, wie der Referent, ganz fremd an das Werk tritt (denn seine Beziehungen zu der Redaction der Programmbücher haben ihn in diesem Falle im Stich gelassen), das zu entscheiden, ist natürlich heute unmöglich. Jedenfalls verdient Herr Klindworth den lebhaftesten Dank, daß er eine lange auf unserem Musikleben lastende Schuld endlich abgetragen, und daß die Ausführung dieses ersichtlich eminent schwierigen Werkes unter seiner Leitung eine so vorzügliche geworden ist. Das Empfehlenswerteste wäre, die Symphonie sofort im nächsten oder doch in einem der nächsten Concerte zu wiederholen.« [keine Signatur]« (**).\nDie Innviertler Volkszeitung Nr. 6 teilt [verspätet und irrig] auf S. 4 mit, daß Bruckner bei der Berliner Aufführung anwesend sein werde [Text des Artikels vom 1.2.1887 übernommen]:\r\n      »(Musikalisches.) Wie Berliner Blätter melden, wird Herr Prof. Anton Bruckner nach Berlin kommen, um der ersten dortigen Aufführung seiner siebenten Symphonie im Concerte der Philharmonischen Gesellschaft beizuwohnen. Der Componist arbeitet zur Zeit an seiner neunten Symphonie, welche er, dem Beispiele seines großen Vorbildes folgend, mit einem großen Schlußchor versehen will.« (***).", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:31"}, {"ID": 188702056, "Datum": "nach dem 5.2.1887", "Haupttext": "Besprechungen der 7. Symphonie im Boston Journal und im Boston Courier (*),\n \nin The Traveler (\"hard to understand, but an important contribution\"),\nim Boston Transcript (\"ugly, tedious, badly constructed\")\nund im Boston Herald: \"little more than a clever adaptation of the musical forms and methods of orchestration found in Wagner, Beethoven, and Saint-Saëns.\" (**).", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:32"}, {"ID": 188702065, "Datum": "6.2.1887, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 5.2.1887 mit der 7. Symphonie in The Boston Globe Nr. 37 (= The Boston Sunday Globe) auf S. 6:\n\"THE BOSTON ORCHESTRA\r\nGives Two New Works at Last Night's Concert.\r\nBruckner's Seventh Symphony and Foote's \"Mountains\" Overture.\r\nMr. Adamowski Plays a Violin Concerto as Soloist.\r\n     The people who attended, last evening, the seventeenth of the Boston Orchestra's Music Hall symphony concerts, have got something to think about and talk about at last, and unless the tranquilizing influence of this much governed day restrains them, some are, no doubt, already by the ears. For last night Mr. Gericke gave the long expected first hearing to Anton Bruckner's seventh symphony - a work which has caused a monstrous deal of discussion in Europe since its performance in Leipsic in 1884 brought its author forward into prominence as a composer for the first time in his life, although he had been well-known in the little Vienna world as an organist, a professor, a somewhat prolific writer and a great friend and a greater admirer of Wagner.\n     This symphony has been simultaneously pronounced by the men who are esteemed as doctors in criticism to be something wonderfully instinct with genius and wunderfully devoid of it: full of originality and constructed of plagiarisms, reminiscences and imitations: the message of a great soul struggling for utterance and needing for its expression more than the common means which were enough for Handel, Bach, Beethoven, Mozart, Schumann and Brahms. and as the labored and pedantic efforts of a limited but enthusiastic man to conceal his lack of inspiration under new instrumental combinations and perplexed intricacies of scoring; as deeply interesting and utterly wearisome.\r\n     Amid such contradictory opinions, each so positively held and so strongly reinforced by argument and citation, that would be a pretty bold and self-confident man who should undertake after a single hearing, to give a judgment in cold print, however much he might be willing to say in the warmth of current chat. I certainly am no such person, and I shall fain content myself – as I hope I may also content the reader, by presenting some points in regard to the external form of the symphony, and giving some intimation of the general impression it produced, so far as I could trace it, and so far as my own feeling may be accepted as a fair average.\r\n     At the time of his bringing out this symphony Bruckner was about 60 years old, and it may therefore be assumed that the manner of statement he has assumed in it represents his matured and fixed views – especially as the general drift of the treatment is harmonious with that of\n                        His Sixth [sic] Symphony,\r\nwhich was played last season in New York, and met with similar, though less strong, comment to that made upon this work. The author must be judged almost entirely by these works, since little else of his, except a Te Deum and a strong [sic] quintet (a movement from which the Kneisel quartet, played last month, without obtaining for it much sympathy, has been published. In arranging his score he found that he had either so much so say that he must have new instruments to speak for him or so little that the instrumental variety and force must do duty for ideas, and so he added to the full complement of three trumpets, three trombones and bass tuba, which appear in all the movements, a quartet of other tubas, one being a double bass one for the adagio und finale. He then proceeded to develop his thematic material in all the usual and unusual ways, showing a particular preference for certain inversions, contrary movements and other figures which are most difficult even for professional listeners to follow, and in following to estimate rightly.\r\n     So far as the themes themselves are concerned, Bruckner has shown his predilection for Wagner by giving them often a cast akin to something of that master's, a proceeding which finds a double explanation in the acknowledged discipleship of Bruckner and in the avowed fact that the adagio was meant as a memorial tribute to the memory of Wagner, upon whose death its completion closely followed. These themes are for the most part strongly marked and not without impressiveness; they will be generally accepted, no doubt, as indicative of a powerful talent, and discussion will pass on to their symphonic utilization. Much of their treatment will be understood and liked. The light, airy, animating march-like figuration which appears prominently in the first movement, and is reproduced chiefly in the last, the chief staple of the trio, beating in a keen waltz rhythm, and most of the ecclesiastical yet earnest adagio are easy of acceptance and give large pleasure. On the other hand, the dreadful let-down after the grand fortissimo in the adagio leaves the listener cold who had been raised to a glow of sympathy; the great pompous unisons of the first and last movements no sooner begin to be influential than they are dispersed into what seem inconsequential fragments, and at intervals all through the work the auditor who thinks that everything is at last all right and going smoothly, is suddenly disconcerted by the interjection of some passage which, if it can be made to hang to the phraes [sic] just preceding it, still appears without relevancy to the larger plan of the whole movement. There is a kind of blowing hot and blowing cold all through the symphony, and in spite of the evident relationship of the first and last movements, the general effect is fragmentary, as if the work had been done at intervals and under diverse moods. The influence of Wagner is apparent indirectly rather than directly: there are thrills in the violins, entrances of the brass, figures to the upper instruments and so on, which every now and then make you think that a regular imitation is beginning, but which instantly turn their currents awry and lose themselves in some entirely contra evolution. The addition of the extra brass instruments did not prove so terrible and overwhelming as warnings from over sea had led many to suspect. Possibly Bruckner may have desired to circumvent some conductor who, like Mr. Gericke, meant that the audience should take the trombones and trumpets on trust, and so thought to obtain the effect he wanted by this device. But, if he had put in forty instead of four, the skilful and\r\n                           Astute Boston Conductor\r\nwould have been a match for him; now and then they did manage to pour a little richness and volume into the mass of string and wood tone, but their triumph was short and Mr. Gericke's imperative left hand bottled them up again, although all the time the noble first horn was sailing along as full and free by his single self as tubas and trumpets altogether. How is it, I wonder – is Mr. Gericke afraid of the horn player with the Samsonian locks or does he love that round mellittuous tone so much? The orchestra did fair justice, for the most part, to the score, in accuracy and expressiveness, although in the last movement they seemed occasionally a little at fault. Besides the Bruckner symphony there was another new work, which the audience was glad to welcome and applaud. [... Arthut Foote ...Wieniawski-Konzert mit Adamowski ... Programm am 12.2.1887 ...]. HOWARD MALCOM TICKNOR.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702075, "Datum": "7.2.1887, Montag", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie durch Alexander Moszkowsky im Deutschen Montagsblatt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702085, "Datum": "(8.2.1887, Dienstag)", "Haupttext": "Konzert unter Hellmesberger mit dem Geiger Cesar Thomson.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702095, "Datum": "9.2.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 6 teilt auf S. 5 den Erfolg der 7. Symphonie in Berlin [31.1.1887] mit:\n      \"Verschiedenes.\n    Abermals ein Erfolg unseres berühmten Landsmannes Bruckner. Aus Berlin wird gemeldet: Anton Bruckner's VII. Symphonie wurde am 31. v. M. hier zum erstenmal (in den Philharmon. Konzerten) unter Klindworths Leitung mit großem Erfolge aufgeführt.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702105, "Datum": "10.2.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Bericht über die 7. Symphonie in Berlin [31.1.1887] im Musikalischen Wochenblatt Nr. 7 auf S. 85:\r\n           »Vermischte Mittheilungen und Notizen.\n        * Anton Bruckner's 7. Symphonie ist kürzlich auch in Berlin, in einem von Hrn. Prof. Klindworth geleiteten Philharmonischen Concert, aufgeführt worden, hat aber trotz vorzüglicher Ausführung mehr absprechende, als zustimmende Beurtheilungen erfahren.« (*).\n \nAuf S. 84 wird [irrtümlich] eine Aufführung in Dresden gemeldet, möglicherweise auf Grund der ursprünglichen Ankündigung für den 11.1.1887 [tatsächlich fand die Aufführung erst am 15.3.1887 statt]:\n          \"Concertumschau.\n[...]\n     Dresden. 4. Philharm. Conc. (Nicodé): 7. Symphonie von Bruckner, Dmoll-Variat. f. Orch. v. Rudorff [siehe die Anmerkung], Hmoll-Clavierconc. v. E. d'Albert (der Comp.).\" (**).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:29"}, {"ID": 188702114, "Datum": "vor dem 11.2.1887", "Haupttext": "Schreiben von Hans Herrig an Bruckner:\r\n   [Mutmaßlicher Inhalt:] Ehrende Bemerkungen zur 7. Symphonie in Berlin [31.1.1887] und Übersendung eines Buches, vielleicht auch der Kritik vom 2.2.1887.", "Letzte Änderung": "20.01.2024 23:29"}, {"ID": 188702115, "Datum": "11.2.1887, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hans Herrig in Berlin:\r\nDankt für das ihn ehrende Schreiben und das geistvolle Buch, auf dessen baldige Lektüre er sich freue (*).\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 16, schreibt auf S. 263:\r\n»Musikliterarische Umschau\r\nHermann Kretzschmar: \"Führer durch den Concertsaal\"\r\nI. Abtheilung: Sinfonie (!) und Suite.\r\n(Leipzig 1887 bei A. G. Liebeskind.) [...] Was wir nach unserer Lectüre der wesentlichsten Capitel des Buches von [... Komponistennamen von Händel bis Rubinstein ...] Bruch, Gernsheim, Draeseke, Brahms, Bruckner etc. sagen können, betrifft im grossen und ganzen nur Gutes. [...]« (**).", "Letzte Änderung": "20.01.2024 23:25"}, {"ID": 188702125, "Datum": "12.2.1887, Samstag", "Haupttext": "Vierseitiger Brief von Wilhelm Zinne an Hans von Bülow:\r\n    Bittet um die Beurteilung einer von ihm komponierten Symphonie. Erwähnt als seine Studiengrundlagen A. B. Marx, Beethovens Diabelli-Walzer, Berlioz, J. S. Bach, Händel und Bruckner. Er sei wie Schubert, Volkmann, Raff und Bruckner ursprünglich Volksschullehrer. Schildert seinen Werdegang. Seit 4 Jahren sei er in Hamburg, Kontakte mit Bernuth. Als Komponist sei er Autodidakt (*).\n(Aufführung von Volkmanns 1. Serenade unter Kretschmann im Bösendorfersaal (**)).", "Letzte Änderung": "11.03.2023 23:20"}, {"ID": 188702135, "Datum": "13.2.1887, Sonntag", "Haupttext": "Brief Wolzogens an Bruckner aus Bayreuth:\r\n     Möchte ihn an Wagners Todestag, der im Adagio der 7. Symphonie fortlebe, über falsche Eindrücke von der Berliner Aufführung trösten. Erklärt den typisch Berlinerischen Charakter. Zwei Schriftsteller [vgl. Anmerkung] hätten ihm nur Lobendes geschrieben: Braten für Esel - und: Brahms schrumpfe neben dem Riesen Bruckner (*).\nBrief Bülows an Zinne:\r\n     Er sei stutzig wegen der Wertschätzung des antimusikalischen Brucknerschen Blödsinns, stehe ihm aber eine Stunde zur Verfügung (**).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).\n(Sonderkonzert unter Hans Richter für den Nicolai-Verein (Krankenkasse der Wiener Philharmoniker) mit Werken von Beethoven, Schumann und Mendelssohn (°)).", "Letzte Änderung": "20.01.2024 23:25"}, {"ID": 188702165, "Datum": "(16.2.1887, Mittwoch)", "Haupttext": "Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Bernhard Deubler:\r\n     Dankt für die Zusendung des Repertoires [vgl. 1.2.1887], wird die verständlichen Bedenken des Prälaten [Moser, wegen Unterbringung und Bewirtung] gegen eine Versammlung des Cäcilien-Vereins in St. Florian im Komitee und mit dem Bischof besprechen. Über die Cäcilien-Vereine (der Bischof hänge den Wiener Zuständen an). Plädiert für einheimische Komponisten (Habert) und mehr Rücksichtnahme durch den Deutschen Cäcilien-Verein (*).\nAm 9.3.1887 Brief von Burgstaller und Schriftführer Georg Pislinger an Ferdinand Moser:\r\n     Am 4.3.1887 habe das Komitee entschieden, wegen der durch Deubler am 12.2.1887 mitgeteilten Bedenken des Stiftes die Generalversammlung des Cäcilien-Vereines doch nicht in St. Florian, sondern voraussichtlich in Linz abzuhalten. Am 6.3.1887 sei das dem Bischof mitgeteilt worden (**).", "Letzte Änderung": "17.01.2024 10:51"}, {"ID": 188702175, "Datum": "17.2.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Das Mährische Tagblatt Nr. 38 übernimmt auf S. 1 - 3 einen Artikel des Pester Lloyds, als dessen Autor ziemlich sicher Ludwig Hevesi anzunehmen ist:\n          \"Wiener Brief.\n(Zur Sitiation.[sic] - Hanuschkoff. - Ein neuer Fürst von Bulgarien. [...])\n      Auch die letzte Woche scheint an der Wienerstadt ohne verhängnißvolle Ereignisse vorübergegangen zu sein. [...]\n     Etwas stiller ist es allerdings in Wien geworden, seitdem Hans v. Bülow wieder in der Ferne schweift. Dieser Hecht bringt den musikalischen Karpfenteich immer ganz gehörig durcheinander. An sonderbaren Einfällen dazu fehlt es ihm nicht. Als er z. B. neulich in Budapest concertirte fiel es ihm ein, zwischen seiner zweiten und dritten Piéce [sic] ein Telegramm nach Wien zu senden, an den Tonkünstlerverein, der eben beisammen zu sitzen hatte. Das Telegramm lautete: \"Lassen Sie sofort Anton Bruckner nach Sofia reisen er ist zum Fürsten von Bulgarien gewählt worden.\" Unterzeichnet: \"Hanuschkoff.\" [... über diese Namenswahl ...] Die Drahtbotschaft Hanuschkoff's ermangelte nicht, im Tonkünstlerverein das gebührende Aufsehen zu erregen. Meister Bruckner, der große Orgelrührer, empfand einen electrischen Schlag und überlegte schon, ob er sich für den bulgarischen Thron doppelte oder nur einfache Wäsche einpacken soll; man begann ihn bereits von allen Seiten mit den heftigsten Hoheiten zu tituliren, als die Vereins=Skeptiker sich meldeten und die Meinung aufstellten, jener Hanuschkoff möchte doch vielleicht kein russischer Generalbevollmächtigter, sondern nur der bekannte Spaßvogel dieses Namens sein und die Ereignisse von Sofia in etwas unverläßlicher Fassung berichten. Da traf ein zweites, noch weit dringenderes Telegramm ein, welches zwischen der fünften und sechsten Piéce Bülow's aufgegeben sein konnte, und ungefähr folgendermaßen lautete: \"Schicken Sie sofort zehntausend Photografien Anton Bruckner's nach Sofia, das Volk schreit nach dem Bilde seines Fürsten. Gez. Hanuschkoff.\" Das war gewiß ein effectvoller Zug und dennoch ein Fehlzug. Wo sollte der Meister der Wiener Orgel     in der telegrafisch vorgeschriebenen Sofortigkeit nicht weniger als zehntausend Lichbilder seiner Schattenseite, nämlich seines umfangreichen Aeußeren hernehmen? Unmöglich! Er erschrak und erklärte nach einigen bangen Augenblicken, zum großen Leidwesen der Weltgeschichte, Hanuschkoff möge sich in Gottes Namen selbst darauf setzen.\n     [... über Bülows Marotten mit der tschechischen Sprache, seine \"Caligula Seidenschopf\"-Visitenkarte ... über Pianisten-Allüren ... Wilhelm Jahns Beziehung zu Troppau ...]\n          (\"Pester Lloyd.\") \"\n[siehe Anmerkung] (*).\n \nDer Amsterdamer Musikbrief im Musikalischen Wochenblatt Nr. 8 auf S. 92 beschäftigt sich mit der Aufführung der 7. Symphonie [am 18.11.1886] und des Quintetts [am 11.12.1886]:\r\n               \"Amsterdam, im Januar 1887.\r\n     In dem ersten diesjährigen \"Caecilia\"-Concert war, wie ich Ihnen bereits in meinem vorigen Berichte andeutete, Bruckner's 7. Symphonie pièce de résistance. Ueber dieses schöne, bedeutende Werk ist in Ihrem Blatte verschiedentlich geschrieben worden. Ich beschränke mich deshalb darauf, zu constatiren, dass Hrn. de Lange's Bemühungen, dem Werke bereits vor der Aufführung durch Wort und Schrift Freunde zu erwerben, keine verlorene Liebesmüh waren. Die Zuhörerschaft zeigte wirklich Aufmerksamkeit und zollte lebhafteren Beifall, als wir ihn sonst nach symphonischen Aufführungen gewöhnt sind. Ein Beweis, dass der Geist der Neuerung - denn das Bruckner'sche Werk darf wohl als ein \"modernes\" bezeichnet werden - endlich auch bei uns Eingang findet. Die Ausführung unter de Lange's Direction war recht brav, ebenso die der übrigen Werke [... Liszt \"Tasso\", Beethoven 4. Sinfonie...] Zu bedauern ist, dass Hr. de Lange sich allzusehr in der Auslegung musikalischer Spitzfindigkeiten gefällt. Hierzu rechne ich die Wiedergabe der Beethoven'schen Symphonien mit Phrasirung à la Riemann. Hr. de Lange ist als Dirigent, was er im Leben ist: Kritiker und Theoretiker. Vielleicht ist er wohl im Stande, sich eine schwungvolle Aufführung zu denken - leiten kann er sie nicht. Hierzu fehlt ihm die Naivetät der Begeisterung und vor Allem Klarheit. (?)\n     Die 2. Soirée für Kammermusik brachte uns abermals ein Bruckner'sches Werk: sein Fdur-Quintett. Bei diesem Opus ist unser Publicum nicht allein durchgefallen, sondern es  hat sich nebenbei sehr taktlos benommen. Wenn ihm von fünf vorzüglichen, mit Recht als gebildete Musiker geschätzten Künstlern, ein neues und mit aller Sorgfalt einstudirtes Werk geboten wird, so verlangt die einfache Höflichkeit, ihr Streben anzuerkennen. In diesem Puncte entwickelt unser Concertpublicum freilich öfter etwas antediluvianische Begriffe. Das Lange und Breite von der Sache ist: es rührte sich nach Beendigung des Quintetts keine Hand. Ich meinerseits stimme vollkommen der Ansicht der HH. Künstler (Cramer, Hofmeester, Kes, Meerlow und Bosmans), die das Werk doch jedenfalls schön und einer liebevollen Ausführung für würdig fanden, bei. Am meisten haben mich der 1. Satz und der Eingang des Adagio gepackt. Dies stelle ich dem Schönsten zur Seite, was Beethoven und Brahms auf dem Gebiete der Quartettmusik geschrieben. Das Scherzo ist reizend; leider steht das Trio nicht auf gleicher Höhe. Dies ist - um classisch zu sein und den Ausdruck \"trivial\" zu vermeiden - \"a bissel zu Wianerisch!\" Auch der letzte Satz ist gross - beinahe zu orchestral für Kammermusik. Was man dem Werke aber hauptsächlich nachrühmen muss, ist die vorzügliche Behandlung der fünf Instrumente: es ist echte Ensemblemusik.\n     [... über das Phänomen \"Dirigenten-Epidemie\", über Röntgens missglückten Karrieresprung zum Musikdirektor, hier bei Händels \"Josua\" ...]\n               (Schluss folgt.)\"\n[keine Signatur, auch nicht beim Schlussteil am 24.2.1887] (**).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 08:36"}, {"ID": 188702195, "Datum": "19.2.1887, Samstag", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 17, schreibt auf S. 279:\r\n      »Musikliterarische Umschau\r\nRiemann, Dr. H.: Musik-Lexicon, 3. Auflage (Max Hesse, Lpz.) [...] Aeusserst interessant sind in dieser dritten Auflage \"Brahms\" und \"Bruckner\" behandelt. Wie viel sich doch in dem kleinen Zeitraum von drei Jahren alles zutragen und ereignen kann! In der zweiten Auflage des Lexicons (1884) über Anton Bruckner noch keine Zeile! Im Jahre 1887 bringt der Verfasser nicht nur volle 1 1/2 Spalten über ihn, sondern sieht sich sogar zu einer eingehenden ästhetischen Erörterung über seinen künstlerischen Standpunkt genöthigt. [...]«", "Letzte Änderung": "26.04.2023 06:41"}, {"ID": 188702205, "Datum": "20.2.1887, Faschingssonntag", "Haupttext": "Klose und Bruckner bei Gause. Beim Nachhausegehen kündigt Klose an, am nächsten Abend ins Burgtheater gehen zu wollen (*). In seinem Artikel im Salonblatt erinnert sich Hugo Wolf an seine Begegnung mit Richard Wagner am 12.12.1875 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702215, "Datum": "21.2.1887, Montag (Rosenmontag)", "Haupttext": "Klose besucht eine Aufführung von Calderons »Dame Kobold« (*). Bruckner allein [? zumindest ohne Klose] bei Gause (*a).\n \nIm Konzertbericht der New York Tribune Nr. 14708 auf S. 5 wird in der 2. Spalte Bruckner erwähnt:\r\n\"                   PHILHARMONIC SOCIETY.\r\n     [... über das vierte Philharmonische Konzert am 19.2.1887 ... Zweifel am Sinn der Soloinstrumente in Saint-Saens' Orgelsymphonie (Orgel, Klavier) ...] We have also heard the whole modern instrumental apparatus (down almost to the \"tongs and bones\" which Bully Bottom called for to satisfy his \"reasonable good ear in music\") employed on modern symphonies without a word of explanation. Even Bruckner's Wagnerian tubas failed to provoke a riot.\r\n     In these cases generally the justification is found in the music itself, [... bei Saint-Saens für die Orgel gegeben, aber nicht für das Klavier ... keine Orgelsymphonie, dafür Brahms' 2. Klavierkonzert der Symphonie angenähert ...].\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 12:47"}, {"ID": 188702225, "Datum": "22.2.1887, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Bei Gause hält Bruckner Klose eine Philippika wegen des Nichterscheinens gestern. Nach einer Stunde Versöhnungsgesten Bruckners, der Klose an den Tisch zu Josef Schalk und Löwe mitnimmt. Ende der Sitzung lange nach Mitternacht [!]. Bruckner lädt auf dem Heimweg seine Begleiter zu einem Eierpunsch ins Café Griensteidl ein (*).\nAufführung von »Amaranths Waldeslieder« [WAB 58] durch Hans Prix und Oddo Loidol im Kremsmünsterer Faschingskonzert (**). Bei den anderen Programmnummern wirken mit: Lehrer Dümmler [Josef Dümler] (1. Violine), Proschko (2. Violine), Leitenmayr [Leitenmair] (Viola), Runkel (Cello) und Lehrer Weberndorfer (Klavier).", "Letzte Änderung": "22.12.2024 10:00"}, {"ID": 188702235, "Datum": "23.2.1887, Aschermittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Elisabeth Kietz: \r\n   Bittet für die Saumseligkeit um Verzeihung. Die 8. Symphonie nehme ihn so in Anspruch. Wolzogen habe über Berlin Günstiges mitgeteilt, das Deutsche Tagblatt vom 2.2.1887 habe herrlich geschrieben. Grüße an Vater und Bruder (*).\nBrief Bruckners an Wolzogen:\r\n   Bülow spreche schrecklich über ihn und Berlioz, Liszt und Wagner [#], erkenne nur Brahms als Meister an. Richter handle Hanslick zu willen. Deutsches Tagblatt herrlich (**).\nVersöhnliche Unterrichtsstunde Kloses (***).\nNotiz Bruckners »+« [vermutlich nicht »Totengebet«, vielleicht Symbol für das Aschekreuz?], täglich bis 4.3.1887 (°).", "Letzte Änderung": "17.09.2024 18:56"}, {"ID": 188702245, "Datum": "(24.2.1887, Donnerstag)", "Haupttext": "1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Haydns »Jahreszeiten«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188702255, "Datum": "25.2.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 45 berichtet auf S. 4 von der Aufführung der 7. Symphonie in Berlin [am 31.1.1887], den Bericht des Deutschen Tageblatts [vom 2.2.1887] übernehmend:\n     \" - Bruckners siebente Symphonie. Ueber die kürzlich in Berlin erfolgte Aufführung dieses Tonwerkes schreibt das \"Deutsche Tageblatt\": \"Das vierte Klindworth=Concert, welches am Montag in der Philharmonie stattfand, vermittelte die erste Bekanntschaft des musikalischen Berlins mit Anton Bruckner. Dessen siebente Symphonie in E-dur wurde aufgeführt, zum erstenmale überhaupt ein Werk von Anton Bruckner, und der Mann ist dreiundsechzig Jahre alt. Nun hat zwar schon mancher Componist sieben und mehr Symphonien geschrieben und ist nicht aufgeführt worden, und die Welt hat nichts daran verloren. Hier aber liegt die Sache wesentlich anders. In dieser Symphonie ist ein vom Kopf bis zu den Füßen geharnischter Riese vor uns hingetreten, so daß wir uns nur staunend fragen können: Wie ist es möglich, daß ein solcher Mann bis an seinen Lebensabend unbekannt bleiben konnte, daß er fast das Schicksal so vieler theilte und erst nach seinem Tode anfieng zu leben? Halb Beethoven, halb Wagner, aber doch noch mehr Wagner als Beethoven, steht er vor uns, und doch ist er keines von beiden, sondern eine ganze Erscheinung für sich. Daß er gar nichts nach Aehnlichkeiten in der Wendung seiner Gedanken fragt, thut nichts; hier kann man an die Neunte, dort an die Walküre oder an sonst was denken, ganz nach Belieben, denn im nächsten Moment war's doch nur ein flüchtig Schattenspiel, das sofort die Eigenart seines eigenen Gesichtes zeigt. Die Symphonie hat die hergebrachten vier Sätze, ein Allegro in E-dur, ein Adagio in Cis-moll, ein Scherzo in A-moll und ein Finale in E-dur; aber das sind nur ungefähre Grundtonarten, an die sich Bruckner sonst wesentlich nicht bindet. Seine Melodiegestaltung schreitet im Wagner'schen Sinne vorwärts, Modulation und nun gar die Instrumentation sind ganz Wagner und zwar in so eminent eigenartigem Sinne, daß man recht wohl sagen kann: Bruckner ist einer von den wenigen, die den Bayreuther Meister wirklich verstanden haben, der infolge dessen auch weiß, wie dessen Weise auf dies andere Feld zu übertragen ist. Wer von Reminiscenzen reden will, der mag es in Gottes Namen thun, und da wird ja wohl der eine hier die Walküre, der andere dort den Fafner, ein dritter wohl gar den Feuerzauber u. s. w. entdeckt haben wollen; für uns sind diese Reminiscenzen nur scheinbare Aehnlichkeiten, die sich aus der Natur der Sache gewissermaßen von selbst ergeben. Auf uns hat das Werk, ein Riesenwerk übrigens, einen ganz gewaltigen Eindruck gemacht, so gewaltig, daß es uns geradezu Vermessenheit erschiene, wenn wir nach dem erstmaligen Anhören eine Kritik darüber üben wollten. Das wollen wir vorläufig bleiben lassen. Es wird hoffentlich Gelegenheit geboten werden, diesen verblüffenden Koloß baldigst mehr als einmal wiederholt hören zu können, und dann könnte man der Sache erst näher treten.\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:48"}, {"ID": 188702265, "Datum": "26.2.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Oakland Daily Evening Tribune Nr. 47 berichtet auf S. 4 in der 3. Spalte von der Aufführung der 7. Symphonie [am 5.2.1887]:\r\n\"                NOTES AND EXCERPTS.\r\n[...]\n     Bruckner's symphony was played at Boston Saturday night, and had the effect of driving the audience away before the first movement was completed. The symphony would be a good thing to turn on when there is a fire in a public hall and it is desired to get the people out as quickly as possible.\"\n \nZum New Yorker Konzert Anton Seidls siehe die Anmerkung.", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:33"}, {"ID": 188702275, "Datum": "27.2.1887, Sonntag", "Haupttext": "In der Neuen Freien Presse Nr. 8083 wird auf S. 4 Bruckner unter die hervorragendsten Lehrer Wiens gezählt:\n     \"[Institut Fröhlich.] Die Talentenprüfung im Institute Fröhlich am Faschingssonntag [20.2.1887] war diesmal zugleich die achtunddreißigste Jahresfeier des Bestehens dieser höheren Töchterschule. [... über das Niveau der Ausbildung ...] In allen Musikstücken zeigte sich die gediegene Schulung, insbesondere durch rhythmisches Gefühl und geschmackvollen Vortrag, Erfolge, in welche sich die trefflichen internen Lehrkräfte des Instituts mit Professoren theilen, die zu den hervorragendsten der Residenz gehören, wie Bruckner, Hackensöllner, Epstein. Eine Schülerin des Letzteren, Fräulein Marie Pohoryles, welche wir auch schon in einem öffentlichen Concerte hörten, machte besonders vortrefflichen Eindruck. [... über andere Programmnummern ... Signatur:]   d. d.\" (*).\n[siehe auch die Anmerkung]\n \n(Konzert der Philharmoniker unter J. N. Fuchs mit Schumanns »Faust« (**)).", "Letzte Änderung": "26.12.2024 12:15"}, {"ID": 188702285, "Datum": "28.2.1887, Montag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »28. Fbr Fr Kathi für März. 7 fl.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703025, "Datum": "2.3.1887, Mittwoch", "Haupttext": "[? oder 11.3.1887?]\r\nBrief Nicodés an Bruckner:\r\n    Er werde die großartige 7. Symphonie am 15.3.1887 in Dresden aufführen (*).\nIn den Aufführungsmeldungen der Neuen Zeitschrift für Musik 83 (1887) S. 99 wird die Aufführung des »Germanenzug« in Köln [am 14.11.1886] erwähnt:\r\n»Aufführungen neuer und bemerkenswerther älterer Werke. [...] Bruckner, A., „Germanenzug” für Männerchor, Solo=Quartett und Orchester. Köln. Concert des Männergesang=Vereins unter Zöllner.« (**).\nIn \"Het vaderland\" ('s-Gravenhage) wird auf S. 2 erklärt, warum [am 9.3.1887] die 3. Symphonie zum dritten Mal aufgeführt wird; für die Zukunft sei die 7. Symphonie vorgesehen:\r\n\"            Kunst- en Letternieuws.\r\n     Naar wij vernemen, hebben een aantal muziekliefhebbers alhier aan het bestuur van het Concert-Diligentia gevraagd, wederom in dit seizoen de 3e symphonie van Brückner ten gehoore te doen brengen. Zij vinden hierin aanleiding, omdat noviteiten van beteekenis eerst begrepen kunnen worden door herhaalde uitvoering, en dit werk in volgende jaren door eventuëele uitvoering der in het buitenland zoo beroemd geworden 7e symphonie van Brückner misschien zou blijven rusten. Het bestuur heeft geantwoord, dat het trachten zal aan dit verzoek te voldoen.\" (***).\n(Aufführung der 1. Serenade von Brahms unter Kretschmann im Bösendorfersaal (°)).\nZu Konzerten in New York am 1.3.1887 und 2.3.1887 siehe die Anmerkung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703035, "Datum": "3.3.1887, Donnerstag", "Haupttext": "[oder erst 13.3.1887?] Brief Bruckners an Nicodé: \n   Hat sich über den Brief gefreut und dankt für all die Mühe und Gewogenheit. Möchte gerne am 15.3.1887 in Dresden sein. Am Schluß des Adagios der 7. Symphonie wirken vier Hörner im fff viel besser als zwei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703055, "Datum": "5.3.1887, Samstag", "Haupttext": "Ein Inserat im \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\"Nr. 54 auf S. 360 (= S. 4) weist auf die Aufführung der 3. Symphonie am 9.3.1887 und die Probe am 6.3.1887 (\"Orkest-Repetitie: Zondag half twee uren.\") hin.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703065, "Datum": "6.3.1887, Sonntag", "Haupttext": "Das 7. Philharmonische Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mozart und Liszt (Lieder und Faust-Symphonie, Solisten: Rosa Papier und R. Erxleben) wird u.a. von Bruckner, Klose (*) und Hugo Wolf (**) besucht.\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).\nDie Neue Freie Presse Nr. 8090 kündigt auf S. 7 das Konzert vom 27.3.1887 [mit WAB 90] irrtümlich für den 25.3.1887 an:\r\n     \" - Das zweite Concert des Wiener Männergesang=Vereins findet am 25. d. Mittags im großen Musikvereinssaale mit folgendem Programm statt: Bruckner: \"Um Mitternacht\" (neu); Heuberger: [... Jüngst, E. Schulz, Esser ...]\" (°).\nDer erste Hinweis auf die 9. Symphonie in einem amerikanischen Blatt [vgl. Linzer Blätter vom 1.2.1887 und 2.2.1887] erscheint in der Chicago Tribune auf S. 23 in der 3. Spalte:\r\n\"                  MATTERS OF MUSIC.\r\nA Review of the Principal Features of the Last Week.\r\n[...]\r\n     Notes of Interest, Domestic and Foreign.\r\n[... Sortierung offensichtlich nach der Zeichenanzahl der Texte! ...]\r\n     Anton Bruckner is writing his ninth symphony, which is to close with a great choral finale, after the manner of Beethoven's ninth. The Musical Courier says he \"will yet be reckoned among the great B's in music, who, after Bülow, comprise the names of Bach, Beethoven, and Brahms, and to which we would suggest the addition of the name of Berlioz.\" [...]\" (°°).\nBruckner wird erwähnt in einem Konzertbericht in The Boston Globe Nr. 65 auf S. 2 in der 6. Spalte:\r\n\"[... über die Fähigkeit des Publikums, längere Symphonien aufzunehmen ...].\r\n     On general principles it does not appear as though the beginning of a concert is the right place for the symphony. [... die ersten Sätze sind zu lang ...]; for although people may go out while a symphony is in progress, it takes longer for incomers to find and settle into their seats than it does for the agitated early-goers to hurry out of theirs, except, perhaps, when a Bruckner or an especially severe Brahms creation causes a protracted and numerous exodus. [... Gedanken zum Programmaufbau ... zum letzten Konzert ... das nächste Programm ...] (°°°).\nIn Den Haag um 14 Uhr [öffentliche] Probe der Orchesterwerke für das Konzert am 9.3.1887 mit der 3. Symphonie (#).", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:34"}, {"ID": 188703075, "Datum": "7.3.1887, Montag", "Haupttext": "Bruckner wird in Kastner's Wiener Musikalischer Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 19, im »Leipziger Musikbericht« (S. 302-305) erwähnt:\r\n»Leipziger Musikbericht. (Orig.-Corr.) Nicht immer war Leipzig, wie es sich so gern zu nennen liebt, die \"Metropole der Musik\". [... früher eine gewisse Einseitigkeit ... über den aufstrebenden Liszt-Verein ... über die diversen Konzertinstitute und das derzeitige Konzertleben ... über den Riedel-Verein ...] Es ist ein ganz besonderes Verdienst dieses Vereines, dass auf seinen Programmen Händel, Bach und Beethoven ebenso zu Hause sind, wie Liszt, Brahms, Bruckner, Draeseke und Grell. [... über weitere Chorvereinigungen und über Solistenkonzerte ...] (Fortsetzung folgt.)« [keine Signatur] (*).\nAuf S. 310 erfährt man, daß die 7. Symphonie in Den Haag [Ankündigung am 10.1.1887] nicht aufgeführt wird:\r\n»[...] Die geplante Aufführung der siebenten Symphonie Anton Bruckner's hat leider wegen Mangel an mit dem Orchester richtig übereinstimmenden Tuben vorläufig aufgegeben werden müssen.« [vgl. 9.3.1887, 3. Symphonie] (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:09"}, {"ID": 188703085, "Datum": "8.3.1887, Dienstag", "Haupttext": "Ein Inserat in \"Het vaderland\" Nr. 56 ('s-Gravenhage) auf S. 4 macht auf das Konzert vom 9.3.1887 mit der 3. Symphonie und auf die Probe um 13:30 Uhr aufmerksam.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703095, "Datum": "9.3.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Aufführung der 3. Symphonie unter Richard Hol im 7. \"Diligentia\"-Konzert um 19:30 im Gebouw voor Kunsten en Wetenschappen in Den Haag.\nAuf dem Programm stehen außerdem Werke des Cello-Solisten Jules de Swert, Cello-Bearbeitungen von Schubert und Chopin (mit Zélie Moriamé als Klavierbegleiterin), Arien von Délibes, Soubre und Meyerbeer (mit der Solistin Dyna Beumer), Max Bruch (Einleitung zu \"Loreley\") und Mozart (\"Zauberflöten\"-Ouvertüre) (*).\n\n\nUm 13:30 Uhr [öffentliche] Probe des Programms (**).\n\n\n\nUrsprünglich war wohl die 7. Symphonie vorgesehen, deren Aufführung mangels geeigneter Wagner-Tuben unterbleiben musste (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703104, "Datum": "vor dem 10.3.1887", "Haupttext": "Postkarte von Santen Kolff in Berlin an Levi (mit anhängender, bereits adressierter Rückantwortkarte): [vermutlich Anfrage zu bisherigen Aufführungen der 7. Symphonie und anderer Brucknerscher Werke unter Levi in München].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703105, "Datum": "10.3.1887, Donnerstag", "Haupttext": "In Anwesenheit Kloses empört sich Bruckner über die »gemeinen Zeitungsartikel« [Kalbecks u.a.] zum Konzert vom 6.3.1887 (*).\nPostkarte Levis an Santen Kolff in Berlin:\r\n     Die 7. Symphonie Bruckners sei unter Nikischs Leitung uraufgeführt worden. Er, Levi, habe sie in München am 10.3.1885 und das »Te deum« am 7.4.1886 aufgeführt (**) [vgl. 6.9.1888].\nDie Musikalische Rundschau Nr. 17 vergleicht auf S. 175 den Massenaufbruch bei Liszts Faust-Symphonie [6.3.1887] mit dem bei Bruckners 7. Symphonie [21.3.1886]:\r\n      »[...] Das große Publikum [...] rannte [...] in hellen Schaaren davon. Der Ehre solchen Massenaufbruches wurden erst in jüngster Zeit 2 symphonische Werke theilhaftig: Bruckner's E-dur-Symphonie und die \"Vierte\" von Brahms.« (***).\nAuf S. 177 wird das Konzert vom 5.2.1887 erwähnt:\r\n    »Eingesandte Concertprogramme [...] Boston. Symphony Orchestra. (Wilhelm Gericke) XVII. Concert. February 5th. [...] A. Bruckner: Symphony in E-major, Nr. 7 [...]« (°).\nAuf S. 178 folgt ein Bericht über die Aufführung der 7. Symphonie in Berlin [am 31.1.1887]:\r\n           »Kleine Mittheilungen und Berichte.\r\n    [...] - Ueber die Aufführung von Bruckner's siebenter Symphonie in Berlin schreibt das \"Deutsche Tageblatt\" [2.2.1887]: \"Das vierte Klindworth=Concert vermittelte die erste Bekanntschaft des musikalischen Berlins mit Anton Bruckner. Dessen siebente Symphonie in E-dur wurde aufgeführt, zum erstenmale überhaupt hier ein Werk von Anton Bruckner, und der Mann ist 63 Jahre alt. Nun hat zwar schon mancher Componist sieben und mehr Symphonien geschrieben und sie sind nicht aufgeführt worden, und die Welt hat nichts daran verloren. Hier aber liegt die Sache wesentlich anders. In dieser Symphonie ist ein vom Kopf bis zu den Füssen geharnischter Riese vor uns hingetreten, so dass wir uns nur staunend fragen: Wie ist es möglich, dass ein solcher Mann bis an seinen Lebensabend unbekannt bleiben konnte, dass er fast das Schicksal so Vieler theilte und erst nach seinem Tode anfing zu leben? Die Symphonie hat die hergebrachten vier Sätze, ein Allego in E-dur, ein Adagio in Cis-moll, ein Scherzo in A-moll und ein Finale in E-dur;aber das sind nur ungefähre Grundtonarten, an die sich Bruckner sonst im wesentlichen nicht bindet. Seine Melodiegestaltung schreitet in Wagner'schem Sinne vorwärts, Modulation und nun gar die Instrumentation sind ganz Wagner, u. zw. in so eminent eigenartigem Sinne, dass man recht wohl sagen kann: Bruckner ist einer von den Wenigen, die den Bayreuther Meister wirklich verstanden haben, der in Folge dessen auch weiss, wie dessen Weise auf dies andere Feld zu übertragen ist. [... Text auch weiterhin wie bei 37/520, dort mit einigen lediglich orthographischen Abweichungen (der komplette Text auch im Artikel vom 25.2.1887) ...] Es wird hoffentlich Gelegenheit geboten werden, diesen verblüffenden Coloss baldigst mehr als einmal wiederholt hören zu können und dann könnte man der Sache erst näher treten.« [keine Signatur] (°°). \nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 11 führt auf S. 140 (»Aufgeführte Novitäten«) bereits die 7. Symphonie in Dresden an:\r\n»Bruckner (A.), 7. Symph. (Dresden, 4. Philharm. Conc.)« [das Werk war zuerst für den 11.1.1887 angekündigt] (°°°).\nAuf S. 138 wird eine Aufführung der 7. Symphonie in Boston gemeldet:\r\n          \"Concertumschau.\r\n[...]\n     Boston. 17. Symphonieconcert: 7. Symph. v. Bruckner, Ouvert. \"In the Mountains\" v. A. Foote, Dmoll-Violinconc. v. Wieniawski (Hr. Adamowski).\" (#).\n(Konzert der Philharmoniker unter Eduard Schütt zugunsten des Vogelweide-Denkmals mit Werken von Wagner, Liszt (»Elisabeth«), Löwe u.a. (##).", "Letzte Änderung": "12.07.2024 12:43"}, {"ID": 188703115, "Datum": "11.3.1887, Freitag", "Haupttext": "[? oder 2.3.1887?]\nBrief von Jean Louis Nicodé an Bruckner:\n     Er werde die großartige 7. Symphonie am 15.3.1887 in Dresden aufführen (*)\n \nBesprechung des Konzerts vom 9.3.1887 mit der 3. Symphonie im \"Haagsche courant\" Nr. 1223 ('s-Gravenhage) auf S. 2:\n\"               KUNST en LETTEREN.\r\n             Zevende Diligentia-Concert.\n     Ter afwisseling van de vele buitenlandsche solisten die het Diligentia-Concert dit seizoen zijn leden te hooren gaf, kreeg men gisteren-avond weder eens eene landgenoote te zien, in de liefelijke gestalte van Mej. Dyna Beumer. [... über die Solisten ...].\r\n     De symphonie No. 3 van Anton Brückner, werd op verzoek (van wien?) nog eens herhaald, en mocht door de fraaie uitvoering vooral van het origineele scherzo en presto, een succès d'estime behalen. Na de pauze speelde het orkest Bruch's Einleitung Loreley, terwijl de ouverture Zauberflöte op waardige wijze dit concert besloot.\n                            H.\" (**).\r\n \n\"Het vaderland\" Nr. 59 ('s-Gravenhage) bringt auf S. 5 ebenfalls eine Kritik zu diesem Konzert:\n\"          Kunst- en Letternieuws.\n         CONCERT-DILIGENTIA.\n    Eenige leden van het »C.-D.” vroegen om de 3e Symphonie van Bruckner en het bestuur was aanstonds bereid dat verzoek intewilligen. Ziedaar een precedent, dat wel eens gevaarlijk zou kunnen worden. Want zoo men met «eenige” leden rekening moet houden, «andere” leden— om in Kamer-stijl te spreken hebben ook hun wenschen, hun voorkeur en wanneer dezen nu het voorbeeld gingen volgen van «eenige”, dan zou het bestuur in een zeer moeilijk parket komen. De Symphonie van Bruckner was pas in Maart 1886 voor den tweeden keer uitgevoerd; een aantal werken van niet minder beteekenis wachten nog op een eerste herhaling; een aantal nieuwe werken van beteekenis, o. a. Brahms’ 4e Symphonie, vragen om gehoor; een aantal meesterwerken van vroegeren tijd dreigen geheel in het vergeetboek te geraken. Onder deze omstandigheden ware het bestuur gerechtvaardigd geweest, indien het op het verzoek van «eenige” leden afwijzend had beschikt. De ontvangst, die aan Bruckners werk gisterenavond ten deel viel, was eigenaardig. Na het Allegro een zeer zwak, na het Scherzo in het geheel geen applaus; na het Adagio vrij warme, na het Presto warme, ja lang aanhoudende toejuichingen. Toch is het Allegro verreweg het belangrijkst, het Scherzo het dankbaarst en bevattelijkst gedeelte van het werk. Het indrukwekkend slot van het Presto verklaart den daaraan geschonken bijval; toch blijven die »Satz” en het Adagio, voor ons, ondanks themas Beethoven en Wagner waardig, ondanks schitterende instrumentaal-effecten, onbevredigend wegens hun vormloosheid. De uitvoering van het Allegro liet in zekerheid te wenschen over, die van de drie laatste gedeelten was zeer verdienstelijk. De stemming van het koper was den geheelen avond niet boven bedenking. Bruchs effectvolle «Loreley”- en Mozarts onvergelijkelijke »Zauberflöte”-ouverture, mochten zich in een flinke vertolking verheugen; in Mozarts werk echter stonden de houten blaasinstrumenten niet boven de moeilijkheden.\n     Solisten waren Dyna Beumer en Jules De Swert, [...].\" [keine Signatur] (***).\n \nÜber das Konzert schreibt auch das \"Dagblad van Zuidholland en 's Gravenhage\" Nr. 59 auf S. 5:\n\"                 Kunst en Wetenschap\n        Vierde [sic] Concert Diligentia.\r\n     Waren op het vorige concert twee solisten opgetreden, hier geheel onbekend, nu hadden wij weder twee goede oude bekenden en, blijkens de goed bezette zaal, twee zeer gewaardeerde gasten.\n     [... über die Solisten und ihre Nummern ...].\n     Beide artisten werden op de piano begeleid door mej. Z. Moriamé, die als pianiste met hen medereist en bv. heden-avond in Delft en Zaterdag in Amsterdam met hen in concerten optreedt. Wij behooren niet tot diegenen, op wier verzoek de 3e symphonie van Brückner ten derden male werd gespeeld, en zoud [unlesbar] volkomen genoegen mede nemen als men die nu [unlesbar] wat liet rusten.\r\n     Mochten eenige leden het verzoek doen die weder uit te voeren, dan zou het Bestuur die bv. in het tweede gedeelte alleen kunnen laten, spelen, of eens drie malen achter elkander op één avond; dan zou men kunnen zien hoevelen oprechte bewonderaars van dit werk zijn. Behalve Brückner stonden Loreley’s //Inleiding van Max Bruch en //die Zauberflöte” van Mozart op het programma, [...].\" [keine Signatur] (°).\n(Konzert des Geigers Wilhelmj in Wien (°°)).", "Letzte Änderung": "15.10.2025 16:16"}, {"ID": 188703135, "Datum": "(13.3.1887, Sonntag)", "Haupttext": "The Brooklyn Daily Eagle Nr. 71 bringt auf S. 6 in der 6. Spalte eine (etwas irrige) Notiz über die Arbeit an der 9. Symphonie:\r\n\"     Anton Bruckner, not to be behind Beethoven, has written a ninth symphony with a choral finale.\" (*).\n \n(4. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Wagner (Gralsfeier aus »Parsifal«), Mendelssohn und Händel (**)).\n\r\n(Aufführung der 2. Serenade Volkmanns im Bösendorfersaal im Konzert der Musikgesellschaft »Mozart« unter Emil Rotter (***)).", "Letzte Änderung": "21.11.2024 14:23"}, {"ID": 188703145, "Datum": "14.3.1887, Montag", "Haupttext": "Ein Leserbrief in \"Het vaderland\" Nr. 61 ('s-Gravenhage) auf S. 2 befasst sich mit der Programmgestaltung des Konzerts vom 9.3.1887 mit der 3. Symphonie:\n\"             INGEZONDEN STUKKEN.\n[Voor dan inhoud stelt de Redactie zich niet aansprakelijk.]\n         DE DILIGENTIA-CONCERTEN.\n\n                                     Ni cet excès d’honneur, ni cette indignité.\n     Toen voor enkele jaren Verhulst het ook door het Bestuur billijk geachte verlangen van menigeen, om aan de muziek der richting van Wagner, Berlioz en Liszt een plaats op het Diligentia-program te geven, met ongeveer, »dat is geen muziek” als »abfertigte”, toen was m.i. het tweede deel van het motto dezes toepasselijk. Ik heb, niettegenstaande mijne groote waardeering van Verhuist, het mijne toegebracht aan de cassatie van dat vonnis.\n[...]\n     Zijn nu onze Wagnerianen dankbaar? Voldaan althans zijn ze niet: want nu willen ze bovendien hunne muziek aan het Diligentia-publiek ingestampt hebben. Er is gepetitionneerd om de symphonie van Bruckner, ofschoon in de beide vorige seizoenen uitgevoerd, op nieüw aan de beurt te hebben: want (heette het) alleen wanneer het publiek die muziek dikwijls hoort, zal zij op den waren prijs worden gesteld. En het Bestuur gaf toe aan een verlangen, hetwelk, wanneer het ten voordeele van een werk uit de oude school was geuit, geen kans hoegenaamd zou gehad hebben. Zou het dan (terecht) zijn afgewezen wegens de onbillijkheid van dergelijke herhalingen — of ook vooral uit schroom voor de ontevredenheid der Wagneriaansche minderheid?\n     Dat zij eene minderheid is, heeft men juist bij de uitvoering van Bruckners werk beslist kunnen waarnemen. Want hoe was, niettegenstaande men dit werk dan nu HERHAALDELIJK genoten had, de ontvangst in vergelijking met die van Schumann’s symphonie op het vorige concert ?\n     Maar de aanhangers der Toekomstmuziek [...].\n     Voor hen, die evenmin van «excès d’honneur” aan de nieuwe richting gediend zijn als van indigniteiten tegen kunstenaars als Wagner en Berlioz, wordt het m. i. tijd zich ook eens bij het Bestuur te doen gelden.\n                                  A. P. Th. EIJSSELL.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703146, "Datum": "nach dem 14.3.1887", "Haupttext": "Kastner's Wiener Musikalische Zeitung (Musikalische Chronik Bd. 5) schreibt auf S. 200 (Zeitschriften-Revue): \n»Leipziger Musik- und Kunstzeitung, [...] - 1., 15. Jänner 1887: Die Symphoniker der Neuzeit: II. Franz Liszt ²), von Carl Kipke. [...] [Fußnote:] ²) Das erste Capitel dieser Rubrik, in der ersten Nummer des Jahrgangs 1886 erschienen, hatte Anton Bruckner zum Gegenstand.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703155, "Datum": "15.3.1887, Dienstag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Gewerbehaus-Orchester unter Nicodé im 6. Philharmonischen Konzert in Dresden (*).\nAußerdem erklingen Werke von Sauret, Kleffel, Rubinstein und Richard Wagner (Kaisermarsch). Mitwirkende: Emile Sauret (Violine) und Aline Friedel (Mezzosopran) (*a).\n\r\nKastner's Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 20, bringt auf S. 325 eine Vorausschau auf das Konzert des Wiener Männergesangvereins [mit WAB 90] am 25.3.1887 [recte 27.3.1887]:\r\n      »[...] Das zweite Concert des Wiener Männergesangvereins findet am 25. d. M. Mittags im grossen Musikvereinssaale mit folgendem Programm statt: Bruckner: \"Um Mitternacht\" (neu); [...]« (**).", "Letzte Änderung": "29.12.2023 14:39"}, {"ID": 188703157, "Datum": "etwa Mitte März 1887", "Haupttext": "(Möglicherweise von Hans Kleser eingerückter) Artikel in der Kölner Neuen Musik-Zeitung, VIII. Jahrgang, Nr. 5:\n»Aus einem Wiener Briefe des »Pest. Lloyd« ersehen wir, daß Hans v. Bülow trotz aller Widerwärtigkeiten seinen Humor nicht verloren hat. [... über Bülows Einfall, von Budapest aus den Wiener Tonkünstlerverein telegraphisch (unterzeichnet: »Hanuschkoff«) zu informieren, Bruckner sei zum König von Bulgarien ernannt worden ... über die Anforderung von 10000 Bildern in einem zweiten Telegramm und Bruckners (fiktive) Reaktion ... Nachsatz der Redaktion:] Er hätte sich nur an uns wenden sollen; wir hätten ihm 10.000 Exemplare von Nro. 2 der N. M. Z. Jahrgang 1886 (Bruckners Portrait und Lebensbesch[reibung]) übersandt. [/] Die Redaktion.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703165, "Datum": "16.3.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Ein weiterer Leserbrief in \"Het vaderland\" Nr. 63 ('s-Gravenhage) auf S. 2 befasst sich mit der Programmgestaltung des Konzerts vom 9.3.1887 mit der 3. Symphonie und nimmt Bezug auf den Leserbrief vom 14.3.1887:\n\"               INGEZONDEN STUKKEN.\n[Voor dan inhoud stelt de Redactie och niet aansprakelijk.]\n                  CONCERT-DILIGENTIA.\n                              ’s Hage, 13 Maart 1887.\n           Mijnheer de Redacteur!\n     Vergun mij een plaatsje in uw veelgelezen dagblad, waarvoor ik u reeds bij voorbaat hartelijk dank zeg.\n     Het verslag over het laatste »Diligentia”-concert, waarin de recensent van uw blad in bedenking geeft, of het bestuur wel goed gedaan heeft met te voldoen aan het verzoek van eenige muziekliefhebbers, om de Bruckner-Symphonie te willen uitvoeren, schijnt voor den heer Eyssell een goede aanleiding geweest te zijn, om ook over die uitvoering niet alleen het bestuur te kapittelen, maar ook over de Wagnerianen en zelfs over het Bayreuther-theater zijn oordeel uit te spreken.\n     Dit ingezonden stuk geeft mij de volgende opmerkingen inde pen.\n     1o. naar aanleiding van het verzoek der Wagnerianen. De heer E. vindt het onbillijk. Dit zie ik niet in, en brutaal is het zeker niet, zooals de heer E. dit, ofschoon niet ipsis verbis, wel gelieft te noemen. Is het dan nog niet genoeg, dat twee derde gedeelten van den avond besteed worden aan vroegere componisten, onder welke voor den heer E. blijkbaar vader Haydn een goede plaats inneemt? Mij dunkt, de aanhangers van die richting krijgen dan toch het leeuwenaandeel en nu zijn ze nog ontevreden. Is dan die ontevredenheid wel zoo billijk ten opzichte van hen, die volgens den heer E. de minderheid uitmaken? Verder zegt de heer E., dat voor toegeven aan een verlangen ten voordeele van een werk uit de oude school hoegenaamd geen kans zou bestaan hebben. Heeft de heer E. hiervan persoonlijk ondervinding? Ik weet het niet, doeti moet dit wel gelooven: er wordt althans geen bewijs voor aangevoerd.\n     2o. ten opzichte van de minderheid. Uit de ontvangst van Bruckner’s Symphonie trekt de heer E. de conclusie dat de Wagnerianen in de minderheid zijn. Dat kan ik niet toegeven. Het kan toch zeer wel mogelijk zijn, dat zij, die Wagneriaan zijn (nl. in dien zin, dat zij ook het goede in die richting niet voorbijzien), een compositie van een navolger van Wagner minder voortreffelijk vinden dan die van den meester zelf. Wanneer de niet-Wagnerianen een werk van die richting alléen beoordeelen naar de meer of minder goede ontvangst, die er aan te beurt valt — en tot dezen behoort blijkbaar ook de heer E. — dan noem ik dit al een zeer zwakke basis van beoordeeling.\n     3o. ten opzichte van de aanhaling van het Bayreuthertheater. Deze was geheel onnoodig en ze had met de quaestie niets te maken.\n     Overigens vind ik den toon, waarop de heer E. over dat theater en de Wagneriaansche richting in ’t algemeen spreekt, nog al uit de hoogte. Het is mij niet bekend, of de heer E. zich wel de moeite getroost heeft eenige studie te maken van de werken der nieuwe richting en reeds het theater te Bayreuth heeft bezocht; is dit niet het geval, dan heeft de beoordeeling van den heer E. voor mij even groote waarde als het oordeel van een jongejuffrouw, die op een der «Diligentia”-concerten, tijdens de uitvoering van het «Parsifal-Vorspiel” naast mij gezeten, bij het einde er van beweerde, dat het «toch maar knaleffect was”.\n            Hoogachtend       Uw dw. S. DE VRIES.\nP. S. Aangezien ik niet «roezig” ben, zal ik mij verder van alle polemiek onthouden.\" (*).\n \nAufführung einer Serenade von Hofmann unter Kretschmann im Bösendorfersaal (**).", "Letzte Änderung": "12.02.2025 09:45"}, {"ID": 188703175, "Datum": "17.3.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie [am 15.3.1887] in den Dresdner Nachrichten Nr. 76 auf S. 3:\n\"                        Feuilleton.\n     † Sechstes Philharmonisches Concert am 15. März im Gewerbehause. Das letzte Concert des dieswinterlichen Cyklus brachte die siebente Sinfonie, E-dur, des österreichischen Komponisten Anton Bruckner, welcher mit manchen Anderen das Schicksal theilt, erst in späteren Lebensjahren – er ist 1824 geboren – weiteren Kreisen bekannter zu werden. Das vorliegende Werk erweckte durchgehends großes Interesse, wenn auch nicht ebenso durchgehends Wohlgefallen. In Bruckner herrscht Leben, Ringen, Kämpfen, nicht nur im 4. Satze wie eine Programmbemerkung meint, sondern viel mehr noch in den vorhergehenden Sätzen. [... Wagner, Form, Beethoven, Harmonik ...] Wem wäre die schon mehr häßlich zu nennende Stelle im 2. Satze nicht aufgefallen, in der der Posaunenchor gegen das übrige Orchester ankämpft? [... dennoch viel Interessantes, Schönes ... Erfindungsreichtum ... \"nicht immer aus einem Guß\", mehr zusammengesetzt ... Orchestration (kontrastreich, Verwendung der Posaunen [vermutlich die Tuben gemeint]) ...]. Alles in Allem müssen wir dankbar sein, daß uns dieser eigenartige, trotz seiner Wagnernachfolge doch wesentlich selbstständige Komponist durch Nicodé's Initiative bekannt gemacht worden ist. - [... über die anderen Werke und Mitwirkenden (Emil Sauret, Aline Friede). - Das Orchester hielt sich besonders tapfer in der Sinfonie und in dem, den Abend und die Saison abschließenden gewaltigen Kaisermarsch von Wagner, welchen das in gehobene Stimmung vesetzte Publikum von dem Kaiserhymnus an (gesungen von Liedertafel, Männergesangverein und Sänger des Neu= und Antonstädter Turnvereins) stehend anhörte. [...] - Herr Nicodé hat sich auch in dieser Saison als ein trefflicher Dirigent bewährt, dessen Feinsinn im Auswählen von Neuheiten und Geschick im Einstudiren und Zusammenhalten eines doch nicht einheitlichen Orchesters, dessen künstlerisch scharf eindringender Geist und Sinn sich so entschieden darlegen konnten, daß es nur lebhaftes     Bedauern erwecken müßte, wenn sich das Gerücht bewahrheitete, daß er aus irgend welchen Gründen nächsten Winter nicht wieder an diesem Direktionspulte erscheinen würde.\n                                                                   Eugen Krantz.\"", "Letzte Änderung": "16.12.2024 08:52"}, {"ID": 188703195, "Datum": "19.3.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Aufführung des Chores »Um Mitternacht« [WAB 90] am 27.3.1887 wird angekündigt\nim Fremdenblatt Nr. 77 auf S. 13 - »[...] »Um Mitternacht«, Chor von Anton Bruckner (neu) ...]« - (*),\n \nim Wiener Tagblatt Nr. 77 auf S. 8 (identischer Text) (**)\n \nund in der \"Presse\" Nr. 77 auf S. 11:\n     \" - Der Wiener Männergesang=Verein veranstaltet sein zweites Concert im großen Musikvereinssaale Sonntag den 27. d., Mittags, mit folgendem Programm: [... Esser, Heuberger, Engelsberg, Vieuxtemps (Violinsolist Hans Wessely) ...] \"Um Mitternacht\", Chor von Anton Bruckner (neu); [... Scholz, Hugo Jüngst, Veit, Spohr, Popper, Mendelssohn ...]\" (***).", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:34"}, {"ID": 188703205, "Datum": "20.3.1887, Sonntag", "Haupttext": "Datierung von fremder Hand \"Finale der VIII. Symphonie. 20. März 1887 (Kühfuß) | (Bruckner's Autograph)\" in einer Skizze zum Finale der 8. Symphonie bei Takt 761 (*).\n \nDie amerikanische Zeitung \"The Brooklyn Daily Eagle\" Nr. 78 (Brooklyn, New York) bringt auf S. 6 in der 6. Spalte Kurznachrichten aus dem Bereich Musik und Theater (teilweise eher einer Klatschkolumne zugehörig):\n\"               ————\n     Anton Bruckner has been called the Walt Whitman of orchestra composers. Says his critic: \"He has grand, lofty ideas expressed in a rambling and sometimes incoherent manner.\"\n                ————\n     Arthur Sullivan's \"Golden Legend\" will be sung by a chorus of 3,000 persons, with a big band and organ, in the London Crystal Palace, on the 7th of May. It will also be sung in Germany. [...]\" (**).\n \n(8. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, Wagner (Siegfried-Idyll) und Beethoven (Eroica) (***)).", "Letzte Änderung": "09.09.2025 13:56"}, {"ID": 188703206, "Datum": "nach dem 20.3.1887", "Haupttext": "Die Signale für die Musikalische Welt Nr. 27 berichten auf S. 422 von der Aufführung der 7. Symphonie [am 15.3.1887]:\n     \" * In Dresden brachte das sechste und letzte Philharmonische Concert unter Leitung des Herrn Nicodé als orchestrales Hauptwerk die siebente Symphonie von Bruckner. Die Wiedergabe des schwierigen Werkes, das einen gemischten, mehr befriedigenden, als unbefriedigenden Eindruck hinterließ, war eine vortreffliche. Als Solisten ließen sich hören: Fräulein Aline Friede aus Berlin, in der man eine sehr schätzenswerthe Concertsängerin (Mezzo=Sopran) kennen lernte, und der Violinvirtuos Emile Sauret, welcher unter großem Beifall eine Suite italienne eigener Composition spielte. Wagner's Kaisermarsch mit Chor beschloß den Abend.\"", "Letzte Änderung": "19.02.2023 23:20"}, {"ID": 188703215, "Datum": "21.3.1887, Montag", "Haupttext": "Datierung [durch Bruckner oder Josef Schalk?] in einer Abschrift der 5. Symphonie, in die zuvor Bruckner Änderungen eingetragen hatte (*).\nAufführung von »Amaranths Waldeslieder« [WAB 58] durch Hans Prix und Frl. Proschko im Konzert des Männergesangvereins »Harmonie« im Stiftsmusiksaal in Kremsmünster.\r\n     Anwesend sind u.a. Abt Leonard Achleuthner und die Mitwirkenden Frl. Feßl und die Herren Dümmler, Proschko, Leithenmeier und J. Runkel (**).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:35"}, {"ID": 188703216, "Datum": "21./22.3.1887, Montag/Dienstag", "Haupttext": "Kalendernotiz [zuvor »22./23.3.1887«]: 1. 200 fl Quartiergeld [Oelzelt-Newin gemeint?] frei. [/] 2. Gage 600 fl Abzug [/] 3. Paris 100 Fr [/] Frankf. 15 Thaler [/] Rättig 50 fl [/] 4. 2 mal 1000 Mark v. München.«", "Letzte Änderung": "16.12.2024 08:52"}, {"ID": 188703217, "Datum": "Frühjahr 1887", "Haupttext": "Amelie Klose kommt nach Wien und holt ihren Bruder nach dem Unterricht bei Bruckner ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703235, "Datum": "23.3.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Kastners Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 21, zitiert auf S. 343f den Artikel des Deutschen Tageblatts [vom 2.2.1887] über das Konzert vom 31.1.1887 mit der 7. Symphonie:\r\n    »*** Der (leider anonyme!!) Referent des Berliner \"Deutschen Tageblattes\" schreibt: \"Das vierte \"Klindworth-Concert\" vermittelte die erste Bekanntschaft des musikalischen Berlins mit Anton Bruckner. Dessen siebente Symphonie in E-dur wurde aufgeführt, zum ersten Male überhaupt ein Werk von Anton Bruckner, und der Mann ist dreiundsechzig Jahre alt. Nun hat zwar schon mancher Componist sieben und mehr Symphonien geschrieben und ist nicht aufgeführt worden, und die Welt hat nichts daran verloren. Hier aber liegt die Sache wesentlich anders. In dieser Symphonie ist ein vom Kopf bis zu den Füssen geharnischter Riese vor uns hingetreten, so dass wir uns nur staunend fragen können: Wie ist es möglich, dass ein solcher Mann bis an seinen Lebensabend unbekannt bleiben konnte, dass er fast das Schicksal so Vieler theilte und erst nach seinem Tode anfing zu leben? [... Text wie bei 37/519, mit minimalen orthographischen Abweichungen ...] Seine Melodiegestaltung schreitet im Wagner'schen Sinne vorwärts, Modulation und nun gar die Instrumentation sind ganz Wagner, und zwar in so eminent eigenartigem Sinne, dass man recht wohl sagen kann: Bruckner ist einer von den Wenigen, die den Bayreuther Meister wirklich verstanden haben, der in Folge dessen auch weiss, wie dessen Weise auf dies andere Feld zu übertragen ist. Wer von Reminiscenzen reden will, der mag es in Gottes Namen thun, [... Text wie bei 37/520, mit lediglich minimalen orthographischen Abweichungen ...] und über das Wie und Warum werden wir ja auch in's Reine kommen, wie gesagt, hoffentlich bald. - Eine grosse Anzahl Derjenigen, die ja auch in solchen Concerten nur ihre Zeit absitzt, hatte mit dem ersten Theile des Abends überhaupt schon genug und wartete den drohenden Koloss eines ganz unbekannten Herrn Bruckner nicht mehr ab. [...] Es war einer der merkwürdigsten Abende dieses Winters, der uns viel und noch lange zu denken geben wird. Doch hätte Herr Klindworth wohl die Bruckner'sche Symphonie an den Anfang des Concertes setzen und so das Publicum zum Anhören zwingen können. Es war Denjenigen, die eine solche, im ersten Augenblick vielleicht undankbare Anstrengung scheuen, gar zu leicht gemacht.« [keine Signatur] (*).\nSchreiben des Wiener Männergesangvereins an Bruckner:\r\n     Ob er beim Konzert am 6.4.1887, bei dem auch der Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] erklingen wird, als Organist mitwirken könne. Programm und Karten für den 27.3.1887 lägen bei. Unterschrift von Rudolf Hofmann (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703246, "Datum": "nach dem 24.3.1887", "Haupttext": "Die Signale für die Musikalische Welt Nr. 28 berichten auf S. 435 von der Aufführung der 7. Symphonie [am 15.3.1887]:\n     \" * Dresden, 23. März. Das sechste und diesjährig letzte philharmonische Concert unter Nicodé's Leitung brachte die siebente Symphonie (Edur) von Bruckner, ohne mit dieser einen erheblichen Erfolg erzielen zu können. Das edle, allem Trivialen abgewandte Streben und Wollen des Componisten wird hier weder durch wirkliche Bedeutsamkeit der Motive, noch durch eine packende Ausdrucksfähigkeit der Mittel unterstützt und im Verhältniß zu der sehr ausgesponnenen Dauer des Werkes (die Symphonie nimmt eine volle Stunde in Anspruch) erweist sich der Inhalt doch nicht genügend groß und reich. [... Sauret, Aline Friede (Lieder von Kleffel und Rubinstein) ...] Am Schluß dieses Concerts, den Wagner's Kaisermarsch bildete, wurden dem Dirigenten Herrn Nicodé die unzweideutigen Beweise warmer Anerkennung seitens des Publicums zu Theil. [... über andere Konzerte und das 9jährige Wunderkind Joseph Hofmann ...]\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "19.02.2023 23:21"}, {"ID": 188703255, "Datum": "25.3.1887, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung berichtet über das Konzert am 21.3.1887 in Kremsmünster (mit »Amaranths Waldesliedern«) - Autor ist vermutlich Oddo Loidol (siehe Anmerkung):\r\n    » # Kremsmünster, 23. März. (Concert.= Am 21. d. M. nachmittags veranstaltete der hiesige Männergesangverein \"Harmonie\" unter Mitwirkung des Damenchores im Stiftsmusiksaale ein Concert, dessen Reinertrag dem Lehrer=Unterstützungsfonde gewidmet war. Zu dieser musikalischen Production hatte sich ein zahlreiches Publicum eingefunden und wurde selbe mit der Anwesenheit Sr. Gnaden des hochw. Herrn Abtes und Landeshauptmannes von Oberösterreich Leonard Achleuthner beehrt. Das Programm umfaßte folgende Nummern: [... Werke von Wagner (Klavier: Frl. Proschko und Frl. Feßl), Engelsberg, Mendelssohn, Neßler ...] 5. A. Bruckner: Waldeslieder aus \"Amaranth\"; [... Mendelssohn, Mozart (Quartettsatz »Dies Bildnis ist bezaubernd schön« mit den Herren Dümmler, Proschko, Leithenmeier und Runkel), Engelsberg, Koschat und F. Lachner ... wohlverdienter Applaus ...] A. Bruckners \"Waldeslieder\", welche vom Herrn Lehrer Prix mit Wärme gesungen und vom Frl. Proschko vortrefflich auf dem Piano begleitet wurden, waren für ein Concert in Kremsmünster um so interessanter, als selbe in den Fünfzigerjahren vom Componisten im hiesigen Stifte geschaffen worden sind. [...] Der verdienstvolle Vorstand des obgenannten Vereines, Herr J. Runkel, dessen 60jähriges Sängerjubiläum die \"Harmonie\" am verflossenen Samstag in recht inniger Weise feierte, kann mit Freude auf den Erfolg des Concertes hinblicken.« [keine Signatur] (*).\n \nMit fast identischem Text berichtet auch das Linzer Volksblatt Nr. 69 auf S. 2 von diesem Konzert:\n     \"Kremsmünster. (Concert.) Am 21. d. M. nachmittags veranstaltete der hiesige Männergesangsverein \"Harmonie\" im Stiftsmusiksaale unter Mitwirkung des Damenchores ein Concert, dessen Reinertrag dem Lehrer=Unterstützungsfonde gewidmet war. Zu dieser musikalischen Production hatte sich ein zahlreiches Publicum eingefunden und wurde selbe mit der Anwesenheit Sr. Gnaden des Hochw. Herrn Abtes und Landeshauptmannes von Oberösterreich Leonard Achleuthner beehrt. Das Programm umfasste folgende Nummern: [... Werke von Wagner (Klavier: Frl. Proschko und Frl. Feßl), Engelsberg, Mendelssohn, Neßler ...] 5. A. Bruckner: Waldeslieder aus \"Amaranth\"; [... Mendelssohn, Mozart (Quartettsatz \"Dies Bildnis ist bezaubernd schön\" mit den Herren Dümmler, Proschko, Leithenmeier und Runkel), Engelsberg, Koschat und F. Lachner ... wohlverdienter Applaus ...] A. Bruckner's \"Waldeslieder\", welche vom Herrn Lehrer Prix mit Wärme gesungen und vom Frl. Proschko vortrefflich auf dem Piano begleitet wurden, waren für ein Concert in Kremsmünster um so interessanter, als selbe in den Fünfziger Jahren vom Componisten im hiesigen Stifte geschaffen worden sind. [...] Der verdienstvolle Vorstand des obgenannten Vereines Herr J. Runkel, dessen 60jähriges Sängerjubiläum die \"Harmonie\" am verflossenen Samstage in recht inniger Weise feierte, kann mit Freude auf den Erfolg des Concertes hinblicken.\" [keine Signatur] (**).\n\r\nKonzert des Wiener Männergesangvereins mit \"Um Mitternacht\" siehe 27.3.1887 (***).\n\r\nIn einer Konzertbesprechung in \"Het vaderland\" Nr. 71 ('s-Gravenhage) auf S. 5 wird Bruckner bei Überlegungen zur Programmgestaltung erwähnt:\r\n\"              Kunst- en Letternieuws.\r\n             CONCERT-DILIGENTIA.\r\n     [...] De meer behoudenden onder de leden van »Diligentia” zullen het bestuur vooral dankbaar zijn geweest voor de beminnelijke symphonie van Haydn, de geavanceerden voor Wagners schitterend tonenmozaïek, allen zonder uitzondering voor Beethovens dramatische schepping. Zou het toch zoo moeilijk niet zijn, als het wel lijkt, alle smaken te bevredigen? Over het geheel genomen hebben de programma’s in het afgeloopen seizoen bewezen, dat dit het streven is van het bestuur. Bruckner mocht een oogenblik het geloof hieraan hebben geschokt, Vader Haydn heeft alles weer in het reine gebracht. Eind goed al goed. Behalve met Liszts »Tasso” en Nicodé’s »Variaties” werd het orkestrepertoire niet verrijkt. [...].\" [keine Signatur] (°).\n\r\n(Konzert des Schubertbundes im Musikvereinssaal (°°)).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 14:36"}, {"ID": 188703265, "Datum": "26.3.1887, Samstag", "Haupttext": "Bei Gause berichtet Josef Schalk, daß er und Zottmann [am 12.4.1887?] die 5. Symphonie mit zwei Klavieren im Bösendorfersaal aufführen wollen. Klose und Goldschmidt werden Zeugen einer heftigen Diskussion zwischen Bruckner und Schalk. Bruckner besteht darauf, das Konzert abzusagen, da die Proben ohne ihn stattfanden.", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:17"}, {"ID": 188703274, "Datum": "vor dem 27.3.1887", "Haupttext": "Brief Bruckners an Kremser:\r\n   Die Solostimme im Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] könne mehrfach besetzt werden (*).\nBruckner trägt in der gedruckten Partitur Änderungen mit Bleistift ein (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703275, "Datum": "27.3.1887, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung des Chores »Um Mitternacht« (Robert Prutz), Chor von ... Anton Bruckner.« [WAB 90] beim 2. Konzert des Wiener Männergesangvereins unter Kremser im Großen Musikvereinssaal (*).\r\n    »Ein Chor von grossartiger Conception und eigenthümlicher Klangwirkung« (*a).\r\n    »[...] Bruckner's Chor \"Um Mitternacht\", eine Composition voll contrapunktischer Schönheiten, brachte dem Verein das Lob meisterhafter Aufführung ein, da die Stimmführung in diesem Chor eine ausserordentlich schwierige ist. [...]« (*b).\r\n    Auf dem Programm stehen außerdem Werke von Heinrich Esser (Chor mit Klavier »Beim Feste«, Text: Geibel, Klavier: Adolf Lorenz), Richard Heuberger (»Gute Nacht«, Text von Baumbach), E. S. Engelsberg (»Im Maien«, Text von Rodenberg, Klavier: Adolf Lorenz), Vieuxtemps (Ballade und Polonaise für Violine, Solist Hans Wessely, Klavier Robert Erben), Edwin Schultz (»Waldharfen-Chor«, Text von Julius Wolff, Tenorsolo Johann Walicek [Wamicek], Klavier Ad. Lorenz), Hugo Jüngst (»Lieblicher Geselle« [auch: »Lieblich gesellet«]), W. H. Veit (»Käfer und Blume«, Text: Cesar von Lengerke), Spohr (Adagio für Violine), Popper (Elfentanz, Solist Hans Wessely, Klavier Robert Erben) und Mendelssohn (»Vespergesang«, Chor mit Soli (Carl Benesch, Heinrich Gaßner, Carl Wendlik), Violoncelli und Kontrabässen (Leitung: Franz Simandl) und Orgel (Rudolf Dittrich)) (*c).\r\n    [Vermutlich für diese Aufführung:] Bruckner erhielt für die erstmalige Aufführung einer Männerchorkomposition bei einer öffentlichen Produktion den satzungsmäßigen Ehrensold (1 Dukaten in Gold) zuerkannt:\r\n    »[...] Satzungsmäßige Ehrensolde (je 1 Ducaten in Gold für die erstmalige Aufführung einer Composition für Männerchor bei einer öffentlichen Production) wurden im Sinne des bezüglichen Vereinsbeschlusses vom 1. October 1847 [...] Anton Bruckner, [...] zuerkannt.« (*d).\nBrief Josef Schalks an Bruckner:\r\n    Da er seit Dezember die 5. Symphonie vorbereite, könne er dem gestrigen Entschluß nicht folgen. Bruckner habe ja mit ihm und Zottmann wochenlang [gemeint: vor dem 12.12.1882?] das Werk studiert. Sie hätten ihn zu den Proben am [Oster-]Sonntag und Montag dazugebeten. So kurz vor dem 12.4.1887 sei eine Änderung unmöglich. Schlägt Aussprache heute oder morgen vor (**).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (***).", "Letzte Änderung": "20.02.2026 09:37"}, {"ID": 188703285, "Datum": "28.3.1887, Montag", "Haupttext": "[nicht 25.3.1887!]\nBrief Bruckners an Josef Schalk:\r\nEr sei gestern zu dem Entschluß gekommen, Aufführungen seiner Werke nur nach wochenlangem, gründlichem Studium in seiner Anwesenheit zuzulassen. Bittet [am 12.4.1887] statt der 5. Symphonie etwas anderes zu wählen und die Symphonie April/Mai in Angriff zu nehmen (*).\nDie Montags-Revue Nr. 13 berichtet auf S. 6 vom Konzert am 27.3.1887 (»Um Mitternacht« [WAB 90]):\r\n»(Der Wiener Männer=Gesangverein) hat gestern ein Concert veranstaltet, bei dem selbstverständlich im großen Musikvereinssaal kein Plätzchen leer war. [...] Gehaltvolle Novitäten waren noch Heuberger's \"Gute Nacht\" und ein merkwürdig schöner Chor von Bruckner, \"Um Mitternacht\", der bei allen darin niedergelegten Sonderbarkeiten eine Fülle wechselnder Harmonien und wahrhaft geniale musikalische Gedanken birgt. [... Wesselys] Begleiter, Herr Erben verdient für die Discretion und Zartheit des Accompagnements uneingeschränktes Lob.« [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "10.08.2025 14:17"}, {"ID": 188703295, "Datum": "29.3.1887, Dienstag", "Haupttext": "Die Konstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 87 bringt auf S. 3 eine Kritik zum Konzert vom 27.3.1887 (mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90]):\r\n»Männergesangs=Konzerte. Vorigen Sonntag veranstaltete der Wiener Männergesangverein sein zweites diesjähriges Konzert, [... gut besucht ... ausgezeichnete Ausführung ...]; die Zusammenstellung des Programmes aber, das außer Mendelssohn's auch nicht bedeutendem \"Vespergesang\" keinen irgendwie werth= und gehaltvolleren Chor enthielt, muß als eine dieser vornehmen Körperschafft nicht würdige bezeichnet werden. Von Novitäten, die vorgeführt wurden, gefielen hauptsächlich [... Engelsberg, Heuberger...] und Bruckner's mehr gearbeitetes als empfundenes Chorlied \"Um Mitternacht\". [... über den Geiger Wessely und andere Konzerte ...]« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188703297, "Datum": "29./30.3.1887, Dienstag/Mittwoch", "Haupttext": "Eintragungen Bruckners [über Briefe?] in den Gebetsaufzeichnungen: »[Josef?] Schalk. Coop[erator?]. Dworsky. Koop. Frankf. a. M. Schaller.«", "Letzte Änderung": "07.12.2024 15:49"}, {"ID": 188703315, "Datum": "31.3.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Kastners Wiener Musikalische Zeitung, Jg. 1886/87, Nr. 22, erinnert auf S. 345-350 zunächst an die Aufführung der 7. Symphonie am 21.3.1886 und druckt anschließend Marsops Aufsatz aus dem Deutschen Tagblatt vom 10.8.1885 ab:\r\n»Anton Bruckner.\r\nVon\nDr. Paul Marsop.\r\n   Am 21. März war es bereits ein Jahr, dass die E-dur-Symphonie von Bruckner in Wien zum ersten Male aufgeführt wurde, ohne dass wir bisher eine Wiederholung erlebt hätten.\r\n   Wir glauben es unserem grossen Mitbürger schuldig zu sein, diesen Tag mit einer Erinnerung zu feiern, [...] und wessen Worte könnten den Tondichter würdiger feiern, als Jene von Paul Marsop, dessen begeisterter Artikel im \"Berliner Tageblatt\" vom 10. August 1885 wie eine Prophezeiung klingt und den wir nachstehend, mit Auslassung einiger Ausfälle gegen die Liszt-Berlioz'sche Richtung, vollinhaltlich wiedergegeben [sic]. \r\n   »Ein wie erhebendes Gefühl ist es doch, in unserer Zeit zu leben! [... Text wie bei 37/350-361, mit minimalen orthographischen (hier nicht registrierten) Abweichungen und folgenden Abweichungen im Text: ... es fehlt der Passus über den Harmoniker und die »Fadaisen Liszts« (37/351): »Kiel mindestens gleichkommt - er musste sein einundsechzigstes Lebensjahr antreten« ... »brachte er bisher seine Tage hin« (37/351f) ... »nur in Linz und Wien an die Oeffentlichkeit« (37/352) ... »dessen Herz zu gut ist« (37/355) ... »so mancher Anderen, welche« (37/356 unten) ... es fehlt der Passus »Berlioz-Liszt« (37/358f): »doch darin übereinstimmen, dass sie sich an Beethoven anlehnen.« ... »noch nie ein so wundervolles« (37/359) ... »oder, wenn man will, Shakespeare'schen Humor« (37/359) ... es fehlt »oder Programmroués.« (37/360) ... »zwitschernd Waldvögelein« ... »hell leuchtete es« (37/361) ...] Das war der Abglanz der Grösse Beethoven's auf dem Antlitze Anton Bruckner's.« (*).\n(Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums mit dem Zöglingsorchester unter Josef Hellmesberger (**)).\n(Monatsversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins (***)).", "Letzte Änderung": "28.02.2025 16:14"}, {"ID": 188704005, "Datum": "April 1887", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Seilerstätte 19 Kinderkleider.« (*).\nFranz Schalk begründet eine Bruckner-Stiftung (**).\nAufführung der 7. Symphonie unter Ernst von Schuch in Dresden [Verwechslung mit dem 15.3.1887?? oder die öfters angekündigte Aufführung bei den Philharmonischen Konzerten (vgl. 11.1.1887)?] (***).\nBericht der Christlichen Kunstblätter 28, Nr. 4, S. 32, über die Orgeleinweihung am 18.8.1877 in Kremsmünster mit Angabe der Themen, über die Bruckner improvisierte:\r\n»          Die große Orgel in der Stiftskirche zu Kremsmünster.\r\n     Die auf das Jahr 1877 gefallene 11hundertjährige Jubelfeier des Stiftes Kremsmünster hatte umfassende Restaurationsarbeiten an der Kirche und am Stiftsgebäude mit sich gebracht. Obwohl die neue Orgel erst im Jahre 1858 vom Orgelbauer Moser in Salzburg auf dem \"großen Chore\" aufgestellt worden war,so bedurfte dieselbe bereits in den Siebzigerjahren einer Restauration, welche Herrn Matthäus Mauracher aus Salzburg übertragen wurde. [...] Erwähnt sei hier, dass die \"große Orgel\" nach ihrer Renovation und Vergrößerung zum ersten Male am 18. August 1877 (am ersten Festtage der Jubiläunsfeier) ertönte und zwar unter den Händen des bekannten Altmeisters, Herrn A. Bruckner aus Wien, wobei der Künstler in das Präludium vor dem Kyrie nicht weniger als 4 Themen verwebte: 1) Das Thema des Hornsolo im Kyrie der Beethoven'schen C=Messe. 2) Das »Alleluja« aus Messias von Händel. 3) Das Thema des »Alles, was Odem hat,« aus dem Lobgesang von Mendelssohn. 4) Das Kaiserlied. [... über die Disposition der Orgel und eine am »5. d. M.« [5.4.1887] aufgeführte Komposition von Georg Huemer ...] [/] P. Oddo Loidol, O. S. B.« (°).\n[undatiert, ca. April 1887, nach dem 9.3.1887]\r\n(Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Bernhard Deubler:\r\n     Der Cäcilien-Verein habe sein Verständnis für die Entscheidung des Prälaten [Moser], eine Versammlung in St. Florian nicht zuzulassen, brieflich ausgedrückt [9.3.1887]. Er, Burgstaller, hätte sowieso nicht vor Mai oder Juni etwas unternommen. War mit Mauracher in Kirchheim; Aussicht auf Orgelprojekte in Schlägler Pfarreien gegeben. Die neue Domorgel werde im Juli fertig [siehe Anmerkung]. Lachmayr sei genommen worden, weil man mit den Orgeln in Reichersberg und Seitenstetten sehr zufrieden sei (°°)).", "Letzte Änderung": "05.04.2024 19:42"}, {"ID": 188704015, "Datum": "1.4.1887, Freitag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»1. April 7 fl Fr Kathi gezalt für April 887.« (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 19 meldet auf S. 197, daß am 27.3.1887 der Wiener Männergesangverein den Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] aufgeführt hat:\r\n      »Vereins-Chronik.\r\nWiener Männergesang-Verein. 27. März. Zweites Concert. [...] Ein harmonisch interessanter Chor von Anton Bruckner: \"Um Mitternacht\", hatte geringeres Glück, [...]« (**).\nDas Konzert vom 6.4.1887 (mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] und einer Orgelimprovisation) wird angekündigt\nvon der \"Presse\" Nr. 90 auf S. 11:\r\n      »[...] Das Programm bringt ein Orgel=Präludium, componirt und vorgetragen von Professor Anton Bruckner, der mit diesem Vortrage zum letztenmal öffentlich als Orgelspieler vor das Publicum treten will. [... die folgenden Programmnummern ...] Bruckner's \"Um Mitternacht\" und Mendelssohn's \"Vespergesang\" [... weitere Instrumentalnummern (mit Dittrich, Hauptmann und Frl. Molnar) ...]« (***),\nvom Fremdenblatt Nr. 90 auf S. 12:\r\n      »[...] Das Programm bringt ein Orgel=Präludium, komponirt und vorgetragen von Professor Anton Bruckner, der mit diesem Vortrage zum letztenmal öffentlich als Orgelspieler vor das Publikum treten will [...] Bruckner's \"Um Mitternacht\" und Mendelssohn's \"Vespergesang\" [...]« - (°)\nund der Neuen Freien Presse Nr. 8116 auf S. 6:\r\n      »[...] Orgel=Präludium, vorgetragen von Herrn Anton Bruckner; [...] und \"Um Mitternacht\" von Bruckner. [...]«) (°°).\nHinweis auf die Budapester Aufführung der 7. Symphonie am 4.4.1887 im Pester Lloyd Nr. 90:\r\n»[...] 4. Bruckner, VII. Symphonie (E-dur, zum ersten Male).« (°°°).\n\"Die Lyra\" Nr. 13 berichtet auf S. 115/9 vom Konzert am 27.3.1887:\r\n     \"Wiener Männergesangverein. Das Sonntagsconcert am 27. März hatte guten Besuch und Erfolg. [... launenhaftes Wetter füllt die Konzertsäle ... das Programm hatte] viel Neues, Interessantes und darunter auch Gutes zu bieten. Es sei für heute nur festgestellt, daß [... Engelsberg und Veit ...] den meisten Beifall und eine Wiederholung erzielten, und Bruckner's Chor \"Um Mitternacht\" sowie Edwin Schulz's \"Waldharfen\" die denselben Erfolg in noch weit höherem Maße verdient hätten, ihn aus Ursachen nicht erreichten, die wir demnächst ausführlicher darlegen werden.\" [keine Signatur] (#).\nDie \"Caecilia\" Nr. 8/9 (Algemeen muzikaal tijdschrift van Nederland) berichtet auf S. 66f (= S. 5) vom Konzert am 9.3.1887 mit der 3. Symphonie:\r\n\"     Het 7de Diligentia-concert (9 Maart) kan met weinige woorden door ons besproken worden. De solisten, mej. Beumer (zang) en de heer Jules de Swert (violoncel), zijn hier meermalen opgetreden, toegejuicht en teruggeroepen. De orkestwerken waren evenzeer oude bekenden. [... über die Solisten-Stücke ...]\r\n     De derde Symphonie in d van Anton Brückner werd // op verzoek // [auf Verlangen] voor de derde maal uitgevoerd; van wien dit verzoek is uitgegaan weet men niet, maar een feit is het, dat men over het algemeen weinig behagen vindt in dit werk en men zelfs in de haagsche bladen kon lezen, dat men niet naar eene verdere kennismaking verlangde. Alleen de Finale werd toegejuicht; trouwens dit geschiedt hier ter stede met elk stuk, dat met een brillant slot eindigt. De uitvoering was verdienstelijk, evenals die van de Einleitung-Loreley van Max Bruch en de Ouverture Zauberflöte.[... weitere Konzerte ...]\r\n                                                         A.\" (##).\nAuf Seite 74 wird das Programm dieses Konzert mitgeteilt:\r\n\"     – – 9 Maart. — Zevende Diligentia-concert (E. Hol, uit Utrecht). Solisten: mej. Dyna Beumer, concertzangeres van Z. M. den Koning, en de heer Jules de Swert, solo-violoncellist van den Keizer van Duitschland. — 1. Symphonie n° 3 (in d) [op verzoek], Anton Brückner; 2. Air de Lakmé (Légende de la fille du Paria), L. Délibes; 3. Concerto voor cello (in c) in een deel, Jules de Swert. — 4. Einleitung-Loreley, Max Bruch; 5. Violoncel, a. Nocturne, op. 27 n°. 2, Chopin-de Swert; b. Caprice burlesque, J. de Swert; 6. Zang. a. Sérénade (op verzoek), Soubre; b. Valse de 1'ombre de 1'opéra: Le pardon de Ploërmel, Meyerbeer; 7. Ouverture: Zauberflöte, Mozart.\" (###).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:45"}, {"ID": 188704025, "Datum": "(2.4.1887, Samstag)", "Haupttext": "Vortrag von Wolzogen »Richard Wagner's Hinterlassenschaft. - Erinnerungen an Altes und Neues, anlässlich der Eröffnung eines Richard Wagner-Museums in Wien« beim Wiener Akademischen Wagner-Verein (im Saal des niederösterreichischen Gewerbevereins).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704035, "Datum": "(3.4.1887, Palmsonntag)", "Haupttext": "Aufführung der 1. Serenade von Volkmann im Konzert des Orchester-Vereins »Accord« im Bösendorfersaal (*).\nEröffnung des Wagner-Museums von Nikolaus Oesterlein (**).\r\nAnwesend sind u.a. Hans Richter, Boller, Ehepaar Wolzogen und vom Grazer Wagner-Verein Friedrich von Hausegger und Architekt Hoffmann (***).\nBrief von Oesterlein an Göllerich:\r\n     Verzeiht [vermutlich das Nichterscheinen] und wünscht das beste für den \"heutigen Triumph\". Erwähnt als Anwesende Kastner, Hans Richter, Wolzogen, Frau Greipel und (gestern) Heinrich Hengster (°).\nFranz-Liszt-Gedenkfeier in der Volkshalle Wels unter Mitwirkung Göllerichs (°°).", "Letzte Änderung": "20.10.2024 08:46"}, {"ID": 188704045, "Datum": "4.4.1887, Montag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie unter Sándor Erkel im Königlichen Opernhaus in Budapest (*). Solist bei Stefan Stockers Violinkonzert ist Eugen Hubay (*a).\nTagebuch-Eintragung Kloses:\r\n    »Probe der 'Fünften'. Bruckner schindet Schalk und Zottmann fürchterlich. Um 4 Uhr zweite Probe. Abermals Schinderei.« (**).\nBesprechung des Konzerts vom 27.3.1887 [mit WAB 90] in der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 14 auf S. 3:\r\n               \"Concerte.\r\n     Wenn im Fasching der Kehraus naht, dann überpurzelt sich die Tanzlust; und es hat im ganzen Winter keinen größeren Concertrummel gegeben, als in den letzten Wochen der Saison. [... Aufzählung der erlebten und versäumten Konzerte ... drei Tage hintereinander Männergesangvereinskonzerte ...] Das Concert des \"Männergesangvereines\" machte sich durch eine Reihe neuer Chorstücke bemerkbar: [... Heuberger, Engelsberg, \"Um Mitternacht\" von Bruckner, Schultz, Jüngst ...] Keinem dieser Stücke fehlte reicher Beifall, der lauteste aber wurde verdientermaßen der einfachen, direct zum Herzen sprechenden Composition Engelsberg's gezollt. Anton Bruckner hat sich leider zu dem schönen Gedichte von Prutz bei der Vertonung in einen unverzeihlichen Widerspruch gesetzt. Wenn der Chor bei den Anfangsworten \"Um Mitternacht, in ernster Stunde, tönt oft ein wundersamer Klang\" sich in alle erdenklichen, geradezu unheimlichen Modulationen versteigt, so paßt dies freilich zur gruseligen Vorstellung von mitternächtigen Geisterstimmen; allein während sich der Zuhörer bei diesen Geisteraccorden zu einer Betrachtung der vier letzten Dinge vorbereitet, heißt es in den zwei nächsten Zeilen \"Es ist wie aus lieben Muttermunde ein freundlich tröstender Gesang\" Entweder hat Bruckner in seiner Begeisterung nicht bemerkt, daß die beiden Satztheile zusammengehören, oder er hat sich nur an einen Vers der letzten Strophe gehalten und sagt mit dem Dichter: \"Doch ich versteh' die Weise nie\"\r\n     [... über weitere Konzerte ..]         Florestan.\" [Woerz] (***).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 17:26"}, {"ID": 188704055, "Datum": "5.4.1887, Kardienstag", "Haupttext": "Tagebuch-Eintragung Kloses:\r\n»Um 10 1/2 Uhr Probe bei Bösendorfer. Bruckner will noch drei Proben. Zottmann und Schalk, besonders letzterer, der schon ganz krank ist, willigen nicht ein. Das Konzert soll dann nicht stattfinden [12.4.1887]. Endlich einigt man sich, indem man es abermals verlegt.« (*).\nBesprechung der 7. Symphonie im »Pester Lloyd« Nr. 94 (signiert »m.s.«):\r\n»Konzert der Philharmoniker. Das Ereigniß des heutigen Orchester=Konzertes, des letzten in dieser Saison, bildete die neue Symphonie von Anton Bruckner, einem Komponisten, der das Greisenalter erreichen mußte, ehe er von seinen Getreuen, oder vielmehr von den Wagnerianern auf den Schild erhoben wurde. Die E-dur=Symphonie, die siebente der Reihenfolge nach, aber die weitaus bedeutendste, die der Feder Bruckner's entstammt, ist nicht blos in Wien, sondern lange vorher noch in Deutschland, unter beträchtlichem Spektakel in Szene gegangen und des Widerspruchs war kein Ende an allen Orten, wo sie die Runde gemacht hat. [... widerspruchsvolles Werk, abschließendes Urteil nicht möglich, Riesenwerk mit großen Schwächen, aber hohem Streben und gewaltigem Ausdrucksvermögen ... Text teilweise bei 37/527 ...] Dieses Gefühl steigert sich zur ungeheuchelten Bewunderung, wenn wir einzelne Theile des Werkes von dem Ganzen losgelöst betrachten, [... Text wortgetreu bei 37/527f ... Außensätze formlos, aber Innensätze mit musikalischen Schönheiten], die zweifelsohne ihren Platz neben dem Bedeutendsten der modernen Produktion beanspruchen. [... Text wortgetreu, mit minimalen orthographischen Modernisierungen, bei 37/528 ...] Aber die maßlosen Längen und Wiederholungen des Finales sind bei der mehr als einstündigen Dauer der Symphonie, namentlich wenn die letztere die Schlußnummer des Konzertprogramms bildet, geradezu unerträglich. Gespielt wurde die Symphonie mit aller Hingebung, deren unsere Philharmoniker fähig sind und der Dirigent Alexander Erkel, der sich mannhaft für den vielverkannten und verketzerten Komponisten einsetzte, darf das Hauptverdienst an der trefflichen Wiedergabe für sich in Anspruch nehmen. [... über Stefan Stockers Violinkonzert und den Solisten Eugen Hubay, der auch virtuose Füllnummern spielte ...], aber gerade diesen Kleinigkeiten war es vorbehalten, die meiste Wirkung zu machen. Es ist nun einmal nicht anders in dieser sündigen Welt. Die Leute fragen nicht viel nach dem inneren Werth eines Musikstückes und nach der Umgebung, noch weniger nach dem Beruf und dem Charakter eines philharmonischen Konzerts und nur ein Pedant wird über Schicklichkeit rechten. \"Erlaubt ist, was gefällt!\" m. s.« (**).\n(2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Bachs Matthäuspassion (***)).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:09"}, {"ID": 188704065, "Datum": "6.4.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Wiederholung des Chores »Um Mitternacht« [WAB 90] (#) im Geistlichen Konzert des Wiener Männergesangvereins [unter Kremser] um halb 8 Uhr im großen Musikvereinssaal. Bruckner tritt dabei letztmalig öffentlich als Orgelimprovisator auf (*). »Präludium für die Orgel, componirt und vorgetragen von ... A. Bruckner.« (*a).\r\n   »[...] Herr Prof. Anton Bruckner spielte als Präludium eine herrliche Orgelphantasie, mit welchem Vortrage er sein öffentliches Auftreten als Virtuos abschloß [...]« (*b).\r\n   Es erklingen außerdem Werke von Herbeck (»Tedeum« mit Orgelbegleitung, Rudolf Dittrich) (*c), Beethoven (»Gott ist mein Hirt« aus »Christus am Ölberg« [oder: »Gottes Macht und Vorsehung«?], für Chor und Orgel eingerichtet von Eduard Kremser, Orgel: Rudolf Dittrich), Fr. Kücken (»Pilgers Abendlied«, Text von A. Gathy), V. E. Becker (»Kirchlein«, Text von Kilzer), Vieuxtemps (Reverie, Violine Amalie Mollner [Molnar?], Klavier Eduard Kremser), Abt (»Waldandacht«, Text von Drewes, Solisten: Joh. E. Walicek und F. Urban), Schubert (»Pax vobiscum«, für Männerchor eingerichtet von Kremser), Palestrina (»Adoramus te«), Mendelssohn (»Vespergesang«, Soli: Dr. Carl Benesch, Heinrich Gaßner, Carl Wendlik) und Gotthard Buckwicka [Subprior in Hütteldorf, recte: Bukwicka?] (Komposition für Orgel und Harmonium, Solisten Rudolf Dittrich bzw. Ed. Hauptmann) (**).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:48"}, {"ID": 188704075, "Datum": "7.4.1887, Gründonnerstag", "Haupttext": "Aufzeichnung der Morgengebete im (Wiener) Kalender (*), der Abendgebete in einem Notizbuch (*a).\r\nBruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist verzeichnet \"Bruckner\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"12\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 13.4.1887 wieder ab (**).\nDas gestrige Konzert wird von der Neuen Freien Presse [?] (***) und dem Wiener Tagblatt (= Wiener Abendblatt) Nr. 96 auf S. 4 (°) besprochen.\nWiener Tagblatt (°):\r\n»(Volkskonzert des Männergesangvereins.) Im großen Musikvereinssaale gab gestern Abends der Wiener Männergesangverein ein großes \"Volkskonzert\" unter Eduard Kremser's vorzüglicher Leitung. Der Saal war bis auf das kleinste Plätzchen gefüllt, und gleich die erste Nummer, \"Präludium für die Orgel\", von Professor A. Bruckner komponirt und meisterhaft gespielt, versetzte das Auditorium in weihevolle Andachtsstimmung, die des verewigten Altmeister J. Herbeck's \"Tedeum laudamus\" - die Orgel von Herrn R. Dittrich gespielt - noch steigerte. [...] Ebenso glänzender Aufnahme erfreute sich A. Bruckner's \"Um Mitternacht\", Text von R. Prutz. [...] Der Männergesangverein kann mit Stolz auf diese Musikaufführung zurückblicken.« [keine Signatur] (°).", "Letzte Änderung": "03.03.2025 00:08"}, {"ID": 188704085, "Datum": "8.4.1887, Karfreitag", "Haupttext": "»Die Presse« Nr. 97 erwähnt auf S. 11 in ihrer Konzertkritik zum 6.4.1887 Bruckners Orgelspiel (nicht aber den Chor »Um Mitternacht« [WAB 90]):\r\n    » - Der Wiener Männergesang=Verein veranstaltete gestern im großen Musikvereinssaale sein geistliches Concert, das, der Charwoche entsprechend, zumeist geistliche und streng ernste Musik brachte. [... »Volkskonzert«, also kein übliches Publikum. Die älteren Chöre fanden daher am meisten Beifall ...] Den Eingang des Concertes bildete ein Orgel=Präludium. Der Meister dieses Instuments, Herr Professor Bruckner, trat als Virtuos in dieser öffentlichen Production zum letztenmal auf; wir hoffen aber, daß der stürmische Beifall, mit dem ihm das Publicum seine Anerkennung zu Theil werden ließ, ihn wol veranlassen wird, noch ferner dasselbe mit dieser seiner Kunst zu erheben. [... über die anderen Instrumentalnummern, Solisten Dittrich, Ed. Hauptmann, Frl. Mollner ...] Die Aufführung der Chöre war unter Kremser's befeuernder Leitung eine der höchsten Anerkennung würdige. [Signatur:] *** » (*).\n\r\nIn St. Florian werden beide Aumann-Responsorien mit Bruckners Posaunensatz aufgeführt [\"Ecce quomodo\" [WAB 265] und \"Tenebrae factae sunt\" WAB 268] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704086, "Datum": "8.-12.4.1887, Karfreitag bis Osterdienstag", "Haupttext": "Lücke in Bruckners [Wiener] Gebetsaufzeichnungen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704095, "Datum": "9.4.1887, Karsamstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 98 bringt auf S. 5 eine Besprechung des Konzerts vom 6.4.1887 (mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 90]):\r\n»Konzerte.\r\n   [...] Der Wiener Männergesangverein hat das Räthsel gelöst, immer derselbe zu sein und doch jung zu bleiben. [... über den weisen Umgang mit jugendlichem Nachwuchs ...] Auch in diesem Winter hat er unter der Leitung seines Chormeisters Eduard Kremser große Thaten musikalischer Tapferkeit vollbracht. Zumal in seinem zweiten Konzerte, wo ein neuer Chor von Anton Bruckner auf dem Programm stand. Man weiß, was es im technischen und künstlerischen Sinn heißen will, einen Chor von Bruckner auszuführen; ein solcher Chor stellt die höchsten Anforderungen an das Treffvermögen der Sänger, an die Tiefe, Höhe und Ausdauer der Stimmen. Bruckner's Art ist ja bekannt, er möchte auch im Kleinsten das Größte leisten, die Welt gleichsam in eine Faust pressen. Was hat er nicht aus dem vierstrophigen Gedicht \"Um Mittternacht\" von Robert Prutz gemacht! Das Gedicht schildert eine beseligende Nachtstimmung, die mit der Erinnerung an die Mutter die glückliche Zeit der Kindheit zurückzuführen scheint. Mit einer wahren Trunkenheit der Seele vertieft sich Bruckner in den Sinn, in die Worte des Gedichts; er kann sich nicht losreißen von dem \"wundersamen Klang\", von dem \"lieben Muttermunde\" und gießt einen Strom von Harmonien über sie aus. Wie unterbrochene Kaskaden stürzen die Akkorde und bewegen sich in bald krausen, bald herrlichen Modulationen. Neben einem Schwelgen im Wohlklang gibt sich der Komponist einer wahren Wollust im Aufwühlen von Dissonanzen hin. Nach einer langen Abwesenheit kehrt der Chor am Schluß zu seinem Anfang zurück. Diese für einen Chor so unendlich schwierige Aufgabe hat der Männergesangverein staunenswerth gelöst; glockenreine Einsätze, vollständige Ruhe und Sicherheit, eine spielende Beherrschung der verschiedensten dynamischen Wirkungen - diese Eigenschaften kennzeichneten den Vortrag des Chores. Es war das größte Meisterstück des Wiener Männergesangvereines, der, wie es scheint, Alles kann, was er will. In seinem geistlichen Volkskonzert am Charmittwoch wiederholte er den Bruckner'schen Chor, der nun erst eine große Wirkung hatte; der Komponist mußte erscheinen und die Huldigungen des Publikums entgegennehmen. [... kurz über weitere Programmnummern ...] In dem geistlichen Volkskonzerte, welches Anton Bruckner mit einem Orgelpräludium einleitete, dem freilich bei allem sonstigen Glanz das polyphone Mark fehlte, hörten wir unter Anderem [... über die anderen Werke, Bachs Matthäuspassion und andere Konzerte ...]     Ludwig Speidel.«", "Letzte Änderung": "19.02.2026 17:17"}, {"ID": 188704105, "Datum": "10.4.1887, Ostersonntag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 20 meldet auf S. 205, daß im 6. Philharmonischen Konzert unter Nicodé [15.3.1887 oder April 1887?] die 7. Symphonie gespielt wurde:\r\n    » - In Dresden brachte das sechste und letzte Philharmonische Concert unter Leitung des Herrn Nicodé als orchestrales Hauptwerk die siebente Symphonie von Bruckner. Die Wiedergabe des schwierigen Werkes war eine vortreffliche. Als Solisten liessen sich hören: Frl. Aline Fried aus Berlin [...] und der Violinvirtuose Emile Sauret [...]. Wagner's Kaisermarsch mit Chor beschloss den Abend.« (*).\nAuf S. 206 wird auf Neuerscheinungen hingewiesen:\r\n      » * Im Verlage Em. Wetzler's (Jul. Engelmann) in Wien sind soeben zwei neue Kirchen-Compositionen von Anton Bruckner erschienen u. zw. \"Antiphon\" für gemischten Chor mit Orgelbegleitung und \"Ave Maria\", ein siebenstimmiger Vocalchor.« [WAB 6] (**a).\nEin zugehöriges Inserat findet sich auf S. 208:\r\n»Soeben erschienen:\r\nAnton Bruckner\r\nZwei Kirchen-Chöre\r\nNr. 1 Antiphon. Für gemischten Chor und Orgel.\r\nPartitur und Stimmen .... Mk.1 Pfg. -- \r\nNr. 2 Ave Maria. Für Sopran, Alt I/II, Tenor I/II\r\nund Bass I/II. Part. u. Stimmen .... [Mk.] 1 [Pfg.] 25\r\nVerlag von Em. Wetzler (Jul. Engelmann) in Wien.« (**b).\n[Ostern 1887] Bischof Ernst Müller erläßt eine »Verordnung über die Kirchenmusik in der Linzer Diözese«, veröffentlicht im Linzer Diözesanblatt Nr. 4, 1887, S. 25-32 [#]. Er soll [in diesem Zusammenhang oder später?] Kritik an Waldeck geäußert haben: »In Linz kann man nicht Orgel spielen.« (***).\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 82 veröffentlicht auf S. 533-536 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 536 unter \"VII. Fertigkeiten\":\r\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] Harmonielehre: Beginn der Moltonarten [sic]; Tonwechslung, chromatische Schritte, Harmonisirung etc., Contrapunkt, zwei Stunden wöchentlich, [ohne Tages- und Uhrzeitangabe] vom Lector Prof. Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "19.02.2023 23:22"}, {"ID": 188704125, "Datum": "12.4.1887, Osterdienstag", "Haupttext": "Ursprünglich geplanter Termin von Josef Schalks und Zottmanns Konzert mit der Klavier-Uraufführung der 5. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704135, "Datum": "13.4.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner reist von St. Florian ab (*).\n\nBruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen wieder auf (lückenlos bis zum 23.7.1887) (**).\n\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): \"Montag 2 [/] Dienst 1 1/2 [/] Mittw 1 St [Privatlektionen für ?]\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704145, "Datum": "14.4.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Vorankündigung der Aufführung der 5. Symphonie am 20.4.1887 in der Neuen Freien Presse Nr. 8128 auf S. 5:\n    » - Herr Joseph Schalk veranstaltet am Mittwoch den 20. April im Saale Bösendorfer unter Mitwirkung der Herren Hirsch und Professor Zottmann einen Musikabend, an welchem unter Anderm Bruckner's bisher unaufgeführte fünfte Symphonie auf zwei Clavieren zum Vortrage gelangt.« (*).\n \nNahezu gleichlautend meldet \"Die Presse\" Nr. 102 auf S. 11: » - Herr Joseph Schalk veranstaltet am Mittwoch den 20. April im Saale Bösendorfer unter Mitwirkung der Herren Hirsch und Professor Zottmann einen Musikabend, an welchem u. A. Bruckner's bisher unaufgeführte fünfte Symphonie auf zwei Clavieren zum Vortrage gelangt.« (**).\n \nÄhnlich auch das Neue Wiener Tagblatt Nr. 102 auf S. 6: » - Herr Josef Schalk veranstaltet am Mittwoch den 20. d. im Saale Bösendorfer unter Mitwirkung der Herren Hirsch und Professor Zottmann einen Musikabend, an welchem u. A. Bruckner's bisher unaufgeführte fünfte Symphonie auf zwei Klavieren zum Vortrage gelangt.« (***).\nTagebucheintragung Kloses:\r\n»Probe der 'Fünften'. Bruckner rückt wutentbrannt an.« (°).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:18"}, {"ID": 188704155, "Datum": "15.4.1887, Freitag", "Haupttext": "Tagebucheintragung Kloses: »Probe. Bruckner unausstehlich.« (*).\n \n\"Die Lyra\" Nr. 14 berichtet auf S. 123/5 über das Konzert am 27.3.1887 [WAB 90] (ausführlicher als am 1.4.1887), signiert \"A.\":\n     \"Wiener Männergesangverein. \"Die \"Lyra\" war bekanntlich bereits öfter genöthigt, die Programme des Vereines zu bemängeln, weil ihnen der Anreiz des Neuen manchmal fehlte [... diesmal 5 neue Nummern ... Lyra hatte öfters angemahnt ...] und sprechen wir dies insbesondere betreffs A. Bruckner aus. Daß unter dem Neuen nicht Alles durchaus so gut sein mag, daß es auch dauernde Kunstgeltung erlangt, ist natürlich und darf keinen Verein gereuen. [... Heuberger kein voller Treffer, Engelsberg zündend (wurde wiederholt) ...] Weit ernster, gediegener, schwieriger und ursprünglicher, kühn in manchen Gängen, anmuthig im Solo, künstlerisch im Schlußsatze, erwies sich A. Bruckner's neuer Chor \"Um Mitternacht\". Der bessere und größere Theil der Hörerschaft verstand und ehrte dies ebenfalls sehr gut aufgeführte Chorwerk, und Herr Kremser hätte schon nach dem anhaltenden, wenn auch natürlich nicht so ungestümen Beifalle, mindestens den Schlußsatz wiederholen dürfen! [... über die Werke von Edwin Schulz (Interpretation unzureichend) und H. Jüngst ...mit Mendelssohns \"Vespergesang\"] schloß das Concert anspruchsvoll ab.     A.\" (**).\n \nThe Cherokee Sentinel Nr. 5 veröffentlicht auf S. 1 in der 7. Spalte eine Stellungnahme zur Aufführung der 7. Symphonie am 5.2.1887:\r\n\"The Humbug of Fashionable Craze.\r\n     A Boston man is actually so lost to local pride as to write to the Gazette that he cannot appreciate \"classical\" music. Moreover, he finds others who are in the same fix. \"At the symphony concert recently a work by a composer named Bruckner was performed. It took nearly an hour in the playing, and from beginning to end there was not a moment in which it afforded me the slightest pleasure. There was nothing melodious in it, and, as far as I was able to judge, nothing that suggested a purpose beyond noise making and a curious attempt to try how far extreme chromatic harmonies and ear-distributing modulations could be carried without violating the rules of the music grammar.\" The gentleman adds:\r\n     I wanted to enjoy it, but I could not. Others appeared to enjoy it without the slighest effort. It is true that there were not many of these; but as few as there were, their superior capacity to find what I could not find filled me with envy. Here was classical music, so extremely classical that it required an exceptional and special talent to understand it; while I feel that if I lived for a hundred years I could not attain to that point of achievement. I was almost inconsolable at my lack of taste, till upon leaving Music hall I met a group of musicians who were discussing the work, and who agreed that it was the dullest and most incomprehensible making of much-a-do about nothing that they had ever listened to. \"But the applause,\" I suggested. \"Oh!\" replied one of them, a well-known and eminent artist, throughly eclectic in taste, \"some people chew paper, slate pencils, spruce gum and other flavorless things, not because they can possibly derive any nourishment from them, but because they have perverted appetites, and masticating these things has become a habit with them. So it is with those who applaud such a work. It is habit, my dear fellow; a bad habit, founded upon a perverted taste which pretends to more than it knows. It is chewing slate-pencil music. Let us go and have a glass of beer to take the taste of it out of our mouths.\" This was hard on those who applauded this tone-nightmare, but I was comforted.\" [keine Signatur] (***).\n \nDerselbe Text erscheint wortgetreu auch in The Aurora News Nr. 12 (Nebraska) auf S. 7 in der 5. Spalte (°).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:49"}, {"ID": 188704165, "Datum": "16.4.1887, Samstag", "Haupttext": "Tagebucheintragung Kloses: \n\"Bruckner verlangt Unmögliches. Schalk tritt energisch gegen ihn auf.\"\nIn seinen Erinnerungen schildert Klose detailliert Bruckners schikanöses Verhalten während der Proben (*).\n\nVermerk \"Neuen Zahlungsbogen ausgefertigt. / J Eckert [?] / 18 16/4 87\" auf dem Dokument vom 16.12.1880 (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704175, "Datum": "17.4.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\n(In der Hofkapelle wird die Messe in d-Moll von Joh. Ev. Habert wiederholt [vgl. 23.1.1887]; Josef Labor erlebt die Aufführung mit (**)).", "Letzte Änderung": "08.04.2025 19:22"}, {"ID": 188704195, "Datum": "19.4.1887, Dienstag", "Haupttext": "In der »Presse« Nr. 107 kündigt Kalbeck auf S. 1 in ironischem Ton die Aufführung der 5. Symphonie an:\r\n                »Letzte Concerte.\r\n      Die musikalische Saison geht ihrer Auflösung entgegen. [... sie schwächelte schon lange ...] Nach einem letzten Aufflackern der erlöschenden Lebensgeister in dem Concert der Gebrüder Grünfeld wird die Kranke - nach menschlichem Ermessen wenigstens - unter den Klängen der fünften Bruckner'schen Symphonie, welche die Herren Schalk und Zottmann auf zwei Clavieren vorzutragen sich entschlossen haben, ihren Geist aufgeben. Requiescat in pace! [... negatives Urteil über die Aufführung der Matthäuspassion, über andere Konzerte ...]« (*).\nKalbeck geht in diesem Feuilleton (S. 1-3) auf S. 3 auch auf den Chor »Um Mitternacht« [WAB 90, 6.4.1887] ein:\r\n      »Schließlich haben wir noch über das zweite Concert des Wiener Männergesang=Vereins zu berichten, von welchem nicht viel zu sagen ist. [... über Heuberger, Schütt und Engelsberg ...] Aber selbst die Engelsberg'sche Liedertafelei bietet in ihrer aufrichtigen Gedankenlosigkeit immer noch einen größeren Genuß, als Bruckner's Schauerchor \"Um Mitternacht\", der seinen Bankerott an Ideen hinter mühselig ausgeklügelten Modulationen versteckt. Beinahe jeder Tact bedürfte einer anderen Vorzeichnung, und der Versetzungszeichen sind jedenfalls so viele, daß man vor ihnen die Noten nicht mehr sieht. Einen Haupteffect hat Bruckner sich von dem Tenorsolo mit Brummstimmen versprochen, das in seinem Chor die vornehmste Stelle einnimmt. Die beste Kritik dieses im Quintencirkel wie die Katze um ihren Schwanz herumtanzenden Brummchors lieferte das hinterdrein gesungene Käferlied von Veit. Da heißt es: \"Es sprach die kleine Blume: Es treiben Schmetterlinge viel artigere Dinge, erspare dein Gebrumm!\"\r\n                Max Kalbeck.« (**).", "Letzte Änderung": "20.12.2024 09:54"}, {"ID": 188704205, "Datum": "20.4.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Konzert Josef Schalks im Bösendorfersaal (unter Mitwirkung von Richard Hirsch und Franz Zottmann) mit Werken von Liszt (h-Moll-Sonate), Schubert, Goldschmidt, Loewe und Bruckners 5. Symphonie (Uraufführung in der Fassung Josef Schalks für 2 Klaviere) (*). Von Schalk stammt auch der Einführungstext (**).\n   Das Konzert besuchen u.a. die Kritiker Helm (***) und Hartmann (°)\nund Rigler - \"Rigler erzählte von dem kolossalen Erfolge der 5. Symphonie u. hält dieselbe, was Unmittelbarkeit der Wirkung betrifft, für bedeutender noch als die 7. Symphonie; namentlich soll d. letzte Satz von geradezu zündender Wirkung sein.\" (°a).\n   Klose beobachtet Bruckners schlechte Laune, die sich erst beim Schlußapplaus aufhellt. Bruckner spendiert während der Nachfeier bei Gause Wein (°°).\nE. Seuffert erstellt für Josef Schalk die Abrechnung: Die Einnahmen des Konzerts beliefen sich auf 76 fl, die Ausgaben auf ca. 53 fl (°°°).\nEin Inserat (übereinstimmend mit dem vom 10.4.1887) in der Musikalischen Rundschau Nr. 21 auf S. 216 macht auf das Erscheinen von »Tota pulchra es« und »Ave Maria« [WAB 6] bei Wetzler aufmerksam (#).", "Letzte Änderung": "31.07.2026 12:50"}, {"ID": 188704215, "Datum": "21.4.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Die am 15.4.1887 erstmals veröffentlichte Äußerung zur 7. Symphonie [am 5.2.1887] erscheint wortgetreu auch in der in Wellsford (Kansas) herausgegebenen Zeitung Kiowa County Democrat Nr. 15 auf S. 5 in der 2./3. Spalte:\r\n\"The Humbug of Fashionable Craze.\r\n     A Boston man is actually so lost to local pride as to write to the Gazette that he cannot appreciate \"classical\" music. Moreover, he finds others who are in the same fix. \"At the symphony concert recently a work by a composer named Bruckner was performed. It took nearly an hour in the playing, and from beginning to end there was not a moment in which it afforded me the slightest pleasure. There was nothing melodious in it, and, as far as I was able to judge, nothing that suggested a purpose beyond noise making and a curious attempt to try how far extreme chromatic harmonies and ear-distributing modulations could be carried without violating the rules of the music grammar.\" The gentleman adds:\r\n     I wanted to enjoy it, but I could not. Others appeared to enjoy it without the slighest effort. It is true that there were not many of these; but as few as there were, their superior capacity to find what I could not find filled me with envy. Here was classical music, so extremely classical that it required an exceptional and special talent to understand it; while I feel that if I lived for a hundred years I could not attain to that point of achievement. I was almost inconsolable at my lack of taste, till upon leaving Music hall I met a group of musicians who were discussing the work, and who agreed that it was the dullest and most incomprehensible making of much-a-do about nothing that they had ever listened to. \"But the applause,\" I suggested. \"Oh!\" replied one of them, a well-known and eminent artist, throughly eclectic in taste, \"some people chew paper, slate pencils, spruce gum and other flavorless things, not because they can possibly derive any nourishment from them,     but because they have perverted appetites, and masticating these things has become a habit with them. So it is with those who applaud such a work. It is habit, my dear fellow; a bad habit, founded upon a perverted taste which pretends to more than it knows. It is chewing slate-pencil music. Let us go and have a glass of beer to take the taste of it out of our mouths.\" This was hard on those who applauded this tone-nightmare, but I was comforted.\"", "Letzte Änderung": "25.09.2025 15:45"}, {"ID": 188704225, "Datum": "22.4.1887, Freitag", "Haupttext": "Datierung \"22. April 887. | ABruckner.\" am Ende des Finales der 8. Symphonie (*)\r\nund Vermerk von der Hand Max Auers \"1. Fassung, beendet 22. April 1887 (Auer.)\" in einer Abschrift von Karl Aigner (**).\nBrief Bruckners an Theodor Helm:\r\n     Bittet um Beachtung der 5. Symphonie, deren Aufführung er auf Helms Wunsch gestattet habe. Den Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] habe der Wiener Männergesangverein aus Straßburg erhalten. Übersendet einen Zeitungsartikel [dazu?]. Helm möge den aus Dankbarkeit zugedachten Wein nicht verschmähen (***).\nDie Neue Freie Presse Nr. 8136 stellt auf S. 6 den Erstdruck des Chores \"Um Mitternacht\" [WAB 90] vor:\r\n     \"[Für das \"Straßburger Sängerhaus\".] Der Straßburger Männergesang=Verein bietet allen deutschen Brudervereinen eine Kunstgabe, die gewiß überall freundliche Aufnahme finden wird. [... bisher unveröffentlichte Widmungskompositionen ...] Wir beschränken uns darauf, aus der reichen Zahl der Beiträge folgende Componisten namhaft zu machen: Franz Abt (\"Gute Nacht\" von Bunge), Anton Bruckner (\"Um Mitternacht\" von Prutz), Herzog Ernst von Coburg [... die anderen Komponisten in alphabetischer Reihenfolge ... ] Um den künstlerischen Werth der Publication zu erhöhen, ist jede Composition in facsimilirtem Abdruck der Original=Handschrift wiedergegeben und mit einer schön gezeichneten allegorischen Vignette und dem Porträt des Componisten oder Dichters geziert. [...] Nebst der Prachtausgabe ist noch eine wohlfeile Partitur=Ausgabe zum Gebrauche für die Gesangvereine erschienen. Der Reinertrag ist für den Bau des Hauses bestimmt, welches sich der Straßburger Männergesang=Verein errichtet, da die Zahl seiner Mitglieder so angewachsen ist, daß er eines eigenen Hauses bedarf. [...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704245, "Datum": "24.4.1887, Sonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung kündigt das Konzert vom 30.4.1887 an, bei dem »Amaranths Waldeslieder« aufgeführt werden:\r\n   » * (Wohlthätigkeits=Concert.) Das Programm zu dem am 30. d. in Urfahr stattfindenden Wohlthätigkeits=Concerte lautet: [... Werke von Reiter, Chopin, Schumann ...] 4. Bruckner: \"Amaranths Waldeslieder\", für Frauenchor mit Soli eingerichtet von Reiter. [... Röver, Reiter und Engelsberg ...] Weitere Mittheilungen erfolgen in den nächsten Tagen.« (*).\n(In Linz führen Stradal und Göllerich sechs Symphonische Dichtungen von Franz Liszt in der Fassung für zwei Klaviere auf (**)).\n(Letzte Konzertbesprechung Hugo Wolfs im Salonblatt (***)).", "Letzte Änderung": "15.02.2023 23:51"}, {"ID": 188704255, "Datum": "25.4.1887, Montag", "Haupttext": "Die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2570 berichtet von der Aufführung einer Habert-Messe am 17.4.1887. Bruckner wird kurz erwähnt: \n     \"[Von der Hofcapelle.] Sonntag den 17. d. M., Gregorius: Messe von Joseph Habert [sic]; Dirigent Hellmesberger. Obwohl diese Messe am 21. Januar d. J. das erstemal in der Hofcapelle aufgeführt wurde, so ward damals weder über sie noch ihren Schöpfer etwas gesagt, und so ist es heute unsere Pflicht, darüber zu berichten. Der Componist des Tonwerkes, am 18. October 1833 in Oberplan geboren, war, wie Bruckner, als Lehrer in Oberösterreich thätig, seit 1861 ist er Organist in Gmunden und seit 1868 Herausgeber der \"Zeitschrift für Kirchenmusik\". [... Palestrinas Einfluss, Choral wird als Cantus firmus in Instrumentalkompositionen verwendet ... Besprechung der einzelnen Sätze ...]; möge die Hofcapellen=Aufführung vom 17. d. von Erfolg für die Strebungen Habert's begleitet sein!         Dr. H.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704265, "Datum": "26.4.1887, Dienstag", "Haupttext": "Helms Besprechung der 5. Symphonie [am 20.4.1887] in der Deutschen Zeitung Nr. 5501 auf S. 1:\n   »Ende der Concert-Saison. Die heurige an Zahl der Aufführungen beispiellos reiche Concert=Saison ist letzten Mittwoch in Bruckner'schen Symphonie=Accorden ausgeklungen. [... Text wortgetreu bei 368/75f, mit folgenden Abweichungen des Originals: ... Aufnahmsfähigkeit ... triumphirend ... (die Auslassung »...« bei Nowak betrifft einen Überblick über die anderen Symphonien.)] [über die anderen Programmnummern und über andere Konzerte ...] Theodor Helm.« (*).\n \nDas Linzer Volksblatt Nr. 94 kündigt auf S. 2 das Konzert vom 2.5.1887 an:\n     \"Urfahr. (Concert.) Nachstehend theilen wir das Programm des nunmehr für den 2. Mai sichergestellten Concertes für die hiesige Suppenanstalt mit: [... 1. Reiter, 2. Reiter, 3. Chopin und Schumann ...] (Herr Musikdirector Schreyer). 4. \"Amaranths Waldeslieder\" von Bruckner, arrangiert für Frauenchor mit Soli und Pianobegleitung von Reiter. [... Chopin (Cello: Schober), Reiter, Engelsberg. Soli: Frau Auinger, Marie Reiter, Fanny Reiter, Frl. Erhard, Haslinger, Holzner, Gartenauer, Kapellmeister Schneider (Trompete) ... ursprünglich 2.4.1887 geplant ... wegen des wohltätigen Zweckes sollte] ein zahlreicher Besuch zu hoffen sein.\" (**).\n \nAnkündigung der 7. Symphonie [am 23.5.1887 in London] in The Morning Post Nr. 35834 auf S. 1 in der 5. Spalte:\r\n\"RICHTER CONCERTS, St. James's Hall.–Summer Season, 1887.–Conductor, Dr. Hans Richter.– [... 9 Konzerte an Montagen ...] –May 2, 9, 16, 23; June 6,13,20,27; July 4, commencing at eight o'clock each evening. Orchestra of 100 performers. Leader, Mr. Ernst Schiever. The Richter Choir, under the direction of Mr. Theodor Frantzen, will co-operate during the season. [... Preise, Vorverkauf ...]\nRICHTER CONCERTS.–PROGRAMME of the FIRST CONCERT, MONDAY EVENING next, May 2: [... Wagner, Brahms, Liszt, Beethoven ...]\nRICHTER CONCERTS, St. James's Hall.–The Scheme will also include the following Works:– [... Bach, Beethoven, Berlioz ...]; symphony in E minor [sic], No. 7, new (A. Bruckner); [... Brahms bis Wagner, vier englische Komponisten ...].\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704275, "Datum": "27.4.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Bei der Vortragsübung des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Orgelschüler Steininger eine Fuge in fis-Moll von Händel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704285, "Datum": "28.4.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »Fr Kathi 28. Apr 7 fl für Mai.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704286, "Datum": "nach dem 28.4.1887", "Haupttext": "An der Leichenfeier von C. F. Pohl nimmt auch der Lehrkörper des Konservatoriums teil.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704305, "Datum": "30.4.1887, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von »Amaranths Waldesliedern«, für Frauenchor mit Soli eingerichtet von Reiter, bei einem Wohltätigkeitskonzert in Linz-Urfahr geplant [vermutlich auf den 14.5.1887 verschoben oder nochmals mit identischem Programm wiederholt?].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188704325, "Datum": "ca. April/Mai 1887", "Haupttext": "[?] Brief von Brahms an Bülow. Er kommt darin auf die »Unbildung und Verrücktheit Bruckners« zu sprechen (*).\nLöwe beginnt mit der Neuinstrumentierung der 4. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705005, "Datum": "Mai 1887", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Eduard Pallik Clavierstimmer 5. Bezirk Kliebergasse Nr. 13 1/9.« (*).\nAls Universitätshörer Bruckners im Sommersemester 1887 sind inskribiert von der philosophischen Fakultät\r\nAnton Hauffe [siehe die Anmerkung], Hugo Hayman und Constantin Horna (**), Josef Steinberger (***) und Ernst Zenker [siehe die Anmerkung] (°),\r\nvon der juristischen Fakultät Josef Deutsch (H), Edmund Ritter von Dornfeld (H), Karl Eyssert (H), Karl Fochler (H), Carl Fuchs (H), Richard Guertler (H), Reinhold Freiherr von Lichtenberg (H), Anton Österreicher (H), Ernst Edler von Pittinger (H) und Victor Tjuka (H) (°a).\r\n(°b) Siehe dazu die Anmerkung!\nBruckner bestätigt Klose [mündlich?], daß dieser schon jetzt befähigt sei, Unterricht zu erteilen (°°).\nAufführungen eines (oder mehrerer) »Tantum ergo« [prov. WAB 48] im Neuen Dom in Linz (°°°).\n[Mai 1887 oder früher] Undatierter Brief von Hermann Levi an Albert Gutmann, die Drucklegung der 4. Symphonie betreffend: »... Darf ich Sie bitten mir umgehend (da ich am 4. verreise) mitzutheilen, wie weit der Druck der Bruckner'schen Sinfonie gefördert ist? Ich habe immer noch die 1000 M. für Sie in meinem Pulte! [...] Auch meine Schuld (2 fl. 63) werde ich zugleich mit der 1000 M. Sendung berichtigen.« (#).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 21:19"}, {"ID": 188705015, "Datum": "1.5.1887, Sonntag", "Haupttext": "Besprechung der 5. Symphonie durch E. v. Hartmann in der Musikalischen Rundschau Nr. 22 auf S. 219:\r\n»BERICHTE.\r\nVon Wien.\r\n   Ein am 20. April bei Bösendorfer stattgehabter Musikabend des Herrn Prof. Schalk brachte uns noch als letzten stürmischen Abschiedsgruss der abgelaufenen Saison die erste Aufführung eines gigantischen Werkes, der V. Symphonie in B-dur (Manuscript) von Anton Bruckner, welche, im Gegensatz zu ihren, doch hie und da im Concertsaale, sei es vollständig oder auch nur bruchstückweise auftauchenden sechs Schwestern, bisher nur wenigen intimen Freunden und Schülern des im Auslande mehr als in seiner undankbaren Heimat geschätzten und erkannten Wiener Tonmeisters zugänglich geworden war. Nach einmaligem Hören und Angesichts [sic] einer, wenn auch noch so gewissenhaften, wirkungsvollen und dabei durch die Herren Prof. Schalk und Prof. Zottmann vorzüglich zur Ausführung gebrachten Bearbeitung für zwei Klaviere, welche uns den bei Bruckner selbstverständlichen Klangreichthum des Orchesters nur ahnen lässt, muss es einem späteren Zeitpunkte vorbehalten bleiben, auf das grossartig kühne Werk, dessen erster Eindruck ein überaus mächtiger ist, näher einzugehen. Der riesenhafte Aufbau von Bruckner's V. Symphonie, der darin herrschende Reichthum der Polyphonie und die unerschöpfliche Mannigfaltigkeit der contrapunktischen Kunst, welche hier, namentlich im letzten Satze, eine wahre Orgie feiert, macht ein tiefer begründetes Urtheil unbedingt von der innigsten Vertrautheit mit dem Werke abhängig. Dasselbe kann übrigens im Allgemeinen kaum besser charakterisirt werden, als durch die folgenden Worte, welche wir den von Prof. Schalk dem Programme beigefügten geistvoll ernsten Bemerkungen entnehmen: \"Die absolute Objectivität desselben wird den Musikkenner unwillkürlich an Sebastian Bach gemahnen und seiner Beurtheilung einzig allein hier Anknüpfungspunkte bieten. Wie dort, finden wir die in diesem Werke sich darstellende Idee schliesslich identisch mit der musikalischen Urkraft überhaupt, die, unbekümmert um jede Theilnahme, ihre Gebilde bis zu den Wolken thürmt, wieder zertrümmert und neu zusammenballt, in furchtbarem Ergötzen aller Empfindsamkeit spottend.\" Ohne aber dem Urtheile, welches nur bei näherer Bekanntschaft mit der Symphonie in uns sich bilden und reifen kann, vorgreifen zu wollen, glauben wir schon heute das durch die Contraste seiner herrlich erfundenen Themen fesselnde Scherzo, welches einen wahrhaft seltenen Empfindungsreichthum in sich birgt, als denjenigen Satz bezeichnen zu müssen, welcher sogleich unmittelbarst auf uns wirkte und wohl auch zuerst einzeln, etwa in einem Philharmonischen Concerte, mit voraussichtlich bedeutendem Erfolge aufgeführt werden könnte. Dass der Componist, sowie seine beiden wackeren Interpreten nach jedem Satze die lebhaftesten Sympathie-Bezeigungen ernteten, bedarf wohl kaum der Erwähnung. [...Lob für Schalks Vortrag der Liszt-Sonate ...] eine Leistung, um welche ihn Mancher beneiden könnte, der zum künstlerischen Berufe nichts mitbringt, als die stolze Bezeichnung »Lisztschüler«, den Deckmantel seiner inneren Hohlheit. E. v. Hartmann.«", "Letzte Änderung": "20.02.2026 16:03"}, {"ID": 188705025, "Datum": "2.5.1887, Montag", "Haupttext": "Konzert in Linz-Urfahr für die Suppenanstalt geplant [vermutlich auf den 14.5.1887 verschoben]. Auf dem Programm stehen Werke von Reiter, Chopin, Schumann, Engelsberg und an 4. Stelle Bruckners \"Amaranths Waldeslieder\", arrangiert für Frauenchor mit Soli und Pianobegleitung von Reiter.\nMitwirkende: Frau Auinger, Marie Reiter, Fanny Reiter, Frl. Erhard, die Herren Haslinger, Holzner und Gartenauer, Schober (Violoncello), Kapellmeister Schneider (Trompete) und Musikdirektor Schreyer.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705035, "Datum": "(3.5.1887, Dienstag)", "Haupttext": "Sonderkonzert der Philharmoniker unter Dvoraks Leitung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705045, "Datum": "4.5.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 101 erinnert auf S. 5 in der mit \"M.\" signierten Besprechung des Gründungsfestes am 29.4.1887 (nur Werke Mozarts unter Floderer) kurz auch jenes vom 15.4.1886, das ebenfalls einem einzigen Komponisten (Bruckner) gewidmet war:\n     \"Gründungsfest=Concert der Liedertafel \"Frohsinn.\"\n                         Linz, 2. Mai.\n     Seit dem Jahre 1883 hat die Liedertafel \"Frohsinn\" die nicht nur dankenswerte, sondern auch sie ehrende Aufgabe unternommen, alljährlich zu ihrem Gründungsfest=Concerte die Schöpfungen eines unserer großen Tonheroen zur Aufführung zu bringen. Gleich glänzenden Perlen reihen sich die seit dem bezeichneten Jahre abgehaltenen Gründungsfest=Concerte aneinander und die Nennung der Meister allein - Wagner, Beethoven, Schubert, Bruckner und heuer Mozart - rechtfertigen den Ausspruch, daß dieser Verein von den höchsten künstlerischen Intentionen beseelt ist. [... über Mozart in Linz ...die einzelnen Programmnummern ... im Publikum erfreute und begeisterte Kenner,] während ein leider größerer Theil entweder Mozart oder die künstlerische Durchführung nicht verstanden zu haben scheint, da die Apathie desselben fast beleidigend wirkte.     M.\"", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:50"}, {"ID": 188705075, "Datum": "7.5.1887, Samstag", "Haupttext": "Im öffentlichen Konzert des Wiener Konservatoriums mit dem Zöglingsorchester unter Josef Hellmesberger spielt Bruckners Orgelschüler Josef Meyer Händels Orgelkonzert in d-Moll.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705085, "Datum": "8.5.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705093, "Datum": "einige Tage vor dem 9.5.1887", "Haupttext": "Gutmann erhält den 1. Satz der 4. Symphonie in der von Löwe uminstrumentierten Fassung.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705095, "Datum": "9.5.1887, Montag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Franz Schalk: \n   Begrüßt es, daß Franz Zeit für die Arbeit am 1. Satz der 8. Symphonie hat. Löwe, der sowie auch Hirsch grüßen lasse, habe die 4. Symphonie mit Bruckners Zustimmung uminstrumentiert (*). Gutmann habe wegen Löwes Pedanterie den 1. Satz erst vor einigen Tagen bekommen (**). Bruckner sei wieder wohlauf und lasse ihn grüßen. Kritische Bemerkungen über Goldschmidts Talent. Das Konzert am 20.4.1887 sei zumindest ein künstlerischer Erfolg gewesen. Nächstens folge die Kritik Helms, der die 5. Symphonie nicht verstanden habe. Für 1888 sei »etwas Großes und Kühnes« geplant (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705105, "Datum": "10.5.1887, Dienstag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 23 meldet auf S. 229, daß in London die 7. Symphonie aufgeführt wird [23.5.1887]:\r\n»Kleine Mittheilungen und Berichte.\r\n   - Zwischen dem 2. Mai und 4. Juli werden in London neun Richter-Concerte stattfinden. Unter den Novitäten sind zu erwähnen Bruckner's Siebente Symphonie, [...]« (*).\nBei der Vortragsübung des Wiener Konservatoriums spielt Bruckners Orgelschüler Paur eine Orgelfuge von Bach (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 10:01"}, {"ID": 188705135, "Datum": "13.5.1887, Freitag", "Haupttext": "Hinweis in der Linzer Zeitung auf das morgige Konzert mit »Amaranths Waldesliedern«:\n»     * (Wohlthätigkeits=Concert.) Samstag den 14. Mai, 8 Uhr abends, findet in Hüttners Sälen in Urfahr ein Concert für die Suppenanstalt der Volksschule Urfahr unter Leitung des Herrn Reiter und unter gütiger Mitwirkung der Damen Auinger, Erhard, Hänslmayr, Fanni und Marie Reiter, dann der Herren Gartenauer, Haslinger, Holzner, Schneider, Schober, Schreyer, sowie eines großen Chores statt. Das Programm lautet: [... Reiter, Reiter, Chopin, Schumann ...] 4. Bruckner: \"Amaranths Waldeslieder\", für Damenchor mit Soli und Piano. [... Röver, Reiter und Engelsberg ...]« (*).\n \nInhaltlich identisch die Ankündigung des Linzer Volksblattes Nr. 109 auf S. 3:\n\"     – In Hüttner's Sälen in Urfdahr findet Samstag den 14. Mai abends 8 Uhr das Concert für die Suppenanstalt der Schule Urfahr unter Leitung des H. Reiter und unter gütiger Mitwirkung der Damen Auinger, Erhard, Häuslmayr, Fanny und Marie Reiter, dann der Herren Gartenauer, Haslinger, Holzner, Schneider, Schober, Schreyer, sowie eines großen Chores statt. - Programm: [... Reiter, Reiter, Chopin, Schumann ...] 4. Bruckner: \"Amaranths Waldeslieder\", für Damenchor mit Soli und Piano. [... Röver, Reiter und Engelsberg ...]\" (**).\n \n(Brief von Joh. Ev. Habert an Bernhard Deubler:\r\n     Über einige (nur zum Teil gedruckte) Werke. Die Cäcilien-Messe, die in am 28.8.1887 in St. Florian aufgeführt werden könne [tatsächlich: Palestrina] habe Burgstaller in Linz. Bietet Subskription der Habert-Gesamtausgabe an, die bei 80 bis 100 Bestellungen erfolge. Angaben zu Besetzung und Fertigstellungsstatus einiger Werke (***)).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 18:29"}, {"ID": 188705145, "Datum": "14.5.1887, Samstag", "Haupttext": "Aufführung von »Amaranths Waldesliedern« bei einem Wohltätigkeitskonzert unter Reiters Leitung in Hüttners Sälen in Linz-Urfahr.\r\n    Mitwirkende: die Damen Auinger, Erhard, Hänslmayr, Fanni und Marie Reiter und die Herren Gartenauer, Haslinger, Holzner, Schneider, Schober und Schreyer (*).\n[recte 14.5.1885!] Das Musikalische Wochenblatt meldet auf S. 261, daß die 7. Symphonie bei A. Gutmann im Druck erscheinen wird (**).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 18:29"}, {"ID": 188705185, "Datum": "18.5.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Ankündigung der morgigen Kirchenmusik in der Neuen Freien Presse Nr. 8162 auf S. 5:\n     \"Hofpfarrkirche zu St. Augustin um 11 Uhr: Messe von Michael Bauer, Graduale (Sopran: Sambori), Offertorium (Tenor) von Baronin Bauduin. Orgel: Hoforganist Professor Bruckner.\" (*).\n \nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 136 bringt auf S. 5 einen ähnlichen Hinweis [Sambori als Komponist, nicht als Interpretin] (**).\n \nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 20 berichtet auf S. 214 von der Prager Aufführung des \"Te Deum\" am 28.11.1886:\n                         \"Prag.\n      Vierte Production des Kammermusik=Vereins (im 10. Jahrg.) am 16. November: [...].\n     Der deutsche Singverein gab am 28. November sein erstes Concert im Musiksaale des Conservatoriums. [... Name und Vorgeschichte des Vereins ...]; der Name ward zwar geändert, und nur dieser; die vorzügliche Leitung, Friedr. Heßler, die stramme, echt künstlerische Disciplin mit ihrer Exactheit und Präcision, der ernste Geist sind unveräündert geblieben. Die alten Ehren sind das Erbe des \"neuen\" Vereins. Das Programm dieser hochinteressanten Aufführung enthielt [... Beethoven, David Friederici, Johann Staden, Hans L. Heßler (= Hans Leo Haßler) ...]; schließlich noch das \"Te Deum\" für Chor, Soloquartett und Orchester von A. Bruckner. Der Chor des Vereins, der viele schöne Stimmen sein Eigen nennt, und das Orchester des deutschen Landestheaters leisteten Treffliches unter der sicheren und umsichtigen Führung des Chormeisters Friedr. Heßler, der verdienter Weise reichen Beifall fand; auch das Soloquartett, die Frl. Messany (Sopran), Novotny (Alt), die Herren Tirsch (Tenor) und v. Starck (Baß), das seine überaus anstrengende und schwierige Aufgabe gelungen löste, erfreute sich  mit Recht lebhaftester Anerkennung. [... über weitere Konzerte ...]\n               (Fortsetzung folgt.)\"\n[Signatur nach dem Schlussteil am 25.5.1887:] \"Franz Gerstenkorn.\" (***).\n \n(Vortragsübung des Wiener Konservatoriums (°).", "Letzte Änderung": "04.05.2024 20:35"}, {"ID": 188705195, "Datum": "19.5.1887, Donnerstag (Christi Himmelfahrt)", "Haupttext": "»Die Presse« Nr. 137 weist auf S. 13 (Kalendarium im Local-Anzeiger) auf die heutige Kirchenmusik hin: \n»Kirchenmusik:\n[...]\n\nHofpfarrkirche St. Augustin (11 Uhr): Messe von Michael Bauer, Graduale (Sopran: Sambori), Offertorium (Tenor) von Baronin Bauduin. Orgel: Hoforganist Professor Bruckner.« (*).\n\n\nAnkündigung auch in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2594 auf S. 5: \n      \"[...] Messe von Michael Bauer, Graduale (Sopran) von Sambori, Offertorium (Tenor)\n von Baronin Bauduin. Orgel: Professor Bruckner.\" (**).\n\n\nAnkündigung der 7. Symphonie für den 23.5.1887 in The Times Nr. 32076 auf S. 1 in der 3. Spalte:\n\n\"RICHTER CONCERTS.\nRICHTER CONCERT.–ACADEMIC FESTIVAL OVERTURE (Brahms), at the Fourth Concert, St. James's-hall, Monday next, at 8.\nRICHTER CONCERT.–Der RITT der WALKURE (Wagner), at the Fourth Concert, Monday next, at 8.\nRICHTER CONCERT.–LIEBES DUET, from Die Walkure, Madame Valleria and Mr. Edward Lloyd, at the Fourth Concert, Monday next, at 8.\nRICHTER CONCERT.–SYMPHONY No. 7 in E (A. Bruckner), first performance in England, at the Fourth Concert, Monday next, at 8.\nRICHTER CONCERTS, St. James's-hall.–FOURTH CONCERT, Monday evening next, at 8 o'clock. Dr. Hans Richter, Conductor; Herr Ernst Schiever, Leader; Mr. Theodor Frantzen, Chorus Director. Orchestra of 100 performers. [... Tickets ...]\" (***).\n\n\nEtwas gestraffter die Ankündigung in The Morning Post Nr. 35854 auf S. 1 in der 5. Zeile: \"RICHTER CONCERTS.\nRICHTER CONCERTS.–FOURTH CONCERT, St. James's Hall. MONDAY EVENING next, May 23, at eight. Programme: [... Brahms, Wagner ...], Symphony No. 7 in E (A. Bruckner) (first performance in England)\nRICHTER CONCERTS, –ST. JAMES'S HALL. FOURTH CONCERT, MONDAY EVENING next, at eight o'clock. Dr. Hans Richter, Conductor; Herr Ernst \nSchiever, Leader; Mr. Theodor Frantzen, Chorus Director. Orchestra of \n100 performers. [... Tickets ...]\" (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705205, "Datum": "20.5.1887, Freitag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 5525 bringt auf S. 3 eine Kritik zur Berliner Aufführung der 7. Symphonie [31.1.1887]: \n\n   »- Ueber die Aufführung von Bruckner's siebenter Symphonie in Berlin schreibt das \"Deutsche Tageblatt\" [vgl. 2.2.1887]: \"Das vierte Klindworth=Concert vermittelte die erste Bekanntschaft des musikalischen Berlin mit Anton Bruckner. Dessen siebente Symphonie in E-dur wurde aufgeführt, zum erstenmale überhaupt hier ein Werk von Anton Bruckner, und der Mann ist 63 Jahre alt. Nun hat zwar schon mancher Componist sieben und mehr Symphonien geschrieben und sie sind nicht aufgeführt worden, und die Welt hat nichts daran verloren. Hier aber liegt die Sache wesentlich anders. In dieser Symphonie ist ein vom Kopf bis zu den Füßen geharnischter Riese vor uns hingetreten, so daß wir uns nur staunend fragen: Wie ist es möglich, daß ein solcher Mann bis an seinen Lebensabend unbekannt bleiben konnte, daß er fast das Schicksal so Vieler theilte und erst nach seinem Tode anfing zu leben? Bruckner's Melodiegestaltung schreitet in Wagner'schem Sinne vorwärts, Modulation und nun gar die Instrumentation sind ganz Wagner, aber in so eminent eigenartigem Sinne, daß man recht wohl sagen kann: Bruckner ist einer von den Wenigen, die den Bayreuther Meister wirklich verstanden haben, der in Folge dessen auch weiß, wie dessen Weise auf dies andere Feld zu übertragen ist.« [keine Signatur] (*).\n\n\nAnkündigung der 7. Symphonie für den 23.5.1887 in The Morning Post Nr. 35855 auf S. 3 in der 3. Spalte:\n\"                              RICHTER CONCERTS.\n     [... Besprechung des letzten Konzerts am 16.5.1887, zuletzt Stücke von Wagner ...] These were rendered as only Dr. Richter's band can interpret such works, and were also received with evident gratification. The concert an Monday next will contain a new Symphony in E by A. Bruckner.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705215, "Datum": "21.5.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 115 berichtet auf S. 3 vom Konzert am 14.5.1887:\n     \" § Concert in Urfahr. Das am 14. d. stattgehabte Concert war von einem zahlreichen distinguierten Publicum besucht, welches den Vorträgen mit sichtlichem Interesse lauschte, und jede der trefflich gewählten und mit künstlerischem Ernste und Geiste vorgetragenen Piècen mit reichem und verdientem Beifall auszeichnete. [... Lob für Schreyer, Schober, Marie Reiter, Holzner, Haslinger, Gartenauer ... gedenken] ebenso das [sic] Damenquartettes in \"Amaranths Waldesliedern\" von Bruckner, und des hübschen Vortrages der Frau Auinger [... Reiter, Frl. Erhard ...] Schließlich erwähnen wir, daß den sehr präcisen Leistungen des Chores, der ebenso schön als mächtig erklang, volles Lob begührt.\" [keine Signatur] (*).\n \nAnkündigung der 7. Symphonie für den 23.5.1887 in den Daily News Nr. 12828 auf S. 4 in der 3. Spalte: \"RICHTER CONCERTS.\nRICHTER CONCERTS.–FOURTH CONCERT, St. James's Hall. MONDAY EVENING next, May 23, at 8.0. Programme: [... Brahms, Wagner ...], Symphony No. 7 in E (A. Bruckner) (first performance in England)\nRICHTER CONCERTS, –ST. JAMES'S HALL.–FOURTH CONCERT, MONDAY EVENING next, at 8 o'clock. Dr. HANS RICHTER, Conductor; Herr Ernst Schiever, Leader; Mr. Theodor Frantzen, Chorus Director. Orchestra of 100 performers. [... Tickets ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705225, "Datum": "22.5.1887, Sonntag", "Haupttext": "In der in New Orleans erscheinenden Zeitung The Times-Democrat wird auf S. 13 in der 3. Spalte in einem Bericht über die Londoner Richter-Konzerte auch Bruckner erwähnt [7. Symphonie am 23.5.1887]:\r\n\"    MUSIC AND THE DRAMA.\r\n[...]\r\n     Herr Richter, the famous Wagner conductor and leader of the orchestra at the Vienna Opera House, has announced nine concerts in London between now and July. The repertoire is, of course, chiefly Wagnerian. Among the novelties promised are Bruckner's new symphony, a selection from Goldmarks's opera, \"Merlin,\" a new \"Irish\" symphony by Stanford and a new symphony by Cowen.\" (*).\n \n(Josef Schalk hält beim Wiener Akademischen Wagner-Verein eine Gedenkrede und einen Vortrag über Willibald Alexis (»Ein deutscher Dichter«) (**)).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 21:32"}, {"ID": 188705235, "Datum": "23.5.1887, Montag", "Haupttext": "Hans Richter dirigiert in London Werke von Brahms, Wagner und Bruckners 7. Symphonie (*).\nDas Konzert findet in der St. James's Hall statt (*a).\nMitwirkende Solisten bei Wagner sind Pauline Cramer (für die erkrankte Mme. Valleria) und Mr. Lloyd (*b).\nC. A. Barry zitiert in seinem Programmbuch auch den Artikel vom 1.6.1886 über Bruckner (**) und erinnert an die Konzerte im Kristallpalast im August 1871 (***).\r\nDieser Aufführung wohnt Edward Elgar bei. In seinem Programmheft notiert er \"Fine intro\" [siehe die Anmerkung] (°).\n[?] Aufführung des »Germanenzugs« durch den Rittersfelder Männergesangverein in Traismauer (°°).", "Letzte Änderung": "07.04.2026 09:53"}, {"ID": 188705245, "Datum": "24.5.1887, Dienstag", "Haupttext": "Die Daily News Nr. 12830 schreiben auf S. 3 in der 4. Spalte über das gestrige Konzert mit der 7. Symphonie:\r\n\"                          MUSIC.\r\n            THE RICHTER CONCERTS.\r\n     The Richter concert last night attracted one of the largest audiences of the present season. There can be little doubt of the reason. The people were certainly not drawn by Brahms' \"Academic\" overture [... mit Panne, wurde wiederholt ...]. Nor were the audience drawn by a new and almost interminable symphony by Anton Bruckner. The enormous audience had come to St. James's Hall to hear the Ride of Walkyries, but more especially the great love duet which occupies the greater part of the first act of \"Die Walküre.\" [... über die Fortschritte im Wagner-Gesang ... Pauline Cramer für die erkrankte Mme. Valleria, Lob für Herrn Lloyd ...]. They deserved the treat, if only for the test to which they were subsequently to be subjected in listening to Herr Bruckner's seventh symphony. No one will deny the high ability shown in this work; but, on the other hand, no one would rashly attempt to describe it in detail, at any rate until the English language is furnished with more synonyms for the word \"prolixity\" than our vocabulary can now boast. It may be accepted as a healthy axiom that, unless the author is a consummate genius–which Herr Bruckner certainly is not–an hour is far too long for a symphony, or for the matter of that, for anything to which a mixed multitude is compelled to listen, except perhaps a sermon. The only valid excuse for such largiloquence is that the fortunate composer, having once got his unhappy audience together, may never again be accorded such another chauce [sic], and is therefore tempted to indulge in musical pleonasm. The special form which this very undesirable quality takes in Herr Bruckner's seventh symphony, lies in a perfect craze for the \"inversion\" of a theme \"by contrary motion,\" a device frequently used with advantage in fugue writing, but never intended to be scattered broadcast through a symphony a full hour long. As no mortal ear could readily follow these inversions, the whole thing soon became wearisome, and it was not surprising that after the first half-hour a steady exodus began among the audience. Bruckner is now living in Vienna, and sixteen years ago he appeared with success as an organist at the Albert Hall. He did not attain any great fame as a composer until he was upwards of sixty years old, and his symphony in E, which contains in its slow movement an Elegy to Wagner, and is dedicated to the late King Ludwig of Bavaria, is a very able but a not altogether profitable example of the prosiness of age, which loves to spin a long yarn about matters which, in this busy world, should be far more briefly dismissed.\" [keine Signatur] (*).\n \n(Vortragsübung des Wiener Konservatoriums (**)).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 22:42"}, {"ID": 188705255, "Datum": "25.5.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von Dr. Rüsch [Edmund Rüsch?] an August Göllerich: \n\n     Freut sich über Göllerichs Erfolge. Die Zeitungsberichte seien nie befangen oder gehässig der neudeutschen Schule gegenüber, wie es in Wien Mode sei. Das Höchste in dieser Art leistete Kalbeck in der Besprechung der \"Faust\" Symphonie [am 6.3.1887]. Alles was ich bisher an Arrogantem, Frechem und Gemeinem gelesen, wird duch diese Besprechung weit in den Schatten gestellt - selbst die berühmte Bruckner-Kritik Dömpke's [30.3.1886]. [...] \n\n     Das Einzige was an Novitäten in der Saison aufgeführte [sic] wurde, die \"Faust Symphonie und Bruckners 5. Symphonie, die letzter allerdings nur in einem Schalk Abend, versäumte ich leider in Folge von Unwolsein. Rigler erzählte von dem kolossalen Erfolge der 5. Symphonie [20.4.1887] u. hält dieselbe, was Unmittelbarkeit der Wirkung betrifft, für bedeutender noch als die 7. Symphonie; namentlich soll d. letzte Satz von geradezu zündender Wirkung sein. [...]\" (*).\n\n\n(Ernest Marinelli in Wien gestorben (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705265, "Datum": "26.5.1887, Donnerstag", "Haupttext": "The Times Nr. 32082 berichtet auf S. 3 in der 4. Spalte von der Aufführung der 7. Symphonie am 23.5.1887:\r\n\"                   RECENT CONCERTS.\r\n     At the third Richter concert last week [... über das Konzert vom 16.5.1887 ...].\r\n     The Richter Concert of last Monday, the fourth of the series, introduced a novelty which had been promised more than once and had raised some expectation on account of the name of its author, Anton Bruckner. That name had gained a certain prominence from the fact that Wagner, with the generosity and kindness he knew so well how to show when inclined that way, took great interest in Bruckner's work, and, indeed, promised to have all his symphonies performed, leaving that pledge for his disciples to fulfil when death prevented him from doing so himself. Apart from the abstract merits of his music, it is not a matter for surprise that Wagner should have felt some sympathy for a composer so evidently intent upon paying him the highest compliment which it is said that one artist can pay to another. That Bruckner in certain sense imitates Wagner one realizes after listening to a few bars of the symphony in E, No. 7. There is the same vastness of design, the same amplitude, although by no means the same beauty, of orchestral treatment; and the peculiarities of Wagner's melos, including even the \"turn\" which forms an intrinsic part of the melody, and not a mere embellishment, are caught with surprising truthfulness. From this to genuine inspiration there is, of course, a long step, and that distance Herr Bruckner has so far failed to cover. Over-elaboration seems to be his besetting sin; when once he has caught hold of a theme, he twists and turns and \"inverts\" it, till at last the ear longs for a breath of fresh melodious air. On the credit side of the account we should mention a truly astounding degree of skill and scholarship, and that sincerity of purpose which distinguishes the artist from the mere manufacturer. Of the four movements the second, Adagio, is the first in order of merit. It is understood to have been written \"as an elegy upon the death of Wagner,\" and introduces an impressive phrase from Herr Bruckner's setting of the Te Deum, to say nothing of an even more beautiful melody which serves as the first subject proper. Next in excellence comes the opening allegro. Of the scherzo we cannot speak well; it is a kind of mixture of the \"Valkyrie's Ride\" and the first movement of Beethoven's ninth symphony, and there is little of the lightness which gives its raison d'être to a scherzo. The finale appeared so long and diffuse that after a first hearing it left no definite impression on the mind. That Bruckner's is a remarkable musical individuality cannot be denied, and his seventh symphony excites the wish to know something of the six which have preceded it. In Brahms's Academic overture, Herr Richter's marvellous memory proved for once at fault. Conducting without book he missed the cue for the change of beat, the result being temporary confusion. [... Richter nahm in einer Ansprache die Schuld auf sich ... kurz zum Liebesduett der \"Walküre\" ...].\r\n     [über weitere Konzerte ... keine Signatur].\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705275, "Datum": "27.5.1887, Freitag", "Haupttext": "Bruckner unterschreibt im Gratulationsschreiben des Konservatoriums anläßlich der Verleihung des Franz-Joseph-Ordens an Franz Krenn:\r\n   »Die Unterzeichneten beglückwünschen ihren verehrten Collegen, Herrn Professor Franz Krenn zu der ihm zu Theil gewordenen Allerhöchsten Auszeichnung durch Verleihung des Franz Josef Ordens Wien 27. Mai 1887« (Bruckner unterschrieb als einer der wenigen ohne den Vornamen) (*).\nUnter den Gratulanten sind auch Richard Baumgärtl (**), Josef Dachs (***), Ferdinand Löwe (°).\n\r\nBrief Bruckners [vermutlich an Ferdinand Löwe], über eine Kürzung im Scherzo der 4. Symphonie:\r\n     \"Lieber Freund u Collega! | Ich bitte sehr, beim Scherzo der 4. Sinf. nur den ersten Strich, d h. die I. Kürzung gelten zu lassen; die 2. Abtheilung aber durchaus vollständig belassen zu wollen.\n      Ihr  Bruckner.\r\n27.5.[1]887.\" (°°).\n \nDer Konzertbericht vom 15.4.1887 [über die 7. Symphonie am 5.2.1887] erscheint wortgetreu in der in Voltaire (Kansas) herausgegebenen Zeitung Sherman County News Nr. 35 auf S. 2:\r\n\"The Humbug of Fashionable Craze.\r\n     A Boston man is actually so lost to local pride as to write to the Gazette that he cannot appreciate \"classical\" music. Moreover, he finds others who are in the same fix. \"At the symphony concert recently a work by a composer named Bruckner was performed. It took nearly an hour in the playing, and from beginning to end there was not a moment in which it afforded me the slightest pleasure. There was nothing melodious in it, and, as far as I was able to judge, nothing that suggested a purpose beyond noise making and a curious attempt to try how far extreme chromatic harmonies and ear-distributing modulations could be carried without violating the rules of the music grammar.\" The gentleman adds:\r\n     I wanted to enjoy it, but I could not. Others appeared to enjoy it without the slighest effort. It is true that there were not many of these; but as few as there were, their superior capacity to find what I could not find filled me with envy. Here was classical music, so extremely classical that it required an exceptional and special talent to understand it; while I feel that if I lived for a hundred years I could not attain to that point of achievement. I was almost inconsolable at my lack of taste, till upon leaving Music hall I met a group of musicians who were discussing the work, and who agreed that it was the dullest and most incomprehensible making of much-a-do about nothing that they had ever listened to. \"But the applause,\" I suggested. \"Oh!\" replied one of them, a well-known and eminent artist, throughly eclectic in taste, \"some people chew paper, slate pencils, spruce gum and other flavorless things, not because they can possibly derive any nourishment from them, but because they have perverted appetites, and masticating these things has become a habit with them. So it is with those who applaud such a work. It is habit, my dear fellow; a bad habit, founded upon a perverted taste which pretends to more than it knows. It is chewing slate-pencil music. Let us go and have a glass of beer to take the taste of it out of our mouths.\" This was hard on those who applauded this tone-nightmare, but I was comforted.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "17.10.2025 11:02"}, {"ID": 188705285, "Datum": "28.5.1887, Samstag", "Haupttext": "Besprechung der 7. Symphonie [London, 23.5.1887] in der Wochenzeitschrift The Graphic Nr. 913 auf S. 12:\r\n\"                 Music\r\n[...]\r\n     BRUCKNER'S SYMPHONY.—Dr. Richter has more than once been upon the point of introducing to England some of the music of Anton Bruckner of Vienna, but until last Monday, when his seventh symphony in E was presented for the first time, the composer was known here only by name. It is rather a pity that Bruckner made his début with the symphony in E. The work is very long, occupying nearly an hour in performance, and exceedingly complex, and it is rendered all the less intelligible at first hearing by the constant use of \"inversion by contrary motion,\" an artificial \"scholastic\" device which, however useful in giving variety to fugal writing, becomes tedious and absurd when applied throughout the whole of a lengthy symphony. The work is in the usual four movements. The first must be heard again before an opinion is expressed upon it. The slow movement is an elegy written after the death of Bruckner's friend Richard Wagner, and in it a phrase from the now aged composer's Te Deum is used. The scherzo with its trio is far too long, and the finale, like the first movement, cannot be judged at first hearing. The symphony was magnificently played by Richter's band. The programme also included the \"Ride of Walkyries,\" and the beautiful love duet from the first act of Die Walküre, admirably sung by Miss Pauline Cramer and Mr. Lloyd.\" [keine Signatur] (*).\nBesprechung desselben Konzerts auch in der \"Musical World\" (**).", "Letzte Änderung": "16.04.2026 16:56"}, {"ID": 188705295, "Datum": "29.5.1887, Pfingstsonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705305, "Datum": "30.5.1887, Montag", "Haupttext": "Der Glasgow Herald Nr. 128 berichtet auf S. 10 von der Aufführung der 7. Symphonie am 23.5.1887:\r\n\"      MUSIC AND THE DRAMA.\r\n(FROM OUR OWN CORRESPONDENT.)\r\n                                   London, Sunday Night.\r\n[...]\r\n     Dr Richter left London on Tuesday to conduct the Lower Rhine Festival at Dusseldorff, whence he will return this week. At his last concert at St James's Hall, Richter produced the seventh symphony in E by Herr Bruckner, a Viennese organist, who did not attain any fame as a composer until after he had passed sixty years of age. Bruckver [sic] was a friend of Wagner, who appears to have good-humouredly rallied him, and laughingly promised that he would produce all his seven symphonies at Bayreuth, a satirical undertaking which Bruckner accepted seriously. The symphony occupies an hour in performance, and its complexitiy deprives it of a good deal of its proper interest. Furthermore, the composer has made a far too plentiful use of the driest of scholastic devices known as \"inversion by contrary motion.\" The best section of the symphony is the slow movement, an \"Elegy\" written on the death of Wagner, and in which Bruckner has utilised a theme from his own \"Te Deum.\" \" [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188705315, "Datum": "(31.5.1887, Dienstag)", "Haupttext": "Vortragsübung des Wiener Konservatoriums.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706005, "Datum": "Juni 1887", "Haupttext": "Die Christlichen Kunstblätter Nr. 6 erwähnen auf S. 48 im (von Burgstaller erstellten) Verzeichnis der im Mai 1887 im Neuen Dom zu Linz aufgeführten Werke auch ein »Tantum ergo« Bruckners [prov. WAB 48]: »Verzeichnis der Aufführungen im Mariä Empfängnis-Dome zu Linz im Monate Mai 1887: [...] - C) Bei Abendgottesdiensten wurden gesungen: a) \"Tantum ergo\" für 4 Singst. von Führer, Bruckner, Hanisch. [...] Linz, im Juni 1887. [/] Joh. B. Burgstaller Chordir. d. M. E.-D.«", "Letzte Änderung": "17.10.2024 22:03"}, {"ID": 188706006, "Datum": "Anfang Juni 1887", "Haupttext": "Levi überweist einen Geldbetrag [vermutlich für den Druck der 4. Symphonie] an Gutmann.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706007, "Datum": "etwa Juni 1887", "Haupttext": "Abschlußprüfungen am Konservatorium.\r\nBruckners Schüler, denen »Censuren ersten Grades zuerkannt wurden«, werden in der Prüfungsstatistik erwähnt:\r\n   in den Vorbildungsschulen »Orgelclasse des Prof. Herrn A. Bruckner. (4 Zöglinge.) [/] Haböck Hermann, Steinberger Josef.«,\r\n   bei den Ausbildungsschulen »Orgelclasse des Prof. Herrn A. Bruckner. (3 Zöglinge.) [/] II. Jahrgang. *Meyer Josef, *Paur Carl, *Steininger Adolf.« [Fußnote auf S. 69: »*) Die mit einem * bezeichneten Schüler sind zum Concurse zulässig erklärt worden.«], bei Musiktheorie »Classe für Harmonielehre als Hauptfach des Prof. Herrn A. Bruckner. (9 Zöglinge.) [/] Bause Victor, Dörnhöfer Albert, Materna Leopold, Schmalhofer Jacob, Steinberger Josef, Vogl Theodor.«\r\n   und »Classe für Contrapunct des Prof. Herrn A. Bruckner. (4 Zöglinge.) [/] I. Jahrgang. Haböck Hermann. [/] II. Jahrgang. Paur Carl, Steininger Adolf.« (*).\r\nFolgende Schüler Bruckners absolvierten in diesem Schuljahr ihr Hauptfach und erhielten dafür das Diplom: Josef Meyer, Carl Paur und Adolf Steininger (**).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 07:57"}, {"ID": 188706015, "Datum": "1.6.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Kritik der 7. Symphonie [23.5. in London] von Charles Barry in »The Musical Times« 28/532, S. 342f (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 25 berichtet auf S. 242 von der Aufführung der 7. Symphonie in Budapest [4.4.1887]:\r\n»Berichte.\r\nVon Auswärts.\r\nBudapest. [...] Das letzte philharmonische Concert brachte außer Bruckner's E-dur-Symphonie, welche tiefe Wirkung auf die Kenner übte, [...]« (**)\nund bringt auf S. 246 ein (mit dem vom 10.4.1887 übereinstimmendes) Inserat des Verlages Wetzler, das auf die Neuerscheinungen »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] aufmerksam macht (***).", "Letzte Änderung": "16.04.2026 16:58"}, {"ID": 188706024, "Datum": "vor dem 2.6.1887", "Haupttext": "Brief Helms an Bruckner.\nBrief Barrys aus London an Bruckner:\r\n   Über die Aufführung der 7. Symphonie in London.", "Letzte Änderung": "26.02.2024 14:59"}, {"ID": 188706025, "Datum": "2.6.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Helm:\r\n    Dankt für das Schreiben. Bülow werde immer für seinen Ruin arbeiten. Barry habe ihm über die Aufführung der 7. Symphonie unter Hans Richter in London am 23.5.1887 geschrieben (*).\n[unsichere Angabe!] Das St. Pöltner Wochenblatt Nr. 22 berichtet auf S. 6 vom Konzert des Rittersfelder Männergesangvereins am 23.5.1887 in Traismauer, bei dem der \"Germanenzug\" (von Bruckner?) aufgeführt wurde:\r\n    \"Rittersfeld, 28. Mai. Die Liedertafel, welche der Rittersfelder Männergesangverein am 23. Mai in Hubers Saallocalitäten in Traismauer abhielt, war gut besucht und wurden die Chöre durchgehends tadellos aufgeführt. Die schwierigste Nummer des Programmes war wohl der \"Germanenzug\" aber derselbe wurde sehr exact aufgeführt, ein Beweis, daß der Verein sehr strebsam und fleißig ist. Daß sich der junge Verein an solche schwere Arbeit heranwagt, macht den Sängern alle Ehre.\" (**).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 23 berichtet auf S. 283 von der Aufführung der 7. Symphonie am 31.1.1887:\r\n\"                             Berlin.\r\n[... über drei Chorkonzerte (der Stern'sche Verein lehnte Parsifal-Szene ab) ...]\r\n     Im Vergleich zu der grossen Menge gegebener Concerte erscheint die Zahl der wirklichen Novitäten recht klein. Die Reproduction überwiegt die Production um eine Bedeutendes. Mit gerechtfertigter Spannung wurde Anton Bruckner's Edur-Symphonie erwartet. Die widersprechenden Ansichten, Meinungen und Urtheile schwirrten in der Luft, ehe Klindworth uns mit dem vielbesprochenen Werke bekannt machte. Unbedingte Anerkennung erblühte dem Autor aus dieser That nicht, wenigstens nicht bei uns, wo die Wenn und Aber billig sind! Die stellenweise berauschende Wirkung wandelt sich in Ernüchte-terung [sic], sobald man den Clavierauszug spielt. Bruckner wühlt und schwelgt in Tonfarben und vernachlässigt die Zeichnung. Die gefühlsselige Ueberschwänglichkeit, das oft recht verschwommene Wesen sind im nördlichen Deutschland wenig am Platze. Die Bemerkungen schliessen die Anerkennung nicht aus, dass Bruckner weltvergessend nach dem Höchsten strebte, dass er Beethoven und Wagner nacheiferte. Von den nicht seltenen Reminiscenzen will ich kein Aufheben machen. Wer an Wagner \"erinnert\", ist übel dran, wer sich indess unberührt zeigt von den Offenbarungen des die musikalische Welt  beherrschenden Meisters, der ist - noch mehr zu bedauern! Schlimm ist das Eine und auch das Andere, wenigstens zur Zeit.\r\n     Eine recht wacker gearbeitete (ungedruckte) Symphonie von Hugo Kahn [recte Hugo Kaun?] hörte ich mit Wohlgefallen im Concerthause. Der Componist, ein talentvoller Schüler Wüllner's, dirigirte selbst, und zwar mit erfreulichem Geschick. [...]\r\n                      (Fortsetzung folgt.)\r\n[Signatur im letzten Teil dieses Berliner Musikbriefes (16.6.1887) auf S. 306]\r\n                   Wilhelm Tappert.\" (***).\n(Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Bernhard Deubler:\r\n     Erbittet cäcilianische Kompositionen, die als Geschenk für Papst Leo XIII. (Secundiz = 50 Jahre Primiz) nach Rom gelangen sollen. Über die Verordnung zur Kirchenmusik, in der der Bischof Kritik an zu strengen Cäcilianern und an wertlosen deutschen Kompositionen übt, Habert aber hervorhebt. Witts Tonfall sei auch oft zu derb und verfange in Wien nicht. Habert habe seine Zeitschrift eingestellt. Die Zwietracht mit Witt habe nicht Habert begonnen. 1887 werde es auf Wunsch des Bischofs keine Generalversammlung des Cäcilien-Vereins geben. Die Diözese Linz werde selbständig an der Kirchenmusikreform arbeiten; die Kontakte zum Wiener Verein seien eingeschlafen (°)).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 22:56"}, {"ID": 188706045, "Datum": "4.6.1887, Samstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Fr Kathi 4. Juni für Juni 7 fl gezalt.« (*).\n \nDie Oesterreichische Buchhändler-Correspondenz Nr. 23 informiert auf S. 294 vom Erscheinen eines Bruckner-Erstdrucks:\r\n     \"Em. Wetzler (Julius Engelmann), Wien.\nBruckner, Ant., Zwei Kirchenchöre. Nr. 1 Antiphon für gemischten Chor und Orgel, Partitur und Stimmen  -.75, Nr. 2 Ave Maria für 6stimmigen [sic! WAB 6] gemischten Chor, Partitur und Stimmen  -.75\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706105, "Datum": "10.6.1887, Freitag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners [vermutlich Briefentwurf]:\r\n   Bittet, in Zukunft ihn mit Zuschriften (wegen Zeitungsabonnements [Vindobona?]) zu verschonen (*).\n[?? vgl. 11.6.1887, 18.6.1887 und Juli 1887]\r\nSchreiben der Amsterdamer Maatschappij tot bevordering van Toonkunst an Bruckner:\r\n     Ernennung zum Correspondierenden Mitglied (**). Unterschrift von Daniel de Lange (***).\r\nDie Sitzung fand in Utrecht statt (°).\r\nDe Lange übersandte Bruckner sein Lied ”De Roze”, das sich in Bruckners Nachlaß befand (°°).", "Letzte Änderung": "11.05.2023 17:46"}, {"ID": 188706115, "Datum": "11.6.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Wochenzeitung The Graphic Nr. 915 erwähnt Bruckner [7. Symphonie am 23.5.1887] in einem Konzertbericht auf S. 13:\r\n\"                           Music\r\n[...]\n     DR. PARRY'S \"UNIVERSITY\" SYMPHONY.—Dr. Richter has undertaken to produce four new symphonies this summer. One by Bruckner was given last month, one by Dr. Parry was performed on Monday [... über dieses Konzert ...].\" (*).\n \nDas \"Algemeen Handelsblad\" Nr. 18142 (Amsterdam) berichtet auf S. 1f ausführlich über die Versammlung der Maatschappij tot bevordering der Toonkunst:\n\"     Uit Utrecht schrijft men ons dd. 9 Juni: [... über eine Vereinsversammlung ...]\n[dieses Datum auch für den folgenden Bericht gültig?]\n     Heden is te Utrecht de jaarvergadering gehouden van de Maatschappij tot bevordering der Toonkunst[.] Het jaarverslag, uitgebracht door den algemeenen secretaris den heer Dan. de Lange, vangt aan met een warm woord van hulde aan Joh. J. H. Verhulst.\n     \"Noode zien wij, zegt het verslag o. a., deze kunstenaarsfiguur van ons scheiden: immers aan zijne persoonlijkheid zijn de herinneringen aan de schoonste bladzijden onzer geschiedenis verbonden. [... ausführlich über die Vereinssitzung ... in der 2. Spalte auf S. 2 eine kurze Notiz:]\n     Na het uitbringen van het verslag werden benoemd: tot lid van verdienste de heer G. Verdi, en tot correspondeerende leden de heeren: A. Brückner en H. A. Meyroos.\n    [...].\" (**).\n \n\"Het nieuws van den dag\" Nr. 5315 (Amsterdam) schreiben auf S. 11:\n\"     In de heden te Utrecht gehouden 58e gewone Algemeene Vergadering der Maatschappij tot bevordering der Toonkunst werden, na het uitbrengen van het Verslag (zie 2e Blad) benoemd: tot lid van verdienste de Heer G. Verdi, en tot correspondeerende leden de heeren: A. Brückner en H. A. Meyroos.\n     De commissie voor het kunstenaarsfonds werd herbenoemd [...].\"\n[der erwähnte 2. Bogen bringt auf S. 5 einen ausführlichen Bericht von der Vereinssitzung, ohne die Ehrenmitgliederernennung etc. zu erwähnen] (***).", "Letzte Änderung": "01.07.2024 17:28"}, {"ID": 188706155, "Datum": "15.6.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Auf das Konzert vom 22.6.1887 [mit dem »Germanenzug«, wurde auf den 23.6.1887 verschoben] weisen hin\n \ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 163 auf S. 4 der Abendausgabe \"Neues Wiener Abendblatt\":\n    » *  Der Wiener akademische Gesangverein wird bei seiner am 22. d. in Dreher's Park in Meidling stattfindenden Sommer=Liedertafel neben Chören von Bruckner, Engelsberg etc. mehrere Novitäten, darunter eine Nummer aus dem Nachlasse Engelsberg's, zur Aufführung bringen.« (*),\n \n»Die Presse« Nr. 163 auf S. 11:\n    » - Der Wiener akademische Gesangverein wird bei seiner am 22. d. in Dreher's Park in Meidling stattfindenden Sommer=Liedertafel neben Chören von Bruckner, Engelsberg etc. mehrere Novitäten, darunter eine Nummer aus dem Nachlasse Engelsberg's, zur Aufführung bringen.« (**)\n \nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2620 auf S. 5:\n     » - Der Wiener akademische Gesangverein wird bei seiner am 22. d. M. in Dreher's Park in Meidling stattfindenden Sommer=Liedertafel neben Chören von Bruckner, Engelsberg etc. mehrere Novitäten, darunter eine Nummer aus dem Nachlasse Engelsberg's, zur Aufführung bringen.« (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706165, "Datum": "16.6.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 8190 kündigt auf S. 6 das Konzert vom 22.6.1887 an [mit dem \"Germanenzug\", wurde auf den 23.6.1887 verschoben]: \n\n     »[Wiener Akademischer Verein.] Derselbe wird bei seiner am 22. d. M. in Dreher's Park in Meidling stattfindenden Sommer=Liedertafel neben Chören von Bruckner, Engelsberg u. s. w. mehrere Novitäten, darunter eine Nummer aus dem Nachlasse Engelsberg's, zur Aufführung bringen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706185, "Datum": "18.6.1887, Samstag", "Haupttext": "[10.6.1887?] Die allgemeine Versammlung der Maatschappij tot Bevordering der Toonkunst in Amsterdam ernennt Bruckner zum Correspondierenden Mitglied.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706195, "Datum": "19.6.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706215, "Datum": "21.6.1887, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 22.6.1887 und des Programms in der Neuen Freien Presse Nr. 8195 auf S. 5:\n     \"[Sommer=Liedertafel.] Der Akademische Gesangverein gibt Mittwoch den 22. d. eine Liedertafel im Dreher=Park in Meidling unter Leitung des Ehrenchormeisters Herrn Professor Rudolph Weinwurm mit folgendem Programm: Anton Bruckner: \"Germanenzug\"; E. S. Engelsberg: [...]\"", "Letzte Änderung": "05.07.2024 06:41"}, {"ID": 188706235, "Datum": "23.6.1887, Donnerstag", "Haupttext": "[Wegen Schlechtwetter vom 22.6.1887 um einen Tag verschobene] Aufführung des »Germanenzug« durch den Wiener Akademischen Gesangverein unter Rudolf Weinwurm (*) anläßlich einer Sommerliedertafel im Dreher-Park in Meidling. Es begleitet das Orchester von Philipp Fahrbach (*).\r\n»Gleich die erste Nummer des Programmes, Bruckner's \"Germanenzug\" (mit Blechharmonie) schlug glänzend ein [...] (*a).\r\nBruckner ist anwesend und wird »lebhaft gerufen« (*b).\r\nAuf dem Programm stehen Werke von Engelsberg (»Zwanzig Jahre«), Albert Hermann (»An Marie«, von ihm selbst dirigiert), Grossbaur [Großbauer] (»Blauäugelein«, Vokalquartett mit Sitzberger, Petzold, Lorenz und Leeb), Storch (»Blümchen am Hag«), Jacob Dont (»Im deutschen Geist und Herzen sind wir eins« nach einem Text von Emil Rittershaus), J. Machanek (»Non possumus«), Rudolf Weinwurm (»Beim Lauern« (Baritonsolo: R. Halatschka), »Bauernständchen«, »Lied der Deutschen in Österreich«), Engelsberg (»Deutsches Freiheitslied«) und Kalliwoda (»Das deutsche Lied«). Als Solisten wirken mit: Stefan Sitzberger, Adalbert Petzold, Alfred Lorenz, Theodor Leeb (Soloquartett) und Raimund Halatschka (Bariton) (**).\r\nMöglicherweise wurde Bruckner von Theodor und Mathilde Helm begleitet (***).\nDatierung auf einem Album[?]blatt mit dem Hauptthema der 8. Symphonie (°).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 15:53"}, {"ID": 188706245, "Datum": "24.6.1887, Freitag", "Haupttext": "»Concurs für Orgel und Composition am 24. Juni« am Wiener Konservatorium. Der Jury gehören Hellmesberger als Obmann an und die Preisrichter R. Fuchs, Ferdinand Hellmesberger, Ed. Kremser, J. Labor, A. Miller v. Aichholz und Dr. F. Müllner.\r\n»Orgel.\r\n(Classe Bruckner.) \r\nConcursaufgabe: \r\nI.* Preis: Herr Meyer Josef. - Händel: Fuge E-moll. \r\nII. [Preis: Herr] Paur Carl. - Bach: Fuge C-moll.\r\nII. [Preis: Herr] Steininger Adolf. - Bach: Toccata F-dur.« (*).\n[ca. 24.6.] Bericht der Deutschen Zeitung über die Aufführung des »Germanenzugs« am 23.6.1887:\r\n    »(Die Liedertafel des Akademischen Gesangvereines,) welche für Mittwoch den 22. d. angekündigt war, wegen der zweifelhaften Witterung aber erst gestern (Donnerstag) im Dreher-Park zu Meidling stattfand, zeichnete sich durch ein ausgesprochen deutschnationales Programm aus; nicht weniger als fünf Nummern vertraten diese Richtung. So gleich die erste: \"Germanenzug\", Chor mit Soloquartett und Orchester von Anton Bruckner, eine schon vor zwanzig Jahren geschaffene Composition des greisen Meisters, welche aber auch jetzt noch namentlich durch ihren markigen, glänzenden Schluss eine erhebende Wirkung nicht verfehlt. Bruckner, persönlich anwesend, wurde lebhaft gerufen. Es folgten an nationalen Gesängen [... über die weiteren Programmnummern ...]«. [keine Signatur?] (**).", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:11"}, {"ID": 188706255, "Datum": "25.6.1887, Samstag", "Haupttext": "Das Neue Wiener Tagblatt Nr. 173 bespricht auf S. 3 das Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins [23.6.1887] mit dem »Germanenzug«:\n    » * (Sommerliedertafel des Akademischen Gesangvereins.) Vorgestern Abends [..] Außerordentlichen Beifall fand auch das aus den Herren Leeb, Lorenz, Petzold und Sitzberger bestehende Soloquartett, Bruckner's »Germanenzug« und - selbstverständlich - zum Schluß das »Deutsche Lied«.« (*).\n \nÜber dieses Konzert schreibt auch die Neue Freie Presse Nr. 8199 auf S. 5 (die Rubrik \"Kleine Chronik\" ist datiert 24.6.1887):\n     \"[Sommer=Liedertafel.] Im Dreher=Park in Meidling hat gestern die Sommer=Liedertafel des Akademischen Gesangvereins vor einem zahlreichen und ungemein dankbaren Publicum stattgefunden. Das Programm enthielt eine größere Anzahl kräftiger Chöre, deren Vortrag bis an den entferntesten Punkt dieses ausgedehnten Gartenraumes deutlich vernehmbar und von schöner Wirkung war, während Chöre im lyrischen Style den gewünschten Effect nicht zu erzielen vermochten. Besondern Anklang fanden in der ersten Abtheilung des Programms die stimmungsvollen Chöre \"Germanenzug\" von A. Bruckner und \"Im deutschen Geist und Herzen sind wir Eins\" von Jacob Dont. Die Pause zwischen der ersten und zweiten Abtheilung wurde durch mehrere vorzügliche Productionen der Capelle Fahrbach ausgefüllt. [... Bariton-Solist Halauschka ...]Als endlich zum Schlusse des Abends das \"Deutsche Lied\" angestimmt wurde, erhob sich ein nicht endenwollender Beifallssturm. Die Herren im Publicum standen entblößten Hauptes da, die Damen wehten mit den Tüchern, bis dem Begehren nach Weiderholung des Liedes Folge geleistet wurde.\" (**).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 15:54"}, {"ID": 188706265, "Datum": "26.6.1887, Sonntag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 144 berichtet auf S. 5 vom Konzert am 23.6.1887, dabei auf den Artikel in der Deutschen Zeitung [24.6.1887 (geschätzt)] zurückgreifend:\n     \" - Anton Bruckner's \"Germanenzug\". Die Liedertafel des akademischen Gesang=Vereins brachte am 23. d. im Dreher=Park zu Meidling eine Composition  unseres einheimischen Meisters Anton Bruckner zur Production, und zwar - als erste Nummer - den \"Germanenzug\", eine schon vor 20 Jahren geschaffene Composition Bruckner's, welche aber - wie ein Bericht der \"D. Z.\" darüber sagt - \"auch jetzt noch namentlich durch ihren markigen glänzenden Schluss eine erhebende Wirkung nicht verfehlt. Bruckner, persönlich anwesend, wurde lebhaft gerufen.\" (*).\n \n(Brief von Joh. Bap. Burgstaller an Bernhard Deubler:\r\n     Dankt für Namenstagsglückwünsche [24.6.1887]. Bittet um kirchenmusikalische Werke (auch von Josef Gruber) als Gabe zum Jubiläum in Rom Papst Leo XIII.]. Freut sich, dass Deubler sich der Linzer Kirchenmusikverordnung unterwerfe (die Langer in Prag \"ironisirt\"). Der Bischof sei nicht strikt gegen den deutschen Cäcilien-Verein, sondern nur gegen den \"übertriebenen Eifer\" speziell F. X. Witts. Seine Unparteilichkeit zeige sich auch darin, dass er auch Haberts Zeitschrift zu polemisch fand und zur Einstellung des Blattes geraten habe. In Österreich werde der Palestrina-Stil nicht zugunsten des Haydn-Stils verboten werden. Eine Versammlung in Oberösterreich werde es 1887 nicht geben (**)).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 22:58"}, {"ID": 188706275, "Datum": "27.6.1887, Montag", "Haupttext": "Brief Ecksteins an Bruckner (in Saloniki geschrieben): \n\n     Berichtet von seiner Griechenlandreise.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706285, "Datum": "28.6.1887, Dienstag", "Haupttext": "Postkarte von Levi an Gutmann: \n   Bittet um eine Quittung für den Anfang Juni überwiesenen Betrag [zur Drucklegung der 4. Symphonie]: »Bitte schicken Sie mir hierher eine Quittung des Anfang Juni an Sie abgeschickten Betrages! Schönsten Gruß! Ergebenst Hermann Levi. Heidelberg, Sanatorium. 28.6.87.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188706295, "Datum": "29.6.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »29. Juni Fr Kathi für Juli Aug Sept 21 fl gezalt.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707005, "Datum": "Juli 1887", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: [fremde Hand:] »Karl Paur IV. Bezirk (Wieden) Luisengasse Nro 8B 2ter Stock, Thür 15.«, [Bruckner:] »Fr Kathi Kachelmaier, 9. Bez. Ackergasse 11. [/] Pius Richter, Perchtholdsdorf, Begrischgasse 502. [/] Felix Dahn Dichter.«, [fremde Hand:] »Adolf Steininger in Altmannsdorf bei Wien.« (*).\nBruckner bestätigt Klose [mündlich?], er sei soweit ausgebildet, um unbedenklich eine Kapellmeisterstelle übernehmen zu können (**).\nSchreiben der Maatschappij tot Bevordering der Toonkunst in Amsterdam an Bruckner:\r\n     Am 18.6.1887 sei er von der allgemeinen Versammlung zum Correspondierenden Mitglied ernannt worden. Das Diplom sei beigefügt. Unterschriften von Mr. N. G. Pierson [nicht: Wimann] und Daniel de Lange (***).", "Letzte Änderung": "22.09.2024 12:30"}, {"ID": 188707015, "Datum": "1.7.1887, Freitag", "Haupttext": "Bleistiftdatierung »1. Juli« (*) und »1. Juli 887.« (*a) am Ende der 8. Symphonie (**). Kalendereintragung Bruckners: »1. Juli 8. Sinf. fertig.« (***).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 28 erwähnt auf S. 265 in der Besprechung des Konzerts vom 23.6.1887 auch den »Germanenzug«: \n\n»Vereins-Chronik.\n\nDem Wiener Akademischen Gesangverein [...] bescheerte das Glück [...] ein prächtiges Gelingen [...] Sonst hörten wir noch Anton Bruckner's prächtigen \"Germanenzug\" [...]« (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707025, "Datum": "2.7.1887, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »6 [Uhr] Abds 31. Grd in d Son 31 Grad«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707035, "Datum": "3.7.1887, Sonntag", "Haupttext": "Bleistiftdatierung »3. do.« [= dito] (*) am Ende der 8. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707045, "Datum": "4.7.1887, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Marie Edle von Schwarzbeck-Marau:\r\n   Gedenkt eines Fräuleins »Helene«. Er habe die Trauernachricht erst am 13.6. spätnachmittags erhalten. Hatte sich nie erklären können, daß Frl. Marie ihr Versprechen nicht hielt. Im Musikverein habe er auch nichts erfahren können. Soeben sei die 8. Symphonie fertig geworden. Die 7. Symphonie habe in England [London] und Amerika sehr gefallen. Grüße an die Eltern. Der Brief werde von Frau Kathi überbracht.", "Letzte Änderung": "16.04.2026 16:59"}, {"ID": 188707095, "Datum": "9.7.1887, Samstag", "Haupttext": "In der zweiten Schluß-Produktion der Preisträger des Wiener Konservatoriums unter Leitung Josef Hellmesbergers spielt Bruckners Orgelschüler Josef Meyer eine Fuge in e-Moll von Händel.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707105, "Datum": "10.7.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707115, "Datum": "11.7.1887, Montag", "Haupttext": "Die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 24 bringt auf S. 211 eine mit \"G. K.\" signierte Kritik zum Konzert am 23.6.1887 (mit dem »Germanenzug«):\r\n»Aus dem Vereinsleben. \r\nIn Wien.\r\n   Am 22. v M [sic] fand im \"Dreher=Park\" in Meidling unter Leitung des Ehren=Chormeisters Herrn Professor Rudolf Weinwurm und Mitwirkung der Musikcapelle des Herrn Ph. Fahrbach, vom Wetter begünstigt, eine gut besuchte \"Sommer=Liedertafel\" des renommirten \"Wiener akademischen Gesangvereines\" statt, die aufs Neue glänzende Proben der Leistungsfähigkeit dieses kunstbegeisterten Vereins ablegte und mit einem vorzüglich gewählten Programme ganz besonders das \"Deutschthum\" zu verherrlichen bestrebt war. Nach einigen von der Musikcapelle Ph. Fahrbach sehr gut gespielten Orchesternummern, eröffnete der Verein mit Anton Bruckner's ergreifendem \"Germanenzug\" für Chor mit Solo und Orchesterbegleitung den Reigen und erzielte das herzliche noch viel zu wenig bekannte Werk und die gut studirte Aufführung desselben eine grandiose Wirkung. [...] das den Schluß bildende \"Deutsche Lied\" von Kalliwoda fand stürmischen Applaus.\nG. K.«.", "Letzte Änderung": "07.10.2024 15:55"}, {"ID": 188707155, "Datum": "15.7.1887, Freitag", "Haupttext": "Der Bote aus dem Waldviertel Nr. 230 (erscheint in Horn) bringt auf S. 4 ein Inserat:\n      \"Ein Wiener Conservatorist, Schüler von Prof. A. Bruckner, wird seine diesjährigen Ferien in der Stadt Horn zubringen. Derselbe ertheilt\n               Unterricht\r\nim Clavier- und Violinspiele\r\ngegen mäßiges Honorar. Adresse in der Schriftleitung.\"", "Letzte Änderung": "06.06.2025 22:29"}, {"ID": 188707167, "Datum": "16./17.7.1887, Samstag/Sonntag", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in den Gebetsaufzeichnungen: »Pauer [Paur] 10 Uhr. Samiel [= Eckstein?]. Contract. Löwe. Schalk Franz.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707175, "Datum": "17.7.1887, Sonntag", "Haupttext": "Oddo Loidol kommt in der Besprechung eines Konzerts (am 12.7.1887 in Kremsmünster) im Linzer Volksblatt Nr. 161 auf S. 2 auch auf Bruckner zu sprechen:\n          \"Concert in Kremsmünster.\n      Dienstag, den 12. d. M., um 5 Uhr abends [... Waldhornquartett Schantl im Kaisersaal ... Konzert war wegen der Einladung der Künstler nach London zum 50jährigen Regierungsjubiläum von Königin Victoria gefährdet ...] Die Muse Wiens scheint in England - es ist dies eine Ehre für ganz Oesterreich - von jeher einen guten Klang gegeben zu haben. Man denke nur, um ein Beispiel aus fernerer Zeit anzuführen, an den Triumph J. Haydns in London. Bekannt ist aus neuerer Zeit die bis zum Enthusiasmus anwachsende Beifallskundgebung der sonst kühlen Söhne Albions A. Bruckner gegenüber, der in den Siebzigerjahren den Sieg auf der Riesenorgel in der Alberthalle davongetragen. Ein anderer Wiener, Hans Richter, der unübertroffene Dirigent, ist alljährlich ein in London gern gesehener Leiter der Symphonieconcerte und das Quartett \"Schantl\" wird bei einem allfälligen Wiedererscheinen in England gewiss die sympathischeste [sic] Aufnahme zu gewärtigen haben.\n     [... über den Verlauf des Konzertes ...] P. Oddo Loidol.\"", "Letzte Änderung": "20.12.2024 20:37"}, {"ID": 188707205, "Datum": "20.7.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hans Richter:\r\n     Nimmt eine Einladung nach Naßwald an (*).\nAusführliche Besprechung der Aufführung der 7. Symphonie [am 18.11.1886] durch  Jacques Hartog in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 29 auf S. 334:\n                     \"Amsterdam.\n     Noch liegt eine Fülle Notizen über Musik und Musiker vor mir; die Wahl ist schwer; das Bedeutendste daraus behält aber den Vorrang, [... über ein Chorkonzert ...]\n     Nicht so erquickend war im Allgemeinen die Stimmung nach der Ausführung des ersten Concertes des Orchestervereins \"Cäcilia\" unter Leitung des tüchtigen Dan. de Lange. Da gab es Neues  und Altes; das Letzte sogar in neuer Form, folglich brachte das Programm für hier nur Neues. Es lautete: Symphonie Nr. 7 (Edur) von Anton Bruckner; Tasso von Liszt und die 4. Symphonie von Beethoven mit Riemann'scher Phrasirung. Dem Programm war auch etwas Neues hinzugefügt und zwar eine Erläuterung der betreffenden Werke. Schon lange Zeit voraus wußten die Tagesblätter von einer \"prachtvollen\" Symphonie eines \"berühmten\" Bruckner zu erzählen. Eines fragte das andere: wer kennt sein erstes halbes Dutzend Symphonie? u. s. w. Niemand wußte zu antworten, daher wohl die große Spannung, womit Alle diesem Wunderwerk entgegen kamen.\n     Schon während der Ausführung war Langeweile auf allen Gesichtern zu lesen und beim Schluß war man \"enttäuscht\"; der einzige Wortlaut, der über die Lippen aller ehrlichen, aufrichtigen Musikverständigen kam. Ganz Unparteiische können nicht anders urtheilen, denn schon das Zuhören war eine Zumuthung. Trotz alledem wurde applaudirt. Noch immer stehe ich bei der Frage: woher kam dies Werk? Das Ganze liefert nur entsetzliche Farben, wühlende Harmonien, sehr gedehnte Dimensionen einzelner Theile und - das große Wort muß heraus - wenig Originelles; dagegen aber massenhafte Anklänge an Bekanntes der neueren Literatur. Als ich vor Kurzem Kretzschmar's Werk durchblätterte, fand ich meine Ansicht völlig bestätigt und wurde zu gleicher Zeit dahin belehrt, daß \"der Componist ein Talent der Nachdichtung entwickelt\"; der Entwickelung der Ideen fehlt aber die Logik und der Zusammenhang. Mir ist es unbegreiflich, daß ein tüchtiger Dirigent ein solches trockenes, dürres, langweiliges Werk aufs Programm bringen kann. Als kurze Zeit danach Bruckner's unzusammenhängendes Streichquintett in F in einer Kammermusik=Soirée ausgeführt wurde, erschien es bewiesen und entschieden, daß Bruckner wenig Hoffnung hat, hier ein breites Feld für sich gewinnen zu können.*) [Fußnote der Redaktion:] *) In Deutschland urtheilt man allerdings gerechter über Bruckner und seine Werke. Hoffentlich bekehren sich die Amsterdamer Musikfreunde nach gründlichem Studium von Bruckner's Schöpfungen zu der bei uns geltenden Ansicht von des Componisten hoher Bedeutung als Symphoniker.    Die Red. [im Haupttext:] Ganz anders wirkte Liszt's geistvolle symphonische Dichtung Nr. 2 »Tasso« [ ... positive Besprechung von Tasso und Beethovens Vierter; die Riemannsche Phrasierung machte sich im Hörerlebnis nicht bemerkbar ... über die Bearbeitungssucht ... über weitere Konzerte ... Signatur auf S. 335:] Jacques Hartog.\" (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 15:26"}, {"ID": 188707215, "Datum": "21.7.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Lücke (abends) in Bruckners Gebetsaufzeichnungen.", "Letzte Änderung": "26.08.2024 14:28"}, {"ID": 188707225, "Datum": "22.7.1887, Freitag", "Haupttext": "Lücke (morgens) in Bruckners Gebetsaufzeichnungen.", "Letzte Änderung": "26.08.2024 14:28"}, {"ID": 188707235, "Datum": "23.7.1887, Samstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nikolaus Manskopf [??] in Frankfurt:\r\n     Die 7. Symphonie, das Quintett und ab Oktober/November auch die 4. Symphonie seien bei Gutmann verlegt, die 3. Symphonie und das »Te deum« bei Rättig Bellaria. Die übrigen Symphonien sind noch nicht gedruckt (*). [siehe die Anmerkung]\nBrief Bruckners an die Hofmusikkapelle:\r\n     Bittet für die Ferienzeit um Urlaub. Pius Richter habe seinen Dienst übernommen. - Bewilligungsvermerk Hellmesbergers (**).", "Letzte Änderung": "03.01.2025 09:55"}, {"ID": 188707245, "Datum": "24.7.1887, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner unterbricht (bis zum 17.9.1887) seine [Wiener] Gebetsaufzeichnungen [letzter Eintrag 23.7.1887 abends] (*). Fortsetzung der Gebetsaufzeichnungen in einem Notizbuch (für 24. und 25.7. nur das Datum geschrieben, Gebete ab 26.7.1887 (**).\nBruckner trifft nachmittags in St. Florian ein. Im Gästebuch ist in drei Zeilen verzeichnet \"Bruckner (n.) [= nachmittags]\", \"Bruckner.Vide 24/7. Von 12/8 incl.\", \"Bruckner, vide 24/7. Von 3/9 incl.\" und die Anzahl der Mahlzeiten mit \"36\", \"40\" bzw. \"16\" angegeben. Im Fremdenbuch ist notiert \"Bruckner\". Er fährt (laut Gäste- und Fremdenbuch) am 11.9.1887 wieder ab (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707247, "Datum": "Sommer 1887 [ab 24.7.1887]", "Haupttext": "Bruckner verbringt die Ferien in Steyr und später [z. B. ab 4. oder 5.8.1887] in St. Florian (*).\r\nEr besucht in diesem Zeitraum auch Linz, Vöcklabruck, Enns und Kronstorf (**).\r\nIn Steyr lernt er den für den erkrankten Regenschori Bernhard Rücker eingesprungenen Musiker Franz Bayer kennen (***).\r\nEr besucht auch nochmals die Familie Wiesner in Wolfern (°).\n[Sommer 1887 oder Sommer 1886?] Bruckner wandert in diesem Sommer mit Franz Bayer nach Sierning, wo er und Almeroth von Baronin Kast ins Schloß Sierning eingeladen sind. Eine weitere Einladung eine Woche später scheitert an Bruckners Wiener Verpflichtungen. Bruckner bittet stattdessen um einen Gegenbesuch in Wien. Beeindruckt vom »verehrten Fräuln Baronesserl« soll Bruckner angeregt worden sein, noch in Steyr im Adagio der 8. Symphonie eine Harfe vorzusehen (°°).\nEine von den normalen Aufzeichnungen abweichende Gebetseintragung am 27.7.1887 abends könnte auf ein besonderes Ereignis (oder einen Ortswechsel?) hinweisen (°°°).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:52"}, {"ID": 188707285, "Datum": "28.7.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 31 meldet auf S. 379 die Londoner Aufführung der 7. Symphonie am 23.5.1887: \n\n               »Musikbriefe.\n\n[...] \n\n                      London, im Juli 1887.\n          Werthester Herr Fritzsch! \n\n     Meinem letzten Berichte habe ich nur wenig hinzuzufügen. Die wichtigsten Vorkommnisse unserer musikalischen Saison waren wie immer die Richter-Concerte. [...]\n      4. Concert (23. Mai): Akademische Festouvertüre von Brahms [... Szenen aus Wagners »Walküre« ...] Das Concert brachte zum Schluss noch die 7. Symphonie von Ant. Bruckner als langerwartete Novität, die mit größtem Interesse aufgenommen wurde. [...]« [keine Signatur, siehe Anmerkung]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707315, "Datum": "31.7.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle (geplant)].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188707325, "Datum": "Juli/August 1887", "Haupttext": "Karl Aigner fertigt eine Partitur-Abschrift der 8. Symphonie an.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708005, "Datum": "August 1887", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Josef Mütter, Strauchgasse 3.« (*).\nDie Kaiserfamilie hält sich in Wildbad Kreuth auf. Es ergibt sich aber [für Prinzessin Amalie] keine Gelegenheit, Bruckners Bittgesuche zur Sprache und zur Erledigung zu bringen (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708015, "Datum": "1.8.1887, Montag", "Haupttext": "\"Die Lyra\" Nr. 21 (298) schreibt auf S. 180/4 über die Programme des Wiener Akademischen Gesangvereins:\n          \"Wiener Vereins=Chronik.\n     Dem Wiener akademischen Gesangverein, welcher am 23. Juni im Dreher=Park seine Sommer=Liedertafel abhielt, bescheerte das Glück nicht allein ein herrliches Wetter, sondern auch ein prächtiges Gelingen des Unternehmens. [... Chor etwas kleiner, aber mit frischeren Stimmen, Zitat aus der Wiener Musikalischen Rundschau ... einheimischen Werke weichen die Programme aus ...]  . . . .  Die Leipziger \"Sängerhalle\" berichtet ferner: \"Die Sommerliedertafel des \"Akademischen Gesangvereines\" zeichnete sich diesmal durch ein ausgesprochen deutsch=nationales Programm aus, denn nicht weniger als fünf Nummer desselben vertraten diese Richtung. Großen Erfolg hatten die Chöre, und zwar: \"Germanenzug\" von Bruckner, [... Engelsberg, Dont, Machanek ...] und die Compositionen von dem dirigenden [sic] Chormeister R. Weinwurm, der beinahe ein halbes Dutzend seiner Werke (!) diesmal auf's Programm setzte, welche große – Bescheidenheit allgemein auffiel. Ja, über die eigene Bevorzugung mancher componirender (siehe auch Wiener Männer=Gesangverein und Herrn Kremser's Programme) ließe sich recht Heiteres (oder auch Trauriges) berichten!\"\n                     \"Leipziger Sängerhalle.\"  \"", "Letzte Änderung": "24.09.2024 19:10"}, {"ID": 188708045, "Datum": "4.8.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung \"4. Aug. 1887. Abrmp\" am Ende der 8. Symphonie (*).\n\n\nSpätestens am 4. oder 5.8.1887 muss Bruckner in St. Florian eingetroffen sein (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708065, "Datum": "6.8.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 178 meldet auf S. 2:\n    \"Nachrichten aus Linz und Oberösterreich.\n               Linz, 5. August 1887.\n      § [...]  - Professor Anton Bruckner aus Wien befindet sich auf Sommerfrische in St. Florian.\"", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:48"}, {"ID": 188708095, "Datum": "9.8.1887, Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »9. Aug. 1887 das Abschreiben fertig. A. Br.« (*). \nEs handelt sich dabei um die Abschrift der 8. Symphonie durch Karl Aigner (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708105, "Datum": "10.8.1887, Mittwoch", "Haupttext": "[Letzte] Datierung \"10. August 1887. ABrucknermp\" am Ende der 8. Symphonie (*).\n\n\n\n[recte 10.8.1886?] \n\nDatierung \"10. August\" (durch Schalk) mit [vermutlich irrigem] Zusatz \"887\" von fremder Hand in Josef Schalks Vierhändig-Klavierauszug am Ende des 1. Satzes der 8. Symphonie (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708125, "Datum": "12.8.1887, Freitag", "Haupttext": "[Erste] Datierung in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie (*).\nLücke in den Gebetsaufzeichnungen bis 13.8.1887 morgens (**).\n[Ziemlich sicher 1887] Das Abendgebet des 12.8. und das Morgengebet des 13.8. sind in einem Bogen 32 zum Finale der 8. Symphonie notiert (***).\nMartin Einfalt improvisiert in St. Florian in Anwesenheit Bruckners über das Adagio der 7. Symphonie (°).", "Letzte Änderung": "03.05.2024 09:14"}, {"ID": 188708135, "Datum": "13.8.1887, Samstag", "Haupttext": "Datierung in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708145, "Datum": "14.8.1887, Sonntag", "Haupttext": "Datierung in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie (*).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 185 berichtet auf S. 3, daß am 12.8.1887 Martin Einfalt in St. Florian in Anwesenheit Bruckners über das Adagio der 7. Symphonie improvisiert hat:\r\n     \" § Orgel=Concert. Aus St. Florian, 12. d., wird uns geschrieben: Heute spielte über Einladung mehrere Kunstfreunde und in Gegenwart des Herrn Professors A. Bruckner aus Wien Herr Martin Einfalt, Musiklehrer am Pädagogium in Linz, auf der großen Orgel der Stiftskirche. Er wählte sich einen Satz aus dem Adagio der siebenten Symphonie Bruckners als Motiv, worüber er eine halbe Stunde mit seltenem Talente phantasierte. Hierauf beglückwünschte Herr Professor Bruckner Herrn Einfalt aufs herzlichste und drückte seine besondere Freude aus über das verständnisvolle Spiel desselben.\" (**).\nDie Linzer Zeitung bringt eine ähnliche Meldung und kündigt an, daß Bruckner am 15.8.1887 und 28.8.1887 auf der Stiftsorgel spielen wird:\n    » # [ein graphisches Symbol (Tierkreiszeichen?)] St. Florian, 13. August. (Musikalisches.) Unser berühmte [sic] Landsmann, der Hoforganist Herr Professor Anton Bruckner, weilt seit Wochen in unserem freundlichen Orte, gibt sich aber keineswegs der Ruhe hin, sondern ist unausgesetzt musikalisch thätig. Derselbe hat eben seine achte Symphonie vollendet, welcher in allen musikalischen Kreisen mit großer Spannung entgegengesehen wird. Herr Bruckner, welcher im Monate September einen kurzen Aufenthalt in Linz zu nehmen gedenkt, wird am 15. und am 28. August auf der großen Orgel in der hiesigen Stiftskirche spielen. - Gestern spielte der Musiklehrer an der k. k. Lehrer=Bildungsanstalt zu Linz, Herr Martin Einfalt, der sich auch als Componist schon bemerkbar gemacht hat, in Gegenwart des Herrn Professors Bruckner die große Orgel. Herr Professor Bruckner war von der künstlerischen Durchführung des gegebenen Themas (aus dem Adagio von Bruckners E-dur=Symphonie) seitens des Herrn Einfalt auf das angenehmste berührt und beglückwünschte nach Beendigung des halbstündigen Vortrages Herrn Einfalt zu seiner üppigen Phantasie und zu seinem fein nuancirten Spiele und drückte seine besondere Freude über das verständnisvolle Eindringen Herrn Einfalts in die neuere Richtung der Musik aus. Wir gratuliren Herrn Einfalt zu diesem günstigen Urtheile der bekanntlich höchsten Autorität der Jetztzeit im Orgelspiele und wollen nur den einen Wunsch beifügen, daß die maßgebenden Persönlichkeiten in Sachen der Kirchenmusik in Linz Herrn Einfalt dieselbe Beachtung und Aufmunterung entgegenbringen.« [keine Signatur] (***).\nIm Linzer Volksblatt Nr. 185 ist auf S. 2 zu lesen:\r\n      \"St. Florian, 12. August. Heute spielte Herr M. Einfalt, Musiklehrer am k. k. Pädagogium in Linz, auf der großen Orgel der Stiftskirche in Gegenwart des Herrn Professor Anton Bruckner aus Wien.\r\n     Er phantasierte frei nach einem Satze aus dem Adagio der 7. Symphonie Bruckner's - nach des Meisters Worten - \"in sehr interessanter Weise und der neueren Richtung hildigend\" und riss die andächtigen Zuhörer zur Bewunderung hin. Nach dem herrlichen Spiele wurde Herr Einfalt vom Herrn Professor Bruckner auf das herzlichste beglückwünscht.\" (°).", "Letzte Änderung": "22.10.2024 06:29"}, {"ID": 188708155, "Datum": "15.8.1887, Montag", "Haupttext": "Datierung in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie (*).\nBruckner spielt Orgel in St. Florian (**).", "Letzte Änderung": "31.08.2024 10:53"}, {"ID": 188708185, "Datum": "18.8.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Datierung in den Skizzen (Seite 4) zum 1. Satz der 9. Symphonie (*).\nDer Alpen-Bote Nr. 66 meldet auf S. 3f, daß am 12.8.1887 Bruckner in St. Florian war, und erwähnt die [von Martin Einfalt] gespielte Fantasie über das Adagio der 7. Symphonie:\r\n      »Verschiedenes.\r\n(Orgel-Concert.) Aus St. Florian, 12. d., wird geschrieben: Heute spielte über Einladung mehrerer Kunstfreunde und in Gegenwart des Herrn Professors A. Bruckner aus Wien Herr Martin Einfalt, Musiklehrer am Pädagogium in Linz, auf der großen Orgel der Stiftskirche. Er wählte sich einen Satz aus dem Adagio der siebenten Simphonie [sic] Bruckner's als Motiv, worüber er eine halbe Stunde mit seltenem Talente phantasirte. Hierauf beglückwünschte Herr Professor Bruckner Herrn Einfalt aufs herzlichste und drückte seine besondere Freude aus über das verständnisvolle Spiel desselben.« (**).\nDas Musikalische Wochenblatt Nr. 34 bespricht im \"Kritischen Anhang.\" (S. 407 - 410) auf S. 409f das »Te deum«, dessen Klavierauszug bei Th. Rättig erschienen ist:\r\n           »Neu erschienene Chorwerke. \r\n                Besprochen von A. Naubert. \r\n[...]\nAnton Bruckner. \"Te Deum\" für Chor Soli und Orchester (Orgel ad lib.). Clavierauszug 4 M netto. Wien, Th. Rättig. \r\n    Man hat den begabten Tonsetzer, der, auch ein Zeichen der Zeit, erst im Alter als hervorragender Symphoniker \"entdeckt\" werden konnte, den Richard Wagner der Symphonie genannt; man könnte ihn vielleicht auch, dem vorliegenden Werke nach, den Richard Wagner der Kirchenmusik nennen. Die Bahnen, die der Componist hier einschlägt, sind denen seiner Vorgänger auf dem gleichen Gebiete durchaus abgewandt. Wenn auch der Geist des Glaubens überall hervorleuchtet, so ist doch seine Ausdrucksweise eine ganz andere, als die gewohnte und hergebrachte. Seine Erfindung, seine Arbeit, ja, auch sein Denken, ist anders, als wirs an kirchlicher Musik sonst zu sehen gewohnt sind. Nächst der Erfindung der Themen fällt am meisten ins Auge die contrapunctische Behandlung derselben. Wenn auch in Bezug auf das Erstere eine geringe Aehnlichkeit mit Wagner zu erkennen ist, so tritt in letzterer Hinsicht eine grössere Verwandtschaft zu Tage. Wenn der eingeführte Ausdruck \"moderner Contrapunct\" seine Berechtigung hat, so ist derselbe jedenfalls hier anzuwenden. Eine weitere Eigenschaft des vorliegenden Werkes ist die eigenartige Behandlung der Chor- wie der Solostimmen, durch welche an verschiedenen Stellen eine grossartige Wirkung hervorgebracht werden muss. Wenn der Leser beim letzten Satze: \"In te, Domine speravi\", der mit \"Fuge\" bezeichnet ist, etwas Anderes findet, als er nach dem Titel erwarten sollte, so ist das nicht zu verwundern - etwas Hergebrachtes und Conventionelles darf in diesem \"Te Deum\" überhaupt nicht gesucht werden. Die Orchesterbegleitung muss grossartig, manchmal vielleicht befremdend wirken, ebenso wie die unruhige Modulation; aber entziehen wird sich der Eigenart des Ganzen kaum ein Hörer können, wenn er auch mit der Anschauung des Componisten und seinem künstlerischen Glaubensbekenntnisse nicht einverstanden sein sollte. Aber warum sollte es zum Preise Gottes noch einer anderen, besonderen Sprache bedürfen, als der des subjectiven Empfindens?« [keine Signatur, auf S. 407 am Beginn der Rubrik \"A. Naubert\"] (***).\nBei der Festmesse zum Geburtstag von Kaiser Franz Joseph spielt Bruckner Orgel; u.a. wird sein Tantum ergo D-Dur (WAB 42) aufgeführt (°).", "Letzte Änderung": "03.03.2025 08:06"}, {"ID": 188708187, "Datum": "vermutllich Ende August 1887", "Haupttext": "Datierung »Aug. 887« [vermutlich erst gegen Ende August] in Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie [1. Themengruppe].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708215, "Datum": "21.8.1887, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Marie Richter (in St. Florian geschrieben):\r\n    Entschuldigt sich für sein vorjähriges Verschulden. Bittet um weitere Huld. Grüße an »Gemal« [Hans Richter]. »Naßwald! - herrlich!« (*).\r\nEntwurf dieses Briefes in einem Notizbuch (*a).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle (geplant)] (**).\nDie Steyrer Zeitung Nr. 67 teilt auf S. 4 mit, daß Bruckner seit mehreren Wochen in St. Florian weile und seine 8. Symphonie beendet habe. Am 28.8.1887 werde er auf der Stiftsorgel spielen. Für den September sei ein Aufenthalt in Linz geplant:\r\n    \"Kirchenmusikalisches. Aus St. Florian wird geschrieben: Unser berühmter Landsmann, der Hoforganist Herr Professor Anton Bruckner, weilt seit mehreren Wochen in unserem freundlichen Orte, gibt sich aber keineswegs der Ruhe hin, sondern ist unausgesetzt musikalisch thätig. Derselbe hat soeben seine achte Symphonie vollendet, welcher in allen musikalischen Kreisen mit großer Spannung entgegengesehen wird. Herr Bruckner, welcher im Monate September einen kurzen Aufenthalt in Linz zu nehmen gedenkt, wird am Sonntag den 28. August auf der großen Orgel in der hiesigen Stiftskirche spielen.\" (***).\nDie Chicago Tribune berichtet auf S. 20 über das Projekt einer Wagner-Gesellschaft in New York und zitiert ausführlich aus Artikeln im Musical Courier und in der New York Tribune:\r\n\"          A Wagner Society in New York.\r\n     Mr. Edmund C. Stanton, director of the Metropolitan Opera-House, New York, is interesting himself with others in the formation of a \"Wagner Society\", [... großes Interesse ... Textpassagen aus dem Musical Courier und The New York Tribune (Bericht von Anton Seidl über Wagners C-Dur-Symphonie und ihre Aufführung in Venedig, Wagners letzten Brief (an Seidls Direktor) mit Zitaten) ...] The letter arrived one day after the telegram announcing the master's death.\"\r\n     It is proposed that the concerts of the society shall be three in number and that the orchestra consist of 100 instrumentalists. Mozart, Beethoven, Weber, Wagner, and Bruckner, besides other composers, will have place in the schemes. [... über die Vorteile einer Mitgliedschaft ...], the definit plan will be discussed at the meeting this week.\" (°).\nVon diesem Projekt berichtet auch The Times Nr. 4356 in Philadelphia (Pennsylvania) auf S. 3 in der 5. Spalte:\r\n\"             A WAGNER SOCIETY.\r\nThe Movement in New York to Revive the Modern Romantic Idea in Music.\r\n     NEW YORK, August 20.– A movement is on foot to call into existence in New York a Wagner Society, having for its aim the promotion of progressive ideas in music. Herr Seidl is warmly interested in the plan [... Mr. Stanton ... Wagners C-Dur-Symphonie geplant ...].\r\n     It is proposed that the concerts of the society shall be three in number and that the orchestra consist of one hundred instrumentalists. Mozart, Beethoven, Weber, Wagner and Bruckner besides other composers, will have place in the schemes. [... über die Vorteile einer Mitgliedschaft ...], the definite plan will be discussed at the meeting next week.\" (°°).", "Letzte Änderung": "26.08.2024 14:29"}, {"ID": 188708225, "Datum": "22.8.1887, Montag", "Haupttext": "The Boston Globe Nr. 53 berichtet auf S. 5 in der 4. Spalte (und identisch auf Seite 3 der Abendausgabe) von dem Plan eines Wagner-Vereins:\r\n\"           Progressive Music Promised.\r\n     A movement is on foot to call into existence here a Wagner Society, having for its aim the promotion of progressive ideas in music. Herr Seidel is warmly interested in the plan [... Mr. Stanton ... Wagners C-Dur-Symphonie geplant ...]. It is proposed that the concerts of the society shall be three in number and that the orchestra consist of 100 instrumentalists.\r\n     Mozart, Beethoven, Weber, Wagner and Bruckner, besides other composers, will have place in the schemes. [... über die Vorteile einer Mitgliedschaft ...], the definite plan will be discussed at the meeting next week.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708235, "Datum": "23.8.1887, Dienstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 191 meldet auf S. 3, daß Bruckner in St. Florian sei, seine 8. Symphonie vollendet habe und am 28.8.1887 in der Stiftskirche Orgel spielen werde: \n\n    » - Kirchenmusikalisches. Aus St. Florian wird geschrieben: Unser berühmter Landsmann, der Hoforganist Herr Professor Anton Bruckner, weilt seit Wochen in unserem freundlichen Orte, gibt sich aber keineswegs der Ruhe hin, sondern ist unausgesetzt musikalisch thätig. Derselbe hat eben seine achte Symphonie vollendet, welcher in allen musikalischen Kreisen mit großer Spannung entgegengesehen wird. Herr Bruckner, welcher im Monate September einen kurzen Aufenthalt in Linz zu nehmen gedenkt, wird am Sonntag den 28. August auf der großen Orgel in der hiesigen Stiftskirche spielen.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708254, "Datum": "vor dem 25.8.1887", "Haupttext": "Brief von Hans Herrig an Bruckner.", "Letzte Änderung": "20.01.2024 23:27"}, {"ID": 188708255, "Datum": "25.8.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners (in St. Florian) an die Maatschappij tot Bevordering der Toonkunst in Amsterdam [Daniel de Lange]:\r\n   Dankt »für das herrliche Diplom« [vgl. 10.6.1887, 18.6.1887, Juli 1887] (*).\nBrief Bruckners an Hans Herrig in Berlin:\r\n   Dankt für das Schreiben. Freut sich, daß Levi von Bülow nicht ungünstig beeinflußt werden konnte. Die 8. Symphonie sei fertig, die 9. Symphonie begonnen. Grüße an Gräfin Gravina und Herrn von Schön [Friedrich von Schön?]. An Levi werde er selbst schreiben (**).", "Letzte Änderung": "20.01.2024 23:30"}, {"ID": 188708265, "Datum": "26.8.1887, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 194 weist auf S. 3 auf die Kirchenmusik am 28.8.1887 hin:\n      \" § Kirchliches. Aus St. Florian wird uns berichtet: Am Sonntag den 28. d., dem Feste des Heil. Augustin, Stifters des Ordens der regulierten Chorherren, wird in der hiesigen Stiftskirche die berühmte \"Missa papae Marcelli\" von Palestrina aufgeführt. Die Orgel spielt Herr Professor Anton Bruckner aus Wien.\"", "Letzte Änderung": "31.08.2024 10:54"}, {"ID": 188708275, "Datum": "27.8.1887, Samstag", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger Nr. 34 schreibt in seiner Beilage:\n\n\"Kirchliches.\n\nAus St. Florian wird berichtet: Am Sonntag den 28. d., dem Feste des hl. Augustinus, Stifter des Ordens der regulirten Chorherren, wird in der dortigen Stiftskirche die berühmte \"Missa papae Marcelli\" von Palestrina aufgeführt. Die Orgel spielt Herr Professor Anton Bruckner aus Wien.\" (*).\n\n\nDas Amtsblatt der Wiener Zeitung Nr. 195 veröffentlicht auf S. 294 - 297 das Vorlesungsverzeichnis der Wiener Universität und meldet auf S. 297 unter \"VII. Fertigkeiten\":\n     \"[... Stenographie, Gesangscurs unter Rudolf Weinwurm ...] - Harmonielehre: Fundamentalschritte, Vorbereitungen, Auflösungen und Vorhalte mit Stamm= und abgeleiteten Accorden in Dur=Tonarten; Uebungen im bezifferten Baß, zwei Stunden wöchentlich, vom Lector Prof. Anton Bruckner. [... Turnen, Fechtkunst ...]\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188708285, "Datum": "28.8.1887, Sonntag (Hl. Augustinus)", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik in der Linzer Zeitung [die Kolumne vermutlich datiert 27.8.1887]: \n    » * (Kirchliches.) Morgen am 28. d., als am Feste des heil. Augustin, wird im Stifte St. Florian die berühmte Missa Papae Marcelli von Palästrina aufgeführt. Die Orgel wird der dort in der Sommerfrische weilende Herr Professor Bruckner spielen.« (*). Bruckner spielt Orgel bei Palestrinas »Missa Papae Marcelli« (**), die unter Deublers Leitung aufgeführt wird (**a).\n Im Hochamt wurde auch das »Os justi« gesungen (***). \n Nachmittags improvisiert er über das Thema der 9. Symphonie (°).\nBruckner bleibt für den Rest der Ferien [11./15.9.1887] in St. Florian (°°).\nFür diesen Tag ist als Gast-Celebrant in St. Florian dokumentiert: \"Theodor Adam, Pfr. in Eppstein (Rheinbayern)\" (°°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709005, "Datum": "September 1887", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners [vermutlich erst ab 15.9.1887?]: »Paur. Lobe I. Heft u. II. und [von fremder Hand:] Freund Klose Mittwoch u. Freitag um 1 Uhr.« (*)\r\nund in anderem Kalender: Carl Zappert, IX. Roßauerlände 11 [nicht Bruckners Schrift]. »6 1/2 bis 7 Procent. 65000 fl. Landstraße II. Satz. 5000 fl. Dr. Otto Bach II. Praterstraße 55. Direktor.« (**).\nBrief von Leopold Hofmeyr an Bruckner:\r\n   Geburtstagswünsche (***).", "Letzte Änderung": "21.12.2024 14:06"}, {"ID": 188709015, "Datum": "1.9.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 70 berichtet auf S. 1 (signiert \"A. R.\") vom Augustinusfest in St. Florian am 28.8.1887. Bruckner habe während des Hochamts Orgel gespielt und nachmittags über das Thema der 9. Symphonie improvisiert:\r\n       \"Vom Augustinusfeste in St. Florian.\r\n   Wer schon Gelegenheit gehabt hat, das herrliche, gastfreundliche Stift des heil. Florian näher kennen zu lernen, [...]\r\n    Am 28. August, als dem Tage des Ordensstifters St. Augustinus, heuer ein vom schönsten Wetter begünstigter Sonntag, zogen Schaaren von Besuchern zum kunstliebenden Kloster, um, wie die Tagesblätter verkündigt hatten, Herrn Professor Anton Bruckner auf der weitberühmten \"Florianerin\" zu hören. - Von Nah' und Fern waren auch Sänger - darunter die besten Kräfte unserer Landeshauptstadt - herbeigeeilt, um unter der artistischen Leitung des hochw. Herrn regens chori Bernhard Deubler die \"Missa Papae Marcelli\" von Joanne petraloysio Praenestino aufzuführen; und wir können sagen: dieses sechsstimmig geschriebene Meisterwerk hat wohl noch nie eine ihm so sehr entsprechende Aufführung erlebt.\r\n[...] - Als Graduale wurde Bruckner's \"Os justi\" aufgeführt, und zwar mit derselben Verve und Hingebung, wie die Messe, so daß der große Meister selbst darüber befriedigt dem Herrn Dirigenten seinen Dank aussprach.\r\n    Gegen 4 Uhr Nachmittags füllte sich die große Stiftskirche mit Neugierigen, denn es war das Gerücht aufgetaucht, daß Herr Professor Bruckner, der schon in den Gesangspausen beim heil. Hochamte die Orgel gespielt hatte, auch jetzt wieder concertiren werde, - was auch geschah.\n    Die Feder kann es nicht beschreiben, was das entzückte Ohr gehört, als Meister Bruckner über das Thema seiner IX. Symphonie, die sich eben im status nascens befindet, concertirte. Wie der Felsenquell aus dem Gesteine bricht, mit geheimnißvollem Flüstern sein Dasein bekundend, und mit den Blümlein kosend zum rauschenden Bächlein wird, und dann zum stolz einherbrausenden Strome erwächst: - ebenso entquollen der Orgel zuerst lieblich und träumerisch die Weisen, welche bis zum stolz einherbrausenden Strome anwachsend all' unser Denken, Fühlen und Wollen mit sich rissen in das unendliche Meer der Phantasie. Nicht Töne glaubte man mehr zu hören, nicht ein todtes Instrument, nein, vor das geistige Auge trat der Mensch im Kampfe um's Dasein mit Stürmen ringend, in all seinem Fühlen: Freud und Leid, Liebe und Haß, Hoffnung und Verzweiflung und endlich, über alles siegend, das Rauschen und Brausen des Unendlichen, Ewigen, Allmächtigen --------. Wie aus einem tiefen Traume erwacht fühlte sich der Zuhörer, nachdem ihn das Genie des greisen Meisters der Wirklichkeit entrissen und in das Reich der Fantasie geführt!\n      Herzlich begrüßten und beglückwünschten zahlreiche Zuhörer den Meister deutscher Tonkunst, der uns wieder gezeigt hat, daß seine Kunst das Siegel der Göttlichkeit an der Stirne trägt. - Möge uns der Kunstsinn des herrlichen Stiftes doch bald wieder Gelegenheit verschaffen, solch' classische Musik zu hören, und auch fernerhin wie bisher Polyhymnia unter dem gastlichen Dache beherbergen! -\n                           A. R.\" (*).\n\r\nDas Linzer Volksblatt Nr. 199 kündigt auf S. 2 die Aufführung des »Te deum« am 29.9.1887 an:\r\n   » - Die Jubel=Feier im neuen Dom am 29. September. Zur Erhöhung dieser großen Feierlichkeit sind zur Aufführung in Aussicht genommen worden: [...Haberts Messe ...] Zum Schlusse der obgenannten Feier wird Anton Bruckner's großes instrumentirtes \"Te Deum\" zur Aufführung gelangen, und zwar wird dies bedeutende Tongemälde von den wohlgeschulten Kräften der verehrlichen Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz mit Zuziehung von freundlichst Mitwirkenden entrollt werden. Der sehr geehrte Herr Vorstand Milbeck hat dem Chordirigenten des Mariä Empfängnis=Domes, welcher im Namen des hochwürdigsten bischöflichen Dombauherrn eine diesbezügliche Anfrage, respective ein Ersuchen stellte,in äußerst zuvorkommender und liebenswürdiger Weise erwidert und die Aufführung des oben erwähnten großartigen Werkes freundlichst zugesagt. [...] Das nähere kirchenmusikalische Programm bei der Jubelfeier des Mariä Empfängnis=Domes wird seinerzeit bekannt gemacht werden.« (**).", "Letzte Änderung": "04.02.2023 23:23"}, {"ID": 188709035, "Datum": "3.9.1887, Samstag", "Haupttext": "Der Straßburger Männergesangverein erteilt dem Offenbacher Sängerverein das Recht zur Aufführung der Sammlung »Straßburger Sängerhaus«, die auch Bruckners Chor »Um Mitternacht« [WAB 90] enthält.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709045, "Datum": "4.9.1887, Sonntag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi (in St. Florian geschrieben):\r\n      Die 8. Symphonie sei fertig. Ob er die Stimmen in Wien oder München schreiben lassen solle? Hans Richter (mit dem er in Naßwald war) habe in London die 7. Symphonie aufgeführt, die auch in New York und Boston [#] Erfolg hatte. Die [Amsterdamer] Maatschappij habe ihn zum Mitglied ernannt. Bittet Levi um die Aufführung der 8. Symphonie, dann werde er den Kaiser um die Widmungsannahme bitten und Richter das Werk überlassen. Am 15.9.1887 gehe er nach Wien. Herrigs Brief [vor dem 25.8.1887] habe ihn über Bülow getröstet (*).\nDatierung »4.9.« in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie [Schlußgruppe] (**).\nDie Linzer Zeitung meldet, daß am 29.9.1887 eine Messe von J. E. Habert und auf besonderen Wunsch Bischof Müllers das »Te deum« aufgeführt werden:\r\n   » * (Zur Jubelfeier im neuen Dom.) Anläßlich dieser am 29. September stattfindenden Feier wird die Messe in F von Johann Ev. Habert aufgeführt. Dann wird nachmittags nach der Litanei über Wunsch des hochwürdigsten Herrn Bischofs das Tedeum von Professor Anton Bruckner durch die Liedertafel \"Frohsinn\" executirt werden.« (***).\nDie Linzer Tages-Post Nr. 202 kündigt das \"Te deum\" [irrig] für den 26.9.1887 an und erwähnt die Aufführungen vom 15.4.1886 und 1.5.1862:\r\n      \" § Bruckners Tedeum. Das \"Tedeum\" von Bruckner, welches am 15. April 1886 anläßlich des Gründungsfestes der Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz zum erstenmale zur Aufführung kam und damals einen großen Erfolg errang, wird nun von derselben Körperschaft anläßlich der am 26. September stattfindenden Jubelfeier im neuen Dome unter Mitwirkung mehrerer Kunstfreunde abermals zu Gehör gebracht werden. Es braucht nicht erwähnt zu werden, daß dieses großartige Werk in würdigster Weise vorbereitet und die Wirkung in den hehren Räumen eine noch größere sein wird, als dies in einem profanen Locale der Fall ist. Erwähnenswert ist auch, daß die Liedertafel \"Frohsinn\" bei der Feier der Grundsteinlegung des neuen Domes, am 1. Mai 1862, diese durch Aufführung einer Cantate von Bruckner und einer Messe von Lotti verherrlichte.\" (°).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:51"}, {"ID": 188709075, "Datum": "7.9.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung in Skizzen zum 1. Satz [Schlußgruppe] der 9. Symphonie.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709085, "Datum": "8.9.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner:\r\n     Dankt für die Ehre der Uraufführung der 8. Symphonie. Bruckner möge gleich die Partitur schicken. Die Stimmen sollen in München geschrieben werden. Die Aufführung könne nicht vor Ende November oder Anfang Dezember 1887 stattfinden. Freut sich über das gebesserte Verhältnis zu Hans Richter. Wenn Bruckner zu den Proben komme, solle er bei Levi wohnen (*).\nBrief Bruckners an Joh. Ev. Aichinger (in St. Florian geschrieben):\r\n     Dankt für die Einladung, der er gerne später wieder Folge leisten werde. Er müsse jedoch schon am 15.9. wieder ”einrücken” [zum Hofkapellendienst?] (**).", "Letzte Änderung": "31.08.2024 10:54"}, {"ID": 188709095, "Datum": "9.9.1887, Freitag", "Haupttext": "Datierung »9.9.« [sicher 1887 (*)] in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie [Schlußgruppe].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709114, "Datum": "vor dem 11.9.1887", "Haupttext": "Bruckner läßt für Deubler die Partitur des Requiems [WAB 39] in St. Florian.", "Letzte Änderung": "16.04.2026 17:01"}, {"ID": 188709115, "Datum": "11.9.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle (geplant)] (*).\r\nDas Abendgebet wird nicht notiert. [Stattdessen (=Kirchenbesuch?) eine doppelte waagerechte Linie] (**).\n\r\nBruckner reist (laut Gäste- und Fremdenbuch) von St. Florian ab [er war am 24.7.1887 angekommen] (***).", "Letzte Änderung": "20.11.2024 22:36"}, {"ID": 188709125, "Datum": "12.9.1887, Montag", "Haupttext": "Bruckner spielt - von halb 7 bis 7 Uhr (*a) - auf der neuen zweimanualigen Orgel im Neuen Dom zu Linz. Er improvisiert über ein Thema in d-Moll; Schlußgestaltung in D-Dur (*).\r\nDie Orgel (II/34) war von Johann Lachmayr auf einer Seitenempore im Chorumgang errichtet worden (*b).\nAnwesend sind u.a. Burgstaller und der Orgelbauer Johann Lachmayr (**).\n \nAnkündigung siehe 13.9.1887 (!).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709135, "Datum": "13.9.1887, Dienstag", "Haupttext": "Mit 12.9.1887 datierter, verspäteter Artikel im Linzer Volksblatt Nr. 208 auf S. 2 über Bruckners Orgelspiel am 12.9.1887 im Neuen Dom [siehe die Anmerkung]:\n»Tagesneuigkeiten aus Stadt und Land.\n            Linz, 12. September 1887.\n   - Hoforganist Bruckner. Heute abends nach halb 7 Uhr wird der k. k. Hoforganist und Professor am Wiener Conservatorium Herr Anton Bruckner, Besitzer des k. k. Franz Josef-Ordens, im Maria Empfängnisdome auf der neuen 2manualigen Orgel zu präludieren die Güte haben.« (*).\n \nDie Linzer Tages-Post Nr. 208 veröffentlicht auf S. 4 die Gästelisten für den 11. und 12.9.1887:\r\n     \"Fremdenliste vom 11. und 12. September.\n      Rother Krebs: [... sechs Namen ...] Bruckner, Prof., Wien. [... ungefähr 40 weitere Gäste (nicht alphabetisch, also vermutlich chronologisch nach der Hotelliste), darunter \"W. v. Weinzierl, Chormeister , Wien.\"  ...]\"\n[der im Goldenen Adler einquartierte \"A. Bruckner\" war ein Kaufmann aus Gerichtsberg. In den anderen Gasthäusern keine Personen mit derzeit bekanntem Bezug zu Bruckner] (**).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:48"}, {"ID": 188709145, "Datum": "14.9.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Von Bruckners Orgelspiel am 12.9.1887 berichtet die Linzer Tages-Post Nr. 209 auf S. 3:\r\n    \"Nachrichten aus Linz und Oberösterreich.\r\n          Linz, 13. September 1887.\r\n[...]\r\n    \" § Anton Bruckner. Der hervorragende Componist Anton Bruckner, welcher seit einigen Tagen in Linz weilt, spielte gestern abends um ½ 7 Uhr im neuen Dome die Orgel. Es hatte sich eine größere Anzahl von Kunstfreunden eingefunden, welche den Präludien des Meisters auf der Orgel mit wahrer Andacht lauschten. Um 7 Uhr war das improvisierte Orgelconcert zu Ende.\" (*)\nund das Linzer Volksblatt Nr. 209 auf S. 3, das auch die Aufführung des »Te deum« am 29.9.1887 ankündigt:\r\n»Tagesneuigkeiten aus Stadt und Land.\r\n               Linz, 13. September 1887.\r\n[...]\n             Anton Bruckner.\r\n     Gestern 3/4 7 Uhr abends, als die Gottesdienstandacht vorüber war, spielte der k. k. Hof=Organist und Professor Anton Bruckner auf der neuen mit 34 klingenden Registern versehenen Seitenorgel, nachdem der fromme Künstler an der Seite des Chordirigenten des Mariä Empfängnisdomes vorher sowohl vor dem Eintritte in die Votivkapelle als auch in der stillen Gruft des neuen Domes am Grabe des hochseligen Bischofes Franz Josef ein andächtiges Gebet verrichtet hatte. \r\n    Was und wie spielte Bruckner? Zuerst war es ein zartes Andante, welches Professor Bruckner mit unbeschreiblich schönen Nuancirungen und Mischungen zu Gehör brachte und wie ein duftendes Rosenbouquet der Jungfrau der Jungfrauen Maria weihevoll zu Füßen legte. Nach diesem Andante trat eine kleine Ruhepause ein. Während dieser wenigen stillen Momente sammelte sich Bruckner zu einer gewaltigen ? [sic!] und großartigen in der Ausführung. Bruckner begann nunmehr mit einem in größten Dimensionen angelegten Orgel=Thema in D-moll. Der weltberühmte Orgelvirtuose führte besagtes Thema in einer so eminenten Weise durch, daß alle Zuhörer aufs tiefste erschüttert, mit Gefühlen der höchsten Bewunderung der Majestät des Hauses Gottes erfüllt werden mußten. Die eine volle Viertelstunde in Anspruch nehmende herrliche, riesenhafte Durchführung des Thema [sic] beschloß Bruckner, nachdem er dasselbe nach allen kunstgerechten Regeln siegreich zu Ende geführt hatte, mit dem Schlusse in D-dur, wobei es schien, als wolle der Orgelvirtuose die unendliche Schönheit und Liebenswürdigkeit Gottes schildern und in Tönen die Glückseligkeit ausdrücken, welche die Frommen im Himmel in Gottes Anschauung genießen. Höchst rührend und erbaulich war es auch, den Meister Bruckner in unmittelbarer Nähe zu schauen. Wie ein von Gott begnadeter und von göttlichen Strahlen Verklärter saß Bruckner bei dem Orgeltische und entlockte mit seinen Fingern der Orgel Klänge und Harmonien, die nicht von der Erde stammen. Was diesem frommen Bilde eine noch größere Anziehungskraft verlieh, lag in dem Umstande, daß ringsherum um den Orgeltisch die kleinen Sängerknaben des neuen Domes als Einfassung sich gruppirt hatten, welche dem frommen Meister mit den gespanntesten Aufmerksamkeit und Bewunderung ins Antlitz sahen.\r\n    Das große, Mark und Bein durchdringende und doch wieder die Seele stärkende, das Herz mit Andacht erfüllende Orgelpräludium war zu Ende. Nun wendete sich der Orgelvirtuose zum Erbauer der Orgel, Hrn. Johann Lachmayr und sprach zu ihm diese anerkennenden Worte: \"Die Orgel ist gut; ich gratuliere Ihnen zu diesem Werke. Ich hatte mir ein so gutes Werk nicht erwartet. Es ist sehr schön.\" Ein solches Lob aus solchem Munde gereicht dem Erbauer zu größter Ehre. Ehe Bruckner das Musikchor verließ, beschenkte der weichherzige Künstler noch den Orgelaufzieher mit einer freundlichen Gabe! Begleitet vom Chordirigenten des neuen Domes, welcher Bruckner auch empfangen hatte, verließ Herr Professor Bruckner wieder den neuen Dom; es folgten ihm aber die reichsten Dankesbezeugungen und Segenswünsche nach, die ihm von vielen Anwesenden nebst Ausdrücken ihrer größten Bewunderung am Ausgange des neuen Domes, dargebracht wurden. Im Anhange zum Vorhergehenden wird mitgetheilt, daß Herr Hoforganist Bruckner seine dankbarste Freude darüber aussprach, daß mit Bewilligung des Hochwürdigsten Herrn Bischofes Ernest Maria am 29. September abends, beim Schlusse des 25jährigen Jubelfestes des neuen Domes, sein großes instrumentirtes \"Te Deum\" von der verehrten Liedertafel \"Frohsinn\" aufgeführt werden wird. Bruckner selbst sagte zu dem Berichterstatter: \"Ich habe dieses \"Te Deum\" während der hl. Wandlung Gott allein in der Absicht geweiht, um die Herzen der Menschen zur Anbetung und Verherrlichung Gottes zu bewegen.«       [Signatur:] J. B.« [vermutlich: Johann Burgstaller] (**).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:51"}, {"ID": 188709155, "Datum": "15.9.1887, Donnerstag", "Haupttext": "[Geplante (*)] Rückkehr von St. Florian bzw. Linz nach Wien. Mit dem Morgengebet enden Bruckners Gebetsaufzeichnungen in dem ab 26.7.1887 verwendeten Notizbuch (**).\nDas Neue Wiener Abendblatt Nr. 254 meldet auf S. 2, daß [am 12.9.1887, nicht am 14.9.1887] Bruckner auf der neuen Seitenorgel im Neuen Dom zu Linz ein Orgelkonzert gegeben habe und daß am 29.9.1887 der »Frohsinn« das »Te deum« aufführen werde: \n     » * (Orgelkonzert.) Aus Linz wird uns geschrieben: Der Hoforganist Professor Anton Bruckner erfreute gestern Abends seine Freunde und Verehrer durch ein zwar kurzes, aber interessantes Orgelkonzert auf der neuen, mit 34 Registern versehenen Seitenorgel des neuen Domes. Beginnend mit einem Andante ging er in ein großartig angelegtes Orgelthema in D-moll über, welches er nach viertelstündiger Durchführung in D-dur schloß. - Am 29. d. kommt anläßlich des fünfundzwanzigjährigen Jubiläums der Grundsteinlegung zum neuen Dome Bruckner's großes Te Deum, von der Liedertafel \"Frohsinn\" exekutirt, zur Aufführung, wofür der Komponist dem anwesenden Bischofe Dr. Müller gegenüber seiner besonderen Freude Ausdruck gab.« (***).\n(Für diesen Tag ist als Gast-Celebrant in St. Florian dokumentiert: \"P. Gerard Seyfriedsberger, Stift Melk.\" (°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709164, "Datum": "vor dem 16.9.1887", "Haupttext": "Brief Oddo Loidols an Bruckner.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709165, "Datum": "16.9.1887, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Wien 16.9.« [sicher 1887 (#)] in den Skizzen zum 1. Satz der 9. Symphonie [Schlußgruppe] (*).\nBrief Bruckners an Oddo Loidol in Kremsmünster:\r\nEr sei gestern in Wien eingetroffen und habe heute das liebe Schreiben erhalten. Grüße an den Prälaten, dem er [für die Einladung nach Kremsmünster?] dankt. Kondoliert zum Tod von P. Sigmund Fellöcker und läßt P. Georg Huemer um die sicher schon abgeschriebene f-moll-Messe bitten (**).\nDie Deutsche Zeitung berichtet, daß Bruckner beim Orgelkonzert im Neuen Dom zu Linz [12.9.1887] über ein Andante-d-Moll-Thema improvisiert habe und in D-Dur geschlossen habe. Am 29.9.1887 werde das »Te deum« aufgeführt:\r\n   »Aus Linz wird uns geschrieben: \"Der Hoforganist Professor Anton Bruckner erfreute gestern Abends seine Freunde und Verehrer durch ein zwar kurzes, aber interessantes Orgel=Concert auf der neuen, mit 34 Registern versehenen Seitenorgel des neuen Domes. Beginnend mit einem zarten Andante, ging er in ein großartig angelegtes Orgelthema in D-moll über, welches er nach viertelstündiger Durchführung in D-dur schloß. - Am 29. d. kommt anläßlich des 25jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung zum neuen Dome Bruckner's großinstrumentirtes Tedeum durch die Liedertafel \"Frohsinn\" zur Aufführung, worüber der alte Meister dem Bischofe Dr. Müller gegenüber seiner besonderen Freude Ausdruck gab.« [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "07.10.2024 19:19"}, {"ID": 188709175, "Datum": "17.9.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Gemeindezeitung Nr. 213 informiert auf S. 10 ebenfalls über Bruckners am Orgelspiel »am 13.9.1887« [recte wohl 12.9.1887]: \n   »+ Orgelconcert. Aus Linz wird geschrieben: Der Hoforganist Professor Anton Bruckner erfreute am 13. d. seine Freunde und Verehrer durch ein zwar kurzes, aber interessantes Orgelconcert auf der neuen, mit 34 Registern versehenen Seitenorgel des neuen Domes. Beginnend mit einem Andante ging er in ein großartig angelegtes Orgelthema in D-moll über, welches er nach viertelstündiger Durchführung in D-dur schloß.« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709185, "Datum": "18.9.1887, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner setzt seine [Wiener] Gebetsaufzeichnungen fort (lückenlos bis zum 28.9.1887) (*).\nDer Alpen-Bote Nr. 75 berichtet auf S. 3 von Bruckners Orgelspiel am 14.9.1887 [recte wohl 12.9.1887] und kündigt das »Te deum« (am 29.9.1887) an:\r\n»Verschiedenes.\r\n(Orgelconcert.) Aus Linz wird geschrieben: Der Hoforganist Professor Anton Bruckner erfreute am 14. d. M. Abends seine Freunde und Verehrer durch ein zwar kurzes, aber interessantes Orgelconcert auf der neuen, mit 34 Registern versehenen Seitenorgel des neuen Domes. Beginnend mit einem Andante ging er in ein großartig angelegtes Orgelthema in D-moll über, welches er nach viertelstündiger Durchführung in D-dur schloß. Am 29. d. M. kommt anläßlich des fünfundzwanzigjährigen Jubiläums der Grundsteinlegung zum neuen Dome Bruckner's großes Te-Deum, von der Liedertafel \"Frohsinn\" executirt, zur Aufführung, wofür der Componist dem anwesenden Bischofe Dr. Müller gegenüber seiner besonderen Freude Ausdruck gab.« (**).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:52"}, {"ID": 188709195, "Datum": "19.9.1887, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n     Übersendet die Partitur der 8. Symphonie [siehe Anmerkung]. Freut sich unbeschreiblich auf die Aufführung. Grüße an Fiedlers. Am 29.9.1887 werde im Neuen Dom zu Linz das »Te deum« aufgeführt (freilich bei weitem nicht wie in München) (*).\nAufnahmeprüfungen für Instrumental- und Theorieschüler am Wiener Konservatorium (**).\n(Die Fliegenden Blätter für katholische Kirchenmusik Nr. 9/10 veröffentlichen auf S. 73f ein Schreiben von Joh. Bap. Burgstaller, in dem dieser mitteilt, dass Bischof Ernest Maria sich mit den Resolutionen in Heft Nr. 7 einverstanden erklärt habe. Er nehme ein neutrale Haltung ein, habe aber dennoch das \"zu polemisch gehaltene Blatt des Hrn. Habert\" einstellen lassen. Anschließend dankt Witt im Namen des deutschen Cäcilien-Vereins für die bischöfliche Anerkennung (***).", "Letzte Änderung": "13.11.2024 17:15"}, {"ID": 188709205, "Datum": "20.9.1887, Dienstag", "Haupttext": "Ein Inserat in der Musikalischen Rundschau Nr. 36 auf S. 296 (identisch mit dem vom 10.4.1887) macht auf die im Verlag Wetzler erschienenen Chöre »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] aufmerksam (*). Unterrichtsbeginn am Wiener Konservatorium (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709215, "Datum": "21.9.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Datierung am Beginn der ersten Partiturniederschrift des 1. Satzes der 9. Symphonie (*).\nKritik von Ferdinand Praeger in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 38 auf  S.430 über die Londoner Aufführung der 7. Symphonie [am 23.5.1887]:\r\n                 \"Correspondenzen.\r\n                          London.\r\n     Das königliche Jubiläumsjahr hat auf die Londoner musikalische Saison keinen günstigen Einfluß gezeigt, ja es schien fast, als ob man der Polyhymnia geflissentlich den Rücken zukehren wolle, indem bei der Riesenproduction nichts so dem Volke auffiel, als der Mangel an belebender Musik.\r\n     [... über den Überfluss an Konzerten ...].\r\n     Die Richter=Concerte (das Arrangement derselben lag nicht in den Händen Arthur Chappell's, sondern des Mr. Vert) bildeten, wie immer, den Vereinigungspunkt der Anhänger der neueren Schule und die Wagner=Abende waren die besuchtesten. Eine Symphonie von Hubert Parry und eine von Villiers Stanford repräsentirten die englische Schule. Die vielerwartete Bruckner'sche Symphonie erregte lebhafte Sympathie durch den schwungvollen ersten Theil; als aber nachgerade der Contrapunktist dem Dichter das Scepter aus der Hand schlug und ihm seine Grammatik aufdrängte, wurde der Eindruck bedeutend abgeschwächt. Jedenfalls aber darf man ein solches Werk nicht nach einmaligem Anhören beurtheilen wollen. Daß wir drei italienische Opern hatten, war wohl zu viel, daß aber die besten Sänger nicht Italiener und die einzige Zugnummer Wagner's \"Lohengrin\" war, zeigt, wohin der Wind weht.\r\n     [... weitere Konzerte ... Abneigung der Engländer gegen deutsche Musiker in den Orchestern ...]        Ferdinand Praeger.\" (**).", "Letzte Änderung": "03.12.2024 09:15"}, {"ID": 188709234, "Datum": "vor dem 23.9.1887", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »400 fl [/] [nicht lesbare Zahl] fl [/] Paur«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709235, "Datum": "23.9.1887, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung gibt das musikalische Programm der kirchlichen Feier am 29.9.1887 (mit dem »Te deum«) bekannt:\n    » * (Zur Jubelfeier im neuen Dome.) Programm der kirchlichen Feier des Jahrestages der Grundsteinlegung des neuen Domes am 29. September: [... Uhrzeiten der geplanten Liturgien ...] Programm der am 29. September zur Aufführung gelangenden kirchlichen Tonwerke: Vormittags um 9 Uhr [... gregorianischer Choral, Habert, Kothe und Waldeck.] Abends: Hymnus: \"Te Deum laudamus\", für großen Vocal=Chor und großes Orchester von Anton Bruckner. \"Tantum ergo und Genitori« von P. Ortwein.« (*).\n \nDiese Ankündigung erscheint auch im Linzer Volksblatt Nr. 217 auf S. 2:\r\n      » - Zur Jubelfeier im neuen Dome. Programm der kirchlichen Feier des Jahrestages der Grundsteinlegung des neuen Domes am 29. September: [... Uhrzeiten der geplanten Liturgien ...] Programm der am 29. September zur Aufführung gelangenden kirchlichen Tonwerke: Vormittag um 9 Uhr beim feierlichen bischöflichen Pontificalamte: [... gregorianischer Choral, Habert, Kothe und Waldeck.] Abends: Hymnus: \"Te Deum laudamus\", für großen Vocal=Chor und großes Orchester von Anton Bruckner. \"Tantum ergo und Genitori« von P. Ortwein.« (**).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 20:05"}, {"ID": 188709245, "Datum": "24.9.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Innviertler Volkszeitung Nr. 39 teilt auf S. 4 [6?] das musikalische Programm der kirchlichen Feier am 29.9.1887 (mit dem »Te deum«) mit:\r\n      »(Zur Jubelfeier im neuen Dome.) [... 9 Uhr Hochamt mit Messe von Habert und Einlagen von Kothe und Waldeck, nachmittags 4 1/4 Uhr Rosenkranz und Litanei, 4 3/4 Uhr Einzug des Bischofs, 5 Uhr Predigt von Domscholaster J. Angermayr, hierauf Tedeum und Segen ...] Abends: Hymnus: \"Te Deum laudamus\", für großen Vocal=Chor und großes Orchester von Anton Bruckner. \"Tantum ergo und Genitori\", von P. Ortwein.« (*).\nAuch die Katholischen Blätter Nr. 39 bringen auf S. 4 einen Hinweis:\r\n           »Kleine Notizen. \r\n      * (Zur Jubelfeier im neuen Dome.)\r\n   - Programm der am 29. September zur Aufführung gelangenden Tonwerke: [...] Abends: Hymnus \"Te Deum laudamus\" für großen Vokal-Chor und großes Orchester von Anton Bruckner. [...]« (**).\nDie Neue Warte am Inn Nr. 39 informiert auf S. 1 über die \"Jubelfeier Leo XIII.\", gibt das Programm des Katholiken-Tages am 28.9.1887 in Linz bekannt (ab 17:30 Uhr: Abt Leonard Achleuthner, Bischof Dr. Ernest Maria Müller, Leo-Hymne von Dr. Katschthaler, Reichsratabgeordneter Graf Heinrich Brandis, Statthaltereirat Karl Edler von Billau, Motette von Josef Gruber (St. Florian), Hausprälat Dr. Franz Doppelbauer, Schlussworte, Schlusschor aus Haydns \"Schöpfung\") und schreibt weiter:\r\n     \"Am selben Tage findet auch im neuen Dome die Jubelfeier der Grundsteinlegung statt und es lautet für diese Feierlichkeit das Programm wie folgt:\r\n      Am 28. September findet die Consekration der Seitenaltäre und das Hochaltars durch den Hochw. Herrn Bischof statt. Am 29. hält Hochderselbe das feierliche Hochamt, wobei eine Messe von Habert, die derselbe eigens für die Feier komponirte, unter Mitwirkung der besten Musikkräfte aufgeführt wird. Nachmittags ist um 4¼ Uhr der gewöhnliche Rosenkranz mit Litanei, um 4¾ Uhr Einzug des Hochwürdigsten Herrn Bischofes; um 5 Uhr Predigt gehalten vom Pl. T. Domscholaster Angermayr, darauf Segen und feierliches Te Deum. Das Te Deum von unserem Landsmanne Bruckner, eine grandiose und ergreifende Composition wird von der Liedertafel \"Frohsinn\" unter bewährter Leitung des Kapellmeisters Floderer zur Aufführung kommen.\" (***).\nDie Salzburger Chronik Nr. 216 informiert auf S. 5 ebenfalls über die Feier:\r\n     » - Zur Jubelfeier im neuen Dome zu Linz. Programm der kirchlichen Feier des Jahrestages der Grundsteinlegung des neuen Domes am 29. Sept.: [... Uhrzeiten der geplanten Liturgien ...]- Programm der am 29. Sept. zur Aufführung gelangenden kirchlichen Tonwerke: Vormittag um 9 Uhr [... gregorianischer Choral, Habert, Kothe und Waldeck.] Abends: Hymnus: \"Te Deum laudamus\", für großen Vokalchor und großes Orchester von Anton Bruckner. \"Tantum ergo\" und \"Genitori« von P. Ortwein.« (°).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 20:06"}, {"ID": 188709255, "Datum": "25.9.1887, Sonntag", "Haupttext": "Die Steyrer Zeitung Nr. 77 macht auf S. 3 auf die Feier in Linz am 29.9.1887 aufmerksam. Nachmittags werde das »Te deum« aufgeführt.\r\n      \"Linz. (Zur Jubelfeier im neuen Dom.) Im Anschlusse an die große Katholikenversammlung [... wird ...] am folgenden Tage, Donnerstag den 29. ds. der Jahrestag der vor 25 Jahren erfolgten Grundsteinlegung des Maria=Empfängniß=Domes sehr festlich begangen werden. Das Programm [...] ist folgendes: Um 3/4 9 Uhr: Feierlicher Einzug des Hochwürdigsten Herrn Bischofes vom Bischofhofe zum neuen Dom. 9 Uhr: Hochamt, abgehalten unter großer Assistenz vom Hochwürdigsten Herrn Bischof. Nachmittags um 4¼ Uhr: Rosenkranz und Litanei. 4¾ Uhr: Einzug des Hochwürdigsten Herrn Bischofes. 5 Uhr: Predigt, gehalten von Pl. Tit. Mons J. Angermayr, Domscholaster. Hierauf Aussetzung des Hochwürdigsten Gutes, \"Te Deum\" (für großen Chor und Orchester von Anton Bruckner) und Segen.\"", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:39"}, {"ID": 188709265, "Datum": "26.9.1887, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Nicodé [lateinisch Geschriebenes kursiv]:\r\n     \"Hochwolgeborner Herr Kapellmeister!\r\nDanke sehr für Ihre Güte! Bin sogleich zum Verleger Gutmann (Opernhaus) gegangen, er möge sobald die 4te romantische Sinfonie gedruckt ist, Hochwolgebornen ein Exemplar zusenden. Wie ist die 7. Sinfonie aufgenom[m]en worden? mit Dank und Respekt / ABruckner. / Wien, 26. Sept. 1887.\r\n[Nachschrift am Oberrand des Blattes:]\r\n(Die 7. Sinf. in London durch Richter, in Boston durch Gericke glänzendste Aufname. Seidl wird in New York eine Sinf. u. d. TeDeum bringen.)\"", "Letzte Änderung": "24.05.2023 14:12"}, {"ID": 188709275, "Datum": "27.9.1887, Dienstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung (*) und das Linzer Volksblatt Nr. 220 auf S. 2 (**) berichten vom guten Verlauf der Proben zum 29.9.1887 (mit dem »Te deum«). \n\n(*) Linzer Zeitung: \n\n» * (Kirchenmusik am 29. September.) Mit Freuden kann constatirt werden, daß die Proben der hiesigen Liedertafel \"Frohsinn\" zum großen Tedeum von Bruckner und die Proben des Mariä=Empfängniß=Domchores zur Jubelmesse von Habert einen sehr günstigen Verlauf nehmen. Es kann bereits mit Sicherheit behauptet werden, daß die kirchenmusikalischen Aufführungen im neuen Dom, welche am 29. September beim Jubelgottesdienste stattfinden, zur Verherrlichung des Jubelfestes sehr Großes beitragen und den andächtigen Zuhörern einen seltenen religiösen musikalischen Genuß verschaffen werden. Es muß auch jetzt schon dankbarst und mit größter Anerkennung die erhebende Thatsache ausgesprochen werden, daß von allen maßgebenden Factoren, welche auf das Zustandekommen dieser Festmusik im neuen Dom Einfluß ausüben, das bereitwilligste und ehrendste Entgegenkommen an den Tag gelegt wird.« (*). (**) Linzer Volksblatt: \n     \n» - Kirchenmusik am 29. September. Mit Freuden kann constatiert werden, daß die Proben der sehr geehrten Liedertafel \"Frohsinn\" zum großen \"Te Deum\" von Bruckner und die Proben des M. E.=Domchores zur Jubelmesse von Habert einen sehr günstigen Verlauf nehmen. Es kann bereits mit Sicherheit behauptet werden, daß die kirchenmusikalischen Aufführungen im neuen Dom, welche am 29. September beim Jubelgottesdienste stattfinden, zur Verherrlichung des Jubelfestes sehr Großes beitragen und den andächtigen Zuhörern einen seltenen religiösen musikalischen Genuß verschaffen werden. Es muß auch jetzt schon dankbarst und mit größter Anerkennung die erhebende Thatsache ausgesprochen werden, daß von allen maßgebenden Factoren, welche auf das Zustandekommen dieser Festmusik im neuen Dom Einfluß ausüben, das bereitwilligste und ehrendste Entgegenkommen an den Tag gelegt wird.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709285, "Datum": "28.9.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 221 teilt auf S. 2 den Ablauf der morgigen Gottesdienste mit:\r\n»     – Gottesdienst zur Feier des Jahrestages der Grundsteinlegung des neuen Domes am 29. September: [... um 9 Uhr Hochamt, um 4 1/4 Uhr Rosenkranz und Litanei ...] 5 Uhr: Predigt, gehalten von Pl. Tit. hochw. Mons. J. Angermayr, Domscholaster. Hierauf Aussetzung des Hochwürdigsten Gutes, Te Deum, Segen. – Der hochw. Clerus versammelt sich um 1/2 9 Uhr im Bischofhofe und begleitet dann in Procession den hochwürdigsten Herrn Pontifikanten zum neuen Dom.« [damit ist das »Tedeum« im Rahmen der Liturgie gemeint, nicht Bruckners Werk] (*).´\n[Vermutlich am 28.9.]\r\nBruckner fährt nach Linz (es fehlen die abendlichen Gebetsaufzeichnungen)\r\n[siehe Anmerkung] (**).\n(In der Linzer Volksfesthalle Festversammlung anläßlich der Secundiz von Papst Leo XIII. Dabei erklingen Werke von Dr. Katschthaler, Josef Gruber und Josef Haydn (***)).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 22:59"}, {"ID": 188709295, "Datum": "29.9.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung teilt [am 30.9.1887] mit, daß die heutige Theatervorstellung um eine halbe Stunde verschoben werde, da daß Theaterorchester wohl bis nach 7 Uhr mit der Aufführung des »Te deum« beschäftigt sei (*.\n \nBruckner trifft [wahrscheinlich] um 00:47 in Linz ein und nimmt Quartier im Hotel \"Rother Krebs\" (*a).\nBeim Hochamt um 9 Uhr, bei dem Bruckner neben Habert Orgel spielt, erklingen Werke von Habert (Missa in D), Kothe (Graduale »Benedicite«) und Waldeck (Offertorium »Stetit Angelus«) (**).\r\n     Beim Festdiner des Bischofs Müller sind neben Bruckner geladen: Leonard Achleuthner, Alois Dorfer, Ferdinand Moser, Norbert Schachinger [siehe die Anmerkung], Dr. Doppelbauer, Gerhard Haslroither, J. Müller, alle Dechante, Professoren des Priesterseminars und anderer Institute, der Obmann des oö. Cäcilienvereins, Polizeirat Milbeck, Floderer, Schirmer und Höbarth (**a).\nAufführung des »Te deum« auf Wunsch von Bischof Müller im Linzer Neuen Dom zur Orgelweihe und 25-Jahrfeier der Grundsteinlegung. Der »Frohsinn« wirkt unter Schreyers [recte: Floderers (**b)] Leitung mit (***). Es ist die erste Aufführung in einer Kirche, während der Abendandacht (°).\r\n     Bruckner begleitet an der Orgel [??(°)] und improvisiert auch (°°), wovon noch später Burgstaller berichtet (°°a). Von P. Magnus Ortwein wird ein »Tantum ergo« aufgeführt (°°°).\r\n     Der 17jährige Franz Neuhofer ist besonders von Bruckners Postludium beeindruckt (#); sein Onkel Karl Neuhofer, der mit Bruckner seit der Präparandiezeit befreundet ist und von Schörfling am Attersee angereist war, ist auch anwesend (#a).\nNach der Aufführung des »Te deum« sitzen Bruckner, Waldeck, Oddo Loidol und Burgstaller im Brückl'schen Kaffeehaus. Waldeck läßt Bemerkungen über den Bischof Ernst Maria Müller fallen, dessen Verordnung [siehe 10.4.1887] er auf sich gemünzt betrachtet (##).\nDer »Frohsinn« veranstaltet zu Ehren Bruckners eine Nachfeier im Hotel »Stadt Frankfurt« (###).\nSchuldschein über 400 fl für Huebers in Vöcklabruck (a). \r\nErklärung der Schuldner, Bruckner, der auf Zinsen und Rückzahlung verzichtet, nie mehr um Geld zu bitten (b).\r\nMöglicherweise ist auch Ignaz Bruckner in die Vorgänge um den Schuldschein verwickelt (da er und seine Schwester Rosalia am 25./26.3.1897 die Löschung des Schuldscheins bestätigen) (b1).\nLücke (28.9. abends bis 30.9.) in den Gebetsaufzeichnungen (c).", "Letzte Änderung": "16.04.2026 17:02"}, {"ID": 188709296, "Datum": "nach dem 29.9.1887", "Haupttext": "Bericht in den Christlichen Kunstblättern Nr. 9 (September 1887) über die kirchliche Feier am 29.9.1887 (mit der Aufführung des »Te deum« und eines »Tantum ergo« von P. Magnus Ortwein) bei der abendlichen Danksagungsfeier. \n»Programm\nder kirchenmusikalischen Tonwerke, welche bei dem am 29. September 1887 aus Anlass des Gedächtnisses der vor 25 Jahren erfolgten Grundsteinlegung des neuen Mariä Empfängnis=Domes stattgefundenen Jubelgottesdienste in diesem Dome zur Aufführung gekommen sind.\n   Bei dem Jubel=Pontificalamte: [... Introitus gregorianisch, Missa von Habert, Graduale von Kothe, Offertorium von Waldeck, Communio gregorianisch ...] Anfang 9 Uhr.\n   Bei der abendlichen Danksagungsfeier: \nHymnus SS. Ambrosii et Augustini: \"Te Deum laudamus\" für großen Vocalchor und großes Orchester componiert von Anton Bruckner, Ehrenmitglied des Cäcilien=Vereines der Diöcese Linz.\n\"Tantum ergo et Genitori\" für gemischtes Septett von P. Magnus Ortwein, O. S. B. - Anfang 6 Uhr.« [keine Signatur].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188709305, "Datum": "30.9.1887, Freitag", "Haupttext": "Brief Levis an Josef Schalk:\r\n      Er könne mit der 8. Symphonie nichts anfangen und wagt nicht sie aufzuführen. Er finde die Instrumentation unmöglich und sei über die Ähnlichkeit mit der 7. Symphonie, das Schablonenmäßige der Form erschrocken. Der letzte Satz sei ihm ein verschlossenes Buch. Wie solle man dies Bruckner beibringen? Auch ein mit ihm befreundeter Musiker halte eine Aufführung für unmöglich. Schalk möge ihm gleich schreiben und ihm aus seiner Ratlosigkeit helfen (*).\nDie Linzer Zeitung teilt [verspätet] mit [siehe die Anmerkung]:\r\n     » * (Theaternachrichten.) Von Seite der Theaterdirection erhalten wir nachstehende Mittheilungen: Da bei der heutigen Aufführung des Bruckner'schen \"Tedeum\" das ganze Theaterorchester beschäftigt ist und diese Aufführung erst nach 7 Uhr beendet sein dürfte, sieht sich die Direction genöthigt, den Beginn der heutigen Vorstellung um eine halbe Stunde hinauszuschieben und findet derselbe erst um 1/2 8 Uhr statt.« (**).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 223 bringt auf S. 3 eine nahezu identische Meldung:\r\n      » - Theater=Nachricht. Da bei der heutigen Aufführung des Bruckner'schen \"Te Deum\" das ganze Theater=Orchester beschäftigt ist und diese Aufführung erst nach 7 Uhr beendet sein dürfte, sieht sich die Direction genöthigt, den Beginn der heutigen Vorstellung um eine halbe Stunde hinauszuschieben und findet dieselbe erst um 1/2 8 Uhr statt.« (***).\nIn der Linzer Tages-Post Nr. 223 ist in der \"Fremdenliste vom 29. September.\" verzeichnet: \"[...] Rother Krebs: [...] Bruckner, Hof=Organist, Wien. [...]\".\r\n     Wie schon am 13.9.1887 ist ein weiterer \"A. Bruckner, Kaufm., Zell.\" in der Gästeliste (Hotel \"Austria\") enthalten (°).\nAuf S. 3 ist wie in den anderen Linzer Blättern zu lesen:\r\n    »Nachrichten aus Linz und Oberösterreich.\r\n                    Linz, 29. September 1887.\r\n[...]\r\n      § Theaternachricht. Da bei der heutigen Aufführung des Bruckner'schen \"Tedeum\" das ganze Theaterorchester beschäftigt ist und diese Aufführung erst nach 7 Uhr beendet sein dürfte, beginnt die heutige Vorstellung erst um halb 8 Uhr.« (°°).", "Letzte Änderung": "06.01.2026 20:49"}, {"ID": 188710004, "Datum": "Schuljahr 1887/88", "Haupttext": "[Unterrichtsbeginn war am 20.9.1887].\r\nIm Kapitel »B. Unterrichts-Leitung« des Jahresberichts ist zu lesen: »[4. Lehrkörper. [/] I. Ordentliche Lehrer.] [/] [...] [Herr] Anton Bruckner, Ritter des Franz Josef=Ordens, k. k. Hoforganist, Professor. (Harmonielehre, Contrapunct und Orgel.)« (*).\n(**) Zu Bruckners Schülern am Konservatorium gehören Victor Bause (**a) (»22 J. - Clv. A. III., G. d. M., Chg.«), [vermutlich] Jaques Dalecroze [Dalcroze] (»aus Genf, 22 J. - Clv. A. I., Hml.«), der das Konservatorium am 11.5.1888 wieder verließ [vgl. (°°°)] (**b), [vermutlich, wie letztes Jahr] Albert Dörnhöfer (»aus Preßburg, 18 J. - Cpt. A. I., Clv. III.«), Ignaz Feinsinger (**a) (»aus Braila, 20 J. - Org. A. I., Cpt. II.), Hermann Haböck (**a) (»aus Hall, 18 J. - Org. A. I., Cpt. II.«), Victor Lorenz (**a) (»aus Oedenburg, 19 J. - Org. V. I., Hml., Chg.«), Leopold Materna (**a) (»aus Graz, 17 J. - Cpt. I., Clv. II., Fr. Spr., Chg.«), Rudolf Pocteynsky (**a) (»aus Mährisch=Rothwasser, 17 J. - Fl. A. I., Hml.«), Heinrich Schenker (»aus Wisniowiczyk, 20 J. - Hml. Clv. II., Chg.«) (**c), Jacob Schmalhofer (**a) (»18 J. - Vl. A. III. Cpt. I., G. d. M., Chg.«), Carl Sonnenschein (**a) (»aus Gaya, 18 J. - Hml., Chg.«), Josef Steinberger (**a) (»aus Schaboglück, 37 J. - Org. A. I., Cpt. I.«) und Theodor Vogl (**a) (»aus Raab, 20 J. - Org. V. I., Cpt. I., Clv. III., Chg.«) (**).\nU.a. folgende Schüler dieses Schuljahres [vielleicht auch in Brucknerschen Kursen] spielen in Bruckners späteren Jahren noch eine Rolle: Hedwig Abel (»aus Budapest, 17 J. - Clv. A. III., (Rpt.).«), Rudolf Fitzner (»19 J. - Vl. A. III., Hml., G. d. M.«), Carl Lasner (»22 J. - Vc. A. III., Hml., G. d. M.«), [Franz Moißl (»aus Lauterbach, 22 J. - Hrn. A. I., Clv. I.«) ist nicht mit dem Klosterneuburger Namensvetter identisch; verließ das Konservatorium am 10.11.1887 (**b)], William Sichel (»aus Hannover, 19 J. - Clv. A. III., G. d. M., Chg.«), [Franz Wickenhauser (»aus Brünn, 17 J. - Comp. A. I., Chg.«) könnte ein Bruder von Richard Wickenhauser sein], Peter Zachariades (»aus Constantinopel, 17 J. [recte: 27] - Comp. A. II., Chg.«) [und vielleicht Alexander Zemlinsky (»16 J. - Clv. A. I., Hml.«) (***).\nVon den fünf Orgelschülern gehören drei zur Ausbildungsschule, zwei zur Vorbildungsschule. Der »Uebersicht der in den einzelnen Lehrfächern unterrichteten Schülerzahl.« ist zu entnehmen, daß von den Orgelschülern einer halb und einer ganz vom Schulgeld befreit waren. Sechs Schüler (beider Lehrkräfte) hörten Kontrapunkt als Hauptfach, zehn Harmonielehre. Als Nebenfächer wurden Harmonielehre von 102 und Kontrapunkt von 20 Schülern besucht (°).\nAuszug aus der »Unterrichtsstatistik«: »A. In den Vorbildungsschulen. [...] Orgel, 1 Jahrgang. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 2. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] (Die von der Ausbildungsschule desselben Faches weniger in Anspruch genommene Unterrichtszeit kam diesen Schülern zu Statten.) [...] B. In den Ausbildungsschulen. [...] Orgel, 2 Jahrgänge. [/] Schülerstand: systemisirter: 4, effectiver: 3. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 8, sonach im Jahre ... 80 [/] (Die hier weniger in Anspruch genommene Unterrichtszeit kam den Vorbildungsschülern dieses Faches zu Statten.) [...] C. In der Musiktheorie. [/] Harmonielehre, 1 Jahrgang. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 28. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 48, sonach im Jahre ... 480 [/] Contrapunkt, 2 Jahrgänge. (2 Parallelclassen.) [/] Effectiver Schülerstand: 24. [/] Monatlich ertheilte systemisirte Lehrstunden: 40, sonach im Jahre ... 400 [/] (°°).\nBriefe von Emile Jaques-Dalcroze über seinen unersprießlichen Orgel- und Harmonielehre-Unterricht bei Bruckner. Zwei Tage nach einer heftigen Auseinandersetzung kommt es zu einem Probespiel vor einer Jury (Epstein, Door, Prosnitz, Fischhof, Bruckner und Hellmesberger). Prosnitz erklärt sich bereit, ihn als Schüler aufzunehmen (°°°).\nDer Kontrabassist Otto Stix (1873 - 1944) studierte 1887 bis 1891 bei Simandl und soll auch Schüler Bruckners gewesen sein (#).\n[1887 oder später?] Auch von Fritz Lange (1873 - 1933) wird dies überliefert (##).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 07:58"}, {"ID": 188710005, "Datum": "Oktober 1887", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: Ausgaben für Haushalt und Handwerker (*), [in anderem Kalender] [erst Februar 1888 geschrieben?] Notizen zur Stichvorlage der 4. Symphonie (**). Josef Schalk wird künstlerischer Leiter des Wiener Wagner-Vereins (***). \nDie »Harmonia sacra« Nr. 10 berichtet auf S. 78 über Bruckners Orgelspiel am 12.9.1887 in Linz und am 28.8.1887 in St. Florian: »[...] Am 12. September abends hat auch der k.k. Hoforganist A. Bruckner, welcher am 28. August in St. Florian die grosse Orgel beim St. Augustini-Feste gespielt, die neue Domorgel durch sein Spiel und Urtheil als ein gelungenes Werk bezeichnet. So möge sie alle Tage heiligend und zum Himmel lobend klingen!« (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710015, "Datum": "1.10.1887, Samstag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners:\r\n»Fr Kathi 7 fl für Okt 1. Okt gezalt.« (*).\nDie Katholischen Blätter Nr. 40 berichten auf S. 4 von der Aufführung des »Te deum« [am 29.9.1887]: \r\n     »Die Jubelfeier im neuen Dome.\r\n[...] worauf der hochwürdigste Bischof den feierlichen Segen gab und das Te Deum anstimmte. Bei dieser Gelegenheit wurde dem andächtig lauschenden Publikum ein Kunstgenuß geboten, wie man selbst in den größten Städten selten einen solchen findet. Des k.k. Hoforganisten Anton Bruckners großes Te Deum, welches unser berühmter Landsmann aus Dankbarkeit für den Empfang einer besonderen Gnade komponirt hat, wurde von der \"Liedertafel\" in Linz unter Leitung ihres Kapellmeisters Floderer in entzückender Weise zu Gehör gebracht. [...]« (**).\nArtikel von Maximilian Schwarz (***a) hierüber auch im (***) Linzer Volksblatt Nr. 224 auf S. 3:\r\n»Kirchenmusik im Mariä Empfängnis-Dome\r\nbei der 25jährigen Jubelfeier der Grundsteinlegung am 29. September 1887. \r\n     Zwei große musikalische Werke waren es, deren gediegene Aufführung der 25jährigen Jubelfeier der Grundsteinlegung des Mariä Empfängnis-Domes einen ganz besonderen Glanz verlieh, nämlich Johann Habert's Cäcilien-Messe und Anton Bruckner's Te Deum.\r\n     [... über Haberts Messe, unter den Solisten Frau Kerschbaum und Schuldirektor Weilnböck, Einlagen von Kothe und Waldeck, die Leitung hatte Burgstaller ...]\r\n     Beim Einzuge des hochwst. Herrn Bischofes spielte Herr Habert die neue prächtige Domorgel und beim Auszuge erfreute Herr Bruckner die Zuhörer durch sein Orgelspiel.\r\n     Die Abendandacht wurde verherrlicht durch die vorzügliche Aufführung von Anton Bruckner's großartigem Te Deum. Diese herrliche Composition wurde gestern zum erstenmale in einer Kirche bei einem Gottesdienste aufgeführt; denn bisher wurde sie wegen ihrer Ausdehnung und wegen der immensen, schwierigen Anforderungen, die Bruckner an den Chor und an das Orchester stellt, nur im Concertsaale zur Aufführung gebracht. Um so höher ist es anzuschlagen, daß es gelungen ist, diese Composition im Mariä Empfängnis=Dome in so vollendeter, ausgezeichneter Weise zu Gehör zu bringen. Bruckner selbst äußerte sich dem Schreiber dieser Zeilen gegenüber, daß es ihn unendlich freue, sein Te Deum zum erstenmale beim Gottesdienste in jener Kirche zu hören, welche ihm so sehr an's Herz gewachsen sei und in welcher auch im Jahre 1869 bei der Einweihung der Votivkapelle seine E-moll-Messe zum erstenmale gesungen wurde.\r\n     Wir brauchen heute wohl nicht auf die einzelnen Schönheiten des großartigen Werkes einzugehen, wir haben dies im vorigen Jahre ausführlich gethan, als wir das Te Deum beim 41. Gründungsfest der Liedertafel Frohsinn im Volksgarten=Salon zum erstenmale hörten.\r\n     Aber all' die tausend und abermal tausend andächtigen Zuhörer, welche gestern die weiten Räume des Mariä Empfängnis=Domes bis auf den letzten Winkel füllten, werden sagen müssen, daß die 25jährige Jubelfeier der Grundsteinlegung nicht schöner und erhabener hätte geschlossen werden können, als durch die grandiose Schöpfung unseres heimatlichen Künstlers Anton Bruckner. Ueber die vollendet schöne Aufführung des Te Deum's durch die Liedertafel \"Frohsinn\" herrscht nur eine Stimme des Lobes, und dieses Lob gilt allen, die mitgewirkt haben, dem vorzüglichen Soloquartett, Fr. Kerschbaum, Fr. Schmidt=Allizar, Hrn. Poscher und Hrn. Hellmann, den Sängerinnen und den Sängern, den Orchestermitgliedern und endlich dem vortrefflichen, umsichtigen Chormeister Herrn Floderer. Die gestrige Aufführung füllt ein neues Ehrenblatt in der Geschichte der \"Liedertafel Frohsinn\". Meister Bruckner präludierte in seiner bekannten vorzüglichen Weise während des Ein- und Auszuges des hochwürdigsten Herrn Bischofes. [Signatur:]      M. S.« (***),\nund in der (°) Linzer Zeitung Nr. 224 auf S. 1034:\r\n     » * (Festdiner.) Zu dem gestern vom hochwürdigsten Herrn Bischof Dr. Ernest Maria Müller im bischöflichen Palais aus Anlaß der Feier des fünfundzwanzigsten Jahrestages der Grundsteinlegung des neuen Domes gegebenen Festdiner hatten die Ehre geladen zu werden: [... Leonard Achleuthner, Alois Dorfer (Wilhering), Ferdinand Moser (St. Florian), Norbert Schachinger (Schlägl), Dr. Doppelbauer (Rom), Gerhard Haslroither (Schlierbach), J. Müller (Pfarrer in Penzing), alle Dechante, Professoren des Priesterseminars und anderer Institute, der Obmann des oö. Cäcilienvereins, Polizeirat Milbeck,] Herr Hoforganist A. Bruckner, Herr Kapellmeister Floderer, Dombau=Architekt Schirmer, Baumeister Höbarth und noch einige andere Herren.«\nund auf derselben Seite:\r\n     » * (Kirchenmusik im neuen Dom.) Die Jubelfeier der Grundsteinlegung im neuen Dome wurde auch in musikalischer Beziehung in würdigster Weise begangen. [... beim Hochamt Habert-Messe unter Burgstallers Leitung mit Frau Kerschbaum und Herrn Weilnböck u.a. ... über Haberts Talent, diesjährige Aufführungen an der Wiener Hofkapelle ...] - Am gleichen Tage wurde bei der Abendandacht Bruckners grandioses Tedeum, das von uns seinerzeit bereits besprochen wurde, durch die Liedertafel \"Frohsinn\" und das Theaterorchester in vorzüglicher Weise zur Aufführung gebracht. Daß das Werk in der Kirche und mit Herbeiziehung der Orgel eine noch großartigere Wirkung hervorbrachte, als seinerzeit im Concertsaale, läßt sich denken. Daß Bruckners Tedeum, obwohl von tief religiösem Empfinden des Componisten zeugend, keine Kirchenmusik im eigentlichen Sinne ist, ist wohl unbestreitbar; gleichwohl können wir die Aufführung desselben in der Kirche bei außergewöhnlichen festlichen Anlässen, wo überhaupt der Superlativ dominirt, nur billigen. Zur Erhöhung der Feier trug in hohem Grade Brucknes [sic] unerreichtes Orgelspiel bei. [Signatur:] K.« (°).\nVon der Aufführung des \"Te deum\" berichtet auch die Linzer Tages-Post Nr. 224 auf S. 3:\r\n     \" § Bruckners Tedeum. Bei der kirchlichen Jubelfeier der Grundsteinlegung des neuen Linzer Domes gelangte gestern abends durch die Liedertafel \"Frohsinn\", einen Damenchor und großes Orchester unter Kapellmeister Floderers Leitung Bruckners Tedeum im neuen Dome zur Aufführung. Das groß gedachte, imposante und interessante, von Beethoven'schem Geiste inspirierte Werk unseres Landsmannes wurde im vorigen Frühjahre bereits in einem Bruckner=Concerte der Liedertafel \"Frohsinn\" im Concertsaale aufgeführt und hat damals auch in diesem Blatte eingehende Besprechung und Würdigung gefunden. Wie alle kirchlichen Tonwerke, wenn sie nicht gar zusehr modern dramatisch gehalten sind, macht auch Bruckners Tedeum auf seinem wahren Platze, im Gotteshause, eine noch tiefere, erhebendere Wirkung als im Concertsaale, wo man auch kirchliche Compositionen unwillkütlich mehr nach ihrem musikalischen Gehalte überhaupt untersucht. Daß die dynamische Wirkung im Dome geringer ist als im Concertsaale, ist begreiflich, sowie etwaige Differenzen dort bei weitem eher fühlbar werden als hier. Auch ist die akustische Wirkung im neuen Dome nicht auf jedem Standpunkte gleich günstig. Das schwierige Werk, welches große Anforderungen an die Sänger stellt, wurde würdig zu Gehör gebracht. Außerordentlich günstig klangen von den Solostimmen Sopran und Alt. Der persönlich anwesende Meister Bruckner beglückte die Anwesenden auch durch ein Präludium auf der schönen neuen Orgel.\" (°°).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 1 teilt auf S. 6 mit, daß im Verlag Wetzler Bruckners »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] erschienen sind. Kurze Beschreibung beider Chöre:\r\n     »Musik-Literatur.\r\nAnton Bruckner: Zwei Kirchen-Chöre: 1. Antiphon, 2. Ave Maria. - Em. Wetzler, Wien.\r\n    Wie schon der Titel andeutet, sind die beiden neuen Chorcompositionen Bruckner's eine Bereicherung der Kirchenmusik-Literatur im engeren Sinne und lediglich zur Aufführung beim katholischen Gottesdienste bestimmt. In denselben verräth Meister Bruckner wieder den würdigen Cäcilianer, der als gehorsamer Sohn seiner Kirche, die Vertonung der Texte im rein liturgischen Geiste durchführt, und fesselt im hohen Grade auch unser musikalisches Interesse, obwohl er seine Kunst den Intentionen kirchlicher Vorschriften vollkommen unterordnet. - Der erste der beiden Chöre enthält weihevolle \"Antiphonien\" für gemischten Chor, wobei der Componist sein Lieblingsinstrument, die Orgel, in origineller und doch streng kirchlicher Weise behandelt. Anstatt dieselbe nämlich als stete Begleitung des Gesanges zu verwenden, tritt erst bei den Worten \"Tu gloria\" des psalmodirenden Solotenors das ganze Orgelwerk ein und erhöht mit seiner Macht auch den in voller Stärke einfallenden Chor. - Das \"Ave Maria\" ist ein zart empfundener vollstimmiger Vocalchor für Sopran, getheilte Alte, Tenore und Bässe, in welchem sich die Knaben- und Männerstimmen nach innig schlichtem Wechselgesang zu effectreichem Chorsatze vereinigen. Wir hoffen den beiden schönen Compositionen recht bald in der Hofcapelle und anderen durch Aufführung guter Musik hervorragenden Kirchenchören zu begegnen. [Signatur:] v. L.«.\r\nInserat (wie am 10.4.1887) hierzu auf S. 12 (°°°).\n\"Die Lyra\" Nr. 1 (302) weist auf S. 12 auf einen Bruckner-Artikel hin:\r\n                \"Bücherschau.\r\n[...]\r\n     Deutschnationaler Kalender für Oesterreich. Herausgegeben von Carl W. Gawalowski. (Graz. F. Goll.) [... bald erscheint der 3. Jahrgang ...] Von besonderem Werthe wird auch diesmal das dem Kalender beigegebene reich illustrirte Deutsche Jahrbuch sein. Der Inhalt desselben [... u. A. Robert Hamerling, Felix Dahn, Aurel Polzer ...]. Deutsche Sprüche von A. A. Naaff. Anton Bruckner. Deutsches Lied von A. Ohorn. Nationales Allerlei. Deutscher Humor.\" (a).", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:16"}, {"ID": 188710017, "Datum": "zwischen 1. und 6.10.1887", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Levi: \n   [Vermutlich] wegen der »Ablehnung« der 8. Symphonie und Bruckners Reaktion auf eine solche Nachricht.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710025, "Datum": "2.10.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (*).\nDie Steyrer Zeitung Nr. 79 erwähnt auf S. 4 in ihrem Bericht über das Kirchenfest vom 29.9.1887 auch das »Te deum«:\r\n       \"Die 25jährige Feier der Grundsteinlegung des neuen Domes in Linz wurde vorgestern, Donnerstag, programmgemäß in sehr festlicher Weise begangen. [...] Mittags fand im bischöflichen Palais ein Festdiner statt, wozu 60 Personen geladen waren. - Bei der feierlichen Abendandacht im neuen Dome wurde, nach der erhebenden Festpredigt des P. T. Herrn Domscholaster Msgr. Angermayer, Bruckners großes Tedeum in vollendet schöner Weise durch die Linzer Liedertafel \"Frohsinn\" zur Aufführung gebracht, womit auch die Jubelfeier einen für die vielen Tausende von Theilnehmern unvergeßlich schönen Abschluß fand.\" (**).", "Letzte Änderung": "21.02.2024 21:40"}, {"ID": 188710045, "Datum": "ca. 4.10.1887, Dienstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Dr. Alois Scherer in Vöcklabruck: \n   [Vermutlich] Anfrage wegen der Schuldscheins vom 29.9.1887 und der Erklärung des Ehepaares Hueber.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710055, "Datum": "5.10.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Brief Dr. Scherers aus Vöcklabruck an Bruckner: \n   Beantwortet die heute eingelangte Zuschrift. Die Eheleute Huber [sic!] hätten nunmehr den Schuldschein und die von Bruckner gewünschte Erklärung [siehe 29.9.1887] unterzeichnet. Beide Schriftstücke werden beiliegend übersendet.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710075, "Datum": "7.10.1887, Freitag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner:\r\n     Er könne sich die 8. Symphonie nicht zu eigen machen. Grandiose Themen, aber unmögliche Instrumentation. Die Aufführung in München wäre ein Wagnis. Ob in den Jahren der Isolierung und ständiger Kämpfe Bruckners Sinn für Ebenmaß und Wohlklang sich getrübt habe? Er sei über Bruckners Enttäuschung sehr betrübt. Im November 1887 möchte er lieber die 4. Symphonie bringen. Bruckner solle sich wegen der 8. Symphonie mit Freunden, mit Josef Schalk beraten. Schlägt Umarbeitung vor (*).\nDie Gemeindezeitung Nr. 230 weist auf S. 7 in einer Notiz über die Kirchenfeier am 29.9.1887 auf das »Te deum« hin:\r\n     »Bei der kirchlichen Jubelfeier der Grundsteinlegung des neuen Linzer Domes gelangte vor Kurzem durch die Liedertafel „Frohsinn” einen Damenchor und ein großes Orchester unter Capellmeister Floderer's Leitung Bruckner's Tedeum im neuen Dome zur Aufführung. Das großgedachte, von Beethoven'schem Geiste erfüllte Werk übte eine überwältigende Wirkung auf die tausendköpfige Menge.« (**).", "Letzte Änderung": "17.02.2023 13:17"}, {"ID": 188710085, "Datum": "8.10.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Wiener Zeitung Nr. 230 meldet auf S. 5, daß Bruckner morgen in der Alservorstadt eine Fuge über »Gott erhalte« spielen werde:\r\n     \"In der Pfarrkirche in der Alservorstadt wird das Ordensfest Francisci feierlichst begangen. Um 9 Uhr Vormittags wird der hochw. P. Reginald Frankenstein die Festpredigt halten, darauf um 10 Uhr Prälat Marschall das Hochamt celebriren, wobei Haydns Nelson=Messe, Graduale (Sturmchor) von Eybler, Offertorium (Sopransolo) mit Chor und Orchester von Capellmeister M. Bauer zur Aufführung kommt. Hoforganist Professor Bruckner wird am Schlusse eine Fuge über \"Gott erhalte\" spielen.\" (*).\nDiese Ankündigung bringen auch\ndie Deutsche Zeitung Nr. 5664 auf S. 6 (**),\ndas Fremdenblatt Nr. 277 auf S. 6 (***),\ndie Neue Freie Presse Nr. 8303 auf S. 4 [inhaltlich wie (*) und (°°)] (°)\nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 277 auf S. 4:\r\n    \"[inhaltlich wie (*)] \"Kapellmeister Eder [...] Soli: Frl. Helene Marschall, Frau Wohsalo und Herr Lutze, Mitglieder der Hofoper.\" (°°).", "Letzte Änderung": "16.04.2026 17:03"}, {"ID": 188710095, "Datum": "9.10.1887, Sonntag", "Haupttext": "»Die Presse« Nr. 278 auf S. 13 (Kalendarium im Local-Anzeiger) [inhaltlich wie am 8.10.1887] (*)\n\n\nund die Konstitutionelle Vorstadtzeitung Nr. 278, auf S. 4 (**) weisen auf die heutige Kirchenmusik hin. \nIn der Pfarrkirche in der Alservorstadt um 9 Uhr Festpredigt von Reginald Frankenstein. Bruckner spielt nach dem Hochamt eine Fuge über die Kaiserhymne. Beim Hochamt (um 10 Uhr von Prälat Marschall zelebriert) werden unter Eders Leitung Werke von Haydn (Nelson-Messe), Eybler (Graduale »Sturmchor«) und M. Bauer (Offertorium mit Sopransolo) aufgeführt. Solisten: Frl. Helene Marschall, Frau Wohsalo und Herr Lutze (***).\nIn der Deutschen Zeitung Nr. 5665 wird auf S. 6 das Programm der nächsten Konzertsaison bekanntgegeben. Bruckner fehle noch. Die 4. Symphonie wird zur Wiederaufführung empfohlen, die 7. Symphonie wird vorankündigt: \n    \n»(Bevorstehende Concerte.) [... über Pianisten, Geiger, Kammermusik ... die Pläne der Philharmoniker sind noch nicht veröffentlicht ...] Möchten die Philharmoniker nur nicht, wie in der vorigen Saison, unseren greisen, vaterländischen Meister Anton Bruckner - dessen großartiges Tedeum soeben in Linz zahllose Herzen höher schlagen gemacht - ganz vergessen. Bruckner's Es-dur-Symphonie (die vierte, sogenannte \"romantische\") würde sich vor Allem zur Wiederaufführung empfehlen, da sie, obwohl vor sechs Jahren hier in einem Concert zum Besten des Deutschen Schulvereins mit stürmischem Beifall aufgenommen, seither unbegreiflicherweise nicht ein einzigesmal mehr in unseren Concertsälen erschienen ist. Eine baldige Wiederaufführung der gewaltigen siebenten Symphonie (in E-dur) steht uns vielleicht auf anderem Wege bevor, doch dürfen wir diesfalls nicht - \"aus der Schule schwätzen\".\nh-m.« [Theodor Helm] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710105, "Datum": "10.10.1887, Montag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 2 meldet auf S. 19f, daß in Prag Muck auch ein Werk Bruckners [7. Symphonie am 15.1.1888] in einem der 6 Philharmonischen Konzerte bringen wird: \n»Kleine Mittheilungen und Berichte.\n  - (Prag.) [...] Im Laufe der Wintersaison sollen sechs philharmonische Concerte unter Leitung des Capellmeisters Dr. Muck veranstaltet werden. Das Programm dieser Concerte [...] umfaßt Werke von Beethoven, Wagner (C-Dur Symphonie), Bruckner usw. [...]«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710116, "Datum": "nach dem 11.10.1887", "Haupttext": "Die Signale für die Musikalische Welt Nr. 55 machen mit einem Inserat auf S. 880 auf den Erstdruck von \"Tota pulchra es\" und \"Ave Maria\" [WAB 6] aufmerksam:\n     \"Im Verlage von Em. Wetzler (Jul. Engelmann) in Wien ist erschienen:\n               Anton Bruckner.\n     Zwei Kirchen-Chöre.\n[links]\n          No. 1.\n     Antiphon\nfür gemischten Chor und Orgel.\nPartitur und Stimmen 1 M. 26 Pf\n[rechts]\n           No. 2.\n     Ave Maria\nfür Sopran, Alt I, II, Tenor I, II und Bass I, II.\nPartitur und Stimmen 1 M.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710125, "Datum": "12.10.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n»An Dr. Scherer wegen Vormerk. im Grundbuche am 12. Oktober geschrieben.« [vgl. Schuldschein vom 29.9.1887] (*).\nDie Deutsche Zeitung Nr. 5668 gibt auf S. 6 die Programmplanung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins bekannt und erwähnt dabei auch die Aufführung des Kyrie der f-Moll-Messe am 18.2.1888:\r\n»- Der Wiener akademische Wagner-Verein veranstaltet [...] während des Winter=Halbjahres 1887/88 vier interne Musikabende im kleinen Musikvereinssaale (Abends halb 8 Uhr). [... am 17.11.1887, 22.12.1887 ...] Dritter Abend am 18. Februar 1888: [...] 4. Anton Bruckner: \"Kyrie\" aus der Messe in F-moll [... 4. Abend am 24.3.1888 ...]« [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "31.01.2025 12:12"}, {"ID": 188710135, "Datum": "13.10.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat des Verlages Emil Wetzler im Musikalischen Wochenblatt auf S. 510 macht auf »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] aufmerksam:\r\n»Im Verlage von Em. Wetzler (Jul. Engelmann) in Wien ist erschienen: [627.]\r\nAnton Bruckner.\r\nZwei Kirchen-Chöre.\r\nNo 1. Antiphon \r\nfür gemischten Chor und Orgel.\nPartitur und Stimmen. Preis M. 1,25.\r\nNo. 2. Ave Maria \r\nfür Sopran, Alt I., II., Tenor I., II. und Bass I., II.\nPartitur und Stimmen. Preis M. 1,-.« [»627.« betrifft die Numerierung der Inserate] (*).\n \nAuf S. 506 wird auf eine [am 1.10.1887 erschienene] Besprechung hingewiesen:\r\n          \"Journalschau.\r\n[...]\r\n     Musikalische Rundschau No. 1. Besprechungen (H. Zöllner, A. Bruckner, R. Franz u. A. m.). [... Janko-Klaviatur ...] (*a).\n \n(Brief von Josef Ruzek (Augsburg) an den »Frohsinn«:\r\n     Bedauert, dem Wunsch, nach Linz zurückzukehren, nicht folgen zu können, da ihn sein Direktor nicht freigebe (**)).\n \n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (***)).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 20:17"}, {"ID": 188710145, "Datum": "14.10.1887, Freitag", "Haupttext": "Brief Levis an Josef Schalk: \n   Dankt für den freundlichen Brief, nach dessen Empfang er an Bruckner geschrieben habe [7.10.1887]. Wie Bruckner diesen Brief aufgenommen habe? Die 4. Symphonie sei für den 14.12.1887 [in München] aufs Programm gesetzt. Ob er die 8. Symphonie noch behalten oder an Bruckner zurückschicken solle?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710155, "Datum": "15.10.1887, Samstag", "Haupttext": "Brief Deublers an Bruckner:\r\n     Dankt für die ausgezeichneten Dienste am Kirchenchor [August/September 1887]. Bittet um die Stimmen zum Requiem [WAB 39], dessen Partitur Bruckner in St. Florian zurückgelassen habe, da eine Aufführung am 2.11.1887 geplant sei.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710165, "Datum": "16.10.1887, Sonntag", "Haupttext": "Lücke in Bruckners Gebetsaufzeichnungen, die am 17.10.1887 bis zum 27.3.1888, bzw. 2.4.1888 ohne Unterbrechung weitergeführt werden.\nIn Analogie zu anderen Gebetslücken könnte man vermuten, daß Bruckner sich außerhalb Wiens aufgehalten hat (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710185, "Datum": "18.10.1887, Dienstag", "Haupttext": "Brief Josef Schalks an Levi:\r\n     Bruckner sei von Levis Urteil hart getroffen und keinem Trosteswort zugänglich. Er sei verzweifelt und traue sich nichts mehr zu, habe aber mit der Umarbeitung des 1. Satzes der 8. Symphonie bereits begonnen. Er, Schalk, freue sich schon auf die Aufführung der 4. Symphonie in München [am 14.12.1887], die er nicht versäumen wolle (*).\n\"Het vaderland\" Nr. 245 ('s-Gravenhage) meldet auf S. 4, dass eine Antiphon [\"Tota pulchra es\"] und ein \"Ave Maria\" [WAB 6] im Druck erschienen sind:\n\"     Van Anton Bruckner zijn verschi[jnen] twee werken: een »Antiphon” voor gemengd K[oor en] orgel, en een »Ave Maria\" voor Sopraan, twee [alt], twee tenoren en twee bassen.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 22:29"}, {"ID": 188710205, "Datum": "20.10.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n      Erst jetzt sei es ihm gegönnt, Studien [an der 8. Symphonie] zu machen. Wenn alles vorüber sei, werde er Levi um Proben in Anwesenheit von Prinzessin Amalie bitten (vielleicht in den Sommerferien 1888). Da die Prinzessin in der nächsten Zeit mit der kaiserlichen Familie in Gödöllö und daher nicht in München sei, bittet er, die Aufführung der 4. Symphonie [vom 14.12.1887] auf März 1888 zu verschieben. Auch werde Gutmann vor Neujahr nicht mit dem Druck fertig werden (*).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 3 bringt auf S. 36 wieder ein Inserat des Verlages Wetzler (wie am 10.4.1887), in welchem auf die Chöre »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] aufmerksam gemacht wird,\r\nund auf S. 37 einen Hinweis, demzufolge in der Kunsthandlung Heck eine Porträt-Collektion erhältlich ist, in der auch Bruckner vertreten ist:\r\n»von V. A. Heck, Kunsthandlung, Wien, I., Kärntnerring 12 ist zu beziehen: [...] Porträt-Collection der Tondichter. Enthaltend: Abt, Adam, [...] Brahms, Bruckner, Cherubini, Chopin, [...] Verdi, Wagner, Weber. In sechs Grössen à fl. 9.-, fl. 5.40, fl. 3.-, fl. 1.80, fl. -.60 und fl. -.25 pro Blatt. [...]« (**).\nAufführung der 7. Symphonie durch das Hoforchester unter Emil Paur im 1. Akademiekonzert in Mannheim. Neben Beethovens Egmont-Ouvertüre stehen Solovorträge von Dr. Maria Wilhelmj und Alexander von Siloti auf dem Programm (***).\n(Bei der Monatsversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins wird die Abhaltung eines Konzerts unter Hans Richters Leitung zugunsten der Bayreuther Festspiele beschlossen [Ende Januar 1888, nach dem 22.1.1888]. Man dankt Josef Schalk, der als Nachfolger von Eduard Schütt die Leitung des Vereinschores übernommen hat (°)).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°°)).", "Letzte Änderung": "03.02.2023 13:39"}, {"ID": 188710215, "Datum": "21.10.1887, Freitag", "Haupttext": "Postkarte von Hermann Levi an Albert Gutmann: \n   Wegen der für den 14.12.1887 geplanten Aufführung der 4. Symphonie. Der Erstdruck erscheine aber wohl erst gegen Neujahr.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710225, "Datum": "22.10.1887, Samstag", "Haupttext": "Auf Bruckners morgiges Orgelspiel und die Aufführung des »Locus iste« weisen hin\n \ndas Fremdenblatt Nr. 291 auf S. 13 (*),\n \ndie Neue Freie Presse Nr. 8317 auf S. 5:\r\n     \"In der Stadtpfarrkirche Am Hof um 10 Uhr Vormittags: Aufführung der Chor=Akademie zum Gründungsfeste des Ambrosius=Vereines: Preismesse für Chor und Orgel von Gottfried Preyer, Graduale (Locus iste) von Anton Bruckner und Offertorium (Domine Deus) von Michael Haller.\" (**) ,\n \nDas Vaterland Nr. 291 auf S. 6 \"[inhaltlich wie (**)] Asperges, Introitus und Communio im Cantus gregorianus.\" (***),\n \ndie Wiener Zeitung Nr. 242 auf S. 4 [inhaltlich wie (**)] (°),\n \ndie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2748 auf S. 5 [inhaltlich wie (**)] (°°)\n \nund das Neue Wiener Tagblatt Nr. 291 auf S. 5 [inhaltlich wie (**)] (°°°).\n \nBruckner wird in der Österreichischen Kunst-Chronik Nr. 43 auf S. 1082 in einem Gedicht über die Probleme der Musikberichterstatter erwähnt:\r\n     \"Die Saison beginnt!\r\n(Stossseufzer eines hypochondrischen Musikfreundes.)\nErde, altes Weltenfass,\nWälzest dich ohn' Unterlass;\nHast die Sommerbahn durchflogen\nUnd das Schneekleid angezogen.\n[... über die Konzertflut, die Philharmonischen Konzerte und die langhaarigen Anhänger der Neudeutschen ...]\nJa, mit überleg'nem Lächeln\nUnd blasirten Sacktuchfächeln\nWerden sie am Pfeiler lehnen,\nWerden strecken sich und dehnen\nMüheselig und verdrossen,\nJust, als hätten sie genossen\nAllzuviel des sauern Rahm's\nSpielt man Schumann oder Brahms;\nDenn nur Bruckner oder Liszt\n(Wenn grad' nichts And'res Mode ist)\nUnd was sonst dergleichen Mysterien,\nMöchten die hören in ganzen Serien.\n[... Gesellschaftskonzerte, Kretschmann, Quartette (Hellmesberger, Rosé, Kreuzinger, Winkler), Sänger, Pianisten ... der härteste Beruf ...]\nSchlafberaubender und schlechter\nAls Cassier, als Weichenwächter,\nDiurnist, Karthäuserpater,\nIst: Musikberichterstatter!\"\n[keine Signatur] (#).", "Letzte Änderung": "16.04.2026 17:04"}, {"ID": 188710235, "Datum": "23.10.1887, Sonntag", "Haupttext": "Hinweis auf die heutige Kirchenmusik\nim Neuigkeitsweltblatt Nr. 243, 2. Bogen auf S. 3 [inhaltlich wie am 22.10.1887] (*),\n \nin der Konstitutionellen Vorstadtzeitung Nr. 292 auf S. 4 (**)\nund in der »Presse« Nr. 292 auf S. 13 (Kalendarium im Local-Anzeiger) [inhaltlich wie am 22.10.1887] (***).\nBeim Gottesdienst zum Gründungsfest des Ambrosius-Vereins in der Stadtpfarrkirche Am Hof erklingen um 10 Uhr Werke von G. Preyer (Preismesse für Chor und Orgel), Bruckner (Graduale »Locus iste«) und Michael Haller (Offertorium »Domine Deus«) mit der Chor-Akademie (°).\nBescheid des Bezirksgerichtes Vöcklabruck über den Eintrag der Forderung an Johann und Rosalia Hueber im Grundbuch, gemäß dem Schuldschein vom 29.9.1887 (°°).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (°°°).\nBruckner sucht Prinzessin Amélie (bei ihr: die Hofdame Paula Branca) in der Wiener Hofburg auf. Hans Richter würde die 8. Symphonie, gegen die Levi Einwände hatte, auch ungeändert aufführen. In München würde Bruckner Proben auf seine Kosten veranstalten. Für die 9. Symphonie seien schon die Themen fertig (#).", "Letzte Änderung": "27.07.2026 12:59"}, {"ID": 188710255, "Datum": "(25.10.1887, Dienstag)", "Haupttext": "Rudolf Weinwurm tritt von der Vereinsleitung des Wiener Akademischen Gesangvereins (aus politischen Gründen, wegen des zunehmenden Antisemitismus) zurück.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188710265, "Datum": "26.10.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Das Vaterland Nr. 295 berichtet auf Seite 10 (Seit 2 des Beiblatts) über den Festgottesdienst am 23.10.1887, bei dem auch das »Locus iste« erklang: \"[Ambrosius=Verein.] Am 23. d. M. beging der Wiener Ambrosius=Verein in der Kirche Am Hof seine Gründungsfeier durch einen festlichen Gottesdienst. [... Gregorianik und eine Messe Gottfried Preyers], welcher sich als Graduale A. Bruckner's Locus iste und als Offertorium M. Haller's Domine Deus als à capella=Sätze anschlossen. [... Akustik besser als in der Votivkirche ... Preyers Messe bekam 1865 in Belgien 2. Preis (Habert 3. Preis), Lob sogar von F. X. Witt ...] Was die Aufführung betrifft, so waren Messe und Einlagen von dem artistischen Dirigenten des Ambrosius=Vereines mit großer Sorgfalt und Accuratesse einstudirt und von der Chorakademie vollendet wiedergegeben. ]\" [als Signatur ein griechischer Buchstabe (??) oder ein \"ch.\" in Frakturschrift?] (*).\n\r\nDie Neue Zeitschrift für Musik Nr. 43 berichtet auf S. 486f über Konzerte in Leipzig und erwähnt auf S. 487 dabei auch Bruckner:\r\n           »Correspondenzen.\r\n                          Leipzig.\r\n     Das zweite Gewandhausconcert am 13. d. M. wurde eröffnet mit einer zum ersten Male hier aufgeführten Symphonie Fmoll von Richard Strauß; [... negative Äußerungen über das Werk ...]\r\n      Den guten Willen der Direction, Neuigkeiten von ihren Programmen nicht auszuschließen, in Ehren; warum aber solche Halbschürigkeiten berücksichtigen, die kaum über das Maß von Conservatoristenversuchen hinausgehen? Giebt es keine hochgeistigen Novitäten, keine Symphonien von einem Anton Bruckner, keine von einem Felix Draeseke, die alle hundertmal mehr ins Gewicht fallen als derartige Richard Strauß'sche Novitäten? [... über weitere Konzerte ...]       Bernhard Vogel.« (**).", "Letzte Änderung": "07.04.2023 20:34"}, {"ID": 188710305, "Datum": "30.10.1887, Sonntag", "Haupttext": "Bruckner wird in einem Konzertbericht in The Boston Globe Nr. 122 auf S. 4 in der 5. Spalte erwähnt:\n\"    LAST NIGHT'S SYMPHONY.\n[...]\n     Therefore last night's symphony concert, comfortably brief and presenting a splendid performance of four intrinsically attractive works, deserves quite as well as if its staple had been the intricacy of Brahms, the ponderousness of Bruckner, or the scholarly mediocrity of some Viennese writer. [... über die einzelnen Werke und die Solistin Teresa Carreno ...].\n                  HOWARD MALCOM TICKNOR.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711005, "Datum": "November 1887", "Haupttext": "Kalendereintragungen Bruckners: »Frl. Röbel IV. Kollergasse Nr.6.« (*) und [in anderem Kalender] »Zum Concerte Pohueryles [**]. Frl. Herzog, Obrist. (Schuster.) Frl. Prix.« (***).\nAls Universitätshörer Bruckners im Wintersemester 1887/88 haben sich inskribiert\r\nvon der philosophischen Fakultät Johann Fegerl [recte Johann Feuerl] und Hugo Hayman (°), Alfred Kraus und Alois Kraus (°°), Franz Pfeifer und Hans Puchstein (°°°), Isidor Strauss (#), Innocenz Tallavania (#*), Otto Trzeberski (* 29.2.1868 Atzgersdorf/NÖ) und Ferdinand Zuleger (* ca. 1868 Wien) (##),\r\nvon der juristischen Fakultät Anton Aufrecht (H), Moriz Baumfeld (H), Leo Budik (H) (Eintrag wieder gestrichen), Karl Eisel von Eiselsberg (H), Richard Guertler (H), Karl Kreuzbauer (H), Reinhold Freiherr von Lichtenberg (H), Ernst Oesterreicher (H), Egon Edler von Pflügl (H), Alois Strommer (H), Innocenz Tallavania (H) [siehe die Anmerkung] und Arthur Wolheim (H) [siehe die Anmerkung] (##a).\nVermutlich erste Unterrichtsstunde für Leutnant Schwartz (###).\nDie Harmonia Sacra Nr. 11 berichtet auf S. 87f von dem Kirchenfest am 29.9.1887. Beim Hochamt (mit Werken Haberts, Kothes und Waldecks) habe Bruckner neben Habert Orgel gespielt, bei der Abendandacht (mit dem »Te deum«) Bruckner allein:\r\n     »Die Kirchenmusik bei der 25jährigen Jubelfeier der Grundsteinlegung zum Marien=Empfängnis=Dome in Linz den 29. September l. J. brachte zwei Compositionen von oberösterreichischen Componisten zur Aufführung. [... Haberts Messe und Einlagen von Kothe und Waldeck beim Hochamt ...] Beim Einzuge des hochwürdigsten Herrn Bischofes hat Joh. Ev. Habert und beim Auszuge desselben Ant. Bruckner die Orgel gespielt. - Zum Schlusse der Abendandacht brachte die Liedertafel »Frohsinn« A. Bruckner's großes \"Te Deum\", welches dieser Musikverein schon im vorigen Jahre beim Gründungsfeste im Volksgarten=Salon als Concertstück zur Aufführung gebracht hat, abermals zur Aufführung. Die Orgel spielte Abends A. Bruckner sowohl beim Ein= als auch beim Auszuge des hochwürdigsten Herrn Bischofes.« [keine Signatur] (a).\n[Anfang November 1887, nach dem 3.11.1887]\r\nDie Signale für die Musikalische Welt Nr. 61 berichten auf S. 970 von der Aufführung der 7. Symphonie in Mannheim [am 20.10.1887]:\r\n     \" * Im ersten Akademie=Concert zu Mannheim traten als Solisten Frau Dr. Maria Wilhelmj aus Wiesbaden und der Pianist Herr von Siloti auf. Beiden Künstlern war, ihren hervorragenden Leistungen gemäß, ein außerordentlicher Erfolg beschieden. Mit Beethoven's Egmont=Ouverture und der Edur-Symphonie von Bruckner betheiligte sich das Orchester unter Hofcapellmeister Paur's Leitung an dem Programm. Die Wiedergabe beider Werke verdiente alles Lob.\" [keine Signatur] (b).", "Letzte Änderung": "16.04.2026 17:06"}, {"ID": 188711015, "Datum": "1.11.1887, Dienstag", "Haupttext": "In einem Artikel der Musikalischen Rundschau Nr. 4 auf S. 42 wird auch Bruckner erwähnt: \n\n»Zur zehnten Jahreswende von Herbeck's Todestage.\n\n   A m 28. October war es ein Decennium, dass ein Unvergessener und wohl noch auf lange hinaus Unvergesslicher aus unserer Mitte schied. [...] Er hat [... über Schubert ...], muthig bahnbrechend für den Symphoniker Anton Bruckner gewirkt, er hat endlich mit der Einstudirung und Aufführung von Wagner's \"Meistersinger\" (1870) dem Dichtercomponisten den Boden für das Musikdrama geebnet. [...]«. Auf S. 46 wird angekündigt, daß am 18.2.1888 das Kyrie der f-Moll-Messe aufgeführt wird:\n     \n»Vereins-Chronik.\n\nDer Wiener akademische Wagner-Verein [...] veranstaltet [...] während des Winterhalbjahres 1887/88 vier interne Musikabende [...] Als Programme sind in Aussicht genommen: [...] III. Abend am 18.2.1888: [...] 4. Anton Bruckner, \"Kyrie\" aus der Messe in f-moll. [...]«. (*).\n\"Die Lyra\" Nr. 3 (304) beschäftigt sich auf S. 29/5 mit dem Jahresbericht des Wiener Akademischen Gesangvereins (signiert \"R. O.\"): \n          \"Wiener Vereins=Chronik.\n     Der akademische Gesangverein hat seinen Jahresbericht über das 57. und 58. Semester herausgegeben. [... Überblick ... Rudolf Weinwurm ... Aufführungen, darunter 2 Liedertafeln ...] die zweite mit ganz deutschnationalem Programm brachte den alten Chor von Bruckner \"Germanenzug\" - [... weitere Konzerte ... bisheriger Vorstand Schaumann wurde nach Haag/NÖ. versetzt] - Möge es dem Vereine gelingen, den schweren Verlust, den er durch das Ausscheiden Schaumanns erlitten, in Bälde zu ersetzen.       R. O.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711025, "Datum": "2.11.1887, Mittwoch (Allerseelen)", "Haupttext": "Aufführung des Requiems [WAB 39] in St. Florian unter Deubler [in dessen Einrichtung (ohne Offertorium und Benedictus)? vgl. Anmerkung!]) (*).\r\nDeubler notiert im Aufführungsverzeichnis: \"Introitus, Dies irae, Sanctus und Agnus von A. Bruckner sind großartig schön und auch vom liturg. Standpunkte aus ziemlich correkt.\" (*a).\n\r\n[Vermutlich besuchte Bruckner wieder wie in den Vorjahren die Gräber Beethovens und Schuberts auf dem Währinger Friedhof (**)].", "Letzte Änderung": "16.04.2026 17:07"}, {"ID": 188711035, "Datum": "3.11.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Emil Paur:\r\n    Dankt ihm und dem Orchester [für die Aufführung der 7. Symphonie am 20.10.1887]. Die 4. Symphonie werde bald von Gutmann verlegt, und bei Rättig, der auch das »Te deum« verlege, komme bald eine verbesserte Auflage der 3. Symphonie heraus. Die 7. Symphonie sei in London unter Hans Richter [23.5.1887] und unter Gericke in Boston [15.2.1887] mit brillantem Erfolg aufgeführt worden. Seidl plane für New York eine Sinfonie [4. Symphonie am 16.3.1888] und das »Te Deum«. Diese Werke erklängen auch am 22.1.1888 unter Hans Richter in Wien. Die 4. Symphonie sei auch für München [14.12.1887] vorgesehen und die 7. Symphonie für Kopenhagen.", "Letzte Änderung": "23.09.2025 16:34"}, {"ID": 188711055, "Datum": "5.11.1887, Samstag", "Haupttext": "Die Musikalische Chronik (III. Jahrgang der Wiener Musikalischen Zeitung) bringt in Heft Nr. 3 auf S. 48 eine Verlagsankündigung:\r\n»Wilhelm Streit's Verlag in Dresden.\r\n   Ende October erschien in IV. gänzlich ungearbeiteter und bis zur Neuzeit ergänzter Auflage bei neuer hochfeiner Ausstattung\r\nDas Reich der Töne\r\nBildnisse und Schilderungen berühmter Musiker. Prachtband 4° Mk. 7.50\r\n   Die neue Ausgabe bringt 130 Porträts mehr [...] Ausser den alten 350 Porträts wurden an neuen Porträts aufgenommen: [...] 37 Deutsche: Quanz, Grell, Ignaz Lachner, Brosig, Tschirch, Schlösser, Radecke, Speidel, Stade, Fischer, Schulz-Beuthen, Bernhard Scholz, Brambach, Albert Becker, Bruckner, Klughardt, Krug, Nessler, Huber, v. Hochberg, v. Perfall, Mottl, Kienzl, Weingartner, Rüfer, Heinrich Zöllner, Nicodé, Alban Förster, Richard Strauss, v. Suppé, Genée, Millöcker, Kéler Béla, Reissmann, Nohl, La Mara. [...]«.", "Letzte Änderung": "19.12.2024 18:59"}, {"ID": 188711065, "Datum": "6.11.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners:\r\n   »6. Nov. Fr Kathi 7 fl pro Nov.« (*).\n(Konzert der Philharmoniker unter J. N. Fuchs mit Haydns »Schöpfung« (**)).", "Letzte Änderung": "21.02.2023 00:07"}, {"ID": 188711075, "Datum": "(7.11.1887, Montag)", "Haupttext": "Artikel der Wiener Sonn- und Montagszeitung Nr. 45 auf S. 4 über antisemitische Tendenzen beim Wiener Akademischen Gesangverein und Rudolf Weinwurms Rücktritt.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711105, "Datum": "10.11.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Ein Inserat im Prager Tagblatt Nr. 310 auf S. 12 kündigt die Aufführung der 7. Symphonie am 15.1.1888 an:\n\"Königl. Deutsches Landestheater.\nIm Laufe der Saison 1887-88 finden\nVier philharmonische Concerte\nstatt, für welche ein besonderes Abonnement eröffnet wird. Für dies Concerte sind zur Mitwirkung unter anderen folgende Künstler gewonnen:\nEugen d'Albert, Annette Essipoff, David Popper. Das Orchester des Kgl. Deutschen Landestheaters, Dirigent: Carl Muck.\nNovitäten:\nJohannes Brahms, Symphonie Nr. 4; Anton Bruckner Symphonie Nr. 7; Richard Wagner, Symphonie C-dur. [... Konzerttermine 20.11.1887, 18.12.1882, 15.1.1888 und 12.2.1888 (Sonntag mittags 12 Uhr) ... Abonnementpreise ...] Nach Eröffnung des Neuen deutschen Theaters werden die philharmonischen Concerte im Neuen deutschen Theater fortgesetzt.\"", "Letzte Änderung": "11.11.2025 10:15"}, {"ID": 188711125, "Datum": "12.11.1887, Samstag", "Haupttext": "Klavierabend Stradals mit Werken Liszts im Bösendorfersaal. [Vermutlich hat Bruckner dieses Konzert - wie auch das am 19.1.1889 - besucht.]", "Letzte Änderung": "14.10.2024 15:02"}, {"ID": 188711135, "Datum": "13.11.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Sonntag 13. Nov. Amt gespielt.« (*).\r\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).\nArtikel der Linzer Tages-Post Nr. 260 über die Gründung eines Linzer Zweigvereins des Richard-Wagner-Vereins (artistischer Leiter Theodor Schmidt), der die \"Lücke zwischen öffentlicher und privater Musikpflege\" ausfüllt. Man könne auch größere Werke in Transkriptionen kennen lernen. \"Ueber das Musikleben in Linz. Von einem Musikfreunde. Man kann im künstlerischen Leben der meisten Zeiten und Völker die Erscheinung beobachten, daß in einer gewissen Periode immer eine unter den Künsten mehr die Oberhand hat [... über die Stellung im kulturellen Leben ... über die Tätigkeit der Linzer Konzertgeber und ihre Spezialisierung ... bestehende Lücken fülle nun der Wagner-Verein aus ...] In den internen Vortragsabenden sollen vorzugsweise nur jene Theile der Musikliteratur Pflege finden, welche in den hiesigen musikalischen Productionen nicht oder nur sehr wenig vertreten sind, also Werke der neuesten Richtung, und zwar nicht bloß Richard Wagner's selbst, sondern auch Liszts, Anton Bruckners und anderer bedeutender zeitgenössischer Componisten, sowie Werke der Vor=Bach'schen Periode und zwar größtentheils deutschen Ursprungs. [... keine Konkurrenz zu anderen Konzertveranstaltern, sondern Bereicherung ... Mitglieder genießen Vorteile für die Bayreuther Festspiele ... keine Signatur] (***).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 313 kündigt auf S. 7 die morgige Klavieraufführung der 4. Symphonie an:\r\n     \" * Programm des morgen Montag statthabenden Musikabends des Wiener Tonkünstlervereines: Anton Bruckner, romantische Symphonie Nr. 4 (Es-dur) für Klavier (Herr Josef Schalk). Vorträge der Frau Nicklaß=Kempner (Oden und Lieder von C. W. von Gluck) und des Herrn Syrinek (Phantasiestücke von Robert Schumann).\" (°).\nEin ähnlicher Hinweis erscheint in der Wiener Zeitung Nr. 260 auf S. 7: &lt;\r\n     \"(Wiener Tonkünstlerverein.) Montag, den 14. d. M., Abends 9 Uhr Musikerabend. Programm: Anton Bruckner, romantische Symphonie Nr. 4 (Es-dur), für Klavier übertragen und vorgetragen von Herrn Joseph Schalk; Vorträge der Frau Selma Nicklaß=Kempner (Oden  und Lieder von Ch. W. von Gluck) und des Herrn Adalbert Syrinek (Phantasiestücke von Robert Schumann).\" (°°).\n(1. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Weber (Euryanthe), Brahms (Haydn-Variationen), Gluck und Beethoven (8. Sinfonie) (°°°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711145, "Datum": "14.11.1887, Montag", "Haupttext": "Das Wiener Abendblatt Nr. 314 (= Wiener Tagblatt) weist auf S. 2 auf das heutige Konzert hin:\n    » * Im Wiener Tonkünstler=Verein findet heute Montag um 9 Uhr ein Musik=Abend statt. Programm: Anton Bruckner, romantische Symphonie Nr. 4 (Es-dur) für Klavier, übertragen und vorgetragen von Herrn Josef Schalk. - Vorträge der Frau Selma Niklaß=Kempner (Oden und Lieder von C. W. v. Gluck) und des Herrn Adalbert Syrinek (Phantasiestücke von Robert Schumann).« (*).\n \nEine inhaltlich identische Ankündigung erscheint auch in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2771 auf S. 3 (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 16:30"}, {"ID": 188711155, "Datum": "15.11.1887, Dienstag (Hl. Leopold)", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »15. Nov. Beethovensche Messe angewohnt. Hofk.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711165, "Datum": "16.11.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Brief von August Göllerich (in Vladicawkas im Kaukasus, dortiges Datum 4.11.1887) an Nicolaus Oesterlein: \n\n     Über seine Reiseeindrücke, die Arbeit an der Liszt-Biographie und am Liszt-Werkverzeichnis und seinen Einsatz für \"Bruckner, für den ich nach Möglichkeit arbeite und streite.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711195, "Datum": "19.11.1887, Samstag", "Haupttext": "Brief E. Schweitzers aus Hamburg-Altona an Bruckner: \n   Gestern wurde Eduard Marxsen von seinem langen, qualvollen Leiden durch einen plötzlichen Tod erlöst.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711205, "Datum": "20.11.1887, Sonntag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 6 meldet auf S. 71 die Klavier-Aufführung der 4. Symphonie am 14.11.1887:\r\n   »Vereins-Chronik.\r\nWiener Tonkünstlerverein. 14.11.1887. Musikabend\r\nProgramm. Anton Bruckner, romantische Symphonie Nr. 4 (Es-dur) für Klavier übertragen und vorgetragen von Herrn Josef Schalk [...]« (*).\n(1. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Mendelssohns »Paulus« (**)).", "Letzte Änderung": "14.09.2024 15:31"}, {"ID": 188711215, "Datum": "21.11.1887, Montag", "Haupttext": "Bruckner trifft in St. Florian ein. Im Gästebuch ist notiert \"Bruckner\" und die Anzahl der Gedecke [Mahlzeiten] mit \"1\" angegeben. Er fährt am 22.11.1887 wieder ab.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711225, "Datum": "22.11.1887, Dienstag", "Haupttext": "Bruckner reist nach eintägigem Aufenthalt von St. Florian ab (*).\n\n\nBrief von August Stradal an August Göllerich: \n\n     Über die Möglichkeiten, für Liszt in Wien einzutreten. [Postscriptum] \"Heuer ist weder ein Gesellschaftsconcert noch sonst wo etwa [recte: etwas?] von Liszt zu hören, auch nicht von Bruckner!!! Schaurliche [sic] Verhältnisse!!\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711235, "Datum": "23.11.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n»23. Brahms u. Joachims Concert angehört.« (*).\nIn der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 47 macht ein Inserat auf S. 540 auf »Tota pulchra es« und »Ave Maria« [WAB 6] aufmerksam:\r\n»Im Verlage von Em. Wetzler (Jul. Engelmann) in Wien ist erschienen:\nAnton Bruckner.\r\nZwei Kirchen-Chöre.\r\nNr. 1. Antiphon.\r\nfür gemischten Chor und Orgel.\r\nNr. 2. Ave Maria\r\nfür Sopran, Alt I, II, Tenor I, II und Bass I, II.\r\nNr. 1. Antiphon. Partitur und Stimmen. Preis M. 1 25.\r\nNr. 2. Ave Maria. Partitur und Stimmen. Preis M. 1.- .« (**).", "Letzte Änderung": "15.01.2025 11:45"}, {"ID": 188711245, "Datum": "24.11.1887, Donnerstag", "Haupttext": "In der Monatsversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins wird die Abhaltung eines Bruckner-Konzerts [am 22.1.1888] geplant:\r\n»In derselben Versammlung wurde für die Unternehmung eines Orchester-Concertes mit Aufführung einzig Bruckner'scher Compositionen, ein Vorhaben, welches von einer Anzahl begeisterter Verehrer des genialen Tonmeisters schon im Sommer gefasst, jetzt aber erst zu bestimmter Durchführung gebracht wurde, ein Betrag von 100 fl. und zum Fonde für Errichtung eines Göthe-Denkmales in Wien eine Spende von 25 fl. gewidmet.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188711265, "Datum": "26.11.1887, Samstag", "Haupttext": "Das Linzer Volksblatt Nr. 270 kündigt auf S. 2 die heutige Aufführung des \"Afferentur\" an:\n\"Tagesneuigkeiten aus Stadt und Land.\n            Linz, 25. November 1887.\r\n      - Cäcilienverein. Morgen, als am 26. November, um ½7 Uhr früh wird zu Ehren der hl. Cäcilia, der Schutzpatronin des Cäcilienvereines, in der Votivkapelle des Mariä Empfämgnis=Domes ein Votiv=Amt vom Obmann des Vereines gesungen werden. Hiebei wird der Musikchor aufführen: Missa in hon. S. Caeciliae für 4 gemischte Stimmen und Orgel in B; Graduale: \"Audi filia\", 4stimmig, von Traumihler; Offertorium: \"Afferentur\", 4stimmig, von Bruckner.\"", "Letzte Änderung": "12.10.2025 11:09"}, {"ID": 188711275, "Datum": "(27.11.1887, Sonntag)", "Haupttext": "2. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Volkmann, Beethoven (Solist: Ondricek) und Schumann (2. Sinfonie).", "Letzte Änderung": "25.11.2024 22:37"}, {"ID": 188711285, "Datum": "28.11.1887, Montag", "Haupttext": "Ankündigung des Konzerts vom 4.12.1887 (mit dem \"Germanenzug\") im Brünner Tagesboten Nr. 271 auf S. 3 (*).\n \n(russisches Datum 17.11.1887)\nAugust Göllerich gibt in Wladikawkas (Kaukasus), wo er sich als Gast des Liszt- und Wagner-Verehrers Sorokoumowsky [siehe die Anmerkung] aufhält (zuvor in Moskau), ein Gratiskonzert mit Werken von Liszt, Beethoven, Schumann, Wagner-Liszt und wiederum Liszt (**).\nAls Zugabe spielt er das Adagio von Bruckners Quintett in der Klavierfassung (**a).", "Letzte Änderung": "28.07.2025 10:40"}, {"ID": 188711305, "Datum": "30.11.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Postkarte von Hermann Levi an Albert Gutmann: \n     Wegen der für den 14.12.1887 geplanten Aufführung der 4. Symphonie. Spätestens am 8.12.1887 erwarte er Partitur und Stimmen. \n     »Die Aufführung der Bruckner'schen Romantischen Sinfonie ist für den 14ten Dezember angekündigt. Ich rechne darauf, spätestens den 8ten Dezember im Besitz der Partitur und der Stimmen zu sein!«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712005, "Datum": "Dezember 1887", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »Geistliche Schauspiele von Don Pedro Calderon de la Barca.« (*).\nNotiz »Dez. 87 - 7« [Gulden??] auf einer Visitenkarte Bruckners (**).", "Letzte Änderung": "21.09.2024 12:47"}, {"ID": 188712025, "Datum": "2.12.1887, Freitag", "Haupttext": "[Datum des Poststempels] Postkarte von Hermann Levi an Albert Gutmann:\r\n   Wegen der für den 14.12.1887 geplanten Aufführung der 4. Symphonie (*).\nKalendernotiz Bruckners:\r\n   »2. Dez für Dez 7 fl Fr Kaunitz.« (**).\n(Abends um 1/2 8 Uhr Konzert des Hofoperntheaters unter Joseph Hellmesberger unter Mitwirkung von Hermann Winkelmann, Theodor Reichmann und des 12-jährigen Fritz Kreisler (***).)", "Letzte Änderung": "19.03.2023 15:45"}, {"ID": 188712035, "Datum": "3.12.1887, Samstag", "Haupttext": "Ankündigung des Frohsinn-Konzerts vom 7.12.1887 mit dem Chor \"Um Mitternacht\" [recte \"Mitternacht\" WAB 80].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712044, "Datum": "vor dem 4.12.1887", "Haupttext": "Brief Bruckners an Hermann Levi:\r\n[Mutmaßlicher Inhalt:] Bittet um Verlegung der für den 14.12.1887 geplanten Aufführung der 4. Symphonie in München. Die Korrektur des Stimmenmaterials sei noch nicht abgeschlossen und so sei ein reibungsloser Probenablauf nicht gewährleistet.", "Letzte Änderung": "15.02.2025 16:46"}, {"ID": 188712045, "Datum": "4.12.1887, Sonntag", "Haupttext": "Postkarte von Hermann Levi an Albert Gutmann:\r\n      Wegen der für den 14.12.1887 geplanten Aufführung der 4. Symphonie, die nun auf Bruckners Wusch auf die Fastenzeit verschoben werde. Bruckner befürchte, die Stimmen seien nicht korrekt, und dies könnte die Proben behindern.\r\n»Geehrter Herr Gutmann! Nach meinem soeben empfangenen Briefe Bruckner's scheint es mir gerathen, die Aufführung der Sinfonie (obgleich dieselbe bereits angekündigt ist) auf die Fastenzeit zu verlegen. Br. fürchtet, dass die Stimmen noch nicht genügend korrigirt seien, dass deshalb viel Aufenthalt in den Proben sein werde. Nun kann ich die definitive Entscheidung bis nächsten Mittwoch Abend [7.12.1887] verzögern, und bitte Sie, mir sofort nach Empfang dieser Zeilen, zu schreiben, ob auch Sie für eine Verlegung sind, oder ob Sie mir zu der am nächsten Freitag [9.12.1887] stattfindenden ersten Probe vollkommen korrekte Stimmen liefern können. Vielleicht haben Sie die Güte, mir nach Empfang dieser Karte zu telegraphiren?« (*).\nKalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle] (**).\nDie Linzer Zeitung gibt das Programm des Herrenabends am 7.12.1887 [mit WAB 80] bekannt:\r\n      » * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Der genannte Verein veranstaltet am Mittwoch den 7. December 1887, abends 8 Uhr, für seine unterstützenden Mitglieder im städtischen Volksgartensalon einen Herrenabend. Das Programm lautet: [...] \"Mitternacht,\" Männerchor mit Clavierbegleitung von A. Bruckner; [..] u. s. w.« (***).\nAufführung des \"Germanenzugs\" (mit Klavierbegleitung) im 2. Konzert des Brünner Männergesangvereins unter Otto Kitzler im Redoutensaal in Brünn. Als Solist bei drei Programmnummern wirkt Pablo de Sarasate mit (Klavierbegleitung: Bertha Marr) (°).\n(3. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Dvorak, Cherubini, Bruch und Mendelssohn (3. Sinfonie) (°°)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712055, "Datum": "5.12.1887, Montag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 4.12.1887 (mit dem \"Germanenzug\") im Brünner Tagesboten Nr. 277 auf S. 4:\n „[…] Einen ernsten und tieferen Gehalt finden wir in Anton Bruckner’s Chor mit Soloquartett und Clavierbegleitung, betitelt »Germanenzug«. Man erkennt bei dieser Novität das Streben des Componisten, etwas Gediegenes zu leisten. Wenn auch das Können nicht immer mit dem Wollen im Einklange steht, so machte doch der Chor im Ganzen durch seine wirksamen Harmoniefolgen einen ganz guten Eindruck. […] Der gespendete Beifall ehrte die Sänger und ihren Chormeister Kitzler.“", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712065, "Datum": "6.12.1887, Dienstag", "Haupttext": "Ankündigung des morgigen Herrenabends (mit dem Chor »Mitternacht« [WAB 80]) in der Linzer Zeitung:\n» * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Wir bringen in Erinnerung, daß der Herrenabend der Liedertafel \"Frohsinn\" am Mittwoch den 7. December, abends 8 Uhr, im städtischen Volksgartensalon stattfindet und hiebei Chöre von Bruckner, Schubert, Floderer, Engelsberg und Koschat zur Aufführung gelangen und die Zwischenpausen durch Quartette, Lieder und humoristische Orchesterpiècen ausgefüllt werden.« (*)\n \nund in der Linzer Tages-Post Nr. 278 auf S. 4:\n     » § Liedertafel \"Frohsinn\". Wir bringen in Erinnerung, daß der Herrenabend der Liedertafel \"Frohsinn\" am Mittwoch den 7. d. abends 8 Uhr im Volksgartensalon stattfindet und hiebei Chöre von Bruckner, Schubert, Floderer, Engelsberg und Koschat zur Aufführung gelangen und die Zwischenpausen durch Quartette, Lieder und humoristische Orchester=Piècen ausgefüllt werden.« (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712075, "Datum": "7.12.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung macht auf S. 1291 nochmals auf das heutige Konzert aufmerksam:\n» * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Das vollständige Programm des am Mittwoch den 7. d., abends 8 Uhr, im städtischen Volksgartensalon stattfindenden Herrenabends der Liedertafel \"Frohsinn\" besteht aus folgenden Nummern: [... Floderer, Schubert, Liedvorträge ...] 5. \"Mitternacht,\" Männerchor mit Soloquintett und Clavierbegleitung von A. Bruckner. [... Floderer, R. Schmidt, Einlagen, Engelsberg, Koschat ...] Die unterstützenden Mitglieder des Vereines, sowie die Besitzer von Jahresgastkarten haben gegen Vorweisung der Jahreskarten freien Eintritt und steht ihnen diesmal das Recht zu, Gäste einzuführen.« (*).\n \nIn der Linzer Tages-Post Nr. 279 informiert ein Inserat auf S. 5: \"[...] 5. \"Mitternacht\", Männerchor mit Soloquintett und Clavierbegleitung von A. Bruckner. [...]\" (*a).\n\r\nAufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80] durch den »Frohsinn« unter Floderer beim Herrenabend im städtischen Volksgartensalon in Linz (**).\r\nAußerdem erklingen Werke von Floderer, Schubert, R. Schmidt, Engelsberg und Koschat (***).\r\nAls Anwesende und Mitwirkende sind überliefert: Poscher, Rossi, Milbeck, Gartenauer, Piber, Arnleitner, Donaubauer, Schausberger, Brandl, Passy, Wildmoser und Kränzl (°).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 22:58"}, {"ID": 188712085, "Datum": "8.12.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners:\r\n   »8. Dez. Liszt Messe angehört. Hofkapelle.« (*).\r\nAußer Liszts Krönungsmesse in Es-Dur werden Werke von Preyer und Gänsbacher aufgeführt (**).\nVon Levi gewünschter Liefertermin für das Aufführungsmaterial Gutmanns zur 4. Symphonie [= vermutlich letzter Tag vor dem Zeitpunkt, zu dem das Material von ihm eingerichtet werden sollte oder schon die Proben beginnen sollten (9. oder 10.12.1887?) (***).", "Letzte Änderung": "19.03.2023 15:46"}, {"ID": 188712095, "Datum": "9.12.1887, Freitag", "Haupttext": "Probenbeginn zur Münchner Aufführung der 4. Symphonie geplant.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712105, "Datum": "10.12.1887, Samstag", "Haupttext": "Bericht über das Konzert vom 7.12.1887 in der Linzer Zeitung auf S. 1301:\n» * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Der vorgestern im Volksgartensalon von der Liedertafel \"Frohsinn\" veranstaltete Herrenabend, welcher viele Mitglieder und Freunde dieses geschätzten Vereines versammelte, verlief in der gelungensten Weise und reihte sich würdig den bisherigen Unternehmungen der Liedertafel an. Das musikalische Programm war sehr reichhaltig und glücklich gewählt. Compositionen von Schubert, Bruckner und Floderer boten dem Gesangverein, dessen tüchtige Schulung und Durchbildung ja allseitig anerkannt ist, neuerdings Gelegenheit zu Proben seines Könnens. [...] Vermehrter, geradezu stürmischer Beifall wurde Anton Bruckners romantischem Chor \"Um Mitternacht\", welchen der Meister zur Jubiläumsfeier im Jahre 1870 der Liedertafel \"Frohsinn\" gewidmet hatte, zutheil. Der Vortrag dieser Nummer war von zauberhafter Wirkung und hinterließ bei den Zuhörern einen tiefen Eindruck. Das in den Chor eingeflochtene Quintett sangen die Herren Poscher, Rossi, Milbeck, Gartenauer und Piber in vollendeter Weise und verdienen dieselben uneingeschränkte Anerkennung wie der Gesammtchor, der die nicht unbedeutenden Schwierigkeiten der Composition mit Leichtigkeit überwand. [...].« [keine Signatur] (*)\n \nBesprechung dieses Konzerts auch in der Linzer Tages-Post Nr. 281 auf S. 3f:\n     \" § Liedertafel \"Frohsinn\". Mit einem äußerst gelungenen, von einem ebenso zahlreichen als distinguierten Publicum besuchten Herrenabende eröffnete die Liedertafel \"Frohsinn\" am Mittwoch den 7. d. im städt. Volksgartensalon den Reigen ihrer Productionen im 43. Vereinsjahre. [... Schubert-Chor], dessen Nuancierung von der gediegenen Qualität der Sängerschar zeugte, wie nicht minder der von Bruckner der Liedertafel gewidmete Chor mit Soloquintett und Clavierbegleitung \"Mitternacht\", welcher trotz der ihm innewohnenden Eigenarten eine große Wirkung erzielte. [... Lob für Solotenor Rossi, das seriöse Quartett Poscher, Milbeck, Gartenauer und Piber und das komische Quartett Donnerbauer, Schausberger, Brandl und Passy, für Floderer als Komponist und Dirigent, der mit Arnleitner abwechselte ...]\" [keine Signatur] (**).\n \nIm Bericht des Linzer Volksblatts Nr. 281 auf S. 2 wird Bruckner nicht genannt:\n     \"  - Die Liedertafel \"Frohsinn\" veranstaltete am vergangenen Mittwoch im städt. Volksgarten unter der artistischen Leitung der Vereins-Chormeister W. Floderer und F. Arnleitner einen Herren=Abend. [...]\" (***).\n \nNochmalige Aufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80] durch den »Frohsinn« in Linz (°).\n \n(Gründungsliedertafel des Wiener Akademischen Gesangvereins in den Sophien-Sälen (°°)).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 22:59"}, {"ID": 188712115, "Datum": "11.12.1887, Sonntag (3. Advent)", "Haupttext": "Prinzessin Amélie, zu Besuch bei König Albert in Dresden, notiert eine Mitteilung Levis in ihrem Tagebuch: »Bruckner Symphonie (8.) verschoben, da Stimmen noch nicht fertig corrigiert sind und Bruckner gerade gar kein Reisegeld hat.« (*).\n(2. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Moszkowski, Bruch und Händel (**)).", "Letzte Änderung": "19.02.2024 13:02"}, {"ID": 188712135, "Datum": "(13.12.1887, Dienstag)", "Haupttext": "Stradal und das Rosé-Quartett führen Schumanns Klavierquintett auf.", "Letzte Änderung": "14.10.2024 15:47"}, {"ID": 188712145, "Datum": "14.12.1887, Mittwoch", "Haupttext": "Ursprünglich geplanter Termin der Aufführung der 4. Symphonie durch Levi in München, der auf Bruckners Wunsch (*) wegen der Abwesenheit Prinzessin Amalies auf März 1888 verschoben wurde (**).\nKronprinzessin Stephanie wird bei ihrem Besuch des Festkonzerts des Konservatoriums im kleinen Musikvereinssaal festlich empfangen. Bruckner befindet sich zumindest nicht in der Reihe der Mitwirkenden (***).\r\n     Das Programm wird ausgeführt vom Zöglingsorchester unter Josef Hellmesbergers Leitung (°).\r\n     Bruckner gehört zur Gruppe der Professoren, die der Kronprinzessin vorgestellt werden (unter den 40 - 50 Lehrkräften sind Schenner, Schmitt, Door, Josef Hellmesberger jun., Ferdinand Hellmesberger, Gänsbacher, Krenn, Udel und Bukovics namentlich genannt). Anwesende Prominenz: Unterrichtsminister Dr. v. Gautsch, Fürst Richard Metternich, Baron Bezecny, Graf Baillet=Latour, Obersthofmeister Graf Bombelles und Obersthofmeisterin Gräfin Sylva=Tarouca und als weitere Repräsentatenten des Konservatoriums Josef Hellmesberger sen., L. A. Zellner, Dr. Jaques, Dr. v. Billing, Dr. v. Breuning und Hofrat v. Weilen (Verfasser des von Ottilie Metzl gesprochenen Prologs) (°°).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 08:41"}, {"ID": 188712155, "Datum": "15.12.1887, Donnerstag", "Haupttext": "Die Presse Nr. 345 berichtet auf S. 11 vom gestrigen Festkonzert im Kleinen Musikvereinssaal:\n     \" - Im kleinen Musikvereinssaale fand heute ein Festconcert der  Zöglinge des Conservatoriums statt, welches die Protectorin dieser Anstalt, Kronprinzessin Stephanie, der zu Ehren die Production veranstaltet wurde, mit ihrer Gegenwart beehrte. Zum Empfange der hohen Frau hatten sich eingefunden: [... Unterrichtsminister Dr. v. Gautsch, Fürst Richard Metternich, Baron Bezecny, Graf Baillet=Latour, Obersthofmeister Graf Bombelles und Obersthofmeisterin Gräfin Sylva=Tarouca ... als Repräsentatenten des Konservatoriums Josef Hellmesberger sen., L. A. Zellner, Dr. Jaques, Dr. v. Billing, Dr. v. Breuning und Hofrat v. Weilen ... Ottilie Metzl spricht den Prolog (Text auszugsweise abgedruckt) ...]\n     Nach der ersten Abtheilung wurden der Kronprinzessin die Mitglieder des Lehrkörpers vorgestellt, ungefähr 40 bis 50 an der Zahl. Wir nennen insbesondere die Professoren: Schenner, Schmitt, Door, Josef Hellmesberger jun., Ferdinand Hellmesberger, Gänsbacher, Bruckner, Krenn, Udel und Bukovics. Nach dem Schlusse des Concerts überreichte Fürst Metternich der Erzherzogin eine Adresse mit folgendem Wortlaute:\n     \"Die ehrfurchtsvollst gefertigte Direction [... kompletter Text ...]\n     Wien, am 14. December 1887.\"", "Letzte Änderung": "12.11.2024 08:41"}, {"ID": 188712175, "Datum": "17.12.1887, Samstag", "Haupttext": "Aus Anlaß des 40jährigen Dienstjubiläums Hellmesbergers bei der Hofmusikkapelle empfängt dieser seine Kollegen, darunter Hans Richter, Pius Richter, Rokitansky, Walter, Winkelmann, Zcozek [Zoczek], Hummer, Weidinger jun., Otter, Simandl, Krankenhagen, Blaha, Faistenberger und Bruckner.", "Letzte Änderung": "26.11.2024 12:35"}, {"ID": 188712185, "Datum": "18.12.1887, Sonntag", "Haupttext": "Vom gestrigen Empfang bei Hellmesberger berichten das Wiener Tagblatt Nr. 348 auf S. 8 (*):\r\n      » * Hofkapellmeister Hellmesberger empfing Samstag, den 17. d. M., eine unter der Führung des Vize=Hofkapellmeisters H. Richter erschienene Deputation von Mitgliedern der Hofkapelle, bestehend aus den Herren: Vize=Hofkapellmeister Richter, Rokitansky, Walter, Winkelmann, Zcozek, Bruckner, Hummer, Weidinger jun., Otter, Simandl, Krankenhagen, Blaha, Faistenberger, welche die Glückwünsche der Mitglieder anläßlich des 40jährigen Dienstesjubiläum [sic] darbrachten. [... Ansprache Richters, Dankesrede Hellmesbergers ...]« (*),\n(**) [mit nahezu identischem Text] die Neue Freie Presse Nr. 8374 auf S. 6:\r\n           »Theater= und Kunstnachrichten.\r\n                    Wien, 17. December.\r\n[...]\r\n      - Hofcapellmeister Hellmesberger empfing heute eine unter der Führung des k. k. Hofcapellmeisters H. Richter erschienene Deputation von Mitgliedern der Hofcapelle, bestehend aus den Herren Vice=Hofcapellmeister Pius Richter, Rokitansky, Walter, Winkelmann, Zoczek, Bruckner, Hummer, Weidinger jun., Otter, Simandl, Krankenhagen, Blaha, Faistenberger, welche die Glückwünsche der Mitglieder anläßlich des vierzigjährigen Dienstjubiläums darbrachten. [... Ansprache Richters, Dankesrede Hellmesbergers ...]« (**),\n\"Die Presse\" Nr. 348 auf S. 17:\r\n     »[Hellmesberger als Jubilar.] Hofcapellmeister Hellmesberger empfing heute (Samstag) eine unter der Führung des Vice=Hofcapellmeisters Hans Richter erschienene Deputation von Mitgliedern der k. k. Hofcapelle, bestehend aus den Herren Vice=Hofcapellmeister Pius Richter, Rokitansky, Walter, Winkelmann, Zaczek [sic], Bruckner, Hummer, Weidinger jun., Otter, Simandl, Krankenhagen, Blaha, Faistenberger, welche die Glückwünsche der Mitglieder anläßlich des vierzigjährigen Dienstjubiläums Hellmesberger's darbrachte. [... Ansprache Richters, Dankesrede Hellmesbergers ...]« (***),\ndas Neue Wiener Tagblatt Nr. 348 auf S. 7:\r\n     \" * Hofkapellmeister Hellmesberger empfing gestern [... inhaltlich wie zuvor ...]\" (°)\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2805 auf S. 8: »Hof=Capellmeister Hellmesberger empfing heute eine unter der Führung des Vice=Hof=Capellmeisters Hans Richter erschienene Deputation von Mitgliedern der Hofcapelle, bestehend aus den Herren Vice=Hof=Capellmeister Pius Richter, Rokitansky, Walter, Winkelmann, Zozek [sic], Bruckner, Hummer, Weidinger jun., Otter, Simandl, Krankenhagen, Blaha, Faistenberger, welche die Glückwünsche der Mitglieder anläßlich des vierzigjährigen Dienstes=Jubiläums Hellmesberger's darbrachten. [... Ansprache Richters, Dankesrede Hellmesbergers ...]« (°°).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 288 schreibt auf S. 3:\r\n     \"Kremsmünster. (Stiftertag.) Unter der bewährten Direction des H. H. P. Georg Huemer wurde heuer am \"Stiftertag\" das große Requiem in C-moll von Jos. Drechsler aufgeführt. [... über das Werk und Drechslers Schreiben an das Stift 1844 ...] - Zum Libera und am Vortage zur Vesper waren wieder, wie dies schon seit 40 Jahren zu geschehen pflegt, die beiden schönsten Compositionen unseres unvergesslichen P. Gunther Kronecker gewählt. Es möge hier ein Urtheil A. Bruckner's über Kronecker Platz finden: \"Kronecker's Compositionen sind durchwegs geniale Schöpfungen und sein Name wird stets dem Stifte, dem er angehört, Ehre machen.\" (°°).\n(4. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von R. Fuchs, Bach/Bachrich und Mozart (°°°)).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 12:36"}, {"ID": 188712205, "Datum": "20.12.1887, Dienstag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 9 verzeichnet auf S. 99 ein Konzert in Brünn:\r\n»Eingesandte Concert-Programme.\r\nBrünn. - Männergesangverein. Zweites ordentliches Concert unter der Leitung des Vereins-Chormeisters Herrn Otto Kitzler [...] 1. Anton Bruckner: Germanenzug. [...]« (*).\nAuf S. 103 erfährt man vom Empfang Hellmesbergers am 17.12.1887:\r\n   » * Hof-Capellmeister Hellmesberger beging am 17. d. M. sein 40jähriges Dienstesjubiläum und empfing aus diesem Anlasse eine unter der Führung des Vice-Hofcapellmeisters H. Richter erschienene Deputation von Mitgliedern der k. k. Hofcapelle, bestehend aus den Herren Vice-Hofcapellmeister Pius Richter, Rokytansky, Walter, Winkelmann, Zcozek, Bruckner, Hummer, Weidinger jun., Otter, Simandl, Krankenhagen, Blaha, Faistenberger, welche die Glückwünsche der Mitglieder darbrachten.« (**).\nBei der Vortragsübung am Wiener Konservatorium spielt Bruckners Orgelschüler Haböck eine Fuge in C-Dur von Rink (***).", "Letzte Änderung": "26.11.2024 12:36"}, {"ID": 188712245, "Datum": "vermutlich Weihnachten 1887", "Haupttext": "Bruckner fährt wegen des Hofkapellendienstes nicht nach St. Florian, sondern zumindest an einem der Feiertage nach Klosterneuburg. Am Heiligen Abend soll er von Regenschori Ämilian Hirschfeld und Stiftsdechant Leopold Hanauska ziemlich kühl empfangen worden sein.", "Letzte Änderung": "17.10.2024 19:17"}, {"ID": 188712255, "Datum": "25.12.1887, Sonntag", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: Zusatz »Br« bei dieser Woche [Dienst an der Hofkapelle].", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712265, "Datum": "26.12.1887, Montag", "Haupttext": "Brief von Amalie Goltz-Greipel an August Göllerich:\n     U. a. über Stradals Konzerte ([12.11.1887] \"wunderbar ausgefallen\", [13.12.1887] Schumann-Quintett) \"sehr schön. Im Jänner soll von Bruckner-Freunden ein Bruckner Concert mit Orchester stattfinden [22.1.1888], ich soll durch Frau v. Thury, die Br. sehr gut kennt, Karten bekommen, gehe natürlich auf jeden Fall. Aufgeführt soll werden die 2. Symphonie [recte: 4. Symphonie], u. Te deum. Ich selbst werde wahrscheinlich heuer nicht spielen [...]\" Über den gemeinsamen Wiener Bekanntenkreis etc.", "Letzte Änderung": "18.12.2024 21:13"}, {"ID": 188712275, "Datum": "27.12.1887, Dienstag (?)", "Haupttext": "[Auch 27.12.1888 oder 27.12.1889 möglich] Telegramm Bruckners an Johann Ev. Aichinger in Steyr: Gratulation zum Namenstag.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712295, "Datum": "29.12.1887, Donnerstag", "Haupttext": "In einem Artikel des Musikalischen Wochenblattes Nr. 1 (Jahrgang 1888) auf S. 5f wird auf S. 6 auch die 7. Symphonie erwähnt, die »vor zwei Jahren« [»1885« - das Heft gilt aber bereits für 1888!] in Wien aufgeführt wurde [am 21.3.1886]:\n                          »Wien.\n                (Fortsetzung.) \n    [... über Ellen Forster, einen \"Siegfried\" ohne Alberich, Konzert für den Mozart-Denkmalfond ...]\n     Zu unserer Concertsaison zurückkehrend, finden wir, dass es sich die Wiener Philharmoniker mit ihren Concerten (von denen bisher drei stattfanden) heuer fast ebenso leicht machen, als der Veranstalter jenes Mozart-Abends; man spielt fast immer wieder dasselbe streng conservative Repertoire [... Dvoraks Symphonische Variationen ungünstig besprochen ...] Im letzten Philharmonischen Concerte wurde Dvorák's Novität achtungsvoll abgelehnt, was freilich nicht viel sagen will, ist doch fast die Hälfte dieses Modepublicums vor zwei Jahren bei Bruckner's Edur-Symphonie, voriges Jahr bei der Emoll-Symphonie von Brahms und der Faust-Symphonie Liszt's in hellen Schaaren davongelaufen. Da muss man es Hans Richter am Ende noch verzeihen, wenn er müde, als Fortschrittsmann den Stein des Sisyphus zu wälzen, in seinem Programm sich immer mehr auf das abgespielte conservative Einerlei beschränkt. \n                (Fortsetzung folgt.)«\n[keine Signatur] Der Schlussteil am 1.3.1888 ist signiert \"Dr. Theodor Helm.\" (*).\nDie Monatsversammlung des Wiener Akademischen Wagner-Vereins »[...] beschäftigte sich mit der Feststellung der Mitgliederrechte anlässlich der grossen Musik-Aufführung, deren Stattfinden nun für Ende Januar [das Bruckner-Konzert am 22.1.1888 oder das Wagner-Konzert wenige Tage danach gemeint?] des kommenden Jahres in sichere Aussicht gestellt werden konnte.« Anwesend sind, auch bei der anschließenden Jahresschlussfeier, u.a. Gustav Schur und Franz Schaumann (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188712305, "Datum": "30.12.1887, Freitag", "Haupttext": "Bruckner wird in der Jahresübersicht des Glasgow Herald Nr. 312 auf S. 4 in der 6. Spalte erwähnt:\r\n\"MUSIC IN LONDON IN 1887.\r\n     In London the year 1887 has been one of almost unexampled activity in almost all branches of the musical art. [... Oper, Kammermusik, Chorkonzerte ...].\r\n     The competition between rival orchestras has led to the production of several works of importance. Among these were symphonies by Richard Wagner, Cowen [..., Herbert Parry, Stanford, Rubinstein, Henry Holmes ...], Widor in A [siehe die Anmerkung], Bruckner No. 7, besides Corder's \"Roumanian\" suite, [... weitere Werke ... Sonderkonzerte, Verstorbene ...].\" [keine Signatur]", "Letzte Änderung": "05.03.2025 19:41"}, {"ID": 188712315, "Datum": "31.12.1887, Samstag", "Haupttext": "Das Stift Kremsmünster [Oddo Loidol, Georg Huemer?] schickt die Partitur der f-moll-Messe an Bruckner zurück (*).\n \nIm Jahresrückblick der Dails News Nr. 13020 auf S. 3 in der 4. Spalte wird auch Bruckner erwähnt [7. Symphonie in London am 23.5.1887]:\r\n\"     THE MUSIC OF THE YEAR.\r\n     The busy musical year which has now closed has been more than usually prolific not only in performances but also in works. [... englische Kompositionen ...]. So large a list of English compositions is in every respect satisfactory.\r\n     Nor, thanks to the eclectic tastes which prevail in this country, have we neglected the works of more or less eminent foreign musiciansof the past and present. During the year 1887 amateurs have heard for the first time [... einige Beispiele ...], symphonies by Richard Wagner, Brückner No. 7 and Widor in A, [... Dvorak, Rubinstein etc. ... Oper (Tadel für zu starkes Tremolo), Pianisten etc., Verstorbene ...].\" (**).", "Letzte Änderung": "29.07.2024 10:06"}, {"ID": 188800005, "Datum": "1888", "Haupttext": "Ölgemälde von Ferry Bératon [IKO 28] (*).\r\nSchreiben Bruckners an Ferry Bératon [Peraton]: Änderungswünsche [vermutlich] zu diesem Bild (**).\nPortraitskizze von Franz Antoine »Bei einer Probe im Akademischen Wagner-Verein« [IKO 27] (***). Vermutlich vor dem 18.2.1888 entstanden (***a).\n[Ab 1888] Drei Aquarelle [IKO 29-31, aus einer späteren Erinnerung an die Hofsängerknabenzeit 1888-1892] von L. C. Welleba [siehe die Anmerkung] (°).\nArtikel von Richard von Perger über Bruckner mit Kritik an der Instrumentation in der Allgemeinen Kunst-Chronik 10 (1888), S.90 [siehe 28.1.1888] (°°).\nIn einer Universitätsvorlesung erzählt Bruckner von Zenetti (°°°).\nErnst Seeger erwirbt Uhdes Abendmahlbild [IKO 23] (#).\nBrief Bruckners [an wen?] (##).\nKalendereintragungen Bruckners:\r\n[fremde Hand:]\r\n»Sabine Sedlmeyer bei Hoffotograf Strivanek [nicht »Strassek«, recte »Krziwanek«] Hofstalstraße«,\r\n[Bruckner, zur Verdeutlichung:] Strivanek Hofstallstraße.«\r\n[nächste Seite, zu anderem Zeitpunkt geschrieben:]\r\n»Santen Kolff, Freiherr \r\nMusik-Referent der Guidi musical in Berlin SW. Potsdamerstraße No 20.« (###).\nDas »Pange lingua« [WAB 33] erscheint in den »Eucharistischen Gesängen« 1888, Nr.5, wieder mit der unerwünschten »Korrektur« durch F. X. Witt (a).\nRevision der 4 »Tantum ergo« [WAB 41] (b) und des »Tantum ergo« [WAB 42] (c) vermutlich im April (d).\nFromme's Musikalische Welt, Jg. 1888, erwähnt auf S. 47 (»Biographische Skizzen lebender österreichisch-ungarischer Tonsetzer«) auch Bruckner: »Bruckner Anton, geb. 4. September 1824 zu Ansfelden in Oberösterreich, [... über seine derzeitigen Funktionen, die Hauptwerke ...] Bezüglich der Aufführungen siehe Jahrgang 1887.« (e).\r\nAuf S. 75 (»Musikalische und musik-literarische Novitäten«) sind die Kirchenchöre »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] verzeichnet: »Kirchenmusik [/] Bruckner, Anton, 2 Kirchenchöre: a) Antiphon für gemischten Chor und Orgel; b) Ave Maria, für Sopran, 2 Alt, 2 Tenor und 2 Bass.« (f).\r\nIn der Rubrik »Rückblicke auf das Musikjahr 1886/87« auf S. 86f (Philharmonische Konzerte, Gesellschaftskonzerte) finden sich keine Werke Bruckners (»[...] Anton Bruckner, der greise vaterländische Tondichter, welcher in den beiden Vorjahren hier so grosse Triumphe gefeiert hatte, blieb heuer aus unbekannten Gründen von den philharmonischen sowohl als den Gesellschafts-Concerten ausgeschlossen. [...]«), wohl aber auf S. 91 die Klavieraufführung der 5. Symphonie [20.4.1887]: »[...] Einen besonders interessanten \"Musikabend\" veranstaltete Prof. Schalk, indem er an demselben nicht nur meisterhaft Liszt's sehr selten gehörte H-moll-Sonate spielte, sondern auch im Vereine mit Prof. Zottmann nach einer selbst verfassten Bearbeitung für zwei Claviere zum erstenmal Anton Bruckner's höchst merkwürdige fünfte Symphonie vortrug, von der zuvor kein Ton in die Oeffentlichkeit gedrungen war. [...]« (g) und auf S. 103 (»Sonstige bemerkenswerte musikalische Ereignisse des In- und Auslandes in der Saison 1886/87«) die Aufführungen der 7. Symphonie am 2.11.1886 [recte: 18.11.1886] in Amsterdam, Ende November 1886 [recte 12./13.11.1886] in New York »durch Director Thomas«, 31.1.1887 »durch Klindworth in Berlin« und Anfang April 1887 in Budapest [4.4.1887] und Dresden [15.3.1887? April 1887?] (h).\r\nWeiters sind im Kapitel »Wiener Concert-Programme aus der Saison 1886/87« angeführt die Konzerte vom 27.3.1887 (»[...] A. Bruckner: \"Um Mitternacht\" [WAB 90], Chor (neu)«) auf S. 120 und vom 20.4.1887 (5. Symphonie) auf S. 129: »Musikabend, gegeben von Josef Schalk [/] 20. April 1887 [...] Bruckner: Fünfte Symphonie (B-dur) für zwei Claviere bearbeitet von Jos. Schalk, vorgetragen von Prof. Zottmann und dem Concertgeber.« (i).\r\nAuf S. 146 (»Musikalische Statistik von Wien«) wird Bruckner als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums (»Professoren: Bruckner für Orgel, Harmonielehre und Contrapunkt«) genannt (j). Auch auf S. 155 (»K. k. Hof- und Kammermusik«) wird er erwähnt: »Hofmusiker. Organisten [...] Bruckner, Ant.« (k), ebenso auf S. 157 (»Kirchenmusik in Wien. K. k. Hofcapelle. Hoforganisten: [...] Bruckner Anton« (l). Auf S. 162 (»Wiener Musiker-Adressen«) ist angegeben: »[...] Bruckner Anton, Comp., Prof. (Org.) k. k. Hoforganist etc. I., Hessgasse 7« (m).\nDer Jahresbericht des Wiener Akademischen Wagner-Vereins, 16. Jahrgang, erwähnt auf S. 7 das Konzert vom 22.1.1888 und führt auf S. 30 Bruckner wieder in der Reihe der Ehrenmitglieder an (»Herr Anton Bruckner, Tondichter und Professor am Conservatorium in Wien.«); verzeichnet auf S. 52 als Bestandteil der Vereinsbibliothek »Schalk Josef: Anton Bruckner und die moderne Musikwelt. (Ein Vortrag.)« und auf S. 57 in der Rubrik »Musikalien«: »Bruckner Anton: Quintett, F-dur, Partitur und für Clavier, vierhändig. [/] Symphonie Nr. 3, D-moll. R. Wagner gewidmet. Clavierauszug, vierhändig. [/] Symphonie Nr. 7, E-dur. König Ludwig von Bayern gewidmet. Clavierauszug, vierhändig. [/] \"Te deum\". Für Chor, Soli und Orchester. Partitur, Chorstimmen und Clavierauszug. [/] Kyrie. [f-Moll-Messe] Für gemischten Chor. Chorstimmen. [/] Ave Maria. Für gemischten Chor. 3 Partituren und Stimmen. [/] Graduale. [Locus iste]. Für gemischten Chor. Partitur und Stimmen.« (n).\r\nDie Stimmen des Kyrie werden vom Kopisten Anonymus W43 geschrieben (n1).\nBesprechung des »Te deum« durch H. Kretzschmar im »Führer durch den Konzertsaal«, 2. Abteilung, I. Band, S. 289f (Leipzig 1888) (o).\n1888 wurde die 2. Auflage [1883] von Ludwig Edlbachers »Landeskunde von Ober-Österreich« mit der kurzen Würdigung Bruckners als Organist und Komponist unverändert nachgedruckt. Bruckner ist auf S. 416 erwähnt (p).\nHans Poscher, Archivar des »Frohsinn«, gibt Wahl- und Sängersprüche etc. für Chor heraus [vgl. 1.4.1888]. Druck bei Feichtinger in Linz. Darunter sind Nr. 86 »Das Frauenherz, die Mannesbrust« [WAB 95/1] und Nr. 89 »Des Höchsten Preis« [WAB 95/2] (q).\nW. Schmid lernt den Vierhändig-Klavierauszug der 3. Symphonie kennen (r).\nGertrud Bollé macht in Berlin Propaganda für Bruckner und gewinnt Hugo Wolfs Freund Paul Müller für seine Sache. In der Folgezeit werden Klavieraufführungen einiger Symphonien veranstaltet (s).\nWenzel Heybal besucht Bruckner in Wien, um ihm den Tod des Vaters Joseph Heybal, Lehrer in Windhaag, zu melden (t).\nBruckner reagiert sehr befremdet auf Rudolf Dittrichs Ankündigung, für einige Jahre nach Japan gehen zu wollen (u).\nLoidol bittet Bruckner ohne Erfolg, eine Hymne zum Gedächtnis des Regierungsantritts des Kaisers für ein Singbuch von Proschko in Kremsmünster zu schreiben. Hans Büchsner aus Frankenburg wünscht [im selben Jahr?] eine Hymne für Papst Leo XIII. (auch erfolglos) (v).\nBruckner erhält von den Gebrüdern Rieger eine Orgel geschenkt, die er in der Musikschule Kaiser aufstellen läßt [oder Horak?] (w).\nAufführung eines »Tantum ergo« [prov. WAB 48] durch den Linzer Domchor (x).\n[Möglicherweise schon 1887 begonnen] Bruckner erstellt eine neue Fassung des Adagios der 8. Symphonie (mit 317 Takten), von der er eine Abschrift herstellen läßt (y).\nIn Anwesenheit Kaiser Franz Josephs spielt Bruckner bei der gewerblichen Industrieausstellung in der Wiener Rotunde eine von Johann Marcell Kauffmann (1849 - 1906) erbaute Orgel (II/25), die nach der Ausstellung in der Pfarrkirche Stockerau aufgestellt wurde [vgl. 8.6.1888] (z).\nUm das Jahr 1888 soll Bruckner beim Steyrer Sparkassendirektor Carl Eisner zu Gast gewesen sein (aa).\nOtto Kitzler verleiht das Dokument, in dem Bruckner ihm 1868 [vgl. 17.11.1868] die erfolgreiche Lehrtätigkeit bestätigt hatte, auf Bitten einer Bruckner-Verehrerin an Frau von Schöller, die Gattin des Brünner Fabrikanten und Präsidenten des \"Deutschen Hauses\" in Brünn Gustav von Schöller. Da das Schreiben verloren geht, bittet man Bruckner um eine neue Unterrichtsbestätigung, die jedoch so übertrieben lobhudelig ausfällt, dass Kitzler sie am liebsten vernichten würde, zumindest zeigt er sie niemals her. Am 8.11.1906 übersendet er sie samt der zugehörigen Erklärung an August Göllerich (bb).", "Letzte Änderung": "11.06.2025 11:40"}, {"ID": 188800007, "Datum": "Anfang 1888", "Haupttext": "[recte 28.11.1887]\nAufführung der Klavierfassung des Quintett-Adagios (als Zugabe) durch August Göllerich Wladikawkas (in Rußland).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801005, "Datum": "Januar 1888", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners: »NB 4. Sinf 1. Satz Anfang Violin I.« (*).\n\n\n[vermutlich erste Januarwoche]\n\nDie Signale für die Musikalische Welt Nr. 3 verzeichnen auf S. 37 auch die Aufführungen der 7. Symphonie am 31.1.1887 und 15.3.1887 und 20.10.1887:\n     \"Rückblick auf das Musikjahr 1887.\n                2.\nNeue, zur Aufführung gelangte Symphonien [...] Ant. Bruckner: Edur No. 7 (Berlin, viertes Philharmonisches Concert, Dresden, sechstes Philharmonisches Concert, Mannheim, erstes Akademieconcert, überall zum ersten Male)\" (**).\n\n\n[nach dem 12.1.1888]\nIn Heft Nr. 6 wird auf S. 93 die Aufführung von 4. Symphonie und \"Te deum\" angekündigt:\n          \"Concert=Kalender.\n\n[...]\n     Wien. 22. Jan. Bruckner=Concert im großen Musikvereinssaale unter Direction des Hrn. Hpfcapellmeister Hans Richter. Vierte Symphonie in Esdur und Te Deum von Anton Bruckner.\" (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801015, "Datum": "1.1.1888, Sonntag", "Haupttext": "Die Lyra Nr. 7 (308) berichtet auf S. 72/6 vom Konzert am 4.12.1888:\n          \"Von Nah und Fern.\n[...]\nBrünn. Dem am 4. v. M. im städtischen Redoutensaal veranstalteten Concerte des Brünner Männergesangvereins verlieh die Mitwirkung des gefeierten Geigers Pablo de Sarasate ein erhöhtes Interesse. Der Saal war von Zuhörern ganz gefüllt. Der Verein brachte sechs Chornummern zur Aufführung, wovon drei für Brünn neu sind, und zwar: \"Germanenzug\", Chor mit Clavierbegleitung von Anton Bruckner, [... die weiteren Werke ...] Die Aufführung der Chöre - hiebei sei der gediegenen und verdienstvollen Mitwirkung des Solo=Baritons Herrn Pfeiffer besonders lobend erwähnt - war eine durchwegs gelungene [... Lob und Ovationen für Otto Kitzler ... Sarasate mit dem 1. Satz aus Beethovens Violinkonzert ...] Sarasate  wurde zum Schluße unzählige Male gerufen.\" [keine Signatur] (*).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 8387 kündigt auf S. 14 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n     \"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen.\n     [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" (**).\n \nÄhnlicher Hinweis in der Wiener Zeitung Nr. 1 auf S. 9:\n     \"[...] Sonntag, 22, Concert Bruckner im großen Saale um 12 1/2 Mittags; Strauß=Concert im großen Saale um 5 Uhr Abends. [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "17.05.2024 11:59"}, {"ID": 188801025, "Datum": "2.1.1888, Montag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 8388 kündigt auf S. 6 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801035, "Datum": "3.1.1888, Dienstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 8389 kündigt auf S. 12 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888] (*).\n \nDie Londoner Times Nr. 32272 erwähnt Bruckner [7. Symphonie am 23.5.1887] im Jahresrückblick auf S. 4 in der 3. Spalte:\r\n\"             MUSIC IN 1887.\r\n     [... Jubiläen: 100 Jahre Don Giovanni und Gluck † ... italienische und englische Oper, Chorkonzerte, Konzerte ...]. A symphony by Bruckner, the Viennese composer, heard at the Richter concerts, concludes the list of novelties of this class.\r\n     [... Kammerkonzerte, Verstorbene ... Abschluss von Grove's Dictionary ...].\" [keine Signatur] (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801045, "Datum": "4.1.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): »am 4.1. Fr Kathi 7 fl für Jänner.« (*).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 8390 kündigt auf S. 12 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888] (**).\n \n(Festkonzert der Philharmoniker und des Singvereins unter Hans Richter zugunsten des Mozart-Denkmals (***)).", "Letzte Änderung": "28.04.2026 20:21"}, {"ID": 188801055, "Datum": "5.1.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 8391 kündigt auf S. 12 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801075, "Datum": "7.1.1888, Samstag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 8393 kündigt auf S. 5 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\"\n[erstmals am 1.1.1888, sonst täglich mit Ausnahme des 6.1.1888]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801085, "Datum": "8.1.1888, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 8394 kündigt auf S. 11 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888] (*).\n \nDas Prager Tagblatt Nr. 8 kündigt auf S. 6 die Aufführung der 7. Symphonie am 15.1.1888 an:\n     \" *** Das dritte philharmonische Concert findet am Sonntag den 15. Januar, u. z. im neuen Theater statt. Dasselbe bietet zwei besondere Anziehungspunkte: Die Vorträge der berühmten Clavier=Virtuosin Annette Essipow und als Novität die Bruckner'sche Symphonie Nr. VII. Das Concert wird mit der Ouverture zu \"Benvenuto Cellini\" von Hector Berlioz eröffnet. Die Liedervorträge hat Herr Wallnöfer übernommen. [... neue Abonnementsbillets ...]\" (**).\n \n(5. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von d'Albert, Saint-Saens, Mozart und Beethoven (2. Sinfonie) (***)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801095, "Datum": "9.1.1888, Montag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 8395 kündigt auf S. 6 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801105, "Datum": "10.1.1888, Dienstag", "Haupttext": "Mehrere Zeitungen kündigen das Bruckner-Konzert vom 22.1.1888 (mit der 4. Symphonie und dem »Te deum«) an:\nFremdenblatt Nr. 10 auf S. 12:\r\n    » - Sonntag den 22. d., Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter Leitung Hans Richters und unter gef. Mitwirkung des Hof=Opernorchesters, des Singvereins und Wagner=Vereins, ferner der Solisten: der k. k. Hof=Opernsängerinnen Frl. Forster und Frau Papier-Paumgartner, des Hof=Opernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Konzert statt. Zur Aufführung gelangen die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. Die Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde können ihr Vorkaufsrecht vom 9. bis 11. d. M. in der Musikalienhandlung Wetzler (Jul. Engelmann), Stadt, Kärntnerring 11, ausüben. Näheres über den Verkauf etc. enthalten die Plakate und Annoncen im Inseratentheile.« (*),\nKonstitutionelle Vorstadtzeitung (Österreichische Volkszeitung) Nr. 10 auf S. 4:\r\n    \" - Sonntag den 22. d. M., Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Hofkapellmeisters Hans Richter und unter gefälliger Mitwirkung des Hofopern=Orchesters, des Singvereins und Wagner=Vereins, ferner der Solisten: der Hofopernsängerinnen Frl. Forster und Frau Papier-Baumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Konzert statt. Zur Aufführung gelangen die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. Die Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde wollen ihr Vorkaufsrecht vom 9. bis 11. d. M. in der Musikalienhandlung Wetzler (J. Engelmann), Stadt, Kärntnerring 11, ausüben.\" (**),\nNeue Freie Presse Nr. 8396 auf S. 6:\r\n    \"[...] - Samstag den 22. d., Mittags halb 2 [sic] Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Hof-Capellmeisters Herrn Hanns Richter und unter gefälliger Mitwirkung des Hofopern=Orchesters, des Singvereins und Wagner=Vereins, der Damen Fräulein Forster und Frau Papier=Paumgartner, sowie der Herren Winkelmann und Schwegler ein großes Bruckner=Concert statt. Zur Aufführung gelangen die zweite [sic] Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. [...]\" [siehe auch (#)] (***),\nWiener Allgemeine Zeitung Nr. 2827 auf S. 7:\r\n    \" - Samstag [sic!] den 22. d. M., Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter Leitung des Hof=Capellmeisters Hans Richter und unter Mitwirkung des Hofopern=Orchesters, des Singvereines und Wagner=Vereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerinnen Fräulein Forster und Frau Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Concert statt. Zur Aufführung gelangen die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. [...]\" (°),\r\nauf S. 10 großes Inserat \"Grosses Bruckner-Concert\" (°a),\nWiener Tagblatt Nr. 10 auf S. 8:\r\n    \" - Sonntag den 22. Jänner, halb 1 Uhr Mittags, findet im großen Musikvereinssaale unter der Leitung des Hofkapellmeisters Herrn Hans Richter und unter gefälliger Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereins und Wagner=Vereins, ferner der Solisten: der Hofopernsängerinnen Frl. Forster und Frau Rosa Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Konzert statt. Zur Aufführung gelangen die IV. Symphonie (Es-dur) und das Tedeum. [...]\"  (°°)\nund »Die Presse« Nr. 10 auf S. 11:\r\n     \" - Sonntag den 22. d. [inhaltlich wie die anderen Texte]\" (°°°).\nDie Neue Freie Presse bringt zusätzlich auf S. 11 den (seit dem 1.1.1888 routinemäßigen) täglichen Hinweis: \"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888]\nund darunter ein großes Inserat \"Grosses Bruckner-Concert\" mit Angabe aller Mitwirkenden, der Eintrittspreise und der Vorverkaufsstellen (#).\nDas Inserat \"Grosses Bruckner-Konzert\" im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 10 auf S. 16 ist inhaltlich gleich, aber anders im Layout (##).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:19"}, {"ID": 188801115, "Datum": "11.1.1888, Mittwoch", "Haupttext": "[Jedenfalls vor dem 12.1., vielleicht auch früher geschriebene] Kalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»Pius [Richter], Frl, Hanslick. 2. [/] Corda [/] Speidl 4.« [Kartenempfänger für die 4. Symphonie am 22.1.1888?] (*).\nDie Linzer Zeitung meldet mit fast identischem Text vom 10.1.1888, daß am 22.1.1888 die 4. Symphonie und das »Te deum« aufgeführt werden:\r\n   » * (Bruckner=Concert in Wien.) Sonntag den 22. d. M., mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter der Leitung des Hofkapellmeisters Hans Richter unter Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereines und Wagnervereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerin Fräulein Forster und Frau Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Concert statt. Zur Aufführung gelangt die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum.« (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 8397 kündigt auf S. 11 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888] (***).\n(Vortragsübung am Wiener Konservatorium (°).", "Letzte Änderung": "11.02.2025 08:00"}, {"ID": 188801125, "Datum": "12.1.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Die Steyrer erfahren vom Konzert am 22.1.1888 (mit 4. Symphonie und »Te deum«)\r\ndurch den Alpen-Boten Nr. 4 auf S. 3:\r\n   »Verschiedenes.\r\n(Bruckner-Concert in Wien.) Sonntag, den 22. d. M., Mittags halb 1 Uhr, findet unter der Leitung des Hofcapellmeisters Hans Richter und Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereines und Wagnervereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerin Fräulein Forster und Frau Papier-Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner-Concert statt. Zur Aufführung gelangt die 4. Symphonie (Es-dur) und das Tedeum.« (*)\nund durch die Steyrer Zeitung Nr. 4 auf S. 4:\r\n    \"Bruckner=Concert in Wien. Sonntag den 22. d. M., Mittags halb1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale in Wien unter der Leitung des Hofkapellmeisters Hans Richter unter Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereines und Wagnervereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerin Fräulein Forster und Frau Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Concert statt. Zur Aufführung gelangt die 4. Symphonie (Es-dur) und das Tedeum.\" (**).\nDie Neue Freie Presse Nr. 8398 kündigt auf S. 11 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., hald [sic] 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888] (***).", "Letzte Änderung": "06.12.2024 12:58"}, {"ID": 188801135, "Datum": "13.1.1888, Freitag", "Haupttext": "Einige Zeitungen machen nochmals auf das Konzert vom 22.1.1888 aufmerksam und teilen darüber hinaus mit, daß die 4. Symphonie, deren Widmung Obersthofmeister Prinz Hohenlohe-Schillingsfürst angenommen habe, in Partitur, Stimmen und vierhändigem Klavierauszug im Verlag Gutmann erscheine:\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 13 auf S. 7:\r\n    \" * Anton Bruckner's vierte Symphonie („romantische”), welche am 22. d. durch das Hofopernorchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochenen Partitur=Auflagestimmen und vierhändigem Klavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (*),\n \n»Die Presse« Nr. 13 auf S. 11:\r\n     \" - Anton Bruckner's vierte Symphonie („romantische”), welche am 22. d. durch das Hofopernorchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (**),\ndas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 13 auf S. 5:\r\n   »* Anton Bruckner's vierte Symphonie („romantische”), welche am 22. d. durch das Hofopern=Orchester unter Hanns Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hof=Musikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.« (***)\nund die Neue Freie Presse Nr. 8399 auf S. 7:\r\n    \" - Anton Bruckner's vierte „romantische” Symphonie, welche am 22. d. M. durch das Hofopern=Orchester unter Hanns Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hof=Musikalien=Handlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (°).\nAuf S. 13 bringt die NFP wieder den Hinweis auf das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie]: \"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888, sonst täglich mit Ausnahme des 6.1.1888] (°°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801145, "Datum": "14.1.1888, Samstag", "Haupttext": "Linzer Zeitung (*) und Linzer Tages-Post (**) kündigen an, daß am 15.1.1888 beim Vortragsabend des Wagner-Vereins auch das »Ave Maria« [sicher WAB 6] auf dem Programm stehe.\n(*) Linzer Zeitung:\r\n»Linzer und Provinzialnachrichten.\r\nLinz, 13. Jänner. \r\n    [...] * (Wagnerverein.) Wie bereits mitgetheilt wurde, findet der erste interne Vortragsabend des Linzer Richard Wagner=Zweigvereines kommenden Sonntag den 15. d. um 7 Uhr abends im Claviersalon Heitzmann, Klammstraße Nr. 3, 2. Stock, statt. Das Programm ist Nachstehendes: Wagner: Einzug der Götter in Walhall (Rheingold) auf zwei Clavieren zu acht Händen; Rosselli (16. Jahrhundert): \"Adoramus\", Anton Bruckner: \"Ave Maria\", gemischte Chöre; [... weitere Programmnummern, als Solistin bei Wagner-Liedern ist Frau Schmidt-Allizar angegeben ...] Am Vortragsabende werden Programme mit musikhistorischen Anmerkungen ausgegeben. Die Mitglieder des Vereines sind berechtigt, zu diesem Vortragsabende für sich und eines ihrer Familienangehörigen Eintrittskarten in der Fink'schen Hofbuchhandlung zu beheben und für ihre übrigen Familienangehörigen Gastkarten zu à 30 kr. zu lösen. Ebendaselbst erhalten auch Nichtmitglieder Gastkarten zu à 50 kr. für diesen Vortragsabend. Am Vortragsabende selbst werden keine Karten ausgegeben. [... Hinweis auf die konstituierende Versammlung und provisorische Vorstandswahl »Morgen Samstag den 14. d.« ...] (*).\n(**) Linzer Tages-Post Nr. 11 auf S. 4:\n     \" § Wagnerverein. Wie bereits mitgetheilt wurde, findet der erste interne Vortragsabend des Linzer Richard Wagner=Zweigvereines kommenden Sonntag den 15. d. M. um 7 Uhr abends im Claviersalon Heitzmann, Klammstraße Nr. 3, 2. Stock, statt. Das Programm ist nachstehendes: Wagner: \"Einzug der Götter in Walhalla\" (Rheingold) auf zwei Clavieren zu acht Händen; Rosselli (16. Jahrhundert): \"Adoramus\", Anton Bruckner: \"Ave Maria\", gemischte Chöre; [... weitere Programmnummern, als Solistin bei Wagner-Liedern ist Frau Schmidt-Allizar angegeben ...] Am Vortragsabende werden Programme mit musikhistorischen Anmerkungen ausgegeben. Die Mitglieder des Vereines sind berechtigt, zu diesem Vortragsabende für sich und eines ihrer Familienangehörigen Eintrittskarten in der Fink'schen Hof=Buchhandlung zu beheben und für ihre übrigen Familienangehörigen Gastkarten zu à 30 kr. zu lösen. Ebendaselbst erhalten auch Nichtmitglieder Gastkarten zu à 50 kr. für diesen Vortragsabend. Am Vortragsabende selbst werden keine Karten ausgegeben. [... Hinweis auf die konstituierende Versammlung und provisorische Vorstandswahl »Morgen Samstag den 14. d.« ...] (**).\n \nDer Welser Anzeiger Nr. 2 teilt auf S. 6 mit, daß am 22.1.1888 die 4. Symphonie und das »Te deum« aufgeführt werden:\r\n         \"Verschiedenes.\r\n     Bruckner=Konzert in Wien. Sonntag den 22. d. M. Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereins=Saale in Wien unter der Leitung des Hofkapellmeisters Hans Richter und Mitwirkung des Hofopernorchesters, des Singvereines und Wagnervereines, ferner der Solisten: der Hofopernsängerin Fräul. Forster und Frau Papier=Paumgartner, des Hofopernsängers Herrn Winkelmann und Herrn Schwegler ein großes Bruckner=Conzert statt. Zur Aufführung gelangt die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum.\" (***).\n \nDas Wiener Tagblatt Nr. 14 informiert auf S. 7 über das Erscheinen des Werkes im Verlag Gutmann und die Widmungsannahme durch Prinz Hohenlohe-Schillingsfürst:\r\n    » * Anton Bruckner's vierte Symphonie („romantische”), welche am 22. d. durch das Hofopern=Orchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochenen Partitur=Auflagestimmen [sic!] und vierhändigem Klavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.« (°).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 8400 kündigt auf S. 11 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888, sonst täglich mit Ausnahme des 6.1.1888] (°°).\n \nDas Prager Abendblatt Nr. 11 weist auf S. 3 auf die morgige Aufführung der 7. Symphonie hin:\r\n     \" *** Vom deutschen Landestheater. [...] - Morgen Mittag debutirt das neue Haus als Konzertsaal. Bruckner, der mit seinen Monumentalwerken bereits das Verständniß der Massen gewonnen, und die Pianovirtuosin Essipoff stehen auf dem Programm.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 16:55"}, {"ID": 188801155, "Datum": "15.1.1888, Sonntag", "Haupttext": "Aufführung der 7. Symphonie durch das Theater-Orchester unter Karl Muck um 12 Uhr im neuen Deutschen Theater in Prag. In der ersten Konzerthälfte erklingen Werke von Berlioz (\"Benvenuto Cellini\"), Mozart (d-Moll-Konzert mit Annette Essipoff), Lieder von Schumann und A. Jensen (Adolf Wallnöfer und Friedrich Rehbock), Chopin, Paderewski und Leschetizky (Annette Essipoff) (*).\r\nObwohl Angelo Neumann das vollständige Aufführungsmaterial gekauft hatte, lieh sich Muck aus Graz [über Wilhelm Kienzl?] das bereits von ihm eingerichtete Material (*a).\nTelegramm Karl Mucks an Bruckner [Vorgedrucktes in Spitzklammern]:\r\n»&lt;TELEGRAMM No&gt; 7133 &lt;an&gt; professor bruckner wien\r\nkonservartorium [sic] [darüber handschriftlich dazugesetzt »I Heßgasse 7«]\r\n&lt;Text:&gt;\r\nwien de prag 5857 20 15/1 3 10 sr = \r\n= soeben siebente symphonie mit riesenerfolg im neuen deutschen \r\ntheater aufgefuehrt . gratulire dir herzlichst = dor karl mueck [sic] + »\r\n[links unten gedruckt &lt;(Auflage 1887.)&gt;] (*b).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 12 weist auf S. 3 [die Rubrik datiert mit \"14. Jänner\"] auf das heutige Konzert hin:\r\n    \" - Wagner-Verein. Wie bereits mitgetheilt wurde findet der erste interne Vortragsabend des Linzer Richard Wagner=Zweigvereines kommenden Sonntag den 15. d. M. um 7 Uhr abends im Claviersalon Heitzmann, Klammstraße Nr. 3, 2. Stock statt. Das Programm ist Nachstehendes: \"[...]; Bruckner: \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6], gemischte Chöre [sic]; [...]\" (**).\nAufführung des »Ave Maria« im 1. Internen Vortragsabend des Linzer Wagner-Vereins unter Leitung von Th. Schmidt im Klaviersalon Heitzmann, Klammstraße 3, 2. Stock. Unter den Mitwirkenden ist Frau Schmidt-Allizar (***).\nAuf das nächste Linzer Konzert am 17.1.1888 (mit dem Chor »Um Mitternacht« [WAB 80]) machen die Linzer Zeitung (°) und die Linzer Tages-Post (°°) aufmerksam.\n(°) Linzer Zeitung:\r\n      »Liedertafel \"Frohsinn\".) Der Familienabend für die unterstützenden Mitglieder findet am 17. d., abends 8 Uhr, im Volksgartensalon statt und wird hiebei die Musikkapelle des 14. Infanterie-Regimentes Großherzog von Hessen mitwirken. Als Gesangsvorträge sind zu erwähnen Chöre von Schubert, Bruckner und Koschat, Quartette ernsten und heiteren Inhaltes. [...]« (°).\n(°°) Linzer Tages-Post Nr. 12 auf S. 4: » § Liedertafel \"Frohsinn.\" Das Programm des am Dienstag den 17. d. M. im städtischen Volksgarten=Salon stattfindenden Familienabendes der Liedertafel \"Frohsinn\" besteht aus Männerchören von Schubert, Bruckner, Koschat, ernsten und heiteren Soloquartetten und aus Vorträgen der Musikkapelle des k. k. 14. Infanterieregimentes Großherzog von Hessen. [... Maskenfest am 1.2.1888 ...]« (°°).\nAnkündigung des Konzerts vom 22.1.1888 mit 4. Symphonie und »Te deum«\r\nin der Zeitschrift »An der schönen blauen Donau«, 2. Heft, auf S. 48:\r\n»Wiener Concert=Aufführungen\r\nI. Großer Musikvereins=Saal. [...] 22. Concert Bruckner.« (°°°),\nim Wiener Salonblatt Nr. 3 auf S. 11:\r\n     \"(Anton Bruckner's) vierte Symphonie (\"romantische\"), welche am 22. d. durch das Hofopern=Orchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Se. Durchlaucht, Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes huldvollst entgegengenommen.\" (#),\nin \"Die Presse\" Nr. 15, die auf S. 16 in einem Inserat \"Grosses Bruckner-Concert\" auf die Aufführung hinweist und dieses Konzert auch in der Repertoireübersicht verzeichnet:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag, Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner. (Großer Saal) Abends 5 Uhr: Strauß=Concert. (Großer Saal.) [...]\" (##),\nin der Wiener Zeitung Nr. 12 auf S. 4: \"(Gesellschaft der Musikfreunde.) Das Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen vom 15. bis inclusive 22. Jänner 1888: [...] Sonntag den 22., Concert Bruckner im großen Saale um 12½ Unr Mittags; Strauß=Concert im großen Saale um 5 Uhr Abends.\" (###),\nim Wiener Tagblatt Nr. 15 auf S. 8f:\r\n   \" * Ein Komité, dessen Mitglieder nicht genannt sein wollten, und welches sich der künstlerischen Führung des Hofkapellmeisters Hans Richter versichert hat, veranstaltet am Sonntag, den 22. d. M. im großen Musikvereinssaale ein Konzert zu Ehren Bruckner's unter Mitwirkung der Damen Forster und Papier, dann des Herrn Winkelmann von der Hofoper, des philharmonischen Orchesters, des Singvereins und des Wagner=Vereinschores. Zur Aufführung gelangen Bruckner's Te Deum für Soli, Chor, Orchester und Orgel, dann seine romantische Symphonie (Nr. 4 in Es-dur). Das Komité versendet zu diesem Konzerte Einladungen an alle notablen Kunstfreunde der Residenz.\" (a),\nin der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2832 auf S. 6:\r\n          \"Concert=Repertoire der Woche.\r\n[...] Sonntag den 22. Januar: Concert Bruckner (großer Saal), Anfang halb 1 Uhr Mittags; Strauß=Concert (großer Saal), Anfang 5 Uhr Abends.\" (b)\nund in der Neuen Freien Presse Nr. 8401 auf S. 12:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888, sonst täglich mit Ausnahme des 6.1.1888]\"\r\nund zusätzlich ein Inserat \"Grosses Bruckner-Concert\" (c).\nDie Konstitutionelle Vorstadtzeitung (Österreichische Volkszeitung) Nr. 15 meldet auf S. 9 ebenfalls, daß das Werk im Verlag Gutmann erscheint:\r\n   \" - Anton Bruckner's vierte Symphonie\" („romantische”), welche am 22. d. M. durch das Hofopern=Orchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Klavierauszug im Verlage der Hof=Musikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (d).\n(3. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Schumanns Oratorium »Das Paradies und die Peri« (e)).", "Letzte Änderung": "19.08.2025 07:10"}, {"ID": 188801165, "Datum": "16.1.1888, Montag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 5763 meldet auf S. 3, daß die 7. Symphonie [am 15.1.1888] in Prag mit größtem Erfolg aufgeführt wurde:\n   »- Bruckner's siebente Symphonie wurde gestern Mittags, wie uns aus Prag gemeldet wird, im neuen deutschen Theater als hervorragendste Nummer des philharmonischen Concertes mit größtem Erfolge aufgeführt.« (*).\n \nDie Montags-Revue aus Böhmen Nr. 3 berichtet auf S. 6 über das Konzert vom 15.1.1888 mit der 7. Symphonie:\n     \"Gestern mittags wurde im neuen Theatee [sic] das dritte philharmonische Concert abgehalten, wobei die hier bereits wohlbekannte Pianistin Frau Annette Essipoff, u. der Tenorist unserer hiesigen Oper, Hr. Adolf Wallnöfer, als mitwirkende Kunstkräfte auftraten. Die Leitung des Orchesters hatte Capellmeister Dr. Muck inne. [... über Essipoff, Wallnöfer und dessen Begleiter Slansky ...] Die Hauptaufgabe des Concertes hatte das Orchester übernommen, welches diesmal in Anbetracht der gewählten Stücke eine nahmhafte [sic] Verstärkung der Blasinstrumente erfahren mußte. [... Berlioz (kein tiefer Eindruck) ...] Große Bedeutung und Beachtung hingegen beansprucht die in der zweiten Abtheilung des Concertes gespielte, großartig angelegte Symphonie Nr. 7 in E-dur von Anton Bruckner. Erst mit diesem Werke gelang es Bruckner als Greis die Aufmerksamkeit der musikalischen Welt zu erregen, und wenn er auch heute noch mit vielfachen Anfeindungen zu kämpfen hat, so steht doch bereits fest, daß wir in ihm ein hervorragendes musikalisches Talent besitzen, daß er in den Künsten des Contrapunctes und der Behandlung und wirkungsvollen Verwendung der Instrumente mit den hervorragendesten Componisten der Gegenwart sich getrost messen kann. Wir finden die Musik dieser Symphonie auffallend verwandt mit der Richard Wagners, namentlich mit dessen \"Siegfried\" und \"Rheingold\". Der uns zur Verfügung stehende Raum verbietet leider, auf die vier Theile des Werkes - Allegro moderato, Adagio, Scherzo und Finale - einzeln und ausführlich einzugehen, doch sei wenigstens hervorgehoben, daß das Adagio eine überaus großartige, ergreifende, ja geradezu erschütternde Wirkung auf das Gemüth ausübt. Es dürfte in der ganzen Symphonieliteratur kaum seinesgleichen haben. Die Klangwirkung der hier piano eintretenden Blechinstrumente - vier Tuben, drei Posaunen und Baßtuba - versetzt uns förmlich in die Tiefe und Nacht eines schauerlichen Grabgewölbes. Wenn dieser erhabene Satz wie überhaupt die ganze Symphonie nicht die verdiente Anerkennung von seiten des Publicums fand, so mag wohl die vorgerückte Stunde daran schuld gewesen sein, denn wir können nicht annehmen, daß ein Publicum, welches Wagners Orchesterentfaltung in den \"Nibelungen\" bewundert, die verwandte Großartigkeit undErhabenheit in Bruckners Symphonie verkennen sollte. Dem Kapellmeister Dr. Muck und dem Orchester gebührt für die treffliche Aufführung des großartigen Werkes Dank und Anerkennung. H. Sch.\" (**).\n \nDie Neue Freie Presse Nr. 8402 kündigt auf S. 6 das Konzert vom 22.1.1888 [mit der 4. Symphonie] an:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" [erstmals am 1.1.1888, sonst täglich mit Ausnahme des 6.1.1888] (***).\n \nEine Ankündigung erscheint auch in der Extrapost (Wiener Montags-Journal) Nr. 314 auf S. 8:\n   \"Concert-Repertoire für diese Woche.\n[...]\nSonntag: Compositions=Concert Bruckner (Gr. Musikvereinssaal, halb 1 Uhr Mittag). Promenade=Concert Strauß (Gr. Musikvereinssaal, 5 Uhr\" (°).", "Letzte Änderung": "29.08.2024 19:00"}, {"ID": 188801175, "Datum": "17.1.1888, Dienstag", "Haupttext": "(*) Die Linzer Zeitung -\r\n      »Linz, 16. Jänner. [...] * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Das Programm des am Dienstag den 17. d. M. im städtischen Volksgartensalon stattfindenden Familienabends besteht aus folgenden Nummern: [...] b) [= 2. Abteilung] [...] 3. »\"Mitternacht\", Männerchor mit Soloquintett von A. Bruckner. [...]« - (*)\nund ein Inserat in der Linzer Tages-Post Nr. 13 auf S. 4:\r\n      \"[...] 6. Mitternacht, Männerchor mit Soloquintett und Clavierbegleitung, von A. Bruckner.\" (**)\nweisen auf das heutige Konzert hin.\nAufführung des Chores »Mitternacht« [WAB 80] durch den »Frohsinn« bei einem Familienabend im städtischen Volksgartensalon in Linz (***).\r\n    Unter den Mitwirkenden sind H. Poscher, J. Helletzgruber, Th. Gartenauer, M. Brandl, J. Piber, F. Donaubauer, F. Schausberger, M. Brandl, O. Passy und die Musikkapelle des 14. Infanterie-Regiments Großherzog von Hessen (°).\r\n    Das Soloquintett bei Bruckners Chor bilden die Herren Poscher, Rossi, Milbeck, Gartenauer und Piber (°a).\nDatierung und Namenseintrag »Moser« in einer Violoncellostimme zur 4. Symphonie [sicher anläßlich einer Probe] (°°).\n\"Die Presse\" Nr. 17 weist auf S. 12 auf das Konzert am 22.1.1888 hin:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag, Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner, (Großer Saal) Abends 5 Uhr: Strauß=Concert (Großer Saal.)\" (°°°).\nBesprechung des Konzerts vom 15.1.1888 mit der 7. Symphonie im Prager Tagblatt Nr. 17 auf S. 7, signiert \"C. T.\":\r\n     \" * Das dritte philharmonische Concert fand Sonntag den 15. Januar Mittags im neuen Theater statt. [... über Annette Essipoff und Adolf Wallnöfer ...] Das Orchester unseres Landestheaters brachte unter der Leitung des Herrn Capellmneisters Muck die Ouvertüre zur Oper \"Benvenuto Cellini\" von Hektor Berlioz [...] und zum Schluße die Siebente Symphonie (E-dur) von Anton Bruckner. Es war immerhin angezeigt, das Prager musikalische Publicum mit einem Werke dieses Componisten bekannt zu machen, der nach jeder seiner Productionen einen Sturm von für und wider lautenden Debatten provocirt, wenn auch die Bekanntschaft keine so ganz angenehme genannt werden kann. Die Symphonien des Herrn Bruckner, den seine Freunde gern mit Beethoven zu vergleichen pflegen, werden jedenfalls mit den Werken der letzten Periode dieses Meisters das Schicksal theilen, vorläufig \"unverstanden\" zu zu [sic] bleiben, jedoch kaum mit dem Troste, daß sich heute über hundert Jahre im Urtheil der musikalischen Welt ein solcher Umschwung vollziogen haben dürfte, wie er dem Schöpfer der \"Neunten\" gegenüber platzgegriffen hat. Ein Nachahmer Beethoven's ist Bruckner jedenfalls, aber was bei dem großen Meister als die Kundgebung einer ganz eigenthümlichen, großartig angelegten Natur erscheint, die eben so sein muß, weil sie sich anders nicht äußern kann, das wird hier zur unverkennbaren, aufdringlichen Sucht, sich interessant um jeden Preis, sei es auch den aller musikalischen Schönheit, zu machen, indem die Bruckner'sche Symphonie uns durch ein Chaos der fremdartigsten, schreiendsten Harmonienfolgen, der haarsträubendsten Dissonanzen, irritirendsten Gewaltsamkeiten, ermüdensten Wiederholungen u. s. w. hindurchführt, daß das Alles uns schließlich geradezu nervös macht und den erlösenden Faden aus dem verworrenen Labyrinth doch nicht finden läßt. Wo ein wirklich schöner, bedeutender Gedanke des unstreitig hochbegabten, aber in seine Sonderbarkeiten verrannten Componisten vorkommt, wird er durch dessen excentrische, capriciöse Manier sofort wieder vernichtet, wie im zweiten langsamen Satze. Der genießbarste der vier ist das Scherzo, das auch den verhältnißmäßig meisten Anklang fand, während der erste mehr mit Verblüffung, als mit Behagen angehört wurde, und nach dem endlos langen zweiten eine allgemeine Flucht in allen Reihen die Zuhörerschaft decimirte. Herr Muck als Dirigent und das Orchester gaben sich alle Mühe mit der ebenso schwierigen wie undankbaren Aufgabe, die Symphonie zur Wirkung zu bringen.     C. T.\" (#).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 13:15"}, {"ID": 188801185, "Datum": "18.1.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 5765, S. 5 (*) und »Die Presse« Nr. 18 (Inserat auf S. 12) (**) machen auf das Konzert vom 22.1.1888 aufmerksam.\n(*) Deutsche Zeitung:\r\n   »- Das am Sonntag den 22. d. unter Hanns Richter's Leitung im großen Musikvereinssaale stattfindende große Bruckner=Concert verspricht eine selten künstlerische Feier zu werden. [... über die Werke, die Solisten und das feindliche Cliquenwesen ...] - Die Preise der meisten Plätze für dieses Concert sind überdies ungewöhnlich niedrig angesetzt, um auch den minder bemittelten Kunstfreunden Gelegenheit zum Besuche zu geben.« [keine Signatur] (*).\n(**) Die Presse Nr. 18 auf S. 12:\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag, Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner, (Großer Saal) Abends 5 Uhr: Strauß=Concert (Großer Saal.)\",\ndarunter ein Inserat \"Großes Bruckner=Concert\" mit Angabe aller Mitwirkenden (**).\n\r\nBrief Bruckners an Leontine Speidel:\r\n      Lädt zur Aufführung von 4. Symphonie und »Te deum« ein. »NB auf Wunsch des P. T. Herrn Gemahls habe ich die Sinfonie gewaltig verändert« (***).\n\r\nDie Gemeindezeitung Nr. 14 meldet auf S. 6 die erfolgreiche Aufführung der 7. Symphonie in Prag [15.1.1888]:\r\n    »Bruckner's siebente Symphonie wurde gestern Mittags, wie uns aus Prag gemeldet wird, im neuen deutschen Theater als hervorragendste Nummer des philharmonischen Concertes mit größtem Erfolge aufgeführt.« (°).\n\r\nTod des Steyrer Regenschori Bernhard Rücker. (Franz Bayer wird sein Nachfolger) (°°)).", "Letzte Änderung": "17.09.2025 12:41"}, {"ID": 188801195, "Datum": "19.1.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 5766 bringt auf S. 6 eine Besprechung der Prager Aufführung der 7. Symphonie [am 15.1.1888], signiert »K. W. T.«:\r\n   » - Aus Prag wird uns unterm 15. d. gemeldet: \"Das heutige dritte philharmonische Concert im neuen Deutschen Theater bedeutete wieder einmal einen jener Ehrentage, an denen die Geschichte unserer deutschen Bühne reich ist. [... über die Programme »landläufiger« Konzerte, wie sie der erste Teil mit Annette Essipoff bestätigte ...] Das Hauptinteresse unserer musikliebenden Kreise war aber auf die zweite Abtheilung der Aufführung gespannt, welche uns Anton Bruckner's prächtige Symphonie Nr. 7 (E-dur) brachte, die hier noch nicht gehört worden ist. Der Eindruck des herrlichen Werkes war ein wahrhaft mächtiger. [... über die einzelnen Sätze, Mucks treffliche Einstudierung und die Leistung des Theater-Orchesters ...] Das Concert dauerte fast drei Stunden, die zahlreiche Zuhörerschaft aber, die bis gegen 3 Uhr ausharrte, wurde überreich belohnt - die schönste Tugend des Genies ist eben die Dankbarkeit.\nK. W. T.« [keine Wiener Signatur] (*).\nLinzer Zeitung (**) und Linzer Tages-Post (***) berichten vom Konzert am 17.1.1888 (mit dem Chor »Um Mitternacht« WAB 80]).\r\n(**) Linzer Zeitung:\r\n   » * (Liedertafel \"Frohsinn\".) Welcher Beliebtheit sich die Familienabende der Liedertafel \"Frohsinn\" erfreuen, erwies sich wieder durch den äußerst zahlreichen Besuch des gestern im Volksgartensalon abgehaltenen Familienabendes, mit dem diesmal auch ein Tanzkränzchen verbunden war [...] Besonderen Anklang fand der Männerchor \"Mitternacht\" von Bruckner; das in demselben vorkommende herrliche Soloquintett wurde von den Herren Poscher, Rossi, Milbeck, Gartenauer und Piber wirklich mustergiltig zu Gehör gebracht. [... über andere Programmnummern - weitere Mitwirkende: Helletzgruber, Brandl, Donaubauer, Schausberger, v. Passy ...] Angenehm wirkte, daß das Programm ziemlich rasch abgewickelt wurde. Das sich anschließende Tanzkränzchen verlief sehr animirt.« (**).\n(***) Linzer Tages-Post Nr. 15 auf S. 3 (die Rubrik datiert \"18. Jänner 1888.\"):\r\n     \" § Liedertafel \"Frohsinn.\" Der von diesem Vereine veranstaltete Familienabend, welcher gestern abends unter der Leitung der Vereins=Chormeister Wilhelm Floderer und Friedrich Arnleitner, und unter Mitwirkung der Regimentsmusik Großherzog von Hessen, im Volksgarten=Salon stattfand, war von einem distinguierten Publicum äußerst zahlreich besucht. [...] Was die vorgetragenen, bereits gehörten Chöre betrifft, so muß dem Vortrage derselben das unbedingteste Lob nachgesagt werden, da alle derselben wie: \"Trockene Blumen\" von Schubert, \"Mitternacht\" von Bruckner, und \"Drauwalzer\" von Koschat, gleich Novitäten wirkten. [...erwähnte Mitwirkende: Rossi (Tenor), Quintett Poscher, Helletzgruber, Gartenauer, Brandl und Piber, komisches Quartett Donaubauer, Schausberger, Brandl und Passy, Kpm. Rezek ...]\" (***).\nAuf das Konzert am 22.1.1888 (mit der 4. Symphonie und dem »Te deum«) weisen nochmals einige Blätter hin:\nDie Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung Nr. 3, S. 20 (informiert auch über den Verlag und die Widmung des Werkes):\r\n   » * Anton Bruckner's vierte Symphonie (\"romantische\"), welche am 22. d. durch das Hofopernorchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangt, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszuge, im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.« (°),\n\"Die Presse\" Nr. 19 auf S. 12:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag, Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner, (Großer Saal) Abends 5 Uhr: Strauß=Concert (Großer Saal.)\" (°a),\ndie Neue Freie Presse Nr. 8405 auf S. 11:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" (°b),\ndas Illustrierte Wiener Extrablatt Nr. 19 mit einem Inserat auf S. 15:\r\n»GROSSER MUSIKVEREINS-SAAL.\r\nSonntag den 22. Jänner, Mittags 1/2 1 Uhr:\nGrosses Bruckner-Concert\r\n(mit Orchester) unter Leitung [... Hans Richter ... Solisten ... Werke ...] Karten à fl. 5, 3, 2, 1 u. 50 kr. sind zu haben in den Musikalienhandlungen Gutmann, Haslinger, Rättig, Spina und Wetzler.« (°°)\nund die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2836 mit einem ähnlichen Inserat auf S. 10:\n\"Grosser Musikvereins-Saal. / Sonntag den 22. Januar 1888, Mittags ½ 1 Uhr: / Grosses / Bruckner-Concert / (mit Orchester) / unter Leitung [... Hans Richter ... Solisten ... Werke ...] Karten à fl. 5, 3, 2 und fl. 1.50, sind zu haben in den Musikalienhandlungen Gutmann, Haslinger, Rättig, Spina und Wetzler. (°°°).\nInserat mit der Ankündigung der 7. Symphonie für den 23.1.1888 in Nürnberg im Fränkischen Kurier, Morgenblatt, 2. Ausgabe, S. 3 und im »Korrespondent von und für Deutschland« Nr. 34, Morgenblatt, S. 4 (#).\nKlavieraufführung der 4. Symphonie durch Josef Schalk bei einem Damen-Abend des Wiener Akademischen Wagner-Vereins. »Der Besuch - auch von Seite der Damen - war zahlreich und Professor Schalk verpflichtete sich die Erschienenen durch den Vortrag von Anton Bruckner's vierter Symphonie.« (##).\nBrief von August Göllerich (in Moskau) an Nicolaus Oesterlein:\r\n     An seiner verzögerten Antwort sei die intensive Beschäftigung mit Wagner und Liszt schuld. \"Das Versenken in all' diese Offenbarungen hat mich so beherrscht, dass ich wie Bruckner von den Tuben des \"Rheingolds\" - lange ganz \"besoffen\" war!\" Über seine Arbeit an der Liszt-Biographie (###).", "Letzte Änderung": "16.12.2024 15:55"}, {"ID": 188801205, "Datum": "20.1.1888, Freitag", "Haupttext": "Ankündigung der 4. Symphonie und des »Te deum« und Artikel über Bruckner von W. Frey [?] im Wiener Tagblatt Nr. 20 auf S. 8:\r\n    \" * Für das Konzert zu Ehren Anton Bruckner's, welches nächsten Sonntag im großen Musikvereinssaale stattfindet, gibt sich eine lebhafte Theilnahme kund. Das Komité versendet an notable Kunstfreunde eine Einladung, woraus folgende markante Stelle hervorgehoben zu werden verdient: \"Im Hinblicke auf die durchaus vereinzelte Persönlichkeit des großen Tondichters (Bruckner) erbitten wir Ihre gütige Propagirung unseres bedeutungsvollen Unternehmens im Kreise bekannter Kunstfreunde.\" Wenn man bedenkt, das Bruckner der bedeutendste aller lebenden Orgelspieler, und auf dem Gebiete der absoluten Musik unstreitig zu den bedeutendsten Komponisten zählt, die seit Beethoven erstanden, so ist es betrübend, daß zu Ehren des bereits im siebenten Jahrzehnt seines Lebens stehenden Tonkünstlers in Wien, wo er seit einem Vierteljahrhundert lebt und schafft, ein solches Konzert erst eigens organisirt werden mußte. Bei uns sollte von Bruckner's acht Symphonien - die neunte wird er wohl nicht schuldig bleiben - jährlich mindestens Eine im Programme der Philharmoniker erscheinen; so sollte der vaterländische Meister geehrt werden, und nicht blos in einer vereinzelten, außerordentlichen Weise. Daß Bruckner's \"Persönlichkeit vereinzelt ist\" - wie die Einladung besagt - ist ein Verdienst, keine Schuld des großen Tonsetzers. Das schaffenden Genius Sache ist es nicht, um die Gunst der Menge und das Tages zu buhlen und sich mit Hilfe einer geschlossenen Kohorte von Freunden aller Art der Oeffentlichkeit fortwährend aufzudrängen. Der Augenblick erscheint früher oder später, wo das Werk des Genius nicht länger verleugnet oder abgewiesen werden kann. Und für Bruckner's Werke naht endlich dieser Augenblick. Sicherlich wird der Besuch des Festkonzeretes beweisen, daß die Wiener Kunstfreunde der Ehre sich bewußt sind, Anton Bruckner unter ihre Mitbürger zu zählen.\" [keine Signatur] (*).\nAuch andere Blätter bringen nochmals einen Hinweis:\nFremdenblatt Nr. 20 auf S. 12 (**),\nKonstitutionelle Vorstadtzeitung (Österreichische Volkszeitung) Nr. 20 auf S. 4:\r\n    \" - Uebermorgen Mittags halb 1 Uhr findet im großen Musikvereinssaale das Bruckner=Konzert (mit Orchester) unter Leitung von Hans Richter statt. Die Soli im Tedeum werden von den Hofopernsängerinnen Frl. Ella Forster und Frau Rosa Papier, dem Hofopernsänger Herrn Hermann Winkelmann und Herrn Gustav Schwegler vorgetragen.\" (***),\nNeues Wiener Tagblatt Nr. 20 auf S. 6:\r\n   \" * Uebermorgen Sonntag, Mittags 1/2 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale das Bruckner=Konzert (mit Orchester) unter Leitung von Hans Richter statt. Die Soli im Tedeum werden von den Hofopernsängerinnen Frau Rosa Papier, Frl. Forster, den Hofopernsängern Herrn Hermann Winkelmann und Herrn Gustav Schwegler vorgetragen.\" (°),\ndie Neue Freie Presse Nr. 8406 auf S. 6:\r\n     \" - Im großen Musikvereinssaale findet Sonntag den 22. d. um ½1 Uhr Mittags die Aufführung der romantischen Symphonie (VII) [sic] und des Tedeums von Anton Bruckner unter der Leitung des Hof=Capellmeisters Herrn Hanns Richter statt. In dem Concerte werden die Hofopernsängerinnen Frau Rosa Papier und Fräulein Ella Forster, die Herren Hofopernsänger Hermann Winkelmann und Gustav Schwegler, das Hofopern=Orchester und der Singverein mitwirken. Bruckner's Siebente Symphonie ist am vorigen Sonntag im neuen Deutschen Theater in Prag aufgeführt worden.\" (°a)\r\nund auf S. 11:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\" (°b),\ndie Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2837 auf S. 6: \" - Sonntag den 22. d. M., halb 1 Uhr Mittags, kommen unter der Leitung des Capellmeisters Richter Bruckner's Es-dur-Symphonie und Te Deum, zwei seiner bedeutendsten Werke, zur Aufführung; die Solopartien vertreten die Damen Forster und Papier, die Herren Winkelmann und Schwegler. Das Interesse im Publicum zeigt sich als ein sehr reges. Das Comité beabsichtigt mit dieser Unternehmung, in erster Linie die Schöpfungen des Meisters einem großen Kreise zu vermitteln, daher auch die Preise ungewöhnlich niedrig gestellt erscheinen.\" (°c),\n»Die Presse« Nr. 20 auf S. 11: \" - Sonntag den 22. d., Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale das Bruckner=Concert (mit Orchester) unter Leitung von Hans Richter statt. Die Soli im Tedeum werden von den Hofopernsängerinnen Fräulein Ella Forster und Frau Rosa Papier=Paumgartner, den Hofopernsängern Herrn Hermann Winkelmann und Herrn Gustav Schwegler vorgetragen.\"\r\nund auf S. 12:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag, Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner, (Großer Saal) Abends 5 Uhr: Strauß=Concert (Großer Saal.)\" (°°)\nund die Musikalische Rundschau [Nr. 12?] auf S. 129f:\r\n    \" - Sonntag, den 22. d., Mittags 1/2 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale unter Leitung Hans Richter's und Mitwirkung des Hof-Opernorchesters, des Singvereines und Wagner-Vereinschores, ferner der k. k. Hof-Opernsängerinnen Frl. Forster und Frau Papier-Paumgartner, des Hof-Opernsängers Herrn Winkelmann und des Herrn Schwegler ein großes Bruckner-Concert statt. Zur Aufführung gelangen die vierte Symphonie (Es-dur) und das Tedeum.\"\r\nund mit einem Inserat - \"Großes Bruckner-Concert [/] (Sonntag den 22.1.1888, Mittags 1/2 1 Uhr)\") - auf S. 133.\r\nBericht [auf S. 130?] von der Prager Aufführung der 7. Symphonie [15.1.1888]:\r\n    \" - Anton Bruckner's VII. Symphonie wurde am 15. d. M. unter Leitung des Capellmeisters j. Muck [sic?] im neuen deutschen Theater zu Prag aufgeführt und hatte einen großartigen Erfolg.\" (°°°).\nDie Musikalische Chronik (III. Jahrgang der Wiener Musikalischen Zeitung) Heft Nr. 8 meldet auf S. 126 zum Konzert am 22.1.1888 mit der 4. Symphonie:\r\n   »*** Anton Bruckner's vierte Symphonie, welche am 22. d. durch das Hofopern-Orchester unter Hans Richter's Leitung zur Aufführung gelangte [sic! recte: gelangt], erschien in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hof-Musikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe-Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.« (#).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:23"}, {"ID": 188801215, "Datum": "21.1.1888, Samstag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 17 bespricht auf S. 4 das Konzert des Wagner-Vereins am 15.1.1888 (mit dem »Ave Maria« [WAB 6]):\r\n     \" § Richard Wagner=Zweigverein. den musikalischen Kräften, welche den ersten internen Vortragsabend dieses Vereines am 15. d. durch ihr Zusammenwirken ermöglicht haben, gebürt [sic] insgesammt schon wegen der guten Sache Anerkennung und in Anbetracht ihrer vorzüglichen Leistungen volles Lob. [... über den Chor ...] Wie der Ueberwindung der eigenthümlichen Schwierigkeiten des polyphonen Satzes der genannten älteren Tondichter zeigte sich der Vereinschor nicht minder den bedeutenden Anforderungen moderner Componisten gewachsen und erzielte durch die vortreffliche Ausführung von Anton Bruckners \"Ave Maria\" einen schönen Erfolg. [... Schmidt=Alizar, Theodor Schmidt ...] Man kann dem nächsten internen Vortragsabend im Monate März mit lebhaftem Interesse entgegensehen.\" [keine Signatur] (*).\nDas Neue Wiener Tagblatt Nr. 21 kündigt auf S. 5 das morgige Konzert (mit 4. Symphonie und »Te deum«) an:\r\n   \" * Morgen Sonntag, Mittags halb 1 Uhr, findet im großen Musikvereinssaale die Aufführung von Bruckner's Es-dur=Symphonie und \"Te deum\" statt unter Leitung von Hans Richter und der Mitwirkung der Damen Rosa Papier und Forstner, der Herren Winkelmann und Schwegler. Die Aufführung hat vor Allem den Zweck, diese zu den hervorragendsten Schöpfungen gehörigen Werke Bruckner's einem größeren Hörerkreise leicht zugänglich zu machen, weshalb die Eintrittspreise ungewöhnlich niedrig gestellt sind, so daß das Unternehmen zu einer Art vornehmen Populärkonzertes wird.\" (**).\n\"Die Presse\" Nr. 21 bringt auf S. 12 nochmals einen kurzen Hinweis: \"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag, Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner, (Großer Saal) Abends 5 Uhr: Strauß=Concert (Großer Saal.)\" (***),\nähnlich die Neue Freie Presse Nr. 8407 auf S. 11: \"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. [...] Sonntag den 22., halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner. 5 Uhr Abends, im großen Saale: Strauß=Concert. [...]\", die zusätzlich auch noch ein Inserat \"Großes Bruckner-Concert\" bringt (°).\n(Öffentliches Konzert des Wiener Konservatoriums mit dem Zöglingsorchester unter Hellmesberger (°°)).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 13:42"}, {"ID": 188801224, "Datum": "vor dem 22.1.1888", "Haupttext": "Das schon 1887 gebildete Bruckner-Komitee unter Ecksteins Leitung organisiert das Konzert mit den Philharmonikern und Hans Richter (*).\r\nBei den Proben sind die Komitee-Mitglieder und Bruckner anwesend (**).", "Letzte Änderung": "15.02.2025 17:00"}, {"ID": 188801225, "Datum": "22.1.1888, Sonntag", "Haupttext": "Die Deutsche Zeitung Nr. 5769 bringt auf S. 12 eine Annonce zum heutigen Konzert:\r\n»Grosser Musikvereins-Saal.\r\nHeute Sonntag den 22. Januar, Mittags halb 1 Uhr:\r\nGrosses Bruckner-Concert\r\nunter Leitung [... Hans Richter ... Solisten ... Werke ...] Karten zu fl. 5, 3, 2 und 1 sind zu haben in den Musikalienhandlungen: Gutmann, Haslinger, Rättig, Spina und Wetzler und am Tage des Concertes an der Cassa.« (*a).\nEin Inserat erscheint auch in der Neuen Freien Presse Nr. 8408 auf S. 12:\nGROSSER MUSIKVEREINS-SAAL.\r\nHeute Sonntag den 22. Januar 1888, Mittags 1/2 1 Uhr:\nGroßes Bruckner-Concert\r\nunter Leitung des k. k. Vice=Hofcapellmeisters Hans Richter und gefälliger Mitwirkung der k. k. Hofopernsängerinnen Fräulein Ella Forster, Frau Rosa Papier-Paumgartner, des k. k. Hofopernsängers Herrn Hermann Winkelmann und Herrn Gustav Schwegler, sowie des Singvereins und des Wagner-Vereins-Chores.\nProgramm: Anton Bruckner, Symphonie IV (Es-dur), Te Deum.\r\nKarten zu fl. 5, 3, 2 und fl. 1 sind zu haben in den Musikalienhandlungen Gutmann, Haslinger, Rättig, Spina und Wetzler und am Tage des Concertes an der Kasse.\",\r\naußerdem ein zusätzlicher kurzer Hinweis:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. Sonntag den 22. Januar, halb 1 Uhr Mittags, im großen Saale: Concert Bruckner.\" (*b,\neine zweifache Ankündigung in der »Presse« Nr. 22 auf  S. 13 (\"Kalendarium\"):\r\n     \"Musikvereinssaal. Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner. (Grosser Saal.) Abends 5 Uhr: Strauss Concert. (Grosser Saal)\"\r\nund auf S. 16:\r\n\"Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen. Sonntag den 22. Jänner, Mittags halb 1 Uhr: Concert Bruckner, (Großer Saal) Abends 5 Uhr: Strauß=Concert (Großer Saal.)\" (*c).\nNochmalige Ankündigung im Illustrierten Wiener Extrablatt Nr. 22 auf S. 5:\r\n     » * Das heute Mittags im großen Musikvereins=Saale stattfindende Concert, in welchem Bruckner'sche Compositionen zur Aufführung gelangen, ist von Freunden und Gönnern des Componisten unter Führung des Directions=Mitgliedes der Gesellschaft der Musikfreunde, Herrn Ludwig Koch veranstaltet. Das Programm enthält die Es dur-Symphonie und das Tedeum, welche zu den hervorragendsten Werken des Wiener Tondichters gehören. An der Aufführung, welche von Hanns Richter geleitet wird, betheiligen sich die Damen Papier, Forster und die Herren Winkelmann und Schwegler.« (*d)\nkürzer in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2839 auf S: 11: \"Concert=Repertoire der Woche. Musikvereinssäle: Sonntag den 22. Januar: Concert Bruckner (großer Saal), Anfang halb 1 Uhr Mittags\" (*e)\nund ähnlich in der Wiener Zeitung Nr. 18 auf S. 5: \"(Gesellschaft der Musikfreunde.) Repertoire der Productionen in den Musikvereinssälen vom 22. bis inclusive 29. Jänner 1888: Sonntag, 22, Concert Bruckner im großen Saale um 12½ Uhr Mittags\" (*f).\nDie Wiener Philharmoniker unter Hans Richter führen in einem Konzert des Wagner-Vereins Bruckners 4. Symphonie (Uraufführung der Neufassung) und das »Te deum« auf (**a).\r\nEs wirken mit: Ella Forster, Rosa Paumgartner-Papier, Hermann Winkelmann, Gustav Schwegler, Rudolf Dittrich, der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde und Mitglieder des Wagner-Verein-Chors (**b).\r\nZu einer Visitenkarte Hans Richters siehe die Anmerkung (**c).\r\nIn den Orchesterstimmen sind Namen von Musikern notiert (***): Grohmann, Schwendl, Werner, Schwegler, Moser, Rehn [siehe die Anmerkung], Petr[?] und Kar[net? (°)].\r\nDen Programmtext hatte Josef Schalk verfaßt (°°); die Organisation des Konzerts war Eckstein und dem Bruckner-Komitee zu danken (°°°).\r\nIm Publikum sitzen u.a. Martin Dumler (#), Prinzessin Stephanie und Brahms (##), Helm (###), Paumgartner (a), Grande (b), [vermutlich] Theodor Hämmerle (c) [leider nicht Mayfelds, vielleicht aber Kapitulare aus St. Florian und Almeroth? (d)] und vermutlich auch Pius Richter, Hanslick, Ernestine Korda und Speidel (e) und ziemlich sicher Amalie Goltz-Greipel und Anna v. Thury (geb. Wickhoff) (e1).\r\nNach dem Konzert findet ein Bankett statt (f), bei dem Paumgartner, Helm, Schuster und Boller als Lobesredner auftreten (g).\nDer Jahresbericht des WAGV schreibt auf S. 7 zu diesem Konzert:\r\n      »Gehen wir nun an die Betrachtung unseres engeren Vereinslebens im Jahre 1888. Da hatten wir bereits im ersten Monate zwei hochbedeutsame künstlerische Ereignisse zu begrüssen. Die schon im Vorjahre von Freunden des Meisters geplante Aufführung zweier grosser Werke von Anton Bruckner wurde durch den Eifer der Betheiligten und das freundliche Entgegenkommen des Herrn Hof-Capellmeisters Hans Richter am 2. Jänner ermöglicht und brachte des Tondichters: „IV. (romantische) Symphonie, Es-Dur” und dessen „Te Deum für Soli, Chor, Orchester und Orgel”. Der künstlerische Erfolg war ein grosser, der finanzielle (bei mässigen Eintrittspreisen) ein überraschend guter. Nach der Aufführung fand ein gemeinsames Mittagmahl zu Ehren Meisters Bruckner statt, bei dem es an huldigenden und dankenden Ansprachen, sowie an sinnigen und frohen Trinksprüchen nicht mangelte. [... über das Wagner-Konzert am 29.1.1888 ... Um dessen] Zustandekommen, sowie um das der oben erwähnten Aufführung von Werken Anton Bruckner's hatte sich unser Ehrenmitglied Herr Ludwig Koch durch eifrige Mithilfe hervorragendes Verdienst erworben.« (h).\nInserate zur 7. Symphonie im Fränkischen Kurier und im »Korrespondent von und für Deutschland« (i).\nBrief von Johann Nepomuk Skraup an Bruckner (in sehr zittriger Altersschrift):\r\n     Er habe Bruckner in Prag als liebenswürdigen Menschen in Erinnerung [10. - 14.4.1884] und richte eine Bitte an ihn. Er sei nach 42 Jahren als Domkapellmeister in Prag nun im Ruhestand und in finanziellen Schwierigkeiten. Ein Gesuch sei wegen mangelhafter Signatur (= Anschrift?) zurückgekommen. Ob Bruckner sich für ihn verwenden könne. (j)", "Letzte Änderung": "10.06.2026 16:00"}, {"ID": 188801226, "Datum": "nach dem 22.1.1888 [?]", "Haupttext": "Nach dem Konzert stattet Bruckner Rosa Papier einen Dankesbesuch ab.", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:26"}, {"ID": 188801227, "Datum": "frühestens nach dem 22.1.1888", "Haupttext": "Brahms besucht Jakob Stolz in Graz. Dieser versucht, eine versöhnliche Verbindung zwischen Brahms und Bruckner zu finden und verweist auf die Beziehung beider zu Schubert. Brahms soll erwidert haben: »Natürlich, auch Krähen und Konditoren haben eine gemeinsame Basis: das Getreide. Doch während der Konditor lauer Herrlichkeitem aus den Körnern zaubert, was macht die Krähe daraus? Vogelmist.« - Brahms soll daraufhin die Anfangspassage der 4. Symphonie gespielt haben, die Bruckner »bis hierher im Schlaf« schrieb und »dabei von Schubert geträumt« hat. »Und es ist ja wirklich nicht schlecht geworden. Aber dann ist er viel zu früh aufgewacht ...« Das Folgende spielte Brahms mit unverhohlenem Abscheu. »Da ist ihm leider eingefallen, daß er eigentlich Wagnerianer ist, und dann ist der Rest der Symphonie eben ein grausiges Durcheinander geworden.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801235, "Datum": "23.1.1888, Montag", "Haupttext": "Besprechungen des gestrigen Konzerts (mit 4. Symphonie und »Te deum«) erscheinen in mehreren Zeitungen:\nin der Montags-Revue, XIX. Jg., S. 6 (*),\nim Neuen Wiener Tagblatt Nr. 23 auf S. 4, signiert \"W. Fr.\" [Wilhelm Frey]:\r\n    \"War das gestern in unserem Musikhause in der Lothringerstraße ein Konzert, eine Musikaufführung, wie das Programm sagte, eine Matinée oder eine Akademie? Es war etwas von allen vier Kategorien, aber damit ist der Charakter dieses Mittages nicht erschöpft, denn jenes Konzert war eigentlich ein - Meeting. Hans Richter, das Orchester unserer Hofoper, der Chor des Wagner=Vereines hatten sich zusammengethan, um dem Wiener Komponisten Anton Bruckner durch eine würdige Aufführung zweier seiner Hauptwerke eine Satisfaktion zu ertheilen und darum konnte man auch das große Konzert, von dem wir hier sprechen, eine Satisfaktionsmatinée nennen. Man brachte Bruckner's vierte Symphonie und dessen Tedeum und der Beifall, der diesen Werken, durch die bei allen formalen Mängeln ein genialer Zug geht, gezollt wurde, war kein gewöhnlicher und nahm einen ausgesprochen demonstrativen Charakter an. Diese Musikaufführung gemahnte lebhaft an die Konzerte, die Berlioz in seiner Sturm= und Drangperiode mit seinen eigenen Kompositionen veranstaltete, und gemahnte an jene, in denen vor einigen Jahrzehnten Richard Wagner von seinen Anhängern bejubelt und von seinen Gegnern verhöhnt wurde. Anton Bruckner mag sich von den gestrigen Manifestationen gehoben fühlen und diese Manifestationen hätten einen noch reelleren Werth gehabt wenn sich nicht einige der Konzertbesucher darin gefallen hätten, den Enthusiasmus bis zur Karikatur zu treiben.     W. Fr.\" (**),\nim Sonn- und Feiertags-Courier Nr. 4 auf S. 3, Kurzkritik, signiert »H-e.«\r\n       \"Aus dem Concertsaale.\n    H-e. Eine volle halbe Stunde über  die festgesetzte Anfangszeit wurde Samstag Abends mit dem Beginne des Conservatoriums=Concertes gewartet. [ ... das Konzert wurde von Kronprinzessin Stefanie besucht ...] \r\n    Das gestrige Bruckner=Concert brachte dem greisen Musiker die schmeichelhaftesten Ovationen. Nach jedem Satze der \"Romantischen Symphonie\", deren Charakter ein Schalk auf dem Programme in Worte zu fassen versucht hat, gab es tobende Beifallsstürme und zahllose Hervorrufe. Wer könnte so grausam sein und dem alten Herrn die Freude verderben wollen!\" (***),\nin der Wiener Sonn- und Montags-Zeitung Nr. 4 auf S. 4, signiert »Florestan« [= Woerz]:\r\n     \"Bruckner=Concert. Zwei große Werke Anton Bruckner's, welche wir schon aus früheren Jahren kennen, wurden gestern in einem eigenen, von Hans Richter dirigirten Concerte neuerdings zur Aufführung gebracht: die Symphonie in Es, welche wir vor sieben Jahren sympathisch begrüßten, ohne sie für ein vollkommen gelungenes Werk mit richtiger Vertheilung von Maß und Farbe halten zu können, - und das Te Deum, das wir vor zwei Jahren nicht ein religiöses, sondern ein bizarres Tonwerk nannten, ohne die einzelnen Schönheiten zu übersehen, denen leider das Band künstlerischer Einheit fehlt. Aus Interesse für den Componisten und aus dem höheren Interesse, durch wiederholtes Anhören mehr Klarheit der Auffassung zu gewinnen und die Grundlagen unserer Beurtheilung zu consolidiren, konnten wir eine neuerliche Aufführung nur erwünscht finden, zumal Bruckner die Symphonie einer Umarbeitung unterzogen haben soll. Den [sic] Eindruck, den die beiden Werke gestern auf uns machten, unterschied sich im Wesentlichen nicht von dem ersten, und wir können hier natürlich nur vom Totaleindrucke sprechen. Im Te Deum beklagten wir aufrichtig, so viele Kostbarkeiten unter Trümmern begraben zu sehen. In der Symphonie geben wir auch jetzt noch dem 1. und 3. Satze den Vorzug vor dem 2. und 4. Satze, obgleich eine dem Concertprogramme beigedruckte Kritik das Finale als den Höhenpunkt [sic] des Ganzen bezeichnet. Es dürften eben die Anschauungen verschieden sein. Uebrigens war es bisher in Wien nicht Sitte, dem Publicum eine gedruckte Kritik des zu Hörenden in's Concert mitzugeben, und wir meinen, daß sich eine solche Sitte bei uns auch nicht einbürgern sollte. Bruckner's Erfolg war glorios, und dem Genie Bruckner's sei derselbe ebenso vergönnt wie seiner Bescheidenheit.\r\n                    Florestan.\" (°)\nund im Wiener Tagblatt Nr. 23 auf S. 5, wo auch über das Bankett berichtet wird:\r\n       \"Die Bruckner=Feier.\r\n    \"In außerordentlicher Weise wurde gestern unser großer, vaterländischer Tondichter Anton Bruckner geehrt. [... über das Komité, Bruckners Benachteiligung, den guten Besuch des Konzerts ...] Die herrliche Symphonie hat man bei uns seit ihrer ersten Aufführung im Jahre 1881 nicht wieder im Konzertsaale gehört; ihre Wirkung erwies sich gestern noch stärker und der Erfolg äußerte sich noch entschiedener, als nach  dem erstmaligen Anhören. [... Beifall nach jedem Satz ...] und nach dem Finale, dessen Schlußperiode in erhabene Regionen reicht, wurde der Enthusiasmus stürmisch. Bruckner versuchte es, in die ihm bereitete Ovation das philharmonische Orchester und dessen Dirigenten einzubeziehen; allein dies lehnte Richter, auf den Komponisten weisend, unter lebhaftem Beifall ab. [... gewaltiger Eindruck des \"Te deum\", Lob für Solisten und Chöre ...] Bruckner mußte sich fast ein dutzendmal zeigen. Kronprinzessin Stefanie wohnte dem Konzerte von Anfang bis zum Schlusse bei. Die Loge der Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde war dicht besetzt; in derselben war auch Brahms anwesend und bekundete hiedurch mehr Takt, als gewisse übereifrige Freunde, vor denen er, nach dem bekannten Sprichworte, sich eher zu schützen brauchte, als vor gar manchem vermeinten Gegner.     Bn. [Berggruen?]\r\n   *   *   *\r\n      Nach dem Konzerte fanden sich die Freunde des genialen Tondichters zu einem Banket im \"Spatenbräu\" zusammen, welches einen sehr animirten und geistig regen Verlauf nahm. Ein überaus gemüthvoller Ton, welcher die ganze, etwa fünfzig Personen zählende Versammlung beherrschte, sprach aus den von warmer Begeisterung getragenen Tischreden und den später nachfolgenden ungezählten \"wilden\" Toasten auf Bruckner, die deutsche Kunst, die an dem Konzerte Mitwirkenden, den die Aufführung Bruckner'scher Werke mächtig fördernden Wiener akademischen Wagnerverein, die fortschrittliche Presse etc. Außer Bruckner selbst, welcher in gewohnter bescheidner Art allen Freunden den wärmsten, und wie man ihm ansah, tiefgefühlten Dank ausdrückte, sprachen Dr. Hans Paumgartner, ein schlagfertiger und zündender Redner, Dr. Helm, Dr. Schuster, der Obmann des Wagnervereins Dr. Boller und Andere. Das Banket fand erst in den späteren Abendstunden in gehobenster Stimmung seinen Abschluß.\" [keine Signatur] (°°).\nAufführung der 7. Symphonie unter W. Bayerlein in einem Konzert des Nürnberger Privatmusikvereins (°°°).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:26"}, {"ID": 188801245, "Datum": "24.1.1888, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung der Nürnberger Aufführung der 7. Symphonie [23.1.1888] im »Korrespondent von und für Deutschland« Nr. 44, Abendblatt, S. 1f (*).\nKritik (signiert »h-m« [Theodor Helm]) zum Wiener Konzert mit 4. Symphonie und »Te deum« [22.1.1888] in der Deutschen Zeitung Nr. 5771 auf S. 6:\r\n      »(Bruckner=Concert.) Das gestern Mittags im großen Musikvereinssaale veranstaltete Bruckner=Concert war sehr stark besucht und hatte den denkbar glänzendsten Erfolg. Die beiden vorgeführten Werke: die große vierte, sogenannte \"Romantische\" Symphonie (seit 1881 in Wien nicht mehr gehört) und das gewaltige Tedeum entfesselten einen wahren Sturm des Enthusiasmus; [... brausender Jubel, Hervorrufe, Blumenspenden ...] Mit der gespanntesten Aufmerksamkeit folgte Kronprinzessin Stefanie der Aufführung bis zum Schlusse des Concertes, nach den einzelnen Sätzen der Symphonie sowohl, als nach dem Tedeum ihren lebhaftesten Beifall kundgebend. Die kunstsinnige hohe Frau schien sichtlich überrascht, die Phantasie und das Können eines ihr noch völlig unbekannten Meisters so ganz anders zu finden, als sie sich beides nach den Schilderungen der gewissen Bruckner feindlichen Clique vorgestellt haben mochte. - Was die Aufführung anbelangt, so war sie bezüglich des Tedeum eine würdige, bezüglich der Symphonie eine fast unübertreffliche. Hanns Richter zeigte sich einmal wieder als der Meisterdirigent, der er immer ist, wenn er es nur sein will, und es ist sein edler Eifer um die große Sache um so höher anzuschlagen, als er Tags zuvor die Riesenaufgabe einer künstlerischen Leitung von \"Tristan und Isolde\" in der Oper mit allen Ehren durchgeführt hatte. Im Tedeum glänzte besonders das Soloquartett, vertreten durch die Damen Forster und Paumgartner=Papier, die Herrn Winkelmann und Schwegler.\nh-m.« (**).", "Letzte Änderung": "19.11.2025 13:16"}, {"ID": 188801255, "Datum": "25.1.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Besprechungen der 7. Symphonie [am 23.1.1888]\n \nim Nürnberger Anzeiger Nr. 25, S. 2 (*)\nund [vermutlich durch Ferdinand Jäger] im Fränkischen Kurier (**).\n»Die Presse« Nr. 25 bringt auf S. 11 eine Kritik zum Konzert am 22.1.1888 (4. Symphonie und »Te deum«): \"(Bruckner=Concert.) Der letzte Sonntag war ein Fest= und Ehrentag für einen ausgezeichneten Wiener Compositeur, für einen viele Jahre hindurch in den Hintergrund gedrängten Künstler. Der Wiener Symphoniker Bruckner, dessen mächtige Schöpfungen bisher nie recht nach Gebühr gewürdigt wurden, kam zu Ehren, und der tosende, demonstrative Beifall, der Sonntag Mittags die Aufführung mehrerer Bruckner'scher Compositionen im großen Musikvereinssaale begleitete, schien gleichsam eine bewußte Abbitte des Publicums zu enthalten für die Kränkungen, welche die Kunst des Meisters jahrelang von Neid und Mißgunst zu erleiden gehabt hatte. Das Programm des Concerts, das sich in seiner Gesammtheit als eine große Ovation für den schwer geprüften Componisten darstellte, umfaßte die seit acht Jahren in Wien nicht mehr gehörte sogenannte \"romantische\" Symphonie (Nr. 4) und ein Tedeum. Hofcapellmeister Hans Richter leitete die Aufführung dieser Werke mit dem diesem Dirigenten eigenthümlichen feurigen Schwung. Nach jedem Satz der Symphonie wurde der Compositeur vom Auditorium aus dem Künstlerzimmer auf die Estrade gejubelt und es fehlte auch nicht an duftigen Blumenspenden und Lorbeerkränzen, die dem Meister dargereicht wurden. Das Solo=Quartett im Tedeum war mit den Damen Forster, Papier=Paumgartner und den Herren Winkelmann und Schwegler auf das Trefflichste besetzt. - Frau Kronprinzessin Stephanie beehrte das Concert mit ihrer Gegenwart.\" [keine Signatur] (***).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:28"}, {"ID": 188801265, "Datum": "26.1.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung der 4. Symphonie und des »Te deum« [am 22.1.1888] durch Theodor Helm im Pester Lloyd Nr. 26\r\n      »Wiener Musikbrief.\r\n    Heute haben wir über drei hochinteressante Konzerte zu berichten, welche sämmtlich im großen Musikvereinssaale stattfanden. [... Paradies und die Peri ...], genau eine Woche später gab es ebendaselbst gelegentlich eines von dem akademischen Wagner=Verein veranstalteten Bruckner=Konzerts großartige Ovationen für den greisen Komponisten seitens seiner zahlreichen Freunde und Verehrer, [... Sophie Menter ... über \"Peri\" ...].\r\n    Das Bruckner=Konzert vom 22. d. wurde von gegnerischer Seite als ein reines Partei=Meeting hingestellt, dem das eigentliche Publikum fern geblieben wäre. Das ist nun einerseits nicht wahr, denn wir haben mehrere erklärte Widersacher Anton Bruckner's in dem Konzert gesehen, unter denen Einer sogar - stürmisch applaudirte. [... die Bruckner-Gemeinde konnte den großen Saal füllen ...] Eine künstlerische Partei, die aber dies vermag, hat hiemit ihre Existenzberechtigung zur Genüge bewiesen und darf ebenso wenig ignorirt werden, als der durch sie auf den Schild erhobene schaffende Künstler selbst. [... hochkarätige Besetzung ... Richter (gestern \"Tristan\") leistete Übermenschliches ... Tedeum schon vor 2 Jahren besprochen ...] ein Werk, das sogar pronocirt konservativen Federn (z. B. jener Ludwig Speidel's) die wärmsten Lobsprüche abgewann.\r\n    Ueber die \"romantische Symphonie\" dürften die Ansichten viel mehr auseinandergehen, obgleich dieselbe (in Wien zuletzt 1881 aufgeführt) sich von der großen \"Siebenten\", auch in Budapest bekannten, bedeutsam unterscheidet. [... dort Verbindung zu Wagner, hier zu Schubert ... Anmerkungen zum Scherzo, zum Andante (zu lang geraten, \"labyrinthisch\"), zum 1. Satz (\"am überzeugendsten\") und zum Finale (wie eine orchestrierte Orgelimprovisation, ohne logischen Faden, unvermittelt die prächtige Coda ...].\r\n    Uebrigens wurde Bruckner neulich nach sämmtlichen Sätzen der Symphonie (am stürmischsten nach dem 1. und 3.) wiederholt gerufen und der brausende Jubel am Schlusse des Tedeums verpflanzte sich buchstäblich ins Auditorium. Zu den am stärksten Applaudirenden gehörte unsere kunstsinnige Kronprinzessin Stefanie, welche den phantasievollen Schöpfungen eines ihr bisher gänzlich unbekannten Musikers mit der gespanntesten Aufmerksamkeit folgte und am Schlusse des Konzertes Bruckner durch den Vorstand des Singvereins, Herrn Ludwig Koch, ausdrücklich zu seinem Erfolge gratuliren ließ.\r\n    Beiweitem weniger enthusiastisch, als in diesem Bruckner=Konzert ging es Tags darauf in dem Konzert der Frau Sophie Menter zu. [...].« (*).\nÜber dasselbe Konzert berichten außerdem die Linzer Zeitung (Bruckner wurde nach jedem Satz bejubelt):\r\n»Linz 25. Jänner. [...] \r\n   » * (Bruckner=Concert.) Die \"Presse\" meldet: Der letzte Sonntag war ein Fest= und Ehrentag für einen ausgezeichneten Wiener Compositeur, für einen viele Jahre hindurch in den Hintergrund gedrängten Künstler. Der Wiener Symphoniker Bruckner, dessen mächtige Schöpfungen bisher nie recht nach Gebür [sic] gewürdigt wurden, kam zu Ehren, und der tosende, demonstrative Beifall, der Sonntag mittags die Aufführung mehrerer Bruckner'scher Compositionen im großen Musikvereinssaale begleitete, schien gleichsam eine unbewußte Abbitte des Publicums zu enthalten für die Kränkungen, welche die Kunst des Meisters jahrelang von Neid und Mißgunst zu erleiden gehabt hatte. Das Programm des Concerts, das sich in seiner Gesammtheit als eine große Ovation für den schwer geprüften Componisten darstellte, umfaßte die seit acht Jahren in Wien nicht mehr gehörte sogenannte \"romantische\" Symphonie (Nr. 4) und ein Tedeum. Hofkapellmeister Hans Richter leitete die Aufführung dieser Werke mit dem diesen Dirigenten eigenthümlichen feurigen Schwung. Nach jedem Satz der Symphonie wurde der Compositeur vom Auditorium aus dem Künstlerzimmer auf die Estrade gejubelt und es fehlte auch nicht an duftigen Blumenspenden und Lorbeerkränzen, die dem Meister dargereicht wurden. Das Soloquartett im Tedum war mit den Damen Forster, Papier=Paumgartner und den Herren Winkelmann und Schwegler auf das trefflichste besetzt. - Die Durchlauchtigste Frau Kronprinzessin Stephannie geruhte das Concert mit ihrer Anwesenheit zu beehren.« (**),\ndie Linzer Tages-Post Nr. 21 bringt auf S. 3 die Rezension der Deutschen Zeitung [24.1.1888?] (Kronprinzessin Stephanie war anwesend, niemand sei, im Gegensatz zum 21.3.1886, vor Konzertschluss gegangen): \" - Ueber das in Wien am 23. d. [sic], mittags, im großen Musikvereins=Sale [sic] stattgehabte Brucknerconcert äußert sich die \"Deutsche Zeitung\" folgendermaßen: \"Die beiden vorgeführten Werke: die große vierte, sogenannte \"Romantische\" Symphonie (seit 1881 in Wien nicht mehr gehört) und das gewaltige Tedeum entfesselten einen wahren Sturm des Enthusiasmus; [... brausender Jubel, Hervorrufe, Blumenspenden ...] Mit der gespanntesten Aufmerksamkeit folgte Kronprinzessin Stephanie der Aufführung bis zum Schlusse des Concertes, nach den einzelnen Sätzen der Symphonie sowohl, als nach dem Tedeum ihren lebhaftesten Beifall kundgebend. Die kunstsinnige hohe Frau schien sichtlich überrascht, die Phantasie und das Können eines ihr noch völlig unbekannten Meisters so ganz anders zu finden, als sie sich beides nach den Schilderungen der gewissen Bruckner feindlichen Clique vorgestellt haben mochte.\" (***)\nund die Gemeindezeitung Nr. 21 auf S. 6:\r\n»Der letzte Sonntag war ein Fest und Ehrentag für einen ausgezeichneten Wiener Compositeur, für einen viele Jahre hindurch in den Hintergrund gedrängten Künstler. Der Wiener Symphoniker Bruckner, dessen mächtige Schöpfungen bisher nie recht nach Gebühr gewürdigt wurden, kam zu Ehren, und der tosende, demonstrative Beifall, der Sonntag Mittags die Aufführung mehrerer Bruckner'scher Compositionen im großen Musikvereinssaale begleitete, schien gleichsam eine unbewußte Abbitte des Publicums zu enthalten für die Kränkungen, welche die Kunst des Meisters jahrelang von Neid und Mißgunst zu erleiden gehabt hatte. Das Programm des Concerts, das sich in seiner Gesammtheit als eine große Ovation für den schwer geprüften Componisten darstellte, umfaßte die seit acht Jahren in Wien nicht mehr gehörte sogenannte \"romantische\" Symphonie (Nr. 4) und ein Tedeum.« (°).\nDie Steyrer Zeitung Nr. 8 bringt auf S. 4 eine kurze Notiz:\r\n                  \"Correspondenz der Redaction.\r\n     [...] N. N.: Das große Bruckner=Concert am Sonntag in Wien verlief glänzend. Bericht im nächsten Blatt.\" (°°).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 08:37"}, {"ID": 188801275, "Datum": "27.1.1888, Freitag", "Haupttext": "Ausführlicher Artikel Theodor Helms über die 4. Symphonie und das »Te deum« [am 22.1.1888] in der Deutschen Zeitung Nr. 5774 auf S. 1 - 2. [?] Darin wird auch die Nürnberger Aufführung der 7. Symphonie [23.1.1888] erwähnt: »Concerte.\n(Bruckner's Es-dur-Symphonie. - Sophie Menter. - Schumann's „Das Paradies und die Peri”.)\n   Eine musikalisch bedeutungsvolle Woche. Eingeleitet durch den gewichtigsten Vorabend [... Tristan ... »Manfred«-Aufführung wurde bereits besprochen ...] Dagegen erwarten die Leser von uns gewiß einen ausgiebigen Nachtrag zu den knappen Berichten über die beiden großen Concerte der letzten Tage und wir kommen hiermit ihrem Wunsche nach.\n   Die Bruckner=Feier - wie man das glorreiche Concert vom 22. d. wohl nennen kann - begann bekanntlich mit der vierten Symphonie des Meisters und schloß mit seinem Tedeum. [... zum Tedeum lese man den Artikel vom 13.1.1886 ...] Bruckner's Es-dur-Symphonie möchten wir dagegen nachstehend etwas näher beleuchten, da das Werk seit 1881 in Wien nicht mehr öffentlich gehört wurde, wir damals noch nicht in der Lage waren, uns über dasselbe auszusprechen, und es überhaupt am letzten Sonntag völlig wie eine Neuheit wirkte. [... über die 4. Symphonie ... Lob vor allem für den ersten Satz ...] Ueber das Finale der Symphonie werden die Meinungen am meisten auseinandergehen; es ist ohne Zweifel der phantasievollste Satz, ein kleines Drama für sich, in welchem die Instrumente förmlich mit einander sprechen, aber in logischer und architektonischer Beziehung wohl Alles eher, als eine durchgeführte thematische Arbeit, vielleicht am besten als geniale Improvisation auf dem Orchester zu bezeichnen. [... Coda gehört zu den erhabensten Eingebungen des Meisters ... diese geheimnisvolle Musik paßt nicht zum »Modepublicum« ...] der ernste, tiefsinnige Bruckner aber verbleibe seinen Freunden und Verehrern, sowie allen Denjenigen, welche sich sonst noch aufrichtig für seine Sache interessiren. Wie der Besuch des letzten Concertes bewies, zusammen immerhin eine recht stattliche Gemeinde, völlig ausreichend, um den Wiener großen Musikvereinssaal in allen seinen Räumen zu füllen. [... über das Konzert Sophie Menters ... über Schumanns »Peri« und »Manfred« ...] Diese zwei berühmten Tonschöpfungen innerhalb eines Zeitraumes von acht Tagen zu hören, konnte dem Kritiker nur willkommen sein.\nTheodor Helm.« (*). \nBrief von Betty von Mayfeld an Bruckner (in Schwanenstadt geschrieben): \n   Leider habe sie seinem Triumph nicht miterleben können. Endlich finde Bruckners Genie, das sie schon immer erkannt habe (worauf sie stolz sei), bei seinen Landsleuten und den Kritikern Anerkennung. Der Beethoven der Neuzeit möge noch lange komponieren (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801285, "Datum": "28.1.1888, Samstag", "Haupttext": "Die Allgemeine Kunst-Chronik 12 bringt in Heft Nr. 4 auf S. 89 - 92 einen Feuilletonartikel von R. v. Perger »Bruckner«, in welchem die 4. Symphonie und das »Te deum« [Kritik zum 22.1.1888] und bereits die 9. Symphonie erwähnt werden. Wagners Einfluß wird diskutiert. \n               \n»Bruckner.\n\nKritische Tage!\n     \nRudolf Falb's Theorien finden allüberall neue Bestätigung; von unzähligen Orten treffen Nachrichten ein, welche Vorkommnisse melden, die mit den Vorhersagungen, den Hypothesen jenes Gelehrten im Einklang stehen. Mit Staunen bemerken wir, dass die geheimnissvollen Kräfte unserer Nachbargestirne ihre Wirkung sogar auf die Welt der Töne ausüben. Bekanntlich befinden wir uns gegenwärtig wieder in einer jener »kritischen Zeiten«, wo Sonne und Mond mit ihren magnetischen Gewalten unseren Erdball in drohende Erregung zu bringen suchen; am nächsten Sonntag tritt eine totale Verfinsterung des Mondes ein - das Alarmsignal der Falb'schen Theorie. Und richtig! die Hochflut in unseren Concertsälen droht zur Ueberschwemmung zu werden, am 19. d. M. [recte: 22.1.1888] haben wir die schlagenden Wetter eines Bruckner-Concertes donnern gehört, und am 28. wird die vom Wagner-Verein angekündigte Production die Erde erbeben machen. [... vortreffliche Aufführung ... Wagners Stil werde auf das lyrische Gebiet der Symphonie übertragen ... über Wagner-Reminiszenzen in den Symphonien ... an Bruckners Musik seien kaum positive Eigenschaften zu erkennen ... über Beethovens Größe, der ertaubt einen jauchzenden Jubelchor schrieb ...] Wenn Anton Bruckner seine neunte Symphonie geschrieben haben wird, was wir dem rüstigen, eifrigen Tonsetzer herzlich wünschen, dann wird nach Aufführung derselben der umgekehrte Fall stattfinden; der Autor selbst wird seine Freude haben, und die Zuhörer (nämlich die, welche sonst wirklich hören) werden taub geworden sein.\n               \nRichard v. Perger.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188801295, "Datum": "29.1.1888, Sonntag", "Haupttext": "Über das Konzert am 22.1.1888 (mit 4. Symphonie und »Te deum«) informieren auch der Alpen-Bote Nr. 9 auf S. 3:\r\n      »(Bruckner=Concert in Wien.) Am 23. d. [recte: 22.1.1888] veranstalteten Freunde und Verehrer unseres berühmten Landsmannes Anton Bruckner ein Brucknerconcert, das einen außerordentlichen Erfolg hatte. Die Deutsche Zeitung [vgl. 24.1.1888] schreibt darüber: \"Die beiden vorgeführten Werke: die große vierte, sogenannte 'Romantische' Symphonie (seit 1881 in Wien nicht mehr gehört) und das gewaltige Tedeum entfesselten einen wahren Sturm des Enthusiasmus; [... brausender Jubel, Hervorrufe, Blumenspenden ...] Mit der gespanntesten Aufmerksamkeit folgte Kronprinzessin Stephanie der Aufführung bis zum Schlusse des Concertes, nach den einzelnen Sätzen der Symphonie sowol, als nach dem Tedeum ihren lebhaftesten Beifall kundgebend. Die kunstsinnige hohe Frau schien sichtlich überrascht, die Phantasie und das Können eines ihr noch völlig unbekannten Meisters so ganz anders zu finden, als sie sich beides nach den Schilderungen der gewissen Bruckner feindlichen Clique vorgestellt haben mochte.« (*)\nund die Steyrer Zeitung Nr. 9 auf S. 4 [auf den Text der \"Presse\" vom 25.1.1888 und den der Deutschen Zeitung vom 24.1.1888 zurückgreifend]:\r\n\"Bruckner=Concert in Wien. Ueber das von unserem berühmten oberösterreichischen Landsmann dem k. k. Hoforganisten Bruckner am verflossenen Sonntag den 22. d. M. Mittags im Musikvereinssaale zu Wien veranstaltete Concert entnehmen wir Wiener Blättern folgenden Bericht: Es war dieser Sonntag ein Fest und Ehrentag für einen ausgezeichneten Wiener Compositeur, für einen viele Jahre hindurch in den Hintergrund gedrängten Tonkünstler Wiens. Symphoniker Bruckner, dessen mächtige Schöpfungen bisher in Wien nie recht nach Gebühr gewürdigt wurden, kam zu vollen Ehren und der tosende demonstrative Beifall schien gleichsam eine unbewußte Abbitte des Publikums zu enthalten für die Kränkungen, welche die Gunst [sic, recte Kunst] des Meisters jahrelang von Neid und Mißgunst zu erleiden gehabt hatte. Das Programm des Concerts, das sich in seiner Gesammtheit als eine große Ovation für den Componisten darstellte, umfaßte die seit 8 Jahren in Wien nicht mehr gehörte sogenannte \"romantische\" Symphonie (Nr. 4) und sein gewaltiges Tedeum. Hofkapellmeister Hans Richter leitete die Aufführung dieser Werke. Nach jedem Satz der Symphonie wurde der Compositeur vom Auditorium aus dem Künstlerzimmer auf die Estrade gejubelt und es fehlte auch nicht an duftigen Blumenspenden und Lorbeerkränzen, die dem Meister dargereicht wurden. - Die Durchlauchtigste Frau Kronprinzessin Stephanie geruhte das Concert mit ihrer Gegenwart zu beehren und folgte mit der gespanntesten Aufmerksamkeit demselben  vom Anfange bis zum Schlusse, nach den einzelnen Sätzen der Symphonie sowohl als nach dem Tedeum ihren lebhaftesten Beifall kundgebend.\" (**).\n(Konzert des Wagner-Vereins. Die Philharmoniker spielen unter Hans Richter Werke Wagners (Symphonie C-Dur, »Tannhäuser«-Vorspiel, Anfangsszenen der »Götterdämmerung«) (***)).", "Letzte Änderung": "03.01.2026 14:07"}, {"ID": 188801305, "Datum": "30.1.1888, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an die Wiener Philharmoniker:\r\n     Dankt dem Orchester und Hans Richter für die Leistungen am 22.1. (*).\nBrief Bruckners an Betty von Mayfeld:\r\n     Dankt [für den Brief vom 27.1.1888]. Die 8. Symphonie sei wegen der Änderungen und aus Zeitmangel noch lange nicht fertig. Am 22.1. habe Prinzessin Stephanie ihm gratulieren lassen. Die 4. Symphonie werde im März für München geplant. Erfolge der 7. Symphonie in London, Boston und Prag (**).\n[Kurzbericht in der »Presse« über das Konzert vom 22.1.1888 siehe 25.1.1888!] (***).\nIn den Gebetsaufzeichnungen ist das Datum »30.« unterstrichen [Funktion unklar] (°).", "Letzte Änderung": "03.05.2024 09:15"}, {"ID": 188802005, "Datum": "Februar 1888", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Löwelstraße 8 3. Stiege 3. Stock Frl Pohneriles.« [fremde Hand:] »Pohoryles.« (*).\nNotiz Bruckners in der Stichvorlage der 4. Symphonie nach Takt 356 des 1. Satzes: »fertig z. 3 Male. Feb. 88« (**).\n[recte Januar 1888 oder sogar Oktober 1888?] Kalendernotizen Bruckners zur Korrektur der Stichvorlage der 4. Symphonie (***).\n[nach dem 8.2.1888]\r\nDie Signale für die Musikalische Welt Nr. 13 erwähnen auf S. 198 das Konzert vom 22.1.1888 [4. Symphonie und \"Te deum\"]: \" * Wien, 31. Jan. [... Gesellschaftskonzert, Liederabend Nikita ...] Anton Bruckner's Concert am 22. Jan. brachte des Componisten siebente [sic] Symphonie und das \"Te Deum\". An der Aufführung, die Hofcapellmeister Richter leitete, waren außer dem Hoforchester und dem Singverein die Damen Rosa Papier, Forster, die Herren Winkelmann und Schwegler als Solisten betheiligt. [... Sophie Menters und andere Konzerte ...]\" [keine Signatur] (°).\nIn Heft Nr. 14 [nach dem 9.2.1888] wird auf S. 210 der Erstdruck von \"Tota pulchra es\" und \"Ave Maria\" [WAB 6] erwähnt:\r\n     \"Rückblick auf das Musikjahr 1887.\r\n                 7.\r\nMusikalienverlag [... Gesangswerke ...] \"Antiphon\" und \"Ave Maria\", zwei Kirchenchöre von Anton Bruckner (Wien, Wetzler)\" (°°).\nIn Heft Nr. 16 auf S. 249 ist die Aufführung der 7. Symphonie am 20.10.1887 verzeichnet:\r\n     \" * In Mannheim wurden in den unter der Leitung des ersten Hofcapellmeisters Herrn Emil Paur vom October vor. J. bis Februar d. J. stattgehabten fünf Akademieconcerten des Hoftheaterorchesters folgende Werke zur Aufführung gebracht. Zum ersten Male: [... d'Albert, Bach/Esser ...] Bruckner, Symphonie No. 7 Edur; Grieg, Suite \"Aus Holberg's Zeit\", [...]\" (°°°).", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:29"}, {"ID": 188802015, "Datum": "1.2.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners [bei Oktober 1887]:\r\n   »1. Febr 888. Fr Kathi für Febr 7 fl.« (*).\nGratulations-Schreiben der Kapitulare von St. Florian [zum Konzert am 22.1.1888] (**), unterzeichnet von Anton Lindpointner (1815 - 1891, Kustos und Hofmeister), Franz Worell (1849 - 1929, Pfarrprovisor in Herzogshof), Johann Ackerl (1851 - 1923, Theologieprofessor), Josef Moisl, Peter Leberbauer (1858 - 1921, Kooperator an der Stiftspfarre), Philipp Mayr (1879 - 1903 Dechant in Enns), Albin Czerny (1821 - 1900, Historiker, Stiftsbibliothekar), Johann Baptist Breselmayr (1834 - 1902, Theologieprofessor), Franz Kranawitter (1835 - 1897, Rentmeister), Josef Weiß (1846 - 1899, Theologieprofessor), Bernhard Deubler, Franz Althuber, Franz Resch (1846 - 1923, Pfarrprovisor in Mauthausen), Johann Faigl (1835 - 1899, Stiftsarchivar) [siehe die Anmerkung] und [durch eine Schweifklammer als »Cleriker des Stiftes St. Florian« zusammengefasst:] Benno Brunbauer (1866 - 1914), Joseph Ackerl (1863 - 1917), Anton Riedl (1865 - 1938), Joseph Reisinger (1865 - 1948), Rudolf Berner (1867 - 1913), Karl Leicht, Franz Baier (1866 - 1932) und Karl Karr (1866 - 1932) [siehe die Anmerkung] (***).]\nDie »Lyra« XI, Nr. 9 (310) berichtet auf S. 87 [= 3] von der Aufführung der 4. Symphonie [22.1.1888] und vom Erscheinen der Partiturausgabe bei Gutmann:\r\n   \"Anton Bruckner's vierte Symphonie, („romantische”), welche am 22. Jänner durch das Hofopernorchester unter Hans Richters Leitung zur Aufführung gelangte, erscheint in gestochener Partitur, Auflagestimmen und vierhändigem Clavierauszug im Verlage der Hofmusikalienhandlung Gutmann. Obersthofmeister Prinz Hohenlohe=Schillingsfürst hat die Widmung des Werkes entgegengenommen.\" (°).\nDie Musikalische Rundschau Nr. 13 bringt mehrere Bruckner-Meldungen:\r\nüber das Konzert am 15.1.1888 in Linz auf S. 141:\r\n    \" - Aus Linz schreibt man uns: \"Am 15. Jänner fand der erste interne Vortragsabend des hier jüngst in's Leben getretenen und heute schon eine ansehnlich Zahl von Mitgliedern umfassenden Richard Wagner-Zweigvereines mit schönem Erfolge statt. [... Lob für den Chor, der] ferner Bruckner's \"Ave Maria\" [vermutlich WAB 6] und Liszt's \"Die heilige Cäcilie\" mit prächtigstem Gelingen zum Vortrage brachte. [...] Nach diesem schönen Gelingen des ersten Abends kann man dem nächsten internen Vortragsabend im Monate März mit lebhaftem Interesse entgegensehen.\" [keine Signatur] (°°) \r\nund über die 4. Symphonie und das »Te deum« am 22.1.1888 auf S. 137:\r\n    \"[...] Ein gleichfalls sozusagen unter der Aegide des Wiener Wagner-Vereines oder wenigstens von demselben nahestehenden Kreisen veranstaltetes Concert brachte zu Ehren Anton Bruckner's, des mit Unrecht so vernachlässigten vaterländischen Tondichters, zwei hochbedeutende Werke desselben zu vorzüglicher Aufführung. [... großer Erfolg beider Werke ...] Die Symphonie gewann sich sichtlich zahlreiche neue Freunde aus allen musikalischen Parteien, ja selbst aus der Bruckner sozusagen diametral gegenüberstehenden. Wer könnte, wollte er sich noch den Besitzer gesunder Ohren nennen, Eindrücken widerstehen, wie sie so grossartig durch den imposant feierlichen ersten Satz, das tief empfundene elegische Andante und das kecke Jagdscherzo in uns wachgerufen werden, wer die hohe Bedeutung einer so eminent kirchlichen und von religiöser Poesie tieferfüllten Tondichtung, wie wir sie im Te Deum bewundern, leugnen! [... Lob für die Mitwirkenden ... sie gaben] unseren in dieser Beziehung ziemlich indolenten musikalischen Kreisen ein schönes beherzigenswerthes Beispiel, wie man es eigentlich mit der Ehrung grosser, zumal einheimischer Künstler zu halten hat. [... über weitere Konzerte ...] E. v. Hartmann.\" (°°°).", "Letzte Änderung": "17.04.2026 12:22"}, {"ID": 188802025, "Datum": "(2.2.1888, Donnerstag)", "Haupttext": "Zweites, wenig erfolgreiches Nicolai-Konzert [unter Hans Richter?] mit Werken von Onslow, Svendsen und Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "25.11.2024 22:57"}, {"ID": 188802045, "Datum": "4.2.1888, Samstag", "Haupttext": "Artikel in der Deutschen Kunst- und Musikzeitung Nr. 5, S. 34, signiert »v. D.«, über Bruckner und die Scheu der Philharmoniker, seine Werke zu spielen. Kritik zum Konzert vom 22.1.1888 (mit 4. Symphonie und »Te deum«):\r\n»Concerte.\r\n[Bruckner=Concert] Es ist in Wien ein öffentliches Geheimniß, daß sich die Philharmoniker vor einem Jemand scheuten, Bruckner's Compositionen in eigener Regie zu pflegen. Die Gründe sind Niemand einleuchtend. [... erfolgreiches Konzert, riesiger Beifall, Kronprinzessin Stefanie, über die einzelnen Sätze ...] Der vierte Satz ist der schwerverständlichste, hier ist mehr der denkende Componist als der sinnende und fühlende Mensch in den Vordergrund getreten. Der Gesammteindruck, den uns die Symphonie gemacht hat, ist der Uebergang aus dem Geistesleben des Jünglings in das Geistesleben des Mannes, nicht unbeeinflußt von der kindlichen Naivität des Autors. [... Lob für die Mitwirkenden ...] Die Ausführung der Symphonie war ganz anständig. Was das Tedeum anlangt, hätten wir beim Chore mehr Exactheit gewünscht. In den Soli glänzten Frl. Forster und Hr. Winkelmann, während Fr. Papier und Hr. Schwegler nur durch karg bemessene Solopartien in den Vordergrund treten konnten. Die ganze Besetzung des Tedeums scheint uns zu massenhaft gewesen, es drängte sich uns die Ansicht auf, daß die einfache Kirchenbesetzung besser gewesen wäre. - Bruckner können wir zu seinem auch in Wien durchschlagenden Erfolg gratuliren.\nv. D.«.", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:30"}, {"ID": 188802065, "Datum": "6.2.1888, Montag", "Haupttext": "Kritik (signiert »dr. h. p.«) [Paumgartner] über die 4. Symphonie und das »Te deum« in der Wiener Zeitung Nr. 29, (= Wiener Abendpost), auf S. 5f: \n\n               \"Concerte.\n                       II. \n\n     Ein Ereigniß von allererster künstlerischer Bedeutung war das im großen Musikvereinssaale veranstaltete Concert, in welchem ausschließlich Anton Bruckner mit zweien seiner größten Werke zur Aufführung gelangte, nämlich mit der fünften [sic] (Es-dur-) Symphonie und dem \"Te=Deum\". \n\n     Die fünfte Bruckner'sche Symphonie hörten wir bereits im Jahre 1881 in einem von den Philharmonikern veranstalteten außerordentlichen Concerte, das \"Te=Deum\" vor zwei Jahren in einem Gesellschaftsconcerte. [... diesmal gesteigerter Eindruck, Wärme der Tonsprache, Klangzauber, mit Schubert verwandt, wirkliche Natur, echte Romantik ... über die einzelnen Sätze ... Finale fessellos in der Form, \"eine freie orchestrale Phantasie über den schönsten tondichterischen Inhalt\" ...] Die Symphonie, von Herrn Hans Richter in bewunderungswürdigster Art studirt und geleitet und vom Hofopern=Orchester vorzüglich gespielt, wurde mit stürmischer und wachsender Begeisterung vom Publicum aufgenommen, welches nicht müde wurde, mit seinem Beifalle den Tondichter immer wieder auf das Podium herauszujubeln. \n\n     Durfte Bruckners Phantasie sich bei seiner Es-dur-Symphonie im Zauberwalde der Romantik frei und fessellos ergehen, so führt uns der Tondichter in seinem \"Te=Deum\" an der Hand der gewaltigen Kirchendichtung in den hohen christkatholischen Dom. Es ist erstaunlich, welche Glaubensmacht dieses große Werk durchringt. Der Tondichter glaubt fest und mit unerschütterlicher Freudigkeit an seinen persönlichen Gott - das sagt uns jede Verszeile seines \"Te=Deum\". Gleich an die Spitze ist das gewaltige Motiv gestellt, auf welches der Chor die Eingangsworte singt: \"Te Deum laudamus! Te Dominum confitemur\". Dieses Motiv ist durchgängig festgehalten, und immer wiederkehrend bildet es das gleichsam stählerne Gerüste des Ganzen, welches in seiner Gesammtheit und in seinen einzelnen Theilen so vollendet, so einheitlich und doch wechselvoll vor uns steht, daß der Versuch einer Besprechung zur eingehenden Analyse des Werkes anwachsen müßte. Wir wollen hier nur hervorheben den reizvollen Eintritt das Soloquartettes \"Tibi omnes Angeli\", die großartige, von dem \"G\" der Soprane nach abwärts schreitende Chorstelle \"Tu ad liberandum suscepturus hominem\", das schmerzlich ergreifende Tenorsolo \"Te ergo quaesumus\", bei den Worten \"quos pretioso sanguine\" vom Geigensolo sphärisch in verklärte Höhen getragen, vor Allem aber die unerhörte großartige Chorstelle \"Aeterna fac cum Sanctis tuis\", eine der großartigsten Emanationen der kirchlichen Musik aller Zeiten. Nach dem lieblichen Soloquartett \"In te, Domine, speravi\", welches der volle Chor in der schönen H-dur-Stelle \"non confundar in aeternum\" fortsetzt, stürmt der Tonsatz in einer mächtigen Doppelfuge dem glanzvollen, in jubelndem C-dur ausklingenden Schlusse zu. Die Aufführung des \"Te=Deum\" war ganz ausgezeichnet. Das Soloquartett (die Damen Forster und Papier, die Herren Winkelmann und Schwegler) hob sich sehr wirkungsvoll ab von den großen Massen des Chores, der unübertrefflich war in aller Stärke und in jeder Zartheit. Wie ein Heerführer in den Kreuzzügen stand die Hühnengestalt [sic] Richters am Dirigentenpulte und führte seine Schaaren zu Sieg und Ruhm. Es war aber auch ein herrlicher Erfolg, den Bruckner feiern durfte. Der nicht endenwollende Beifallsjubel war Aller Dank für die beiden herrlichen Werke, welche die Phantasie und die Kunst des Schöpfers uns geschenkt hat. \n\n     [... über Sophie Menter, Hellmesberger mit Brahms' C-Dur-Klaviertrio, bei Quartetten spielte der Senior die Bratsche ...] Es ist ein unverkürzter Genuß geblieben, das Hellmesberger'sche Quartett anzuhören.\n                     dr. h. p.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802085, "Datum": "8.2.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Eintragung Bruckners in der Stichvorlage der 4. Symphonie am Ende des 1. Satzes: »ganz fertig 8. Feb.«.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802095, "Datum": "9.2.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 7 bringt auf S. 79 einen Wiener Musikbrief, in dem Josef Schalks Aufsatz in den Bayreuther Blättern 1884 [Oktober 1884] und auch die Plakatierung zum Konzert vom 22.1.1888 (mit 4. Symphonie und »Te deum«) durch den Wagner-Verein erwähnt wird.\r\n\"Das erste Gesellschaftsconcert der Saison (20. Nov.) brachte Mendelssohn's \"Paulus\" [...] Der Abend [Interner Abend des Wiener akademischen Wagner-Vereins mit dem Sänger Plank] wurde noch dadurch interessant, dass an demselben statt des von Wien übersiedelten bisherigen verdienten Chordirigenten Hrn. Eduard Schütt zum ersten Mal Hr. Josef Schalk den Taktstock führte. Hr. Schalk, dessen Name den Lesern vielleicht durch seinen Aufsatz über Anton Bruckner 1884 in den \"Bayreuther Blättern\" erschienen) bekannt sein dürfte, in Wien bisher hauptsächlich als einer der geistreichsten Pianisten geschätzt, fand sich überrascheend schnell auch in seine neue Würde an der Spitze des Wagner-Vereinschores. [... Der Wagner-Verein] lebt aber trotzdem rüstig fort, wie jeder jetzt zufällig in Wien weilende Fremde den grossen, überall an den Strassenecken prangenden Placaten entnehmen könnte, welche zwei vom Wagner-Verein veranstaltete, noch im Monat Januar stattfindende grossartige Musikaufführungen ankündigen: ein Bruckner-Concert (mit der 4. Symphonie und dem \"Te Deum\") und ein Wagner-Concert [... über die Bedeutung des Vereins ... Dömpke wurde von der Redaktion der Wiener Allgemeinen Zeitung in schnöder Weise \"gegangen\"...] Es war hier kein Geheimniss, dass Hr. Dömpke eine reine Creatur des Kritikers der \"Neuen fr. Presse\" und von diesem nur deshalb nach Wien gebracht worden war, damit er über Wagner, Liszt, Bruckner, überhaupt über die gesammte neudeutsche Richtung Das schreibe, was selbst zu Papier zu bringen, sich doch der Hofrath und Universitätsprofessor Hanslick schämte. Bekanntlich stammt von Hrn. Dömpke das schöne Wort: Bruckner componirt wie ein - Betrunkener! [... über weitere Konzerte ... über Sarasates Virtuosenspielereien], wie dergleichen vielleicht vor 50 Jahren Mode war, heute aber beinahe als eine Beleidigung des Publicums erscheint.\n     (Schluss folgt.)\n[Signatur beim letzten Teil des Musikbriefes am 1.3.1888:] Dr. Theodor Helm.\" (*).\n \nDas Prager Tagblatt Nr. 40 schreibt auf S. 6 über den am 28.1.1888 erschienenen Bruckner-Aufsatz:\n     \" - Dr. Lauser's Allgemeine Kunstchronik in Wien bespricht in ihrer letzten, reich ausgestatteten Nummer die Werke des Tonsetzers Bruckner in einer den Prager Musikfreunden mehr zusagenden Weise, als jene Blätter, die den seltsamen Componisten in die Wolken erheben. Der nüchterne und gerechte Beurtheiler ist Richard v Perger.\" (**).", "Letzte Änderung": "30.11.2024 09:08"}, {"ID": 188802105, "Datum": "10.2.1888, Freitag", "Haupttext": "Die Musikalische Rundschau Nr. 14 zitiert auf S. 153 aus einem Leserbrief:\r\n»H. M. in T. Was Bruckner auf dem Gebiete der Symphonie bedeutet, wird wahrscheinlich erst eine spätere Zeit vollkommen begreifen, wie das ja immer so der Fall zu sein pflegt.« (*).\nBesprechung des Konzerts vom 22.1.1888 (mit 4. Symphonie und »Te deum«) durch Robert Hirschfeld in der Wiener Allgemeinen Zeitung Nr. 2858 auf S. 1:\r\n          \"Concerte.\r\n     \"Aber den größten Defect díeser Music verursachet die Opera\" ... Diese gelegentlichen Klageworte Johann Sebastian Bach's drängt uns die Aufführung einer Symphonie von Bruckner jedesmal auf die Lippen. Auch Bruckner's vierte Symphonie (Es -dur) leidet durch die \"Opera\"; sie steht völlig auf dem Boden des dramatischen Styls, auf einem Fundament, das durch ein unheimliches inneres Feuer stetig in Bebung und Unruhe erhalten wird, durch Rückungen und Risse zu Spalten und zum Bersten gelangt. Das Hasten und Stocken, der erregte Puls der dramatischen Schreibweise, jene eigenthümliche Beweglichkeit, die immer des Wechsels und der Veränderung gewärtig scheint, will dem symphonischen Styl nicht frommen. Die Bruckner'schen Symphonien, so weit wir sie kennen, haben ihren Styl und somit gewissermaßen ihren Beruf verfehlt. Anders als mit dieser Erkenntniß können wir den großartigen, in vielen Theilen überwältigend schönen Tonschöpfungen Bruckner's nicht näher treten. Es ist eine Musik, welche fast durchwegs von scenischen Wandelvorstellungen losgelöst oder zu solchen hinzuleiten scheint, also Dramenmusik, welche aus Musikdramen ihre Stärke holt. Nur Musik solcher Art kann mit einem Schein von Recht von solchen \"Programmen\" behelligt werden, wie Joseph Schalk, dessen Dirigenten=Tugenden wir weit mehr schätzen als seine programmatischen Visionen, sie zu verfassen liebt. [... Zitate aus Schalks Text und Kommentar dazu ...] so wird es völlig klar, daß die Symphonie erst ohne dieses Programm wirklich ernst zu nehmen sei ... An schöpferischer Kraft, welche sich in der Erfindung bedeutender und beseelter Themen offenbart, übertrifft Bruckner alle lebenden Symphoniker. [... Themen ungekünstelt, von Naturkraft getrieben ... schlagfeste Motive im Geiste Beethovens ...an Schubert gemahnende Melodien ...] Wenn Bruckner nur den Strom seiner Erfindung auch zu lenken und in das Bett zwingender Formen zu leiten wüßte! [... das Scherzo gehöre zu dem Besten in der symphonischen Literatur ... unvermitteltes Aufeinanderprallen von Gegensätzen ... der dramatisch bewegte Zug des modernen Lebens findet sich in der Symphonie wieder ... Bruckners Werke sind so ein getreues Spiegelbild ihrer Zeit ... kurz über das \"Te deum\" ... typisch für die beklagenswerten Kunstzustände sei es, daß ein Konzert, in welchem sich so viele] zu einer glänzenden Kunstthat sich verbinden, von einem Theile unserer Kritik einfach todtgeschwiegen wird, als handle es sich um sie pianistische Missethat eines Clavierunholdes.\r\n     [... es folgt die Besprechung eines Wagner-Konzertes mit der Jugend-Symphonie in C-Dur, nochmal mit Bemerkungen zu Bruckner: ... \"Dort die weit ausgreifende Symphonie eines greisen Mannes, dessen Künstlergeist aber noch in Gährung begrifffen scheint; hier ...\" ... \"Beim alten Bruckner ein Ueberschäumen der Phantasie, beim jungen Wagner ein ängstliches Haushalten mit Ideen\" ... kurz über weitere Konzerte ... Signatur auf S. 3:]\r\n                Dr. Robert Hirschfeld.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802115, "Datum": "11.2.1888, Samstag", "Haupttext": "Brief Ecksteins an Marie Lang: \n   Für morgen müsse er ihr absagen, da er mit Bruckner eine Schlittenpartie nach Klosterneuburg vereinbart habe. Er hoffe, daß es genügend Schnee gebe und sie nicht wie letztes Mal kentern.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802125, "Datum": "12.2.1888, Faschingssonntag", "Haupttext": "Eckstein und Bruckner haben eine Schlittenpartie nach Klosterneuburg geplant (*).\nDas Linzer Volksblatt Nr. 35 berichtet auf S. 2 in einer lobenden Kritik von der Wiener Aufführung der 4. Symphonie [am 22.1.1888]:\r\n   » - Bruckner's Es-dur-Symphonie. Ueber die vor kurzem in Wien aufgeführte Es-dur-Symphonie (\"romantische\") A. Bruckner's schreibt ein angesehener Kritiker folgendes: \"Es herrscht in diesem Werke Bruckner's eine Wärme der Tonsprache und eine Naivetät des Ausdruckes, ein Klangzauber des Orchesters und eine Macht symphonischer Wirkung, die diese durchaus originale künstlerische Persönlichkeit zu den Ersten und Auserwählten erhebt. Bei Bruckner blüht und grünt Alles, eine herzinnige, in ihrem Ausdrucke Schubert verwandte melodische Erfindung und ein überraschender Reichthum neuer schöner, harmonischer Folgen drücken seinen symphonischen Werken den Stempel echter Größe auf. Jede Partiturzeile ist ein Beweis dafür, dass ein wahrhaft bedeutender Tondichter zu uns spricht. Dabei herrscht eine bewunderungswürdige Freiheit im Bruckner'schen Tonbaue, der nicht als ängstliche Fessel den Gedanken=Inhalt hemmt, sondern im freiwallenden Gewande denselben zur schönsten Enfaltung [sic!] gelangen lässt. Die grünende Flur der Bruckner'schen Symphonie ist wirkliche Natur, kein botanischer Garten mit den wissenschaftlichen Bezeichnungen. Ein Geist echter Romantik durchweht insbesondere die oben erwähnte Es-dur-Symphonie.\"« (**).", "Letzte Änderung": "25.07.2024 12:09"}, {"ID": 188802144, "Datum": "vor dem 14.2.1888", "Haupttext": "Brief Almeroths an Levi: \n   [Vermutlich über das Konzert vom 22.1.1888 mit der 4. Symphonie. Übersendet Kritiken dazu.]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802145, "Datum": "14.2.1888, Faschingsdienstag", "Haupttext": "Brief Levis an Bruckner: \n   Die 4. Symphonie sei für den 14.3.1888 geplant. Bruckner soll in München bei ihm wohnen. Das Aufführungsmaterial werde bis Ende des Monats gebraucht. Schon vor einem Jahr habe Gutmann 1000 Mark für den Drucker erhalten. Bruckner möge Levis Dank an Almeroth (für den Brief und die Kritiken [zum 22.1.1888?] ausrichten. Grüße von Fiedlers, bei denen »die jungen Damen aus Wahnfried« [Eva Wagner, Isolde Wagner?] zu Besuch seien.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802175, "Datum": "17.2.1888, Freitag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt gibt bekannt, daß das morgige Konzert des Wagner-Vereins auch das Kyrie der f-Moll-Messe enthalten wird:\r\n    » - Der Wiener akademische Wagner=Verein [... über die Mitwirkenden und die Programmfolge ...] Anton Bruckner: Kyrie aus der F-moll=Messe; [... Zutritt haben] ferner in beschränkter Zahl Gäste, für welche nach vorausgegangener Vormerkung die Karten in den Musikalienhandlungen Gutmann, Haslinger, Rättig und Wetzler am Aufführungstage gegen Erlag eines Beitrages von 2 fl. zu den Kosten des Abends zur Ausgabe gelangen.« (*).\nEine ähnliche Mitteilung bringen auch die Wiener Allgemeine Zeitung Nr. 2865 auf S. 7:\r\n     \" - Der Wiener akademische Wagner=Verein [...] veranstaltet am Samstag den 18. d. M., Abends halb 8 Uhr, im kleinen Musikvereinssaale seinen (ersten) dritten internen Musik=Abend. [... über die Mitwirkenden und die Programmfolge ...] Anton Bruckner: Kyrie aus der F-moll-Messe; [... Zutritt haben] ferner in beschränkter Zahl Gäste, für welche nach vorausgegangener Vormerkung die Karten in den Musikalienhandlungen Gutmann, Haslinger, Rättig und Wetzler am Aufführungstage gegen Erlag eines Beitrages von 2 fl. zu den Kosten des Abends zur Ausgabe gelangen.\" (**)\nund die Wiener Zeitung Nr. 39 auf S. 3f:\r\n     \"(Wagner=Verein.) Der Wiener akademische Wagner=Verein [...] veranstaltet am Samstag, den 18. d. M., Abends 7½ Uhr im kleinen Musikvereinssaale seinen (ersten) dritten internen Musikabend. [... über die Mitwirkenden und die Programmfolge ...] e. Anton Bruckner: Kyrie aus der F-moll-Messe; [...]\" (***).", "Letzte Änderung": "17.04.2026 12:27"}, {"ID": 188802184, "Datum": "(?) vor dem 18.2.1888 (?)", "Haupttext": "Bei einer Probe des Wagner-Vereins im Kleinen Musikvereinssaal wird Bruckner von Franz Antoine skizziert.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802185, "Datum": "18.2.1888, Samstag", "Haupttext": "Letzte Datierung Bruckners »Alles fertig 18 Fb 1888« am Ende des 2. Satzes [*a] in der von Löwe geschriebenen umgearbeiteten Partitur der 4. Symphonie (*).\nIII. Interner Abend des Wiener akademischen Wagner-Vereins um halb 8 Uhr im kleinen Musikvereinssaal mit Werken von Liszt (»Chor der Schnitter« aus »Der entfesselte Prometheus«, Lieder, Mephisto-Walzer), Wagner (Lieder »Der Engel« und »Wiegenlied«), Beethoven (»Adelaide« und Chorphantasie op. 80), Schumann (»Die Lotosblume«), R. Franz (»Genesung«), Berlioz (Terzett aus »Beatrice und Benedict«) und Bruckner (Kyrie der f-Moll-Messe) (**).\r\n    Unter den Mitwirkenden sind Ellen Forster, Ferdinand Löwe, Ferdinand Jäger und [als Dirigent] Josef Schalk (**), außerdem Gassner, Tlusti, Erxleben, Robert Erben und die Damen Ullrich-Linde und Alexandrine Parger (#).\nDas Wiener Tagblatt Nr. 49 berichtet auf S. 8 von dem Bruckner-Portrait Ferry Bératons:\r\n    \" * Maler Ferry Bératon, welcher für die Jubiläums=Ausstellung mehrere Bildnisse, darunter die anmuthige Ballerine an unser Oper, Frl. Minna Rathner in \"Wiener Walzer\", das Porträt der Komponisten Adalbert v. Goldschmidt und Professor Bruckner vorbereitet hatte, wurde durch eine langandauernde Krankheit an der rechtzeitigen Vollendung dieser Bilder verhindert. Maler Bératon hat sein Atelier von der Veitgasse in die Ebendorferstraße Nr. 7 verlegt und eröffnet dortselbst einen Malkurs für Damen und Herren.\" (##).", "Letzte Änderung": "08.10.2024 20:09"}, {"ID": 188802195, "Datum": "19.2.1888, Sonntag", "Haupttext": "Die Neue Freie Presse Nr. 8436 teilt auf S. 6 mit, daß Ferry Bératon ein Portrait Bruckners vorbereite:\n   \" - Maler Ferry Bératon, welcher für die Jubiläums=Ausstellung mehrere Bildnisse, darunter die anmuthige Ballerine an unserer Oper, Fräulein Minna Rathner in „Wiener Walzer”, das Porträt der Componisten Adalbert v. Goldschmidt und Professor Bruckner vorbereitet hatte, wurde durch eine langandauernde Krankheit an der rechtzeitigen Vollendung dieser Bilder verhindert. Maler Bératon hat sein Atelier von der Veitgasse in die Ebendorferstraße Nr. 7 verlegt und eröffnet dortselbst einen Malcurs für Damen und Herren.\" (*)\n \nÄhnlich auch die Meldung im Neuen Wiener Tagblatt Nr. 50 auf S. 8:\r\n     \" * Maler Franz Bératon, welcher der Internationalen Jubiläumsausstellung die Porträts von Fräulein Rathner, Herrn v. Goldschmidt und Prof. Bruckner zugedacht hatte, ist an der Ausführung derselben durch Krankheit verhindert worden. Herr Bératon hat in seinem Atelier, Ebendorferstraße 7, eine Malschule für Herren und Damen errichtet.\" (**).\n\r\n(4. Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Schubert und Dvorak (Stabat mater) (***)).", "Letzte Änderung": "12.02.2023 23:40"}, {"ID": 188802205, "Datum": "20.2.1888, Montag", "Haupttext": "Bernhard Deubler beendet die Abschrift der Partitur des Requiems (WAB 39).", "Letzte Änderung": "13.05.2025 10:00"}, {"ID": 188802215, "Datum": "21.2.1888, Dienstag", "Haupttext": "Besprechung des Konzerts vom 18.2.1888 (mit dem Kyrie der f-Moll-Messe), signiert »Bn.« [Berggruen?], im Wiener Tagblatt Nr. 52 auf S. 8:\n    \"(Musikabend des Wagner=Vereins.) Der letzte Musikabend des akademischen Wagner=Vereins zeichnete sich durch ein anziehend gestaltetes Programm aus, dem eine vorzügliche Ausführung zu Theil wurde. [... Beethovens Chorphantasie ...] Als zweite Hauptnummer war das \"Kyrie\" aus Bruckner's schöner Messe in F-moll anzusehen, das der Vereinschor, dann Fräulein Forster und Herr Gaßner mit Schwung und glänzender Wirkung zu Gehör brachten. Auf stürmisches Verlangen mußte der anwesende Komponist sich zeigen und der ihm zugedachten Ovation sich unterziehen. [... über die anderen Programmnummern ... sie] vervollständigten die Reihe erlesener Tonwerke, welche der Verein seinen äußerst zahlreich versammelten Anhängern bot.          Bn.\" (*). (Vortragsübung am Wiener Konservatorium (**)).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802235, "Datum": "23.2.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Franz Schalk: \n   Schalk möge Löwe sagen, daß Bruckner bald das Finale [vermutlich: der 4. Symphonie] mit dem Zettel erwarte.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802245, "Datum": "24.2.1888, Freitag", "Haupttext": "Bernhard Deubler listet in der am 20.2.1888 beendeten Partiturabschrift des Requiems [WAB 39] auf S. 100 seine Änderungen auf: Das Hostias und das Benedictur ergänzt [oder ersetzt?] durch einen Choral mit Orgel. Nach dem Benedictus folgt die Motette O bone Jesu von Palestrina (S. 81f).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802265, "Datum": "26.2.1888, Sonntag", "Haupttext": "Das Linzer Volkblatt Nr. 47 zitiert auf S. 2 aus einer Kritik zur f-Moll-Messe [Aufführung am 18.2.1888]:\n    \" - A. Bruckner's F-moll-Messe. Ueber Bruckner's große F-moll-Messe, deren Kyrie jüngst in einem Concerte in Wien aufgeführt wurde, enthält eine Kritik unter anderem folgendes: \"Diese Messe Bruckner's ist eine Composition, die von der Erfindungskraft und dem ungewöhnlichen Können des Componisten das rühmlichste Zeugnis ablegt. Mit poetischem Verständnis hat er sich in die vom hl. Messtexte geschaffenen Situationen vertieft und seine enorme contrapunktische Kunst macht es ihm leicht, die schwierigsten Probleme spielend zu lösen. Bruckner's Messe ist ein Werk, das für das Wissen und Können des Componisten großen Respect einflößt.\" [keine Signatur]\" (*).\n \n(6. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Volkmanns 3. Serenade und Werken von Beethoven (Coriolan), Goldmark und Haydn (**)).", "Letzte Änderung": "10.08.2025 08:39"}, {"ID": 188802275, "Datum": "27.2.1888, Montag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi: \n   Übersendet die Partitur der neu instrumentierten und gekürzten 4. Symphonie. Es sei seine einzige Partitur (*). Gutmann schicke die Stimmen. Nach der erfolgreichen Aufführung in Wien [22.1.1888] habe er noch geändert (nur in der Partitur). Levi möge in München die Stimmen korrigieren lassen. Wann die Proben sein werden? Er fahre am 10. oder 11.3.1888 ab, komme aber nicht allein und danke daher für die Einladung. Grüße an Fiedlers. Die 8. Symphonie sehe jetzt schon anders aus.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802285, "Datum": "28.2.1888, Dienstag", "Haupttext": "Kritik zum Konzert vom 18.2.1888 (mit dem Kyrie der f-Moll-Messe) im Fremdenblatt Nr. 59 auf S. 12: \n»    – Ein kürzlich veranstalteter interner Abend des akademischen Wagner=Vereines bereitete den zahlreichen Mitgliedern dieses Vereines, welche den kleinen Musikvereinssaal bis auf den letzten Platz füllten, vielfachen Genuß. [...] Den Schuß der ersten Abtheilung bildete das Kyrie aus Bruckner's \"F-moll-Messe\", in welchem Frl. Forster und Herr Gaßner die Soli in sehr wirkungsvoller Weise sangen und der Vereinschor unter der Leitung des Professors Schalk sich ebenfalls der Interpretation des interessanten Werkes vollkommen gewachsen zeigte. [...]«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802295, "Datum": "29.2.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Der Welser Anzeiger meldet, daß Göllerich in Rußland zahlreiche Konzerte gegeben habe, bei denen auch das Adagio des Quintetts erklungen sei:\n    \"Von unserem Landsmanne Herrn August Göllerich lesen wir in einem Wiener Blatte folgende Notiz:\n     Herr August Göllerich aus Wels, der rühmlichst bekannte Liszt=Schüler, welcher voriges Jahr in Wien im Verein mit Herrn August Stradal sämmtliche symphonische Dichtungen Liszt's auf zwei Klavieren vorführte, weilt gegenwärtig in Moskau. Daselbst und auf einer Kunstreise, die er weit nach Osten, selbst bis nach Asien ausdehnte, gab er, dem Beispiele seines Meisters Liszt folgend, zahlreiche Gratis=Konzerte. Seinen größten Erfolg errang er in Wladikawkas, der Kosakenhauptstadt des Kaukasus, und zwar mit folgendem Programm, das helles Entzücken wachrief: [... Bach/Liszt, Beethoven, Schumann, Wagner/Liszt, Liszt ...] Die üblichen Daraufgaben bestanden in Berlioz' Liebesszene aus \"Romeo und Julie\" und Bruckner's Adagio aus dem Quintett. Es gehört wohl eben so viel Muth als künstlerische Kraft dazu, ein solches Riesenprogramm vor einer gänzlich fremden, asiatisch angehauchten Hörerschaft mit allen Ehren durchzuführen.\"", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188802305, "Datum": "vielleicht Ende Februar 1888", "Haupttext": "Notizzettel Bruckners mit Angaben zum Tempo des Quintett-Scherzos und zur neuen Partitur der 4. Symphonie in München: \n»Quintett.\nScherzo Buchstrabe C\n\"etwas langsamer\"\n(Anfang der 2. Abtheilung.)\nBrucknermp.« und \n»München. Die alten abgeschriebenen Stimmen passen nicht zur neuen Partitur der 4. Sinf; weil ich noch nach der letzten Aufführung das Werk sehr stark verbessert habe.\nBr.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803005, "Datum": "März 1888", "Haupttext": "Brahms erzählt von einem Bankett mit Bülow, Grädener und Billroth, in dessen Verlauf das Gespräch auch auf Bruckner kam. Grädener wollte Bruckner gegen Bülows boshafte Witze verteidigen.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803015, "Datum": "1.3.1888, Donnerstag", "Haupttext": "Besprechung des Wagner-Verein-Konzerts mit dem Kyrie der f-moll-Messe [am 18.2.1888] in der Wiener Zeitung Nr. 50, Wiener Abendpost S. 1f, signiert \"dr. h. p.\" [Hans Paumgartner]:\r\n\"             Concerte.\r\n                      II.\r\n     Herr Gustav Walter veranstaltete einen zweiten Liederabend [...].     Im dritten internen Musikabende des Wiener akademischen Wagner=Vereines war des Interessanten und Bedeutenden genug. [... die Damen Frl. Forster, Ullrich-Linde und Parger, Ferdinand Jäger, Ferdinand Löwe ...]. Der chorische Theil des Programmes brachte das herrliche Kyrie aus Bruckners F-moll-Messe, den Liszt'schen Schnitterchor [... Beethoven ...]. Sämmtliche Chornummern wurden ausgezeichnet vom Vereinschore unter der vorzüglichen Leitung des Dirigenten Herrn Joseph Schalk gesungen.\r\n     [... weitere Konzerte ...].     dr. h. p.\" (*).\nVom selben Konzert berichtet auch die Musikalische Rundschau Nr. 16 auf S. 165:\r\n     \"Von Wien (Erster interner Musikabend des Wiener akademischen Wagner-Vereines)\r\n     [...] Herr Prof. Josef Schalk [...] that sich rühmlich hervor in Anton Bruckner's weihevollem Kyrie aus der f-moll-Messe, [...]\" (**).\r\nNotiz über die Aufführung der 7. Symphonie in Mannheim [20.10.1887] auf S. 168:\r\n    \"Kleine Mittheilungen und Berichte\r\n    (Mannheim) In den in Mannheim unter der Leitung des I. Hof-Capellmeisters Emil Paur von October bis Februar stattgehabten fünf Akademieconcerten des Hoftheaterorchesters wurden folgende Werke zur erstmaligen Aufführung gebracht: [...] Bruckner, Symphonie Nr. 7 [...]\" (***),\r\nund auf S. 172 weist ein Inserat auf die bei Wetzler erschienenen Kirchenchöre »Antiphon« [»Tota pulchra es«] und »Ave Maria« [WAB 6] hin:\r\n\"Verlag von\nEm. Wetzler (Jul. Engelmann) in Wien.\r\nAnt. Bruckner,\r\nZwei Kirchenchöre.\r\nNr. 1. \"Antiphon\" f. gemischt. Chor u. Orgel. Part. u Stimmen Mk. 1.25.\r\n   „  2. \"Ave Maria\" für Sopran, Alt I/II, Tenor I/II und Bass I/II. Part. und Stimmen Mk. 1.-.\" (°).\nIm Musikalischen Wochenblatt Nr. 10 erscheint auf S. 116f ein Artikel Theodor Helms »Musikbrief Wien« über das Konzert vom 22.1.1888 (mit 4. Symphonie und »Te deum«):\r\n                          \"Wien.\n               (Schluss.)\r\n     Unter den Gesangsvirtuosinnen [... über Lieder- und Klavierabende, das großartige Wagner-Konzert des Wagner-Vereins ...] Das Wagner-Concert am 29. Januar war mit Rücksicht auf die ungünstige Faschingszeit ganz gut besucht, geradezu überfüllt das eine Woche zuvor veranstaltete Bruckner-Concert. Eigentlich eine Feier des Triumphes für den greisen Tondichter, welcher von einer gehässigen Clique in Wien nach wie vor als nicht existirend betrachtet wird: in der \"Neuen freien Presse\" z. B. stand kein Sterbenswörtchen über das Bruckner-Concert, obgleich dasselbe einen geradezu sensationellen Erfolg hatte und zu den am stärksten Applaudirenden unsere kunstsinnige Kronprinzessin Stephanie gehörte, die dem ihr bisher gänzlich unbekannten Componisten ausdrücklich zu seinem Triumphe gratuliren liess.\r\n     Das Programm des Bruckner-Concertes bot, wie schon erwähnt, nur zwei Werke des Tondichters, aber zu den interessantesten und bedeutendsten gehörige: [... über die Symphonie ... es ist hinzuzufügen], dass die zweite Aufführung der Symphonie auf uns weit packender und zum Theil auch überzeugender wirkte. [...] Wie schon im Jahre 1881, erschien uns auch diesmal die Coda, der letzte Anhang des Finales, als die Krone der ganzen Symphonie; nicht recht aus dem Vorangegangenen motivirt, gehört dieser Schluss an und für sich zu dem Erhabensten der modernen Musik.\r\n     Nur ist diese Erhabenheit viel weniger eine symphonistische, als eine dramatische, wieder drängt sich uns die bereits vor sieben Jahren geschilderte Vorstellung auf: dass bei dem letzten Takt der Bruckner'schen Esdur-Symphonie der Vorhang über eine der grossartigsten Tragödien niedergehen könnte, ein Eindruck, welchen Viele auch vom Adagio der siebenten, der E dur-Symphonie des Componisten, empfangen zu haben behaupteten.\r\n    Bruckner's \"Te Deum\" hat schon bei der ersten Aufführung in einem Gesellschaftconcerte des Jahres 1886 aus manchem das Schaffen des Künstlers bisher heftig anfeindenden Saulus einen begeisterten Paulus gemacht. Professor Anton Door sprach damals das geflügelte Wort: \"Das ist der deutsche Berlioz, nur dass ihm auch musikalisch immer Etwas einfällt.\" [... das Te Deum sei fester, weniger schweifend als die Symphonien ... schwungvolle Schlußfuge ... glückliche formelle Gestaltung ... unverständlich sei Riemanns Bemerkung in seinem Musiklexikon:] Den Tongebilden Bruckner's fehle die - Seele. Dass man Bruckner'scher Musik mitunter, ja nur zu oft die Logik, das künstlerische Maass absprechen könne, ist leider vollkommen richtig, aber die Seele, die Empfindung? [... in diesem Punkt stimme er nicht mit Riemann überein, mit dem er sich sonst bei vielen Komponisten verstehe], in der Hauptsache auch über Brahms: mit Einem Wort, über fast alle Tonmeister, die er in seinem Lexikon so treffend individuell charakterisirt.\r\n      Dr. Theodor Helm.\" (°°).\nKalendernotiz Bruckners: »1.3. Fr Kath für März 7 fl« (°°°).", "Letzte Änderung": "24.09.2024 19:29"}, {"ID": 188803025, "Datum": "(2.3.1888, Freitag)", "Haupttext": "Rosa Papier singt in einem Konzert im Bösendorfersaal auch zwei Lieder von Hugo Wolf.", "Letzte Änderung": "13.05.2024 21:32"}, {"ID": 188803055, "Datum": "5.3.1888, Montag", "Haupttext": "Erste Datierung zur Umarbeitung der 3. Symphonie. \nBruckner benützt für die Überarbeitung eine von Franz Schalk vorbereitete Fassung (*).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803065, "Datum": "(6.3.1888, Dienstag)", "Haupttext": "1. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Werken von Bach, Brahms, Rückauf, Goldmark, Hubay, Schumann und Mendelssohn.", "Letzte Änderung": "17.08.2025 06:13"}, {"ID": 188803075, "Datum": "7.3.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Notiz »7. März 88 - 5« [Gulden??] auf einer Visitenkarte Bruckners.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803094, "Datum": "vor dem 9.3.1888", "Haupttext": "[Vermutlich Brief Levis an Bruckner:] \n   Bruckner wird von Levis Erkrankung benachrichtigt. Ersatztermin für die Aufführung der 4. Symphonie im Herbst?", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803095, "Datum": "9.3.1888, Freitag", "Haupttext": "Brief Bruckners an Levi:\r\n     Bedauert, daß Levi erkrankt ist und die 4. Symphonie nicht aufgeführt wird. Er fürchte für Bayreuth [wegen Levis Gesundheit]. Im Herbst sei Prinzessin Amalie nie in München. Nach dem Berufsalltag zu komponieren, werde immer beschwerlicher. Hellmesberger habe 1887 bestritten, daß Bruckner Unterstützung brauche. Er hoffe auf die 8. Symphonie in München. Ob die 4. Symphonie in einem Extrakonzert aufgeführt werden könnte? Bittet um Rücksendung von Partitur und Stimmen zur Korrektur (*).\nDie New York Tribune Nr. 15090 macht auf S. 7 in einem Inserat in der 6. Spalte erstmals auf das Konzert vom 16.3.1888 (mit der 4. Symphonie) aufmerksam:\r\n\"CHICKERING HALL. Seidl Symph. Concert\r\n              FRIDAY EVENING, March 16.\r\n                         SEIDL CONCERT.\r\n     The programme for the second of the SEIDL SYMPHONY CONCERTS – the first of which produced so brilliant and profound an impression – will appear in SUNDAY'S Papers. Seats may be secured at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union Square. Early application necessary.\" (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803105, "Datum": "10.3.1888, Samstag", "Haupttext": "Die New York Tribune Nr. 15091 macht auf S.9 in einem Inserat in der 6. Spalte auf das Konzert vom 16.3.1888 (mit der 4. Symphonie) wie am Vortag aufmerksam:\r\n\"CHICKERING HALL. Seidl Symph. Concert\r\n              FRIDAY EVENING, March 16.\r\n                         SEIDL CONCERT.\r\n     The programme for the second of the SEIDL SYMPHONY CONCERTS – the first of which produced so brilliant and profound an impression – will appear in SUNDAY'S Papers. Seats may be secured at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union Square. Early application necessary.\" (*).\n \n[10./11.3.1888:]\r\nGeplanter Abfahrtstermin noch München (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803115, "Datum": "11.3.1888, Sonntag", "Haupttext": "In einem Artikel der »Warte am Inn« wird auf S. 5 Bruckner als Lehrer Josef Reiters erwähnt:\r\n    \"Musikzeitung.\nWien, 4. März 1888.\n(Josef Reiter, Lieder von - ). Wer sich noch des trefflichen Orgelspiels erinnert [...] Josef Reiter [...] hat sich auf autodidactischem Wege eine sichere Grundlage für sein musikalisches Können geschaffen, das zunächst in dem Ausdruck fand, daß er im Iahre 1884 von der Prüfungscommission für Musik an Mittelschulen und Lehrerbildungsschulen für seine Leistungen aus (gleichzeitig) drei Fächern: \"Gesang, Orgel und Clavier\" (unter Hanslick, Krenn[,] Bruckner) ein Prüfungszeugnis erwarb, das sich sehen lassen kann. [...]\" (*).\n \nDie New York Tribune Nr. 15092 gibt auf S. 4 in der 6. Spalte einen Überblick über die nächsten Konzerte [darunter die 4. Symphonie am 16.3.1888]:\r\n\"MUSICAL COMMENT.\r\n[...].\r\n     The concert list of the work before us includes a final concert for the season of the Boston Symphony Orchestra at Steinway Hall [... Gericke, 14.3.1888 ...], a public rehearsal for Mr. Thomas's tenth symphony concert on Thursday afternoon, and Mr. Seidl's second concert in Chickering Hall on Friday evening. [... Programm und Solisten bei Gericke ...].\r\n     Both Mr. Thomas and Mr. Seidl will bring out new works at their concert. Mr. Thomas's novelty is a symphonic fantasia entitled \"Italy,\" by Richard Strauss; Mr. Seidl's, a symphony surnamed \"Romantic,\" by Anton Bruckner. In view of the fact that a symphony by Herr Bruckner drove half the audience out of the Opera House at a Philharmonic Concert last Season, Mr. Seidl's proceeding is daring and complimentary to the Viennese composer, to say the least. [... die weiteren Programmnummern (Solisten Mr. Sherwood, Frau Kalisch-Lehmann und Herr Kalisch) ... Frl. Brandt sagt wegen des Todes von Kaiser Wilhelm an der Oper ab ...].\" (**).\n \nEin Inserat erscheint dazu auf Seite 7 in der 5. Spalte :\r\n\"CHICKERING HALL.\r\n                        FRIDAY EVENING, March16.\r\n                              SECOND\r\n                     SEIDL CONCERT.\r\n                        PROGRAMME:\r\n     1. \"Emperor\" concerto [...]; 2. \"Romantic Symphony,\" No. 4, by Anton Brueckner (first performance in America). 3. \"Tannhäuser\" music [... Solisten, Karten ...]. \" (***).\n(7. Philharmonisches Konzert unter Hans Richter mit Werken von Mendelssohn, St. Stocker, Liszt und Brahms (2. Sinfonie) (°).", "Letzte Änderung": "17.12.2024 17:29"}, {"ID": 188803125, "Datum": "12.3.1888, Montag", "Haupttext": "Datierung \"bis hieher 12.3.\" im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 377 - 388 (*).\n \nAuf das Konzert vom 16.3.1888 (mit der 3. Symphonie) macht The New York Times Nr. 11398 auf S. 5 in der 2. Spalte aufmerksam:\r\n\"                 MUSICAL NOTES.\n     The programme for Herr Seidl's second symphony concert, which is set down for Friday evening at Chickering Hall, is as follows: Beethoven's fifth piano concerto, W. H. Sherwood and orchestra; Anton Brückner's \"Romantic Symphony\" – first time in America – and the Tannhäuser\" music as elaborated by Wagner for the special edification of the hard-hearted Parisians, including the overture and Venusberg music and the scene between Venus and Tannhäuser. Herr Kalisch and his bride will be the soloists.\" (**)\n \nund auf Seite 7 mit einem Inserat in der 6. Spalte:\r\n\"CHICKERING HALL, FRIDAY, MARCH 16.\r\n                              SECOND\r\n                SEIDL CONCERT.\r\n                      PROGRAMME.\r\n     1. \"Emperor\" concerto [...]; 2. \"Romantic Symphony,\" No. 4, by Anton Brueckner – first performance in America; 3. \"Tannhäuser\" music [... Solisten, Karten ...]. \" (***).\n \nEin nahezu identisches Inserat erscheint auch in der New York Tribune Nr. 15093 auf S. 7 in der 6. Spalte: \"CHICKERING HALL.\r\n                        FRIDAY EVENING, March16.\r\n                              SECOND\r\n                     SEIDL CONCERT.\r\n                        PROGRAMME:\r\n     1. \"Emperor\" concerto [...]; 2. \"Romantic Symphony,\" No. 4, by Anton Brueckner (first performance in America). 3. \"Tannhäuser\" music [... Solisten, Karten ...]. \" (°).\n\r\n(Liederabend von Rosa Papier im Bösendorfersaal, u. a. auch mit Liedern von Hugo Wolf (°°)).", "Letzte Änderung": "12.11.2024 16:25"}, {"ID": 188803135, "Datum": "13.3.1888, Dienstag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen): Notizen über Periodenbau und Gegenbewegungen im 1. und 2. Satz und im Finale [der 3. Symphonie?] (*).\n(Konzert des Wiener Akademischen Gesangvereins im großen Musikvereinssaal (**)).", "Letzte Änderung": "22.10.2025 21:35"}, {"ID": 188803145, "Datum": "14.3.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Ursprünglicher Termin für die Aufführung der 4. Symphonie in München, die wegen Levis Erkrankung ausfallen mußte (*)\n \nIn einem erneuten Inserat zum Konzert am 16.3.1888 in der New York Tribune Nr. 15095 auf S. 7 in der 6. Spalte wird die 4. Symphonie nicht erwähnt:\r\n\"CHICKERING HALL.        Friday, March 16.\r\n                                   SEIDL CONCERT.\r\nFrau Kalisch-Lehmann, Herr Kalisch, Mr. W. H. Sherwood\r\n             and Metropolitan Opera House Orchestra.\r\n       Seats at Hall, and Schuberth's, 23 Union Square.\" (**).\n \nSo auch in The New York Times Nr. 11400 auf S. 7 in der 7. Spalte:\r\n\"CHICKERING HALL.        FRIDAY, MARCH 16.\r\n                                   SEIDL CONCERT.\r\n     Frau Kalisch-Lehmann, Herr Kalisch, Mr. W. H. Sherwood and Metropolitan Opera House Orchestra. Seats at Hall and Schuberth's, 23 Union-square.\" (***).\n \nAnkündigung der 4. Symphonie auch in der Evening Post:\r\n\"There will also be a Romantic Symphony by Anton Bruckner which Herr Seidl considers one of the greatest works in existence [...] The Romantic Symphony will be an interesting novelty, and will be sure of a spirited interpretation by Herr Seidl.\" (°).\n\r\n(Premiere von Verdis »Othello« unter Jahn in Wien (°°)).", "Letzte Änderung": "17.04.2026 12:31"}, {"ID": 188803155, "Datum": "15.3.1888, Donnerstag", "Haupttext": "The New York Times Nr. 11401 gibt auf S. 4 in der 7. Spalte 11401 eine Ergänzung zum Konzert am 16.3.1888 [mit der 4. Symphonie] bekannt:\n\"                     MUSICAL NOTES.\r\n[...]\r\n     Herr Seidl will play the Siegfried funeral march from \"Die Götterdämmerung\" at his symphony concert at Chickering Hall to-morrow evening, in memory of Emperor William.\" (*)\n \nund teilt das komplette Programm in einem Inserat auf Seite 7 in der 7. Spalte mit: \"CHICKERING HALL, FRIDAY, MARCH 16.\r\n                                 SECOND\n                       SEIDL CONCERT.\r\n                             PROGRAMME:\r\n1. E flat major concerto  . . . . . . . . .    Beethoven\r\n          Mr. William H. Sherwood and Orchestra.\r\n2. Romantic Symphony, No. 4 . . . .  . Anton Bruckner\r\n                (First time in America.)\r\n3. \"Tannhauser\" excerpts . . . . . . . . .   Richard Wagner\r\n          [...].\r\n4. Funeral march from \"Götterdämmerung\" . Wagner\r\n     (Performed in memory of the Emperor William.)\r\nGeneral Manager  . . . . .  Mr. F. A. Schwab\r\n     Admission, $1. Seats, 50c. and $1 extra, at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union-square.\" (*a).\n \nDas endgültige Programm wird auch in einem Inserat in The Sun Nr. 197 auf S. 6 in der 4. Spalte bekannt gegeben:\r\n\"CHICKERING HALL, FRIDAY, MARCH 16.\r\n                                 SECOND\n                       SEIDL CONCERT.\r\n                             PROGRAMME:\r\n1. E flat major concerto  . . . . . . . . .    Beethoven\r\n          Mr. William H. Sherwood and orchestra.\r\n2. Romantic Symphony, No. 4 . . . .  . Anton Bruckner\r\n                (First time in America)\r\n3. \"Tannhauser\" excerpts . . . . . . . . .   Richard Wagner\r\n          [...].\r\n4. Funeral march from \"Gotterdammerung\" . . .  Wagner\r\n     (Performed in memory of the Emperor William.)\r\nGeneral Manager  . . . . .  Mr. F. A. SCHWAB\r\n     Admission $1, seats 50c. and $1 extra, at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union square.\" (**)\n \nund in der New York Tribune Nr. 15096 auf S. 7 in der 6. Spalte:\n\"CHICKERING HALL.       Friday, March 16.\r\n                                 SECOND\n                          SEIDL CONCERT.\r\n                             PROGRAMME:\r\n1. E flat major Concerto  . . . . . . . . .    Beethoven\r\n          Mr. William H. Sherwood and Orchestra.\r\n2. Romantic Symphony, No. 4 . . . .  . Anton Bruckner\r\n                (First time in America.)\r\n3. \"Tannhauser\" excerpts . . . . . . . . .   Richard Wagner\r\n          [...].\r\n4. Funeral March from \"Gotterdammerung\".. Wagner\r\n     (Performed in memory of the Emperor William.)\r\nGeneral Manager  . . . . .  Mr. F. A. Schwab\r\n     Admission, $1. Seats 50c. and $1 extra, at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union Square.\" (***).", "Letzte Änderung": "20.04.2026 03:01"}, {"ID": 188803165, "Datum": "16.3.1888, Freitag", "Haupttext": "Datierung »Fertig 16.3. 14.[3.?] Regul« im 4. Satz der 3. Symphonie bei Takt 143-154 (*).\n \nHinweis auf das heutige Konzert in The New York Times Nr. 11402 auf S. 4 in der 6. Spalte: \"AMUSEMENT NOTES. [...] Herr Seidl's second symphony will be be [sic] given at Chickering Hall this evening. W. H. Sherwood will play the E flat piano concerto of beethoven; Frau Kalisch-Lehmann and Herr Kalisch will be heard in selections from the Paris version of \"Tannhäuser,\" and the orchestra will play Bruckner's \"Romantic Symphony\" and the funeral march from \"Die Götterdämmerung.\" (**)\n \nund mit einem Inserat auf Seite 7 in der 7. Spalte:\r\n\"CHICKERING HALL, FRIDAY, MARCH 16.\r\n                                 SECOND\n                       SEIDL CONCERT.\r\n                             PROGRAMME:\r\n1. E flat major concerto  . . . . . . . . .    Beethoven\r\n          Mr. William H. Sherwood and orchestra.\r\n2. Romantic Symphony, No. 4 . . . .  . Anton Bruckner\r\n                (First time in America.)\r\n3. \"Tannhäuser\" excerpts . . . . . . . . .   Richard Wagner\r\n          [...].\r\n4. Funeral March from \"Götterdämmerung\". Wagner\r\n     (Performed in memory of the Emperor William.)\r\nGeneral Manager  . . . . .  Mr. F. A. Schwab\r\n     Admission $1. Seats, 50c. and $1 extra, at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union-square.\" (***).\n \nEin nahezu identisches Inserat erscheint auch in der New York Tribune Nr. 15097 auf S. 7 in der 6. Spalte:\r\n\"CHICKERING HALL, Friday, March 16.\r\n                                 SECOND\n                       SEIDL CONCERT.\r\n                             PROGRAMME:\r\n1. E flat major concerto  . . . . . . . . .    Beethoven\r\n          Mr. William H. Sherwood and Orchestra.\r\n2. Romantic Symphony, No. 4 . . . .  . Anton Bruckner\r\n                (First time in America.)\r\n3. \"Tannhauser\" excerpts . . . . . . . . .   Richard Wagner\r\n          [...].\r\n4. Funeral March from \"Gotterdammerung\".. Wagner\r\n     (Performed in memory of the Emperor William.)\r\nGeneral Manager  . . . . .  Mr. F. A. Schwab\r\n     Admission, $1. Seats 50c. and $1 extra, at Chickering Hall and Schuberth's, 23 Union Square.\" (°).\n \n[nicht am 4.4.1888!]\r\nAufführung der 4. Symphonie unter Anton Seidl im 2. Seidl-\nKonzert in der Chickering Hall in New York. Es erklingen außerdem Werke von Beethoven (Es-Dur-Klavierkonzert mit W. H. Sherwood) und Wagner (aus Tannhäuser mit Kalisch-Lehmann und – aus Anlass des Todes von Kaiser Wilhelm – der Trauermarsch aus der Götterdämmerung) (°°).\r\n[siehe die Anmerkung]", "Letzte Änderung": "26.10.2024 22:24"}, {"ID": 188803175, "Datum": "17.3.1888, Samstag", "Haupttext": "Besprechungen der Aufführung der 4. Symphonie am 16.3.1888 erscheinen\n \nin The New York Times Nr. 11403 auf S. 4 in der 7. Spalte:\r\n\"                 AMUSEMENTS.\n              CHICKERING HALL.\n     Herr Anton Seidl's second symphony concert, which took place at Chickering Hall last evening was as full of good qualities as a cocosnut is of milk. It was attended by another large audience, whose kindly regard for the conductor quite ran away with its judgment and found expression in applause not always deserved. This has reference only to the novelty of the evening–Anton Bruckner's \"Romantic Symphony\"–which may be dismissed briefly. According to a note on the programme this composition is intended to give some idea of a country life. Judging from the composer's expression of his ideas in this symphony, his conception of a country life is chiefly founded on greeen apples, eolic [?], and thunderstorms, with recollections of the feelings of a man who mistook a hornets' nest for a high white hat. Lost this be deemed too frivolous for the occasion, let us hasten to add that Bruckner's symphony is without melodious themes of any kind, is chaotic and incomprehensible in construction, and is instrumented in an aggressively blatant style which results in confusion worse confounded. It should be put upon the top shelf of a musical curiosity shop, and kept there till the dust of ages gives it a factitious respectability which it does not now possess. The concert began with Beethoven's E flat piano concerto, [... Solist ein Virtuose, kein Künstler ... Lob für Lehmann und Kalisch ...]. The concert concluded with the funeral march from \"Die Götterdämmerung,\" played in memory of Kaiser Wilhelm. The work of the orchestra was generally commendable, and Herr Seidl conducted with splendid firmness and fire.\" [keine Signatur] (*)\n \nund in der New York Tribune Nr. 15098 auf S. 4 in der 5. Spalte:\r\n\"                           MUSIC–THE DRAMA.\r\n           SECOND SEIDL SYMPHONY CONCERT.\r\n     The second Seidl Symphony Concert took place last night in Chickering Hall. It was a most interesting musical event, and one of our best audiences enjoyed the occasion. The programme included: [... Beethoven ...]; \"Romantic Symphony, No. 4, in E-flat major,\" in four movements, Anton Bruckner; \"Tannhauser,\" [... Werke, Solisten ...]. The Bruckner symphony was heard for the first time in America last night, and also the rewritten scene between \"Venus\" and \"Tannhauser.\"\r\n     [... Mr. Sherwood gave [... Beethoven ... Seidls Leistung höher bewertet ...].\r\n     The \"Romantic\" symphony, Anton Bruckner's fourth production in the greatest orchestral form, can only be called a symphony by allowing that the descriptive adjective \"romantic\" has had a justifiable influence on classic form. With the exception of the Scherzo (representative of a hunt) none of the movements shows the form of the classic or even  of the modern symphony, as followed by Brahms, Rubinstein and Raff, and certainly still less that of Schumann, who was the most representative of \"romantic\" symphonists. Everywhere the work is rhapsodical, episodical und spasmodic. There is no logical symphonic development of the themes given, and the whole work seems to have been written more for the sake of working up tremendous orchestral climaxes and of producing peculiar harmonic effects than for the sake of writing a symphony. The descriptive title of \"Symphonic Fantasia\" in four movements, would, therefore, have been considerably more appropriate than the designation of \"symphony,\" which the work ist not. The first movement in E-flat opens with a broad horn call on a descending fifth, and this gradually widens into a rather beautiful theme, the only broad and entirely satisfactory symphonic theme the work contains. The second theme in D-flat is rather weak in invention, and only interesting through the peculiarity of orchestral treatment to which it is subjected. The Andante in C-minor is the weakest movement of the four. Not only is the principal theme short-breathed, jerky and not original, but even the treatment is not particularly interesting. A short episode in B-major, however, which interrupts (without symphonic reason or justification) the movement is rather beautiful, and in the off-hand manner in which it is dropped into the movement affords a short pleasure and relief. The Scherzo is undoubtedly the best part of the work and the least unsatisfactory to the hearer. It stands in B-flat, and the use of six horns (strongly suggestive of the opening of the second act of \"Tristan\") gives it a sonority and an orchestral color at once descriptive of its title, \"The Hunt.\" The trio in G-flat, which the composer describes as \"Table music of the hunters in the wood,\" is simplicity  itself in thought and orchestration; at its conclusion the \"Hunt\" is resumed. The last movement, in contrast to its three predecessors which are, as Bruckner always is and strives to be, Wagnerian, is thoroughly Meyerbeerian in the invention of its thematic material and in the use of the brass. The short theme in C-minor, the most important one of the movement, is bodily taken from \"Robert.\" The orchestral treatment is a constant striving (by the use of crescendos) after dynamic climaxes, but as these climaxes when they fall upon the ear with appalling power do not convey any musical thoughts, but only so much musical noise, their frequent reiteration finally becomes wearisome and unsatisfactory. The performance of the work showed Seidl's untiring energy and his ability to get out of his men all the power thea are able to produce. The effect, however, would have been heightened considerably if the intonation, especially in the woodwind, had been more clear. The Bacchanale from the Paris version of Wagner's \"Tannhauser\" has been heard here frequently under Thomas, but Mr. Seidl's interpretation showed, if less finish and accuracy, a more tremendous working up of it is subjected. The Andante in C-minor is the weakest movement of the four. Not only is the principal theme short-breathed, jerky and not original, but even the treatment is not particularly interesting. A short episode in B-major, however, which interrupts (without symphonic reason or justification) the movement is rather beautiful, and in the off-hand manner in which it is dropped into the movement affords a short pleasure and relief. The Scherzo is undoubtedly the best part of the work and the least unsatisfactory to the hearer. It stands in B-flat, and the use of six horns (strongly suggestive of the opening of the second act of \"Tristan\") gives it a sonority  and an orchestral color at once descriptive of its title, \"The Hunt.\" The trio in G-flat, which the composer describes as \"Table music of the hunters in the wood,\" is simplicity  itself in thought and orchestration; at its conclusion the \"Hunt\" is resumed. The last movement, in contrast to its three predecessors which are, as Bruckner always is and strives to be, Wagnerian, is thoroughly Meyerbeerian in the invention of its thematic material and in the use of the brass. The short theme in C-minor, the most important one of the movement, is bosily traken from \"Robert.\" The orchestral treatment is a constant striving (by the use of crescendos) after dynamic climaxes, but as these climaxes when they fall upon the ear with appalling power do not convey any musical thoughts, but only so much musical noise, their frequent reiteration finally becomes wearisome and unsatisfactory.\r\n     The performance of the work showed Seidl's untiring energy and his ability to get out of his men all the power thea are able to produce. The effect, however, would have been heightened considerably if the intonation, especially in the woodwind, had been more clear.\r\n     The Bacchanale from the Paris version of Wagner's \"Tannhauser\" has been heard here frequently under Thomas, but Mr. Seidl's interpretation showed, if less finish and accuracy, a more tremendous working up of climaxes. [...].\r\n     The singing of Frau Kalisch-Lehmann, as well as that of her husband, was magnificent. For Frau Kalisch-Lehmann it was a great triumph; her husband was most enthusiastically received.\" [keine Signatur] (**)\n \nSchließlich schreibt auch The Sun Nr. 199 auf S. 2 in der 7. Spalte über dieses Konzert:\r\n\"              AMUSEMENTS.\r\n          Anton Seidl's Concert.\r\n      The second of Conductor Seidl's three symphonic concerts was given last evening at Chickering Hall, with the following programme:\r\n[... Beethoven ...]\r\nRomantic Symphony . . . . .  Anton Bruckner\r\n[... Wagner Tannhäuser ...]\r\n     The concert was a brilliant one, though unequal in excellence, and so lacking in that consistency which is so important an element in an perfect scheme. The audience was predisposed to amiability, from a remembrance of the satisfaction given in such full measure by the preceding performance of the series, and, therefore, not only did Mr. Sherwood receive an unwarranted share of hand clapping, after his rendering of the concerto, but the Bruckner symphony was applauded beyond its deserts. [... Vorbehalte gegen Sherwoods Beethoven-Interpretation ...].\r\n     As for the new Bruckner composition, though an improvement on its unfortunate brother symphony, which was presented to a philharmonic audience last year, it has little or nothing to recommend it except its novelty and some elaboration of instrumentation. Though varied and ornate, the orchestration is neither novel in invention nor beautiful enough to compensate for a paucity of musical ideas and a sameness of contrapuntal methods. There is a large preponderance of brass in the Bruckner piece, and the whole is noisy without being impressive. In fact, the whole concert was too loud for Chickering Hall–the best effects of the band were lost for want of distance and space over which the sound might dissipate itself. Perhaps only the Tannhäuser music stood this trying test well. This was undoubtedly loudest of all, yet so exquisitely woven are the hamonies, so graceful the undulating, twining themes, that the intoxicating music took but stronger, more potent hold upon the bewildered sendes from the tremendous force of the volume of tone. [...].\r\n     [... Lob für Lehmann und Kalisch ...].\r\n     The concert closed with the funeral march from \"Götterdämmerung,\" played in honor of the revered late Emperor. \" [keine Signatur] (***).\n \nAuch die Evening Post berichtet von diesem Konzert:\r\n\"[...] It will be reminded that another symphony by this composer was produced last year at a Philharmonic concert, and that a large part of the audience left beforee it was over – a not altogether andeserved criticism, as it seemed to us at the time. The Romantic made a better impression, and did not drive any one from the hall, yet it evidently bored the audience, notwithstanding Herr Seidl's magnificent condacting [...]\" (°).\n \n(Brief von Joh. Ev. Habert an Bernhard Deubler: Übersendet die Stichvorlage der Cäcilien-Messe (die Direktionspartitur habe Hellmesberger). Gesamtausgabe derzeit im Stocken, da er nicht genügend zu Subskriptionen aufrufe. Freut sich, dass St. Florian eine Habert-Messe macht (Einsiedeln sei der Vorreiter). Beklagt die Teilnahmlosigkeit bei dem Klerus, den er gegen Witt unterstützte. Komponiert nun auch weltliche Musik. Burgstaller habe seinerzeit [29.9.1887] einige Tempi der Cäcilien-Messe trotz Metronomangaben verfehlt. Wird Hellmesberger um eine Verschiebung der Messe in den Herbst bitte, um in Wien ein Konzert besuchen zu können (°°)).", "Letzte Änderung": "20.04.2026 03:04"}, {"ID": 188803195, "Datum": "19.3.1888, Montag", "Haupttext": "Skizzierung der Takte 393-425 zum Finale der 3. Symphonie (3. Fassung, Ersatz für Franz Schalks Einlage-Komposition).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803235, "Datum": "23.3.1888, Freitag", "Haupttext": "Brief des Klosterneuburger Männergesangvereins an Bruckner: \n   Ob er am 15.4.1888 beim Hochamt zum Gründungsfest Orgel spielen könne.", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803245, "Datum": "24.3.1888, Samstag vor Palmsonntag", "Haupttext": "Kalendereintragung Bruckners: »Hl. Beicht 24.3. (Schlaf) Divan.«", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803255, "Datum": "25.3.1888, Palmsonntag", "Haupttext": "Brief von Richard Strauss an Bülow:\r\n   Für die zwei letzten Konzerte in München seien Brahms (2. Sinfonie) und Bruckner (4. Symphonie) [14.3.1888] angesetzt gewesen und nach Levis Erkrankung von Franz Fischer z.B. durch Mozart (g-Moll) ersetzt worden.\r\n   »... Den beiden Br.'s weine ich allerdings nicht nach, Bruckner aus leicht faßlichen Gründen, und der Brahmsschen D-dur, - weil ich sie mir unter Fischer doch nicht angehört hätte ...« (*).\n(Konzert des Schubertbundes im Musikvereinssaal (**)).", "Letzte Änderung": "23.06.2023 15:04"}, {"ID": 188803275, "Datum": "27.3.1888, Kardienstag", "Haupttext": "2. Außerordentliches Gesellschaftskonzert unter Hans Richter mit Bachs h-moll-Messe (*).\n[Vermutlich] Dieses Konzert und die Proben dazu wurden von Bruckner und Klose besucht (**).\nHinweis zum Probenbesuch im Brünner Tagesboten Nr. 72 auf S. 3: \"(Brünner Musikverein.) Die ausübenden Mitglieder, Damen und Herren, werden dringend eingeladen, bei der morgen Mittwoch Abends um 7 Uhr stattfindenden Probe vollzählig zu erscheinen, da das zum Studium gelangende Tedeum von Bruckner außergewöhnliche Schwierigkeiten bietet.“ (***).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803285, "Datum": "28.3.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Der Teplitz-Schönauer Anzeiger Nr. 26 gibt auf S. 4 das Programm des morgigen Konzerts bekannt:\n     \"[Geistliche Musikaufführungen]. Die Teplitzer Liedertafel veranstaltet am Gründonnerstag, Nachmittags 5 Uhr, in der hiesigen Decanalkirche unter gefälliger Mitwirkung des Damensingclubs, der Bademusik, sowie der Opernsängerin Fräulein Leicht, der Herren Alois Hofmann, Karl Mailler und des Organisten Herrn A. Kayl unter Leitung des Directors Herrn Tausche eine geistliche Musikaufführung mit folgendem Programm: [...] 4. \"Ave Maria\", gemischter Chor von Bruckner (siebenstimmig). [...]\" [WAB 6]", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803287, "Datum": "28.3.1888 - 4.4.1888, Karmittwoch bis Ostermittwoch", "Haupttext": "Bruckner notiert seine Gebete nicht wie üblich in einem separaten (älteren) Kalender, sondern im aktuellen Kalender von 1888 (*). \n Am 1.4.1888 Notiz »h. Ostersonntag.« (*a). [Dieser Zeitraum entspricht vermutlich] Bruckners Osteraufenthalt in St. Florian, wo Bruckner den Plan faßte, die 4 »Tantum ergo« [WAB 41] zu revidieren (**).\nIm Gästebuch des Stiftes ist notiert \"Charwoche / Bruckner, Lanz, Arnleitner\" und die Anzahl der Gedecke mit \"44\" angegeben. Das Datum der Abreise ist nicht vermerkt (***).\nAm 28.3. in Brünn Probe des \"Te deum\" beim Brünner Musikverein [unter Otto Kitzler] (°).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188803295, "Datum": "29.3.1888, Donnerstag (Gründonnerstag)", "Haupttext": "Das Musikalische Wochenblatt Nr. 14 bringt auf S. 163f eine Buchbesprechung von Richard Falckenberg über Hermann Kretzschmars »Führer durch den Concertsaal«, in der auch Bruckner erwähnt wird.\r\n                 \"Kritik.\nHermann Kretzschmar. Führer durch den Concertsaal. I. Abtheilung: Symphonie und Suite. Leipzig, A. G. Liebeskind, 1887. 299 Seiten. 3 Mark.\n    Wenn ich mich anschicke, an dieser Stelle eine der erquicklichsten und dankenswerthesten Erscheinungen des Musikalischen Büchermarktes zu besprechen [... bietet einen Überblick über die Entwicklung der Symphonie und Analysen der wichtigsten Werke ... über die Gliederung des Buches in 5 chronologisch sortierte Kapitel ...]\n     [...] Das fünfte (S 236): \"Die moderne Suite und die neueste Entwickelung der classischen Symphonie\" bespricht F. Lachner [... Serenadenkomponisten ...] Goetz, Brahms (Symphonien), von Herzogenberg und Bruckner. Einige Compositionen aus der jüngsten Gegenwart mussten, nach dem Vorwort, noch unberücksichtigt bleiben [... wünscht dem Buch, auch dem im Druck befindlichen Band über Vokalmusik, schnelle Verbreitung ...] Wir haben in unserem Bekanntenkreise mehrfach Gelegenheit gehabt, die günstige Wirkung der Lecture des ersten Bandes zu beobachten.                Richard Falckenberg.\" (*).\n \nAufführung des siebenstimmigen \"Ave Maria\" [WAB 6] durch die Teplitzer Liedertafel (ergänzt durch den Damensingclub) unter Direktor Tausche um 17 Uhr in der Dekanalkirche in Teplitz (**).", "Letzte Änderung": "02.02.2023 11:44"}, {"ID": 188804015, "Datum": "1.4.1888, Ostersonntag", "Haupttext": "Die Linzer Zeitung meldet, daß Hans Poscher, Archivar der Liedertafel »Frohsinn«, eine Mottosammlung, gedruckt bei Feichtinger in Linz, herausgegeben hat, in der auch Bruckner mit zwei Wahlsprüchen [WAB 95/1, WAB 95/2] vertreten ist:\r\n»Wissenschaft und Literatur.\r\n   # Soeben erschien im Selbstverlage des Herausgebers Hans Poscher, Archivar der Liedertafel \"Frohsinn\" in Linz eine den oberösterreichischen und salzburgischen Gesangvereinen gewidmete \"Mottosammlung\" (Druck der k. k. Hofbuchdruckerei von Jos. Feichtingers Erben in Linz a. d. D.), welche schon ob ihrer Reichhaltigkeit (190 Mottos) das größte Interesse jedes Sängers und Sangesfreundes wachrufen muß. [... unentbehrliches Schatzkästlein mit 72 Wahlsprüchen, 60 Sängergrüßen und 58 auswärtigen Wahlsprüchen ... auch oberösterreichischer Komponisten ...] So sind R. Führer mit 7 Wahlsprüchen, C. Santner mit 5, A. M. Storch mit 4, W. Floderer mit 3, Fr. Arnleitner, A. Bruckner, M. Einfalt, F. S. Reiter mit je 2, ferner M. Brava, A. Hasenleitner, Jos. Gruber, Ad. Proschko, Ad. Schreyer, P. Peter Singer, Al. Taux und A. Vergeiner vertreten. [... Preis 60 kr., Subscription 50 kr. ... so daß die Anschaffung] jedem Sänger unerläßlich ist.« (*).\n(Franz Bayer, neu ernannter (provisorischer (**)) Chorregent in Steyr, führt die h-moll-Festmesse von Moritz Brosig auf (***).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 23:03"}, {"ID": 188804045, "Datum": "4.4.1888, Mittwoch", "Haupttext": "Bruckner nimmt seine Gebetsaufzeichnungen wieder auf (lückenlos bis 23.12.1888) (*).\nKalendernotiz Bruckners (bei den Gebetsaufzeichnungen):\r\n»Am 4. Abds Fr Kathi 7 fl für April gezalt.« (*a).\n[recte 16.3.1888]\nAufführung der 4. Symphonie unter Anton Seidl in New York (**). Es erklingen außerdem die Venusberg-Musik aus \"Tannhäuser\" mit den Solisten Frau Lehmann-Kalisch und Paul Kalisch, der Trauermarsch aus der \"Götterdämmerung\" und Beethovens 5. Klavierkonzert (mit William H. Sherwood) (**a).\nAuf das Konzert am 7.4.1888 (mit zwei Sätzen der 4. Symphonie) macht das Linzer Volksblatt Nr. 78 auf S. 3 aufmerksam:\r\n    \" - Des Wagner-Vereines zweite Production wird Samstag den 7. d. M. abends im landschaftlichen Redoutensaale [nicht lesbares Wort]. Dieselbe wird sich besonders interessant gestalten durch Vorträge Wagner'scher und Bruckner'scher Compositionen durch die Herren Pianisten Schalk, artistischen Leiters des Wagner=Vereines in Wien und Löwe, beide Professoren des Clavierspiels am Wiener Conservatorium und rühmlich bekannt als ausgezeichnete Interpreten orchestraler Musikwerke. Die Veröffentlichung des Programmes wird demnächst erfolgen.\" (***),\ndesgleichen die Linzer Tages.Post Nr. 78 auf S. 3:\r\n     » § Wagnerverein. Die zweite Production obigen Vereins wird Samstag den 7. d. im landschaftlichen Redoutensaale stattfinden. Dieselbe werden besonders interessant gestalten Vorträge Wagner'scher und Bruckner'scher Compositionen durch die Herren Pianisten Schalk, artistischen Leiters des Wagnervereines in Wien, und Loewe, beide Professoren des Clavierspiels am Wiener Conservatorium und rühmlich bekannt als ausgezeichnete Interpreten orchestraler Musikwerke.« (°)\nund die Linzer Zeitung:\r\n     » * (Des Wagner=Vereines) zweite Production wird Samstag den 7. d. M. im landschaftlichen Redoutensaale stattfinden. Dieselbe wird sich besonders interessant gestalten durch Vorträge Wagner'scher und Bruckner'scher Compositionen seitens der Herren Pianisten Schalk, artistischen Leiters des Wagner=Vereines in Wien, und Loewe, beide Professoren des Clavierspiels am Wiener Conservatorium und rühmlich bekannt als ausgezeichnete Interpreten orchestraler Musikwerke. Die Veröffentlichung des Programmes wird demnächst erfolgen.« (°°).\nPostkarte von Hermann Levi (zur Kur im Wilhelmsbad in Cannstadt) an Gutmann, eine Partitur Grädeners und die Drucklegung der 4. Symphonie betreffend:\r\n     »[...] Wann wird die 'Romantische' in Druck fertig? [...]« (°°°).", "Letzte Änderung": "01.10.2025 07:59"}, {"ID": 188804047, "Datum": "April 1888 in Wien", "Haupttext": "Revision des Tantum ergo [WAB 42] (*) und der 4 Tantum ergo [WAB 41] (**).", "Letzte Änderung": "30.04.2023 16:00"}, {"ID": 188804065, "Datum": "6.4.1888, Freitag", "Haupttext": "Die Linzer Tages-Post Nr. 80 auf S. 3 (*), das Linzer Volksblatt Nr. 80 auf S. 2 (**) und die Linzer Zeitung (***) geben das Programm des morgigen Konzerts bekannt\n \n(*) Linzer Tages-Post: » § Wagnerverein. Wie bereits mitgetheilt wurde, findet am Samstag den 7. d. M. um ½8 Uhr abends der zweite Vortragsabend des Linzer Wagnervereines statt und wird derselbe wegen Raummangels im früheren Vortragslocale diesmal im landschaftlichen Redoutensaale abgehalten werden. [... über die Bedeutung von Josef Schalk und Ferdinand Löwe...] Die beiden genannten Herren werden in der Schalk'schen Uebertragung für zwei Claviere zwei hier noch nicht gehörte Compositionen von Richard Wagner [...] sowie den ersten Satz und das Scherzo aus der romantischen (vierten) Symphonie unseres heimatländischen Meisters Anton Bruckner zum Vortrage bringen. [... Bruckner werde zu wenig gewürdigt und zu selten aufgeführt ...über die weiteren Programmnummern und die Mitwirkenden: die Herren Poscher, I. Horzeyschy, F. Ruckensteiner, Frau Schmidt-Allizar, Herr Gartenauer ... über Eintrittspreise und den Vorverkauf ...] Die Karten sind in der Hof=Buchhandlung Fink und abends an der Casse zu erhalten.« (*).\n(**) Linzer Volksblatt:\r\n      » - Wagner-Verein. Wie bereits mitgetheilt wurde, findet Samstag den 7. d. M. um 1/2 8 Uhr abends der 2. Vortragsabend des Linzer Wagner=Vereines statt und wird derselbe wegen Raummangels im früheren Vortragslocale diesmal im landschaftl. Redoutensaale abgehalten werden. [... über die Bedeutung von Josef Schalk und Ferdinand Löwe...] Die beiden genannten Herren werden in der Schalk'schen Uebertragung für zwei Claviere zwei hier noch nicht gehörte Compositionen von Rich. Wagner [...] sowie den 1. Satz und das Scherzo aus der romantischen (IV.) Symphonie unseres heimatlichen Meisters Anton Bruckner zum Vortrage bringen. [... Bruckner werde zu wenig gewürdigt und zu selten aufgeführt ...über die weiteren Programmnummern und die Mitwirkenden: die Herren Poscher, I. Horzeyschy, F. Ruckensteiner, Frau Schmidt-Allizar, Herr Gartenauer ... über Eintrittspreise und den Vorverkauf ...] Die Karten sind in der Hofbuchhandlung Fink und abends an der Casse zu erhalten.« (**).\n(***) Linzer Zeitung:\r\n     » * (Linzer Wagnerverein.) Wie bereits mitgetheilt wurde, findet am Samstag den 7. d.M. um 1/2 8 Uhr abends der zweite Vortragsabend des Linzer Wagnervereines statt und wird derselbe wegen Raummangels im früheren Vortragslocale diesmal im landschaftlichen Redoutensaale abgehalten werden. [... über die Bedeutung von Josef Schalk und Ferdinand Löwe...] Die beiden genannten Herren werden in der Schalk'schen Uebertragung für zwei Claviere zwei hier noch nicht gehörte Compositionen von Richard Wagner [...] sowie den 1. Satz und das Scherzo aus der romantischen (IV.) Symphonie unseres heimatländischen Meisters Anton Bruckner zum Vortrage bringen. [... Bruckner werde zu wenig gewürdigt und zu selten aufgeführt ...über die weiteren Programmnummern und die Mitwirkenden: Poscher, A. Horzeyschy, Fr. Ruckensteiner, Frau Schmidt-Allizar, Gartenauer ... über Eintrittspreise und den Vorverkauf ...] Die Karten sind in der Hofbuchhandlung Fink und abends an der Casse zu erhalten.« (***).\nBrief des Klosterneuburger Männergesangvereins an Bruckner:\r\n     Eine Deputation habe diese Woche zweimal vergebens versucht, ihn persönlich aufzusuchen, um die schon im Schreiben vom 23.3.1888 ausgesprochene Bitte zu wiederholen, ob er am 15.4.1888 beim Hochamt zum Gründungsfest, das vom Regens chori [Ämilian Hirschfeld] zelebriert werde, Orgel spielen könne. Unterzeichnet von Krih[...] (°).", "Letzte Änderung": "02.12.2024 23:04"}, {"ID": 188804075, "Datum": "7.4.1888, Samstag", "Haupttext": "Das Fremdenblatt Nr. 97 schreibt auf S. 6 über eine Aufführung der 4. Symphonie [22.1.1888], zu der Josef Schalk ein überschwängliches Programm verfaßt habe:\r\n      »Verschollene Konzerte.\r\n    Eigentlich ist jedes Konzert, welches stattgefunden, ein verschollenes Konzert; es ist in alle Lüfte gegangen und nichts ist davon zurückgeblieben, als ein guter oder schlechter Eindruck im Gemüthe der Hörer, der gleichfalls mit der Zeit verschwebt. [... über das Konzert mit Wagners C-Dur-Symphonie ...] Uebrigens gab es unter den Hörern nicht Wenige, die auch diesen Wagner in Windeln bewunderten.\r\n    Gleichfalls eine \"Musik=Aufführung\" hat Anton Bruckner veranstaltet, der bekanntlich ein frommer Wagner=Gläubiger ist. Aufgeführt wurde Bruckner's vierte Symphonie, von ihm die romantische genannt. Er hat sie nach der ersten Wiener Aufführung leise überarbeitet und ihr mehr Logik und Halt gegeben. Neben hochstrebenden Gedanken, kühnen Uebergängen und mystischen Anwandlungen findet man ganze Nester voll zwitschender Gemüthlichkeit in dieser Symphonie. Es ist der Oberösterreicher, der \"Linzer Bua\", der sich von Herzen Luft macht in dem lustigen Scherzo. Josef Schalk hat zu Bruckner's Symphonie ein überschwängliches Programm verfaßt, worin vom \"Innewerden des Unendlichen und Ewigen\" und von anderen blauen Dingen die Rede ist. Da gefällt uns Bruckner's eigenes Programm viel besser. In einer Gesellschaft von Freunden wurde er aufgefordert, das Programm seiner Symphonie zu entwickeln, was er denn mit jener Mischung von Ernst und Schalkhaftigkeit, die in seinem Wesen liegt, auch sofort that. \"Im ersten Satz,\" sagte Bruckner, \"wird von der Linzer Stadtkirche das neue Jahr angeblasen. Im zweiten will ein verliebter Bursch fensterln geh'n, wird aber von dem Mädchen nicht eingelassen. Der dritte stellt eine Hasenjagd vor, und im vierten - ja da weiß ich selbst nicht mehr, was ich dabei gedacht habe ...\" Ist das nicht allerliebst, ein naives Bekenntniß und zugleich eine Satire? In Bruckner's Worten, wie in seinen Werken liegt Genialität. [... über Konzerte der Philharmoniker, des Singvereins, Sophie Menters und andere Klavierabende ...]« [Signatur in der Kopie nicht erkennbar, vermutlich auf S. 7] (*).\nDer Tagesbote aus Mähren und Schlesien Nr. 81 bringt auf S. 12 [eigentlich S. 6?] ein Inserat zum Konzert in Brünn am 13.4.1888 (mit dem »Te deum«):\r\n    \"Freitag den 13. April, 7 1/2 Uhr Abends\r\nfindet im [/] städt. Redoutensaale [/] das II. diesjährige ordentliche [/] CONCERT [/] des [/] Brünner Musikvereins [/] unter gefälliger Mitwirkung der Opernsängerin [/] Frl. Sophie Kollar [/] vom hiesigen Stadttheater [/] und unter Leitung des artistischen Directors Herrn Otto Kitzler [/] statt.\r\n        Programm: \r\n1. Anton Bruckner: Te Deum, für Chor, Soli und Orchester (neu).\r\n    Sopran im Soloquartett: Fräulein Sophie Kollar.\r\n[... Haydn, Arie aus der \"Schöpfung\" ... Beethoven, 7. Sinfonie ... über den Kartenverkauf... ]\r\n    Die Generalprobe findet am Donnerstag den 12. April Abends 5 Uhr statt und kostet der Eintritt per Person 40 kr. [...].\" (**).\nKlavieraufführung des 1. und 3. Satzes der 4. Symphonie [nic